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LABORWELT

Nr. 4 / 2006 - Vol. 7 Das -Themenheft

AMG-gerechte

Herstellung von Leberzellen

zur Infusion

Biobanken: Ressource

für die Suche nach

Prognosemarkern

Zellbiologie

Dynamisches Biochipbasiertes

Monitoring

lebender Zellen

Marktübersicht:

Durchflußzytometer

und Equipment

Pharmakokinetische

und -dynamische

Modellierung

Luciferase-Assays für

das GPCR-Screening

Standardisierung von

Enzym-Assays

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Zum Thema


Biobanking:

Deutsche preschen vor

Lange Zeit haben Forscher damit verbracht, den Einfluß der Gene und

deren Expression mit den Geschehnissen in der Zelle in Verbindung

zu bringen. Der Blick in die Gene, so die Hoffnung, sollte damit verbundene

Erkrankungen erklärbar und vorhersehbar machen. Im Zuge

der Genomics-Euphorie entstand so eine ganz neue Anwendung der

oft dezentralen Gewebe- oder Blutbanken an Kliniken: die Suche nach

prognostischen Gen- oder Genexpressionsmarkern. Pharmafirmen

ließen sich den Blick in Biobanken wie etwa in Island oder Estland

und damit verbundene medizinische Daten Millionen kosten.

Dadurch angefeuert starteten auch andere Länder Großprojekte und

-investitionen, um Ressourcen zu schaffen, die den Einfluß von Genen

und Umwelteinflüssen auf den Ausbruch von Volkskrankheiten

ergründen sollten, wie etwa die UK Biobank. Ein großes Problem all

dieser DNA-basierten Untersuchungen ist, daß die Faktoren unbekannt

bleiben, die der Krankheitsanlage zum Durchbruch verhelfen.

Ein neues, von einem Ex-Wyeth-Mitarbeiter miterdachtes Konzept

verspricht jetzt direktere und besser verwertbare Informationen.

Ende Juni hat ausgerechnet das bisher als wenig innovativ wahrgenommene

Bayerische Rote Kreuz – genauer: dessen Blutspendedienst

Bitte nutzen Sie unseren Kennziffer-Service: online unter

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erhalten umgehend Informationen unserer Inserenten.

– eine Biobank eröffnet, die die Validierung der nicht unumstrittenen

prognostischen Biomarker und damit den Bio-Standort Bayern weit

nach vorne bringen könnte. Denn anders als bei den meisten (DNA-)

Biobanken kann in der ‚Biobank der Blutspender‘ nach Markerproteinen

und -Metaboliten und deren Rolle bei der Entwicklung von Krankheiten

gefahndet werden. Der Blutspendedienst öffnet dazu das Archiv seiner

in den letzten fünf Jahren archivierten Rückstellproben von Blutspendern

für biopharmazeutische Unternehmen und Forscher. Diese erhalten

zudem Einblick in die medizinischen Daten erkrankter Blutspender

und können so prüfen, inwieweit Diagnosemarker sich auch für die

Krankheitsprognose eignen. In einem Pilotprojekt hat Roche bereits an

den standardisiert verarbeiteten Proben Herzinfarktmarker validiert.

Glücken aktuelle Verhandlungen mit weiteren großen Blutbanken des

Roten Kreuzes würde Deutschland zum Standort der weltgrößten,

unmittelbar verfügbaren Biobank (vgl. Seite 28).

Ob Deutschland den damit möglicherweise verbundenen Vorteil

nutzen kann, um Unternehmen und Forscher wieder stärker an den

Standort zu binden, bleibt eine spannende Zukunftsphantasie.

Thomas Gabrielczyk

4.900 m 3 künstliche Arktis: in Unterfranken unterhält der

Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes das

größte vollautomatisierte Kryoarchiv für Blutproben in

Europa. Hier lagern über 3 Millionen Plasmaproben bei

–42°C. Ein Teil der Proben wird jetzt durch die ‘Biobank

der Blutspender‘ für die Biomarkerforschung verfügbar.

Kennziffer 11 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

I N T R O

INHALT

S T A T E M E N T

� Stammzellforschung in Deutschland: 4

zwischen Traum und Tabu

Prof. Dr. Karim Nayernia, University Newcastle upon Tyne, UK

� B L I T Z L I C H T

Wirkungen der Ca 2+ -Regulation auf die Induktion 6

von Apoptose- und Nekrosevorgängen

Kimvan T. Tran, Dianne Fishwald, PhD, Guava Technologies,

Hayward, USA

B L I T Z L I C H T

� Dynamisches Monitoring des Zellstoffwechsels 10

in der präklinischen Wirkstoffentwicklung

Dr. Michael Schulze, Sabine Drechsler, Axel Kob,

Dr. Ralf Ehret, Dr. Elke Thedinga, Bionas GmbH, Rostock

N E T Z W E R K

� Standardisierung – eine Frage der Good Publication 15

Practice

Dr. Carsten Kettner, Beilstein-Institut, Frankfurt/M.

B L I T Z L I C H T

� AMG-gerechte Herstellung humaner Leberzellen 17

zur Infusion

Dr. Marc Barthold, Dr. Lubomir Arseniev, Dr. Dr. Wolfgang Rüdinger,

Cytonet GmbH & Co. KG, Hannover/Weinheim

B L I T Z L I C H T

� Pharmakokinetische und pharmakodynamische 21

Modellierung mit Simulink

Dr. Sam Roberts, The MathWorks Ltd., Cambridge, UK

R E P O R T

� Luciferase-Assays für das HTS von 23

G-Protein-gekoppelten Rezeptoren

Dr. Truc Bui, Promega GmbH, Mannheim

B L I T Z L I C H T

� Biomarker-Forschung mit einzigartiger Ressource 28

Dr. Stephan Rapp et al., Blutspendedienst, BRK gGmbH, München

B L I T Z L I C H T

� Onkologische Diagnostik: Hochauflösende 32

Chipanalyse des Methylierungsstatus von CpG-Inseln

Dr. Ramón Enriquez Schäfer, Febit Biotech GmbH,

Heidelberg

M A R K T S T U D I E

� Forscherpräferenzen bei Flußzytometern 35

Bill Kelly, Bioinformtics LLC, Arlington, USA

M A R K T Ü B E R S I C H T

� Durchflußzytometrie & Equipment 36

� Stellenmarkt 43

� Produktwelt/Verbände 51

� Fax-Seite 53

� Termine/Impressum 54

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 3


Statement


Die embryonale Stammzellforschung hat die

Gesellschaft wie kaum ein anderes Thema polarisiert.

Aus der Perspektive der Wissenschaft

sind humane embryonale Stammzellen (hES)

sowohl für die Grundlagenforschung als auch

die klinische Forschung von großem Interesse.

Es wird angenommen, daß sie aufgrund ihrer

Fähigkeit zur unbegrenzten Vermehrung eine

unerschöpfliche Quelle zur Gewinnung von

Zell- und Gewebeersatz darstellen. Aufgrund

ihrer Differenzierungseigenschaften sind sie

als Forschungsobjekt geeignet, um eine Vielzahl

von Entwicklungsprozessen im Detail

zu untersuchen.

Die klinische Forschung verknüpft mit

embryonalen Stammzellen die Hoffnung,

Gewebeersatz kultivieren zu können, besonders

im Hinblick auf Gewebe, die nur wenig

oder gar nicht regenerieren können, wie etwa

Nerven. Diskutiert werden die Anwendung

von hES-Zellen zur Behandlung verschiedener

Krankheiten wie Morbus Parkinson, erblichem

Diabetes sowie Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems.

Es erscheint ebenfalls denkbar,

daß ES-Zellen genetisch manipuliert werden

und so im Rahmen einer Gentherapie etwa zur

Wiederherstellung eines zerstörten Immunsystems

eingesetzt werden könnten.

Seit der Gewinnung der ersten humanen

ES-Zellinien im Jahr 1998 ist die Forschung in

diesem Bereich allerdings eher langsam vorangekommen.

Dennoch liegen erste Ergebnisse

zur in-vitro-Differenzierung von hES vor. Bisher

ist es gelungen, Vorläuferzellen von Nervenzellen,

Herzmuskelzellen, Blutgefäßzellen,

Blutzellen, Bauchspeicheldrüsenzellen, Leberzellen

und Trophoblastenzellen aus humanen

embryonalen Stammzellen zu generieren.

Allerdings sind alle bisherigen Experimente

klar dem Bereich der Grundlagenforschung

zuzurechnen. Weder von ihrer Anlage noch

von ihren Ergebnissen lassen sie eine Aussicht

auf eine konkrete, klinische Anwendbarkeit

von hES-Zellen zu. Andererseits lassen es

die durchgeführten Experimente auch nicht

zu, eine mögliche klinische Anwendung von

humanen ES-Zellen auszuschließen.

Ethische Fragen und geltendes Recht

Im Fokus der aktuell geführten Ethikdebatte

um die Stammzellforschung stehen die

verbrauchende Embryonenforschung und

L E S E R F O R U M

Stammzellforschung -

zwischen Traum und Tabu

Prof. Dr. Karim Nayernia, University Newcastle upon Tyne, UK

der Schutz der Menschenwürde. Zumindest

während der Technologieentwicklung

braucht die Stammzellforschung mit Sicherheit

viele menschliche Embryonen, deren

Leben in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz

(ESchG) geschützt ist. Das Gesetz

entstand, nachdem durch die plötzliche

Konfrontation der Öffentlichkeit mit der

de-facto-Einführung der in vitro-Fertilisation

(IVF) in den achtziger Jahren eine lange

Debatte darum geführt worden war, wie

man mit dem jungen menschlichen Leben

umgehen wollte, das nun in der Petrischale

verfügbar geworden war. Beginnend mit der

Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ist

nach ESchG das menschliche Leben von Anbeginn

an vor der Fremdnutzung – Nutzung

im Interesse anderer Individuen zum eigenen

Schaden – unbedingt geschützt

Neuere ethische Überlegungen, in denen

zum Beispiel eine abgestufte Zuschreibung

des Lebenswertes nach der schrittweisen

Entwicklung der befruchteten Keimzelle

zum Menschen mit all seinen spezifischen

Qualitäten vorgeschlagen wird, versuchen,

diese Unplausibilität der Menschenwürde

etwa eines Acht-Zellers zu umgehen und

trotzdem in allen für relevant erachteten

Fällen die vollen Schutzgarantien für den

Menschen festzuhalten. Problematisch ist

daran, daß dazu Eigenschaften wie etwa die

Schmerzempfindsamkeit, die Fähigkeit zu

selbständigen Lebensvollzügen ab der Geburt

oder die Entwicklung der Denkfähigkeit

als relevant eingestuft und an bestimmten

Entwicklungsstufen festgemacht werden. Im

Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage

nach der Schutzwürdigkeit des menschlichen

Embryos, und ob diese es gestattet, Embryonen

zur Gewinnung von Stammzellen

zu verbrauchen oder sogar eigens zu diesem

Zweck zu erzeugen. Darüber hinaus wird

diskutiert, ob eine etwaige Unzulässigkeit

verbrauchender Embryonenforschung auch

für sogenannte überzählige Embryonen

und für Kerntransfer-Embryonen gilt, die

nicht auf ‚konventionellem’ Weg durch die

Verschmelzung der Kerne zweier Keimzellen

entstehen. Da die Vertretbarkeit der Mittel

auch davon abhängt, welche anderen Wege

zur Verfügung stehen, spielt schließlich

die Frage nach etwaigen Alternativen eine

wichtige Rolle.

Seit dem 1. Juli 2006 leitet Prof. Dr. Karim

Nayernia das zuvor von Prof. Dr. Miodrag

Stoikovic geführte Institute of Stem Cell

Research an der Universität Newcastle.

Der in Göttingen 1993 promovierte und 2003

habilitierte Stammzellexperte leitete an

der Medizinischen Fakultät der Universität

Göttingen vier Arbeitsgruppen, mit dem

Forschungsfokus Entwicklungbiologie von

Keimzellen und Keimzell-assoziierten

Tumorerkrankungen. Unlängst gelang es

dem 45jährigen, entwicklungsfähige Vorläuferzellen

aus spermatogonalen Zellen

zu differenzieren. Das Verfahren ist zum

Patent angemeldet.

Das deutsche Embryonenschutzgesetz

verbietet die Verwendung eines Embryos

zu einem nicht seiner Erhaltung dienenden

Zweck. Damit ist auch die Verwendung

‚überzähliger Embryonen‘ zur Stammzellgewinnung

verboten. Das Stammzellgesetz

gestattet – unter bestimmten Voraussetzungen

– die Einfuhr von Stammzellen, die aus

überzähligen Embryonen gewonnen wurden,

vorausgesetzt daß diese Stammzellen

vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.

Die DFG hat sich in ihren „Empfehlungen

zur Forschung mit menschlichen Stammzellen“

vom 3. Mai 2001 positioniert. Sofern

sich die importierbaren ES- Zellen „als

objektiv nicht geeignet erweisen“ oder die

„Forschungsarbeiten mit ihnen in nicht zu

rechtfertigender Weise eingeschränkt“ sein

sollten, plädiert die DFG für eine bedingte

Freigabe der Herstellung von hES aus überzähligen

Embryonen.

In Großbritannien dürfen nach dem

Fertilisation and Embryology Act von 1990

Embryonen unter bestimmten Voraussetzungen

für Forschungszwecke verwendet und

„auch durch Kerntransfer – das sogenannte

therapeutische Klonen“ – erzeugt werden.

Zu den Voraussetzungen gehört, daß die

genetischen Eltern zustimmen und der für

die Forschung verwendete Embryo noch

keinen Primitivstreifen hat beziehungsweise

nicht älter als 14 Tage ist. Zudem muß eine

Lizenz der zuständigen Human Fertilisation

and Embryology Authority vorliegen. Durch

die am 31. Januar 2001 in Kraft getretenen

Human Fertilisation and Embryology Regu-

4 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


lations wurde die Liste lizenzfähiger Forschungsziele mit Blick auf

die Forschung mit hES erweitert. Demnach können die Verwendung

wie auch die Erzeugung von Embryonen zu Forschungszwecken

auch dann eine Lizenz erhalten, wenn die Forschungsvorhaben die

Absicht verfolgen, das Wissen über die Embryonalentwicklung oder

über schwere Krankheiten zu erweitern oder in die Entwicklung von

Therapien für schwere Krankheiten umzusetzen. Die überwiegende

Mehrheit europäischer Länder gestattet mit Auflagen entsprechende

Arbeiten. Diese Entscheidung ist in manchen Ländern erst nach

ausführlichen Diskussionen getroffen geworden.

Mögliche Konsequenzen

Die Grundlagenforschung in Deutschland ist sehr eng mit Forschungsprojekten

in fast allen europäischen Ländern verwoben.

Deutsche Wissenschaftler arbeiten in zahlreichen Projekten im internationalen

Verbund und erhalten Fördergelder über EU-Projekte.

Gemeinsam zu arbeiten wird nicht mehr möglich sein, wenn deutsche

Forscher von bestimmten Forschungsfeldern ausgeschlossen werden.

Zu erwarten steht, daß deutsche Forscher und deutsche Patienten

in Zukunft zu den europäischen Nachbarn abwandern werden und

damit auch deutsche Steuergelder ins europäische Ausland fließen.

Unlängst hat die EU beschlossen hat, die Forschung mit embryonalen

Stammzellen im nächsten Forschungsrahmenpogramm mit 50 Millionen

Euro zu fördern. Zudem könnte Deutschland im internationalen

Wettlauf im Bereich der Stammzellforschung weiter zurückfallen, so

eine weitere Befürchtung.

Alternativen zur Forschung an hES

Als Alternative zur Forschung an hES werden die gewebespezifischen,

adulten Stammzellen gesehen, so auch Stammzellen aus

Nabelschnurblut. Ihre Gewinnung ist ethisch wenig problematisch.

Da sie aus dem Organismus des Transplantatempfängers gewonnen

werden, böten sie den Vorteil, immunkompatible Transplantate zu

liefern. Doch offenkundig waren die Erwartungen in das Potential

der adulten Stammzellen zu hoch – sie lassen sich oftmals gar nicht

in dem erforderlichen Maß vermehren. Auch für die Erforschung der

Entwicklung, Differenzierung und Manipulation kultivierter Zellen

stellen adulte Stammzellen keine Alternative zu hES dar. Eine weitere

hES-Alternative sind Keimbahn-Stammzellen. Vor kurzem isolierten

wir spermatogoniale Stammzellen aus Hodengewebe adulter Mäuse.

Diese lassen sich im Reagenzglas kultivieren und in einen Zustand

bringen, der den Eigenschaften von hES entspricht. Die Zellen bilden

einen Zellverband (Embryoid body), der spontan in wahrscheinlich

alle Zellen des Organismus ausreifen kann. So entstehen nach

mehreren Tagen Herzmuskelzellen, die kontrahieren und sich physiologisch

klar von den ebenfalls entstehenden Skelettmuskelzellen

unterscheiden.Neben Dopamin-bildenden Neuronen konnten wir

bereits Gefäßzellen, Haut-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenzellen

sowie Blutzellen aus den Stammzellen gewinnen. Aber hier war

auch die Anwendung embryonaler Stammzellen als Kontrollzellen

unabdingbar.

Fazit: Für ein tieferes Verständnis der grundlegenden Mechanismen,

nach denen sich humane Zellen differenzieren, redifferenzieren

und vermehren, bleibt die Forschung an hES unverzichtbar. Das Wissen

über diese Mechanismen ist eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung

von Therapien mit adulten Stammzellen. Allein deshalb

sollte die Stammzellforschung nicht mehr als Tabuthema behandelt

werden. Die Grenzziehung zwischen ethisch Vertretbarem und wissenschaftlich

Wünschenswertem muß sicher der Entscheidung des

Einzelnen überlassen werden. Ansonsten werden viele Patienten auf

dem Gebiet der Stammzellforschung ihre Träume platzen sehen.

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LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 5


Durchflußzytometrie


B L I T Z L I C H T

Wirkungen der Ca 2+ -Regulation

auf die Induktion von Aptoptose-

oder Nekrosevorgängen

Kimvan T. Tran und Dianne M. Fishwild, Ph.D.

Guava Technologies, Hayward, USA

Ein neuentwickeltes bioanalytisches Gerätesystem im Design eines kompakten, bedienerfreundlichen

Pakets weist einen Großteil der Funktionalität komplexer Durchflußzytometer

auf. Das System basiert auf einem Mikrokapillardesign, das keine Hüllstromflüssigkeit

(Sheath Fluid) benötigt und dadurch eine direkte absolute Zellzählung ermöglicht, ohne daß

mit Beads kalibriert werden muß. Das System hat sich bei der automatischen Zellzählung

und der Viabilitätsbestimmung als ebenso effektiv erwiesen wie bei herkömmlichen Assays

auf Fluoreszenzbasis, zum Beispiel in der Antigendetektion, Apoptosebeobachtung, Zellproliferation,

Zytotoxizität oder dem intrazellulären Signaling. In der vorliegenden Studie präsentieren

wir eine einfache Nachweismöglichkeit, um zu prüfen, ob Zellen dem programmierten

Zelltod (Apoptose) unterliegen oder ob sie in Nekrose übergehen. Im Fall der Apoptose wird

dies mit drei Assays überprüft (Annexin V-Bindung, Caspase 3/7-Aktivierung und mitochondrialer

Membranpotentialveränderungen); bei der Nekrose, indem die Zellmorphologie und

der Verlust von Viabilität in Abwesenheit von apoptotischen Markern beobachtet wird. Wir

kommen zu der Schlußfolgerung, daß die Apoptose den Normalfall des Zelltodes darstellt. In

Fällen starker Schädigung der Zellfunktionalität oder der Mitochondrienfunktion tritt jedoch

unmittelbar Nekrose ein.

Abb. 1: Schema der Guava-Systemoptik

Kennziffer 13 LW 04 · www.biocom.de �

Die Guava ® -Systeme ermöglichen die Analyse

einzelner Zellen mit Hilfe einer patentierten

Fluidik und Detektionsoptik. Zellen in

Suspension werden mit definierter Flußrate

in eine speziell entwickelte, hängende Kapillare

gezogen. In einem Volumen von 200

Pikolitern werden die fluoreszenzmarkierten

Zellen in dieser mikrokapillaren Flowzelle

mit einem grünen oder blauen Diodenlaser

direkt angeregt. Jede Zelle sendet so optische

Signale aus, die von Photomultipliern und

einer Photodiode simultan erfaßt werden

(Abb. 1). Im Gegensatz zur gebräuchlichen

Durchflußzytometrie mißt das System die

absolute Partikelkonzentration, ohne dafür

Referenzreagenzien zu benötigen. Auf eine

Hüllstromflüssigkeit wird verzichtet. Dadurch

fällt im Vergleich zu konventionellen Durchflußzytometern

erheblich weniger Bioabfall

an. Die Flowzelle kann durch den Benutzer

selbst ausgetauscht werden und kalibriert sich

von allein. Dies erhöht die Benutzerfreundlichkeit

und verringert die Unterhaltskosten.

Die Guava-Systeme gibt es für einzelne Reagenziengefäße

(PCA ® , EasyCyte Mini) oder

mit automatisierter Probenzufuhr für 96-Well-

Mikroplatten plus 10 Reagenzgefäße (PCA-96,

EasyCyte) und bieten damit Optionen für die

unterschiedlichsten Durchsatzanforderungen.

Alle Informationen zu Systemeinstellung,

Probenabarbeitung, Datenanalyse und zur

automatisierten Probenverteilung aus 96-Well-

Mikroplatten sind auf drei beziehungsweise

vier Softwarescreens enthalten.

Apoptose oder Nekrose

Apoptose, der programmierte Zelltod, ist ein

wichtiger und aktiv regulierter Bestandteil

des Zellwachstums und der Zellproliferation.

Zellen antworten auf bestimmte Induktionssignale

mit der Einleitung eines intrazellulären

Prozesses, der charakteristische physiologische

Veränderungen zur Folge hat, die sich

über mehrere Stunden oder Tage hinziehen

können. Zu diesen Veränderungen gehören,

daß Phosphatidylserin (PS) auf der Zelloberfläche

erscheint, der Abbau bestimmter

zellulärer Proteine beginnt, die Schädigung

und Fragmentierung nuklearen Chromatins

und der Verlust der Membranintegrität 1-4 . Im

Gegensatz dazu tritt die Nekrose unmittelbar

auf, gekennzeichnet durch eine mitochondriale

und zelluläre Schwellung und eine

darauffolgende Zerstörung der Plasmamembran

5 . Diese zwei Verlaufsmöglichkeiten

des Zelltodes können jedoch gemeinsame

Regulatoren aufweisen. Kürzlich wurden

die unterschiedlichen Effekte von Kalzium

auf zwei hämatopoetische Zell-Linien (HL-60

und CEM) nachgewiesen, welche zu Apoptose

bei der einen und zu Nekrose bei der

anderen Zell-Linie führten 6 .

6 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


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A

B

Abb. 2: Differentialinduktion von Apoptose in HL-60- und CEM-Zellen

Auf dem Markt wird eine Vielzahl von Assays

zum Nachweis der Apoptose angeboten.

Der Guava PCA-96 Nexin ® -Kit, ein Mixand-Read-Assay,

überwacht die früh in der

Apoptose auftretende Externalisierung von

PS, wobei Annexin V, ein Kalzium-abhängiges,

Phospholipid-bindendes Protein mit hoher

Affinität zu PS7 eingesetzt wird, das mit

Phycoerythrin (PE) konjugiert ist. Zusätzlich

wird mit dem Assay der Verlust der Zellmembranintegrität

beobachtet, der in einer späteren

Tab. 1: Induktion von mitochondrialer Depolarisierung vs Zelltod

B L I T Z L I C H T

Apoptosephase einsetzt. Dieser läßt sich durch

7-Amino-Actinomycin D (7-AAD) feststellen,

das nach dem Verlust der Membranintegrität

an intrazelluläre Nukleinsäuren bindet 8 .

Der Guava EasyCyte Caspase 3/7-Kit

verwendet einen Fluorochrom-konjugierten

Inhibitor auf Peptidbasis. Der zellpermeable

und nichtzytotoxische Inhibitor geht mit

Caspasen eine kovalente Bindung ein und

wird in der Zelle zurückgehalten, während

ungebundene Inhibitoren aus der Zelle dif-

Zellinie Ergebnis in Relation zur Kontrollprobe

depolarisiert abgestorben

HL-60 2.0 1.2

CEM 1.0 3.4

fundieren und weggewaschen werden. Das

daraus resultierende Fluoreszenz-Signal in

der Zelle ist proportional zur Zahl der aktiven

Caspasen, die sich zum Zeitpunkt der

Reagenzienzugabe in der Zelle befinden. Der

Assay enthält außerdem Propidiumiodid (PI),

das als Zellmembran-impermeabler Farbstoff

ein Indikator für Membranintegrität ist und

dadurch die späte Phase der Apotose oder

den Zelltod anzeigt.

Der Guava MitoPotential -Assay ist ein

Multiparameter-Assay zur Messung des mitochondrialen

Membranpotentials und der

Apoptose. Der Verlust des mitochondrialen

inneren Transmembranpotentials (ΔΨ) wird

oft 9 , aber nicht immer 10 dem frühen Stadium

der Apoptose zugeordnet. In diesem Assay

wird JC-1 11 , ein je nach Membranpotential grün

oder orange fluoreszierender radiometrischer

Farbstoff eingesetzt, um mitochondriale Membranpotentialveränderungen

zu verfolgen.

Ein zweiter Farbstoff, 7-AAD, ein Zellmembran-undurchlässiger

DNA-Interkalator, wird

genutzt, um zugleich Veränderungen in der

Durchlässigkeit der Zellmembran zu visualisieren,

die gemeinhin in späteren Phasen

sowohl der Apoptose als auch der Nekrose

beobachtet werden.

Ergebnisse

Wie bereits berichtet 8 , läßt sich anhand der

Caspaseinduktion und des Verlustes des

mitochondrialen Membranpotentials feststellen,

daß eine Langzeitexposition mit A23187

oder Etoposide (VP16) in HL-60-Zellen die

Apoptose initiiert (Abb. 2). Die in Abbildung

2a gezeigten Daten erweitern diese Beobachtung

auf die Externalisierung von PS als ein

Maß für die frühe Apoptose, wie durch den

Nexin-Assay nachgewiesen. In CEM-Zellen

leitet A23187 im Gegensatz zu Etoposid keine

Apoptose ein. Folglich können CEM-Zellen

zwar apoptotisch werden, aber A23187 liefert

hier kein ausreichendes Signal.

Zellen wurden 10 Minuten mit A23187

behandelt und anschließend mit dem Guava

MitoPotential-Assay analysiert, um die

Anzahl der Zellen zu bestimmen, die im

Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollprobe

depolarisierte Mitochondrien aufweisen

oder abgestorben sind. Während A23187 die

Mitochondrien bereits nach kurzer Exposition

depolarisierte, tötete es keine HL-60 Zellen,

führte jedoch in CEM-Zellen in signifikanter

Weise zur Nekrose (Tab. 1).

Bei CEM-Zellen, die zusammen mit 2

µM A23187 für die angegebene Zeitdauer

kultiviert wurden, hat der mitochondriale

Na + /Ca 2+ -Austauschinhibitor CGP37157

(CGP) das Einsetzen der Nekrose nicht

nachweislich verhindern können (Abb.

3A). Während es zwar nach 10 Minuten zu

einer geringen Hemmung kam, führte zu

späteren Zeitpunkten die Hemmung des

Na + /Ca 2+ -Austausches zu fortschreitender

8 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


A

B

Abb. 3: Auswirkungen der Blockierung des Ca 2+ -Austausches auf die Nekrose

Nekrose. CGP hatte keinen Einfluß auf den

prozentualen Anteil von durch A23187 depolarisierten

CEM (Abb. 3B). Wie zu erwarten,

leitete A23187 in Jurkat-Zellen weder eine

mitochondriale Depolarisierung noch die

Nekrose ein, und auch eine Präinkubation

mit CGP in verschiedenen Konzentrationen

hatte keinen Einfluß auf diese Zellen.

Schlußfolgerung

Die drei hämotopoetischen Zellinien reagieren

unterschiedlich auf die Veränderungen der

intrazellulären Kalziumkonzentration, wobei

zwei davon die Apoptose durchlaufen und

die dritte nekrotisiert. Diese Nekrose tritt ohne

meßbare Veränderung des mitochondrialen

Membranpotentials ein. Anders als zuvor

berichtet, konnte jedoch in CEM-Zellen durch

das Blockieren des Natrium-und Kalziumaustausches

in der Mitochondrienmembran

mit A23187 das Einsetzen der Nekrose nicht

verhindert werden.

Der Guava MitoPotential-Assay bietet eine

Möglichkeit, zelluläre Ereignisse, die zur

Veränderungen des mitochondrialen Membranpotentials,

zum Zelltod und/oder zur

Apoptose führen, zu unterscheiden. In Kombination

mit dem MitoPotential-Assay können

der Guava Nexin- and der Caspase 3/7-Assay

schnell und effektiv dokumentieren, ob Zellen

A

in Apoptose oder Nekrose übergegangen sind

und Details über die damit verbundenen Mechanismen

liefern.

Literatur

[1] Wyllie AH. Br J Cancer. 1993; 67:205.

[2] Majno G, Joris I. Am J Pathol. 1995; 146:3.

[3] Rudin CM, Thompson CB. Ann Rev Med. 1997; 48:267.

[4] alvesen GS, Dixit VM. Cell. 1997; 91:443.

[5] Fiers et al. Oncogene 1999; 18:7719.

[6] Hamahata et al. Eur. J. Pharmacol. 2005; 516:187

[7] Tait JF et al. J Biol Chem. 1989; 264:7944.

[8] Schmidt I et al. Cytometry. 1992; 13:204.

[9] Ly JD et al. Apoptosis. 2003; 8:115.

[10] Gollapudi S et al. Int J. Oncology. 2003; 22:597.

[11] Reers M et al. Methods Enzymol. 1995; 260:406.

Korrespondenzadresse

Dianne M. Fishwild, Ph.D.

Guava Technologies, Inc.

25801 Industrial Boulevard, Hayward, CA 94545

Tel./Fax: +1-(0)510-576-1400/-1500

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Hessisches Ministerium

für Wirtschaft, Verkehr

und Landesentwicklung

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Ihr Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der

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LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 2/2005 | 9

hessen »

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Zell-Chips


B L I T Z L I C H T

Dynamisches Monitoring

in der präklinischen

Wirkstoffentwicklung

Dr. Michael Schulze, Sabine Drechsler, Axel Kob, Dr. Ralf Ehret, Dr. Elke Thedinga,

Bionas GmbH, Rostock

Endpunkt-Assays eignen sich zum Screening großer Substanz-Bibliotheken in hohem Durchsatz.

Dynamische Methoden sind im sekundären Screening von Wirkstoffkandidaten überlegen,

da sie Aussagen über die Aktivierung oder Hemmung des Zellstoffwechsels erlauben.

Key Words: präklinische Wirkstoffentwicklung, Endpunkt, Toxizitätsanalyse, Zellmetabolismus,

labelfrei, nicht-invasiv, multiparametrisch, Laborautomation

In der präklinischen Wirkstoffentwicklung

werden in vitro-Testmethoden eingesetzt,

um geeignete Wirkstoffkandidaten zu identifizieren.

Die meisten klassischen Methoden

beruhen auf Endpunkt-Tests. Dabei werden

Testzellen mit dem Wirkstoffkandidaten versetzt

und nach einer definierten Zeit analysiert.

Der zeitliche Verlauf der Wirkung – also

die Frage, was vor oder nach dem Endpunkt

in einem bestimmten Testansatz geschieht

– kann mit den klassischen Methoden nur mit

großem Aufwand und einer Vielzahl von Testansätzen

erfaßt werden. Die Bionas GmbH

hat ein Testsystem zur Marktreife entwickelt,

Abb. 1: Neuronen auf dem Bionas ® metabolic chip SC1000

das die Effekte des Zellstoffwechsels und der

Signaltransduktion auf das umgebende Zellkulturmedium

analysiert. Diese neuartige

Technik ist leicht handhabbar und ermöglicht

eine nicht-invasive, labelfreie und kontinuierliche

Beobachtung des Zellstoffwechsels in

Abhängigkeit von Testsubstanzen.

Kontinuierliche Verlaufserfassung

Das neue Meßgerät Bionas ® 2500 für lebende

Zellen ermöglicht eine kontinuierliche Verlaufserfassung

bei der Untersuchung von

Wirkstoffkandidaten. Bionas ® 2500 basiert auf

Zell-Silikon-Hybriden – das heißt, lebende

Zellen werden auf Siliziumchips kultiviert

(Abb. 1) – und erfaßt metabolisch relevante

Parameter, wie den Sauerstoffverbrauch von

Testzellen, die extrazelluläre Ansäuerungsrate

sowie die Zelladhäsion. Der Read-out

erfolgt kontinuierlich bis zu mehreren Tagen.

Die Technologie ist bei vielen verschiedenen

Zelltypen und Zellinien einschließlich Primär-Zellkulturen

anwendbar.

Toxizitäts-Tests ohne Tierversuche

Mit Bionas ® 2500 (Abb. 2) können zellschädigende

Wirkstoffkandidaten in Zellkultur

identifiziert werden, indem das die Zellen

umgebende Medium nach Zugabe der

Testsubstanzen untersucht wird. Die Zellen

werden durch die eigentliche Messung nicht

beeinflußt, da ihre Anfärbung entfällt. Auch

Konzentrationsabhängigkeiten oder Regenerationseffekte

können untersucht werden.

Neben der Wirkstoffentwicklung liegen

andere Anwendungsgebiete in der Krebsforschung,

der Zellkulturüberwachung sowie

bei Toxizitätsprüfungen in der chemischen

Industrie (REACH).

Der Zellstoffwechsel basiert darauf, daß

die Zellen Kohlenhydrate wie Glukose aus

dem Medium aufnehmen, verstoffwechseln

und die dabei entstehenden Abbauprodukte

(Lactat und CO 2 ) wieder ausscheiden. Lactat

und CO 2 liegen im Medium in dissoziierter

Form vor und führen zu einer extrazellulären

Ansäuerung. Für den Energiestoffwechsel

benötigen die Zellen Sauerstoff, den sie

aus dem Medium aufnehmen und der von

den Mitochondrien zur ATP-Produktion

benötigt wird. Ein wichtiger physiologischer

Parameter von adhärenten Zellen ist das

Anheftungsverhalten. Wird die Zelle durch

äußere Parameter gestört, so verändert sie

ihre Morphologie und ihr Anheftungsverhalten.

Auch die Permeabilität der Zellmembran

und Membranintegrität kann durch

Testsubtanzen verändert und mit Bionas ®

2500 analysiert werden.

Aktivierung des Zellstoffwechsels

Wirkstoffkandidaten können den Stoffwechsel

aktivieren oder hemmen. Eine Aktivierung

ist mit einem erhöhten Glukoseumsatz

und dem Verbrauch von Sauerstoff und

mit einer vermehrten Ausscheidung saurer

Abbauprodukte verbunden. Reaktionen in

der Zelle, wie die Signaltransduktionen und

die Stimulationen membrangebundener Rezeptoren

(G-Protein-gekoppelte Rezeptoren,

Tyrosinkinase-gebundene Rezeptoren oder

Ionenkanäle), erfordern Energie. Die Schritte

der zugrundeliegenden Reaktionskaskaden

sind direkt oder indirekt ATP-abhängig. Eine

Kennziffer 15 LW 04 · www.biocom.de �

10 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


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Abb. 2: Bionas ® 2500 analyzing system

Aktivierung des Stoffwechsels kann mit Bionas

® 2500 durch die Messung der Steigerung

der Ansäuerungsrate des Mediums und der

Sauerstoff-Verarmung des Mediums nachgewiesen

werden. Die Produktion von cAMP

sowie Phosphorylierungen führen zu einer

vergleichsweise geringen Ansäuerungsrate

und Sauerstoffverbrauch.

Hemmung des Zellstoffwechsels

Eine Inhibierung des Stoffwechsels geht

mit einer Reduzierung der Ausscheidung

von sauren Abbauprodukten und meistens

mit einer Verminderung des Sauerstoffverbrauchs

einher. Zudem ist eine Inhibierung

bei adhärenten Zellen meistens mit einer

Änderung des Anheftungsverhaltens verbunden.

Lösen sich die adhärenten Zellen

von der Oberfläche ab, so ist dies ein Indiz

für ein Absterben der Zellen.

Bionas ® metabolic chip SC1000

Die Silizium-Sensorchips verfügen über

Sensoren zur Messung von pH-Änderungen,

zur Sauerstoffmessung und zur Adhäsionsbeobachtung

(Abb. 3). Als pH-Sensoren

werden ionensensitive Feldeffekt-Transistoren

(ISFET) verwendet. Insgesamt befinden

B L I T Z L I C H T

sich fünf ISFETs auf einem Sensorchip.

ISFETs bestehen aus amphoteren Materialien

wie Siliziumnitrit oder Aluminiumoxid. Je

nach pH-Wert lagern sich unterschiedliche

Ladungskonzentrationen am amphoteren

Gate-Isolator an und verschieben über den

Feldeffekt die Schwellspannung des Transistors

1-4 . Zur Messung der Sauerstoff-Konzentrationsänderung

im Medium dienen

modifizierte Clark-Sensoren. Gemessen wird

der Reduktionsstrom, der entsteht, wenn

molekularer Sauerstoff auf der Clark-Elektrode

durch den Elektronenfluß zusammen

mit H 2 O zu OH – -Ionen reduziert wird.

Die Adhäsionsbeobachtung erfolgt über

einen IDES-Sensor, der aus interdigitalen

Pd-Elektroden besteht. Zwischen beiden

Elektroden liegt ein Wechselstrom an. Durch

den Bewuchs der Elektroden mit Zellen oder

durch die Ausbreitung der Zellen auf dem

Sensor wird der Wechselstromfluß zwischen

den Elektroden eingeschränkt. Als Meßgröße

wird hierbei die Kapazität detektiert 5-6 .

Die Silizium-Sensorchips sind auf einer 40-

Pin-Standard-Chipgrundplatte kontaktiert

und mit einem biokompatiblen schwarzen

Kunststoff verkapselt. Die Verkapselung

bildet auf der Mitte der Chipoberfläche eine

trogförmige Aussparung, in der sich die unbeschichtete

Sensoroberfläche befindet. Die

Kennziffer 16 LW 04 · www.biocom.de �

Zellen werden direkt auf der Siliziumoberfläche

im Trog ausgesät. Eine Beschichtung

der Siliziumoberflächen mit Adhäsionsvermittlern

wie Poly-L-Lysin, Collagen, Laminin

etc. ist möglich, ohne daß die Funktion der

Sensoren beeinflußt wird.

Bionas ® 2500 analyzing system

Zur Analyse des Zellstoffwechsels werden

die mit Zellen besiedelten Sensorchips in das

Bionas-System eingelegt. Es können sechs

Sensorchips parallel ausgelesen werden.

Das Gerät verfügt über eine automatische

Fluidik-Einheit, welche die Zellen in regelmäßigen,

programmierbaren Abständen mit

frischem Medium oder Medium mit Testsubstanz

versorgt. Die eigentliche Meßkammer

hat ein Volumen von 6 µl und ermöglicht

daher eine sehr sensitive Detektion von extrazellulären

Änderungen. Der Meßbetrieb

erfolgt im sogenannten Stop & Go-Modus.

Die Messungen der Ansäuerungsrate und

des Sauerstoffverbrauches finden während

der Stop-Phase des Pumpzyklus statt (Bild

4). Während der Go-Phase (mindestens 3

min bei einer Flußrate von 56 µl/min) wird

das alte Medium ± Testsubstanz gegen frisches

Medium ±Testsubstanz ausgetauscht.

Die Raten der Ansäuerung und des Sauerstoffverbrauchs

werden aus den Steigungen

der Stop-Phasen ermittelt. Die Messung der

Zelladhäsion ist weitgehend strömungsunabhängig

und kann daher durchgehend

erfolgen.

Das Bionas ® 2500 analyzing system ist mit

einer Steuer- und Auswertungssoftware ausgestattet,

die eine direkte Ansteuerung des

Systems und des Autosamplers ermöglicht

und die erfaßten Daten online visualisiert.

Der Autosampler ermöglicht ein automatisiertes

und unbeaufsichtigtes Abarbeiten der

Meß-Sequenz mit langer walk-away-Zeit.

Der Vorteil der online-Beobachtung des zel-

Abb. 3: Silizium-Sensorchip mit Sensoren zur Messung von pH-Änderungen, zur Sauerstoffmessung und zur Adhäsionsbeobachtung

12 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


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B L I T Z L I C H T

Abb. 4: Die Ansäuerungsaktivität wird ebenso wie der Sauerstoffverbrauch (nicht gezeigt)

während der Stop-Phase des Pumpzyklus gemessen.

Abb. 5: Primäre Hepatozyten aus Mensch (links) und Ratte (rechts) werden mit 1 mg/ml Paracetamol

(Compound) inkubiert. Dargestellt sind die Ansäuerungsrate (rot), Atmungsrate (blau) und

Adhäsion (grün) der primären Hepatozyten. RM (Running Medium, Medium ohne Testsubstanz),

Stand. Rates (standardisierte Raten), TX (0,2% Triton X-100 in RM).

lulären Metabolismus wird beim Vergleich

von primären humanen Hepatozyten und

primären Rattenhepatozyten deutlich. Beide

Testzellinien wurden in speziellem Medium

ohne Carbonatpuffer auf kollagenbeschichteten

Sensorchips kultiviert. Als Testsubstanz

diente Paracetamol (Acetaminophen

(AAP): IC 50 19 mM, [7]), welches für seine

Lebertoxizität bekannt ist. Paracetamol gehört

zu der Gruppe der nichtsteroidalen antiinflammatorischen

und antiphlogistischen

Mittel. Der Wirkungsmechanismus erfolgt

über die Hemmung der Cyclooxygenase

(COX). In Abbildung 5 ist zunächst eine

Einlaufphase mit Medium ohne Paracetamol

gezeigt (Running medium, RM). Nach

etwa drei Stunden (3h) erfolgte die Zugabe

von 1 mg/ml Paracetamol (compound).

Dargestellt sind die Ansäuerungsrate

(rot), Atmungsrate (blau) und Adhäsion

(grün) der primären Hepatozyten aus Ratte

und Mensch. Während bei den humanen

Hepatozyten nur die Atmungsaktivität

reduziert wird, zeigen die Rattenhepatozyten

deutlich stärkere Effekte. Nicht nur

die Atmungsrate ist schneller und stärker

reduziert. Auch die Ansäuerungsrate ist bei

den Rattenhepatozyten schon während der

ersten 30 min Exposition mit Paracetamol

deutlich inhibiert. Außerdem nimmt die

Adhäsion der Zellen auf der Chipoberfläche

langsam, aber kontinuierlich ab.

Reaktionen primärer Hepatozyten aus

Ratte und Mensch auf Paracetamol

Durch die kontinuierliche Verlaufserfassung

wird die sequentielle Beeinflussung

des Zellstoffwechsels deutlich, die mit den

Methoden der Endpunkt-Analyse nicht beobachtet

werden kann. Zur Untersuchung

der Regeneration wurde statt Medium +

Paracetamol nur Medium über die Zellen

geleitet (ab ca. 27 h, graues Feld). Während

die humanen Hepatozyten vollständige

Regeneration zeigen, erreicht die Ansäuerungsrate

der Rattenzellen nur 85% und die

Sauerstoffrate nur 70% der ursprünglichen

Aktivität. Die Adhäsion zeigt keinerlei

Regenerierung, was auf eine dauerhafte

Schädigung der Zellen hinweist. Während

die humanen Zellen noch für weitere Tests

verwendet werden könnten, haben die

Rattenhepatozyten durch Paracetamol

irreversibel Schaden genommen.

In der letzten Phase der Messung wurden

die Zellen in Medium mit 0,2% Triton X-100

abgetötet. Die Behandlung mit Triton X-100

ist ein Test für die Sensoren, der zeigt, daß

die aufgenommenen Daten valide sind und

keine Artefakte darstellen.

14 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT

Fazit

Bionas in vitro-Silizium-Sensorchip-Technologie

ist leicht handhabbar und ermöglicht

eine nicht-invasive, labelfreie und kontinuierliche

Beobachtung des Zellstoffwechsels

in Abhängigkeit von Testsubstanzen. Das

System liefert mehr Informationen als

herkömmliche Endpunkttests und wird

nicht durch Marker beeinflußt. So konnten

durch die kontinuierliche Verlaufserfassung

bei primären Hepatozyten von Ratte

und Mensch deutliche Unterschiede in

der zeitlichen Beeinflussung des Zellstoffwechsels

in Reaktion auf Paracetamol

gezeigt werden. Neben der Testung von

adhärenten Zellinien oder Primärzellen mit

verschiedenen Testsubstanzen und/oder

verschiedenen Konzentrationen ist auch

der Vergleich von Zellen verschiedener

Spender möglich.

Literatur

[1] Baumann, W., Lehmann, M., Bitzenhofer, M., Schwinde, A., Brischwein, M.,

Ehret, R. und Wolf, B., Sensors and Actuators B, B55 (1999), 77-89.

[2] Lehmann, M., Baumann, W., Brischwein, M., Ehret, R., Kraus, M., Schwinde,

A., Bitzenhofer, M., Freund, I., Wolf, B., Biosensors & Bioelectronics 15

(3-4) (2000), 117-124.

[3] Lehmann, M., Baumann, W., Brischwein, M., Gahle, H.J., Freund, I., Ehret,

R., Drechsler, S., Palzer, H., Kleintges, M., Sieben, U., Wolf, B., Biosensors

& Bioelectronics, 16/3 (2001), 195-203.

[4] Ehret, R., Baumann, W., Brischwein, M., Lehmann, M., Henning, T.,

Freund, I., Drechsler, S., Friedrich, U., Hubert, M.-L., Motrescu, E., Kob,

A., Palzer, H., Wolf, B., Fresenius Journal of Analytical Chemistry 369

(2001), 30-35.

[5] Ehret, R., Baumann, W., Brischwein, M., Schwinde, A., Stegbauer, K., Wolf,

B., Biosensors & Bioelectronics12 (1) (1997), 29-41.

[6] Ehret, R., Baumann, W., Brischwein, M., Schwinde, A., Wolf, B., Medical &

Biological Engineering & Computing 36 (1998), 365-370.

[7] Clemedson, C. et al, ATLA 24 (1996), 273-311.

Korrespondenzadresse

Dr. Michael Schulze

Bionas GmbH

Friedrich-Barnewitz-Straße 3

D-18119 Rostock-Warnemünde

Tel.: +49-(0)381-5196-241

Fax: +49-(0)381-5196-246

eMail: michael.schulze@bionas.de

www.bionas.de


Tagungsbericht


Standardisierung – eine Frage

der Good Publication Practice

Dr. Carsten Kettner, Beilstein-Institut, Frankfurt/Main

Das postgenomische Zeitalter ist von hoher Integration und einem interdisziplinärem Netzwerk

so verschiedener Forschungsgebiete geprägt wie der theoretischen Biologie, Bioinformatik,

funktionalen Genomik, Molekularbiologie, Strukturbiologie, Proteomik und Biochemie – kurz:

durch die enge Kooperation der experimentellen und computergestützten Biologie. Vor diesem

Hintergrund lassen sich heute bereits bekannte biologische Systeme hinsichtlich der Interaktion

einzelner Gruppen von Proteinen und Enzymen sowie des Verhaltens ganzer Netzwerke dieser

Interaktionen umfassend untersuchen. Die daraus resultierenden neuen Erkenntnisse könnten

zu neuen Hypothesen führen, die ursprünglich systematisch weit entfernt vermutete Metabolismuszweige

mit den bekannten Stoffwechselwegen assoziieren lassen – eine klassische Aufgabe

der Systembiologie, wenn die Datenbasis umfassend, vergleichbar, valide und verläßlich wäre.

Moderne experimentelle Techniken bieten

scheinbar endlose Möglichkeiten zur Generierung

enormer Mengen von Sequenz-,

Expressions- und Strukturdaten. Gleichzeitig

führen die technologischen Fortschritte zu

immer feineren Meß- und Analysemethoden

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N E T Z W E R K

bei fortgesetzt hoher Datenproduktion. Der

Nutzen dieser enormen Datenhalden erschließt

sich jedoch erst nach systematischer

Zusammenstellung, Organisation, Analyse

und Bereitstellung von theoretischen und

experimentellen Ergebnissen. Dies läßt sich

Kennziffer 17 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

Online Culture

Monitoring

gut anhand der vorhandenen Sequenz- und

Proteinstrukturdatenbanken zeigen. Eine systematische

Zusammenstellung funktioneller

Daten von Genprodukten, insbesondere von

Enzymen, findet sich dagegen kaum oder ist

schlicht nicht vorhanden. Denn umfassende

Analysen und Zusammenstellungen von

Enzymdaten stoßen auf hohe Hürden und

sind daher wenig attraktiv. Einerseits ist die

umfassende funktionale Charakterisierung

von einzelnen Enzymen kosten- und zeitintensiv

und steht damit dem heutigen Zeitgeist

schneller Publikation entgegen. Zum

anderen müssen erhebliche Anstrengungen

zur Sammlung, Interpretation und Standardisierung

veröffentlichter Daten unternommen

werden, da diese Informationen in der wissenschaftlichen

Literatur weit verstreut sind

und die Ergebnisse stark von den jeweiligen

experimentellen Bedingungen abhängig sind.

Weiterhin werden Analyse und Interpretation

der Ergebnisse erheblich durch unvollständige

Beschreibungen der experimentellen Bedingungen

in den Material- & Methoden-Teilen

der Publikationen erschwert 1 . Insbesondere

fällt dies bei Messungen enzymatischer Reaktionskinetiken

stark auf, bei denen die Meßergebnisse

von einer großen Variablen-Bandbreite,

wie pH, Puffer, Temperatur, Anwesenheit

von Aktivatoren und/oder Inhibitoren sowie

pH/Oxygen Sensing in 24-Well Dishes

> Online pH/oxygen monitoring

> Incubator- and shaker-compatible

> Non-invasive

> Sterile

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 15

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Substrat- und Enzymkonzentrationen, abhängen.

Die Vergleichbarkeit und Verläßlichkeit

experimenteller Daten ist von maßgeblicher

Bedeutung für die Analyse biologischer Systeme.

Jedoch ist es schwer vorstellbar, daß auf

der Grundlage einer schwachen Datenbasis,

fragmentierter Methodenbeschreibungen

sowie breiter Variabilitäten in der Anwendung

von Routinemethoden metabolische

Simulationen und Modellierungen erfolgreich

durchgeführt werden können 2 .

Das Beilstein-Institut organisierte aus diesem

Grund im Oktober 2003 das ‚1 st International

Symposium on Experimental Standard

Conditions of Enzyme Characterizations‘

– kurz ESCEC–, bei dem die Teilnehmer der

Feststellung Ausdruck verliehen, daß eine

Standardisierung von Experimenten und

deren Beschreibung definitiv notwendig ist

(vgl.|transkript 1-2, 2004, S. 44). Die im Oktober

2003 spontan gebildete Arbeitsgruppe namens

STRENDA (Standards for Reporting Enzyme

Data) mit Rolf Apweiler (EBI, Cambridge, UK),

Athel Cornish-Bowden (CNRS-BIP, Marseille,

Frankreich), Jan-Hendrik Hofmeyr (University

of Stellenbosch, Südafrika), Thomas Leyh (The

Albert-Einstein-College, Bronx, NY, USA),

Dietmar Schomburg (Universität Köln), Keith

Tipton (Trinity College, Dublin, Irland) und

Carsten Kettner (Beilstein-Institut, Koordination)

formulierte daraufhin Richtlinien zur

vollständigen Darstellung der experimentellen

Bedingungen sowie der Ergebnisse

in Veröffentlichungen 3,4 . Damit wurden

Autoren, Herausgebern und Gutachtern von

wissenschaftlichen Publikationen Rahmenbedingungen

für die ‚Good Publication Practice

an die Hand gegeben. Diese sogenannten

Checklisten erfuhren zwischenzeitlich vom

Nomenklatur-Kommittee der IUBMB die ausdrückliche

Anerkennung und sind seit kurzem

Bestandteil der Richtlinien für Autoren von

CARBOHYDRATE RESEARCH. Es steht zu erwarten,

daß sich weitere Zeitschriften die Checklisten

zueigen machen werden.

Datenbasis vergleichbar machen

Im März dieses Jahres fand in der Nähe von

Rüdesheim das zweite Symposium statt. Die

Checklisten, weitere Vorschläge zu diesen

Listen sowie die Anforderungen an die Durchführung

und Darstellung von Experimenten

und Daten waren das zentrale Thema dieser

Tagung, die von rund 40 Wissenschaftlern

internationaler Provenienz als Forum genutzt

wurde. Das wissenschaftliche Tagungsprogramm

unternahm einen Rundumschlag

durch die biochemische Enzymologie. Den

Auftakt setzte Keith Tipton mit seiner Kritik

an der allgemein üblichen Rohdatenanalyse

zur Bestimmung kinetischer Parameter, gefolgt

von Robert Alberty (Boston) zum Einfluß thermodynamischer

Parameter auf enzymatische

Reaktionen und Athel Cornish-Bowden, der

einen historischen Exkurs durch die biochemi-

N E T Z W E R K

Teilnehmer des Symposiums

sche Terminologie vor dem Hintergrund der

IUBMB-Empfehlungen von 1981 unternahm.

Mit der Vorstellung einer universellen Ratengleichung

für die Systembiologie wies Johann

Rohwer (Stellenbosch) auf die Wichtigkeit einer

verläßlichen experimentellen Beschreibung

von Enzymkinetiken hin. Exemplarisch an Extremophilen

(Wilfred Hagen, Delft), Proteasen

(Hartmut Schlüter, Berlin), Alkoholdehydrogenasen

und Metalloproteinasen (Jan-Olof

Winberg, Tromsø) wurden die Schwierigkeiten

beim Design aussagekräftiger Enzymassays

und Struktur-Funktionsanalysen (Scott Pegg,

San Francisco) sowie der Umgang mit nichtstandardisierten

publizierten Daten bei der

Interpretation eigener Daten dargestellt. Auch

die Unzulänglichkeiten der gängigen Enzymnomenklatur

erweist sich zunehmend als

Minenfeld (Richard Cammack, London), das

zumindest mit Hilfe geeigneter Ontologien für

Enzymologie und Systembiologie entschärft

werden könnte (Kirill Degtyarenko, Nicolas

LeNovere, beide Cambridge). Des weiteren

wurde die praktische Anwendung experimenteller

Daten in einer Reihe von Projekten zur

Modelllierung von Stoffwechsel- und Signaltransduktionswegen

(Hermann-Georg Holzhütter,

Berlin; Oleg Demin, Moskau; Ursula

Klingmüller, Heidelberg) thematisiert. Thomas

Leyh gab eine exemplarische Einführung in

die Voraussetzungen, die eine Datenbasis zur

qualifizierten Modellbildung erfüllen sollte. Er

wurde darin durch Vorträge zur Einordnung

neuartiger Enzyme in bestehende Stoffwechselwege

(Valérie de Crécy-Lagard, Gainsville),

zur auf experimentell ermittelten Kinetiken

basierenden Modellbildung (Ursula Kummer,

Heidelberg) sowie zur Integration von Struktur-

und Kinetikdaten für die Systembiologie

(Matthias Stein, Heidelberg) unterstützt.

Präsentationen über die vielfältigen Wege zur

Speicherung, Katalogisierung, Analyse, Veröffentlichung

und Darstellung experimenteller

und berechneter Daten, aber auch über deren

Schwierigkeiten, mittels Normalisierung eine

einheitliche Datenbasis zu erhalten, schlossen

den programmatischen Bogen (Jacky Snoep,

Stellenbosch; Isabel Rojas-Muijca, Heidelberg;

Steffen Neumann, Halle; Dietmar Schomburg,

Köln; Michael Ellison, Edmonton).

Eine von Keith Tipton moderierte offizielle

Diskussionsrunde zu den STRENDA-Checklisten

wurde von den Teilnehmern lebhaft

angenommen und durch viele Vorschläge

bereichert, deren Aufnahme derzeit innerhalb

der Kommission beraten wird. Die Quintessenz

dieser Diskussion war insbesondere das

Bekenntnis zur Notwendigkeit zur ‚Good

Publication Practice. Kein Wunder, sind die

Teilnehmer doch selbst auch Opfer eines

offenbar lässig gewordenen Publikationsstils

geworden.

Die Arbeitsgruppe nutzte die Tagung auch

für ein Kommissions-Treffen, auf dem erste

konkrete Maßnahmen für das in [2] beschriebene

Vorhaben beschlossen wurden, einheitliche

Strukturen für die Ablage von Enzymdaten

in Journals und Datenbanken zu definieren.

Diese werden die Kommissionsmitglieder

ebenso wie die Checklisten, mit Herausgebern

von Fachzeitschriften und Datenbank-Produzenten

intensiv besprechen.

Literatur

[1] Kettner, C. & Hicks, M.G. (2005) The dilemma of modern enzymology.

Current Enzyme Inhibition, 1:3-10.

[2] Apweiler, R., Cornish-Bowden, A., Hofmeyr; J.-H.S., Kettner,C., Leyh, T.S.,

Schomburg, D. and Tipton, K.T. (2005) The importance of uniformity in

reporting protein-function data. Trends Biochem. Sci., 30:11-12.

[3] http://www.strenda.org/documents.html

[4] Alberty R. et al. (2006). Standards for reporting enzyme data. Nature

Biotechnology, eingereicht

Korrespondenzadresse

Dr. Carsten Kettner

Beilstein-Institut

Trakehner Str. 7-9, D-60487 Frankfurt,

Tel.: +49-(0)69-71673221

eMail: ckettner@beilstein-institut.de

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16 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Somatische Zelltherapie


B L I T Z L I C H T

AMG-gerechte Herstellung

humaner Leberzellen zur

Infusion

Dr. Marc Barthold, Dr. Lubomir Arseniev, Dr. Dr. Wolfgang Rüdinger, Cytonet, Hannover

Die Lebertransplantation hat sich als Goldstandard zur Behandlung fortgeschrittener chronischer

Lebererkrankungen, der Korrektur genetischer Störungen und der Behandlung des

akuten Leberausfalls etabliert. Von der großen Zahl von 30.000 Patienten pro Jahr, die in

Deutschland eine schwere Lebererkrankung erleiden, können nur 900 mit einer lebensrettenden

Organspende versorgt werden. Auch die Lebendspende von Teilorganen und das „Splitten“

von Leberorganen konnte bislang die Zahl der Transplantationen nur marginal erhöhen. In

vielen Ländern der Welt steht die Lebertransplantation als therapeutische Option aus ökonomischen

Gründen überhaupt nicht zur Verfügung. Die Entwicklung neuer Therapieansätze in

der Transplantation ist daher dringend notwendig, um die Behandlung des akuten und chronischen

Leberversagens sowie genetischer Lebererkrankungen in den kommenden Jahren

sicherzustellen. Eine signifikante Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten könnte in

naher Zukunft durch die Entwicklung und den klinischen Einsatz von Zelltherapieverfahren

für Lebererkrankungen gelingen. Durch die ausschließliche Verwendung von Organen, die

nicht zur Ganzorgan-Transplantation zugelassen werden, kann die Zahl der therapierten

Patienten durch diese Alternative tatsächlich erhöht werden. Das Ziel der Zelltherapie ist es,

die biologische Funktion eines geschädigten Organs wiederherzustellen oder im akuten Fall

für eine gewisse Frist zu verbessern. Das Biotechnologieunternehmen Cytonet (Weinheim)

entwickelt ein Leberzelltherapeutikum, das den hohen qualitativen Ansprüchen der nationalen

und europäischen Arzneimittel-Aufsichtsbehörden gerecht wird. Dies geschieht in enger

Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (Abteilung für Gastroenterologie,

Hepatologie und Endokrinologie; Direktor: Prof. Michael P. Manns) sowie der Deutschen Stiftung

Organtransplantation beziehungsweise deren Tochter, der Gemeinnützigen Gesellschaft für

Gewebetransplantation (DSO/DSO-G).

Im Gegensatz zur Organtransplantation

unterliegt das Leberzelltherapeutikum

nicht den Bestimmungen des Transplantations-

(TPG), sondern des Arzneimittelge-

setzes (AMG) sowie den entsprechenden

europäischen Richtlinien. Die Europäische

Arzneimittelagentur EMEA (European Medicines

Agency) in London hat dem Cytonet-

Leberzelltherapeutikum den Status eines

„advanced medicinal product“ zuerkannt.

Es unterliegt damit den Richtlinien, Verordnungen

und Gesetzen für Arzneimittel.

Diese umfassen nach den jüngsten Änderungen

und Ergänzungen unter anderem die

EU-Richtlinien 2001/83, 2003/63, 2004/23,

2005/28 und 2006/17 und die entsprechenden

nationalen Umsetzungen oder Entwürfe

dazu (12. und 14. Novelle AMG, GCP-V,

Entwurf AMWHV, Entwurf Gewebegesetz).

Die Anwendung der AMG-Anforderungen

auf die Herstellung eines gewebespendeabhängigen

Zelltherapeutikums gehört

zu den großen Herausforderungen in der

Produktentwicklung des Fertigarzneimittels

„Humane Leberzellen zur Infusion“.

GMP-konforme Herstellung von

„Humanen Leberzellen zur Infusion“

Die Leberzellen werden aus sogenannten

„marginalen“ Spender-Lebern gewonnen,

die für eine direkte Transplantation nicht

geeignet sind. Diese werden nur dann für

die Zellisolierung genutzt, wenn sie zunächst

denselben Eingangsprüfungen hinsichtlich

Anamnese, Sterilität und virologischer

Sicherheit genügt haben wie für die Organtransplantation

gefordert. Da die Leberzellen

nach Isolation in Kryotanks tiefgefroren

gelagert werden, kann die Sicherheit durch

die Nachverfolgung der Ergebnisse anderer

transplantierter Gewebe desselben Spenders,

verglichen mit der Organtransplantation,

sogar noch erhöht werden. Anhand kleiner

Mengen an kryokonserviertem Referenz-Probenmaterial

können außerdem zeitaufwendige

Untersuchungen in bezug auf die Sterilität,

virologische Sicherheit etc. durchgeführt

werden. Die GMP-konforme Herstellung

der Leberzellpräparate gewährleistet somit

die Patientensicherheit. Die Isolation der

Leberzellen aus dem Gewebe erfolgt unter

Abb. 1: Vorbereitung der Leberzellsuspension für die Kryokonservierung (links). Die in Beuteln kryokonservierten Leberzellpräparate sowie Referenzproben

für die Qualitätskontrolle werden in der Dampfphase über Flüssigstickstoff gelagert (Mitte). Die Leberzellsuspension soll nach einem

einfachen und raschen standardisierten Auftauprozeß dem Patienten so schnell wie möglich infundiert werden (rechts).

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 17


B L I T Z L I C H T

Abb. 4: Humane Leberzellen in Kultur. Die hier gezeigten Zellen sind als Monolayer an das

Zellkultursubstrat angeheftet und zeigen alle morphologischen Kennzeichen adulter,

differenzierter Leberzellen: hexagonale Zellform, Mehrkernigkeit, Ausprägung von Gallengang-Canaliculi.

strikten Reinraumbedingungen nach den

Vorgaben des europäischen GMP-Leitfadens

in Klasse A.

Der Prozeß beginnt mit der enzymatischen

Auflösung des Bindegewebsgerüstes der

Leber, welche die parenchymalen Leberzellen

freisetzt. Die entstehende Zellsuspension

wird danach durch Filtrations- und Zentrifugationsschritte

gereinigt. Am Ende dieses

etwa fünfstündigen Prozesses, der durch

entsprechende Qualitätskontrollschritte

begleitet wird, liegen die vitalen Leberzellen

in Einzelzellsuspension vor. Diese wird in

einem zweistündigen Verfahren kontrolliert

auf unter -120 °C gekühlt. So aufbereitete

kryokonservierte Zellen können über mehrere

Jahre für den klinischen Einsatz gelagert

und nach einem raschen Auftauvorgang

appliziert werden. Die Qualitätskontrolle des

Endproduktes erfolgt nach funktionellen und

pharmarechtlichen Kriterien. Nur bei Einhaltung

aller Spezifikationen erfolgt die Freigabe

für den klinischen Einsatz. Die Kryokonservierung

der Präparate in einer Zellbank

verbessert nicht nur die Sicherheit gegenüber

der Organtransplantation, sondern auch die

Verfügbarkeit für hochdringliche Fälle.

Klinische Entwicklung von

humanen Leberzellen zur Infusion

Seit den frühen neunziger Jahren wurden

weltweit etwa 80 Patienten in Heilversuchen

mit humanen Leberzellen behandelt, wenn

bei akutem oder chronischem Leberversagen

oder bei genetischen Stoffwechseldefekten

keine sonstige Therapieoption bestand. Die

Ergebnisse dieser Einzelfallberichte oder

kleiner, kaum kontrollierter Serien waren

durchweg ermutigend. Allerdings wurden

durch die verschiedenen akademischen

Gruppen Zellen unterschiedlicher Herkunft

und Gewinnungstechnik eingesetzt, und

weder die Patientenauswahl noch der Applikationspfad

waren standardisiert.

An der Medizinischen Hochschule

Hannover wurde im Jahr 2004 unter der

Verantwortung von Professor Michael Ott

(Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie

und Endokrinologie) ein Therapieversuch

an einer Patientin unternommen,

die nach Knollenblätterpilz-Vergiftung

ein akutes Leberversagen erlitt und bereits

im Leberkoma lag. Die 64jährige Patientin

erhielt eine intraportale Infusion von kryokonservierten

humanen Leberzellen, die in

der Reinraumanlage von Cytonet Hannover

gewonnen worden waren. Die Leberfunktion

der Patientin verbesserte sich schon

in den ersten 48 Stunden nach Einsatz der

Zellsuspension deutlich und die Patientin

war nicht mehr auf Gerinnungssubstitution

angewiesen. Die Patientin überwand die

Krise des akuten Leberversagens und ihr

Zustand verbesserte sich kontinuierlich, so

daß sie nach vier Wochen aus der stationären

Betreuung entlassen werden konnte. Der

Patientin geht es bis heute gut – ein idealer

Verlauf, zu dem die Infusion der humanen

Leberzellsuspension augenscheinlich einen

wichtigen Beitrag zu leisten vermochte.

Um die Sicherheit und Wirksamkeit

der Leberzelltherapie bei akuten Leberversagen

zu demonstrieren, wurde in der

Zwischenzeit ein Studienprotokoll für

eine multizentrische, randomisierte und

kontrollierte klinische Studie mit 60 Patienten

entwickelt, die unter Federführung

der Medizinischen Hochschule Hannover

zum Ende des Jahres in den führenden

Universitätskliniken Europas anlaufen soll.

In einer zweiten Multicenterstudie werden

Kinder und Kleinkinder mit genetisch bedingten

Enzymdefekten behandelt. Durch

einen Defekt in der Stickstoff-Entgiftung ist

diese Patientengruppe durch zum Beispiel

stark erhöhte Ammoniakkonzentrationen

prädestiniert für irreversible Hirnschädigungen.

Für diesen Einsatzbereich wird

die klinische Entwicklung der Human-

Leberzellinfusion in Partnerschaft mit der

Kinderklinik des Universitätsklinikums

Heidelberg (Direktor: Prof. Dr. Georg F.

Hoffmann) betrieben.

Nach erfolgreichem Abschluß der klinischen

Studien wird die risiko- und nebenwirkungsarme,

minimal-invasive Therapie

der Leberzellinfusion im klinischen Alltag

zur Verfügung stehen.

18 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT

Fazit

Die Leberzelltherapie mit humanen Leberzellen,

die unter GMP-Bedingungen hergestellt

und kryokonserviert werden, stellt

eine wichtige Option zur Erweiterung der

therapeutischen Möglichkeiten bei schwersten

Lebererkrankungen dar. Die Klassifizierung

der Leberzellen als Arzneimittel

setzt höchste Standards für die Sicherheit

des Therapeutikums.

Die Entwicklung von einer akademischexperimentellen

Therapie bis zum klinischen

Routine-Einsatz ist nur durch die Kombination

von wissenschaftlicher Expertise und

den fortschrittlichen Möglichkeiten eines

pharmazeutischen Herstellers möglich, wie

in diesem Falle durch die enge Zusammenarbeit

zwischen der Medizinischen Hochschule

Hannover und der Cytonet GmbH

& Co. KG gewährleistet. Dieses erfolgreiche

Beispiel könnte ein Modell für die Zukunft

der biomedizinischen Forschung sein.

Korrespondenzadresse

Dr. Marc Barthold

Cytonet GmbH & Co. KG

Niederlassung Hannover

Feodor-Lynen-Straße 21

D-30625 Hannover

Tel.: +49-(0)511-55474311

Fax: +49-(0)511-55474310

eMail: Marc.Barthold@Cytonet.de


Bio-IT


B L I T Z L I C H T

Pharmakokinetische und

pharmakodynamische

Modellierung in Simulink

Sam Roberts, The MathWorks Ltd., Cambridge, UK

Bis ein neues Medikament die Marktreife erreicht, dauert es in der Regel 10 bis 15 Jahre

– und verursacht dabei Kosten von fast einer Milliarde Dollar 1 . Den größten Anteil an dieser

Kostenexplosion haben Ausfälle in Phase III der klinischen Prüfung: Von jeweils 250

Verbindungen aus vorklinischen Tests erreichen nur fünf klinische Studien, und nur eine

davon wird am Ende von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen 2 .

Wenn Wirkstofforscher den Zusammenhang

zwischen Dosis und Wirkung nur zum Teil

verstehen und wenig über die zeitliche Veränderung

der Konzentration eines Stoffes

im Körper wissen, können sie die Sicherheit

eines Arzneimittels oft erst viel zu spät im

Entwicklungsprozeß garantieren. Der Critical

Path Report der FDA aus dem Jahr 2004

schlägt darum neben anderen Lösungen vor,

die Arzneimittelentwicklung in Zukunft

verstärkt auf Modell-basierte Methoden wie

die pharmakokinetische (PK) und pharmakodynamische

(PD) Modellierung zu stützen.

Die Pharmakokinetik beschäftigt sich mit der

Verteilung von Medikamenten im Körper und

den dabei erreichten Konzentrationen. Die

Pharmakodynamik untersucht, wie Medikamente

auf den Körper wirken. Mit Hilfe von

PK/PD-Modellen und Simulationen erhalten

die Arzneimittelforscher früher Informationen

über die Dosis/Wirkungsbeziehung

von Arzneistoffen und können genauer feststellen,

wie ein Medikament aufgenommen,

verteilt und ausgeschieden wird.

Methoden der PK/PD-Modellierung

Bei der PK/PD-Modellierung wird in der Regel

mit verschiedenen Softwarepaketen gearbeitet.

MS Excel dient oft als Standardformat

sowie für die einfache Datenverarbeitung. Mit

Statistikpaketen werden anspruchsvollere

Analysen und Modellierungen durchgeführt.

Zur Lösung von Differentialgleichungen zur

Parameterschätzung und zur Erzeugung

nichtlinearer Mixed-Effects-Modelle werden

spezialisierte Programme eingesetzt, die oft

akademischen Projekten entstammen. Für

Programmeingaben werden dabei häufig

Textdateien benötigt, deren Befehlssprache

für den Nicht-Fachmann oft schwer zu erlernen

und zu verstehen ist.

Um diesen Problemen zu begegnen, verwenden

Wissenschaftler zunehmend MAT-

LAB und Simulink für die PK/PD-Modellierung.

Diese Produkte bieten eine einheitliche

Umgebung für statistische Analysen und

Visualisierungen sowie für den Aufbau von

Modellen, in denen Subsysteme keine komplizierten

Differentialgleichungen, sondern

grafische Blöcke darstellen, was sie für Nicht-

Mathematiker einfacher verständlich macht.

Implementierung eines PK/PD-Modells

Ein Vergleich einer Implementierung des

PK/PD-Modells eines biologischen Systems

mit einem konventionellen Paket und einer

Implementierung in Simulink veranschaulicht

die unterschiedlichen Ansätze. Das

betrachtete Medikament soll über eine

sogenannte saturable Absorbtionskinetik

verfügen: Mit steigender Dosis erreicht die

Aufnahmerate aus dem Gastrointestinaltrakt

(GIT) ein Maximum.

Das Modell ist in Abbildung 1 dargestellt.

Der Körper ist darin in drei Abteilungen untergliedert:

In den GIT, den Kernbereich (das

Blutplasma und die am besten durchbluteten

Organe wie Leber und Niere) sowie die Peripherie

(die weniger durchbluteten Organe

wie Muskeln und Gewebe). Drei Differentialgleichungen

beschreiben, wie schnell das

Medikament ausgeschieden wird und wie

sich die Konzentrationen im Kernbereich und

in der Peripherie mit der Zeit ändern.

Bei der Implementierung dieses Modells

mit einer konventionellen Software muß der

Forscher die Differentialgleichungen, die die

Ausscheidung des Medikaments aus dem

Gastrointestinaltrakt beschreiben, mit Hilfe

einer anwendungsspezifischen Sprache in

Form einer Textdatei erzeugen (Abb. 2). Diese

Datei muß anschließend in ein Spezialpaket

eingegeben werden, das die Simulationsbefehle

ausführt.

Die Simulink-Version des Modells (Abb. 1)

stellt das System dagegen in Form grafischer

Blöcke dar. Drei miteinander verbundene

Blöcke repräsentieren die drei Systembereiche.

Diese Blöcke maskieren Subsysteme:

Durch Anklicken beispielsweise des Periphe-

Abb. 1: Simulink-Modell der Medikamentenaufnahme und -ausscheidung

Bild © LifeArt

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 21


Abb. 2: Differentialgleichungen beschreiben

den Verlauf der Arzneimittel-Ausscheidung.

rie-Subsystems erhält man Zugriff auf eine

graphische Darstellung der internen Details

dieses Systembereichs. Da das Simulink-Modell

genau wie eine Befehlsliste ausführbar

ist, müssen keinerlei Gleichungen oder Programmbefehle

bearbeitet werden.

Während der Simulation wird der zeitliche

Verlauf der Medikamentenkonzentration in

den drei Bereichen automatisch von einem

Scope-Block angezeigt. Zu erkennen ist, wie

die Konzentrationen im Kernbereich langsam

absinken. Um die gleiche Information mit Hilfe

eines konventionellen Modellierungspakets

zu erhalten, müßten zunächst die Grafikbefehle

der Software erlernt werden.

Beispiel: Aufbau eines PK/PD-Modells

in Simulink

Als Beispiel ist die Nikotinaufnahme aus einem

Pflaster modelliert, das 16 Stunden lang

auf der Haut verbleibt. Das Nikotinpflaster

hat zwei Schichten: Die erste gibt das Nikotin

schnell und hochdosiert ab, die zweite langsamer

und niedriger dosiert. Dieses Modell

repräsentiert nur das Subsystem ,Haut‘ und

wird durch folgende Differentialgleichung

beschrieben:

B L I T Z L I C H T

dC/dt = D fast + D slow – Cl * C

mit C für die Plasmakonzentration, Cl für die

Abbaurate aus dem Plasma und D fast und D slow

für die beiden Abgabedosen des Pflasters.

Modellierung der Nikotindosen

In Simulink läßt sich das gesamte Modell

aufbauen und simulieren, ohne daß dazu eine

spezielle Befehlssprache erforderlich wäre.

Man öffnet einfach ein neues Simulink-Modell,

zieht einen Signal Builder-Block aus dem

Simulink Bibliotheks-Browser und öffnet die

Eigenschafts-GUI des Blocks. Der Block wird

jetzt interaktiv mit Leitungen ausgestattet, und

es wird ein mehrstufiges Signal erzeugt, das

die schnelle und die langsame Nikotinabgabe

beschreibt. Auf der obersten Modellebene

wird nun ein Integrator-Block, ein Add/Substract-Block

und ein Multiplikatorblock in

das Modell eingefügt. Diese Blöcke werden

zu einem Regelkreis verbunden, der die Differentialgleichung

repräsentiert (Abb. 4). Ein

Scope-Block zeigt die Simulationsergebnisse

an – in diesem Fall den zeitlichen Verlauf der

Gesamtkonzentration des Nikotins.

Die allgemeine Form des Modells stimmt

zwar bereits, es fehlt aber noch die Abschätzung

von Modellparametern wie etwa der

Abbaugeschwindigkeit (Cl). Dazu wird ein experimenteller

Datensatz mit Messungen an einem

Probanden eingesetzt. Um die Parameter

mit einem konventionellen Paket zu schätzen,

ist jedoch Erfahrung mit Optimierungen nötig,

wofür die meisten Biologen sich das Wissen

erst aneignen müßten. In Simulink kann man

diese Daten aus einer Excel-Datei oder einer

anderen Quelle importieren und einfach die

Simulink-Parameter Estimation-GUI öffnen,

die verschiedene Algorithmen zur Verfügung

stellt, um die beste Anpassung des Modells an

die gemessenen Daten zu erzielen (Abb. 5).

Ausblick

Derzeit wird an Methoden gearbeitet,

mit denen sich das Verhalten von Genen,

Proteinen und Stoffwechselprodukten auf

der Systemebene untersuchen läßt. Die

Arzneimittelforscher können auch diese In-

Tab.: Übersicht über die Eigenschaften der Simulationssoftware MATLAB und Simulink

MATLAB / Simulink in der Biotechnologie

Einheitliche Umgebung zur Datenerfassung, Analyse und Visualisierung biochemischer Daten

Zugriff auf alle Funktionen via Kommandozeile sowie grafischer Benutzeroberflächen

Simulation und Modellierung dynamischer, physiologischer Systeme und biochemischer

Reaktionswege

Interaktive grafische Entwicklungsumgebung mit modular erweiterbaren Blockbibliotheken

Einfacher Import externer Daten, Anbindung an Excel

Übersicht über komplexe Modelle durch hierarchischen Aufbau

Einfache Konfiguration und Verwaltung von Signalen, Parametern und Eigenschaften biochemischer

Modelle

Offene Entwicklungsplattform mit Schnittstellen zu vielen weiteren wissenschaftlichen Anwendungen

und Datenformaten sowie der Möglichkeit zur Integration von manuell erstelltem Programmcode

Abb. 4: Aufbau des Simulink-Modells eines

Nikotinpflasters

Abb. 5: Optimierung der Anpassung des Modells

(gelb) an die gemessenen Daten (rosa).

formation in ihre PK/PD-Modelle einbauen.

Aufgrund der steigenden Variablenanzahl

zur Modellierung solcher Systeme sind neue

und bessere Analyse- und Visualisierungstechniken

notwendig. The MathWorks unterstützt

diese Entwicklung durch Simulink

und SimBiology, ein neues Produkt, das die

Modellierung und Simulation biochemischer

Reaktionswege ermöglicht.

Literatur

[1] DiMasi, Joseph A, Ronald W. Hansen, and Henry G. Grabowski, “The price

of innovation: new estimates of drug development costs,” Journal of Health

Economics 22 (2003): 151–185.

[2] Pharmaceutical Research and Manufacturers of America, Pharmaceutical

Industry Profile 2006, PhRMA, Washington, DC. March 2006.

Food and Drug Administration, Challenge and Opportunity on the Critical

Path to New Medical Products, March 2004.

Korrespondenzadresse

Sam Roberts

The MathWorks Ltd.

Matrix House, Cambridge Business Park

Cambridge, CB4 OHH, UK

Tel.: +44-(0)1223-226700

Fax: +44-(0)1223-226710

eMail: Sam.Roberts@mathworks.co.uk

22 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Signaling


R E P O R T

Luciferase-Assays für das HTS

von G-Protein-gekoppelten

Rezeptoren

Dr. Truc N. Bui, Promega GmbH, Mannheim

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) repräsentieren die größte bekannte Klasse von Zelloberflächenrezeptoren.

Sie sind für die Medikamentenentwicklung von immenser Bedeutung.

Analysen aus den Jahren 2002 und 2003 zufolge wirken 45% der auf dem Markt befindlichen

Medikamente an GPCRs. Darüber hinaus sind im menschlichen Genom mehr als 150 sogenannte

Orphan GPCRs identifiziert worden, deren Funktion weitgehend unbekannt ist. Die

Validierung dieser Rezeptoren und Entwicklung von Medikamenten, die an diesen Rezeptoren

wirken, stellt die pharmazeutische Industrie vor eine große Herausforderung. Neben vielen

Nachweismethoden werden auch Reportergene für die Analyse der GPCR-Aktivität eingesetzt.

Aufgrund der Sensitivität, des weiten dynamischen Bereichs, der schnellen und einfachen

Quantifizierung und des Fehlens der endogenen Aktivität sind biolumineszente Luciferasen

als Reporterenzyme der Wahl gut geeignet. Promega hat ein zellbasiertes Dual-Luciferase ® -

Reportergensystem für Studien an GPCR-Signalwegen und für das High Throughput-Screening

(HTS) von GPCR-Modulatoren entwickelt. Das System ermöglicht ein schnelles Screening mit

einer gleichbleibend hohen Datenqualität.

Key Words: G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, High Throughput-Screening, Reportergene,

Luciferasen, Dual-Luciferase, Normalisierung

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren sind in

viele physiologische Prozesse involviert. Die

Rezeptoren sind für die Übertragung von

photosensorischen Signalen und Gerüchen,

für die Regulation des Immunsystems, von

Verhalten und Gemütszuständen sowie für die

neuronale Signalübertragung des autonomen

Nervensystems verantwortlich. Aufgrund

der weiten Verbreitung dieser Rezeptoren im

menschlichen Organismus und aufgrund der

großen Menge an funktionell unerforschten

Orphan GPCRs sind diese sehr attraktive Ziel-

Kennziffer 18 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

strukturen für die Arzneimittelentwicklung.

Dies betrifft unter anderem therapeutische

Felder wie Krebs, kardiale Dysfunktion,

Diabetes, Krankheiten des Nervensystems,

Fettleibigkeit, entzündliche Erkrankungen

und Schmerz 1 .

Funktionsweise von GPCRs

GPCRs sind über sieben Transmembran-

Domänen in die Zellmembran integriert. Die

Rezeptoren interagieren mit heterotrimeren

G-Proteinen an der Plasmamembran, die aus

α-, β- und γ-Untereinheiten zusammengesetzt

sind. Diese dienen als Signalüberträger zwischen

Rezeptor- und Effektormolekülen. Im

inaktiven Zustand bindet die α-Untereinheit

Guanosindiphosphat (GDP). Die Stimulation

mit einem Agonisten – dies können Lichtphotonen,

kleine Moleküle oder Proteine sein

– führt zu einem Austausch von GDP mit Guanosintriphosphat

(GTP). Gleichzeitig dissoziiert

die α-Untereinheit vom Gβ/γ-Komplex 2 ,

und die nun aktivierte α-Untereinheit schaltet

in Abhängigkeit vom Subtyp unterschiedliche

intrazelluläre Signalwege ein. An Gα s

gekoppelte Rezeptoren aktivieren das Enzym

Adenylatcyclase (AC), welches in der Zelle

vermehrt die Synthese des second messengers

cyclo-Adenosinmonophosphat (cAMP) katalysiert.

Der Abbau von cAMP erfolgt in der

Zelle durch cAMP-spezifische Phosphodiesterasen.

An Gα i gekoppelte Rezeptoren inhibieren

dagegen die AC und somit die Produkion

von cAMP. An Gα q gekoppelte Rezeptoren

aktivieren die Phopholipase C (PLC) und führen

über die Bildung von Inositolphosphaten

(IPs) zu einer Erhöhung der intrazellulären

Kalzium(Ca 2+ )-Konzentration. Über ein Zwischenprodukt

wird die Proteinkinase C (PKC)

• international symposium with cutting-edge presentations on Life Science

and Automation

• exhibition with leading technology providers, e.g. Beckman, Agilent, Tecan, CyBio,

Scienion, amplius and more

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 23


aktiviert, die daraufhin den MAPK–Signalweg

(für Mitogen-aktivierte Proteinkinase) einschaltet

3 . Die Gβ/γ-Untereinheit selbst kann

auch den MAPK-Signalweg aktivieren. Alle

diese Signalwege münden in eine erhöhte

Transkription von Zielgenen, die bei der Zellproliferation,

Differenzierung, Entwicklung,

Zellvitalität, Angiogenese, Hypertrophie und

Krebs eine Rolle spielen 4,5 .

Ein idealer Assay für das HTS von GP-

CRs sollte einfach, nicht-radioaktiv, robust,

homogen und miniaturisierbar sein sowie

eine möglichst geringe Zugabe von Reagenzien

erfordern. Die am weitesten verbreiteten

funktionellen zellbasierten Methoden für das

HTS von GPCR-Liganden basieren auf der

Messung von IPs, der intrazellulären Ca 2+ -

Konzentration oder von cAMP.

Funktionelle zellbasierte

GPCR-Assays für das HTS

Die Messung von IPs erfolgt über die Bindung

von [ 3 H]-markierten IPs an immobilisierten

Metallionen, die auf Scintillation Proximity

Assay (SPA )-Beads untergebracht sind.

Wenn radioaktiv markierte Moleküle an die

Beads binden, werden diese angeregt und

emittieren blaues Licht. Dieses kann mit einem

Standard-Szintillationszähler detektiert

werden 6 . Der IP1 -Assay der Firma Cisbio

ist ein kompetitiver Immunoassay, der die

Reduktion des Energietransfers mißt. Der

Assay enthält einen Europium-konjugierten

IP1-Antikörper (Donor), der zu Beginn der

Messung ein mit Fluorophor konjugiertes IP1-

Molekül (Akzeptor) bindet. Nach Aktivierung

eines GPCR akkumuliert IP1 und verdrängt

das konjugierte IP1. Dies führt zu einer Reduktion

des Energietransfers und somit zu

einer Abnahme des Fluoreszenzsignals.

Der erste Assay für das HTS von GPCRs

beinhaltet den Ca 2+ -sensitiven Fluoreszenzfarbstoff

Fluo-3-AM. Zellen werden mit dem

R E P O R T

Ein Leuchtkäfer (Photinus pyralis) ist die Quelle der biolumineszenten Firefly-Luciferase

zellpermeablen Farbstoff kurz vor Zugabe

des zu untersuchenden Liganden inkubiert

und die Fluoreszenz gemessen. Die Interaktion

des Farbstoffs mit Ca 2+ führt zu einer

raschen Änderung der Fluoreszenzintensität.

Die Messung erfolgt mit einem Fluorescent

Imaging Plate Reader (FLIPR ® , Molecular

Devices). Das Unternehmen Euroscreen hat

die Ca 2+ -Messung unter Verwendung des

Ca 2+ -sensitiven Reporterproteins Aequorin

entwickelt (AequoScreeen ). Eine Zunahme

der Ca 2+ -Konzentration führt zu einer Konformationsänderung

des Proteins, das das

Substrat Coelenterazin oxidiert und dabei ein

Lichtsignal generiert 7 .

Eine Reihe von Assays wurden in der

Vergangenheit für die Messung der cAMP-

Akkumulation entwickelt. Allen gemeinsam

liegt das Prinzip der kompetitiven Bindung

von zellulärem cAMP und markiertem cAMP

an einem anti-cAMP-Antikörper zugrunde.

Radioaktive Protokolle wurden von GE

Healthcare (SPA ) und Perkin Elmer (Flash-

A B

Plate ) entwickelt, die [ 125 I]-markiertes cAMP

als Tracermolekül enthält. Dem Fluoreszenzpolarisations-Assay

von Perkin Elmer

und GE Healthcare liegt die Abnahme der

molekularen Rotation von gebundenem und

nicht-gebundenem Fluoreszenz-konjugierten

cAMP zugrunde. Der HTRF-cAMP-Assay von

Cisbio funktioniert vom Grundprinzip her

ähnlich wie der bereits erwähnte IP1 -Assay.

Die kompetitive Bindung von intrazellulärem

cAMP führt zu einer Reduktion des Energietransfers.

Beim Amplified luminescent

proximity homogeneous assay AlphaScreen

(Perkin Elmer) erzeugt Lichtanregung auf

einem Donor-Bead die Bildung von Sauerstoffradikalen,

die mit Thioxenmolekülen auf

einem Akzeptor-Bead reagieren und ein Chemilumineszenzsignal

ergeben. Donor- und

Akzeptor-Bead werden über eine Streptavidin

Biotin-cAMP-Bindung zusammengehalten.

Biotin-cAMP selbst wird von einem anticAMP-Antikörper

gebunden, der auf dem

Akzeptor-Bead sitzt. Wird Biotin-cAMP kom-

Abb. 1: (A) Plasmiddesign für den Dual-Luciferase ® GPCR-Assay. Das eine Plasmid (pGL4-RE-luc2P) enthält eine destabilisierte Firefly-Luciferase,

die für die Expression in Säugetierzellsystemen optimiert ist (luc2P). Abhängig vom untersuchten GPCR-Signalweg wird ein Promotor flexibel vor

die Luciferase kloniert. Das zweite Plasmid (pR luc -Neo r -GPCR) kodiert eine konstitutiv exprimierte Renilla-Luciferase unter Kontrolle des SV40-Promotors.

Optional kann das System mit oder ohne GPCR mit einem CMV-Promotor exprimiert werden. Beide Plasmide enthalten die Selektionsmarker

Hygromycin und Neomycin für die Auswahl von stabilen Klonen. (B) Destabilisierte Luciferasen erhöhen die Reporterantwort und verkürzen die

Zeit der maximalen Induktion. HEK293-Zellen wurden mit verschiedenen Plasmiden stabil transfiziert, die Firefly-Luciferase (luc2) oder destabilisierte

Firefly-Luciferasen mit hPEST- (luc2P) oder hPEST- und hCL1 (luc2CP)-Proteindegradationssequenz kodieren. Alle Plasmide stehen unter

Kontrolle des CRE-Promotors. Zellen wurden mit 1 µM des Agonisten am β-adrenergen Rezeptor Isoproterenol und 100 µM des cAMP-spezifischen

Phosphodiesterase-Inhibitors Ro-20-1724 stimuliert und die Lumineszenz zu den entsprechenden Zeiten gemessen.

24 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


petitiv durch intrazelluläres cAMP ersetzt, kann aufgrund der großen

Distanz zwischen Donor und Akzeptor kein Chemilumineszenzsignal

entstehen. Die enzymatische Methode der Firma DiscoveRx basiert auf

cAMP-Molekülen, die mit inaktiven β-Galaktosidase-Komponenten

konjugiert sind. Diese Moleküle werden durch anti-cAMP-Antikörper

gebunden. Intrazelluläres cAMP verdrängt die konjugierten cAMPs,

die nun mit zugegebenen Enzymuntereinheiten aktive β-Galaktosidasen

bilden. Die enzymatische Aktivität kann mit entsprechenden

Fluoreszenz- oder Lumineszenz-Substraten gemessen werden. Die

Firma Meso Scale Discovery hat ein Elektrochemilumineszenz-System

entwickelt, bei dem cAMP mit einem Ruthenium-Derivat konjugiert

ist. Dieses ist an anti-cAMP- Antikörper gebunden, die an Carbonelektroden

angebracht sind. Nach Zugabe eines chemischen Substrates

und einer elektrischen Stimulation wird in einer elektrochemischen

Reaktion Licht erzeugt. Verdrängung durch intrazelluläres cAMP

erhöht die Distanz der konjugierten cAMPs zu den Elektroden und

verhindert die Erzeugung des Lichtsignals 8 .

Allen der oben genannten Assays ist gemein, daß sie auf die Detektion

eines second messenger limitiert sind. Radioaktive Methoden für das

Screening von GPCRs haben den Vorteil, daß sie sehr sensitiv sind.

Will man sich auf die Detektion von IPs festlegen, so ist eine nicht-radioaktive

Methode wie der IP1 -Assay von Cisbio zu empfehlen. Hier

sollte allerdings berücksichtigt werden, daß der Readout nicht zu allen

Readertypen kompatibel ist. Zur Detektion von Ca 2+ ist zu sagen, daß

die Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen die potentielle Gefahr

einer unspezifischen Lokalisation des Farbstoffes birgt. Aufgrund der

höheren Sensitivität ist die Aequorin-Methode klar im Vorteil. Für die

Validierung von Orphan GPCRs ist die FLIPR ® -Methode ein in der

Praxis oft genutztes Verfahren. Beide Methoden der Ca 2+ -Messung sind

jedoch sehr zeitaufwendig und sind für das Screening von inversen

Agonisten nicht geeignet 2 . Wird die Messung von cAMP favorisiert, so

muß beachtet werden, daß das radioaktive FlashPlate -System und die

Fluoreszenzpolarisations-Methode nur eine geringe Nachweisgrenze

von 50-100 fmol cAMP pro Well haben. Dagegen sind bei dem HTRFcAMP-Assay

von Cisbio, beim AlphaScreen , bei der enzymatischen

Methode von DiscoveRx und beim Elektrochemilumineszenz-System

von Meso Scale Discovery Detektionsbereiche von weniger als 10 fmol

cAMP pro Well möglich 8 . Der AlphaScreen -Assay hat den Nachteil,

daß er licht- und temperaturempfindlich ist und einem Quenching

durch grüne und blaue Wirkstoffe aus Substanzbibliotheken unterliegt

11 . Aufgrund der Sensitivität und der geringen Wechselwirkung mit

Wirkstoffen aus Substanzbibliotheken haben der HTRF cAMP Assay

von Cisbio und AlphaScreen von Perkin Elmer deutliche Vorteile

gegenüber den anderen Methoden für die cAMP-Messung.

GPCR-Screening mit Reportergenen

All diese Einschränkungen lassen sich durch die Verwendung von

Reportergen-Assays umgehen. Die Methode ist kostengünstig, miniaturisierbar

und als Plattform offen für die Messung aller im GPCR-Signalweg

beteiligten second messenger. Eine Vielzahl von Reportergenen

wurde für die Analyse von GPCRs verwendet, darunter β-Galaktosidase,

green fluorescent protein (GFP) und Luciferase 8 . Die Veränderung

der intrazellulären Ca 2+ - und cAMP-Konzentration wird über die

Aktivität der Reportergene gemessen. Dabei erfolgt die Steuerung der

Expression über die Promotoren des ‚nuclear factor of activated T cells

response element‘ (NFAT-RE) und ‚cAMP response element‘ (CRE). Die

Rezeptor-vermittelte Akkumulation von cAMP führt zur Aktivierung

des Transkriptionsfaktors CRE binding protein (CREB), der über CRE

die Expression des Reportergens hochreguliert. Ist die intrazelluläre

Ca 2+ -Konzentration durch Stimulation des GPCR-Rezeptors erhöht, so

wird der Transkriptionsfaktor NFAT aktiviert, der über die Bindung an

NFAT-RE die Transkription des Reportergens einschaltet. Auf diese Wei-

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Franz-Josef Bormann

Roger J. Busch

Thomas Deichmann

Wolf R. Dombrowsky

Renata Ch. Feldmann

Volker Gerhardt

Susanne Glasmacher

Wolfram Henn

Aloys Hüttermann

Regine Kollek

Tanja Krones

Reinhard Kurth

Johannes Löwer

Herbert Mertin

Gerd Richter

René Röspel

Jürgen Rüttgers

Karl-Friedrich Sewing

Ulrich Storz

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 25

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R E P O R T

Abb. 2: GPCR-Assay mit CRE-luc2P/DRD1-Rluc stabil transfizierten HEK293-Zellen. Zellen wurden

in einem Volumen von 20 µl und einer Zahl von 10 4 Zellen/Well in eine 384-Well-Platte ausgesät und

über 4 h mit oder ohne 1 µM des DRD1-Agonisten SKF38393 und 100 µM des cAMP-spezifischen

Phosphodiesterase-Inhibitors Ro-20-1724 inkubiert. Die Aktivität der beiden Luciferasen wurde an-

schließend mit dem ‚Dual-Glo TM Luciferase Assay System‘ ermittelt. Die Meßwerte wurden mit folgender

Formel normalisiert: Relative light units (RLU) = [Firefly RLU / (Rluc RLU / Mittelwert Rluc RLU)].

se können unterschiedliche GPCR-Signalwege

mit einer Plattform analysiert werden.

Der Vorteil von β-Galaktosidase als Reportergen

liegt in der Vielfalt der erhältlichen Detektionsreagenzien

für den kolorimetrischen,

fluoreszenten und lumineszenten Readout

und bildet somit eine kostengünstige Alternative.

GFP als Reportergen für die Analyse von

GPCRs benötigt für die Fluoreszenzbildung

keine Co-Faktoren. Die Signale können daher

in lebenden Zellen gemessen werden. Jedoch

sind GFP-Signale nicht amplifizierbar und

zudem sensitiv gegenüber intrazellulären

pH-Veränderungen. Darüber hinaus sind bei

der Verwendung von GFP als Reportergen

Toxizitäts- und Lizenzfragen zu berücksichtigen.

Beide Reportergene haben eine relativ

lange Halbwertszeit von etwa 20 Stunden, die

zu einem erhöhten Hintergrundsignal und

damit zu Sensitivitätsproblemen führen kann.

Aufgrund der kurzen Halbwertszeit von drei

A

Stunden hat sich die Firefly-Luciferase als Reporterenzym

der Wahl für das HTS etabliert.

Sie katalysiert die Umsetzung des Substrates

Luciferin zu Oxyluciferin, bei der ein meßbares

Lichtsignal freigesetzt wird. Daneben

wird häufig die Renilla-Luciferase als zweites

Enzym eingesetzt, die das Substrat Coelenterazin

in Coelenteramid und Licht umsetzt. Die

gemessenen Werte dienen als interne Kontrolle

für die Meßwerte der Firefly-Luciferase (Normalisierung).

Diese Reporterenzyme zeichnen

sich dadurch aus, daß sie als Monomere exprimiert

werden und für Zellen nicht toxisch

sind. Sie unterliegen auch keiner posttranslationalen

Modifikationen. Weitere wesentliche

Vorteile der Lumineszenzmessung liegen in

der hohen Sensitivität und in einer geringen

Wechselwirkung mit Komponenten aus Substanzbibliotheken.

Für beide Luciferasen sind

eine Reihe von Detektionsreagenzien auf dem

Markt erhältlich. Darunter sind Assaysysteme,

Abb. 3: Dosis-Wirkungskurve von DRD1-Agonisten und Antagonisten. CRE-luc2P / DRD1-Rluc

stabil transfizierte HEK293-Zellen wurden in 96-Well-Platten mit einer Zellzahl von 10 4 Zellen/

Well ausgesät. In jeweils vierfachen Ansätzen wurden Zellen mit unterschiedlichen Konzentrationen

Agonisten oder Antagonisten oder ohne Behandlung über 4 h inkubiert und Luciferase-Aktivität

mit dem ‚Dual-Glo TM Luciferase Assay System‘ gemessen. Daten wurden normalisiert und

die Induktionsrate wie folgt berechnet: Mittelwert RLU stimuliert / Mittelwert RLU unstimuliert .

B

bei denen das Lichtsignal über zwei Stunden

stabil bleibt und damit eine ideale Grundlage

für die Automatisierung bildet.

Promega hat einen homogenen Dual-Luciferase

® GPCR-Assay für das HTS entwickelt,

der in Kürze die Marktreife erlangen wird.

Das System besteht aus zwei Plasmiden mit

einem Hygromycin- und einem Neomycin-Selektionsmarker,

die stabil in Zellen transfiziert

werden. Das eine Plasmid kodiert eine Firefly-Luciferase,

deren Expression je nachdem,

welcher GPCR analysiert werden soll, von

den entsprechenden responsiven Elementen

CRE oder NFAT-RE kontrolliert wird. Am

C-Terminus trägt die Firefly-Luciferase eine

hPEST-Proteindegradationssequenz aus dem

Ornithin-Decarboxylase-Gen der Maus. Diese

Modifikation führt zu einer destabilisierten

Luciferase mit einer signifikanten, kurzen

Halbwertszeit, die es ermöglicht, eine genauere

Kopplung des Reportersignals mit

dem Ereignis in der Zelle zu messen und die

Assayzeit zu verkürzen (Abb. 1). Außerdem

wurde die kodierende Sequenz der Firefly-

Luciferase für die Expression in Säugetiersystemen

optimiert. Konsensussequenzen

für Transkriptionsfaktor-Bindungstellen und

andere mögliche regulatorische Elemente sind

nun eliminiert. Damit ist eine eindeutige Regulation

der Expression sichergestellt. Das zweite

Plasmid kodiert eine Renilla-Luciferase unter

Kontrolle eines SV40-Promotors und optional

ein GPCR unter einem CMV-Promotor (Abb.

1). Die Anwesenheit eines GPCR ist dann

erforderlich, wenn in dem entsprechenden

zellulären System die endogene GPCR-Expression

niedrig ist. Durch die Unterbringung der

Reportergene auf zwei separaten Plasmiden

kann eine Kreuzinduktion der Renilla-Luciferase-Expression

umgangen werden (Daten

nicht gezeigt). Beim Screening von Wirkstoffbibliotheken

können zytotoxische Substanzen

die Reportergen-Expression erheblich reduzieren

und falsch-positive Meßdaten erzeugen.

Ebenso haben Pipettierungenauigkeiten und

die ungleichmäßige Aussaat von Zellen einen

Einfluß auf die Meßwerte von Reportergen-

Assays. Die Verwendung eines Dual-Luciferase

® Assays stellt sicher, daß die Meßwerte

des Reportergens mit denen des internen

Kontrollreportergens abgeglichen und oben

genannte Effekte normalisiert werden.

Anwendung

HEK293-Zellen wurden verwendet, um die

Dual-Luciferase ® Assay-Methode zu veranschaulichen.

Die Zellen wurden im ersten

Schritt mit einer destabilisierten Firefly-Luciferase

unter Kontrolle von CRE transfiziert

und mit Hygromycin selektioniert. Stabile Klone

wurden auf Basis des Expressionslevels und

CRE-Induzierbarkeit durch den Agonisten am

β-adrenergen Rezeptor Isoproterenol ausgewählt.

Diese Klone wurden im zweiten Schritt

mit dem Dopamin-Rezeptor D1 (DRD1) und

26 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


R E P O R T

Kennziffer 20 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de �

einer Renilla-Luciferase zur Normalisierung der Meßdaten transfiziert.

Hygromycin und Neomycin doppel-resistente Klone wurden selektioniert

und auf Induzierbarkeit durch den DRD1-Agonisten SKF38393

untersucht. Die stabil transfizierten Zellen wurden in eine 384-Well-

Platte ausgesät und über vier Stunden mit 1 µM des DRD1-Agonisten

SKF38393 und 100 µM des cAMP-spezifischen Phosphodiesterase-Inhibitors

Ro-20-1724 in der einen Hälfte der Platte inkubiert. In der anderen

Hälfte der Platte wurden Zellen nur mit der gleichen Konzentration

Ro-20-1724 behandelt und dienten als Kontrolle. Nach der Inkubation

wurde die Aktivität der Firefly- und Renilla-Luciferase mit dem Dual-

Glo Luciferase Assay System gemessen und die Meßwerte nach

Normalisierung graphisch dargestellt (Abb. 2). Um die Assayqualität

zu berechnen, wurde der Z´-Faktor wie folgt ermittelt:

Je näher ein Z´-Faktor dem Wert 1 nähert, desto perfekter die Assayqualität.

Z´-Faktoren größer als 0,5 gelten als robust genug für das HTS. In

diesem Beispiel eines 384-Well Formates beträgt der Z´-Faktor 0,77. Vor

Normalisierung der Firefly-Luciferase-Meßwerte lag der Z´-Faktor bei

0,55. Dieses Experiment verdeutlicht, daß die Messung von zwei Luciferasen

mit anschließender Normalisierung der Meßwerte entscheidend

zur Verbesserung der Assayqualität beiträgt. Um eine Aussage über die

pharmakologische Wirkung von Wirkstoffen zu machen, werden häufig

Dosis-Wirkungsprofile erstellt. Dazu wurden dieselben HEK293-Zellen

in 96-Well Platten ausgesät und mit unterschiedlichen Konzentrationen

des DRD1-Agonisten SKF38393 oder Antagonisten SCH23390 über vier

Stunden inkubiert. Die Meßwerte der Luciferasen wurden normalisiert

und die Induktionsrate graphisch aufgetragen (Abb. 3). Die ermittelten

EC 50 - und IC 50 -Daten 2,5x10 -7 für SKF38393 und 6,8x10 -9 für SCH23390

entsprechen den Werten aus der Literatur 12 .

Zusammenfassung

Bei den vorgestellten zellbasierten Plattformen für das HTS von GPCRs

gibt es Vorteile und Limitierungen für einzelne Systeme. Für die Wahl

eines Assay-Systems für das HTS spielt die Wirtschaftlichkeit eine entscheidende

Rolle. Auf der anderen Seite stellt der Wissenschaftler in der

Praxis hohe Anforderungen an die Handhabung des Assays und an die

Qualität der Assay-Daten. Mit der offenen Plattform eines funktionalen

zellbasierten Dual-Luciferase ® GPCR-Assays für das HTS hat Promega

eine flexible, robuste Technologie entwickelt, die ein schnelles Screening

mit hoher Datenqualität ermöglicht.

Literatur

[1] Filmore, D., Modern Drug Discovery (2004), 24-28

[2] Thomsen, W. et al., Curr Op Biotech 16 (2005), 655-665

[3] Neves, S.R. et al., Science 296 (2002), 1636-1639

[4] Fan, F. et al., Cell Notes 13 (2005), 5-7

[5] Marinissen M.J., Gutkind J.S., Trends Pharmacol Sci 22 (2001), 368-376

[6] Liu, J.J. et al., Anal Biochem 318, (2003), 91-99

[7] Wainer, I.W. et al., Business Briefing: Pharmatech (2003), 90-96

[8] Williams, C., Nat Rev Drug Disc 3 (2004), 125-135

[9] Robas, N.M., Fidock, M.D., Methods Mol Biol 306 (2005), 17-26

[10] Wise, A. et al., Annu Rev Pharmacol Toxicol 44 (2004), 43-66

[11] Packard Bioscience, Appl Note ASC-012 (2001)

[12] Lin, C.W. et al., Mol Phamacol 47 (1995), 131-139

Korrespondenzadresse

Dr. Truc N. Bui

Promega GmbH

Schildkrötstraße 15, D-68199 Mannheim

Tel.: +49-(0)621-8501-164, Fax: +49-(0)621-8501-146

eMail: truc.bui@promega.com, www.promega.com/de

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LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 27


Biobanking


B L I T Z L I C H T

Biomarker-Forschung mit

einzigartiger Ressource

Dr. Stephan Rapp, Dr. Silke Martin, Dr. Franz Weinauer,

Blutspendedienst des BRK gGmbH, München

Wer Biomarker für diagnostische Zwecke suchen und validieren will, greift dazu oft auf Blutproben

erkrankter Menschen zurück und vergleicht diese mit Proben gesunder Menschen.

Unterscheiden sich die Blutmerkmale der beiden Gruppen signifikant und reproduzierbar,

können solche Merkmalsunterschiede für diagnostische Zwecke genutzt werden. Diese Vorgehensweise

bedingt, daß diagnostische Verfahren Merkmale testen, die vorliegen, nachdem

Krankheitssymptome aufgetreten sind. Ob diese Merkmale auch schon vor dem Ausbruch der

Erkrankung auffällig waren, ist in den meisten Fällen unbekannt. Gerade darin liegt aber der

Unterschied zwischen einer Diagnose und einer Prognose – ein Unterschied mit erheblichen

Konsequenzen für die medizinische Betreuung der Patienten.

Um den prognostischen Wert etablierter oder

neuer Protein- und Metaboliten-Biomarker,

bestimmen zu können, wurde die ‚Biobank

der Blutspender‘ vom Blutspendedienst

des Bayerischen Roten Kreuzes (kurz: BSD)

initiiert. Der besondere Wert des Ende Juni,

nach dreijähriger Vorbereitungszeit der

Öffentlichkeit präsentierten Vorhabens liegt

darin, daß erstmals zahlreiche Proben einer

großen Anzahl erkrankter Menschen aus

der Zeit vor der ärztlichen Diagnosestellung

verfügbar werden.

Der BSD betreut in Bayern 400.000 aktive

Blutspender, das sind etwa 4 % der erwachsenen

Bevölkerung. Durchschnittlich kommen

davon in einem 12-Monats-Zeitraum

255.000 Blutspender jeweils 2,14mal zur

Vollblut-Spende. Dazu kommen weitere

38.000 apheretische, also extrakorporal

gewonnene, Spezialprodukte. Bei jeder Vollblutspende

oder Apherese werden Plasma-

Rückstellproben gewonnen und in einem

vollautomatisierten Kältelager bei -42º C für

mehrere Jahre eingelagert. Das Probenarchiv

Abb. 1: Europas größtes Kryoarchiv für Blutproben: in dem vollautomatisierten Hochregallager in

Wiesentheid lagern mehr als 3 Millionen Proben bei -42 °C.

des BSD enthält derzeit mehr als 3 Millionen

Plasmaproben aus den vergangenen fünf

Jahren (Abb. 1).

Ausgewählte Proben wurden bereits für

die Biomarker-Forschung verfügbar gemacht

– mit dem Einverständnis der betreffenden

Spender und der zuständigen Ethik-

Kommission – und in Gemeinschaftsprojekten

mit akademischen und industriellen

Partnern, darunter zwei internationale

Pharmakonzerne, zur Biomarker-Forschung

eingesetzt. Der erfolgreiche Verlauf dieser

Projekte gab den Anstoß zur Gründung der

‚Biobank der Blutspender‘. Die intensive

Vorbereitung wurde maßgeblich durch die

Wissenschaftler um Prof. Dr. Dr. H.-Erich

Wichmann vom GSF Forschungszentrum

für Umwelt und Gesundheit, Institut für

Epidemiologie, in Neuherberg begleitet.

Dies war ein entscheidender Vorteil, denn

die Gruppe verfügt mit KORAgen bereits

über eine international angesehene Biobank

und konnte dem BSD in Fragen der

Probenlagerung, der Repräsentativität von

Blutspendern und des Datenschutzes wertvolle

Unterstützung geben.

In einer Studie wurde eine Stichprobe von

3.000 Blutspendern mit dem bevölkerungsrepräsentativen

KORA-Kollektiv aus dem

Raum Augsburg verglichen. Dabei zeigte

sich, daß Blutspender zwar tendenziell

gesünder als die Durchschnittsbevölkerung

sind, aber dennoch als repräsentativ für

den Bevölkerungsdurchschnitt angesehen

werden können. Nur etwa einer von 200

Blutspendern erkrankt pro Jahr an einer

schwerwiegenden Erkrankung. Das Ausgangskollektiv

muß also entsprechend groß

sein, damit statistisch hinreichende Fallzahlen

erreicht werden.

Ein zunächst kleiner Teil des umfangreichen

Probenarchivs wird jetzt durch die

‚Biobank der Blutspender‘ – eine neugegründete

Fachabteilung des BSD – verwaltet.

In den kommenden Monaten werden

5.000 erkrankte Blutspender in die Biobank

aufgenommen. Schwerwiegende und

häufige Erkrankungen, wie etwa Diabetes,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen

stehen dabei im Vordergrund.

Hinzu kommen weitere 5.000 gesunde

Probanden, die mit der Fallgruppe demographisch

vergleichbar sind, als Kontrollen.

Die zugehörigen rund 100.000 historischen

Plasmaproben stehen dann für die Biomarker-Forschung

zur Verfügung. Ist das

Vorhaben erfolgreich, sollen 100.000 gesunde

Blutspender prospektiv in die Biobank der

Blutspender aufgenommen und über Jahre

hinweg begleitet werden. Das Archiv der

Biobank wird dann weit mehr als 1 Million

Plasmaproben umfassen. Damit gehört die

Biobank der Blutspender auch im internationalen

Vergleich zu den größten Biobanken.

Würden alle Blutspender des BSD

am Biobank-Projekt teilnehmen, wäre die

28 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Biobank der Blutspender mit 400.000 Teilnehmern und den bereits

vorhandenen mehr als 3 Millionen Plasmaproben sogar das größte

Vorhaben dieser Art weltweit. (Tab. 1, Seite 30).

Datenschutz

Bei der Planung waren besonders die Gewährleistung des Datenschutzes

sowie rechtliche und ethische Aspekte zu beachten, um die

Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer zu gewährleisten. Das Vorhaben

wurde daher in enger Abstimmung und mit Zustimmung der zuständigen

Ethik-Kommission und des Landesdatenschutzbeauftragten

vorbereitet. Mögliche Teilnehmer werden schriftlich über das Vorhaben

informiert und haben die Gelegenheit ihre Fragen mit Mitarbeitern des

Blutspendedienstes zu besprechen. Nur wer seine schriftliche Einwilligung

gegeben hat, kann teilnehmen.

Mit der Aufnahme in die ‚Biobank der Blutspender‘ werden für jeden

Teilnehmer pseudonymisierte Schlüsseldaten, die eine Zuordnung

zu den verschiedenen Fall- und Kontrollgruppen erlauben, aus der

Datenbank des Blutspendedienstes in ein Biobank-Verwaltungssystem

übernommen. Projektbezogen werden aus dem Datenbestand des

Blutspendedienstes demographische und medizinische Informationen

sowie die Spendehistorie ausgewählter Teilnehmer pseudonymisiert

und in das Verwaltungssystem der Biobank importiert. Die pseudonymisierte

Dokumentation umfaßt zu jeder Probennahme:

– demograhische Daten (Alter, Geschlecht)

– Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Körpertemperatur)

– Körpergröße und Gewicht (somit auch BMI)

– Ergebnis der körperlichen Untersuchung

– Medikamenteneinnahme

– kurze Anamnese und aktueller Gesundheitszustand

– Ergebnisse der Blutuntersuchungen

– Spendenhistorie und Probenlage

Zugriff auf standardisierte Proben

Mit der Aufnahme in die ‚Biobank der Blutspender‘ stehen die

vorhandenen Plasmaproben der Teilnehmer für Forschungszwekke

zur Verfügung. Diese Proben wurden ursprünglich gewonnen,

um nachträgliche Untersuchungen durchführen zu können, zum

Beispiel falls nach der Transfusion eines Blutprodukts beim Empfänger

eine Infektionskrankheit auftritt. Die Probennahme ist somit

Teil des Herstellungsprozesses und erfolgt nach standardisierten

Arbeitsanweisungen. Dadurch ist gewährleistet, daß Proben, die

zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewonnen wurden, miteinander

vergleichbar sind. Die Proben werden bei -42°C in dem größten

vollautomatisierten Hochregallager seiner Art in Europa archiviert.

Unter den gegebenen Lagerbedingungen sind selbst empfindliche

Gerinnungsfaktoren für mehrere Jahre stabil. Das vorhandene Plasmaproben-Archiv

eröffnet die Möglichkeit, Proteine oder Metabolite

als Biomarker zu identifizieren.

Der BSD verfolgt mit der ‚Biobank der Blutspender‘ das Ziel, die

Entwicklung neuer Präventionsmöglichkeiten zu fördern. Die Plasmaproben

werden sowohl für die eigene Forschung und Entwicklung

verwendet, als auch akademischen oder industriellen Partnern gegen

Entgelt zur Verfügung gestellt. Die Höhe des Entgelts richtet sich nach

dem entstandenen Aufwand. Zusätzlich strebt der BSD an, durch seine

Kooperationspartner eine Gesundheitsleistung an seine Blutspender

weitergeben zu können. Als gemeinnütziges Unternehmen kann

der BSD auf eine Gewinnerwirtschaftung verzichten. Er muß jedoch

sicherstellen, daß die ‚Biobank der Blutspender‘ sich selbst trägt.

B L I T Z L I C H T

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LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 29


B L I T Z L I C H T

Beispiele laufender und geplanter Biobanken (Quelle: „P3G Observatory Study Catalog“, www.p3gconsortium.org)

Name Teilnehmer

(angestrebte)

DeCode

(Islands Biobank)

Teilnehmerzahl

(aktuell)

Zahl der

DNA-Proben

Land URL

280.000 80.000 80.000 Island www.decode.com

POPGEN 25.000 kA kA Deutschland www.popgen.de

UK Biobank 500.000 bisher rekrutiert: 3.000

(laut Handelsblatt)

Estonian Genome

Project

kA Großbritannien www.ukbiobank.ac.uk

100.000 10.317 10.317 Estland www.geenivaramu.ee

KORAgen 18.000 18.000 18.000 Deutschland www.gsf.de/kora-gen/

Atherosclerosis Risk

in Communities Studies

(ARIC)

15.792 15.792 15.264 USA www.cscc.unc.edu/aric/

CARTaGENE 50.000 0 kA Kanada www.cartagene.qc.ca/

LifeGene 500.000 0 keine Information

verfügbar

MORGAM 143.000 143.000 69.000 Australien; Finnland;

Frankreich; Italien; Litauen;

Polen; Rußland;

Schweden; Großbrit.

National Health and

Nutrition Examination

Survey (NHANES)

Singapore Consortium

of Cohort Studies

The European Prospective

Investigation

into Cancer and Nutrition

(EPIC)

The Western Australian

Genome Health

Project (WAGHP)

Münster Heart Study

(PROCAM)

Nurses‘ Health

Study II

In Pilotprojekten mit akademischen und

industriellen Partnern wurden Plasma-Rückstellproben

der vergangenen Jahre bereits

erfolgreich eingesetzt. Dabei konnte von einem

industriellen Partner der prognostische

Wert eines Herzinfarkt-Markers ermittelt

Schweden http://jrb.typepad.com/personalgenome/2005/03/swedish_lifegen.html

www.ktl.fi/morgam/

15.128 15.128 15.128 USA www.cdc.gov/nchs/nhanes.

htm

250.000 3.000 keine Information

verfügbar

520.000 520.000 420.000 Dänemark; Frankreich;

Griechenland; Deutschland;

Italien; Niederlande;

Norwegen; Spanien;

Schweden; Großbritannien

Singapur www.biomed-singapore.

com/bms/sg/en_uk/index/

research_resources/research_highlights/year_2006/

bms_iac_-_singapore.html

www.iarc.fr/epic

2.000.000 0 kA Australien www.genepi.com.au/waghp

23.616 23.616 kA Deutschland www.chd-taskforce.com/index_d.htm

116.686 116.686 30.000 USA www.channing.harvard.edu/

nhs/history/index.shtml

werden. Als Gegenleistung erhielten 10.000

Blutspender durch HbA1c-Wert-Bestimmung

und Fragebogenauswertung eine kostenlose

Bestimmung ihres Risikos, an Diabetes zu

erkranken. In einer weiteren Aktion wurde

der Tetanus-Impftiter von 1.700 Plasmaspen-

dern ermittelt und dadurch die Risikogruppe

bestimmt 2 .

Derzeit führt der BSD zusammen mit der

Abteilung Proteinanalytik des Max-Planck-

Instituts für Biochemie (Martinsried) ein

Forschungsprojekt mit dem Ziel durch,

30 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Proteinmuster im Plasma zu finden, die

mit der Entstehung des Dickdarmkrebses

einhergehen. Das Vorhaben (Förderkennzeichen

0313655A) wird vom BMBF unterstützt.

Beispielhaft für andere Projekte sei hier das

Vorgehen geschildert:

Ein Prüfplan wurde von den beiden Partnern

gemeinsam erstellt und zusammen mit

Begleitdokumenten (etwa dem Teilnehmer-

Aufklärungsschreiben) der zuständigen

Ethik-Kommission und dem Datenschutzbeauftragten

zur Prüfung vorgelegt. Nach

Erhalt der Voten wurden aus der Datenbank

des Blutspendedienstes 63 an Dickdarmkrebs

erkrankte Blutspender identifiziert und angeschrieben.

Die potentiellen Teilnehmer konnten

sich durch das Aufklärungsschreiben über

das Vorhaben informieren und bei Bedarf ihre

Fragen mit der Projektleiterin diskutieren.

Die Mehrheit der erkrankten Blutspender

(43) hat das Einwilligungsschreiben unterzeichnet

und zurückgesendet. Die schriftliche

Zustimmung enthielt das Einverständnis zur

Nutzung der pseudonymisierten Proben und

Daten aus dem Bestand des BSD und einer

weiteren Probennahme nach Aufnahme

in die Studie. Des weiteren entbanden die

Teilnehmer ihren behandelnden Arzt von

seiner Schweigepflicht, insofern dies für die

protokollgemäße Durchführung der Studie

notwendig ist. Durch den behandelnden

Arzt konnten so die Diagnose validiert

und detaillierte Angaben zur Erkrankung

gemacht werden: dem Zeitpunkt der Diagnosestellung,

der Schwere und dem Verlauf der

Erkrankung, dem Metastasierungsgrad, der

Therapie und dem Therapieerfolg. Aus den

Teilnehmern wurden durch ein wissenschaftliches

Gremium 16 Fälle ausgewählt, die den

Ein-/Ausschlußkriterien am besten entsprachen.

Jeweils vier Proben aus den letzten drei

Jahren vor der Diagnosestellung wurden

aus dem Probenarchiv des BSD ausgelagert,

mit protokollrelevanten Daten verknüpft

und pseudonymisiert. Die Proteommuster

dieser Plasmaproben werden derzeit durch

die Abteilung Proteinanalytik des MPI für

Biochemie unter Leitung von Dr. Friedrich

Lottspeich mit Hilfe von ICPL analysiert,

eines neuartigen massenspektrometrischen

Verfahrens zur relativen Quantifizierung von

Proteinen mithilfe von Isotopenmarkierungen

(vgl. LABORWELT 6(4), 7-10 (2005). Die

B L I T Z L I C H T

Abb. 2: Automatisierung der Arbeitsabläufe bei der Blutverarbeitung

anschließende statistische Auswertung der

gewonnenen Daten ermöglicht es, charakteristische

Veränderungen im Proteinmuster

zu untersuchen, die möglicherweise schon

lange bevor krankheitsbedingte Symptome

auftreten, nachweisbar sind.

Dieses Beispiel zeigt, daß die ‚Biobank

der Blutspender‘ neue Möglichkeiten für die

Biomarker-Forschung bietet. Die meisten der

bereits exitierenden, aber auch in Planung

befindlichen Biobanken archivieren von ihren

Teilnehmern DNA-Proben. Untersuchungen

an den veränderlichen Merkmalen im Blut,

wie Proteinmuster und Metabolitenpattern,

(vgl. dazu LABORWELT 2/2004) sind damit

nicht möglich. Im Gegensatz dazu ermöglicht

die regelmäßige Sammlung von Plasmaproben

durch die Biobank der Blutspender, die

zeitliche Veränderung derartiger Merkmale

zu untersuchen und Kinetiken zu erstellen.

Die häufige Probennahme der Biobank-Teilnehmer

würde enorme Kosten verursachen,

wäre sie nicht ein Beiprodukt des Blutspendeprozesses.

Für die Gründung der Biobank der Blutspender

war neben der vorhandenen Infrastruktur

des BSD vor allem die vorhandene

Forschungsinfrastruktur in Bayern ein

entscheidender Vorteil. Die Projektpartner

aus GSF und MPI, aber auch Biotech- und

Pharmaunternehmen, wie etwa die Roche

Diagnostics GmbH, befinden sich in unmittelbarer

Nähe. Wesentlich für den erfolgreichen

Start war auch die tatkräftige Unterstützung

durch die engagierten Mitarbeiter des Netzwerk

Life Science Bavaria von Bayern Innovativ

und durch die Gruppe der Bio M AG um

Prof. Dr. Horst Domdey. Hier zeigten sich die

Vorteile des Biotech-Clusters. Mit der Gruppe

um Prof. Dr. Dr. Erich Wichmann ist weiterhin

eine enge Zusammenarbeit geplant,

um die Synergien von KORAgen und der

Biobank der Blutspender nutzen zu können:

wissenschaftliche Expertise und langjährige

Erfahrung im Biobanking der GSF paaren

sich so mit den technischen Standards eines

pharmazeutischen Unternehmens und der

Bereitschaft der Blutspender in Bayern, an

einem innovativen Vorhaben mitzuwirken.

Literatur

Kennziffer 23 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

[1] LABORWELT 6(4), 7-10 (2005)

[2] Deutsche Medizinische Wochenschrift 130:1810-1813 (2005)

[3] Stellungnahme des Nationalen Ethik-Rats vom 17. März 2004: Biobanken für

die Forschung

[4] Wichmann H.E., Gieger C., Illig T., for the KORA Study Group; Gesundheitswesen

67, Suppl 1: 26-30 (2005)

Korrespondenzadresse

Dr. Silke Martin

Leiterin Abteilung Biobank

Blutspendedienst des BRK gGmbH

Herzog-Heinrich-Straße 2

D-80336 München

Tel.: +49-(0)89-5399-230

Fax: +49-(0)89-5399-240

eMail: s.martin@blutspendedienst.com

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 31


Onkologische Diagnostik


B L I T Z L I C H T

Hochauflösende Chipanalyse

des Methylierungsstatus von

CpG-Inseln

Dr. Ramón Enríquez Schäfer, Febit Biotech GmbH, Heidelberg

Die Regulation der Genexpression wird durch die DNA-Sequenz, also die Abfolge der Nukleotide

– insbesondere im Promotorbereich – bestimmt. Daneben spielen auch Veränderungen der

Chromatinstruktur, etwa durch die Methylierung von Cytosin an Position 5 des Pyrimidinrings

zu 5-Methyl-Cytosin (5M-Cytosin) eine wchtige Rolle. Wenn solche Modifikationen durch Mitose

oder Meiose weitergegeben werden, spricht man von epigenetischen Veränderungen. Läuft die

Weitergabe fehlerhaft ab, kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. In der frühen Embryonalentwicklung

wird eine Reihe von Genen väterlicher oder mütterlicher Herkunft markiert

und damit inaktiviert (Imprinting). Daher sind einige dieser Gene nur aktiv, wenn sie vom Vater

stammen, bei anderen ist die mütterliche Herkunft Voraussetzung für die Genaktivität.

Impriting zeigt sich beim Menschen deutlich

beim Prader-Willi- oder dem Beckwith-Wiedemann-Syndrom

(BWS) 1 . Bei einem Teil

der BWS-Patienten kommt das väterliche

Chromosom 11 zweimal vor, während das

mütterliche fehlt (uniparentale Disomie). Da

die väterlichen Gene, die im chromosomalen

Abschnitt 11p15.5 liegen, aufgrund des Imprinting

nicht transkribiert werden können

und das mütterliche Chromosom ganz fehlt,

A

B

kommt es zur Ausprägung des Syndroms, das

durch Fehlbildungen, Organvergrößerungen

und Mikrozephalie gekennzeichnet ist. Eine

weitere Komplikation, ist das vermehrte

Auftreten embryonaler Tumore, wie dem

Wilms-Tumor 1 .

Im Humangenom sind etwa 4% aller Cytosinnukleotide

zu 5M-Cytosin methyliert.

Diese Nukleotide sind nicht gleichmäßig

über das Genom verteilt, sondern finden sich

Abb. 2: Ausschnitt aus der Sequenz der untersuchten CpG-Insel (A). Die Sequenzen der Sonden,

die synthetisiert wurden, um die Methylierung der drei grau unterlegten CpGs zu ermitteln sind

in (B) detailliert dargestellt (aus [4] verändert).

Abb. 1: Geniom-Geräte im Laboreinsatz

vorwiegend in den symmetrischen CpG-

Dinukleotiden (das p steht für die Phosphodiesterbrücke

zwischen Cytosin und

Guanin). Diese Dinukleotide sind im Genom

unterrepräsentiert. Sie treten aber gehäuft als

CpG-Inseln in den Promotorregionen von

Genen sowie in Abschnitten mit repetitiven

mobilen Elementen auf.

Generell ist ein Zusammenhang zwischen

einem hohen Methylierungsgrad der CpG-Inseln

in Promotorregionen und einer Inhibition

der Transkription der regulierten Gene zu

beobachten. Tumorzellen weisen genomweit

deutlich weniger 5M-Cytosin auf als gesunde

Zellen. In den regulatorischen Elementen

einiger Tumor-Suppressorgene findet sich

dagegen eine Hypermethylierung.

Messung der Genom-Methylierung

Der Zusammenhang zwischen der Cytosin-

Methylierung und verschiedenen Erkrankungen

erklärt das Interesse daran, den Methylierungsstatus

im Bereich von CpG-Inseln

zuverlässig messen zu können.

Voraussetzung für die wichtigsten Methoden

ist die Behandlung mit Natrium-Bisulfit.

Dieses bewirkt eine Desaminierung der unmethylierten

Cytosinreste zu Uracil, welches im

Verlauf der sich anschließenden PCR-Zyklen

zu Thymin wird. Dieser Prozeß ermöglicht

die Unterscheidung, ob ursprünglich ein

5M-Cytosin (wird zu Cytosin) oder ein nichtmethyliertes

Cytosin vorgelegen hat (wird

zu Thymin).

Mit einer methylierungsspezifischen PCR

läßt sich dann der Methylierungsstatus von

jeweils zwei Cytosinen untersuchen: Zwei

Primerpaare, die an den jeweils fraglichen

Positionen entweder einen Cytosin- oder einen

Thyminrest aufweisen, werden in PCR-Reaktionen

kombiniert. Aus dem entstehenden

Bandenmuster läßt sich dann der Methylierungssatus

der zu untersuchenden Cytosine

ableiten. Um auch eine Aussage über einige

der dazwischenliegenden Cytosine zu erhalten,

kann anschließend ein Restriktionsverdau

mit einem Enzym durchgeührt werden (z.B.

BstUI), das ein CGCG-Motiv erkennt („combined

bisulfite restriction analysis, COBRA“).

32 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Auch hier ermöglicht das Bandenmuster eine

Aussage über die Anzahl der ursprünglich

methylierten Cytosine, da nur bei diesen

das Motiv so erhalten bleibt; aus dem nicht

methylierten Tetranukleotid wird das Motiv

TGTG, welches BstUI nicht erkennt. Wesentlich

genauer, aber auch aufwendiger und

kostenintensiver ist die Klonierung des zu

untersuchenden Fragments und die anschließende

Sequenzierung einiger Klone.

Eine methodische Erleichterung ergibt sich

durch die Anwendung von methylierungssensitiven

Microarrays. In jüngerer Zeit wurde

eine Reihe von Methoden entwickelt, um den

Methylierungsstatus genomischer DNA speziell

aus Tumoren mit Hilfe von Microarrays zu

erfassen. Aufgrund der mangelnden Flexibilität

der Untersuchungsmethoden konnten jedoch

nur wenige CpG-Inseln in einigen Genen

untersucht werden. Als limitierend erwiesen

sich besonders der große Zeitaufwand und die

hohen Kosten, wenn mit einer großen Anzahl

von Sonden gearbeitet werden soll. Dies ist

immer dann der Fall, wenn Sonden für eine

neue Fragestellung hergestellt und validiert

werden sollen.

Um diese Limitierungen zu überwinden,

wurde in dem hier beschriebenen neuen

Ansatz mit dem flexiblen Microarraysystem

Geniom der Febit Biotech GmbH gearbeitet

(Abb.1). Geniom besteht aus einem Oligonukleotid-Synthesizer,

der in einer lichtinduzierten,

maskenfreien Synthese in situ mehr

als 6.700 unterschiedliche Oligonukleotide

parallel in jeweils acht Microarrays synthetisiert

(erweiterbar auf 15.000 Oligos pro

Array). Diese sind jeweils auf einem Biochip

untergebracht und können unabhängig voneinander

hybridisiert werden. Der komplette

Synthesevorgang dauert wenige Stunden.

Auch die Hybridisierung, Detektion und

Kennziffer 24 LW 04 · www.biocom.de �

Datenanalyse lassen sich mit GENIOM einfach

durchführen. Dadurch, daß der gesamte

Prozeß auf einem Gerät im eigenen Labor abläuft,

sind schnelle Optimierungen des Arraydesigns

möglich. Somit werden die eben erst

gewonnenen Erkenntnisse bereits innerhalb

weniger Stunden in Form eines neuen Arrays

mit optimierter Oligonukleotid-Zusammensetzung

umgesetzt. Geniom eignet sich daher

hervorragend für neue Fragestellungen oder

auch die Arbeit mit selten untersuchten Organismen,

für die keine anderen Microarrays

erhältlich sind.

Analyse der CpG-Methylierung eines

Tumorsuppressorgens

Mit Hilfe von Geniom ist es gelungen, beispielhaft

den Methylierungsstatus der CpG-Insel

in der Promotorregion des p16 INK4A -Tumorsuppressorgens

aufzuklären 4 . Diese beinhaltet

bei einer Länge von etwa 650 Nukleotiden

53 CpG-Dinukleotide. Die Expression des

kodierten CDK-Inhibitors 2A wird bei vielen

Tumortypen durch die CpG-Methylierung

inhibiert. Nach Eingabe der Sequenzdaten,

die die einzelnen zu untersuchenden CpGs

beinhalten, errechnet die Geniom ® -Software,

welche Oligonukleotide für deren Detektion

synthetisiert werden müssen. Die Herausforderung

an das Design von spezifischen Proben

besteht bei CpG-Inseln darin, daß die Sequenzen,

in welche die Dinukleotide eingebettet

sind, eine geringe Komplexität aufweisen und

daß die einzelnen CpGs teilweise so nahe beieinander

liegen, daß der Methylierungsgrad

von jeweils mehreren CpGs mit einem Satz

von permutierten Oligos detektiert werden

DASGIP –

Parallel

Bioreactors

for Unparalleled

Results

Abb. 3: Eichkurven zur Auswahl der spezifischsten Sonden (aus [1]). Aufgetragen ist jeweils das

Verhältnis der Intensitäten der Sonde für die methylierte DNA, dividiert durch die für methylierte

plus unmethylierte DNA. Die idealen Werte liegen bei 1; 0.5 und 0. Es wurden nur Sonden weiterverwendet,

die über 0.8 liegen (bei idealem Wert von 1), unter 0.2 liegen (bei idealem Wert von 0)

DASGIP AG

Rudolf-Schulten-Straße 5

52428 Jülich · Germany

Tel.: +49 (0)2461/980-0

bzw. zwischen 0.4 und 0.6 (bei idealem Wert von 0.5).

Fax: +49 (0)2461/980-100

LABORWELT

E-Mail: info@dasgip.de

7. Jahrgang | Nr. 2/2005 | 33


A

B

B L I T Z L I C H T

Abb. 4: Methylierungsgrad der p16-CpG-Insel bei verschiedenen kultivierten Zellen (A). Die gemessenen

Werte bestätigen die mit methylierungsspezifischer PCR (B) und COBRA festgestellten

Tendenzen [aus [3] verändert).

muß (jeweils Strang- und Gegenstrang). In

Abbildung 2 ist ein Beispiel für das Design

von Oligo-Sonden dargestellt, die den Methylierungsstatus

dreier CpGs abfragen. Für die

Analyse der insgesamt 53 CpGs in der p16-

Promotorregion wurden mehrere Replikas

von 876 unterschiedlichen Oligos auf einem

Microarray synthetisiert.

Um die Spezifität der synthetisierten Sonden

zu überprüfen, wurden drei dieser identischen

Microarrays mit amplifizierter DNA

aus der CpG-Insel der p16-Promotorregion

hybridisiert, die komplett unmethyliert war,

in vitro komplett methyliert worden war beziehungsweise

mit einer 50 zu 50-Mischung

aus beiden. Nach Farbmarkierung und Detektion

wurden aus den jeweils gemessenen

Intensitäten Eichkurven errechnet (Abb. 3)

A B

C

und über dafür definierte Qualitätsparameter

die Proben mit der höchsten Spezifität für die

weiteren Untersuchungen selektiert 3 . Unter

Verwendung der so selektierten, hochspezifischen

Proben konnte dann der Methylierungsgrad

der CpG-Insel im p16-Promotorbereich

verschiedener kultivierter Zellen bestimmt

werden 3 (siehe Abb. 4A). Es ergaben

sich Werte für den Methylierungsgrad von

65% (SW480-Zellen), 40% (HCT116-Zellen)

und 22% (SW 48-Zellen). Die Unterschiede

in den Methylierungsniveaus der verschiedenen

Zelltypen wurden durch die oben

beschriebenen, bisulfitbasierenden Methoden

bestätigt (siehe Abb. 4B).

Auch die eindeutige Identifizierung von einem

einzelnen in vitro methylierten Cytosin,

in einer Umgebung von nicht methylierten

CpGs wurde mit dem hier vorgestellten

Ansatz gezeigt 3 . Die bakterielle Methylase

M. HpaII methyliert selektiv das Cytosin an

der Position 809, während die benachbarten

Cytosine 812 und 815 nicht modifiziert werden.

Mit den verschiedenen degenerierten

Oligonukleotidsonden läßt sich diese selektive

Methylierung eindeutig belegen (siehe

Abb. 5A).

In einem weiteren Schritt wurden Proben

von Prostatakarzinompatienten untersucht,

wobei jeweils Tumorgewebe mit benachbartem

gesunden Gewebe verglichen wurde. In

Abbildung 5b wird das zwischen Tumorzellen

und gesunden Zellen deutlich abweichende

Methylierungsmuster bei den untersuchten

16 CpGs aus der CpG-Insel der Promotorregion

des p16 INK4A -Tumorsuppressorgens

sichtbar. Während bei dem untersuchten

Patienten die Tumorzellen eine Reihe von

CpGs mit Methylierungen aufweisen, finden

sich in den gesunden Kontrollzellen weniger

Methylierungen und zwar bei anderen

Cytosinen 4 .

Durch Ausdehnung dieser Untersuchungen

auf CpG-Inseln anderer Gene, die für das

Entstehen von Tumoren relevant sind, ließe

sich ein Instrument schaffen, das ergänzende

Informationen zur Diagnostik oder zum

Therapieverlauf von Krebs beisteuern könnte,

indem es die epigenetischen Effekte berücksichtigt,

die beim Tumorgeschehen eine Rolle

spielen. Die Herausforderung besteht darin,

viele dieser relevanten CpG-Inseln gleichzeitig

auf einem Microarray zu analysieren.

Literatur

[1] Falls J.G., Pulford, D.J., Wylie, A.A., Jirtle, R.L. Am. J. Pathol. 154(3), 635-647

[2] Baum, M. et al., Nucleic Acids Research 33(23), (2003) e151

[3] Mund, C., Beier, V., Bewerunge, P., Dahms, M., Lyko, F., Hoheisel, J.D., Nucleic

Acids Research 33(8), (2005), e73

[4] Mund, C. persönliche Mitteilung

Korrespondenzadresse

Dr. Ramón Enríquez Schäfer

Febit Biotech GmbH

Im Neuenheimer Feld 519

D-69120 Heidelberg

eMail: ramon.enriquez-schaefer@febit.de

Abb. 5: A. Selektive Identifikation des in vitro methylierten Cytosins 809, mit degenerierten Oligonukleotidsonden (aus [3]) B. Methylierungsmuster

der Cytosinnukleotide in der CpG-Insel von p16 4 . Die Höhe der Balken entspricht dem Methylierungsgrad.

34 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Studie


Auswahlkriterien für

Durchflußzytometer

Bill Kelly, BioInformatics LLC, Arlington, USA

Seit den späten siebziger Jahren ermöglicht die Durchflußzytomtrie

die Analyse verschiedenster Zelltypen. Die Optik der Flußzytometer

unterscheidet Zellen auf Basis ihrer Größe und Form und eröffnet

darüber hinaus die Analyse von Molekülen auf deren Oberfläche oder

im Zellinneren. Weil es entsprechende Instrumente in zahlreichen

Konfiguration und Preisklassen gibt, haben Wissenschaftler zahlreiche

Faktoren bei ihrer Entscheidung für eine Marke oder ein ‘Outsourcen’,

zu berücksichtigen. Bioinformatics LLC (www.gene2drug.com) hat mehr

als 750 Forscher dazu befragt, welche Technik sie einsetzen, um ihre

Forschungsziele zu erreichen. Die Ergebnisse sind in der neuen Studie

‘Influencing Brand Preferences in the Flow Cytometry Market’ dokumentiert

(b.kelly@gene2drug.com).

Stärken der Durchflußzytometrie liegen in der Flexibilität und Sensitivität

der eingesetzten Fluoreszenztechnologie in Kombination mit

der Schnelligkeit und Möglichkeit zur Datenintegration, die zahlreiche

Anwendungen ermöglichen (vgl. Abb). Dabei ist die Zellsortierung die

am meisten genutzte Applikation, gefolgt von Studien zur Apoptose,

des Zellzyklus und der Detektion fluoreszenter Proteine. Gleichwohl

nutzen die Forscher eher Zellanalysatoren als Zellsortierer. Rund 60%

der Befragten nutzen zentralisierte Durchflußzytometer-Services. Die

Auswahl der Instrumente erfolgt interessanterweise primär entsprechend

der Reputation der Marke am Markt. Faktoren wie die Leistungsfähigkeit,

der Preis etc. scheinen danach nachgeordnet.

BD Biosciences-Geräte sind die meistgenutzte Zytometer-Marke

(vgl. S. 36, 39). Unabhängig von der genutzten Marke äußern sich

aber die meisten Nutzer unzufrieden mit der Kapazität der Geräte,

auch seltene Ereignisse zu erfassen oder messen. Nutzer der Geräteplattformen

von BD Biosciences, Beckman Coulter, and Dako (vgl. S.

40) zeigen eine starke Präferenz für Durchflußzytometrie-Reagenzien

dieser Unternehmen. Allgemein zählen Reagenzien von BD Biosciences

Immunocytomery Systems, BD Biosciences Pharmingen und

Molecular Probes zur den Marktführern im Zytometrie-Markt.

M A R K T Ü B E R S I C H T

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LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 35



2nd International Congress on

Regenerative Biology and

2nd International Congress on

Bio-Nano-Interface

October 9 – 11, 2006

Liederhalle Cultural

& Congress Centre

Stuttgart, Germany

Register now!

Deadline: September 18, 2006

www.biostar-congress.de

© Fraunhofer IGB

Contact:

Ruth Lamprecht

Tel.: +49 (0)711 2027-765

Fax: +49 (0)711 2027-766

ruth.lamprecht@

congress-stuttgart.de

Organiser:


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M A R K T Ü B E R S I C H T

Marktübersicht: Durchflußzytometrie

Moderne Durchflußzytometer können tausende von Partikeln pro Sekunde zählen, sortieren oder Moleküle auf der Zelloberfläche und im

Zellinneren, wie etwa Protein- und RNA-Marker, DNA, Enzymaktivitäten etc., analysieren.Trotz immer vielfälfiger werdender Applikationen

für Zellbiologen beschränkt sich der Markt auf wenige Anbieter, deren Geräte ihre Stärken in jeweils spezischen Applikationen zeigen. Eine

Übersicht über das Feld gibt LABORWELT in der vorliegenden Marktübersicht.

BD Biosciences

Flow Support

Tullastr. 8-12, D-69126 Heidelberg

Tel.: +49 6221 305 212, Fax: +49 6221 305 530

flow_support@bd.com. www.bdbiosciences.com

1. Firmendaten, Ansprechpartner AVISO Trade GmbH

Talstr. 44

03655-519142

Mail to: Info@AVISO-Trade.de

2. Produktname CellCelector TM bzw. CellCelectorBase (s. Extras) BD FACSArray TM Bioanalyzer

Kompaktes Durchflußzytometer für die Forschung zur Analyse von Zellen und dem BD Cytometric Bead

Array aus Mikrotiterplatten

3. Anwendungsgebiete/Zielgruppe Adhärente Zellkulturen: Entwicklung von Zellinien aus Einzelzellen/-klonen • Tissue Engineering

• Selektion und Sammeln embryonaler Stammzellen mit anschließender Vereinzelung •

Toxikologische Untersuchungen an Zellklonen • Zellteilungsstudien • Selektion von Zellklonen

mit hoher und niedriger Proliferationsrate • Isolierung von Zelltypen mit definiertem Adhäsin-

Expressionsmuster

Wenig oder nicht adhärente Zellkulturen: • Selektion und Ernte von Zellklonen aus halbflüssigen

Medien z.B. Methylzellulose-Medien

Agar: • Überimpfen von Zellen (z.B. E. coli, Hefen, etc.) von der Agarplatte in Mikrotiterplattenformate

zur Weiterverarbeitung mit Liquid Handling-Robotern (z.B. TheOnyx von Aviso) z.B. zur

Isolierung von DNA/RNA, Aufreinigung von Proteinen, etc. • Erstellung von Lagerkulturen, z.B.

Glycerinkulturen • Einsatz im Blau/Weiß-Screening, Selektion LacZ-positiver Klone

Einzelzellen: • Entwicklung von Zellinien aus Einzelzellen • Selektion und Ernte embryonaler

Stammzellen • Selektion und Sammeln von Embryonen • Toxikologische Untersuchungen an

Einzelzellen • Ernte von Einzelzellen aus Blut • Selektion von Einzelzellen mittels fluoreszenzmarkierter

AK mit direkter Übertragung in die RT-PCR • Selektion und Ernte von z.B. Ascosporen/

Zielgruppe: Universitäten, Institute, Forschungslabore in der Industrie

Ausstattung: Zwei Laser • Detektion von bis zu vier Fluoreszenz- und zwei Scatterparametern • Digitale

Elektronik • Automatisierte Probenzufuhr aus Mikrotiterplatten

multifunktionales Robotersystem (CellCelectorTM ) zur automatisches Selektion und Ernte von

Zellkolonien und Einzelzellen. • Gerät kombiniert Funktionalität mit einem breiten Applikationsspektrum

und flexibler, nutzerfreundlicher Software. • erhöht Durchsatz und v.a. die

Qualität der Selektion/Ernte von Zellen. • einfach zu wechselnde Ernte-Module ermöglichen es,

verschiedene Applikationen mit nur einem System zu bearbeiten. • vollautomatischer Prozeß

wird vollständig dokumentiert und kann auf Nutzerbedürfnisse angepaßt werden. • drastisch

erhöhte Erntegeschwindigkeit durch patentierte Separationstechnologie bei gleichzeitiger

Minimierung von chemisch/biologischem/mechanischem Streß für die geernteten Zellen und

damit einhergehenden Schädigungen • Höchstmaß an Arbeitserleichterung

4. stichwortartige Kurzbeschreibung

des Produktes

Ein Durchflußzytometer mißt ausschließlich Einzelpartikel in Suspension, Probenmaterial ist daher entsprechend

vorzubereiten. Die BD Medimachine ermöglicht den Gewebeaufschluß, für Messungen aus Vollblut

stehen Lysereagenzien zur Verfügung. Suspendierte Partikel passieren einzeln beim Durchgang durch die

Durchflußzelle die räumlich getrennten Laserstrahlen. Die dabei entstehenden Streulichtsignale (FSC und

SSC) und Fluoreszenzemissionen werden von entsprechend positionierten Linsen gesammelt und den

Detektoren (Photomultiplier Tubes, PMTs) zugeleitet. Für die eingesetzten Fluoreszenzfarbstoffe optimierte

Filtersysteme legen dabei den auszuwertenden Wellenlängebereich für jede PMT fest. Die gemessenen

Lichtsignale je Zelle werden in elektrische Signale umgewandelt und sofort digitalisiert.

5. Funktionsprinzip vollautomatischer Prozeß in drei Schritten: Scan, Detektion, Ernte: Scan: Inhalt der auf dem

motorisierten Kreuztisch des Mikroskops befindlichen Kulturschale wird eingescannt,

Bildinformationen an Imaging-Software analySIS gesendet. • Detektion: Software erkennt

anhand vordefinierter physikalischer und spektraler Detektionsparameter (z.B. Form, Größe,

Fluoreszenzintensität, Entfernung zum Nachbarn etc.) Zellkolonien oder Einzelzellen • Ernte:

ausgewählte Zellkolonien/Einzelzellen werden mit Applikations-spezifischen Erntewerkzeug

geerntet und zur Zielplatte transportiert. • Vorgang kann mit in Datenbank speicherbaren

Fotos, dokumentiert und dem Monitor per Realtime-Monitoring verfolgt werden. • Vorgang ist

adaptierbar an Kundenapplikationen und kann durch Einsatz einer Flowbox unter sterilen und

temperierten Bedingungen stattfinden.

Kompaktes Durchflußzytometer mit 2-Laseranregung und Detektoren für die Aufnahme von 4 Fluoreszenzparametern.

Digitale Elektronik für hohe Akquisitionsraten und hohe Auflösung. Schnelle Probenabarbeitung

aus Mikrotiterplatten. Ideal für High Content-Analytik im Bereich Zellbiologie, Immunologie und

Arzneimittelforschung. Einzelzellen und Beads sind nach morphologischen Eigenschaften und Fluoreszenzparametern

differenzierbar. Ideal für die Analyse löslicher Faktoren wie Zytokine oder PhosphopProteine

mittels der BD Cytometric Bead Array-Produktlinie

CellCelectorTM besteht aus dem inversen OLYMPUS CKX41-Mikroskop (optional mit Fluoreszenzeinheit)

mit CCD-Kamera und motorisiertem Kreuztisch, Roboterplattform und PC mit Imaging-Software

zur Auswertung der Bildinformationen • Für den Kreuztisch gibt es Adapter für

sämtliche Standardkulturgefäße,des weiteren Petrischalen (z.B. 90 mm, 35 mm), Objektträger

und Mikrotiterplatten verschiedener Formate (z.B. 6 Well, 96 Well) • Präzision d. Roboterplattform

im 1/100 mm-Bereich • Applikationsspezifische, nutzerfreundliche Ernte-Module •

Robotertisch faßt Zielplatten (unterschiedlicher Formate) sowie Tip-Racks • Gerät kann mit

spezieller Flowbox ausgestattet werden.

36 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT

6. Technische Beschreibung

Gerät verfügt über einen 532 nm- sowie einen 635 nm-Laser. Folgende Standardfarbstoffe sind detektierbar:

PE, PerCP-Cy5.5/PE-Cy7, APC und APC-Cy7. Die Sensitivität liegt bei


BD Biosciences – Flow Support

Tullastr. 8-12, 69126 Heidelberg

Tel.: +49-(0)6221-305-212, Fax: +49-(0)6221-305-530

flow_support@bd.com. www.bdbiosciences.com

BD Biosciences – Flow Support

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Tel.: +49-(0)6221-305-212, Fax: -530

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Tel.: +49-(0)6221-305-212, Fax: +49-(0)6221-305-530

flow_support@bd.com. www.bdbiosciences.com

1. Firmendaten, Ansprechpartner BD Biosciences – Flow Support

Tullastr. 8-12, 69126 Heidelberg

Tel.: +49-(0)6221-305-212, Fax: +49-(0)6221-305-530

flow_support@bd.com. www.bdbiosciences.com

2. Produktname BD FACSCalibur TM BD FACSCanto TM II BD LSR II BD FACSAria TM

High Speed Cell Sorter für die durchflußzytometrische Analyse und Sortierung von

Einzelzellen

3. Anwendungsgebiete/Zielgruppe Modulares Durchflußzytometer für Forschung und Diagnostik zur Analyse von Einzelzellen o. -partikeln High End-Durchflußzytometer f. Forschung

zur Analyse von Einzelzellen o -partikeln

Bis zu drei Laser • Detektion von bis zu 13 Fluoreszenz- und zwei Scatterparametern

• 4-way Sorting • Digitale Elektronik • Glasfasertechnologie zur Lichtleitung

vom Laser bis zum Detektor • Reflexionsoptik für maximale Lichtausbeute • Fluidiksystem

mit automatisierten Reinigungs- und Dekontaminierungszyklen • Optionen

für Einzelzellablage, Temperierung und Aerosolmanagement

Bis zu vier Laser • Detektion von bis zu 18

Fluoreszenz- und zwei Scatterparametern •

Digitale Elektronik • Glasfasertechnologie zur

Lichtleitung in die Detektionsoptik • Reflexionsoptik

für maximale Lichtausbeute • BD

HTS-Option für die automatisierte Probenzufuhr

aus Mikrotiterplatten

Bis zu 3 Laser • Detektion von bis zu 8 Fluoreszenzund

2 Scatterparametern • Digitale Elektronik •

Glasfasertechnologie z. Lichtleitung vom Laser bis

Detektor • Reflexionsoptik für max. Lichtausbeute •

Fluidiksystem mit automatisierten Reinigungs- und

Dekontaminierungszyklen • Softwarelösungen für

Forschung und Diagnostik • Optionen für die automatisierte

Probenzufuhr aus Röhrchen und MTP

Bis zu zwei Laser• Detektion von bis zu vier

Fluoreszenz- und zwei Scatterparametern •

Softwarelösungen für die Forschung und Diagnostik

• Optionen für die automatisierte Probenzufuhr

aus Röhrchen und Mikrotiterplatten

(MTP) • Sortieroption

4. stichwortartige Kurzbeschreibung

des Produktes

Z Y T O M E T E R

Zu sortierende Proben müssen als Einzelpartikel in Suspension vorliegen, Probenmaterial

ist entsprechend vorzubereiten. Suspendierte Partikel passieren einzeln

beim Durchgang durch die Durchflußzelle die räumlich getrennten Laserstrahlen.

Dabei entstehende Streulichtsignale (FSC und SSC) und Fluoreszenzemissionen

werden von Linsen gesammelt und den Detektoren (Photomultiplier Tubes, PMTs)

zugeleitet. Für die eingesetzten Fluoreszenzfarbstoffe optimierte Filtersysteme legen

den auszuwertenden Wellenlängebereich für jede PMT fest. Die gemessenen Lichtsignale

je Zelle werden in elektrische Signale umgewandelt und sofort digitalisiert.

Durch elektrische Aufladung werden die Zellen je nach Sortierfunktion (4- oder

2-way Sorting) in Microtubes, 12x75 mm- oder 15 ml-Röhrchen sortiert, optional auf

Objektträger oder Mikrotiterplatten (ACDU).

Ein Durchflußzytometer mißt ausschließlich Einzelpartikel in Suspension, Probenmaterial ist daher entsprechend vorzubereiten. Die BD Medimachine

ermöglicht den Gewebeaufschluß, für Messungen aus Vollblut stehen Lysereagenzien zur Verfügung. Suspendierte Partikel passieren einzeln beim

Durchgang durch die Durchflußzelle die räumlich getrennten Laserstrahlen. Die dabei entstehenden Streulichtsignale (FSC und SSC) und Fluoreszenzemissionen

werden von entsprechend positionierten Linsen gesammelt und den Detektoren (Photomultiplier Tubes, PMTs) zugeleitet. Für die eingesetzten

Fluoreszenzfarbstoffe optimierte Filtersysteme legen dabei den auszuwertenden Wellenlängebereich für jede PMT fest. Die gemessenen Lichtsignale je

Zelle werden in elektrische Signale umgewandelt.

5. Funktionsprinzip

High Speed Cell Sorter auf komplett neuer technologischer Plattform. Küvettensortierung

für bislang unerreichte Sensitivität. 3 Solid State und luftgekühlte Laser.

Glasfasertechnologie für sichere und justagefreie Lichtleitung vom Laser bis zum

Detektor. Reflektionsoptik für 13 Fluoreszenz- und 2 Scatterparameter sichert maximale

Lichtausbeute und ermöglicht einfachen Filterwechsel. Digitale Elektronik

für hohe Akquisitionsraten, hohe Auflösung (18 bit) sowie on- und offline-Kompensation..

Sortiervorgang komplett computerüberwacht (BD FACS Accudrop). 4-way

Sorting und Einzelzellablage in MTP (ACDU). Proben können temperiert werden.

Fluidiksystem m.integrierter Druck/Vakuumeinheit u. automatisierten Reinigungs-

/Dekontaminierungszyklen.

High End-Durchflußzytometer mit bis zu vier

Lasern und Detektoren für die Aufnahme von

bis zu 18 Fluoreszenzparametern. Digitale

Elektronik für hohe Akquisitionsraten, hohe

Auflösung sowie on- und offline-Kompensation.

Glasfasertechnologie für sichere und

justagefreie Lichtleitung zur Detektoreinheit.

Revolutionäre Reflexionsoptik für maximale

Lichtausbeute und einfachen Filterwechsel.

Optional ist BD HTS-Option für die Probenzuführung

aus Mikrotiterplatten erhältlich.

Modulares Durchflußzytometer mit 2- oder 3-Laseranregung

u. Detektoren für die Aufnahme von 6

/ 8 Fluoreszenzparametern. Digit. Elektronik f. hohe

Akquisitionsraten, hohe Auflösung, on- und offline-

Kompensation. justagefreie Lichtleitung von Laser

bis Detektor. Reflexionsoptik für max. Lichtausbeute

u.einfachen Filterwechsel. Fluidiksystem f. längere

unterbrechungsfreie Gerätelaufzeiten u. erhöhte

Flußraten mit automat. Reinigungs- u. Dekontaminierungszyklen.

Softwarelsg. f. Forschung u.

Diagnostik. Optional : Karussell für automat. Probenzuführung

aus Probenröhrchen sowie aus MTP

Modulares Durchflußzytometer mit 1- oder 2-Laseranregung

und Detektoren für die Aufnahme

von drei oder vier Fluoreszenzparametern. Softwarelösungen

für die Forschung und Diagnostik.

Optional sind ein Karussell für die automatisierte

Probenzuführung aus Probenröhrchen, die

BD HTS-Option für die Probenzuführung aus

Mikrotiterplatten und eine Sortieroption für die

Isolierung multiparametrisch definierter Zellen

erhältlich. Der BD FACSCalibur ist das weltweit

meistverkaufte Durchflußzytometer.

6. Technische Beschreibung

Der BD FACSAria kann mit Lasern folgender Wellenlängen und zugeordneten Detektoren

ausgestattet werden: 407 nm mit 4 Detektoren, 488 nm mit 6 Detektoren und

635 nm mit 3 Detektoren. In den Detektoreinheiten werden die Fluoreszenzsignale

für maximale Ausbeute durch Reflexion getrennt, die Filter sind für den Anwender

austauschbar. Die Sensitivität liegt für Standardfarbstoffe bei 125 MESF.

Der BD LSR II kann mit Lasern folgender

Wellenlängen und zugeordneten Detektoren

ausgestattet werden: 355 nm mit 2 Detektoren,

405 nm mit 6 Detektoren, 488 nm mit 6

Detektoren und 633 nm mit 4 Detektoren. In

den Detektoreinheiten werden die Fluoreszenzsignale

für maximale Ausbeute durch

Reflexion getrennt, die Filter sind für den

Anwender austauschbar. Die Sensitivität liegt

unter 200 MESF.

Das Grundmodell verfügt über einen 488 nm- sowie

einen 633 nm-Laser. detektierbare Standardfarbstoffe:

FITC, PE, PerCP/PerCP-Cy5.5, PE-Cy7, APC

und APC-Cy7. In den Detektoreinheiten werden die

Fluoreszenzsignale für max. Ausbeute durch Reflexion

getrennt, die Filter sind austauschbar. Die Sensitivität

liegt bei


Dako Deutschland GmbH

Hamburger Str. 181

22083 Hamburg

www.dakogmbh.de

Dr. Knut Petkau

ChemoMetec A/S

Gydevang 43

Alleroed 3450, Denmark

Tel.: +45-(0)48-1310-20

Fax: +45-(0)48-1310-21

info@chemometec.dk

Sthen Boisen

CellSystems ® Biotechnologie Vertrieb GmbH

Hummelsbergerstraße 11

53562 St. Katharinen

Tel.: +49-(0)2644-9512-0

Fax: +49-(0)2644-9512-30

Cs.info@cellsystems.de

Cellsystems.biz

Dr. Peter Frost

1. Firmendaten, Ansprechpartner BioCat GmbH

Im Neuenheimer Feld 581

69120 Heidelberg

Tel.: +49-(0)6221-7141516

Fax: +49-(0)6221-7141529

info@biocat.de, www.biocat.de

Dr. Elke Gamer

gamer@biocat.de

Aldefluor ® NucleoCounter CyAn TM ADP mit Summit 4.3

Expressionsvektoren für Fluoreszenzproteine (GFP,

YFP, RFP, CFP)

2. Produktname

Stammzellforschung, Multi-color immunophenotyping,

Cancer Research, Vaccine Monitoring, Rare Event, , Pflanzenbiologie,

Ozeanographie, Umweltforschung, Drug Discovery

/ Research und Clinical Research Institute, Pharma- und

Biotechfirmen, Forschungslabors, Universitäten

Mammalian cell counting/research • Yeast cell counting/research

and beer application • Somatic cell counting/dairy

products • Sperm cell counting/human & animal • Stem cell

counting/research

Nachweis von vitalen Stamm- und Vorläuferzellen für

Forschung und Entwicklung

Fluoreszenzmarkierung von Zellen für Flow Cytometry

/ Cell Sorting

3. Anwendungsgebiete/Zielgruppe

Sehr kompaktes high-speed 2 oder 3 Laser, 7 oder 9 Farben

Durchflusszytometer, schnell austauschbare optische Filter,

digital kontrolliertes Fluidiksystem,

The NucleoCounter ® technology is based on a fluorescent

microscopy technique for cell counting.

Nachweis von Stamm- und Vorläuferzellen via Aldehyd-

Dehydrogenaseaktivität ALDH) im Durchflußzytometer

Vektoren für die Expression von Fluoreszenzproteinen

(allein oder als Fusionsprotein) in Säuger- und

in Bakterienzellen. • Außerdem erhältlich: promotorlose

Vektoren, Vektoren mit destabilisierten Versionen

der Fluoreszenzproteine, Vektoren mit monomeren

Versionen der Fluoreszenzproteine, Vektoren für

die Markierung von Mitochondrien und Peroxisomen,

Vektoren mit Photoschalter- oder Photosensitizer-

Versionen der Fluoreszenzproteine

4. stichwortartige Kurzbeschreibung

des Produktes

M A R K T Ü B E R S I C H T

Laseranregung von Partikeln in Suspension in einer Küvette,

Messung des Streu- und Fluoreszenzlichts über eine

optimierte Optik, Datenerfassung mittels patentierter High-

Speed-Elektronik

Nachweis der ALDH via Fluoreszenz The integrated fluorescence microscope in the

NucleoCounter ® is designed to detect signals from the

fluorescent dye, Propidium Iodide (PI), which intercalates

to DNA in the cell nuclei. Excitation of PI occurs at ~540 nm

(green light) and emission (fluorescence) occurs strongly at

~600 nm (red light).The NucleoCounter ® detects “PI-stained”

nuclei rather than individual cells. Since nuclei are virtually

uniform in size regardless of cell type, no calibration for

varying cell size or morphology is required. Combined with

a charged coupled device (CCD) camera and integrated

image analysis, the compact microscope is designed to

permit small and large cell culture facilities to perform fast,

efficient, and reproducible cell counts.

In vivo-Fluoreszenzmarkierung von Zellen, Organellen,

Proteinen durch Expression des Fluoreszenzproteins

allein bzw. als Fusion mit einem „Proteinof-Interest“

5. Funktionsprinzip

Küvettensystem, digitale Datenerfassung mit Fechner Pulse

Processing, 20 MHz continuous sampling, Datenspeicherung

16 Bit, FCS 3.0 Listmode, automatische Softwarekompensation

6. Technische Beschreibung Kit für 40 Tests A viability cell count in 30 seconds – dead cell count in 30

seconds • Counting on a 2 ml volume • The cell count is objective

– independent from different operators • Cell viability

analysis • Cell-type unspecific • Easy to operate • Safe for

the operator • Extremely low service/maintenance-costs •

Almost no cleaning needed • Highly reliable • Compact and

modern technology • Loading volume 50m • Analysis time is

approx. 30 seconds • Measurement range, the optimal range

is 1x105 – 2 x 106 cells/ml. • Operation menu-controlled by

means of keyboard and LCD display • Weight: 3 kg. • Dimensions:

Height 26 cm • Width 38 cm • Length 22 cm

räumlich getrennte Anregung durch 3 solid state Laser (488,

405, 635 nm), Pinhole filter, 7 oder 9 Fluoreszenzkanäle mit

Filtern für z.B. FITC, PE, PE-TR, PE-Cy5, PE-Cy7, APC, APC-

Cy7, PB, CY

Combined with a charged coupled device (CCD) camera

and integrated image analysis, the compact microscope is

designed to permit small and large cell culture facilities to

perform fast, efficient, and reproducible cell counts.

40 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT

7. Optik

8. Durchsatz Sampling time is 30 seconds bis zu 70.000 Ereignisse/s , bis zu 150µl/min

Service mit 48 h Reaktionszeit, Hotlinesupport, leicht zu

lernende Bedienersoftware (SummitTM 4.3)

The system require very little operator training. The NuceloCounter

is purpose build for use in environments where

many users are going to use the system. No calibration or

regulator service is required.

9. Kundenservice/ Vorkenntnisse

9. Extras/Aktionen Rabattierte Vektorsets erhältlich Calibration free operation and no regular maintenance.

10. Preis für Basisgerät/-modul 400 D pro Vektor 12500 D


Invitrogen GmbH

Technologiepark Karlsruhe

Emmy-Noether-Str.10, 76131 Karlsruhe

euroinfo@invitrogen.com

Technische Anfragen: eurotech@invitrogen.com

Euro Tech-LineSM: 0800 181 54 50

www.invitrogen.com

Dr. Thomas M. Bauer

Tel.: 0172-4000-457

Thomas.Bauer@invitrogen.com

Guava Technologies, Inc.

25801 Industrial Blvd.

Hayward, CA 94545 USA

Dr. Michael Liebler

Büro Deutschland:

Kanalstraße 19/1

72631 Aichtal

Tel: +49-(0)7127-953133

Fax: +49-(0)7127-953130

mliebler@guavatechnologies.com

Genetix GmbH

Humboldtstr. 12

85609 Dornach

Tel: +49-(0)89-944-90275

Fax: +49-(0)89-944-90110

Dr. Miguel Jimenez

miguel.jimenez@genetix.com

1. Firmendaten, Ansprechpartner Dako Deutschland GmbH

Hamburger Str. 181

22083 Hamburg

www.dakogmbh.de

Dietmar Schindler

ava Ea

2. Produktname MoFloTM Summit 4.3 Clone Select Imager Guava PCA, Guava PCA-96, Guava EasyCyte Mini, Guava

EasyCyte

Produktpalette umfaßt breites Spektrum an Reagenzien und

Arbeitsmitteln für die Forschung u. klinische Diagnose, z.B.:

• Studien von Zell-Status, -Phänotyp und -Vitalität • Zytokin-

Forschung • Bead-basierte Produkte für die Zellseparation

• Beads zur Instrumentenkalibrierung • Zellkulturmedien

und -zusätze

Zellzählung und Viabilitätsbestimmung, Flow Cytometry

• Zellinien-Charakterisierung, Bioprozeßüberwachung,

Hybridoma-Screening, Immunophänotypisierung,

Wirkstoffscreening, Transfektionseffizienz und

Viabilität, CD-Marker-Detektion, IgG-Quantifizierung

Schnelles Imaging (


1. Firmendaten, Ansprechpartner MoBiTec GmbH

Lotzestr. 22a

37083 Göttingen

Tel.: +49-(0)551-70722-0

Fax: 9-(0)551-70722-22

info@mobitec.de

www.mobitec.de

Kontakt zu Verbänden

M A R K T Ü B E R S I C H T

V E R B Ä N D E

Im Jahr 2006 erscheint LABORWELT zweimonatlich. Alle Abonnenten des Branchen-Magazins |transkript sowie die Mitglieder der nachfolgenden

Gesellschaften erhalten LABORWELT regelmäßig mit freundlicher Empfehlung ihrer Organisationen. Wer sich darüber hinaus für einen Beitritt interessiert,

erreicht die Gesellschaften unter folgenden Kontaktdaten:

DECHEMA

Bacteria Counting Kit

for flow cytometry

PeakFlowTM Green

flow cytometry

reference beads

Fluo Cell Counting

Kit (Calcein AM

125µl)

CountBrightTM absolute

counting beads for flow

cytometry

2. Produktname

Kit zur Zählung von

Bakterien mit einem

Flow Cytometer

Fluoreszenzbeads

zur Eichung von

Flow Cytometern

Fluoreszenzbasierte

Zellzahlbestimmung

für Flow Cytometer

Fluoreszenzbasierte

Zellzahlbestimmung

für Flow Cytometer

3. Anwendungsgebiete/Zielgruppe

Fachsektion Biotechnologie

Theodor-Heuss-Allee 25

D-60486 Frankfurt/Main

Tel.: +49-(0)-69-7564-289

Fax: +49-(0)-69-7564-272

www.dechema.de

Deutsche Gesell. für Proteomforschung

c/o MPI für Biochemie

Am Klopferspitz 18a

D-82152 Martinsried

Tel.: +49-(0)-89-8578-3964

Fax: +49-(0)-89-8578-2802

c.kleinhammer@dgpf.org

www.dgpf.org

Österreichische Gesell. für Biotechnologie

c/o Boehringer Ingelheim

Austria GmbH

Dr. Boehringer-Gasse 5-11

A-1121 Wien

Tel.: +43-(0)-1-80105-2311

Fax: +43-(0)-1-80105-9311

www.boku.ac.at/oegbt/

Fluoreszenz-Farbstoff

mit entsprechenden

Beads als

Standard

Fluoreszierende

Beads

Fluoreszierende Beads Fluoreszenz-Farbstoff

4. stichwortartige Kurzbeschreibung

des Produktes

Sowohl Gram-positive

als auch Gramnegative

Bakterien

werden gefärbt und

können so detektiert

werden. Als Referenz

werden fluoreszierende

Beads

mitgeliefert

Durch eine exakt

definierte Menge an

fluoreszierenden

Beads kann das

Flow Cytometer

geeicht werden

Farbstoff diffundiert

in Zellen, wird dann

von Esterasen

modifiziert, so daß

er im Zellinneren

verbleibt

Höhere Genauigkeit

der Zellzahlbestimmung

durch Vergleich

mit der Messung der

Beads

5. Funktionsprinzip

Verband Deutscher Biologen

Corneliusstr. 6

D-80469 München

Tel.: +49-(0)-89-26024573

Fax: +49-(0)-89-26024574

info@vdbiol.de

www.vdbiol.de

Deutsche Gesellschaft für Genetik

c/o Genetisches Institut der

Universität Gießen

Heinrich-Buff-Ring 58-62

D-35392 Gießen

Tel.: +49-(0)-641-99-35463

Fax: +49-(0)-641-99-35469

www.gfgenetik.de

Gesellschaft für Signaltransduktion

c/o Prof. Dr. Ralf Hass

Med. Hochschule Hannover

AG Biochemie u. Tumorbiol.

D-30625 Hannover

Tel.: +49-(0)-511-532-6070

Fax: +49-(0)-511-532-6071

www.sigtrans.de

Als Komplex mit

DNA hat der SYTO

BC-Farbstoff ein

Anregungs- /Emissionsmaximum

bei

~480/500 nm.

Nationales Genomforschungsnetz

c/o DLR – Koblenzerstr. 112

53177 Bonn-Bad Godesberg

Tel.: +49-(0)-228-3821-331

Fax: +49-(0)-228-3821-332

pm-ngfn@dlr.de

www.ngfn.de

Deutsche Gesellschaft für Neurogenetik

c/o Institut für Humangenetik

Uni Gießen/Schlangenzahl 14

35392 Gießen

Tel.: +49-(0)-641-99-41600

Fax: +49-(0)-641-99-41609

www.med.uni-giessen.de

/genetik/dgng.html

Netzwerk Nutrigenomforschung

Arthur-Scheunert-Allee 114

14558 Bergholz-Rehbrücke

Tel.: +49-(0)-33200 88 385

Fax: + 49-(0)-33200 88 398

verein@nutrigenomik.de

www.nutrigenomik.de

42 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT

Beads für nahezu

alle Wellenlängen

verfügbar

Verwendeter Farbstoff:

Calcein AM

excitation: UV to 635

nm • emission: 385 nm

to 800 nm

6. Technische Beschreibung

7. Optik

8. Durchsatz

geringe Anforderungen

geringe Anforderungen

geringe Anforderungen

mittlere Anforderungen

9. Kundenservice/ Vorkenntnisse

9. Extras/Aktionen

10. Preis für Basisgerät/-modul 231 D/100 Tests 193 D/500 Tests 177,70 D/3 ml 218,50 D


S T E L L E N M A R K T

Akademischer Stellenmarkt

Veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeigen zielgruppengerecht in unserem akademischen Stellenmarkt, der allen nicht-kommerziellen Instituten für ihre

Stellenausschreibungen kostenlos zur Verfügung steht. Bitte senden Sie dazu ihre Anzeige (1/4 Seite 90 mm breit x 122,5 mm hoch, Logo – jpg oder tiff,

300 dpi Auflösung) an o.schnell@biocom.de. Annahmeschluß für die nächste LABORWELT-Ausgabe 5/06 (Erscheinungstermin 05.10.2006) ist der 22. September.

Chemotherapeutisches Forschungsinstitut

Georg-Speyer-Haus/Frankfurt am Main

www.georg-speyer-haus.de

The Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main, Germany is an academic nonprofit

research institute supported by the Federal Ministry of Health and the

Ministry for Sciences and Arts of the State of Hessen. The institute is dedicated

to basic and translational research in the fields of cancer and infectious

diseases, and has close ties to the University of Frankfurt and the Frankfurt

University Hospital.

In the group of Dr. M. Grez a Postdoc position (BAT II/a) is available to

study the molecular basis of retroviral integration clusters (see NatMed, 2006,

12:401-409). The aim of the work is to study the DNase I hypersensitivity of

defined chromosomal locations and to investigate if retroviral integration correlates

with DNaseI hypersensitivity at particular gene loci. This project is part of

the Research Priority Program (SPP 1230) of the German Research Foundation

(DFG) and as such has to be conducted in close collaboration with members

of the SPP1230. Applicants must hold a PhD in Biology/Biochemistry. A strong

background in molecular biology, biochemistry or cell biology is required. The

position is available immediately and initially for 2 years but can be prolonged

thereafter. Contact for inquiries: grez@em.uni-frankfurt.de.

In the groups of Dr. Ursula Dietrich and PD Dr. Roland Stauber three positions for

Doctoral Students (BAT IIa/2) are available starting October, 1 st 2006. The

positions are funded by the European Commission within a “Specific Targeted

Research or Innovation Project” (STREP) with the aim to exploit cellular export

of nuclear transcripts as HIV innovative therapy. A strong background in Molecular

Biology and/or Cell Biology is of advantage. Contact addresses: ursula.

dietrich@em.uni-frankfurt.de and stauber@em.uni-frankfurt.de.

In the group of Prof. Dr. W. Wels a position for a Doctoral Student (BAT

IIa/2) is immediately available for a project concerned with the retargeting of

immune effector cells to tumor-associated surface antigens via novel chimeric

antigen receptors. For this position a Diploma degree in Biology or Biochemistry

and experience in Molecular Biology are required. A strong background in

Molecular Immunology and/or Cell Biology is of advantage. Contact for inquiries:

wels@em.uni-frankfurt.de.

In the group of PD Dr. Martin Zörnig a position for a Doctoral Student

(BAT IIa/2) is immediately available for a project concerned with the regulation

of Fas Ligand function and the identification of novel anti-apoptotic proteins. A

strong background in Molecular Immunology and/or Cell Biology is of advantage.

Contact for inquiries: zoernig@em.uni-frankfurt.de.

Please direct applications including CV, university entrance qualification (Abiturzeugnis),

university certificates, list of publications, brief summary of previous

research experience and two letters of reference to:

Chemotherapeutisches Forschungsinstitut

Georg-Speyer-Haus | Frau Christiane Strack

Paul-Ehrlich-Straße 42-44 | D-60596 Frankfurt am Main

Nachwuchsforschergruppe

Zur Vorbereitung unserer Forschung von morgen suchen wir kurzfristig junge

Forscherpersönlichkeiten, die Interesse haben, weitgehend selbständig und in

Anlehnung an unser Forschungsprofil in einer Nachwuchsforschergruppe zu

arbeiten. Dabei sollen zukunftsorientierte Projekte auf dem Gebiet

„Grenzflächenfunktionalisierte Sensor- und Aktuatorsysteme in biotechnischen

Reaktionsräumen“ konzipiert und bearbeitet werden.

Gesucht werden:

Leiterin/Leiter der Nachwuchsforschergruppe

Doktorandin/Doktorand

technische Assistentin/technischer Assistent

Ausführliche und verbindliche Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter

http://www.iba-heiligenstadt.de.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.08.2006 an:

Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

Prof. Dieter Beckmann

Rosenhof

37308 Heilbad Heiligenstadt

PostDoc stipend, PhD-position

Drosophila Group, Department of Cellular Neurology, Hertie-Institute for Clinical

Brain Research,

Center for Neurology, Universitätsklinikum Tübingen

1 postdoctoral stipend and 1 PhD student position (BAT IIA/2)

with a focus on cellular neuroscience / neurodegeneration are available.

In the last decades a large number of genes was identified that could be linked

to memory deficits and/or neurogeneration. Our aim is to find out when, where

and how the corresponding proteins exercise their normal function. The use

of fluorescent markers allows for studying transport, processing, degradation

and/or the stabilization of the protein of interest in specialized cellular domains

in living fruit fly larvae.

A strong background in one of the following areas is of advantage, but not

mandatory: Bioinformatics, Molecular Biology, Cell Biology, Drosophila Genetics,

Biochemistry, Confocal or 2-Photon microscopy. We offer a regular PhD student

position (BAT IIA/2). Additionally we seek for PostDocs from east and central

European countries. Please contact Dr. Tobias Rasse to ensure that you meet

all the requirements before you apply for the PostDoc stipend.

Your application should be sent to

Dr. Tobias Rasse (tobias.rasse@medizin.uni-tuebingen.de).

http://hih-tuebingen.de/zellbiologie/forschungsgruppen/

arbeitsgruppe-drosophila/

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 43


einen

Das Medizinische Proteom-Center (MPC)

der Ruhr-Universität Bochum sucht

Diplomanden oder Master-Studenten (w/m)

für Brain proteomics

Die Brain Proteomics Gruppe am Medizinischen Proteom-Center (MPC) der

Ruhr-Universität Bochum bietet eine Diplom-/Masterarbeit an, in deren

Mittelpunkt Untersuchungen zu Proteomveränderungen eines transgenen

Mausmodells für die Krankheit Torsionsdystonie stehen.

Die Torsionsdystonie ist eine autosomal-dominant vererbte Entwicklungskrankheit

des Zentralnervensystems (ZNS), die mit schweren Bewegungsstörungen

einhergeht. Ursache für die Torsionsdystonie ist die Deletion eines

Codons (ΔGAG) des Gens DYT1, die zu einem Verlust eines C-terminalen

Glutamatrestes des Proteins TorsinA führt.

TorsinA ist ein peripheres Membranprotein im Lumen des Endoplasmatischen

Reticulums und ist der Familie der AAA(+)-Proteine (ATPase associated

with different cellular activities) zuordenbar. Sowohl über die Funktion von

TorsinA als auch über die dessen Rolle bei der Torsionsdystonie ist jedoch

noch wenig bekannt.

In enger Kooperation mit dem Institut für Humangenetik, Tübingen (Prof. Dr.

O. Rieß, Dr. K. Grundmann) soll am MPC im Rahmen der ausgeschriebenen

Diplom-/Masterarbeit eine neu entwickelte transgene TorsinA-Maus mit Hilfe

modernster Methoden der Proteomanalytik (2D fluorescence difference gel

electrophoresis (2D-DIGE TM ) und hochauflösender Massenspektrometrie)

analysiert werden. Dabei soll nicht nur das bei der Torsionsdystonie fehlregulierte

Proteinnetzwerk aufgedeckt, sondern darüber hinaus Kandidaten

für Substrate und Bindungspartner der ATPase TorsinA identifiziert werden.

Man erwartet sich, über diese Proteomveränderungen neue Einblicke in die

Funktion von TorsinA und ein besseres Verständnis der Pathomechanismen

bei der Torsionsdystrophie zu bekommen.

Das MPC unter der Leitung von Prof. Helmut E. Meyer ist eines der weltweit

führenden Institute im Bereich der Proteinanalytik. Der wissenschaftliche

Focus des MPC liegt auf der detaillierten biochemischen Analyse von Proteinen

in biologischen Systemen mittels Massenspektrometrie in Kombination

mit multidimensionalen Trennmethoden. Hierdurch soll langfristig ein Beitrag

zur Verbesserung der Diagnostik von Krankheitszuständen sowie die Entwicklung

therapeutischer Maßnahmen im Bezug auf Volkskrankheiten wie

beispielsweise Krebs, Alzheimer und Parkinson ermöglicht werden. Zurzeit

sind etwa 50 Mitarbeiter im MPC beschäftigt.

Die angebotene Diplomarbeit ist für Studenten der Chemie, Biochemie oder

Biologie geeignet. Die Dauer der Diplomarbeit sollte 6 Monate nicht unterschreiten.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Promotion.

Wir suchen eine engagierte Person mit Freude am selbstständigen Forschen

in einem netten Team!

Weitere Fragen und Ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugniskopien

richten Sie bitte an:

Jun.-Prof. Dr. Katrin Marcus,

Medizinisches Proteom-Center, ZKF 2.51,

Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150, D-44780 Bochum,

katrin.marcus@rub.de, Tel.: 0234/ 32 29275,

www.medizinisches-proteom-center.de

S T E L L E N M A R K T

PhD student position

for the subject “A novel step in carcinogenesis”

Applications are invited for a position of Ph.D. fellowship (BAT-O IIa/2) to join

the independent research group (Molecular Biology of Tissue specific Hormone

Action, Head: Jan Tuckermann, http://www.fli-leibniz.de/groups/tuckermann.

php) at the Leibniz Institute of Age Research – Fritz Lipmann Institute (FLI) in

Jena, Germany.

Cancerogenesis is a multiple step process that involves different cell types in

which molecules with tumor promoting activity are overexpressed and tumor

suppressing molecules are shut down. The transmembrane glycoprotein CD44

has been described in metastasizing tumors, in which certain splice variants (e.g.

CD44v4-v10) are overexpressed. However, the first functional studies in mice

point to a putative novel suppressive role in intestine carcinogenesis.

The successful candidate will be expected to identify time window and in which

cell types this novel tumour suppressing role of CD44 splice variants takes place.

He/she will generate transgenic mouse lines that allow the expression of CD44

splice variants at defined time points and in distinct cell types, such as intestinal

cells, macrophages and mesenchymal cells. This will be achieved by the combination

of conditional CRE-mediated mutagenesis with tetracycline induction.

The applicant for the Ph.D. student position should be highly self motivated

with genuine interest in both basic biological questions and in disease-oriented

research projects. She/he will work with a broad range of techniques

from generation of transgenic animals and experimental animal work to mRNA

analysis and protein biochemistry. Therefore previous experience in molecular,

biochemical and cell biological methods would be favourable.

The position is available initially for two years with possible extension.

If interested please send a short application including CV, statement of

research experience and interests, and names of two referees preferably

by e-mail to j.tuckermann@fli-leibniz.de

(Dr. Jan Tuckermann, Beutenbergstr. 11, D-07745 Jena).

Postdoc position

in neurobiology of neurodegenerative

diseases

The Institute for Neuropathology, Research Group „Neurodegeneration“ (PI: PD

Dr. C. Korth) invites applications for a postdoc position open from August 2006

on, for 2 years, with possibility for extension.

The primary focus of the research project will be detecting and characterizing

protein aggregates in neurodegenerative diseases by means of protein biochemistry,

molecular biology and cell biology techniques, and the generation of

transgenic mouse lines. A strong background in molecular biology is required.

The research group is embedded into several close collaborations with research

groups in Europe and the U.S. on the named topics.

We are looking for a dedicated scholar with excellent skills in protein biochemistry

and molecular biology, fluency in English written and oral language, an

open mind for new approaches and a lot of team spirit. Knowledge in the field

of molecular neuroscience or psychiatric diseases is appreciated but not an

absolute must.

Inquiries or applications please only electronically to the following address:

korth@med.uni-duesseldorf.de. Applications include CV, publication record,

and names and contact information of three references.

44 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


S T E L L E N M A R K T

Erfolg mit unseren größten Kunden

Key Account Manager/in Zellkultur

Global Player der Biotechnologie

Haben Sie ein naturwissenschaftliches Studium, idealerweise

der Biologie/Molekularbiologie, Biochemie oder

einem verwandten Bereich mit Erfolg abgeschlossen?

Verfügen Sie über mehrere Jahre Vertriebserfahrung in

der Biotechnologie, idealerweise im Bereich Zellkultur?

Können Sie bei anspruchsvollen Life-Science Konzernen

sowohl auf Management-Ebene als auch im Umgang mit

den wissenschaftlichen Mitarbeitern zielorientiert und

erfolgreich agieren? Sind Sie Teamplayer und schätzen

die Arbeit in einem internationalen und hoch innovativen

Umfeld? Und suchen Sie nun nach einer Herausforderung

in der Sie Ihre fachliche Expertise und Ihre vertrieblich

orientierte Persönlichkeit ideal kombinieren können? Dann

lesen Sie bitte: Wir sind ein börsennotiertes, weltweit

erfolgreiches Biotechnologie-Unternehmen und betreuen

mit mehreren tausend engagierten Mitarbeitern höchst

anspruchsvolle Kunden. Wir sind bereits weltweit in den

führenden Laboren, Forschungseinrichtungen und Life-

Science Konzernen etabliert und werden zukünftig noch

erfolgreicher sein. Im Rahmen unserer weiteren Expansion

suchen wir deshalb Persönlichkeiten mit Ihrer Qualifikation

als Key Account Manager für den deutschen Markt in dem

wir bereits erfolgreich agieren. In dieser Aufgabe ist die

Gewinnung neuer Kunden ebenso bedeutend, wie der

Ausbau bestehender Kundenbeziehungen. Dabei werden

Sie von einem interdisziplinären Team tatkräftig unterstützt.

Mehr zum Unternehmen, dieser Herausforderung und

den langfristigen Perspektiven, die wir Ihnen bieten, sagt

Ihnen gerne unser Berater: Rufen Sie Herrn Tietze an,

Kennziffer LW 6427.

The Leibniz Graduate School on Ageing and Age-Related Diseases (LGSA)

a joint program of The Leibniz Institute for Age Research – Fritz Lipmann Institute (FLI) and the Friedrich-

Schiller-University (FSU) in Jena calls for applications for PhD positions starting at the end of 2006.

Training and research within the PhD program is interdisciplinary with the endeavour to understand the multifaceted mechanisms that cause the development of

age-related diseases and those that cause senescence and ageing.

The curriculum will offer various training possibilities in Molecular Biology, Molecular Genetics, Cell Biology, Developmental Biology, Cancer Biology, Neurobiology

and Structural Biology.

Interested candidates are encouraged to submit their application before the 1st of October for the following PhD-projects:

Dr. Cornelis Calkhoven: Translational control of gene expression in cancer

Prof. Christoph Englert: Life span genes in a short-lived vertebrate

Dr. Marcus Fändrich: Pathogenic peptide misfolding in Alzheimer’s Disease

Dr. Matthias Görlach: Structure and interaction of viral oncoproteins

Prof. Thorsten Heinzel: Regulation of Stat1 expression and acetylation in

tumor cells

Prof. Peter Herrlich/Dr. Morrison: Control of G-proteins by a tumor suppressor

Dr. Heike Heuer: Hypotalamic regulation of food intake and body weight

Dr. Matthias Platzer: DNA methylation in human obesity

Dr. Jan Tuckermann: Steroid-induced osteoporosis

Prof. Zhao-Qi Wang: Molecular sensors of DNA damage in mice

Prof. Otto Witte: Regulation of brain plasticity

Further information including application guidelines can be found at http://www.fli-leibniz.de/news/jobs/LGSA.html. Applications following the guidelines

should be sent electronically until October 1 st , 2006 to lgsa@fli-leibniz.de.

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 45


esearch group Cornelis Calkhoven

PhD student position

for the subject ‘Translational Control of Gene Expression in

Metabolic Signalling and Cancer’

Applications are invited for the position of a PhD student to join the research

group ‘Translational Control of Gene Expression’ headed by Cornelis Calkhoven

at the Leibniz Institute for Age Research – Fritz Lipmann Institute (FLI) in Jena

(www.fli-leibniz.de)

In our research laboratory cell culture systems and mouse models are used

to study mechanisms and pathways of translational control as well as the role

of deregulated translation in human disease. Furthermore, we have developed

translation-control-assay-systems for use in basic research and to aid the

screening for novel therapeutic drugs (Genes & Development 17:959-964

& 14:1920-1032, Trends in Molecular Medicine 8:577-583; Nucleic Acids

Research 34, e23).

We would like a motivated PhD Student with genuine interest in gene regulation,

signal transduction and cancer biology to join our research group.

At the FLI scientific resources are shared between highly interacting groups, creating

a dynamic and fruitful research environment. Your research will be incorporated

in our Leibniz Graduate School on Ageing and Age-Related Diseases (LGSA). Initial

funding is for 3 years by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

In case of further questions, please contact me by email or phone.

Please send your application including CV, a short description of research

experience and interests, contact details of two referees and/ or letters of

recommendations to: Dr Cornelis F. Calkhoven, Fritz Lipmann Institute (FLI)

Beutenbergstr. 11, D-07745 Jena, Germany, +49 (0)3641 656005,

calkhoven@fli-leibniz.de

3 Year-PhD Positions

at Linz University

The Johannes Kepler University Linz in Austria has a Ph.D. program in “Molecular

bioanalytics – from molecular recognition to membrane transport”. It offers

interdisciplinary research and training in Biophysics, Analytical Chemistry,

Applied Physics, Bioorganic Chemistry, Molecular Biology, Molecular Pharmacology

as well as Computational and Applied Mathematics. Its scientific goal is

to gain insight into the molecular picture (1) of how molecules are recognized

on the membrane surface and (2) of how they are conveyed through membrane

proteins. A full repertoire of modern bioanalytical techniques will be provided

within the Ph.D. program with a resolution ranging from the cellular level to

biomolecular ensembles down to single molecules. Please visit MACROBUTTON

HtmlResAnchor http://www.wissen.jku.at/ for more information.

Now, three additional positions are available focused on the investigation of (i)

cellular water channel function and (ii) glucose cotransporters by total internal

reflection fluorescence (TIRF), reflection interference contrast (RIC) and atomic

and fluorescence force microscopy (AFM).

We are seeking talented and committed individuals to join the program. You will

have an excellent master’s degree or diploma in the fields mentioned above.

Preference is given to individuals younger than 28.

Applications including cover letter, full c.v., and copies of the graduation certificate

should be sent before 31 August, 2006 to the secretary of the program:

Quentina Beatty, Johannes Kepler University Linz, Institute of Biophysics

Altenberger Str. 69, A-4040 Linz, quentina.beatty@jku.at

S T E L L E N M A R K T

Am Medizinischen Proteom-Center (MPC)

der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine

Postdoc-Stelle

im Bereich der Biologischen Massenspektrometrie zum nächstmöglichen

Zeitpunkt zu besetzen

Das MPC unter der Leitung von Prof. Helmut E. Meyer ist eines der weltweit

führenden Institute im Bereich der Proteomik. Der wissenschaftliche Focus des

MPCs liegt in der proteinanalytischen Studie biologischer Systeme mit Hilfe

multidimensionaler Trennmethoden und der biologischen Massenspektrometrie

(MS). Insbesondere durch Strategien der quantitativen Proteinanalyse sollen

neue Einblicke in die molekularen Mechanismen zur Entstehung von Krankheiten

als auch detaillierte Informationen hinsichtlich der Lokalisation, Funktion

sowie Interaktion von Proteinen gewonnen werden. Im Rahmen dieser Arbeiten

sollen neue Strategien zum stabilen Isotopenlabelling in Kombination mit der

quantitativen MS-Analyse entwickelt und etabliert werden. Das MPC verfügt über

eine exzellente Infrastruktur mit allen gängigen state-of-the-art Technologien

(2D-Gelelektrophorese, DIGE, multidimensionale/nanoHPLC, ESI-ITMS, MALDI-

TOF/TOF, ESI/MALDI-QTOF etc.).

Geeignete Kandidaten besitzen eine Promotion in einem biochemischen, biologischen,

oder chemischen Studiengang und zeigen ein sehr starkes Interesse

an der Entwicklung MS-basierter Techniken und proteinchemischer Methoden.

Vertiefte Kenntnisse in der Chromatographie und Massenspektrometrie (ESI,

MALDI, CID, qTOF, ITMS etc.) sind von Vorteil. Hohe Flexibilität und die Fähigkeit

in einem interdisziplinäreren Forschungsfeld zu arbeiten, werden vorausgesetzt.

Die Stelle ist bis zum 30.06.2008 befristet. Die Dienststelle ist in Bochum

(MPC)/Dortmund (Zentrum für Angewandte Proteomik). Die Bezahlung erfolgt

nach BATIIa/Ib je nach Qualifikation. Anerkannt schwer behinderte Menschen

werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bitte senden Sie ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen

bis zum 21.08.2006 an Andre van Hall, Medizinisches Proteom-Center,

Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für klinische Forschung (ZKF),

Universitätsstraße 150, Bochum.

Tel. +49 234 32-29264, Fax. +49 234 32-14554, andre.vanhall@rub.de

Allgemeine Informationen über das MPC erhalten Sie unter

http://www.medizinisches-proteom-center.de

Unsere Arbeitsgruppe am Institut für Klinische Neuroimmunologie

der Ludwig-Maximilians Universität München sucht

ab dem 1.10.2006 eine/n

wissenschaftliche/n Doktorand/in (BAT IIa/2)

zur Mitarbeit an einem DFG-geförderten neurobiologischen Forschungsprojekt

(Laufzeit 3 Jahre, 1 Verlängerung möglich) zur Untersuchung der Mechanismen

axonaler Reorganisation nach Verletzung des Rückenmarks. In den letzten

Jahren konnten wir zeigen, dass die Ausbildung axonaler Umgehungswege

entscheidend zur Kompensation funktioneller Defizite beiträgt. Im Rahmen

dieser Doktorarbeit wollen wir nun therapeutische Strategien entwickeln, die

in der Lage sind, die Ausbildung dieser Umgehungswege zu unterstützen. Methodische

Schwerpunkte der Arbeit sind Molekularbiologie, Immunhistochemie,

Neurochirurgie, Verhaltensphysiologie und konfokale Mikroskopie.

Wir suchen eine/n motivierte/n und lernfähige/n Mitarbeiter/in mit guten Englischkenntnissen

und hohem Interesse an dieser Arbeit.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbungen an: Dr. med. Martin Kerschensteiner

Leiter der Forschungseinheit Therapieforschung

Institut für Klinische Neuroimmunologie, Ludwig-Maximilians Universität

Marchioninistr. 17, 81377 München

Email: martin.kerschensteiner@med.uni-muenchen.de

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung (089-2180 78282)

46 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


S T E L L E N M A R K T

GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH

Postfach 1129, 85758 Neuherberg

Die GSF konzentriert ihre Forschungsarbeiten auf eine der wichtigsten Fragen unserer Gesellschaft, die Gesundheit des Menschen in seiner Umwelt. Ziel ist es, Risiken

für die menschliche Gesundheit durch Umweltfaktoren zu erkennen, Mechanismen der Krankheitsentstehung zu entschlüsseln sowie Konzepte zu entwickeln, um die

Gesundheit des Menschen und seine natürlichen Lebensgrundlagen auch für die Zukunft zu schützen.

Als Forschungseinrichtung des Bundes und des Freistaats Bayern mit Sitz in Neuherberg, im Norden Münchens, sind wir Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der

größten öffentlichen Forschungsorganisation Deutschlands.

Die GSF als Trägerin des Bayerischen Frauenförderpreises 2004 sowie des Total E-Quality-Zertifikates strebt generell eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert

deshalb qualifizierte Interessentinnen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Das Institut für Stammzellforschung (Dr. Timm Schroeder, AG Hämatopoese)

sucht ab sofort eine/n talentierte/n und motivierte/n

Postdoc (09/2006)

für die Analyse asymmetrischer Zellteilung hämatopoetischer Stammzellen auf

Einzelzellebene. Wir verwenden neueste Bioimaging-Verfahren, anspruchsvolle

Stammzell-Kulturverfahren und in vivo-Studien um die molekulare Kontrolle

hämatopoetischer Stammzellentscheidungen zu untersuchen.

Eine abgeschlossene Promotion, hohes wissenschaftliches Interesse, und

die Fähigkeit eigenverantwortlich innerhalb eines Teams zu arbeiten werden

erwartet. Erfahrungen im kultivieren, phänotypisieren, transfizieren/infizieren

hämatopoetischer Zelllinien oder primärer Zellen, Molekularbiologie oder

computergestützter Datenaquise und -analyse wären von Vorteil. Wir können

hochaktuelle Forschungsprojekte und optimale Arbeitsbedingungen in einem

jungen, internationalen und dynamischen wissenschaftlichen Umfeld mit besten

internationalen Verbindungen (inklusive internationalem Austauschprogramm)

anbieten.

Wir bieten eine Vergütung nach TVöD. Das Arbeitsverhältnis ist zunächst auf

2 Jahre befristet.

Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an:

Dr. Timm Schroeder, GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit,

Institut für Stammzellforschung (ISF), Postfach 1129, 85758 Neuherberg.

Rückfragen richten Sie bitte an: Dr. Timm Schroeder,

Telefon 089/3187-3758, timm.schroeder@gsf.de

Das Institut für Stammzellforschung (Dr. Heiko Lickert, AG Endoderm-Entwicklung

in der Maus ) sucht ab sofort eine/n

Postdoc (# 99/2006)

Untersucht werden soll der Einfluss von intrinsischen und extrinsischen Signale

auf die Differenzierung von endodermalen Vorläuferzellen in spezialisierte Zelltypen

von Lunge, Leber und Pankreas mittels RNAi, konditioneller Geninaktivierung

oder Insertionsmutagenese.

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Fachrichtung

Biologie mit abgeschlossener Promotion, guten Kenntnissen in der Entwicklungsbiologie

sowie Erfahrung mit molekularen, biochemischen und embryologischen

Arbeitsmethoden. Wir bieten ein junges, dynamisches und innovatives Umfeld,

gute Arbeitsatmosphäre und internationale Vernetzung.

Wir bieten eine Vergütung nach BAT/TVöD. Das Arbeitsverhältnis ist auf 2 Jahre

befristet.

Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an:

Dr. Heiko Lickert, GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit,

Institut für Stammzellforschung (ISF), Postfach 1129, 85758 Neuherberg.

Rückfragen richten Sie bitte an: Dr. Heiko Lickert,

Telefon 089/3187-3760,e-mail: heiko.lickert@gsf.de

Für die Mitarbeit in der Klinischen Kooperationsgruppe (KKG) Molekulare

Onkologie suchen wir ab sofort eine/n

Doktorand/in (d.12/2006)

Das zu den Herpesviren gehörende Epstein-Barr-Virus (EBV) infiziert menschliche

Immunzellen, genauer B-Lymphozyten. Die Infektion wird meist effektiv durch

das Immunsystem kontrolliert, an der Entstehung einiger B-Zell-Lymphome ist

EBV aber ursächlich beteiligt. Solche Krebserkrankungen können z.T. mit der

Gabe geeigneter Immunzellen therapiert werden, die auf Spezifität und Funktionalität

in vitro selektiert und amplifiziert wurden. Das Projekt konzentriert

sich auf die Untersuchung derjenigen Antigene von EBV, die bereits kurze Zeit

nach der Infektion von B-Zellen exprimiert werden und als Angriffspunkt der

Immunantwort gegen EBV dienen können. Die korrespondierende T-Zellantwort

soll analysiert und die Herstellung spezifischer T-Zellkulturen soll verbessert

werden. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung einer Therapie EBV-assoziierter

Erkrankungen.

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Fachrichtung

Biologie oder Biochemie. Bestandteil der Doktorarbeit ist eine tiefgehende Einarbeitung

in immunologische Sachverhalte in Theorie und Praxis. Experimenteller

Schwerpunkt ist das Arbeiten mit humanen Zellkulturen und Viren.

Es wird sowohl selbständig als auch im Team gearbeitet.

Wir bieten eine Vergütung nach EG 13/2 TVöD. Das Arbeitsverhältnis ist auf 3

Jahre befristet.

hre Bewerbung richten Sie nur per e-mail an: caroline.zentz@gsf.de

The Institute of Developmental Genetics (IDG) is seeking a

PhD student (d.13/2006)

for investigations of molecular mechanisms controlling the migration of neurons

and development of axons. At present some mouse models (gene trap,

knock-out) are available which are to be characterized using methods of mouse

genetics, histology, cell and molecular biology.

Requested is also participation in the European Mutagenesis Program (EU-

COMM). We are expecting a person who has studied Biology, Medicine or

related subjects.

We pay standard German salary EG 13/2 TVöD. The position is limited to 3

years.

Please write to: Dr. Roland Friedel, GSF - Forschungszentrum für Umwelt

und Gesundheit, Institute of Developmental Genetics (IDG), Postfach 1129,

85758 Neuherberg. Your questions will be answered by: Dr. Roland Friedel,

Telefon 089/3187-4110, roland.friedel@gsf.de

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 47


Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale

Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundes

auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und

anderer Gesundheitsrisiken (www.rki.de).

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (FG 12) des Robert Koch-Instituts sind

vorbehaltlich der Mittelbestätigung ab sofort befristet für 2 Jahre 2 Stellen für

Wissenschaftliche Mitarbeiter (w/m)

(je nach Qualifikation und Erfahrung bis Entgeltgruppe 14 TVöD)

(Kennziffer 40/06) zu besetzen.

Aufgaben: Aufbau einer Schnelldiagnostik für Influenza-Viren

Im diesem Projekt sollen monoklonale und polyklonale Antikörper gegen Influenzaviren

generiert und damit eine Schnelldiagnostik zum Erregernachweis aus

unterschiedlichen Probenmaterialien etabliert werden.

Anforderungen

• abgeschlossenes Hochschulstudium auf dem Gebiet der Naturwissenschaften (z. B.

Biologie, Biochemie, Biotechnologie) oder der Humanmedizin bzw. Veterinärmedizin

oder der Pharmakologie

• Promotion in einem dieser Arbeitsgebiete erwünscht

• erwünscht sind Erfahrungen in immunologischen und tierexperimentellen

Techniken sowie in der Etablierung von serologischen Testverfahren (z.B. ELISA,

Antigen-Capture-Assays)

• gute Anwenderkenntnisse mit EDV-Standardanwendungen (MS-Office) sowie

Erfahrungen mit Datenbanken

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (FG 12) des Robert Koch-Instituts ist vorbehaltlich

der Mittelbewilligung ab sofort – befristet für 2 Jahre – eine Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in

(je nach Qualifikation und Erfahrung bis Entgeltgruppe 14 TVöD)

(Kennziffer 45/06) zu besetzen.

Aufgaben: Molekulare Charakterisierung von Influenzaviren mit dem Schwerpunkt

der Entwicklung neuer Assays zur schnellen Identifizierung neuer oder kozirkulierender

Virusvarianten.

Anforderungen:

• Abgeschlossenes Hochschulstudium auf dem Gebiet der Naturwissenschaften

(z.B. Biologie, Biochemie) oder der Humanmedizin

• Erfahrungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie (z.B. PCR, Sequenzierung,

Klonierung, Pyrosequencing)

• Erfahrungen in der Entwicklung von Testsystemen

• Promotion ist erwünscht

• Erfahrungen mit Datenbanken und gute EDV-Anwenderkenntnisse

• Persönliches Engagement, Teamfähigkeit, selbständige Arbeitsweise, Flexibilität

Wir suchen Kandidaten/innen, die hoch motiviert sind und selbstständig arbeiten. Sie

passen zu uns, wenn Sie gern im Team tätig sind und Spaß an anwendungsorientierter

Forschung haben. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, in einem dynamischen Team ein

breites Spektrum von molekularbiologischen, zellbiologischen und immunologischen

Techniken anzuwenden. Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit sowie

mit externen Kooperationspartnern wird vorausgesetzt.

Nähere Auskünfte erteilt Frau Dr. B. Schweiger, Tel. 01888 754 2456.

Das RKI gewährleistet die berufliche Gleichstellung von Männern und Frauen und

strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen beim wissenschaftlichen Personal an.

Frauen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte

Bewerber/-innen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Wir bitten um Verständnis, dass aus Kostengründen Bewerbungsunterlagen nur

zurückgesandt werden können, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag

beigefügt ist. Bewerbungen per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.

Ihre schriftliche Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (ein Hinweis auf

die Personalakte genügt nicht) wird unter Angabe der Kennziffer

bis zum 28.08.2006 erbeten an das

Robert Koch-Institut, Personalreferat, Postfach 65 02 61, 13302 Berlin

S T E L L E N M A R K T

zu besetzen.

MTA/BTA

In der Plazentaforschungsgruppe

der Univ. Frauenklinik,

Med.-Univ. Graz, ist ab 1.10.

2006 eine unbefristete Stelle

für eine(n)

Das Aufgabengebiet umfasst die Betreuung der Zellkultureinheit inkl.

Isolierung und Qualitätskontrollen von humanen Zellen (Endothel, Trophoblast

u.a.) sowie die Entwicklung von Ko-Kulturmethoden. Daneben sollen

biochemisch-analytische Messungen an Zellen und Geweben durchgeführt

sowie allgemeine organisatorische Aufgaben übernommen werden.

Erwartet werden: Erfahrung in zellbiologischen Verfahren sowie Kenntnisse

in der Durchführung von zellbiologischen und biochemischen Messverfahren;

Teamfähigkeit; Begeisterungsfähigkeit für reproduktionsbiologische

Fragen; überdurchschnittliches Engagement, gute Englischkenntnisse und

die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten.

Anfragen an: Dr. Gernot Desoye

Tel.: +43-676-5256854, Email: gernot.desoye@meduni-graz.at

Bewerbungen sind unter Kennzahl A508 bis 31. 8. 2006 zu richten an:

Personalabteilung der Medizinischen Universität Graz

Halbärthgase 8, 8010 Graz

PhD student positions

for the subject “Anti-inflammatory mechanisms of the Glucocorticoid Receptor”

Applications are invited for positions of Ph.D. Students (BAT-O IIa/2) to join the

independent research group (Molecular Biology of Tissue specific Hormone

Action, Head: Jan Tuckermann, http://www.fli-leibniz.de/groups/tuckermann.

php) at the Leibniz Institute of Age Research – Fritz Lipmann Institute (FLI) in

Jena, Germany.

Glucocorticoid hormones (GC) are potent anti-inflammatory agents, which

are widely used in therapy to treat inflammatory and allergic disorders. Since

severe side effects hamper GC therapy, the molecular mechanisms of the antiinflammatory

action have to be identified.

The successful candidates will be expected to analyse the function and regulation

of glucocorticoid receptor (GR) target genes that were derived from expression

profiling analysis from knock-in mice with a dimerization defective GR (Cell

93:531-541, J Cell Biol. 147:1365-1370, EMBO J 20:7168-73).

Applicants for the Ph.D. student position should be highly self motivated with

genuine interest in both basic biological questions and in disease-oriented

research projects. They will work with a broad range of techniques from experimental

work with transgenic animals to mRNA analysis and protein biochemistry.

Therefore previous experience in molecular, biochemical and cell biological

methods would be favourable.

The positions are funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft and available

initially for two years with possible extension.

If interested please send a short application including CV, statement of

research experience and interests, and names of two referees preferably

by e-mail to j.tuckermann@fli-leibniz.de

(Dr. Jan Tuckermann, Beutenbergstr. 11, D-07745 Jena).

48 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


Paul-Ehrlich-Institut Paul-Ehrlich-Straße 51 - 59,

63225 Langen, Telefon (06103) 77-11 00

Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung des

Bundes, die als Bundesoberbehörde für die Zulassung und Chargenprüfung

immunbiologischer Arzneimittel zuständig ist und auf den

damit verbundenen Gebieten der Lebenswissenschaften (z. B. Virologie,

Bakteriologie, Allergologie, Immunologie, Hämatologie, Medizinische

Biotechnologie) Forschung betreibt.

Im Fachgebiet “Biostatistik“ der Abteilung Bakteriologie ist die Position

eines/ einer

Biomathematikers / Biomathematikerin

Stellenbewertung: E 13 / E 14 zu besetzen.

Aufgabenprofil:

– Mathematische Modellierung biologischer Prozesse, z.B. Einfluss von

Maßnahmen auf Infektionsgeschehen (Influenza, TSE u.a.)

– Analyse komplexer biologischer Systeme (z.B. Genom-/Strukturanalysen)

– Weiterentwicklung und Anpassung vorhandener Verfahren

Anforderungsprofil:

– Abgeschlossenes Hochschulstudium der Bioinformatik, Biomathematik,

Biostatistik, Mathematik mit Schwerpunkt Statistik oder eines

verwandten Faches

– Vertiefte Kenntnisse deterministischer und stochastischer Verfahren

zur Modellierung biologischer Phänomene (z.B. Differenzengleichungen,

stochastische Differentialgleichungen, stochastische

Prozesse)

– einschlägige Programmiererfahrung

– Teamfähigkeit

– Fähigkeit zur Kommunikation mit Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen

– Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Wünschenswert sind praktische Erfahrungen in Infektionsepidemiologie.

Das Beschäftigungsverhältnis ist vorerst auf fünf Jahre befristet. Die

wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden; Teilzeitbeschäftigung ist

grundsätzlich möglich.

Die Eingruppierung erfolgt nach den tariflichen Bestimmungen des

TVöD. Auswärtigen Bewerbern ist das Amt bei der Wohnraumbeschaffung

behilflich. Trennungsgeld und Umzugskosten werden nach den

gesetzlichen Vorschriften gewährt.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Das Paul-Ehrlich-Institut fördert die Gleichstellung von Frauen und

Männern und ist daher an Bewerbungen von Frauen interessiert.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild und kurzer Darstellung des

beruflichen Werdegangs sowie Zeugnisabschriften richten Sie bitte

an das Personalreferat des Paul-Ehrlich-Instituts.

S T E L L E N M A R K T

GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN

Stiftung Öffentlichen Rechts

Bereich Humanmedizin

Universitätsklinikum – Medizinische Fakultät

Herzzentrum

Herzzentrum Göttingen

Arbeitsgruppe Kardiovaskuläre Molekulargenetik

WISSENSCHAFTLICHE/R MITARBEITER/IN

(POST-DOKTORAND)

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 49

UND

DOKTORAND/IN

In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ralph Knöll (kardiovaskuläre Molekulargenetik,

gentechnisch veränderte Tiermodelle) am Herzzentrum

Göttingen ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine post-Doktorandenstelle

für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren als auch eine Doktorandenstelle

zu besetzen.

Die Aktivitäten der Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf mechanosensorische

Prozesse, die sowohl Ursache als auch Folge einer Herzmuskelschwäche,

einer Hypertrophie oder einer diastolischen Dysfunktion

sein können.

Die Arbeitsgruppe ist beteiligt an diversen Koordinationsprogrammen

der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Nationalen Genomforschungsnetzes

(NGFN) und der Europäischen Union (EU-Gene-Heart).

Der/die aussichtsreiche Kandidat/in sollte in relevanten Studiengängen

promoviert haben bzw. die Promotion anstreben (z.B. Biochemie, Biologie,

Molekularbiologie, Pharmakologie, Medizin oder Physiologie).

Idealerweise sollte der Titel vor nicht mehr als 3 Jahren erworben worden

sein. Solide methodische Kenntnisse in der Zell- und Molekularbiologie

sowie Erfahrungen bei der Generierung und/oder kardiovaskulären

Analyse von gentechnisch veränderten Tieren wären ein

zusätzlicher Gewinn.

Vergütung erfolgt nach dem deutschen BAT-Tarifsystem, abhängig von

der individuellen fachlichen Kompetenz. Im Prinzip besteht auch die

Möglichkeit zur Erlangung der deutschen Habilitation.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefon-Nr. 0551/39-

5316 oder von der Webseite des Zentrums http://www.herzzentrum.

med.uni-goettingen.de.

Formlose Anfragen können auch an die Email-Adresse rknoell@med.

uni-goettingen.de gesandt werden.

Bewerbungen einschließlich Lebenslauf, Publikationsliste und zwei

akademischen Referenzen sollten gesendet werden an Prof. Dr. R.

Knöll, Arbeitsgruppe kardiovaskuläre Molekulargenetik, Herzzentrum

Göttingen, Georg-August-Universität, Robert-Koch-

Straße 40, 37099 Göttingen, Germany, Telefon: 0551/39-

5316, Fax: 0551/39-13592.

We are looking for a research scientist (BAT IIa) in the field

of NF-κB regulation in epithelial differentiation. The research program of

the Experimental Medicine Institute encompasses scientific projects on the

pathophysiology of inflammation and tumour biology. Here, the molecular

and cell biological mechanisms of the intracellular signal transmission are of

special interest. In addition, the research groups work on the question of protein

function in cellular networks and the innovative approach of mathematical

models of signal processes in complex systems.

The institute allows an internationally competitive research by providing

techniques e.g. immunofluorescence, Surface-Plasmon-Resonance (Biacore),

proteomics, 2-D / MALDI-TOF / ESI-IONTRAP.

Please send your application to: Prof. Dr. Michael Naumann

Email:Naumann@med.uni-magdeburg.de

http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/zim/ieim


Im Projekt P12 ist vorbehaltlich der endgültigen Mittelbewilligung im Rahmen des

Sofortforschungsprogrammes Influenza des Bundes eine Stelle für eine/n

Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in

(Postdoc; Entgeltgruppe 13 TVöD)

Kennziffer 34/06

ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt für zwei Jahre zu besetzen.

Die Aufgaben bestehen in der Entwicklung und Evaluierung von genetischen

Impfstoffen gegen das H5N1-Influenzavirus. Das Projekt beinhaltet molekularbiologische,

immunologische sowie virologische Themen. Wir suchen hoch

motivierte Mitarbeiter/innen mit Freude an der Forschung und selbstständiger

Arbeitsweise innerhalb einer international kooperierenden Arbeitsgruppe.

Aufgaben

• Konstruktion und molekularvirologische Qualitätsuntersuchung von H5-DNA-

Immunogenen

• Vergleichende Evaluierung der verschiedenen H5-Impfstoffe hinsichtlich

humoraler und zellulärer Immunogenität

• Evaluierung der Varianten-übergreifenden Schutzwirkung

• Erstellung und Testung von beschleunigten Prozeduren für die schnelle

Erzeugung und Massenproduktion von DNA-Impfstoffen basierend auf neu

auftretenden H5-Varianten

• Publikation von Forschungsergebnissen

Anforderungen

• Abgeschlossenes Studium der Biologie, Biochemie oder Veterinärmedizin,

abgeschlossene Promotion

• Sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen in immunologischen und molekularbiologischen

Arbeitsmethoden sowie tierexperimentelle Erfahrungen im

Mausmodell

• Publikationserfahrungen, sehr gute Englischkenntnisse

• Erfahrungen bei der Arbeit mit Influenzaviren sind von Vorteil

Im Projekt P12 ist vorbehaltlich der endgültigen Mittelbewilligung im Rahmen

des Sofortforschungsprogrammes Influenza des Bundes eine Stelle für eine/n

Technische/n Assistentin/Assistentin

(je nach Qualifikation und Erfahrung bis Entgeltgruppe 8 TVöD)

Kennziffer 36/06

ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt für zwei Jahre zu besetzen.

Die Aufgaben bestehen in der Entwicklung und Evaluierung von genetischen

Impfstoffen gegen das H5N1-Influenzavirus. Das Projekt beinhaltet molekularbiologische,

immunologische sowie virologische Themen. Wir suchen hochmotivierte

Mitarbeiter/innen mit Freude an der Forschung und selbstständiger

Arbeitsweise innerhalb einer international kooperierenden Arbeitsgruppe.

Aufgaben

• Durchführung von Laborarbeiten mit virologischen, immunologischen und

molekularbiologischen Methoden z.B. Klonierung, PCR, Immunoblotting,

ELISA, ELISpot, FACS >>>

S T E L L E N M A R K T

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundes

auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und anderer Gesundheitsrisiken (www.rki.de).

• Immunisierung von Versuchstieren, Prozessierung von Blut, Milzen und

Lymphknoten

• Administrative Aufgaben z.B. Bestellungen, Probenverwaltung

Anforderungen

• Staatliche Anerkennung als Technische/r Assistent/in für Biologische und

Chemische Laboratorien (BTA/CTA) oder staatliche Erlaubnis als Medizinischtechnische/r

Assistent/in

• Erfahrungen bei Tierversuchen

• Englischkenntnisse sind erwünscht

• Selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise, Flexibilität und Teamfähigkeit

sind für uns selbstverständlich

Weitere Auskünfte erteilt gerne: Herr Dr. Stephen Norley

(01888) 754 2380 | E-Mail: NorleyS@rki.de

Im Projekt „Pathomechanismen von Influenzaviren“ ist vorbehaltlich der endgültigen

Mittelbewilligung im Rahmen des Sofortforschungsprogrammes Influenza

des Bundes eine Stelle für eine/n

Technische/n Assistentin/Assistentin

(je nach Qualifikation und Erfahrung bis Entgeltgruppe 8 TVöD)

Kennziffer 38/06

ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt für zwei Jahre zu besetzen.

Die Aufgaben bestehen in der Mitarbeit bei der experimentellen Aufklärung

von Virulenz bestimmenden Faktoren von Grippeviren. Das Projekt beinhaltet

molekulare Studien zur Virusvermehrung und des Organtropismus. Wir suchen

eine/n hochmotivierte/n Mitstreiter/in mit Freude an virologischer Forschung

und selbstständiger Arbeitsweise innerhalb einer international kooperierenden

Arbeitsgruppe.

Aufgaben

• Anlage und Untersuchung von Erregerkulturen

• Virusnachweis und -quantifizierung

• Durchführung von Laborarbeiten mit virologischen, proteinanalytischen und

molekularbiologischen Methoden: Klonierung, PCR, RNA-Analysen, Immunoblotting,

ELISA

• Administrative Aufgaben: Probenbeschriftung, Führen von Präparatekarteien

Anforderungen

• Staatliche Anerkennung als Technische/r Assistent/in für Biologische und

Chemische Laboratorien (BTA/CTA) oder staatliche Erlaubnis als Medizinischtechnische/r

Assistent/in

• Sehr gute Kenntnisse in und mehrjährige Erfahrungen mit molekularbiologischen

und virologischen Arbeitstechniken

• Selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise

• Flexibilität und Teamfähigkeit, Englischkenntnisse sind erwünscht.

Weitere Auskünfte erteilt gerne: Herr PD Dr. Thorsten Wolff

(01888) 754- 2278 | E-Mail: WolffT@rki.de

Das RKI gewährleistet die berufliche Gleichstellung von Männern und Frauen. Das RKI strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen beim wissenschaftlichen Personal

an und fordert Frauen deshalb ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt

berücksichtigt. Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungen unter Angabe der Kennziffer bis zum 25.08.2006 an das

Robert Koch-Institut, Personalreferat, PF 65 02 80, 13302 Berlin

Wir bitten um Verständnis, dass aus Kostengründen Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt werden können, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag

beigefügt ist. Bewerbungen per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.

50 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


P R O D U K T W E L T

Kennziffer 28 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

Online-Rheometer zur Beobachtung von Zellkulturen

RheoLive von Engtech ist ein Kegel-Platte-

Rheometer mit einer kameraüberwachten

Untersuchungseinheit. Dieser Systemaufbau

erlaubt die Online-Beobachtung und

Dokumentation von Zellkulturen unter

Scherbelastung.

Als weitere Besonderheit des Systems

können alle Parameter der Untersuchungseinheit

individuell eingestellt werden. Das

Steuerungsprogramm RheoControl sorgt

außerdem für eine reibungslose Verwaltung

aller Daten. Die integrierte Überwachungskamera

mit Mikroskopoptik nimmt während des

Meßvorgangs wahlweise automatisch oder auf

Knopfdruck Einzelbilder oder Filmsequenzen

auf. Eingesetzt werden kann das System für

Kennziffer 29 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

Gesamtkatalog 700 mit Life-Science-Produktprogramm

Immer empfindlichere Nachweismethoden

verlangen nach immer hochwertigeren

Kunststoffprodukten. Im aktuellen Life-Science-Katalog

von Brand finden sich unter

anderem: PCR-Einzelgefäße und Strips, 96well-

und 384-well-Platten. Die speziell für

die Brand 96-well-PCR-Platte entwickelte

PCR-Verschlußmatte reduziert Verdunstungsverluste

um bis zu 75% und kann einfach mit

Pipettenspitzen durchstoßen werden.

UV-Küvetten aus Kunststoff für UV-Messungen

ab 220 nm bis 900 nm werden auch

zellbasierte Untersuchungen im Umfeld der

Zellkultur, für Zell- und Gewebeuntersuchungen,

in der Materialforschung, bei Analysen

der Biokompatibilität, in der Hämorheologie,

für die Thrombogenese oder Osteosynthese.

einzeln verpackt, sowie DNase-, DNA- und

RNase-frei angeboten. Ideal für die Bestimmung

von Proteinen, DNA und RNA sind

runde Deckel für sicheren Verschluß. Diese

Einmalartikel, die keiner Reinigung bedürfen,

reduzieren die Kontaminationsgefahr.

Die Deep-well-Platten PP und PS im SBS-

Format sind stapelbar und in vier Größen

erhältlich (0,3 ml, 0,5 ml, 1,1 ml und 2,2 ml).

HTS/UHTS-Platten mit Flachboden besitzen

abgerundete Wells für schnelle Befüllung und

optimale Meniskusausbildung.

Kennziffer 30 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

FDA-Zulassung für EZCD4-System zum T-Zellnachweis

Der von der FDA zugelassene Guava ®

EZCD4-Assay ist ein Zwei-Farben-Immunofluoreszenz-Kit,

der für das Guava PCA-

System entwickelt wurde.

Der Kit besteht aus einem monoklonalen

anti-human-CD3-Antikörper, der T-Zellen

identifiziert, und einem monoklonalen antihuman-CD4-Antikörper,

der die Indentifikation

von menschlichen T-Helfer-CD4 + -Zellen

(HLA Klasse II-reaktiv) ermöglicht.

Die Bestimmung der absoluten Konzentrationen

von CD4 + -T-Zellen kann sehr

hilfreich bei der Charakterisierung, Überwachung,

und Bewertung der Wirksamkeit

einer Behandlung von Autoimmun- und

Immunschwächekrankheiten sein. So ist

die Anzahl der CD4 + -T-Zellen auch bei der

Überwachung des Krankheitsverlaufes von

HIV-Patienten von zentraler Bedeutung.

LABORWELT 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 | 51




Kennziffer 31 LW 04 · www.biocom.de

Protein-Quantifizierung

QconCAT von Entelechon ist ein neues Verfahren

zur absoluten Quantifizierung von

Proteinen, das die parallele absolute Mengenbestimmung

einer großen Anzahl von

Proteinen aus Zellextrakten, Proteomen und

Subproteomen verschiedener Zielorganismen

in nur einem Schritt ermöglicht.

QconCAT bedient sich dabei sogenannter

Referenzpeptide – „peptide mass tags“ – die als

Konkatamer gemeinsam in einem Gen codiert

und biosynthetisch hergestellt werden. Dabei

können Referenz- und Analytpeptide durch

Isotopenmarkierung unterschieden werden.

Beide Fraktionen werden nach Mischung des

Konkatamers mit den Analytproteinen durch

gemeinsamen proteolytischen Verdau freigesetzt.

Zusammen mit einem Massenspektrometer

kann das Peptidgemisch eingesetzt

werden, um Proteinproben, beispielsweise

aus Geweben, absolut zu quantifizieren. Mit

Hilfe einer BioChance Plus-Förderung wird

Entelechon das Verfahren weiter optimieren.

Kennziffer 32 LW 04 · www.biocom.de

Neue Evaporatorgeneration

Genevacs neuer Evaporator EZ-2 für die Laborbank

setzt neue Maßstäbe bei Leistung, vielfältigen

Einsatzmöglichkeiten und einfacher

Handhabung. Das System ist kompatibel mit

einer großen Auswahl an Probenhaltern und

ermöglicht eine Evaporation aus den am häufigsten

eingesetzten Probengefäßformaten.

Für den Betrieb des Evaporators EZ-2 werden

keine Peripheriegeräte benötigt. Alle wichtigen

Bestandteile des Systems können leicht

vom Benutzer gewartet werden.



Kennziffer 33 LW 04 · www.biocom.de

Erweitertes Programm für

das Bulk-Liquid-Handling

Dunn Labortechnik GmbH hat eine neue

Handelsvertretung für Deutschland übernommen:

Jencons, ein Hersteller von hochwertigen

Liquid-Handling-Produkten wie

beispielsweise Flaschendispensern für alle

Volumenbereiche, digitalen Büretten sowie

Pipettierhilfen aller Art.

Das Produktprogramm von Jencons bedient

insbesondere Anwendungen mit umfangreichen

Pipettier-, Abzufüll- oder Dispensierbedarf.

Es zeichnet sich darüber hinaus

durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-

Verhältnis und durch einfache und sichere

Handhabung aus.

Kennziffer 34 LW 04 · www.biocom.de

Weiterentwickelte

2D-Gelelektrophorese

Die WITA GmbH startet derzeit die Markteinführung

einer neuen Version von WITAvision,

einem System für die hochauflösende,

zweidimensionale Gelelektrophorese

(NEPHGE, nach Klose). Mit diesen Laborgeräten

können bis zu 10.000 verschiedene

Proteine aus nahezu allen biologischen Materialien

getrennt werden.

Neu ist dabei eine Apparatur für die zweite

Dimension des Verfahrens, der ”6pack“, zur

gleichzeitigen Bearbeitung von sechs mittelgroßen

Gelen im LGT-Format 32x24 cm. Des

weiteren wurde die Pumpenumwälzung

optimiert und die Kühlung in das Gerät

integriert. In hintereinander angeordneten

Kammern werden in einem Arbeitsschritt

bis zu sechs Gele der ersten Dimension in

der zweiten Dimension weiter verarbeitet.

Die Handhabung der kompletten Apparatur

wurde bei der Weiterentwicklung deutlich

vereinfacht. Innerhalb von drei Stunden können

Proteine voneinander getrennt werden.



P R O D U K T W E L T

Kennziffer 35 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

PromoFluor-Farbstoffe zur Markierung von Biomolekülen

PromoCell bietet eine große Auswahl an

exzellenten Fluoreszenzfarbstoffen an, die

den blau-grünen bis nahen Infrarot-Bereich

des Lichtspektrums abdecken und ideal zur

schnellen, einfachen und effizienten Kopplung

an Proteine, Nukleinsäuren und Antikörper

geeignet sind. Die momentan erhältlichen

PromoFluor-Farbstoffe (z.B. PromoFluor-488,

PromoFluor-555, PromoFluor-590, PromoFluor-647,

PromoFluor-680, PromoFluor-700 &

PromoFluor-750) sind kostengünstige und

qualitätsmäßig ebenbürtige Alternativen

zu bekannten Fluorophoren wie etwa den

Alexa Fluor-� und Cy�-Farbstoffen und zeigen

außergewöhnliche Fotostabilität, hohe Fluoreszenzquantenausbeute,

starke Absorption

sowie gute Wasserlöslichkeit. Ihre hohe Fluoreszenzintensität

wird durch Kopplung an

Kennziffer 36 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

Online-Zellkultur-Monitoring mit dem SensorDish Reader

Der SDR SensorDish Reader von PreSens

ermöglicht eine nicht-invasive Online-Detektion

von pH und Sauerstoff in Zell- und

Gewebekulturen in CO 2 - und Schüttelinkubatoren.

Das optische Meßverfahren des SDR

garantiert die einfache und berührungslose

Aufzeichnung der beiden Kulturparameter

zur Online-Prozeßkontrolle. Das System

besteht aus zwei Komponenten: der sterilen

24-well-Kulturschale mit integrierten, optochemischen

pH- oder Sauerstoffsensoren

(Hydro ® - bzw. OxoDish ® , beide Disposables)

sowie dem SDR SensorDish Reader.

Biomoleküle noch gesteigert, was den Einfluß

von ungebundenem Farbstoff reduziert. Die

PromoFluor-Farbstoffe sind als Carboxyl-

Kennziffer 37 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de

Automatische Dispensierung im Pikoliter-Maßstab

Neu im Programm der Zinsser Analytik

GmbH ist der Aj100 Microarray-Spotter von

ArrayJet. Für den Probenauftrag auf die

Oberfläche der Microarrays benutzt der Aj100

einen austauschbaren Tintenstrahl-Druckkopf

mit mehr als 100 Düsen.

Das Herzstück der ArrayJet-Technologie

ist der „Connector Block“, eine spezielle

Liquid-Handling-Einheit, mit der bis zu 32

Proben über einzelne Düsen des Druckkopfes

gleichzeitig und ohne Risiko von Kreuzkontaminationen

aufgetragen werden können. Der

Aj100 kombiniert diese mit einer Verarbeitungskapazität

von sechs Mikrotiterplatten

(96- oder 384-well) und kann so bis zu 100

Slides ohne Benutzereingriff bearbeiten.

säuren, NHS-Ester und Maleimide sowie als

Konjugate mit Aminogruppen, Biotin, Avidin,

Streptavidin und Phalloidin erhältlich und für

Immunfluoreszenz-, FISH-, FACS-, Microarray-Experimente

etc. optimal geeignet.

Über die SDR-Kommunikationssoftware werden

die Meßwerte aller 24 Wells erfaßt und

der pH-Wert (pH6 – 8,5±0,05) oder der Sauerstoffgehalt

(±2% Luftsättigung) berechnet.

Eine Kalibrierung durch den Anwender ist

nicht nötig. Bis zu 10 Sensor-Dish Reader-Module

mit insgesamt 240 Proben können parallel

kontrolliert werden. Anwendungsgebiete

sind neben der Zellkultur-Prozeßkontrolle

das Tissue Engineering, toxikologische Studien,

die pharmakologische Wirkstoffsuche

oder auch die mikrobiologische Umweltanalytik.

Benutzte Platten können manuell ausgetauscht

werden, so daß in einem Arbeitsgang bis zu

192 Platten bearbeitet werden können.

52 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT




LABORWELT

INFOSERVICE


+49 (0)30 26 49 21-11

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ab ins Fax! Ihre gewünschten Infos kommen umgehend.

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� 21LW 04 � 33LW 04 � 45LW 04 � 57LW 04

� 22LW 04 � 34LW 04 � 46LW 04 � Beilage

INFOSERVICEFax

Name: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Institution: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Anschrift: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Tel./Fax: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Auch im Internet unter www.biocom.de


Impressum

LABORWELT (ISSN 1611-0854)

erscheint zweimonatlich im Verlag der

BIOCOM AG

Stralsunder Str. 58-59

D- 13355 Berlin

Tel./Fax: 030/264921-0 / 030/264921-11

eMail: laborwelt@biocom.de

Internet: www.biocom.de

Redaktion:

Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk

Tel.: 030/264921-50

Anzeigenleitung:

Oliver Schnell

Tel.: 030/264921-45

eMail: o.schnell@biocom.de

Leserservice:

Angelika Werner

Tel. 030/264921-40

Bildtechnik und Layout:

Heiko Fritz

Graphik-Design:

Michaela Reblin

Druck

Mayer & Söhne, D- 86551 Aichach

Mitglieder der DECHEMA-Fachsektion

Biotechnologie, der Österreichischen

Gesellschaft für Biotechnologie ÖGBT, der

Gesellschaft für Genetik GfG, der Deutschen

Gesellschaft für Proteomforschung DGPF,

des Verbandes Deutscher Biologen

vdbiol, der Deutschen Gesellschaft für

Neurogenetik DGNG, der Gesellschaft für

Signaltransduktion STS, des Vereins zur

Förderung der Nutrigenomforschung, der

Biotechnologischen Studenteninitiative e.V.

(btS) sowie die Wissenschaftler des Nationalen

Genomforschungsnetzes NGFN erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Für einen regelmäßigen Bezug von

LABORWELT ist eine kostenlose Registrierung

unter www.biocom.de oder per Fax (siehe

Seite 53) erforderlich.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen

in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren.

Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.

Ohne schriftliche Genehmigung der BIOCOM AG

darf kein Teil in irgendeiner Form reproduziert

oder mit elektronischen Systemen verarbeitet,

vervielfältigt oder verbreitet werden.

© BIOCOM AG, Berlin

® BIOCOM ist eine geschützte Marke der

BIOCOM AG, Berlin

BIOCOM ® AG

S E R V I C E

26.-30.08.06: 7 th EMBL Transcription Meeting,

Heidelberg

Info: Antje Seeck, EMBL Heidelberg (Tel.: +49-6221-387-8625,

eMail: seeck@embl.de, Web: www.embl.de)

27.-30.08.06: 6 th European Symposium on

Biochemical Engineering Science – ESBES 6,

Salzburg (A)

Info: Andrea Köhl, Dechema e.V., Frankfurt/M.

(Tel/Fax.: +49-69-7564-235/-441,

eMail: esbes2006@dechema.de,

Web: http://www.esbes2006.org)

03.-07.09.06: biocat 2006, Hamburg

Info: Gerlinde Loebkens, TuTech Innovation GmbH

(Tel./Fax: +49-40-76629-6551/-59,

eMail: loebkens@tutech.de, Web: www.biocat2006.de)

04.-08.09.06: Biotech & Pharma Business

Summer School 2006, Berlin

Info: Dr. Ulrich Scheller, Gläsernes Labor Berlin-Buch

(Tel.: +49-30-9489-2943,

eMail: u.scheller@bbb-berlin.de, Web: www.vbbm.de)

04.-05.09.06: Sicherheit bei Arbeiten in

gentechnischen Anlagen, Offenbach am Main

Info: Monika Öttl, Umweltinstitut Offenbach

(Fax: +49-69-823-493, eMail: mail@umweltinstitut.de,

Web: www.umweltinstitut.de)

06.-26.09.06: Millipore European Seminar Tour

– Advanced Microbial Methods in the Biopharmaceutical

Industry – From Innovative Sampling

to Rapid Microbiological Results, Milan (IT)

Info: Virginie Isner, Millipore (Tel.: +33-390-46-99-86,

eMail: Virginie_Isner@millipore.com, Web: www.millipore.

com/european-seminars)

07.-10.09.06: 9 th Symposium of Signal Trans-

duction in the Blood-Brain Barriers, Salzburg

Info: Dr. Hans C. Bauer, University of Salzburg

(Tel.: +43-662-8044-5601, eMail: Hans.Bauer@sbg.ac.at,

Web: www.bbb-symp2006.at)

07.-09.09.06: 40. Wissenschaftliche Tagung der

Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft

e.V. gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft

für Medizinische Mykologie, Innsbruck (A)

Info: Katrin Lehmann, COCS - Congress Organisation C. Schäfer

(Tel./Fax: +49-89-307-10-11/-21,

eMail: katrin.lehmann@cocs.de, Web: www.dmykg.de)

10.-15.09.06: Biosystems Engineering Bioreactors

and Cell Factories, Braunwald (CH)

Info: Prof. Dr. E. Heinzle, University Saarbrücken

(Tel.: +49-681-302-2905, eMail: e.heinzle@mx.uni-saarland.

de, Web: http://bwsbt.de.tt1)

10.-15.09.06: 3 rd European Conference on

Regeneration/EMBO Conference: Cellular and

Molecular Basis of Regeneration and Tissue

Repair, Ascona (CH)

Info: Antje Seeck, EMBL Heidelberg

(Tel.: +49-6221-387-8625, eMail: seeck@embl.de,

Web: www.regeneration2006.unige.ch)

10.-14.09.06: 51. Jahrestagung der Deutschen

Gesellschaft für Medizinische Informatik,

Biometrie und Epidemiologie, Leipzig

Info: Dr. Markus Löffler, Inst. für Medizinische Informatik,

Statistik und Epidemiologie, Univ. Leipzig

(Tel.: +49-341-97-161-00, eMail: markus.loeffler@imise.

uni-leipzig.de, Web: www.imise.uni-leipzig.de)

11.-13.09.06: Regulatory Affairs für Biogenerika,

Köln

Info: Sabine Groß, IQPC Gesellschaft für Management Konferenzen

mbH, (Tel.+49-30-209-13432,

eMail: sabine.gross@iqpc.de, Web: wwwiqpciir.de)

12.-14.09.06: NanoEurope 2006, St. Gallen (CH)

Info: Rolf Brun, Nano Europe, Olma Messen St. Gallen (Tel.:

+41-71-242-04-44, Fax: +41-71-242-0103,

eMail: info@nanoeurope.com, Web: www.nanoeurope.com)

12.-15.09.06: 9 th Biennial Meeting der Deutschen

Gesellschaft für DNA-Reparaturforschung,

Hamburg

Info: S. Scheibner, University Medical Center

Hamburg-Eppendorf

(Tel./Fax: +49-40-42803-3593/-5139,

eMail: strahlenbiologie@uke.uni-hamburg.de,

Web: www.DNA-rep-net.de)

13.-16.09.06: Genomics and Cancer 2006 –

Integrating Genomics with Clinical Research

and Therapy, Heidelberg

Info: Dr. Silke Argo, Deutsches Krebsforschungszentrum

(Tel.: +49-6221-424-743, eMail: s.argo@dkfz.de,

Web: www.dkfz.de/mga/conference)

14.-15.09.06: 4 th International Forum Life Science

Automation, Rostock

Info: Stefanie Hagemann, Center for Life Sciene Automation

- celisca (Tel./Fax: +49-381-498-7824/-7702,

eMail: stefanie.hagemann@celisca.de,

Web: http://www.lifescienceautomation.com/)

14.-15.09.06: Horizons in Molecular Biology,

Göttingen

Info: Dr. Steffen Burkhardt, Göttingen Center for Molecular

Biosciences (Tel.: +49-551-39-121-10,

eMail: horizons@gwdg.de,

Web: www.horizons.uni-goettingen.de)

17.-20.09.06: Proteomics Workshop 2006,

Würzburg

Info: René Zahedi, Universität Würzburg

(Tel.: +49-931-201-48728,

eMail: rene.zahedi@virchow.uni-wuerzburg.de,

Web: www.proteomics-workshop.de)

24.-27.09.06: Embryonic and Somatic Stem Cells

– Regenerative Systems for Cell and Tissue

Repairs, Dresden

Info: Kathrin Seiffert, Leibniz Institut Gatersleben

(Tel./Fax: +49-39482-5256/-5481,

eMail: k.seiffert@ipk-gatersleben.de,

Web: www.spp-stemcells.de)

25.-27.09.06: Technische Systeme für

Biotechnologie und Umwelt – 13. Heiligenstädter

Kolloqium, Heiligenstadt

Info: Inst. f. Bioprozeß- und Analysenmeßtechnik e.V.

(Tel.: +49-3606-671-0, eMail: hk@iba-heiligenstadt.de

Web: http://www.iba-heiligenstadt.de)

27.-28.9.06: EuroPLX 29 – Collaborative agreements

in generics (incl. bio-generics), OTC drugs

and nutraceuticals, Stuttgart

Info: Dr. Norbert Rau, RauCon

(Tel./Fax: +49-6222-9807-0/-77, eMail: nr@raucon.com,

Web: www.europlx.com)

05.-07.10.06: 14 th International Workshop on

Bioencapsulation, Lausanne (CH)

Info: Ecole Poytechnique Federale de Lausanne (EPFL)

(eMail: ingrid.margot@epfl.ch,

Web: www.bioencapsulation.net/XIV_IWB)

05.-07.10.06: RNAi in vivo Technologies, München

Info: Susanne Dühmert, RiNA GmbH, Berlin

(Tel.: +49-30-844-166-35,

eMail: duehmert@rna-network.com, Web: www.rnai.ngfn.de)

08.-11.10.06: 45. Tutzing-Symposium

„Organokatalyse“, Tutzing

Info: Andrea Köhl, DECHEMA e.V. (Tel.: +49-69-7564-235,

Web: http://events.dechema.de/tusy45.html)

09.-11.10.06: BioStar 2006,

Sciences in Exchange, Stuttgart

Info: Priscilla Herrmann, Universität Tübingen

(eMail: paheerrma@med.uni-tuebingen.de,

Web: www.biostar-congress.de)

Kennziffer 26 LW 04 · www.biocom.de �

54 | 7. Jahrgang | Nr. 4/2006 LABORWELT


8-9-10 November 2006

CNIT • Paris La Défense

www.jib-sdbio.fr

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For any further information

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Fax: +33 1 47 56 52 58

jib@reedexpo.fr

JIPPIF

JOURNÉES DE L'INTERNAT


Kennziffer 27 LW 04 · www.biocom.de

INNOVATIVE DISCOVERY TOOLS FOR SIGNAL TRANSDUCTION RESEARCH

Pathways In Human Cancer

RTK Signaling Antibodies...from Cell Signaling Technology

Phospho-EGF Receptor (Tyr1068) (1H12) Mouse mAb #2236

Control EGF-treated, 2 minutes EGF-treated, 15 minutes

HeLa (cervical adenocarcinoma) cells treated with EGF for 0, 2 and 15 minutes, and labeled

with #2236 (green). EGF treatment induces bright phospho-EGFR signal on the membrane

within two minutes. After 15 minutes, phospho-EGFR signal appears to be localized to

receptors internalized in endosomes. Blue = DRAQ5 fluorescent DNA dye.

Phospho-VEGF Receptor 2 (19A10) Rabbit mAb #2478

VEGF Receptor 2 (55B11) Rabbit mAb #2479

A. Untreated B. VEGF-treated, 2 minutes

C. Untreated D. VEGF-treated, 2 minutes

HUVEC cells untreated or VEGF-treated (2 minutes), labeled

with #2478 (green, A, B) or #2479 (green, C, D). Blue = DRAQ5

fluorescent DNA dye.

PDGF Receptor � (28E1) Rabbit mAb #3169

A. B. C.

IHC analysis of paraffin-embedded human colon carcinoma (A), glioblastoma (B) and U-87MG

xenograft (C), using #3169.

in Deutschland und Österreich exklusiv von

� New England Biolabs GmbH

Frankfurt/Main Deutschland Tel.: +49(0)69-305-23140 Fax.: +49(0)69-305-23149 email: info@de.neb.com www.neb-online.de

� Cell Signaling Technology Inc.

3 Trask Lane Danvers, MA 01923 USA Tel.: 1-978-867-2300 Fax.: 1-978-867-2488 email: info@cellsignal.com www.cellsignal.com

Phospho-HER2/ErbB2 (Tyr1221/1222)

(6B12) Rabbit mAb #2243

IHC analysis of paraffin-embedded human breast carcinoma,

showing membrane localization, using #2243.

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