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Uckermark Kurier - Weihnachten 2022

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WIR WÜNSCHEN<br />

Frohe<strong>Weihnachten</strong><br />

UND EINEN GUTEN RUTSCH<br />

INS NEUE JAHR!<br />

BLINKBLINK -STOCK.ADOBE.COM<br />

4 8 11<br />

<strong>Weihnachten</strong> damals und heute <strong>Weihnachten</strong> für Außerirdische <strong>Weihnachten</strong> 1945<br />

Inge Abraham hält ihrer Heimatzeitung<br />

seit über 70 Jahren die<br />

Treue. Ihre Weihnachtserinnerungen<br />

reichen aber noch weiter zurück.<br />

Auf einer Doppelseite speziell für<br />

Kinder widmen wir uns der Frage,<br />

wie unser Weihnachtsfest wohl auf<br />

Außerirdische wirken würde.<br />

Leserin Renate Neinaß lässt uns<br />

daran teilhaben, wie sie 1945 zwar<br />

kein Geschenk bekam, aber trotzdem<br />

unendliche Freude empfand.<br />

UKK


Seite 2 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

VonAschenbrödel bis Heinz Rühmann<br />

Von Gregor Tholl<br />

AufTV-Traditionenwie „Sissi“<br />

mit Romy Schneider,„Aschenbrödel“<br />

oder „Die Feuerzangenbowle“<br />

istauch zum<br />

Fest <strong>2022</strong> Verlass. Unser<br />

Überblicküber das<br />

Programman<strong>Weihnachten</strong>.<br />

NEUBRANDENBURG. An den<br />

Weihnachtstagen zeigen die<br />

Fernsehsender neben vielen<br />

Klassikern („Pretty Woman“,<br />

„Aschenbrödel“, „Die Feuerzangenbowle“<br />

mit Heinz<br />

Rühmann und die „Sissi“-<br />

Trilogie mit Romy Schneider)<br />

auch Erstausstrahlungen:<br />

Zum Beispiel „Als Hitler das<br />

rosa Kaninchen stahl“, ein<br />

neues „Traumschiff“und ein<br />

neuer „Tatort“. Auch neue<br />

Shows sind geplant. Unser<br />

nun folgender Überblick<br />

über das Programm der verschiedenen<br />

Anbieter ist nach<br />

Genres sortiert.<br />

Neue Filme und<br />

Erstausstrahlungen:<br />

Caroline Link, die schon bei<br />

der Hape-Kerkeling-Verfilmung<br />

„Der Junge muss an die<br />

frische Luft“ Händchen für<br />

Kinderschauspieler bewies,<br />

verfilmte 2019 Judith Kerrs<br />

autobiografischen Bestseller<br />

einer jüdischen Familie auf<br />

der Flucht vor den Nazis. Der<br />

Kinofilm „Als Hitler das rosa<br />

Kaninchen stahl“ mit Riva<br />

Krymalowski hat seine Free-<br />

TV-Premiere in der ARD am<br />

25. Dezember (20.15 Uhr). RTL<br />

bringt zeitgleich die Premiere<br />

des Hundefilms „Ruf der<br />

Wildnis“ mit Harrison Ford in<br />

der menschlichen Hauptrolle.<br />

Am 26. Dezember zur besten<br />

Sendezeit bekommt dann<br />

der ARD-„Tatort“ traditionell<br />

vom ZDF-„Traumschiff“Konkurrenz<br />

–inder ARD gibt es<br />

diesmal einen Weihnachtskrimi<br />

mit den Münchener<br />

Ermittlern („Mord unter Misteln“),<br />

im Zweiten geht es mit<br />

Florian Silbereisen nach Coco<br />

Island.<br />

Die ARD-Filmreihe „Sechs<br />

auf einen Streich“ bringt seit<br />

15 Jahren Neuinszenierungen<br />

klassischer Märchen auf<br />

den Bildschirm. Dieses Jahr<br />

gibt es neu „Zitterinchen“<br />

(25.12., 14.40 Uhr) und „Die<br />

Gänseprinzessin“ (26.12.,<br />

14.40 Uhr). Das ZDF zeigt im<br />

Rahmen der Fernsehreihe<br />

„Märchenperlen“ an Heiligabend<br />

den neuen Film „Das<br />

Märchen vom Frosch und<br />

der goldenen Kugel“ (24.12.,<br />

16.30 Uhr).<br />

Shows und Volksmusik<br />

zu den Feiertagen<br />

Das ZDF hat am 24. Dezember<br />

zur besten Sendezeit wieder<br />

„Heiligabend mit Carmen<br />

Nebel“ im Programm, voraufgezeichnet<br />

am kuscheligen<br />

Kaminfeuer in den Bergen.<br />

Zu Gast sind etwa Anna-Carina<br />

Woitschack und Stefan<br />

Mross, Angelika Milster,Eloy<br />

de Jong und Johnny Logan.<br />

Das SWR Fernsehen zeigt<br />

zeitgleich „<strong>Weihnachten</strong> mit<br />

Andy Borg“. Das MDR Fernsehen<br />

hat schon ab 19.45<br />

Uhr „<strong>Weihnachten</strong> daheim“<br />

mit Stefanie Hertel im Programm.<br />

Ein Gast ist zum Beispiel<br />

Ireen Sheer.<br />

Am ersten Feiertag zeigt<br />

das ZDF ab 20.15 Uhr „Dalli<br />

Dalli –die Weihnachtsshow“<br />

mit Johannes B. Kerner und<br />

ratenden Promis wie Annette<br />

Frier, Bastian Pastewka und<br />

Andrea Kiewel.<br />

Am 26. Dezember (19.15<br />

Uhr) läuft wieder der ZDF-<br />

Jahresrückblick „Album <strong>2022</strong><br />

–Bilder eines Jahres“ mit Anmerkungen<br />

von Gert Anhalt.<br />

Deutschsprachige<br />

Filmklassiker zum Fest<br />

Die ARD zeigt „Drei Haselnüsse<br />

für Aschenbrödel“ an<br />

Heiligabend um 13.40 Uhr<br />

(und am 25.12., 11.05 Uhr).<br />

Auch einige Dritte zeigen den<br />

Kultfilm (siehe Infobox). Am<br />

späteren Heiligabend (21.45<br />

Uhr) kommt „Die Feuerzangenbowle“<br />

aus dem Jahr 1944<br />

mit Heinz Rühmann in der<br />

ARD. „Sissi“ (Romy Schneider)<br />

verliebt sich in Kaiser<br />

Franz Joseph (Karlheinz<br />

Böhm) im ARD-Nachmittagsprogramm.<br />

Teil 1kommt am<br />

25. Dezember ab 15.45 Uhr<br />

(Teil 2, „Sissi -die jungeKaiserin“,<br />

ab 17.30 Uhr). Der dritte<br />

Teil („Sissi -Schicksalsjahre<br />

einer Kaiserin“) läuft am 26.<br />

Dezember ab 17.30 Uhr.<br />

Festliches zum<br />

Jahresausklang<br />

An Heiligabend um 18.00 Uhr<br />

zeigt das ZDFzum 28.Mal das<br />

Festkonzert „<strong>Weihnachten</strong><br />

mit dem Bundespräsidenten“,<br />

diesmal aufgezeichnet<br />

in Flensburg. Es moderiert<br />

Die Geschichte um Aschenbrödel (Libuse Safránková) und ihren Prinzen (Pavel Trávnícek) ist laut<br />

Umfragen der beliebteste Weihnachtsfilm in Ostdeutschland.<br />

FOTO: -/DEGETO/WDR/DPA<br />

Johannes B. Kerner.<br />

3sat lässt an Heiligabend<br />

ab 20.15 Uhr den Thomanerchor<br />

das Weihnachtsoratorium<br />

von Johann Sebastian<br />

Bach singen.<br />

Im BR Fernsehen heißt es<br />

am Heiligen Abend ab 21.30<br />

Uhr „Heilige Nacht in Rom“<br />

–übertragen wird die Christmette<br />

mit Papst Franziskus.<br />

Mittags um 12.00 Uhr ist am<br />

25. Dezember im ZDF „Urbi<br />

et Orbi“ zu sehen, der Weihnachtssegen<br />

des Papstes im<br />

Vatikan.<br />

Sendetermine<br />

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“<br />

Samstag, 24.12.<strong>2022</strong> 13:40 Uhr ARD<br />

Samstag, 24.12.<strong>2022</strong> 16:05 Uhr NDR<br />

Samstag, 24.12.<strong>2022</strong> 18:50 Uhr One<br />

Samstag, 24.12.<strong>2022</strong> 20:15 Uhr WDR<br />

Samstag, 24.12.<strong>2022</strong> 23:10 Uhr SWR<br />

Sonntag, 25.12.<strong>2022</strong> 11:05 Uhr ARD<br />

Sonntag, 25.12.<strong>2022</strong> 15:35 Uhr RBB<br />

Montag, 26.12.<strong>2022</strong> 17:25 Uhr MDR<br />

Samstag, 31.12.<strong>2022</strong> 13:15 Uhr HR<br />

Sonntag, 01.01.2023 14:10 Uhr SWR<br />

Anzeigen<br />

Wir bedanken uns bei allen<br />

Kunden und Partnern<br />

für die vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit und<br />

wünschen Ihnen ein frohes<br />

Weihnachtsfest, Gesundheit<br />

und Erfolg im neuen Jahr.<br />

Merry<br />

Christmas<br />

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Wir wünschen<br />

Frohe <strong>Weihnachten</strong><br />

und viel Glück für dasJahr 2023.<br />

Hindenburger Str. 9 - 11 | 17268 Templin | Tel.: 03987 2906 oder 51393 Fax: 74690<br />

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Mit einem herzlichen Dank für Ihr Vertrauen<br />

verbinden wir unsere Wünsche<br />

für ein besinnliches Weihnachtsfest<br />

und ein erfolgreiches neues Jahr.<br />

Mit einem herzlichen Dank für Ihr Vertrauen<br />

verbinden wir unsere Wünsche für ein besinnliches<br />

Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.<br />

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Petersdorfer Straße 28, 17268 Templin,<br />

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Gerne nehmen wir das bevorstehende<br />

Weihnachtsfest zum Anlass,<br />

um Ihnen für die angenehme<br />

und vertrauensvolle Zusammenarbeit<br />

zu danken. Wir wünschen<br />

Ihnen ein besinnliches<br />

Weihnachtsfest und für<br />

das neue Jahr viel Glück.<br />

Steuerberater Hans-Joachim Dober<br />

Steuerberaterin Antje Höft<br />

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Frohe <strong>Weihnachten</strong><br />

Die Welt ist hektisch und kalt.<br />

Wie wichtig ist da die Weihnachtszeit.<br />

Zeit sich bei unseren Kunden, Mitarbeitern und<br />

Geschäftspartnern für das uns entgegengebrachte<br />

Vertrauen zu bedanken. Wir wünschen ein besinnliches<br />

Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.<br />

Inh.: Susanne Pilz |Ernst-Thälmann-Straße 18 |17268 Templin<br />

Frohes Fest<br />

Für das entgegengebrachte Vertrauen inuns und unsere Arbeit<br />

bedanken wir uns herzlich. Wir wünschen ihnen und ihrer<br />

Familie besinnliche Weihnachtstage und ein gesundes neues Jahr.<br />

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PZ TZ


Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 3<br />

Ein bisschen Freude schenken<br />

mit dem Leserhilfswerk<br />

Von Thomas Beigang<br />

Seit 30 Jahren unterstützt<br />

unser Leserhilfswerk<br />

Menschen, die in unserer<br />

Region in Not geraten.<br />

Gerade vor <strong>Weihnachten</strong> ist<br />

die Hilfe gefragt, damit<br />

Menschen das Fest etwas<br />

sorgenfreier erleben können<br />

–sowie bei einem Mann mit<br />

zwei lädierten Hüften und<br />

zwei angeknacksten<br />

Handgelenken, der sich jetzt<br />

um seine Ehefrau kümmern<br />

muss, die gerade aus der<br />

Klinik entlassen wurde –und<br />

kaum noch laufen kann.<br />

NEUBRANDENBURG. Der Mann,<br />

der früher auf vielen großen<br />

Werften in Norddeutschland<br />

vielen Schiffen die Schweißnähte<br />

verpasst hat, steht vom<br />

Stuhl auf, muss sich strecken<br />

und tippelt mit kleinen unsicheren<br />

Schritten los. „Die<br />

Hüften“, entschuldigt sich<br />

der 63-Jährige aus einer kleinen<br />

Stadt in Vorpommern.<br />

Die müssten, hat er längst<br />

eine Diagnose für sich gestellt,<br />

unbedingt erneuert<br />

werden. An zwei künstlichen<br />

Gelenken, so der ehemalige<br />

Schweißer, führe wohl kein<br />

Wegvorbei. Besser früher als<br />

später, denn ohne Schmerztabletten<br />

komme er gar nicht<br />

mehr klar und alles andere<br />

als kurze Wegstrecken würde<br />

ihn längst überfordern.<br />

Dabei muss er jetzt besonders<br />

auf dem Posten sein. Der<br />

63 Jahre alte Ehemann hat<br />

gerade seine Angetraute aus<br />

dem Krankenhaus abgeholt,<br />

die Frau leidet an schwerer<br />

Diabetes, schon früher mussten<br />

ihr krankheitsbedingt<br />

einige Zehen amputiert werden.<br />

Bei einem sogenannten<br />

diabetischen Fuß werden<br />

Zehen und Fersen nur noch<br />

schlecht mit sauerstoffreichem<br />

Blut versorgt, Gewebe<br />

Mietrückstände und ein Autokredit trieben das Ehepaar zur Schuldnerberatung beim Roten Kreuz. Die<br />

beiden Mitarbeiter dort betreuen mehrere Hundert Fälle.<br />

FOTO: ANGELIKA WARMUTH<br />

kann sich so entzünden und<br />

sogar absterben. Jetzt haben<br />

die Ärzte in der Klinik auch<br />

noch Teile vom Fuß entfernt,<br />

„nun kann sie kaum noch<br />

laufen“, schüttelt der Ex-<br />

Schweißer den Kopf. Noch<br />

mehr Aufgaben im Haushalt<br />

jetzt, die auf seinen Schultern<br />

lasten. Noch gar nicht lange<br />

her,datrug er nach einem bösen<br />

Sturz auf der Treppe Gips<br />

an beiden Handgelenken.<br />

Der 63-Jährige und dessen<br />

Ehefrau haben sich bereits<br />

2011 unter die Fittiche<br />

der Schuldnerberatung vom<br />

Roten Kreuz begeben –und<br />

noch immer müssen alte<br />

Schulden beglichen und jeden<br />

Monat kleine Raten abgestottert<br />

werden. Mietrückstände<br />

hat es gegeben und<br />

ein altes Auto, das auf Kredit<br />

angeschafft wurde, aber nie<br />

sein Geld wert war. Die zwei<br />

Schuldnerberater, die hier in<br />

der Region ihre Klienten betreuen,<br />

zählen jetzt kurz vor<br />

<strong>Weihnachten</strong> 370 Frauen und<br />

Männer,die vorlauter Schulden<br />

nicht mehr ein noch aus<br />

wissen und dringend auf Hilfe<br />

angewiesen sind. Die Zahl<br />

der Gläubiger, heißt es hier<br />

bei den Schulden-Profis, sei<br />

in den vergangenen Jahren<br />

stark angestiegen. Waren es<br />

früher vielleicht fünf Gläubiger<br />

im Durchschnitt, bei<br />

denen ein Schuldner in der<br />

Kreide stand, wären es heute<br />

zehn bis 15. Die Schuldnerberaterin<br />

Kyra Quaas staunt<br />

noch immer, wenn sie über<br />

ihren Rekordschuldner<br />

spricht. Der Mann, der auf<br />

sich allein gestellt längst<br />

den Überblick verloren hatte,<br />

war bei sage und schreibe<br />

103 Gläubigern verschuldet.<br />

Im Haushalt des ehemaligen<br />

Werftarbeiters ist jetzt,<br />

wegen der Krankheit der Frau<br />

und deren Einschränkungen,<br />

noch weniger Geld in der<br />

Haushaltskasse „übrig“ als<br />

zuvor. Denn die zuckerkranke<br />

Frau hatte, soweit es ihre<br />

Gesundheit zuließ, auf sogenannter<br />

geringfügiger Basis<br />

in der Gastronomie gearbeitet<br />

und der Ex-Schweißer,<br />

ein guter Handwerker, jobbte<br />

bis vor Kurzem für wenig<br />

Geld als Hausmeister.Dem es<br />

kalt den Rücken runterläuft,<br />

wenn er an ein Haushaltsgerät<br />

in seiner Küche denkt, das<br />

eigentlich für die Frische der<br />

Lebensmittel verantwortlich<br />

ist: Der Kühlschrank funktioniert<br />

nur noch eingeschränkt<br />

und verbraucht, wenn der<br />

denn mal kühlt, eine Menge<br />

Strom. Kunststück –das<br />

Ding hat auch schon sage und<br />

schreibe 27 Jahre auf dem Buckel.<br />

Wenn der Kühlschrank<br />

endgültig seinen Geist aufgibt,<br />

haben der hüftkranke<br />

63-Jährige und seine Frau<br />

ein richtiges Problem. Und<br />

das kurz vor <strong>Weihnachten</strong>.<br />

Kontaktzum Autor<br />

t.beigang@nordkurier.de<br />

Anzeige<br />

Ein bunter Strauß<br />

vonGeschichten<br />

Und wenn das fünfte<br />

Lichtlein brennt, dann<br />

hast du<strong>Weihnachten</strong><br />

verpennt... –Vielleicht kennen<br />

Sie,liebe Leserinnenund Leser,<br />

diesen albernen Spruch auch.<br />

Erst dieses Jahr ist mir aufgefallen,dass<br />

er nicht nuralbern<br />

ist, sondern obendrein noch<br />

unwahr sein kann: Denn dieses<br />

Jahr würde die fünfte Adventskerze<br />

tatsächlich schon<br />

am ersten Weihnachtsfeiertag<br />

brennen. Das Fest wäre also<br />

noch invollem Gange –von<br />

wegen verpennt!<br />

Doch obwohl die AdventszeitdiesesJahrsolange<br />

dauerte<br />

wie sonstnie,habe ich michbis<br />

jetzt ziemlich schwerdamitgetan,<br />

sorichtig in Weihnachtsstimmung<br />

zu kommen. Ich<br />

weiß nicht, wie esIhnen ging<br />

–aberirgendwie istdie Zeit in<br />

diesem Jahr noch schlimmer<br />

an mir vorbeigerast als sonst.<br />

Vielleicht liegt esdaran, dass<br />

wirzum erstenMal wieder ein<br />

Weihnachtsfest ohne Corona-<br />

Regeln planen, was an sich ja<br />

eine sehr gute Nachricht ist.<br />

Vielleicht liegt es aberauchdaran,dass<br />

die Wochenvor <strong>Weihnachten</strong><br />

nun einmalalljährlich<br />

zu den stressigsten überhaupt<br />

gehören.<br />

Auf jeden Fall können Ihnen<br />

die folgenden Sonderseiten womöglich<br />

dabei helfen,inWeihnachtsstimmung<br />

zu kommen<br />

–bei mir hat das bereits funktioniert.<br />

Wieder einmal können<br />

wir Ihnen dank der zahlreichen<br />

Einsendungen unserer<br />

Leser einen bunten Strauß<br />

Gabriel Kords<br />

an Weihnachtsgeschichten<br />

präsentieren. Lesen Sie etwa<br />

heitere Berichte wie den über<br />

einen Weihnachtsmann, der<br />

sich fürs Fest extra einen Bart<br />

wachsen ließ. StöbernSie aber<br />

auch durch eher melancholische<br />

Geschichten –oder lesen<br />

Sie die zahlreichen Berichte,<br />

die sich den Weihnachtsfesten<br />

der 40er Jahre widmen, die so<br />

gar nicht zu denen passen, die<br />

wir heute im materiellenÜberfluss<br />

feiern.<br />

Ganz besonders empfehlen<br />

möchte ich Ihnen die Betrachtungen<br />

unserer Leserin Inge<br />

Abraham auf der folgenden<br />

Seite. Auch sie erzählt von<br />

Weihnachtsfesten in großer<br />

Armut, aber sie erinnert sich<br />

auchanFolgendes:„WirKinder<br />

hatten trotzdem immer einen<br />

Grund, uns zu freuen.“<br />

Ich wünsche Ihnen vielVergnügen<br />

bei der Lektüre –und<br />

ich wünsche Ihnen ein schönes,besinnliches<br />

undrundum<br />

gelungenes Weihnachtsfest.<br />

Ihr Gabriel Kords<br />

Chefredakteur<br />

g.kords@nordkurier.de<br />

FOTO: U.KIELMANN<br />

MERRYiX1 MAS.<br />

WIR WÜNSCHEN IHNEN SCHÖNE FEIERTAGE.<br />

Das Leserhilfswerk:Dank Ihnen ein Erfolg!<br />

Sparkasse<br />

Das Leserhilfswerk des<br />

Nordkurier gibt esseit<br />

30 Jahren. Entstanden im<br />

Herbst 1992, unterstützt es<br />

in Not geratene Mitbürger<br />

in unserer Region.<br />

Bislang konnten über die<br />

Jahre mehr als 3100 Mitbürger<br />

und Familien in<br />

schwierigen Situationen<br />

eine unbürokratische Hilfe<br />

erhalten. Bei der Vergabe<br />

der Spenden arbeitet der<br />

Vorstand eng zusammen<br />

mit karitativen Vereinen.<br />

In der Vorweihnachtszeit<br />

berichten wir traditionell<br />

über das Schicksal<br />

von Menschen in unserer<br />

Region. Mit einer Spende<br />

können Sie dazu beitragen,<br />

diesen und anderen Menschen<br />

in Not zuhelfen.<br />

Die Spendenkonten<br />

Empfänger:<br />

Leserhilfswerk Nordkurier e.V.<br />

Deutsche Bank:<br />

IBAN:<br />

DE131307 0000 0402101000<br />

BIC: DEUTDEBRXXX<br />

Neubrandenburg-Demmin:<br />

IBAN:<br />

DE431505 020030104026 00<br />

BIC: NOLADE21NBS<br />

Raiffeisenbank<br />

Meckl. Seenplatte:<br />

IBAN:<br />

DE2815061618 0001643304<br />

BIC: GENODEF1WRN<br />

Frohe <strong>Weihnachten</strong>!<br />

BESINNEN SIE SICH AUFDAS WESENTLICHE<br />

FAMILIE, FREUNDE UND FREUDE.<br />

Wir wünschen allen Kunden, Interessenten und Geschäftspartnern<br />

sowie Ihren Familien einruhiges und besinnliches Weihnachtsfest<br />

und einen guten Rutsch ins neueJahr.<br />

IMPRESSUM<br />

Verleger<br />

Nordkurier Mediengruppe GmbH &Co. KG<br />

Friedrich-Engels-Ring 29,17033 Neubrandenburg<br />

Komplementärin: Nordkurier Mediengruppe<br />

Verwaltungs GmbH<br />

Verlag und Redaktion 0395 4575-0<br />

Geschäftsführung: Lutz Schumacher,Holger Timm<br />

Anzeigen: BorisLazar<br />

Redaktion<br />

Chefredakteur und verantwortlich für den Inhalt<br />

Gabriel Kords 0395 4575-401<br />

(verantwortlich im Sinne desPresserechts)<br />

c/oNordkurier Medienhaus<br />

Friedrich-Engels-Ring 29,17033 Neubrandenburg<br />

Druck<br />

Nordkurier Druck GmbH &Co. KG<br />

Flurstraße 2, 17034Neubrandenburg<br />

Die Sonderveröffentlichung erscheint am<br />

23.12.<strong>2022</strong>inder Gesamtauflage des Nordkurier.<br />

Spendensiegel als<br />

Zeichen für Seriosität<br />

Das Leserhilfswerk trägt<br />

das Spendensiegel des<br />

Deutschen Zentralinstituts<br />

für soziale Fragen (DZI).<br />

Dieses Gütesiegel für ist<br />

ein Zeichen für Seriosität,<br />

Transparenz und sorgsamen<br />

Umgang mit den<br />

Spendengeldern.<br />

Es wird<br />

Spenden sammelnden<br />

Organisationen nur nach<br />

einer gründlichen Prüfung<br />

durch das Institut verliehen.<br />

Autohaus<br />

Wolter &Steiner<br />

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Vertragshändler der BMW AG<br />

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Tel. 03984 8555-0<br />

Fax03984 8555-15<br />

PZ TZ


Seite 4 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

<strong>Weihnachten</strong> damals und heute<br />

Inge Abraham (92) lebt heute inLoitz<br />

FOTO: FRANK WILHELM /NK-ARCHIV<br />

Lesergeschichte<br />

vonInge Abraham<br />

aus Loitz<br />

Inge Abraham zählt zu<br />

unseren treuesten<br />

Leserinnen. Seit der ersten<br />

Ausgabe der „Freien Erde“<br />

im Jahr 1952 ist unsere<br />

Heimatzeitung schon Teil<br />

ihres Lebens. Noch weiter<br />

reichen allerdings ihre<br />

Weihnachtserinnerungen<br />

zurück.<br />

Husch, wie der Wind<br />

weht auch die Zeit<br />

vorbei –und ehe du<br />

es so recht genossen hast, ist<br />

der Sommer und schon auch<br />

der Herbst vorbei und dann<br />

ist <strong>Weihnachten</strong>.<br />

<strong>Weihnachten</strong>, dieses Wort<br />

,,<strong>Weihnachten</strong>” ist für mich<br />

irgendwie magisch. Es zieht<br />

wie ein Magnet die Erinnerungen<br />

an <strong>Weihnachten</strong> aus<br />

der eigenen Kindheit, der<br />

später selbst gegründeten<br />

Familie und auch noch als<br />

Großeltern an mich.<br />

Ja, jede Epoche hatte<br />

ihren eigenen Reiz. Wenn<br />

in der eigenen Kindheit<br />

auch noch nicht so viel<br />

Glanz und Glimmer<br />

herrschte –denn ich<br />

bin jetzt 91 Jahre alt –<br />

war die Weihnachtszeit für<br />

uns Kinder genau so schön<br />

wie heute, wir kannten es ja<br />

nicht besser. Eigentlich ging<br />

<strong>Weihnachten</strong> ja schon mit<br />

dem Ersten Advent los.<br />

Auch damals gab es schon,<br />

zumindest manchmal, einen<br />

Adventskalender, und der<br />

Nikolaus kam bestimmt,<br />

wenn meistens auch nur<br />

ein paar Äpfel und Nüsse in<br />

den Schuhen steckten. Ein<br />

Adventskranz oder auch ein<br />

Weihnachtsstrauß standen<br />

meistens schon im Zimmer,<br />

nur mit den Kerzen wurde es<br />

etwas trauriger,als der Zweite<br />

Weltkrieg ausbrach.<br />

Da brauchten wir sie ja<br />

für die Zeit, wenn der Strom<br />

abgeschaltet wurde. Aber<br />

wir Kinder hatten trotzdem<br />

immer einen Grund, uns zu<br />

freuen. Es wurde gebastelt<br />

oder mit der Mutti Plätzchen<br />

gebacken, solange Zutaten<br />

vorhanden waren und<br />

es gab so manche<br />

Heimlichkeit. Zu<br />

unserer Freude<br />

fiel es gar<br />

nicht weiter<br />

auf, wenn die Plätzchen nicht<br />

so süß waren. Hauptsache, wir<br />

bekamen auch ein Geschenk<br />

vom Weihnachtsmann. Dann<br />

war alles in Ordnung und die<br />

Freude war groß.<br />

Aber nach dem Krieg änderte<br />

sich allmählich die<br />

Weihnachtszeit. Die Adventszeit<br />

wurde aufregender,denn<br />

mankonnte –wennauch als<br />

,,Bückware” unter dem Ladentisch<br />

–schon mehr Weihnachtsgeschenke<br />

kaufen.<br />

Und da es wieder Kerzen gab<br />

und keine Stromabschaltungen<br />

mehr drohten, waren die<br />

Straßen und Geschäfte wieder<br />

hell erleuchtet.<br />

Die Heimlichkeit in der Adventszeit<br />

blieb. Unsere Kinder<br />

waren genau so aufgeregt wie<br />

wir früher. Sie hatten Freude<br />

an den Heimlichkeiten<br />

und hier und da wurde auch<br />

schon mal gestöbert, ob wohl<br />

schon irgendwo ein Geschenk<br />

versteckt war. Auch Gedichte<br />

für den Weihnachtsmann<br />

wurden gelernt, sonst gab<br />

es ja kein Geschenk. Wir<br />

gingen genau wie früher<br />

am Abend in die Kirche, da<br />

waren die Kinder kaum<br />

still zu halten.<br />

Ich erinnere mich<br />

noch daran, dass unsere<br />

Tochter dem Weihnachtsmann<br />

statt eines<br />

Gedichts folgendes Lied<br />

vorgesungen hat: „Jedes Jahr<br />

zur gleichen Stunde kommt<br />

der Weihnachtsmann –erist<br />

schon ein alter Kunde –Hans<br />

von nebenan.“ So viel zum<br />

Glauben an den Weihnachtsmann...<br />

Aber das tat der Freude<br />

keinen Schaden, wir haben<br />

noch oft davon erzählt und<br />

darüber gelacht.<br />

Aber denkt man an die<br />

heutige Weihnachtszeit, ist<br />

sie mit früher nicht mehr zu<br />

vergleichen. Alles erstrahlt<br />

in hellen Lichterglanz. Die<br />

Wohnzimmerfenster, die<br />

Kaufhäuser und Straßen sind<br />

hell erleuchtet. An jeder Ecke<br />

steht ein Lichterbaum.<br />

Und darunter erst die Geschenke!<br />

Man hat den Eindruck,<br />

die Kinder bekommen<br />

einen ganzen Spielzeugladen<br />

geschenkt. Doch die Feierlichkeit<br />

und Ergriffenheit<br />

ist geblieben. Und das Beste<br />

–invielen Familien werden<br />

noch die schönen alten Weihnachtslieder<br />

gesungen.<br />

Nun wollen wir hoffen,<br />

dass uns diese schöne Tradition<br />

und Zeit nicht durch<br />

die augenblicklichen Widrigkeiten<br />

wie Krieg, Hass und<br />

Vertreibung gegeneinander<br />

genommen wird. Vielleicht<br />

sollten wir doch ein andächtiges<br />

Weihnachtsgebet in die<br />

Welt hinausschicken und<br />

bitten um Frieden unter den<br />

Völkern und somit auch um<br />

die schöne Tradition unseres<br />

Advents- und Weihnachtsfestes.<br />

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Mit einem herzlichen Dank für Ihr Vertrauen<br />

verbinden wir unsereWünsche<br />

für ein besinnliches Weihnachtsfest<br />

und ein gesundes neues Jahr.<br />

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für das neue Jahr wünschen wir<br />

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wünschen wir von Herzen<br />

eine schöne Weihnachtszeit<br />

sowie ein gesundes,<br />

glückliches, erfolgreiches<br />

und aktives Jahr 2023.<br />

Was<br />

<strong>Weihnachten</strong><br />

ist,<br />

haben<br />

wir<br />

fast<br />

vergessen<br />

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Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 5<br />

DerWeihnachtsmann<br />

mit dem echten Bart<br />

Von Katja Richter<br />

Joachim Witte wohnt zwar<br />

nicht amNordpol, aber es<br />

muss jaauch nicht jedes<br />

Detail stimmen. Als<br />

ehrenamtlicher<br />

Weihnachtsmann hat Witte<br />

in diesem Jahr schon vielen<br />

Kindern und Erwachsenen<br />

Freude bereitet.<br />

SCHWICHTENBERG. Die Frage,<br />

was der Weihnachtsmann<br />

und ein typischer Seemann<br />

gemeinsam haben, könnte<br />

vermutlich fast jedes Kind<br />

beantworten. Klar, beide<br />

haben einen weißen Bart,<br />

einen echten weißen Bart.<br />

Den trägt seit gut einem<br />

Jahr auch Joachim Witte<br />

–mal ein wenig kürzer,<br />

mal ein wenig länger. Und<br />

Achim, so wird der 64-Jährige<br />

von seinen Freunden genannt,<br />

ist ein leidenschaftlicher<br />

Segler und damit ein<br />

Seemann, wie er im Buche<br />

steht.<br />

Rolf Zuckowski:Warum ihm<br />

seine Weihnachtsbäckerei<br />

nie langweiligwird<br />

Von Christiane Bosch<br />

Zum ersten Mal sang er es<br />

1987: Rolf Zuckowskis Lied<br />

„In der Weihnachtsbäckerei“<br />

hat seitdem einen Siegeszug<br />

durch Kitas und Familien<br />

angetreten.<br />

Ruhestand als<br />

Weihnachtsmann<br />

Seit diesem Jahr schlüpft<br />

der Rentner aber auch in<br />

das rote Kostüm des Weihnachtsmannes.<br />

Das passt:<br />

Schließlich gilt der Heilige<br />

Nikolaus, aus dessen Legende<br />

sich die Figur des Weihnachtsmannes<br />

entwickelte,<br />

auch der Schutzpatron der<br />

Seeleute. Und damit Joachim<br />

Witte die Rolle auch überzeugend<br />

gibt, hat er sein<br />

Äußeres angepasst. „Dafür<br />

habe ich mir den Bart extra<br />

ein bisschen länger wachsen<br />

lassen“, verrät er im<br />

Gespräch und sieht dabei<br />

schmunzelnd zu seiner Frau,<br />

die von der weißen Pracht<br />

ihres Mannes nicht ganz so<br />

begeistert scheint.<br />

Vorden legendären Fahrten<br />

mit dem Polar-Express<br />

zum Nordkap wurde das<br />

Schmuckstück dann noch<br />

einmal professionell in Form<br />

geschnitten. Kein Zweifel –<br />

der Weihnachtsmann ist<br />

echt, da waren sich alle<br />

Miteisenden der beliebten<br />

Nikolaus- und Glühweinfahrten<br />

der Mecklenburg-<br />

Pommersche-Schmalspurbahn<br />

(MPSB), deren<br />

Adventsfahrten sich nicht<br />

HAMBURG. Mitsummen kann<br />

fast jeder, auch wenn der Text<br />

bei manchen Erwachsenen<br />

schnell aussetzt: „Zwischen<br />

Mehl und Milch macht so<br />

mancher Knilch eine riesengroße<br />

Kleckerei...“ Vor 35<br />

Jahren, imJahr 1987, hat der<br />

Rolf Zuckowski: „Wer hat schon das Glück, ein Volkslied zu<br />

schreiben?“<br />

FOTO: MARKUS SCHOLZ<br />

Lokführer Bernd Lotzow entführte die kleinen und großen Gäste mit dem „Polar-Express“ zum<br />

Nordkap. Hier wartete Joachim Witte als Weihnachtsmann auf alle Kinder.<br />

FOTO: ZVG<br />

nur in den Träumen der<br />

Kleinsten zu einer rasanten<br />

und abenteuerlichen Reise<br />

mit dem Polar-Express verwandeln,<br />

einig.<br />

Auch wenn die legendäre<br />

Museumsbahn nicht ganz<br />

bis zum Nordpol (und damit<br />

zum sagenumwobenen<br />

Heimatort des Geschenkebringers)<br />

fährt, konnten<br />

Weihnachtsmann Achim<br />

Witte, Lokführer Bernd Lotzow<br />

sowie die weiteren Mitglieder<br />

des Vereins „Freunde<br />

der MPSB e.V.“ gerade zur<br />

Weihnachtszeit ihre Gäste<br />

zu mehreren Fahrten zum<br />

Nordkap einladen. Und das<br />

ist vom Nordpol schließlich<br />

nur noch rund 2100 Kilometer<br />

und ein paar Inselgruppen<br />

entfernt. Das Ziel<br />

der Reise war nämlich der<br />

Kinderliedermacher Rolf Zuckowski<br />

den Klassiker „In der<br />

Weihnachtsbäckerei“ das erste<br />

Mal gesungen. Seitdem ist<br />

ihmdie „Weihnachtsbäckerei“<br />

nach eigenen Worten noch nie<br />

langweilig geworden. „Sie ist<br />

ja auch wirklich so ein Volkslied<br />

geworden. Ich habe sie<br />

mittlerweile schoninsovielen<br />

überraschenden Versionen gehört.<br />

Otto Waalkes hat es mal<br />

gemacht. Jetzt neulich gab es<br />

das auch von den Ehrlich Brothers.<br />

Wirklich sehr modern<br />

undsehrzeitgemäß“,sagte der<br />

75-Jährige heute.<br />

Das Lied bekomme immer<br />

wiedereine neue Farbe und berühre<br />

ihnauch in seinerpositiven<br />

Naivität.„Ich habe dasLied<br />

immer noch am liebsten, wenn<br />

es vonKindern gesungen wird.<br />

So wie es gemeint war.“ Er habe<br />

damals nicht gedacht, dass das<br />

Lied so erfolgreich seinwerde.<br />

„Wer hat schon das Glück, ein<br />

Volkslied zu schreiben?“.<br />

Zuckowskiselbst hat„In der<br />

Weihnachtsbäckerei“ vorkürzlichzusammen<br />

mitdem Hamburger<br />

Männerchor„Hamburger<br />

Goldkehlchen“ gesungen.<br />

Seitdem ist er Ehrenmitglied<br />

des schräg, aber leidenschaftlichsingenden<br />

Chores.Imvergangenen<br />

Jahrgehörte das Lied<br />

laut Musikverwertungsgesellschaft<br />

Gema zuden am meisten<br />

über das Internet abgespielten(„gestreamten“)<br />

deutschen<br />

Weihnachtsliedern.<br />

Schwichtenberger Findlingsgarten,<br />

welcher Teil der Eiszeitroute<br />

Mecklenburgische<br />

Seenplatte ist und in dem<br />

sich natürlich auch ein Verweis<br />

auf das Nordkap wiederfindet.<br />

An denschneeweißen Bart<br />

des Gatten hat sich mittlerweile<br />

auch Ehefrau Heidi gewöhnt.<br />

Schließlich muss sie<br />

jeden Abend beim Fernsehschauen<br />

mit ansehen, wie<br />

Joachim Witteihn um seine<br />

Finger wickelt. Dass der Bart<br />

nach dem Fest allerdings ein<br />

wenig oder ein wenig mehr<br />

gekürzt wird, das hat der<br />

Weihnachtsmann seiner<br />

Frau schon versprochen. Wir<br />

können es bezeugen.<br />

Anzeigen<br />

Der Bart ist echt. Joachim Witte vom Verein „Freunde der MPSB<br />

e.V.“ist in diesem Jahr inden Mantel des Weihnachtsmannes<br />

geschlüpft und hat sich für diese Rolle extra einen Bart wachsen<br />

lassen.<br />

FOTO: KATJA RICHTER<br />

Die besinnliche Zeit des Jahres bricht an.<br />

<strong>Weihnachten</strong> steht vor der Türe und es ist Zeit<br />

„Danke“ zu sagen.<br />

Danke, für das Vertrauen, die Treue und die Zusammenarbeit.<br />

Frohe <strong>Weihnachten</strong> &ein mit Zufriedenheit und<br />

Gesundheit gefülltes neues Jahr!<br />

Ihr Pflegedienst<br />

Herzensangelegenheit<br />

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PZ TZ


Seite 6 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

DDR-<strong>Weihnachten</strong> mit Jung und Alt<br />

Lesergeschichte<br />

vonAnnetteFranke-Blume<br />

aus Lychen<br />

Alle Senioren und Kinder des<br />

Ortes feierten inden 70ern<br />

zu DDR-Zeiten gemeinsam in<br />

der Dorfgaststätte –sein<br />

Geschirr musste man von zu<br />

Hause mitbringen. Unsere<br />

Leserin erinnert sich bis<br />

heute gern daran.<br />

Als ich Ihren Aufruf<br />

las, doch mal über<br />

<strong>Weihnachten</strong> in der<br />

DDR zu schreiben, fielen mir<br />

unsere Weihnachtsfeiern in<br />

den 70iger Jahren, andie ich<br />

mich heute noch gerne erinnere.<br />

Zudieser Zeit war ich<br />

elf oder zwölf Jahre alt, wir<br />

wohnten da in Warthe. Die<br />

Weihnachtsfeiern wurden zu<br />

der Zeitvon derGemeindeim<br />

großen Saal in der Gaststätte<br />

„Drei Eichen“, die noch heute<br />

im Familienbesitz existiert,<br />

für alle Kinder und Rentner<br />

ausgerichtet.<br />

Im Saal wurden lange<br />

Tischreihen aufgestellt, eine<br />

große echte Tanne stand im<br />

Raumgeschmückt mitbunten<br />

Kugelnund echte Kerzen wurden<br />

angezündet. Ich glaube<br />

mich zu erinnern, dass auch<br />

Feuerwehrleute auf den Baum<br />

aufpassten.Mit unserem Chor<br />

und der Laienspielgruppe haben<br />

wir lange vorher tüchtig<br />

geprobt. Ein kleines Theaterstück<br />

wurde natürlich mit<br />

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selbst gebauter Dekoration<br />

für die Bühneeingeübt,Lieder<br />

geprobt und unsere Gedichte<br />

immer wieder geübt.<br />

Dann war es soweit, die<br />

Pionierbluse und das Halstuch<br />

wurden noch mal aufgebügelt,<br />

derPlisseerock gerichtet,<br />

dicke Strumpfhosen anund<br />

die Stiefel auf Vordermann<br />

gebracht –und dann konnten<br />

wir los. Meine Schwester Petra<br />

war auchmit im Chor und<br />

spielte Flöte. Die Aufregung<br />

wuchs, hoffentlichwürde uns<br />

kein Patzer unterlaufen. Die<br />

Gedichte wurden noch ein<br />

letztes Mal abgefragt.<br />

Wir suchten uns einen<br />

Platz und jeder hatte sein<br />

eigenes Kaffeegedeck mitgebracht.<br />

Die Feier wurde mit<br />

einer Ansprachevom Bürgermeister<br />

eröffnet. Danach ging<br />

der Chor auf die Bühne. Lieder<br />

wurden gesungen, von Herrn<br />

Löschmann mit der Gitarre<br />

begleitet.<br />

Ich stand mit in der ersten<br />

Reihe und durfte nur die Lippen<br />

bewegen, weil ich nicht<br />

singen konnte. Gedichte<br />

durfte und konnte ich aber<br />

aufsagen – wie etwa „Leise<br />

rieselt der Schnee“ oder<br />

„Stille Nacht, heilige Nacht.“<br />

Das habe ich gerne gemacht.<br />

Eines davon habe ich bis heute<br />

noch in guter Erinnerung<br />

–siehe anbei.<br />

Dann folgte ein kleines<br />

Laienspielstück, das auch<br />

mit Applaus beendet wurde.<br />

Es hieß „Peter sucht den<br />

Weihnachtsmann“. Meine<br />

Schulfreundin Doris war der<br />

Der GasthofWartheheutzutage:Erexistiertseit 1909. Zu DDR-Zeiten wurdehier mit Jungund Alt<strong>Weihnachten</strong>gefeiert.<br />

Peter und ich einer von den<br />

Zwergen.<br />

Danach war unser Programm<br />

zu Ende. Nach einer<br />

kurzen Pause polterte es an<br />

der Tür: Der Weihnachtsmann<br />

kommt! Mit den Worten<br />

des Knecht-Ruprecht-Gedichts<br />

von Theodor Storm<br />

(„Von drauß‘ vom Walde<br />

komme ich her, ich muss<br />

euch sagen, es weihnachtet<br />

sehr!“...) kam der Bärtige herein.<br />

Er hatte einen riesigen<br />

großen Mantel an und frisch<br />

geputzte Knobelbecher guckten<br />

darunter vor. Trotz seiner<br />

Verkleidung wussten wir<br />

ziemlich schnell, wer wohl<br />

darunter steckte – haben<br />

uns aber nicht getraut, herum<br />

zu kichern. Wir hatten<br />

schließlich Respekt! Denn<br />

der verkleidete Weihnachtsmann<br />

hatte nicht nur einen<br />

großen Sackmit Geschenken<br />

dabei, sondern auch eine große<br />

Rute!<br />

Nach und nach wurde<br />

jedes Kind aufgerufen und<br />

muste einen Vers aufsagen,<br />

erst dann bekam man sein<br />

Geschenk. Die Jungen haben<br />

auch mal die Rute zu spüren<br />

bekommen, weil sie es mit<br />

ihrem Schabernack übertrieben<br />

haben; da wurde dann<br />

nicht lange gefackelt.<br />

Mit frischem Kuchen und<br />

Kakao klang dann langsam<br />

unsere Feier aus, wir gingen<br />

glücklich mit unseren Geschenken<br />

nach Hause.<br />

DasGedicht„Weihnachtsabend“<br />

Hört nur, gesternAbend,sogegen sieben,<br />

Mutter wargradbeim Kaufmanndrüben,<br />

da poltertesdie Treppehinauf,<br />

klopft an dieTür und reißtsie auf.<br />

Knecht Ruprecht kamherein<br />

unddenkt euch:Ich warganzallein...<br />

Er brummteetwas wieWeihnachtslieder,<br />

da rutschte ich flink vomStuhl hernieder<br />

undsangdas Lied der heiligenNacht,<br />

da hateraberAugen gemacht!<br />

Er schenkte mirNüsse undPfefferkuchen<br />

undbrummte: Dich werdeich nochmalbesuchen!<br />

Grüß Vaterund Mutter,ich dankedir auch.<br />

AufWiedersehen!<br />

FOTO:NK-ARCHIV<br />

Zum Weihnachtsfest<br />

wünschen wir allen Kunden,<br />

Geschäftspartnern<br />

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verbunden mit<br />

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Mit diesem Weihnachtsgruß<br />

möchten wir unseren Dank für die gute und angenehme<br />

Zusammenarbeit verbinden. Wir wünschen unseren<br />

Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden eine frohe<br />

und glückliche Weihnachtszeit sowie ein gutes<br />

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Wir danken für die angenehme<br />

Zusammenarbeit und<br />

wünschen all unseren<br />

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frohes Weihnachtsfest<br />

und ein glückliches<br />

neues Jahr 2023.<br />

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PZ TZ


Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 7<br />

Lesergeschichte<br />

vonIngrid Adler<br />

aus Neubrandenburg<br />

Voriges Jahr konnte ich<br />

in der Weihnachtszeit<br />

einen Spaziergang<br />

durch unser verschneites<br />

Wohngebiet machen, weil<br />

es nach vielen Jahren endlich<br />

mal wieder Schnee gab.<br />

Meine Schritte knirschten<br />

im Schnee, mein Atem bildete<br />

Wolken in der Luft. Die<br />

zauberhafte, wunderschöne<br />

Winterlandschaft, die frische<br />

Luft, die Ruhe –all dasist für<br />

mich Erholung pur.<br />

Häuser, Hecken, Bäume<br />

und Briefkästen waren links<br />

und rechts von mir vom<br />

Schnee gekrönt. An manchen<br />

Dächern glitzerten Eiszapfen<br />

in der Sonne. Weit sah ich<br />

über die verschneiten Wege<br />

bis zur Stadt hinunter. Tiere<br />

und Pflanzen hatten sich in<br />

ihre Winterquartiere verkrochen,<br />

versteckt unter einer<br />

Schneedecke.<br />

In Gedanken versunken<br />

stieß ich mit den Stiefeln<br />

gegen ein gefrorenes Stück<br />

Schneematsch. Spaß machte<br />

es auch, die Eisschicht auf<br />

den Pfützen aufzubrechen.<br />

Mit der Zeit merkte ich trotz<br />

Sonnenschein: Es war eiskalt.<br />

VomSpaziergang zurück,<br />

war die Wohnung leer. Im<br />

behaglichen Wohnzimmer<br />

wurde ein Kamin ein Feuer<br />

angezündet. Das Holz loderte<br />

hoch und bald wurde<br />

es schön warm zu Hause.<br />

Das gewaltige Kaminfeuer<br />

verströmte einen lieblichen<br />

Charme.<br />

Herr Lamla, warum<br />

machen wirMenschen<br />

einander Geschenke?<br />

Schenken ist etwas sehr<br />

Wichtiges. Manche Forscher<br />

sagen sogar,esist so etwas wie<br />

der grundlegende Kitt unseres<br />

Zusammenlebens. Also<br />

eine Art Kleber für unsere<br />

Gesellschaft. Denn durch<br />

das Schenken werden<br />

Beziehun-<br />

gen gebildet.<br />

Gleichzeitig<br />

kann das aber<br />

auch eine komplizierte<br />

Angelegenheit<br />

sein.<br />

Warumdas denn?<br />

Weil nicht genau<br />

festgelegt ist, wie das<br />

Schenken abläuft. Es gibt keine<br />

klaren Regeln. Und genau<br />

das macht es so spannend.<br />

Beim Schenken geht es oft<br />

nicht nur darum, dass jemand<br />

etwas bekommt. Sondern,<br />

dass derjenige auch etwas<br />

zurück gibt, das Geschenk<br />

also erwidert. Und genau<br />

<strong>Weihnachten</strong>: Schön trotz Trauer<br />

Schnee- und Froststimmung am Tollensesee inNeubrandenburg: Dieses Leserfoto aus dem Jahr 2021 dürfte zur Stimmung passen, die unsere Leserin in ihrer Geschichte<br />

bescheibt.<br />

FOTO: ULF RAUTENBERG<br />

In Gedanken versunken<br />

ging mir hier am Kamin so<br />

viel durch den Kopf. Voriges<br />

Jahr habe ich einen schweren<br />

Verlust erlitten: Mein<br />

Mann ist nach langer,schwerer<br />

Krankheit verstorben.<br />

Für mich galt: ,,Er war mein<br />

Halt und meine Stärke”.<br />

So langsam komme ich<br />

darüber hinweg, aber alles<br />

braucht seine Zeit. Es gibt so<br />

viele Momente, in denenich<br />

denke: „Es wäre so schön, sie<br />

mit ihm zu teilen”. Wehmütig<br />

sehe ich mir die Bilder aus<br />

unserer gemeinsamen Zeit<br />

im Album an. Dazu gehört<br />

natürlich auch die schönste<br />

Weihnachtszeit. Mein größtes<br />

Glück ist die liebevolle,<br />

harmonische Beziehung<br />

zu den Schwiegertöchtern,<br />

das macht das Schenken so<br />

schwierig. Man überlegt immer:<br />

Ja, muss ich jetzt eigentlich<br />

etwas zurückschenken?<br />

Und wenn ja, wann? Und wie<br />

teuer muss es sein?<br />

Wieist dasan<br />

<strong>Weihnachten</strong>?<br />

An <strong>Weihnachten</strong><br />

ist das einigermaßen<br />

für<br />

uns geregelt.<br />

Da gibt es die<br />

Bescherung.<br />

Alle bekommen<br />

etwas geschenkt und<br />

packen gleichzeitig ihre Geschenke<br />

aus.<br />

Aber gerade an <strong>Weihnachten</strong><br />

empfinden viele Menschen<br />

dasSchenken als stressig.Warumist<br />

das so?<br />

Einerseits schenken wir natürlich<br />

freiwillig. Wirwollen<br />

jemand anderem damit eine<br />

<strong>Weihnachten</strong> gibt auch in schweren Zeiten Kraft,<br />

schreibt uns diese Leserin in ihrer zu Herzen<br />

gehenden Erzählung über das eigene Weihnachtsfest.<br />

Kindern und Enkelkindern.<br />

Ich freue mich, dass sie da<br />

sind. Wichtig ist darüber hinaus<br />

auch, gute Freunde zu<br />

haben: Wir können füreinander<br />

da sein und uns aufeinander<br />

verlassen.<br />

Zum Fest kommt die ganze<br />

Familie zusammen, man<br />

genießt die Besinnlichkeit,<br />

das Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

und das gute Essen.<br />

<strong>Weihnachten</strong> riecht für mich<br />

nach Tannen, Plätzchen und<br />

Duftkerzen. Wir feiern gemeinsam,<br />

denn niemand soll<br />

alleine sein. Die Weihnachtszeit<br />

ist ein schöner Anlass,<br />

unsere Lieben einen festlichen<br />

Gruß zu schicken und<br />

Geschenke zumachen. Alle<br />

freuen sich über kleine oder<br />

große Aufmerksamkeiten.<br />

„Schenken isteine<br />

komplizierte Angelegenheit“<br />

Von Stefanie Paul<br />

Ein Buch, ein Spielzeug, ein<br />

neues Handy, vielleicht einen<br />

Pullover: Das Schenken kann<br />

eine komplizierte Sache<br />

sein. Jörn Lamla ist<br />

Professor für Soziologie an<br />

der Universität Kassel und<br />

hat sich mit dem<br />

Thema Schenken<br />

beschäftigt.<br />

Prof. Dr. Jörn Lamla, lehrt an<br />

der Uni Kassel Soziologische<br />

Theorie. FOTO: SEBASTIAN MENSE/ZVG<br />

Freude machen. Andererseits<br />

hat Schenken aber auch etwas<br />

mit Zwang zu tun. Denn<br />

wir stehen ein Stück weit<br />

unter Druck, den Menschen,<br />

die uns wichtig sind, etwas zu<br />

schenken. Wir wollen ihnen<br />

damit zeigen, dass sie uns etwas<br />

bedeuten.<br />

Wasmacht ein Geschenk<br />

überhaupt zu einem<br />

Geschenk?<br />

Das ist eine ganz schwierige<br />

Frage, aber auch wichtige Frage.<br />

Manche Forscher sagen,<br />

Schenken sei eigentlich nur<br />

eine Vorform von Tauschen.<br />

Dann wäre ein Geschenk aber<br />

einfach nur eine Ware, die<br />

man mit ein bisschen Tamtam<br />

überreicht. Wenn man<br />

aber etwas verschenkt, kann<br />

man eben nicht automatisch<br />

erwarten, dass man auch etwas<br />

zurückbekommt. Schenkenhat<br />

also immer auch mit<br />

Unsicherheit zu tun.<br />

Wasmacht man,wenn<br />

einem ein Geschenk<br />

nichtgefällt? Sollteman<br />

dasdem anderen sagen?<br />

Ich glaube, dafür gibt es kein<br />

Rezept. Das hängt immer davon<br />

ab, wie wichtig einem<br />

diese Person ist. Würde man<br />

dem anderen sagen, dass<br />

einem das Geschenk nicht gefällt,<br />

ist das ja auch ein Stück<br />

weit verletzend. Es kommt,<br />

glaube ich, immer darauf<br />

an, von wem das Geschenk<br />

kommt.<br />

Unter dem hübsch geschmückten<br />

Tannenbaum<br />

liegeneine Menge Geschenke<br />

zum Innehalten vor der<br />

Bescherungerzähle ich den<br />

Enkelkindern,wie es früher<br />

war: Aus dem Wald einen<br />

frischen Tannenbaum.<br />

War er nicht perfekt gewachsen,<br />

wurden zu Hause<br />

noch Zweige hinzugefügt.<br />

Der Baumschmuck wurde<br />

selbst gebastelt, es gab echteKerzen<br />

aus Wachs, einige<br />

Glaskugeln und auch eine<br />

Baumspitze aus Glas. Das<br />

Lametta wurde jedes Jahr<br />

wiederverwendet. Der<br />

süße Baumbehang durfte<br />

erst beim Abschmücken<br />

vernascht<br />

werden. Jedes Kind<br />

bekam einen Teller<br />

Anzeige<br />

voller Süßigkeiten.Wir sangen<br />

alle Weihnachtslieder<br />

selbst –esgab keine Unterstützung<br />

von der CD.<br />

Zurück ins Hier undJetzt:<br />

Als Höhepunkt werden die<br />

wunderschön eingepackten<br />

Geschenke ausgepackt. Es<br />

wird geklönt, gelacht, gesungen,<br />

gespielt und gut<br />

gegessen.<br />

Ab und zu soll man sich<br />

selbst etwas Gutes tun und<br />

sich verwöhnen;das tutder<br />

Seelegut. Ich schaffemir oft<br />

glückliche Momente.<br />

Hoffnung, Zuversicht<br />

und Lebensfreude<br />

bereichern<br />

das Miteinander.<br />

Noch heute fühle<br />

ich das Glück von<br />

einst und lache leise<br />

Neubrandenburg im<br />

Aufbruch<br />

Bildband über die 1950er- und 1960er-Jahre<br />

NEU<br />

Hansjoachim Popplow,<br />

Frank Wilhelm<br />

204 Seiten<br />

Hardcover<br />

Artikelnummer: 85863<br />

ISBN: 978-3-946599-68-5<br />

27,95 €<br />

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• auch erhältlich im Servicepunkt<br />

Neubrandenburg, Friedrich-Engels-Ring 29<br />

vor mich hin. Ich blicke auf<br />

ein erfülltes Leben mit vielen<br />

wunderschönen Weihnachtsfesten<br />

zurück.<br />

Traurig ist, dass Corona<br />

unsere Art zu leben ins Wanken<br />

gebracht hat. Leider<br />

feierten wir zuletzt nur im<br />

kleinenKreis, meine Kinder<br />

und Enkel aus der Schweiz<br />

konnten nicht kommen. Es<br />

war traurig, aber uns blieb<br />

das Videotelefonieren.<br />

Trotzdem blicke ich optimistisch<br />

in die Zukunft. Die<br />

wichtigste Voraussetzung<br />

dafür ist die Gesundheit.<br />

Denn esgibt noch so viel,<br />

was ich erleben möchte.<br />

Liebe Leser genießen Sie<br />

das Weihnachtsfest, kommen<br />

Sie gut in dasneue Jahr<br />

und bleiben sie gesund!<br />

Wenn Sie dieses Buch aufschlagen, werden<br />

Sie auf einen Schatz stoßen.<br />

Jahrelang schlummerte der fotografische<br />

Nachlass des ehemaligen Neubrandenburger<br />

Lehrers Hansjoachim Popplow<br />

(1923–1999) im Archiv. Mit diesem Bildband<br />

über die Jahre des Aufbruchs in Neubrandenburg<br />

wird eine Auswahl seiner Schwarz-<br />

Weiß- und Farbbilder erstmals veröffentlicht.<br />

Der Chronist der 1950er- und 1960er-Jahre<br />

erweist sich als genauer Beobachter<br />

des Alltags- und Arbeitslebens.<br />

Trümmerbeseitigung und Wiederaufbau,<br />

Kultur und Sport, Schule und Kindergärten,<br />

Betriebe und Landwirtschaft. Meist<br />

hat Popplow die Menschen in den Mittelpunkt<br />

seiner Bilder gerückt, zeigt sie bei der<br />

Arbeit, bei Feiern, Sport und Unterricht.<br />

Wirliefern bis zum 31.12.<strong>2022</strong> versandkostenfrei.<br />

Eine Vielzahl an regionalen Büchern für Groß und<br />

Klein ist unter www.mecklenbook.de zu finden.<br />

AF<br />

PZ TZ


Von Stefa<br />

Seite 8 Freitag, 23.Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes<br />

Weihnachte<br />

Ein kleiner Mars-Bewohner landet auf der Erde, mitten inDeut<br />

studieren. Dabei macht erallerl<br />

Diese runden Dinger auf den<br />

Tischen<br />

Liebe Mars-Bewohner, die Menschen<br />

hier werden immer wunderlicher!<br />

Jetzt stellen sich doch tatsächlich<br />

viele von ihnen so runde Dinger auf<br />

den Tisch, mit vier Kerzen darauf. Sie<br />

nennen es „Adventskranz“.<br />

Also ich finde das reichlich komisch.<br />

Deshalb wollte ich mehr darüber<br />

erfahren. Und könnt ihr das<br />

glauben: Die Menschen wissen<br />

oft selbst nicht genau, was es<br />

mit dem Adventskranz auf sich<br />

hat! Ich musste also selbst nachforschen.<br />

Den Adventskranz gibt es seit<br />

etwa 180 Jahren. Er wurde wohl<br />

in Hamburg erfunden. Das ist eine<br />

große Stadt im Norden Deutschlands.<br />

Dort lebte einst ein Mann namens<br />

Johann Hinrich Wichern. Er war<br />

Pfarrer von Beruf und kümmerte sich<br />

um Kinder und Jugendliche.<br />

Die Kinder und Jugendlichen wollten<br />

immer wissen, wann denn endlich<br />

<strong>Weihnachten</strong> sei. Und da hatte<br />

Pfarrer Wichern eine Idee: Er nahm<br />

ein großes Wagenrad und packte Kerzen<br />

darauf: vier große und 19 kleine.<br />

Die großen Kerzen standen für die<br />

Sonntage, die<br />

kleinen Kerzen für die Wochentage.<br />

Jeden Tag wurde nun eine Kerzeentzündet.<br />

Das ging so lange, bis an<br />

Heiligabend alle Kerzen brannten.<br />

Diese Idee fanden wohl viele<br />

Leute ziemlich cool und so verbreitete<br />

sich der Adventskranz. Heute<br />

bestehen die Kränze meist aus Tannenzweigen<br />

und nur noch vier großen<br />

Kerzen. Vielleicht sollten wir so was<br />

auf dem Mars auch einführen. Was<br />

meint ihr?<br />

Zettel mit Wünschen<br />

Aber dann habe ich neulich noch eine<br />

andere tolle Entdeckung gemacht! Davon<br />

muss ich euch unbedingt erzählen.<br />

Die Menschen hier auf der Erde<br />

haben rund um Weihachten eine<br />

Menge seltsamer Bräuche. Diesen hier<br />

finde ich richtig gut: Es geht um den<br />

Wunschzettel.<br />

Vor <strong>Weihnachten</strong> schreiben die<br />

Kinder nämlich ihre Wünsche auf<br />

einen Zettel. Es kann um sehr unterschiedliche<br />

Wünsche gehen. Manche<br />

wünschen sich Spielsachen, Bücher<br />

oder ein neues Fahrrad. Andere wünschen<br />

sich Gesundheit für ihre Familie<br />

oder Frieden. Die Briefe werden<br />

oft an den Weihnachtsmann geschickt<br />

oder an das Christkind. Das<br />

kommt wohl auch immer ein bisschen<br />

darauf an, in welcher Gegend<br />

die Kinder leben.<br />

In Deutschland gibt es sogar extra<br />

Weihnachtspostämter. Eines ist zum<br />

Beispiel in dem Ort Himmelpfort in<br />

Brandenburg. Viele Tausend Briefe,<br />

Karten und Wunschzettel trudelndort<br />

jedes Jahr aus der ganzen Welt ein.<br />

Der Wunschzettel, wie man ihn<br />

heute kennt, ist wohl vor etwa 140<br />

Jahren entstanden. Damals begannen<br />

Spielwaren-Hersteller damit, Blätter<br />

mit ihrem Angebot zu bedrucken. Die<br />

Wünsche, also die Spielsachen,<br />

mussten nur noch angekreuzt<br />

werden.<br />

Der Brauch vor <strong>Weihnachten</strong><br />

einen Brief zu schreiben, ist<br />

aber noch älter. Ursprünglich<br />

dankten die Kinder darin ihren<br />

Eltern und baten um Gottes Segen.<br />

Außerdem versprachen sie, brav zu<br />

sein und viel zu lernen.<br />

Früher Gold, heuteSüßigkeiten<br />

Ein anderer Brauch in diesen Tagen<br />

hat mich ziemlich verwirrt. Ich<br />

dachte, ich hätte auf der Erde schon<br />

alles gesehen. Aber da passierte mal<br />

wieder etwas ziemlich Seltsames. Die<br />

Menschen stellten plötzlich Stiefel<br />

vor die Tür oder hängten Socken an<br />

den Kamin. Sie warten darauf, dass<br />

diese über Nacht gefülltwerden. Zum<br />

Beispiel mit Süßigkeiten, Nüssen und<br />

Mandarinen.<br />

Ich habe gefragt, wer das denn<br />

bitteschön machen soll,<br />

vor allem mitten in der<br />

Nacht?Dahabendie<br />

Menschen gesagt: Ist doch klar, das<br />

machtder Nikolaus! Der Nikolaus-Tag<br />

ist eigentlich der 6. Dezember. Aber<br />

die Süßigkeiten und kleinen Geschenke<br />

bringt er oft schon am Abend zuvor.<br />

Ich musste mal wieder mächtig<br />

nachforschen, was es mit diesem Nikolaus<br />

auf sich hat: Glaubt man den<br />

Geschichten, dann lebte dieser Mann<br />

vor mehr als 1500 Jahren. Nikolaus<br />

soll viele gute Taten vollbracht haben.<br />

Deshalb wurde er schon bald als Heiliger<br />

verehrt.<br />

Die Tradition mit den Stiefeln soll<br />

dabei auf eine seiner Wunder-Geschichten<br />

zurückgehen: Demnach<br />

gab es einen Vater mit drei Töchtern.<br />

Die Familie war sehr arm und deshalb<br />

wollte niemand die Töchter heiraten.<br />

Das bekam Nikolaus mit<br />

und warf nachts kleine mit Gold<br />

befüllte Päckchen in das Haus<br />

der Familie. Die Päckchen landeten<br />

in den Stiefeln und Socken, die<br />

zum Trocknen aufgehängt worden<br />

waren. Nächstes Jahr werde ich<br />

meine Mars-Stiefelchen auch nach<br />

draußen stellen.<br />

Zu Besuch auf dem<br />

Weihnachtsmarkt<br />

Dann muss ich euch noch unbedingt<br />

von meinem letzten Ausflug<br />

erzählen.<br />

Ich war näm-


Fest Seite 9<br />

nimWeltall<br />

schland. Er soll die Menschen und ihre Bräuche genauer<br />

ei seltsame Entdeckungen.<br />

nie Paul<br />

lich auf dem Weihnachtsmarkt. So<br />

etwas kennen wir auf dem Mars gar<br />

nicht! Aber hier auf der<br />

Erde werden in der Adventszeit<br />

in vielen Städten<br />

und Dörfern Weihnachtsmärkte<br />

aufgebaut.<br />

Sie bestehen meist<br />

aus kleinen, bunt geschmückten<br />

Hütten. Es<br />

werden unter anderem Punsch,<br />

Bratwürste und gebrannte Mandeln<br />

verkauft. Dazu gibt es allerlei<br />

Krimskrams für <strong>Weihnachten</strong>.<br />

Die Menschen lieben Weihnachtsmärkte.<br />

Ich selbst habe mich mal wieder<br />

gefragt, wo dieser Brauch eigentlich<br />

herkommt. Und wisst ihr<br />

was? Weihnachtsmärkte gibt es<br />

schon seit vielen Hundert Jahren. In<br />

der Stadt Dresden findet zumBeispiel<br />

einer der berühmtesten Märkte statt,<br />

der Striezelmarkt. Er wird schon seit<br />

rund 590 Jahren veranstaltet. Der<br />

Striezel ist ein Weihnachtsgebäck.<br />

Musste ich natürlich gleich mal kosten.<br />

Wardas lecker!<br />

Im Mittelalter dienten die Märkte<br />

zur Versorgung der Menschen. Man<br />

konnte dort Lebensmittel kaufen oder<br />

bestimmte Dinge, die man im Winter<br />

brauchte. Deshalb waren auch Handwerker<br />

auf den Märkten dabei. Die<br />

Bäcker verkauften ihr leckeres Weihnachtsgebäck:<br />

Stollen, Striezel oder<br />

auch Lebkuchen.<br />

Zwei geheimnisvolle Gestalten<br />

So schön es auch auf dem Weihnachtsmarkt<br />

war, ich bin eigentlich<br />

mit anderen Dingen schwer<br />

beschäftigt, denn ich bin auf<br />

der Suche nach zwei Gestalten.<br />

Und eins kann ich euch sagen:<br />

Die beiden sind ganz schön<br />

schwer zu finden –und das,<br />

obwohl jeder hier auf der<br />

Erde von ihnen redet. Um<br />

wen es geht? Na, um<br />

den Weihnachtsmann<br />

und das Christkind.<br />

Überall habe ich<br />

schon nach<br />

den beiden gesucht.<br />

So viel habe ich schon<br />

herausgefunden: Ob der Weihnachtsmann<br />

oder das Christkind<br />

kommt, hat etwas mit der Religion<br />

zu tun. In Süd- und Westdeutschland<br />

gehören die Menschen vor allem<br />

dem katholischen Glauben an<br />

–und dort kommt das Christkind.<br />

In der Mitte Deutschlands sind die<br />

Menschen vor allem protestantisch,<br />

genauso wie im Norden und Osten.<br />

Dort gibt es den Weihnachtsmann.<br />

Wisst ihr, was lustig ist? Früher,<br />

also im Mittelalter, war<br />

es genau andersherum.<br />

Überall<br />

dort, wo die Leute protestantisch<br />

waren, kam das Christkind.<br />

Und bei den Katholiken brachte der<br />

heilige Nikolaus die Geschenke. Die Figur<br />

des Christkinds sollvor rund 500<br />

Jahren entstanden sein. Damals lebte<br />

ein Mann namens Martin Luther. Er<br />

fand es nicht gut, dass die Menschen<br />

irgendwelche Heiligen verehrten –<br />

und deshalb kam er auf diese Idee.<br />

Fragt man heute die Leute wie das<br />

Christkind aussieht, bekommt man<br />

etwa diese Beschreibung: ein kleines<br />

Kind mit goldenen Locken, weißem<br />

Gewand und Engelsflügeln.<br />

VomParadieszum<br />

Weihnachtsbaum<br />

Inzwischen sind es ja nur noch wenige<br />

Stunden bis <strong>Weihnachten</strong>. Viele Menschen<br />

sind mächtig aufgeregt, hetzen<br />

durch die Stadt und kaufen Geschenke.<br />

Ich habe aber noch etwas anderes<br />

beobachtet und das kommt<br />

mir ziemlich seltsam vor: Sie<br />

stellen sich Tannenbäume in<br />

die Wohnungen und hängen<br />

bunte Kugeln daran.<br />

Ein uralter Brauch ist<br />

das wohl. VorTausenden<br />

von Jahren holten sich<br />

die Menschen demnach<br />

im Winter immergrüne<br />

Zweige in ihre<br />

Häuser. Das hat sie<br />

daran erinnert,<br />

dass der Frühling<br />

wieder kommen<br />

wird.<br />

Schon im<br />

Mittelalter fanden<br />

zu <strong>Weihnachten</strong> zudem<br />

Krippenspiele statt. Fachleute<br />

glauben, dass dort der Ursprung des<br />

Weihnachtsbaums liegt, wie man ihn<br />

heute kennt. Vordem Krippenspiel<br />

wurde nämlich noch etwas anderes<br />

gezeigt: Die Vertreibung aus dem<br />

Paradies. In dieser Bibel-Geschichte<br />

spielt ein Baum eine wichtige Rolle.<br />

Dessen Früchte dürfen eigentlich<br />

nicht gepflückt werden, Adam und<br />

Eva machen es aber doch und müssen<br />

zur Strafe das Paradies verlassen. Für<br />

die Vorführung wurde ein mitÄpfeln<br />

geschmückter Baum aufgestellt.<br />

Zunächst waren die Weihnachtsbäume<br />

mit Nüssen, Gebäck und Äpfeln<br />

geschmückt, später kamen dann<br />

Kerzen dazu und Kugeln.Heute findet<br />

man Weihnachtsbäume fast überall<br />

auf der Welt. Auswanderer brachten<br />

den Brauch in fremde Länder, sowie<br />

vor über 200 Jahren in die USA. Weihnachtsbäume<br />

auf dem Mars –das<br />

wäre doch ein Ding, oder!?<br />

ILLUSTRATIONEN: VECTORPOCKET , PETER HERMES FURIAN, PIXEL-SHOT, NATALIA , ANKOMANDO, LILETT, DEEMKA STUDIO (ALLE STOCK.ADOBE.COM), K. LOSACKER


Seite 10 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Ein prominenter<br />

Weihnachtsheld und<br />

seine Mission<br />

Als Anschubfinanzierung für die Weihnachtsaktion übergab Frank Zander (l.) in diesem Jahr einen<br />

Scheck über 30.000 Euro an Wolfram Klose und Ulrike Kostka von der Caritas. Die mobilen Küchen<br />

fahren täglich Stationen in Berlin an und verteilen täglich hunderte warme Mahlzeiten an Obdachlose<br />

und Bedürftige.<br />

FOTO: JOERG CARSTENSEN<br />

Von Ulrich Steinkohl<br />

und Sabrina Szameitat<br />

Seit Jahren unterstützt<br />

Frank Zander Obdachlose in<br />

Not. Dafür erhielt der<br />

Berliner Entertainer nun<br />

sein zweites Verdienstkreuz.<br />

Bei der Ehrung im Schloss<br />

Bellevue erzählte er, was<br />

ihn manchmal bei seinem<br />

Engagement sorichtig<br />

umhaut.<br />

BERLIN. DerBerliner Entertainer<br />

Frank Zander (80) ist für<br />

sein jahrelanges Engagement<br />

für Obdachlose mit dem Bundesverdienstkreuz<br />

1. Klasse<br />

geehrt worden. Er sei „sehr<br />

stolz“, sagte Zander bei der<br />

Verleihung vor wenigen<br />

Tagen im Schloss Bellevue.<br />

Bundespräsident Frank-Walter<br />

Steinmeier hatte ihm dort<br />

sein mittlerweile zweites Verdienstkreuz<br />

überreicht.<br />

Der Sänger („Hier kommt<br />

Kurt“) hatte 2002 die Erstauszeichnung,<br />

das Verdienstkreuz<br />

am Bande, erhalten.<br />

Mit dem Verdienstkreuz<br />

1. Klasse stand nun die nächste<br />

Stufe an. Zander richtet<br />

seit 1995 zu <strong>Weihnachten</strong><br />

eine Feier mit Showprogramm<br />

für Bedürftige aus.<br />

„Es gibt einfach unheimlich<br />

viele arme Gestalten,<br />

und wenn die uns<br />

berühren oder sich<br />

bedanken – mehr<br />

<strong>Weihnachten</strong> kann<br />

man nicht haben“,<br />

sagte der 80-Jährige<br />

über sein Engagement.<br />

„Die umarmen uns, und<br />

das haut mich manchmal<br />

um.“<br />

Als er vor 20 Jahren von<br />

dem damaligen Bundespräsidenten<br />

Johannes Rau seinen<br />

ersten Verdienstorden bekommen<br />

hatte, sei er noch<br />

neu in der Branche gewesen,<br />

sagte der Entertainer. „Ich<br />

wusste noch nicht so richtig,<br />

damit was anzufangen.<br />

Heute weiß ich: Es ist wirklich<br />

ein Verdienst.“<br />

Zanders Weihnachtsfeier<br />

für Bedürftige hatte jahrelang<br />

in einem Hotelsaal mit<br />

Tausenden Gästen stattgefunden.<br />

Angesichts der Corona-Pandemie<br />

wird sie auch<br />

in diesem Jahr ausfallen, der<br />

Entertainer unterstützt stattdessen<br />

mittlerweile Foodtrucks<br />

und Suppenbusse.<br />

Statt Gänsebraten wie zuvor<br />

im Hotel Estrel soll es „Wildragout<br />

mit Apfelrotkohlund<br />

Böhmischen Knödeln“ sowie<br />

„Rosmarin-Kürbis mit Maronen-Sößchen<br />

und Knödeln“<br />

geben, zudem nützliche<br />

Spenden wie Schlafsäcke.<br />

Anfang Dezember<br />

hatte Zander 30000<br />

Euro Starthilfe für<br />

das Foodtruck-Projekt<br />

der Caritas in<br />

Berlin übergeben<br />

und half in den vergangenen<br />

Wochen über mehrere<br />

Tage bei der Essensausgabe.<br />

Vom19. bis 22. Dezember<br />

ging Zander schließlich mit<br />

dem Truck zusammen „on<br />

tour“. Der Übergabe des<br />

Spendenschecks fand am Gedenktag<br />

des heiligen Nikolaus<br />

statt. „Es ist ein christlicher<br />

Feiertag, der uns mahnt, auch<br />

selber anarme Menschen zu<br />

denken“, betonte Zander<br />

Der Entertainer rief Unternehmen<br />

und Einzelspender<br />

zur weiteren Unterstützung<br />

des „Foodtrucks“ auf. Sein<br />

Sohn und Manager Marcus<br />

werde sein Engagement für<br />

das Projekt fortführen, wenn<br />

er selbst es nicht mehr könne,<br />

kündigte der 80-Jährige<br />

an. Die Berliner Caritasdirektorin<br />

Ulrike Kostka betonte,<br />

durch Zanders Hilfe könne<br />

der Foodtruck bis März unterwegs<br />

sein und bei jeder Tour<br />

jeweils bis zu 150 Mahlzeiten<br />

ausgeben. Dabei sei es auch<br />

wichtig, armen Menschen zu<br />

zeigen, „dass sie angenommen<br />

und nicht mehr allein<br />

sind“.<br />

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Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 11<br />

Im Dezember 1945 lagen viele deutsche Städte noch in Trümmern. Dieses Foto zeigt die Neubrandenburger Innenstadt.<br />

FOTO: STADTARCHIV NEUBRANDENBURG<br />

1945: Vatis Rückkehr wardas einzige Geschenk<br />

Lesergeschichte<br />

vonRenateNeinaß<br />

aus Neubrandenburg<br />

Unsere Leserin erzählt ihrem<br />

Enkel, dass sie 1945 nicht<br />

ein einziges „richtiges“<br />

Geschenk zu <strong>Weihnachten</strong><br />

bekam. Und doch war es<br />

womöglich das freudigste<br />

Weihnachtsfest ihres<br />

gesamten Lebens.<br />

Eines Tages fragte mich<br />

mein Enkel: „Oma, was<br />

hast du zu <strong>Weihnachten</strong><br />

bekommen, als du so alt<br />

warst wie ich jetzt?“ Erwar<br />

damals sechseinhalb Jahre<br />

alt. „Nichts“ war meine Antwort,<br />

ich musste nicht lange<br />

überlegen. „Warst du denn<br />

nicht artig?“, fragte mein<br />

Enkelsohn. Und ich erwiderte:<br />

„Doch, ich war ein sehr<br />

artiges Kind.“<br />

Aber als ich sechseinhalb<br />

Jahre alt war, schrieben wir<br />

das Jahr 1945. Unsere Mutter<br />

war im Krankenhaus, Lothar,<br />

mein ältester Bruder war im<br />

November gerade aus kurzer<br />

russischer Gefangenschaft gekommen,<br />

er war 17 Jahre alt.<br />

Ilse und Manfred waren wieder<br />

in der Schule, und ich<br />

wurde zusammen mit zwei<br />

Jungen von einer Bekannten<br />

beaufsichtigt und versorgt.<br />

Die Adventszeit haben wir als<br />

solche nicht wahrgenommen.<br />

Keine Kerzen, kein Tannengrün.<br />

Es war ohnehin immer<br />

dunkel.<br />

Heilig Abend war herangekommen.<br />

Einen Gabentisch<br />

mit Geschenken gab es nicht.<br />

Darüber wurde auch nicht<br />

gewehklagt. Man war froh,<br />

wenn immer etwas zu essen<br />

da war. Lothar bereitete das<br />

Abendessen mit großer Sorgfalt<br />

zu. Er goss etwas Schwarzes<br />

Fett in die Pfanne, legte<br />

einige Kartoffelscheiben hinein,<br />

drehte sie nach einer<br />

Weile um und ließ sie weiter<br />

brutzeln. Dann gab er jedem<br />

von uns einige Scheiben auf<br />

einen Teller.<br />

So verfuhr er auch mit<br />

dem täglichen Abendbrot.<br />

Er legte einige Brotscheiben<br />

auf die Herdplatte,<br />

und nachdem sie von<br />

beiden Seiten geröstet<br />

waren, benetzte er sie mit<br />

Muckefuck, dem Schwarzen<br />

Fett, und streute einige Krümel<br />

Zucker zur Geschmacksverbesserung<br />

darüber.<br />

Dann reichte er jedem von<br />

uns eine Stulle. Das war richtig<br />

feierlich. Wirsollten auch<br />

ganz langsam kauen und das<br />

Brot nicht gierig hinunter<br />

schlingen.<br />

Dann sagte er uns, wir drei<br />

sollten schon ins Krankenhaus<br />

gehen, um die Mutter<br />

zu besuchen, erwürde später<br />

nachkommen. Weil er<br />

nicht kam, wollten wir<br />

irgendwann den Heimweg<br />

antreten. Beim<br />

Abschied sagte mein<br />

Bruder Manfred: „Mutti,<br />

morgen kommen wir<br />

mit unserem Papa!“ Die<br />

Mutter fragte: „Hat er denn<br />

geschrieben?“ Nein, wir<br />

wussten nichts.<br />

Zu Hause angekommen,<br />

was erblicke ich auf dem<br />

Stuhl gegenüber der Tür?Da<br />

war ein Rucksack, wie ihn die<br />

Soldaten trugen. Ich schaute<br />

nicht links und nicht rechts,<br />

sondern stürmte in die Stube,<br />

sprangmeinem Vater aufden<br />

Arm. Ich wollte ihn festhalten,<br />

ihn nie wieder los lassen.<br />

Mein Papa war da! Welchunsagbare<br />

Freude!<br />

Kann man sich ein schöneres<br />

Weihnachtsgeschenk vorstellen?<br />

Ich kann es bis heute<br />

nicht. Auch mein Vater hat<br />

keine lange Gefangenschaft<br />

erleben müssen.<br />

Man braucht nicht viel<br />

Fantasie, um sich vorzustellen,<br />

was sich dann im Krankensaal<br />

bei unserer Mutter<br />

und den anderen Frauen abgespielt<br />

hat.<br />

Ich hatte meinen Vater<br />

nur zweimal während seiner<br />

Urlaubstage erlebt, aber er<br />

war mir so vertraut, als wäre<br />

er immer bei uns gewesen.<br />

Wiesoll man all das heute<br />

einem sechsjährigen Kind erklären?<br />

Ich wundere mich nur über<br />

mich selbst, dass ich meine<br />

Brüder nie gefragt habe, ob<br />

sie vorher etwas gewusst<br />

haben. Sollte es eine Überraschung<br />

für uns sein?<br />

Für mich bleibt abschließend<br />

nur eine Feststellung:<br />

Washatten wir damals doch<br />

für ein Glück, dass wir den<br />

Krieg alle überlebt haben!<br />

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Frohe<br />

<strong>Weihnachten</strong><br />

und alles Gute,vor allem Gesundheit für das<br />

neue Jahr wünschen wir allen Kunden,<br />

Freunden und Geschäftspartnern, unseren<br />

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Ein<br />

Dankeschön<br />

Unseren werten Kunden<br />

und Geschäftspartnern<br />

ein frohes Weihnachtsfest<br />

und ein erfolgreiches<br />

neues Jahr, verbunden<br />

mit dem Dank für das<br />

uns entgegengebrachte<br />

Vertrauen.<br />

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Es ist <strong>Weihnachten</strong>.<br />

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und wünschen Ihnen schöne Feiertage<br />

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PZ TZ


Seite 12 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Ein tierisches Weihnachtswunder<br />

Lesergeschichte<br />

vonKerstin Andres<br />

aus Eggesin<br />

<strong>Weihnachten</strong> zuCorona-<br />

Zeiten war für viele eine<br />

besondere Herausforderung.<br />

Mitunter wurden daraus<br />

aber auch kleine Wunder, so<br />

etwa in dieser Geschichte,<br />

die an einen unvergesslichen<br />

Gottesdienst erinnert.<br />

Ein Gottesdienstbesuch<br />

am Heiligabend gehört<br />

für viele,auch ansonsten<br />

eher kirchenferne Menschen<br />

zumWeihnachtsfestselbstverständlich<br />

mit dazu. Doch vor<br />

zwei Jahren,imerstenCorona-<br />

Jahr, war leider nichts selbstverständlich.<br />

Eine voll besetzte Kirche<br />

wäre den Corona-Regeln nicht<br />

gerecht geworden. Da leider<br />

auch schon alle Weihnachtsfeiernund<br />

im Fall unsererKirchengemeinde<br />

auch dasallseits<br />

beliebte und schon zur Tradition<br />

gewordene Krippenmusical<br />

ausfallen mussten, hatten<br />

sich die Verantwortlichen der<br />

Kirchengemeinde Ahlbeck und<br />

der Kommune inAhlbeck etwasganz<br />

Besonderes einfallen<br />

lassen: Der Gottesdienst sollte<br />

unterEinhaltung der „AHA-Regeln“<br />

im Freien aufdem Sportplatz<br />

stattfinden.<br />

Zahlreiche ehrenamtliche<br />

Mitarbeiter waren nötig, die<br />

aber ihre Dienste gern und<br />

bereitwillig zur Verfügung<br />

Anzeigen<br />

Weihnachtskrippe auf dem Ahlbecker Sportplatz imCorona-Jahr 2020 FOTOS: KIRCHENGEMEINDE AHLBECK /ZVG<br />

stellten. Der Gottesdienst fing<br />

erst um 17 Uhr an, die ersten<br />

Helfer waren aber schon um<br />

13 UhranOrt undStelle,denn<br />

es musste so Einiges aufgebaut<br />

und organisiert werden. Ich<br />

war gemeinsam mit einigen<br />

anderenHelfern für die Begrüßung,<br />

Maskenkontrolle, Platzanweisung<br />

und die Verteilung<br />

vonLichtertüten an dieGottesdienstbesucher<br />

zuständig.<br />

Da ich wieviele andere Helfer<br />

auch nicht gerade zu den<br />

Jüngsten, Gesündesten und<br />

Fittesten zählte (mit anderen<br />

Worten: Ich gehöre zurGruppe<br />

„Ü60“),hatteich doch gewisse<br />

Bedenken, was dasDurchhaltevermögen<br />

über diesendoch etwas<br />

längerenZeitraumbetraf,<br />

denn eswar ja auch die ganze<br />

Zeit „Stehkraft“ gefragt.<br />

Doch esklappte alles wunderbar,<br />

als wären uns „Flügel“<br />

gewachsen.Eine Helferin hatte<br />

sogar für die Mitarbeiter tolle<br />

Taschenlampen parat,dennes<br />

mussten ja auch Teilnahmelisten<br />

geführt und abgeglichen<br />

werden. Denn<br />

spätestensab16Uhr<br />

war der Sportplatz<br />

in Dunkelheit gehüllt.<br />

Der Altar war auf<br />

einem Traktoranhänger<br />

aufgebaut und entsprechend<br />

weihnachtlich<br />

geschmückt. Die technische<br />

Umsetzung der Beleuchtung<br />

und der Audiokomponenten<br />

wurde sorgfältig durch fleißige<br />

Mitarbeiter ausgeführt.<br />

Während des Gottesdienstes<br />

setzte dann ein vorerst leichter<br />

und dann seine Intensität<br />

wechselnder Schneeregen<br />

ein. Doch auch das konnte<br />

die mutigen Gottesdienstbesucher,<br />

egal ob klein, groß,<br />

jung oder alt, nicht davon<br />

abhalten, der zur Herzen gehenden<br />

und kraftgebenden<br />

Predigt zulauschen und<br />

das natürlich-festliche<br />

Weihnachtsambiente<br />

zu genießen. Im<br />

wahrsten Sinne<br />

des Wortes bewiesen<br />

alle Stehvermögen.Eshatte<br />

etwassehr Tröstliches<br />

in dieser für uns alle<br />

nicht einfachen Zeit.<br />

Doch was machte für mich<br />

nun ausgerechnet diesen Heiligen<br />

Abendzueinembesonderen<br />

Erlebnis? Wie esder Titel<br />

meiner Geschichte es schon<br />

sagt: „Die lebendige Krippe“.<br />

Siebestandaus einer mitStroh<br />

ausgelegten Markthäuschen,<br />

welches als Stall fungierte.<br />

Vordem Stall grasten –nicht<br />

wie ursprünglich Schafe –<br />

sondern vier zahme, wundervolle<br />

braunweiße Edelziegen,<br />

An diese vier Ziegen erinnert sich Kerstin Andres gerne zurück.<br />

die auch gestreichelt werden<br />

konnten. Sie wurden eigens für<br />

diesenGottesdienst voneinem<br />

Dorfbewohner und liebevollen<br />

Tierfreund zur Verfügung gestellt.<br />

Maria und Joseph sowie<br />

auch ein Engel und ein Hirte<br />

wurden von einer Familie aus<br />

der Kirchengemeinde sehr detailverliebt<br />

und entsprechend<br />

der biblischen Geschichte dargestellt.<br />

Und so fühlte ich mich<br />

mehr als je zuvor in einem<br />

Weihnachtsgottesdienst in den<br />

Stall vor mehr als 2000 Jahren<br />

zurückversetzt.<br />

Ich dachte daran,wie wohl<br />

Ochs‘ undEsel und diemit den<br />

Hirten herbeigeeilten Schafe<br />

das Jesuskind bestaunten und<br />

beschnupperten und wie sie<br />

mit ihrem weichen Fell das<br />

Kindwärmten. Die christliche<br />

Weihnachtsbotschafthat wohl<br />

auch an jenem Heiligabend<br />

2020 wieder viele Herzen aufs<br />

Neue froh gestimmt.<br />

„Fürchtet euch nicht! Siehe,<br />

ich verkündige euch große<br />

Freude, die allem Volk widerfahren<br />

wird...“ – Wer mag<br />

diese Worte aus dem Lukasevangelium<br />

nicht gernhören?<br />

An jenem Abend hat auch die<br />

lebendige Krippe verbunden<br />

mit den Edelziegen, die sich<br />

zunächst etwas schüchtern in<br />

der Nähe desStallsaufhielten,<br />

jedoch am Ende als die Krippendarsteller<br />

den Stall verließen,das<br />

kleine Häuschen ganz<br />

in Beschlag nahmen und sich<br />

darin tummelten, einen immensenBeitrag<br />

dazugeleistet.<br />

Die am Eingang verteilte<br />

Lichtertüte, sowie die Erinnerung<br />

an diesen Heiligabend<br />

wird mir auch in dieser Weihnachtszeit<br />

wieder ein Lächeln<br />

ins Gesicht zaubern.<br />

DACHDECKEREI<br />

Werner &Steckmann GmbH<br />

Ein frohes Weihnachtsfest sowie viel Glück<br />

im neuen Jahr wünschen wir unseren Kunden<br />

und Geschäftspartnern.<br />

Für das uns entgegengebrachte Vertrauen<br />

sagen wir danke.<br />

Telefon: 039863 63942 Mobil: 0170 1885649<br />

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Danke für die Treue!<br />

Frohe <strong>Weihnachten</strong>n<br />

Danke an alle, die uns ihr<br />

Vertrauen gaben!<br />

Liebe und Geborgenheit wünschen<br />

wir zum Weihnachtsfest, Gesundheit<br />

und Zuversicht für alle<br />

Menschen im neuen Jahr!<br />

Ihr Team von<br />

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dass gutes Fachwissen und gute Beratung<br />

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Frohe <strong>Weihnachten</strong> sowie Glück und<br />

Zufriedenheit für das kommende Jahr<br />

wünscht das Team der<br />

Wenn der Mensch<br />

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braucht,<br />

ist es gut zu wissen,<br />

wer derjenige ist.<br />

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ein besinnliches und friedvolles <strong>Weihnachten</strong>,<br />

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und ein gesundes neues Jahr.<br />

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PZ TZ


Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 13<br />

„Krücke!“ –Warum<br />

Papa den Baum<br />

nicht mehr allein<br />

aussuchen durfte<br />

Lesergeschichte<br />

vonAntje Bartels-Nieß<br />

aus Neubrandenburg<br />

Unsere Autorin erinnert<br />

sich, dass der Erwerb eines<br />

Weihnachtsbaums zu Hause<br />

früher gar nicht soeinfach<br />

war –zumindest vor der<br />

Wende. Dafür leuchtete der<br />

Baum länger als in anderen<br />

Familien.<br />

Da ist sie wieder –eine<br />

liebe Erinnerung an<br />

meine Eltern, ausgelöst<br />

durch einen Besuch im<br />

Baumarkt, wo ich im Eingangsbereich<br />

Weihnachtsbäume<br />

stehen sah. Heute ist alles<br />

so einfach, weil man seinen<br />

persönlichen Traumbaum in<br />

dem kleinen Nadelbaum-<br />

Wald des Baumarktes<br />

aussuchen kann.<br />

Nordmanntanne,<br />

Blaufichte, Kanadische<br />

Hemlocktanne,<br />

FOTO: ©BY-STUDIO -STOCK.ADOBE.COM<br />

Es begab sich aber zu<br />

der Zeit, dass ein Gebot<br />

von dem Kaiser Augustus<br />

ausging, dass alle Welt<br />

geschätzt würde. Und diese<br />

Schätzung war die allererste<br />

undgeschah zur Zeit, da Quirinius<br />

Statthalter in Syrien war.<br />

Und jedermann ging, dass er<br />

sich schätzen ließe, ein jeder<br />

in seine Stadt.<br />

Da machtesich auf auch Josef<br />

aus Galiläa, aus der Stadt<br />

Nazareth, in das jüdischeLand<br />

zur Stadt Davids, die da heißt<br />

Bethlehem, weil eraus dem<br />

Hause und Geschlechte Davids<br />

war,damit er sich schätzen ließe<br />

mit Maria, seinem vertrauten<br />

Weibe;die warschwanger.<br />

Und als sie dort waren, kam<br />

Rotfichte, Kiefer, Zuckerhutfichte,<br />

im Topf oder geschlagen,<br />

künstlich, mit Schnee,<br />

mit Lämpchen… die Auswahl<br />

ist so groß, dass es schon wieder<br />

kompliziert wird.<br />

Wenn ich daran denke, dass<br />

mein Vater hingegen genau<br />

ein einziges Mal einen Weihnachtsbaum<br />

allein aussuchen<br />

durfte, muss ich schmunzeln.<br />

Es gab noch die DDR, die Auswahl<br />

war längst nicht so groß<br />

wie heute –aber ich bin mir<br />

nicht einmal sicher,obermit<br />

der heutigen Auswahl den<br />

richtigen Baum in den Augen<br />

meiner lieben Mutter ausgesucht<br />

hätte.<br />

Damals, als Paps mit dem<br />

von ihm allein ausgewählten<br />

Baum heimkehrte, fielen<br />

sofort Worte wie „Krücke“<br />

und Sätze wie „Hab ich doch<br />

gesagt, dass das viel zu spät<br />

ist! Jetzt gibt es nur noch<br />

den Rest!“ Das Ganze endete<br />

jedenfalls darin,<br />

dass dem Baum noch<br />

die Zeit, dass sie gebären sollte.<br />

Und sie gebar ihren ersten<br />

Sohn und wickelte ihn in<br />

Windelnund legte ihnineine<br />

Krippe; denn sie hatten sonst<br />

keinenRaum in der Herberge.<br />

Und es waren Hirteninderselben<br />

Gegend auf dem Felde<br />

bei den Hürden, die hüteten<br />

des Nachts ihre Herde. Und der<br />

Engel des Herrn trat zu ihnen,<br />

und die Klarheit des Herrn<br />

leuchtete um sie; und sie<br />

fürchteten sich sehr. Und der<br />

Engel sprach zu ihnen: Fürchtet<br />

euch nicht! Siehe, ich verkündige<br />

euch große Freude,<br />

die allem Volk widerfahren<br />

wird; denn euch ist heute der<br />

Heiland geboren, welcher ist<br />

Christus, der Herr,inder Stadt<br />

Davids. Unddas habtzum Zeichen:<br />

Ihr werdet finden das<br />

Kind in Windeln gewickelt und<br />

in einer Krippe liegen. Und alsbald<br />

war da bei dem Engel die<br />

Menge der himmlischen Heerscharen,<br />

die lobten Gott und<br />

Zweige zugefügt<br />

werden mussten<br />

und die zukünftigen<br />

Bäume von Mutsch ausgesucht<br />

und Paps getragen<br />

wurden.<br />

Mir war es egal, ich fand<br />

eigentlich jeden Baum injedem<br />

Jahr schön. Das Beste<br />

war ja eh das Schmücken. Wie<br />

schön er abends die Wohnstube<br />

in ein zauberhaftes Licht<br />

getaucht hat…<br />

Ganz untraditionell wurde<br />

bei uns zu Hause der Weihnachtsbaum<br />

nämlich schon<br />

zu Beginn der Weihnachtszeit<br />

aufgestellt. Ich weiß nicht, ob<br />

es mit den „Krückchen“ zusammenhing.<br />

Meine Mutsch<br />

meinte jedenfalls, dass man<br />

so wenigstens etwas von dem<br />

Baum hätte und es ja totale<br />

Verschwendung wäre, wenn<br />

er nur eine Woche im Wohnzimmer<br />

stehen würde. Sie<br />

selbst hatte von ihrer Kindheit<br />

erzählt, dass sie den Baum immer<br />

erst Heiligabend zu sehen<br />

bekam. Ich vermute, es war<br />

ihre Art, nachträglich gegen<br />

die Strengen Weihnachts-Sitten<br />

im eigenen Elternhaus zu<br />

rebellieren. Das durfte sie damals<br />

nämlich nicht.<br />

Das Problem mit der Beschaffung<br />

eines halbwegs vernünftigen<br />

Weihnachtsbaumes<br />

hatte sich jedenfalls erledigt,<br />

als es nach der Wende irgendwann<br />

künstliche Bäume gab.<br />

So richtig schön gerade, gut<br />

gewachsen und unkompliziert<br />

zusammengesteckt –<br />

fertig! Nach und nach kamen<br />

diverse Größen ins Haus –sogar<br />

mit Lichterkette und mit<br />

leuchtenden Spitzen.<br />

Was soll ich sagen: Drei<br />

kleine Exemplare habe ich<br />

heute noch und verteile sie<br />

pünktlich zum Ersten Advent<br />

in der Wohnung.<br />

Und was wollte ich jetzt<br />

eigentlich noch gleich im Baumarkt<br />

kaufen? Ach ja, Kerzen<br />

für die Pyramide…<br />

DerUrsprung von<strong>Weihnachten</strong><br />

Die mitAbstand bekannteste<br />

Fassung derbiblischen<br />

Weihnachtsgeschichteist die<br />

Fassung ausdes Evangelisten<br />

Lukasinder Übersetzung<br />

Martin Luthers.<br />

sprachen: Ehre sei Gott in der<br />

Höhe und Friede auf Erden bei<br />

den Menschen seines Wohlgefallens.<br />

Und als die Engelvon ihnen<br />

genHimmel fuhren, sprachen<br />

die Hirtenuntereinander: Lasst<br />

uns nun gehen nach Bethlehemund<br />

die Geschichte sehen,<br />

die da geschehen ist, die uns<br />

der Herr kundgetan hat. Und<br />

sie kamen eilend und fanden<br />

beide, Maria und Josef, dazu<br />

das Kind inder Krippe liegen.<br />

Als sie es abergesehen hatten,<br />

breiteten sie das Wort aus, das<br />

zu ihnen von diesem Kinde gesagt<br />

war. Und alle, vor die es<br />

kam, wunderten sich über das,<br />

was ihnen die Hirten gesagt<br />

hatten. Mariaaber behielt alle<br />

dieseWorteund bewegte sie in<br />

ihrem Herzen. Und die Hirten<br />

kehrten wieder um, priesen<br />

und lobten Gott für alles, was<br />

sie gehört und gesehen hatten,<br />

wie denn zu ihnengesagtwar.<br />

Lukas2,1-21<br />

Wir wünschen unseren Kunden und<br />

Geschäftspartnern ein frohes<br />

Weihnachtsfest.<br />

Für Ihr Vertrauen möchten wir danken<br />

und wünschen Ihnen für das Jahr 2023<br />

Gesundheit und Erfolg.<br />

Eine frohe Weihnachtszeit<br />

und ein gesundes neues Jahr!<br />

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Frohe <strong>Weihnachten</strong><br />

und die besten Wünsche<br />

zum neuen Jahr<br />

verbunden mit<br />

dem besten Dank<br />

für das bisher<br />

entgegengebrachte<br />

Vertrauen.<br />

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Ein freundlichesWortkostet nichts,und dennoch<br />

ist es das Schönste aller Geschenke.<br />

Daphne du Maurier<br />

Liebe Prenzlauerinnen und Prenzlauer!<br />

LiebeLeserinnen und Leser!<br />

Hinter uns allen liegt ein bewegtes und bewegendes Jahr.Umso mehr<br />

wünsche ich Ihnen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest und<br />

einen guten Startins Jahr 2023!<br />

Vondem deutschen Industriellen und Politiker Philip Rosenthal<br />

(1916–2001) stammtder Ausspruch:„Wer aufhört, besser zu werden,<br />

hataufgehört, gut zu sein.“Besser zu werden kann sich auf vieles im<br />

Leben beziehen. Besser miteinander umzugehen, einander besser<br />

zuzuhören, besser füreinander da zu sein und überhaupt das,was wir<br />

machen, besser zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam die Chance<br />

nutzen, das neue Jahr zu einem besseren zu machen!<br />

Mitden besten Wünschen<br />

Allen Kunden, Geschäftspartnern<br />

und Mitarbeitern<br />

erholsame Feiertage<br />

im Kreise der Familie<br />

und für das neue Jahr<br />

alles Gute.<br />

Wir suchen hoch motivierte Mitarbeiter!<br />

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ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches<br />

neues Jahr, verbunden<br />

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Frohe <strong>Weihnachten</strong><br />

wünschen wir allen Privatund<br />

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PZ TZ


Seite 14 Frohes Fest<br />

Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

<strong>Weihnachten</strong> in schwersten Zeiten<br />

Lesergeschichte<br />

vonAnne Kamp<br />

aus Neubrandenburg<br />

Anzeigen<br />

Auch im Kriegsjahr 1944 wurde <strong>Weihnachten</strong> gefeiert, für viele<br />

Flüchtlinge unter schlimmen Bedingungen. Unsere Leserin, damals<br />

noch ein Kind, konnte damals trotzdem <strong>Weihnachten</strong> feiern. Aber unter<br />

Bedingungen, die man sich heute kaum noch vorstellen kann.<br />

Eines der wenigen Bilder, die es von den Flüchtlings-Trecks aus Ostpreußen gibt: Wer diese Zeit miterlebt hat, hat zwangsläufig auch<br />

Weihnachtsfeste feiern müssen, die wenig mit den heutigen gemeinsam haben.<br />

FOTO: BUNDESARCHIV BILD 183-R77440 (AUTOR UNBEKANNT)<br />

Über eine Himmelsleiter<br />

geht es weit nach<br />

oben, gleich über dem<br />

Kuhstall in eine kleine Kammer,die<br />

vormals dem Knecht<br />

August gehörte. Der ist nun<br />

im Krieg und daher gerade<br />

frei für Anna und ihre vier<br />

Kinder. Ein Lumpenlager in<br />

der Ecke und ein paar Bretter<br />

mit Nägeln versehen für<br />

ihre wenigen Habseligkeiten.<br />

Einen Ofen sucht man vergeblich.<br />

Die Bäuerin betrachtet<br />

die Flüchtlingsfamilie aus<br />

Ostpreußen wie Gesindel,<br />

die an ihrem Schicksal selbst<br />

schuld seien. Mitgefühl? Fehlanzeige!<br />

Dabei wäre Anna schon<br />

mit der kleinsten Geste zufrieden<br />

gewesen. Vier Wochen<br />

auf dem Treck bei klirrender<br />

Kälte, bei Eis und Schnee<br />

und einem eisigen Ostwind<br />

–und über ihnen<br />

die Bomben –täglich,<br />

stündlich den Tod vor<br />

Augen.<br />

Und jetzt? Sie haben<br />

alles verloren. Sie<br />

haben nur das, was sie<br />

auf dem Leib tragen.<br />

Klar,sie haben sich, haben<br />

ein Dach über dem<br />

Kopf...keine akute Bedrohung<br />

mehr.<br />

In wenigen Tagen ist<br />

<strong>Weihnachten</strong> –<strong>Weihnachten</strong><br />

1944 im<br />

Mecklenburgischen<br />

–weit entfernt von<br />

der einstigen Heimat<br />

in Ostpreußen.<br />

Einen Tag vor Heiligabend<br />

geht Anna mit<br />

ihrenKindern in den<br />

nahen Wald und bittet den<br />

Förster umein paar Zweige<br />

für ihre Stube –Tannenzweige<br />

für <strong>Weihnachten</strong>. Er gibt<br />

sie ihr und die Förstersfrau<br />

reicht ihr dazu zwei kleine<br />

Kerzen. Anna dankt ihnen –<br />

dankt ihnen sehr.<br />

Am Heiligen Abend sitzen<br />

sie alle om der Dachkammer<br />

des Kuhstalls vor den<br />

geschmückten Tannenzweigen.<br />

Die Kinder haben aus<br />

Stroh Sterne gebastelt, die<br />

zwei Kerzen angezündet und<br />

sie singen Weihnachtslieder.<br />

Sie sind glücklich. Die Tränen<br />

ihrer Mutter sehen die Kinder<br />

nicht– denn sie bleiben wieder<br />

einmal ungeweint, sie<br />

lässt wie immer niemanden<br />

an ihrem Kummer teilhaben.<br />

Da klopft es an der Tür.<br />

Ein kleiner, vielleicht 5<br />

Jahre alter Junge wird von<br />

seiner Mutter in die Stube<br />

geschoben. Etwas verlegen<br />

überreicht er den Kindern<br />

ein paar rotbackige Äpfel<br />

und Annas Sohn Erich ein<br />

geschnitztes Holzpferdchen.<br />

Bevor sie sich besinnen, ist<br />

der kleine Junge mit seiner<br />

Mutter schon wieder verschwunden.<br />

Später wird man<br />

erfahren, dass es Manfred<br />

war, der fünfjährige Tagelöhnerssohn.<br />

Während die Kinder ihre<br />

Geschenke betrachten, sitzt<br />

Anna ganz still da – und<br />

weint jetzt doch. Sie weint,<br />

dass es sie schüttelt, weil sie<br />

so gerührt ist über die Geste<br />

von Manfred und seiner Familie,<br />

die –anders als etwa die<br />

Bauersfamilie –selbst nur das<br />

nötigste hat.<br />

Anna und ihre Kinder<br />

überleben den Krieg, überstehen<br />

die Nachkriegsjahre.<br />

Anna nimmt jede Arbeit<br />

an, sie ist sich für nichts zu<br />

schade. Die Kinder lernen<br />

fleißig in der Schule. Sie<br />

sind ihr ganzer Stolz. Jahr<br />

um Jahr verbessert sich ihr<br />

Leben. Bald haben sie schon<br />

eine klitzekleine Wohnung<br />

mit einer eigenen Küche. Die<br />

Kinder gehen ihren Wegund<br />

Anna wartet noch immer auf<br />

ihren Mann Willy.<br />

Jahrzehnte später treffen<br />

sich Manfred und Erich zufällig<br />

auf einer Fachtagung<br />

der Flugzeugbauingenieure.<br />

Lange erzählen sie von früher...<br />

Und auch das hölzerne<br />

Pferdchen gibt es bis heute.<br />

AUTOHAUS<br />

Kerner<br />

Mit diesem Weihnachtsgruß verbinden wir<br />

unseren Dank für die angenehme<br />

Zusammenarbeit und wünschen für das<br />

neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg.<br />

Zehdenicker Str. 34 •17268 Templin<br />

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Ich wünsche<br />

Ihnen frohe Feiertage<br />

und ein erfolgreiches<br />

neues Jahr!<br />

Frohe <strong>Weihnachten</strong><br />

Mit diesem Weihnachtsgruß verbinden wir<br />

unseren Dank für die angenehme Zusammenarbeit<br />

sowie für das uns entgegengebrachte Vertrauen.<br />

Wir wünschen allen Kunden und Geschäftspartnern<br />

für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg.<br />

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Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien<br />

eine besinnliche Weihnachtszeit.<br />

Besonders in diesem schwierigen Jahr möchten wir uns<br />

für die gute Zusammenarbeit bedanken und wünschen Ihnen<br />

vor allem ein gesundes neues Jahr 2023.<br />

BTT PRENZLAU GmbH<br />

Beton, Transport und Tiefbau GmbH Prenzlau<br />

Frohe<br />

<strong>Weihnachten</strong><br />

und<br />

die<br />

besten<br />

Wünsche<br />

zum<br />

neuen<br />

Jahr<br />

verbunden<br />

mit<br />

dem<br />

Dank<br />

für<br />

das<br />

bisher<br />

entgegengebrachte<br />

Vertrauen.<br />

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Prenzlauer Maler<br />

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PZ TZ


Freitag, 23. Dezember <strong>2022</strong><br />

Frohes Fest<br />

Seite 15<br />

Kriegsweihnachten 1943/44:<br />

„Und dasamheiligenAbend!“<br />

Lesergeschichte<br />

vonJoachim Lups<br />

aus Neubrandenburg<br />

Ohne Vati und ohne größere<br />

Geschenke musste unser<br />

Leser im anderthalb Jahre<br />

vor Kriegsende <strong>Weihnachten</strong><br />

feiern. Und dann gab es<br />

unter den Kindern auch<br />

noch Streit!<br />

Ich war 7Jahre alt. In dieser<br />

Zeit wurde zu Hause<br />

viel von Jerusalem und<br />

Betlehem gesprochen. Ich<br />

dachte immer, diese Orte<br />

liegen bei uns in Deutschland<br />

und ich war sehr enttäuscht,<br />

dass es nicht so war.<br />

Aber wenn schon nicht in<br />

Deutschland, warum dann<br />

gerade in diesem Land ,,Judäa”<br />

wo es doch so viele<br />

andere Länder auf der Erde<br />

gab? Es musste doch Gründe<br />

dafür geben. Eine Antwort<br />

darauf habe ich aber nicht<br />

bekommen.<br />

Das Weihnachtsfest rückte<br />

näher und die Erwartungen<br />

auf Geschenke waren<br />

auch bei mir schon da, obwohl<br />

ich wusste, dass es in<br />

dieser Zeit weniger zu kaufen<br />

gab. Ich kann mich noch<br />

erinnern, dass es im Saal des<br />

Gasthauses Pietschmann in<br />

der Oberbaustraße in Altentreptow<br />

eine Spielzeugausstellung<br />

im Saal gab. Dort<br />

waren die Tische zusammengerückt,<br />

auf diesen stand<br />

alles voll mit gebrauchtem<br />

Spielzeug.<br />

Dieses hatten Eltern in<br />

dieser Notzeit von ihren<br />

schon erwachsenen Kindern<br />

gespendet. Die Nazis aber<br />

haben dieses Spielzeug verkauft<br />

und das Geld für den<br />

Endsieg gesammelt. Meine<br />

Mutter und ich haben diese<br />

Ausstellung besucht, aber<br />

nichts gekauft, weil es wohl<br />

auch zu teuer war. Ich hätte<br />

mir damals natürlich gerne<br />

etwas ausgesucht ...<br />

Wir waren zu Hause vier<br />

Geschwister und unsere<br />

Mutter. Unser Vater war in<br />

Norwegen im Krieg und so<br />

sah es auch in vielen anderen<br />

Familien aus.<br />

Heiligabend wurdeander<br />

Tür geklopft, als Ersatz für<br />

den Weihnachtsmann und<br />

den eigentlich erhofften<br />

Sack mit Geschenken stand<br />

eine Gestalt auf dem Flur,<br />

die ziemlich eingefallen war.<br />

Aber immerhin: Mein Bruder<br />

und ich bekamen je zwei<br />

Hühner und einen Hahn<br />

geschenkt, aus Ton grob geformt,<br />

nur getrocknet und<br />

ohne Farbe, vielleicht etwa<br />

drei Zentimeter groß. Der<br />

Hahn hatte hinten eine Feder<br />

eingesteckt, damit man<br />

ihn als einen solchen erkennen<br />

konnte.<br />

Wir haben uns trotzdem<br />

gefreut und damit auf dem<br />

Tisch gespielt. Wir waren<br />

ja anspruchslos, weil wir<br />

ja nichts Besseres kannten.<br />

Meine jüngere Schwester<br />

(4 Jahre alt) wollte von meinem<br />

Bruder und mir von diesem<br />

wenigen Geflügel noch<br />

welches abhaben. Das ging<br />

aus unserer kindlichen Sicht<br />

doch wohl überhaupt nicht!<br />

Und so wurde es wahrscheinlich<br />

ein bisschen laut.<br />

Unserer Mutter,die wahrscheinlich<br />

aus heutiger Sicht,<br />

traurig war, wieder ohne<br />

Ehemann und Familienvater<br />

<strong>Weihnachten</strong> mit den Kindern<br />

feiern zu müssen, ging<br />

die Streiterei auf die Nerven.<br />

Sie schickte meinen Bruder<br />

und mich auf den Flur, damit<br />

wieder Ruhe einzog,<br />

obwohl wir ja in unseren<br />

Augen vollkommen schuldlos<br />

waren. Die Vierjährige<br />

hätte sie wohl auch nicht<br />

allein auf den dunklen Flur<br />

können und so mussten wir<br />

das Opfer bringen. Dort saßen<br />

wir nun im dunklen Flur<br />

auf der Treppe und ich soll<br />

dann nach Aussage meines<br />

Bruders, der damals achteinhalb<br />

Jahre alt war, ganz<br />

empört gesagt haben: „Und<br />

das am Heiligen Abend!”<br />

An Kinderspielzeug –hier etwa Puppen –war zu Kriegsweihnachten 1943 für unseren Leser Joachim<br />

Lups und seine Familie nicht zudenken.<br />

FOTO: MATTHIAS HIEKEL (ARCHIV)<br />

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