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BaDDepesche Winter 2022/23 (Jubiläumsausgabe)

Kundenmagazin der Dresdner Bäder GmbH

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Ausgabe #<br />

<strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Jubiläum:<br />

10 Jahre Dresdner Bäder GmbH<br />

Badbesuch:<br />

Medaillen-Schmiede Sprunghalle<br />

Barrierefreiheit:<br />

erstes Blindenleitsystem<br />

Geschichte:<br />

Abschied von der Volksschwimmhalle<br />

Schwimmhalle Bühlau


Unser neues<br />

Kurssystem<br />

Ob Kinder oder Erwachsene, ob Anfänger,<br />

die das Schwimmen erlernen wollen,<br />

oder Fortgeschrittene, die ihre Technik<br />

verbessern möchten,<br />

ob Schwimmkurs oder Aquafitness<br />

– wir haben das Richtige für jeden!<br />

2<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


3<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Guten Tag<br />

Liebe Gäste der Dresdner Bäder,<br />

als im Frühjahr 2018 die erste <strong>BaDDepesche</strong> gedruckt wurde,<br />

war dies ein ambitionierter Schritt. Schließlich sollte von nun an<br />

jedes halbe Jahr ein Kundenmagazin mit einem bunten Strauß<br />

an Themen aus der Dresdner Bäderlandschaft erscheinen. Nicht<br />

ohne Stolz stellen wir jetzt fest, dass mit dieser Ausgabe bereits<br />

#10 vorliegt. Passend dazu jährt sich im Januar 20<strong>23</strong> die<br />

Gründung unseres Unternehmens zum zehnten Mal. Wir haben<br />

also doppelt Grund zum Feiern. In einer dreiteiligen Serie wollen<br />

wir deshalb hier und in den folgenden zwei Magazinen auf die<br />

Meilensteine dieser Dekade zurückblicken. Im großen Interview<br />

zieht unser Geschäftsführer Matthias Waurick zudem eine Bilanz<br />

und wagt eine Vorausschau in die Zukunft.<br />

Guten Tag<br />

Lars Kühl / Redaktion<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Tauch ein in die Welt der Dresdner Bäder!<br />

Aktuell sind wir aber erst einmal froh, dass wir trotz des anhaltenden Krieges<br />

in der Ukraine und den damit einhergehenden Folgen vor allem auf dem Energiemarkt<br />

unser Angebot in den Schwimmhallen weitestgehend aufrecht erhalten können.<br />

Wir haben sogar aufgrund der hohen Nachfrage unser Kurssystem deutlich ausgebaut,<br />

um möglichst allen Interessenten die Teilnahme zu garantieren.<br />

Zudem freuen wir uns, dass wir wenigstens eine Saunalandschaft<br />

öffnen dürfen. Bei Druck dieser <strong>BaDDepesche</strong> gab es<br />

keine Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid19-<br />

Pandemie in den Dresdner Bädern. Ob sich daran während der<br />

Saison etwas ändert oder ob es weitere Sauna-Öffnungen bzw.<br />

angeordnete Schließungen von Objekten geben wird, war zu<br />

diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Über alle Entwicklungen informieren<br />

wir stets tagesaktuell auf www.dresdner-baeder.de und<br />

über unsere sozialen Medien.<br />

In der vorliegenden <strong>BaDDepesche</strong> verabschieden wir außerdem<br />

eine Schwimmhalle mitten im Herzen Dresdens, die zwar schon<br />

länger nicht mehr für ihren Ursprungszweck genutzt werden kann,<br />

an die aber viele Einwohner sicher Erinnerungen an ihr Schulschwimmen<br />

oder Vereinssport haben. Doch lesen Sie selbst.<br />

Ihr Lars Kühl,<br />

von der <strong>BaDDepesche</strong>n-Redaktion<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

Seite 4<br />

Die Hallenbäder und<br />

eine Sauna sind trotz<br />

Krise geöffnet.<br />

Seite 6<br />

In zehn Jahren Dresdner<br />

Bäder GmbH ist viel<br />

passiert – Auftakt zu<br />

einer dreiteiligen Chronik.<br />

Seite 8<br />

Geschäftsführer Matthias<br />

Waurick zieht im Interview<br />

eine Bilanz und wagt einen<br />

Ausblick.<br />

Seite 10<br />

Zu Besuch in der<br />

Sprunghalle am<br />

Freiberger Platz<br />

Seite 18<br />

Statistik unserer<br />

Freibad-Saison


Hallenbadsaison<br />

Sauna trotz<br />

Energiekrise offen<br />

Die gesamtgesellschaftlichen<br />

Anforderungen, zu sparen,<br />

treffen natürlich auch uns.<br />

Während im Nordbad die Endphase der<br />

Sanierung begonnen hat (siehe Seite 12)<br />

und es deshalb bis zum Frühjahr 20<strong>23</strong><br />

geschlossen bleiben muss, läuft die Hallen-<br />

Saison in den anderen Schwimmbädern<br />

relativ planmäßig. Neben dem Öffentlichen<br />

Schwimmen kann auch das Schul- und<br />

Vereinsschwimmen zu den gewohnten Zeiten<br />

abgesichert werden. Zudem bieten wir so viele<br />

Kurse - vom Anfänger- bis zum Techniklern-<br />

Kurs sowie vom Schwimm- bis zum Fitness-<br />

Kurs - wie noch nie an.<br />

Saunalandschaft im<br />

Georg-Arnhold-Bad<br />

Allerdings mussten nach der Sommerpause zunächst alle Saunen der Dresdner<br />

Bäder GmbH geschlossen bleiben, um einen Beitrag zum notwendigen Energie-<br />

Sparen zu leisten. Doch nach intensiven Abstimmungen zwischen allen<br />

Entscheidungsträgern war es gelungen, für die Saunalandschaft „Schwitzen<br />

zwischen Alten Meistern“ im Georg-Arnhold-Bad eine Öffnungsperspektive zu<br />

schaffen. Seit Ende Oktober <strong>2022</strong> empfängt sie täglich wieder Gäste. Es gibt<br />

vorerst keine Preiserhöhung. Auch weil das Relaxbecken im Außenbereich nicht<br />

genutzt werden kann, denn es ist derzeit aus Energiespargründen nicht gestattet,<br />

ein solches zu beheizen.<br />

Die Tickets können online<br />

oder an der Tageskasse erworben werden.<br />

Kombibad Prohlis<br />

4<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


5<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Die Dresdner Hallenbäder<br />

Öffnungszeiten<br />

Georg-Arnhold-Bad<br />

Helmut-Schön-Allee 2<br />

SAUNALANDSCHAFT<br />

OFFEN<br />

Kombibad Prohlis<br />

mit Sprunghalle<br />

Georg-Palitzsch-Straße 50<br />

Schwimmsportkomplex<br />

Freiberger Platz 1a<br />

montags bis samstags 10 bis 22 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr<br />

(Frühschwimmen dienstags, freitags 6 bis 7:30 Uhr)<br />

montags bis samstags 14 bis 22 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr<br />

montags bis samstags 10 bis 22 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr<br />

(Frühschwimmen montags, mittwochs, freitags 6 bis 8 Uhr)<br />

montags bis samstags 10 bis 22 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr<br />

(Frühschwimmen montags, dienstags, donnerstags, freitags 6 bis 8 Uhr)<br />

Schwimmhalle Bühlau<br />

Bautzner Landstraße 92c<br />

Schwimmhalle Klotzsche<br />

Zum Windkanal 14<br />

Elbamare<br />

Wölfnitzer Ring 65<br />

ANZEIGE<br />

montags bis samstags 10 bis 21 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr<br />

(Frühschwimmen dienstags, freitags 6 bis 8 Uhr)<br />

mittwochs 14 bis 17:30 Uhr und 21 bis <strong>23</strong> Uhr, freitags 14 bis 17 Uhr,<br />

samstags 14 bis 18 Uhr, sonntags 9 bis 14 Uhr<br />

täglich 10 bis 22 Uhr<br />

Änderungen sind möglich. Die gültigen Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Erreichbarkeiten erfahren Sie unter<br />

dem jeweiligen Hallenbad auf www.dresdner-baeder.de. Gern informiert Sie unser Badpersonal auch telefonisch.<br />

#freiabdrei<br />

Alle Termine und<br />

das vollständige Programm<br />

unter www.skd.museum.<br />

Besuchen Sie uns auch auf<br />

unseren Social Media Kanälen


CHRONIK<br />

<br />

WIR FEIERN JUBILÄUM<br />

Zehn Jahre gibt es uns inzwischen als Dresdner Bäder GmbH.<br />

· SCHWIMMHALLEN · SAUNEN<br />

In dieser ereignisreichen Zeit haben wir mit der Schwimmhalle Bühlau, dem Schwimmsportkomplex<br />

und dem Kombibad Prohlis nicht nur drei neue Objekte fertiggestellt –<br />

durch umfangreiche Modernisierungen in allen Bereichen haben wir es zudem geschafft,<br />

die Dresdner Bäderlandschaft auf ein höheres Niveau zu heben. Ein Rückblick (1/3):<br />

Januar 2014<br />

Sommer 2013<br />

mehrere Freibäder müssen wegen<br />

der Hochwasserschäden für Monate<br />

(Freibad Wostra) oder ganz<br />

(Stauseebad Cossebaude und<br />

Strandbad Wostra) geschlossen bleiben<br />

Farbe der Arbeitskleidung<br />

des Personals<br />

wechselt von rot zu blau<br />

März 2014<br />

www.dresdner-baeder.de online<br />

2013 2014<br />

16. Januar 2013<br />

13. Juli 2013<br />

30. Januar 2014<br />

Mai 2014<br />

Gründung der<br />

Dresdner Bäder<br />

GmbH als 100-<br />

prozentige Tochter<br />

der Technischen<br />

Werke Dresden<br />

Wiedereröffnung<br />

des sanierten<br />

Freibades Cotta<br />

Stadtrat beschließt<br />

Projekt „Schwimmsportkomplex“<br />

Freiberger Platz<br />

Freibadsaison<br />

startet nach<br />

Beseitigung der<br />

Hochwasserschäden<br />

wieder<br />

mit allen Objekten<br />

6<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


7<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

31. März 2014<br />

Spatenstich für Schwimmhalle Bühlau<br />

8. Januar 2016<br />

September 2015<br />

Sanierung des Georg-Arnhold-Bades<br />

beginnt<br />

Eröffnung der Schwimmhalle Bühlau<br />

2015<br />

wird fortgesetzt...<br />

2016<br />

21. Juli 2014<br />

31. März 2015<br />

Oktober 2015<br />

4. April 2016<br />

Elbamare öffnet<br />

nach großem<br />

Umbau wieder<br />

Sauna in alter<br />

Schwimmhalle<br />

Prohlis schließt<br />

Start der<br />

Planung für neues<br />

Kombibad Prohlis<br />

Georg-Arnhold-<br />

Bad schließt, damit<br />

die Halle saniert und<br />

der Bau der neuen<br />

Saunalandschaft<br />

begonnen werden<br />

kann


· SCHWIMMHALLEN · SAUNEN<br />

<br />

Nachgefragt bei Geschäftsführer<br />

Matthias Waurick,<br />

der seit 2013 im Amt ist:<br />

INTERVIEW<br />

Zehn Jahre gibt es die Dresdner Bäder GmbH<br />

inzwischen. Ein Grund zum Feiern?<br />

Solche Gelegenheiten zum Feiern sollte man eigentlich immer wahrnehmen. Die<br />

Gründung der Bäder GmbH und die Platzierung innerhalb des städtischen Konzerns<br />

der Technischen Werke Dresden waren eine wohlüberlegte und richtige Entscheidung<br />

zugunsten der Städtischen Bäder.<br />

TV Interviews gehören<br />

zum Tagesgeschäft.<br />

Eröffnung der Schwimmhalle Bühlau 2016 mit der<br />

ehemaligen Geschäftsführerin Ursula Gefrerer<br />

Was waren Meilensteine?<br />

Da gibt es über die vergangenen zehn Jahre viel aufzuzählen.<br />

Zweifelsfrei war die Ausgliederung aus der Stadt eine<br />

der größten Herausforderungen, die vor uns und dem<br />

übernommenen Personal stand. Dies haben wir aus meiner<br />

Sicht auch dank der großzügigen Unterstützung vom<br />

Konzern und den Stadtvertretern gut meistern können.<br />

Gleichzeitig waren wir in der Lage, den Investitionsstau der<br />

vorhergehenden Jahre abzubauen und so dem Individualund<br />

Leistungssport neue Wasserflächen anzubieten.<br />

Dass, nebenbei gesagt, einer der größten deutschen<br />

Schwimmsportkomplexe am Rande der Altstadt entstand, ist<br />

auch ein gesamtstädtischer Meilenstein. Eigentlich besitzt<br />

jedes Bad unserer Stadt einen besonderen Charme und ich<br />

möchte da auch explizit keines hervorheben.<br />

Schlüsselübergaben für den Schwimmsportkomplex<br />

2019 (oben) und für das<br />

Kombibad Prohlis 2021 (unten)<br />

8<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


9<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

In welchen Bereichen gibt es noch Entwicklungspotenzial?<br />

Dies hängt von der Frage ab, was<br />

kann und will sich unsere Stadt<br />

leisten. Im Zusammenhang mit der<br />

gegenwärtigen Krise wird es auch<br />

ein Umdenken in der Entwicklung der<br />

Bäderbranche geben. Im Bereich der<br />

Freibäder sind wir gut aufgestellt und<br />

in den nächsten Jahren soll noch der<br />

Ersatzneubau für die Schwimmhalle<br />

Klotzsche entstehen.<br />

Zusammen mit Betriebsleiter Marco Weiher wurde im Naturbad Mockritz<br />

der 500.000ste Besucher der 2018er Freibadsaison begrüßt.<br />

Wie war die Zeit für Sie persönlich?<br />

Fördermittelübergabe für den<br />

Schwimmsportkomplex 2014<br />

Sehr abwechslungsreich, ich<br />

habe mich gut eingelebt, werde<br />

akzeptiert, habe spannende<br />

Aufgaben in einem tollen Team von<br />

ca. 130 Mitarbeitern und sammle<br />

täglich neue Erfahrungen in allen<br />

Bereichen.<br />

Wo sehen Sie die Dresdner Bäder in zehn Jahren?<br />

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich hoffe und wünsche mir, dass in<br />

zehn Jahren auch noch viele Gäste unsere Bäder füllen und wir den Ansprüchen der<br />

Zeit gerecht werden können. Die Schnelllebigkeit in unserer Epoche lässt da keine<br />

eindeutige Prognose zu. Wir werden uns verstärkt den Themen der Nachhaltigkeit,<br />

dem Einsatz von alternativen Energien, den geänderten Bedürfnissen unserer<br />

Einwohner sowie den neuen Arbeitswelten stellen müssen. Die Bäder werden aber<br />

weiterhin auch defizitär bleiben.<br />

Das Gespräch führte Pressesprecher Lars Kühl.<br />

Sie suchen im <strong>Winter</strong> einen sicheren Stellplatz<br />

für Ihr Wohnmobil oder Ihren Caravan?<br />

Dann mieten Sie von Oktober bis April eine Fläche auf unserem<br />

abschließbaren Parkplatz am Freibad Cotta (Hebbelstraße 33).<br />

Melden Sie sich bei Interesse unter Angabe der Fahrzeugmaße:<br />

info@dd-baeder.de oder 0351 / 484 190 00


Badbesuch<br />

Sprunghalle Freiberger Platz:<br />

Medaillen-Schmiede<br />

Als die Dresdnerin Ingrid Krämer-Gulbin unter ihrem Geburtsnamen 1960 in Rom<br />

bei den Olympischen Spielen zwei Gold-Medaillen vom 3-Meter-Brett und vom<br />

10-Meter-Turm gewann, war das nicht nur eine sportliche Sensation, sondern<br />

gleichzeitig auch der Grundstein für eine echte Kader-Schmiede. Denn die<br />

Erfolge gaben den Anlass, in ihrer Geburtsstadt eine Sprunghalle mit 10-Meter-<br />

Turm zu bauen, um ideale Trainingsbedingungen zu schaffen. Dies ist bis heute der<br />

Fall, denn nach Ingrid Krämer-Gulbin haben es zahlreiche Talente aus Dresden, wie<br />

aktuell Tina Punzel, bis an die Weltspitze im Wasserspringen geschafft. Nicht nur<br />

einheimische Sportler und Sportlerinnen trainieren in der Halle, sondern es kommt<br />

auch Deutschlands Nationalmannschaft regelmäßig, um sich auf anstehende<br />

Wettkämpfe vorzubereiten. Auf dem Sprungturm gibt es neben der 10-Meter-<br />

Plattform, die so breit ist, dass von ihr Synchronsprünge möglich sind, auch eine<br />

7,5-Meter-, 5-Meter-, 3-Meter- sowie 1-Meter-Ebene.<br />

Weitere Sprungtürme und -bretter schaffen zudem<br />

perfekte Voraussetzungen für alle Altersstufen<br />

und sämtliche Trainingsformen.<br />

Das Wasser kann durch eine Anlage „aufgeraut“ werden. Was bedeutet, dass sich<br />

Blasen auf der Oberfläche bilden, damit die Springer von oben nicht auf einen „Spiegel“<br />

schauen und so besser abschätzen können, wann sie eintauchen. Dies erfolgt zudem<br />

auch etwas „weicher“. Zum Objekt gehört auch eine „Trocken-Sprunghalle“ mit einer<br />

Schaumgummi-Grube, Trampolins sowie weiteren Sportgeräten.<br />

10<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | | <strong>Winter</strong> Sommer <strong>2022</strong>/<strong>23</strong> 2019


11<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | | <strong>Winter</strong> Sommer <strong>2022</strong>/<strong>23</strong> 2019<br />

Von 1960 bis 1964 wurde die Halle für die Springer als<br />

Stahlskelettbau mit sechs hohen Tragpfeilern, zwischen<br />

denen große Glasflächen eingesetzt wurden, errichtet.<br />

Die stadtbildprägende Schwimmhalle an der Freiberger<br />

Straße folgte erst von 1968 bis 1969. Schon 1968 war eine<br />

lebensgroße Plastik aus Bronze von Ingrid Krämer-Gulbin<br />

geschaffen geworden, welche heute weithin sichtbar „zum<br />

Absprung bereit“ auf dem Dach der Sprunghalle thront. Dort<br />

steht sie seit Anfang der 2000er nach einer Erweiterung.<br />

Drei mittlere Tragpfeiler wurden dabei zum Teil durch eine<br />

Zuschauertribüne ersetzt, die sich unter dem Anbau befindet,<br />

welcher von außen neu gestaltet wurde. Die Offenheit durch<br />

die einstige Milchglas-Fassade ging dabei verloren.<br />

Finden heute in der Halle nationale und internationale<br />

Wettkämpfe statt, dürfen Zuschauer natürlich auf den<br />

Rängen dabei sein, ansonsten steht die Sprunghalle fast<br />

nur den Leistungssportlern zur Verfügung.<br />

Sie gehört neben den zwei Schwimmhallen mit 50-Meter-<br />

Bahnen, dem Lehrschwimmbecken und der Saunalandschaft<br />

auf dem Foyer-Dach zum Schwimmsportkomplex Freiberger<br />

Platz. Auch durch ihre Existenz als Olympia-Stützpunkt gab es<br />

eine notwendige Finanzspritze aus der Sportförderung, durch<br />

welche der Um- und Neubau des Komplexes von 2014 bis<br />

2019 erst möglich wurde.<br />

Am 20. und 21. Januar 20<strong>23</strong> findet in der Sprunghalle die jährliche Springer-Gala statt.<br />

• Sprungbecken<br />

(14 mal 18 Meter)<br />

mit 4,50 Meter<br />

Wassertiefe<br />

• 10-Meter-Turm<br />

mit 7,5-Meter,<br />

5-Meter-, 3-Meterund<br />

1-Meter-Ebene<br />

• vier 3-Meter-Türme,<br />

davon einer hydraulisch<br />

bis auf 1 Meter<br />

Höhe absenkbar<br />

• drei 1-Meter-<br />

Sprungbretter<br />

• Wasser mit<br />

„Blasen-Anlage“<br />

• Tribüne mit einer<br />

Kapazität von<br />

199 Zuschauern<br />

• Trocken-Sprungund<br />

Turnhalle


Wasser-Spritzer<br />

Endspurt im Nordbad<br />

Die Sanierung des Nordbades in der Dresdner Neustadt<br />

geht im letzten Quartal <strong>2022</strong> in die Endphase.<br />

Die umfangreiche Modernisierung der Badtechnik<br />

im Keller ist zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie<br />

abgeschlossen. Auch die Fliesenarbeiten, vor allem in<br />

den Duschen und weiteren Sanitärbereichen, sind weit<br />

vorangeschritten. Verläuft alles planmäßig und gibt<br />

es keine anderweitigen Einschränkungen, könnte das<br />

Nordbad Anfang 20<strong>23</strong> endlich wieder öffnen.<br />

Anzeige der Bahnbelegung<br />

Seit Sommer <strong>2022</strong> zeigen wir die tagesaktuelle<br />

Bahnbelegung der zwei Hallen im Schwimmsportkomplex<br />

Freiberger Platz auf vier Bildschirmen in<br />

einem neuen, übersichtlichen Design. Dies wird<br />

so gut von unseren Besuchern angenommen, dass<br />

wir das System auf das Kombibad Prohlis und die<br />

Schwimmhalle Bühlau ausweiten wollen.<br />

Aufgussplan im Rahmen mit Geschichte<br />

Die Saunalandschaft „Schwitzen zwischen Alten<br />

Meistern“, welche seit Ende Oktober <strong>2022</strong> wieder<br />

geöffnet ist, punktet bei ihren Gästen nicht zuletzt<br />

durch ihre Reminiszenzen an die für Dresden<br />

so typischen Renaissance- und Barock-Epochen.<br />

Reproduktionen berühmter Gemälde prägen unter<br />

anderem das Ambiente. Neu ist ein großer, historischer<br />

Bilderrahmen neben der Panorama-Sauna.<br />

Auf ihm wird der aktuelle Aufgussplan mit den<br />

jeweiligen Düften täglich von Hand geschrieben.<br />

12<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


13<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

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Barrierefreiheit<br />

Blindenleitsystem im Schwimmsportkomplex<br />

Blinde und Sehbehinderte können sich jetzt einfacher orientieren.<br />

Die Dresdner Bäder GmbH setzt auf Inklusion. Nicht nur die barrierefreie Ausstattung<br />

der Schwimmhallen und meisten Freibäder gehört zum Standard, inzwischen zählen<br />

auch Leitsysteme für Blinde und Sehbehinderte dazu. Im Georg-Arnhold-Bad, im<br />

Kombibad Prohlis und in der Schwimmhalle Bühlau gibt es Servicepunkte an den<br />

Eingängen und an den Kassen. Ebenso im Schwimmsportkomplex am Freiberger Platz,<br />

wo nun zudem ein komplettes Leitsystem installiert ist. Darauf angewiesene Besucher<br />

gelangen so nach dem Ticketkauf zielsicher in die jeweiligen Umkleidebereiche, zu<br />

den Duschen und Toiletten sowie in die Halle zum Schwimmen.<br />

Eine Service-Box befindet sich rechts<br />

oben neben dem Haupteingang<br />

zum Schwimmsportkomplex.<br />

Möglich macht dies das System „blind Find“, welches<br />

Jan Blüher, der selbst blind ist, in den vergangenen<br />

drei Jahren erfolgreich entwickelt hat.<br />

Gefördert wurde dies durch die Stadt Dresden. Über eine App und eine Bluetooth-<br />

Verbindung können die Nutzer auf ihrem Smartphone bzw. ihrer Smartwatch<br />

an den jeweiligen Servicepunkten (kleine, kabellose, batteriebetriebene Boxen)<br />

entsprechende Informationen aufrufen und sich ansagen lassen, so dass sie<br />

leicht den gewünschten Weg finden. Das Dresdner Rathaus war der erste Ort, wo<br />

das System in Betrieb ging. Der Schwimmsportkomplex ist nun das Pilotprojekt<br />

für Hallenbäder. Demnächst ist auch geplant, unter anderem das Festspielhaus in<br />

Hellerau damit auszurüsten. Die Dresdner Bäder GmbH hat das Projekt von Anfang<br />

an unterstützt und über das Förderprogramm „Lieblingsplätze für alle“ finanziert.<br />

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<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


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<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Dresdner Bädergeschichte<br />

Das endgültige Aus für die Volksschwimmhalle<br />

Nach Jahren der Zweckentfremdung wird der Pionier-<br />

Bau an der Steinstraße abgerissen. Damit verschwindet<br />

auch eine DDR-typische Dachkonstruktion.<br />

Blick von der Ziegelstraße aus, im Hintergrund das GlaxoSmithKline-Werk<br />

Die Falten entstanden nicht erst im Laufe der Zeit, sie waren von Anfang<br />

an da. Noch heute, über 20 Jahre nach dem Ende ihrer eigentlichen<br />

Bestimmung und so kurz vor ihrem Schlussakt, sind sie gut zu erkennen:<br />

die markanten vorgefertigten, trapezförmigen Faltwerkträger auf dem<br />

Dach der ehemaligen Volksschwimmhalle an der Steinstraße.<br />

VT-Falten war die gängige Abkürzung im „Bau-Sprech“ der DDR.<br />

Sie wurden in den 1960er Jahren in Dresden am Institut für Stahlbeton von den<br />

Bauingenieuren Eberhard Kühn und Karlheinz Weißbach entwickelt, um sie vor allem<br />

für großflächige Dachkonstruktionen zu verwenden. Der trapezförmige Querschnitt<br />

mit dem relativ geringen Gewicht erlaubt es, Spannweiten von bis zu 24 Metern Länge<br />

zu überbrücken – so wie es für ein Dach einer Schwimmhalle ideal ist. Die stabilen,<br />

gut transportierbaren und variabel einsetzbaren „Einzel-Falten“ waren zwischen acht<br />

und 25 Metern lang, bei einer Dicke von lediglich acht Zentimetern. Zunächst wurden<br />

sie ausschließlich im Ottendorf-Okrillaer Betriebsteil des VEB Betonwerke Dresden<br />

produziert, bevor in den 1970er Jahren aufgrund der hohen Nachfrage weitere<br />

Fertigungsstätten in anderen Bezirken der DDR entstanden.


Nachdem sich das erste Bauwerk (1967) mit VT-<br />

Faltendach auf dem Gelände des Instituts für<br />

Stahlbeton bewährt hatte, wurden ein Speisesaal<br />

in Porschdorf bei Bad Schandau und eine<br />

Produktionshalle in Meißen mit solch einem Dach<br />

versehen.<br />

1969 folgte dann die erste Schwimmhalle<br />

mit den auffälligen Falten oben auf –<br />

eben jene an der Steinstraße.<br />

In den 1970er Jahren erhielten<br />

viele Turn-, Schwimm- und<br />

Kaufhallen in der DDR diese<br />

„Falten“, dazu auch Lagerund<br />

Produktionshallen, große<br />

Garagen sowie Gaststättenund<br />

Clubgebäude.<br />

Ein gut erhaltenes,<br />

inzwischen saniertes Beispiel<br />

ist die Schwimmhalle<br />

Fischerinsel in Berlin.<br />

16<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


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<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Von einer Sanierung ist die Dresdner Pionier-Schwimmhalle entfernt, wie sie es<br />

weiter nicht sein könnte. Bereits 2001 hatte die Stadt das in die Jahre gekommene<br />

Objekt, in welchem nicht nur trainiert wurde, sondern wo viele Kinder auch ihre<br />

Schulschwimm-Stunden hatten, geschlossen. Einige Jahre später verkaufte sie das<br />

gesamte Grundstück samt Halle an den britischen Pharmakonzern GlaxoSmith-<br />

Kline, der das Serumwerk auf der anderen Seite der Pillnitzer Straße betreibt. Anfangs<br />

sollte durch den Erwerb der Standort auf dem lukrativen Innenstadt-Areal<br />

erweitert werden. Später wurden die Pläne verworfen. Die Schwimmhalle wurde<br />

allerdings als Lager genutzt.<br />

Blick über den Parkplatz zur Steinstraße hin<br />

Von außen lieferte das Gebäude zwar einen zunehmend heruntergekommenen<br />

Anblick, in seiner Form schien es allerdings von Dauer weiter zum Stadtbild zu<br />

gehören. Bis <strong>2022</strong>. Dann wurden die Pläne des Pharma-Riesen bekannt, die<br />

Schwimmhalle bis zum Jahresende abzureißen. Auch die Falten, die für so viele<br />

Nachbauten Vorbild waren, verschwinden damit für immer.


Freibadsaison-Fazit<br />

Wieder besseres Ergebnis<br />

Insgesamt kamen<br />

303.517 Besucher in unsere neun Freibäder.<br />

Die meisten konnten wir am 4. August mit rund<br />

10.500 Gästen begrüßen, verteilt auf alle Freibäder.<br />

Abschlusstabelle:<br />

Freibadgänger<br />

1. Georg-Arnhold-Bad 58.108<br />

2. Stauseebad Cossebaude 50.307<br />

3. Naturbad Mockritz 49.740<br />

4. Freibad Wostra 34.218<br />

5. Freibad Cotta 31.363<br />

6. Strandbad Wostra 25.816<br />

7. Waldbad Langebrück <strong>23</strong>.859<br />

8. Kombibad Prohlis 19.708<br />

9. Luftbad Dölzschen 10.398<br />

18<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong>


19<br />

<strong>BaDDepesche</strong> | <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Gewinnspiel<br />

Wer steht als lebensgroße<br />

Bronzeplastik auf dem Dach der<br />

Sprunghalle am Freiberger Platz?<br />

Sie wissen die richtige Antwort?<br />

Dann schreiben Sie uns, per E-Mail (info@dd-baeder.de)<br />

oder auf dem Postweg. Unter allen Einsendungen verlosen<br />

wir zwei 20-Euro-Gutscheine, die in allen unseren Bädern<br />

gültig sind. Der Einsendeschluss ist der 30. April 20<strong>23</strong>. Die<br />

Gewinner benachrichtigen wir persönlich. Der Rechtsweg<br />

ist ausgeschlossen.<br />

In der Sommer <strong>2022</strong>-Ausgabe der <strong>BaDDepesche</strong> lautete<br />

die richtige Antwort übrigens „Flying Fox“.<br />

Das besondere Foto<br />

Hügellandschaft im „Mocki“<br />

Was auf den ersten Blick aussieht wie eine stattliche<br />

Ansammlung von Maulwurfshügeln, entpuppt sich<br />

bei genauem Hinsehen als etwas komplett anderes:<br />

Wenn der Münzteich im Naturbad Mockritz nach der<br />

Freibadsaison abgelassen wird, entschlammen die<br />

Mitarbeiter den Badesee jedes Mal. Übrig bleiben<br />

diese „Hügel“, die fachgerecht entsorgt werden.<br />

Die nächste<br />

<strong>BaDDepesche</strong><br />

erscheint im<br />

Frühjahr 20<strong>23</strong>.<br />

IMPRESSUM<br />

Haben Sie ein kurioses oder außergewöhnliches<br />

Bild eines der Dresdner Bäder? Egal ob Foto oder<br />

Malerei, schicken Sie uns das Original oder eine<br />

Kopie zu! Wir veröffentlichen einen Abdruck in der<br />

<strong>BaDDepesche</strong>!<br />

<strong>BaDDepesche</strong>: Ausgabe <strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/<strong>23</strong><br />

Redaktionsschluss: November <strong>2022</strong><br />

Herausgeber: Dresdner Bäder GmbH<br />

Maternistraße 15, 01067 Dresden<br />

Telefon: 0351 484 190 00<br />

Druck: Lößnitzdruck GmbH<br />

Auflage: 7.500 Exemplare<br />

Verantwortung & Redaktion: Lars Kühl<br />

Fotos: Dresdner Bäder GmbH, Sven Ellger, Jörg Funke,<br />

Lars Kühl, Silke Hoppe, Kathrin Heiser, SV Dresden-Nord<br />

Anzeigen: Silke Hoppe<br />

Gestaltung: Jörg Funke, Graphic & Corporate Design<br />

Änderungen vorbehalten, für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte, Fotos usw. übernehmen wir keine Haftung.<br />

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise,<br />

nur mit schriftlicher Genehmigung.<br />

www.dresdner-baeder.de<br />

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instagram.com/dresdner_baeder<br />

Kanal Dresdner Bäder


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<strong>BaDDepesche</strong> | Sommer <strong>2022</strong><br />

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Unsere Saunalandschaft<br />

„Schwitzen zwischen Alten Meistern“<br />

im Georg-Arnhold-Bad<br />

Besuchen Sie die einzigartige Dresden-typische<br />

Themenwelt und genießen Sie entspannte Stunden<br />

in einer Kaffeehaus-, einer Panorama- und einer<br />

Aroma- oder einer Dampf-Sauna!<br />

GEORG-ARNHOLD-BAD<br />

Helmut-Schön-Allee 2, 01069 Dresden<br />

www.dresdner-baeder.de

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