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Wir sind Zukunft - Die Welt der Elektroberufe

In dieser Sonderausgabe von eTrends sind alle Beiträge zusammengefasst, die 2022 in der Serie «Wir sind Zukunft» erschienen sind. eTrends hat darin die im Editorial genannten Berufe und Weiterbildungsmöglichkeiten vorgestellt und mit Porträts von Lernenden ergänzt. Dieses Dossier bietet interessierten Jugendlichen einen gesamthaften Überblick und weiterführende Links, die sie bei der Berufswahl unterstützen.

In dieser Sonderausgabe von eTrends sind alle Beiträge zusammengefasst, die 2022 in der Serie «Wir sind Zukunft» erschienen sind. eTrends hat darin die im Editorial genannten Berufe und Weiterbildungsmöglichkeiten vorgestellt und mit Porträts von Lernenden ergänzt. Dieses Dossier bietet interessierten Jugendlichen einen gesamthaften Überblick und weiterführende Links, die sie bei der Berufswahl unterstützen.

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<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong><br />

<strong>Zukunft</strong> !<br />

DEIN EINSTIEG<br />

INS BERUFSLEBEN.<br />

eine Son<strong>der</strong>publikation<br />

von<br />

eTrends


Früh übt sich, wer ein<br />

Meister werden will<br />

Siemens unterstützt die Nachwuchsför<strong>der</strong>ung für Berufe<br />

in <strong>der</strong> Gebäudetechnik- und Elektrobranche. Digitalisierung,<br />

intelligente Gebäude und nachhaltige Infrastrukturen<br />

<strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>.<br />

siemens.ch/smartinfrastructure


EDITORIAL<br />

«Es gibt nur eins,<br />

was auf Dauer teurer<br />

ist als Bildung, keine<br />

Bildung.»<br />

John F. Kennedy<br />

Liebe Leserin, lieber Leser<br />

<strong>Die</strong> Ausbildung junger Menschen ist in unserer Gesellschaft zentral. Das trifft<br />

selbstverständlich auch auf die Elektrobranche zu. Das Angebot ist sehr<br />

umfangreich. Es umfasst die vier Berufslehren Elektroinstallateur:in EFZ,<br />

Montage-Elektriker/in EFZ, Elektroplaner/in EFZ sowie die erst im Jahr 2021<br />

von EIT.swiss und ICT Berufsbildung lancierte Grundbildung Gebäudeinformatiker/in<br />

EFZ.<br />

Investitionen in die Bildung <strong>der</strong> jungen Leute <strong>sind</strong> Investitionen in unsere<br />

<strong>Zukunft</strong> und bieten eine Möglichkeit, <strong>der</strong>en Herausfor<strong>der</strong>ungen zu meistern.<br />

<strong>Wir</strong> benötigen die Fachkräfte einerseits, um smarte Lösungen in Gebäuden<br />

realisieren und um an<strong>der</strong>erseits mittel- bis langfristig unseren Beitrag zur<br />

Sicherheit <strong>der</strong> Energieversorgung leisten zu können. Lei<strong>der</strong> scheint oft in<br />

Vergessenheit zu geraten, welche Möglichkeiten das einzigartige duale<br />

Bildungssystem <strong>der</strong> Schweiz bietet. Der berufliche Weg endet nicht mit dem<br />

Abschluss <strong>der</strong> Lehre, oft stellt diese erst den Beginn einer grossen Karriere<br />

dar. Mit <strong>der</strong> Entscheidung für eine Lehre legt man die Basis, durch zusätzliche<br />

Ausbildungen kann man sukzessive auf eine höhere Bildungsstufe gelangen<br />

und vielfältige Karrierewege beschreiten.<br />

Bei EIT.swiss und seinen Sektionen wird neben <strong>der</strong> beruflichen Grundbildung<br />

auch das Thema Weiterbildung gross geschrieben. <strong>Die</strong> Möglichkeiten<br />

dahingehend <strong>sind</strong> vielfältig und reichen von einem umfangreichen Seminarangebot<br />

bis hin zur höheren Berufsbildung. Erfreulicherweise kann ich<br />

berichten, dass unsere jungen Elektroprofis in <strong>der</strong> Tat zu den besten ihrer<br />

Branche gehören. An den kürzlich in Salzburg zu Ende gegangenen<br />

Berufsweltmeisterschaften WorldSkills holten unsere beiden Kandidaten<br />

zweimal Bronze. Ein Ergebnis, das mich und die gesamte Branche stolz macht<br />

und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg <strong>sind</strong>. In diesem Sinne wünsche ich<br />

Ihnen viel Vergnügen mit <strong>der</strong> vorliegenden eTrends-Son<strong>der</strong>ausgabe «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong><br />

<strong>Zukunft</strong>.»<br />

MICHAEL TSCHIRKY Präsident EIT.swiss<br />

In dieser Son<strong>der</strong>ausgabe<br />

von eTrends <strong>sind</strong> alle<br />

Beiträge zusammengefasst,<br />

die 2022 in <strong>der</strong><br />

Serie «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>»<br />

erschienen <strong>sind</strong>. eTrends<br />

hat darin die im Editorial<br />

genannten Berufe und<br />

Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

vorgestellt und<br />

mit Porträts von Lernenden<br />

ergänzt. <strong>Die</strong>ses<br />

Dossier bietet interessierten<br />

Jugendlichen<br />

einen gesamthaften<br />

Überblick und weiterführende<br />

Links, die sie bei<br />

<strong>der</strong> Berufswahl unterstützen.<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

3


—<br />

ABB SmartTouch® 10”<br />

Elegante zentrale Steuerung<br />

für intelligente Gebäude.<br />

ABB SmartTouch® 10” ist ein hochwertiges Touchpanel, das die<br />

intelligente Hausautomation ABB-free@home® o<strong>der</strong> ABB i-bus® KNX<br />

und die ABB-Welcome-Türkommunikation in einem Gerät vereint.<br />

Über das hochwertige kapazitive Display lässt sich die Beleuchtung<br />

schalten und dimmen, die Jalousien steuern und die Temperatur<br />

im gesamten Gebäude regulieren. Erhältlich in den vier eleganten<br />

Farben Edelstahl, Graphit, Gold und Roségold, mit schwarzem<br />

o<strong>der</strong> weissem Glas. Erleben Sie eine völlig neue Dimension <strong>der</strong><br />

Haustechniksteuerung – mit maximalem Komfort, Sicherheit und<br />

Energieeffizienz. abb.ch/knx<br />

Let’s write the future. Together.


INHALT<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

Erscheinungsdatum: 3.1.2023<br />

10<br />

<br />

Montage-Elektriker:<br />

früh auf <strong>der</strong> Baustelle<br />

30<br />

<br />

Berufsprüfung: <strong>der</strong> erste<br />

Schritt <strong>der</strong> Weiterbildung<br />

46<br />

<br />

Gebäudeplanung:<br />

Module für die fächerübergreifende<br />

Zusammenarbeit<br />

an <strong>der</strong> HSLU<br />

06 AKTION «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>»<br />

Für die Nachwuchsför<strong>der</strong>ung in<br />

<strong>der</strong> Elektrobranche<br />

<strong>Wir</strong> stellen vor: den Beruf<br />

des o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

10 Montage-Elektriker/in EFZ<br />

14 Elektroinstallateur/in EFZ<br />

18 Elektroplaner/in EFZ<br />

22 Gebäudeinformatiker/inEFZ<br />

26 SwissSkills 2022<br />

EIT.swiss mit erfolgreichem<br />

Stand an <strong>der</strong> Berufsmesse<br />

<strong>Wir</strong> stellen vor: die Weiterbildung<br />

zu<br />

30 Berufsprüfung zum<br />

eidgenössischen Fachausweis<br />

36 Höhere Fachprüfungen mit<br />

eidgenössischem Diplom<br />

40 WorldSkills 2022<br />

Zwei Bronzemedaillen für<br />

Schweizer Elektroinstallateure!<br />

46 <strong>Zukunft</strong> studieren<br />

an <strong>der</strong> HSLU<br />

Das Luzerner Modell<br />

<strong>der</strong> interdisziplinären<br />

Zusammenarbeit<br />

51 Impressum


Entrée WIR SIND ZUKUNFT


AKTION<br />

«<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong><br />

<strong>Zukunft</strong>»<br />

eTrends liegen die Elektrobranche und <strong>der</strong> Nachwuchs,<br />

<strong>der</strong> ihre <strong>Zukunft</strong> ist, sehr am Herzen. Deshalb haben wir<br />

zusammen mit EIT.swiss und engagierten<br />

Branchenpartnern die Aktion «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>» zur<br />

Nachwuchsför<strong>der</strong>ung lanciert.<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

<strong>Die</strong> Jungen haben unsere<br />

ganze Aufmerksamkeit<br />

verdient. Sie <strong>sind</strong> das<br />

Potenzial unserer Branche,<br />

die Heldinnen und Helden<br />

von morgen, die <strong>Zukunft</strong><br />

o<strong>der</strong> besser gesagt <strong>der</strong><br />

Grundstein für unsere<br />

<strong>Zukunft</strong>. Investieren wir in<br />

sie, investieren wir in eine<br />

nachhaltige, ökonomische,<br />

ökologische und vernetzte<br />

elektrische Schweiz.<br />

J<br />

unge Leute auszubilden, ist<br />

für unsere Gesellschaft eine<br />

grundlegende Aufgabe. <strong>Die</strong>s<br />

gilt selbstverständlich auch<br />

für die Elektrobranche. Sie<br />

ist sehr vielfältig und bietet die vier<br />

Berufslehren Montage-Elektriker/in,<br />

Elektroinstallateur/in, Gebäudeinformatiker/in<br />

und Elektroplaner/in. Um<br />

angehenden Lernenden einen Überblick<br />

zu geben und sie zu inspirieren,<br />

in dieses lebendige, sich stets wandelnde<br />

und attraktive Berufsfeld ein-<br />

zusteigen, stellen wir diese Berufe und<br />

je einen Lernenden o<strong>der</strong> eine Lernende<br />

in den ersten vier eTrends-Ausgaben<br />

2022 vor.<br />

Fast unendliche Möglichkeiten<br />

Nach <strong>der</strong> Berufslehre haben die Lehrabgängerinnen<br />

und -abgänger je nach<br />

Interesse und Fähigkeiten zahlreiche<br />

Möglichkeiten für weiterführende<br />

Ausbildungen. Ihr Weg an die Hochschulen<br />

führt über die Berufsmatur<br />

und die Passerelle. Nach hand- →<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

7


werklich orientierten Weiterbildungen<br />

können sie die Berufsprüfung, die<br />

Höhere Fachprüfung o<strong>der</strong> die Praxisprüfung<br />

von EIT.swiss ablegen. Wie<br />

diese Möglichkeiten im Detail aussehen,<br />

erläutern wir ab Seite 30. Alle<br />

sechs Beiträge sollen auch den «alten<br />

Hasen» in <strong>der</strong> Branche in Erinnerung<br />

rufen, wie vielfältig die Grund- und<br />

Weiterbildung in <strong>der</strong> Schweizer Elektrobranche<br />

<strong>sind</strong>.<br />

Hohe Durchlässigkeit<br />

Das duale Bildungssystem <strong>der</strong> Schweiz<br />

ist international ein Vorbild und inzwischen<br />

durchlässig bis zu Uni und ETH.<br />

Eine Lehre bietet deshalb genauso<br />

gute Berufschancen wie ein Studium<br />

sowie das Plus, dass die Abgängerinnen<br />

und Abgänger vor <strong>der</strong> weiterführenden<br />

Ausbildung schon über viel<br />

Praxiserfahrung verfügen. Firmen, die<br />

Lehrstellen anbieten und das Potenzial<br />

ihrer Lernenden erkennen und<br />

för<strong>der</strong>n, leisten einen wichtigen Beitrag<br />

zur Aufwertung <strong>der</strong> Lehre, an<br />

eine gesunde Elektrobranche und gegen<br />

den Fachkräftemangel. Sie <strong>sind</strong><br />

somit sehr wichtig für die Gesellschaft<br />

und Teil <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong>.<br />

Online-Publikationen<br />

<strong>Die</strong> Porträts <strong>sind</strong> seit Erscheinen in<br />

<strong>der</strong> Printausgabe auf etrends.ch auf<br />

einer Mikrosite aufgeschaltet. <strong>Die</strong>se<br />

Son<strong>der</strong>ausgabe zu «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>»<br />

mit sämtlichen Porträts und den Informationen<br />

zu den Lehrberufen und<br />

Weiterbildungsmöglichkeiten ist ebenfalls<br />

auf etrends.ch zu finden und steht<br />

dort zum Download bereit.<br />

Partner<br />

Der Nachwuchs ist eine Investition in die <strong>Zukunft</strong>! <strong>Die</strong> nachfolgenden Firmen unterstützen die Nachwuchsför<strong>der</strong>ung im<br />

Rahmen <strong>der</strong> Aktion «<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>» von EIT.swiss in Zusammenarbeit mit eTrends:<br />

8 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Wer sagt,<br />

dass Lernen<br />

keinen Spass<br />

macht?<br />

Connected Learning. Mit unseren<br />

digitalen Lernmodulen bieten wir Dir<br />

die Möglichkeit, mo<strong>der</strong>ne Technologien<br />

unkompliziert und einfach kennenzulernen.<br />

Wann und wo immer DU willst.<br />

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einfach digitales Lernen sein kann.<br />

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Praxis LEHRBERUFE<br />

Montage-<br />

Elektriker/in EFZ<br />

Montage-Elektriker/innen <strong>sind</strong> unter den ersten auf <strong>der</strong><br />

Baustelle und erstellen die Grundlagen <strong>der</strong> Elektround<br />

Kommunikationsinfrastruktur für jedes mo<strong>der</strong>ne Gebäude.<br />

Zupacken und viel unterwegs sein, ist ihr Ding.<br />

D<br />

er Tag eines Montage-Elektrikers<br />

o<strong>der</strong> einer Montage-<br />

Elektrikerin fängt in <strong>der</strong><br />

Regel früh an. Handwerk,<br />

zupacken und zwischendurch<br />

etwas Staub abbekommen, <strong>sind</strong><br />

für Montage-Elektriker/innen eine attraktive<br />

Perspektive. Sie arbeiten während<br />

und nach <strong>der</strong> dreijährigen Grundbildung<br />

oft im Team und haben ein<br />

Flair für die Elektrotechnik und alles,<br />

was dazu gehört.<br />

Montage-Elektriker/innen haben<br />

bei ihrer Arbeit stets mit dem gesamten<br />

Spektrum <strong>der</strong> Elektrotechnik zu<br />

tun. Ihr Arbeitsgebiet <strong>sind</strong> Rohbauten,<br />

wo sie einlegen und spitzen, genauso<br />

wie fast fertige Gebäude, wo sie bei →<br />

Was lernen<br />

Montage-Elektriker/innen?<br />

• Den sicheren Umgang mit Werkzeug auf <strong>der</strong> Baustelle<br />

• Bohren, Spitzen und Verlegen von Leitungen<br />

• Draht- und Kabeleinzug in allen Dimensionen<br />

• Installation von Anschlüssen für Strom, Telefon und<br />

Internet<br />

• Montage und Anschluss von Sicherungs- und<br />

Schaltschränken in elektrischen Anlagen<br />

Welche Eigenschaften haben<br />

Montage-Elektriker/innen?<br />

• Sind interessiert an <strong>der</strong> Elektrotechnik<br />

• Verfügen in <strong>der</strong> Oberstufe über ein mittleres Niveau<br />

• Packen gerne im Team mit an<br />

• Kälte, Wärme und Wetter auf <strong>der</strong> Baustelle können ihnen<br />

nichts anhaben<br />

• Sind geschickt im Umgang mit vielen unterschiedlichen<br />

Werkzeugen<br />

• Lieben es, an unterschiedlichen Orten und Baustellen ihr<br />

Können unter Beweis zu stellen<br />

10 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


«Ein Beruf für<br />

Praktiker mit<br />

Interesse an <strong>der</strong><br />

Elektrotechnik»


<strong>der</strong> Installation und dem Anschluss<br />

<strong>der</strong> elektrotechnischen Anlagen mithelfen.<br />

Sie stehen also im Einsatz,<br />

wenn es darum geht, Leitungen zu verlegen<br />

o<strong>der</strong> Kabel und Drähte einzuziehen.<br />

Egal ob für Strom, Telefon o<strong>der</strong><br />

Internet. Zu den technisch anspruchsvolleren<br />

Aufgaben gehört das Anschliessen<br />

elektrischer Apparate an<br />

die zuvor verlegten Leitungen. Hier ist<br />

Fingerspitzengefühl gefor<strong>der</strong>t, denn es<br />

geht um die korrekte Verdrahtung von<br />

Abzweigdosen, den Anschluss von<br />

Schaltschränken und die Installation<br />

von Steckdosen. Aufgrund des vielfältigen<br />

Aufgabengebiets kann es schon<br />

mal vorkommen, dass an einem Tag<br />

zusammen mit den Kolleg/innen auf<br />

einer Baustelle ein eine halbe Tonne<br />

wiegendes Kabel eingezogen und am<br />

nächsten Tag mit dem IT-Verantwort-<br />

lichen zusammen Hun<strong>der</strong>te von Netzwerkkabeln<br />

verlegt und angeschlossen<br />

werden müssen.<br />

3<br />

Jahre<br />

3<br />

überbetriebliche<br />

Kurse<br />

1<br />

Tag Berufsschule<br />

pro Woche<br />

5<br />

Schulfächer<br />

Bohrhammer Ein typisches<br />

Werkzeug des Montage-Elektrikers<br />

bzw. <strong>der</strong> Montage-Elektrikerin für<br />

Bohr- und Meisselarbeiten.<br />

12 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Entdecken Sie die OBO-Vielfalt.<br />

Innovative Lösungen für Ihr Projekt.<br />

Industrieinstallation Gebäudeinstallation Schutzinstallation<br />

OBO schafft Verbindungen. Zuverlässig, sicher und auf höchstem<br />

Qualitätsniveau. Produktmerkmale wie Installationsgeschwindigkeit,<br />

Belastbarkeit, Funktionalität, Verfügbarkeit und Sicherheit stehen<br />

bei je<strong>der</strong> Innovation im Vor<strong>der</strong>grund.<br />

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Telefon: 041 629 77 00 · E-Mail: info@bettermann.ch


Praxis LEHRBERUFE


Elektroinstallateur/in<br />

EFZ<br />

Elektroinstallateur/innen brauchen ein breites Elektrowissen für<br />

die Baustelle, das sie sich in <strong>der</strong> Lehre und in <strong>der</strong> Berufsschule<br />

angeeignet haben. Ihr Beruf ist durchaus systemrelevant und bietet<br />

zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.<br />

D<br />

er Tag einer Elektroinstallateurin<br />

beginnt mit einer<br />

Besprechung <strong>der</strong> Aufgaben<br />

im Team. Dann wird<br />

das nötige Material ins<br />

Auto eingeladen, und schon geht’s zur<br />

Baustelle. Eine typische Aufgabe ist<br />

zum Beispiel, eine neue Beleuchtungsanlage<br />

zu installieren. <strong>Die</strong> Installateurin<br />

verlegt alle Kabel, montiert die<br />

passenden Schalter und Sensoren und<br />

schliesst sie gemäss den technischen<br />

Dokumentationen am vorab installierten<br />

und verdrahteten Elektroverteiler<br />

an. <strong>Die</strong> Herausfor<strong>der</strong>ung ist,<br />

trotz körperlicher Arbeit stets konzentriert<br />

zu bleiben. Zudem muss die<br />

Installation sicher sein, denn →<br />

Was lernen<br />

Elektroinstallateur/innen?<br />

• Serviceorientiertes Arbeiten und Kundenkontakt<br />

• Anhand technischer Pläne Anlagen, Geräte,<br />

Sicherungs- und Schaltkästen installieren<br />

• Anschlüsse für Strom, Telefon und<br />

Internet in Wohn- und Zweckbauten installieren<br />

• Diverse Messungen an elektrischen und<br />

IT-technischen Anlagen durchführen<br />

• Sicherheit gewährleisten bei elektrischen Anlagen,<br />

um Unfälle zu vermeiden<br />

• Selbstständig kleinere Systeme programmieren<br />

und automatisieren<br />

Welche Eigenschaften haben<br />

Elektroinstallateur/innen?<br />

• Sind interessiert an <strong>der</strong> Elektrotechnik<br />

• Verfügen in <strong>der</strong> Oberstufe über ein mittleres<br />

o<strong>der</strong> hohes Niveau<br />

• Packen gerne im Team auf <strong>der</strong> Baustelle mit an<br />

• Haben Spass am Kundenkontakt<br />

• Kälte, Hitze und Wetter auf <strong>der</strong> Baustelle können ihnen<br />

nichts anhaben<br />

• Sind gerne unterwegs<br />

• Sind geschickt im Umgang mit vielen unterschiedlichen<br />

Werkzeugen<br />

• Haben eine gute Farbwahrnehmung<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

15


«Es ist cool, bei neuen<br />

Projekten von Anfang an dabei<br />

zu sein und die ganze<br />

Entwicklung mitzuerleben.»<br />

Strom kann für Menschen, Tiere und<br />

Gebäude gefährlich sein.<br />

Nach <strong>der</strong> Mittagspause im Team<br />

startet sie mit <strong>der</strong> Erprobung und Inbetriebnahme<br />

<strong>der</strong> am Morgen installierten<br />

Anlagen. Sie nutzt dafür Messund<br />

Prüfgeräte und erstellt das ent -<br />

sprechende Protokoll. Es zeigt auf,<br />

dass die am Morgen installierten Anlagen<br />

alle sicher, effizient und nachhaltig<br />

funktionieren. Sollte dies nicht <strong>der</strong><br />

Fall sein, muss sie den Fehler finden<br />

und beheben.<br />

Regelmässiger Kundenkontakt gehört<br />

ebenfalls zu ihrem Beruf. Sie ist<br />

bei neuen Projekten von Anfang an<br />

mit dabei und begleitet sie bis zum<br />

Schluss. Natürlich gehören auch Servicearbeiten<br />

zum Arbeitsspektrum<br />

des o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Elektroinstallateur/in<br />

EFZ.<br />

4<br />

Jahre<br />

4<br />

überbetriebliche<br />

Kurse<br />

1–2<br />

Tage Berufsschule<br />

pro Woche<br />

6<br />

Schulfächer<br />

Installationsprüfgerät<br />

Damit werden die technischen<br />

Anlagen nach ihrer Installation<br />

und Verdrahtung geprüft.<br />

16 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Stecksockelsystem: uniway<br />

Mit Sicherheit<br />

mehr Flexibilität<br />

uniway ist das neue, kompakte Stecksockelsystem von<br />

Hager. Es bietet Planern und Schaltanlagenherstellern ein<br />

Maximum an Flexibilität bei <strong>der</strong> Planung und Ausführung.<br />

Mit dem 5-Leiter-System lässt sich eine breite Vielfalt von<br />

Modulgeräten schnell und einfach einspeisen.<br />

hager.ch/uniway


Praxis LEHRBERUFE<br />

Elektroplaner/in<br />

EFZ<br />

Elektroplaner/innen pflegen die Liebe zum Detail<br />

und erkennen logische Zusammenhänge mit<br />

Leichtigkeit. Auch dank ihrem guten räumlichen<br />

Vorstellungsvermögen können sie die Pläne und<br />

Konzepte für Elektroinstallationen erstellen.<br />

E<br />

lektroplaner/innen mit eidgenössischem<br />

Fähigkeitszeugnis<br />

(EFZ) arbeiten in<br />

<strong>der</strong> Planungsabteilung von<br />

Elektro installationsfirmen,<br />

Elektroingenieurbüros und Elektrizitätswerken.<br />

Sie planen und konzipieren<br />

elektrische Stark- und Schwachstromanlagen,<br />

Anlagen <strong>der</strong> Gebäudeautomation<br />

und <strong>der</strong> Kommunikationstechnik.<br />

Sie arbeiten sehr präzise, meistens im<br />

Team und hauptsächlich mit digitalen<br />

Tools. Zu ihren Aufgaben gehört auch,<br />

den Energiebedarf je<strong>der</strong> Installation zu<br />

berechnen, um sie möglichst kostenund<br />

energieeffizient zu gestalten.<br />

Auf <strong>der</strong> Baustelle tauschen sich die<br />

Elektroplaner/innen mit Architekten<br />

und Haustechnik-Ingenieuren aus, um<br />

sicherzustellen, dass sich ihre Planung<br />

optimal in das Gesamtkonzept des Gebäudes<br />

einfügt. Zudem <strong>sind</strong> sie in →<br />

Was lernen Elektroplaner/innen?<br />

• Pläne erstellen: bestimmen, wo Anschlüsse, Leitungen<br />

und Schalter hingehören<br />

• Strombedarf berechnen: den Strombedarf <strong>der</strong> Anlagen<br />

aus technischen und wirtschaftlichen Gründen und für<br />

weniger Umweltbelastung ermitteln<br />

• Abklärungen treffen: mit den Architekten Fragen klären und<br />

auf die Bedürfnisse <strong>der</strong> Kundschaft eingehen<br />

• Überwachung und Aufsicht: die Ausführung <strong>der</strong> Installationen<br />

prüfen und Abklärungen für weitere Planungen treffen<br />

Welche Eigenschaften haben<br />

Elektroplaner/innen?<br />

• Sie <strong>sind</strong> interessiert an Technik<br />

• Sie können logische Zusammenhänge erkennen<br />

• Sie haben ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen<br />

• Sie haben Spass an Kommunikation und Teamwork<br />

• Sie haben in <strong>der</strong> Oberstufe das höchste Niveau<br />

erreicht<br />

18 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


«Ich bestimme, wo<br />

Anschlüsse, Leitungen und<br />

Schalter hingehören.»


Kontakt mit dem ausführenden Installateur<br />

sowie <strong>der</strong> Kundschaft, um optimal<br />

auf <strong>der</strong>en Bedürfnisse eingehen zu<br />

können. <strong>Die</strong> geplanten Projekte während<br />

<strong>der</strong> Realisierung bis zur Fertigstellung<br />

zu begleiten, ist eine weitere<br />

wichtige und sehr spannende Aufgabe<br />

für die Elektroplaner/innen.<br />

<strong>Die</strong> Lehre dauert vier Jahre mit<br />

einem bis zwei Tagen Berufsschule pro<br />

Woche. Dort lernen die angehenden<br />

Elektroplaner/innen zum Beispiel<br />

Werkstoffe kennen, befassen sich mit<br />

den Grundlagen von Mathematik,<br />

Elektrotechnik und Elektronik, mit<br />

Planungsunterlagen sowie elektrischer<br />

System- und Kommunikationstechnik.<br />

Während o<strong>der</strong> nach Abschluss <strong>der</strong><br />

Lehre können sie die Berufsmatur machen.<br />

Danach steht ihnen eine ganze<br />

Palette an Weiterbildungen und Spezi-<br />

alisierungen bis hin zu einem Bachelor-<br />

Studium, wie zum Beispiel Bachelor of<br />

Science in Gebäudetechnik, Energie,<br />

zur Verfügung.<br />

4<br />

Jahre<br />

3<br />

überbetriebliche<br />

Kurse<br />

1–2<br />

Tag Berufsschule<br />

pro Woche<br />

6<br />

Schulfächer<br />

Computerprogramme<br />

Mit Hilfe von Computerprogrammen<br />

ermitteln Elektroplaner/innen<br />

den Energieverbrauch einer<br />

geplanten Anlage und sorgen<br />

dafür, dass sie möglichst energieeffizient<br />

funktioniert.<br />

20 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


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21


Praxis LEHRBERUFE<br />

«Eine Mission:<br />

drei spannende<br />

Fachrichtungen<br />

für digitale<br />

Nomaden»


Gebäudeinformatiker/in<br />

EFZ<br />

Gebäudeinformatiker/innen <strong>sind</strong> die digitalen Profis,<br />

die das Smart Building planen, installieren,<br />

konfigurieren und betreiben. Mo<strong>der</strong>nste IT- und<br />

Multimediaelektronik vernetzen sie zu gesamtheitlichen,<br />

intelligenten und energieeffizienten Systemen.<br />

A<br />

lle jungen Berufseinsteigerinnen<br />

und -einsteiger, die<br />

sich gerne, aber nicht ausschliesslich,<br />

mit Informatik<br />

beschäftigen, Freude an<br />

intelligenten Systemen haben und vor<br />

den neuesten Trends nicht zurückschrecken,<br />

<strong>sind</strong> in dieser neuen, innovativen<br />

Grundbildung von EIT.swiss<br />

am richtigen Ort. Je nach Interesse und<br />

Neigung können sie eine von drei Fachrichtungen<br />

wählen: Gebäudeautomation,<br />

Kommunikation und Multimedia<br />

o<strong>der</strong> Planung.<br />

In <strong>der</strong> Fachrichtung Gebäudeautomation<br />

(GA) geht es vor allem um den<br />

Aufbau von Netzwerken und Steuerungen<br />

für die Gebäudeautomation. In<br />

<strong>der</strong> Fachrichtung Kommunikation und<br />

Multimedia (KM), <strong>der</strong> Name sagt →<br />

Was lernen<br />

Gebäudeinformatiker/innen?<br />

• Koordinieren, planen und vernetzen von IT und<br />

Gebäudeautomationsanlagen (PL)<br />

• Konfigurieren von vernetzten Gebäudeautomationsanlagen<br />

im Smartbuilding und Smart Home (GA)<br />

• Planen, installieren und betreiben von Telefonie-,<br />

Server-, Netzwerk- und Multimedia-Anlagen<br />

Welche Eigenschaften haben<br />

Gebäudeinformatiker/innen?<br />

• Sie <strong>sind</strong> interessiert an neuen Technologien <strong>der</strong><br />

Kommunikationstechnik<br />

• Sie begeistern sich für Informatik und praktisches<br />

Arbeiten<br />

• Sie haben Spass am Kundenkontakt und Teamwork<br />

• Sie haben in <strong>der</strong> Oberstufe das höchste Niveau erreicht<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

23


es, werden Kommunikationsanlagen<br />

für IT und Telefonie und/o<strong>der</strong> Multimedia-Anlagen<br />

installiert, konfiguriert<br />

und auch betreut. Wer Interesse<br />

an den neuesten Geräten <strong>der</strong> Kommunikations-<br />

und Multimediatechnik hat<br />

und zudem den direkten Kontakt mit<br />

Kunden schätzt, findet hier ein spannendes<br />

Betätigungsfeld. All jene, die<br />

gerne vorausschauen und planen, am<br />

Computer Pläne zeichnen und mit<br />

Partnern Schnittstellen zwischen den<br />

unterschiedlichen Systemen konfigurieren,<br />

<strong>sind</strong> in <strong>der</strong> Fachrichtung Planen<br />

(PL) sehr gut aufgehoben.<br />

Grundlagenfächer wie Mathematik<br />

werden in <strong>der</strong> Berufsschule für alle<br />

Fachrichtungen gemeinsam unterrichtet.<br />

So können die Lernenden im vierten<br />

Lehrjahr im überbetrieblichen<br />

Kurs ein gemeinsames Projekt realisieren.<br />

Planung, Vernetzung, Programmierung,<br />

Sicherheit und Unterhalt <strong>sind</strong><br />

die Stichwörter für Gebäudeinformatiker/innen.<br />

Unabhängig von <strong>der</strong> Fachrichtung<br />

erlernen sie einen Beruf mit<br />

grossem Potenzial.<br />

4<br />

Jahre<br />

7<br />

überbetriebliche<br />

Kurse<br />

1–2<br />

Tag Berufsschule<br />

pro Woche<br />

Modulare<br />

Schulfächer<br />

Tablet o<strong>der</strong> Laptop<br />

Sie <strong>sind</strong> die ständigen Begleiter<br />

<strong>der</strong> Gebäudeinformatiker/innen<br />

und helfen ihnen im Arbeitsund<br />

Schul alltag, die vielen<br />

unterschiedlichen Aufgaben zu<br />

erledigen.<br />

24 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

25


Weiterbildung ERSTER SCHRITT


Berufsprüfung<br />

zum<br />

eidgenössischen<br />

Fachausweis<br />

Nach erfolgreich abgeschlossener Grundbildung mit<br />

EFZ und den gemäss <strong>der</strong> jeweiligen Prüfungsordnung<br />

gefor<strong>der</strong>ten Jahren an Berufserfahrung haben<br />

die jungen Berufsleute die Chance, sich branchenspezifisch<br />

in drei unterschiedlichen Fachrichtungen<br />

weiterzubilden. <strong>Die</strong>ser erste Schritt <strong>der</strong> formalen<br />

Weiterbildung ist oft auch ein erster Schritt zu mehr<br />

Verantwortung im Unternehmen.<br />

→<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

31


E<br />

rfolgreiche Absolventinnen<br />

und Absolventen <strong>der</strong> Grundbildungen<br />

zum/zur Montage-<br />

Elektriker/in EFZ, Elektroinstallateur/in<br />

EFZ, Telematiker/in<br />

EFZ, Gebäudeinformatiker/in<br />

EFZ und Elektro planer/in EFZ haben<br />

die Möglichkeit, sich im angestammten<br />

handwerklichen Bereich weiterzuentwickeln<br />

und die Berufsprüfungen zum<br />

eidgenössischen Fachausweis abzulegen.<br />

Zur Auswahl stehen ihnen die<br />

drei Berufsprüfungen Elektroprojektleiter/in<br />

Installation und Sicherheit,<br />

Elektroprojektleiter/in Planung sowie<br />

Projektleiter/in Gebäudeautomation.<br />

In den Boxen <strong>sind</strong> sie genauer beschrieben.<br />

Zahlreiche junge Berufsleute nutzen<br />

diese erste formale Weiterbildung<br />

dazu, um sich fachlich und persönlich<br />

weiterzuentwickeln. EIT.swiss for<strong>der</strong>t<br />

für die Zulassung zur Berufsprüfung<br />

von Elektroinstallateuren, Telematikern,<br />

Gebäudeinformatikern und Elektroplanern<br />

zwei Jahre Berufserfahrung,<br />

von Montage-Elektrikern vier<br />

Jahre. Wann <strong>der</strong> optimale Zeitpunkt<br />

für die Weiterbildung ist, kann jede und<br />

je<strong>der</strong> für sich selbst bestimmen. →<br />

Vorbereitung in einer Weiterbildungsinstitution<br />

Um sich optimal auf die offizielle Berufsprüfung vorzubereiten, die EIT.swiss zentral in Zürich-Altstetten abnimmt, lohnt sich ein Lehrgang<br />

an einer offiziellen Weiterbildungsstätte*. <strong>Die</strong> Kurse werden block- o<strong>der</strong> wochenweise angeboten. <strong>Die</strong> Vorbereitungszeit dauert<br />

je nach Institut 1,5 bis 2 Jahre. Nach dem Vorbereitungskurs können sich Personen, die sich dafür fit fühlen, bei EIT.swiss zur offiziellen<br />

Berufsprüfung anmelden. <strong>Die</strong> Prüfungsdaten werden auf <strong>der</strong> Webseite von EIT.swiss und im EIT.swiss Magazin ausgeschrieben.<br />

* s. Schulliste S. 38<br />

Elektroprojektleiter/innen Installation und Sicherheit (BPEL)<br />

Sie begleiten Elektroprojekte von <strong>der</strong> Planung über die Installation bis zur Übergabe an die Kunden. Sie <strong>sind</strong> gemäss NIV kontrollberechtigt<br />

und führen elektrotechnische Messungen im Bereich <strong>der</strong> Nie<strong>der</strong>spannungs-Installationsverordnung (NIV) durch. Ihre Kerngebiete<br />

<strong>sind</strong> die Installation, die elektrotechnische Sicherheit, die Kontrolltätigkeit und auch die Planung. Das Arbeitsgebiet umfasst<br />

die Gebäude- und Kommunikationstechnik. Zu ihren Kunden gehören sämtliche Betreiber und Nutzer elektrotechnischer Anlagen.<br />

Sie arbeiten bei <strong>der</strong> Kundschaft vor Ort und im Büro.<br />

Elektroprojektleiter/innen Planung (BPPL)<br />

Anstelle <strong>der</strong> Schwerpunkte «Installation und Sicherheitskontrolle» liegt <strong>der</strong> Schwerpunkt dieser Fachrichtung in <strong>der</strong> Planung.<br />

Das typische Arbeitsgebiet ist eine Planungsabteilung in einem Installationsbetrieb o<strong>der</strong> die Mitarbeit in einem Elektroplanungsbüro.<br />

Elektroprojektleiter/innen Planung leiten Elektroprojekte von <strong>der</strong> Planung über die Installation bis zur Übergabe<br />

an die Kunden. Ihre Kerngebiete <strong>sind</strong> die Planung aller Installationen im Stark- und Schwachstrombereich sämtlicher elektrotechnischer<br />

Anlagen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Koordination <strong>der</strong> Baustelle, sowohl fachlich als auch terminlich.<br />

Zu ihren Kunden gehören sämtliche Betreiber und Nutzer elektrotechnischer Anlagen sowie Bauherren und Generalunternehmen.<br />

Sie arbeiten bei <strong>der</strong> Kundschaft vor Ort und im Büro und stehen dabei in engem Kontakt mit den involvierten Personen<br />

und Interessensgruppen.<br />

Projektleiter/innen Gebäude automation (BPGA)<br />

Sie begleiten Gebäudeautomationsprojekte von <strong>der</strong> Planung über die Installation bis zur Übergabe an die Kunden. Der Schwerpunkt<br />

liegt auf dem Projektmanagement und <strong>der</strong> technischen Bearbeitung. <strong>Die</strong>se ist wichtig, denn die Projektleiter/innen Gebäudeautomation<br />

orchestrieren die optimale Vernetzung aller gebäudetechnischen Anlagen. Ihre Aufgabe ist die Definition, Planung, Koordination<br />

sowie die Vernetzung <strong>der</strong> unterschiedlichen Systeme zu einem gesamtheitlichen System, dies unter Einbezug aller Arbeitsgattungen<br />

wie HLKS und E-Anlagen. Zu ihren Kunden gehören sämtliche Betreiber und Nutzer elektrotechnischer Anlagen sowie Bauherren<br />

und Generalunternehmen. Sie arbeiten bei <strong>der</strong> Kundschaft vor Ort und im Büro und pflegen dabei enge Kontakte mit den involvierten<br />

Partnern auch an<strong>der</strong>er Gewerke, Lieferanten und Hersteller.<br />

32 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Praxisprüfung<br />

Höhere Fachprüfung<br />

Fachkundig gemäss NIV<br />

Elektroinstallations- und<br />

Sicherheitsexperte/expertin<br />

fachkundig<br />

Installations- und Sicherheitsexpertise<br />

Unternehmensführung<br />

Elektroplanungsexperte/expertin<br />

Planungsexpertise<br />

Telematik-Projektleiter/in<br />

Dipl. Telematiker/in<br />

<strong>Die</strong>se Prüfungen werden<br />

gemäss den bisherigen<br />

Reglementen weitergeführt,<br />

bis <strong>der</strong>en Überarbeitung<br />

abgeschlossen ist.<br />

Planung und technische Bearbeitung II<br />

Projektführung II<br />

Berufsprüfung<br />

Elektroprojektleiter/in<br />

Installation und Sicherheit<br />

kontrollberechtigt<br />

Elektroprojektleiter/in Planung<br />

Projektleiter/in<br />

Gebäudeautomation<br />

Lea<strong>der</strong>ship, Kommunikation und Personalmanagement<br />

Installations- und Sicherheitskontrolle<br />

Planung<br />

Automation<br />

Planung und<br />

technische Bearbeitung I<br />

Projektmanagement und<br />

technische Bearbeitung<br />

Sicherheit und<br />

Regeln <strong>der</strong> Technik<br />

Projektführung<br />

Technische Grundlagen<br />

Technische Grundlagen<br />

Grundbildung inkl. Praxiserfahrung<br />

Zulassung gemäss<br />

PO2018 (Art. 3.31)<br />

Elektroinstallateur/in<br />

Elektroplaner/in<br />

2 Jahre Praxiserfahrung unter<br />

fachkundiger Leitung<br />

Telematiker/in<br />

3 Jahre Praxiserfahrung unter<br />

fachkundiger Leitung<br />

Elektroinstallateur/in<br />

Elektroplaner/in<br />

2 Jahre Praxiserfahrung in<br />

Installation o<strong>der</strong> Planung<br />

Telematiker/in<br />

3 Jahre Praxiserfahrung in<br />

Installation o<strong>der</strong> Planung<br />

Elektroinstallateur/in<br />

Elektroplaner/in<br />

Telematiker/in<br />

Automatiker/in<br />

Gebäudetechnikplaner/in<br />

2 Jahre Praxiserfahrung im<br />

Gebiet Gebäudeautomation<br />

Montage-Elektriker/in<br />

4 Jahre Praxiserfahrung unter<br />

fachkundiger Leitung<br />

Montage-Elektriker/in<br />

4 Jahre Praxiserfahrung in<br />

Installation o<strong>der</strong> Planung<br />

Montage-Elektriker/in<br />

Heizungsinstallateur/in<br />

Lüftungsanlagenbauer/in<br />

Sanitärinstallateur/in<br />

4 Jahre Praxiserfahrung im<br />

Gebiet Gebäudeautomation<br />

Das Bildungsuniversum von EIT.swiss<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

33


Einige starten möglichst bald damit,<br />

an<strong>der</strong>e schätzen es, nach <strong>der</strong> Grundbildung<br />

vertiefte Praxiserfahrung zu sammeln.<br />

Mehr Verantwortung übernehmen<br />

<strong>Die</strong> jungen Berufsleute <strong>sind</strong> motiviert,<br />

die Berufsprüfung zum eidgenössischen<br />

Fachausweis zu absolvieren, weil<br />

sie im Unternehmen mehr Verantwortung<br />

übernehmen o<strong>der</strong> sich am Arbeitsmarkt<br />

besser positionieren wollen.<br />

Um diese Ziele zu erreichen, müssen<br />

sie die technischen Grundlagen vertiefen<br />

und benötigen Kompetenzen in den<br />

Bereichen Projektführung, Planung,<br />

Installations- und Sicherheitskontrolle,<br />

Lea<strong>der</strong>ship, Kommunikation und Personalmanagement.<br />

Welche Eigenschaften<br />

haben Elektro -<br />

projektleiter/innen?<br />

• Sie <strong>sind</strong> interessiert an Technik<br />

• Sie können logische Zusammenhänge<br />

erkennen<br />

• Sie möchten sich laufend<br />

weiterentwickeln<br />

• Sie möchten Führungsaufgaben<br />

übernehmen<br />

• Sie haben Spass an Kommunikation<br />

und Teamwork<br />

• Sie haben einen erfolgreichen<br />

EFZ-Abschluss in <strong>der</strong> Elektrobranche<br />

«Ich möchte<br />

mich persönlich<br />

und fachlich<br />

weiterentwickeln.»<br />

34 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


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EFFEKTVOLLE AURA AUS LICHT<br />

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Weiterbildung ZWEITER SCHRITT<br />

Höhere Fachprüfungen<br />

mit<br />

eidgenössischem<br />

Diplom<br />

Der Königsweg: Nach bestandener Berufsprüfung zum<br />

eidgenössischen Fachausweis ist <strong>der</strong> letzte<br />

Schritt im Bildungsuniversum von EIT.swiss die höhere<br />

Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom.<br />

W<br />

ir erinnern uns: «Der Tag<br />

eines Montage-Elektrikers<br />

o<strong>der</strong> einer Montage-Elektrikerin<br />

fängt<br />

in <strong>der</strong> Regel früh an.»<br />

<strong>Die</strong>s war <strong>der</strong> erste Satz <strong>der</strong> Porträts zu<br />

den vier <strong>Elektroberufe</strong>n und Praxisprüfungen<br />

in <strong>der</strong> eTrends-Serie «<strong>Wir</strong><br />

<strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>». Auch die Tage <strong>der</strong> Berufsleute<br />

mit Eidgenössischem Abschluss<br />

dürften in den meisten Fällen<br />

sehr früh beginnen. Denn die Elektroinstallations-<br />

und Sicherheitsexpertinnen<br />

und -experten leiten ein Elektroinstallations-,<br />

Elektrosicherheits- o<strong>der</strong><br />

Elektrokontrollunternehmen o<strong>der</strong> haben<br />

in einem solchen eine Führungsposition<br />

inne. Sie tragen die technische<br />

und betriebswirtschaftliche Verantwortung<br />

für ihr Unternehmen, realisieren<br />

Projekte und strategische Aktionen<br />

und legen die Strategien zur Unternehmens-<br />

und Personalentwicklung fest.<br />

Ihre Kerngebiete <strong>sind</strong> die Technik, →<br />

36 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


«Ein Unternehmen<br />

auch administrativ<br />

zu führen und mich<br />

gleichzeitig in <strong>der</strong><br />

Praxis mit dem breiten<br />

Spektrum <strong>der</strong> Elektroinstallationstechnik<br />

auseinan<strong>der</strong>zusetzen,<br />

begeistert mich.»<br />

Daniel Mosimann<br />

Geschäftsführer und Inhaber <strong>der</strong> Firma<br />

DMO-connect GmbH, Vorstand KNX Swiss,<br />

WM-Diplom Beruf Electrical Installation, hat im<br />

November 2022 die Höhere Fachprüfung (HFPEL)<br />

mit Erfolg abgeschlossen.<br />

Welche Eigenschaften haben die diplomierten Expert/innen?<br />

• Sie möchten Führungsaufgaben und Verantwortung übernehmen.<br />

• Sie haben Spass an Kommunikation und Teamwork.<br />

• Sie haben einen erfolgreichen Projektleiter-Abschluss in <strong>der</strong> Elektrobranche o<strong>der</strong> eine Gleichwertigkeitsbescheinigung<br />

gemäss Prüfungsordnung (PO).<br />

• Ihre Kerngebiete <strong>sind</strong> die Technik, die Betriebswirtschaft und die Kundenbeziehungen.<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

37


die Betriebswirtschaft und die Kundenbeziehungen.<br />

Elektroinstallations- und Sicherheitsexpertinnen<br />

und -experten erarbeiten<br />

Konzepte und Projekte unter<br />

ökonomischen und ökologischen Aspekten,<br />

verhandeln mit <strong>der</strong> Kundschaft<br />

sowie Behörden und beraten sie.<br />

Sie analysieren und bewerten technische<br />

sowie gesellschaftliche Entwicklungen.<br />

Daraus können innovative<br />

Lösungen entstehen. Ein wesentlicher<br />

Aufgabenbereich ist <strong>der</strong> Einsatz, die<br />

Führung und Ausbildung von Mitarbeitenden.<br />

Elektroinstallations- und<br />

Sicherheitsexpertinnen und -experten<br />

analysieren und lösen anspruchsvolle<br />

Aufgaben in einem interdisziplinären<br />

Fachgebiet. Sie verstehen komplexe<br />

Zusammenhänge in ihrer Branche und<br />

verknüpfen ihre eigenen Fachgebiete<br />

mit denjenigen <strong>der</strong> verwandten Branchen<br />

Heizung, Lüftung, Klima und<br />

Sanitär. Ihre Hilfsmittel, Instrumente<br />

und Methoden entwickeln sie bedarfsorientiert<br />

weiter.<br />

Wer die Fachkundigkeit erhält,<br />

kann beim eidgenössischen Starkstrominspektorat<br />

ESTI eine allgemeine Installationsbewilligung<br />

beantragen.<br />

<strong>Die</strong>se berechtigt dazu, in <strong>der</strong> ganzen<br />

Schweiz Elektroinstallationen auszuführen.<br />

Ein Unternehmen führen, auch ein<br />

eigenes<br />

Wer die höheren Fachprüfungen mit<br />

eidgenössischem Diplom absolviert,<br />

hat oft ein klares Ziel. Er o<strong>der</strong> sie<br />

möchte eine leitende Position einnehmen,<br />

das heisst, entwe<strong>der</strong> eine Abteilung<br />

o<strong>der</strong> gar ein ganzes Unternehmen,<br />

auch ein eigenes, führen. O<strong>der</strong><br />

die Person braucht die Fachkundigkeit<br />

im Sinne <strong>der</strong> NIV.<br />

Vorbereitung in einer Weiterbildungsinstitution<br />

Um sich optimal auf die höhere Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom vorzubereiten, die EIT.swiss zentral in Zürich-<br />

Altstetten abnimmt, lohnt sich ein Lehrgang an einer offiziellen Weiterbildungsstätte. <strong>Die</strong> Kurse werden block- o<strong>der</strong> wochenweise<br />

angeboten. <strong>Die</strong> Vorbereitungszeit dauert je nach Institut 1,5 bis 2 Jahre. Nach dem Vorbereitungskurs können sich Personen,<br />

die sich dafür fit fühlen, bei EIT.swiss zur eidgenössischen Prüfung anmelden. <strong>Die</strong> Prüfungsdaten werden auf <strong>der</strong> Webseite von<br />

EIT.swiss und im EIT.swiss Magazin ausgeschrieben.<br />

Gemäss Prüfungsordnung ist es möglich, gewisse Module o<strong>der</strong> Prüfungsteile anzuerkennen. Details dazu <strong>sind</strong> im Dokument<br />

«Anerkennung» und im Dokument «Prüfungsinformationen PO» zu finden.<br />

Schule HFPEL HFPPL<br />

Ceff, St-Imier ×<br />

CPNE, Colombier ×<br />

EAZ, Horw ×<br />

EBZ, Effretikon × ×<br />

EIT.valais, Sion ×<br />

E-Profi Education AG, Eschenbach × ×<br />

FPSE, Gordola ×<br />

Gibb Berufsfachschule, Bern × ×<br />

Hftm, Grenchen × ×<br />

Ibw, Chur × ×<br />

Ifage, Genève ×<br />

Ipso Bildung AG, Aarau × ×<br />

Diplomierte Elektroinstallationsund<br />

Sicherheitsexpert/innen<br />

(HFPEL)<br />

Sie arbeiten in <strong>der</strong> Regel in ihrem eigenen Unternehmen<br />

o<strong>der</strong> in Elektroinstallationsunternehmen, Elektrokontrollunternehmen,<br />

Planungsbüros, Elektrizitätsversorgungsunternehmen<br />

o<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Industrie.<br />

Sie <strong>sind</strong> im Installationsbereichim Sinne NIV fachkundig.<br />

Diplomierte Elektroplanungsexpert/innen<br />

(HFPPL)<br />

Sie arbeiten in <strong>der</strong> Regel in Planungsbüros, in <strong>der</strong><br />

Planungsabteilung eines Elektroinstallationsbetriebes<br />

o<strong>der</strong> als selbstständige Planungsunternehmer/innen.<br />

Romandie Formation, Paudex × ×<br />

STFW, Winterthur ×<br />

WBZ, Biel ×<br />

ZBW, St.Gallen ×<br />

Schulliste <strong>Die</strong> aufgeführten Schulen bieten die entsprechenden<br />

Vorbereitungskurse auf die Höhere Fachprüfung an.<br />

(Angaben gemäss Webseite EIT.swiss, November 2022, keine Gewähr<br />

auf Vollständigkeit)<br />

38 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


GEBÄUDEINFORMATIK<br />

DEINE ZUKUNFT<br />

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Berufsmesse ENGAGEMENT EIT.SWISS<br />

SwissSkills<br />

2022<br />

<strong>Die</strong> SwissSkills 2022 fanden vom 7. bis 11. September<br />

auf dem BernExpo-Messegelände statt. Sie waren<br />

mit 150 präsentierten Berufen und 120 000 Besuchenden<br />

ein grosser Erfolg. EIT.swiss war mit einem<br />

Stand vertreten, um die <strong>Elektroberufe</strong> vorzustellen.<br />

E<br />

IT.swiss zeigte die Berufe<br />

Montage-Elektriker/in EFZ,<br />

Elektroinstallateur/in EFZ,<br />

Elektroplaner/in EFZ und<br />

Gebäudeinformatiker/in<br />

EFZ in den Fachrichtungen Planung,<br />

Gebäudeautomation sowie Kommunikation<br />

und Multimedia. EIT.bern<br />

hatte EIT.swiss sehr dabei unterstützt,<br />

bei den Firmen genug Lernende und<br />

Berufsbildner als Standpersonal zu<br />

rekrutieren. An den fünf Tagen mit<br />

5000 Standbesuchern waren insgesamt<br />

29 Lernende und 14 Berufsbildner<br />

im Einsatz, auch aus <strong>der</strong> Romandie<br />

und dem Tessin, so dass alle<br />

Sprachen abgedeckt waren. Am Stand<br />

trainierten zusätzlich zwei Kandidaten<br />

für die WorldSkills, was den Auftritt<br />

praxisnah, spannend und erlebbar<br />

machte.<br />

Der Stand zog mit seinem Design<br />

und den grossen LED-Wänden viel<br />

Aufmerksamkeit auf sich und begeisterte<br />

Besucher und Branchenkenner<br />

gleichermassen. Von Mittwoch bis<br />

Freitag wurde er regelrecht überrannt.<br />

An diesen Tagen besuchten insbeson<strong>der</strong>e<br />

Schulklassen die SwissSkills.<br />

Aber auch am Wochenende war →<br />

26 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


die Messe erstaunlich gut besucht, weil<br />

viele Eltern sie mit ihren Kin<strong>der</strong>n zur<br />

Berufsorientierung nutzten. Sie hatten<br />

sich offensichtlich vorbereitet und kamen<br />

mit gezielten Fragen, so dass ihnen<br />

zusätzliche Infomails zu den einzelnen<br />

Berufen gesendet werden<br />

konnten. Solche Gespräche <strong>sind</strong> für<br />

EIT.swiss zentral, da die Eltern massgeblichen<br />

Einfluss auf die Berufswahl<br />

ihrer Kin<strong>der</strong> haben.<br />

Montage-Elektriker/in EFZ<br />

An diesem Desk konnten die Besucherinnen<br />

und Besucher ein Verlängerungskabel<br />

mit e-chance-Stecker<br />

zusammenbauen. Das war ein echter<br />

Publikumsmagnet, es entstanden 700<br />

Kabel. <strong>Die</strong> Berufsbildner lieferten<br />

sich mit Besuchern sogar kleine Wettbewerbe,<br />

wer den Stecker schneller<br />

erstellt!<br />

<strong>Die</strong> filmische Darstellung auf dem<br />

Screen und die ausführlichen Informationen<br />

auf dem Pad (mit Kopfhörer)<br />

hoben die Eigenheiten und die<br />

Schwerpunkte des Berufs hervor. <strong>Die</strong><br />

Lernenden sorgten für authentische<br />

Beratungen. Bei Bedarf konnten sie<br />

die Berufsbildner zu Rate ziehen. <strong>Die</strong><br />

Installationen für das Training zu den<br />

WorldSkills boten gutes Anschauungsmaterial,<br />

auch für die Abgrenzung<br />

zur vierjährigen Lehre Elektroinstallateur/in<br />

EFZ.<br />

Elektroinstallateur/in EFZ<br />

Auch an diesem Desk wurde <strong>der</strong> Beruf<br />

in einem Video und auf dem Pad vorgestellt.<br />

Zusätzlich war ein Escape<br />

Room aufgebaut, in dem die jungen<br />

Besucher knifflige Fragen zur Elektrotechnik<br />

und Energie beantworten<br />

mussten und <strong>der</strong> rege genutzt wurde.<br />

Das Training für die WorldSkills vermittelte<br />

die Abgrenzung zur dreijährigen<br />

Lehre Montage-Elektriker/in<br />

EFZ.<br />

Elektroplaner/in EFZ<br />

<strong>Die</strong> Demonstration des Berufs mit einem<br />

vollwertigen Arbeitsplatz und<br />

einem echten Projekt in 3D-Planung<br />

bewährte sich sehr. In Begleitung von<br />

Lernenden konnten Schülerinnen und<br />

Schüler elektrotechnische Elemente<br />

einfügen o<strong>der</strong> verän<strong>der</strong>n. Das Angebot<br />

wurde von vielen genutzt, die Darstellung<br />

auf einem grossen Bildschirm<br />

machte Eindruck. <strong>Die</strong> Abgrenzung<br />

zum Beruf Gebäudeinformatiker/in<br />

EFZ, Fachrichtung Planung, war sehr<br />

gut nachvollziehbar.<br />

Gebäudeinformatiker/in EFZ, alle<br />

Fachrichtungen<br />

Neben <strong>der</strong> Darstellung auf dem Screen<br />

und dem Pad fand die Demonstration<br />

des Berufs mit einer zu programmierenden<br />

Applikation und einem integrierten<br />

Test, <strong>der</strong> von zwei Lernenden<br />

und zwei Berufsbildnern begleitet<br />

wurde, riesigen Anklang. <strong>Die</strong> praktische<br />

Darstellung mit dem Training für<br />

die WorldSkills half auch hier, den Beruf<br />

klar abzugrenzen.<br />

<strong>Die</strong>ser Beruf wurde sehr stark und<br />

ausgesprochen gezielt nachgefragt.<br />

Gerade am Samstag und Sonntag kamen<br />

Kin<strong>der</strong> mit ihren Eltern, um sich<br />

zu informieren. Der begrenzende Faktor<br />

für den Beruf <strong>sind</strong> lei<strong>der</strong> die <strong>der</strong>zeit<br />

nicht vorhandenen Lehrstellen. Hier<br />

mit Unterstützung <strong>der</strong> Sektionen Lösungen<br />

zu finden, ist zwingend.<br />

Fazit<br />

Es war ein ausgesprochen gelungener<br />

und werbewirksamer Auftritt von<br />

EIT.Swiss, <strong>der</strong> noch Ausbaupotenzial<br />

hat.<br />

28 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


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Reportage WORLDSKILLS 2022


Ein<br />

Traum<br />

wurde<br />

wahr<br />

<strong>Die</strong> Schweizer Elektroprofis Patrik<br />

Siegenthaler und Yannick Flepp<br />

erkämpften sich an den<br />

Berufsmeisterschaften in Salzburg<br />

zwei Bronzemedaillen.<br />

v.l.n.r. Christoph Meier<br />

(Experte), Yannick Flepp, Patrik<br />

Siegenthaler, Adrian Sommer<br />

(Experte)<br />

→<br />

41


Yannick Flepp (Kandidat<br />

Anlagenelektrik)<br />

A<br />

n den WorldSkills Competition<br />

Special Edition vom<br />

24. bis 26. November 2022<br />

kämpften junge Berufsleute<br />

aus <strong>der</strong> ganzen <strong>Welt</strong> in<br />

Salzburg um die begehrten Medaillen<br />

in ihren Berufen. Trotz starker Konkurrenz<br />

gelang es Patrik Siegenthaler<br />

(Elektroinstallateur EFZ), sich in <strong>der</strong><br />

Kategorie «Electrical Installations»<br />

(Beruf 18) gegen 22 Mitstreitende<br />

durchzusetzen und sich die Bronzemedaille<br />

zu holen. Auch Yannick<br />

Flepp (Elektroinstallateur EFZ) zeigte<br />

starke Nerven. Er erkämpfte sich in <strong>der</strong><br />

Kategorie «Industrial Control» (Beruf<br />

19) ebenfalls den 3. Platz.<br />

Unsere beiden jungen Elektroprofis<br />

konnten sich also erfolgreich durchsetzen<br />

und haben es aufs Podest ge-<br />

<strong>Die</strong> WorldSkills<br />

<strong>Die</strong> WorldSkills <strong>sind</strong> Berufsweltmeisterschaften für Auszubildende in <strong>der</strong> beruflichen, nicht-akademischen Ausbildung. <strong>Die</strong> Organisation<br />

dahinter ist WorldSkills International (WSI). Gemeinsam mit ihren Mitglie<strong>der</strong>n und Partnern verfolgt WorldSkills das Ziel, die<br />

Berufsausbildung mittels <strong>der</strong> Wettbewerbe attraktiv zu machen und mit Bildung den wirtschaftlichen Wohlstand zu för<strong>der</strong>n.<br />

42 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Patrik Siegenthaler (Kandidat<br />

Elektroinstallation)<br />

schafft. Dazu Yannick Flepp: «Ich war<br />

einer <strong>der</strong> Letzten bei <strong>der</strong> Rangverkündung,<br />

und dann hat es für mich auch<br />

noch gereicht. Für mich war das <strong>der</strong><br />

schönste Moment an den WorldSkills.<br />

Es ist toll, dass wir beide mit Medaillen<br />

nach Hause konnten. Ein Traum<br />

wurde wahr. Jetzt benötige ich ein wenig<br />

Zeit, um alles realisieren zu können,<br />

da die letzten Tage wie im Flug<br />

vergangen <strong>sind</strong>.» Um an den <strong>Welt</strong>meisterschaften<br />

reüssieren zu können,<br />

braucht es neben Talent und Spass an<br />

<strong>der</strong> Tätigkeit auch eine intensive Vorbereitung.<br />

<strong>Die</strong>s bestätigt auch Patrik<br />

Siegenthaler: «Das wichtigste ist sicherlich,<br />

dass man ein grosses Interesse<br />

am Beruf hat und er einem Freude<br />

bereitet. Dann muss man dranbleiben<br />

und viel Zeit investieren, damit man<br />

irgendwann bereit ist für die <strong>Welt</strong>meisterschaft.»<br />

«<strong>Die</strong> guten Ergebnisse unseres<br />

Berufsnachwuchses erfüllen mich mit<br />

grosser Freude und machen mich auch<br />

äusserst stolz», sagt Michael Tschirky,<br />

Präsident von EIT.swiss. «Sie <strong>sind</strong> <strong>der</strong><br />

beste Beweis für die hohe Qualität <strong>der</strong><br />

schweizerischen Berufsbildung.»<br />

Doch diese alleine garantiert noch keinen<br />

Erfolg an internationalen Meisterschaften.<br />

Eine gute Vorbereitung<br />

durch regelmässiges Training ist genauso<br />

wichtig. Dazu Michael Tschirky:<br />

«Ohne die enorme Unterstützung <strong>der</strong><br />

Arbeitgeber <strong>der</strong> Wettkampfteilnehmenden<br />

wäre das nicht möglich. Ihnen<br />

gebührt deshalb ein grosser Dank.»<br />

Mit den Wettbewerben in Salzburg<br />

gingen die dezentral durchgeführten<br />

WorldSkills Competition Special Edition<br />

2022 nach über drei Monaten zu<br />

Ende. Mit insgesamt 19 Medaillen bei<br />

34 Starts schnitt das Schweizer Berufs-Nationalteam<br />

an den diesjährigen<br />

Berufs-<strong>Welt</strong>meisterschaften einmal<br />

mehr hervorragend ab und darf<br />

sich als beste europäische Nation feiern<br />

lassen.<br />

44 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


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Planung STUDIUM/BACHELOR<br />

<strong>Zukunft</strong><br />

studieren an<br />

<strong>der</strong> HSLU<br />

Ingenieurinnen und Ingenieure <strong>der</strong> Gebäudetechnik nehmen<br />

eine zunehmend wichtige Rolle ein bei <strong>der</strong> Umsetzung <strong>der</strong> Klimaziele<br />

und <strong>der</strong> sicheren sowie unabhängigeren Energieversorgung.<br />

Dazu braucht es Kompetenzen, die über die disziplinären Fertigkeiten<br />

hinausgehen und gesamtheitlich optimierte Lösungen generieren.<br />

An <strong>der</strong> HSLU wurde dazu das «Luzerner Modell» entwickelt.<br />

G<br />

ebäude <strong>sind</strong> immer ein Resultat<br />

interdisziplinärer<br />

Zusammenarbeit in wechselnden<br />

Teamkonstellationen.<br />

Bezüglich Nachhaltigkeit<br />

und Funktionalität <strong>sind</strong> die<br />

Bauten aber immer nur so gut wie das<br />

schwächste Glied in <strong>der</strong> Planungs-,<br />

Realisierungs- und Betriebskette.<br />

Das sequentielle Abarbeiten von<br />

Teilaufgaben o<strong>der</strong> das Perfektionieren<br />

von Teilaspekten konnte diese Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

noch nie erfüllen. <strong>Die</strong>s wird<br />

mit dem vermehrten Einsatz digitaler<br />

Werkzeuge rund um dynamische<br />

Simulationen, mit BIM-Modellen, algorithmenbasierten<br />

Planungsappli -<br />

ka tionen, IoT für Monitoring und Optimierungen<br />

usw. nun augenfällig. Es<br />

fehlen oft die Kompetenzen, um die<br />

Möglichkeiten auch mit echten Mehrwerten<br />

zu alimentieren. Enttäuschung<br />

und Unmut unter denjenigen, die vor-<br />

angehen, aber in ihren Anstrengungen<br />

nicht belohnt werden, macht sich breit.<br />

Das ist nicht nur unnötig, die Bauwirtschaft<br />

kann sich das angesichts <strong>der</strong><br />

anstehenden Herausfor<strong>der</strong>ungen auch<br />

nicht mehr länger leisten.<br />

An <strong>der</strong> Hochschule Luzern – Technik<br />

& Architektur (HSLU) wird die<br />

Interdisziplinarität in den Studiengängen<br />

Architektur, Bauingenieurwesen,<br />

Innenarchitektur und Gebäudetechnik/Energie<br />

seit vielen Jahren gross<br />

geschrieben. So besuchen alle Studierenden<br />

ab dem ersten Semester gemeinsame<br />

Projektmodule, die das effiziente<br />

und lösungsorientierte Zusammenarbeiten<br />

för<strong>der</strong>n. <strong>Die</strong> Kompetenzen zu<br />

Fragen <strong>der</strong> Nachhaltigkeit, <strong>der</strong> Beherrschung<br />

mo<strong>der</strong>ner digitaler Werkzeuge<br />

und Methoden und letztlich auch die<br />

disziplinäre Expertise müssen in jedem<br />

Studiengang sukzessive und integrativ<br />

aufgebaut werden.<br />

46 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


Luzerner Modell <strong>Die</strong> HSLU hat<br />

vier Prinzipien zur Zusammenarbeit<br />

im Bauwesen entwickelt,<br />

um die Qualität und Nachhaltigkeit<br />

von Bauten zu erhöhen.<br />

«Luzerner Modell» – Interdisziplinarität<br />

als diskursive Vernunft<br />

Um dies in den Studiengängen verstärkt<br />

zu manifestieren, wurde das<br />

«Luzerner Modell» als Grundhaltung<br />

und Definition elementarer Verhaltensweisen<br />

für eine umfassende<br />

Planung entwickelt. <strong>Die</strong> daraus resultierenden<br />

Bauwerke sollen eine durchgehend<br />

hohe Qualität aufweisen und<br />

auf Nachhaltigkeit hinsichtlich <strong>der</strong><br />

sozialen, wirtschaftlichen, technischen,<br />

ökologischen und kulturellen<br />

Aspekte ausgerichtet sein.<br />

Das «Luzerner Modell» umfasst<br />

folgende vier Prinzipien:<br />

Autorenschaft im Team<br />

Das Prinzip <strong>der</strong> Autorenschaft im<br />

Team muss bei allen konzeptuellen<br />

Entscheiden zur Anwendung kommen,<br />

was einen in grossen Teilen analogen<br />

Diskurs voraussetzt, <strong>der</strong> Synergien<br />

nutzt, um für den Bau ein Optimum zu<br />

erzielen. Um zu interdisziplinären Erkenntnissen<br />

zu gelangen, ist daher bei<br />

den Beteiligten hohes disziplinäres<br />

Wissen unabdingbar. Gleichzeitig<br />

muss die disziplinäre Fähigkeit dem<br />

übergreifenden Ganzen dienen.<br />

Synergetische <strong>Wir</strong>kung<br />

Eine baubezogene interdisziplinäre<br />

Planungsmethodik ist auf die synergetische<br />

<strong>Wir</strong>kung ausgerichtet und kann<br />

damit einen massgebenden Mehrwert<br />

erzeugen. <strong>Die</strong>s gelingt dann, wenn jede<br />

Teildisziplin in einer Denkhaltung<br />

agiert, die ergebnisoffen und spekulativ<br />

auf potenzielle Synergien ausgerichtet<br />

ist. Insgesamt entsteht in jedem<br />

Planungsschritt nicht die eine richtige,<br />

son<strong>der</strong>n eine plausible Lösung. <strong>Die</strong>s<br />

stellt sicher, dass für die weiteren<br />

Schritte ein ausreichend grosser Handlungsspielraum<br />

bestehen bleibt.<br />

Das Bauwerk als baukulturelle<br />

<strong>Die</strong>nstleistung<br />

Ausgangspunkt ist die gemeinsame<br />

Aushandlung dessen, was ein Bauwerk<br />

leisten soll. Dabei geht es um die Nutzersicht<br />

und den vorhandenen Kontext<br />

sowie um die Frage, welche Auswirkungen<br />

auf die Gestaltung <strong>der</strong> gebauten<br />

Umwelt zu erwarten <strong>sind</strong>. <strong>Die</strong>se<br />

Definition <strong>der</strong> Leistungen eines Bauwerks<br />

geht davon aus, dass es Aufgaben<br />

im Sinne von «Services» über die<br />

gesamte Nutzungsdauer erfüllen und<br />

Handlungen sinnvoll unterstützen<br />

muss.<br />

Ergebnisoffene Entwicklung<br />

Das «Luzerner Modell» bedingt die<br />

Bereitschaft aller Teammitglie<strong>der</strong>,<br />

sich auf einen gemeinsamen Pro- →<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

eTrends<br />

47


Interdisziplinäre Arbeit<br />

<strong>Die</strong> HSLU legt grossen Wert<br />

darauf, dass die Studierenden<br />

<strong>der</strong> Gebäudetechnik<br />

diese Arbeitsform erlenen.<br />

zess einzulassen und ergebnisoffen an<br />

<strong>der</strong> Lösungsfindung mitzuarbeiten.<br />

<strong>Die</strong>s funktioniert nur in nicht-hierarchischen<br />

Teams sowie im offenen Diskurs<br />

und verlangt eine interdisziplinäre<br />

Aushandlung <strong>der</strong> zu verwen -<br />

denden Mittel (z.B. Umfang und Art<br />

<strong>der</strong> einzusetzenden technischen Mittel).<br />

<strong>Die</strong> (durch das Team erarbeitete)<br />

Formulierung einer angemessenen<br />

Ziel setzung mit den Nutzern und dem<br />

Auftraggeber ist eine wichtige Voraussetzung<br />

für eine erfolgversprech ende<br />

Zusammenarbeit.<br />

Studienrichtung Gebäude-<br />

Elektroengineering als<br />

Kerndisziplin<br />

Ingenieurinnen und Ingenieure <strong>der</strong> Gebäudetechnik<br />

übernehmen eine zentrale<br />

Funktion, wenn diese komplexen<br />

Systeme geplant und umgesetzt werden.<br />

Dabei liegt <strong>der</strong> Fokus heute nicht<br />

mehr nur auf einem einzelnen Gebäude.<br />

Immer mehr werden ganze Are-<br />

ale vernetzt, wobei die einzelnen Gebäude<br />

Energieverbraucher, aber auch<br />

Energieproduzenten sein können.<br />

Ein Studium <strong>der</strong> Gebäudetechnik wird<br />

in <strong>der</strong> Schweiz nur an <strong>der</strong> Hochschule<br />

Luzern – Technik &Architektur angeboten.<br />

Um dem Bedarf an Fachleuten<br />

im heute breiten Feld <strong>der</strong> Gebäudetechnik<br />

gerecht zu werden, gibt es zwei<br />

Studienrichtungen.<br />

Während die Studienrichtung<br />

HLKS weitgehend etabliert und darauf<br />

ausgerichtet ist, dass die Absolvierenden<br />

komplexe Heizungs-, Lüftungs-,<br />

Klima- und Sanitäranlagen<br />

planen können, gewinnt die Studienrichtung<br />

GEE, das Gebäude-Elektroengineering<br />

nicht nur wegen <strong>der</strong> Dekarbonisierung<br />

und <strong>der</strong> zunehmenden<br />

Bedeutung <strong>der</strong> Elektrizität an Gewicht.<br />

<strong>Die</strong> komplexen und konzeptionell<br />

entscheidenden Fragen <strong>der</strong> dezentralen<br />

Stromerzeugung, -speicherung und<br />

-verteilung (ZEV, e-Mobilität usw.)<br />

sowie die Integration <strong>der</strong> Gebäudeinformatik<br />

bzw. -automationsanlagen<br />

(Smart Home), Sicherheitsanlagen und<br />

intelligenter Beleuchtungssysteme bedingen<br />

umfassende Kompetenzen in<br />

frühen Planungsphasen.<br />

<strong>Die</strong> wichtige Rolle, welche die Gebäudetechnik<br />

in <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong><br />

Energiezukunft einnimmt, zeigt sich<br />

darin, dass Gebäudetechnik-Ingenieure<br />

heute gefragter <strong>sind</strong> denn je. Bei<br />

Planungs- und Installationsunternehmen,<br />

aber auch bei Komponenten- und<br />

Systemanbietern, bei Energieversorgern<br />

(EVUs), institutionellen Bauherren,<br />

Generalplanungsfirmen o<strong>der</strong> Behörden<br />

braucht es diese umfassende<br />

Fachkompetenz, um intelligente Lösungen<br />

zur Reduktion des CO 2 -Ausstosses<br />

und zur Sicherstellung <strong>der</strong><br />

Energieeffizienz wirkungsvoll umsetzen<br />

zu können.<br />

Informationen unter: www.hslu.ch/ige<br />

48 eTrends <strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!


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<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>!<br />

Erscheinungsdatum: 3.1.2023<br />

<strong>Wir</strong> <strong>sind</strong> <strong>Zukunft</strong>! Ist ein Ebooklet des<br />

Fachmagazins eTrends in Zusammenarbeit<br />

mit dem Branchenfachverband EIT.swiss.<br />

Mitarbeit Annette Jaccard, Verena Klink,<br />

Adrian Sommer, Adrian Altenburger,<br />

Laura Kopp<br />

Erscheinungstermin Januar 2023<br />

Idee und Konzeption André Fluri,<br />

René Senn<br />

Chefredaktion René Senn<br />

redaktion@etrends.ch<br />

Korrektorat Annette Jaccard<br />

Layout Vivienne Kuonen, Selina Slamanig<br />

(AVD GOLDACH AG)<br />

Anzeigen André Fluri<br />

werbung@etrends.ch<br />

Herausgeber<br />

Medienart Solutions AG,<br />

Oberneuhofstrasse 5, 6340 Baar,<br />

Tel. +41 41 727 22 00, www.etrends.ch<br />

Jürg Rykart, Valentin Kälin<br />

Ein Produkt von Medienart<br />

Alle Urheber- und Verlagsrechte an dieser Publikation o<strong>der</strong> Teilen davon <strong>sind</strong><br />

vorbehalten. Jede Verwendung o<strong>der</strong> Verwertung bedarf <strong>der</strong> schriftlichen<br />

Zustimmung <strong>der</strong> Herausgeber. Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig geprüft.<br />

Dennoch übernehmen die Herausgeber keine Haftung für seine Richtigkeit.<br />

eine Son<strong>der</strong>publikation<br />

von<br />

eTrends<br />

MULTIMEDIAL AM PULS DER<br />

SCHWEIZER ELEKTROBRANCHE<br />

eTrends<br />

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