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2022-11-oebm-der-osterreichische-baustoffmarkt - MAPEI - Gestalte Deine Stadt bunt

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Unsichere Zeiten<br />

So herausfor<strong>der</strong>nd wie aktuell war es wahrscheinlich noch nie!<br />

Warenverfügbarkeit, Preisentwicklung, Personal – das waren die wohl beherrschenden<br />

Themen in vielen Unternehmen in letzter Zeit.<br />

Foto: Pfluegl<br />

Dabei ist das erste Halbjahr für die meisten in unserer Branche recht gut verlaufen<br />

und viele steuern auch heuer wie<strong>der</strong> auf ein erfreuliches Ergebnis zu. Die Aussichten<br />

für das nächste Jahr sind jedoch unberechenbarer denn je und es kommen<br />

vom Markt sehr unterschiedliche Signale.<br />

ROBERT GRIESHOFER<br />

vBÖ-vizepräsident<br />

Das än<strong>der</strong>t nichts daran, dass wir auch jetzt wie<strong>der</strong> gefor<strong>der</strong>t sind, darauf bestmöglich<br />

zu reagieren und uns richtig auf- und einzustellen.<br />

Zuletzt bei <strong>der</strong> VBÖ ManagerInnen Tagung lag <strong>der</strong> Schwerpunkt auf dem Thema<br />

Personal und welche aktuellen Trends uns in <strong>der</strong> Branche beschäftigen. Maximilian<br />

Lammer und Ali Mahlodji haben hier die Herausfor<strong>der</strong>ungen und Chancen <strong>der</strong><br />

neuen Arbeitswelt aufgezeigt.<br />

Gerade <strong>der</strong> Kampf um die besten Köpfe hat auch in unserer Branche mittlerweile<br />

voll Einzug gehalten und die große Pensionswelle steht uns da erst noch bevor.<br />

Hinweis<br />

Geschlechtsneutrale Formulierung<br />

zur vereinfachung <strong>der</strong> lesbarkeit erfolgt im<br />

ÖBm nur zum Teil eine geschlechtsneutrale<br />

Differenzierung. Die ausrichtung ist in jedem<br />

Fall geschlechtsunabhängig.<br />

i m p r e s s u m<br />

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger:<br />

mag. alexandra lehrer, <strong>11</strong>70 Wien, Dornbacher str. 93, Telefon:<br />

01/478 81 70, e-mail: baustoff@impactmedia.at, www.<br />

impactmedia.at; Chefredaktion: mag. alexandra lehrer;<br />

Chefredaktion VBÖ: mag. susanne aigner-Haas Redaktion:<br />

maximilian lehrer; DI Tom Cervinka; Peter mayer; Anzeigen:<br />

Peter mayer, p.mayer@impactmedia.at; alexan<strong>der</strong> riha,<br />

a.riha@impactmedia.at; Abonnementverwaltung: Daniela<br />

Brany, d.brany@impactmedia.at; Grafik und Layout:<br />

nicolas lehrer; Druck: Druckerei robitschek, 1050 Wien;<br />

Jahresabonnement: Inland: eur 92,80; ausland: eur 107,-<br />

. Das abonnement ist jeweils einen monat vor Jahresende<br />

kündbar, sonst gilt die Bestellung für das folgende Jahr<br />

weiter. Erscheinungsweise: 10 x jährlich. nachdruck nur<br />

mit genehmigung des verlegers gestattet. angaben und<br />

mitteilungen, welche von Firmen stammen, unterliegen<br />

nicht <strong>der</strong> verantwortlichkeit <strong>der</strong> redaktion, ihre Wie<strong>der</strong>gabe<br />

besagt nicht, dass sie die meinung <strong>der</strong> redaktion o<strong>der</strong> eine<br />

empfehlung darstellen. Bezahlte einschaltungen sind mit +<br />

o<strong>der</strong> promotion gekennzeichnet.<br />

MitarbeiterInnenbindung ist und wird wohl <strong>der</strong> entscheidende Faktor für alle Unternehmen,<br />

die zukünftig erfolgreich sein wollen. Es genügt auch nicht mehr bloß<br />

zufriedene Mitarbeiter:innen zu haben und ein attraktiver zu Arbeitgeber sein,<br />

son<strong>der</strong>n man muss zu einem unwi<strong>der</strong>stehlichen Arbeitgeber werden. Um sich zu<br />

unterscheiden und um tatsächlich die eigenen Mitarbeiter:innen besser halten zu<br />

können als die an<strong>der</strong>en und auch im Wettbewerb mit an<strong>der</strong>en – vermeintlich attraktiveren<br />

– Branchen!<br />

Es wird wohl auch eine Transformation in vielerlei Hinsicht benötigen, um für die<br />

nächste Generation als Arbeitgeber überhaupt noch in Frage zu kommen. Können<br />

wir eine neue Wir-Kultur und ein kooperatives Umfeld in unseren Unternehmen<br />

bieten? Ist die Arbeit sinnstiftend und ein herausragendes Erlebnis für die<br />

Mitarbeiter:innen?<br />

Auch hier gibt es in unserer Branche sicherlich noch vielfach einen großen Aufholbedarf.<br />

Wie geht es sonst in unserer Branche im nächsten Jahr weiter? Eine Frage die wohl<br />

niemand exakt beantworten kann, aber wie sagt ein Kollege von mir stets: „Gebaut<br />

wird immer!“<br />

In diesem Sinne lassen Sie uns den Zukunftsoptimismus nicht verlieren.<br />

Herzlichst,<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 3


Bild: midascode<br />

6<br />

Bild: vBÖ<br />

15<br />

Bild: vBÖ<br />

12<br />

i n h a l t 1 1 . 2 0 2 2<br />

auftakt<br />

Dauerhaft dicht im Bad 6<br />

abdichten im privaten badezimmer<br />

serie<br />

Recycle & Reuse 9<br />

kreislaufwirtschaft am bau<br />

Verbände<br />

VBÖ meets Industrie 15<br />

... und VbÖ-Vorstandssitzung<br />

Neue digitale Ausbildungs-App 16<br />

wko Customer expert<br />

Bauwirtschaft vor Herausfor<strong>der</strong>ungen 20<br />

landesinnung bau oÖ<br />

aktuell<br />

Auf Augenhöhe begegnen 12<br />

VbÖ-Managerinnen-tagung<br />

handel<br />

Feierlicher Spatenstich 24<br />

Quester investiert in krems<br />

ausbildung<br />

Industrienews ab seite 28<br />

Von <strong>der</strong> Werkstatt in den Vertrieb 26<br />

Quereinsteiger andreas ambrosch, wessenthaler<br />

4<br />

| <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


Foto: martin Hörmandiger<br />

24<br />

Foto: Wessenthaler<br />

26<br />

Bild: Image Pflasterer<br />

17<br />

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Bild: midascode<br />

a b d i c h t u n g i m p r i v a t e n b a d e z i m m e r<br />

Dauerhaft dicht im Bad<br />

schäden infolge von mangelhafter, nicht fachgerechter o<strong>der</strong> sogar<br />

fehlen<strong>der</strong> abdichtung in sanitärräumen, Badezimmern o<strong>der</strong> Toiletten<br />

bleiben oft lange zeit unbemerkt. selbst wenn nur wenig Feuchtigkeit<br />

und nässe in die Konstruktion eindringen, können über längere<br />

zeiträume erhebliche Bauschäden entstehen – nicht nur oberflächlich,<br />

son<strong>der</strong>n im ernstfall auch an <strong>der</strong> Baukonstruktion selbst. Fehlersuche,<br />

reparatur und sanierung sind in <strong>der</strong> regel aufwändig und teuer. Deshalb<br />

lieber schon in <strong>der</strong> Bauphase o<strong>der</strong> beim umbau auf eine hochwertige,<br />

sichere und vor allem fachgerechte abdichtung setzen!<br />

6 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


a u f t a k t<br />

a b d i C h t u n g / n a s s r a u M<br />

eine schöne oberfläche alleine reicht nicht aus, um<br />

die dahinterliegende Wand- und Bodenkonstruktion<br />

dauerhaft vor Wasser- und Feuchteeintritt zu<br />

schützen.<br />

Badezimmer sind regelmäßig<br />

Feuchtigkeit und Spritzwasser<br />

ausgesetzt und benötigen<br />

deshalb beson<strong>der</strong>e Vorkehrungen zum<br />

Schutz <strong>der</strong> Konstruktion vor eindringen<strong>der</strong><br />

Feuchtigkeit. Vor allem im Bereich<br />

von Duschen und Badewannen,<br />

aber auch rund um das Waschbecken<br />

kann neben Spritzwasser auch Wasserdampf<br />

entstehen, <strong>der</strong> sich in Form von<br />

Kondensat an den kälteren Oberflächen<br />

nie<strong>der</strong>schlägt und in die Konstruktion<br />

eindringen kann. Vor allem bei Dichtungsmängeln<br />

o<strong>der</strong> unsachgemäßer Abdichtung<br />

kann dies über die Dauer zu<br />

erheblichen Folgeschäden führen. Fehlerfreie<br />

und lückenlose Abdichtungen<br />

sind deshalb die Grundvoraussetzung<br />

für mängelfreie Bä<strong>der</strong>.<br />

KleIne Fuge – grosse WIrKung<br />

Nach wie vor die beliebteste Wandbekleidung<br />

in Bä<strong>der</strong>n und Sanitärräumen<br />

sind Fliesen und Platten. Das hat auch<br />

seinen Grund, denn keramische Baustoffe<br />

sind nicht nur extrem wi<strong>der</strong>standsfähig,<br />

son<strong>der</strong>n auch materialimmanent<br />

wasserabweisend. Das gilt allerdings<br />

nicht für die Fugen. Diese gelten als<br />

wasserdurchlässig und können noch so<br />

schmal ungeahnte Mengen an Feuchtigkeit<br />

in die Wand eindringen lassen. Deshalb<br />

reichen Fliesen alleine nicht aus,<br />

um ein Badezimmer o<strong>der</strong> einen Feuchtraum<br />

auf lange Sicht (wasser)dicht zu<br />

gestalten.<br />

verBunDaBDICHTung<br />

Verbundabdichtungen unter den keramischen<br />

Wand- und Bodenbelägen haben<br />

sich vielfach bewährt und in den<br />

vergangenen Jahren als Stand <strong>der</strong> Technik<br />

beim Abdichten von Bä<strong>der</strong>n etabliert.<br />

Verbundabdichtungen bestehen<br />

dabei aus einem mehr o<strong>der</strong> weniger<br />

flüssigen Dichtstoff, <strong>der</strong> entwe<strong>der</strong> aufgestrichen<br />

o<strong>der</strong> aufgespachtelt wird<br />

o<strong>der</strong> es kommen wasserundurchlässige<br />

Abdichtungsbahnen zum Einsatz, die<br />

auch direkt auf einen schon bestehenden<br />

keramischen Unterboden verlegt<br />

werden können. Verbundabdichtungen<br />

eignen sich grundsätzlich für alle mineralischen<br />

Untergründe wie Beton o<strong>der</strong><br />

Mauerwerk, Gipsbauplatten, zementgebundene<br />

Trockenbauplatten o<strong>der</strong> eben<br />

auch alte Fliesenbeläge.<br />

unTergrunDvorBereITung<br />

Keramische Bodenbeläge wie Fliesen<br />

o<strong>der</strong> Platten können auf nahezu allen<br />

Untergründen verlegt werden. In <strong>der</strong><br />

Regel kommt dabei das sogenannte<br />

Dünnbett-Verfahren zum Einsatz, bei<br />

dem die Fliesen o<strong>der</strong> Platten in einem<br />

dünnen Mörtelbett bzw. in einem speziellen,<br />

dünn aufgetragenen Fliesenkleber<br />

verlegt werden. Voraussetzung für eine<br />

gute Haftung und vollständige Verklebung<br />

ist, dass <strong>der</strong> Untergrund tragfähig<br />

ist, eben, trocken und frei von Stoffen,<br />

die die Haftung des Fliesenklebers negativ<br />

beeinträchtigen könnten. Dazu zählt<br />

neben Fetten o<strong>der</strong> alten Anstrichen auch<br />

eine Staubschicht, die die Verbundwirkung<br />

herabsetzen. Deshalb müssen vor<br />

<strong>der</strong> Verlegung alle Flächen von losen<br />

Teilen und Altanstrichen befreit werden.<br />

Kleinere Unebenheiten lassen sich zudem<br />

mit einer selbstverlaufenden Spachtelmasse<br />

ausgleichen.<br />

eCKen unD KanTen<br />

Kritische Stellen in <strong>der</strong> flächendeckenden<br />

Abdichtung bilden immer<br />

Ecken und Kanten, wie zum Beispiel <strong>der</strong><br />

Übergang vom Boden zur Wand. Aber<br />

auch die Durchführungen von Wasserund<br />

Abwasseranschlüssen sind beson<strong>der</strong>s<br />

auszuführen. Hier sind zusätzliche<br />

Maßnahmen für eine lückenlose Abdichtung<br />

erfor<strong>der</strong>lich. Spezielle Dichtbän<strong>der</strong>,<br />

Dichtecken o<strong>der</strong> Dichtmanschetten, die<br />

in die Spachtelung o<strong>der</strong> den Dichtanstrich<br />

eingelegt werden, kommen hierbei<br />

zum Einsatz.<br />

Wichtig im Zuge <strong>der</strong> Verbundabdichtung<br />

ist vor allem, dass auch die Fläche<br />

unter <strong>der</strong> Badewanne o<strong>der</strong> unter<br />

<strong>der</strong> Dusche nicht ausgelassen, son<strong>der</strong>n<br />

ebenfalls mit abgedichtet werden müssen.<br />

Nach dem Einbau und <strong>der</strong> Verfliesung<br />

ist zudem eine Abdichtung zur<br />

Wand hin erfor<strong>der</strong>lich. Dies geschieht in<br />

Form von Silikonfugen, die regelmäßig<br />

gewartet bzw. erneuert werden müssen.<br />

Als dauerhaftere Alternative können in<br />

den Anschlussbereichen aber auch Fugenprofile<br />

verwendet werden.<br />

ð<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 7


a u f t a k t<br />

a b d i C h t u n g / n a s s r a u M<br />

Die wichtigsten Abdichtungsregeln<br />

in Badezimmer<br />

und Sanitärräumen<br />

Die abdichtung im Bad muss stets<br />

sorgfältig geplant und gut durchdacht<br />

sein, um Feuchtigkeitsschäden an <strong>der</strong><br />

Bausubstanz und aufwändige nachbesserungen<br />

zu vermeiden. Folgende<br />

grundüberlegungen und -regeln helfen<br />

bei <strong>der</strong> fachgerechten Planung und<br />

ausführung:<br />

• Die verbundabdichtung in <strong>der</strong> Dusche<br />

wird über 30 cm über die Dusche<br />

hinausgeführt.<br />

• Im Wannenbereich erfolgt die<br />

abdichtung bis 20 cm oberhalb <strong>der</strong><br />

armatur.<br />

• Bei bodengleichen Duschen mit<br />

rinne sorgt ein anschlussflansch mit<br />

90 grad aufkantung für die<br />

einbindung des ablaufs in die Wand.<br />

• vorgefertigte bodengleiche Duschen<br />

mit integriertem ablauf werden am<br />

Wandanschluss, an den Fugen<br />

zwischen Wand und Duschelement<br />

sowie Wand und estrich mit<br />

Fugenbän<strong>der</strong>n abgedichtet. Die<br />

Bän<strong>der</strong> werden in die verbundabdichtung<br />

eingearbeitet.<br />

• alle Durchdringungen, zum Beispiel<br />

am armaturenanschluss o<strong>der</strong> bei<br />

abwasserleitungen werden mit<br />

abdichtungsflanschen o<strong>der</strong><br />

abdichtungsmanschetten montiert.<br />

• In den anschlussbereichen sorgen<br />

gewebeeinlagen dafür, dass es nicht<br />

zur Durchfeuchtung kommt. Die<br />

abdichtung wird 15 cm über den<br />

Bodenbelag die Wand hinaufgeführt.<br />

vorsorgen HIlFT<br />

In <strong>der</strong> Planung und Ausführung <strong>der</strong> Abdichtung<br />

in Badezimmern und Feuchträumen<br />

ist auch auf mechanische Verän<strong>der</strong>ungen<br />

durch Rissbildungen und/<br />

o<strong>der</strong> Fugenbewegungen im Lauf <strong>der</strong><br />

Nutzungsphase zu achten. Denn auch<br />

bei höchster Qualität in <strong>der</strong> Bauausführung<br />

sind kleine Risse und geringe Bewegungen<br />

<strong>der</strong> Fugen nicht zu vermeiden.<br />

Sie sind allerdings auch kein großes<br />

Problem, wenn man dies in <strong>der</strong> Abdichtung<br />

entsprechend mitberücksichtigt.<br />

Deshalb müssen Abdichtungsschichten<br />

über Fugen eventuelle Bewegungen<br />

schadenfrei überstehen und zudem rissüberbrückende<br />

Fähigkeiten aufweisen.<br />

Im privaten Bad nicht baurechtlich<br />

gefor<strong>der</strong>t, empfiehlt sich beim Neubau<br />

im Badeizmmer auch immer <strong>der</strong> Einbau<br />

eines Bodenablaufes – soweit dies baulich<br />

möglich ist. In tatsächlichen Feuchto<strong>der</strong><br />

Nassräumen ist <strong>der</strong> Einbau eines<br />

Bodenabflusses ohnehin vorgeschrieben.<br />

sPezIelle anForDerungen Im<br />

TroCKenBau<br />

Da <strong>der</strong> Innenausbau heute oft mit Trockenbausystemen<br />

erfolgt, ist bei Feuchträumen<br />

eine spezielle Ausführung <strong>der</strong><br />

Trockenbaukonstruktion erfor<strong>der</strong>lich.<br />

Das gilt ebenso für alle Vorwandinstallationen<br />

bzw. auch für beispielsweise<br />

Duschabtrennungen in Trockenbauweise.<br />

Hierbei muss die Beplankung nicht<br />

wie üblich mit normalen Gipskartonplatten<br />

erfolgen, son<strong>der</strong>n mit speziell<br />

dafür geeigneten feuchtigkeitsresistenten<br />

Platten, die dank spezieller Imprägnierung<br />

die Wasseraufnahmefähigkeit <strong>der</strong><br />

Platten deutlich reduzieren. Im Handel<br />

sind diese Systeme in <strong>der</strong> Regel an <strong>der</strong><br />

grünen Farbe erkenntlich.<br />

y<br />

schematische Darstellung <strong>der</strong> erfor<strong>der</strong>lichen abdichtungsmaßnahmen im privaten Bad mit Badewanne und<br />

Dusche.<br />

Quelle: www.sanier.de<br />

Bild: ardex<br />

8 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


e c y c l e & r e u s e<br />

Kreislaufwirtschaft am Bau<br />

Die entnahme von endlichen rohstoffen im zuge <strong>der</strong> Bauproduktion bzw. bei<br />

<strong>der</strong> Herstellung von Bauprodukten und -materialien ist so hoch wie nie zuvor.<br />

zu umfangreich sind gleichzeitig die mengen an Deponieabfällen, die am ende<br />

des lebenszyklus von gebäuden anfallen. Die müllberge werden immer größer<br />

während auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en seite die ressourcen rasant schrumpfen. an einem<br />

sparsameren verbrauch in <strong>der</strong> gesamten Wertschöpfungskette Bau wird in<br />

zukunft kein Web mehr vorbeiführen. Kreislaufwirtschaft lautet die alternative<br />

zu einem system <strong>der</strong> haltlosen verschwendung, an dessen ende ein neubeginn<br />

stehen könnte.<br />

Weltweit ist <strong>der</strong> Bausektor <strong>der</strong><br />

größte Verbraucher von endlichen<br />

Ressourcen, von denen <strong>der</strong> überwiegende<br />

Großteil nie wie<strong>der</strong> in den<br />

Materialkreislauf zurückkehrt. Bauwirtschaft<br />

und -industrie konsumieren zusammen<br />

rund 40 Prozent <strong>der</strong> verfügbaren<br />

Energie, über 20 Prozent des<br />

Wassers und knapp die Hälfte aller Ressourcen.<br />

Darüber hinaus sind sie auch<br />

für knapp über die Hälfte des weltweiten<br />

Müllaufkommens sowie ein Drittel<br />

<strong>der</strong> globalen CO2-Emissionen verantwortlich.<br />

Das über die Jahrhun<strong>der</strong>te<br />

entwickelte, lineare Wirtschaftssystem in<br />

<strong>der</strong> Bauproduktion – „Extrahieren –<br />

Produzieren – Benutzen – Wegwerfen“<br />

– gerät zunehmend unter gesellschaftlichen<br />

Druck und lässt sich angesichts<br />

einer spürbaren Ressourcenverknappung<br />

und den negativen Folgen <strong>der</strong> Konsumund<br />

Wegwerfgesellschaft auf das Klima<br />

und die Umwelt nicht ewig aufrecht erhalten.<br />

Architektur, Bauindustrie und<br />

-wirtschaft stehen in <strong>der</strong> Pflicht, wenn<br />

es darum geht, die gängige Praxis <strong>der</strong><br />

Bauproduktion radikal umzukehren und<br />

das Planen und Bauen im Hinblick auf<br />

die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft<br />

neu zu denken, bei <strong>der</strong> Materialien und<br />

Rohstoffe in einem steten Produktionskreislauf<br />

verbleiben, anstatt irgendwann<br />

auf <strong>der</strong> Mülldeponie zu landen.<br />

DIe sTaDT als BausToFFlager<br />

„Reduce – Reuse – Recycle“ lautet die<br />

Antwort auf die nicht mehr haltbare<br />

Verschwendung von Ressourcen und ist<br />

gleichzeitig <strong>der</strong> Grundsatz <strong>der</strong> Kreislaufwirtschaft.<br />

Um diese neue Denkweise in<br />

die Praxis umzusetzen, braucht es bereits<br />

in <strong>der</strong> Planung eine Idee bzw. ein Konzept<br />

zur Wie<strong>der</strong>- und Weiterverwertbarkeit<br />

<strong>der</strong> eingesetzten Baustoffe. Darüber<br />

hinaus wird aber auch ein System erfor<strong>der</strong>lich<br />

sein, dass zur Dokumentation<br />

<strong>der</strong> eingesetzten Baustoffe im Zuge <strong>der</strong><br />

Errichtung bzw. auch bei allfälligen Umbauten<br />

o<strong>der</strong> Sanierungen dienen kann.<br />

Ziel dabei ist es, die gebaute Umwelt<br />

ebenso wie Gebrauchsgüter als urbane<br />

Miene zu betrachten, aus <strong>der</strong> man nach<br />

Ende <strong>der</strong> Nutzung Rohstoffe (wie<strong>der</strong>)<br />

gewinnen kann. Voraussetzung dafür<br />

sind aber auch neue Konstruktionen,<br />

die einfach und sauber wie<strong>der</strong> getrennt<br />

werden können.<br />

Je dichter die Bebauung – sprich je<br />

urbaner das Umfeld – umso leichter gestaltet<br />

sich die „Bauteilernte“. Denn irgendwo<br />

wird immer gerade umgebaut,<br />

saniert o<strong>der</strong> abgebrochen. Damit Kreislaufwirtschaft<br />

aber im großen Rahmen<br />

funktioniert braucht es mittel- und langfristig<br />

entsprechen<strong>der</strong> gesetzlicher Rahmenbedingungen.<br />

Zu diesem Schluss<br />

ist auch die EU gekommen und plant<br />

Bild: Daniel Hawelka<br />

ein intelligentes Baumassenkonzept sorgt in <strong>der</strong><br />

seestadt aspern dafür, dass beispielsweise das<br />

abbruchmaterial <strong>der</strong> ehemaligen Flughafenrollbahn<br />

direkt vor ort in einer eigenen recyclinganlage<br />

aufbereitet und für den Wegebau wie<strong>der</strong> eingesetzt<br />

wurde. auch das aushubmaterials des sees bzw.<br />

aus <strong>der</strong> gründung <strong>der</strong> gebäude wurde vor ort für<br />

den geländeaufbau wie<strong>der</strong>verwertet.<br />

die Einführung von verpflichtenden Recyclingquoten<br />

beim Bauen. So sollen<br />

bis 2030 bei jedem zweiten Bauprojekt<br />

mindestens 15 Prozent <strong>der</strong> Baumaterialien<br />

wie<strong>der</strong>verwendet und 15 Prozent<br />

Recyclingproudkte eingesetzt werden. In<br />

Österreich for<strong>der</strong>t die Novelle <strong>der</strong> Bauprodukteverordnung<br />

eine stärkere Berücksichtigung<br />

<strong>der</strong> Kreislaufwirtschaft.<br />

Demnach sollen Produkte so produziert<br />

werden, dass ihre Klimaverträglichkeit<br />

dem Stand <strong>der</strong> heutigen Technik entspricht<br />

und <strong>der</strong> Einsatz von Rezyklaten<br />

und recyclingfähigen Produkten<br />

in jedem Fall <strong>der</strong> Vorzug zu geben ist.<br />

Ebenso muss auch auf eine einfachere<br />

Reparierbarkeit <strong>der</strong> Produkte geachtet<br />

werden.<br />

In diese Richtung stößt auch <strong>der</strong> erste<br />

Entwurf <strong>der</strong> neuen Kreislaufwirtschaftsstrategie<br />

des Umwelt- und Klimaministeriums<br />

(BMK), die Anfang dieses Jahres<br />

präsentiert wurde. Die Verlängerung<br />

<strong>der</strong> Produktlebenszyklen sowie die Verlängerung<br />

<strong>der</strong> Lebensdauer von Gebäuden,<br />

genauso wie die Erhöhung <strong>der</strong> Recyclingquote<br />

stehen hier im Fokus. y<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 9


Ausgedruckte Pläne werden aufbewahrt<br />

und weitergegeben. Das bedeutet,<br />

dass das BIM-Datenmaterial an<br />

alle am Bau und an <strong>der</strong> Nutzung Beteiligten<br />

weitergegeben werden muss.<br />

Genau, und das ist eben die Herausfor<strong>der</strong>ung.<br />

Der Bereich BIM ist auch<br />

für Softwarehersteller einer neuer und<br />

die Durchgängigkeit und Austauschi<br />

n t e r v i e w g u n t e r g r a u p n e r, Z a b Z u k u n f t s a g e n t u r b a u<br />

BIM kann (noch) nicht alles<br />

soviel ist sicher: Die zukunft des Bauens ist ressourcenschonend. Damit einmal<br />

verbaute rohstoffe direkt wie<strong>der</strong>verwendet o<strong>der</strong> zumindest recycelt werden<br />

können, bedarf es einer mehr o<strong>der</strong> weniger lückenlosen erfassung <strong>der</strong> eingesetzten<br />

materialien sowie einer konsistenten Weitergabe dieser Informationen. Während<br />

ersteres mithilfe von Building Information management (BIm) vergleichsweise<br />

einfach umzusetzen ist bzw. vielfach auch tatsächlich schon erfolgt, scheint zweiteres<br />

– nämlich die Datenaktualisierung und -weitergabe – noch in weiter Ferne. Im<br />

Interview mit dem ÖBm zeigt gunther graupner von <strong>der</strong> zukunftsagentur Bau (zaB)<br />

Wege und möglichkeiten wie mithilfe von BIm die recycling- und reusequote im<br />

Bausektor erhöht werden könnte.<br />

GUNTER GRAUPNER<br />

zaB zukunfts agentur Bau<br />

ÖBM: BIM könnte eine wesentliche<br />

Rolle beim Recycling und Reuse im<br />

Zuge des Bauablaufes spielen bzw.<br />

wäre das Werkzeug, dass man am<br />

Ende eines Gebäudelebenszyklus auf<br />

die verbauten Rohstoffe zurückgreifen<br />

kann. Ist BIM bzw. sind die Beteiligten<br />

so weit, dass das funktioniert?<br />

Graupner: Beides eigentlich nicht. Einerseits<br />

funktionieren Closed-BIM-Systeme<br />

auch hinsichtlich Produktzuordnung<br />

ganz gut, an<strong>der</strong>erseits kann ich mir<br />

nicht vorstellen, dass Daten über den<br />

gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes<br />

erhalten werden können. Der Themenbereich<br />

BIM ist eine Herausfor<strong>der</strong>ung,<br />

weil in den ersten Phasen, also Planungsphase,<br />

Bauphase, bis hin zur Übergabe<br />

an das Facility Management diese Daten<br />

eine sehr hohe Relevanz haben. Geht<br />

man aber davon aus, dass ein Gebäude<br />

ein paar Jahrzehnte genutzt wird, bevor<br />

ein Abbruch ansteht, so denke ich, wird<br />

die Datenkonservierung hochkomplex<br />

und kaum machbar.<br />

barkeit <strong>der</strong> Daten ist noch nicht perfekt.<br />

Nimmt man beispielsweise Autocad<br />

und Archicad und vergleicht <strong>der</strong>en<br />

Layer-Zuordnung, dann ist das nicht<br />

ohne Nacharbeiten kompatibel. Hinzu<br />

kommt auch die Versionierbarkeit <strong>der</strong><br />

Systeme. Ob man in 30 o<strong>der</strong> 40 Jahren<br />

einen heutigen Plan öffnen kann,<br />

bezweifle ich. Das hat schon mit den<br />

2D-Plänen nicht funktioniert. Damit<br />

meine ich, dass die wirtschaftlichen Interessen<br />

<strong>der</strong> Softwarehersteller nicht in<br />

diesem Ausmaß vorhanden sind, außer<br />

man zwingt sie dazu.<br />

Das heißt, zwingen mit rechtlichen<br />

Rahmenbedingungen?<br />

Ja. Aber ich denke nicht, dass das<br />

machbar ist. Das kann man sehr gut<br />

mit dem Smart-Home vergleichen und<br />

den dazu nötigen Handys. In den letzten<br />

zehn Jahren gab es zumindest zehn neue<br />

IPhone-Generationen mit jährlichen<br />

Updates. Natürlich ist Handysoftware<br />

schnelllebiger, aber ich kann mir nicht<br />

vorstellen, dass Planungssoftware, wenn<br />

es das gesamte Gebäudespektrum abbilden<br />

soll, das leisten kann. Grundsätzlich<br />

ist diese Vision aber sehr spannend.<br />

Man spielt Daten in einen öffentlichen<br />

Datenkataster ein, <strong>der</strong> öffentlich verwaltet<br />

wird.<br />

Sie meinen einen staatlich geführten<br />

Rohstoffkataster, <strong>der</strong> wie ein Materiallager<br />

für den Gebäudebestand funktioniert?<br />

Ja, dass man je<strong>der</strong>zeit abrufen kann,<br />

wie viel Ziegel, wie viel Gips, wie viel<br />

Holz, etc. ist in einem Gebäude verbaut.<br />

Fraglich ist, ob dies in einem BIM-System<br />

o<strong>der</strong> Planungssoftware nach gewissen<br />

Jahren noch abrufbar ist.<br />

Eine Möglichkeit wäre, dies in Kombination<br />

mit dem Energieausweis zu gestalten.<br />

Der Energieausweis bildet allerdings<br />

nur die Außenwände ab. Aber das<br />

wäre schon ein erster Schritt, damit man<br />

feststellen kann, welche Rohstoffe liegen<br />

auf welchem Grundstück.<br />

Das bedeutet nun, dass es einerseits<br />

an <strong>der</strong> EDV-technischen Seite scheitert,<br />

an<strong>der</strong>erseits aber auch an <strong>der</strong> Anwen<strong>der</strong>seite?<br />

Und <strong>der</strong> dritte Punkt ist <strong>der</strong> Pflegezustand<br />

eines Gebäudes. Abgesehen von<br />

mineralischen Stoffen, also großvolumigen<br />

Baustoffen, muss <strong>der</strong> Nutzungsstand<br />

von z.B. Fenstern, Schaltern, Türen,<br />

etc. mitberücksichtigt werden. Das<br />

kann nur vor Ort festgestellt werden.<br />

Hier spielt Recycling schon eine große<br />

Rolle. Zumeist werden Neubauten auf<br />

Grundstücken errichtet, wo es bereits<br />

Altbestände gibt. Eine Rohstofferkundung<br />

kann hier ermitteln, welche Baustoffe<br />

wie<strong>der</strong>verwendet werden und<br />

welche in den Stoffkreislauf eingeführt<br />

werden können. Hier kann Digitalisie-<br />

10 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


ung schon hilfreich sein, wenn man<br />

digitale Bestandsmodelle generiert, um<br />

Massen abschätzen zu können.<br />

Damit meinen Sie ein Bestandmodell<br />

im Zuge des Abbruchs?<br />

Ja, als Vorbereitung für den Abbruch.<br />

Das wäre Bauplatz- o<strong>der</strong> Bauprojektbezogen.<br />

Sie meinen also, dass man im<br />

Zuge eines Abbruchs eine visuelle Bestandsaufnahme<br />

von wie<strong>der</strong>verwendbaren<br />

Materialien macht?<br />

Das passiert ja bereits in ersten Pilotprojekten.<br />

Man versucht einen möglichst<br />

hohen Anteil an Rohstoffen, die schon<br />

da sind, wie<strong>der</strong> in das neu zu errichtende<br />

Gebäude einzubringen. Die Stoffkreisläufe<br />

dahinter gilt es hier aber genauer<br />

zu betrachten, weil in Ausschreibungen<br />

nicht auf Recyclingprodukte Rücksicht<br />

genommen wird.<br />

Warum? Weil man sie schwer bekommt,<br />

weil es zu wenige gibt?<br />

Das große Thema hierbei sind die<br />

Schad- und Störstoffe. Alle haben Angst<br />

davor!<br />

Es gibt allerdings bereits Unternehmen,<br />

die sich darauf spezialisiert haben,<br />

Abbruchgebäude zu durchforsten<br />

und all die Materialien rauszuholen,<br />

die recyclingfähig sind. Wäre so eine<br />

Unternehmensspezialisierung sinnvoll?<br />

In <strong>der</strong> Schweiz gibt es bereits Architekturbüros<br />

die nebenbei Materialbörsen<br />

betreiben. Großflächig denke ich aber,<br />

dass es schwierig sein wird, weil auch <strong>der</strong><br />

Preis für Transport- und Lagerkosten,<br />

relevant ist. Ein weiterer Punkt ist die<br />

Gewährleistung. Einen Träger zum Beispiel<br />

wie<strong>der</strong> zu verwenden könnte massive<br />

statische Probleme mit sich bringen.<br />

Ein Fenster, eine Türe, einen Waschtisch<br />

wie<strong>der</strong> einzubauen, da sehe ich weniger<br />

Probleme.<br />

Also alles, was nicht statisch tragend<br />

ist, wäre nicht das große Thema?<br />

Im Prinzip schon, wäre da eben nicht<br />

die Gewährleistung. Man kann ja bei<br />

gebrauchten Produkten nicht immer<br />

davon ausgehen, dass die einwandfrei<br />

funktionieren und das bedeutet einen<br />

massiven Anstieg des Mängelmanagements.<br />

Die Ansprüche sowohl von behördlicher<br />

als auch rechtlicher Seite werden<br />

hier immer höher und ebenso die<br />

Erwartungen <strong>der</strong> Kunden!<br />

Eben. Je<strong>der</strong> will nur neu und sicher.<br />

Was noch ein zusätzlicher Aspekt ist,<br />

dass wenn Recyclingprodukte nicht<br />

billiger angeboten werden, dann wird<br />

sich keiner dafür entscheiden. Dennoch<br />

denke ich, wenn die Datenbank hierfür<br />

groß genug wäre, wäre hier schon Potenzial<br />

vorhanden.<br />

Wäre es eine Lösung, bereits in <strong>der</strong><br />

Planung zu berücksichtigen, dass bei<br />

Abbruch Bauteile wie<strong>der</strong> verwendet<br />

werden?<br />

Das ist eben die spannende Frage. Es<br />

gibt ja auch von Seiten <strong>der</strong> Industrie Bestrebungen<br />

Materialien zu entwickeln,<br />

die leichter rückgebaut werden können.<br />

Aber auch da wird ein digitales Datenmanagement<br />

benötigt, damit man letztendlich<br />

weiß, was, wie viel, wo verbaut<br />

wurde. Und hier sind wir wie<strong>der</strong> beim<br />

BIM. Ich kann mir schon vorstellen,<br />

dass z.B. ein Energieausweis erweiterte<br />

Daten beinhaltet, die in einen Rohstoffkataster<br />

eingespeist und auch gewartet<br />

werden. Dies im ersten Schritt aber vor<br />

allem für großvolumige Bauteile.<br />

Also nicht bis zur letzten Steckdose?<br />

Nein. Ich denke bei Fenstern wird es<br />

schon schwierig, weil hier auch Zusatzinformationen<br />

wie U-Wert, Kippmechanismus,<br />

Gasbefüllung, etc. nötig sind.<br />

Aber eben bei Baumaterialien wie Ziegel,<br />

Beton, etc. ist dies durchaus vorstellbar,<br />

vorausgesetzt die Datendurchgängigkeit<br />

ist gewährleistet und das zumindest auf<br />

Län<strong>der</strong>- besser auf nationaler Ebene.<br />

Der Baustoffrecyclingverband hat eine<br />

Studie herausgegeben, die belegt, dass<br />

in Gebäuden mehr Kupfer verbaut ist,<br />

als Rohstoffreserven vorhanden sind.<br />

Sollte das Kupfer in Gebäuden genutzt<br />

werden, so kann man sich hier nur<br />

mit Hochrechnungen helfen. Ein Krankenhaus<br />

hat beispielsweise sehr viel Kupfer<br />

verbaut, ein Wohnhaus eher weniger.<br />

Wie gesagt, für großvolumige Baustoffe<br />

kann ich mir einen Rohstoffkataster<br />

vorstellen in dem dann <strong>der</strong> Kupferanteil<br />

hochgerechnet wird.<br />

Die viel spannen<strong>der</strong>e Frage ist aber<br />

nicht <strong>der</strong> Neubau, son<strong>der</strong>n wie gehen<br />

wir mit den alten Gebäuden um, wie<br />

kann man sie nachträglich digitalisieren.<br />

Sie meinen eine vor Ort Untersuchung?<br />

Ja. Damit bekommt man einen Masseauszug.<br />

Dies kann auch dazu führen,<br />

dass die Rohstoffverknappung keine<br />

Last mehr darstellt und Hersteller dafür<br />

bezahlen, dass sie Gebäude abreißen<br />

dürfen. Das ist aber nur eine Vision.<br />

Können Sie einen zeitlichen Rahmen<br />

nennen, wann es sich lohnen könnte<br />

Gebäude als Rohstofflager zu benutzen?<br />

Das hängt sehr viel mit gesetzlichen<br />

Rahmenbedingungen zusammen. Gibt<br />

es eine verpflichtende Recyclingquote<br />

beim Neubau, dann kann das sehr<br />

schnell gehen. In Zürich gibt es bereits<br />

solche verpflichtenden Quoten beim<br />

Neubau von öffentlichen Gebäuden.<br />

Damit schaffen wir uns aber ein weiteres<br />

Problem, weil nicht so viel abgerissen<br />

wird, wie neugebaut wird. Der Fachverband<br />

Stein-Keramik hat dahingehend<br />

erhoben, dass bereits 80 bis 90 % <strong>der</strong><br />

Materialen von Abbruchgebäuden dem<br />

Recycling zugeführt werden. Das reicht<br />

allerdings nur für 10 % <strong>der</strong> Neubauten.<br />

Und wie kann BIM hier helfen?<br />

Große Unternehmen arbeiten mit<br />

Closed-BIM, hier funktioniert die Datenweitergabe.<br />

Beim open-BIM müssen<br />

wir immer wie<strong>der</strong> Grundlagenarbeit<br />

verrichten, um einen einheitlichen Datenstandard<br />

zu generieren, damit hier<br />

irgendwie ein Datenaustausch funktioniert.<br />

Aber solange diese Austauschbarkeit<br />

nicht vollständig gegeben ist, wird<br />

open-BIM nicht mal in <strong>der</strong> Planungsphase<br />

funktionieren, weil die Bauindustrien<br />

mit eigenen Mappingsystemen<br />

arbeiten, und nicht etliche Versionen davon<br />

zur Verfügung stellen können.<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | <strong>11</strong>


a k t u e l l<br />

V b Ö<br />

V b Ö - M a n a g e r / i n n e n - ta g u n g<br />

Auf Augenhöhe begegnen<br />

mitte november fand im südsteirischen schloss seggau die vBÖ-manager/<br />

innen-Tagung statt, die ganz im zeichen des Haltens und rekrutierens von<br />

mitarbeitern stand. maximilian lammer und ali mahlodji referierten über<br />

„employee experience“, „emotional Commitment“ und die suche nach <strong>der</strong><br />

eigenen Identität. sales und marketing Dirktor von lafarge, gernot Tritthart,<br />

gab einen überblick über die zement- und Betonherstellung und betonte, dass<br />

dieser Baustoff gar nicht so klimaschädlich ist, wie behauptet wird. Bei einem<br />

Werksbesuch im lafarge zementwerk retznei, konnten sich die Teilnehmer ein<br />

Bild davon machen, welcher aufwand hinter <strong>der</strong> zementherstellung steckt und<br />

mit welchen maßnahmen lafarge den Co2-ausstoß minimiert.<br />

markus Wolfsgruber, vertriebsleiter lafarge, und<br />

robert grieshofer, vBÖ-vizepräsident<br />

VBÖ-Vizepräsident<br />

Robert<br />

Grieshofer, verantwortlich für<br />

die VBÖ-Manager/innen-Tagung begrüßte<br />

zu Beginn <strong>der</strong> zweitägigen Veranstaltung<br />

die Teilnehmer und übergab<br />

das Wort an Markus Wolfsgruber, Vertriebsleiter<br />

Lafarge. Lafarge Österreich<br />

übernahm bei dieser Veranstaltung die<br />

Rolle des Gastgebers und Mitveranstalter<br />

und gab einen Überblick über die<br />

letzten Jahre und Monate, von <strong>der</strong> Pandemie<br />

bis hin zu Lieferschwierigkeiten<br />

und explodieren<strong>der</strong> Energiepreise. Gerade<br />

die Industrie sei von diesen Entwicklungen<br />

sehr stark betroffen und<br />

Wolfsgruber machte auf den enormen<br />

Stromverbrauch <strong>der</strong> sich durch die Zementherstellung<br />

ergibt, aufmerksam.<br />

Dabei betonte er, dass diese Kostenexplosion<br />

am Energiesektor nur mit Unterstützung<br />

des Handels an den Markt<br />

weitergegeben werden könne.<br />

naCHHalTIgKeIT BeI laFarge<br />

Gernot Tritthart gab in seinen Ausführungen<br />

einen Einblick in die Zementherstellung<br />

und welche Anstrengungen<br />

von Seiten des Unternehmens<br />

unternommen werden, um letzendlich<br />

CO2-neutral zu produzieren. Tritthart<br />

betont, dass 38 % <strong>der</strong> weltweiten CO2-<br />

Emissionen auf das Bauen zurückzuführen<br />

sind wobei hier rund ein Drittel davon<br />

auf die Baustoffe selbst entfallen,<br />

zwei Drittel auf die Produktion dieser.<br />

Ziel muss es nun sein dieses Energieproblem<br />

zu lösen, da nicht nur in <strong>der</strong><br />

industriellen Fertigung Emissionen anfallen<br />

son<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Mensch selbst durch<br />

Holzverbrennung, Fleischkonsum, etc.<br />

Emissionen erzeugt. Lösung ist, wie wir<br />

alle wissen, die Nutzung erneuerbarer<br />

Energie, wobei Tritthart betont, dass<br />

Biodiversität wohl wichtig sei, aber man<br />

gernot Tritthart, sales und marketing<br />

Direktor lafarge<br />

Die Teilnehmer<br />

folgen interessiert<br />

den vorträgen <strong>der</strong><br />

managerInnen-<br />

Tagung.<br />

Bil<strong>der</strong>: vBÖ<br />

12 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


a k t u e l l<br />

V b Ö<br />

die Diskussion über Optik und Landschaftsschutz<br />

stoppen müsse.<br />

Weiters geht Tritthart auf den Lebenszyklus<br />

Beton ein. Dabei spielt die thermische<br />

Bauteilaktivierung eine wesentliche<br />

Rolle, die es möglicht macht, die<br />

Betondecke zum Heizen und Kühlen zu<br />

nutzen und verweist auch auf bionische<br />

Materialeffizienz, also weg von Vollbeton.<br />

Tritthart verweist ebenso auf alternative<br />

und neue Produktionsverfahren wie<br />

Calcinierte Tone und Concrete Fines.<br />

Beson<strong>der</strong>s wichtig scheint dem Unternehmen<br />

Lafarge die Richtigstellung,<br />

dass Beton, wie allgemein angenommen,<br />

kein Klimakiller ist, son<strong>der</strong>n ein nachhaltiger,<br />

langlebiger Baustoff. Einzig die<br />

Herstellung ist noch nicht emissionsfrei,<br />

aber daran wird gearbeitet und dies soll,<br />

laut Tritthart bereits 2030 realisiert sein.<br />

Wer geWInnT Das maTCH am ar-<br />

BeITsmarKT?<br />

Maximilian Lammer konfrontiert die<br />

Teilnehmer mit Fakten aus <strong>der</strong> Arbeitswelt.<br />

Seit 2019 treten mehr Menschen<br />

in Österreich aus dem Arbeitsmarkt aus,<br />

als ein. Dies hat vor allem mit <strong>der</strong> österreichischen<br />

Bevölkerungsstruktur zu<br />

tun, die jährlich eine Lücke von rund<br />

70.000 Erwerbstätigen hinterlässt. Dazu<br />

kommen noch die täglichen Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

wie Energiekrise, etc. die in<br />

den nächsten Monaten Firmen pleite gehen<br />

lassen werden.<br />

Es stellt sich nun die Frage, was einen<br />

attraktiven Arbeitgeber ausmacht,<br />

<strong>der</strong> es schafft seine Mitarbeiter nicht<br />

nur zu halten son<strong>der</strong>n auch neue zu bekommen.<br />

Das wichtigste ist für Lammer<br />

hierbei, zu erkennen, dass die Geschäfte<br />

nur dann laufen können, wenn<br />

es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen.<br />

Wachstum und Wohlstand unserer<br />

Gesellschaft sind aufgebaut auf dem Terminus<br />

Mensch.<br />

Heute müssen sich Unternehmen<br />

nicht mehr die Frage stellen, wie zufrieden<br />

sind die Mitarbeiter, weil Zufriedenheit<br />

am Arbeitsplatz keine Gültigkeit<br />

mehr besitzt, son<strong>der</strong>n vielmehr, was<br />

ich als Arbeitgeber tun kann, um innere<br />

Kündigungen zu vermeiden. Lammer<br />

bietet hier das Employee Engagement,<br />

maximilian lammer<br />

also das emotionale Commitment zu<br />

einem Unternehmen und seinen Zielen.<br />

Dabei werden drei Levels von Employee<br />

Engagement unterschieden. Engaged,<br />

not engaged, actively disengaged.<br />

Es sind nicht monetäre Ansätze, Benefits<br />

o<strong>der</strong> Incentives die bei den Mitarbeitern<br />

mehr Engagement hervorbringen,<br />

es sind vielmehr die Bindung und<br />

die Performance eines Unternehmens,<br />

die Mitarbeiter am Festhalten ihres Arbeitsplatzes<br />

veranlassen. Employee Experience<br />

bedeutet die Summe und Kombination<br />

aus Interaktionen, Erfahrungen<br />

und Erlebnissen, die potenzielle, aktuelle<br />

und ehemaliger Mitarbeit:innen mit<br />

einem Unternehmen haben/hatten und<br />

wie Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse<br />

vom Unternehmen tatsächlich erfüllt<br />

werden.<br />

Weiters muss sich ein Unternehmen<br />

auch Marktgegebenheiten anpassen<br />

können. Hier erwähnt Lammer die<br />

Vier-Tage-Woche. Studien haben gezeigt,<br />

dass die Mitarbeiterproduktivität<br />

durch kürzere Arbeitswochen steigt. Das<br />

bedeutet natürlich nicht, dass an vier<br />

Tagen die Stundenzahl von fünf Tagen<br />

abgearbeitet werden muss, weil das unweigerlich<br />

zu Burnout führt. Das bedeutet<br />

vielmehr, dass in geregelten Arbeitszeiten<br />

einer Vier-Tage-Woche mit<br />

vermin<strong>der</strong>ter Stundenzahl, mehr geleistet<br />

wird und die Produktivität somit erhöht<br />

wird. Unternehmen werden nicht<br />

umhin können, Mitarbeiter:innen diese<br />

Form <strong>der</strong> Arbeitszeit anzubieten, weil<br />

wer weiß, ob es <strong>der</strong> Mitbewerb nicht<br />

schon macht.<br />

Fazit ist nun, dass ein attraktiver Arbeitgeber<br />

ein unwi<strong>der</strong>stehlicher Arbeitgeber<br />

werden muss und <strong>der</strong> Weg dorthin<br />

führt unweigerlich über Employee<br />

Experience, nachvollziehbare Erlebnisqualität.<br />

ali mahlodji<br />

FüHrung eIner neuen genera-<br />

TIon<br />

Ali Mahlodji gibt in seinen Ausführungen<br />

einen Überblick darüber, wie Arbeitswelten<br />

zu gestalten sind, dass hier<br />

generationenübergreifend ein Raum geschaffen<br />

werden kann, indem freie Entfaltung<br />

<strong>der</strong> menschlichen Bedürfnisse<br />

stattfinden kann.<br />

Es geht in <strong>der</strong> Arbeitswelt nicht mehr<br />

nur darum Umsätze zu steigern son<strong>der</strong>n<br />

auch darum Mitarbeiter:innen das Gefühl<br />

zu geben gesehen zu werden und<br />

Entwicklungspotezial zu haben. Unternehmer<br />

müssen sich die Fragen stellen,<br />

ob sie selbst den Markt prägen, ob sie<br />

gemeinsam mit ihren Mitarbeiter:innen<br />

die Zukunft gestalten wollen o<strong>der</strong> nicht.<br />

Es ist an <strong>der</strong> Zeit, dass Führungskräfte<br />

mit ihren Mitarbeiter:innen in Beziehungen<br />

treten, die über Themen wie<br />

Unternehmensziele hinausgehen. Hier<br />

geht es, wie auch bei Lammer, um emotionale<br />

Komponenten, die es ermöglichen<br />

auch in herausfor<strong>der</strong>nden Zeiten<br />

Mitarbeiter:innen zu führen, ihnen ihre<br />

Ängste zu nehmen und sie wahrzunehmen.<br />

Mahlodji nennt es „think outside<br />

the box“, gemeinsam Wege zu gehen, die<br />

neu sind, Dinge neu zu bewerten. Damit<br />

Mitarbeiter:innen die Möglichkeit<br />

haben sich neuen Gegebenheiten anzupassen<br />

bedarf es umfangreichen Weiterbildungsangebote<br />

allen voran Persönlichkeitsbildungskurse.<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 13


a k t u e l l<br />

V b Ö<br />

Das miteinan<strong>der</strong> Reden, und das auf<br />

Augenhöhe, ist für Mahlodji, einer <strong>der</strong><br />

Schlüssel zum Erfolg. Es geht darum herauszufinden,<br />

wie und was die Menschen<br />

denken und zu verstehen, dass je<strong>der</strong> einzelne<br />

etwas weiß, was ich nicht weiß.<br />

Innovationskultur nennt dies Mahlodji,<br />

und nennt in diesem Zusammenhang<br />

auch den Mindfull Lea<strong>der</strong>, also jene<br />

Führungspersönlichkeit, die achtsam<br />

agiert und je<strong>der</strong> Generation seine Werte<br />

zugesteht, sie als bedeutungsvoll wahrnimmt<br />

und dementsprechend handelt.<br />

Achtet man als Führungskraft auf die<br />

Lebensqualität <strong>der</strong> Menschen, dass man<br />

erkennt, was diese wirklich brauchen,<br />

wenn man es schafft Vertrauen und Orientierung<br />

aufzubauen, dann schafft man<br />

Bindung.<br />

Schafft man es letztlich auch jene Werte<br />

zu leben, die den Mitarbeiter:innen<br />

geselliger ausklang im Weinkeller.<br />

wichtig sind, so dass sie erkennen, wofür<br />

das Unternehmen steht, dass hier sinnvolle<br />

Arbeit geleistet wird und warum<br />

Dinge so gemacht werden, wie sie gemacht<br />

werden, dann wird man künftig<br />

gute, engagierte und treue Arbeitskräfte<br />

haben.<br />

aBenDgesTalTung<br />

Nach den informativen und zum Denken<br />

anregenden Vorträgen lud Lafarge<br />

zu einer geselligen Weinverkostung<br />

im hauseigenen Weinkeller des Schloss<br />

Seggau sowie anschließend zu einem gemeinsamen<br />

Abendessen. Dies gab den<br />

Tagungsteilnehmern die Möglichkeit<br />

das Gehörte zu besprechen und eventuell<br />

je<strong>der</strong> für sich auch einmal darüber<br />

nachzudenken, ob man ein attraktiver<br />

Arbeitgeber ist o<strong>der</strong> doch ein unwi<strong>der</strong>stehlicher.<br />

WerKsFüHrung laFarge zemenTWerK<br />

Am Tag danach konnten sich die Tagungsteilnehmer<br />

im Zementwerk Retznei<br />

ein umfangreiches Bild von <strong>der</strong> Zementherstellung<br />

machen und welcher<br />

Aufwand von Seiten des Unternehmens<br />

betrieben wird, um Klimaschutz und<br />

Nachhaltigkeit bei <strong>der</strong> Zementproduktion<br />

aber auch bei den Produkten selbst zu<br />

erzielen. Dies erfolgt durch eine ständige<br />

Optimierung <strong>der</strong> Produktionsprozesse<br />

zur Emissionsvermin<strong>der</strong>ung als auch <strong>der</strong><br />

optimalen Energienutzung. Auch Kreislaufwirtschaft<br />

ist hier ein großes Thema,<br />

da in Retznei Altplastik und Altöle von<br />

<strong>der</strong> Region für den Brennvorgang genutzt<br />

werden. Dennoch sind im Zuge<br />

vor allem bei <strong>der</strong> Klinkerherstellung <strong>der</strong><br />

Reduktion von CO2-Emissonen Grenzen<br />

gesetzt, die kaum kompensiert werden<br />

können. Ziel <strong>der</strong> Hersteller ist es<br />

hier das CO2 aufzufangen und umzuwandeln<br />

bzw. Verfahren zu entwickeln,<br />

dass bei gleichbleiben<strong>der</strong> Zementqualität<br />

weniger Klinker verwendet wird. y<br />

Werksführung im lafarge zementwerk retznei.<br />

14 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


V e r b ä n d e V b Ö<br />

V e r b a n d d e r b a u s t o f f h ä n d l e r Ö s t e r r e i c h<br />

VBÖ-Vorstandssitzung<br />

Bei <strong>der</strong> mitte november abgehaltenen vBÖ-vorstandssitzung wurde Thomas<br />

marx für die lagerhaus Franchise gmbH und robert Heckl, geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Baustoff & metall International group, in den vorstand kooptiert.<br />

rudolf schwarzl, geschäftsführen<strong>der</strong> Direktor <strong>der</strong> lagerhaus gleinstättenehrenhausen-Wies<br />

egen und langjähriges vBÖ-vorstandsmitglied, wurde von<br />

vBÖ-Präsident ewald Kronheim die vBÖ-ehrennadel in anerkennung seiner<br />

mitarbeit in diesem gremium überreicht.<br />

VBÖ meets Industrie<br />

mag. Hans-Jörg<br />

ulreich, grün<strong>der</strong><br />

und geschäftsführen<strong>der</strong><br />

gesellschafter<br />

<strong>der</strong><br />

ulreich Bauträger<br />

gmbH<br />

Im Anschluss an die Vorstandssitzung<br />

lud <strong>der</strong> VBÖ die Mitglie<strong>der</strong><br />

des Gesprächskreises Industrie zu einem<br />

gemeinsamen Nachmittag mit interessanten<br />

Vortragenden.<br />

Mag. Hans-Jörg Ulreich, Grün<strong>der</strong><br />

und geschäftsführen<strong>der</strong> Gesellschafter<br />

<strong>der</strong> Ulreich Bauträger GmbH, bot in<br />

seinem Impulsvortrag einen durchaus<br />

kritischen Ausblick auf die Entwicklung<br />

<strong>der</strong> Bauwirtschaft 2023. Außer im<br />

freifinanzierten Luxussegment ist ab <strong>der</strong><br />

zweiten Jahreshälfte aufgrund <strong>der</strong> aktuellen<br />

Situation, die Ulreich den Teilnehmern<br />

näher erläutert, aus dem Neubau<br />

nicht allzu viel zu erwarten. Deshalb benötigen<br />

die herausfor<strong>der</strong>nden Rahmenbedingungen<br />

mehr denn je konkrete<br />

Weichenstellungen, um das Thema Sanierung<br />

in <strong>der</strong> Praxis voranzubringen.<br />

Ulreich spricht die Zielkonflikte an, die<br />

seit Jahren keiner Lösung zugeführt wer-<br />

den. Es bedarf konkreter Strategien und<br />

entsprechen<strong>der</strong> Entscheidungskompetenz<br />

beim Bund als auch in den Län<strong>der</strong>n,<br />

um die Durchführung von Sanierungen<br />

und Nachverdichtung des<br />

Gebäudebestandes sowohl wirtschaftlich<br />

als auch organisatorisch zu ermöglichen<br />

und zu attraktiveren. Ulreich sieht im<br />

speziellen auch die Unternehmer gefor<strong>der</strong>t,<br />

den Druck zur Umsetzung geeigneter<br />

Rahmenbedingungen in Richtung<br />

Politik zu erhöhen.<br />

DI Horst Pachler, <strong>der</strong> seit 20 Jahren<br />

in <strong>der</strong> Energiewirtschaft arbeitet und<br />

seit 2021 als selbstständiger Berater für<br />

strategische Energiebeschaffung tätig ist,<br />

erläuterte in seinem Vortrag „Energiebeschaffung<br />

in turbulenten Zeiten“ die<br />

aktuelle Marktsituation und die damit<br />

verbundenen Herausfor<strong>der</strong>ungen für<br />

Unternehmen. Mit Stichtag 14.<strong>11</strong>.<strong>2022</strong><br />

haben sich die Stromkosten für Unternehmen<br />

je 1GWh um rund 300.000<br />

EUR im Vergleich zum Vorkrisenniveau<br />

erhöht. Umgerechnet auf die gesamten<br />

Stromkosten ist das eine Steigerung von<br />

450 %. Wann ist nun ein guter Einkaufszeitpunkt?<br />

Ist es sinnvoller Preise<br />

abzusichern o<strong>der</strong> zu Tagespreisen im<br />

kommenden Jahr einzukaufen? Die extrem<br />

unsichere Marktlage zwingt Unternehmen<br />

sich intensiv mit diesem Thema<br />

zu beschäftigen und es zur Chefsache<br />

zu machen. „Die wichtigste Aufgabe ist<br />

es aktuell mit den Unternehmen <strong>der</strong>en<br />

existenzbedrohende Größe <strong>der</strong> Energiekosten<br />

zu ermitteln und mit einer glasklaren<br />

Energiebeschaffungsstrategie sicherzustellen,<br />

dass diese nicht erreicht<br />

werden“, so Pachler. Dass trotz des aktuellen<br />

Energie-Preis-Rückganges die Situation<br />

für nächstes Jahr keineswegs entspannt<br />

ist, legte er anhand verschiedener<br />

plakativer Beispiele dar. Es bräuchte z.B.<br />

jede Woche ein LNG-Schiff <strong>der</strong> größten<br />

Bauart, um den Gas-Bedarf von Österreich<br />

vollends zu ersetzen.<br />

y<br />

DI Host Pachler,<br />

selbstständiger<br />

unternehmensberater<br />

für<br />

strategische<br />

energiebeschaffung<br />

vBÖ-Präsident ewald Kronheim überreicht die<br />

vBÖ-ehrennadel rudolf schwarzl, <strong>der</strong> sich<br />

durch seine jahrelange ehrenamtliche mitarbeit<br />

im vBÖ-vorstand beson<strong>der</strong>s für den verband<br />

verdient gemacht hat.<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 15


V e r b ä n d e w k<br />

c u s t o m e r e X p e r t<br />

Neue digitale AusbildungsApp<br />

gremialobmann Josef simmer präsentiert exklusives Weiterbildungsangebot<br />

für den Baustoff-, eisen- und Holzhandel.<br />

Infos auf www.customerexpert.at<br />

Die Krise hat gezeigt, wie schnell<br />

die herkömmlichen Unterrichtsmethoden<br />

an ihre Grenzen stoßen. Ohne<br />

Vorbereitungszeit musste sich das gesamte<br />

Schul- o<strong>der</strong> Hochschulwesen auf<br />

digitales Lernen umstellen. „Als fachliche<br />

Branchenvertretung des Baustoff-,<br />

Eisen- und Holzhandels haben wir für<br />

diese neuen Herausfor<strong>der</strong>ungen die passende<br />

Antwort für unsere Betriebe gefunden<br />

und entwickelt: customerEX-<br />

PERT, die App-basierte, fachspezifische<br />

Ausbildung. Dadurch mo<strong>der</strong>nisieren wir<br />

das duale Ausbildungssystem hin zur trialen<br />

Berufsbildung in Form einer digitalen<br />

Lernplattform“, freut sich Gremialobmann<br />

Josef Simmer.<br />

„Mit <strong>der</strong> Qualifikation customerEX-<br />

PERT passen wir uns <strong>der</strong> digitalen Lernwelt<br />

an: flexibel, je<strong>der</strong>zeit und überall,<br />

für Lehrlinge, Mitarbeiter, Quereinsteiger<br />

und Umsteiger“, unterstreicht<br />

Simmer. customerEXPERT vermittelt<br />

umfangreiches Wissen in den Bereichen<br />

des Baustoff-, Eisenwaren-,<br />

Haushaltswaren- und Holzhandels sowie<br />

in Wirtschaftskunde und kaufmännischem<br />

Rechnungswesen. Die Inhalte<br />

und Multiple-Choice-Fragen wurden<br />

von Pädagogen und Fachexperten gemeinsam<br />

didaktisch und praxisbezogen<br />

erarbeitet. Nach bestandener Prüfung<br />

über die jeweiligen Fachbereiche erlangt<br />

<strong>der</strong> Absolvent ein STAR-Zertifikat. Ziel<br />

ist, den Mitarbeitern fundiertes, warenkundliches<br />

Wissen zu vermitteln, wovon<br />

letztlich auch das Unternehmen profitiert.<br />

y<br />

Die „ironstars“ <strong>2022</strong> gekürt<br />

absolventen des lehrgangs des eisen- und Hartwarenhandels<br />

erhielten ihre zertifikate.<br />

Im festlichen Rahmen fand diese<br />

Woche die 17. „ironstar“-Verleihung<br />

im WIFI Linz statt, bei <strong>der</strong> die<br />

diesjährigen Absolventen des Lehrgangs<br />

des Eisen- und Hartwarenhandels ihre<br />

Zertifikate überreicht bekamen und<br />

die drei Punktbesten die „ironstars“ in<br />

Gold, Silber und Bronze erhielten.<br />

Der „ironstar in Gold“ ging an Mihael<br />

Trailovic, Kellner & Kunz AG, <strong>der</strong> „ironstar<br />

in Silber“ an Michael Grünberger,<br />

Schachermayer Großhandelsges.m.b.H.,<br />

Linz, und <strong>der</strong> „ironstar in Bronze“ an<br />

Nadine Thorwartl, Rechberger Gesellschaft<br />

m.b.H. Gleichzeitig wurden auch<br />

die Stars des „CustomerExpert“ vergeben<br />

und die Absolventen dieser neuen Ausbildungsform<br />

mit ihren Zertifikaten bedacht.<br />

WKOÖ-Vizepräsident Clemens<br />

Malina-Altzinger, Dieter Funke, Bundesgremialobmann<br />

des Baustoff-, Eisen-<br />

und Holzhandel, und Josef Simmer,<br />

Landesgremialobmann des Baustoff-, Eisen-<br />

und Holzhandel, gratulierten allen<br />

Absolventen zur zukunftsorientierten<br />

Aus- und Weiterbildung.<br />

Unter <strong>der</strong> Dachmarke „CustomerExpert“<br />

werden für Mitglie<strong>der</strong> und ihre<br />

Mitarbeiter im Gremium des Baustoff-,<br />

Eisen- und Holzhandel auch Zusatzausbildungen<br />

in den Bereichen Holz, Baustoffe<br />

und Hartwaren angeboten, die in<br />

Foto WKoÖ<br />

v.l.: Birgit stanzel (lehrlingsbeauftragte <strong>der</strong> Firmen<br />

schachermayer und rechberger) übernahm den<br />

„ironstar in Bronze“ für die verhin<strong>der</strong>te nadine<br />

Thorwartl, „ironstar in silber“ michael grünberger,<br />

„ironstar in gold“ mihael Trailovic, sabrina Friedl<br />

(Fa. Kellner & Kunz)<br />

Form einer Lern-App vermittelt werden<br />

und ebenfalls zur Zertifizierung in diesen<br />

Bereichen führen.<br />

Die Absolventen erhielten zu ihren<br />

Urkunden als kleine Anerkennung eine<br />

Powerbank und ein Gym-Bag. y<br />

18 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


u C h t i p p<br />

Neuerscheinung zum Thema digital bauen<br />

Pünktlich zum 25jährigen Betriebsjubiläum bringt Baumeister Handle von inndata das umfangreiche Handbuch „digital<br />

bauen – Trends. Technologien. schnittstellen“ auf den markt. Das Buch erläutert in sieben entsprechend dem gebäudelebenszyklus<br />

angeordneten Kapiteln wichtige Themen zum digital unterstützten Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsablauf,<br />

wobei <strong>der</strong> materialsektor eine wesentliche rolle einnimmt.<br />

Jedes Kapitel beginnt mit einem summary, einer etwas detaillierteren vertiefung und mehreren Fachartikeln zu bestimmten<br />

Teilbereichen. gastbeiträge bekannter autoren wie beispielsweise <strong>der</strong> zukunftsagentur Bau, dem Innungsmeister <strong>der</strong><br />

Baumeister, <strong>der</strong> Tu Wien und <strong>der</strong> gs1 sind wesentlicher Teil von „digital bauen“. Dabei werden Themen wie „Bauökologie“,<br />

„Herausfor<strong>der</strong>ung leistbares Bauen“ o<strong>der</strong> „Digitale Beschaffungsvorgänge“ angesprochen. ein umfangreiches glossar<br />

wesentlicher Fachbegriffe für die digitale zusammenarbeit rundet den Inhalt ab. zielgruppe des Fachbuchs sind verantwortungsträger<br />

im Bereich Planen und Bauen sowie in Bauunternehmen, <strong>der</strong> Baustoffindustrie, dem Baustoffhandel und auch<br />

bauherrenseitig sowie in Behörden.<br />

„Digitales Bauen gelingt nur in zusammenarbeit aller stakehol<strong>der</strong>“, ist sich geschäftsführer Bmstr. Ing. otto Handle sicher.<br />

sein ziel mit dem Buch sei es, allen Beteiligten eine übersichtliche Querschnittsbetrachtung, insbeson<strong>der</strong>e auch <strong>der</strong> gegenseitigen<br />

abhängigkeiten und positiven verstärkungen zu geben. es ist ihm ein großes anliegen, mit dem Buch neugier bei<br />

potenziellen Interessenten und vertrauen bei bestehenden Kunden zu erreichen.<br />

Das Handbuch für entschei<strong>der</strong> und stakehol<strong>der</strong> im Bauwesen wird rechtzeitig für Weihnachten mitte Dezember erscheinen.<br />

digital bauen – Trends. Technologien. schnittstellen.<br />

inndata Datentechnik gmbH<br />

IsBn 978-3-200-08796-5<br />

34,90 euro<br />

Das Buch kann unter<br />

www.digital-bauen.com o<strong>der</strong><br />

office@impactmedia.at<br />

bestellt werden.<br />

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V e r b ä n d e w k o Ö<br />

l a n d e s i n n u n g b a u o Ö<br />

Bauwirtschaft vor herausfor<strong>der</strong>nden Zeiten<br />

Branchenverbund sieht dennoch Potenziale für die Branche — sorge<br />

wegen geopolitischer lage auf mittel- und langfristiger entwicklung<br />

<strong>2022</strong> hat für den Bausektor vielversprechend<br />

begonnen. Nach einer<br />

dynamischen ersten Jahreshälfte war zuletzt<br />

die Auftragsentwicklung rückläufig.<br />

„Im Vergleich mit an<strong>der</strong>en Branchen hat<br />

die Bauwirtschaft die Krisen <strong>der</strong> Vergangenheit<br />

relativ unbeschadet überstanden.<br />

Die hohen Energiekosten machen<br />

jetzt aber uns allen zu schaffen. Wir<br />

sind nun mit enormen Hürden konfrontiert,<br />

die es gemeinsam zu stemmen<br />

gilt“, sagt Bau-Landesinnungsmeister<br />

Norbert Hartl. Im Branchenverbund<br />

rechnet man damit, dass das Wachstum<br />

<strong>der</strong> Branche in den kommenden Jahren<br />

nachlässt. In einigen Sektoren werden<br />

sogar massive Auftragseinbrüche befürchtet.<br />

„Teuerungen, zusätzliche CO2-Steuern,<br />

hohe Energiepreise, steigende<br />

NoVA, Kreditklemmen bei Privaten<br />

o<strong>der</strong> eine sinkende Kaufkraft durch die<br />

Inflation sind nur einige Knackpunkte,<br />

die auf uns zukommen. Es besteht<br />

Handlungsbedarf, insbeson<strong>der</strong>e für die<br />

Politik“, betont Hartl. Alleine aufgrund<br />

<strong>der</strong> CO2-Bepreisung müsse mit steigenden<br />

Baustoffkosten gerechnet werden,<br />

was zum Nachfrageeinbruch beim<br />

Privatbau führe. Aber auch im Industrie-<br />

und Gewerbebereich beginnt die<br />

Nachfrage zu bröckeln. „Mit diesen Aussichten<br />

werden sich nächstes Jahr keine<br />

überzogenen Lohnerhöhungen ausgehen.<br />

Massive Arbeitslosigkeit im Bauhauptgewerbe<br />

und Insolvenzgefahr für<br />

viele Unternehmen sind an<strong>der</strong>erseits zu<br />

befürchten. Denn die extremen Anstiege<br />

bei Energiekosten und Baupreisen lassen<br />

sich am Markt nicht durchsetzen“,<br />

warnt Hartl. Um die Bauwirtschaft auf<br />

die bevorstehenden Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

bestmöglich vorzubereiten, sieht er in<br />

den Bereichen Bauforschung, Digitalisierung<br />

sowie ständiger Weiterbildung<br />

die wesentlichen Ansatzpunkte.<br />

„Ständig auf Krisenmodus zu sein,<br />

for<strong>der</strong>t die Unternehmen“, sagt Martin<br />

Greiner, Landesinnungsmeister des Bauhilfsgewerbes<br />

mit 18 verschiedenen Berufsgruppen.<br />

„Einzelne Berufsgruppen<br />

haben bereits große Einbrüche zu verzeichnen<br />

und jedes einzelne Unternehmen<br />

hat seine eigenen Probleme zu meistern.<br />

Ungeachtet dessen sind wir weiter<br />

optimistisch, zumal wir trotz ständiger<br />

Krisenverschärfungen immer wie<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong>artige Situationen im Sinne aller bewältigen<br />

können.“<br />

Foto: WKoÖ<br />

NORBERT HARTL<br />

landesinnungsmeister Bau oÖ<br />

Meldungen über geschlossene Ziegelwerke,<br />

Auftragseinbrüche im privaten<br />

Hausbau und Projektverschiebungen<br />

trüben die Stimmung auch beim Eisen-,<br />

Baustoff- und Holzhandel. Zu erwarten<br />

ist eine Preisschlacht und somit ein deutlicher<br />

Ertragsrückgang bei steigenden<br />

Kosten. Die Bestellungen für Keller wie<br />

Rohbau bleiben aus und auch die Anfragen<br />

für einen Baustart 2023 fehlen<br />

im sonst üblichen Ausmaß. Die Auswirkungen<br />

<strong>der</strong> angekündigten Stilllegungen<br />

europäischer Stahlwerke aufgrund hoher<br />

Energiekosten auf die Warenverfügbarkeit<br />

kann noch nicht realistisch prognostiziert<br />

werden. Das Einkaufspreisniveau<br />

pendelt kurzfristig in geringen Ausschlägen<br />

nach oben bzw. unten. „Für den<br />

Baustoff-, Eisen- und Holzhandel gilt<br />

es nun, Chancen zu erkennen, Risiken<br />

abzusichern und Handlungsalternativen<br />

zu entwickeln. Zweckoptimismus und<br />

Vogelstraußpolitik sind aus meiner Sicht<br />

keine erfolgsversprechenden Lösungsvarianten“,<br />

erklärt Josef Simmer, Landesgremialobmann<br />

des Baustoff-, Eisenund<br />

Holzhandels.<br />

Die Lage im Holzbau ist wegen steigen<strong>der</strong><br />

Energiekosten ähnlich angespannt,<br />

aber stabil. „Unsere rund 450<br />

Mitgliedsbetriebe sind leistungsstark<br />

und regional verankert. Sie können<br />

vom Kleinstauftrag bis zum mehrgeschossigen<br />

Wohn- o<strong>der</strong> Industriebau alles<br />

abdecken. Holz sowie Holzprodukte<br />

sind verfügbar und die Preissituation<br />

ist solide. Der Holzbau wird aufgrund<br />

seiner Eigenschaften und anstehen<strong>der</strong><br />

Zukunftsthemen wie Klimawandel und<br />

Bodenversiegelungen nicht das Problem,<br />

son<strong>der</strong>n die Lösung sein“, ist Holzbau-<br />

Landesinnungsmeister Josef Frauscher<br />

überzeugt.<br />

Der Branchenverbund Bauwirtschaft<br />

OÖ mit den 5 Fachgruppen Bau, Bauhilfsgewerbe,<br />

Baustoff-, Eisen- und Holzhandel,<br />

Dachdecker, Glaser und Spengler<br />

sowie Holzbau besteht seit 2019 und<br />

kann auf zahlreiche Synergieeffekte, wie<br />

zum Beispiel Wissenstransfer, nachhaltige<br />

Effekte im Personalbereich sowie gemeinsame<br />

Weiterbildungsmaßnahmen<br />

von Mitglie<strong>der</strong>n zurückblicken. y<br />

20 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


B E S T<br />

i n d u s t r i e l l e n v e r e i n i g u n g n i e d e r ö s t e r r e i c h V o l l v e r s a m m l u n g<br />

Die technologische Zukunft<br />

des Industrielandes NÖ<br />

Die perfekte<br />

Abdichtung.<br />

auf einen streifzug durch die Industrielandschaft <strong>der</strong> zukunft begaben sich die<br />

Teilnehmer <strong>der</strong> heurigen vollversammlung <strong>der</strong> Industriellenvereinigung nÖ.<br />

Am Airport City Space konnten<br />

die Teilnehmer <strong>der</strong> Vollversammlung<br />

<strong>der</strong> Industriellenvereinigung<br />

einen einzigartigen Blick in die Zukunft<br />

des Industriestandortes Nie<strong>der</strong>österreichs<br />

werfen. Obwohl dieses Jahr für die<br />

heimische Industrie große Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

gebracht hat, unterstrich <strong>der</strong><br />

Präsident <strong>der</strong> Industriellenvereinigung,<br />

Thomas Salzer, die Rolle <strong>der</strong> Industrie<br />

als Mutmacher und Stabilitätsfaktor:<br />

„Auch wenn wir noch mitten in einer<br />

Energiekrise stecken, in <strong>der</strong> die Bundesregierung<br />

viel zu langsam und zaghaft<br />

handelt, glauben wir fest daran, dass die<br />

Industrie weiterhin die Basis für eine stabile<br />

Volkswirtschaft und den Erfolg des<br />

Standorts Nie<strong>der</strong>österreich ist! Gerade<br />

in Krisenzeiten benötigt Österreich eine<br />

Bundespolitik, die rasch und entschlossen<br />

handelt, wir brauchen jetzt Klarheit<br />

über die Energiepreise 2023 und nicht<br />

in ein paar Wochen!“<br />

„In den kommenden Jahren werden<br />

uns noch an<strong>der</strong>e Krisen und Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

beschäftigen. Der Klimawandel,<br />

die Gestaltung einer nachhaltigen<br />

Energiezukunft, die weiter voranschreitende<br />

Digitalisierung sowie <strong>der</strong> allgegenwärtige<br />

Fachkräftemangel sind nur einige<br />

Beispiele dafür. Als Industrie sind wir<br />

<strong>der</strong> Ermöglicher des Wandels.“, führte<br />

Salzer weiter aus. „Daher schauen wir<br />

heute in die technologische Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes – wo haben<br />

wir in NÖ Potentiale, um eine positive<br />

Zukunft zu gestalten.“, so <strong>der</strong> Präsident<br />

abschließend.<br />

Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat<br />

Jochen Danninger betonte: „Wir<br />

spüren alle in unserer täglichen Arbeit,<br />

dass wir in Europa, Österreich und <strong>der</strong><br />

Welt in sehr herausfor<strong>der</strong>nden Zeiten<br />

leben und arbeiten. Allein können wir<br />

die Welt natürlich nicht verän<strong>der</strong>n. Aber<br />

wir müssen alles tun, damit es bei uns in<br />

Nie<strong>der</strong>österreich, in den Regionen und<br />

in unseren Betrieben gut weitergeht“,<br />

führte er aus und for<strong>der</strong>t den Bund auf,<br />

beim Energiekostenzuschuss nachzubessern.<br />

“Unsere Betriebe brauchen einen<br />

Schutzschirm bis Ende 2023, <strong>der</strong> diesen<br />

Namen verdient. Nur so erhalten<br />

sie wie<strong>der</strong> ein Stück Planbarkeit zurück.<br />

Auf diesen Schutzschirm werden wir vehement<br />

drängen.“<br />

Hoffnungsvoll blickte auch Landesrat<br />

Danninger in die Zukunft: „Nie<strong>der</strong>österreich<br />

ist ein Land <strong>der</strong> Industriebetriebe<br />

und darauf sind wir sehr stolz!<br />

Daher auch mein ganz klares Bekenntnis:<br />

Nie<strong>der</strong>österreich ist in guten wie in<br />

schlechten Zeiten ein starker und verlässlicher<br />

Partner für unsere Industrie-<br />

Betriebe. Gemeinsam werden wir die<br />

aktuellen und kommenden Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

meistern.“<br />

Wie die technologische Zukunft des<br />

Industrielandes NÖ im Jahr 2032 aussieht<br />

präsentierte Chefökonom <strong>der</strong> Industriellenvereinigung,<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Christian Helmenstein, in einer dem<br />

Metaverse nachempfundenen virtuellen<br />

Umgebung. Sein Avatar betonte: „Der<br />

strukturelle Wandel <strong>der</strong> heimischen<br />

Wirtschaft schreitet stetig voran. Umarmen<br />

wir die technologischen Möglichkeiten<br />

und setzen wir auf Innovation,<br />

um die Zukunft lebenswert zu gestalten.“<br />

Basierend auf Umfrageergebnissen<br />

und Innovationsanalysen zu Nie<strong>der</strong>österreich<br />

präsentierte Helmensteins<br />

Avatar beispielhaft neue Technologien,<br />

die im Jahr 2032 industrielle Aktivität<br />

prägen und damit den Erfolg <strong>der</strong> nie<strong>der</strong>österreichischen<br />

Industrie fortschreiben<br />

werden.<br />

y<br />

Martin Mille<strong>der</strong><br />

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<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 21<br />

Das hält.


s k i l l s a u s t r i a<br />

Pessl, <strong>der</strong> als Europameister zur<br />

WM nach Bozen angereist ist,<br />

erklärt in einer ersten Stellungnahme:<br />

„Dass ich nun nach <strong>der</strong> EM im Vorjahr<br />

auch Gold bei <strong>der</strong> Berufsweltmeisterschaft<br />

holen konnte, ist unfassbar<br />

für mich! Die Freude ist riesengroß! Ich<br />

habe zwischendurch lei<strong>der</strong> auch Fehler<br />

eingebaut, aber mir ist es gelungen, diese<br />

wie<strong>der</strong> relativ rasch auszubügeln. Ein<br />

großes Dankeschön geht vor allem an<br />

meinen Trainer Michael Tobisch, mit<br />

dem ich in den letzten Wochen und<br />

Monaten intensiv trainiert habe – und<br />

<strong>der</strong> mir immer zur Seite gestanden ist.“<br />

Pessl hatte während <strong>der</strong> Weltmeisterschaft<br />

umfangreiche Aufgaben zu bewäld<br />

o p p e l - g o l d f ü r Ö s t e r r e i c h<br />

Maler und Fliesenleger sind Weltmeister<br />

Doppelter grund zur Freude im österreichischen Team bei den Worldskills,<br />

die heuer erstmals in 15 län<strong>der</strong>n stattfinden: Bei den WmBewerben in Bozen<br />

krönen sich <strong>der</strong> steirische maler Christoph Pessl und <strong>der</strong> oberösterreichische<br />

Fliesenleger alexan<strong>der</strong> gfellner im jeweiligen Beruf zum Weltmeister.<br />

maler-<br />

Weltmeister<br />

Christoph<br />

Pessl<br />

tigen – etwa die kurzfristige Konzeption<br />

und Umsetzung eines speziellen Designs,<br />

das Lackieren einer dreifärbigen<br />

Tür sowie spezielle Tapezieraufgaben.<br />

Seine „Skills“ musste <strong>der</strong> Angerer, <strong>der</strong><br />

beim Malerbetrieb Adolf Almer in Weiz<br />

arbeitet, auch im Bereich „Freie Technik“<br />

sowie beim Speedbewerb unter Beweis<br />

stellen. Dabei zeichnete er innerhalb<br />

weniger Minuten ein kurz davor<br />

bekanntgegebenes Motiv. Der Vizeweltmeistertitel<br />

bei den Malern geht nach<br />

Frankreich, Platz drei erobert Taiwan.<br />

Weltmeister darf sich ab sofort auch<br />

Alexan<strong>der</strong> Gfellner nennen: Der Fliesenleger<br />

aus Eschenau im Hausruckkreis<br />

krönt sich mit einer außergewöhnlichen<br />

Performance beim Bewerb in Bozen<br />

ebenfalls zum Weltmeister. Der 22-jährige<br />

ist überglücklich: „Es ist ein cooles<br />

Gefühl, Fliesenleger-Weltmeister zu<br />

sein. Die letzten paar Tage waren richtig<br />

lässig, aber auch sehr anstrengend. Uns<br />

wurde in den vier Wettbewerbstagen<br />

wirklich alles abverlangt!“ Gfellner, <strong>der</strong><br />

bei Andreas Kaimberger in Peuerbach<br />

arbeitet, hat ein starkes Nervenkostüm<br />

und umfassende Fähigkeiten bewiesen:<br />

So hat er etwa das Wahrzeichen von Bozen,<br />

ein Duschgefälle mit kleiner Mauer<br />

und die Miniatur eines im Hang befindlichen<br />

Gebäudes verfliest. „Es war ein<br />

richtig cooles Projekt. Dankeschön an<br />

meinen Trainer Andreas Stiegler für seine<br />

Unterstützung und das erfolgreiche<br />

Training“, sagt <strong>der</strong> Fliesenleger-Weltmeister<br />

Gfellner. Platz zwei bei den Fliesenlegern<br />

erobert Deutschland, Bronze<br />

geht nach Italien.<br />

„Doppelgold für Österreich, besser<br />

geht es nicht: Herzlichen Glückwunsch<br />

an Maler-Weltmeister Christoph Pessl<br />

– er hat seinen Europameistertitel aus<br />

Graz 2021 eindrucksvoll bestätigt und<br />

mit 743 Punkten die Silbergewinner aus<br />

Frankreich und Taiwan (je 420 Punkte)<br />

weit hinter sich gelassen. Und ebenso<br />

herzliche Gratulation an Alexan<strong>der</strong><br />

Gfellner, unseren frisch gekürten Weltmeister<br />

<strong>der</strong> Fliesenleger. Beide haben<br />

sich in ihren Berufen gegen die zwölf<br />

besten Konkurrentinnen und Konkurrenten<br />

weltweit durchgesetzt. Gibt es einen<br />

besseren Beleg dafür, dass eine Lehre<br />

und Ausbildung ‚Made in Austria‘ und<br />

Österreichs Handwerk zur absoluten<br />

Weltspitze zählen?“, freut sich Mariana<br />

Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin<br />

<strong>der</strong> WKÖ.<br />

y<br />

Fliesenleger-Weltmeister alexan<strong>der</strong><br />

gfellner<br />

Foto: KK<br />

Foto: Worldskills<br />

Der oststeirer Christoph Pessl (Bild links unten) überzeugte in unterschiedlichsten<br />

Teilbereichen – und holt gold ebenso wie <strong>der</strong> oberösterreicher alexan<strong>der</strong> gfellner bei<br />

den Fliesenlegern<br />

Foto: KK<br />

Foto: Worldskills<br />

22 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


V e r b ä n d e f o r u M Q u a l i t ä t s p f l a s t e r<br />

V i n z i r a s t<br />

Pflastern für den guten Zweck<br />

vinzirast am land: „goodwill“-aktion <strong>der</strong> Pflasterer in Kooperation mit dem<br />

Forum Qualitätspflaster.<br />

Pflastererlehrlinge aus ganz Österreich<br />

zeigten ihr Können bei <strong>der</strong><br />

VinziRast am Land und schufen auf dem<br />

Vorplatz begehbare Kunst unter den Füßen.<br />

Das Material und dazu notwendige<br />

Leistungen wurde von Mitglie<strong>der</strong>n des<br />

Forums Qualitätspflaster (FQP) kostenlos<br />

zur Verfügung gestellt.<br />

Die Lehrlinge, die zu mehreren Terminen<br />

angereist waren, verarbeiteten unter<br />

Aufsicht <strong>der</strong> Berufsschulen Wiener<br />

Würfel, Betonpflastersteine und Klinker<br />

auf einer Fläche von mehr als 600 m 2 . In<br />

<strong>der</strong> VinziRast am Land sollen zukünftig<br />

ehemals obdachlose Menschen Boden<br />

unter den Füßen spüren und ein Zuhause<br />

in Gemeinschaft sowie sinnvolle<br />

Arbeit am Land finden, die Eröffnung<br />

ist für 2023 geplant.<br />

Ing. Robert Sam, Berufsgruppensprecher<br />

<strong>der</strong> Pflasterer erläutert enthusiastisch:<br />

„Da sich unsere Lehrlingszahlen<br />

seit Beginn unserer Kampagne zur Bekanntmachung<br />

des Pflastererhandwerks<br />

vor drei Jahren stetig entwickelt haben,<br />

haben wir die Idee für eine „Goodwill“-<br />

Aktion in Kooperation mit dem FQP<br />

begeistert aufgegriffen. Auf dem Hofplatz<br />

bei <strong>der</strong> VinziRast am Land ist ein<br />

handwerkliches Unikat, eine Fläche mit<br />

hoher Aufenthaltsqualität entstanden,<br />

die zudem noch durch hohe Versickerungsfähigkeit<br />

besticht und <strong>der</strong> zunehmenden<br />

Bodenversiegelung entgegenwirkt.“<br />

Pflasterflächen helfen als Element <strong>der</strong><br />

Regenwasserbewirtschaftung bei <strong>der</strong><br />

Entsiegelung von Flächen, da Nie<strong>der</strong>schlagswasser<br />

im natürlichen Wasserkreislauf<br />

verbleibt und Überflutungen<br />

und Überlastungen im Kanalnetz reduziert<br />

werden. Zudem werden Ressourcen<br />

geschont, da ein mehrfaches Wie<strong>der</strong>verwenden<br />

<strong>der</strong> Pflastersteine möglich<br />

ist. So ergänzt Robert Sam: „Die über<br />

hun<strong>der</strong>t Jahre alten Wiener Würfel aus<br />

Granit wurden von <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> Wien zur<br />

Verfügung gestellt, da sie zwar bei an<strong>der</strong>en<br />

Bauvorhaben ausgebaut wurden,<br />

aber trotz ihres Alters noch einwandfrei<br />

verwendbar waren.“<br />

Die arbeitsgruppe Image Pflasterer<br />

wurde von <strong>der</strong> Berufsgruppe <strong>der</strong><br />

Pflasterer <strong>der</strong> Wirtschaftskammer<br />

Österreich offiziell mit <strong>der</strong> umsetzung<br />

<strong>der</strong> Imagekampagne beauftragt und<br />

bietet weiterführende Informationen zur<br />

ausbildung auf pflasterer-lehrling.at.<br />

Die Ausbildung zum Pflasterer:in dauert<br />

drei Jahre und wird dual angeboten.<br />

Im Winter ist man generell für ein paar<br />

Wochen geblockt in <strong>der</strong> Berufsschule,<br />

das restliche Jahr erfolgt die Ausbildung<br />

im Betrieb. Dazu erklärt Pflasterermeister<br />

Richard Michels, Leiter <strong>der</strong><br />

Arbeitsgruppe Image Pflasterer: „Das<br />

Pflastererhandwerk ist eine krisensichere<br />

Ausbildung, da gelerntes Fachpersonal<br />

immer nachgefragt wird. Wir bieten zudem<br />

eine fundierte technische Ausbildung<br />

mit einer <strong>der</strong> höchsten Lehrlingsentschädigungen<br />

und langfristig sehr<br />

guten Verdienstmöglichkeiten.“ y<br />

Pflastererlehrlinge zeigen ihr Können bei <strong>der</strong> vinzirast am land<br />

Wie<strong>der</strong>verwendung von über 100 Jahren alten Wiener Würfeln aus granit<br />

Bil<strong>der</strong>: Image Pflasterer<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 23


h a n d e l Q u e s t e r<br />

Q u e s t e r i n v e s t i e r t i n e i n e n n e u e n s t a n d o r t i n k r e m s<br />

Feierlicher Spatenstich<br />

mit einem traditionellen spatenstich fiel mitte november <strong>der</strong> startschuss für den neuen Fachmarkt, <strong>der</strong> ab 2023<br />

seinen Kund:innen das gesamte Quester-sortiment direkt vor ort in einem nachhaltigen und mo<strong>der</strong>nen umfeld<br />

bieten wird. Wie auch im bisherigen standort bleiben über 40 arbeitsplätze in <strong>der</strong> region erhalten.<br />

Mit dem Spatenstich starten die<br />

umfassenden Bauarbeiten am<br />

neuen Gelände, denn bereits Mitte des<br />

nächsten Jahres soll die Eröffnung folgen.<br />

Der bisherige Standort, seit über 50<br />

Jahren ein Fixpunkt für Neubauten und<br />

Sanierungen in und um Krems, wurde<br />

laufend vergrößert und den Kundenbedürfnissen<br />

angepasst, doch die vor<br />

knapp zehn Jahren verän<strong>der</strong>te Zu- und<br />

Abfahrtsituation machte diesen zunehmend<br />

unattraktiver. Der neue Standort<br />

liegt leicht erreichbar in <strong>der</strong> Wiener<br />

Straße 125 und wird allen, die ein Bauprojekt<br />

in <strong>der</strong> Region planen, eine große<br />

Unterstützung sein. Quester-Geschäftsführerin<br />

Mag. Barbara Bernsteiner:<br />

„Unser Partner Halpin, als Inhaber, und<br />

Quester investieren gemeinsam mehr<br />

als 4 Millionen in den neuesten und<br />

mo<strong>der</strong>nsten Quester-Standort. Durch<br />

die ländliche Struktur im Raum Krems<br />

kennt das Team, das hier in <strong>der</strong> vorhandenen<br />

Besetzung weiterarbeiten wird,<br />

unsere Kund:innen – einen Großteil davon<br />

auch sehr persönlich. Die langjährige<br />

Zugehörigkeit <strong>der</strong> Mitarbeitenden<br />

zum Unternehmen und ihr wertvolles<br />

Know-how gepaart mit allen Ansprüchen<br />

an einen mo<strong>der</strong>nen und nachhaltigen<br />

Fachmarkt wird Quester zur Anlaufstelle<br />

Nummer eins für Bauvorhaben<br />

aller Art in <strong>der</strong> Region machen!“<br />

moDerner neuer sTanDorT<br />

Auf 6.250 m 2 finden gewerbliche<br />

Kund:innen, Wie<strong>der</strong>verkäufer:innen,<br />

Baumeister:innen, Installateur:innen<br />

und private Bauherr:innen nicht nur<br />

das Baustoffvollsortiment inklusive Profisortiment<br />

und spezielle Trockenbau-<br />

Produkte, son<strong>der</strong>n darüber hinaus alles<br />

für den Outdoorbereich und die größte<br />

Fliesenausstellung in Krems. Geplant ist<br />

BarBara BernsTeIner Im gesPräCH<br />

Wie war <strong>2022</strong> und wie sehen Sie das kommende Jahr?<br />

generell stehen wir vor herausfor<strong>der</strong>nden zeiten. Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen<br />

stagnation, was für uns eine spannende Herausfor<strong>der</strong>ung bedeutet. ob sich die<br />

situation verbessert hängt nach wie vor von <strong>der</strong> entwicklung in <strong>der</strong> ukraine ab und vom<br />

einpendlen <strong>der</strong> nach wie vor schwankenden energiepreise.<br />

auch das heurige Jahr war gezeichnet von großen Herausfor<strong>der</strong>ungen. Das erste Halbjahr<br />

war gut, im zweiten war die marktsituation schon herausfor<strong>der</strong>nd. Ich gehe aber davon<br />

aus, dass wir <strong>2022</strong> gut abschließen werden. es gibt auch Produktgruppen, die sich sehr<br />

gut entwickelt haben wie z. Bsp. <strong>der</strong> Fliesenbereich.<br />

Generell gibt es allerdings auch bei <strong>der</strong> Fliese Lieferschwierigkeiten. Wie geht<br />

Quester damit um?<br />

Wir haben außerhalb europas neue märkte erschlossen und versuchen hier Ware zu<br />

bekommen. Daran arbeiten wir bereits seit ein paar monaten und wollen hier unsere<br />

lieferketten schließen, damit wir keine Probleme haben, unsere Kunden zu bedienen.<br />

Sehen Sie einen Rückgang am Fliesenmarkt?<br />

Im moment nicht, da die Fliese bei einem Bauprojekt quasi als letztes verarbeitet wird<br />

und wir uns in einer Phase befinden, wo noch viele Projekte fertiggestellt werden. Dazu<br />

kommt in den nächsten Jahren sicherlich <strong>der</strong> Bereich <strong>der</strong> sanierung, <strong>der</strong> ein riesenthema<br />

sein wird und von dem auch <strong>der</strong> Bereich <strong>der</strong> Fliese profitieren kann.<br />

Wie sieht es bei Quester mit Fachkräften aus?<br />

Wie alle an<strong>der</strong>en auch, haben wir ein Problem qualifizierte arbeitskräfte zu finden. Das<br />

betrifft alle abteilungen. es ist unsere aufgabe als unternehmen mitarbeiter:innen zu<br />

zeigen, was sie wirklich können, wo ihre stärken liegen und was sie innerhalb des unternehmens<br />

bewirken können. mitarbeitende haben verstärkt den Wunsch, dass ihre arbeit<br />

sinn macht, sodass sie jeden Tag mit Begeisterung an die sache herangehen. um gute<br />

mitarbeiter:innen zu finden, rekrutieren wir ständig, damit wir möglichst schnell offene<br />

stellen besetzen können.<br />

Gibt es Maßnahmen bezüglich Energiekosten hier am neuen Standort ?<br />

Wir werden versuchen diesen neuen standort energieautark zu gestalten. Dazu gehören<br />

verschiedene maßnahmen, wie beispielsweise eine Photovoltaikanlage.<br />

24 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


h a n d e l l a g e r h a u s<br />

außerdem ein überdachter Ladebereich,<br />

damit Kund:innen, Lieferant:innen und<br />

Produkte bei <strong>der</strong>en Verladung trocken<br />

bleiben.<br />

Foto: martin Hörmandiger<br />

naCHHalTIg BeIm Bau unD Im<br />

sorTImenT<br />

Der neue Standort in Krems entsteht<br />

auf einer bereits bebauten Betriebsliegenschaft,<br />

wodurch keine bisher nicht<br />

versiegelten Flächen verbaut werden. Bestehende<br />

Gebäudeteile können teilweise<br />

adaptiert und weiterverwendet werden.<br />

Der entstehende Beton- und Asphaltabbruch<br />

wird vor Ort aufbereitet und<br />

wie<strong>der</strong>verwendet, beispielsweise als Unterbau<br />

in den Außenanlagen. Und sogar<br />

die alte Stahlhalle hat einen Abnehmer<br />

gefunden und kann weiterverwendet<br />

werden.<br />

Zudem können hier Container für<br />

Baustoff-Recycling angemietet werden,<br />

die dann ordnungsgemäß dem Recycling<br />

zugeführt werden. Weiters stehen<br />

den Kund:innen während des Einkaufs<br />

E-Tankstellen für zwei PKW zur Verfügung,<br />

die 15 Fahrrad-E-Tankstellen<br />

können sogar 24/7 genutzt werden.<br />

zuKunFTsICHersTe sTaDT In Ös-<br />

TerreICH<br />

Bereits die letzten Jahre wurde Krems<br />

zur zukunftsichersten <strong>Stadt</strong> Österreichs<br />

gekürt. Baustadtrat und Zukunftsplaner<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> Krems, Günther Herz, betont<br />

wie wichtig es für die <strong>Stadt</strong>entwicklung<br />

ist, dass Projekte verwirklicht werden,<br />

insbeson<strong>der</strong>e solche, wo bestehende Objekte<br />

saniert und adaptiert werden und<br />

somit eine erneute Flächenversiegelung<br />

verhin<strong>der</strong>t wird. „Mit einer Investition<br />

von 4 Mio. Euro trägt Quester dazu bei,<br />

die <strong>Stadt</strong> weiter zu entwickeln und auch<br />

Arbeitsplätze in <strong>der</strong> Region zu sichern,“<br />

so Herz.<br />

y<br />

standortleiter martin<br />

Kuchlbacher, eduard<br />

Halmschlager von Halpin,<br />

geschäftsführerin<br />

Barbara Bernsteiner<br />

und stadtrat günther<br />

Herz (v.l.n.r.)<br />

l a g e r h a u s s t . p ö l t e n<br />

Von Honda-Gartentechnik als TOP-Händler ausgezeichnet<br />

Das lagerhaus st. Pölten wurde im rahmen <strong>der</strong> Honda-Händlertagung<br />

in schladming als „ToP gartentechnik-Händler“ ausgezeichnet. Die<br />

genossenschaft zählt damit zu den fünf besten Honda-motoristik-Händlern in<br />

Österreich.<br />

Bei <strong>der</strong> Tagung präsentierte <strong>der</strong><br />

Hersteller zudem eine neue Akku-Produktserie<br />

und die neuesten Modelle<br />

von Rasenmähern und -robotern<br />

für die kommende Saison.<br />

„Seit 1984 vertreibt das Lagerhaus St.<br />

Pölten Gartengeräte <strong>der</strong> Marke Honda.<br />

Die hochwertigen Produkte zeichnen sich<br />

durch Langlebigkeit aus und sind für den<br />

privaten und gewerblichen Gebrauch geeignet.<br />

Neben einem breiten Sortiment<br />

bieten wir unseren Kund:innen kompetente<br />

Beratung und unterstützen bei <strong>der</strong><br />

Wahl des optimalen Geräts. Die Auszeichnung<br />

belegt die gute Arbeit unserer<br />

Mitarbeiter:innen“, so Josef Grubmann,<br />

<strong>der</strong> die Urkunde für das Lagerhaus St.<br />

Pölten entgegennahm.<br />

y<br />

Kommunaltechnik-Berater des lagerhaus<br />

st. Pölten, Josef grubmann (li.), und<br />

gebietsverkaufsleiter motorgeräte Honda<br />

Central europe andreas Fast (re.).<br />

Bild: lH st. Pölten<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 25


Q u e r e i n s t e i g e r<br />

Q u e r e i n s t e i g e r a n d r e a s a m b r o s c h ( w e s s e n t h a l e r )<br />

Von <strong>der</strong> Werkstatt in den Vertrieb<br />

andreas ambrosch hat ein abwechslungsreiches arbeitsleben hinter sich<br />

und große Pläne vor sich. nach einer KFz-mechaniker lehre und einer<br />

ausbildung zum lKW-Fahrer ist er nun im vertrieb im Baustoff-Fachhandel<br />

tätig. seine umfangreichen erfahrungen im Bereich Transport und logistik<br />

sind für seinen arbeitgeber wertvolle skills. ambroschs ambitionen sich<br />

ständig weiterzubilden und persönlich weiterzuentwickeln, verbunden mit dem<br />

engagement von Wessenthaler des ständigen schulungsangebotes, machen<br />

ihn zu einem Top-Berater.<br />

Was war Ihre ursprüngliche Ausbildung?<br />

Schule? Lehre?<br />

Meine erste Ausbildung begann direkt<br />

nach <strong>der</strong> Schule. Ich habe mich ursprünglich<br />

dazu entschlossen eine Lehre<br />

als KFZ-Mechaniker zu beginnen. Nach<br />

meinem Lehrabschluss habe ich jedoch<br />

schnell gemerkt, dass diese Arbeit nicht<br />

das Richtige für mich ist. Kurz nach<br />

meinem Lehrabschluss musste ich zum<br />

Präsenzdienst einrücken und ich wurde<br />

beim Bundesheer zum LKW-Fahrer<br />

ausgebildet. Diese Aufgabe hat mir sehr<br />

gut gefallen und ich wurde nach meiner<br />

Zeit beim Bundesheer LKW-Fahrer im<br />

Regionalverkehr.<br />

Wie lange haben Sie im ursprünglichen<br />

Job gearbeitet, welche Funktion,<br />

welche Tätigkeit?<br />

In meinem ursprünglichen Job als<br />

LKW-Fahrer war ich 16 Jahre lang tätig,<br />

wobei ich auch kurz als Busfahrer<br />

bei meinem damaligen Arbeitgeber tätig<br />

war. Als LKW-Fahrer habe ich dann<br />

sehr früh den Kranschein erworben und<br />

wurde daraufhin fast ausschließlich als<br />

Hängerzug-Fahrer, zur Auslieferung von<br />

Baustoffen und Fliesen, eingesetzt. Dort<br />

wurde ich auch immer wie<strong>der</strong> für die<br />

Firma Wessenthaler eingesetzt, da mein<br />

Arbeitgeber als Transportdienstleister<br />

in <strong>der</strong> Hauptsaison für die Firma Wessenthaler<br />

tätig war. In weiterer Folge<br />

wechselte ich als LKW-Fahrer zu Wessenthaler,<br />

da meine Berufserfahrung und<br />

die Kenntnisse, die ich durch die Zustellung<br />

von Baustoffen erworben habe,<br />

sehr geschätzt wurden. Auch für mich<br />

war <strong>der</strong> Wechsel ein attraktiver Schritt.<br />

Wessenthaler hatte schon immer einen<br />

sehr gut ausgestatteten Fuhrpark, <strong>der</strong><br />

den Grundstein für die hohe Lieferkompetenz<br />

legte.<br />

Was ist Ihre Funktion/Tätigkeit hier?<br />

Nach meiner Zeit als LKW Fahrer war<br />

ich noch kurz Disponent bei Wessenthaler<br />

aber mittlerweile bin ich Vertriebsmitarbeiter<br />

im Baustoff-Außendienst.<br />

Wie sind Sie auf den Job bzw. die Ausbildung<br />

im Baustoffhandel gekommen?<br />

Bei uns in <strong>der</strong> Firma wurde eine Stelle<br />

im Baustoff-Außendienst frei. Aufgrund<br />

meiner langjährigen Erfahrung<br />

im Transport von Baustoffen wurde mir<br />

<strong>der</strong> Sprung in den Vertrieb zugetraut<br />

und ich wurde gefragt, ob ich die Stelle<br />

anDreas amBrosCH<br />

vertriebsmitarbeiter Wessenthaler<br />

Bil<strong>der</strong>: Wessenthaler<br />

übernehmen möchte. Wofür ich <strong>der</strong> Geschäftsleitung<br />

sehr dankbar bin.<br />

Warum haben Sie sich dazu entschlossen,<br />

neu anzufangen, sprich eine an<strong>der</strong>e<br />

Ausbildung zu machen?<br />

Nach all den Jahren im Transportbereich<br />

war es für mich Zeit neue Heraus-<br />

26 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


Q u e r e i n s t e i g e r<br />

for<strong>der</strong>ungen zu suchen. Der Baustoffvertrieb<br />

ist für mich sehr attraktiv, da es<br />

sich um eine sehr dynamische Branche<br />

handelt und es nie langweilig wird. Ein<br />

weiterer Grund, warum ich den neuen<br />

Weg eingeschlagen habe war, dass<br />

ich mehr Verantwortung übernehmen<br />

und neues Wissen erlernen möchte. Ich<br />

habe auch immer schon gern mit Menschen<br />

zusammen gearbeitet. Die Stelle<br />

im Baustoff-Außendienst gibt mir die<br />

Möglichkeit wie<strong>der</strong> mehr mit Menschen<br />

aus verschiedenen Firmen und Branchen<br />

zusammenzuarbeiten.<br />

Konnten Sie Erfahrungen/Fähigkeiten<br />

aus Ihrem alten Job hier im Neuen<br />

nutzen/anwenden?<br />

Durch meine Tätigkeit in <strong>der</strong> Zustellung<br />

unserer Waren kannte ich schon<br />

viele <strong>der</strong> Baustoffe und Fliesen die wir<br />

verkaufen. Vor allem mein Detailwissen<br />

über unser Liefergebiet und mein gutes<br />

Gefühl für die Beladung hilft mir sehr<br />

weiter. Da ich in unserem ganzen Liefergebiet,<br />

nämlich Oberösterreich, Salzburg,<br />

dem westlichen Nie<strong>der</strong>österreich<br />

und <strong>der</strong> oberen Steiermark, unterwegs<br />

war, weiß ich genau wann die einzelnen<br />

Touren ca. bei den Kunden eintreffen<br />

werden. Außerdem weiß ich genau,<br />

wie viele <strong>der</strong> bestellten Waren mit einer<br />

Tour zugestellt werden können. Die<br />

Kombination aus diesen zwei Fähigkeiten<br />

erlaubten es mir, den Kunden bereits<br />

bei <strong>der</strong> Bestellung zuverlässige Angaben<br />

zu machen, wann ihre Bestellung<br />

eintreffen wird und ich muss nicht jedes<br />

Mal Rücksprache mit unserem Disponenten<br />

halten. Somit verspreche ich<br />

den Kunden nicht etwas das wir später<br />

wie<strong>der</strong> revidieren müssen. In meiner<br />

früheren Tätigkeit als Disponent habe<br />

ich mich auch um die Lieferung unserer<br />

Wessrain-Kompaktbehälter zur Regenwassernutzung<br />

gekümmert. Da es sich<br />

um einen Son<strong>der</strong>transport handelt, <strong>der</strong><br />

langjährige Erfahrung voraussetzt, kann<br />

ich meinen Kunden schon vor <strong>der</strong> Bestellung<br />

bei <strong>der</strong> Planung vor Ort unterstützen.<br />

Außerdem habe ich mich um<br />

die Überbreitengenehmigung, die wir<br />

für die Lieferung unserer in Attnang-<br />

Puchheim selbst produzierten 2500er<br />

Schachtringe benötigen, gekümmert.<br />

Dadurch kenne ich mich auch gut mit<br />

den Abläufen bei den Behörden aus.<br />

Nennen Sie uns die Vor- und Nachteile,<br />

die ein Wechsel mit sich bringt!<br />

Der Hauptvorteil für mich war, dass<br />

durch die neuen Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>der</strong> Arbeitsalltag wie<strong>der</strong> sehr spannend<br />

wurde. Außerdem ist es ein Vorteil, dass<br />

man durch die engen Lieferantenkontakte<br />

im Vertrieb als Erster über Neuigkeiten<br />

in <strong>der</strong> Branche erfährt. Nicht<br />

zu verachten ist auch, dass man nicht<br />

bei jedem Wind und Wetter draußen<br />

sein muss, so wie es in meiner Zeit als<br />

Fahrer war. Ein Nachteil ist für mich,<br />

dass ich das spektakuläre Bergpanorama<br />

auf den Salzburger Almen nicht mehr so<br />

oft sehe. Das vermisse ich schon aus <strong>der</strong><br />

Zeit als LKW-Fahrer.<br />

Welche Schulungen/Ausbildungen haben<br />

Sie gemacht, um in diesem Job<br />

hier arbeiten zu können?<br />

Die Firma Wessenthaler legt sehr viel<br />

Wert auf partnerschaftliche Beziehungen<br />

mit <strong>der</strong> Industrie und setzt sich sehr für<br />

regelmäßige Produktschulungen ein.<br />

Meinem Arbeitgeber ist dabei beson<strong>der</strong>s<br />

wichtig, dass wir Schulungen <strong>der</strong>selben<br />

Lieferanten in regelmäßigen Abständen<br />

machen, um immer up-to-date zu sein.<br />

Somit haben wir für unsere Kunden immer<br />

einen Top-Wissensstand und können<br />

ihnen auch bei schwierigen Themen<br />

eine passende Lösung anbieten. Würden<br />

wir nur einmalige Schulungen<br />

machen, würden wir unseren eigenen<br />

Ansprüchen an die Beratung<br />

unserer Kunden nicht gerecht<br />

werden.<br />

Haben Sie auch Schulungen<br />

im Rahmen des ba gemacht?<br />

Ja, habe ich. Ich habe die<br />

Schulungen „BWL für den<br />

Baustofffachhandel“ und „BWL<br />

Praxiswissen“, sowie den Kurs<br />

„Produktschulungen <strong>der</strong> Industrie“<br />

gemacht. Vor allem die<br />

beiden BWL Schulungen haben<br />

mir sehr dabei geholfen, mich<br />

besser in die Lage unserer Kunden<br />

hineinzuversetzen.<br />

Wurden Sie bei Ihrem Wechsel von<br />

dem neuen Arbeitgeber unterstützt?<br />

Soll heißen wurden Ihnen Schulungen,<br />

etc. nahegelegt, angeboten?<br />

Die Firma Wessenthaler legt generell<br />

sehr viel Wert auf Aus- und Weiterbildungen.<br />

Wenn Mitarbeiterinnen o<strong>der</strong><br />

Mitarbeiter das Gefühl haben, dass sie<br />

sich persönlich weiterentwickeln können,<br />

dann werden sie von <strong>der</strong> Firma<br />

nicht nur ermutigt, son<strong>der</strong>n auch dabei<br />

unterstützt. Dies beschränkt sich nicht<br />

nur auf den Vertrieb, son<strong>der</strong>n gilt für<br />

alle Berufsgruppen innerhalb des Unternehmens.<br />

Wo sehen Sie sich künftig?<br />

In ferner Zukunft könnte ich mir vorstellen<br />

eine Bereichsleitung zu übernehmen.<br />

Mein Fokus liegt jedoch auf <strong>der</strong><br />

nahen Zukunft. Hier habe ich mir zum<br />

Ziel gesetzt mein Wissen noch weiter zu<br />

vertiefen und weitere Schulungen zu besuchen.<br />

Außerdem ist es mir sehr wichtig<br />

meine Kundenbeziehungen noch<br />

weiter zu vertiefen und zu festigen.<br />

lebenslanges lernen ist das motto von andreas<br />

ambrosch, um einen Top-Wisswenstands zu erlangen<br />

und dadurch Kundenbeziehungen zu vertiefen.<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 27


i n d u s t r i e n e w s<br />

s a i n t g o b a i n tr o p h y 2 0 2 2<br />

Auszeichnung für die besten Trockenbauer des Landes<br />

Fotos: schedl<br />

Innerhalb <strong>der</strong> Branche ist sie schon<br />

eine Institution – die Saint-Gobain<br />

Trophy, die heuer zum 13. Mal im Rahmen<br />

eines festlichen Galaabends vergeben<br />

wurde. Im Wettbewerb um die<br />

begehrte Trophäe konkurrierten 17<br />

hochanspruchsvolle Trockenausbau-<br />

Projekte. Die strahlenden Sieger des<br />

Abends waren Hubert Edelsbacher und<br />

Gerald Staudinger von <strong>der</strong> Edelsbacher<br />

& Staudinger Bau GmbH mit ihrem innovativen<br />

Innenausbau des neuen Bürogebäudes<br />

<strong>der</strong> Firma Biogena. Auf Platz<br />

zwei landeten Sascha Lüftner und Gottfried<br />

Feldbacher von <strong>der</strong> FL Bau GmbH<br />

und Platz drei konnte Robert Vlasta von<br />

<strong>der</strong> Böhm <strong>Stadt</strong>baumeister & Gebäudetechnik<br />

GmbH für sich entscheiden.<br />

Saint-Gobain Österreich CEO Peter<br />

Giffinger gratulierte den Gewinnern<br />

sehr herzlich und bedankte sich zudem<br />

bei allen Anwesenden für die langjährige,<br />

sehr produktive Partnerschaft. Die<br />

Trophy <strong>2022</strong> wurde mit über 100 Gästen<br />

bis weit nach Mitternacht gefeiert.<br />

Dabei angestoßen wurde u.a. auch auf<br />

die drei runden Jubiläen von Saint-Gobain<br />

Austria: 50 Jahre Rigips, 75 Jahre<br />

Isover und 95 Jahre Weber Terranova.<br />

Die bekannte Wiener eventlocation meTastadt wurde anlässlich <strong>der</strong> saint-gobain<br />

Trophy verzaubert.<br />

Die strahlenden gewinner <strong>der</strong> saint-gobain TroPHy <strong>2022</strong>. v.l.n.r.: saint-gobain austria Ceo Peter giffinger,<br />

gottfried Feldbacher (Fl Bau gmbH), Hubert edelsbacher (edelsbacher & staudinger Bau gmbH), Klaus Kopp<br />

(saint-gobain austria), gerald staudinger (edelsbacher & staudinger Bau gmbH), sascha lüftner (Fl Bau<br />

gmbH), robert vlasta (Böhm stadtbaumeister und gebäudetechnik gmbH), michael allesch geschäftsführer<br />

marketing & vertrieb Isover & rigips.<br />

DIe TroPHy-geWInner <strong>2022</strong><br />

Die Fachjury, die sich aus Experten <strong>der</strong><br />

eingereichten Projekte zusammensetzte,<br />

beeindruckte beim Siegerprojekt <strong>der</strong><br />

Edelsbacher & Staudinger Bau GmbH<br />

die anspruchsvolle Optik sowie die Aus-<br />

Über die Trophy<br />

1995 initiierte rIgIPs erstmalig einen<br />

Wettbewerb mit diversen Trockenbaureferenzen,<br />

<strong>der</strong> bislang als rigips Trophy<br />

seinen festen Platz in <strong>der</strong> Trockenbau-<br />

Branche hatte. zielsetzung des Wettbewerbs<br />

ist, die vorteile von leichtbau –<br />

speziell bei den anwendungen, die nicht<br />

typisch mit Trockenbau in verbindung<br />

gebracht werden – vor den vorhang zu<br />

holen. Bis 2019 umfasste die Trophy<br />

ausschließlich rIgIPs anwendungen.<br />

mit <strong>der</strong> erweiterung <strong>der</strong> Trophy um<br />

Isover-Projekte, wurde <strong>der</strong> Wettbewerb<br />

in saint-gobain Trophy umbenannt. Die<br />

österreichische Trophy ist in die saintgobain<br />

gypsum International Trophy<br />

eingebunden.<br />

28 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


führung. Im gesamten Neubau <strong>der</strong> hochmo<strong>der</strong>nen<br />

Produktionsstätte inklusive<br />

Schauproduktion und Erlebniswelt des<br />

bekannten Salzburger Unternehmens<br />

Biogena wurden über 500 Quadratmeter<br />

Rigips Stän<strong>der</strong>wände und rund 900<br />

Quadratmeter gelochte Deckenfläche in<br />

Trockenbauweise errichtet. Zu den gestalterischen<br />

Highlights zählt u.a. die auf<br />

den Kopf gestellte Gebirgstopografie im<br />

offenen Stiegenhaus-Foyer, die in einer<br />

aufwendigen Unterkonstruktion von <strong>der</strong><br />

Decke abgehängt und anschließend vollflächig<br />

mit Rigips Fugenfüller SUPER<br />

verspachtelt wurde.<br />

Das zweitplatzierte Projekt <strong>der</strong> Firma<br />

FL Bau GmbH aus Wals-Siezenheim<br />

ist <strong>der</strong> 400 Quadratmeter große<br />

Kongresssaal in Bad Hofgastein. Mobile<br />

Trennwände, flächenbündig in <strong>der</strong><br />

abgehängten Trockenbaudecke verlegte<br />

Schienensysteme und Rigiton Air Lochplatten<br />

sorgen für exzellente Raumakustik,<br />

maximale Flexibilität und Nutzungsvielfalt.<br />

Das Highlight des neuen<br />

Kongresssaals sind acht tiefer gelegte<br />

Deckenfel<strong>der</strong> mit jeweils vier großen,<br />

kreisrunden Lüftungsauslässen und einer<br />

umlaufenden indirekten Beleuchtung.<br />

Auf Platz drei landete <strong>der</strong> Umbau des<br />

ehemaligen Hauptgebäudes <strong>der</strong> Sparkasse<br />

am Graben 21 in ein Luxushotel<br />

<strong>der</strong> Son<strong>der</strong>klasse. Für die Adaptierung<br />

des Gebäudes waren naturgemäß umfangreiche<br />

Umbau- und Sanierungsarbeiten<br />

erfor<strong>der</strong>lich. Mit über 500 Räumen<br />

und einer Wand- und Deckenfläche<br />

von rund 67 000 m² war dies selbst für<br />

das sehr erfahrene Trockenbauunternehmen<br />

Böhm <strong>Stadt</strong>baumeister & Gebäudetechnik<br />

GmbH ein hoch anspruchsvolles<br />

Bauprojekt.<br />

Den ersten Platz <strong>der</strong> Kategorie «Deckengestaltung»<br />

gewann Michael Schösser<br />

Stuckateur & Trockenbau, mit einem<br />

Weinkeller, <strong>der</strong> durch eine Kuppel, eingebettet<br />

in ein Kreuzgewölbe, sowie mit<br />

in venezianischer Spachteltechnik überarbeiteten<br />

Deckenflächen beeindruckte. y<br />

feinste Bauchemie<br />

Sopro DSF RS 623<br />

Die 1-K-Dichtschlämme<br />

<strong>der</strong> Zukunft<br />

Reaktive Durchtrocknung<br />

zwischen Bän<strong>der</strong>n und Formteilen<br />

Standfeste und beson<strong>der</strong>s cremige<br />

Konsistenz<br />

Vielseitig einsetzbar, mit -5 °C<br />

Kälteflexibilität auch normkonform<br />

auf Balkonen verwendbar<br />

n a c h h a l t i g e s p i l o t p r o j e k t d e r p o r r<br />

Zementfreie Baustoffe<br />

als Hoffnungsträger<br />

Für die Deutsche Bahn hat die<br />

PORR einen selbstentwickelten,<br />

nachhaltigen Baustoff erstmals eingesetzt:<br />

Der neue Ringspaltmörtel wird<br />

statt mit Zement mit dem Recyclingprodukt<br />

Hüttensand gebunden. Das<br />

Pilotprojekt war ein voller Erfolg und<br />

<strong>der</strong> praktisch zementfreie Baustoff wurde<br />

bereits patentiert. Die PORR ist auf<br />

<strong>der</strong> Suche nach weiteren Kooperationspartnern.<br />

Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg<br />

– und bietet auch für künftige Bauvorhaben<br />

eine gute Vorlage. PORR CEO<br />

Karl-Heinz Strauss erklärt: „Abgesehen<br />

von unserem Beitrag zur CO2-Reduktion<br />

hat dieser Baustoff zwei grundsätzliche<br />

Vorteile. Er ist gegenüber Umwelteinflüssen<br />

unsensibler als zementhaltiger<br />

Beton. Und man kann ihn vor <strong>der</strong> Verarbeitung<br />

auch über lange Zeit problemlos<br />

transportieren, da er einen Aktivator benötigt,<br />

um vollends zu erhärten.“<br />

Die PORR sucht nun weitere Partner,<br />

die bereit sind, gemeinsam mit ihr<br />

diesen Baustoff einzusetzen. „Zusätzlich<br />

lässt die PORR bereits weitere Recyclingprodukte<br />

auf ihre Einsatzfähigkeit<br />

als Bindemittel in Baustoffen prüfen,<br />

darunter auch Ziegelsand. Gruppenweit<br />

recycelt die PORR pro Jahr 2,2 Mio. t<br />

an Baustoffen. 1,7 Mio. t davon ersetzen<br />

auf den eigenen Baustellen und Anlagen<br />

Primärrohstoffe.<br />

y<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> |<br />

www.sopro.at


i n d u s t r i e n e w s<br />

w i e n e r b e r g e r<br />

Christian Sanz stärkster Maurer Österreichs<br />

Foto: Wienerberger Österreich/ michal meindl<br />

Wienerberger geschäftsführer<br />

Johann marchner (1.v.r.) und<br />

vertriebsleiter gerhard staudinger<br />

(1.v.l.) mit sieger Christian sanz,<br />

marco Hertscheg (Platz zwei)<br />

und Thomas Tröber (Platz drei).<br />

Bild 3&4: Die maurer mussten in<br />

fünf Disziplinen wie u.a. „Hoitn“<br />

und „anwerfen“ ihr Können unter<br />

Beweis stellen.<br />

Bei <strong>der</strong> zweiten Auflage des Maurer-Fünfkampfs,<br />

veranstaltet von<br />

Wienerberger Österreich, haben Ende<br />

Oktober, die stärksten Maurer des Landes<br />

in <strong>der</strong> Arena Nova in Wiener Neustadt<br />

ihre Kräfte gemessen. Auf die Teilnehmer<br />

warteten fünf spannende und<br />

vor allem schweißtreibende Disziplinen,<br />

in denen es darum ging, Ziegel zu<br />

„stessn“, zu „trogn“, zu „hoitn“ und zu<br />

„stemman“ sowie eine Zielscheibe mit<br />

Mörtel „anzuwerfen“.<br />

Als Sieger des Wettkampfs ging Christian<br />

Sanz von <strong>der</strong> Firma Bauhoch3<br />

hervor, <strong>der</strong> den Titel „Stärkster Mauer<br />

Österreichs“ nach Steinabrückl (NÖ)<br />

holte. Ebenfalls am Stockerl standen <strong>der</strong><br />

zweitplatzierte Marco Hertscheg von <strong>der</strong><br />

Firma Huter & Söhne aus Innsbruck<br />

und <strong>der</strong> drittplatzierte Thomas Tröber,<br />

ebenso von <strong>der</strong> Firma Huter & Söhne.<br />

Sanz war bereits bei <strong>der</strong> Premiere des<br />

Bewerbs im Jahr 2021 auf den zweiten<br />

Rang gekommen.<br />

ausgezeICHneTe sTImmung unD<br />

ToP-PreIse<br />

Mo<strong>der</strong>iert wurde <strong>der</strong> Wettbewerb vom<br />

gebürtigen Neunkirchner Alexan<strong>der</strong><br />

Pürzel, dem Europameister im Kreuzheben,<br />

und Tom „The Voice“ Bläumaurer,<br />

<strong>der</strong> die Athleten gemeinsam mit dem<br />

begeisterten Publikum in <strong>der</strong> vollbesetzten<br />

Arena Nova in Wiener Neustadt zur<br />

Höchstleistung motivierte.<br />

Die Siegerehrung erfolgte durch Wienerberger<br />

Österreich Geschäftsführer Johann<br />

Marchner und Vertriebsleiter Gerhard<br />

Staudinger. „Es ist sensationell, mit<br />

wie viel Einsatz und Freude die Teilnehmer<br />

an die einzelnen Aufgaben herangegangen<br />

sind und welch außerordentlich<br />

sportliche Leistungen sie erbracht<br />

haben. Der Wettkampf hat gezeigt, dass<br />

die heimischen Maurer und Hochbauer<br />

nicht nur geschickt, son<strong>der</strong>n auch unglaublich<br />

stark sind. Das Event war ein<br />

voller Erfolg und ich freue mich jetzt<br />

schon auf die nächste Auflage im kommenden<br />

Jahr“, so Johann Marchner.<br />

Auf die Gewinner <strong>der</strong> ersten drei Plätze<br />

warteten eigens gemauerte Pokale aus<br />

Miniziegel und Gutscheine von Engelbert<br />

Strauss. Alle teilnehmenden Athleten<br />

wurden mit Goodie-Bags, gefüllt<br />

mit Finisher-Shirts, Medaillen und Geschenken<br />

von Wienerberger, Red Bull<br />

und Engelbert Strauss belohnt. y<br />

a u s z e i c h n u n g d e r w k o s t e i e r m a r k<br />

50 Jahre Rigips<br />

Im Rahmen eines kleinen Festaktes<br />

nahm Österreich CEO Peter Giffinger<br />

die Urkunde „Auszeichnung für unternehmerische<br />

Leistung“ von hochrangigen<br />

Vertretern <strong>der</strong> Wirtschaftskammer<br />

Steiermark entgegen.<br />

„Anlässlich 50 Jahre Rigips im<br />

Ausseerland gratulieren wir sehr herzlich<br />

zur erfolgreichen Entwicklung und<br />

dem damit verbundenen Einsatz,“ so<br />

Herbert Ritter, Vizepräsident <strong>der</strong> Wirtschaftskammer<br />

Steiermark, Christian<br />

Hollinger, Regionalstellenleiter Liezen<br />

und Egon Hierzegger, Regionalstellenobmann<br />

Liezen unisono.<br />

Im Anschluss an die Verleihung <strong>der</strong><br />

Urkunde wurde für die hochrangingen<br />

WKO-Vertreter eine Werksführung organisiert.<br />

Im beson<strong>der</strong>en Fokus standen<br />

dabei u. a. die Umweltmaßnahmen des<br />

Unternehmens wie z. B. die Recyclinganlage<br />

für die Produktions- sowie Baustellenabfälle,<br />

das Energiesparkonzept<br />

wie z.B. die konsequente Nutzung von<br />

Abwärme u. v. m.<br />

y<br />

v.l.n.r.: egon Hierzegger, regionalstellenobmann<br />

liezen; Christian Hollinger, regionalstellenleiter liezen;<br />

Thomas Beitzke, Technischer Direktor und Ceo<br />

Peter giffinger, saint-gobain austria; Herbert ritter,<br />

vizepräsident <strong>der</strong> Wirtschaftskammer steiermark.<br />

Foto: Foto steinfisch<br />

30 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


M a p e i u l t r a c a r e<br />

Die neue ultrastarke Reinigungslinie<br />

Mapei präsentiert ein vielseitiges,<br />

zuverlässiges und innovatives<br />

Sortiment an Reinigungsprodukten für<br />

Profis. Mapei, als Spezialist im Bereich<br />

<strong>der</strong> Bauchemie, erschließt somit ein<br />

neues Marktsegment und erweitert erneut<br />

das ohnehin schon große Sortiment<br />

an bauchemischen Qualitätsprodukten.<br />

Von <strong>der</strong> Grundierung, zum Mörtel<br />

und Fugenfüllstoff bis hin zum Reinigungsmittel<br />

– Mapei bietet ab sofort ein<br />

Komplett-Paket im Bereich Fliesen- und<br />

Natursteinverlegung an. Denn mit <strong>der</strong><br />

Einführung <strong>der</strong> Ultracare Linie hat es<br />

<strong>der</strong> Bauchemie-Spezialist geschafft, Produkte<br />

für die Reinigung während und<br />

nach <strong>der</strong> Verlegung auf den Markt zu<br />

bringen. Die Produktlinie wurde speziell<br />

für die Reinigung, die Pflege und den<br />

Schutz von Oberflächen entwickelt.<br />

Die Ultracare Linie besteht aus mehreren<br />

Produkten für die unterschiedlichsten<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen. Durch ihre einfache<br />

Anwendung sind die Reinigungsprodukte<br />

nicht nur für Profis und Gewerbekunden<br />

bestens geeignet, son<strong>der</strong>n auch<br />

für die, die es noch werden möchten.<br />

Von Neuinstallationen im gewerblichen<br />

und privaten Bereich bis hin zu Renovierungsarbeiten<br />

an bestehenden Böden<br />

sowie <strong>der</strong> Notwendigkeit, Oberflächen<br />

sauber und „gesund“ zu halten.<br />

„Alles aus einer Hand – mit <strong>der</strong> neuen<br />

Ultracare Linie kommen wir diesem<br />

Motto wie<strong>der</strong> einen großen Schritt näher.<br />

Denn mit den Ultracare Produkten<br />

können unsere Kunden ab sofort auch<br />

im Bereich <strong>der</strong> Reinigungsprodukte<br />

auf zuverlässige Mapei Lösungen zurückgreifen“,<br />

freut sich Mag. Andreas<br />

Wolf, Geschäftsführer <strong>der</strong> Mapei Austria<br />

GmbH<br />

Die Produktlinie besteht teilweise<br />

aus gebrauchsfertigen Produkten und<br />

teilweise aus Konzentraten. Sie sind in<br />

flüssiger Form, als Pulver o<strong>der</strong> als Spray<br />

erhältlich und können je nach den spezifischen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen (Konzentrationsgrad,<br />

Menge und Grad des zu entfernenden<br />

Schmutzes o<strong>der</strong> Art <strong>der</strong> zu<br />

behandelnden Oberfläche) pur o<strong>der</strong> mit<br />

Wasser verdünnt verwendet werden. y<br />

Komplettpaket im Bereich Fliesen- und natursteinverlegung.<br />

Hinzu kommt nun ultracare für die reinung,<br />

die Pflege und den schutz von oberflächen.<br />

Das mapei ultracare sortiment<br />

Bil<strong>der</strong>: mapei<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> |


i n d u s t r i e n e w s<br />

C e r e s i t C e 8 9 – d a u e r h a f t s c h ö n u n d l e i c h t a n z u w e n d e n<br />

Zuverlässigkeit in <strong>der</strong> Fuge<br />

Ein ästhetisches und gemütliches<br />

Badezimmer, in dem man sich<br />

vom Alltagsstress und Sorgen erholen,<br />

mal abschalten kann. Gebaut aus dauerhaften<br />

Produkten und Baustoffen, auf<br />

die man sich verlassen kann. Ceresit CE<br />

89, die Design-Fugenmasse bester Qualität,<br />

ist die Investition in die Fugen jedes<br />

Badezimmers. Die ideale Lösung für<br />

begehbare Duschen, Bä<strong>der</strong>, und private<br />

Wellnessbereiche – ob Neubau o<strong>der</strong> Sanierung.<br />

Sie bestechen durch kreative<br />

Optik und bieten dem Endkunden erhebliche<br />

Vorteile gegenüber herkömmlichen<br />

Fugenmassen: immer schöne Fugen,<br />

geringer Pflegeaufwand und so gut<br />

wie kein Kosten- und Zeitaufwand für<br />

Renovierungen. Und für den Fliesenleger<br />

bieten sich klare Vorteile: Zufriedene<br />

Kunden, kaum Risiko für kostspielige<br />

Reklamationen und positive Mundpropaganda.<br />

Im Gegensatz zu vielen an<strong>der</strong>en<br />

Reaktionsharzfugenmassen sind<br />

die Ceresit CE 89 Fugenmassen zudem<br />

leicht und einfach, fast so wie zemen-<br />

Funkelnde spezialeffekte im Farbton CarBon gray mit dem zusatz Ce 53 silver glow<br />

täre Fugenmassen, zu verarbeiten und<br />

zu reinigen. Gleichzeitig bieten Sie faszinierende<br />

Farben und Spezialeffekte und<br />

ermöglichen so eine beeindruckende<br />

Raumgestaltung.<br />

Auch für den Handel liegen die Vorteile<br />

auf <strong>der</strong> Hand: Dank <strong>der</strong> innovativen<br />

Quartz-Power-Formulierung<br />

ist CE 89 nicht vergleichbar mit herkömmlichen<br />

Fugenmassen, son<strong>der</strong>n<br />

eine zukunftsträchtige Technologie in<br />

einem an sich schrumpfenden Segment<br />

(Fugenmassen). Aufgrund des höheren<br />

Preispunkts ergibt sich ein attraktiver<br />

Rohertrag pro Gebinde und eine hohe<br />

Wertschöpfung. Darüber hinaus sorgt<br />

die hohe Endkundenzufriedenheit und<br />

das damit verbundene geringe Reklamationspotential<br />

seitens <strong>der</strong> Verwen<strong>der</strong> für<br />

eine entsprechend gute Wie<strong>der</strong>kaufsrate.<br />

Und zu guter Letzt ergibt sich durch die<br />

lange Haltbarkeit im Originalgebinde<br />

auch eine hohe Lagerfähigkeit.<br />

Im Sommer kamen 4 neue Farbtöne<br />

ins Sortiment, die speziell auf die aktuell<br />

meistgekauften Fliesendesigns abgestimmt<br />

sind: CONCRETE GREY,<br />

CARBON GRAY, WALNUT und<br />

TAUPE.<br />

y<br />

Bild: Ceresit<br />

f l e c k<br />

Preisanpassungen zum 13. Februar 2023<br />

Im Februar 2023 werden die Bruttoverkaufspreise<br />

des nordrhein-westfälischen<br />

Dachzubehörherstellers Fleck<br />

erhöht. Grund dafür sind weitere Preissteigerungen<br />

von diversen Roh-, Hilfsund<br />

Betriebsstoffen. Zudem sind ebenso<br />

bei den Energiepreisen und Kosten im<br />

Fracht- und Logistikbereich Entwicklungen<br />

nach oben zu erwarten o<strong>der</strong> bereits<br />

eingetreten.<br />

ausWIrKungen auF Das Pro-<br />

DuKTsorTImenT Im DeTaIl<br />

Wie schon in <strong>2022</strong> gilt auch 2023 kein<br />

einheitlicher Erhöhungssatz für das<br />

komplette Sortiment. Die Preise für<br />

die Steildachprodukte werden um 15,5<br />

bzw. 10,5 Prozent angehoben. Die 10,5<br />

Prozent gelten für sämtliches Steildach-<br />

Zubehör mit Metall-Komponenten wie<br />

z. B. Schneefangpfannen o<strong>der</strong> Laufrostpfannen.<br />

Die Bruttoverkaufspreise für<br />

sonstige Solarprodukte werden um 5,5<br />

Prozent erhöht. Für das Flachdach-Sortiment<br />

gilt ein Erhöhungssatz von 10,5<br />

Prozent, wobei sich abweichende Erhöhungssätze<br />

für Flachdachunterteile je<br />

nach DN ergeben.<br />

Für alle weiteren Produkte – insbeson<strong>der</strong>e<br />

die Handelswaren – gilt eine<br />

Preiserhöhung von 5,0 bis 8,5 Prozent.<br />

neue lIeFerBeDIngungen<br />

Auch die Konditionen für die Paketkosten<br />

und sonstige Logistikbedingungen<br />

werden zum 13. Februar angepasst. Die<br />

Paketgebühren innerhalb Deutschlands<br />

werden auf 19 Euro pro Paket angehoben,<br />

in Österreich und Benelux betragen<br />

diese dann 42 Euro. Ab einem Nettowarenwert<br />

von 585 Euro erfolgt die<br />

Zustellung auf dem Festland innerhalb<br />

Deutschlands und Benelux sowie in Österreich<br />

versandkostenfrei. Die Regelung<br />

zur Kleinmengenverpackungspauschale<br />

bleibt unverän<strong>der</strong>t.<br />

y<br />

32 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


s t e i n b a c h e r d ä m m s t o f f e<br />

Klimaschutzprodukte im<br />

Hochgebirge<br />

Die Rudolfshütte liegt auf 2.315 Meter am Weißsee im<br />

Nationalpark Hohe Tauern und wurde 2021 umfassend<br />

saniert. Im Flachdach des Pinzgauer Berghotels sorgen die innovativen<br />

Produkte von Steinbacher für optimalen Wärmeschutz<br />

und beugen Feuchtigkeitsschäden vor.<br />

„Gerade im Hochgebirge mit extremen Klimabedingungen<br />

muss man Energie effizient nutzen und den Verbrauch minimieren.<br />

Mit einem zukunftsweisend gedämmten Flachdach<br />

und einer Photovoltaikanlage ist man bestens gerüstet“, betont<br />

Mag. Roland Hebbel, Geschäftsführer bei Steinbacher Dämmstoffe.<br />

So sorgt die steinodur ® EPS plus Gefälledämmung des<br />

Erpfendorfer Dämmstoff-Spezialisten dauerhaft für ein angenehmes<br />

Raumklima und Wohlfühltemperaturen an 365 Tagen.<br />

In Kombination mit <strong>der</strong> einseitig strukturierten steinodur<br />

® WDO-E plus Dämmplatte ist zudem sicherer Schutz vor<br />

Feuchtigkeit geboten.<br />

Flachdächer gehören zu den am stärksten belasteten Bauteilen<br />

im Hochbau – Feuchteschäden sind keine Seltenheit<br />

und ziehen kostenintensive Sanierungen nach sich. steinodur ®<br />

WDO-E plus von Steinbacher beugt diesen auch in Anbetracht<br />

extremer Wetter- und Temperaturschwankungen im Hochgebirge<br />

vor. „Unsere druckfeste, formstabile Dämmplatte eignet<br />

sich perfekt für den Einsatz im Warmdach und ermöglicht<br />

bei Wassereintritt eine rasche, wirtschaftliche Trocknung“, so<br />

Hebbel.<br />

Beide steinodur ® Produkte unterstützen nachhaltig beim Energiesparen<br />

und werden ökologisch produziert – sie sind außerdem<br />

mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.<br />

„Auf Wunsch erarbeiten wir für unsere Kunden auch eine individuelle<br />

Gefälleplanung und liefern die Dämmplatten direkt<br />

auf die Baustelle“, so Hebbel.<br />

y<br />

Flexkleber<br />

ARDEX X 6<br />

Innen, Außen, Wand, Boden<br />

wasserfest & frostbeständig<br />

lange Verarbeitungszeit<br />

gerade im Hochgebirge mit extremen Klimabedingungen bieten die einseitig<br />

strukturierten steinodur ® WDo-e plus Dämmplatten sicheren schutz vor Feuchtigkeit.<br />

Zum Produktvideo:<br />

Bild: steinbacher Dämmstoffe<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> |<br />

www.ardex.at


p C i - a n w e n d u n g s t e c h n i k e r t e i l e n f a c h w i s s e n z u f l i e s e n - , n a t u r s t e i n - u n d b a u t e c h n i k<br />

PCI erweitert digitales Service-Angebot um PCI-Blog<br />

a u s t r o t h e r m<br />

Unter dem Motto „Wissen macht<br />

Bau!“ geht die PCI Augsburg<br />

GmbH mit einem eigenen Blog online.<br />

Ab sofort erhalten Handwerker im PCI-<br />

Blog auf blog.pci-augsburg.de hilfreiches<br />

Spezialwissen für herausfor<strong>der</strong>nde Bauprojekte.<br />

Mit dem interaktiven Blog bietet<br />

PCI ein weiteres digitales Tool, um<br />

Handwerkern die Arbeit auf <strong>der</strong> Baustelle<br />

so einfach wie möglich zu machen.<br />

Wozu wird ein Leichtestrich benötigt,<br />

wie erstellt man einen schnell erhärtenden<br />

Estrich und wie vermeidet man<br />

scheckige, farbungleiche Fugen? Solche<br />

und viele an<strong>der</strong>e Fragen rund um die<br />

Fliesen-, Naturstein- und Bautechnik erreichen<br />

die PCI-Anwendungstechniker<br />

täglich in <strong>der</strong> technischen Hotline, im<br />

Live-Chat via WhatsApp und über die<br />

Website von PCI.<br />

Dem Wunsch von Handwerkern, dieses<br />

wertvolle Bauwissen auch nachlesen<br />

zu können, ist die PCI nachgekommen:<br />

Mit dem neuen Blog stellt die PCI-Anwendungstechnik<br />

jetzt regelmäßig alle<br />

Tipps und Tricks zu kniffeligen Anwendungsfällen,<br />

Schritt-für-Schritt-Anleitungen<br />

für herausfor<strong>der</strong>nde Bauschritte<br />

sowie interessante Technik-Trends online.<br />

Ob gleich auf <strong>der</strong> Baustelle, bei <strong>der</strong><br />

Projektplanung o<strong>der</strong> am Feierabend –<br />

Handwerker können sich im PCI-Blog<br />

schnell und einfach weiterbilden. Die<br />

Kommentarfunktion ermöglicht ihnen,<br />

aktiv mit zu diskutieren, Fragen zu stellen<br />

und Erfahrungen auszutauschen.<br />

Der PCI-Blog ist ein weiteres von vielen<br />

digitalen Tools und Online-Angeboten.<br />

Die PCI war unter den ersten<br />

<strong>der</strong> Branche, die den Kunden einen Live-Chat<br />

mit Technik-Experten geboten<br />

haben. Kunden profitieren von einem<br />

umfangreichen Angebot an digitalen<br />

Anwendungs- und Schulungsvideos,<br />

das kontinuierlich weiter ausgebaut<br />

wird. So bieten beispielsweise die Rubriken<br />

„PCI präsentiert – PCI erklärt<br />

– PCI fragt nach“ o<strong>der</strong> die thematisch<br />

in sich geschlossene „PCI-Themenwoche“<br />

Wissenswertes für unterschiedliche<br />

Zielgruppen. Außerdem hat die PCI<br />

ihre 2021 neu gelaunchte Website mit<br />

zusätzlichen Funktionen wie dem PCI-<br />

Systemfin<strong>der</strong> weiterentwickelt. Die Auszeichnung<br />

„Digital Champion“ von Focus<br />

Money bestätigt die in <strong>der</strong> Branche<br />

führende Rolle des Unternehmens bei<br />

<strong>der</strong> Digitalisierung.<br />

y<br />

Der neue, interaktive PCI-Blog mit Wissenbeiträgen<br />

zu herausfor<strong>der</strong>nden anwendungsfällen ist online.<br />

Übernahme XPS-Hersteller in Rumänien<br />

Die Austrotherm Gruppe hat<br />

Ende Oktober den XPS-Dämmstoffproduzenten<br />

<strong>der</strong> Marke „Zentyss“<br />

zu 100 % übernommen. Der Standort<br />

Arad wird mit <strong>der</strong> gesamten Belegschaft<br />

in die Austrotherm Familie eingeglie<strong>der</strong>t.<br />

Diese Akquisition erhöht die Versorgungssicherheit<br />

und das Produktangebot<br />

für die Kunden in Rumänien und<br />

im angrenzenden Ausland. Die zentrale<br />

Lage von Arad ermöglicht eine Optimierung<br />

<strong>der</strong> Transportwege zu den Kunden,<br />

wodurch <strong>der</strong> CO2-Ausstoß massiv reduziert<br />

werden kann. In den kommenden<br />

Jahren plant Austrotherm weiter in den<br />

Standort zu investieren. Über den Kaufpreis<br />

wurde Stillschweigen vereinbart.<br />

„Der XPS-Produzent von ‚Zentyss’<br />

und Austrotherm Rumänien ergänzen<br />

sich perfekt. Unsere Führungsposition<br />

bei XPS in Rumänien ist nun bestens<br />

abgesichert. Ich freue mich beson<strong>der</strong>s,<br />

106 neue Kollegen bei uns zu begrüßen.<br />

Unsere erste Aufgabe wird es sein, das<br />

Vertrauen eines jeden Mitarbeiters zu<br />

gewinnen. Wir möchten dann gemeinsam<br />

die Synergien nutzen und das Service<br />

verbessern. Unsere Kunden werden<br />

künftig schneller und flexibler beliefert“,<br />

kommentiert Klaus Haberfellner, Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Austrotherm GmbH,<br />

den erfolgreichen Abschluss <strong>der</strong> Firmenübernahme.<br />

y<br />

Foto: austrotherm<br />

von rechts: Klaus Haberfellner (geschäftsführung<br />

austrotherm gruppe), roxana ghioca (geschäftsführung<br />

vertrieb austrotherm rumänien), laurentiu<br />

Istrate (geschäftsführung Technik austrotherm<br />

rumänien) und Heimo Pascher (Technische geschäftsführung<br />

austrotherm gruppe).<br />

34 | <strong>11</strong> . <strong>2022</strong>


w e b g u i d e<br />

Baustoffe<br />

ARDEX Baustoff GmbH<br />

www.ardex.at<br />

Avenarius-Agro GmbH<br />

www.avenariusagro.at<br />

Baumit<br />

www.baumit.com<br />

CPG Europe<br />

www.cpg-europe.com<br />

www.illbruck.com<br />

Stauss-Perlite GmbH<br />

www.Stauss-Perlite.at<br />

James Hardie Austria<br />

www.fermacell.at<br />

www.jameshardie.com<br />

Dämmstoffe<br />

PCI Augsburg GmbH<br />

www.pci.at<br />

RÖFIX AG<br />

www.roefix.com<br />

Sopro Bauchemie GmbH<br />

www.sopro.at<br />

Soudal AT gmbH<br />

www.soudal.com<br />

www.fixall.eu<br />

Tiba Austria GmbH<br />

www.tibanet.com<br />

Austrotherm GmbH<br />

www.austrotherm.com<br />

Fenster/Türen<br />

IT<br />

Kamin<br />

Rockwool<br />

Handelsges.m.b.H.<br />

www.rockwool.at<br />

Unsere Preisliste für Ihr<br />

Smartphone auf:<br />

www.rockwool-preisliste.at<br />

Internorm Fenster GmbH<br />

www.internorm.at<br />

Wippro GmbH<br />

www.wippro.at<br />

Inndata Datentechnik<br />

www.inndata.at<br />

www.jubacon.net<br />

Henkel Central Eastern<br />

Europe GmbH<br />

www.ceresit.at<br />

Karl Bachl Ges.m.b.H.<br />

www.bachl.at<br />

Schiedel GmbH<br />

www.schiedel.at<br />

Lias Österreich GesmbH<br />

www.liapor.at<br />

Mapei Austria GmbH<br />

www.mapei.at<br />

MEA Bausysteme GmbH<br />

www.mea-group.com/de/<br />

building-systems<br />

info.mea-bausysteme.at@<br />

mea-group.com<br />

Tel: +43 (0)2782 83200-13<br />

Profibaustoffe Austria<br />

GmbH<br />

www.profibaustoffe.com<br />

Isolith<br />

Leichtbauplattenwerk M.<br />

Hattinger Ges.m.b.H.<br />

www.isolith.com<br />

Linzmeier Bauelemente<br />

GmbH<br />

www.linzmeier.de<br />

Knauf Insulation GmbH<br />

www.knaufinsulation.at<br />

Steinbacher Dämmstoffe<br />

GmbH<br />

www.steinbacher.at<br />

Lagersysteme<br />

OHRA Regalanlagen GmbH<br />

www.ohra.at<br />

T.: +43 7236 21534<br />

Wasserver-/Entsorgung<br />

ziegel<br />

FRÄNKISCHE Rohrwerke<br />

Gebr. Kirchner GmbH & Co.KG<br />

www.fraenkische.at<br />

Mall Umweltsystem<br />

www.mall-umweltsysteme.at<br />

Bauhütte Leitl-Werke GmbH<br />

www.leitl.at<br />

<strong>11</strong> . <strong>2022</strong> | 35


WORK<br />

SMART<br />

Der richtige Stoff ist entscheidend!<br />

Mit unserem Sortiment werden Sie zum Alleskönner!<br />

Denn wenn es ums Abdichten und Kleben geht, bieten wir<br />

Ihnen ein breites Portfolio erstklassiger und innovativer<br />

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o<strong>der</strong> Innenausbau, für Sanitär- & Nassräume, o<strong>der</strong><br />

für den Küchen- und Hochtemperaturbereich.<br />

illbruck hat immer die passende Lösung!<br />

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