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altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe Januar/Februar 2023

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<strong>Ausgabe</strong> 75 | <strong>Januar</strong> / <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong><br />

.de<br />

Eine Produktion von<br />

mit Veranstaltungskalender <strong>für</strong> zwei Monate<br />

Titelbild: aBSicht, Adobe Stock<br />

Marienkapelle bei Schönberg<br />

Auf der Roten Couch<br />

Teamweltmeisterin Katharina Bertl<br />

Für „grünen“ Stahl<br />

Eisenschrott gefragt wie nie


Weltmeisterlich ins neue Jahr<br />

Geschichte von Mountainbike-Halbprofi Daniela Höfler.<br />

Zum Sieg fehlten ihr zwar einige Minuten, doch<br />

allein die Teilnahmen an <strong>den</strong> Weltmeisterschaften<br />

auf Elba und in Dänemark waren <strong>für</strong> die hauptberufliche<br />

Kinderintensivpflegerin Riesenerfolge. Nun<br />

hat sie ihren ersten Teamvertrag unterschrieben.<br />

Tagtäglichen Kampfgeist beweist auch Conny Fischer<br />

aus Nachsee bei Bernbeuren. Sie lebt seit einigen<br />

Jahren mit einer bipolaren Störung. Doch Aufgeben<br />

ist <strong>für</strong> sie keine Option. Im Gegenteil sogar: Auf Social<br />

Media, durch Gründung einer Selbsthilfegruppe<br />

sowie regelmäßigen Interviews sucht sie ganz gezielt<br />

<strong>den</strong> Weg an die Öffentlichkeit, um solch schwere,<br />

aber unsichtbare Krankheiten sichtbarer zu machen –<br />

und somit Betroffenen und deren Angehörigen zu<br />

helfen. Hilfe können auch Kinos gebrauchen, allen<br />

voran die kultigen wie beispielsweise das im Lagerhaus<br />

Schongau. Und Menschen mit Übergewicht.<br />

Wie Abnehmen durch kluge Ernährung und ausreichend<br />

Bewegung wirklich zu nachhaltigem Erfolg<br />

führen kann, weiß Claudia Berger. Die ursprünglich<br />

aus München stammende Kinsauerin ist Diplomökotrophologin,<br />

arbeitet insofern auf ernährungswissenschaftlicher<br />

Basis und warnt passend zur Zeit<br />

der Neujahrsvorsätze insbesondere vor Schnell-<br />

Abnehm-Programmen. Wenn es um gesunde und<br />

ausgewogene Ernährung geht, sind die Koch- und<br />

Backbücher der drei Damen der Hauswirtschafterei<br />

immer eine gute Adresse. Diesmal – der Inflation<br />

und <strong>den</strong> damit verbun<strong>den</strong>en Preissteigerungen geschuldet<br />

– mit Rezeptvorschlägen <strong>für</strong> kostengünstiges<br />

Kochen. <strong>Das</strong>s unsere Leserinnen und Leser Lebensmittel<br />

trotzdem bewusst, saisonal und regional<br />

einkaufen, zum Beispiel bei „faustgrob & piekfein“<br />

in Bad Bayersoien, wünscht sich an dieser Stelle,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Der Tesla-Flüsterer aus<br />

Pflugdorf: Kun<strong>den</strong> kommen<br />

aus ganz Europa<br />

Seite 6<br />

Austernpilze auf Kaffeesatz:<br />

Eine Genossenschaft <strong>für</strong><br />

nachhaltiges Landwirtschaften<br />

Seite 9<br />

Auf der Roten Couch:<br />

Teamweltmeisterin<br />

Katharina Bertl<br />

Seite 14<br />

Stimme der Unsichtbaren:<br />

Offener Umgang mit<br />

schwerer Depression<br />

Seite 16<br />

Lawinenverschütteten-Suche<br />

via Vierbeiner — Hündin<br />

Thea rettet Menschenleben<br />

Seite 20<br />

Wichtigste Einnahmequelle:<br />

Über Sinn und Ursprung<br />

des Neujahranblasens<br />

Seite 26<br />

Langzeit-Reha am<br />

Latterbach: Raus aus der<br />

psychiatrischen Drehtüre<br />

Seite 28<br />

Neue Bedeutung <strong>für</strong><br />

Recyclingbetriebe? Hiesiger<br />

Schrott <strong>für</strong> „grünen“ Stahl<br />

Seite 32<br />

Luftsporttechnik Schambeck:<br />

Professionelle Modellsegler<br />

vom Weltmeister<br />

Seite 34<br />

Abnehmen mit nachhaltigem<br />

Erfolg – Diplomökotrophologin<br />

warnt und klärt auf<br />

Seite 36<br />

Im Archäobotanik-Labor von<br />

Barbara Zach: Kulturgeschichte<br />

unterm Mikroskop<br />

Seite 42<br />

Kostengünstiges Kochen in<br />

Zeiten der Inflation — Rezepte<br />

der Hauswirtschafterei<br />

Seite 44<br />

Erfolgreiche Quälerei auf<br />

zwei Rädern: Burggenerin<br />

unterschreibt Teamvertrag<br />

Seite 48<br />

Allerlei Literarisches:<br />

Jede Menge lesensewerte<br />

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und nach Vereinbarung<br />

Im Schongauer Altlandkreis fahren<br />

immer mehr Elektroautos der<br />

Marke Tesla durch die Gegend.<br />

Die Kundinnen und Kun<strong>den</strong> einer<br />

Werkstätte in Pflugdorf bei<br />

Vilgertshofen kommen aber aus<br />

ganz Deutschland und darüber<br />

hinaus – weil sie mit dem<br />

Service in <strong>den</strong> großen Wer-<br />

ken unzufrie<strong>den</strong> sind, nehmen<br />

Sie lieber <strong>den</strong> weiten Weg<br />

zu Jürgen Zimmermann in Kauf.<br />

Auch die „<strong>altlandkreis</strong>“-Redaktion<br />

durfte beim „Tesla-Flüsterer<br />

von Pflugdorf“ vorbeischauen.<br />

Von großer Bedeutung <strong>für</strong> <strong>den</strong> wandel: Hiesige Schrotthändler. Um „grünen“ Stahl<br />

Klima-<br />

herzustellen, stellen nun auch die größten Stahlwerke<br />

Deutschlands ihr Produktionsverfahren um – und<br />

benötigen da<strong>für</strong> nicht mehr die 20 bis 30 Prozent Eisenschrott-Anteil<br />

wie bisher, sondern 100. Mit scharf<br />

gewetzten Messern aus Stahl arbeiten Katharina Bertl<br />

und „ihre Männer“. Die 35-jährige Powerfrau aus<br />

Böbing gewann vor wenigen Monaten die Teamweltmeisterschaft<br />

im Metzgerhandwerk. Wie sie es ins<br />

„Butcher Wolfpack“ geschafft hat, welche Aufgaben<br />

sie in Übersee unter Zeitdruck mit Bravour meisterte<br />

und wie schwer es ihr ehrbares Handwerk in Zeiten<br />

von „vegan“ und „vegetarisch“ hat? Antworten liefert<br />

das große Interview auf der Roten Couch ab Seite 9.<br />

Bereits mehrfacher Einzel-Weltmeister ist Florian<br />

Schambeck aus Peißenberg, allerdings im Modellsegelfliegen.<br />

Und weil er obendrein technisch begabt<br />

und interessiert ist, baut er die Flieger <strong>für</strong> Profis inzwischen<br />

selbst. Außerdem zum Thema „WM“: Die<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 3


Kun<strong>den</strong> kommen aus ganz Europa<br />

Der Tesla-Flüsterer<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

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4 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Pflugdorf | Wer die Homepage<br />

der Firma Autoteile-<br />

Zimmermann (ATZ) besucht,<br />

bekommt neben zahlreichen<br />

Informationen zum Betrieb<br />

auch eine eher ungewöhnliche<br />

Nachricht zu lesen: „Wir<br />

sind gerührt und stolz, dass<br />

wir einen so hohen Zulauf<br />

haben. Jedoch sind auch wir<br />

nur Menschen und als Team<br />

an unsere Grenzen des Möglichen<br />

gelangt. Verstärkt trifft<br />

leider auch uns der Fachkräftemangel.<br />

Daher müssen<br />

wir schweren Herzens <strong>den</strong><br />

Schritt gehen, und können<br />

vorerst auf unbestimmte Zeit keine<br />

Neukun<strong>den</strong> mehr aufnehmen.“<br />

Telefonisch ist ATZ derzeit gar<br />

nicht mehr zu erreichen. Und um<br />

die bis zu 80 Termin-Anfragen,<br />

die täglich per Mail ankommen,<br />

kümmert sich eine Bürokraft – die<br />

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meisten bekommen eine Absage<br />

oder wer<strong>den</strong> auf die lange Warteliste<br />

vertröstet. Marco Türk gehört<br />

nicht dazu. Er kann sich zu <strong>den</strong><br />

Glücklichen zählen, die zu <strong>den</strong> festen<br />

Kun<strong>den</strong> von ATZ gehören. Der<br />

Besitzer eines Tesla S kommt extra<br />

vom oberschwäbischen Biberach<br />

ins oberbayerische Pflugdorf. Der<br />

Grund: „Tesla ist nicht in der Lage,<br />

das Werkstattnetz so auszubauen,<br />

dass ich mich in guten Hän<strong>den</strong><br />

fühle. Früher musste ich bis nach<br />

Stuttgart oder München fahren.<br />

Hier bei ATZ ist das Vertrauen in<br />

die Werkstatt auf Anhieb so groß<br />

gewesen, dass es mir die hundert<br />

Kilometer weite Anreise Wert ist.“<br />

Die freie Autowerkstatt, die sich<br />

auf Instandsetzung und Reparatur<br />

von Fahrzeugen mit elektrischem<br />

Antrieb spezialisiert hat,<br />

erlebt seit einigen Jahren einen<br />

Jürgen Zimmermann in seiner auf Elektro-<br />

Autos spezialisierten Kfz-Werkstätte.<br />

Boom, der seinesgleichen sucht.<br />

Und das im beschaulichen Pflugdorf,<br />

einem Ortsteil der Gemeinde<br />

Vilgertshofen mit gerade einmal<br />

rund 500 Einwohnern.<br />

Testfahrt mit Folgen<br />

Jürgen Zimmermann ist gelernter<br />

Kfz-Mechatroniker und absolvierte<br />

seine Ausbildung bei einem „ganz<br />

normalen“ Betrieb in Landsberg.<br />

Im Jahr 2009 wurde er Geselle,<br />

konnte sich mit seinem<br />

Arbeitgeber nicht auf<br />

ein adäquates Gehalt<br />

einigen und gründete infolgedessen<br />

die Werkstatt<br />

„Autoteile-Zimmermann“,<br />

wagte damit <strong>den</strong> Sprung ins<br />

kalte Wasser der Selbständigkeit.<br />

Während er <strong>den</strong><br />

Ein-Mann-Betrieb aufbaute,<br />

besuchte er abends die<br />

Meisterschule in Weilheim<br />

und schloss diese im Jahr<br />

2012 erfolgreich ab. Damals<br />

widmete er sich noch Verbrennungsmotoren,<br />

hatte<br />

kaum Berührung mit elektrischen<br />

Fahrzeugen. <strong>Das</strong> änderte<br />

sich allerdings im Jahr 2015, als er<br />

mit seiner Schwester nach München<br />

fuhr, um <strong>für</strong> sie einen Gebrauchtwagen<br />

zu kaufen. Zufällig<br />

führte die bei<strong>den</strong> ihr Weg in die<br />

Blumenstraße 17, wo Tesla einen<br />

Showroom hat. „Lass uns doch da<br />

mal reinschauen“, sagte Jürgen<br />

Zimmermann ohne je<strong>den</strong> Hintergedanken.<br />

Zwar kaufte sich seine<br />

Schwester keinen Tesla, aber der<br />

Kfz-Meister vereinbarte <strong>für</strong> sich ei-<br />

Auf <strong>den</strong> ersten Blick vermuten Außenstehende nicht wirklich, dass sich<br />

hinter dieser Holzfassade eine Hightech-Werkstätte verbirgt.


Auf dem Hof von ATZ stehen mehrere Elektroautos der Marke „Tesla“.<br />

In diesem Falle handelt es sich um Leihwagen <strong>für</strong> Kun<strong>den</strong>.<br />

nen Termin <strong>für</strong> eine Probefahrt,<br />

die zwei Wochen später zu seinem<br />

wahren Erweckungserlebnis<br />

wurde. „Bist du jetzt blöd<br />

gewor<strong>den</strong>, oder was!?“, dachte<br />

er nach dem Testritt über sich<br />

selbst, nachdem er spontan einen<br />

Kaufvertrag mit Finanzierung über<br />

95 600 Euro unterschrieben hatte<br />

und somit Besitzer eines Tesla<br />

S85 war. Den Wagen holte er wenig<br />

später in einem Servicecenter<br />

in Feldkirchen ab: „Ich hatte ein<br />

Grinsen über beide Backen im Gesicht,<br />

nachdem ich das erste Mal<br />

Gas gegeben hatte. Ich bin direkt<br />

auf die Autobahn und habe einem<br />

BMW M3 eine Packung verpasst.<br />

Gleich im ersten Monat bin ich<br />

10 000 Kilometer mit dem Tesla<br />

spazieren gefahren und habe<br />

diesen Kauf bis heute noch keine<br />

Sekunde bereut.“ Umgehend<br />

machte Jürgen Zimmermann auch<br />

eine Weiterbildung, bekam so <strong>den</strong><br />

Hochvolt-Schein, <strong>den</strong> es braucht,<br />

um an E-Fahrzeugen arbeiten<br />

zu dürfen. Seinen eigenen Tesla<br />

nahm er mehrfach komplett auseinander,<br />

lernte so das Innenleben<br />

kennen. „Aber was sollte ich tun?<br />

Ich konnte ja schlecht meinen 250<br />

Kun<strong>den</strong> mit Verbrennern in einem<br />

Brief mitteilen, dass ich ab sofort<br />

nur noch Elektroautos annehmen<br />

würde.“ Doch im September 2019<br />

hat er genau das getan. Die Reaktionen<br />

seiner Kun<strong>den</strong> reichten von<br />

verständnisvoll über enttäuscht bis<br />

hin zu wütend. Wobei Neukun<strong>den</strong><br />

mit ihren E-Autos bereits vor seiner<br />

Werkstätte stan<strong>den</strong>. Zwar nur<br />

zum Reifenwechsel. Aber selbst<br />

da<strong>für</strong> braucht ein Kfz-Meister<br />

diesen Hochvolt-Schein. Zimmermanns<br />

wichtigster Kunde wurde<br />

letztlich ein lokales Taxi-Unternehmen,<br />

das auf Tesla setzte: „Deren<br />

Wagen hatte in zweieinhalb<br />

Jahren 400 000 Kilometer runtergerattert<br />

und ich habe ihn dabei<br />

betreut. Für mich ein Geschenk<br />

des Himmels, <strong>den</strong>n ich konnte nun<br />

genau sagen, wann welches Bauteil<br />

kaputt geht. <strong>Das</strong> hat mir einen<br />

Vorsprung vor allen anderen<br />

Werkstätten verschafft.“<br />

Rasante Entwicklung<br />

und große Pläne<br />

Mitte 2020 vergrößerte Jürgen<br />

Zimmermann seine Halle auf 470<br />

Quadratmeter und stellte Personal<br />

ein. Heute hat er zwei Achsprüfstände,<br />

drei Hebebühnen, zwei<br />

Mechatroniker und eine Bürokraft.<br />

„Ich könnte zehn Mal so groß sein<br />

und wäre immer noch komplett<br />

ausgelastet. Woran es mir vor<br />

allen Dingen mangelt, sind Fachkräfte.<br />

Bewerbungen sind herzlich<br />

willkommen!“ Die Kun<strong>den</strong> kommen<br />

nicht nur aus ganz Deutschland,<br />

sondern auch aus England,<br />

Frankreich, Österreich und der<br />

Schweiz. ATZ fertigt gemeinsam<br />

mit Partnern seine eigenen Ersatzteile<br />

mit fünf Jahren Garantie.<br />

Der Service rund um das Fahrwerk<br />

reicht bis zur kompletten Tieferlegung<br />

mit Spurverbreiterung.<br />

„Ich bin durchaus stolz darauf,<br />

dass wir viele Kun<strong>den</strong> haben, die<br />

mit ihrem nagelneuen Tesla direkt<br />

zu mir kommen und sich das<br />

Fahrwerk einstellen lassen, bevor<br />

sie ihren Wagen regelmäßig<br />

nutzen“, so Jürgen Zimmermann<br />

über ein treffendes Beispiel was<br />

seinen außeror<strong>den</strong>tlich guten Ruf<br />

in der Szene betrifft. Dazu beigetragen<br />

hat auch sein professioneller<br />

YouTube-Kanal (AT-Zimmermann),<br />

auf dem er knapp 28 000<br />

Abonnenten alles rund um Tesla<br />

erklärt. „Tesla hasst mich da<strong>für</strong><br />

wahrscheinlich“, sagt er lachend,<br />

„<strong>den</strong>n ich kann <strong>den</strong> Finger in viele<br />

Wun<strong>den</strong> legen, die bei Neuwagen<br />

ab Werk auftreten. Ich kann dir<br />

nach fünf Minuten sagen, ob dein<br />

Tesla in China, USA oder Deutschland<br />

gebaut wurde, da die Qualität<br />

sehr unterschiedlich ist.“<br />

Mittelfristig möchte er „ATZ“ als<br />

eigenes Label aufbauen und vermarkten,<br />

ähnlich wie es „Alpine“<br />

und „Abt“ seit vielen Jahren tun.<br />

Ein passendes Logo hat er bereits<br />

entworfen und die Gründung einer<br />

GmbH steht kurz bevor. „Der<br />

Kunde zahlt dann eine fixe Summe<br />

und bekommt ein perfekt eingestelltes<br />

Fahrwerk, <strong>für</strong> das wir auch<br />

die Garantie übernehmen. Dann<br />

kommt da mein Label drauf und<br />

der Wagen fährt hier als ATZ-Tesla<br />

vom Hof“, so Jürgen Zimmermann<br />

über seinen Traum, der schon bald<br />

verwirklicht wer<strong>den</strong> wird. edl<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 5


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Erstellt am: 21.04.2022 | Do. 16:46<br />

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auf Kaffeesatz<br />

Bad Bayersoien | Der Filzweg in<br />

Bad Bayersoien endet in einer<br />

Sackgasse. Und trotzdem begehen<br />

und befahren ihn insbesondere an<br />

Samstagen sowohl Einheimische<br />

als auch Urlauber in Scharen. Der<br />

Grund: Ein kleiner landwirtschaftlicher<br />

Betrieb, der allergrößten<br />

Wert auf Nachhaltigkeit legt, und<br />

mit einem ziemlich einzigartigen<br />

Konzept einen Weg eingeschlagen<br />

hat, der Konsumenten begeistert,<br />

und andere Landwirte zum Nachund<br />

Um<strong>den</strong>ken anregt. Die Rede<br />

ist vom Haserhof. Und einer dahinterstecken<strong>den</strong>,<br />

vor rund einem<br />

Jahr gegründeten Genossenschaft<br />

namens „faustgrob & piekfein“.<br />

Oberstes Ziel des siebenköpfigen<br />

Teams im Alter von 28 bis 40<br />

Jahren: Lieferwege zu Kooperationspartnern<br />

und Kun<strong>den</strong> so lokal<br />

und kurz wie möglich zu halten,<br />

die Lebensmittelkette dagegen bis<br />

auf ein Maximum auszureizen –<br />

im Idealfall so, dass alle Ressourcen<br />

und die darin enthalten<strong>den</strong><br />

Nährstoffe aus <strong>den</strong> Bereichen Tier,<br />

Bo<strong>den</strong>, Pflanze und Mensch einen<br />

effektiven Nutzen fin<strong>den</strong>, weder<br />

sinnlos weggeworfen wer<strong>den</strong><br />

noch unbeachtet bleiben. In der<br />

Praxis sieht dieses klug durchdachte,<br />

saisonale und regionale<br />

Kreislaufsystem im Sinne der<br />

Natur so aus: Auf einem 3 500<br />

Quadratmeter großen Feld direkt<br />

neben dem Wohnhaus von Daniel<br />

und Steffi Haser wer<strong>den</strong> mehr als<br />

25 verschie<strong>den</strong>e Gemüsekulturen<br />

angebaut. „Den naturbelassenen<br />

Bo<strong>den</strong> haben wir zu Beginn der<br />

Saison bo<strong>den</strong>schonend, aber bewusst<br />

tiefer aufgelockert, damit<br />

unsere Gemüsepflanzen<br />

tiefer wurzeln können.“ <strong>Das</strong><br />

wiederum habe <strong>den</strong> Vorteil,<br />

dass sowohl gleiche als auch<br />

unterschiedliche Sorten dicht<br />

an dicht wachsen können, so<br />

wesentlich mehr Ertrag auf<br />

kleinerer Fläche erzielt wer<strong>den</strong><br />

kann. Dieses Konzept<br />

ging voll auf, „obwohl ich<br />

die Anbauflächen ehrlicherweise<br />

nicht ideal angelegt habe“,<br />

wie Daniel Haser zugibt. Zucchini,<br />

Kürbis, Rosen-, Weiß- und Grünkohl,<br />

Rettich, Rote Beete, Brokkoli,<br />

Lauch sowie verschie<strong>den</strong>e Salate<br />

sind nur wenige Beispiele, die<br />

kraftvoll und ohne jegliche Zufuhr<br />

von Kunstdünger aus dem Bo<strong>den</strong><br />

sprossen. Und das mehrmals im<br />

Jahr.<br />

Abfallprodukte aus<br />

Unfallklinik<br />

Dank effektiver Düngung mit natürlichen<br />

Nährstoffen aus beispielsweise<br />

zersetzten Gartenabfällen<br />

von Dorfbewohnern sowie<br />

herabfallen<strong>den</strong> Blättern von auf<br />

der Anbaufläche stehen<strong>den</strong> Obstbäumen<br />

„konnten wir auf ein und<br />

derselben Fläche drei bis vier Mal<br />

in nur einer Saison ernten“. In<br />

Zahlen ausgedrückt: 12 Tonnen<br />

Gemüse auf 3 500 Quadratmetern<br />

Anbaufläche im Jahr 2022. Zum<br />

Vergleich: „Früher hatten wir auf<br />

dieser Fläche vier, fünf Lämmer,<br />

die uns letztlich, jeweils, 60 bis 70<br />

Kilogramm Fleisch einbrachten.“<br />

Für zwölf Tonnen Lammfleisch<br />

Daniel Haser betreibt federführend <strong>den</strong><br />

Haserhof in Bad Bayersoien.<br />

bräuchte es eine schier unvorstellbar<br />

größere Weidefläche.<br />

Keine 100 Meter von der Gemüseanbaufläche<br />

entfernt: Ein 1 500<br />

Quadratmeter großes Freilaufgehege<br />

mit angrenzendem, rund um<br />

die Uhr zugänglichen Stall, in dem<br />

350 Legehennen quickfidel hinund<br />

herspringen, fliegende Insekten<br />

aus der Luft jagen und die<br />

letzten warmen Sonnenstrahlen<br />

des Jahres genießen. Vor Fein<strong>den</strong><br />

aus der Luft, allen voran dem Habicht,<br />

schützen 800 Holunderstau<strong>den</strong><br />

um das Gehege sowie mehrere<br />

Streuobstbäume innerhalb<br />

des von Maschendraht umzäunten<br />

Areals. „Hühner sind von Natur<br />

aus Waldrandbewohner, können<br />

sich vor Luftangriffen unter <strong>den</strong><br />

Sträuchern gekonnt und effektiv<br />

schützen“, weiß Daniel Haser. Viel<br />

interessanter aber ist die Fütterung<br />

der Hühner: Die bekommen<br />

zu rund einem Drittel Altbrot von<br />

umliegen<strong>den</strong> Bäckereien und Hotels<br />

– Ware, die ansonsten kostenpflichtig<br />

und fachgerecht als<br />

gewerblicher Bio-Müll entsorgt<br />

würde. Und obendrein ein spezielles<br />

Legehennen-Kornfutter in-<br />

6 | <strong>altlandkreis</strong>


Haserhof-Schweine erfreuen sich an Spielzeugen und reichlich Platz.<br />

klusive Pflanzenkohlemischung, in<br />

diesem Falle von einer Futtermühle<br />

bei Habach. Diese Pflanzenkohle<br />

bewirkt wiederum, dass der Kot<br />

der Hühner sich besonders gut als<br />

Dünger eignet. Allerdings nicht <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> dritten Geschäftszweig der<br />

landwirtschaftlichen Genossenschaft:<br />

Die Zucht von Austernpilzen.<br />

Diese <strong>für</strong> einfache wie gehobene<br />

Küche stark nachgefragten<br />

Pilze gedeihen auf einer Brut mit<br />

Kalk, Kaffeehäutchen und Kaffee-<br />

F<br />

satz. Letzterer wird ebenfalls aus<br />

regionalen Bäckereien und Hotels,<br />

ja sogar von der Unfallklinik Murnau<br />

bezogen. Für die Zucht der<br />

Austernpilze sind zwei spezielle<br />

Räumlichkeiten mit jeweils unterschiedlichem<br />

Klima eingerichtet<br />

wor<strong>den</strong>. In einem auf dem Hinterhofplatz<br />

stehen<strong>den</strong> Bungalow<br />

ist es dunkel und warm, bei gut 20<br />

Grad Celsius eher sommerlich –<br />

hier entwickelt sich das sogenannte<br />

Myzel. <strong>Das</strong> wiederum wird, <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> finalen Reifeprozess, „umgetopft“<br />

in <strong>den</strong> zweiten Raum, <strong>den</strong><br />

sogenannten Fruchtungsraum.<br />

Der befindet sich im am Wohnhaus<br />

angrenzen<strong>den</strong>, alten Stall<br />

(ehemaliger Viehhandel) des<br />

Haserhofs – bei 12 Grad und höherer<br />

Luftfeuchte herrschen darin<br />

herbstliche Bedingungen. Letztlich,<br />

vom Ansetzen bis zur Ernte<br />

der Austernpilze, gehen zehn bis<br />

zwölf Wochen ins Land. Heißt: Die<br />

In Bad Bayersoien gezüchtet: Austernpilze.<br />

Austernpilze können – dank Klimaanlagen<br />

– das ganze Jahr über<br />

produziert und geerntet wer<strong>den</strong>.<br />

In Zahlen ausgedrückt, auf <strong>den</strong><br />

Monat heruntergebrochen: 500<br />

bis 750 Kilogramm, wohlgemerkt<br />

in recht kleinen Räumlichkeiten<br />

von insgesamt rund 50 Quadratmetern.<br />

„Paniertes Schnitzel,<br />

Ragout, Bolognese, Pesto, leckere<br />

Suppen – du kannst aus Austernpilzen<br />

fast alles machen, sie<br />

im Grunde als tollen Fleischersatz<br />

verwen<strong>den</strong>.“ Ein Fleischersatz,<br />

der viele hochwertige Proteine<br />

beinhaltet. Die sind wiederum essentiell<br />

<strong>für</strong> Wachstum, Gesundheit<br />

und Vitalität des menschlichen<br />

Körpers.<br />

Fertiggerichte vom<br />

Vollzeitkoch<br />

Wer trotzdem nicht auf richtiges<br />

Fleisch verzichten<br />

möchte: Neben<br />

Gemüse, Legehennen<br />

und Austernpilzen<br />

setzt „faustgrob &<br />

piekfein“ auch auf die<br />

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Schuhreparatur<br />

Sch<br />

hauseigene Aufzucht<br />

von Schweinen. Die<br />

haben bei mehr als<br />

sechs Quadratmetern<br />

pro Tier fast sechs Mal<br />

so viel Platz, wie vom<br />

Tierschutzgesetz vorgeschrieben,<br />

bekommen<br />

dank halboffenem Laufstall<br />

rund um die Uhr Frischluft, haben<br />

mehrere „Spielsachen“ zum Reiben,<br />

Bürsten und Herumtollen zur<br />

Verfügung und wer<strong>den</strong> ebenfalls<br />

mit Altbrot aus der Region gefüttert.<br />

„In diesem Falle sind die Abfallprodukte<br />

der hiesigen Bäcker<br />

und Hotels sogar das Hauptfutter<br />

unserer Schweine“, sagt Daniel<br />

Haser, der an dieser Stelle also<br />

komplett auf Futterzukauf verzichten<br />

kann. Und, gemeinsam mit<br />

Mitarbeiter Alex Weichler, schwerpunktmäßig<br />

<strong>für</strong> die Produktion<br />

auf dem landwirtschaftlichen<br />

Betrieb mit Pflanzen und Tieren<br />

verantwortlich ist. Seine Frau Steffi<br />

Haser, die kreative Seele des<br />

Genossenschaft-Teams, kümmert<br />

sich um Marketing, Homepage<br />

und Gestaltung. Ariane Bierling<br />

um Betriebswirtschaft. Andreas<br />

Auhorn um <strong>den</strong> firmeninternen<br />

Strukturaufbau. Und Lukas Friedel<br />

vertreibt gemeinsam mit Stefanie<br />

Schüler Produkte und bindet <strong>den</strong><br />

Haserhof an die Gastronomie,<br />

allen voran an das renommierte<br />

Parkhotel in Bad Bayersoien, das<br />

seinen Gästen nicht nur leckere<br />

Gerichte mit Gemüse und Fleisch<br />

aus unmittelbarer Nachbarschaft<br />

anbietet. „Wir<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 7<br />

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8 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Frohe<br />

Weihnachten!<br />

Wir möchten uns bei<br />

unseren Kun<strong>den</strong> und<br />

Partnern bedanken<br />

und wünschen frohe<br />

Weihnachten sowie<br />

einen guten Rutsch<br />

ins neue Jahr.<br />

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Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!<br />

haben in <strong>den</strong> Räumlichkeiten des<br />

Parkhotels inzwischen eine eigene<br />

Küche“, sagt Daniel Haser. In der<br />

steht wiederum David Hauer, seit<br />

kurzem Vollzeitkoch <strong>für</strong> „faustgrob<br />

& piekfein“. Heißt: Die Haserhof-<br />

Produkte wer<strong>den</strong> nicht nur als<br />

Rohzutaten an Privatkun<strong>den</strong>, Restaurants,<br />

Hotels sowie Großküchen<br />

wie der im UKM verkauft,<br />

sondern auch zu leckeren Gerichten<br />

verarbeitet, oder längerfristig<br />

haltbar gemacht. Die Rede ist unter<br />

anderem von Fertiggerichten<br />

aus Gläsern, zum Beispiel Gulasch,<br />

Bolognese, Blaukrautsuppe,<br />

Kürbissuppe, Gemüse-Antipasti<br />

und Pilzragout. Aber auch von<br />

Frischsalaten aus Rote Beete,<br />

Sauerkraut, Grünkohl oder Eiern.<br />

Obendrein beliefert die Genossenschaft<br />

über das Projekt „Obst,<br />

Gemüse, Milch und Käse“ hiesige<br />

Kindergärten und Grundschulen<br />

wöchentlich mit gesun<strong>den</strong>, regionalen<br />

Lebensmitteln. Und bietet<br />

Kun<strong>den</strong> und Interessierten maximale<br />

Transparenz in Form von<br />

Fachvorträgen. Die fin<strong>den</strong> je<strong>den</strong><br />

Samstagvormittag auf dem Haserhof<br />

statt, parallel zum Direktverkauf<br />

aus dem mobilen Marktstand.<br />

Landwirt mit<br />

Urlaubsanspruch?<br />

Auf <strong>den</strong> ersten Blick<br />

wirkt das vielschichtige<br />

Konzept von „faustgrob &<br />

piekfein“ komplex, fast<br />

schon erschlagend. Bei<br />

genauerem hinschauen<br />

aber „haben wir nichts<br />

neu erfun<strong>den</strong>, betreiben<br />

unsere Landwirtschaft<br />

im Grunde so, wie es<br />

früher in Zeiten vor der<br />

Industriealisierung und<br />

Globalisierung ganz<br />

normal war in unserer<br />

Region“, sagt Daniel<br />

Haser, der in Sachen<br />

„Verlängerung der Lebensmittelkette“<br />

noch<br />

wahnsinnig viel Luft<br />

nach oben sieht, <strong>für</strong><br />

noch effizienteres saisonales<br />

und regionales<br />

Landwirtschaften im<br />

Sinne der Natur Laboruntersuchungen<br />

und<br />

hofeigene Versuche<br />

nicht scheut. Im Privatgarten<br />

wird der Anbau<br />

exotischerer Gemüsesorten<br />

getestet. „Wir<br />

haben heuer zum<br />

Beispiel Artischocken<br />

angebaut, die erstaunlich<br />

gut gewachsen<br />

sind.“ <strong>Das</strong> Substrat der<br />

Austernpilze könnte<br />

künftig die aus Habach<br />

zugekaufte Pflanzenkohle<br />

ersetzen, „womit<br />

wir nicht nur unsere Schweine,<br />

sondern auch die Hühner mit<br />

nährstoffreichen, lokalanfallen<strong>den</strong><br />

Abfallprodukten vollständig versorgen<br />

könnten“. Außerdem könne<br />

von Obst und Gemüse ohnehin<br />

viel mehr verwertet wer<strong>den</strong>, als<br />

vom Durchschnittsbürger gedacht.<br />

Brennnessel, Holunderblüten und<br />

Löwenzahn sind nur drei Beispiele,<br />

die bei „faustgrob & piekfein“<br />

ebenfalls als wertvolle Kräuter <strong>für</strong><br />

leckere Gerichte angeboten wer<strong>den</strong>.<br />

Am allerwichtigsten aber ist,<br />

dass Daniel Haser, seine Frau und<br />

die anderen Mitstreiter der jungen<br />

Je<strong>den</strong> Samstag am Filzweg in Bayersoien: Frische<br />

Lebensmittel ab Hof von 9 bis 16 Uhr.<br />

Genossenschaft von ihrem genialen<br />

Projekt auch leben können,<br />

ohne sich da<strong>für</strong> kaputtzuarbeiten.<br />

Hintergrund: <strong>Das</strong> Prinzip dieser<br />

maximal nachhaltigen Landwirtschaft<br />

haben Daniel Haser und<br />

seine Frau Steffi bereits vorbildlich<br />

gelebt, sich vor Nachfrage<br />

und auch Medienrummel jedoch<br />

kaum retten können. „Was uns<br />

nach bereits wenigen Jahren derart<br />

zu viel wurde, dass wir einen<br />

Schlussstrich ziehen mussten.“<br />

Mit Gründung der Genossenschaft<br />

dagegen sind alle Mitglieder von<br />

„faustgrob & piekfein“ (www.<br />

faustgrob-piekfein.de)<br />

angestellt in Voll- oder<br />

Teilzeit, bekommen ein<br />

monatliches Festgehalt,<br />

haben Urlaubsanspruch<br />

und die Möglichkeit auf<br />

Fortbildungen. Daniel<br />

Haser bezeichnet diesen<br />

Rahmen als „Gol<strong>den</strong>e<br />

Kaste der Landwirtschaft“.<br />

Eine Kaste, die<br />

funktioniert. Die Kun<strong>den</strong><br />

begeistert. Die andere<br />

Landwirte zum Nachund<br />

Um<strong>den</strong>ken anregt.<br />

Und die – das allerwichtigste<br />

– Umwelt und Natur<br />

nicht unnötig belastet.<br />

js


Auf der Roten Couch<br />

Die Weltmeisterin<br />

Grillen, wie der Hintergrund<br />

zeigt, ist ihre große Lei<strong>den</strong>schaft:<br />

Teamweltmeisterin<br />

Katharina Bertl auf der<br />

Roten Couch, die hier neben<br />

einer Holzhütte auf dem<br />

elterlichen Anwesen in<br />

Böbing steht.<br />

Foto: Felix Baab<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 9


Böbing | „Alles, bloß nicht in einer<br />

Metzgerei!“ <strong>Das</strong> Praktikum im<br />

Betrieb von Familie Haslacher absolvierte<br />

Katharina Bertl nach Abschluss<br />

der Mittelschule eigentlich<br />

nur, dass die anwerbende Inhaberin<br />

„endlich a Ruah gibt“. <strong>Das</strong>s sich<br />

aus diesem sechsstündigen Reinschnuppern<br />

eine Lei<strong>den</strong>schaft <strong>für</strong>s<br />

Leben entwickelt, gefolgt von einer<br />

Ausbildung zur Metzgereifachverkäuferin<br />

mit Abschluss als Innungssiegerin,<br />

„hätte ich mir vor diesem<br />

Praktikumstag niemals vorstellen<br />

können“. Heute ist die Böbingerin,<br />

35, Meisterin im Verkauf, ausgezeichnete<br />

Köchin, zertifizierte Grillmeisterin,<br />

zertifizierte Contador,<br />

Ausbilderin und Recruiterin sowie<br />

Filialleiterin in einer der bundesweit<br />

besten Metzgereien. <strong>Das</strong> absolute<br />

Highlight Ihrer Karriere aber<br />

geschah Anfang September 2022:<br />

Mit dem „Butcher Wolfpack“, der<br />

Metzgerelite Deutschlands, rockte<br />

Sie ein Basketballstadion in Sacramento,<br />

Kalifornien, und ließ zwölf<br />

anderen Nationen keine Chance<br />

– Teamweltmeister! Im großen<br />

Interview auf der Roten Couch<br />

spricht die handwerklich begabte<br />

Powerfrau über Aufnahme, Vorbereitung,<br />

Kosten und Ablauf der<br />

Worlds Butcher Challenge (WBC),<br />

wie schwer es Metzgereien in Zeiten<br />

von „vegan“ und „vegetarisch“<br />

haben, worin sich hochwertiges<br />

Fleisch von billigem unterscheidet<br />

und wie gefragt ihre Autogrammkarten<br />

sind.<br />

Frau Bertl, wie nervös waren Sie<br />

am ersten Septemberwochenende<br />

2022?<br />

Ehrlich gesagt gar nicht. Wir haben<br />

uns aufgrund des coronabedingten<br />

WM-Ausfalls 2020 über fast vier<br />

Jahre intensiv vorbereitet. Allein<br />

Jörg, der erst seit Oktober 2021 im<br />

Sechser-Team dabei ist, fuhr in<br />

zwölf Monaten rund 25-mal von<br />

Berlin nach Bayern, um im Fleischerzentrum<br />

in Augsburg oder bei<br />

der Metzgerei Moser in Landsberg<br />

mit uns zu trainieren. Allein das<br />

zeigt, welch großen Aufwand wir<br />

<strong>für</strong> die Worlds Butcher Challenge<br />

betrieben haben.<br />

Wie lief der WM-Wettkampf im kalifornischen<br />

Sacramento ab?<br />

Er fand in einem Basketballstadion<br />

statt. Bereits zwei Tage vorher<br />

hatten wir drei Stun<strong>den</strong> Zeit, um<br />

unsere Ausrüstung wie Tische,<br />

Arbeitsplatten, Messer, Sägen,<br />

Dekogegenstände, Kettenhem<strong>den</strong>,<br />

Stechschutzschürzen und<br />

Handschuhe aufzubauen und<br />

herzurichten. Tags darauf war der<br />

Nachwuchs im Einzel dran. Und<br />

am dritten Tag dann wir als Team,<br />

zeitgleich gegen zwölf andere Nationen.<br />

Die Kernaufgabe?<br />

Vor <strong>den</strong> Augen einer 14-köpfigen<br />

Fachjury, Fans auf der Tribüne<br />

und lautstarker, motivierender<br />

Musik ein halbes Rind, ein halbes<br />

Schwein, ein ganzes Lamm, und<br />

sechs Hühner zu rund 100 Köstlichkeiten<br />

veredeln, küchenfertig<br />

vorbereiten und präsentieren. Was<br />

genau, war letztlich jedem Team<br />

selbst überlassen. Wir haben uns<br />

im Vorfeld auf das Oktoberfest-<br />

Motto „Himmel der Bayern“ geeinigt<br />

und unter anderem auch<br />

Bratwürste, Weißwürste, Brätnockerl<br />

und Leberkäse gemacht – das<br />

kannten die meisten anderen Nationen<br />

und auch die ausländischen<br />

Jury-Mitglieder nicht, kam nach<br />

anfänglicher Skepsis aber richtig<br />

gut an. Letztlich hatten wir und die<br />

zwölf anderen Nationen – Australien,<br />

USA, Brasilien, Kanada, Frankreich,<br />

Großbritannien, Island, Italien,<br />

Irland, Neuseeland, Portugal<br />

und Wales – maximal dreieinhalb<br />

Stun<strong>den</strong> Zeit. Am Ende wur<strong>den</strong> wir<br />

sogar gut zehn Minuten früher fertig,<br />

konnten so noch Weißwürste<br />

warmmachen und Leberkäse rausbacken.<br />

Sie schwärmen auf Social Media in<br />

höchsten Tönen vom „tollen Team“.<br />

Wie heißen „deine Männer“, woher<br />

kommen sie und wer hatte im<br />

„Butcher Wolfpack“ welche Funktion?<br />

Dirk Freyberger aus Nürnberg,<br />

unser Teamchef, ist gemeinsam<br />

mit mir Finisher gewesen. Jörg<br />

Erchinger aus Berlin und Matthias<br />

Endraß aus Bad Hindelang im<br />

Allgäu sind unsere Boner und Zerleger,<br />

kümmerten sich um die körperlich<br />

schwerste Arbeit. Michael<br />

Moser aus Landsberg ist <strong>für</strong> Feinzuschnitt<br />

sogenannter Sonderaufgaben<br />

zuständig gewesen, schaffte<br />

es im Zuge dessen sogar ins<br />

Allstar-Team. Und Jürgen Reck aus<br />

Möhrendorf bei Erlangen, fünffacher<br />

Europameister im Einzel, war<br />

unser Bratwurstkönig. Alle meine<br />

fünf Männer sind Inhaber erfolgreicher,<br />

familiengeführter Metzgereien<br />

und zählen ohne Übertreibung<br />

zur absoluten Metzgerelite in<br />

Deutschland. Die Einzige aus unserem<br />

Wolfsrudel, die keine Metzgermeisterin<br />

ist und auch keinen<br />

eigenen Betrieb führt, bin ich.<br />

Trotzdem haben Sie es ins Team<br />

geschafft?<br />

Als langjährige Metzgereifachverkäuferin<br />

und Filialleiterin in unterschiedlichen<br />

Metzgereien war<br />

ich bereits ein Riesenfan, habe die<br />

Männer vom Butcher Wolfpack via<br />

Livestream und auf Social Media<br />

regelmäßig verfolgt und wäre früher<br />

schon happy gewesen, sie auch<br />

nur ein einziges Mal live sehen zu<br />

dürfen. Da ich selbst viel auf Social<br />

Media mache, ist Dirk Freyberger<br />

bei der Suche nach einer Finisherin<br />

eines Tages auf mich aufmerksam<br />

gewor<strong>den</strong> und hat mich zu einem<br />

Casting eingela<strong>den</strong>. Dort konnte<br />

ich überzeugen und wurde daraufhin,<br />

das war Anfang 2019, ins Team<br />

aufgenommen.<br />

Weil Sie Ihren Part in Perfektion<br />

beherrschen. Die größte Herausforderung<br />

<strong>für</strong> Sie als „Finisherin“?<br />

Schwer zu sagen. Ich war so fokussiert,<br />

feingliedrig, detailliert und<br />

schnell zu arbeiten, dass ich nicht<br />

Katharina Bertl und „<strong>altlandkreis</strong>“-Redakteur Johannes Schelle im Gespräch.<br />

Normalerweise fin<strong>den</strong> an diesem Platz Grillseminare statt.<br />

mal mitbekommen habe, dass<br />

Dirk, der sich wenige Wochen vor<br />

der WM was gebrochen hatte, nach<br />

wenigen Minuten im Wettkampf<br />

seine Schiene ausgezogen und unter<br />

<strong>den</strong> Tisch geworfen hat. Letztlich<br />

habe ich alles, was die Männer<br />

an Fleisch und Wurst feinsäuberlich<br />

ausgebeint, geschnitten und<br />

hergestellt haben, präsentierfähig<br />

gemacht, unsere Produkte mit<br />

Hilfe von Obst, Gemüse, Kräutern,<br />

Schnüren, Shrimps und vielen anderen<br />

Dingen veredelt, ihnen quasi<br />

<strong>den</strong> Feenstaub darübergelegt.<br />

Die strenge Jury mit einem umfassen<strong>den</strong>,<br />

vier Seiten starken Bewertungskatalog,<br />

angefangen bei<br />

Hygiene, sauberes Arbeiten und<br />

Zusammenhalt im Team, war begeistert,<br />

hat Sie und Ihre Männer<br />

vor Neuseeland und Australien<br />

zum Team-Weltmeister 2022 gekürt.<br />

<strong>Das</strong> Erreichte schon begriffen?<br />

Allein durch <strong>den</strong> Running-Gag in<br />

unserer WhatsApp-Gruppe, wo<br />

ständig ein anderer aus dem Team<br />

<strong>den</strong> Satz „Ich glaub, wir sind Weltmeister!“<br />

reingeschrieben hat,<br />

aber auch durch das Anschauen<br />

eines bewegen<strong>den</strong> Sponsorenfilms<br />

über unsere Leistung, ist es mittlerweile<br />

endgültig angekommen.<br />

„Sponsoren“. Ein gutes Stichwort.<br />

Was hat Euch diese WM gekostet?<br />

Von der schier unzähligen Freizeit,<br />

die wir in dieses Projekt investiert<br />

haben, mal abgesehen: 127 000<br />

Euro! An dieser Stelle nochmals<br />

einen Riesendank, allen voran an<br />

unsere Goldsponsoren mit Beteilungen<br />

ab 10 000 Euro, die uns so<br />

tatkräftig mit Geld, Werkzeugen,<br />

Maschinen und hochwertigem<br />

Fleisch wie Dry Aged Gold Beef unterstützt<br />

haben. Und uns in der heißen<br />

Phase der Vorbereitung trotz<br />

Corona treu geblieben sind. Wobei<br />

andere Nationen wesentlich mehr<br />

ausgegeben haben als wir. Frankreich<br />

kostete diese WM angeblich<br />

mehr als drei Millionen Euro!<br />

Stolze Summen, die <strong>den</strong>noch weit<br />

weg sind von Beträgen im Fußball.<br />

Welchen Stellenwert hat der Gewinn<br />

einer Metzger-WM?<br />

Ist natürlich mit einer WM im<br />

Spitzensport nicht ansatzweise zu<br />

vergleichen, weil unser Handwerk<br />

in der heutigen Zeit kein Prestigeberuf<br />

mehr ist, uns allein deshalb<br />

der Bekanntheitsgrad fehlt. Hinzu<br />

kommt, dass dieses WM-Format an<br />

sich noch gar nicht so alt ist, bis vor<br />

wenigen Jahren noch unter lediglich<br />

zwei bis fünf Teams ausgetragen<br />

wurde und die Jury-Entscheide<br />

oft fragwürdig waren. So viele Teilnehmer<br />

wie im September 2022,<br />

aber auch was eine objektive, faire<br />

Bewertung betrifft, gab’s noch nie.<br />

10 | <strong>altlandkreis</strong>


Habt Ihr aufgrund solcher Vorgeschichten<br />

überhaupt mit dem Gewinn<br />

des Titels rechnen dürfen?<br />

Egal wo wir vorher waren, zuletzt<br />

bei einer EM, sind wir mehr<br />

oder weniger ausgebootet wor<strong>den</strong><br />

durch Schiebung. Allein deshalb<br />

sind wir auch bei dieser WM<br />

ohne Titel-Erwartung angetreten,<br />

wollten lediglich die <strong>für</strong> uns bestmögliche<br />

Leistung abrufen. Als<br />

wir dann fertig waren, all die Last<br />

von uns abgefallen ist, haben wir<br />

schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses<br />

ausgelassen gefeiert, weil<br />

wir spürten und wussten, dass<br />

unsere Leistung sehr gut war. Was<br />

wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht<br />

wussten: Wie die Jury uns bewertet.<br />

Und wie die anderen Teilnehmer<br />

abgeschnitten haben.<br />

Insofern revolutionär, dass tatsächlich<br />

das Team mit der besten<br />

Performance gewonnen hat, nicht<br />

das mit dem größten Budget oder<br />

Vitamin-B-Kontakt. Autogrammkarten<br />

schon geschrieben?<br />

Wir haben tatsächlich Autogrammkarten,<br />

die allerdings nicht so gefragt<br />

sind. Beliebter sind limitierte,<br />

von uns handsignierte Messer<br />

und unsere Weltmeister-T-Shirts.<br />

Von Menschen aus unserer Region<br />

habe ich aber viele, persönlich<br />

geschriebene Glückwunschbriefe<br />

bekommen, unter anderem von<br />

Landrätin Andrea Jochner-Weiß,<br />

was mich sehr gefreut hat.<br />

Unabhängig vom WM-Titel: Welche<br />

Bedeutung hat das Metzgerhandwerk<br />

<strong>für</strong> Sie persönlich?<br />

Echtes Metzgerhandwerk ist <strong>für</strong><br />

mich, nach bestem Wissen und Gewissen<br />

ein qualitativ hochwertiges<br />

Genusslebensmittel mit eigenen<br />

Hän<strong>den</strong> zu kreieren, dabei kreativ<br />

zu sein, sowie mit Kun<strong>den</strong>, Kollegen<br />

und Teammitgliedern sehr eng<br />

und auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.<br />

Ein Werbeslogan meines<br />

damaligen Ausbildungsbetriebes,<br />

der Metzgerei Haslacher in Böbing,<br />

drückt es ganz gut aus: „<strong>Das</strong> gute<br />

Gefühl, das Beste zu kaufen“.<br />

Ein Slogan, der in Zeiten von „vegan“<br />

und „vegetarisch“ an Wert<br />

verliert?<br />

Sehe ich nicht so. In vielen Fällen<br />

be<strong>für</strong>worte ich diese Entwicklung<br />

sogar, weil ich merke, dass Veganer<br />

oder Vegetarier viel bewusster<br />

einkaufen und essen – da gibt es<br />

einige, die in unseren Filialen <strong>für</strong><br />

ihre Familienangehörigen einkaufen.<br />

Außerdem dürfen wir nicht<br />

vergessen: Vegetarische Ernährung<br />

ist nicht neu, gehört immer<br />

schon zu unserer Ernährungskultur<br />

dazu. Klassische Rezepte<br />

von Oma wie Kartoffel mit Milch,<br />

Dampfnudeln oder Apfelstrudel<br />

sind ja auch vegetarisch.<br />

Trotzdem kursieren auf Social Media<br />

zunehmend Videos von Aktivisten,<br />

die mit wissenschaftlich<br />

belegten Argumenten das „Töten<br />

von Tieren“ scharf verurteilen.<br />

Braucht der Mensch tatsächlich<br />

kein Fleisch, um sich ausgewogen<br />

ernähren zu können?<br />

Fleisch ist ein Genussmittel, das<br />

man in der Tat nicht zwingend<br />

braucht <strong>für</strong> eine ausgewogene<br />

Ernährung. Die Mineralstoffe, Eiweiße,<br />

essentiellen Fettsäuren und<br />

Ballaststoffe, die in Fleisch enthalten<br />

sind, können durch pflanzliche<br />

Produkte ersetzt wer<strong>den</strong>. Fakt ist<br />

aber auch: Für ganz viele Menschen<br />

auf dieser Welt, rund 90<br />

Prozent, gehört fleischhaltige Ernährung<br />

zum Leben dazu. Der kleine<br />

Teil, der dagegen ist, ist halt unglaublich<br />

laut – lauter als der Rest.<br />

Wobei es diesem „kleinen, lauten<br />

Teil“ in erster Linie ums Tierwohl<br />

geht …<br />

Auch nachvollziehbar, rational<br />

betrachtet aber viel zu kurz und<br />

einseitig gedacht. Allein zum Düngen<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Anbau von Getreide<br />

und Gemüse ist die Haltung von<br />

Nutztieren notwendig – mit deren<br />

Mist wer<strong>den</strong> Äcker fruchtbarer<br />

gemacht. Ein anderer Punkt: Für<br />

saubere Ernte riesiger Getreidefelder<br />

müssen auch unzählige, in<br />

diesem Falle wildlebende Tiere<br />

wie Mäuse oder Insekten sterben,<br />

damit sie am Ende des Tages<br />

nicht in Lebensmitteln lan<strong>den</strong>, die<br />

wir gerne Essen. Zum Beispiel im<br />

Müsli. Gleiches trifft auf die Bekleidungsbranche<br />

zu, wo ein Großteil<br />

des Leders <strong>für</strong> Schuhe, Klamotten<br />

und Accessoires nach wie vor aus<br />

Massennutztierhaltung stammt.<br />

Heißt: Wer beim Thema Tierwohl<br />

ganzheitlich und größer <strong>den</strong>kt als<br />

gewisse Aktivisten, stößt schnell<br />

an Grenzen. Aber, um zu meinem<br />

Beruf zurückzukommen: Wir sind<br />

nicht gegen Veganer und Vegetarier,<br />

sondern Genussbotschafter<br />

und Anlaufstelle <strong>für</strong> Menschen,<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 11


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Fleisch essen möchten.<br />

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hochwertig und von Tieren, die<br />

eben nicht aus weitentfernter,<br />

unwürdiger Massentierhaltung<br />

stammen, sondern artgerecht gehalten<br />

und gefüttert wer<strong>den</strong>.<br />

Worin unterscheidet sich gutes<br />

Fleisch von schlechtem, billigen?<br />

<strong>Das</strong> beginnt bereits bei der Tierrasse,<br />

bei der Wahl reiner Fleischrassen,<br />

keiner gemischten mit<br />

Milch- und Fleischgenetik. In der<br />

obersten Liga spielen da unter anderem<br />

Limousin, Galloway, Salers,<br />

Angus, Wagyu oder Schottisches<br />

Hochlandrind. Letztere hält mein<br />

Bruder auf unserem elterlichen Hof<br />

in Böbing – die dürfen das ganze<br />

Jahr über draußen sein. Wer aber<br />

nicht beim klassischen Metzger vor<br />

Ort, sondern lieber konventionell<br />

im Supermarkt einkauft, bekommt<br />

es vor Fliegen nur so wimmelte, ja<br />

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Bankverbindung: Raiffeisenbank <strong>Pfaffenwinkel</strong> eG | IBAN: DE14 7016 9509 0000 1212 58 | BIC: GENODEF1PEI<br />

Milchgenetik – das kannst du noch <strong>Das</strong> beste Fleisch von welchem Tier<br />

so gut ausschlachten, wird qualitativ<br />

aber nie gut sein. Gleiches Irish Prime Beef vom Angus. Wir<br />

ist?<br />

gilt <strong>für</strong> Jungbullenfleisch, welches beim Moser sind eine von nur zwei<br />

zwar günstiger, aber qualitativ Metzgereien in ganz Deutschland,<br />

ebenfalls nicht gut ist. Darüber die von deren Familienbetrieb<br />

hinaus entschei<strong>den</strong>d: Die Fütterung.<br />

Schweine, die nur Nassfutter dürfen. Ein Privileg, <strong>für</strong> das wir<br />

angerufen wer<strong>den</strong> und bestellen<br />

bekommen, haben auch nasses Regionalität ausnahmsweise mal<br />

Fleisch – nicht gut! Besser ist möglichst<br />

trockenes Futter wie Brot,<br />

ausblen<strong>den</strong>.<br />

getreideartiger Brei, zwischendrin<br />

Gras. Bei hochwertigem Schinken<br />

von aus Italien und Spanien stammen<strong>den</strong><br />

Iberico-Schweinen riechst<br />

du sogar am Fleisch die Kräuter,<br />

die von <strong>den</strong> Tieren draußen auf<br />

der Weide gefressen wur<strong>den</strong>. Wir<br />

beim Moser in Landsberg verarbeiten<br />

nur Fleisch von Bauern, von<br />

<strong>den</strong>en wir alles wissen – wie die<br />

Tiere gehalten wer<strong>den</strong>, wie die<br />

Ställe ausschauen und mit was die<br />

Tiere gefüttert wer<strong>den</strong>. Stressfreies<br />

Leben und stressfreie Schlachtung<br />

sind da ganz wichtig, aber noch<br />

Der Goldschmiedemeister längst nicht alles. Rinderlende im<br />

im Herzen Schongaus am Marienplatz / Ecke Ballenhausstr. 5, Supermarkt wird beispielsweise<br />

Tel. 08861 7584, www. schongauer-goldschmiede.de schneller und mit Hilfe von Blaulicht<br />

gereift, weil die die Zeit nicht<br />

haben, ihre Produkte möglichst<br />

schnell an möglichst viele Menschen<br />

verkaufen wollen. Wir dagegen<br />

lassen Fleisch bis zu zwölf<br />

Tage ohne künstliches Licht reifen –<br />

dann ist es perfekt.<br />

Ein absolutes No-Go in Sachen<br />

Tierwohl?<br />

Alles, was mit Vernachlässigung<br />

eines Tieres zu tun hat. Da spielt<br />

es keine Rolle, ob ein Landwirt<br />

5 000 oder fünf Tiere hält – sobald<br />

eines vernachlässigt wird, geht es<br />

der ganzen Herde schlecht. Auch<br />

hier in der Region gab’s immer<br />

wieder mal Fälle, wo das Veterinäramt<br />

einem Landwirt Tiere<br />

wegnehmen musste, weil sie<br />

knietief im eigenen Kot stan<strong>den</strong>,<br />

Die Schongauer Goldschmiede<br />

Ihre Schmuck-<br />

Meister-Werkstatt<br />

12 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Michael Moser haben Sie über das<br />

„Butcher Wolfpack“ kennengelernt,<br />

arbeiten seit Ende 2020 <strong>für</strong> ihn und<br />

seine gleichnamige Metzgerei in<br />

Landsberg am Lech – vom Fachmagazin<br />

„Feinschmecker“ zigfach als<br />

Top-Ten-Metzgerei Deutschlands<br />

ausgezeichnet. Warum?<br />

In erster Linie, weil Michi stets positiv<br />

unzufrie<strong>den</strong> ist und das auch<br />

vorlebt. Heißt: Eigentlich passt in<br />

unserem Betrieb alles, aber wir<br />

möchten trotzdem immer noch<br />

besser wer<strong>den</strong>. Abgesehen davon<br />

ist unser Chef schlichtweg a sauguader<br />

Metzger, einer der besten<br />

in Deutschland und der Welt, der<br />

auch im Bereich Fleischsommelier<br />

einiges bewegt und auch viel <strong>für</strong><br />

die Handwerkskammer macht –<br />

einer, der diesen Beruf lebt wie<br />

kaum ein zweiter.<br />

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag dort aus?<br />

Ich stehe meistens um halb fünf<br />

auf, fahre von Böbing nach Landsberg<br />

ins Hauptgeschäft, arbeite<br />

dort bis Mittag. Danach geht’s<br />

weiter in die Ludwigstraße, wo ich<br />

direkte Filialleitung habe und bis<br />

La<strong>den</strong>schluss arbeite. Inhaltlich bin<br />

ich viel im direkten Verkauf tätig,<br />

habe aber auch unsere drei Azubis<br />

unter mir, sowohl Metzger als auch<br />

Metzgerfachverkäuferinnen. <strong>Das</strong><br />

Arbeiten mit jungen Menschen, die<br />

<strong>Das</strong> perfekte Fleisch: Katharina Bertl am Grill und im Weltmeister-Outfit.


Hochwertiges Fleisch von glücklichen Tieren: Katharina Bertls Bruder<br />

züchtet Schottisches Hochlandrind, Sommer wie Winter draußen.<br />

Bock auf ihren Job haben, macht<br />

mir extrem viel Spaß und entfacht<br />

auch in mir immer wieder aufs<br />

Neue die Lei<strong>den</strong>schaft <strong>für</strong> meine<br />

Aufgaben.<br />

Und was verbirgt sich hinter „Meat<br />

me Dahoam“?<br />

<strong>Das</strong> ist meine eigene, kleine Grillschule<br />

mit Barbecue-Workshops<br />

auf dem elterlichen Hof in Böbing.<br />

In einer Holzhütte mit Terrasse und<br />

Zelt <strong>für</strong> <strong>den</strong> Außenbereich biete ich<br />

professionelle Grillseminare an,<br />

meistens an Samstagen und Sonntagen<br />

über je vier Stun<strong>den</strong>.<br />

Ihr heißester Tipp?<br />

Die ideale Grilltemperatur liegt bei<br />

200 Grad, kann aber nur erreicht<br />

wer<strong>den</strong>, wenn der Rost sauber ist.<br />

Deshalb würde ich immer nur die<br />

eine Hälfte des Rostes mit Fleisch<br />

belegen, es nach zweieinhalb Minuten<br />

umdrehen und auf die andere,<br />

noch unberührte Rostfläche<br />

legen. Währenddessen dann die<br />

bereits benutze Fläche wieder mit<br />

Grillzange oder ähnlichem sauberschaben<br />

– Dreck am Rost senkt die<br />

Temperatur um bis zu 40 Grad.<br />

Sie sind nicht nur Grillmeisterin,<br />

sondern auch zertifizierte Contador.<br />

Was ist das?<br />

In Spanien ist ein Contador so etwas<br />

wie bei uns in Deutschland<br />

ein Sternekoch, jedoch spezialisiert<br />

auf Schinken. Es gibt Schinken <strong>für</strong><br />

bis zu 1 700 Euro pro Kilogramm.<br />

Manche sehen darin sogar eine<br />

Geldanlage. Und ein Contador<br />

kann dazu alles sagen. Er weiß,<br />

wie ein Edelschinken herzustellen<br />

und zu schnei<strong>den</strong> ist, woher das<br />

Tier stammt, wo und wie es gelebt<br />

hat. Derzeit bin ich eine der wenigen<br />

Frauen in Deutschland, die als<br />

Contador gelistet sind, wurde aber<br />

noch nicht gebucht. In Deutschland<br />

ist dieses Thema eine Nische.<br />

Haben Sie, passend zum Jahreswechsel,<br />

einen kulinarischen Silvester-Tipp<br />

<strong>für</strong> unsere Leserinnen und<br />

Leser?<br />

Für Fondue muss es nicht zwingend<br />

Filet sein. Es gibt auch wunderbare<br />

Stücke aus der Hüfte oder<br />

B-Cuts wie Terrace Major aus der<br />

Schulter. <strong>Das</strong> ähnelt einem Filet,<br />

ist aber fester und mineralischer<br />

im Geschmack – ein traumhaftes<br />

Fleisch.<br />

Auch traumhaft: Ihr ehrenamtliches<br />

Engagement. Sie arbeiten regelmäßig<br />

<strong>für</strong> die Handwerkskammer und<br />

lieben es, junge Leute zu rekrutieren.<br />

Wie?<br />

Früher, indem ich auf Jobmessen<br />

Leckeres zu Essen mitgebracht,<br />

ein Fingerfood-Buffet aufgebaut<br />

habe. Inzwischen haben wir von<br />

der Innung einen umfangreich bestückten<br />

Stand mit tollem Merche,<br />

an dem wir mit Schülern unter anderem<br />

Bratwürste abdrehen und<br />

grillen – das kommt gut an.<br />

Trotzdem steht es um <strong>den</strong> Metzger-<br />

Nachwuchs nicht gut.<br />

<strong>Das</strong> stimmt. Obwohl wir mittlerweile<br />

bezahlen wie die Industrie.<br />

Unser Imageproblem ist das eine.<br />

<strong>Das</strong>s guter Lohn allein <strong>den</strong> jungen<br />

Menschen nicht mehr ausreicht,<br />

man ihnen als Arbeitgeber viel<br />

mehr bieten muss, Stichwort Work-<br />

Life-Balance, das andere.<br />

Was verdient ein Azubi?<br />

Sowohl angehende Metzger als<br />

auch Metzgereifachverkäuferinnen<br />

verdienen im ersten Lehrjahr 1 100,<br />

im zweiten 1 200 und im dritten<br />

1 300 Euro.<br />

Und danach?<br />

Kommt es auf <strong>den</strong> Gesellen selbst<br />

an, weshalb ich sehr darauf achte,<br />

dass meine Auszubil<strong>den</strong><strong>den</strong><br />

richtig gut sind, was vorzuzeigen<br />

haben und so von vorne herein<br />

300 bis 400 Euro mehr verlangen<br />

können. Im Idealfall wer<strong>den</strong> sie<br />

Innungssieger, was uns bereits<br />

mehrfach gelungen ist.<br />

Filialleitung und Ausbilderin beim<br />

Moser, Finisherin im Butcher Wolfpack,<br />

Grillseminare, Contador, Rekruiterin<br />

<strong>für</strong> die Handwerksammer<br />

und bald auch Fleischsommelier –<br />

was treibt Sie an?<br />

Wenn ich was mache, dann gescheit.<br />

Und ich mach’s auch wahnsinnig<br />

gern – der Beruf ist vom Tag<br />

dieses Praktikums damals zur großen<br />

Lei<strong>den</strong>schaft von mir gewor<strong>den</strong>,<br />

obwohl ich ihn zu Beginn gar<br />

nicht lernen wollte. 70 bis 80 Arbeitsstun<strong>den</strong><br />

die Woche sind keine<br />

Ausnahme.<br />

Bleibt da noch Zeit <strong>für</strong> Hobbys?<br />

(lacht) Grillen! Ab und an Sauna-<br />

Therme. Oder einfach mal ausschlafen.<br />

Aber viel Zeit bleibt <strong>für</strong><br />

Hobbys und Privatleben nicht. Deswegen<br />

auch Single.<br />

Muss Ihr Zukünftiger Metzger sein?<br />

Naja … Meine zwei längeren Beziehungen<br />

waren mit Metzgern.<br />

Und neulich habe ich einen Vegetarier<br />

gedatet. Es muss halt einfach<br />

passen.<br />

Machen Sie wenigstens mal Urlaub?<br />

Mein Urlaub war heuer quasi der<br />

Aufenthalt in Sacramento, die WM,<br />

nach der ich schon ein kleines Tief<br />

hatte. Ansonsten geht’s bei mir<br />

aber meistens Vollgas durch.<br />

Was sagen Ihre Schwester, Ihre<br />

drei Brüder, die Eltern und Freunde<br />

dazu?<br />

Viele Freunde hätten natürlich<br />

gerne, dass ich etwas weniger mache,<br />

aber im Grunde sind alle super<br />

stolz auf das, was ich in Sacramento<br />

erreicht habe.<br />

Apropos: Was steht <strong>2023</strong> an?<br />

Im Frühjahr findet in Frankreich<br />

ein Zweier-Wettkampf statt, an<br />

dem Fabi und Ina unter dem Motto<br />

„Der Puppenspieler von Lyon“ teilnehmen<br />

– zwei Nachwuchskräfte<br />

aus unserem Butcher-Wolfpack-<br />

Team. Ich bin deren Coach, bereite<br />

sie auf <strong>den</strong> Bewerb bestmöglich<br />

vor. Wobei der richtig hart wer<strong>den</strong><br />

dürfte, weil in Frankreich die<br />

Branche viel größer ist als bei uns.<br />

Dort haben heuer 10 000 Lehrlinge<br />

neu angefangen, bei uns in<br />

Deutschland sind es gerade einmal<br />

3 500 angehende Metzger und<br />

Metzgereifachverkäuferinnen. Und<br />

nach diesem Wettkampf werde ich<br />

<strong>den</strong> Fleischsommelier machen.<br />

Und wie sieht’s in Sachen WBC-<br />

Titelverteidigung aus?<br />

Wir haben uns bereits eingekauft<br />

<strong>für</strong> die kommende Weltmeisterschaft.<br />

Ob sie in zwei oder<br />

drei Jahren stattfindet, wieder in<br />

Sacramento oder in Paris, steht<br />

allerdings noch offen. Stand jetzt<br />

bleiben auf je<strong>den</strong> Fall alle im Team<br />

zusammen und wer<strong>den</strong> zur Titelverteidigung<br />

antreten.<br />

js<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 13


Offener Umgang mit schwerer Depression<br />

Eine Stimme der Unsichtbaren<br />

Bernbeuren / Nachsee | Im Hamsterrad<br />

der digitalisierten Hochleistungsgesellschaft<br />

steigt die Zahl<br />

von Menschen mit psychischer<br />

Erkrankung seit Jahren rasant an.<br />

Statistisch betrachtet lei<strong>den</strong> inzwischen<br />

jede dritte Frau und jeder<br />

fünfte Mann in Deutschland an<br />

Depressionen. Und trotzdem sind<br />

diese nicht sichtbaren Krankheiten<br />

noch immer ein Tabuthema in<br />

der Gesellschaft. Viele Betroffene,<br />

aber auch deren Angehörige, gehen<br />

wenig offen und ehrlich damit<br />

um – sie haben Angst, verpönt<br />

und in eine Schublade gesteckt zu<br />

wer<strong>den</strong>. Conny Fischer aus Bernbeuren<br />

kennt dieses Problem aus<br />

eigner Erfahrung. Sie leidet seit<br />

mehr als zwölf Jahren an einer<br />

Bipolaren Störung, auch bekannt<br />

als manisch-depressive Störung.<br />

„Ein Leben zwischen himmelhochjauchzend<br />

und todesbetrübt“,<br />

sagt die eigentlich selbstständige<br />

Buchhalterin und Mutter zweier<br />

Teenager. Schlägt die manische<br />

Seite ihrer Krankheit durch, ist<br />

sie voller Euphorie und Tatendrang.<br />

„Da fühlst du dich wie der<br />

King, läufst Gefahr, eine Everest-<br />

Expedition zu buchen.“ Aber auch<br />

Schlaflosigkeit, anhaltender Aufgedrehtheit<br />

und Halluzinationen<br />

sind allgegenwärtige Symptome<br />

der Manie. Schlägt dagegen die<br />

depressive Seite der Bipolaren<br />

Störung in Conny Fischer durch,<br />

kommt sie morgens oft gar nicht<br />

oder nur sehr schwer aus dem<br />

Bett, muss sich bereits um 9 Uhr in<br />

der Früh schon wieder hinlegen.<br />

„<strong>Das</strong> ist manchmal so anstrengend,<br />

dass ich nicht in der Lage<br />

bin, das Geschirr vom Mittagstisch<br />

in die zwei Meter entfernte Küche<br />

zu tragen – das geht dann erst<br />

14 | <strong>altlandkreis</strong><br />

nach einem Mittagsschlaf wieder.“<br />

Hinzu kommen massive Ängste<br />

vor anderen Menschen, eine Phobie,<br />

ans Telefon zu gehen oder die<br />

klingelnde Haustüre zu öffnen.<br />

„Ich kann in diesen Situationen<br />

nicht erklären, warum ich Angst<br />

vor anderen Menschen und Dingen<br />

habe, es passiert einfach und<br />

du kannst nichts dagegen tun.“<br />

Auch beim Autofahren in diesem<br />

Zustand fährt sie lieber rechtzeitig<br />

rechts ran und lässt <strong>den</strong><br />

entgegenkommen<strong>den</strong> Bulldog<br />

vorbeifahren, obwohl die Straße<br />

breit genug wäre. Hinzu kommen<br />

Platzangst. „Aufzüge oder<br />

mehr als 20 Menschen auf einem<br />

Haufen gehen gar nicht“. Ebenso<br />

schier unerträglich: Eine überhöh-<br />

te Geräuschempfindlichkeit, was<br />

Conny Fischer immer wieder dazu<br />

zwingt, geselliges Beisammensein<br />

unter Freun<strong>den</strong> und Familie<br />

vorzeitig zu been<strong>den</strong>.<br />

Als nichts mehr ging<br />

Rückblickend betrachtet hat<br />

Conny Fischer ihre erste<br />

manisch-depressive<br />

Phase<br />

bereits als pubertierendes<br />

Mädchen gehabt. So<br />

richtig schlimm gewor<strong>den</strong><br />

sei es aller-<br />

dings erst nach der Geburt<br />

ihrer bei<strong>den</strong> Kinder. Und in einer<br />

Phase, in der die damals junge<br />

Mutter – neben <strong>den</strong> <strong>für</strong>sorglichen<br />

Pflichten ihrer Kleinen gegenüber<br />

– voll durchgearbeitet hat<br />

als selbstständige Buchhalterin,<br />

40 Kun<strong>den</strong> im Monat betreute.<br />

Und obendrein auch noch <strong>den</strong><br />

Schritt zur Selbstständigkeit ihres<br />

Ehemannes unterstützte. Sechs,<br />

vier oder manchmal nur zwei (!)<br />

Stun<strong>den</strong> Schlaf stan<strong>den</strong> damals<br />

auf Conny Fischers Tagesordnung.<br />

„Da war dann ein Punkt erreicht,<br />

wo alles zu viel war und plötzlich<br />

nichts mehr ging.“ Die logische<br />

Konsequenz: Ärztliche Hilfe, die<br />

zunächst alles andere als zielführend<br />

war. Die Diagnose „Burn<br />

Out“ war nämlich die falsche,<br />

ebenso die darauf abgestimmten,<br />

letztlich wirkungslosen Medikamente,<br />

von <strong>den</strong>en Conny Fischer<br />

bis zu zehn Stück täglich über<br />

mehrere Jahre hinweg einnahm.<br />

„Was mich eines Tages zu einem<br />

klaren Cut und dazu bewegt hat,<br />

alle meine Ärzte und Therapeuten<br />

zu wechseln.“ Angefangen beim<br />

Hausarzt, „der enorm wichtig ist<br />

<strong>für</strong> ein gutes Netzwerk mit Fachärzten<br />

und Therapeuten“. Die<br />

Frauenärztin, die entschei<strong>den</strong>d<br />

ist bei der Kontrolle des Hormonhaushalts.<br />

Den Psychiater, der<br />

zuständig ist <strong>für</strong> Verschreibung<br />

und Dosierung passender Medikamente.<br />

Und der Psychologe als<br />

wichtiger Gesprächstherapeut.<br />

„Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt,<br />

dass es aus Sicht eines<br />

Patienten immens wichtig ist, Ärzte<br />

und Therapeuten zu haben, bei<br />

<strong>den</strong>en man sich wohl fühlt, die<br />

einen ernst nehmen, und die einem<br />

auf Augenhöhe begegnen.“<br />

Die Bipolare Störung ist Conny Fischer<br />

nicht losgewor<strong>den</strong>. Aber sie<br />

hat dank unermüdlichem Kampf<br />

und jahrelanger Suche nach dem<br />

<strong>für</strong> sie richtigen therapeutischmedizinischem<br />

Umfeld einen Weg<br />

ärzten und Therapeuten“. Die gefun<strong>den</strong>, bestmöglich mit ihrer<br />

Krankheit umzugehen.<br />

Selbsthilfegruppe und<br />

Social Media<br />

Zu einem bewussten Umgang<br />

mit ihrer schweren<br />

Manie und Depression gehört<br />

inzwischen <strong>für</strong> sie auch:<br />

Es öffentlich zu machen, um<br />

anderen Betroffenen und Angehörigen<br />

die Angst<br />

zu nehmen, rauszugehen,<br />

professionelle<br />

Hilfe in Anspruch zu nehmen<br />

und nicht aufzugeben. „<strong>Das</strong>s ich<br />

damit inzwischen auch ganz bewusst<br />

an die Öffentlichkeit gehe,<br />

hat im Grunde zwei Hintergründe.“<br />

Zum einen ein Schlüsselerlebnis<br />

in einer Psychosomatischen<br />

Klinik, „die ich zwei Mal <strong>für</strong> längere<br />

Zeit, sowohl 2020 als auch<br />

2021, besucht habe, und es hätte<br />

schon viel früher tun sollen, was<br />

mir sicherlich viel Leid erspart


Ein probates Mittel <strong>für</strong> Conny Fischer, um mit ihrer<br />

Krankheit besser umgehen zu können: Kunst.<br />

hätte“. Conny Fischer lernte dort<br />

<strong>den</strong> Umgang mit einer schweren<br />

psychischen Krankheit im alltäglichen<br />

Leben. Und sie lernte einen<br />

Maurer kennen, der sich jahrelang<br />

nicht getraut hat, darüber<br />

zu re<strong>den</strong>, sich Hilfe zu holen. „Ein<br />

starker Mann in einer von Männern<br />

dominierten Branche, in der<br />

nicht sichtbare Krankheiten mehr<br />

belächelt als ernst genommen,<br />

deshalb, im wahrsten Sinne, lieber<br />

totgeschwiegen wer<strong>den</strong>.“ Der<br />

andere Beweggrund: Fälle von<br />

Suizid hier in der Region, ausgelöst<br />

durch schwere Depressionen.<br />

Auf ihrem Instagram-Account lässt<br />

„connyfischer72“ mehr als 18 000<br />

Follower teilhaben an ihrem Leben<br />

mit Bipolarer Störung. Zur<br />

Enttabuisierung sollen außerdem<br />

Berichte in <strong>den</strong> Medien wie Tages-<br />

und Wochenzeitungen helfen.<br />

Und das öffentliche Angebot<br />

einer Selbsthilfegruppe namens<br />

„Seelenschlüssel“, die Conny Fischer<br />

gemeinsam<br />

mit einer guten<br />

Freundin, ebenfalls<br />

betroffen, gegründet<br />

hat. „Wir wohnen<br />

in der gleichen<br />

Ecke, hätten entweder<br />

bis nach Kempten<br />

oder Weilheim<br />

fahren müssen,<br />

weil es im Schongauer<br />

Raum noch<br />

keine gab.“ Je<strong>den</strong><br />

Freitag treffen die<br />

bei<strong>den</strong> sich in Bernbeuren mit<br />

acht bis zehn anderen Frauen aus<br />

der Region, die von (schwerer) Depression<br />

oder anderen Krankheiten<br />

aus dem Bereich „Psychischer<br />

Gesundheit“ betroffen sind. „Neulinge<br />

sind bei uns jederzeit herzlich<br />

willkommen“, können sich bei<br />

Christina (0176 / 205769 55; Mail:<br />

c.maly@gmx.net) oder Conny<br />

(0160/ 94423632) jederzeit mel<strong>den</strong>.<br />

Es wird geredet und geweint.<br />

Vor allem aber auch gebastelt, gemalt<br />

und gelacht. „Wer an Depressionen<br />

leidet kann trotzdem viel<br />

Spaß am Leben haben“, so Conny<br />

Fischer mit einer weiteren wichtigen<br />

Botschaft an alle Männer und<br />

Frauen da draußen, die ebenfalls<br />

regelmäßiger und länger als zwei<br />

Wochen am Stück schlecht drauf<br />

sind. Spätestens dann sollte der<br />

Weg zum Facharzt ebenso wenig<br />

gescheut wer<strong>den</strong> wie ein offener<br />

Umgang mit Bekannten, Freun<strong>den</strong><br />

und Familie.<br />

js<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 15


AUSBILDUNG oder DUALES STUDIUM ?<br />

Lawinenverschütteten-Suche via Vierbeiner<br />

Hündin Thea rettet Leben<br />

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Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

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Bewerbungsschluss: Ende Nov./Dez. <strong>für</strong>s Folgejahr*<br />

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Fachrichtung Systemintegration (m/w/d)<br />

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Bewerbungsschluss: 30. Juni <strong>2023</strong>*<br />

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Stand: UNB, 03.02.2021 Farben: um Black 14:40:01<br />

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jeweils die konkrete<br />

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Wessobrunn | Ein Märznachmittag<br />

im vergangenen Jahr. Der Wessobrunner<br />

Andreas Hammerstingl<br />

sitzt gerade beim Kaffeetrinken<br />

mit seinem Vater, da ertönt der<br />

Piepser. Eine Lawine sei am Heimgarten<br />

abgegangen, teilt ihm die<br />

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Kocheler Bergwachtbereitschaft<br />

mit. Ob Wanderer oder Tourengeher<br />

betroffen sind, wisse man<br />

nicht, aber eine Wegroute führe<br />

durch das Gebiet. Sofort macht sich<br />

der Lawinenhundeführer bereit.<br />

Seine Ski und Ausrüstung hat er<br />

stets griffbereit. <strong>Das</strong> allerwichtigste<br />

an Hammerstingls Seite aber ist:<br />

Hündin Thea. Zehn Minuten später<br />

landet der Hubschrauber auf einer<br />

nahen Wiese und pickt die bei<strong>den</strong><br />

auf. Ein paar Minuten Flug – zwischendurch<br />

steigen noch Einsatzkräfte<br />

aus Kochel zu – dann ist die<br />

Stelle in der Nähe der Ohlstädter<br />

Alm erreicht. Da der Hubschrauber<br />

nicht lan<strong>den</strong> kann, wer<strong>den</strong><br />

die Bergwachtler direkt über dem<br />

abgegangenen Schneebrett abgewinscht:<br />

samt Hündin Thea, die <strong>für</strong><br />

solche Zwecke ein eigenes Abseilgeschirr<br />

trägt. Und während die<br />

Kamera<strong>den</strong> ihre LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte)<br />

aktivieren<br />

um Signale eines eventuell<br />

Verunglückten zu empfangen, läuft<br />

Thea los. In Minutenschnelle hat<br />

sie das 100 Meter lange Lawinenfeld<br />

durchquert. Aufmerksam<br />

beobachtet Andreas Hammerstingl<br />

seine Hündin. Bleibt<br />

sie stehen und beginnt zu<br />

graben, ist er sofort mit der<br />

eigenen Schaufel und Sonde<br />

an ihrer Seite. Übersieht sie<br />

einen Bereich der Lawine, dirigiert<br />

sie der Hundeführer dorthin.<br />

An diesem Tag kommt nach einer<br />

Weile die Entwarnung. Nirgends<br />

fängt Thea an zu graben, kein LVS-<br />

Signal schlägt an und weder Gegenstände<br />

noch Spuren sind rund<br />

um die Lawine zu sehen. Solche<br />

Einsätze sind nicht selten, <strong>den</strong>n<br />

oftmals beobachten Hüttenwirte<br />

oder Skifahrer in der Nähe einen<br />

Lawinenabgang oder bemerken<br />

eine abgegangene Lawine. Meist<br />

ist dann nicht klar, ob Menschen<br />

betroffen waren oder nicht. Hundeführer<br />

wie Andreas Hammerstingl<br />

und ihre Vierbeiner wer<strong>den</strong><br />

aber zur Sicherheit häufig herbeigeflogen.<br />

Denn ist jemand verschüttet,<br />

zählt jede Minute. Schon<br />

nach einer Viertelstunde ab dem<br />

Verschütten beginnen die Überlebenschancen<br />

rapide zu sinken. Und<br />

genau das macht Lawinenhunde<br />

wie Thea so wertvoll. Mit ihrem<br />

Geruchssinn können sie einen Verschütteten<br />

binnen Minuten fin<strong>den</strong>.<br />

Menschen brauchen mit Schaufeln<br />

und Son<strong>den</strong> viel länger. Damit die<br />

Hunde aber eine solche Routine<br />

entwickeln, braucht es jahrelanges<br />

Training.<br />

Ausbildung<br />

über zwei Jahre<br />

Andreas Hammerstingl, heute<br />

27, hat mit 17 bei der Bergwacht<br />

Weilheim angefangen. Nach ein<br />

paar Jahren begann ihn das La-<br />

Für die Lawinenhundestaffel<br />

Hochland im Einsatz:<br />

Hündin Thea.


Andreas Hammerstingl<br />

mit Lawinenhündin Thea.<br />

winenthema zu interessieren. Als<br />

er Thea, eine Australian Shepherd<br />

Hündin, bekam, machte er sich an<br />

die dreijährige Ausbildung zum<br />

Hundeführer. Nach dem ersten<br />

Jahr findet eine Eignungsprüfung<br />

statt. Der Hund muss dann eine<br />

fremde Person in leicht verschüttetem<br />

Zustand fin<strong>den</strong>. Und schon<br />

bis zu diesem Punkt braucht es viel<br />

Übung: „Ganz zu Beginn bin ich<br />

von Thea immer ein Stück weggegangen<br />

und habe mich in ein<br />

Schneeloch gesetzt“, erzählt Andreas<br />

Hammerstingl. „Sie hat mich<br />

gefun<strong>den</strong> und ich habe sie jedes<br />

Mal belohnt, mit Spielzeug oder<br />

einem Leckerbissen.“ Bei diesen<br />

Übungen konnte die Hündin also<br />

noch schauen, wohin ihr Herrchen<br />

geht. Durch die Belohnung aber<br />

wurde Thea bereits klar, worum<br />

es geht. Bei späteren Übungen<br />

vergrößerte Hammerstingl die Entfernung,<br />

grub sich tiefer ein. Nun<br />

musste Thea mit ihrem Geruchssinn<br />

suchen. Und schließlich setzte<br />

sich nicht mehr Andreas Hammerstingl,<br />

sondern eine fremde Person<br />

in das Schneeloch. War Thea auch<br />

hier erfolgreich, wurde sie abermals<br />

belohnt. So erreichte Andreas<br />

Hammerstingl die erste Stufe<br />

der Ausbildung. Weitere Trainings<br />

folgten – und weitere Prüfungen.<br />

Nach dem zweiten Jahr müssen<br />

Hundeführer und Hund eine fremde,<br />

tiefer verschüttete Person blind<br />

fin<strong>den</strong>, auch der Hundeführer weiß<br />

dann nicht wo die Person liegt. Und<br />

in der dritten und letzten Prüfung<br />

müssen zwei an verschie<strong>den</strong>en<br />

Stellen verschüttete Personen in<br />

kurzer Zeit gefun<strong>den</strong> wer<strong>den</strong>.<br />

Andreas Hammerstingl ist seit 2019<br />

geprüfter Lawinenhundeführer.<br />

Zwei Jahre später wurde er Leiter<br />

der Lawinenhundestaffel <strong>für</strong> die<br />

Region Hochland der Bergwacht<br />

Bayern. Diese reicht von Steinga<strong>den</strong><br />

im Westen bis Aschau /<br />

Sachrang im Osten. Zur Lawinenhundestaffel<br />

der Region Hochland<br />

gehören neben Andreas Hammerstingl<br />

20 Männer und Frauen<br />

mit ihren Vierbeinern. Darunter<br />

Michael Hank von der Bergwacht<br />

Steinga<strong>den</strong>-Peiting und Erich Christ<br />

von der Bergwacht Penzberg. Die<br />

Hunde entstammen verschie<strong>den</strong>er<br />

Rassen: Jagdhunde wie Schäfer,<br />

Gol<strong>den</strong> Retriever oder Labrador<br />

eignen sich ebenso besonders wie<br />

Hütehunde, zum Beispiel Border<br />

Collie oder Australien Shepherd.<br />

Steht ein Einsatz an, fliegt der zum<br />

Einsatzort jeweils nächstgelegene<br />

verfügbare Hundeführer mit.<br />

Einsatz an der<br />

Schäferblasse<br />

Auch Andreas Hammerstingl steht<br />

trotz seiner Leiterfunktion mit seiner<br />

Thea immer zur Verfügung.<br />

Einen Einsatz mit tödlich Verunglückten<br />

erlebte der Wessobrunner<br />

bisher nur einmal. Im <strong>Februar</strong> 2019<br />

wur<strong>den</strong> fünf Skitourengeher an der<br />

Schäferblasse in <strong>den</strong> Ammergauer<br />

Alpen von einer Gleitschneelawine<br />

erfasst. Zwei Personen entkamen<br />

der Lawine, drei wur<strong>den</strong><br />

verschüttet. Andreas Hammerstingl<br />

und Thea unterstützten Tiroler<br />

Bergretter bei der Suche. Eine der<br />

verschütteten Personen konnte<br />

schließlich verletzt aus dem Schnee<br />

geborgen wer<strong>den</strong>, die andere nur<br />

mehr tot. Die dritte Person entdeckte<br />

man Tage später – tot in<br />

einem Bachbett. Viele andere Einsätze<br />

en<strong>den</strong> gottlob glimpflich.<br />

„Entweder ist, wie 2021 am Heimgarten,<br />

gar keine Person verschüttet<br />

wor<strong>den</strong>“, erzählt Hammerstingl.<br />

„Oder wir kommen zum Einsatzort<br />

und Kamera<strong>den</strong> konnten Verschüttete<br />

bereits ausgraben und wir<br />

kommen dann zur ersten Hilfe.“<br />

Die Kamera<strong>den</strong>rettung ist bei Lawinenabgängen<br />

oft lebensrettend.<br />

Denn auch wenn Hubschrauberpilot,<br />

Hundeführer und Hund ihr<br />

Bestes geben – in Summe kann das<br />

zu lange dauern. Trägt eine Gruppe<br />

Skitourengeher aber aktivierte<br />

LVS-Geräte und wer<strong>den</strong> nur eine<br />

oder zwei Personen verschüttet,<br />

können die anderen ihre Kamera<strong>den</strong><br />

schnell orten. Haben sie dann,<br />

und auch das ist eine eiserne Regel<br />

beim Tourengehen, Sonde und<br />

Schaufel dabei, können sie die Verschütteten<br />

rechtzeitig ausgraben.<br />

Trotzdem trainieren Andreas<br />

Hammerstingl und<br />

Hündin Thea auch abseits<br />

von Einsätzen regelmäßig<br />

die Verschüttetensuche.<br />

Im Winter alle zwei Wochen.<br />

Im Sommer sogar<br />

wöchentlich. Denn auch<br />

in der warmen Jahreszeit<br />

kommen Lawinenhunde<br />

bei der Vermisstensuche<br />

in alpinem Gelände zum<br />

Einsatz.<br />

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Beim Üben: Thea<br />

unter tieferem Schnee.<br />

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die Sonne im Zenit des vorangeschrittenen<br />

Tages steht, brennt<br />

noch kein Licht im Lagerhaus.<br />

Georg Werner nutzt das gästelose<br />

Zeitfenster, um die nötigen Vorbereitungen<br />

<strong>für</strong> das Abendprogramm<br />

zu treffen: Filme aufspielen,<br />

Waren bestellen, passende<br />

Trailer <strong>für</strong> die Show auswählen.<br />

Sein Blick wirkt ein wenig matt.<br />

Vielleicht ist es noch zu früh <strong>für</strong><br />

einen Mann, dessen Geschäfte<br />

sich hauptsächlich am Abend abspielen.<br />

Womöglich stecken tiefgreifendere<br />

Gründe hinter seinem<br />

etwas angespannten Ausdruck,<br />

<strong>den</strong>n die gol<strong>den</strong>e Zeit der Programmkinos:<br />

Sie ist vorbei. Seit<br />

der Coronakrise haben sich insbesondere<br />

Arthouse-Kinos, die durch<br />

ihr alternatives Programmangebot<br />

bislang immer punkten konnten,<br />

nicht mehr erholt. Schon vor<br />

der Pandemie wurde großflächig<br />

über rückläufige Besucherzahlen<br />

geklagt, aber man hoffte auf entsprechen<strong>den</strong><br />

Aufwind, sobald die<br />

Kulturversessenen sich nicht mehr<br />

durch Restriktionen gegängelt sehen<br />

wür<strong>den</strong>. Der dringend nötige<br />

Anstieg der Besucherzahlen lässt<br />

jedoch bis heute auf sich warten.<br />

Bleibt das Publikum dem cineastischen<br />

Angebot fern, weil es Angst<br />

vor Infektionen hat? Oder hat es<br />

sich an die „angeordnete Häuslichkeit“<br />

der letzten Jahre einfach<br />

zu sehr gewöhnt? Auch Georg<br />

Werner, der schon seit 30 Jahren<br />

im Kinogeschäft mitmischt, weiß<br />

keine eindeutige Antwort mehr<br />

auf diese Krise, die existentieller<br />

ist als alle vorangegangenen.<br />

Im November 1989 eröffnete der<br />

einstige Innenarchitekturstu<strong>den</strong>t,<br />

der sich zwischenzeitlich wiederholt<br />

als Gastronom versucht hatte,<br />

das Lagerhauskino in Schongau.<br />

„In <strong>den</strong> 1990er Jahren boomten<br />

die Programmkinos, weil es hier<br />

auf dem Land kaum Konkurrenz<br />

gab“, berichtet der 62-Jährige mit<br />

blitzen<strong>den</strong> Augen, als er an vollbesetzte<br />

Kinosäle <strong>den</strong>kt. Unterdessen<br />

sind die Zahlen jedoch auf ein<br />

Negativniveau geschrumpft. „Im<br />

Vergleich zu vorpandemischen<br />

Zeiten verzeichnen wir nur etwa<br />

die Hälfte an Besuchern“, konstatiert<br />

Werner. Dabei bewegen sich<br />

seine Kartenpreise im Vergleich<br />

zur Konkurrenz durchaus im Niedrigpreissektor:<br />

Zehn Euro bezahlt<br />

man <strong>für</strong> zwei Stun<strong>den</strong> im komfortablen<br />

Kinosessel in beschaulicher<br />

und nostalgisch hübscher Atmosphäre.<br />

Streamingdienste und<br />

Nachwuchsprobleme<br />

53 Plätze bietet das Lagerhauskino<br />

Schongau Filmfans. 100 Sitze können<br />

im Starlight Kino Weilheim,<br />

dem zweiten Programmkino von<br />

Werner, besetzt wer<strong>den</strong>. Doch<br />

auch im Weilheimer Kino, das<br />

Werner vor gut neun Jahren übernommen<br />

hat, bleiben zunehmend<br />

die Besucher aus. Woran das liegt,<br />

das fragt er sich immer und immer<br />

wieder bei seinen täglichen<br />

Vorbereitungsritualen: „Beschweren<br />

tut sich eigentlich nie jemand<br />

bei mir. Alle wirken zufrie<strong>den</strong> und<br />

bleiben trotzdem irgendwann<br />

fern.“ Dennoch kann Werner ein<br />

paar Phänomene benennen, die<br />

in der Vergangenheit nicht gerade<br />

geschäftsfördernd wirkten:<br />

Der Aufschwung der Streaming-<br />

Plattformen. <strong>Das</strong> Ausbleiben der<br />

Nachwuchsgeneration. Und die<br />

nachlassende Filmqualität. Doch<br />

wie bringt der Besitzer zweier<br />

Programmkinos eines oberbayrischen<br />

Landkreises die deutsche<br />

Filmindustrie dazu, einzusehen,<br />

dass eine Fortsetzung von Til-<br />

Schweiger-Filmen oder der Eberhofer-Krimi-Reihe<br />

keine neuen<br />

Besucherrekorde mehr aufstellen<br />

wird? Wahrscheinlich gar nicht.<br />

Leider holen auch andere erfolgsversprechende<br />

Formate wie Dorris-Dörrie-Filme<br />

oder französische<br />

Komödien kein Publikum mehr in<br />

<strong>den</strong> Kinosaal. Einzig Naturfilme<br />

und Reisegeschichten zählen noch<br />

zu <strong>den</strong> verlässlich rentablen Filmgenres.<br />

„Außerdem funktioniert<br />

hier auf dem Land noch die Mundpropaganda“,<br />

erklärt Werner. Deshalb<br />

bringt er sein Programm jetzt<br />

auch nur noch Woche <strong>für</strong> Woche<br />

heraus, um auf etwaige Wünsche<br />

der Zuschauer schnell reagieren<br />

zu können. Spricht sich unter <strong>den</strong><br />

einheimischen Cineasten herum,<br />

dass ein guter Film im Programmkino<br />

läuft, kann man bei einzelnen<br />

Vorführungen mit einer halbwegs<br />

passablen Besucherbilanz rechnen.<br />

Mit kleinen Veränderungen<br />

versucht der Kinobetreiber zu<br />

retten, was zu retten ist. Er öffnet<br />

nicht mehr sieben Tage die Woche.<br />

Er bietet eine 18-Uhr-Vorstellung<br />

18 | <strong>altlandkreis</strong>


Der Mann hinter <strong>den</strong> Programmkinos: Georg Werner.<br />

am Wochenende an, weil sein<br />

pensioniertes Stammpublikum<br />

die frühere Uhrzeit präferiert. Er<br />

schaut bei der Auswahl seiner<br />

Filme beinahe täglich auf die AG<br />

Gilde Charts, um einen Hit zu erspüren.<br />

Er bietet Vereinen wie<br />

der Agenda eine Plattform, um<br />

über Sondervorstellungen einen<br />

erweiterten Rezipientenradius zu<br />

erreichen. Sein Eifer ist endlich,<br />

aber nicht ohne Hoffnung. <strong>Das</strong><br />

Programmkino wurde wiederholt<br />

totgesagt und ist doch bislang nie<br />

gestorben.<br />

47 Prozent des Preises eines je<strong>den</strong><br />

verkauften Kinotickets lan<strong>den</strong> automatisch<br />

beim Filmverleih. Die<br />

Mindestgarantie von 150 Euro ist<br />

<strong>für</strong> je<strong>den</strong> Film fällig, <strong>den</strong> Werner<br />

ins Programm aufnimmt. Egal,<br />

wie oft er ihn spielt. Egal, wie viele<br />

Leute kommen. Mit <strong>den</strong> verbleiben<strong>den</strong><br />

53 Prozent bezahlt er die<br />

Miete, die Angestellten, die Gasrechnungen<br />

und seine Steuern.<br />

Bei <strong>den</strong> aktuellen Zahlen kann<br />

man sich leicht ausrechnen, dass<br />

nicht genug Geld <strong>für</strong> <strong>den</strong> Betreiber<br />

selbst übrigbleibt.<br />

Kulturpreise sind<br />

Rettungsanker<br />

Noch retten ihn verlässlich die<br />

öffentlichen Fördergelder, die<br />

in Form von Kulturpreisen ausgeschüttet<br />

wer<strong>den</strong>. Kürzlich erst<br />

wurde das Starlight Kino Weilheim<br />

<strong>für</strong> sein hochwertiges Programm<br />

ausgezeichnet. Werner selbst<br />

schaut einige der Filme durch das<br />

Vorführerfenster mit und wenn er<br />

dann einmal ins Philosophieren<br />

über das Medium Kino kommt,<br />

merkt man ihm schnell an, dass<br />

viel Begeisterung in ihm steckt,<br />

ein großes Publikum mit guten<br />

Filmen glücklich zu machen. Als<br />

alter Hase im Kinogeschäft hat<br />

Werner schon viele Krisen gesehen,<br />

deshalb schockt ihn auch<br />

keine exorbitant hohe Gas- oder<br />

Strompreisrechnung mehr. Er<br />

macht seinen Job mit Leib und<br />

Seele, er steht selbst noch fünf<br />

Tage die Woche an der Kinokasse<br />

in Schongau, und wenn das<br />

Geschäft sich irgendwann überhaupt<br />

nicht mehr rentiert, dann<br />

hört er eben auf. „Ein Kino ohne<br />

Publikum, das macht doch auch<br />

keinen Sinn“, erklärt er bilanzierend.<br />

Deshalb braucht es jetzt<br />

einen zweiten Kinofrühling. Und<br />

ein bisschen mehr Hoffnung, dass<br />

das Publikum aus seiner Corona-<br />

Starre zurück in <strong>den</strong> Kinosessel<br />

zu bewegen ist. Hin zu einem alternativen<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 19


Über Ursprung und Sinn des Neujahranblasens<br />

Die wichtigste Einnahmequelle<br />

Altlandkreis | <strong>Das</strong> Neujahranblasen<br />

ist ein seit Jahrzehnten bekannter<br />

Brauch im südländischen<br />

Alpenraum. Woher er ursprünglich<br />

stammt, wissen jedoch nicht<br />

einmal die ältesten und klügsten<br />

Köpfe hiesiger Blasmusikanten.<br />

Selbst Max Kriesmair, Vorsitzender<br />

des Bezirksmusikverbands<br />

Oberland, muss an dieser Stelle<br />

passen. „Ich weiß natürlich, dass<br />

diesen wunderbaren Brauch alle<br />

Musikkapellen, die es im Schongauer<br />

und Weilheimer Raum gibt,<br />

seit mehreren Jahrzehnten aktiv<br />

praktizieren, kann aber ehrlicherweise<br />

auch nicht sagen, wann,<br />

woher und wie er in unsere Region<br />

gekommen ist.“ Nach weiteren<br />

Gesprächen mit langjährigen Dirigenten<br />

und Musikanten wurde<br />

klar: Wenn es überhaupt jemand<br />

wissen könnte, dann Ernst Schusser,<br />

bis Ende 2020 noch jahrzehntelanger<br />

Volksmusikpfleger und<br />

-archivar <strong>für</strong> Oberbayern. Auch er<br />

ist beim Thema Neujahranblasen<br />

zwar vorsichtig in Sachen verbindlicher<br />

Aussage, hat aber eine<br />

schlüssige Theorie, die bis ins 17.<br />

und 18. Jahrhundert zurückreicht:<br />

„Damals sind Nebenberufsmusiker<br />

in Klöster gegangen, um sich<br />

durch musikalische Umrahmung<br />

von beispielsweise Andachten<br />

ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.“<br />

Je nach Auftritt habe es<br />

mal mehr, mal weniger Gul<strong>den</strong><br />

gegeben. Klöster stellten <strong>den</strong><br />

Musikern aus anno dazumal wiederum<br />

Rechnungen aus, die zum<br />

Teil bis heute erhalten sind und<br />

so beweisen, dass die Männer <strong>für</strong><br />

ihre musikalischen Dienste bezahlt<br />

wur<strong>den</strong>. Derartige Quittungen liegen<br />

auch der einen oder anderen<br />

Gemeinde im <strong>Pfaffenwinkel</strong> vor,<br />

allerdings nicht aus dem 17. und<br />

18. Jahrhundert stammend, sondern<br />

eher aus der Zeit nach der<br />

Säkularisation, dem 19. Jahrhundert<br />

– jene Zeit, in der die ersten<br />

klassischen Blasmusikkapellen<br />

im Schongauer Raum gegründet<br />

wur<strong>den</strong>. „Und eine Zeit, in der<br />

das Neujahranblasen von <strong>den</strong><br />

Vereinen wieder aufgenommen<br />

wurde“, meint Ernst Schusser. Die<br />

offiziell älteste hiesige Blaskapelle,<br />

gegründet im Jahre 1810, ist<br />

die aus Bernbeuren. „<strong>Das</strong> belegt<br />

eine Quittung, damals ausgestellt<br />

von der Kirche an Musikanten, die<br />

an Fronleichnam spielten, sich<br />

dadurch <strong>den</strong> einen oder anderen<br />

Gul<strong>den</strong> <strong>für</strong> eine Verpflegung im<br />

örtlichen Wirtshaus verdienten“,<br />

sagt Ignaz Keck, der bis Ende 2010<br />

stolze 38 Jahre lang Dirigent der<br />

Bernbeurener Blaskapelle war,<br />

letztlich aber auch nicht sagen<br />

kann, wann am Fuße des Auerbergs<br />

das allererste Mal Neujahranblasen<br />

praktiziert wurde.<br />

„Traditionell losgegangen, wie<br />

man es heute noch kennt, ist es<br />

bei uns im Dorf eigentlich erst in<br />

<strong>den</strong> 1970er Jahren.“<br />

Der lästigen Bettelei<br />

bezichtigt<br />

Umso interessanter ist die Aussage<br />

von Thomas Eiler Senior,<br />

ehemaliger Dirigent der im Jahre<br />

1862 gegründete Blaskapelle in<br />

Rottenbuch, der aus der vereinseigenen<br />

Chronik folgen<strong>den</strong> Ausschnitt<br />

zitiert: „1937 wollten die<br />

Musiker wieder das sogenannte<br />

Die Peitinger (oben) spielen heuer nach Dreikönig,<br />

die Rottenbucher (re.) vor Silvester.<br />

Neujahranblasen beginnen.<br />

Angefangen<br />

wurde beim Bräuhaus,<br />

jetzt das Heim Maria<br />

Auxilium. Nach fünf<br />

Häusern kam der Pfarrhof an die<br />

Reihe. Nachdem die Musiker einen<br />

Marsch gespielt hatten, erschien<br />

Pfarrer Schmidhuber an<br />

der Haustüre mit <strong>den</strong> Worten:<br />

‚Was wollt‘s <strong>den</strong>n bei mir, i hob<br />

euch it gschrien, kennts scho wieder<br />

geh!‘“ Damit war das Neujahranblasen<br />

in Rottenbuch wieder<br />

beendet, wurde erst nach dem<br />

Zweiten Weltkrieg auf ein Neues<br />

angefangen.<br />

In der Tat wurde das Musizieren<br />

von Haus zu Haus nicht immer<br />

als wohlwollend und erwünscht<br />

angesehen in der Bevölkerung.<br />

Berichte über sogenannte Heischebräuche<br />

wie das „Klöpfeln“,<br />

die zurückgehen bis ins 16. Jahrhundert,<br />

unterstreichen das Verhalten<br />

des Rottenbucher Pfarrers<br />

– regelmäßig wur<strong>den</strong> Neujahranbläser<br />

oder -sänger verspottet und<br />

der lästigen Bettelei bezichtigt.<br />

Dieses „wieder“ im Satz der Rottenbucher<br />

Chronik unterstreicht<br />

aber auch, dass es wohl schon<br />

vor 1937 praktiziert wurde. Heuer,<br />

zum Jahreswechsel von 2022 auf<br />

<strong>2023</strong>, wird das Neujahranblasen<br />

auf je<strong>den</strong> Fall stattfin<strong>den</strong> – sowohl<br />

in Rottenbuch, in Bernbeuren, in<br />

Schongau, Peiting und in nahezu<br />

allen anderen Orten im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

und darüber hinaus. <strong>Das</strong><br />

Ziel des Anspielens: Einerseits<br />

<strong>den</strong> Bürgerinnen und Bürgern mit<br />

klangvollen Traditionsmärschen<br />

eine Freude bereiten und Danke<br />

sagen <strong>für</strong> im Vorjahr entgegengebrachte<br />

Begeisterung im Rahmen<br />

von Konzerten und Ständchen.<br />

Andererseits dient Neujahranblasen<br />

<strong>den</strong> meisten Blaskapellen als<br />

wichtigste Einnahmequelle überhaupt.<br />

Leihinstrumente, Noten, Jugendarbeit,<br />

Tracht oder Uniform –<br />

trotz des ehrenamtlichen Engagements<br />

aktiver Mitglieder kostet<br />

das Vereinsleben von Musikkapellen<br />

Geld. Wie viel die einzelnen<br />

Kapellen beim Neujahranblasen<br />

letztlich einnehmen, möchte jedoch<br />

keiner der Verantwortlichen<br />

laut aussprechen. <strong>Das</strong>s es sich<br />

um die stärkste Einnahmequelle<br />

handelt, wird aber von allen Seiten<br />

bestätigt – völlig gleich, ob<br />

es sich um kleinere Kapellen aus<br />

Dörfern oder Ortsteilen handelt,<br />

oder um die größten der Region<br />

wie in Schongau und Peiting –<br />

einzig die Rottenbucher haben<br />

mit Ausrichtung des alljährlichen<br />

Fohlenmarktes eine noch bessere<br />

Einnahmequelle. Insofern ist das<br />

Neujahranblasen <strong>für</strong> viele Musiker<br />

20 | <strong>altlandkreis</strong>


und Musikerinnen nicht<br />

nur ein schöner Brauch, <strong>den</strong> es<br />

zu pflegen gilt, sondern auch eine<br />

finanziell notwendig zu erfüllende<br />

Pflichtaufgabe dem Vereinswesen<br />

zuliebe. Und eine Aufgabe, die in<br />

der Praxis aus vielerlei Grün<strong>den</strong><br />

gar nicht so leicht umzusetzen ist.<br />

Eine logistische<br />

Meisterleistung<br />

Angefangen bei der Findung gemeinsamer<br />

Termine. Weil viele<br />

Musikerinnen und Musiker <strong>den</strong><br />

Jahreswechsel fit und ausgeruht<br />

im Kreise von Freun<strong>den</strong> und Familien<br />

verbringen möchten, blasen<br />

einige Kapellen vor oder nach<br />

Silvester an. Die Rottenbucher<br />

beispielsweise am 29. und 30.<br />

Dezember. „Ist zwar unter der<br />

Woche, klappt bei uns aber wunderbar,<br />

weil die meisten eh Urlaub<br />

haben, sich nicht extra freinehmen<br />

müssen“, sagt Thomas Eiler Senior.<br />

Die Peitinger wagen es heuer<br />

erstmals am Wochenende nach<br />

Dreikönig. Und Bernbeuren spielt<br />

nur alle zwei Jahre, immer am 30.<br />

Dezember und 1. <strong>Januar</strong>. Die zweite<br />

Herausforderung ist die logistische.<br />

Nahezu alle Kapellen spielen<br />

über zwei Tage hinweg und Teilen<br />

sich in zwei, drei oder gar vier<br />

Gruppen auf. Je nach Gebietszuteilung<br />

gehen manche zu Fuß von<br />

Haus zu Haus, wieder andere fahren<br />

in Fahrgemeinschaften, oder,<br />

wie die Rottenbucher, in Kleinbussen<br />

außenliegende Ortsteile<br />

und Höfe an. Letzteres trifft auch<br />

auf Steinga<strong>den</strong> mit 53 (!) Ortsteilen,<br />

aber auch auf Bernbeuren<br />

zu. „Wir haben mit allen Weilern<br />

und Höfen auch um die 60 Stationen,<br />

die wir außerhalb des Dorfes<br />

anfahren“, sagt Ignaz Keck, der<br />

frühere Jahreswechsel mit meterhohem<br />

Schnee und Eiseskälte<br />

nicht vergessen wird. „Vor allem<br />

die höhergelegenen Höfe rund<br />

um <strong>den</strong> Auerberg waren <strong>für</strong> uns<br />

manchmal schwer oder gar nicht<br />

zu erreichen.“ Bei rund 12 000<br />

Einwohnern wie in Schongau und<br />

Peiting gilt es strategisch besonders<br />

klug vorzugehen: Die jeweils<br />

drei Gruppen sind zwei Tage lang<br />

im Einsatz, spielen in jeder Straße<br />

ganz gezielt nur zwei bis drei Mal<br />

maximal. Die Rottenbucher sind<br />

bei wesentlich weniger Einwohnern,<br />

rund 1400 (ohne <strong>den</strong> Ortsteil<br />

Schönberg mit eigener Blaskapelle)<br />

ebenfalls zwei Tage unterwegs,<br />

spielen da<strong>für</strong> vor jedem (!) Haus.<br />

Vorausgesetzt, Spuckwasser friert<br />

nicht ein, Ventile und Züge der<br />

Blechblasinstrumente lassen sich<br />

noch bewegen. „Die Kälte ist beim<br />

Neujahranblasen immer schon ein<br />

Problem gewesen, Holzblasinstrumente<br />

können bei anhaltender<br />

Kälte sogar kaputtgehen, weshalb<br />

die meisten mit ihrem Zweitinstrument<br />

das neue Jahr anblasen“,<br />

sagt Herbert Humpl von <strong>den</strong> Peitingern.<br />

Und auch die Finger und<br />

Hände der Männer und Frauen<br />

müssen stark sein an diesen Tagen,<br />

da viele Instrumente nicht<br />

mit (dickeren) Handschuhen bespielt<br />

wer<strong>den</strong> können. Regelmäßige<br />

Einkehrmöglichkeiten, etwaige<br />

Fahrten in Autos und Bussen,<br />

warme Jackentaschen sowie der<br />

eine oder andere Schnaps – Besäufnisse<br />

bis hin zum vorzeitigen<br />

Totalausfall seien heutzutage,<br />

verglichen mit Früher, seltene<br />

Ausnahmen – retten letztlich die<br />

Fingerkuppen vor dem Erfrieren.<br />

Außerdem kommen die immer<br />

milder wer<strong>den</strong><strong>den</strong> Winter <strong>den</strong><br />

Blasmusikanten zugute – die waren<br />

im 17., 18. und 19. Jahrhundert<br />

deutlich schneereicher, länger,<br />

härter und kälter.<br />

js<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS<br />

Für Schachspieler, Lehrbetriebe<br />

und junge Unternehmer<br />

Die fünfte Jahreszeit<br />

Altlandkreis | Der Fasching dürfte Anfang<br />

<strong>2023</strong> erstmals seit Corona wieder<br />

uneingeschränkt stattfin<strong>den</strong>. An dieser<br />

Stelle möchte die „<strong>altlandkreis</strong>“-<br />

Redaktion auf <strong>den</strong> Veranstaltungskalender<br />

ab Seite 55 hinweisen. Und<br />

auf die großen Faschingsumzüge:<br />

Der in Schwabsoien findet am Samstag,<br />

18. <strong>Februar</strong>, ab 14 Uhr rund um<br />

<strong>den</strong> Dorfplatz statt, gefolgt von einer<br />

fetten Party in einem riesengroßen<br />

Zelt am Ortsrand. Der in Schongau<br />

beginnt am Sonntag, 19. <strong>Februar</strong>, um<br />

12 Uhr in der historischen Altstadt mit<br />

anschließendem bunten Treiben auf<br />

dem Marienplatz und in umliegen<strong>den</strong><br />

Lokalen. Hohenfurchs<br />

Nachtfaschingszug findet<br />

nicht statt. Lechau! js<br />

Torten, Theater und Musik – die Gewinner<br />

Altlandkreis | Packendes Eishockey, exquisite Rezepte zu Weihnachten, klangvolles<br />

auf die Ohren sowie gepflegte Bühnenunterhaltung: Gleich sechs Gewinnspiele<br />

hatten wir <strong>für</strong> Sie, liebe Leserinnen und Leser, in unserer November /<br />

Dezember-<strong>Ausgabe</strong> versteckt. <strong>Das</strong> Koch- und Backbuch „Weihnachten mit der<br />

Hauswirtschafterei“ ging an Andrea Gumpert aus Bernbeuren, Gerlinde Köhler<br />

aus Schwabbruck und Katja Grieser aus Halblech. Je zwei Karten <strong>für</strong> das Weihnachtskonzert<br />

der Knappschafts- und Trachtenkapelle gingen an Brigitte Bertl aus<br />

Böbing, Brigitte Linder aus Reichling und Hildegard Wagner aus Schongau. Die<br />

zwei Konzertkarten <strong>für</strong> das begehrte Alpenländische Adventskonzert von „Musik<br />

im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“ in der Wies gewann Silke Führer aus Peiting. Zwei Tickets <strong>für</strong><br />

das Oberliga-Derby zwischen dem EC Peiting und dem SC Riessersee gingen an<br />

Oliver Koch aus Schongau. Zum Apfeldorfer Theater „Da Rauberpfaff“ durften mit<br />

je einer Begleitung Lorenz Garmeier aus Ingenried, Madlen Effenberg aus Rott<br />

und Otto Weizbauer aus Lechbruck. Und das niveauvolle Klassik-Konzert „Woman4Barock<br />

III“ im Ballenhaus Schongau, veranstaltet von „Festlicher Sommer in<br />

der Wies“, durften Anna Constanze Walcher aus Schwabbruck, Doris Wölfle aus<br />

Schongau und Petra Stemmler aus Hohenfurch genießen. Herzlichen<br />

Glückwunsch an dieser Stelle an die Gewinnerinnen und Gewinner –<br />

und viel Erfolg an jene, die ihr Glück in dieser <strong>Ausgabe</strong> suchen.<br />

js<br />

Ausbildungskompass 2024 –<br />

Unternehmen können sich<br />

registrieren<br />

Weilheim-Schongau | Die Broschüre „Ausbildungskompass“,<br />

auch online und landkreisübergreifend<br />

unter www.ausbildungskompass.de<br />

abrufbar, beinhaltet nahezu<br />

alle Lehrstellen sowie Angebote von Dualen<br />

Studienplätzen, Ferienjobs und Praktika,<br />

die regional ansässige Firmen, Behör<strong>den</strong>,<br />

Dienstleister, Krankenhäuser und soziale<br />

Einrichtungen anzubieten haben. Außerdem<br />

fin<strong>den</strong> Schulabgänger von morgen und<br />

übermorgen Informationen in Sachen Bundesfreiwilligendienst,<br />

Freiwilliges Ökologisches<br />

Jahr oder Freiwilliges Soziales Jahr.<br />

Wichtig <strong>für</strong> alle hiesigen Ausbildungsbetriebe:<br />

Schon jetzt können sich unter genannter<br />

Internetadresse alle in Weilheim-Schongau<br />

ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer<br />

mit ihrem Ausbildungsangebot<br />

sowie der Angabe von Kontaktdaten gegen<br />

eine einmalige Zahlung von 70<br />

Euro <strong>für</strong> <strong>den</strong> pass 2024 registrieren.<br />

Ausbildungskomjs<br />

Betriebswirtschaftliche Beratung <strong>für</strong> Existenzgründer<br />

Weilheim | „Umfassende Beratung <strong>für</strong> potenzielle Gründer<br />

oder Menschen, die darüber nach<strong>den</strong>ken, ein Unternehmen<br />

zu übernehmen, sowie auch <strong>für</strong> Unternehmer, deren Betrieb<br />

aus unterschiedlichsten Grün<strong>den</strong> in Not geraten ist, ist heute<br />

wichtiger <strong>den</strong>n je“, sagt Andreas Korn, 54-jähriger Diplom-<br />

Kaufmann und seit wenigen Wochen neuer Betriebswirtschaftlicher<br />

Berater <strong>für</strong> die Geschäftsstelle der Industrie- und<br />

Handelskammer in Weilheim. Er bietet angehen<strong>den</strong> Unternehmerinnen<br />

und Unternehmern, aber auch Jungunternehmerinnen<br />

und Jungunternehmern, die sich vor kurzem selbst-<br />

ständig gemacht haben, fachlich fundierte, betriebswirtschaftliche Beratungen in <strong>den</strong><br />

Bereichen Unternehmensnachfolge, Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen,<br />

Wachstumsmöglichkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten an.<br />

Erreichbar ist Andreas Korn telefonisch unter 0881 / 9254 7428 oder via<br />

E-Mail: Korn@muenchen.ihk.de.<br />

js<br />

Hochleistungssport zwischen <strong>den</strong> Ohren<br />

Peiting | Ein Strategiespiel, im Rahmen dessen zwei Spieler abwechselnd Figuren<br />

auf einem Brett bewegen mit dem Ziel, <strong>den</strong> König des Gegners so anzugreifen, dass<br />

dieser weder „abwehren“ noch „flüchten“ kann. Schach, weltweit bekannt, behaftet<br />

mit einer tiefen kulturellen Bedeutung und vom Internationalen Olympischen Komitee<br />

offiziell als Sport anerkannt, gilt als Hochleistungssport <strong>für</strong>s Gehirn, als ein Spiel <strong>für</strong><br />

kluge Köpfe. Die besten jugendlichen Schachspieler aus dem Kreis Zugspitze treten<br />

in der zweiten Weihnachtsferien-Woche in Peitings Schloßberghalle gegeneinander<br />

an. Dort an der Münchener Straße 13 findet am Donnerstag, 5. <strong>Januar</strong>, am Freitag, 6.<br />

<strong>Januar</strong>, am Samstag, 7. <strong>Januar</strong> und am Sonntag, 8. <strong>Januar</strong>, jeweils von 9.30 bis 14 Uhr<br />

die Schach-Einzelmeisterschaft der Jugend des Schachkreises Zugspitze statt. Je nach<br />

Altersklasse wer<strong>den</strong> zwei oder drei<br />

Run<strong>den</strong> gespielt. Außerdem sind interessierte<br />

Zuschauer allen Alters<br />

herzlich willkommen –<br />

der Eintritt ist frei.<br />

js<br />

22 | <strong>altlandkreis</strong>


DAS HEIMATRÄTSEL<br />

Stahlfachwerk <strong>für</strong><br />

schnelles Internet<br />

Altlandkreis | Sie sind Fluch und<br />

Segen zu gleich: Handymasten.<br />

Einerseits verschandeln sie, gemeinsam<br />

mit Starkstrommasten<br />

und Windrädern, die wunderbare<br />

Landschaft des <strong>Pfaffenwinkel</strong>s.<br />

Obendrein fehlen nach wie vor<br />

aussagekräftige Langzeitstudien<br />

zum Thema „Strahlenbelastung<br />

und deren Auswirkung auf die<br />

Gesundheit von Menschen“. Andererseits<br />

sorgen sie da<strong>für</strong>, dass Alt<br />

und Jung grundsolides Handynetz<br />

zur Verfügung haben, auch draußen<br />

auf dem Land über Smartphone<br />

und Tablet rund um die Uhr<br />

das Internet auf <strong>den</strong> Kopf stellen<br />

können – und so vom blitzartigen<br />

Wandel im digitalen Zeitalter nicht<br />

abgehängt wer<strong>den</strong>. Im Rahmen<br />

des neuen Heimaträtsels möchten<br />

wir von Ihnen, liebe Leserinnen<br />

und Leser, nicht wissen, wie viele<br />

Handymasten es im Landkreis<br />

Weilheim-Schongau und darüber<br />

hinaus inzwischen gibt. Wir möchten<br />

lediglich wissen, wo genau<br />

dieser hier abgebildete Mast in<br />

sogenannter Stahlfachwerk-Konstruktion<br />

steht?<br />

Schicken Sie uns bis 15. <strong>Januar</strong> eine<br />

Postkarte mit der Lösung und dem<br />

Stichwort „Heimaträtsel“ an „<strong>altlandkreis</strong>“,<br />

Birkland 40, in 86971<br />

Peiting. Oder eine E-Mail an info@<br />

<strong>altlandkreis</strong>.de. Zu gewinnen gibt<br />

es erneut einen leckeren Spezialitäten-Korb<br />

der Schönegger Käse-<br />

Alm, in diesem Falle <strong>den</strong> „würzigen“<br />

mit Bergler, Allgäuzeller,<br />

Almblütenkäse und Gletschertaler.<br />

Unter allen Einsendungen mit der<br />

richtigen Lösung entscheidet letztlich<br />

das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Wir wünschen viel Erfolg! js<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

<strong>Das</strong> Jubiläum zu „50 Jahre Landkreis Weilheim-<br />

Schongau“ ist am Neujahrstag <strong>2023</strong> Geschichte.<br />

Dieses nostalgisch wertvolle Altlandkreis-Wappen,<br />

das wir in der November / Dezember-<strong>Ausgabe</strong> abgebildet<br />

hatten, wird dagegen noch älter, kultiger,<br />

wertvoller. Wo es sich versteckt, wollten wir von Ihnen<br />

wissen, und haben erstaunlich viele Postkarten<br />

und E-Mails mit der richtigen Lösung zugeschickt<br />

bekommen: Es<br />

ist angebracht<br />

an einem Gartenzaun am süd<strong>westlichen</strong> Ende des<br />

Wildsteiger Weilers Hausen. Herzlichen Glückwunsch<br />

an dieser Stelle an Jakob Eberle aus Peiting<br />

zum Gewinn des Spezialitätenkorbs „Winterzauber“<br />

der Schönegger Käse-Alm.<br />

Wir wünschen guten Appetit!<br />

> > > IMPRESSUM<br />

der „<strong>altlandkreis</strong>“ ist ein Medium von<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Birkland 40 in 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-16<br />

Fax: 08869 / 91 22-17<br />

Mail: info@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Stand bei Drucklegung im Dezember 2022.<br />

Änderungen und Fehler vorbehalten.<br />

Auflage: 28000 Exemplare<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine<br />

Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> März / April<br />

<strong>2023</strong>: Freitag, 24. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong> (Anzeigenschluss: 6. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong>)<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter dieser <strong>Ausgabe</strong>: Hubert Hunscheidt, Ernst-Dietrich Limper,<br />

Christian Rauch, Lena Maierhof<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler,<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Wei<strong>den</strong>bach 8, 82362 Weilheim<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte<br />

im Altlandkreis Schongau und einzelnen angrenzen<strong>den</strong> Gemein<strong>den</strong><br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

und weitere technische Angaben fin<strong>den</strong> Sie auf unserer Webseite<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Ernst-<br />

Dietrich Limper, Hubert Hunscheidt, Kurt Zarbock, Bettina<br />

Eder, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Lech Stahlwerke,<br />

faustgrob & piekfein e.G., Conny Fischer, Andreas<br />

Hammerstingl, Archiv Musikkapelle Rottenbuch, Archiv<br />

Knappschafts- und Trachtenkapelle Peiting, IHK München<br />

und Oberbayern, Schönegger Käse-Alm, Daniela Höfler,<br />

Sportfotograf, Andreas Good, Hestkjaer, Fotografie Zacherl,<br />

Lena Maierhof, Luftsporttechnik Florian Schambeck, Brigitte<br />

Hitzl-Schalk, Franziska Hollandt-Schalk, Dream Wedding,<br />

www.event-d.de, Nicolaj Lund, Hermann Martin, Heimatverband<br />

Lech-Isar-Land e.V., PIPER<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 23


– ANZEIGE –<br />

Krankenhaus GmbH vielfach zertifiziert und ausgezeichnet<br />

Medizinische Leistungen<br />

von hoher Qualität<br />

Weilheim / Schongau | TÜV Süd<br />

hat die hohe Qualität medizinischer<br />

Leistungen der Krankenhaus<br />

GmbH Weilheim-Schongau<br />

jetzt offiziell bestätigt. Die Kliniken<br />

<strong>für</strong> Allgemein- und Viszeralchirurgie,<br />

Akutgeriatrie sowie <strong>für</strong><br />

Innere Medizin Schongau und<br />

das Gastroenterologische Zentrum<br />

sind erfolgreich nach DIN<br />

ISO 9001:2015 zertifiziert wor<strong>den</strong>.<br />

Gleichzeitig erhielten zahlreiche<br />

medizinische Zentren an bei<strong>den</strong><br />

Standorten von übergeordneten<br />

Prüfstellen Fachzertifizierungen<br />

<strong>für</strong> ihre hervorragende Arbeit.<br />

So wurde die Klinik <strong>für</strong> Unfallchirurgie<br />

gemeinsam mit <strong>den</strong><br />

Notaufnahmen in Weilheim und<br />

Schongau als Lokales Traumazentrum<br />

DGU im Traumanetzwerk<br />

Oberbayern Süd zertifiziert. Zusammen<br />

mit der Klinik <strong>für</strong> Akutgeriatrie<br />

wurde sie außerdem an<br />

bei<strong>den</strong> Standorten als Alterstraumazentrum<br />

DGU ausgezeichnet.<br />

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie<br />

hat das Siegel „Qualitätsgesicherte<br />

Hernienchirurgie“ erhalten;<br />

die Chest Pain Unit bekam<br />

eine Auszeichnung der Deutschen<br />

Gesellschaft <strong>für</strong> Kardiologie. Und<br />

die Klinik <strong>für</strong> Geriatrische Rehabilitation<br />

erhielt neben der DIN<br />

ISO 9001-Zertifzierung auch eine<br />

fachliche Zertifizierung nach QMS<br />

Reha. Nach intensiver Vorbereitung<br />

und der Durchführung zahlreicher<br />

Audits bei <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en<br />

Abteilungen wur<strong>den</strong> die<br />

Urkun<strong>den</strong> <strong>den</strong> Fachabteilungen<br />

feierlich übergeben. „Sie bestätigen,<br />

dass Patientinnen und Patienten<br />

in <strong>den</strong> Krankenhäusern<br />

in Schongau und Weilheim auf<br />

höchstem medizinischen Niveau<br />

und ganzheitlich behandelt wer<strong>den</strong>“,<br />

macht Prof. Dr. med. Dr. h. c.<br />

Reinhold Lang, Chefarzt der Klinik<br />

<strong>für</strong> Allgemein- und Viszeralchirurgie,<br />

deutlich. Dr. Jochen Dresel,<br />

Chefarzt der Klinik <strong>für</strong> Innere Medizin<br />

Schongau, ergänzt: „Die Auditoren<br />

haben gespürt, dass wir<br />

stetig besser wer<strong>den</strong> wollen. Wir<br />

konnten mit Engagement, Fachkompetenz<br />

und Arbeitseinsatz<br />

überzeugen.“<br />

Internationales<br />

Qualitätsmanagement<br />

erfolgreich etabliert<br />

Die TÜV-Zertifizierungen belegen<br />

die Qualität der Behandlung<br />

nach höchsten, leitliniengerechten<br />

Ärzte, Pfleger und QM-Manager haben gemeinsam daran gearbeitet,<br />

die Qualität ihrer Leistung kontinuierlich zu verbessern.<br />

Standards. Externe Partner haben<br />

die Kliniken <strong>für</strong> Allgemein- und<br />

Viszeralchirurgie sowie <strong>für</strong> Innere<br />

Medizin Schongau, das Gastroenterologische<br />

Zentrum und<br />

das Zentrum <strong>für</strong> Akutgeriatrie auf<br />

Grundlage der internationalen<br />

Norm DIN ISO 9001:2015 begutachtet,<br />

um die hohen Qualitätsstandards<br />

bei der Diagnostik und<br />

Nachbehandlung sicherzustellen.<br />

Die Norm legt hohe Anforderungen<br />

an das Qualitätsmanagementsystem<br />

fest und betont die<br />

Bedeutung stetiger Optimierung.<br />

Vom Stationsablauf bis zur Entlassung<br />

wer<strong>den</strong> alle Bereiche geprüft.<br />

Ein funktionierendes Qualitäts-<br />

und Risikomanagement,<br />

standardisierte Behandlungsprozesse<br />

auf der Basis leitlinienorientierter<br />

Behandlungspfade,<br />

eine umfassende Dokumentation<br />

sowie die optimale Zusammenarbeit<br />

innerhalb der Klinik mit<br />

einer fachübergreifen<strong>den</strong> Kommunikation<br />

sind Grundvoraussetzungen<br />

<strong>für</strong> das Zertifikat. Ein<br />

jährliches Audit überprüft die<br />

stetige Einhaltung der Anforderungen<br />

und <strong>den</strong> kontinuierlichen<br />

Verbesserungsprozess. Die<br />

weiteren Zertifikate wur<strong>den</strong> von<br />

unabhängigen Fachgesellschaften<br />

verliehen, die es sich zum<br />

Ziel gesetzt haben, die medizinische<br />

Behandlung und die Versorgung<br />

von Patienten nachhaltig<br />

zu verbessern. Hier<strong>für</strong> haben sie<br />

einheitliche Qualitätsstandards<br />

entwickelt, die beachtet, umgesetzt<br />

und immer wieder überprüft<br />

wer<strong>den</strong> müssen.<br />

Gabriele Kirsten, Diabetes-<br />

Beraterin DDG, freut sich über<br />

die Zertifizierung der DDG.<br />

Qualitätsgesicherte<br />

Hernienchirurgie<br />

Die Klinik <strong>für</strong> Allgemein- und<br />

Viszeralchirurgie hat das Siegel<br />

„Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“<br />

erhalten. Es wurde von<br />

Dr. Christian Wutz (li.) und Prof. Dr.<br />

med. Dr. h.c. Reinhold Lang sind erfahren<br />

im Bereich Hernienchirurgie.


der „Deutschen Herniengesellschaft“<br />

verliehen und bestätigt<br />

eine Teilnahme an der Deutschen<br />

Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“.<br />

Darüber hinaus muss<br />

man pro Jahr mindestens 30<br />

Hernien-Operationen durchführen,<br />

Mitglied bei der „Deutschen<br />

Herniengesellschaft“ sein sowie<br />

regelmäßig verpflichtende Fortbildungen<br />

<strong>für</strong> Chirurgen besuchen.<br />

In <strong>den</strong> Kliniken in Weilheim und<br />

Schongau wer<strong>den</strong> pro Jahr rund<br />

350 Hernien (Bauchwandbrüche)<br />

behandelt. „Diese Zahl belegt,<br />

wie viel Erfahrung und Know-how<br />

in unseren Kliniken vorhan<strong>den</strong><br />

ist“, erläutert Hernien-Spezialist<br />

Dr. Christian Wutz. Und weiter:<br />

„Mit dem Zertifikat haben wir eine<br />

zusätzliche Bestätigung, dass unsere<br />

Qualitätssicherung, unsere<br />

operative Qualität, die Patientenbetreuung<br />

und unsere Weiterbildungen<br />

sehr hochwertig sind.“<br />

Zentrum <strong>für</strong><br />

Alterstraumatologie<br />

Der Sturz bei älteren Menschen<br />

führt häufig zu erheblichen Folgen,<br />

zu einer knöchernen Verletzung<br />

und zur Gefährdung der<br />

Selbsthilfefähigkeit. Die Komplikationen<br />

und bleiben<strong>den</strong> Behinderungen<br />

beeinträchtigen die<br />

weitere Lebensführung und erhöhen<br />

<strong>den</strong> Pflegebedarf. Um dieses<br />

komplexe Geschehen sowohl<br />

chirurgisch als auch geriatrisch<br />

zu behandeln, wurde in der Krankenhaus<br />

GmbH ein Zentrum <strong>für</strong><br />

Alterstraumatologie eingerichtet.<br />

„<strong>Das</strong> Zentrum bildet eine Brücke<br />

zwischen Unfallchirurgen und Altersmedizinern.<br />

Ziel ist es, akute<br />

Probleme zu überwin<strong>den</strong> und <strong>den</strong><br />

älteren Menschen wieder Freude<br />

an der Bewegung zu schenken“,<br />

betont Dr. Sebastian Mühle,<br />

Chefarzt des Altersmedizinischen<br />

Zentrums. Die Einrichtung wurde<br />

als „Alterstraumazentrum“ zertifiziert.<br />

Die Auszeichnung durch die<br />

Deutsche Gesellschaft <strong>für</strong> Unfallchirurgie<br />

ist deutschlandweit das<br />

größte Verfahren zur Zertifizierung<br />

alterstraumatologischer Zentren.<br />

Chest Pain Unit<br />

Die Brustschmerz-Einheit am<br />

Krankenhaus Weilheim wurde von<br />

der Deutschen Gesellschaft <strong>für</strong><br />

Kardiologie als „Chest Pain Unit –<br />

DGK“ rezertifiziert.<br />

Die Brustschmerz-Einheit in<br />

Weilheim darf sich jetzt „Chest Pain<br />

Unit – DKG zertifiziert“ nennen.<br />

„Die Bezeichnung gibt <strong>den</strong> Patienten<br />

die Sicherheit, dass die Versorgung<br />

akuter Herzbeschwer<strong>den</strong><br />

rund um die Uhr nach neuesten<br />

Standards und durch ausgewiesene<br />

Experten erfolgt“, sagt Stephen<br />

Bo<strong>den</strong>beger, Leiter der Notaufnahme<br />

Weilheim. Die Chest Pain Unit<br />

im Krankenhaus Weilheim ist in<br />

die Notaufnahme integriert und<br />

wird von erfahrenen Kardiologen<br />

geleitet.<br />

Lokales Traumazentrum<br />

Die Zertifizierung „Lokales Traumazentrum“<br />

bestätigt die Erfüllung<br />

der Anforderungen zur Behandlung<br />

von Schwerverletzten<br />

nach <strong>den</strong> Kriterien der Deutschen<br />

Gesellschaft <strong>für</strong> Unfallchirurgie.<br />

Voraussetzung ist unter anderem<br />

ein an sehr hohen Qualitätsmaßstäben<br />

orientiertes Management<br />

im Schockraum, dem Raum, in<br />

dem die Erstversorgung schwer<br />

verletzter und polytraumatisierter<br />

Patienten stattfindet. „Was formal<br />

klingt, rettet Leben“, so Dr. Thomas<br />

Löffler, Chefarzt der Klinik <strong>für</strong><br />

Unfallchirurgie. Denn durch <strong>den</strong><br />

definierten Prozess werde sichergestellt,<br />

dass die Behandlung und<br />

Diagnostik ohne Zeitverzögerung<br />

erfolge.<br />

Klinik <strong>für</strong> Diabetespatienten<br />

geeignet DDG<br />

<strong>Das</strong> Zertifikat „Klinik <strong>für</strong> Diabetespatienten<br />

geeignet DDG“ steht <strong>für</strong><br />

die klinikweite Einhaltung der<br />

hohen Qualitätskriterien der Deutschen<br />

Diabetes Gesellschaft an<br />

eine diabetologische Betreuung<br />

von Menschen, die sich mit Diabetes,<br />

aber nicht wegen ihres Diabetes<br />

in stationäre Behandlung<br />

begeben. „Es trägt zur Verbesserung<br />

der Grundversorgung von<br />

Patienten mit der Nebendiagnose<br />

Diabetes in Klinken bei und stellt<br />

sicher, dass der Behandlungserfolg<br />

durch eine optimale Blutzuckereinstellung<br />

unterstützt und<br />

mit Diabetes verbun<strong>den</strong>e Stresssituationen,<br />

Komplikationen und<br />

Wundheilungsstörungen vermie<strong>den</strong><br />

wer<strong>den</strong>“, erklärt Diabetes-<br />

Beraterin DDG Gabriele Kirsten.<br />

QMS Reha – Geriatrische<br />

Rehabilitation<br />

Am Krankenhaus Schongau wurde<br />

ein Qualitätsmanagementsystem<br />

nach <strong>den</strong> Vorgaben von QMS Reha<br />

eingeführt. Dieses QM-System<br />

wurde speziell <strong>für</strong> <strong>den</strong> Bereich<br />

der geriatrischen Rehabilitation<br />

vom Deutschen Rentenversicherungsbund<br />

entwickelt. Dabei stehen<br />

die Patientenanforderungen<br />

im Mittelpunkt des Systems. Dr.<br />

Sebastian Mühle unterstreicht:<br />

„Die Qualitätsbemühungen des<br />

Systems richten sich auf Patienten,<br />

> > > KONTAKT<br />

www.meinkrankenhaus2030.de<br />

Sind stolz auf<br />

die Zertifizierung<br />

„Alterstraumazentrum“:<br />

Dr. Sebastian<br />

Mühle (li.) und<br />

Dr. Thomas Löffler.<br />

Mitarbeiter und Lieferanten; außerdem<br />

auf Arbeitsabläufe sowie<br />

deren Ergebnisse, zum Beispiel<br />

Rehabilitationserfolg und Patientenzufrie<strong>den</strong>heit.“<br />

Sie haben abteilungsübergreifend und sehr engagiert an der Zertifizierung<br />

der Krankenhaus GmbH als „Lokales Traumazentrum“ gearbeitet.<br />

Dr. Thomas Löffler (Mitte) und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

aus der Pflege und dem Qualitätsmanagement.<br />

Klinik Weilheim<br />

Johann-Baur-Straße 4<br />

82362 Weilheim<br />

Telefon 0881 188-0<br />

Telefax 0881 188-699<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

Klinik Schongau<br />

Marie-Eberth-Straße 6<br />

86956 Schongau<br />

Telefon 08861 215-0<br />

Telefax 08861 215-249<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 25


Seit 30 Jahren – die Langzeit-Reha am Latterbach<br />

Innenausbau *Trockenbau<br />

Akustikbau *Spachtelarbeiten<br />

Wandarbeiten*Wandreparaturen<br />

Deckenarbeiten und vieles mehr!<br />

Steinstraße 5*86956 Schongau<br />

Telefon: 01631623323<br />

E-Mail: md-innenausbau@gmx.de<br />

Ich wünsche allen Freun<strong>den</strong> ,<br />

Bekannten und Kun<strong>den</strong> frohe<br />

Weihnachten und ein gesundes<br />

neue Jahr<br />

HUBER<br />

Johann<br />

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Vertrauen<br />

Bauplanung<br />

Bauausführung<br />

An/Umbauten<br />

Regiearbeiten<br />

Raus aus der<br />

psychiatrischen Drehtüre<br />

Herzogsägmühle | Angst, Verzweiflung,<br />

Einsamkeit, die Frage nach<br />

dem Sinn: Psychische Krisen sind<br />

nahezu allen Menschen bekannt,<br />

gehören zum Leben dazu und haben<br />

insbesondere seit Ausbruch<br />

der Coronapandemie zugenommen.<br />

Halten sie sich über längeren<br />

Zeitraum, vertiefen sich oder<br />

mün<strong>den</strong> gar in eine Erkrankung<br />

mit fachärztlicher Diagnose, stellen<br />

sich Betroffene existenzielle<br />

Fragen: Wie werde ich wieder<br />

gesund? Und wie kann ich mein<br />

Leben trotz gesundheitlicher Probleme<br />

möglichst erfüllend gestalten?<br />

Bei schweren psychischen<br />

Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörung,<br />

Psychose oder schwerer<br />

Depression kommen Betroffene<br />

an einer professionellen Behandlung<br />

mit Medikamenten, stationär<br />

oder ambulant, nicht vorbei. Häufig<br />

die größte Schwierigkeit: Selbst<br />

bei Behandlungserfolg <strong>den</strong> Schritt<br />

zurück in die altbekannte, oder<br />

zumindest in eine neue Normalität<br />

zu schaffen. Und genau daran<br />

scheitern viele Menschen, die von<br />

einer oder mehreren, mittleren bis<br />

schweren psychischen Erkrankungen<br />

betroffen sind – die eigentlich<br />

Integration ins Arbeitsleben: Rehapatienten in einer Schreinerei.<br />

routinemäßigen Selbstverständlichkeiten<br />

wie frühes Aufstehen,<br />

zur Arbeit fahren, Einkaufen, sich<br />

um Familie, Haushalt und Freunde<br />

kümmern, sich unter Leute trauen,<br />

wer<strong>den</strong> dann zur andauern<strong>den</strong><br />

Qual, bis hin zu ernstzunehmen<strong>den</strong><br />

Selbstmordabsichten. <strong>Das</strong> bedingt<br />

wiederum eine erneute professionelle,<br />

ambulante oder stationäre<br />

Behandlung. Eine durchaus bewährte<br />

Möglichkeit, um aus der<br />

„psychiatrischen Drehtüre“, wie<br />

dieser Teufelskreis von Fachleuten<br />

bezeichnet wird, herauszukommen:<br />

Eine Langzeitrehabilitation<br />

über zehn bis zwölf Monate. „Wir<br />

sind im Grunde diejenigen, die<br />

eine Chronifizierung verhindern<br />

und da<strong>für</strong> sorgen wollen, dass<br />

Menschen mit schwerer, psychischer<br />

Erkrankung nicht in eine<br />

geschlossene Einrichtung müssen,<br />

sondern <strong>den</strong> Weg zurück in ein<br />

möglichst eigenständiges Leben<br />

doch wieder schaffen“, sagt Stefan<br />

Rienecker, Leiter des Rehazentrums<br />

<strong>für</strong> erwachsene Menschen<br />

mit psychischer Erkrankung in<br />

Herzogsägmühle. Es handelt sich<br />

um eine bundesweit ziemlich einzigartige<br />

Einrichtung, eröffnet im<br />

Jahre 1992. „Bayernweit gibt es nur<br />

zehn weitere Einrichtungen, die<br />

vergleichbar sind, jedoch alle mit<br />

deutlich weniger Plätzen als wir<br />

zur Verfügung haben. Und auch<br />

bundesweit gibt es mit rund 2 000<br />

Plätzen insgesamt nicht viele.“<br />

Damit stellt die Diakonie von Herzogsägmühle<br />

mit rund 70 Plätzen<br />

<strong>für</strong> (junge) Erwachsene, 28 Plätzen<br />

<strong>für</strong> 14- bis 18-Jährige sowie 30<br />

weiteren Plätzen in Außenstellen<br />

in Landsberg am Lech das größte<br />

Langzeit-Rehazentrum <strong>für</strong> Menschen<br />

mit psychischer Erkrankung<br />

in ganz Deutschland.<br />

Fokus liegt<br />

auf jüngeren Menschen<br />

„Unser Fokus liegt auf Jugendlichen<br />

und jungen Erwachsenen,<br />

die aus eigener Kraft und Entscheidung<br />

heraus beschlossen<br />

haben, an ihrem Leben nachhaltig<br />

etwas verändern zu wollen“, so<br />

Rienecker über die Tatsache, dass<br />

diese spezielle Form der Reha bei<br />

weitem nicht <strong>für</strong> alle Menschen mit<br />

26 | <strong>altlandkreis</strong>


Therapieklettern fördert Teamgeist<br />

und Konzentration.<br />

psychischen Problemen geeignet<br />

ist. Rund 25 Prozent der nach Herzogsägmühle<br />

kommen<strong>den</strong> Klienten<br />

lei<strong>den</strong> an Psychose mit Halluzinationen,<br />

Wahnvorstellungen sowie<br />

schwerwiegen<strong>den</strong> Denkstörungen,<br />

häufig begleitet von starken Ängsten.<br />

45 Prozent lei<strong>den</strong> an mittlerer<br />

bis schwerer Depression, wieder<br />

andere an Angst-, Belastungsund<br />

Persönlichkeitsstörungen wie<br />

Borderline oder Narzissmus. „Wir<br />

re<strong>den</strong> hier nicht von Menschen,<br />

<strong>den</strong>en es schlecht geht, weil Oma<br />

oder Opa verstorben sind, einem<br />

der Job gekündigt oder die Katze<br />

überfahren wurde.“ Die Rede<br />

ist von Männern und Frauen, die<br />

bereits in renommierten psychosomatischen<br />

Kliniken behandelt<br />

wur<strong>den</strong> und deutlich Schlimmeres<br />

erlebt haben, nachhaltig traumatisiert<br />

sind. Zum Beispiel durch<br />

sexuellen oder emotionalen Missbrauch<br />

in ihrer Kindheit. Umso<br />

wichtiger, das Reha-Programm auf<br />

je<strong>den</strong> einzelnen Klienten sehr behutsam<br />

und individuell abzustimmen.<br />

Angefangen bei geregelten<br />

Zeiten. Frühstück gibt’s um 7 Uhr.<br />

Danach geht’s zur Arbeit – in einem<br />

der zahlreichen Betriebe in<br />

Herzogsägmühle dürfen sich die<br />

jungen Männer und Frauen Schritt<br />

<strong>für</strong> Schritt ans Arbeitsleben wieder<br />

herantasten. Davor, dazwischen<br />

oder danach: Einzelgespräche<br />

mit Psychotherapeuten, Untersuchungen<br />

bei Ärzten <strong>für</strong> die ideale<br />

Abstimmung von Medikamenten,<br />

tiergestützte Therapie, aber auch<br />

jede Menge Gruppentherapien,<br />

zum Beispiel Klettern an der<br />

schwenkbaren DAV-Wand in Peißenberg,<br />

Yoga draußen im Freien,<br />

Qi Gong, Ausdauer-Fitnesstraining,<br />

Therapie-Boxen bis hin zu Rollenspielen<br />

aus dem alltäglichen<br />

Leben. „Hier wird zum Beispiel simuliert,<br />

dass jemand versehentlich<br />

<strong>den</strong> falschen Rasierer gekauft hat –<br />

der Weg zurück zum Supermarkt,<br />

die persönliche Kontaktaufnahme<br />

zur Filialleitung und die Bitte um<br />

Umtausch stellt <strong>für</strong> Menschen mit<br />

psychischer Erkrankung durchaus<br />

eine große Hürde dar, die es zu<br />

überwin<strong>den</strong> gilt.“<br />

Von Abbrechern<br />

und Suizid<br />

Finales Ziel der Reha: <strong>Das</strong> Selbstvertrauen<br />

der überwiegend sehr<br />

ängstlichen Menschen zu stärken,<br />

ihnen wieder Sinn sowie Freude<br />

am Leben vermitteln und sie physisch<br />

wie psychisch so weit zu stabilisieren,<br />

damit sie nach diesen<br />

zehn bis zwölf Monaten wieder<br />

möglichst eigenständig<br />

Leben und Arbeiten<br />

können. Insofern besteht<br />

die Langzeit-Rhea<br />

in Herzogsägmühle<br />

aus einem ständigen<br />

schmalen Grat zwischen<br />

Über- und Unterforderung,<br />

der ein<br />

Höchstmaß an Fingerspitzengefühl<br />

voraussetzt. Derzeit<br />

arbeiten <strong>für</strong> das Rehazentrum <strong>für</strong><br />

Menschen mit psychischer Erkrankung<br />

60 Personen, die meisten in<br />

Teilzeit. Die Rede ist von Ärzten,<br />

Psychologen, Heilerziehungspflegern,<br />

Sozialpädagogen, Ergo- und<br />

Arbeitstherapeuten, Physio- und<br />

Körpertherapeuten sowie Fachanleitungen<br />

in verschie<strong>den</strong>en Berufsfeldern.<br />

Untergebracht sind die<br />

Klienten in <strong>den</strong> schöngelegenen<br />

Häusern am Latterbach. Genaugenommen<br />

in Einzelzimmern mit<br />

direkt zugänglicher Nasszelle sowie<br />

Balkon oder Terrasse. Insofern<br />

haben alle Klienten ihre Privatsphäre,<br />

dürfen sich zwischen <strong>den</strong><br />

„Pflichtterminen“ ohnehin selbstbestimmt<br />

bewegen, wer<strong>den</strong> jedoch<br />

nie alleingelassen, von Fachpersonal<br />

jederzeit unterstützt. „Wir sind<br />

<strong>für</strong> unsere Männer und Frauen an<br />

365 Tagen im Jahr rund um die Uhr<br />

da“, bekräftigt Stefan Rienecker.<br />

Trotzdem läuft nicht immer alles<br />

nach Plan. Die Abbrecherquote<br />

dieser besonderen Reha liegt bei<br />

rund 25 Prozent, „weil viele nicht<br />

<strong>den</strong> langen Atem mitbringen und<br />

mit <strong>den</strong> sozialen und therapeutischen<br />

Anforderungen überfordert<br />

sind“. Einmal in der 30-jährigen<br />

Geschichte habe es laut Rienecker<br />

auch einen Selbstmord gegeben.<br />

„Jeder Einzelne ist natürlich einer<br />

zu viel.“ In Summe aber sei es ein<br />

großer Erfolg, dass in all <strong>den</strong> Jahrzehnten<br />

nicht mehr passiert ist.<br />

Rund 40 Prozent der erfolgreichen<br />

Langzeitreha-Absolventen bleiben<br />

Herzogsägmühle treu, „fin<strong>den</strong> in<br />

der Region, gemeinsam mit uns,<br />

Arbeit und Wohnung“. Wieder andere<br />

kehren zum alten Arbeitgeber<br />

zurück. Oder wer<strong>den</strong> über Arbeitserprobungen<br />

an Firmen vermittelt,<br />

die in Sachen Philosophie und Mitarbeiterkultur<br />

genau das richtige<br />

sind <strong>für</strong> Menschen, die <strong>den</strong> mühsamen<br />

Weg aus der psychiatrischen<br />

Drehtüre herausgeschafft haben. js<br />

Für Körper, Geist und Seele: Therapie-Yoga findet, sofern<br />

wetterbedingt möglich, draußen an der frischen Luft statt.<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 27


Neue Bedeutung <strong>für</strong> hiesige Recycling-Betriebe<br />

Regionaler Schrott <strong>für</strong> „grünen“ Stahl<br />

Aus 1,1 Tonnen Schrott<br />

stellen die Lech-<br />

Stahlwerke mit ihren<br />

Elektrolichtbogenöfen 1<br />

Tonne neuen, qualitativ<br />

hochwertigen Stahl her.<br />

Altlandkreis | CO 2 -Emissionen<br />

tragen einen großen Teil zur Klimaveränderung<br />

bei – die Verbrennung<br />

von fossilen Brennstoffen<br />

wie Kohle, Öl oder Gas<br />

beschleunigt <strong>den</strong> Klimawandel,<br />

hin zu konstant höheren Temperaturen.<br />

Extremwetter mit Starkregen,<br />

aber auch längere Hitzephasen<br />

sind die Folgen, die auch<br />

im <strong>Pfaffenwinkel</strong> zunehmend<br />

spür- und sichtbar wer<strong>den</strong>. Für<br />

mehr als 30 Prozent der deutschlandweiten<br />

Industrie-Emissionen<br />

verantwortlich: Stahlwerke, in<br />

<strong>den</strong>en Eisen und Stahl hergestellt<br />

wer<strong>den</strong>, woraus wiederum unersetzliche<br />

Produkte des täglichen<br />

Lebens entstehen – Haushaltsgeräte,<br />

Autos, Fahrräder, Maschinen<br />

und Werkzeuge sind nur<br />

wenige Produktbeispiele mit hohem<br />

Stahl- und Eisenanteil. Um<br />

CO 2 -Emissionen im Bereich der<br />

Stahlherstellung zu verringern<br />

und von diesen 30 Prozent wegzukommen,<br />

arbeiten die Konzerne<br />

an technischen Innovationen.<br />

Ihr Ziel: Fossile Brennstoffe, die<br />

<strong>für</strong> die Verarbeitung von Eisenerz<br />

und Stahlschrott notwendig sind,<br />

langfristig zu ersetzen. An dieser<br />

Stelle spielen auch regionale Entsorgungs-<br />

und Recyclingbetriebe<br />

eine nicht unerhebliche Rolle.<br />

Elektrolichtbogenofen<br />

statt Hochofenroute<br />

Der Grund: Bisher war die Technik<br />

eines Stahlwerks überwiegend<br />

auf eine sogenannte Hochofenroute<br />

beschränkt. In diesem<br />

Falle wer<strong>den</strong> Hochöfen mit Kohle<br />

beheizt, um mit dabei gewonnener<br />

Wärmeenergie Roheisen verflüssigen<br />

zu können. Über diese<br />

Schmelze wiederum, kombiniert<br />

mit hinzugeführten Legierungsmitteln,<br />

wird letztlich Stahl in<br />

unterschiedlicher Qualität gewonnen.<br />

<strong>Das</strong> Problem: Die hohen<br />

Temperaturen, die bei dieser Art<br />

der Stahlherstellung entstehen,<br />

entziehen Eisenerz Sauerstoff.<br />

Und dabei entsteht wiederum<br />

umweltschädliches CO 2 .<br />

Im Juni 2021 verabschiedete der<br />

Bundestag ein verschärftes Klimaschutzgesetz<br />

mit der Vorgabe,<br />

dass ganz Deutschland bis 2045<br />

klimaneutral sein soll. Um dieses<br />

ambitionierte Ziel zu erreichen,<br />

wer<strong>den</strong> bereits heute Hochöfen in<br />

Stahlwerken nach und nach durch<br />

sogenannte Direktreduktionsanlagen<br />

sowie Einschmelzaggregate<br />

ersetzt. Laut Aussagen aller großer<br />

Stahlproduzenten in Deutschland,<br />

zum Beispiel Thyssenkrupp<br />

in Essen, ArcelorMittal in Hamburg,<br />

Tata Steel in Düsseldorf oder<br />

Salzgitter AG bei Braunschweig,<br />

soll der Brennstoff Kohle zunächst<br />

durch Erdgas, in einem weiteren<br />

Schritt durch Wasserstoff ersetzt<br />

wer<strong>den</strong>. Im Rahmen dieses Produktionsverfahren<br />

entsteht kein<br />

flüssiges Roheisen mehr, sondern<br />

ein fester Eisenschwamm, hergestellt<br />

in einem Elektrolichtbogenofen.<br />

Und bei dieser Form der Reduktion<br />

von Eisenerz entsteht kein<br />

umweltschädliches CO 2 , sondern<br />

Wasserdampf.<br />

Von 30 auf fast<br />

100 Prozent<br />

Im Rahmen der herkömmlichen<br />

Stahlherstellung mittels Hochofentechnik<br />

wer<strong>den</strong> zum Rohstoff<br />

Eisenerz 20 bis 30 Prozent<br />

Stahlschrott hinzugegeben. Die<br />

„neue“ Variante via Elektrolichtbogentechnik<br />

verträgt jedoch fast<br />

28 | <strong>altlandkreis</strong>


Der Schrott, der bei Drosdz in Schongau gesammelt und aufbereitet<br />

wird, geht nach Meitingen zu <strong>den</strong> Lech-Stahlwerken, aber auch nach<br />

Italien, Luxemburg und in die Schweiz.<br />

100 Prozent an Stahl- und Eisenschrott-Anteil.<br />

Wobei diese „neue<br />

Technik“ im Grunde gar nicht<br />

neu ist – die Georgsmarienhütte<br />

GmbH südlich von Osnabrück<br />

nutzt seit <strong>den</strong> 1990er Jahren die<br />

Elektroofenroute zur Stahlproduktion.<br />

Die zur Max-Aicher-Gruppe<br />

gehören<strong>den</strong> Lech-Stahlwerke<br />

im vom Schongauer Altlandkreis<br />

unweit entfernten Meitingen bei<br />

Augsburg sogar seit über 50 Jahren.<br />

Und konnten dadurch allein<br />

im Jahr 2021 knapp 19 000 Tonnen<br />

CO 2 -Emissionen einsparen, wie<br />

Unternehmenssprecherin Angela<br />

Aicher der „<strong>altlandkreis</strong>“-Redaktion<br />

mitteilte. Da via Elektroofenroute<br />

nur elektrischer Strom<br />

als Energieträger zum Einsatz<br />

kommt, haben die Lech-Stahlwerke<br />

jedoch mit <strong>den</strong> Herstellungskosten<br />

aufgrund der stark<br />

gestiegenen Strompreise extrem<br />

zu kämpfen – so sehr, dass in <strong>den</strong><br />

vergangenen Monaten sogar die<br />

Blick in die Produktion der Lech-Stahlwerke in Meitingen bei Augsburg,<br />

wo bereits seit 50 Jahren „grüner Stahl“ hergestellt wird.<br />

Produktion tageweise ausgesetzt<br />

wer<strong>den</strong> musste. „Der Stahl der<br />

Lech-Stahlwerke wird ausschließlich<br />

aus Stahlschrott hergestellt,<br />

der sich nahezu ohne Qualitätsverluste<br />

recyceln lässt“, erklärt<br />

Aicher weiter. „Wir beziehen <strong>den</strong><br />

Stahlschrott lokal aus einem Umkreis<br />

von rund 150 Kilometern von<br />

Schrott- und Großhändlern.“ Dies<br />

bestätigt Georg Hartmann, Vorsitzender<br />

von „Drosdz Rohstoffrecycling“<br />

in Schongau und fügt an,<br />

„dass der von uns gesammelte<br />

Stahl- und Eisenschrott neben<br />

Meitingen auch nach Norditalien,<br />

in die Schweiz und nach Luxemburg<br />

kommt“.<br />

Wichtiger Arbeitgeber,<br />

große Herausforderungen<br />

Die in der Region ansässigen<br />

Schrotthändler und Recyclingbetriebe<br />

von Stahl versorgen also<br />

Stahlproduzenten mit hochwertigen<br />

Sekundärrohstoffen und<br />

tragen so mit ihrer Arbeit indirekt<br />

dazu bei, die Dekarbonisierung<br />

in der Stahlindustrie voranzutreiben.<br />

Der Schrott, der bei Drosdz<br />

sortiert, zerkleinert und gepresst<br />

wird, stammt aus der verarbeiten<strong>den</strong><br />

Industrie sowie von kleineren<br />

Schrotthandlungen wie beispielsweise<br />

der Firma Högg in Prem,<br />

von Manuela Renz in Peiting oder<br />

der Steindl GmbH in Peißenberg.<br />

Neben der Aussicht, dem Klimawandel<br />

entgegenzuwirken, ist<br />

hiesiger Schrotthandel auch ein<br />

wichtiger Geschäftsbereich zum<br />

Erhalt regionaler Arbeitsplätze.<br />

Allein <strong>für</strong> <strong>den</strong> Schongauer Recyclingbetrieb<br />

„Drosdz“ arbeitet in<br />

etwa die Hälfte aller Mitarbeiter<br />

im Bereich des Stahlrecyclings.<br />

Trotzdem steht der Betrieb aufgrund<br />

Fachkräftemangel und<br />

explodieren<strong>den</strong> Strom- und Gaspreisen<br />

vor enormen Herausforderungen.<br />

<strong>Das</strong> wiederum würde<br />

die ehrgeizig gesteckten Ziele hin<br />

zu klimaneutraler Stahlherstellung<br />

gefähr<strong>den</strong>.<br />

hun<br />

Guggenbergweg 1 ∙ 86971 Peiting<br />

Guggenbergweg 86971 Peiting<br />

Tel. 08861-680126 ∙ Fax 08861-680169<br />

Tel. 08861-680126 Fax 08861-680169<br />

peitinger-pflegedienst@t-online.de<br />

info@peitinger-pflegedienst.de<br />

peitinger-pflegedienst@t-online.de<br />

HAUSNOTRUF<br />

HAUSNOTRUF<br />

HAUSNOTRUF<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 29


Ein Verein <strong>für</strong> vier Gemein<strong>den</strong> – Nachwuchskräfte gesucht<br />

Wertvolle Alltagshilfe <strong>für</strong> Senioren<br />

Lechbruck | Es sind beeindruckende<br />

Zahlen, die der Bürgerverein am<br />

Lech <strong>für</strong> das Jahr 2021 präsentieren<br />

konnte: In 1165 Arbeitsstun<strong>den</strong><br />

wur<strong>den</strong> 11011 Mahlzeiten ausgeliefert,<br />

da<strong>für</strong> 29 661 Kilometer zurückgelegt.<br />

Doch „Essen auf Rädern“<br />

ist nur ein Baustein angesichts<br />

der vielfältigen Aktivitäten, <strong>den</strong>en<br />

sich dieser vorbildliche Verein<br />

verschrieben hat. Die inzwischen<br />

rund 700 Mitglieder unterstützen<br />

andere Helfer, Demenzbetreuung,<br />

Alltagsbegleitung, Kaffeenachmittage,<br />

Theaterbesuche sowie<br />

Haushaltsführung und organisieren<br />

Pflegebegleitung. Dabei fing<br />

im Jahr 2005 das ganze sehr klein<br />

an. „Meine Mama wurde damals<br />

dement“, berichtet Koordinatorin<br />

und Schriftführerin Gabriele Walters,<br />

und erlebte hautnah, was das<br />

bedeutet. „Daraufhin gründete ich<br />

die Initiative ‚Miteinander Füreinander‘,<br />

eine rein private Hilfsorganisation,<br />

und wir mussten zunächst<br />

viele Dinge entwickeln, die es vorher<br />

in unserem Ort nicht gab: Zum<br />

Beispiel Fahrdienste und Mittagessen.“<br />

Die 68-jährige Lechbruckerin<br />

blickt grundsätzlich auf ein bewegtes<br />

Leben zurück. Sie führte eine<br />

Kneipe, einen Rockertreffpunkt, in<br />

der Eifel, ein bayerisches Lokal in<br />

London und, nach der Rückkehr zu<br />

ihren Wurzeln, von 1995 bis 2004,<br />

eine Spedition im heimischen<br />

Lechbruck. Und auch „Miteinander<br />

Füreinander“ war zunächst nur im<br />

ostallgäuer Pfarrdorf am Lech aktiv.<br />

Doch die umliegen<strong>den</strong> Gemein<strong>den</strong><br />

nahmen Notiz von diesem bereichern<strong>den</strong><br />

Engagement. Auch Xaver<br />

Wörle, von 1996 bis 2020 Bürgermeister<br />

von Steinga<strong>den</strong>, war von<br />

der Initiative begeistert und brachte<br />

Gleichgesinnte aus Prem und<br />

Bernbeuren an einen Tisch. Die<br />

Entscheidung, einen gemeinsamen<br />

Verein <strong>für</strong> alle vier Gemein<strong>den</strong> zu<br />

grün<strong>den</strong>, fiel bereits im Jahr 2007.<br />

Gegründet wurde der heutige<br />

„Bürgerverein am Lech e.V.“ allerdings<br />

erst einige Jahre später – im<br />

Oktober 2015.<br />

Hilfe kostet zehn Euro<br />

die Stunde<br />

„Uns wurde damals bewusst“,<br />

berichtet Wörle, „dass die älteren<br />

Herrschaften in Zukunft immer<br />

mehr auf private Helfer angewiesen<br />

sein wür<strong>den</strong>. Sei es beim<br />

Rasenmähen, Schnee schaufeln<br />

oder auch was gesellige Unternehmungen<br />

<strong>für</strong> einsame Menschen<br />

betrifft. Und obwohl diese Idee<br />

einer Hilfsorganisation <strong>für</strong> viele<br />

Jahre wieder in der Schublade<br />

verschwand, kamen zur Gründung<br />

des Vereins bereits 100 Mitglieder.“<br />

Die Gemein<strong>den</strong> Prem, Bernbeuren,<br />

Steinga<strong>den</strong> und Lechbruck<br />

unterstützten <strong>den</strong> Start durch eine<br />

Xaver Wörle (li.) und Gabriele<br />

Walters im Büro des Bürgervereins<br />

am Lech in Lechbruck.<br />

Vom Bürgervrein organisierte, gesellige Gesprächsrun<strong>den</strong> sind wichtige<br />

Anlaufstellen <strong>für</strong> einsame Senioren und Seniorinnen.<br />

Anschubfinanzierung mit 50 Cent<br />

pro Gemeindemitglied. Und das<br />

Sozialministerium steuerte 30000<br />

Euro <strong>für</strong> die ersten drei Jahre bei.<br />

Ehepaare bezahlen derzeit 45 Euro<br />

Jahresmitgliedschaft, Einzelmitglieder<br />

30 Euro, Jugendliche und<br />

Stu<strong>den</strong>ten sind dagegen mit einem<br />

symbolischen Euro dabei. „Wer<br />

Hilfe braucht, ruft einfach an. Wer<br />

Hilfe geben kann, der sagt uns,<br />

was er kann.“ So lautet das Motto<br />

des Vereins. Ganz umsonst ist der<br />

hilfeleistende Beistand im Alltag<br />

allerdings nicht: Eine Helferstunde<br />

kostet 10 Euro, von <strong>den</strong>en acht<br />

an <strong>den</strong> Helfer persönlich, die anderen<br />

zwei an <strong>den</strong> Verein gehen.<br />

„Wir betrachten diesen Betrag als<br />

Aufwandsentschädigung und nicht<br />

als Entlohnung“, erklärt Gabriele<br />

Walters. „Außerdem, aus versicherungstechnischen<br />

Grün<strong>den</strong>, können<br />

wir nur Mitgliedern helfen.“<br />

Von <strong>den</strong> derzeit 700 Mitgliedern<br />

seien leider nur zehn bis 15 Prozent<br />

aktiv, beklagt der Vereinsvorsitzender<br />

Xaver Wörle – auch beim Bürgerverein<br />

am Lech mangele es an<br />

Nachwuchs und Ehrenamtlichen.<br />

„Wir brauchen vor allen Dingen<br />

junge Leute, die als Helfer einspringen<br />

und unser Werk irgendwann<br />

weiterführen können.“ Zum<br />

Einstieg bietet der Verein <strong>für</strong> Neulinge<br />

einen Ausbildungs-Lehrgang<br />

über 40 Stun<strong>den</strong> an, der einen<br />

Umgang mit dementen Personen<br />

ermöglicht. „Über die Jahre haben<br />

wir bereits um die hundert Leute<br />

ausgebildet, aber von <strong>den</strong>en sind<br />

nur noch zehn aktiv. Da herrscht<br />

dringender Bedarf. Wir haben<br />

Auch Floßfahrten organisiert der Verein <strong>für</strong> Senioren.<br />

Fahrer, die mittlerweile über 80<br />

Jahre alt sind.“ Und die sind unter<br />

anderem bei Wind und Wetter<br />

<strong>für</strong> das eingangs erwähnte „Essen<br />

auf Rädern“ im Einsatz, fahren<br />

warme Mahlzeiten nach Bernbeuren,<br />

Urspring, Prem und Steinga<strong>den</strong>.<br />

„Ohne die Unterstützung des<br />

Lechbrucker Gastronomiebetriebs<br />

‚Hochbergle-Stuben‘ und der Füssener<br />

Tafel, wo die Speisen zubereitet<br />

wer<strong>den</strong>, ginge schon lange<br />

nichts mehr“, versichert Gabriele<br />

Walters. Wenn Not am Mann ist,<br />

springt sie selbst in ihr Auto und<br />

fährt eine Tour. „Wir bieten diesen<br />

Service seit April 2016 an, was gerade<br />

<strong>für</strong> alleinstehende, einsame<br />

Menschen ungeheuer wichtig ist.<br />

Zumal wir im Zuge dessen auch sehen,<br />

in welchem Zustand sich die<br />

Menschen und deren Wohnungen<br />

befin<strong>den</strong>, können gegebenenfalls<br />

andere Dienste einschalten, um<br />

gewisse Situationen zu verbessern“,<br />

erläutert die Schriftführerin,<br />

die sich noch gut daran erinnert,<br />

als es zu Beginn der Initiative hieß:<br />

„So etwas braucht es nicht, es haben<br />

ja alle Nachbarn – nur welcher<br />

Nachbar bringt täglich eine<br />

warme Mahlzeit zu Mittag vorbei?“<br />

30 | <strong>altlandkreis</strong>


Ganz zu schweigen von <strong>den</strong> vielen<br />

weiteren Angeboten, die von Seiten<br />

des Bürgervereins gerne angenommen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Einfach nur da sein<br />

und zuhören<br />

Zu <strong>den</strong> Highlights zählen da alljährliche<br />

„Fahrten ins Blaue“ – ein<br />

Gruppenausflug mit unbekanntem<br />

Ziel. Aber auch individuelles Zuhören<br />

und Zuwendung sei wichtig,<br />

betont Gabriele Walters, <strong>den</strong>n<br />

Einsamkeit greift bei alten Menschen<br />

um sich und legt sich wie<br />

ein Schleier über ihr Leben. „Ganz<br />

wichtig ist auch, dass wir Angehörige<br />

entlasten, die eine demente<br />

Person pflegen. Die brauchen einfach<br />

mal einen freien Tag, um Luft<br />

zu holen und neue Kraft zu sammeln.“<br />

An diesem Punkt stellt sich<br />

natürlich die Frage, ob die aktiven<br />

Mitglieder des Bürgervereins am<br />

Lech nicht Aufgaben übernehmen,<br />

die eigentlich von Seiten des Staates<br />

oder der jeweiligen Kommune<br />

getragen wer<strong>den</strong> müssten? Ex-Bürgermeister<br />

Wörle findet dazu deutliche<br />

Worte: „Wenn wir uns auf <strong>den</strong><br />

Staat verlassen müssten, dann wären<br />

wir verlassen. Die Mitarbeiter<br />

in <strong>den</strong> Landratsämtern verweisen<br />

Hilfesuchende an die Sozialstationen<br />

und damit ist deren Tätigkeit<br />

beendet. Wir hingegen bieten praxisnahe<br />

Hilfe an. Der Staat würde<br />

sich einen Gefallen tun, wenn er<br />

nicht nur große Re<strong>den</strong> halten würde.“<br />

Gabriele Walters investiert pro<br />

Woche 35 Stun<strong>den</strong> in <strong>den</strong> Verein,<br />

möchte davon aber keine missen.<br />

Die Gemeinde Lechbruck hat ihr<br />

ein Büro im Rathaus zur Verfügung<br />

gestellt, wo sie die meiste Zeit<br />

mit organisatorischen Tätigkeiten<br />

verbringt. „Mir macht es immer<br />

noch Spaß“, versichert sie, „sonst<br />

würde ich es nicht im Rentenalter<br />

noch machen. ‚Brot <strong>für</strong> die Welt‘<br />

mag eine gute Sache sein, aber<br />

hier bei unserem Verein erlebe ich<br />

hautnah, was unsere Hilfe bewirkt.<br />

<strong>Das</strong> finde ich befriedigender. Was<br />

uns fehlt, sind eben junge Kräfte,<br />

die viel Empathie mitbringen.“<br />

Xaver Wörle bekräftigt an dieser<br />

Stelle: „Ich bin nun seit drei Jahren<br />

erster Vorsitzender, und wenn wir<br />

einen Nachfolger suchen, meldet<br />

sich niemand. Mir ist der Verein zu<br />

wichtig, als dass ich hinschmeißen<br />

würde. Aber ich habe Be<strong>den</strong>ken,<br />

<strong>den</strong> Nachwuchs zu bekommen, <strong>den</strong><br />

wir brauchen.“<br />

edl<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 31


Luftsporttechnik Schambeck in Peißenberg<br />

Weltmeisterliche Modellsegler<br />

Peißenberg | 13 Jahre alt war Florian<br />

Schambeck, als er während<br />

eines Urlaubs mit <strong>den</strong> Eltern in<br />

einer Pension am Bo<strong>den</strong>see ein<br />

halbfertiges Modellsegelflugzeug<br />

entdeckte. Der Sohn der dortigen<br />

Gastwirtin hatte irgendwann mit<br />

dem Bau angefangen, das Flugzeug<br />

dann aber jahrelang herumstehen<br />

lassen. Florian Schambeck<br />

fragte, ob er es mitnehmen könne<br />

und bekam es. Mit Hilfe eines technisch<br />

versierten Bekannten baute<br />

er <strong>den</strong> Modellflieger fertig und<br />

ließ ihn abheben. In <strong>den</strong> folgen<strong>den</strong><br />

Jahren wurde der Modellsegelflug<br />

sein Hobby. Florian Schambeck<br />

trat der Modellfluggruppe MFG<br />

Weilheim e.V. bei. Von nun an<br />

baute er jedes Jahr einen eigenen<br />

neuen Modellsegelflieger. Dabei<br />

tüftelte er stets herum, verbesserte<br />

kontinuierlich Aerodynamik,<br />

Flugverhalten und Gewicht. Zwischendurch<br />

flog Schambeck auch<br />

mit echten Segelfliegern. „Aber die<br />

kann man durch die strengen Vorgaben<br />

bei der Zulassung nicht einfach<br />

selbst bauen“, sagt der heute<br />

52-jährige. Also blieb er beim Modellbau,<br />

woraus viele, immer bessere<br />

Flugzeuge entstan<strong>den</strong>. Dann,<br />

im Jahre 2001 – Florian Schambeck<br />

hatte längst seinen Meistertitel als<br />

Schreiner in der Tasche und arbeitete<br />

in einer Möbelschreinerei –<br />

kam ihm eine innovative Idee: <strong>Das</strong><br />

Klapptriebwerk musste kompakter<br />

wer<strong>den</strong>. Hintergrund: Klapptriebwerke<br />

mit einem Propeller sind bei<br />

Modellsegelfliegern in die Oberseite<br />

des Rumpfes integriert. Beim<br />

Start wer<strong>den</strong> sie ausgeklappt, um<br />

<strong>den</strong> Flieger erstmal in die Höhe zu<br />

bringen. Dann wer<strong>den</strong> sie wieder<br />

eingeklappt und das Modellflugzeug<br />

fliegt – wie große Segelflieger<br />

– antriebslos mit der Thermik.<br />

„<strong>Das</strong> Problem war, dass der Ausschnitt<br />

im Rumpf immer so lang<br />

sein musste wie der Propellerarm,<br />

also ziemlich lang“, erklärt Florian<br />

Schambeck. „<strong>Das</strong> hat aber die<br />

Statik des Rumpfes gestört, ihn anfällig<br />

<strong>für</strong> Brüche gemacht.“ Seine<br />

Idee: Den Arm im Rumpf versenken<br />

und ihn durch einen Elektromotor<br />

mit Zahnradschienen in einer Parabelkurve<br />

ausfahren zu lassen.<br />

Dadurch bleibt der Öffnungsschlitz<br />

Beim Rumpf abdecken:<br />

Barbara Künne, Florian<br />

Schambecks Schwester.<br />

deutlich kleiner als bei herkömmlichen<br />

Klapptriebwerken.<br />

Weltweite Auslieferung<br />

ohne Werbung<br />

Seine Innovation kam im Bekanntenkreis<br />

gut an. Er baute und<br />

verkaufte einige Triebwerke und<br />

entschied dann, aus dieser Idee heraus<br />

ein eigenes Unternehmen zu<br />

grün<strong>den</strong> – seit 2004 gibt es in Peißenberg<br />

die „Florian Schambeck<br />

Luftsporttechnik“. Zunächst gingen<br />

nur seine patentierten Klapptriebwerke<br />

in <strong>den</strong> Verkauf, dann immer<br />

mehr Zubehör und Komponenten<br />

wie Fahrwerke, Bremsklappen und<br />

transportable Solarmodule zum<br />

Aufla<strong>den</strong> des Klapptriebwerks. Seit<br />

zehn Jahren kann man bei Florian<br />

Schambeck auch ganze Modellsegelflugzeuge<br />

in Auftrag geben.<br />

Davon baut die Firma aber nur einige<br />

Stück pro Jahr. Einen Maschinenpark<br />

hat sich der Peißenberger<br />

da<strong>für</strong> nicht angeschafft. Er konzentriert<br />

sich auf Entwicklung und<br />

Konstruktion. Produzieren lässt er<br />

Rumpfteile, Tragflächen, Elektromotoren<br />

und andere Teilkomponenten<br />

bei Firmen in der Region.<br />

„Bei Modellflugzeugen kommen<br />

heute sehr anspruchsvolle Materialien<br />

zum Einsatz“, erklärt Schambeck.<br />

„Vor allem Carbon, kohlefaserverstärkter<br />

Kunststoff, in Rumpf<br />

und Tragflächen. Damit kennen<br />

sich andere Firmen besser aus.“<br />

Die Endmontage eines Triebwerks<br />

oder ganzen Flugzeugs übernimmt<br />

dann wieder sein Betrieb. Der beschäftigt<br />

heute fünf Mitarbeiter.<br />

Und Florian Schambeck liefert aus<br />

in alle Teile der Welt. Werbung<br />

macht er da<strong>für</strong> kaum – die Teilnahme<br />

an Wettkämpfen mit <strong>den</strong><br />

eigenen Flugzeugen hat ihn international<br />

bekannt gemacht. An<br />

solchen hat Schambeck schon als<br />

jugendliches Mitglied der Weilheimer<br />

Modellfluggruppe teilgenommen.<br />

1994, als 24-jähriger, wurde<br />

er Weltmeister beim Speedfliegen<br />

in Australien. Später konzentrierte<br />

sich Schambeck auf die Disziplin<br />

„GPS-Triangle“: die Modellflugzeuge<br />

müssen hier einen zweieinhalb<br />

Kilometer umfassen<strong>den</strong> Dreieckskurs<br />

fliegen. Wer diesen innerhalb<br />

32 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Hightech beim Abheben: So sehen Modellsegelflieger<br />

von Florian Schambeck in ihrer ganzen Pracht aus.


Florian Schambeck<br />

mit seinem Quintus,<br />

die neun Meter langen<br />

Flügel zum Transport<br />

abmontiert.<br />

von 30 Minuten am häufigsten solviert, hat gewonnen. Auch hier<br />

aberrang<br />

der Peißenberger mehrere<br />

Weltmeistertitel, zuletzt 2019 in<br />

Spanien. Nächstes Jahr wird er<br />

versuchen, <strong>den</strong> Titel im ba<strong>den</strong>württembergischen<br />

Neresheim zu<br />

verteidigen.<br />

Im Wert eines<br />

Kleinwagens<br />

Über <strong>den</strong> Verein und die Wettkämpfe<br />

hat Florian Schambeck<br />

auch gelernt, die Natur genau<br />

zu beobachten. Denn die Thermikprognose<br />

des Wetterberichts<br />

ist vergleichsweise vage und die<br />

Thermik, ein durch die Sonneneinstrahlung<br />

entstehender Aufwind,<br />

kann über <strong>den</strong> Tag und je nach<br />

Ort und Höhe sehr variieren. Doch<br />

Segelflugzeuge, die echten manntragen<strong>den</strong><br />

und die Modelle, brauchen<br />

die Thermik, um antriebslos<br />

in der Luft zu bleiben. Schambeck<br />

beobachtet daher vor einem Start<br />

stets die Wolken und ganz besonders<br />

die Vögel. „Wenn der Bussard<br />

ohne Flügelschlag entspannt in der<br />

Luft kreist, ist dies ein untrügliches<br />

Zeichen <strong>für</strong> gute Thermik“, verrät<br />

er. Bei Wettkämpfen ist das richtige<br />

Einschätzen der Thermik und anderer<br />

Winde extrem wichtig. Alle paar<br />

Sekun<strong>den</strong> muss Florian Schambeck<br />

über die Fernsteuerung die Klappen<br />

an <strong>den</strong> Flugzeugen verstellen,<br />

um sich <strong>den</strong> Win<strong>den</strong> anzupassen<br />

und <strong>den</strong> Kurs so schnell wie möglich<br />

zu durchfliegen. Er hat dann<br />

immer auch einen Copiloten an<br />

der Seite, der <strong>den</strong> Himmel in alle<br />

Richtungen beobachtet und ihm<br />

seine Beobachtungen zuruft. Der<br />

Flieger, mit dem Schambeck seine<br />

Weltmeistertitel und einen Weltrekord<br />

im GPS-Triangle errang, heißt<br />

Quintus und hat eine Spannweite<br />

von fast neun (!) Metern. Dennoch<br />

wiegt er weniger als 25 Kilogramm.<br />

Der Preis <strong>für</strong> einen solchen Hochleistungs-Modellflieger<br />

liegt bei<br />

deutlich über 10 000 Euro. Wer mit<br />

dem Modellfliegen anfangen will,<br />

dem empfiehlt Schambeck kleine<br />

Exemplare mit etwa einem Meter<br />

Spannweite, die man <strong>für</strong> einige<br />

Hundert Euro kaufen kann. Beim<br />

Fliegen sollte man aber unbedingt<br />

auf die Vorschriften achten. Aufgrund<br />

des oftmals fahrlässigen Gebrauchs<br />

von Drohnen wur<strong>den</strong> die<br />

in <strong>den</strong> letzten Jahren verschärft. In<br />

jedem Fall kann man die Auflagen<br />

leichter erfüllen, wenn man auf<br />

ausgewiesenen Modellflugplätzen<br />

fliegt. Und so empfiehlt Florian<br />

Schambeck allen Interessierten,<br />

auf die örtlichen Modellfluggruppen<br />

zuzugehen. Davon gibt es im<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> einige, beim Luftsportverband<br />

Bayern kann man<br />

sich über <strong>den</strong> nächstgelegenen<br />

Verein informieren.<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 33


Diplomierte Ernährungswissenschaftlerin warnt, empfiehlt und klärt auf<br />

Abnehmen mit nachhaltigem Erfolg<br />

Kinsau | Laut jüngster Statistik der<br />

Deutschen Adipositas Gesellschaft<br />

sind bundesweit zwei Drittel aller<br />

Männer sowie mehr als die Hälfte<br />

aller Frauen von Übergewicht<br />

betroffen. Die Folgen: Erhöhtes<br />

Risiko <strong>für</strong> Bluthochdruck, Diabetes,<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

und Herzinfarkte. Viele Betroffene<br />

wer<strong>den</strong> sich <strong>den</strong> Neujahrsvorsatz<br />

„Abnehmen“ zu Herzen nehmen.<br />

Doch aufgepasst: Schnell-Abnehm-Programme<br />

wie beispielsweise<br />

„Keto-Diät“, „Formula-Diät“<br />

oder auch „Eiweiß-Diät“ können<br />

zwar kurzfristig zu sichtbarem Erfolg<br />

führen, sind mittel- und langfristig<br />

jedoch weder gesund noch<br />

zielführend, in vielen Fällen sogar<br />

kontraproduktiv. „Wer in kurzer<br />

Zeit viel abnimmt läuft immer<br />

Gefahr, nach Abschluss einer Diät<br />

wieder genauso schnell zuzunehmen,<br />

oft sogar noch mehr, als es<br />

vorher der Fall war“,<br />

sagt Claudia<br />

Berger. Die 50-jährige, ursprünglich<br />

aus München stammende<br />

Wahl-Kinsauerin ist landkreisweit<br />

die einzige Diplomökotrophologin<br />

(studierte Ernährungswissenschaftlerin),<br />

die sich mit ihrer<br />

Praxis an der Herzogstraße 5 in<br />

Kinsau auf Ernährungsberatung<br />

spezialisiert und das große Privileg<br />

hat, dass Krankenkassen Kosten<br />

ihrer Therapiemaßnahmen<br />

anteilig oder vollständig übernehmen.<br />

Ihr Schwerpunkt: Abnehm-<br />

Programme durch kluge und gesunde<br />

Ernährung, kombiniert mit<br />

regelmäßiger Bewegung. „<strong>Das</strong><br />

geht natürlich nicht von heute<br />

auf morgen, sondern ist ein mit-<br />

tel- bis langfristiger, schrittweiser<br />

Prozess, der auf je<strong>den</strong> Klienten<br />

ganz individuell angepasst wer<strong>den</strong><br />

muss – Ziel ist, maximal ein<br />

halbes bis ganzes Kilo pro Woche<br />

runterzubekommen, mehr nicht.“<br />

Beginnend mit einer<br />

Ernährungs-<br />

Anamnese, im Rahmen derer der<br />

Istzustand der von Übergewicht<br />

betroffenen Person festgehalten<br />

wird, und im Rahmen derer zunächst<br />

allgemeingehaltene Ziele<br />

und Unterziele definiert wer<strong>den</strong>.<br />

Zum Beispiel „20 Kilogramm abnehmen“<br />

durch „mehr Gemüse,<br />

mehr Bewegung, weniger Süßigkeiten,<br />

mehr ballaststoffreicher,<br />

weniger fetthaltiger Ernährung“.<br />

In der Folge erarbeitet die Expertin<br />

gemeinsam mit ihren Klienten<br />

konkrete Maßnahmen. Dabei<br />

wichtig: „<strong>Das</strong>s ein individuell zugeschnittenes<br />

Abnehm-Programm<br />

realistisch umsetzbar und immer<br />

in <strong>den</strong> Alltag der Klienten, privat<br />

wie beruflich, integrierbar ist.“<br />

Wichtig,<br />

sich satt zu essen<br />

Grundsätzlich ist Claudia Berger<br />

ein großer Fan von <strong>den</strong> drei klassischen<br />

Mahlzeiten am Tag – eine<br />

am Morgen, eine zu Mittag und<br />

eine am Abend. „Da liegen jeweils<br />

drei bis fünf Stun<strong>den</strong> dazwischen,<br />

die der Körper mit bedarfsgerechter,<br />

gesunder und ausgewogener<br />

Ernährung gut<br />

und ohne Hungergefühl<br />

schafft.“ Was jedoch<br />

noch nicht zum gewünschten<br />

Abnehm-<br />

Erfolg führt. „Letztlich<br />

geht es beim<br />

Abnehmen darum,<br />

weniger<br />

Energie<br />

aufzunehmen, als<br />

man verbraucht –<br />

trotzdem ist es<br />

wichtig, sich zu <strong>den</strong><br />

jeweiligen drei festen<br />

Mahlzeiten am<br />

Tag satt zu essen.“<br />

Diplomökotrophologin Claudia Berger hat sich auf „Abnehmen durch<br />

Ernährung“ spezialisert. Hier zeigt sie eine Ernährungspyramide.<br />

Was zunächst widersprüchlich<br />

klingt, funktioniert wie? „In dem<br />

die bedarfsgerechte Größe einer<br />

Portion gleichbleibt, aber inhaltlich<br />

so verändert wird, dass sie einerseits<br />

genauso sättigend ist wie<br />

zuvor, andererseits aber weniger<br />

Energie in Form von Kohlenhydraten<br />

und Fetten beinhaltet.“ In der<br />

Praxis könnte das so aussehen:<br />

Zum Frühstück zwei Esslöffel Müsli<br />

weniger in die Schale gegeben,<br />

stattdessen durch einen Apfel ersetzen.<br />

Zu Mittag ein halbes Stück<br />

Fleisch durch frischgekochtes Gemüse<br />

ersetzen. Und abends, zur<br />

Brotzeit, eine Scheibe Wurst und<br />

eine Scheibe Käse weniger essen,<br />

da<strong>für</strong> mehr Gurke, Karotte und<br />

Tomate. Grundsätzlich ratsam,<br />

weil reich an Ballaststoffen: Vollkornprodukte,<br />

zum Beispiel Brot<br />

oder Nudeln. Wer darüber hinaus<br />

anfängt, drei Mal die Woche 15<br />

Minuten auf einem Heimtrainer zu<br />

radeln, ist bereits auf einem gu-<br />

ten Weg, einen kleinen Teil dieser<br />

20 Kilo zuviel wegzubekommen,<br />

ohne dabei Beruf und Familie im<br />

Stich lassen zu müssen. Noch besser:<br />

Es darf sogar, quasi<br />

als Belohnung, täglich<br />

ein Ripperl Schokolade<br />

vernascht wer<strong>den</strong>. Was<br />

jedoch nicht heißt,<br />

dass Abnehmen durch<br />

ausgewogene, kluge<br />

und gesunde Ernäh-<br />

34 | <strong>altlandkreis</strong>


ung keine Selbstdisziplin abverlangt.<br />

Heißhungerattacken aufgrund<br />

von Stress, Lust wegen<br />

Werbung <strong>für</strong> Süßigkeiten, oder<br />

der Gang entlang vollgestopfter<br />

Supermarktregale mit Chips,<br />

Schokolade und Keksen? In diese<br />

alltäglichen Fallen sollten<br />

Abnehm-Willige nicht tappen,<br />

stattdessen stark bleiben. Dabei<br />

helfen wiederum regelmäßige<br />

Termine bei Expertinnen wie Claudia<br />

Berger, meist alle zwei bis drei<br />

Wochen, die ihre Klienten an die<br />

Hand nimmt, motiviert und anhand<br />

eines klaren Plans auch ein<br />

Stück weit diszipliniert. Allen voran<br />

beim Thema „Zucker“.<br />

Viel zu viel Zucker!<br />

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation<br />

(WHO) konsumiert<br />

der Durchschnittsdeutsche<br />

33 Kilogramm Zucker pro Jahr,<br />

insofern 90 Gramm pro Tag. Empfohlen<br />

wer<strong>den</strong> dagegen lediglich<br />

25 Gramm pro Tag. „In Deutschland<br />

wird grundsätzlich viel zu viel<br />

Fleisch, Wurst und Zuckerhaltiges<br />

gegessen“, bekräftigt Claudia<br />

Berger, die Fleisch und Fisch aufgrund<br />

„guter Fette und Proteine“<br />

empfiehlt, „aber in Maßen“, nicht<br />

öfter als „zwei bis drei<br />

Mal die Woche“. Auch<br />

problematisch:<br />

Falsche<br />

Getränke. Eineinhalb<br />

Liter<br />

sollte ein<br />

Mensch<br />

täglich<br />

trinken, im Idealfall Wasser, gerne<br />

angereichert mit Geschmack,<br />

indem beispielsweise Zitrone oder<br />

Melisse in die Karaffe gegeben<br />

wird. Cola, Spezi, Fanta, aber auch<br />

konzentrierte Saftschorlen seien<br />

dagegen pure Dickmacher – ein<br />

halber Liter Cola beinhaltet 18 (!)<br />

Würfel Zucker. Allein deshalb lohnt<br />

sich der Rund-Um-Blick in Claudia<br />

Bergers Behandlungszimmer, die<br />

ihren Klienten mit aufgetürmten<br />

Zuckerwürfeln vor leeren Getränkeflaschen<br />

zeigt, wo wie viel Ungesundes<br />

drinsteckt. Und anhand<br />

von Pyrami<strong>den</strong>-Darstellungen erklärt,<br />

wie eine gesunde und ausgewogene<br />

Ernährung auszusehen<br />

hat. Wer täglich rund eineinhalb<br />

Liter Flüssigkeit ohne Zucker und<br />

Alkohol trinkt, darauf achtet, dass<br />

die drei Mahlzeiten am Tag zu 80<br />

Prozent aus Lebensmitteln pflanzlicher<br />

Herkunft bestehen, sich<br />

regelmäßig an der frischen Luft<br />

bewegt und nicht auf Lebensmittel-Mythen<br />

wie „Smoothies“ reinfällt,<br />

mache grundsätzlich vieles<br />

richtig. „Lieber Obst unverarbeitet<br />

und in Maßen essen, als in großen<br />

Mengen in einen Mixer geben und<br />

auf einmal austrinken – Smoothies<br />

beinhalten viel zu viel Fruchtzu-<br />

cker.“ Ob Gewicht und Körpergrö-<br />

ße in einem medizinisch gesun<strong>den</strong><br />

Verhältnis zueinanderstehen, zeigt<br />

letztlich der sogenannte Bodymaß-<br />

Index (BMI), <strong>den</strong> jeder einfach und<br />

kostenlos selbst ausrechnen kann.<br />

Zum Beispiel auf der Homepage<br />

der Apotheken-Umschau. Vergleichstabellen<br />

zeigen dann, wer<br />

wo steht. Die WHO spricht ab einem<br />

BMI-Wert von 25 von Übergewicht,<br />

ab 30 von Adipositas. Claudia<br />

Bergers Klienten kommen im<br />

Umkreis von rund 20 Kilometern<br />

nach Kinsau, sind überwiegend<br />

40 bis 50 Jahre alt und wer<strong>den</strong><br />

auch in Sachen mittelunverträglichkeiten<br />

sowie ernährungsbedingte<br />

Erkrankungen wie Diabetes<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 35


Im Archäobotanik-Labor von Barbara Zach<br />

Kulturgeschichte<br />

unterm Mikroskop<br />

Bernbeuren | Von was haben sich<br />

Ritter, Römer, Kelten und der Ötzi<br />

ernährt? Was haben Menschen vor<br />

Jahrhunderten und Jahrtausen<strong>den</strong><br />

an Pflanzen, Gemüse und Getreide<br />

angebaut? Spannende Fragen,<br />

allen voran <strong>für</strong> Forscher, Wissenschaftler<br />

und Historiker, die sich<br />

aktiv mit Kulturgeschichte befassen.<br />

Beantwortet wer<strong>den</strong> diese in<br />

der sogenannten Archäobotanik,<br />

ein im Grunde selbsterklärender<br />

Begriff, zusammengesetzt aus Archäologie<br />

(naturwissenschaftliche<br />

Untersuchungen von Ausgrabungen<br />

alter Siedlungen) und Botanik<br />

(Pflanzenkunde). Und im Labor<br />

von Barbara Zach. Die Diplom-<br />

Biologin hat bereits die halbe Welt<br />

gesehen, war unter anderem bei<br />

Forschungsprojekten in Nigeria,<br />

Ägypten und im Sudan aktiv. Als<br />

sie damals schwanger wurde und<br />

im Zuge dessen sesshaft wer<strong>den</strong><br />

wollte, „haben mein Mann und<br />

ich uns eine feste Bleibe gesucht“.<br />

Und weil die aus Stuttgart stammende<br />

Weltenbummlerin auch <strong>für</strong><br />

Forschungsprojekte an der LMU<br />

in München gearbeitet hatte, im<br />

Zuge dessen das bayerische Voralpenland<br />

kennen, lieben und<br />

schätzen lernte, fiel die Wahl <strong>für</strong>s<br />

Eigenheim letztlich auf Bernbeuren.<br />

„Die Region hier ist mit all<br />

<strong>den</strong> Streuwiesen, Mooren und<br />

Hochlagen-Mooren ein absoluter<br />

Hotspot <strong>für</strong> botanische Artenvielfalt,<br />

ein El Dorado <strong>für</strong> Botaniker.“<br />

Und insofern auch ein guter Ort<br />

<strong>für</strong> die Gründung eins Archäobotanik-Labors,<br />

das Barbara Zach<br />

im Jahre 2001 zuhause in ihrem<br />

Konzentration am Mikroskop: Labor-Inhaberin Barbara Zach (vorne)<br />

und Diplom-Geologin Susanne Kratzer (Hintergrund) bei der Arbeit.<br />

Wohnhaus einrichtete – es war<br />

zugleich das erste, nichtstaatliche<br />

in ganz Deutschland. „Die ersten<br />

Jahre spielte sich vieles bei uns<br />

daheim im Keller und in unserer<br />

privaten Küche ab“, sagt die heute<br />

62-Jährige. Inzwischen ist Privates<br />

und Berufliches relativ strikt voneinander<br />

getrennt – vor rund drei<br />

Jahren verlagerte sie das Groß des<br />

Labors ins Bernbeurener Gewerbegebiet<br />

„Straßfeld“, wo sie, ihre<br />

Mitarbeiterinnen und Stu<strong>den</strong>ten in<br />

aller Ruhe ihrer Arbeit nachgehen<br />

können. So auch an diesem Donnerstagvormittag,<br />

an dem Barbara<br />

Zach zunächst alleine zwischen<br />

Bücherregalen, Küchenzeile in U-<br />

Form, Archivschränken, Tischen<br />

mit Mikroskopen sowie mit Kübeln<br />

und Tüten vollgestellten Regalen<br />

anzutreffen ist.<br />

Humus-Proben durch<br />

Dreifach-Sieb<br />

In diesen Kübeln und Tüten mit<br />

jeweils zehn Litern Fassungsvolumen<br />

enthalten: Humus. „Der<br />

stammt von Ausgrabungen unterschiedlicher<br />

Forschungsprojekte,<br />

überwiegend bayernweit, zum Teil<br />

aber auch aus ganz Deutschland<br />

und darüber hinaus“, sagt Barbara<br />

Zach, deren Hauptaufgabe<br />

es gemeinsam mit ihrem Team<br />

36 | <strong>altlandkreis</strong>


nun ist, aus diesen Humus-Proben<br />

Pflanzenreste herauszufiltern, die<br />

aus längst vergangenen Zeiten<br />

stammen, oft mehrere tausend<br />

Jahre alt sind. Konkret gemeint:<br />

Mikroreste wie Pollenkörner und<br />

Sporen, ausschließlich unter einem<br />

Mikroskop zu erkennen. Oder<br />

Makroreste wie Früchte, Samen,<br />

Uraltholz, Bast, Fasern, Harz, in<br />

seltenen Fällen auch Blätter. Doch<br />

der Reihe nach. <strong>Das</strong>s im Zuge gezielter<br />

oder zufällig getroffener<br />

Ausgrabungen jahrhundertealte<br />

Pflanzenreste mit kulturhistorischer<br />

Bedeutung überhaupt noch<br />

vorzufin<strong>den</strong> sind und untersucht<br />

wer<strong>den</strong> können, hat zwei Gründe.<br />

Verkohlte Pflanzenreste aus längst vergangenen Zeiten, in diesem Falle<br />

vorsortiert und bereit <strong>für</strong> eine Detailuntersuchung mit Mikroskop.<br />

Der erste: Verkohlung. „Alles, was<br />

verkohlt ist, wird nicht natürlich<br />

abgebaut, bleibt auf unbestimmte<br />

Zeit erhalten“, bekräftigt Barbara<br />

Zach. Und weil in der Geschichte<br />

der Menschheit bereits vor mehr<br />

als eineinhalb Millionen Jahren<br />

auf Feuer gekocht wurde, im Zuge<br />

dessen verbrannte Lebensmittel<br />

auch mal weggeworfen wer<strong>den</strong><br />

mussten, oder Reste im Feuer<br />

landeten und so zurückgeblieben<br />

sind, tauchen verkohlte Pflanzenreste<br />

auch heute noch auf. Manchmal<br />

nur 30 bis 40 Zentimeter unter<br />

der Erde, manchmal auch in ein<br />

bis fünf Metern Tiefe. „Insbesondere<br />

im Bereich von alten Fundamenten,<br />

Öfen, Gräben oder Brunnen<br />

wer<strong>den</strong> wir immer wieder<br />

fündig.“ Der zweite Grund, dass<br />

jahrhundertealte Pflanzenreste bis<br />

heute erhalten bleiben: „Wenn sie<br />

sich unter Wasser befin<strong>den</strong> und<br />

mit Sauerstoff nicht in Berührung<br />

kommen.“ Allen voran in Mooren,<br />

wie sie auch im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

zahlreich vorkommen. Nun aber<br />

zurück zum Wesentlichen, der Untersuchung<br />

von Proben: Zunächst<br />

wird der Aushub in Leitungs- oder<br />

Regenwasser gelöst „um organisches<br />

Material von mineralischem<br />

zu lösen“. Anschließend wird das<br />

Material durch einen Dreifach-<br />

Siebsatz mit Nennmaschenweiten<br />

von 2,5 Millimetern, einem Millimeter<br />

und 0,2 Millimetern ge-<br />

Dieser Dreifach-Siebsatz mit Nennmaschenweiten von 0,2 bis 2,5 metern hilft beim Herausfiltern jahrhunderte alter<br />

Milli-<br />

Pflanzenreste.<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 37


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vorsortiert, auf Zeitungspapier<br />

gegeben und zum Trocknen (bei<br />

Raumtemperatur) erneut in ein<br />

Regal geschoben.<br />

Bestimmung mit Hilfe<br />

von Literatur<br />

Rund einen Tag später ist das gesiebte<br />

Material so trocken, dass es<br />

in Augenschein genommen wer<strong>den</strong><br />

kann. Susanne Kratzer, Diplom-Geologin<br />

und Mitarbeiterin<br />

von Barbara Zach, sitzt inzwischen<br />

an ihrem Arbeitsplatz und macht<br />

Geräusche, als würde sie mit einer<br />

Rassel musikalische Klänge erzeugen.<br />

In Wahrheit kippt sie ganz<br />

vorsichtig das getrocknete Material<br />

in kleine, durchsichtige Schalen,<br />

und greift daraus, mit einer Pinzette,<br />

die kleinsten Teile, die sie<br />

wiederum unter einem Mikroskop<br />

bis ins Detail untersucht. „Allein<br />

bei uns in der Region gibt es rund<br />

3500 verschie<strong>den</strong>e Pflanzenarten,<br />

von <strong>den</strong>en wir hier im Labor 3000<br />

erkennen und bestimmen können“,<br />

sagt Barbara Zach. Manchmal,<br />

dank jahrelanger Erfahrung,<br />

bereits auf <strong>den</strong> ersten mikroskopischen<br />

Blick. In <strong>den</strong> allermeisten<br />

Fällen aber nur mit Hilfe von<br />

Bestimmungsliteratur – es gibt<br />

wenige, aber gute Fachbücher mit<br />

Bildern von bereits untersuchten,<br />

messerscharf-fotografierten Pflanzenresten.<br />

Aber auch von Barbara<br />

Zach eigenhändig ausgearbeiteten<br />

Werken, wo Analysen von Hand<br />

nachskizziert und beschrieben<br />

wur<strong>den</strong>. „Viele Samen, Pollen und<br />

Körner sehen sich selbst unter dem<br />

Mikroskop sehr ähnlich, da geht es<br />

oft um Nuancen, weshalb Erfahrung<br />

allein nicht ausreicht.“ Ein<br />

weiterer wichtiger Anhaltspunkt,<br />

um das Untersuchte eindeutig zu<br />

i<strong>den</strong>tifizieren: Vergleichsproben.<br />

„Wir haben mehrere Schränke,<br />

voll mit bereits bestimmten Früchten,<br />

Samen, Sporen und vielem<br />

mehr, mit <strong>den</strong>en wir neue Funde<br />

direkt abgleichen können.“<br />

Nachdem ausgegrabener Humus gesiebt wurde, kommt das in drei<br />

Größen separierte Material zunächst in ein Regal zum Trocknen.<br />

Eine eindeutige Erkenntnis, die<br />

Barbara Zach im Laufe zigfacher<br />

Untersuchungen gewonnen hat:<br />

„<strong>Das</strong>s die Menschen sich früher<br />

nicht nur saisonaler und regionaler<br />

ernährt haben, sondern auch<br />

viel abwechslungsreicher.“ Allein<br />

beim Thema Wildbeeren, von <strong>den</strong>en<br />

es zig verschie<strong>den</strong>e, essbare<br />

Sorten gebe, zum Beispiel Heidelbeere,<br />

Rauschbeere, Moosbeere<br />

und Preiselbeere. „Nur dass<br />

heute niemand mehr in <strong>den</strong> Wald<br />

zum Beerenbrocken geht.“ Umso<br />

wertvoller ist die Arbeit von Zach,<br />

Mitarbeiterinnen und Stu<strong>den</strong>ten,<br />

die Ess- und Anbaugewohnheiten<br />

der Vorfahren bis Ende der Eiszeit,<br />

vor rund 10 000 Jahren, zurückverfolgen<br />

können. Universitäten, Straßenämter<br />

oder Denkmalschutz-<br />

Behör<strong>den</strong> aus ganz Deutschland,<br />

zum Teil Europa, sind unter anderem<br />

die Auftraggeber. Es gibt auch<br />

eine Kooperation mit dem Max-<br />

Planck-Institut. Oder, wie aktuell,<br />

ein großangelegtes Forschungsprojekt<br />

über eine bronzezeitliche<br />

Siedlung in Sachsen-Anhalt, die<br />

Kuckenburg, die vor 3000 Jahren<br />

bewohnt war. Aktuell ist das<br />

Archäobotanik-Labor von Barbara<br />

Zach eines von fünf in ganz<br />

Deutschland.<br />

js<br />

Bestimmungsliteratur mit messerscharfen Fotos hilft, um bereits untersuchte<br />

Plfanzenreste ihrer jeweiligen Art zuordnen zu können.


Zum Jubiläum der 75. „<strong>altlandkreis</strong>“-<strong>Ausgabe</strong><br />

<strong>Ausgabe</strong> 1 | September / Oktober 2010<br />

Eine Produktion von<br />

Frohe Weihnachten & ein gesundes,<br />

glückliches Jahr <strong>2023</strong>!<br />

…..wünscht das Team von Immobilien Meusel!<br />

Wir möchten uns herzlichst bei<br />

allen unseren Kun<strong>den</strong> bedanken, die<br />

uns auch 2022 wieder Ihr Vertrauen<br />

geschenkt haben!<br />

Ihre Immobilienprofis <strong>für</strong> Schongau<br />

und Umgebung!<br />

www.immobilien-meusel.de • Tel. 08861 9097090<br />

Ein guter Grund,<br />

Danke zu sagen<br />

Birkland | Am 25. August 2010 ist<br />

die allererste <strong>Ausgabe</strong> des Regionalmagazins<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

erschienen. Eine September /<br />

Oktober-<strong>Ausgabe</strong>, 60 Seiten stark.<br />

Unter anderem befüllt mit leichtbekleideten<br />

Eishockeyspielern<br />

des EC Peiting. Einem Interview<br />

mit TV-Star Wigald Boning, der<br />

vor zwölf Jahren noch in Bernbeuren<br />

gelebt hatte. Einem<br />

großen Veranstaltungskalender.<br />

oder an idyllischen<br />

Und zahlreichen Anzeigen hiesiger<br />

Gewerbetreibender. Auch<br />

Landratsamt-Pressesprecher Hans<br />

Rehbehn, der damals noch einen<br />

lässigen Schnauzer trug, kam zu<br />

Wort. Ebenso Andrea Jochner-<br />

Weiß in ihrer einstigen Funktion<br />

als Vize-Landrätin <strong>für</strong> Weilheim-<br />

Plätzen anzutreffen. Oberstes Credo<br />

dabei: Die Couch muss <strong>für</strong>s Fotoshooting<br />

an einem Ort stehen,<br />

wo im realen Leben eine Couch<br />

nicht stehen würde. Gleichzeitig<br />

darf ein Bezug zum Leben der zu<br />

interviewen<strong>den</strong> Person nicht fehlen.<br />

Insofern eine Zielvorgabe, die<br />

Schongau. Was beim Rückblick oft gar nicht so leicht umzusetzen<br />

und Durchstöbern dieser Debüt-<br />

<strong>Ausgabe</strong> jedoch vergeblich gesucht<br />

war und ist. Allen voran bei geplanten<br />

Außenaufnahmen, über<br />

wird: Die mittlerweile fast deren Zustandekommen letztlich<br />

schon legendär gewor<strong>den</strong>e Rote der Wettergott entscheidet. Wobei<br />

Couch. Tatsächlich führte die ersten<br />

größeren Interviews der damalige<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“-Redakteur<br />

der oft Einsicht hatte, ein Außentermin<br />

äußerst selten aufgrund<br />

eines Sturmes und Starkregens<br />

Johannes Jais bei sich zuhause nach drinnen verlegt wer<strong>den</strong><br />

im Wohnzimmer – auch auf einer<br />

roten Couch, jedoch fest im Wohnhaus<br />

integriert. Nach einiger Zeit<br />

kam „<strong>altlandkreis</strong>“-Herausgeber<br />

musste. Und so hat diese mobile<br />

Rote Couch, die erstmals im Jahr<br />

2014 <strong>für</strong> <strong>Ausgabe</strong> 23 mit Angelika<br />

Geiger-Küpper, damalige Chefin<br />

des Finanzamtes Weilheim-<br />

Peter Ostenrieder jedoch auf die<br />

ziemlich geniale Idee, eine mobile<br />

Couch zu kaufen, um so die Protagonisten<br />

Schongau, zum Einsatz gekommen<br />

war, Spektakuläres erlebt.<br />

und Protagonistinnen Sie stand bereits, <strong>für</strong> ein Interview<br />

nicht mehr ins private Redakteurswohnzimmer<br />

mit Politiker Alexander Dobrindt,<br />

bitten zu müssen, in Berlin vor dem Bran<strong>den</strong>burger<br />

stattdessen mit Couch nach draußen<br />

zu fahren – und so die starken<br />

Tor. Bei BBV-Obmann Wolfgang<br />

Scholz im Laufstall, umringt von<br />

Persönlichkeiten der Region bei neugierigen Milchkühen. In luftiger<br />

sich Zuhause, in Firmen, Behör<strong>den</strong><br />

Höhe sowie auf Schnee und<br />

40 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Josef KoTTmair<br />

Lubor Dibelka<br />

Manfred Eichberger<br />

Eiskalt Erwischt<br />

Zum Start in die Eishockey-Oberligasaison haben wir einige Spieler<br />

des EC Peiting im neuen Kabinentrakt des Stadions „eiskalt erwischt“.<br />

Hier demonstrieren sie gleich, wie das Mo to der neuen Saison lautet:<br />

„Eine gute Figur abgeben!“<br />

Fotos: Karin Haas<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> „<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Vize-Landrätin Jochner-Weiß<br />

„Schwarze“ Powerfrau: Rot als Lieblingsfarbe<br />

Saisonstart des EC Peiting<br />

Nicht nur auf dem Eis eine gute Figur abgeben<br />

Eis neben der<br />

Bergstation der Nebelhorn-<br />

Bahn. Im altehrwürdigen Maximilianeum<br />

in München. Ja sogar<br />

auf einem auf dem Lech schwimmendem<br />

Stand-Up-Paddelboard,<br />

entwickelt vom Kinsauer Designer<br />

Ernstfried Prade.<br />

Foto: Johann Jilka<br />

Behör<strong>den</strong>leiterin im ausführlichen Interview<br />

Finanzamts-Chen<br />

auf der roten Couch<br />

Die rote Couch im „<strong>altlandkreis</strong>“ wird mobil und themenbezogen<br />

aufgeste lt. Angelika Geiger-Küpper vor dem Finanzamtsgebäude<br />

an der Rentamtstraße in Schongau.<br />

Kostenlos an je<strong>den</strong><br />

Haushalt<br />

Seit Ersterscheinung des „<strong>altlandkreis</strong>“<br />

sind mittlerweile 75<br />

<strong>Ausgabe</strong>n in zwölf Jahren und vier<br />

Monaten herausgekommen. Insofern<br />

ein kleines Jubiläum. Und <strong>für</strong><br />

das Team hinter dem Regionalmagazin<br />

eine gute Gelegenheit,<br />

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,<br />

Konzept und Philosophie genauer<br />

vorzustellen, und einfach mal<br />

Danke zu sagen. Mit einer Auflage<br />

von 28 000 Exemplaren ist der<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“ damals wie heute<br />

das auflagenstärkste, nachrichtliche<br />

Printmedium im Schongauer<br />

Altlandkreis. Er erscheint alle zwei<br />

Monate, also sechs Mal im Jahr,<br />

und wird über das Kreisbotenverteilsystem<br />

kostenlos an je<strong>den</strong><br />

Haushalt verteilt, der innerhalb<br />

folgender Ortschaften liegt: Bad<br />

Bayersoien im Sü<strong>den</strong>, Prem und<br />

Lechbruck im Süd-Westen, Ret-<br />

mit Veranstaltungskalen<br />

mai / juni 2014 | 9<br />

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beim „altla<br />

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der <strong>für</strong> zwei Monate<br />

Gewinnen<br />

ndkreis“<br />

ÄTSEL<br />

tenbach hinterm Auerberg<br />

im Westen, Denklingen, Rott<br />

und Reichling im Nor<strong>den</strong><br />

sowie Hohenpeißenberg im<br />

Osten. Zusätzlich liegt der<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“ in zahlreichen<br />

Behör<strong>den</strong>, Gaststätten und<br />

Geschäften zum kostenlosen<br />

Mitnehmen aus. Wo genau, ist<br />

im Internet unter www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

nachzulesen. Dort fin<strong>den</strong><br />

sich auch alle 75 <strong>Ausgabe</strong>n in<br />

digitaler Form, können somit auf<br />

Smartphone, Tablet und PC durchgeblättert<br />

und gelesen wer<strong>den</strong>.<br />

Zeitgemäß also, von <strong>den</strong> meisten<br />

jedoch gar nicht gewünscht. Auch<br />

zum Jahreswechsel auf <strong>2023</strong> erreichen<br />

uns immer wieder herzliche<br />

Nachrichten in mündlicher<br />

und schriftlicher Form, wie gern<br />

Alt und Jung <strong>den</strong> „<strong>altlandkreis</strong>“<br />

fest in Hän<strong>den</strong> halten. Zum einen<br />

wegen seines kompakten<br />

Formats. Zum anderen aufgrund<br />

vielfältiger Themen, die sich ganz<br />

bewusst von tagesaktuellen Geschehnissen<br />

fernhalten – alles,<br />

was in Tages- und Wochenzeitungen<br />

nachzulesen ist, zum Beispiel<br />

Berichte aus Gemeinderatssitzungen,<br />

von Unfällen oder über Spen<strong>den</strong>aufrufe,<br />

ist nicht das, was die<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“-Redaktion <strong>den</strong> hier<br />

leben<strong>den</strong> Bürgerinnern und Bürgern<br />

bieten möchte. Sie ist stets<br />

auf der Suche nach Besonderheiten<br />

innerhalb des Verteilgebiets.<br />

Und bekannt da<strong>für</strong>, im Zuge der<br />

Recherche auch mal in die Tiefe<br />

zu gehen, hinter die Kulissen zu<br />

blicken. Gestaltet wird das <strong>Magazin</strong><br />

wiederum von erfahrenen<br />

Mediengestaltern im Hause Ostenrieder<br />

Design & Marketing. Die<br />

klinken sich immer wieder aus<br />

ihren eigentlichen Tätigkeiten aus,<br />

um Anzeigen, Texte und Bildmaterial<br />

in sich stimmig zu layouten.<br />

Nach gründlichem Korrekturlesen<br />

gelangt das 22,5 Zentimeter<br />

hohe und 24,5 Zentimeter breite<br />

Sonderformat schließlich als PDF-<br />

Datei zur Gebrüder Geiselberger<br />

GmbH in Altötting. Dort wird nicht<br />

nur der dunkelgrüne „<strong>altlandkreis</strong>“<br />

qualitativ hochwertig und<br />

in Farbe gedruckt – seit Ende Juni<br />

2015 erscheint zeitgleich, <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

Großraum Weilheim, auch ein<br />

Schwestermagazin des „<strong>altlandkreis</strong>“.<br />

Es heißt „tassilo“, benannt<br />

nach dem einst in der Region leben<strong>den</strong><br />

„Baiernherzog“ Tassilo.<br />

Ein Geben und Nehmen<br />

<strong>Das</strong>s beide Regionalmagazine mit<br />

einer Gesamtauflage von 71000<br />

(!) Exemplaren trotz Corona und<br />

Energiekrise wie gewohnt erscheinen<br />

konnten und können,<br />

liegt nicht nur an der akribischen<br />

Arbeit eines kleinen, kompetenten<br />

und fleißigen Teams, sondern<br />

auch an <strong>den</strong> in der Region ansässigen,<br />

unermüdlich kämpfen<strong>den</strong><br />

und innovativen Gewerbetreiben<strong>den</strong><br />

aus <strong>den</strong> Bereichen Industrie,<br />

Handel, Handwerk, Dienstleistungen,<br />

Hotellerie und Gastronomie,<br />

Öffentlicher Dienst, Lebensmittel<br />

sowie Gesundheit und Soziales.<br />

Sie und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen<br />

machen aus dem<br />

idyllisch gelegenen <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

einen starken Wirtschaftsstandort,<br />

sorgen <strong>für</strong> Arbeitsplätze und da<strong>für</strong>,<br />

dass es Alt und Jung gut geht. Und<br />

sie finanzieren dank regelmäßiger<br />

Schaltung von Werbeanzeigen die<br />

Regionalmagazine „tassilo“ und<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“, die wiederum mit<br />

gut recherchierten Beiträgen sowie<br />

ehrlichen und tiefergehen<strong>den</strong><br />

Interviews Wissenswertes aus der<br />

Region in die Wohnzimmer überbringen.<br />

Insofern ein Geben und<br />

Nehmen, dass im Jahr <strong>2023</strong> mit<br />

vielen weiteren bunten <strong>Ausgabe</strong>n<br />

seine Fortsetzung fin<strong>den</strong> wird. In<br />

diesem Sinne: Herzlichen Dank an<br />

alle Leserinnen und Leser, an alle<br />

Anzeigenkun<strong>den</strong> und an all jene,<br />

die immer wieder lobende Worte<br />

an Redaktion und Gestaltung richten<br />

– das motiviert <strong>für</strong> mehr und<br />

trägt dazu bei, dass diese 75. <strong>Ausgabe</strong><br />

nicht die letzte gewesen sein<br />

wird.<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 41


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

Kostengünstig Kochen<br />

Peiting | In Zeiten der Inflation,<br />

Preisexplosion und Energiekrise<br />

lohnt es sich, beim Kauf von Lebensmitteln<br />

zu sparen. Passend<br />

dazu präsentieren die drei Damen<br />

der Hauswirtschafterei Ihnen, liebe<br />

Leserinnen und Leser, drei Rezepte<br />

<strong>für</strong> Gerichte, die vergleichsweise<br />

günstig, aber trotzdem gesund<br />

und sättigend sind. Angefangen<br />

bei einer „Zwiebelsuppe“, die Pro<br />

Kopf rund einen Euro kostet, dank<br />

Sekundärstoffen in der Zwiebel<br />

bereits beim Schnei<strong>den</strong> Mund,<br />

Rachen und Nase freimacht, insofern<br />

vorbeugend gegen Erkältung<br />

wirkt – und in Kombination mit<br />

(altem) Brot auch wunderbar sättigt.<br />

<strong>Das</strong> Gericht „Hühnerschenkel<br />

auf Gemüse“ kostet pro Kopf rund<br />

4,50 Euro. „In Deutschland wird<br />

nahezu ausschließlich die deutlich<br />

teurere Hühnerbrust gegessen,<br />

der Rest dagegen oft bis nach<br />

Afrika verschifft, was natürlich<br />

42 | <strong>altlandkreis</strong><br />

alles andere als nachhaltig ist“,<br />

sagt Hauswirtschaftsmeisterin Silvia<br />

Schlögel. Noch günstiger als<br />

Keulen seien Unterschenkel vom<br />

Huhn. „Obwohl es kaum gefragt ist<br />

beim in Deutschland leben<strong>den</strong> Verbraucher,<br />

gibt es beides trotzdem<br />

zu kaufen in regionalen Lä<strong>den</strong> und<br />

Supermärkten.“ Und ist in Kombination<br />

mit Gemüse gleichermaßen<br />

gesund wie sättigend. Letzteres<br />

gilt auch <strong>für</strong> das „Getreiderisotto“,<br />

rund drei Euro pro Person, das<br />

Bettina Eder, Christine Schilcher<br />

und Silvia Schlögel sowohl mit als<br />

auch ohne Fleisch empfehlen. „Mit<br />

Fleisch sind die Männer halt auch<br />

glücklich.“ Die Rede ist in diesem<br />

Falle jedoch von Fleisch (alternativ<br />

auch Wurst), das beispielsweise<br />

vom Weihnachtsbraten übriggeblieben<br />

ist – Resteverwertung also,<br />

die schmeckt und sättigt, völlig<br />

gleich ob vom Rind, Wild, Schwein<br />

oder gemischt. „Da reichen bereits<br />

250 Gramm.“ Oder, <strong>für</strong> Vegetarier,<br />

eben Null Gramm – Risotto beinhaltet<br />

auch ohne Fleisch nahezu<br />

alle wichtigen Nährstoffe, die <strong>für</strong><br />

eine gesunde und ausgewogene<br />

Ernährung wichtig sind.<br />

Zwiebelsuppe<br />

ZUTATEN:<br />

2 Zwiebeln<br />

2 rote Zwiebeln<br />

2 EL Rapsöl<br />

1 Knoblauchzehe<br />

1 l Gemüsebrühe<br />

Salz, Pfeffer<br />

Zum Anrichten:<br />

2 Scheiben Vollkornbrot<br />

50 g geriebener, würziger Käse<br />

Schnittlauch<br />

roter Pfeffer<br />

ZUBEREITUNG: Die Zwiebeln schälen<br />

und in Ringe schnei<strong>den</strong>. Im<br />

heißen Öl goldbraun braten. Den<br />

Knoblauch schälen, fein würfeln<br />

und kurz mitbraten. Mit der Brühe<br />

aufgießen. Würzen und 15 Min. köcheln<br />

lassen.<br />

Die Brotscheiben mit dem Käse bestreuen<br />

und in Dreiecke schnei<strong>den</strong>.<br />

Kurz überbacken, bis der Käse geschmolzen<br />

ist.<br />

Backzeit: 5 bis 10 Minuten bei 220<br />

°C (200 °C Heißluft)<br />

Die Suppe mit <strong>den</strong> gratinierten<br />

Brotscheiben in tiefen Tellern oder<br />

Tassen anrichten. Mit Schnittlauch<br />

und rotem Pfeffer bestreut servieren.<br />

TIPP 1: Nach Belieben rote Peperoni<br />

in die Suppe schnei<strong>den</strong>.<br />

TIPP 2: Noch feiner schmeckt die<br />

Suppe, wenn sie mit 200 ml Weißwein<br />

aufgegossen wird. Dann die<br />

Gemüsebrühe auf 800 ml reduzieren.


Hähnchenschenkel<br />

auf Gemüse<br />

ZUTATEN:<br />

600 g festkochende Kartoffeln<br />

2 - 3 Gelbe Rüben<br />

1 Kohlrabi<br />

3 EL Rapsöl<br />

Salz, Pfeffer, Paprikapulver<br />

4 Hähnchenschenkel<br />

ZUBEREITUNG: Kartoffeln, Gelbe<br />

Rüben und Kohlrabi schälen und<br />

in Würfel schnei<strong>den</strong>. In einer Auflaufform<br />

mit dem Öl mischen und<br />

würzen.<br />

Die Hähnchenschenkel ebenfalls<br />

würzen. Auf das Gemüse legen<br />

und im Backofen garen.<br />

Garzeit: 45 bis 60 Minuten bei einer<br />

Temperatur von 180 °C. Nicht<br />

zuletzt hängt die Garzeit aber auch<br />

von der Größe der Schenkel ab.<br />

Getreide-Risotto<br />

ZUTATEN:<br />

3 EL Essig<br />

300 g Schwarzwurzeln<br />

2 Gelbe Rüben<br />

1 Wurzelpetersilie<br />

1 Bund Frühlingszwiebeln<br />

3 EL Rapsöl<br />

Salz, Pfeffer<br />

300 g Perl-Dinkel<br />

ca. 900 ml Gemüsebrühe<br />

250 g gegarte Fleischreste<br />

(Schwein, Rind, Huhn, Pute)<br />

ZUBEREITUNG: Eine weite Schüssel<br />

halb hoch mit Wasser füllen und<br />

<strong>den</strong> Essig dazugeben. Die Schwarzwurzeln<br />

schälen und sofort ins Essigwasser<br />

legen, damit sie nicht<br />

braun wer<strong>den</strong>.<br />

Die Gelben Rüben und die Wurzelpetersilie<br />

schälen, die Frühlingszwiebeln<br />

putzen und waschen. <strong>Das</strong><br />

Gemüse in Scheiben oder Stücke<br />

schnei<strong>den</strong>. Die Schwarzwurzeln<br />

ebenfalls klein schnei<strong>den</strong>. Mit dem<br />

restlichen Gemüse in 1 EL heißem<br />

Öl bissfest braten, würzen und<br />

beiseitestellen.<br />

Den Perl-Dinkel im restlichen<br />

Öl andünsten. Mit 300 ml Brühe<br />

ablöschen und 30 Min. bei<br />

schwacher Hitze weich kochen.<br />

Dabei hin und wieder umrühren<br />

und die restliche Brühe<br />

nach und nach zugießen.<br />

<strong>Das</strong> Fleisch in mundgerechte<br />

Stücke zerpflücken und mit<br />

dem Gemüse zum Perl-Dinkel<br />

geben, würzen und kurz erhitzen.<br />

TIPP 1: Vor dem Servieren geriebenen<br />

Käse über das Risotto<br />

geben.<br />

TIPP 2: Perl-Dinkel findet man<br />

im Supermarkt im Reisregal. js<br />

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januar / februar <strong>2023</strong> | 43


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MTB-Profi Daniela Höfler unterschreibt Teamvertrag<br />

Erfolgreiche Quälerei<br />

auf zwei Rädern<br />

Burggen / Chur | Oberschenkel<br />

und Lunge brennen, der<br />

Magen krampft, die Atmung<br />

kommt der Belastung kaum<br />

hinterher – in diesen härtesten<br />

Phasen eines Rennens<br />

ganz entschei<strong>den</strong>d: Der Kopf.<br />

„Du musst mental stark sein,<br />

die Quälerei überwin<strong>den</strong> können<br />

und nicht gleich aufgeben.<br />

<strong>Das</strong> Wissen, dass dieser<br />

schmerzhafte Zustand wieder<br />

vorbeigeht, hilft dir dabei“,<br />

sagt Daniela Höfler. Bei der<br />

wohl härtesten Mountainbike-<br />

Marathon-Weltmeisterschaft<br />

überhaupt, vor zwei Jahren auf<br />

der italienischen Insel Elba,<br />

mussten mehrere Topfahrer<br />

vorzeitig aufgeben. Auch die<br />

Burggenerin schaffte es trotz unbändigem<br />

Kampfgeist nicht ins<br />

Ziel. Der Grund: Ein schwererer<br />

Sturz, der ein zügiges Weiterfahren<br />

unmöglich machte. Dennoch<br />

beschreibt sie die WM-Teilnahmen<br />

2021 auf Elba und 2022 im<br />

dänischen Haderslev, Rang 42,<br />

als ihre bislang größten Erfolge.<br />

„Allein mit dem Überstreifen des<br />

Deutschlandtrikots ist <strong>für</strong> mich ein<br />

Traum in Erfüllung gegangen.“ Ein<br />

Traum, <strong>den</strong> sie noch gar nicht so<br />

lange lebt. Doch der Reihe nach:<br />

Bereits im Kindesalter wird Daniela<br />

Höfler regelmäßig von ihrem<br />

Im Deutschlandtrikot: Daniela Höfler grüßt<br />

die Burggener Jungs von „Black Fox“.<br />

Vater auf längere Mountainbike-<br />

Touren „vo Dahoam aus“<br />

mitgenommen. Von<br />

Burggen auf die Kenzenhütte<br />

oder um <strong>den</strong><br />

Forggensee, oft 80<br />

bis 100 Kilometer<br />

am Stück. „<strong>Das</strong><br />

hat anderen immer<br />

imponiert,<br />

und mir natürlich<br />

gefallen.“<br />

Was ihr noch gefällt an diesem<br />

Sport: <strong>Das</strong> Naturerlebnis,<br />

das Freiheitsgefühl, das<br />

Zusammenspiel zwischen<br />

Mensch und Material sowie<br />

die Herausforderung, körperliche<br />

Grenzen auszuloten<br />

und zu überwin<strong>den</strong>. Einige<br />

dieser Tugen<strong>den</strong> schätzte<br />

sie auch beim Fußballspielen<br />

<strong>für</strong> die Damen des TSV<br />

Peiting. Und als Triathletin<br />

<strong>für</strong> das Tri-Team Schongau.<br />

Ihre Teamkolleginnen<br />

waren immer wieder aufs<br />

Neue fasziniert von Daniela<br />

Höflers Leistungen auf dem<br />

Rad. „Meine mit Abstand<br />

beste Disziplin, weshalb ich<br />

zwischendurch auch reine<br />

Radrennen gefahren bin.“ Auch<br />

auf dem Mountainbike. Zum Beispiel<br />

in Oberstdorf. Oder <strong>den</strong> König-Ludwig-Bike-Cup<br />

in Oberammergau,<br />

„<strong>den</strong> es leider,<br />

seit einigen Jahren schon,<br />

nicht mehr gibt“. <strong>Das</strong>s<br />

sie mittlerweile trotzdem<br />

zu <strong>den</strong> stärksten<br />

Mountainbike-Marathon-Fahrerinnen<br />

Deutschlands gereift<br />

Volle Konzentration beim Fotoshooting:<br />

Daniela Höfler im Downhill.<br />

44 | <strong>altlandkreis</strong>


ist, allein vergangene Saison mehrere<br />

Podestplätze in gut besetzten<br />

Rennen einfahren konnte (zum<br />

Beispiel beim Eiger Bike Cup in<br />

der Schweiz), hat weniger einen<br />

sportlichen, vielmehr einen<br />

hauptberuflichen Hintergrund.<br />

Training nach Plan<br />

Nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits-<br />

und Pflegekraft im<br />

Krankenhaus Schongau verspürte<br />

die heute 26-Jährige <strong>den</strong> Drang,<br />

ihren Horizont zu erweitern, etwas<br />

anderes zu sehen. Ganz oben<br />

auf der Wunschliste: Die Schweiz.<br />

„Weil die bekannt ist <strong>für</strong> ein gutes<br />

Gesundheitssystem und meine<br />

Liebe zu <strong>den</strong> Bergen ohnehin sehr<br />

ausgeprägt ist.“ Daniela Höfler bewirbt<br />

sich, schnuppert zwei Tage<br />

hinein und wird genommen. Seit<br />

rund drei Jahren lebt sie nun in<br />

Fläsch, ein kleines Dorf im Kanton<br />

Graubün<strong>den</strong>, und arbeitet dort als<br />

diplomierte Pflegefachkraft<br />

in einem nahgelegenen Spital<br />

auf einer Kinderintensivstation.<br />

Eine ihrer Kolleginnen:<br />

Alessia Nay, Halbprofi<br />

im Mountainbike-Marathon,<br />

„die mich in die Szene so<br />

richtig hineingebracht hat“.<br />

Heißt: Obwohl Daniela Höfler<br />

bereits zwei Mal vom<br />

Bund der Deutschen Radfahrer<br />

<strong>für</strong> eine Weltmeisterschaft<br />

nominiert wurde, ist<br />

auch sie „nur“ Halbprofi, arbeitet<br />

80 Prozent im Spital, Dreischicht-<br />

Betrieb, ordnet <strong>den</strong> Rest ihres<br />

Lebens aber nahezu ausschließlich<br />

Training, Ernährung, Regeneration<br />

und Wettkämpfen unter.<br />

Bislang sogar ohne eigenes Team,<br />

aber mit regelmäßigem Kontakt<br />

zu einem Trainer, ein Sportwissenschaftler,<br />

der ihr Tipps gibt<br />

und Trainingspläne schreibt. „Für<br />

mich ein ganz wichtiger Anhaltspunkt,<br />

um diszipliniert zu bleiben.<br />

Müsli mit Früchten und Jogurt gibt's nur<br />

an Trainingstagen zum Frühstück.<br />

Ich vergleiche das ein bisschen<br />

mit der Schulzeit von früher –<br />

wenn ich da meine Hausaufgaben<br />

nicht gemacht habe, hatte ich ein<br />

schlechtes Gewissen.“ Je nach<br />

Formzustand und Phase der Saison<br />

sitzt die 1,76 Meter große und<br />

68 Kilogramm schwere Powerfrau<br />

zwischen sieben und 20 Stun<strong>den</strong><br />

die Woche auf dem Mountainbike.<br />

Zu Beginn einer Saison oder eines<br />

Trainingsblocks liegt der Fokus<br />

auf Grundlagenausdauertraining.<br />

„Da re<strong>den</strong> wir von Ausfahrten<br />

über vier, fünf Stun<strong>den</strong>, jedoch<br />

bei niedrigerem, rund 130er<br />

Puls.“ Je näher es in Richtung<br />

Wettkämpfe geht, wer<strong>den</strong> die<br />

Einheiten kürzer, da<strong>für</strong> intensiver,<br />

„um schneller, spritziger,<br />

explosiver zu wer<strong>den</strong>“. <strong>Das</strong> gelingt<br />

mit Intervalltraining. „Da<br />

fährst du dich erst 20 bis 30<br />

Minuten warm, dann fünf Mal<br />

hintereinander 40 Sekun<strong>den</strong><br />

lang so schnell wie du kannst,<br />

in etwa bei einem Puls von 180.“<br />

Wer mit dieser Pulsangabe nichts<br />

anzufangen weiß: Pushen bis zum<br />

Umfallen!<br />

Bei neuem Team<br />

unter Vertrag<br />

Grundsätzlich gibt es im Mountainbike-Sport<br />

mit Downhill,<br />

Enduro, Cross-Country und Marathon<br />

vier große Disziplinen.<br />

Letztere ist die mit dem geringsten<br />

technischen Anspruch, die<br />

jedoch am meisten Kondition und<br />

Durchhaltevermögen voraussetzt.<br />

„Unsere Rennen erstrecken sich<br />

über 50 bis 200 Kilometer bei<br />

1 500 bis 5 000 Höhenmetern und<br />

Fahrzeiten von vier bis sechs Stun<strong>den</strong><br />

– und wer<strong>den</strong> technisch aber<br />

auch immer anspruchsvoller, allen<br />

voran in <strong>den</strong> Trails bergab.“ Vom<br />

Streckenprofil unabhängig ganz<br />

entschei<strong>den</strong>d <strong>für</strong> ein erfolgreiches<br />

Durchkommen: Die richtige<br />

Ernährung. Daniela Höfler spricht<br />

immer wieder von High Carb und<br />

Low Carb. Zum Frühstück gibt’s<br />

Müsli oder Porridge mit Haferflocken<br />

und Früchten. „Vor Trainings<br />

mit Jogurt, weil es mir so viel besser<br />

schmeckt. Vor Wettkämpfen<br />

jedoch nur mit Wasser, weil Milchsäure<br />

die Muskulatur schnell müde<br />

macht.“ Auch ein hohes Maß an<br />

Kohlenhydraten aus Nudeln und<br />

Reis seien wichtig, um die notwendige<br />

Power aufs Pedal mit<br />

Langeweile im Job?<br />

4 Tage Woche<br />

CNC-Fräser (m/w/d)<br />

Mini-Jobber (m/w/d)<br />

Weitere Infos und Bewerbungen unter<br />

www.krewo-fertigung.de/jobs<br />

Kein Schichtbetrieb<br />

35h / 37h / 40h<br />

Antrittsprämie<br />

Job Bike<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 45


integrierter Wattkurbel (zur Aufzeichnung<br />

der Leistungsdaten) zu<br />

bekommen. Ebenso regelmäßiges<br />

Essen und Trinken während der<br />

Belastung. Energieriegel, Gel oder<br />

Pulver? „Mein Trainer und ich wissen<br />

mittlerweile ganz genau, wie<br />

viel Gramm Energiepulver ich pro<br />

Stunde zu mir nehmen muss.“ Gel<br />

und insbesondere Riegel kämen<br />

<strong>für</strong> Daniela Höfler allerdings nicht<br />

in Frage, „weil ich die unter voller<br />

Belastung nicht runterbekomme“.<br />

Nach dem Training und Wettkampf,<br />

zur besseren Regeneration,<br />

liegt der Schwerpunkt dagegen<br />

auf eiweißhaltiger Ernährung. „Da<br />

lege ich Wert auf pflanzliche Proteine,<br />

weniger auf tierische.“ Und<br />

in Sachen Alkohol? „Früher, so<br />

zwischen 13 und 17, habe ich kaum<br />

ein Stadel- oder Bauwagenfest in<br />

Burggen und Umgebung ausgelassen,<br />

gut gelebt.“ Heute hat die<br />

ambitionierte Leistungssportlerin<br />

keine Zeit <strong>für</strong> Partys. Und trinkt<br />

Alkohol, wenn überhaupt, „vielleicht<br />

einmal im Jahr“. <strong>Das</strong> wird in<br />

Zukunft auch so bleiben. Bislang<br />

musste Daniela Höfler sich selbst<br />

um die Finanzierung ihres Sports<br />

kümmern, Reisekosten und Startgelder<br />

aus eigener Tasche bezahlen,<br />

oder über Sponsoren eigenhändig<br />

generieren. „Ein großer<br />

Dank an dieser Stelle an einige<br />

Firmen aus Burggen, Schongau<br />

und Umgebung, allen voran an<br />

Mike vom Tretlager, der mich mit<br />

einem Velo ausgestattet hat.“ Die<br />

Rede ist von einem Race-Fully,<br />

Vollcarbon, 29 Zoll Bereifung,<br />

Highend-Ausstattung, unter zehn<br />

Kilo leicht. Zur neuen Saison bekommt<br />

sie allerdings eine neue,<br />

vergleichbare „Waffe“, obendrein<br />

ein noch leichteres Race-Hardtail<br />

(knapp neun Kilo) sowie ein Rennrad<br />

direkt vom Hersteller – Daniela<br />

Höfler hat kürzlich einen Vertrag<br />

bei einem namhaften, deutschen<br />

Fahrradhersteller unterschrieben,<br />

der nicht nur Räder, Schuhe und<br />

Bekleidung sponsert, sondern<br />

auch Reise- und Hotelkosten sowie<br />

Startgelder übernehmen<br />

wird.<br />

Kraftquelle<br />

Elternhaus<br />

<strong>Das</strong> neugegründete<br />

Team „Rose Racing<br />

Circle“ besteht aus insgesamt<br />

sechs Leuten,<br />

darunter zwei Fahrern<br />

und zwei Fahrerinnen.<br />

„Bisher habe ich mir<br />

meinen Wettkampfplan<br />

immer selbst geschmiedet,<br />

jetzt gibt<br />

mir das Team vor, was<br />

wir fahren wer<strong>den</strong>.“<br />

Los geht’s <strong>für</strong> Daniela<br />

Höfler bereits im <strong>Februar</strong><br />

mit dem „Mediterrean<br />

Epic“, einem stark besetzten<br />

Weltcuprennen über vier Etappen<br />

in der spanischen Provinz Castellón<br />

(bei Valencia). Gefolgt vom<br />

„4Islands“, ebenfalls ein Vier-<br />

Etappen-Rennen, ausgetragen<br />

auf vier verschie<strong>den</strong>en Inseln in<br />

Kroatien, „was im Zweier-Team<br />

gefahren wird“. Daniela Höflers<br />

Partnerin hier<strong>für</strong>: Evelyn Sulzer<br />

aus Österreich.<br />

Letztlich stehen <strong>für</strong> <strong>2023</strong> rund 14<br />

Rennen insgesamt auf dem Programm<br />

von Daniela Höfler, die folgende<br />

Ziele hat: „Mich im neuen<br />

Team zurechtfin<strong>den</strong>, eine gute Zeit<br />

haben, gut trainieren, mich in <strong>den</strong><br />

Rennen an das in Summe noch<br />

höhere Niveau gewöhnen, im<br />

Idealfall <strong>den</strong> einen oder anderen<br />

Podestplatz einfahren und mich<br />

ein drittes Mal <strong>für</strong> die WM zu qualifizieren.“<br />

Die Weltmeisterschaft<br />

im MTB-Marathon findet <strong>2023</strong> im<br />

schottischen Glasgow statt. Höflers<br />

größter Traum ist aber ein anderer:<br />

Der Start beim Cape Epic in<br />

Südafrika, der sich Anfang 2024<br />

erfüllen könnte. „Der Plan unsers<br />

Teams ist, dass wir es in gut einem<br />

Jahr in Angriff nehmen.“ Dabei<br />

handelt es sich um das wohl<br />

härteste Mountainbike-Rennen<br />

der Welt – sieben Tagesetappen in<br />

Für Straßenrennen und Ausdauertraining<br />

auch mal auf dem „Renner“: Daniela Höfler.<br />

Folge durch die wilde Prärie Südafrikas,<br />

wo Hitze, Staub, Pannen,<br />

bockharte Anstiege und gefährliche<br />

Abfahrten Standard sind.<br />

Um da<strong>für</strong> gewappnet zu sein,<br />

<strong>den</strong> rechten Unterarm nicht auch<br />

noch ein drittes Mal zu brechen,<br />

trainiert Daniela Höfler auch immer<br />

wieder auf richtigen Downhillstrecken<br />

in ihrer Wahlheimat,<br />

wo es Trails wie sprichwörtlichen<br />

Sand am Meer gibt. „Dann auch<br />

mit Schutzkleidung, aber trotzdem<br />

auf meinem Racefully, das leichter,<br />

steifer, weniger wendig und mit<br />

weniger Federweg ausgestattet<br />

ist als ein Downhillbike.“ Oft mit<br />

dabei: Ihr Freund, ein angehender<br />

Bergführer, „der im Downhill<br />

richtig gut ist und mir wertvolle<br />

Tipps geben kann“. An diesem<br />

kalten, sonnigen Freitag aber ist<br />

ausnahmsweise mal keine Action<br />

angesagt bei Daniela Höfler. Zum<br />

Ausgleich geht sie nicht nur Klettern,<br />

„Chillen“ auf der berühmten<br />

Heidi-Wiese und legt Wert auf<br />

acht Stun<strong>den</strong> Schlaf täglich, sondern<br />

fährt auch immer wieder mal<br />

heim nach Burggen. Kurzbesuche<br />

bei Eltern und Geschwister geben<br />

ihr die notwendige Kraft, um sich<br />

auch in Zukunft erfolgreich quälen<br />

zu können.<br />

js<br />

46 | <strong>altlandkreis</strong>


januar / februar <strong>2023</strong> | 47


ALLERLEI LITERARISCHES IM ALTLANDKREIS<br />

Bücher zu gewinnen<br />

Der weite Weg ins All<br />

Raisting | Die Komplexität der Satelliten-Technik<br />

bemerkenswert einfach und verständlich <strong>für</strong> jedermann<br />

erklärt, obendrein mit sehenswerten Motiven<br />

bildlich untermalt: <strong>Das</strong> ist die Kurzbeschreibung auf<br />

„Erdfunkstelle Raisting – der weite Weg ins All“. <strong>Das</strong><br />

223 Seiten starke Werk im Hardcover wurde mit viel<br />

Liebe zum Detail von Martin Hermann verfasst, gestaltet<br />

und über seinen eigens da<strong>für</strong> gegründeten<br />

Verlag veröffentlicht. Bereits in seiner Jugendzeit<br />

verlegte der aus dem Allgäu stammende Raistinger<br />

verbotenerweise eine Klingeldrahtleitung über<br />

zwei Straßenzüge, hinüber zu einem Schulfreund,<br />

und legte wenige Jahre darauf erfolgreich eine<br />

Prüfung zum Amateurfunker ab. Die Weichen <strong>für</strong><br />

seinen späteren beruflichen Werdegang mit einer<br />

Ausbildung zum Rundfunk- und Fernsehtechniker<br />

sowie einem Studium in Nachrichtentechnik waren<br />

insofern früh gestellt. Zunächst arbeitete Hermann<br />

Martin in unterschiedlichsten Bereichen <strong>für</strong> die<br />

Deutsche Bundespost, die Deutsche Telekom sowie<br />

Nokia-Siemens, später sogar als Betriebsleiter der<br />

Erdfunkstelle Raisting, an der<br />

er bis heute Alt und Jung aus<br />

Nah und Fern mit kurzweiligen<br />

Außenführungen rund ums<br />

Radom begeistert. Der Satz „hätten wir damals in<br />

der Schule nur Sie als Physiklehrer gehabt“ unterstreicht<br />

eindrucksvoll, warum Hermann Martin der<br />

ideale Mann ist, um komplexe Technik einfach verständlich<br />

zu machen. „Diese von vielen Leuten attestierte<br />

Fähigkeit war auch ein mitentschei<strong>den</strong>der<br />

Beweggrund, dieses Buch über die Erdfunkstelle<br />

Raisting zu schreiben“, sagt der heute 65-Jährige,<br />

der auch die Geschichte von Land und Leute in die<br />

technische Entwicklung rund ums international<br />

bekannte Radom miteinfließen hat lassen. Erhältlich<br />

ist „Erdfunkstelle Raisting – der weite Weg ins<br />

All“, bestehend aus hochwertigem Bilderdruckpapier<br />

sowie 300 Bildern und Grafiken ab sofort <strong>für</strong><br />

29,90 Euro in allen regionalen Buchhandlungen.<br />

Oder direkt beim Autor unter<br />

www.erdfunkstelle-radom.de.<br />

js<br />

Dunkle Schluchten<br />

Prem | Mysteriöse Morde, ein Fresko, die Partnachklamm<br />

und eine Spur in die industrielle Tierhaltung:<br />

Nach acht Monaten intensiver Recherche<br />

und Schreibarbeit bringt Nicola Förg mit „Dunkle<br />

Schluchten“ ihren 24. Kriminalroman auf <strong>den</strong><br />

Markt. Acht Monate Recherche und Schreibarbeit<br />

stecken in diesem neuen Werk, das verdammt viel<br />

Spannung verspricht: „<strong>Das</strong> Wasser ist glasklar und<br />

smaragdgrün, steile Felsen rahmen die Schlucht<br />

ein – ein magisch schöner Ort, wäre da nicht der<br />

Tote in der schreiend roten Jacke. Eigentlich wollten<br />

Irmi Mangold und ihr Freund Fridtjof Hase am<br />

Lago Maggiore Urlaub machen, doch jetzt sind sie<br />

wieder im Dienst. Denn das Opfer, Hannes Vogl, ist<br />

ein Restaurator aus Oberammergau, sein Auftraggeber<br />

ein Großindustrieller mit Wohnsitz in Garmisch,<br />

der viel Geld mit Eiern und Geflügel verdient.<br />

Und dann kommt auch die<br />

Freundin des Restaurators sehr<br />

dubios ums Leben.“ Im Zuge<br />

dessen, wie von der bei Prem<br />

leben<strong>den</strong> Spiegel-Bestseller-<br />

Autorin gewohnt, kommt auch<br />

Gesellschaftspolitisches, messerscharf<br />

aufgegriffen, nicht<br />

zu kurz. In diesem Falle ist es „das schmutzige Geschäft<br />

mit Hühnern, das Thema Bruderhähne, eine<br />

gewaltige Verbrauchertäuschung, sehr viel Halbwissen<br />

und Schönfärberei prägt unseren Umgang<br />

mit Eiern!“ Es geht aber auch um Schluchten, die<br />

Kraft von Passlandschaften zwischen Allgäu und<br />

Italien sowie vieles mehr. Erhältlich ist<br />

das Werk ab Ende <strong>Februar</strong> online und in<br />

allen regionalen Buchhandlungen. js<br />

48 | <strong>altlandkreis</strong>


Raab Verlag<br />

Heimatkunde zwischen Lech und Isar<br />

Altlandkreis | Schon gewusst, dass es allein in Süddeutschland sieben<br />

Gemein<strong>den</strong> oder Städte mit dem Namen „Weilheim“ gibt? Den Beweis<br />

liefert das neue heimatkundliche Jahrbuch „Lech-Isar-Land“, das<br />

vom gleichnamigen Heimatverein bereits zum 82. Mal auf <strong>den</strong> Markt<br />

gebracht wird – und abermals mit vielen interessanten wie spannen<strong>den</strong><br />

Heimatgeschichten zwischen Lech und Isar sowie darüber hinaus<br />

glänzt. Kreisheimatpfleger Klaus Gast beispielsweise schrieb über <strong>den</strong><br />

Menschen im Ammergebiet. Bernhard Wöll verfasste einen Beitrag<br />

über außergewöhnliche Besitzverhältnisse von Südtiroler Weingütern<br />

der Klöster Steinga<strong>den</strong> und Wessobrunn. Anja Behringer befasste sich<br />

intensiver mit Johann Nepomuk von Ringseis – ein Arzt, Staatsdiener<br />

und Berater von vier bayerischen Königen im 19. Jahrhundert, der zu-<br />

letzt in Tutzing gelebt hatte. Und Dr. Ulrich Kilian erinnert im Beitrag<br />

„Meine Stunde Null“ an seine persönlichen<br />

Kindheitserlebnisse im Weilheimer Ortsteil<br />

Marnbach gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.<br />

Auch bewegend: Ein Bericht von Rudolf Steininger<br />

zu „wie sich hier lebende Menschen<br />

vor mehreren Jahrhunderten bei Epidemien,<br />

Cholera und Pest, verhalten haben“. Außerdem<br />

geht es, geschrieben von Gerhard Heiß, um Klimaschutz<br />

durch Moorketten und die Schnalz —<br />

passend dazu zeigt das Cover <strong>den</strong> Kalkofensteg<br />

über der Ammer südöstlich von Peiting.<br />

Erhältlich ist das neue Lech-Isar-Land in <strong>den</strong><br />

Weilheimer Buchhandlungen Lesbar, Thalia und Zauberberg. In der<br />

Buchhandlung am Bach in Peiting, der Büchergalerie Schongau,<br />

bei Peissenbuch in Peißenberg, im Rottenbucher Kaufhaus<br />

Fünkele, beim Ammersee Kurier in Dießen sowie Murnaus<br />

Buchhandlung Gattner.<br />

js<br />

Für Traditionsbewusste:<br />

Bayerisches Brauchtum in Form eines Kalenders<br />

Seeshaupt | Im 18. Jahrhundert hat es weder Internet,<br />

Fernseher und Radio noch Tages- und<br />

Wochenzeitungen gegeben. <strong>Das</strong> einzige Medium<br />

damals: Volkskalender. <strong>Das</strong> Verleger-Ehepaar Raab<br />

aus Iffeldorf wollte an diese Zeit zurückerinnern,<br />

brachte bereits im Jahre 1987 erstmals einen mit<br />

alten Traditionen gespickten Brauchtumskalender<br />

unter Mann und Frau. Heute, rund 35 Jahre danach,<br />

sitzt der Raab-Verlag in Seeshaupt am Südufer<br />

des Starnberger Sees – und veröffentlicht auch<br />

<strong>für</strong> <strong>2023</strong> wieder einen originellen Brauchtumskalender,<br />

der Märkte, Dulten, Heiligenfeste, handgemachte<br />

Krippen, Trachten- und Schützenfeste,<br />

Volksmusikarten, alte Geschichten und Sagen,<br />

Rezepte, Gesundheitsratschläge, Bitt- und Wallfahrten,<br />

Umritte, Prozessionen sowie gemeindliche<br />

und häusliche Bräuche beschreibt. Darüber hinaus<br />

Gebirgstrachten und historische Trachten vorstellt<br />

> > > VERLOSUNGEN<br />

Von allen vier literarischen Neuerscheinungen, die<br />

auf dieser Doppelseite vorgestellt wer<strong>den</strong>, gibt es<br />

<strong>für</strong> Sie, liebe Leserinnen und Leser, selbstverständlich<br />

auch je eines von drei Exemplaren zu gewinnen:<br />

Schicken Sie uns einfach bis Sonntag, 15. <strong>Januar</strong>,<br />

eine Postkarte mit dem jeweiligen Buchtitel — Erdfunkstelle<br />

Raisting (von Hermann Martin), Dunkle<br />

Schluchten (von Nicola Förg), Lech-Isar-Land (vom<br />

Für das Jahr<br />

des Herrn<br />

sowie interessante Menschen<br />

im Rahmen mehrerer<br />

Porträts genauer<br />

vorstellt – textlich wie<br />

bildlich wie farbenfroh.<br />

Insgesamt sind im 100<br />

Seiten starken Kalender,<br />

der offiziell „Der Oberbaierische Fest-Tägund<br />

Alte-Bräuch-Kalender <strong>2023</strong>“ heißt, nicht nur<br />

Bild- und Textbeiträge verbaut, sondern auch rund<br />

2000 (!) Veranstaltungstermine aus näherer und<br />

weiterer Umgebung vermerkt. Insofern ein Muss<br />

<strong>für</strong> Traditionsbewusste, aber auch <strong>für</strong> Kultur- und<br />

Heimatinteressierte im Allgemeinen. Erhältlich ist<br />

das Werk <strong>für</strong> 16,50 Euro in allen regionalen Buchhandlungen,<br />

online sowie beim Raab<br />

Verlag (www.raab-verlag.info), Unterer<br />

Flurweg 18 in Seeshaupt.<br />

js<br />

Heiligenfeste<br />

Bi t- und Wa lfahrten<br />

Ri te und Prozessionen<br />

Märkte, Dulten und Feste<br />

Gemeinde- und Hausbrauch<br />

in ganz Oberbayern<br />

und München<br />

gleichnamigen Heimatverein) oder Der Oberbaierische<br />

(ein Brauchtumskalender vom in Seeshaupt ansässigen<br />

Raab Verlag) — als Stichwort an folgende<br />

Adresse: „<strong>altlandkreis</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting.<br />

Oder, alternativ, eine E-Mail an info@<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

Unter allen Einsendungen entscheidet wie<br />

immer ein Losverfahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Viel Erfolg!<br />

Bald können wir Ihnen <strong>den</strong> neuen 408<br />

vorstellen...<br />

Wir wünschen Ihnen<br />

frohe Weihnachten<br />

und<br />

ein gesundes neues Jahr!<br />

Autohaus Hintermeyer<br />

Ihr Peugeot-Vertragspartner in Schongau<br />

Augsburger Str. 2-4<br />

86956 Schongau<br />

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www.autohaus-hintermeyer.de<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 49


Bei bis zu minus 160 Grad Celsius!<br />

Frösteln in der Kältebox<br />

Weilheim | Stärkung der Abwehrkräfte,<br />

Abbau von Stress,<br />

Linderung von Schmerzen,<br />

Beschleunigung der Heilung<br />

von Krankheiten und Verletzungen,<br />

schnellere Regeneration<br />

nach körperlicher<br />

Anstrengung, Ausschüttung<br />

von Glückshormonen, neue<br />

Frische <strong>für</strong> Geist, Körper und<br />

Seele: Die Vorteilsliste beim<br />

Thema „Kältetherapie“ ist<br />

lang. Und reicht, historisch<br />

betrachtet, weit zurück. Bereits<br />

in der Antike wurde das<br />

Wechselspiel aus Wärme<br />

und Kälte zum Therapieren<br />

angewandt. Priester und Naturheilkundler<br />

Sebastian Anton<br />

Kneipp wurde <strong>für</strong> seine<br />

Kaltwassertherapien sogar<br />

berühmt, sei seinerzeit zweitbekanntester<br />

Deutscher nach<br />

Otto von Bismarck gewesen.<br />

Und ist dank zahlreicher Wassertretbecken<br />

sowie nach ihm<br />

50 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Zapfiger Selbstversuch: „<strong>altlandkreis</strong>“-<br />

Redakteur Schelle in der Kältebox von<br />

Physiotherapeutin Brigitte Hitzl-Schalk.<br />

benannten Therapieformen<br />

und Salben nach wie vor in aller<br />

Munde. Heutzutage nicht weniger<br />

bekannt: Erfolgreiche Wintersportler<br />

wie Biathlet Benedikt<br />

Doll oder Ex-Biathlet Arnd Peiffer.<br />

Auch sie schwören <strong>für</strong> schnellere<br />

Regeneration nach dem Training,<br />

aber auch <strong>für</strong> höhere Leistungsbereitschaft<br />

während Training<br />

und Wettkampf auf Kälteanwendungen<br />

– und sind hier<strong>für</strong> extra<br />

nach Weilheim gekommen. Im<br />

Zentrum der hiesigen Kreisstadt,<br />

an der Ecke Johann-Baur-Straße<br />

und Alpenstraße, befindet sich ein<br />

Ärztehaus, in dessen Erdgeschoss<br />

eine seltene Kombination vorzufin<strong>den</strong><br />

ist: Ein gemütliches Café<br />

samt Praxis <strong>für</strong> Physio- und EMS-<br />

Therapie. Und in dieser Praxis namens<br />

„Sportiva“ wiederum steht<br />

seit rund einem Jahr eine Hightech-Anlage<br />

<strong>für</strong> Kältetherapie, die<br />

sich nach zahlreichen Kun<strong>den</strong>,<br />

Patienten sowie Doll und Peiffer<br />

auch „<strong>altlandkreis</strong>“-Redakteur Johannes<br />

Schelle genauer anschauen<br />

durfte. „Socken und Unterhose<br />

sowie von uns zur Verfügung gestellte<br />

Schlappen und Handschuhe<br />

müssen sie anlassen, Kopf und<br />

Gesicht halten wir frei“, so die<br />

ersten Anweisungen von Physiotherapeutin<br />

und Praxisinhaberin<br />

Brigitte Hitzl-Schalk. Auch wichtig,<br />

um in diese „CryoBox“ überhaupt<br />

hineinzudürfen: Keine Erkältungen,<br />

keine offensichtliche Abgeschlagenheit,<br />

keine Schwangerschaft,<br />

keine Herzkrankheiten,<br />

kein Herzschrittmacher und<br />

keine laufende Krebstherapie.<br />

Obwohl „<strong>altlandkreis</strong>“-<br />

Redakteur Schelle diese Risiken<br />

ausschließen kann, einem<br />

Selbstversuch nichts im Wege<br />

steht, ist ihm eine gewisse<br />

Anspannung anzumerken. Der<br />

Grund: Temperaturen von bis<br />

zu minus 160 Grad (!) Celsius,<br />

die seinen Körper in wenigen<br />

Augenblicken blitzartig herunterkühlen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Eiskalt, aber<br />

nicht unangenehm<br />

Zum „WarmUp“ der Kältekammer<br />

schaltet Brigitte Hitzl-<br />

Schalk die Anlage gleich mal<br />

ein und schafft dadurch eine<br />

ganz besondere Atmosphäre:<br />

Die mit Stickstoff erzeugte,<br />

trockene Kälte zeigt sich in<br />

Form von weißem Rauch, der<br />

regelrecht mystisch über die<br />

nach oben geöffnete, in blauem<br />

Neonlicht leuchtende Box in<br />

<strong>den</strong> Raum entweicht. „Sieht echt<br />

abgespaced aus“, <strong>den</strong>kt sich Redakteur<br />

Schelle. Dann verlässt<br />

Hitzl-Schalk <strong>den</strong> Raum – Zeit,<br />

um Jacke, Pulli, T-Shirt, Hose<br />

und Schuhe auszuziehen, Uhr,<br />

Autoschlüssel und Smartphone<br />

abzulegen sowie in Socken und<br />

Unterhose in die am Bo<strong>den</strong> stehen<strong>den</strong><br />

Schlappen zu schlüpfen<br />

und Fingerhandschuhe aus Wolle<br />

anzuziehen. „Bin bereit!“ Therapeutin<br />

Hitzl-Schalk kommt wieder<br />

in <strong>den</strong> Raum und weicht Redakteur<br />

Schelle fortan nicht mehr von<br />

der Seite. „Ganz wichtig ist, dass<br />

wir unsere Kun<strong>den</strong> und Patienten<br />

während der Kältetherapie immer


Seit 1949<br />

Direkt neben der Physio-Praxis<br />

befindet sich das Café Sportiva.<br />

im Auge behalten und im Notfall<br />

rechtzeitig reagieren können.“<br />

Über ein großes, an der Box installiertes<br />

Display mit Touchscreen<br />

wird die Anlage gesteuert, wird<br />

Temperatur und Zeit individuell<br />

eingestellt. „Wenn was unangenehm<br />

sein sollte, einfach gegen<br />

die Innenwand der Box drücken,<br />

dann schaltet das Gerät automatisch<br />

ab.“ Redakteur Schelle geht<br />

nun über die zur Seite geöffneten<br />

Türen in die Box, stellt sich aufrecht<br />

und ohne Berührung der kreisrun<strong>den</strong><br />

Seitenwände auf ein Podest.<br />

Letzteres steuert Brigitte Hitzl-<br />

Schalk nun so weit nach oben,<br />

bis der Kopf von Schelle vollständig<br />

aus der Box herausragt, Blick<br />

Richtung Therapeutin gerichtet.<br />

Dann: Start. Wieder strömt weißer<br />

Rauch zwischen Körper und<br />

Seitenwände nach oben und entweicht<br />

unter Kinn und Hinterkopf<br />

in <strong>den</strong> freien Raum. Bereits nach<br />

wenigen Sekun<strong>den</strong> ist die künstlich<br />

erzeugte Kälte spürbar, aber in<br />

keinster Weise unangenehm. „Wir<br />

re<strong>den</strong> hier von trockener Kälte,<br />

die wesentlich erträglicher ist als<br />

feuchte.“ Nach gut einer Minute ist<br />

das Kältegefühl nach wie vor nicht<br />

unangenehm, trotzdem deutlich<br />

spürbarer. Schelles Körper kämpft<br />

erst mit Bildung von Gänsehaut,<br />

dann mit immer stärker wer<strong>den</strong>dem<br />

Muskelzucken gegen <strong>den</strong><br />

simulierten Erfrier-Tot an. Und<br />

aus der zunächst noch ruhigen,<br />

sachlichen Unterhaltung mit Brigitte<br />

Hitzl-Schalk wird plötzlich ein<br />

eher unkontrolliertes Gestottere<br />

aufgrund Gebibbere. Dann, plötzlich,<br />

nach gut zwei Minuten und<br />

bei minus 120 Grad, schaltet die<br />

Expertin das Gerät ab. „Eine reine<br />

Vorsichtsmaßnahme – es war das<br />

erste Mal <strong>für</strong> Sie und Ihre Lippen<br />

machten <strong>den</strong> Anschein, sich blau<br />

zu färben.“<br />

„Wie neu geboren“<br />

Die Türen gehen auf, das Fußpodest<br />

fährt nach unten, Redakteur<br />

Schelle steigt aus der Box und<br />

bemerkt just in diesem Moment:<br />

Die Beine lassen sich leichter und<br />

spritziger Bewegen. Der Schmerz<br />

im oberen Rücken (Nachwehen<br />

einer hartnäckigen Wirbelblockade)<br />

ist wie verflogen. Denken und<br />

Sprechen funktioniert auffallend<br />

frischer und flüssiger. Und auch<br />

ein mehrere Stun<strong>den</strong> anhaltendes<br />

Gefühl von „glücklich und zufrie<strong>den</strong>“<br />

ist nach dieser Anwendung<br />

nicht von der Hand zu weisen.<br />

„Ein bisschen wie neu geboren“,<br />

sagt Redakteur Schelle zu Brigitte<br />

Hitzl-Schalk, die ihre Cryo-<br />

Box selbst immer wieder mal in<br />

Anspruch nimmt. „Nach langen<br />

Behandlungstagen mit körperlich<br />

schwerer Arbeit hilft mir die Kälteanwendung,<br />

um Schmerzen im<br />

Ellbogen wieder loszuwer<strong>den</strong>.“<br />

Ein anderer Kunde kommt regelmäßig,<br />

weil er damit seine Long-<br />

Covid-Beschwer<strong>den</strong> besser in <strong>den</strong><br />

Griff bekommt. Wieder andere<br />

lindern bei minus 160 Grad über<br />

maximal drei Minuten Rheumabeschwer<strong>den</strong>.<br />

„Letztlich ist die<br />

CryoBox kein Allheilmittel, keine<br />

Möglichkeit, um damit allein Verletzungen<br />

und Krankheiten in <strong>den</strong><br />

Griff zu bekommen“, sagt Hitzl-<br />

Schalk. Aber als begleitende Therapie-Maßnahme<br />

biete sie ohne<br />

Zweifel Vorteile, stärke außerdem<br />

das Immunsystem und erhöhe die<br />

Leistungsfähigkeit in Sport sowie<br />

Beruf. „Wir schicken zum Beispiel<br />

Patienten unserer Physiopraxis<br />

vor der klassischen Behandlung<br />

gezielt in die CryoBox, um sie hinterher<br />

schmerzfreier bewegen zu<br />

können.“ Wie oft und intensiv die<br />

Kältekammer von Sportiva letztlich<br />

Kun<strong>den</strong> oder Patienten nutzen,<br />

wird immer individuell entschie<strong>den</strong><br />

– nach Rücksprache mit Facharzt,<br />

Therapeut und zu behandelnder<br />

Person. Letztere können die<br />

in Weilheim stehende Box nach<br />

Terminvereinbarung immer<br />

montags, mittwochs und<br />

freitags zwischen 25 und 35<br />

Euro (Abo oder einmalig)<br />

pro Anwendung nutzen. Und<br />

zwar unabhängig vom Alter.<br />

„Risikogruppen ausgenommen,<br />

ist unsere CryoBox <strong>für</strong><br />

Menschen allen Alters geeignet.“<br />

Vom Kind (mit Einverständniserklärung<br />

der Eltern)<br />

bis zum Rentner, vom Handwerker<br />

über Akademiker bis<br />

zum Profisportler. Beweisfotos<br />

von Peiffer und Doll hängen<br />

bereits an der Wand im<br />

gemütlichen Café.<br />

js<br />

„Rauch“ steigt auf: So sieht<br />

die Kältebox von innen aus.<br />

Wirdanken allen Kun<strong>den</strong> <strong>für</strong>das<br />

Wirdanken allen Kun<strong>den</strong> <strong>für</strong>das<br />

entgegengebrachte Vertrauen undwünschen<br />

entgegengebrachte Vertrauen undwünschen<br />

froheWeihnachten undein glückliches neues Jahr!<br />

froheWeihnachten undein glückliches neues Jahr!<br />

•Holzenster<br />

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•Holz-Alu-Fenster<br />

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•Kunststoenster<br />

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•Haustüren<br />

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•Posten-Riegel-Fassa<strong>den</strong><br />

•Holzenster<br />

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•Kunststoenster<br />

•Fensterrenovierung<br />

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•Posten-Riegel-Fassa<strong>den</strong><br />

•Haustüren<br />

mit<br />

mit<br />

Aluschale<br />

Aluschale<br />

•Fensterrenovierung<br />

•Posten-Riegel-Fassa<strong>den</strong><br />

•Möbel<br />

•Fensterrenovierung<br />

mit Aluschale<br />

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•Innentüren<br />

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•Sonnenschutz<br />

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Seit 1949<br />

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ObereDorstr.2•86980 Ingenried•Tel.08868 -1258 •Fax 776<br />

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86971 Peiting<br />

Tel. 08861 692-33<br />

peiting@baywa-baustoffe.de<br />

Immer ein gutes Baugefühl<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 51


Anfang <strong>2023</strong>: Hochzeitsmessen in der Region<br />

Im Traumkleid vor die Fotobox<br />

HOCHZEITS<br />

UND EVENT<br />

MESSE<br />

UND EVENT<br />

MESSE<br />

Familie Echtler * Dorfstraße 20<br />

82435 Bad Bayersoien am See<br />

Tel. 08845 74020<br />

E-Mail info@gasthof-zum-weissenross.de<br />

Internet 52 | www.gasthof-zum-weissenross.de<br />

<strong>altlandkreis</strong><br />

Mo<strong>den</strong>schau<br />

Samstag um 14 & 16 Uhr,<br />

sowie am Sonntag<br />

um 11 / 14 & 16 Uhr<br />

Grosse Verlosung!<br />

Gratis-Aktionen<br />

und vieles mehr...<br />

Öffnungszeiten: Sa.: 13-17 Uhr - So.: 10-17 Uhr<br />

21./22.Jan.23<br />

KULTURZENTRUM - MURNAU<br />

Infos und Tickets auf:<br />

hochzeitsmesse-murnau.de<br />

Neue Homepage !<br />

Murnau / Peißenberg | Im Jahr 2019,<br />

vor Ausbruch von Corona, haben<br />

sich laut Zählungen des Bayerischen<br />

Landesamtes <strong>für</strong> Statistik<br />

68 501 Paare das Ja-Wort gegeben.<br />

Im Jahr 2021 dagegen nur 59 670.<br />

Diese bayernweite Statistik <strong>für</strong> 2022<br />

ist noch nicht final ausgewertet,<br />

dürfte jedoch mit einem Anstieg<br />

im Vergleich zu 2020 und 2021 verbun<strong>den</strong><br />

sein – allein deshalb, weil<br />

viele Hochzeiten, die in Zeiten der<br />

Hochphase der Pandemie stattgefun<strong>den</strong><br />

hätten, auf 2022 oder <strong>2023</strong><br />

verschoben wur<strong>den</strong>. Weniger die<br />

standesamtlichen, die in kleinerem<br />

Stil auch während der Pandemie<br />

gefeiert wer<strong>den</strong> konnten,<br />

sondern die großen Feiern, ob frei<br />

oder kirchlich, meist mit 80 bis 120<br />

Gästen oder mehr. Die Planung einer<br />

solchen Hochzeit sollte grundsätzlich<br />

mindestens ein Jahr vorher<br />

in Angriff genommen wer<strong>den</strong>. Und<br />

ist häufig mit viel Kosten-, Planungs-<br />

und Diskussionsaufwand<br />

verbun<strong>den</strong>. Wer sich im neuen<br />

Jahr, aber auch in zwei oder drei<br />

Jahren das Ja-Wort geben möchte,<br />

jedoch wenig bis gar keine Ahnung<br />

in Sachen „wann, wo und<br />

wie“ hat: Anfang <strong>2023</strong> fin<strong>den</strong> zwei<br />

Gasthof zum Weißen Roß<br />

<strong>Das</strong> Haus mit Tradition seit 1907 - Beim Spez<br />

Weiße Brautkleider dürfen im Rahmen einer Hochzeitsmesse nicht fehlen.<br />

Wobei auch Herrenanzüge und Trachten ausgestellt wer<strong>den</strong>.<br />

G***<br />

Besuchen Sie uns zu einem Rundgang der Räumlichkeiten<br />

- Panorama Saal mit Blick in die Ammergauer Berge - und Hacker-Keller<br />

- ideal <strong>für</strong> Brautverzieh´n und als Party-Keller zum Feiern “Wie zu Hause”!<br />

Unsere Informationsmappe mit Menüvorschlägen und das beliebte<br />

“All inclusive” Angebot <strong>für</strong> Hochzeiten geben wir Ihnen gerne mit!<br />

Bitte vereinbaren Sie <strong>für</strong> Besichtigung/Besprechung einen Termin!<br />

regionale Hochzeitsmessen statt,<br />

deren Angebote und Anregungen<br />

kaum einen Hochzeitswunsch unerfüllt<br />

lassen. Angefangen bei der<br />

Wahl des passen<strong>den</strong> Brautkleides,<br />

des passen<strong>den</strong> Anzuges. Bei Bräuten<br />

sei laut Veranstaltern nach wie<br />

vor das klassische Kleid in Weiß,<br />

bei Herren ein moderner Anzug,<br />

oft mit Weste unter Sako oder<br />

Frack gefragt. Dennoch wird auch<br />

das Heiraten in Tracht immer beliebter,<br />

insbesondere bei standesamtlichen<br />

Hochzeiten. Wobei das<br />

Fin<strong>den</strong> des passen<strong>den</strong> Gewandes<br />

nur ein Tropfen auf dem heißen<br />

Stein einer kompletten Hochzeitsplanung<br />

ist: Eheringe, Location,<br />

Fotos, Hochzeitstorte, Catering,<br />

Brautauto, Brautstrauß, Dekoration,<br />

Frisur, Live-Musik oder DJ,<br />

kirchlich oder frei, mit oder ohne<br />

Hochzeitsplaner, draußen oder<br />

drinnen, mit oder ohne Hochzeitslader,<br />

mit oder ohne Fotobox. Da<br />

<strong>den</strong> Überblick zu behalten und<br />

Aktuell<br />

Bayrischer Schmankerl-Brunch<br />

6. <strong>Januar</strong> / 12. <strong>Februar</strong><br />

12. März / 9. April <strong>2023</strong><br />

*****<br />

Freitag 27. <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Kabarett Abend mit<br />

Alexandra Stiglmeier<br />

Info + Kartenverkauf siehe Homepage !<br />

******<br />

Wir suchen<br />

Servicemitarbeiter m/w<br />

Voll- und Teilzeit - Aushilfen<br />

gerne auch nach der Ausbildung!<br />

Einschenkhilfen <strong>für</strong> Theke stun<strong>den</strong>weise !<br />

Bewerbung an Frau Simone Echtler


Für Dream Wedding feierlich dekoriert: Die Tiefstollenhalle. Weilheims<br />

Hochzeitsmesse findet im Kultur- und Tagungszentrum in Murnau statt.<br />

das <strong>für</strong> sich perfekte Rahmenprogramm<br />

zu fin<strong>den</strong>? Schwierig. Insofern<br />

ein guter Grund, sich im Rahmen<br />

einer Hochzeitsmesse schlau<br />

zu machen.<br />

Freie Trauung<br />

immer beliebter<br />

Den Auftakt macht die als Weilheimer<br />

Hochzeits- und Eventmesse<br />

(www.hochzeitsmesse-weilheim.<br />

de) bekannte Veranstaltung, die<br />

2020 und 2021 wegen Corona, und<br />

2022 aufgrund der nach wie vor<br />

nicht abgeschlossenen Sanierung<br />

der Weilheimer Stadthalle nicht<br />

stattfin<strong>den</strong> konnte. Ausrichter Thomas<br />

Dormeyer ist froh darüber,<br />

im Kultur- und Tagungszentrum<br />

in Murnau <strong>für</strong> <strong>2023</strong> einen Ausweichort<br />

gefun<strong>den</strong> zu haben. Er<br />

rechnet am Samstag, 21. <strong>Januar</strong>,<br />

von 13 bis 17 Uhr sowie am Sonntag,<br />

22. <strong>Januar</strong>, von 10 bis 17 Uhr,<br />

mit insgesamt gut 1 000 Besucherinnen<br />

und Besuchern. Für das<br />

Eintrittsgeld von sechs Euro pro<br />

Person bekommen Alt und Jung<br />

rund 50 Aussteller zu Gesicht. Unter<br />

anderem aus <strong>den</strong> Bereichen<br />

Mode & Styling, Schmuck & Accessoires,<br />

Dekoration & Ambiente,<br />

Location & Catering, Frisur & Make-up,<br />

Musik, Hochzeitsfahrzeuge,<br />

Fotografie & Film, Freie Trauung<br />

sowie Planung & Organisation.<br />

Highlight der Messe in Murnau<br />

mit kostenloser Kinderbetreuung,<br />

Live-Musik, kostenlosen Probier-<br />

Häppchen, Gewinnspiel mit Preisen<br />

im Gesamtwert von 1 500 Euro<br />

und kostenlosem Kaffee: Eine<br />

Mo<strong>den</strong>schau mit Brautkleidern<br />

und Herrenanzügen sowie das<br />

Abhalten einer freien Trauung, im<br />

Zuge derer professionelle Redner<br />

berührende Worte ins Mikrofon<br />

sprechen wer<strong>den</strong>. „Der Wunsch<br />

nach einer freien Trauung wird<br />

bei heiratswilligen Paaren immer<br />

beliebter“, sagt Veranstalter Thomas<br />

Dormeyer, der die Besucher<br />

höchstpersönlich als Moderator<br />

durch das Kultur- und Tagungszentrum<br />

am Ödön-Von-Horváth-Platz<br />

1 in Murnau führen wird.<br />

Traumhochzeit<br />

am Strand<br />

Mit „Dream Wedding“ findet am<br />

Samstag, 25. <strong>Februar</strong>, von 12 bis<br />

18 Uhr und Sonntag, 26. <strong>Februar</strong>,<br />

von 10 bis 17 Uhr in Peißenbergs<br />

Tiefstollenhalle die zweite regionale<br />

Hochzeitsmesse im Jahr <strong>2023</strong><br />

statt. Ein im Grunde neues Format<br />

(www.dream-wedding.info),<br />

das erstmals im Winter 2022 unter<br />

Einhaltung einer 2G-Regelung<br />

trotz Pandemie seine Pforten öffnete.<br />

„Deshalb erwarten wir heuer<br />

deutlich mehr Besucher, rund<br />

500“, sagt Veranstalterin Uschi<br />

Binner-Metzner, die pro Person 9<br />

Euro, vergünstigt 14 Euro pro Pärchen<br />

verlangt. Ihre Messe ist etwas<br />

kleiner als die in Murnau, steht <strong>für</strong><br />

ausgewählte Dienstleistungen und<br />

Produkte aus der Region, bietet<br />

heiratswilligen Paaren aber auch<br />

die Option auf Exotischeres – zum<br />

Beispiel eine Heirat am Traumstrand<br />

auf Mauritius oder auf <strong>den</strong><br />

Malediven, wo<strong>für</strong> extra ein darauf<br />

spezialisiertes Reisebüro vor Ort<br />

sein wird. Zu <strong>den</strong> weiteren Highlights<br />

der Messe in Peißenberg<br />

zählen außerdem: Eine kostenlose<br />

Kinderwagen-Parkmöglichkeit.<br />

Ebenfalls eine Mo<strong>den</strong>schau mit<br />

Brautkleidern und Herrenanzügen.<br />

Eine sogenannte „Give-Away-Tüte“<br />

mit exklusiven Präsenten wie Lippenstift,<br />

handgemachter Seife und<br />

Deo, eine Tombola mit drei starken<br />

Preisen, zum Beispiel dem Gewinn<br />

eines mehrgängigen Menüs <strong>für</strong><br />

zwei Personen, und Themenvorträge.<br />

Zum Beispiel zu „Kirchliche<br />

Trauung in der heutigen Zeit“,<br />

wo<strong>für</strong> Uschi Binner-Metzner extra<br />

eine evangelische Pfarrerin engagieren<br />

konnte.<br />

Grundsätzlich dienen beide Messen,<br />

sowohl die in Murnau als<br />

auch in Peißenberg, nicht nur<br />

heiratswilligen Menschen: <strong>Das</strong><br />

Angebot ist auch auf Events ausgelegt.<br />

Zum Beispiel runde Geburtstage<br />

oder Firmenjubiläen.<br />

Im Mittelpunkt steht aber das<br />

Thema Hochzeit, das in <strong>den</strong> Augen<br />

von Thomas Dormeyer und Uschi<br />

Binner-Metzner wieder mehr an<br />

Bedeutung gewonnen hat: Aufgrund<br />

der Krisen durch Corona,<br />

<strong>den</strong> Ukrainekrieg und die damit<br />

verbun<strong>den</strong>en Auswirkungen wie<br />

Preisexplosionen und Inflation sei<br />

es umso wertvoller, sich <strong>für</strong> eine<br />

gemeinsame Zukunft zu entschei<strong>den</strong><br />

– und so mit doppelter Kraft<br />

all die Höhen und Tiefen eines Lebens<br />

zu meistern.<br />

js<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 53


<strong>Das</strong> gesamte Team vom Autohaus Heuberger<br />

wünscht ein frohes Weihnachtsfest, Gesundheit<br />

und viel Glück im neuen Jahr!<br />

Ein großes Dankeschön gilt unseren Kundinnen und Kun<strong>den</strong>,<br />

die uns auch dieses Jahr wieder die Treue gehalten haben.<br />

Autohaus Heuberger GmbH<br />

Hiebelerstraße 65<br />

87629 Füssen<br />

JANUAR /<br />

Autohaus Heuberger GmbH<br />

Vielen Dank <strong>für</strong> Ihr Vertrauen!<br />

Schongauer Straße 14<br />

86975 Bernbeuren


Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>Januar</strong> bis 28. <strong>Februar</strong> <strong>2023</strong><br />

SO 01.01.<br />

Neujahr<br />

LECHBRUCK<br />

14.00 Uhr<br />

Publikumslauf im Eisstadion.<br />

Weitere Infos bei der Tourist-Info<br />

unter 08862 / 987830. Je<strong>den</strong> Mo, Di,<br />

Do, Sa, So bis Ende <strong>Januar</strong><br />

MO 02.01.<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Repair-Café „Gricht, gratscht und<br />

glernt“ im HOP im Schächen<br />

BERNBEUREN<br />

16.00 bis 18.30 Uhr<br />

Bücherei geöffnet. Je<strong>den</strong> Montag<br />

PREM<br />

11.00 Uhr<br />

Kesselfleischessen im Bayerischen<br />

Weißwurst-Stadl. Anmeldung<br />

unter 08862 / 8354<br />

DI 03.01.<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

9.30 bis 11.00 Uhr<br />

Seniorentreff in gemütlicher Runde<br />

im HOP im Schächen. Je<strong>den</strong> Di.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus.<br />

Je<strong>den</strong> Dienstag<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Märchentheater „Die 12 Monate“<br />

im Waldseminarhaus Gut Kinsegg.<br />

Ki. 12 € / Erw. 15 €, weitere Infos und<br />

Anmeldung unter 08342 / 914458<br />

MI 04.01.<br />

PEITING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Museum im Klösterle geöffnet.<br />

Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. Starbulls<br />

Rosenheim im Eisstadion<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Spielenachmittag – <strong>für</strong> alle, die<br />

Spaß an Gesellschaftsspielen<br />

haben im HOP im Schächen<br />

LECHBRUCK<br />

10.00 Uhr<br />

Führung im Flößermuseum. Für Ki.<br />

ab 6 J., Anm. unter 08862 / 987830<br />

10.00 Uhr<br />

Eisstockschießen im Eisstadion.<br />

Kosten: 5 €, Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830,<br />

je<strong>den</strong> Mittwoch bis Anfang <strong>Februar</strong><br />

18.00 bis 19.45 Uhr<br />

Discolauf im Eisstadion. Weitere<br />

Infos unter 08862 / 987830.<br />

Je<strong>den</strong> Mittwoch bis Anfang <strong>Februar</strong><br />

WILDSTEIG<br />

17.00 bis 19.00 Uhr<br />

Bücherei geöffnet. Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer DENKLINGEN<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784. Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

KINSAU<br />

14.45 bis 17.30 Uhr<br />

Bücherstube im Turnraum der<br />

Schule geöffnet. Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

15.00 bis 16.00 Uhr<br />

Vorlesestunde <strong>für</strong> Kinder im Turnraum<br />

der Schule. Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

DO 05.01.<br />

PEITING<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Schach-Einzelmeisterschaft der Jugend<br />

des Schachkreises Zugspitze<br />

in der Schloßberghalle. Siehe S. 22<br />

BERNBEUREN<br />

16.00 bis 18.30 Uhr<br />

Bücherei geöffnet. Je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet. Je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

BÖBING<br />

14.30 Uhr<br />

Stammtisch im Café Tralmer<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Bücherei geöffnet. Je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

20.00 Uhr<br />

Theater & Genuss „Bauer mit Grill<br />

sucht Frau mit Kohle“ im Bürgerund<br />

Vereinszentrum. Bewirtung ab<br />

18 Uhr. Reserv. unter 08243 / 1072<br />

FEBRUAR <strong>2023</strong><br />

17.00 Uhr<br />

Fackelwanderung mit der Ratschkatl<br />

durch <strong>den</strong> Ort. Anmeldung<br />

unter 08862 / 987830. Kosten: 5 €<br />

APFELDORF<br />

20.00 bis 23.00 Uhr<br />

Drei-Königs-Schafkopfturnier in<br />

der Turnhalle. Startgeld: 10 €<br />

PREM<br />

FR 06.01.<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Heilige Drei Könige Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Reserv. ab 10 Per-<br />

SCHONGAU<br />

sonen unter 08867 / 489. Je<strong>den</strong> Fr.<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz. BAD BAYERSOIEN<br />

Je<strong>den</strong> Freitag<br />

11.00 bis 13.30 Uhr<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Bayerischer Schmankerl-Brunch<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage. im Gasthof Zum Weißen Roß.<br />

Je<strong>den</strong> Freitag<br />

Kosten: 28 €, Reservierung unter<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

08845 / 74020, siehe Anzeige S. 52<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe 20.00 bis 21.00 Uhr<br />

im Gemeindehaus der Ev. Kirche Neujahrskonzert der Bad Bayersoier<br />

Blaskapelle im Dorfstadl<br />

PEITING<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

DENKLINGEN<br />

Schach-Einzelmeisterschaft der Jugend<br />

des Schachkreises Zugspitze Theater & Genuss „Bauer mit Grill<br />

20.00 Uhr<br />

in der Schloßberghalle. Eintritt frei, sucht Frau mit Kohle“ ein Lustspiel<br />

Zuschauer willkommen, siehe S. 22 in drei Akten im Bürger- und Vereinszentrum.<br />

Bewirtung ab 18 Uhr.<br />

15.00 bis 16.00 Uhr<br />

Eislaufschule im Eisstadion. Für Reservierung unter 08243 / 1072<br />

Kinder, keine Anmeldung erforderlich,<br />

Infos unter www.ec-peiting.de<br />

SA 07.01.<br />

oder 0171 / 2764661, je<strong>den</strong> Freitag<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

SCHONGAU<br />

Heimspiel EC Peiting vs. EHF Passau<br />

Black Hawks im Eisstadion Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

LECHBRUCK<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Öffentliches Meerjungfrauen-<br />

20.00 Uhr<br />

Schwimmen im Plantsch<br />

Theater „Was ihr wollt nach<br />

William Shakespeare“ mit der Theatergruppe<br />

Lechbruck in der Lech-<br />

PEITING<br />

8.00 bis 12.00 Uhr<br />

halle. Einlass: 19.30 Uhr, VVK bei der<br />

Neujahrsanspielen der Peitinger<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

Knappschafts- und Trachtenkapelle<br />

im Ort<br />

10.00 bis 14.15 Uhr<br />

Schau- & Weißwurstproduktion<br />

im Bayer. Weißwurst-Stadl. Anmeldung<br />

unter 08862 / 8354, je<strong>den</strong> Fr.<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Schach-Einzelmeisterschaft der Jugend<br />

des Schachkreises Zugspitze<br />

in der Schloßberghalle. Eintritt frei,<br />

Zuschauer willkommen, siehe S. 22<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS<br />

Mi, 18. <strong>Januar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau Jakob-Pfeiffer-Haus<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 55


ALTENSTADT<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Buchlesung & Kabarett „Männer<br />

Mord und Remmidemmi“<br />

mit Alexandra Stiglmeier in der<br />

Maxbrauerei. Tickets: 10 € unter<br />

0160 / 8258198<br />

LECHBRUCK<br />

10.00 bis 11.50 Uhr<br />

Schlägerlauf im Eisstadion.<br />

Infos bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830, je<strong>den</strong> Samstag<br />

bis Ende <strong>Januar</strong><br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 11.30 Uhr<br />

Schaufütterung des Rotwilds<br />

am Wildgehege Schönegg.<br />

Je<strong>den</strong> Samstag<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- und Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Reservierung ab 10 Personen unter<br />

08867 / 489, je<strong>den</strong> Samstag<br />

DENKLINGEN<br />

20.00 Uhr<br />

Theater & Genuss „Bauer mit Grill<br />

sucht Frau mit Kohle“ im Bürgerund<br />

Vereinszentrum. Bewirtung ab<br />

18 Uhr. Reserv. unter 08243 / 1072<br />

SCHONGAU<br />

9.00 bis 9.45 Uhr und<br />

10.00 bis 10.45 Uhr<br />

Eislaufschule im Eisstadion. Für<br />

Kinder, keine Anmeldung erforderlich,<br />

Infos unter 0151 / 12901796<br />

oder www.schongau-mammuts.de,<br />

je<strong>den</strong> Sonntag bis 19.2.<br />

PEITING<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Schach-Einzelmeisterschaft der Jugend<br />

des Schachkreises Zugspitze<br />

in der Schloßberghalle. Eintritt frei,<br />

Zuschauer willkommen, siehe S. 22<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Neujahrsanspielen der Peitinger<br />

Knappschafts- und Trachtenkapelle<br />

im Ort<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Tauschtag der Sammlerfreunde<br />

Peiting und Umgebung e.V. in der<br />

Deckerhalle<br />

LECHBRUCK<br />

19.00 Uhr<br />

Theater „Was ihr wollt nach<br />

William Shakespeare“ mit der Theatergruppe<br />

Lechbruck in der Lechhalle.<br />

VVK unter 08862 / 987830<br />

APFELDORF<br />

12.45 bis 13.30 Uhr<br />

Bücherei im Untergeschoss der<br />

Grundschule geöffnet. Je<strong>den</strong> Montag<br />

außerhalb der Ferien<br />

DI 10.01.<br />

SCHONGAU<br />

15.45 bis 17.45 Uhr<br />

Kreativ Workshop „Happy Creativity“<br />

in der AWO. Für Kinder ab 7<br />

Jahren. Infos und Anmeldung unter<br />

0151 / 21263859, Kosten: 36 €<br />

DENKLINGEN<br />

8.00 bis 10.00 Uhr<br />

Gemeindebücherei geöffnet.<br />

Je<strong>den</strong> Dienstag<br />

KINSAU<br />

9.00 Uhr<br />

Frühstück <strong>für</strong> Senioren im<br />

Rathaus-Café<br />

Rückseite dm-Drogeriemarkt<br />

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)<br />

Für Sie geöffnet:<br />

MI 11.01.<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

SCHONGAU<br />

LECHBRUCK<br />

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

WILDSTEIG<br />

Kleiderkammer der Blumenstraße<br />

2 geöffnet. Je<strong>den</strong> Mittwoch Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

Gemeindebücherei geöffnet.<br />

www.weinhandelpfalz.de<br />

9.30 bis 11.30 Uhr<br />

Bücherei geöffnet. Je<strong>den</strong> Sonntag<br />

PEITING<br />

APFELDORF<br />

Rückseite PEISSENBERG dm-Drogeriemarkt<br />

14.30 Uhr<br />

15.45 bis 16.30 Uhr<br />

10.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe Bücherei im Untergeschoss der<br />

Irischer Frühschoppen mit Rowan „Schlaganfallbetroffene im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

im Alpenhotel woch außerhalb der Ferien<br />

Grundschule geöffnet. Je<strong>den</strong> Mitt-<br />

Tree Hill Band in der Tiefstollenhalle.<br />

VVK: 9 €, Einlass: 10 Uhr,<br />

SO 08.01. weitere Infos siehe Anzeige Seite 32 HOHENPEISSENBERG<br />

DO 12.01.<br />

MO 09.01.<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

16.00 bis 19.00 Uhr<br />

Jugendtreff im Pumpenhaisl.<br />

Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Yoga mit Petra Damarany im HOP<br />

im Schächen. Weitere Infos und<br />

Anmeldung unter 0170 / 2998961.<br />

Je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

ALTENSTADT<br />

15.00 Uhr<br />

Café (nicht nur) <strong>für</strong> Trauernde im<br />

Pfarrsaal<br />

19.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen des Veteranenvereins<br />

in der Maxbrauerei<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

www.weinhandelpfalz.de<br />

Bernbeurener Str. 7 • Schongau<br />

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)<br />

www.boeglmueller.com<br />

11.00 bis 13.30 Uhr<br />

Bayerischer Schmankerl-Brunch<br />

im Gasthof Zum Weißen Roß.<br />

Kosten: 28 €, Reservierung unter<br />

08845 / 74020, weitere Infos siehe<br />

Anzeige Seite 52<br />

DENKLINGEN<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Gemeindebücherei geöffnet.<br />

Je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

FR 13.01.<br />

SCHONGAU<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

im Gemeindehaus der Ev. Kirche<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Multivisionsshow „Vietnam“ mit<br />

Harald Mielke im Ballenhaus. Anm.<br />

unter 08861 / 214-191. Kosten: 9€<br />

PEITING<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. Deggendorfer<br />

SC im Eisstadion. Eintritt: 13 €<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 4 €, Anmeldung<br />

unter 08862 / 987830, je<strong>den</strong> Freitag<br />

19.30 Uhr<br />

Clubabend des MSC im Gasthof<br />

Holler. Motorsportbegeisterte<br />

herzlich willkommen<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Was ihr wollt nach William<br />

Shakespeare“ in der Lechhalle.<br />

VVK unter 08862 / 987830<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Vortrag „Gärtnern ohne Torf –<br />

so einfach geht Gartenerfolg mit<br />

Moorerhalt“ in der Gunklstube.<br />

Eintritt frei, keine Anmeldung nötig<br />

JANUAR /<br />

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Telefon 08862 - 98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de<br />

56 | <strong>altlandkreis</strong><br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

Für Sie geöffnet:<br />

Mi 15-19 + Do 14.30 Uhr & bis Do 18.00 14-18 Uhr<br />

Bernbeurener Str. 7 • Schongau<br />

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten...<br />

Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)<br />

m. Frühstück € 60,– p. P. / o. Frühstück € 35,– p. P.<br />

Long Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)<br />

inklusiv 2-Gänge Vitalmenü und<br />

3-Gänge Verwöhnmenü € 110,– p. P.<br />

* Preise inkl. gesetzl. MwSt.


SA 14.01.<br />

SCHONGAU<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Kreative Schreibgruppe „Meine<br />

Auszeit mit Schreiben“ mit<br />

Schreibtherapeutin Carmen Janssen<br />

beim Studienkreis. Kosten:<br />

30 €, weitere Infos und Anmeldung<br />

unter carmen.janssen@gmx.de<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

BIRKLAND<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die<br />

wundersame Welt der Borger“ im<br />

Feuerwehrhaus<br />

REICHLING<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball im Dorfgemeinschaftshaus<br />

SO 15.01.<br />

PEITING<br />

10.00, 13.00 und 16.00 Uhr<br />

Kindertheater „Die lebendige<br />

Dinosaurier Show“ in der Schloßberghalle.<br />

Eintritt: 16 € / 14 €<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 11.00 Uhr<br />

Neujahrs-Frühstücksbuffet im<br />

Café Herzog. Reservierungen unter<br />

08861 / 219-213<br />

LECHBRUCK<br />

19.00 Uhr<br />

Theater „Was ihr wollt nach William<br />

Shakespeare“ mit der Theatergruppe<br />

Lechbruck in der Lechhalle.<br />

VVK unter 08862 / 987830<br />

MO 16.01.<br />

FEBRUAR <strong>2023</strong><br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 bis 15.30 Uhr<br />

Offenes Treffen <strong>für</strong> pflegende<br />

Angehörige im HOP im Schächen<br />

DI 17.01.<br />

ALTENSTADT<br />

16.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die<br />

wundersame Welt der Borger“ in<br />

der Bücherei<br />

MI 18.01.<br />

SCHONGAU<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspen<strong>den</strong> im Jakob-Pfeiffer-<br />

Haus<br />

PEITING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty u. die wundersame<br />

Welt der Borger“ im Pfarrsaal<br />

18.00 bis 21.30 Uhr<br />

Kochkurs U45 „Cook & Meet – 4 x 4<br />

Single-Kochkurs“ in der ehem.<br />

Mädchenschule. Kosten: 31 €,<br />

Anmeldung unter 08861 / 59962<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

19.30 Uhr<br />

Kabarett mit Mathias Richling im<br />

Rainer-Endisch-Saal. Einlass: 19<br />

Uhr, Eintritt: 19 € / 9 €, Tickets unter<br />

08861 / 219-264, -228 oder an der AK<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Spielenachmittag – <strong>für</strong> alle, die<br />

Spaß an Gesellschaftsspielen<br />

haben im HOP im Schächen<br />

ALTENSTADT<br />

14.00 Uhr<br />

Begegnungscafé im Pfarrsaal<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 Uhr<br />

Kinderkino „Coco“ in der Lechhalle<br />

DO 19.01.<br />

PEITING<br />

PEITING<br />

18.00 bis 21.30 Uhr<br />

18.00 bis 21.30 Uhr<br />

Kochkurs U30 „Cook & Meet – 4 x 4 Kochkurs Ü45 „Cook & Meet – 4 x 4<br />

Single-Kochkurs“ in der ehem. Single-Kochkurs“ in der ehem.<br />

Mädchenschule. Kosten: 31 €, Anm. Mädchenschule. Kosten: 31 €,<br />

bei der VHS unter 08861 / 59962 Anmeldung unter 08861 / 59962<br />

FR 20.01.<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

15.30 bis 17.15 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die<br />

wundersame Welt der Borger“ im<br />

Haus der Vereine<br />

SA 21.01.<br />

PEITING<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. EV Füssen<br />

im Eisstadion. Eintritt: 13 €<br />

SCHWABNIEDERHOFEN<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die wundersame<br />

Welt der Borger“ im Kulze<br />

STEINGADEN<br />

10.30 bis 16.30 Uhr<br />

Skijöring mit Spikes um <strong>den</strong> Internationalen<br />

Allgäu Alpen Pokal am<br />

MSC Gelände<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeits- und Eventmesse im<br />

Kultur- und Tagungszentrum. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 52 / 53<br />

MO 23.01.<br />

PEITING<br />

15.30 bis 17.00 Uhr<br />

Töpferkurs <strong>für</strong> Kinder von 6 bis 10<br />

Jahren mit Lisa-Marie Sutter im<br />

ehemaligen Klösterle-Werkraum.<br />

Kosten: 25 €, weitere Infos und<br />

Anmeldung bei der VHS unter<br />

08861 / 59962<br />

FR 27.01.<br />

SCHONGAU<br />

SCHONGAU<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Faschingskleidermarkt „Secondhand“<br />

im Jakob-Pfeiffer-Haus<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

STEINGADEN<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Repair-Café im AWO-Stüberl.<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Weitere Infos unter 0176 / 38347608<br />

Faschingskostüm-Markt „Secondhand“<br />

in der Grundschule PEITING<br />

MURNAU<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs.<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Höchstadter EC im Eisstadion<br />

Hochzeits- und Eventmesse im<br />

Kultur- und Tagungszentrum. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 52 / 53<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Kabarett „sturmfreie Bude“ mit<br />

SO 22.01. Alexandra Stiglmeier im Gasthof<br />

Zum Weißen Roß. Tickets: 12 € unter<br />

08845 / 74020, Einlass: 18 Uhr,<br />

weitere Infos siehe Anzeige Seite 52<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „No Caminho Certo“ mit<br />

De Nada in der Tiefstollenhalle.<br />

VVK: 23 €, Einlass: 19.15 Uhr, weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 32<br />

SA 28.01.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 57<br />

<strong>Das</strong> Team vom<br />

Schlossbrauhaus<br />

wünscht Euch frohe<br />

Weihnachten und<br />

viel Glück und<br />

Gesundheit<br />

im neuen Jahr!<br />

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau<br />

Tel. 08362/92 64 68 - 0<br />

www.schlossbrauhaus.de


PEITING<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball im Gasthof Keppeler<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Märchentheater „Die 12 Monate“<br />

im Waldseminarhaus Gut Kinsegg.<br />

Kinder: 12 €, Erwachsene 15 €,<br />

Anmeldung unter 08342 / 914458<br />

APFELDORF<br />

19.30 Uhr<br />

Schwarz-Weiß-Ball in der Mehrzweckhalle<br />

SO 29.01.<br />

ALTENSTADT<br />

14.00 Uhr<br />

Spielenachmittag im Pfarrsaal<br />

STEINGADEN<br />

11.00 bis 16.00 Uhr<br />

Skijöring um <strong>den</strong> Zugspitzpokal<br />

am MSC Gelände. Weitere Infos<br />

unter www.msc-steinga<strong>den</strong>.de<br />

SO 31.01.<br />

PEITING<br />

19.00 Uhr<br />

Neujahrsempfang der CSU Peiting<br />

mit Landtagspräsi<strong>den</strong>tin Ilse<br />

Aigner im SparkassenSaal<br />

MI 01.02.<br />

PEITING<br />

9.30 bis 11.00 Uhr<br />

Tanzkurs „Musik und Bewegung –<br />

gesellige Tänze <strong>für</strong> Ältere“ in der<br />

Schloßberghalle. Kosten: Infos<br />

und Anmeldung bei der VHS unter<br />

08861 / 59962, je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Spielenachmittag – <strong>für</strong> alle, die<br />

Spaß an Gesellschaftsspielen<br />

haben im HOP im Schächen<br />

58 | <strong>altlandkreis</strong><br />

ALTENSTADT<br />

15.00 Uhr<br />

Café (nicht nur) <strong>für</strong> Trauernde<br />

im Pfarrsaal<br />

BÖBING<br />

14.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die<br />

wundersame Welt der Borger“ in<br />

der Schule<br />

DO 02.02.<br />

BÖBING<br />

14.30 Uhr<br />

Stammtisch im Café Tralmer<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Arrietty und die<br />

wundersame Welt der Borger“ in<br />

der Grundschule<br />

FR 03.02.<br />

SCHONGAU<br />

13.30 bis 15.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe „Lunge<br />

<strong>für</strong> Asthma und COPD“ in der<br />

AOK. Infos unter www.shg-lunge.de<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

im Gemeindehaus der<br />

Evangelischen Kirche<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

18.00 bis 21.00 Uhr<br />

Burger-Abend im Café Herzog. Reservierungen<br />

unter 08861 / 219-213<br />

LECHBRUCK<br />

15.00 Uhr<br />

Faschingskränzle mit dem<br />

Frauenbund in der Lechhalle<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Vortrag „Mehr Natur im Garten<br />

leicht gemacht – kleine Maßnahmen<br />

mit großer Wirkung“ in<br />

der Gunklstube. Eintritt frei, keine<br />

Anmeldung erforderlich<br />

SA 04.02.<br />

SCHONGAU<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Kreative Schreibgruppe „Meine<br />

Auszeit mit Schreiben“ mit<br />

Schreibtherapeutin Carmen Janssen<br />

beim Studienkreis. Kosten:<br />

30 €, weitere Infos und Anmeldung<br />

unter carmen.janssen@gmx.de<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Öffentliches Meerjungfrauen-<br />

Schwimmen im Plantsch<br />

16.30 bis 18.00 Uhr<br />

Taschenlampenführung „Licht<br />

aus! Spot an!“ in der Heilig-Geist-<br />

Kirche. Treffpunkt an der Tourist-<br />

Info. Weitere Infos und Anmeldung<br />

unter 08861 / 214-181, Kosten: 5 €<br />

PEITING<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Faschingskonzert mit der Musikschule<br />

Paffenwinkel e.V. in der<br />

Schloßberghalle. Einlass: 18.30<br />

Uhr, Eintritt: 10 € / 5 €, Karten an<br />

der AK oder unter 08861 / 8173<br />

20.00 bis 22.00 Uhr<br />

Lesung „Unter <strong>den</strong> Wolken“ mit<br />

Herrn Bogdahn vom Bayerischen<br />

Rundfunk im Pfarrsaal. Eintritt:<br />

12 €, VVK unter 08861 / 59613<br />

JANUAR /<br />

ALTENSTADT<br />

19.30 Uhr<br />

Rambazamba-Faschingsball im<br />

Pfarrsaal<br />

LECHBRUCK<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderfasching in der Lechhalle<br />

DENKLINGEN<br />

20.00 Uhr<br />

Schwarz-Weiß-Ball im Bürgerund<br />

Vereinszentrum<br />

PEISSENBERG<br />

15.00 und 16.30 Uhr<br />

Theater „Dr. Döblingers geschmackvolles<br />

Kasperltheater“ in<br />

der Tiefstollenhalle. Siehe Anz. S. 32<br />

SO 05.02.<br />

PEITING<br />

17.00 Uhr<br />

Faschingskonzert mit der Musikschule<br />

Paffenwinkel e.V. in der<br />

Schloßberghalle. Karten an der AK<br />

oder unter 08861 / 8173<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. EHC Klostersee<br />

im Eisstadion. Eintritt: 13 €<br />

MO 06.02.<br />

SCHONGAU<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kinderspielenachmittag im<br />

Plantsch. Je<strong>den</strong> Freitag<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Repair-Café „Gricht, gratscht und<br />

glernt“ im HOP im Schächen<br />

PREM<br />

11.00 Uhr<br />

Kesselfleischessen im Bayerischen<br />

Weißwurst-Stadl. Anmeldung<br />

unter 08862 / 8354<br />

MI 08.02.<br />

PEITING<br />

14.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe<br />

„Schlaganfallbetroffene im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

im Alpenhotel<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 Uhr<br />

Puppentheater „Pippi Langstrumpf“<br />

in der Lechhalle<br />

DO 09.02.<br />

SCHONGAU<br />

14.30 bis 18.00 Uhr<br />

Kinderfasching im Jakob-Pfeiffer-<br />

Haus. Für Kinder ab drei Jahren.<br />

Eintritt: 3,50 €, VVK am 3.2. von 17<br />

bis 18 Uhr im Kindergarten Mariä<br />

Himmelfahrt<br />

FR 10.02.<br />

PEITING<br />

19.30 bis 22.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. ECDC<br />

Memmingen Indians im Eisstadion.<br />

Eintritt: 13 €<br />

LECHBRUCK<br />

19.30 Uhr<br />

Clubabend des MSC im Gasthof<br />

Holler. Motorsportbegeisterte<br />

herzlich willkommen<br />

SA 11.02.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

PEITING<br />

10.00 bis 13.15 Uhr<br />

Tanzkurs „Salsa Cubana <strong>für</strong><br />

Anfänger“ in der Turnhalle der<br />

Mittelschule. Kosten: 42 €, weitere<br />

Infos und Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 59962<br />

LECHBRUCK<br />

20.00 Uhr<br />

Schlappschussfete in der Lechhalle<br />

REICHLING<br />

20.00 Uhr<br />

Ball der Vereine mit <strong>den</strong> Bloody<br />

Chicken Heads im Dorfgemeinschaftshaus


SO 12.02.<br />

PEITING<br />

10.00 bis 13.15 Uhr<br />

Tanzkurs „Salsa Cubana <strong>für</strong><br />

Anfänger“ in der Turnhalle der<br />

Mittelschule. Kosten: 42 €, weitere<br />

Infos und Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 59962<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. Blue<br />

Devils Wei<strong>den</strong> im Eisstadion.<br />

Eintritt: 13 €<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Tauschtag der Sammlerfreunde<br />

Peiting und Umgebung e.V. <strong>für</strong><br />

Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten<br />

u.v.m. in der Deckerhalle<br />

LECHBRUCK<br />

9.30 bis 11.30 Uhr<br />

Märchenfrühstück <strong>für</strong> Erwachsene<br />

im Waldseminarhaus Gut Kinsegg.<br />

Kosten: 25 €, weitere Infos und Anmeldung<br />

unter 08342 / 914458 oder<br />

www.silbenschatz-steger.de<br />

DENKLINGEN<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderfasching im Bürger- und<br />

Vereinszentrum<br />

APFELDORF<br />

14.00 bis 20.00 Uhr<br />

Seniorenfasching im Pfarrhof<br />

DI 14.02.<br />

Valentinstag<br />

SCHONGAU<br />

15.45 bis 17.45 Uhr<br />

Kreativ Workshop „Happy<br />

Creativity“ in der AWO. Für Kinder<br />

ab 7 Jahren. Anmeldung unter<br />

0151 / 21263859, Kosten: 36 €<br />

FEBRUAR <strong>2023</strong><br />

KINSAU<br />

9.00 Uhr<br />

Frühstück <strong>für</strong> Senioren im<br />

Rathaus-Café<br />

MI 15.02.<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Spielenachmittag – <strong>für</strong> alle, die<br />

Spaß an Gesellschaftsspielen<br />

haben im HOP im Schächen<br />

ALTENSTADT<br />

14.00 Uhr<br />

Begegnungscafé im Pfarrsaal<br />

FR 17.02.<br />

PEITING<br />

16.00 bis 19.00 Uhr<br />

Kinderfaschingsball in der<br />

Schloßberghalle<br />

20.00 Uhr<br />

Trachtenball im Gasthof Keppeler<br />

APFELDORF<br />

14.00 bis 20.00 Uhr<br />

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle<br />

SA 18.02.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Kleiderkammer „Sonderverkauf“<br />

in der Blumenstraße 2 geöffnet<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

SCHWABSOIEN<br />

14.00 Uhr<br />

Faschingsumzug am Dorfplatz.<br />

Anschließend Party im Festzelt<br />

APFELDORF<br />

14.00 bis 22.30 Uhr<br />

Faschingstreiben in der Mehrzweckhalle<br />

SO 19.02.<br />

SCHONGAU<br />

12.00 Uhr<br />

Faschingsumzug in der Altstadt<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 11.00 Uhr<br />

Faschings-Frühstücksbuffet im Café<br />

Herzog. Reserv. unter 08861 / 219-213<br />

MO 20.02.<br />

Rosenmontag<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

14.00 bis 15.30 Uhr<br />

Offenes Treffen <strong>für</strong> pflegende<br />

Angehörige im HOP im Schächen<br />

BERNBEUREN<br />

11.30 Uhr<br />

Kesselfleischessen in der Auerberghalle.<br />

Reservierung unter<br />

08860 / 9222938<br />

REICHLING<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderfasching im Dorfgemeinschaftshaus<br />

DI 21.02.<br />

Faschingsdienstag<br />

HOHENFURCH<br />

19.00 Uhr<br />

Kehraus im Gasthof Negele<br />

LECHBRUCK<br />

14.00 Uhr<br />

Faschingsumzug am Rathaus<br />

MI 22.02.<br />

Aschermittwoch<br />

REICHLING<br />

19.00 Uhr<br />

Politischer Aschermittwoch im<br />

Dorfgemeinschaftshaus<br />

FR 24.02.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE ALTLANDKREIS<br />

SCHONGAU<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Repair-Café im AWO-Stüberl.<br />

Weitere Infos unter 0176 / 38347608<br />

PEITING<br />

PEISSENBERG<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kleiderbörse <strong>für</strong> Erwachsene in<br />

der Schloßberghalle. Weitere Infos<br />

unter www.kleiderboerse-peiting.de<br />

SA 25.02.<br />

PEISSENBERG<br />

12.00 bis 18.00 Uhr<br />

Hochzeitsmesse „Dream Wedding“<br />

in der Tiefstollenhalle.<br />

Weitere Infos siehe Seite 52 / 53<br />

SO 26.02.<br />

PEITING<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Heimspiel EC Peiting vs. EV Lindau<br />

Islanders im Eisstadion. Eintritt:<br />

13 €<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeitsmesse „Dream Wedding“<br />

in der Tiefstollenhalle.<br />

Weitere Infos siehe Seite 52 / 53<br />

DI 28.02.<br />

WEILHEIM<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag „Geschwisterstreit um<br />

Erb- und Pflichtteil“ mit Rechtsanwältin<br />

Caroline Kistler im Dachs-<br />

Bräustüberl. Eintritt frei, weitere<br />

Infos siehe Anzeige unten<br />

Änderungen und Fehler vorbehalten<br />

Stand bei Drucklegung – kurzfristige<br />

Absagen, Änderungen und<br />

Einschränkungen aufgrund der<br />

Corona-Situation sind möglich.<br />

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“<br />

Anschrift<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel. 08869 / 91 22-16<br />

Fax 08869 / 91 22-17<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Email<br />

Redaktion: redaktion@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Termine: veranstaltungen@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Anzeigen: anzeigen@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Anregungen / Kritik: info@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

<strong>Das</strong> Impressum fin<strong>den</strong> Sie auf Seite 23.<br />

januar / februar <strong>2023</strong> | 59


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Wir haben<br />

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Ausbildungsplätze<br />

<strong>für</strong> <strong>2023</strong><br />

Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

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