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SeeMagazin 2022

Wir lieben das Fünfseenland. Die Besonderheit der Region sammeln wir deshalb einmal jährlich mit schönen Bildern und Geschichten in unserem SeeMagazin. Und das seit mittlerweile 15 Jahren! Zum Jubiläum haben wir den Fokus auf das wichtigste Element der Region gelegt: das Wasser. Wir stellen Menschen vor, deren Alltag vom Wasser geprägt ist. Darüber hinaus durften wir Peter Maffay in seinem Studio in Tutzing besuchen und mit ihm und seiner Lebensgefährtin Hendrikje Balsmeyer über ihr Leben am See sprechen.

Wir lieben das Fünfseenland. Die Besonderheit der Region sammeln wir deshalb einmal jährlich mit schönen Bildern und Geschichten in unserem SeeMagazin. Und das seit mittlerweile 15 Jahren! Zum Jubiläum haben wir den Fokus auf das wichtigste Element der Region gelegt: das Wasser. Wir stellen Menschen vor, deren Alltag vom Wasser geprägt ist. Darüber hinaus durften wir Peter Maffay in seinem Studio in Tutzing besuchen und mit ihm und seiner Lebensgefährtin Hendrikje Balsmeyer über ihr Leben am See sprechen.

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15 Jahre <strong>SeeMagazin</strong><br />

Jahresausgabe <strong>2022</strong> | №18<br />

€ 7,50<br />

für<br />

Einheimische<br />

& Gäste<br />

Wie im Paradies<br />

Im großen Interview:<br />

Peter Maffay und Hendrikje Balsmeyer<br />

Sportlich, sportlich!<br />

Ob mit dem Segelboot, SUP oder<br />

Surfboard: über die Liebe zum Wasser<br />

EXTRA:<br />

4 POSTKARTEN<br />

mit SeeMotiv


Editorial<br />

Die Kraft von<br />

Mutter Natur<br />

Das <strong>SeeMagazin</strong> feiert Geburtstag! Wir können es<br />

selbst kaum fassen, dass es schon 15 Jahre sind. Wie<br />

schnell die Zeit vergangen ist. Als Elke und ich uns damals<br />

kennenlernten – sie, die schon ihre ganze Kindheit<br />

und Jugend am Starnberger See verbracht hatte, und<br />

ich, die „Zuagroaste“ –, merkten wir, wie unterschiedlich<br />

wir die Region wahrnahmen. Mit einem Magazin, das<br />

sich ausdrücklich an Einheimische und an Gäste wendet,<br />

wollten wir die verschiedenen Blickwinkel zeigen<br />

– und Lust machen, noch mehr Seiten des Seenlands,<br />

bekannte und weniger bekannte Plätze, zu entdecken.<br />

Mittlerweile ist das Fünfseenland für meine Familie<br />

und mich ebenso zur Heimat geworden wie für Elke.<br />

Es ist eine einzigartig schöne Region, keine Frage.<br />

Aber was mich hier besonders glücklich macht, sind all<br />

die Begegnungen, Freundschaften und Netzwerke, die<br />

auch im Rahmen des <strong>SeeMagazin</strong>s entstanden sind.<br />

Anfangs war es nur auf den Starnberger See beschränkt,<br />

heute drehen sich unsere Geschichten auch um Ammersee,<br />

Pilsen-, Wörth- und Weßlinger See.<br />

Zum Jubiläum haben wir den Fokus auf das wichtigste<br />

Element der Region gelegt: das Wasser. Nichts geht<br />

über den Blick auf den See. Das hat uns auch Peter<br />

Maffay bestätigt, der immer von der gleichen Stelle aus<br />

ein Foto macht. Wir stellen Menschen vor, deren Alltag<br />

vom Wasser geprägt ist. Man kann sagen: Es ist ihr<br />

Lebenselixier. Wie es sich anfühlt,<br />

wenn der Wind einen<br />

mit 70 Stundenkilometern<br />

über den Ammersee trägt,<br />

verrät uns Andy Laufer. Und<br />

haben Sie gewusst, dass hier<br />

sogar richtig guter Whisky<br />

produziert wird? By the way:<br />

In Geburtstagsfeierlaune:<br />

Sabine Schönmann und Elke Ross<br />

Whisky bedeutet „Wasser des<br />

(re.), Leitung Marketing und Sales<br />

Lebens“.<br />

Viele treue Weggefährten<br />

und Anzeigenpartner, die uns schon seit Jahren begleiten,<br />

verraten uns darüber hinaus ihre liebsten Plätze und<br />

Momente am See. Übrigens: Alle, die mal am See wohnen<br />

möchten, sollten unbedingt auf Seite 98 blättern.<br />

Und weil ein Geburtstag ohne Kuchen wie ein Segelausflug<br />

ohne Wind ist, haben wir eine ganz besondere<br />

Torte backen lassen. In den Farben der Seen, mit Wellen,<br />

Fischen und Rosen geschmückt. Natürlich verraten wir<br />

Ihnen auch das Rezept dieses Prachtstücks, damit Sie<br />

es mit uns genießen können.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Freude und genussreiche<br />

Momente beim Lesen!<br />

Cremig sanft und milchig frisch im Geschmack –<br />

wir geben unserem Bio-Jogurt 3x mehr Zeit<br />

zum Reifen. Nehmen auch Sie sich die Zeit für<br />

Ihr unverwechselbares Genusserlebnis!<br />

www.andechser-natur.de<br />

Cover: Segelschule Ammersee; Fotos: Conny Mirbach, Privat<br />

<strong>SeeMagazin</strong>-Autor Martin Fraas<br />

besuchte Rockmusiker Peter<br />

Maffay im Allerheiligsten, seinem<br />

Studio in Tutzing, und war<br />

beeindruckt von der Gitarrensammlung.<br />

Das Instrument unten<br />

gehörte einmal Elvis. Ab Seite 28<br />

Das Gute liegt so nah: Elina Gathof,<br />

Fotografin und Bildchefin des <strong>SeeMagazin</strong>s,<br />

fing auf ihrer Kanutour wunderschöne<br />

Landschaften für uns ein. Ab Seite 16


€ 7,50<br />

15 Jahre <strong>SeeMagazin</strong><br />

Inhalt<br />

16<br />

So malerisch wie entspannend:<br />

eine Kanutour<br />

in sagenhafter Natur<br />

92<br />

40<br />

Das Schauspielerpaar Victoria<br />

Mayer und Jan Messutat liebt die<br />

kreative Szene am Ammersee<br />

114<br />

An<br />

einem der schönsten Plätze am Starnberger See<br />

ist ein Ort der Begegnung und Freude entstanden<br />

SeeLeben<br />

SeeMensch SeeHaus SeeKultur SeeGenuss SeeStandards<br />

12<br />

Wir feiern!<br />

15 Jahre <strong>SeeMagazin</strong>: tolle<br />

Begegnungen, Highlights und<br />

eine Geburtstagstorte de luxe<br />

16<br />

Dem Blau entgegen<br />

Mit dem Kanu auf der Würm<br />

unterwegs bis ins Leutstettener<br />

Moos – ein Erfahrungsbericht<br />

62<br />

(K)eine leichte Sache<br />

Klaus Wanner hat ein ungewöhnliches,<br />

aufwendiges<br />

Hobby: Er baut SUPs und zeigt<br />

auf Instagram, wie<br />

66<br />

Schnell, der Wind ruft ...<br />

Speedsurfer Andy Laufer erzählt<br />

von Höchstgeschwindigkeiten<br />

und spätem Erfolg<br />

70<br />

Wie spricht man<br />

auf dem Wasser?<br />

Jetzt können auch Landratten<br />

mitreden<br />

72<br />

Was wächst denn da?<br />

Wissenswerte Fakten über<br />

Schilf<br />

28<br />

„Ein Leben wie im<br />

Paradies“<br />

Peter Maffay und Hendrikje<br />

Balsmeyer über Tutzing, ihre<br />

Tochter und neue Songs<br />

40<br />

„Unser Beruf hat mit<br />

Freiheit zu tun“<br />

Beeindruckend, wie sich<br />

das Schauspielerpaar Victoria<br />

Mayer und Jan Messutat in<br />

seiner Wahlheimat einbringt<br />

48<br />

Heimatliebe hoch drei<br />

Charakterköpfe im Porträt:<br />

Fischer Klaus Marx,<br />

Reiseautorin Carmen Rohrbach<br />

und Tobias Schlenker, Hüter<br />

der Roseninsel<br />

76<br />

Einmal um die Welt<br />

Mit selbst gebautem Segelboot<br />

fährt der junge Paul Piendl über<br />

die Ozeane – ein Traum<br />

92<br />

Wachgeküsst<br />

Gartengestaltung im großen<br />

Stil: eine Villa mit<br />

Wassertreppe und wirklich<br />

formidablem Park<br />

98<br />

Wer träumt hier<br />

nicht von Urlaub?<br />

Diese Feriendomizile lassen die<br />

Herzen von Architektur- und<br />

Designfans höherschlagen<br />

106<br />

Wohltat für die<br />

Seele<br />

Gartendesignerin Alexandra<br />

Lehne von Soulgarden<br />

gibt Tipps für eine charmante<br />

„Wohnraumerweiterung“<br />

104<br />

SeeTipps: Bücher<br />

Krimi, Museumsführer oder<br />

Ausflugstipps – hier finden Sie<br />

jede Menge Lesenswertes<br />

108<br />

Freundliche Erweiterung<br />

der Realität<br />

In den Bildern der Künstlerin<br />

Isabelle Roth herrscht eine<br />

eigene Ordnung der Dinge<br />

114<br />

Ein Ort mit Herz<br />

und Fantasie<br />

Die Villa Zitzmann, eine der<br />

größten Villen am Starnberger<br />

See, wird zum Begegnungsort<br />

118<br />

Meister der feinen Töne<br />

Schauspieler, Romanautor,<br />

Gartenliebhaber: zu Besuch bei<br />

Philipp Moog<br />

124<br />

Spiel mit den<br />

Elementen<br />

Korea meets Ammersee: Das<br />

Atelier SOOBO in Dießen fertigt<br />

edle Porzellankeramiken<br />

Fotos: Elina Gathof, Daniel Schvarcz Forstner, Michela Morosini, Kinderhaus am See e.V.; Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

56<br />

Mein wunderbarer<br />

SeeMoment<br />

Himmlische Badeplätze,<br />

Kraftorte und Aussichtspunkte<br />

78<br />

Schon mal vom Wasser<br />

des Lebens gekostet?<br />

In seiner Destillerie stellt Achim<br />

März erstklassigen Whisky her<br />

82<br />

Frisch verliebt<br />

Die schönsten Wochenmärkte<br />

der Region<br />

86<br />

Wunder der Natur<br />

Die Kosmetikfirma<br />

Pharmos Natur baut auf die<br />

Heilkräfte von Aloe Vera<br />

128<br />

Wie schön, dieser<br />

Glitzer!<br />

An diesem Wasserschauspiel<br />

kann man sich nie sattsehen<br />

Das Covermotiv unserer<br />

Jubiläumsausgabe stammt von<br />

der Ammersee-Segelschule aus<br />

Dießen am Ammersee<br />

36<br />

SeeTipps:<br />

Starnberger See<br />

Tolle Adressen für<br />

Genießer, Blumenliebhaber<br />

und Hundebesitzer<br />

74<br />

SeeTipps: Ammersee<br />

Touren für Freitzeitsportler,<br />

ein spannender Lehrpfad<br />

für Kinder und feiner Cidre<br />

90<br />

SeeTipps:<br />

Wörthsee, Weßlinger<br />

See und Pilsensee<br />

Lernen von den Nature<br />

Guides, Camping im Holzfass<br />

und leben wie vor 100 Jahren<br />

127<br />

Impressum<br />

130<br />

Zum guten Schluss<br />

Jahresausgabe <strong>2022</strong> | №18<br />

für<br />

Einheimische<br />

& Gäste<br />

4<br />

Wie im Paradies<br />

Im großen Interview:<br />

Peter Maffay und Hendrikje Balsmeyer<br />

Sportlich, sportlich!<br />

Ob mit dem Segelboot, SUP oder<br />

Surfboard: über die Liebe zum Wasser<br />

EXTRA:<br />

4 POSTKARTEN<br />

mit SeeMotiv<br />

01- 01_010_S eMag_20 2_Cover.in d 1 04.05. 2 10:38


SeeLeben<br />

3seelige<br />

Momente<br />

Einer der schönsten und ganz sicher sinnesintensivsten<br />

Plätze am See ist auf dem See.<br />

Das können alle Wassersportler bestätigen.<br />

Foto: Peter von Felbert<br />

6


SeeLeben<br />

Foto: Peter von Felbert<br />

Malerisch, wie das Kirchlein St. Johann<br />

Baptist auf einem Hügel über Holzhausen<br />

und dem Starnberger See thront.<br />

9


SeeLeben<br />

Wenn die Abendsonne die Berge und den<br />

Himmel in solch milde Farben taucht, ist dies<br />

ein wahrlich friedvoller Anblick!<br />

Foto: Luana Freitag<br />

10


SeeGeburtstag<br />

Happy<br />

Birthday!<br />

Kein Geburtstag ohne Torte! Unsere ist als<br />

Hommage ans Fünfseenland mit Wellen und<br />

Fischen im Origami-Stil geschmückt. Im<br />

Innern steckt ein superleckerer Rübli-Kuchen.<br />

Feiern Sie mit: Die Münsinger Bäckerei<br />

Krümel & Korn hat uns das Rezept verraten<br />

FOTO<br />

BARBARA BONISOLLI<br />

Rübli-Kuchen<br />

Sie brauchen:<br />

1 x 24 cm Ø Springform<br />

Backzeit (Heißluft 180 Grad): 30–45 Min.<br />

Zutaten<br />

6 Eigelb<br />

120 g Zucker<br />

Schale von 1/2 Zitrone,<br />

gerieben<br />

1 TL Zimt<br />

6 Eiweiß<br />

75 g Zucker<br />

1 Prise Salz<br />

270 g Haselnüsse, gerieben<br />

60 g Dinkelmehl Type 630<br />

160 g Karotten<br />

(Nettogewicht) geschält<br />

und gerieben<br />

Zubereitung<br />

* Eigelb, Zucker, Zitronenschale<br />

und Zimt schaumig schlagen.<br />

* In einer anderen Schüssel<br />

Eiweiß mit Zucker und<br />

Salz zu Eischnee schlagen.<br />

Damit anschließend vorsichtig<br />

die Eigelbmasse anreichern.<br />

* Erst Haselnüsse und Mehl<br />

unterheben, dann die Karotten<br />

dazugeben.<br />

* Teig in die Form füllen und<br />

im Backofen (Heißluft 180 Grad)<br />

30–45 Minuten backen.<br />

Den Rübli-Kuchen genießen!<br />

Köchin und Food-Fotografin<br />

Barbara Bonisolli<br />

hat die großartige Torte<br />

von Krümel & Korn-<br />

Konditorin Maria Demmel<br />

mit Tellern des Tonstudios<br />

Anke Keller gestylt<br />

12 13<br />

Schmandcreme<br />

420 g Schmand<br />

420 g Schlagsahne<br />

50 g Puderzucker<br />

Schale von einer Zitrone<br />

Saft von 1/2 Zitrone<br />

1/4 Vanilleschotenmark<br />

Für alle, die eine Torte<br />

machen wollen:<br />

* Alle Zutaten für die Schmandcreme<br />

in eine Schüssel geben<br />

und langsam aufschlagen, bis<br />

die Masse cremig-fest wird. Den<br />

Rübli-Kuchen zweimal durchschneiden<br />

und mit der Masse<br />

füllen. Oben und am Rand damit<br />

einstreichen, nach Lust und<br />

Laune dekorieren. Zwei Stunden<br />

kühl stellen, servieren.


084_091_430_SeeMag_2021_Circus_Krone.indd 84 11.05.21 10:58<br />

SeeGeburtstag<br />

SeeGeburtstag<br />

WIR FEIERN<br />

SeeKultur<br />

15 Jahre<br />

<strong>SeeMagazin</strong><br />

2019 Wir haben große<br />

Alpaka-Fans in unserer<br />

Redaktion. Ein Besuch bei den<br />

freundlichen und friedvollen<br />

Genossen durfte deshalb nicht<br />

fehlen. Die Fotos der Produktion<br />

hängen heute noch an<br />

unseren Pinnwänden.<br />

84<br />

2007 Wahnsinn, wenn aus<br />

einer Idee plötzlich ein Magazin<br />

geworden ist, das man in Händen<br />

hält! Damals noch mit 66 Seiten und<br />

nur einem See, dem Starnberger.<br />

2012 Unser erstes kleines<br />

Jubiläum: Wir sind 5 Jahre alt. Als<br />

„Geschenk“ an unsere Leser gibt es<br />

noch mehr Seiten SeeGenuss, ein<br />

Potpourri der schönsten Geschichten<br />

und Postkarten.<br />

2016 Zum ersten Mal<br />

thematisieren wir Instagram<br />

im Heft (noch ohne<br />

eigenen Account). Die Bilder<br />

von Felix Link gefallen uns<br />

so gut, dass wir daraus die<br />

Galerie „Junger See“<br />

arrangieren.<br />

10 Jahre Unser<br />

erster runder Geburtstag<br />

muss gebührend gefeiert<br />

werden. Zum Beispiel mit<br />

einem Redesign des Layouts,<br />

siehe unten, 2017.<br />

2021 Es gibt viel zu entdecken.<br />

Zum Beispiel die Farm des<br />

Circus Krone in Weßling. Auch<br />

TV-Moderator Willi Weitzel findet<br />

immer etwas Spannendes.<br />

2009 Die Glücksformel für<br />

einen schönen Sommer am See<br />

verraten wir in Ausgabe Nr. 4 –<br />

richtig gelesen, denn 2008 und<br />

2009 gestalteten wir je ein<br />

Sommer- und ein Winterheft.<br />

Was uns immer schon wichtig<br />

war: stimmungsvolle Motive, wie<br />

die der Münchner Fotografin<br />

Astrid Prangel.<br />

2015 Ein Anblick, bei dem<br />

sich uns das Herz öffnet! Wir<br />

betrachten die Landschaft auch<br />

gerne mal aus der Vogelperspektive.<br />

Hier mit Luftaufnahmen<br />

von Jörg Bodenbender.<br />

SeeMensch<br />

Wir interviewen und zeigen<br />

interessante Menschen, die hier<br />

leben. Darunter auch Prominente<br />

wie den Schauspieler<br />

Hans Sigl. Der Bergdoktor<br />

„schaffte“ es sogar zweimal ins<br />

Heft. Wie die Zeit vergeht ...<br />

2012 2020<br />

2012 Faszination über und<br />

unter Wasser. Wir stellen die<br />

Vögel und Fische des Fünfseenlands<br />

vor, detailliert erklärt und<br />

hübsch illustriert.<br />

2017 Nicht nur das Cover,<br />

auch das Papier und Design<br />

ändern sich. Das <strong>SeeMagazin</strong><br />

mausert sich zur hochwertigen<br />

Coffee-Table-Zeitschrift.<br />

<strong>2022</strong> Zum 15. Ge -<br />

burtstag gibt’s den See in<br />

Tortenform, bunt verziert<br />

und superlecker. Klar, dass<br />

wir das Rezept gerne mit<br />

Ihnen teilen, Seite 12.<br />

14 15


SeeLeben<br />

Dem Blau<br />

entgegen<br />

PROTOKOLL ALISSA SELGE<br />

FOTOS ELINA GATHOF<br />

Die Gedanken mal<br />

ausknipsen und die Arme<br />

arbeiten lassen: Kanufahren<br />

wird immer beliebter.<br />

Vom Starnberger See aus<br />

gibt es eine malerische<br />

Route über die Würm<br />

in das Naturschutzgebiet<br />

Leutstettener Moos.<br />

Unsere Fotografin Elina<br />

Gathof über die Entdeckung<br />

verschiedener<br />

Kraftorte und einen Tag,<br />

der sich angefühlt hat wie<br />

eine Woche Urlaub<br />

Das Naturschutzgebiet<br />

Leutstettener Moos<br />

befindet sich nördlich<br />

des Starnberger Sees<br />

und umfasst 180 Hektar<br />

Unser Plan für heute lautet: der Stadt<br />

entfliehen und Ruhe finden, mit ganz<br />

viel Blau drumherum. Es ist erst sieben Uhr morgens, als<br />

wir die Autotüren zuschlagen und den Motor starten. München<br />

ist schon erwacht, aber noch schläfrig: Die Straßen<br />

sind leer, Sonnenstrahlen fließen zwischen Hausfassaden<br />

auf den Asphalt. Auf der Autobahn drehen wir die Musik gegen<br />

das letzte bisschen Müdigkeit auf und singen mit. Nach<br />

einer halben Stunde biegen wir in ein Starnberger Wohngebiet<br />

ein. Der Kanuverleih Wilderness Watertours, den wir<br />

uns im Internet rausgesucht haben, befindet sich in einer<br />

alten Villa am Riedener Weg, die man nur schwer verfehlen<br />

kann: Im verwilderten Garten liegen Kanus und Kajaks<br />

verstreut. Der Besitzer Marc erwartet uns bereits. Nach der<br />

Bezahlung schnappt er sich unsere Paddel und eine Dry<br />

Bag, in der wir unsere Wert- und Picknicksachen verstauen,<br />

und sucht mit uns im Garten ein leuchtend rotes Kanu aus.<br />

Da es nicht auf unser Auto passt, schnallt er es kurzerhand<br />

auf das Dach seines alten, kastigen Mercedes und fährt uns<br />

die zehn Minuten an den Starnberger See. An der Einlassstelle<br />

erklärt er uns die Basics des Kanufahrens. In der Theorie<br />

klingt das erst mal ganz simpel: Das Paddel wird mit<br />

dem Blatt ganz ins Wasser getaucht und nah am Bootsrand<br />

gleichmäßig durchgezogen. Für eine gute Fahrt sind Gleichtakt<br />

und Rhythmus ausschlaggebend. Meine Freundin und<br />

ich müssen diagonal paddeln: die Vordere links, die<br />

16 17


SeeLeben<br />

Hintere rechts. Möchte man nach rechts „abbiegen“, paddelt<br />

die Vordere links und andersrum. Die Person, die hinten<br />

sitzt, hält das Boot auf Kurs, indem sie das Paddel als<br />

Ruder nutzt. Alles verstanden!<br />

Nach dem kleinen Theoriekurs lassen wir das Kanu<br />

nahe dem Starnberger Yachthafen ins Wasser, verabschieden<br />

uns von Marc und paddeln noch etwas unbeholfen auf<br />

den offenen See raus. Der Blick, der sich uns bietet, lenkt<br />

mich erst mal ziemlich ab: Das Morgenlicht und die Weite<br />

des Wassers liegen vor uns. Eine Nebelbank hängt über der<br />

Oberfläche, sonst ist der Himmel klar. Immer wieder bleiben<br />

meine Augen am Alpenpanorama hängen, die Berge<br />

sind scheinbar zum Greifen nah. Anfangs ist es gar nicht so<br />

einfach, keine Schlangenlinien zu fahren. Aber nach ein<br />

paar Minuten haben wir den Bogen raus und navigieren<br />

uns zwischen den schlafenden Booten des Yachthafens<br />

hindurch. Jetzt kommt der abenteuerliche Part: Um vom<br />

Starnberger See zur Würm zu gelangen, müssen wir in<br />

einer dunklen Röhre die Autobahn unterqueren. Weil es in<br />

der letzten Zeit viel geregnet hat, führt der Fluss doppelt so<br />

viel Wasser wie sonst. Und bei Hochwasser wäre die Röhre<br />

mit dem Kanu gar nicht passierbar. Wir sollten jetzt aber gerade<br />

so durchpassen, also los: Die Dunkelheit verschluckt<br />

uns, eine feuchte Kühle legt sich auf die Haut. Wir müssen<br />

uns ducken und verheddern uns mit den Haaren in Spinnweben.<br />

Ich bekomme eine Gänsehaut. Und werde doch<br />

direkt für das kleine Wagnis belohnt: Als ich wieder ins<br />

Laufend ändert sich das Grün: Der Schilfgürtel<br />

der Würm wird zum Naturschauspiel<br />

18


SeeLeben<br />

SeeLeben<br />

Advertorial<br />

Die Würm erinnert mit<br />

knorrigen Baumstämmen<br />

und dichtem Unterholz<br />

an manchen Stellen<br />

eher an den Amazonas<br />

als an einen schmalen<br />

Fluss in Bayern<br />

»Wir blinzeln ins Tageslicht – und sind in einer<br />

anderen Welt gelandet«<br />

Tageslicht blinzele, kommt es mir vor, als wären wir in einer<br />

anderen Welt gelandet. Fast ätherisch fällt das Licht zwischen<br />

den Blättern auf die kleinen Kräusel im Wasser. Das<br />

dichte Grün des Schilfs baut sich zu beiden Seiten neben<br />

uns auf, die Wasserstraße verwandelt sich mit jedem Meter<br />

in einen schmaleren Korridor. Die Würm verläuft durch ein<br />

Niedermoor, weit entfernt von Straßen und Wanderwegen.<br />

Die Oberfläche ist spiegelglatt und so klar, dass wir die<br />

Pflanzen und Fische unter Wasser genau betrachten können.<br />

Unterwegs begegnen wir keiner Menschenseele, nur<br />

die Seerosen lächeln uns friedlich an. Weil das Wasser in<br />

der Würm vom Starnberger See aufgewärmt ist, wachsen<br />

sie hier besonders gut.<br />

Wir gleiten an den Seitenarmen der Alten Würm vorbei,<br />

durch das Leutstettener Moos. Ein grünes Schild erinnert<br />

daran, dass wir uns gerade im Naturschutzgebiet aufhalten:<br />

Das Schwimmen in und das Fahren auf der Würm sind<br />

zwischen März und Juni verboten. Das Geradeausfahren<br />

klappt inzwischen richtig gut und wir genießen die Stille,<br />

atmen sogar irgendwann im selben Takt. Die Bewegungen<br />

verwandeln sich in einen meditativen Gleichklang. Ab und<br />

zu müssen wir alten Baumstämmen ausweichen. Die Landschaft<br />

verändert sich, die Pflanzen wachsen dichter, man<br />

fühlt sich in einen Urwald versetzt. Immer wieder kommen<br />

wir an kleinen Stegen vorbei, die wohl Angler dorthin gebaut<br />

haben. Einige verrotten langsam, denn die Auflagen<br />

VOLKSBANK RAIFFEISENBANK<br />

STARNBERG-HERRSCHING-LANDSBERG EG<br />

So bleiben auch ältere<br />

Immobilienbesitzer<br />

liquide!<br />

Es ist eine seltsame Situation: Besonders Immobilienbesitzer<br />

im Alter über 50 Jahren haben sich<br />

darauf fokussiert, ihr Haus oder ihre Wohnung möglichst<br />

schnell abzubezahlen, um dann schuldenfrei zu sein. Auf<br />

dem Papier sind sie durch ihre Immobilie zwar mitunter<br />

Millionäre. Trotzdem fehlen oft die nötigen Mittel, um sich<br />

eine neue Heizung, eine Solaranlage oder eine Fernreise leisten<br />

zu können. Das Vermögen steckt in der eigenen Immobilie<br />

fest und der finanzielle Spielraum ist sehr begrenzt.<br />

Wenn auf ältere Menschen mit Immobilienbesitz unerwartete<br />

Kosten zukommen, bringt sie das schnell in die<br />

Lage, die eigene Wohnung oder das Haus verkaufen zu müssen.<br />

Denn ab einem gewissen Alter dürfen in Deutschland<br />

aus gesetzlichen Gründen keine regulären Kredite mehr<br />

vergeben werden. Wir haben mit Markus Stegmann, Leiter<br />

der Abteilung Bauen & Wohnen bei der VR Bank Starnberg-<br />

Herrsching-Landsberg, über einen Ausweg aus dieser Situation<br />

gesprochen.<br />

Welche Lösung bietet die VR Bank für diese schwierigen<br />

Umstände? Denn gerade im Alter möchte man doch sein<br />

vertrautes Umfeld nicht verlassen?<br />

Unsere Bank bietet eine individuelle Immobilienrente<br />

für Wohnungs- oder Hauseigentümer ab 50 Jahren an. Was<br />

im Detail so aussieht, dass Sie als Kunde einen maßgeschneiderten<br />

Kreditrahmen gewährt bekommen, dessen<br />

Basis der Wert Ihrer Immobilie ist. Sie können selbst entscheiden,<br />

ob das Geld einmalig oder regelmäßig überwiesen<br />

werden soll, um Ihren Finanzbedarf zu decken.<br />

Was sind die Vorteile dieser Immobilienrente?<br />

Bei anderen Kreditformen müssen Sie die Immobilie<br />

immer verkaufen: in Teilen oder sogar insgesamt. Der Vorteil<br />

bei uns ist, dass die Kunden Eigentümer bleiben. Sie<br />

bezahlen nur die Zinsen für den tatsächlich beanspruchten<br />

Betrag. Außer für Notar und Grundbuchamt fallen keine<br />

weiteren Kosten an. Und Sie oder Ihre Erben können das<br />

Darlehen jederzeit ganz oder teilweise zurückzahlen.<br />

Darf die Immobilienrente auch für finanzielle<br />

Aufwendungen abseits von Immobilien verwendet werden?<br />

Selbstverständlich! Man hat sich das wie einen Dispokredit<br />

vorzustellen, allerdings in größerem Rahmen. Unsere<br />

Kunden können mit diesem Geld Renovierungsarbeiten an<br />

ihrer Immobilie durchführen. Sie können das Geld aber<br />

auch in ihre Lebenshaltung einfließen lassen, beispielsweise<br />

um Zuzahlung für Medikamente zu bezahlen. Unsere Kunden<br />

bekommen damit ein Stück finanzielle Unabhängigkeit.<br />

Volksbank Raiffeisenbank<br />

Starnberg-Herrsching-Landsberg eG<br />

Filiale Herrsching<br />

Bahnhofplatz 4<br />

82211 Herrsching<br />

Tel. 08152 37 11 47<br />

www.vrsta.de<br />

20<br />

21


SeeLeben<br />

Immer wieder gibt es<br />

Stellen wie diese zu<br />

entdecken: zauberhaft<br />

und weltentrückt<br />

23


Glücklich und tiefenentspannt:<br />

die beiden<br />

Freundinnen Franziska<br />

und Elina am Ende ihres<br />

Ausflugs. Für beide war<br />

es die erste Kanutour<br />

SeeLeben<br />

Kurz gegen die<br />

Strömung paddeln,<br />

dann können wir an<br />

einem alten Anglersteg<br />

anhalten<br />

Himmlische Ruhe vor<br />

Grün- und Blautönen:<br />

Kraft tanken klappt<br />

in dieser unberührten<br />

Natur schon nach<br />

wenigen Augenblicken<br />

für Angler sind strenger geworden, es kommen nicht mehr<br />

viele von ihnen her. Da unsere Arme immer schwerer werden,<br />

entscheiden wir uns, an einem der Stege anzuhalten.<br />

Dafür müssen wir umdrehen und ein paar Meter gegen die<br />

Strömung paddeln. Gar nicht so einfach! Wir ziehen das<br />

Kanu mit einem Ruck nahe an den Steg und binden es fest.<br />

Noch ein bisschen wacklig steigen wir auf die sonnenwarmen<br />

Holzbretter. Wir cremen uns ein zweites Mal mit<br />

UV-Schutz ein und packen unsere Brotzeit aus der Dry Bag.<br />

Dann lehnen wir uns zurück. Um uns herum sehen wir das<br />

linde Grün, wir genießen die Ruhe, die nur ab und zu von<br />

schwirrenden Libellen unterbrochen wird. So entspannt<br />

und gelassen habe ich mich lange nicht gefühlt. Kanufahren,<br />

das merke ich mir, ist Yoga für den Kopf.<br />

We are born to be Glusthaferl *<br />

Wir?<br />

Was fürs Leben gilt,<br />

gilt auch beim Backen:<br />

Zeit ist das höchste Gut.<br />

Paul<br />

Was uns b'sonders macht?<br />

Wir lieben Genuss!<br />

Schnickschnack-frei produziert.<br />

Mit extra viel Zeit & Liebe.<br />

Und den wollen wir mit Dir teilen!<br />

Michaela + Paul Otto und<br />

unser fantastisches Team.<br />

* echte Genießer<br />

Wir sind Krümel & Korn:<br />

Seit April 2018 leben und lieben wir unsere<br />

Bäckerei. In Münsing. Am Starnberger See.<br />

Und jetzt auch in Berg.<br />

Ab Sommer bieten wir auch<br />

glutenfreie Produkte an!<br />

BERG<br />

MÜNSING<br />

MÜNCHEN<br />

Kanufahren und -ausleihen<br />

Starnberger See + Ammersee<br />

Wilderness Watertours in Starnberg<br />

vermietet neben Kanus auch Kajaks und<br />

bietet außerdem geführte Kanu- und<br />

Floßtouren an. watertours.de<br />

Wörthsee<br />

Abends auf dem See: After-Work-Paddeln<br />

und Sonnenuntergangstouren gibt’s bei<br />

River Tours. rivertours.de<br />

Besuch uns!<br />

Wir sind ein<br />

toller Haufen!<br />

ERLEB UNS LIVE<br />

Hauptstraße 6 | 82541 Münsing<br />

Aufkirchnerstraße 2 | 82335 Berg<br />

Tel.: 08177-281 | hallo@kruemelundkorn.de<br />

www.kruemelundkorn.de<br />

ONLINE<br />

# kruemelundkorn<br />

24


Das Panoramabild des Starnberger Sees,<br />

auf das während der MRT-Untersuchung der Blick<br />

fällt, sorgt für eine entspannte Atmosphäre<br />

Advertorial<br />

DIE RADIOLOGIE STARNBERG<br />

Eine sichere und zuverlässige Diagnostik und Vorsorge<br />

sind wichtige Bausteine für eine optimale<br />

und lückenlose medizinische Versorgung. Das Fünfseenland<br />

ist in diesem Bereich mit DIE RADIOLOGIE<br />

bestens aufgestellt. Die seit 2017 in Starnberg<br />

im Stadtteil Percha ansässige Praxis beweist<br />

mit Patientennähe, individuellem Service<br />

und Wohlfühlatmosphäre, dass Spitzenmedizin<br />

auf höchstem Niveau persönlich<br />

und menschlich sein kann. „Mit<br />

unserem Standort am Starnberger See<br />

setzen wir dank unseres umfassenden<br />

Versorgungskonzeptes Maßstäbe in der<br />

radiologischen Diagnostik. Unser erfahrenes<br />

Team aus hochqualifizierten Ärzten<br />

ermöglicht, unter Verwendung modernster<br />

Technik, maßgeschneiderte radiologische Versorgung<br />

mit höchster Befundungs- und Beratungskompetenz“,<br />

erklärt Standortleiter Prof. Dr. Mike Notohamiprodjo.<br />

Ein Konzept, das sehr viel positive Resonanz erfährt. Der<br />

Standort ist neben der fachlichen Kompetenz vor allem wegen<br />

Wertvolles<br />

gehört in gute Hände<br />

seines ansprechenden Ambientes und der persönlichen<br />

Betreuung beliebt. Das belegen unzählige exzellente Bewertungen<br />

zufriedener Patienten. DIE RADIOLOGIE Starnberg<br />

gehört zu den am besten bewerteten Arztpraxen<br />

Deutschlands. Prof. Notohamiprodjo erläutert<br />

die Vorzüge, von denen Patientinnen und<br />

Patienten profitieren: „Unser Standort verbindet<br />

die Vorteile einer leistungsstarken<br />

und etablierten Praxis vor Ort mit der<br />

Infrastruktur einer Großpraxis. Bei<br />

nicht eindeutigen, seltenen oder schwierigen<br />

Fragestellungen haben wir ein<br />

großes Expertennetzwerk im Rücken,<br />

das jede nur erdenkliche Facette der<br />

Radiologie abdeckt.“<br />

Vorsprung durch Qualität und Wissen<br />

Die Praxis Starnberg ist Teil des ärztlich geführten Praxisverbundes<br />

DIE RADIOLOGIE. Dieser Zusammenschluss<br />

von radiologischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen<br />

Fachärzten mit unterschiedlichen<br />

medizinischen Schwerpunkten zählt mit 18 Standorten und<br />

über 360 Mitarbeitern zu den größten und leistungsstärksten<br />

inhabergeführten Radiologiepraxen in Bayern und ganz<br />

Deutschland. Mit zahlreichen konkreten Vorteilen für die<br />

Patienten: „Wir haben uns zur medizinischen und technologischen<br />

Exzellenz verpflichtet. Die Größe und Leistungsfähigkeit<br />

unseres Praxisverbundes erlauben uns, stets das<br />

modernste Equipment und innovativste Verfahren und<br />

Techniken nutzen zu können“, so Prof. Notohamiprodjo.<br />

Zudem können die Starnberger Ärzte auf die Erfahrung und<br />

Kompetenz von über 60 Kollegen im Praxisnetzwerk zurückgreifen.<br />

Der erfahrene Mediziner betont: „Unsere Ärztinnen<br />

und Ärzte haben eine breite und fundierte Ausbildung. Wie<br />

in anderen Fachgebieten auch ist jedoch mittlerweile eine<br />

Subspezialisierung, etwa im kardiovaskulären oder neuroradiologischen<br />

Bereich, notwendig, um höchsten Qualitätsansprüchen<br />

gerecht zu werden.“<br />

Neues Zentrum für Onkologische Diagnostik und<br />

Strahlentherapie am ISAR Klinikum<br />

Speziell Krebspatienten profitieren von der nahtlosen<br />

interdisziplinären Zusammenarbeit hochspezialisierter<br />

Fachärzte: In diesem Frühjahr hat DIE RADIOLOGIE ein<br />

leistungsstarkes ambulantes Zentrum für Onkologische<br />

Diagnostik und Strahlentherapie am Standort ISAR Klinikum<br />

im Herzen Münchens neu eröffnet. Betroffene erhalten<br />

dort Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge zentral<br />

und kompetent aus einer Hand. „Durch die interdisziplinäre<br />

Zusammenarbeit unserer Spezialisten für onkologische<br />

Bildgebung mit unseren strahlentherapeutischen Experten<br />

sowie einem hochmodernen nuklearmedizinischen Kompetenzbereich<br />

können wir Krebspatienten dort professionell,<br />

kompetent und lückenlos auf ihrem Weg begleiten und<br />

behandeln“, sagt Prof. Notohamiprodjo. Das Besondere:<br />

„Mit der jüngst erfolgten Installation eines hochmodernen<br />

PET/CT sowie eines SPECT Scanners sind wir in der Lage,<br />

technische Standards anzubieten, die man üblicherweise<br />

nur aus universitären Zentren kennt, allerdings mit der<br />

persönlichen und patientenorientierten Betreuung einer<br />

ambulanten Praxis.“<br />

DIE RADIOLOGIE bietet Ihnen in Starnberg<br />

3T-Hightech-Kernspintomographie (halboffen)<br />

und Computertomographie für die<br />

• Bildgebung des Bewegungsapparates<br />

• Bildgebung der Bauchorgane<br />

• Onkologische Diagnostik<br />

• Neurologische Diagnostik<br />

• MRT-Brust- und Prostatadiagnostik<br />

• Kardiologische Koronarkalkmessung<br />

• Früherkennung<br />

3 Fragen an:<br />

Prof. Dr. med. Mike Notohamiprodjo<br />

Fisch oder Fleisch?<br />

Ich bin ein leidenschaftlicher Griller und hole mir gerne<br />

spannende Cuts von unserem lokalen Fleischsommelier<br />

Harald um die Ecke. Fisch darf es natürlich auch mal sein.<br />

Entspannung oder Erlebnis?<br />

Mit unseren beiden Kindern erleben wir viele spannende<br />

Dinge, sodass die Arbeit manchmal Erholung sein kann.<br />

Halbvoll oder halbleer?<br />

Man sollte nicht immer in Absoluten denken, sondern<br />

sich je nach Situation über ein halbvolles oder halbleeres<br />

Glas freuen und es entweder genüsslich leeren oder etwas<br />

Schönes nachschenken ...<br />

»Wir haben uns zur medizinischen und<br />

technologischen Exzellenz verpflichtet.«<br />

DIE RADIOLOGIE Starnberg<br />

Prof. Dr. med. Mike Notohamiprodjo<br />

Berger Str. 8–10<br />

82319 Starnberg<br />

Tel. 08151 650 660<br />

www.die-radiologie-starnberg.de


SeeMensch<br />

SeeMensch<br />

„Ein Leben wie<br />

im Paradies“<br />

Seit Jahrzehnten wohnt und arbeitet der Rockmusiker<br />

Peter Maffay in Tutzing. Auch seine Partnerin Hendrikje<br />

Balsmeyer und die gemeinsame Tochter Anouk<br />

schätzen das entspannte Leben am Starnberger See.<br />

Zu Besuch in seinem Studio<br />

INTERVIEW MARTIN FRAAS<br />

FOTOS CONSTANTIN MIRBACH<br />

Hair & Make-up: Denise van Ierland<br />

Die beiden gehören quasi zum Ortsbild<br />

von Tutzing, das auf der Westseite des<br />

Starnberger Sees liegt. Peter Maffay und seine Lebensgefährtin<br />

Hendrikje Balsmeyer führen hier kein abgeschottetes<br />

Superstar-Leben, nein. Es kann passieren, dass<br />

Deutschlands bekanntester Rockmusiker in der Bäckerei<br />

neben dir – mit dem legendären rollenden „R“ – ein Dinkelvollkornbrot<br />

bestellt. Die beiden fahren selbst zur Tankstelle,<br />

sie sitzen mitten im Biergarten, kaufen im Supermarkt<br />

ein und gehen mit ihrer dreijährigen Tochter Anouk am See<br />

entlang spazieren. Sie verkörpern eine erstaunliche Lässigkeit,<br />

mit der sie uns auch gleich das „Du“ anbieten. Und eine<br />

ganz selbstverständlich gelebte Bodenständigkeit. Was zur<br />

ersten Frage führt:<br />

Lässt sich eure Prominenz im alltäglichen Leben hier in<br />

Tutzing wirklich völlig ausblenden?<br />

Peter: Das ist ein bisschen so, wie du in den Wald hineinrufst.<br />

Wenn mich pausenlos zwei Muskelpakete mit<br />

Sonnenbrille bewachen würden, würden wir alles anziehen,<br />

worauf wir wenig Wert legen. Wir führen ein sehr<br />

normales Leben. Und die Leute hier sind an uns gewöhnt.<br />

Hast du dich hier am Starnberger See sofort wohlgefühlt?<br />

Hendrikje: Am Anfang, wenn ich mit Peter an der Seepromenade<br />

entlanggelaufen bin, habe ich mich gefühlt, als<br />

wäre ich im Kururlaub. Es ist alles so perfekt. Aber besonders<br />

für unsere Tochter ist es der ideale Ort. Schöner kann<br />

man nicht groß werden.<br />

28<br />

29


SeeMensch<br />

Hendrikje Balsmeyer, Musikerin<br />

und seit 2015 an Peter Maffays<br />

Seite, ist die Erste, die neue<br />

Songs von ihm zu hören bekommt<br />

Was schätzt du besonders an Tutzing?<br />

Peter: Es ist jedes Mal ein einzigartiger Moment, wenn<br />

du am See entlanggehst, dich auf einen Steg setzt und aufs<br />

Wasser guckst. Es ist nicht alltäglich, dass du 60 Kilometer<br />

weit gucken kannst, mit einem spektakulären Panorama<br />

vor dir. Ich mag es auch, im „Midgardhaus“ oder im „Nordbad“<br />

ein Bier zu trinken. Und besonders gerne fahre ich<br />

mit dem Fahrrad an den Anleger zur Roseninsel. Da mache<br />

ich am Morgen das immer gleiche Foto über den See<br />

hinweg Richtung Berge. Das Motiv bleibt gleich, aber das<br />

Licht und die Stimmung sind jedes Mal anders. Es kann<br />

hageln und hat doch noch eine wunderbare Atmosphäre.<br />

Wir leben hier schon in einem kleinen Paradies.<br />

Album gemacht. Wir haben viel gesessen, uns wenig bewegt.<br />

Abgesehen vom Sommer, wo wir ein bisschen agiler<br />

waren. Ich hätte in Sachen Fitness gerne viel mehr gemacht.<br />

Extrem fit zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung<br />

für das, was ich auf der Bühne mache. Sonst sieht das<br />

schnell sch… aus.<br />

Hendrikje: Du hast dir auch ein Lastenfahrrad<br />

gekauft, um Anouk damit in den Kindergarten zu fahren.<br />

Ein E-Bike (lacht).<br />

Peter: Nun, in meinem Alter darf es schon ein<br />

elektrisches Fahrrad sein.<br />

War es für dich eine große Umstellung, aus deiner pulsierenden<br />

Heimatstadt Halle hierher in eine eher beschauliche<br />

Idylle zu kommen?<br />

Hendrikje: Das Großstadtleben habe ich gar nicht so<br />

intensiv ausgekostet, ich war auch keine Clubgängerin.<br />

Ich habe in Halle in einer Band gesungen, wir sind jedes<br />

Wochenende zweimal aufgetreten. Das war Party genug.<br />

Zudem habe ich zehn Jahre lang in einer Kneipe hinterm<br />

Tresen gearbeitet. Das war mein Nachtleben.<br />

»Ich habe hier<br />

in Tutzing während der<br />

Pandemie ein neues<br />

Studioalbum gemacht«<br />

Peter Maffay<br />

Kanntest du den Starnberger See, bevor du hierher-<br />

gezogen bist?<br />

Peter: Ich hatte nur davon gehört. Auch dass es hier<br />

viel zu teuer ist. Das hat meine Initiativen, an den See zu<br />

ziehen, im Keim erstickt. Aber ein Kumpel von mir ist<br />

Makler und sagte: „Es ist nicht so, wie du dir das vorstellst.<br />

Da gibt es auch ganz normale Ecken.“ Und Tutzing ist wirklich<br />

bodenständig. Es gibt hier im Ort eine sehr intakte<br />

bürgerliche Gesellschaft. Dann hat der Zufall mitgespielt.<br />

Ein Haus wurde angeboten, ich habe es gekauft. Mit Angstschweiß<br />

angesichts des Preises.<br />

Du bist Gymnasiallehrerin für Biologie und Sport. Machst<br />

du viel Sport?<br />

Hendrikje: Durch unsere Tochter schaffe ich im Moment<br />

nur das Pflichtprogramm. Ein bisschen Hula-Hoop<br />

am Morgen. Und wir haben ein Kajak, mit dem ich relativ<br />

oft auf dem See fahre.<br />

Peter: Hendrikje ist eine gute Schwimmerin.<br />

Hendrikje: Mein Opa war Schwimmtrainer. Da musste<br />

ich schon im Alter von drei Jahren mein Seepferdchen machen.<br />

Und ich habe früher Eishockey gespielt, weil ich sehr<br />

gut Schlittschuh laufen konnte.<br />

Was ist dein Fitnessprogramm?<br />

Peter: Ich habe in den vergangenen zwei Jahren durch<br />

die Pandemie weniger für meine Fitness getan, als ich<br />

wollte. Diese Zeit war bestimmt durch Kleinteiligkeit. Die<br />

großen Elemente wie Tourneen sind weggebrochen. Und<br />

dieses Defizit musste ich irgendwie auffüllen. So haben<br />

Hendrikje und ich uns auf Plattformen begeben, die wir<br />

vorher noch nie betreten hatten. Wir haben zum Beispiel<br />

ein kleines TV-Format produziert. Und ich habe ein neues<br />

30


wir sind auf der Suche nach dir<br />

SeeMensch<br />

SeeMensch<br />

SEE-TIPP:<br />

Das Tutzinger Restaurant<br />

„Midgardhaus“ liegt mit<br />

hübschem Biergarten<br />

direkt am Ufer des Starnberger<br />

Sees. Hier genießt<br />

Peter Maffay gerne ein<br />

Bier und das fantastische<br />

Alpenpanorama.<br />

Es macht Spaß, das verbale Pingpong-Spiel von Peter<br />

und Hendrikje zu verfolgen. Man merkt, sie sind ein<br />

eingespieltes Team. Mit einem tiefen Verständnis füreinander.<br />

Was wohl auch darauf basiert, dass sie beide eine Ost-<br />

Vergangenheit haben. Hendrikje wuchs die ersten drei<br />

Jahre ihres Lebens noch in der DDR auf. Aber auch danach,<br />

so erzählt sie, wurde sie in Halle noch ostdeutsch geprägt.<br />

Peter verbrachte die ersten 15 Jahre seines Lebens in<br />

Kronstadt (Brasov) im kommunistischen Rumänien.<br />

Verbindest du den Begriff „Heimat“ noch mit Rumänien?<br />

Peter: Ich habe eine Zeit lang angenommen, dass diese<br />

rumänische Vergangenheit erledigt ist. Bis ich drei Jahrzehnte<br />

nach meinem Weggang wieder mal dort war. Und<br />

gespürt habe, dass diese rumänischen Wurzeln immer<br />

noch existieren. Wir hatten inzwischen unsere Stiftung<br />

gegründet. Und Angebote für benachteiligte Kinder, wie<br />

wir sie mit der Stiftung machen, wurden auch in Rumänien<br />

dringend gebraucht. Also haben wir einen Ableger<br />

gegründet und sind seitdem auch in einem kleinen siebenbürgischen<br />

Dorf mit unserer Stiftung zu Hause.<br />

War das Singen bei dir auch schon früh angelegt?<br />

Peter: Alles, was wir damals zur Unterhaltung hatten,<br />

war ein uraltes Radio. Ein Schallplattenspieler war etwas<br />

ganz Besonderes und eine westliche Schallplatte konnte<br />

man im Grunde mit Gold aufwiegen. Wir haben also auf<br />

Kurzwelle Radio Luxemburg gehört – mit sämtlichen Störelementen.<br />

Und da wir sonst wenig Unterhaltung hatten,<br />

wurde gesungen. Rauf und runter. Die ältere Generation<br />

kannte noch die ganzen traditionellen Lieder. Wenn es<br />

irgendwo mal ein Fest gab – und das gab es regelmäßig –,<br />

saßen alle zusammen. Es wurde gegrillt und gesungen.<br />

Und meine Mutter spielte Ziehharmonika und Mundharmonika.<br />

Meine ersten Begegnungen mit Musik waren also<br />

oft rumänische, ungarische und auch deutsche Volkslieder.<br />

Du bist auch eine erfolgreiche Sängerin …<br />

Hendrikje: Ja, aber es ist viel dazwischengekommen.<br />

Ein Künstler in meinem Leben, der’s noch besser kann<br />

(lacht). Und ein Kind. Aber ich singe immer noch gerne<br />

und mache im Jahr einige Auftritte in Halle. Nun beim<br />

Projekt „Female Artists“ und nicht mehr mit der alten<br />

Was war eigentlich dein erstes Instrument?<br />

Peter: Geige, meine Mutter bestand darauf. Wir sprechen<br />

über Rumänien 1955. Ein sehr armes Land, wo es so<br />

gut wie nichts gab. Da wurde irgendwo auf dem Speicher<br />

eine uralte, von Mäusen angefressene Geige gefunden. Die<br />

wurde dann restauriert. Es war eine gute Geige, kein Brennholz.<br />

Und meine Mutter sagte: „Die Toselli-Serenade, das<br />

ist das Ziel!“ Ich wechselte aber bald zur Gitarre.<br />

Mit dem Musiker Leslie<br />

Mandoki, der auch in<br />

Tutzing lebt, verbindet<br />

Peter Maffay eine enge<br />

Freundschaft. Mandoki<br />

mäht ihm sogar den<br />

Rasen, weil Maffay<br />

Rasenmähen hasst<br />

Foto: privat<br />

32<br />

www.reitberger-optik.com<br />

33<br />

Perchastr. 3a in Berg/ Starnberger See


SeeMensch<br />

SeeMensch<br />

Truppe „Joe Eimer & die Skrupellosen“, die dort sehr bekannt<br />

war. Am Anfang meiner Beziehung mit Peter kamen<br />

die Leute in Halle auf uns zu und sagten: „Ach, du bist<br />

doch …“ Peter dachte, er sei angesprochen. Aber sie sagten<br />

zu mir: „Du bist doch die Sängerin von ,Joe Eimer‘?“<br />

Spielst du ein Instrument?<br />

Hendrikje: Peter würde sagen: „Nein.“ Aber ich spiele<br />

ein bisschen Klavier und Gitarre. Und in der Grundschule<br />

habe ich Blockflöte gelernt, das war bei uns Pflichtprogramm.<br />

Ich war auch im Chor, hatte aber eine raue<br />

Whisky- Stimme, weil ich damals Stimmknötchen hatte.<br />

Es heißt, du warst schon als Kind ein Fan von Peter Maffay?<br />

Hendrikje: Das stimmt so nicht. Im Osten fand zwar<br />

jeder die Musik von Peter Maffay gut. Aber sie war nicht<br />

ganz mein Ding. Ich habe sie bei meinen Eltern gehört und<br />

dadurch natürlich auch eine Bindung dazu entwickelt.<br />

Jahre später war ich mit meinen Eltern in Magdeburg auf<br />

einem Konzert von Peter und er hat mich auf die Bühne geholt.<br />

Das war willkürlich, wie er es oft macht. Die Botschaft<br />

nach draußen war später jedoch: Ah, der Fan hat’s auf die<br />

Bühne geschafft und ist jetzt auch noch mit dem Star zusammen.<br />

Das liest sich zwar romantisch, war aber nicht so.<br />

Ist Anouk auch musikalisch?<br />

Hendrikje: Anouk singt unheimlich viel. Sie hat ein<br />

Kinderkeyboard und spielt schon darauf. Natürlich besitzt<br />

sie eine kleine Gitarre, auf der sie uns regelmäßig was vorspielt.<br />

Man spürt, sie hat eine Affinität zur Musik und weiß,<br />

dass ihr Papa Musiker ist.<br />

Nimmt Hendrikje Einfluss auf deine Musik?<br />

Peter: Ja! Hendrikje ist für mich das erste Publikum.<br />

Wenn ein neuer Song fertig ist, interessiert mich schon<br />

sehr, wie er bei ihr ankommt. Manchmal sitzen wir zusammen<br />

und arbeiten gemeinsam an Songs. Ich bekomme von<br />

ihr nicht selten den einen oder anderen wichtigen Tipp.<br />

Peter Maffay ist dafür bekannt, dass er ganz präzise Vorstellungen<br />

von seiner Musik hat und an sich selbst höchste<br />

Anforderungen stellt. Seine musikalische Zielgerichtetheit<br />

ist ein großer Teil seines Erfolgs. Dass er Hendrikje so eng<br />

in seine Arbeit involviert, ist also ein großer Vertrauensbeweis.<br />

Und für ihn eine neue Erfahrung. Nie zuvor hat er einer<br />

Partnerin einen so intensiven Zugang zum Kern seines<br />

Tuns gegeben. Auch die Musik ist ein Band, das die beiden<br />

zusammenhält. Und jeden Tag noch mehr zusammenschweißt.<br />

Aber nicht das einzige:<br />

Ihr habt zusammen ein Kinderbuch geschrieben. Wie hat<br />

sich das ergeben?<br />

Peter: Hendrikje hat es geschrieben, mein Anteil daran<br />

ist bescheiden.<br />

Hendrikje: Es war coronabedingt. Anouk war erst ein<br />

Jahr alt, als das Buch „Anouk, die nachts auf Reisen geht“ entstand.<br />

Sie war gerade erst in die Kinderkrippe gekommen,<br />

»Am Anfang habe<br />

ich mich hier in Tutzing<br />

so gefühlt, als<br />

wäre ich im Kururlaub«<br />

Hendrikje Balsmeyer<br />

musste aber wegen Corona wieder raus. Ihr Rhythmus hat<br />

sich dadurch geändert. Um sie am Abend zu motivieren, ins<br />

Bett zu gehen, habe ich sieben Gutenacht ge schichten geschrieben.<br />

Und zwar solche, in denen ein Kind ein Abenteuer<br />

erlebt, sobald das Licht aus ist. Es ist für Kinder immer spannend,<br />

wenn sie etwas fernab ihrer realen Welt erleben. Als ich<br />

die erste Geschichte geschrieben hatte, habe ich sie Peter vorgelesen.<br />

Sie handelt von Indianern. Peter hat Bekanntschaft<br />

mit echten Indianern gemacht und konnte mir wichtigen Input<br />

geben. Ich habe das Buch also maßgebend geschrieben,<br />

aber Peter hat mich „hilfreich korrigiert“. Und wir haben zu<br />

dem Buch zusammen auch einen Song geschrieben.<br />

Du bist leidenschaftlicher Harley-Fahrer. Doch nun steht<br />

da noch ein anderes Motorrad in der Garage …<br />

Hendrikje: Peter hat sich letztes Jahr ein Gespann gekauft,<br />

damit wir alle drei Motorrad fahren können. Es ist<br />

eine Honda …<br />

Peter: … ein fahrbares Sofa!<br />

Hendrikje: Anouk und ich haben im Beiwagen Platz. Es<br />

ist ein sehr schönes Fahren. Peter holt unsere Tochter auch<br />

manchmal damit vom Kindergarten ab. Und dann sagt sie<br />

ganz stolz zu allen: „Das ist mein Papa!“ Und steigt mit<br />

Motorradhelm in den Beiwagen.<br />

Und wohin gehen die etwas weiteren Reisen mit diesem<br />

Motorrad?<br />

Peter: Ins Umland, nach Murnau, Richtung Ammersee,<br />

in den wunderbaren Pfaffenwinkel. Oder runter ins Gebirge<br />

nach Garmisch, manchmal weiter nach Österreich oder<br />

Norditalien bis zum Gardasee. Es ist ja alles ein Katzensprung.<br />

Das macht auch wesentlich die Lebensqualität dieser<br />

Gegend aus. Ich bin schon einige Male gefragt worden,<br />

ob ich als ewig Rastloser hier angekommen bin. Das ist so.<br />

Tutzing ist mein Zuhause, unser Zuhause, definitiv.<br />

Neues Abenteuer<br />

Hendrikje Balsmeyer und<br />

Peter Maffay haben ein<br />

zauberhaft illustriertes<br />

Kinderbuch mit Gutenachtgeschichten<br />

geschrieben:<br />

„Anouk, die nachts auf Reisen<br />

geht“. Im August erscheint<br />

der zweite Band: „Anouk,<br />

dein nächstes Abenteuer<br />

ruft!“, Ars Edition<br />

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Unser Schutzschirm für Ihre Sicherheit.<br />

Geschäftsstelle<br />

Mooseder Versicherungsvermittlungs KG<br />

Team Starnberg<br />

Bahnhofplatz 8 · 82319 Starnberg<br />

Telefon 08151 8206<br />

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Wir beraten<br />

Sie gerne.<br />

34<br />

35


SeeTipps<br />

2, 4, 5b<br />

STARNBERG<br />

Advertorial<br />

STARNBERGER<br />

SEE-FREUDEN<br />

MAISING<br />

5a<br />

PÖCKING<br />

1<br />

BERG<br />

GASTHAUS SCHAUER<br />

Gastfreundlichkeit<br />

und höchster Genuss<br />

Bayerns zweitgrößter See punktet mit<br />

traumhaften Aus- und Weitblicken.<br />

Wer gerne mal die Perspektive ändert,<br />

kann auf dieser Seite stöbern<br />

1 GLÜCKWUNSCH!<br />

Nicht nur das <strong>SeeMagazin</strong> hat Jubiläum, auch in Berg<br />

gibt es etwas zu feiern: Die Gemeinde wurde 822 das<br />

erste Mal urkundlich erwähnt und wird dieses Jahr<br />

1200 Jahre alt. Zelebriert wird das mit verschiedenen<br />

Konzerten, Führungen, Vorträgen und mehr.<br />

www.berg1200.de<br />

2 IN BEGLEITUNG<br />

Geführte Wanderungen, Achtsamkeitsspaziergänge<br />

und Kanutouren<br />

im Fünfseenland: Begleitet von<br />

ihren Vierbeinern, zeigen Christiane,<br />

Anne und Roos die schönsten<br />

Wege, Badestellen und Einkehrschwünge<br />

für Hundebesitzer. Mit ihren Therapiehunden<br />

Paula und Leo bietet Christiane auch Kurse, um<br />

anhand von praktischen Übungen den richtigen Umgang<br />

mit Hunden zu vermitteln.<br />

www.erlebnishunde.de<br />

4 EDEL GEBETTET<br />

Als Hommage an unvergessliche Jugendtage in der<br />

Provence entwirft die Wahl-Starnbergerin Stefanie Diegelmann<br />

ihre Nachthemden-Kollektion „June & Julie“,<br />

benannt nach ihren besten Freundinnen aus dieser Zeit.<br />

Die eleganten Stücke werden aus hochwertiger Baumwolle<br />

genäht – und sind traumhaft schön.<br />

www.junejulie.com<br />

3 GENUSSVOLL<br />

Barbara Bonisolli zaubert aus saisonalen<br />

Produkten raffinierte Gerichte. Mit<br />

„barbara kocht.“ hat die Kochbuchautorin<br />

und Fotografin ein sehr persönliches<br />

Catering gegründet: Man kann sich in ihrer<br />

Location in München oder in den eigenen<br />

vier Wänden kulinarisch verwöhnen lassen.<br />

Instagram @bbarbarakocht<br />

36<br />

WIELING<br />

TUTZING<br />

FELDAFING<br />

5c<br />

BERNRIED<br />

SEESHAUPT<br />

5 FRISCHE BRISE<br />

a In Pöcking wird’s gesellig: Im stylish eingerichteten<br />

„Kommod“ lässt es sich fein essen und feiern – im<br />

Restaurant oder auf der überdachten Terrasse.<br />

www.kommod-essen.de<br />

b Griechisch-mediterrane Spezialitäten serviert das<br />

„Ela“ in Starnberg seit 1987. Jetzt in einer ganz neuen,<br />

zentralen Location mit schönem Außenbereich.<br />

www.ela-starnberg.de<br />

c Auch die Strandbar „Bali Beach“ in Bernried hat<br />

einen neuen Look. Über Neuigkeiten und Events informiert<br />

der Instagram-Account @bali_beach_bernried<br />

6 BLUMENMÄDCHEN<br />

Hübsche Haarkränze fürs Sommerfest, bunte Armbänder<br />

oder klassische Türkränze kann man zusammen mit<br />

Maria Schlickenrieder anfertigen. Die Event-Floristin<br />

kennt sich mit der Gestaltung von Blumen bestens aus.<br />

Ihre Tipps und Tricks gibt sie in eigenen Workshops weiter.<br />

www.bluetenhandwerk.com<br />

AMMERLAND<br />

3<br />

MÜNSING<br />

SEEHEIM<br />

AMBACH<br />

6<br />

Text: Marlene Irausek; Illustrationen: Lia-Charleen Royla<br />

So urgemütlich, wie es nur in einer Wirtsstube sein<br />

kann. So erlesen wie in einem Gourmet-Restaurant.<br />

Und gleichzeitig so persönlich wie im Zuhause von guten<br />

Freunden: Verena und Christoph Ziesel haben das wunderschöne<br />

denkmalgeschützte Gasthaus „Zum Fischmeister“<br />

Karl Schauer in Possenhofen aus seinem Dornröschenschlaf<br />

geweckt und es zu einem lebendigen Ort gemacht, an dem<br />

sich Tradition und Moderne begegnen.<br />

Die Gastgeber, die beide aus der gehobenen Gastronomie kommen,<br />

setzen auf eine erstklassige und kreative, gleichzeitig<br />

ehrliche Küche. Sie kaufen so nah wie möglich ein, am<br />

liebsten beim Fischer in Possenhofen oder beim Metzger in<br />

Pöcking. Der Bäcker backt für sie ein besonderes Brot und der<br />

Bauer erntet das Gemüse ein bisschen früher, damit es noch<br />

ganz zart auf den Tisch kommen kann. Die Weinkarte bietet<br />

eine individuelle Auswahl aus Klassikern und progressiven<br />

Naturweinen. Der Service ist gehoben, aufmerksam und dabei<br />

auffallend herzlich. Und auch in der stilvollen Gaststube<br />

stimmt jedes Detail, von der umlaufenden Sitzbank bis zum<br />

behaglichen Licht, vom hochwertigen Geschirr bis zu den<br />

frischen Blumen in den handgemachten Vasen.<br />

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Wenn Oliver Lutz grillt<br />

Feines aus der Region<br />

Wer sein Grillgut bei der Metzgerei Lutz holt, weiß, dass das Fleisch<br />

von ausgesuchten Höfen aus der Region stammt und die Tiere stressfrei<br />

geschlachtet wurden. Viele Grillfreunde fragen sich aber auch:<br />

Was und wie grillt wohl Oliver Lutz selbst?<br />

Kein Geheimnis! „Wir haben zuhause ein BIG GREEN EGG und einen Weber-<br />

Kugelgrill“, verrät der Metzgermeister und strahlt, als laufe ihm schon das<br />

Wasser im Munde zusammen. Auf dem „grünen Ei“ ist die Temperatur höher,<br />

hier bruzzeln Steaks, Pulled Pork, Brisket oder ganze Hendl. Am liebsten isst<br />

Oliver ein Entrecôte am Knochen gereift und lässt 15 Minuten vorm Auflegen<br />

eine Prise Salz und Zucker darüberrieseln. Wenn‘s schnell gehen soll, landen<br />

Spieße und Bratwürstel auf dem Kugelgrill: Rind- oder Schweinsbratwürstl,<br />

Merguez oder Salsiccia, schweizerisch oder die feurige rote Augsburger<br />

Bratwurst! Auch Käsegriller und Kalbsbratwürstl, vor allem Lammbratwürstl<br />

und Bändelbratwürst mit Majoran- und Pimentnote sind bei Oliver Lutz beliebt.<br />

Die beiden Letzteren wurden beim Metzgercup BBQ & Grill 2021 prämiert.<br />

„Ein echter Leckerbissen ist unsere Bratwurst aus 100% Fleisch vom<br />

Chianinarind mit Chili- und Pfeffernote – die gibt‘s auch bei uns nur solange<br />

das Rindfleisch direkt aus der Toskana vorrätig ist!“, schwärmt Oliver.<br />

Was dagegen über die ganze Grillsaison im Angebot ist, sind die Grillpakete<br />

für „Echte Kerle“ und „Starke Burschen“. Grillgut satt fürs BBQ!<br />

Infos und Bestellmöglichkeit auf der Website der Metzgerei Lutz.<br />

Pöcking Hauptstraße 26, Tel. 08157 / 1090<br />

Tutzing Hallberger Allee 1, Tel. 08158 / 9073888<br />

www.metzgerei-lutz.com<br />

Gasthaus „Zum Fischmeister“ Karl Schauer<br />

Karl-Theodor-Straße 6<br />

82343 Possenhofen<br />

Tel. 08157 591 32 24<br />

kontakt@gasthaus-schauer.de<br />

www.gasthaus-schauer.de<br />

ADV_Gasthaus-Schauer_SeeMag_<strong>2022</strong>.indd 1 03.05.22 14:13<br />

RZ_LUTZ_Advertorial_Seemagazin_Grillen_NEU2_220427_02.indd 1 27.04.22 16:25


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Wir suchen uns den besten<br />

Friseur, die beste Kosmetikerin,<br />

den besten Zahnarzt. Sind wir<br />

unzufrieden, wird eben gewechselt.<br />

Bei einer ästhetisch-medizinischen<br />

Korrektur, ganz besonders bei<br />

einem Facelift, haben wir nur<br />

einmal die Wahl. Umso höher ist das<br />

Anforderungsprofil des Operateurs.<br />

Mit Recht erwarten wir: vollendete<br />

Kunstfertigkeit, präzise Technik,<br />

Respekt für unsere Individualität,<br />

einen untrüglichen Sinn für Ästhetik<br />

und die Expertise größtmöglicher<br />

Erfahrung. Schließlich geht es<br />

um unser höchstes Gut – unseren<br />

gesunden Körper.<br />

DR. SCHRANK, SCHINDLBECK-KLINIK HERRSCHING<br />

Verantwortungsvolle Kunst<br />

Talent, Streben nach Perfektion, Leidenschaft, Können:<br />

Genau dafür steht Dr. Christian Schrank seit<br />

Jahrzehnten. Zusammen mit Dr. Yoram Levy arbeitete er<br />

viele Jahre wissenschaftlich und praktisch kongenial<br />

zusammen. Als Team haben sie einzigartig positive Zahlen<br />

und Ergebnisse vorzuweisen. Dr. Yoram Levy, Facharzt für<br />

Chirurgie und Plastische Chirurgie, hat die hoch entwickelte<br />

Technik des Face-Neck-Lifts mit dynamischem<br />

SMAS (Superficial Musculoaponeurotic System) nach<br />

Deutschland gebracht und hier zur Vollendung geführt.<br />

Dr. Christian Schrank, seit 20 Jahren in der Plastischen<br />

und Ästhetischen Chirurgie tätig, leitet die Sektion Face-<br />

Neck-Lift der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie, gibt<br />

Operationskurse und ermöglicht die Weiterbildung für<br />

Fachärzte in der eigenen Abteilung.<br />

Seit seinen Assistenzarztjahren liebt er die medizinische<br />

Fachrichtung, die er gewählt hat: „Mich begeistern<br />

das ungeheuer breite Spektrum, das die Plastische Chirurgie<br />

bietet, und die Möglichkeit, in der Ästhetischen Chirurgie<br />

kreativ sein zu können. Gleichzeitig besteht die besondere<br />

Herausforderung darin, dass unsere Ergebnisse<br />

natürlich und unoperiert aussehen sollen und eine ästhetische<br />

Harmonie des Erscheinungsbildes ergeben.“<br />

Dr. Schrank praktiziert in der renommierten Schindlbeck-<br />

Klinik in Herrsching am Ammersee. In der Praxis<br />

erleben Patienten modernste Medizin in einem stilvoll<br />

funktionalen Ambiente. Die Behandlung verläuft nach<br />

höchsten professionellen Maßstäben, die Atmosphäre ist<br />

geprägt von menschlicher Wärme, fürsorglichem Service<br />

und absoluter Diskretion. Angeboten wird das gesamte<br />

Spektrum der gesichts- und körperformenden Maßnahmen<br />

wie Stirn-Brauen-Lift oder Face-Neck-Lift, Augenlid-,<br />

Nasen-, Kinn- und Ohrenkorrekturen sowie die sogenannten<br />

nichtinvasiven Techniken mit Botulinum toxin A<br />

(Botox), Eigenfett und Fillern. Weiter Brustvergrößerung,<br />

-verkleinerung und -straffung, Bauch-, Oberschenkel-,<br />

Oberarm- und Gesäßstraffung, Fettabsaugung (Liposuktion)<br />

und Hautoberflächenkorrektur.<br />

Dr. Schranks ausgewiesener Schwerpunkt ist das Face-<br />

Neck-Lift mit dynamischem SMAS – eine State-of-the-Art-<br />

Methode, die von den führenden Plastischen Chirurgen der<br />

westlichen Welt angewandt wird. Für Dr. Schrank die beste<br />

Operationstechnik: „Es ist ein Irrglaube, dass es bei einem<br />

Facelift darum geht, die Haut zu straffen. Die Spannung von<br />

der Oberfläche auf die Tiefe zu übertragen, das ist die Kunst.<br />

Wir heben die abgesunkenen und erschlafften Areale des<br />

Gesichts. Die Haut wird nur angepasst.“<br />

Ein gelungenes Facelift verändert also nicht die Textur<br />

und Spannkraft der Haut, sondern korrigiert die erschlafften<br />

Strukturen darunter. Ziel ist das frisch, erholt, natürlich<br />

schön und vor allem unoperiert aussehende Gesicht. „Wir<br />

wollen Frauen hübscher und Männer attraktiver machen,<br />

Foto: Markus Gmeiner<br />

ohne sie zu verändern. Es geht darum, die Individualität<br />

eines Menschen zu bewahren, die Harmonie wiederherzustellen,<br />

die Natur möglichst ideal zu imitieren“, so der Spezialist.<br />

Daran, dass nichtinvasive Techniken ein Facelift ersetzen<br />

können, glaubt er nicht. „Selbstverständlich arbeiten wir<br />

auch mit Botox, Hyaluronsäure-Fillern und Eigenfett-Injektionen.<br />

Wir setzen diese Techniken aber insbesondere für die<br />

Verfeinerung unserer OP-Ergebnisse ein“, erklärt der Facharzt.<br />

Die Facelift-Operation ist dank modernster Anästhesiemethoden<br />

weitgehend schmerzfrei und wird in Dämmerschlafnarkose<br />

ausgeführt. Ein bis zwei Tage Klinikaufenthalt<br />

genügen, danach sollte man noch drei bis sechs Wochen auf<br />

Sport und Sonne verzichten.<br />

Die Gespräche vor einem Eingriff verlaufen entspannt<br />

und sind so ausführlich, wie es dem Thema angemessen ist.<br />

„Wir versuchen, objektiv, individuell, aber auch auf der Basis<br />

unseres Schönheitssinns zu beraten. Den muss ein Plastisch-<br />

Ästhetischer Chirurg einfach haben“, sagt Dr. Schrank.<br />

Wann und ob der richtige Zeitpunkt für ein Facelift oder eine<br />

andere ästhetische Korrektur gekommen ist, sollte jeder<br />

Mensch für sich selbst und in Einklang mit dem behandelnden<br />

Plastischen Chirurgen entscheiden. Meist spürt der Patient<br />

die größer werdende Diskrepanz zwischen dem gefühlten<br />

Alter und dem äußeren Erscheinungsbild.<br />

Die meisten Patienten fangen ab der fünften Lebensdekade<br />

an, diese Unstimmigkeit zu spüren. Da das Gesicht<br />

durch das Face-Neck-Lift mit dynamischem SMAS ein inneres<br />

Stützkorsett erhält, ist die optische Verjüngung in der<br />

Regel haltbar. Anders als bei als minimal angepriesenen<br />

Eingriffen, wie zum Beispiel Fadenliftings, Volumenunterspritzungen<br />

oder den sogenannten Vampirlifts. „Diese<br />

sogenannten neuen Techniken sollen dem Patienten eine<br />

kurze Rekon valeszenzzeit vermitteln“, warnt der Experte.<br />

„Da die meisten hoffen, mit minimalem Aufwand ein maximales<br />

Ergebnis zu erhalten, fallen sie darauf herein und sind<br />

später enttäuscht. Es kommt öfters zu Verziehungen,<br />

gestrafftem, maskenhaftem Aussehen und unnatürlich<br />

‚fratzenhafter‘ Mimik“, klärt er weiter auf. Ein optimales<br />

Ergebnis kann nur durch einen individuell angepassten Eingriff<br />

gewährleistet werden, der nun mal größeren Aufwand<br />

erfordert. „Ich glaube, wir schulden den Patienten nicht nur<br />

Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen, sondern auch<br />

die Verpflichtung, ihnen als Ratgeber auf Augenhöhe entgegenzutreten“,<br />

schließt Dr. Schrank ab.<br />

DR. SCHRANK<br />

SCHINDLBECK-KLINIK HERRSCHING<br />

Seestraße 43<br />

82211 Herrsching<br />

Tel. 08152 291 50<br />

info@dr-schrank.de,<br />

info@levy-schrank.com<br />

www.dr-schrank.de


SeeMensch<br />

„Der Schauspielberuf<br />

hat mit Freiheit zu tun“<br />

Victoria Mayer und Jan Messutat<br />

sind ein Paar und beide<br />

Schauspieler. Ein Gespräch über<br />

das Glück, anderen zu helfen,<br />

Selbstzweifel und eine Nacht auf<br />

dem Ammersee<br />

INTERVIEW<br />

FOTOS<br />

KATHRIN HOLLMER<br />

MICHELA MOROSINI<br />

40


SeeMensch<br />

Knapp 20 Grad zeigt das Thermometer an<br />

diesem Märztag am Westufer des Ammersees.<br />

Die Ersten baden schon an, ein paar Meter weiter<br />

werden Stege repariert und Segelboote aus dem Winterschlaf<br />

geholt, für den Saisonbeginn im April. Victoria<br />

Mayer, 46, und ihr Mann Jan Messutat, 51, leben mit ihren<br />

zwei Kindern seit zwölf Jahren in Dießen. Die beiden sind<br />

seit 18 Jahren ein Paar, seit sie in einem Theaterstück<br />

zusammen gespielt haben. „Ach, ist das herrlich, ich freu<br />

mich schon so aufs Wasser“, ruft Jan Messutat, da hat seine<br />

Frau schon ihre Schuhe ausgezogen und steigt in den sechs<br />

Grad kalten See.<br />

Frau Mayer, Sie sind in Münster geboren, bei Bremen und<br />

in Marburg aufgewachsen, Herr Messutat, Sie sind in<br />

Stuttgart geboren. Was hat Sie beide an den Ammersee<br />

verschlagen?<br />

Messutat: Wir hatten gar nicht vor, an den See zu ziehen.<br />

Als unser Sohn vor 13 Jahren auf die Welt kam, lebten wir in<br />

München und hatten Lust, das Landleben auszuprobieren.<br />

Victoria und ich sind teilweise auf dem Land groß geworden.<br />

Durch Zufall erfuhren wir dann von einer Wohnung in Dießen,<br />

die Freunden von meinem Agenten gehörte.<br />

Mayer: Wir hatten eigentlich etwas fürs Wochenende<br />

gesucht, wie viele Städter, aber die Wohnung war zu groß<br />

und zu teuer, um sie nur am Wochenende zu nutzen. Und wir<br />

dachten, wenn wir pendeln, dann sind wir überall nur halb,<br />

also probieren wir’s doch einfach mal aus.<br />

Messutat: Und dann sind zwölf Jahre daraus geworden.<br />

Wie haben Sie im Ort Anschluss gefunden?<br />

Messutat: Wir haben in einem Haus mit mehreren Familien<br />

zusammengewohnt, da hat man natürlich schnell<br />

Anschluss. Überhaupt entwickelt sich ja über die Kinder<br />

immer viel. Oder auch zum Beispiel über den Tennisverein,<br />

ich spiele gerne Tennis.<br />

Frau Mayer, Sie haben eine Weile lang einen Tag in der<br />

Woche in einem Café gearbeitet. Wie kam das?<br />

Mayer: Die Besitzer sind Freunde von uns. Ab und zu<br />

habe ich Kuchen für Events gebacken, und dann suchten sie<br />

jemanden, der einmal die Woche aushilft, was mir echt<br />

Spaß gemacht hat. Alles Regelmäßige ist auf Dauer aber<br />

schwierig, weil ich oft für Dreharbeiten unterwegs bin. Im<br />

Moment helfe ich im Buchladen einer Freundin aus. Lesende<br />

Menschen sind einfach nett und ich kriege immer mit,<br />

was es Neues gibt. Die Kreativszene in Dießen schätzen wir<br />

sehr. Es ist immer etwas los, es gibt Lesungen und Konzerte.<br />

Zum Weltfrauentag haben wir mit ein paar Freunden in Zusammenarbeit<br />

mit der Freien Kunstanstalt einen feministischen<br />

Literaturabend veranstaltet. Und neulich haben wir<br />

ein Benefizkonzert mit Lesungen mitorganisiert, der Erlös<br />

wurde für die Geflohenen aus der Ukraine gespendet.<br />

Sie sind beide nicht nur Schauspieler. Frau Mayer, Sie<br />

haben eine Ausbildung als Trauerbegleiterin und als<br />

Körpertherapeutin, Herr Messutat, Sie begleiten als Coach<br />

Schauspieler und Führungskräfte. Was finden Sie dort, was<br />

Ihnen die Schauspielerei nicht gibt?<br />

Messutat: Die Gemeinsamkeit mit der Schauspielerei ist,<br />

dass man in andere Leben guckt, doch der Schauspielberuf<br />

ist – im positivsten Sinn – ein egozentrischer, ein expressiver<br />

Beruf. Das ist toll, aber so bin ich nicht immer. Ich bin oft<br />

auch ein zurückhaltender Mensch. Ich muss nicht immer<br />

vorne stehen, es dauert ein bisschen, bis ich gerne auf die<br />

Bühne gehe. Wenn ich eine Bühne sehe, bin ich mit Sicherheit<br />

der Letzte, der hochspringt, und nicht der Erste.<br />

Mayer: Da sind wir uns ähnlich. Wir werden auch oft<br />

gefragt: Was, ihr seid Schauspieler? Weil wir offenbar nicht<br />

so dem Bild entsprechen, das die Menschen von Schauspielern<br />

haben.<br />

Messutat: Das heißt aber nicht, dass wir es nicht<br />

genießen, in bestimmten Situationen im Rampenlicht zu<br />

stehen. Coaching dagegen ist ein helfender, ein gebender<br />

Beruf. Ich habe relativ früh entdeckt, wie bereichernd es ist,<br />

Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.<br />

Mayer: Im Verein Marienkäfer e. V. habe ich eine Weile<br />

jede Woche Kinder und Jugendliche begleitet, bei denen<br />

jemand in der Familie schwer krank oder verstorben ist.<br />

Wir haben gemalt, gespielt und Kuchen gebacken, in der<br />

Zeit hatten die Eltern ein bisschen Zeit für sich. Irgendwann<br />

musste ich leider aufhören, weil ich beruflich so viel<br />

unterwegs war. Die Ausbildung in der Talmi-Methode habe<br />

ich bei meinem ehemaligen Bewegungsprofessor von der<br />

Schauspielschule gemacht. Dabei lernt man, Körpermuster<br />

und Verspannungen aufzulösen, damit man mehr Freiheit<br />

im Spiel und im Tanz bekommt. Wir interessieren uns<br />

»Die Kreativszene in<br />

Dießen schätzen wir<br />

sehr. Es ist immer etwas<br />

los, es gibt Lesungen<br />

und Konzerte«<br />

Victoria Mayer<br />

beide einfach für viele Dinge und der Schauspielberuf lässt<br />

uns dafür Raum.<br />

Wie viel Raum nimmt die Schauspielerei in Ihrer Partnerschaft<br />

ein?<br />

Mayer: Für uns ist sie ein großer Teil der Beziehung.<br />

Wir besprechen Drehbücher und Rollen miteinander und<br />

unterstützen uns gegenseitig bei E-Castings. Ich bin froh,<br />

dass wir unseren Beruf miteinander teilen – gleichzeitig<br />

definieren wir uns nicht ausschließlich über die Schauspielerei.<br />

Wir sind nicht die Megastars, die eine Hauptrolle nach<br />

der anderen drehen – was man natürlich unverständlich<br />

finden kann (lacht). Aber das gibt uns eben auch viel Zeit für<br />

andere Dinge.<br />

Messutat: Uns beiden ist es wichtig, selbstbestimmt zu<br />

arbeiten. Der Schauspielberuf hat mit Freiheit zu tun, mit<br />

Sichentdecken. Das hat mich im festen Theater-Engagement<br />

gestört, dass man als Schauspieler ans Schwarze Brett<br />

geht und dort steht, welche Rolle man spielen soll.<br />

Mayer: Dabei ist es schade, weil wir beide den Ensemblegedanken<br />

toll finden – in einer festen Gruppe über einen<br />

langen Zeitraum miteinander zu arbeiten. Aber ich habe<br />

schon an der Schauspielschule gemerkt, dass ich die Wahl<br />

haben will, was ich mache. Auch jetzt beim Drehen ist es<br />

ein großer Luxus, wenn man noch einen Beruf hat und<br />

nicht jede Rolle annehmen muss. Wenn man sich nur<br />

darauf konzentriert, ob das Telefon klingelt, ist das ein<br />

schneller Weg in eine Depression.<br />

Messutat: Das haben wir auch jahrelang gemacht.<br />

Früher haben wir Chancen nachgetrauert, wenn es mit<br />

einem Casting nicht geklappt hat. Das kostet unheimlich viel<br />

Energie, wenn man sich immer fragt: War ich nicht attraktiv<br />

genug, nicht kräftig genug, zu jung, zu alt? Heute sind wir<br />

gelassener. Das heißt nicht, dass man aufgibt.<br />

Mayer: Mit zunehmendem Alter verabschiedet man<br />

sich ja auch ein Stück weit von den Erwartungen von außen<br />

und auch von den Bildern, die man selbst von sich hatte,<br />

davon, wer man dachte, wer man wird.<br />

Messutat: Das hast du super auf den Punkt gebracht.<br />

Was macht Sie zu einem guten Paar?<br />

Mayer: Wer sagt, dass wir das sind?<br />

Messutat: Vielleicht sind wir einfach gute Schauspieler.<br />

Die beiden sehen sich an und lachen laut.<br />

42<br />

43


SeeMensch<br />

Mayer: Wir reden sehr viel, das haben wir von Anfang<br />

an gemacht und machen das auch mit unseren Kindern<br />

– was sie manchmal ein bisschen nervt. Das Reden hat uns<br />

durch alle Höhen und Tiefen gebracht, die es in einer<br />

langen Beziehung nun mal gibt: familiäre Krisen, der<br />

Verlust von Elternteilen …<br />

Messutat: Am Anfang hatten wir auch Phasen großer<br />

beruflicher Unsicherheit, in denen wir wenig bis kein Geld<br />

verdient haben, das hat uns stark belastet. Dass wir ein<br />

gutes Paar sind, liegt sicher daran, dass wir immer alles<br />

schonungslos ansprechen.<br />

Mayer: Schonungslos klingt jetzt hart. Aber doch, das<br />

kann man schon so sagen.<br />

Messutat: Wir fordern uns und wir ergänzen uns gut.<br />

Mayer: In einigen Punkten sind wir uns sehr ähnlich,<br />

in anderen diametral, das nervt manchmal ganz schön.<br />

Wo zum Beispiel?<br />

Messutat: Bei Victoria ist das Glas grundsätzlich halb<br />

voll, sie ist entscheidungsfreudiger, vertrauensvoller, immer<br />

zuversichtlich, dass das Leben etwas Gutes bereithält.<br />

Mayer: Du bist kritischer, abwägender, denkst in die<br />

Zukunft, während ich eher im Moment bin. Das führt<br />

manchmal zu Spannungen.<br />

Messutat: Ich denke eher in Projekten und treibe<br />

Unternehmungen voran. Du kannst dich total im Hier und<br />

Jetzt verankern, durch dich kann ich im Moment blei ben,<br />

auf der anderen Seite gehst du mit mir auf die Reise.<br />

Mayer: Das hast du schön gesagt.<br />

»Schneller kann man<br />

nicht entspannen<br />

als auf dem Wasser«<br />

Jan Messutat<br />

Wie verbringen Sie am liebsten Zeit am See?<br />

Mayer: Im Sommer sind wir mit den Kindern jeden Tag<br />

im Strandbad. Und manchmal leihe ich mir ein Stand-up-<br />

Paddle aus und „suppe“, was ich total genieße, weil es so<br />

eine Direktheit hat, wenn man auf dem Wasser steht.<br />

Messutat: Am liebsten sind wir auf unserem Segelboot.<br />

Es ist nicht groß, aber gut geschnitten, sodass man auch zu<br />

sechst toll darauf rumhängen kann. Es ist immer irgendwo<br />

eine Boje frei, und dann segeln wir dahin und verbringen<br />

ein paar Stunden auf unserer Badeinsel. Gerade in den<br />

Sommerferien, wenn am Ufer die Hölle los ist, können wir<br />

uns da zurückziehen.<br />

Haben Sie am Ammersee segeln gelernt?<br />

Messutat: Als wir hergezogen sind, habe ich ein Jahr<br />

lang sehnsüchtig auf den See geguckt und dann alle<br />

Scheine gemacht, die man braucht, und ein Boot gekauft.<br />

Im Strandbad zu sitzen und aufs Wasser zu schauen,<br />

hätte ich nicht ausgehalten.<br />

Wir sind ein familiengeführtes Hotel, das<br />

Ihnen all den Komfort und die Aufmerksamkeit<br />

bietet, die Sie sich wünschen –<br />

gleich ob Sie ein paar Tage am idyllischen<br />

Seeufer ausspannen oder mit Ihren Mitarbeitern<br />

und Geschäftspartnern bei uns<br />

zusammenkommen möchten.<br />

So individuell wie die Wünsche unserer<br />

Gäste sind auch die gemütlich gestalteten<br />

Zimmer und modernen Tageslicht-Seminarräume<br />

mit wunderschönem Panoramablick<br />

über den See. Und da in den vergangenen<br />

Monaten fleißig renoviert wurde, lässt es<br />

sich hier nun noch komfortabler schlafen,<br />

frühstücken, tagen und genießen.<br />

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich<br />

von uns verwöhnen!<br />

Ihr Zuhause am Starnberger See<br />

44<br />

HOTEL SCHLOSS BERG • 08151/963-0 • Ölschlag 9 • 82319 Berg a. Starnberger See • info@hotelschlossberg.de


Advertorial<br />

LA VILLA AM STARNBERGER SEE<br />

Ein Sommernachtstraum<br />

Mayer: Vor Kurzem ist uns wieder eingefallen, dass<br />

wir an unserem allerersten Abend als Paar am Ufer des<br />

Starnberger Sees saßen und Jan übers Segeln sprach, wie<br />

gerne er das irgendwann mal können würde.<br />

Messutat: Die Sehnsucht, aufs Wasser zu kommen,<br />

die war schon da, aber die Möglichkeit schien so weit weg.<br />

Irgendwann hat mich ein Freund auf seinem Boot auf den<br />

Chiemsee mitgenommen, das war das Initialerlebnis für<br />

mich. Wir haben abgelegt und ich wusste, das ist mein<br />

Ding. Vor ein paar Jahren haben wir sogar mal zusammen<br />

an einer vereinsinternen Regatta teilgenommen und aus<br />

Versehen gewonnen ...<br />

Mayer: Das war ein schrecklicher Tag.<br />

Messutat: Wir hatten Westwind, es war sehr böig. Ich<br />

war noch Anfänger und war kein sehr geduldiger Skipper.<br />

Mayer: Geduld ist eh nicht deine größte Stärke. Und ich<br />

hab mir einen Riesenbock erlaubt, weil ich mitten im vollen<br />

Lauf die falsche Strippe gezogen habe. Plötzlich standen<br />

wir mitten auf dem See und alle sind an uns vorbeigerast.<br />

Jan war entsprechend …<br />

Messutat: … mich hatte halt der Ehrgeiz gepackt.<br />

Mayer: An diesem Tag saßen sehr viele wütende<br />

Männer in ihren Booten und haben ihre ratlosen Frauen<br />

angeschrien. Es waren immer Zweierteams, und das<br />

scheint es öfter zu geben, dass den Mann das Segelfieber<br />

packt und die Frau netterweise mitmacht.<br />

Wie kommt es, dass Sie dann doch noch gewonnen haben?<br />

Messutat: An einer Regatta nehmen unterschiedliche<br />

Bootsklassen teil. Wer als Erstes im Ziel ist, hat nicht<br />

automatisch gewonnen. Wenn man ein schnelles Boot hat,<br />

muss man deutlich früher im Ziel sein als jemand mit<br />

einem langsameren. Es kann also sein, dass der Fünfte<br />

Erster wird. Wir waren zwar am Ende als Erstes im Ziel,<br />

aber ich dachte, da sind einige dabei, die besser segeln als<br />

wir, ich hab mir keine großen Hoffnungen gemacht.<br />

Mayer: Wir haben dann auch noch die Siegerehrung<br />

verpasst, weil sie vorgezogen wurde. Und so haben wir erst<br />

hinterher erfahren, dass wir gewonnen haben.<br />

Welche Pläne haben Sie für den Sommer?<br />

Messutat: Ich möchte gerne mal eine, eigentlich zwei<br />

Nächte mit der Familie auf dem Wasser verbringen: ablegen<br />

und dann mindestens 24 Stunden auf dem Boot sein.<br />

Mayer: Zu zweit haben wir das schon gemacht. Wir sind<br />

nach Schondorf gesegelt und morgens ans Ufer gewatet, wo<br />

wir uns Frühstück geholt haben. Das war schön. Wenn man<br />

sich vom Wasser aus einem Ort nähert, ist das etwas ganz<br />

Besonderes.<br />

Messutat: Es ist ein anderes Leben auf dem Wasser.<br />

Man legt ab und lässt das Alltagsleben unmittelbar hinter<br />

sich, man betritt eine andere Welt. Schneller kann man<br />

nicht entspannen als auf dem Wasser.<br />

Mayer: Ich habe schon länger die Idee, einmal quer<br />

durch den Ammersee zu schwimmen – eine Freundin hat<br />

angeboten, dass sie mich auf dem Stand-up-Paddle<br />

begleitet. Da müsste ich mal anfangen zu trainieren. Mal<br />

schauen, ob ich das diesen Sommer schon hinkriege.<br />

Bekannt ist die Theater- und Filmschauspielerin Victoria Mayer aus<br />

zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen sowie Serien, u. a. „Kommissar<br />

Stolberg“. 2020 wurde sie für ihre Rolle in „Tage des letzten<br />

Schnees“ von der Deutschen Akademie für Fernsehen als „Beste<br />

Schauspielerin in einer Nebenrolle“ ausgezeichnet. Aktuell spielt<br />

sie in der dritten Staffel „Merz gegen Merz“ (in der ZDF Mediathek).<br />

Jan Messutat trat in Serien wie „Notruf Hafenkante“ und „SOKO<br />

Köln“ auf und in mehreren „Tatort“-Folgen. Neben seiner Schauspieltätigkeit<br />

arbeitet er als Filmcoach. Aktuell ist er in der ZDF-Krimireihe<br />

„Helen Dorn“ zu sehen, die neueste Folge ist „Das rote Tuch“<br />

(bis März 2023 in der ZDF Mediathek).<br />

Fotos: Moritz Hoffmann, Katarina Fedora<br />

Beeindruckend hebt sich LA VILLA vor dem Panorama<br />

des Starnberger Sees ab. Die Gäste des rauschenden<br />

Festes versammeln sich am Wasser, erheben die<br />

Gläser zu einem Toast. Ein herrlich frischer Sommerwind<br />

fährt in die Zweige der umstehenden Bäume und verliert sich<br />

in den leichten Wellen des Westufers. Die blaue Stunde legt<br />

sich langsam auf die festlich gedeckten Tafeln. Das Licht der<br />

Kerzen sieht man schon von Weitem und der See liegt ruhig<br />

und dunkel da, während in einer unvergleichlichen Atmosphäre<br />

gegessen, gelacht und getanzt wird. Wie sagt man so<br />

schön? Schlussendlich ist das Leben doch ein Fest …<br />

Zauberhafte Feierlichkeiten vor traumhafter Kulisse – das<br />

ist die Königsdisziplin von LA VILLA. Romantische Hochzeiten,<br />

mitreißende Geburtstage und exklusive Zusammenkünfte<br />

werden dank der magischen Szenerie und den professionellen<br />

Mitarbeitenden zu einem fantastischen Erlebnis.<br />

Das eingespielte Team freut sich, die Festlichkeiten nach den<br />

individuellen Wünschen seiner Gäste zu planen und umzusetzen.<br />

Die Mannschaft von Küchenchef Christoph Gessner<br />

zaubert köstliche Menüs mit regionalen Zutaten und bietet<br />

unter Leitung von Sommelier Thorsten Brück eine exquisite<br />

Weinauswahl an. Dazu lesen Private Events Manager Sandra<br />

Träger und Nico Endesfelder Brautpaaren und Geburtstagskindern<br />

jeden sonstigen Wunsch von den Augen ab, um<br />

magische Momente fürs Leben zu schaffen.<br />

Die Villa ist auch als Private Resort exklusiv buchbar. Zum<br />

Feiern. Zum Tagen.<br />

Was auch immer in der historischen Villa gefeiert wird –<br />

ob es ein bestimmter Anlass oder schlichtweg das Leben ist –<br />

es wird in jedem Fall unvergesslich.<br />

LA VILLA am Starnberger See<br />

Tagungen – Festlichkeiten – Hotel<br />

Ferdinand-von-Miller-Straße 39–41<br />

82343 Niederpöcking<br />

Tel. 08151 770 60<br />

info@lavilla.de<br />

www.lavilla.de<br />

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SeeMensch<br />

Heimatliebe<br />

hoch drei<br />

In einer Region wie dem Fünfseenland –<br />

reich an Natur, Kultur und Geschichte –<br />

begegnet man oft Menschen<br />

wie Klaus Marx, Carmen Rohrbach<br />

oder Tobias Schlenker: wahren<br />

Charakterköpfen, deren Leben und Arbeit<br />

mit dem See eng verbunden sind<br />

TEXT KARIN LOCHNER<br />

FOTOS PETER VON FELBERT<br />

Fischer Klaus Marx: mein See, mein Alles<br />

Klaus Marx, der eigentlich Nikolaus heißt,<br />

aber von allen nur Klausi genannt wird,<br />

wischt sich mit der flachen Hand über seinen weißen Bart.<br />

Ein Kerl wie ein Baum – und einer der letzten hauptberuflichen<br />

Ammersee-Fischer. Von den 34 Inhabern von Pachtund<br />

Fischereirechten am See übt nur noch ein gutes Drittel<br />

den traditionsreichen Beruf aus. Klausi fängt hauptsächlich<br />

Renken: Wenn es gut läuft, zehn Kilo an einem Tag. „An<br />

Vollmond und Neumond fangen wir viel weniger Fische“,<br />

erklärt er. Klar, der Mond bewirkt beim Meer Ebbe und Flut.<br />

Auch der Ammersee reagiert natürlich. Die Strömung. Die<br />

Witterung. Klausi zieht den Reißverschluss seiner warmen<br />

Teddyjacke hoch und geht mit festen Schritten auf die 200<br />

Jahre alte Bootshütte zu. Ein Ort mit Seele. Voller Schrammen<br />

und Geschichten. Am Boden stehen Eimer in verschiedenen<br />

Größen, ein Leiterwagen und bunte Benzinkanister.<br />

Seile und Taue, dicke und dünne, liegen da wie träge Schlangen.<br />

Netze hängen überall: an Haken von den Wänden, an<br />

der Decke wie Zeltdächer. Die meisten davon selbst gefertigt.<br />

Selbst gestrickt. Jeder Fisch braucht eine eigene Maschenweite:<br />

25 Millimeter für Tiefseesaiblinge, 100 Millimeter für<br />

Karpfen und Zander. Im Winter ist die Fischerei nicht rentabel,<br />

weil die Renken Schonzeit haben. Die Fischer interessieren<br />

sich aber nicht nur für die Renke, wenn sie in den Netzen<br />

landet. Sie kümmern sich unter Aufsicht der Fischereigenossenschaft<br />

auch um die Aufzucht des Nachwuchses.<br />

Seit 1456 sind Klausis Vorfahren Fischer auf dem Ammersee.<br />

Er begann seine Lehre im Alter von 15 Jahren, 1961<br />

machte er den Meister. Wenn es nicht regnet, fängt sein Arbeitstag<br />

bei Sonnenaufgang an. Manchmal schon anderthalb<br />

Stunden früher, um halb drei Uhr früh. Denn dann<br />

stören ihn die frechen Möwen nicht, die aus der Luft seinen<br />

Fang stibitzen wollen. Die Luft ist frisch, der Himmel noch<br />

zartgrau. Klausi blickt auf das gegenüberliegende Ufer, die<br />

Ortschaft Breitbrunn ist klar zu erkennen. Das ist sein See<br />

– seit mehr als sechs Jahrzehnten.<br />

Klausi beliefert regionale Gastronomen wie „Lenas am<br />

See“ oder die „Alte Villa“ in Utting. Beide Lokale sind nur wenige<br />

Schritte von seinem Zuhause entfernt und für die hohe<br />

Qualität ihrer Fischgerichte bekannt. „Das freut mich!“ Er<br />

schiebt seine Kapitänsmütze hoch, Stolz schwingt in seiner<br />

Stimme mit. Drei Viertel seines Fangs – frisch, geräuchert<br />

oder als belegte Fischsemmel – verkauft seine Frau Hannelore<br />

im Haus. Kunden klingeln einfach an der Tür.<br />

Schade findet Klausi, dass heute kein Mensch mehr<br />

Brachsen kennt. Ausgezeichnete, schmackhafte Fische,<br />

betont er, allerdings mit vielen Gräten – was viele nicht mögen<br />

und für Gastronomen wohl zu viel Aufklärungsarbeit<br />

bedeute. So betrachten die Ammersee-Fischer die Brachsen<br />

schlicht als Beifang und verzehren sie selbst oder freuen<br />

sich, wenn Stammkundschaft die „Außenseiter“ kauft.<br />

Jeder See hat seine eigenen Gesetze, seine eigene Vogelwelt<br />

und die ihm eigenen Strömungen. „Sogar seine Möwen<br />

sind anders!“ Denkt Klausi manchmal an Ruhestand?<br />

„Naa!“ Energisch schüttelt er den Kopf, dass die Kapitänsmütze<br />

bebt und die Möwen erschreckt auseinanderfliegen.<br />

Was für eine Frage! „I fisch so lang, wia i ko!“<br />

Generationsübergreifend<br />

Familie Marx betreibt in ihrem Heimatort<br />

Utting in der Seestraße 17 auch eine<br />

Segel- und Motorbootschule. Klaus Marx<br />

und sein Sohn Michael machen beides<br />

zusammen: die Schule und das Fischen.<br />

Auch die Enkelkinder packen mit an.<br />

Übrigens feiert Utting <strong>2022</strong> seinen 900.<br />

Geburtstag. Wer mehr über die Historie<br />

des Ortes erfahren möchte: Zum Festwochenende<br />

vom 30. Juni bis 4. Juli <strong>2022</strong><br />

erscheint ein Bildband, in dem natürlich<br />

auch die Fischerei Marx vorkommt.<br />

www.segelschulemarx.de<br />

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SeeMensch<br />

Reiseschriftstellerin Carmen Rohrbach<br />

Mein Abenteuer,<br />

mein Zuhause<br />

TEXT<br />

FOTOS<br />

Krass, wohin Carmen Rohrbach in ihrem<br />

Leben bereits gereist ist. Welche Strapazen<br />

sie auf sich genommen hat. Welche Widrigkeiten sie<br />

nicht nur ausgehalten, sondern regelrecht gesucht hat. Als<br />

junge Frau und Doktorandin der Biologie etwa forschte sie<br />

ein Jahr lang auf einer unbewohnten Galápagos-Insel über<br />

Meerechsen: „Ein Robinson-Dasein!“ Als Reiseautorin wanderte<br />

sie auf dem Jakobsweg – mit einem Esel. Sie folgte Isar<br />

und Donau zu deren Mündungen. Sie durchquerte den Je-<br />

KARIN LOCHNER<br />

PETER VON FELBERT<br />

Wie sieht der Ammersee in den Augen einer Frau aus,<br />

die die halbe Welt und Wildnis kennt? Hinreißend!<br />

men vier Monate auf einem Kamel und war wochenlang in<br />

den kanadischen Rocky Mountains in einer Blockhütte eingeschneit:<br />

bei 20 bis 40 Grad minus. Das war 2018 – und Carmen<br />

Rohrbach schon Ende 60. Ein Jahr später ritt sie auf einem<br />

Pferd durchs kasachische Hochgebirge, immerhin in<br />

Begleitung ihres Bruders. Dort entstand ihr 20. Reisebericht:<br />

„Wildes Kasachstan – auf der Fährte des Sibirischen Steinbocks“.<br />

Ihr jüngstes Buch ist Anfang <strong>2022</strong> erschienen: „Mein<br />

Ammersee: Kraftquelle und Naturparadies“.<br />

Auf den ersten Blick, zugegeben, traut man ihr all die<br />

Abenteuer gar nicht zu. Carmen Rohrbach ist eine zierliche<br />

Frau. Sie wirkt vorsichtig, beinahe behutsam. Mit ihrem<br />

weißblonden Pferdeschwanz hat die Autorin etwas Mädchenhaftes.<br />

Ebenso, wenn sie mit ihrer glockenhellen Stimme<br />

lacht. Was sie oft tut, wenn sie von ihren Erlebnissen<br />

erzählt und ihre grünbraunen Augen leuchten.<br />

Schon als Kind träumte sie sich in die weite Welt. Doch<br />

an Reisen war in Bischofswerda, wo Carmen Rohrbach geboren<br />

wurde, nicht zu denken. Also beschloss die Rebellin,<br />

aus der DDR zu fliehen. 36 Stunden schwamm sie durch die<br />

Ostsee, wurde kurz vor Dänemark jedoch geschnappt. Was<br />

hat sie bewogen, sich einer solchen Lebensgefahr auszusetzen?<br />

„Es war meine Sehnsucht nach Freiheit und Fernweh!“<br />

Verhaftung und Anklage als Republikflüchtling folgten.<br />

Für zwei Jahre ging sie ins Gefängnis. Als Rohrbach von<br />

der BRD freigekauft wurde, musste sie im Auffanglager entscheiden,<br />

in welchem Bundesland sie künftig leben wollte.<br />

Sie hatte keine Ahnung. Also fiel die Wahl der Vogelliebhaberin<br />

spontan auf „das Bundesland, in dem sich das Institut<br />

von Konrad Lorenz befindet“.<br />

»Der Ammersee ist<br />

ein Juwel mit<br />

Verführungskraft«<br />

Carmen Rohrbach<br />

Tatsächlich fand die Biologin kurz darauf in einem<br />

ganz ähnlichen Institut – dem Max-Planck-Institut für<br />

Verhaltensphysiologie in Seewiesen – eine Anstellung: Sie<br />

promovierte dort über die Mongolische Wüstenrennmaus.<br />

War es Fügung oder Zufall, dass sie im Fünfseenland landete?<br />

„Ich hätte es nicht besser treffen können“, schwärmt<br />

Rohrbach mit ihrer jugendlichen Stimme. Der man im<br />

Übrigen sehr gerne zuhört. Die Lesungen über ihre Expeditionen<br />

entführen das Publikum in die entlegensten Winkel<br />

dieser Welt, ein Ziel exotischer als das andere. Manchmal<br />

war Rohrbach ein ganzes Jahr in einem Land unterwegs.<br />

Sie lebte in Patagonien, in Namibia, in der Mongolei. Vorher<br />

lernte sie immer die Sprache des Landes.<br />

So spektakulär Rohrbachs Reisen auch klingen, sie<br />

sind mit Bedacht ausgeführt. Von den Flugtickets abgesehen,<br />

hinterlässt sie kaum einen CO 2 -Fußabdruck. Immer<br />

beobachtet die Biologin zudem die Natur, Fauna und Flora.<br />

Doch auch die Heimat ist wunderschön, findet Rohrbach.<br />

Fast muss sie Corona dankbar sein. Das Ammersee-<br />

Buch entstand vor allem dank der Pandemie. Denn diese<br />

setzte Rohrbachs Reiseplänen Grenzen. „Kurz bevor der<br />

Lockdown anfing, hatte ich schon fast das Flugticket in<br />

der Hand“, erklärt sie schmunzelnd. Im Juli 2020 war<br />

eigentlich eine Expedition nach Kamtschatka geplant, die<br />

russische Halbinsel im Nordpazifik. Nicht nur dieses Ziel<br />

musste sie auf unbestimmte Zeit verschieben. Fernreisen<br />

waren nicht mehr möglich.<br />

Ein Glücksfall, dass ihr eine Gegend zur Heimat geworden<br />

ist, in der sie ihre Reiselust auch von zu Hause aus mit<br />

dem Rad oder zu Fuß stillen kann: „Ich empfinde den Ammersee<br />

als ein Juwel mit Verführungskraft“, sagt Carmen<br />

Rohrbach. Ein Strahlen huscht über ihr Gesicht. Die Begeisterung<br />

ist auch in ihrem aktuellen Buch zu spüren.<br />

Mitreißend beschreibt sie Lieblingsplätze am See, Traditionen<br />

und kulturelle Besonderheiten des Fünfseenlands.<br />

Sie erzählt von ungewöhnlichen Begegnungen und widmet<br />

sich der Natur so anschaulich, dass der Leser sie mit neuen<br />

Augen sieht. Aber genug geplaudert. Die umtriebige Reisejournalistin<br />

muss los. Das Rad steht schon mit gefüllten<br />

Packtaschen vor der Tür. Rohrbach blinzelt in die Sonne:<br />

„Viele Abenteuer gibt es vor der Haustür zu entdecken!“<br />

Nicht zu vergessen: viele Kraftorte auch.<br />

Reisefreudig<br />

Eine Übersicht über ihre Bücher<br />

und Lesungen findet man unter<br />

www.carmenrohrbach.de<br />

Liebeserklärung<br />

an die Region<br />

In „Mein Ammersee. Kraftquelle<br />

und Naturparadies“<br />

feiert Carmen Rohrbach die<br />

Landschaft und Kulturgeschichte<br />

des Ammersees.<br />

Auch Einheimische bekommen<br />

ganz neue Einblicke in scheinbar<br />

Vertrautes. Malik Verlag<br />

50 51


SeeMensch<br />

Advertorial<br />

Kastellan Tobias Schlenker<br />

Meine Insel,<br />

mein Schatz<br />

BÄCKEREI KASPROWICZ<br />

Brot(aus)zeit im Fünfseenland<br />

Wie ist es, an einem Touristen-Spot zu leben?<br />

Tobias Schlenker, der für den<br />

Museumsbetrieb auf der Roseninsel im<br />

Starnberger See verantwortlich ist, im Interview<br />

INTERVIEW KARIN LOCHNER<br />

FOTOS PETER VON FELBERT<br />

Seit 2019 lebt und arbeitet Tobias<br />

Schlenker auf der berühmten Roseninsel<br />

im Starnberger See. Im Winter ist es ruhig, aber wenn<br />

die Saison von Mai bis Mitte Oktober eröffnet ist, kommen<br />

– in normalen Jahren ohne pandemiebedingte Einschränkungen<br />

– 35 000 Menschen: pro Monat bis zu 4000. Vom<br />

Feldafinger Lenné-Park legt eine kleine Fähre ab, die fünf<br />

Minuten bis zur Insel braucht und sich im Fahrtakt der<br />

Zahl der Besucher anpasst.<br />

Ihre offizielle Berufsbezeichnung lautet „Kastellan“.<br />

Was genau sind Ihre Aufgaben?<br />

Ich bin der Schloss- bzw. Inselverwalter und betreue<br />

den Museumsbetrieb auf der Roseninsel, die Bayerische<br />

Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen<br />

ist mein Arbeitgeber. Ich organisiere Führungen, mache<br />

selbst welche, kümmere mich um den Museumsladen,<br />

springe überall ein, wo Not am Mann ist. Es ist ein abwechslungsreicher<br />

Job. Das gefällt mir.<br />

Welche Voraussetzungen braucht man als Kastellan?<br />

Leidenschaft für Geschichte. Ich habe schon im Alter<br />

von 16 Jahren als Schlossführer gejobbt. Etwa auf der Burg<br />

Hohenzollern oder im Schloss Lichtenstein. Ich habe elf<br />

Jahre auf der Roseninsel Führungen gegeben, bevor ich<br />

hierhergezogen bin.<br />

Wer wohnt außer Ihnen noch auf der Roseninsel?<br />

Nur noch mein Partner Mani und unser Hund Josias:<br />

Wir wohnen im ersten Stock des ehemaligen Gärtnerhauses.<br />

Andere Hunde sind hier nicht erlaubt, auch angeleint nicht.<br />

Woher kommt eigentlich der Name?<br />

Im frühen 19. Jahrhundert trug die Insel den Namen<br />

„Wörth“. 1840 hatte der spätere König Maximilian II. von<br />

Bayern, der Vater von Ludwig II., bereits ein Auge auf sie<br />

geworfen. 1850 schließlich kaufte er die Insel mit der Absicht,<br />

sich ein ruhiges Sommerdomizil zu schaffen. Das<br />

ovale Rosarium am Casino mit Hunderten von hochstämmigen<br />

Duftrosen und einer fünf Meter hohen, weiß-blauen<br />

Glassäule in der Mitte gab der Insel ihren heutigen Namen.<br />

Offiziell heißt sie übrigens nach wie vor nicht „Roseninsel“,<br />

Der verführerische Duft ofenwarmer Semmeln am<br />

Morgen, das leise Knistern, wenn man die Bäckereitüte<br />

in der Küche öffnet: In hektischen Zeiten erdet einen<br />

nichts mehr als ein ausgiebiges Wochenendfrühstück mit frischen<br />

Backwaren, einer gemütlichen Tasse Kaffee und Muße,<br />

bewusst in den Tag zu starten.<br />

Ihren Frühstückstisch mit den besten Backwaren zu<br />

decken, ist seit über 40 Jahren das erklärte Anliegen der<br />

Familienbäckerei Kasprowicz. Handgeformte Brotlaibe, krustige<br />

Semmeln, Kuchen und Feingebäck entstehen hier seit<br />

zwei Generationen im Traditionsbetrieb. Geschäftsführer<br />

und Bäckermeister Julian Kasprowicz weiß genau, was es<br />

braucht, um klassischen Rezepturen das gewisse Etwas einzuhauchen:<br />

„Erst mal ganz viel Ruhe!“<br />

In der Teigruhe liegt die Kraft<br />

„Slow baking“ lautet das Stichwort bei Kasprowicz. Um<br />

dem hohen Qualitätsanspruch der Handwerksbäckerei<br />

gerecht zu werden, ruhen die Teige bis zu 24 Stunden lang.<br />

Nur so kann sich später beim Backen das volle Aroma entfalten.<br />

Bei der Auswahl der Rohstoffe und Zutaten setzt die<br />

Bäckerei auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Das Mehl<br />

stammt von „Unser Land“, Eier und Saaten werden ausschließlich<br />

aus Bayern bezogen. Qualität, die nicht nur<br />

schmeckt, sondern auch besonders bekömmlich ist.<br />

Eine offene Backstube für alle<br />

Mit mittlerweile 20 Filialen ist die Bäckerei Kasprowicz<br />

im Fünfseenland zwischen Ammersee, Starnberg und Weilheim<br />

vertreten. Kein Wunder, dass es mit der Zeit in der Backstube<br />

eng wurde. Seit August 2020 wird im Neubau der<br />

Betriebsstätte südlich von Pähl gebacken. Transparenz spielt<br />

dabei nicht nur bei den Zutaten eine wichtige Rolle. Auch die<br />

Herstellung der Backwaren soll so nachvollziehbar wie möglich<br />

sein. Kundinnen und Kunden können vor Ort Einblick in<br />

die Produktionsstätte nehmen und den Mitarbeitenden an großen<br />

Arbeitstischen beim Kneten und Formen über die Schulter<br />

blicken. Eine große Glasfront und eine Kuppel direkt über der<br />

Backstube machen es möglich. Geschäftsführer Julian Kasprowicz<br />

liegt besonders am Herzen, einen Arbeitsplatz zu schaffen,<br />

der langfristig gefällt: „Mitarbeiterfreundlich zu sein, ist ja auch<br />

ein Teil von Nachhaltigkeit“, weiß der Bäckermeister.<br />

Traditionelle Backwerkskunst auf der Höhe der Zeit<br />

Backen ist bei Kasprowicz immer noch Handarbeit – perfektioniert<br />

mit zeitgemäßer Technologie. „Moderne Produktionsanlagen<br />

sind zur Qualitätssicherung unbedingt nötig.<br />

Das hat in unserem Fall aber nichts mit Fabrikfertigung zu<br />

tun“, erklärt Julian Kasprowicz. Nachhaltige Wertschöpfungsketten<br />

sorgen in jedem Produktionsschritt dafür, dass<br />

möglichst energiesparend und ressourcenschonend gebacken<br />

wird. Dazu verbinden sich handwerkliches Können der<br />

Bäckermeisterinnen und -meister, traditionsreiche Rezepte<br />

und innovatives Know-how in einem harmonischen Zusammenspiel.<br />

Und das schmeckt man!<br />

Tipp aus der Backstube: „Meine persönlichen Favoriten<br />

sind unsere mediterranen Produkte wie das gewürzte<br />

Schnürlbaguette. Die lange Teigruhe entfaltet hier in<br />

Kombination mit milden Gewürzen besonders schmackhaft<br />

ihr volles Aroma.“ Julian Kasprowicz, Geschäftsführer<br />

& Bäckermeister.<br />

Produktionsstätte Pähl „Brotschau“<br />

Wielenbacherstraße 17<br />

82396 Pähl<br />

Tel. 08808 924 84 50<br />

info@kasprowicz.de<br />

www.kasprowicz.de<br />

52


SeeMensch<br />

Advertorial<br />

sondern immer noch „Wörth“ und ist ein<br />

Gemeindeteil von Feldafing.<br />

KOKON<br />

Raum für Inspiration<br />

Was wissen viele Gäste, auch Einheimische,<br />

oft nicht?<br />

Eigentlich wollte Maximilian II. auf der Roseninsel<br />

den Sitz seiner Studienstiftung Maximilianeum einrichten.<br />

Dieser bayerische König war wie kein anderer ein<br />

Förderer der Wissenschaften. Aus allen Teilen des Landes<br />

hat er Wissenschaftler an die Münchner Universität geholt.<br />

Letztlich schien es ihm aber wohl zu umständlich, diese<br />

regelmäßig auf die Insel zu bringen. Die Studienstiftung<br />

Maximilianeum wurde in München untergebracht.<br />

Was tat sein Sohn, Märchenkönig Ludwig II., hier?<br />

Ludwig II. nutzte den abgeschiedenen Ort für den<br />

Empfang von Staats- und anderen Gästen, etwa der russischen<br />

Zarin Maria Alexandrowna und des Komponisten<br />

Richard Wagner. Er schätzte die Insel als Rückzugsort.<br />

Auch mit seiner kaiserlichen Cousine Elisabeth traf er hier<br />

gelegentlich zusammen.<br />

Genau, die Sisi, Kaiserin von Österreich.<br />

Sisi hatte einen großen Teil ihrer Jugend im nahe<br />

gelegenen Schloss Possenhofen verbracht und kam auch<br />

später viele Jahre im Sommer nach Feldafing. Berichten<br />

zufolge ließ sie sich fast täglich auf die Insel übersetzen,<br />

auch in Ludwigs Abwesenheit. Sie dürfte damit diejenige<br />

sein, die das idyllische Refugium für die längste Zeitdauer<br />

genutzt hat. Elisabeths Vorliebe für die Insel war wohl ein<br />

Grund, warum Ludwig den Ort sorgfältig pflegen ließ. Ein<br />

Treffen der beiden wurde 1972 von Luchino Visconti mit<br />

Romy Schneider und Helmut Berger in dem Film „Ludwig<br />

II.“ auf der Roseninsel nachgestellt.<br />

Es sieht hier wirklich sehr romantisch aus.<br />

Es war nicht immer so gepflegt. Nach dem Tod Ludwigs<br />

II. ließ das Interesse des Hauses Wittelsbach an der Insel<br />

nach, Casino und Rosengarten blieben über Jahrzehnte<br />

ungenutzt. Erst 1970 kaufte der Freistaat Bayern die Roseninsel<br />

und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich.<br />

Haben Sie eine Lieblingsstelle?<br />

Die Roseninsel ist eine archäologische Fundgrube –<br />

das fasziniert mich am meisten. Im Uferbereich finden<br />

sich zum Beispiel frühkeltische Bauhölzer aus dem<br />

5. Jahrhundert v. Chr. Die älteste bisher nachweisbare<br />

Besiedlung reicht zurück in die Jungsteinzeit, bis ins<br />

5. Jahrtausend v. Chr. Die Überreste der prähistorischen<br />

Pfahlbauten im Flachwasser um die Insel sind seit 2011<br />

UNESCO-Welterbe. Zudem ist aus der Urnenfelderkultur,<br />

etwa von 1300 bis 800 v. Chr., ein 13,46 Meter langer Einbaum<br />

erhalten, der am Westufer entdeckt und geborgen<br />

wurde. Unter Wasser verbirgt sich ein wahrer Schatz. Das<br />

Schutzgebiet darf daher weder durchfahren noch durchschwommen<br />

und auch nicht betreten werden.<br />

Kommt es oft vor, dass das jemand versucht?<br />

Gelegentlich. Meistens nachts. Das gehört eben auch<br />

zu meinen Aufgaben. Unser Hund schlägt sofort an. Tagsüber<br />

bin ich dafür von zahlreichen historischen Rosen<br />

umgeben, deren wichtigstes Charakteristikum ihr herrlicher<br />

Duft ist. Insgesamt gibt es fast 600 Rosenstöcke. Das<br />

Farbspektrum reicht von Hellweiß und Pastellrosa bis hin<br />

zu sattem Karminrosa, weiter über tiefes Violett zu Karminrot.<br />

Eine Besonderheit der Rosen auf der Roseninsel ist<br />

eine Laune der Natur: Viridiflora, die grün blühende Rose.<br />

Was genießen Sie hier besonders?<br />

Den Duft der Rosen und die Abende. Und den Herbst,<br />

wenn die Insel in den „Winterschlaf“ übergeht.<br />

Geschichtsträchtig<br />

Genaue Öffnungszeiten und noch<br />

mehr Informationen finden Sie auf<br />

www.schloesser.bayern.de<br />

Foto: Süddeutsche Zeitung Photo/Martin Siepmann; Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

Bei so vielen schönen Sachen weiß man<br />

gar nicht, wo man zuerst hinschauen<br />

soll: außergewöhnliche Möbel und Lampen, bunte<br />

Kissen, kunstvolle Decken und Wohnaccessoires<br />

aus Porzellan, Metall und Holz. Für Interieur-<br />

Liebhaber ist der Kokon Concept Store direkt<br />

am Schloss Seefeld südlich von München ein<br />

kleines Paradies. Hier sind alle, die mit zeitlosen<br />

Produkten eine charmante Lässigkeit in ihr<br />

Zuhause bringen möchten, an der richtigen<br />

Adresse. Die Kokon Kollektionen sind sorgsam<br />

aus Natur materialien mit viel Liebe zum Detail<br />

gefertigt. Jedes Werk erzählt mit seiner Herkunft<br />

eine Geschichte. Neben den eigenen Produkten,<br />

darunter Teak-Gartenmöbel, Gartenschirme<br />

und viele Textilien, runden die Kollektionen<br />

namhafter Hersteller das Angebot ab. So findet<br />

man neben Sofas von Sits und Gervasoni auch<br />

Duftkerzen von Onno und Baobab sowie Outdoormöbel<br />

von Brafab und Cane-line. Begeben<br />

Sie sich auf Entdeckungsreise durch eine<br />

außergewöhnliche Interiorwelt auf über<br />

1.000 Quadratmetern.<br />

Kokon Flagship Store<br />

Graf-Toerring-Seefeld-Str. 13<br />

82229 Seefeld<br />

Tel. 08152 480 94 91<br />

info@kokon.com<br />

www.kokon.com<br />

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IM KLOSTERMAIER ZUHAUSE SEIN. WIRKLICH.<br />

Unser familiengeführtes Hotel und Restaurant in Icking – in unmittelbarer Nähe zu Wolfratshausen –<br />

bietet Ihnen als Gast das absolute Rundum-Wohlfühl-Paket:<br />

vom Frühstück bis zum Abendmenü, vom Wellnessbereich bis zur Terrasse mit Alpenpanorama,<br />

vom Parkplatz hinterm Haus bis zum praktischen S-Bahn-Anschluss direkt nach München.<br />

54<br />

Klostermaier Hotel & Restaurant, Mittenwalder Straße 9, 82057 Icking, www.klostermaier.bayern


SeeGenuss<br />

SeeLeben<br />

Magisch finde ich, wenn der See so<br />

ruhig ist, dass sich die wunderschöne Natur und die<br />

Wolken in ihm spiegeln. So, dass man alles um<br />

sich herum vergisst und vollkommen im Hier und<br />

Jetzt versinkt. Als Pendant dazu empfinde ich die<br />

Wellen, die von Stürmen getrieben werden,<br />

kraftspendend und auffordernd. Für mich ist der<br />

See in all seinen verschiedenen Stimmungen<br />

ein strahlender Kraftort, und ich empfinde es als<br />

größtes Glück, hier sein zu dürfen.<br />

Nadja Leiskau, Direktorin<br />

AmmerseeHotel, Herrsching<br />

Immer wenn ich, vom<br />

Wörthsee kommend, mit<br />

dem Rad nach Breitbrunn<br />

fahre und auf der Anhöhe<br />

sich der Ammersee vor mir<br />

erstreckt, ist das ein Moment,<br />

der direkt in mein Herz geht,<br />

so schön ist der Anblick.<br />

Carola Petrone, Gastgeberin<br />

Dorf-Gasthof Il Plonner, Weßling<br />

Mein wunderbarer<br />

SeeMoment<br />

Jeder, wirklich jeder, der im Fünfseenland lebt, hat<br />

Orte, Plätze oder Ausblicke, die sofort Glücksgefühle auslösen.<br />

Zum 15. Geburtstag haben wir Menschen, die dem<br />

<strong>SeeMagazin</strong> seit vielen Jahren verbunden sind, danach gefragt<br />

FOTOS<br />

LOUISA MARIE SUMMER<br />

Ein Frühstück am Steg 2 in Possenhofen<br />

ist mit der Erinnerung an meine Verlobung an<br />

diesem paradiesischen Ort verbunden. Mit dem SUP<br />

und der Frühstückstasche hinzufahren und die erste<br />

Tasse Kaffee und eine Butterbreze um 7 Uhr am See<br />

mit Blick auf die Roseninsel und Berge zu genießen,<br />

ist einfach unbeschreiblich!<br />

Dr. Schamiem Stumpfe, Fachzahnärztin<br />

für Kieferorthopädie, KFO 5 Seen, Starnberg<br />

Es ist herrlich, von<br />

Hechendorf mit dem SUP über den schönen<br />

Pilsensee zu fahren und das wunderbare<br />

Bergpanorama zu genießen. Auf der anderen<br />

Seite lege ich an, trinke ein Gläschen und paddle<br />

zurück nach Hechendorf, wo ich mich dann<br />

auf die Wiese lege. Von Hechendorf aus kann man<br />

auch zu Fuß über die Felder bis zum Wörthsee<br />

laufen und am Wasser für einen Sundowner<br />

verweilen. Auf dem Rückweg begleitet einen die<br />

tolle Kulisse mit Blick auf Andechs.<br />

Elen Gulde, Gründerin<br />

Regioluzzer Frischekurier<br />

Beim Betreten des Dampferstegs<br />

in Herrsching, auf dem<br />

man nur noch ganz selten<br />

alleine ist, werden Urlaubsgefühle<br />

und Erinnerungen an<br />

Urlaube am Meer wach ...<br />

Dr. Christian Schrank,<br />

Ästhetik am Ammersee<br />

56<br />

57


SeeGenuss<br />

Sehnsüchtig blicke ich immer in<br />

Richtung Berge, und wenn ich im Estergebirge<br />

auf einem Gipfel stehe, offenbart sich dieser<br />

fantastische Blick Richtung Norden in unsere<br />

so wunderschöne Seenlandschaft ...<br />

Robert Waginger, Geschäftsführer<br />

Küchenzentrum Oberland<br />

Einen wunderbaren SeeMoment<br />

erlebe ich immer, wenn ich mich bei<br />

einem Spaziergang auf der Anhöhe<br />

der Kapelle Attenkam auf die Wiese<br />

setze, im Süden die ganze Bergkette<br />

sehe und zu meiner Rechten der<br />

Starnberger See liegt. So ein<br />

schöner Platz!<br />

Monika von Braitenberg, Geschäftsführerin<br />

Kokon Einrichtungshaus, Seefeld<br />

Ich liebe es, mit dem<br />

Mountainbike an der Würm entlang<br />

den Singletrails Richtung Starnberger<br />

See zu folgen und am Ende in den See<br />

zu springen, um mich abzukühlen.<br />

Peregrin Zunke, Filialleiter<br />

Das Radhaus Starnberg<br />

in Stockdorf<br />

Im Sommer frühmorgens<br />

mit unserem Hund am<br />

Schloss Seeburg am Ostufer<br />

des Starnberger Sees ins<br />

Wasser zu springen, ist<br />

einfach grandios.<br />

Wolfgang Mooseder, Agenturinhaber<br />

Mooseder Versicherungsvermittlungs KG<br />

Schönste SeeMomente erlebe ich<br />

regelmäßig in den Morgenstunden, wenn ich vor der<br />

Arbeit eine Runde am Starnberger See laufen gehe.<br />

Der perfekte Start in den Tag! Die Stimmung, der Blick auf<br />

die Berge und die Ruhe am Morgen sind unbeschreiblich<br />

schön. Ich laufe am liebsten von Starnberg Richtung<br />

Leoni und über Berg wieder zurück.<br />

Max Moser, Kulinarischer Direktor<br />

Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg<br />

58<br />

59


SeeGenuss<br />

SeeLeben<br />

Ich genieße den Moment am<br />

Sonntagmorgen, noch vor dem Frühstück und<br />

bevor sich die Meute am Ostufer drängt: bei einer<br />

Laufrunde von Sibichhausen über den Zieglerweg,<br />

durch den Wald hinunter zum See. Wenn ich am<br />

Wasser ankomme, öffnet sich mir das Herz …<br />

Am See entlang, in Richtung Starnberg, vergesse<br />

ich den Stress der vergangenen Woche und<br />

freue mich über die Ruhe.<br />

MEIN<br />

LIEBER<br />

SCHWAN.<br />

CONCEPT STORE.<br />

Jochen Reitberger, Augenoptikermeister<br />

Reitberger Brillen & Kontaktlinsen KG, Berg<br />

Jedes Mal, wenn ich mein Boot ins<br />

Wasser schiebe und eine frische<br />

Brise mich in Richtung Berge führt,<br />

fühlt sich das großartig an. Der<br />

Alltag ist vergessen und ich bin<br />

glücklich, an und auf dem See mein<br />

Leben genießen zu können.<br />

Heike Kohlhaas, Geschäftsleitung<br />

House of Travel Reisebüro, Starnberg<br />

MODE & ACCESSOIRES<br />

INTERIOR & RAUMGESTALTUNG<br />

PAPETERIE & SCHREIBUTENSILIEN<br />

HAY, ferm LIVING, &Tradition, MENU, SERAX, tinekhome,<br />

Klaus Lichtenegger Design, farbenfreunde, EDGAR Home, Stelton<br />

CLOSED, MUNTHE, Samsøe Samsøe, NIU, American Vintage, MYMARINI, SoSUE,<br />

Maison Labîche, Blundstone, LangerChen, Le Bonnet, MOISMONT, SASKIA DIEZ<br />

Hauptstraße 6 | 82541 Münsing | tel. 08177.9299744<br />

mein.lieber.schwan | www.meinlieberschwan.store<br />

Einen wunderbaren SeeMoment<br />

erleben wir, wenn wir mal kurz die Arbeit oben<br />

in der Villa liegen und unsere Füße im Wasser<br />

baumeln lassen oder für einen kurzen<br />

Schwimmausflug ganz ins Wasser gehen …<br />

Kühles Nass, eine sanfte Brise, ein herrlicher<br />

Blick zu allen Seiten, was will man mehr?<br />

Auserwähltes in Dießen<br />

Katja Lindo und Margarete Schultes,<br />

Geschäftsführerin und Direktorin<br />

La Villa am Starnberger See<br />

Ich erinnere mich immer gerne an die sommerlichen<br />

Bootsfahrten von Leoni zur Roseninsel: ein Stück weit<br />

vor der Insel ankern und den Tag mit Schwimmen,<br />

Entspannen und Brotzeit verbringen. Zum Abschluss<br />

noch für einen Sundowner mit dem Boot ins „Nordbad“<br />

nach Tutzing oder zu „H’ugo’s“ in Starnberg (damals<br />

noch „Orange Beach“), um anschließend müde und<br />

glücklich ins Bett zu fallen. Was gibt es Schöneres!<br />

Reinhold Berger, Geschäftsführer KPC Immobilien<br />

Zu unseren Lieblingsplätzen zählen<br />

die Terrasse vom „Midgardhaus“<br />

und der Biergarten. Und wenn’s mal<br />

nicht ums Essen geht, gehen<br />

wir unter der Woche abends gerne<br />

in Tutzing zum Thomaplatz<br />

eine Runde schwimmen. Wenn der<br />

Sommertrubel vorbei ist, ist es<br />

dort sehr ruhig und man kann<br />

einfach nur die Aussicht genießen.<br />

Oliver und Cornelia Lutz, Inhaber<br />

Metzgerei Lutz, Pöcking & Tutzing<br />

PRINZ LUDWIG No 6<br />

Simone Kramer<br />

Prinz-Ludwig-Straße 6<br />

86911 Dießen am Ammersee<br />

Tel. 08807 9495519<br />

servus@prinzludwigno6.de<br />

www.prinzludwigno6.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo.: Personal Shopping<br />

Di. – Fr.: 10:00 – 18:00 Uhr<br />

Samstag: 10:00 – 15:00 Uhr<br />

prinzludwigno6_mode_ammersee<br />

60<br />

Anz_Prinz_Ludwig_SeeMag_<strong>2022</strong>.indd 1 25.04.22 10:26


SeeLeben<br />

(K)eine<br />

leichte Sache<br />

Auf die Idee muss man erst einmal<br />

kommen: sich selbst ein SUP-Board<br />

bauen und das auf Instagram<br />

detailliert dokumentieren. Zu Besuch bei<br />

Klaus Wanner am Ammersee<br />

TEXT MARLENE IRAUSEK<br />

FOTOS KLAUS WANNER<br />

Handwerklich an etwas zu tüfteln, hat<br />

Klaus Wanner immer schon Spaß<br />

gemacht. Waren es anfangs noch Modelleisenbahn und<br />

ferngesteuerte Flugzeuge, versuchte er sich in der väterlichen<br />

Werkstatt in Mainz schon bald an den verschiedensten<br />

Konstruktionen. Ein Maschinenbaustudium führte Klaus<br />

schließlich nach München. Heute ist der 56-Jährige im Vertrieb<br />

tätig, zuletzt als Geschäftsführer, und wohnt mit seiner<br />

Frau am Ammersee – seit mittlerweile 23 Jahren. Die Liebe<br />

zum Handwerk ist immer geblieben: Für das gemeinsame<br />

Zuhause hat er nicht nur das Mobiliar, sondern auch die Küche<br />

selbst gezimmert. Eine eigene Werkstatt darf da natürlich<br />

nicht fehlen. Allerdings ist die im Keller untergebracht<br />

und mit einem sehr kleinen und engen Treppenaufgang versehen.<br />

Gebaut wird dort nur, was später zerlegt und hochgetragen<br />

werden kann. Ein Surfboard war also lange Zeit nicht<br />

dabei, stand aber auf der Liste. Vor zwei Jahren war es dann<br />

so weit: Eine größere Werkstatt wurde gemietet und der<br />

Bauplan für das erste SUP-Board im Internet gekauft. Seitdem<br />

dokumentiert Klaus die Arbeit und die Fortschritte an<br />

seinen Bavarian Lake Boards unter @klausbautboards bei<br />

Instagram. Wir sprechen über Freuden und Herausforderungen<br />

eines außergewöhnlichen Hobbys:<br />

Meister on Board: Es ist ein Hohlbau aus Holz<br />

und bietet ein ganz anderes Paddel-Erlebnis<br />

Wie bist du zum Board-Bauen gekommen?<br />

Ganz am Anfang des SUP-Trends haben meine Frau<br />

und ich uns ein großes, schweres Plastik-Paddel-Board auf<br />

einem der Ammersee-Märkte in Herrsching gekauft. Dieses<br />

Board war wirklich behäbig und wir haben es gegen aufblasbare<br />

SUPs getauscht. Später hatten wir die Idee, auf feste<br />

Boards umzusteigen, die von der Form her noch mal ganz<br />

anders sind. Ich wollte probieren, selbst so ein Board zu bauen.<br />

2018 hatte ich zwischen zwei Jobs ein bisschen Zeit und<br />

entschied mich, in Südafrika unter Anleitung ein Surfboard<br />

zu bauen. In Deutschland gab es solche Workshops damals<br />

noch nicht. Darum baute ich erst mal ein Longboard, weil<br />

es im Prinzip die gleichen Methodiken sind.<br />

Wie lange brauchst du für ein Board?<br />

Es ist ein aufwendiger Prozess, vor allem am Anfang,<br />

wenn man noch übt und viel ausprobiert. Mein letztes<br />

Board hat mich 400 Stunden gekostet. Idealerweise<br />

sollten es zwischen 100 und 200 sein. Hängt aber auch<br />

davon ab, für welches Design und welche Bauweise man<br />

sich entscheidet. Je nachdem, wie die Form des Boards ist,<br />

ist es mal einfacher, mal schwieriger. Bei diesem letzten<br />

Board habe ich Zentimeterleisten an den Rändern, den<br />

Rails, und auch relativ schmale Leisten am Boden und am<br />

Deck eingeklebt. Das dauert.<br />

Was ist das Besondere an deinen Boards?<br />

Ich arbeite mit sehr leichtem Paulownia-Holz, manchmal<br />

auch „Kiri“ genannt. Diese Holzart wird beim Surfoder<br />

SUP-Board-Bauen sehr gerne verwendet, da sie nicht<br />

nur leicht ist, sondern auch relativ schwer Wasser aufnimmt<br />

und regional wachsen kann. Sie ist nicht so einfach<br />

zu bekommen, das Angebot wird aber immer besser. Sonst<br />

kann man sie auch mit anderen Holzsorten kombinieren,<br />

zum Beispiel Zeder, die in Amerika für den Hausbau<br />

verwendet wird und sehr wohlriechend ist.<br />

Kleine Details wie hier der leuchtend blaue Ammersee<br />

machen die Boards und Paddel zum Hingucker<br />

62


SeeLeben<br />

»Wenn man so ein<br />

Board zum See<br />

trägt, schauen natürlich<br />

viele Leute erst mal,<br />

was das ist«<br />

Klaus Wanner<br />

Kanzlei am Starnberger See<br />

Familienrecht. Fey & Kollegen.<br />

Wie schwer ist so ein Board aus Holz?<br />

Die Boards, die ich gebaut habe, wiegen um die 16<br />

Kilogramm. Das sind sechs bis sieben Kilo mehr als bei<br />

einem aufblasbaren Modell. Das ist aber trotzdem noch<br />

relativ leicht. Wenn man zum Beispiel mit Eiche bauen<br />

würde, würden noch mal drei oder vier Kilo dazukommen.<br />

Und das wäre wirklich schwer zu tragen. Insofern muss<br />

man aufpassen, welches Holz man verwendet.<br />

Was inspiriert dich?<br />

Mein Geschmack (lacht). Was mir gefällt, probiere<br />

ich zu bauen. Außerdem ist das Fünfseenland eine schöne<br />

Inspirationsquelle für mich. Vor allem der Ammersee,<br />

weil ich da wohne. Beim ersten Board hatte ich seine<br />

Form in Holz eingelegt, mit einer dunklen Maserung.<br />

Beim zweiten habe ich dann mein „Bavarian Lake<br />

Boards“-Logo in das Board eingefräst und mit eingefärbtem<br />

Epoxidharz ausgegossen.<br />

64<br />

Warum arbeitest du gerne mit Holz?<br />

Es ist sicherlich eine staubige Angelegenheit und auch<br />

nicht besonders gesund – man muss viel mit Atemmaske<br />

arbeiten –, aber es lässt sich mit relativ einfachen Mitteln<br />

formen und glatt bekommen. Das macht einfach Spaß.<br />

Die gestalterischen Möglichkeiten sind vielfältig. Man<br />

kann es farblich einlassen und kombinieren. Auch mit der<br />

Maserung lässt sich einiges machen, gerade wenn man<br />

zum Beispiel mit Zedernholz oder mit Ahorn arbeitet.<br />

Was ist der schönere Moment, der letzte Schliff oder der<br />

erste Wassertest?<br />

Wenn es fertig ist. Wenn ich das Board aufs Dach<br />

packe und nach Hause bringe. Ich bin auch ein bisschen<br />

traurig, weil es dann vorbei ist. Meistens sind meine<br />

Gedanken aber schon gleich wieder beim nächsten.<br />

Was ist die schönste SUP-Strecke am See?<br />

Ich paddele gerne über den See. Natürlich nur bei<br />

guten Wetterbedingungen. Dann geht es nach Riederau<br />

oder Utting. Ab und zu auch mal eine weitere Strecke nach<br />

Dießen. Oft paddeln meine Frau und ich auch einfach nur<br />

ein Stück nach draußen, setzen uns aufs Board, reden und<br />

gehen schwimmen. Da ist das Wasser ganz klar und es ist<br />

schön ruhig.<br />

Klar in der Sache – echt in der menschlichen Begegnung.<br />

Unsere südlich von München gelegene Kanzlei am Starnberger See ist auf<br />

familienrechtliche Angelegenheiten spezialisiert.<br />

Sie befinden sich in einer emotional und rechtlich herausfordernden Situation. Sie<br />

suchen umfassende Unterstützung, sei es in der konsequenten Durchsetzung Ihrer Rechte<br />

oder der Erarbeitung von sinnvollen Kompromissen im Rahmen einer<br />

einvernehmlichen Lösung.<br />

Mit außergewöhnlichem Engagement begleiten wir drei Anwältinnen Sie fachlich<br />

fundiert und respektvoll im Umgang mit allen Beteiligten zu dem von Ihnen angestrebten Ziel.<br />

Kanzlei am Starnberger See<br />

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf:<br />

Familienrecht. Fey & Kollegen.<br />

Wir unterstützen Sie in allen Angelegenheiten rund um die verschiedenen<br />

Interessen innerhalb des besonders schützenswerten Bereichs der Familie.<br />

Im Alten Forstamt · Weilheimer Straße 7 · 82402 Seeshaupt<br />

Tel.: 0 88 01 - 91 34 06 · Fax: 0 88 01 - 91 34 07<br />

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www.kanzlei-am-starnberger-see.de


SeeLeben<br />

SeeLeben<br />

Schnell, der<br />

Wind ruft …<br />

Auf dem Wasser erreicht Andy Laufer<br />

Geschwindigkeiten von mehr als<br />

100 Stundenkilometern. Der Surfer<br />

aus Herrsching verrät persönliche<br />

Bestzeiten und Materialvorteile<br />

INTERVIEW<br />

FOTOS<br />

MARTIN ARNOLD<br />

JAN GREUNE<br />

»Mit den<br />

Naturgewalten,<br />

dem Wind und<br />

den Wellen, zu<br />

spielen, fühlt<br />

sich einfach<br />

unglaublich an!«<br />

Andy Laufer<br />

Was passiert, wenn man bei diesem Tempo auf die Wasseroberfläche<br />

knallt?<br />

2018 oder 2019 bin ich einmal gestürzt. Aber das war nicht<br />

so schlimm. Man fliegt dabei eigentlich nur übers Wasser – wie<br />

ein Stein, der über die Wasseroberfläche hüpft. Meist kommt<br />

man mit ein paar Prellungen davon. Richtig gefährlich kann es<br />

hingegen werden, wenn man in seine Ausrüstung oder gegen<br />

andere Hindernisse knallt. Aber das kommt relativ selten vor.<br />

Auf Instagram schreibst du unter einem deiner Posts:<br />

„Vor 20 Jahren konnte man nicht mit einem Slalomboard<br />

springen, ohne dass es zu Bruch ging. Unglaublich, wie sich<br />

die Qualität der Boards gebessert hat.“ Was macht die<br />

Qualität aus? Und was kostet ein Board?<br />

Ein neues, gutes Slalombrett bekommt man für 1900 Euro. Es<br />

gibt aber auch Boards, die noch teurer sind, die sind aber meist sehr<br />

speziell und in kleiner Auflage. In puncto Material und Bauweise<br />

wird viel aus der Raumfahrt und der Formel 1 übernommen. <br />

Z<br />

um ersten Mal steht Andy Laufer im Alter<br />

von neun Jahren auf dem Surfbrett, 1979<br />

während eines Familienurlaubs in Jugoslawien. Es ist Begeisterung<br />

vom ersten Moment an! Gemeinsam mit seinem älteren<br />

Bruder überredet er den Vater, ihnen noch vor Ort einen Surfkurs<br />

zu zahlen. Wie praktisch, dass er in Radolfzell am Bodensee<br />

aufwächst, denn zurück in der Heimat, ist er nur noch auf dem<br />

Wasser. Laufer wird Profi-Surfer, bis er nach 20 Jahren – mit Mitte<br />

30 – seine Karriere beendet. Aber schon sieben Jahre später wagt<br />

er ein Comeback. 2018 gewinnt er – 48-jährig ‐ auf Fuerteventura<br />

den Vizeweltmeistertitel. Kurze Zeit später krönt er im Speedkanal<br />

bei Lüderitz in Namibia die Saison mit einem neuen deutschen<br />

Speedrekord und einer Geschwindigkeit von über 100 km/h.<br />

2021 gewinnt der 51-Jährige bei den Slalom-Weltmeisterschaften<br />

auf Paros, Griechenland, den Grandmaster-Titel, also<br />

die Goldmedaille bei den über 50-Jährigen. Den Titel will Laufer,<br />

der neben seinem Sport als Key-Account-Manager bei der<br />

neubau kompass AG in München arbeitet, dieses Jahr verteidigen.<br />

Zum Interview treffen wir ihn an seinem Lieblingsplatz am<br />

Ammersee: direkt vor seinem Haus. Seit 2011 wohnt Laufer mit<br />

seiner Frau und den drei Kindern bei Herrsching auf einem<br />

Seegrundstück: „Ich habe schon viel von der Welt gesehen, aber<br />

hier ist es besonders schön.“<br />

Was macht Windsurfen für dich aus? Warum reizt es dich?<br />

Die Geschwindigkeit macht mir am meisten Spaß, das<br />

Adrenalin bei der Beschleunigung. Mit den Naturgewalten, also<br />

dem Wind und den Wellen, zu spielen, dort zu sein, wohin sich<br />

sonst keiner traut – das ist ein unglaubliches Gefühl. So<br />

ziemlich das Beste, was man erleben kann. Schon als Kind habe<br />

ich ein Kribbeln gespürt, wenn ich durchs Fenster gesehen<br />

habe, wie der Wind die Äste in den Bäumen verbiegt. Mit elf<br />

Jahren bin ich in der Schule regelrecht abgestürzt, weil ich nur<br />

noch auf dem Wasser war. Sobald der Wind gut war, hat mich<br />

nichts mehr halten können.<br />

Bei internationalen Wettbewerben wie der Lüderitz Speed<br />

Challenge in Namibia erreichst du Geschwindigkeiten bis<br />

zu 100 km/h auf 500 Metern. Welche Geschwindigkeit geht<br />

denn so auf dem Ammersee?<br />

Das Schnellste waren bisher ca. 73 km/h. Am Ammersee<br />

ist es allerdings auch deutlich schwieriger als in Lüderitz, so<br />

schnell zu werden, weil die Wellen hier deutlich höher sind als<br />

in einem reinen Speedrevier.<br />

Deine persönliche Bestmarke?<br />

Knapp 103 km/h.<br />

Fotos: Privat<br />

Die Surf-Szene am Ammersee<br />

ist sehr „locker und lustig“,<br />

sagt Laufer. Im Mai, Juni,<br />

Juli ist das Wasser an warmen<br />

Tagen „voll“<br />

66 67


SeeLeben<br />

Die Bretter wiegen auch nur noch um die sechs Kilo. Früher sind<br />

sie laufend gebrochen. Jetzt kann ich mich gar nicht mehr<br />

erinnern, wann mir das das letzte Mal passiert ist.<br />

Praxis für<br />

Physiotherapie<br />

Dortje Lorenz<br />

Maximilianstraße 21<br />

82319 Starnberg<br />

www.dortje-lorenz.de<br />

2005 hast du deine Karriere beendet. 2012, im Alter von<br />

42 Jahren, dein Comeback gefeiert. Was hat dich gereizt<br />

zurückzukehren?<br />

Die zwei Gründer der Windsurfing-Marke CHIEMSEE<br />

haben mich damals zu ihrem 30-jährigen Firmenjubiläum<br />

gefragt, ob ich nicht Lust hätte, an der deutschen Meisterschaft<br />

teilzunehmen. Ich war einer der Ersten, die von ihnen gesponsert<br />

wurden. Also bin ich nach Sylt gefahren und habe den<br />

vierten Platz belegt – und irgendwie wieder Lunte gerochen.<br />

SEE-TIPP:<br />

Andy empfiehlt an der<br />

Herrschinger Seepromenade:<br />

„Erst eine<br />

Fischsemmel aus ,Matos<br />

Fischladen‘, danach ein<br />

Bier bei Mine in der<br />

,Bayrischen Brandung‘<br />

genießen!“<br />

Du warst in der Szene als Partylöwe berühmt-berüchtigt. In<br />

einem TV-Interview hast du mal gesagt: „Früher bin ich mit<br />

Zigarette oder nach einer durchzechten Nacht direkt aufs<br />

Wasser. Heute geht man beim Weltcup auf keine Party<br />

mehr.“ Wie hat sich die Windsurf-Szene verändert?<br />

Damals gab es beim Weltcup deutlich mehr Starter. Die<br />

vorderen Plätze hatten einen so extremen Materialvorteil, dass<br />

man sie gar nicht einholen konnte. Jetzt gibt es beim Material<br />

kaum noch Unterschiede. Aber damals wusste ich, dass ich nie<br />

Weltmeister werden würde. Deshalb habe ich mich lieber aufs<br />

Partyleben konzentriert (lacht). Das war echt wild. Heute ist es<br />

undenkbar, am Abend vor einem Wettbewerb feiern zu gehen.<br />

Man muss extrem fit sein, weil das Material viel anstrengender<br />

zu fahren ist. Alles ist viel größer. Früher war das größte Segel<br />

sechs Quadratmeter groß, heute neun Quadratmeter! Die<br />

Bretter sind größer, die Finnen länger. Wenn man nur ein<br />

bisschen unfit ist, hat man da nichts mehr unter Kontrolle.<br />

Praxiszeiten:<br />

Termine nach<br />

Vereinbarung<br />

info@dortje-lorenz.de<br />

08151 - 9592658<br />

WIR SIND AN IHRER SEESEITE!<br />

Welche Sportarten locken dich sonst noch aufs Wasser?<br />

2005 habe ich mit Kitesurfen angefangen. Auch ein toller<br />

und vor allem einfach zu lernender Sport. Jetzt gehe ich aber<br />

nur noch zum Windsurfen oder Windfoilen, ein super Erlebnis,<br />

wenn man das erste Mal auf seinen Foils übers Wasser fliegt. Die<br />

Entwicklung steht hier noch relativ am Anfang. Die Geschwindigkeit<br />

ist allerdings bei wenig Wind schon atemberaubend. Vor<br />

zwei Jahren habe ich noch dazu – nicht auf dem Wasser – das<br />

Surfskaten entdeckt. Richtung München gibt es einige tolle<br />

Bowls und Skateparks für Alt und Jung. Die Bewegungen sind<br />

ähnlich wie beim Surfen, Wellenreiten.<br />

Gibt es noch etwas, was du im Sport erreichen möchtest?<br />

Vor einiger Zeit habe ich mit dem GoPro-Filmen begonnen,<br />

einen eigenen YouTube-Kanal gelauncht und 2020 einen Teil<br />

des wichtigsten GoPro Awards, die Million Dollar Challenge,<br />

gewonnen. Das war für mich wie ein Ritterschlag. Ich versuche,<br />

mit jedem Video die Schönheit unseres Sports auszudrücken.<br />

Hierzu muss ich nicht auf Hawaii surfen, meine Ammersee-<br />

Dr. Eugen-Jean Wander<br />

& Kollegen<br />

·Implantate ohne Skalpell<br />

· Zahnersatz in einer Sitzung<br />

· Parodontologie<br />

· Wurzelkanalbehandlung<br />

mit Mikroskop<br />

· Hausbesuche<br />

Wer ein Gefühl dafür entwickeln möchte, wie schnell Andy Laufer auf dem Ammersee surft:<br />

Er filmt Fahrten mit einer GoPro-Kamera und lädt die Videos auf seinem YouTube-Kanal hoch<br />

Clips werden genauso geklickt wie meine Videos aus wärmeren<br />

Gefilden. Sportlich will ich dieses Jahr meinen Vizeweltmeistertitel<br />

auf Fuerteventura verteidigen, vielleicht geht ja noch mehr.<br />

Gegen Ende des Jahres will ich den Weltrekord in Lüderitz<br />

knacken. Mein Material ist perfekt abgestimmt, es fehlen nur<br />

noch die passende Böe am Start und ein bisschen Glück.<br />

Zahnarztpraxis Tutzing<br />

Greinwaldstr. 3<br />

82327 Tutzing<br />

Tel. 08158/ 92210<br />

Zahnarztpraxis Berg<br />

Perchastr. 5<br />

82335 Berg<br />

Tel. 08151/ 446960<br />

www.sta-dent.de<br />

68<br />

Anz_Wander_2021_Tre1.indd 1 20.04.21 18:23


SeeLeben<br />

SeeLeben<br />

Advertorial<br />

WIE SPRICHT<br />

MAN AUF<br />

DEM WASSER?<br />

Damit auch Landratten mitreden können: das kleine<br />

Abc für die Verständigung an Bord<br />

Regatta<br />

Eine Wettfahrt auf dem Wasser,<br />

zum Beispiel in den Sportarten<br />

Segeln, Rudern, Kanurennsport<br />

oder Windsurfen<br />

Stegsegler<br />

Segler, die am Steg stehen<br />

und alles besser wissen<br />

Slipanlage<br />

Abtakeln<br />

Das Entfernen von<br />

Masten, dem Tauwerk und<br />

allem Gut, das sich an<br />

Bord befindet<br />

Kaffeesegler<br />

Mit spöttischer Zunge werden<br />

so Segler und Seglerinnen<br />

genannt, die eher gemütlich<br />

unterwegs sind<br />

Der Begriff hat nichts mit<br />

Unterhosen zu tun! Es handelt<br />

sich um einen Wagen<br />

auf Schienen, der Schiffe ins<br />

Wasser befördert<br />

Takelage<br />

MARINA RESORT BERNRIED<br />

Regional verankert<br />

Bug<br />

Der vordere<br />

Teil eines Schiffes<br />

Ducht<br />

Die Sitzbank in einem<br />

offenen Boot<br />

Heck<br />

Der hintere<br />

Teil eines Schiffes<br />

Hafenkino<br />

Vom Hafen aus anderen<br />

Schiffen beim An- und<br />

Ablegen zuschauen<br />

Klampe<br />

Eine Vorrichtung mit zwei Hörnern,<br />

die am Schiffsdeck oder einem<br />

Mast befestigt ist. Man schlägt im<br />

Wechsel Leinen um sie, um etwas<br />

zu befestigen<br />

Liek<br />

Die verstärkte Kante eines Segels<br />

Marina<br />

Ein Hafen, in dem meist<br />

Segel- und Motoryachten liegen<br />

Pütz<br />

Ein Eimer mit einer Leine am<br />

Henkel, mit dem Wasser in das<br />

Boot hinein- oder aus dem Boot<br />

herausgeschöpft werden kann<br />

Alle Masten, das Tauwerk<br />

und das beförderte Gut<br />

zusammengenommen<br />

Vertäuen<br />

Ein Boot mit Seilen<br />

festbinden, zum Beispiel<br />

an einem Poller im Hafen<br />

Verklicker<br />

Ein Fähnchen an der<br />

Mastspitze, das anzeigt,<br />

aus welcher Richtung<br />

der Wind weht<br />

Dank an die Ammersee-<br />

Segelschule für ihre Mithilfe<br />

Illustrationen: Lia-Charleen Royla<br />

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so<br />

nah liegt? Für das Marina Resort am Starnberger<br />

See ist Regionalität nicht nur das Aufgreifen eines aktuellen<br />

Trends, sondern seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit.<br />

Die Geschichte des Hotels beginnt schon 1956:<br />

Dr. Lorenz Mayr, Agrarwissenschaftler und passionierter<br />

Landwirt, erwirbt das Hofgut Bernried samt der umliegenden<br />

Wiesen und Wälder. Seine Frau Maria eröffnet wenig später<br />

das „Strandcafé am See“. Es entwickelt sich schnell zu einem<br />

beliebten Ausflugsziel. Anfang der 70er-Jahre wird das<br />

Strandcafé durch das ganzjährig geöffnete Seerestaurant<br />

ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt wächst der Betrieb immer weiter.<br />

Noch heute beliefert das Hofgut Bernried das Restaurant mit<br />

seinen Erzeugnissen. Was für ein Glück es ist, mit Produkten<br />

aus der angegliederten Landwirtschaft und Jagd zu arbeiten,<br />

weiß Executive Chef Tobias Jochim. Dem „Farm to table“-<br />

Gedanken folgend, bereitet er mit seiner Küchenbrigade<br />

abwechslungsreiche, nachhaltige Gerichte daraus zu. Das<br />

Fleisch der Kälber wird für Wiener Schnitzel, Kalbsrahmgulasch<br />

und Steaks verwendet. Schussfrisches Wild wird vor<br />

Ort zerlegt, gereift und zu saisonalen Köstlichkeiten weiterverarbeitet.<br />

So stehen auch mal ein deftiges Wildgulasch oder<br />

Maibock-Rücken auf der Menükarte. Aber nicht nur das<br />

Fleisch, auch ausgewählte Käsespezialitäten kommen aus der<br />

eigenen Erzeugung und werden zum Frühstück oder zum<br />

wöchentlichen Sonntagsbrunch aufgetischt. „Wir können<br />

zum Thema Regionalität aus dem Vollen schöpfen und tun<br />

dies mit großer Freude“, fasst Jochim zusammen.<br />

Marina Bernried<br />

Am Yachthafen 1–15<br />

82347 Bernried am Starnberger See<br />

Tel. 08158 932-0<br />

info@marina-bernried.de<br />

www.marina-bernried.de<br />

70


SeeLeben<br />

SeeLeben<br />

Was wächst<br />

denn da?<br />

Die grünen Schilfgürtel am Ufer gehören<br />

zur malerischen Landschaft des Fünfseenlands<br />

– können aber so viel mehr, als hübsch auszuschauen!<br />

Die Biologin Dr. Andrea Gehrold<br />

arbeitet für den Landesbund für Vogelschutz, ist<br />

Gebietsbetreuerin für den Starnberger See und<br />

erklärt fünf wissenswerte Fakten über die oft<br />

unterschätzte Pflanze<br />

PROTOKOLL ALISSA SELGE<br />

FOTO ELINA GATHOF<br />

1<br />

Kinderstube<br />

Schilfgebiete sind die Kinderstube<br />

unserer Gewässer und ein wichtiger<br />

Teil des Fünfseenland-Ökosystems.<br />

Sie bieten zahlreichen Tierarten<br />

einen Lebensraum, sowohl über als<br />

auch unter Wasser. Da sich hier die<br />

meisten Wasserorganismen und<br />

Insektenlarven entwickeln, sind sie<br />

4<br />

aber auch ein bedeutsames Nahrungshabitat<br />

für Fische und Vögel.<br />

3<br />

Schnelles<br />

Wachstum Schilf gehört<br />

zur Familie der Süßgräser – und mag es nass: Es<br />

wächst an flachen Gewässerrändern, aber auch in feuchten Mooroder<br />

Sumpfgebieten. Es wird bis zu vier Meter hoch. Diese Leistung<br />

schafft die Pflanze in kürzester Zeit – drei Zentimeter am Tag. Von<br />

Juni bis September bilden sich die Blütenrispen. Schilf bildet jedes<br />

Jahr neue Halme. Die Rhizome, das sind die Schilfwurzeln, überwintern<br />

im Boden und treiben im Frühling wieder neu aus.<br />

2<br />

Lebensraum Schilfbewohner<br />

wollen nicht gesehen werden. Sie wählen<br />

die Schilfzonen, weil es hier viele Verstecke und<br />

wenige Störungen gibt. Es brüten nicht nur Enten,<br />

Gänse, Schwäne, Rallen und Taucher in den grünen<br />

Schilfwäldern, sondern auch sogenannte Röhrichtbrüter.<br />

Das sind kleine Singvögel wie die Rohrammer oder der<br />

Teichrohrsänger, die sich auf diesen Lebensraum spezialisiert<br />

haben. Frösche und Kröten laichen hier ebenfalls ab, während<br />

Libellen ihre Eier auf die Schwimmblattvegetation legen oder<br />

am Schilf selbst platzieren. Auch andere Insektenlarven, Wasserflöhe,<br />

Kleinkrebse und Jungmuscheln halten sich bevorzugt im<br />

Flachwasser am Schilfrand auf. Die Libellenlarven entwickeln<br />

sich dann übrigens im Wasser, wo sie teilweise mehrere Jahre<br />

leben – also viel länger als die „erwachsene“ Libelle, die wir im<br />

Sommer herumfliegen sehen.<br />

Rückgang<br />

Noch vor wenigen Jahrzehnten gab<br />

es im Fünfseenland weitaus mehr<br />

ausgedehnte Ufergebiete mit Schilf.<br />

Die genauen Gründe für den immer<br />

stärkeren Rückgang sind noch<br />

unklar. Man nimmt an, dass die<br />

Änderung des Nährstoffgehalts der<br />

Seen verantwortlich sein könnte. Da<br />

es mittlerweile eine Ringkanalisation<br />

gibt, sind die Seen viel sauberer<br />

und damit auch nährstoffärmer<br />

geworden. Schifffahrt und zunehmender<br />

Bootsbetrieb können sich<br />

ebenfalls negativ auswirken, da das<br />

Schilf Wellenschlag gar nicht mag.<br />

Unter Naturschutz Der Schilfschutz<br />

ist gesetzlich geregelt. Verstöße können sogar mit Bußgeldern belegt<br />

werden! Vom Land aus darf man nicht mitten durchs Schilf laufen, um ans<br />

Gewässer zu gelangen, und auf dem Wasser ist ein Abstand von mindestens<br />

100 Metern zu Schilfgebieten einzuhalten. Zum Schwimmen oder als<br />

Startpunkt für die Paddeltour wählt man deshalb am besten die öffent- 5lichen Badeplätze und Einstiegsstellen oder unbewachsene Uferbereiche.<br />

72<br />

73


SeeTipps<br />

Advertorial<br />

MEHR SEE<br />

(ER)LEBEN<br />

Ob im, auf oder neben dem Wasser: Möglichkeiten,<br />

das Fünfseenland zu erkunden,<br />

gibt es viele. Inspiration gefällig? Hier ein<br />

paar Ideen rund um den Ammersee<br />

SCHONDORF<br />

5a<br />

UTTING<br />

BREITBRUNN<br />

1 RUNDE SACHE<br />

Das Radom Raisting gilt als erste kommerziell betriebene<br />

Satelliten-Bodenstation in Deutschland. Ab 1965<br />

stellte die in einer strebenlosen, kugelförmigen Traglufthalle<br />

untergebrachte Antenne Kontakt zu Satelliten<br />

und so zu anderen Kontinenten her, was Telefonie und<br />

TV-Übertragungen ermöglichte. Die stillgelegte Anlage<br />

ist heute ein bedeutendes Denkmal und kann von außen<br />

besichtigt werden.<br />

OBERMÜHL-<br />

HAUSEN<br />

HERRSCHING<br />

www.radom-raisting.de<br />

2 MIT SCHWUNG<br />

Dank Pedelecs und E-Bikes sind längere Radtouren<br />

nicht mehr nur Sportler:innen vorbehalten.<br />

Rund um den Ammersee gibt es wunderschöne<br />

Strecken für einen Fahrradausflug – egal,<br />

ob mit oder ohne Elektroantrieb. Für welche<br />

Route Sie sich auch entscheiden, ein erfrischender<br />

Sundowner beim „Froschgartl“-Kiosk bei<br />

Aidenried ist der perfekte Ausklang dafür.<br />

4 ABENTEUER WALD<br />

Am südwestlichen Ortsrand von Dießen beginnt der<br />

Burgwald-Lehrpfad. Auf dem 2,5 Kilometer langen<br />

Rundweg, der an den Kalktuff-Terrassen und am<br />

Hangquellmoor vorbeiführt, gibt es vor allem für Kinder<br />

vieles zu entdecken. Die 14 Stationstafeln liefern<br />

spannende Infos zum Wald und zu seinen Bewohnern.<br />

www.ammersee-region.de<br />

3 WINDGETRIEBEN<br />

Bei Mitsegel-Angeboten, zum<br />

Beispiel einem After-Work-Törn,<br />

lassen sich der See und seine Umgebung<br />

vom Wasser aus erfahren.<br />

Wer selbst Hand anlegen möchte<br />

und schon Segelerfahrung hat,<br />

kann seine Fähigkeiten bei einem<br />

Skipper-Training auffrischen.<br />

www.segeln-ammersee.de<br />

3<br />

DENKLINGEN<br />

4, 5a, 5b<br />

DIESSEN<br />

RAISTING<br />

1<br />

ANDECHS<br />

PÄHL<br />

5 MIT GESCHMACK<br />

a Aus der wehmütigen Erinnerung an einen Urlaub<br />

in der Bretagne entstand im Lockdown die Idee, einen<br />

eigenen Apfelwein anzusetzen. Nun keltern Sina Setzer<br />

und Luis Lüps schon den zweiten Jahrgang ihres Cidres<br />

mit Äpfeln aus Uttinger Gärten. Ihren „Süper Brüt“<br />

kann man direkt unter Luis.Lueps@gmail.com bestellen<br />

und gelegentlich am Uttinger Wochenmarkt sowie<br />

in der Markthalle Dießen verkosten und kaufen.<br />

b Nach einem Pächterwechsel bringen Rena Glück<br />

und Fairuz Lewis neues Leben ins Blaue Haus in<br />

Dießen. Mit ihrer im März neu eröffneten „Ludwig<br />

Bar“ möchten die beiden einen Ort schaffen, an<br />

dem sich ihre Gäste eine Pause vom Alltag nehmen<br />

können. Neben kreativen Cocktails gibt es Sharing-<br />

Teller mit Kleinigkeiten zum Teilen und wechselnde<br />

Mittagsangebote.<br />

2<br />

Text: Amelie Pfeiffer; Illustrationen: Lia-Charleen Royla<br />

AMMERSEEHOTEL<br />

Schöne Aussichten<br />

Nicht weit vom pulsierenden Münchner Stadtleben<br />

gibt es einen Ort, an dem es leichtfällt, sich<br />

zurückzulehnen und mit allen Sinnen anzukommen. Ob bei<br />

einem ausgiebigen Frühstück, beim Relaxen im Spa oder<br />

beim Sundowner nach einem erlebnisreichen Tag: Im stilvoll<br />

eingerichteten AmmerseeHotel fühlt man sich rundum wohl.<br />

Das eigentümergeführte Haus liegt idyllisch am Ostufer des<br />

Ammersees, direkt an der längsten Uferpromenade Deutschlands<br />

– hier beginnt das Fünfseenland gleich vor der Haustür!<br />

Ein privater Badesteg führt vor der Terrasse in den See und<br />

bietet nicht nur einen schönen Anblick, sondern Hotelgästen<br />

außerdem einen besonderen Platz am Wasser. Auch kulinarisch<br />

bleiben keine Wünsche offen. Das Team des Hotelrestaurants<br />

STEG 32 verwöhnt Feinschmecker mit regionalen<br />

und mediterranen Schmankerln aus saisonalen und marktfrischen<br />

Zutaten. In der Lounge am See kann man seinen<br />

Drink bequem unter freiem Himmel genießen. Die Sitzgelegenheiten<br />

dort sind sogar im Winter beliebt – dann nämlich<br />

verwandelt sich der Außenbereich mit glitzernden Lichtern<br />

und Feuerstellen in ein kleines Winterwonderland. Ausklingen<br />

lässt man den Tag in der Tom Dixon Weinlounge. Ausgesuchte<br />

Weine werden auch bei den „Wine & Dine“-Events präsentiert<br />

– vom Winzer persönlich, begleitend zu einem<br />

korrespondierenden Menü. Zur Ruhe kommt man schließlich<br />

in einem der 40 individuell und großzügig ausgestatteten<br />

Zimmer. Wer sich einmal in den kuscheligen Kissen und<br />

Decken niedergelassen hat, möchte gar nicht mehr aufstehen<br />

– außer für den Seeblick am nächsten Tag natürlich, denn der<br />

ist einfach einmalig!<br />

AmmerseeHotel<br />

Restaurant . Lounge . Spa<br />

Summerstrasse 32<br />

82211 Herrsching am Ammersee<br />

Tel. 08152 968 70<br />

info@ammersee-hotel.de<br />

www.ammersee-hotel.de<br />

74


SeeMensch<br />

SeeMensch<br />

Nahe am Äquator, von Ost nach<br />

West, verläuft die klassische<br />

Barfußroute, auf der früher die<br />

Handelsschiffe verkehrten.<br />

Die warmen Passatwinde nutzt der<br />

Schondorfer Paul Piendl für<br />

seine Weltumsegelung durch<br />

(sub)tropische Gewässer<br />

INTERVIEW<br />

FOTOS<br />

MARTIN ARNOLD<br />

PAUL PIENDL<br />

Einmal<br />

um die<br />

ganze<br />

Welt<br />

Wer wissen möchte, wo Paul Piendl<br />

momentan segelt, kann ihn live<br />

auf seinem Blog (sv-wasa.de/route) verfolgen. Einige Tage<br />

nach unserem Gespräch zeigt der kleine Standort-Pfeil die<br />

Inselgruppe Marquesas Islands im Pazifik. Beim Herauszoomen<br />

aus der Karte: Blau, und noch mehr Blau. Nur Meer,<br />

sonst nichts. Auf diesem riesigen Ozean ist der 23-jährige<br />

Bootsbauer vom Ammersee mit der Wasa unterwegs, seinem<br />

über 40 Jahre alten, selbst ausgebauten Segelboot. Sein<br />

Ziel: eine Weltumsegelung. Die Dauer: unwichtig. Geschätzt<br />

wird er dafür dreieinhalb Jahre brauchen.<br />

Wie kamst du auf die Idee, eine Weltumsegelung zu machen?<br />

Ich bin am Ammersee aufgewachsen und habe relativ<br />

früh mit dem Segeln angefangen. In der 5. oder 6. Klasse<br />

habe ich ein Buch von meinem Uropa bekommen. Darin<br />

segelt Rollo Gebhard um die Welt. Das hat meinen Wunsch<br />

nach einer Weltumsegelung ausgelöst.<br />

Wie plant man so eine Reise? Wie bereitet man sich vor?<br />

Zunächst sollte man sich überlegen, was man für ein<br />

Boot haben möchte. Man lebt ja einige Zeit darauf.<br />

Deshalb sollte man sich auf ihm wohlfühlen. Zudem ist es<br />

eine Kostenfrage. Ansonsten habe ich viel gelesen, Filme<br />

zum Thema geschaut und mir Infos über YouTube-Videos<br />

geholt. So konnte ich das nötige Wissen aufsaugen.<br />

Wie finanzierst du deine Reise?<br />

Die Reise ist kostspieliger, als ich anfangs gedacht habe<br />

(lacht). Das Boot an und für sich war relativ günstig. Dafür<br />

sind die Instandhaltungskosten sehr hoch. Nachdem ich<br />

mein Boot hatte, hatte ich noch über ein Jahr Zeit bis zum<br />

Start meiner Reise. Da habe ich viel gespart, auf dem<br />

Oktoberfest und in einem Restaurant gearbeitet und andere<br />

kleine Boote hergerichtet und anschließend verkauft. Seit<br />

ich losgefahren bin, lebe ich von Spenden, die ich über<br />

meine Website bekomme, und Jobs, die ich in den Häfen<br />

finde. Die Reise kostet etwa 1000 Euro pro Monat, mehr als<br />

die Hälfte davon geht in die Instandhaltung des Bootes.<br />

Dauernd geht etwas kaputt oder muss ausgetauscht werden.<br />

Und Bootsteile sind nicht billig.<br />

Wie haben deine Eltern und Freunde auf die Weltumsegelung<br />

reagiert?<br />

Ich habe immer darüber gesprochen, dass das mein<br />

Traum ist. Als er sich mit dem Bootskauf gefestigt hat,<br />

waren viele trotzdem zunächst überrascht, reagierten<br />

dann aber begeistert. Die wenigsten haben gefragt, ob das<br />

nicht zu gefährlich sei. Ich glaube, meine Eltern hatten<br />

am meisten Angst um mich. Aber sie haben mich von<br />

Anfang an unterstützt. Eigentlich stand jeder hinter mir.<br />

Wie oft hast du Kontakt mit ihnen?<br />

Auf See haben wir sporadisch Kontakt über Satelliten-<br />

SMS. Mein Vater schickt mir Wetterinfos, und ich schreibe,<br />

dass es mir gut geht. An Land gibt es meist gut ausgebautes<br />

Internet. So kann ich über WhatsApp zu Hause anrufen. Mit<br />

»Durch meine Ausbildung<br />

zum Bootsbauer<br />

habe ich gelernt, wie man<br />

Sachen anpackt«<br />

Paul Piendl<br />

meinen Eltern spreche ich circa einmal die Woche, sie<br />

haben mich auf Curaçao auch schon besucht. Auch Freunde<br />

kommen und segeln einige Wochen mit mir gemeinsam.<br />

Wo hat es dir bislang besonders gut gefallen?<br />

Bei Bonaire vor Venezuela habe ich tauchen gelernt<br />

und fand die Unterwasserwelt grandios. Von der Landseite<br />

hat mir bisher Panama am besten gefallen: Die<br />

San-Blas-Inseln sind mit den weißen Stränden und dem<br />

Dschungel im Landesinneren sehr abwechslungsreich.<br />

Du bist in Schondorf am Ammersee aufgewachsen, segelst<br />

schon seit deiner Kindheit und hast eine Ausbildung zum<br />

Bootsbauer gemacht. Was bedeuten dir Wasser und Segeln?<br />

Für mich steht Segeln in erster Linie für Freiheit. Ich<br />

finde es aber auch wahnsinnig toll, wenn man mit dem Boot<br />

ablegt, den Motor ausmacht und die Segel oben hat. Diese<br />

Stille ist wunderbar. Ehrlicherweise ist das Segeln auf dem<br />

Meer nicht so ruhig wegen des Windes und der Wellen<br />

(lacht). Abends bei Sonnenuntergang mache ich mir auf See<br />

gerne Musik in die Ohren und gucke eine halbe Stunde nur<br />

auf den leeren Horizont und denke nach. Das ist ein<br />

besonderes Gefühl, wenn man weiß, dass um einen rum<br />

nichts und niemand ist.<br />

Wie kamst du zu deiner Ausbildung zum Bootsbauer?<br />

Das war spontan. Studium kam erst mal nicht für mich<br />

infrage. Eines Tages hat ein Freund von meinem Vater den<br />

Beruf des Bootsbauers in den Raum geworfen. Ich hatte das<br />

zuvor gar nicht auf dem Schirm. Er kannte einen Bootsbauer<br />

in Raisting und schlug mir vor, mir das doch mal anzuschauen.<br />

Bald darauf habe ich dort ein Praktikum gemacht und<br />

mich für eine Lehre beworben. Das hat mir sehr viel Spaß<br />

gemacht. Die Arbeit an Booten ist echt schön und faszinierend.<br />

Wenn ich zurück bin, möchte ich aber noch studieren.<br />

Wie hast du dich seit deiner Abfahrt verändert?<br />

Ich bin viel gelassener geworden. Am Anfang wollte ich<br />

immer schnell mit den Reparaturen fertig werden, jetzt denke<br />

ich mir, dass man auch mal später anfangen kann. Außerdem<br />

habe ich gelernt, auch mit weniger zufrieden und<br />

bescheidener zu sein. Ist vielleicht ein blödes Beispiel, aber es<br />

müssen nicht immer alle T-Shirts frisch sein (lacht).<br />

76<br />

77


SeeGenuss<br />

SCHON<br />

MAL VOM<br />

WASSER<br />

DES LEBENS<br />

GEKOSTET?<br />

stammt – der alten keltischen Sprache, die teilweise bis<br />

heute in Schottland und Irland gesprochen wird. Das<br />

saubere und qualitativ hochwertige Wasser aus dem Fünfseenland<br />

ist entsprechend auch ein wichtiger Bestandteil<br />

des Widdersberger Whiskys. „Das Wasser kommt aus dem<br />

Einzugsgebiet der Endmoräne und der Seen. Es ist absolut<br />

sauber, sehr gutes Wasser“, sagt März. Dass es nicht besonders<br />

weich ist, ist dabei kein Nachteil. „Je härter das Wasser<br />

ist, umso mehr Kristalle sind drin. Und die sind nichts anderes<br />

als Geschmacksträger“, erklärt der Brennmeister.<br />

Die Idee, eigenen<br />

Whisky zu brennen,<br />

entstand nach einem<br />

Ausflug in die schottischen<br />

Highlands<br />

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Noch nie war Radfahren so angenehm, einfach und<br />

unkompliziert sicher.<br />

Wer Achim März in seiner Whisky-<br />

Distillery in Widdersberg in der<br />

Nähe des Ammersees besucht, wird vom Blöken der Schafe<br />

begrüßt. Eine kleine Herde lebt im Stall neben der Brennerei,<br />

gerade erst wurden Lämmer geboren. Rundherum<br />

blickt man auf grüne Felder und Obstbäume, etwas weiter<br />

entfernt sind Wälder und die Spitzen der Berge zu sehen.<br />

Von der Brennanlage im Innenraum fällt der Blick durch<br />

das Fenster auf den Kirchturm des Klosters Andechs. Die<br />

HeiligenBergFeld Distillery, benannt nach der Flurgemarkung<br />

Heiligenbergfeld, ist zweifellos ein schöner und entspannender<br />

Ort. Die Zeit scheint hier ein bisschen langsamer<br />

zu vergehen. Und das trifft sich gut, denn es braucht<br />

vor allem Zeit und Geduld, um einen guten Whisky herzustellen.<br />

Mindestens drei Jahre und einen Tag liegt der ausschließlich<br />

in Handarbeit hergestellte „HeiligenBergFeld“<br />

in den Fässern, bevor der Bavarian Single Malt Whisky in<br />

Flaschen abgefüllt, verkauft und getrunken werden kann.<br />

Tatsächlich sind es auch die Fässer, denen bei der Produktion<br />

eine entscheidende Bedeutung zukommt. „80 Prozent<br />

Man muss für einen guten Whisky nicht<br />

nach Schottland oder Irland schielen:<br />

Achim März hat in Widdersberg eine<br />

Distillery aufgebaut, die Liebhaber aus<br />

ganz Deutschland anzieht<br />

TEXT CHRISTIAN STÜWE<br />

FOTOS NILA THIEL<br />

des Geschmacks eines Whiskys kommt vom Fass“, erklärt<br />

Achim März: „Dabei vertraue ich auf die alte schottische<br />

Philosophie. Wir kaufen gebrauchte Sherry-, Portwein-,<br />

Marsala- und Madeirafässer. Fässer, in denen schon lange<br />

etwas drin war und in denen entsprechend viel Geschmack<br />

steckt.“ Mit 63,5 Prozent Alkohol wird der HeiligenBerg-<br />

Feld-Whisky in die Fässer gefüllt, der Alkohol zieht während<br />

der Reifezeit die Geschmacksnoten aus dem Holz.<br />

März verwendet jedes Fass nur einmal, um das optimale<br />

Ergebnis zu erzielen. Während der Reifung erhält der Whisky<br />

seine Bernsteinfarbe und den besonderen Geschmack.<br />

Das Ergebnis unterscheidet sich von Fass zu Fass. Der Whisky,<br />

den März zum Probieren reicht, hat einen Alkoholgehalt<br />

von 57,4 Prozent. Er ist vollmundig, schmeckt nussig und<br />

nach schwarzen Beeren.<br />

Bayerisches Gerstenmalz, Hefe und Wasser sind die<br />

Bestandteile des HeiligenBergFeld-Whiskys. Auf weitere<br />

Zusatzstoffe, beispielsweise um den Whisky zu färben, verzichtet<br />

März bei seinem „Wasser des Lebens“. Denn nichts<br />

anderes bedeutet das Wort Whisky, das aus dem Gälischen<br />

Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

Ursprünglich arbeitete der 45-jährige Familienvater als<br />

Bankkaufmann, mittlerweile ist seine Distillery für ihn ein<br />

Vollzeitjob. „Hier sieht man, was hinten dabei rauskommt.<br />

Man hat etwas geschaffen, nicht bloß Zahlen“, erzählt März.<br />

Mit seiner Frau Nikola wagte März 2006 den Neuanfang,<br />

sie kauften den „Ignazhof“ in Widdersberg und bewirteten<br />

in dem alten Bauernhof Gäste. Für die eigene Gastronomie<br />

begann er, Schnaps zu brennen, unterstützt von seinem<br />

Bruder Jürgen, einem studierten Braumeister. Um die<br />

Spirituosen herstellen zu dürfen, erwarb März 2008 eine<br />

sogenannte Abfindungsbrennerei, bei der der Herstellungsprozess<br />

nicht unter zollamtlichem Verschluss steht. Sie<br />

ermöglichte es ihm, bis zu 300 Liter reinen Alkohol im Jahr<br />

herzustellen. Seine Liebe zu edlen Whiskys entdeckte März<br />

dann vor zehn Jahren. Die Idee, selbst Whisky zu brennen,<br />

entstand nach einem Herrenausflug in die schottischen<br />

Highlands im Jahr 2017. Im Februar 2018 wurde der erste<br />

HeiligenBergFeld-Whisky in zwei Fässern eingelagert.<br />

Anfang 2020 sorgte dann allerdings die Corona-Pandemie<br />

für einen Bruch im Leben der Familie März. Die Zeiten<br />

wurden schwer für Gastronomen. „Alles wurde abgesagt. Es<br />

kam keine Nachfrage mehr. Wie soll man das überstehen?“,<br />

fragt Achim März rückblickend. Er reagierte schnell, das<br />

Restaurant wurde dauerhaft geschlossen. Auf dem Ignazhof<br />

entstanden stattdessen Mietwohnungen. Gleichzeitig<br />

fuhr er die Whisky-Produktion hoch. Dafür erwarb er eine<br />

sogenannte Verschlussbrennerei. Diese Anlage ist mit einer<br />

verplombten Uhr versehen, die die Menge des produzierten<br />

Alkohols anzeigt und mit deren Hilfe die Branntweinsteuer<br />

berechnet wird. Die Inbetriebnahme dieser Anlage war<br />

mitten in der Pandemie allerdings ein kleines Abenteuer.<br />

Denn es gibt in ganz Deutschland nur sehr wenige Zollbeamte,<br />

die auf solche Verschlussbrennereien spezialisiert<br />

sind. Obwohl im Lockdown des Dezembers 2020 Reisen<br />

und Übernachtungen schwierig waren, brachte März<br />

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SeeGenuss<br />

die Beamten schließlich in Widdersberg unter und versorgte<br />

sie höchstpersönlich mit Pizza. Die Abnahme wenige Tage<br />

vor Weihnachten 2020 klappte problemlos. Nun darf Achim<br />

März theoretisch so viel Whisky produzieren, wie er möchte.<br />

Die Whisky-Distillery vom Heiligenbergfeld soll aber<br />

auf jeden Fall eine Manufaktur bleiben. Im Brennvorgang<br />

ist nichts automatisiert, alles wird schonend und mit Ruhe<br />

gemacht, von der Würze bis zur Abfüllung. Selbst die Etiketten<br />

auf den Flaschen werden von Hand beschriftet und aufgeklebt,<br />

wobei März von seiner Frau, seinem Sohn und seiner<br />

Tochter unterstützt wird. Bei Whisky-Liebhaberinnen<br />

und -Liebhabern kommt ein mit so viel Handwerkskunst<br />

erstelltes Produkt sehr gut an. Die 405 Flaschen aus dem<br />

ersten Fass wurden sehr schnell verkauft, die 99 aus dem<br />

zweiten, kleineren Fass waren innerhalb von vier Tagen vergriffen.<br />

Die Fässer drei und vier folgten im Frühjahr <strong>2022</strong>.<br />

Ausgezeichnet wurde der HeiligenBergFeld auch: Bei der<br />

Swiss Spirits Review auf dem Whisky-Schiff in Luzern gewannen<br />

zwei der Abfüllungen Gold. Aktuell wird der HeiligenBergFeld<br />

Bavarian Single Malt in drei Whisky-Fachgeschäften<br />

verkauft, im „Whisky for Life“ in Frankfurt, im<br />

„Smoke & Whisky“ in Starnberg und im „The Dram Shop“ in<br />

Garmisch-Partenkirchen. Wenn in den nächsten Jahren<br />

die Jahrgänge reif sind, die in der Verschlussbrennerei gebrannt<br />

wurden, und es größere Flaschenzahlen des HeiligenBergFeld-Whiskys<br />

gibt, wird vielleicht noch das eine<br />

oder andere Fachgeschäft dazukommen. Aber eines steht<br />

für Achim März fest: Sein Whisky soll ein Liebhaberprodukt<br />

bleiben und nicht irgendwann im großen Stil über den<br />

Einzelhandel vertrieben werden. Alles andere würde auch<br />

nicht zu der schönen kleinen Whisky-Distillery am Heiligenbergfeld<br />

passen, in der die Zeit ein wenig langsamer zu<br />

vergehen scheint.<br />

Über die Kunst der<br />

Whisky-Verkostung<br />

Wie trinkt man einen Whisky?<br />

Zunächst sollte man daran riechen und den Whisky dabei<br />

schwenken. „Wenn man den Whisky eingeschenkt hat, sollte<br />

man ihn erst mal stehen lassen. Damit er atmen kann, damit<br />

sich der Geschmack entfalten kann. Den Unterschied merkt<br />

man auf jeden Fall“, sagt Achim März.<br />

Welches Glas eignet sich für Whisky?<br />

Oft werden Whiskys in Tumblern serviert, also in breiten,<br />

runden Gläsern mit dickem Boden. Zum Verkosten von<br />

Single Malt Whiskys ist aber ein Nosing-Glas viel besser<br />

geeignet. In den tulpenförmigen Gläsern entfaltet sich das<br />

Aroma deutlich besser, der Geruch des Whiskys kann intensiver<br />

wahrgenommen werden.<br />

Welche Temperatur sollte ein Whisky haben?<br />

Idealerweise wird ein Whisky ungefähr bei Raumtemperatur<br />

getrunken. Denn das Aroma entfaltet sich erst bei<br />

wärmeren Temperaturen. „Wenn ich einen eiskalten Whisky<br />

trinken würde, könnte ich überhaupt nicht mehr rausschmecken,<br />

was das für einer war“, sagt März.<br />

Kulinarische Vielfalt<br />

Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg<br />

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg beherbergt<br />

mit dem Gourmetrestaurant Aubergine das<br />

einzige Sternerestaurant am Starnberger See<br />

und Umgebung. Seit 2014 durchgehend mit<br />

einem Michelin-Stern prämiert, inszenieren<br />

Küchenchef Maximilian Moser und sein Team alle<br />

vier bis sechs Wochen neue Menüs für die Gäste.<br />

Je nach Saison steht eine besondere Zutat<br />

im Zentrum der Kreationen. Das Küchenteam<br />

verwandelt neben dem „Helden“ auf dem Teller<br />

ausgewählte wilde Kräuter, Gemüse und Blumen<br />

in aromatische Beilagen und duftende Desserts.<br />

Die Inspiration für die neuen Gerichte ist vielseitig<br />

und häufig regional. Im Frühling sorgt frisch<br />

gestochener Spargel, im Herbst das kräftige Aroma<br />

handverlesener Pfifferlinge für einen Geistesblitz.<br />

Ein ganzjähriger Favorit von Maximilian Moser: der<br />

frisch gefangene Fisch aus dem Starnberger See.<br />

Leckere Klassiker und moderne Drinks<br />

Späte Abende lassen sich perfekt in den schweren<br />

Ledersesseln der Hemingway Bar ausklingen. Dort<br />

verwöhnen moderne Drinks, Cocktail-Klassiker und<br />

delikates Bar-Food die Gäste. Die Hemingway Bar<br />

beherbergt außerdem eine erstklassig sortierte Bar mit<br />

der größten Rumsammlung im süddeutschen Raum!<br />

Highlight im Juli: Food-Festival <strong>2022</strong><br />

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg verwandelt<br />

sich am 30. Juli <strong>2022</strong> ab 17 Uhr in einen<br />

kulinarischen Genussmarkt. Gäste schlemmen<br />

sich durch verschiedene Farben, Formen, Texturen<br />

und Zubereitungsarten erstklassiger Speisen.<br />

Mehr Informationen gibt es auf Instagram:<br />

@hotelvierjahreszeitenstarnberg und unter dem<br />

Hashtag #genussfeiern<br />

In Handarbeit<br />

hergestellter,<br />

ausgezeichneter<br />

Whisky: Der<br />

HeiligenBergFeld<br />

gewann bei der<br />

Swiss Spirits<br />

Review auf dem<br />

Whisky-Schiff in<br />

Luzern mit zwei<br />

Abfüllungen die<br />

Goldmedaille<br />

80<br />

Darf Whisky nur pur getrunken werden?<br />

Ein paar Tropfen Wasser dürfen je nach Geschmack<br />

mit der Pipette hinzugefügt werden. Eiswürfel oder gar Cola<br />

gehören aber keinesfalls in einen hochwertigen Whisky.<br />

Wie sollte Whisky aufbewahrt werden?<br />

Eine angebrochene Flasche sollte zeitnah leer getrunken<br />

werden. In einer halb leeren Flasche reagiert der Whisky mit<br />

dem Sauerstoff, was den Geschmack verändert. „Wichtig ist<br />

auch, die Flaschen nicht im Sonnenlicht zu lagern“, sagt<br />

März. Da UV-Strahlung den Whisky ebenfalls verändert, ist<br />

er am besten in der Verpackungsröhre aufgehoben, in der er<br />

ausgeliefert wird.<br />

Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

Für alle Fans der klassisch-bodenständigen<br />

Küche bietet das Hotel ein stilvolles Ambiente<br />

im Restaurant Oliv’s, wo nicht nur regionale und<br />

saisonale Leckereien warten. Neu im Programm<br />

ist das Sunday’s Best, das jeden ersten Sonntag<br />

im Monat sowie an Feiertagen zum Lunch lädt.<br />

Hier genießen Gäste vielfältige Vorspeisen, teils live<br />

zubereitete Hauptgerichte und leckere Desserts.<br />

HOTEL VIER JAHRESZEITEN STARNBERG<br />

Münchner Straße 17<br />

82319 Starnberg<br />

Phone: +49 (0)8151/4470-0<br />

info@vier-jahreszeiten-starnberg.de<br />

MEET<br />

CULINARY<br />

ENJOY<br />

ELEGANT


SeeGenuss<br />

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Dekorateurin und der<br />

gelernte Metallbauer<br />

etwas komplett Neues<br />

gewagt. Heute genießen<br />

sie die besondere Atmosphäre<br />

auf den Marktplätzen<br />

der Region – wo und<br />

wann genau, steht unter<br />

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landen: Ein Marktbesuch tut Körper<br />

und Seele einfach gut. Was das<br />

Marktleben für die Verkäufer<br />

bedeutet, hat Aylin Zietsch für<br />

uns in Worte gefasst<br />

PROTOKOLL MARLENE IRAUSEK<br />

FOTOS FEINKOST ZIETSCH<br />

»<br />

Das Arbeiten auf dem Wochenmarkt<br />

hat ein ganz eigenes<br />

Flair. Grundsätzlich ist es um einiges entschleunigter<br />

als andere Arbeitsplätze – das weiß ich, weil ich ja<br />

früher etwas völlig anderes gemacht habe. Man lernt<br />

seine Marktkollegen schnell kennen und tauscht sich<br />

gerne aus. Egal, ob mal ein Stromkabel fehlt, die Kasse<br />

spinnt oder man Wechselgeld benötigt: Wir helfen<br />

uns gegenseitig und kaufen auch beieinander ein.<br />

Jeder von uns Verkäufern versucht, so regelmäßig<br />

wie möglich anwesend zu sein, man möchte ja sein<br />

Geld verdienen und dem Kunden ein routiniertes<br />

Einkaufen ermöglichen. Eine fixe Uhrzeit, zu der<br />

man da sein muss, gibt es nicht. Manche machen<br />

bereits vor der offiziellen Startzeit die Klappe auf, andere<br />

kommen später. Das hängt davon ab, wie lange<br />

man braucht, um seinen Stand aufzubauen. Gerade<br />

Obst- und Gemüsestände müssen sehr viel Zeit für<br />

ihre Ware einplanen, sie sind meistens ein bis zwei<br />

Stunden vor den anderen da. Vor allem hier haben<br />

viele Kunden das Bedürfnis, unter den Ersten zu<br />

sein, damit sie die frischeste Ware ergattern. Manche<br />

Verkäufer haben mehrere Wagen oder Zelte auf<br />

«<br />

verschiedenen Märkten, manche sind klassische<br />

Händler mit unterschiedlichen Lieferanten. Manche<br />

haben einen eigenen Hof, eine Bäckerei oder Gärtnerei,<br />

von wo die Ware stammt. Die einen stellen<br />

ihre Produkte selbst her, die anderen lassen sich die<br />

Leckereien machen.<br />

Fotos: Stocksy/Vertikala, IStock/subjug, Istock/loops7, Privat; Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

Starnberg<br />

Wann: jeden Donnerstag und Samstag von 8 bis 13 Uhr<br />

Wo: am Kirchplatz in Starnberg<br />

Was: Neben Bio-Backwaren, Obst, Gemüse, Eiern und Geflügel direkt vom Bauernhof werden<br />

frischer Fisch, Fleisch und Wurstwaren aus Direkterzeugung angeboten. Außerdem<br />

gibt es Käse und Sennerbutter, Geräuchertes und Speck, selbst gemachte Salate, Aufstriche,<br />

Pestos, Säfte, Honig vom Imker – und immer etwas Neues zu entdecken.<br />

Besonderheit: Der Markt vor der Kirche ist bekannt, seit 1977 wird hier Gutes aus der<br />

Region geboten. Ob nur für einen schnellen Espresso oder den gesamten Wocheneinkauf,<br />

hier treffen sich Alt und Jung, Gäste und Einheimische.<br />

82<br />

83


SeeGenuss<br />

REGIOLUZZER<br />

Advertorial<br />

»Die Kunden schätzen das persönliche Verhältnis bei<br />

uns. Sie mögen, wenn sie etwas probieren können,<br />

und freuen sich über die kleinen, persönlichen Gespräche.<br />

Es werden Rezepte und Erfahrungsberichte<br />

ausgetauscht, man weiß, wann der Ehemann krank<br />

daheim ist, was jemand beruflich oder in seiner Freizeit<br />

macht. Man bekommt mit, wenn Kinder geboren<br />

werden und heranwachsen. Es ist schön, wenn man<br />

merkt, dass man Menschen mit seiner Ware eine<br />

Freude macht. Manche Kunden sind richtige Fans<br />

und geben gerne Feedback. Ich, die ich meine Aufstriche<br />

selber mache, möchte unbedingt, dass es<br />

schmeckt. Ich denke, so geht es den meisten Marktkollegen.<br />

Das Wetter ist natürlich auch ein großes<br />

Thema. Alle Jahreszeiten haben Vor- und Nachteile.<br />

Im Winter kann es morgens so eisig auf den Straßen<br />

sein, dass die An- oder Abreise schwierig wird. Andererseits<br />

ist es sehr gemütlich, wenn man sich – mit<br />

einem Tee in der Hand – in seinem Wagen einheizt<br />

und das Geschehen beobachtet. Im Sommer muss<br />

man darauf achten, dass die Ware ordentlich gekühlt<br />

wird. Im Frühling, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen<br />

den Marktplatz erhellen und die ersten<br />

Schmetterlinge und Hummeln den Stand besuchen,<br />

sind alle gut drauf: Kunden und Verkäufer.<br />

Inning<br />

Wann: jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr<br />

Wo: Münchner Str. 2 in Inning am Ammersee<br />

Was: Wer Lust auf selbst hergestellte Aufstriche, Antipasti,<br />

frische Pasta, Räucherfisch, Bergbauernkäse, Eier, Eierlikör,<br />

frisches Olivenöl, Weine, Pestos hat, wird hier fündig.<br />

Besonderheit: Klein und individuell ist dieser<br />

Wochenmarkt mit einem bunten und hochwertigen<br />

Angebot. Im Verkaufsmobil von „Tante Resi“ kann man<br />

Bio-Lebensmittel, Kaffee und Alltagsprodukte in mitgebrachte<br />

Beutel, Dosen und Gläser füllen lassen.<br />

Die Frische -Kurierin<br />

Essen und gute Zutaten waren im Leben von Elen<br />

Gulde schon immer von Bedeutung. Die Agraringenieurin<br />

stammt aus einer bretonischen Bauernfamilie und<br />

arbeitete lange als Marketing-Expertin in der Lebensmittelbranche.<br />

„Im Laufe der Jahre habe ich viel gelernt. Je länger<br />

die Produktions- und Logistikprozesse dauern, desto niedriger<br />

wird die Qualität eines Produktes. Ich war schon immer<br />

der Meinung, dass man Produkte jedem so frisch wie möglich<br />

zugänglich machen sollte“, erzählt die 40-Jährige, die heute<br />

mit ihrer Familie in Hechendorf am Pilsensee lebt. Während<br />

der Elternzeit entdeckte sie die vielen Höfe, Hofmetzgereien<br />

und Produzenten in der Umgebung: „Zurück in der Arbeit,<br />

hatte ich nicht mehr so oft die Möglichkeit, es pünktlich zum<br />

Metzger zu schaffen. Oder zum Bauernhof zu fahren, um<br />

Gemüse zu kaufen. So schade, dass auch keiner liefert.“ Sie<br />

nimmt die Sache also selbst in die Hand. Zusammen mit<br />

einer Kollegin schreibt sie Produzenten an und stellt ihr Konzept<br />

vor. „Die meisten waren sofort dabei und haben uns<br />

unterstützt, zum Start ein gutes Sortiment zu haben“, freut<br />

sich die Gründerin des regionalen Online-Ladens. „Wir stellen<br />

die Lebensmittel vom Bio-Bäcker, vom Bio-Hof oder vom<br />

Metzger für unsere Kunden in einer Pfandkiste und Kühltasche<br />

zusammen und liefern direkt nach Hause oder ins Büro.<br />

Auch aus ökologischer Sicht ist das sinnvoll, weil wir optimierte<br />

Routen bevorzugen“, erklärt Gulde. Mit ihrem Team<br />

liefert sie im Fünfseenland und bis nach München. Und das<br />

zu fairen Preisen für Produzenten und Kunden.<br />

Regioluzzer<br />

Talhofstraße 24 b<br />

82205 Gilching<br />

Tel. 0151 16 56 78 17<br />

elen.gulde@regioluzzer.de<br />

www.regioluzzer.de<br />

Schondorf<br />

ADV_Regioluzzer_SeeMag_<strong>2022</strong>.indd 1 03.05.22 14:25<br />

Wann: jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr<br />

Wo: Bahnhofstraße 45 in Schondorf am Ammersee<br />

Was: Ein Sortiment an Blumen, Bio-Gemüse und<br />

Bio-Obst, Joghurt, Milch, Sahne, Käse, frischen Forellen<br />

und geräucherten Fischen, Eiern, Ölen, Honig, Bio-Tofu,<br />

Oliven, Antipasti, Nudeln, französischer Salami, Pasteten,<br />

Wein und veganen Kuchen macht die Besucher glücklich.<br />

Besonderheit: ein schöner, klassischer Wochenmarkt<br />

in überschaubarer Größe mit wunderbarer Ware und<br />

fröhlichem Ambiente.<br />

Herrsching<br />

Zweimal pro Woche öffnet<br />

der Markt in Starnberg.<br />

Donnerstagvormittag<br />

trifft man auch Aylin<br />

und Benny Zietsch an,<br />

die hier ihre mit viel Liebe<br />

zubereiteten Köstlichkeiten<br />

anbieten<br />

Wann: jeden Samstag von 8 bis 12.30 Uhr<br />

Wo: auf dem Parkplatz vor der Volks- und<br />

Raiffeisenbank am Bahnhofsplatz in Herrsching<br />

Was: Fisch, Fleisch, aromatische Kräuter, Obst<br />

und Gemüse, Milchprodukte – auch hier<br />

bekommen Marktgänger Nahrungsmittel und<br />

Spezialitäten in bester Qualität.<br />

Besonderheit: der Markt für die Ostseite des<br />

Sees – klein und fein. Wöchentlich kann man<br />

hier Frisches aus der Region in seine Körbe packen<br />

und Neuigkeiten erfragen.<br />

Fotos: Privat; Illustrationen: Lia-Charleen Royla<br />

GmbH GmbH<br />

GmbH GmbH<br />

84


SeeGenuss<br />

SeeLeben<br />

Mit der Philosophie von<br />

Pharmos Natur betrat<br />

Margot Esser-Greineder<br />

vor 36 Jahren Neuland.<br />

Heute ist das „Green<br />

Luxury“-Unternehmen<br />

eine erfolgreiche Naturkosmetikmarke<br />

Ein Wunder<br />

der Natur<br />

Die Pflegeprodukte von<br />

Pharmos Natur kommen ganz ohne<br />

Wasser aus. Denn das Unternehmen<br />

aus Bernried setzt auf die Wirkstoffe<br />

und die Heilkraft von Aloe Vera<br />

TEXT<br />

ANNA-LENA WOLFARTH<br />

Fotos: iStock/nerudol, PR<br />

Was ist Schönheit?<br />

Viele denken spontan:<br />

makellose Haut, volles Haar, ein symmetrisches<br />

Gesicht. Aber Schönheit ist weit<br />

mehr – und tiefgehender – als optische Perfektion.<br />

Für Margot Esser-Greineder ist sie<br />

eine Frage der Haltung. „Schönheit liegt für<br />

mich in der Fülle, nicht im Mangel. Menschen,<br />

die voller Leben sind, sind schön.<br />

Egal, in welchem Alter. Schönheit bedeutet,<br />

authentisch zu sein, sich selbst anzunehmen<br />

und sich natürlich zu pflegen.“<br />

Diese ganzheitliche Einstellung hatte<br />

die Gründerin von Pharmos Natur nicht<br />

immer. Ihr Leben für die Schönheit fing mit<br />

einem ausgesprochen unschönen Moment<br />

an: Anfang der 1980er-Jahre hat Margot<br />

Esser-Greineder – damals Pharmaberaterin<br />

– auf einer Geschäftsreise in den USA<br />

einen Unfall mit schwersten Verbrennungen.<br />

Sie wird in eine schamanistische Klinik gebracht. Etwas,<br />

dem sie niemals zugestimmt hätte, wäre sie bei Bewusstsein<br />

gewesen. Vor Ort werden ihre Wunden sowohl äußerlich<br />

als auch von innen ausschließlich mit reiner Aloe Vera<br />

behandelt. Ein tiefgreifendes Erlebnis, das sich als Wendepunkt<br />

in ihrem Leben erweist. Denn die Heilung beschränkt<br />

sich nicht nur auf ihren Körper, sie stärkt auch ihre Seele<br />

– und verändert ihre Weltanschauung von Grund auf. „Ich<br />

sah und spürte die Einzigartigkeit der Natur, ihre Vielfalt<br />

und umwerfende Schönheit. Mir war klar: Wenn Pflanzen<br />

eine solch heilsame Regenerationskraft besitzen, will ich<br />

das mit vielen Menschen teilen, damit sie diese Kraft auch<br />

»Schönheit ist<br />

für mich eine Frage<br />

der Haltung«<br />

an sich selbst spüren können“, so Margot Esser-Greineder. Sie<br />

entscheidet sich, die Pharmaindustrie hinter sich zu lassen.<br />

Das war 1986 und die Geburtsstunde von Pharmos Natur.<br />

Die Kosmetik und damit die Markenphilosophie von<br />

Pharmos Natur baut auf sogenannte Sacred Plants. Heilpflanzen,<br />

die reich an Wirkstoffen sind und an Kraftplätzen<br />

wachsen. Margot Esser-Greineders liebste Heilpflanze – die<br />

Aloe Vera – war nicht nur der Startschuss ihrer Marke, sondern<br />

ist auch die Basis jeder Pharmos-Natur-Pflege. Diese<br />

verzichtet bewusst auf Wasser und nutzt stattdessen Aloe<br />

Vera Bio Ursaft. Er zieht durch seine Beschaffenheit schnell<br />

in die Haut ein und nimmt die Wirkstoffe aus Heil- und<br />

Verjüngungspflanzen quasi huckepack und versorgt damit<br />

sämtliche Zellen. „Green Luxury“ nennt sich das Konzept<br />

der Marke. „Green“ steht für die Natur, ihre Kraft und<br />

Lebendigkeit. „Luxury“ für den Luxus, diese Eigenschaften<br />

behutsam einzusetzen. „‚Green Luxury‘ bedeutet für uns,<br />

die ganze Pflanze zu achten: Wirkstoffebene, intensive<br />

Lichtenergie, hohe Schwingung, und das im gesamten<br />

Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsprozess. Luxus heißt nicht,<br />

dass ich auf Kosten anderer und der Natur mehr habe“,<br />

86<br />

87


SeeGenuss<br />

SeeLeben<br />

Advertorial<br />

Das Gel der Aloe Vera<br />

ist in allen Produkten<br />

von Pharmos Natur<br />

enthalten. Es werden<br />

aber auch Pflanzen<br />

aus dem Fünfseenland<br />

verarbeitet<br />

erklärt Margot Esser-Greineder. Der Ansatz von Pharmos<br />

Natur klingt spirituell und ist es auch – ohne die Realität<br />

aus dem Blick zu verlieren. Ziel ist, nachhaltig und umweltbewusst<br />

zu leben.<br />

Das ganzheitliche Konzept war 1986, bei der Gründung,<br />

für die breite Masse noch kein Thema. Für Margot Esser-<br />

Greineder stand jedoch fest: Es muss sich etwas verändern.<br />

Wir müssen im Einklang mit der Natur leben. Ihre Kraft<br />

nutzen. Faire Bedingungen für Mensch und Natur schaffen.<br />

„Naturbewusstheit spielt heute eine immer wichtigere Rolle“,<br />

so die Unternehmerin, „wir durchlaufen einen Bewusstseinswandel.<br />

Und spüren in diesen unruhigen Zeiten mehr<br />

denn je, dass wir Teil der Natur sind. Und dass sie uns guttut“.<br />

Der Weg bis hierhin war nicht einfach. Immer wieder<br />

gab es Phasen, in denen sie sich selbst motivieren musste<br />

durchzuhalten, wenn etwas nicht nach Plan lief. „Mit der<br />

Natur zu arbeiten, bedeutet auch, die Gesetzmäßigkeiten der<br />

Natur zu erkennen und zu berücksichtigen. Das ist oft leichter<br />

gesagt als getan“, gibt Margot Esser-Greineder offen zu.<br />

So lernte sie, dass ein Gewitter die Energie und Qualität der<br />

Aloe Vera beeinflussen kann. Dass es manchmal Kompromisse<br />

braucht – etwa bei der Wahl der Anbaugebiete. Dass<br />

die Pflanzen nur an bestimmten Kraftorten gut wachsen –<br />

und das dann eben weitere Transportwege nach sich zieht.<br />

Doch eines stand immer für sie fest: Aufgeben gibt es<br />

nicht. „Ich bin immer noch beseelt von dem Wunsch, dieses<br />

Wissen und Erleben des Einsseins mit der Natur zu vertiefen<br />

und weiterzugeben. In echten ,Green Luxury‘-Naturprodukten.“<br />

Um das zu schaffen, wählte sie auch einen Kraftort<br />

als Firmensitz: in Bernried am Starnberger See. Hier, in<br />

einer der schönsten Naturlandschaften, wie Margot Esser-<br />

Greineder betont, hat Pharmos Natur seine unternehmerische<br />

Heimat gefunden. Nicht nur das: Einige der verarbeiteten<br />

Pflanzen, zum Beispiel Hagebutte, Wiesenschaumkraut<br />

und Ringelblume, kommen aus der Region.<br />

Im Mai eröffnete vor Ort auch der „Pharmos Hub“: Hier<br />

kann man Pharmos-Produkte kennenlernen und testen.<br />

Mitten im Fünfseenland, am See vor der gewaltigen Alpenkulisse,<br />

versteht man die Botschaft der Marke vielleicht<br />

noch ein wenig besser: „Die Natur braucht uns nicht, wir<br />

brauchen sie schon.“ <br />

SONNENMACHER<br />

Enjoy your energy<br />

S<br />

onnenenergie ist ein Thema, das aktuell wieder<br />

immens an Stellenwert gewinnt. Die „Sonnenmacher<br />

GmbH“ aus München kann für sich verbuchen, dass<br />

das Unternehmen bereits seit 14 Jahren individuell auf die<br />

Kunden zugeschnittene Photovoltaik­ & Energie­Lösungen<br />

mit qualitativ hochwertigen Komponenten anbieten kann.<br />

Kundenzufriedenheit und Professionalität in der Abwicklung<br />

sind die zentralen Werte der Unternehmenskultur.<br />

Kundenberaterin Frau Gordana Zezelj beantwortet uns die<br />

wichtigsten Fragen rund um die private Nutzung von Sonnenenergie<br />

zur Eigenstromerzeugung.<br />

Was sollten die Kunden bei der Auswahl einer<br />

Photovoltaikanlage beachten?<br />

Im Wesentlichen zwei Punkte: Extrem wichtig ist ein<br />

integrierter Stromspeicher. Er ist die Basis, um das eigene<br />

Haus in ein umweltfreundliches Kraftwerk zu verwandeln.<br />

Zudem müssen Modulfläche und Speichergröße richtig<br />

dimensioniert werden. Ein 2­Personen­Haushalt zum<br />

Beispiel braucht nicht den allergrößten Speicher, denn der<br />

wird sich sonst nie komplett be­ und entladen. Wir bieten<br />

unseren Kunden nur Stromerzeugungsanlagen an, die Sinn<br />

für sie machen und dem eigenen Verbrauch entsprechen.<br />

Wir verstehen uns vorwiegend als ein Anbieter in mehreren<br />

Regionen unseres Landes und sitzen zentral in der Landeshauptstadt<br />

München. Die räumliche Nähe zu unseren<br />

Kunden ist sicher ein großes Plus.<br />

Die Strompreise schießen gerade in die Höhe, viele<br />

Branchen leiden unter Lieferengpässen und Materialmangel.<br />

Wie lange sind bei Ihnen die Lieferfristen?<br />

Bei den Lieferfristen sind wir weit vorne. Das merken wir<br />

auch an den Reaktionen unserer Kunden. Viele holen sich<br />

mehrere Angebote ein. Und wenn sie hören, dass bei uns eine<br />

Anlage im Schnitt innerhalb von 8 bis 12 Wochen geliefert<br />

und montiert wird, dann sind sie doch sehr positiv überrascht.<br />

Aloe Vera wächst in<br />

einem feuchttropischen<br />

Klima wie in Ecuador,<br />

nahe der Pazifikküste.<br />

Margot Esser-Greineder<br />

fördert in Zusammenarbeit<br />

mit Bauern nicht<br />

nur den ökologischen<br />

Anbau, sondern engagiert<br />

sich dort auch in<br />

sozialen Projekten<br />

Fotos: PR<br />

Was ist die besondere Stärke der „Sonnenmacher“?<br />

Zum einen sicher die Erfahrung und Expertise, aber<br />

auch die Firmenphilosophie des Unternehmens, mit eigenem<br />

Team diese Branchenerfahrungen des Gründers weiterzugeben<br />

und neue Technologien weiter voranzutreiben.<br />

Die Firma ist auf seiner Geschichte aufgebaut und es gibt<br />

somit zahlreiche positive Referenzen. Zum anderen sind<br />

wir greifbar und transparent. In unserem Büro können sich<br />

Interessenten gerne melden und unverbindlich beraten lassen.<br />

Wir sind aber auch per Telefon und E­Mail für unsere<br />

Kunden erreichbar. Wir legen großen Wert auf einen persönlichen<br />

Kontakt zum Kunden. Und wichtig ist auch:<br />

Sonnenmacher GmbH<br />

Bodenseestr. 217<br />

81243 München<br />

Tel. 089 23 75 17 24<br />

Mobil 0176 55 49 89 82<br />

g.zezelj@sonnenmacher.de<br />

www.sonnenmacher.de


SeeTipps<br />

Advertorial<br />

DREIERLEI<br />

VERGNÜGEN<br />

Topografisch betrachtet, sehen Pilsen-,<br />

Wörth- und Weßlinger See neben ihren<br />

bekannten Nachbarn ziemlich klein aus.<br />

Das Trio steht ihnen aber in nichts nach<br />

2<br />

5<br />

4<br />

6<br />

WESSLING<br />

STEINEBACH<br />

HOCHSTADT<br />

1 SÜDSEE-GRÜSSE<br />

Karibik-Feeling gibt es auch am Pilsensee: Der Kiosk<br />

des ehemaligen Strandbads „Zur Wurzn“ erstrahlt seit<br />

vergangenem Sommer im pink-pastellgrünem Outfit.<br />

Beim neuen, farbenfrohen „LieblingsPlatz“ kann<br />

man es sich im Liegestuhl am extra aufgeschütteten<br />

Strand gemütlich machen – bei chilligen Grooves und<br />

Cocktails (nicht nur) zum Sonnenuntergang.<br />

HECHENDORF<br />

3<br />

1<br />

www.lieblingsplatz-pilsensee.de<br />

2 LAND(ER)LEBEN<br />

Der Jexhof, ein denkmalgeschützter<br />

Museums-Dreiseithof im Landkreis<br />

Fürstenfeldbruck, gibt Einblicke in das<br />

Leben auf dem Land zu Beginn des<br />

20. Jahrhunderts. Ein paar Schafe,<br />

Hühner und Kaninchen wohnen heute<br />

noch dort und erfreuen kleine Besucher<br />

– genauso wie der Kinderbauernhof.<br />

www.jexhof.de<br />

3 UNFASSBAR TOLL<br />

Wie fühlt es sich an, in einem Holzfass zu übernachten?<br />

Ja, Sie lesen richtig! Es duftet wunderbar nach<br />

Holz und ist sehr kuschelig. Ausprobieren kann man<br />

es auf dem Campingplatz am Pilsensee. Vier große<br />

Schlaffässer und acht kleinere Campingfässer sind<br />

– auch für Nicht-Zeltfans – eine besondere Übernachtungsmöglichkeit<br />

mit Blick auf den See.<br />

www.camping-pilsensee.de<br />

4 KLEINE SEEZEIT<br />

In weniger als einer Stunde lässt sich der kleinste<br />

der fünf Seen, der Weßlinger See, umrunden. Wer<br />

möchte, leiht sich beim Kiosk ein Ruderboot und<br />

erkundet die Umgebung noch aus einer anderen<br />

Perspektive. Und danach? Am besten auf der Sonnenterrasse<br />

des „Aenishänslin“-Cafés einkehren.<br />

www.fuenfseenland.de<br />

5 NATURFREUNDE<br />

Die vielfältige Naturlandschaft der Region ist das Zuhause<br />

vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Acht<br />

Nature Guides, die im Auftrag des Landratsamts und<br />

der gwt Starnberg unterwegs sind, informieren kompetent<br />

über das richtige und respektvolle Verhalten<br />

bei Ausflügen rund um Starnberger See, Ammersee –<br />

und dieses Jahr auch rund um den Wörthsee.<br />

www.starnbergammersee.de<br />

6 FANTASIEVOLL<br />

Mit Formen und Farben können Kinder im Kinder-<br />

KünstlerStudio am Wörthsee experimentieren. Es<br />

wird unter Anleitung von Profis gemalt, geklebt, geschraubt,<br />

geknetet. Neben fortlaufenden Kursen und<br />

Workshops gibt es in den Sommerferien ein abwechslungsreiches<br />

Extra-Programm.<br />

www.kinderkuenstlerstudio.de<br />

Text: Marlene Irausek; Illustrationen: Lia-Charleen Royla<br />

Fotos: Flo Hagena<br />

IL PLONNER<br />

Benvenuti – Platz nehmen und genießen!<br />

Ankommen. Durchatmen. Wohlfühlen. Der Dorf-<br />

Gasthof IL PLONNER in Oberpfaffenhofen ist ein<br />

Ort zum Akkus-Aufladen: zusammensitzen, die Sonne im<br />

Biergarten genießen, befreit lachen und tanzen – in Gemeinschaft<br />

sein. Die raffinierte Bioküche, gepaart mit bayerischer<br />

Gemütlichkeit und den hellen, freundlichen Gasthofzimmern,<br />

rundet das Urlaubsgefühl ab. Das eingespielte IL<br />

PLONNER-Team weiß ganz genau, wie es diese besondere<br />

Wohlfühl-Atmosphäre kreiert. Restaurantleiter Fabio De Vincenzo<br />

versprüht immer gute Stimmung – kein Wunder, dass<br />

er nicht nur für das Restaurant, sondern auch für die rauschenden<br />

Feste zuständig ist. Der junge Italiener hat bereits<br />

seine Ausbildung im Dorf-Gasthof absolviert, lebt in Gauting<br />

und ist, wie auch der Rest des Teams, tief in der Region verwurzelt.<br />

Verantwortlich für die kreative IL PLONNER Fusionsküche<br />

ist Küchenchef Paul Rieken. Mit kreativen Ideen<br />

interpretiert er traditionelle Gerichte neu und schafft so die<br />

unverwechselbaren bayerisch-italienischen Köstlichkeiten<br />

aus frischen saisonalen und regionalen Bioprodukten. Um<br />

den passenden Wein kümmert sich Gastwirt Domenico<br />

Petrone, der 2011 gemeinsam mit seiner Frau Carola Petrone<br />

das IL PLONNER gründete. Als Gastgeber mit Leib und Seele<br />

liebt er es, in Gesellschaft zu sein und seine Begeisterung für<br />

gutes Essen und guten Wein weiterzugeben. Er kennt die Winzer<br />

seiner Weine persönlich – und auch viele weitere Produzenten<br />

der Lebensmittel, die entweder aus Italien kommen<br />

oder direkt aus der umliegenden Region, dem Fünfseenland.<br />

Neugierig geworden? Das Ehepaar Petrone lädt ein zum<br />

Zurücklehnen, Verwöhnenlassen und Genießen!<br />

IL PLONNER – der Dorf-Gasthof<br />

Carola & Domenico Petrone GbR<br />

Gautinger Straße 52<br />

82234 Oberpfaffenhofen<br />

Tel. 08153 91 61 27<br />

Fax 08153 90 70 56<br />

info@ilplonner.de<br />

www.ilplonner.de<br />

90


SeeHaus<br />

SeeHaus<br />

Wachgeküsst<br />

Viele Jahre lag diese Gründerzeitvilla nahe dem Ammersee im<br />

Dornröschenschlaf. Brennnesseln und Buschwerk hatten sich breitgemacht,<br />

kaum drang man durch sie vor. Es gab keinen Bezug mehr zwischen Haus,<br />

Garten und Landschaft. Gerade noch rechtzeitig wurde das historische Gebäude<br />

vor dem Verfall gerettet. Und der Park am Hang? Ist heute so abwechslungsreich<br />

gestaltet, dass sich immer wieder neue Perspektiven auftun<br />

TEXT<br />

KONSTANZE NEUBAUER & DIETER KOSSLICK<br />

OBEN: Die Villa wurde 1901 gebaut, die Beete sind klassisch formal mit Rosen und<br />

Stauden angelegt. Den Hang hinab wird die Gartengestaltung landschaftlich<br />

RECHTS: Eine Sichtachse par excellence! Entlang der Wassertreppe wachsen u. a.<br />

Frauenmantel, Christrosen und Blauer Eisenhut<br />

Fotos: Harry Dobrzanski, Marliese Höfer, David Schvarcz, private Bilder der Auftraggeber<br />

Fotos: Xxxxxxxx<br />

92<br />

93


SeeHaus<br />

Advertorial<br />

BIOHOTEL SCHLOSSGUT OBERAMBACH<br />

Genussvolle Auszeit zwischen Wald und Wiesen<br />

Bevor die Landschaftsarchitekten<br />

Marliese Höfer und Harry Dobrzanski<br />

aus Penzberg ein Grundkonzept für den weitläufigen Hanggarten<br />

erstellten, gingen sie auf Spurensuche. Es fand sich ein<br />

alter, handgezeichneter Plan, auf dem formale Gemüsebeete<br />

am Haus und ein Teich im unteren Teil des Gartens eingezeichnet<br />

waren – Reste davon waren sogar noch vorhanden.<br />

Als Selbstverständlichkeit empfanden es die beiden Landschaftsarchitekten,<br />

mit dem alten Baumbestand sensibel und<br />

verantwortungsvoll umzugehen – schon allein aus Gründen<br />

des Naturschutzes. So wurden nur wenige Bäume entnommen,<br />

um Sichtachsen freizulegen und den weiten Blick in die<br />

Landschaft wiederherzustellen. Das Gros der Baumveteranen<br />

blieb erhalten und prägt die parkartige Atmosphäre bis heute.<br />

Insbesondere im unteren, naturnahen Baumhain wurde nur<br />

sorgsam eingegriffen, „um die Dinge so sein zu lassen und<br />

nicht alles zu überformen“, wie Harry Dobrzanski betont.<br />

Direkt an der Villa ergab sich dagegen eine klassische Gestaltung<br />

als Ergänzung der Architektur. Formale Beete mit<br />

Rosen und Stauden beziehen sich klar auf Eingänge und<br />

Sichtachsen. Terrassenbereiche und kleine, intime Räume<br />

laden zum entspannten Aufenthalt ein. Vor dem neuen,<br />

gläsernen Anbau an der Küche öffnet sich der Blick auf ein<br />

Raster aus Kupfer-Felsenbirnen (Amelanchier lamarckii), die<br />

als Maßstabsvermittler zu den Großbäumen wunderbare<br />

Dienste leisten. Gleichzeitig sind sie zu jeder Jahreszeit ein<br />

Blickfang – im Frühjahr als weiße Blütenwolke, im Herbst mit<br />

einem Laubspektakel in warmem Orangerot.<br />

Ein Platz, zum Träumen schön: Die alten Bäume verstärken<br />

den Parkcharakter – und grenzen Räume ein, in die man sich<br />

zurückziehen kann<br />

»Die großzügig<br />

wirkende Parkanlage<br />

formt einen fließenden<br />

Übergang zwischen<br />

barock anmutender<br />

Gestaltung und schwingender<br />

Landschaft«<br />

Marliese Höfer und Harry Dobrzanski von den<br />

selbstständigen Landschaftsarchitekten „die-grille“<br />

Die intensiven Formen lösen sich den Hang hinab und<br />

zu den Rändern des Grundstücks auf und gehen in landschaftlich<br />

gestaltete Bereiche über, die sich in die ländliche<br />

Umgebung integrieren. Die natürliche Grenze zwischen<br />

den so unterschiedlichen Bereichen bildet die Hangkante.<br />

Eine gerade Achse in Form einer Wassertreppe und ein geschwungener<br />

Weg, der den Hang hinabführt, verbinden die<br />

beiden Teile miteinander. Auch in der Vegetation spiegelt<br />

sich dieser Übergang wider. Entlang der Wassertreppe<br />

Fotos: Harry Dobrzanski, Marliese Höfer, David Schvarcz, private Bilder der Auftraggeber<br />

Ob zum gemütlichen Verweilen auf der Picknickwiese,<br />

für einen beschwingten Barbecue-<br />

Abend mit Live-Musik, eine vitalisierende Seewanderung<br />

mit Einkehrschwung, als Tagesausflug oder als Wohlfühlurlaub<br />

im Grünen: Das Schlossgut Oberambach ist immer<br />

einen Besuch wert. Das Biohotel ist ein Kraftort im Alpenvorland<br />

mit ganzheitlich nachhaltigem Konzept, vom Zimmer<br />

bis auf den Teller. Auf 45 Hektar bietet es unzählige Möglichkeiten<br />

zur Entspannung in der Natur, ganz nah vor den<br />

Toren Münchens. Dank des Farm-to-Table-Konzepts genießen<br />

Gäste die passende Kulinarik mit Zutaten aus dem<br />

eigenen Gemüsebeet. Ein vielseitiges Wellness-Programm<br />

von ausgebildeten Therapeuten mit Ayurveda, Massagen<br />

und zertifizierter Naturkosmetik rundet das Angebot ab.<br />

Mit Geschichte im Rücken und den Alpen im Blick.<br />

Auf der Picknickwiese des Schlossgut Oberambach schmeckt<br />

ein frisches Stück Quiche besonders gut. Umringt von<br />

jahrhundertealten Bäumen, lässt es sich kaum woanders<br />

so herrlich entspannen. Dabei fällt der Blick auf ein renaturiertes<br />

Blütenmeer. Seit einiger Zeit wurde dort ganz<br />

bewusst die Gartenarbeit eingestellt und der Natur freier<br />

Lauf gelassen. Ohne Düngemittel erhalten so auch ältere<br />

und weniger verbreitete Pflanzenarten eine Chance. Immer<br />

sonntags von 12 bis 20:30 Uhr werden Besucher trotz<br />

Ruhetag im Restaurant mit kleinen Schmankerln verwöhnt.<br />

Am Fenster im Schloss bekommen sie Kaffee, Kuchen,<br />

Couscous-Salat, belegte Semmeln und mehr.<br />

Haus- und Hof-BBQ. Jeden Donnerstag ist Barbecue-<br />

Zeit im Schlossgut Oberambach – und das ganzjährig. Dann<br />

brutzeln Biofleisch und -fisch von regionalen Händlern bis<br />

zur Perfektion über dem Holzfeuer im Smoker. Natürlich<br />

dürfen vegane Alternativen wie Grillgemüse vom Feld,<br />

dampfende Ofenkartoffeln und verschiedene Sorten Tofu<br />

nicht fehlen. Dazu gibt es ein buntes Salatbuffet, Brezen und<br />

Hausbrot aus der Biobäckerei sowie süße Köstlichkeiten<br />

zum Nachtisch. Für die richtige Sommerabendstimmung<br />

sorgen von April bis Oktober verschiedene Live-Acts.<br />

Biogemüse aus dem eigenen Garten. Schon seit 2017<br />

baut das Schlossgut Oberambach seinen eigenen Salat und<br />

Gemüse an. Saatgut und Kultivierung richten sich nach<br />

den Bestimmungen von Demeter e. V. und erfüllen damit<br />

die Bedingungen für biodynamische Qualität. So bereichert<br />

die Ernte saisonal die Küche des Hauses.<br />

Schlossgut Oberambach<br />

Oberambach 1<br />

82541 Münsing<br />

Tel. 08177 93 23<br />

info@schlossgut.de<br />

www.schlossgut.de<br />

94


SeeHaus<br />

bedeckt eine Schattenvegetation aus Frauenmantel (Alchemilla<br />

mollis), Blauem Eisenhut (Aconitum napellus),<br />

Christrose (Helleborus niger) und Funkiensorten den Boden<br />

unter den alten Bäumen und zaubert die milde Atmosphäre<br />

einer Waldlichtung. Die Wassertreppe macht sich<br />

den natürlichen Geländeverlauf zunutze und folgt dem Höhensprung<br />

den Hang hinab. „Damit bildet sie den Auftakt<br />

der Sichtachse, die sich bis an das Ende des Grundstücks<br />

zieht und weiter hinten in der Landschaft den Kirchturm<br />

des Dorfes erkennen lässt“, erklärt Harry Dobrzanski. So<br />

wird die gesamte Länge des Grundstücks mit der Sichtachse<br />

entlang der Wassertreppe inszeniert. Das Wasser mündet<br />

schließlich in ein feuchtes Kiesbeet, das in das Ufer des<br />

Schwimmteichs übergeht.<br />

Am unteren Hang schwingt der Weg durch Räume, die<br />

Heckenscheiben aus Hainbuche und Eibe bilden. Mal ist es<br />

eine Wiese, an anderer Stelle ein Hain aus mehrstämmigen<br />

Sträuchern – eine abwechslungsreiche Gestaltung, die zum<br />

Spazieren und Entdecken einlädt, die immer wieder mit<br />

neuen Blickwinkeln und Blickbezügen überrascht.<br />

96<br />

UNTEN: Das Wasser der Wassertreppe mündet in ein Kiesbeet, das<br />

in das Ufer des Schwimmteichs übergeht. Darin spiegelt sich die<br />

ganze Pracht der alten Bäume – kein Wunder also, dass auch hier<br />

ein Platz zum Verweilen eingerichtet wurde<br />

Lauter Garten-Highlights<br />

Noch mehr Inspiration zur<br />

Gestaltung Ihres Gartens<br />

finden Sie in dem Bildband<br />

„Gärten des Jahres <strong>2022</strong>“ von<br />

Dieter Kosslick und Konstanze<br />

Neubauer. Auch diese<br />

Parkanlage ist abgebildet.<br />

Aber keine Sorge, es geht<br />

auch ein paar Nummern<br />

kleiner: Tolle Dachterrassen,<br />

Vor- und Reihenhausgärten<br />

werden ebenfalls gezeigt.<br />

Callwey Verlag, 59,95 Euro<br />

Fotos: Harry Dobrzanski, Marliese Höfer, David Schvarcz, private Bilder der Auftraggeber<br />

Knorpeltherapie: modernste<br />

Behandlungsmethode bei Knieschmerzen<br />

Spezialist PD Dr. Tim Saier, leitender Arzt Sportorthopädie & Schulterchirurgie<br />

im Benedictus Krankenhaus Tutzing, und sein Team therapieren mit schonenden Verfahren<br />

Im Lauf des Lebens sind unsere Gelenke hohen<br />

Belastungen ausgesetzt. Sei es durch intensiven<br />

Sport oder auch schwere körperliche Arbeit. Die<br />

Gelenkabnutzung ist oft unausweichlich.<br />

Eine große Herausforderung in der Sportorthopädie<br />

stellt dabei die Verletzung des Gelenkknorpels<br />

in jungen Jahren dar. Unbehandelte<br />

Knorpelschäden und Kniegelenksinstabilitäten<br />

führen häufig zu einer Arthrose in einem Alter, in<br />

dem eine Knieprothese noch keine gute Behandlungsoption<br />

ist. Daher haben wir es uns im Fachbereich<br />

„Sportorthopädie & Schulterchirurgie“<br />

im Benedictus Krankenhaus Tutzing zum Ziel<br />

gesetzt, individuelle Behandlungskonzepte bei<br />

Kniebeschwerden zu entwickeln und diese mit<br />

modernen und schonenden Verfahren umzusetzen.<br />

Kleinere umschriebene Knorpelschäden<br />

lassen sich mittels Mikrofrakturierung erfolgreich<br />

behandeln. Dabei werden, meist im Rahmen einer<br />

Gelenkspiegelung (Arthroskopie), Minilöcher in<br />

den Knochen direkt unter dem Knorpeldefekt<br />

gesetzt. Dies stimuliert einen Reparaturmechanismus<br />

des Körpers: Körpereigene Zellen treten<br />

aus dem Knochenmark aus und bilden einen<br />

Reparaturknorpel aus.<br />

Wir sind<br />

für Sie<br />

da!<br />

Ihre Experten bei Unfällen<br />

und Verletzungen<br />

www.sportunfallhotline.de<br />

Bei größeren Defekten des Knorpels kommt<br />

eine sogenannte Knorpeltransplantation mittels<br />

„Minced Cartilage“ zur Anwendung. Dabei wird<br />

gesunder körpereigener Knorpel in den Defektbereich<br />

verpflanzt. PD Dr. Tim Saier, leitender<br />

Arzt „Sportorthopädie und Schulterchirurgie“ im<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing: „Zusätzliche<br />

körpereigene Plasmazubereitungen steigern das<br />

Wachstum des transplantierten Knorpels. Der<br />

Eingriff erfolgt auf Wunsch unter Voll- oder Teilnarkose<br />

und dauert ca. eine Stunde.“<br />

Bei größerem Verschleiß des Kniegelenks<br />

können verschiedene Maßnahmen zu seiner<br />

Entlastung angewendet werden. PD Dr. Saier:<br />

„Dabei wird zunächst eine genaue Analyse der<br />

Beinanatomie durchgeführt. In einem dreidimensionalen<br />

Messverfahren wie dem Multitom<br />

Rax erlaubt der Röntgenroboter eine Rundummessung.“<br />

Sollte sich eine Achsfehlstellung (z. B.<br />

sog. X- oder O-Beine) herausstellen, kann dies<br />

z. B. mittels Einlagenversorgung, über korrigierende<br />

Schienen oder operative Geradestellung<br />

des Beins erfolgreich behandelt werden.<br />

Dem Meniskus als Stoßdämpfer unseres<br />

Kniegelenks kommt eine besonders große Bedeutung<br />

zu. Fehlt dieser oder ist er defekt, kommt<br />

es zu einer dreifach höheren Belastung des<br />

Kniegelenks. Bei der modernen Meniskuschirurgie<br />

soll so viel Meniskusgewebe wie möglich<br />

erhalten werden. Mittels Meniskusnaht werden<br />

Meniskusrisse je nach Form und Lokalisation mit<br />

feinen Nähten repariert. Kleinere, in den Gelenkspalt<br />

eingeschlagene Anteile, die sehr störend<br />

beim Sport sein können, werden schonend<br />

arthroskopisch entfernt.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt der Behandlung<br />

und Vorbeugung von Knorpelschäden liegt in<br />

der Stabilisierung des Kniegelenks, wie z. B. bei<br />

häufig auftretenden vorderen Kreuzbandrissen.<br />

Wenn der Bandapparat nicht richtig funktioniert,<br />

kommt es zu einer ungleichmäßigen Belastung<br />

des Kniegelenks. Im Alltag zeigt sich eine<br />

störende Knieinstabilität. Gleichzeitig ist die<br />

Sportfähigkeit eingeschränkt. Der Meniskus wird<br />

überbeansprucht und ist für Einrisse anfällig.<br />

Auch der Gelenkknorpel kommt mit der zunehmenden<br />

Belastung nicht zurecht und verschleißt.<br />

Dann empfehlen wir die minimalinvasive stabilisierende<br />

Bandplastik des Kniegelenks. Dabei<br />

kommen körpereigene Sehnen zum Einsatz. Die<br />

Befestigung erfolgt mit einem Flaschenzugsystem<br />

und osteoinduktiven Schrauben, das heißt,<br />

die Schrauben werden mit der Zeit in Knochen<br />

umgewandelt.<br />

PD Dr. Tim Saier<br />

Leitender Arzt Sportorthopädie &<br />

Schulterchirurgie<br />

Tel. 08158 23-102<br />

sportorthopaedie-bkt@artemed.de<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

GmbH & Co. KG<br />

Bahnhofstr. 5 | 82327 Tutzing<br />

Infos und Termin online buchen:<br />

www.sportorthopädie-tutzing.de<br />

BENEDICTUS KRANKENHAUS<br />

TUTZING<br />

BENEDICTUS KRANKENHAUS<br />

Tutzing


SeeHaus<br />

Wer<br />

träumt<br />

hier<br />

nicht<br />

von<br />

Urlaub?<br />

Egal, ob man aus dem<br />

hohen Norden anreist<br />

oder dem nahen München:<br />

Hier rückt der Alltag<br />

schnell in weite Ferne. Drei<br />

architektonische Schmuckstücke<br />

zum Übernachten<br />

Das denkmalgeschützte Bauernchalet<br />

Elbacher Gütel vereint Tradition und<br />

Moderne, lässige Eleganz und urigen Charme. Es liegt in der<br />

Gemeinde Eurasburg mit Blick auf das idyllisch gelegene<br />

Schloss Eurasburg: Im Jahr 1650 erbaut, bestand es ursprünglich<br />

aus Wohnhaus, Stall und Heuboden. Heute bietet<br />

das Feriendomizil auf 175 Quadratmetern bis zu neun<br />

Personen Platz: mit zwei Kaminstuben, großer Wohnküche,<br />

Terrasse mit Feuerschale, Sauna und Weinkeller.<br />

Die Besitzer Anja und André erzählen gerne: „Das Bauernchalet<br />

hat uns gefunden.“ Denn eigentlich hatten die beiden<br />

nie vor, ein Ferienhaus zu vermieten. Sie entdeckten die Anzeige<br />

zum Verkauf per Zufall – und bekamen es nicht mehr<br />

aus dem Kopf. Ihr Ziel, Familien, Freunden, Natur-, Sportund<br />

Architekturliebhabern aus aller Welt einen Ort zum<br />

Träumen zu geben, haben sie zu 100 Prozent erreicht.<br />

„Das Bauernchalet ist – in unseren Augen – eine einzigartige<br />

Kombination aus bayerischer Gemütlichkeit mit<br />

BAUERNCHALET ELBACHER GÜTEL<br />

knarzenden Holzdielen und modernem Minimalismus mit<br />

Stahlelementen, Sichtbeton und großen Glasfronten.“ Was<br />

die Freizeitmöglichkeiten anbelangt, haben Gäste die Qual<br />

der Wahl: Direkt von der Haustür führen zahlreiche Wander-<br />

und Radelwege entlang, sogar der Jakobsweg geht hier<br />

vorbei. Wer Lust auf eine Abkühlung oder Wassersport hat,<br />

erreicht den etwa sieben Kilometer entfernten Starnberger<br />

See in einer halben Stunde mit dem Fahrrad. Immer gratis<br />

dazu: ein grandioses Bergpanorama. Im Grunde kann man<br />

vom Elbacher Gütel in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen<br />

und sich niemals sattsehen – so viel gibt es zu entdecken,<br />

im Sommer wie im Winter!<br />

Das 370 Jahre alte Bauernhaus ist nach einer aufwendigen,<br />

nachhaltigen Restaurierung ein wirklich historisches<br />

Schmuckstück. Man kann es ab zwei Tagen aufwärts mieten<br />

WWW.BAUERNCHALET.COM<br />

Text: Sarah Krammer; Fotos: Anna Fichtner<br />

98


SeeHaus<br />

Morgens ins Wasser<br />

springen, gleich<br />

nach dem Aufstehen. Vor dem Frühstück noch eine SUPoder<br />

Kajakrunde drehen. Oder mit der Kaffeetasse in der<br />

Hand durch den Obstgarten zum Steg hinunterschlendern<br />

und Wasservögel beobachten. Klingt das verlockend?<br />

Willkommen im Haus Seezeiten! Seit 1899 ist das<br />

Grundstück in Riederau am Westufer des Ammersees im<br />

Familienbesitz. Mit dem kleinen Flachbau, den Conny<br />

Rosenthals Urgroßeltern hier einst errichteten, hat das<br />

heutige Ferienhaus Seezeiten aber nur noch die für die<br />

Gegend typische dunkle Holzfassade gemeinsam. 2021 ließ<br />

Rosenthal das Gebäude komplett neu bauen und schuf mit<br />

Unterstützung verschiedener Firmen aus der Region einen<br />

stilvoll eingerichteten Glücksort.<br />

Besonders mag die Gastgeberin den lichtdurchfluteten,<br />

offenen Wohn-/Essbereich im Erdgeschoss, an den sich die<br />

große Terrasse anschließt. Durch die Panoramafenster<br />

FERIENHAUS SEEZEITEN<br />

WWW.SEEZEITEN.DE<br />

blickt man direkt auf das Wasser. Auch im Obergeschoss<br />

verliert man den See nie aus den Augen. Hier liegt eines der<br />

drei Schlafzimmer mit – im wahrsten Sinne des Wortes –<br />

himmlischer Aussicht, zu jeder Tages- und Jahreszeit.<br />

Auch ein Saunarium, eine Sauna und großzügige Lounge<br />

mit Fernseher sind hier zu finden.<br />

Natürlich macht die Lage das Ferienhaus zu einem<br />

perfekten Ausgangspunkt für Wassersportler. Aber auch<br />

für Ausflüge in die Voralpen, die man vom Seeufer aus<br />

schon in der Ferne sieht. Den Tag lässt man entspannt<br />

beim Grillen im Garten ausklingen, bestellt den Lieblingskoch<br />

der Gastgeberin zu sich ins Haus oder isst nebenan<br />

im „Seehaus Riederau“: „Sehr praktisch, wenn die beste<br />

Küche am See in zwei<br />

Minuten zu Fuß zu<br />

erreichen ist“,<br />

schwärmt Rosenthal.<br />

Was ihre Gäste<br />

jedoch am meisten<br />

genießen, ist das<br />

Gefühl, ein Stück<br />

vom See ganz für<br />

sich allein zu haben.<br />

Mehr Urlaub<br />

geht nicht.<br />

Text: Stefanie Lindner; Fotos: Mattis Beutel; Illustration: Lia-Charleen Royla<br />

100


SeeHaus<br />

FRANZ + NOCK<br />

ÜBER INSTAGRAM @FRANZUNDNOCK<br />

Es fühlt sich so an, als sei man bei Freunden<br />

zu Besuch. Solche, die immer offene<br />

Arme, viel Platz und den guten Geschmack moderner Weltenbummler<br />

haben. Als Kathrin und Nicolas in Schondorf<br />

am Ammersee mit der Renovierung eines ehemaligen<br />

Schusterhauses begannen, wollten sie einen Ort erschaffen,<br />

an dem man sich entspannt zurücklehnen und Energie tanken<br />

kann. Nur wenige Gehminuten vom Dampfersteg entfernt,<br />

unterhalb der Kirche St. Anna, verwandelten die beiden<br />

die alte Werkstatt in eine Ferienwohnung, die sie seit<br />

2020 als Franz + NOCK – über Instagram – an bis zu drei Feriengäste<br />

vermieten. Jedes Möbelstück und Designelement<br />

haben sie mit Sorgfalt und Detailverliebtheit ausgesucht. Wo<br />

es möglich war, wurden nachhaltige Baustoffe verwendet<br />

und alte Handwerkstechniken angewandt. Der Vintage-Stil<br />

verströmt durch und durch Süden-Flair: In der Küche thront<br />

ein Spülbecken aus Marmor auf einem Spültisch aus Holz,<br />

und weiß-blaue Fließen zaubern einen Hauch Frankreich ins<br />

Badezimmer. Über die Terrasse gelangt man zum Herzstück<br />

– dem hübsch angelegten Blumengarten. Wer hier Platz<br />

nimmt, möchte sich kaum mehr von der Stelle bewegen.<br />

Dabei ist Franz + NOCK der ideale Ausgangspunkt für Spaziergänge<br />

und Wanderungen, etwa entlang des Ammersee-<br />

Höhenwegs. Unser Tipp? Einfach wiederkommen.<br />

Entspanntes Ambiente: Wunderschöne Fotografien<br />

und Lifestylemagazine inspirieren für zu Hause<br />

Text: Amelie Pfeiffer; Fotos: Kathrin Makowski<br />

102


SeeKultur<br />

Einfach mal<br />

ABTAUCHEN<br />

& schmökern<br />

Für alle, die auf der Suche nach gutem<br />

Lesestoff und Anregungen sind:<br />

Diese Bücher liefern Seite für Seite tolle<br />

Unterhaltung und Ausflugsideen<br />

UNBEDINGT<br />

SEHENSWERT<br />

Das Buchheim Museum<br />

in Bernried, das Kaiserin<br />

Elisabeth Museum in Possenhofen,<br />

das Kupfermuseum<br />

in Fischen oder die<br />

Sammlung Campendonk<br />

in Penzberg: „Schätze von<br />

nebenan“ zeigt 24 bekannte<br />

und weniger bekannte<br />

Museen um München, so<br />

auch im Fünfseenland.<br />

Inspiration für den nächsten<br />

Wochenendausflug,<br />

nicht nur bei Regen!<br />

Süddeutsche Zeitung<br />

Edition<br />

AKTUELL UND<br />

PACKEND<br />

Auf dem Starnberger See<br />

treibt eine tote Frau auf<br />

ihrem SUP – eine Locationscoutin<br />

für Filmdrehs.<br />

Bei den Ermittlungen<br />

gerät Kommissarin<br />

Irmi Mangold zwischen<br />

die Fronten von Freizeitsportlern,<br />

Naturschützern<br />

und Filmleuten.<br />

Ein wendungsreicher<br />

Krimi, perfekt für faule<br />

Tage am See.<br />

Piper Verlag<br />

104<br />

WOHIN SOLL’S<br />

GEHEN?<br />

Reisejournalistin Heide<br />

Marie Karin Geiss nimmt<br />

uns mit in ihre Heimat,<br />

das Fünfseenland. Von<br />

den schönsten Badestellen<br />

über Denkmäler bis hin zu<br />

urigen Gasthäusern: Die<br />

Autorin zeigt ihre persönlichen<br />

Lieblingsorte und<br />

Ausflugstipps. Ein Sommer<br />

wird nicht reichen,<br />

um alles auszuprobieren ...<br />

Gmeiner-Verlag<br />

GLÜCK IN GRÜN<br />

Sarah Stiller, die am Ammersee den erfolgreichen<br />

Gartenblog mycottagegarden.de führt, stellt in diesem<br />

liebevoll gestalteten Bildband 20 Gartenbloggerinnen<br />

vor: Die Frauen erzählen ihre persönlichen Gartengeschichten<br />

– von den Anfängen bis hin zum Gartentagebuch<br />

und dem Lieblingsrezept mit Gemüse aus dem<br />

eigenen Beet – und teilen wichtige Tipps. Man möchte<br />

bei der Lektüre sofort ein eigenes Gartenprojekt starten.<br />

Callwey Verlag<br />

GESCHICHTE<br />

MAL ANDERS<br />

Um den Tod von König<br />

Ludwig II., der im Juni<br />

1886 leblos im Starnberger<br />

See gefunden wurde, ranken<br />

sich viele Mythen. Alfons<br />

Schweiggert, der bereits<br />

mehrere Bücher über<br />

Ludwig II. verfasst hat,<br />

geht in seinem neuen Werk<br />

der Frage auf den Grund,<br />

wer die Schuld an der<br />

„Königskatastrophe“ trägt.<br />

Ein spannender Prozess.<br />

Volk Verlag<br />

TIPP<br />

Fotos: PR<br />

HOUSE OF TRAVEL<br />

Luxuriöse Auszeit<br />

Manchmal schlummern Reisewünsche jahrelang<br />

in uns: Wir träumen von einer Safari durch die<br />

grenzenlose Weite Afrikas oder einem Segeltörn auf kristallklarem<br />

Wasser. Dabei kann es so einfach sein, sich Träume zu<br />

erfüllen: Das HOUSE OF TRAVEL bringt „Irgendwann mal …“<br />

mit Individualreisen nach Maß ins „Hier und Jetzt“. Dank<br />

einer Expertise von über 70 Jahren und einem Netzwerk von<br />

internationalen Partnern kann das Traditionsunternehmen<br />

im Herzen Starnbergs ganz gezielt auf die Wünsche seiner<br />

Kunden eingehen. Die persönlichen Beratungsgespräche finden<br />

in Starnberg und Tutzing in einladenden Lounges statt.<br />

Separees bieten dabei eine private Atmosphäre, außerdem<br />

werden Details der geplanten Reisen auf modernen Großbildschirmen<br />

anschaulich in den gemeinsamen Termin miteinbezogen.<br />

Die persönliche Beratung auf Augenhöhe funktioniert<br />

allerdings auch wunderbar digital – über die neue<br />

Website können Termine direkt und unkompliziert online<br />

vereinbart werden, und Gespräche finden auf Wunsch auch<br />

als Videokonferenz statt. „Unser Ziel ist es, unseren Kunden<br />

abseits der bekannten Reisekataloge Angebote zusammenzustellen“,<br />

erklärt Prokuristin Heike Kohlhaas. Und das immer<br />

mit großem Umweltbewusstsein: HOUSE OF TRAVEL hat<br />

seinen CO 2<br />

-Fußabdruck wie schon seit 2017 erfassen lassen<br />

und diesen durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten<br />

für <strong>2022</strong> und 2023 ausgeglichen. Auch Kunden können den<br />

CO 2<br />

-Fußabdruck ihrer Reise errechnen und ausgleichen.<br />

HOUSE OF TRAVEL<br />

Maximilianstr. 24<br />

82319 Starnberg<br />

Tel. 08151 268 66-10<br />

starnberg@houseoftravel.de<br />

www.houseoftravel.de<br />

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Advertorial<br />

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Wo reisen richtig beginnt<br />

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SeeHaus<br />

Lauter gute Insidertipps<br />

Alexandra Lehne hat das ganze Basiswissen,<br />

das man für die Gestaltung des Gartens<br />

braucht, in ihr erstes Buch gepackt, das 2021<br />

erschienen ist: „Der A bis Z Gartencoach“. Übersichtlich<br />

und thematisch klar aufgeteilt, lädt es<br />

zum Schmökern und Erkunden des eigenen<br />

Stils ein. EMF, 26 Euro. Auf Instagram findet<br />

man sie unter @soulgarden_by_alexandra_lehne<br />

Schmerzzentrum Starnberger See:<br />

Neue Wege für Ihre Gesundheit!<br />

Die Seele<br />

BLÜHT AUF<br />

Wer der Tutzinger Gartendesignerin Alexandra Lehne<br />

auf Instagram folgt, möchte sofort die Hände in<br />

die Erde tauchen. Auch ihr neues Buch macht Laune!<br />

Der Garten ist eine Reise und Menschen verändern sich<br />

mit ihrem Garten – sofern sie sich regelmäßig darin<br />

aufhalten. Davon ist Alexandra Lehne zutiefst überzeugt. Vor einiger Zeit<br />

etwa empfahl sie einem ihrer Kunden, einen größeren Baum im Garten zu<br />

pflanzen. „Zuerst schien ihm die Investition nicht sinnvoll. Wozu ein Baum?<br />

Der macht nur Dreck, fand er. Und heute? Geht er jeden Morgen hin und<br />

muss ihn einmal berühren, so sehr erfreut er sich an ihm“, erzählt sie. Mit<br />

ihrem Landschaftsarchitektur-Büro „Soulgarden“ gestaltet die in Großbritannien<br />

ausgebildete Gartendesignerin Privatgärten im Fünfseenland. Was<br />

auffällt: Männer wünschen sich in der Regel eine große Rasenfläche und<br />

Frauen mehr Beete. Und sonst? Schulterzucken. Dann stellt Lehne Fragen<br />

über Fragen, „wie eine Therapeutin“: Welche Kindheits erinnerungen verbinden<br />

Sie mit Garten? Was erhoffen Sie sich von Ihrem Garten? Nach<br />

welchem Gefühl sehnen Sie sich darin? Keine Sorge, falls Sie sich keine<br />

Expertin leisten können: Lehne teilt ihre Leidenschaft fürs Gärtnern auch<br />

auf ihrem Instagram-Account. Sie zeigt Fotos aus ihrem eigenen, üppig<br />

blühenden Garten, erklärt in Rubriken wie „Staude des Monats“ ihre<br />

Lieblingspflanzen oder tauscht sich in den Live-Talks „Lasst uns beeten“<br />

mit anderen Gartenexpertinnen aus. Mittlerweile hat sie eine regelrechte<br />

Fangemeinde, denn der Grundtenor ist so munter und motivierend, dass<br />

man sich sofort ins Beet stürzen möchte. „Jeder Garten braucht Pflege“,<br />

so Lehne. Das Tolle dabei: „Gartenarbeit entspannt und hält fit.“<br />

106<br />

5 GOLDENE<br />

DESIGNREGELN<br />

» In Zimmern denken<br />

Wo soll gegessen, wo gespielt, wo entspannt<br />

werden? Wie eine Wohnung braucht der<br />

Garten eine Einteilung in Räume, die<br />

entsprechend bestückt werden. Und ja,<br />

Bäume können „Möbel“ sein.<br />

» Rasen ruhen lassen<br />

Nicht so oft mähen, lieber Gänseblüm chen<br />

und wilde Margeriten wachsen lassen.<br />

Übrigens: Rasen ist pflegeintensiver<br />

(und schluckt auch mehr Wasser) als<br />

ein gut durchdachtes Staudenbeet.<br />

» Sich ruhig wiederholen<br />

Harmonie und Ruhe kehren in die Gestaltung<br />

des Gartens ein, wenn sich Elemente<br />

wiederholen, seien es Pflanzen oder Materialien<br />

wie Holz, Stahl oder Naturstein.<br />

» Spannung erzeugen<br />

Alexandra Lehne liebt Kontraste, z. B.<br />

die Kombination von dunklen mit hellen<br />

Blattfarben, den Mix von Alt und Neu oder<br />

von klaren Formen und wilden Pflanzen.<br />

» Interessant bleiben<br />

Damit ein Beet das ganze Jahr über<br />

interessant blüht, sollten pro Saison fünf<br />

Pflanzensorten in ausreichenden Mengen<br />

darin vorkommen, die entweder durch<br />

ihre Struktur oder ihre Blüte überzeugen.<br />

Foto: EMF/Alexandra Lehne<br />

Chronische Schmerzen entstehen durch das<br />

Zusammenwirken vieler Faktoren. Sie gehen bei<br />

den Patienten mit großem Leid und oft auch mit<br />

vielen enttäuschenden Behandlungserfahrungen<br />

einher. Fast alle Untersuchungen zeigen, dass<br />

konventionelle, rein somatisch orientierte<br />

Behandlungen bei chronischen Schmerzen<br />

meist keine befriedigenden Erfolge erzielen. Es<br />

ist vielmehr wissenschaftlich bewiesen, dass es<br />

einer hoch spezialisierten Vorgehensweise im<br />

interdisziplinären Team bedarf.<br />

Unser Schmerzzentrum ist seit<br />

Jahrzehnten eine der größten<br />

europäischen Spezialeinrichtungen<br />

für die multimodale Therapie<br />

chronischer Schmerzen.<br />

Verschiedene Berufsgruppen arbeiten mit unterschiedlichen<br />

Methoden, dabei aber immer innerhalb<br />

eines Gesamtbehandlungsplans, und stehen<br />

in ständigem wechselseitigem Austausch. Neben<br />

einer Linderung der Schmerzen steht eine<br />

Verbesserung der Funktionsfähigkeit und der<br />

Lebensqualität im Mittelpunkt der Therapie. Man<br />

kann gezielt erlernen, mit dem Schmerz besser<br />

umzugehen. In unserem großen Team sind Ärzte<br />

verschiedener Fachrichtungen, Psychologen,<br />

Diplomsportlehrer, Physio- und Trainingstherapeuten,<br />

Kunsttherapeuten, Sozialarbeiter und in<br />

der Schmerztherapie speziell geschultes Pflegepersonal<br />

tätig.<br />

Gemeinsam behandeln wir sämtliche Arten von<br />

Schmerzen auf medizinisch und wissenschaftlich<br />

höchstem Niveau und verwenden alle in der<br />

modernen Schmerztherapie als hilfreich belegten<br />

Therapieverfahren.<br />

Thomas-Mann-Str. 6<br />

82340 Feldafing<br />

Tel. 08157 28-5507<br />

schmerzzentrum-bkf@artemed.de<br />

www.schmerzzentrum-am-see.de<br />

Ihr Kompetenzteam (v. l. n. r.): Dr. Thomas Reiter (Oberarzt), Dr. Susanne Neumahr (Oberärztin und<br />

zertifizierte Kopfschmerzexpertin der DMKG), Prof. Dr. Rainer Freynhagen, DEAA (Chefarzt),<br />

Dr. Carolin Bühler-Göpfert (Oberärztin), Dr. Hubertus Matzner (geschäftsführender Oberarzt)<br />

Ausgezeichnete Schmerzmedizin<br />

Prof. Dr. Rainer Freynhagen (DEAA) ist laut FOCUS Gesundheit<br />

seit Eröffnung der neuen Klinikräume in Feldafing 2021 Top-<br />

Mediziner und gehört bundesweit zu den führenden Experten für<br />

die Behandlung „Chronischer Schmerzen“. Auch die Zeitschrift<br />

Stern hat den Experten direkt in die neue Liste „Deutschlands<br />

ausgezeichnete Ärzte <strong>2022</strong>“ aufgenommen.<br />

SCHMERZZENTRUM STARNBERGER SEE<br />

Tutzing & Feldafing


SeeKultur<br />

Man erkennt auf den<br />

Bildern die buchstäbliche<br />

Vielschichtigkeit von<br />

Isabelle Roths Arbeiten.<br />

„Weiße Fahne“ lautet<br />

der Titel des Bildes links.<br />

„Allein“ zeigt eine Frauenfigur<br />

in einem Ruderboot,<br />

schaukelnd auf<br />

dem Wasser: Das Bild<br />

erstreckt sich über zwei<br />

Leinwände. Darunter<br />

eine Frau mit Katze auf<br />

einer Bank. Es heißt<br />

„Anfang März“<br />

Freundliche<br />

Erweiterung<br />

der Realität<br />

Die Werke von Isabelle Roth<br />

strahlen eine filigrane und<br />

plakative Körperlichkeit aus. Nicht<br />

von ungefähr: Die Künstlerin aus<br />

Gelting absolvierte eine<br />

Ausbildung als Tänzerin und<br />

studierte Bildhauerei, bevor sie<br />

sich der Malerei widmete<br />

TEXT<br />

KATJA SEBALD<br />

In den Bildern von Isabelle Roth herrscht<br />

eine eigene Ordnung der Dinge. Und wenn<br />

man es genau betrachtet, gilt diese eigene Ordnung der<br />

Dinge auch für das Atelier und die Wohnung der Malerin,<br />

ja sogar für ihren Garten. Dieser, so scheint es, befindet<br />

sich am Ende der Welt. Oder besser gesagt: direkt hinter<br />

dem Geltinger Gewerbegebiet.<br />

Isabelle Roth wurde 1969 in Zürich geboren. Sie absolvierte<br />

eine Tanzausbildung an der Colombo Dance Factory<br />

in Zürich, besuchte die Scuola Teatro Dimitri im Tessin und<br />

studierte schließlich von 1995 bis 2000 an der Akademie<br />

der Bildenden Künste in München Bildhauerei – um dann<br />

aber Malerin zu werden. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen<br />

Ausstellungen in Deutschland und in der Schweiz zu<br />

sehen. Seit 2015 lebt und arbeitet Isabelle Roth mit ihrem<br />

Mann Georg Schwellensattl, der ebenfalls Künstler ist, in<br />

einem Atelierhaus in Gelting. Der Weg dorthin führt vorbei<br />

an Autohändlern, Bauunternehmen und einem schnöden<br />

Kreisverkehr. Schließlich biegt man zwischen zwei geradezu<br />

futuristisch anmutenden Industriegebäuden scharf<br />

links ab und fährt eine sehr lange Einfahrt bis ganz nach<br />

hinten. Wenn man denkt, es geht nicht mehr weiter, dann<br />

steht man, ganz wie Alice im Wunderland, vor dem „Kaninchenloch“:<br />

Man steigt durch ein hölzernes Treppenhaus<br />

hinauf – und schon ist man da.<br />

Völlig überraschend öffnet sich ein Garten weit in die<br />

Landschaft zwischen Isar und Loisach. Im Rücken die zu<br />

jeder Jahreszeit von der Sonne erwärmte Holzwand des<br />

Hauses, blickt man nach Süden auf Wiesen, Wälder und an<br />

klaren Tagen bis in die Berge. Zwischen einem Gewächshaus<br />

auf der einen Seite und einem überdachten Sitzplatz<br />

auf der anderen liegt das Reich von Isabelle Roth, in dem sie<br />

mit leichter Hand regiert. Sie steckt ein Stöckchen in die<br />

Erde, schon wächst daraus ein Baum. Aus einem abgebrochenen<br />

Zweig entwickelt sich ein Rosenstock. Die Stämme<br />

der Apfelbäume bestreicht sie mit einem Zaubertrank aus<br />

getrockneten Kuhfladen und Kalk. Ansonsten lässt sie den<br />

Dingen einfach ihren Lauf. Sie legt im Frühjahr ein paar<br />

Samen einer besonders wohlschmeckenden Tomate in einen<br />

Topf und freut sich im Sommer über die reiche Ernte. <br />

108


SeeKultur<br />

SeeLeben<br />

Advertorial<br />

SUSCHKO HÖRGERÄTE<br />

Klangwelten<br />

SEE-TIPP:<br />

Isabelle Roth kauft<br />

Pflanzen gerne in der<br />

Gärtnerei von Schloss<br />

Weidenkam in Münsing<br />

ein. Der Direktverkauf<br />

findet immer freitags<br />

statt, von April bis<br />

Oktober.<br />

Die in Zürich geborene Künstlerin lebt seit<br />

2015 mit ihrem Mann Georg Schwellensattl,<br />

ebenfalls Künstler, in Gelting. Im Erdgeschoss<br />

liegt ihr Atelier, darüber die Wohnung<br />

Das Zwitschern der Vögel oder<br />

das Rauschen der Wellen,<br />

wenn sie behutsam aufs Ufer treffen –<br />

eine Auszeit am See ist auch für die<br />

Ohren ein Genuss. Sie liefern unserem<br />

Gehirn aber nicht nur schöne Klänge,<br />

sondern auch wichtige Informationen.<br />

Lässt die Hörfähigkeit nach, beeinträchtigt<br />

das unser Leben. Zum Glück kann<br />

ein Hörgerät helfen. Miron Suschko und<br />

sein Team haben es sich zur Aufgabe<br />

gemacht, Betroffene zu beraten und die<br />

bestmögliche Lösung zu finden – in drei<br />

Filialen in München und seit Sommer<br />

2021 auch in seinem Geschäft in Berg.<br />

Fachmännisch unterstützt wird der Hörakustikmeister<br />

dort von seinem Bruder,<br />

Hörakustiker Roman Suschko, und der<br />

Hörakustikerin und Filialleiterin Julia<br />

Biesenbach. Der Bezug zur Region ist<br />

dem gebürtigen Starnberger wichtig und<br />

spiegelt sich in vielen Details wider: Die<br />

Ausstattung ist hell und mit viel Holz<br />

gefertigt, Motive aus der Umgebung<br />

schmücken die Wände. Sogar ein Konzertflügel<br />

steht im Laden, denn auch<br />

klassische Musik ist Thema: Miron<br />

Suschko ist Fachmann für Musiker mit<br />

Hörgeräten. Auch sein Bruder und Julia<br />

Biesenbach, beide selbst Musiker, wissen,<br />

worauf es ankommt. Die Experten arbeiten<br />

und beraten herstellerunabhängig.<br />

Spezialisiert ist man auf Sonderlösungen<br />

wie Zusatzmikrofone für besonders gutes<br />

Sprachverstehen. Aber auch auf die<br />

Fertigung von Formpassstücken für<br />

Hör hilfen. „Wir nehmen immer individuell<br />

Maß an den Ohren, um die<br />

entsprechenden Halterungen dafür zu<br />

bauen. Denn jedes Ohr hat eine andere<br />

Form“, erklärt der Inhaber. Qualität, die<br />

man später hören kann!<br />

Miron Suschko Julia Biesenbach Roman Suschko<br />

Suschko Hörgeräte<br />

Perchastr. 7, 82335 Berg<br />

Tel. 08151 746 00 85<br />

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www.suschko.de<br />

Work in progress: Isabelle Roth überarbeitet<br />

manche Bilder auch Jahre später<br />

nochmals komplett. Was schwarze<br />

Konturen bekommt, hat jedoch Bestand<br />

Ein Wink von ihr, schon ranken sich Glyzinien und Wilder<br />

Wein in die Höhe hinauf, die Küchenkräuter in den Beeten<br />

recken sich artig und die Salatköpfe sind so rund, als wären<br />

sie gemalt.<br />

Was aber hat das alles mit den Bildern von Isabelle Roth<br />

zu tun? Auch in ihrem Atelier mit dem großen Fenster zum<br />

Garten lässt die Malerin den Dingen ihren Lauf. Eine heitere<br />

Gelassenheit ist in jedem ihrer Bilder zu spüren. Sie beginnt<br />

auf der weißen Leinwand mit verschiedenfarbigen<br />

Flächen, setzt darauf Ziffern oder einfache Lineaturen. Es<br />

sind Malimpulse, auf die sie dann antwortet. Das Bild und<br />

seine Geschichte entwickeln sich Strich für Strich, Fläche<br />

für Fläche während des Malens. Figuren, Möbel und Gegenstände<br />

tauchen auf und verschwinden wieder. Meistens<br />

bleiben sie wie eine blasse Erinnerung unter milchigen<br />

Farbschichten trotzdem sichtbar. Die großformatigen Bilder<br />

von Isabelle Roth entstehen im Grenzland zwischen<br />

Malerei und Zeichnung. Sie sind bis zuletzt in Bewegung<br />

und verändern sich immer wieder, das Prozesshafte selbst<br />

ist ihr Thema. Manchmal werden sie auch nach Jahren<br />

noch einmal komplett überarbeitet. Ihr Geheimnis liegt in<br />

der scheinbaren Gleichzeitigkeit verschiedener Stadien ihrer<br />

Entstehung. Am Ende aber bekommt das, was Bestand<br />

hat und wichtig ist, eine sehr entschiedene schwarze Kontur.<br />

Fast immer ist die Protagonistin dieser Bilder eine<br />

schlanke dunkelhaarige Frauenfigur, die der Malerin selbst<br />

zum Verwechseln ähnlich sieht.<br />

Gleich neben dem Atelier von Isabelle Roth befindet<br />

sich die Druckwerkstatt von Georg Schwellensattl. Er ist vor<br />

allem für seine feingliedrigen Holzschnitte bekannt, die<br />

Unter milchigen Farben<br />

bleiben Erinnerungen<br />

sichtbar<br />

Fotos: Jörn Kachelriess<br />

EHRLICH. KOMPETENT. PERSÖNLICH.<br />

Dr. Schamiem Stumpfe und ihr Praxisteam bieten moderne Kieferorthopädie<br />

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Starnberg im Fünfseenland.<br />

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110<br />

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SeeKultur<br />

Advertorial<br />

unter anderem als Illustrationen Verwendung finden. Die<br />

raumhohen Regale für seine schönen Papiere und überhaupt<br />

fast alles, was im und um das Haus aus Holz ist, hat er<br />

selbst gebaut. Über eine weitere Treppe gelangt man nach<br />

oben in eine luftige Wohnung, die sparsam mit alten Möbeln<br />

und Fundstücken vom Flohmarkt eingerichtet ist: Es<br />

sind die schlanken Stühle und Tische, die Schalen,<br />

Vasen und Krüge, die sich auch in den Stillleben und Interieurs<br />

von Isabelle Roth wiederfinden. Man kann sich gut<br />

vorstellen, dass auch die Malerin selbst auf einem Bänkchen<br />

vor dem Haus in der Sonne saß und den Krokussen<br />

beim Wachsen zusah, bevor sie das Bild mit dem Titel<br />

„Anfang März“ malte. In den Vasen auf ihren Bildern sind<br />

die Blumen aus ihrem eigenen Garten zu sehen und in den<br />

großen Schüsseln die Früchte, die sie dort geerntet hat.<br />

Isabelle Roth lässt die Frau in diesen tagtraumartigen<br />

Bildern mit Kuchenkrümeln einen hübschen bunten Vogel<br />

ins Zimmer locken. Sie lässt sie den Tisch für ein großes<br />

Fest decken und dann ganz alleine auf den Stühlen tanzen,<br />

während ein Gugelhupf und eine Teekanne durch den<br />

Raum schweben. Sie gibt ihr eine Ziehharmonika, eine<br />

Trompete, eine Gitarre oder eine große bunte Trommel in<br />

die Hand und lässt die Blumen in den Vasen zum Takt der<br />

Musik mit den Köpfchen nicken. Im Winter träumt sie mit<br />

ihr von warmen Füßen und manchmal auch von „Küssen<br />

bis zum Schwindel“. Für den Sommer bekommt sie ein<br />

schönes neues Kleid. In den großen Ferien aber ist sie in einem<br />

gemalten Ruderboot auf großer Fahrt: „Ab Basel den<br />

Rhein hinunter“ lautet der Titel dieses Bildes.<br />

Haus und Garten, Atelier und Bilder gehören untrennbar<br />

zusammen. Hier wie dort herrscht eine ganz eigene Ordnung<br />

der Dinge. Es ist nur logisch, dass Isabelle Roth ihre<br />

Figuren stets lebensgroß darstellt und dass sich das vier<br />

Meter lange Ruderboot gleich über drei Leinwände erstreckt:<br />

Jedes dieser Bilder ist eine Einladung, eine freundliche Erweiterung<br />

der Realität. Auch in unseren zerrissenen Zeiten<br />

genügt ein einziger Schritt hinüber – und wir sind selbst mitten<br />

in dieser wundersamen Welt voller Poesie. <br />

Auf den beiden Stillleben, die im Atelier hängen,<br />

verschwinden einzelne Dinge schemenhaft im<br />

Hintergrund, etwa die Tischleuchte rechts. Oder ist<br />

es vielmehr so, dass sie langsam erscheinen?<br />

HUMAN DESIGN<br />

Entdeckungsreise zu dir selbst<br />

If you allow someone to be who they are and they allow<br />

you to be who you are, then that's love. Anything else is<br />

torture“, schreibt Human Design Gründer Ra Uru Hu. Das<br />

Human Design System kann helfen, seine Einzigartigkeit zu<br />

entdecken. Manchmal sehen wir nicht, was uns einzigartig<br />

macht, oder wir stoßen im Alltag oder Beruf an unsere Grenzen.<br />

Die Kenntnis unseres Seelenplanes und damit der eigenen<br />

Persönlichkeit ermöglicht ein Leben mit weniger Widerstand<br />

und hin zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude.<br />

Human Design steht für Self-Leadership und sorgt für ein<br />

Lebensambiente auf Augenhöhe, das von Wertschätzung und<br />

Selbstachtung geprägt ist. Sich selbst zu führen und zu leiten,<br />

ist der erste Schritt, um es im Außen zu leben. Human Design<br />

kann Konditionierungen und Glaubenssätze aufdecken, die<br />

sich über Jahre festgesetzt haben und die einen immer wieder<br />

davon abhalten, in die eigene Kraft zu kommen.<br />

ERFOLGREICHE<br />

SCHULZEIT<br />

Human Design gibt ein starkes Werkzeug an die Hand, das<br />

hilft, die für einen richtigen Entscheidungen im Leben zu<br />

treffen und damit seinen persönlichen Magnetismus zu steigern.<br />

Und das sollten Sie nicht glauben, sondern ausprobieren.<br />

Human Design Coach Manuela Look hilft Ihnen dabei,<br />

sich selbst und die Menschen in Ihrem sozialen Umfeld besser<br />

zu verstehen.<br />

Manuela Look<br />

Human Design & Feng Shui Coach<br />

Am Waldsaum 5a<br />

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Glückliche Kinder sind unsere Mission.<br />

Wir kennen über 200 Internate in England<br />

persönlich und finden gemeinsam mit<br />

Ihnen und Ihrem Kind die richtige Schule<br />

für den Auslandsaufenthalt.<br />

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• Über 25 Jahre Erfahrung in der<br />

englischen Internatsvermittlung<br />

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Schulauswahl bis zur Anerkennung<br />

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SeeLeben<br />

SeeKultur<br />

EIN<br />

ORT MIT<br />

Herz &<br />

Fantasie<br />

Was für eine Verwandlung! Lange stand die Villa Zitzmann<br />

in Niederpöcking am Starnberger See leer. Jetzt bietet sie Raum für<br />

Kreativität, Freude und inspirierenden Austausch. Wem das zu<br />

verdanken ist? Menschen mit mutigen Ideen<br />

TEXT<br />

MARTIN FRAAS<br />

Fotos: Kinderhaus am See e.V.<br />

Dies ist die Geschichte eines kleinen<br />

Wunders. Und sie spielt am Starnberger<br />

See. Wenn dort eine schmucke Villa direkt am See zur Disposition<br />

steht, stürzen sich Immobilienmagnaten, Investoren<br />

und Milliardäre gleichermaßen darauf.<br />

So war es auch bei der Villa Zitzmann in Niederpöcking.<br />

Man muss wissen: Es handelt sich dabei um eine der größten<br />

am See. Der Erlanger Unternehmer Karl Zitzmann ließ sie in<br />

den Jahren 1922 und 1923 auf einem 5000-Quadratmeter-<br />

Grundstück erbauen. „Villa Wannsee“ wurde der imposante<br />

Bau damals von den Einheimischen in einer Mischung aus Bewunderung<br />

und Spott genannt, weil er sich mit seinem klassizistischen<br />

Pomp deutlich von den Villen ringsum unterschied.<br />

Als der Deutsche Gewerkschaftsbund, dem die Villa seit<br />

den 1950er-Jahren gehört, den Standort 2011 aufgab, begann<br />

das große Buhlen um dieses Sahnestückchen. Lange Zeit<br />

schien es so, als würde das Rennen ein Investor machen, der<br />

die Umwandlung zum Fünf-Sterne-Wellnesshotel plante.<br />

Doch eine finale Entscheidung ließ auf sich warten. So<br />

zogen die Jahre ins Land und die Villa stand leer und leer<br />

und leer. Der DGB heizte zumindest die Räume, um den Bau<br />

nicht dem Verfall preiszugeben.<br />

Wir sprachen eingangs von einem Wunder, und dafür<br />

ist ein unerschrockener Held nicht von Nachteil. 2021 tauchten<br />

beim DGB gleich drei davon auf: Gregor Wöltje, Michi<br />

Kern und Lissie Kieser. Sie hatten sich mit Projekten wie<br />

dem Kulturzentrum Sugar Mountain oder dem Pop-up-<br />

Hotel Lovelace in München bereits einen guten Namen gemacht.<br />

„Wir konnten den DGB davon überzeugen“, erzählt<br />

Gregor Wöltje, „dass ein Fünf-Sterne-Hotel nicht so perfekt<br />

114 115


SeeKultur<br />

Maßgeschneiderte<br />

Hernienchirurgie<br />

zu den Gewerkschaftsinteressen passt.“ Und das Trio hatte<br />

ein überzeugendes alternatives Konzept in der Tasche. Es<br />

wollte aus der Villa ein Gästehaus für sozial benachteiligte<br />

Kinder und alleinerziehende Eltern mit ihren Kindern machen.<br />

„Uns schwebte ein Non-Profit-Unternehmen vor, eine<br />

Mischung aus einem bezahlbaren Familienhotel, einem<br />

kreativen Seminarhaus und einem Hort der künstlerischen<br />

Aktivitäten“, sagt Gregor Wöltje.<br />

Das Konzept bekam den Zuschlag in Form eines 15-jährigen<br />

Mietvertrags. Und damit standen Gregor Wöltje, Michi<br />

Kern und Lissie Kieser vor der Herausforderung, ihre Pläne<br />

bis zum 1. August <strong>2022</strong> umzusetzen. Der Termin, den sie<br />

sich selbst für die Eröffnung ihrer „Villa Kunterbunt“ gesetzt<br />

hatten. Die Anlehnung an Pippi Langstrumpf liegt nahe.<br />

Denn mit Morag Myerscough aus London konnten die neuen<br />

Mieter eine Künstlerin für die Gestaltung gewinnen, die<br />

durch ihre intensive und mitunter knallbunte Zusammenarbeit<br />

mit Kindern berühmt geworden ist. Für die Villa realisierte<br />

sie unter anderem eine barrierefreie und spektakuläre<br />

Rampe, die vom Grundstückszugang an der Straße<br />

oben bis hinunter zum See reicht. „Ein markantes Kunstwerk,<br />

das sogar noch von der anderen Seeseite aus zu erkennen<br />

ist“, sagt Gregor Wöltje. Aber auch über die Innenraumgestaltung<br />

spricht er mit leuchtenden Augen. Einen<br />

Bewegungsraum gibt es, ein Theater, einen Musikraum, eine<br />

Bibliothek, eine Holz- und Metallwerkstatt sowie eine große<br />

Kinderküche. „Und die Villa ist locker möbliert“, erklärt<br />

Gregor Wöltje, „damit wir die Räume ganz leicht nach Bedarf<br />

umwandeln können.“<br />

Die weltpolitische Lage sorgte dafür, dass der ambitionierte<br />

Zeitplan sogar noch gestrafft wurde. Denn der Angriffskrieg<br />

auf die Ukraine machte es für Gregor Wöltje und seine Partner<br />

zu einem Herzensanliegen, in den insgesamt 115 Zimmern<br />

der Villa sowie des angeschlossenen Gästehauses und der Remise<br />

Geflüchtete aus der Ukraine unterzubringen. Das Ziel,<br />

be dürftigen Kindern eine Oase des Schutzes und einen inspirierenden<br />

Ort zu geben, bekam aktuelle Notwendigkeit. Auch<br />

116<br />

Gregor Wöltje in der alten Bibliothek: Gemeinsam mit<br />

Michi Kern und Lissie Kieser setzte er das neue Konzept<br />

für die historische Villa durch<br />

diese Herausforderung meisterten die neuen Mieter souverän.<br />

Nicht zuletzt durch eine Spende der Villa Kennedy in<br />

Frankfurt, die Möbel und Ausstattung aus dem Fundus ihres<br />

Umbaus zur Verfügung stellte, konnte die Villa Z bereits am<br />

1. Mai <strong>2022</strong> provisorisch die Pforten öffnen. Ein Traum wurde<br />

damit Realität: Idealismus siegte über das pure Streben nach<br />

Profit. „Die Villa ist auch eine Herzens- und Charakterbildungsstätte“,<br />

so formuliert es Gregor Wöltje. Und gleichzeitig<br />

ist das engagierte Projekt ein Modellfall, wie eine zukunftsweisende<br />

Ausrichtung am Starnberger See aussehen könnte.<br />

Auch die Menschlichkeit bekommt eine faire Chance!<br />

Mehr als zehn Jahre war<br />

die Villa unbewohnt.<br />

Jetzt finden hier Ferienund<br />

Freizeitprogramme<br />

für Kinder, Jugendliche<br />

und sozial benachteiligte<br />

Familien statt: Es gibt<br />

verschiedene Ateliers,<br />

Werkstätten, Bewegungsräume.<br />

Darüber<br />

hinaus können Hilfsorganisationen<br />

und gemeinwohlorientierte<br />

Unternehmen<br />

Seminar- und<br />

Workshopräume nutzen<br />

Fotos: Hendrike Tesch, Kinderhaus am See e. V.<br />

Chefarzt Dr. Gerhard Niepmann über<br />

qualitätsgesicherte Hernienchirurgie im<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Der Name klingt, als würden hier Knochen<br />

zersplittern. Tatsächlich aber gibt bei einem<br />

Leistenbruch das Gewebe der Bauchdecke<br />

nach, wenn es dem Druck, wie er beispielsweise<br />

beim Husten, Niesen oder schweren Tragen<br />

entsteht, nicht mehr standhalten kann. Der Begriff<br />

„Hernie“ stammt aus dem Altgriechischen<br />

und bedeutet so viel wie „Knospe“ oder<br />

„Spross“.<br />

Jährlich werden in Deutschland etwa 300 000<br />

Leistenhernienoperationen durchgeführt, dazu<br />

kommen weitere 100 000 Operationen bei<br />

Bauchwandhernien.<br />

Bei einer Hernie bemerkt der Patient zunächst<br />

meist nur eine kleine Beule, die sich leicht<br />

verschieben und auch wieder nach innen drücken<br />

lässt. Zudem kann ein leichtes Ziehen oder<br />

Druckgefühl auftreten. Doch wann sollte man<br />

den Arzt konsultieren?<br />

„In der Regel ist ein Leistenbruch operationspflichtig“,<br />

so Dr. Gerhard Niepmann. Seine<br />

medizinischen Schwerpunkte liegen in minimalinvasiven<br />

Operationsverfahren („Schlüsselloch-Chirurgie“),<br />

der onkologischen Chirurgie<br />

und der Oberbauchchirurgie, aber vor allem auch<br />

in der Hernienchirurgie. So war er zuvor von 2011<br />

bis 2021 u. a. als operativer Leiter des Euregio<br />

Hernienzentrums am Luisenhospital Aachen<br />

tätig.<br />

In der allgemein- und viszeralchirurgischen<br />

Abteilung führt der Experte gemeinsam mit<br />

seinem Facharztteam zahlreiche schmerz- und<br />

risikoarme Bruch- bzw. Hernienoperationen<br />

mittels unterschiedlicher Operationstechniken<br />

im Sinne eines maßgeschneiderten Konzeptes<br />

durch.<br />

Auch wenn ein Leistenbruch zunächst nur<br />

geringe Beschwerden verursacht, kann die Erkrankung<br />

von einem Moment auf den nächsten<br />

lebensbedrohlich werden. Niepmann warnt:<br />

„Klemmt sich der Bruchinhalt, also Teile der nach<br />

außen getretenen inneren Bauchorgane ein, wird<br />

aus dem kleinen Leistenbruch ganz schnell ein<br />

echter Notfall. Nur im Einzelfall, z. B. wenn sie der<br />

Patient überhaupt nicht spürt oder wenn Nebenerkrankungen<br />

eine OP zu gefährlich machen,<br />

kann darüber nachgedacht werden, eine OP<br />

aufzuschieben oder nicht durchzuführen.“<br />

In der Regel erfolgt die Vorstellung im Krankenhaus<br />

mit der Verdachtsdiagnose einer Hernie<br />

durch den Hausarzt. In der Sprechstunde wird die<br />

Diagnose durch Anamneseerhebung, klinische<br />

Untersuchung und bei Bedarf durch Ultraschall<br />

gesichert. Bei Bauchwandhernien besteht in der<br />

Regel eine OP-Indikation. Gegebenenfalls sind vor<br />

einer Operation noch weitere Untersuchungen,<br />

wie z. B. eine CT oder MRT, nötig.<br />

Im Benedictus Krankenhaus Tutzing werden<br />

unterschiedlichste und modernste Operationsverfahren<br />

angeboten. Dabei wird grundsätzlich<br />

ein schonendes minimalinvasives Verfahren<br />

bevorzugt, welches auf die individuellen Bedürfnisse<br />

des Patienten abgestimmt ist. Dafür bieten<br />

sich bei der Versorgung von Hernien vier unterschiedliche<br />

Verfahren an: minimalinvasiv oder<br />

offen sowie mit und ohne Netz.<br />

Zur Stabilisierung der Bauchwand bei Nabelund<br />

vorderen Bauchwandhernien stehen modernste<br />

minimalinvasive Techniken, wie z. B. die<br />

IPOM-Technik (Intraperitoneale Onlay-Mesh-<br />

Technik) zur Verfügung. Dabei handelt es sich<br />

um ein minimalinvasives OP-Verfahren zur Versorgung<br />

von bestimmten Hernien der Bauchdecke.<br />

Bei Kombination von Nabel- und vorderen<br />

Bauchwandbrüchen mit der sogenannten Rektusdiastase,<br />

dem Auseinanderweichen der<br />

geraden Bauchwandmuskulatur in der Mittellinie,<br />

kann das revolutionäre eTEP-Verfahren<br />

zur Anwendung kommen. Damit können bei<br />

Bedarf auch große Netze über nur vier kleine<br />

Hautschnitte von jeweils fünf bis zehn Millimetern<br />

Länge zwischen den Bauchwandschichten<br />

eingebracht werden. Außerdem wird bei diesem<br />

OP-Verfahren die laxe, auseinandergewichene<br />

Bindegewebsschicht in der Körpermitte wieder<br />

gerafft und somit ein schönes kosmetisches<br />

Ergebnis erzielt.<br />

Weitere Hernienarten wie die Hiatushernie,<br />

der sog. Zwerchfellbruch im Bereich der Speiseröhre,<br />

oder auch seltene Bruchformen wie<br />

z. B. die parastomale Hernie, eine Sonderform<br />

der Narbenhernie, werden ebenfalls meist laparoskopisch<br />

durchgeführt.<br />

Vor allem der laparoskopische Eingriff wurde<br />

in den letzten beiden Jahrzehnten hin zur dreidimensionalen,<br />

hochauflösenden 3-D-/4-K-<br />

Darstellung im OP weiterentwickelt und ermöglicht<br />

den Chirurgen ein räumliches Sehen wie<br />

beim offenen Operieren, gepaart mit einer optimalen<br />

Ausleuchtung und Vergrößerung. In der<br />

Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie<br />

im Benedictus Krankenhaus Tutzing kommt die<br />

Technik nun in ihrer modernsten Ausprägung<br />

zum Einsatz. Viele Eingriffe, die in der Vergangenheit<br />

offen chirurgisch durchgeführt wurden,<br />

können nun zunehmend minimalinvasiv<br />

vorgenommen werden – und das sogar präziser<br />

und sicherer.<br />

Auch ist durch die 3-D-Technik ein höheres<br />

Konzentrationsniveau der Chirurgen bei der<br />

Operation möglich und dadurch eine erhöhte<br />

Sicherheit gegeben.<br />

Oberstes Ziel ist es, Patienten in höchster<br />

medizinischer Qualität zu behandeln und die<br />

Genesungszeit nach einer Operation so kurz wie<br />

möglich zu halten, um so die rasche Rückkehr in<br />

einen belastbaren Alltag zu gewährleisten.<br />

Chefarzt Dr. Niepmann und sein Team<br />

informieren Sie gerne über das für Sie beste<br />

Vorgehen bzw. das auf Sie maßgeschneiderte<br />

Operationsverfahren.<br />

Dr. Gerhard Niepmann<br />

Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie<br />

Tel. 08158 23-112<br />

allgemeinebauchchirurgie-bkt@artemed.de<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstr. 5<br />

82327 Tutzing<br />

Infos und Termin online buchen:<br />

www.krankenhaus-tutzing.de<br />

BENEDICTUS KRANKENHAUS<br />

TUTZING


SeeKultur<br />

SeeMensch<br />

EIN MEISTER DER<br />

FEINEN TÖNE<br />

Schauspieler, Schriftsteller, Drehbuchautor, Synchronsprecher:<br />

Philipp Moog arbeitet auf vielen Ebenen mit Erfolg.<br />

Vor Kurzem ist sein neuer, brillant erzählter Roman erschienen.<br />

Ein Besuch in seinem Zuhause am Starnberger See zeigt:<br />

Leidenschaftlicher Gartengestalter ist er auch!<br />

TEXT<br />

KATJA SEBALD<br />

Foto: Christian Hartmann<br />

118


SeeKultur<br />

BAD UND ZIMMER CONCEPT<br />

Mit Leidenschaft und Stil<br />

Advertorial<br />

Kate und Matthias lieben solides Handwerk und<br />

schönes Design. Mit bad und zimmer concept leben<br />

sie ihre Passion und entwickeln gemeinsam mit ihren Kunden<br />

Konzepte für Badezimmer und Zuhause zum Wohlfühlen.<br />

Im Fokus stehen dabei klare Linien, dezente Farben,<br />

hochwertige Möbel und ein ganzheitlicher Ansatz. Hier gibt es<br />

keine Einrichtung von der Stange, beraten und geplant wird<br />

sehr individuell: Im gemeinsamen Gespräch geht es um<br />

persönliche Bedürfnisse, die jeweilige Wohnsituation und<br />

darum, was gefällt. Mit aus ge fall enen Möbeln, mod ernen<br />

Ob jekt en und Accessoires wird dann ein Ort erschaffen, der<br />

Glücksmom ente schenkt und der Persönlichkeit entspricht.<br />

Interior-Ideen und Eindrücke ihrer Arbeit zeigen die beiden<br />

in ihrem Showroom im umgebauten „Wieserhof“.<br />

Verwunschen schön: Im Garten<br />

von Philipp Moog wachsen<br />

Farne, Funkien und Co. so<br />

üppig, dass man sich in einen<br />

Dschungel versetzt fühlt<br />

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PRAXIS<br />

FÜR<br />

ZAHNHEILKUNDE<br />

Es gibt im neuen Roman von Philipp Moog<br />

einen Mann, der in schlaflosen Nächten<br />

durch den Garten wandert und mit seinen Pflanzen spricht.<br />

Der in der Dunkelheit einer alten Eibe über die Rinde streicht<br />

und den raschelnden Blattbeweg ungen einer Pappel lauscht.<br />

Er bewundert die für die Nacht zusammengefalteten Blätter<br />

des Schlafbaums und verspricht dem frostempfindlichen<br />

Mammutblatt seine Für sorge in der kalten Jahreszeit.<br />

„In jeder meiner Figuren steckt etwas von mir selbst“,<br />

sagt Philipp Moog. Mit seinem Protagonisten Justus teilt<br />

er den „Pflanzentick“.<br />

Vor vier Jahren kehrte der Schauspieler und Autor nach<br />

Stationen in New York, Berlin und München an den Starnberger<br />

See zurück. Er kaufte mit seinem Lebenspartner ein Haus<br />

in Sibichhausen, das praktisch nur aus Fenstern und Garten<br />

besteht. Ein Architekt hatte sich in diesem ländlich geprägten<br />

120<br />

Ortsteil von Berg Anfang der siebziger Jahre aus ein paar<br />

Stahlbeton-Rasterbauteilen, die von einem Klinikbau übrig<br />

geblieben waren, einen Bungalow hinstellen lassen. Schon ein<br />

paar Jahre später war das Flachdach undicht und er verkaufte<br />

das Haus, praktisch abbruchreif, an einen Kollegen. Der<br />

Architekt Hermann Schröder, 1975 an den Lehrstuhl für<br />

Entwerfen und Gebäudelehre der TU München berufen,<br />

beschäftigte sich früh mit ökologischen Fragestellungen des<br />

Wohnungsbaus. Er erkannte die Schönheit des kargen Glas-<br />

Betonbaus und machte daraus ein lichtes Familienwohnhaus.<br />

Klug nutzte er die Hanglage und brachte hinter jeder der<br />

großen Scheiben ein würfelförmiges Kinderzimmer unter,<br />

außerdem setzte er dem Flachbau ein Satteldach auf und<br />

begrenzte das Grundstück zur Straße hin mit einem langen<br />

Schuppen, der zugleich Garage, überdachter Freisitz und<br />

Gewächshaus ist.<br />

Fotos: Privat<br />

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SEE-TIPP:<br />

Der Bismarckturm am<br />

Ostufer des Starnberger<br />

Sees ist einer von Philipp<br />

Moogs Lieblingsorten.<br />

Ebenso mag er den<br />

Spazierweg, der von dort<br />

durch den Wald nach<br />

Allmannshausen<br />

führt.<br />

Das Schreiben, das beinahe so lange zu seinem Leben<br />

gehört wie die Liebe zu Pflanzen, war zunächst ein Hobby:<br />

aufwendige Briefkorrespondenzen, dann erste Szenen, niedergeschrieben<br />

als Zeitvertreib auf Reisen und in Drehpausen,<br />

schließlich Drehbücher. Auch als Romanautor erzählt<br />

Philipp Moog mit feinem Gespür für leise Nuancen und für<br />

Atmosphärisches, sodass eine fast filmische Dichte entsteht.<br />

In „Anderwelt“ nähert er sich einem Familiengeheimnis aus<br />

mehreren Perspektiven. Ausgehend von der Todesanzeige<br />

für den Patriarchen, mit der er auf der ersten Seite des Buchs<br />

seine Figuren einführt, taucht er nach und nach in die<br />

Wahrnehmungswelten der einzelnen Familienmitglieder<br />

ein. Eigentlich, so könnte man meinen, haben sie alle die<br />

gleiche Geschichte, die sie jedoch auf höchst unterschiedliche<br />

Weise erleben. Oder, um mit einer der Romanfiguren<br />

zu sprechen: „Der Mensch ist wie ein Radio. Wir sind in der<br />

Lage, verschiedene Programme oder Kanäle zu empfangen.<br />

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Gabriele Schröder aber, die Frau des Architekten, sah vor<br />

allem die Besonderheiten des Grundstücks: Im Lauf der vierzig<br />

Jahre, in denen sie das Haus bewohnte, legte sie auf der Nordseite<br />

– in dem geschützten Bereich zwischen Schuppen und<br />

Haus, der wie ein Innenhof wirkt – einen üppigen Schattengarten<br />

mit Teich an. Auf der etwas höher gelegenen Gartenseite<br />

hinter dem Haus, die sich nach Süden hin weitet, entstand eine<br />

locker bepflanzte Wiese, die beinahe nahtlos in die angrenzenden<br />

Pferdekoppeln übergeht. Nach dem Tod ihres Mannes zog<br />

sie zu ihren Kindern nach Hamburg, 2018 verkaufte sie das<br />

Haus schweren Herzens. Unter den vielen Interessenten<br />

wählte sie nicht zufällig Philipp Moog aus: Er war schon als<br />

Jugendlicher zu Gast in ihrem Haus gewesen und kannte jedes<br />

Zimmer, mit einem ihrer Söhne ist er noch immer eng befreundet.<br />

Vor allem aber versprach er ihr, sich um den Garten<br />

zu kümmern. Und auch für Philipp Moog war nicht das Haus<br />

selbst, sondern der Garten ausschlaggebend für den Kauf.<br />

Er bewahrt die uralten Eichen ebenso wie die Obstbäume, die<br />

Brombeerranken und das Schilf. Aber er hat im Schattengarten<br />

durch geschickte gestalterische Eingriffe eine fast<br />

dschungelartige Atmosphäre geschaffen, die selbst an einem<br />

grau verhangenen Tag im Spätwinter spürbar ist. Ebenso hat<br />

er den Sonnengarten ausgelichtet und noch weiter geöffnet.<br />

Ein Familiengeheimnis, drei<br />

Generationen, viele Wahrheiten<br />

Der Patriarch T.H. Bethmann liegt im<br />

Sterben, ein dunkles Geheimnis in seiner<br />

Vergangenheit hat das Leben der ganzen<br />

Familie belastet – und drängt jetzt mit<br />

Macht an die Oberfläche. Der besondere<br />

Clou: Die Geschichte wird aus unterschiedlichen<br />

Perspektiven der Familienmitglieder<br />

erzählt. Karl Rauch Verlag<br />

1961 in München geboren und in Berg aufgewachsen,<br />

fand Philipp Moog bereits während der Schulzeit über die<br />

Theatergruppe des Starnberger Gymnasiums zur Schauspielerei.<br />

Seine Liebe zu Pflanzen ist noch viel älter: Als Kind habe<br />

er beim Zahnarztbesuch in den Töpfen auf den Fensterbänken<br />

kontrolliert, ob die Pflanzen noch mit Wasser versorgt<br />

sind, erzählt er. Nach der Schule absolvierte Moog eine Schauspielausbildung,<br />

1983 spielte er in dem US-amerikanischen<br />

Spionagefilm „Die Libelle“, im Original „The Little Drummer<br />

Girl“, an der Seite von Diane Keaton und Klaus Kinski. Anschließend<br />

ging er für drei Jahre nach New York, studierte an<br />

der Neighborhood Playhouse School of the Theatre, war Ensemblemitglied<br />

in Joanne Woodwards Actor’s und Director’s<br />

Lab und besuchte die berühmte Juilliard School. Nach seiner<br />

Rückkehr Ende der 1980er-Jahre wurde Moog vor allem<br />

durch Rollen in „Derrick“ und „Tatort“ auch in Deutschland<br />

bekannt. Zuletzt war er in der opulenten Verfilmung von Tanja<br />

Kinkels Roman „Die Puppenspieler“, in der Netflix-Serie<br />

„Hindafing“ und in „Lang lebe die Königin“, dem letzten Film<br />

mit Hannelore Elsner, zu sehen.<br />

Fast noch bekannter als Philipp Moogs Gesicht ist allerdings<br />

seine so charakteristische wie wandlungsfähige Stimme,<br />

die er Ewan McGregor leiht, auch als Obi-Wan Kenobi in<br />

„Star Wars“. Außerdem ist er die Synchronstimme von<br />

Owen Wilson, Orlando Bloom und Neil Patrick Harris, bekannt<br />

als Barney Stinson aus „How I Met Your Mother“. Auch<br />

Hörbuchproduktionen und Fernsehdokumentationen gehören<br />

zu seinem Sprecheralltag.<br />

Darüber hinaus ist Philipp Moog seit Langem als Autor<br />

tätig. Mit Frank Röth entwickelte und schrieb er die<br />

RTL-Serie „SK-Babies“, 1997 für den Adolf-Grimme-Preis<br />

nominiert. Im Team verfassten sie auch die Drehbücher<br />

für mehrere Folgen der ZDF-Krimi-Reihen „Sperling“<br />

und „Der Alte“ sowie das Theaterstück „Die Nadel der Kleopatra“.<br />

2008 erschien Philipp Moogs Romandebüt „Lebenslänglich“,<br />

im vergangenen Herbst folgte „Anderwelt“.<br />

Fotos: Privat<br />

»Ich möchte eine andere<br />

Welt erschaffen«<br />

Philipp Moog<br />

Und jedes Programm wird auf einer anderen Schwingungsfrequenz<br />

gesendet. Und auf jeder Schwingungsfrequenz<br />

existiert eine andere Wirklichkeit. Eine andere Welt.“<br />

Über seinen Garten sagt Philipp Moog, dass ihm Sichtachsen<br />

wichtig sind. Er beobachtet das Entrollen der Farnblätter<br />

und zählt die Blüten der Schachbrettblumen, er freut sich über<br />

die ersten Schneeglöckchen ebenso wie über Moos, das auf den<br />

Steinen wächst. Eine Achtsamkeit im Kleinen, ohne das große<br />

Ganze aus den Augen zu verlieren, zeichnet ihn als Erzähler<br />

wie als Gärtner aus. „Ich möchte eine andere Welt erschaffen“,<br />

sagt er. Er könnte damit ebenso seinen Roman meinen wie das<br />

Haus, das er stilvoll renoviert und eingerichtet hat, ohne ihm<br />

seinen Glashaus-Charme zu nehmen. Durch jedes der vielen<br />

Fenster blickt man aus einer anderen Perspektive in den Garten<br />

– immer wieder in eine andere Welt.<br />

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122<br />

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SeeKultur<br />

SPIEL MIT DEN<br />

ELEMENTEN<br />

2018 haben Bokyung<br />

Kim und ihr Mann<br />

Minsoo Lee das Keramikatelier<br />

SOOBO in<br />

Dießen gegründet<br />

Aus Wasser, Ton und Feuer schaffen Bokyung Kim<br />

und Minsoo Lee filigrane Porzellankeramiken.<br />

Ihr Atelier SOOBO liegt – nicht ganz zufällig – in<br />

Dießen am Ammersee<br />

TEXT AYLA AMSCHLINGER<br />

FOTOS ATELIER SOOBO, ZEITTER (2020)<br />

Klare Formen mit einem<br />

Twist zeichnen die Stücke<br />

von Atelier SOOBO<br />

aus: „Wir schätzen die<br />

Bauhaus-Ästhetik und<br />

lassen uns oft von<br />

Architektur inspirieren“<br />

Während im Atelier die Drehscheibe<br />

surrt, meint man an besonderen<br />

Tagen das sanfte Schwappen der Wellen zu hören – der See<br />

liegt nah. An anderen Tagen muss Bokyung Kim die Ladentür<br />

schließen, wenn draußen an der Kreuzung lautes Hupen<br />

ertönt, weil es Rückstau zum Seeparkplatz gibt. Dann setzt<br />

sich die Keramikkünstlerin an ihren Arbeitsplatz und<br />

vergisst beim Formen einer Tasse oder Vase sämtlichen<br />

Alltagsstress um sich herum. „Beim Drehen von Porzellan<br />

muss man sich wirklich konzentrieren. Das ist meditativ,<br />

wie Yoga“, lacht Bokyung Kim. Gemeinsam mit ihrem Mann<br />

Minsoo Lee betreibt sie seit 2018 das Keramikstudio SOOBO<br />

in Dießen am Ammersee. „Bei der ersten Atelierbesichtigung<br />

war wunderschönes Wetter, das war zur Frühlingszeit,<br />

im April oder Mai“, erinnert sich Kim. „Als ich damals mit<br />

der Regionalbahn hier ankam, habe ich mich sofort in den<br />

Ort verliebt. Die Landschaft, der See, der Blick auf die Alpen!<br />

Ich wusste, wenn wir hier unser Atelier eröffnen könnten,<br />

wäre das unglaublich für unsere Arbeit.“<br />

Ein Gedanke, der sich so ähnlich auch zahlreichen anderen<br />

Kunstschaffenden aufgedrängt haben muss. Dießen<br />

ist berühmt für sein Kunsthandwerk, die Gemeinde am<br />

Ammersee übt eine magische Anziehungskraft auf Künstler,<br />

Maler und Literaten aus. Bereits um 1900 siedelten sich vermehrt<br />

bildende Künstler an, traditionsreiche Handwerkskunst<br />

wie die Zinngießerei blickt in Dießen auf eine lange<br />

Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurück. Heute ist der Ort<br />

vor allem für seine Keramik bekannt, der jährlich stattfindende<br />

Töpfermarkt ist einer der größten in Europa. Sein Ruf<br />

eilt Dießen sogar bis nach Asien voraus …<br />

Keramik und Porzellan genießen in Korea einen hohen<br />

kulturellen Stellenwert, das erste koreanische Steingut wird<br />

auf 8000 v. Chr. datiert. An der Seoul National University<br />

kann man heute Keramik studieren, Bokyung Kim und<br />

Minsoo Lee haben dort ihren Master in Crafts & Design abgeschlossen<br />

und sich auf Porzellan spezialisiert. Nach einigen<br />

Jahren als freischaffende Keramikkünstler zog es die beiden<br />

jedoch nach Deutschland. „In Korea gibt es nicht viele<br />

124


SeeKultur<br />

»Beim Drehen von<br />

Porzellan muss man sich<br />

wirklich konzentrieren.<br />

Ich vergesse dann alles<br />

um mich herum«<br />

SEE-TIPP:<br />

Neben Spaziergängen<br />

an der Uferpromenade<br />

in Dießen empfiehlt<br />

Bokyung Kim als<br />

Lieblingsschwimmort<br />

Wartaweil auf der<br />

anderen Ammer see-<br />

Seite.<br />

Töpfermärkte, wo man mit Sammlern oder Kunden direkt zusammentrifft“,<br />

erklärt Kim. „Ich bekam entweder einen Anruf<br />

einer Galerie oder eines Shops mit einigen Bestellungen<br />

und habe danach produziert. Auf Dauer war mir das aber zu<br />

langweilig.“ Als großer Bauhaus-Fan erfüllte sie sich schließlich<br />

ihren Traum vom Produktdesign-Studium in Halle. Danach<br />

fiel die Wahl für die Ateliergründung auf Dießen. Über<br />

30 Werkstätten verschiedenster Künste zählt die Gemeinde,<br />

ein Ausstellungspavillon am Seeufer gibt einen Überblick, was<br />

in Dießen künstlerisch entsteht. „Durch die ADK, die Arbeitsgemeinschaft<br />

Diessener Kunst, können wir Kontakte zu anderen<br />

Kunstschaffenden knüpfen und uns immer mehr mit den<br />

traditionellen Formen vertraut machen, für die die Dießener<br />

Keramik bekannt ist. Aber natürlich sieht man auch sofort,<br />

dass unser Porzellan ganz anders gestaltet ist“, sagt Kim.<br />

Porzellan ist ein sehr empfindliches Material, da es sich<br />

mineralisch anders zusammensetzt als Ton oder Steinzeug.<br />

Das Formen verzeiht keinerlei Fehler und erfordert absolute<br />

Präzision. „Mich haben die Übungen mit Porzellan anfangs<br />

wirklich wütend gemacht.“ Bokyung Kim schmunzelt.<br />

„Ich musste mich da viel mehr konzentrieren. Das<br />

klingt vielleicht zunächst ein bisschen komisch, aber genau<br />

das fasziniert mich daran. Wir gießen keine Formen<br />

im Atelier SOOBO, sondern arbeiten nur mit der Drehscheibe.<br />

Man kann so schnell und direkt arbeiten. Diese<br />

Exaktheit und dieses Pure daran gefallen mir sehr.“<br />

Die Leidenschaft für ihr Tun sieht man Kims und Lees<br />

perfekt anmutenden Stücken an. Montags bis sonntags sind<br />

die beiden regulär in ihrem Atelier anzutreffen – von zwölf<br />

Uhr mittags bis Mitternacht. „Die Keramik ist unser Job,<br />

aber gleichzeitig auch unser Hobby“, erklärt Kim. Nach<br />

einem späten Frühstück besprechen Kim und Lee, was auf<br />

dem Tagesplan steht, danach geht es direkt los: Drehen,<br />

Brennen, Glasieren. Die einzelnen Zeitpunkte, in denen getrocknet<br />

oder abgedreht wird, sind sehr entscheidend. „Da<br />

darf nichts zu trocken oder zu nass sein. Ein weiterer Grund,<br />

warum wir ständig im Atelier sind“, lacht die Keramikerin.<br />

Zwischen Porzellanstaub und Konzentration gibt es natürlich<br />

auch Pausen, um durchzuatmen und Inspiration zu<br />

schöpfen. Dann führt sie der Weg vom Studio direkt an die<br />

Dießener Seepromenade. „Eigentlich spazieren wir jeden<br />

Tag am See – das ist Erholung pur. Dort sprechen wir über<br />

unser Leben, den Alltag und Ideen für die Zukunft.“<br />

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkung<br />

freuen sich Bokyung Kim und Minsoo Lee auf die wieder<br />

stattfindenden Töpfermärkte und haben noch so einiges<br />

vor. Mit anderen jungen Dießenern würden sie gerne kreative<br />

Projekte anstoßen. Sich austauschen, gemeinsam<br />

etwas entwickeln, Neues erschaffen – und so dem Ort ein<br />

kleines Danke zurückgeben. Was für ein schöner Plan!<br />

Impressum<br />

<strong>SeeMagazin</strong>, Jahresausgabe <strong>2022</strong><br />

KONTAKT ZUM SEEMAGAZIN<br />

Tel. 08151 959974<br />

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www.seemagazin.de<br />

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Sabine Schönmann (V.i.S.d.P.)<br />

Tel. 08151 959974<br />

schoenmann@seemagazin.de<br />

LEITUNG MARKETING<br />

& SALES<br />

Elke Ross<br />

Tel. 0177 7190445<br />

ross@seemagazin.de<br />

LEITUNG REDAKTION<br />

Sandra Djajadisastra<br />

MANAGING EDITOR<br />

Barbara Webinger<br />

GRAFIK<br />

Nina Breindl (Art Direction),<br />

Marisa Friedrich, Claudia Homer,<br />

Dominik Lange, Sophia Rackl<br />

REDAKTION<br />

Ayla Amschlinger, Marlene<br />

Irausek, Sarah Krammer,<br />

Amelie Pfeiffer, Alissa Selge,<br />

Anna-Lena Wolfarth<br />

BILDREDAKTION<br />

Elina Gathof (Leitung),<br />

Jasmin van de Loo<br />

FREIE MITARBEITER<br />

DIESER AUSGABE<br />

AUTOREN<br />

Martin Arnold, Martin Fraas,<br />

Silke Heuschmann, Kathrin<br />

Hollmer, Karin Lochner, Katja<br />

Sebald, Christian Stüwe<br />

FOTOGRAFEN<br />

Barbara Bonisolli, Peter von Felbert,<br />

Luana Freitag, Elina Gathof,<br />

Jan Greune, Constantin Mirbach,<br />

Michela Morosini,<br />

Hendrike Tesch, Nila Thiel<br />

ILLUSTRATORIN<br />

Lia-Charleen Royla (frei)<br />

SCHLUSSREDAKTION<br />

Lektorat Süd, Gisela<br />

Haberer-Faye/Marion Riecke,<br />

www.lektorat-sued.de<br />

OFFICE SEEMAGAZIN<br />

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DAS SEEMAGAZIN WIRD<br />

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Geschäftsführer:<br />

Dr. Markus Schönmann<br />

Marie Bressem<br />

Amtsgericht: München,<br />

HRB 192756, Sitz der<br />

Gesellschaft: München<br />

PAPIER<br />

Das Papier dieser Ausgabe<br />

stammt aus nachhaltig,<br />

ökologisch und sozial<br />

verant wortungsbewusst<br />

bewirtschafteten Wäldern.<br />

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Das <strong>SeeMagazin</strong> <strong>2022</strong> ist bereits die 18. Ausgabe. Wer eine Ausgabe<br />

verpasst hat, kann sie zum Sonderpreis von 3,50 Euro pro Heft bestellen. Die<br />

gesammelte Kollektion gibt es für 39,90 Euro. Jeweils zzgl. Versandkosten.<br />

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Gold Standard Klimaschutzprojekt „Sauberes Trinkwasser für<br />

Schulen in Afrika“ der Klimaschutzagentur natureOffice. Im<br />

Rahmen der Aktion werden kosteneffizient und nachhaltig moderne<br />

Wasser aufbereitungstechnologien für öffentliche und private<br />

Schulen in Nigeria, Kenia und Uganda zur Verfügung gestellt.<br />

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die Uhr kann man Bokyung Kim und Minsoo Lee auf Instagram folgen<br />

und Einblicke in den Atelier-Alltag erhalten: @bokyung.minsoo<br />

www.facebook.com/seemagazin<br />

@seemagazin auf Instagram<br />

126


SeeGenuss<br />

Wie schön,<br />

dieser Glitzer!<br />

TEXT SILKE HEUSCHMANN<br />

FOTO LOUISA MARIE SUMMER<br />

Da ist es wieder, dieses ganz spezielle Funkeln auf dem Wasser in<br />

der Sonne, verteilt auf Milliarden flimmernder Flächen. Sie kommen so schnell, wie sie gehen,<br />

wechseln sich in Sekundenbruchteilen ab, tanzen in immer neuen Formationen. Sie reflektieren<br />

einfach nur das Sonnenlicht, würden nüchterne Menschen sagen. Alle anderen feiern dieses Lichttheater<br />

der Natur. Kneifen kurz die Augen zusammen, weil dann aus den Punkten Sterne werden,<br />

die ineinanderschmelzen – Special Effects vom Feinsten. Wer sein Herz öffnet, wird davon trunken.<br />

Und versteht die glucksende Aufforderung, einfach nur diesen einen Moment zu genießen.<br />

Und den nächsten. Und nächsten. Und nächsten …<br />

128


SeeSpecial<br />

Zum guten Schluss<br />

Auf Instagram gibt's das „SeeMag to go“ das ganze Jahr<br />

über – mit Genussmomenten, inspirierenden Menschen aus<br />

der Region und Fotografien zum Träumen<br />

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130


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