Broschüre JAWOHL 02 / 2022
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kostenlos, Ausgabe -
AWOhl
Das Magazin des AWO Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen e.V.
ONE
LOVE
DANKEWIR
Ihre AWO-Herzregion in Thüringen
Regionalverband
Mitte-West-Thüringen e.V.
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Wir freuen uns, Sie wieder täglich kulinarisch mit Snacks, wechselnden Tagesgerichten
und hausgebackenem Kuchen verwöhnen zu dürfen.
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VORWORT
Liebe AWO-Freundinnen,
Liebe AWO-Freunde,
Liebe Leserinnen und Leser,
wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit, die uns alle miteinander
gleichermaßen beschäftigt. Dies ist ein wesentlicher
Grund dafür, den Fokus in den kommenden Monaten und Jahren
auf Zusammenhalt, Zusammenarbeit und Vertrauen zu legen.
Viele Mitmenschen sind durch diese sehr speziellen Anforderungen
niedergedrückt, haben vielleicht die Orientierung in
ihrem Leben verloren, benötigen Hilfe im täglichen Leben
oder sind der Verzweiflung nahe. Da ist es gut, dass es einen
starken AWO Sozialverband Mitte-West-Thüringen gibt. In vielfältiger
Weise werden hier im Ehren- und Hauptamt in den unterschiedlichen
Gliederungen des Verbandes nicht nur Angebote
unterbreitet, sondern es wird sehr engagiert und aktiv
rund um die Uhr daran gearbeitet, für unsere Schutzbefohlenen
da zu sein. Wie dies von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
engagiert getan wird, davon konnte ich mich persönlich
in mehreren Einrichtungen überzeugen.
Dankbar erfüllt bin ich von den Gesprächen mit einigen Mitarbeitenden
und auch Bewohnerinnen und Bewohnern von
Pflegeeinrichtungen oder auch Kindern und deren Eltern, wie
die Arbeit unseres Verbandes anerkannt, geschätzt und geachtet
wird. Dies dürfen wir dankbar und auch stolz zum Ausdruck
bringen.
Eine Zusammenfassung unserer Arbeit konnten alle Delegierten
zur Tagung des Regionalausschusses in Bad Tennstedt hören,
einige berichteten sogar selbst aus ihren eigenen Bereichen.
Für alle Präsidiumsmitglieder war dies nochmals der Beweis
dafür, dass unser Verband stark ist und zielorientiert arbeitet.
Der damit verbundene interne Austausch aller Delegierten
trägt zum Zusammenhalt bei.
Dafür dürfen wir dankbar sein. Wir können Kraft daraus schöpfen
und in Vielfältigkeit und gegenseitiger Achtung die Arbeit
fortsetzen. Freuen Sie sich auf die untersetzten Berichte und
Informationen auf den kommenden Seiten dieses neuen
JAWOHL Magazins. Hier erhalten Sie nicht nur Informationen
zu den aktuellen Angeboten des Verbandes. Mit Stolz und
Achtung dürfen wir auch die unterschiedlichen Aktivitäten der
Einrichtungen und deren Erfolge vorstellen, die oft auch durch
besondere Ehrungen und Auszeichnungen von anderen Institutionen
und den Kommunen anerkannt werden.
Vor wenigen Tagen traf sich der Ausschuss des AWO Landesverbandes
Thüringen e.V. zur diesjährigen Sitzung. Es war und
ist eine Freude, auch hier zu lesen und zu hören, welche positiven
Veränderungen der Sozialverband vorgenommen hat. Wir
können ruhigen Gewissens sagen, dass die AWO in Thüringen
wieder in der Öffentlichkeit einen anerkennenden Platz eingenommen
hat. Besonders beeindruckend und wichtig ist dabei
die Arbeit des Landesjugendwerkes der AWO Thüringen. Auch
hier ist unser Verband Mitte-West-Thüringen aktiv und eng in
die Arbeit einbezogen, um bereits jetzt unsere Zukunft zu gestalten.
Ein weiterer Kernpunkt der Arbeit des Landesausschusses war
der Beschluss der Erfurter Erklärung. Der Leitgedanke „Solidarität
und Daseinsvorsorge stärken Vertrauen, Zusammenarbeit
und Demokratie in Krisenzeiten vereinigt alle Inhalte und
Forderungen an die Europa-, Bundes- und Landespolitik, die
aus unserer Sicht nun besondere Beachtung finden müssen
und ein entsprechendes politisches Handeln erfordern.
Wir sind OneTeam Unser Ansporn ist nicht nur zu fordern,
sondern auch selber aktiv zu werden. Dankbar, begeisternd
und anspornend dürfen wir aus der Friedensgala mit dem Orchester
des Nationaltheaters Kharkiv Ukraine und namhaften
internationalen Opernsolist innen herausgehen. Dieses Benefizkonzert
für die kriegsgebeutelten Menschen der Ukraine hat
einmal mehr gezeigt, dass Musik Friedensbotschafterin und
seelische Stärkung für die tägliche Arbeit ist. Die gemeinsame
Organisation durch Mitarbeitende des Regionalverbandes, ehrenamtlich
Engagierte aus der Ukraine und der Stadt Weimar
hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg hin zu einer internationalen,
solidarischen Gemeinschaft sind. Unsere Bemühungen
um Solidarität und Frieden dürfen nicht nachlassen,
diese Pflicht eint uns Menschen Vorstandsvorsitzender Frank
Albrecht brachte dies sehr emotional zur Eröffnung des Konzertes
zum Ausdruck.
Jede Krise ist auch eine Chance. Diese bekannte Aussage wird
in allen Aktivitäten des Regionalverbandes sichtbar. Sie bringt
aber auch die Herausforderung zum Ausdruck, mit Vertrauen
und großer Zuversicht alle Aufgaben anzugehen und mit
Dankbarkeit auf das Erreichte zurückzublicken.
Wir wünschen Ihnen ein interessantes, spannendes und
freudiges Leseerlebnis.
Christian Lohmann
Vorsitzender Präsidium, AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.
Inhalt
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Vorwort
WIR-gemeinsam WIR-together
Ein persönlicher Rückblick
Jahre LEONARDO
Tanz ins neue Schuljahr
Hinterfragt: Praktikum in der Quartiersarbeit
in Jena und Weimar
ein Einblick
Freude schenken durch Kunst und Kultur im Öffentlichen Raum
Künstlersymposium in Bad Tennstedt
„Tränklers Rollender Zoo
zu Besuch im Dachwiger Zwergenland
„Wings of harmony
Faszinierende Bewegungen im Seniorenzentrum „Am Paradies
Where do the children play
Sozialraumteam Weimar-West
Piratenfrauen und Meerjungmänner segeln um die Welt
Kindergarten „Jenzigblick
Achtsamkeitsseminar „Herbstliebe
Zeit, Dinge sein zu lassen
Das sind wir
Die Fachstelle Interkulturelle Öffnung
Organisationsentwicklung: Unser Weg zur Systemischen Kita
Kindergarten „Schatzinsel
Hinterfragt: Kann ich mit behinderten Kindern arbeiten
Vom Kindergarten in die Überregionale Frühförderstelle
Was isst mein Kind
Probeverkostung für Familienangehörige im AWO Kindergarten „Schatzinsel
„Auf der Suche nach dem Zauberstein
Familienwandertag des AWO Kindergartens „Henriette Suchsland Obermehler
Hinterfragt: Für den Arbeitsmarkt dis qualifiziert
Arbeitsladen Jena
WIR-gemeinsam
WIR-together
Ein persönlicher Rückblick S.
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RESILIENZ
Wie wir auch in schwierigen Zeiten zufrieden leben und arbeiten
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Familienzentrum mobil
Familienzentrum Bad Langensalza
Hinterfragt: Zahlen.
Fachdienst für Migration und Integration Mühlhausen
Gleiche Bildungschancen für alle
Early Excellence
Neuer Betriebsrat
Neuer Ortverein für Dachwig
Hier spielt die Musik
Rettet die Sprach-Kitas
Benefizkonzert mit Operngala
in der Weimarhalle
Am Wochenende Hühnerdienst
Kindergarten Villa Lustig
Demokratie und Schule. Respekt Coaches
Ein Programm mit Zukunft
ONE TEAM
Fachdienst für Integration und Migration
Seite Beratung zu Alter Technik in der Wohnberatung Jena
„Ein Leben lang zu Hause wohnen
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Inspirierende Fortbildungsveranstaltungen für Betreuungskräfte
Qualitätsmanagement
Aktionswoche zur Demenz
im Seniorenzentrum „Am Heiligenberg
Vorgestellt: Tagespflegen Magdala und Weimar
Neue Ideen im Pflegealltag
Mit Kompetenz gegen den Fachkraftmangel
In allen Pflegeberufen fehlen Fachkräfte.
Unser Verband wird digital
Wie die Digitalisierung unsere Personalabteilung verändert
Mit großen Schritten hin zum neuen AWO-Tarifvertrag - Teil
Azubitag
Mit unseren Auszubildenden auf Abenteuertour
Wer stehenbleibt, fällt schneller um
Oder wie der Mensch aus Bequemlichkeit verlernt hat,
sich an seine Umwelt anzupassen.
Schlaglichter
Vorgestellt
Seite Was sagt Ihr Herz Mitgliedsantrag
Seite
Impressum
WIR-gemeinsam
WIR-together
Mein Rückblick auf dieses Jahr fand in meinem letzten Urlaub seinen Anfang.
Selten hatte ich einen Urlaub so ersehnt.
Mein Körper lechzte nach Erholung und einer Auszeit.
Und nun lassen sie mich gerne mit meinen ganz besonderen
Erlebnissen durch unser Verbandsgebiet gedanklich
wandern. Von West nach Ost unseres Verbandsgebietes
werde ich meine Erlebniswanderung gehen, und ich
werde nicht auf die Jahreszeiten achten.
Das tat mir schon auf meinem Weg nach Mühlhausen
leid. Als ich dort jedoch ankam, sah ich viel Aktion, viele
Aktive, viele Unterstützer innen und viele Besucher innen.
Trotz Regen und Nässe. Und die beiden Organisatorinnen
Manuela Vogt und Heidi Kunstmann führten gut
gelaunt und gut durchnässt durch ein gut organisiertes
Programm. Zwei echte AWO-Mitmacherinnen
In Mühlhausen
Nun führt mich mein Weg weiter nach Dachwig. Im Mühlenhof
treffen sich einige engagierte Menschen. Nancy
Stiller, langjährige Vorsitzende des Fördervereins im
Dachwiger Kindergarten trifft sich mit Interessierten um
einen neuen AWO-Förderverein zu gründen. Mit vielen
neuen Mitgliedern und Unterstützer innen möchte sie im
neuen Verein „Gemeinsam für Dachwig viel Gutes tun.
Die Aktiven möchten die Dorf-Bibliothek aufpeppen, für
Es war in Mühlhausen. Irgendwann im Spätsommer, ich
war eingeladen. Eine kurze Rede war gewünscht. Auf einer
Demonstration gegen die Streichung eines wichtigen
Förderprogramms für sämtliche Sprachkitas in Deutschland.
Ungefähr zwei Hände voll Pädagog innen und weitere
Unterstützer innen haben sich nach Bekanntwerden
der politischen Entscheidung zusammengesetzt und eine
Aktion ins Leben gerufen. Eine Aktion, die friedlichen und
sachlichen Protest organisieren sollte. Und diese handvoll
Engagierter hat die richtigen Initiativen für die Städte
Jena, Weimar und Mühlhausen gut geplant. Nun, genau
an dem ausgemachten Tag der Demonstrationen regnete
es. Was sag ich, es goss wie aus Kannen. Den ganzen Tag.
neue Sitzbänke im Ort sorgen und die Jugendarbeit ankurbeln.
Mich beeindruckt soviel Elan und Engagement
Total Wenn in diesen Tagen sich immer mehr Menschen
auch zurückziehen…nicht hier in Dachwig Hier sortiert
sich eine neue Kraft für den Ort und die Gemeinschaft.
Ehrenamtlich
Weiter führt mich mein Weg nach Weimar. Hier überzeugen
viele fleißige „WeUniteds immer wieder mit ihren
Aktionen. Sie sind so nennenswert engagiert, so bemerkenswert
einfallsreich und so wichtig für die Stadtgesellschaft.
Mit ihren Aktionen und Aktivitäten unterstützen
sie immer wieder wichtige Anliegen in Weimar. Ob eine
Organisator innen der Aktion „Hier spielt die Musik .
Ausstellung, die an die vielen im Dritten Reich ermordeten
Sinti und Roma erinnert, ob die Organisation permanenter
Hilfe in sämtlichen Facetten für geflüchtete Men-
schen, die Organisation von Hilfstransporten in die Ukraine
oder nicht zuletzt der großen Opern-Gala für Frieden
in der Ukraine, der AWO-Förderverein WeUnited ist nimmermüde
Die Weimarer Stadtgesellschaft darf sich glücklich
schätzen und unseren Regionalverband macht dieses
bürgerschaftliche Engagement richtig stolz.
Verbundenheit
Bevor es weiter geht, erinnere ich mich auch sehr gern an
mein Treffen mit den aktiven Organisator innen unserer
Protestaktion „Hier spielt die Musik . . Den großen
Goethe haben wir in seinem Weimarer Wohnhaus besucht
und auf diese wichtige Aktion zurückgeblickt. Es zeichnet
einen sozial-aktiven Mitgliederverband ganz besonders
aus, wenn er in jeder Weise in der Lage ist, mit einer guten
Kampagne gegen falsche politische Entscheidungen
wirksam zu werden. Das ist uns wieder gelungen und so
war es mir ein großes Vergnügen, die Aktiven nach Weimar
einzuladen. Allergrößte Freude empfand ich auch bei
der Auszeichnung mit dem „Thüringer Siegel für Gesunde
Arbeit in Gold. Allen daran Beteiligten gebührt großer
Dank und Wertschätzung.
Voll fokussiert
Aber weiter geht s nach Jena über Magdala. In unserem
dortigen Kompetenzzentrum kann jeder Besucher in diesem
Jahr auch so manche interessante Entstehung und
Entwicklung beobachten. In unserer Servicegesellschaft
AWO Carenet hat ein neues Führungsteam den Besen
geschwungen und viel aufgeräumt. Neue Ideen verbunden
mit einer ausgeprägten Teamorientierung werden
den Weg in eine neue Zukunft ermöglichen. Conny Rauscher
ist es mit ihren neuen und erfahrenen Mitstreiter innen
gut gelungen, die Gesellschaft für alle zukünftigen
Aufgaben gut aufzustellen.
OneTeam
Und die ganz unterschiedlichen Wege der Pflegeangebote
möchte ich ebenfalls gerne erwähnen. Stephan Merkel
leistet mit seinen über dreißig Kolleg innen im ambulanten
Pflegedienst Weimarer Land beispielhaftes Ihm gelingt
es mit seinem Team, meisterlich Innovation und eine
ganz bemerkenswerte Aufgaben- und Umsatzentwicklung
zu verbinden. Fast geräuschlos hat sich der Dienst in
den vergangenen fünf Jahren zu dem stabilen Dienst im
Weimarer Land entwickelt. Super nachgefragt und ein
sehr wichtiger Pflegepartner für viele Menschen, die auf
Hilfe und Pflege zu Hause angewiesen sind.
OneTeam
Und damit nicht genug. Zwei Türen weiter im Magdalaer
Pflegehotel entwickelt Ulrike Lehmann mit ihrem Team
die erste kleine Pflege-Hochburg mit fachlichem kinästhetischem
Ansatz. Kinästhetik beinhaltet das gemeinsame
Lernen und Entwickeln von Bewegungsabläufen,
die auf die individuellen Fähigkeiten der Pflegeperson
abgestimmt sind. Dadurch wird die Mobilisation sowohl
für die Pflegekräfte als auch für die Pflegebedürftigen
leichter und angenehmer. Den Aktiven im Pflegehotel
wünsche ich viel Erfolg mit dem Pilotprojekt, und ich
wünsche mir sehr, dass die gesammelten Erfahrungen
und Kenntnisse bald in all unseren Pflegeeinrichtungen
das Leben etwas leichter machen.
Nun aber auf nach Jena.
Hier treffe ich wieder auf viele Kolleg innen, die sich verbinden,
um gemeinsam ihre Einrichtungen weiterzuentwickeln.
Und diese freundschaftliche Kollegialität und
Verbundenheit der Kindergarten-Führungskräfte beeindruckt.
Sie spricht für das Team, und sie spricht auch für
uns. Um nur ein paar wenige Ergebnisse und inhaltliche
Highlights dieses fruchtbaren Zusammenwirkens zu nennen:
Der Kindergarten Schatzinsel hat sich erfolgreich auf
den Weg zum „systemischen Kindergarten gemacht, und
das gipfelt darin, dass sie sich bis jetzt mit großem Erfolg
um den Deutschen Kita-Preis bewerben. Das Erreichen
der zweiten Runde spricht für sich Freuen können sich
auch alle im Team des Jenzigblick Als eine der ersten in
Thüringen wurden sie mit großem Erfolg als Einrichtung,
die den Early Excellence-Ansatz fest im Konzept verankert,
zertifiziert.
Bei Early Excellence geht es vor allem darum, die Fähigkeiten
eines jeden Kindes individuell zu fördern und
den Eltern zu vermitteln, wo die Stärken ihrer Kinder
liegen. Außerdem öffnen sich Kitas und andere Early Excellence-Einrichtungen
nach außen und vernetzen sich
mit Kooperationspartner innen im Stadtteil. Weitere Kindergärten
im Regionalverband haben sich ebenfalls auf
den Weg zu diesem Konzept gemacht, und ausnahmslos
ALLE glänzen mit interessanten und innovativen Konzepten
und stellen sich immer wieder wichtigen und guten
Projekten. Voll fokussiert OneTeam Verbunden Ziele und
Visionen So treffe ich auch Führungskräfte aus Pflegeeinrichtungen,
die sich damit befassen, einen besonderen
pädagogischen Ansatz den man überwiegend in Schulen
und Kindergärten antrifft in ihren Einrichtungen zu implementieren.
Pflegeeinrichtung, die nach dem Ansatz
von Maria Montessori arbeiten. In unserer Region ein Novum
Und den Pflegefachleuten und Pädagog innen
beim Diskutieren zuzusehen, wie es gehen kann, einen
pädagogischen Ansatz, den wir bisher eher im Bereich
der früh-kindlichen Pädagogik antreffen, in der Pflege
zum Leuchten zu bringen. Absolut interessant
Ziele und Visionen Ganz am Schluss gibt es noch ein
Highlight Am . . durfte ich in Jena mit dem
Oberbürgermeister den . Jenaer Ehrenamtspreis überreichen.
Frau Dr. Kraus ist eine sehr würdige Preisträgerin.
Verbundenheit
Am Ende meiner kleinen Wanderung durch unser Verbandsgebiet,
in der ich wirklich nur ein paar wenige Beispiele
kurz gestreift habe, möchte ich nicht unerwähnt
lassen, dass es auch noch einiges zu tun gibt. Leider habe
ich auch Beispiele erlebt, wo es bisher nicht allen gelungen
ist, sich voll zu fokussieren, sich als OneTeam zu organisieren,
sich mit allen wichtigen Partner innen im innen
und außen gut und fest zu verbinden. Es gibt auch Einrichtungen
und Bereiche, die sich mit ihren Zielen und
Visionen noch viel intensiver auseinandersetzen müssen.
Also, es gibt noch einiges zu tun Aber eines kann ich
nach meiner Tour durch den Regionalverband klar und
deutlich sagen: ich habe sehr viel WIR gesehen Überall
da, wo die großen und auch kleinen Erfolge blitzen.
Überall da, wo es sehr gut gelingt, die Aufgaben und
Herausforderungen zu meistern, steht das WIR
WIR-gemeinsam WIR-together
Dieses Motto wird uns im kommenden Jahr sehr eng
begleiten. Ich freu mich darauf.
Herzliche Grüße
Frank Albrecht
Vorstandsvorsitzender
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.
FREIE GANZTAGSSCHULE LEONARDO
Jahre
LEONARDO
Tanz ins neue Schuljahr
Von Mira Luserke ehemalige Schülerin
Das neue Schuljahr an der Leonardo Schule begann dieses Jahr ganz anders, als es die Schülerinnen und Schüler gewohnt
sind. Schon am ersten Tag startete ein Tanzprojekt in Kooperation mit der traditionsreichen Tanzschule Näder aus Jena. Mit
diesem Projekt, welches aus dem EDISON-Fonds finanziert wurde, konnten schon zu Beginn des Schuljahres die
Gemeinschaft und der Spaß in der Schule gefördert werden.
Am Montagmorgen startete die Gruppe „Randeuropa in
der Aula mit ihren Tanzlehrern Florian Kühmstedt und
Marcel Knebel. „Randeuropa , das sind die Stammgruppen
„Kaukasus , „London und „Oberstufe .
Gegenüber, in der POM-Sporthalle, brachten Nicole Näder
und Andrea Schmidt die Stammgruppen der vierten bis
sechsten Klasse in Schwung. Nach zweistündiger Action
ging es für die Schülerinnen und Schüler dann zurück in
ihre Klassenräume für all das, was zu Beginn eines Schuljahres
an Organisation zu tun ist. So wurde die Aula frei
für die Kleinsten aus den Klassen - , von denen einige
hier erst zwei Tage zuvor ihren Schulanfang feiern durften
und auch schon ohne Tanz mächtig aufgeregt ihrem
allerersten Schultag entgegenfieberten.
In der Sporthalle wurde Platz für die Gruppe „Mittelmeer ,
bestehend aus den Stammgruppen „Rom ,„Sizilien
und „Korsika . In Altersmischung fiel es gerade
den jüngeren Heranwachsenden etwas leichter, ihre
Hemmungen abzulegen und Kontakt zu einem Tanzpartner
oder einer Tanzpartnerin aufzubauen. Auch die Größe
der Gruppen erlaubte es, im Schutz der Menge Neuland
zu betreten und die eigenen Grenzen zu überschreiten.
Beim Paartanz der Großen konnte man für sich bestimmen,
ob man „Junge oder „Mädchen tanzte, was für
manche Aufheiterung sorgte.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die ersten drei Tage
Zeit, für je zwei Stunden ihre Tänze zu trainieren. Bei den
Großen hatten es die Tanzlehrer und Tanzlehrerinnen am
Anfang der Woche noch schwer, zu motivieren und Tanzstimmung
zu erzeugen. Bei den Jüngeren sah das schon
anders aus. Mit ihrer positiven Energie konnte Andrea die
Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse
sofort für das Vorhaben der kommenden Tage begeistern.
Die Pädagoginnen und Pädagogen bekamen die Chance,
als Lernende mitzutanzen und zu beobachten, wie manche
ihrer Schützlinge beim Tanzen ganz neue Qualitäten
zeigten.
„Am Anfang dachte ich, dass es bestimmt langweilig
wird. Aber die Trainerin hat das richtig cool gemacht und
es hat total Spaß gemacht. Schülerin Kl.
Am Donnerstag füllte sich schon . Uhr der Parkplatz
gegenüber der Schule für die Generalprobe, in der die
Tänzer und Tänzerinnen zum ersten Mal auch das Gelernte
der anderen Gruppen sehen sollten. An dieser Stelle
geht ein herzlicher Dank an das DRK für die unkomplizierte
Nutzung des Parkplatzes für unsere Show Nicole Näder
brachte alle Schülerinnen und Schüler ab der vierten
Klasse in die richtige Startposition. Die Aufführung begann
mit dem „Busstop , den die ganze Schule von der
ersten bis zwölften Klasse mit den Lehrern und Lehrerinnen
gemeinsam tanzte. Anschließend präsentierten die
Kleinsten ihre ersten zwei Tänze zu mitreißender Musik in
deutscher Sprache, sodass Tänzer und Tämzerinnen wie
Publikum folgen konnten. Nachdem auch die Kinder der
vierten bis sechsten Klasse ihren ersten Tanz präsentiert
hatten, kamen die Ältesten an die Reihe und tanzten zu
YEAH von Usher und k Magic von Bruno Mars. Dann
präsentierten die Jüngeren ihre nächsten Tänze. Dabei
konnten die jungen Tänzerinnen und Tänzer das Publikum
mit ihrer guten Laune anstecken und zu immer lauterem
Mitsingen bringen.
Nun durften die Großen zu den Klängen von Salsa, Cha
Cha Cha und langsamem Walzer zeigen, was sie in dieser
Woche an Paartänzen gelernt hatten. Gab es in den Proben
noch anfängliche Berührungsängste mit dem Tanzpartner
oder der Tanzpartnerin, konnte man am Donnerstag
davon nichts mehr sehen, und alle Schülerinnen,
Schüler, Lehrerinnen und Lehrer machten eine gute Figur
auf dem Tanzparkett, äh nein, Tanzparkplatz.
Den krönenden Abschluss bildete ein Überraschungstanz
für alle. Da er für jeden neu war, war auch das Publikum
aufgefordert, sich von den Stühlen und Bänken zu
erheben und mitzumachen. Dieser gemeinsame Abschluss
bestärkte einmal mehr die starke Gemeinschaft
an der Leonardo-Schule. Auch wenn zu Beginn der Woche
nicht alle Schülerinnen und Schüler von dem Tanzprojekt
überzeugt waren, zeigten alle bei der Abschlussaufführung,
wie viel Spaß ihnen das Tanzen machte.
Vielen Dank an die Tanzschule Näder, die mit ihrem Elan
und ihrer Begeisterung für eine tolle Auftaktwoche im
. Schuljahr der Leonardos sorgte
Kontakt:
Freie Ganztagsschule LEONARDO
Schulleiter: Sebastian Pester
Marie-Juchacz-Straße,
Jena
Telefon
Telefax
info leonardo-jena.de
www.leonardo-jena.de
HinterFRAGT
Foto: Maria Rosenberg absolviert als Studentin
der Ernst-Abbe-Hochschule ihre Praktikumsarbeit
im AWO Regionalverband
Hallo, ich bin Maria und studiere an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena Soziale Arbeit im bald dritten Semester. Für mein
Orientierungspraktikum habe ich mich für die Quartiersarbeit interessiert, und so bin ich zum „Treff im Tal im Ziegenhainer
Tal gekommen. Warum Quartiersarbeit Ich finde die Idee eines Ortes wunderbar, an dem alle Menschen willkommen sind,
sich generationsübergreifend vernetzen und Angebote für verschiedene Zielgruppen stattfinden. In der heutigen Welt, in
der es nicht mehr notwendig ist, seine Nachbar innen zu kennen und in der viele Menschen unter Einsamkeit leiden, erscheint
mir sowas wichtig, und es interessierte mich, wie so ein Ort entsteht und koordiniert wird. Der „Treff im Tal ist noch
ein recht junger Bürgertreff, bis . Waren die Räumlichkeiten in Trägerschaft des DRK, und somit noch in der Etablierungsphase.
Eine herausfordernde Aufgabe ich war gespannt, was mich erwarten würde.
Im März absolvierte ich die ersten drei Wochen und
arbeitete mit Frau Eberhardt und Frau Untertrifaller zusammen.
Ich bekam Einblicke in die Organisation, baute
Kontakt zu den Müttern in der Krabbelgruppe und im
Elterncafé und zu den Senior innen beim Spielenachmittag
auf. Nebenbei unterstützte ich Frau Eberhardt bei
der Erstellung von Veranstaltungsflyern oder beim Pflegen
der Social-Media-Accounts. Zu dieser Zeit verschärfte
sich auch der Krieg in der Ukraine und Frau Untertrifaller
wurde beauftragt, eine Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete
in Winzerla zu koordinieren. Da meine Hilfe hier
dringender gebraucht wurde, verbrachte ich einen Teil
der Zeit dort und packte mit an, wo es nötig war. Meine
Aufgaben waren vorrangig, die vielen eingegangenen
Sachspenden, wie Hygieneartikel und Kleidung, zu erfassen
und zu sortieren, sowie bei der Essensausgabe und
der Zubereitung des Abendbrots zu helfen. Leider besitze
ich weder ukrainische noch russische Sprachkenntnisse,
wodurch ich kaum Kontakt zu den geflüchteten Menschen
aufbauen konnte. Kommunikation erfolgte durch
Gestikulieren und Lächeln. Für mich war das eine besondere
und intensive Zeit. Es war nicht so, wie mein Prakti-
kum eigentlich hätte aussehen sollen. Der Krieg hatte die
Umstände geändert, und dies zeigte mir auf, wie wichtig
es ist, flexibel zu sein und auf aktuelle Nöte zu reagieren.
Auch das ist Soziale Arbeit. Entscheidend ist der Dienst
am Menschen. Die drei Wochen vergingen schnell, und
danach starteten wieder die Vorlesungen. Die zweite Hälfte
des Praktikums war für September bis Anfang Oktober
angesetzt, und ich war gespannt, was sich bis dahin alles
im Ziegenhainer Tal entwickelt hat.
Nach fünf Wochen Semesterferien im Sommer begann
der zweite Teil des Praktikums. Auf struktureller Ebene
hatte sich einiges verändert. Im Ziegenhainer Tal arbeitete
ich nun mit Frau Anne Bösemann zusammen. Da sie
nicht jeden Tag im Treff arbeitet, weitete sich mein Tätigkeitsbereich
nach Weimar in das „AWO-Stübchen aus.
Dort wurde ich sehr freundlich aufgenommen und bekam
noch einmal neue Einblicke in die Quartiersarbeit, da das
„AWO-Stübchen schon einen größeren Besucher innen-
Stamm, etablierte Angebote und zahlreiche Kooperationspartner
innen aufgebaut hatte. Auch hier begleitete
ich die Angebote und half bei der Vorbereitung, zum Beispiel
des Gedächtnistrainings für Senior innen, einen Vortrag
von der Polizei zum Thema Trickbetrug oder Bewegung
mit Musik für Senior innen.
Zudem konnte ich an einer Teamsitzung und einer AWO-
Weiterbildung zum Thema „Demokratie stärken teilnehmen.
Frau Bösemann freute sich sehr, dass ich ihr ein wenig
Arbeit abnehmen konnte und für sie die Erstellung
des Veranstaltungskalenders und der aktuellen Aushänge
übernahm. Zusammen führten wir auch einen Babybesuch
im Auftrag des Gesundheitsamts in Weimar-Nord
durch, begrüßten einen neuen Erdenbürger und lernten
die Eltern kennen. Das war eine sehr schöne Erfahrung.
Insgesamt war das Praktikum für mich eine gute Zeit. Ich
lernte viele unterschiedliche Menschen kennen, die Herausforderung
ebendiese zu erreichen und für die Angebote
zu gewinnen, zu sehen wie es funktionieren kann
und die Menschen bereichert. Wohin mich der Weg nach
meinem Studium führt, weiß ich noch nicht, aber ich
weiß, dass mir das Arbeitsfeld Quartiersarbeit Freude bereitet
und ich mir eine Arbeit in diesem Bereich vorstellen
kann. Ich werde auch die Entwicklung des „Treffs im
Tal weiter verfolgen und bin gespannt, wie das Netzwerk
weiter wachsen wird.
Kontakt:
Treff im Tal
Ansprechpartnerin: Anne Bösemann
Franz-Kugler-Straße ,
Mobil
treffimtal
AWO-Stübchen
Jena
awo-mittewest-thueringen.de
Ansprechpartnerin: Nancy Bösemann
Projekt „Stärkung Teilhabe Älterer Menschen und
„Gesund in Weimar-Nord
Ettersburger Straße , Weimar-Nord
Mobil
n.boesemann
Sprechzeiten:
awo-mittewest-thueringen.de
Montag bis Freitag von . bis . Uhr;
jeden Dienstag auch vor Ort
Foto: oben Hintere Reihe v.l.n.r. : Peter Duus,
Ricardo Villacis, Christian Schmidt, Tim Weigelt,
Volker Sesselmann, Jenny Eichler, Immanuel Kraus,
Robby Schubert, Frank Albrecht Vorstandsvorsitzender
AWO Regionalverband , Vordere Reihe
v.l.n.r. : Thomas Frey Vorsitzender VG Bad Tennstedt ,
Jens Weimann Bürgermeister Bad Tennstedt ,
Sylvia Itzen, Stella Dutz.
Foto rechts: Stella Dutz bei der Arbeit
KÜNSTLERSYMPOSIUM
Freude schenken
durch Kunst und Kultur
im Öffentlichen Raum
Kunst und Kultur an Orte bringen, an denen Menschen leben und verweilen. Kunst und Kultur hürdenlos erfahr- und erlebbar
machen. Diese beiden wichtigen Aufgaben haben wir uns vor dem Hintergrund eines sozialen Miteinanders auf die
Fahnen geschrieben. Als Ergebnis eines Künstlersymposiums können die Bewohner innen und Besucher innen der Kurstadt
Bad Tennstedt in einem neuen Skulpturenpark zehn individuell gefertigte Skulpturen betrachten.
„Künstlersymposium: Romantischer Frieden
Das Jahr stand ganz im Zeichen des . Geburtstages
von Friedrich von Hardenberg, besser bekannt als
Novalis. Der berühmte deutsche Schriftsteller und Philosoph
prägte die Kurstadt Bad Tennstedt maßgeblich.
Die Stadt veranstaltete mit dem AWO Regionalverband
Mitte-West-Thüringen e.V. ihm zu Ehren vom . .
Juni ein Künstlersymposium.
Zehn Skulpturen aus Holz und Stein wurden zum Thema
„Romantischer Frieden von Künstler innen aus unterschiedlichen
Regionen gefertigt, darunter Christian
Schmidt aus Rauschwitz, Jenny Eichler aus Jena und Stella
Dutz aus Leipzig. Mit dieser Kunst im öffentlichen Raum
wurde ein gemeinsames Zeichen für unsere Werte ge-
setzt: Solidarität, Toleranz, Freiheit und Gerechtigkeit
An jedem Tag dieser Festwoche gab es einen Themenschwerpunkt
rund um Kunst und Kultur. So wurde beispielsweise
die Ausstellung „Auf der Lebensreise mit
Novalis eröffnet oder eine musikalisch-literarische Lesung
veranstaltet.
Den krönenden Abschluss des Symposiums stellte
schließlich die Einweihung des Skulpturenparks mit der
Übergabe der Kunstobjekte an die Stadt Bad Tennstedt
dar. Im kommenden Jahr findet das Künstlersymposium
in der Landgemeinde Unstrut-Hainich statt. Als symbolischen
Staffelstab enthüllte dafür die Künstlerin Stella
Dutz ihre Skulptur namens „Kundalini .
KINDERGARTEN „ZWERGENLAND
„Tränklers Rollender Zoo
zu Besuch im Dachwiger Zwergenland
Was für eine Aufregung und Vorfreude zum Abschluss unseres wunderbaren Safari-Sommers, hatten wir uns
am . . den „Rollenden Zoo nach Dachwig eingeladen. Was uns da wohl erwarten würde Wir alle, Groß
und Klein, waren sehr gespannt, denn bereits am Vorabend baute sich der Zoo auf dem Alten Sportplatz auf
und sorgte somit schon für einige neugierige Blicke.
Am Donnerstagmorgen kamen zunächst unsere Kleinsten,
nämlich die Wichtel, in den Genuss, sich die exotischen
Tiere anzusehen. Neben Alpakas, Frettchen und
einem Krokodil hatten unsere Wichtel vor allem Spaß an
den zwei Riesenschildkröten, die ein paar gemütliche
Runden über den Sportplatz drehten und viele Streicheleinheiten
von unseren jüngsten Kindern erhaschten.
Im Anschluss daran sahen wir sie einfahren die Tschu-
Tschu-Bahn mit den Kindern aus dem Kindergarten Bad
Tennstedt. Wir haben uns riesig darüber gefreut, dass die
Tennstedter Kinder und Erzieher unserer Einladung gefolgt
sind und sich zusammen mit uns das Programm für
die größeren Kinder angesehen haben. Herr Tränkler
stattete sich nun mit einem Mikrofon aus und gab das
Signal, dass die Show beginnen könne. Alle waren sehr
aufgeregt. Zunächst wurden uns die Alpakas vorgestellt,
gefolgt von den Frettchen Susi und Strolch. Die Kinder
erfuhren auf eine humorvolle Art und Weise viel Wissenswertes
über die einzelnen Tiere und ihren Lebensraum,
die Essgewohnheiten, über Größe und Gewicht, und sie
hatten jedes Mal die Möglichkeit, die Tiere zu streicheln
und zu füttern. Besonderen Respekt hatten sowohl Kinder,
als auch Erzieher vor der Begegnung mit dem Krokodil
und der Riesenschlange. Die Mutigsten unter ihnen
durften sich die Schlange sogar um den Hals hängen
was für ein Erlebnis Zum Abschluss hatte Herr Tränkler
noch eine große Hüpfburg im Gepäck, auf welcher die
Kinder sich noch austoben durften.
Nach diesen vielen Eindrücken knurrte nun auch schon
allen mächtig der Magen. Da das Wetter an diesem Tag so
wundervoll mitspielte, konnten wir mit allen Kindern ein
schönes Picknick auf dem Sportplatz veranstalteten und
ließen uns leckere Wiener im Brötchen und bunte Brause
schmecken lassen. Wir verweilten noch einige Zeit auf
dem Sportplatz, verabschiedeten die Kinder und Kolleg
innen aus dem „Haus Sonnenschein Bad Tennstedt
und begrüßten noch ein paar Kinder aus der Grundschule
Dachwig, die ebenfalls noch die Gelegenheit hatten, sich
die Show des „Rollenden Zoos anzusehen. Auch hier
haben wir uns sehr gefreut, dass sie unserer Einladung
gefolgt sind.
Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle aber
vor allem an unseren Bürgermeister Volker Aschenbach
und die Gemeinde Dachwig. So war es ohne Probleme
möglich, diesen ereignisreichen Tag auf dem Sportplatz
zu organisieren, und sogar die Fußballer verlegten ihr
Training auf eine andere Örtlichkeit ein gewohnt tolles
Miteinander und Füreinander Vor allem aber möchten
wir uns auch für die großzügige finanzielle Unterstützung
durch die Gemeinde den Bürgermeister und einzelne
Spenden der Firmen TBH Israel, Mucks Lackierung und
des Mühlengrills bedanken. Ohne diese Unterstützer wäre
dieser wundervolle Tag nicht möglich gewesen.
Kontakt:
Kindergarten „Zwergenland
Leiterin: Franziska Feinbube
Herbslebener Str. ,
Telefon
zwergenland.lsz
Dachwig
awo-mittewest-thueringen.de
SENIORENZENTRUM „AM PARADIES
„Wings of harmony
Faszinierende Bewegungen
im Seniorenzentrum „Am Paradies
Ein Luftzug genügt, um die Schwingen dieses anmutigen
Mobiles in faszinierende Bewegungen zu versetzen. Das
Besondere: Am Ende richten sich die regenbogenfarbig
gestalteten Schwingen gleichmäßig und harmonisch
aneinander aus. Im asiatischen Bereich werden „Wings of
harmony zum Ausgleich gestörter Raumenergien und
zum Anregen des Chi Lebensenergie eingesetzt.
Inspiriert von der Fortbildungsveranstaltung für Betreuungskräfte
„Ein Bett mit Aussicht hatte der Förderverein
vom Seniorenzentrum „Am Paradies zusammen mit der
Sozialarbeiterin Sandra Hammermeister und interessierten
Senior innen gesägt, gestrichen und gebastelt, um
die „bewegte Idee für alle im Haus in die Tat umzusetzen.
Handwerkliches Geschick, gezielte Feinmotorik, Umgang
mit Farbe und Pinsel und das Erfreuen am sinnvollen Tätigsein
standen im Vordergrund dieses gemeinschaftlichen
Projektes im August. Entstanden sind farbenfrohe
Mobile aus Holz, die nun die Zimmer der bettlägerigen
Bewohner innen einladender gestalten und für harmonische
Schwingungen im Raum sorgen.
Unser Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit unserer Bewohner
innen solange wie möglich zu erhalten für andere
etwas herzustellen, das Gefühl zu erleben, gebraucht zu
werden und stolz auf ein fertiges Produkt zu sein. Die
nächste Idee ist bereits gefasst: Das Gestalten von Holzscheiben
zur weihnachtlichen Dekoration.
Kontakt:
Seniorenzentrum Am Paradies
Leiterin: Katja Bienert
Soproner Str. ,
Telefon
Telefax
E-Mail info.szp
Weimar
awo-mittewest-thueringen.de
SOZIALRAUMTEAM WEIMAR-WEST
Where do
the
children
play
Freitag, Schulschluss, aufgeregte Kinderstimmen in Erwartung
eines ungewissen Nachmittags in unserer Kindergruppe,
Freude, Wiedersehen und die Frage: „Was
machen wir heute
Die klassische Familienhilfe geht in Familien, arbeitet mit
einzelnen Personen und macht Hausbesuche. Seit gut
einem Jahr gibt es in Weimar einen Kurswechsel: Wir machen
jetzt Sozialraumorientierung Doch was verbirgt sich
hinter diesem Begriff, wie verändert dieses Konzept unsere
praktische Sozialarbeit
Heute bringen wir Kinder unserer Familien, die in sehr
diversen Verhältnissen aufwachsen, zusammen. Alle verbindet,
dass sie im gleichen Stadtteil wohnen, ähnliche
Interessen verfolgen und gern gemeinschaftlich ihre Lebenswelt
entdecken und mitgestalten wollen. Anfänglich
begleiteten wir zwei Kinder, die uns ihre Lieblingsorte im
Stadtgebiet zeigten. Die gemeinsamen Unternehmungen
waren nicht konfliktfrei. Es galt, sich in der Lautstärke zu
und sich, trotz aller Konkurrenzkämpfe, Woche für Woche
wiederzusehen. Wir setzten gemeinsam mit den Kindern
die Ideen um, wir kochten, bastelten und spielten Fußball.
Möglichkeiten, die Kindergruppe auszuweiten. Nicht selten
stehen Kinder am Rand des Geschehens und beobachten
mit Neugier das Treiben der aufgeweckten, spielenden
Kinder. Nach einer kurzen Ansprache bekundeten
die aufmerksamen Beobachter innen ihr Interesse, mitmachen
zu wollen. Auf diese Art entstehen immer wieder
neu Kontakte, Dynamiken und Austausch unter den Kindern.
Auch Gruppen von Kindern, welche untereinander
verstritten waren, fanden so einen Raum für gemeinsame
Erfahrungen und ein versöhnliches Zusammensein und
Erleben.
Inzwischen bekunden auch Eltern ihr Interesse, sich aktiv
in das Projekt einbringen zu wollen und erarbeiten bereits
eigene Ideen für die Zukunft der Kindergruppe. Ein derart
niedrigschwelliges Angebot eröffnet die Möglichkeit zur
Partizipation im Stadtteil weit über die Hilfen zur Erziehung
hinaus. Perspektivisch soll dieses gewachsene Angebot
nun Stück für Stück in die Hände von freiwilligen
Eltern und Ehrenamtlichen gegeben werden. So braucht
es in Zukunft nur noch eine rahmengebende Unterstützung
von Fachkräften, und wir können uns weiteren Projekten
zuwenden.
Allmählich entstand eine Gruppenidentität mit der Gewissheit,
sich aufeinander verlassen zu können. Der
nächste logische Schritt konnte nur sein, diese Gruppe
auch für andere Kinder zu öffnen. So bezogen wir Heranwachsende
mit ähnlichen Lebensthemen ein.
Inzwischen treffen wir uns jede Woche auf dem Reifenspielplatz,
im Zentrum von Weimar West. Durch den Charakter
des öffentlichen Raumes ergeben sich ganz neue
Kontakt:
Sozialraumteam Weimar-West
Ansprechpartnerin: Sandra Platt
Warschauer Str. b, Weimar
Telefon
familienhilfe.weimar
awo-mittewest-thueringen.de
KINDERGARTEN „JENZIGBLICK
Piratenfrauen
und Meerjungmänner
segeln um die Welt
Von Madita Singh, Sprachfachkraft.
Unsere Kita „Jenzigblick besitzt eine Vielfalt an verschiedenen Kinderbüchern, die vielfältige Lebensweisen und Familienmodelle
widerspiegeln. Ein Lieblingsbuch der Kinder ist „Käpten Knitterbart und seine Bande . In diesem Buch geht es um
ein Mädchen, das von Piraten entführt wird.
Die Piraten lachen das Mädchen aus, weil es sagt, dass die
Piraten Angst vor ihrer Mutter haben werden. Am Ende
kommt raus, dass die Mutter ebenfalls Piratin ist und ihre
Tochter rettet. Das Buch beinhaltet viele Aspekte, die es
ermöglichen, über Geschlechterrollen und Familienbilder
zu sprechen. Denn wir haben beobachtet, dass die Kinder
sowohl den Mädchen, als auch den Jungen Eigenschaften
auf Grund des biologischen Geschlechts zuschreiben.
„Jungen sind viel schneller als Mädchen , „Nur Mädchen
haben lange Haare , „Ein Mädchen darf nicht schmutzig
sein, sondern muss schön aussehen oder „Jungs dürfen
keine Angst haben . Das Buch bot die Grundlage für viele
Gedanken: Es wurde gemeinsam überlegt, aus welchen
Gründen die Piraten lachen, ob es wirklich Piratinnen gab
und geben kann oder ob auch Mädchen stark sein können,
ob es ok ist, wenn auch den Piraten vor Angst die
Knie schlottern und was wir brauchen, wenn wir Angst
haben. Diese Themen kamen immer wieder auf und haben
unsere Idee eines Theaterprojekts begleitet.
Es entstand zunächst ein Theaterprojekt, in dem die Kin-
Fotos: linke Seite Sprachfachkraft Madita Singh links
und Claudia Claus rechts pädagogische Fachkräfte.
Foto oben Kinder der AWO Kita Jenzigblick
der einzelne Szenen nachgespielten. Daraus entwickelte
sich schließlich ein Waldprojekt. Die Kinder entschieden,
dass sie viel lieber draußen als Pirat innen den Wald entdecken
wollen. Dort erwarten nun wöchentlich eine Vielzahl
an Aufgaben und Mutproben, die nur im Team gelöst
werden können. Durch das Projekt haben die Kinder die
Möglichkeit, sich in anderen Rollen und anderen Erscheinungsmerkmalen
auszuprobieren. Das passiert in einem
geschützten, begleiteten und dafür sensibilisierten Rahmen.
Indem die Kinder körpereigene Erfahrungen sammeln,
erleben sie sich als selbstwirksam, und das wiederrum
stärkt ihr Selbstbewusstsein. Die aktive Teilhabe der
Kinder am Projekt stärkt somit ihre individuellen Fähigkeiten.
Durch das Aufzeigen verschiedener Möglichkeiten
zum Geschlechts- Genderausdruck erweitern die Kinder
ihre Verhaltensmöglichkeiten, also ihr Repertoire an
Verhalten, Gedanken und Gefühlen. Die Kinder können
erfahren, was es für andere Lebensrealitäten gibt, und wie
vielfältig und bunt die Gestaltung des Lebens ist.
Das Entscheidende an dem Projekt ist: Das Thema entstand
aus den Kindern heraus. Das bietet uns die Möglichkeit,
all die Themen rund um „Vielfältigkeit auf Augenhöhe
zu besprechen. Kinder sind einerseits neugierig
auf neue und unbekannte Erfahrungen, andererseits
brauchen sie ihr gewohntes Umfeld, das ihnen Schutz
und Orientierung bietet. Daher ist es immens wichtig,
dass sie im Rahmen der Betreuung im Kindergarten in
ihrer Persönlichkeit unterstützt werden, denn hier verbringen
sie den Großteil ihres Alltags. Das Wissen um und
die Reflexion über die vielfältigen Diskriminierungsformen
und dem gesellschaftlichen Normierungsdruck darf
dabei nicht ausgespart werden, denn beides ist entwicklungshemmend
und schädlich für ein respektvolles und
tolerantes Miteinander. Mit dem Projekt begeben wir uns
auf die Entdeckung ihrer kindlichen Fantasie. Wir stärken
sie in ihrem Handeln und erweitern ihre Vorstellungskraft.
Es ist unsere Vision, dass Kinder die Möglichkeit haben,
sich in ihrer Individualität uneingeschränkt zu entwickeln,
ganz ohne „Schubladendenken
Symbolisch haben wir, bezugnehmend auf das Projekt
mit, unserem Förderverein ein Piratenschiff geplant, das
als Baumhaus in unserem Garten Einzug halten soll.
Kontakt:
Kindergarten Jenzigblick
Leiterin: Heide Broda
Karl-Günther-Straße , Jena
Telefon
Telefax
jenzigblick
awo-mittewest-thueringen.de
Achtsamkeitsseminar
„Herbstliebe
Zeit, Dinge sein zu lassen
Viel zu oft ist unser Alltag geprägt von Termindruck, Erwartungen und dem Gefühl, nicht allem gerecht werden zu können.
Unser Stresstoleranzfenster ist mehr als ausgereizt und wir fühlen uns wie in einem Hamsterrad. Wenn wir jedoch viel zu
oft unsere natürlichen Bedürfnisse nach Ruhe, Schlaf, wohltuendem Essen oder me-time Zeit für mich selbst übergehen,
kann das langfristig zu Unzufriedenheit und sogar Krankheit führen.
Im Frühjahr starteten wir deshalb im AWO Regionalverband
eine neue Veranstaltungsreihe zur Stärkung der psychischen
Gesundheit. In unserem neuen Seminar „Mit
mehr Achtsamkeit durch das Jahr wird das Thema Selbstfürsorge
in den Mittelpunkt gestellt.
Im gemeinsamen Austausch konnten wir erfahren, wie
die Teilnehmenden in ihrem privaten und beruflichen Alltag
Sorgen oder Ängsten begegnen und was sie tun, um
eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu
finden. Unsere Teilnehmerin Madlen Ladenberger, die seit
einem halben Jahr „Achtsamkeitsbeauftrage in ihrer Einrichtung
ist, nimmt sich seit dem Frühlingsseminar regelmäßig
me-time und reflektiert noch bewusster, was sie
stresst und was ihr gut tut. Eine andere Teilnehmerin nutzt
ihre Pausenzeit gezielt, um bei jedem Wetter spazieren zu
gehen und neue Kraft für den Nachmittag zu tanken.
Die Gegenwart im Hier und Jetzt bewusst er wahrzunehmen,
war ein wesentlicher Schwerpunkt des Herbstseminars.
So ist es gelungen, durch gezielte Übungen eine Verbindung
zu sich selbst herzustellen. Dabei kamen anhand
des DONBOSCO-Materials „Anti-Stress Karten für Erzieherinnen
zum Einsatz. Durch bewusste Konzentration, zum
Beispiel dem Umeinanderkreisen von Qigong-Kugeln auf
der Handfläche, wird die Lebensenergie aktiviert und
gestärkt. Zusätzlich trug die Begegnung in der buntgefärbten
Natur wesentlich zur wohltuenden Entspannung
der Teilnehmer innen bei und ließ aktuelle Sorgen für einige
Zeit vergessen. Es wurde gemeinsam gelaufen, gelacht
und immer wieder bewusst tief ein- und ausgeatmet.
Wenn es uns gelingt, dieses Zufriedenheitsgefühl auch im
Arbeits- und Familienalltag bewusst wahrzunehmen, kann
die körperliche und seelische Gesundheit dauerhaft stabil
bleiben. Das Zubereiten eines gemeinsamen Mittagessens
mit saisonalen, stärkenden Lebensmitteln ist ebenfalls fester
Bestandteil der Seminarreihe. Wärmende Zutaten, wie
Ingwer und Süßkartoffeln für eine kraftgebende Suppe,
ein selbst gebackenes Eiweißbrot mit Leinsamen für die
Stabilität der Psyche sowie gesunde Fruchtpralinen wurden
aufgetischt.
Appetit auf mehr Die Veranstaltungsreihe richtet sich an
alle Mitarbeitenden des Regionalverbandes und kann auch
als Teamveranstaltung organisiert werden. Das nächste
Seminar „Winterzauber findet am . Januar im AWO
Inkubator statt. Anmeldungen nimmt Frau Fenner per
E-mail gern entgegen:
n.fenner
awo-mittewest-thueringen.de
Kontakt:
Fachberaterin Nadine Fenner
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.
Soproner Str. b, Weimar
Handy:
E-Mail: n.fenner
awo-mittewest-thueringen.de
Maria Brückner Yvonne Ruhnau Tina Czada
Das sind wir
Die Fachstelle
Interkulturelle
Öffnung
Kira Dornoff
Olga Koeva
Was machen wir eigentlich Wir schulen, beraten und begleiten seit
verschiedene Einrichtungen Vereine,
Bildungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen zum Thema Vielfalt. Ziel ist es, dass alle Menschen gleichberechtigt
teilhaben können in der Arbeit, in der Freizeit und im Alltag z.B. Ämtern und Behörden . Hier bekommen Sie einen
Einblick in eine Auswahl unserer derzeitigen Projekte.
EVA: Erfolgsfaktor Vielfalt
Mit dem Projekt Erfolgsfaktor Vielfalt EVA begleiten wir
die interkulturelle Öffnung der Stadt Jena und der angrenzenden
Landkreise. In den vergangenen Jahren konnten
wir uns als zuverlässiger Partner der Stadtverwaltung Jena
etablieren und führen für verschiedene Einrichtungen,
Verwaltungen und Unternehmen regelmäßig Workshops
zu Themen wie „verständliche und bürgerfreundliche
Sprache ,„Vielfaltsgestaltung ,„Konflikte im Berufsalltag ,
etc. durch. Ziel dieser Schulungen ist, dass Mitarbeitende
auch in herausfordernden Situationen handlungssicher
bleiben und alle Bürger innen die Dienstleitungen der
Stadt Jena gleichermaßen in Anspruch nehmen können.
Besonders der Tag der Vielfalt, den wir seit mit der
Stadt Jena organisieren, hat sich als fester Bestandteil der
Veranstaltungsszene in Jena etabliert. Diesen planen wir
gemeinsam mit Jugendzentren und anderen Vereinen
und Beratungseinrichtungen, die auf die Bedürfnisse ihrer
Zielgruppen aufmerksam machen. Beim Tag der Vielfalt
wird jedes Jahr mit unterschiedlichen Aktionen, Musik
und Redebeiträgen die Vielfalt der Stadt Jena gefeiert und
ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung
gesetzt.
Vielfalt vor Ort begegnen
Im Projekt „Vielfalt vor Ort begegnen begleiten wir
Thüringer Kindertagesstätten im Prozess der interkulturellen
Öffnung. Das Projekt unterstützt dabei, einen
Agnes Steinmetzer
Anna Heinrich
Dorina Kastradi
Nina Stratil
Nicole Kömpf
Maria Bitar
inklusiven Umgang mit der täglich erlebten Vielfalt zu
finden, die unterschiedliche Lebensrealität der Familien
zu berücksichtigen und so größtmögliche Teilhabe zu
erreichen.
Herzstücke des Projektes sind die Analyse der Strukturen
sowie die Reflexion und Haltungsarbeit im Team. Zum
einen, da auch im Team vielfältige Ansichten und Lebensrealitäten
zusammenkommen, zum anderen, da das Team
den Alltag im Haus gestaltet auch über das Projekt
hinaus.
Aus dem Regionalverband sind folgende Kitas im Projekt:
Kita „Am neuen Ufer Mühlhausen, „Kreativkita Phantasia
Bad Langensalza, Kita „Seilermännchen Schlotheim, Kita
„Abenteuerland Jena, Kita „Schatzinsel Jena, Kita „Wirbelwind
Jena.
Aufbauend auf diese Überlegungen entstehen verschiedenste
praktische Maßnahmen. So zum Beispiel Kinderkongresse,
neue Arbeitsmaterialien oder die demokratische
Wahl von Kita-Vertrauenspersonen.
Pflege Interkulturell
Gesundheits- und Krankenpflege
Interkulturelle Öffnung in der
In diesem Projekt begleiten wir verschiedene Kliniken und
andere stationäre und ambulante Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
in Thüringen. Neben der längerfristigen
Begleitung bieten wir auch punktuelle Beratungen und
Schulungen zu interkulturellen Themen an. Themen sind
zum Beispiel kultursensible Pflege, Umgang mit Sprachbarrieren
oder die Teamintegration von internationalen
Fachkräften und Auszubildenden.
Im März haben wir den digitalen Fachtag „Auf Vielfalt
eingestellt: Vom Willkommen und Bleiben in Thüringen
Internationale Mitarbeitende in Gesundheitsberufen
mit dem Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement
durchgeführt. Es gab Vorträge zu den Gründen
und Chancen der Anwerbung internationaler Mitarbeitender
und zu den Praxiserfahrungen aus einer Thüringer
Klinik. Zudem wurden Workshops angeboten und eine
Podiumsdiskussion mit Vertreter innen der Politik, der
Kliniken und der AWO geführt. Fest stand dabei: Um
nachhaltig Fachkräfte zu gewinnen, muss Thüringen
attraktive Rahmenbedingungen schaffen. Das ist Aufgabe
der Politik, der Gesellschaft und der Einrichtungen.
Seit Sommer begleiten wir zudem die Arbeitsgruppe
„Pflege Interkulturell in unserem Regionalverband. Mit
dabei sind verschiedene Personen, unter anderem aus dem
Bereich Pflege der AWO in Thüringen. Wir haben uns zum
Ziel gesetzt, eine nachhaltige Vorgehensweise der Einstellung,
Einarbeitung und Teamintegration von internationalem
Personal auszuarbeiten.
Mehr dazu lesen Sie auf Seite .
Vielfalt Leben. Für eine zukunftsfähige Verwaltung
Seit Januar begleiten wir gemeinsam mit dem Thüringer
Zentrum für Interkulturelle Öffnung kurz: ThüZIKÖ
zwei Thüringer Landratsämter den Ilm-Kreis und das Altenburger
Land . Hier geht es darum, Öffnungsprozesse anzustoßen,
um gemeinsam mit Mitarbeitenden und Leitungskräften
ein Leitbild zu entwickeln und dieses umzusetzen.
Um dies zu erreichen, gibt es folgende Formate:
Es hat sich eine Arbeitsgruppe AG je Landratsamt gegründet,
die aus unterschiedlichen Hierarchieebenen
und Ämtern besteht. Von Fachbereichsleitungen bis
zum zur Sachbearbeiter in aus den Bereichen Jugendamt,
Gesundheit und Soziales und Öffentlichkeitsarbeit.
Es wurden Workshops zu verschiedenen Themen durch
geführt: Verständliche und bürgernahe Sprache, Umgang
mit Konflikten, vielfaltssensible Öffentlichkeitsarbeit,
sprachsensible Beratung
Themen, die in der AG besprochen werden:
Wie kann die Kommunikation intern und extern
verbessert werden
Wie schaffen wir mehr Serviceorientierung und
Bürgernähe
Wie können wir nachhaltiger arbeiten
Wie können wir der Digitalisierung begegnen
Wie schaffen wir ein wertschätzendes Arbeitsklima
Wie kann das Landratsamt ein attraktiverer Arbeitgeber
werden Home Office, Familienfreundlichkeit
Wie schaffen wir ein gutes Krisenmanagement
Fotos: Projekt Erfolgsfaktor Vielfalt EVA
Tag der Vielfalt
Foto oben , Pflegeprojekt Foto mitte , Projekt Erfolgsfaktor Vielfalt
EVA - Kochabend Foto unten
Erste Eindrücke aus der Fachstelle
Nina und Maria
Bereits zwei Monate sind vergangen, seit wir Nina und Maria als Werkstudentinnen
zur Fachstelle Interkulturelle Öffnung gestoßen sind. Zeit genug,
um herzlich ins Team aufgenommen zu werden, einen groben Überblick über
die vielseitigen Projekte und Themen zu erlangen und erste eigene Erfahrungen
im Durchführen von Workshops und Seminaren zu sammeln. Zeit auch,
um den besten und spannendsten Teil unserer Arbeit in der Fachstelle kennenlernen
zu dürfen die abwechslungsreiche Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten
Menschen, Teams und Einrichtungen. Was uns dabei direkt
aufgefallen ist: Werte wie Kommunikation auf Augenhöhe, ein respektvoller
Umgang mit Vielfalt und gesellschaftlicher Solidarität werden nicht nur in
Seminaren besprochen, sondern zeichnen die gemeinsamte Arbeit innerhalb
der Fachstelle aus. Sei es durch das Betonen der jeweiligen Stärken, der offenen
Kommunikation oder regelmäßigen Feedbackgesprächen. Diese Kultur
der Wertschätzung hat uns beim Einstieg in die Arbeit der Fachstelle sehr
unterstützt, und es ist eine Freude, Teil eines so diversen Teams zu sein.
Wussten Sie schon…
… dass die AWO Mitte-West-Thüringen im Jahr die Charta der Vielfalt
unterzeichnet hat Zu Vielfalt gehören laut der Charta der Vielfalt verschiedene
Dimensionen wie Alter, soziale Herkunft, ethnische Herkunft und Nationalität,
körperliche und geistige Fähigkeiten, Geschlecht und geschlechtliche
Identität, Religion und Weltanschauung sowie sexuelle Orientierung.
SCAN MICH
https: www.charta-der-vielfalt.de
fuer-arbeitgebende vielfaltsdimensionen
Kontakt:
Fachstelle Interkulturelle Öffnung
ikoe awo-mittewest-thueringen.de
Telefon
AWO KINDERGARTEN „SCHATZINSEL
Organisationsentwicklung
Unser Weg zur Systemischen Kita
Konzeptentwicklung vor ein paar Jahren abgeschlossen und jetzt Stillstand Nicht mit uns Wir Mitarbeitenden der AWO
Kita Schatzinsel in Jena-Lobeda wissen um die Bedeutsamkeit, stets mit der Zeit zu gehen. Die vergangenen, doch sehr
krisenbelasteten Jahre haben uns mehr als deutlich vor Augen geführt, in welchem permanenten Wandel wir uns befinden.
Flexibilität, Ganzheitlichkeit und fundiertes Fachwissen sind mehr denn je notwendig. Wir sind überzeugt davon, dass
der systemische Ansatz uns genau die Orientierung bietet, die wir brauchen, um allen Kindern und ihren Familien wirklich
individuell zu begegnen und ihren Bedarfen Rechnung tragen zu können. Denn im Gegensatz zu anderen pädagogischen
Konzepten bezieht die systemische Pädagogik die ganze Lebenswelt in die Betrachtung eines Kindes mit ein. Das bedeutet,
dass wir die Kinder unserer Einrichtung nicht nur für sich isoliert betrachten, sondern immer auch in Wechselwirkungen
mit ihren „Systemen , also z.B. ihrer Familie, ihrem Freundeskreis oder mit Vereinen.
Inspiriert von Fortbildungen wuchs im April dieses Jahres
die Idee, den Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit
neu zu denken und den Weg hin zu einer systemischen
Kita zu wagen. Dafür kamen das Leitungsteam sowie Projektmitarbeitende
für ein erstes Brainstorming zusammen
- Welche Maßnahmen sind nötig Wie kann der Prozess
mit dem ganzen Team realisiert werden Wer kann dabei
auch von außen helfen Mit welchen Herausforderungen
müssen wir rechnen Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten
gibt es für uns
Zeitgleich unterstützte uns das Projektteam „Zukunfts-
Chancen vom AWO Landesverband Thüringen e.V. dabei,
Prozesse zu planen, Arbeitsschritte zu konkretisieren und
die Umsetzung von Maßnahmen im Blick zu behalten.
Daraus resultierend fand im Juni eine zweitägige Teamfortbildung
zum Thema ‚Systemisch Denken und Handeln
Unsere Haltung macht den Unterschied statt, bei der
wir mit Carola Pfannschmidt Leitung AWO Kindergarten
„Am Fuchsberg unsere systemischen Qualitäten auf den
Prüfstand stellten.
Neben den für uns klar sichtbaren Themenfeldern konnten
wir auch einige neue Punkte identifizieren. Daraus
ergab sich für uns alle die Frage: Wie systemisch handeln
wir wirklich Über ein systemisch ausgerichtetes Hamburger
Institut erhielten wir einen Fragenkatalog, mit dem
wir derzeit unseren aktuellen Stand erfassen. Die Auswertung
der Antworten findet voraussichtlich im Februar
statt. Mit den Ergebnissen können wir anschließend
gezielt Maßnahmen planen und umsetzen, die uns der
systemischen Kita näherbringen.
Fotos: Teamberatung am . . zum Thema Unser kitaeigenes Menschenbild Foto links , Brainstorming
Leitungsteam - v. l. Emöke Oláh-Schenzel, Corinna Kirchner und Projektmitarbeiterin Madeline Cichos Foto mitte ,
Fortbildungstage am . . und . . zum Thema Systemisch Denken und Handeln Foto rechts
Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich eine Einrichtung
ganz offiziell sogar als ‚Systemische Kita zertifizieren.
Die Anforderungen dafür sind jedoch hoch und
ob wir dieses Ziel eines Tages erreichen, steht heute noch
in den Sternen. Dennoch ist für uns auch so bereits klar:
der Weg zur ‚Systemischen Kita und die dadurch neugewonnene
Aufmerksamkeit für sensible Themen ist bereits
jetzt ein Gewinn für unsere Einrichtung.
Im September konnten wir im Rahmen einer pädagogischen
Dienstberatung erste Leitlinien formulieren, die
unser kitabezogenes Menschenbild definieren.
Konkretisiert werden diese Leitlinieren in unserer gegründeten
„SyKi-Gruppe . In dieser Gruppe finden sich pädagogische
Fachkräfte, Projektmitarbeitende sowie unser
Qualitätsbeauftragter zweiwöchentlich zusammen und
setzen sich u. a. mit dem Fragenkatalog auseinander.
Bei einem systemischen Ansatz ist die Teilnahme aller Mitarbeitenden
wichtig. Daher werden die Ergebnisse der
SyKi-Gruppe in den einzelnen Bereichen besprochen,
reflektiert und zurückgespielt. Nur so können die in der
Konzeption erarbeiteten Werte gelebt und spürbar wer-
werden. Mit dem intensiveren Fokus auf die Individualität
der Menschen können wir unserem Handeln einen zeitgemäßen
und sensiblen Orientierungsrahmen zugrunde
legen.
Alle kommenden Bildungsnachmittage, Fortbildungstage,
pädagogischen Dienstberatungen sowie Supervisionen
lassen sich zukünftig durch systemische Methoden
und Fragetechniken begleiten. Dadurch werden sich
auch hier neue Perspektiven ergeben. Wir freuen uns auf
den weiteren Weg, den wir als Team gemeinsam gehen
werden.
Kontakt:
Kindergarten „Schatzinsel
Leiterin: Emöke Oláh-Schenzel
Kastanienstraße a, Jena
Telefon -
Telefax -
schatzinsel awo-mittewest-thueringen.de
HinterFRAGT
Kann ich mit
behinderten
Kindern arbeiten
Vom Kindergarten in die
Überregionale Frühförderstelle
Ich bin Annette. Nach Jahren Tätigkeit als Erzieherin
und seit Jahren intensives Arbeiten als Heilpädagogin
im Kindergarten lautete mein Entschluss: Ich möchte
meine berufliche Arbeit zukünftig anders gestalten.
Im Juni hörte ich, dass in der überregionalen Frühförderstelle
für sehgeschädigte und blinde Kinder in Weimar
eine Stelle frei wurde. Diese Position sollte möglichst
schnell wiederbesetzt werden, da viele der betreuten Kinder
die Unterstützung beim Training ihrer Augen benötigen.
Ich überlegte nicht lange. In einem aufschlussreichen
Gespräch mit der Leiterin der Frühförderstelle, Frau
Möbes, bekam ich Einblicke in die Möglichkeiten von Augenübungen,
mit denen die Sehfähigkeit der Kinder verbessert
oder erhalten werden kann. Besonders bei schwermehrfachbeeinträchtigten
Klient innen sind diese Übungen
wichtig. Die Frühförderstelle arbeitet thüringenweit
und es müssen täglich weite Strecken zurückgelegt werden.
Einen so wichtigen Job anzunehmen, ist keine leichte Entscheidung.
Mit schwermehrfachbehinderten Kindern zu
arbeiten, ist eine große Verantwortung. Bisher hatte ich
noch keinen Kontakt mit ihnen und konnte die Schwere
der Aufgabe nur erahnen. Wollte ich zudem so viel mehr
Zeit im Auto verbringen Könnte ich die Arbeit mit Kindern,
die wenig oder gar nichts sehen, so gestalten, dass
es ihnen am Ende wirklich hilft Fragen über Fragen
durchzogen meinen Kopf.
Nach zwei Tagen fasste ich einen Entschluss. Meine Freude
und Neugier auf meinen neuen Lebensweg waren so
groß, dass ich mich dazu entschloss, diese neue Aufgabe
zu übernehmen.
Der Übergang aus dem Kindergarten in die Frühförderstelle
verlief reibungslos. Ende August verabschiedete ich
mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge
von meinen Kolleg innen und den Kindern des AWO
Kindergartens. In den ersten drei Wochen meiner Einarbeitungszeit
durfte ich meine neuen Kolleginnen bei ihrer
Arbeit mit den Kindern begleiten. Ich lernte, wie sie die
ganzheitliche Förderung der Kinder mit viel Einfühlungsvermögen
gestalten, ohne die spezifische Sehproblematik
eines jeden Kindes zu vernachlässigen. Die kleinen
Nun bin ich allein unterwegs zu „meiner jungen Klientel.
Aus dem großen Fundus in der Frühförderstelle suche ich
mir passendes Material zusammen, welches zu den Kindern
und ihren speziellen Sehproblematiken passt. Bei
Fragen kann ich mich jederzeit an meine Kolleg innen
wenden und in den regelmäßigen Dienstberatungen
werden unsere „Fälle und evtl. auftretende Herausforderungen
besprochen.
Klient innen werden wöchentlich im funktionalen Sehen
so gefördert, dass ihre vorhandenen Fähigkeiten und
Fertigkeiten unterstützt und weiterentwickelt werden. Ich
durfte mir Tipps und Anregungen holen, wie vorhandenes
Sehvermögen, Mobilität und Orientierung, individuelle
Kommunikationsmöglichkeiten und die Interaktion
im sehbedingten Lern- und Spielverhalten individuell
gefördert werden können.
Nach den ersten drei Wochen lernte ich die Klientel kennen,
für die ich künftig zuständig sein werde. Bei den
Hospitationen und in den vorangegangenen und anschließenden
Gesprächen wurde ich mit der spezifischen
individuellen Diagnostik der Kinder vertraut gemacht. Ich
schaute mir Methoden ab, wie sie gefördert werden können,
sodass sie Spaß an der Förderung haben und die
Ziele im Förderplan erreicht werden können.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Kolleg innen
und der Leiterin für die warmherzige Aufnahme im
Team bedanken
Im November beginnt meine Ausbildung zur Frühförderin
für Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit. Somit
kann ich zukünftig betroffene Familien noch besser beraten.
Neuanträge sowie Anträge für Weiterbewilligungen
von Förderungen lassen sich dann mit viel Erfahrung und
aussagekräftigen Argumenten bei den verschiedenen
Ämtern gut begründen.
Über allem steht das wunderbare Gefühl, Menschen zu
helfen und sie in ihrem Alltag zu unterstützten.
Kontakt:
Überregionale Förderstelle für sehgeschädigte
und blinde Kinder
Leiterin: Beate Möbes
Soproner Straße ,
Weimar
Telefon
Telefax -
Mobil
fruehfoerderung awo-mittewest-thueringen.de
Termine nach Vereinbarung
Was isst mein Kind
Probeverkostung für Familienangehörige
im AWO Kindergarten „Schatzinsel„
Was isst mein Kind eigentlich in der Kita so Wie schmeckt
das Essen Wie sieht das Essen aus Wo kommt es her, und
wie wird es verarbeitet All diese und weitere Fragen konnten
sich die Angehörigen der Kinder in der Kita Schatzinsel
beantworten lassen. An einem Mittwochabend im Oktober
standen im Beratungsraum der Einrichtung die Einrichtungsleitung
Frau Oláh-Schenzel, die Kita-Sozialarbeiterin
Frau Cichos und der Bereichsleiter der AWO-Carenet
Herr Gabriel für einen kulinarischen Austausch mit interessierten
Familienangehörigen zur Verfügung. Für diesen
Anlass wurde eine Auswahl des Kita-Essens zubereitet,
welches für alle Teilnehmenden zur Verköstigung bereitstand.
Nach einleitenden Begrüßungsworten gab Herr Gabriel
den Anwesenden einen kurzen Überblick über das Bestellund
Bewertungssystem, die Produktlinien, die Anlieferer
sowie die Berechnung der Portionsgrößen. Danach konnten
die Anwesenden all ihre Fragen zum Kita-Essen loswerden
und sich in gemütlicher Runde beim Verkosten über
das Essen und über weitere interessante Themen austauschen.
Ein reger Austausch zwischen den Teilnehmer innen und
uns gab neue Impulse. So wurden gemeinsam neue Ideen
darüber gesammelt, wie man bspw. die Kinder noch aktiver
in die Bewertung der Essensauswahl einbeziehen
könnte. Oder wie gemischte Beilagen auch in getrennter
Form angeboten werden können. Oder welche Projekte in
der Kita zum Thema ‚Ernährung als spannend empfunden
und umgesetzt werden können. Der Abend war ein voller
Erfolg, an dem wir wertvolle Informationen und Perspektiven
mitnehmen konnten.
Probieren konnten die Anwesenden die einzelnen Komponenten
des Frühstücksbuffets sowie verschiedene
Komponenten des Mittagessens.
Von Blumenkohlcremesuppe über Putengeschnetzeltes
mit Bauernhofnudeln oder Gemüsenuggets bis hin zu
Grießbrei war für jeden und jede etwas dabei. Mit genau
dieser leckeren Vielfalt an verschiedenen Zutaten versucht
die AWO-Carenet den verschiedenen Geschmäckern
der Kinder gerecht zu werden.
Kontakt:
Kindergarten „Schatzinsel
Leiterin: Emöke Oláh-Schenzel
Kastanienstraße a, Jena
Telefon -
Telefax -
schatzinsel awo-mittewest-thueringen.de
„Auf der Suche
nach dem Zauberstein
Familienwandertag des AWO Kindergartens „Henriette Suchsland Obermehler
Im Mai dieses Jahres begaben sich in Obermehler die
Kinder des Kindergartens „Henriette Suchsland auf eine
geheimnisvolle Schatzsuche. Begleitet vom Kobold
„Versteckfix erlebten die Kinder mit ihren Familien einen
besonders ereignisreichen Tag. Der kleine Kobold hatte
den seltenen Zauberstein gestohlen, und ihn im Wald
versteckt. Nun waren die Kinder gefragt, dem Geheimnis
des Steins auf die Spur zu kommen und ihn im Wald aufzuspüren.
Eine große Herausforderung war geschaffen:
Können die Kinder es schaffen, den Stein zu finden
Aufgeregt machten sich die Kleinsten mit ihren Familienangehörigen
auf die Suche nach dem Zauberstein. Eine
kleine Landkarte diente ihnen als Unterstützung durch
den Wald. Auf dem Weg warteten vielfältige Aufgaben
und schwierige Rätsel auf die teilnehmenden Familien.
Aufregung war zu spüren und das Leuchten der suchenden
Augen zeigte die Leidenschaft der kleinen und großen
Entdecker innen.
Dank der ehrenamtlichen Unterstützung durch Christian
Nürnberger ist es im Rahmen des Kindergarten-Alltags
möglich, mit den Kindern regelmäßig in den Wald zu
gehen, um das Erleben und Erfahren von Natur zu fördern.
Und so war es für die Kinder an diesem Familienwandertag
ein Highlight, dass sie ihren selbstgebauten
Wald-Iglu zeigen konnten. In der Waldhütte in Volkenroda
wurden schlussendlich sowohl der Zauberstein als auch
eine Schatzkiste gefunden. Mit einem Kletterparcours
und beim gemütlichen Grillen fand der ereignisreiche Tag
einen schönen gemeinsamen Ausklang.
Das Team des Kindergartens bedankt sich herzlich bei
allen Eltern, die sich um Verpflegung an diesem Tag
gekümmert haben.
Kontakt:
Kindergarten „Henriette Suchsland
Leiterin: Lissy Klitz
OT Obermehler, Mittelhofstraße a
Nottertal-Heilinger Höhen
Telefon
henriette.suchsland
awo-mittewest-thueringen.de
HinterFRAGT
ARBEITSLADEN JENA
Für den Arbeitsmarkt
dis qualifiziert
„Es gibt eine Spaltung … , über die nicht gesprochen wird, die
aber seit Jahren unter der Oberfläche brodelt. Es ist die Spaltung
zwischen den Frauen, … die eine Stimme haben, und den
Frauen, die Erfahrung haben; zwischen denjenigen, die Theorien
und Strategien entwickeln und denjenigen, die die Wunden und
Narben des Kampfes tragen.
Rafia Zakaria, Autorin des Buches: Against white feminism
Die Teilhabe von Frauen mit Migrations- und oder Fluchterfahrungen am Jenaer Arbeitsmarkt sowie die erlebten Diskriminierungserfahrungen
in diesem Bereich stehen im Fokus eines Projektes mit dem Titel: „Teilhabe und Wachstum in Jena .
Unser Regionalverband beteiligte sich in Form der Sozialberatung am Projekt. Dabei geht es weniger darum, für Betroffene
zu sprechen, als einen Appell an Akteur innen des Arbeitsfeldes der Arbeitsmarktintegration zu richten.
Die Migration nach Deutschland war und ist zu einem
überwiegenden Teil weiblich und in ihren Motiven heterogen
zu verstehen. Wenn wir von Teilhabe oder vielmehr
von Teilhabemangel - am Arbeitsmarkt sprechen,
dürfen wir von unserer Verantwortung bei der Beseitigung
von Akzeptanzhindernissen nicht schweigen, und
die Antworten nicht allein auf Seiten der Betroffenen
suchen.
Zugangsbarrieren für BIWoC sind in Jena ebenso gegeben,
wie sie für das gesamte Bundesgebiet gelten:
Betreffende Frauen - auch jene, die gut bzw. hochqualifiziert
sind werden mit überproportional hohen Barrieren
konfrontiert, um erfolgreich und insbesondere ihrer Qualifikation
entsprechend erwerbstätig sein zu können. Die
Folge: Berufliche Deklassierung sowie die Entwertung des
kulturellen Kapitals und wenn einer Erwerbstätigkeit
nachgegangen wird eine prekäre Beschäftigung.
Von den Frauen, die unsere Beratungsangebote in den
vergangenen Jahren wahrnahmen, verfügte die Hälfte
über eine abgeschlossene berufliche oder akademische
Ausbildung. Dennoch fanden sie keine Anstellung, die
annähernd ihren Qualifikationen entsprach „selbst ,
wenn sie ihr Studium oder ihre Ausbildung in Deutschland
absolvierten und so gängige Klischees hinsichtlich
des Bildungsstandes gegenüber BIWoC widerlegten. Von
Diskriminierungserfahrungen im Kontext der Berufs- oder
Ausbildungsberatung sowie der Vermittlung in Arbeit berichteten
- bis auf wenige Ausnahmen alle nicht weißgelesenen
Ratsuchenden.
So etwa das Negieren der eigentlichen berufsbiografischen
Wünsche auf Grund vermeintlich unzureichender
Deutschkenntnisse oder weit weniger subtil: Wenn die
Betroffene einen Hidschāb trug. Die Liste von beschriebenen
Praxen, die offenkundig im Widerspruch zur passgenauen
beschäftigungsorientierten Beratung Vermittlung
und vor allem zum Benachteiligungsverbot des
SGB IV stehen, ließe sich über die gesamte Ausgabe
ausführen.
Das heißt, bei der Betrachtung bzw. der Bedarfsermittlung
der Angebote kommen Akteur innen der Berufsoder
Ausbildungsberatung sowie der Vermittlung in Arbeit
nicht umhin, eine unvoreingenommene Perspektive
hinsichtlich des Zusammenwirkens verschiedener Differenzierung
in Bezug auf die Teilhabe am Arbeitsmarkt
und darüber hinaus zu beachten. Das bewusste oder
unbewusste Vorenthalten der Macht um Wissen auf Seiten
weißer Fachkräfte in den unterschiedlichsten Institutionen,
ein Solidarisierungsverständnis in Form einer Betonung
des „Exotischen und kultureller Aneignung sowie
ein latent praktizierter white savior complex zur Zurschaustellung
der eigenen moralischen Überlegenheit, verfestigt
dagegen das Bild der bittstellerischen „Anderen .
Auf der Agenda von Fachkräften in der beschäftigungsorientierten
Beratung muss dementsprechend die Reflexion
der eigenen weißen Privilegien, Filter und Sozialisation
obligatorisch sein und u.a. die Betonung der eigenen
Beteiligung wohlwollender Hilfe, die BIWoC BIPoC nur
als Requisiten versteht, verbannt werden. Es gilt, Top-
Down-Denkmuster und die Re Produktion sozialer Ungleichverhältnisse
zu durchbrechen, Angebote Strukturen
inklusiver und egalitärer zu gestalten und das Weißsein
aus den Strukturen zu verbannen.
Frauen, die auf der Flucht oder in der Migration häufig auf
sich allein gestellt sind und die Verantwortung für sich
und ihre Kinder übernehmen, benötigen keine belehrenden
Maßnahmen. Dennoch und trotz inszenierter Wokeund
Awareness auf Seiten einiger Unterstützungsstrukturen
leiten sich viel zu oft Angebote in erster Linie aus
einer weißen paternalistischen Perspektive ab, die BIWoC
objektivieren und ihnen den Raum, ihre eigene Sichtweise
einbringen zu können, verschließt.
Insbesondere auf dem Arbeitsmarkt ist Selbstbestimmung
für migriert gelesene Frauen nur eingeschränkt
möglich. Eine Vielzahl an Barrieren steht ihnen dabei im
Weg, ihre Potentiale entfalten und ihre Fähigkeiten einbringen
zu können. Die häusliche Care-Tätigkeit nimmt
zu, die Erwerbsfähigkeit wird abgesprochen, finanzielle
Abhängigkeiten werden normalisiert und legitimiert.
BIWoC sind dementsprechend nicht nur von Ungleichheit
basierend auf gender, sondern zusätzlich von rassifizierter
Ungleichbehandlung betroffen.
Dies kann und sollte hinsichtlich der sozialpädagogischen
Arbeitsmarktintegration auf zwei Ebenen erfolgen: Zum
einen in Form diskriminierungskritischer Beratungs- Arbeit
sowie der Implementierung spezialisierter beschäftigungsorientierter
Beratungseinrichtungen im Sektor der
freien Wohlfahrtspflege. Zum anderen zugunsten inklusiver
und partizipativer Praxen, die sich gegen jede Form
struktureller Diskriminierung wenden, in Gestalt des politischen
Einmischens.
So etwa in einer geschlechtergerechten Reflexion aufenthalts-
und arbeitsrechtlicher Einschränkungen und der
strikten formalen Anerkennungspraxis hin zu ressourcenorientierten
Maßnahmen zur Anerkennung und Erweiterung
der Qualifikationen von BIWoC BIPoC, dem Ausbau
von unabhängigen Ombudsstellen zur Meldung von Diskriminierungserfahrungen
auf dem Arbeitsmarkt sowie
der Sensibilisierung bisheriger Türsteher innen auf
dem Arbeitsmarkt, um den nötigen Resonanzboden aufund
Akzeptanzhemmnisse abzubauen.
Black, Indigenous, Women of Colo u r
Kontakt:
Teamleitung BIWAQ: Julia Krötzsch
Telefon
j.kroetzsch
awo-mittewest-thueringen.de
BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT
RESILIENZ
Wie wir auch in schwierigen Zeiten
zufrieden leben und arbeiten
Resilienz ist die mentale Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, ohne dauerhaft Schaden zu nehmen. Sie beschreibt die eigene
Kraft, die Dinge anzupacken, die möglich sind und das auszuhalten, was als äußere Rahmenbedingungen vorgegeben ist.
Diese Widerstandskraft können wir trainieren: für uns persönlich individuelle Resilienz , aber in unseren Arbeitskontexten
organisationale Resilienz .
R
ruhig und gelassen bleiben.
Gerade unter anhaltender Anspannung gilt es, negative
Energien oder Unausgeglichenheit Aggressivität umzulenken
und für uns selbst oder mit den Kolleg innen positive
Wege zu finden, um echte Entspannung zu spüren.
Hilfreich sind Aktivitäten wie Spaziergänge in der Natur,
Achtsamkeits- Bewegungsübungen, Yoga Meditation,
kreative Arbeit, Musik Singen oder einfach nur die Stille
und das Nichtstun genießen.
E
ehrlich und authentisch sein.
Kann ich meine Bedürfnisse meiner Familie, meinen
Freunden oder Kolleg innen gegenüber äußern Was hält
mich davon ab Welche Glaubenssätze geben mir Kraft,
und welche sind längst überholt Erfreue ich mich an Alltagsmomenten,
an dem Hier und Jetzt, an einem schönen
Abend, an der Vorfreude auf den nächsten Urlaub oder
widme ich all dem keine Aufmerksamkeit mehr
S - Schwächen akzeptieren.
Eine Krise ist wie ein Stress-Test, der die eigenen Schwachstellen
offenlegt. In Beziehungen, Freundschaften oder in
der Zusammenarbeit unter Kolleg innen werden diese
noch präsenter und die Fehler der Anderen sehen wir viel
leichter. Gleichwohl schafft eine gemeinsam durchgestandene
schwierige Zeit Verbindung und ermöglicht Wachstum.
Eine Krise kann immer auch eine Chance zur Weiterentwicklung
der eigenen Persönlichkeit, der Teamkompetenz
und der organisationalen Resilienz sein.
I
Inspiration zulassen.
Wer tut mir gut und regt meine Gedankenwelt an
Inspirierende Menschen um sich herum zu haben, ist eine
Wohltat, wenn die eigene Kraft fehlt. Kann ich mich mit
purer Lebensenergie und vom Lächeln Anderer „anstecken
lassen und bin ich bereit, alternative Wege zu entdecken
und neue Erfahrungen zu sammeln
I
Improvisation und Leichtigkeit erleben.
Wenn das Gefühl entsteht, durch Stress und unvorhergesehene
Herausforderungen aus der inneren Balance zu
geraten, sollte der Kopf nicht in den Sand gesteckt werden.
Selbsthilfe, Kreativität und Entspannung sollten dabei
zu Handlungsgrundlagen werden. An die Dinge, die
außerhalb des Gewohnten passieren, erinnern wir uns,
und sie schaffen Raum für Gelegenheiten außerhalb der
Komfortzone.
E
Entscheidungen treffen.
Schwierige Zeiten erfordern schnelle, weitreichende Entscheidungen,
obwohl vieles oft völlig unklar ist. Gerade in
Krisenzeiten sind neue Wege erforderlich. Die gewohnte
Linie zu verlassen, verlangt daher ein hohes Maß an Mut,
aber auch Gelassenheit. Der Fokus muss dabei nicht nur
auf gemachten Plänen, sondern auf deren Umsetzung
liegen.
L
liebevoll mit sich selbst umgehen.
Bin ich gut zu mir selbst, welche Gedanken habe ich über
mich oder meine Mitmenschen Bin ich optimistisch und
lebensfroh Tue ich bewusst mehr von dem, was mich
zufrieden macht Wer strahlt mir gegenüber eine positive
Grundhaltung aus, kann ich mit diesen Menschen meinen
Kontakt intensivieren Kann ich liebevoll mit den Anderen
sein, vor allem, wenn sie genervt, frustriert oder anstrengend
sind Denn sind wir selbst angespannt, erscheinen
uns die Anderen mit ihren Schwächen noch als zusätzliche
Belastung.
Z
Zusammenhalt stärken.
Besondere Aufgaben in Krisenzeiten erzeugen ein Gefühl
der Überlastung. Das Leben darf nie zur endlosen To-Do-
Liste werden. Das Interesse an unseren Mitmenschen darf
nicht dem alltäglich empfundenen Stress zum Opfer fallen,
denn Begegnungen mit anderen Menschen, gemeinsames
Lachen, Unternehmungen und gute Beziehungen
machen das Leben reich und lohnenswert.
Kontakt:
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Ansprechpartnerin: Dr. Silvia Steiner
Telefon -
steiner awo-jena-weimar.de
FAMILIENZENTRUM BAD LANGENSALZA
Familienzentrum
mobil
Im Alter wird es für Bewohner innen im ländlichen Raum zunehmend schwieriger, am sozialen Leben in den nahegelegenen
Städten teilzunehmen. Busse fahren oft nur ein bis zwei Mal am Tag, kaum an den Wochenenden und längst nicht in
alle Orte der Umgebung. Die Fahrten sind häufig mit langen Warte- und Fahrzeiten und nicht immer mit bezahlbaren
Ticketpreisen verbunden.
Um den Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt
sind, eine abwechslungsreiche, interessante und unterhaltsame
Freizeitbeschäftigung anbieten zu können, ist
das Team des Familienzentrums Bad Langensalza seit diesem
Jahr auch außerhalb der Stadtgrenzen unterwegs.
Mit einem Jahr coronabedingter Verzögerung können wir
seit dem Frühjahr mit unserem mobilen Team verschiedene
Angebote in zwei Orten rund um Bad Langensalza
anbieten.
In Schlotheim half unser mobiles Team beim Aufbau einer
Begegnungsstätte. Gemeinsam mit den Mitarbeiter innen
des ansässigen Frauen- und Familienzentrums wurden
neue Angebote geschaffen und Erfahrungen für die
Betreuung der Gäste ausgetauscht. Gleich zwei Kurse
wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Einer achtwöchigen
Einheit von Progressiver Muskelrelaxation PMR
folgten viele Einheimische. Auch der Kurs „Mach mit
bleib fit Gehirntraining mit Bewegung wurde von den
Bewohner innen der Region dankbar angenommen. Sich
begegnen, gemeinsam bewegen und neue Erfahrungen
sammeln, sorgte bei den Teilnehmer innen instinktiv für
ein Gefühl von purer Lebensfreude.
Seit dem Sommer findet man die neuen Angebote
unseres mobilen Teams ebenso in Sundhausen. Dort zog
uns der „Alte Konsum in seinen Bann und bot uns einen
gut nutzbaren Ort zur Durchführung unserer Veranstaltungen.
Mit viel Engagement wurde die ehemalige Einkaufshalle
des Dorfes zu einem Begegnungszentrum
umgebaut. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn unsere
neuen Örtlichkeiten werden rege genutzt. Einmal im
Monat findet hier unser Erzählcafé statt. In gemütlicher
Runde bei einer Tasse Kaffee oder Tee machen wir eine
Zeitreise in die Vergangenheit. Jedes Treffen folgt einem
bestimmten Thema, zu dem die Teilnehmer innen Fotos
oder andere Erinnerungsstücke mitbringen. Die vielen
Geschichten und Anekdoten lassen alte Erinnerungen
wiederaufleben und zaubern so manchem ein zufriedenes
Lächeln ins Gesicht.
Zu Beginn dieses Herbstes ist nun auch in Sundhausen
der Kurs „Mach mit - bleib fit im Angebot. Die Nachfrage
war einfach überwältigend. Schnell stießen wir an die
Grenzen der räumlichen Kapazitäten, so dass leider einige
Interessent innen auf den Folgekurs vertröstet werden
mussten. Durch die Kombination der speziell ausgearbeiteten
Übungen, Denkaufgaben und leichter sportlicher
Bewegung werden die Synapsen in den Gehirnen der Teilnehmer
innen trainiert, während gleichzeitig der Spaß
nicht auf der Strecke bleibt.
Mobil geht es für uns auch im letzten Quartal des Jahres
weiter. Neben einem neuen Kurs für Progressive Muskelrelaxation
PMR werden weitere offene Begegnungsangebote
im Mittelpunkt stehen. Die inhaltliche Ausgestaltung
richtet sich dabei nach den Interessen und Wünschen
der Dorfbewohner innen. Wir freuen uns schon
jetzt auf die vielfältigen, bunten Begegnungen.
Familienzentrum Bad Langensalza
BUNT wie das Leben.
Kontakt:
Familienzentrum Bad Langensalza
Leiterin: Rita Seeber
Rosa-Luxemburg-Str.
Bad Langensalza
Telefon -
Telefax -
familienzentrum.lsz awo-mittewest-thueringen.de
Öffnungszeiten:
Montag − Freitag . − . Uhr
sowie entsprechend den Veranstaltungen
HinterFRAGT
FACHDIENST FÜR MIGRATION UND INTEGRATION MÜHLHAUSEN
Zahlen.
Von Nadia Naji: Auswertungen wollen sie in den Behörden haben, Zahlen wollen sie sehen. Jahr für Jahr reichen wir sie ein,
Auswertungen, Statistiken, Zahlen. Insgesamt . Beratungen haben wir in Monaten durchgeführt, mit Klient innen.
Das sind ziemlich genau Menschen pro Berater in. Syrische Familien, Afghanische, Eritreische und so weiter.
Statistik ist sauber und übersichtlich. Man kann damit rechnen, und man kann sie dann für noch mehr Statistik verwenden.
Aber eines kann Statistik nicht:
Sie sagt absolut nichts über unsere individuelle Arbeit und die dazugehörige Person aus
In der Statistik erkennt man nicht die Sorge in den Augen
der Menschen, die kurz vor der Zwangsräumung stehen
und nicht wissen, wohin sie gehen sollen. Sie zeigt auch
nicht die Mutter, die einen Förderantrag für ihr Kind stellen
soll und keine Ahnung hat, was das ist. In der Statistik
liest man nicht die Geschichten der Geflüchteten, die wir
täglich hören - Die grausamen Bilder, die Erinnerungen
und Ängste, die die durch uns betreuten Menschen
nachts wachhalten. Die Statistik erklärt nicht, warum sich
der Va-ter, dessen Kinder noch immer im Heimatland
Gefahren ausgesetzt sind, nicht auf das Deutschlernen
konzentrie-ren kann, oder warum der Jugendliche, der
den Tod seiner Geschwister miterlebt hat, verzweifelt
versucht, seine Erin-nerungen mit Drogen zu löschen.
Die Statistik schweigt über die Menschen, die dringend
einen Arzttermin brauchen, aber nicht in der Lage sind,
einen zu buchen. Sie verschweigt die Stapel von Formularen,
die eine Familie ausfüllen muss, um finanziell über die
Runden zu kommen. Die Statistik sagt nichts über un-sere
Drucker, und was diese alles ausdrucken, kopieren und
einscannen. Papiere für Ämter, Papiere für Schulden,
Papiere für Wohnungen, Papiere für den Lebensunterhalt,
manchmal auch Papiere, die Leben retten.
Großfamilien ernähren müssen. Menschen mit Angehörigen
in weit entfernten Ländern, die sie zurücklassen
mussten. Menschen, die einmal Geschäftsleute waren
und jetzt von Hartz- leben. Menschen, die einmal studiert
haben und jetzt als ungebildet beschimpft werden,
weil sie ihr Wissen nicht in deutscher Sprache mitteilen
können. Rentner, die vier Monate vor der Rente noch einmal
die Schulbank drücken müssen sowie Rentner, die
einen seitenlangen Rentenantrag plus Anlagen ausfüllen
müssen.
Leider fehlen in der Statistik auch unsere Erfolge. Die
Erleichterung, wenn der Strom nun doch nicht abgestellt
wird. Oder wenn plötzlich entschieden wird, dass ein Kind
mit Lernförderbedarf nicht sofort aus dem Elternhaus
gerissen wird. Oder auch dann, wenn ein Vater endlich
eine Arbeitserlaubnis erhalten hat. Die Dankbarkeit, wenn
endlich die ausgefüllten Papiere in Ordnung sind und der
Lebensunterhalt gesichert ist. Oder wenn der Konflikt mit
dem der Vermieter in gelöst werden konnte und sich
chronisch Kranke nun plötzlich die nötigen Medikamente
leisten können. Auch sieht man nicht die Freudentränen,
wenn man nach jahrelanger Trennung seine Liebsten
endlich wieder in die Arme schließen darf…
Wir arbeiten nicht mal eben so mit syrischen Familien
zusammen, die man am Ende des Arbeitstages in kleine
Schachteln packen und wegstellen kann. Das sind keine
Zahlen in einer Exceltabelle. Das sind Kinder, Mütter, Väter
und Großeltern. Das sind junge Menschen und alte Menschen.
Menschen, die ganz allein sind und Menschen, die
All das kann Statistik nicht widerspiegeln. Aber alle diese
Gründe sorgen dafür, dass wir unsere wichtige Arbeit im
Fachdienst für Migration und Integration bis heute ausüben.
Auch wenn Behörden am Ende nur Auswertungen
und Zahlen sehen wollen.
Kontakt:
FDMI Mühlhausen
Görmarstraße , Mühlhausen
Telefon
Telefax
EARLY ECZELLENCE
Gleiche
Bildungschancen
für alle
Was bedeutet Early Excellence
„Unsere Vorstellung von Kindern … ist, dass sie ein
reichhaltiges Potenzial haben, dass sie stark und aktiv
sind. Margy Whalley, Begründerin des Early Excellence-
Ansatzes.
in Deutschland arbeiten mittlerweile nach dem neuen
pädagogischen Prinzip, was sowohl auf dem Land als
auch in der Stadt funktioniert, egal, ob die Kinder in bürgerlichen
Vierteln oder sogenannten sozialen Brennpunkten
leben.
Demnach ist jedes Kind einzigartig und mit ganz besonderen
Potentialen ausgestattet. Diese zu erkennen und zu
fördern, liegt im Aufgabengebiet der pädagogischen
Fachkräfte. Durch deren aktive Analyse wird für Kinder
aus ressourcenschwachen Verhältnissen bereits im jungen
Alter die Möglichkeit geschaffen, gleichberechtigte
Bildungschancen wahrnehmen zu können.
Im Rahmen von Early Excellence wird in der Kindertagesstätte
eine integrative Familienarbeit umgesetzt. Dazu
gehört vor allem die lebendige Zusammenarbeit mit Eltern.
Nur wenn diese in die Bildungsprozesse einbezogen
werden, entsteht nachhaltig Bildungsgleichheit für die
Kinder. Die Kita wird somit auch zum Familienzentrum.
Durch verschiedene Beratungs-, Weiterbildungs- und
Freizeitangebote für Familien und pädagogische Fachkräfte
öffnet sich die Einrichtung zudem nach außen und
vernetzt sich mit den verschiedenen Kooperationspartner
innen.
Der Aufbau von Early Excellence-Zentren in Deutschland
ist das umfangreichste Projekt der Heinz Heide Dürr-
Stiftung im Bereich Bildung. Mehr als Einrichtungen
Early Excellence im Regionalverband
Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Kindergärten stets
weiterentwickeln und sich dem Early Excellence-Ansatz
angenommen haben.
In Bad Langensalza befindet sich mit dem AWO Kindergarten
und ThEKiZ Thüringer Eltern- Kind- Zentrum
„Rosa Luxemburg die thüringenweit einzige Early Excellence-Konsultationseinrichtung
der Heinz Heide Dürr-
Stiftung. Die feierliche Unterzeichnung der Konsultationsvereinbarung
erfolgte endlich im September ,
nach Corona- bedingter Verschiebung. Dabei sind Anett
Hildebrand und Marion Will, Leiterin und stellvertretende
Leiterin des Kindergartens bereits „alte Early Excellence-
Häsinnen .
Der pädagogische Ansatz begeistert das gesamte Team
bereits seit .
erfolgte schließlich die Ausbildung zu Early Excellence-Beraterinnen.
Als Konsultationseinrichtung Thüringer
Eltern- Kind Zentrum und für den Early Excellence
Ansatz steht die Einrichtung als Impulsgeber für interessierte
Einrichtungen zur Verfügung. Mit der Kita Rosa
Fotos: v. l. Anne Seils, Kiga „Rosa Luxemburg und Kiga „Jenzigblick
Luxemburg hat die Heinz Heide Dürr-Stiftung einen
verlässlichen regionalen Ansprechpartner, denn die Einrichtung
zeichnet sich besonders durch ihre Schwerpunkte
Offene Arbeit, partnerschaftliche Zusammenarbeit
mit Familien, Beobachtung und Dokumentation nach Early
Excellence und ein hohes Maß an Qualitätssicherung,
dank des multiprofessionell ausgebildeten Teams, aus.
Unter Anleitung von Barbara Kühnel und Susanne Gebert
- beide Stiftungsmitarbeiterinnen - entfaltet der Kindergarten
sein volles Potential und wuchs zu einer Vorzeigeeinrichtung
im Bereich Early Excellence.
Early Excellence bietet der Kita, so der Tenor des Teams,
das passgenaue Modell mit einem wissenschaftsfundierten
Bildungsverständnis, mit Herz und Professionalität,
eingebettet in eine Willkommenskultur, die im inklusiven
Miteinander alle beteiligt. Early Excellence ist hier gelebte
Philosophie, damit jedes Kind, jede Mitarbeiter in und
alle Familien in ihren unterschiedlichen Lebenslagen, mit
ihren Talenten und Ressourcen mit dem positiven Blick
gesehen werden. Mitarbeit von Familien und sozialen
Partnern ist als Thüringer Eltern-Kind-Zentrum, in einer
Gemeinschaft Lernender, ausdrücklich erwünscht.
Bereits startete die Einführung im AWO Kindergarten
Jenzigblick, Jena. Mit der Komplettsanierung der Einrichtung
wurde das Raumkonzept an die neue offene Arbeit
angepasst. Anregende Funktionsräume, ein großzügiger
Garten und ein spannender Sozialraum bieten Kindern
neue Freiräume und Erkundungsmöglichkeiten. In
enger Erziehungspartnerschaft mit den Familien sollte
der Blick auf das Kind mit seinen Stärken und Ressourcen
geschärft werden. Auch für den Sozialraum in Jena Ost
gibt es Eltern-Kind-Angebote, die auf den Early Excellence-Ansatz
zurückzuführen sind.
Susanne Gebert hat auch diesen Kindergarten auf dem
Weg zur Zertifizierung mit ihrer fachlichen Expertise unterstützt
und begleitet. Der innovativen und einfühlsamen
Arbeit der pädagogischen Fachkräfte um Heide
Broda, Leiterin des Kindergartens, und Frau Gebert ist es
zu verdanken, dass im Juni dieses Jahres das Zertifikat für
den Early Excellence-Ansatz der Einrichtung überreicht
wurde - als erstem Kindergarten in Thüringen.
Auch der AWO Kindergarten Marie Juchacz, Jena befindet
sich derzeit mit Susanne Gebert von der Heinz Heide
Dürr-Stiftung im Zertifizierungsprozess. Anne Seils, Leiterin
der Einrichtung, hält bereits eine Auszeichnung als
zertifizierte Prozessbegleiterin für den Early Excellence-
Ansatz in ihren Händen. Somit kann sie Kolleginnen und
Kollegen hinsichtlich des frühpädagogischen Konzeptes
beraten und sie auf dem Weg zu einer zertifizierten Einrichtung
begleiten. Auch das Team um Anne Seils setzt
sich seit zwei Jahren mit dem Konzept auseinander.
Eine qualitative Entwicklung ist die maßgebliche Grundlage
in der frühkindlichen Bildung. Pädagogische Fachkräfte
dürfen in ihrer täglichen Arbeit innovative Trends
erkennen und anwenden. So beschreibt der Early Excellence
Ansatz einen modernen Blick auf die Ressourcen
des Kindes und seines Umfeldes.
Es macht uns stolz, dass die Teams in unseren Kitas nicht
nur nach dem Early Excellence-Konzept leben, sondern
auch andere Fachkräfte und ganze Einrichtungen begleiten
und beraten.
Neuer
Betriebsrat
Enge Zusammenarbeit, schnelle Kommunikation und stetige Weiterbildung sind auch für unseren neu konstituierten Betriebsrat
Grundlage seiner Arbeit. Um für alle Mitarbeiter innen ein offenes Ohr haben zu können, hat sich der Gesamt-Betriebsrat in
den Betriebsrat Mitte-Ost und den Betriebsrat Mitte-West gegliedert.
Im September trafen sich die Vertreter innen beider Gliederungen zu einer gemeinsamen Weiterbildung, um ihr fundiertes
Fachwissen auszubauen. Es wurden Gesetzestexte gewälzt und Handlungsweisen diskutiert. Dabei kam natürlich auch der
Austausch nicht zu kurz.
Wie sich die Betriebsräte zusammensetzen, haben wir hier in einer Übersicht zusammengefasst:
Betriebsrat Mitte-Ost
Betriebsrat Mitte-West
Sitz
Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Ausschüsse
Öffentlichkeitsarbeit
Dienstplan
Arbeitsschutz
Auszubildende
Integration
Schwerbehindertenarbeit
Weimar
Stephan Michael
Tobias Stephan
Franziska Pick, Alexander Reinhard
Tobias Stephan, Stephan Michael,
Britta Vulpius-Wachsmuth, Gabriele Nitschke
Catrin Single, Armin Riehl
Andrea Händschel, Tobias Stephan
Jeanne Dornow, Stephan Michael
Monic Heidmüller-Fulsche, Antje Riedel
Bad Langensalza
Michael Reimann
Ines Ballhause
Cindy Hoffmann, Ines Ballhause
Nicole Niltop, Natalie Heinemann,
Katharina Wiesemann
Michael Reimann, Stefanie Kilian
Kerstin Ehmer
Stefan Icke
Stefan Icke
Kontakt
betriebsrat.ost
awo-mittewest-thueringen.de
betriebsrat.west
awo-mittewest-thueringen.de
Telefon:
Mobil:
Mobil:
Schwerbehinderten
vertretung
Anja Koden
Ines Wollweber
sbv awo-mittewest-thueringen.de
N.N.
Neuer Ortverein
für Dachwig
Foto: v.l. Nancy Stiller Vorstandsvorsitzende , Roswitha Synold . Revisor , Sandy Synold . Stellvertreterin , Christin
Lacher-Herzog . Stellvertreterin , Elisabeth Taubert . Revisor , Sophia Merz Beisitzerin , Jenny Reichert Kassenwart ,
Petra Pytel Beisitzerin , Frank Albrecht Vorsitzender des AWO Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen e.V.
Am . . wurde der AWO-Ortsverein „Gemeinsam für Dachwig gegründet.
Die Dachwiger Bürger und Bürgerinnen engagieren sich
schon seit Jahren mit viel Motivation, insbesondere im
Förderverein der AWO-Kindertageseinrichtung „Zwergenland
. Es kristallisierte sich zunehmend der Wunsch heraus,
sich nicht nur auf die Zielgruppe der Kindergartenkinder
zu konzentrieren, sondern vielmehr etwas für das
Gemeinwohl und den ganzen Ort zu schaffen - die Idee
des Ortsvereins war geboren
Ziel ist es, Jung und Alt zusammenzubringen und eine
Möglichkeit zu bieten, sich zu begegnen und Erfahrungen
auszutauschen. Die generationsübergreifende Arbeit
und die gemeinwohlorientierte Unterstützung sollen im
Vordergrund stehen. Es sollen ein Mehrwert für den Ort
geschaffen und das „Wir-Gefühl in der Gemeinde gestärkt
werden.
Die Gründung des Ortsvereins ist für eine ländliche Region
bedeutungsvoll, da Angebote für alle Altersgruppen
nicht gleich „um die Ecke zu finden oder auch manchmal
mit hohen Kosten verbunden sind.
Der Ortsverein möchte, dass alle Altersgruppen Zugang
zu kultureller und gesellschaftlicher Bildung sowie sinn-
voller Beschäftigung in der Gemeinschaft erhalten. Der
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V. ist mit
seiner Ehrenamts- sowie Orts- und Fördervereinsstruktur
der richtige Partner für das Vorhaben. Gemeinsam mit der
AWO entsteht so ein festes Fundament, um alle Ziele und
Visionen in und für Dachwig umzusetzen.
Die Gruppe sieht sich nicht als Konkurrenz für die bereits
bestehenden Vereine, sondern als Ergänzung und
Bindeglied. Denn nur GEMEINSAM sind wir STARK - nur in
der Gemeinschaft können wir etwas Großes erreichen.
Die Gemeinschaft steht bei allen Vorhaben im Vordergrund.
Kontakt:
Diana Schmidt
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V.
Referentin für Ehrenamt und Verbandsarbeit
Soproner Straße b,
Telefon
verbandsarbeit
Weimar
awo-mittewest-thueringen.de
Hier spielt die Musik
Rettet die Sprach-Kitas
Am Aktionstag „Hier spielt die Musik . wurde im September im Rahmen von Kundgebungen
und vielfältiger Mitmach-Aktionen im gesamten Verbandsgebiet Krach gemacht.
Eltern, Kinder, pädagogische Fachkräfte sowie Vertreter
innen aus Politik und sozialer Träger sind am . September
im gesamten Verbandsgebiet zusammengekommen,
um ein lautstarkes Zeichen für die Qualität frühkindlicher
Bildung an Thüringer Kindergärten und gegen die
Beendigung des Bundesprogramms Sprach-Kitas - Weil
Sprache der Schlüssel zur Welt ist zu setzen.
Mit aussagekräftigen Songs wie „Zeit, dass sich was dreht
und „Kinder an die Macht von Herbert Grönemeyer
stimmten sich die Teilnehmenden singend und tanzend
auf die Kundgebung ein. In den Kindertagesstätten in und
um Bad Langensalza gab es Mitmach-Angebote für Kinder
und Eltern.
Die Redner innen der Kundgebungen in Jena, Weimar
und Mühlhausen, darunter Katja Glybowskaja, Landesgeschäftsführerin
des AWO Landesverbandes Thüringen
e.V., MdB Ralph Lenkert Die Linke , MdL Susanne Hennig-
Wellsow Die Linke , Landessprecherin Bündnis Die
Grünen Ann-Sophie Blohm sowie Vertreter innen der
Kommunalpolitik und der Stadtelternbeiräte, fanden klare
Worte: Sie forderten von der Bundesregierung eine Fortsetzung
der Projektarbeit und eine Verstetigung der Qualitätsentwicklung
an Kitas. Nur durch Sprachförderung
sowie die Förderung von Vielfalt und Toleranz im Rahmen
der frühkindlichen Bildung kann Chancengleichheit ermöglicht
werden. Dafür sei es notwendig, den Beruf Er-
zieher in durch angemessene Vergütung, eine Erhöhung
des Betreuungsschlüssels und eine attraktive Ausbildung
aufzuwerten.
Auch Kitaleiter innen und Sprachfachkräfte meldeten
sich zu Wort: Ohne die durch das Bundesprogramm bereitgestellten
Sprachfachkräfte fehle es in den Kitas an
pädagogischen Fachkräften, was wiederum einen Einbruch
der Qualität frühkindlicher Bildung zur Folge hat.
Kinder nutzten das Mikrofon, um deutlich zu machen, wie
sehr sie ihren Kindergarten mögen. Daran haben nicht
zuletzt die pädagogischen Fachkräfte einen großen
Anteil.
Herr Lenkert warb zusätzlich mit einer Petition, durch die
es möglich sei, die Forderungen im Bundestag laut werden
zu lassen. Die benötigten . Unterschriften wurden
bereits mit . weit überschritten. Das macht
deutlich, wie wichtig die Qualitätsentwicklung an Kindergärten
ist.
Zum Hintergrund des Aktionstages:
„Die Sprache ist der Schlüssel der Welt , dieses Zitat von
Wilhelm von Humboldt war namensgebend für das Bundesprogramm
„Sprach-Kitas Weil Sprache der Schlüssel
zur Welt ist . Das Bundesprogramm soll die sprachliche
Entwicklung von Kleinkindern unter Einbeziehung ihrer
Bezugspersonen fördern. In einer Zeit, die geprägt ist von
pandemiebedingter Isolation, von Kita- und Schulschließungen
sowie von einem starken Bevölkerungszuwachs
durch die Aufnahme einer Vielzahl geflüchteter Menschen
ist die Sprachförderung eine wesentliche Grundlage
für Chancengleichheit von Kindern.
Das Bundesprogramm hat dafür gesorgt, dass Kindertagesstätten
Zugang zu finanziellen und personellen Ressourcen
bekommen, was wiederum zu einer Qualitätssteigerung
der frühkindlichen Bildung geführt hat. Mit
der Beendigung der Projektarbeit in Kindertagesstätten
würde es einen Bruch in der Qualitätsentwicklung geben.
Der AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.
fordert daher die Verstetigung der Projektarbeit im Rahmen
frühkindlicher Bildung, um den Entwicklungsprozess
der Kinder nachhaltig zu fördern. Ein angemessener
Personalschlüssel spielt dabei eine wesentliche Rolle, um
einem Qualitätsverlust in den Kindergärten entgegenzuwirken.
Weiterhin ist eine Neustrukturierung der Ausbildung
zum -r Erzieher in nötig, um den Beruf attraktiver
zu gestalten.
Unter anderem hat unser Krach am Aktionstag dazu geführt,
dass das Bundesprogramm bis zum Sommer
verlängert wird. Doch was ist dann Wir dürfen den
Fokus auf die sprachliche Entwicklung unserer Kinder
nicht verlieren und werden daher nicht müde, uns für
eine Verstetigung einzusetzen.
Benefizkonzert mit Operngala
in der Weimarhalle
Svetlana Lange, Übersetzerin aus Weimar, schwirrte eine
Idee durch den Kopf, die so übermächtig war, dass sie mit
ihrem guten Freund Oleksandr Pushniak, Bassbariton am
Deutschen Nationaltheater in Weimar, darüber sprechen
musste. Gemeinsam mit Musikern und Musikerinnen aus
der Ukraine fragten Sie den Regionalverband nach Unterstützung…
und wir haben natürlich JA gesagt. Wir sagten
JA zu der Idee, gemeinsam die Organisation einer Operngala
für die Ukraine zu übernehmen
Doch was ist daraus geworden Es entstand ein erstklassiger
Konzertabend mit international gefeierten Opernstars,
wie der Weimarer Musikkritiker Wolfgang Hirsch im
Nachhinein konstatierte. So etwas hat es beim Regionalverband
noch nie gegeben Die Liebe zwischen Menschen
vereint Europa und die gesamte Welt. Musik verleiht
dieser Einheit einen starken Ausdruck, denn Musik
verbindet dort, wo Worte scheitern.
Am . November versammelten sich Künstler innen aus
der ganzen Welt auf der Bühne in der Weimarhalle, um
ein Zeichen für Liebe und Frieden zu setzen und den
Menschen aus der Ukraine Kraft zu geben. Nachdem die
ersten musikalischen Darbietungen in der Weimarhalle
verhallten, wurde schnell deutlich, dass das Publikum
Zeuge eines Feuerwerks überragender Stimmen werden
würde. Der Bassbariton Oleksandr Pushniak aus Kiew
erhob seine Stimme, worauf seine Bühnenpartner innen
mit vollem Engagement einstimmten und unter dem
Motto von Lehàr „Dein ist mein ganzes Herz das Publikum
verzauberten.
Unter der Leitung des erfahrenen Dirigenten Dmytro
Morozov sorgte die Ouvertüre aus der Oper „Carmen bereits
zu Beginn für eine aufwühlende Stimmung im Saal.
Gemeinsam mit dem deutschen Kollegen Hartmut Keil
leitete der Ukrainer die Opernstars Puschniak selbst als
Foto links : . Reihe v.l.: Uwe Schenker-Primus, Dmytro Morozov, Hartmut Keil,
. Reihe v.l.: Olga Bezsmertna, Catherine Foster, Iryna Soloviy Erste Geige , Olena Shyriaeva,
Sofia Soloviy, Brit-tone Müllertz Dänemark , Oksana Dyka
Foto oben v.l. : Diana Schmidt Referentin für Ehrenamts- und Verbandsarbeit ,
Svetlana Lange, Sofia Soloviy, Frank Albrecht
Wagners Amfortas und Sofia Soloviy als Bellini-Priesterin
Norma in ein emotionales Erlebnis.
Ursprünglich aus der Ukraine stammend, jetzt in Italien
lebend, schmetterte sie eine Arie von Turandot. Vor dem
großen Finale untermalte Taejun Sun Südkorea mit seinem
Gesang den Lahàr-schen Titelsong.
Moderator Uwe Schenker-Primus führte die ca. Zuschauer
innen stimmungsvoll und unterhaltsam durch den
Abend. Auf den martialischen Gesang von Olena Shyriaeva
Ukraine folgte Sofia Palamar Ukraine mit ihrer eigenen
Interpretation des Komponisten Hulak-Artemovsky. Dem
Publikum wurde zunehmend klar, dass sie sich für einen
Nachmittag der musikalischen Extraklasse entschieden
hatten. Mit Beifallsstürmen und gellenden „Bravos machten
sie ihrer Begeisterung Luft.
Zum Schluss folgte das große Finale: Catherine Foster, am
Morgen noch extra aus Florenz eingeflogen, sang Isoldes
Liebestot. Welch einmaliges Erlebnis Einmal mehr wurde
die Stadt Weimar ihrem Ruf als kulturelle Hochburg gerecht.
Voller Hingabe spendeten die Sänger innen und
Musiker innen des Orchesters ihre ganze Kraft und Liebe
für die Menschen in der Ukraine. Als wollten sie ihre Solidarität
durch die Musik von Weimar bis in die Ukraine
tragen.
Das Orchester des Kharkiv National Academic Opera and
Balet Teatre spielte mit unfassbarer Reinheit den „Ukrainischen
Tanz Nr. . Olga Bezsmertna und Andrii Bondarenke,
beide aus der Ukraine, beschenkten das Publikum mit einem
Duett aus Verdis „Trovatore . Dann betrat ein Opernstar
von Weltrang die Bühne der Weimarhalle, Oksana Dyka.
Zu den gelungenen Aufführungen trugen auch die folgenden
Hotels bei, denn sie ermöglichten die Übernachtung
der Künstler innen: Dorint Hotel, Amalienhof Hotel
und das Hotel Anna Amalia. Wir sagen DANKE an alle, die
diesen besonderen Nachmittag mit vollem Herzensbedürfnis
möglich gemacht haben.
KINDERGARTEN „VILLA LUSTIG
Am Wochenende
Hühnerdienst
Mit dem Schlüssel zum Gartentor des Kinderhauses betreten
Maja und Finn unseren Garten. Sie haben ihre Eltern
dabei, und sie sind aufgeregt. Ob die Zwerghühner den
vorbereiteten, fein geraspelten Möhrensalat mit Weintrauben
wohl mögen Sind die beiden Hühnchen auch nicht
ängstlich, wenn die Kinder die Voliere betreten
Gemeinsam mit den Eltern gehen sie die Liste durch, die
sie von Claudia erhalten haben. Claudia ist eine pädagogische
Fachkraft im Team Villa Lustig und Mitglied in der
Hühner AG. Initiiert wurde diese Arbeitsgemeinschaft von
unserer stellvertretenden Leiterin Loretta Wiedemann. Sie
ist ambitionierte Haustierexpertin und züchtet privat
Hühner.
Der Wunsch, wieder eigene Tiere im Kinderhaus zu betreuen,
entstand schon vor dem Einzug in unser schönes neues
Haus; leider unter corona-bedingten Einschränkungen.
So sehnten wir uns alle nach neuen Herausforderungen,
die nicht durch Corona eingeschränkt werden würden. Es
braucht also eine neue Aufgabe, mit der sich Kinder gut
identifizieren konnten und Pädagog innen oder Eltern
gleichermaßen beteiligen können.
Frau Wiedemann schrieb eine Konzeption zur Hühnerhaltung
im Kinderhaus, legte eine Prüfung im Veterinäramt
ab und gründete unsere Hühner AG. Es wurde ein
Sponsorenaufruf gestartet, sodass alle erforderlichen Anschaffungen
schnell getätigt werden konnten. Private
Mittelgeber innen sowie unser Förderverein bilden einen
finanziellen Rückhalt, und in einem Arbeitseinsatz mit
freiwilligen Eltern wurden die Voliere, das Hühnerhaus
zum Schlafen sowie Eier legen und der Auslauf für die
Tiere gut vorbereitet.
Zeitgleich startete die Aktion Eier ausbrüten. Ein Züchter
versorgte uns mit kleinen Eiern.
Wir wollten unseren Kinderhauskindern die Möglichkeit
geben, vom . Tag an die Entwicklung im Ei zu verfolgen.
Also kaufte unser Förderverein einen Inkubator, in dem
sich die Eier entwickeln konnten. Tage lang schauten
täglich alle Großen und Kleinen nach den Eiern. Das Betreten
des Hauses geschah leise, teilweise auf Zehenspitzen,
um die Küken im Ei nicht zu stören.
Mit einer speziellen Taschenlampe leuchtete Frau Wiedemann
alle - Tage in die Eier. Um sich herum eine Kinderschar,
die interessiert die Luft anhielten. Tatsächlich konnten
wir bei jeder Kontrolle Veränderungen erkennen.
Leider gab es auch Tiefschläge. Aus unbekannten Gründen
haben sich die Küken nicht weiterentwickelt. Die Eltern
der Hühner AG haben kleine Zwergküken organisiert.
Diese zogen im Kinderhaus ein und konnten einige
Wochen in einem entsprechenden Käfig täglich von den
Kindern beobachtet und begleitet gefüttert werden.
Das Wissen über Hühner haben sich viele interessierte
Kinderhauskinder angeeignet. Wir lesen Hühnergeschichten
und schauen uns oft die Bilder vom Schlüpfen und
Wachsen an. Die Möglichkeit, Tiere zu streicheln und sich
zu kümmern, wird allen im Gedächtnis bleiben.
Es gibt täglich zwei verantwortliche Kinder, die mit den
Hühner AG-Pädagog innen die Verpflegung übernehmen,
Obst und Gemüse klein schneiden, Regenwürmer
im Garten sammeln und Wasser wechseln. Diese beiden
können sich in der Voliere aufhalten, sich zu den Tieren
setzen und beim Fressen zuschauen. Die Tiere sind zeitig
an den engen Kontakt zum Menschen gewöhnt und nicht
scheu.
Doch auch im Leben eines Hühnchens gibt es Schattenseiten.
Denn die neue Präsenz der Vögel ist auch den kleinen
Raubtieren der Region aufgefallen. Im Schatten der
Dunkelheit schlich sich ein Hühnerdieb in die Voliere.
Vermutlich war es ein Marder oder gar ein Waschbär, der
großes Durcheinander im Hühnerstall anrichtete. Eines
der Hühnchen hat er mitgenommen, wir werden es wohl
nie wiedersehen. Die beiden anderen Vögel wurden am
nächsten Tag von unserer Tierärztin versorgt, ihnen ging
es schnell wieder gut.
Für eine verbesserte Absicherung der Voliere war unser
Hausmeisterteam der AWO Carenet sofort zur Stelle. Die
fleißigen Handwerker verstärkten mögliche Schwachstellen
im Gitter, sodass die Räuber in Zukunft nicht mehr
eindringen können. Nach einer kurzen Genesungszeit
wohnen nun ein stolzer Hahn und seine Henne wieder im
noch besser geschützten Hühnerstall.
Unsere Kinder sammeln mit den Hühnern wichtige Erfahrungen.
Einige von unseren Kleinen sind so interessiert,
dass sie mit den Hühnern sprechen oder ihnen ein Lied
vorsingen. Unsere Kinderhauskinder mit besonderen Bedürfnissen
finden das Anfassen und Streicheln toll und
sind oft in der Nähe der Voliere zu finden.
Jetzt, zum gerade beginnenden Wochenende, genießen
es die beiden Kinder Maja und Finn, ganz alleine die Verantwortung
für die Tiere in den nächsten Tagen zu übernehmen.
Sie spießen getrocknete Mehlwürmer auf ihre
mitgebrachten, angespitzten Stöckchen. Mit den kleinen
Hilfsmitteln können sie unsere Vögelchen gezielt füttern.
Es ist schon vorgekommen, dass die kleinen Leckereien
auf den Boden fielen und die Tiere sie dann nicht mehr
aufpicken konnten. Mit den Stöckchen geht nun nichts
mehr daneben.
Als Dankeschön für die Betreuung, schallt den Kindern
der Kita jeden Morgen ein fröhliches Kikeriki zur
Begrüßung entgegen.
Kontakt:
Kindergarten „Villa Lustig
Leiterin: Annett Fleischer
Schopenhauer Straße , Weimar
Telefon
Telefax
villalustig
awo-mittewest-thueringen.de
Demokratie und Schule.
Respekt Coaches Ein Programm mit Zukunft
Von Lucia Totzauer Respekt Coach an der Staatlichen Gemeinschaftsschule Kaleidoskop Jena
Am . . kamen in Erfurt, im Radio F.R.E.I., Vertreter:innen
aus Wissenschaft, pädagogischer Praxis und Politik
zusammen. Thema des Abends war das Respekt Coaches-
Programm der Jugendmigrationsdienste. Gemeinsam
blickten die Akteure auf Theorie, Zielperspektiven, Forschungsergebnisse
zum Programm sowie auf Erfahrungsberichte
der Respekt Coaches der AWO Thüringen.
In der anschließenden Diskussion herrschte recht schnell
Einigkeit: Das Respekt Coaches-Programm ist enorm
wichtig Diskutiert wurden folglich Möglichkeiten einer
stetigen Finanzierung sowie geeigneter Rahmenbedingungen
zur Umsetzung des Programmes an den über
Standorten in Deutschland.
Was hat das Publikum am Respekt Coaches-Programm
überzeugt Junge Menschen brauchen demokratische
Handlungskompetenz, Resilienz gegenüber menschenfeindlichen
Ideologien, Medienkompetenz, Urteilsfähigkeit,
Perspektivübernahme und Selbstbewusstsein, um fit
für ihre Zukunft und fit für eine aktive Teilhabe an der Gestaltung
gesellschaftlichen Miteinanders zu sein.
Demokratie ist uns wertvoll und diese braucht eine aktive
Gesellschaft In der Schule verbringen Jugendliche einen
großen Teil ihrer Zeit, hier treffen tagtäglich verschiedene
Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, Erfahrungen
und Perspektiven Persönlichkeiten aufeinander. „Lass
uns reden. Reden bringt Respekt ist das Motto des Programms
und wie Studien verdeutlicht haben, auch dessen
tatsächliche Wirksamkeit: Die Schüler innen lernen
durch die Angebote der Respekt Coaches aufgeschlossen
und respektvoll gegenüber anderen zu sein. Das Klassenklima
verbessert sich, die jungen Menschen sind aneinander
interessiert und kommen ins Gespräch. Sie sprechen
Konflikte offen an und handeln diese aus.
Aus Perspektive der Schulen ist klar: Wir brauchen die Respekt
Coaches. Die pädagogischen Fachkräfte der Schulen
haben nicht die Zeit, sich das spezifische Fachwissen und
die Rolle eines Respekt Coaches anzueignen bzw. weiterzuentwickeln.
Noch erlaubt es der Lehralltag, die mit
Gruppenangeboten verbundene Bedarfsanalyse, Beziehungs-
und Netzwerkarbeit oder gar den konzeptionellen,
organisatorischen, finanziellen und bürokratischen Aufwand
zu leisten. Gemeinsam sind Lehrkräfte und Respekt
Coaches ein unschlagbares Team und eine wichtige Stütze
für die Schüler innen.
Für mehr Informationen zu den Respekt Coaches liefert
die offizielle Website des Programms und die
Instagram-Präsenz weitere Einblicke:
Respekt Coaches - lass uns reden
www.lass-uns-reden.com respektcoaches_jena
Instagram-Fotos und -Videos
Kontakt:
Lucia Totzauer TGS Kaleidoskop Jena Lobeda
Mobil
l.totzauer
awo-mittewest-thueringen.de
ONE
TEAM
Die Jahre der Pandemie Ein Krieg in der Ukraine Unsichere Kostenentwicklung
Aus diesen Herausforderungen entstanden Fokusthemen.
Das Jahr zeigte es dem Verband deutlich: Die Arbeit
im Migrations- und Integrationsbereich hat an Bedeutung
gewonnen. Die Angebote an den vier Standorten Jena,
Weimar, Apolda und Mühlhausen wurden von mehr als
Klient innen in Anspruch genommen. Dabei ist deutlich
zu spüren, dass sich die Schwerpunktthemen hin zu
mehr Begegnung, Vernetzung und Verweisberatungen
verschoben haben.
Auf Grund personeller Veränderungen und vor den o.g.
Hintergründen beschäftigen wir uns seit Mitte des Jahres
stark mit einer zukunftssicheren Struktur und Organisation
des Bereichs Migration und Integration in unserem Verband.
Unsere Kolleg innen haben viel und hart gearbeitet,
um allen Anfragen und Bedarfen gerecht zu werden.
Dabei war nicht immer klar, wie wir die unfassbar großen
Aufgaben einer Migrationsbetreuung in diesen schweren
Zeiten gerecht werden können. Aber mit Hilfe des ´One-
Team´ war es am Ende gemeinsam möglich, sich den Herausforderungen
zu stellen.
Im Ergebnis aus unseren Erfahrungen werden wir ab Januar
in zwei Fachdiensten Mitte-West und Mitte-Ost, unter
der Leitung von unseren langjährigen Experten El Alami El
Mediani und Harun Koyuncu, gemeinsam mit den über
Mitarbeiter innen einheitliche Strategien entwickeln, Ressourcen
bündeln und gemeinsame Projektideen verfolgen.
Damit sorgen wir sowohl in der Personalgewinnung,
als auch in der Personalbindung für mehr Stabilität.
Die beiden Fachdienstleitungen haben zudem die folgenden
wichtigen Themen im Fokus: Vertretung des Regionalverbandes
im Landes- und Bundesverband, Vernetzung
mit unseren Partner innen, politisches Starkmachen und
Einmischen, Organisation von Veranstaltungen, Akquise
von Projektideen und Mittelgewinnung in engem Austausch
mit den lokalen und themenspezifischen Teamleitungen
im Bereich.
Die letzten Monate haben uns aufs Heftigste gefordert.
Doch wir sind stark und sehen dem neuen Jahr positiv gestimmt
entgegen. Es wird neue Herausforderungen geben,
die unüberwindbar scheinen. Doch auch diese werden
wir als ONE-TEAM meistern.
Kontakt:
FDMI Jena
Kastanienstraße , Jena
Telefon
Telefax
fdmi awo-mittewest-thueringen.de
FDMI Weimar
Marienstraße , Weimar
Telefon
Mobil
Telefax
fdmi.we
FDMI Apolda
awo-mittewest-thueringen.de
Lessingstraße , Apolda
Telefon
Telefax
Mobil −
fdmi.we awo-mittewest-thueringen.de
FDMI Mühlhausen
Görmarstraße , Mühlhausen
Telefon
Telefax
Beratung zu Alter Technik
in der Wohnberatung Jena
„Ein Leben lang zu Hause wohnen
Wir leben in einer Welt voller Hilfsangebote. So auch zum
Thema Technik im Alter. Die Wohnberatung Jena hat Ihren
Stützpunkt in der Goethe-Galerie und berät Ihre Kunden
bei allerhand Fragen zu neuen Technologien, und wie man
sie richtige im Alltag einsetzt. Das Angebot ist kostenfrei,
und es wird ganz wertneutral die jeweilige Situation analysiert.
Finanziert wird das Projekt über die Stadt Jena, in
Trägerschaft des AWO Regionalverbandes Mitte-West-
Thüringen e.V.
Mit dem Lebenslauf verändern sich auch die Bedürfnisse
und Anforderungen an das Wohnen. Das selbständige und
selbstbestimmte Wohnen bis ins hohe Alter, in der eigenen
Wohnung oder im vertrauten Stadtteil zu unterstützen,
ist ein Schwerpunkt der Wohnberatung Jena.
Manchmal reichen bereits einfache Lösungen, wie Haltegriffe,
eine Toilettensitzerhöhung oder ein Badewannenlift,
um gut durch den Alltag zu kommen. Es kann aber
auch sein, dass größere Umbaumaßnahmen notwendig
werden, wie bspw. der Einbau einer möglichst bodengleichen
Dusche im Bad, das Entfernen von Türschwellen
oder der Einbau eines Treppenliftes. Beraten wird auch
zur Finanzierung von Umbaumaßnahmen, bspw. den Zuschüssen
der Pflegekasse und der KfW-Bank.
Weitere Schwerpunkte sind die Beratung zu Hilfsmitteln
und neuen technischen Alltagshilfen, die Komfort und
Sicherheit bieten, die Beratung zu ambulanten Diensten
und Unterstützungsmöglichkeiten u. a. Anbietern von
Pflegeleistungen, ehrenamtlichen Besuchsdiensten,
Hauswirtschaft, Fahrdiensten, Essen auf Rädern . Falls ein
Umzug notwendig wird, erfolgt die Beratung zu betreuten
Wohnangeboten Servicewohnen, Betreutes Wohnen,
Pflegewohngruppen, Seniorenheim oder allgemein
zum Umzug in eine barrierefreie Wohnung und zur Organisation
des Umzuges. Unter bestimmten Voraussetzungen
können Umzugskosten bei vorhandenem Pflegegrad,
auch von der Pflegekasse übernommen werden.
Ideal wäre, sich schon frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen,
also bereits bei der Renovierung von Haus
oder Wohnung an die barrierefreie Gestaltung zu denken.
Auf der Internetseite www.wohnberatung-jena.de gibt es
wichtige Informationen und Infomaterialien zum Herunterladen.
Unter anderem findet man dort eine Planungshilfe
zum barrierefreien Um- Bauen sowie verschiedene
Broschüren der Wohnberatung. Die Broschüre „Ein Leben
lang zu Hause wohnen ist auch in der Beratungsstelle
und in den Seniorenbegegnungsstätten erhältlich.
Unterstützt wird die Wohnberatung von einem ehrenamtlichen
Architekten und vier ehrenamtlichen Technikberater
innen. Die Technikberatung beschäftige sich unter
anderem mit den Themen Hilfe am Computer, Laptop,
Tablet, Smartphone, Hausnotruf Notruf für unterwegs
und Einbruchschutz.
Die Beratung ist telefonisch, im Büro oder als Hausbesuch
möglich.
Kontakt:
Wohnberatung Jena
Ansprechpartnerin: Eva-Maria Voigt
kontakt wohnberatung-jena.de
Website: www.wohnberatung-jena.de
In der Goethegalerie
Goethestraße b, Büroaufgang B, Jena
Sprechzeiten: Dienstag und Donnerstag
Telefon
Im Stadtteilzentrum LISA
Werner-Seelenbinder-Str. a,
Lobeda-West, Jena
Sprechzeiten: Mittwoch
Telefon
Uhr
Uhr
QUALITÄTSMANAGEMENT
Inspirierende
Fortbildungsveranstaltungen
für Betreuungskräfte
Der Titel „Ein Bett mit Aussicht erregte unsere Aufmerksamkeit sofort. Nach kurzer Recherche zu dieser speziellen Veranstaltung
trafen wir schnell die Entscheidung, diese besondere Form der Weiterbildung unseren Betreuungskräften anzubieten.
Welchen Blick, welche Wahrnehmung und welche Gefühle
haben Menschen, die den größten Teil des Tages im
Bett verbringen Keine einfache Aufgabe, in die Perspektive
einer bewegungsbeschränkten Person einzutauchen.
Vor allem für pflegebedürftige Menschen, die das Bett
nicht mehr verlassen können, ist es eine willkommene
Abwechselung, wenn die Pflegekraft anregende Momente
im Alltag schafft. Die kleinen Achtsamkeiten zaubern
den Patienten ein Lächeln ins Gesicht. Sie schaffen Verbindung,
ein Wohlgefühl und Abwechslung zu den routinemäßigen
pflegerischen Tätigkeiten.
Ergotherapeutin Sandrina Schulz referiert im Seminar
sehr praxisnah über ihre Erfahrungen und nannte viele
kreative Anregungen für die Zimmergestaltung bettlägeriger
Menschen. Die Teilnehmer innen des Seminars
konnten verschiedene Fühl-, Hör- und Mitmachangebote
ausprobieren. Das sorgte für ganz besonders viel Spaß.
Mögen die vielen Impulse eine aktive Umsetzung in den
Senioreneinrichtungen bewirken für mehr Lebensfreude
im Pflege- und Betreuungsalltag.
Bei dem ersten übergreifenden Workshop für Betreuungskräfte
stand der Austausch und die Vernetzung untereinander
im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Inhalte wurden
von den Sozialarbeiter innen der Seniorenpflegeheime
Sandra Hammermeister, Sandra Isler, Stefanie Pfeiffer
und der Qualitätsmanagement-Beauftragten des Fachbereichs
Pflege und Gesundheit Dr. Silvia Steiner konzipiert.
Ein speziell für den Tag gebuchter Sporttherapeut läutete
den Tag mit abwechslungsreichen Bewegungsübungen
zum Erhalt der Mobilität ein. Vorgestellt wurden die neuen
Qualitätsprüfungsrichtlinien QPR , Aspekte der Biographiearbeit,
neue Ideen für das Betreuungskonzept in
Pflegeeinrichtungen, Wege in eine emphatische Kommunikation
und Gedanken zu einer modernen Abschiedskultur.
Am Ende des Tages waren sich alle Beteiligten einig darüber,
dass dieser bunt gemischte Fortbildungstag zu einem
späteren Zeitpunkt fortgeführt werden sollte. Der
nächste kollegiale Austausch ist somit bereits für
geplant.
Aktionswoche
zur Demenz
im Seniorenzentrum „Am Heiligenberg
Unserem Pflege-Kalendern ist der . September farbig
markiert, denn an diesem Tag findet der Welt-Alzheimertag
statt. So auch im AWO Seniorenzentrum „Am Heiligenberg
in Jena. Dieses Jahr fanden dort vielfältige Aktionen
statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der
Alzheimer-Erkrankten und ihrer Angehörigen aufmerksam
zu machen.
Wir setzten uns zudem das Ziel, Selbsterfahrungen mit
Demenz für Kolleg innen und Mitarbeiter innen erlebbar
zu machen. Wir sammelten praktische Beispiele, durch die
das ernste Thema umso einprägsamer miterlebt wurde.
Im Altersanzug Treppen zu steigen, sich im Bett lagern
oder das Essen anreichen zu lassen, erfordert Vertrauen
gegenüber der Pflegeperson. Bei gesunden Menschen
laufen Prozesse automatisch ab, beispielsweise das Eindecken
des Frühstückstischs. Bei einem demenzerkrankten
Menschen führt eine solch banal erscheinende Aufgabe
zu innerer Anspannung, weil es schwerfällt, komplexe
Alltagssituationen zu bewältigen.
Für die Bewohner innen wurden im Rahmen der Aktionswoche
biografische Erinnerungen und das Langzeitgedächtnis
aktiviert: Im Bereich der Hauswirtschaft wurde
ein traditionelles DDR-Rezept „Der kalte Hund mit
den Senior innen zubereitet. Zum Abendessen gab es
altbekannte Gerichte wie Zwiebelkuchen und Kartoffelsalat
mit Wiener Würstchen.
Besonderes Highlight waren der Besuch des Circus
Ramon Hein, welcher aus Sachsen-Anhalt angereist war,
um die Zuschauer innen mit Artistik und Clownerie zu
begeistern. Der Auftritt des Zwätzener Männerchores, der
mit den Bewohner innen gemeinsam Volkslieder wie „An
der Saale hellem Strande und „Hoch auf dem gelben Wagen
anstimmte, gaben dem Tag einen besonders musikalischen
Schwung. Auch beim Streicheln und Füttern der
Alpakas, die zum wiederholten Mal das Haus besuchten,
wurden jede Menge Wohlfühlhormone ausgeschüttet. Der
Umgang mit solchen Tieren kann Symptome wie Unruhe
und Aggression bei Demenzerkrankten verringern und
durch die Interaktion Glücksmomente hervorrufen.
Das Team aus dem Seniorenzentrum „Am Heiligenberg
empfand es zudem sehr wichtig, Familie oder Freunde der
Erkrankten zur Demenzkonzeption zu informieren. Für die
Angehörigen ist es zum Teil schwer zu ertragen, wenn die
eigenen Eltern oder jahrelange Freunde die Diagnose Demenz
erhalten. Beim Angehörigenabend wurden Möglichkeiten
aufgezeigt, wie trotz der Erkrankung besondere
Momente erlebt werden können.
Mit dem Kommunikationsangebot eines sogenannten
Erinnerungskoffers können Betroffene Erinnerungen abrufen,
die ihnen Vertrautheit vermitteln und den Verlust
von Sicherheit in einer fremden Umgebung kompensieren.
Kontakt:
Seniorenzentrum „Am Heiligenberg
Leiter: Lars Fischer
Naumburger Straße a, Jena
Telefon -
Telefax -
heiligenberg awo-mittewest-thueringen.de
Fotos oben: Elvira Gutzmann TP Magdala
und Klaus-Dieter Landgraf TP Weimar
Vorgestellt:
Tagespflegen
Magdala und Weimar
Viele Menschen fragen sich immer wieder, wo eigentlich
die Unterschiede bei den vielen Pflegeangebote liegen
und welche Variante für die Angehörigen die richtige ist.
Besonders beim Thema Tagespflege bekommen wir oft
Nachfragen, was genau das eigentlich ist
In unseren Tagespflegeeinrichtungen werden Gäste Montag
bis Freitag in der Zeit von Uhr betreut. Es geht
also, wie der Name schon sagt, um eine Tagesbetreuung
von älteren Menschen. Während die Angehörigen arbeiten,
Termine wahrnehmen oder einfach mal Pause machen,
übernehmen wir die Betreuung und Behandlungspflege.
Die Tagespflege in Magdala ist ländlich gelegen. Umgeben
von Natur betreuen wir täglich bis zu Gäste. Die
Atmosphäre in unserer Einrichtung beschreiben unsere
Gäste gern als freundlich und sehr familiär. Zum Betreuungsangebote
gehören unter anderem Gedächtnistrainings,
Gesellschaftsspiele, hauswirtschaftliche Angebote,
sportliche Aktivitäten und vieles mehr. Aktuell befassen
wir uns mit dem Thema „Entspannung und Wellness für
Senior innen demnächst werden auch hierfür entsprechende
Angebote stattfinden.
In Weimar, inmitten des Stadtteils Weimar-West, betreuen
wir bis zu Gäste täglich. Hier stehen den Seniorinnen
und Senioren verschiedene Themenräume, wie zum Beispiel
das „Spielparadies , die „Fitnessoase oder die „Kreativwerkstatt
zur Verfügung. Die gestalteten Räume sollen
die Tagesgäste mit vorbereiteten Angeboten zum Ausprobieren
und Mitmachen motivieren.
Unser Ziel in beiden Einrichtungen ist es, die Selbstständig
und die Selbstbestimmung all unserer anvertrauten
Senior innen zu erhalten. Wir verstehen uns als Bindeglied
zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
und möchten mit unseren Angeboten die Gäste darin
unterstützen, solange wie möglich in der eigenen, vertrauten
Umgebung leben zu können. Hierfür ist es wichtig,
unsere konzeptionelle Arbeit regelmäßig zu evaluieren
und anzupassen. Wir möchten den Bedürfnissen und
Bedarfen unserer Gäste nachkommen und gleichzeitig
die Selbstständig im Alltag erhalten.
Kontakt:
Ansprechpartnerin: Isabelle Burkert
Tagespflege Magdala
An den Weiden ,
Telefon
tpf.magdala
Magdala
awo-mittewest-thueringen.de
Tagespflege „Am Paradies
Soproner Straße ,
Weimar
Telefon: -
tpf.paradies awo-mittewest-thueringen.de
Neue Ideen
im Pflegealltag
Kinaesthetics, als Kunst der Bewegungswahrnehmung im
Pflegealltag für Klient innen und Mitarbeitende.
In der zweiten Hälfte der Weiterbildung werden alle Teilnehmer
innen anhand von Etappenaufgaben die Anwendungen
im Alltag, sowohl im jeweiligen Arbeitsbereich als
auch privat, erproben.
Im Sommer startete der erste Kinaesthetics-Grundkurs für
Pflegekräfte. Kinaesthetics-Trainerin Ulrike Lehmann, leitet
in einer -tägigen Weiterbildung insgesamt Pflegekräfte
an.
Bestimmte Patienten sind in ihrer Mobilität eingeschränkt
und benötigen Unterstützung bei alltäglichen Bewegungsabläufen,
wie etwa beim Aufstehen aus dem Bett oder Anziehen
mit Tageskleidung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Pflegekräfte
ein Zertifikat, das von der Länderorganisation
Kinaesthetics Deutschland ausgestellt wird und dank der
European Kinaesthetics Assoziation EKA weit über die
Landesgrenzen hinaus anerkannt wird.
Ein Folgekurs ist bereits in Planung.
Ziel des Konzeptes ist es, Menschen trotz ihrer Einschränkungen
die Selbstkontrolle und Selbständigkeit durch die
Förderung ihrer Fähigkeiten maximal zu erhalten. Damit
werden auch Verletzungsgefahren minimiert, wie sie bspw.
bei einem Sturz passieren können. Pflegende lernen durch
Selbsterfahrung, ihre Bewegung in der Interaktion mit den
Klienten so zu gestalten, dass die Anstrengung auf ein
Mindestmaß reduziert werden kann, was eine wichtige
Entlastung darstellt.
Kontakt:
Kontakt:
Ulrike Lehmann
Kinaesthetics-Trainerin und
Einrichtungsleiterin Pflegehotel Magdala
AWO Pflegehotel Magdala, An den Weiden
Telefon
u.lehmann
awo-mittewest-thueringen.de
Mit Kompetenz
gegen den Fachkraftmangel
In allen Pflegeberufen fehlen Fachkräfte.
Stellenangebote für examinierte Altenpflegefachkräfte sind im Bundesdurchschnitt
ca. Tage unbesetzt. Laut Bundesagentur für Arbeit kamen auf
gemeldete freie Stellen rein rechnerisch gerade einmal Arbeitssuchende.
Vor diesem Hintergrund stellt folglich die Zuwanderung von Fachkräften und
Auszubildenden aus dem Ausland einen wichtigen Teil zur Lösung des dramatischen
Fachkräftemangels in diesem Sektor dar.
Unser Verband hat sich daher entschieden, seine Ausbildungsbemühungen
gezielt auch an junge Menschen mit
Migrationshintergrund zu richten. Dabei stellt sich der
Einsatz von Auszubildenden mit Migrationshintergrund
als eine spezifische Herausforderung auch für die, in den
Einrichtungen bereits tätigen, Pflegekräfte dar. Die Pflege-
Tätigkeiten im interkulturellen Setting sind oft mit erheblichen
Kommunikationsschwierigkeiten behaftet. Dabei
verweisen Autor innen von Fachartikeln darauf hin, dass
nicht allein die fehlende Landessprache problematisch ist,
sondern, dass häufig der soziokulturelle Kontext im Pflegegeschehen
nicht verstanden wird. Dies kann insbesondere
in nonverbalen Situationen zum Tragen kommen,
wenn Interpretationen zum Verständnis einer Situation
notwendig sind.
Als werteorientiertes Unternehmen hat der Regionalverband
frühzeitig erkannt, dass die Antwort auf diese Fragen
auch im Aufbau einer Angebotsstruktur liegen muss,
die es den Kandidat innen ermöglicht, die spezifischen
Rahmenbedingungen der Ausbildung frühzeitig transparent
zu erfassen und Unterstützungsangebote für individuelle
Problemlagen zu erhalten. Für die Begleitung der
Praxisanleiter innen und die Kommunikation im Pflegeteam
müssen zuverlässige Unterstützungsangebote für
Ausbildungs- und Integrationsfragen entwickelt werden.
Mit diesem Anforderungsprofil wurde in die Arbeitsgemeinschaft
„Interkulturelle Öffnung - kurz IKÖ - für
den Bereich der Pflege etabliert.
Zunächst wurden in der Zusammenarbeit die spezifischen
Bedarfe ermittelt, die sich aus einer Ausrichtung
der Nachwuchssuche auch bei Menschen mit Migrationshintergrund
ergeben.
Die AG IKÖ begleitete darüber hinaus ein Treffen von Einrichtungsvertreter
innen und dem zentralen Praxisanleiter
mit der Kooperationsschule. Dabei erwies es sich als
sehr hilfreich, dass die Vertreterin der AG, selbst mit Migrationshintergrund,
ihre Erfahrungen mit einer solchen
persönlichen Herausforderung schildern konnte.
Nur eine verstandene Erwartung kann erfüllt werden.
Somit stellten die Übersetzungen der wichtigsten Dokumente
und Verträge, gerade zu Beginn der Vereinbarung,
einen Meilenstein für einen optimalen Ausbildungsstart
dar. Im nächsten Schritt wurde begonnen, zentrale Dokumente
sowie die Beschreibung der grundsätzlichen Tätigkeiten
von Pflegefachkräften in eine einfache Sprache zu
formulieren.
Die Praxisanleiter innen in den Einrichtungen sind nun
zentrale Akteur innen im Hinblick auf die Aufnahme, Anleitung
und Begleitung der zukünftigen Auszubildenden
in den Pflegeteams. Ein zielgerichteter Workshop durch
Frau Ruhnau und Frau Brückner der AWO Fachstelle für
Interkulturelle Öffnung im Rahmen der Praxisanleiterausbildung
konnte hier, mit neuen Eindrücken, neue Impulse
setzen. Darüber hinaus wurden Kontakte geknüpft, die
genutzt werden können, um individuellen Beratungsbedarf
auf Seiten der Praxisanleiter innen zu decken.
Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein zweiter Workshop kurz
bevor. Darüber hinaus arbeitet die AG daran, aus den festgestellten
Bedarfen weitere Arbeitsaufträge abzuleiten.
Positive Arbeitserfahrungen mit Migrant innen können
Ressentiments entkräften, daher sehen wir in der konsequenten
Vorbereitung und Begleitung unserer Auszubildenden
unsere Verantwortung in diesem Prozess.
PERSONAL
Unser Verband
wird digital
Wie die Digitalisierung unsere Personalabteilung verändert
Während sich das Jahr dem Ende neigt und die meisten Menschen bereits mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt sind,
wird in der Personalabteilung mit vollem Einsatz an der Digitalisierung gearbeitet. Zum Jahreswechsel wird eine große
Umstellung von manuellen Abläufen auf digitale Prozesse stattfinden. Das Potential für Zeiteinsparung ist enorm, was uns
besonders in Zeiten des Fachkräftemangels guttun wird. Doch was bedeutet die Umstellung im Detail
Kurz gesagt werden derzeit sämtliche Dokumente zu unseren
Mitarbeiter innen ausgedruckt und in Ordnern abgelegt.
Bei über . Mitarbeitenden füllen wir damit im
gesamten Regionalverband sehr viele Aktenschränke. Ein
schnelles Suchen, Auswertungen oder Erinnerungen lassen
sich mit Papierakten nicht realisieren. Diese Möglichkeiten
blieben den Kolleg innen aus der Personalabteilung
bisher immer verborgen. Aus dem Blickwinkel unserer
Mitarbeiter innen gab es zudem bisher keine Möglichkeit,
die eigenen Daten zum Beschäftigungsverhältnis
mit der AWO selbstständig einzusehen oder anzupassen.
Das erforderte immer ein manuelles Abfragen in der
Personalabteilung.
Zeitgemäß ist das nicht gerade und so gehen wir nun
endlich einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Personalakte
sowie digital unterstützte Personalprozesse. Mit
dem neuen Programm P+I LOGA statten wir unsere komplette
Personalabteilung mit einem mächtigen Werkzeug
aus. Während unsere Lohnbuchhaltung bereits softwarebasiert
die monatlichen Abrechnungen erstellte, bekommt
Sie nun eine modernere und leichter zu bedienende
Anwendung an die Hand. Auch wenn wir in diesem
Bereich in Zukunft schon ordentlich Zeit einsparen
werden, können wir uns bei den Themen Bewerbermanagement,
innerbetriebliche Korrespondenz, Dokumentation
sowie Prozessunterstützung auf gänzlich neue Arbeitsweisen
und Vereinfachungen einstellen.
Die Veränderungen haben viele Vorteile. Allein bei der Suche
der richtigen Akte rechnen wir mit einer Zeitersparnis
von . Damit wird Zeit für die wichtigen Dinge geschaffen:
die Personalbetreuung. Das heißt mehr Möglichkeiten
für Beratung, Hilfestellung und Perspektivenplanung
in unserem Verband. Auch wenn wir bis zum
Jahresende und sicherlich auch darüber hinaus noch viel
lernen und organisieren müssen, freuen wir uns auf eine
neue hochprofessionelle Arbeitsumgebung. Damit erhalten
wir endlich das Potential, den Mensch und Mitarbeitenden
in unserem Verband wieder in den Vordergrund
zu stellen.
Für unsere Mitarbeiter innen wird sich auch etwas ändern.
Im ersten Quartal des Jahres geht dann auch
unsere neue AWO Personal-App an den Start. Jeder Mitarbeitende
kann sich über seine private E-Mail-Adresse
für die App und das Mitarbeiter-Portal registrieren. Alle
dort gespeicherten Daten sind nur für den Personalsach-
Bis Ende des kommenden Jahres planen wir
folgende Funktionen freizuschalten:
Persönlichen Daten einsehen und ändern
z.B. Adresse, Kontodaten
Lohnbescheinigungen monatlich abrufen
Urlaub planen
Krankschreibungen eingeben
Und vieles weiteres
Darstellung der Oberfläche der AWO Personal-App
bearbeiter und Mitarbeiter zugänglich und kann von niemand
anderem eingesehen werden. So kann man jederzeit
auf die eigenen Daten zugreifen, die bei der AWO gespeichert
werden. Das ist transparent und findet ganz unabhängig
von Öffnungszeiten statt. Eine Adressänderung
wegen Umzug, der Urlaubsplan mit dem Partner am
Abend auf der Couch oder das Einsehen der aktuellen Gehaltsnachweise
wird in Zukunft möglich sein.
Doreen Lachmann, Teamleitung Personalverwaltung
sagt zur Mitarbeiter-App:
„Die Nutzung der App kostet nichts und ist freiwillig. Natürlich
würden wir uns über eine möglichst breite Nutzung in
der Mitarbeiterschaft freuen. Es gibt bereits einige Sozialverbände
in Thüringen, die mit ihrer Mitarbeiter-App sehr gute
Erfahrungen gemacht haben. Für unseren Verband ist die
Einführung der digitalen Personalakte ein Meilenstein und
die Bereitstellung der Daten auf einem Smartphone bringt
unseren Mitarbeitern viele Vorteile.
Die Personalabteilung unseres Verbands hat sich und
allen Mitarbeitenden damit, trotz der vielen zusätzlichen
Arbeit zur Einführung der neuen Arbeitsprozesse, ein
kleines Weihnachtsgeschenk gemacht. Denn wenn die
Umstellung vollzogen ist, werden wir in den nächsten
Jahren viel mehr Zeit in die persönliche Entwicklung
unserer Mitarbeiter innen stecken können. Das ist
wichtig für die Menschen in unserem Verband.
Mit großen
Schritten hin
Teil
zu einem neuen AWO-
Von Anne Daburger:
Geradlinig und konsequent Wir gehen weiter auf dem Weg hin zu einem attraktiven
Tarifvertrag. Seit , jedes Jahr, Schritt für Schritt
Verabredungsgemäß sind wir in einer aktiven, aber beratenden
und kooperativen Rolle am Aushandlungsprozess
eines neuen Mantel-Tarifvertrages zwischen ver.di und
dem Arbeitgeberverband der AWO Thüringen beteiligt.
Das geht nur so, da wir seit vier Jahren Mitglied im Arbeitgeberverband
der AWO Deutschland sind.
Der Tarifabschluss ist nun besiegelt. Das freut uns sehr
Das bedeutet für alle Beschäftigten der AWO in Thüringen
eine ordentliche Verbesserung
Wenn der geplante Abschluss nach unseren Vorstellungen
realisiert wird, dann dürfen sich unsere Beschäftigten
unter anderem über eine schrittweise Reduzierung der
wöchentlichen Arbeitszeit, die Einführung von Jubiläumszahlungen,
die Erhöhung der Sonderzahlung und weitere
Verbesserungen freuen also weitere Verbesserungen,
die sich am TVÖD orientieren.
Wir freuen uns sehr über die Annäherung an den AWO-
Tarifvertrag Thüringen und die Verbesserungen, die für
alle Beschäftigten in unserem Verband und den AWO-
Einrichtungen in Thüringen erreicht werden. Auch sind
wir zuversichtlich, dass wir damit gemeinsam für alle Beschäftigten
in Thüringen einen guten Weg eingeschlagen
und mit ver.di eine zukunftsfähige Gewerkschaft als
Verhandlungspartner haben.
Azubitag
Mit unseren Auszubildenden
auf Abenteuertour
Der AWO Regionalverband ist nicht nur Arbeitgeber von
. Mitarbeiter innen, sondern auch eine wichtige Anlaufstelle
für Auszubildende im sozialen Bereich. Jedes
Jahr beginnen junge Menschen und Berufswechsler innen
einen neuen Lebensabschnitt in einer unserer Einrichtungen.
Um diese Menschen besonders bei uns willkommen
zu heißen, veranstalten wir in den Herbstmonaten
unseren Azubitag. Zur diesjährigen Veranstaltung
führte unser zentraler Praxisanleiter Tobias Stephan durch
ein spannendes Tagesprogramm.
Der Azubitag bietet eine wichtige Gelegenheit, zum gegenseitigen
Kennenlernen der Auszubildenden. Zudem
bietet er die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu Verbandsmitarbeiter
innen zu knüpfen, wenn - vor allem im jungen
Alter - der Berufsalltag die ein oder andere Herausforderung
bereithält. In diesem Jahr galt es zunächst, einige
Sprachbarrieren zu überwinden, denn junge Menschen
aus Vietnam nahmen eine Ausbildung bei uns auf. Unsere
Leiterin für Personal, Doreen Lachmann, begrüßte die
Azubis ganz herzlich und freute sich über deren Bereitschaft,
ihren Schritt in eine neue Berufswelt in unserem
Verband zu gehen.
Maria Brückner und Yvonne Ruhnau aus der AWO Fachstelle
für Interkulturelle Öffnung IKÖ vermittelten auf
eindrucksvolle Weise non-verbale Kommunikationsformen.
Gestik, Mimik und Stimme spielen im täglichen Umgang
mit Patient innen, Klient innen und Kolleg innen
eine größere Rolle, als manch einer der Zuhörer innen
glauben konnte. In einer gemeinsamen Aufgabe galt es
vor der Mittagspause, einen Turm zu bauen. Alle Teilnehmer
innen stellten sich im Kreis auf. In der Mitte lagen
unterschiedlich große Holzwürfel, die mit Hilfe eines Krans
zu einem Turm aufgestapelt werden sollten. Alle Beteiligten
hielten dabei einen Strick in der Hand und steuerten
den in der Mitte befestigten Kran. Ein tolles Erlebnis, bei
dem es darauf ankam, als Team zu agieren und sich einander
zu vertrauen. Die Zusammenarbeit klappte so gut,
dass sogar das Team vom IKÖ überrascht war. Bestzeit
Nach einer kleinen Mittagspause konnten sich die Auszubildenden
noch besser kennenlernen. Die anstehenden
Aufgaben in der Abenteuersiedlung forderten alle noch
einmal kräftig heraus. Neben Kuh-Melken auf Zeit, Schlösserknacken,
Betonmischer-Scrabble und vielen weiteren
Spaßspielen durften die Teilnehmer innen gegeneinander
antreten. Gewonnen haben am Ende alle, denn man kam
sich näher und konnte sich über private und ausbildungsspezifische
Themen austauschen.
Vielen Dank an unsere Azubis, ohne die der Azubitag niemals
stattfinden könnte. Ihr seid die Zukunft unseres Verbandes
und wir hoffen, dass ihr viel Freude bei Eurer
Arbeit und in unserem Verband haben werdet.
Wer stehenbleibt,
fällt schneller um
Oder wie der Mensch aus Bequemlichkeit verlernt hat,
sich an seine Umwelt anzupassen.
Unter der Notwendigkeit der klimatischen Veränderung, entwickelt sich der AWO Regionalverband täglich in Richtung
nachhaltiges Handeln weiter. Unsere Mitarbeiter innen schärfen die Sinne für einen respektvolleren Umgang mit unserer
Umwelt und sind selbst oft Antreiber innen bei der Umsetzung. Das Potential für nachhaltige Veränderung in einem sozialen
Träger ist enorm. Vor allem dann, wenn man Menschen dafür begeistert, ihre täglichen Prozesse immer wieder auf
Verbesserungsmöglichkeiten zu überprüfen.
Dabei bedeutet Nachhaltigkeit nicht nur, besonders umweltschonende
Produkte zu kaufen. Manchmal führt bereits
eine kleine Umstellung zu einer veritablen Einsparung
von Energie. Bei unserer Verbandsgröße kann man
bspw. mit einer spritsparenden Fahrweise den Ausstoß
von Klimagasen deutlich verringern. Wenn etwa jedes
unserer Fahrzeuge im Durchschnitt Liter weniger
Kraftstoff pro km verbraucht, bedeutet das gleichzeitig
Tonnen weniger CO im Jahr. Die Einsparung hat
dabei nicht nur Vorteile für die Umwelt, sie ist auch öko-
nomisch sinnvoll. Wenn wir also die Heizung in unseren
Bürogebäuden um - Grad niedriger einstellen, hilft, das
die hohen Energiepreise abzufedern. Gleichzeitig sorgt es
für eine geringere CO Belastung, weil weniger Gas oder
andere fossile Brennstoffe verheizt werden.
Keineswegs wollen wir die Annehmlichkeiten des Alltags
in Frage stellen, denn diese sorgen dafür, dass wir uns auf
die wichtige soziale Arbeit konzentrieren können. Die gewonnenen
Lebens- und Arbeitsstandards sind zweifelsohne
wertvoll und nützlich. Leider hat die günstige und
große Verfügbarkeit von Kleidung, Geräten, Energieträgern,
usw. auch zu einer riesigen Verschwendung unserer
Ressourcen geführt, die wir heute zurecht hinterfragen
müssen. Der erreichte Wohlstand wurde für viele von uns
zur Selbstverständlichkeit. Wir sind bequem geworden.
Viel schlimmer noch, es entwickelte sich die Einstellung,
immer mehr Dinge mit immer weniger Aufwand anhäufen
zu müssen. Dass wir dieses Handeln auf Kosten unserer
Lebensgrundlage - dem Planeten Erde - jahrzehntelang
vorangetrieben haben, wollte uns Menschen nicht
bewusst werden.
Umso wichtiger ist es heute, sich zu schütteln und alte
Strukturen aufzubrechen. Nur wer in Bewegung bleibt
und das eigene Handeln immer wieder hinterfragt, kann
sich den verändernden Bedingungen entgegenstellen. So
streben viele unserer Mitarbeiter innen nach Veränderungen,
denn sie haben bereits verstanden, dass ein „Weiter
so für unseren Verband kein gutes Ende bedeuten würde.
Sie entwickeln fast täglich neue Ideen für einen nachhaltigeren
Umgang mit unseren zur Verfügung stehenden
Ressourcen.
Um diese Impulse und gelebte Veränderungen sichtbar zu
machen, haben wir als Verband einen ersten Nachhaltigkeitswettbewerb
ins Leben gerufen. Viele unserer Einrichtungen
nutzten die Möglichkeit, ihre Ideen zu teilen
und andere zu animieren, es ihnen gleich zu tun. Besonders
ambitionierte Projekte unterstützen wir in ihrer Umsetzung.
Um den Mut und die Bereitschaft für Veränderungen
zu fördern, prämieren wir die verschiedenen Vorhaben
mit dem Pflanzen von Bäumen. Diese haben nämlich
den Vorteil, CO aus der Luft in Holz zu binden.
Die Prämierung unseres Nachhaltigkeitswettbewerbs beinhaltete
für jede eingereichte Idee das Pflanzen von
Bäumen. Für die drei nachhaltigsten Ideen werden noch
einmal je Bäume gepflanzt. Nach mittlerweile über
eingereichten Vorschlägen, können wir uns über Bäume
freuen, die wir Anfang Dezember in einer gemeinsamen
Baumpflanzaktion in die Erde bringen. Doch damit
nicht genug. Nächstes Jahr planen wir im Verband ca.
. Bäume gemeinsam mit dem Thüringer Forst anzupflanzen.
Ein Waldstück nach dem Ort Blankenhain wurde
dafür bereits ausfindig gemacht. Dort dienen unsere
AWO-Bäume bei der Aufforstung einer Waldfläche, die
durch den Klimawandel zerstört wurde.
Bäume zu pflanzen, kann nur ein erster Schritt sein. Denn
die Auswirkungen unseres CO Ausstoßes sind so groß,
dass weitere Aktionen folgen müssen. Zum Vergleich: um
unseren derzeitigen Fuhrpark klimaneutral zu betreiben,
müssten wir derzeit über . Bäume jedes Jahr pflanzen.
Denn mit unserer Fahrzeugflotte legen wir jedes Jahr
mehr als , Millionen Kilometer zurück. Das ist so viel, als
würde man unsere Erde Mal umrunden. Neben einer
spritsparenden Fahrweise spielt das Thema E-Mobilität
zunehmend eine wichtigere Rolle. Denn wo ein benzinoder
dieselbetriebenes Fahrzeug ca. kg CO pro km
ausstößt, produziert ein E-Fahrzeug im Durchschnitt nur
ca. kg pro km.
Elektrofahrzeuge zu beschaffen, ist das eine. Gleichzeitig
benötigt man eine funktionierende Ladeinfrastruktur.
Denn ohne Stromtankstellen kann man die elektrisch betriebenen
Fahrzeuge nicht nutzen. Kurzfristig konnten wir
deshalb bereits Standorte ausfindig machen, an denen
sich zukünftig Elektrofahrzeuge laden lassen. Im nächsten
Jahr werden wir ca. E-Fahrzeuge anschaffen. Neben E-
Fahrzeugen setzen wir auch auf die Pedalkraft. Denn auch
wenn ein Fahrradfahrer nicht viel weniger CO ausstößt
als ein E-Fahrzeug, der Material- und Produktionsaufwand
bei der Herstellung ist bei einem Zweirad deutlich geringer.
Auch das zählt in die CO Gesamtbetrachtung mit
hinein.
Und damit sind wir bei der schwierigsten Aufgabe im Veränderungsprozess.
Um die Gesamtbilanz unserer Einrichtungen
festzustellen, benötigt es ein geeignetes Mittel zur
Bewertung. Neben Strom, Licht und Wärme fließen viele
weitere Faktoren in die Ermittlung ein. Keine einfache
Aufgabe, wenn man bedenkt, dass sämtliche Prozesse wie
Materialbeschaffung, Verbrauch und Abfall mit in die
Kalkulation einfließen müssen. Die Aufgabe ist sogar so
komplex, dass wir derzeit noch nicht wissen, wie wir sie
lösen können.
Doch das hält uns nicht auf. Wir suchen uns Partner innen,
mit denen wir gemeinsam Verfahren entwickeln, die unseren
CO Fußabdruck detailliert ermitteln. Denn die Veränderung
hat gerade erst begonnen. Wir glauben fest daran,
dass sich der Mensch aus seiner Bequemlichkeit befreit
und eine Lösung für die Mammutaufgabe Nachhaltigkeit
entwickeln wird. Die Menschen in unserem Verband
sind dabei. Also lasst uns nicht länger warten.
SCHLAGLICHTER
AWO-Ball
Am . Oktober lud der AWO Landesverband Thüringen e.V. in den historischen Räumen
des Kaisersaals in Erfurt zum jährlich stattfindenden AWO-Ball ein. Für dieses
sehr gut organisierte Event danken wir herzlich Der diesjährige Preisträger der höchsten
Auszeichnung der AWO Thüringen, der Emma-Sachse-Preis, ist Winfried Matiss
von der AWO Rudolstadt e.V. Die Auszeichnung wird für besonderes ehrenamtliches
Engagement verliehen.
Auch aus unserem Regionalverband gab es gleich zwei Auszeichnungen. Das Team
der Pflegebegleiter innen aus Bad Langensalza und Alexandra Boss, Vorsitzende des
AWO Fördervereins der Kita Rosa Luxemburg, erhielten eine dotierte Auszeichnung.
Durch die Versteigerung, die Foto-Aktion und weitere Spendeneingänge sind an
diesem Abend insgesamt . Euro zusammengekommen
Das Geld kommt dem Sozial-Fonds Sterntaler des AWO Landesverbandes und den
Hilfsprojekten von AWO international in der Ukraine zu Gute.
Wir sind „Interkulturell orientiert
Die Kita „Schatzinsel in Jena erhielt im September das Siegel „Interkulturell
orientiert . Der vorangegangene Entwicklungsprozess wurde maßgeblich von
der Fachstelle für Interkulturelle Öffnung begleitet. Die Übergabe des Siegels
durch den Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nietzsche wurde in ein buntes
Familienfest eingebettet, in das alle Einrichtungen des AWO Zentrums
Lobeda involviert waren. So luden die Kita „Schatzinsel , der Fachdienst für
Migration und Integration, die Fachstelle für Interkulturelle Öffnung und das
Beratungszentrum für Selbsthilfe IKOS Bewohner innen des Stadtteils zu
einem bunten Bühnenprogramm, kreativen Mitmach-Aktionen und allerlei
kulinarischen Angeboten ein. Die Organisator innen machten in ihrer Begrüßung
deutlich, dass sie mit diesem Fest in diesen herausfordernden Zeiten ein
Zeichen für Gemeinsamkeit und Zusammenhalt setzen wollen, gekrönt durch
ein Siegel, das die Interkulturalität innerhalb der AWO unterstreicht.
Podiumsdiskussion
Rassismus in Weimar
In den vergangenen Monaten war die Stadt Weimar häufig wegen rassistisch motivierter
Anschläge und Vandalismus in den Schlagzeilen. Doch verschwinden Rassismus
und Diskriminierung einfach, wenn man sie nicht thematisiert Wohl kaum
Aus diesem Grund lud der Fachdienst Migration und Integration in Weimar zusammen
mit dem Förderverein WE united zu einer Podiumsdiskussion mit u.a. Oberbürgermeister
Peter Kleine am . . ein. Nach einer kurzen Beschreibung der Situation
durch alle Beteiligten zu rassistischen Übergriffen in Weimar, widmete sich die Gesprächsrunde
der wichtigsten Frage für den Abend: Was tat die Stadt Weimar bisher
bei rassistischen Angriffen und was sollte darüber hinaus getan werden
OB Kleine sagte an diesem Abend zu, sich für die gebrachten Vorschläge, wie Workshops
für Polizei und Verwaltung sowie das Etablieren von mehr Kontakt- und Begegnungsformaten
einzusetzen. Um Rassismus abzubauen, braucht es einen langen Atem
und viele Schritte sind zu gehen. Dieser Abend markiert den Anfang eines Weges.
SCHLAGLICHTER
Innovation und Nachhaltigkeit
sind die Kernthemen, wenn es um die Zukunft unseres Planeten geht. Aber
auch unter wirtschaftlichen Aspekten muss sich ein sozialer Träger wie der
AWO Regionalverband flexibel auf verschiedene Marktbedingungen einstellen
können. So sind Fachkräftemangel und Energiekrise nur ein Teil der
zukünftigen Herausforderungen. Genau deshalb beteiligen wir uns immer
wieder an Forschungsprojekten, bei denen wir uns mit unseren Erfahrungen
zum Thema Mensch einbringen können. In Jena startet nach einer langen
Antragsphase nun genau so ein Projekt. Unter dem Titel JenErgieReal
wird in den nächsten Jahren ein Wohnquartier geschaffen, in dem Energie
dezentral und unter nachhaltigen Gesichtspunkten gewonnen und gespeichert
wird. Der AWO-Regionalverband übernimmt dabei die Ausstattung
und Anbindung von Service-Wohnungen. Wir kümmern uns außerdem
um die Einbindung der Bewohner innen in das neuartige Energiekonzept.
Die positiven Aussichten für ein gutes Gelingen des Projektes lässt sogar
das Bundeswirtschaftsministerium aufhorchen. Zur symbolischen Übergabe
eines Schecks in Höhe von Millionen Euro kam Staatssekretär
Christian Maaß persönlich nach Jena. Frank Albrecht Vorstandsvorsitzender
und Tim Beck Projektleiter waren persönlich bei der Übergabe dabei.
Jobmessen in Jena, Weimar, Mühlhausen und Schlotheim
wir waren dabei
Der Fachkräftemangel ist überall spürbar, auch im sozialen Sektor.
Umso wichtiger ist es, dass angehende Auszubildende und oder
Quereinsteiger innen die Möglichkeit haben, auf einer Job- bzw.
Ausbildungsmesse künftige Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber
innen kennenzulernen und persönlich ins Gespräch zu kommen.
Eine Messe bietet dafür den richtigen Rahmen, und unser Messeteam
war immer mit vollem Einsatz inklusive eines kontinuierlichen
Lächelns dabei.
Ehrenamtsfahrt als Dankeschön
Die Begegnungsstätte für Senioren im LISA lud am . . bei bestem
Wetter die engagierten Ehrenamtlichen zu einer Dankeschönfahrt ins Blaue
ein. Mit einem Reisebus ging es durch das schöne Saaletal zum Geiseltalsee.
Dort erlebten die Ehrenamtlichen eine -minütige Rundfahrt mit dem
Geiseltalexpress mit Zwischenstopp am Weingut. Anschließend gab es am
„Tortenbaron ein gemeinsames Kaffeetrinken. Zurück ging es über einige
kleine Ortschaften, über die der freundliche Busfahrer jede Menge Wissenswertes
zu berichten wusste. Alles in allem waren die Ehrenamtlichen von
der Dankeschönfahrt begeistert, die von dem hauptamtlichen Mitarbeiter
Jan Sakris und dem langjährigen Ehrenamtlichen Rudolf Spörl organisiert
wurde. Herr Sakris bedankte sich traditionell mit dieser Veranstaltung für
die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter innen, die mit
ihrem Engagement die Begegnungsstätte mit Leben füllen, sei es durch
Kurs-, Bewegungs-, Beratungs-, Freizeit- oder Bildungsangebote.
SCHLAGLICHTER
Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit in Gold verteidigt
Wir haben es wieder geschafft Wir wurden erneut mit dem Thüringer Siegel für
Gesunde Arbeit in Gold ausgezeichnet
Frank Albrecht, Geschäftsführer, nahm das Siegel an der Ernst Abbe Hochschule in
Jena entgegen. Das Siegel erhalten Unternehmen, die gesunde und motivierende
Arbeitsbedingungen nachhaltig bis zum Renteneintritt schaffen. Gesunde Arbeit
umfasst die nachhaltige Entwicklung und Umsetzung von Organisationsstrukturen,
Arbeitsbedingungen und bedarfsorientierten Maßnahmen sowie das Vorhandensein
einer gesunden Führungskultur zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit und
Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten.
Vielen Dank an all jene, die diese Auszeichnung möglich gemacht haben und mit
vollem Engagement die Werte der AWO nicht nur nach außen, sondern auch nach
innen leben
ES GEHT VORAN
Nachdem unser Gartenzaun im Frühjahr installiert wurde, rollten
vor ein paar Wochen Bagger, Walze und LKW an, um unser nagelneues
Spielgerät zu liefern, einen Naschgarten herzurichten, die
Flächen zur begradigen, unsere beiden Sandkästen mit neuem
Sand zu befüllen und ein Podest zu errichten. Nun fehlen nur noch
die bestellten Sonnensegel und die Pflanzkübel. Auch wenn wir
total ungeduldig sind, warten wir auf schönes Wetter im Frühling
, um unseren neugestalteten Garten feierlich zu eröffnen.
Das zurückliegende Jahr bescherte uns außerdem vielversprechende
Begegnungen. Aus Kontakten wurden Spenden für die Gestaltung
der Einrichtung und aus vielen Betreuungsanfragen erwächst
möglicher-weise eine Kapazitätserweiterung. Wir freuen uns auf ein
ebenso erfolgreiches Jahr .
Sommerfest zur Neueröffnung im Wohnpark Sonnenhof in Weißensee
Im Frühjahr wurde ein ganz besonderes Wohnprojekt für Senioren und
Seniorinnen in und um Weißensee eröffnet. Um unserer Verantwortung im
Rahmen der Pandemiebeschränkungen gerecht zu werden, musste die
feierliche Eröffnung im Mai ausfallen. Aber im September feierten die Bewohner
innen und Tagesgäste gemeinsam mit dem Bürgermeister
Matthias Schrot, Gesundheitsministerin Heike Werner, Landesgeschäftsführerin
der AWO Thüringen Katja Glybowskaja, Geschäftsführer des AWO
Regionalverbandes Frank Albrecht und Mitarbeiter innen und Interessierten
ein Sommerfest im AWO Wohnpark Sonnenhof. Neben musikalischer
Begleitung wurden die Gäste durch die neuen Wohngebäude und die Tagespflege
geführt.
Eine wunderbar idyllisch gelegene Wohngemeinschaft für Menschen, die
auch im Alter die Ruhe einer ländlichen Umgebung nicht missen wollen.
VORGESTELLT
Madlen Deiseroth
Leiterin Kindergarten
„Kinderland Am Horn
Diana Schmidt
Referentin für
Ehrenamts- und
Verbandsarbeit
Jana Hesse
Leiterin Kindergarten
„Arche Nouva
Jonas Spange
Lohnbuchhalter
MA Fuhrparkmanagement
MA Sekretariat
Katja Eberhardt
Referentin für
Öffentlichkeit und
Kommunikation
Lissy Klitz
Leiterin Kindergarten
„Henriette Suchsland
Manuela Vogt Heidi Kunstmann
Regionale Ansprechpartnerinnen für den
Unstrut-Hainich-Kreis im Geschäftsbereich
Familie und Bildung
Regionalverband
Mitte-West-Thüringen e.V.
Was sagt Ihr Herz?
Am Eingang hängt das rote Herz mit den drei Buchstaben. Haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, wofür dieses Herz
steht?
Unsere Arbeit schafft die Voraussetzungen für Teilhabe an der Gemeinschaft. Unsere Mitarbeiter*innen, Ehrenamtlichen und
Mitglieder sind geleitet von den Werten Toleranz, Gleichheit, Solidarität und Mitmenschlichkeit – ob in den Bereichen Familie,
Jugend, Bildung, Erziehung, Gesundheit und Pflege, Beratung oder Verwaltung. Für all das steht das rote Herz.
Die AWO ist nicht nur Trägerin von Einrichtungen, sondern auch Mitgliederverband. Hier machen wir Politik für Vielfalt,
Mitwirkung, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder eine professionelle Ausbildung in allen Bereichen – eine Politik, die
den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Sind Sie auch der Meinung, dass Menschen in jedem Alter ein Recht auf gute Betreuung, Bildung, Beratung und Pflege haben?
Sind Sie auch der Meinung, dass Politik nah am Menschen gestaltet werden soll? Was sagt Ihr Herz?
Wenn Ihr Herz der gleichen Meinung ist, machen Sie daraus ein Prinzip – werden Sie Mitglied und unterstützen Sie uns, ob aktiv
im Ehrenamt, als Mitarbeiter*in oder durch Ihren Mitgliedsbeitrag. Unterstützen Sie die Arbeit Ihrer Einrichtung durch eine
Mitgliedschaft im Förderverein. Unterstützen Sie unsere Arbeit vor Ort durch Ihre Mitgliedschaft im Ortsverein. Wenn Sie dies
wünschen, werden Sie Mitglied im Förderverein/Ortsverein und unserem Verband. Daraus entstehen keine weiteren Pflichten,
Sie setzen durch die Doppelmitgliedschaft ein Zeichen für Ihren Förderverein/Ortsverein und unseren Mitgliederverband im
Ganzen.
Wir freuen uns, Sie und Ihre Familienmitglieder (in Familienmitgliedschaft), Ihre Freunde, Nachbarn, Kollegen als neues AWO-
Mitglied zu begrüßen.
Wir freuen uns auf Sie als Mitglied bei der AWO.
www.awo-mittewest-thueringen.de
Mitgliedsantrag
1. Persönliche Daten
Ja, ich beantrage die Mitgliedschaft beim AWO*
Ortsverein
Förderverein
oder bei der für meinen Wohnort zuständigen AWO-Gliederung.
Welche Art der Mitgliedschaft möchten Sie erwerben?*
AWO-Familienmitgliedschaft (ab 4,00 €/Monat)
AWO-Einzelmitgliedschaft (ab 2,50 €/Monat)
Angaben zum/zur Mitgliedsinteressent*in Anrede*:
Anrede*
Titel*
Name, Vorname*
Geburtsdatum*
Straße/Hausnummer*
PLZ/Wohnort*
Telefon
Erstmaliger Eintritt Wiedereintritt Eintrittsdatum
AWO-Mitarbeiter
1
Bei Familienmitgliedschaft hier Name, Vorname, Geburtsdatum des/der Ehe-/Lebenspartners*in und/oder der minderjährigen Kinder
angeben (mit einem Beitrag von 4,00€/Monat oder mehr können Sie kostenlos Ihre Familie anmelden.):
Ja, ich werde auch kostenfrei Mitglied im Regionalverband der AWO.
Ja, ich werde auch kostenfrei Mitglied im Jugendwerk der AWO (Gilt bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Sie erkennen die Leitsätze des
Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt an. (Info: www.bundesjugendwerk.de)
Ich bin bereits Mitglied eines Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt und zahle dort einen Beitrag bzw. bin beitragsfrei gestellt. In diesem
Falle ist die Mitgliedschaft in der AWO beitragsfrei.
Grundlage für die Mitgliedschaft ist die jeweilige Satzung des Orts- oder Fördervereins und die Satzung der übergeordneten Gliederung in
Verbindung mit dem Statut der Arbeiterwohlfahrt. (Statut eingetragen beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg VR 29346). Info: www.awo.org
Ich/Wir habe(n) die Informationen zum Datenschutz zur Kenntnis genommen.
Bei Minderjährigen: Erklärung des/der Personensorgeberechtigten: Hiermit gestatte ich (Vor- und Zuname)
Mitglied in der AWO und ggf. dem Jugendwerk zu werden und ihre/seine Mitgliedschaft selbst auszuüben.
Datum, Unterschrift Mitgliedsinteressent*in
Datum, Unterschrift Personensorgeberechtigte*r
Datum, Unterschriften der in der Familienmitgliedschaft eingetragenen Personen
2. Angaben zum Beitrag
(Mindestbeitrag für Einzelmitgliedschaft beträgt 2,50 €/Monat. Für Familienmitgliedschaft 4 €/Monat. Minderjährige Kinder sind beitragsfrei.)
Folgende Monatsbeiträge sind möglich: 2,50 / 3,00 / 4,00 / 5,00 / 7,50 / 10,00 / 15,00 / 20,00 /25,00 €
Ich unterstütze die Arbeit der AWO mit einem monatlichen Beitrag von €
Beitragsfreie Mitgliedschaft: Mitglied im Jugendwerk Familienmitglied
3. Bankverbindung
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Jeweils
vierteljährlich halbjährlich jährlich
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mittels Lastschrift von meinem unter 3. angegebenen Konto einzuziehen. Zugleich weise ich
mein Kreditinstitut an, die von der Arbeiterwohlfahrt auf mein Konto gezogene Lastschrift einzulösen.
Hinweise: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die
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Bedingungen.
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der geltenden Satzung voraus. Sie haben ein Recht auf Übertragung
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berührt wird.
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Sollten Sie der Ansicht sein, dass die Verarbeitung Ihrer Daten
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haben Sie die Möglichkeit, diese Fragen zu stellen oder Beschwerde
einzureichen bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.
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