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tassilo - das Magazin rund um Weilheim und die Seen - Ausgabe Januar/Februar 2023

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<strong>Ausgabe</strong> 46<br />

<strong>Januar</strong> / <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong><br />

®<br />

Das <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

Eine Produktion von<br />

Titelbild: Adobe Stock, AnneGM<br />

Winterimpression Andechs<br />

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate<br />

Auf der Roten Couch<br />

Weltmeisterin Katharina Bertl<br />

Die Lawinenrettung<br />

Helden auf vier Pfoten


Oberammergau<br />

Unabhängig · Selbstständig · Sicher<br />

10 Gute Gründe<br />

LAGE<br />

Jetzt<br />

Appartement<br />

sichern!<br />

im SeniorenWohnen<br />

Oberammergau zu leben<br />

Bei uns wohnen Sie abseits von Lärm <strong>und</strong> Hektik der Stadt am Rande des Naturparks Ammergauer<br />

Alpen. Genießen Sie Möglichkeiten, <strong>die</strong> Ihnen der weltbekannte Passionsspielort Oberammergau<br />

mit seinen kulturellen <strong>und</strong> naturnahen Angeboten bietet. Unser Haus passt sich dem alpinen Baustil<br />

der Umgebung an <strong>und</strong> bietet ein komfortables Zuhause in unmittelbarer Nähe z<strong>um</strong> Ortszentr<strong>um</strong>.<br />

ESSEN<br />

Wer sich gerne an einen gedeckten Tisch setzt, ist bei uns richtig! Unser<br />

fre<strong>und</strong>liches Servicepersonal freut sich auf Ihren Besuch in unserem Restaurant.<br />

Unsere Küche ist auch verantwortlich für <strong>das</strong> „Essen auf Rädern“<br />

des BRK-Kreisverbands Garmisch-Partenkirchen im Ammertal.<br />

GESELLIGKEIT<br />

Individualität <strong>und</strong> Gemeinschaft, <strong>das</strong> ist bei uns kein Widerspruch. In<br />

Ihrem Appartement können Sie ganz für sich sein, in unseren gemeinschaftlichen<br />

Rä<strong>um</strong>en wie dem Kaminzimmer, den Restaurants <strong>und</strong> im<br />

Garten können Sie <strong>die</strong> Hausgemeinschaft erleben.<br />

WOHNUNGEN<br />

Das SeniorenWohnen Oberammergau<br />

bietet 75 Appartements mit Wohnflächen<br />

zwischen 30 <strong>und</strong> 70 m². Alle Appartements<br />

sind ausgestattet mit einer praktischen Miniküche<br />

<strong>und</strong> eigenem Bad. In Ihren eigenen<br />

vier Wänden können Sie schalten <strong>und</strong> walten,<br />

wie Sie es gewohnt sind. Unsere hauswirtschaftlichen<br />

Mitarbeiterinnen übernehmen<br />

gerne <strong>die</strong> Pflege Ihres Appartements.<br />

SERVICE<br />

Unsere Rezeption <strong>und</strong> Verwaltung ist an<br />

allen Werktagen geöffnet <strong>und</strong> steht Ihnen<br />

mit Rat <strong>und</strong> Tat zur Seite, sei es für Informationen<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> unser Haus <strong>und</strong> unsere<br />

Angebote oder den richtigen Ansprechpartner<br />

für Ihr Anliegen zu finden. Auch<br />

unser Haustechniker ist von Montag bis<br />

Freitag im Haus.<br />

PFLEGE UND<br />

WOHLBEFINDEN<br />

Eine pflegerische Unterstützung in Ihrem neuen<br />

Zuhause ist in unserem Hause frei wählbar. Unser<br />

eigener Ambulanter Pflege<strong>die</strong>nst steht Ihnen gerne<br />

zur Verfügung. In unserer Massagepraxis können Sie<br />

sowohl medizinische wie auch dem persönlichen<br />

Wohlbefinden <strong>die</strong>nende Leistungen buchen. Das<br />

Friseurstüberl ist einmal wöchentlich für Sie geöffnet.<br />

SICHERHEIT<br />

RUND UM DIE UHR<br />

Unser Ambulanter Pflege<strong>die</strong>nst ist täglich von 6.00<br />

Uhr bis 20.00 Uhr im Haus erreichbar. Zusätzlich verfügt<br />

jedes Appartement über eine Notrufeinrichtung,<br />

<strong>die</strong> 24 St<strong>und</strong>en aktiv ist <strong>und</strong> an den Notruf des Bayerischen<br />

Roten Kreuzes angeschlossen ist.<br />

VERANSTALTUNGEN<br />

Wir haben ein abwechslungsreiches monatliches Veranstaltungsprogramm,<br />

<strong>das</strong> regelmäßige Bewegungsangebote <strong>und</strong> gesellige Anlässe<br />

bietet, sowie Highlights wie Konzertnachmittage, Ausflüge in <strong>die</strong> nähere<br />

Umgebung oder gemeinsame Feste im Jahreslauf. Auch Gottes<strong>die</strong>nste<br />

werden in unserem Haus in wöchentlichem Wechsel gefeiert.<br />

FAMILIÄRE ATMOSPHÄRE<br />

Im SeniorenWohnen kennt man sich! Hier <strong>die</strong> fre<strong>und</strong>liche Begrüßung,<br />

dort <strong>die</strong> Nachfrage nach dem Befinden: Unsere Bewohner <strong>und</strong> Besucher<br />

schätzen unsere familiäre Atmosphäre <strong>und</strong> <strong>das</strong> gute Miteinander<br />

zwischen allen Beteiligten.<br />

BARRIEREFREIHEIT<br />

Unser Haus hat Geschichte. Schon in den 1930er Jahren war es als Hotel<br />

ein beliebter Ort für Urlauber aus aller Welt. Dennoch bewegen Sie sich<br />

sicher: <strong>die</strong> Zugänge zu unserem Haus sowie alle Rä<strong>um</strong>lichkeiten sind<br />

nahezu alle barrierefrei <strong>und</strong> mit Rollator oder Rollstuhl gut zu erreichen.<br />

Sozialservice-Gesellschaft des BRK GmbH<br />

SeniorenWohnen Oberammergau · St.-Lukas-Straße 15, 82487 Oberammergau<br />

Birgit Krebs, K<strong>und</strong>enberatung · Tel. 08822 918-155 · birgit.krebs@ssg.brk.de · www.seniorenwohnen.brk.de


Zwischen Hightech, Mensch <strong>und</strong> Tier<br />

Wenn Mensch <strong>und</strong> Technik an<br />

<strong>die</strong> Grenzen des Machbaren<br />

stoßen, können manchmal<br />

Tiere weiterhelfen. Z<strong>um</strong><br />

Beispiel im Rahmen einer<br />

Vermisstensuche. Andreas<br />

Hammerstingl aus Wessobrunn<br />

leitet <strong>die</strong> Lawinenh<strong>und</strong>estaffel<br />

Hochland,<br />

hat der „<strong>tassilo</strong>“-Redak-<br />

tion erklärt, wie seine<br />

Hündin Thea Menschen<br />

unter meterhohen Schneemassen<br />

aufspürt.<br />

Professionelles Arbeiten unter<br />

Zeitdruck ist auch <strong>die</strong><br />

große Stärke von Katharina<br />

Bertl, „Finisherin“ im „Butcher<br />

Wolfpack“. Auf der Roten Couch<br />

verrät <strong>die</strong> gelernte Metzgereifachverkäuferin, wie sie<br />

es ins Team der Metzgerelite Deutschlands schaffte,<br />

<strong>und</strong> tatsächlich den Weltmeistertitel im US-amerikanischen<br />

Sacramento, Kalifornien, gewinnen konnte.<br />

Unter hiesigen Musikern als Meister seines Fachs<br />

bekannt: Robert Schwinghammer. Er arbeitet als<br />

Klavierbauer <strong>und</strong> übt damit nicht nur einen äußerst<br />

seltenen, sondern auch sehr abwechslungsreichen<br />

Beruf aus. Und einen, der stark nachgefragt ist. Die<br />

Nachfrage im Shop von Akugbe Kelvin Edugie ist je<br />

nach Tag <strong>und</strong> Jahreszeit unterschiedlich stark. Wobei<br />

<strong>die</strong> Ware im einzigen afrikanischen Supermarkt<br />

der Region nur ein Anziehungspunkt seiner K<strong>und</strong>schaft<br />

ist. Viele nutzen <strong>das</strong> Geschäft in <strong>Weilheim</strong>s<br />

Innenstadt, <strong>um</strong> in Deutschland ver<strong>die</strong>ntes Geld an in<br />

deren Heimat lebende Familienangehörige zu schicken.<br />

Hilfe vor Ort ist g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich <strong>die</strong> wohl einzige<br />

Möglichkeit, <strong>um</strong> <strong>die</strong> Nöte, Sorgen <strong>und</strong> Ängste der<br />

ärmsten Menschen <strong>die</strong>ser Welt zu beseitigen. Und<br />

Frieden. Das Ende des Zweiten Weltkriegs liegt gerade<br />

einmal knappe 78 Jahre zurück. Wichtige Zeitzeugen,<br />

<strong>die</strong> all <strong>die</strong> Grausamkeiten damals hautnah<br />

miterleben mussten, sterben endgültig weg. Aktive<br />

Mitglieder des Arbeitskreis 7, ein rühriger Verein aus<br />

Huglfing, hat gegen <strong>das</strong> Vergessen ein tolles Projekt<br />

initiiert <strong>und</strong> insgesamt 13 Kriegsflüchtlinge interviewt,<br />

<strong>die</strong> einst unfreiwillig ins Bayerische Oberland<br />

gekommen waren – dort aber eine neue Heimat<br />

gef<strong>und</strong>en haben.<br />

Hier heimisch ist auch Florian Schambeck, mehrfacher<br />

Weltmeister im Modellsegelfliegen. Und Inhaber<br />

einer in Peißenberg ansässigen Firma, in der <strong>die</strong><br />

für maximalen Erfolg notwendigen Flieger gebaut<br />

werden. Nicht neu erf<strong>und</strong>en, aber erstmals in der<br />

Region installiert, haben Andreas Schalk <strong>und</strong> seine<br />

Ehefrau Brigitte Hitzl-Schalk eine Hightech-Box für<br />

Kältetherapie. Nach weltbekannten Biathleten wie<br />

Benedikt Doll wagte sich auch „<strong>tassilo</strong>“-Redakteur<br />

Johannes Schelle in <strong>die</strong>se nach oben geöffnete „Litfaßsäule“.<br />

Wie lange er bei welcher Temperatur<br />

durchgehalten hat, lesen Sie, liebe Leserinnen <strong>und</strong><br />

Leser, auf Seite 20 <strong>und</strong> 21. Ebenfalls in <strong>die</strong>ser <strong>Januar</strong> /<br />

<strong>Februar</strong>-<strong>Ausgabe</strong> versteckt: Eine Doppelseite, ausschließlich<br />

mit Kurzvorstellungen lesenswerter Bücher,<br />

allesamt verfasst von in der Region lebenden<br />

Autoren, Verlosungsexemplare inklusive. Zu verlosen<br />

haben <strong>die</strong> Drei Damen der Hauswirtschafterei <strong>die</strong>smal<br />

nichts. Dafür Rezepte von Gerichten, <strong>die</strong> ges<strong>und</strong>,<br />

nährstoffreich <strong>und</strong> kostengünstig sind. In Zeiten der<br />

Inflation wieder verstärkt auf Lebensmittelpreise<br />

achten, rät an <strong>die</strong>ser Stelle auch,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Lawinenverschütteten-Suche<br />

auf vier Pfoten: Hündin Thea,<br />

ein Australian Shepherd,<br />

rettet Menschenleben<br />

Seite 6<br />

Klavierbauer haben lange<br />

Wartezeiten: Robert<br />

Schwinghammer ist ein<br />

Multitalent am Flügel<br />

Seite 9<br />

Die Weltmeisterin — „Butcher<br />

Wolfpack“-Mitglied Katharina<br />

Bertl im großen Interview<br />

auf der Roten Couch<br />

Seite 14<br />

Die Geschichte der<br />

Vertriebenen — eine<br />

emotionale Dok<strong>um</strong>entation<br />

aus Huglfing<br />

Seite 16<br />

Mit Stockfischkopf <strong>und</strong><br />

Kuhfüßen: Ein afrikanischer<br />

Supermarkt mitten im<br />

bayerischen Oberland<br />

Seite 18<br />

Weltmeisterliche<br />

Modellsegelflieger<br />

aus Peißenberg<br />

Seite 20<br />

Frösteln in der nach oben<br />

geöffneten Kältebox:<br />

Ein Selbstversuch bei bis<br />

zu minus 160 Grad!<br />

Seite 22<br />

Allerlei Literarisches:<br />

Gewinnen Sie tolle Bücher<br />

<strong>und</strong> einen ganz besonderen<br />

Kalender!<br />

Seite 26<br />

Im Tra<strong>um</strong>kleid vor <strong>die</strong><br />

Fotobox: Das neue Jahr<br />

startet mit zwei regionalen<br />

Hochzeitsmessen<br />

Seite 28<br />

Kostengünstiges <strong>und</strong><br />

ges<strong>und</strong>es Kochen: Saisonale<br />

<strong>und</strong> regionale Rezepte<br />

der Hauswirtschafterei<br />

Seite 30<br />

Ein Kleinod der klassischen<br />

Musik: Das neue Programm<br />

der Iffeldorfer Meisterkonzerte,<br />

auch geeignet für Kinder<br />

Seite 31<br />

„Weil man Geld nicht<br />

wegwirft!“ Das „<strong>tassilo</strong>“-<br />

Heimaträtsel<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 3


Lawinenverschütteten-Suche via Vierbeiner<br />

Hündin Thea rettet Leben<br />

Wessobrunn | Ein Märznachmittag<br />

im vergangenen Jahr. Der Wessobrunner<br />

Andreas Hammerstingl<br />

sitzt gerade beim Kaffeetrinken<br />

mit seinem Vater, da ertönt der<br />

Piepser. Eine Lawine sei am Heimgarten<br />

abgegangen, teilt ihm <strong>die</strong><br />

Kocheler Bergwachtbereitschaft<br />

mit. Ob Wanderer oder Tourengeher<br />

betroffen sind, wisse man<br />

nicht, aber eine Wegroute führe<br />

durch <strong>das</strong> Gebiet. Sofort macht sich<br />

der Lawinenh<strong>und</strong>eführer bereit.<br />

Seine Ski <strong>und</strong> Ausrüstung hat er<br />

stets griffbereit. Das allerwichtigste<br />

an Hammerstingls Seite aber ist:<br />

Hündin Thea. Zehn Minuten später<br />

landet der Hubschrauber auf einer<br />

nahen Wiese <strong>und</strong> pickt <strong>die</strong> beiden<br />

auf. Ein paar Minuten Flug – zwischendurch<br />

steigen noch Einsatzkräfte<br />

aus Kochel zu – dann ist <strong>die</strong><br />

Stelle in der Nähe der Ohlstädter<br />

Alm erreicht. Da der Hubschrauber<br />

nicht landen kann, werden<br />

<strong>die</strong> Bergwachtler direkt über dem<br />

abgegangenen Schneebrett abgewinscht:<br />

samt Hündin Thea, <strong>die</strong> für<br />

solche Zwecke ein eigenes Abseilgeschirr<br />

trägt. Und während <strong>die</strong><br />

Kameraden ihre LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte)<br />

aktivieren<br />

<strong>um</strong> Signale eines eventuell<br />

Verunglückten zu empfangen, läuft<br />

Thea los. In Minutenschnelle hat<br />

sie <strong>das</strong> 100 Meter lange Lawinenfeld<br />

durchquert. Aufmerksam<br />

beobachtet Andreas Hammerstingl<br />

seine Hündin. Bleibt<br />

sie stehen <strong>und</strong> beginnt zu<br />

graben, ist er sofort mit der<br />

eigenen Schaufel <strong>und</strong> Sonde<br />

an ihrer Seite. Übersieht sie<br />

einen Bereich der Lawine, dirigiert<br />

sie der H<strong>und</strong>eführer dorthin.<br />

An <strong>die</strong>sem Tag kommt nach einer<br />

Weile <strong>die</strong> Entwarnung. Nirgends<br />

4 | <strong>tassilo</strong><br />

fängt Thea an zu graben, kein LVS-<br />

Signal schlägt an <strong>und</strong> weder Gegenstände<br />

noch Spuren sind <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> Lawine zu sehen. Solche<br />

Einsätze sind nicht selten, denn<br />

oftmals beobachten Hüttenwirte<br />

oder Skifahrer in der Nähe einen<br />

Lawinenabgang oder bemerken<br />

eine abgegangene Lawine. Meist<br />

ist dann nicht klar, ob Menschen<br />

betroffen waren oder nicht. H<strong>und</strong>eführer<br />

wie Andreas Hammerstingl<br />

<strong>und</strong> ihre Vierbeiner werden<br />

aber zur Sicherheit häufig herbeigeflogen.<br />

Denn ist jemand verschüttet,<br />

zählt jede Minute. Schon<br />

nach einer Viertelst<strong>und</strong>e ab dem<br />

Verschütten beginnen <strong>die</strong> Überlebenschancen<br />

rapide zu sinken. Und<br />

genau <strong>das</strong> macht Lawinenh<strong>und</strong>e<br />

wie Thea so wertvoll. Mit ihrem<br />

Geruchssinn können sie einen Verschütteten<br />

binnen Minuten finden.<br />

Menschen brauchen mit Schaufeln<br />

<strong>und</strong> Sonden viel länger. Damit <strong>die</strong><br />

H<strong>und</strong>e aber eine solche Routine<br />

entwickeln, braucht es jahrelanges<br />

Training.<br />

Ausbildung<br />

über zwei Jahre<br />

Andreas Hammerstingl, heute<br />

27, hat mit 17 bei der Bergwacht<br />

<strong>Weilheim</strong> angefangen. Nach ein<br />

paar Jahren begann ihn <strong>das</strong> La-<br />

Für <strong>die</strong> Lawinenh<strong>und</strong>estaffel<br />

Hochland im Einsatz:<br />

Hündin Thea.


Andreas Hammerstingl<br />

mit Lawinenhündin Thea.<br />

winenthema zu interessieren. Als<br />

er Thea, eine Australian Shepherd<br />

Hündin, bekam, machte er sich an<br />

<strong>die</strong> dreijährige Ausbildung z<strong>um</strong><br />

H<strong>und</strong>eführer. Nach dem ersten<br />

Jahr findet eine Eignungsprüfung<br />

statt. Der H<strong>und</strong> muss dann eine<br />

fremde Person in leicht verschüttetem<br />

Zustand finden. Und schon<br />

bis zu <strong>die</strong>sem Punkt braucht es viel<br />

Übung: „Ganz zu Beginn bin ich<br />

von Thea immer ein Stück weggegangen<br />

<strong>und</strong> habe mich in ein<br />

Schneeloch gesetzt“, erzählt Andreas<br />

Hammerstingl. „Sie hat mich<br />

gef<strong>und</strong>en <strong>und</strong> ich habe sie jedes<br />

Mal belohnt, mit Spielzeug oder<br />

einem Leckerbissen.“ Bei <strong>die</strong>sen<br />

Übungen konnte <strong>die</strong> Hündin also<br />

noch schauen, wohin ihr Herrchen<br />

geht. Durch <strong>die</strong> Belohnung aber<br />

wurde Thea bereits klar, wor<strong>um</strong><br />

es geht. Bei späteren Übungen<br />

vergrößerte Hammerstingl <strong>die</strong> Entfernung,<br />

grub sich tiefer ein. Nun<br />

musste Thea mit ihrem Geruchssinn<br />

suchen. Und schließlich setzte<br />

sich nicht mehr Andreas Hammerstingl,<br />

sondern eine fremde Person<br />

in <strong>das</strong> Schneeloch. War Thea auch<br />

hier erfolgreich, wurde sie abermals<br />

belohnt. So erreichte Andreas<br />

Hammerstingl <strong>die</strong> erste Stufe<br />

der Ausbildung. Weitere Trainings<br />

folgten – <strong>und</strong> weitere Prüfungen.<br />

Nach dem zweiten Jahr müssen<br />

H<strong>und</strong>eführer <strong>und</strong> H<strong>und</strong> eine fremde,<br />

tiefer verschüttete Person blind<br />

finden, auch der H<strong>und</strong>eführer weiß<br />

dann nicht wo <strong>die</strong> Person liegt. Und<br />

in der dritten <strong>und</strong> letzten Prüfung<br />

müssen zwei an verschiedenen<br />

Stellen verschüttete Personen in<br />

kurzer Zeit gef<strong>und</strong>en werden.<br />

Andreas Hammerstingl ist seit 2019<br />

geprüfter Lawinenh<strong>und</strong>eführer.<br />

Zwei Jahre später wurde er Leiter<br />

der Lawinenh<strong>und</strong>estaffel für <strong>die</strong><br />

Region Hochland der Bergwacht<br />

Bayern. Diese reicht von Steingaden<br />

im Westen bis Aschau /<br />

Sachrang im Osten. Zur Lawinenh<strong>und</strong>estaffel<br />

der Region Hochland<br />

gehören neben Andreas Hammerstingl<br />

20 Männer <strong>und</strong> Frauen<br />

mit ihren Vierbeinern. Darunter<br />

Michael Hank von der Bergwacht<br />

Steingaden-Peiting <strong>und</strong> Erich Christ<br />

von der Bergwacht Penzberg. Die<br />

H<strong>und</strong>e entstammen verschiedener<br />

Rassen: Jagdh<strong>und</strong>e wie Schäfer,<br />

Golden Retriever oder Labrador<br />

eignen sich ebenso besonders wie<br />

Hüteh<strong>und</strong>e, z<strong>um</strong> Beispiel Border<br />

Collie oder Australien Shepherd.<br />

Steht ein Einsatz an, fliegt der z<strong>um</strong><br />

Einsatzort jeweils nächstgelegene<br />

verfügbare H<strong>und</strong>eführer mit.<br />

Einsatz an der<br />

Schäferblasse<br />

Auch Andreas Hammerstingl steht<br />

trotz seiner Leiterfunktion mit seiner<br />

Thea immer zur Verfügung.<br />

Einen Einsatz mit tödlich Verunglückten<br />

erlebte der Wessobrunner<br />

bisher nur einmal. Im <strong>Februar</strong> 2019<br />

wurden fünf Skitourengeher an der<br />

Schäferblasse in den Ammergauer<br />

Alpen von einer Gleitschneelawine<br />

erfasst. Zwei Personen entkamen<br />

der Lawine, drei wurden<br />

verschüttet. Andreas Hammerstingl<br />

<strong>und</strong> Thea unterstützten Tiroler<br />

Bergretter bei der Suche. Eine der<br />

verschütteten Personen konnte<br />

schließlich verletzt aus dem Schnee<br />

geborgen werden, <strong>die</strong> andere nur<br />

mehr tot. Die dritte Person entdeckte<br />

man Tage später – tot in<br />

einem Bachbett. Viele andere Einsätze<br />

enden gottlob glimpflich.<br />

„Entweder ist, wie 2021 am Heimgarten,<br />

gar keine Person verschüttet<br />

worden“, erzählt Hammerstingl.<br />

„Oder wir kommen z<strong>um</strong> Einsatzort<br />

<strong>und</strong> Kameraden konnten Verschüttete<br />

bereits ausgraben <strong>und</strong> wir<br />

kommen dann zur ersten Hilfe.“<br />

Die Kameradenrettung ist bei Lawinenabgängen<br />

oft lebensrettend.<br />

Denn auch wenn Hubschrauberpilot,<br />

H<strong>und</strong>eführer <strong>und</strong> H<strong>und</strong> ihr<br />

Bestes geben – in S<strong>um</strong>me kann <strong>das</strong><br />

zu lange dauern. Trägt eine Gruppe<br />

Skitourengeher aber aktivierte<br />

LVS-Geräte <strong>und</strong> werden nur eine<br />

oder zwei Personen verschüttet,<br />

können <strong>die</strong> anderen ihre Kameraden<br />

schnell orten. Haben sie dann,<br />

<strong>und</strong> auch <strong>das</strong> ist eine eiserne Regel<br />

beim Tourengehen, Sonde <strong>und</strong><br />

Schaufel dabei, können sie <strong>die</strong> Verschütteten<br />

rechtzeitig ausgraben.<br />

Trotzdem trainieren Andreas<br />

Hammerstingl <strong>und</strong><br />

Hündin Thea auch abseits<br />

von Einsätzen regelmäßig<br />

<strong>die</strong> Verschüttetensuche.<br />

Im Winter alle zwei Wochen.<br />

Im Sommer sogar<br />

wöchentlich. Denn auch<br />

in der warmen Jahreszeit<br />

kommen Lawinenh<strong>und</strong>e<br />

bei der Vermisstensuche<br />

in alpinem Gelände z<strong>um</strong><br />

Einsatz.<br />

cr<br />

Beim Üben: Thea<br />

unter tieferem Schnee.<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 5


Klavierbauer haben lange Wartezeiten<br />

Multitalent am Flügel<br />

Stoffe<br />

Wir wünschen allen unseren K<strong>und</strong>en<br />

ein gutes <strong>und</strong> ges<strong>und</strong>es neues Jahr!<br />

Nähkurse<br />

Zubehör<br />

Unsere Öffnungszeiten: Mo, Di <strong>und</strong> Do von 9 -12 <strong>und</strong> 14 -18 Uhr<br />

EBERHARD GÜNTHER<br />

& SOHN<br />

Fußbodentechnik GmbH<br />

& Co. KG<br />

<strong>Weilheim</strong> | Wer sein Klavier oder<br />

Flügel auf Vordermann bringen<br />

lassen möchte, braucht Geduld.<br />

Robert Schwinghammer beispielsweise,<br />

neben Alexander Pischetsrieder<br />

(geb. Becker) in Wielenbach<br />

einer der wenigen Klavierbauer im<br />

bayerischen Oberland, hat für Generalüberholungen<br />

eine Vorlaufzeit<br />

von einem Jahr. R<strong>und</strong> 40 Stück<br />

stehen derzeit in seiner Werkstätte<br />

an der Johann-Baur-Straße in <strong>Weilheim</strong>.<br />

Manche sind 80, manche<br />

100, wieder andere sogar bis zu<br />

140 Jahre alt. „Die wurden noch mit<br />

einem Pferdegespann ausgeliefert,<br />

sind aber klanglich wie handwerklich<br />

betrachtet absolute Meisterwerke,<br />

insofern viel zu schade <strong>und</strong><br />

qualitativ hochwertig, <strong>um</strong> sie einstauben<br />

zu lassen oder gar durch<br />

ein neues, industriell hergestelltes<br />

Klavier zu ersetzen“, sagt der bald<br />

60-Jährige, dessen beruflicher<br />

Werdegang ein Stück weit vorgezeichnet<br />

war. 1958 gründeten seine<br />

Eltern – Vater Franz als Zithersolist<br />

<strong>und</strong> Musiklehrer sowie Mutter Leni<br />

– <strong>das</strong> Musikhaus Schwinghammer<br />

in <strong>Weilheim</strong>. Robert kam so von<br />

klein auf mit Instr<strong>um</strong>enten in Berührung.<br />

Vertieft wurde <strong>das</strong> ganze<br />

ab seinem siebten Lebensjahr mit<br />

regelmäßigem Klavierunterricht.<br />

Als dann, einige Jahre später, <strong>die</strong><br />

Frage der Berufswahl im Ra<strong>um</strong><br />

stand, war für ihn klar: Es sollte ein<br />

Mix aus Musik <strong>und</strong> Handwerk werden.<br />

Um <strong>das</strong> Stimmen, Reparieren<br />

<strong>und</strong> Instandsetzen von Klavieren,<br />

<strong>das</strong> sind <strong>die</strong> Hauptaufgaben eines<br />

Klavierbauers, von der Pike auf zu<br />

erlernen, verließ er seine Heimat,<br />

unterschrieb einen Lehrvertrag im<br />

damals renommierten Unternehmen<br />

„Ibach“ – ein Klavierhersteller<br />

Nähe Wuppertal. Berufsschule,<br />

blockweise, war in Ludwigsburg.<br />

„Den Beruf kann man heute noch<br />

erlernen, allerdings gibt es wenige<br />

Lehrstellen <strong>und</strong> immer weniger Bewerber“,<br />

sagt Robert Schwinghammer<br />

auf <strong>die</strong> Frage, wie es in Sachen<br />

Ausbildung z<strong>um</strong> Klavierbauer inzwischen<br />

aussieht, <strong>und</strong> ob <strong>die</strong>ser<br />

wertvolle Beruf vom Aussterben<br />

bedroht sei. Er selbst hätte Stand<br />

jetzt auch keinen Nachfolger, obwohl<br />

<strong>die</strong> Auftragslage ebenso hervorragend<br />

sei wie <strong>die</strong> Ausstattung<br />

seiner Werkstätte – <strong>und</strong> der Beruf<br />

an sich einer der abwechslungsreichsten<br />

überhaupt ist. „Noch<br />

wäre es ohnehin zu früh für <strong>die</strong><br />

Rente, aber man macht sich natürlich<br />

schon so seine Gedanken <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Vorstellung, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> hier alles<br />

mal mit mir verschwindet, stimmt<br />

mich durchaus traurig.“<br />

Neubefilzen von<br />

Hammerköpfen<br />

Ein Klavier besteht, grob betrachtet,<br />

aus einem Gehäuse, Holzfurnier.<br />

Zwei oder drei Fußpedalen aus<br />

Metall, einem Resonanzboden, einer<br />

gusseisernen Platte, einer Mechanik<br />

mit 85 (alte Version) oder<br />

88 Tasten, Dämpfer <strong>und</strong> Hämmer,<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 230 Saiten, Stimmwirbel <strong>und</strong><br />

Stimmstock sowie Gehäuse mit<br />

Deckel. Im Detail betrachtet setzt<br />

sich allein <strong>die</strong> Mechanik eines Klaviers<br />

aus <strong>r<strong>und</strong></strong> 6 000 Einzelteilen<br />

zusammen. „Das gute ist, <strong>das</strong>s wir<br />

ein Klavier zur Reparatur oder Instandsetzung<br />

in der Regel immer<br />

als ganzes Stück <strong>und</strong> nicht in seine<br />

Einzelteile zerlegt in <strong>die</strong> Hand<br />

Jahre<br />

Parkett | Teppichböden<br />

| PVC-Beläge | Linole<strong>um</strong> |<br />

Trockenestrich<br />

Meisterbetrieb der<br />

Parkettlegerinnung<br />

82398 Polling/Obb.<br />

Steinbruchstr. 20<br />

Tel. 0881/40245<br />

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6 | <strong>tassilo</strong>


ekommen“, sagt Robert Schwinghammer<br />

<strong>und</strong> grinst. Trotzdem sei<br />

Ordnung <strong>und</strong> Struktur <strong>das</strong> A <strong>und</strong> O<br />

im Rahmen seiner Aufgabe – würde<br />

nur ein winziges Bauteil falsch<br />

eingebaut oder vergessen werden,<br />

hätte <strong>das</strong> weitreichende Auswirkungen<br />

auf Klang- <strong>und</strong> Spielqualität<br />

des Tasteninstr<strong>um</strong>ents. Für <strong>das</strong><br />

Neubefilzen von Hammerköpfen,<br />

Austauschen von Saiten oder Montieren<br />

von Tasten werden letztlich<br />

immer wieder Spezialwerkzeuge<br />

benötigt, <strong>die</strong> es im Ba<strong>um</strong>arkt <strong>um</strong><br />

<strong>die</strong> Ecke nicht zu kaufen gibt. Kröpfeisen,<br />

Achsenausstößer <strong>und</strong> Ausstielzange<br />

sind nur drei Beispiele,<br />

<strong>die</strong> in Robert Schwinghammers<br />

Werkstätte, feinsäuberlich aufbewahrt,<br />

z<strong>um</strong> Einsatz kommen. Wie<br />

lange er letztlich für <strong>die</strong> Instandsetzung<br />

oder Reparatur eines Klaviers<br />

braucht, hängt stark vom jeweiligen<br />

Zustand <strong>und</strong> Alter des Instr<strong>um</strong>ents,<br />

aber auch von der Intensität<br />

der Nutzung sowie vom Anspruch<br />

des Benutzers ab. Aber auch davon,<br />

wie schnell <strong>die</strong> jeweils notwendigen<br />

Einzelteile lieferbar sind. Heißt:<br />

Die Reparatur von Klavieren ist nur<br />

ein Baustein der hauptberuflichen<br />

Tätigkeiten von Robert Schwinghammer,<br />

der <strong>r<strong>und</strong></strong> eine Hand voll<br />

Schmuckstücke pro Jahr wieder auf<br />

Vordermann bringt. Kostenrahmen:<br />

R<strong>und</strong> 5 000 bis 10 000 Euro. Eine<br />

stolze S<strong>um</strong>me, <strong>die</strong> sich, bei genauerem<br />

Hinschauen, aber lohnt. „Wer<br />

sein Klavier achtsam behandelt,<br />

braucht oft viele Jahre lang keine<br />

<strong>um</strong>fangreiche Instandsetzung oder<br />

Reparatur.“ Im Gegenteil sogar:<br />

„Die vor <strong>r<strong>und</strong></strong> 100 Jahren gebauten<br />

Klaviere sind meist so hochwertig,<br />

<strong>das</strong>s eine Instandsetzung wesentlich<br />

günstiger kommt als der Kauf<br />

eines neuen Klaviers in vergleichbarer<br />

Qualität.“ Eines aus 1920 beispielsweise<br />

wurde vom Fachmann<br />

für 10 000 Euro in einen neuwertigen<br />

Zustand gebracht. „Neu würde<br />

ein Klavier <strong>die</strong>ser Qualität <strong>das</strong><br />

doppelte kosten.“ Manchmal kauft<br />

Robert Schwinghammer auch ganz<br />

bewusst alte, eingestaubte <strong>und</strong> von<br />

den Besitzern fast schon vergessene<br />

Klaviere für sich, richtet sie her<br />

<strong>und</strong> verkauft sie weiter, oder behält<br />

sie für sich. Z<strong>um</strong> Beispiel eines aus<br />

den 1890er Jahren, „<strong>das</strong> wahnsinnig<br />

ausdrucksstark klingt“.<br />

Beruf lebt von<br />

Abwechslung<br />

Das Butter- <strong>und</strong> Brotgeschäft eines<br />

Klavierbauers ist allerdings<br />

<strong>das</strong> Stimmen der ursprünglich aus<br />

1698 stammenden Instr<strong>um</strong>ente.<br />

Hierfür gibt es keine lange Wartezeit,<br />

<strong>und</strong> abgerechnet wird z<strong>um</strong><br />

Festpreis, <strong>r<strong>und</strong></strong> 100 bis 150 Euro.<br />

„Einmal im Jahr sollte jedes Klavier<br />

gestimmt werden“, empfiehlt Robert<br />

Schwinghammer, wobei auch<br />

hier Nutzung, Qualität <strong>und</strong> Anspruch<br />

des Pianisten entscheidend<br />

sei. „Für Profis wird ein Klavier vor<br />

jeder Aufnahme, vor jedem Konzertauftritt<br />

gestimmt.“ Außerdem<br />

gebe es qualitativ schwächere Instr<strong>um</strong>ente,<br />

<strong>die</strong> sich nach wenigen<br />

Monaten intensiverer Nutzung<br />

deutlich verstellen, wieder andere<br />

In seiner Werkstätte: Robert Schwinghammer<br />

beim Stimmen eines Klaviers.<br />

klingen dagegen oft nach Jahren<br />

noch nahezu makellos. Profis wie<br />

Robert Schwinghammer hören<br />

<strong>das</strong> sofort, sind deshalb auch als<br />

Berater immer wieder gefragt –<br />

<strong>und</strong> für <strong>das</strong> Stimmen von Klavieren<br />

mit Stimmhammer, Stimmkeil<br />

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<strong>und</strong> Stimmgabel viel unterwegs.<br />

„Deshalb ist unser Beruf so abwechslungsreich“,<br />

sagt er. Es gibt<br />

<strong>die</strong> klassischen Handwerker-Tage<br />

in der Werkstätte, an denen filigran<br />

mit Holz, Metall, Filz <strong>und</strong> Leder<br />

sowie zig Werkzeugen <strong>und</strong> Maschinen<br />

gearbeitet wird. Es gibt <strong>die</strong> Außen<strong>die</strong>nst-Tage<br />

mit Stimm-Service<br />

vor Ort, „was viel Empathie voraussetzt,<br />

weil wir mit dem musikalischen<br />

Ausdruck des K<strong>und</strong>en einen<br />

sehr persönlichen Bereich berühren“.<br />

Aber eben auch <strong>die</strong> Tage,<br />

wo Musik an sich im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

steht. „Ein guter Klavierbauer sollte<br />

auch selbst gut Klavierspielen können“,<br />

sagt Robert Schwinghammer,<br />

der zwar nie <strong>die</strong> Öffentlichkeit gesucht<br />

hat, dennoch herausragend<br />

gut Klavier spielen kann. „Ich war<br />

viele Jahre sehr ambitioniert <strong>und</strong><br />

spiele nach wie vor leidenschaftlich<br />

gerne.“ Vor allem Werke von<br />

Johann Sebastian Bach, aber auch<br />

<strong>die</strong> freie Improvisation seien sein<br />

Ding. So auch an <strong>die</strong>sem Mittwochnachmittag,<br />

als er sich an ein frisch<br />

instand gesetztes Klavier setzt <strong>und</strong><br />

anfängt zu spielen. Gänsehaut pur!<br />

Und der eindeutige Beweis dafür,<br />

<strong>das</strong>s künstliche, computergemachte<br />

Musik mit handgemachter aus<br />

einem jahrh<strong>und</strong>erte alten Klavier<br />

nicht mithalten kann.<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 7


Eine Produktion von<br />

Titelbild: Adobe Stock, fo t o<br />

Murnauer M os, Blick nach Süden<br />

> > > ALLERLEI IM TASSILOLAND<br />

Segel setzen mit Luise Kinseher<br />

Murnau | Ursprünglich wäre<br />

Seele“. Noch besser:<br />

Bayerns Star-Kabarettistin<br />

Es gibt für <strong>die</strong>sen verheißungsvollen<br />

bereits im Oktober 2020<br />

Abend<br />

mit „Mamma Mia Bavaria“<br />

nach Murnau gekommen.<br />

gepflegter Unterhaltung<br />

noch Karten. Online unter<br />

Klappte nicht wegen Corona.<br />

www.stroblwirt.de,<br />

Nun aber, am Mittwoch, 8.<br />

<strong>Februar</strong>, ist es soweit: Luise<br />

Kinseher spielt im Kultur-<br />

per Mail unter info@stroblwirt.de<br />

oder telefonisch<br />

unter 08802 / 222. Beginn<br />

<strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>,<br />

der Veranstaltung: 20<br />

Ödön-Von-Horváth-Platz 1 in<br />

Murnau. Allerdings mit ihrem neuen gramm. Es heißt „Wände streichen, Segel<br />

Prosetzen“<br />

<strong>und</strong> steht für eine neue, aufregende<br />

Uhr. Einlass: 18.30 Uhr.<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost 1 x 2<br />

Karten für den Kinseher-Auftritt am 8. <strong>Februar</strong><br />

in Murnau. Schicken Sie uns bis 15.<br />

<strong>und</strong> waghalsige Kabarett-Expedition. <strong>Januar</strong> eine Postkarte mit dem Stichwort<br />

„Die Erde ist vollständig erforscht, vermessen<br />

<strong>und</strong> durchn<strong>um</strong>meriert, doch wir haben<br />

„Luise“ an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971<br />

Peiting. Oder eine E-Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de.<br />

Das Los entscheidet, der<br />

etwas übersehen: Uns selbst!“ Deshalb<br />

setzt Luise Kinseher <strong>die</strong> Segel <strong>und</strong> macht<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

sich auf „zu den Weiten der menschlichen Wir wünschen viel Erfolg!<br />

js<br />

Betriebswirtschaftliche Beratung<br />

für Existenzgründer<br />

<strong>Weilheim</strong> | „Umfassende Beratung für potenzielle<br />

Gründer oder Menschen, <strong>die</strong> darüber<br />

nachdenken, ein Unternehmen zu übernehmen,<br />

sowie auch für Unternehmer, deren Betrieb<br />

aus unterschiedlichsten Gründen in Not<br />

geraten ist, ist heute wichtiger denn je“, sagt<br />

Andreas Korn, 54-jähriger Diplom-Kaufmann<br />

<strong>und</strong> seit wenigen Wochen neuer Betriebswirtschaftlicher<br />

Berater für <strong>die</strong> Geschäftsstelle der<br />

Industrie- <strong>und</strong> Handelskammer in <strong>Weilheim</strong>.<br />

Er bietet angehenden Unternehmerinnen<br />

<strong>und</strong> Unternehmern, aber auch Jungunternehmerinnen<br />

<strong>und</strong> Jungunternehmern, <strong>die</strong> sich vor<br />

kurzem selbstständig gemacht haben, fachlich<br />

f<strong>und</strong>ierte, betriebswirtschaftliche Beratungen<br />

in den Bereichen Unternehmensnachfolge,<br />

Restrukturierungs- <strong>und</strong> Sanierungsmaßnahmen,<br />

Wachst<strong>um</strong>smöglichkeiten <strong>und</strong><br />

Finanzierungsmöglichkeiten an. Erreichbar<br />

ist Andreas Korn telefonisch unter<br />

0881 / 9254 7428 oder via E-Mail:<br />

Korn@muenchen.ihk.de.<br />

js<br />

Weihnachtsrezepte <strong>und</strong> Horváth-Tage –<br />

<strong>die</strong> Gewinner der letzten <strong>Ausgabe</strong><br />

Tassiloland | Das Koch- <strong>und</strong><br />

Backbuch „Weihnachten in<br />

der Hauswirtschafterei“ ist<br />

nach wie vor heiß begehrt,<br />

wurde in unserer November<br />

/ Dezember-<strong>Ausgabe</strong><br />

bereits z<strong>um</strong> zweiten Mal<br />

verlost: Unter zahlreichen<br />

Einsendungen war <strong>das</strong><br />

Losglück <strong>die</strong>smal auf Seiten<br />

von Angelika Schleich<br />

aus Habach, Heribert Müller aus Wielenbach <strong>und</strong> Silvia<br />

Arndt aus <strong>Weilheim</strong>. Auf Kultur zu Ehren eines Weltliteraten<br />

durften sich derweil Cristian Wilde aus Feldafing, Clemens<br />

Hauck aus <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Gabriele Unsinn aus Wessobrunn<br />

freuen. Sie konnten <strong>die</strong> Öden-von-Horváth-Tage in Murnau<br />

(11. bis 20. November 2022) hautnah miterleben, gewannen<br />

für <strong>das</strong> Theater „Die letzten Tage der Menschheit“ je zwei<br />

Tickets. Die „<strong>tassilo</strong>“-Redaktion gratuliert den Gewinnerinnen<br />

<strong>und</strong> Gewinnern recht herzlich <strong>und</strong> drückt<br />

den Gewinnspiel-Teilnehmern in <strong>die</strong>ser <strong>Januar</strong> /<br />

<strong>Februar</strong>-<strong>Ausgabe</strong> ganz fest <strong>die</strong> Da<strong>um</strong>en.<br />

js<br />

<strong>Ausgabe</strong> 45<br />

November / Dezember 2022<br />

Das <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

®<br />

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate<br />

Die Rote Couch<br />

bei Harald Kühn im Landtag<br />

Golf mit dem Frisbee<br />

Bavarian Airhawks am Gögerl<br />

TAS-45_November-Dezember-20 2_Seite01-23.indd 1 18.10.20 2 1: 5: 3<br />

Kultur in der Tiefstollenhalle – Karten zu gewinnen<br />

Peißenberg | Ohne es verschreien<br />

beziehungsweise verschreiben<br />

zu wollen: Die Corona-Hochphase<br />

scheint größtenteils überw<strong>und</strong>en<br />

zu sein, <strong>die</strong> Zahl der Infizierten ist<br />

niedriger als zur kalten Jahreszeit<br />

vor einem <strong>und</strong> zwei Jahren. Und<br />

auch <strong>die</strong> Verläufe der aktuell an Corona<br />

infizierten Menschen scheinen<br />

insgesamt milder zu sein. Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

dessen atmet auch <strong>die</strong> Kunst- <strong>und</strong><br />

Kulturbranche auf, kann mit Konzerten,<br />

Kabarett <strong>und</strong> Theatern auch im<br />

<strong>Januar</strong> <strong>und</strong> <strong>Februar</strong> planen.<br />

So auch der Kulturverein Peißenberg,<br />

der am Sonntag, 8. <strong>Januar</strong>,<br />

<strong>um</strong> 10.30 Uhr zu einem Irischen<br />

Frühschoppen mit der „Rowan<br />

Tree Hill Band“ Alt <strong>und</strong> Jung recht<br />

herzlich in <strong>die</strong> Tiefstollenhalle einlädt.<br />

Gleiches gilt für ein Konzert<br />

am Freitag, 27. <strong>Januar</strong>, <strong>um</strong> 20 Uhr<br />

mit „De Nada“, eine hochklassige<br />

Band, spezialisiert auf Gypsy <strong>und</strong><br />

R<strong>um</strong>ba. Und natürlich für Dr. Döblingers<br />

geschmackvolles Kasperltheater<br />

„Kasperl <strong>und</strong> <strong>die</strong> Brotzeit“ mit<br />

zwei Vorstellungen am Samstag,<br />

4. <strong>Februar</strong>, erst <strong>um</strong> 15, später <strong>um</strong><br />

16.30 Uhr. Nähere Informationen<br />

zu Ticketpreisen, Vorverkaufsstellen<br />

<strong>und</strong> Interpreten finden Sie, liebe<br />

Leserinnen <strong>und</strong> Leser, online unter<br />

www.tiefstollenhalle.de.<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost<br />

für <strong>das</strong> Konzert „No Caminho<br />

Certo“ (Auf dem richtigen Weg) am<br />

Freitag, 27. <strong>Januar</strong>, 3 x 2 Karten. Schicken<br />

Sie uns bis 15. <strong>Januar</strong> eine Postkarte<br />

mit dem Stichwort „De Nada“<br />

an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971<br />

Peiting. Oder eine E-Mail an info@<br />

<strong>tassilo</strong>.de. Das Los entscheidet,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Wir wünschen<br />

viel Erfolg!<br />

js<br />

8 | <strong>tassilo</strong>


Auf der Roten Couch<br />

Die Weltmeisterin<br />

Grillen, wie der Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zeigt, ist ihre große Leidenschaft:<br />

Teamweltmeisterin<br />

Katharina Bertl auf der<br />

Roten Couch, <strong>die</strong> hier neben<br />

einer Holzhütte auf dem<br />

elterlichen Anwesen in<br />

Böbing steht.<br />

Foto: Felix Baab<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 9


Böbing | „Alles, bloß nicht in einer<br />

Metzgerei!“ Das Praktik<strong>um</strong> im<br />

Betrieb von Familie Haslacher absolvierte<br />

Katharina Bertl nach Abschluss<br />

der Mittelschule eigentlich<br />

nur, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> anwerbende Inhaberin<br />

„endlich a Ruah gibt“. Dass sich<br />

aus <strong>die</strong>sem sechsstündigen Reinschnuppern<br />

eine Leidenschaft fürs<br />

Leben entwickelt, gefolgt von einer<br />

Ausbildung zur Metzgereifachverkäuferin<br />

mit Abschluss als Innungssiegerin,<br />

„hätte ich mir vor <strong>die</strong>sem<br />

Praktik<strong>um</strong>stag niemals vorstellen<br />

können“. Heute ist <strong>die</strong> Böbingerin,<br />

35, Meisterin im Verkauf, ausgezeichnete<br />

Köchin, zertifizierte Grillmeisterin,<br />

zertifizierte Contador,<br />

Ausbilderin <strong>und</strong> Recruiterin sowie<br />

Filialleiterin in einer der b<strong>und</strong>esweit<br />

besten Metzgereien. Das absolute<br />

Highlight Ihrer Karriere aber<br />

geschah Anfang September 2022:<br />

Mit dem „Butcher Wolfpack“, der<br />

Metzgerelite Deutschlands, rockte<br />

Sie ein Basketballstadion in Sacramento,<br />

Kalifornien, <strong>und</strong> ließ zwölf<br />

anderen Nationen keine Chance<br />

– Teamweltmeister! Im großen<br />

Interview auf der Roten Couch<br />

spricht <strong>die</strong> handwerklich begabte<br />

Powerfrau über Aufnahme, Vorbereitung,<br />

Kosten <strong>und</strong> Ablauf der<br />

Worlds Butcher Challenge (WBC),<br />

wie schwer es Metzgereien in Zeiten<br />

von „vegan“ <strong>und</strong> „vegetarisch“<br />

haben, worin sich hochwertiges<br />

Fleisch von billigem unterscheidet<br />

<strong>und</strong> wie gefragt ihre Autogrammkarten<br />

sind.<br />

Frau Bertl, wie nervös waren Sie<br />

am ersten Septemberwochenende<br />

2022?<br />

Ehrlich gesagt gar nicht. Wir haben<br />

uns aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> des coronabedingten<br />

WM-Ausfalls 2020 über fast vier<br />

Jahre intensiv vorbereitet. Allein<br />

Jörg, der erst seit Oktober 2021 im<br />

Sechser-Team dabei ist, fuhr in<br />

zwölf Monaten <strong>r<strong>und</strong></strong> 25-mal von<br />

Berlin nach Bayern, <strong>um</strong> im Fleischerzentr<strong>um</strong><br />

in Augsburg oder bei<br />

der Metzgerei Moser in Landsberg<br />

mit uns zu trainieren. Allein <strong>das</strong><br />

zeigt, welch großen Aufwand wir<br />

für <strong>die</strong> Worlds Butcher Challenge<br />

betrieben haben.<br />

Wie lief der WM-Wettkampf im kalifornischen<br />

Sacramento ab?<br />

Er fand in einem Basketballstadion<br />

statt. Bereits zwei Tage vorher<br />

hatten wir drei St<strong>und</strong>en Zeit, <strong>um</strong><br />

unsere Ausrüstung wie Tische,<br />

Arbeitsplatten, Messer, Sägen,<br />

Dekogegenstände, Kettenhemden,<br />

Stechschutzschürzen <strong>und</strong><br />

Handschuhe aufzubauen <strong>und</strong><br />

herzurichten. Tags darauf war der<br />

Nachwuchs im Einzel dran. Und<br />

am dritten Tag dann wir als Team,<br />

zeitgleich gegen zwölf andere Nationen.<br />

Die Kernaufgabe?<br />

Vor den Augen einer 14-köpfigen<br />

Fachjury, Fans auf der Tribüne<br />

<strong>und</strong> lautstarker, motivierender<br />

Musik ein halbes Rind, ein halbes<br />

Schwein, ein ganzes Lamm, <strong>und</strong><br />

sechs Hühner zu <strong>r<strong>und</strong></strong> 100 Köstlichkeiten<br />

veredeln, küchenfertig<br />

vorbereiten <strong>und</strong> präsentieren. Was<br />

genau, war letztlich jedem Team<br />

selbst überlassen. Wir haben uns<br />

im Vorfeld auf <strong>das</strong> Oktoberfest-<br />

Motto „Himmel der Bayern“ geeinigt<br />

<strong>und</strong> unter anderem auch<br />

Bratwürste, Weißwürste, Brätnockerl<br />

<strong>und</strong> Leberkäse gemacht – <strong>das</strong><br />

kannten <strong>die</strong> meisten anderen Nationen<br />

<strong>und</strong> auch <strong>die</strong> ausländischen<br />

Jury-Mitglieder nicht, kam nach<br />

anfänglicher Skepsis aber richtig<br />

gut an. Letztlich hatten wir <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

zwölf anderen Nationen – Australien,<br />

USA, Brasilien, Kanada, Frankreich,<br />

Großbritannien, Island, Italien,<br />

Irland, Neuseeland, Portugal<br />

<strong>und</strong> Wales – maximal dreieinhalb<br />

St<strong>und</strong>en Zeit. Am Ende wurden wir<br />

sogar gut zehn Minuten früher fertig,<br />

konnten so noch Weißwürste<br />

warmmachen <strong>und</strong> Leberkäse rausbacken.<br />

Sie schwärmen auf Social Media in<br />

höchsten Tönen vom „tollen Team“.<br />

Wie heißen „deine Männer“, woher<br />

kommen sie <strong>und</strong> wer hatte im<br />

„Butcher Wolfpack“ welche Funktion?<br />

Dirk Freyberger aus Nürnberg,<br />

unser Teamchef, ist gemeinsam<br />

mit mir Finisher gewesen. Jörg<br />

Erchinger aus Berlin <strong>und</strong> Matthias<br />

Endraß aus Bad Hindelang im<br />

Allgäu sind unsere Boner <strong>und</strong> Zerleger,<br />

kümmerten sich <strong>um</strong> <strong>die</strong> körperlich<br />

schwerste Arbeit. Michael<br />

Moser aus Landsberg ist für Feinzuschnitt<br />

sogenannter Sonderaufgaben<br />

zuständig gewesen, schaffte<br />

es im Zuge dessen sogar ins<br />

Allstar-Team. Und Jürgen Reck aus<br />

Möhrendorf bei Erlangen, fünffacher<br />

Europameister im Einzel, war<br />

unser Bratwurstkönig. Alle meine<br />

fünf Männer sind Inhaber erfolgreicher,<br />

familiengeführter Metzgereien<br />

<strong>und</strong> zählen ohne Übertreibung<br />

zur absoluten Metzgerelite in<br />

Deutschland. Die Einzige aus unserem<br />

Wolfsrudel, <strong>die</strong> keine Metzgermeisterin<br />

ist <strong>und</strong> auch keinen<br />

eigenen Betrieb führt, bin ich.<br />

Trotzdem haben Sie es ins Team<br />

geschafft?<br />

Als langjährige Metzgereifachverkäuferin<br />

<strong>und</strong> Filialleiterin in unterschiedlichen<br />

Metzgereien war<br />

ich bereits ein Riesenfan, habe <strong>die</strong><br />

Männer vom Butcher Wolfpack via<br />

Livestream <strong>und</strong> auf Social Media<br />

regelmäßig verfolgt <strong>und</strong> wäre früher<br />

schon happy gewesen, sie auch<br />

nur ein einziges Mal live sehen zu<br />

dürfen. Da ich selbst viel auf Social<br />

Media mache, ist Dirk Freyberger<br />

bei der Suche nach einer Finisherin<br />

eines Tages auf mich aufmerksam<br />

geworden <strong>und</strong> hat mich zu einem<br />

Casting eingeladen. Dort konnte<br />

ich überzeugen <strong>und</strong> wurde daraufhin,<br />

<strong>das</strong> war Anfang 2019, ins Team<br />

aufgenommen.<br />

Weil Sie Ihren Part in Perfektion<br />

beherrschen. Die größte Herausforderung<br />

für Sie als „Finisherin“?<br />

Schwer zu sagen. Ich war so fokussiert,<br />

feingliedrig, detailliert <strong>und</strong><br />

schnell zu arbeiten, <strong>das</strong>s ich nicht<br />

Katharina Bertl <strong>und</strong> „<strong>tassilo</strong>“-Redakteur Johannes Schelle im Gespräch.<br />

Normalerweise finden an <strong>die</strong>sem Platz Grillseminare statt.<br />

mal mitbekommen habe, <strong>das</strong>s<br />

Dirk, der sich wenige Wochen vor<br />

der WM was gebrochen hatte, nach<br />

wenigen Minuten im Wettkampf<br />

seine Schiene ausgezogen <strong>und</strong> unter<br />

den Tisch geworfen hat. Letztlich<br />

habe ich alles, was <strong>die</strong> Männer<br />

an Fleisch <strong>und</strong> Wurst feinsäuberlich<br />

ausgebeint, geschnitten <strong>und</strong><br />

hergestellt haben, präsentierfähig<br />

gemacht, unsere Produkte mit<br />

Hilfe von Obst, Gemüse, Kräutern,<br />

Schnüren, Shrimps <strong>und</strong> vielen anderen<br />

Dingen veredelt, ihnen quasi<br />

den Feenstaub darübergelegt.<br />

Die strenge Jury mit einem <strong>um</strong>fassenden,<br />

vier Seiten starken Bewertungskatalog,<br />

angefangen bei<br />

Hygiene, sauberes Arbeiten <strong>und</strong><br />

Zusammenhalt im Team, war begeistert,<br />

hat Sie <strong>und</strong> Ihre Männer<br />

vor Neuseeland <strong>und</strong> Australien<br />

z<strong>um</strong> Team-Weltmeister 2022 gekürt.<br />

Das Erreichte schon begriffen?<br />

Allein durch den Running-Gag in<br />

unserer WhatsApp-Gruppe, wo<br />

ständig ein anderer aus dem Team<br />

den Satz „Ich glaub, wir sind Weltmeister!“<br />

reingeschrieben hat,<br />

aber auch durch <strong>das</strong> Anschauen<br />

eines bewegenden Sponsorenfilms<br />

über unsere Leistung, ist es mittlerweile<br />

endgültig angekommen.<br />

„Sponsoren“. Ein gutes Stichwort.<br />

Was hat Euch <strong>die</strong>se WM gekostet?<br />

Von der schier unzähligen Freizeit,<br />

<strong>die</strong> wir in <strong>die</strong>ses Projekt investiert<br />

haben, mal abgesehen: 127 000<br />

Euro! An <strong>die</strong>ser Stelle nochmals<br />

einen Riesendank, allen voran an<br />

unsere Goldsponsoren mit Beteilungen<br />

ab 10 000 Euro, <strong>die</strong> uns so<br />

tatkräftig mit Geld, Werkzeugen,<br />

Maschinen <strong>und</strong> hochwertigem<br />

Fleisch wie Dry Aged Gold Beef unterstützt<br />

haben. Und uns in der heißen<br />

Phase der Vorbereitung trotz<br />

Corona treu geblieben sind. Wobei<br />

andere Nationen wesentlich mehr<br />

ausgegeben haben als wir. Frankreich<br />

kostete <strong>die</strong>se WM angeblich<br />

mehr als drei Millionen Euro!<br />

Stolze S<strong>um</strong>men, <strong>die</strong> dennoch weit<br />

weg sind von Beträgen im Fußball.<br />

Welchen Stellenwert hat der Gewinn<br />

einer Metzger-WM?<br />

Ist natürlich mit einer WM im<br />

Spitzensport nicht ansatzweise zu<br />

vergleichen, weil unser Handwerk<br />

in der heutigen Zeit kein Prestigeberuf<br />

mehr ist, uns allein deshalb<br />

der Bekanntheitsgrad fehlt. Hinzu<br />

kommt, <strong>das</strong>s <strong>die</strong>ses WM-Format an<br />

sich noch gar nicht so alt ist, bis vor<br />

wenigen Jahren noch unter lediglich<br />

zwei bis fünf Teams ausgetragen<br />

wurde <strong>und</strong> <strong>die</strong> Jury-Entscheide<br />

oft fragwürdig waren. So viele Teilnehmer<br />

wie im September 2022,<br />

aber auch was eine objektive, faire<br />

Bewertung betrifft, gab’s noch nie.<br />

10 | <strong>tassilo</strong>


Habt Ihr aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> solcher Vorgeschichten<br />

überhaupt mit dem Gewinn<br />

des Titels rechnen dürfen?<br />

Egal wo wir vorher waren, zuletzt<br />

bei einer EM, sind wir mehr<br />

oder weniger ausgebootet worden<br />

durch Schiebung. Allein deshalb<br />

sind wir auch bei <strong>die</strong>ser WM<br />

ohne Titel-Erwartung angetreten,<br />

wollten lediglich <strong>die</strong> für uns bestmögliche<br />

Leistung abrufen. Als<br />

wir dann fertig waren, all <strong>die</strong> Last<br />

von uns abgefallen ist, haben wir<br />

schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses<br />

ausgelassen gefeiert, weil<br />

wir spürten <strong>und</strong> wussten, <strong>das</strong>s<br />

unsere Leistung sehr gut war. Was<br />

wir zu <strong>die</strong>sem Zeitpunkt noch nicht<br />

wussten: Wie <strong>die</strong> Jury uns bewertet.<br />

Und wie <strong>die</strong> anderen Teilnehmer<br />

abgeschnitten haben.<br />

Insofern revolutionär, <strong>das</strong>s tatsächlich<br />

<strong>das</strong> Team mit der besten<br />

Performance gewonnen hat, nicht<br />

<strong>das</strong> mit dem größten Budget oder<br />

Vitamin-B-Kontakt. Autogrammkarten<br />

schon geschrieben?<br />

Wir haben tatsächlich Autogrammkarten,<br />

<strong>die</strong> allerdings nicht so gefragt<br />

sind. Beliebter sind limitierte,<br />

von uns handsignierte Messer<br />

<strong>und</strong> unsere Weltmeister-T-Shirts.<br />

Von Menschen aus unserer Region<br />

habe ich aber viele, persönlich<br />

geschriebene Glückwunschbriefe<br />

bekommen, unter anderem von<br />

Landrätin Andrea Jochner-Weiß,<br />

was mich sehr gefreut hat.<br />

Unabhängig vom WM-Titel: Welche<br />

Bedeutung hat <strong>das</strong> Metzgerhandwerk<br />

für Sie persönlich?<br />

Echtes Metzgerhandwerk ist für<br />

mich, nach bestem Wissen <strong>und</strong> Gewissen<br />

ein qualitativ hochwertiges<br />

Genusslebensmittel mit eigenen<br />

Händen zu kreieren, dabei kreativ<br />

zu sein, sowie mit K<strong>und</strong>en, Kollegen<br />

<strong>und</strong> Teammitgliedern sehr eng<br />

<strong>und</strong> auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.<br />

Ein Werbeslogan meines<br />

damaligen Ausbildungsbetriebes,<br />

der Metzgerei Haslacher in Böbing,<br />

drückt es ganz gut aus: „Das gute<br />

Gefühl, <strong>das</strong> Beste zu kaufen“.<br />

Ein Slogan, der in Zeiten von „vegan“<br />

<strong>und</strong> „vegetarisch“ an Wert<br />

verliert?<br />

Sehe ich nicht so. In vielen Fällen<br />

befürworte ich <strong>die</strong>se Entwicklung<br />

sogar, weil ich merke, <strong>das</strong>s Veganer<br />

oder Vegetarier viel bewusster<br />

einkaufen <strong>und</strong> essen – da gibt es<br />

einige, <strong>die</strong> in unseren Filialen für<br />

ihre Familienangehörigen einkaufen.<br />

Außerdem dürfen wir nicht<br />

vergessen: Vegetarische Ernährung<br />

ist nicht neu, gehört immer<br />

schon zu unserer Ernährungskultur<br />

dazu. Klassische Rezepte<br />

von Oma wie Kartoffel mit Milch,<br />

Dampfnudeln oder Apfelstrudel<br />

sind ja auch vegetarisch.<br />

Trotzdem kursieren auf Social Media<br />

zunehmend Videos von Aktivisten,<br />

<strong>die</strong> mit wissenschaftlich<br />

belegten Arg<strong>um</strong>enten <strong>das</strong> „Töten<br />

von Tieren“ scharf verurteilen.<br />

Braucht der Mensch tatsächlich<br />

kein Fleisch, <strong>um</strong> sich ausgewogen<br />

ernähren zu können?<br />

Fleisch ist ein Genussmittel, <strong>das</strong><br />

man in der Tat nicht zwingend<br />

braucht für eine ausgewogene<br />

Ernährung. Die Mineralstoffe, Eiweiße,<br />

essentiellen Fettsäuren <strong>und</strong><br />

Ballaststoffe, <strong>die</strong> in Fleisch enthalten<br />

sind, können durch pflanzliche<br />

Produkte ersetzt werden. Fakt ist<br />

aber auch: Für ganz viele Menschen<br />

auf <strong>die</strong>ser Welt, <strong>r<strong>und</strong></strong> 90<br />

Prozent, gehört fleischhaltige Ernährung<br />

z<strong>um</strong> Leben dazu. Der kleine<br />

Teil, der dagegen ist, ist halt unglaublich<br />

laut – lauter als der Rest.<br />

Wobei es <strong>die</strong>sem „kleinen, lauten<br />

Teil“ in erster Linie <strong>um</strong>s Tierwohl<br />

geht …<br />

Auch nachvollziehbar, rational<br />

betrachtet aber viel zu kurz <strong>und</strong><br />

einseitig gedacht. Allein z<strong>um</strong> Düngen<br />

für den Anbau von Getreide<br />

<strong>und</strong> Gemüse ist <strong>die</strong> Haltung von<br />

Nutztieren notwendig – mit deren<br />

Mist werden Äcker fruchtbarer<br />

gemacht. Ein anderer Punkt: Für<br />

saubere Ernte riesiger Getreidefelder<br />

müssen auch unzählige, in<br />

<strong>die</strong>sem Falle wildlebende Tiere<br />

wie Mäuse oder Insekten sterben,<br />

damit sie am Ende des Tages<br />

nicht in Lebensmitteln landen, <strong>die</strong><br />

wir gerne Essen. Z<strong>um</strong> Beispiel im<br />

Müsli. Gleiches trifft auf <strong>die</strong> Bekleidungsbranche<br />

zu, wo ein Großteil<br />

des Leders für Schuhe, Klamotten<br />

<strong>und</strong> Accessoires nach wie vor aus<br />

Massennutztierhaltung stammt.<br />

Heißt: Wer beim Thema Tierwohl<br />

ganzheitlich <strong>und</strong> größer denkt als<br />

gewisse Aktivisten, stößt schnell<br />

an Grenzen. Aber, <strong>um</strong> zu meinem<br />

Beruf zurückzukommen: Wir sind<br />

nicht gegen Veganer <strong>und</strong> Vegetarier,<br />

sondern Genussbotschafter<br />

<strong>und</strong> Anlaufstelle für Menschen,


12 | <strong>tassilo</strong><br />

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<strong>die</strong> bewusst ausgewähltes, hochwertiges<br />

Fleisch essen möchten.<br />

Lieber weniger, dafür qualitativ<br />

hochwertig <strong>und</strong> von Tieren, <strong>die</strong><br />

eben nicht aus weitentfernter,<br />

unwürdiger Massentierhaltung<br />

stammen, sondern artgerecht gehalten<br />

<strong>und</strong> gefüttert werden.<br />

Worin unterscheidet sich gutes<br />

Fleisch von schlechtem, billigen?<br />

Das beginnt bereits bei der Tierrasse,<br />

bei der Wahl reiner Fleischrassen,<br />

keiner gemischten mit<br />

Milch- <strong>und</strong> Fleischgenetik. In der<br />

obersten Liga spielen da unter anderem<br />

Limousin, Galloway, Salers,<br />

Angus, Wagyu oder Schottisches<br />

Hochlandrind. Letztere hält mein<br />

Bruder auf unserem elterlichen Hof<br />

in Böbing – <strong>die</strong> dürfen <strong>das</strong> ganze<br />

Jahr über draußen sein. Wer aber<br />

nicht beim klassischen Metzger vor<br />

Ort, sondern lieber konventionell<br />

im Supermarkt einkauft, bekommt<br />

meistens Fleisch aus Tieren mit<br />

Milchgenetik – <strong>das</strong> kannst du noch<br />

so gut ausschlachten, wird qualitativ<br />

aber nie gut sein. Gleiches<br />

gilt für Jungbullenfleisch, welches<br />

zwar günstiger, aber qualitativ<br />

ebenfalls nicht gut ist. Darüber<br />

hinaus entscheidend: Die Fütterung.<br />

Schweine, <strong>die</strong> nur Nassfutter<br />

bekommen, haben auch nasses<br />

Fleisch – nicht gut! Besser ist möglichst<br />

trockenes Futter wie Brot,<br />

getreideartiger Brei, zwischendrin<br />

Gras. Bei hochwertigem Schinken<br />

von aus Italien <strong>und</strong> Spanien stammenden<br />

Iberico-Schweinen riechst<br />

du sogar am Fleisch <strong>die</strong> Kräuter,<br />

<strong>die</strong> von den Tieren draußen auf<br />

der Weide gefressen wurden. Wir<br />

beim Moser in Landsberg verarbeiten<br />

nur Fleisch von Bauern, von<br />

denen wir alles wissen – wie <strong>die</strong><br />

Tiere gehalten werden, wie <strong>die</strong><br />

Ställe ausschauen <strong>und</strong> mit was <strong>die</strong><br />

Tiere gefüttert werden. Stressfreies<br />

Leben <strong>und</strong> stressfreie Schlachtung<br />

sind da ganz wichtig, aber noch<br />

längst nicht alles. Rinderlende im<br />

Supermarkt wird beispielsweise<br />

schneller <strong>und</strong> mit Hilfe von Blaulicht<br />

gereift, weil <strong>die</strong> <strong>die</strong> Zeit nicht<br />

haben, ihre Produkte möglichst<br />

schnell an möglichst viele Menschen<br />

verkaufen wollen. Wir dagegen<br />

lassen Fleisch bis zu zwölf<br />

Tage ohne künstliches Licht reifen –<br />

dann ist es perfekt.<br />

Ein absolutes No-Go in Sachen<br />

Tierwohl?<br />

Alles, was mit Vernachlässigung<br />

eines Tieres zu tun hat. Da spielt<br />

es keine Rolle, ob ein Landwirt<br />

5 000 oder fünf Tiere hält – sobald<br />

eines vernachlässigt wird, geht es<br />

der ganzen Herde schlecht. Auch<br />

hier in der Region gab’s immer<br />

wieder mal Fälle, wo <strong>das</strong> Veterinäramt<br />

einem Landwirt Tiere<br />

wegnehmen musste, weil sie<br />

knietief im eigenen Kot standen,<br />

es vor Fliegen nur so wimmelte, ja<br />

sogar verendete Tiere am Boden<br />

lagen. So was geht natürlich gar<br />

nicht.<br />

Das beste Fleisch von welchem Tier<br />

ist?<br />

Irish Prime Beef vom Angus. Wir<br />

beim Moser sind eine von nur zwei<br />

Metzgereien in ganz Deutschland,<br />

<strong>die</strong> von deren Familienbetrieb<br />

angerufen werden <strong>und</strong> bestellen<br />

dürfen. Ein Privileg, für <strong>das</strong> wir<br />

Regionalität ausnahmsweise mal<br />

ausblenden.<br />

Michael Moser haben Sie über <strong>das</strong><br />

„Butcher Wolfpack“ kennengelernt,<br />

arbeiten seit Ende 2020 für ihn <strong>und</strong><br />

seine gleichnamige Metzgerei in<br />

Landsberg am Lech – vom Fachmagazin<br />

„Feinschmecker“ zigfach als<br />

Top-Ten-Metzgerei Deutschlands<br />

ausgezeichnet. War<strong>um</strong>?<br />

In erster Linie, weil Michi stets positiv<br />

unzufrieden ist <strong>und</strong> <strong>das</strong> auch<br />

vorlebt. Heißt: Eigentlich passt in<br />

unserem Betrieb alles, aber wir<br />

möchten trotzdem immer noch<br />

besser werden. Abgesehen davon<br />

ist unser Chef schlichtweg a sauguader<br />

Metzger, einer der besten<br />

in Deutschland <strong>und</strong> der Welt, der<br />

auch im Bereich Fleischsommelier<br />

einiges bewegt <strong>und</strong> auch viel für<br />

<strong>die</strong> Handwerkskammer macht –<br />

einer, der <strong>die</strong>sen Beruf lebt wie<br />

ka<strong>um</strong> ein zweiter.<br />

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag dort aus?<br />

Ich stehe meistens <strong>um</strong> halb fünf<br />

auf, fahre von Böbing nach Landsberg<br />

ins Hauptgeschäft, arbeite<br />

dort bis Mittag. Danach geht’s<br />

weiter in <strong>die</strong> Ludwigstraße, wo ich<br />

direkte Filialleitung habe <strong>und</strong> bis<br />

Ladenschluss arbeite. Inhaltlich bin<br />

ich viel im direkten Verkauf tätig,<br />

habe aber auch unsere drei Azubis<br />

unter mir, sowohl Metzger als auch<br />

Metzgerfachverkäuferinnen. Das<br />

Arbeiten mit jungen Menschen, <strong>die</strong><br />

Das perfekte Fleisch: Katharina Bertl am Grill <strong>und</strong> im Weltmeister-Outfit.


Hochwertiges Fleisch von glücklichen Tieren: Katharina Bertls Bruder<br />

züchtet Schotttisches Hochlandrind, Sommer wie Winter draußen.<br />

Bock auf ihren Job haben, macht<br />

mir extrem viel Spaß <strong>und</strong> entfacht<br />

auch in mir immer wieder aufs<br />

Neue <strong>die</strong> Leidenschaft für meine<br />

Aufgaben.<br />

Und was verbirgt sich hinter „Meat<br />

me Dahoam“?<br />

Das ist meine eigene, kleine Grillschule<br />

mit Barbecue-Workshops<br />

auf dem elterlichen Hof in Böbing.<br />

In einer Holzhütte mit Terrasse <strong>und</strong><br />

Zelt für den Außenbereich biete ich<br />

professionelle Grillseminare an,<br />

meistens an Samstagen <strong>und</strong> Sonntagen<br />

über je vier St<strong>und</strong>en.<br />

Ihr heißester Tipp?<br />

Die ideale Grilltemperatur liegt bei<br />

200 Grad, kann aber nur erreicht<br />

werden, wenn der Rost sauber ist.<br />

Deshalb würde ich immer nur <strong>die</strong><br />

eine Hälfte des Rostes mit Fleisch<br />

belegen, es nach zweieinhalb Minuten<br />

<strong>um</strong>drehen <strong>und</strong> auf <strong>die</strong> andere,<br />

noch unberührte Rostfläche<br />

legen. Währenddessen dann <strong>die</strong><br />

bereits benutze Fläche wieder mit<br />

Grillzange oder ähnlichem sauberschaben<br />

– Dreck am Rost senkt <strong>die</strong><br />

Temperatur <strong>um</strong> bis zu 40 Grad.<br />

Sie sind nicht nur Grillmeisterin,<br />

sondern auch zertifizierte Contador.<br />

Was ist <strong>das</strong>?<br />

In Spanien ist ein Contador so etwas<br />

wie bei uns in Deutschland<br />

ein Sternekoch, jedoch spezialisiert<br />

auf Schinken. Es gibt Schinken für<br />

bis zu 1 700 Euro pro Kilogramm.<br />

Manche sehen darin sogar eine<br />

Geldanlage. Und ein Contador<br />

kann dazu alles sagen. Er weiß,<br />

wie ein Edelschinken herzustellen<br />

<strong>und</strong> zu schneiden ist, woher <strong>das</strong><br />

Tier stammt, wo <strong>und</strong> wie es gelebt<br />

hat. Derzeit bin ich eine der wenigen<br />

Frauen in Deutschland, <strong>die</strong> als<br />

Contador gelistet sind, wurde aber<br />

noch nicht gebucht. In Deutschland<br />

ist <strong>die</strong>ses Thema eine Nische.<br />

Haben Sie, passend z<strong>um</strong> Jahreswechsel,<br />

einen kulinarischen Silvester-Tipp<br />

für unsere Leserinnen <strong>und</strong><br />

Leser?<br />

Für Fondue muss es nicht zwingend<br />

Filet sein. Es gibt auch w<strong>und</strong>erbare<br />

Stücke aus der Hüfte oder<br />

B-Cuts wie Terrace Major aus der<br />

Schulter. Das ähnelt einem Filet,<br />

ist aber fester <strong>und</strong> mineralischer<br />

im Geschmack – ein tra<strong>um</strong>haftes<br />

Fleisch.<br />

Auch tra<strong>um</strong>haft: Ihr ehrenamtliches<br />

Engagement. Sie arbeiten regelmäßig<br />

für <strong>die</strong> Handwerkskammer <strong>und</strong><br />

lieben es, junge Leute zu rekrutieren.<br />

Wie?<br />

Früher, indem ich auf Jobmessen<br />

Leckeres zu Essen mitgebracht,<br />

ein Fingerfood-Buffet aufgebaut<br />

habe. Inzwischen haben wir von<br />

der Innung einen <strong>um</strong>fangreich bestückten<br />

Stand mit tollem Merche,<br />

an dem wir mit Schülern unter anderem<br />

Bratwürste abdrehen <strong>und</strong><br />

grillen – <strong>das</strong> kommt gut an.<br />

Trotzdem steht es <strong>um</strong> den Metzger-<br />

Nachwuchs nicht gut.<br />

Das stimmt. Obwohl wir mittlerweile<br />

bezahlen wie <strong>die</strong> Industrie.<br />

Unser Imageproblem ist <strong>das</strong> eine.<br />

Dass guter Lohn allein den jungen<br />

Menschen nicht mehr ausreicht,<br />

man ihnen als Arbeitgeber viel<br />

mehr bieten muss, Stichwort Work-<br />

Life-Balance, <strong>das</strong> andere.<br />

Was ver<strong>die</strong>nt ein Azubi?<br />

Sowohl angehende Metzger als<br />

auch Metzgereifachverkäuferinnen<br />

ver<strong>die</strong>nen im ersten Lehrjahr 1 100,<br />

im zweiten 1 200 <strong>und</strong> im dritten<br />

1 300 Euro.<br />

Und danach?<br />

Kommt es auf den Gesellen selbst<br />

an, weshalb ich sehr darauf achte,<br />

<strong>das</strong>s meine Auszubildenden<br />

richtig gut sind, was vorzuzeigen<br />

haben <strong>und</strong> so von vorne herein<br />

300 bis 400 Euro mehr verlangen<br />

können. Im Idealfall werden sie<br />

Innungssieger, was uns bereits<br />

mehrfach gelungen ist.<br />

Filialleitung <strong>und</strong> Ausbilderin beim<br />

Moser, Finisherin im Butcher Wolfpack,<br />

Grillseminare, Contador, Rekruiterin<br />

für <strong>die</strong> Handwerksammer<br />

<strong>und</strong> bald auch Fleischsommelier –<br />

was treibt Sie an?<br />

Wenn ich was mache, dann gescheit.<br />

Und ich mach’s auch wahnsinnig<br />

gern – der Beruf ist vom Tag<br />

<strong>die</strong>ses Praktik<strong>um</strong>s damals zur großen<br />

Leidenschaft von mir geworden,<br />

obwohl ich ihn zu Beginn gar<br />

nicht lernen wollte. 70 bis 80 Arbeitsst<strong>und</strong>en<br />

<strong>die</strong> Woche sind keine<br />

Ausnahme.<br />

Bleibt da noch Zeit für Hobbys?<br />

(lacht) Grillen! Ab <strong>und</strong> an Sauna-<br />

Therme. Oder einfach mal ausschlafen.<br />

Aber viel Zeit bleibt für<br />

Hobbys <strong>und</strong> Privatleben nicht. Deswegen<br />

auch Single.<br />

Muss Ihr Zukünftiger Metzger sein?<br />

Naja … Meine zwei längeren Beziehungen<br />

waren mit Metzgern.<br />

Und neulich habe ich einen Vegetarier<br />

gedatet. Es muss halt einfach<br />

passen.<br />

Machen Sie wenigstens mal Urlaub?<br />

Mein Urlaub war heuer quasi der<br />

Aufenthalt in Sacramento, <strong>die</strong> WM,<br />

nach der ich schon ein kleines Tief<br />

hatte. Ansonsten geht’s bei mir<br />

aber meistens Vollgas durch.<br />

Was sagen Ihre Schwester, Ihre<br />

drei Brüder, <strong>die</strong> Eltern <strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>e<br />

dazu?<br />

Viele Fre<strong>und</strong>e hätten natürlich<br />

gerne, <strong>das</strong>s ich etwas weniger mache,<br />

aber im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e sind alle super<br />

stolz auf <strong>das</strong>, was ich in Sacramento<br />

erreicht habe.<br />

Apropos: Was steht <strong>2023</strong> an?<br />

Im Frühjahr findet in Frankreich<br />

ein Zweier-Wettkampf statt, an<br />

dem Fabi <strong>und</strong> Ina unter dem Motto<br />

„Der Puppenspieler von Lyon“ teilnehmen<br />

– zwei Nachwuchskräfte<br />

aus unserem Butcher-Wolfpack-<br />

Team. Ich bin deren Coach, bereite<br />

sie auf den Bewerb bestmöglich<br />

vor. Wobei der richtig hart werden<br />

dürfte, weil in Frankreich <strong>die</strong><br />

Branche viel größer ist als bei uns.<br />

Dort haben heuer 10 000 Lehrlinge<br />

neu angefangen, bei uns in<br />

Deutschland sind es gerade einmal<br />

3 500 angehende Metzger <strong>und</strong><br />

Metzgereifachverkäuferinnen. Und<br />

nach <strong>die</strong>sem Wettkampf werde ich<br />

den Fleischsommelier machen.<br />

Und wie sieht’s in Sachen WBC-<br />

Titelverteidigung aus?<br />

Wir haben uns bereits eingekauft<br />

für <strong>die</strong> kommende Weltmeisterschaft.<br />

Ob sie in zwei oder<br />

drei Jahren stattfindet, wieder in<br />

Sacramento oder in Paris, steht<br />

allerdings noch offen. Stand jetzt<br />

bleiben auf jeden Fall alle im Team<br />

zusammen <strong>und</strong> werden zur Titelverteidigung<br />

antreten.<br />

js<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 13


14 | <strong>tassilo</strong><br />

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ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER<br />

Emotionale Dok<strong>um</strong>entation über erfolgreiche Integration<br />

Die Geschichte<br />

der Vertriebenen<br />

Huglfing | Mit Ende des Zweiten<br />

Weltkriegs entwickelte sich in<br />

Grenzgebieten zu Deutschland eine<br />

Hass- <strong>und</strong> Rachespirale. Ab Mai<br />

1945 wurden mehr als drei Millionen<br />

(!) Sudetendeutsche aus ihrer<br />

Heimat vertrieben. Das Sudetenland,<br />

auch bekannt als Böhmen,<br />

Mähren <strong>und</strong> Schlesien, erstreckte<br />

sich entlang der deutschen <strong>und</strong><br />

österreichischen Grenze, gehörte<br />

aber zur Tschechoslowakei. Weil<br />

<strong>die</strong> Bürger des Sudetenlandes<br />

vorwiegend deutsch sprachen <strong>und</strong><br />

sich den Tschechoslowaken fremder<br />

fühlten als den kriegsverursachenden<br />

Deutschen, sie entsprechend<br />

schwach integriert waren in<br />

ihr eigentliches Land, kam es wohl<br />

zu <strong>die</strong>sen flächendeckenden Vertreibungen.<br />

Die meisten Zwangsheimatlosen<br />

landeten in Deutschland,<br />

einige davon in Bayern,<br />

wo sie von größeren Städten wie<br />

München aus verteilt wurden hinaus<br />

aufs Land. Sammelstation im<br />

damaligen Landkreis <strong>Weilheim</strong> war<br />

an <strong>und</strong> in den Hochlandhallen –<br />

<strong>das</strong> Areal, wo bis heute Kälberhalle<br />

<strong>und</strong> Stadthalle stehen, sowie<br />

<strong>die</strong> Oberlandausstellung alle zwei<br />

Jahre stattfindet. Von dort wieder<strong>um</strong><br />

wurden <strong>die</strong> Männer, Frauen<br />

<strong>und</strong> Kinder auf Dörfer verteilt. Die<br />

hier lebenden Bürger waren zugleich<br />

von der damaligen Übergangsregierung<br />

angehalten, <strong>die</strong><br />

Vertriebenen aufzunehmen – eine<br />

Art Landratsamt hatte Bescheide<br />

ausgestellt <strong>und</strong> vorgegeben,<br />

wo welche Menschen in welcher<br />

Anzahl aufgenommen <strong>und</strong> untergebracht<br />

werden müssen. Vergleichsweise<br />

viele Vertriebene,<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 900, kamen via Viehwagon<br />

nach Huglfing. „Wahrscheinlich<br />

wegen der guten Bahnanbindung“,<br />

meint Franz Böhm. Der<br />

ehemalige Bankkaufmann ist aktives<br />

Mitglied im Arbeitskreis 7 – ein<br />

Zusammenschluss rühriger Huglfinger,<br />

<strong>die</strong> mit wertvollen Projekten<br />

<strong>das</strong> Dorfleben bereichern. Eines<br />

der jüngeren Projekte: Die Geschichte<br />

von Menschen aufzugreifen<br />

<strong>und</strong> für immer festzuhalten, <strong>die</strong><br />

unmittelbar nach Ende des Zweiten<br />

Weltkriegs als Vertriebene, Flüchtlinge<br />

oder Umsiedler nach Huglfing<br />

gekommen waren. Wann, war<strong>um</strong><br />

<strong>und</strong> woher? Wie sah deren altes<br />

Leben bis zur Vertreibung aus? Wo<br />

wurden sie untergebracht? Wie<br />

von den Einheimischen aufgenommen?<br />

Haben sie Arbeit gef<strong>und</strong>en,<br />

idealerweise sogar in ihrem gelernten<br />

Beruf? Sind sie in Huglfing<br />

heimisch geworden? Spannende<br />

Fragen, <strong>die</strong> Franz Böhm <strong>und</strong> eine<br />

Hand voll weiterer Mitglieder aus<br />

dem Arbeitskreis 7 nicht unbeantwortet<br />

ließen – sie schwärmten aus<br />

<strong>und</strong> führten mehr als ein Dutzend<br />

Interviews. „Einerseits wollten wir,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong>ses mit viel Leid verb<strong>und</strong>ene<br />

Ereignis nicht in Vergessenheit<br />

gerät. Andererseits hat <strong>die</strong> Integration<br />

damals in vielen Punkten<br />

vorbildlich geklappt, was sicherlich<br />

auch als Vorzeigebeispiel für<br />

heute gelten kann – auch wenn<br />

<strong>die</strong> Rahmenbedingungen <strong>und</strong> Voraussetzungen<br />

damals ganz andere<br />

waren.“<br />

Von Neid, Ausgrenzung<br />

<strong>und</strong> Vergewaltigung<br />

Die Gespräche mit den heute noch<br />

lebenden Vertriebenen, Flüchtlingen<br />

<strong>und</strong> Umsiedlern waren für<br />

<strong>die</strong> Mitglieder des Arbeitskreises<br />

gleichermaßen spannend wie<br />

emotional wie brutal. Maria Metzger<br />

beispielsweise, damals 17, lebt<br />

heute in <strong>Weilheim</strong>, wurde am Ufer<br />

des Hungerbachs aus nachvollziehbaren<br />

Gründen nicht so richtig<br />

heimisch – sie stammte aus Eger,<br />

Sudetenland, einer schönen Kleinstadt<br />

mit Flaniermeile, <strong>die</strong> Anziehungspunkt<br />

für buntes Leben <strong>und</strong><br />

Treiben junger Leute war. Das Knall<br />

auf Fall aufzugeben, Fre<strong>und</strong>e, Verwandte<br />

<strong>und</strong> Bekannte hinter sich<br />

zu lassen? Brutal! In Huglfing angekommen,<br />

wurde sie einem Hof<br />

außerhalb des Dorfes zugeteilt.<br />

Gerüchte, wonach Hofbesitzer unfre<strong>und</strong>lich<br />

<strong>und</strong> scharfe H<strong>und</strong>e auf<br />

<strong>die</strong> Neuankömmlinge loslassen<br />

würden, haben sich in ihrem Falle<br />

nicht bewahrheitet. Die erste Nacht<br />

noch ohne Schlafplatz war zwar<br />

hart, was sich durch selbstgenähte


Tracht der Vertriebenen (li.), gezeigt im Rahmen einer Ausstellung.<br />

Strohsäcke jedoch rasch verbesserte<br />

– Maria Metzger war gelernte<br />

Näherin, bekam sogar eine Anstellung<br />

in der damals renommierten<br />

Kleiderfabrik H<strong>um</strong>melsheim<br />

in Murnau (existierte bis ins Jahr<br />

2002), was allerdings auch Neid<br />

in der hiesigen Bevölkerung auslöste.<br />

Andere Interview-Partner<br />

erzählten dem Arbeitskreis 7 von<br />

den Grausamkeiten des Krieges,<br />

von Vergewaltigungen <strong>und</strong> davon,<br />

wie Soldaten ein komplettes Dorf<br />

brutal ausgelöscht haben. Wieder<br />

andere wollten über <strong>die</strong>se schreckliche<br />

Zeit von damals nicht mehr<br />

sprechen, weil es zu viele schmerzliche<br />

Erinnerungen wecken würde.<br />

Anfeindungen gegen <strong>die</strong> nach<br />

Huglfing Vertriebenen habe es<br />

vereinzelt auch gegeben. Z<strong>um</strong> Beispiel<br />

mit einem „Was will denn<br />

<strong>die</strong> da?!“ in Richtung einer jungen<br />

Frau, <strong>die</strong> zur örtlichen Platterprobe<br />

gekommen war, <strong>um</strong> Anschluss zu<br />

finden. „Zusammenfassend kann<br />

man aber sagen, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Positive<br />

überwiegt, <strong>die</strong> meisten Betroffenen<br />

sehr glücklich darüber waren<br />

<strong>und</strong> es bis heute sind, <strong>das</strong>s sie damals<br />

hier in Huglfing schnell hilfsbereite<br />

Fre<strong>und</strong>e, Arbeit <strong>und</strong> eine<br />

neue Heimat gef<strong>und</strong>en haben.“<br />

Millionenschweres<br />

Hab <strong>und</strong> Gut<br />

Mit den Vertriebenen fand <strong>die</strong> gutbürgerliche<br />

böhmisch-mährische<br />

Küche Einzug in der Region. Und<br />

ein gewisser Dr. Linhart öffnete<br />

seinen in der Heimat zwangsaufgegeben<br />

Feinkostladen stattdessen in<br />

Huglfing. Die neu angekommenen<br />

Männer <strong>und</strong> Frauen waren jedoch<br />

vor allem dahingehend eine große<br />

Hilfe, <strong>das</strong> im Zweiten Weltkrieg<br />

Zerstörte wieder aufzubauen. „Der<br />

Vorteil der Vertriebenen, Flüchtlinge<br />

<strong>und</strong> Umsiedler von damals im<br />

Vergleich zu vielen Flüchtlingen<br />

von heute war, <strong>das</strong>s sie einen hier<br />

anerkannten Beruf gelernt hatten<br />

<strong>und</strong> Deutsch sprachen, insofern<br />

sich auf Anhieb verständigen <strong>und</strong><br />

gemeinsam mit den Einheimischen<br />

mit anpacken konnten – <strong>das</strong> erleichterte<br />

<strong>die</strong> Integration immens.“<br />

Dass Franz Böhm immer wieder<br />

von Vertriebenen, Flüchtlingen <strong>und</strong><br />

Umsiedlern spricht, ist kein Zufall.<br />

„Die Betroffenen legen auf <strong>die</strong>se<br />

Unterscheidung großen Wert.“<br />

Nach Deutschland geflüchtet sind<br />

damals <strong>die</strong>jenigen, <strong>die</strong> aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

der Brutalität des Krieges oder der<br />

Zerstörung ihr Hab <strong>und</strong> Gut verloren<br />

hatten <strong>und</strong> im wahrsten Sinne <strong>um</strong><br />

Leib <strong>und</strong> Leben rennen mussten –<br />

vorwiegend Ostpreußen. Als Umsiedler<br />

werden Menschen bezeichnet,<br />

<strong>die</strong> innerhalb Deutschlands<br />

eine neue Bleibe suchen mussten,<br />

weil ihre jeweilige Wohnung,<br />

meist in größeren Städten gelegen,<br />

durch den Krieg komplett zerstört<br />

wurde. So landete in Huglfing beispielsweise<br />

eine Frau aus dem gar<br />

nicht so weit entfernten Augsburg.<br />

Und als Vertriebene werden eben<br />

<strong>die</strong> Sudetendeutschen bezeichnet,<br />

<strong>die</strong> dem Hass gegen <strong>das</strong> damalige<br />

Deutsche Regime Tribut zollen<br />

mussten. „Wir haben auch versucht,<br />

zu allen Interviewten Bildmaterial<br />

zu sammeln. Und <strong>die</strong> damaligen<br />

Besitzverhältnisse der Vertriebenen<br />

zu recherchieren“, sagt Franz<br />

Böhm. Manche haben große landwirtschaftliche<br />

Anwesen aufgeben<br />

müssen, <strong>die</strong> heute mehrere Millionen<br />

Euro Wert wären. Allein <strong>die</strong>se<br />

Zahlen unterstreichen, wie brutal<br />

nicht nur der Zweite Weltkrieg an<br />

sich, sondern auch <strong>das</strong> unmittelbare<br />

Geschehen danach noch war.<br />

Und trotzdem haben <strong>die</strong> meisten<br />

Betroffenen eine neue Heimat, ein<br />

neues Leben z<strong>um</strong> Glücklichsein gef<strong>und</strong>en.<br />

„Damals gab es noch günstigen<br />

Baug<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>und</strong> überschaubare<br />

Bürokratie.“ Mit Fleiß <strong>und</strong> Mut<br />

konnten sich <strong>die</strong> jungen Männer<br />

<strong>und</strong> Frauen etwas aufbauen <strong>und</strong><br />

eine eigene Familie gründen. Von<br />

den 900 Menschen, <strong>die</strong> damals<br />

als Kinder, junge Erwachsene oder<br />

ältere Männer <strong>und</strong> Frauen in den<br />

Jahren 1946 <strong>und</strong> 1947 nach Huglfing<br />

gebracht wurden, sind <strong>r<strong>und</strong></strong> 450 für<br />

immer geblieben.<br />

js<br />

Autorenlesung mit Herbert Jank.<br />

CryoBox<br />

Kältetherapie in ihrer<br />

modernsten Form<br />

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Die Heilkraft der Kälte.<br />

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Und danach in unser gemütliches<br />

Sportiva Café nebenan...<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 15


MATINEE UM ELF<br />

Eintritt frei - Spenden erbeten<br />

So 29.01. <strong>2023</strong> | 11 Uhr<br />

Bibliotheksaal Polling<br />

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PODIUM MUSICALE e.V. - Junge Künstler konzertieren<br />

Ein afrikanischer Supermarkt in Oberbayern<br />

Kultureller Treff mit<br />

Fischkopf <strong>und</strong> Kuhfüßen<br />

<strong>Weilheim</strong> | Wie oft ist man schon<br />

durch <strong>die</strong> Hofstraße in <strong>Weilheim</strong><br />

flaniert, den Blick auf <strong>die</strong> Schaufensterauslagen<br />

der Geschäfte<br />

gerichtet, <strong>und</strong> hat sich auf halber<br />

Strecke heimlich gefragt: Was<br />

macht eigentlich ein afrikanischer<br />

Supermarkt mitten in <strong>die</strong>ser Kreisstadt,<br />

hier im bayrischen Oberland?<br />

Hinein getraut hat man sich trotz<br />

des plötzlichen Anflugs der Neugier<br />

indes nicht. Das Fremde ist<br />

eben doch eine kleine, aber merkbare<br />

Barriere. Dabei wäre man<br />

überrascht gewesen, mit welch<br />

offenen Armen Akugbe Kelvin<br />

Edugie, der seit 2017 <strong>das</strong> Geschäft<br />

in <strong>Weilheim</strong> führt, jeden seiner<br />

K<strong>und</strong>en empfängt. 2013 kam der in<br />

Nigeria geborene 35-Jährige nach<br />

Deutschland <strong>und</strong> darf mit Fug <strong>und</strong><br />

Recht behaupten, <strong>das</strong>s er sich beeindruckend<br />

gut eingelebt hat. Und<br />

<strong>das</strong>, obwohl man vermuten muss,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> klassische Fluchtvergangenheit,<br />

<strong>die</strong> auch Edugies Biografie<br />

prägt, nicht gerade <strong>die</strong> besten Voraussetzungen<br />

dafür schuf, sich in<br />

einem fremden Land selbstbewusst<br />

als Geschäftsmann zu etablieren.<br />

Z<strong>um</strong>al auch <strong>das</strong> Land nicht frei von<br />

Barrieren gegen <strong>das</strong> Fremde ist.<br />

Aber der sympathische Afrikaner<br />

ist ein Kämpfer mit gutem Gespür<br />

für Land <strong>und</strong> Leute. Er hat <strong>die</strong> Vergangenheit<br />

hinter sich gelassen,<br />

in Deutschland eine neue Heimat<br />

gef<strong>und</strong>en, geheiratet, zwei Kinder<br />

bekommen <strong>und</strong> sich mit seinem<br />

Geschäft eine unabhängige Existenz<br />

aufgebaut. Seine Geschichte<br />

klingt auf den ersten Blick wie eine<br />

Erfolgsgeschichte, <strong>die</strong> auftretende<br />

Vorurteile konterkarieren könnte.<br />

Dennoch trauen sich deutsche K<strong>und</strong>en<br />

weniger oft zu ihm herein als<br />

andere Nationalitäten. Mag sein,<br />

<strong>das</strong>s es auch daran liegt, <strong>das</strong>s einige<br />

seiner Waren nicht unbedingt<br />

den lokalen Standards entsprechen:<br />

Kuhfüße, Hühnerbeine oder<br />

Stockfischköpfe stehen beileibe<br />

nicht auf dem täglichen Speiseplan<br />

des bayrischen Durchschnittshaushaltes.<br />

Aber es gibt nicht nur<br />

Exotisches bei Edugie zu erwerben.<br />

Sein Sortiment <strong>um</strong>fasst auch Kokosnussöl,<br />

Mangos, Basmatireis,<br />

Kichererbsen, Palmöl, Haarteile,<br />

Holzfiguren oder Kosmetikprodukte.<br />

Er verkauft Artikel aus aller Herren<br />

Länder <strong>und</strong> bestellt auf Wunsch<br />

alles, was der Katalog des Großhandels<br />

aus München so hergibt.<br />

Ratgeber, Bezugsperson,<br />

Informationsquelle<br />

2018 <strong>und</strong> 2019 waren gute Jahre<br />

für den Einzelhändler. Dann kam<br />

<strong>die</strong> Pandemie <strong>und</strong> <strong>die</strong> K<strong>und</strong>schaft<br />

blieb aus. „Seither muss ich jeden<br />

Monat kämpfen“, berichtet Edugie<br />

ohne klagend zu klingen. Hilfe vom<br />

Staat zu beantragen ist für ihn keine<br />

Option. Ihn macht <strong>die</strong> Not erfinderisch.<br />

„Ich bin extra aus Garmisch zu dir<br />

gekommen, weil ich nur Gutes über<br />

dich gehört habe“, berichtet eine<br />

ältere Türkin <strong>und</strong> zieht ein Bündel<br />

Scheine aus ihrer Jackentasche.<br />

Sie sortiert <strong>das</strong> Geld in mehrere<br />

Teile, <strong>die</strong> sie anschließend an unterschiedliche<br />

Familienangehörige<br />

ins Ausland versenden wird. Eine<br />

weitere Einnahmequelle für Edugie<br />

sind neben dem Warenverkauf <strong>die</strong><br />

Geldtransferprogramme Money-<br />

Gramm <strong>und</strong> RIA geworden, welche<br />

Auslandsüberweisungen z<strong>um</strong><br />

Teil günstiger <strong>und</strong> unkomplizierter<br />

als hiesige Banken anbieten. Ein<br />

kleiner Prozentsatz jeder Überweisungss<strong>um</strong>me<br />

wandert so in Edugies<br />

eigene Tasche. Und während er<br />

Pässe kontrolliert, Überweisungsscheine<br />

ausfüllt <strong>und</strong> <strong>das</strong> viele Bargeld<br />

zählt, werden aufs Herzlichste<br />

Informationen unter Zugezogenen<br />

ausgetauscht. Sie siezen sich nicht,<br />

nennen sich Bruder. In der Fremde<br />

überwindet <strong>das</strong> gemeinsame<br />

Fremdsein <strong>die</strong> Barriere des Fremden.<br />

Schnell bilden sich flüchtige<br />

Bekanntschaften. Man tauscht Privates<br />

<strong>und</strong> Nützliches aus. Der erfahrene<br />

Händler versorgt<br />

seine K<strong>und</strong>en mit Tipps für<br />

eine gelungene Existenz in<br />

Deutschland. Er fragt je-<br />

16 | <strong>tassilo</strong>


Akugbe Kelvin Edugie (li), Inhaber eines afrikanischen Supermarkts.<br />

den K<strong>und</strong>en nach seiner Herkunft<br />

<strong>und</strong> ermahnt <strong>die</strong> jungen Burschen,<br />

wenn sie ihm von ihrem fehlenden<br />

Antrieb berichten, in Deutschland<br />

Arbeit zu finden. Langsam beginnt<br />

sich der Laden zu füllen. Aber sein<br />

Leiter lässt sich nicht aus der Ruhe<br />

bringen. Er nimmt sich Zeit für<br />

jeden K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> vertröstet <strong>die</strong><br />

Wartenden. Ein junger Mann aus<br />

Pakistan fragt nach einer Mango,<br />

drei Kurden wollen ebenfalls Geld<br />

zu ihren Familien schicken, ein Iraker<br />

beschwert sich über rabiate Polizeibeamte,<br />

<strong>die</strong> seinen Pass beim<br />

Überprüfen zerfetzten. Die fre<strong>und</strong>liche<br />

Türkin verlässt mit ihrem<br />

schweigsamen Ehemann zufrieden<br />

<strong>das</strong> Geschäft. Sie wird Edugies<br />

Dienste in jedem Fall weiterempfehlen.<br />

„Früher war es hier noch<br />

bunter <strong>und</strong> lebendiger“, berichtet<br />

Edugie ein wenig wehmütig. Aber<br />

<strong>die</strong> afrikanische Gemeinschaft,<br />

<strong>die</strong> früher <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> ansässig<br />

war <strong>und</strong> Ausschlag für den<br />

Geschäftsstandort gegeben hat,<br />

ist unterdessen größtenteils nach<br />

München gezogen. Nun fehlen ihm<br />

<strong>die</strong> K<strong>und</strong>en, <strong>die</strong> sich dereinst zahlreicher<br />

in seinem Laden aufhielten.<br />

Ignoranz als Strategie<br />

Fragt man Edugie, wie es ist, als<br />

Afrikaner in Bayern zu leben, erntet<br />

man einen verw<strong>und</strong>erten Blick. Für<br />

ihn ist <strong>das</strong> Leben hier <strong>das</strong> Normale,<br />

nicht <strong>das</strong> Besondere. Mehr gibt es<br />

dazu von seiner Seite ka<strong>um</strong> zu sagen.<br />

Beim Thema Rassismus wird<br />

er noch schweigsamer. Ignoranz<br />

ist seine Strategie, gegen etwaige<br />

Anfeindungen anzugehen. Sollten<br />

sie stattfinden, kriegt er sie einfach<br />

nicht mit. Akugbe Kelvin Edugie ist<br />

ein fre<strong>und</strong>licher Mann, aber auch<br />

sehr skeptisch <strong>und</strong> scheu gegenüber<br />

gewissen Dingen. Es bedarf<br />

mehrerer Erklärungsversuche, bevor<br />

er tatsächlich glaubt, <strong>das</strong>s er<br />

für <strong>die</strong>sen Bericht nichts bezahlen<br />

muss. Dabei ist es sicher für jeden<br />

Besucher gleich welcher Nationalität<br />

eine Wonne, <strong>das</strong> rege multikulturelle<br />

Treiben hier zu erleben<br />

<strong>und</strong> sich insgeheim schon auf <strong>das</strong><br />

nigerianische Bier, <strong>die</strong> getrockneten<br />

Anchovis oder <strong>die</strong> marokkanischen<br />

Sardinen aus der Dose zu<br />

freuen, <strong>die</strong> man eben noch käuflich<br />

erworben hat. Als alle K<strong>und</strong>en aus<br />

dem Laden verschw<strong>und</strong>en sind,<br />

dominieren erneut Gerüche von<br />

Trockenfisch <strong>und</strong> Gewürzen <strong>die</strong><br />

überschaubaren Rä<strong>um</strong>lichkeiten.<br />

Jetzt, wo es wieder still ist, fällt<br />

eines ganz besonders ins Auge: In<br />

<strong>die</strong>sem afrikanischen Supermarkt<br />

erlebt man <strong>die</strong> Zusammenkunft<br />

verschiedenster Nationalitäten, <strong>die</strong><br />

sich alle über ein vertrautes Kulturgut<br />

einen lassen: Die deutsche<br />

Sprache. Und wenn alle Brüder –<br />

trotz unterschiedlichster Akzente<br />

– mit den gleichen Vokabeln lautstark<br />

durch den Laden plappern,<br />

dann wirkt <strong>die</strong> Barriere des Fremden<br />

plötzlich überraschend überwindbar.<br />

Probieren Sie es aus! lm<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 17


Luftsporttechnik Schambeck in Peißenberg<br />

Weltmeisterliche Modellsegler<br />

Peißenberg | 13 Jahre alt war Florian<br />

Schambeck, als er während<br />

eines Urlaubs mit den Eltern in<br />

einer Pension am Bodensee ein<br />

halbfertiges Modellsegelflugzeug<br />

entdeckte. Der Sohn der dortigen<br />

Gastwirtin hatte irgendwann mit<br />

dem Bau angefangen, <strong>das</strong> Flugzeug<br />

dann aber jahrelang her<strong>um</strong>stehen<br />

lassen. Florian Schambeck<br />

fragte, ob er es mitnehmen könne<br />

<strong>und</strong> bekam es. Mit Hilfe eines technisch<br />

versierten Bekannten baute<br />

er den Modellflieger fertig <strong>und</strong><br />

ließ ihn abheben. In den folgenden<br />

Jahren wurde der Modellsegelflug<br />

sein Hobby. Florian Schambeck<br />

trat der Modellfluggruppe MFG<br />

<strong>Weilheim</strong> e.V. bei. Von nun an<br />

baute er jedes Jahr einen eigenen<br />

neuen Modellsegelflieger. Dabei<br />

tüftelte er stets her<strong>um</strong>, verbesserte<br />

kontinuierlich Aerodynamik,<br />

Flugverhalten <strong>und</strong> Gewicht. Zwischendurch<br />

flog Schambeck auch<br />

mit echten Segelfliegern. „Aber <strong>die</strong><br />

kann man durch <strong>die</strong> strengen Vorgaben<br />

bei der Zulassung nicht einfach<br />

selbst bauen“, sagt der heute<br />

52-jährige. Also blieb er beim Modellbau,<br />

woraus viele, immer bessere<br />

Flugzeuge entstanden. Dann,<br />

im Jahre 2001 – Florian Schambeck<br />

hatte längst seinen Meistertitel als<br />

Schreiner in der Tasche <strong>und</strong> arbeitete<br />

in einer Möbelschreinerei –<br />

kam ihm eine innovative Idee: Das<br />

Klapptriebwerk musste kompakter<br />

werden. Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong>: Klapptriebwerke<br />

mit einem Propeller sind bei<br />

Modellsegelfliegern in <strong>die</strong> Oberseite<br />

des R<strong>um</strong>pfes integriert. Beim<br />

Start werden sie ausgeklappt, <strong>um</strong><br />

den Flieger erstmal in <strong>die</strong> Höhe zu<br />

bringen. Dann werden sie wieder<br />

eingeklappt <strong>und</strong> <strong>das</strong> Modellflugzeug<br />

fliegt – wie große Segelflieger<br />

– antriebslos mit der Thermik.<br />

„Das Problem war, <strong>das</strong>s der Ausschnitt<br />

im R<strong>um</strong>pf immer so lang<br />

sein musste wie der Propellerarm,<br />

also ziemlich lang“, erklärt Florian<br />

Schambeck. „Das hat aber <strong>die</strong><br />

Statik des R<strong>um</strong>pfes gestört, ihn anfällig<br />

für Brüche gemacht.“ Seine<br />

Idee: Den Arm im R<strong>um</strong>pf versenken<br />

<strong>und</strong> ihn durch einen Elektromotor<br />

mit Zahnradschienen in einer Parabelkurve<br />

ausfahren zu lassen.<br />

Dadurch bleibt der Öffnungsschlitz<br />

Beim R<strong>um</strong>pf abdecken:<br />

Barbara Künne, Florian<br />

Schambecks Schwester.<br />

deutlich kleiner als bei herkömmlichen<br />

Klapptriebwerken.<br />

Weltweite Auslieferung<br />

ohne Werbung<br />

Seine Innovation kam im Bekanntenkreis<br />

gut an. Er baute <strong>und</strong><br />

verkaufte einige Triebwerke <strong>und</strong><br />

entschied dann, aus <strong>die</strong>ser Idee heraus<br />

ein eigenes Unternehmen zu<br />

gründen – seit 2004 gibt es in Peißenberg<br />

<strong>die</strong> „Florian Schambeck<br />

Luftsporttechnik“. Zunächst gingen<br />

nur seine patentierten Klapptriebwerke<br />

in den Verkauf, dann immer<br />

mehr Zubehör <strong>und</strong> Komponenten<br />

wie Fahrwerke, Bremsklappen <strong>und</strong><br />

transportable Solarmodule z<strong>um</strong><br />

Aufladen des Klapptriebwerks. Seit<br />

zehn Jahren kann man bei Florian<br />

Schambeck auch ganze Modellsegelflugzeuge<br />

in Auftrag geben.<br />

Davon baut <strong>die</strong> Firma aber nur einige<br />

Stück pro Jahr. Einen Maschinenpark<br />

hat sich der Peißenberger<br />

dafür nicht angeschafft. Er konzentriert<br />

sich auf Entwicklung <strong>und</strong><br />

Konstruktion. Produzieren lässt er<br />

R<strong>um</strong>pfteile, Tragflächen, Elektromotoren<br />

<strong>und</strong> andere Teilkomponenten<br />

bei Firmen in der Region.<br />

„Bei Modellflugzeugen kommen<br />

heute sehr anspruchsvolle Materialien<br />

z<strong>um</strong> Einsatz“, erklärt Schambeck.<br />

„Vor allem Carbon, kohlefaserverstärkter<br />

Kunststoff, in R<strong>um</strong>pf<br />

<strong>und</strong> Tragflächen. Damit kennen<br />

sich andere Firmen besser aus.“<br />

Die Endmontage eines Triebwerks<br />

oder ganzen Flugzeugs übernimmt<br />

dann wieder sein Betrieb. Der beschäftigt<br />

heute fünf Mitarbeiter.<br />

Und Florian Schambeck liefert aus<br />

in alle Teile der Welt. Werbung<br />

macht er dafür ka<strong>um</strong> – <strong>die</strong> Teilnahme<br />

an Wettkämpfen mit den<br />

eigenen Flugzeugen hat ihn international<br />

bekannt gemacht. An<br />

solchen hat Schambeck schon als<br />

jugendliches Mitglied der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Modellfluggruppe teilgenommen.<br />

1994, als 24-jähriger, wurde<br />

er Weltmeister beim Speedfliegen<br />

in Australien. Später konzentrierte<br />

sich Schambeck auf <strong>die</strong> Disziplin<br />

„GPS-Triangle“: <strong>die</strong> Modellflugzeuge<br />

müssen hier einen zweieinhalb<br />

Kilometer <strong>um</strong>fassenden Dreieckskurs<br />

fliegen. Wer <strong>die</strong>sen innerhalb<br />

18 | <strong>tassilo</strong><br />

Hightech beim Abheben: So sehen Modellsegelflieger<br />

von Florian Schambeck in ihrer ganzen Pracht aus.


Florian Schambeck<br />

mit seinem Quintus,<br />

<strong>die</strong> neun Meter langen<br />

Flügel z<strong>um</strong> Transport<br />

abmontiert.<br />

von 30 Minuten am häufigsten solviert, hat gewonnen. Auch hier<br />

aberrang<br />

der Peißenberger mehrere<br />

Weltmeistertitel, zuletzt 2019 in<br />

Spanien. Nächstes Jahr wird er<br />

versuchen, den Titel im badenwürttembergischen<br />

Neresheim zu<br />

verteidigen.<br />

Im Wert eines<br />

Kleinwagens<br />

Über den Verein <strong>und</strong> <strong>die</strong> Wettkämpfe<br />

hat Florian Schambeck<br />

auch gelernt, <strong>die</strong> Natur genau<br />

zu beobachten. Denn <strong>die</strong> Thermikprognose<br />

des Wetterberichts<br />

ist vergleichsweise vage <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Thermik, ein durch <strong>die</strong> Sonneneinstrahlung<br />

entstehender Aufwind,<br />

kann über den Tag <strong>und</strong> je nach<br />

Ort <strong>und</strong> Höhe sehr variieren. Doch<br />

Segelflugzeuge, <strong>die</strong> echten manntragenden<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Modelle, brauchen<br />

<strong>die</strong> Thermik, <strong>um</strong> antriebslos<br />

in der Luft zu bleiben. Schambeck<br />

beobachtet daher vor einem Start<br />

stets <strong>die</strong> Wolken <strong>und</strong> ganz besonders<br />

<strong>die</strong> Vögel. „Wenn der Bussard<br />

ohne Flügelschlag entspannt in der<br />

Luft kreist, ist <strong>die</strong>s ein untrügliches<br />

Zeichen für gute Thermik“, verrät<br />

er. Bei Wettkämpfen ist <strong>das</strong> richtige<br />

Einschätzen der Thermik <strong>und</strong> anderer<br />

Winde extrem wichtig. Alle paar<br />

Sek<strong>und</strong>en muss Florian Schambeck<br />

über <strong>die</strong> Fernsteuerung <strong>die</strong> Klappen<br />

an den Flugzeugen verstellen,<br />

<strong>um</strong> sich den Winden anzupassen<br />

<strong>und</strong> den Kurs so schnell wie möglich<br />

zu durchfliegen. Er hat dann<br />

immer auch einen Copiloten an<br />

der Seite, der den Himmel in alle<br />

Richtungen beobachtet <strong>und</strong> ihm<br />

seine Beobachtungen zuruft. Der<br />

Flieger, mit dem Schambeck seine<br />

Weltmeistertitel <strong>und</strong> einen Weltrekord<br />

im GPS-Triangle errang, heißt<br />

Quintus <strong>und</strong> hat eine Spannweite<br />

von fast neun (!) Metern. Dennoch<br />

wiegt er weniger als 25 Kilogramm.<br />

Der Preis für einen solchen Hochleistungs-Modellflieger<br />

liegt bei<br />

deutlich über 10 000 Euro. Wer mit<br />

dem Modellfliegen anfangen will,<br />

dem empfiehlt Schambeck kleine<br />

Exemplare mit etwa einem Meter<br />

Spannweite, <strong>die</strong> man für einige<br />

H<strong>und</strong>ert Euro kaufen kann. Beim<br />

Fliegen sollte man aber unbedingt<br />

auf <strong>die</strong> Vorschriften achten. Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

des oftmals fahrlässigen Gebrauchs<br />

von Drohnen wurden <strong>die</strong><br />

in den letzten Jahren verschärft. In<br />

jedem Fall kann man <strong>die</strong> Auflagen<br />

leichter erfüllen, wenn man auf<br />

ausgewiesenen Modellflugplätzen<br />

fliegt. Und so empfiehlt Florian<br />

Schambeck allen Interessierten,<br />

auf <strong>die</strong> örtlichen Modellfluggruppen<br />

zuzugehen. Davon gibt es in<br />

der Tassilo-Region einige, beim<br />

Luftsportverband Bayern kann man<br />

sich über den nächstgelegenen<br />

Verein informieren.<br />

cr<br />

Fernbe<strong>die</strong>nung<br />

für Modellflugzeuge.<br />

CHANCEN FÜR IHR KIND!<br />

Die Privaten Oberlandschulen in <strong>Weilheim</strong><br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 19


Bei bis zu minus 160 Grad Celsius!<br />

Frösteln in der Kältebox<br />

Unter dem Dach der Xylem Analytics Germany agieren<br />

wir an vier deutschen Standorten.<br />

Unsere Marken WTW, ebro, SI Analytics <strong>und</strong> STM haben<br />

sich als führende Anbieter von Mess- <strong>und</strong><br />

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Xylem Analytics Germany GmbH<br />

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<strong>Weilheim</strong> | Stärkung der Abwehrkräfte,<br />

Abbau von Stress,<br />

Linderung von Schmerzen,<br />

Beschleunigung der Heilung<br />

von Krankheiten <strong>und</strong> Verletzungen,<br />

schnellere Regeneration<br />

nach körperlicher<br />

Anstrengung, Ausschüttung<br />

von Glückshormonen, neue<br />

Frische für Geist, Körper <strong>und</strong><br />

Seele: Die Vorteilsliste beim<br />

Thema „Kältetherapie“ ist<br />

lang. Und reicht, historisch<br />

betrachtet, weit zurück. Bereits<br />

in der Antike wurde <strong>das</strong><br />

Wechselspiel aus Wärme<br />

<strong>und</strong> Kälte z<strong>um</strong> Therapieren<br />

angewandt. Priester <strong>und</strong> Naturheilk<strong>und</strong>ler<br />

Sebastian Anton<br />

Kneipp wurde für seine<br />

Kaltwassertherapien sogar<br />

berühmt, sei seinerzeit zweitbekanntester<br />

Deutscher nach<br />

Otto von Bismarck gewesen.<br />

Und ist dank zahlreicher Wassertretbecken<br />

sowie nach ihm<br />

Zapfiger Selbstversuch: „<strong>tassilo</strong>“-Redakteur<br />

Johannes Schelle in der Kältebox von<br />

Physiotherapeutin Brigitte Hitzl-Schalk.<br />

benannten Therapieformen<br />

<strong>und</strong> Salben nach wie vor in aller<br />

M<strong>und</strong>e. Heutzutage nicht weniger<br />

bekannt: Erfolgreiche Wintersportler<br />

wie Biathlet Benedikt<br />

Doll oder Ex-Biathlet Arnd Peiffer.<br />

Auch sie schwören für schnellere<br />

Regeneration nach dem Training,<br />

aber auch für höhere Leistungsbereitschaft<br />

während Training<br />

<strong>und</strong> Wettkampf auf Kälteanwendungen<br />

– <strong>und</strong> sind hierfür extra<br />

nach <strong>Weilheim</strong> gekommen. Im<br />

Zentr<strong>um</strong> der hiesigen Kreisstadt,<br />

an der Ecke Johann-Baur-Straße<br />

<strong>und</strong> Alpenstraße, befindet sich ein<br />

Ärztehaus, in dessen Erdgeschoss<br />

eine seltene Kombination vorzufinden<br />

ist: Ein gemütliches Café<br />

samt Praxis für Physio- <strong>und</strong> EMS-<br />

Therapie. Und in <strong>die</strong>ser Praxis namens<br />

„Sportiva“ wieder<strong>um</strong> steht<br />

seit <strong>r<strong>und</strong></strong> einem Jahr eine Hightech-Anlage<br />

für Kältetherapie, <strong>die</strong><br />

sich nach zahlreichen K<strong>und</strong>en, Patienten<br />

sowie Doll <strong>und</strong> Peiffer auch<br />

„<strong>tassilo</strong>“-Redakteur Johannes<br />

Schelle genauer anschauen durfte.<br />

„Socken <strong>und</strong> Unterhose sowie<br />

von uns zur Verfügung gestellte<br />

Schlappen <strong>und</strong> Handschuhe müssen<br />

sie anlassen, Kopf <strong>und</strong> Gesicht<br />

halten wir frei“, so <strong>die</strong> ersten Anweisungen<br />

von Physiotherapeutin<br />

<strong>und</strong> Praxisinhaberin Brigitte Hitzl-<br />

Schalk. Auch wichtig, <strong>um</strong> in <strong>die</strong>se<br />

„CryoBox“ überhaupt hineinzudürfen:<br />

Keine Erkältungen, keine<br />

offensichtliche Abgeschlagenheit,<br />

keine Schwangerschaft, keine<br />

Herzkrankheiten, kein Herzschrittmacher<br />

<strong>und</strong> keine laufende<br />

Krebstherapie. Obwohl<br />

„<strong>tassilo</strong>“-Redakteur Schelle<br />

<strong>die</strong>se Risiken ausschließen<br />

kann, einem Selbstversuch<br />

nichts im Wege steht, ist ihm<br />

eine gewisse Anspannung anz<strong>um</strong>erken.<br />

Der G<strong>r<strong>und</strong></strong>: Temperaturen<br />

von bis zu minus 160<br />

Grad (!) Celsius, <strong>die</strong> seinen<br />

Körper in wenigen Augenblicken<br />

blitzartig herunterkühlen<br />

werden.<br />

Eiskalt, aber<br />

nicht unangenehm<br />

Z<strong>um</strong> „WarmUp“ der Kältekammer<br />

schaltet Brigitte Hitzl-<br />

Schalk <strong>die</strong> Anlage gleich mal<br />

ein <strong>und</strong> schafft dadurch eine<br />

ganz besondere Atmosphäre:<br />

Die mit Stickstoff erzeugte,<br />

trockene Kälte zeigt sich in<br />

Form von weißem Rauch, der<br />

regelrecht mystisch über <strong>die</strong><br />

nach oben geöffnete, in blauem<br />

Neonlicht leuchtende Box in<br />

den Ra<strong>um</strong> entweicht. „Sieht echt<br />

abgespaced aus“, denkt sich Redakteur<br />

Schelle. Dann verlässt<br />

Hitzl-Schalk den Ra<strong>um</strong> – Zeit,<br />

<strong>um</strong> Jacke, Pulli, T-Shirt, Hose<br />

<strong>und</strong> Schuhe auszuziehen, Uhr,<br />

Autoschlüssel <strong>und</strong> Smartphone<br />

abzulegen sowie in Socken <strong>und</strong><br />

Unterhose in <strong>die</strong> am Boden stehenden<br />

Schlappen zu schlüpfen<br />

<strong>und</strong> Fingerhandschuhe aus Wolle<br />

anzuziehen. „Bin bereit!“ Therapeutin<br />

Hitzl-Schalk kommt wieder<br />

in den Ra<strong>um</strong> <strong>und</strong> weicht Redakteur<br />

Schelle fortan nicht mehr von<br />

der Seite. „Ganz wichtig ist, <strong>das</strong>s<br />

wir unsere K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> Patienten<br />

während der Kältetherapie immer<br />

20 | <strong>tassilo</strong>


Direkt neben der Physio-Praxis<br />

befindet sich <strong>das</strong> Café Sportiva.<br />

im Auge behalten <strong>und</strong> im Notfall<br />

rechtzeitig reagieren können.“<br />

Über ein großes, an der Box installiertes<br />

Display mit Touchscreen<br />

wird <strong>die</strong> Anlage gesteuert, wird<br />

Temperatur <strong>und</strong> Zeit individuell<br />

eingestellt. „Wenn was unangenehm<br />

sein sollte, einfach gegen<br />

<strong>die</strong> Innenwand der Box drücken,<br />

dann schaltet <strong>das</strong> Gerät automatisch<br />

ab.“ Redakteur Schelle geht<br />

nun über <strong>die</strong> zur Seite geöffneten<br />

Türen in <strong>die</strong> Box, stellt sich aufrecht<br />

<strong>und</strong> ohne Berührung der kreis<strong>r<strong>und</strong></strong>en<br />

Seitenwände auf ein Podest.<br />

Letzteres steuert Brigitte Hitzl-<br />

Schalk nun so weit nach oben,<br />

bis der Kopf von Schelle vollständig<br />

aus der Box herausragt, Blick<br />

Richtung Therapeutin gerichtet.<br />

Dann: Start. Wieder strömt weißer<br />

Rauch zwischen Körper <strong>und</strong><br />

Seitenwände nach oben <strong>und</strong> entweicht<br />

unter Kinn <strong>und</strong> Hinterkopf<br />

in den freien Ra<strong>um</strong>. Bereits nach<br />

wenigen Sek<strong>und</strong>en ist <strong>die</strong> künstlich<br />

erzeugte Kälte spürbar, aber in<br />

keinster Weise unangenehm. „Wir<br />

reden hier von trockener Kälte,<br />

<strong>die</strong> wesentlich erträglicher ist als<br />

feuchte.“ Nach gut einer Minute ist<br />

<strong>das</strong> Kältegefühl nach wie vor nicht<br />

unangenehm, trotzdem deutlich<br />

spürbarer. Schelles Körper kämpft<br />

erst mit Bildung von Gänsehaut,<br />

dann mit immer stärker werdendem<br />

Muskelzucken gegen den<br />

simulierten Erfrier-Tot an. Und<br />

aus der zunächst noch ruhigen,<br />

sachlichen Unterhaltung mit Brigitte<br />

Hitzl-Schalk wird plötzlich ein<br />

eher unkontrolliertes Gestottere<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Gebibbere. Dann, plötzlich,<br />

nach gut zwei Minuten <strong>und</strong><br />

bei minus 120 Grad, schaltet <strong>die</strong><br />

Expertin <strong>das</strong> Gerät ab. „Eine reine<br />

Vorsichtsmaßnahme – es war <strong>das</strong><br />

erste Mal für Sie <strong>und</strong> Ihre Lippen<br />

machten den Anschein, sich blau<br />

zu färben.“<br />

„Wie neu geboren“<br />

Die Türen gehen auf, <strong>das</strong> Fußpodest<br />

fährt nach unten, Redakteur<br />

Schelle steigt aus der Box <strong>und</strong><br />

bemerkt just in <strong>die</strong>sem Moment:<br />

Die Beine lassen sich leichter <strong>und</strong><br />

spritziger Bewegen. Der Schmerz<br />

im oberen Rücken (Nachwehen<br />

einer hartnäckigen Wirbelblockade)<br />

ist wie verflogen. Denken <strong>und</strong><br />

Sprechen funktioniert auffallend<br />

frischer <strong>und</strong> flüssiger. Und auch<br />

ein mehrere St<strong>und</strong>en anhaltendes<br />

Gefühl von „glücklich <strong>und</strong> zufrieden“<br />

ist nach <strong>die</strong>ser Anwendung<br />

nicht von der Hand zu weisen.<br />

„Ein bisschen wie neu geboren“,<br />

sagt Redakteur Schelle zu Brigitte<br />

Hitzl-Schalk, <strong>die</strong> ihre Cryo-<br />

Box selbst immer wieder mal in<br />

Anspruch nimmt. „Nach langen<br />

Behandlungstagen mit körperlich<br />

schwerer Arbeit hilft mir <strong>die</strong> Kälteanwendung,<br />

<strong>um</strong> Schmerzen im<br />

Ellbogen wieder loszuwerden.“<br />

Ein anderer K<strong>und</strong>e kommt regelmäßig,<br />

weil er damit seine Long-<br />

Covid-Beschwerden besser in den<br />

Griff bekommt. Wieder andere<br />

lindern bei minus 160 Grad über<br />

maximal drei Minuten Rhe<strong>um</strong>abeschwerden.<br />

„Letztlich ist <strong>die</strong><br />

CryoBox kein Allheilmittel, keine<br />

Möglichkeit, <strong>um</strong> damit allein Verletzungen<br />

<strong>und</strong> Krankheiten in den<br />

Griff zu bekommen“, sagt Hitzl-<br />

Schalk. Aber als begleitende Therapie-Maßnahme<br />

biete sie ohne<br />

Zweifel Vorteile, stärke außerdem<br />

<strong>das</strong> Immunsystem <strong>und</strong> erhöhe <strong>die</strong><br />

Leistungsfähigkeit in Sport sowie<br />

Beruf. „Wir schicken z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Patienten unserer Physiopraxis<br />

vor der klassischen Behandlung<br />

gezielt in <strong>die</strong> CryoBox, <strong>um</strong> sie hinterher<br />

schmerzfreier bewegen zu<br />

können.“ Wie oft <strong>und</strong> intensiv <strong>die</strong><br />

Kältekammer von Sportiva letztlich<br />

K<strong>und</strong>en oder Patienten nutzen,<br />

wird immer individuell entschieden<br />

– nach Rücksprache mit Facharzt,<br />

Therapeut <strong>und</strong> zu behandelnder<br />

Person. Letztere können <strong>die</strong><br />

in <strong>Weilheim</strong> stehende Box nach<br />

Terminvereinbarung immer<br />

montags, mittwochs <strong>und</strong><br />

freitags zwischen 25 <strong>und</strong> 35<br />

Euro (Abo oder einmalig)<br />

pro Anwendung nutzen. Und<br />

zwar unabhängig vom Alter.<br />

„Risikogruppen ausgenommen,<br />

ist unsere CryoBox für<br />

Menschen allen Alters geeignet.“<br />

Vom Kind (mit Einverständniserklärung<br />

der Eltern)<br />

bis z<strong>um</strong> Rentner, vom Handwerker<br />

über Akademiker bis<br />

z<strong>um</strong> Profisportler. Beweisfotos<br />

von Peiffer <strong>und</strong> Doll hängen<br />

bereits an der Wand im<br />

gemütlichen Café.<br />

js<br />

„Rauch“ steigt auf: So sieht<br />

<strong>die</strong> Kältebox von innen aus.<br />

*Rechtsberater<br />

Dr. Maria Hagenauer*<br />

Fachanwältin für Miet- <strong>und</strong><br />

Wohnungseigent<strong>um</strong>srecht<br />

Verwaltungsrecht<br />

Linda Heidemann<br />

Rechtsanwältin<br />

Allgemeines Zivilrecht,<br />

Miet- <strong>und</strong> Wohnungseigent<strong>um</strong>srecht<br />

T 0881 / 63 80 90 Mittlerer Graben 18<br />

F 0881 / 9 23 27 44<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

info@kanzlei-weilheim.de www.kanzlei-weilheim.de<br />

Pascal de Coulon*<br />

Fachanwalt für Miet- <strong>und</strong><br />

Wohnungseigent<strong>um</strong>srecht<br />

Fachanwalt für Bau- <strong>und</strong><br />

Architektenrecht<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 21


AUSBILDUNG oder DUALES STUDIUM ?<br />

> > > ALLERLEI LITERARISCHES IM TASSILOLAND<br />

Bücher zu gewinnen<br />

Ausbildung & Studi<strong>um</strong> für <strong>2023</strong><br />

Seien Sie schnell <strong>und</strong> bewerben Sie sich noch<br />

für eine Ausbildung bzw. ein Studi<strong>um</strong> in der IT.<br />

Bewerbungsschluss Ausbildung: 15. <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>*<br />

Bewerbungsschluss Studi<strong>um</strong>: 31. März <strong>2023</strong>*<br />

Ausbildungsangebote für 2024<br />

Bewerbungsschluss: 30. April <strong>2023</strong>*<br />

• Berufsausbildung z<strong>um</strong><br />

Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

• Ausbildung z<strong>um</strong> Verwaltungswirt (m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: Ende Nov./Dez. fürs Folgejahr*<br />

• Berufsausbildung z<strong>um</strong> Fachinformatiker der<br />

Fachrichtung Systemintegration (m/w/d)<br />

Stu<strong>die</strong>nangebote für 2024<br />

Bewerbungsschluss: 30. Juni <strong>2023</strong>*<br />

• Praxisorientiertes Fachhochschulstudi<strong>um</strong><br />

z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt (FH) (m/w/d)<br />

Bewerbungsschluss: Ende März fürs laufende Jahr*<br />

• Praxisorientiertes Hochschulstudi<strong>um</strong><br />

z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungsinformatiker (m/w/d)<br />

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*Bitte beachten Sie<br />

jeweils <strong>die</strong> konkrete<br />

Stellenausschreibung<br />

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Mehr Infos erhalten Sie unter der N<strong>um</strong>mer 0881 681-1135 bei<br />

Frau Steidl oder im Internet unter www.weilheim-schongau.de<br />

Der weite Weg ins All<br />

Raisting | Die Komplexität der Satelliten-Technik<br />

bemerkenswert einfach <strong>und</strong> verständlich für jedermann<br />

erklärt, obendrein mit sehenswerten Motiven<br />

bildlich untermalt: Das ist <strong>die</strong> Kurzbeschreibung auf<br />

„Erdfunkstelle Raisting – der weite Weg ins All“. Das<br />

223 Seiten starke Werk im Hardcover wurde mit viel<br />

Liebe z<strong>um</strong> Detail von Martin Hermann verfasst, gestaltet<br />

<strong>und</strong> über seinen eigens dafür gegründeten<br />

Verlag veröffentlicht. Bereits in seiner Jugendzeit<br />

verlegte der aus dem Allgäu stammende Raistinger<br />

verbotenerweise eine Klingeldrahtleitung über<br />

zwei Straßenzüge, hinüber zu einem Schulfre<strong>und</strong>,<br />

<strong>und</strong> legte wenige Jahre darauf erfolgreich eine<br />

Prüfung z<strong>um</strong> Amateurfunker ab. Die Weichen für<br />

seinen späteren beruflichen Werdegang mit einer<br />

Ausbildung z<strong>um</strong> R<strong>und</strong>funk- <strong>und</strong> Fernsehtechniker<br />

sowie einem Studi<strong>um</strong> in Nachrichtentechnik waren<br />

insofern früh gestellt. Zunächst arbeitete Hermann<br />

Martin in unterschiedlichsten Bereichen für <strong>die</strong><br />

Deutsche B<strong>und</strong>espost, <strong>die</strong> Deutsche Telekom sowie<br />

Nokia-Siemens, später sogar als Betriebsleiter der<br />

Erdfunkstelle Raisting, an der<br />

er bis heute Alt <strong>und</strong> Jung aus<br />

Nah <strong>und</strong> Fern mit kurzweiligen<br />

Außenführungen <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong>s<br />

Radom begeistert. Der Satz „hätten wir damals in<br />

der Schule nur Sie als Physiklehrer gehabt“ unterstreicht<br />

eindrucksvoll, war<strong>um</strong> Hermann Martin der<br />

ideale Mann ist, <strong>um</strong> komplexe Technik einfach verständlich<br />

zu machen. „Diese von vielen Leuten attestierte<br />

Fähigkeit war auch ein mitentscheidender<br />

Bewegg<strong>r<strong>und</strong></strong>, <strong>die</strong>ses Buch über <strong>die</strong> Erdfunkstelle<br />

Raisting zu schreiben“, sagt der heute 65-Jährige,<br />

der auch <strong>die</strong> Geschichte von Land <strong>und</strong> Leute in <strong>die</strong><br />

technische Entwicklung <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong>s international<br />

bekannte Radom miteinfließen hat lassen. Erhältlich<br />

ist „Erdfunkstelle Raisting – der weite Weg ins<br />

All“, bestehend aus hochwertigem Bilderdruckpapier<br />

sowie 300 Bildern <strong>und</strong> Grafiken ab sofort für<br />

29,90 Euro in allen regionalen Buchhandlungen.<br />

Oder direkt beim Autor unter<br />

www.erdfunkstelle-radom.de.<br />

js<br />

Dunkle Schluchten<br />

Schmiedstr. 14<br />

Schmiedstr. 14<br />

Schmiedstr. 14<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Prem | Mysteriöse Morde, ein Fresko, <strong>die</strong> Partnachklamm<br />

<strong>und</strong> eine Spur in <strong>die</strong> industrielle Tierhaltung:<br />

Nach acht Monaten intensiver Recherche<br />

<strong>und</strong> Schreibarbeit bringt Nicola Förg mit „Dunkle<br />

Schluchten“ ihren 24. Kriminalroman auf den<br />

Markt. Acht Monate Recherche <strong>und</strong> Schreibarbeit<br />

stecken in <strong>die</strong>sem neuen Werk, <strong>das</strong> verdammt viel<br />

Spannung verspricht: „Das Wasser ist glasklar <strong>und</strong><br />

smaragdgrün, steile Felsen rahmen <strong>die</strong> Schlucht<br />

ein – ein magisch schöner Ort, wäre da nicht der<br />

Tote in der schreiend roten Jacke. Eigentlich wollten<br />

Irmi Mangold <strong>und</strong> ihr Fre<strong>und</strong> Fridtjof Hase am<br />

Lago Maggiore Urlaub machen, doch jetzt sind sie<br />

wieder im Dienst. Denn <strong>das</strong> Opfer, Hannes Vogl, ist<br />

ein Restaurator aus Oberammergau, sein Auftraggeber<br />

ein Großindustrieller mit Wohnsitz in Garmisch,<br />

der viel Geld mit Eiern <strong>und</strong> Geflügel ver<strong>die</strong>nt.<br />

Und dann kommt auch <strong>die</strong><br />

Fre<strong>und</strong>in des Restaurators sehr<br />

dubios <strong>um</strong>s Leben.“ Im Zuge<br />

dessen, wie von der bei Prem<br />

lebenden Spiegel-Bestseller-<br />

Autorin gewohnt, kommt auch<br />

Gesellschaftspolitisches, messerscharf<br />

aufgegriffen, nicht<br />

zu kurz. In <strong>die</strong>sem Falle ist es „<strong>das</strong> schmutzige Geschäft<br />

mit Hühnern, <strong>das</strong> Thema Bruderhähne, eine<br />

gewaltige Verbrauchertäuschung, sehr viel Halbwissen<br />

<strong>und</strong> Schönfärberei prägt unseren Umgang<br />

mit Eiern!“ Es geht aber auch <strong>um</strong> Schluchten, <strong>die</strong><br />

Kraft von Passlandschaften zwischen Allgäu <strong>und</strong><br />

Italien sowie vieles mehr. Erhältlich ist<br />

<strong>das</strong> Werk ab Ende <strong>Februar</strong> online <strong>und</strong> in<br />

allen regionalen Buchhandlungen. js<br />

22 | <strong>tassilo</strong>


Raab Verlag<br />

Heimatk<strong>und</strong>e zwischen Lech <strong>und</strong> Isar<br />

Bayerisches Braucht<strong>um</strong> in Form eines Kalenders<br />

Seeshaupt | Im 18. Jahrh<strong>und</strong>ert gab es weder Internet,<br />

Fernseher <strong>und</strong> Radio noch Tages- <strong>und</strong> Wochenzeitungen.<br />

Das einzige Medi<strong>um</strong> damals: Volkskalender.<br />

Das Verleger-Ehepaar Raab aus Iffeldorf wollte<br />

an <strong>die</strong>se Zeit zurückerinnern, brachte bereits im<br />

Jahre 1987 erstmals einen mit alten Traditionen gespickten<br />

Braucht<strong>um</strong>skalender unter Mann <strong>und</strong> Frau.<br />

Heute, <strong>r<strong>und</strong></strong> 35 Jahre danach, sitzt der Raab-Verlag in<br />

Seeshaupt am Südufer des Starnberger Sees – <strong>und</strong><br />

veröffentlicht auch für <strong>2023</strong> wieder einen originellen<br />

Braucht<strong>um</strong>skalender, der Märkte, Dulten, Heiligenfeste,<br />

handgemachte Krippen, Trachten- <strong>und</strong> Schützenfeste,<br />

Volksmusik, alte Geschichten <strong>und</strong> Sagen,<br />

Rezepte, Ges<strong>und</strong>heitsratschläge, Bitt- <strong>und</strong> Wallfahrten,<br />

Umritte, Prozessionen sowie gemeindliche <strong>und</strong><br />

> > > VERLOSUNGEN<br />

Von allen literarischen Neuerscheinungen,<br />

<strong>die</strong> auf <strong>die</strong>ser Doppelseite<br />

vorgestellt werden, gibt es für Sie,<br />

liebe Leserinnen <strong>und</strong> Leser, je eines<br />

von drei Exemplaren zu gewinnen:<br />

Schicken Sie uns bis 15. <strong>Januar</strong><br />

eine Postkarte mit dem jeweiligen<br />

Buchtitel als Stichwort an „<strong>tassilo</strong>“,<br />

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder<br />

eine E-Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de. Das<br />

Los entscheidet, der Rechtsweg ist<br />

ausgeschlossen. Viel Erfolg!<br />

Tassiloland | Schon gewusst, <strong>das</strong>s es allein in Süddeutschland sieben<br />

Gemeinden oder Städte mit dem Namen „<strong>Weilheim</strong>“ gibt?<br />

Den Beweis liefert <strong>das</strong> neue heimatk<strong>und</strong>liche Jahrbuch „Lech-Isar-<br />

Land“, <strong>das</strong> vom gleichnamigen Heimatverein bereits z<strong>um</strong> 82. Mal<br />

auf den Markt gebracht wird – <strong>und</strong> abermals mit vielen interessanten<br />

wie spannenden Heimatgeschichten zwischen Lech <strong>und</strong> Isar sowie<br />

darüber hinaus glänzt. Kreisheimatpfleger Klaus Gast beispielsweise<br />

schrieb über den Menschen im Ammergebiet. Bernhard Wöll<br />

verfasste einen Beitrag über außergewöhnliche Besitzverhältnisse<br />

von Südtiroler Weingütern der Klöster Steingaden <strong>und</strong> Wessobrunn.<br />

Anja Behringer befasste sich intensiver mit Johann Nepomuk von<br />

Ringseis – ein Arzt, Staats<strong>die</strong>ner <strong>und</strong> Berater von vier bayerischen<br />

Königen im 19. Jahrh<strong>und</strong>ert, der zuletzt in Tutzing gelebt hatte.<br />

Und Dr. Ulrich Kilian erinnert im Beitrag „Meine<br />

St<strong>und</strong>e Null“ an seine persönlichen Kindheitserlebnisse<br />

im <strong>Weilheim</strong>er Ortsteil Marnbach gegen<br />

Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch bewegend:<br />

Ein Bericht von Rudolf Steininger zu „wie sich<br />

hier lebende Menschen vor mehreren Jahrh<strong>und</strong>erten<br />

bei Epidemien, Cholera <strong>und</strong> Pest, verhal-<br />

ten haben“. Außerdem geht es <strong>um</strong> Klimaschutz<br />

durch Moorketten <strong>und</strong> <strong>die</strong> Schnalz — passend dazu<br />

zeigt <strong>das</strong> Cover den Kalkofensteg über der Ammer.<br />

Erhältlich ist <strong>das</strong> neue Lech-Isar-Land in den<br />

<strong>Weilheim</strong>er Buchhandlungen Lesbar, Thalia <strong>und</strong><br />

Zauberberg. In der Buchhandlung am Bach in Peiting, der galerie Schongau, bei Peissenbuch in Peißenberg, im Rottenbucher<br />

Kaufhaus Fünkele, beim Ammersee Kurier in<br />

Bücher-<br />

Dießen sowie Murnaus Buchhandlung Gattner.<br />

js<br />

häusliche Bräuche, aber auch interessante<br />

Menschen ausführlich beschreibt<br />

– textlich wie bildlich wie<br />

farbenfroh. Insgesamt sind im 100<br />

Seiten starken Kalender, der offiziell<br />

„Der Oberbaierische Fest-Täg<strong>und</strong><br />

Alte-Bräuch-Kalender <strong>2023</strong>“<br />

heißt, <strong>r<strong>und</strong></strong> 2000 (!) Veranstaltungstermine<br />

vermerkt. Insofern ein Muss für alle<br />

traditionsbewussten, aber auch für kultur- <strong>und</strong> heimatinteressierte<br />

Menschen im Allgemeinen. Erhält-<br />

lich ist <strong>das</strong> Werk für 16,50 Euro in allen regionalen<br />

Buchhandlungen, online sowie beim Raab<br />

Verlag (www.raab-verlag.info), Unterer<br />

Flurweg 18 in Seeshaupt.<br />

js<br />

Für <strong>das</strong> Jahr<br />

des Herrn<br />

Heiligenfeste<br />

Bi t- <strong>und</strong> Wa lfahrten<br />

Ri te <strong>und</strong> Prozessionen<br />

Märkte, Dulten <strong>und</strong> Feste<br />

Gemeinde- <strong>und</strong> Hausbrauch<br />

in ganz Oberbayern<br />

<strong>und</strong> München


– ANZEIGE –<br />

Krankenhaus GmbH vielfach zertifiziert <strong>und</strong> ausgezeichnet<br />

Medizinische Leistungen<br />

von hoher Qualität<br />

<strong>Weilheim</strong> / Schongau | TÜV Süd<br />

hat <strong>die</strong> hohe Qualität medizinischer<br />

Leistungen der Krankenhaus<br />

GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

jetzt offiziell bestätigt. Die Kliniken<br />

für Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie,<br />

Akutgeriatrie sowie für<br />

Innere Medizin Schongau <strong>und</strong><br />

<strong>das</strong> Gastroenterologische Zentr<strong>um</strong><br />

sind erfolgreich nach DIN<br />

ISO 9001:2015 zertifiziert worden.<br />

Gleichzeitig erhielten zahlreiche<br />

medizinische Zentren an beiden<br />

Standorten von übergeordneten<br />

Prüfstellen Fachzertifizierungen<br />

für ihre hervorragende Arbeit.<br />

So wurde <strong>die</strong> Klinik für Unfallchirurgie<br />

gemeinsam mit den<br />

Notaufnahmen in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Schongau als Lokales Tra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong><br />

DGU im Tra<strong>um</strong>anetzwerk<br />

Oberbayern Süd zertifiziert. Zusammen<br />

mit der Klinik für Akutgeriatrie<br />

wurde sie außerdem an<br />

beiden Standorten als Alterstra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong><br />

DGU ausgezeichnet.<br />

Die Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie<br />

hat <strong>das</strong> Siegel „Qualitätsgesicherte<br />

Hernienchirurgie“ erhalten;<br />

<strong>die</strong> Chest Pain Unit bekam<br />

eine Auszeichnung der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kardiologie. Und<br />

<strong>die</strong> Klinik für Geriatrische Rehabilitation<br />

erhielt neben der DIN<br />

ISO 9001-Zertifzierung auch eine<br />

fachliche Zertifizierung nach QMS<br />

Reha. Nach intensiver Vorbereitung<br />

<strong>und</strong> der Durchführung zahlreicher<br />

Audits bei den verschiedenen<br />

Abteilungen wurden <strong>die</strong><br />

Urk<strong>und</strong>en den Fachabteilungen<br />

feierlich übergeben. „Sie bestätigen,<br />

<strong>das</strong>s Patientinnen <strong>und</strong> Patienten<br />

in den Krankenhäusern<br />

in Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong> auf<br />

höchstem medizinischen Niveau<br />

<strong>und</strong> ganzheitlich behandelt werden“,<br />

macht Prof. Dr. med. Dr. h. c.<br />

Reinhold Lang, Chefarzt der Klinik<br />

für Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie,<br />

deutlich. Dr. Jochen Dresel,<br />

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin<br />

Schongau, ergänzt: „Die Auditoren<br />

haben gespürt, <strong>das</strong>s wir<br />

stetig besser werden wollen. Wir<br />

konnten mit Engagement, Fachkompetenz<br />

<strong>und</strong> Arbeitseinsatz<br />

überzeugen.“<br />

Internationales<br />

Qualitätsmanagement<br />

erfolgreich etabliert<br />

Die TÜV-Zertifizierungen belegen<br />

<strong>die</strong> Qualität der Behandlung<br />

nach höchsten, leitliniengerechten<br />

Ärzte, Pfleger <strong>und</strong> QM-Manager haben gemeinsam daran gearbeitet,<br />

<strong>die</strong> Qualität ihrer Leistung kontinuierlich zu verbessern.<br />

Standards. Externe Partner haben<br />

<strong>die</strong> Kliniken für Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgie sowie für Innere<br />

Medizin Schongau, <strong>das</strong> Gastroenterologische<br />

Zentr<strong>um</strong> <strong>und</strong><br />

<strong>das</strong> Zentr<strong>um</strong> für Akutgeriatrie auf<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>lage der internationalen<br />

Norm DIN ISO 9001:2015 begutachtet,<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> hohen Qualitätsstandards<br />

bei der Diagnostik <strong>und</strong><br />

Nachbehandlung sicherzustellen.<br />

Die Norm legt hohe Anforderungen<br />

an <strong>das</strong> Qualitätsmanagementsystem<br />

fest <strong>und</strong> betont <strong>die</strong><br />

Bedeutung stetiger Optimierung.<br />

Vom Stationsablauf bis zur Entlassung<br />

werden alle Bereiche geprüft.<br />

Ein funktionierendes Qualitäts-<br />

<strong>und</strong> Risikomanagement,<br />

standardisierte Behandlungsprozesse<br />

auf der Basis leitlinienorientierter<br />

Behandlungspfade,<br />

eine <strong>um</strong>fassende Dok<strong>um</strong>entation<br />

sowie <strong>die</strong> optimale Zusammenarbeit<br />

innerhalb der Klinik mit<br />

einer fachübergreifenden Kommunikation<br />

sind G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzungen<br />

für <strong>das</strong> Zertifikat. Ein<br />

jährliches Audit überprüft <strong>die</strong><br />

stetige Einhaltung der Anforderungen<br />

<strong>und</strong> den kontinuierlichen<br />

Verbesserungsprozess. Die<br />

weiteren Zertifikate wurden von<br />

unabhängigen Fachgesellschaften<br />

verliehen, <strong>die</strong> es sich z<strong>um</strong><br />

Ziel gesetzt haben, <strong>die</strong> medizinische<br />

Behandlung <strong>und</strong> <strong>die</strong> Versorgung<br />

von Patienten nachhaltig<br />

zu verbessern. Hierfür haben sie<br />

einheitliche Qualitätsstandards<br />

entwickelt, <strong>die</strong> beachtet, <strong>um</strong>gesetzt<br />

<strong>und</strong> immer wieder überprüft<br />

werden müssen.<br />

Gabriele Kirsten, Diabetes-<br />

Beraterin DDG, freut sich über<br />

<strong>die</strong> Zertifizierung der DDG.<br />

Qualitätsgesicherte<br />

Hernienchirurgie<br />

Die Klinik für Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgie hat <strong>das</strong> Siegel<br />

„Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“<br />

erhalten. Es wurde von<br />

Dr. Christian Wutz (li.) <strong>und</strong> Prof. Dr.<br />

med. Dr. h.c. Dr. Reinhold Lang sind<br />

erfahren im Bereich Hernienchirurgie.


der „Deutschen Herniengesellschaft“<br />

verliehen <strong>und</strong> bestätigt<br />

eine Teilnahme an der Deutschen<br />

Qualitätssicherungsstu<strong>die</strong> „Herniamed“.<br />

Darüber hinaus muss<br />

man pro Jahr mindestens 30<br />

Hernien-Operationen durchführen,<br />

Mitglied bei der „Deutschen<br />

Herniengesellschaft“ sein sowie<br />

regelmäßig verpflichtende Fortbildungen<br />

für Chirurgen besuchen.<br />

In den Kliniken in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Schongau werden pro Jahr <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

350 Hernien (Bauchwandbrüche)<br />

behandelt. „Diese Zahl belegt,<br />

wie viel Erfahrung <strong>und</strong> Know-how<br />

in unseren Kliniken vorhanden<br />

ist“, erläutert Hernien-Spezialist<br />

Dr. Christian Wutz. Und weiter:<br />

„Mit dem Zertifikat haben wir eine<br />

zusätzliche Bestätigung, <strong>das</strong>s unsere<br />

Qualitätssicherung, unsere<br />

operative Qualität, <strong>die</strong> Patientenbetreuung<br />

<strong>und</strong> unsere Weiterbildungen<br />

sehr hochwertig sind.“<br />

Zentr<strong>um</strong> für<br />

Alterstra<strong>um</strong>atologie<br />

Der Sturz bei älteren Menschen<br />

führt häufig zu erheblichen Folgen,<br />

zu einer knöchernen Verletzung<br />

<strong>und</strong> zur Gefährdung der<br />

Selbsthilfefähigkeit. Die Komplikationen<br />

<strong>und</strong> bleibenden Behinderungen<br />

beeinträchtigen <strong>die</strong><br />

weitere Lebensführung <strong>und</strong> erhöhen<br />

den Pflegebedarf. Um <strong>die</strong>ses<br />

komplexe Geschehen sowohl<br />

chirurgisch als auch geriatrisch<br />

zu behandeln, wurde in der Krankenhaus<br />

GmbH ein Zentr<strong>um</strong> für<br />

Alterstra<strong>um</strong>atologie eingerichtet.<br />

„Das Zentr<strong>um</strong> bildet eine Brücke<br />

zwischen Unfallchirurgen <strong>und</strong> Altersmedizinern.<br />

Ziel ist es, akute<br />

Probleme zu überwinden <strong>und</strong> den<br />

älteren Menschen wieder Freude<br />

an der Bewegung zu schenken“,<br />

betont Dr. Sebastian Mühle,<br />

Chefarzt des Altersmedizinischen<br />

Zentr<strong>um</strong>s. Die Einrichtung wurde<br />

als „Alterstra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong>“ zertifiziert.<br />

Die Auszeichnung durch <strong>die</strong><br />

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie<br />

ist deutschlandweit <strong>das</strong><br />

größte Verfahren zur Zertifizierung<br />

alterstra<strong>um</strong>atologischer Zentren.<br />

Chest Pain Unit<br />

Die Brustschmerz-Einheit am<br />

Krankenhaus <strong>Weilheim</strong> wurde von<br />

der Deutschen Gesellschaft für<br />

Kardiologie als „Chest Pain Unit –<br />

DGK“ rezertifiziert.<br />

Die Brustschmerz-Einheit in<br />

<strong>Weilheim</strong> darf sich jetzt „Chest Pain<br />

Unit – DKG zertifiziert“ nennen.<br />

„Die Bezeichnung gibt den Patienten<br />

<strong>die</strong> Sicherheit, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> Versorgung<br />

akuter Herzbeschwerden<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Uhr nach neuesten<br />

Standards <strong>und</strong> durch ausgewiesene<br />

Experten erfolgt“, sagt Stephen<br />

Bodenbeger, Leiter der Notaufnahme<br />

<strong>Weilheim</strong>. Die Chest Pain Unit<br />

im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong> ist in<br />

<strong>die</strong> Notaufnahme integriert <strong>und</strong><br />

wird von erfahrenen Kardiologen<br />

geleitet.<br />

Lokales Tra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong><br />

Die Zertifizierung „Lokales Tra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong>“<br />

bestätigt <strong>die</strong> Erfüllung<br />

der Anforderungen zur Behandlung<br />

von Schwerverletzten<br />

nach den Kriterien der Deutschen<br />

Gesellschaft für Unfallchirurgie.<br />

Voraussetzung ist unter anderem<br />

ein an sehr hohen Qualitätsmaßstäben<br />

orientiertes Management<br />

im Schockra<strong>um</strong>, dem Ra<strong>um</strong>, in<br />

dem <strong>die</strong> Erstversorgung schwer<br />

verletzter <strong>und</strong> polytra<strong>um</strong>atisierter<br />

Patienten stattfindet. „Was formal<br />

klingt, rettet Leben“, so Dr. Thomas<br />

Löffler, Chefarzt der Klinik für<br />

Unfallchirurgie. Denn durch den<br />

definierten Prozess werde sichergestellt,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> Behandlung <strong>und</strong><br />

Diagnostik ohne Zeitverzögerung<br />

erfolge.<br />

Klinik für Diabetespatienten<br />

geeignet DDG<br />

Das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten<br />

geeignet DDG“ steht für<br />

<strong>die</strong> klinikweite Einhaltung der<br />

hohen Qualitätskriterien der Deutschen<br />

Diabetes Gesellschaft an<br />

eine diabetologische Betreuung<br />

von Menschen, <strong>die</strong> sich mit Diabetes,<br />

aber nicht wegen ihres Diabetes<br />

in stationäre Behandlung<br />

begeben. „Es trägt zur Verbesserung<br />

der G<strong>r<strong>und</strong></strong>versorgung von<br />

Patienten mit der Nebendiagnose<br />

Diabetes in Klinken bei <strong>und</strong> stellt<br />

sicher, <strong>das</strong>s der Behandlungserfolg<br />

durch eine optimale Blutzuckereinstellung<br />

unterstützt <strong>und</strong><br />

mit Diabetes verb<strong>und</strong>ene Stresssituationen,<br />

Komplikationen <strong>und</strong><br />

W<strong>und</strong>heilungsstörungen vermieden<br />

werden“, erklärt Diabetes-<br />

Beraterin DDG Gabriele Kirsten.<br />

QMS Reha – Geriatrische<br />

Rehabilitation<br />

Am Krankenhaus Schongau wurde<br />

ein Qualitätsmanagementsystem<br />

nach den Vorgaben von QMS Reha<br />

eingeführt. Dieses QM-System<br />

wurde speziell für den Bereich<br />

der geriatrischen Rehabilitation<br />

vom Deutschen Rentenversicherungsb<strong>und</strong><br />

entwickelt. Dabei stehen<br />

<strong>die</strong> Patientenanforderungen<br />

im Mittelpunkt des Systems. Dr.<br />

Sebastian Mühle unterstreicht:<br />

„Die Qualitätsbemühungen des<br />

Systems richten sich auf Patienten,<br />

> > > KONTAKT<br />

www.meinkrankenhaus2030.de<br />

Sind stolz auf<br />

<strong>die</strong> Zertifizierung<br />

„Alterstra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong>“:<br />

Dr. Sebastian<br />

Mühle (li.) <strong>und</strong><br />

Dr. Thomas Löffler.<br />

Mitarbeiter <strong>und</strong> Lieferanten; außerdem<br />

auf Arbeitsabläufe sowie<br />

deren Ergebnisse, z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Rehabilitationserfolg <strong>und</strong> Patientenzufriedenheit.“<br />

Sie haben abteilungsübergreifend <strong>und</strong> sehr engagiert an der Zertifizierung<br />

der Krankenhaus GmbH als „Lokales Tra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong>“ gearbeitet.<br />

Dr. Thomas Löffler (Mitte) <strong>und</strong> zahlreiche Mitarbeiterinnen <strong>und</strong> Mitarbeiter<br />

aus der Pflege <strong>und</strong> dem Qualitätsmanagement.<br />

Klinik <strong>Weilheim</strong><br />

Johann-Baur-Straße 4<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Telefon 0881 188-0<br />

Telefax 0881 188-699<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

Klinik Schongau<br />

Marie-Eberth-Straße 6<br />

86956 Schongau<br />

Telefon 08861 215-0<br />

Telefax 08861 215-249<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 25


HOCHZEITS<br />

UND EVENT<br />

MESSE<br />

UND EVENT<br />

MESSE<br />

Tiefstollenhalle<br />

Peißenberg<br />

25.2.<strong>2023</strong> - 12-18 Uhr, 26.2.<strong>2023</strong> - 10-17 Uhr<br />

Alex Mayer Fotografie<br />

Modenschau<br />

Samstag <strong>um</strong> 14 & 16 Uhr,<br />

sowie am Sonntag<br />

<strong>um</strong> 11 / 14 & 16 Uhr<br />

Grosse Verlosung!<br />

Gratis-Aktionen<br />

<strong>und</strong> vieles mehr...<br />

Öffnungszeiten: Sa.: 13-17 Uhr - So.: 10-17 Uhr<br />

21./22.Jan.23<br />

KULTURZENTRUM - MURNAU<br />

Infos <strong>und</strong> Tickets auf:<br />

hochzeitsmesse-murnau.de<br />

Die Hochzeitslocation im Bayerischen Oberland<br />

www.gutammerhof.de<br />

Die<br />

2020 <strong>und</strong> 2021 wegen Corona, <strong>und</strong><br />

2022 aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der nach wie vor<br />

nicht abgeschlossenen Sanierung<br />

der <strong>Weilheim</strong>er Stadthalle nicht<br />

stattfinden konnte. Ausrichter Thomas<br />

Dormeyer ist froh darüber,<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong><br />

in Murnau für <strong>2023</strong> einen Ausweichort<br />

gef<strong>und</strong>en zu haben. Er<br />

rechnet am Samstag, 21. <strong>Januar</strong>,<br />

von 13 bis 17 Uhr sowie am Sonntag,<br />

22. <strong>Januar</strong>, von 10 bis 17 Uhr,<br />

mit insgesamt gut 1 000 Besucherinnen<br />

<strong>und</strong> Besuchern. Für <strong>das</strong><br />

Eintrittsgeld von sechs Euro pro<br />

Person bekommen Alt <strong>und</strong> Jung<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 50 Aussteller zu Gesicht. Unter<br />

anderem aus den Bereichen<br />

Mode & Styling, Schmuck & Accessoires,<br />

Dekoration & Ambiente,<br />

Location & Catering, Frisur & Make-up,<br />

Musik, Hochzeitsfahrzeuge,<br />

Fotografie & Film, Freie Trauung<br />

sowie Planung & Organisation.<br />

Highlight der Messe in Murnau<br />

mit kostenloser Kinderbetreuung,<br />

Live-Musik, kostenlosen Probier-<br />

Häppchen, Gewinnspiel mit Prei-<br />

Hochzeits-<br />

Messe<br />

MODENSCHAU<br />

VERLOSUNG<br />

www.dream-wedding.info<br />

Anfang <strong>2023</strong>: Hochzeitsmessen in der Region<br />

Im Tra<strong>um</strong>kleid<br />

vor <strong>die</strong> Fotobox<br />

Murnau / Peißenberg | Im Jahr 2019,<br />

vor Ausbruch von Corona, haben<br />

sich laut Zählungen des Bayerischen<br />

Landesamtes für Statistik<br />

68 501 Paare <strong>das</strong> Ja-Wort gegeben.<br />

Im Jahr 2021 dagegen nur 59 670.<br />

Diese bayernweite Statistik für 2022<br />

ist noch nicht final ausgewertet,<br />

dürfte jedoch mit einem Anstieg<br />

im Vergleich zu 2020 <strong>und</strong> 2021 verb<strong>und</strong>en<br />

sein – allein deshalb, weil<br />

viele Hochzeiten, <strong>die</strong> in Zeiten der<br />

Hochphase der Pandemie stattgef<strong>und</strong>en<br />

hätten, auf 2022 oder <strong>2023</strong><br />

verschoben wurden. Weniger <strong>die</strong><br />

standesamtlichen, <strong>die</strong> in kleinerem<br />

Stil auch während der Pandemie<br />

gefeiert werden konnten,<br />

sondern <strong>die</strong> großen Feiern, ob frei<br />

oder kirchlich, meist mit 80 bis 120<br />

Gästen oder mehr. Die Planung einer<br />

solchen Hochzeit sollte g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich<br />

mindestens ein Jahr vorher<br />

in Angriff genommen werden. Und<br />

ist häufig mit viel Kosten-, Planungs-<br />

<strong>und</strong> Diskussionsaufwand<br />

verb<strong>und</strong>en. Wer sich im neuen<br />

Jahr, aber auch in zwei oder drei<br />

Jahren <strong>das</strong> Ja-Wort geben möchte,<br />

jedoch wenig bis gar keine Ahnung<br />

in Sachen „wann, wo <strong>und</strong><br />

wie“ hat: Anfang <strong>2023</strong> finden zwei<br />

regionale Hochzeitsmessen statt,<br />

deren Angebote <strong>und</strong> Anregungen<br />

ka<strong>um</strong> einen Hochzeitswunsch unerfüllt<br />

lassen. Angefangen bei der<br />

Wahl des passenden Brautkleides,<br />

des passenden Anzuges. Bei Bräuten<br />

sei laut Veranstaltern nach wie<br />

vor <strong>das</strong> klassische Kleid in Weiß,<br />

bei Herren ein moderner Anzug,<br />

oft mit Weste unter Sako oder<br />

Frack gefragt. Dennoch wird auch<br />

<strong>das</strong> Heiraten in Tracht immer beliebter,<br />

insbesondere bei standesamtlichen<br />

Hochzeiten. Wobei <strong>das</strong><br />

Finden des passenden Gewandes<br />

nur ein Tropfen auf dem heißen<br />

Stein einer kompletten Hochzeitsplanung<br />

ist: Eheringe, Location,<br />

Fotos, Hochzeitstorte, Catering,<br />

Brautauto, Brautstrauß, Dekoration,<br />

Frisur, Live-Musik oder DJ,<br />

kirchlich oder frei, mit oder ohne<br />

Hochzeitsplaner, draußen oder<br />

drinnen, mit oder ohne Hochzeitslader,<br />

mit oder ohne Fotobox. Da<br />

den Überblick zu behalten <strong>und</strong><br />

<strong>das</strong> für sich perfekte Rahmenprogramm<br />

zu finden? Schwierig. Insofern<br />

ein guter G<strong>r<strong>und</strong></strong>, sich im Rahmen<br />

einer Hochzeitsmesse schlau<br />

zu machen.<br />

Freie Trauung<br />

immer beliebter<br />

Den Auftakt macht <strong>die</strong> als <strong>Weilheim</strong>er<br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse<br />

(www.hochzeitsmesse-weilheim.<br />

de) bekannte Veranstaltung, <strong>die</strong><br />

26 | <strong>tassilo</strong>


sen im Gesamtwert von 1 500 Euro<br />

<strong>und</strong> kostenlosem Kaffee: Eine<br />

Modenschau mit Brautkleidern<br />

<strong>und</strong> Herrenanzügen sowie <strong>das</strong><br />

Abhalten einer freien Trauung, im<br />

Zuge derer professionelle Redner<br />

berührende Worte ins Mikrofon<br />

sprechen werden. „Der Wunsch<br />

nach einer freien Trauung wird<br />

bei heiratswilligen Paaren immer<br />

beliebter“, sagt Veranstalter Thomas<br />

Dormeyer, der <strong>die</strong> Besucher<br />

höchstpersönlich als Moderator<br />

durch <strong>das</strong> Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong><br />

am Ödön-Von-Horváth-Platz<br />

1 in Murnau führen wird.<br />

Tra<strong>um</strong>hochzeit<br />

am Strand<br />

Mit „Dream Wedding“ findet am<br />

Samstag, 25. <strong>Februar</strong>, von 12 bis<br />

18 Uhr <strong>und</strong> Sonntag, 26. <strong>Februar</strong>,<br />

von 10 bis 17 Uhr in Peißenbergs<br />

Tiefstollenhalle <strong>die</strong> zweite regionale<br />

Hochzeitsmesse im Jahr <strong>2023</strong><br />

statt. Ein im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e neues Format<br />

(www.dream-wedding.info),<br />

<strong>das</strong> erstmals im Winter 2022 unter<br />

Einhaltung einer 2G-Regelung<br />

trotz Pandemie seine Pforten öffnete.<br />

„Deshalb erwarten wir heuer<br />

deutlich mehr Besucher, <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

500“, sagt Veranstalterin Uschi<br />

Binner-Metzner, <strong>die</strong> pro Person 9<br />

Euro, vergünstigt 14 Euro pro Pärchen<br />

verlangt. Ihre Messe ist etwas<br />

kleiner als <strong>die</strong> in Murnau, steht für<br />

ausgewählte Dienstleistungen <strong>und</strong><br />

Produkte aus der Region, bietet<br />

heiratswilligen Paaren aber auch<br />

<strong>die</strong> Option auf Exotischeres – z<strong>um</strong><br />

Beispiel eine Heirat am Tra<strong>um</strong>strand<br />

auf Mauritius oder auf den<br />

Malediven, wofür extra ein darauf<br />

spezialisiertes Reisebüro vor Ort<br />

sein wird. Zu den weiteren Highlights<br />

der Messe in Peißenberg<br />

zählen außerdem: Eine kostenlose<br />

Kinderwagen-Parkmöglichkeit.<br />

Ebenfalls eine Modenschau mit<br />

Brautkleidern <strong>und</strong> Herrenanzügen.<br />

Eine sogenannte „Give-Away-Tüte“<br />

mit exklusiven Präsenten wie Lippenstift,<br />

handgemachter Seife <strong>und</strong><br />

Deo, eine Tombola mit drei starken<br />

Preisen, z<strong>um</strong> Beispiel dem Gewinn<br />

eines mehrgängigen Menüs für<br />

zwei Personen, <strong>und</strong> Themenvorträge.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel zu „Kirchliche<br />

Trauung in der heutigen Zeit“,<br />

wofür Uschi Binner-Metzner extra<br />

eine evangelische Pfarrerin engagieren<br />

konnte.<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich <strong>die</strong>nen beide Messen,<br />

sowohl <strong>die</strong> in Murnau als<br />

auch in Peißenberg, nicht nur<br />

heiratswilligen Menschen: Das<br />

Angebot ist auch auf Events ausgelegt.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel <strong>r<strong>und</strong></strong>e Geburtstage<br />

oder Firmenjubiläen.<br />

Im Mittelpunkt steht aber <strong>das</strong><br />

Thema Hochzeit, <strong>das</strong> in den Augen<br />

von Thomas Dormeyer <strong>und</strong> Uschi<br />

Binner-Metzner wieder mehr an<br />

Bedeutung gewonnen hat: Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

der Krisen durch Corona,<br />

den Ukrainekrieg <strong>und</strong> <strong>die</strong> damit<br />

verb<strong>und</strong>enen Auswirkungen wie<br />

Preisexplosionen <strong>und</strong> Inflation sei<br />

es <strong>um</strong>so wertvoller, sich für eine<br />

gemeinsame Zukunft zu entscheiden<br />

– <strong>und</strong> so mit doppelter Kraft<br />

all <strong>die</strong> Höhen <strong>und</strong> Tiefen eines Lebens<br />

zu meistern.<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 27


Saisonal <strong>und</strong> regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

Kostengünstig Kochen<br />

Peiting | In Zeiten der Inflation,<br />

Preisexplosion <strong>und</strong> Energiekrise<br />

lohnt es sich, beim Kauf von Lebensmitteln<br />

zu sparen. Passend<br />

dazu präsentieren <strong>die</strong> drei Damen<br />

der Hauswirtschafterei Ihnen, liebe<br />

Leserinnen <strong>und</strong> Leser, drei Rezepte<br />

für Gerichte, <strong>die</strong> vergleichsweise<br />

günstig, aber trotzdem ges<strong>und</strong><br />

<strong>und</strong> sättigend sind. Angefangen<br />

bei einer „Zwiebelsuppe“, <strong>die</strong> Pro<br />

Kopf <strong>r<strong>und</strong></strong> einen Euro kostet, dank<br />

Sek<strong>und</strong>ärstoffen in der Zwiebel<br />

bereits beim Schneiden M<strong>und</strong>,<br />

Rachen <strong>und</strong> Nase freimacht, insofern<br />

vorbeugend gegen Erkältung<br />

wirkt – <strong>und</strong> in Kombination mit<br />

(altem) Brot auch w<strong>und</strong>erbar sättigt.<br />

Das Gericht „Hühnerschenkel<br />

auf Gemüse“ kostet pro Kopf <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

4,50 Euro. „In Deutschland wird<br />

nahezu ausschließlich <strong>die</strong> deutlich<br />

teurere Hühnerbrust gegessen,<br />

der Rest dagegen oft bis nach<br />

Afrika verschifft, was natürlich<br />

28 | <strong>tassilo</strong><br />

alles andere als nachhaltig ist“,<br />

sagt Hauswirtschaftsmeisterin Silvia<br />

Schlögel. Noch günstiger als<br />

Keulen seien Unterschenkel vom<br />

Huhn. „Obwohl es ka<strong>um</strong> gefragt ist<br />

beim in Deutschland lebenden Verbraucher,<br />

gibt es beides trotzdem<br />

zu kaufen in regionalen Läden <strong>und</strong><br />

Supermärkten.“ Und ist in Kombination<br />

mit Gemüse gleichermaßen<br />

ges<strong>und</strong> wie sättigend. Letzteres<br />

gilt auch für <strong>das</strong> „Getreiderisotto“,<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> drei Euro pro Person, <strong>das</strong><br />

Bettina Eder, Christine Schilcher<br />

<strong>und</strong> Silvia Schlögel sowohl mit als<br />

auch ohne Fleisch empfehlen. „Mit<br />

Fleisch sind <strong>die</strong> Männer halt auch<br />

glücklich.“ Die Rede ist in <strong>die</strong>sem<br />

Falle jedoch von Fleisch (alternativ<br />

auch Wurst), <strong>das</strong> beispielsweise<br />

vom Weihnachtsbraten übriggeblieben<br />

ist – Resteverwertung also,<br />

<strong>die</strong> schmeckt <strong>und</strong> sättigt, völlig<br />

gleich ob vom Rind, Wild, Schwein<br />

oder gemischt. „Da reichen bereits<br />

250 Gramm.“ Oder, für Vegetarier,<br />

eben Null Gramm – Risotto beinhaltet<br />

auch ohne Fleisch nahezu<br />

alle wichtigen Nährstoffe, <strong>die</strong> für<br />

eine ges<strong>und</strong>e <strong>und</strong> ausgewogene<br />

Ernährung wichtig sind.<br />

Zwiebelsuppe<br />

ZUTATEN:<br />

2 Zwiebeln<br />

2 rote Zwiebeln<br />

2 EL Rapsöl<br />

1 Knoblauchzehe<br />

1 l Gemüsebrühe<br />

Salz, Pfeffer<br />

Z<strong>um</strong> Anrichten:<br />

2 Scheiben Vollkornbrot<br />

50 g geriebener, würziger Käse<br />

Schnittlauch<br />

roter Pfeffer<br />

ZUBEREITUNG: Die Zwiebeln schälen<br />

<strong>und</strong> in Ringe schneiden. Im<br />

heißen Öl goldbraun braten. Den<br />

Knoblauch schälen, fein würfeln<br />

<strong>und</strong> kurz mitbraten. Mit der Brühe<br />

aufgießen. Würzen <strong>und</strong> 15 Min. köcheln<br />

lassen.<br />

Die Brotscheiben mit dem Käse bestreuen<br />

<strong>und</strong> in Dreiecke schneiden.<br />

Kurz überbacken, bis der Käse geschmolzen<br />

ist.<br />

Backzeit: 5 bis 10 Minuten bei 220<br />

°C (200 °C Heißluft)<br />

Die Suppe mit den gratinierten<br />

Brotscheiben in tiefen Tellern oder<br />

Tassen anrichten. Mit Schnittlauch<br />

<strong>und</strong> rotem Pfeffer bestreut servieren.<br />

TIPP 1: Nach Belieben rote Peperoni<br />

in <strong>die</strong> Suppe schneiden.<br />

TIPP 2: Noch feiner schmeckt <strong>die</strong><br />

Suppe, wenn sie mit 200 ml Weißwein<br />

aufgegossen wird. Dann <strong>die</strong><br />

Gemüsebrühe auf 800 ml reduzieren.


Die Hähnchenschenkel ebenfalls<br />

würzen. Auf <strong>das</strong> Gemüse legen<br />

<strong>und</strong> im Backofen garen.<br />

Garzeit: 45 bis 60 Minuten bei einer<br />

Temperatur von 180 °C. Nicht<br />

zuletzt hängt <strong>die</strong> Garzeit aber auch<br />

von der Größe der Schenkel ab.<br />

Getreide-Risotto<br />

Hähnchenschenkel<br />

auf Gemüse<br />

ZUTATEN:<br />

600 g festkochende Kartoffeln<br />

2 - 3 Gelbe Rüben<br />

1 Kohlrabi<br />

3 EL Rapsöl<br />

Salz, Pfeffer, Paprikapulver<br />

4 Hähnchenschenkel<br />

ZUBEREITUNG: Kartoffeln, Gelbe<br />

Rüben <strong>und</strong> Kohlrabi schälen <strong>und</strong><br />

in Würfel schneiden. In einer Auflaufform<br />

mit dem Öl mischen <strong>und</strong><br />

würzen.<br />

ZUTATEN:<br />

3 EL Essig<br />

300 g Schwarzwurzeln<br />

2 Gelbe Rüben<br />

1 Wurzelpetersilie<br />

1 B<strong>und</strong> Frühlingszwiebeln<br />

3 EL Rapsöl<br />

Salz, Pfeffer<br />

300 g Perl-Dinkel<br />

ca. 900 ml Gemüsebrühe<br />

250 g gegarte Fleischreste<br />

(Schwein, Rind, Huhn, Pute)<br />

ZUBEREITUNG: Eine weite Schüssel<br />

halb hoch mit Wasser füllen <strong>und</strong><br />

den Essig dazugeben. Die Schwarzwurzeln<br />

schälen <strong>und</strong> sofort ins Essigwasser<br />

legen, damit sie nicht<br />

braun werden.<br />

Die Gelben Rüben <strong>und</strong> <strong>die</strong> Wurzelpetersilie<br />

schälen, <strong>die</strong> Frühlingszwiebeln<br />

putzen <strong>und</strong> waschen. Das<br />

Gemüse in Scheiben oder Stücke<br />

schneiden. Die Schwarzwurzeln<br />

ebenfalls klein schneiden. Mit dem<br />

restlichen Gemüse in 1 EL heißem<br />

Öl bissfest braten, würzen <strong>und</strong><br />

beiseitestellen.<br />

Den Perl-Dinkel im restlichen<br />

Öl andünsten. Mit 300 ml Brühe<br />

ablöschen <strong>und</strong> 30 Min. bei<br />

schwacher Hitze weich kochen.<br />

Dabei hin <strong>und</strong> wieder <strong>um</strong>rühren<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> restliche Brühe<br />

nach <strong>und</strong> nach zugießen.<br />

Das Fleisch in m<strong>und</strong>gerechte<br />

Stücke zerpflücken <strong>und</strong> mit<br />

dem Gemüse z<strong>um</strong> Perl-Dinkel<br />

geben, würzen <strong>und</strong> kurz erhitzen.<br />

TIPP 1: Vor dem Servieren geriebenen<br />

Käse über <strong>das</strong> Risotto<br />

geben.<br />

TIPP 2: Perl-Dinkel findet man<br />

im Supermarkt im Reisregal. js<br />

WIR BIETEN AUSBILDUNGS- UND<br />

WIR STUDIENPLÄTZE<br />

BIETEN AUSBILDUNGS- AN:<br />

UND<br />

WIR STUDIENPLÄTZE BIETEN AUSBILDUNGS- AN: UND<br />

Ausbildungsbeginn 1. September <strong>2023</strong><br />

STUDIENPLÄTZE AN:<br />

• Ausbildung z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

• Ausbildung z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

• Ausbildungsbeginn z<strong>um</strong> Verwaltungswirt 1. September<br />

(m/w/d)<br />

• z<strong>um</strong> Verwaltungsfachangestellten Ausbildungsbeginn 1. September <strong>2023</strong><br />

(m/w/d)<br />

• Ausbildungsbeginn (Weitere Informationen 1. September z<strong>um</strong> (Weitere (Erfolgreiche Informationen z<strong>um</strong> Teilnahme Verwaltungswirt z<strong>um</strong> am Auswahlverfahren (m/w/d)<br />

des<br />

Ausbildungsbeginn gibt es unter www.LPA.bayern.de)<br />

Landespersonalausschusses 1. September gibt erforderlich) es unter www.LPA.bayern.de)<br />

• Ausbildung (Weitere Informationen z<strong>um</strong> Verwaltungswirt z<strong>um</strong> Auswahlverfahren (m/w/d) des<br />

• Ausbildungsbeginn Landespersonalausschusses Duales Studi<strong>um</strong> z<strong>um</strong> 1. September<br />

Diplom-Verwaltungswirt gibt es unter www.LPA.bayern.de)<br />

(FH) (m/w/d)<br />

(Weitere Informationen Stu<strong>die</strong>nbeginn 1. Oktober z<strong>um</strong> <strong>2023</strong> Auswahlverfahren des<br />

• Landespersonalausschusses Duales (Weitere Informationen z<strong>um</strong> gibt es unter www.LPA.bayern.de)<br />

(Weitere (Erfolgreiche Studi<strong>um</strong> Informationen Teilnahme z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt z<strong>um</strong> am Auswahlverfahren des<br />

(FH) (m/w/d)<br />

Stu<strong>die</strong>nbeginn gibt es unter www.LPA.bayern.de)<br />

Landespersonalausschusses 1. Oktober gibt erforderlich) es unter www.LPA.bayern.de)<br />

• Duales (Weitere Studi<strong>um</strong> Informationen z<strong>um</strong> Diplom-Verwaltungswirt z<strong>um</strong> Auswahlverfahren des (FH) (m/w/d)<br />

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506)<br />

Kerstin<br />

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Schwaighofer Brauer (-77234)<br />

506)<br />

(-77 234)<br />

Katrin<br />

Ansprechpartnerinnen Sarah Wolleschak Schwaighofer (-77831)<br />

(08151<br />

234)<br />

148 - )<br />

ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

Kerstin Lehmeier (-77 506)<br />

Katrin Schwaighofer (-77 234)<br />

Ansprechpartnerinnen ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

(08151 148 - )<br />

Kerstin Landratsamt Lehmeier Starnberg (-77 506)<br />

Katrin Strandbadstr. ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

Landratsamt<br />

Schwaighofer Starnberg<br />

(-77 234)<br />

82319 Strandbadstr.<br />

Starnberg<br />

2<br />

Landratsamt Starnberg<br />

ausbildung@LRA-starnberg.de<br />

82319 Starnberg<br />

Strandbadstr. 2<br />

82319 Starnberg<br />

Landratsamt Starnberg<br />

Strandbadstr. 2<br />

82319 Starnberg<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 29


Die Iffeldorfer Meisterkonzerte – nun auch für Kinder<br />

Bio-Mittagsmenüs für Kindergärten <strong>und</strong> Schulen<br />

Kleinod klassischer Musik<br />

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Wir wünschen all unseren<br />

kleinen <strong>und</strong> großen K<strong>und</strong>en<br />

genussvolle Weihnachten!<br />

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Tel. Tel. Tel. 08847/699799-9 oder oder 0176/22884902<br />

Ob Kirchenchor oder<br />

Rockmusik –<br />

Ihr letzter Weg darf z<strong>um</strong><br />

Leben passen.<br />

DE-ÖKO-037<br />

EU-Landwirtschaft<br />

Iffeldorf | Schon mal von Brio<br />

gehört? „Ein Drachenmädchen,<br />

erst 1232 Jahre alt, hat aber<br />

schon viel Musik gehört“, sagt<br />

Andrea Fessmann, Leiterin <strong>und</strong><br />

Organisatorin der Iffeldorfer<br />

Meisterkonzerte, <strong>die</strong> sich an<br />

<strong>die</strong>ser Stelle ein Grinsen nicht<br />

verkneifen kann. Brio ist quasi<br />

neu im Team <strong>und</strong> soll helfen,<br />

auch Kindern den t<strong>um</strong> klassischer Musik schmackhaft<br />

Facettenreichzu<br />

machen. Ein erster Auftritt des<br />

Drachenmädchens im September<br />

2022 kam supergut an bei mehr<br />

als 200 Eltern <strong>und</strong> Kindern. Brio<br />

ist insofern Bühnenerprobt <strong>und</strong><br />

voller Vorfreude auf <strong>das</strong>, was <strong>2023</strong><br />

kommt: Beginnend am Samstag, 4.<br />

<strong>Februar</strong> <strong>2023</strong>, ab 11 Uhr. An <strong>die</strong>sem<br />

Vormittag findet nämlich ein weiteres<br />

Kinderkonzert im Iffeldorfer<br />

Gemeindezentr<strong>um</strong> statt. Genaugenommen<br />

ein „MitMachStimm-<br />

Spiel“ von <strong>und</strong> mit Anna Veit – eine<br />

aus Niederbayern stammende<br />

Alleskönnerin auf allerhöchstem<br />

Goldm<strong>und</strong><br />

Quartett<br />

nach Iffeldorf. Am 22. April treten<br />

Niveau im Bereich Schauspiel, Kammersänger Martin Petzold, Pi-<br />

Tanz, Gesang, Kontrabass. Dass<br />

<strong>die</strong> einstige Studentin an der Musikhochschule<br />

anist David Timm <strong>und</strong> Saxophonist<br />

Reiko Brockelt mit h<strong>um</strong>oristisch<br />

München <strong>und</strong> am bearbeiteten Jazzimprovisationen<br />

Konservatori<strong>um</strong> Wien, <strong>die</strong> später,<br />

preisgekrönt, von der Münchner<br />

aus dem 19. <strong>und</strong> 20. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

auf. Am 22. Mai Preisträger des<br />

Philharmoniker als Solistin verpflichtet<br />

renommierten Internationalen<br />

wurde, ans Ufer der Oster-<br />

seen kommt, unterstreicht einmal<br />

mehr <strong>die</strong> herausragende Besetzung<br />

der Iffeldorfer Meisterkonzerte.<br />

Iffeldorfs Bürgermeister Hans<br />

Lang spricht zurecht von einem<br />

„Kultur-Kleinod“ <strong>und</strong> „Must-have“<br />

für Fre<strong>und</strong>e der klassischen Musik.<br />

Das neue Programm beinhaltet<br />

insgesamt drei Konzerte für Kinder.<br />

Und acht für Erwachsene. Das erste<br />

in <strong>2023</strong>: Ebenfalls am Samstag, 4.<br />

<strong>Februar</strong>, ab 19 Uhr mit dem „Goldm<strong>und</strong><br />

Quartett“. Florian Schötz <strong>und</strong><br />

Pinchas Adt an der Violine, Christoph<br />

Vandory an der Viola sowie<br />

Raphael Paratore am Cello interpretieren<br />

Werke von Johann Sebastian<br />

Bach, Alfred Schnittke <strong>und</strong><br />

Musikwettbewerbs der ARD mit<br />

Werken von Beethoven, Sch<strong>um</strong>ann<br />

<strong>und</strong> Amy Beach. Und am 24. Juni<br />

Martin Stadtfeld, der bereits als<br />

Siebenjähriger wusste: „Ich werde<br />

Konzertpianist.“ Sein Gewinn beim<br />

Leipziger Bach-Wettbewerb brachte<br />

ihn zu den wichtigsten Festivals<br />

<strong>und</strong> bedeutendsten Konzerthäusern<br />

<strong>und</strong> Orchestern <strong>die</strong>ser Welt.<br />

Auch er wird den Weg nach Iffeldorf<br />

antreten, <strong>um</strong> <strong>die</strong> Seelen der<br />

Besucherinnen <strong>und</strong> Besucher mit<br />

Klaviermusik zu berühren.<br />

Infos z<strong>um</strong> Programm sowie z<strong>um</strong> Erwerb<br />

von Vorverkaufskarten finden<br />

Sie unter www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de,<br />

via E-Mail (karten@iffeldorfer-meisterkonzerte.de)<br />

oder<br />

Ludwig van Beethoven. Die Süd-<br />

telefonisch (08856/ 3695).<br />

js<br />

deutsche Zeitung attestierte der<br />

jüngsten Veröffentlichung <strong>die</strong>ser<br />

vier ehrgeizigen Berufsmusiker<br />

„eine der muntersten <strong>und</strong> anregendsten<br />

Streicher-CD-Veröffentlichungen<br />

der letzten Zeit“.<br />

Gut einen Monat später, am 11.<br />

März, kommt <strong>das</strong> ODEON Jugendsinfonieorchester<br />

München<br />

> > > TICKETS ZU GEWINNEN<br />

<strong>Weilheim</strong> i. Obb.<br />

Münchner Straße 15<br />

0881/92 70 027 www.zirngibl-bestattungen.de<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost 3 x 2 Karten für <strong>das</strong> Auftaktkonzert<br />

am 4. <strong>Februar</strong>. Schicken Sie uns bis 15. <strong>Januar</strong> eine Postkarte<br />

mit dem Stichwort „Goldm<strong>und</strong> Quartett“ an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in<br />

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de. Das Los entscheidet,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!<br />

30 | <strong>tassilo</strong>


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> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL<br />

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„Weil man Geld<br />

nicht wegwirft!“<br />

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Tassiloland | Dieser Mülleimer fällt lich, z<strong>um</strong> Beispiel mit wegpfand 0,25 Euro“, mit „PET-<br />

„Einauf:<br />

Er steht auf einer idyllischen<br />

Anhöhe mit herrlichem Weitblick CYCLE“ oder dem Zeichen der<br />

Richtung Gebirge. Und enthält neben<br />

einem klassischen Restmüll- kurz DPG, in Form einer Dose, ei-<br />

Deutschen Pfandsystem GmbH,<br />

Behältnis zusätzliche Halterungen ner Flasche <strong>und</strong> einem nach unten<br />

für Pfandflaschen. 8 Cent Pfandbetrag<br />

liegen derzeit auf einer Mehrfern,<br />

typisch Deutsch, ein ziemlich<br />

<strong>und</strong> links gerichteten Pfeil. Insoweg-Bierflasche<br />

aus Glas. 15 Cent starkes Wirrwarr, jedoch mit dem<br />

auf einer Mehrweg-Bierflasche sinnvollen Ziel, <strong>das</strong>s leergetrunkene<br />

Flaschen wiederverwertet<br />

mit Bügelverschluss, ebenso auf<br />

Mehrweg-Mineralwasserfl aschen werden können <strong>und</strong> nicht auch<br />

aus Glas oder PET (Kunststoff) noch auf Mülldeponien oder in<br />

sowie auf Mehrwegflaschen für Müllverbrennungsanlagen landen.<br />

Säfte oder Softdrinks. Auf Einwegflaschen<br />

<strong>und</strong> -dosen liegen neuen Heimaträtsels wissen:<br />

Wir möchten im Rahmen unseres<br />

sogar 25 Cent. Gekennzeichnet An welchem idyllischen Fleck steht<br />

sind Pfandflaschen unterschied-<br />

<strong>die</strong>ser Mülleimer mit <strong>die</strong>sem lehr-<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

Wo sich „ein kleines Häuschen mit markantem Dach“ befindet, wollten wir von Ihnen in unserer November/<br />

Dezember-<strong>Ausgabe</strong> wissen. Die Lösung: Das alte Wetterhäuschen am Bahnhof in Feldafing – ein Holzaufbau<br />

auf Steinsockel mit Jugendstildetails, in etwa aus dem Jahre 1920. Gewusst hat <strong>das</strong> unter anderem Julian Lien<br />

aus Raisting, der sich auf eine zünftige Brotzeit mit Almwiesenkäse, Landjäger, Allgäuzeller, Pfefferkäse <strong>und</strong><br />

einer Flasche Rosé freuen durfte. Wir gratulieren recht herzlich!<br />

Ein durchaus witziger wie d<strong>um</strong>mer Zufall: Kurz nach Veröffentlichung der<br />

„<strong>tassilo</strong>“-<strong>Ausgabe</strong> mit <strong>die</strong>sem Rätsel fuhr ein betrunkener Mann mit seinem Pkw<br />

in <strong>das</strong> Wetterhäuschen, <strong>das</strong>s dadurch beschädigt wurde <strong>und</strong>, mitten in der Nacht,<br />

z<strong>um</strong> schiefen Türmchen von Feldafing mutierte.<br />

reichen Hinweis „Weil man Geld<br />

nicht einfach wegwirft!“ <strong>und</strong> einer<br />

dazu passenden Zusatzhalterung<br />

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Schicken Sie uns bis 15. <strong>Januar</strong><br />

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Gletschertaler <strong>und</strong> Almblütenkäse.<br />

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Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir<br />

wünschen viel Erfolg!<br />

js<br />

> > > IMPRESSUM<br />

„<strong>tassilo</strong>“<br />

„<strong>tassilo</strong>“ ist ein Medi<strong>um</strong> von<br />

Birkland 40, 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-27<br />

Mail: info@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Stand bei Drucklegung im Dezember 2022 – Auflage: 43000 Exemplare<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> März / April <strong>2023</strong>:<br />

Freitag, 24. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong> (Anzeigenschluss: 6. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong>) – Für eingesandte<br />

Manuskripte wird keine Haftung <strong>und</strong> keine Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

<strong>und</strong> weitere technische Angaben finden Sie auf www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>: Christian Rauch, Lena Maierhof<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.<br />

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Schönegger Käse-Alm, Christian Rauch, Krankenhaus GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau, Bettina Eder, Andreas<br />

Hammerstingl, Martina Bogdahn, Kurt Zarbock, Arbeitskreis 7, Gemeinde Huglfing, Lena Maierhof, Luftsporttechnik Florian Schambeck, Brigitte Hitzl-Schalk,<br />

Franziska Hollandt-Schalk, Dream Wedding, www.event-d.de, Nicolaj L<strong>und</strong>, Hermann Martin, Heimatverband Lech-Isar-Land e.V., PIPER<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 31


JANUAR/


Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>Januar</strong> bis 28. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong><br />

SO 01.01.<br />

Neujahr<br />

STARNBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Schaukasten 4“ im<br />

Muse<strong>um</strong>. Bis 28.5.<br />

MURNAU<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Anmeldung unter www.tourismus.<br />

murnau.de, Kosten: 8 €, jeden So.<br />

BERNRIED<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Hans Brög“ im Buchheim<br />

Muse<strong>um</strong>. Bis 26.2.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „flores y moyeres“ im<br />

Buchheim Muse<strong>um</strong>. Bis 26.2.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Sonntagsmalerei“<br />

im Buchheim Muse<strong>um</strong>. Bis 6.3.<br />

TUTZING<br />

10.30 Uhr<br />

Geh-Meditation im Kustermannpark.<br />

Treffpunkt beim Dampfersteg.<br />

Anmeldung unter 08158 / 906944<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Tutzinger Lichtblicke“<br />

im Ortsmuse<strong>um</strong>. Bis 2.4.<br />

WEILHEIM<br />

MO 02.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Landkreisspitzen –<br />

Karikaturen“ von Reiner Behrends<br />

im Stadtmuse<strong>um</strong>. Weitere Infos<br />

siehe Anzeige Seite 23, bis 27.1.<br />

FEBRURAR<br />

PEISSENBERG<br />

<strong>2023</strong><br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend „Briefmarken,<br />

Münzen, Ansichtskarten u.v.m.“<br />

der Sammlerfre<strong>und</strong>e Peiting <strong>und</strong><br />

Umgebung e.V. in der Bücherei<br />

TUTZING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr <strong>und</strong><br />

13.00 bis 16.00 Uhr<br />

Ausstellung „Playing with Nature“<br />

der GEDOK München in der Akademie<br />

für Politische Bildung. Bis Mai<br />

DI 03.01.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz.<br />

Jeden Dienstag<br />

MI 04.01.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße<br />

1. Jeden Mittwoch<br />

PÖCKING<br />

18.00 bis 21.00 Uhr<br />

Schießabend Senioren im Schützenhaus.<br />

Jeden Mittwoch<br />

DO 05.01.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz.<br />

Jeden Donnerstag<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz.<br />

Jeden Donnerstag<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Stadtplatz.<br />

Jeden Donnerstag<br />

WIELENBACH<br />

21.00 Uhr<br />

Eiszapfenfete am Bergknappweiher<br />

PÖCKING<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerzone.<br />

Jeden Mittwoch<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt / Bastelclub im<br />

Erlhaus. Eintritt frei, jeden Mittwoch<br />

STARNBERG<br />

OBERHAUSEN<br />

18.00 bis 19.00 Uhr<br />

Einführung Aktzeichnen ohne Modell<br />

im Malwerk. Anmeldung unter<br />

0171 / 5607082, jeden Mittwoch<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

FELDAFING<br />

Aktzeichnen mit Modell im Malwerk.<br />

Jeden Mittwoch<br />

18.00 bis 21.00 Uhr<br />

Schießabend Schüler & Jugend<br />

im Schützenhaus. Interessierte<br />

willkommen, jeden Mittwoch<br />

FR 06.01.<br />

Heilige Drei Könige<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz.<br />

Jeden Freitag<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Theater „Ammerprinz <strong>und</strong> Würmseekönig“<br />

in der Volkshochschule.<br />

Für Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 10 €,<br />

Infos unter 08151 / 90600, bis 23.1.<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz.<br />

Jeden Freitag<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich. Jeden Freitag<br />

TUTZING<br />

17.00 Uhr<br />

Spezialsprechst<strong>und</strong>e „komplexe<br />

Wirbelsäulenchirurgie“ im Benedictus<br />

Krankenhaus. Jeden Freitag<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Reservierung<br />

ab 10 Personen unter 08867 / 489,<br />

jeden Freitag<br />

SA 07.01.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.<br />

Jeden Samstag<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz.<br />

Jeden Samstag<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz.<br />

Jeden Samstag<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 11.30 Uhr<br />

Schaufütterung des Rotwilds<br />

am Wildgehege Schönegg.<br />

Jeden Samstag<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Reservierung ab 10 Personen unter<br />

08867 / 489, jeden Samstag<br />

SO 08.01.<br />

PEISSENBERG<br />

10.30 Uhr<br />

Irischer Frühschoppen mit Rowan<br />

Tree Hill Band in der Tiefstollenhalle.<br />

Eintritt: 9 €, Infos siehe Seite 8<br />

MURNAU<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Premiere „Immer der PartEIverkehr“<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Tickets unter www.volksbuehne-amstaffelsee.de,<br />

bis 29.1.<br />

MO 09.01.<br />

OBERHAUSEN<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Offenes Atelier „freies Gestalten<br />

mit <strong>und</strong> ohne Anleitung“<br />

im Malwerk. Anmeldung unter<br />

0171 / 5607082, jeden Montag<br />

FR 13.01.<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Infos unter<br />

www.bowling-islands.de, jeden Fr.<br />

SA 14.01.<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Infos unter<br />

www.bowling-islands.de, jeden Sa.<br />

SO 15.01.<br />

WEILHEIM<br />

15.00 Uhr<br />

Theater „Ammersee-Piranhas –<br />

Komö<strong>die</strong> in 3 Akten“ im Stadttheater.<br />

Tickets <strong>und</strong> weitere Infos unter<br />

0881 / 682-5500<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 33


MO 16.01.<br />

OBERHAUSEN<br />

14.30 Uhr<br />

Offener Seniorentreff 55+ im<br />

Pfarrhof. Infos unter 08802 / 8096<br />

DO 19.01.<br />

FELDAFING<br />

18.00 Uhr<br />

Kabarett „Ein Meier im Himmel“<br />

mit Matthias Meier im Cafe & Bistro<br />

Fräulein Rosalie. Tickets unter<br />

www.fraeulein-rosalie.de<br />

FR 20.01.<br />

WEILHEIM<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Ammersee-Piranhas –<br />

Komö<strong>die</strong> in 3 Akten“ im Stadttheater.<br />

Tickets unter 0881 / 682-5500<br />

PENZBERG<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Reparatur-Café in der Christianstraße<br />

8. Eintritt frei, Anmeldung<br />

unter 08856 / 6391<br />

19.30 bis 22.30 Uhr<br />

Konzert mit der Münchner Kammerphilharmonie<br />

„dacapo“ in der<br />

Stadthalle. Tickets: 29 € <strong>und</strong> Infos<br />

unter www.kammerdacapo.de<br />

SA 21.01.<br />

PEISSENBERG<br />

12.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flohmarkt in der Tiefstollenhalle<br />

> > > SO ERREICHEN SIE UNS<br />

Anschrift<br />

„<strong>tassilo</strong>“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel. 08869 / 91 22-26<br />

Fax 08869 / 91 22-20<br />

www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

34 | <strong>tassilo</strong><br />

PENZBERG<br />

19.30 bis 22.30 Uhr<br />

Kabarett „Einer für alle – Alle für<br />

keinen“ mit Martin Frank in der<br />

Stadthalle. Tickets: 26,50 € <strong>und</strong><br />

weitere Infos unter 08142 / 504466<br />

MURNAU<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 26<br />

RAISTING<br />

20.00 Uhr<br />

Kostümball mit dem Salonorchester<br />

Karl Edelmann im Gasthof zur<br />

Post. Karten unter 08807 / 4526<br />

SO 22.01.<br />

WEILHEIM<br />

15.00 Uhr<br />

Theater „Ammersee-Piranhas –<br />

Komö<strong>die</strong> in 3 Akten“ im Stadttheater.<br />

Tickets unter 0881 / 682-5500<br />

PEISSENBERG<br />

13.30 bis 16.30 Uhr<br />

Bergba<strong>um</strong>use<strong>um</strong> geöffnet<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 26<br />

RAISTING<br />

11.00 Uhr<br />

Konzert „Colours“ mit Peter Meier<br />

im Otto-Hellmeier-Haus. Infos<br />

unter www.peter-meier-gitarre.de<br />

Email<br />

Redaktion: redaktion@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Termine: veranstaltungen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anzeigen: anzeigen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anregungen / Kritik: info@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Das Impress<strong>um</strong> finden Sie auf Seite 31.<br />

MO 23.01.<br />

ANTDORF<br />

16.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im Sportheim<br />

DI 24.01.<br />

EBERFING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

in der Schule<br />

MI 25.01.<br />

OBERSÖCHERING<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im Pfarrheim<br />

WEILHEIM<br />

DO 26.01.<br />

19.30 Uhr<br />

Multivisionshow „Kanada <strong>und</strong><br />

Alaska“ im Stadttheater. Tickets<br />

unter www.reisefaszination.de<br />

EGLFING<br />

16.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im Sportheim<br />

TUTZING<br />

18.00 bis 21.00 Uhr<br />

Multivionshow & 3-Gänge-Menü<br />

„Neugier auf <strong>die</strong> Welt – Best of 25<br />

Jahre Abenteuerreisen“ im Restaurant<br />

Theodor im Lobster-Gebäude.<br />

Anmeldung unter 08158 / 4529393<br />

PEISSENBERG<br />

FR 27.01.<br />

JANUAR/<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „No Caminho Certo“ mit<br />

De Nada in der Tiefstollenhalle.<br />

Eintritt: 23 €, Infos siehe Seite 8<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Filmabend „Kino <strong>und</strong> Vino“ im<br />

Pfarr- <strong>und</strong> Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

RAISTING<br />

17.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im AWO-Haus<br />

BAD TÖLZ<br />

19.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>s. Siehe Anzeige Seite 14<br />

SA 28.01.<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“ im<br />

Feuerwehrhaus<br />

BAD TÖLZ<br />

19.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>. Siehe Anzeige Seite 14<br />

SO 29.01.<br />

PENZBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „Liederabend & Chanson“<br />

im Metropol. Tickets: 22 € unter<br />

www.musikfre<strong>und</strong>e-penzberg.de<br />

POLLING<br />

11.00 Uhr<br />

Konzert „Schubertiade“ des Podi<strong>um</strong><br />

Musicale e.V. im Bibliotheksaal.<br />

Eintritt frei, siehe Anzeige Seite 16<br />

BAD TÖLZ<br />

18.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>. Siehe Anzeige Seite 14<br />

DI 31.01.<br />

PÄHL<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

DO 02.02.<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

in der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

FR 03.02.<br />

WIELENBACH<br />

16.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“ im<br />

Feuerwehrhaus<br />

HUGLFING<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“ im<br />

Feuerwehrhaus<br />

BAD TÖLZ<br />

19.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>. Siehe Anzeige Seite 14<br />

SA 04.02.<br />

PEISSENBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong> w<strong>und</strong>ersame<br />

Welt der Borger“ im Flöz<br />

15.00 <strong>und</strong> 16.30 Uhr<br />

Theater „Dr. Döblingers geschmackvolles<br />

Kasperltheater –<br />

Kasperl <strong>und</strong> <strong>die</strong> Brotzeit“ in der<br />

Tiefstollenhalle. Infos siehe Seite 8<br />

EGLFING<br />

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuse<strong>um</strong> geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08847 / 6174


IFFELDORF<br />

11.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert „Kinderkonzert<br />

– MitMachStimmSpiel“ mit<br />

Anna Veit im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Eintritt frei, weitere Infos siehe S. 30<br />

19.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert mit<br />

dem Goldm<strong>und</strong> Quartett im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Tickets: 30 € unter<br />

08856 / 3695, Infos siehe Seite 30<br />

OBERHAUSEN<br />

16.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

w<strong>und</strong>ersame Welt der Borger“<br />

im Rathaus<br />

POLLING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt am Kirchplatz<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert mit twoWell & Vladislav<br />

Cojocaru im Bibliotheksaal. Tickets<br />

<strong>und</strong> Infos unter www.hoertnagel.de<br />

BAD TÖLZ<br />

19.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>. Siehe Anzeige Seite 14<br />

SO 05.02.<br />

BAD TÖLZ<br />

18.00 Uhr<br />

Muscial „West Side Story“ der Tölzer<br />

Sing- <strong>und</strong> Musikschule in der<br />

Turnhalle des Gabriel-von-Seidl-<br />

Gymnasi<strong>um</strong>. Siehe Anzeige Seite 14<br />

MO 06.02.<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in<br />

der Bücherei<br />

MI 08.02.<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Mamma Mia Bavaria“<br />

mit Luise Kinseher im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Einlass: 18.30,<br />

Tickets: 25 € unter 08841/476250<br />

FR 10.02.<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Klavierabend mit Elena Bashkirova<br />

im Bibliotheksaal. Tickets ab<br />

33 €, Infos unter www.hoertnagel.de<br />

SA 11.02.<br />

PEISSENBERG<br />

PEISSENBERG<br />

13.30 bis 16.30 Uhr<br />

12.00 bis 18.00 Uhr<br />

Bergba<strong>um</strong>use<strong>um</strong> geöffnet Flohmarkt in der Tiefstollenhalle<br />

MURNAU<br />

19.30 bis 22.30 Uhr<br />

FR 17.02.<br />

Konzert mit der Münchner Kammerphilharmonie<br />

„dacapo“ in der<br />

PENZBERG<br />

Stadthalle. Tickets: 26,40 €, weitere 14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Infos unter www.kammerdacapo.de Reparatur-Café in der Christianstraße<br />

8. Eintritt frei, Anmeldung<br />

TUTZING<br />

unter 08856 / 6391<br />

SA 18.02.<br />

18.00 Uhr<br />

Konzert „Barock. Und Oper.<br />

FEBRURAR <strong>2023</strong><br />

Improvisation“ mit Passo Avanti<br />

im Musiksaal der Evangelischen<br />

Akademie. Tickets <strong>und</strong> Infos unter<br />

08158 / 3876 <strong>und</strong> www.musikfre<strong>und</strong>e-tutzing.info<br />

POLLING<br />

13.00 Uhr<br />

Faschings<strong>um</strong>zug am Kirchplatz<br />

SO 19.02.<br />

PEISSENBERG<br />

13.30 bis 16.30 Uhr<br />

Bergba<strong>um</strong>use<strong>um</strong> geöffnet<br />

DI 21.02.<br />

STARNBERG<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Faschingstreiben am Kirchplatz<br />

DO 23.02.<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert mit Ana de la Vega & José<br />

Gallardo im Bibliotheksaal. Tickets<br />

<strong>und</strong> Infos unter www.hoertnagel.de<br />

FR 24.02.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE TASSILO<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Filmabend „Kino <strong>und</strong> Vino“ im<br />

Pfarr- <strong>und</strong> Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

SA 25.02.<br />

PEISSENBERG<br />

12.00 bis 18.00 Uhr<br />

Hochzeitsmesse „Dream Wedding“<br />

in der Tiefstollenhalle.<br />

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 26<br />

SO 26.02.<br />

PEISSENBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeitsmesse „Dream Wedding“<br />

in der Tiefstollenhalle.<br />

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 26<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten<br />

Stand bei Drucklegung – Absagen<br />

<strong>und</strong> Änderungen aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der<br />

Corona-Situation sind möglich.<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 35


GmbH

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