22.12.2022 Aufrufe

Mitteilungsheft 64 2/2022 DAV Gera

Das Mitteilungsheft wird als Vereinsinformation seit 1991 von der Sektion Gera im Deutschen Alpenverein e.V. herausgegeben und spiegelt die vielfältige Vereinsarbeit. Dargestellt sind Wanderungen, Touren und Veranstaltungen der Abteilungen Wandern, Klettern und Jugend.

Das Mitteilungsheft wird als Vereinsinformation seit 1991 von der Sektion Gera im Deutschen Alpenverein e.V. herausgegeben und spiegelt die vielfältige Vereinsarbeit. Dargestellt sind Wanderungen, Touren und Veranstaltungen der Abteilungen Wandern, Klettern und Jugend.

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Mitteilungen Nr. 64 12/2022

Sektion Gera gegründet 1879

des Deutschen Alpenvereins e.V.

dav-gera.de


> Editorial

WINTERWANDERN IM WIPPTAL

Genieße die winterliche Naturidylle bei

traumhaften Winterwanderungen und

atme die frische Bergluft ein.

Mehr Infos unter:

www.wipptal.at/winterwandern

Liebe Vereinsmitglieder,

es ist wieder ein halbes Jahr um und ihr könnt nun unser neues Vereinsheft lesen. Ihr findet wieder viele

tolle und lustige Artikel aus unserem Vereinsleben. Ein besonderes Highlight ist unser Fotoartikel zum

DAV – Sommerfest und auch Karl´s Wanderstock erzählt seine Geschichten weiter, was bereits zu einer

schönen Tradition geworden ist. Wir danken den Schreibern und den Fotografen ganz herzlich für ihr

Engagement. Ihr habt einen kleinen Beitrag dafür geleistet, dass wir ein schönes und lesenswertes Heft

herausbringen können.

Ja, dahinter steckt viel Arbeit. Wenn eure Artikel bei uns ankommen, werden sie aufs richtige Format

gebracht, Korrektur gelesen und die Bilder werden eingefügt. Außerdem heißt es für uns Werbepartner

suchen, was gar nicht so leicht ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem wählen wir gemeinsam mit

den Verlagen die Bücher für die Sektionsbücherei aus. Besonders am Ende des halben Jahres schreiben

wir die verschiedenen Vorstandsmitglieder an: um die Daten für die Artikel im Bereich Sektion intern

zu erhalten; schieben an, dass sich der Kalender auf der Homepage füllt; kontrollieren, dass die Daten

auf der Homepage aktuell sind und holen das Angebot von der Druckerei ein. Zum Schluss gehen wir

in der Redaktionskonferenz das gesamte neue Heft durch, besprechen die Aufmachung und prüfen die

Reihenfolge der Beiträge. Danach muss alles für den Setzer niedergeschrieben und die Dateien für die

Übermittlung an die Druckerei vorbereitet werden. Zum Schluss wird alles via Mail an die Druckerei Sell

versendet. Nebenher sorgen wir natürlich immer dafür, dass die Hefte auch an den Mann kommen. Unsere

Verteilungsstellen das Reisebüro Spangenberg (Berliner Str. 147 – 149), die Bäckerei Bauer (Laasener

Str. 32) und die Gerainformation (Markt 1) kennt ihr ja bereits. Natürlich könnt ihr die Hefte auch immer

am 1. und 3. Donnerstag im Monat ab ca. 17.00 Uhr im Vereinshaus abholen.

Ein Problem stellen die hohen und beständig steigenden Kosten der Druckerei dar. Deshalb steht das

Heft in gedruckter Form auch immer wieder zur Diskussion. Liest eigentlich jemand das gedruckte Heft

mit Freude? Würden die Mitglieder das Heft auch nur digital lesen? Würde es ausreichen, wenn die Artikel

einfach auf der Homepage stehen? Wir wissen es nicht. Vielleicht sollten wir das zu unserer nächsten

Jahreshauptversammlung einmal thematisieren. Am Ende ist es tatsächlich eine Kosten – Nutzen – Rechnung,

der wir uns jedes Mal erneut stellen müssen, was für uns ein unglaublicher Druck bedeutet.

Nun habt ihr einen Einblick in unsere Arbeit am Heft erhalten und uns bleibt nichts weiter übrig, als euch

viel Spaß und Freude beim Lesen zu wünschen. Denkt daran, wenn ihr auf Tour seid, ein paar Zeilen aufzuschreiben

sowie ein paar Fotos (ohne Datumsaufdruck in Originalgröße) zu machen und sendet alles

bis zum 30.04.2023 an redaktion@dav-gera.de. (Ja, wir haben den Redaktionsschluss fürs Sommerheft

etwas vorverlegt, damit die Termine ab Juli eher bekannt werden.) Wir freuen uns auf eure Artikel. Falls

noch jemand das Heft in gedruckter Form per Post erhalten möchte, lasst es uns bitte wissen. Ihr könnt

das Heft auch gerne per Mail bekommen oder ladet es euch von der Homepage herunter.

Inhalt / Sektion Intern

Bleibt gesund und aktiv!

Eure Carmen und Simone aus der Redaktion

Impressum

Das Mitteilungsheft der Sektion Gera des Deutschen Alpenvereins e.V. ist das offizielle Mitteilungsblatt

der Sektion. Es erscheint halbjährlich. Die Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder.

Sie sind nicht zwingend die Meinung der Redaktion.

@wipptal

Tourismusverband Wipptal

Rathausplatz 1

A · 6150 Steinach in Tirol

0043.5272.6270

tourismus@wipptal.at

www.wipptal.at

t

e

w

Herausgeber:

DAV – Sektion Gera

Leipziger Straße 19, 07545 Gera

Redaktion:

Simone Pelikan und Carmen Prang

E-Mail: redaktion@dav-gera.de

Druck:

Grafischer Betrieb Sell

Elsterstraße 10, 07586 Caschwitz

Mitteilungen 64

Fotos:

Die Fotos stammen, sofern nicht anders

angegeben, von den Verfassern der Beiträge

und sind urheberrechtlich geschützt.

Titelfoto: Simone Herzog –

Morgensonne an der Olpererhütte

Heft 65:

Redaktionsschluss: 30.04.2023

Erscheinungstermin: 01.06.2023

3



> Inhalt

Intern............................................................... 4

• Vorstand

• Unsere aktiven Vereinsmitglieder

• Spenden

Aktuelles.......................................................... 6

• Bericht 32. Jahreshauptversammlung

• Einladung 33. Jahreshauptversammlung

• Neues aus der Mitgliederverwaltung

• Jubilare

• Stadtwaldtor Gera-Lusan, eine Wanderung

zur Einweihung am 28.04.2022

• Eine Mail, die Dank und Hoffnung ausdrückt

• Vom Jugendleiter und Papa

zum Bewegungscoach

• Regen, Sonne, Heiterkeit –

das 1. sensationelle DAV-Sommerfest

• Ein Stern

Veranstaltungstermine ................................... 20

Tourenberichte ............................................... 26

• Klettern in verrückten Zeiten

• Himmelfahrt 2022 im Bielatal

> Sektion Intern

Geschäftsstelle:

Öffnungszeiten:

Bücherei:

Beitragszahlung:

• Kletterfahrt nach Arco im Frühjahr 2022

• Hochtour ins Dachsteingebirge

• Mit dem Bio-Bike von Regensburg nach Regensburg

• Endlich wieder Hüttentour

• Wieder im geliebten Bielatal

• Die Geschichte der 25. Hüttentour

inmitten von Giganten

• 25 Jahre Schülerfahrt des Rutheneum zur

Geraer Hütte – Jubiläumstour auf den Spuren

von Peter Habeler

• Auf alten Verbindungswegen

zwischen Sachsen und Böhmen

• Zwei Alte campen an der Kampenwand

• Aufholen nach Corona

• Mein Wanderstock erzählt

JDAV Aktuell ................................................... 57

• Unser Jugendausschuss

• Einladung zur 6. Jugendvollversammlung

• Wochenende in der Sächsischen Schweiz

• Mit der Jugend im Ratssteinbruch zu Ilmenau

• Die mobile Kletterwand im Einsatz

• Der erste Wettkampf der JDAV Gera

• Abklettern in der Kletterhalle statt im Steinicht

Sektionsbücherei ........................................... 66

Leipziger Straße 19, 07545 Gera

Tel. 0365 77334755

Immer jeden 1. Donnerstag im Monat ab 17.30 Uhr, eine halbe Stunde vor der

Vorstandssitzung sowie Freitags 9.00 – 15.00 Uhr

(außer an Feiertagen und vor Feiertagen).

Leipziger Straße 19, 07545 Gera, Vereinshaus,

Siehe Öffnungszeiten Geschäftsstelle.

Nur noch per Lastschrift. Der Mitgliedsausweis wird per Post übersandt.

Volksbank eG Gera - Jena - Rudolstadt

IBAN: DE 16 8309 4454 0366 0480 06

BIC: GENODEF1RUJ

Vorstand

• 1. Vorsitzender: Michael Eißfeld, 0176 436 328 95, michael.eissfeld@dav-gera.de

• 2. Vorsitzender: Stefan Gerlach, 0174 6904338, stefan.gerlach@dav-gera.de

• Schatzmeisterin: Dr. Ursula Weisensee, 0176 41799563, finanzen@dav-gera.de

• Jugendreferent: Martin Sonntag, 0152 01850653, jugendreferent@dav-gera.de

• Digitalkoordinator: Markus Gleichmann, 0172 1343234, markusgleichmann86@gmail.com

• Schriftführerin: Carmen Prang, carmen.prang@dav-gera.de

• Wanderreferent: vakant!

• Kletterreferent: Gregor Urbansky

Ehrenrat

Beate Malinowski; Bernd Erlebach; Gregor Urbansky

Unsere aktiven Vereinsmitglieder

Wanderleiter

• Boy, Gerlinde, 0365 411760, 01522 1581423

• Coch, Annelie, 0351 4417085, 0176 30577615

• Dr. Henne, Gabriele + Norbert, 036605 902029

Tourenbegleiter

• Eismann, Heidrun, 0151 55669058

• Erlebach, Bernd, 0365 35439

• Gottwald, Monika, 0365 5515827

• Günther, Gundula, 03641 448128, 0177 6347413

• Kampf, Evelin, 0365 36708

• Lämmer, Karl, 0365 7118548, 015114814350

• Proschmann, Marion, 0365 4210835, 0176 20004157

• Ritter, Ute, 0365 24345, 0176 53620900

• Sterna, Regina, 0365 8006208, 0160 99448357

• Weisensee, Ursula, 0176 41799563

• Wiesner, Daniel, 0176 47780801

• Wilamowski, Steffi und Hans-Jörg, 0365 8006411, 0160 6319220

Fachübungsleiter

Hochtouren:

Bergsteigen:

• Rudert, Friedemann, 0151 50735105, • Naumann, Ingo, 036601 3677

friedemann.rudert@gmx.de

Kletterbetreuer/Indoor

• Gerlach, Stefan 0174 690 43 38

• Malinowski, Stefan

• Urbanski, Gregor

Übungsleiter C

Breitensport Kinder und Jugendliche

• Pelikan, Simone, simone.pelikan@dav-gera.de

Beauftragte Entdeckerturm Ronneburg

• Gerlach, Stefan, 0174 6904338

• Schulze, Paul, 0160 4348333

Wir danken allen aktiven für ihren Einsatz, ihre Ideen und ihr Engagement. DANKESCHÖN.

Über Fortbildungen eurerseits freuen wir uns natürlich auch.

Spenden

Jugendleiter

• Reimann, René, rene.reimann@dav-gera.de

• Sonntag, Martin, jugendreferent@dav-gera.de

PSA-Manager für Bergsportausrüstung

und Ausrüstung für Routenbau

• Pelikan, Simone, simone.pelikan@dav-gera.de

• Gerlach, Stefan 0174 690 43 38

Beauftragter mobile Kletterwand

• Sonntag, Martin, jugendreferent@dav-gera.de

AmazonSmile 5,00 ¤ • Christine Kugge 50,00 ¤ • Simone Pelikan 250,00 ¤ • Friedemann Rudert

220,00 ¤

Wir haben uns über diese Spenden sehr gefreut und bedanken uns recht herzlich dafür.

Sektion Intern

4 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

5



Bericht zur 32. Jahreshauptversammlung

der Sektion Gera des Deutschen Alpenvereins e.V.

Wie im Mitteilungsheft Nr. 62, im Schaukasten

des Vereinshauses und auf unserer Homepage

angekündigt, führten wir am 24.06.2022 unsere

32. Ordentliche Jahreshauptversammlung durch.

Ein Wehrmutstropfen war die geringe Resonanz

auf unsere Einladung. Nur 20 Mitglieder nahmen

in Präsenz teil. Unsere Schatzmeisterin nutzte die

Möglichkeit der digitalen Teilnahme. Den Grund

zu analysieren, warum so wenig Mitglieder am

wichtigsten Entscheidungsgremium unseres Vereines

interessiert sind, ist äußerst schwierig. Ist

es schier Interessenlosigkeit, Bequemlichkeit

oder, wie einige wenige im Vorfeld ihre Nichtteilnahme

entschuldigten, Zeitüberschneidung zu

anderen Terminen?

Ich als Vorsitzender unseres Vereines erwarte für

unsere künftigen Veranstaltungen mehr Teilnahmen

Interessierter!

Die 32. Ordentliche Jahreshauptversammlung

wurde ordnungsgemäß einberufen, durchgeführt

und protokolliert. Da im Kalenderjahr auf

Grund der Corona-Pandemie die 31. Ordentliche

Jahreshauptversammlung nicht durchgeführt

werden konnte, wurde per Mitgliederbeschluss

durch Verlesen eines Berichtes des zurückgetretenen

kommissarischen Vorsitzenden und den

geprüften Haushaltsbericht der Schatzmeisterin

das Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen. Im Anschluss

erfolgte der „Abstimmungsmarathon“

zu notwendigen Satzungsänderungen, die z.T.

noch aus den Geschäftsjahren rührten, in denen

wegen der Corona-Pandemie keine Mitgliederversammlungen

durchgeführt werden konnten. Die

Satzungsänderungen wurden alle mit der notwendigen

2/3 Mehrheit beschlossen und so als

unsere neue, gültige Vereinssatzung legitimiert.

Eine weitere sehr wichtige Entscheidung erfolgte

im Tagesordnungspunkt: Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

ab 01.01.2023. Der Vorstand erklärte

die Notwendigkeit der Beitragserhöhungen auf

Grund von erhöhten Abführungen an den Hauptverband,

der Einführungen der Digitalumlage

aus dem Jahr 2019 und einer Klimaschutz- und

Emmissionsumlage. Auch diese unangenehme

Entscheidung wurde durch 2/3 Mehrheitsbeschluss

bestätigt. Daraus ergeben sich die neuen

Mitgliedsbeiträge ab dem Jahr 2023:

A - Mitglied: 72,00 ¤

C - Mitglied: 21,00 ¤

K/J - Mitglied (Einzelmitglied): 33,00 ¤

B - Mitglied: 49,00 ¤

D - Mitglied (Junioren): 41,00 ¤

K/J - Mitglied (Familie): 3,00 ¤

Es folgten die Rechenschaftslegungen der Gremien

unseres Vereines. Neben den Berichten

des Jugendreferenten, der Wanderreferentin, des

Kletterreferenten und des Ehrenrates, legte der

1. Vorsitzende, Michael Eißfeld, den Tätigkeitsbericht

für das Geschäftsjahr 2021 vor. Zuvor

erläuterte er die Notwendigkeit eines Tätigkeitsberichtes

zur Legitimation beim Finanzamt zur

Verwendung der Gelder für gemeinnützige und

Vereinszwecke und so steuerbegünstigte Zwecke

des Vereins lt. Satzung zu belegen. Nach dem

Bericht der Schatzmeisterin zur finanziellen Lage

des Vereines, erhielten die Rechnungsprüfer die

Möglichkeit den Mitgliedern das Ergebnis der Finanzprüfung

mitzuteilen. Im Ergebnis dieser Berichte

wurde der Vorstand von den anwesenden

Mitgliedern per Beschluss für das Geschäftsjahr

2021 entlastet.

Da in diesem Jahr die turnusmäßige Neuwahl

des Vorstandes, des Ehrenrates, sowie der Rechnungsprüfer

anstand, wurden diese in einem

ordentlichen und auf Beschluss der Mitgliederversammlung,

öffentlichen Wahlverfahren durchgeführt.

Im Ergebnis dieser Wahl wurden

im Vorstand:

Michel Eißfeld - 1. Vorsitzender

Stefan Gerlach - 2. Vorsitzender

Carmen Prang - Schriftführerin

Markus Gleichmannn - Digitalisierung

Ursula Weisensee - Schatzmeisterin

in den Referaten:

Martin Sonntag - Jugendreferent

Gregor Urbansky - Kletterreferent

als RechnungsprüferInnen:

Simone Schönemann

Kay Forner

legitimiert.

Einzig als Referent für die Interessengruppe der

Wanderer fand sich kein Kandidat/Kandidatin,

womit diese Funktion vakant bleibt.

Unter dem Tagesordnungspunkt: Anträge des

Vorstandes und der Mitglieder, Diskussion

wurden Informationen zu folgenden Themen weitergegeben:

• Martin Sonntag: Einladung aller Mitglieder zum

Sommerfest am 16.07.2022 am Entdeckerturm

in die Neue Landschaft in Ronneburg; Vorstellung

des Programmes

• Martin Sonntag: Gipfelpatenschaft in der Sächsischen

Schweiz im Bielatal für die Waldkapelle

durch Uwe Rarisch

• Michael Eißfeld: Newsletter einrichten als elektronisches

Informationsblatt; wird über E – Mail

versandt; Beauftragung von Markus Gleichmann;

Inhalt: Vorstandsbeschlüsse, Terminänderungen

usw.

• Vorschlag von Bernd Erlebach zur Satzungsänderung:

Wahl der Mitglieder des Ehrenrates für

4 Jahre wie beim Vorstand; Aufnahme für die

nächste Mitgliederversammlung

Werte Mitglieder,

• Karl Lämmer: Vereinshaus Verweilzeit auf bestimmte

Zeit begrenzt; Kündigungsfrist ½ Jahr;

Vorschlag, dass Vorstand Veränderung vorbereitet

und finanzielle Rücklagen gebildet werden;

beauftragt damit Stefan Gerlach und Karl

Lämmer

• Gerhard Krämer: Führung Vereinsstatistik über

gewanderte und gekletterte Wege; Vorschlag

elektronische Lösung, wo jeder seine Wege einstellen

kann

• Michael Eißfeld: 5 Freiübernachtungsscheine

für die Geraer Hütte konnten an Mitglieder vergeben

werden

• Information zur Planung der 33. Ordentlichen

Jahreshauptversammlung: Sie ist als Präsenzveranstaltung

geplant und soll im ersten Halbjahr

2023 (der genaue Termin wird satzungsgemäß

bekannt gegeben) stattfinden.

Michael Eißfeld

1.Vorsitzender

Gera, 22.10. 2022

der Vorstand unserer Sektion lädt alle Mitglieder zur 33. Ordentlichen Jahreshauptversammlung

am 24.03.2023 ein, die an der Reflexion des zurückliegenden Geschäftsjahres 2022 und einem

Ausblick an der weiteren Entwicklung unseres Vereines interessiert sind. Die Einladung erfolgt

fristgerecht, laut Satzung müssen die Mitglieder spätestens sechs Wochen vor der Mitgliederversammlung

schriftlich eingeladen werden und wird, wie wir es auf der 30. Ordentlichen Jahreshauptversammlung

beschlossen hatten, neben der Veröffentlichung im Mitteilungsheft, auch auf

unserer Homepage, im Schaukasten und per E - mail für alle Mitglieder kundgetan. Über eventuelle

Änderungen bzw. Aktualisierungen informieren wir euch ebenso auf der Homepage unserer Sektion,

im Schaukasten und per E - mail. Wir freuen uns auf Nachfragen und Ideen in den Diskussionen

und dem Abschluss des Geschäftsjahres 2022.

Zu bestätigen ist die Funktion des Wanderreferenten/der Wanderreferentin durch Abstimmung der

Mitgliederversammlung. In diesem Zusammenhang rufen wir Euch, die Mitglieder, auf, für diese

Wahl zu kandidieren. Wer möchte die Interessen der Wanderfreunde vertreten und aktiv im Vorstand

mitarbeiten. Wer darüber hinaus die Voraussetzung der Wählbarkeit* erfüllt, sendet bitte

eine Bereitschaftserklärung schriftlich oder per E - mail an den Vorstand unserer Sektion. Die Bereitschaftserklärungen

können auch noch unmittelbar vor der Wahlhandlung in der Mitgliederversammlung

eingebracht werden.

Anträge und Redebeiträge für die Mitgliederversammlung bitte bis 02.03.2023 beim Vorstand

schriftlich anmelden.

Aktuelles

6 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

7



Einladung

zur 33. Ordentlichen Jahreshauptversammlung

des Deutschen Alpenvereins Sektion Gera

Wir, der Vorstand, laden die Mitglieder des Deutschen Alpenvereins Sektion Gera zur

33. Ordentlichen Jahreshauptversammlung ein.

Datum:

Ort:

Freitag, 24.03.2023, 17:00 Uhr,

Einlass 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Lutherhaus, Gemeindesaal der Evang. Kirchgemeinde Gera-

Untermhaus; Joliot-Curie-Str.1a, 07545 Gera-Untermhaus

Zugangs- Eventuelle Zugangsvoraussetzungen entnehmt ihr bitte Information

voraussetzung: auf der Homepage des DAV Sektion Gera, sowie im Schaukasten

oder in euren E - mails.

Tagesordnung: TOP 1 Begrüßung, Wahl der Protokollprüfer

TOP 2 Verlesen der Tagesordnung,

Änderungen/Ergänzungen – Beschlussfassung

TOP 3 Protokoll der 32. Ordentlichen Jahreshauptversammlung

TOP 4 Bericht des 1. Vorsitzenden

TOP 5 Bericht des JDAV - Referenten

TOP 6 Bericht der Schatzmeisterin

TOP 7 Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 8 Fragen und Diskussion zu den Berichten

TOP 9 Entlastung des Vorstandes – Beschlussfassung

TOP 10 Wahl des Wanderreferenten/der Wanderreferentin

TOP 10/1 Erörterung des Wahlverfahrens – Beschlussfassung

TOP 10/2 Vorstellen der Kandidaten

TOP 10/3 Wahl, anschl. Auszählung der abgegebenen Stimmen

TOP 10/4 Verkünden des Wahlergebnisses

TOP 11 Anträge d. Mitglieder, Diskussion – evtl. Beschlussfassung

TOP 12 Verabschiedung

Neues aus der Mitgliederverwaltung

Ich freue mich, dass wir im letzten halben Jahr wieder ein paar neue Mitglieder im Verein

begrüßen konnten. In diesem Jahr gab es deutlich mehr Kündigungen der Mitgliedschaft

aus der Sektion als Neuanmeldungen. Ein Grund für die Kündigungen waren möglicherweise die

notwendigen höheren Beiträge. Möglicherweise spielten auch die durch Corona und seine Nachwirkungen

fehlenden Veranstaltungen zur Pflege des Vereinslebens eine Rolle. Als Vereinsvorsitzender

manage ich nebenher die Mitgliederverwaltung. Für diese Funktion suchen wir weiterhin

eine neue Mitstreiterin bzw. einen neuen Mitstreiter. Euer Interesse daran könnt ihr gerne beim

Vorstand bekunden. Wir würden uns sehr über die Unterstützung freuen.

Die alljährliche Bitte an euch, euer Konto für die Abbuchung des Mitgliedsbeitrages Anfang Januar

gedeckt zu halten und mir Veränderungen eure Bankdaten betreffend unverzüglich mitzuteilen.

Danke. Leider muss dies an dieser Stelle immer wieder mitgeteilt werden, da einige, wenige Mitglieder

nicht verstehen, dass bei nicht gedecktem Konto die Retour- und Mahngebühren von ihnen

zu tragen sind. Außerdem werden, laut unserer Satzung, Mitglieder nach zweimaliger Mahnung

aus dem Verein ausgeschlossen. Die Zahlung des Mitgliedsbeitrages für das neue Jahr einschließlich

der angefallenen Gebühren wird dann von einem Inkassobüro veranlagt. Also kommt eurer

Verpflichtung nach, damit dieser Aufwand nicht exerziert werden muss.

Michael Eißfeld

Im letzten halben Jahr haben wir folgende Mitglieder

neu in unserer Sektion aufgenommen und heißen sie herzlich Willkommen:

• Reinhardt Jeppe

• Wibke Bätz

• Jens Kempe

• André Heinze

• Tobias Forner

• Maxi Ann Baierl

• Nele Galke

• Mike Matuschek

• Kerstin Matuschek

• Kathleen Werber

• Stefan Werber

• Tina Nobis

• Kristin Gleichmann

• Damjan Gleichmann

• Tadeja Gleichmann

• Thomas Kratzmann

• Thomas Dietsch

• Robert Seisel

• Jakob Goldhan

• Max Schmidt

• Alexander Fröhlich

• Sina Hüllner

• Heidemarie Kohn

• Anna Hupfer

• Charlie Schubert

• Udo Fischer

Aktuelles

Mit sportlichem Gruß

1. Vorsitzender

8 Mitteilungen 64 Mitteilungen 64

9



Wir gratulieren allen Geburtstagskindern unserer Sektion

recht herzlich und besonders unseren älteren Jubilaren:

• 85 Jahre

Anita Kunz

• 80 Jahre

Christa Dümke

Helga Groß

Bärbel Kölbel

Klaus Wolff

• 75 Jahre

Dieter Neugebauer

Bernhard Schreier

• 70 Jahre

Evelin Kamp

Hartmut Leiterer

Regina Lieb

Konny Meyer

Ingrid Putzmann

Mathias Reif

Sabine Schleider

• 65 Jahre

Holger Baum

Andrea Erlebach

Michael Ganzenberg

Sibylle Ganzenberg

Marlis Gruner

Matthias Hoch

Doris Regner

Gerd Reinhardt

Karl-Heinz Spangenberg

Regina Wohlfahrt

• 60 Jahre

Lutz Böhmer

Frank Dietzschold

Simone Herzog

Heidi Hölzel

Kerstin Hoenicke

Peter Kindermann

Kathrin Klas

Andreas Kotsch

Corina Pelz

Uwe Schmidt

Ronald Teggatz

• 55 Jahre

Beate Grünhagen

Steffen Günther

Gabriele Scherf

Jens Winter

• 50 Jahre

Mario Bottner

Eileen Brembach

Martin Patzig

Dorit Röthel

Uwe Serfling

André Theilig

Yves Trützschler

Daniel Wenskus

Peggy Wenzel

Aktuelles

Außerdem gratulieren wir folgenden DAV-Jubilaren zu:

• 25 Jahre Mitgliedschaft im DAV

Erwin Böhme

Egbert Funda

Kornelia Funda

Sandro Kirst

Reik Leiterer

Lisa Penndorf

Jens Penndorf

Susan Penndorf

Christian Schramm

Richard Steidel

Sabine Walter-Boy

Christoph Warmuth

• 30 Jahre Mitgliedschaft im DAV

Frank Fielitz

Olaf Jäger

Karl – Heinz Kolbe

Bernhard Schreier

• 35 Jahre Mitgliedschaft im DAV

Hans-Hagen Hempel

• 40 Jahre Mitgliedschaft im DAV

Michael Eißfeld

• 60 Jahre Mitgliedschaft im DAV

Bernd Weber

Stadtwaldtor Gera-Lusan, eine Wanderung zur Einweihung am 28.04.2022

Der Geraer Stadtwald empfängt nun auch in

Lusan seine Gäste mit einem Stadtwaldtor. Die

massive Holzkonstruktion wurde anlässlich

des Spatenstiches des Stadtteils Lusan vor 50

Jahren am 28.04.2022 feierlich von der Dezernentin

für Jugend und Soziales der Stadt Gera,

sowie Wolfgang Tiefensee, Thüringens Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft,

symbolisch an die Bürgerinnen und

Bürger auf Höhe der Dürrenebersdorfer Straße

75 übergeben. Im Vorfeld fand eine Sternwanderung

aus fünf geführten Wanderungen statt.

Für eine Gruppe unserer Wanderer war dies Anlass,

vom Stadtwaldtor Eiselstraße durch den

Stadtwald zum Stadtwaldtor zu wandern.

Als Erste durchschritt nach der Einweihung unsere

Wanderleiterin Gerlinde Boy das Tor. Dies

war eine Zeitungsmeldung wert mit dem Zitat

von ihr: „Irgendeiner musste es ja tun. Das war

eine sehr schöne Veranstaltung. Schön auch,

dass so viele Menschen gekommen sind.“ Das

Stadtwaldtor Lusan ist das 7. Tor, welches der

Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V. mit

viel ehrenamtlichen Engagement und weiterer

Unterstützer errichtet hat.

Beate Malinowski

10 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

11



Vom Jugendleiter und Papa zum Bewegungscoach für Thüringen

Im zeitigen Frühjahr berichtete mir Martin von

Bewegungscoachprojekt der Thüringer Sportjugend

und des Landessportbundes. Er hatte da

eine Idee im Hinterkopf. Immer begeisterter erzählte

er von dem Projekt, welches sich zum Ziel

gemacht hat Kinder im Alter von 5 – 10 Jahren

in Bewegung zu bringen und auch deren Eltern

einzubeziehen. Das Projekt soll nachhaltig sein

und oft ist der Alltag der Steppkes von Bewegungsarmut

und Bequemlichkeit geprägt. Vielen

Kindern fehlen aktive Freizeitbeschäftigungen.

Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit

für eine gesunde körperliche Entwicklung stehen

dem steigende Medienkonsum gegenüber. Auch

Corona hat da in den letzten Jahren seine Spuren

hinterlassen. Martin erkundigte sich genau und

prüfte für sich die Möglichkeit in Kooperation mit

den Alpenverein im Bereich Gera als Bewegungscoach

zu arbeiten. Allmählich nahm die Sache

Gestalt an, aber sie hatte auch einen Haken. Eine

Anforderung war eine Übungsleiter – C – Lizenz,

welche Martin bis dato noch nicht besaß. Aber

das bremste ihn nicht mit dem Vereinsvorstand,

welchen er schließlich von seiner Idee überzeugte,

zu reden, um sich für die Stelle bewerben

zu können. Martin sprühte immer noch vor

Begeisterung, sprach mit Verantwortlichen des

Stadtsportbundes und kämpfte für seine Idee.

Schließlich wurde er am 15.05.2022 belohnt

und bis zum 31.07.2023 zum Bewegungscoach

für Thüringen im Rahmen des Landesaktionsprogramms

„Abholen – Stärken – Unterstützen“

berufen und der Alpenverein ist Kooperationspartner.

Der Vorstand steht im ständigen fachlichen Austausch

mit den Projektverantwortlichen Phillip

Kötschau (als Projektbegleiter) und Anette

Weidensee (Referentin für Kinder- und Jugendsportentwicklung)

Landesportbund. Welch eine

tolle Chance für unseren Verein, für Martin, alle

Kinder sowie deren Eltern und die Stadt Gera!

Seit 01.07.2022 arbeitet Martin nun haupt- und

ehrenamtlich im DAV Gera. Ziel seiner Tätigkeit

ist es, einen Beitrag zur Förderung der gesundheitlichen

Entwicklung von Kindern zu leisten.

Dazu gehört es vor allem Kinder und deren Eltern

dafür zu sensibilisieren, dass unser Körper

für Bewegung ausgelegt ist und nur dadurch leistungsfähig

im Alltag sein kann. Logisch, schon

meine Großeltern sagten immer: „Wer rastet,

der rostet.“ Warum sollte dieses alte Sprichwort

nicht auch heute noch aktuell sein. Nun heißt es

für Martin getreu nach dem Motto: „Bewegung

soll Spaß machen und gute Laune bringen!“,

Kinder für sportliches Bewegung zu motivieren

und vor allem sie zu aktivieren. Fortan erzählte er

von Angeboten, die er den Leiter*innen von Kitas

sowie Grundschulen unterbreiten möchte. Diese

reichen von Sportprojekten über Sportstunden,

Wandertage mit sportlichen Bewegungsangeboten,

Sportfesten bis hin zu Bewegungsstunden

im Verein. In einigen Einrichtungen wurde er mit

offenen Armen empfangen, in anderen stieß er

auf taube Ohren. In den ersten Wochen war mühevolles

„Klinkenputzen“ angesagt. Schließlich

fügten sich die Dinge und er begann mit den

begeisterten Einrichtungen zu arbeiten und mittlerweile

macht er dort wöchentliche Angebote.

So stieß ich im Internet auf „Sonnenblümchen

wandern mit Bewegungscoach“.

Hier wanderte Martin mit einer Kindergartengruppe

durch Lusan. Auf dem Weg baute er

immer wieder kleine Bewegungsspiele ein. Er

machte mit den Kindern eine kleine Erwärmung

am nahegelegenen Sportplatz, nutzte Treppen

als Sportgeräte zum Rennen sowie hopsen, aus

seinem Rucksack kramte er Bohnensäckchen

hervor, machte kleine Staffelspiele und ließ alte

Kinderspiele wie „Der Plumpsack geht um“ aufleben.

Ganz bewusst wählte er sich einen Spielplatz

mit Klettermöglichkeiten als Ziel aus, denn

dies ist sein Spezialgebiet. So konnte er die Kinder

zum Klettern an der kleinen Kletterwand und

zum Hangeln motivieren. Wie im Fluge verging

die Zeit und sie machten sich auf den Rückweg.

Den Kindern hatte es sichtlich gefallen und bewegt

hatten sie sich jede Menge. Martin wählte

bewusst ganz einfache Übungen mit einfachen

Mitteln im Lebensraum der Kinder, um zu zeigen,

dass sich jeder überall bewegen kann. Nun ist

er jeden Donnerstag zu Gast in der Kita Sonnenblume

und geht auf Streifzug mit einer Gruppe.

Einmal im Monat möchte er gemeinsam mit der

Kita einen Elternnachmittag gestalten, wo er als

Ansprechpartner für die Eltern mit Vereinsangeboten

vor Ort ist. So hofft er, Kinder und möglicherweise

auch die Eltern zum Sporttreiben im

Verein zu bringen. Außerdem baut Martin im

Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Bewegungscoach

im DAV gerade eine Eltern-Kind-Trainingsgruppe

auf. Sie trifft sich immer dienstags

Eine Mail, die Dank und Hoffnung ausdrückt

Liebe Simone,

nach einer längeren Auslandsreise habe ich

zu Hause in der Post das neue Mitteilungsheft

vorgefunden. Danke dir und auch deiner neuen

„Mitstreiterin“ Carmen dafür.

Es freut mich, dass du nunmehr eine aktive Mitgestalterin

im Bereich der Redaktion der Sektion

hast und wünsche euch für die weitere Zeit ein

gutes Miteinander.

Das aktuelle Heft ist wieder sehr gut gestaltet

und informativ, v.a. auch für mich, die ja das

Sektionsleben nicht „vor Ort“ erleben kann.

Große Anerkennung findet auch bei mir dein

Wirken als Übungsleiterin für Kinder und Jugendliche.

Die vielen Aktivitäten kommen gut im

in der Turnhalle im Zabelgymnasium an unserer

Kletterwand. In dieser Gruppe steht das Klettern

im Mittelpunkt. Kinder und deren Eltern klettern

gemeinsam. Noch leitet er die Gruppen an und

bringt allen das nötige Rüstzeug bei. Nach und

nach will er sich aus der gruppe zurückziehen

und die Leitung an die Eltern übergeben. Ich bin

gespannt, ob dieses Experiment gelingt. Dies

waren zwei Beispiele aus Martins Tätigkeit als

Bewegungscoach für Thüringen im Bereich Gera.

Ich hoffe, ich werde noch viele schöne und bewegungsreiche

Erlebnisse von ihm erzählt bekommen

und drücke ihm beide Daumen, dass es ihm

gelingt, viele Kinder in Bewegung zu bringen.

Sport frei!

Simone Pelikan

neuen Heft und auch auf dem Titelbild „rüber“.

Ich hoffe und wünsche mir, dass nach der Mitgliederversammlung

weitere „Ungereimtheiten“

geklärt sind bzw. werden, und sich die ehrenamtliche

Arbeit der aktiven Mitglieder stärker

auf das eigentliche Ziel der Vereinsarbeit der

Sektion mit dem Blick nach vorn orientiert.

Also, nochmals vielen Dank an euch und für die

weitere Zeit erfolgreiches Wirken.

Annelie

PS: Karl Lämmer schrieb in einer Mail:

Ich gratuliere euch zu dem gelungenen Heft.

Aktuelles

12 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

13



Regen, Sonne, Heiterkeit – das 1. sensationelle DAV-Sommerfest

Am Anfang stand der Cantabilechor.

Manch einer fand sein Betätigungsfeld am Entdeckerturm und bezwang ihn

im Klettergurt oder auf unkonventionelle Weise über die Treppe.

Auf jeden Fall wurde jeder Bezwinger

oben mit einem grandiosen Blick belohnt.

Aktuelles

Schnitzeljagd der Jugend zum Thema Klima und Umwelt

Es mundet, Dank Andy‘s Feldküche und der Wunderbar

Oh, ein Schatz!

Essenmarkenausgabe

Carmen (im) Nebel

14 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

15



Ein buntes Programm sorgte für Kurzweil sowie gute Laune an diesem wunderbaren Tag

Geras Stadtväter schauten vorbei

Gespräche wurden geführt

Michael Diemitz „liest“

aus seinen Kletterbüchern

Gespannt lauscht das Publikum

seinen Geschichten

Michael Blume erfreute uns

mit Gitarre und Gesang

Herr Vonarb bewies Mut und Vertrauen

Der Kindergärtnerinnenchor von Ronneburg

überraschte uns mit seinem Programm

Die Zuschauer suchten sich ein schönes Plätzchen, lauschten, staunten, schwatzten …

Das absolute Highlight an

diesem Tag war ohne Zweifel

die ca. 150 m lange Seilbahn.

Ob jung oder alt,

allein oder zu zweit

ging es mit viel Getöse und Freude

vom Turm hinab in den Park.

Beim Aufräumen packten alle mit an und ruck zuck waren wir fertig.

Ein großes Dankeschön an

unsere Gäste. Ihr habt die

viele Vorbereitungsarbeit zu

schätzen gewusst.

… und natürlich auch ein

großes Dankeschön an alle,

die fleißig organisiert und

vorbereitet sowie ihre Ideen

eingebracht haben.

Danke, es war ein wunderschöner

Tag mit euch allen.

Simone Pelikan

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17



Ein Stern …

Ja, für alle, die es noch nicht wissen. Seit dem

06.10.2022 leuchtet ein heller Stern am Himmel

des Alpenvereins Gera, ein Stern des Sports in

Bronze!

wesenheitsliste, geladen, alles junge Menschen

sogar ein Kind war dabei. Ja, nun waren wir hier

im schön hergerichteten Ambiente, argwöhnisch

von den Jüngeren beäugt, voller Spannung und

harrten der Dinge, die da kommen sollten. Nach

kurzer Vorrede wurden angefangen mit dem Förderpreis

aufsteigend die Projekte vorgestellt und

Preise verliehen. Den Förderpreis bekam die SG

Rotation Rosenthal, die während der Coronakrise

gegründet und aufgebaut wurde. Während

alle Vereine Mitglieder verloren, wurde dort ein

kühner Schritt gewagt und etwas ganz Tolles

geschaffen. Mit dem 3. Preis wurde das Show -

Ballett Formel 1 aus Jena, welches junge und alte

Tänzer*innen mit und im Tanz verbindet, ausgezeichnet.

Auch dies ist eine tolle Leistung. Die

Spannung stieg weiter. Schließlich wurde unser

Projekt Blümchen – Natur – Kultur, ein Wanderformat

speziell für die „Urgesteine“ (70+)

unseres Vereins vorgestellt. Damit war klar, wir

hatten den 2. Preis erobert!

Die Idee kürzere Wanderungen mit der Kultur

interessanter Gegenden unserer Heimat Thüringen

vereint mit der vielfältigen Natur anzubieten

und so für die ältere Wandergeneration, welche

nicht mehr so lange Strecken zurücklegen kann,

ein Angebot zu ermöglichen, hatte die Jury überzeugt.

Wir strahlten übers ganze Gesicht und

freuten uns wie kleine Kinder. Wer hätte das gedacht!

Super, was für kreative Ideen unsere Wanderleiter

und Tourenbegleiter haben! Und spätestens

als Manfred stolz sein biblisches Alter

bekannt gab, machte ein respektvolles Raunen

die Runde. Nun waren wir gespannt, wer den 1.

Preis gewonnen hatte. Dieser wurde an den FSV

Schleiz verliehen. Sie haben mit ihrem Projekt

„Errichtung und Betreibung eines barrierefreien

und inklusiven Spielplatzes“ nicht nur die Juroren

sondern auch uns überzeugt. Was dieser

Verein geleistet hat, kann ich gar nicht in Worte

fassen. Dies verdient allerhöchsten Respekt.

Es wurde ein vergnüglicher Abend mit interessanten

Gesprächen und natürlich einem leckeren

Abendbrot. Danke, dass ich dabei sein und

an diesem herausragenden Erlebnis teilhaben

durfte.

Nun stand der Stern ungefähr eine Woche bei

uns zu Hause auf der Anrichte in der Küche, da

Marion Michael gebeten hat ihn ins Vereinshaus

zu stellen. Jedes Mal, wenn ich das Sternchen

sah, zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich

denke, liebe Wandergruppe, ihr solltet den Stern

bei euch in der Truppe herumreichen, so dass

ihn jeder mal zu Hause haben kann. Aus Erfahrung

kann ich sagen: „Er macht stolz.“, und das

könnt ihr sein. Im Vereinshaus sieht ihn keiner

von euch und das finde ich schade.

Simone Pelikan

Das Sternchen

Diesen eroberte Marions Wandergruppe mit ihrem

Wanderformat Blümchen – Natur – Kultur.

Aber von vorn. Marion hatte eines Tages die

kühne Idee sich am Regionalwettbewerb Sterne

des Sports zu beteiligen. Christina meisterte die

Bürokratie für die Bewerbung und dann wurde

alles an entsprechender Stelle eingereicht. Nun

war lange Sendepause und gedanklich wurde

das Projekt schon fast ad acta gelegt. Irgendwann

im September kam Post von der Volksbank. Der

Brief gehörte zum normalen Tagesgeschäft und

fand nach dem Motto: „Wer weiß, was die wieder

wollen“, erst gar nicht so viel Beachtung, aber in

Windeseile sprach sich herum, dass der Alpenverein

zur Preisverleihung der Sterne des Sports

in Bronze eingeladen war! Es war gar nicht so

leicht Vereinsvertreter, welche die Veranstaltung

besuchen sollten zu finden. Schließlich war eine

große Truppe Wanderer in Eisenach unterwegs

und parallel sollte ein Bildervortrag über den

Oman stattfinden. Schließlich rückten wir mit

sieben Vertretern am Abend des 06. Oktobers

in der „Waldmeisterei“ an. Mitglieder aus insgesamt

4 Vereinen waren, ersichtlich aus der An-

Schau mal einer an

Unser Preis

Alle Preisträger (Quelle: Volksbank e.G. Gera Jena Rudolstadt)

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19



> Veranstaltungen

• Sport für Frauen

Jeden Montag von Anfang Oktober bis Ende April

treffen sich die Frauen 18.00 bis 20.00 Uhr

in der Panndorfhalle, Neue Straße 23.

Leitung: Marion Proschmann

• Klettertraining

Jeden Dienstag von 19.45 Uhr bis 21.30 Uhr in der

Turnhalle der Grundschule „Wilhelm Busch“ in

Gera-Lusan, Saalfelder Straße 24.

Im Frühjahr und Sommer findet das Dienstagstraining

ab 18:00 Uhr am Kletterturm Ronneburg statt

(nach Absprache ab etwa Mitte Mai). Freitags oder

am Wochenende geht es zum Bouldern oder Klettern

nach Absprache ganzjährig in ein Klettergebiet

oder eine Kletterhalle. Alle Aktivitäten, außer dem

Dienstagstraining in der Grundschule „Wilhelm

Busch“, sind Gemeinschaftsveranstaltungen.

Leitung: FÜL Ingo Naumann

• Klettertraining Kinder und Jugendliche

Mo 16.30 – 18.00 Uhr

Die 16.30 – 18.00 Uhr

Mi 17.00 – 18.30 Uhr

Do 17.00 – 18.30 Uhr

Das Training aller Gruppen findet in der Turnhalle im

Zabelgymnasium, Clara-Zetkin-Straße 7 statt.

Leitung: Mo. und Die.: Martin Sonntag; Mi.: Simoe

Pelikan; Do.: René Reimann;

• Kletterwand

Für unsere Kletterwand im Zabelgymnasium, Clara-

Zetkin-Straße 7 bestehen für unsere Mitglieder

folgende Nutzungszeiten:

Mo: 14.00-19.15 Uhr

Di: 14.00-18.30 Uhr

Mi: 14.00-19.15 Uhr (17.00-18.30 Uhr JDAV)

Do: 14.00-20.00 Uhr (17.00-18.30 Uhr JDAV)

Fr: 14.00-20.00 Uhr (17.00-18.30 Uhr JDAV)

Gemeinschaftsveranstaltung

Wandergruppe

JDAV

Klettergruppe

HINWEIS:

Aus versicherungsrechtlichen Gründen handelt es sich bei „Gemeinschaftsfahrten” nicht um „Führungstouren”,

selbst wenn eine bestimmte Person als Organisator/Ansprechpartner genannt wird.

Alle Veranstaltungen der Wandergruppen des DAV Sektion Gera sind Gemeinschaftstouren (siehe auch

Teilnahmebedingungen und Hinweise). Aktualisierungen zu Terminen und zur Einkehr sowie zusätzliche

Wanderungen sind der Homepage der Sektion unter „Termine“ zu entnehmen.

Terminänderungen vorbehalten! Bitte Webseite, örtliche Presse und Schaukasten beachten!

Mi.

04.01.2023

Di.

10.01.2023

Mi.

11.01.2023

Hüttentour in heimatlichen Gefilden 9 km

Abkürzung ab Waldhaus mit Bus möglich

WL: Regina Sterna

Treff: 09.00 Uhr, Aueweg Untermhaus

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr im Vereinshaus

Von Endschütz nach Linda 9 km

mit Einkehr

WL: Marion Proschmann

Treff: 09.30 Uhr Bauhaus, Start: 10.00 Uhr Endschütz alter Bahnhof

Sa.

14.01.2023

Sa.

21.01.2023

Mi.

25.01.2023

Do.

02.02.2023

Di.

07.02.2023

Mi.

08.02.2023

Mi.

22.02.2023

Sa.

25.02.2023

Fr.-So.

24.02.2023-

26.02.2023

Sa.

04.03.2023

Di.

07.03.2023

Mühlengrund Orlasenke 12 km

Rucksackverpflegung

WL: Karl Lämmer

Treff: 09.00 Uhr PP Bauhaus

Klettern in der Eventscheune

(mit Familien) - Gruppe Simone

Treff: Anmeldung: bis 07.01.2023 bei Simone

Winterwanderung durch die „Tesse“ 12 km

mit Einkehr in der Käseschenke,

WL: Daniel Wiesner

Treff: 09.30 Uhr PP Harpersdorfer Str. 60, erreichbar auch mit Linie 20 ÖPNV

Gera, HS circa 500m bis Startplatz

Blümchen Natur Kultur 8 km

Wandern bei Wünschendorf mit Einkehr

WL: Marion Proschmann

Treff: 09.00 Uhr Bauhaus, Start: 09.30 Uhr PP Weidaer Str., Wünschendorf

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr digital

Geras nähere Umgebung 12 km

leichte Wanderung, Rucksackverpflegung

WL: Gerlinde Boy

Treff: 09.00 Uhr Straßenbahnhaltestelle Wintergarten

Winteridylle auf dem Jenaer Forst 11 km

150Hm, mit Einkehr, Stöcke optional

WL: Gundula Günther

Treff: 08.30 Uhr Gera Hbf, Abfahrt 09.05 Uhr,

Start: 09.45 Uhr PP Jena Westbahnhof

JDAV Eislaufen in Greiz

Anmeldung: bis 10.02.2023 beim JL/ÜL

Treff: 8.45 Uhr Hbf. Gera

Skilanglauf im Böhmischen Erzgebirge

Laufkm/Tag: 25-28

(bei Schneemangel wird gewandert) 2Ü/ Frühstück im Raum Bozi Dar; Anmeldung

und Anzahlung von 95 EUR/Pers. bis 31.12.22 bei: WL: A. Coch

Besuch der Kletterhalle „Nordwand“ in Erfurt

Genaue Absprache zum Dienstagstraining

FÜL Ingo Naumann

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr im Vereinshaus

Veranstaltungstermine 1. Halbjahr 2023

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Mitteilungen 64

21



Do.

09.03.2023

Blümchen Natur Kultur 8 km

Von Jena - Cospeda zu den Winterlingen und zur „Hexe“ mit Einkehr

WL: Marion Proschmann

Treff: 08.30 Uhr Hbf Gera, Abfahrt 09.05 Uhr

Fr.-Mo.

07.04.2023-

10.04.2023

Ostern im Harzvorland

Gemeinde Harztor in der Rüdigsdorfer Schweiz, 3 ÜF,

Ca 135.00 ¤ p.P. im DZ, Wanderungen ca 15 km, Eigenanreise,

Bitte schriftlich anmelden bei M. Proschmann per W.App oder Mail

WL: Marion Proschmann

Sa.

11.03.2023

JDAV Jugendvollversammlung 2023

mit Spiel und Spaß

Anmeldung: bis 25.02.2023 unter jugendreferent@dav-gera.de

Treff: 10.00 Uhr Turnhalle Zabelgymnasium

Mi.

12.04.2023

Zu den Frühjahrsblühern 11 km

Von Bad Berka nach Legefeld, mit Einkehr in Hetschburg

WL: Marion Proschmann

Treff: 7.30 Uhr Hbf Abfahrt 8.01 Uhr

Mi.

15.03.2023

Sa.

18.03.2023

Mi.

22.03.2023

Sa.-So.

25.03.2023-

26.03.2023

Di.

28.03.2023

Sa.

01.04.2023

Di.

04.04.2023

Zu den Märzenbechern bei Eulau 12 km

mit Besichtigung des Sonnenobservatoriums und Einkehr in der Schlossschenke

Goseck, mittelschwer, circa 300Hm

WL: Daniel Wiesner

Treff: 08.30 Uhr Industriestr., Start: 09.30 Uhr Wander PP Schenkenhohle Eulau

Ziegenrück Wysburg Ziemestal 17 km

Rucksackverpflegung

WL: Karl Lämmer

Treff: 09.00 Uhr PP Bauhaus

Jenaer Bergrundtour-Pennickental-Fuchsturm-Teufelslöcher 13 km

mit Einkehr, mittelschwer, circa 250 Hm

WL: Gundula Günther

Treff: 08:30 Uhr Industriestr., 09:15 Uhr Parkplatz Sportforum Jena

Jugendausschusswochenende

Ausflug – Weiterbildung – Teambildung

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr digital

Besuch der Boulderhalle „Plan B“ in Jena

Genaue Absprache zum Dienstagstraining

Info: FÜL Ingo Naumann

Boulderwettkampf der Sektion in der Boulderhalle „Plan B“ in Jena

Einweisung: 17.45 Uhr

Beginn: 18.00 Uhr

Ende: 21.00 Uhr

Im Anschluss Auswertung und Siegerehrung

Info: FÜL Ingo Naumann

Mi.

19.04.2023

So.-Sa.

16.04.2023-

22.04.2023

Sa.

22.04.2023

So.

23.04.2023

Mi.

26.04.2023

Fr.-Mo.

28.04.2023-

01.05.2023

Di.

02.05.2023

Von Profen nach Pegau entlang der Schwennigke 16 km

Einkehr vorgesehen, leichte Wege, keine Anstiege

WL: Evelin Kampf

Treff: Info zeitnah auf der Website

Radwanderung durch die Niederlausnitz

Bad Muskau 2 Ü, Cottbus 2Ü, Eisenhüttenstadt 2Ü, An- und Abreise

mit dem Zug, Anmeldung bis 28.02.2023, begrenzte Teilnehmerzahl

WL: Ursula Weisensee

Anklettern in einem Klettergebiet nach Absprache

Gemeinschaftstour

Genaue Absprache zum Dienstagstraining

Info: FÜL Ingo Naumann

JDAV Klettern im Steinicht

(mit Familien) - Gruppe Simone

Anmeldung: bis 29.03.2023 bei Simone

Löberschütz-Hohe Lehde-Bonsigberg 13 km

Rucksackverpflegung, mittelschwer, 300Hm,

WL: Gundula Günther

Treff: 08:30 Uhr Bauhaus, 09:30 Uhr im Dorf Löberschütz

D´s Steigla ruft!

Vier Wanderungen im Frankenwald, Pensionsübernachtung im Standquartier,

Anmeldung schriftlich bis 31.01.2023, tägl. max. 12km

WL: Bernd Erlebach

Treff: weitere Angaben per Mail an Teilnehmer

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr im Vereinshaus

Veranstaltungstermine 1. Halbjahr 2023

22 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

23



Sa.

06.05.2023

Über den Erzgebirgskamm nach Hirschenstand 12 km

Rucksackverpflegung (lange Anstiege)

WL: Karl Lämmer

Treff: 08.30 Uhr Bauhaus

Sa.

03.06.2023

Klettern am Ronneburger Turm

(mit Familien) und Ablegen Kletterscheine – Gruppe Simone

Anmeldung: bis 17.05.2023 bei Simone

Sa.

06.05.2023

Mi.

10.05.2023

Mi.

17.05.2023

Sa.

20.05.2023

Mi.

24.05.2023

Mi.

31.05.2023

Sa.

03.06.2023

JDAV Traditionelles Anklettern in Steinicht

Anmeldung: bis 22.04.2023 beim JL/ÜL

Treff: 8.45 Uhr Hbf. Gera

Von Lindig durch den Leubengrund 12 km

mit Einkehr

WL: Regina Sterna

Treff: 08.00 Uhr Bauhaus, Start: 09.00 Uhr in Lindig am Lindwurm

Über den Königsstuhl zur Kunitzburg-Golmsdorf durchs Orchideental 12 km

mit Einkehr, mittelschwer, 320 Hm

WL: Gundula Günther

Treff: 08:30 Uhr Bauhaus, 09:15 Uhr im Dorf Löberschütz

Über die Saale-Ilm-Platten zur Rudelsburg 25 km

Rucksackverpflegung, Einkehr mehrmals möglich, Abkürzung möglich

WL: Daniel Wiesner

Treff: 08.00 Uhr Industriestr, Start: 09.00 Uhr Hbf Naumburg

Von Klein- nach Großkochberg 8 km

mit Einkehr, leichte Wanderung

WL: Gabriele Henne

Treff: 08.30 Uhr Industriestr., 09.30 Uhr Kleinkochberg

In Droyßig gibt es Spargel 14,5 km

Wiesen- und Waldwege, mittelschwer, Einkehr vorgesehen,

WL: Evelin Kampf

Treff: 08.30 Uhr Industriestr., 09.00 Uhr Kirche Pötewitz

Durch das vogtländische Oberland 13 km

Mehlthauer Barthmühle, Rucksackverpflegung

WL: Karl Lämmer

Treff: 09.30 Uhr Bhf Gera, Rückfahrt ab Barthmühle 16 oder 18.00 Uhr

Di.

06.06.2023

Mi.

07.06.2023

Mi.

14.06.2023

Fr.-So.

16.06.2023-

18.06.2023

Mi.

21.06.2023

Sa.

24.06.2023

Mi.

28.06.2023

Jugendausschuss

Treff: 18.00 Uhr digital

In die Blühenden Gärten von Bad Langensalza.

Die Prämie des 2. Platz ,,Sterne des Sports“ ausgeben.

Rückfahrt ca 15.10 Uhr, Rucksackverpflegung.

Bitte zeitnah im Internet informieren

WL: Marion Proschmann

Treff: 6.30 Uhr Hbf Gera, Abfahrt 7.05 Uhr,

wir fahren durch bis Bad Langensalza Ankunft 08.50 Uhr

Rund um den Störmthaler See 12 km

Leichte Wanderung, 75 Hm, mit Einkehr, Rückfahrt mit Schiff,

eventuell Bademöglichkeit

WL: Daniel Wiesner

Treff: 08.00 Uhr Industriestr.,

Start: 09.00 Uhr PP Magdeborner Weg in Güldengossa

Klettern in der Sächsischen Schweiz

(ab 9 Jahre / Kosten 35,- ¤)

Anmeldung und Zahlung: bis 06.05.2023

unter simone.pelikan@dav-gera.de

Von Jena Wöllnitz über die Johannisberg Horizontale nach Drackendorf 10 km

mit Einklehr, mittelschwer, 300 Hm

WL: Gundula Günther

Treff: 08:30 Uhr Industriestraße, 09:15 Uhr im Ortsteil Jena-Wöllnitz

Triathlon

Triatlon an der Weidatalsperre

Treff: Anmeldung und Information folgen auf der Internetseite.

Durch schöne Auen und über sanfte Hügel 14 km

von Gernewitz nach Gernewitz auf leichten Wegen, Rucksackverpflegung

WL: Evelin Kampf

Treff: 07.30 Uhr, Abfahrt 08.05 Uhr,

Start: 08.50 Uhr am Denkmalhof Gernewitz

Veranstaltungstermine 1. Halbjahr 2023

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> Tourenberichte

Klettern in verrückten Zeiten (Fortsetzung aus Heft 63)

Im Februar 2021 bei bestem Kletterwetter trafen

sich die Freunde des KV - UHUSTEIN am Spielberg.

„Kiss“ 7 und „Verrückte Welt“ 7+ sind hier erwähnenswert.

Spielberg bei Kaiserwetter

sen im Elstertal waren bunt wie noch nie. Viele

Hallenartisten schlugen explosiv in der Natur auf,

aber die Wenigsten kamen wieder. Vielleicht lag

es daran, dass sie an Müslistauballergie in ihrem

Leistungsniveau litten und ihre Work - Life – Balance

- Lounge und sanitäre Einrichtung fehlten.

Zudem sind die Routen im schnöden Diabasdesign.

Hans & Lutz zogen abgeschiedenere Plätze

vor. Am Kleppergrundwächter gelangen ihnen neben

anderen anspruchsvollen Routen „Abzocker“

VIIIb und „Angst essen Seele“ VIIIa.

Im Mai begrüßte das Wolkensteiner Klettergebiet

die Beiden. Dort ließen sie sich am Wolkensteiner

„Klettertreffen“ VIIIb knipsen, genossen „Henkel

trocken“ VIIIb und fühlten sich in der Route „Kasper

am Faden“ VIIIc tatsächlich so.

Im Juli wurde Georg von Lutz auf den Falkenstein

in der Sächsischen Schweiz begleitet. Er

war ganz aus dem Häuschen von diesem Klassiker

“Schusterweg“ III. Zudem trafen sich Carina,

Catrin, Glocke, Buri und Lutz am Dachstein im

Steinicht. Auf vergnügliche Kletterei folgte das

berühmtberüchtigte „Dach“ VIIc und „Nordriss“

VIIc. Glocke war in seinem können echt stark.

Chrishan der Fagottist spielt einen smarten Free-Jazz.

Im August traf man sich mit Lissi, Christoph,

Malte, Alex, Sassy und Jörg in der Sächsischen

Schweiz. Zschirnstein „Südwand“ IV schlechthin

das Highlight. Und da wir uns eh ALLE im Atrium

der Jugend befinden, haben wir uns auch am

Rentnerturm den „Frührentner“ VIIa zur Brust

genommen. Abends haben wir in der Baude auf

der Sonnenterrasse in ausschweifender Lust lecker

schnabuliert. Sassy kommt heute noch ins

Schwärmen, über die luftig „romandschen“ Quergänge,

den wubbenden Ausstieg und den sympathischen

Schuhverkäufer. Und ach, dass Abseilen

erst noch.

Im September trafen sich Abgesandte von der

Gladiatorenschule und Freunde des KV - UHU-

STEIN und die dem nahestehen zum deftigen

selbstgebackenen Kuchenschmaus am Spielberg.

Klar wurde och a bissl kuchenschwer geklettert.

Ausschweifender Genuss

Im Dezember traf sich ein kleiner Kreis zum Männeradvent

im gelobten Kletterland. Im Bewusstsein

das Christa uns dabei aus dem Kletterhimmel

zuschaute, wurden Lagerfeuergeschichten erzählt

und Gebratenes vernascht. Auch der schönsten

Nebenbeschäftigung der Welt wurde gefrönt.

Tourenberichte

Die Blueboys & Oscar

Klettermetermillionär Ballett am Spielberg

Im März konnten Hans - Hagen und Lutz ihr Dutzend

in Rochlitz nicht vollmachen. Sie haben vom

Corona - Sherif einen Platzverweis erhalten. In

Sachsen galt die Tausend - Meter - Bannmeile.

Dann waren alle Kletterhallen dicht und die Fel-

Im Juli zogen Hans und Lutz das Dutzend im Krosiger

Bruch. „Enge Kiste“ von links geklettert ist

dann man gleich ein IXa-Kracher an der Hauptwand.

Mit Chrishan, dem Berufsmusiker des DNT-Weimar,

radelt Lutz im Juli zum, kletterte am und badete

in der Nähe vom Thüringer Falkenstein. Wir

erhielten einen lobenden Schulterschlag eines

Urgesteins der Thüringer Kletterszene mit Namen

Heinz Kreuzau, weil wir mit dem Rad gekommen

sind und seinen „Jubiläumsweg“ 5+ genossen

haben.

„romandsche“ Quergänge am Zschirnstein

Männeradvent

Im März 2022 gelangen Glocke, Jörg und Lutz am

Spielberg die verschriene Route „Mission Possible“

VIIIb. Warum verschrien? Ausgepreist wie beschrieben.

Jedoch sind auf die Kürze drei bis vier

heftig grimmige Züge im neuner Bereich definiert

abzuspulen. Das musste erstmal einstudieren.

Erkenntnis des Tages: Es gibt drei Möglichkeiten.

Jeder hat es auf seine Phantasie und Anatomie

gelöst. Chapeau!

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Zum Abgesang Klettern am Holzberg, Ende April

’22, ist einiges Publikum erschienen. Jörg, der

Klettermetermillionär und Lutz schlugen gegen

Mittag auf. Basti, der Firefigther, und seine Flamme

waren überraschend eingetrudelt. Es wurde

nach der Maxime von Ingo: „Schwach beginnen

ohne Stark nach zu lassen“, und auf Empfehlung

von Hans: „Schau genau!“, ordentlich zugegriffen.

„Es lebe die S - Bahn“ VIIa, die auf „Schmalspur“

VIIb über die „Bridges to Nowhere“ VIIIa

in „Richtung Unendlichkeit“ VIIIa fuhr - war eine

„Kurze Sache“ VIIa. Im „Rausch der Tiefe“ VIIa war

die „Die Krönung“ VIIc, „Soo ah Supertour“ VIIIa,

die wir nicht am „Valentinstag“ VIIc mit „Calciummangel“

VIIc, als „Faultier“ VIIb, „Für Lauffaule“

VIIb ohne „Geiz & Hysterie“ V erlebten. Der Vorsänger

im Orchesterwassergraben stimmte zur

Abendserenade. Das war für uns das Zeichen,

dass wir mit mobilisierten Faszien, noch bevor

uns die Sternschnuppen aus dem Sternbild Leier

erhellen, uns aus dem Staub machten. In der

unsäglichen Hoffnung auf eine milderfrischende

Rekonvaleszenz und dass die einsame graue

Blaugelbrotbauchunke gefunden wird, die uns

das Klettern am Holzberg sichert.

Jörg in Richtung Unendlichkeit

Hans ist Die Krönung.

Lutz freute sich über „Soo ah Supertour“.

Lutz

Ende April Döbritz besucht. Bis in die 1980-ziger

Jahre war es DAS KLETTERGEBIET mit dem Charme

des fränkischen Abklatschs. Hier trafen sich Leute,

mit Stirnband, die das Flair des unbekannten

Kalkkletterns inhalierten und chalkten, was das

Zeug hielt. Letzte nennenswerte Erschließung

am Drachenzahn war von Hans - Hagen der “Dinosaurier“.

Günter Heil vom KV - UHUSTEIN legte

am 01.12.1963 die erste Linie „Talweg“. In seiner

Verliebtheit zu seiner Braut nannte er das Teil

Christinenturm. Dann verblasste die Liebe und

der Name wechselte. Heute sind die Einstiege

im gesamten Kleinod brutal schwer geworden.

Das „Traumpferd“ irrt im Wald umher und am

„Klimmzug“ musste mit Clipstick und Stelzen ran.

Damals war klettern schwer und die Einstiege

lagen höher. Im Laufe der Kletterzeit ist der Boden

in Schönheit erodiert und/oder komprimiert.

Das wurde Hans und Lutz an der Kirchwand in

„Landpartie“ sehr bewusst. Im Antasten der

Einstiegsgriffe, sofern man diese vom Boden erreichen

wird, hatte man das Gefühl, dass durch

das Anpressen der Griffe sich die Netzhaut im

Auge abrollt. Von den Fußpositionen wollen wir

hier erst gar nicht ins schwärmende Fluchen kommen.

Hat sich erledigt, meinte Hans und stieg in

„Schweinetod“ VIIIb ein. Am Drachenzahn holten

sie sich die offizielle 29. Begehung. Sechs Wege

sind Pflicht, sieben beim Sportklettern. Das war

dann mit „Letzte Korrektur“ VIIc, 31. Begehung,

abgehakt.

Der Tag der Arbeit wurde im Steinicht am Vogtlandriff

und Fehenstein gefeiert. Arbeit macht

stark, Schwarzarbeit Vlllc stärker. Hans-Hagen,

ein Kletterer ohne Furcht und Tadel, legte vor.

Lutz zog gleich. Das kommt eher selten, immer

und öfter nicht vor. Sie begegneten „Don Camillo

& Pepone“ VIIIa in der „Morgenlandfahrt“ IXb.

Mit tröstenden Worten von Hans wehrte Lutz sich

gegen die Macht der Ahnungslosigkeit und wupptizitierte

in völliger Kontemplation. Der „Putzteufel“

VIIIa wütete auf dem Marktplatz vor der “Bar

Centrale“ IXa. Es war Großreinemachen angesagt.

In einer kleinen Humboldtexpedition zur Bestimmung

der heimischen Flora und Fauna erlebte

Hans - Hagen eine vertikale Mooswandkletterei

im achten Grad. Im Führer steht das unter „Putzteufel“

VIIIa. Griffe, Tritte, Klebehaken verstecken

sich auf den ersten acht bis neun Metern im knöcheltiefen

Moos. Lutz weigerte sich vehement diese

lebende Terra Flora les zu betreten. Pfui Teufel!

Ich sage da nur: „Einmal Hans mit scharfer Soße.“

Mai - in LABSKÉ ÚDOLI: zu den Eisheiligen trafen

sich die Heißheiligen. Im Sektor Sierra Madre

lernten wir auf dem „Weg des friedlichen Kriegers“

5c, der uns zur „Gemütlichen Verschneidung“ 5b

führte, das gebietstypische charaktervolle tschechische

Sportklettern kennen. Und dann hat es

anschließend einen Heißheiligen komplett aus

der Bahn geworfen. Nicht klettertechnisch, eher

gesundheitlich. Da waren´s dann noch zwei, wovon

einer nicht sagen konnte: „Ich entführe euch

in die „Sierra Madre“ 6a+. Diese durchwandert,

fand Alex den „Weg des Eisenrosses“ 6a+ mit

einem Ausruf: des „O ha le“ 6a, denn das war ein

„Übersicherter Weg“ 5c. Der führte schnurstracks

in die Kaffeezeit. Nach dem Kaffee ging es in den

Sektor Märzturm. Dann passierte es, DAS, von

dem wir immer denken, dass es Anderen passiert:

„Hast du das Seil?“ „Nee. Du?“ „Nee.“ Hands up

at the round table. Nix für ungut, morgen ist auch

noch ein Tag.

Der neue Tag brachte uns Nadja und Veit. Somit

waren die Heißeiligen komplett und Alex, der

Mann mit dem großen Zündfunken, in seinem

Charme spricht er avec plaisir, und vernaschte

gleich zum Frühstück „Pain au chocolat“ 6a. Wir

bekamen auch noch was vom Übriggebliebenen.

Am Kartoffelpuffer fix noch ´ne reife „Pflaume“ 5b

im Mitnahmeeffekt gepflückt, sozusagen nicht

mit leeren Magen zum Himmelstor. Dort begehrte

er Einlass, schellte und weg war er. Wir sind

uns sicher, dass das kein Klingelknopf war den er

drückte. Alex katapultierte sich in den “Siebenter

Himmel“ 6b. Ein leises nachhallendes Echo der

wippenden Exen verhallte im Wald. Nur seine

Körperumrisse waren ahnungsweise schwach zu

sehen. Veit fand sich mit Nadja auch im siebenten

Himmel wieder. Im Backstage meinte Alex, dass

es schön ist, an den Aufwärmrouten der Experten

teilhaben zu dürfen. Dem stimmte Lutz ungeniert

zu.

Der Mann mit Bart fühlt sich im Siebenten Himmel

Tourenberichte

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Die sommerlichen, legendären Leipziger Kletterféten

im West- oder Ostbruch sollen nicht

unerwähnt bleiben. Sowie das Brettlsausen in

heimischer, kristallflimmernder Winterlandschaft

mit Uwe, dem Revierkenner, und Genusswandern

um Gera herum mit Christiane, Alex, Christina &

Hans-Hagen.

Unterwegs begegneten wir dieses Jahr wenig

Leuten, was ich auch ganz anders kenne aus

fast 30 Jahren, die ich schon mitfahren kann.

Danke hiermit auch für die jahrelange Freundschaft.

Eine Pferdekutsche mit netten Passagieren

kreuzte auf dem Rückweg unser Ziel.

klang der Abend am Feuer aus.

Samstag wollten wir eigentlich noch einen Einsatz

machen an der Waldkapelle, aber es regnete,

so dass für die Meisten nur eine Wanderung

in Frage kam. Ich entschied mich zu lesen

und eine kleine Runde durch das Tal zu machen

und streifte durch wildromantische Gärten und

Gegenden.

Uwe der Revierkenner

Winterwanderung

So, dass soll‘s mal für den Moment gewesen sein.

Es gibt sie noch, die Klettern und anderen ernsten

Quatsch ohne Trainingsfleiß betreiben. Alles nur

Volkssportcharakter. So ist es gut, so soll es bleiben.

Danke an alle mit denen ich diese schönen

Zeiten in verrückten Zeiten erlebte. Nix für ungut.

Lutz

Tourenberichte

Himmelfahrt 2022 im Bielatal

Nach etwas Aufregung im Vorfeld, wegen einer

Erkrankung einer lieben Freundin, sollte es nun

doch am Männertag losgehen. Die Reise beginnt

am frühen Vormittag durch meine nette Mitfahrgelegenheit

Michael Eisfeld und Familie. Unterwegs

trafen wir noch an der Raststätte Saskia

und ihre beiden Mädels. Nach etwa 2 Stunden

kamen wir gut an der Hütte im Bielatal an und

konnten unsere Zimmer bzw. Lager beziehen.

Ich war privilegiert und durfte auf Grund nächtlicher

Störungen ein Einzelzimmer beziehen.

Cool. Das Wetter war optimal trocken und lud am

1. Tag zum Klettern ein. Was alle, die aus Gera,

Chemnitz und Freital angereist waren, nach kurzer

Absprache an der Johanniswacht dann auch

bis zum Abend taten, außer ich und Arne. Wir

beschlossen die Talrunde zu gehen. Arne hatte

eine neue Kamera mit, welche er testen wollte,

und ich mein Handy, womit ich meine Runde

machen wollte im reichhaltigen und duftenden

Rhododendron um das Tal.

Wir brannten den Rost an in Erwartung der Anderen.

So wurde abends gemeinsam gemütlich

gegrillt und selbstgemachtes Essen und Mitgebrachtes

verzehrt. Wir konnten auch ein Lagerfeuer

machen und uns kennenlernen oder über

alte Zeiten berichten.

Am nächsten Tag sagte die Wetterapp nichts

Gutes. Regen. Ich hatte schon mein Buch parat,

als Simone und Uwe nach dem gemeinsamen

Frühstück vorgeschlagen haben, ins Nationalpark

Zentrum nach Bad Schandau zu fahren.

Alle fuhren mit und es war sehr interessant, dort

einiges zu lesen und zu sehen über die Sächsische

Schweiz. Wir waren alle im Trocknen und

gut beschäftigt. Simone Pelikan las uns sogar

was vor. Zurück kreuzte unser Weg dann die

Bäckerei Schmitt mit vielen leckeren Torten und

Speisen, immer ein Genuss. Abends beruhigte

sich zum Glück das Wetter und wir konnten ein

Feuer machen und einen Kessel mit bunten Gemüse

bereiten. Alle haben etwas mitgebracht.

Selbst den Suppenkaspern hat es gemundet. So

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Als die Anderen zurückkamen, brannte das Feuer

und wir machten Würste und Fleisch am und

im Feuer. Wir haben uns nett unterhalten und die

Erfahrungen geteilt, die wir in der Sächsischen

Schweiz gemacht haben und das Interesse bei

den Neueinsteigern geweckt.

Sonntag wurde dann die Hütte gereinigt und ein

paar von uns schauten sich noch an, was beim

Kletterfahrt nach Arco im Frühjahr 2022

Endlich war es soweit, dass die schon lang geplante

Fahrt von Ingos Klettergruppe in das berühmte

Klettergebiet um Arco − das Mekka aller

Sportkletterer − stattfinden konnte.

Die Stadt Arco liegt im Sarca -Tal nördlich des

Gardasees im Trentino. Beeindruckend hohe

und steile Felswände begrenzen rechts und links

das breite Tal. In den unteren Lagen wird häufig

Weinbau betrieben, Terrassen mit Olivenbäumen

reichen bis in die Hänge, Kiwi an Klettergerüsten

und andere Obstpflanzungen prägen die

wunderschöne, schon mediterran erscheinende

Landschaft. Dazwischen reihen sich Dörfer und

kleine Städte aneinander, so die historische Ortschaft

Dro, nahe der wir unsere Zelte und Wohngefährte

aufstellen konnten. Gregor hatte alle

Vorplanungen übernommen und einen wirklich

idyllischen Standort für unsere Unternehmungen

gefunden. Das alte Weingut „Maso Lizzone“ mit

seinem Agroturismo - Angebot beim Dorf Ceniga

übertraf alle unsere Erwartungen.

nächsten Mal an der Waldkapelle zu tun ist,

wenn es trocken ist und genug helfende Hände

vorhanden sind. Zum Abschluss ging es diesmal

wieder zu Schmitt in die Bäckerei und wir verabschiedeten

uns von Gunter bis zum nächsten

Mal. Es war ein sehr schönes und langes Wochenende.

Carmen Prang

Die Klettergruppe im Camp von „Maso Lizzone“,

Foto: Ralf Naumann

18 Bergfreunde hatten sich ein abwechslungsreiches

Programm mit Sportkletterrouten, Klettersteigen,

Mountain - Bike- und Wandertouren

vorgenommen. Noch am Ankunftstag wurde die

Umgebung auf einem Spaziergang nach Arco erkundet,

geführt von unseren Insidern Jörg und

Jens. Neben der ersten unübertroffenen Pizza

am Marktplatz erlebten wir, wie sich durch die

Stadt eine schier endlose Aufreihung von Läden

mit Kletterutensilien in allen Ausführungen

und Farben hinzog, was natürlich unser aller

Interesse weckte. Unterbrochen war die Vielfalt

zuweilen von Bars, Cafés und Eisdielen für den

ermüdeten Kletterer. Alles wurde natürlich gern

von uns in Anspruch genommen.

Die ersten Kletterrouten konnten wir schon nach

kurzem Fußweg am breiten Felsrücken des Monte

Colt (437 m) finden. Zum eigentlichen Anklettern

aber fuhren wir ins Valle di Cavedine, nachdem

die Gruppe nun vollständig angereist war.

Ziel war der Klettergarten „La Cosina“ in einem

Stein – Eichen - Wald, der für alle hervorragend

geeignet war, sich mit dem hiesigen Kalkgestein

und seiner besonderen Wandstruktur vertraut

zu machen. Allmorgendlich traf sich unser Organisationsteam

aus Ingo, Gregor, Jens, Jörg und

Uwe, um geeignete Tourenvorschläge für alle zu

machen. Meist kletterten wir dann in kleineren

Gruppen nach dem jeweiligen Leistungsniveau

und mit speziellen persönlichen Herausforderungen.

Abwechslung in unserem Programm boten die

Klettersteige im Gebiet, auch um die Vielfalt

der herrlichen Landschaft kennenzulernen. Eine

gute Empfehlung von Ingo war der Klettersteig

„Via Ferrata Rio Sallagoni“ (C) bei Drena, ein abwechslungsreicher

Schluchtensteig, der besonders

in der frühsommerlichen Hitze angenehme

Kühle bot. An den seitlichen Wänden entlang

ging es durch die romantische Schlucht, noch

über eine Seilbrücke und endete nahe der mittelalterlichen

Burg von Drena, die wehrhaft auf

hohem Fels errichtet war. Von hier bot sich ein

toller Ausblick über das weite Sarca -Tal. Auch

die unmittelbare Umgebung mit dem Massiv

des Monte Colt ließ sich in einer Rundtour über

den Klettersteig „Via Ferrata Monte Colodri“ (B)

erkunden. Weniger angenehm waren Mittagshitze

und Touristenstau beim Aufstieg durch die

hohen Felsplatten auf diesem beliebten Steig,

überwältigend aber vom Gipfel der Ausblick ins

Tal nach Arco mit seiner imposanten Burg auf

hohem Fels und dem weit dahinterliegenden

Gardasee. Der Rückweg nach Ceniga führte auch

am Klettergebiet „Muro dell‘Asino“ von Laghel

vorbei, wo wir „im Vorübergehen“ noch einige

Kletterrouten absolvierten. So ganz entspannt

waren wir aber nicht, als wir hier eine Schlange

sichteten, die am Klettersektor allerdings schnell

wieder zwischen den Steinen einer Geröllhalde

verschwand. Da es sich um eine nicht ungefährliche

Aspisviper handelte, sollte man sich besser

nicht von ihr beißen lassen! Eine weitere Schlange,

die wir am Waldrand an der Straße nach Arco

beobachtet hatten, war eine junge Würfelnatter,

eine Wasserschlange, die ähnlich unserer Ringelnatter

im nahegelegenen Fluss ihre Nahrung

findet.* Auch die hohen Wände über unserem

Camp ließen sich auf einer ebenso interessanten

Tour über den Klettersteig „Sentiero Scaloni/

Sentiero Anglone“ (B) erschließen. Auch das

stand bei einigen auf dem Programm.

Inzwischen hatten wir das beste Eis in der Gelateria

MAUI im benachbarten Dro entdeckt, jede

Einkaufstour und jeder Zwischenstopp führten

natürlich hier vorbei. Mit seiner historischen

Marktkulisse und der Pizzeria bot das Städtchen

häufig ein abendliches Ziel.

Natürlich waren in dieser Woche auch anspruchsvolle

Mehrseillängen - Klettereien in den

hohen Wänden eine ganz besondere Herausforderung.

Im Sarca -Tal bei Sarche waren drei Seilschaften

(Jens/Carina, Ingo/Ralf, Uwe/Gregor)

erfolgreich im Sektor Parete de Limaro, Route

Amazonia (5b, 5c, 10 SL) unterwegs. Im benachbarten

Sektor Parete della Centrale, Route Moon

Bears (5b, 5c/S1/I, 250 m, 9 SL) bewiesen Jörg

und Sylke ihr Können, ebenso wie im Sektor Costello

dell‘Anglone - Piramide Lakshmi, Route

Little John (5b/S1/I, 100 m, 4 SL).

Abwechslung im Camp brachte eine Wasserschildkröte,

die wohl zum „lebenden Inventar“

von „Maso Lizzone“ gehörte und nahezu täglich

ihre Runde machte − allerdings eine Gelbwangen

- Schmuckschildkröte aus Nordamerika! Die

Mittelmeer - Erdkröte, die am Wegesrand oder

allabendlich im Waschraum zu beobachten war,

gehört zu den hier „Einheimischen“. Eher etwas

skeptisch waren wir, als in Zeltnähe mehrmals

ein Italienischer Skorpion gesichtet wurde, der

aber glücklicherweise zu den harmlosen Arten

gehört. Doch mit fortschreitender Klimaerwärmung

wird er auch in unseren Breiten überlebensfähig

sein.*

Tourenberichte

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Uwe beim Klettern in „Belvedere“ bei Nago,

Foto: Ralf Naumann

Gemeinsames Klettern fand noch im Gebiet „Belvedere“

bei Nago an reizvollen, aber sehr überlaufenen

Wänden statt, allerdings mit herrlichem

Blick zum Gardasee. Erfolgreich geklettert wurden

von Jens, Jörg und Ingo unter anderem die

Routen Ponale (6a) und Piccola Chimera (6a) im

Sektor B. Eine landschaftlich interessante Anfahrt

führte uns schließlich noch in die etwas entlegeneren

Judikarischen Täler, im Gebiet „Croz de

le Niere“ wurde im Sektor „Mr. Durrro“ nochmals

mit Ehrgeiz geklettert, denn das sollte der letzte

Tag in solchen Wänden sein.

Lago di Garda mit Valle del Sarca,

Foto: Ralf Naumann

Zum Abschluss hatte Ingo für alle einen Klettersteig

am Gardasee geplant. Nach einem landschaftlich

schönen Zustieg von der Ortschaft

Biacesa im Ledrotal gelangten wir über die „Via

Ferrata Fausto Susatti“ (B) auf einem überwiegend

bewaldeten Gebirgsgrat zum Cima Capi

(909 m) mit immer wieder spannenden Ausblicken

auf den Gardasee. Im Laufe der Woche

hatten die Tagestemperaturen allerdings 30⁰ C

erreicht, so dass jeder Schatten zu Mittag willkommen

war. Weiter ging es über den Klettersteig

„Mario Faletti“ (B) in den Abstieg und zurück

nach Biacesa. Es folgte am Abend noch ein Abschiedsessen

in einer Lokalität in Arco und alle

bedauerten, dass die erlebnisreiche Kletterwoche

wie im Fluge vergangen war.

Stau auf der „Via Ferrata Fausto Susatti“

hoch über dem Gardasee, Foto: Ralf Naumann

Herzlichen Dank an alle, die Mitfahrgelegenheiten

für An- und Abreise anboten, aber auch die

gemeinsamen täglichen Zufahrten zu den Klettergebieten

möglich machten. Unser ganz besonderer

Dank aber gilt unseren Experten, die uns ins

Gebiet einführten und täglich ein interessantes

Programm planten. Das sollte nicht die letzte Gemeinschaftstour

unserer Klettergruppe sein!

Kornelia Meyer

* Dank an René Köhler vom Museum für Naturkunde Gera

für die Bestimmung unserer zoologischen Beobachtungen.

Hochtour ins Dachsteingebirge vom 25.06.2022 – 01.07.2022

In diesem Jahr hatte sich unsere Klettergruppe

entschlossen, eine Hochtour ins Dachsteingebirge

zu unternehmen. Das Programm stand Dank

unseres Übungsleiters Ingo schnell fest und

auch eine passende Hütte, die Adamekhütte.

Als Ausgangspunkt schien sie uns sehr geeignet.

Nachdem die Zustiegsbedingungen zur Hütte

dem einen oder anderen klar wurden, reduzierte

sich die Teilnehmerzahl auf 8 und so starteten

wir am Sonntag 9.30 Uhr pünktlich mit dem

Kleinbus in Richtung Österreich. Unser erstes

Ziel war die Pension Rohrmoser in Lungötz. Hier

haben wir nochmal kräftig Energie getankt, um

uns am nächsten Tag ausgeruht und voller Elan

den geplanten Herausforderungen zu stellen.

Unsere Tour mit dem Aufstieg zur Adamekhütte

startete am Morgen vom Vorderen Gosausee. Mit

einem Gesamtmaterial von ca. 160 kg, verteilt

auf 7 Rucksäcke und meinem „Damenrucksack“

wanderten wir entlang des Ufers durch ein langgezogenes

Tal zum Hinteren Gosausee. Hier begann

der eigentliche Aufstieg. Gregor war mutig

und hat noch schnell ein Bad im kühlen Nass genommen.

Nach ca. 10 km, 1.200 Hm, 6 h Gehzeit

und einer immer wieder tollen Aussicht auf die

beiden Gosauseen

Blick auf den Vorderen und Hinteren Gosausee

erreichten wir unser Ziel, die Adamekhütte auf

2.198 m Höhe.

Wir waren uns alle einig, die nächste Tour nur

mit Hüttenzustieg unter 3 h und möglichst mit

Materialseilbahn. Belohnt wurden wir am Abend

mit einem tollen Abendessen. An dieser Stelle

nochmal ein tolles Lob an das Personal und die

Küche der Hütte.

Montag, herrlicher Sonnenschein, ideales Kletterwetter.

Unser Ziel der Klettergarten „Niedere

Schreiberwand“ und „Sonnenplatte“. Die Lage

ist perfekt, nur ca. 10 min von der Hütte entfernt.

Tourenberichte

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Eine super schöne Kletterei. Fester Kalk, gute

Griffe und top Reibung, aber trotz der Höhe war

es sehr warm. So beschlossen wir, mittags eine

Pause einzulegen. Am Nachmittag starteten wir

zum Gosaugletscher. Geplant war ein „Basiskurs

Gletscherbegehung“ unter Anleitung von Ingo

mit Eisschrauben setzen, Firnanker legen, in Seilschaft

gehen und Spaltenbergung. Dies war sehr

interessant und lehrreich vorallem für die, welche

noch nie über einen Gletscher gegangen sind.

Am Dienstagmorgen Start zum Hohen Dachstein.

Am Gosaugletscher stiegen wir in die Steigeisen,

bildeten unsere zwei 4er - Seilschaften und starteten

über den Gletscher zur Steinerscharte. Und

schon die erste Schwierigkeit. Wo ist der Einstieg?

Endlich gesichtet.

Einstieg in die Steinerscharte

Der Klettersteig war gut gesichert und brachte uns

schnell in luftige 2.717 m Höhe. Über den Klettersteig

wieder runter zum Hallstätter Gletscher. Ein

relativ steiler Firnanstieg brachte uns zum Einstieg

des Randkluft - Klettersteigs. Man staune, dieser

wurde bereits 1843 errichtet und gilt als der älteste

Klettersteig der Welt. Über den Klettersteig

gelangten wir auf den Hohen Dachstein (2.995

m). Nach einer wohlverdienten Rast und einem

Erinnerungsfoto am Gipfelkreuz ging es über den

Westgrat-Klettersteig mit tollen Ausblicken talabwärts.

Der weitere Rückweg erfolgte wieder entlang

des Gletschers über mittlerweile freigelegte

Gletscherschliffe und Blick auf ausdrucksvolle Seitenmoränen.

Beeindruckend waren immer wieder

die fossilen Relikte aus vorgeschichtlichen Zeiten,

die Dachsteinmuscheln. Am späten Nachmittag

erreichten wir die Hütte gerade noch rechtzeitig

vor dem Einsetzen eines starken Gewittergusses.

Gipfelkreuz Hoher Dachstein (2.995 m)

Mittwoch, es hatte sich eingeregnet. So wurden

Karten gespielt und gelesen. Gregor, unser

Kletterreferent, nahm sich die Zeit, Tobias und

mich in die Kunst des Mehrseillängenkletterns

einzuweisen, damit auch wir am nächsten Tag

an den geplanten Touren teilnehmen konnten.

Dank der Boulderblöcke an der Hütte war auch

eine kleine praktische Übung möglich. So haben

wir den wettermäßig nicht so tollen Tag

optimal genutzt. Und nun galt es, das Gelernte

auch anzuwenden. Donnerstag − schönes Wetter,

Mehrseillängenklettern war angesagt. Jörg

und Jens nahmen sich den Hüttenpfeiler vor. Wir

anderen blieben an der Niederen Schreiberwand

und Sonnenplatte. Dank der umfangreichen und

geduldigen Schulung von Gregor haben auch

wir Neulinge unsere ersten Mehrseillängen mit

Bravour gemeistert. Abends genossen wir unser

letztes tolles Abendessen, wieder in 3 Gängen

und nichts für die schlanke Linie. Es war immer

wieder erstaunlich, was die Küche so Abwechslungsreiches

auf den Tisch gezaubert hat und

dass bei Anlieferung per Helikopter.

Am Freitag, so gehen 8 Uhr starteten wir bei Nebel,

aber angenehmen Temperaturen unseren Abstieg

in Richtung Gosauseen. So ganz entspannt

war dieser allerdings auch nicht, aber dafür ging

es etwas schneller und es war nicht so schweißtreibend.

Am See noch ein schönes Mittagessen

und ab ging es wieder in Richtung Heimat.

Ein großes Dankeschön unseren beiden Fahrern

Uwe und Gregor, die uns sicher hin und wieder

zurückgebracht haben. Zurückblickend kann ich

im Namen aller Teilnehmer sagen, es war eine

tolle und erlebnisreiche Tour.

Marion Friedrich

Mit dem Bio-Bike von Regensburg nach Regensburg

Eigentlich wollte ich schon lange nach Italien radeln.

Problem: Wie schaffe ich es unbeschadet

über die Alpen? Immerhin, ich bin alt (natürlich

nur auf dem Papier) habe Knie, über 25 kg Gepäck,

fahre Bio und klaro ein bissel bequem bin

ich auch noch. Übrigens, Bio - Biker nennen sich

augenzwinkernd Radler, die nur mit Beinkraft

ihr Fahrrad bewegen. Nach den üblichen Vorbereitungen

geht es mit dem Flixbus nach Regensburg.

Radler können hier im Stadtzentrum auf

dem Kanurastplatz übernachten. Ich bin heute

der einzige Gast. Die Sanitäranlagen sind offen,

in einem Kasten liegen Anmeldeformular und

Umschlag für 7 Euro Campinggebühr. Der Zeltaufbau

dauert heute ganz schön lange. Ich bin

total aus der Übung. Im mittelalterlichen Stadtkern

wimmelt es von Studenten und Touristen

aller Herren Länder.

Die nächsten Tage radle ich auf dem Donauradweg.

Zunächst über Kelheim und Kloster Weltenburg

nach Neustadt. Irgendwie gerate ich auf

den steilen unebenen Wanderpfad. Mein schwer

beladenes Bike schiebe ich fluchend und schwitzend

über Wurzeln und rutschigen Schotter immer

bergauf. In Donau - Wörth gibt es wieder einen

Kanurastplatz. Eine Gruppe junger Kanuten

baut gerade die Zelte auf, während sich einige

erfolgreich verdrücken. Die Rezeption ist besetzt,

der freundliche Platzwart bietet Bier, Limo

und Wein an. Hier treffe ich auch einige Radler,

die aber mit dem E - Bike unterwegs sind. Heute

wird gekocht. Spagetti und Tomatensoße geht

schließlich immer. Es regnet, aber unter dem

Dach der Kanustation sitzt es sich gemütlich.

Weiter geht es etwa 200 km immer in Richtung

Süden auf dem Lechradweg. Nächster Halt:

Augsburg. Es gibt zwei Campingplätze, einer

ist wegen Überfüllung geschlossen. Es sind nur

10 km bis zur Innenstadt, da muss man einfach

einen Kulturtag einlegen. Augsburg hat viele Sehenswürdigkeiten

zu bieten. Kleine Restaurants,

Cafés und Geschäfte mit mediterranes Flair, wer

kann da schon widerstehen. Natürlich war ich

auch in der Augsburger Puppenkiste.

Immer wieder finde ich Hinweise auf die „Via

Claudia Augusta“, die alte römische Handelsstraße.

Der Fernradweg über die Alpen orientiert

sich größtenteils an der gleichnamigen historischen

Römerstraße. Die Landschaft wird hügelig.

Man ahnt schon die Berge. Ich muss ganz

schön strampeln. Meine armen Knie! Die romantische

kleine Stadt Füssen. Es scheint, als haben

sich alle Urlauber der Umgebung hier verabredet.

Durchgesteilte E – Bike - Fahrer belagern

die Cafés und beäugen argwöhnisch jeden, der

sich ihrem teuren Fahruntersatz nähert. Schick

gekleidete Wanderfans genießen die Sehenswürdigkeiten.

Die Lech ist hier wild und jung.

Ein richtiger Gebirgsfluss mit seiner typischen

grünen Farbe vom Gletscherwasser. Reutte, der

Zeltplatz mit Blick auf hohe schneebedeckte

Berge ist wunderschön. Die Gaststätte hat leider

seit Corona geschlossen. Später trudelt noch ein

Radfahrer aus Chemnitz ein. Wir sitzen eine Weile

zusammen und fachsimpeln über Kocher, Isomatten

und Zelte. Ein Weinchen findet sich auch

noch in den Gepäcktaschen.

Ich starte am frühen Morgen. Imposant erheben

sich die 2500 m hohen Berge um mich herum.

Die Landschaft ist berauschend schön. Nach der

gefühlten sechsten Kurve einer Schotterpassage,

die ich mein beladenes Bike keuchend bergauf

schiebe, sitze ich erschöpft am Wegrand. Ach

ja, mein Ego war mal wieder übermächtig! Ich beschließe,

dass es kein Verlust an Selbstachtung

ist, wenn ich Fernpass und Rechenpass mit dem

Shuttlebus bereise.

Auf der Brücke nach Landeck

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Auf dem Campingplatz in Landeck sitzt ein

buntes Häufchen Radler im Kreis und brutzelt

das Abendessen. Nach den üblichen Kocherdiskussionen

prahlt jeder wie nebenbei von seinen

größten Radtouren. Da protze ich auch ein bissel:

Nordseeumrundung 6000 km, Donauradweg bis

ans Schwarze Meer und genieße möglichst unauffällig

das anerkennende Nicken.

Also, den Bus über den Rechenpass bis Nauders.

Während ich aus dem Fenster die krassen Steigungen

beobachte, entdecke ich zwei Radfahrer,

die sich über den Pass wagen. Ich übernachte

noch auf Österreichs höchstgelegenem Campingplatz.

Der Preis ist Verhandlungssache. Habe übrigens

gut verhandelt! Es ist ja noch früh und so

radele ich ohne Gepäck über die Grenze nach Italien,

ein Stück um den malerischen Rechensee.

Letzter Blick zum Rechensee

„Mann o Mann“, fährt sich das leicht! Jetzt erst

mal einen italienischen Espresso!

Vom österreichischen Inntal geht es nun also ins

italienische Etschtal. Die Landschaft atemberaubend

schön. Apfelplantagen und Weinberge,

alte Burgen, die auf hohen Felsen thronen,

schroffe Felsen und ein Radweg, der auf glattem

Asphalt mittenhindurch führt. Ein Traum! Weiter

geht es in Richtung Süden. Etwas abseits vom

Veloweg kleine hübsche Campingplätze, wie im

Marmordorf Laas. Mediterraner Wind weht mir

um die Nase. Meran, Bozen, Trient. In der prächtigen

Stadt Trient übernachte ich in der Jugendherberge

und mache einige Abstecher Richtung

Gardasee. Nach 320 km auf dem herrlich ausgebauten

Radweg entlang der Etsch sage ich dem

sonnigen Italien: „Ciao, ciao!“

Einer der tollen Rastplätze auf dem Etsch-Radweg

Denkmal für die Tabakarbeiter in Rovereto

Mit dem Flixbus fahre ich gemütlich über den

Brenner bis Innsbruck. Leider hat der Busfahrer

den Fahrradträger vergessen. Das Problem wird

italienisch unbürokratisch gelöst. Das Fahrrad

kommt eben in den Kofferraum. Noch 500 km

bis Regensburg. Jetzt geht es erst mal durch das

schöne Inntal nach Passau. Der hellgrüne Inn

schickt sein Wasser zu Tal. Der Radweg ist eigentlich

gut ausgeschildert, aber irgendwo in der

Nähe von Kufstein endet er plötzlich. Ein Rennradler

bemerkt meinen hilflosen suchenden Blick

und bevor ich mein Handy zücke, bietet er an,

mich bis zum Campingplatz zu führen. Er fahre

langsam, meint er. Ich hechele also unter Aufbietung

aller Kräfte hinter ihm her. Ab und an dreht

er sich nach mir um, ich lächle gequält. Nach einer

gefühlten Ewigkeit bin ich am Ziel.

Wunderschön liegt Wasserburg an der Innschleife.

Der Radweg führt aber auf den Hügeln weiter.

Schotterwege, Höhenmeter! Diese Ecke ist touristisch

noch wenig erschlossen. Es ist 17 Uhr und

kein Campingplatz in der Nähe. In Jettenbach

übernachte ich auf dem Grundstück einer alten

Tischlerei. Der Chef bringt mir noch Tisch, Stuhl

und ein gut gekühltes Bier. Seine Werkstatt lässt

er über Nacht offen, damit ich mein Handy laden

kann, Wasser und Toilette habe.

Nach Bad Füssen eine schier endlos lange langweilige

Fahrt auf dem Damm. Der kleine Campingplatz

in Schärding existiert seit Corona nur

noch auf meiner Karte und Internetverbindung

gibt es hier auch nicht. Und das in Bayern! Ich

hatte mich so auf ein leckeres Abendessen

gefreut! Bleibe auf der bayrischen Seite und

übernachte im Wald an der Mündung der Rott.

Einige Badegäste lagern am Ufer. Ich krame die

restlichen Vorräte aus meinen Taschen. Als es

dunkel wird, baue ich mein Zelt auf. Nun bin ich

mutterseelenallein. Die Nacht ist ziemlich kalt

und das Zelt vom Tau pitschnass.

So trocknet mein Zelt am schnellsten

Ein heißer Kaffee bringt mich wieder in Schwung.

Bis Passau ist es ja nicht mehr weit. Leider

schaue ich nicht noch mal auf die Karte. Mist!

Die bayrische Seite bis zur Innmündung wird

ausdrücklich nur für Mountainbiker empfohlen.

Ich treffe jede Menge E - Biker, die mich mitleidig

anschauen, wenn ich mein schwer beladenes

Rad mühselig den lockeren Schotter bergauf

oder bergab schiebe. So erreiche ich die Dreiflüssestadt

Passau. Natürlich fahre ich noch bis

zur imposanten Spitzte, wo der Inn majestätisch

in die Donau fließt. Jetzt wird aber erst mal geschlemmt!

Dann radle ich auf dem wunderbar

ausgebauten Donauradweg noch bis Vilshofen.

Am Jachthafen ist ein schöner Campingplatz.

Hinter der grünen Zeltwiese stehen jede Menge

schicke Wohnmobile.

Gut gelaunt starte ich am nächsten Morgen auf

dem Donaudamm. Immer wieder tolle Blicke.

Ab und an überholt mich eine Gruppe E - Biker.

Doch dann kommt das gefürchtete Schild: Umleitung!

Leider nicht nur ein kleiner Abschnitt. Bis

kurz vor Straubing ist der Dammweg gesperrt.

Hilft alles nichts, ich muss mich über die Dörfer

durchwuseln, was auch ein Riesenumweg

ist. Die Dorfkneipen haben nach Corona alle

geschlossen. Endlich ein Hofladen mit einem

netten Angebot. Die Familie sitzt am Kaffeetisch.

Als sie mitbekommt, dass ich mit dem Fahrrad

unterwegs bin, bekomme ich noch einen Teller

Kuchen geschenkt.

Nach all den Umleitungen bin ich endlich in

Straubing gelandet. Ich suche den kleinen Campingplatz

am Donauufer im Stadtzentrum. Als

einziger Radfahrer werde ich ausführlich gemustert.

Ganz Straubing ist auf den Beinen. Hier

herrscht für 11 Tage Ausnahmezustand. 1,3

Millionen Besucher beim Gaubodenfest, ähnlich

dem Münchner Oktoberfest. Spät abends werde

ich noch auf ein Bier eingeladen. Jetzt sind es

nur noch 60 km bis Regensburg und keine Umleitung(!)

mehr. Der Campingplatz ist heute gut

belegt. In der Nacht regnet es wie verrückt.

Gegen Morgen hellt der Himmel auf. Ich gönne

mir eine Schiffsfahrt zur Walhalla. Mit dem Rad

bin ich vorbeigeradelt, war aber zu bequem den

Berg noch hinaufzusteigen.

Am nächsten Tag geht es mit dem Flixbus zurück

bis Leipzig und mit dem 9 Euro Ticket nach Gera.

1300 km durch drei Länder. Eine wunderschöne

Tour. Kann ich euch wirklich empfehlen. Für mich

ist der schönste Urlaub immer noch eine Tour mit

Rad und Zelt. Bis jetzt noch mit dem Bio-Bike.

Ute Ritter

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39



Endlich wieder Hüttentour

Wir schreiben das Jahr 2022. Dieses Jahr haben

wir eine Hüttenrunde in den Zillertaler Alpen geplant.

Am 20. August starteten vier wanderwütige

Alpinisten von Gera nach St. Jodok. Zur unserer aller

Freude fanden wir bei der Touristenrast einen

neu angelegten großen Parkplatz vor. Es war Mittagszeit.

Rucksack: Check des Inventars und ob er

auch richtig sitzt. Los ging’s zum ersten Etappenziel:

Geraer Hütte. Der Fahrweg mündet nach ca.

1,5 h in den schönen Serpentinenwaldweg. Wir

trödelten ein wenig, weil die Heidelbeeren, Himbeeren

und Preiselbeeren uns immer wieder vom

Aufstieg ablenkten. Aus dem Wald heraus ging’s

weiter über einen Wiesensteig an der Ochsenalm

vorbei. Endlich kam die Hütte so laaaangsaaam

in Sicht. Ei der Daus! Eine neue Wegführung! Es

geht nun in einem großen Bogen über eine Stahlbrücke,

wo wir den reißenden Bach überquerten.

Dieser Weg mit der Brücke war neu entstanden,

weil der alte Weg regelmäßig weggespült wurde.

Wir kamen nun auf 2.324 m Seehöhe der Geraer

Hütte, Sektion Landshut, dem Eingang direkt entgegen.

Schuhe aus, Ausweise rausgekramt, Anmeldung.

Wir hatten uns in dem Vierbettzimmer

fix eingerichtet und die Hüttenschlafsäcke für

die erste Nacht am Berg zurechtgeschüttelt. Das

Drei – Gänge - Abendmahl nahmen wir kultiviert

im Gastraum ein. Dann husch husch in die Säcke

gekrochen, um etwas Schlaf zu finden.

An der Geraer Hütte

Nach einem lobenswerten Frühstücksbüfett starteten

wir zum Tag Zwei unserer Hüttenwanderung.

Das Tagesziel hieß Olperer Hütte. Bei 9 Grad Celsius

liefen wir bergauf Richtung Alpeinerscharte.

Ein Blick ins Tal zurück zeigte die glasklare Silhouette

des gegenüberliegenden Stubaimassivs.

Wir tangierten auf 2.800 m die Überreste eines

wahnwitzigen NS - Projektes: das Molybdänbergwerk,

gebaut zwischen 1941 bis 1945 zur Förderung

dieses Rohstoffs, das der Stahlerzeugung

für Waffen im 2. Weltkrieg dienen sollte. Nanu,

als wir vor einigen Jahren hier waren, war der

Stolleneingang noch zugänglich. Nun ist er mit

einem Eisentor verschlossen. Im Übrigen hat Heidrun

einige Tage später in dem kleinen Museum

auf der Lavitzalm gelernt, dass hier Molybdän nie

gefördert wurde. Mit Kriegsende waren auch die

Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter weg. Beim

weiteren Aufstieg kamen wir an der Gedenktafel

vorbei, Gedenken an einen Wanderer aus Gera,

der hier am Berg sein Leben gelassen hat. Wir sahen

dies auch als Mahnung, der Natur und dem

Berg Respekt zu zollen. Gegen Mittag erreichten

wir bei nebligen 4 Grad die Alpeinerscharte,

2.959 m. Ab hier ging es bergab auf dem schattigen,

steilen Gelände zum Hinterboden. Der

Nebel des Grauens verzog sich zwar einige Zeit

später, hinterließ aber kühlen Wind. Wir erhaschten

schöne Blicke zum Unterschrammachkees.

An einer Weggabelung auf ca. 2.500 m empfahl

uns Bernhard, den mit 3 Stunden angegebenen

Weg zur Olperer Hütte zu nehmen. Dieser führte

zunächst an 3 Seen vorbei und schlängelte sich

dann bergan bis etwa Hüttenhöhe. Touristisch

gut ausgebaut, weil beliebt bei den Schlegeis

- Tagestouristen. Endlich wurde der Schlegeisspeicher

auch für uns sichtbar. Wir folgten dem

Weg in wechselndem Rauf und Runter und wieder

nauf und nunner. Wir erfreuten uns an der tollen

Aussicht. Auch das Skigebiet am Hintertuxer war

zu sehen. Nach etwa achtstündiger Wanderung

wurden wir in der Olperer Hütte (O.H.) willkommen

geheißen. Die alte O.H. hatte nicht mehr den

Anforderungen des Bergtourismus genügt und

musste der neuen Hütte vor einigen Jahren weichen,

ebenso der Winterraum. Sie wird von der

Sektion Neumarkt in der Oberpfalz geführt. Wir

bezogen ein Viererzimmer im Winterraum.

Als Zwischenmahlzeit gönnten wir uns Bier, Topfenstrudel

und solche Leckereien. Im Haupthaus

waren die Sanitärräume, wo wir frisches Deo

auftrugen. Ah, Panoramafenster! Der Platz ist

für uns reserviert! Mit den fantastischen Blicken

über den Schlegeisspeicher hinüber zu den Dreitausendern,

wie Großer Möseler, Hochfeiler etc.

war das Abendessen noch mal so lecker. Wohl

bekomm´s!

Wie jeden Morgen klingelte 6 Uhr der Wecker

von Mathias. Verdammt: 9,5 Stunden Schlaf

und noch immer nicht wach. Aber der Gang bei

4 Grad hinüber zur Hütte war ermunternd. Es

lockte ein reichhaltiges Frühstücksbüfett. Nach

dem Frühstück gab es, wie für alle Touris, Hängebrücken

– Äkschen - Foutous! (siehe auch

Titelfoto) Nun aber: jetzt, wie alle Touris, zum

Schlegeisspeicher. Für uns ging es bergab, 600

Höhenmeter steiniger Wanderweg. Gefühlt alle

Wanderfreunde und Parkplatz - Senkrechtstarter,

die an diesem sonnigen Tag in den Alpen

unterwegs waren, keuchten uns quasi entgegen.

Nach 2 Stunden bergab hatten wir echt die Nase

voll von Menschenmassen. Endlich waren wir an

dem glitzernden See. Nach einer kleinen Abkühlung

am freundlichen Zamsgrund - Imbiss führte

unser Weg zunächst gering ansteigend auf dem

Latschweg Richtung Pfitscherjochhaus, was unser

nächstes Etappenziel war, in den Zamsgrund

hinein. Hier waren Arbeiter mit Baggertechnik

dabei, den vor einigen Jahren ausgespülten Weg

auszubessern. Der Zamser Bach entspringt dem

verschwundenen Stampflkees. Gemächlich führt

der Weg weiter, bis er in Kehren die Wanderer

in die Lavitzalm zieht. Diese nette Alm wird von

Italienern geführt. Hmmm, Kaiserschmarrn, Tiramisu

und Cappuccino. Zur Lavitzalm gehört das

bereits benannte Museum. Der aufmerksame

Leser wird sich erinnern. Es wurde das Leben,

Arbeiten und die Geschichte in den Alpen ausgestellt.

Gut gestärkt setzten wir den allmählich ansteigenden

Weg zur österreichisch - italienischen

Grenze fort. Zurückblickend erhaschten wir noch

mal die schöne Aussicht zum gletscherblauen

Schlegeisspeicher. Inzwischen waren alle Wolken

verzogen (typisch Sommer 2022). Trotzdem

blies der Wind weiter heftig. Plötzlich waren wir

in Italien. Hier passierten wir gegenüber der ehemaligen

Zollhütte den Winterraum vom Pfitscherjochhaus

(PJH). Nach einigen Minuten sahen wir

das Haus. Es thront auf einer kleinen Anhöhe. Für

viele Montainbiker ist das PJH eine gute Adresse,

es gibt sogar einen Fahrradraum. Von hier

ein komplett anderer Blick auf die tollen Alpengipfel,

was unsere Herzen noch mal höherschlagen

ließ. Schöne grüne Seen liegen artig in der

Landschaft. Auch im privat geführten PJH waren

wir herzlich willkommen. Das Haus hatte fast Hotelcharakter.

Auf unserer Etage konnten wir eine

warme Dusche nehmen, zeitlich unbegrenzt, all

inklusive.

Es war Nachmittag und für eine Foto - Safari

wie bestellt. Ohne Gepäck stiegen wir Richtung

Rotbachlspitze, bewegten uns ständig an der

Landesgrenze. Zum Dinner konnten wir die italienische

Gastfreundschaft und das leckere Essen

genießen. Am Abend war die Bergkette rot angestrahlt.

Abendschön macht den nächsten Tag

wieder schön.

Tag Vier: Kräftig gefrühstückt brechen wir auf zur

Europahütte, auch Landshuter Hütte genannt.

Buon giorno, Italia. Bei strahlend blauem Himmel

wandern wir auf dem Panoramaweg und werfen

mit jedem Meter ein Kleidungsstück beiseite,

ohne die allseits bekannten und beliebten Bekleidungskorrekturpausen

einzuhalten. Der Weg

zeigt sich sehr abwechslungsreich: mal gelegte

Felsplatten, dann wieder Stolpersteine, zwischendurch

Wiesenwege. Ab und zu plätschert ein Bach

aus dem steilen Felsmassiv. Der Weg schlängelt

sich und zog sich. Es schien, als ob jemand Schotter

auf die Felshänge geschmissen hatte. Irgendwann

steigt der Pfad für die nächsten 300 Höhenmeter

ungnädig an. Angekommen überm Joch

war unser letztes Hüttenziel in Reichweite. Die

Landshuter Hütte liegt auf 2.670 m, liegt an der

Grenze zwischen Italien und Österreich und bietet

eine wundervolle Aussicht, auf Zuckerhütl und

Co. Nach der freundlichen Begrüßung bekamen

wir ein leckeres Süppchen serviert. Der nächstgelegene

Gipfel, der Kraxentrager, ist 2.998 m hoch

und laut Wegweiser nur etwa eine Stunde entfernt.

Ein kleiner Nachmittagsausflug brachte uns

dem Gipfel und damit einem wundervollen Bergpanorama

näher. Unseren letzten Hüttenabend

verbrachten wir in gemütlicher Runde und netten

Gesprächen mit Bergvagabunden, die dasselbe

Hobby frönen wie wir.

Der nächste Tag sollte uns zurück zu unserem

Ausgangspunkt bringen. Der Weg führte über

Schottergelände, von dem wir noch einen Blick

zum Kraxentrager erhaschten. Unterhalb der steilen

Felswand ging es über die Sumpfscharte. Soll

das noch der Weg sein? Wo sonst? Es wechselten

feste Platten, wacklige Platten und wieder ging es

hinauf. Nach etwa einer Stunde hatten wir immer

noch Hüttenhöhe.

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endlich ein Wiesenhang. Wir konnten schon die

grünen gefalteten Berghänge von Weitem sehen,

die uns auf dem Weg zur Geraer Hütte vor einigen

Tagen begleitet hatten.

Es ging mal wieder steil bergab, teils gesicherter

Steig. Der Lohn: ein Edelweiß konnte bewundert

und als Handymotiv mitgenommen werden.

ne Präsente brachten wir mit, unter anderem eine

Perücke, welche Micha in neuem Glanz erstrahlen

ließ.

zurück in der Erwartung, dass auch Uwe und Simi

sich mit ihren Enkeln auf der Hütte eingefunden

haben. Zusammen bereiteten wir leckeren Eintopf

zu und feierten den ganzen lieben Abend den Geburtstag

unseres Vereinsvorsitzenden.

Rückweg über die Schrofen

Blick zu den Stubaitaler Alpen

Aber wir hatten noch die schönen Blicke zu den

Stubaier Alpen. Wieder über die Schrofen und

Wieder im geliebten Bielatal

Am Freitag, den 26.8.2022, fuhren Martin, die

Kinder und ich in die Sächsische Schweiz auf die

Hütte ins Bielata, denn dort trafen wir uns mit

unserem Geburtstagskind Michael Eisfeld und

Familie. Wir waren voller Vorfreude, auch wenn

die Wetterapp nichts Gutes sagte. So freuten

wir uns trotzdem auf die gemeinsame Zeit. Dort

angekommen richteten wir uns ein und packten

unser Grillgut aus, was noch am Abend gebraten

Das schönste Blümlein auf der Welt, …

Nochmal steil bergab. Guten Tag, ihr Schafe,

dann nochmal ein Waldweg, den geschnitzte

Holzfiguren begrenzten. Nach 1.900 Höhenmetern

war endlich der Parkplatz Touristenrast erreicht.

Zu einer gelungenen Wanderung gehört

zum Abschluss eine zünftige Einkehr.

Pünktlich 13 Uhr saßen wir im Biergarten der Touristenrast

mit Aussicht auf unseren Abstiegsweg.

Lebt wohl ihr Gebirgskämme und klaren Bergseen.

Wir kommen wieder.

Wir danken unserer Gudrun für die tolle Organisation

aller unserer Schlafplätze. Wir waren in

Gedanken stets bei dir! Auch auf die glutenfreie

Nahrungsbereitstellung hatten sich alle Hütten

gut eingestellt.

werden sollte. Kurz darauf trafen auch Michael,

Simone und die Kinder ein. Da wir wussten, dass

Regen kommt, entfachten wir das Lagerfeuer und

bereiteten dafür das Holz vor. Nun stand einem

schönen Abend nichts mehr im Wege.

Am nächsten Morgen bereiten Simone und ich

das Frühstück in Erwartung unseres Geburtstagskindes

mit Luftballons und dem Lieblingskuchen

von Friese, wie er bei uns genannt wird, vor. Klei-

Rechts das Geburtstagskind

Ohne Worte

So war er nun 61 mit dem Antlitz von 16. Wir

wollten Wandern gehen und als wir über unseren

Teller schauten kam Regen, strömender Regen!

Also, Planänderung! Wir waren uns einig. Dresden

ist bei Regen trotzdem sehenswert. Also Regenjacke

an und los ging es.

Simone

und ich beschlossen die Alten Meister im Dresdner

Zwinger zu betrachten, die ich das Letzte mal

mit 13 zusammen mit meinen Eltern sah. Die Anderen

gingen in die Rüstkammer im Zwinger. Wir

waren fasziniert von der Vielzahl und Schönheit

der Gemälde und Skulpturen. Etwa 3 Stunden

verbrachten wir mit Kunstbetrachtung und Staunen

im Zwinger zusammen mit internationalem

Publikum.

Auch eine nette Dame aus Leipzig, lernten wir

kennen, welche sich über unsere Hilfsbereitschaft

bedankte, da wir sie unterstützen, Fotos von den

Bildern zu machen. In der Zwischenzeit, waren

die Anderen schon im Globetrotter gelandet und

vertrieben sich die Zeit. Wiedervereinigt ging es

Eros und Psyche

Die Bilder von Bernardo Berlotto faszinierten uns.

Das Feuerchen war entzündet.

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Ausländische Gäste

Für die Kinder war gesorgt.

Am nächsten Morgen wurde nochmal gut und

ausgiebig gefrühstückt, Berichte von den unternommenen

Touren geteilt, die Hütte gereinigt,

das Gepäck verstaut und die Heimreise über unseren

Lieblingsbäcker Schmitt angetreten. Denn

ohne Kuchen von dort geht es nicht zurück, darin

waren wir uns einig. Nun war ein Wochenende zu

Ende, was mal etwas anders aber dennoch wie

immer unvergesslich war.

Carmen Prang

Gottes Werk und Teufels Beitrag - von Sonne und Regen in den Bergen:

Die Geschichte der 25. Hüttentour inmitten von Giganten

Wenn der Sommer sich langsam dem Ende neigt

und die Tage ihr Gewand wechseln von stehender

Hitze und Sonnenschein zu bewölkterem

Himmel und leichtem Wind im Haar, dann kommt

die Zeit der rastlosen Ruthenen, welche wie auch

in diesem Jahr gemeinsam eine Tour in die Berge

machen und dabei trotzdem der Heimat ein klein

wenig nahebleiben: Sie wandern gleich in der ersten

Woche des neuen Schuljahres gemeinsam

zur Geraer Hütte und verweilen dort in der Natur,

um ihrem Sommer die letzte Krone aufzusetzen.

Doch dieses Jahr steht nicht nur im Zeichen der

Jubiläen vieler Kunstschaffenden. Es ist auch

das Jahr der 25. Hüttentour, die aufgrund dieser

zahlreichen (!) und einzigartigen Jahre außergewöhnlicher

werden sollte, als sie eh schon ist,

denn mit einer etwas verkleinerten Gruppe sollte

nun eine Bergtour gemacht werden, bei der die

Geraer Hütte “nur” eine Teilstation werden und

man so von Hütte zu Hütte wandern würde, das

Gepäck auf dem Rücken und das Panorama vor

den Augen.

So starteten am 30. August 2022 fünfzehn wanderbegeisterte

SchülerInnen und sieben BetreuerInnen

noch in früher Morgenstunde (die

Müdigkeit drang aus allen Poren), untergebracht

in gemütlichen Reisebussen, ihre Fahrt gen Österreich,

welches sie für die nächsten fünf Tage

beherbergen sollte. Während der Fahrt wurde

nicht nur teilweise lauthals gesungen zu Klassikern

im Radio. Es wurde zudem gespielt, gelacht

und ausgeruht für die erste Etappe, welche uns

von der Jausenstation nahe dem Brenner bis zur

Landshuter – Europa - Hütte auf 2693 Meter führen

sollte. Vorbei an München, durch welches wir

dieses Jahr gut kamen, über Garmisch samt Blick

auf die Zugspitze, fuhren wir so mit viel Vorfreude

in den Gesichtern nicht nur über viel befahrene

Autobahnen und Bundesstraßen. Nein, die Spannung

sollte nicht zu kurz kommen, auch ein sehr

schmaler Zufahrtsweg zu jenem Startbauernhof

sollte unsere neu- und wissbegierigen Augen

erfreuen. (Schon vorab ein riesiges Dankeschön

den ruhigen, besonnenen Autofahrern.) Angekommen

an jenem Hof begrüßten uns Bauer und

Hunde. Wir packten die letzten wichtigen Sachen

ein und sattelten die Rucksäcke, feinstes Bergoder

mitgebrachtes Wasser wurde aufgefüllt und

schon ging es los, natürlich nicht ohne vorher

schon die erste schöne Aussicht zu genießen. Die

Gesichter (noch überglücklich) wurden zunehmend

angestrengter, die Beine trugen uns über

den zunächst breiten Schotterweg bis zu dem

nun schmalen Gänsemarsch - Weg. Die einzelnen

Gruppen bildeten sich, je nachdem wie schnell

man bereit war, den Berg zu erklimmen: die

Rastlosen, deren Muskeln sie beinahe den Berg

hochfliegen ließen; die sich selbst Bremsenden,

um Beeren und Aussicht zu genießen und die

Gemächlichen, die nie außer Puste gerieten. Eine

Lektion, die uns jedoch der Berg alle lehrte, war:

Und wenn du denkst, das Ende des Hügels ist

gekommen, wirst du oben den nächsten sehen.

Oder eben: Erwarte immer das Schlimmste und

du wirst nicht enttäuscht. Weniger enttäuschend,

nein, erfreuend war so die Ankunft an unserem

Übernachtungsdomizil: die Europa - Hütte, welche

beliefert per Helikopter, gutes Essen und

einen entspannten Hüttenabend bereithielt. An

diesem Abend wurde nur noch das Zimmer bezogen,

d.h., ein etwa 10 - stündiges Chaos in dem

Bettenlager veranstaltet. Zum ersten Mal sollten

wir hier unserem treuen Begleiter begegnen: dem

Nebel. Während das Wetter bei unserem Aufstieg

mit Sonne und Kurze – Hose -Temperatur glänzte,

zog es sich am Abend und in der Nacht immer

weiter zu und der Himmel grummelte erst entfernt,

doch schon bald nah bei uns vor sich hin.

Das Frühstück wurde teils in Österreich, teils in

Italien abgehalten – je nachdem, wo man saß.

Die Europa - Hütte liegt schließlich genau auf der

Grenze und ihr zum Trotz zeigt sie im Kleinen,

dass die Grenzen nicht im Herzen, sondern auf

Karten existieren. Die politische Dimension der

alles vereinenden Europaflagge konnten die meisten

hier erkennen: Lernen am anderen Ort. Wie

so oft. Lernen konnten wir auch, dass Regenponchos

wirklich sehr sinnvoll sind, gerade dann,

wenn wir vom Regen nahezu treu begleitet wurden.

Oder begleiteten wir den Regen auf seinem

Weg durch die Berge?!

Diese zweite Etappe führte uns, unsere Beine

bedankten sich, eher gerade und in gleichmäßigem

Tempo von der eher spartanisch - traditionell

eingerichteten Hütte, über Stock und Stein

(eher über letzteres) an von der Sonne aufgewärmten

Seen über die Grenze nach Südtirol

- dem italienischen Teil Tirols zum Pfischerjochhaus,

welches mit 2276 Höhenmetern nahezu

einen Spaziergang für uns darstellte. Mit dem

angenehmen Weg, trotz Regen (und er prasselte

durchgängig auf unsere Regensachen), kam auch

der Traum von warmen Duschen und Suppen,

sowie schönen Zimmern, samt Aufheiz - Schuhregal

in unsere Köpfe, der so manchen langen Gesichtern

ein kleines Lächeln entlocken konnte.

Das per Fuß oder eben auch per Rad erreichbare

Haus eignete sich nicht nur für uns als Durchreiseort,

sondern auch als Tagesetappenziel für

die Touristen. Es überzeugt schließlich auch mit

guten Panorama – Sicht – Möglichkeiten, wäre

da nicht jener blickdichte Nebel, dem wir auf unserer

Tour den Namen “Werbepause” verpassen

sollten. Schließlich verdeckte er immer dann die

Berge, wenn die Wolken sie uns kurz preisgeben

wollten: an der spannendsten Stelle. Was nicht

an Spannung verlor, war das Geschichten - Erzählen

unserer lieben und seit Jahren mitfahrenden

Betreuer, welche so die ein oder andere Pause

des anstrengenden Berge - Erklimmens erholsamer

machten. Das Motto des Tages jedoch

sollte Folgendes werden: Energieriegel essen - direkt

alles besser. Und ja, sie taten es wirklich: Sie

umtänzelten unsere Gaumen, schenkten unseren

Mägen Inhalt und unserem Gehirn Denkstoff (Der

Dank gebührt denen, die sie erfanden).

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Nach Gruppenfoto und Vermummung (es war

sehr kalt) sowie stärkendem Bergsteigerfrühstück

wurden die nun warmen Wanderschuhe und Regensachen

angezogen und scherzhaft die Dankbarkeit

gegenüber den bunten Regenschutzcapes

der Rucksäcke ausgesprochen: So würden wir uns

nicht verlieren können. Gut zu Fuß (wir konnten

es brauchen) liefen wir los. Zunächst machten wir

einiges an gerader Strecke, samt gefährlicher (vor

allem lockerer und rutschiger) Gebirgsflussüberquerungen,

um nach ca. drei Stunden Gehzeit die

eine Stunde strammes Hochklettern zur Scharte

zu meistern. Da hier manchmal zu große Schritte

gefragt wären, waren teilweise Eisentritte in die

großen Steine des Geröllfeldes gerammt, um so

den Aufstieg zu ermöglichen. Steintürme konnten

hier reichlich ergänzt bzw. kreiert werden, was

leider manchmal auch schief zu gehen drohte.

Doch (und ich mache im Nachhinein immer noch

drei Kreuze) zum Glück konnten alle, wenn auch

nach unterschiedlicher Zeit, die Alpeiner Scharte

am höchsten Punkt für bezwungen befinden. Die,

welche Lust und Laune hatten, leider ohne die

Möglichkeit der sonst so grandiosen Aussicht,

kletterten nun noch über Fels und Stein zur Rast

der Ruthenen. Anspruchsvoller als der Aufstieg

konnte der Abstieg nicht sein, dachten wir. Doch

der lockere, beinahe sandige Boden erhöhte die

Rutschgefahr und zwang uns nochmals vollste

Aufmerksamkeit zu beweisen. Umso dankbarer

waren nicht nur Knie und Bein, nein auch Wohlbefinden

und Herz, als wir die warme, sich in das

Tal schmiegende Geraer Hütte erreichten. Das von

den Meisten bestellte Gericht des Abends war Kaiserschmarrn,

welcher nicht nur alle satt, sondern

auch mehr als zufrieden machte. Die Spiele der

gesamten Tour (meist Knack und Werwolf) wurden

gemeinschaftlich gespielt und so verbrachten wir

den ersten gemütlichen Abend unserer zwei an

diesem Ort.

So grau und trist wie der Himmel noch am Tag zuvor

war, so glücklich lachte uns am nächsten die

Sonne entgegen (wir hatten sie reichlich vermisst)

und sollte Wegversüßerin Numero uno werden.

Die Tagestour zu den altbekannten Schöberspitzen

stand an. So wurden die schweren Sachen

aus unseren Rucksäcken auf die gemütlichen

Betten gelegt und für die Meisten zum ersten Mal

die Badesachen eingepackt, um sie tatsächlich

zu nutzen. Denn wer diese Bergtouren kennt, der

weiß, Schöberspitzen heißt auch: Wir laufen gemütlich

weitestgehend am Berghang geradeaus,

und teilen uns am Ende in zwei Gruppen. Die

eine läuft hinunter zum Ramsgrubner See, ein

(doch schon recht) kalter Gebirgssee, um dort zu

baden. Die anderen kraxeln hoch, um sich nicht

nur in das Gipfelbuch einzutragen, sondern auch

mit der Gewissheit, den Weg nicht hochlaufen zu

müssen, den die anderen nach dem Baden vor

sich haben, wohl aber diese bei besagter Tätigkeit

von weit oben beobachten zu können. Auf

dem Weg, der Tradition folgend, machten wir halt

bei dem Schriftzug Ronja (ein Gruß einer ehemaligen

Schülerin an die LehrerInnen, bei dem

seit Jahren Halt gemacht, sie bewundert und die

Geschichte jedes Mal aufs Neue erzählt wird).

Doch wie wir leider feststellen mussten, war aus

“Ronja” eine Romy geworden, sprich: der mit

Steinen auf die Bergwiese gelegte Name war von

anderen BergsteigerInnen verändert worden. Das

konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen:

Ruckzuck fanden sich Freiwillige, die “Ronja” wiederherstellten

und von den anderen von unten

bejubelt wurden. Den Weg uns versüßen, konnten

auch die vielen Murmeltiere (v.a. das eine,

welches unser Sportlehrer verfolgte), sowie die

Stelle (die einzige, die wir sahen) mit Edelweiß,

die Gespräche, die wir führten und die Geschichten,

die wir erzählt bekamen.

Die Kühe, welche uns schon zu Beginn mit allerlei

Tretminen den Weg erschwerten, machten dies

mit ihrem schönen Pony (sie waren blond, braun,

schwarz) und ihren runden Augen wieder wett.

Neben all dem Schönen war jedoch für alle nicht

nur erschreckend, dass der Gletscher wieder um

einiges geschrumpft war, sondern auch, dass

jener große Badesee an Wassermenge verloren

hatte: Denn die steigenden Temperaturen lassen

den einen schneller schmelzen und dem anderen

rauben sie das Wasser. (An dieser Stelle sollte ich

moralisch an eure Beiträge für die Umwelt und vor

allem für ihren Schutz, leider auch vor uns, appellieren.

Doch ich wünsche mir, dass ihr das auch

ohne mich wisst. Dennoch ein kleines Zitat zum

Mitnehmen von Franz Alt: ”Die Zukunft ist kein

Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen,

die wir heute treffen.“) Dieser vorletzte

Tag nahm seinen Lauf und so wanderte die erste

Gruppe bereits wieder hinab, als die anderen wieder

hinaufstiegen, um den bis 15 Uhr verfügbaren

Kaiserschmarrn zu ergattern. Naturgewalten sieht

man viele, vor allem in den Bergen, so auch jene

Frühankommer, als von der gigantischen gegenüberliegenden

Felswand riesige Brocken hinabfielen

und Geräusche eines Gewitters scheinbar

nachzuahmen versuchten. Das Essen spielte

an diesem Tag generell eine große Rolle, wollte

schließlich jede*r noch einmal die kulinarischen

Eindrücke Tirols einfangen und in seinem Herzen

einspeichern bis zum nächsten Mal. Und nicht nur

das, auch das Wetter, den Geruch der Alpenwiesen,

etwas zwischen Tier und Mensch und die Demut

gegenüber den alles überdauernden Bergen

und frisch beregnetem Boden. Dieser Tag mündete

in dem Abschluss seiner selbst mit der wohl

möglichst größten Runde Werwolf (es spielten fast

alle mit) und in guten Einschlaf - Gesprächsrunden

und einem letztem Mal Rucksack packen. Mit

einem lachenden Auge über diese schöne Zeit und

einem weinenden Auge über die Tatsache, morgen

schon wieder die Berge verlassen zu müssen.

Während wir uns morgens im Bad noch fertig

machten an dem letzten unserer Tage in der Hütte

für einige Zeit, liefen die drei Busfahrer bereits

hinunter ins Tal, um dort mithilfe eines Taxis die

Autos zu holen, um uns, die anderen, die nun in

kleinen Gruppen eigenständig absteigen und ein

letztes Mal Bergkraxeln konnten, abholen zu können.

Gemeinsam starteten wir nun gegen elf Uhr

unsere Heimreise und mussten uns von den Giganten

aus Fels, Baum und Moos verabschieden.

Mitnehmen, und dafür kann ich die Alpen mehr

als empfehlen, kann man in jedem Falle, dass der

Berg dir alle Kraft nimmt (wenn du ihn besteigst)

und sie dir dreifach, oben angekommen, zurückgibt.

Er lehrt dich im Üben des Erkennens, dass

wir wirklich nur ein Fünkchen im Universum, so

bedeutsam für uns und doch so unbedeutend

kurz andauernd für die Welt sein können. Wieso

also nicht das Beste aus dem machen, was wir zur

Verfügung haben, sodass es die Strahlkraft eines

solchen Berges erreichen kann?! Und wenn diese

Taten noch so klein sind, sie sind da. Deshalb hiermit

ein riesiges Dankeschön an den Besonnensten

aller Begleiter und das zuverlässigste Schlusslicht

Andreas Paul, an den lustigsten Frontmann unserer

Truppe Matthias Bauer (auf, dass Sie noch

ewig uns begleiten, diese Touren werden für immer

unsere Erinnerungen an die Schule besser

machen!), an Dirk Geithe, welcher uns einen Bus

zur Verfügung stellte ebenso wie Andreas Paul

und an Franziska Nowak und Luise Börner, welche

hoffentlich diese wunderbare Tradition der

gemeinsamen und zusammenschweißenden Touren

fortsetzen können und werden und natürlich

an Benno und Hanna Dieminger, die die Zeit lustiger

und auch trittsicherer gemacht haben. Nicht

zuletzt ein Dankeschön an die anderen Gäste auf

den Hütten und an die HüttenbewirtschafterInnen

dafür, dass ihr euch nicht vor so einer großen

Gruppe erschreckt habt. Und an euch, die Gruppe,

was haben wir da eigentlich geschafft? Ihr seid

großartig. Und alle, die in den darauffolgenden

Jahren mitkommen werden: Ihr verdient es. Macht

was draus.

Caroline Tschee Klasse 11

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Auf alten Verbindungswegen von Sachsen nach Böhmen

25 Jahre Schülerfahrt des Rutheneum zur Geraer Hütte –

Jubiläumstour auf den Spuren von Peter Habeler

– so war die Mehrtages - Rucksackwanderung für

das erste Septemberwochenende 2022 im Mitteilungsheft

angekündigt. Neugierig auf die Tour

und voller Elan treffen sich am Freitagvormittag

10 Wanderfreunde der Sektion Gera nahe dem

Großen Garten in Dresden.

Der vom ehemaligen Schulleiter Dr. Joachim

Hensel und Günther Eck 1997 ausgegebene Slogan:

„Jeder Gersche sollte einmal in seinem Leben

zur Geraer Hütte aufsteigen.“, folgten bis heute

ca. 400 Schüler. „Wie schön ist es jedes Mal zu

erleben, wenn junge Leute beim Anblick der Berge

ins Schwärmen und Staunen geraten und sich

nicht satt sehen können.“, sagte im persönlichen

Rückblick auf 14 Touren meine ehemalige Kollegin

Kerstin Hensel. Und wie schön ist es, dass

sich diese Begeisterung auch auf Eltern überträgt,

die seit Jahren diese deutschlandweit an Gymnasien

einmalige Unternehmung aktiv unterstützen,

indem sie Urlaub nehmen, auch ihre Fahrzeuge

zur Verfügung stellen, mitfahren und uns Lehrer

während der Touren begleiten und unterstützen.

Wir möchten stellvertretend hier Thomas Klammer,

Uwe Blutshek, Thomas Heinzl, Kay Nestler,

Ralf Goedicke, Benno Dieminger, Andreas Paul

und Dirk Geithe für ihren Einsatz danken und

unserem ehemaligen Schüler Falk Müller, der darüber

hinaus auch noch der Tour 2007 Ewigkeit

verlieh, indem er mit Yannick Vornehm einen Film

drehte mit dem Titel „Faszination Hütte – Am Rande

des Gletschers“, mit dem er über Gera hinaus

Furore machte. Dank gilt an dieser Stelle dem

Förderverein des Rutheneum sowie dem DAV Sektion

Gera und dem VW - Autohaus Hermsdorfer

Kreuz für die alljährliche Unterstützung.

Neben Günther Eck, Kerstin Hensel und Monika

Gneupel durfte ich ab 2009 und meine Kollegin

Domenica Krödel ab 2014 die jährliche Tour

weiterführen. Franziska Nowak zum zweiten Mal

und Luise Börner begleiteten mich auf der diesjährigen

Jubiläumstour. Verschiedene kleine und

große Schwierigkeiten mussten in den letzten 25

Jahren gemeistert werden. Erinnert sei hier nur

an Wetterextreme wie 2012, als eine Mure die

Talstation der Lastenseilbahn zerstört hatte und

wir das Gepäck nach oben tragen mussten. Doch

selbst in diesem Jahr wurden neben dem Gepäck

und der Verpflegung die Instrumente für den traditionellen

letzten Hüttenabend mitgenommen.

Ein Höhepunkt stellte sicher die Tour 2015 dar.

Schüler hatten die Idee, den jährlichen Rastplatz

oberhalb der Alpeiner Scharte auf 3000 m in „Ruthenenrast“

zu taufen. Zur 19. Tour wurde das

Schild angebracht und somit verewigte sich unser

Gymnasium an diesem Seitengipfel.

Die 25. Alpentour in diesem Jahr sollte eine besondere

Hüttentour werden. 15 Schüler und 7

Erwachsene wanderten auf einem Teil der Peter –

Habeler - Runde. Startpunkt war die Jausenstation

im Venntal oberhalb des Brennersees. Der erste

Aufstieg zur 2693 m hochgelegenen Landshuter

Europahütte hatte es in sich. Doch alle Mitstreiter

bewältigten die ca. 1500 Höhenmeter bei bestem

Wetter in 5 Stunden. Am nächsten Tag ging es im

leichten Regen in 4 Stunden zum Pfitscherjochhaus.

Gut ausgeruht starteten wir tags darauf bei

aufziehenden Wolken und Nebel zur „Königsetappe“.

Es ging vom Pfitscherjochhaus über die

Alpeiner Scharte zur Geraer Hütte. Die oberhalb

der Alpeiner Scharte gelegene Ruthenenrast auf

3000 m sollte bei einsetzendem Schneefall nur

kurzes Zwischenziel sein. Mit 8 bis 10 kg Gepäck

auf dem Rücken war die Etappe für alle eine persönliche

Herausforderung. Stolz waren alle nach

8 Stunden unser Ziel die Geraer Hütte erreicht

zu haben. Der letzte Tag hielt bei bestem Wetter

eine bekannte Tagestour zu den Schöberspitzen

und zum Ramsgrubner See bereit. So sollte diese

besondere Hüttentour mit dem Abstieg zur

Touristenrast und der Heimfahrt ein erfolgreiches

Ende finden. Wir hoffen sehr, dass persönliches

Engagement der Lehrer und Eltern und die Begeisterung

der Schüler diese langjährige Tradition

erhalten können und der Ruf der Berge am Rutheneum

nicht ungehört verhallen möge.

Matthias Bauer/Sportlehrer am Rutheneum

Fotostop im Großen Garten

Vorbei am Schloss und wunderschönen Fontänen

laufen wir zur S-Bahn, fahren bis Pirna, dann

weiter im Bus über Bad Gottleuba bis an die Böhmische

Grenze, Ausstieg in Petrovice am Olympiadenkmal,

das zu Ehren des 1. Olympia – Fackel

- Staffellaufes 1936 errichtet wurde. Zunächst

wandern wir auf dem Naturpfad „Das vergessene

Grenzland“ durch naturbelassene, stille Felder,

Wiesen und lichte Wälder über Rajec nach Ostrov.

Immer wieder sind Grenzsteine, die die deutsch

- tschechische Grenze markieren, zu entdecken.

Hinter Ostrov, vorbei an einem malerisch mit Birken

umgebenen Teich, steigen wir den „Fabriksteig“

auf, sehen vor uns die ersten Felstürme

aufragen und stehen plötzlich vor einer wilden

Felsenstadt mit bizarren Felsgebilden. Wir haben

das „Himmelreich“ erreicht! Und lassen es uns

natürlich nicht nehmen, neben der ausgiebigen

Rast auch einen Abstecher durch das Sandsteinlabyrinth

zu machen.

Im Felsenlabyrinth Himmelreich

Kraxelei durch´s Felsenlabyrinth

Hier gäbe es noch so viel zu erkunden, aber der

Weg ruft. Weiter geht es zu unserer ersten Unterkunft

in der Touristenbaude Tisa. Nachdem wir

die hübsch ausgestatteten Zimmer bezogen haben,

unternehmen wir noch eine kleine Wanderung

auf dem Plateau der Tisaer Wände, von wo

aus wir herrliche Ausblicke auf die abstürzenden

Felswände und ins Tal bis hin zum böhmischen

Paradies haben.

Ausblick vom Plateau der Tisaer Wand

Nebenbei stehen wir immer wieder staunend vor

interessanten Felsformationen, wie den Berühmtesten,

dem Steinpilz und der Schildkröte. Die Tisaer

Wände und das Himmelreich sind auf jeden

Fall ein Familienwochenende mit Kindern wert.

Tourenberichte

48 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

49



Nach einem leckeren Abendessen in der gemütlichen

Gaststube lassen wir den Tag bei einem

Glas Bier/ Hauswein ausklingen.

Abends in der gemütlichen Touristenbaude

Am nächsten Tag brechen wir nach einem reichlichen

Frühstück Richtung Decin auf. Zunächst

wandern wir an gut besuchten Boulderfelsen

vorbei zum Vysoke Sneznik (Hoher Schneeberg,

723m hoch).

Der Hohe Schneeberg

Der niedrige Wuchs der bizarr deformierten Bäume

zeugt von den heftigen Nord- und Nordwestwinden,

die fast das ganze Jahr über das Gipfelhochplateau

peitschen. Wir haben Glück und

tolles Wetter und vom Aussichtsturm bei absolut

klarer Sicht eine großartige Rundumsicht ins Böhmische

Mittelgebirge, Isergebirge, Erzgebirge, hinunter

zur Elbe und zu den Erhebungen der Sächsischen

Schweiz. Kurze Rast und weiter geht es

vom Plateau des imposanten Tafelbergs in vielen

Kehren hinab in Richtung Decin, immer wieder

mit Blick auf kleine Ortschaften in tiefliegenden

Taleinschnitten. Im Restaurant „Na Rybnicku“

(Am Fischteich) probieren wir das typische böhmische

Gericht „Smazeny Hermelin mit Tatarsoße“

und lassen es uns richtig gut schmecken ….

So sind wir gestärkt für den noch vor uns liegenden

Aufstieg zur Pastyrska Stena (Schäferwand),

auf der wir unserem Tagesziel immer näherkommen.

Auf dem Felsengipfel steht das Schlösschen,

ein prunkvolles Steinrestaurant in Form

einer romantischen Burg, von dort aus haben wir

eine phänomenale Aussicht über die Stadt, die

Elbe und auf das Schloss.

Blick auf Decin

Nach kurzem Abstieg queren wir die Elbe und

sind schnell an unserem Hotel „Ceska Koruna“.

Wir beziehen unsere sehr schönen Zimmer. Dann

ist noch etwas Zeit bis zum Abendessen im Ratskeller.

Einige nutzen diese für einen Gang durch

das Stadtzentrum, einen Stopp beim Weinfest

und Besuch des Schlosses. Das Barockschloss

ist fantastisch auf einem Felsriegel über der Elbe

im Stadtzentrum gelegen und lockt als Wahrzeichen

der Stadt viele Besucher an. Beeindruckend

ist neben dem Rosengarten vor allem auch der

292 m lange, in Fels gehauene und beidseitig

mit einer Mauer umgebene Zugang zum Schloß

– „Dlouha jizda“ (Lange Fahrt), dessen Mauern

zum Schloss hin immer niedriger werden, sodass

durch die optische Täuschung der Gang noch

länger wirkt. Beim Abendessen, sehr lecker, im

Ratskeller - einem typisch böhmischen Restaurant

- haben wir viel gelacht, dann noch ein paar

Schritte durch die Stadt und alle sind bettreif.

Am nächsten Morgen beginnt unsere letzte Tagesetappe

nach kurzer Busfahrt mit dem Aufstieg

zum Kvadrberk (Quaderberg). Hier belohnen uns

immer wieder fantastische Ausblicke, zuerst von

der Kaiseraussicht, dann vom Aussichtspunkt:

Blick auf den Hohen Schneeberg sowie von der

Elbwarte aus: der Blick weit ins Elbtal, vom Hafen

Decin bis hin zu den mächtigen Felsriffen des Rosenkamms.

Auf dem Rosenkamm - Wanderweg

laufen wir hoch über der Elbe weiter bis Belvedere.

Dort gönnen wir uns eine gemütliche Rast auf

Aussichtsterrasse in Belvedere

der Aussichtsterrasse.

Gut gestärkt geht es direkt neben dem Kletterfelsen

von Belvedere auf einem schwierigen Abschnitt,

der von allen volle Achtsamkeit und auch

gegenseitige Unterstützung bedarf, steil ins Tal.

Unten angekommen laufen wir auf dem Wanderweg

zum Grenzort Hrensko, setzen von dort

aus mit der Elbfähre zur deutschen Bahnstation

in Schöna über. Der Blick wandert nochmal über

das Elbufer auf der Seite von Hrensko. Zum Glück

sieht man aus der Ferne nicht mehr viel von dem

verheerenden Waldbrand. Die Natur hat sich hier

schnell erholt. Mit dem Zug geht es wenig später

Zwei Alte campen an der Kampenwand

Hatten wir in unseren wilden Jahren die hohen

Drei- und Viertausender in den Alpen gesammelt

wie andere die Pilze im Wald, so wollten wir dieses

Jahr die kleinen Gipfel der Kampenwand mit

einer Überschreitung derselben ins Fahrtenbuch

bringen, ehe uns fortschreitende Hinfälligkeit daran

hinderte.

So kam es zur Fahrt im Spätsommer in die Bayrischen

Alpen oberhalb vom Chiemsee.

Abstieg von Belvedere zur Elbe

nach Dresden zu unserem Ausgangspunkt.

Eine wunderschöne Wochenendtour geht hier zu

Ende. Wir haben insgesamt rund 55 km zu Fuß

zurückgelegt und insbesondere ich (weil zum

1. Mal in diesem Teil der Böhmischen Schweiz)

viele neue, bleibende Eindrücke gewonnen. Zum

Schluss danke von allen Mitwanderern an die

Tourenführerin Annelie, denn sie hat für uns das

verlängerte Wochenende perfekt organisiert.

ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER

LETZTE FLUSS VERGIFTET, DER LETZTE FISCH GE-

FANGEN, WERDET IHR FESTSTELLEN, DASS MAN

GELD NICHT ESSEN KANN.

Diese alte indianische Weisheit sollten wir uns immer

vor Augen halten, unsere Heimat ist so schön.

Kampenwand

Tourenberichte

50 Mitteilungen 64

Mitteilungen 64

51



Von Hohenaschau gelangten Norbert und ich mit

der Kampenwandbahn zur Sonnenalm. Von dort

schlängelte sich leicht ansteigend ein Pfad bis an

den Einstieg zum Westgipfel (1.650 m). Der Ball

rollte zum Klassiker Torweg (4-) mit dem inzwischen

marmorierten Schrubbriss.

Schrubbriss

Nach drei Seillängen pflückten wir den ersten

Gipfel und kletterten in leichtem Gelände (1) weiter

zum Gmelchturm (1.600 m). Hier lauerte die

geniale Westkante (6-), eine luftige Kantenkletterei

als Aufstieg. Nach dem Abseilen querten wir

zur Nordwestkante (4) vom Teufelsturm (1.640

m) und erreichten darüber den dritten Gipfel.

Nach erneutem Abseilen erhob sich die anspruchsvolle

Nordwestverschneidung (4+) des

Hauptgipfels (1.668 m) in den blauen Himmel.

Durch einige nasse Stellen bekamen die drei

Kletterlängen noch etwas zusätzliche Würze. Auf

dem 150 m langen Ostgrat (2) verlief über eine

vier Meter tiefe ausgesetzte Platte der lange Abstieg

zur Schlechinger Scharte in Gehgelände.

Abstieg zum Normalweg

Abstieg

Auf dem Rückweg zur Sonnenalm blieb noch Zeit

für den am Weg stehenden Staffelstein. Normalweg

(2) und Ostwand (6-) standen zu Buche, ehe wir uns

wieder hinab nach Aschau schaukeln ließen.

In den anschließenden Tagen erlebten wir folgende

total irre Storys in den verschiedenen Klettergebieten:

Am Klobenstein übte Spiderman (5) bei Sport

und Natur (5+) in seiner Krabbelstube (6) am Heckentrail

(6+) Streck dich (7-) und Balance (6+),

während der Putzteifi (6) bei Via Botanica (5) zum

Arbeitsende (6) auf der Räuberleiter (4) einen

Drahwurm (6) bekam und sich gerade noch Bam

Oida (4) festhalten konnte, welcher seine Helle

Freude (5) an einer Schatzkammer (5+) voller Toblerone

(6+) hatte.

Tourenberichte

Hauptgipfel NW-Verschneidung

Staffelstein

Gmelchturm

Ostgratplatte

Mit dem Normalweg (1) über die so genannten

Kaisersäle zum Ostgipfel (1.663 m) endete die

Überschreitung des gesamten Felskammes mit

dem fünften Gipfel der Tour. Von hier aus mäanderte

der Normalweg unschwer hinab zur Steinlingsalm.

Ostgipfel

Klobenstein

Im Adolari, Sektor Speis gab es Bienenstich (5+)

und dazu schenkte man ein Griffig (6+) Achterl

(5-) Maiblas’n (6-) aus, derweil im Esszimmer

rechts im Fernsehen die Prima Opera (7-) lief,

unterdessen die Muichmaus (6+) am Erker in der

Trill Grip direkt (7+) „Aus die Maus“ (6) rief und

über die Rita Kante (5-) ins Parterre fiel und mitten

im Neuen Hummelnest (6+) landete, was ihr

einen Schneckencheck (5) einbrachte.

52 Mitteilungen 64

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53



Adolari

Im Ruhpoldinger Klettergarten am Big Wall (5)

standen Vater und Sohn (6) bei Nummer Fünf (5),

sahen Goldene Bohrhaken (7-), bei denen der

Waldläufer (6) über die Buckelpiste (4) zur Verirrten

Gans (5+) lief und nach After Work (6-) zur

Nummer Eins (7-) gekürt wurde.

Ruhpolding

Am Auerwandl zogen der Mongognom (3+) und

sein Baby Gwag (3+) ein Wunschlos (5-) für den

Henkelpfeiler (3+), übten Kinderturnen (4) an der

Varioplatte (4+), nachdem Beelzebufo (7) mit der

Sichel (6-) Gmahde Wies’n (5) hinterließ, auf denen

der Amigo (6+) Belissima (6+) und Bravissimo

(7-) Hot Dogs (6-) verkaufte.

An der Waidringer Steinplatte staunten wir in Snafari

(6) am Akkupfeiler über einen Regenbogen

(4+) Für’n Franzl (5+) und sein Kleines Krokodil (6)

im Herbstwind(6-), währenddessen sich Fix (5-)

und Foxi (4+) Ruck Zuck (5) einen Urlaubsspaß

(6-) als Wadlbeißer (6+) bei Father and Son (6-)

machten. Unten am Wasserweg (5+) zeigten Klaus

and Friends (6+) im Teamwork (6) mit vollem

Einsatz (6-) für Schmidtchen Schleicher (6-) am

Wiesenweg (5+) das Love- (6) und Peace- (6+)

Zeichen. Wir grüßten mit Namaste (4) und trollten

uns über Zettensteig und Steinplattenhauptgipfel

(1.869 m) zurück zum Zeltplatz im Tal.

Steinplatte

Hans-Hagen Hempel

(Fotos: Norbert Brode und Hans-Hagen Hempel)

„Aufholen nach Corona“ Ausflug am 06.10.2022

Es hieß, der Landessportbund Thüringen stellt

Fördermittel als Neustartbonus zur Verfügung.

Gesagt und getan von Gundula, die in Blitzeseile

ein Programm für einen Ausflug mit Wanderung

zusammenstellte, das Busunternehmen auswählte

und sich die Wandertouren ausdachte.

Einbezogen werden sollten in erster Linie die

älteren DAV-Mitglieder, die während der Coronazeit

besonders gelitten hatten. Alle wurden von

Gundula kontaktiert und der Vorstand über die

geplante Reise informiert.

Früh um 8.00 Uhr startete der Bus in Gera mit

45 Teilnehmern, die sich auf den schönen Tag

freuten, auch wenn es noch leicht regnete. Wir

wussten nur, dass wir die Drachenschlucht in Eisenach

besuchen, die einige von uns schon von

unserer Rennsteigwanderung mit Gundula kannten.

Weitere Programmpunkte waren geheim und

wurden erst später verraten.

10.30 Uhr starteten wir in zwei Wandergruppen,

eine durch die mythische Drachenschlucht

Vor der Drachenschlucht Espressogruppe

mit einem ziemlichen Höhenanstieg und die

zweite Gruppe fuhr hoch zur Hohen Sonne

und wanderte dort auf weniger anstrengenden

Wegen auf der Weinstraße, mit herrlichen Ausblicken.

Blick von der Hohen Sonne

Der Bus wartete schon auf uns und so fuhren wir

12.30 Uhr auf leichten Umwegen nach Ruhla ins

Schützenhaus, die die große Truppe souverän

und hervorragend beköstigte.

Nun zu der Überraschung, die dann folgte: die

Mini – á - thür in Ruhla, die mit viel Liebe und

Engagement hergestellten Miniaturen berühmter

Thüringer Gebäude: Burgen, Schlösser, öffentliche

Gebäude im Maßstab 1:25 in einer großen

gepflegten Anlage präsentiert. Es war eine Augenweide,

mit wieviel Hingabe zum Detail gearbeitet

wurde.

Tourenberichte

Auerwandl

Steinplattenaufstieg

Steinplattenweg

Cappuccinogruppe

Überraschung

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Dann ging es 16.30 Uhr mit dem Bus wieder gen

Heimat.

Gundula, es war eine wunderschöne Tour, herzlichen

Dank für die viele Mühe beim Vorbereiten.

Du hast viel für die Gemeinschaft der Wanderfreunde

getan.

Gabriele Henne

> JDAV Aktuell

Unser Jugendausschuss

• Jugendreferent:

Martin Sonntag,

jugendreferent@dav-gera.de

• Stellvertretende Jugendreferentin:

Simone Pelikan,

simone.pelikan@dav-gera.de

• Weitere Mitglieder:

Julika Bautz

Naya Pelikan

Lilly Richter

Paul Schulze

Wartburg in klein

Einladung zur 6. Jugendvollversammlung

Liebe Kinder und Jugendliche,

wir laden Euch ganz herzlich zur 6. Jugendvollversammlung ein. Diese findet am

Samstag den 11.03.2022 in der Turnhalle des Zabel – Gymnasiums, Clara Zetkin

Straße 7 statt. Wir treffen uns um 10.00 Uhr. Die Jugendvollversammlung dauert

bis ca. 14.30 Uhr.

JDAV

Orangerie

Mein Wanderstock erzählt...

Ein Wochenende im Kyffhäuser

Der Wunsch nach einer Wochenend - Wanderung

wurde immer häufiger geäußert. Also wagte ich

mich ans organisieren einer Wochenendtour in

den Kyffhäuser. Da ich beruflich in Heringen zu tun

hatte und in der Mühle in Hamma schon gewohnt

hatte, bestellte ich die Wanderunterkunft mitten

im Wald. Dort wo die Straße aufhört, wollten wir

übernachten. Nach einem schönen Grillabend mit

Erzählungen über Erlebnisse bei Wanderungen

begann der nächste Tag mit den Vorbereitungen zu

unserer Wanderung zum Kaiser Wilhelm Denkmal

auf der Reichsburg Kyffhausen.

Mit den Autos fuhren wir nach Kelbra. Hier begann

unsere Wanderung entlang des Kyffhäuser Gebirges

nach Tilleda. Dort erfolgte der steile Aufstieg

zur Burg. Kurz vor unserem Ziel trafen wir auf den

Liederweg. An den aufgestellten Texttafeln sangen

wir schöne deutsche Volkslieder. Das klang zwar

nicht besonders professionell, bereitete uns aber

Freude und begeisterte andere Wanderer. Wir bestaunten

die Burg, genossen den Ausblick und

ein gutes Bier. Nach der Stärkung liefen wir den

Kaiserweg auf dem Kamm des Gebirges vorbei am

Gundula mit Bus

Fernsehturm Kulpenberg,

dessen Umgebung einen

traurigen Eindruck hinterließ,

in Richtung Kelbra.

Der Weg führte entlang

einiger Aussichtspunkte,

die den Blick sowohl hinab

ins Helmetal als auch

bis hinauf zum Brocken

freigaben. Nach über 20

Kilometern erreichten

wir Kelbra und genossen

noch ein kühles Eis.

Der Abend gestaltete sich am Grill wie jeder Abend

bei uns: Essen, quatschen und gute Getränke. Am

Sonntag früh fuhren wir nach Bad Frankenhausen

und liefen gemütlich auf den Schlachtberg. Dort

besichtigten wir das Bauernkriegsmuseum mit

dem Wandgemälde von Werner Tübke. Bei einem

Vortrag zu diesem Bild erfuhren wir die Geschichte

und den Inhalt des Bildes. Wir waren beeindruckt.

Auf unserem Abstieg in die Stadt sahen wir noch

den schiefen Kirchturm und besichtigten die Salzsiederei.

Wir verabschiedeten uns auf dem Marktplatz

und fuhren nach Hause.

Karl Lämmer

Das steht alles auf unserer Tagesordnung:

1. Begrüßung, Eröffnung

2. Bekanntgabe und Beschluss der Tagesordnung

3. Protokoll vom 29.01.2022

4. Jahresbericht 2022 des Jugendreferenten

5. Berichte des Jugendausschusses 2022

6. Finanzbericht 2022 und Haushaltsplan 2023

7. Diskussionen, Anträge

8. Pause mit Mittagessen

9. Entlastung des Jugendreferenten und des Jugendausschusses

10. Wahl des Jugendausschusses

11. Ehrungen

12. Verabschiedung

Bitte meldet Euch zur Jugendvollversammlung über die E – mail: jugendreferent@

dav-gera.de an. Auch Eure Themen, Anregungen und Anträge für die JVV könnt ihr

uns auf diesem Wege bis zum 25.02.2023 zukommen lassen.

Sollten wir die JVV nicht als Präsenzveranstaltung durchführen können, teilen wir

euch dies 14 Tage vorher auf unserer Homepage mit und versenden euch rechtzeitig

den Link zur Videokonferenz.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.

Euer Jugendausschuss

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57



Wochenende in der Sächsischen Schweiz

Am Freitag den 16. Juni 2022 sind wir gegen

Nachmittag auf der Hütte in Rosental angereist.

Dort angekommen begrüßten wir uns alle und

räumten unsere Sachen aus. Zum Abendbrot gab

es Nudeln mit Tomatensoße und wir ließen es uns

schmecken. Wir beschlossen nach dem Abendbrot

zum Waldtheater zu gehen und dort Pantomime

zu spielen. Auch der Chor war unterwegs.

Wir hatten sehr viel Spaß und witzige Ideen.

Dann saßen wir am Lagerfeuer und haben stille

Post gespielt. Wir schliefen draußen unter freiem

Himmel und spielten Wahrheit oder Pflicht?.

Wir wachten früh auf und aßen Frühstück.

Noch ist alles ruhig am Morgen

Kurze Verschnaufpause

Nach einiger Zeit und vielen Schweißtropfen seilten

wir uns alle ab und machten Mittagspause.

Am Sonntagmorgen machten die Kinder in der

Küche ein leckeres Rührei zum Frühstück. Danach

haben wir uns an die Arbeit gemacht und die Hütte

geputzt. Dann gingen wir wieder zur Waldkapelle

und kletterten noch ein Bisschen.

JDAV

Gemütliche Frühstücksrunde

Nach dem Frühstück gingen wir los zur Waldkapelle.

Die Waldkapelle ist der Patengipfel von Uwe,

einem guten Freund und Unterstützer des JDAV.

Dort angekommen zogen wir unsere Gurte an und

kletterten hoch. Oben putzten wir das Plateau und

entfernten das Moos sowie anderen Bewuchs von

den Felsenkanten. Andere reinigten Kletterrouten

von Moos, Farnen und kleinen Bäumchen.

Der mit der Bank spielt

Verdiente Mittagspause

Unser Wald- und Wiesenchor

Plateau putzen

Danach kletterten wir einige Routen. Am späten

Nachmittag gingen wir zur Hütte. Dort zogen wir

uns unsere Badesachen an und sprangen Zur

Abkühlung und Reinigung unserer Körper in die

Biela. Anschließend liefen wir wieder zurück zur

Hütte und dort wurde schon gegrillt. Das war sehr

lecker! Nach dem leckeren Abendbrot spazierten

wir zum Hochofen. Auf dem Weg begegneten wir

Pferden und spielten mit ihnen. Am Hochofen

schauten wir uns die Fledermäuse an und danach

liefen wir zurück. Später krochen wir in unsere

Schlafsäcke und schauten uns die Sterne an. Wir

sahen das Sternbild des Großen Wagens.

Einfach Klettern

Das war sehr schön. Nach wenigen Stunden liefen

wir zurück. Wir werteten unser Hüttenwochenende

aus und Martin hatte eine Überraschung für

uns. Es war leckerer Kuchen von der Bäckerei

Schmitt. Wir verteilten noch das übrig gebliebene

Essen. Danach gab Uwe uns noch ein Eis aus,

weil wir so fleißig an der Waldkapelle gearbeitet

hatten. Schließlich verabschiedeten wir uns und

fuhren nach Hause.

Naya, Anna-Saskia und Marie

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Mit der Jugend im Ratssteinbruch zu Ilmenau

Die mobile Kletterwand im Einsatz

Am 02.07.2022 machten wir uns mal wieder auf

den langen Anfahrtsweg nach Ilmenau. Das Wetter

war fantastisch, sozusagen Bilderbuchwetter.

Die gute Laune hatten wir ebenso im Gepäck, wie

unsere Klettersachen und ausreichend Verpflegung.

Hoffentlich würden nicht so viele heute

die gleiche Idee haben … Nach einer unproblematischen

Fahrt kamen wir gut in Ilmenau an

und trollten uns zu Fuß den Berg hinauf in den

Ratssteinbruch. Die Sonne sorgte schon jetzt für

ordentlich Wärme und so suchten wir uns ein

schattiges Lagerplätzchen aus.

Fast synchron

Unsere mobile Kletterwand war über den Sommer

mobil. Los ging es mit dem Hofwiesenparkfest

über die Ausleihe privat und zum DAV nach Jena

bis hin zu den Einsätzen beim Gera Beach und

Sommer in der Stadt. Ich war mit meiner Klettergruppe

auf dem Markt und im Hofwiesenpark dabei.

Beim Gera Beach im wundervollen Marktambiente

führten wir unser letztes Klettertraining

im vergangenen Schuljahr durch. Es wurde ein

Sicherungstraining. Na klar die jungen kletterwütigen

Geraer wollten ja schließlich sicher die

Wand nach oben klettern! Über das Auftreten und

die Ausdauer beim Sichern war ich von einigen

Kindern im positiven Sinne sehr überrascht. Vincent

und Tim, das habt ihr toll gemacht.

JDAV

Ordentlich gesichert geht´s hinauf

Kletterplanung im schattigen Plätzchen

Nun hieß es Klettergurte an, Material zusammengesucht

und auf in den ersten Vorstieg. Schließlich

waren wir ja zu Klettern hier. Als ich mehr als

genug Luft unterm Hintern hatte, fragte ich mich,

warum ich mir dies immer wieder antue. Die ungewohnte

Höhe flößte mir Respekt ein und ließ

das Herz schlottern. Schließlich sagte ich mir,

dass ich mich nicht so anstellen solle und hier

schon öfters vorgestiegen bin. Schließlich ist das

nur eine 3, auch wenn die Route Kuno der Killerkarpfen

getauft wurde. Nachdem ich die Angst

überwunden hatte, war es ein wunderschöner

Weg. Im Laufe des Tages schafften wir uns alle im

Vorstieg oder Toprope gesichert an der Reibungsplatte

und beim Sichern. Bei Letzterem konnte

man wenigstens mal aus den engen Kletterschuhen

heraus und den schmerzenden Fußzehen

ein Bisschen Erholung gönnen. Dass die an der

Reibungsplatte auch immer so kleine Griffe und

Tritte anbringen müssen!

Mit der Wandkletterei in der Route Eigendynamik

des Feuers liebäugelte ich. Vor elf Jahren war ich

sie einmal geklettert, eigentlich ein schöner Weg,

aber auch bei diesem Kletterweg ist in den letzten

Jahren Felsen abgebrochen und dies schürte

bei mir Misstrauen und es blieb beim Liebäugeln.

Fazit des Tages lautete: Es hat Spaß gemacht. Das

ist schließlich die Hauptsache.

Als wir schließlich wieder im Auto bereit für die

Rückfahrt saßen, tauchte da noch die Frage auf,

ob wir noch einen Abstecher für ein kurzes Bad

im kühlen Nass an die Talsperre Heyda wagen. Es

herrschte Uneinigkeit und schließlich wurde die

Verantwortung an den Fahrer übergeben. Martin

fragte: „Muss ich das jetzt entscheiden?“ Von uns

bekam er ein klares: „Ja.“ zur Antwort. Er rollte

mit den Augen und bog in Richtung Heyda ab.

Während ich und die Kids ins kühle Nass sprangen,

sorgten die Männer anderweitig für Abkühlung.

So kam jeder auf seine Kosten. Am Abend

trudelten wir immer noch gut gelaunt wieder in

Gera ein. Es war ein wunderbarer Tag. Danke.

Simone Pelikan

Natürlich durften die Kinder meiner Klettergruppe

auch selbst klettern und zwischendurch bei den

Volleyballspielen zuschauen. Ich glaube, es hat

allen Spaß gemacht. Jedenfalls waren alle guter

Laune und niemand hat sich beschwert. In der

darauffolgenden Woche bei Sommer in der Stadt

im Hofwiesenpark waren an unterschiedlichen

Tagen Kinder aus meiner Trainingsgruppe zum

Sichern an der Kletterwand, unterstützten Martin

und haben dort einen Ferientag verbracht. Neben

dem Sichern nutzten sie auch die anderen Angebote

und verbanden das Nützliche mit dem Guten.

Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben,

dass die Einsätze der mobilen Kletterwand erfolgreich

waren. Danke.

Simone Pelikan

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Mitteilungen 64

61



JDAV

Der erste Wettkampf der JDAV Gera

Am 10.9.22 war Boulderwettkampf in unserer

Turnhalle am Zabelgymnasium. Dem haben wir

schon ein Bisschen entgegengefiebert, da wir

seit den Sommerferien nicht mehr in der Halle

trainieren durften. Das hatte einen guten Grund.

An unserer Kletterwand haben Paul und Martin

fleißig viele neue Routen geschraubt. Auf die waren

wir schon ganz gespannt, auf den Wettkampf

natürlich auch. Nach der Eröffnung haben wir

eine Erwärmung gemacht.

Erwärmung muss sein

Danach wurden wir in drei Klettergruppen eingeteilt.

Anschließend sind wir 2 x 20 Minuten

geklettert und wer noch konnte 1 x 10 Minuten.

Manche Ruten waren leicht und manche schwer.

Es gab insgesamt vier Schwierigkeitsgrade. Nach

20 Minuten kam die nächste Gruppe dran. Zwei

Gruppen hatten 40 Minuten Pause.

Am Ende sind wir Eis essen gegangen, während

die Wettkampfleitung alle Punkte zusammengerechnet

und die Gewinner in jeder Altersklasse

ermittelt hat. Auf dem Rückweg hat es geregnet.

Als wir wieder da waren, haben wir Siegerehrung

gemacht und der glückliche Gesamtgewinner war

Philipp. Er bekam den Pokal. Die ersten Drei bekamen

Medaillen. Jeder bekam eine Urkunde und

eine Kleinigkeit zum Naschen.

Danach machten wir noch ein Gruppenfoto. Dann

gingen alle nach Hause.

Vincent und Nino

PS: Vielen Dank an alle, die den Wettkampf geplant,

vorbereitet und durchgeführt haben. Insgesamt

war es auch mit kleinen Pannen ein schöner

Wettkampf.

Simone Pelikan

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63



Abklettern in der Kletterhalle statt im Steinicht

Vom Hauptbahnhof Gera sind wir am 01.10.2022

mit dem Zug nach Weimar gefahren. Dort angekommen

sind wir zur Kletterhalle gelaufen. Zuerst

haben wir Erwärmung und verschiedene klettertechnische

Übungen gemacht.

Danach sind wir im Boulderbereich geklettert und

haben neue Klettertechniken gelernt sowie ausprobiert.

Als wir uns ausreichend aufgewärmt hatten und

unsere Glieder ans Klettern gewöhnt hatten, ging

es in die große Kletterhalle, wo wir am Seil bis

nach oben geklettert sind. Natürlich brauchten

wir zwischendurch eine kleine Stärkung und haben

alle zusammen unser mitgebrachtes Essen

gegessen. Im Anschluss sind wir frisch gestärkt

weitergeklettert und haben neue Routen ausprobiert.

Jeder ist an seine Grenzen gekommen und

hat sein Bestmögliches gegeben.

Am Anfang stand das Bouldern

Päuschen

Im Licht oder im Schatten

Am Ende des Tages waren wir kaputt und geschafft.

Unsere arme fühlten sich ganz schwer

an und die Kraft ließ nach. Wir packten unsere

Sachen zusammen und gingen in geschlossener

gruppe zurück zum Weimarer Bahnhof. Zur Stärkung

bekamen wir am Ende noch Schokolade.

Das hat uns sehr gefreut. Gegen 17.00 Uhr waren

wir wieder in Gera. Es war ein gelungener und

schöner Tag.

Sina Hüllner und Julika Bautz

JDAV

Technik ist alles

So funktionierts

Probe Verkehrt herum Gruppenfoto mal anders

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> Sektionsbücherei

Der Bergverlag Rother und der Conrad Stein Verlag haben uns nachfolgend aufgeführte Neuerscheinungen

als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir den Verlagen herzlich danken.

Mythos Rennsteig! Deutschlands ältester und beliebtester Fernwanderweg

besitzt Kultstatus – und das seit fast 150 Jahren. Auf den

Spuren mittelalterlicher Händler und berittener Boten, verwegener

Wilderer und adliger Jäger führt der Rennsteig durch das romantische

Thüringen. Von der Saale bis zur Werra verläuft er durch das Thüringer

Schiefergebirge, den Frankenwald und den Thüringer Wald. Der

Rother Wanderführer »Rennsteig« stellt die neun Etappen des aussichtsreichen

Kamm- und Höhenwegs vor. Zusätzlich gibt es zwei Varianten

sowie acht ergänzende Rundwanderungen.

Abwechslungsreiche Impressionen bieten sich mit dem Wanderführer:

Dichte Wälder geben unerwartet den Blick auf blühende Bergwiesen

frei. Von Aussichtstürmen reicht die Sicht über Werratal und Thüringer

Becken in die Ferne. Über 400 Jahre alte Grenzsteine, oftmals

aufwendig mit Wappen verziert, säumen den Weg. Der Wanderführer

berichtet auch viel über den historischen Grenzweg: Geschichten von

Schmugglern und Glasbläsern, Kräuterfrauen und Köhlern, von geheimen

Stasi-Bunkern und passionierten Wanderern, die den Rennsteig Ende des 19. Jahrhunderts

wiederentdeckten.

Verlässliche Etappenbeschreibungen, Wanderkärtchen und Ortspläne mit eingezeichnetem Wegverlauf

sowie aussagekräftige Höhenprofile sorgen für eine leichte Orientierung unterwegs. Für alle

Etappen stehen GPS-Tracks zum Download bereit. Außerdem gibt es detaillierte Angaben zur Anreise

mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Einkehr-, Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten.

Sehenswürdigkeiten werden gesondert vorgestellt. Und wer von einem anderen Ort starten möchte,

findet im Verzeichnis der Rennsteig-Leitern, der offiziellen Zuwege, die wichtigsten Infos.

Der Bodensee ist ideal für den Familienurlaub. Überall gibt es tolle

Wandermöglichkeiten, die sich speziell für Kinder sehr gut eignen,

liebevoll gestaltete Erlebnispfade und traumhafte Bademöglichkeiten.

Und bei Highlights wie Bachklettergarten, Höhlenpark, Barfußpfaden

und stiebenden Wasserfällen werden nicht nur Kinder begeistert sein.

Das Rother Wanderbuch »Erlebniswandern mit Kindern – Dreiländereck

Bodensee« stellt 31 abwechslungsreiche und kindgerechte Wanderungen

im Westallgäu, dem Bregenzerwald und in der Ostschweiz

vor.

In dieser Region ist alles geboten, was das Herz begehrt: Auf urigen Alpen

lassen sich Tiere streicheln, aufregend ist der Weg durch eine enge

Klamm, mit der Sommerrodelbahn geht es rasant den Berg hinunter.

Badepausen lassen sich in kleinen Bergseen wie auch im großen

Bodensee einlegen. Auch ein Bergwildpark, eine Floßfahrt oder eine

Tarzan-Bahn über einen Bach werden Groß und Klein viel Spaß bereiten.

Und sollte es mal regnen: Der ergänzende Serviceteil hält über 20

weitere Freizeit- und Schlechtwettertipps bereit.

Als Entscheidungshilfen für die Tourenauswahl bietet das Buch Altersempfehlungen,

Angaben zum Schwierigkeitsgrad und zur Gehzeit sowie »Highlights« zu jeder Tour.

Genaue Wegbeschreibungen, Höhenprofile, detaillierte Karten und GPS-Daten zum Download machen

das Wandern einfach. Zusätzlich werden Infos zur Kinderwagentauglichkeit sowie zur Erreichbarkeit

mit Bahn und Bus gegeben. Speziell für Kinder erzählt »Rothi«, das kleine Murmeltier, zu jeder Tour

interessantes Hintergrundwissen zu Tieren und Pflanzen, zu Naturphänomenen und vielem mehr.

Der Ring of Kerry, die legendäre Rundstraße über die

Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands, ist Fans der Grünen

Insel sicher ein Begriff. Für alle, die diese Gegend lieber

zu Fuß erschließen wollen, gibt es seit 30 Jahren eine

wunderschöne Wanderalternative: den Kerry Way, der sich

an der Route des Ring of Kerry orientiert. Eine detaillierte

Wegbeschreibung liefert der Wanderführer „Irland: Kerry

Way“ aus dem Conrad Stein Verlag.

Mit ca. 220 km ist der Kerry Way der längste Fernwanderweg

Irlands. Von Killarney ausgehend führt er einmal rund

um die ganze Halbinsel und wieder zurück zum Startpunkt,

meist auf schmalen Pfaden, Feld- oder Waldwegen. Unterwegs

durchlaufen Wanderinnen und Wanderer eine der

schönsten Gegenden des Landes mit faszinierender Natur,

interessanten Sehenswürdigkeiten und grandiosen Ausblicken.

Der Autor Hartmut Engel beschreibt den Weg in neun

Tagesetappen mit einer Länge von 13 bis 35 km, die jeweils

in einer Ortschaft mit Übernachtungsmöglichkeiten

enden. Zusätzlich stellt er Alternativstrecken vor und

weist auf weitere Wandermöglichkeiten hin. Allgemeine

Informationen zur Region, praktische Tipps zu Anreise,

Ausrüstung etc. sowie Hinweise auf Verpflegungs- und

Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten

machen das Buch zu einer wertvollen Hilfe bei der Planung

und zu einem unentbehrlichen Begleiter während der Tour.

Zwischen Bingen und Trier wandern Sie entlang alter römischer

Wege auf gut 124 km durch eine abwechslungsreiche

Region mit einer bunten Mischung aus Feldern, Wald

und Wiesen sowie kleinen verschlafenen Dörfern. Alle wichtigen

Informationen für unterwegs bietet der Wanderführer

„Ausoniusweg“ aus dem Conrad Stein Verlag.

Begrenzt durch Rhein, Mosel und Nahe liegt der Hunsrück

mit seiner höchsten Erhebung, dem Erbeskopf, mitten im

Herzen von Rheinland-Pfalz. Der Ausoniusweg startet in

Bingen am Rhein und folgt der alten Römerstraße entlang

der Höhenzüge dieses kleinen Mittelgebirges. Am Ende des

Weges erwartet Sie Trier, die älteste Stadt Deutschlands,

mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Auf dem Weg

erleben Sie eine bunte Mischung aus Wäldern, Feldern,

Wiesen und kleinen idyllischen Ortschaften. Ab der Hälfte

des Weges wird die Region dörflicher. Erleben Sie die Ursprünglichkeit

dieser schönen Region, verbunden mit der

Herzlichkeit der Menschen.

Der Wanderführer begleitet Sie auf der gesamten Wegstrecke

und bietet präzise Wegbeschreibungen, die durch

detaillierte Karten und GPS-Tracks, die kostenlos heruntergeladen

werden können, ergänzt werden. Angaben zu

Streckenlänge sowie Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten

bei jeder Etappe helfen bei der Planung der

Wanderung. Auf spannende Informationen zu Natur, Kultur

und berühmten Persönlichkeiten, wie z. B. dem „Schinderhannes“,

dürfen Sie sich ebenfalls freuen.

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