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Wirz Unternehmungen Akzente 1 | 2020

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AKZENTE – Reportage<br />

HOTEL BERN<br />

1<br />

Traditionsreiches Haus<br />

neu eingekleidet<br />

Das Hotel Bern – ein Haus mit über 100-jähriger<br />

geschichtsträchtiger Vergangenheit – wandelt sich:<br />

Vom einstigen Palast «aus Dreck und Eisen», wie man<br />

den Beton damals auch bezeichnete, zum charmanten,<br />

zeitgemäss modernisierten Hotel mit internationalem<br />

Flair im Herzen der Bundesstadt.<br />

Mit seiner monumentalen Jugendstilfassade widerspiegelt<br />

das Haus selbstbewusst die hohen Ambitionen seiner Erbauer,<br />

die sich vor allem aus der Arbeiterbewegung der Stadt<br />

rekrutierten. 1914 von Gewerkschaften und Arbeitervereinen<br />

der Stadt als Volkshaus mit Kino, Speiseanstalt, Frauen- und<br />

Männerbad errichtet, wurde es rasch zum Mittelpunkt gewerkschaftlicher<br />

Aktivitäten. Und darüber hinaus zu einer<br />

Wiege für die gesellschaftliche Modernisierung der Schweiz.<br />

Forum, der Name des integrierten Kinos, sollte gleichsam<br />

zum Programm werden für den angestrebten Meinungsaustausch<br />

zwischen breiten Bevölkerungskreisen.<br />

Zum 100. Geburtstag erinnerte man sich nach einem kurzen<br />

Umbau an die Wurzeln und gab dem neugestalteten Restaurant<br />

mit Bar, dessen Interieur sich architektonisch an der<br />

markanten Jugendstilfassade orientiert, den Namen Volkshaus<br />

zurück. Der Name Hotel Bern ist geblieben. Im Sommer<br />

2018 beschloss der Verwaltungsrat der Volkshaus AG Bern,<br />

das Gebäude innen und aussen umfassend zu erneuern und<br />

barrierefrei zu machen. Die Modernisierung des Hotels wird<br />

im 8. Stock gekrönt durch eine Attika-Bar mit dreihundert<br />

Quadratmeter grosser Terrasse und atemberaubender Sicht<br />

auf die Stadt.<br />

Im Verlauf der Jahrzehnte zogen verschiedene Gewerkschaften<br />

aus. Dann folgte ein erstes Kapitel der Erneuerung und<br />

Rationalisierung. Der Bäderbetrieb wurde eingestellt und<br />

das benachbarte Hotel Continental in Pacht genommen.<br />

Ende der Siebzigerjahre dann ein Neuanfang: Hinter der<br />

Monumentalfassade wurde das Volkshaus abgerissen, und<br />

an seiner Stelle entstand ein neues Haus. Damit verbunden<br />

waren die Umbenennung in Hotel Bern und der Ausbau auf<br />

den Standard eines Viersterne-Hotels.<br />

Mittlerweile gehört das Haus mit seinen 116 Zimmern und<br />

sieben Seminarräumen dem renommierten und weltweit<br />

vertretenen Netzwerk Best Western an. Unter der Marke Best<br />

Western Plus dürfen Geschäfts- und Ferienreisende heute<br />

hohen Komfort, besondere Annehmlichkeiten und gepflegte<br />

Gastlichkeit erwarten.<br />

2<br />

3<br />

1: Empfang im 2. OG<br />

2: Bündig montierte Zimmertüren, Eiche furniert<br />

und lackiert<br />

3: Sockelabschlüsse im Treppenhaus, in Eichenholz massiv<br />

4: Zimmerschrank in MDF gestrichen, mit Innenausbau<br />

5: Türgriff in wiederkehrendem Hotel-Emblem<br />

6: Furnierte Brandschutzverkleidung im Treppenhaus<br />

4

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