Thermenland-Magazin Dezember 2022
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<strong>Thermenland</strong><br />
Ausgabe 134 <strong>Dezember</strong> <strong>2022</strong><br />
MAGAZIN<br />
Gesundchillen:<br />
Warme<br />
Wellness-Ideen<br />
aus den Thermen<br />
Regionalfonds:<br />
Ideen für<br />
ein besseres<br />
Leben am Land<br />
Kartenverlosung:<br />
Die Scherben<br />
feiern 50 Jahre<br />
Widerstand
EDITORIAL<br />
Martin Semmler M.A. | Chefredakteur<br />
Die Wiege Bayerns<br />
war lange Zeit umstritten. Zunächst<br />
glaubte man, die Bajuwaren seien als einheitlicher<br />
Stamm während der Völkerwanderung<br />
zwischen ca. 370 und 570 n. Chr.<br />
von Böhmen her ins Voralpenland eingewandert<br />
und hätten dies von den abgerückten<br />
Römern in Besitz genommen. Dann<br />
gewann die Vorstellung überhand, nach<br />
dem Zusammenbruch des Limes hätten<br />
germanische Hilfstruppen die Macht in den<br />
Kastellen und damit auch über das Hinterland<br />
übernommen. Diese Vorstellungen<br />
stützten sich vor allem auf die sehr wenigen<br />
antiken Schriften, die uns aus dieser Zeit<br />
überliefert sind.<br />
Da ist zum einen die Lebensbeschreibung<br />
des Mönches Severin von Noricum, der in<br />
der Zeit zwischen dem Tod des Hunnenkönigs<br />
Attila 453 und ca. 473 n.Chr. der die<br />
römische Provinzialbevölkerung vor dem<br />
Rückzugsbefehl des Odoaker 488 im Raum<br />
zwischen Künzing und dem Wiener<br />
Becken betreute. Zum anderen gibt es das<br />
Lex Baiuvariorum, eine Sammlung germanischen<br />
Stammesrechts der Bajuwaren, das<br />
wohl ab dem 6. Jahrhundert entstanden ist.<br />
Das älteste erhaltene Exemplar stammt<br />
jedoch aus der Zeit um 800, als Baiern<br />
längst vom Fränkischen Reich vereinnahmt<br />
und das Gesetzbuch ihren Regeln angepasst<br />
war. In der Zeit dazwischen aber ist<br />
die Entstehung des bairischen Volksstammes<br />
zu suchen. Und das geschieht zunehmend<br />
in der Erde.<br />
Einen ersten wichtigen Orientierungspunkt<br />
setzte Kreisarchäologe Walter Wandling mit<br />
der Ausgrabung der spätrömischen Handwerkersiedlung<br />
in Pocking. Seine Funde<br />
belegten eine keltisch-römische Mischbesiedelung<br />
im 3. und 4. Jahrhundert. Einen<br />
äußerst wichtigen Fund hat Kreisarchäologe<br />
Alois Spieleder im letzten Jahr in Würding<br />
am Inn ergraben. Zum Glück stand<br />
das Baugebiet, in dem das bajuwarische<br />
Gräberfeld entdeckt worden war, noch<br />
soweit unter dem Einfluss der Gemeinde<br />
Bad Füssing, dass dem Wissenschaftler und<br />
seinem Team genug Zeit für die komplette<br />
Ausgrabung blieb (wir haben darüber ausführlich<br />
in der November-Ausgabe berichtet).<br />
Zunächst machte der Fund des Grabes<br />
einer sehr reich bestatteten jungen Frau<br />
sogar international als „Sisi der Antike“<br />
Schlagzeilen. Aufgrund ihrer Grabbeigaben<br />
ordnete sie Spieleder höchsten Adelskreisen<br />
zu und geht von Verbindungen zum bajuwarischen<br />
Herzogshaus aus, das damals<br />
in Regensburg residierte. Auch bajuwarische<br />
Kämpfer lagen mit Hieb- und Reiterschwertern<br />
in den Gräbern von Würding.<br />
Doch die eigentliche Sensation war viel<br />
unscheinbarer.<br />
In der Novembersitzung des Gemeinderats<br />
Bad Füssings wies Spieleder zum ersten<br />
Mal öffentlich darauf hin, dass er in dem<br />
Gräberfeld auch Bestattungen ohne Grabbeigaben<br />
gefunden habe, die auf eine<br />
eher römische Begräbnistradition schließen<br />
lässt. Datierungen der ältesten Gräber von<br />
Würding weisen also erstmals ins ausgehende<br />
5. Jahrhundert, eine Zeit kurz nach<br />
dem missionarischen Wirken Severins vom<br />
Kastell Boiotro in der Passauer Innstadt<br />
aus. Einer der Belege für die frühe Christianisierung<br />
der Gegend am Unteren Inn ist<br />
für Alois Spieleder ein Gürtelbeschlag mit<br />
der im weiten Umkreis ältesten Darstellung<br />
eines Kreuzes, die erst unter dem Röntgenapparat<br />
sichtbar wurde. Damit ist das<br />
Gräberfeld in Würding am Ausgang der<br />
römischen Besiedelung Rätiens das älteste<br />
Zeugnis der bajuwarischen Stammesbildung<br />
überhaupt, noch vor der Entstehung<br />
des Stammesgesetzes Lex Baiuvariorum.<br />
Zudem belegt es den allmählichen Übergang<br />
der Bevölkerung von einer römischen<br />
zu einer germanischen Tradition und einen<br />
hochrangigen Adelssitz dieses damals noch<br />
jungen Stammes in Würding.<br />
Zusammen mit den jungsteinzeitlichen<br />
Funden in Safferstetten und Tutting sowie<br />
den Zeugnissen aus keltischer und keltoromanischer<br />
Zeit ergibt sich das Bild einer<br />
kontinuierlichen Besiedelung des Innufers<br />
über Jahrtausende hinweg, die nun endlich<br />
einmal in einer ihrer Bedeutung entsprechenden<br />
Dauerausstellung zusammengezogen<br />
werden sollten. Der Römerradweg<br />
führt schon direkt zu uns und erst im letzten<br />
Jahr wurde der Donaulimes zum Weltkulturerbe<br />
erhoben. All das zusammen<br />
eröffnet nun neben dem Gesundheitstourismus<br />
eine weitere Attraktion für völlig<br />
neue Zielgruppen: Der nächste kultur-touristische<br />
Hotspot des Freistaats<br />
steht im <strong>Thermenland</strong>.<br />
DO SCHAU HER ...<br />
Endlich wieder Fasching...!<br />
Die Faschingsgesellschaft Pocking e.V. freut sich,<br />
wieder in die 5. Jahreszeit starten zu können!<br />
Unter dem Motto „Back to the Roots“ wird das<br />
Publikum zurück in die Geschichte des Pockinger<br />
Faschings entführt. Angefangen mit den 90ern<br />
über die 80er bis hin zur Gründungszeit des Vereins<br />
in den 70er Jahren.<br />
Die neuen Regenten Prinzessin Sabrina II. und<br />
Prinz Andreas II. mit ihrem Kinderprinzenpaar<br />
Prinzessin Mia Sophie I. und Prinz Lennox I. hatten<br />
schonmal sichtlich Spaß am Faschingsauftakt<br />
am Pockinger Rathaus.<br />
Foto: Franz X. Miedl<br />
3
INHALT<br />
Aktuell<br />
Editorial: Die Wiege Bayerns steht im <strong>Thermenland</strong> 3<br />
Do schau her: Endlich wieder Fasching! 3<br />
ILE: Regionalfonds warten auf neue Ideen 5<br />
ILE: Hohe Nachfrage bei der Selbstwerkstatt 5<br />
ILE: Günstiger Sonnenstrom aus der Region 6<br />
Kultur & Freizeit<br />
Verlosung: Jubiläumskonzert der Scherben in Pocking 19<br />
Wiener Schmäh: Humoresken aus dem Senioren-Alltag 19<br />
Top-Events: Bad Füssinger Kultur-Highlights 2023 19<br />
Buchverlosung: Die wahre Weihnachtsgeschichte 20<br />
Unterwegs mit Degenhart<br />
<strong>Dezember</strong>: Monats des Lichts und der Dunkelheit 22<br />
ILE: Gemeinden produzieren ihren Strom selber 6<br />
Ministerbesuch: Gutachter will mit Blaulicht zum Unfall 7<br />
Interview: Neue Wohnmodelle in der Region 8<br />
Seniorenhilfe: Landkreis sucht Digital-Lotsen 10<br />
Franz Gnan †: Baumeister des Rottaler Bäderdreiecks 24<br />
Zahl des Monats: Jeder 9. Deutsche ist sehr arm 29<br />
Fit & Gesund<br />
Kräuterlexikon: Granatapfel beugt Darmkrebs vor 11<br />
Apotheker-Tipp: Winterpflege für die strapazierte Haut 12<br />
Thermen: Badekur ist wieder Pflichtleistung der Kassen 18<br />
Rat & Tat<br />
Ukraine-Hilfe: DHL transportiert kostenlos Hilfspakete 15<br />
Motor-Tipp: Gut vorbereitet zum Wintercamping 25<br />
Bike-Fun: Jetzt ist die beste E-Bike-Service-Zeit 26<br />
Erleben & Genießen<br />
ILE: Genuss-Führer hilft Gästen und Einheimischen 10<br />
RezeptTipp: Hausgemachte Innviertler Knödel 14<br />
Babysitterbörse: ECRI hilft bei Kinderbetreuung 26<br />
Adventsevent: Endlich wieder am Kirchplatz feiern 15<br />
Service<br />
<strong>Thermenland</strong>-Horoskop 28<br />
Wetterprophet 29<br />
Impressum 29<br />
Notrufnummern 30<br />
Apotheken-Notdienst 30<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
4
AKTUELL<br />
Antragsphase für Kleinprojekte läuft<br />
Neue Ideen für ein besseres Leben am Land<br />
Auch für das<br />
Jahr 2023 können<br />
Kleinprojekte beantragt<br />
werden.<br />
Einzelpersonen,<br />
Vereine und Institutionen sind aufgerufen,<br />
zeitnah ihre Ideen einzureichen.<br />
Förderfähig sind Projekte mit Kosten zwischen<br />
500 und 20.000 Euro. Der maximale<br />
Förderbetrag für ein Projekt beträgt<br />
80 Prozent, maximal jedoch 10.000 Euro.<br />
Heuer förderte die ILE als Kleinprojekte<br />
etwa die barrierefreie Gestaltung der WCund<br />
Duschanlagen im Naturbad Tettenweis,<br />
die Renovierung der Marktgalerie<br />
Rotthalmünster, den nachhaltigen Wasserkreislauf<br />
zweier Solidarischer Landwirtschaften<br />
in Vornbach und Kirchham,<br />
die Digitalisierung des Würdinger<br />
Bürgerhauses für MINT-Programme, die<br />
Einrichtung für den Proberaum des Musikvereins<br />
Bad Füssing und eine dritte<br />
Elektro-Rikscha für den Verein „Radeln<br />
ohne Alter“ Pocking. Die Gemeinde Neuhaus<br />
schaffte sich mit einem Zuschuss<br />
aus dem Regionalbudget Verkaufshütten<br />
für Märkte und Feste an, die sie auch an<br />
Nachbarkommunen verleiht. Gefördert<br />
wurden weiterhin vier Genuss-Wanderungen<br />
mit den Bürgermeistern der<br />
Kommunen Ruhstorf, Rotthalmünster,<br />
Neuhaus und Bad Füssing sowie die<br />
Öffentlichkeitsarbeit für das regionale<br />
Klimaschutzprojekt „Klima-Landwirt –<br />
Klima-Paten“. Wer noch Interesse an<br />
einer Klima-Patenschaft hat, kann sich bei<br />
Projektkoordinator Kurt Herbinger melden,<br />
E-Mail: Kurt.Herbinger@baywa.de<br />
Vielfältige Projekte möglich<br />
Reparieren statt wegwerfen ist immer stärker gefragt<br />
Selbstwerkstatt in Ruhstorf boomt<br />
Die Abgabefristen für die Anträge sind<br />
am 10. <strong>Dezember</strong> <strong>2022</strong>, 10. Januar 2023,<br />
10. Februar 2023 und 10. März 2023.<br />
Vorab sind die Projektentwürfe abzustimmen<br />
mit ILE-Umsetzungsbegleiterin<br />
Dr. Ursula Diepolder, Tel. 08558-920606,<br />
E-Mail: info@buero-diepolder.de.<br />
Die kompletten Antragsunterlagen müssen<br />
dann eingereicht werden bei Franz<br />
Mühldorfer, Leiter der Tourismusverwaltung<br />
Kirchham, Kirchplatz 3, 94148 Kirchham,<br />
E-Mail: muehldorfer@kirchham.de.<br />
Eine Jury wird über die eingereichten Projektbeschreibungen<br />
beraten. Das aktuelle<br />
Antragsformular und das Formular zur<br />
ausführlichen Projektbeschreibung finden<br />
sich unter www.ile-rott-inn.de. Dort<br />
finden sich auch die Anforderungen, die<br />
erfüllt sein müssen, damit ein Projekt<br />
überhaupt förderfähig ist. Grundsätzlich<br />
ist zu sagen: Die Umsetzung des Projektes<br />
soll den Bürgern dienen und die Lebensqualität<br />
der Menschen steigern.<br />
Simone Kuhnt/ILE<br />
Bereits im Jahr 2021 hat die ILE die Einrichtung der neugegründeten<br />
Selbstwerkstatt in Ruhstorf a.d. Rott bezuschusst. Initiator<br />
und Organisator Egon Seil zieht nach einem Jahr Laufzeit<br />
eine tolle Bilanz: „250 Teile konnten wir reparieren. Mit einer<br />
Erfolgsquote von ca. 74 Prozent konnten viele Teile vorm Wegwerfen<br />
gerettet werden – und das, obwohl die Reparateure von<br />
Ende November bis Mitte <strong>Dezember</strong> 2021 aufgrund der Corona-Situation<br />
ihre öffentlichen Termine für etwa drei Wochen<br />
unterbrechen mussten.“ Deshalb bot die fleißige Tüftler-Truppe<br />
(siehe Foto von Simone Kuhnt) den Besuchern kurzfristig an,<br />
die Teile einfach abzuliefern und nach erfolgter Reparatur wieder<br />
abzuholen. Neben Klassikern wie Staubsaugern, Bügeleisen,<br />
Lampen, Mixern, Wasserkochern, Heckenscheren und<br />
Küchengeräten aller Art kämen immer öfter auch Drucker,<br />
Kaffeeautomaten und sonstige Geräte herein.<br />
Viele Geräte mit Geschichte<br />
Oftmals seien schöne Geschichten mit den Teilen verbunden,<br />
berichtet Egon Seil: „Einmal brachte eine ältere Dame eine<br />
Tischlampe in allen ihren Einzelteilen zu uns. Die Kundin hatte<br />
sich die Lampe vor zig Jahren von ihrem ersten Arbeitslohn<br />
gekauft. Deshalb hing sie sehr daran und bat uns, sie wieder<br />
zum Leben zu erwecken. Als wir die Lampe zusammensetzen<br />
und neuverkabeln wollten, ist uns aufgefallen, dass etwas nicht<br />
passen kann. Auf unsere Frage, ob da nicht ein Teil fehlt, hat<br />
die Frau gemeint, nein, das muss komplett sein. Nach einiger<br />
Zeit des Anpassens und Probierens ist der Dame dann eingefallen,<br />
dass sie ja doch noch ein Teil in die andere Tasche gesteckt<br />
hat – und schon konnten wir die Lampe fertig machen. Die<br />
Dame ist glücklich mit dem Zug samt funktionierender Lampe<br />
wieder Richtung Heimat gefahren.“ Zu den schönen Begegnungen<br />
mit den Kunden käme, so Seil, dass die Tüftler eine tolle<br />
Truppe seien. „Der Freitag in der Werkstatt ist für uns ein fester<br />
Bestandteil der Woche geworden. Inzwischen haben wir schon<br />
einiges an Werkzeug zusätzlich aus Spenden beschafft und<br />
aktuell um eine Nass-Schleifmaschine ergänzt. Damit können<br />
wir nun auch Haushaltsmesser und -scheren schleifen.“<br />
Anmeldungen für Reparaturen in der Selbstwerkstatt per<br />
E-Mail: ruhstorf@selbstwerkstatt.org oder telefonisch unter<br />
+49-8531-3105584. Geöffnet immer freitags von 15 bis 18 Uhr.<br />
Simone Kuhnt/ILE<br />
5<br />
www.thermenland-magazin.de
AKTUELL<br />
Jetzt exklusiv für ILE-Anwohner verfügbar:<br />
Regionaler Sonnenstrom aus Ruhstorf<br />
Einwohner der 11 ILE-Gemeinden, die<br />
ihre elektrischen Geräte mit regionalem<br />
Strom betreiben wollen, können sich ab<br />
sofort an die innovative Vermarktungsplattform<br />
RegioEnergie Ruhstorf wenden.<br />
Die Marktgemeinde Ruhstorf und das<br />
Bayernwerk haben am 1. September<br />
einen regionalen und dezentralen Markt<br />
für regenerative Energien eröffnet.<br />
Energie-Partner gesucht<br />
Die angebotene Sonnenenergie wird von<br />
Gerhart Pfaffinger (rechts im Bild) geliefert,<br />
der seit 2011 einen Solarpark im<br />
Ruhstorfer Ortsteil Hütting betreibt. Regionale<br />
Stromerzeuger seien wichtig für<br />
die Energiewende, sagt Ruhstorfs 1. Bürgermeister<br />
und 1. ILE-Vorsitzender Andreas<br />
Jakob (in der Bildmitte mit Thomas<br />
Oppelt vom Bayernwerk links). Neben<br />
den 11 Kommunen der ILE an Rott<br />
& Inn (also Ruhstorf, Bad Griesbach,<br />
Pocking, Kirchham, Bad Füssing, Tettenweis,<br />
Kößlarn, Malching und Rotthalmünster,<br />
Neuhaus a. Inn und Neuburg a.<br />
Inn) können auch Bürger aus Fürstenzell<br />
den Ruhstorfer Solarstrom beziehen. Weitere<br />
einspeisewillige Erzeuger erneuerbarer<br />
Energien in der Region sind gesucht!<br />
Wie viel Strom in der Region erzeugt<br />
wird, woher er kommt und wohin er<br />
fließt, kann man über den Energiemonitor<br />
des Marktes Ruhstorf erfahren:<br />
energiemonitor.bayernwerk.de/ruhstorf.<br />
Wie man Strom beziehen oder liefern<br />
kann, Infos, Kontaktmöglichkeiten und<br />
einen Tarifrechner gibt es im Internet<br />
unter:<br />
www.bayernwerk.regionaler-strommarkt.de/ruhstorf<br />
Simone Kuhnt / ILE<br />
ILE-Gemeinden gehen neue Wege bei Energieversorgung<br />
Kößlarn und Neuburg im Strom-Glück<br />
Ihr Mut, eigene Wege zu gehen, wurde<br />
belohnt: Die ILE-Kommunen Kößlarn<br />
und Neuburg a. Inn werden künftig Öko-<br />
Strom aus der Region beziehen und dabei<br />
bares Geld sparen. Die Bürgermeister<br />
und Gemeinderäte von Kößlarn und<br />
Neuburg haben sich letztes Jahr dafür<br />
entschieden, den Strombedarf ihrer kommunalen<br />
Liegenschaften nicht – wie allgemein<br />
üblich – über den Dienstleister<br />
KUBUS ausschreiben zu lassen, sondern<br />
über den ILE-Energieberater Josef Pauli.<br />
Dieser wurde beauftragt, insbesondere<br />
regionale Angebote einzuholen. Am Ende<br />
ging zwar nur ein einziges regionales<br />
Angebot ein, aber damit fahren Neuburg<br />
und Kößlarn jetzt wesentlich günstiger,<br />
als wenn sie über KUBUS ausgeschrieben<br />
hätten. „Dort hätten wir für kommendes<br />
Jahr über 150.000 Euro mehr bezahlen<br />
müssen“, rechnet Kößlarns Bürgermeister<br />
Willi Lindner begeistert vor. Zu verlieren<br />
habe es nicht viel gegeben, ein paar Hundert<br />
Euro vielleicht. Das sah auch der<br />
Neuburger Gemeinderat so – und ist nun<br />
ebenfalls hochzufrieden, wie Bürgermeister<br />
Wolfgang Lindmeier bestätigt.<br />
Strom fast 50 % billiger<br />
Das Angebot kam von der Elektrizitäts-<br />
Versorgungs-Genossenschaft Perlesreut<br />
eG (EVG). Während die Kilowattstunde<br />
aktuell bei großen Stromanbietern zwischen<br />
50 und 70 Cent (für drei Jahre bindend)<br />
kostet, kostet die Kilowattstunde<br />
bei der EVG Perlesreut nur 26,52 Cent.<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
Power-Schnäppchen: Kirchham, Kößlarn, Neuhaus und Ruhstorf bekommen nun günstigen<br />
Ökostrom von regionalen Kleinerzeugern wie dieser Biogas-Anlage bei Kößlarn.<br />
„Das liegt daran, dass wir den Strom ausschließlich<br />
von regionalen und regenerativen<br />
Erzeugern kaufen und nicht an der<br />
Strombörse. An der Strombörse orientieren<br />
sich die Preise immer am teuersten<br />
Energieträger – aktuell am Gas. Dabei ist<br />
die Stromerzeugung mit Wasserkraft, Biomasse,<br />
Wind oder Atomkraft gar nicht<br />
teurer geworden als vorher“, erklärt Josef<br />
Pauli die paradoxe Situation, mit denen<br />
Kunden des regulären Strommarkts aktuell<br />
zu kämpfen haben.<br />
Energie aus der Region<br />
Der Markt Ruhstorf a. d. Rott, der über<br />
KUBUS kein Angebot erhalten hat, wird<br />
nun nachträglich auch noch von der<br />
EVG Perlesreut mitversorgt, ebenso wie<br />
einige Liegenschaften von Kirchham.<br />
6<br />
„Wir können zwar nur liefern, was wir in<br />
der Region einkaufen können“, gibt<br />
EVG-Geschäftsführer Josef Pauli zu bedenken,<br />
„aber zuletzt haben sich einige<br />
neue Anlagenbetreiber gemeldet, die uns<br />
ihren Regional-Strom liefern wollen. Deshalb<br />
können wir Ruhstorf und Kirchham<br />
kurzfristig aufnehmen.“ Der ILE-Energieberater<br />
ist sicher: „Wenn Kommunen<br />
den Strombedarf für ihre Liegenschaften<br />
selbst ausschreiben, kommen sie günstiger<br />
weg. Gibt man die Ausschreibung aus<br />
der Hand, verspielt man Entscheidungsfreiheiten<br />
– und damit günstigere und<br />
klimafreundlichere Bezugsquellen“. Eine<br />
Stromausschreibung sei kein Hexenwerk,<br />
betont Pauli, „bei der Einarbeitung in die<br />
Materie würde ich mit Rat und Tat zur<br />
Seite stehen.“
AKTUELL<br />
Verkehrsminister Bernreiter informiert sich bei Unfallgutachter Rauscher<br />
Unfälle bis ins kleinste Detail rekonstruiert<br />
Wenns mal kracht, sind Polizei und Rettungsdienste als erste am<br />
Unfallort. Bei besonders schweren Unfallszenarien kommt aber<br />
sehr früh auch Unfallsachverständiger Hubert Rauscher mit seinen<br />
Mitarbeitern ins Spiel. „Bei aller Tragik ist es wichtig, dass<br />
jemand dieses Chaos auflösen kann und dass alles gerecht geregelt<br />
wird. Wer den Unfall verursacht, muss auch dafür gerade stehen“,<br />
so Hubert Rauscher beim Erfahrungsaustausch mit dem<br />
Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter, dem Vorsitzenden<br />
der Verkehrswacht Passau Staatssekretär a.D. Altlandrat<br />
Franz Meyer und MdL a. D. Konrad Kobler. Das Büro von<br />
Hubert Rauscher, in dem sich Bernreiter über die neuesten<br />
Methoden der Unfallforschung informierte, umfasst aktuell<br />
25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im 24-Stunden-<br />
Bereitschaftsdienst arbeiten.<br />
Im Einsatz für Staat, Gerichte und Private<br />
Der Besuch von Christian Bernreiter zeige, dass sich der Minister<br />
gerade auch für den Mittelstand interessiere, den wir klassisch<br />
repräsentieren, freute sich Hubert Rauscher, der schwerpunktmäßig<br />
gerichtliche und forensische Gutachten liefert. Auftraggeber<br />
dafür sind Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizei, aber<br />
auch Rechtsanwälte und Privatleute aus der Region und aus ganz<br />
Bayern. „Für gerichtliche Aufträge arbeiten wir auch sehr viel für<br />
die Justizbehörden in München“, so der Gutachter, der selbst<br />
langjähriges Mitglied der Verkehrswacht ist.<br />
Heute würden Unfall-Szenarien detailgetreu mit Drohnen dokumentiert<br />
und vermessen, die 3D-Bilder seien in der Genauigkeit<br />
mittlerweile unschlagbar, erklärte Rauscher seinen Gästen.<br />
Blaulicht würde beim Einsatz helfen<br />
Hubert Rauscher nutzte die Gelegenheit, um gegenüber Christian<br />
Bernreiter und Franz Meyer ein konkretes Anliegen anzusprechen.<br />
„Wenn wir quasi notarztmäßig an die Unfallstelle fahren<br />
und dort mit Polizei und Spurensicherung und Unfallaufnahme<br />
übernehmen, haben wir bei der Anfahrt keinerlei Sonderrechte“,<br />
erklärte er. Das bedeute, dass sich er und seine Mitarbeiter mit<br />
Zivilfahrzeugen durch den Stau kämpfen müssten. Zwar berechtigt<br />
mit Erlaubnis der Polizei, allerdings für andere nicht erkennbar.<br />
„Das stößt bei den im Stau stehenden Verkehrsteilnehmern<br />
natürlich auf wenig Verständnis“, so der Unfallgutachter. Sein<br />
Wunsch an die Politiker: Eine Blaulichtberechtigung beschränkt<br />
auf die öffentlich vereidigten Unfallsachverständigen. „Da ist<br />
dann die Rede von 15 bis max. 20 Sonderrechten, die bei der<br />
Polizei gelistet werden könnten. Das müsse im Sinne der Verkehrssicherheit<br />
eigentlich zu bewerkstelligen sein“, bat Rauscher<br />
darum, eine für alle tragbare Lösung zu stricken. Die Politiker<br />
sagten eine Prüfung des Anliegens zu.<br />
Engagiert bei Verkehrswacht tätig<br />
Verkehrsminister Bernreiter erzählte, auch er habe als aktiver<br />
Feuerwehrler viele Unfälle erlebt und viele schreckliche Dinge<br />
gesehen. Er dankte für die Arbeit, die hier geleistet werde und<br />
zeigte sich überrascht von dem „Riesenbüro“, das hier von<br />
Ruderting aus in ganz Bayern agiere.<br />
Der Vorsitzende der Verkehrswacht Passau, Franz Meyer, nutzte<br />
den Besuch, um Hubert Rauschers hohes Engagement bei der<br />
Verkehrswacht hervorzuheben und dankte ihm für seine Unterstützung<br />
bei den wichtigen Aufgaben der Verkehrserziehung und<br />
der Verkehrssicherheit in Stadt und Landkreis Passau.<br />
VWP/sam<br />
Schafft Klarheit bei komplizierten Verkehrsunfällen: Unfallgutachter Hubert Rauscher beim Pressetermin<br />
mit dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Passau, Altlandrat Franz Meyer, dem Bayerischen Verkehrsminister<br />
Christian Bernreiter und MdL a.D. Konrad Kobler in seinem Büro. Foto: Stefan Nebl<br />
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7<br />
www.thermenland-magazin.de
AKTUELL<br />
Neue Wohnformen finden immer me<br />
„Ich will so wohnen, dass ich das L<br />
Die moderne Gesellschaft mit ihrem<br />
Drang zu Individualismus und Flexibilität<br />
passt nicht mehr zu den traditionellen<br />
Formen des Wohnens. Immer mehr<br />
Singles und Alleinerziehende stellen sich<br />
den Anforderungen des Arbeitslebens,<br />
suchen beim Wohnen aber doch, nicht<br />
zuletzt aus Kostengründen, eine gemeinschaftliche<br />
Lösung.<br />
„Immer mehr Menschen ergreifen die Initiative,<br />
um ihre Wohnwünsche Wirklichkeit<br />
werden zu lassen – an den gängigen<br />
Modellen der Wohnraumversorgung vorbei.<br />
Sie wollen selbst aktiv werden, sich<br />
selbst organisieren und selbst über die<br />
Wahl der Wohnform bestimmen“, ist<br />
daher auch das Fazit eines aktuellen Konzeptpapiers<br />
der Friedrich-Ebert-Stiftung<br />
zur Wohnpolitik.<br />
Eine dieser neuen Wohnformen ist die<br />
Cluster-Wohngemeinschaft. Hierbei gibt<br />
es private Wohnräume, bestimmte Räumlichkeiten<br />
werden aber gemeinschaftlich<br />
genutzt, etwa wie in einer Studenten-WG,<br />
nur eben von Menschen in völlig verschiedenen<br />
Lebensphasen.<br />
„Jeder braucht einen<br />
Rückzugsbereich“<br />
Das <strong>Thermenland</strong> <strong>Magazin</strong> hat sich in<br />
Bad Griesbach mit Petra Asenbauer<br />
getroffen, die in einem großen Einfamilienhaus<br />
solch eine Wohngemeinschaft<br />
gründen möchte. Auch bei ihr spielen<br />
Vorstellungen selbstbestimmten und<br />
doch gemeinschaftlichen Wohnens eine<br />
zentrale Rolle.<br />
<strong>Thermenland</strong> <strong>Magazin</strong>: Was ist Ihnen an<br />
der Wohngemeinschaft wichtig?<br />
Petra Asenbauer: Also, wer hier einziehen<br />
will, von dem erwarte ich, dass er<br />
auch ein gemeinschaftliches Interesse<br />
hat. Ich möchte gern, dass wir versuchen,<br />
möglichst oft zusammen zu kochen<br />
und zu essen. Dass das nicht jeden Tag<br />
klappt, weil ein jeder seinen eigenen<br />
Alltag hat und seiner Arbeit nachgeht,<br />
ist eh logisch. Wichtig ist, dass man im<br />
Haus zusammenlebt und nicht nebeneinander<br />
her.<br />
Also eine Art Wohngemeinschaft?<br />
Asenbauer: Genau, es soll jeder seinen<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
Freiraum haben und seinen Rückzugsbereich,<br />
aber auch, dass wir sagen, heut<br />
kochen und essen wir miteinander oder<br />
heut werd ich für alle kochen. Oder: heut<br />
wollen wir gemeinsam etwas machen,<br />
zum Beispiel irgendwas im Garten oder<br />
wir spielen Karten, wie auch immer. Aber<br />
auf der anderen Seite ist es mir auch<br />
wichtig, dass jeder weiß, er kann, wenn’s<br />
ihm zu viel ist, in sein Zimmer gehen und<br />
seine Ruhe haben.<br />
„Ich will ein Leben<br />
im Hier und Jetzt“<br />
Welche Rolle spielen weltanschauliche<br />
Lebensentwürfe im Zusammenleben der<br />
Hausgemeinschaft?<br />
Asenbauer: Ganz grundsätzlich ist einfach<br />
das gemeinschaftliche Interesse<br />
wichtig. Heutzutage verkriechen sich<br />
viele in der Anonymität, schauen nur<br />
noch in ihr Handy, sind digital abwesend.<br />
Das will ich nicht, weil es Besseres gibt:<br />
Ich will ein Leben im Hier und Jetzt.<br />
Dazu gehört für mich auch, dass man gemeinsam<br />
mehr Wert auf Nachhaltigkeit<br />
legt und dass man offen ist, etwa gegenüber<br />
dem Glauben, den ich im Großen<br />
und Ganzen auch lebe, denn ich fühle<br />
mich spirituell in Taizé zuhause. Ich bin<br />
offen für andere Ansichten und wenn<br />
einer einen ganz anderen Glauben hat,<br />
wär das auch kein Problem, aber der Respekt<br />
ist halt wichtig.<br />
Die digitale Welt ist nun einmal Teil<br />
unserer Gesellschaft. Wie sieht es mit<br />
gemeinsamen Medienerlebnissen aus,<br />
also ein gemeinsamer Film- oder Fernsehabend,<br />
Videospiele, die man gemeinsam<br />
spielt?<br />
8<br />
Petra Asenbauer ist 34 Jahre alt, arbeitet in<br />
Teilzeit als Sekretärin, hat eine Katze und sucht<br />
für eine Hauswohngemeinschaft nun gleichgesinnte<br />
Mitbewohner. Foto: Semmler<br />
Asenbauer: Natürlich, also ich war einmal<br />
vor ein paar Jahren auch eine begeisterte<br />
Spielerin von Wii-Bewegungsspielen,<br />
also das macht mir schon auch Spaß,<br />
nur der Fokus soll wirklich auf der realen<br />
Welt liegen. Ich mag auch sehr gerne mal<br />
einen DVD-Abend, dass man mal eine<br />
Serie anschaut oder ein paar Filme, also,<br />
das lieb ich schon sehr. Aber dann ist es<br />
eben wichtig, dass man wieder was<br />
Reales macht, trommelt, bastelt, malt,<br />
wie auch immer. Wir haben ja da die<br />
Möglichkeit mit dem großen Wohnzimmer,<br />
dass wir da mal was machen, also<br />
einen Spiele-, Geschichten- und Klangabend<br />
gestalten, oder ein Taizé-Gebet<br />
organisieren, ein Puppentheater oder<br />
einen Spieleabend veranstalten oder uns<br />
nur gemütlich bei einer Tasse Tee austauschen,<br />
je nachdem.<br />
„Ein offenes Haus, in dem<br />
das Leben zu spüren ist“<br />
Das würde aber auch die Bereitschaft der<br />
Mitbewohner bedeuten, ein offenes Haus<br />
zu haben, in dem Besucher grundsätzlich<br />
willkommen sind...<br />
Asenbauer: Genau, aber es soll sich auch<br />
keiner dazu genötigt fühlen oder in Stress<br />
ausarten, wir müssen das ja nicht jede<br />
Woche anbieten. Ich möchte halt so ein<br />
offenes Haus, in dem das Leben zu spüren<br />
ist. Wir könnten uns ja auch mal zum<br />
Malen treffen, je nachdem, wo halt die<br />
Interessen liegen, ohne dass der Einzelne
AKTUELL<br />
hr Anklang – auch im <strong>Thermenland</strong>:<br />
eben und die Gemeinschaft spüre“<br />
sich dadurch gestresst, gestört oder genötigt<br />
fühlt, überall mitzumachen. Jetzt müssen<br />
wir aber erstmal schaun, wie viel<br />
Interesse da ist, denn wenn mal 30 Leute<br />
kommen, also, da geht ja dann auch die<br />
Individualität verloren. Das möchte ich<br />
nicht.<br />
Aber die Terrasse und der Garten bieten<br />
ja viel Platz...<br />
Asenbauer: Grundsätzlich ist der Garten<br />
im Moment noch nutzungsgeprägt und<br />
grundsätzlich wäre mir das schon wichtig,<br />
dass wir auch weiterhin eigene Sachen<br />
anbauen und ernten. Da liegt zwar<br />
nicht gerade meine Fähigkeit drin, aber<br />
mir wär’s schon wichtig, dass wir uns da<br />
schon ein Stück weit selbstversorgen.<br />
Meine Oma hat hier Tomaten, Gurken<br />
und Zucchini gezogen, alles in kleinen<br />
Maßen, aber mit Liebe. Auch Obstbäume<br />
gibt’s und Himbeeren.<br />
„Ich will es bewusst<br />
nicht schlüsselfertig“<br />
Für wie viele Menschen würde das Haus<br />
denn Platz bieten?<br />
Asenbauer: Es sind drei Schlafzimmer da,<br />
eventuell könnte noch ein viertes dazukommen,<br />
zwei davon sind so groß, dass<br />
zwei Betten Platz hätten, falls jemand mit<br />
Kind einziehen möchte. Also wenn ich<br />
jetzt noch zwei, drei Leute dazufinden<br />
würde, würde ich mich schon freuen.<br />
Gibt es schon Vorstellungen, Wünsche,<br />
wie die Mitbewohner sein sollen?<br />
Asenbauer: Also, ich würde von mir sagen,<br />
dass ich ein recht extrovertierter Mensch<br />
bin und da ist es mir halt wichtig, dass die<br />
Interessenten Freude am Zusammenleben<br />
haben, so dass ein Gemeinschaftsprojekt<br />
entstehen kann. Ich wünsch mir Mitbewohner<br />
im mittleren Alter also etwa 30 bis<br />
55 Jahre, die wie ich mitten im Leben stehen<br />
und die für sich ein Umfeld suchen, in<br />
dem man Leben und Gemeinschaft noch<br />
spürt, dass man im Hier und Jetzt leben<br />
und den Moment innerer Freude genießen<br />
kann. Alles andere findet sich dann schon.<br />
Martin Semmler<br />
Zur Kontaktaufnahme schreib mir ein<br />
paar Zeilen über Deinen Traum vom<br />
Wohnen und Leben:<br />
post.petra@gmx.net<br />
Das Haus ist im Moment noch unbewohnt.<br />
Sollen sich die künftigen Mitbewohner<br />
bei der Umgestaltung zum<br />
Gemeinschaftshaus mit einbringen?<br />
Asenbauer: Ich will das Projekt bewusst<br />
nicht schlüsselfertig angehen. Mir wäre<br />
wichtig, dass sich die Leute einbringen<br />
können. Vielleicht hat ja der ein oder andere<br />
auch gerade Freude dran, dass er<br />
sich sein Zimmer nach seinen Vorstellungen<br />
herrichten kann. Es geht da aber nur<br />
um Arbeitszeit, Geld muss keiner investieren.<br />
Mein Hintergedanke ist halt der,<br />
dass wir durch die Zeit, die wir bei der<br />
Aktion verbringen, uns auch schon mal<br />
kennen lernen können, so dass jeder feststellen<br />
kann: Wird das für mich passen?<br />
Passen wir zusammen, oder ist es für<br />
jemand doch nicht die Richtung, die er<br />
leben möchte.<br />
9<br />
www.thermenland-magazin.de
AKTUELL<br />
Landkreis sucht ehrenamtliche Digital-Lotsen für wöchentlichen Didi-Treff<br />
Digi-Senioren helfen sich gegenseitig<br />
Der erste Digi-Treff für Senioren, den<br />
Stadträtin und Seniorenbeauftragte Gerlinde<br />
Kaupa im Frühling ins Leben gerufen<br />
hat, ist übers Jahr ein voller Erfolg<br />
geworden: Jeden Donnerstag sind es zehn<br />
bis 15 Frauen und Männer aus Pocking<br />
und den umliegenden Gemeinden, die in<br />
den großen Sitzungssaal im Rathaus<br />
kommen, um sich an und mit Handy und<br />
Tablet fit zu machen. Insgesamt sind im<br />
E-Mail-Verteiler 70 Interessierte gelistet,<br />
von denen die meisten schon ein oder<br />
mehrere Male am Digi-Treff teilgenommen<br />
haben. Gefördert und unterstützt<br />
wird die Initiativen aus dem Regionalbudget<br />
der Integrierten Ländlichen Entwicklung<br />
(ILE) an Rott & Inn sowie von der<br />
Stadt Pocking, die auch den Förderantrag<br />
eingereicht hatte.<br />
Basiswissen fürs Smartphone<br />
Die Teilnehmer waren von Anfang an<br />
begeistert dabei: „Wie bucht man online<br />
eine Reise? Wie kann ich über WhatsApp<br />
Fotos verschicken? Ich habe bei Aldi ein<br />
Handy gekauft – wer hilft mir, es in Betrieb<br />
zu nehmen?“ Diese und viele weitere<br />
Fragen können Menschen 60 plus beim<br />
Digi-Treff mit dem jungen IT-Experten<br />
Sebastian Sperl und seinen Assistentinnen<br />
klären. Anmeldung und Infos zum Treff<br />
bei Gerlinde Kaupa unter Tel. +49-160-<br />
8330822 oder per Mail an:<br />
kaupa@t-online.de.<br />
Pizza für freiwillige Helfer<br />
„Mittlerweile hat sich der Digi-Treff eingespielt.<br />
Wir haben alle Themen schon<br />
einmal durchgenommen und fangen jetzt<br />
wieder von vorne an“, berichtet Kaupa, die<br />
Helfen erweitert den Horizont und macht Spaß: Senioren, Schüler und in der Mitte Digi-Treff-<br />
Organisatorin Gerlinde Kaupa.<br />
Foto: Simone Kuhnt<br />
selbst jeden Donnerstag mitlernt und ihr<br />
Wissen weitergibt. Besonders freut es sie,<br />
dass einige der Frauen und Männer nun<br />
schon so versiert im Umgang mit den<br />
digitalen Medien sind, dass sie anderen<br />
dabei helfen können. Außerdem haben<br />
die Digi-Senioren bereits ein so breites<br />
Grundwissen, dass sie bereits eine Telefonsprechstunde<br />
anbieten können. Nicht bei<br />
allen Fragen sei jedoch übers Telefon Hilfe<br />
zu finden, erklärt Kaupa. Manche Dinge<br />
müssten gezeigt und ausprobiert werden.<br />
Dabei helfen seit einiger Zeit auch die<br />
Schüler des Gymnasiums Pocking. Sie bieten<br />
immer am letzten Freitag im Monat<br />
eine Eins-zu-Eins-Beratung für die Senioren<br />
an. „Die Kinder und Jugendlichen melden<br />
sich freiwillig und helfen gegen eine<br />
kleine Spende. Mit dem Geld können sie<br />
mittlerweile schon gemeinsam Pizza-Essen<br />
gehen“, erfreut sich Gerlinde Kaupa.<br />
Digital-Lotsen statt Förderung<br />
Der Digi-Treff im großen Sitzungssaal<br />
hatte nur bis September eine Förderung<br />
aus dem Regionalbudget der ILE an Rott<br />
& Inn, doch das Projekt wird weitergeführt.<br />
Unter anderem vor dem Hintergrund<br />
der Corona-Krise sei es wichtig,<br />
mit neuen Medien umgehen zu können,<br />
betont die Landkreis-Seniorenbeauftrage<br />
Kaupa. So könne man sich vernetzen,<br />
Kontakt halten und auch in Quarantäne<br />
der Einsamkeit entgegenwirken. Der<br />
Landkreis sucht daher jetzt nach ehrenamtlichen<br />
„Digital-Lotsen“, die bereit<br />
sind, älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern<br />
Kurse für den Umgang mit PC<br />
und Laptop zu geben. Die Digital-Lotsen<br />
werden in Zusammenarbeit mit dem<br />
BayernLab Vilshofen regelmäßig und<br />
fortlaufend kostenlos geschult. Nähere<br />
Auskünfte erteilt die Fachstelle Senioren<br />
am Landratsamt Passau,<br />
Tel. +49-851-397-318,<br />
Mail:<br />
daniela.schalinski@landkreis-passau.de<br />
Simone Kuhnt/ILE<br />
Made in Bad Griesbach:<br />
Der regionale Genussführer ist online<br />
Wo kann man im ILE-Gebiet schön essen<br />
gehen? Welche Biergärten und Cafés gibt<br />
es bei uns in der Gegend? Wo gibt es regionales<br />
Obst und Gemüse frisch vom Feld?<br />
Und wer kennt sich mit den heimischen<br />
Kräutern aus? Das alles kann man nun bequem<br />
nachschauen, wenn man die Homepage<br />
von Bad Griesbach aufruft und die<br />
Optionen „Gastronomie“ bzw. „Heimische<br />
Produkte“ anklickt. Im Rahmen eines<br />
ILE-geförderten Kleinprojekts hat Gudrun<br />
Wimmer vom Gäste- und Kurservice eine<br />
anschauliche Übersicht mit Anlaufstationen<br />
in der ILE befüllt bzw. um einige<br />
aktuelle Rubriken und Profile ergänzt.<br />
In dem regionalen und digitalen Genuss-<br />
Führer werden aktuell allein rund 100 gastronomische<br />
Betriebe samt Öffnungszeiten<br />
und Kurz-Angebot vorgestellt, dazu etliche<br />
Wochen- und Bauernmärkte, Handwerker,<br />
Direktvermarkter und Solidarische Landwirtschaften.<br />
Die Tourismus- und Website-<br />
Beauftragten der anderen ILE-Kommunen<br />
haben die Möglichkeit, die Genuss-Datenbank<br />
in ihre Internet-Auftritte einzubinden<br />
und die Informationen bei Bedarf zu ergänzen.<br />
Praktisch ist der Genuss-Führer<br />
vor allem für die Anwender. Man kann<br />
nach Umkreis und Themen filtern und so<br />
schnell das perfekte Angebot finden.<br />
Simone Kuhnt / ILE<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
10
FIT & GESUND<br />
Kräuterlexikon<br />
PUNICA GRANATUM<br />
Granatapfel<br />
VON HOLLASTAUDN UND KRONAWITTN<br />
Die Frucht des Granatapfelbaumes, einem<br />
Weiderichgewächs, wird zu den Beerenfrüchten<br />
gezählt. Es lässt sich nicht mit<br />
Sicherheit sagen, woher dieses Gewächs<br />
ursprünglich stammt. Man vermutet seinen<br />
Ursprung in West- bis Mittelasien. Der Granatapfel<br />
begleitet die Menschheit schon seit<br />
dem Altertum. Er wird des Öfteren in der<br />
Bibel erwähnt, ebenso in der griechischen<br />
Mythologie. Er diente als Speise der Götter<br />
oder als Symbol für Macht und Herrschaftstugenden.<br />
Vielfach findet man ihn<br />
abgebildet auf alten Gemälden und Wappen.<br />
Man rätselt sogar, ob die verbotene<br />
Frucht im Garten Eden, die Eva ihrem<br />
Adam reichte, womöglich ein Granatapfel<br />
war, da es zu dieser Zeit die Äpfel, wie wir<br />
sie kennen, noch nicht gab. Die Bezeichnung<br />
der verbotenen Frucht als Apfel<br />
stammt aus dem 5. Jahrhundert und leitet<br />
sich aus der sehr ähnlichen lateinischen<br />
Bezeichnung für Übel und Apfel ab.<br />
Der Granatapfel enthält unter seiner ledrigen<br />
Schale viele kleine Kerne, die mit<br />
einem roten, gelartigen Mantel umhüllt und<br />
in ungleichmäßigen Fruchthöhlen gebündelt<br />
sind. Entweder isst man diese umhüllten<br />
Kerne und schluckt die Samen mit,<br />
oder man presst die Samenmäntel aus und<br />
trinkt den gewonnenen Saft.<br />
Man sagt dem Granatapfel sehr viel Heilwirkung<br />
nach. Es gibt viele Nahrungsergänzungsmittel<br />
aus Granatapfel: Saft,<br />
Saftkonzentrat oder Kapseln. Unleugbar ist<br />
der Granatapfel eine sehr gesunde Frucht.<br />
Er enthält viele Mineralstoffe wie Kalium,<br />
Kalzium, Eisen und Phosphor, des Weiteren<br />
Vitamin C, Vitamin B und Folsäure.<br />
Besonders erwähnenswert ist der Gehalt an<br />
Polyphenolen, sekundären Pflanzenfarbstoffen,<br />
die als hochwirksame Radikalenfänger<br />
gelten.<br />
Granatapfel ist gut fürs Herz und die Blutgefäße,<br />
er kann leicht erhöhten Blutdruck<br />
senken, beeinflusst Cholesterin- und Blutzuckerwerte<br />
positiv und kann die Manneskraft<br />
stärken. Durch die gute Wirkung<br />
gegen oxidativen Stress schützt Granatapfel<br />
vor allem das Gehirn und die Leber vor<br />
Zellschäden durch freie Radikale. In der<br />
Schale des Granatapfels ist unter anderem<br />
Ellagsäure und das Polyphenol Punicalagin<br />
enthalten. Diese Stoffe haben eine antivirale<br />
und antibakterielle Wirkung. Man<br />
kann mit einem Tee aus der Schale von<br />
Biofrüchten Aphten und Rachenentzündungen<br />
behandeln, sowie schlecht heilende<br />
Wunden. Auch im Darm entfaltet sich die<br />
hilfreiche Wirkung. Denn die enthaltene<br />
Ellagsäure wird im Darm von den Darmbakterien<br />
zu Urolithin verstoffwechselt.<br />
Dieses Abbauprodukt wirkt entzündungshemmend<br />
und hat im Tierversuch Entzündungen<br />
zurückgehen lassen. Diese<br />
Erkenntnis könnte Menschen mit chronischen<br />
Darmentzündungen zugutekommen.<br />
Man vermutet, dass auch die Darmbarriere<br />
gestärkt wird und ein Leaky-Gut-Syndrom<br />
sich bessert. In den Kernen des Granatapfels<br />
sind schmerzlindernde und entzündungshemmende<br />
Anthocyane enthalten<br />
und eine seltene Omega-5-Fettsäure. Man<br />
verwendet Granatapfelöl, das aus den Kernen<br />
gepresst wird, in der Kosmetikindustrie.<br />
Es hilft Fältchen zu mildern und<br />
vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen. Es<br />
schützt vor UV-Strahlung und lindert bei<br />
Hauterkrankungen wie Ekzemen usw.<br />
Zu jeder der genannten Anwendungen gibt<br />
es Studien – leider hielten die meisten<br />
davon einer wissenschaftlichen Prüfung<br />
nicht stand. Die Wirksamkeit ist also nicht<br />
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hinreichend wissenschaftlich belegt. Dies<br />
gilt jedoch für viele pflanzliche Mittel. Ausprobieren<br />
schadet nicht, im besten Fall hilft<br />
es trotzdem. Und wenns nicht hilft, wars<br />
zumindest lecker und trotz allem gesund.<br />
Sollten Sie Granatapfelprodukte dauerhaft<br />
als Nahrungsergänzung verwenden wollen,<br />
seien Sie vorsichtig bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme.<br />
Hier kann es leicht<br />
zu Wechselwirkungen kommen, da ein<br />
Darmenzym zum Abbau bestimmter Giftstoffe<br />
gehemmt wird und diese sich<br />
dadurch im Körper anreichern können.<br />
Besondere Vorsicht gilt bei Einnahme von<br />
bestimmten Blutgerinnungshemmern und<br />
bei Viagra.<br />
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11<br />
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FIT & GESUND<br />
Pockings Marien-Apotheker Kunz gibt bei Wind und Kälte heiße Tipps:<br />
Die beste Winterpflege für die Haut<br />
Der Winter ist da, und mit ihm so<br />
viele liebgewonnene Traditionen<br />
wie Spaziergänge in der winterlichen<br />
Landschaft, Besuche von<br />
Weihnachtsmärkten, aber auch<br />
das Zurückziehen in die häusliche<br />
Gemütlichkeit oder das gemeinsame<br />
Begehen der Festtage mit<br />
Familie, Freunden und auch<br />
Arbeitskollegen.<br />
Unsere Haut ist während dieser<br />
Jahreszeit Stress ausgesetzt – sei<br />
es durch die zum Teil schneidend<br />
kalte Luft draußen oder durch die<br />
oft trockene Heizungsluft in Innenräumen.<br />
Es ist also wieder an der<br />
Zeit, sich mehr um unser größtes<br />
Organ zu kümmern, ihm durch<br />
wertvolle Pflege Gutes zu tun und<br />
es zu stärken. Denn auch der<br />
gesundheitliche Aspekt ist stark<br />
von dem Zustand der Haut abhängig:<br />
Sie bildet unter anderem eine<br />
Abgrenzung zwischen Innen und<br />
Außen und schützt uns vor dem<br />
Eindringen von Krankheitserregern<br />
und Fremdsubstanzen, vor mechanischen<br />
Verletzungen, UV-Strahlung,<br />
aber auch vor Flüssigkeitsund<br />
Mineralien-verlusten.<br />
Zur Hautpflege gehören<br />
folgende Aspekte:<br />
• Versorgung der Hautzellen durch ausgewogene<br />
Ernährung und ausreichende<br />
Flüssigkeitszufuhr<br />
• Reinigen der Haut<br />
• Rückfettung trockener Haut, z.B. mit<br />
Cremes und Ölen<br />
• Erhalten eines physiologischen<br />
pH-Wertes von 5,5<br />
• Schutz vor Hautreizung, mechanischen<br />
Verletzungen und UV-Strahlung<br />
• Behandlung von Hautkrankheiten<br />
Hautpflegemittel<br />
Schon klares Wasser allein hat eine reinigende<br />
Wirkung. Werden dem Wasser<br />
waschaktive Substanzen (Tenside) zugesetzt,<br />
erhöht sich der Reinigungseffekt<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
Frost, Schnee, Wind: In der kalten Jahreszeit ist die Haut vor allem im Gesicht stark gefordert.<br />
Gesunde Pflege hilft und beugt vor.<br />
Foto: Adina Voicu / Pixabay<br />
und die keim-reduzierende Wirkung. Auf<br />
Zusatzstoffe (Farb- und Duftstoffe) im<br />
Reinigungsprodukt kann in der Regel verzichtet<br />
werden, da das Produkt ohnehin<br />
nicht auf der Haut verbleiben soll und<br />
wieder abgewaschen wird. Ausnahme:<br />
Der dünne Fettfilm eines Ölbades wird<br />
nicht entfernt; er trocknet an und macht<br />
das nachträgliche Eincremen überflüssig.<br />
Trockene Haut<br />
Trockene und empfindliche Haut ist die<br />
Folge einer Schädigung der Haut-Lipid-<br />
Barriere. Dadurch verliert die Haut die<br />
Fähigkeit, vor allem bei tiefen Temperaturen<br />
und trockener Luft, Feuchtigkeit<br />
einzuschließen. Besonders gefährdet sind<br />
Hände und Gesicht, aber auch Fersen,<br />
Schienbeine und Ellenbogen. Dort können<br />
im Winter sogar unangenehme oder<br />
schmerzhafte Risse entstehen. Solche<br />
Stellen sollte man zweimal am Tag mit<br />
einer geeigneten Pflege eincremen.<br />
Um möglichst viel Feuchtigkeit in der<br />
Haut zu erhalten, eignen sich Produkte<br />
mit Wirkstoffen wie Urea (Harnstoff),<br />
Betulin oder Milchsäure in W/O-Emulsionen<br />
und reizmildernde pflanzliche<br />
Substanzen wie Aloe oder Bisabolol aus<br />
der Kamille.<br />
12<br />
Mittel zur Rückfettung<br />
Trockene oder schuppige Haut braucht<br />
spezielle Pflege in Form von Lotionen<br />
oder Cremes, die hochwertige Öle pflanzlichen<br />
Ursprungs (Olivenöl, Nachtkerzenöl,<br />
Sheabutter und Linolensäure) und<br />
möglichst wenige, gut verträgliche Zusatzstoffe<br />
enthalten. Beispielsweise ist für<br />
Produkte, die mindestens 5% Dexpanthenol<br />
enthalten, eine positive Wirkung auf<br />
die Regeneration der Haut nachgewiesen.<br />
Weniger geeignet hingegen sind Pflegemittel,<br />
die billige Erdölprodukte enthalten<br />
(deklariert als Paraffin, Mineral Oil,<br />
Microcrystalline Wax, Ceresin).<br />
Neben der Verwendung qualitativ hochwertiger<br />
Pflegeprodukte, ist vor allem<br />
deren regelmäßige Anwendung wichtig.<br />
Es kann bis zu zwei Wochen dauern, den<br />
Feuchtigkeitsgehalt der Haut so weit zu<br />
erhöhen, dass die Beschwerden bei trockenen<br />
Haut nachlassen. Wie so oft ist<br />
auch hier Geduld gefragt, um nicht doch<br />
noch „aus der Haut zu fahren“.<br />
Genießen Sie eine schöne und<br />
unbeschwerte vorweihnachtliche Zeit!<br />
Ihr Marien-Apotheker<br />
Gerald Kunz
FIT & GESUND<br />
Allgemeine<br />
Pflege-Tipps<br />
Exklusiv für Sie:<br />
Frost, Schnee, Wind: In der<br />
kalten Jahreszeit ist die<br />
Haut vor allem im Gesicht<br />
stark gefordert. Gesunde<br />
Pflege hilft und beugt vor.<br />
• Verwenden Sie hypoallergene,<br />
parfümfreie und nicht komedogene<br />
Produkte.<br />
• Vermeiden Sie Seifen und<br />
aggressive Hautreinigungsprodukte:<br />
• Bei gespannter Haut im Gesicht<br />
entfettet meist das Reinigungsprodukt<br />
zu sehr. Verwenden Sie<br />
in diesem Fall besser eine sanfte<br />
Reinigungsmilch.<br />
• Spülen Sie alle Hautreinigungsprodukte<br />
gründlich mit warmem<br />
Wasser ab – falls nicht<br />
ausdrücklich anders angegeben.<br />
• Vermeiden Sie zu häufige und<br />
zu heiße Duschen und Bäder:<br />
Dadurch wird die Haut strapaziert;<br />
sie quillt auf und wird so<br />
für Schadstoffe durchlässiger.<br />
• Trocknen Sie die Haut, indem<br />
Sie sie lediglich sanft mit einem<br />
Handtuch abtupfen.<br />
• Tragen Sie nach der Reinigung<br />
Cremes und Lotionen auf.<br />
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auch im Winter bei starker<br />
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• Vermeiden Sie übermäßige<br />
Peelings.<br />
• Trinken Sie viel Wasser.<br />
$$$%#-&)(.-'$!."+!*%"!<br />
%"!<br />
(29-29 869& #, .
GENIESSEN & ERLEBEN<br />
Das neue Genuss-<strong>Magazin</strong> „Kostbares Innviertel“ präsentiert:<br />
Das ganze Jahr Knödelsaison –<br />
auch zu Weihnachten!<br />
Tatsächlich ist im Innviertel<br />
das ganze Jahr Knödelsaison.<br />
Jeder hier schwört:<br />
Innviertler Knödel schmecken<br />
bei 30 Grad – plus oder<br />
minus. Doch ehrlich: So ein<br />
Innviertler Knödelteller mit<br />
diesen warmen, weichen<br />
Kugeln und dem wohlig duftenden<br />
Kraut – das ist schon<br />
eine wärmenden Wohltat,<br />
wenn's draußen neblig nieselt<br />
oder frostig der Wind bläst.<br />
Ein Essen, das sich gut vorbereiten<br />
lässt und dann ohne<br />
viel Aufwand am Heiligabend<br />
serviert werden kann, grad<br />
wenn die Kirchen heuer auch<br />
nur bis kurz über den Gefrierpunkt<br />
geheizt werden.<br />
Vielleicht gibt’s also heuer zur<br />
Abwechslung:<br />
Innviertler Knödel<br />
nach einem Rezept von<br />
der Mosaueroma<br />
Für den Knödelbrotteig braucht man:<br />
200 g Knödelbrot aus Weißbrot, 50 g<br />
Knödelbrot aus Schwarzbrot, 1 Prise<br />
Salz, 1 Ei, etwas griffiges Mehl und etwas<br />
Milch<br />
Für die Speckfüllung braucht man:<br />
100 g Innviertler Bio-Surspeck, Schnittlauch,<br />
reichlich Pfeffer, eine Prise Paprika<br />
edelsüß<br />
Und so hat’s die Mosaueroma<br />
gemacht:<br />
Das Knödelbrot mit einer Prise Salz würzen<br />
und mit einem Ei anfeuchten. Mit<br />
etwas Milch und etwas Mehl zu einem<br />
halbfesten Knödelteig verarbeiten. Den<br />
Teig gut mit den Händen abarbeiten oder<br />
besser noch durch eine „Flotte Lotte“<br />
passieren – er muss auf jeden Fall sehr<br />
fein sein und das Knödelbrot darf nicht<br />
mehr als solches erkennbar sein.<br />
Vielfältige kulinarische Tradition: Stilvoll serviert sind Innviertler Knödel ein rustikales Festmahl.<br />
Foto: Tourismusverband s'Innviertel<br />
Den Surspeck eine halbe Stunde einfrieren,<br />
denn so lässt er sich später besser<br />
schneiden. Dann den Speck in ca. 3 mm<br />
dicke Scheiben schneiden. Eine weitere<br />
halbe Stunde einfrieren. Die Scheiben in<br />
3 mm Stifterl und dann 3 mm Würferl<br />
schneiden.<br />
Die Würferl in eine Schüssel geben und<br />
kräftig mit kleingeschnittenem Schnittlauch<br />
und reichlich gemahlenem Pfeffer<br />
würzen. Eine Prise gemahlenen Paprika<br />
hinzufügen. Gut mit den Fingern vermischen<br />
und winzige Knödelchen formen.<br />
Sie sollten maximal 2 cm Durchmesser<br />
haben. Die Knödelchen für eine weitere<br />
halbe Stunde in den Tiefkühler geben.<br />
Sind die Knödelchen gefroren, werden sie<br />
mit dem Teigmantel dünn überzogen: Ein<br />
walnussgroßes Stück Teig in die Handfläche<br />
nehmen, flach drücken und die<br />
gefrorene Füllung darauflegen. Rasch mit<br />
dem Teig umhüllen und ihn dabei fest<br />
andrücken. Runde Knödel formen. In<br />
leicht siedendem Wasser ca. 10–15 Minuten<br />
garen lassen.<br />
Eine erwachsene Portion beginnt normaler<br />
Weise bei sechs Knödel. Dazu passt<br />
am besten hausgemachtes Sauerkraut,<br />
aber auch Erdäpfelpüree soll als Zuspeise<br />
mancherorts vorkommen. Und natürlich<br />
Bier aus der Region.<br />
Knödel-Varianten al Gusto<br />
Es gibt verschiedene Varianten. Verbreitet<br />
ist etwa auch eine Hülle aus Mehlteig und<br />
Füllungen aus Grammel oder Selchfleisch,<br />
seltener Haschee und Brät. Moderne<br />
Kreationen sind mit Spinat grün,<br />
mit Rote Beete rot eingefärbt oder mit<br />
Chili scharfgemacht. Geschmackssache.<br />
Wie man den Mehltteig macht, verrät de<br />
Mosauerin auf ihrem Blog<br />
www.mosauerin.at<br />
Eine Video-Anleitung gibt’s unter<br />
youtube.com/watch?v=4KJnTDzLDbo<br />
Wer zu den Feiertagen dann was Festliches<br />
braucht, für den wär ja ein knuspriges<br />
Innviertler Bauerngansl was. Das<br />
Rezept dazu gibt’s auch im Genuss-<strong>Magazin</strong><br />
„Kostbares Innviertel“. Online gibt<br />
es das hier:<br />
tinyurl.com/TLM-Genuss<strong>2022</strong><br />
Wer es in Händen halten will, bestellt es<br />
unter info@innviertel-tourismus.at<br />
sam<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
14
GENIESSEN & ERLEBEN<br />
Der Pockinger Weihnachtsmarkt lädt ein zum Shoppen & Genießen<br />
Endlich wieder den Advent am Kirchplatz feiern!<br />
Nach zweijähriger Pause veranstaltet der Unternehmerverein<br />
Pocking Aktiv von 1. bis 4. <strong>Dezember</strong> wieder den beliebten traditionellen<br />
Weihnachtsmarkt am Kirchplatz.<br />
Schon am Donnerstag, den 1.12. um 16.00 Uhr, eröffnet die<br />
Pocking Aktiv-Vorsitzende Tanja Gruber zusammen mit Bürgermeister<br />
Krah den Weihnachtsmarkt <strong>2022</strong>. Untermalt wird die<br />
feierliche Eröffnung in diesem Jahr von der Stadtkapelle Pocking.<br />
Das Kinderhaus St. Josef, der Kindergarten St. Georg und die<br />
Mittelschule Pocking erfreuen die Besucher gleich danach mit<br />
weihnachtlichen Liedern. Stimmgewaltig präsentiert sich der Lenghammer<br />
Gospelchor am Abend.<br />
Stelzenkunst & Sternenzauber<br />
Die nächsten drei Tage sind gleichermaßen der weihnachtlichen als<br />
auch der populären Musik gewidmet. Die Hartkirchner Bläsergruppe<br />
eröffnet den Freitagnachmittag, die kleinen Künstler der<br />
Klavierklasse Lugosi und der Grundschule Pocking zeigen am<br />
Nachmittag ihr Können. Für den Abend konnte mit „MadChick mit<br />
Vroni Hoch2“ ein musikalisches Schmankerl gewonnen werden.<br />
Kostenloser DHL-Service<br />
Hilfspakete für die Ukraine<br />
Die Ukraine erwartet ein harter Winter. Ganze Regionen haben teilweise weder<br />
Strom, noch Wasser. Um den Menschen dort von Deutschland aus zu helfen, transportiert<br />
die Deutsche Post DHL private Hilfspakete kostenlos in die Ukraine.<br />
Die Pakete dürfen bis zu 20 kg schwer sein. „Deutsche Post DHL übernimmt<br />
anschließend die Beförderung von Deutschland zu den Übergabepunkten an die<br />
Ukrainische Post in Polen, Ungarn und der Slowakei“, schreibt der Paket-Dienst auf<br />
seiner Internetseite. An den jeweiligen Grenzen sollen die Pakete dann von der ukrainischen<br />
Post „Ukrposhta“ entgegen genommen und an Hilfsbedürftige im ganzen<br />
Land verteilt werden.<br />
Das wird gebraucht:<br />
• Haltbare Lebensmittel: Konserven, Teigwaren, Mehl, Kaffee, Zucker, Trockenfrüchte,<br />
Süßigkeiten, Kondensmilch, Babynahrung (nicht in Gläsern) / Milchpulver, Tiernahrung<br />
• Medizinische Produkte und nicht verschreibungspflichtige Medikamente: z.B.<br />
Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Pflaster usw.<br />
• Hygieneprodukte: Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife, Shampoo, Feuchttücher,<br />
Windeln, Menstruationsartikel<br />
• Wärmespendende Gegenstände in gutem Zustand: Isomatten, Decken, Thermoskannen.<br />
Die Post bittet darum, nur original verpackte oder gereinigte / gewaschene Hilfsgüter<br />
in verwendungsfähigem Zustand zu verschicken und darauf zu achten, dass der<br />
Inhalt sicher verpackt ist und während des Transports nicht beschädigt werden kann.<br />
Von der ukrainischen Post werde ausdrücklich darum gebeten, keine Kleidung zu<br />
verschicken.<br />
Gegenstände, die nicht in die Hilfspakete dürfen, sind Waffen, verschreibungspflichtige<br />
Medikamente, schnell verderbliches Essen (z.B. Obst und Gemüse), Drogen,<br />
Bargeld und entzündliche Substanzen (z.B. Batterien).<br />
Um die Pakete in die Ukraine zu schicken, sind einige Schritte nötig:<br />
1. Verpacken Sie Ihre Sendung gründlich, damit sie die Maschinensortierung und<br />
die Verteilung in der Ukraine gut übersteht.<br />
2. Schreiben Sie den Inhalt des Pakets deutlich Englisch und/oder Ukrainisch auf<br />
die Verpackung.<br />
3. Laden Sie das spezielle Paketlabel für Hilfspakete in die Ukraine herunter. Sie<br />
finden es hier:<br />
https://tinyurl.com/TLM-Ukraine-Paketlabel<br />
4. Drucken Sie das spezielle Paketlabel aus und befestigen Sie es fest auf Ihrem<br />
Paket.<br />
5. Geben Sie das Paket ausschließlich in einer Postfiliale ab.<br />
6. Deutsche Post DHL übernimmt Versand und Weitergabe an die ukrainischen Post<br />
Ukrposhta.<br />
Es gibt seitens DHL keinen Zustellnachweis und keinerlei Haftung.<br />
Zur DHL-Info-Seite im Internet geht es hier:<br />
https://tinyurl.com/TLM-Ukraine-Hilfspakete<br />
sam<br />
Der Samstag gehört den Kindern: Zum Weihnachtsmarkt kommen<br />
eine wunderschöne weiße Eis-Fee und ihr charmanter Elf. Die beiden<br />
Stelzenfiguren des Rottaler Staatszirkus verzaubern Klein und<br />
Groß mit Ihren phantasievollen Kostümen, Stelzenkunst, Sternenzauber<br />
und Glückssteinen und schweben erhaben über den Kirchplatz.<br />
Der beliebte Pockinger Musiker Jörg Huber beendet das<br />
Samstagsprogramm.<br />
Besinnliche Klänge zum 2. Advent schenkt der Chor „Gospel and<br />
More“ den Besuchern, anschließend sorgt die Marktmusik Obernberg<br />
für beste Unterhaltung. Zum Abschluss vertreiben die Perchten<br />
der Vorwoid Deiffen die bösen Geister.<br />
Neben einem bezaubernden Bühnenprogramm lockt die Glückshütte<br />
des Unternehmervereins wieder mit jeder Menge Losglück.<br />
Auch heuer gibt es viele attraktive Preise und Gutscheine der<br />
lokalen Geschäfte zu gewinnen.<br />
Zahlreiche Fieranten bieten Handwerkskunst und originelle, regionale<br />
Weihnachtsgeschenke.<br />
Bei Punsch, Glühwein und jeder Menge Schmankerln verbringen<br />
die Gäste eine gesellige, vorweihnachtliche Zeit am Kirchplatz. eB<br />
15<br />
www.thermenland-magazin.de
GENIESSEN & ERLEBEN<br />
Tipp für alle, die gesund und fit ins neue Jahr starten möchten:<br />
Die Badekur ist wieder Pflichtleistung der Kassen<br />
Gute Nachrichten: Die „ambulante Vorsorgemaßnahme“<br />
(offene Badekur) ist wieder<br />
Pflichtleistung der Krankenkassen. Bis<br />
zu drei Wochen dauert die Badekur, die<br />
vom Badearzt begleitet wird. Dieser kann<br />
dabei auch das ortsgebundene Heilmittel,<br />
sprich das original Bad Birnbacher Heilwasser,<br />
verordnen. Alle Arzt- und 90 Prozent<br />
der Behandlungskosten werden von<br />
der Krankenkasse getragen! Beantragt<br />
werden kann diese Kur über den Hausarzt.<br />
WICHTIG: Auch die erfolgreiche Kompaktkur<br />
„AGES – Aktiv gegen Erschöpfung<br />
und Stress“ fällt unter diese Regelung.<br />
Alle Details finden Sie unter<br />
www.rottal-terme.de – gerne berät Sie<br />
das Thermen-Team auch persönlich unter<br />
Tel. +49-8563-2900.<br />
Die einzigartige Wohlfühl-Therme:<br />
Entspannung für<br />
anspruchsvolle und<br />
aktive Gäste<br />
Trotz stetig steigender Kosten sind in der<br />
Wohlfühl-Therme die Eintritts-Preise und<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
die Temperaturen stabil. Die Gäste können<br />
wie gewohnt im Thermenbereich alle<br />
Becken mit dem gewohnt warmen Thermal-Mineralwasser<br />
nutzen, lediglich die<br />
Dampfgrotten sind zur Energieeinsparung<br />
geschlossen. Im Thermen-Eintritt inbegriffen<br />
sind die 12 Infrarot-Plätze, die in einem<br />
großzügig gestalteten Raum gleich neben<br />
dem Trinkbrunnen mit GRANDER ® Wasser<br />
zu Verfügung stehen.<br />
Auf Grund der Energiekrise müssen zwar<br />
die energieintensiven Bereiche Sauna und<br />
HAMAM geschlossen sein, aber die Wasser-Temperaturen<br />
in unseren Becken sind<br />
nicht reduziert.<br />
Tauchen Sie ein, beleben Sie Ihre Gesundheit<br />
und finden Sie zur inneren Ruhe.<br />
In der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach<br />
finden Sie Ihr ganz persönliches Badevergnügen,<br />
bei dem Sie dank der gesundheitsfördernden<br />
Wirkung des Thermal-<br />
Mineralwassers gleichzeitig neue Lebensenergie<br />
tanken.<br />
Egal ob Sie schwimmen, Ihren Kreislauf in<br />
Schwung bringen oder Ihre Gesundheit<br />
18<br />
stärken wollen – hier entspannen Sie ganz<br />
nach Ihren persönlichen Vorlieben.<br />
Wohlfühl-Therme Bad Griesbach,<br />
Tel. +49-8532-96150<br />
ww.wohlfuehltherme.de<br />
info@wohlfuehltherme.de<br />
Unser Wasser macht’s
Traudl Wolff präsentiert neues Programm:<br />
Humoresken aus<br />
dem Senioren-Alltag<br />
Mit „Ich bin noch nicht morsch!“<br />
meldet sich Bad Füssings Top-<br />
Humoristin Traudl Wolff mit einem<br />
neuen Programm zurück auf der<br />
Kabarettbühne. „Was kann man tun,<br />
wenn sie kommen, die Alterserscheinungen?“<br />
fragt sie aus verschiedensten<br />
Lebenserfahrungen heraus, die<br />
sie natürlich nicht unbedingt alle<br />
selbst gemacht hat. „No, nix“, ist die<br />
lakonische Antwort, die sich die<br />
Autorin gleich selbst gibt. Mit ihren kleinen G'schichtln und<br />
Humoresken steht sie in der Tradition großer Meister des Wiener<br />
Schmähs wie Friedrich Torberg, der Ephraim Kischons<br />
Werke so kongenial übersetzt hat. Kein Wunder, ist die Gastgeberin<br />
der Gute-Laune-Stunde doch selbst Tochter des bekannten<br />
Wiener Schmähführers Peter „Distelzwick“ Deutsch.<br />
Der Abend, an dem Traudl Wolff ihren Zuhörern vor Lachen<br />
die Tränen in die Augen treiben möchte, beginnt in Bad Füssing<br />
am 30. <strong>Dezember</strong> um 19.30 Uhr im Kleinen Kurhaus. sam<br />
KULTUR & FREIZEIT<br />
Kartenverlosung: 50 Jahre musikalischer Widerstand feiert in Pocking Jubiläum!<br />
Die Scherben halten die Zwille noch hoch<br />
Eine Steinschleuder<br />
war das Logo der<br />
David Volksmund<br />
Produktion, des Plattenlabels,<br />
das die<br />
Band „Ton Steine<br />
Scherben“ 1971 nach<br />
dem Erfolg ihrer Single<br />
„Macht kaputt, was euch kaputt<br />
macht“ gegründet haben, um von den kapitalistischen<br />
Schallplatten-Multis unabhängig<br />
bleiben zu können – David hätte<br />
schließlich auch keine Geschäfte mit Goliath<br />
gemacht.<br />
Ihre ersten Platten, die in Pizzakartons<br />
ähnlichen Hüllen verpackt waren, vertrieben<br />
sie noch selbst in der jungen linksalternativen<br />
Szene, die enttäuscht von<br />
Love & Peace der Hippie-Ära auch vor<br />
Randale und Hausbesetzungen nicht<br />
zurückschreckten.<br />
Väter des Polit-Rock<br />
Mit ihrem charismatischen Sänger Rio Reiser<br />
waren sie die Toten Hosen der 70er<br />
Jahre und sie gelten bis heute als eine<br />
der einflussreichsten Musikgruppen der<br />
deutschen Rockgeschichte überhaupt. Die<br />
„Scherben-Family“ lebte das Leben der<br />
links-alternativen Szene mit all seinen Veränderungen.<br />
„Keine Macht für niemand“,<br />
„Macht kaputt, was euch kaputt macht“,<br />
„Wir sind geboren, um frei zu sein. Wir<br />
sind zwei von Millionen, wir sind nicht allein“<br />
oder „Das ist unser Haus“ waren<br />
Texte, die das Lebensgefühl der Zeit herausschrien.<br />
Vom Garagenrock Anfang der<br />
70er bis hin zu den Balladen und großen<br />
poppigen Chart-Erfolgen Reisers („Wenn<br />
ich König von Deutschland wär'“) reicht<br />
die Bandbreite.<br />
Zeitlose Balladen<br />
Vor 50 Jahren textete Reiser in „Mein<br />
Name ist Mensch“: „Ich habe viele Väter.<br />
Ich habe viele Mütter, und ich habe viele<br />
Schwestern, und ich habe viele Brüder.<br />
Meine Väter sind schwarz und meine Mütter<br />
sind gelb und meine Brüder sind rot<br />
und meine Schwestern sind hell. Ich bin<br />
über zehntausend Jahre alt, und mein<br />
Name ist Mensch!“ Heute, vor dem Hintergrund<br />
aktueller Fremdenfeindlichkeit,<br />
Vereinsamung und Krieg in Europa zeigt<br />
sich erst, wie zeitlos gültig das Werk der<br />
Scherben ist.<br />
Kostenlos mitfeiern<br />
Gründungsmitglied Kai Sichtermann und<br />
Funky K. Götzner haben 2014 den Nürnberger<br />
Sänger Gymmick mit ins Boot geholt.<br />
Seitdem ist die Band mit Scherbenund<br />
Rio-Reiser-Songs wieder auf Tour. Mit<br />
ihrem Album „Radio für Millionen“ und aktuellen<br />
eigenen Songs bleibt die Band weiter<br />
unbequem und legt die Finger in die<br />
Wunden der Gesellschaft. Bei ihrem Jubiläumskonzert<br />
am Samstag, 10. <strong>Dezember</strong> ab<br />
20 Uhr in der Pockinger Stadthalle lassen<br />
Kai, Funky & Gymmick die Hits einer der<br />
wichtigsten deutschen Bands noch einmal<br />
aufleben. Noch ist der Traum nicht aus!<br />
Wer mitfeiern will: Karten zum Konzert gibt<br />
es unter www.kultursaal.at und an der<br />
Abendkasse für solidarische 25 Euro. sam<br />
Zusammen mit dem Veranstalter Petermichl<br />
Events verlost das <strong>Thermenland</strong> <strong>Magazin</strong><br />
2x 2 Eintrittskarten. Bitte einfach bis<br />
zum 9.12. eine E-Mail mit Absenderadresse<br />
an Mein-<strong>Thermenland</strong>-<strong>Magazin</strong>@gmx.de<br />
Foto: Lothar Feikel
KULTUR & FREIZEIT<br />
Buchverlosung: Wahre Weihnachtsgeschichten zu gewinnen!<br />
Weihnachtsmilch<br />
Mein schönster Weihnachtsschmuck ist<br />
eine alte zerbeulte Milchkanne aus Weißblech.<br />
Sie hat jedes Jahr einen festen Platz<br />
unter meinem Weihnachtsbaum. Denn die<br />
Kanne hat eine Geschichte. Die ereignete<br />
sich einige Monate nach dem Ende des<br />
Zweiten Weltkrieges. Mein Vater hat sie mir<br />
vor ein paar Jahren erzählt:<br />
Kurz vor Weihnachten 1945 bekam die<br />
Mutter meines Vaters, meine Oma Anna,<br />
unerwarteten Besuch von einer verzweifelten<br />
Frau. Als sie die Tür öffnete, stand mein<br />
Vater, er war damals gerade 8 Jahre alt, neugierig<br />
hinter ihr und wollte wissen, was da<br />
los sei. Mal schaute er rechts, mal links hinter<br />
seiner Mutter hervor, wie es Kinder eben<br />
machen. Die Frau musste eine von den vielen<br />
Flüchtlingen sein, die im Laufe des Jahres<br />
ins Dorf gekommen waren. Sie war sehr<br />
mager, die streng nach hinten gekämmten<br />
und in einen Knoten gebundenen Haare<br />
machten ihr Gesicht noch schmaler. Das<br />
abgewetzte, verwaschene Kleid schien ihr<br />
viel zu groß, sie wirkte erschöpft. Der gesenkte<br />
Kopf verriet, dass ihr der Besuch<br />
offensichtlich unangenehm war.<br />
Ohne sich vorzustellen, berichtete sie, dass<br />
ihre kleine Tochter durch Unterernährung<br />
und von den Folgen der monatelangen<br />
Flucht sehr krank sei und auch nicht mehr<br />
gehen könne. Der Dorfarzt hatte ihr gesagt,<br />
es gäbe nur eine Möglichkeit zur Gesundung:<br />
Täglich ein großes Glas Ziegenmilch.<br />
Diese Milch sei ein wahres Wundermittel,<br />
allerdings nur über einen langen Zeitraum<br />
eingenommen; wenige Wochen würden fast<br />
nichts bringen. Was sie dann sagte, hat mein<br />
Vater bis heute nicht vergessen:<br />
„Sie sind meine letzte Hoffnung“<br />
„Man hat mir gesagt, Sie besitzen ein paar<br />
Ziegen. Ich weiß, dass Sie 4 Kinder haben<br />
und Ihr Mann bis heute nicht aus dem<br />
Krieg zurückgekommen ist. Aber bei 5 Familien,<br />
die ebenfalls Ziegen halten, war ich<br />
bereits vergeblich. Alle besitzen mehr als<br />
Sie, doch sie haben mich weggeschickt.<br />
Jetzt sind Sie meine letzte Hoffnung. Bitte,<br />
helfen Sie uns!“<br />
Meinem Vater war klar, dass seine Mutter<br />
sofort einwilligen würde. Etwas anderes<br />
wäre für sie gar nicht in Frage gekommen.<br />
Allein schon der Gedanke, die Frau und<br />
ihre kleine Tochter im Stich zu lassen, war<br />
undenkbar. So versprach meine Oma der<br />
armen Frau täglich ein großes Glas Milch<br />
für ihr Kind. Und das so lange wie nötig,<br />
seien es nun Wochen, Monate oder Jahre.<br />
Sie brauche auch nichts dafür zu bezahlen.<br />
Die Flüchtlingsfrau war freudig überrascht:<br />
„Mit so viel Freundlichkeit hat uns noch<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
niemand unterstützt. Warum tun Sie das für<br />
uns? Sie haben doch selber so wenig, Ihre<br />
4 Kinder brauchen sicher auch Milch und<br />
wir sind Fremde.“<br />
„Wir müssen diese Zeit<br />
zusammen überstehen“<br />
„Ach, nicht der Rede wert“, wehrte Oma ab,<br />
„denken Sie sich bloß nichts dabei. Sie<br />
haben mit Ihrer Tochter die Flucht überlebt,<br />
und ich habe mit meinen Kindern die Bombenangriffe<br />
und die Tiefflieger überlebt. Jetzt<br />
müssen wir dafür sorgen, dass wir auch<br />
diese Zeit alle zusammen überstehen. Es<br />
kommen auch wieder bessere Zeiten.“<br />
Jeden Tag kam sie nun – immer zur gleichen<br />
Zeit, etwa um 10 Uhr morgens – die Milchkanne<br />
in der Hand. Es war immer die selbe,<br />
schon damals alte Weißblechkanne meiner<br />
Oma mit einem Holzgriff. „Recht herzlichen<br />
Dank auch“ verabschiedete sie sich mit<br />
unverkennbar ostpreußischem Akzent und<br />
meine Oma Anna erwiderte immer: „Schon<br />
recht.“ Tag für Tag das gleiche Ritual.<br />
Das ging ein Jahr so. Dann kam Weihnachten<br />
1946. Wenige Tage vor Heiligabend erschien<br />
die Frau in Begleitung ihrer kleinen<br />
Tochter. Meine Oma hatte das Kind bislang<br />
nie gesehen. Die Kleine war etwa 5 Jahre alt,<br />
konnte gehen und machte einen sehr fröhlichen<br />
Eindruck. Sie war wieder gesund!<br />
Nur ihre Mutter wirkte jedoch bedrückt.<br />
„Das ist das schönste<br />
Weihnachtsgeschenk!“<br />
Meine Oma wollte natürlich den Grund<br />
dafür wissen und brachte die Frau stockend<br />
hervor, dass sie sich bei meiner Oma für<br />
ihre Hilfe nicht erkenntlich zeigen könne.<br />
Durch Krieg, Vertreibung und Flucht hatten<br />
sie alles verloren – alles, bis auf ihr Leben<br />
und die Kleider, die sie damals anhatten.<br />
Meine Oma aber strahlte! Ihr Gesicht stand<br />
im vollkommenen Gegensatz zu der ernsten<br />
Miene der Frau, die mit leeren Händen vor<br />
ihr stand. Beschämt und verunsichert fragte<br />
sie nach dem Grund für Omas Freude.<br />
„Ja, wissen Sie es denn wirklich nicht?“, rief<br />
Oma Anna. Sie beugte sich hinunter und<br />
umarmte das kleine Mädchen, küsste es auf<br />
die Stirn und sagte zu seiner Mutter: „Sie ist<br />
wieder gesund und sie kann wieder gehen.<br />
Ja, was will ich denn mehr? Das ist doch<br />
das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich<br />
jemals bekommen habe!“<br />
Die zerbeulte alte Weißblechkanne aber,<br />
die nun zu meiner Weihnachtsdekoration<br />
gehört, steht symbolisch für das schönste<br />
Weihnachtsgeschenk, das meine Oma jemals<br />
bekommen hat. Christian Metzner<br />
20<br />
Weihnachtsfreude als Lohn: Oma Anna 1946 vor ihrem Haus.<br />
Foto: privat<br />
Buchverlosung:<br />
Diese Weihnachtsgeschichte haben wir<br />
dem Band 11 der Reihe „Unvergessene<br />
Weihnachten“ entnommen. Mehr als 400<br />
solcher Weihnachtsgeschichten hat der Berliner<br />
Zeitgut Verlag inzwischen gesammelt<br />
und in 14 Bänden editiert. Diese sind ab<br />
Band 6 auch als gebundene Geschenkausgaben<br />
erhältlich. Wir verlosen 3 Ausgaben<br />
vom Band 11 der Reihe unter allen Einsendern<br />
einer E-Mail mit Adressangabe bis<br />
zum 20. <strong>Dezember</strong> an:<br />
Mein-<strong>Thermenland</strong>-<strong>Magazin</strong>@gmx.de<br />
Unvergessene Weihnachten.<br />
Band 1 bis 14, je 192 Seiten, viele Abbildungen.<br />
Bis Band 13 als Taschenbuch 8,90 Euro;<br />
Band 14 für 10,90 Euro.<br />
Ab Band 6 auch als gebundene Geschenkausgaben<br />
für 11,90 Euro erhältlich;<br />
Zeitgut Verlag, Berlin. www.zeitgut.com<br />
Bei Interesse empfehlen wir den Direktbezug<br />
über die Homepage des Verlags, da<br />
es dort weitere Leseproben zu den einzelnen<br />
Büchern gibt.
Modezum<br />
Verlieben!<br />
Mode zum<br />
Verlieben!<br />
Freuen Sie sich auf die bequeme<br />
SoftKollektion von<br />
Vielen Dank für Ihre„Herzliche Treue“.Wir wünschen Ihnen<br />
„Frohe Weihnachten und beste Gesundheit im Neuen Jahr“!<br />
LifeStyle by Gigi<br />
am Kreisverkehr mit dem Springbrunnen, neben Café Elisabeth<br />
Thermalbadstr. 8 • 94072 Bad Füssing • Tel. 0 85 31-91 39 0 39<br />
21<br />
www.thermenland-magazin.de
Unterwegs mit Helmut Degenhart<br />
<strong>Dezember</strong>:<br />
Monat der Dunkelheit –Monat des Lichts<br />
Der Christmonat <strong>Dezember</strong> hat seine wohl eigensten<br />
Tage im Jahr. Nicht nur, dass am 21. <strong>Dezember</strong> der<br />
Winter beginnt, nein Weihnachten das ganz besondere<br />
Fest im Jahr steht im Mittelpunkt. Gleich ob<br />
Christ oder nicht, dieses Fest berührt fast alle Menschen.<br />
Dazu stellt sich die Natur auf die kalte Jahreszeit<br />
ein und auch in den Zeiten des Klimawandels<br />
warten viele Menschen, aber vor allem die Kinder,<br />
auf den ersten Schnee.<br />
Mit dem ersten Adventsonntag beginnt das neue<br />
Kirchenjahr. In diesem Jahr bereits am 28. November.<br />
Die Tage im Advent weisen den Weg hin auf das<br />
Weihnachtsfest. „Bereitet den Weg des Herrn“ ist für<br />
Christen das große Leitwort dieser Tage. Um diese<br />
<strong>Dezember</strong>tage rankt sich, nicht nur bei uns, sondern<br />
weltweit, besonders viel Brauchtum.<br />
Werfen wir einen Blick auf den Monatskalender dann<br />
finden wir bereits am 3. <strong>Dezember</strong> den Namen eines<br />
großen Heiligen. Franz Xaver, Patron der Seereisenden,<br />
wirkte im 16. Jahrhundert als Missionar in Japan<br />
und in China.<br />
Am 4. <strong>Dezember</strong> steht die Hl. Barbara im Namenstagkalender.<br />
Die Märtyrerin und im Alpenraum<br />
besonders verehrte Heilige gehört den vierzehn Not-<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
22
ist die erste Rauhnacht. Böse Geister, Hexen und<br />
Teufel sind in dieser Nacht unterwegs und verlassen<br />
uns erst wieder zu Dreikönig im nächsten Jahr.<br />
helfern, einer besonders herausgehobenen Heiligengruppe,<br />
an. Sie ist Patronin der Bergleute, der Architekten<br />
und der Sterbenden. An ihrem Namenstag<br />
werden nach altem Bauch Zweige von Kirschbäumen<br />
und Forsythien geschnitten und in eine Vase gegeben.<br />
Wenn diese Zweige zu Weihnachten aufblühen, verheißen<br />
sie Glück und ein gutes Jahr.<br />
Am 6. <strong>Dezember</strong> ist der große Tag des Heiligen Nikolaus.<br />
Der Heilige war Bischof von Myra in Kleinasien,<br />
in der heutigen Provinz Antalya in der Türkei.<br />
Seine Kirche steht noch dort. Seine Gebeine aber<br />
ruhen in Bari. Die dortigen Seefahrer haben sie geraubt<br />
und in ihren großen Dom gebettet. Bis heute<br />
wird dieser Raubzug mit einem großen Fest in den<br />
Maitagen in Bari gefeiert. Der Heilige wird in ganz<br />
Europa hoch verehrt. Vor allem wegen seines Einsatzes<br />
für Verfolgte, Hungernde, Arme und Kinder. Zu<br />
den Kindern kommt er am Abend vorher oder an seinem<br />
Namensfest mit seinen Gaben.<br />
Am 8. <strong>Dezember</strong>, dem Fest „Maria unbefleckte Empfängnis“,<br />
haben die österreichischen Bürger einen Feiertag.<br />
Der Tag erinnert an das am 8. <strong>Dezember</strong> 1854<br />
verkündete Dogma das schon damals und bis heute<br />
auch unter Theologen umstritten ist. Es geht dabei<br />
um die Frage, ob Maria ohne Erbsünde empfangen<br />
wurde. Dieser Streit führte zur Gründung der Altkatholischen<br />
Kirche. Der katholische Pfarrer Braun,<br />
auf dem Ortenburger evangelischen Friedhof in Steinkirchen<br />
begraben, war ein führender Gegner dieser<br />
Lehre der dann zu den Altkatholiken übertrat.<br />
Am 24. <strong>Dezember</strong> kommt, von den Kindern sehnlichst<br />
erwartet, das Christkind. Der Hl. Abend und<br />
die darauffolgenden Tage sind Familientage. Gottesdienstbesuche,<br />
festliche Tafeln, Geschenke sind an<br />
diesen Tagen Tradition. Mit dem 26. <strong>Dezember</strong>, dem<br />
Stephanitag, schließt sich ein weiterer Feiertag an.<br />
Über den ersten Märtyrer der Christen berichtet<br />
die Apostelgeschichte. Er ist Patron des Passauer<br />
Stephansdomes.<br />
Im Namenskalender ist am 27. <strong>Dezember</strong> der Evangelist<br />
Johannes verzeichnet. An diesem Tag feiern die<br />
„Winterhansl“ ihren Namenstag. In manchen Gegenden<br />
wird der alte Brauch der Johanniswein-Segnung<br />
vorgenommen. Der Brauch führt zurück auf das<br />
Wirken des Evangelisten Johannes in Kleinasien.<br />
Dort musste er aus einem vergifteten Becher Wein<br />
trinken. Johannes schlug das Kreuz über dem Kelch,<br />
das Gift entwich als Schlange, er trank ohne zu<br />
sterben.<br />
Der letzte Tag im Jahr hat seinen Namen nach Papst<br />
Silvester. Silvester gilt als der erste Papst, der nicht<br />
mehr unter einer Verfolgung der Christen in Rom zu<br />
leiden hatte. Im Jahr 313 hat Kaiser Konstantin allen<br />
Bürgern des Römischen Reiches das Recht auf freie<br />
Religionsausübung gewährt. Damit vollzog sich während<br />
des 21-jährigen Pontifikats von Silvester die entscheidende<br />
Wende von einer christenfeindlichen zu<br />
einer christenfreundlichen Staatspolitik. Mit dem<br />
Silvestertag endet das Jahr <strong>2022</strong>. Ein Jahr das Krieg<br />
und Not für viele Menschen brachte, ein Jahr das<br />
daran erinnerte, noch ist kein Frieden und keine<br />
Gerechtigkeit allen Menschen zuteilgeworden.<br />
Die Heilige Lucia steht am 13. <strong>Dezember</strong> im Kalender.<br />
Sie soll im Jahr 314 in Syrakus den Märtyrertod<br />
erlitten haben. Sie wird in ganz Europa verehrt. Von<br />
Schweden bis Sizilien wird ihr Fest ganz unterschiedlich<br />
gefeiert.<br />
Bevor es Weihnachten wird sei noch an den „blutigen<br />
Thomerl“ erinnert. Am 21. <strong>Dezember</strong> steht er im<br />
Kalender. Diese Nacht um die Wintersonnenwende<br />
23<br />
www.thermenland-magazin.de
NACHRUF<br />
Zum Tod von Altbürgermeister und Heilbäderpräsident a.D. Franz Gnan<br />
Der Baumeister des Bäderdreiecks<br />
hat den Taktstock abgelegt<br />
Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen –das<br />
war sein Wahlspruch, und dem blieb er bis zum Schluss treu.<br />
Franz Gnan war als Mitarbeiter des Zweckverbandes und später<br />
Bürgermeister von Bad Füssing, Kreisrat sowie Präsident des<br />
Bayerischen Heilbäder-Verbandes der wesentliche Baumeister<br />
des Rottaler Bäderdreiecks. Daneben gründete der begeisterte<br />
Jazz-Pianist und Kirchenorganist 1969 den Männerchor, dessen<br />
Leiter er bis zuletzt war. Nicht zuletzt geht auf ihn die Initiative<br />
zurück, dass das Bad Füssinger Kurorchester von Beginn an mit<br />
Berufsmusikern in fester Anstellung ausgestattet wurde. In<br />
der Nacht zum 18. November ist Franz Gnan im Alter von<br />
86 Jahren gestorben.<br />
Nie war er müde geworden, die Anekdote zu erzählen, als sein<br />
Chef ihn von Passau abordnete, um in einem Zweckverband in<br />
einen Ort, dessen Namen er noch nie gehört hatte, verwaltungsgemäß<br />
für Ordnung zu sorgen. Als sie mit dem Motorroller des<br />
Schwagers die staubige Landstraße von Pocking her kommend<br />
Füssing erstmals erkundeten, erklärte ihm seine damalige Verlobte<br />
und spätere Frau Waltraud, dass dieser Ort, sollte er die<br />
Dienststelle wechseln, einen Trennungsgrund darstellen würde.<br />
Ab 1961 versah er seinen Dienst in der guten Stube des Nöbauern<br />
in Safferstetten als Amtssitz. Die 60er Jahre waren geprägt<br />
vom Aufbau des Kurortes: Kurmittelhaus, Kurpark, Infrastruktur<br />
und natürlich der Krieg ums Wasser zwischen Therme 1 und<br />
Zweckverband. „Die Sternstunde Bad Füssings war am 9. August<br />
1969 gegen 19 Uhr gekommen“, erzählte Gnan einmal.<br />
Mit ganzer Seele für die Musik: Bei der Feierstunde zum 85. Geburtstag<br />
ließ sich Franz Gnan nicht nehmen, das Kurorchester selbst zu dirigieren.<br />
Foto: Semmler<br />
Am Wendepunkt der Geschichte: Franz Gnan zeigte, wo sich die Geschichte<br />
Bad Füssings an der Europa-Quelle entschied. Foto: Semmler<br />
„Damals haben wir die Quelle des Zweckverbandes am Kurmittelhaus<br />
geöffnet und damit die entscheidenden Fakten<br />
geschaffen.“<br />
„Ich bin für die Menschen da“<br />
„Ich bin kein Politiker. Ich bin für die Menschen da“, zitierte<br />
sein Neffe, Pfarrer Michael Gnan, seinen Onkel in seiner<br />
Traueransprache in der Bad Füssinger Heilig-Geist-Kirche.<br />
„Er hat sich nie für etwas Besseres gehalten. Sein gesamtes<br />
politisches Handeln galt den Menschen, mit denen er sich<br />
gleichsetzte.“<br />
Nach der Gebietsreform ließ sich Franz Gnan 1971 in den ersten<br />
Gemeinderat Bad Füssings wählen. Bis 1984 war er stellvertretender<br />
Bürgermeister, dann führte er die Gemeinde durch die<br />
harten Zeiten der Gesundheitsreformen und baute sie bis 2002<br />
vom Kassenkurort zum modernen Gesundheitstourismusort um.<br />
Nicht zuletzt dank seiner Tatkraft und seiner Art, mit Menschen<br />
umzugehen, ist es zu verdanken, dass Bad Füssing nicht den<br />
Niedergang erleben musste, wie viele andere ländliche Kurorte,<br />
sondern seine Mitbürger zu neuen Wegen und neuem Schwung<br />
bewegen konnte. Dieses ruhige aber tatkräftige Wirken strahlte<br />
ins gesamte Bäderdreieck aus und hatte so Anteil am wirtschaftlichen<br />
Erfolg der gesamten Region.<br />
Martin Semmler<br />
Print for Packaging.<br />
Mit der Druckmaschine Heidelberg XL 162 mit 5 Farben<br />
plus Dispersionslackwerk deckt die PASSAVIA seit<br />
Mai 2018 auch den Bereich Lohndruck für Verpackungshersteller<br />
ab.<br />
Wir verwenden hierfür Farben, welche die Voraussetzungen<br />
für die Produktion von Lebensmittelprimärverpackungen<br />
durch Geruchsarmut, Swellingsarmut und Migrationsarmut<br />
erfüllen. Dabei machen kürzeste Rüstzeiten<br />
durch optimale Automatisierung und parallele Prozesse<br />
auch kleine Auflagen wirtschaftlich erfolgreich.<br />
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24
RAT & TAT<br />
Tipps der GTÜ für den Winterurlaub mit Caravan und Reisemobil<br />
Gut vorbereitet zum Wintercamping<br />
Wintercamping macht es möglich – die eigenen<br />
vier Wände bieten nahe den Outdoor-Aktivitäten<br />
ein behagliches Zuhause.<br />
Der allgemeine Trend zu mehr Camping erfasst<br />
auch die Ganzjahresnutzung, und im<br />
Zuge von immer mehr Caravans oder Reisemobilen<br />
steigt auch die Zahl der Campingplätze,<br />
die im Winter geöffnet sind. Die<br />
Gesellschaft für Technische Überwachung<br />
mbH (GTÜ) gibt Tipps zu einer guten Vorbereitung<br />
fürs Campieren bei eisigen Tagen<br />
und Nächten. Denn: Einfach drauflosfahren<br />
wie im Sommer führt eher zu Frust statt<br />
Lust. Zur sicheren Vorbereitung eines Winter-Caravanings<br />
gibt die GTÜ daher folgende<br />
Tipps:<br />
Fahrzeug-Check vor der Reise<br />
Zum Ziel der Reise führen die letzten Kilometer<br />
nicht selten über kleine, mitunter<br />
schlecht geräumte Straßen. Winterreifen –<br />
M+S plus Schneeflockensymbol– sind nicht<br />
nur überaus sinnvoll, sondern in manchen<br />
Regionen ja nach Witterungsverhältnissen<br />
sogar Pflicht. Die GTÜ rät zu einer Profiltiefe<br />
der Pneus von min. 4 Millimetern und<br />
empfiehlt die Mitnahme von Schneeketten<br />
oder anderen Anfahrhilfen wie Traktionsmatten.<br />
Dazu ist eine „Trockenübung“ vor<br />
Antritt der Reise sinnvoll sowie die Kontrolle<br />
von Beleuchtung, Frostschutz von<br />
Kühler und Scheibenwaschanlage, Heizung,<br />
Lüftung und Scheibenwischern. Steht<br />
die Batterie noch voll im Saft? Eiskratzer,<br />
Starthilfekabel und Abschleppseil einpacken,<br />
außerdem Besen mit Teleskopstange<br />
und Schneeschaufel sowie bei höheren<br />
Fahrzeugen auch eine ausreichend lange<br />
(Teleskop-)Leiter, um das Dach inklusive<br />
Kamin vor allem von nassem, schwerem<br />
Schnee befreien zu können.<br />
Dämmen für Gemütlichkeit<br />
Die Wände eines modernen Caravans sind<br />
in aller Regel ab Werk gut gedämmt. Dämmmatten<br />
an den Fenstern tragen aber zum<br />
angenehmen Raumklima bei. Bei Reisemobilen<br />
mit integriertem Fahrerhaus<br />
kriecht die Kälte gern über die einfach<br />
verglasten Fenster in den Wohnbereich.<br />
Abhilfe schaffen Trennvorhang und Thermoschutzmatte<br />
oder eine außen angebrachte<br />
Thermohaube an den Scheiben im<br />
vorderen Fahrzeugbereich. Für eine zusätzliche<br />
Bodendämmung empfiehlt die GTÜ<br />
robuste Teppiche oder gleich Mikrofaseroder<br />
Thermomatten, die der Zubehörhandel<br />
sogar mit eingearbeiteter Heizung anbietet.<br />
Auch Aufstelldächer lassen sich durch<br />
Thermomatten dämmen. Ganz wichtig:<br />
mehrmals am Tag stoßlüften mit geöffneten<br />
Schranktüren!<br />
Winter braucht mehr Energie<br />
Der Verbrauch von Gas oder Kraftstoff<br />
beim Heizen steigt bei frostigen Temperaturen<br />
signifikant. Deswegen sollten Gasflaschen<br />
wie Tanks stets gut gefüllt sein. Bei<br />
größeren Fahrzeugen mit zwei Gasflaschen<br />
an Bord ist eine Umschaltanlage sinnvoll.<br />
Dann braucht niemand in die bitterkalte<br />
Nacht, um die neue Flasche anzuschließen.<br />
Sollte das Gas doch einmal ausgehen,<br />
kann ein kleiner Elektrolüfter diese Not<br />
überbrücken. Nicht nur solche Stromfresser<br />
führen zu höherem Energieverbrauch, denn<br />
auch das Licht brennt naturgemäß länger.<br />
Auch wird im Winter eher im Caravan<br />
gekocht als draußen gegrillt.<br />
Sichere Ver- und Entsorgung<br />
Das frostfeste Stromkabel mit mindestens<br />
2,5 Quadratmillimeter Leiterquerschnitt<br />
sollte komplett abgewickelt und so verlegt<br />
sein, dass es beim Schneeräumen nicht beschädigt<br />
werden kann. Die Kennzeichnung<br />
für das passende Kabel: H07RN-F 3G2,5.<br />
Der Abwassertank ist oft ungeschützt im<br />
Außenbereich angebracht. Da ist es ratsam,<br />
das Abflussventil stets offen zu lassen und<br />
das Wasser direkt in einen Eimer zu leiten.<br />
Aufgrund seiner Form lässt sich selbst ein<br />
Eisblock damit gut entsorgen.<br />
Stauraum und Klimaschleuse<br />
Wintervorzelte sind besonders stabil, um<br />
auch starken Schneefällen und Sturmböen<br />
standzuhalten. Ein gutes Vorzelt dient auch<br />
als Klimaschleuse und bei geöffneter Caravantür<br />
dringt die Eiseskälte nicht gleich in<br />
den Wohnbereich vor. Es lässt sich als<br />
Kühlschrankerweiterung nutzen und als<br />
Abstellbereich für Skier, Skistiefel oder<br />
Schlitten. Gute Dienste tut auch im Vorzelt<br />
eine Bodenmatte von ordentlicher Stärke,<br />
denn Plusgrade lassen einen gefrorenen<br />
Boden dort rasch weich und matschig werden.<br />
Statt stabiler Zelt-Heringe gibt es spezielle<br />
Schrauben, die von einem<br />
Akkuschrauber in den frostigen Boden getrieben<br />
werden.<br />
Überraschungen vorbeugen<br />
Am Stellplatz kann der zunächst gefrorene<br />
und feste Boden auftauen, so dass Stützen<br />
oder Reifen im Matsch versinken können.<br />
Da helfen an den Stützen angebrachte Teller<br />
oder auch Holzbretter unter den Rädern.<br />
Noch ein Tipp: Weil Wintercamping immer<br />
beliebter wird, empfiehlt sich eine Reservierung<br />
des Platzes. Denn so leicht wie im<br />
Sommer ist ein Ausweichen auf das nächstgelegene<br />
Campinggelände dann doch nicht<br />
– schließlich bleibt bei manchem Platz die<br />
Schranke im Winter durchgehend unten.<br />
GTÜ/sam
RAT & TAT<br />
Schenken, kaufen, leasen, finanzieren oder zur Inspektion:<br />
Jetzt ist die beste E-Bike-Service-Zeit!<br />
Wer mit dem<br />
Gedanken spielt,<br />
sich für 2023 ein<br />
E-Bike oder ein<br />
neues Fahrrad anzuschaffen<br />
oder<br />
es im Familienkreis<br />
zu Weihnachten<br />
zu schenken,<br />
sollte die aktuelle<br />
Situation<br />
unbedingt nutzen. Die Lager sind voll und<br />
die Auswahl entsprechend groß. Dazu<br />
kommt, dass es in den Fahrrad-Fachgeschäften<br />
aktuell, saisonal bedingt, verhältnismäßig<br />
ruhig ist und die Fachberater<br />
mehr Zeit finden, um auf individuelle<br />
Wünsche und ausführliche Beratungen<br />
einzugehen.<br />
Aus dem Vollen schöpfen<br />
Noch immer herrscht die weit verbreitete<br />
Meinung, (E-)Bikes seien derzeit Mangelware<br />
und die Fachgeschäfte leergefegt.<br />
Doch ganz im Gegenteil: „Die Fachhändler<br />
und Fachhändlerinnen sind bestens<br />
ausgestattet und wurden von ihren Lieferanten<br />
mit den neuesten Bikes – mit<br />
und ohne Motor – versorgt“, sagt Georg<br />
Honkomp, Vorstandsvorsitzender ZEG,<br />
Europas größter Zweirad-Einkaufs-<br />
Gemeinschaft, der auch das Bikecenter<br />
von FunSport in Pocking angehört.<br />
„Wer also aktuell darüber nachdenkt, sich<br />
oder seinen Lieben ein neues (E-)Bike zu<br />
gönnen, sollte die Gunst der Stunde unbedingt<br />
nutzen, um aus dem Vollen zu<br />
schöpfen“, so Honkomp. „Ganz egal, ob<br />
es ein neues Mountainbike für die Kids<br />
sein soll oder ein Alltags-E-Bike, das vielleicht<br />
den Zweitwagen ersetzen kann.“<br />
Die Preise rund um Fahrrad und Zubehör<br />
seien bei weitem nicht so angestiegen, wie<br />
die mediale Berichterstattung vermuten<br />
lasse.<br />
Ausgezeichnete Beratung<br />
„Aktuell findet bei den ZEG-Zweirad-<br />
Experten jeder genau das richtige (E-<br />
)Bike – und das zum absolut fairen Preis“,<br />
versichert der Verbands-Chef und verweist<br />
auf die gerade erst ausgezeichnete<br />
Fachberatung in den Mitgliedsbetrieben.<br />
In einer Kooperation mit der „Welt am<br />
Sonntag“ hatte ServiceValue im Sommer<br />
in einer deutschlandweiten Aktion über<br />
70.000 Kunden zur Familienfreundlichkeit<br />
von insgesamt 684 Unternehmen<br />
verschiedener Branchen befragt. Als Ergebnis<br />
erhielten die Fachhändler der<br />
ZEG gemeinsam die Auszeichnung in<br />
Gold als familienfreundlichste Unternehmen<br />
Deutschlands.<br />
Leasing und Finanzierung<br />
Wer sein neues E-Bike übrigens leasen<br />
möchte, findet bei den ZEG-Fachhändlern<br />
mit Eurorad-Dienstradleasing ein<br />
mehrfach ausgezeichnetes Leasing-Angebot<br />
mit hervorragenden Versicherungsleistungen,<br />
die z.B. Diebstahlschutz bereits ab<br />
dem ersten Tag und ohne Schlupflöcher<br />
garantieren. „Gerne bieten unsere Mitgliedsbetriebe<br />
auf Wunsch auch individuell<br />
abgestimmte Finanzierungs-Möglichkeiten<br />
an“, so Georg Honkomp.<br />
Entspannt beim E-Bike-Check: Im Winter haben<br />
die Fachhändler mehr Zeit für individuellen<br />
Fahrrad-Service.<br />
Foto: lifePR/ZEG<br />
TÜV-zertifizierte<br />
Qualitätswerkstatt<br />
Alle, die bereits glückliche Besitzer eines<br />
E-Bikes sind, sollten bedenken, dass ein<br />
zuverlässiges Zweirad wenigstens einmal<br />
pro Jahr zur Fach-Inspektion gebracht<br />
werden sollte. Ein Motor-Update, Bremsencheck,<br />
Kette und Schaltung … die<br />
TÜV-zertifizierte Qualitätswerkstatt der<br />
ZEG kann sich im Winter ohne größere<br />
Wartezeiten allen Kundenwünschen annehmen<br />
– anders als im Frühjahr, wenn<br />
plötzlich alle auf ein frisch überprüftes<br />
Rad steigen möchten, dann aber zumeist<br />
längere Wartezeiten in Kauf nehmen<br />
müssen.<br />
lifePR/sam<br />
Babysitterbörse des European Campus Rottal-Inn<br />
Abhilfe bei Suche nach Kinderbetreuung<br />
Eltern die auf der Suche nach einer Kinderbetreuung<br />
sind, können sich ab sofort<br />
an die Babysitterbörse des European<br />
Campus Rottal-Inn (ECRI) in Pfarrkirchen<br />
wenden. Diese vermittelt erfahrene<br />
Babysitter an Familien mit Betreuungsbedarf.<br />
Die Babysitterbörse ist eine Vermittlungsplattform<br />
zwischen Studierenden,<br />
die gerne auf Kinder aufpassen und bereits<br />
Erfahrung mitbringen, und Eltern,<br />
die einen Babysitter suchen. Die Abteilung<br />
„Family Affairs“ der Technischen<br />
Hochschule Deggendorf (THD) stellt den<br />
Kontakt zwischen Babysittern und Eltern<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
her, die sich dann völlig unabhängig von<br />
der Hochschule arrangieren.<br />
Familien, die einen Babysitter suchen<br />
oder Informationen zur Babysitterbörse<br />
möchten, können sich per E-Mail an family-affairs@th-deg.de<br />
oder telefonisch<br />
bei Anita Reither unter +49-991-3615-526<br />
melden.<br />
Bei der Babysitterbörse handelt sich lediglich<br />
um eine Vermittlungsplattform.<br />
Aus diesem Grund übernimmt die Hochschule<br />
keinerlei Haftung.<br />
26<br />
Mit den erfahrenen Babysittern kommt auch<br />
bei den Kleinsten gute Stimmung auf.<br />
Foto: ECRI/THD
SERVICE<br />
Ihr <strong>Thermenland</strong> Horoskop für Advent und Weihnachtszeit<br />
Nur im <strong>Thermenland</strong>-<strong>Magazin</strong> · Exklusiv von Siegi Lilith<br />
Widder (21.3.-20.4.)<br />
Liebe: Wenn es für Sie die wahre Liebe ist, dann machen<br />
Sie Nägel mit Köpfen. Ihr Partner wird erfreut<br />
sein, wenn er zu Weihnachten richtig verwöhnt wird.<br />
Vielleicht liegen unterm Baum Sekt und Ringe! Single-<br />
Widder sollten sich mutig in die Schusslinie von<br />
Amors Pfeil stellen.<br />
Körper: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, denn von<br />
den Vorsätzen des letzten Jahres haben Sie so viel wie<br />
nötig und so wenig wie möglich umgesetzt. Der regel-<br />
mäßige Besuch im Fitnessstudio ist geplant, doch was<br />
ist mit ein paar Tagen für Ihr persönliches Wohlfühl-<br />
programm?<br />
Beruf: Es scheint eine Meinungsverschiedenheit mit<br />
einem Vorgesetzten zu geben, die Sie unbedingt klären<br />
müssen, da ohne seine Zustimmung nichts geht. Versuchen<br />
Sie nicht bis zu den Feiertagen Ihren Schreib-<br />
tisch „leer zu arbeiten“, denn das funktioniert nicht.<br />
Stier (21.4.-20.5.)<br />
Liebe: Von einer/einem Jüngeren angehimmelt werden,<br />
tut zwar gut, ist es aber nicht wert, dafür die Be-<br />
ziehung aufs Spiel zu setzen. Lieber alles eine Nummer<br />
kleiner! Sie wollen doch Weihnachten nicht alleine feiern.<br />
Auch Singles sollten keine unerfüllbaren Hoff-<br />
nungen wecken.<br />
Körper: Sie nehmen voll Tatendrang alles mit, was<br />
sich an besonderen Aktivitäten anbietet. Nicht einmal<br />
Eistauchen, Eissurfen oder sogar ein Barfuß-Wettlauf<br />
mit Freunden schrecken Sie. Seien Sie vorsichtig,<br />
sonst verbringen Sie die Feiertage mit Gipsbein oder<br />
Hexenschuss.<br />
Beruf: Im Grunde wissen Sie aber genau, dass es Zeiten<br />
gibt, in denen man trotz aller Energie das gewünschte<br />
Ziel nie erreicht. Der Misserfolg lenkt ab, verleitet Sie<br />
nur zu Fehlentscheidungen. Nehmen Sie sich ein paar<br />
Tage frei, um Kräfte für den Endspurt zu sammeln.<br />
Zwillinge (21.5.-21.6.)<br />
Liebe: Seien Sie spontaner. Alles nach Terminkalender<br />
und Strichliste können Sie vielleicht in der Haushalts-<br />
planung anwenden, aber nicht in der Liebe. Dadurch<br />
kommt es zu Missverständnissen, doch die Versöh-<br />
nungsnacht wird das Weihnachtshighlight schlechthin.<br />
Körper: Gönnen Sie sich ein paar Vitaminbomben,<br />
bevor Sie nach der November-Depression gleich in das<br />
nächste Tief fallen, weil Sie im Weihnachtsstress keine<br />
Kalorien zählen können. Mit leckeren Früchten und<br />
Joghurtdrinks zaubern Sie Desserts, die nicht mal dick<br />
machen.<br />
Beruf: Alles hat zwei Seiten und Sie müssen sich für<br />
eine entscheiden. Wenn Sie noch länger zögern und<br />
Bedenkzeit fordern, wird sich Ihr Traum vom Aufstieg<br />
in die Chefetage wohl kaum erfüllen. Glauben Sie an<br />
sich und Ihr Können und Sie reiten auf der Erfolgs-<br />
welle mit.<br />
Krebs (22.6.-22.7.)<br />
Liebe: Im Internet finden Sie keinen Partner, eher eine<br />
einsame Seele, die sich vor einem einsamen Weihnachtsfest<br />
fürchtet. Vielleicht feiern Sie noch den Jah-<br />
reswechsel zusammen. Beziehungs-Krebse sollten im<br />
Bett mehr abschalten und loslassen.<br />
Körper: Für jedes Festessen haben Sie die richtigen<br />
Sporteinheiten parat. Doch achten Sie aufs Timing.<br />
Sonst holen Sie im Stress gedankenlos den Weihnachtsbraten<br />
ohne Handschuhe aus dem Ofen. Keine<br />
Angst vor Grippeviren! Um Ihre Abwehrkräfte beneiden<br />
Sie alle.<br />
Beruf: Noch fehlt Ihnen der nötige Mut, obwohl es<br />
Zeit für eine Veränderung oder einen Neuanfang ist.<br />
Zum Jahreswechsel erfahren Sie, ob es eine interne<br />
Versetzung gibt oder ob Sie etwas ganz Neues beginnen.<br />
Lassen Sie sich nicht mit einer Gehaltserhöhung<br />
abspeisen..<br />
Löwe (23.7.-23.8.)<br />
Liebe: Mit Ihrer Eifersucht und den Kontrollen setzen<br />
Sie den Weihnachtsfrieden aufs Spiel. Reden Sie mit<br />
Ihrem Partner! Es ist egoistisch, wenn Sie nur seine<br />
Nähe suchen, wenn es um Ihre Bedürfnisse geht. Nehmen<br />
Sie Unausgesprochenes nicht mit ins neue Jahr.<br />
Körper: Verlegen Sie doch mal das Wellnessstudio ins<br />
heimische Badezimmer. Mit Meditation, Duftölbädern<br />
und genug Ruhepausen können Sie dem Weihnachtsstress<br />
beruhigt entgegensehen. Guten Gewissens werden<br />
Sie die letzten Tage des Jahres genießen.<br />
Beruf: Gehen Sie entschlossen den Weg, den Sie bis<br />
jetzt verfolgt haben, er ist der richtige. Zögern oder<br />
zaudern Sie keinen Moment, sonst erhält ein Kollege<br />
den Bonus, für den Sie alle Energie eingesetzt haben.<br />
Es ist gut, wenn die Entscheidung von höherer Stelle<br />
verschoben wird.<br />
Jungfrau (24.8.-23.9.)<br />
Liebe: Jetzt ist Zeit für Kuschel- und Schmuse-<br />
Abende. Ziehen Sie sich nicht zurück, wenn Sie Familienzuwachs<br />
geplant haben. Auch Singles dürfen<br />
Weihnachten jemanden mit Ihrer Liebe beschenken.<br />
Körper: Thermen, Sauna, Wärmepackungen in der<br />
Adventszeit und Sie können die Feiertage ohne Taschentücher<br />
und Hustentee genießen. Zu Schmerzen<br />
in Gelenken und Wirbelsäule, fragen Sie Ihren Therapeuten.<br />
Nicht abwarten, sofort handeln.<br />
Beruf: Kollegen, die meinen, sie könnten Sie ausnützen,<br />
erleben Sie plötzlich in voller Fahrt.<br />
Sie lassen sich auf jede Diskussion ein, die ein zielgerichtetes<br />
Ergebnis erwarten lässt. Werden Sie nicht<br />
überheblich, sondern hören Sie genau zu. Lernen Sie<br />
durch Ihre Fehler. Sie werden das Ziel um ein Vielfaches<br />
übertreffen.<br />
Waage (24.9.-23.10.)<br />
Liebe: Hören Sie Ihrem Partner gut zu, wenn er seine<br />
Wünsche andeutet. Nützen Sie die Wochen vor den<br />
Feiertagen, um Aussprachen zu planen, Verträge zu<br />
schließen oder finanzielle Angelegenheiten zu erledigen.<br />
Wiederholen Sie bei Geschenken nicht die Fehler<br />
vom letzten Jahr.<br />
Körper: Bei Waldlauf, Morgengymnastik und Joggen<br />
brauchen Sie Druck und Konkurrenz, damit Sie die Ausdauer<br />
bekommen, um länger als zwei Tage auszuhalten.<br />
Suchen Sie sich Gleichgesinnte, die genau das bei Ihnen<br />
auslösen. Dieser Erfolg kann glücklich machen.<br />
Beruf: Wenn Sie Ihrem Chef klarmachen, dass nicht<br />
alles so durchführbar ist, wie er es sich vorstellt, dann<br />
lassen Sie sich auf keine Diskussion ein und mäßigen<br />
Sie sich in der Wortwahl! Ein vorgeblich guter Kollege<br />
wird versuchen, Infos zu erhalten, die er dann beim<br />
Chef gegen Sie verwendet.<br />
Skorpion (24.10.-22.11.)<br />
Liebe: Der Skorpion verteilt rechtzeitig seine Wunschzettel<br />
an Familie und Freunde. Wer seinerseits Wünsche<br />
nicht rechtzeitig bekannt gibt, braucht auch keine<br />
Geschenke zu erwarten. Festigen Sie jetzt Ihre Beziehung:<br />
Sagen Sie „Ja“!<br />
Körper: Sogar der Kälte können Sie sportlich etwas<br />
abgewinnen. Machen Sie sich selbst ein vorweihnachtliches<br />
Geschenk mit einer Dauerkarte für Therme,<br />
Sauna und Wärmepackungen. Danach bietet sich ein<br />
Tee-Treff mit Partner und/oder Freunden an.<br />
Beruf: Ihre Kollegen haben von der Entlohnung ihrer<br />
Superleistungen geschwärmt. Das war nur geprahlt.<br />
Der Chef erwartet jetzt eine wirklich gute Idee und die<br />
haben Sie parat. Sie haben richtig gehandelt, als Sie<br />
die Präsentation immer wieder aufgeschoben haben.<br />
Schütze (23.11.-21.12.)<br />
Liebe: Möglichst hinter jede Tür Ihres Adventskalenders<br />
soll ein Single sein, der Ihre Ausstrahlung genießt:<br />
Romantische Weihnachten, mit Frühstück im Bett<br />
beginnend und „heißer Liebe“ endend. Für Beziehungs-Schützen<br />
ist der Kalender gefüllt mit Verführungstipps.<br />
Körper: Nach Muskelaufbau-Training vergessen Sie<br />
die Körperpflege nicht: Ein Öl-Duftbad und anschließend<br />
einfach relaxt auf der Couch liegen. Das alles in<br />
regelmäßig wiederholen – Sie werden es nicht bereuen.<br />
So manch einer wird Ihnen neidisch nachblicken.<br />
Beruf: Damit es im neuen Jahr die Karriereleiter hoch<br />
geht, legen Sie sich ins Zeug. Überzeugen Sie Ihren<br />
Chef mit Ergebnissen, die unwiderlegbar sind. Durch<br />
Ihr konsequentes Arbeiten lässt der Erfolg nicht lange<br />
auf sich warten. Lassen Sie diesmal zum Jahreswechsel<br />
nichts liegen.<br />
Steinbock (22.12.-20.1.)<br />
Liebe: Kuschelfaktor hoch 3 ist für die Beziehungs-<br />
Steinböcke angesagt. Aber es besteht Gefahr, dass ein<br />
Liebesangebot lockt. Wenn Sie es annehmen, wird es<br />
kein friedvolles Weihnachtsfest. Singles wird ein Weih-<br />
nachts(b)engel über den Rand eines Glühweinglases<br />
anlachen!<br />
Körper: Gelenkschmerzen und schlechtes Wetter<br />
haben Sie noch nie belastet. Die Einstellung „Entspan-<br />
nung ist alles, was ich brauche, um fit zu sein“ sollten<br />
Sie noch einmal überdenken. Machen Sie sich im<br />
Haus nützlich und ersetzen Sie so die fehlenden Sporteinheiten.<br />
Beruf: Wenn Sie aufmerksam beobachten, was jetzt<br />
wichtig und gefragt ist, werden Sie wissen, wann der<br />
richtige Zeitpunkt für Ihren Wunsch nach Gehaltser-<br />
höhung ist. Nehmen Sie all Ihren Mut zusammen und<br />
zeigen Sie Selbstvertrauen, dann klappt es auch sicher.<br />
Wassermann (21.1.-19.2.)<br />
Liebe: Nur Ihre Vorstellung einer perfekten Beziehung<br />
verhindert ein offenes Gespräch. Dieses Problem hat-<br />
ten Sie schon als Single. Lassen Sie die anfänglichen<br />
Gemeinsamkeiten wieder aufleben und bei der Erin-<br />
nerung an erlebte Aktionen wird auch die Liebe neu<br />
entdeckt.<br />
Körper: Füllen Sie Ihre Freizeit sinnvoll aus. Schwimmen,<br />
Tischtennis, Kegeln vielleicht? Für Ihre über-<br />
schüssige Energie gibt es viele Personen oder<br />
Hilfsorganisationen, die gerade jetzt für jede Hilfe<br />
dankbar sind.<br />
Beruf: Nehmen Sie sich ein paar Tage länger frei, weil<br />
ein Kollege vorhat, Sie mit Kleinigkeiten und langen<br />
Diskussionen abzulenken und von Ihrem Weg abzu-<br />
bringen. So bekommt er keine Möglichkeit, das auch<br />
durchzuführen. Nach dem Urlaub können Sie geradlinig<br />
Ihren Weg gehen.<br />
Fische (20.2.-20.3.)<br />
Liebe: Überwinden Sie Ihre Wortfindungsprobleme bis<br />
Weihnachten, sonst werden Sie Ihren Partner eher einschläfern,<br />
statt ihn anzuregen. Stimmen Sie den Part-<br />
ner mit einem erotischen Adventskalender auf eine<br />
entsprechende Bescherung ein.<br />
Körper: Wann standen Sie das letzte Mal auf Skier?<br />
Der Körper braucht eine Aufwärmphase, bevor Sie die<br />
steile Abfahrt genießen können. Das ist so, wenn man<br />
sich nach einem langen Tag am Schreibtisch lieber zu-<br />
hause auf die Couch legt, statt ein paar Sporteinheiten<br />
einzuplanen.<br />
Beruf: Bevor Sie sich einer Meinung anschließen, nur<br />
weil Sie selbst keine eigene haben, halten Sie sich lieber<br />
aus allem raus. Souverän und elegant umgehen Sie das<br />
berufliche Einerlei. Ihre Freizeit verbringen Sie lieber mit<br />
der Planung des Weihnachtsurlaubs und damit, welche<br />
Geschenke Sie noch besorgen müssen.<br />
Viel Liebe und Entspannung in jeder Hinsicht<br />
wünscht Ihnen in der Rauhnachtszeit<br />
Ihre Siegi Lilith<br />
www.thermenland-magazin.de<br />
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Die 100-jährige Wettervorhersage für den <strong>Dezember</strong><br />
SERVICE<br />
Schneereich und kalt – nur zu Weihnachten nicht<br />
a, trüb, neblig und kühl war dieser November.<br />
Und nass. Obwohl der Regen so<br />
gefallen ist, dass er der Natur und dem<br />
Grundwasserspiegel wohl recht gutgetan<br />
hat. Nicht zu Unrecht trug der Monat bei<br />
unseren Vorfahren auch den Namen Nebelung.<br />
Mit dem Ende des Monats ist<br />
damit aber Schluss.<br />
Ab dem ersten <strong>Dezember</strong>tag fällt, glaubt<br />
man den Aufzeichnungen von Mauritius<br />
Knauer, stetig Schnee und auch nach dem<br />
ersten Schneefall am Wochenende bleibt<br />
das Wetter in der 1. <strong>Dezember</strong>woche unbeständig.<br />
Zum 3. Advent kommt „große<br />
Kält des nachts“ und bringt starke, sehr<br />
kalte Winde und viel Schnee mit sich: „Es<br />
herrscht grimmige Kälte.“ Im Laufe der 2.<br />
<strong>Dezember</strong>woche schneit es wieder. Um<br />
die Monatsmitte lässtze die Kälte dann<br />
nach und ein trübes, kaltes Herbstwetter<br />
kehrt zurück. Mit milderen Temperaturen<br />
kommt über die Feiertage dann auch der<br />
Regen zurück. Erst zu Jahresende hin<br />
wird’s kälter, so dass es wieder schneit<br />
statt zu regnen. Na dann, frohe Weihnachten<br />
und a guads Neis...<br />
sam<br />
Diese Wettervorhersage basiert auf der<br />
Langzeitstudie von Mauritius Knauer, 1649<br />
bis 1664 Abt des fränkischen Klosters Langheim,<br />
bekannt als „100-jähriger Kalender“.<br />
ZAHL DES MONATS<br />
Jeder 9. Deutsche ist sehr arm,<br />
das heißt, er hat weniger als 50 Prozent des mittleren Einkommens<br />
aller Deutschen zur Verfügung.<br />
Dabei ist die Armut in Deutschland in den letzten 10 Jahren allgemein<br />
deutlich angestiegen. Der finanzielle Rückstand von<br />
Haushalten unter der Armutsgrenze gegenüber dem Einkommensmittel<br />
ist jedoch nicht erst seit der Corona-Krise 2020 entstanden,<br />
sondern schon vorher gegenüber dem Jahr 2010 um<br />
ein Drittel angewachsen. Auch die Ungleichheit der Einkommen<br />
insgesamt in Deutschland hatte bereits 2019 einen neuen<br />
Höchststand erreicht. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue<br />
Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen<br />
Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.<br />
Noch nie so viele Arme<br />
In diesem Bericht werten die WSI-Expertinnen Dr. Dorothee<br />
Spannagel und Dr. Aline Zucco die aktuellsten Daten aus. Arm<br />
sind für die Forscherinnen dabei Menschen, deren Nettoeinkommen<br />
weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in<br />
Deutschland beträgt, sehr arm sind Menschen, die weniger als<br />
50 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.<br />
„Im Jahr 2019 waren so viele Menschen in Deutschland von<br />
Armut betroffen wie nie zuvor“, konstatieren Spannagel und<br />
Zucco zur Entwicklung während der 2010er Jahre – in einer<br />
Zeit mit generell guter Wirtschaftsentwicklung und sinkender<br />
Arbeitslosigkeit, in der auch die mittleren Einkommen spürbar<br />
anstiegen. In dieser Zeit des Aufschwungs stieg die Armutsquote<br />
von 14,3 Prozent auf 16,8 Prozent. Der Anteil der sehr<br />
armen Menschen an der Gesamtbevölkerung wuchs von 7,9 auf<br />
11,1 Prozent, das heißt er nahm um gut 40 Prozent zu.<br />
Keine 2 Paar Straßenschuhe<br />
„Hier zeigt sich, dass die armen Haushalte von diesem Aufschwung<br />
nicht profitieren konnten, sondern den Anschluss<br />
daran verlieren“, schreiben Spannagel und Zucco. Schon vor<br />
der Energiepreisexplosion konnten 5 Prozent der Armen nicht<br />
richtig heizen. Die Daten für 2019, die Spannagel und Zucco<br />
analysierten, machen deutlich, dass Armut selbst in einem reichen<br />
Land wie der Bundesrepublik und in wirtschaftlich recht<br />
stabilen Zeiten nicht selten mit alltäglichen Entbehrungen verbunden<br />
ist: Schon vor Corona-Krise und Rekordinflation konnten<br />
es sich gut 14 Prozent der Menschen nicht leisten, neue<br />
Kleidung zu kaufen und 5 Prozent fehlten die Mittel, um ihre<br />
Wohnung angemessen zu heizen. Gut 3 Prozent verfügten nicht<br />
einmal über zwei Paar Straßenschuhe.<br />
sam<br />
Nähere Infos dazu unter<br />
https://tinyurl.com/TLM-Armut<strong>2022</strong><br />
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Rottal-Verlag e.K.<br />
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Das Werk, einschließlich aller seiner<br />
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Frau für Frau (A): +43-7722-64650<br />
Erste Hilfe in seelischer Not (BY): 0800-655-3000<br />
Apothekennotdienst – <strong>Dezember</strong> <strong>2022</strong><br />
Die Apotheken aus Pocking und Umgebung wechseln sich ab. Der Notdienst wird von 8.00 Uhr morgens des<br />
angegebenen Tages bis um 8.00 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.<br />
Apotheke Telefon Adresse <strong>Dezember</strong> <strong>2022</strong><br />
Marien-Apotheke 08531-4801 Kirchplatz, 94060 Pocking 08./18./28.<br />
Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 06./16./26.<br />
St. Ulrich-Apotheke 08531-7602 Simbacher Str. 6, 94060 Pocking 03./13./23.<br />
Alte Apotheke 08531-4982 Simbacher Str. 12, 94060 Pocking 07./17./27.<br />
Marien-Apotheke 08503-922025 Passauer Str. 10, 94152 Neuhaus 04./14./24.<br />
Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 05./15./25.<br />
Thermen-Apotheke 08531-21203 Sonnenstr. 4, 94072 Bad Füssing 10./20./30.<br />
Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 04./14./24.<br />
Kurpark-Apotheke 08531-<strong>2022</strong> Kurallee 18, 94072 Bad Füssing 02./12./22.<br />
Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 09./19./29.<br />
Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 01./11./21./31.<br />
Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 02./12./22.<br />
St. Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 04./14./24.<br />
Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 05./15./25.<br />
Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 07./17./27.<br />
Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 10./20./30.<br />
Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 03./13./23.<br />
Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 08./18./28.<br />
Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 03./13./23.<br />
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