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Herzgesundheit

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET<br />

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info<br />

HERZ<br />

GESUNDHEIT<br />

studiolh<br />

NICHT VERPASSEN:<br />

Brustschmerzen<br />

Ursachen und Diagnosehilfe<br />

Seite 03<br />

Turbulenzen im Herz<br />

Schlaganfall und<br />

Vorhofflimmern<br />

Seite 06<br />

MESSETIPPS<br />

Dresdner<br />

Herz-Kreislauf-Tage<br />

20.–21. Januar 2023<br />

www.dresdner-herz-kreislauf-tage.org<br />

Essener Herzund<br />

Gefäßtagung<br />

10.–11. Februar 2023<br />

www.essener-herztagung.de<br />

Thüringer<br />

GesundheitsMesse<br />

04.–05. März 2023<br />

www.thueringer-gesundheitsmesse.de


2<br />

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VERANTWORTLICH FÜR DEN<br />

INHALT IN DIESER AUSGABE<br />

Charly Bettke<br />

Unser Herz übernimmt<br />

einige<br />

unserer wichtigsten<br />

Funktionen. Also<br />

schenken Sie diesem<br />

Organ Aufmerksamkeit<br />

und hören Sie<br />

genau hin!<br />

Project Manager: Charly Bettke, Business Development<br />

Manager: Samantha Wladyko, Geschäftsführung:<br />

Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director),<br />

Alexandra Lassas (Content and Production Manager),<br />

Henriette Schröder (Sales Director), Grafikdesign:<br />

Lea Hartmann Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@<br />

mediaplanet.com Cover & Illustrationen: Lea Hartmann<br />

artstudiolh<br />

Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet<br />

sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag<br />

Deutschland GmbH.<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die<br />

gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich,<br />

weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche<br />

Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle<br />

Geschlechter.<br />

facebook.com/MediaplanetStories<br />

@Mediaplanet_germany<br />

Please recycle<br />

Prof. Dr.<br />

Stephan Baldus<br />

Präsident der Deutschen<br />

Gesellschaft<br />

für Kardiologie –<br />

Herz- und Kreislaufforschung<br />

e. V.<br />

Text<br />

Prof. Dr.<br />

Stephan Baldus<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

haben Sie schon einmal von der<br />

sogenannten koronaren Herzkrankheit,<br />

kurz: KHK, gehört? Rund<br />

120.000 Menschen sterben jedes Jahr<br />

in Deutschland daran, und doch wird<br />

sie noch immer häufig nicht rechtzeitig<br />

erkannt. Es handelt sich dabei um eine<br />

Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße.<br />

Diese entsteht, wenn Blutgefäße<br />

beispielsweise durch Cholesterine oder<br />

Kalkablagerungen verengt werden<br />

(Plaques), wodurch das Herz nicht mehr<br />

ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen<br />

versorgt wird. Die kritischste<br />

Komplikation ist der Herzinfarkt, wenn<br />

solche Plaques in der Gefäßwand aufreißen<br />

und ein Blutgerinnsel das Gefäß<br />

komplett verstopft.<br />

Es stimmt zwar, dass ein ungesunder<br />

Lebensstil diese Krankheit begünstigen<br />

kann. Wer raucht, sich zu oft mit gesättigten<br />

Fettsäuren ernährt und sich<br />

nicht genug bewegt, gehört häufiger zur<br />

Risikogruppe. Allerdings weisen über ein<br />

Drittel aller Patienten keine typischen<br />

Risikofaktoren auf – hier spielen genetische<br />

Faktoren eine zentrale Rolle, weswegen<br />

es gilt, mit steigendem Alter genau<br />

hinzusehen und Diagnostik zu betreiben.<br />

Denn die gute Nachricht ist, dass eine<br />

KHK mittlerweile sehr effektiv behandelt<br />

werden kann: Durch optimal eingestellte<br />

Medikamente ist es möglich, eine Verschlimmerung<br />

deutlich hinauszuzögern.<br />

Bei fortgeschrittenen Stadien können das<br />

Einsetzen eines Stents oder eine Bypassoperation<br />

das geschädigte Herzkranzgefäß<br />

wieder weiten oder überbrücken.<br />

Diese Eingriffe gehören heutzutage in<br />

Deutschland zur Routine und können<br />

gerade bei komplexen Gefäßerkrankungen<br />

lebensverlängernd sein. Die<br />

Erfolgschancen sind aber umso besser, je<br />

früher die Krankheit erkannt wird.<br />

Was sind Alarmzeichen einer solchen<br />

Erkrankung? Ein Symptom für ein schon<br />

fortgeschrittenes Stadium der KHK kann<br />

ein Beklemmungsgefühl in der Brust oder<br />

auch belastungsabhängige Luftnot sein<br />

– das sollte dann sofort ärztlich untersucht<br />

werden. Leider gibt es in Deutschland<br />

bisher kaum geförderte Programme<br />

zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-<br />

Erkrankungen im asymptomatischen Stadium.<br />

Ich kann Ihnen aber versichern,<br />

dass alle Fachgesellschaften und Stiftungen<br />

der Herz-Kreislauf-Medizin sich<br />

mittlerweile für eine Vorsorgeuntersuchung<br />

ab einem Alter von 50 Jahren bei<br />

den politischen Entscheidungsträgern<br />

einsetzen.<br />

Umso mehr freue ich mich über die Initiative<br />

zur Kampagne „<strong>Herzgesundheit</strong>“, die<br />

auf diese und andere wichtige Themen<br />

aufmerksam macht. Ich wünsche Ihnen,<br />

liebe Leserinnen und Leser, eine interessante<br />

und aufschlussreiche Lektüre.<br />

Ihr Stephan Baldus<br />

Präsident der Deutschen Gesellschaft<br />

für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung<br />

e. V.<br />

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Ich messe meinen Puls,<br />

weil mein Herz für diese<br />

schlägt.<br />

Ganz gleich, wofür Ihr Herz schlägt – Messen Sie Ihren Puls<br />

und überprüfen Sie so, ob Ihr Herzschlag im Rhythmus ist.<br />

Ab dem 65. Lebensjahr steigt das Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln. Messen Sie regelmäßig<br />

Ihren Puls und tragen Sie so aktiv dazu bei, Herzstolpern frühzeitig zu erkennen. Bei weiteren Fragen<br />

sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr Informationen auf www.herzstolpern.de<br />

Eine Initiative von


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 3<br />

Brustschmerzen:<br />

Was ist die Ursache?<br />

Starke Schmerzen, ein Ziehen oder Brennen in der<br />

Brust – was könnte der Auslöser der Brustschmerzen<br />

sein? Der Gedanke an einen Herzinfarkt liegt nah, die<br />

Schmerzen können aber auch andere Ursachen haben.<br />

Es gilt dies herauszufinden. Und das in kurzer Zeit.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Hierzulande sind ca. sechs Millionen<br />

Menschen von koronaren<br />

Herzerkrankungen, KHK,<br />

betroffen, hier kann der Faktor<br />

Zeit Leben retten. Denn eine KHK kann<br />

Grundlage eines Herzinfarkts oder einer<br />

anderen schwerwiegenden Erkrankung<br />

des Herz-Kreislauf-Systems sein – nach<br />

wie vor die häufigste Todesursache*<br />

in Deutschland.<br />

Immer in die Notaufnahme?<br />

Sollte man sich also umgehend in eine<br />

Notaufnahme begeben, wenn man<br />

Schmerzen in der Brust verspürt? Dauern<br />

die Schmerzen schon ein paar Minuten<br />

an, treten sie hinter dem Brustbein oder<br />

in der linken Körperhälfte auf und<br />

strahlen sie möglicherweise auch in<br />

Bauch, Arm oder Schulter aus, ist die Antwort:<br />

„Ja, auf jeden Fall.“ Wenn nicht,<br />

könnte die Ursache der Brustschmerzen<br />

möglicherweise auch anderer Natur sein.<br />

Nicht immer steckt eine lebensbedrohliche<br />

Erkrankung hinter dem Schmerz.<br />

Als Ursprungsort für Brustschmerz<br />

kommt nicht nur das Herz infrage. Auch<br />

Lunge oder Speiseröhre, der Bauch oder<br />

der Rücken kommen in Betracht. Liegt<br />

der Ursprung in der Lunge oder auch im<br />

Brust- und Lungenfell, treten zumeist<br />

atemabhängige Schmerzen auf, die sich<br />

mit der Ein- oder Ausatmung jeweils verstärken.<br />

Husten kann ein weiter Hinweisgeber<br />

sein. Er könnte auf eine Bronchitis,<br />

eine Lungenentzündung oder sogar<br />

auf Lungenkrebs hindeuten. Auch eine<br />

Lungenembolie kann mitunter die Ursache<br />

sein. Hier handelt es sich um einen<br />

Gefäßverschluss der Lunge, der schnelles<br />

Handeln und medizinische Hilfe<br />

dringend erforderlich macht.<br />

Was bedeuten oberflächliche Brustschmerzen?<br />

Sind die Schmerzen eher oberflächlich<br />

angesiedelt, lässt dies ggf. Rückschlüsse<br />

auf mögliche Verletzungen des Brustbereichs<br />

zu. Vielleicht handelt es sich um<br />

einen Rippenbruch? Auch das Tietze-<br />

Syndrom macht sich mit Schmerz im<br />

Brustbereich bemerkbar, oft kombiniert<br />

mit einer Schwellung im Ansatzbereich<br />

der Rippen. Unangenehm, aber in der<br />

Regel harmlos sind Brustschmerzen<br />

durch eine Verspannung der Muskulatur.<br />

Besser abklären lassen<br />

studiolh<br />

Für den Laien ist oft nicht erkennbar,<br />

welchen Ursprung die Beschwerden<br />

haben, dafür bedarf es medizinischer Abklärung.<br />

Um Notaufnahmen und<br />

Rettungsdienste zu entlasten, wurden<br />

vielerorts sogenannte „Chest Pain Units“<br />

eingerichtet. In den zertifizierten, auf<br />

Brustschmerzen spezialisierten Ambulanzen<br />

lässt sich der Grund für die Symptome<br />

schnell und kompetent klären.<br />

Auch die Hausarztpraxis kann eine erste<br />

Anlaufstelle sein. Diese wird gegebenenfalls<br />

an Kardiologen überweisen, um<br />

weitere Untersuchungen vornehmen zu<br />

lassen. Wichtig ist, eine KHK möglichst<br />

schnell als Ursache auszuschließen.<br />

Als Ursprungsort<br />

für Brustschmerz<br />

kommt nicht<br />

nur das Herz<br />

infrage. Auch<br />

die Lunge oder<br />

Speiseröhre, der<br />

Bauch oder der<br />

Rücken kommen<br />

in Betracht.<br />

Quelle: * https://nachrichten.idw-online.de/2022/09/14/<br />

herzbericht-sterbefaelle-wegen-herzkrankheitenleicht-ruecklaeufig-weniger-krankenhausaufnahmenin-covid-pandemie<br />

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Acarix entstanden.<br />

FOTO: ACARIX<br />

Die klassischen Symptome einer KHK können Atemnot<br />

und Brustschmerz sein. Die gleichen Symptome lassen<br />

sich aber mitunter auch auf ganz andere Ursachen zurückführen.<br />

So werden zum Beispiel die Beschwerden von Muskelverspannungen,<br />

Magenproblemen oder Stress immer wieder<br />

mit denen einer KHK verwechselt. Wie kann man das möglichst<br />

schnell unterscheiden?<br />

Schnell und einfach KHK ausschließen<br />

Betroffene sollten ärztlichen Rat suchen und ihre Beschwerden<br />

abklären lassen. Für Ärzte und Ärztinnen gilt es nun, möglichst<br />

zeit- und ressourcenschonend eine KHK auszuschließen. Ist<br />

dies erfolgt, hat man in der Regel Zeit gewonnen, die genaue<br />

Ursache der Brustschmerzen zu klären. Für den Ausschluss<br />

einer KHK standen bislang vor allem zwei Methoden zur Verfügung.<br />

Bei der ersten handelt es sich um einen Belastungstest<br />

mittels Laufband oder Fahrradergometer und Stress-Echokardiographie.<br />

Bei der zweiten wird eine mögliche Verkalkung und<br />

Verengung der Koronararterien per Computertomographie und<br />

Koronarangiographie getestet. Allerdings liegt bei weniger als<br />

zehn Prozent der Patient:innen, die mit Verdacht auf KHK untersucht<br />

werden, auch tatsächlich eine solche vor. Dem gegenüber<br />

stehen lange Wartezeiten für die spezielle Diagnostik. Die<br />

Brustschmerz-<br />

KHK schnell ausschließen<br />

Mit dem Acarix CADScor®System<br />

lassen sich koronare Herzerkrankungen<br />

(KHK) schnell und zuverlässig<br />

ausschließen. Mit dieser nicht invasiven,<br />

zuverlässigen und strahlungsfreien<br />

Methode können Patienten getestet<br />

werden, die älter als 40 Jahre sind und<br />

Symptome aufweisen. Das kompakte Gerät<br />

ist nur etwa so groß wie ein Smartphone.<br />

Ungewissheit über ihren Gesundheitszustand belastet die Patient:innen<br />

jedoch über den Schmerz hinaus erheblich.<br />

Einfaches, kleines Testsystem<br />

Seit kurzer Zeit steht nun das Acarix CADScor®System, eine<br />

neue, schnelle und zuverlässige Diagnosehilfe, zur Verfügung.<br />

Es wird unterstützend zu Beginn der diagnostischen Abklärung<br />

eingesetzt und gibt Ärzt:innen einen sofortigen Hinweis<br />

darauf, wie hoch das Risiko ist, dass die Beschwerden des Patienten<br />

oder der Patientin durch eine KHK verursacht werden.<br />

Ein Test mit dem CADScor®System dauert nur wenige Minuten.<br />

Berücksichtigt werden neben der familiären und der eigenen<br />

medizinischen Vorgeschichte auch mögliche Risikofaktoren.<br />

Den Patient:innen werden Wartezeit und Stress erspart, medizinische<br />

Einrichtungen schonen durch das System Ressourcen.<br />

So einfach geht's<br />

Vor der Durchführung des Tests sollten Patient:innen ca. fünf<br />

Minuten ruhen. Im Anschluss wird das CADScor®System mit<br />

Klebepflaster auf der Brust fixiert. Das Gerät leitet während der<br />

Untersuchung per Anzeige an, wann Patient:innen atmen sollten<br />

und wann nicht. Schon nach wenigen Minuten gibt es ein<br />

Ergebnis.<br />

BEDIENUNG UND INFORMATIONEN<br />

• Das CADScor®System wird mit<br />

einer Fixiereinheit mit Klebepflaster<br />

auf der Brust fixiert<br />

• Die Anzeige begleitet die Untersuchung<br />

und leitet an, wann<br />

geatmet werden darf<br />

• Der Test wird in Aufzeichnungsrunden<br />

von 4 x 8 Sekunden durchgeführt<br />

• Die Aufzeichnungen werden<br />

gefiltert und analysiert<br />

• Das Ergebnis wird in weniger als<br />

zwei Minuten auf dem CADScor®-<br />

Display angezeigt<br />

• Touchscreen zur einfachen<br />

Bedienung<br />

• Speichern der Daten auf SD-<br />

Karte möglich (nicht im Lieferumfang<br />

enthalten)<br />

• Integrierter Akku aufladbar über<br />

mitgelieferte Dockingstation<br />

• Automatische Kalibrierfunktion<br />

• Wartungsfrei<br />

• Maße (B×L×H): 7,5 × 16 × 2,6 cm<br />

• Gewicht: 177 g<br />

Weitere Informationen finden Sie<br />

auf unserer Webseite<br />

www.acarix.com


4<br />

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info<br />

Herr Professor Voigtländer,<br />

was ist eine Herzinsuffizienz<br />

und wie<br />

entsteht sie?<br />

Bei einer Herzinsuffizienz<br />

ist der Herzmuskel nicht<br />

oder nicht mehr in der Lage<br />

den Körper ausreichend mit Blut und damit<br />

mit Sauerstoff zu versorgen. Ursachen für eine<br />

Herzschwäche sind oft Durchblutungsstörungen<br />

wegen verengter Herzkranzgefäße, die<br />

koronare Herzkrankheit (KHK) – vielen auch<br />

als "Arterienverkalkung" geläufig – sowie Bluthochdruck<br />

und Diabetes. Auch Herzmuskelerkrankungen<br />

oder Herzklappenfehler können<br />

die Ursache sein.<br />

Volksleiden Herzinsuffizienz<br />

Schätzungen zufolge leiden bis zu vier Millionen Betroffene in<br />

Deutschland an Herzinsuffizienz. Jedes Jahr verursacht die<br />

Herzschwäche hierzulande ca. 430.000 Krankenhausaufnahmen,<br />

rund 35.000 versterben infolge einer Herzinsuffizienz. Zu den Hauptursachen<br />

zählen Erkrankungen der Herzkranzgefäße, darunter vor<br />

allem die koronare Herzkrankheit, KHK.<br />

Text Miriam Rauh<br />

studiolh<br />

Sind auch Kinder oder junge Erwachsene<br />

von einer Herzinsuffizienz betroffen?<br />

Zum Glück sind Kinder viel seltener betroffen<br />

als ältere Menschen, aber auch bei Kindern,<br />

Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann<br />

eine Herzschwäche auftreten. Bei jüngeren<br />

Patient:innen kann eine Herzmuskelentzündung<br />

auslösend sein, auch genetisch bedingte<br />

Kardiomyopathien betreffen zum Teil Kinder.<br />

Mit welchen Symptomen macht sich eine<br />

Herzinsuffizienz bemerkbar? Gibt es Warnzeichen,<br />

mit denen man auf jeden Fall<br />

einen Arzt aufsuchen sollte?<br />

Der Verlauf beginnt meist schleichend und<br />

bleibt zunächst oft unbemerkt. Ein wichtiges<br />

Symptom ist Atemnot bei Belastung. Treppensteigen<br />

oder das Zurücklegen von Strecken,<br />

die man vorher entspannt gehen konnte, wird<br />

plötzlich beschwerlich und führt zu Kurzatmigkeit.<br />

Auch unspezifische Symptome wie Müdigkeit<br />

und Abgeschlagenheit sind mögliche<br />

Anzeichen. Zudem können Schwellungen der<br />

Waden und Wassereinlagerungen auf eine<br />

Herzschwäche hinweisen, ebenso wie eine<br />

erhöhte Herzfrequenz.<br />

An welche Ärzte sollten sich Betroffene<br />

wenden? Wo und wie erfolgt die Diagnosestellung?<br />

In der Regel wird man vom Hausarzt an Fachärzte<br />

überwiesen, an Kardiologen. Diese klären<br />

ab, was mit dem Herzen ist, z. B. per Herzultraschall.<br />

Kann man einer Herzinsuffizienz vorbeugen?<br />

Eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung<br />

und ausgewogener Ernährung ist immer gut.<br />

Rauchen schadet, auch auf seine genetische<br />

Prädisposition sollte man achten, zum Beispiel<br />

hinsichtlich Diabetes. Eine frühe Risikoanalyse<br />

kann verhindern, dass sich eine Herzkranzgefäß-Problematik<br />

entwickelt.<br />

Welche Therapiemöglichkeiten stehen<br />

derzeit zur Verfügung?<br />

Ein wichtiger Baustein ist die medikamentöse<br />

Therapie. Heutzutage setzt man vier Substanzklassen<br />

parallel ein. Diese sind: Betablocker,<br />

ACE-Hemmer/Sartane oder ARNI<br />

(Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor),<br />

Aldosteronantagonisten und als neuester<br />

Therapiebaustein die sogenannten SGLT-<br />

2-Hemmer. Wenn die Herzschwäche sehr<br />

ausgeprägt ist, werden spezielle Schrittmachersysteme<br />

eingesetzt, die eine Verbesserung<br />

der Herzleistung ermöglichen. Bei Patienten,<br />

bei denen alle Maßnahmen nicht zu einer<br />

Stabilisierung führen, muss über eine Herztransplantation<br />

oder die Implantation eines<br />

Herzunterstützungssystems nachgedacht<br />

werden.<br />

Information<br />

Für herzkranke Betroffene und Angehörige<br />

bietet die Deutsche Herzstiftung unabhängig<br />

und kostenfrei Informationen rund um Vorsorge,<br />

Diagnose und Therapie von Herz-Kreislauf-<br />

Erkrankungen an:<br />

www.herzstiftung.de<br />

oder Tel. 069 955128-400<br />

E-Mail: bestellung@herzstiftung.de<br />

Prof. Dr. med.<br />

Thomas Voigtländer<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

der Deutschen<br />

Herzstiftung,<br />

Kardiologe und<br />

Intensivmediziner,<br />

Ärztlicher Direktor<br />

des Agaplesion Bethanien<br />

Krankenhauses<br />

Frankfurt<br />

am Main<br />

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Roche Diagnostics Deutschland GmbH entstanden.<br />

Diabetes und Herzschwäche:<br />

Ein unterschätztes Risiko<br />

Beide Erkrankungen sind eng miteinander verbunden. Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz)<br />

stellt eine Funktionsstörung des Herzens dar, die dazu führt, dass lebenswichtige Organe nicht<br />

ausreichend mit Blut versorgt werden. Unerkannt kann sie ernste Folgen haben.<br />

Patient muss zunächst nicht zum Spezialisten<br />

überwiesen werden. Diabetiker haben<br />

durch ihre Vorerkrankung bereits ein erhöhtes<br />

Risiko, daher sollten sie bei Symptomen<br />

wie Müdigkeit oder Abgeschlagenheit und<br />

auffälligem EKG mit NT-proBNP getestet<br />

werden. Liegt das Ergebnis unter einem festgelegten<br />

Schwellenwert, ist die Wahrscheinlichkeit,<br />

dass eine Herzinsuffizienz vorliegt,<br />

zunächst sehr gering. Ist das Ergebnis darüber,<br />

sollte eine Abklärung beim Kardiologen erfolgen.<br />

Text Roche Diagnostics<br />

Deutschland GmbH<br />

Prof. Dr. med.<br />

C. A. Schneider<br />

Facharzt für Innere<br />

Medizin-Kardiologie,<br />

Kardiologie an der<br />

PAN-Klinik / Ärztlicher<br />

Leiter Herz<br />

Netz Köln / Ärztlicher<br />

Direktor<br />

betriebliches<br />

Gesundheitsmanagement<br />

Herz<br />

Netz Center GmbH<br />

Herr Prof. Schneider, wieso sind besonders<br />

Diabetiker gefährdet?<br />

Unter einer Herzschwäche wird eine<br />

Erkrankung des Herzens verstanden, die dazu<br />

führt, dass die lebenswichtigen Organe nicht<br />

ausreichend durchblutet werden oder das Herz<br />

mit einem erhöhten Aufwand arbeitet. Über<br />

längere Zeit kommt es zu einer schleichenden<br />

Abnahme der Pumpfunktion des Herzens. Das<br />

kann verschiedene Ursachen haben. Menschen<br />

mit Diabetes Typ 2 erkranken häufiger an einer<br />

Herzschwäche, da Gefäße und Herz durch ihre<br />

Vorerkrankung zusätzlich belastet sind. Insgesamt<br />

haben Patienten mit einer Herzschwäche<br />

eine deutlich eingeschränkte Lebenserwartung.<br />

Laut Studien liegt die Sterblichkeit dieser unbehandelten<br />

Patienten bei ungefähr 7-10%<br />

pro Jahr – das heißt, von 100 Patienten in der<br />

Sprechstunde, die herzinsuffizient sind, sind<br />

nach einem Jahr sieben verstorben.<br />

Ein rechtzeitiges Erkennen der Herzerkrankung<br />

ist sehr wichtig, um gute Therapien einleiten<br />

zu können. Die Symptome einer Herzschwäche<br />

sind jedoch je nach Art und Schwere der Krankheit<br />

verschieden und häufig schwer zu diagnostizieren.<br />

Sie werden von Betroffenen oft als<br />

altersbedingte Begleiterscheinungen abgetan.<br />

Problematisch ist auch, dass die Herzschwäche<br />

gerade bei Frauen häufig unentdeckt bleibt, da<br />

sie andere Symptome haben können als Männer.<br />

Bei vielen Betroffenen verschlechtert sich die<br />

körperliche Verfassung und damit die Lebensqualität<br />

schleichend.<br />

Ein rechtzeitiges<br />

Erkennen der<br />

Herzerkrankung ist<br />

sehr wichtig. Durch eine<br />

frühe Diagnose können<br />

rechtzeitig passende<br />

Therapien eingeleitet<br />

werden, die die<br />

Prognose für Patienten<br />

erheblich verbessern.<br />

Wie kann eine Herzschwäche bei Diabetikern<br />

frühzeitig erkannt werden?<br />

Mit Blutmarkern wie dem NT-proBNP ist es<br />

möglich, die Herzschwäche in einem frühen<br />

Stadium zu erkennen. Dieser Test kann bereits<br />

beim Hausarzt durchgeführt werden und der<br />

Welche Chancen liegen in einer frühen<br />

Diagnose?<br />

Durch eine frühe Diagnose können rechtzeitig<br />

passende Therapien eingeleitet werden, die die<br />

Prognosen für Patienten erheblich verbessern.<br />

Beispielsweise durch klassische Therapien in<br />

Kombination mit neuen exzellenten Therapieoptionen<br />

(SGLT-2-Inhibitoren) Diese Medikamente<br />

sind wirkliche Gamechanger, die die<br />

Lebenserwartung und Lebensqualität für<br />

Patienten enorm verbessern. Die Belastbarkeit<br />

kann sich bereits nach vier Wochen erheblich<br />

steigern, das ist wirklich beeindruckend.<br />

Allgemein sollte die Herzschwäche stärker in<br />

den Blickpunkt von Diabetespatienten und<br />

Hausärzten rücken: Auch Symptome, die man<br />

nicht sofort mit einer Herzerkrankung verbindet,<br />

wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten,<br />

allgemeine Müdigkeit, können<br />

durch eine Herzschwäche verursacht werden.<br />

Was kann ich als Diabetiker tun, um mein<br />

Risiko für eine Herzschwäche zu reduzieren?<br />

Wichtig ist eine gute Einstellung und regelmäßige<br />

Einnahme der Medikamente und vor<br />

allem des Blutdrucks. Zusätzlich sollte auf<br />

einen gesunden Lebensstil mit regelmäßiger<br />

Bewegung kombiniert mit Ausdauer- und Kraftsport<br />

geachtet werden.


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 5<br />

Was ist Cholesterin?<br />

Cholesterin an sich ist ein lebenswichtiger Baustein der Zellmembran, man muss<br />

aber zwei Arten unterscheiden: HDL- und LDL-Cholesterin. Besonders ein erhöhter<br />

LDL-Cholesterin-Spiegel ist ein Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt<br />

oder Schlaganfall.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Die fettähnliche Substanz Cholesterin ist ein<br />

wesentlicher Bestandteil der Zellmembran.<br />

Es kann sowohl mit der Nahrung aufgenommen<br />

als auch in der Leber produziert werden.<br />

Über das Blut wird Cholesterin zu den anderen Organen<br />

transportiert, wo es verschiedene Aufgaben erfüllt.<br />

Lipidproteine ermöglichen Transport<br />

Da Blut zu ca. 90 Prozent aus Wasser besteht, ist es nicht<br />

automatisch ein geeignetes Transportmittel für Lipide.<br />

Der Körper hilft sich hier mit einem Trick: Mit einer<br />

Hülle aus Lipidproteinen umschlossen, können Fette<br />

problemlos zum Zielort transportiert werden. Auch das<br />

Cholesterin wird auf diese Weise auf die Reise geschickt.<br />

Aufgaben des Cholesterins<br />

Als Baustein der Membran von Zellen ist Cholesterin<br />

lebenswichtig. Auch in der Verdauung spielt Cholesterin<br />

eine Rolle, es wird bei der Bildung von Gallensäure<br />

gebraucht. Darüber hinaus hat Cholesterin für<br />

die Produktion von Cortisol sowie der Sexualhormone<br />

Östrogen und Testosteron eine essenzielle Bedeutung.<br />

Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und<br />

nimmt unter anderem Einfluss auf den Kreislauf.<br />

H NICHT FREI GEGEBEN) FINAL BEARBEITET<br />

Gesundes Gleichgewicht<br />

Wie so vieles gleicht ein gesunder Körper den Cholesterinspiegel<br />

in der Regel selbst aus. Wird wenig Cholesterin<br />

über die Nahrung aufgenommen, z. B. mit cholesterinhaltigen<br />

Lebensmitteln wie Butter oder Eiern, bildet<br />

der Körper mehr eigenes – und umgekehrt. Ist aber das<br />

Gleichgewicht zwischen Cholesterinbildung und -<br />

abbau gestört, hat dies negative Folgen für die Gesundheit.<br />

Durch Stoffwechselstörungen oder genetische Faktoren<br />

kann die Selbstregulation beeinträchtigt werden,<br />

sodass der Cholesterinwert im Blut steigt.<br />

HDL- und LDL-Cholesterin<br />

Wichtig zu wissen ist, dass es zwei verschiedene Arten<br />

von Cholesterin bzw. von Lipidproteinen gibt, die das<br />

Cholesterin umschließen. Das HDL, High Density Lipoprotein,<br />

hat einen geringen Lipidanteil, das LDL, Low<br />

Density Lipoproteine, einen hohen. Während leicht bis<br />

moderat erhöhte HDL-Werte in der Regel unkritisch<br />

sind, kann besonders ein zu hoher LDL-Wert verschiedene<br />

Beschwerden auslösen. Neben genetisch bedingten<br />

Störungen des Abbaus von LDL-Cholesterin kommt<br />

auch ein ungesunder Lebensstil als Ursache für einen<br />

erhöhten LDL-Wert in Betracht.<br />

Ein sehr niedriges LDL-C zeigte hingegen keine<br />

negativen Folgen.<br />

Was sind die Folgen eines zu hohen LDL-<br />

Cholesterin-Werts?<br />

Ein dauerhafter erhöhter LDL-C wert, bedingt durch<br />

eine ungünstige Lebensweise oder genetische Veranlagung,<br />

kann alleine oder zusammen mit weiteren<br />

Risikofaktoren wie Diabetes zu der Entstehung einer<br />

Atherosklerose führen. Unter Atherosklerse besteht<br />

man eine Ablagerung und Verengung in den Atherien<br />

der Blutbahn, hervorgerufen durch die Ansammlung<br />

von LDL-C und weissen Blutkörperchen. Diese Ablagerungen<br />

werden Plaques genannt und führen im Laufe<br />

der Erkrankung zu einer Verengung oder sogar zu kompletten<br />

Gefäßverschluss. Die sogenannten „Plaques“<br />

führen zu einer Verengung der Blutgefäße oder sogar zu<br />

komplettem Gefäßverschluss. Infolge treten Durchblutungsstörungen,<br />

Schlaganfälle oder Herzinfarkte auf.<br />

Was tun bei einem erhöhten LDL-Wert?<br />

Ist der LDL-Wert erhöht, sollten medizinische Maßnahmen<br />

ergriffen werden, um ihn zu senken und<br />

wieder in die Balance zu bringen. Eine gesunde, ausgewogene<br />

Ernährung ist meist der erste Schritt. Zuätzlich<br />

können auch medikamentöse Therapien notwendig<br />

sein.<br />

studiolh<br />

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Ein zu hohes Cholesterin kann zur<br />

Todesursache Nr. 1 führen: Herzinfarkt<br />

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin und Ihrem Arzt und füllen Sie<br />

Ihren persönlichen Risiko-Fragebogen aus unter<br />

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Nr. 1 führen: Herzinfarkt<br />

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Eine gemeinsame Initiative von<br />

Wissen, was zählt –<br />

für Herz und Gefäße<br />

Die Kampagne unterstützt die Forderung nach einer Nationalen Herz-Kreislauf-Strategie.<br />

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DE-REP-0621-00005


6<br />

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Keine Zeit verlieren<br />

Die Unternehmerin Tamara Schenk ist 32 Jahre, als sie im Dezember 2021 wie aus dem<br />

Nichts einen Schlaganfall erleidet. Aus einem Leben auf der Überholspur wird plötzlich<br />

Stillstand. Über Monate kämpft sie sich zurück ins Leben.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Tamara, du hattest einen Schlaganfall<br />

– wie ist das passiert?<br />

Passiert ist es in Südafrika, beim<br />

Mittagessen mit Freunden. Schon beim<br />

Aufstehen hatte ich sehr seltsame Kopfschmerzen.<br />

Im Restaurant ist mir plötzlich<br />

die Gabel aus der Hand gefallen, ich bin<br />

zur Seite gekippt. Zum Glück haben meine<br />

Freunde nicht gezögert und mich sofort<br />

ins Krankenhaus gefahren. Die Diagnose<br />

kam schnell, meine Symptome waren<br />

eindeutig. Drei, vier Tage war ich auf der<br />

Intensivstation im Koma, kam dann für<br />

vier Tage auf die normale Station und war<br />

einen Tag in der Reha. Dann kam ich aber<br />

noch mal auf die Intensivstation, in ein<br />

anderes Krankenhaus, weil mein Gehirn<br />

angeschwollen war. Dort musste ich im<br />

Anschluss für einen Monat 24 Stunden am<br />

Tag aufrecht sitzen, ich durfte nicht liegen.<br />

Du bist jung, du bist sportlich. Wie erklärst<br />

du dir, dass es dich getroffen hat?<br />

Das Alter, ob Frau oder Mann, spielt für<br />

einen Schlaganfall keine Rolle. Sicher<br />

ist es gut, nicht zu rauchen und Sport<br />

zu treiben, man sollte aber auch darauf<br />

achten, genug Schlaf zu bekommen. Wir<br />

hetzen oft durchs Leben, immer wieder für<br />

Entspannung zu sorgen, ist wichtig. Rückblickend<br />

waren die Kopfschmerzen, die ich<br />

an diesem Tag hatte, ein Alarmsignal, das<br />

ich heute nicht mehr übergehen würde.<br />

Schmerzen an sich kenne ich, ich habe<br />

Migräne, aber diese waren anders. Einmal<br />

mehr einen Arzt aufzusuchen, kann<br />

Leben retten.<br />

Auf welche Symptome sollte man<br />

achten? Die klassischen Symptome<br />

sind Sehstörungen, wenn man plötzlich<br />

nicht mehr richtig sprechen kann oder<br />

Lähmungserscheinungen im Gesicht hat,<br />

z. B. eine Gesichtshälfte "hängt" – das<br />

sind klassische Zeichen, die muss man<br />

ernst nehmen. Auch Taubheitsgefühle,<br />

Schwindel, ein unsicherer Gang und<br />

starke bzw. merkwürdige Kopfschmerzen<br />

sind Alarmsignale. Bei solchen Symptomen<br />

sollte man sofort ins Krankenhaus<br />

gehen. Zeit ist ein entscheidender Faktor<br />

bei einem Schlaganfall.<br />

Wie ist es dir gelungen, dein Leben<br />

zurückzuerobern? Vor dem Schlaganfall<br />

hatte ich eine fast unerschöpfliche<br />

Energie, plötzlich war alles weg.<br />

Ich konnte nicht mehr alleine essen,<br />

nicht gehen, nicht schreiben, erst mal<br />

auch nicht sprechen, das war schrecklich.<br />

Noch immer habe ich mit Gedächtnisverlust<br />

zu kämpfen, manchmal fallen<br />

mir Wörter nicht ein. Aber es geht aufwärts.<br />

Ich habe jeden Tag an mir gearbeitet,<br />

meine Disziplin hat mir geholfen.<br />

Inzwischen arbeite ich sogar wieder in<br />

meiner Firma. Ich will dahin zurück, wo<br />

ich war, und noch besser sein.<br />

Konntest du aus dieser harten Zeit auch<br />

etwas mitnehmen? Es gab zwei Möglichkeiten:<br />

Entweder ich bemitleide mich<br />

oder ich akzeptiere, was passiert ist, und<br />

mache das Beste daraus. Am Ende des<br />

Tages ist jede Zeit kostbare Lebenszeit.<br />

Ich habe mich in den vergangenen Monaten<br />

selbst neu kennengelernt. Obwohl ich<br />

schlimme Schmerzen hatte, mein Bein<br />

nachzog, auf der rechten Hälfte meines<br />

Körpers voller blauer Flecken war, weil<br />

ich dort kein Gefühl hatte, war ich nie<br />

unglücklich. Ich habe beschlossen, mein<br />

Schicksal anzunehmen und nach vorne<br />

zu blicken. Mein Freund und meine<br />

Familie haben mir viel Mut gemacht,<br />

dafür bin ich sehr dankbar.<br />

Hast du einen Rat für andere Betroffene?<br />

Es wird besser. Das zu wissen, ist sehr<br />

wichtig. Es gibt Tage, da sieht und spürt<br />

man Fortschritte, und andere, an denen<br />

es nicht gut läuft, aber man muss sich<br />

selbst vertrauen und nach vorne blicken.<br />

Es hilft auch sehr, wenn Angehörige<br />

keine Zweifel zeigen. Meine Familie hat<br />

mir gar keine Chance gegeben, infrage<br />

zu stellen, dass ich es schaffe. Man kann<br />

sehr viel überwinden, wenn man daran<br />

glaubt.<br />

studiolh<br />

FOTO: PRIVAT<br />

Turbulenzen im Herz–<br />

Vorhofflimmern<br />

Text Prof. Dr. Andreas Böning<br />

Prof. Dr. Andreas Böning<br />

Präsident der Deutschen Gesellschaft für<br />

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e. V.<br />

Prof. Dr. Andreas Böning leitet<br />

seit 2007 den Lehrstuhl für Herz-,<br />

Kinderherz- und Gefäßchirurgie<br />

an der Justus-Liebig-Universität<br />

Gießen. Seine Forschungsschwerpunkte<br />

liegen experimentell in der Kardioplegieforschung<br />

und klinisch in der Durchführung<br />

internationaler multizentrischer<br />

Studien. Seit 2018 ist er auch Ärztlicher<br />

Direktor am UKGM Gießen und Marburg<br />

und seit 2021 Präsident der Deutschen Gesellschaft<br />

für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie<br />

e. V.<br />

Vorhofflimmern und Schlaganfall<br />

Der Rhythmusgeber des Herzens ist der<br />

sogenannte Sinusknoten. Dieser löst im<br />

rechten Herzvorhof durch ein elektrisches<br />

Signal, das an die Herzkammern<br />

weitergeleitet wird, den Herzschlag aus.<br />

Das Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung,<br />

die durch Muskelzellen im<br />

linken Herzvorhof oder in den Lungenvenen<br />

entsteht. Diese Zellen verursachen<br />

durch eine gesteigerte elektrische<br />

Aktivität rasche und unkontrollierte Bewegungen<br />

des Vorhofes und sind somit<br />

verantwortlich für einen unregelmäßigen<br />

Herzschlag. Eine normale Herzfrequenz<br />

liegt bei 60 bis 100 Schlägen pro<br />

Minute, während das Vorhofflimmern die<br />

Frequenz des Vorhofes auf 350 bis 600<br />

Schläge pro Minute steigert. Glücklicherweise<br />

werden nicht alle Vorhoferregungen<br />

dann auf die Herzkammer übergeleitet,<br />

trotzdem gerät das Herz außer Takt.<br />

Vorhofflimmern geht einher mit vielfältigen<br />

Ursachen wie weiteren Herzerkrankungen,<br />

kann aber beispielsweise<br />

auch durch eine Schilddrüsenerkrankung,<br />

Alkohol, Stress oder Diabetes mellitus ausgelöst<br />

werden. Ebenso spielt das Alter eine<br />

Rolle: 5 bis 8 Prozent der über 70-Jährigen<br />

und 10 bis 12 Prozent der über 80-Jährigen<br />

sind betroffen. Durch die unkontrollierten<br />

elektrischen Impulse kommt es in den<br />

Vorhöfen zu gestörten Blutströmungen.<br />

Blutgerinnsel, sogenannte Thromben, können<br />

sich insbesondere im linken Vorhofohr<br />

bilden. Gelangt der Thrombus über die<br />

Blutbahn ins Gehirn, löst er einen Schlaganfall<br />

aus. Etwa jeder fünfte Schlaganfall<br />

ist auf ein Vorhofflimmern zurück-<br />

zuführen. Für die Behandlung eines Vorhofflimmerns<br />

stehen verschiedene Therapien<br />

und Verfahren (Medikamente, Katheter,<br />

Operation) zur Verfügung. Eine<br />

herzchirurgische Behandlung des Vorhofflimmerns<br />

erfolgt fast immer als Kombinationseingriff,<br />

also wenn das Herz (häufig<br />

wegen einer undichten Mitralklappe)<br />

operiert werden muss und die Ursache des<br />

Vorhofflimmerns innerhalb dieser Operation<br />

mit behandelt wird.<br />

Vorhofflimmern und Herzoperation:<br />

Blutverdünner vor OP absetzen<br />

Patientinnen und Patienten mit Diagnose<br />

Vorhofflimmern sollten vor einer geplanten<br />

Herzoperation beachten, dass sie die blutverdünnenden<br />

Medikamente rechtzeitig<br />

absetzen:<br />

· Marcumar ca. 4–5 Tage vor der Operation<br />

· Direkte orale Antikoagulanzien, z. B. Xarelto,<br />

Eliquis, Pradaxa, Lixiana), ca. 1–2<br />

Tage vor der Operation<br />

· Wiedereinnahme 2–3 Tage nach der<br />

Operation<br />

Die Ab- und Rücksprache mit dem Hausarzt<br />

und dem Operateur ist erforderlich.<br />

Amputation des linken Vorhofohrs und<br />

Vorhofablation: Minimierung Schlaganfallrisiko<br />

Beim Vorhofflimmern entstehen Thromben<br />

hauptsächlich in der Aussackung des<br />

linken Herzvorhofes, dem Vorhofohr. Bei<br />

einem geplanten herzchirurgischen Eingriff<br />

wird daher dieses amputiert, um das<br />

Schlaganfallrisiko zu minieren. Während<br />

des herzchirurgischen Eingriffs wird zudem<br />

die chirurgische Ablation durchgeführt,<br />

bei der die Herzvorhöfe mittels kontrollierter<br />

Energieeinwirkung (Kälte oder<br />

Wärme) verödet werden, sodass keine elektrischen<br />

Erregungen mehr ausgelöst werden<br />

können, die ein Vorhofflimmern initiieren.<br />

Herzchirurgische Ablation<br />

· dauert nur wenige Minuten<br />

· birgt keine Nachteile oder Komplikationen<br />

· Erfolgsquote liegt bei paroxysmalem Vorhofflimmern<br />

bei ca. 90 Prozent<br />

· Erfolgsquote bei persistierendem Vorhofflimmern<br />

bei ca. 60 bis 70 Prozent<br />

· In den USA und anderen EU-Ländern<br />

werden herzchirurgische Ablationstherapie<br />

auch als alleinige Operation durchgeführt<br />

Die Smartwatch als digitale Überwachungshilfe<br />

Smartwatches sind digitale Überwacher<br />

und können Episoden des Vorhofflimmerns<br />

erkennen, dies auch über einen längeren<br />

Zeitraum und nicht „nur“ temporär<br />

wie ein 24-Stunden-EKG. Als Support sind<br />

sie zu verstehen, nicht als Diagnosen oder<br />

Therapieersatz.<br />

Gesunder Lebenswandel und das Glas<br />

Rotwein …<br />

Risikofaktoren für Vorhofflimmern sind<br />

neben anderen Faktoren auch ein ungesunder<br />

Lebenswandel (Bewegungsmangel,<br />

Nikotin, Alkohol, Stress etc.). Im<br />

Hinblick auf das als gesund geltende Glas<br />

Rotwein hat sich gezeigt: In puncto Arteriosklerose<br />

wirkt dieses zwar positiv, also<br />

gegen Verkalkung der Blutgefäße, erhöht<br />

aber gleichzeitig das Risiko, an Vorhofflimmern<br />

zu erkranken.


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 7<br />

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Herz & Rhythmus Zentrum AG entstanden.<br />

Für mehr Info's<br />

QR-Code scannen<br />

Instrumente eingeführt, um dann auf<br />

der Herzoberfläche ähnliche Verödungen<br />

durchzuführen wie bei der Katheter-<br />

Ablation. Am Ende des Eingriffs entsteht<br />

die Lungenvenenisolation. Zusätzlich<br />

wird das linke Herzohr entfernt, was<br />

den großen Vorteil hat, dass nach dem<br />

Eingriff kein Blutverdünner notwendig<br />

ist. Dieser Eingriff ist sehr effektiv und<br />

wird nicht wiederholt.<br />

DIE CHIRURGISCHE ABLATION WIRD IM<br />

OPERATIONSSAAL UNTER VOLLNARKOSE<br />

DURCHGEFÜHRT. MIT EINER KAMERA UND<br />

ZWEI INSTRUMENTEN GELANGEN DIE<br />

CHIRURGEN AN DIE HERZOBERFLÄCHE,<br />

WO SCHONEND ENERGIE APPLIZIERT<br />

(VERÖDUNG) UND DAS HERZOHR<br />

ABGETRENNT WIRD. DIE OPERATION<br />

DAUERT CA. 90 MINUTEN, DIE PATIENTEN<br />

KOMMEN IN DER REGEL AM SELBEN TAG<br />

ZURÜCK AUF IHR ZIMMER UND BLEIBEN<br />

DREI BIS FÜNF TAGE IN DER KLINIK. EINE<br />

ANSCHLUSSBEHANDLUNG (REHA) KANN,<br />

ABER MUSS NICHT ERFOLGEN.<br />

FOTOS: HERZ & RHYTMUS ZENTRUM AG<br />

Im Mittelpunkt steht:<br />

Die Patienten so<br />

effektiv wie nötig<br />

und so schonend wie<br />

möglich zu behandeln.<br />

Hybridablation<br />

Hybrid-Operation<br />

gegen Vorhofflimmern<br />

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung<br />

überhaupt. Wenn Medikamente nicht helfen – oder anstelle dessen –<br />

kann eine Ablation in Betracht gezogen werden, um das lästige Vorhofflimmern<br />

in den Griff zu bekommen. Bei hartnäckigen Fällen kommt die<br />

chirurgische Ablation zum Tragen.<br />

Text Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg<br />

Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg<br />

Facharzt für Herzchirurgie in München<br />

Vorhofflimmern (VHF) findet<br />

sich in den Industrieländern<br />

bei mehr als einem Prozent der<br />

Bevölkerung. Ausgelöst wird<br />

das VHF meist durch Extraschläge, die<br />

zu mehr als 95 Prozent aus versprengten<br />

Herzmuskelzellen in den Lungenvenen<br />

kommen. Der resultierende unregelmäßige<br />

und oft auch schnelle Herzschlag<br />

erzeugt Symptome wie Herzstolpern,<br />

Herzrasen, Atemnot und Angst. Bei der<br />

Behandlung des VHF geht es um drei<br />

Dinge: Verhinderung eines Schlaganfalls,<br />

Vermeidung von Langzeitschäden und<br />

um die Verbesserung der Lebensqualität.<br />

Behandlungsstrategien<br />

Die Behandlung von Patienten mit VHF<br />

erfolgt entweder medikamentös oder<br />

invasiv über eine Ablation. Vielen symptomatischen<br />

Patienten wird die Katheter-<br />

Ablation als effektivste Therapieoption<br />

empfohlen. Somit ist – je nach Situation –<br />

eine invasive Strategie eventuell schon<br />

vor der Einnahme von Medikamenten<br />

möglich.<br />

Katheter-Ablation<br />

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung<br />

durchgeführt. Mit einem Katheter, der<br />

über die Leiste ins Herz vorgeschoben<br />

wird, kann eine elektronische Landkarte<br />

aus dem Herzinnern gewonnen werden.<br />

Mit diesem präzisen Bild der Herzrhythmusstörung<br />

kann dann das verantwortliche<br />

Gewebe verödet werden, sodass die<br />

Herzrhythmusstörung terminiert wird.<br />

Dieser Eingriff wird "Lungenvenenisolation"<br />

genannt und ist der Grundbaustein<br />

der Vorhofflimmer-Ablation.<br />

In bestimmten Fällen und um einen<br />

nachhaltigen Erfolg zu erzielen, können<br />

mehrere Eingriffe notwendig sein.<br />

Chirurgische Ablation<br />

Bei hartnäckigen Fällen lässt sich auf<br />

eine einzigartige Methode zurückgreifen.<br />

Die chirurgische Ablation ist eine<br />

minimalinvasive Operation. Sie wird<br />

durch Herzchirurgen unter Vollnarkose<br />

durchgeführt. Durch kleine Schnitte an<br />

der Brustwand werden Kamera und<br />

Die Zusammenarbeit von Elektrophysiologen<br />

(Kardiologen) und Herzchirurgen<br />

offeriert eine signifikante<br />

Erweiterung der Möglichkeiten, insbesondere<br />

für Patienten mit komplexem<br />

VHF. Diese neue und innovative Zusammenarbeit<br />

wird "HeartTeam"<br />

genannt und basiert auf einem therapeutischen<br />

Hybridansatz. Ob zuerst<br />

chirurgisch oder nicht chirurgisch interveniert<br />

wird, hängt von der individuellen<br />

Situation ab. Oft sind die ursprünglich<br />

geplanten zweiten Eingriffe nicht mehr<br />

nötig. Neuste Studien zeigen, dass die<br />

Kombination beider Verfahren die<br />

Ergebnisse bei der interventionellen<br />

Behandlung von Vorhofflimmern<br />

deutlich verbessern kann.<br />

Patientensicherheit im Fokus<br />

Es gibt verschiedene Möglichkeiten,<br />

einen Hybrideingriff bei VHF durchzuführen.<br />

Wir verfolgen das sogenannte<br />

"Staged Hybrid"- Konzept. Das bedeutet,<br />

dass elektrophysiologische und chirurgische<br />

Interventionen zeitlich getrennt<br />

und nur bei Bedarf durchgeführt werden.<br />

Das führt zu einer Vermeidung überflüssiger<br />

Ablationen und erhöht damit<br />

auch langfristig die Sicherheit für den<br />

Patienten, ohne die Effektivität dieses<br />

Konzepts zu vermindern. Im Mittelpunkt<br />

steht dabei, den Patienten so effektiv wie<br />

nötig und so schonend wie möglich zu<br />

behandeln.<br />

Kontakt:<br />

Praxis OZ Theresie<br />

Sprechstunde Prof. Salzberg<br />

Theresienhöhe 13A<br />

80339 München, Deutschland<br />

Tel. +49 89 800 322 96<br />

Fax +49 89 910 10 36<br />

E-Mail: info@swiss-ablation.com<br />

Web: www.swiss-ablation.com


8<br />

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Schlaganfall: Therapietreue ist lebenswichtig<br />

Petra Werkmann ist wegen eines Eingriffs an Oberschenkelhals und Hüfte im<br />

Krankenhaus, als sie während der Operation einen Schlaganfall erleidet. Als die<br />

damals 55-Jährige aufwacht, ist nichts mehr, wie es war – nur weiß sie zunächst nicht,<br />

warum. Erst Monate später wird der Schlaganfall bei ihr diagnostiziert.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Frau Werkmann, Sie haben<br />

während einer Operation im<br />

Jahr 2017 einen Schlaganfall<br />

erlitten. Wussten Sie zu diesem<br />

Zeitpunkt bereits, dass Sie<br />

zu hohen Blutdruck haben?<br />

Ja, das war mir schon etwa fünf<br />

Jahre vor der Operation bekannt. Mir waren<br />

damals auch Tabletten verschrieben worden, die<br />

aber nicht viel genutzt haben. Irgendwann habe<br />

ich dann einfach aufgehört, sie zu nehmen.<br />

Was waren Ihre ersten Gedanken, nachdem<br />

Sie aus der Narkose aufgewacht sind?<br />

Ich habe mir nicht viele Gedanken gemacht,<br />

ich wusste ja auch gar nicht, was los ist. Allerdings<br />

war ich nach der OP so müde, dass ich am<br />

liebsten nur noch schlafen wollte. Heute weiß<br />

ich, dass ich kaum aus der Narkose aufgewacht<br />

bin. Dass ich einen Schlaganfall gehabt habe,<br />

scheint aber während der OP niemandem aufgefallen<br />

zu sein. Ich war an Oberschenkelhals und<br />

Hüfte operiert worden und sollte im Nachgang<br />

der Operation mit einem Lauftraining beginnen.<br />

Das konnte ich nicht, weil ich ein Bein nachzog.<br />

Bis im Krankenhaus darauf reagiert wurde, dauerte<br />

es noch mehrere Tage.<br />

Der Schlaganfall wurde erst einige Monate<br />

später diagnostiziert. Wieso hat es so lange<br />

gedauert?<br />

Die Operation war im August, im Januar erhielt<br />

ich die Schlaganfall-Diagnose. Das Krankenhaus<br />

in dem ich operiert worden war, hatte damals<br />

noch kein MRT, es gab nur ein CT. Deswegen<br />

konnte der Schlagfall dort nicht diagnostiziert<br />

werden. Man war dem auch nicht nachgegangen,<br />

weil zunächst anscheinend kein Verdacht<br />

bestand. Aber es ging mir wirklich sehr, sehr<br />

schlecht, und in der Reha hieß es dann: „Sie haben<br />

ja einen Schlaganfall gehabt, wo sind denn Ihre<br />

Tabletten?“ Natürlich hatte ich keine, ich wusste<br />

ja von nichts.<br />

Sie haben seither mehrere Reha-Aufenthalte<br />

hinter sich. Haben Sie heute noch immer mit<br />

den Folgen des Schlaganfalls zu kämpfen?<br />

Es waren vier längere Aufenthalte, jeweils über<br />

mehrere Wochen. Ich hatte drei normale und<br />

zusätzlich eine psychosomatische Reha, diese<br />

dauerte sogar elf Wochen, weil ich nach der<br />

Operation eine Depression entwickelt hatte.<br />

Noch immer habe ich zwischendurch Wortfindungsstörungen<br />

und fühle mich zum Teil auch<br />

sehr kraftlos.<br />

Können Sie mit den Symptomen, die Sie<br />

jetzt noch haben, wieder Ihrer Arbeit nachgehen?<br />

Wie groß sind die Auswirkungen<br />

des Schlaganfalls auf Ihren Alltag?<br />

Mein Alltag hat sich komplett verändert. Meistens<br />

schaffe ich es nicht, den ganzen Tag auf den<br />

Beinen zu bleiben. Ich schlafe viel, und wenn ich<br />

etwas geplant hatte, verwerfe ich es oft wieder,<br />

weil mir die Kraft dazu fehlt. Laut meiner Rentenversicherung<br />

ist es mir nicht mehr möglich, einer<br />

Erwerbstätigkeit nachzugehen, aber es ist wichtig<br />

für mich, etwas zu tun. Das Gefühl, keine Aufgabe<br />

mehr zu haben, war nach dem Schlaganfall das<br />

Schlimmste für mich. Ich arbeite jetzt wieder für<br />

ein paar Stunden in der Woche.<br />

Seit dem Jahr 2017 wird Ihr Bluthochdruck<br />

behandelt. Wie erfolgt die jetzige Therapie?<br />

Ich nehme morgens eine Tablette, die zwei Wirkstoffe<br />

miteinander kombiniert, dazu einen Blutverdünner.<br />

Abends nehme ich außerdem ein<br />

Medikament ein, das meinen Blutzucker reguliert.<br />

Bei der Tablette morgens handelt es sich um<br />

eine Single Pill, um die Tablettenlast zu reduzieren.<br />

Wie empfinden Sie die medikamentöse<br />

Therapie aktuell?<br />

Die Tablette morgens bereitet mir keine Probleme bei<br />

der Einnahme. Die abends hingegen schon, sie ist unangenehm<br />

beim Schlucken. Aber insgesamt empfinde<br />

ich die Tabletteneinnahme nicht als Belastung, weil es<br />

nicht so viele sind. Ich habe auch den Eindruck, sie gut<br />

zu vertragen. Nur regelmäßig daran zu denken, dass<br />

ich die Medikamente einnehmen muss, fällt mir nicht<br />

immer leicht.<br />

Ist Ihnen die Wichtigkeit der Therapietreue,<br />

insbesondere auch nach dem Schlaganfall, bewusst,<br />

bzw. wurden Sie darüber in Bezug auf<br />

kardiovaskuläre Folgekrankheiten aufgeklärt?<br />

Das kann ich weder verneinen noch bejahen. In der<br />

Reha wurde mir sehr nahegelegt, dass es sehr wichtig<br />

ist, die Tabletten regelmäßig zu nehmen. Aber ich hätte<br />

gerne etwas mehr Aufklärung dazu bekommen, z. B.<br />

was für mögliche Folgeerkrankungen es haben kann,<br />

wenn man sich nicht daran hält.<br />

Sie sind Gründerin der Selbsthilfegruppe<br />

"Phönix" in Ellwangen. Was hat Sie dazu<br />

bewogen?<br />

Die Selbsthilfegruppe habe ich zusammen mit<br />

Ulrich Fürstenau ins Leben gerufen und leite<br />

sie. Ursprünglich gab mein Therapeut den Ausschlag,<br />

es war als Maßnahme gegen die Depression<br />

gedacht. Mir tat es gut, wieder eine Aufgabe<br />

zu haben.<br />

Mir ist wichtig, mit der Selbsthilfegruppe<br />

einen Raum zu schaffen, in dem Betroffene<br />

über ihre jeweiligen Probleme sprechen können<br />

und man Erfahrungen austauschen kann.<br />

Wenn Menschen aufeinandertreffen, die Ähnliches<br />

erlebt haben, kann man sich gegenseitig<br />

Tipps geben. Es hilft auch, jemanden<br />

zu haben, der einfach zuhört und versteht,<br />

um was es geht. Das gelingt unter Betroffenen<br />

sehr gut. Ohne diesen Austausch fühlt man<br />

sich doch manchmal sehr allein gelassen.<br />

Was raten Sie generell, damit es im besten<br />

Fall gar nicht erst zu einem Schlaganfall oder<br />

einem anderen einschneidenden Ereignis<br />

kommt?<br />

Ein gesunder Lebensstil ist immer gut. Allerdings<br />

kann man das Risiko, einen Schlaganfall<br />

zu erleiden, nicht zu 100 Prozent ausschließen.<br />

Vor Kurzem habe ich noch gedacht, man könne<br />

sich vor einem Schlaganfall schützen, wenn<br />

Blutzuckerspiegel und Blutdruck in Ordnung<br />

sind Aber das allein reicht nicht immer. Mittlerweile<br />

weiß ich, dass im Prinzip schon Schnarchen<br />

einen Schlaganfall auslösen kann.<br />

FOTO: PRIVAT<br />

Rat und Unterstützung<br />

für Betroffene und Angehörige<br />

Bluthochdruck sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, auch sollten Betroffene Medikamente keinesfalls eigenmächtig absetzen, sondern nur nach ausdrücklicher<br />

Rücksprache mit den behandelnden Ärzten. Bei der Vermeidung zukünftiger Schlaganfälle oder anderer kardiovaskulärer Ereignisse kommt der sogenannten Sekundärprophylaxe<br />

eine große Bedeutung zu. In der Regel nehmen Schlaganfallpatient:innen mehrere Tabletten mit verschiedenen Wirkstoffen ein, zum Beispiel aus der Gruppe der<br />

Gerinnungshemmer, Thrombozytenfunktionshemmer, Antikoagulantien, Blutdrucksenker, Diabetes-Therapie und Cholesterinsenker. Um die Tablettenlast der Patient:innen<br />

zu senken und die Einnahme einfacher und auch angenehmer zu gestalten, sind sogenannte Single-Pill-Präparate verfügbar, die mehrere Wirkstoffe vereinen. Dies kann zudem<br />

zu einer deutlich verbesserten Prognose von Patien:innen führen. Neben kardiologischen Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen können Selbsthilfegruppen<br />

hilfreiche Anlaufstellen sein. Über die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, an die auch die Selbsthilfegruppe Phönix aus Ellwangen angeschlossen ist, erhalten Betroffene,<br />

Angehörige und Interessierte zahlreiche Adressen und wertvolle Informationen rund um das Thema Schlaganfall und Prävention.<br />

www.schlaganfall-hilfe.de<br />

studiolh<br />

Bluthochdruck – der Weg zur richtigen Therapie<br />

Bei der Auswahl der geeigneten Therapie und Medikation wird der Arzt oder die Ärztin immer individuelle Faktoren des Patienten oder der Patientin berücksichtigen, wie etwa<br />

Alter, Ansprechen auf die Therapie, weitere Erkrankungen und mögliche Nebenwirkungen. Um einen positiven Verlauf der Therapie zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass<br />

Sie und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin zusammenarbeiten.<br />

Studien zeigen, dass eine gemeinsam ausgewählte Therapie zu mehr Therapietreue und damit einem besseren Behandlungsergebnis führt. Nehmen Sie Ihren Arzt oder Ihre<br />

Ärztin in die Pflicht, Sie ausführlich über den jeweiligen Nutzen und die Risiken verschiedener Behandlungsformen zu informieren. Informieren Sie sich darüber hinaus selbstständig<br />

über Ihre Erkrankung und mögliche Behandlungsformen. Denn wer Zusammenhänge nachvollziehen kann, dem fällt es leichter, eigene Anstrengungen auf dem Weg<br />

zur Genesung in Kauf zu nehmen.<br />

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat wichtige Informationen zum Thema Bluthochdruck in einer Broschüre zusammengestellt, die auf der Website zu finden ist:<br />

schlaganfall-hilfe.de/de/service/publikationen/publikation/did/bluthochdruck-all


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Cholesterin<br />

verstehen<br />

FOTO: DR. MED. JOHANNES WIMMER, AEMPATHY GMBH<br />

Wie kann man sein individuelles<br />

Cholesterinrisiko und/oder seinen<br />

LDL-Wert bestimmen lassen?<br />

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entnimmt Blutproben,<br />

auf nüchternen Magen. Fallen im<br />

Labor bestimmte Werte zu hoch aus, wird<br />

in der Regel eine zweite Probe veranlasst.<br />

Im Gespräch mit dem Arzt wird dann<br />

das persönliche Risiko ermittelt und das<br />

weitere Vorgehen zur Senkung der Werte<br />

besprochen.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Herr Dr. Wimmer, Herzinfarkt<br />

zählt zu den bedeutendsten<br />

Gesundheitsproblemen in<br />

den westlichen Industrienationen<br />

– wie hängen Herzkrankheiten<br />

und Cholesterinwerte zusammen?<br />

Hohe Cholesterinwerte zählen neben<br />

Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht<br />

und einem ungesunden Lebensstil<br />

zu den größten Risikofaktoren für<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko,<br />

mit der Zeit einen Herzinfarkt oder<br />

einen Schlaganfall zu bekommen, ist also<br />

stark erhöht. Und es ist ja klar: Je mehr<br />

Faktoren auf einen selbst zutreffen, desto<br />

größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es<br />

irgendwann eng wird.<br />

Ist Cholesterin immer schlecht oder<br />

erfüllt es auch bestimmte Aufgaben<br />

im Körper?<br />

Es gab Zeiten, in denen Cholesterin einen<br />

extrem schlechten Ruf hatte. Heute wissen<br />

wir jedoch, dass Cholesterin als Blutfett<br />

ein lebenswichtiger Bestandteil unserer<br />

Zellen und Grundbaustein vieler Hormone<br />

ist. Kein Wunder also, dass unser schlauer<br />

Körper einen Großteil des Cholesterins<br />

gleich selbst produziert, damit auch immer<br />

genügend Blutfett vorhanden ist. Etwa drei<br />

Viertel stellt er selbst her, den Rest nehmen<br />

wir über unsere Mahlzeiten auf. Wichtig<br />

zu wissen ist aber, dass Cholesterin nicht<br />

gleich Cholesterin ist. Es lässt sich in<br />

mehrere Untergruppen aufteilen. Dazu<br />

gehören unter anderem das LDL- und das<br />

HDL-Cholesterin. Das LDL-Cholesterin,<br />

das auch oft als schlechtes Cholesterin<br />

bezeichnet wird, hat den Job, das Cholesterin<br />

von der Leber über die Blutgefäße<br />

zu den Organen zu transportieren. Dort<br />

wird es für viele wichtige Aufgaben genutzt,<br />

was also erst mal nichts Schlechtes<br />

ist. Das HDL, das als das gute Cholesterin<br />

gilt, dient dem Rücktransport von überschüssigem<br />

Cholesterin aus den Organen<br />

und Gefäßwänden zur Leber, wo es dann<br />

abgebaut und mit der Gallenflüssigkeit<br />

ausgeschieden wird. Ist das Verhältnis<br />

zwischen LDL und HDL in Balance, dann<br />

läuft das alles wie geschmiert und es gibt<br />

keinen Grund zur Sorge. Ungemütlich wird<br />

es erst, wenn zu viel LDL im Körper ist.<br />

Welche Rolle spielt das LDL-Cholesterin<br />

für das Arteriosklerose- und Herzinfarktrisiko?<br />

Ist zu viel LDL-Cholesterin vorhanden,<br />

gelangt es quasi aus dem Blut in die<br />

Gefäßwand. Dadurch kann es zu einer<br />

Arteriosklerose kommen, auch bekannt<br />

als Gefäßverkalkung. Das kann man sich<br />

vorstellen wie bei einem Gartenschlauch,<br />

der mit der Zeit verstopft, sodass irgendwann<br />

immer weniger Wasser durchgeht.<br />

Im Körper nennt man diese Ablagerungen,<br />

die sich an den Gefäßwänden<br />

bilden, Plaques. Und auch hier gilt: Je<br />

enger das Gefäß, desto höher das Risiko,<br />

dass sich die Gefäße im Herzen und<br />

Gehirn irgendwann verschließen.<br />

Kann das LDL-Cholesterin auch bei<br />

Kindern und Jugendlichen Schäden<br />

anrichten?<br />

Ja, sie sind dann in der Regel genetisch<br />

bedingt. Das nennt sich dann familiäre<br />

Hypercholesterinämie, die vererbt wird,<br />

also angeboren ist. Auch in diesem Alter<br />

können schon Gefäßveränderungen entstehen.<br />

Darum ist es hier ganz besonders<br />

wichtig, die Sache gut im Blick zu behalten<br />

und die Werte regelmäßig checken zu<br />

lassen. Aber auch ohne genetisch bedingt<br />

erhöhte Werte steigt das Langzeitrisiko<br />

bei einem erhöhten Cholesterinspiegel im<br />

Körper in jungen Jahren, also das Risiko,<br />

einen Herzinfarkt zu erleiden. Und kommen<br />

dann im Laufe des Lebens auch noch<br />

besagte Faktoren wie Diabetes oder Rauchen<br />

hinzu, steigt das Risiko noch mehr.<br />

Wer ist außerdem von einem erhöhten<br />

Risiko betroffen? Welche Faktoren<br />

spielen eine Rolle?<br />

Jeder Mensch sollte seine Werte im Blick<br />

behalten, denn Arteriosklerose bemerkt<br />

man selbst erst, wenn die Sache ernst wird<br />

oder es zu spät ist, deswegen nennt man<br />

diese Art der Veränderung auch gerne<br />

stiller Killer. Einige Gruppen gelten aber<br />

als besonders gefährdet: Raucherinnen<br />

und Raucher, Menschen, die an Diabetes,<br />

einer Unterfunktion der Schilddrüse<br />

oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung<br />

wie der koronaren Herzkrankheit leiden,<br />

aber auch Personen mit einem sehr ungesunden<br />

und fettlastigen Essverhalten.<br />

Jeder<br />

Mensch<br />

sollte<br />

seine<br />

Werte<br />

im Blick<br />

behalten.<br />

Können die LDL-Werte auch zu niedrig<br />

sein?<br />

Der aktuelle Grundsatz lautet: Lower is<br />

better. Also: Niedriger ist besser. Wie<br />

niedrig die Werte bestenfalls sein sollten,<br />

hängt vom persönlichen Risiko ab. Je<br />

höher das Risiko, desto niedriger sollten<br />

die Werte sein. Wie die Werte aussehen<br />

sollten, erfahren Sie im Gespräch mit<br />

Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.<br />

Wenn man die Veranlagung hat, viel<br />

LDL-Cholesterin zu bilden oder zu<br />

speichern – kann man dem durch<br />

seinen Lebensstil entgegenwirken?<br />

Das geht grundsätzlich schon. Oft reicht<br />

es schon, an ein paar Stellschrauben zu<br />

drehen. Gerade über die Säulen Ernährung<br />

und Bewegung kann man viel erreichen,<br />

und natürlich kann man sich auch das<br />

Rauchen abgewöhnen. Aber ich kann an<br />

dieser Stelle nur betonen: Sprechen Sie<br />

erst mal mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem<br />

Hausarzt und lassen Sie die Werte checken,<br />

damit rechtzeitig bemerkt wird, wenn<br />

die Werte trotz gesunder Lebensweise zu<br />

hoch sind. Und diagnostizieren oder behandeln<br />

Sie sich nicht selbst auf eigene<br />

Faust, sondern lassen Sie Ihre Werte<br />

checken und sich dann in Ruhe beraten.<br />

Dann wissen Sie genau, wo Sie stehen und<br />

was zu tun ist. Ich sage immer, das ist wie<br />

abends beim Autofahren. Da schalten Sie<br />

ja auch die Scheinwerfer ein und fahren<br />

nicht einfach auf gut Glück ohne Licht los.<br />

Die meisten kennen ihre Blutdruckwerte,<br />

auch der Blutzucker wird im Rahmen<br />

von Vorsorgeuntersuchungen gecheckt.<br />

Gilt das auch für das Cholesterin?<br />

Ehrlich gesagt, kennen nur wenige Menschen<br />

all diese Werte. Die meisten Leute<br />

gehen nämlich nur äußerst ungern zu<br />

Vorsorgeuntersuchungen. Und zum Arzt<br />

geht’s erst, wenn’s wehtut. Und da kommen<br />

wir auch schon zum Problem mit dem<br />

Cholesterin – das tut nämlich nicht weh.<br />

Wir können über Jahre hohe Cholesterinwerte<br />

haben, ohne es zu merken. Ohne<br />

dass es uns schlecht geht. Wenn Sie mich<br />

also fragen, ob in der Hausarztpraxis<br />

regelmäßig Blutdruck, Blutzucker UND<br />

Cholesterin gecheckt werden sollten,<br />

auch bei jüngeren Patienten, dann<br />

würde ich sagen: Unbedingt! Warum<br />

warten, bis die Arteriosklerose richtig<br />

schlimm ist, statt so früh wie möglich<br />

darüber zu sprechen, wie man erhöhte<br />

Werte in den Griff bekommen kann?<br />

Man muss sich<br />

im Leben nicht<br />

alles verbieten,<br />

auch nicht die<br />

Pommes oder<br />

die Sahnesoße.<br />

Lassen sich LDL-C-Zielwerte durch<br />

eine Anpassung der Ernährung erreichen?<br />

Oder muss auch zu anderen<br />

Maßnahmen gegriffen werden? Welche<br />

sind das?<br />

Die erste Maßnahme sollte immer der Besuch<br />

in der Arztpraxis sein, damit man<br />

nicht einfach auf gut Glück loslegt. Im<br />

Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin<br />

werden dann die Maßnahmen besprochen.<br />

Dazu gehören zum Beispiel mehr<br />

Bewegung, nicht zu rauchen und weniger<br />

Alkohol. Aber – vor allem – die Umstellung<br />

der Ernährung und, wenn nötig, ein paar<br />

Kilo weniger auf der Waage. Bringen diese<br />

Maßnahmen keine Veränderung und ist<br />

die Lage ernst, wird der Arzt auch über<br />

eine medikamentöse Behandlung sprechen.<br />

Eine Veränderung des Lebensstils<br />

ist aber natürlich immer die erste Wahl<br />

und bringt in der Regel auch gute Erfolge –<br />

für die Cholesterinwerte, aber auch für das<br />

allgemeine Wohlbefinden. Wenn man gesund<br />

lebt, fühlt man sich eben auch besser.<br />

Wie sieht denn die ideale Ernährung<br />

zur Senkung der Werte aus?<br />

Im Prinzip sind es die Basics einer gesunden<br />

Ernährung: Viel Gemüse und Hülsenfrüchte<br />

essen, dazu zwei Portionen Obst<br />

am Tag, Vollkorn- statt Weißmehlprodukte<br />

und hochwertige Pflanzenöle verwenden,<br />

etwa Oliven-, Sonnenblumen- oder Leinöl.<br />

Auch Omega-3-Fettsäuren sind wichtig,<br />

weil unser Körper sie nicht selbst herstellen<br />

kann. Sie stecken in Fisch bzw.<br />

in Fischöl, aber z. B. auch in Leinsamen.<br />

Deutlich reduzieren sollte man tierische<br />

Fette, also Fleisch, Wurst, Butter, Käse,<br />

Sahne. Und die fiesen drei sollte man<br />

auch aus der Küche verbannen: Fast Food,<br />

Fertiggerichte und Zuckerbomben.<br />

Haben Sie noch einen Tipp zur<br />

Vorsorge?<br />

Ich lebe selbst nach dem Motto: Man muss<br />

sich im Leben nicht alles verbieten, auch<br />

nicht die Pommes oder die Sahnesoße ab<br />

und zu als Genuss. Sofern es Ausnahmen<br />

bleiben und man sich im Alltag gesund<br />

ernährt, aktiv und in Bewegung bleibt<br />

und auf sich achtet, ist das alles gar kein<br />

Thema. Dann kann man sich auch Ungesundes<br />

ab und zu genehmigen. Aber:<br />

Egal wie gesund Sie unterwegs sind –<br />

die Vorsorge sollte niemals auf der<br />

Strecke bleiben, ob es nun um Cholesterin-<br />

oder Krebsfrüherkennung geht.<br />

Es ist immer besser, hinzuschauen und früh<br />

zu handeln, als mit verbundenen Augen<br />

durchs Leben zu gehen.


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Kardiologische<br />

Rehabilitation –<br />

Indikationen und Wirkungen<br />

studiolh<br />

Text Prof. Dr. med.<br />

Bernhard Schwaab<br />

Prof. Dr. med. B. Schwaab<br />

Vorstandsmitglied der Deutschen<br />

Herzstiftung, Kardiologe und<br />

Reha-Spezialist, Chefarzt der<br />

Curschmann-Klinik am Timmendorfer<br />

Strand. Präsident der<br />

Deutschen Gesellschaft für<br />

Prävention und Rehabilitation<br />

von Herz-Kreislauferkrankungen<br />

(DGPR)<br />

D<br />

ie Teilnahme an einer kardiologischen<br />

Rehabilitation (KardReha)<br />

ist in Deutschland auf zwei Wegen<br />

möglich:<br />

• Als Anschlussrehabilitation unmittelbar<br />

nach einer vorausgegangenen Behandlung<br />

einer akuten Erkrankung (z. B. Herzinfarkt,<br />

Herzschwäche), nach einer Operation<br />

oder Intervention am Herzen (z. B.<br />

Bypass- oder Herzklappen-OP, Katheterintervention<br />

der Herzklappen) oder nach<br />

einer Operation an den Gefäßen<br />

(z. B. Aortenaneurysma oder periphere<br />

arterielle Erkrankung).<br />

• Als Heilverfahren, wenn eine chronische<br />

Erkrankung (Bluthochdruck, Diabetes<br />

mellitus, Übergewicht etc.) mit den<br />

Mitteln der ambulanten Medizin nicht<br />

mehr adäquat zu behandeln ist oder die<br />

Erwerbstätigkeit des Patienten gefährdet<br />

ist.<br />

Die Anschlussrehabilitation muss noch im<br />

Akutkrankenhaus beantragt werden. Das<br />

Heilverfahren kann von jedem niedergelassenen<br />

Arzt (Hausarzt, Facharzt)<br />

beantragt werden.<br />

Die KardReha hat das Ziel, die individuell<br />

bestmögliche körperliche und seelische<br />

Gesundheit der Patienten mit Herz- und<br />

Gefäßerkrankungen nachhaltig zu stabilisieren<br />

und die berufliche und soziale Re-<br />

Integration zu ermöglichen. Damit dieser<br />

ganzheitliche Ansatz gelingen kann, findet<br />

die KardReha in einem multidisziplinären<br />

Team unter Beteiligung vieler verschiedener<br />

Berufsgruppen statt: Ärzte, Pflege, Physiotherapeuten,<br />

Psychologen, Ergotherapeuten,<br />

Ernährungsberater und Sozialarbeiter.<br />

Die wichtigsten Pfeiler dieser multidisziplinären<br />

Therapie sind:<br />

• körperliche Aktivität und Bewegungstherapie<br />

zur Verbesserung der Belastbarkeit<br />

im Alltag (z. B. Treppensteigen)<br />

• psychosoziale Unterstützung zur Krankheitsbewältigung<br />

und zur Stärkung der<br />

Lebensqualität (z. B. Verringerung von<br />

Angst und Depressivität)<br />

• Schulung eines gesunden Lebensstils<br />

(z. B. Nikotinstopp, Übungen zu<br />

Entspannungstechniken, Lehrküche für<br />

eine gesunde Ernährung)<br />

• Schulung im Umgang mit der Erkrankung<br />

(z. B. Erklärung der Wirkungsweise<br />

und der Bedeutung der Medikamente<br />

zur Verbesserung der Therapietreue)<br />

• optimale Einstellung der Risikofaktoren<br />

(z. B. Blutdruck, Diabetes, Cholesterin)<br />

• berufliche und soziale Wiedereingliederung<br />

(Teilhabe)<br />

Weil sich die positiven Wirkungen der<br />

KardReha in vielen nationalen und internationalen<br />

Studien bestätigten, wird die Teilnahme<br />

an einer KardReha in allen Behandlungsleitlinien<br />

für Patienten mit kardiovaskulären<br />

Erkrankungen dringend empfohlen. Für<br />

Patienten nach Herzinfarkt und nach Bypass-<br />

OP führt die Teilnahme an einer KardReha zu<br />

einer sehr deutlichen Abnahme der Komplikationsrate<br />

(erneute Erkrankung und auch<br />

Sterblichkeit).<br />

Bei Patienten mit Herzschwäche und nach<br />

Eingriffen an Herzklappen (Operation und<br />

Katheter) werden die körperliche Belastbarkeit<br />

und die Lebensqualität deutlich verbessert.<br />

Erste Studien zeigen auch hier eine Verringerung<br />

der Komplikationsrate durch die Teilnahme<br />

an einer KardReha. Auch für Patienten<br />

nach Implantation eines Defibrillators<br />

oder eines Herzunterstützungssystems, nach<br />

Herztransplantation, nach Operation oder<br />

Intervention an der Aorta, für Patienten mit<br />

peripherer arterieller Verschlusskrankheit,<br />

nach Lungenarterienembolie mit oder ohne<br />

tiefe Venenthrombose, für Patienten mit pulmonaler<br />

Hypertonie oder nach Myokarditis<br />

sowie für Patienten mit angeborenem Herzfehler<br />

ist die Teilnahme an einer KardReha<br />

empfehlenswert.<br />

Für Patienten nach<br />

Herzinfarkt oder<br />

Bypass-OP führt die<br />

Teilnahme an einer<br />

KardReha zu einer sehr<br />

deutlichen Abnahme<br />

der Komplikationsrate.<br />

Wichtig ist, dass diese Therapie und der<br />

gesunde Lebensstil nach der Entlassung<br />

aus der KardReha am Heimatort nahtlos<br />

fortgesetzt werden. Dazu dienen z. B. das<br />

IRENA-Programm der Deutschen Rentenversicherung<br />

sowie die ambulanten Herzgruppen<br />

und die neuen Herzinsuffizienzgruppen<br />

der DGPR für die schwächeren und<br />

weniger gut belastbaren Patienten.<br />

Zusammenfassend sollte daher die Teilnahme<br />

an einer KardReha integraler Bestandteil<br />

einer am langfristigen Erfolg orientierten<br />

Behandlung sein.<br />

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Nanz medico GmbH & Co. KG entstanden.<br />

Mit ambulanter Reha<br />

zurück ins Leben<br />

Eine gezielte kardiologische Reha hilft Betroffenen<br />

nach einem Herzinfarkt, nach<br />

kardio-chirurgischen Eingriffen oder bei bestehenden<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

zurück ins Leben und zu mehr Lebensqualität.<br />

Die deutschlandweit agierenden Zentren für<br />

ambulante Rehabilitation "ZAR" bieten die<br />

kardiologische Rehabilitation im ambulanten<br />

Setting. Die Maßnahme vor Ort birgt viele<br />

Vorteile und zielt auf langfristige Erfolge ab.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Unter dem Dach der Klinikgruppe Nanz<br />

medico GmbH & Co. KG bieten die Zentren<br />

für ambulante Rehabilitation "ZAR"<br />

interdisziplinäre und rehabilitative Therapien<br />

nach Herzinfarkten, Operationen oder auch bei<br />

bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen an.<br />

Sie werden ambulant durchgeführt, sind individuell<br />

auf die Patienten zugeschnitten und dienen<br />

der langfristigen Bewältigung der Erkrankung<br />

sowie der Re-Integration der Betroffenen in ihr<br />

soziales und berufliches Leben.<br />

Moderate Bewegung, Patientenschulungen und<br />

Krankheitsbewältigung<br />

Wichtige Säulen der ärztlich geleiteten Rehabilitation<br />

sind moderate Bewegung mit medizinischer<br />

Trainingstherapie, Ergometertraining,<br />

physikalische Behandlungen und Physiotherapie<br />

sowie spezielle Patientenschulungen und Informationen<br />

zum Krankheitsbild. Diese ganzheitlichen<br />

Maßnahmen führen Betroffene hin zu einer gesundheitsfördernden<br />

Lebensweise und unterstützen<br />

sie im Umgang mit der Krankheit. Die Krankheitsbewältigung<br />

ist ein Schwerpunkt der Behandlung.<br />

Das Beste aus zwei Welten<br />

Die Inhalte einer ambulanten Reha in einem ZAR<br />

sind vergleichbar mit einer stationären Reha. Die<br />

Durchführung der Maßnahmen vor Ort gewährleistet<br />

aber eine deutlich längere Begleitung der<br />

Patienten aus einer Hand und ermöglicht eine<br />

enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Fachärzten<br />

und Kliniken der Patienten. Gerade bei<br />

Herzerkrankungen ist eine langfristige und abgestimmte<br />

Behandlung ein entscheidender Erfolgsfaktor.<br />

Lebensstiländerungen brauchen Zeit und<br />

anhaltendes Training ist auf Dauer umso wirksamer.<br />

Auch fällt im Anschluss an eine ambulante<br />

Reha der Übergang in weitere Nachsorgeprogramme<br />

oder Herzsportgruppen vor Ort leichter,<br />

da keine erneute Änderung des sozialen Umfeldes<br />

nötig ist.<br />

Beispielhafte ZAR-Behandlungskette<br />

#1<br />

#2<br />

#3<br />

Mehrwöchige ambulante Reha als Anschlussheilbehandlung<br />

nach dem Klinikaufenthalt<br />

oder im Heilverfahren<br />

Nachsorgeprogramm IRENA (Intensivierte<br />

Reha-Nachsorge) im Anschluss an die Reha<br />

zwei- bis dreimal wöchentlich, auch (berufs-)<br />

begleitend<br />

Teilnahme an einer Herzsportgruppe oder<br />

ärztlich verordneter Rehasport<br />

Eine kardiologische<br />

Rehabilitation ist:<br />

• Im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt<br />

mit oder ohne Operation als sogenannte Anschlussheilbehandlung<br />

möglich. Die Einleitung<br />

erfolgt über das Krankenhaus.<br />

• Im Heilverfahren über den niedergelassenen<br />

Facharzt oder Hausarzt möglich, zur flankierenden<br />

Behandlung einer chronischen Herzerkrankung<br />

wie einer koronaren Herzerkrankung,<br />

Herzmuskelentzündung/Kardiomyopathie,<br />

Herzinsuffizienz, bei Herzrhythmusstörungen<br />

oder Lungenembolien/Thrombosen.<br />

Lesen Sie mehr auf der<br />

Webseite oder scannen<br />

Sie den QR-Code für die<br />

ZAR-Standortsuche<br />

www.zar.de


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