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22. November 2022

- Messendorferbach: 2,2 Millionen Euro für den Hochwasserschutz - Mehr Lohn für das Flughafen-Kontrollpersonal gefordert - Neue Verordnung: Entnahme von 40 Fischottern - Energie Steiermark will bis 2040 klimaneutral sein

- Messendorferbach: 2,2 Millionen Euro für den Hochwasserschutz
- Mehr Lohn für das Flughafen-Kontrollpersonal gefordert
- Neue Verordnung: Entnahme von 40 Fischottern
- Energie Steiermark will bis 2040 klimaneutral sein

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22. NOVEMBER 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG


Der Mittwoch

startet bewölkt

und eventuell

sogar mit

Schneeregen. Im

Laufe des Nachmittags kann sich

aber wieder die Sonne zeigen.

Intervention

Eine neue Verordnung erlaubt künftig

bis zu vierzig Fischotter in der Steiermark

zu „entnehmen”. 4

Interview

Kultcafetier Carl Binder spricht in der

Serie „Grazer Originale” über seine

Stadt und ihre Eigenheiten. 7

Messendorferbach:

2,2 Millionen für den

Hochwasserschutz

STADT GRAZ/FISCHER, GETTY, KK

Des Widerspenstigen Zähmung. Stadt, Land und Bund nehmen 2,2 Millionen Euro für ein Rückhaltebecken, den Linearausbau sowie

für Begleitmaßnahmen wie Baumpflanzungen oder ein Feuchtbiotop in die Hand. In etwa einem Jahr soll das Projekt fertiggestellt sein. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 22. NOVEMBER 2022

Michaela Gosch, Christoph Holzer, Doris

Kampus, Christian Scambor (v.l.)

Gewaltschutz-

Infos bei SPAR

■ Das Sozialressort des Landes

Steiermark und Spar Steiermark

starten eine gemeinsame

Aktion anlässlich der 1

anstehenden „16 Tage gegen

Gewalt“. Mit 25. November,

dem internationalen Gedenktag

für alle Frauen und Mädchen,

die Opfer von Gewalt

wurden, wird bei Spar in der

Steiermark bis 2. Dezember

die Notrufnummer der Frauenhäuser

auf den Kassabons

abgedruckt sein. Von 3. bis 10.

Dezember dann die Nummer

der Männerinfo.

LAND STMK/PETER DRECHSLER

Baustart für den

Hochwasserschutz

Messendorferbach

Beim Arnikaweg in St. Peter wird ein ähnliches Rückhaltebecken wie dieses in Stattegg gebaut.

STADT GRAZ/FISCHER

WICHTIG. Stadt, Land und Bund investieren 2,2 Millionen Euro in den Hochwasserschutz

beim Messendorferbach – inklusive Baumpflanzungen, Feuchtbiotop

und mehr. Das Projekt soll in rund einem Jahr fertiggestellt werden.

In Graz sind die Zahlen seit gestern

gestiegen, in GU leicht gesunken. GETTY

Corona in Graz

und Umgebung

■ Die Corona-Zahlen sind in

Graz seit gestern noch weiter

gestiegen. Die Sieben-Tage-

Inzidenz liegt aktuell bei

198,0 (gestern: 191,5). Im Bezirk

Graz-Umgebung beträgt

der Wert heute 194,3 (gestern:

199,8). Im Steiermark-

Durchschnitt sind es 201,9.

Die höchste Inzidenz gibt es

mit 270,1 im Bezirk Hartberg-

Fürstenfeld,die niedrigste mit

126,2 in Liezen. 3.487 Steirer

sind an Corona verstorben.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Der Messendorferbach

sorgte bei Extremwetter-

Ereignissen immer wieder

für Schäden durch Überschwemmungen.

Das nur rund

drei Kilometer lange Gewässer

durchquert nämlich landwirtschaftliche

Strukturen, viel Wald

und vor allem im Grenzbereich

zwischen Graz und Raaba-Grambach

auch einige Siedlungen.

Mit dem Hochwasser soll jetzt

allerdings Schluss sein. Bund,

Land und Stadt investieren rund

2,2 Millionen Euro, damit die

Anrainer künftig auch bei Gewittern

und Starkregen ruhig

schlafen können. „Für dieses

Hochwasserschutzprojekt am

Messendorferbach stellen wir

rund 1.100.000 Euro zur Verfügung.

Jeder Euro, den wir in

Hochwasserschutz investieren,

ist eine Investition für mehr Sicherheit,

für mehr Ökologie und

stützt auch die Wirtschaft“, erklärte

Bundesminister Norbert

Totschnig anlässlich des Baubeginns.

Im Bereich des Arnikaweges

im Stadtbezirk St. Peter wird ein

Rückhaltebecken errichtet, das

rund 20.000 Kubikmeter Wasser

aufnehmen kann. Der Abfluss

aus dem Messendorferbach im

Fall eines hundertjährlichen

Hochwasserereignisses kann

dadurch von derzeit 6,6 auf zwei

Kubikmeter pro Sekunde reduziert

werden. Zusätzlich zu dem

Rückhaltebecken erfolgt ein

ergänzender Linearausbau am

Bach zwischen der Steinkleegasse

und der Stadtgrenze.

Aufwertung

„Ich freue mich, dass auch gleichzeitig

Tiere und Pflanzen neue

hochwertige Lebensräume erhalten

und das Gebiet so ökologisch

aufgewertet und attraktiviert

wird. Das sind nachhaltige Investitionen

in unsere Lebensqualität

und Zukunft,“ betont Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner zu

den Begleitmaßnahmen. Heimische

Gehölze, ein Feuchtbiotop

und auch ein Trockenstandort

sollen im Rückhaltebereich künftig

Tieren und Pflanzen hochwertige

Lebensräume bieten. Auch

südlich des Dammes ist entlang

des Arnikaweges eine Bepflanzung

mit zahlreichen Gehölzen

vorgesehen. Bachabwärts wird

das Bachprofil auf einer Länge

von rund 100 Metern bis zur Autalerstraße

verbreitert, um eventuelles

Hochwasser möglichst

schadensfrei ableiten zu können.

Restrisiko bleibt

„Einen Vollkasko-Schutz gegen

Naturgefahren kann es nie geben.

Umso wichtiger sind eine vorausschauende

Raumplanung und

die Eigenverantwortung der Bürgerinnen

und Bürger“, so Wasser-

Landesrat Hans Seitinger.

Für den Hochwasserschutz bis

zur Mündung des Messendorferbaches

in den Raababach sind

jedoch noch weitere Bachaufweitungen

im Gemeindegebiet

von Raaba-Grambach notwendig

– diese sollen in einem Folgeprojekt

umgesetzt werden.


22. NOVEMBER 2022 www.grazer.at

graz 3

Mehr Lohn für Kontrollpersonal

INFO. Am Grazer Flughafen fand eine Betriebsversammlung statt. Betriebsräte und Gewerkschaft informierten

über die im Rahmen der KV-Verhandlungen gestellten Lohnforderungen fürs Sicherheitspersonal.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Am Grazer Flughafen fand

heute ebenso wie am Flughafen

Wien und Innsbruck

eine Betriebsversammlung statt.

Die Belegschaft wurde dort von

den Betriebsräten und der Gewerkschaft

vidda über die Lohnforderungen

für das Sicherheitspersonal

informiert.

„Wir wollen, dass die Passagierkontrolle

nicht länger der

größte Niedriglohnbereich in der

österreichischen Luftfahrt bleibt

Auch am Flughafen Graz fand heute eine Betriebsversammlung statt. LUPI SPUMA

und fordern eine Angleichung

des Lohnniveaus an jenes auf

deutschen Flughäfen“, so Daniel

Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs

Luftfahrt in der Gewerkschaft.

Das Einstiegsgehalt betrage

momentan 9,94 Euro brutto

pro Stunde, das seien 1.722 Euro

brutto im Monate bei Vollzeitanstellung.

Erst bis zum 16. Dienstjahr

steige der Stundenlohn dann

auf 11,40 Euro brutto. In Deutschland

würden die Löhne für Flughafen-Kontrollorgane

bis April

2023 auf einen Stundenlohn von

20,60 Euro brutto harmonisiert.

Das entspricht annähernd einer

Verdoppelung des aktuellen österreichischen

Stundenlohns.

An den Bundesländerflughäfen

– also auch in Graz – gilt anders als

in Wien der Kollektivvertrag für

das Bewachungsgewerbe. Eine

Verhandlungsrunde ging hier am

15. November ohne Ergebnis zu

Ende. „Das Angebot der Arbeitgeber

für die insgesamt 15.000

in der Bewachungsbranche Beschäftigten

ist in Anbetracht der

mittlerweile im Oktober auf 11

Prozent gestiegenen Rekordinflation

nicht ernst zu nehmen gewesen“,

betont Verhandlungsleiter

Gernot Kopp.

Personalfluktuation

Neben dem niedrigen Lohn, vor

allem in Zeiten der Teuerung,

macht dem Personal aber auch

die Fluktuation in der Kollegenschaft

zu schaffen. Seit der Pandemie

sei die Zahl der Beschäftigten

um etwa ein Viertel gesunken.

„Das bedeutet, auch der Arbeitsdruck

und die Überstunden für

die Belegschaft sind enorm gestiegen“,

so VIAS-Betriebsratsvorsitzender

Walter Burianek.

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unter 0800 555 621.


4 graz

www.grazer.at 22. NOVEMBER 2022

Weil Fischotter in der Fischereiwirtschaft massive Schäden anrichten und die Fischbestände

bedrohen, soll die „Entnahme“ in Ausnahmefällen erlaubt werden. GETTY

Dem Fischotter geht es

künftig an den Kragen

BRISANT. Fischotter sind geschützt, sollen in Ausnahmefällen

künftig aber gejagt werden dürfen.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Das Streit rund um den

Fischotter beschäftigt

die steirische Landespolitik,

die Teichwirtschaft sowie

Tierschützer schon lange – und

wird jedes Jahr auf‘s Neue aufgekocht:

Geht es nach den Teichwirten,

sollte die Entnahme (ein

Euphemismus für die Tötung)

von Fischottern vor dem Hintergrund

enormer wirtschaftlicher

Schäden durch die Fischräuber

schon längst erlaubt sein – Otter

sind aber geschützt. Allerdings:

Wie das Land heute informierte,

ist ein Verordnungsentwurf in Begutachtung,

der eine Entnahme in

Ausnahmefällen erlaubt.

40 Ausnahmen

Fischotter waren in der Mitte des

vergangenen Jahrhunderts in der

Steiermark beinahe ausgerottet,

erst in den 90er-Jahren begann er

sich wieder auszubreiten. Auch

aufgrund der Unterschutzstellung

durch die Fauna-Flora-Habitat-

Richtlinie der EU sowie durch

Naturschutz-Maßnahmen. Mittlerweile

leben in der Steiermark

wieder rund 825 Exemplare, was

zum zunehmenden Problem für

die Fischereiwirtschaft wurde.

Dementsprechend richtete das

Land ein eigenes Fischottermanagement

als Anlaufstelle ein, außerdem

werden Abwehrmaßnahmen

an Teichanlagen gefördert.

Mit der neuen Verordnung soll

nun ermöglicht werden, dass

Fischotter zur Verhütung ernster

Schäden an nicht einzäunbaren

Teichanlagen, die der Zucht oder

Produktion von Fischen oder

anderen Wassertieren zu Speisezwecken

dienen, eingefangen

und von speziell geschulten Jägern

weidmännischerlegt werden

können. Allerdings maximal 40

Tiere im Jahr, die Ausnahme gilt

nur für Jungtiere und erwachsene

Männchen. Alles ist zu dokumentieren

und schriftlich an die

Landesregierung zu melden. Die

Verordnung soll 2023 in Kraft treten

und ist auf drei Jahre befristet.

Agrarlandesrat Johann Seitinger

sieht „einen Schritt in die richtige

Richtung“.

1,7 Millionen CO 2

-Äquivalente weist die Treibhausgasbilanz der Energie

Steiermark für 2021 aus. Bis 2040 will man klimaneutral sein. ENERGIE STEIERMARK

Energie Steiermark:

Klimaneutral bis 2040

FORTSCHRITT. Bis 2030 will man CO 2

-Emissionen

um 50 Prozent senken, bis 2040 klimaneutral sein.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Energie Steiermark

präsentierte heute den

„Fahrplan Klimaneutralität

2040“. Wie man dabei betonte,

strebe man grundsätzlich

eine umfassende Positionierung

als wegweisender Dekarbonisierungspartner

an. Dementsprechend

setzt man sich ein ambitioniertes

Zwischenziel: Alle

Geschäftstätigkeiten werden auf

eine deutliche Reduktion der direkten

und indirekten CO 2

-Emissionen

um mindestens 50 Prozent

bis 2030 ausgerichtet. Ausgangspunkt

bildet die Treibhausgasbilanz

2021 mit 1,7 Millionen Tonnen

CO 2

-Äquivalenten. Für die

Umsetzung wurden im Fahrplan

30 konzernweite Einzelmaßnahmen

verankert.

Grüner Strom für alle

Im Mittelpunkt bei der Ausarbeitung

des Fahrplans standen,. wie

man informiert, vor allem Kriterien

wie Hintergrund des aktuellen

volatilen Marktumfeldes stan-

den insbesondere Kriterien wie

technologische Realisierbarkeit,

Leistbarkeit, Versorgungssicherheit,

Kundenfreundlichkeit und

Wirtschaftlichkeit. „Die aktuellen

Herausforderungen in der Energiewirtschaft

verstärken die Bedeutung

von ambitionierten und

konkreten Maßnahmen zur Stärkung

der Resilienz des Energiesystems

und zur Erreichung des

Status Klimaneutralität“, so das

Vorstandsduo Christian Purrer

und Martin Graf.

Die Maßnahmen zur Dekarbonisierung

fokussieren sich auf

grüne Wärmeerzeugung, Dekarbonisierung

des eigenen Energieverbrauchs

sowie Reduktion

des fossilen Energieabsatzes. Ein

Schwerpunkt wird der Ausbau

grüner Wärme für Graz und die

Regionen sein. Der konzerneigene

PKW-Fuhrpark wird spätestens

2030 vollelektrifiziert. Der

Energieeinsatz an den eigenen

Standorten soll spätestes 2040 klimaneutral

erfolgen, bis 2040 sollen

auch Kunden nur noch grünen

Strom, grüne Wärme sowie grüne

Gase und Wasserstoff erhalten.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTS-

FÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538),

Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Lia Remschnig (0664/80 666 6490), Mirella Kuchling (0664/80 666 6890), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME:

Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner ( 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666

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1. HJ 2022). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


22. NOVEMBER 2022 www.grazer.at

graz 5

C H R O N I K

durchgeführt und er stationär

aufgenommen wurde. Der

Blaulicht

Pkw-Lenker erlitt aufgrund der

zersplitterten Seitenscheibe

Report

leichte Verletzungen. Beide


Fahrzeuge wurden beschädigt.

lia.remschnig@grazer.at

Ein Alko-Test fiel negativ aus.

Verletzt: 9-Jährige

wurde angefahren

■ Schwer verletzt wurde gestern

Mittag ein Mädchen am

Heimweg von der Schule bei

einem Zusammenstoß mit einem

Auto in Kalsdorf. Gegen

12.30 Uhr lenkte ein 53-Jähriger

aus Graz-Umgebung sein

Leichtkraftfahrzeug von der B67

Grazer Straße in Richtung Fernitz.

Im Ortsgebiet von Kalsdorf

überquerten zwei Schülerinnen

die Fahrbahn. Dabei dürften sie

das Fahrzeug übersehen haben

– auch der Lenker übersah die

beiden allem Anschein nach. So

kollidierte der Mann frontal mit

einem der Mädchen, welches

durch den Aufprall schwer verletzt

wurde. Die 9-Jährige wurde

vom Rettungshubschrauber ins

Wie durch ein Wunder wurde bei dem Unfall in Raaba-Grambach auf der

L370 niemand verletzt. Der Pkw touchierte zuvor einen Traktor. FF HAUSMANNSTÄTTEN

LKH Graz geflogen. Die zweite

Schülerin konnte rechtzeitig

den Gehsteig erreichen und

blieb unverletzt.

Mofa-Lenker bei

Unfall verletzt

■ Am gestrigen Abend kollidierten

ein Mofa und ein Pkw

in Liebenau miteinander. Gegen

20 Uhr fuhr ein 25-jähriger

Pkw-Lenker auf dem Liebenauer

Gürtel. Er ordnete sich links

ein, um auf die Südautobahn

aufzufahren und dürfte dabei

einen 16-jährigen Mofa-Fahrer

übersehen haben. Die beiden

Fahrzeuge prallten zusammen,

der 16-Jährige kam zu Fall und

wurde durch den Sturz lebensgefährlich

verletzt. Mit der Rettung

wurde er ins LKH Graz

gebracht, wo eine Notoperation

Bei Bus-Bremsung

schwer verletzt

■ Eine 70-jährige Frau verletze

sich gestern Vormittag schwer

nach einer starken Bremsung

eines Omnibusses in Straßgang.

Die Passagierin wurde

vom Roten Kreuz ins UKH

Graz gebracht und ambulant

behandelt.

An Traktor geprallt

und überschlagen

■ Gestern Mittag kam es in GU

auf der L370 in Raaba-Grambach

zu einem Unfall. Ein Pkw

touchierte einen Traktor beim

Überholen, daraufhin überschlug

sich das Auto und blieb

am Dach liegen. Tatsächlich

wurde niemand verletzt.

Zahlreiche

Verkostungen

im Markt

ab 15:00 Uhr!

GÜLTIGKEIT:

17. November und

18. November 2022

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6 graz

www.grazer.at 22. NOVEMBER 2022

Afrika gibt

„High five“

Grazer

Pfoten

Der Rüde Afrika bleibt nicht gern allein, er braucht viel Bewegung. KK

Der im Jahr 2017 geborene Grundkommandos hat er noch

Pitbull-Mix Afrika ist ein einige andere Tricks auf Lager.

aktiver Schlaukopf und voller

Begeisterung bei Agility dabei. - männlich, sehr aktiv

Bei zu wilden Spielen kann es - ist nicht gern allein

vorkommen, dass er heftiger - keine Kinder

zwickt. Obwohl Afrika offen

auf Fremde zugeht, ist er anfangs

skeptisch. Vor Spiege-

www.aktivertierschutz.at

Kontakt: Arche Noah

lungen hat er Angst. Außer den Tel. 0676 84 24 17 437

J. Hornig will in einer neuen Academy Interessierten zeigen, wie man den

bestmöglichen Kaffee macht. Kurse unter www.jhornig.com/kurse. J. HORNIG

J. Hornig Kaffee-Academy

■ Das Kaffee-Unternehmen J.

Hornig startet mit einer Barista-

Academy. Am neuen Standort in

Kalsdorf bei Graz werden nun,

gerade passend für Weihnachten,

vier verschiedene Kurse auf

verschiedenen Levels angeboten

– von Einsteigern bis zu Fortgeschrittenen.

Hannes Andexer,

Head Barista bei J. Hornig und

ausgezeichneter „Cafetier des

Jahres 2022“, leitet die Einheiten.

Der Kurs „Basic“ ist für Einsteiger

der erste Schritt zum Kaffee-

Profi. Innerhalb weniger Stunden

erfahren Teilnehmer alles, was

notwendig ist, um wirklich guten

Espresso zuzubereiten. Kreative

Kaffeeliebhaber kommen im „Latte

Art“-Workshop auf ihre Kosten.

Die vertiefenden Kurse „Intermediate“

und „Professional“ laden

adazu ein, das Wissen zu vertiefen

und sich mit alternativen

Brühmethoden sowie Sensorik

und Kaffeerösten zu beschäftigen.

Kaffeegenuss wie vom Barista

PERFEKTER GESCHMACK. Ab sofort erwartet Fans des puren Kaffeegenusses, in seiner reinsten

Form, die neue Qbo Essential von Tschibo – Technik und Design in einer Kapselmaschine vereint.

Mit der neuen Qbo Essential

von Tchibo steht

Kaffee pur, in seiner

reinsten Form, an erster Stelle.

Die kompakte Maschine überzeugt

durch Technikkompetenz,

denn der Kaffee wird wie bei einer

Siebträgermaschine mit bis

zu 19 Bar Druck zubereitet. Auf

Knopfdruck entsteht perfekter

Kaffee mit samtiger Crema. Die

Qbo Essential ist in vier verschiedenen

Farben in allen Tchibo Filialen

um 79 Euro erhältlich.

Knopfdruck

Am perfekten Kaffeegeschmack

arbeitet die Essential mit Hoch-

druck: Dank ihres patentierten

PressBrew-Verfahrens wird der

Kaffee während der Brühung

mit bis zu 19 Bar zubereitet – so

wie ein Barista den Kaffee vor

der Brühung immer noch einmal

richtig anpresst. Das Tampen

und der kontrollierte Was-

serdurchfluss sorgen dafür, dass

der Kaffee optimal extrahiert

wird. Es entstehen eine samti-

ge Crema, viel Aroma und noch

mehr Geschmack. Die kompakte

Maschine zaubert auf Knopf-

druck Espresso, Caffè sowie

Caffè Grande. Die Qbo-Kaffeewürfel

begeistern nicht nur

mit ihrer Material-sparenden

Form... Weiterlesen: https://

www.shoppingcityseiersberg.

at/qbo-essential-kaffeegenusswie-vom-barista/

Die Qbo Essential ist in vier verschiedenen Farben um 79 Euro bei Tschibo in

der ShoppingCity Seiersberg erhältlich.

TSCHIBO

NEWS AUS DER SHOPPINGCITY SEIERSBERG

ENTGELTLICHE KOOPERATION


22. NOVEMBER 2022 www.grazer.at

graz 7

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Ganz normal

Wie immer. Es werden auch jeden

Tag neue Firmen gegründet.

Normale Sache.

Markus Lengauer

* * *

Schade

Nach dem Wegfall von Jägermeister

war das abzusehen.

Ich werde aber den „Bauer

Kuss der Haselnuss“ am meisten

vermissen... der ist unfassbar

gut.

Karl Königshofer

* * *

Hoffnung

Die haben einen Antrag auf

Eröffnung eines Sanierungsverfahrens

mit Eigenverwaltung

beim Landesgericht für

Zivilrechtssachen Graz gestellt.

Also noch nicht Hopfen

und Malz verloren... wenn das

durchgeht, bleiben wieder einige

Gläubiger über, aber über

bleiben sie auch, wenn der Antrag

nicht durchgeht!

Christian Löschnigg

* * *

Innovation

Innerhalb kürzester Zeit gab es

viele neue Schnapsbrenner mit

neuen Ideen, warum schafft

das ein altes eingesessenes Unternehmen

nicht, Neues zu kreieren,

statt nur an Altem festzuhalten?

Gerd Edgar

* * *

Großauftrag

Der Jägermeister-Auftrag hat

ihnen das Genick gebrochen…

Kann man halt nicht ersetzen,

so einen Kunden.

Michael Koroschetz

* * *

Angst

Oh nein, was wird aus dem Jägermeister???

Markus Moick

* * *

Insolvenz

Traurig. Jeden Tag ist irgendeine

Firma insolvent. Armes Österreich.

Darja Lackner

* * *

Anschuldigungen

Der Hauptkunde (Jägermeister)

hat den Abfüller gewechselt.

Da kann keine Regierung

etwas dafür.

Philipp Haiden

Carl Binder,

Cafetier mit

Sinn für Nostalgie

Graz in kurzen Worten?

Eine sehr gemütiiche Stadt

mit eigenartigen Leuten. Der

Grazer ist nicht der Wiener, die

Wiener sind lustiger.

Was gefällt Ihnen an der

Stadt besonders gut?

Die Märkte, der Kaiser-Josef-

Platz, wo man einkaufen kann.

Es ist dort zwar etwas teurer,

aber die Qualität ist sehr gut.

Sie sind Konditormeister,

Ihre süße Hommage an

Graz?

Meine Werke wurden mehrfach

prämiert. Bei einem Wettbewerb

habe ich die Grazer

Schloßbergtorte vorgestellt,

eine Torte auf Mandelbasis.

Grazer

Originale

Seit 95 Jahren ist die Cafe Konditorei Binder

in Familienbesitz. In den 70er-Jahren

übernahm Carl Maria Maximilian Binder

das Kaffeehaus und noch heute serviert er

seine berühmten Kipferl zum Kaffee.

Der Rest ist ein Geheimnis.

Was würden Sie in Graz

verändern?

Durch die Pandemie sind die

Geschäfte zusammengefallen,

es ist ein lokaler Schaden entstanden.

Und Verkehr ist überhaupt

viel da. Aber es kracht

nicht am Dietrichsteinplatz, da

passiert nichts.

Wenn Sie Gäste haben,

führen Sie diese ...

... auf den Schloßberg. Da würde

ich raufgehen, es tut ganz

gut ein Stück zu gehen. Oder

zum Hilmteich. Auch in die

Altstadt, aber dort ist so ein

Wirbel.

MIRELLA KUCHLING

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Destillerie

meldet

Insolvenz

Die Destillerie Franz Bauer

in der Prankergasse stellte

gestern den Antrag auf Eröffnung

eines Insolvenzverfahrens.

Die Überschuldung wurde

vom Kreditorenverband AKV

auf 2,8 Millionen Euro berechnet.

Das Unternehmen wurde

bereits im Jahr 1920 gegründet.

Der noch heute bestehende

Firmensitz wurde 1931/1932

erworben. Hergestellt werden

steirische Obstbrände, Schnäpse

und Liköre. Anfang 2021 gab

Jägermeister bekannt, nicht

mehr in Graz abzufüllen. Die

Leser des „Grazer“ diskutieren

auf Facebook.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

Carl Binder, im Hintergrund sein Vater, der seinen Gästen aufspielte.

KK


8 graz

www.grazer.at 22. NOVEMBER 2022

Finanzspritze für Freie Szene

FÖRDERUNGEN. Die Teuerungen machen auch der Freien Kulturszene zu schaffen. Die Stadt Graz

schnürt deshalb noch im Dezember ein finanzielles Hilfspaket, das Planungssicherheit gewährleistet.

Von Mirella Kuchling

mirella.kuchling@grazer.at

Der Druck wird immer

größer, nach Corona

schwappt die Teuerungswelle

über das Land. Doch

die Stadt Graz ist sich ihrer Verantwortung

gegenüber der Freien

Kulturszene bewusst und

setzt auf eine Kombination aus

Kulturförderungen und einem

eigens geschnürten Hilfspaket.

Hilfspaket

„Es ist wichtig, dass die Freie

Kulturszene Planungssicherheit

und eine rasche sowie zusätzliche

finanzielle Unterstützung

erhält. Deswegen werden im Dezember

einerseits die mehrjährigen

Verträge sowie ein Hilfspaket

beschlossen werden“, betont

Finanzstadtrat Manfred Eber.

Die angesprochenen mehrjährigen

Kulturförderungen werden

wie üblich für drei Jahre beschlossen.

Dazu wird das außerordentliche

Hilfspaket auf den

Weg gebracht, das sich an der

prozentuellen Indexierung der

Bühnen Graz orientiert und die

Teuerungen für das Jahr 2023

abfedern soll. Für die folgenden

beiden Jahre sind zu gegebenem

Zeitpunkt maßgeschneiderte Finazspritzen

geplant.

Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner ist die Unterstützung

der Freien Szene ein großes

Anliegen: „Das Paket, das

wir gemeinsam in der Koalition

geschnürt haben, soll Künstler

und allen Menschen, die im

Kulturbetrieb tätig sind, helfen

ihre so wichtige Arbeit im

nächsten Jahr erfolgreich fortzuführen.“

Die Stadt Graz steht zur Freien Kulturszene und unterstützt diese heuer und

in den kommenden Jahren mit einem maßgeschneiderten Hilfspaket. GETTY

Diagonale neu

Neue Festivalleitung: Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh

DIAGONALE

INTENDANZ. Ab Juni

leiten Claudia Slanar

und Dominik Kamalzadeh

die Diagonale.

Die neue Intendanz des

Festivals des österreichischen

Films steht fest.

Nach einstimmigem Beschluss

folgen Claudia Slanar und Dominik

Kamalzadeh dem Duo

Sebastian Höglinger und Peter

Schernhuber nach. Sie werden

ab Juni kommenden Jahres die

kaufmänische und künstlerische

Leitung übernehmen und

für die Festivals 2024 bis 2027

verantwortlich zeichnen.

„Gerade in einer Zeit kultureller

Umbrüche dienen Veranstaltungen

wie die Diagonale als

essenzieller Kompass durch die

hiesige Filmkultur und bieten

gleichzeitig die Möglichkeit, Bestehendes

zu hinterfragen und

Experimente zu wagen“, betonten

Claudia Slanar und Dominik

Kamalzadeh.

Visionär

Die zukünftigen Intendanten

stammen aus Wien, Claudia

Slanar hat Kunstgeschichte studiert,

Dominik Kamalzadeh ist

Theater- und Filmwissenschaftler.

Beide sind seit vielen Jahren

federführend in den Bereichen

Film, Kunst und Video tätig.

Dagmar Streicher und Johannes

Rosenberger für die

Diagonale: „Sie haben die Generalversammlung

sowohl im

eingereichten Konzept als auch

im Hearing mit ihrer klugen

und reflektierten Vision für das

Festival des österreichischen

Films überzeugt – wir freuen

uns auf die Umsetzung ihrer

vielversprechenden ‚Festivaldramaturgie‘.

Beide besitzen kuratorische

Erfahrung, kennen

die Branche in ihrer Vielgestaltigkeit,

sind international hervorragend

vernetzt.“


22. NOVEMBER 2022 www.grazer.at

Eine von fünf Frauen ist laut Statistik einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen.

Morgen wird die steirische Gewaltschutzstrategie präsentiert. GETTY

graz 9

Ausblick

Was am Mittwoch

in Graz wichtig ist

■ Am 25. November beginnen traditionell die 16 Tage gegen Gewalt.

Diese nimmt das Land als Anlass, um am morgigen Mittwoch die in

den letzten Monaten ausgearbeitete steirische Gewaltschutzstrategie

mit Präventionsmaßnahmen zu präsentieren.

■ Die Frauenhäuser Steiermark feiern außerdem ihr 40(+1)-Jahr-Jubiläum

und organisieren von morgen bis 30. November eine Veranstaltungswoche

rund um das Thema Gewaltschutz. Eine Ausstellung

zur Roadshow „Gewaltschutz on Tour“ wird morgen im Foyer der

Messehalle A eröffnet.

■ Der Social Business Hub Styria feiert morgen „Das Unternehmertum

der Zukunft“. Ab 18 Uhr wird im UNICORN in der Schubertstraße

mit Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Stadtrat Günter

Riegler, Kulturmanagerin Katharina Schellnegger, niceshops-Geschäftsführer

Roland Fink und atempo-Geschäftsführerin Walburga

Fröhlich und Ex-Kicker Johnny Ertl diskutiert.

■ Im Steiermarkhof findet die dritte NEETs-Fachtagung des Steirischen

Zentralraums unter dem Motto „NEETs meets Wirtschaft“ statt.

■ Comedian Gernot Kulis tritt mit dem „Best of 20 Jahre Ö3 Callboy“

im Orpheum auf. Los geht‘s um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr).

■ Der berühmte Coca Cola Weihnachtstruck macht morgen Station

beim McDonald‘s Parkplatz in der Plüddemanngasse 62.

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Die größten Hürden im Leben kann man nur gemeinsam überwinden. Dafür

stehen wir als Wirtschaftsbund Steiermark. Wir machen uns für jene stark, die

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