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DIPLOMARBEIT

Craniosacrale Osteopathie

bei leichter Schädelasymmetrie bei Kindern

und Erwachsenen

Verlaufsdokumentation mit Infrarotwärmebildern

und Fotos

von Pascale Häusermann

Februar 2017

Schule für Craniosacrale Osteopathie Rudolf Merkel/Cranioschule

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Inhaltsverzeichnis

Wahl des Themas: ...................................................................................................... 2

Definition der Schädelasymmetrie: ............................................................................. 3

Theoretischer und wissenschaftlicher Hintergrund ..................................................... 4

Osteopathie: ............................................................................................................... 4

Schulmedizin: ............................................................................................................. 6

Geschichte der Schädelasymmetrie: .......................................................................... 8

Angewendete Behandlungstechniken:........................................................................ 8

Verlaufsdokumentation: .............................................................................................. 9

Infrarotwärmebilder: .................................................................................................. 10

Leichte Schädelasymmetrie bei Kindern:.................................................................. 11

Beispiel 1: ................................................................................................................. 13

Beispiel 2: ................................................................................................................. 28

Beispiel 3: ................................................................................................................. 39

Beispiel 4: ................................................................................................................. 46

Beispiel 5 .................................................................................................................. 52

Beispiel 6: ................................................................................................................. 58

Beispiel 7: ................................................................................................................. 63

Leichte Schädelasymmetrie bei Erwachsenen: ........................................................ 67

Beispiel 1: ................................................................................................................. 67

Beispiel 2: ................................................................................................................. 73

Beispiel 3: ................................................................................................................. 77

Zusammenfassung/mein Fazit: ................................................................................. 80

Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Zusammenhang mit einer Schädelasymmetrie?

................................................................................................................................. 80

Skelettale Ebene: ..................................................................................................... 81

Zusammenhang von Wirbelsäulendeformität und Schädelasymmetrie? .................. 82

Zusammenhang von Wirbelsäulendeformität und Kieferfehlstellung? ...................... 83

Zusammenhang zwischen Schädelasymmetrie und Kiefer- sowie Zahnfehlstellung?

................................................................................................................................. 83

Leichte Schädelasymmetrie bei Kindern und Verhalten/möglich psychische

Auswirkungen? ......................................................................................................... 84

Auswirkungen auf die psychische Entwicklung und das Gehirn sowie das

Nervensystem? Auf die Hirnbotenstoffe und die Psyche? ........................................ 84

Auswirkungen der Schädelasymmetrie auf die motorische Entwicklung? ................ 85

Auswirkungen auf die körperliche Entwicklung? ....................................................... 85

Genetische Faktoren? .............................................................................................. 86

Einfluss von leichten Schädelasymmetrien auf die Kiefer- sowie Zahnfehlstellungen?

................................................................................................................................. 86

Auswirkungen im Erwachsenenalter? ....................................................................... 87

Schwangerschaft/Geburt/Geburtsvorgang und Einfluss? ......................................... 87

Schlusswort: ............................................................................................................. 88

Literaturverzeichnis mit Quellenangaben:................................................................. 89

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 1

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Wahl des Themas:

Ich habe das Thema gewählt, da wir in der Cranio normalerweise in einem nicht

sichtbaren Bereich arbeiten und es mir daher ein grosses Anliegen ist zu zeigen,

dass diese Veränderungen durch unsere Arbeit auch von aussen, von Auge,

sichtbar sein können. Bereits William Glarner Sutherland hat seine Praxisfälle

sehr genau dokumentiert, z.B. mit Röntgenbildern. Die sichtbare Veränderung von

Strukturen wie Knochen beeindruckt mich immer wieder, da dies klar aufzeigt, dass

Knochen kein starres, unveränderliches, hartes Material, keine tote Materie ist, obwohl

das der Vorstellung vieler Menschen meist entspricht. Fast täglich stelle ich mir

aber die Frage, wie es zu diesem Bild der Knochen kommen konnte. Ich denke, dass

es die Isolierung der Knochen, des Skeletts aus dem gesamten Körper, ohne die anderen

Strukturen wie Blutgefässe, Lymphsystem, Nerven, Faszien und dem Liquorsystem

sein könnte, die anatomische Untersuchung in der Schulmedizin der Knochen

von Verstorbenen. Ab August 2014 behandelte ich einige Kinder und Erwachsene,

bei denen mir eine leichte Schädelasymmetrie auffiel und ich begann, dies mit

Behandlungsprotokollen, Fotos sowie Wärmebildern zu dokumentieren. Meine Diplomarbeit

erstreckt sich deshalb über einen längeren Behandlungszeitraum, über ca.

2 ½ Jahre. Die übereinstimmende Feststellung einer leichten Schädelasymmetrie

nach meinem Befund war für mich Ausschlag gebend für die Wahl des Themas der

Diplomarbeit. Ich war so erfreut, dass Iris Wolf im Kurs FIT Ende Mai 2015 genau

meine Erfahrungen bezüglich Schädelasymmetrie, damals noch ohne die FIT-

Technik, sowie die sehr schnellen, sogar unmittelbaren, von Auge sichtbaren Veränderung

demonstriert und bestätigt hat. Wie ich immer wieder lese, war dies auch immer

in der Geschichte der Osteopathie ein Thema, von Anfang an. Das Buch „Osteopathie

in der Schädelsphäre“ von Sr. Harald Magoun (gewidmet W. G: Sutherland),

welches ich seit April 2016 besitze, war für mich eine Art Offenbarung, da dort Fotos

von osteopathischen Techniken während der Behandlung zu sehen sind, bereits dort

die Behandlungsergebnisse z.B. mit Röntgenbildern und Klinikfälle sorgfältig dokumentiert

wurden! Also war bereits zu dieser Zeit die genaue Dokumentation, das

Festhalten der möglichen Behandlungsergebnisse sehr wichtig, wie in der heutigen

Zeit ebenfalls. Auch die Aussage von Dr. Sutherland, dass die Osteopathie eine Wissenschaft

sei, das kraniale Konzept sei Osteopathie und demnach eine Wissenschaft,

finde ich sehr treffend. Im Kinderkurs im Mai 2016 bei Rudolf Merkel habe ich

weitere Informationen zum Hintergrund der Diagnose und der Behandlung der Schä-

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delasymmetrie erhalten. Von Christina Spiess, Kinderphysio- und Craniotherapeutin,

wurde der Plagiocephalus sowie die Lagerung von Säuglingen, wie auch die Helmtherapie

(siehe Craniobene) angesprochen. Zudem wurde mir bei der Durchsicht der

Unterlagen zum Kinderkurs von Christina Spiess nun endlich klar, dass ich die Achsenverschiebung

des Schädels seit längerem „unbewusst“ wahrgenommen und behandelt

sowie von Hand in den Behandlungsprotokollen aufgezeichnet habe (Beispiel

Nr. 1 und 6 bei den Kindern). Das Thema Zahn- und Kieferstellung begleitet

mich seit ungefähr 7 Jahren, als ich feststellte, dass nach einer kieferorthopädischen

Behandlung immer (Haut-)Verklebungen des Musculus masseter, muskulär im oberen

Rücken eine zu hohe Muskel- sowie Gewebespannung vorlagen und die Klienten

oft schon einige Jahre danach Kopfschmerzen sowie Rückenschmerzen im Bereich

von C7 - Th10 hatten. Den Zusammenhang erkannte ich, als ich bei einem solchen

Befund jeweils nachfragte und jedes Mal meine Frage, ob eine Kieferorthopädische

Behandlung mit Zahnspange stattgefunden hatte, von meinen Klienten mit ja beantwortet

wurde. Ich löste dies damals, indem ich mit meiner Technik der manuellen

Narbenentstörung die Hautverklebungen im Gesichts-, Wangen-, Kopfbereich sowie

in den Muskeln am Rücken in den Faszien, vor allem direkt über der Wirbelsäule löste,

die aus meiner Erfahrung durch zu hohe Spannung mit starken mechanischen

Zug- und Druck-Techniken der angewendeten Kieferorthopädie entstanden waren.

Den Zusammenhang zwischen der skelettalen Ebene, für mich aber auch zwischen

dem Schädel, dem Kiefer, der Wirbelsäule und der gesamten Physiologie des Körpers,

hat bereits J.M. Littlejohn bei der Läsion beschrieben: „… Weil der erste durch

eine Läsion verursachte Zustand beispielsweise eine physiologische Störung im

Muskel, Faszie und im Ligament ist und sich in den Ligamenten in ihrer Beziehung

zu den Knochengeweben niederschlägt…“. (aus Geschichte und Philosophie der

Osteopathie-die Gründerzeit/Ch. Hartmann/Jolandos).

Definition der Schädelasymmetrie:

Da das Thema Plagiocephalie sowie auch die Entwicklung des kindlichen Schädels

bereits eingehend in Diplomarbeiten ausgeführt wurde, möchte ich nur ganz kurz auf

den Plagiocephalus eingehen und sonst noch andere Aspekte, meine eigenen Erfahrungen

in meine Diplomarbeit einbringen. Mit Schädelasymmetrie meine ich nicht

Schädeldeformitäten (oder Schädelanomalien) bedingt z.B. durch Craniosynostosen

wie der Brachyzephalus oder Plagiocephalus, welche chirurgisch oder mit Helm-

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therapie, interdisziplinär, behandelt werden müssen (www.craniobene.de/schaedeldeformitaet.html).

Meine Anmerkung: Übereinstimmungen und Widersprüche: im Internet

habe ich aber oft keine Unterscheidung zwischen Schädelasymmetrie und

Schädeldeformität gefunden. Für mich ist dies jedoch ein bedeutender Unterschied.

Im Buch „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ (Prometheus/S. 17) werden Schädeldeformitäten

bei vorzeitigem Suturenverschluss beschrieben:

Sutura sagittalis = Kahnschädel (Scaphocephalus)

Sutura coronalis = Spitzschädel (Oxycephalus)

Sutura frontalis = Dreieckschädel (Trigonocephalus)

asymmetrische Nahtfusion, meist der Sutura coronalis = Schiefschädel (Plagiocephalus).

Theoretischer und wissenschaftlicher Hintergrund

Osteopathie:

Kraniosakrale Osteopathie/Torsten Liem: Torsten Liem erwähnt nie die Schädelasymmetrie,

sondern Funktionsstörungen der Schädelbasis (S. 566-611). Zu finden

sind Schädelasymmetrien und Auswirkungen mit detaillierten Beschreibungen und

bildlicher Darstellung von Schädelasymmetrien, der Kopfform sowie möglichen neurologischen

Störungen, ausgehend von einer Dysfunktion der Synchondrosis

sphe-nobasilaris SSB, der gelenkigen Verbindung zwischen Hinterhauptsbein

(Occiput/Os occipitale) und dem Keilbein (Sphenoid/Os sphenoidale). Immer

wird die Ursache der Funktionsstörung der Schädelbasis in der Synchondrosis

sphenobasilaris SSB angenommen. Interessant fand ich, dass ich bei einigen der

behandelten Kinder genau die von Torsten Liem aufgezeichneten Gesichtsschädelasymmetrien

wiederfand. Meine Anmerkung: Ich habe dies zur Kenntnis genommen,

wollte mich aber bewusst nicht auf diese „fixe“ Annahme festlegen. Zu einem

späteren Zeitpunkt meiner Verlaufsdokumentation für diese Diplomarbeit hat mich

aber doch interessiert, ob ich dieselbe Feststellung mache bezüglich SSB sowie

Schädelasymmetrie, habe deshalb versucht in möglichst allen Behandlungsbeispielen

die SSB zu untersuchen, wenn nötig zu behandeln und dies zu protokollieren.

Osteopathie in der Schädelsphäre (Buch von Harold Magoun Sr./gewidmet W.G.

Sutherland/S. 99-105):

Normale Schädeltypen: Brachyzephalie=Kurz-/Rundkopf,

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Mesozephalie: Mittelkopf, Dolichozephalie: Langschädel. Der Brachyzephalus wird

in der Schulmedizin als Schädeldeformität bzw. Schädeldeformität bezeichnet

(siehe Craniobene), im Gegensatz zur (cranialen) Osteopathie, wobei ich annehme,

dass in der Osteopathie die generelle Kopfform ohne Asymmetrie bzw.

Deformierung (Achsenabweichung) gemeint ist! Schädeltypen bei Läsionen: Flexionsläsion/Extensionsläsion/Torsionsläsion/SBR-Läsion.

Intraossäre Läsionen: der

Stirn-&Scheitelbeinhörnern, Distorsion Sphenoid (präossäre Elemente), Distorsion

Occiput (präossäre Elemente), Kombinierte Läsionen Occiput&Sphenoid, intraossäre

Verformung des Sakrums. Traumatisch bedingte Asymmetrie mit unzähligen

Formvarianten. Einflüsse auf Schädelläsionen (&Skoliose): die Prinzipien der Diagnose/Perinatale

Periode/Traumatische Ursachen wie Geburtstrauma. Läsionskorrektur

bei Säuglingen und Kleinkindern (S. 287-295). Ab Seite 163 werden ebenfalls

die Läsionen der SBB erwähnt sowie die entsprechenden anatomischen Merkpunkte

wie z.B. an der Orbita, der Augenhöhle. Im Buch „Osteopathie in de Schädelsphäre“

wird auf die Ursache einer Protrusion der Mandibula (Vorlage) bzw. Retrusion (Rücklage)

der Maxilla nicht primär dentalen Ursprungs sondern eher strukturell und entwicklungsbedingt

geschildert, im Zusammenhang mit dem Extensionsschädel und

der Innenrotation der Ossa temporalia.

Osteopathisches Fachbuch: „Manipulation kranialer Nerven“ (Seite 39); „erworbene

Asymmetrien. Fetale Fehlposition: diese erzeugen Belastungen am Kranium,

die sich auf die Öffnungen und Foramina auswirken.

Intraauterine Belastungen; Diese können auf Gebärmutterspasmen, manchmal auch

auf eine zu lange liegende oder sitzende Position der Mutter zurückzuführen sein

oder wenn der Fetus zu früh ins Becken hinab sinkt. Zudem kann das lange Arbeiten

der Mutter bis vor der Geburt eine Ursache sein, da das Kind mit gedrehtem Kopf

gegen das Becken gedrückt wird und sich so eine Kompression auf einer Körperseite

entwickelt, zwangsläufig.

Kaiserschnitt: Diese ersparen dem Schädel des Kindes die Kompression der Austreibungsphase

und der Wehen. Der Nachteil ist aber, dass der Schädel nicht „modelliert“

wird durch das Absenken und die Kompression im Geburtskanal. So ist der

Schädel nach der Geburt im gleichen Zustand wie in uteru, was nicht immer wün-

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schenswert ist, vorallem wenn kraniale Deformationen vorliegen.“ Meine Anmerkung:

Dies ist ein sehr interessanter Ansatz für mich und zeigt mir eine andere Sichtweise

auf den Geburtsvorgang, die dort stattfindende Kompression, welche scheinbar im

besten Fall auch eine Modellierung sein kann.

Zange und Saugglocke: Dies sind unerlässliche Hilfsmittel, wenn das Leben des Kindes

oder der Mutter in Gefahr ist. Jedoch führt die Anwendung häufig zu schweren

Belastungen der Knochen- und Knorpelstrukturen.“ Meine Anmerkung: Dies kann ich

in jeder Hinsicht nur bestätigen. Mir ist immer bewusst, dass diese Hilfsmittel oft unerlässlich

sind und doch stelle ich bei meinen Behandlungen genau diese Probleme

der Knochen- und Knorpelstrukturen sowie auf der gesamten Faszienebene im ganzen

Körper fest.

Schädelverformung durch Lage im Becken während der Schwangerschaft: Im

Buch «Kinderosteopathie» von Torsten Liem und Christof Plothe wird ein Praxisfall

geschildert (S. 66), bei welchem das Baby sehr früh im Becken der Mutter abgesunken

ist und dies vermutlich zur Schädelverformung geführt hat. Die osteopathische

Behandlung zwei Wochen nach der Geburt führte zu einer sehr schnellen Besserung

und zur Beschwerdefreiheit. Dort wird empfohlen, bei einem Kind mit einer Schädelverformung

das Kind so bald wie möglich osteopathisch behandeln zu lassen, um

eine Normalisierung der Schädelform zu erreichen. Torsten Liem und Christof Plothe

schreiben, man habe damit begonnen, schiefe Schädel mit einem Helm zu behandeln,

aber sie würden erst einmal zu einer osteopathischen Behandlung raten. Im

Praxisfall wird folgendes erwähnt: «Seine Augen erschienen nun schon fast gleich

gross und auch die Achse zwischen den beiden Ohren war fast horizontal. Die Blähungen

hatten ebenfalls ein paar Tage nach der Behandlung aufgehört. Die Abflachung

am Hinterkopf war sehr verbessert, doch dauerte es noch weitere drei Behandlungen

bis sie ganze verschwunden war.» Meine Anmerkung: Dies entspricht

ganz genau meinen Beobachtungen, meinem Befund, dem Verlauf der Behandlungen

bei den behandelten Kindern.

Schulmedizin:

Zitat von Dr. med. Wolfgang Steck Kinderarzt: Schiefes Köpfchen - haltungs-

bzw. lagerungsbedingte Schädelasymmetrie/Plagiozephalus: «Aufgrund der Lagerung

um den plötzlichen Kindstod zu vermeiden beobachtet Dr. med. Steck, Kin-

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derarzt, folgendes: „Ein anderer Nachteil der Propagierung der Rückenlage ist wohl

die häufigere Entwicklung eines schiefen (asymmetrischen) Kopfes (Plagiozephalus).

Durch das konstante Aufliegen des rasch wachsendes Kopfes auf einer

wenig nachgiebigen Unterlage (empfohlen ist ja die eher „feste“ Matratze) wird das

Wachstum der Schädelknochen in Richtung Asymmetrie gelenkt: das aufliegende

Hinterhaupt flacht sich einseitig (manchmal auch beidseitig) ab, das Ohr auf dieser

Seite wird nach vorne „verschoben“, die Stirn auf dieser Seite wird „prominent“. Es

gibt das Sprichwort: „Wie man sich bettet, so liegt man.“. Hier müsste es heißen:

„Wie das Baby den Kopf hinlegt, so formt sich der Schädel!“ In seltenen Fällen sind

die Hintergründe andere: manche Asymmetrien liegen bereits bei Geburt vor (Platzmangel

in der Gebärmutter), vereinzelt handelt es sich um eine geburtstraumatisch

bedingte Verkürzung des Kopfnickermuskels oder einen vorzeitigen Verschluss von

Schädelnähten, insbesondere der Lambda-Naht am Hinterhaupt. Auch wenn ausgeprägte

und kosmetisch stark störende Deformitäten langfristig eine günstige Prognose

haben – in den meisten Fällen sind die Auffälligkeiten für den Laien nach 1-3 Jahren

nicht mehr erkennbar – sollte man „hellwach“ dafür sein.» Meine Anmerkung: Ich

habe bei den behandelten Kindern keinen (direkten) Zusammenhang der Schädelasymmetrie

mit der Lagerung finden können. Der Platzmangel während der

Schwangerschaft ist sehr schwierig nachzuvollziehen, aber sehr gut möglich.

Gemäss der Internetseite „Craniobene.de“ erworbene Schädelasymmetrien: „Verformungen

des Schädels können bereits vor der Geburt entstanden sein. Ursache ist

hier meist eine intrauterine Fehllage des Kindes oder eine Mehrlingsschwangerschaft.

Bereits unmittelbar nach der Geburt fällt eine Asymmetrie des

Schädels auf. Die Kinder bringen Ihre Vorzugshaltung also schon mit auf die Welt

und liegen meist in dieser weiter, so dass sich die Verformung oft nicht von selbst

korrigiert. Diese Variante liegt bei ca. 7% der Kinder mit erworbenen Schädelasymmetrien

vor. Auch eine traumatische Geburt kann Ursache einer Asymmetrie sein.

Bei schwierigen Geburten wirken oft erhebliche Kräfte auf den kindlichen Kopf und

die Halswirbelsäule. Häufig entstehen daraus muskuläre Dysbalancen, segmentale

Dysfunktionen der Halswirbelsäule, Hämatome der Halsmuskulatur oder ausgeprägte

Kephalhämatome, die zu einer Vorzugshaltung führen. Je nach Ausprägung

der Störung kommt es sehr rasch zu einer deutlichen Schädelasymmetrie, die sich

oft nicht vollständig zurückbildet.

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Bild links: Normaler Kopf / Bild Mitte: Brachyzephalus mit leichter Rechtsabflachung / Bild rechts: Trapezförmige Verschiebung

(Stirn links tief, rechts hinten abgeflacht)

Ursprungsbildquelle&Info: craniobene.de

Meine Anmerkung: Aus meiner heutigen Erfahrung wird nur eine ausgeprägte

Schädelasymmetrie, wie hier abgebildet, festgestellt, die leichteren Formen, die aber

aus osteopathischer Sicht unbedingt auch behandelt werden sollten, leider nicht.

Geschichte der Schädelasymmetrie:

Kurzer Auszug aus dem Buch von Harald Thom/Orthopaedic and Trauma surgery

(Internet/Springer)/Orthopädische Uniklinik Heidelberg/1960er Jahre: „Schulthess

sah die Ursache der Schädelasymmetrie als rechts dorsale Skoliose und umgekehrt

die Skoliose in Zusammenhang mit der Schädelasymmetrie. Andere sahen die Ursache

in dieser Zeit in der Rachitis. Wiederum fand auch die Ursache in der habituellen

Schiefhaltung des Säuglings als Ursache für die Schädelasymmetrie viele Anhänger,

bis heute. Damals wurde der Schädel für die Untersuchungen palpiert, fotografiert

und es fand eine Inspektion statt. Die Wirbelsäule wurde für die Feststellung einer

Skoliose geröntgt. Geburtsvorgang als Ursache der Schädelasymmetrie: Platzmangel

in der Gebärmutter sowie geburtstraumatisch bedingte Verkürzung des Kopfnickermuskels.»

Meine Anmerkung: Der Zusammenhang der Skoliose und der Schädelasymmetrie

ist für mich heute, speziell auch bezüglich meinen Erfahrungen mit

den behandelten Kindern, klar da. Deshalb sollte wieder viel mehr Wert auf die Palpation

und Inspektion des Schädels gelegt werden, welche unsere Aufgabe als Osteopathen

ist.

Angewendete Behandlungstechniken:

Zusätzlich zu den in der Ausbildung erlernten Grundtechniken der CSO sowie ergänzenden

osteopathischen Techniken aus meinen Fortbildungskursen habe ich folgende

Techniken angewendet:

- Biodynamische Behandlung der Gesichtsfurchen und der embryologischen

Räume sowie Furchen (Seams)

- die Techniken der Fortbildungskurse CSO Kieferorthopädie 1 (FKO*) und 2

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- aus dem „Lymph-Venenkurs“/ Behandlung im Flüssigkeitsorganismus

- Cranial Fluid Fields (CrFF) der biodynamischen Osteopathie; für die Hirnareale

Stammhirn, Kleinhirn, Parietallappen und Frontalhirn

- Knochen habe ich bei Dysfunktionen zusätzlich intraossär behandelt

- Organe habe ich seit ca. Winter 2015 in Ihrer Eigenbewegung (Motilität) begleitet,

unterstützt und die Mobilität biodynamisch osteopathisch behandelt

- Lösen von Hautverklebungen z.B. im Bereich der Suturen

Ich arbeite noch mit meiner Technik der manuellen Narbenentstörung® sowie der

Energieausgleichs-Therapie nach Pascale Häusermann ® manuell. Weitere Informationen

dazu auf meiner Website. Ich beschreibe deshalb bei den Beispielen die speziellen

Erfahrungen während oder nach der Behandlung sowie den Verlauf und die

Behandlungsergebnisse, die Veränderungen. Aus der Myofunktionellen Therapie

habe ich in einzelnen Fällen das Kringelröhrli angewendet.

Verlaufsdokumentation:

Erst beim Kinderkurs im Mai 2016 wurde mir klar, weshalb mein Befund der Achse

bei der Schädelasymmetrie wichtig ist, mit den Ausführungen zur Plagiocephalie der

Kinderphysiotherapeutin und Craniosacraltherapeutin unserer Schule Christina

Aeschlimann. Ich habe den Verlauf mit den Behandlungsprotokollen, Fotos und Wärmebildern

dokumentiert, da in vielen von mir behandelten Fällen die Ergebnisse und

Veränderungen von Auge sichtbar und nicht „nur“ tastbar waren. Zudem kannte ich

die Messmethode bei der Plagiocephalie nicht, ich hatte keine ausgeprägten Plagiocephalien,

sondern verschiedene Arten von Schädelasymmetrien. Die Messmethode

wäre für mich zu aufwändig gewesen, da ich nicht Kinderphysiotherapeutin bin, ich

finde diese aber sehr beeindruckend. Mir war es aber ein grosses Anliegen, sichtbare

Veränderungen durch die Craniosacrale Osteopathie Therapie zeigen zu können.

Ich habe bei den dokumentierten Praxisfällen nur ein Baby behandelt, die anderen

Kinder ab ca. 1 ½-Jahren, nicht im Babyalter, mit Ausnahme des Beispiels

9, ein 6 Monate altes Baby, welches ich seit Dezember 2016 behandle.

Bei den nachfolgenden Behandlungsbeispielen, ausser dem Baby, könnte im Säuglingsalter

eventuell eine stärkere Schädelasymmetrie vorgelegen haben, die nicht

behandelt wurde und sich allenfalls jetzt noch in einer leichteren Form zeigt oder sich

in der Zwischenzeit verändert hat. Es handelt sich aber meines Erachtens nicht um

Fälle, bei denen eine Operation nötig gewesen wäre und wo dies bei (kinder-

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)ärztlichen Kontrollen aufgefallen wäre, also schwere Schädelasymmetrien, deshalb

habe ich den Titel leichte Schädelasymmetrie gewählt. Da aber oft nur diese schweren

Schädelasymmetrien auffallen, war es mir ein grosses Anliegen zu zeigen, welche

Auswirkungen auch leichte Schädelasymmetrien haben. Meine Klienten haben

mich bei der Diplomarbeit unterstützt und mir die Fotos sowie die Infrarotwärmbilder

zur Verfügung gestellt.

Infrarotwärmebilder:

Die offizielle Farbskala zu den Infrarotwärmebildern:

Farbskala Infrarotwärmebildkamera: dunkelblau = sehr kalt (hier 24°) / mittelblau = kalt / hellblau =

kühl / grün = kühl – leicht warm / gelb = kühl – mittelwarm / orange = mittelwarm / rot = warm / weiss =

sehr warm (hier 30°). Die Skala passt sich nach oben und unten an bezüglich min. & max. Temperatur

/ kältester & wärmster Bereich auf jedem Wärmebild angezeigt .

Ich arbeite seit März 2013 mit Infrarotwärmebildern, um meine Praxisfälle zu dokumentieren.

Wärmebildkamera-Aufnahmen/Infrarotanalytik ist berührungslose, nicht

invasive Diagnosetechnik zur Messung der Gewebeabstrahlung. Infrarotthermografie

basiert auf der Analyse der Temperatur an der Hautoberfläche als Anzeichen für

eine normale oder anormale menschliche Physiologie, dem Zusammenwirken aller

Lebensvorgänge im gesamten Organismus, mit der Messung der elektromagnetischen

Strahlung bzw. Abstrahlung. Mittels Infrarotwärmekameras werden Echtzeitbilder

mit Temperaturdaten erstellt und damit dynamische Reaktionen auf alle Bereiche

des menschlichen Körpers abgebildet und dokumentiert. Was sonst nur gefühlt

werden kann, z.B. durch unsere geschulte Palpation, wird sichtbar dargestellt, speziell

Vorgänge und Veränderungen im Gewebe, die sonst wissenschaftlich noch nicht

nachgewiesen werden können. Bei der Craniosacral osteopathischen Behandlung ist

die Infrarotthermographie für mich inzwischen wichtig für den Befund, die Behandlung

sowie Nachtestung, als zusätzliche Informationsquelle, speziell auch im Schädelbereich.

Bei Schädelasymmetrien habe ich oft eine starke, unangenehme Wärme

im Schädelinnern palpiert, wahrgenommen, zum Teil wurde dies von behandelten

Kindern auch erwähnt, ohne vorheriges Fragen meinerseits. Inspiriert haben mich die

Infrarotwärmebilder der Meridiane von Prof. Popp, welche unter Wärmeeinwirkung

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entstanden sind, im Gegensatz zu meinen Aufnahmen, die ohne Fremdeinwirkung

entstanden sind. In der Pädiatrie konnte anhand der Thermographie auch nach Eingriffen

bei Hydrocephalus (Wasserkopf) die Nachkontrolle (Funktion der Liquorableitung)

durchgeführt werden, ohne craniale Computertomographie mit Strahlenbelastung.

Die moderne Hirnforschung untersucht mit MRT-Aufnahmen bei psychologischen

Fragestellungen, wie stark ein Hirnbereich in dem betreffenden Moment

durchblutet ist. Aus diesem Grund könnte ich die Durchblutung und die

Veränderungen des Schädels bei den Infrarotwärmebildern als Hinweis für eine

Veränderung der Hirnbereiche in Betracht ziehen, meine Hypothese und dies

auch mit den psychischen, motorischen und neurologischen Veränderungen in

Verbindung bringen, die während der Behandlungszeit stattgefunden haben.

Leichte Schädelasymmetrie bei Kindern:

Bei allen behandelten Kindern wurde nie eine Asymmetrie der Wirbelsäule, Skoliose

oder irgendeine Auffälligkeit der Wirbelsäule von einem Arzt diagnostiziert. Der Befund

beruht nur auf meiner Feststellung; Sicht- und Tastbefund. Wenn nichts erwähnt

wird, verlief die Schwangerschaft ohne grössere Probleme. Nur in einem Fall, Beispiel

3, wurde die Mutter auf die Schädelasymmetrie des Kindes von einem Arzt

aufmerksam gemacht, aber es wurde keine Therapie oder Behandlung empfohlen.

Ich musste feststellen, dass viele Kinder nicht mehr bei einem Kinderarzt in Behandlung

sind oder Kontrolluntersuchungen nicht mehr dort stattfinden, sondern bei einem

Hausarzt bzw. einem Arzt für Allgemeinmedizin. Dies führt oft dazu, dass die meines

Erachtens üblichen Vorsorgeuntersuchungen nach dem Babyalter nicht mehr durchgeführt

werden, da dies Kinderärzte vornehmen. Ein Grund könnte der Mangel an

Kinderärzten sein oder auch, dass die Eltern keine Notwendigkeit darin sehen, zu

einem Spezialarzt zu gehen. Auf jeden Fall sollten Verzögerungen oder Defizite in

der Entwicklung, speziell der motorischen und neurologischen, nicht erst im Kindergarten-

oder Schulalter entdeckt werden. Ich versuche im Rahmen meiner Kenntnisse

und Möglichkeiten, die Eltern darauf hinzuweisen, wenn mir dies auffällt und verweise

diese an Fachleute wie Logopäden, Augen-, HNO-Arzt oder einen Kinderarzt.

Ich habe den Hinweis auf meiner Website unter Kinderbehandlungen angebracht,

dass für mich die regulären kinderärztlichen Vorsorge- sowie Entwicklungsuntersuchungen

auch noch im Alter von 15 bis 18 Monaten, 2 Jahren, 4 Jahren, allenfalls

noch mit 6 und 10 Jahren stattfinden sollten und selbstverständlich sind. Dann könn-

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te bei Auffälligkeiten der Kinderarzt zusätzliche Kontrollen an, wie auch Seh- und

Hörtests anordnen oder an Spezialisten weiterverweisen bzw. mit notwendigen Therapien

frühzeitig begonnen werden, was aber aus meiner heutigen Erfahrung bei den

von mir behandelten Kindern leider nicht gemacht wird. Dies aber auch nicht im Sinne

einer „Übertherapie“, also mehr als wirklich nötig wäre. Aus meiner Erfahrung ist

das für die Eltern sowie die Kinder belastend, als Stress mit zusätzlichen Terminen

und Hausaufgaben verbunden, sollte vermieden werden. Viele Kinder haben dann

den Eindruck, dass etwas „nicht stimmt mit ihnen“. Jedoch empfinden die meisten

Kinder die Logopädie oder auch Psychomotorik als sehr spielerisch und gehen gerne

oder sogar sehr gerne in diese Therapien, was meiner Meinung nach auch die psychische

Entwicklung fördert und das Selbstbewusstsein des Kindes stärkt.

Die Einfachheit der Behandlung mit oft tiefgreifenden Veränderungen sowie die

Kommunikation mit der Intelligenz des Körpers bei jeder Craniosacral osteopathischen

Behandlung, ganz speziell bei Kindern, bewegt mich jedes Mal von neuem

und erfüllt mich mit einer Art von Ehrfurcht. Zunächst dachte ich, dass diese Worte

unpassend gewählt sind für die heutige Zeit, aber Mitte Juni 2015 nachdem ich die

Zeilen schon geschrieben hatte, las ich im Vorbereitungsskript von Christian Hartmann

mit dem Zitat von Littlejohns Abschlussrede und fand dies dann doch ganz

passend. „Wenn du deine Hände auf einen Kranken legst, lege sie ehrfurchtsvoll auf,

denn du hast es mit dem Meistermechanismus von Erde und Himmel zu tun: dem

menschlichen Körper. Kein vollkommenerer ist uns jemals begegnet.“ Für mich ist

dies ein sehr wichtiger Aspekt, da ich bewusst versuche die therapeutischen Grenzen

der Behandlung nicht zu überschreiten und mit dem craniosacralen System, den

Strukturen und nicht dagegen arbeite, keine aktive Reaktivierung von Traumata anstrebe

sondern diese begleite wenn sich dies während den Sitzungen zeigten, ich

aber auch die Grenzen jedes einzelnen Menschen, auch die seelischen, respektiere.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 12

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BEISPIELE ZU LEICHTER SCHÄDELASYMMETRIE BEI KINDERN:

Beispiel 1:

4-jähriger Junge, zu Beginn der Behandlung Spielgruppenkind, dann Kindergartenkind.

Verdacht auf Diabetes, welcher sich nicht bestätigte, hyperaktive Blase, medizinisch

eingehend abgeklärt und kurz medikamentös behandelt, was nur zu kurzfristiger

Verbesserung führte. Weitsichtig +1,5, mit Brille, die das Kind nicht trägt, wenn

es zu mir in die Behandlung kommt. Die Sprachprobleme wurden noch nicht abgeklärt,

Einschätzung im Kindergarten. Meines Erachtens ist vermutlich eine Logopädie-Therapie

notwendig, da das Kind stark stottert und nach komplexen Wörtern

sucht. Zu Beginn der Craniosacralen Osteopathie Therapie (etwas) unruhiger Junge

mit Verdacht auf ADHS ohne medizinische Abklärung (Tendenz hyperaktiv). Motorische

Probleme, grob- und feinmotorisch, nach meiner Einschätzung. Das Kind hatte

schon immer einen sehr grossen Kopf mit für mich sichtbarer Schädelasymmetrie

und dies stellt auch einen Behandlungsgrund für die Craniosacral osteopathische

Therapie dar. Unterkieferrücklage nach meiner Einschätzung, nicht kieferorthopädisch

festgestellt oder abgeklärt.

Schwangerschaft: Schwangerschaftsvergiftung gegen Ende der Schwangerschaft, 3

Tage vor der 37. Woche, ca. 3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Einen

erhöhten Blutdruck hatte die Mutter des Kindes aber schon in der 20. SSW, vor der

Schwangerschaft aber nie. Das Kind wurde aber trotzdem erst zum berechneten Geburtszeitpunkt

mit geplantem Kaiserschnitt auf die Welt geholt, nicht vorher. Gemäss

Literatur kann eine Schwangerschaftsvergiftung zur Behinderung des Kindes führen.

In diesem Fall lag vermutlich nur eine leichte Schwangerschaftsvergiftung vor, da

kein vorzeitiger Kaiserschnitt durchgeführt wurde.

Geburt: Kaiserschnitt

Skelettale Ebene/Wirbelsäule: Hautverklebungen (meine Definition) der Faszie, Ligamentum

Supraspinale.

SSB: Kompression

Lagerung als Baby: Bauch- und Seitenlage. Aber gemäss Schilderung der Mutter mit

starker Vorliebe zur Bauchlage.

3 Monate gestillt. Kein Nuggi.

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Das Kind hatte Mühe mit dem Stuhlgang als Baby. Ausserdem war nach der Geburt

nicht klar, ob das Zungenbändchen zu kurz ist und evtl. operativ ein kleiner Schnitt

gemacht werden muss. Dies war aber nicht der Fall bzw. wurde nicht gemacht.

Foto des Kindes als Baby: bereits sehr grosser Kopf und erkennbare Asymmetrie,

auch im linken Gesichtsbereich, bei den Augen. „Ausbuchtung“ links Os parietale.

Ausgeprägtes Grübchen am Kinn (Unterkiefer/Mandibula).

Infrarotwärmebilder vom 16.12.2014, bei der ersten Behandlung:

Bild links: auffällig kühler Wangen-Kaumuskulaturbereich (M. Masseter) sowie kühle

Nase. Im Gegensatz dazu ist der Stirnbereich, Os frontale sowie der Augenbereich

sehr warm, überwärmt, speziell die rechte Schläfe, Os sphenoidale. Mittleres Bild:

das Schädeldach, Os parietale, zeigt klar, dass die linke Seite viel kühler ist als die

rechte. Rechts: von oben hergesehen, am Os parietale links, ist eine Ausbuchtung zu

sehen welche kühler ist und das rechte Ohr ist viel kühler.

Infrarotwärmebild vom 19.1.2015: der Wangenbereich, M.

Masseter, ist wärmer, besser durchblutet als am 16.12.2014.

Das Os parietale ist nun nicht mehr überwärmt, eher kühl.

Befund am 9.3.2015: Dem Jungen wurde ein Medikament gegen die „hyperaktive

Blase“ verschrieben, was zu einer sehr kurzfristigen Verbesserung führte. Schwacher

CRI cranial, Läsionsmuster der SSB: lateral shift. Sutura coronalis, S. sagittalis,

teilweise S. squamosa, S. zygomaticomaxillaris fixiert. Wirbelsäule lumbal fixiert. Os

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hyoideum fixiert, Okklusionstest normal. Tastbare Asymmetrie des Occiput. Das Kind

knirscht mit den Zähnen. Der Mutter habe ich empfohlen, das Kind feinmotorisch zu

fördern, beispielsweise mit «Einfädeln».

Foto vom 13.4.2015: Schädel von oben gesehen. Nach

meiner Beobachtung leichte Form des Dreieckschädels,

Trigonocephalus und vermutlich vorzeitiger Verschluss

der Sutura frontalis/metopica.

Infrarotwärmebild 13.4.2015: der Wangenbereich, die Nase,

der Mund, sind nun kühl, das Os frontale noch warm, aber

weniger stark als zu Beginn der Behandlungen, die Ohren

sind kalt und zeigen unscharfe Konturen.

Verlauf: Seit der letzten Behandlung hat sich das Stottern zuerst noch etwas verstärkt,

dann wurde dies viel besser. Kein Rückfall bezüglich Blasenhyperaktivität gemäss

der Mutter. Das Kind findet, es sehe besser ohne Brille, es wurde aber noch

kein neuer Sehtest durchgeführt.

Foto vom 11.5.2015: deutlich sichtbare und tastbare

„Ausbuchtung/ Wölbung“ beim Os Parietale links.

Verlauf/Befund vom 11.5.2015: motorische Weiterentwicklung, auffallende Verbesserungen.

Noch sichtbare Schädelasymmetrie links. Gebiss, Kieferstellung: Das Kind

kann die Unterlippe gar nicht anspannen, und meines Erachtens liegt ein Überbiss

bzw. Tiefbiss vor. Die Ausbuchtung am Os parietale links stimmt meines Erachtens

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 15

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auch mit der Hirnverbindung zur Lippe Muskelkontrolle (Homunculus), überein.

Übereinstimmung mit der Ausbuchtung und Sprachregionen des Gehirnes, mit dem

Wernicke Areal? Die Ausbuchtung könnte mit dem Tuber parietale, dem Ossifikationszentrum

am Os parietale übereinstimmen, Beginn der Ossifikation ab dem 2. Fetalmonat.

Kontrolle und Beurteilung bei der Kieferorthopädin empfohlen von der Liste

KFO1. Schwache Wangenmuskulatur, auch auf Wärmebild ersichtlich, deutlich kühler.

Ich habe myofunktionelle Übungen empfohlen, wie beispielsweise mit dem Röhrli

zu trinken, möglichst Kringelröhrli, Ballone aufblasen etc. (z.B. Otovent), um die

Wangen- und Lippenmuskulatur zu stärken. Das Kind wurde noch keiner Logopädin

vorgestellt. In Pause während Behandlung beginnt das Kind mit der Zunge zu

schnalzen, was er sonst fast nie mache, nun funktioniert dies aber. Das Kind zeigt

mir auf der Tafel des Nervensystems die Hirnnerven und den Hirnstamm welche

bei ihm Probleme machen. Ich bin überrascht. Der Junge erklärt mir zudem,

dass er oft „ein rotes Licht im Kopf habe, sich dann nicht mehr kontrollieren

könne“. Seine Mutter bestätigt mir, dass er dann sehr schwierige, impulsive,

aggressive Momente hat. Das Kind versucht zu pfeifen, kann aber die Luft nur

einziehen und nicht umgekehrt, um Pfeifgeräusche zu machen. Nach der CSO-

Behandlung macht das Kind Fortschritte, kann nun den Spielzeugwerkzeugkoffer

endlich selbst verschliessen, ohne dass diese herausfallen, ist sichtlich stolz. Zudem

kann der Junge nun die Faltmatratze zusammenfalten und mit den Klettverschlüssen

verschliessen, was bisher nicht alleine funktioniert hat. Er räumt sogar die anderen

Spielzeuge schnell weg, was er zuvor nicht gemacht hat. Das Kind ist sichtlich stolz

auf seine Fortschritte. Seine Sprachprobleme sind im Liegen besser, im Stehen und

sitzen treten diese verstärkt auf. Möglicherweise durch ein Durchblutungsproblem

bzw. Zusammenhang mit venösem Abfluss zum bzw. vom Gehirn? Die Schädelasymmetrie

ist links mit „Ausbuchtung“ am Os parietale auffallend und von Auge

gut sichtbar. Die Übereinstimmung mit dem Sprachzentrum könnte evtl. einen Einfluss

darauf haben.

Meine Aufzeichnung im Behandlungsprotokoll vom 11. Mai

2015 zur Achse der Schädelasymmetrie, nach meinem Befund.

Behandlung CSO 11.5.2015: Der CRI kranial und sacral ist nun kräftiger. Die Sutura

coronalis und S. sagittalis sind noch im Bereich der früheren grossen, vorderen Fon-

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tanelle (Bregma) fixiert. Ich wende sanft eine Sinusdrainage an, behandle die Ossa

parietali auch intraossär an den „Wölbungen“, den Kiefer auch biodynamisch, um das

Kieferwachstum nach vorne anzuregen.

Foto vom 29.6.2015: Von Auge ist keine Schädelasymmetrie

mehr sichtbar, aber noch tastbar.

Foto vom 29.6.2015: Die Unterlippe kann nicht ohne

Hilfe der Finger gespannt werden. Ich muss annehmen,

dass die Lippenmuskulatur zu wenig stark entwickelt

ist, zu wenig Spannung hat.

Fotos vom 20.8.2015:

Nun ist dies schon besser möglich, die Lippenmuskulatur, die Unterlippe, kann gespannt

werden, ohne Hilfe der Finger! Stärkere Spannung in der Muskulatur im

Mundbereich, tastbar und sichtbar auf Wärmebild. Kieferstellung: Nun nach meinem

Befund noch Tendenz zum Tiefbiss, es fand noch keine kieferorthopädische Untersuchung

statt, trotz meiner Empfehlung.

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Foto vom 20.8.2015: Os Frontale, sichtbare

Asymmetrie (Perspektive im Liegen). Vorwölbung

auf rechter Seite.

Befund/Behandlung am 20.8.2015: Bessere Aussprache, das Stottern ist manchmal

besser, manchmal tritt eine Verschlechterung ein. Vor der Behandlung am 20.8.2015

ist dies besser. Nach meiner Behandlung tritt eine Verschlechterung ein, vermutlich

als Reaktion. Es hat noch keine logopädische Abklärung stattgefunden. Ein Kringelröhrli

habe ich abgegeben mit dem Merkblatt zur Myofunktionellen Therapie. Das

Kringelröhrli wird sogleich getestet und ist sehr anstrengend für das Kind. Sehr

schwacher CRI cranial und sacral. Sutura sagittalis, teilweise S. squamosa, rechts S.

sphrnofrontalis und S. frontomaxillaris fixiert.

Fotos von der Behandlung am 29.9.2015: 2015: Viel bessere Lippenmuskulatur und

bessere Aussprache.

Foto vom 29.9.2015: Hinterkopf.

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Foto vom 29.9.2015: Os Frontale (Perspektive im

Stehen). Leichte Normalisierung der Asymmetrie

des Os frontale.

Befund am 29.9.2015: kräftiger CRI cranial, sacral und kaudal. Keilbein: links-rechts-

Verschiebung. Die Lippenmuskulatur, die Spannung, ist viel besser, speziell in der

Unterlippe. OM-Naht beidseits fixiert und ich löse diese. Während der Behandlung

tränen dem Kind die Augen, ich vermute, dass der Parasympathikus angeregt wurde.

Während der Sitzung wird das Stottern stärker, als ich am Schädel behandle. Nach

der Sitzung versucht der Junge das „S“ auszusprechen, was ihm bisher Mühe bereitete

und dies funktioniert bereits etwas besser.

Behandlung 1.12.2015: Verlauf seither, gemäss der Mutter; zuerst Verstärkung des

Sprachproblems, des Stotterns, dann deutliche Besserung. Nun erfolgte die Einschätzung

und Abklärung im Kindergarten durch die Logopädie. Es sei nicht ganz

klar, ob dies stottern oder Wörterdehnungen seien. Das Kind kommt auf die Warteliste

und wenn sich „das Problem mit der Sprache inzwischen gelöst habe, sei allenfalls

keine logopädische Therapie nötig.“ Tatsächlich ist das Stottern fast verschwunden.

Als ich aber am Schädel arbeite, zeigt sich nochmals eine Verstärkung der Problematik.

Ich habe die Mutter darauf hingewiesen, dass dies nochmals auftreten kann.

Sie ist mit dem Verlauf sehr zufrieden, das Kind wirkt auch so, da es zeitweise während

dem Behandeln meine Hand hält. Die Blase sei nach wie vor sehr gut.

Fotos vom 1.12.2015:

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Am Hinterkopf ist keine sichtbare Asymmetrie mehr zu erkennen und die „Ausbuchtung/Wölbung“

ist nicht mehr von Auge zu erkennen. Auf dem rechten Foto ist zu

sehen, dass sich die Kieferstellung verbessert hat, weniger starker Tiefbiss.

Wärmebild vom 1.12.2015: nach der Behandlung: Der Wangenbereich

ist noch etwas kühler, ebenso wie die Nase. Der

Augenbereich ist eher noch „zu warm“. Der Schädel im sichtbaren

Bereich des Parietale zeigt keine Besonderheiten

mehr. Das Os frontale ist „überwarm“.

Foto vom 21.1.2016: sichtbare Gesichtsasymmetrie bei den Augen und beim Mundwinkel,

Lippenmuskulatur, Ohren; Augen- und Ohrenasymmetrie/Achse. Erwähnt ist

dieser Befund auch im Buch „Osteopathie in der Schädelsphäre“, Os temporale.

Gemäss Torsten Liem (Kraniosakrale Osteopathie/S. 576) müsste hier eine

Torsion der SSB nach rechts vorliegen, da das linke Auge bzw. der Orbitadurchmesser

verkleinert ist, das Ohr anliegender der Unterkiefer schmaler

und anterior. Leider habe ich die SSB bei dieser Behandlung nicht genau untersucht.

Am 23.2.2016, also kurz später, stelle ich eine Kompression der SSB

fest sowie einen lateral shift/links-rechts-Verschiebung des Keilbeins („Schiffchen“).

Foto vom 21.1.2016: Hinterkopf (keine „Ausbuchtung“

mehr zu erkennen, bleibende Veränderung.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 20

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Befund bei der Behandlung am 21.1.2016: sehr harter Schädel sowie Duraballon und

Duragurt. Sutura sagittalis und Sutura coronalis fixiert, Sutura squamosa beidseits

sind teilweise fixiert. Auffallend ist für mich die schwächere linke Körperhälfte, die

sich während der Behandlung jedoch leicht auszugleichen beginnt. Kurz und sanft

habe ich den Mundboden behandelt, da das Kind als Kleinkind noch mit ca. 3 Jahren

Mühe mit schmerzhaftem Stuhlgang hatte, dies evtl. damit in Verbindung stehen

könnte. Das Kind ist der Meinung, es brauche keine Brille mehr; ein neuer Sehtest ist

wohl notwendig.

Behandlung vom 23.2.2016: Das Kind hatte Blasenprobleme und erlitt inzwischen

zwei Stürze beim Skifahren. Zudem hatte der Junge eine leichte Magen-Darmgrippe

und noch einen leicht geblähten Bauch. Ich stelle eine Kompression der SSB fest

sowie eine einen lateral shift, li./re.-Verschiebung des Keilbeins und einen sehr harten

Duraballon, fixierte Sutura Sagittalis, S. coronalis, squamosa und OM-Naht,

Spannung in der Falx cerebri und im LWS-Bereich, fixiertes Steissbein, eine grosse

Spannung im Zwerchfell sowie ein eingeschränktes Fasziensystem (&Lymphsystem)

fest. Behandlung des embryologischen Raumes von Frontale sowie Occiput, mit Weitung

des Raumes und Ausdehnung nach vorne. Sinusdrainage, Behandlung der

Membranen und die SSB. Ich behandle zudem den Lebermeridian (Wutanfälle), indem

ich die Impfstörfelder löse. Gegen Ende der Behandlung beginnt die Falx cerebri

mit einer leichten Bewegung, die starke Einschränkung klingt ab und das Kind

beginnt während der Öffnungsphase des CRI stark zu stottern (hat den Drang während

der Behandlung zu sprechen), ein kräftiger CRI cranial stellt sich nun ein. Das

Kind hat keine Mühe mit Sprechen, wenn es wütend ist, aber wenn es komplexe Sätze

mit speziellen Wörtern machen möchte und überlegen muss. Bei der Aussprache

ist es vor allem das „R“, welches noch Mühe bereitet.

Foto vom 26.4.2016: keine „Ausbuchtung mehr zu

erkennen.

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Foto vom 26.4.2016: Nun ist auch die Gesichtsasymmetrie viel weniger ausgeprägt

im Bereich der Lippen, der Augenpartie sowie der Wangenmuskulatur! Der Kindergärtnerin

ist inzwischen aufgefallen, dass sich das Kind besser konzentrieren kann.

Mit der Logopädie wurde noch nicht begonnen. Es haben weitere Fortschritte im Bereich

der Aussprache stattgefunden.

Fotos bei der Craniositzung am 9.6.2016: weniger starke Asymmetrie der linken Gesichtshälfte,

vor allem im Mundbereich.

Zahn- und Kieferstellung: noch Tiefbiss. Ein bleibender Zahn ist unten, Mitte, vollständig

durchgebrochen. Eine Kontrolle beim Zahnarzt/Kieferorthopädie fand noch

nicht statt.

Behandlung am 9.6.2016: Der Schädel ist nun insgesamt etwas weicher, die Falx

cerebri gespannt, fixiert und der Duraballon noch hart. „Konfiglastechnik“, Behandlung

der Asymmetrie in der Querachse des Schädels mit Flüssigkeitstechnik, Massmovement

Gehirn. Os Frontale intraossär behandelt. Cranial Fluid Fields: Stammhirn

und Temporale schwächer, wird aber bei Behandlung besser. Das Nervensystem ist

noch unruhig, wird aber nun ruhiger. Strukturverbindende-Energie Knochen (StvE-K);

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 22

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da das Kind (motorisch) Mühe mit dem linken Bein beim Treppen steigen hat (auch

der Kindergärtnerin aufgefallen), behandelt. Das Kind hat grosse Fortschritte gemacht,

auch beim Sprechen.

Foto vom 14.7.2016: Nun ist die Gesichtsasymmetrie links im Augenbereich nicht

mehr erkennbar.

Behandlung vom 14.7.2016: In der Zwischenzeit hatte das Kind einen kleineren Sturz

erlitten, sonst nichts Besonderes. Die Logopädin findet, dass momentan keine Therapie

nötig ist, möchte aber noch etwas abwarten, um dies definitiv zu entscheiden. Um

die Aussprache des „R“ zu verbessern, hat die Logopädin gurgeln empfohlen. Dies

finde ich sehr gut. Wenn das Kind Eistee trinkt, hat die Mutter eine Auswirkung auf

die Blase festgestellt, es muss mehr zur Toilette. Bei der Behandlung findet am Occiput

ein Unwinding statt und es das Os occipitale fühlt sich für mich 4-teilig an. Behandlung

der Suturen, S. sagittalis, S. coronalis, OM-Naht, S. lambdoidea, Massmovement

des ganzen Schädels, CFF: Flüssigkeitstechnik auf die „Ausbuchtungen“ der

Ossa Parietale. Kontakt mit den Zahnreihen, embryologischer Raum von Frontale

und Occiput sowie Mandibula biodynamisch behandelt. Noch besteht eine Rücklage

des Unterkiefers, meiner Ansicht nach. Insgesamt ist der Schädel nun weicher, flexibler

und die cranial Fluid Fields werden viel kräftiger. Die Ein- und Ausrollbewegung

des Gehirns mit der Falx cerebri wird nun spürbar, die Beine machen eine Ausdehnungsbewegung

mit „länger werden“.

Fotos vom 30.8.2016:

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 23

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Die Gesichtsasymmetrie ist beim linken Auge noch erkennbar, beim Mundwinkel

nicht mehr. Foto rechts Hinterkopf: Aufgrund der Haare schlecht sichtbar, aber doch

noch leichte Ausbuchtung am Os parietale links. Das Kind ist fröhlich und aufmerksam.

Das Kind hat bei einem Salto einen Sturz auf den Hinterkopf und den Rücken

erlitten. Nun hat es oft Bauchweh und wenig Appetit. Zudem hat es eine schmerzhafte

Druckstelle am linken Fuss. Mein Befund: Die Orbita rechts ist fixiert und die Falx

cerebri weist eine „Verdrehung“ auf, der Duragurt weist eine Hohe Spannung auf.

Behandlung: Die Spannung im Zwerchfell versuche ich mit dem Diaphragmatic lift,

dynamischer Kompression, zu lösen. Das Os Frontale behandle ich intraossär, da

der Knochen vom Sturz her eine Beule aufweist. Orbita behandelt, Siebbein mobilisiert.

CFF: kräftig ausser Frontale. Embryologischer Raum Fronto-Occiput biodynamisch

behandelt, mit Ausdehnung des Raumes. Kleinhirn biodynamisch behandelt

mit wahrnehmbarer Ausdehnung. Das Kind wirkt zufrieden und ausgeglichen, hat 2

Wochen nach der letzten Behandlung grosse Fortschritte beim Sprechen gemacht

und übt das „R“ nun. Dies geht jetzt schon sehr gut. Das Stottern ist sehr unterschiedlich

und ist manchmal stärker, aber auch phasenweise fast kein Stottern mehr

vorhanden.

Fotos vom 11.10.2016: Leider hat die Wärmebildkamera an diesem Tag nicht funktioniert.

Aber der Junge hat selbst festgestellt, dass er zum einen heisse Ohren hatte

nach der Behandlung und er „seine Augen bewegen könne“. Er hat wohl gemerkt,

dass seine Augenmuskeln nun besser funktionieren und mir dies gleich gezeigt. Bei

der Erkältung mit Husten, die er kürzlich durchgemacht hat, hatte er auch Ohrenschmerzen,

der Arzt konnte aber keine Entzündung feststellen.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 24

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Befund am 11.10.2016: Der Buchstabe „R“ geht nun ohne Probleme nach der letzten

Behandlung, ohne viel zu Üben. Erkältung und Ohrenweh in der Zwischenzeit, aber

mit homöopathischem Nasenspray und homöopathischen Ohrentropfen konnte dies

gut behandelt werden, noch leichter Husten. Das Kind ist stark gewachsen. Behandlung:

Ich nehme die klassischen Hörbahnen als recht langsam wahr und behandle

diese. Der Schädel ist nun spürbar weicher, flexiblere Schädelknochen. „Konfiglas-

Technik“. Ohrtuben behandelt. Os temporale intraosssäre Technik und nun beginnen

die Hirnnerven, evtl. der Nervus glossopharyngeus und der N. facialis, zu reagieren.

CFF: insgesamt gut, ausser Kleinhirn weniger kräftig. KOAN (Kopf ohne Atlas nicken

für Atlas/C1) mit spontaner, automatischer Mithilfe des Kindes und nun löst sich die

Spannung des Duraschlauches bei C1 (C2). Biodynamische Behandlung der Blase.

Nervus glossopharyngeus: Die Zunge kann nicht soweit herausgestreckt werden

(evtl. zu kurzes Zungenbändchen). Das Zungenbein ist frei. Der Okklusionstest ist

normal, in Ordnung.

Befund am 13.12.2016: Das Kind ist erkältet, hat vom Arzt ein Asthmamittel (Ventolin)

erhalten zum Inhalieren (obwohl kein Asthma festgestellt wurde!). Es lag auch

keine Bronchitis vor. Behandlung: Nun stelle ich wieder eine vermehrte Einschränkung

der Schädelsuturen fest und einen harten Duraballon. Zudem eine leichte

Asymmetrie des Brustkorbes. Suturen behandelt. Nun beginnen sich die Einschränkungen

am Schädel zu lösen, das Kind beginnt, nur am Kopf zu schwitzen und muss

zur Toilette. Das Stottern wird während der Behandlung stärker und danach besser

(das Kind spricht während der Behandlung). Das Nervensystem ist sehr unruhig, wird

aber beim Behandeln, neurovisceral osteopathisch, ruhiger.

Fotos und Wärmebilder der Behandlung vom 17.1.2017:

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 25

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Auffallend kühle Wangen, auch die Wangenmuskulatur bzw. Kaumuskulatur M. masseter

und auch tastbar kühl und weich, wenig Spannung. Die Gesichtsschädelasymmetrie

ist nur noch ganz leicht im Augenbereich sichtbar. Die Lippenmuskulatur hat

sich klar verbessert. Nach Abklärung muss der Junge nicht in die Logopädie.

Behandlung am 17.1.2017: Ich habe noch speziell die „Ausbuchtungen“ an den Ossa

parietalia behandelt und hatte das Gefühl, dass ich Kontakt zum Broca- und Wernicke-Areal

bekam, dort eine Verbindung zwischen diesen Sprachzentren entstanden

ist, die allenfalls vorher nicht da

war.

Rot: Broca-Areal Sprachbildung

Blau: Wernicke-Areal Sprachverstehen

Ursprüngliche Bildquelle&Info: Institut für Kognitive Neurowissenschaft (gemalt

von Pascale Häusermann)

Zudem stellte ich eine Kompression der SSB fest, was

wiederum die These von Torsten Liem in diesem Fall bestätigt.

Der ganze Schädel, der Duraballon und der Duragurt

sind sehr stark gespannt und hart, die Schädelknochen fühlen sich hart an, die

Falx cerebri steht ebenfalls unter Spannung, wie auch der Duraschlauch bei C1/C2.

Die Bauchorgane sowie die Blase sind ebenfalls angespannt, meiner Ansicht nach

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 26

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durch die Schädelasymmetrie und die Auswirkung auf die Hirnnerven wie den Vagusnerv.

Wirklich fixiert ist nach meinem Befund aber nur ein Teil der Sutura sagittalis

sowie die Sutura zygomaticomaxillaris, die anderen Schädelsuturen stehen eher

unter Spannung aufgrund des Duraballons und der Falx cerebri. Mir erscheinen die

Ossa temporalia sehr hart und reagieren nicht auf meine craniosacral osteopathische

Behandlung. Mir kommt spontan die osteopathische Behandlung der Hirnnerven

an der Ohrmuschel (Fachbuch Manipulation kranialer Nerven/S. 234) in den

Sinn sowie die Behandlung der Ohrmuschel beim Thema Hörorgan/Tinnitus mit der

energetischen Behandlung der Ohrmuschel sowie der Reizung der Nervenzonen und

mit Auswirkungen auf den Nervus facialis (superior), den Nervus vagus (inferior) und

den Nervus trigeminus (anterior inferior). Ich wende eine sanfte Technik an, indem

ich immer wieder kleine, harte Bereiche der Ohrmuscheln zusammendrücke. Tatsächlich

hat dies eine intraossäre Auswirkung auf die Ossa temporale und diese fühlen

sich nun flexibler und weicher an und die Hirnnerven in diesem Bereich reagieren

spürbar. Ich rege noch die Propriozeptoren in den Wangen bzw. im M. masseter an.

Ich behandle die erwähnten Suturen, den Duraballon, die SSB und die Blase (biodynamisch),

welche mit einer extremen Tremulation reagiert. Das Nervensystem erscheint

mir im Gegensatz zu früheren Behandlungen ruhig und stabil und ich schliesse

die Behandlung an den Füssen ab. Emotionale/psychische Veränderungen des

Kindes: Nach meiner Beobachtung wirkt sich die Behandlung auch positiv auf die

Beziehung zwischen Mutter und Kind aus. Die Eltern des Kindes, das Kind selbst, ich

als Therapeutin und die Kindergärtnerin sind sehr zufrieden mit dem Behandlungsverlauf

bei diesem Kind.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 27

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Beispiel 2:

Junge, knapp 2-jährig, Kaiserschnittgeburt, Skolioseverdacht der Osteopathin, biodynamische

Osteopathie bei der Behandlung vor kurzem (keine Behandlung am

Kopf). Neurodermitis seit kurzem, fiebriger Infekt und der Verdacht auf Masern, hat

sich gemäss Arzt nicht bestätigt. Sichtbare Ausbuchtung Os parietale re., spürbare

Schädelasymmetrie (mein CSO-Befund). Das Kind ist sehr impulsiv, hat sehr viel

Kraft, will nicht behandelt werden. Das Kind gibt klare Anweisungen, „Kopf sei kalt“,

zieht darauf hin den Velohelm an in meiner warmen Praxis. Vor einiger Zeit wurde

der Junge ein- bis zweimal von einer Osteopathin, biodynamische Osteopathie behandelt,

ohne Schädelbehandlung bzw. Craniosacrale Osteopathie und ohne Hinweis

auf eine Schädelasymmetrie, aber Verdacht bzw. Befund einer Skoliose, wie

mir die Mutter berichtet. Ich fand damals keinen Hinweis auf eine Skoliose im Wirbelsäulenbereich.

Geburt: geplanter Kaiserschnitt. Aufgrund der schwierigen Schwangerschaft mit

Kopfschmerzen und Migräne hatte die Mutter des Kindes Angst, zu wenig Kraft für

die Geburt zu haben und entschloss sich deshalb zu einem geplanten Kaiserschnitt.

Nach der Geburt hatte das Kind Gelbsucht und musste viel draussen sein (keine

Lichtbehandlung).

Lagerung als Baby: Schläft in der Seitenlage. Tagsüber Seitenlage und auch Rücken-

sowie Bauchlage.

Gestillt: fast 2 Jahre lang.

Skelettale Ebene/Wirbelsäule: nach meinem Befund Hautverklebungen der Faszie,

Ligamentum Supraspinale.

Foto und Wärmebild vom 11.4.2015:

Wärmebild rechte Schädelseite

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 28

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Foto vom 11.4.2015: sichtbare „Ausbuchtung“

am Os parietale rechts.

Homöopathische, klassische Konstitutionsbehandlung durch einen homöopathisch

praktizierenden Arzt. Verdacht auf Masern im April 2015 und Konsultation bei einem

anderen Arzt. Der Masernverdacht wurde nicht bestätigt, dafür Neurodermitis und

Eisenmangel. Der Arzt will weitere Abklärungen, da er eine Thalassämie (minor) für

möglich hält bzw. ausschliessen will. Interessanterweise wäre Thalassämie eine Ursache

für einen frühzeitigen Verschluss der Schädelnähte, einer Kraniosynostose,

welche auch zu starken Schädelasymmetrien führen kann, aber weitaus stärkere

Auswirkungen und neurologische Probleme zur Folge hätte. Die Blutuntersuchung

zur Abklärung der Thalassämie wurde nicht durchgeführt, dies wird auch nicht weiter

abgeklärt, auf Wunsch der Eltern und Anraten des Homöopathen.

Befund bei der Behandlung vom 11.4.2015: Das Kind wurde vor kurzem abgestillt.

Es schläft schlecht in der Nacht. Die Verdauung ist normal. Für mich ist eine „leichte“

Asymmetrie am Schädel von Auge klar erkennbar als „Ausbuchtungen“ im Bereich

des Tuber parietale, der Ossifikationsstelle der Ossa parietali. Weitere Ausführungen

dazu von mir unter „Zusammenfassung/mein Fazit“. Die Schädelform wirkt wie in der

Extensionsphase des Schädels festgehalten. Die Sutura coronalis, sagittalis und S.

lambdoidea sowie die Wirbelsäule lumbal und cervikal sind fixiert. Alle CS-

Bewegungen von Occiput und Sacrum sind asynchron. Der CRI ist nur kaudal sehr

schwach. Das Kind will in meiner warmen Praxis den Velohelm anziehen. Ich kann

mir vorstellen, dass der Junge den Helm gerne trägt, da ihm dieser Wärme und Halt

am Schädel gibt. Das Kind trägt den Helm auch im Auto beim Autofahren.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 29

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Mai 2015 Verlauf/Bericht der Mutter: Der Junge möchte den Velohelm nun nicht

mehr tragen und es braucht Überzeugungsarbeit der Eltern, dass er den Helm noch

beim Velofahren etc. anzieht.

Zweite Behandlung am 20.6.2015: Mein Eindruck, dass das Kind etwas traurig und

unzufrieden wirkt, sei gemäss der Mutter eher Unsicherheit. Die Schädelasymmetrie

hat sich sicht- und tastbar verbessert, auch für die Mutter sichtbar. Immer noch spürbar

ist die Schädelasymmetrie in der Diagonale vom Parietale links Richtung Frontale

rechts nach vorne (siehe Foto oben), aber nicht mehr (gut) sichtbar. Das Kind hat

inzwischen grosse Fortschritte gemacht, ist in vielen Bereichen sowieso sehr weit in

der Entwicklung, auch aus meiner Sicht, aber noch oft Standunsicherheit, Gleichgewichtsprobleme,

manchmal noch etwas Gangunsicherheit, sabbert noch extrem

stark. Dafür zählt das Kind schon etwas und spricht 2-3 Worte in Englisch. Nach

meinem Befund sichtbare Rücklage des Unterkiefers (Tendenz Angle Klasse II/2?),

siehe Foto. Für die Stärkung der Fussmuskulatur, der Propriozeptoren in den Füssen,

habe ich barfuss laufen zuhause empfohlen, da dies auch gute Auswirkung auf

die Standunsicherheit haben könnte über die Verbindung der Füsse mit dem Gehirn,

einfach durchzuführen ist, den Tastsinn der Füsse fördert, kostenlos ist und das richtige

Abrollen der Füsse ermöglicht. Die Wangenmuskulatur ist gemäss Wärmebild

kühl, auch beim Palpieren und nach meinem Tastbefund immer noch eher schwach,

hat wenig Spannung, auch auf dem Foto zu sehen, aber besser als bei der ersten

Behandlung. Deshalb habe ich empfohlen, mit dem Röhrli zu trinken, um dies ganz

einfach zu fördern. Das Kind wurde fast zwei Jahre lang gestillt, also sehr lange.

Verschluss der grossen Fontanelle mit ca. einem Jahr, gemäss der Mutter. Behandlung

CSO: Parietale Gewölbehaltung mit spontanem Unwinding. OM-Nähte behandelt

da fixiert mit FIT. Biodynamische Behandlung des Unterkiefers, dem Raum zwischen

Unterkiefer und Hinterkopf, damit das Wachstum nach vorne angeregt wird.

Kontakt mit der Mandibula (Unterkiefer), mehr erlaubt mir das Kind nicht. Behandlung

FIT der Nähte Sutura coronalis, S. squamosa, S. sagittalis (siehe Wärmebild weiter

unten), da alle stark fixiert sind; Unwinding. Leichte Kompression des Os Frontale

zusammen mit dem Occiput. Earpull wird fast nicht toleriert vom Kind, dafür FIT der

Ossa temporalia. Kurze Behandlung der Processi mastoidei. Kurz 2-Fingertechnik

Fluktuation (Nacken). Die Wirbelsäule habe ich manuell mit meinen Methoden behandelt,

da Hautverklebungen der Faszie, des Lig. Supraspinale vorhanden waren.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 30

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Das Kind findet, es habe „ein Loch“ und zeigt auf eine Stelle beim Schläfenbein“

rechts und ich dürfe dort nicht behandeln. Ich nehme dies zur Kenntnis und akzeptiere

dies so. Zeitweise reagiert das Kind resolut und gibt Befehle; eher ungewöhnlich

für sein Alter. Der Wechsel folgt nun und das Kind gibt „mir Anweisungen wo und

was ich behandeln soll“ und nun spüre ich, dass sich die Behandlung dadurch verändert,

das Kind spürt was es braucht. Behandlung am Kopf Parietale, im sehr warmen

Bereich auf dem Wärmebild weiter unten. Noch starke Verhärtungen, Fixierungen

bei Sutura sagittalis nahe der Sutura coronalis, welche ich beim nächsten Mal

nachkontrollieren werde. An der Wirbelsäule arbeite ich nochmals mit leichter Kompression

nach ventral und den Fuss soll ich auf Wunsch des Kindes behandeln. Ich

behandle den Brustkorb, da tastbare Asymmetrie vorhanden ist. Diaphragmatic lift

anterior am Zwerchfell. Die obere Thoraxapertur mobilisiere ich von oben her und ich

schliesse die Behandlung an den Füssen ab. Die ganze Behandlung fand liegend,

sitzend und stehend statt, nie auf der Behandlungsliege, auf Wunsch des Kindes.

Starkes Ungleichgewicht der Strukturen, bei sehr weichem, „gummigem“ Gewebe mit

sehr wenig Spannung z.B. im Wangenbereich (lymphatisch) und sehr starker Verhärtung

der Faszien im Bereich der Wirbelsäule. Das Kind verabschiedet sich von mir

mit einem Küsschen auf die Wange.

Wärmebild vom 20.6.2015: Sehr warme Stellen am Os parietale,

im Gegensatz zum Occiput, welches mit blau-grün

deutlich kühler dargestellt wird.

Foto vom 20.6.2015 Schädel li. seitlich, Kopfform

noch eher in Exspirationsphase verbleibend.

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Wärmebild Gesicht linke Seite zum entsprechenden Foto

oberhalb, 20.6.2015: Das Kind wird müde und legt sich

hin. Noch sichtbar kühlerer Wangenbereich und im Bereich

der Sutura sagittalis bis ca. zur kleinen Fontanelle.

Extreme Wärme im Bereich des Os Frontale, z.T. temporale,

Keilbein und Augenbereich.

Foto vom 20.6.2015: Unterkiefer mit deutlicher Rücklage. Hatte

nie einen Nuggi und auch nicht Daumen gelutscht, aber

wurde sehr lange gestillt (bis fast 2-jährig). Wangenmuskulatur

ist kühl bis kalt sowie mit wenig Spannung, im Gegensatz zum

Kiefer-, Wangenbereich ist der Kopf mehrheitlich sehr warm.

Schädelasymmetrie als Mitursache für die Kieferentwicklung?

Fotos vom 29.10.2015: Zahn- und Kieferstellung.

Fotos vom 29.10.2015: Kieferstellung, noch Vorlage des Oberkiefers/Maxilla, Rücklage

des Unterkiefers (Mandibula), nach meinem Befund CSO, aber deutliche Verbesserung.

Myofunktionelle Therapie mit Kringelröhrli und Informationsblatt an Mutter,

da die Wangenmuskulatur wenig Spannung hat, ausgesprochen weich ist. Der

Okklusionstest fällt aber am 29.10.2015 normal aus, der CRI bleibt gleich.

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Infrarotwärmebild vom 29.10.2015: Gesicht von vorne, mit Mund- und Lippenbereich.

Dieser ist klar kühler, der innere Augenbereich überwärmt. Die unzureichende Spannung

des M. masseter sowie M. buccinator sowie die schlechtere Durchblutung zeigt

sich auch im Wärmebild.

29.10.2015: Kopfform von oben, leichte „Rhombusform“.

Gemäss Torsten Liem/Kraniosakrale Osteoapathie (S.

589) müsste hier eine Extensionsdysfunktion vorliegen,

was ich mir auch notiert habe, da der Schädel wie in der

„Extensionsphase“ verblieben wirkt. Zudem stimmt die

von mir festgestellte „Rhombusform“ des Schädels ganz

genau mit der Abbildung 21.35 überein, wie ich nun etwas überrascht nachlese, siehe

Foto vom 8.12.2015 des Schädels von oben. Dies würde dem lateral Strain rechts

entsprechen. Ich habe die SSB aber bei dieser Craniositzung nicht speziell untersucht,

am 4.4.2016 stelle ich fest, dass die SSB fixiert ist. Bei diesem Kind ist es

sehr schwierig die SSB genau zu untersuchen, da es den Schädel praktisch nie stillhält.

Infrarotwärmebilder vom 29.10.2015

Sprachschwierigkeiten zeichnen sich ab, teilweise Stottern, undeutliche Aussprache,

ist aber erst 2 ½ Jahre alt. Kind spricht viel. Stottern kann altersgemäss zur Sprachentwicklung

gehören und von selbst abklingen, wie mir eine Logopädin erklärt hat.

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Fotos vom 8.12.2015:

Von oben gut erkennbare, sichtbare Schädelasymmetrie, immer noch leichte „Rhombusform/Rautenform“,

eckig, „Wölbung/Ausbuchtung“ bei den Tuber parietale. Am

Hinterkopf ist keine Schädelasymmetrie sichtbar.

Fotos und Infrarotwärmebilder vom 8.12.2015:

Kopf von oben.

Kieferstellung und Wangenbereich. Deutlich zu sehen

sind die „ausgeprägten“ Wangen, die Kaumuskulatur

welche eher schwach ist, Einfluss auf die Kieferentwicklung

hat.

Behandlung am 8.12.2015: Gemäss der Mutter spricht das Kind nun viel besser und

deutlicher, ist auch weniger impulsiv (aggressiv). Der Schädel ich noch etwas hart,

aber insgesamt flexibler, die „Ausbuchtungen“ beidseits sind noch tastbar. Die OM-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 34

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Naht rechts ist leicht fixiert. Während der Sitzung erhalte ich die Erlaubnis des Kindes,

am Nervensystem von den Waden her zu neurovisceral zu behandeln und es

zieht mich auf die rechte Seite der Spinalnerven und Pyramidenbahn, zum Gehirn,

speziell Kleinhirn und wieder hinunter. Mir fällt während der Behandlung auf, dass

eine Seite des Schädels kühler ist.

Foto und Wärmebilder vom 4.4.2016: Von oben

ist nun keine Schädelasymmetrie mehr zu erkennen.

Wärmebild Schädeldach: Im Bereich der früheren kleinen Fontanelle, craniometrischer

Punkt Obelion, ist noch eine starke Überwärmung zu erkennen.

Foto vom 4.4.2016 seitlich: Ober- und Unterkieferlage

normalisieren sich und zeigen keine

starke, von Auge sichtbare Oberkieferlage bzw.

Unterkieferrücklage mehr. Die Wangen wirken

nun ganz anders, weisen mehr Spannung auf,

sind nicht mehr so ausgeprägt.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 35

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Infrarotwärmebild vom 4.4.2016: Os frontale und teilweise

parietale. Aus meiner heutigen Erfahrung bezüglich Interpretation

der Wärmebilder geben die unklaren Konturen

am Schädel auch einen Hinweis auf ein Ungleichgewicht

der (Hirn-)Nerventätigkeit. Ich habe diese Feststellung

zum ersten Mal bei einer Klientin mit Neuropathie der

Beine bzw. Füsse gemacht, dann auch bei anderen Nervenschädigungen,

z.B. an der Hand. Nach Information der Mutter hatte das Kind im

März 2016 einen fiebrigen Infekt und danach nicht mehr gestottert, in der sprachlichen

Entwicklung einen sehr grossen Schritt gemacht.

Behandlung am 4.4.2016: Das Kind hat nach Schilderung der Mutter einen grossen

Entwicklungsschub gemacht und hat kein „Entwicklungsstottern“ mehr. Der CRI kaudal

ist schwach, sonst kräftig. Das Keilbein weist eine Rechts-links-Verschiebung

auf: Das Kind hatte einen Sturz im Bereich des Os frontale und dort noch eine grosse

Beule. Die SSB ist fixiert. Die Sutura coronalis und sagittalis sind im Bereich der

früheren grossen Fontanelle fixiert (Bregma), die Suturen sind wie übereinander geschoben,

lösen sich mit einem Unwinding während der Sitzung. Der anteriore Duragurt

steht unter Spannung. Den biodynamischen Raum zwischen Occiput und Frontale

sowie die Propriozeptoren im Wangenbereich rege ich an. Ich stelle eine Standunsicherheit

fest und behandle deshalb auch die StvE-K der Beine, die Propriozeptoren

der Füsse. Ich empfehle auch nochmals barfuss zu laufen, damit die Fussfaszien

und die Verbindung zwischen Füssen sowie Gehirn weiter gestärkt werden. Das erste

Mal kann ich nun das Kind auf der Liege behandeln und nicht mehr nur am Boden!

Behandlung am 7.6.2016: Das Kind scheint in einer starken Trotzphase zu sein und

demzufolge gestaltet sich die Behandlung eher schwierig. Insgesamt zeigt sich eine

sehr gute Entwicklung im Schädelbereich, dieser ist weicher, kaum noch sicht- oder

tastbare Asymmetrie. Auch die Rücklage des Unterkiefers hat sich stark abgeschwächt.

Es besteht noch etwas Standunsicherheit beim Stehen, welche der Mutter

nicht auffällt. Ich behandle deshalb die Propriozeptoren an den Fusssohlen und die

StvE-K der Fussknochen, da diese Verbindung auffallend schwach ist. Nochmals

barfuss laufen zu Hause empfohlen, für die Füsse und Verbindung zum Gehirn. Der

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 36

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Junge ist sehr wach und weit in der geistigen Entwicklung, keine Beeinträchtigung

der Intelligenz, ganz im Gegenteil, er ist ausgesprochen intelligent für sein Alter. Die

Wangenmuskulatur ist noch eher schwach, auch gemäss dem Infrarotwärmebild und

das Kind ist eher lymphatisch vom Typ her, hat auch grosse Mühe mit Mückenstichen,

reagiert mit lokaler Schwellung, starkem Juckreiz. Auffallend ist der zu warme

Bereich im Os frontale in welchem sich auch der Bereich für die Impulskontrolle des

Gehirns befindet und allenfalls könnte dies mit dem Korpus callosum, dem mitfühlenden

Teil des Gehirns, zusammenhängen, der nicht immer kontrollierten Impulskontrolle.

Dies könnte nun aber auch mit der aktuellen Trotzphase zusammenhängen.

Deshalb werde ich die Mutter nach dem Verlauf der impulsiven (aggressiven) Phasen

fragen.

Infrarotwärmebilder und Foto vom 7.6.2016:

Der Schädel von oben mit auffallend warmer Stelle bei einem Haarwirbel bzw. der

früheren kleinen Fontanelle.

Fotos und Wärmebilder vom 7.6.2016: Schädelform von oben gesehen:

Die Schädelform beginnt sich sichtbar zu normalisieren und die „Rhombusform“

schwächt sich ab.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 37

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Wärmebilder: Am Parietale rechts nahe der kleinen Fontanelle, ist eine kühlere Stelle

zu sehen. Sonst ist die Wärme des Schädeldaches nun ausgeglichener. Die Konturen

des Schädels sind klarer geworden. Das Os frontale zeigt aber noch eine Über

wärmung. Dort befindet sich der präfrontale Cortex und Spiegelneuronen welche mit

mitmitfühlenden Emotionen in Verbindung gebracht werden. Die Schädelform hat

sich praktisch normalisiert (siehe auch Ansicht von oben).

Behandlung am 6.1.2017: Ganz kurze, ca. 10-minütige Behandlung, da das Kind nun

behandelt werden wollte und ich an diesem Tag eigentlich nur seine Schwestern behandelte.

Ich stelle nun eine beginnende, leichte Skoliose der Wirbelsäule mit Rotation

der Wirbelkörper nach rechts fest im lumbalen Bereich. Deshalb mobilisiere ich

sanft die Wirbelsäule, rege die Mobilität und Motilität der Wirbelkörper sowie die

Schwingung der Wirbelsäule an. Der Schädel ist insgesamt viel weniger hart, flexibler,

die Suturen nur noch im Bereich der Sutura sagittalis, der S. metopica sowie der

S. lambdoidea leicht fixiert. Ich rege die Falx cerebri an, wende eine leichte Kompression

von Frontale und Occiput und Anregung des embryologischen Raums an.

Das Kind ist sehr herzlich und die Gefühlszustände wechseln sehr schnell. Bei längeren

Abständen zwischen den Behandlungen wie hier von 6 Monaten vom Juni

2016 bis Januar 2017 wurde die Impulsivität aber wieder stärker, weshalb ich hier

eine begleitende Craniosacral osteopathische Behandlung ca. alle 4-8 Wochen momentan

empfehlen würde. Die leichte Schädelasymmetrie hat sehr gut auf die Craniosacral

osteopathische Behandlung angesprochen und sich weitgehend normalisiert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 38

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Beispiel 3:

Mädchen, Primarschülerin, 7 Jahre alt. Aus meiner Sicht hat das Kind einen auffallend

grossen Kopf und dies war gemäss der Mutter schon immer so. Ein Osteopath

hatte das Kind einmal als Baby behandelt, der Mutter aber nicht gesagt, ob dies genügt

oder weitere Behandlungen nötig bzw. empfehlenswert seien. Deshalb erfolgten

keine weiteren Behandlungen. Die Schädelasymmetrie wurde bei diesem Kind vom

Kinderarzt festgestellt, aber nie eine Behandlung empfohlen. Wie oft wurde von „sich

auswachsen“ gesprochen, was nicht meiner Meinung und Erfahrung entspricht. Eine

festsitzende Zahnspange wurde im Alter von ca. 7 Jahren vom Kind nicht toleriert, da

diese grosse Schmerzen und Spannungen auslöste, aber trotzdem nicht den gewünschten

Erfolg brachte. Ich habe zwei Adressen von Kieferorthopäden der Liste

KFO1 mitgegeben, damit eine neue Beurteilung sowie allenfalls kieferorthopädische

Behandlung möglich ist. Auch die Zusammenarbeit der Mutter mit der Kieferorthopädin

sowie dem Kind war alles andere als wünschenswert, sodass die Zahnspange

wieder entfernt wurde. Ein neuer Kieferorthopäde wurde gesucht. Das Mädchen hat

keinerlei physische Probleme. Körperlich hatte sie bisher keine Beschwerden, kennt

weder Kopf-, noch Rückenweh. Die Mutter hat mich aber auch wegen der Schädelasymmetrie

aufgesucht. Bezüglich Kieferstellung der Eltern: Die Mutter hat einen

stark „vorgewölbten“ Unterkiefer und hatte eine Kiefer-/Zahnstellungskorrektur.

Geburt: Die Geburt wurde eingeleitet und das Kind war ein „Sterngucker“ mit “salutierender

Hand“); hat das Hinterhaupt nach hinten zum Kreuzbein gedreht (was die Geburt

erschwert).

Lagerung als Baby: Das Kind wurde als Baby in Seitenlage mit Kissen gelagert.

Als Baby wurde es zwei Monate lang gestillt.

Skelettale Ebene/Wirbelsäule: vor der ersten Behandlung keine Einschränkungen

oder Hautverklebungen von mir palpiert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 39

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Wärmebilder vom 24.5.2015 (vor der ersten Behandlung):

Das Gesicht zeigt auffallend viel Wärme im Stirnbereich, Os frontale, Nase und

Wangen kühl bis kalt, Halsbereich sehr warm. Kopf seitlich li., am Schädeldach warme

Stellen, Nähe Sutura Sagittalis und auch S. coronalis. Augenbereich sehr warm.

Die Schädelasymmetrie ist etwas zu erkennen, abgeflachter Hinterkopf und „abgeflachtes“

Gesicht (Frontale und Mandibulabereich). Meines Erachtens ist nicht genügend

„biodynamische Kraft für das Gesichtsschädelwachstum nach vorne“ vorhanden

(genetisch?). Gesicht von vorne, frontal, vor der ersten Behandlung: auffallend

viel Wärme im Stirnbereich, Os frontale, Nase und Wangen kühl bis kalt, Halsbereich

sehr warm.

Fotos vom 24.5.2015: am Hinterkopf. zu erahnende Schädelasymmetrie.

Mein Befund CSO vor der ersten Behandlung:

Foto vom 24.5.2015 vor der 1. Behandlung

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 40

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Verlauf: Kind hatte etwas Kopfweh nach der ersten Behandlung, hat aber auch danach

noch an einem Stadtlauf teilgenommen. Gemäss der Mutter hat sich die Zahnstellung

verändert (meines Erachtens nun Kreuzbiss). Das Kind wirkt viel ausgeglichener,

zufriedener und fröhlicher (mein Eindruck). Die Wangenmuskulatur ist fester

geworden und dies ist auch auf dem Wärmebild ersichtlich, bessere Durchblutung,

ausgeglichenere Temperatur im Gesichtsbereich. Da noch ein Wohnungswechsel

stattfand und die Geburt des Geschwisterchens, waren die Klienten noch nicht bei

einem neuen Kieferorthopäden, haben erst die Unterlagen bei der bisherigen verlangt.

Foto vom 13.6.2015 nach der 2. Behandlung. Die Kieferstellung

hat sich bereits ganz klar verbessert, nur schon

unter Craniosacral osteopathischer Therapie, noch ohne

weitere kieferorthopädische Behandlung.

Befund CSO: Eher lymphatisch. Die Beinmuskulatur ist dafür gut entwickelt.

Skelettale Ebene: im Bereich der Wirbelsäule habe ich keine Einschränkungen oder

Auffälligkeiten gefunden. Bereits vor der zweiten Behandlung wirkt das Kind zufriedener.

Infrarotwärmebild und Foto vom 5.1.2016.

Das Gesicht ist abgeflacht.

Befund und Behandlung am 5.1.2016: starker Wachstumsschub. Fehlstellung linker

Fuss. leicht nach innen. Hohe Spannung Duraballon und Duragurt. Einschränkungen

am Frontale und Siebbein fixiert. „Ausbuchtungen“ am Parietale sind tastbar. Okklusionstest;

der CRI wird schwächer, stoppt fast. Nach der Behandlung fällt der Okklusionstest

normal aus und der CRI bleibt gleich. Zusätzlich intraorale Behandlung im

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Mundraum; Behandlung der Sutura palatina, der Gaumenbeine, des M. pterygoideus,

Traktion der Mandibula, M. buccinator ausgestrichen, Lymphtechnik am Gaumen,

eingeschränkte Zähne sowie Zahnreihen behandelt. Biodynamisch Gesichtsfurchen

sowie embryologischer Raum von Frontale und Occipitale, welcher sich auf

das Gesichtswachstum auswirken könnte. Das Gesicht wächst nicht so stark nach

vorne und ist leicht abgeflacht. Dies ist nehme ich so wahr und rege das Gesichtswachstum

nch vorne an. Behandlung der Faszien am ganzen Körper.

Fotos vom 7.3.2016

Kieferorthopädie: die Sutura palatina (mediana) wird mit einer Spange gespreitzt.

Später soll noch an den oberen Zähne eine festsitzende Zahnspange dazu kommen.

SSB: am 7.3.2016 zeigt sich ein Fulkrum in der SSB, die SSB ist nun fixiert! Nach

Torsten Liem (S. 575) müsste hier eine Extensionsdysfunktion der SSB vorliegen,

was mit der Abbildung 21.7 des abgeflachten Gesichts übereinstimmen würde. Zudem

ist ein Fuss nach innen gedreht, welches ein mögliches Symptom der Extensionsdysfunktion

der SSB sein könnte.

Infrarotwärmebild vom 7.3.2016 (mit kieferorthopädischer

Behandlung): Das Ohr li. ist kalt, der Wangenbereich

kühl (M. masseter), das Os parietale li. insgesamt

recht warm und ebenso der Halsbereich links. Das Ohr

rechts ist ebenfalls kalt, der Wangenbereich kühl (M.

masseter), Bereich parietale re. sehr warm, die Nase

kühl, der Halsbereich warm bis sehr warm. Der Gesichtsschädelbereich

reagiert nun evtl. auf die Kieferorthopädische Behandlung er-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 42

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neut mit abgeschwächtem Wachstum nach vorne und ich versuche sehr sanft biodynamisch

einen Impuls zu setzen, indem ich die Gesichtsfurchen sowie die biodynamischen

Räume behandle, integriere. Die unscharfen Konturen auf dem Wärmebild

des Gesichts zeigen aus meiner heutigen Erfahrung, dass das embryologische Gesichtswachstum

eingeschränkt ist. Das Kind hat gemäss der Mutter eine innere Unruhe.

Befund: Der Duraballon ist weicher, der Duragurt steht unter Spannung. Nun

hat sich die Wirbelsäule verändert und ich stelle im oberen Rücken, bei Th2-8 Verdrehungen

der Wirbelkörper fest, welche ich behandle. Zuvor habe ich im Bereich

der Wirbelsäule gar keine Einschränkungen festgestellt. Intraorale Behandlung im

Mundraum für den Kiefer. Der Okklusionstest ist diesmal normal. Momentan besteht

aus meiner Sicht eine Rücklage des Oberkiefers. Behandlung der SSB: Meines Erachtens

besteht eine Separation, ein fehlender Kontakt und ich versuche diesen herzustellen.

OM-Naht behandelt und danach werden die zuvor kühlen Ohren viel wärmer.

Die Wangenmuskulatur, M. masseter, ist eher schwach und ich empfehle Ballone

aufzublasen. Das Kind geht nun in die Logopädie, was sich auf positiv auf die Kieferentwicklung

auswirken kann.

Foto vom 3.5.2016: Momentan hat das Kind eine

Zahnspange oben, eine Spange um den Gaumen zu

dehnen (Gaumennaht), oben, bis Juni 2016. Nun hat

sich meines Erachtens die Mittellinie verschoben. Der

Oberkiefer/Maxilla kommt nun nach vorne. Das Mädchen

hatte gerade eine Magen-Darmgrippe und eine

Erkältung. Insgesamt habe das Kind momentan viel Energie, gemäss der Mutter.

Beim Okklusionstest wurde der CRI cranial zunächst etwas schwächer. Bei der

Nachtestung gegen Ende der Behandlung war der Okklusionstest dann normal. Das

Siebbein ist fixiert, die Schädelnähte Sutura coronalis, S. lamboidea, S. sagittalis, S.

squamosa rechts, im Bereich des Pterions und die OM-Naht sind nun fixiert. Bei den

Jochbeinnähten fehlt nun der Kontakt. Zudem ist weist die Synchondrosis

Sphenobasilaris/SSB nun eine Kompression auf und ein Fulkrum. Dem Keilbein fehlt

die Ausdehnung in die Breite. Die Zähne weisen nun Einschränkungen in Form von

zu wenig Spannung auf. Im Bereich der Condylen zeigt sich eine Kompression sowie

teilweise fehlende StvE Knochen. Die biodynamische Behandlung der Gesichtsfurchen

und des (embryologischen) Raumes Occiput-Frontale zeigt eine Wirkung und

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 43

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ich versuche so, das Gesichtsschädelwachstum nach vorne zu unterstützen. Mobilisierung

der Falx cerebri. Faszien am ganzen Körper behandelt, 1. Rippe mit PRT.

Am Schluss der Behandlung zeigt sich am Schädel, cranial, ein kräftiger CRI. Die

Mittelline wird spürbar.

Fotos vom 24.1.2017: Das Mädchen hat oft Kopfweh und Bauchweh. Die Bügel der

Spange am Gaumen ist nun 3 Mal eingewachsen und deshalb wurde die Spange,

welche die Sutura palatina mediana gedehnt hat, auf Intervention der Mutter, entfernt.

Stattdessen wird nun ein Bionator während der Nacht getragen. Sobald dieser

noch besser angepasst ist, wird dieser auch am Tag getragen werden.

Das physiologisch notwendige Wachstum des Gesichtes nach vorne scheint mir nun

stattzufinden; dies zeigen auch die klaren Konturen im Wärmebild. Ich nehme dies

auch beim Behandeln so war und kann mir gut vorstellen, dass der Bionator dies auf

dieser Ebene unterstützt. Die starke Überwärmung im Gesicht ist gut zu sehen, nicht

nur auf dem Wärmebild, sondern auch auf den Fotos mit den roten Wangen. Die

Wärmeentwicklung ist auf der linken Gesichtshälfte weniger stark ausgeprägt und

mehrheitlich im Bereich der Maxilla, des Sphenoids.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 44

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Bei der Frontalaufnahme des Gesichts ist zu sehen, dass die linke Wange etwas

kühler ist. Die Überwärmung ist hier auch bei der Augenpartie zu sehen. Insgesamt

hat das Mädchen eher zu warm als zu kalt.

Mein Befund CSO am 24.1.2017: recht kräftiger CRI cranial, sacral, kaudal. Der Duraballon

und die Schädelknochen sind noch hart, aber insgesamt weicher, flexibler

als früher. Ich habe den Eindruck, dass der Körper, speziell der CRI, das Schädelwachstum,

sogar unterstützt wird mit dem Bionator. Dies ist für mich eine tolle Erfahrung.

SSB: ist frei am 24.1.2017. Die Sutura coronalis und S. sagittalis sowie die S.

zygomatica maxillaris sind nur leicht fixiert. Die Wirbelsäule ist nicht fixiert, die

Schwingung der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins praktisch synchron. Das

Zwerchfell ist teilweise eingeschränkt und ich behandle dieses sanft bei der Leber

und über die Membranen. Als ich die Membrane global entspanne spürt das Kind

dies im Zwerchfell. Ich rege die Eigenbewegung des Magens an und nehme Kontakt

mit dem Brustbein auf. Der sympathische Grenzstrang zeigt sich mir als sehr aktiv,

etwas zu aktiv. Ich behandle speziell die Sutura intermaxillaris mit Druck auf die Sutur

von aussen und zugleich die Sutura palatina mediana, um die Eigenbewegung

der Maxilla sowie die Bewegung der Gaumennaht wiederherzustellen. Die Sutura

intermaxillaris und palatina mediana zeigt sich traumatisiert mit einer sehr hohen

Tremulation. Mit der Zeit kommt die Eigenbewegung des Oberkiefers aber wieder

zum Vorschein und auch der Vomer zeigt seine Motilität.

Nun bin ich gespannt, wie sich die Behandlung der Kieferorthopädie mit dem Bionator

weiterentwickelt und ich habe den Eindruck, dass dies ein sehr guter Verlauf wird.

In ca. 2 Monaten ist wieder eine Behandlung bei mir angesetzt.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 45

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Beispiel 4:

Kleinkind, 3 ½ Jahre alt. Eine erlittene Hirnerschütterung, Sturz im Hallenbad auf

Hinterkopf, mit Spitalaufenthalt von zwei Nächten, war der Behandlungsgrund, da

sich im Anschluss ein unruhiger Schlaf entwickelte. Gemäss dem Osteopathen, der

das Kind als Baby behandelt hat, bestand eine Auffälligkeit des Schädels. Er hat der

Mutter aber nichts Genaueres dazu gesagt, deshalb fand nur eine Behandlung als

Baby statt. Das Kind hat oft Bauchschmerzen und schläft schlecht seit dem Sturz auf

den Hinterkopf.

Geburt: normal. Kurze Geburt, gemäss Angaben der Mutter Geburtsdauer 1 ½ Stunden,

mit Akupunktur.

Lagerung als Baby: Rückenlage, tagsüber auch Bauchlage.

Brustkorbasymmetrie sichtbar und tastbar (nie ärztlich diagnostiziert). Diese hat auch

der Vater des Kindes (Beispiel 3 bei den Erwachsenen).

SSB: Läsionsmuster lateral shift am 23.6.2.2015.

Die erste Behandlung fand am 21.10.2014 statt und ich stelle einen offenen Biss fest.

Der Mutter lege ich deshalb nahe, dem Kind den Nuggi abzugewöhnen oder auf ein

Minimum zu reduzieren.

Befund vom 23.6.2015 bei der ersten Behandlung: sehr schwacher CRI cranial. Das

Os occipitale weist eine Torsion auf. Die Sutura sagittalis und S. coronalis sind in einigen

Bereichen fixiert, die Sutura frontomaxillaris ist fixiert, ebenso die Wirbelsäule

im lumbalen Abschnitt. Der Okklusionstest fällt normal aus.

Wärmebild vom 24.4.2015: offener Biss. Kühler bis kalter

Wangen-, Nasen- und Kieferbereich. Dafür sehr warmer

Bereich des Os frontale und Augenbereich.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 46

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Foto vom 24.4.2015: offener Biss (Nuggi)

Befund CSO vom 24.4.2015: keine sicht- oder tastbare Schädelasymmetrie (nach

mir). Skelettale Ebene: Sicht- und spürbare Asymmetrie des Brustkorbes, welche

auch der Mutter aufgefallen ist. Das Kind hat gehört, wie ich mit der Mutter über den

Nuggi sowie die Kiefer-/Zahnstellung sprach und benutzte den Nuggi von nun an viel

seltener. Die Entwicklung des Kiefers und des Gebisses begann sich mit der Craniosacralen

Osteopathie-Therapie zu normalisieren. Die Kontrolle beim Kieferorthopäden

habe ich mehrmals empfohlen. 2015 hat das Mädchen eine zweite Hirnerschütterung

erlitten beim Sturz vom Hochbett, aus ca. 1 ½ Meter Höhe. Gemäss den

Ärzten dürfe dies nicht noch ein drittes Mal geschehen. Mehr wurde dazu nicht gesagt.

Foto vom 23.6.2015: kein offener Biss mehr(!),

noch etwas Kreuzbiss nach meinem Befund.

Wärmebild vom 29.7.2015: kühler bis kalter Wangen-,

Nasen-, Kieferbereich und sehr warmer Bereich des

Stirnbeins und der Augen.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 47

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Foto vom 14.9.2015: kein offener Biss mehr,

aber noch Kreuzbiss (mein Befund).

Die Wirbelsäule beginnt nach meinem Tast- und Sichtbefund eine leichte Kyphose zu

entwickeln, welche in der Verwandtschaft der Mutter vorkommt, also genetisch bedingt

sein könnte. Der Vater, Behandlungsbeispiel 2 bei den Erwachsenen, hat einen

Tiefbiss und deshalb könnte auch bei der Kieferentwicklung noch der genetische

Faktor zusätzlich eine Rolle spielen.

Foto vom 9.12.2015:

Foto links: vor der Behandlung, (noch) Kreuzbiss. Foto rechts: nach der Behandlung.

Noch Kreuzbiss nach meinem Befund, aber sich verändernde Kieferstellung.

Infrarotwärmebild vom 9.12.2015. Nur ganz leicht weniger

warmer Wangenbereich, M. masseter, also

ingsesamt recht ausgeglichen im Gesichtsbereich, das

Os parietale rechts ist etwas kühler, was auf eine Dysfunktion

hinweisen könnte.

Befund am 9.12.2015: Nun stelle ich auch im thorakalen Bereich der Wirbelsäule eine

Fixierung fest. Die Sutura coronalis ist nun frei. Ich behandle den Kieferbereich

ausführlich und auch die biodynamischen Gesichtsfurchen. Eine Konsultation beim

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 48

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Zahnarzt im Jahre 2015 erfolgte und ergab, dass im Moment keine kieferorthopädische

Behandlung gemacht werden müsse. Ich habe der Mutter des Kindes die Konsultation

bei einem Funktionellen Kieferorthopäden empfohlen.

Foto vom 11.7.2016: Kiefer-Zahnstellung.

Befund vom 11.7.2015: Der Duragurt steht unter Spannung, die Symphyse ist fixiert

und die Brustkorbasymmetrie stärker ausgeprägt, evtl. durch das starke Körperwachstum.

In der Wirbelsäule stelle ich im thorakalen Bereich Verdrehungen der

Wirbelkörper fest. Das Kind hatte einen Unterleibsinfekt, der ärztlich behandelt und

kontrolliert wurde.

Befund CSO bei der Behandlung vom 4.8.2016: Die Falx cerebri und der Duragurt

stehen unter Spannung. Ich stelle eine Asymmetrie des Brustbeins und eine Verdrehung

der Wirbelkörper im thorakalen Bereich fest. Die Ossa temporalia sind beide

fixiert. Fehlende Aktivität bzw. zu wenig der Propriozeptoren Füsse, der Fusssohlen

und fehlende StvE-Ke der Beine. Gemäss der Kontrolle bei der Kinderärztin hat das

Mädchen Plattfüsse und Gleichgewichtsprobleme, kann nicht genügend lange auf

einem Bein stehen und hüpfen. Die Kinderärztin findet die Wirbelsäule gerade und

die sichtbare sowie tastbare Asymmetrie des Brustbeins wird nicht erwähnt. Ich behandle

die klassischen Hörbahnen, da die Kinderärztin vermutet, dass das Kind nicht

gut hört. Der Flüstertest ist dort aber normal ausgefallen. Dies könnte aber allenfalls

auch noch mit der Dysfunktion der Schläfenbeine zusammen hangen. Ich habe das

Gefühl, dass die klassischen Hörbahnen in der Funktion nicht eingeschränkt sind,

aber dies muss nicht unbedingt einen direkten Zusammenhang mit dem Hörproblem

haben. Auch die Ohrtuben werden von mir behandelt. Das Nervensystem erscheint

mir eher überaktiv und unruhig.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 49

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Foto und Wärmebild vom

3.10.2016: Es besteht meiner Ansicht

nach immer noch ein Kreuzbiss

und ich habe dies der Mutter

mitgeteilt.

Auf dem Wärmebild vom 3.10.2016 ist ein kühlerer

Wangenbereich zu sehen welcher mit einer zu schwachen

Spannung in der Kaumuskulatur einhergeht und

die Kieferentwicklung beeinflussen kann.

Befund CSO vom 3.10.2016: Das Kind ist erkältet. Motorisch haben sich grosse Verbesserungen

gezeigt; das Mädchen kann nun Velo fahren und besser auf einem

Bein hüpfen. Die Brustkorbasymmetrie ist etwas schwächer, das Zungenbein ist fixiert.

Die biodynamische Behandlung des Kleinhirns zeigt mir eine Unruhe, welche

die Mutter auch feststellt. Das Kind kann auch beim Behandeln fast nicht ruhig liegen.

Vor kurzer Zeit erfolgte eine Impfung, welche ich als Belastung des Nervensystems

wahrnehme. Da das Mädchen erkältet ist und in der Nacht hustet, behandle ich

noch den Sinusbaum. Der Okklusionstest fällt normal aus. Erst als ich die StvE-K der

Beine behandle, wird das Kind ruhig. Zusätzlich rege ich die Propriozeptorenverbindung

von den Füssen zum Gehirn an und schliesse die Behandlung an den Füssen

ab.

Fotos und Wärmebilder bei der Behandlung vom 31.1.2017:

Kiefer- und Zahnstellung: aufgrund der Abstände

zwischen der unteren Zahnreihe ist es für mich

schwierig zu erkennen, ob noch eine Mitellinienverschiebung

vorliegt. Aus meiner Sicht hat sich

der Kreuzbiss verbessert bzw. abgeschwächt im

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 50

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Vergleich zum Befund mit Foto vom 3.10.2106, obwohl die Aufnahme dafür nicht

ganz so geeignet ist, da die hinteren Zähne nicht zu sehen sind.

Kiefer- und Zahnstellung seitlich. Überbiss nach

meinem Befund.

Infrarotwärmebilder: Der Hinterkopf zeigt eine stärkere Wärmetendenz, das Os parietale

rechts eher eine kühlere Tendenz. Die Wangen, M. masseter ist leicht kühler,

der Bereich Keilbein/Sphenoid und Maxilla links ist überwärmt (weiss).

Befund bei der Behandlung am 31.1.2017: Das Kind hatte einen Sturz mit dem Bobschlitten

vor kurzer Zeit. Die Logopädische Abklärung hat ergeben, dass keine Logopädie

notwendig ist, obwohl das Kind noch gewisse Konsonanten wie das „Sch“ etwas

undeutlich ausspricht. Die SSB ist fixiert, wie auch das Siebbein, und das Os

frontale. Die Brustkorbasymmetrie hat sich stark abgeschwächt, auch tastbar. Die

Sutura coronalis, S. sagittalis und S. lamboidea sind leicht fixiert. C3 und C4 sind

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 51

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fixiert, besitzen weder Motilität oder Mobilität und die spinale Dura ist dort gespannt.

Obwohl ich an diversen Stellen am Körper und Schädel lösen kann, Beckenarbeit,

die Suturen freimache, das Siebbein mobilisiere, speziell den Oberkiefer und deren

Eigenbewegung unterstütze, wird der CRI cranial nicht kräftiger. Das Mädchen ist

leicht erkältet und obwohl die Sekrete abfliessen können, spüre ich, dass die Erkältung

das Nervensystem und das gesamte Craniosacrale System belastet und denke

deshalb an die Belüftung über die Ohrtuben. Auch das Occiput und speziell die Felsenbeine

der Ossa temporali fühlen sich auffallend hart an. Erst als ich die Ohrtuben

mit Ear-pull und über das Os frontale behandle, wird der CRI cranial kräftiger.

Die Propriozeptoren am vorderen Teil der Füsse sind noch relativ schwach, trotz

viel Sport, Bewegung und ich stärke deshalb diese Verbindung von den Füssen zum

Gehirn. Das Mädchen hat nochmals grosse motorische Fortschritte gemacht

und kann nun sehr gut auf einem Bein hüpfen, was sie mir gerne vorführt! Bei

diesem Behandlungsverlauf konnte ich feststellen, dass das Abgewöhnen des

Nuggis auch im Alter von ca. 3 ½-Jahren und die begleitende Craniosacral osteopathische

Behandlung unbedingt zu empfehlen ist. Der vormals offene Biss

hat sich geschlossen, da sich der Kiefer in diesem Alter sehr schnell entwickelt

und wir mit unserer Behandlung in diesen Prozess eingreifen können. Auch

wenn später noch eine kieferorthopädische Behandlung nötig sein kann, ist

dies auf sanftere Art und Weise möglich als bei einem offenen Biss.

Beispiel 5

Kindergartenkind. Meines Erachtens „eher etwas ausgeprägtere Schädelasymmetrie

der leichten Asymmetrien“, welcher der Mutter am Hinterkopf aufgefallen ist, da sie

von Beruf Coiffeuse ist. Zudem fällt der Mutter die Grösse des Kopfes auf, schon als

Kleinkind. Kopfweh hat das Kind schon mit 4 Jahren. Die Härte des gesamten Schädels

und die fehlende Elastizität bzw. Flexibilität der Schädelnähte fallen mir bei der

ersten Behandlung auf.

Geburt: normal. Schlüsselbeinbruch bei der Geburt.

Lagerung als Baby: Aufgrund des Schlüsselbeinbruches muss das Kind auf physiotherapeutische

Instruktion seitlich gelagert werden, mit Kissen. Tagsüber liegt das

Kind aber auch in der Bauchlage, da die Mutter weiss, dass dies z.B. für die Musku-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 52

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latur wichtig ist. Leider wird in der Physiotherapie keine Abklärung bezüglich einer

möglichen Schädelasymmetrie vorgenommen.

Foto vom 29.7.2015: Hinterkopf, aber von Auge nicht gut erkennbare Schädelasymmetrie.

Nur die Stellung und Achse der Ohren weisen darauf hin, auch eine Dysfunktion

der Ossa temporalia und des Os sphenoidale.

Infrarotwärmebild vom 29.7.2015: Der Wangenbereich

links ist kühler (gelb-orange), trotz den roten Wangen, die

Ossa parietalia kühler (grün), mit roter Stelle nahe der Sutura

sagittalis.

Infrarotwärmebilder und Fotos vom 9.12.2015:

Infrarotwärmebild vom 9.12.2015: Hinterkopf. Die Linien sind in die Haare rasierte,

geometrische Muster. Im Wärmebild erkennbare kühlere Partie beim Os parietale.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 53

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Fotos vom 9.12.2015: Aus meiner Sicht ganz leicht abgeflachter Hinterkopf, was auf

eine leichte, generell asymmetrische Nahtfusion hinweisen könnte. Infrarotwärmebild

vom 9.12.2015: rechte Seite. Dysfunktion Parietale erkennbar, eher zu kühl sowie

Temporale; überwärmt. Der Musculus masseter ist kühler, wie auch das Ohr links,

das rechte Ohr im unteren Bereich.

Foto vom 9.12.2015: Zahn- und Kieferstellung, Tendenz

Tiefbiss könnte genetisch bedingt sein. Der Vater

des Kindes ist beim Behandlungsbeispiel 3 bei den

Erwachsenen zu sehen.

Infrarotwärmebild vom 9.12.2015: Auch hier erkennbare

kühlere Bereiche beim Os parietale. Ebenso bei der Wangenmuskulatur.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 54

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Foto vom 30.3.2016 (Tiefbiss?)

Fotos vom 11.7.2016:

Behandlung vom 4.8.2016: Auf den Fotos ist zu erkennen, dass das rechte Ohr abstehender

ist, aus meiner Sicht ein Hinweis auf eine mögliche Dysfunktion des Keilbeins

sowie des Os temporale. Zudem zeigen die Augen einen „Zug nach oben“. Das

Kind hatte seit der letzten Behandlung Fieber und Erbrechen, konzentriert sich immer

noch nicht gerne, spielt lieber Computer, iPad etc., der Schulanfang steht bald bevor

(bereitet der Mutter etwas Sorgen). Der Schädel ist „flexibler“, auch die Suturen sind

nun frei. Cranial fluid fields: Frontalbereich (Frontallappen) über embryologischen

Raum behandelt, biodynamisch. Es zeigt sich nun mehr Raum und Cranial fluid field

frontale wird nun besser. Das Kind möchte, dass ich noch ein Infrarotwärmebild seines

Gesichtes mache und dieses zeigt viel kühlere Ohren. Das nächste Mal werde

ich deshalb mein Augenmerk auf die Ohren, die Os temporale legen.

Fotos und Infrarotwärmebilder nach der Behandlung am 31.1.2017:

Zahn- und Kieferstellung: meiner Ansicht

nach noch minime Rücklage des Oberkiefers.

Mittellinie stimmt. Die Kieferstellung hat

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 55

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sich seit dem 30.3.2016 ganz klar stark verbessert.

Die Augenstellung ist nicht mehr nach oben gerichtet, nicht mehr wie nach oben gezogen

wie noch am 11.7.2016 der Fall war. Ich habe bei jeder Behandlung das angespannte

Tentorium cerebelli entspannt durch welches auch die Augenmuskelnerven

verlaufen.

Auf dem Infrarotwärmebild sind Hinweise auf Dysfunktionen

zu erkennen: die kalte Nase im Segment der oberen

Kopfgelenke, die kühlen Wangen, M. masseter, kaltes

Os parietale rechts (blau) und kühles links (grün), dafür

warme Sutura sagittalis sowie eher überwarmes Os frontale,

Mund- und Halsbereich.

Die Wärmebilder zeigen die Ohren als kühl, obwohl diese sichtbar gut durchblutet

sind, wie auf den Fotos zu sehen ist. Dies zeigt also die physiologische Darstel-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 56

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lung der Ohren im Infrarotwärmebild und nicht nur die Temperatur des Gewebes.

Die rote Stelle am Os parietale rechts zeigt auch auf dem Foto weniger Haare,

stammt evtl. von einem früheren Unfall. Zudem sind die Konturen der Nase, de Os

frontale, der Ossa parietale im Bereich der Sutura sagittalis sowie der Mandibula unscharf.

Dies könnte wiederum ein Hinweis sein auf Dysfunktionen, im Bereich des

Gesichtsschädels auf das unzureichende Gesichtswachstum nach vorne, im Hirnschädelbereich

auch auf eine Dysfunktion von Hirnnerven.

Befund bei der Behandlung am 31.1.2017: die SSB ist frei. Die Kopfgrösse des Jungen

ist nun gemäss der Mutter 53-56 cm (Helmgrösse), wurde aber nie mehr gemessen

bei einer ärztlichen Untersuchung. Der Kopf ist nicht mehr stark gewachsen.

Kleiner Schlittelunfall mit dem Bob, leichte Kontusion am Kopf. Das Kind war krank,

hatte Magen-Darmgrippe und sonst noch Fieber, ist nun aber wieder gesund. Beim

Kind liegt eine Phimose vor die aber (momentan) nicht operiert werden muss. Der

Junge ist sehr stark in Mathematik, interessiert sich für Technik, nur Lesen ist ein

grosses Problem. Die SSB ist frei. Die Falx cerebri ist fixiert, der Duraballon gespannt.

Der Schädel ist insgesamt viel flexibler und es sind keine Suturen komplett

fixiert, ich behandle dies aber auch noch sanft. Das Siebbein und die Maxilla sind

aber fixiert. Sacral bzw. am Becken ist sofort ein starker Zug nach rechts und kaudal,

an den Füssen, nach links, wahrzunehmen. CRI cranial, sacral. Kaudal ist kräftig. Ich

stelle eine leichte Bustkorbasymmetrie fest ca. 3 fingerbreit über der Sternumspitze

und behandle dies. Der Oberkiefer zeigt keine Eigenbewegung und ich rege diese an

über das Lösen der Sutura zygomaticomaxillaris, den Kranzgriff und die sanfte

Drucktechnik von aussen auf die Sutura intermaxillaris, indirekt auch auf die Sutura

palatina mediana Zu allen Zähnen nehme ich kurz manuellen Kontakt auf, da diese

Einschränkungen zeigen und noch keine Milchzähne ausgefallen sind, was den Jungen

stört. Das Tentorium cerebrelli der Falx cerebri ist stark angespannt und ich mo-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 57

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bilisiere dieses, mit spürbarem Pulsieren, da hier ein Zusammenhang mit dem Lesen

bestehen könnte, durch den Verlauf des Nervus abducens, Nervus trochlearis und

des Nervus oculomotoris. Der Junge muss nun vermehrt zur Toilette ohne eine Blasenentzündung

zu haben. Bei der Beckenarbeit mobilisiere ich auch die Blase biodynamisch

und nehme dort eine starke Spannung wahr. Die Kieferstellung hat sich klar

verbessert, ich stelle noch eine leichte, minime Rücklage der Oberkiefers fest, evtl.

genetisch bedingt, Tiefbiss beim Vater und werde dies weiter behandeln.

Beispiel 6:

14-jähriger Sportschüler, Richtung Fussball, mit abgeklärten Hüftproblemen und bevorstehender

kieferorthopädischer Behandlung. Bis jetzt wurde abgewartet und nun

wird ab Mitte Januar 2016 eine herausnehmbare Zahnspange für die Nacht angewendet.

Nach meinem „Befund“ Tiefbiss mit sichtbarer Vorlage des Oberkiefers. Diese

Vorlage des Oberkiefers beträgt gemäss der Mutter 4 mm. Genaue Angaben der

Kieferorthopädin liegen mir nicht vor. Sehr ausgeglichener Jugendlicher. Das Kopfweh

wurde neurologisch abgeklärt und auf Unfälle beim Fussball zurückgeführt.

Geburt: Kaiserschnitt.

Schwangerschaft: normal.

Als Baby wurde er breit gewickelt aufgrund von „Hüftproblemen„ (gemäss Schilderung

der Mutter).

Trichterbrust seit Babyalter bekannt. Die Trichterbrust muss genetische Faktoren haben,

da diese familiär vorkommt. Der Arzt hat keine Behandlung empfohlen.

SSB: Kompression

Foto vom 12.12.2015: Da der Junge die Unterlippenmuskulatur

nicht so gut spannen kann, nimmt er den Finger

zu Hilfe um die untere Zahnreihe gut sichtbar zu machen.

Dies ist für mich ein Hinweis, dass eine verminderte Spannung

in der Unterlippenmuskulatur vorliegt.

Foto vom 12.12.2015: deutliche Vorlage des Oberkiefers

(Maxilla).

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 58

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Befund bei der ersten Behandlung am 12.12.2015: Siebbein fixiert, SSB Kompression/Verkeilung,

Keilbein links-rechts-Verschiebung, Maxilla wie „verdreht“, der

ganze Schädel ist hart, speziell im Occiput sowie am Schädelbasisrand. Der Okklusionstest

ist noch knapp normal, CRI wird etwas langsamer. Asynchrone Bewegungen

Wirbelsäule, Occiput und Schädelbasisrand sind sehr hart. Schwacher CRI cranial

und sacral, kaudal stark. Vor der Behandlung stelle ich eine Beinlängendifferenz von

ca. 1 cm fest, welche nach der Behandlung von mir nicht mehr feststellbar ist und ich

annehme, dass diese fasziale bzw. muskuläre Ursachen hatte.

Alle vier Infrarotwärmebilder vom 12.12.2015:

Im Bereich des roten Punktes lag, gemäss dem Jungen und seiner Mutter, vor ca. 2

Jahren eine Hirnerschütterung vor durch Fussball. Evtl. auch (noch) ein „Loch im

Kopf“ durch einen Unfall in der Kindheit.

Deutlich zu erkennen ist eine geringere Temperatur im Wangen- und Nasenbereich.

Genau in diesem „Segment“ finde ich eine Dysfunktion der SSB. Zur Stärkung der

Wangenmuskulatur habe ich ein Kringelröhrli mitgegeben, Myofunktionelle Therapie.

Da der Jugendliche keine Logopädie benötigt und nicht bei einer Kieferorthopädin mit

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 59

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Funktioneller Kieferorthopädie in Behandlung ist, habe ich keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten

in Myofunktioneller Therapie (wie z.B. Faceformer).

Behandlung vom 19.3.2016: Fulkrum der SSB. Die Bewegungen sind rechtsbetont.

Beim Os frontale stelle ich eine Auflagerung der Sutura metopica sowie bei der Sutura

mentalis der Mandibula fest, wie übereinander geschoben, löse dies. Torsten Liem

weist in „Kraniosakrale Osteopathie““, auch auf solche Auflagerungen im Detail hin,

Iris und Michael Wolf auf „Übereinanderschieben“ von Suturen. Ich habe dies schon

früher bei einer Jugendlichen nach Kieferorthopädie festgestellt, obwohl die Sutura

mentalis ja verknöchert sein sollte, dies aber nicht bei allen Menschen der Fall ist.

Bei der Kieferarbeit stelle ich starke Einschränkungen an den oberen und unteren

Zahnreihen fest und behandle dies sanft von aussen. Bei den Gesichtsfurchen wende

ich die biodynamische Behandlungstechnik an.

Fotos vom 11.6.2016:

Ganz leichte Asymmetrie im Occiput zu erkennen

bei der Behandlung am 11.6.2016 von mir festgestellt,

evtl. ist die Dysfunktion von der SSB stammend.

Meines Erachtens nun Mittellinienverschiebung (und noch immer Tiefbiss). Dies zeigt

sich auch während der Behandlung am 11.6.2016 im

Bereich der Eigenbewegung der Maxilla welche nun

sehr „asynchron“ ist und beim Vomer. Ich habe das

bewusste Führen des Unterkiefers als Selbsthilfeübung

gegeben.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 60

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Behandlung am 11.6.2016: Ergänzende, begleitende craniosacral osteopathische

Behandlung zur Kieferorthopädie, mit herausnehmbarer Nachtzahnspange. Deutliche

Verbesserung der Unterkieferrücklage, nur noch 2 mm und eine unerwartet schnelle

Entwicklung gemäss Kieferorthopädin. Die Lippenmuskulatur ist eher zu schwach,

zuwenig Spannung und der Junge muss mit den Fingern nachhelfen. Der Mundschluss,

die Nasenatmung beim Schlafen ist nun besser, während der Behandlung

mit Einschlafen kommt die Mundatmung mit geöffnetem Mund nochmals zum Vorschein,

es folgt aber automatisch von der Mund wieder die Nasenatmung. Eine Muskelzerrung

des Ansatzes des Quadrizeps wurde inzwischen physiotherapeutisch mit

(lokaler) Massage und Dehnübungen behandelt. Der behandelte Jugendliche hatte

öfters Kopfweh ca. seit anfangs Jahr. Dies könnte evtl. mit den erlittenen Hirnerschütterungen

beim Fussball (neurologisch abgeklärt), der Kieferkorrektur, der leichten

Schädelasymmetrie, dem starken Körperwachstum mit Vorliegen von Dysfunktionen

oder einer Kombination von allem in Zusammenhang stehen. Mein Befund hat

sich nun deutlich verändert seit der Junge kieferorthopädisch behandelt wird, obwohl

dies sehr schonend gemacht wird und lange abgewartet wurde. Die Maxilla und der

Vomer zeigen keine Eigenbewegung, deshalb rege ich diese an. Das Keilbein weist

eine li.-re.-Verschiebung auf. Neu liegen nun viele stumme Zonen auf der Rückseite

der Oberschenkel vor und eingeschränkte Faszien am Rücken sowie Wirbelkörper

ohne Motilität oder Mobilität im thorakalen und lumbalen Bereich vor, welche ich

sanft mobilisiere. Bisher lag keine fehlende Motilität von Wirbelkörpern vor, aber eine

fehlende Mobilität. Ich stelle eine Mittellinienverschiebung fest und teile dies der Mutter

mit. Von der Kieferorthopädin wurde sie nicht darauf aufmerksam gemacht. Aufgrund

der vielen Verletzungen hat der Junge nicht den Weg des Fussballprofis gewählt

und trainiert nun nur „hobbymässig“. Im Bereich des Duraschlauches besteht

bei C1 eine hohe Spannung und beim Foramen magnum links eine leichte Einengung.

Kieferarbeit, KOAN, „Konfiglastechnik“, biodynamische Behandlung der Gesichtsfurchen

und Behandlung der erwähnten Dysfunktionen. Nach der Kieferarbeit

und Behandlung am Schädel fällt der Okklusionstest normal aus. Ich schliesse die

Sitzung, nach neurovisceraler Behandlung des Nervensystems welches nun ruhiger

wird, an den Füssen ab.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 61

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Foto vom 12.6.2016: Von der Mutter angefertigt auf meinen

Wunsch hin, einen Tag nach der Behandlung. Allenfalls

minime Gesichtsasymmetrie links im Bereich des Auges,

der Gesichtshälfte insgesamt festzustellen.

Behandlung am 5.10.2016: Es fand ein MRI der Hüftgelenke statt aufgrund einer

Hüftgelenksentzündung rechts. Es liegt kein Hüftgelenksimpingement vor und keine

Muskelverletzung. Im Anschluss fand eine Ultraschalltherapie beim Sportarzt statt.

Ich stelle sehr viele stumme Zonen fest, auf der gesamten Körperrückseite und auf

der gesamten rechten Körpervorderseite, die neu sind (mit Ultraschalltherapie behandelte

Hüfte). Trichterbrust: Mir fällt der „harte“ Herzschlag auf. Zudem ist das

Zungenbein nun fixiert, der Mundboden sehr fest, das Zwerchfell rechts zeigt eine

Dysfunktion, die Faszien der Wirbelsäule und die spinale Dura stehen unter starker

Spannung. Das Keilbein zeigt einen fehlenden Kontakt. Nun liegt nach meinem

Sichtbefund Mittellinienverschiebung vor, meiner Ansicht nach und eine minime Gesichtsschädelasymmetrie

auf der linken Seite. Bei der Sutura zygomaticomaxillaris

fehlt der Kontakt. Die Nasenatmung ist momentan schwierig und deshalb atmet der

Junge durch den Mund. Ich nehme in allen Querfaszien eine extrem starke Tremulation

wahr mit Blockierung der Mobilität und Motilität der Querfaszien, die ich bereits

von anderen Ultraschalltherapie-Behandlungen kenne und aus meiner Erfahrung die

Querfaszien traumatisieren, eine Dysfunktion auflösen können. Da die Mutter längere

Abklärungen betreffend ihrer Krankheit machen muss, fanden keine Behandlungen

mehr statt und diese werden wieder aufgenommen, wenn die Mutter wieder mit dem

Sohn zu mir kommen kann. Die Unterkieferrücklage betrug bereits im Juni 2016 nur

noch 2 mm und hat sich sicher in der Zwischenzeit nochmals verbessert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 62

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Beispiel 7:

6 Monate altes Baby mit leichter Schädelasymmetrie, leicht abgeflachter Hinterkopf,

Os occipitale und Os parietale. Sichtbare, leichte Schädelasymmetrie und Gesichtsschädelasymmetrie

im Augenbereich (Tendenz zu leichtem Schielen? Zug auf die

Augenmuskulatur?). Ein gut sichtbares Äderchen im Bereich der Sutura Frontomaxillaris,

auf welches die Mutter oft angesprochen wird. Die Mütterberaterin hat auf

den leicht abgeflachten Hinterkopf hingewiesen, der Kinderarzt fand es nicht notwendig,

eine Behandlung zu empfehlen. Das Baby hat Probleme mit der Umstellung

auf Brei, ist seither eher verstopft, wird aber auch noch gestillt. Es hat Mühe mit Zahnen

und Einschlaf- sowie Durchschlafprobleme. Oft Schluckauf, schon im Bauch; ich

habe noch nicht auf eine allfällige Nahrungsunverträglichkeit hingewiesen. Frühgeburt,

1 Monat zu früh und Kaiserschnittgeburt. Das Baby musste zuerst in die „die

Wärme“ (Brutkasten) und wurde am ersten Tag von der Mutter getrennt, danach gezieltes

Bonding durch „Känguruhen“ (nacktes Liegen auf der Brust der Mutter). Gute

Entwicklung, auch gewichtsmässig und sonst ein zufriedenes Kind.

Schwangerschaft: Frühgeburt

Geburt: Kaiserschnitt

Skelettale Ebene/Wirbelsäule WS: keine Einschränkungen festgestellt

Lagerung: Rückenlage, tagsüber Bauchlage, momentan auch auf dem Bauch schlafend.

Bei der Behandlung am 21.2.2017 findet das Kind auch in der Seitenlage Entspannung

und allenfalls wäre dies auch eine gute Schlafposition.

Behandlung und Befund am 13.12.2016: kräftiges Kind, hoher Tonus im Bauchbereich,

hohe Spannung der Dura mater im Schädel (Duraballon). Kurze Behandlung

am Occiput (Hinterhauptsbein) und Sacrum (Kreuzbein); Duraschaukel mit Stillpoint;

schon vorher kräftiger CRI, sanftes Lösen der Spannungen der Dura (indirekt) im

Schädelbereich und ganz kurze, sanfte Behandlung der Sutura Lambdoidea. Ich habe

aber das Gefühl, dass das Lösen der hohen Spannung in der Dura momentan

ausreichen wird. Beim Sitzen mit dem Baby auf dem Schoss und meiner Hand auf

dem Bäuchlein lösen sich die Spannungen im Bauch, zuerst mit Zug nach links, dann

nach rechts, mit schönen Lösungsbewegungen, Unwinding. Ich rege bzw. unterstüt-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 63

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ze am Schluss der kurzen Behandlung die Propriozeptoren(-Verbindung /Kaiserschnittgeburt)

an den Füsschen an sanft an. Wie mir die Mutter berichtet, schlief das

Baby zu Hause lange und ganz entspannt.

Fotos vor der ersten Behandlung am 13.12.2016: Meines Erachtens ist eine sichtbare,

leichte Gesichtsschädelasymmetrie der linken Seite, speziell im Augenbereich, zu

erkennen. Ebenfalls besteht für mich eine sichtbare Schädelasymmetrie im Bereich

des Os occipitale, die sich vermutlich auf die linke Gesichtshälfte auswirkt, speziell

auf den Augenbereich.

Fotos vor der Behandlung vom 13.12.2016:

Schädel von oben her gesehen: So ist keine Schädelasymmetrie (mehr) erkennbar.

Für mich und für die Mutter hat sich der Hinterkopf im Bereich des Os occipitale bereits

verändert, normalisiert. Noch nicht ganz im Bereich des Os parietale und allenfalls

Os frontale. Leider hat die Wärmebildkamera am 13.12.2016 nicht funktioniert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 64

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Fotos und Wärmebilder vom 29.12.2016: Im Bereich der linken Gesichtshälfte beginnt

sich die Asymmetrie aus meiner Sicht abzuschwächen. Ich habe der Mutter

aber mitgeteilt, dass sie die Augenstellung bei einem Orthoptisten bzw. einem Augenarzt

mit orthoptistischer Ausbildung kontrollieren lassen soll, da meines Erachtens

ein (leichtes) Schielen vorliegt, der Kinderarzt aber keine Abklärung veranlasst

hat. In der Familie ist dies bekannt, die Grossmutter des Kindes hat einen „Silberblick“.

Das entsprechende Wärmebild zeigt kühle Wangen und dies stimmt mit meinem

Tastbefund der Wangenmuskulatur. Zudem könnte dies damit in Zusammenhang

stehen, dass das Kind nicht aus der Flasche Milch trinken will, es isst Brei und

wird noch gestillt.

Foto vom 29.12.2016 vom Hinterkopf: Auffallend ist, dass nun dem Kind seit der ersten

Behandlung viel mehr Haare wachsen und dies gleichmässig, im Gegensatz zu

vorher. Dies fällt auch der Mutter auf, da diese Coiffeuse ist. Die Mutter schreibt mir

auch, dass das Kind nun besser schläft und sich auch die Verdauung verbessert hat.

Die Wärmebilder entsprechen meinem Befund beim Behandeln: Das Occiput hat sich

bereits teilweise normalisiert, das Os parietale noch nicht. Hier ist der überwarme

Bereich auch gleichzeitig der Bereich mit weniger Haaren und dies könnte auch das

Wärmebild beeinflussen bzw. zeigen.

Befund bei der Behandlung vom 29.12.2016: starker CRI, kaudal etwas schwächer,

kräftige Muskulatur, viel Kraft. Das Kind hat eine leichte Schwellung unter dem linken

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 65

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Auge, ist leicht erkältet (ein leichter Lymphstau?). Duraschaukel, Corelink; die Verbindung

ist nun da, 3x spontaner Stillpoint. Kontakt zum Sacrum und die Verdauung

wird beim Baby angeregt. Untertasse Occiput und das Kind beginnt in diesem Bereich

zu schwitzen, evtl. Reaktion des Nervensystems. Ich kontrolliere und behandle

die Suturen. Die Sutura coronalis und die S. lambdoidea sind frei, die S. sagittalis ist

fixiert. „Konfiglastechnik“, Ear-pull, sehr sanfte Behandlung des Atlas mit KOAN, globale

Entspannung der Membranen (Sutherland-Fulkrum). Ich behandle den Magen,

die Kardia, das Zwerchfell bei der Leber, beim Peritoneum, die Maxilla rechte

Seite, den Oesophagus; erst jetzt, während ich dies behandle, erfahre ich von

der Mutter, dass das Baby nach der Geburt für einen Tag eine Magensonde

(rechte Nasenöffnung) hatte und dies erklärt die Dysfunktionen in diesen Bereichen!

Als ich das Nervensystem neurovisceral osteopathisch behandle wird die

Verbindung klarer. Stärkung der StvE-K der Beine. Der CRI wird ausgeglichen,

schön und kraftvoll. Das Zahnen bereitet noch Schwierigkeiten und ich empfehle

deshalb ein passendes Schüsslersalz.

Befund am 21.2.2017: SSB Kompression/Kompression Condylen li. und Tendenz

zu leichtem Schiefhals li., hohe Spannung Duraballon, Occiput li. hart (intraossär),

starke Verbesserung des linken Auges (Augenmuskeln/leichtes Schielen). Das Gesicht

ist weniger rund und nicht mehr so lymphatisch. Leichte Gesichtsasymmetrie

links im Augen- und Mundbereich erkennbar. Motorisch starke Entwicklung. Keine

Verstopfung mehr gemäss der Mutter. Ich löse die beschriebenen Dysfunktionen, bei

der Duraschaukel mit mehrfachen, spontanen Stillpoints mit Entspannung des Nervensystems

und die Kompression der Condylen und der SSB zur sichtbaren Zufriedenheit

des Kindes. Die CSO Behandlung wird weitergeführt da diese auch gemäss

der Mutter sehr gut nützt, der Verlauf weiter dokumentiert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 66

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Leichte Schädelasymmetrie bei Erwachsenen:

Beispiel 1:

Haarausfall und möglicher Zusammenhang mit Schädelasymmetrie. Kopfschmerzen,

Leberprobleme mit erhöhten Leberwerten nach Basendiät, Antriebslosigkeit, gelbe

Augen. Der Haarausfall und die erhöhten Leberwerte bewogen die Klientin, zu mir in

Behandlung zu kommen. An beiden Fussgelenken musste ein Bänderriss operiert

werden mit Periduralanästhesie PDA: Narben auf dem Gallenblasen- und Blasenmeridian.

Geburt: nichts Spezielles bekannt.

Tastbare Schädelasymmetrie am Occiput.

Wärmebild vom 17.9.2014: eine Schädelasymmetrie

im Bereich des Occiput lässt sich erahnen, da in

diesem Segment das Gesicht kühler ist, d.h. im

Wangen- und Nasenbereich.

Mein Befund CSO am 8.4.2015: Gut tastbare Schädelasymmetrie am Hinterkopf, im

Bereich des Os occipitale (Hinterhauptsbein). Sinus verengt. SSB: li.-re.- Verschiebung

des Keilbeins, festgestellt am 11.3.2016. Mögliche Ursachen für die Schädelasymmetrie

im Bereich des Parietale und Occipitale aus meiner Sicht: Beim Palpieren

fühlt es sich nach Verschiebung des Occipitale, und Parietale an. Ursache?

„Übereinanderschieben“ der Schädelknochen während der Geburt? Störungen an

den Ossifikationszentren? Ursache im Bereich der Schädelnähte? Asymmetrie des

Brustkorbs bzw. Sternum Höhe ca. 2./3. Rippe.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 67

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Fotos und Wärmebilder vom 15.10.2014: die fast haarlose Stelle auf dem Foto

stimmt genau mit der roten Stelle auf dem Wärmebild überein.

Fotos und Wärmebilder vom 10.12.2014: Die roten Stellen stimmen zum Teil noch

mit den Stellen mit weniger Haaren überein.

Foto vom 18.2.2015: die Haare sind zum grössten Teil

nachgewachsen, bleibend, mit kleineren Schwankungen

bezüglich Haardichte sowie Haarausfall. Behandlungsabstände

2 Monate. Das Haarefärben wurde auf meinen

Hinweis hin langsam von chemischen Farben auf Pflanzenhaarfarben

umgestellt. Hier habe ich kein Wärmebild

erstellt, da für mich das Nachwachsen der Haare Priorität

hatte. Verlauf nach Behandlung mit Craniosacraler Osteopathie, Manueller Narbenentstörung,

speziell dem Lösen der Hautverklebungen auf der Kopfhaut bzw. zwi-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 68

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schen Kopfhaut und Schädelknochen, wie auch der Energieausgleichs-Therapie manuell.

Befund bei der Behandlung am 8.4.2015: Der venöse Sinus ist verengt und ich wende

deshalb die Sinusdrainage an. Das Os occipitale zeigt eine Torsion nach links.

Normalisierung des Haarwachstums am Hinterkopf. Stabilisierung durch Behandlung

alle 2-3 Monate.

Fotos vom 16.6.2015: Starker Überbiss/Rücklage des Unterkiefers bzw. Vorlage

Oberkiefer/Maxilla. Die Klientin stört sich an der Kiefer- und Zahnfehlstellung und hat

sich überlegt dies korrigieren zu lassen. Im Erwachsenenalter wäre dies bei dieser

Kieferfehlstellung sicher nur chirurgisch möglich. Bei späteren Behandlungen ist dies

kein Thema mehr. Befund CSO vom 16.6.2015: die Sutura sagittalis sowie die S.

lambdoidea ist fixiert, die S. coronalis und die S. squamosa sind teilweise fixiert

sowie die OM-Naht beidseits.

Befund bei der Behandlung vom 11.3.2016: SSB links eingeschränkt, Keilbein

Verschiebeläsion links, fehlende StvE-K Condylen links. Bei der Behandlung des

Occiput habe ich das Gefühl, dass ich 4 Teile in den Händen halte, wie im Babyalter

und ein starkes Unwinding zeigt sich. Der CRI wird kräftiger und der Duraballon

etwas weicher, ich unterstütze die Öffnungs- und Schliessungsphase.

Behandlung am 19.5.2016: Die Auswirkung der Zahnbehandlung beim Zahnarzt

zeigt sich erst jetzt bei der heutigen Behandlung, also erst ca. zwei Monate später.

Die Sutura sagittalis, S. coronalis, S. squamosa links sowie die OM-Naht und die S.

zygomatica maxillaris sind nun fixiert.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 69

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Das Wärmebild von der Craniositzung am 19.5.2016

eine unausgeglichene Temperatur am Hinterkopf, mit

unklaren Konturen am Schädeldach, Os parietale.

Behandlung am 12.7.2016: Die Klientin empfindet den Trigeminusnerv noch als

gereizt, aber bereits etwas weniger stark. Die OM-Naht ist nun beidseits fixiert und

der CRI recht kräftig, aber «chaotisch». Der M. masseter und der M. temporalis sind

stark angespannt.

Fotos vom 13.9.2016:

Der Überbiss ist sichtlich weniger ausgeprägt, die Rücklage des Unterkiefers weniger

stark, dafür haben sich die Frontzähne etwas gekippt und die Mittellinie hat sich

verschoben. Deshalb werde ich mein Augenmerk bei der nächsten Behandlung, in

zwei Monaten, auch darauf richten, den Kiefer und die Zähne nochmals behandeln.

Befund CSO vom 13.9.2016: Das Zungenbein, das Siebbein sowie die Tränenbeine

sind fixiert, Spannung im M. masseter welche die Klientin spürt und Verschlimmerung

des Haarausfalls. Seit der Zahnbehandlung im März 2016 hat sich der Befund

verschlechtert. Damals erfolgte eine Betäubungsspritze neben der Nase links, nahe

der Austrittsstelle des Nervus trigeminus. Seither hatte die Kientin auch oft

Kopfschmerzen. Auf der Körperrückseite stelle ich sehr viele, neue stumme Zonen

fest.

Immer wieder werde ich mit Gaumenveränderung und speziell auch der Naht Sutura

intermaxillaris bei Praxisfällen konfrontiert zusammen mit Funktionsstörung der Leber

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 70

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in Form von gemessenen Leberwerten oder Hinweisen auf eine Störung aus ganzheitlicher

Sicht. Der Hinweis, dass die Sutura intermaxillaris Einfluss auf die Hypophyse

hat („biomechanisch übertragen“?) über das Keilbein in welchem sich die

Hypophyse befindet, lässt mich nicht mehr los. Die Hypophyse produziert auch Botenstoffe,

die wiederum für die Leber und deren Funktion benötigt werden und endlich

ist mir dieser mögliche Zusammenhang klar. Der Vomer gibt die Bewegung nicht

an das Keilbein/Sphenoidale weiter und die Funktion der Hypophyse ist dann evtl.

eingeschränkt?

Craniositzung am 18.1.2017: Wenn die Klientin frisiert ist, ist nichts zu sehen von den

weniger dichten Haarstellen und diese haben sich stabilisiert, obwohl nun die letzte

Behandlung vor fast 4 Monaten stattfand. Aber es fand auch keine Verbesserung

mehr statt. Der Duraballon und die Schädelknochen sind nun sehr gespannt und die

OM-Naht sowie die Sutura coronalis, S. sagittalis, S. squamosa beidseits sind fixiert,

die Falx cerebri und das Tentorium cerebelli sind sehr stark gespannt. Die SSB ist

fixiert: Kompressionsläsion. Die Felsenbeine der Ossa temporalis sind extrem hart

und ich behandle deswegen die Ohrmuscheln sowie die Ohrtuben mit Stauchung

sowie über das Os frontale mit Ear pull. Die Klientin erzählt mir nun, dass sie als

Kind oft Mittelohrenentzündungen hatte und dies bestätigt meine Feststellung,

dass dies Spuren hinterlässt im Os temporale, speziell dem Felsenbein. Die

spinale Dura, der Duraschlauch, weist im thorakalen und lumbalen Abschnitt eine

hohe Spannung auf. Die Spannung thorakal stimmt segmental mit der Asymmetrie

des Brustkorbs beim Sternum überein. Auch die Facettengelenke der Wirbel erscheinen

mir in diesem Bereich eine Dysfunktion aufzuweisen und ich mobilisiere

diese sanft. Davon hat die Klientin aber noch nichts gespürt; Sie hatte keine Beschwerden,

aber eine starke Spannung im M. masseter. Im Juli 2016 lag auch noch

im M. temporalis der Kaumuskulatur eine Spannung vor, nach einer Zahnbehandlung

im März 2016 und einer empfindlichen Reizung des Nervus trigeminus. Dies ist in der

Zwischenzeit, nach den Behandlungen bei mir, abgeklungen. Zudem lag auch ein

leichtes Konzentrationsproblem vor, welches nach der Behandlung keine Probleme

mehr bereitet hat. Die PDA habe ich nochmals manuell sowie craniosacral osteopathisch

gelöst sowie manuell und diese zeigte sich im Nervensystem sowie im

Duraschlauch und Duraballon, wie auch in den Druckverhältnissen des Craniosacralen

Systems, dem Liquorsystem.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 71

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Foto und Wärmebild von der Craniositzung am 18.1.2017: Links: das Gesicht der

Klientin vor der Behandlung: die Nase und die Ohren sind sehr kalt, die Wangen

kühl. Die Klientin ist mit dem Auto gekommen und war nur ganz kurz vor der Aufnahme

des Wärmebildes draussen im Freien. Rechts: das Gesicht nach der Behandlung.

Die Nase ist noch kühler, der Wangenbereich bereits etwas wärmer und die

Ohren viel wärmer.

Der Hinterkopf der Klientin vor der Behandlung, mit offenen Haaren. Da die Haare

der Klientin am Hinterkopf nicht so dicht sind, könnten die warmen roten Stellen sowie

die weissen überwärmten Stellen deshalb vorliegen und müssen nicht aufgrund

der Einschränkungen am Schädel vorliegen, könnten aber damit in Zusammenhang

stehen. Aber der Vergleich der Haardichte vor der ersten Behandlung und dem

aktuellen Foto lässt aus meiner Sicht den Schluss zu, dass eine Schädelasymmetrie

am Hinterkopf auch eine Auswirkung auf das Haarwachstum

sowie die Haardichte hat. Dies hat sich in diversen weiteren Praxisfällen bei mir

bestätigt, bei Frauen und Männern. Zudem bin ich der Ansicht, dass haarlose

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 72

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oder weniger dichte Haarstellen immer ein Hinweis, ein frühes Anzeichen, auf

eine mangelnde bzw. veränderte Hirntätigkeit in diesem Bereich sein kann und

deswegen immer auch eine Craniosacral osteopathische Therapie erfolgen

sollte.

Wärmebild am 18.1.2017 nach der Behandlung. Leider

hat die Haarspange sowie die aufgesteckten Haare das

Wärmebild verfälscht. Trotzdem ist zu erkennen, dass die

linke Schädelseite im Bereich des Parietale und des Temporale

sowie das Ohr kühler ist nach der Behandlung,

was auf die Tendenz der Schädelasymmetrie hinweisen

kann. Im Gesicht ist mir diese beim Behandeln des Kiefers

aufgefallen bezüglich Gesichtsschädelasymmetrie der linken und rechten Gesichtshälfte.

Während einer Behandlung hatte ich wieder das Gefühl, das sich das

Os occipitale wieder in vier Teile zerlegt, wie bei einem Neugeborenen und sich neu

zusammensetzt. Nach wie vor ist das Os occipitale noch unflexibel, zeigt wenig Motilität.

Aber die Klientin hat keine Beschwerden und dies ist doch sehr wichtig. Der Behandlungsabstand

war nun 3 ½-Monate und damit länger als zuvor mit 2 Monaten. In

den letzten Monaten hatte die Frau aufgrund eines internen Jobwechsels eine sehr

anstrengende Zeit.

Bei dieser Klientin vermute ich, dass sich Stress stark auf den Duraballon auswirkt,

eine erhöhte Spannung bewirkt, aufgrund der anatomischen, physiologischen

und craniosacralen Gegebenheiten und eine Behandlung in grösseren

Abständen speziell bei Stress hilfreich ist.

Beispiel 2:

Frau, 51 Jahre alt. Als Kind ausgeprägtes Daumennuckeln mit Aufstützen des Armes

und viel Druck von unten gegen den Daumen, welcher sich verformte. Operativer

Verschluss der Gaumennaht, Sutura palatina mediana im Kindesalter. Kieferorthopädie

als Kind mit 9 Jahren, festsitzende Zahnspange und Nachtzahnspange. Eine

weitere Korrektur der Zahn- und Kieferstellung wurde aktuell abgeklärt und ist nun,

im Erwachsenenalter, nicht mehr möglich mit Kieferorthopädie. Die Frau hat mich

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 73

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aufgrund von Nackenbeschwerden aufgesucht und diese sind seit langen, nach den

ersten Behandlungen verschwunden und nicht mehr aufgetreten. Diagnose Polyarthritis

der Hände welche später als Arthrose im Frühstadium diagnostiziert wird, nicht

behandelt werden muss. Nach meinem Befund Gesichtsschädelasymmetrie im Bereich

des Kiefers (Gesichtsskoliose). Kieferknochenaufbau für Zahnimplantate.

Geburt: nichts Spezielles bekannt.

Operativer Verschluss der Gaumennaht, Sutura palatina mediana im Kindesalter.

Wärmebild vom 1.10.2014: vor der Behandlung.

Foto vom 12.5.2015:

Ausgemessen: 1,5 cm Überbiss/Vorbiss Maxilla/Unterkieferrücklage.

Foto vom 13.7.2015 (vor der Behandlung)

Ausgemessen: 1,2 cm Überbiss/Vorbiss Maxilla bei Unterkieferrücklage, deutliche

und sichtbare Verbesserung, auch der deutlich weniger gekippten oberen Frontzähne.

Lippenschluss ist nicht ganz möglich. Auch sichtbare Asymmetrie der Mundmuskulatur

rechts beim Sprechen. Wie ich nachlese können solche Gesichstasym-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 74

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metrie durch Daumenlutschen (Habits entstehen) und sehr starke Auswirkungen auf

neuromuskuläre Rückkoppelungen haben (Quelle: dysgnathie.tv)

Angle-Klasse II/1/ursprüngliche Bildquelle&Info

https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnfehlstellung (gemalt von Pascale Häusermann)

Kiefer- und Zahnstellung/operativer Verschluss der Gaumennaht/Sutura palatina: Im

Buch „Osteopathie in der Schädelsphäre“ ist der harte Gaumen, wie hier bei

dieser Klientin, der hoch und gewölbt ist, ein Hinweis auf eine Innenrotation

der Maxilla mit Verengung der Nasenhöhlen und einer Extension der SSB. Am

8.12.2015 stelle ich eine Fixierung der Maxilla fest. Vor der ersten Behandlung

fehlte jeglicher Kontakt der Zähne, welches sich auch beim Sprechen auswirkte. Fehlende

Zähne und Implantat eines Zahnes mit vorhergehendem Kieferknochenaufbau

während der Behandlungszeit. Zunächst war mein Bestreben, einen Kontakt der

Zähne zu erreichen um Beschwerden des craniosacralen Systems zu verhindern

bzw. abzuschwächen.

Befund CSO vom 13.7.2015: Auf skelettaler Ebene Fehlstellung des Kreuzbeins mit

spürbarem Höcker rechts am Kreuzbein und Fehlstellung des Steissbeins. Ein Arzt

wollte der Klientin das Steissbein vor Jahren operativ kürzen, da ihr dies früher Probleme

z.B. beim Sitzen bereitet hat. Seit Jahren Rücken- und Nackenprobleme. Mir

fällt auf, dass die Klientin extrem schmale Gehörgänge hat, wie Nadelöhre, dies meiner

Ansicht nach auf eine Dysfunktion der Ossa temporalia (Schliessungsphase)

hinweisen könnte und auch in Zusammenhang mit der Verschlechterung der Hörschärfe

in Verbindung stehen könnte. Ich stelle bei den Behandlungen mehre Male

eine Fixierung der Ossa temporalia fest.

Foto vom 12.5.2015: Gesichtsasymmetrie (Skoliose Asymmetrie).

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 75

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Foto vom Mai 2016:

Noch Gesichtsasymmetrie im Kiefer- und Mundbereich,

aber (etwas) weniger ausgeprägt.

Fotos vom 9.6.2016:

Starke, sichtbare Verbesserung der Gesichts- und Kieferasymmetrie. Nun habe ich

noch eine Zungenübung ausgetestet und als Aufgabe mitgegeben.

Foto vom Juli 2016: weitere, starke, sichtbare Abschwächung

der Gesichts- und Kieferasymmetrie.

Fotos vom 7.9.2016:

Nochmals weitere Abschwächung der Gesichtsasymmetrie im Kieferbereich, erkennbar

im Lippen-Mundbereich. Auf den aktuellsten Fotos, unterhalb, vom Januar

2017, ist eine weitere Abschwächung der Gesichtsasymmetrie sowie der Zahnund

Kieferfehlstellung zu sehen!

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 76

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Ich habe in diesem Fall sehr viel auf der skelettalen Ebene gearbeitet sowie auf der

Faszienebene, ein bis zwei Mal auch intraoral osteopathisch im Mundraum. Die Klientin

leidet in stressigen Phasen, physisch wie psychisch, immer wieder unter Rückenschmerzen

wie „Hexenschuss“. Diese wurden medizinisch abgeklärt und es liegen

leichte Abnützungserscheinungen im Bereich der Wirbelsäule vor, sonst keine

speziellen Befunde. Wärme hilft der Klientin und sie kommt dann auch meistens

noch zusätzlich zu mir ungefähr alle vier Wochen in Behandlung. Momentan hat die

Klientin sogar eine beschwerdefreie Phase, seit der Behandlung anfangs Januar

2017 und bewegt sich sehr viel, z.B. im Wasser oder Laufen im Freien. Ich stelle

einen sehr gespannten Duraballon des Schädels fest, wie im Beispiel 1 der Erwachsenen

mit Überbiss, wenn diese Klientin Rückenbeschwerden hat, sehe

den Zusammenhang mit der skelettalen Ebene und den Membranen. Auch in

diesem Fall konnte ich auch noch im Erwachsenenalter bei der Kieferstellung

eine Verbesserung erreichen. Bekannt sind bei Gesichtsskoliose wie hier Nacken-,

Rücken-, Gelenkschmerzen und sogar Depressionen (dysgnathie.tv)! Mir

wird hier der Zusammenhang durch die Verbesserung der Gesichtsskoliose im

Kieferbereich und die momentane Beschwerdefreiheit bestätigt.

Beispiel 3:

Kiefer- und Zahnstellungsprobleme bei Erwachsenem nach früherer Kiefer-sowie

Zahnstellungskorrektur mit fester Zahnspange, da ein Rückbiss vorlag. Als Kind wurde

ein Brustwirbel, Th6/7 gebrochen oder angeknackst. Der Klient trägt zwar eine

Nachtbissschiene, spürt aber trotzdem noch starke Spannungen am Morgen, übt

Druck auf die Zähne aus durch nächtliches Beissen, schläft deshalb schlecht und

unruhig, sucht mich deswegen auf. Leichte Tendenz zu möglicher Entwicklung einer

Schlafapnoe aus meiner Sicht, nach den Schilderungen des Klienten bzw. seiner

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 77

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Ehefrau. Mein Befund: leichte Gesichtsschädelasymmetrie im Kieferbereich (leichte

Skoliose Asymmetrie / Dysgnathie).

Infrarotwärmebild vom 22.4.2015: vor der ersten Behandlung.

Etwas kühlerer Wangenbereich und allenfalls weniger Muskelspannung

in diesem Bereich. Die leichte Gesichtsschädelasymmetrie

ist auch auf dem Wärmebild zu erkennen. Es

liegt gemäss Zahnarzt ein Tiefbiss vor und eine Schädigung

der Zähne durch nächtliches Beissen mit extremem Druck.

Die Nachtzahnschiene zur Entlastung wird getragen. Der Klient zog sich einen Knochenbruch

der Handkante rechts beim Leichtathlethik-Training, beim Touchieren eines

Kollegen mit der Handkante an dessen Hüfte. Auch gemäss dem Arzt zu hohe

Spannung im Knochen des Handgelenks, da ein Knochen durch einen solchen Vorfall

bei sonst gesundem Mann nicht bricht. Aus meiner Sicht könnte die Spannung,

der Druck des Kiefers durch das Beissen in der Nacht nur teilweise von der Aufbissschiene

aufgefangen werden und hat sich auf die Knochen der Hand übertragen.

Foto 22.4.2015 vor der ersten Behandlung.

Befund CSO vom 22.4.2015: Asymmetrie des Brustkorbs und leichte Gesichtsschädelasymmetrie.

Sehr starke Spannung im Duraschlauch thorakal, dem Duraballon

sowie der Rückenmuskulatur sowie der sehr harten Kaumuskulatur im Bereich des

M. masseter und M. temporalis. Das Zungenbein ist fixiert. Ich nehme einen starken

Druck vom Os frontale auf die Maxilla fest und behandle dies, wende eine ausführlich

die Kieferarbeit an, mit biodynamischer Behandlung der Gesichtsfurchen und der

Jochbeinnähte.

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Foto vom 5.6.2015 nach Behandlung

Foto vom 26.8.2015 beim Abschluss der Behandlung:

Kiefer- und Zahnstellung noch zwei Mal nachkontrolliert,

auch mit Okklusionstest. Der Klient ist

beschwerdefrei. Die Dura mater hat sich entspannt

und die Entspannung ist dem Kiefer auch optisch

anzusehen. Schnelle Verbesserung der Kieferstellung

und der Kieferbeschwerden, mit bleibendem, normalem Okklusionstest nach

pathologischem erstmaligem Okklusionstest.

Befund und Abschluss der Behandlungen am 26.8.2015: Der Klient schläft ruhiger

und der Kiefer ist entspannter. Die Behandlung wurde, nachdem ich dies

nochmals nachkontrolliert habe, auch mit dem Okklusionstest, der Klient keine

Beschwerden mehr hatte, nach nur drei Behandlungen abgeschlossen. Da hier

eine leichte Skoliose Asymmetrie des Gesichts vorliegt, Dysgnathie, ist ein Zusammenhang

mit dem Schnarchen bzw. (nächtlichen) leichteren Atembeschwerden

sowie Schlafstörungen möglich, welche hier beim Behandlungsabschluss

nicht mehr vorliegen (dysghathi.tv).

Genetische Ebene: Der Klient ist der Vater der Behandlungsbeispiele bei den Kindern

4 sowie 5, deshalb für mich sehr wichtig und sehr interessant. Beim Sohn

scheint sich der Tiefbiss bzw. die Tendenz dazu weiter vererbt zu haben. Bei der

Tochter liegt ein Kreuzbiss vor.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 79

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Zusammenfassung/mein Fazit:

Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Weisheit mich speziell kleine Kinder

durch die Behandlung führen und mich genauestens darauf hinweisen, in welchen

Bereichen und zu welchem Zeitpunkt sie meine therapeutische Unterstützung benötigen

und akzeptieren. Zudem habe ich immer mehr Respekt, eine Art Ehrfurcht vor

den anatomischen Strukturen, den physiologischen Abläufen und der „Intelligenz“

und den Selbstregulationsmechanismen des Körpers, je mehr ich darüber weiss. Aus

Craniosacral osteopathischer Sicht hat die leichte Schädelasymmetrie auch Auswirkungen

auf das Liquorsystem, die Fluktuation des Liquors, wie ich den einzelnen

Praxisfällen festgestellt habe, auch auf das G-lymphatische System des Gehirns. In

der Diplomarbeit habe ich dies nicht speziell erwähnt oder untersucht. Ich werde

mich aber in Zukunft vermehrt diesem interessanten Aspekt widmen, wenn ich leichtere

Schädelasymmetrien behandeln und dokumentieren werde.

Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Zusammenhang mit einer Schädelasymmetrie?

Für mich ist der Zusammenhang zwischen dem Kiefer, der Zahnstellung und der skelettalen

Ebene seit Jahren klar und dies wurde mir am Kurs KFO1 bestätigt. Bei der

Verlaufsdokumentation meiner Diplomarbeit konnte ich zeigen, dass auch im

Erwachsenenalter durchaus eine sicht- sowie messbare Verbesserung und

Veränderung der Kiefer- und Zahnstellung möglich sind. Durch das Lösen von

Hautverklebungen in den Faszien über der Wirbelsäule, wird bei der Manuellen Narbenentstörung

dieser Bereich der skelettalen Ebene zusätzlich berücksichtigt, welch

bei Kiefer- und Zahnfehlstellungen ebenfalls sehr wichtig ist durch die Wechselwirkung

der verschiedenen Ebenen. Diese Zusammenhänge sind bekannt in der Funktionellen

Kieferorthopädie, der Kraniofazialen Orthopädie, Orofazial bedingten Dysfunktionen,

dem Tensegrity Modell. Durch die Mitbehandlung bei der Craniosacralen

Osteopathie des Atlas/C1 und der Axis/C2, des Kraniofazialen Übergangs, werden

auch Störungen in diesem Bereich berücksichtigt, wie auch der ebenso wichtige

Lendenwirbelsäulenbereich, speziell L5, im Zusammenhang mit dem Frau Susanne

Codoni, hat festgestellt, dass in neun von zehn Fällen der Atlas und der 5. Lendenwirbel

rotiert, in die gleiche Richtung und dies zu einem Beckenschiefstand führt, mit

Auswirkung auf die Beine, Fussstellung und Kompensation in Brust- sowie Halswirbelsäule

und der Kopfhaltung (Zahnheilkunde/ Ausgabe 3/April 2015). Ich möchte

mich nicht festlegen, ob zuerst die Störung nicht auch zuerst in der Wirbelsäule bzw.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 80

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im Schädelbereich vorliegen könnte und sich dann auf den Kiefer, auf den orofazialen

Bereich, auswirken könnte. Kraniomandibulären System, welche nach S. Codoni

oft dort vorliegen. Auch das Faszien- sowie das Lymphsystem werden bei der Craniosacralen

Osteopathie behandelt und ist so eine ganzheitliche Ergänzung zur

(Funktionellen) Kieferorthopädie und allenfalls zur Logopädie. Interessanterweise

fand ich diesen Zusammenhang mit der bildlichen Darstellung der Wirbelsäulenform

auch bei einer Praxis mit ganzheitlicher Kieferorthopädie in Deutschland

(http://www.praxiszentrum-bruederstr.de/leistungen/kieferorthopaedie/ganzheitlichekieferorthopaedie.html).

Skelettale Ebene:

Diese Ebene, die Wirbelsäule, muss aus meiner Sicht immer mitbehandelt werden,

um eine ganzheitliche Behandlung der Zahn- und Kieferstellung erreichen zu können,

was aber bei der konventionellen Kieferorthopädie meines Wissens nicht gemacht

wird. Auch bei nicht sichtbaren Verdrehungen der Wirbelsäule wie von Dr.

Sutherland erwähnt als Krumme Zweige: wie der Zweig gekrümmt wird, so neigt sich

der Baum“ („As the twig is bent so the tree inclined“/„wie der gebogene Zweig“). Das

Lesen des Textes im grossen Sutherland-Kompendium hat mir nochmals ein anderes

Verständnis gegeben, auch zum erwähnten „Klaps auf“ das Sakrum nach der

Geburt. Diesen habe ich bis jetzt immer als eher brachial gesehen, ohne einen Sinn,

nicht als adäquate Geste zur Begrüssung eines Neugeborenen. Nun hat sich meine

Sicht aber verändert und ich sehe eine „Problematik“ darin, dass dies bei uns (aus

ethischen Gründen?) nicht mehr praktiziert wird, da dies scheinbar oft half, zusammen

mit dem Schrei und der Fluktuation des Liquors die Knochen, die oberen Kopfgelenke,

nach der Geburt wieder in die richtige Position zu bringen. Von aussen nicht

sichtbaren Verdrehungen in der Wirbelsäule sowie in der Dura stelle ich vermehrt

fest, nicht nur bei Kindern. Nun kann ich mir eher erklären woher diese stammen

könnten. Meine Feststellungen, dass sich auch kleinere Stürze und Unfälle bei kleinen

Kindern stark auswirken auf die Entwicklung, decken sich sehr schön mit Dr.

Sutherlands Ausführungen darüber. Verdrehungen, Verklebungen, Zug und Spannungen

des Duraballons und des Duralschlauches sowie die gegenseitige Beeinflussung

auf das skelettale und craniosakrale System, habe ich in einem selbst hergestellten,

einfachen Modell versucht zu veranschaulichen.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 81

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Mein Modell des Duralschlauches und Duraballons: ich habe eine hautfarbene,

dünne Badekappe und ein hautfarbenes Teraband dafür benötigt.

Die „kraniofaziale Orthopädie“ beschäftigt sich mit den Zusammenhängen

zwischen dem Schädel, Kiefer und dem Fasziensystem. Eine ganzheitliche

Sichtweise wird bei einer kieferorthopädischen Therapie deshalb

empfohlen, auch unter Einbezug der skelettalen Ebene mit osteopathischer

Behandlung, wie wir dies tun.

Tensegrity Modell zur Darstellung des Fasziennetzes und

Auswirkungen von Zug und Spannung auf dieses System,

auch bei Schädelasymmetrien sowie Auswirkungen auf die

Kiefer-Zahnstellung.

Mein einfaches Modell der osteopathischen Bogensehne:

die Bogensehne habe ich mit dem hautfarbenen Teraband

dargestellt und habe dieses Konzept der Bogensehne

in die Behandlung miteinbezogen. Speziell auch beim Kind

mit der Brustkorbasymmetrie, Beispiel 4, habe ich beim Sternum

stumme Zonen gefunden. Starke Spannungen im Bereich

der Bogensehne am Rücken („Haut-)Verklebungen“ in

der Faszie/Ligamentum supraspinale.) habe ich, wenn nötig,

zusätzlich mit meiner Methode der manuellen Narbenentstörung gelöst.

Bildquellen/Fotos Duralschlauch&Duraballon/Tensegrity Modell/Bogensehne: Pascale Häusermann

Zusammenhang von Wirbelsäulendeformität und Schädelasymmetrie?

Ich habe festgestellt, dass die Faszien bei den Kindern im Alter von ca. 6 Jahren

stabiler, aber auch unelastischer werden, ungefähr im Einschulungsalter sowie dem

Zahnwechsel. Dies hat aus meiner Erfahrung oft negative Auswirkungen auf die Bogensehne,

die skelettale Ebene, was sich nicht nur auf den Rücken, diese Faszien,

sondern auch manchmal auf die Körpervorderseite auswirken kann.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 82

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Zusammenhang von Wirbelsäulendeformität und Kieferfehlstellung?

Die Frage, ob sich die Schädelasymmetrie auf die skelettale Ebene auswirkt, oder

umgekehrt, finde ich schwierig zu beantworten. Nachdem ich die Feststellungen von

Sutherland gelesen habe, ist dies für mich aber ganz klar nachvollziehbar, dass eine

Wirbelsäulendeformität auch Auswirkungen auf den Kiefer hat und umgekehrt. Deshalb

habe ich diese Kinder, während dem Wachstum, in grösseren Abständen von

einigen Monaten immer wieder auch die skelettale Ebene behandelt.

Zusammenhang zwischen Schädelasymmetrie und Kiefer- sowie Zahnfehlstellung?

Die Behandlung des Schädels hatte auf die Kiefer- sowie die Zahnstellung eine sehr

positive Auswirkung und sich bei den kleinen Kindern im Alter von 2-3 Jahren sehr

schnell gezeigt. Den Kiefer habe ich aber auch noch speziell, mit den erlernten

Techniken, behandelt. Der Zusammenhang zwischen einer Schädelasymmetrie und

Kiefer- sowie Zahnfehlstellungen ist in der Osteopathie klar, aber in der Schulmedizin

sowie bei der klassischen Kieferorthopädie hingegen nicht. Nur die Funktionelle Kieferorthopädie

beschäftigt sich mit diesen Zusammenhängen und arbeitet mit ergänzenden

Therapien wie z.B. der Osteopathie, der Craniosacralen Osteopathie, der

Craniosacal Therapie, Myofunktionellen Therapie sowie der Logopädie. Bei zwei

Beispielen habe ich gut sicht- und tastbare „Ausbuchtungen“ der Knochen im Bereich

der Ossa parietali vorgefunden! In beiden Fällen lagen diese bei den Tuber parietale,

den Ossifikationsstellen der Knochen. Zudem lag in beiden Fällen eine mangelnde

Impulskontrolle vor. Ich war bis jetzt der Meinung, dass die Impulskontrolle im Frontallappen

des Gehirns liegt im präfrontalen Cortex. Aber im darunterliegenden Bereich

liegt der Balken, Corpus callosum sowie das lymbische System. Ich stelle deshalb

die These auf, dass in diesen beiden Fällen die Schädelasymmetrie in dieser

Region auf diesen Hirnbereich einen Einfluss hat. Wie ich gelesen habe, wurde bei

Hyperaktivität auch im Corpus callosum eine Volumenzunahme festgestellt, durch

unbekannte Ursachen, was auch hier der Fall sein könnte. Die „Ausbuchtung“ der

Knochen nach aussen könnte also durch die Volumenzunahme entstanden sein und

sich so auch äusserlich zeigen wie eine Art Raumforderung, obwohl der Balken nicht

so direkt unter den Ossa parietali liegt. Beim Beispiel 1 wurde die Impulskontrolle

durch die regelmässigen Craniosacral osteopathischen Behandlungen bei mir klar

verbessert. Beim Jungen des Beispiels 2 waren die Behandlungsabstände dafür zu

gross um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, obwohl eine kurzfristige Verbesse-

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 83

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rung erreicht werden konnte. Zudem war es bis vor kurzem fast unmöglich den Jungen

zu behandeln, nun scheint dies aber auch selbst zu wollen, was mir die Behandlung

in Zukunft wesentlich erleichtern wird. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die

Verbindung zwischen dem Balken und dem präfrontalen Cortex fehlt oder nicht genügend

stark aufgebaut ist. Dies werde ich bei weiteren Behandlungen noch untersuchen.

Leichte Schädelasymmetrie bei Kindern und Verhalten/möglich psychische

Auswirkungen?

Bei den Mädchen machte ich die Beobachtung, dass diese eher unzufrieden waren,

unausgeglichen, bei den Jungen, speziell unter 10 Jahren, hingegen waren Aggressionen,

stärkere und weniger ausgeprägte oder auch „nach innen gerichtete“, unterdrückte

zu beobachten. Ob dies tatsächlich in Zusammenhang steht mit den Schädelasymmetrien

müsste weiter beobachtet werden. Die Intelligenz der Kinder war in

keinem Fall von der Schädelasymmetrie betroffen.

Auswirkungen auf die psychische Entwicklung und das Gehirn sowie das Nervensystem?

Auf die Hirnbotenstoffe und die Psyche?

Möglich ist, dass das Verhalten auch auf ein Ungleichgewicht, die fehlende Regulation

bei der Produktion der Hirnbotenstoffe, Impulskontrolle zurückzuführen ist,

welche auch durch eine leichte Schädelasymmetrie beeinflusst werden kann. Mir ist

aufgefallen, dass viele der Kinder mit leichter Schädelasymmetrie oft Bauchschmerzen

haben ohne organische Ursache sowie Blasenprobleme und einige bis

zum Alter von ca. 5 Jahren sehr schlecht schlafen. Das Nervensystem war bei den

meisten der behandelten Kinder unruhig, instabil. Also ist für mich klar auch ein Zusammenhang

der Beschwerden, der leichten Schädelasymmetrie und Auswirkungen

auf das Nervensystem feststellbar, welcher auch die Psyche wieder beeinflusst. Zudem

wird mir der Zusammenhang von leichter Schädelasymmetrie, Skoliose Asymmetrie

und Psyche sowie evtl. den Hirnbotenstoffen bei Dysgnathie bestätigt, welche

Depressionen als mögliche Beschwerden nennt (dysgnathie.tv). Torsten Liem erwähnt

den Zusammenhang von Depression und einer Kompression des Occiputs,

welcher er festgestellt hat. Dies könnte meines Erachtens dies mit einer (Fehl-

)Regulation der Botenstoffbildung wie einer Über- oder Unterproduktion, einem Mangel

oder Überschuss, im Bereich des Hirnstammes in Verbindung stehen. Ausserdem

habe ich nicht nur in den hier geschilderten Praxisfällen durch die Behandlung

der leichten Schädelasymmetrie eine Verbesserung der psychischen Verfassung be-

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obachtet sowie eine Stabilisierung des Nervensystems sondern noch in zahlreichen

weiteren Fällen, so dass ich diesen Zusammenhang bestätigt sehe.

Auswirkungen der Schädelasymmetrie auf die motorische Entwicklung?

Im Kleinkindalter und bis zu ca. 5 Jahren habe ich diesen Zusammenhang beobachtet.

Beispielsweise beim Gleichgewicht bzw. fiel mir auf, dass diese Kinder Mühe hatten

beim Stehen, unsicher waren, oft hingefallen sind oder nicht auf einem Bein stehen

konnten. Dann behandelte ich auch immer die Verbindung der Propriozeptoren

von den Füssen bis zum Gehirn; die StvE-K der Beine, welche sich mir als fehlend

oder schwach zeigte. Die Behandlung zeigte schnell eine positive Wirkung, welche

die Mütter und auch Kindergärtnerinnen festgestellt haben. Ich habe hier die Vermutung,

dass dies auch noch mit dem Geburtsvorgang in Zusammenhang stehen könnte,

einer sehr schnellen Geburt, auch einer Kaiserschnittgeburt, da meiner Feststellung

nach die Propriozeptoren zu wenig stimuliert wurden. Wenn die Kinder sehr

wach und intelligent waren, fiel ihnen nicht auf, dass es motorisch in der Entwicklung

nicht soweit war wie in der geistigen. Den Kinderärzten war dies ebenfalls nicht aufgefallen.

Wie aber schon so schön erwähnt wurde, sehen Eltern ihre Kinder mit dem

Herzen und deshalb fallen ihnen oft weder leichtere Schädelasymmetrien noch eine

verzögerte motorische Entwicklung auf. Bei den kleineren Kindern habe ich bis zum

Alter von ca. 3 Jahren grosse Auswirkungen auf die motorische Entwicklung festgestellt,

Grobmotorik und Feinmotorik. Später zeigten sich auch feinmotorische Auswirkungen,

teilweise auch undeutliches Sprechen oder Stottern, die beim Eintritt in den

Kindergarten Probleme bereiten können. Bei einem weiteren aktuellen Praxisfall den

ich hier aus Platzgründen nicht dokumentiert habe, liegt ebenfalls eine leichte Schädelasymmetrie

vor und es zeigt sich ein Rückstand im motorischen sowie im feinmotorischen

Bereich, wie auch Bauchweh ohne organische (oder psychische) Ursache.

Der Entwicklungsrückstand ist mir aufgefallen und im Behandlungsprotokoll vermerkt,

den Kinderärzten fiel dies jedoch nicht auf, nun aber auch der Kindergärtnerin beim

Probetag. Auch beim Sprechen zeigen sich Probleme durch die undeutliche Aussprache.

Auswirkungen auf die körperliche Entwicklung?

Auf die Entwicklung der Wirbelsäule habe ich eine Auswirkung der leichteren Schädelasymmetrie

festgestellt. In einigen Fällen stellte ich Verdrehungen der Wirbelsäule

bis zur Skoliose fest.

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Genetische Faktoren?

Die Kinder der Behandlungsbeispiele 1, 4 und 5 sind verwandt, Cousin bzw. Cousine.

Die Mütter der Kinder stehen auch bei mir in Behandlung und beide Väter standen

ebenfalls in meiner Behandlung. Bei den Müttern ist mir keine Schädelasymmetrie

aufgefallen, ob der Grossvater eine Schädelasymmetrie hat, weiss ich nicht.

Beide Väter der Kinder 1,4 und 5, welche ja nicht miteinander verwandt sind, haben

einen deutlichen Tiefbiss. Behandlungsbeispiel 3 bei den Erwachsenen ist der Vater

der Kinder 4 und 5. Die Tochter hat ebenfalls eine Brustkorbasymmetrie. Der Sohn,

Beispiel 5, ebenfalls einen leichten Tiefbiss. Bei den Kieferfehlstellungen ist der genetische

Faktor, Vererbung, ja bekannt.

Einfluss von leichten Schädelasymmetrien auf die Kiefer- sowie Zahnfehlstellungen?

Die vor der Kieferbehandlung bereits vorhandenen Dysfunktionen auch auf der skelettalen

Ebene werden bei der klassischen Kieferorthopädie meist nicht berücksichtigt

und behandelt; durch die cranio-faszialen Verbindungen aber extrem wichtig, aus

meiner Sicht. Die kraniofaziale Orthopädie beschäftigt sich inzwischen auch damit,

welches die Wichtigkeit der Verbindungen zwischen Kiefer, Schädel und dem Fasziensystem

unterstreicht. Ich habe deshalb den möglichen Einfluss von leichten

Schädelasymmetrien und Kiefer- sowie Zahnfehlstellungen in meine Diplomarbeit,

die Beobachtungen dafür und in die Behandlung miteinbezogen. Da Ärzte

oft nur auf starke, von Auge sichtbare (&unbedingt medizinisch behandelbare!)

Schädelasymmetrien aufmerksam werden, die leichteren Formen meist nicht

erkennen oder der Meinung sind diese haben keine Auswirkungen oder bedürften

keiner Behandlung, wünschte ich mir in dieser Hinsicht eine Sensibilisierung.

Dies könnte natürlich auch über die vermehrte Information an die Mütter

geschehen. Im Buch „Osteopathie in der Schädelsphäre“ wird auf die Ursache

einer Protrusion der Mandibula (Vorlage) bzw. Retrusion (Rücklage) der Maxilla

nicht primär dentalen Ursprungs sondern eher strukturell und entwicklungsbedingt

geschildert, im Zusammenhang mit dem Extensionsschädel und der Innenrotation

der Ossa temporalia. Meine Praxiserfahrung hat mir gezeigt, dass

Veränderungen möglich sind, auch bei Erwachsenen und ich bin immer noch jedes

Mal von neuem fasziniert davon. Die immense Kraft des Körpers, der Selbstheilungskräfte,

die Kraft der Natur, darf aus meiner Sicht nie unterschätzt werden, die

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Menschen sollten deshalb das Vertrauen darin wiederfinden. Mit den Jahren als Therapeutin

habe ich aber auch gelernt, Grenzen zu akzeptieren die dem Menschen gesetzt

werden und alles als Ganzes, als Einheit zu sehen, auch wenn wir nicht immer

eine Erklärung haben. Bei meiner Tochter wurde dies verpasst und der Schiefhals

sowie die heute für mich klare Schädelasymmetrie durch die Vakuumgeburt mit Kephalhämatom

hätte unbedingt eine frühzeitige und längere Craniosacral osteopathische

Behandlung benötigt; ich wurde aber damals nie auf die Behandlungsmöglichkeit

darauf hingewiesen. Im Säuglingsalter wurde sie physiotherapeutisch behandelt

und mir die spezielle Lagerung erklärt. Im Alter von ca. 7 Jahren wurde sie noch 3

Mal chiropraktisch behandelt, was aber zu keiner Verbesserung geführt hat. Als ich

mit der Ausbildung der Craniosacralen Osteopathie begann, wurde mir erst der Zusammenhang

mit ihren aktuellen Beschwerden und dem Schiefhals als Baby sowie

der vermutlichen Schädelasymmetrie klar und ich konnte mit der Zeit eine grosse

Verbesserung erreichen. Zudem sollte aus meiner Erfahrung auch bei leichter Schädelasymmetrie

in jedem Alter eine Craniosacral osteopathische Behandlung stattfinden,

da sich darauf viele Beschwerden wie auch leichte neurologische Probleme ergeben

können. Nach dem Babyalter sind dafür mehrere Sitzungen nötig, längere Behandlungsphasen,

mehr Geduld notwendig, aber diese lohnt sich aus meiner Sicht.

Auswirkungen im Erwachsenenalter?

Die Auswirkungen im Erwachsenenalter sind aus meiner Erfahrung Kopfschmerzen,

fehlende Haare (oft nur lokal), evtl. Einfluss auf die Hirnbotenstoffe, Probleme mit

dem Kiefer- sowie der Zahnstellung sowie in gewissen Fällen Beschwerden des skelettalen

Systems, oft in der Wirbelsäule, auch mit Auswirkungen auf das Nervensystem,

funktionelle Probleme mit der Leber sowie ein eingeschränktes Lymphsystem,

allenfalls auch G-lymphatisches System des Gehirns.

Schwangerschaft/Geburt/Geburtsvorgang und Einfluss?

Bei den behandelten Kindern habe ich klar einen Einfluss in der Schwangerschaft

und dem Geburtsvorgang in Bezug auf die leichte Schädelasymmetrie festgestellt.

Bei den Erwachsenen war es sehr schwierig Genaueres über die Umstände der Geburt

zu erfahren, da in dieser Generation fast nicht über dieses Thema gesprochen

wurde und die behandelten Klienten mir deshalb praktisch nichts darüber erzählen

konnten.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 87

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Schlusswort:

Ich habe gesehen und mit dieser Diplomarbeit aufzeigen können, wie gross die

Verbesserungen mit craniosacral osteopathischer Behandlung sein können!

Deshalb sehe ich die Indikation und Behandlungsempfehlung für die Craniosacraler

Osteopathie unbedingt auch bei leichteren Fällen einer Schädelasymmetrie,

bei Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Zudem trägt die Craniosacral osteopathische Behandlung bei Kindern auch zur

optimalen Entwicklung des Kiefers sowie des Nasen-Rachenraumes bei, wo

sich Einschränkungen sehr oft in rezidivierenden Ohrenentzündungen oder

Anfälligkeit für virale und bakterielle Infekte auswirken kann. Spätere Kieferund

Zahnstellungskorrekturen können sanfter ausfallen, wenn bereits im

Kleinkindalter mit der Craniosacral osteopathischen Therapie begonnen wird.

Auch im Erwachsenenalter kann die Craniosacral osteopathische Behandlung

noch Verbesserungen erzielen wie z.B. bei der Kieferstellung, der Skoliose

Asymmetrie, der Entlastung der Kaumuskulatur, bei Beschwerden der skelettalen

Ebene und der Psyche. In einem aktuellen Praxisfall bei einem über 60-

jährigen Klienten mit Skoliose Asymmetrie des Gesichts durch Zangengeburt,

halbseitiger Lähmung seit Geburt und Hirnschlag konnte ich durch die Craniosacrale

Osteopathie Therapie nicht nur die physischen Beschwerden behandeln

sondern auch in diesem Alter eine Verbesserung des seit Jahrzehnten

leicht depressiven psychischen Zustandes erreichen. Deshalb sehe ich in jedem

Alter die Indikation der Craniosacralen Osteopathie bei leichter Schädelasymmetrie.

Ich werde mich auch in Zukunft mit der Craniosacralen Osteopathie

sowie der Behandlung von leichteren Schädelasymmetrien befassen

und meine Kenntnisse in diesem Bereich durch das Lesen der entsprechenden

Fachliteratur vertiefen sowie versuchen weitere eigene osteopathische Techniken

zu entwickeln um solche Läsionen nachhaltig zu lösen, dies weiter zu dokumentieren.

Mein Ziel ist es auch, mit meiner Diplomarbeit Kinderärzte, Ärzte,

Eltern und Mütterberaterinnen für dieses wichtige Thema der leichten Schädelasymmetrie

zu Sensibilisieren.

Diplomarbeit Craniosacrale Osteopathie 88

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Literaturverzeichnis mit Quellenangaben:

- www.craniobene.de/schaedeldeformitaet.html

- Kraniosakrale Osteopathie/Ein praktisches Lehrbuch/Torsten Liem/ISBN: 978-

3-83047678-8/Haug Verlag: Schädelasymmetrie: Dysfunktion der SSB

- Osteopathisches Fachbuch „Manipulation kranialer Nerven“/Jean-Pierre

Barral&Alain Croibier/ISBN: 978-3-437-58200-4/Urban&Fischer (Seite 39);

- Osteopathie in der Schädelsphäre/Harold Magoun Sr./ISBN: 978-3-941523-

01-2/Jolandos

- Beispiel Nr. 1: Funktionen bestimmter Nervenkerngruppen: www.2.ims.unistuttgart.de/sgtutorial/diffdiag.html

- Pädiatrie 4. Auflage (Seite 237/238)/Ch. Speer/M. Gahr/Springer Verlag ISBN-

13 978-3-642-34268-4

- Geschichte der Schädelasymmetrie: Auszug aus dem Buch (Internet) von Harald

Thom/Orthopaedic and Trauma surgery (Internet/Springer)

- Zahnfehlstellung/Angle-Klasse: https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnfehlstellung

- http://www.praxiszentrum- bruederstr.de/leistungen/ kieferorthopaedie/ ganzheitliche-kieferorthopaedie.html

/ www.kraniofaziale-orthopädie.de

- Zahnheilkunde/Ausgabe 3/April 2015/S. Codoni

- http://www.kinderarzt-steck.de/_data/downloads/Schaedelasymmetrie-

Plagiozephalie.pdf

- Kinderosteopathie von Torsten Liem&Christof Plothe/Sanfte Berührungen in

den ersten Lebensjahren/MVS Medizinverlage/Narayana-Verlag: Praxisfall

Schädelverformung, Seite 66-67

- Fachbuch/Lernatlas „Kopf, Hals und Neuroanatomie“/Michale Schünke&Udo

Schumacher/Prometheus/Thieme/4. Auflage/ISBN: 978-3-131395443

- Das grosse Sutherland-Kompendium/William G. Sutherland&Adah S. Sutherland/ISBN:

978-3-936679885 (Seiten 119-123)

- J.M. Littlejohn: aus Geschichte und Philosophie der Osteopathie - die Gründerzeit/Vortrag

von Ch. Hartmann/Jolandos/2012

- www.dysgnathie.tv (Skoliose Asymmetrie/Dysgnathie/Gesichtsasymmetrie)

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