7. Dezember 2022
- Neue Initiative für Rückkehr des Bettelverbots in Graz - Menschenrechtsbericht der Stadt Graz veröffentlicht - Zufriedenheitsumfrage bei den Graz Linien - Rechnungshof beleuchtete Grazer Corona-Mangement - Vor Gericht: Streit bei Spaziergang eskalierte
- Neue Initiative für Rückkehr des Bettelverbots in Graz
- Menschenrechtsbericht der Stadt Graz veröffentlicht
- Zufriedenheitsumfrage bei den Graz Linien
- Rechnungshof beleuchtete Grazer Corona-Mangement
- Vor Gericht: Streit bei Spaziergang eskalierte
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<strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong>, E-PAPER AUSGABE<br />
Getty<br />
Quelle: ZAMG<br />
2°<br />
Es ist morgen<br />
kalt und<br />
trüb. Aus der<br />
kompakten<br />
hochnebelartigen<br />
Wolkenschicht können auch<br />
ein paar Schneeflocken fallen.<br />
Menschenrechtsbericht<br />
Heute wurde der Grazer Menschenrechtsbericht<br />
mit Schwerpunkt Wohnen<br />
sowie Sport und Kultur veröffentlicht. 2<br />
Rechnungshofbericht<br />
Der Rechnungshof nahm das Corona-<br />
Management der Stadt genau unter die<br />
Lupe und empfiehlt Verbesserungen. 4<br />
Neue Initiative<br />
für Rückkehr des<br />
Bettelverbots in Graz<br />
GETTY, STADT GRAZ (2)<br />
Kontrovers. Im Advent sind in Graz wieder mehr Bettler unterwegs. Die FPÖ bringt nun einen Antrag in den Landtag ein: Das Landes-Sicherheitsgesetz<br />
soll demnach verschärft werden, außerdem fordert man sektorale Bettelverbotszonen nach dem Vorbild Salzburgs. SEITE 3
2 graz<br />
www.grazer.at <strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong><br />
Die Corona-Infektionszahlen sind<br />
in Graz etwas angestiegen. GETTY<br />
Corona-Zahlen<br />
in Graz und GU<br />
■ Die Corona-Zahlen in Graz<br />
sind seit gestern weiter leicht<br />
angestiegen. Die Sieben-Tage-<br />
Inzidenz liegt nun bei 307,6<br />
(gestern: 302,5). In Graz-Umgebung<br />
gab es dagegen einen<br />
leichten Rückgang von 359,3<br />
auf 358,1. Der Steiermark-<br />
Durchschnitt beträgt momentan<br />
263,9. Die niedrigste Inzidenz<br />
gibt es gerade im Bezirk<br />
Murau mit 117,0. Inzwischen<br />
sind 3.505 Steirer mit Corona<br />
verstorben.<br />
Im Media Center des Rathaus: E.<br />
Kahr und K. Kubinzky STADT GRAZ/FISCHER<br />
Über den Bezirk<br />
Waltendorf<br />
■ Der Graz-Historiker Karl<br />
Albrecht Kubinzky und Karin<br />
Steffen, Obfrau des Schutzvereins<br />
Ruckerlberg und Umgebung,<br />
widmen sich in der im<br />
Strahalm-Verlag erschienenen<br />
Publikation „Waltendorf - Geschichten<br />
und Bilder aus dem<br />
IX. Bezirk“ der Geschichte des<br />
„Neunten“. Das Buch wurde<br />
heute präsentiert. Am 8. <strong>Dezember</strong><br />
liest Karl Kubinzky ab<br />
10 und ab 14 Uhr in der Buchhandlung<br />
Moser.<br />
WICHTIG. Der aktuelle Menschenrechtsbericht der Stadt Graz fokussiert auf das<br />
Thema Wohnen und beleuchtet das Kulturjahr 2020 sowie das Sportjahr 2021.<br />
Insgesamt zeigt man sich im Beirat zufrieden mit umgesetzten Maßnahmen.<br />
tet, denen es finanziell – auch trotz<br />
Erwerbstätigkeit - nicht so gut geht.<br />
„Die Zusammenarbeit mit den<br />
politischen Entscheidungsträgern<br />
und den zuständigen Magistratsabteilungen<br />
verlief durchwegs lösungsorientiert<br />
und empfohlene<br />
Maßnahmen, wie beispielsweise<br />
die rechtskonforme Ausgestaltung<br />
der Zugangskriterien für Gemeindewohnungen<br />
oder die Beauftragte<br />
für Zu-Fuß-Gehende, wurden<br />
bereits umgesetzt. Zudem wurde<br />
die Einrichtung eines neuen Referates<br />
Wohnen und Wohnungslosenhilfe<br />
im Sozialamt für das<br />
kommende Jahr avisiert“, sind die<br />
Beiratsvorsitzenden Angelika Vauti<br />
und Max Aufischer zufrieden.<br />
Schwerpunktjahre<br />
Ein weiterer Fokus lag auf dem<br />
Kulturjahr 2020 und dem Sportjahr<br />
2021. Positiv bemerkt wurde beispielsweise,<br />
dass es im Sportjahr<br />
gelungen sei den Breitensport zu<br />
fördern und damit die Bewegung<br />
stärker in den Alltag zu bringen.<br />
Kindern von Sozialcard-Besitzern<br />
wird außerdem die Mitgliedschaft<br />
bei Sportvereinen finanziert. Weiters<br />
ist Graz dem Netzwerk der<br />
Global Active Cities beigetreten.<br />
In beiden Schwerpunktjahren<br />
Kurz vor dem Tag der Menschenrechte<br />
am 10. <strong>Dezember</strong><br />
wurde heute der<br />
diesjährige Menschenrechtsbericht<br />
der Stadt Graz veröffentlicht.<br />
Die offizielle Präsentation erfolgt<br />
kommende Woche im Gemeinderat.<br />
Zuvor wird er im entsprechenden<br />
Ausschuss vorgestellt<br />
und diskutiert.<br />
Der Bericht <strong>2022</strong> greift noch einmal<br />
das Schwerpunktthema von<br />
2021 „angemessenes Wohnen“<br />
auf. Die im Vorjahr erarbeiteten<br />
Empfehlungen sind die Grundlage<br />
für die nun gestellte Frage, inwieweit<br />
Politik und Institutionen der<br />
Stadt diese bereits umgesetzt haben.<br />
„Abgesehen vom städtischen<br />
Gebührenstopp für <strong>2022</strong> wurde<br />
der Zugang zu Gemeindewohnungen<br />
niederschwelliger gestaltet, die<br />
Möglichkeiten, die Wohnanfangskosten<br />
abzumildern, wurden verbessert<br />
und Unterstützungen wie<br />
durch den Sozialfonds Graz hilft´<br />
ausgebaut“, resümiert Bürgermeisterin<br />
Elke Kahr. Außerdem<br />
wurde der Bezieherkreis für die<br />
Sozialcard ausgeweitet, was einen<br />
„Türöffner“ für Menschen bedeu-<br />
Die Stadt Graz<br />
ist seit dem<br />
Jahr 2000<br />
Menschen-<br />
rechtsstadt.<br />
Im Stadtpark<br />
gibt es auch<br />
einen<br />
Platz<br />
der<br />
Men-<br />
schenrechte.<br />
STADT GRAZ<br />
Menschenrechtsbericht<br />
der Stadt veröffentlicht<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
sei besonderes Augenmerk auf die<br />
Inklusion gelegt worden. So wurden<br />
im Rahmen des Sportjahres<br />
die ersten Special Olympics Tanzmeisterschaften<br />
ausgetragen. Bei<br />
der Bespielung von Bezirkssportplätzen<br />
wurde ein generationenübergreifender<br />
Gedanke verfolgt.<br />
Beim Kulturjahr sei man praktisch<br />
und inhaltlich auf die Frage nach<br />
dem „offenen“ Zugang zu Kulturstätten<br />
eingegangen.<br />
Verbesserungsbedarf<br />
Durch die Corona-Pandemie<br />
wurde mehr Bedarf nach sozialen<br />
Orten im öffentlichen Raum angemeldet<br />
– für Nutzungen im sportlichen<br />
wie auch im kulturellen<br />
Sinn. Das Bewusstsein dafür solle<br />
bei Parkanlagen, Begegnungszonen<br />
und Verkehrslösungen stärker<br />
mitberücksichtigt werden.<br />
„Unser Ziel ist es, die Stabilität<br />
des Gemeinwesens zu fördern<br />
und für die Verlässlichkeit von<br />
Einrichtungen und Angeboten<br />
der Kommune zu sorgen. Denn<br />
niemand soll in der Entwicklung<br />
unserer Stadt zurückgelassen<br />
werden“, so Kahr.<br />
Der gesamte Bericht ist online<br />
unter der Adresse www.graz.at/<br />
menschenrechtsbericht22 abrufbar.
<strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong> www.grazer.at<br />
graz 3<br />
Zeugnis für Graz Linien<br />
■ Die Graz Linien dürfen sich<br />
bei der jährlichen Analyse der<br />
Kundenzufriedenheit heuer<br />
über eine 2,3 nach Schulnotensystem<br />
freuen. Dabei wurden so<br />
gut wie alle Bereiche besser bewertet<br />
als im Vorjahr. Im Punkt<br />
„Fahrplan“, also Fahrdauer,<br />
Pünktlichkeit, Frequenz usw.,<br />
gab‘s eine Verbesserung von 2,5<br />
auf 2,3. Für die Informationsbereitstellung<br />
eine 2,2 (2021:<br />
2,3). Der Ticketkauf wurde mit<br />
2,2 bewertet (2021: 2,3). Die Sicherheit<br />
an Haltestellen und im<br />
Fahrzeug bekam eine 2,0 (2021:<br />
2,1). Bei der Freundlichkeit des<br />
Fahrpersonals konnte man sich<br />
von 2,2 auf 2,1 verbessern. Die<br />
Zufriedenheit mit den Fahrzeugen<br />
stieg von 2,2 auf 2,1. Die<br />
häufigsten Gründe für Unzufriedenheit<br />
sind die Unpünktlichkeit/Verspätung,<br />
die teuren Ticketpreise<br />
und die Überfüllung<br />
der öffentlichen Verkehrsmittel.<br />
Die Graz Linien haben die Zufriedenheit der Kunden wieder analysieren<br />
lassen. Die Noten haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. KK<br />
Die FPÖ setzt sich im Landtag für sektorale Bettelverbotszonen in Graz sowie<br />
eine Verschärfung des Landes-Sicherheitsgesetzes ein.<br />
GETTY<br />
FPÖ will Bettlerverbot<br />
■ Bis Jänner 2013 war in Graz ein<br />
generelles Bettelverbot in Kraft.<br />
Dieses wurde vom Verfassungsgerichtshof<br />
aufgehoben. Seither ist<br />
nur noch „aggressives Betteln“ verboten.<br />
Die FPÖ möchte jetzt einen<br />
erneuten Anlauf zu einem verfassungskonformen<br />
Verbot nehmen.<br />
„Das zunehmende Betteln ist für<br />
Passanten in der Grazer Innenstadt<br />
eine regelrechte Zumutung. Gerade<br />
jetzt in der Adventzeit ist insbesondere<br />
auf den Weihnachtsmärkten<br />
ein erhöhtes Bettelaufkommen<br />
wahrnehmbar“, so Klubobmann<br />
Mario Kunasek, der einen Antrag<br />
im Landtag einbringen wird. Dieser<br />
zielt auf eine Verschärfung des<br />
Landes-Sicherheitsgesetzes sowie<br />
die Implementierung von sektoralen<br />
Bettelverbotszonen am Beispiel<br />
Salzburgs ab. „Zweifelsohne<br />
sorgt die derzeitige Bettelsituation<br />
bei Touristen und den tausenden<br />
Innenstadtbesuchern für ein negatives<br />
Bild unserer Landeshauptstadt“,<br />
so der Grazer FPÖ-Gemeinderat<br />
Günter Wagner.
4 graz<br />
www.grazer.at <strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong><br />
Am 11. März 2020 richtete die Stadt Graz einen behördlichen Führungsstab<br />
zur Unterstützung und Beratung des Bürgermeisters ein.<br />
STADT GRAZ/FISCHER<br />
RH beleuchtete Grazer<br />
Corona-Management<br />
BERICHT. Der Stadtrechnungshof empfiehlt Verbesserungen<br />
im Umgang mit Krisensituationen.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Insgesamt 43 Seiten umfasst<br />
der Kontrollbericht des<br />
Stadtrechnungshofs zum<br />
Grazer Pandemie-Management,<br />
der heute veröffentlicht<br />
wurde. Darin wird die Leistung<br />
der Stadt Graz, insbesondere<br />
des eigens eingerichteten Führungsstabs,<br />
als Pionierleistung<br />
unter enormem Zeitdruck und<br />
gebotener Flexibilität gewürdigt.<br />
Aber es gibt auch Verbesserungsvorschläge.<br />
„Auch 26 Monate nach Krisenbeginn<br />
waren die selben Pioniere<br />
im informellen Arbeitsstil<br />
tätig wie im April 2020. Immer<br />
noch wurden System und Organisation<br />
ohne übergeordnete<br />
Führung, ohne strategische<br />
Einbettung weiterentwickelt.<br />
Führung und Detailwissen hing<br />
an wenigen, hochbelasteten<br />
Personen – in Verbindung mit<br />
fehlenden Stellvertretern und<br />
ungenügender Dokumentation<br />
ergab sich keine resiliente Or-<br />
ganisation“, heißt es in dem Bericht.<br />
Deshalb werden folgende<br />
Überarbeitungen in der Grazer<br />
Krisenorganisation empfohlen:<br />
▶ Die „Richtlinie für das Führen<br />
im Katastropheneinsatz“ des<br />
Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagements<br />
SKKM<br />
soll in allen Punkten eingehalten<br />
und vertiefend geschult werden.<br />
▶ Neben dem operativ-taktischen<br />
Stab soll auch ein administrativ-organisatorischer<br />
Stab<br />
eingesetzt werden. Für beide<br />
braucht es in weiterer Folge eine<br />
Aufbauorganisation und Geschäftsordnung.<br />
▶ Im Bereich der Umsetzung<br />
von Führungsentscheidungen<br />
sollen Einsatz- und Notfallpläne<br />
erstellt und überarbeitet<br />
werden sowie standardisierte<br />
Vorgehensweisen für Kapazitätserweiterungen<br />
in Krisensituationen<br />
entwickelt werden.<br />
Eine Projektmanagementrichtlinie<br />
sei zu entwickeln, damit<br />
Rollen, Steuerung und Schnittstellen<br />
zur Linienverwaltung<br />
auch in Krisen geklärt sind.<br />
Er hätte lieber die Polizei rufen oder weggehen sollen. Doch ein Grazer<br />
entschied sich für einen gewaltsamen Weg, der ihn vor Gericht brachte. KK<br />
Vor Gericht: Streit bei<br />
Spaziergang eskalierte<br />
GERICHT. Wegen schwerer Körperverletzung<br />
wurde ein 47-jähriger Grazer angeklagt.<br />
Von Lia Remschnig<br />
lia.remschnig@grazer.at<br />
Fast schon ein wenig amüsant<br />
klingt die Geschichte<br />
hinter einem Streit, der<br />
sich im heurigen August in Graz<br />
zugetragen haben soll – wäre ein<br />
Mann dabei nicht schwer verletzt<br />
worden. Schließlich hat ihn<br />
ein 47-jähriger Grazer mutmaßlich<br />
mit der Faust ins Gesicht<br />
geschlagen, ihn anschließend<br />
in eine Wiese geworfen, ihm die<br />
Hoden gequetscht und in die<br />
Rippen getreten. Eine Nasenbein-<br />
sowie eine Thoraxprellung<br />
waren die Folge.<br />
Schwerwiegend<br />
„Es hilft alles nichts, da haben<br />
Sie einfach überreagiert“, mahnt<br />
die Richterin den Angeklagten<br />
nach Verlesung der Anklageschrift.<br />
„Ich weiß“, gibt der<br />
47-Jährige beschämt zurück. Es<br />
tue ihm auch leid. Jedoch habe<br />
der andere angefangen. Es sei<br />
kein Kindergarten, sondern ein<br />
schweres Delikt, kontert die<br />
Richterin sachlich. Der Mann<br />
habe ihn während des Spazierganges<br />
mit seinem Hund angestänkert<br />
und diesen sogar getreten.<br />
Daraufhin wären die Nerven<br />
mit ihm durchgegangen. „Dass<br />
Sie ihn an den Eiern nehmen<br />
und in die Wiese hauen, das geht<br />
einfach nicht!“, so die Richterin.<br />
Schließlich sei das eine viel zu<br />
heftige Reaktion. Die Nachbarin,<br />
die als Zeugin geladen war und<br />
hätte aussagen sollen, erschien<br />
aber einfach nicht, weil sie nicht<br />
wollte. Ein Strafrahmen von bis<br />
zu fünf Jahren droht bei solch einem<br />
Fall. Künftig solle der Mann<br />
seinen Gehweg anderswo finden,<br />
dass er dem anderen ausweichen<br />
könne, so die Conclusio<br />
der Richterin.<br />
Seit gestern befinde sich ihr<br />
Mandant in Privatkonkurs,<br />
bringt die Verteidigung ein. Dies<br />
müsse bei den Tagessätzen berücksichtigt<br />
werden. Schuldspruch:<br />
Sechs Monate bedingt<br />
auf eine Probezeit von drei Jahren<br />
und ein Schmerzensgeld von<br />
500 Euro – nicht rechtskräftig.<br />
derGrazer<br />
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTS-<br />
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1. HJ <strong>2022</strong>). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
<strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong> www.grazer.at<br />
graz 5<br />
C H R O N I K<br />
Blaulicht<br />
Report<br />
✏ lia.remschnig@grazer.at<br />
Eltern entführten<br />
Kind aus Heim<br />
■ Eine regelrechte Familientragödie<br />
spielte sich gestern<br />
Nacht in Graz-Gries ab: Eltern<br />
entführten ihr Kind gegen 21.40<br />
Uhr aus einem Heim im Burgenland.<br />
Nach Abnahme des Kindes<br />
durch das Jugendamt bestand<br />
ein aufrechtes Ausfolgeverbot<br />
gegen die beiden. Das Ehepaar,<br />
ein 45-jähriger Serbe sowie eine<br />
42-jährige Österreicherin, begingen<br />
die Kindesentziehung<br />
in Pinkafeld – sie wollten ihren<br />
12-jährigen Sohn aus der Obhut<br />
des Jugendamtes entreißen. Das<br />
Paar flüchtete mit dem Kind.<br />
Eine großräumige Fahndung in<br />
der Steiermark führte wenige<br />
Stunden später dank Zusammenarbeit<br />
der Behörden zu den<br />
Die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) fand den entführten Jungen gestern<br />
während der Fahndung in einem Fahrzeug mit seinen Eltern in Graz. BMI/PACHAUER<br />
Eltern des Burschen. Das Kind<br />
konnte in Graz von der Sondereinheit<br />
Schnelle Interventionsgruppe<br />
(SIG), die kürzlich erst<br />
installiert wurde, gegen 1.15<br />
Uhr mit den beiden Elternteilen<br />
in einem Fahrzeug aufgegriffen<br />
werden. Der 45-Jährige sowie die<br />
42-Jährige wurden festgenommen.<br />
Der 12-Jährige ist wohlauf<br />
und wurde wieder dem Jugendamt<br />
übergeben.<br />
Arg: Immergleicher<br />
Betrug mit Tochter<br />
■ Erneut fiel Dienstag Nachmittag<br />
eine 62-jährige Grazerin<br />
dem schon bekannten Tochter-<br />
Trick zum Opfer: Dabei tätigte<br />
die Frau mehrere Überweisungen<br />
in vierstelliger Höhe auf<br />
deutsche Konten nachdem sie<br />
zuvor von ihrer vermeintlichen<br />
Tochter kontaktiert wurde,<br />
die vorgab, von einer fremden<br />
Nummer zu schreiben, weil<br />
das Telefon kaputt sei und sie<br />
Hilfe zu brauche. Nach einer<br />
längeren Konversation über<br />
SMS und andere Chatprogramme<br />
tätigte das Opfer die<br />
Geldtransaktionen. Die Polizei<br />
warnt davor, leichtgläubig<br />
auf die Forderungen einzugehen:<br />
Vorab solle man sich<br />
bei der bekannten Nummer<br />
versichern, ob es der Wahrheit<br />
entspreche. Im Zweifel solle<br />
unbedingt die Polizei kontaktiert<br />
werden.<br />
Person wurde in<br />
Lift eingeschlossen<br />
■ Gestern Nachmittag wurde<br />
die Freiwillige Feuerwehr Eggersdorf<br />
bei Graz zu einer Personenrettung<br />
im Ort gerufen:<br />
Eine Person wurde aufgrund<br />
eines technischen Defektes in<br />
einem Lift eingeschlossen. Sie<br />
wurde anschließend von den<br />
Einsatzkräften der Feuerwehr<br />
wieder daraus befreit.<br />
BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / RIDOFRANZ<br />
Bestmöglich geschützt:<br />
Auffrischungs-<br />
Impfung!<br />
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Allgemeine Coronavirusinformationen erhalten<br />
Sie telefonisch über die Hotline der AGES<br />
unter 0800 555 621.
6 graz<br />
www.grazer.at <strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong><br />
Tessa möchte<br />
ein Frauerl<br />
Grazer<br />
Pfoten<br />
Blog<br />
achtnull<br />
www.grazer.at<br />
/achtnull<br />
Bloggerin<br />
Melanie hat<br />
sich durch<br />
die Karte<br />
des fridda<br />
& maxx<br />
gekostet. KK<br />
Die fünfjährige Tessa ist sehr liebesbedürftig und verschmust.<br />
KK<br />
Brandbrackenmix<br />
Tessa Ausbruchskünstlerin sollte sie<br />
wurde im Jahr 2017 geboren.<br />
Die Hündin ist schüchtern<br />
nicht alleine im Garten sein.<br />
und freundet sich schneller - weiblich<br />
mit Frauen an. Ihr volles Vertrauen<br />
schenkt sie nicht sofort, - inkontinent (Harn)<br />
- Ausbruchskünstlerin<br />
mit Leckerlies kann man ihr<br />
Herz schneller gewinnen. Tessa<br />
liebt weite Spaziergänge, ist www.aktivertierschutz.at<br />
Kontakt: Arche Noah<br />
neugierig und verschmust. Als Tel. 0676 84 24 17 437<br />
fridda & maxx im Test<br />
■ Bloggerin Melanie Köppel<br />
testet jede Woche ein neues Lokal<br />
in Graz und Umgebung und<br />
verrät ihre Meinung dazu – wie<br />
schmeckt es, wie ist der Preis<br />
und wie ist das Ambiente? All<br />
das kann man stets mittwochs<br />
nachlesen. Diese Woche hat Melanie<br />
die neue Dining Bar fridda<br />
& maxx, die beim Wein & Co am<br />
Radetzkyspitz eingezogen ist, genau<br />
unter die Lupe genommen.<br />
Die Speisen gibt‘s dort in Small,<br />
Medium und Large als Crossover<br />
durch die Küchen dieser Welt. Da<br />
musste unsere Bloggerin natürlich<br />
gleich kosten. Wofür Melanie<br />
sich entschieden hat und wie<br />
es ihr geschmeckt hat, gibt es im<br />
Blog Achtnull nachzulesen unter<br />
www.grazer.at/achtnull. Übrigens:<br />
Auf Instagram unter www.<br />
instagram.com/blogachtnull<br />
gibt‘s gerade einen Adventkalender<br />
mit vielen kulinarischen Gewinnspielen!<br />
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graz|karmeliterplatz<br />
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<strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong> www.grazer.at<br />
graz 7<br />
Neuer Obmann für WK Graz<br />
ROCHADE. Mit dem Jahreswechsel übernimmt Bernhard Bauer als Grazer Regionalstellenobmann von Paul<br />
Spitzer. Er ist bei der WK für Startups zuständig, Architekt und Bauingenieur sowie neuerdings Gastronom.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Vor ziemlich genau drei<br />
Jahren übernahm Paul<br />
Spitzer als Obmann die<br />
Regionalstelle Graz der Wirtschaftskammer<br />
– mit 20.342<br />
Mitgliedsbetrieben zählt die<br />
immerhin ein Viertel der steirischen<br />
WKO-Mitglieder. In diesen<br />
drei Jahren wurde etwa erreicht,<br />
„dass Graz auch aufgrund unserer<br />
Intervention als eine der ersten<br />
Städte Österreichs ein Corona-Soforthilfe-Wirtschaftspaket<br />
bereits im April 2020 beschlossen<br />
hat, das unterschiedliche<br />
Unterstützungsmaßnahmen für<br />
Grazer Unternehmen vorsah,“<br />
so Spitzer. Außerdem konnte<br />
beispielsweise erreicht werden,<br />
dass im Herbst 2020 der öffentliche<br />
Verkehr an Samstagen kos-<br />
tenlos war, um die Frequenz in<br />
der Innenstadt zu erhöhen.<br />
Weniger Emotionen<br />
Jetzt ist es aber Zeit für neue Impulse<br />
bei der WK Graz. Mit dem<br />
Jahreswechsel übernimmt Bernhard<br />
Bauer als Regionalstellenobmann.<br />
„Ohne funktionierende<br />
Wirtschaft gibt es keine Arbeitsplätze<br />
und ohne Arbeitsplätze keine<br />
Lebensqualität“ erläutert der<br />
Architekt und Bauingeneur, der<br />
seit Juli auch den Kultimbissstand<br />
Hauser am Lendplatz führt, seine<br />
Beweggründe, diese Tätigkeit zu<br />
übernehmen.<br />
Er sieht es als Aufgabe die Emotion<br />
aus der Debatte rund ums<br />
Bauen in Graz zu nehmen. In Sachen<br />
Stadtentwicklung gelte es<br />
langfristig urbane Produktion sicherzustellen.<br />
Besonders am Herzen<br />
liegen ihm die Startup- und<br />
Neugründerthemen – für diese<br />
war Bauer zuletzt in der Wirtschaftskammer<br />
bereits zuständig.<br />
„Wir müssen verstärkt darauf<br />
schauen, Ideen zu ermöglichen,<br />
statt zu verhindern“, erläutert der<br />
Neo-Obmann, der sich gegen eine<br />
„Stadt der Verbote“ einsetzen will.<br />
Außerdem möchte er am internationalen<br />
Image der Stadt arbeiten.<br />
Neues Führungsduo der WK Graz: Der neue Regionalstellenobmann Bernhard<br />
Bauer (l.) mit Regionalstellenleiter Viktor Larissegger.<br />
WKO STEJERMARK<br />
Startup Barometer präsentiert<br />
UMFRAGE. Die Grazer Startup-Szene erweist sich nach einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr als<br />
relativ krisenfest und optimistisch. Die Gründungsvoraussetzungen werden nach wie vor gut bewertet.<br />
Das Liniensystem der Grazer Startup-Szene: Die Startup Ecosystem Map<br />
<strong>2022</strong> wurde heute zusammen mit dem Barometer präsentiert. FOTO<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Die Grazer Jungunternehmer<br />
blicken optimistischer<br />
in die Zukunft, als<br />
man angesichts der multiplen<br />
aktuellen Krisen vielleicht annehmen<br />
würde. Zu diesem Ergebnis<br />
kam das Startup Barometer <strong>2022</strong>,<br />
das von Ideentriebwerk, Karl-<br />
FranzensUniversität und Gründungsgarage<br />
abgefragt und heute<br />
präsentiert wurde. Die jährliche<br />
Befragung zur Entwicklung der<br />
Grazer Gründungs-Szene zeigt,<br />
dass die Gründungsvoraussetzungen<br />
am Wirtschaftsstandort<br />
Graz nach wie vor sehr gut sind.<br />
Die Bewertung des Gründungsstandorts<br />
ist zwar leicht gesunken,<br />
bewegt sich aber mit 5,10 von 7<br />
möglichen Punkten auf einem hohen<br />
Niveau (2021: 5,25, gestartet<br />
wurde mit 3,94 im Jahr 2014). Beinahe<br />
alle Werte haben sich zwar<br />
seit dem letzten Jahr leicht verschlechtert,<br />
bilden davon abgesehen<br />
aber mitunter die höchsten<br />
Werte seit Befragungsbeginn. Die<br />
Events kamen auf 5,43 Punkte, das<br />
Beratungsangebot auf 5,09 und<br />
das Förderungsangebot auf 4,63.<br />
In Sachen Vernetzung gab‘s ein<br />
Plus von 5,49 Punkten im letzten<br />
Jahr auf nun 5,56. Überraschend<br />
fällt die Beurteilung der Finanzierungssituation<br />
in Graz aus. Diese<br />
bleibt auf gleichem Niveau wie<br />
2021 und liegt mit 3,90 nahezu am<br />
Höchststand (2021: 3,96).<br />
Zudem wird die nach Meinung<br />
der Startups schwach ausgeprägte<br />
Verfügbarkeit von Risikokapital am<br />
Standort als verbesserungswürdig<br />
angesehen. Fachkräftemangel und<br />
steigende Kosten wurden als Themenkomplexe<br />
häufiger genannt.
8 graz<br />
www.grazer.at <strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong><br />
Jetzt<br />
mitdiskutieren<br />
www.facebook.com/derGrazer<br />
Lob<br />
Sie meistern es jedoch hervorragend.<br />
Waren mit unseren Zwillingen<br />
am Sonntag vor einer<br />
Woche dort! Top Team!<br />
Michaela Julia Schreck-Deon<br />
* * *<br />
Antwort<br />
Ändert aber nichts daran, dass<br />
die meisten Eltern das Problem<br />
sind und nicht deren Kinder,<br />
dass es soweit kommen muss...<br />
Marc Stipsits<br />
* * *<br />
Ansichtssache<br />
Wenn aus dem Todesvirus Covid-19<br />
plötzlich wieder eine gewöhnliche<br />
Grippe wird...<br />
Heinz Kornfeld<br />
Konsequenz<br />
Logische Folge der absurden<br />
Corona-Politik: Jahrelang hat<br />
man durch staatliche Maßnahmen<br />
(eigentlich harmlose)<br />
Durchseuchung bei Kindern<br />
verhindert, nun bereiten Viren<br />
Kindern noch größere Probleme<br />
als vor der Pandemie.<br />
Bert Haas<br />
* * *<br />
Unzufrieden<br />
Leute, es ist Grippe-Zeit. Die<br />
Kinder haben jetzt ein schlechtes<br />
Immunsystem durch die<br />
Pandemie bekommen. Und die<br />
Regierung spart beim Gesundheitssystem.<br />
Rücktritt Bundesregierung!<br />
Hermann Janitsch<br />
* * *<br />
Ärztemangel<br />
Das ist seit Jahren so und keiner<br />
macht was dagegen. Bei den<br />
Aufnahmenprüfungen von den<br />
medizinischen Studien werden<br />
Kandidaten selbst mit einem<br />
Punkt weniger nicht aufgenommen.<br />
Und dann fragen sie sich,<br />
wieso wir so wenig Ärzte haben.<br />
Edisa Dardagan<br />
* * *<br />
Immunsystem<br />
Folge hysterischer Maskenpolitik.<br />
Um ein Immunsystem<br />
aufbauen<br />
zu können, braucht‘s<br />
Kontakt.<br />
Matthias Zezula<br />
* * *<br />
Maskenpflicht<br />
Es ist aber schon bekannt, welche<br />
Altersgruppe hier besonders<br />
betroffen ist (1- bis 4-Jährige),<br />
die haben eher keine Masken in<br />
den letzten beiden Jahren getragen.<br />
Christine Schleich<br />
* * *<br />
Meistkommentierte<br />
Geschichte<br />
des Tages<br />
Engpass<br />
an der<br />
Kinderklinik<br />
Fast doppelt so viele junge<br />
Patienten wie normalerweise<br />
werden momentan täglich<br />
auf der Kinderklinik im LKH<br />
Graz versorgt. Der Grund dafür<br />
sind vor allem Infektionen mit<br />
Influenza- und RS-Viren. Die<br />
personellen Ressourcen wurden<br />
erhöht, dennoch kommt es<br />
zu Wartezeiten und Betten am<br />
Gang. Die Leser des „Grazer“<br />
diskutieren auf Facebook.<br />
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Erwin Scheriau<br />
Erwin Scheriau<br />
Media 21 GmbH<br />
Silvia Pfeifer<br />
#RegionalMedienKarriere
<strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong> www.grazer.at<br />
graz 9<br />
Fünf Frauen vermitteln seltene<br />
Lebens-Einblicke.<br />
WILDBERGER<br />
Merk-Würdig<br />
Gewöhnlich<br />
■ Einmal im Jahr präsentiert<br />
das Projekt „Merk-Würdig Gewöhnlich“<br />
(MWG), initiiert von<br />
Jing Hong Okorn-Kuo 2018,<br />
eine neue Performance. Diesmal<br />
präsentiert er gemeinsam<br />
mit fünf Frauen, alle 60 Jahre<br />
alt und älter, eine neue Arbeit,<br />
die sich mit Lebensfreude beschäftigt.<br />
Basierend auf dem<br />
Pulsieren des Walzers werden<br />
Walzer auf eigens gebauten<br />
und von Maschinen kontrollierten<br />
Instrumenten gespielt.<br />
Anhand von „Spielregeln“ kreieren<br />
die Senioren eine Performance<br />
und lassen das Publikum<br />
an ihrer Lebenserfahrung<br />
teilhaben. Präsentiert wird das<br />
Ergebnis ab 16. <strong>Dezember</strong> im<br />
Salon Forum Stadtpark bis<br />
einschließlich 18. <strong>Dezember</strong>.<br />
Viktor<br />
Gernots<br />
X-mas-<br />
Show<br />
FEIN. „The Christmas Show“ ist ein kultig, österreichisch-amerikanisches<br />
Entertainerkonzert mit feiner Mischung aus den besten Weihnachtsliedern.<br />
Alle Jahre wieder kommt<br />
nicht nur das Christkind,<br />
alle Jahre wieder feiert der<br />
Ausnahme-Entertainer Viktor<br />
Gernot mit seinen Best Friends<br />
und dem Publikum einen musikalischen<br />
Vorweihnachtsabend.<br />
Das Repertoire der Weihnachtslieder<br />
setzt sich aus dem<br />
Great American Songbook zusammen.<br />
Lieder, die durch Größen<br />
wie Bing Crosby, Michael<br />
Bublé, Mel Tormé, Dean Martin<br />
oder Frank Sinatra weltweit<br />
bekannt wurden und heute oft<br />
gespielte Klassiker sind. Viktor<br />
Gernot ist hier der ideale Zeremonienmeister,<br />
der schon allein<br />
mit seiner Stimme Gänsehautfeeling<br />
erzeugt. Er versteht es,<br />
das Publikum, SEIN Publikum,<br />
zu begeistern. Zum Drüberstreuen<br />
sozusagen gibt es auch noch<br />
österreichisch-deutsche Conférencen,<br />
voller Parodien, Augenzwinkern<br />
und feinstem Humor.<br />
Musikalisch geboten werden<br />
swingende Originalarrangements<br />
der Band, von ausgelassen-verrückt<br />
bis hin zu sinnlich<br />
Viktor Gernot als Performer<br />
ANDREAS MÜLLER<br />
und besinnlich. Ein Liveerlebnis<br />
von internationalem Format, in<br />
Anlehnung an die unsterblichen<br />
Legenden des Entertainments.<br />
Mit dabei sind hervorragende<br />
Musiker, die sich viel Freiraum<br />
für spielerische Improvisation<br />
nehmen.<br />
Viktor Gernot & His Best<br />
Friends gibt es mit ihrer „Christmas<br />
Show <strong>2022</strong>“ am 12. <strong>Dezember</strong><br />
in der Grazer Stadthalle. Beginn<br />
20 Uhr. Tickets gibt es bei<br />
oeticket.com und unter der Tickethotline<br />
0900-9496096.<br />
Niesenberger<br />
Clubnacht<br />
■ Auch wenn es das alte legendäre<br />
Clubzentrum Niesenberger<br />
in der Niesenbergergasse nicht<br />
mehr gibt, fungiert unter dem<br />
Namen Niesenberger weiterhin<br />
ein aktives Kulturzentrum, das<br />
regelmäßig Raves organisiert.<br />
Rave in The Cave war 2021 eine<br />
großartige Party, eine unvergessliche<br />
Event-Nacht. Und Rave in<br />
The Cave gab es dieses Jahr auch<br />
in einer speziellen Spring Edition.<br />
Das Kulturzentrum Niesenberger<br />
mit Büros, Studios, Proberäumen<br />
und Veranstaltungssaal ist nur<br />
für Vereinsmitglieder und geladene<br />
Gäste betretbar.<br />
Am Samstag, 10. <strong>Dezember</strong>,<br />
aber wird abgefeiert: Nach dem<br />
Event im November mit Gästen<br />
aus Deutschland, Slowenien<br />
und Wien ist es die letzte Clubnacht<br />
für dieses Jahr. Zum Abschluss<br />
gibt‘s Top-Acts aus den<br />
Bereichen Techno, Acid und<br />
Broken Beats, die den Dom im<br />
Berg zum Beben bringen. Nach<br />
dem Hauptevent geht es ab 8<br />
Uhr weiter ins Parkhaus. In der<br />
letzten Clubnacht mit dabei sind<br />
Marie Montexier, Marta, Bort.<br />
Supported by Julaya/whammy<br />
und Roll Royce/illw. Start 23<br />
Uhr!<br />
Nach wie vor wird bei den Niesenberger Events in Graz groß Party gemacht.<br />
Am Samstag gibt es die letzte Niesenberger Clubnacht für <strong>2022</strong>.<br />
KK
graz<br />
10 www.grazer.at <strong>7.</strong> DEZEMBER <strong>2022</strong><br />
Ausblick<br />
Was am Donnerstag<br />
in Graz wichtig ist<br />
■ Der 8. <strong>Dezember</strong> ist bekanntlich ein verkaufsoffener Feiertag – Mariä<br />
Empfängnis. Immer mehr Unternehmen entscheiden aber, ihren<br />
Mitarbeitern einen freien Tag zu gönnen. So bleiben Billa, Billa Plus<br />
und Penny sowie Hofer, Lidl und Bipa beispielsweise geschlossen. Bei<br />
Spar werden nicht alle Filialen aufgesperrt – einer pro Bezirk bleibt<br />
aber geöffnet. dm hält nur die Filialen in den Shoppingcentern offen.<br />
In der Grazer Innenstadt sowie in den Einkaufszentren ist dagegen<br />
mit regem Andrang zu rechnen.<br />
■ Die Graz Linien fahren trotz Feiertag mit deutlich höherer Taktung<br />
im Samstagsfahrplan. Freifahrt wie an den Adventsamstagen gilt<br />
morgen allerdings nicht.<br />
■ Zwischen 10 und 18 Uhr können Eltern, während sie auf Shoppingtour<br />
gehen, ihre Kinder bei der kostenlosen Kinderbetreuung der<br />
Stadt Graz bei EnVita am Hauptplatz 17 abgeben.<br />
■ Der Covid-Kinderimpfstoff Comirnaty BA.4/5 ist ab morgen auf<br />
den Impfstraßen in der Steiermark erhältlich. Dieser ist speziell an die<br />
aktuell kursierenden Varianten angepasst. Die Impfung wird inzwischen<br />
auch für Kinder empfohlen. Anmeldung ist keine erforderlich.<br />
In der Innenstadt sowie in den Einkaufszentren ist am morgigen Feiertag mit<br />
regem Andrang zu rechnen. Aber nicht alle Geschäfte haben geöffnet. SCHERIAU<br />
■ Heimspiel für Austropop-Legende Gert Steinbäcker: Im Rahmen<br />
von „Die letzte Tour“ gastiert er ab 20 Uhr in der Stadthalle. Dort gibt<br />
er mit seiner Band Solohits, aber auch das beste von STS zum Besten.<br />
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