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Das Fraunhofer IPMS entwickelt 200 mm Technologien.<br />
© Fraunhofer IPMS<br />
MEMS-Scannerspiegel des Fraunhofer<br />
IPMS. © Fraunhofer IPMS<br />
Halbleitertechnologie<br />
für Jedermann<br />
Fraunhofer IPMS stellte Serviceleistungen<br />
im 200/300 mm Halbleiterbereich auf »Semicon Europa« vor<br />
Innovative Elektronik erfordert modernste Technologien und Herstellungsverfahren. Für viele<br />
Mittelständler eine kaum zu stemmende Investition. Doch dank des Fraunhofer-Instituts für<br />
Photonische Mikrosysteme IPMS werden neueste Forschungsergebnisse und Technologien<br />
auf 200 und 300 mm Wafern auch für kleinere Unternehmen zugänglich. Das Angebot reicht<br />
von der Beratung über die Prozessentwicklung bis hin zur Pilotserienfertigung.<br />
Der Automatisierungsgrad und die Effizienz<br />
in der Industrie hat mit der Industrie<br />
4.0 sowie dem Internet der Dinge<br />
deutlich zugenommen. Dabei werden immer<br />
mehr Sensoren, Aktoren, Steuergeräte und maschinelle<br />
Lernsysteme notwendig. Die Nachfrage<br />
nach kompakten, energieeffizienten und<br />
fortschrittlichen Technologien sowie miniaturisierten<br />
Bauteilen mit innovativen Funktionen<br />
steigt. Die Entwicklung vieler dieser Technologien<br />
ist jedoch mit hohen Kosten und der Nutzung<br />
eines Reinraums verbunden. Mit seinem<br />
Forschungsportfolio im 200 mm Reinraum bietet<br />
das Fraunhofer IPMS insbesondere kleineren<br />
Unternehmen einen niederschwelligen Zugang<br />
zu diesen hochmodernen Technologien<br />
und Anlagenparks.<br />
MEMS-Technologien und Bauelemente auf<br />
200 mm Wafern<br />
Kunden des Fraunhofer IPMS können den<br />
kompletten Service für die Entwicklung von mikroelektro-mechanischen<br />
Systemen (MEMS) und mikroopto-elektro-mechanischen<br />
Systemen (MOEMS) auf<br />
200 mm-Wafern in Anspruch nehmen.<br />
Im Bereich der Sensoren und Aktoren können beispielsweise<br />
Flächenlicht-Modulatoren (SLM) und kapazitive<br />
Ultraschall-Sensoren (CMUT) Mittels Opferschicht-Technologie<br />
innerhalb der Oberflächenmikromechanik<br />
entwickelt und gefertigt werden. Darüber<br />
hinaus bietet das Institut in der Volumenmikromechanik<br />
hochpräzise Spiegel sowie das einzigartige Nano-<br />
E-Drive-Antriebsprinzip, welches in vielfältigen Anwendungen<br />
zum Einsatz kommt. Diese vom Fraunhofer<br />
IPMS entwickelten Aktoren basieren auf tiefgeätzten<br />
Siliziumstrukturen mit großen Aspekt-Verhältnissen<br />
(bis zu 1:40 mittels Bosch-Prozess). Sie bieten eine hohe<br />
Energieeffizienz bei gleichzeitig kleinem Bauraum.<br />
Die technologische Entwicklung und Betreuung der<br />
MEMS-Technologien, von Einzelprozessen über Technologiemodule<br />
bis hin zur kompletten Technologie sowie<br />
die prozesstechnische Betreuung der Anlagen im<br />
Reinraum wird von über 100 Ingenieuren, Operatoren<br />
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und Technikern gewährleistet. Nach der erfolgreichen Entwicklung<br />
bietet das Institut eine Pilotfertigung bzw. Unterstützung des Technologietransfers<br />
an. Damit deckt das Fraunhofer IPMS die technologischen<br />
Reifegrade (TRL) von drei bis acht ab.<br />
Gerade Start-Ups, KMUs und Unternehmen ohne eigene Fab<br />
können dadurch von geringen Investitionskosten profitieren.<br />
300 mm Halbleiterprozess- und Produktentwicklung<br />
für die Nanoelektronik<br />
Nicht nur 200 mm Technologien werden vom Fraunhofer IPMS<br />
entwickelt. Das Forschungsinstitut betreibt mit dem Center Nanoelectronic<br />
Technologies (CNT) angewandte Forschung auf 300-mm-<br />
Wafern für Mikrochipproduzenten, Zulieferer, Equipmenthersteller<br />
und R&D Partner.<br />
Es werden eine Vielzahl von Technologieentwicklungen und<br />
Services auf Ultra Large Scale Integration-Level (ULSI) angeboten.<br />
Diese umfassen unter anderem die Atomlagenabscheidung,<br />
chemisch-mechanisches Polieren, Wafer Metallisierung,<br />
Wafer Cleaning, Metrologie oder Nanopatterning. Der Fokus der<br />
FuE Aktivitäten liegt im Bereich Front End mit Schwerpunkt auf<br />
der Integration von Funktionalitäten in Verdrahtungsebenen<br />
(BEoL-Modul). Durch die Bündelung der Kompetenzen mit dem<br />
ebenfalls auf 300mm tätigen Fraunhofer IZM-ASSID (Schwerpunkt<br />
Heterointegration und Wafer Level Packaging) entstand<br />
erst kürzlich ein gemeinsames Center mit einem Reinraum von<br />
4000 m² Größe. Schwerpunkte sind beispielsweise Arbeiten im<br />
Bereich Neuromorphic Computing, Quantum Computing und<br />
Hybrid Bonding.<br />
Neuromorphic Computing<br />
Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit, Miniaturisierung und Energieeffizienz<br />
werden zunehmend wichtiger, wenn es darum geht, Anwendungen<br />
im Bereich Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) zu<br />
ermöglichen. Einen vielversprechenden Lösungsansatz bietet hierbei<br />
das sogenannte Neuromorphic Computing. Neuromorphe Chips<br />
sind dem menschlichen Gehirn nachempfunden und besitzen<br />
hochgradig vernetzte künstliche Neuronen und Synapsen. Die höhere<br />
Rechenleistung solcher Chips wird vor allem dadurch erreicht,<br />
dass sie – genau wie die Neuronen und Synapsen im menschlichen<br />
Gehirn – Informationen gleichzeitig speichern und verarbeiten (In-<br />
Memory-Computing).<br />
Das Fraunhofer IPMS entwickelt vor allem für die sensornahe<br />
direkte Datenverarbeitung vor Ort ohne Transfer in die Cloud (Edge<br />
Computing) innovative Technologien und Hardware-Lösungen mit<br />
hoher Energieeffizienz mit In-Memory Computing Ansatz. Für verschiedene<br />
Generationen neuromorpher Hardware erforscht das<br />
Fraunhofer IPMS Crossbar-Architekturen, die auf nichtflüchtigen<br />
Speichern (bspw. ferroelektrischen Feldeffekttransistoren) beruhen.<br />
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS<br />
D <strong>01</strong>109 Dresden<br />
Liebe Reinraum-Interessierte,<br />
willkommen zu unserem ersten REINRAUM NEWSLETTER in <strong>2023</strong>. Herzlichen<br />
Dank für Ihr Interesse und dass Sie uns auch im letzten Jahr treu geblieben sind.<br />
Das Jahr 2022 ist zu Ende. Es war in jeder Hinsicht ein aufregendes Jahr voller<br />
Veränderungen und Herausforderungen. Es war geprägt durch die Zuversicht<br />
nach den schweren Pandemiejahren und vielen weltweiten, unerwarteten und<br />
großen Herausforderungen.<br />
Wir arbeiten weiterhin daran, für Sie interessante Inhalte zusammenzustellen<br />
und uns ständig zu verbessern. Für die bessere Lesbarkeit des <strong>Newsletter</strong>s haben<br />
wir u.a. die Berechnung der PDF-Datei und die Typografie geändert.<br />
Wir blicken voller Zuversicht nach vorne und wünschen Ihnen Gesundheit,<br />
Frieden, Toleranz, Erfolg und zwischendurch kraftspendende Freizeit für ein<br />
glückliches Leben.<br />
Alles Gute<br />
zum Jahreswechsel<br />
Bleiben Sie uns auch <strong>2023</strong> treu und riskieren Sie zwischendurch mal einen Blick<br />
auf unsere Homepage für die neuesten Neuigkeiten oder die Suche nach einem<br />
Reinraum-Experten.<br />
Ihr Reinraum Online Team<br />
Reinhold Schuster<br />
PS: Freuen Sie sich schon jetzt auf das REINRAUM JAHRBUCH <strong>2023</strong>. Wir versprechen<br />
Ihnen, dass wir im Moment ein interessantes Werk zusammenstellen.<br />
Ca. 240 Seiten geballte Reinraum Informationen, die wir Ihnen in den nächsten<br />
Wochen per Post zuschicken werden.
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Einhundert Reinraumtore<br />
für Pharmariesen<br />
EFAFLEX liefert Spezialtore an den türkischen Medikamentenhersteller Abdi Ibrahim<br />
Einhundert Reinraumtore hat Abdi Ibrahim, das führende Unternehmen der türkischen Pharmaindustrie, für einen Erweiterungsbau<br />
des Werkes bestellt, in dem zukünftig Generika hergestellt werden sollen. EFAFLEX, Spezialist für unterschiedlichste<br />
Branchenlösungen im Bereich der schnelllaufenden Industrietore, hat diese Tore im Mai geliefert und eingebaut.<br />
Dass die Wahl auf die 100 EFA-SRT®-CR<br />
fiel, ist kein Zufall. Bereits seit dem Jahr 2<strong>01</strong>1<br />
arbeiten die beiden Unternehmen eng zusammen<br />
und haben auf diese Weise schon<br />
einige Projekte mit interessanten Systemlösungen<br />
realisiert.<br />
Ausschlaggebend für die Entscheidung,<br />
auch für diese Werkserweiterung Tore von<br />
EFAFLEX einzusetzen, waren die kompakte,<br />
smarte Konstruktion der Tore sowie die<br />
hervorragenden Luftdichtigkeitswerte.<br />
Kompakt und luftdicht<br />
Die CR-Version des EFA-SRT® ist der ideale<br />
Abschluss für Räume mit unterschiedlichen<br />
Druckverhältnissen. Denn selbst bei<br />
hohem Druck auf dem Torbehang wird der<br />
Luftaustausch konstant auf ein Minimum<br />
reduziert, was die Lebensdauer von Luftfiltern<br />
erhöht. Schnelles Öffnen und Schließen<br />
reduziert den Luftverlust und erhöht<br />
damit die Wirtschaftlichkeit im Reinraum.<br />
Reinraumtore der Serie CR von EFA-<br />
FLEX haben vom TÜV Süd das Zertifikat<br />
für die Reinraumtauglichkeit des Betriebsmittels<br />
der ISO Klasse 5 (254 EFA-SRT CR<br />
Premium) bzw. ISO Klasse 6 (678 EFA-SRT<br />
CR Efficient und 675 EFA-STT CR) bezüglich<br />
der Luftpartikelreinheit erhalten. Sie<br />
sind perfekt an die Anforderungen in kontrollierten<br />
Fertigungszonen angepasst und<br />
gewährleisten die Dichtigkeit der Zugänge.<br />
Die leistungsfähigen Schnelllauftore haben<br />
eine glatte Oberflächenstruktur und keine<br />
überstehenden Kanten. Sie können deshalb<br />
leicht gereinigt werden, und ein Absetzen<br />
von Partikeln ist weitgehend ausgeschlossen.<br />
Die GMP-gerechten Tortypen der CR-<br />
Serie sind überwiegend aus V2A gefertigt.<br />
Wie alle Schnelllauftore von EFAFLEX sind<br />
EFAFLEX-Reinraumtore dank ihrer herausragenden<br />
Qualität sehr belastbar und wartungsarm.<br />
Die Tore sind hygienisch und kantenlos und<br />
bieten so für den Pharmabereich ideale Voraussetzungen<br />
für die speziellen Anforderungen<br />
im Labor, bei der Herstellung von<br />
Medikamenten, Medizintechnik oder besonderer<br />
Schutzausrüstung.<br />
Große Sichtfenster für mehr Sicherheit<br />
Abdi Ibrahim wird die Tore für die Einschleusung<br />
von Personen und Material im<br />
Reinraumbereich nutzen. Die Planer des<br />
türkischen Pharmariesen haben alle Tore<br />
mit einem besonders großen Sichtfensterbereich<br />
beauftragt. Damit sollen die Räume<br />
hell gehalten und aufgrund der besseren<br />
Sicht durch die Tore der Personen- und<br />
Materialtransport sicherer und optimaler<br />
gestaltet werden.<br />
Von der Familienapotheke<br />
zum Pharmariesen<br />
Die Geschichte von Abdi Ibrahim begann<br />
1912 in der Apotheke von Abdi Nadir<br />
İbrahim Bey in Küçük Mustafapaşa. Im bescheidenen<br />
Labor der Apotheke begann<br />
Abdi İbrahim Bey mit der Herstellung von<br />
Hygieneartikeln, Rizinusöl und ähnlichen<br />
Präparaten. Inzwischen hat sich die kleine<br />
Familienapotheke zu einem international<br />
anerkannten Pharmakonzern entwickelt,<br />
der auch nach mehr als einhundert Jahren<br />
Firmengeschichte noch familiengeführt ist.<br />
Abdi İbrahim festigt seine Position auf<br />
dem internationalen Markt mit Exporten in<br />
über 60 Länder.<br />
Das Unternehmen setzt sein Wachstum<br />
in Kasachstan, Algerien, Irak, Georgien,<br />
Aserbaidschan, Albanien, Bosnien und<br />
Herzegowina, Portugal, Katar, Tunesien,<br />
Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen<br />
Emiraten mit Produkten der Marke<br />
Abdi İbrahim und eigenen Vertriebs- und<br />
Marketingorganisationen fort. Mit 650<br />
Außendienst- und Büromitarbeitern in 12<br />
Überseeländern profitiert Abdi İbrahim<br />
von einem vielfältigen Portfolio an Abdi<br />
İbrahim- und Kundenmarkenprodukten<br />
in mehreren Märkten auf der ganzen Welt,<br />
einschließlich Europa und Kanada. Mit dem<br />
weltweiten Lizenzvertrieb sind auch die Exportzahlen<br />
des Unternehmens kontinuierlich<br />
im Aufwärtstrend.<br />
EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.KG<br />
Fliederstraße 14<br />
Telefon: +49 8765 820<br />
Telefax: +49 8765 82200<br />
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D 84079 Bruckberg
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Abb. 1: Unterschiedliche Luftqualitäten<br />
werden in Halbleiter-Reinräumen<br />
getrennt<br />
geführt. (Foto: Luftmeister<br />
GmbH)<br />
GEEX – ACEX – CAEX – SOEX –<br />
anspruchsvolle Abluftmengen in<br />
Halbleiter-Reinräumen präzise überwachen<br />
Reinräume sind nicht selten dadurch gekennzeichnet,<br />
dass einer hochreinen Zuluft<br />
eine stark belastete Abluft gegenübersteht.<br />
So entstehen beispielsweise bei Halbleiter-<br />
Produktionen mit ihren nasschemischen<br />
Fertigungsstufen aggressive Abluft-Qualitäten.<br />
Um chemische Reaktionen unterschiedlicher<br />
Abluftarten zu unterbinden, aber auch<br />
sauber in Ex-Zonen und Nicht-Ex-Zonen zu<br />
unterscheiden, hat es sich hier bewährt, die<br />
folgenden Abluftarten getrennt zu führen<br />
(siehe auch Abb. 1):<br />
– GEEX – General exhaust – das ist die<br />
(weitgehend) unbelastete, „normale“<br />
Abluft ohne Ex-Anforderungen, die auch<br />
keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen<br />
bezüglich der chemischen Beständigkeit<br />
der verwendeten Materialien verlangt.<br />
– ACEX – Acid exhaust – diese säurehaltige<br />
Abluft wirkt sehr korrosiv. Aus diesem<br />
Grund werden die entsprechenden Rohrleitungen<br />
meist innen beschichtet, beispielsweise<br />
mit E-CTFE, dem sogenannten<br />
„Halar“.<br />
– CAEX – Caustic exhaust – ätzende Abluft,<br />
meist auf basischen Stoffen beruhend,<br />
Abb. 2: Luftmeister „Freiburg 1-Zoll“, die mit Halar<br />
beschichtete Spezial-Durchfluss-Messlösung.<br />
(Foto: Luftmeister GmbH)<br />
die dann in wässriger Lösung ätzend<br />
und somit hochgradig korrosiv wirkt und<br />
lebendes Gewebe zerstören kann. Auch<br />
diese Rohrleitungen werden, je nach<br />
Konzentration, häufig mit einer Beschichtung<br />
versehen.<br />
– SOEX – solvent exhaust – lösemittelhaltige<br />
Abluft, die zwar in der Regel weniger<br />
aggressiv ist, dafür aber als Ex-Zone betrieben<br />
werden muss, um Explosionen<br />
durch Funkeneinbringungen zu unterbinden.<br />
Die Betreiber solcher Abluft-Anlagen stehen<br />
nicht nur vor der Aufgabe, diese Luftarten<br />
sinnvoll voneinander zu trennen. Darüber<br />
hinaus muss sichergestellt werden, dass<br />
weder zu viel noch zu wenig Abluftmenge<br />
abgesaugt wird. Ein „zu viel“ an Abluftmenge<br />
entspricht einer vermeidbaren Verschwendung,<br />
da zu hohe Ventilator-Strombedarfe,<br />
zu häufigen Filterwechsel und<br />
andere vermeidbare Kosten entstehen.<br />
Ein „zu wenig“ an Abluftmenge dagegen<br />
hat noch gravierendere Folgen:<br />
– Die Produktionsanlagen für Halbleiter<br />
(z.B. Wafer) sind sehr kostspielig. Um<br />
ein einwandfreies Arbeiten im definier-
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ten Bereich aufrecht zu halten, ist u.a. eine<br />
Mindest-Abluftmenge abzuführen, damit<br />
keine Verschmutzungen oder Korrosionen<br />
entstehen. Insofern ist die (nachweisbare)<br />
Abführung einer bestimmten Mindest-Abluftmenge<br />
vielfach Grundbedingung für die<br />
Aufrechterhaltung von der Prozesssicherheit<br />
und von Gewährleistungszusagen.<br />
– Auch für den Arbeitsschutz gilt: wird zu<br />
wenig Abluft abgeführt, so kann eine Gefährdung<br />
des Personals entstehen. Dies<br />
gilt insbesondere, wenn Einzelprozesse<br />
nicht hermetisch gekapselt sind und eine<br />
Rückströmung in den Arbeitsbereich<br />
erfolgen kann.<br />
Abb. 3: Übersicht über die Kalibrierpunkte bei einem konkreten Projekt<br />
(4 Luftarten à 5 Messeinrichtungen). (Quelle: Luftmeister GmbH)<br />
Wie aber können diese Rohrleitungen professionell<br />
bezüglich ihres Abluft-Durchflusses<br />
überwacht werden? Die Luftmeister<br />
GmbH aus Kirchzarten bei Freiburg, Spezialist<br />
für Luftdurchfluss und Luftwärmestrom,<br />
hat hierfür ganz spezielle Messlösungen<br />
entwickelt.<br />
Es wurde eine exakt auf die Anwendung<br />
zugeschnittene Messlösung (vgl. Abb. 2) geschaffen,<br />
– deren Prozessadaption (Sondenmontage)<br />
konstruktiv genau auf den beim jeweiligen<br />
Kunden vorliegenden Stutzentyp<br />
in die Rohrleitungen eingeführt wird,<br />
z.B. über einen 1“-Stutzen oder über eine<br />
spezielle Clamp-Flanschverbindung. Dadurch<br />
sind keine Umbauten erforderlich,<br />
um die Messlösung zu montieren.<br />
– deren medienberührenden Teile bei<br />
ACEX und CAEX vollständig mit E-CTFE<br />
(Halar) beschichtet sind, also auch in<br />
anspruchsvollster Abluft eine hohe Beständigkeit<br />
aufweisen.<br />
– die je nach Luftart in Ex-Messumformer<br />
oder Nicht-Ex-Messumformer unterscheidet<br />
(vgl. Tabelle in Abb. 3). Eingesetzt<br />
wird der hochpräzise Messumformer<br />
Luftmeister VS 48.<br />
– die jeweils im Luft-Volumenstrom-Labor<br />
der Luftmeister GmbH an 11 Kalibrierpunkten<br />
hochpräzise kalibriert und justiert<br />
wurde (siehe Tabellenwerte in Abb. 3<br />
sowie Kalibriereinrichtung in Abb. 4).<br />
Der Kalibriervorgang erlaubt, dass die Messeinrichtung<br />
bereits bei Lieferung über ihre<br />
Präzision verfügt, sie also nicht mehr vor<br />
Ort eingemessen werden muss. Zum einen<br />
erbringt dies eine höhere Genauigkeit, zum<br />
anderen kann somit auf einen Einsatz von<br />
Hand-Messgeräten in belasteter Luft verzichtet<br />
werden, wie sie bei einem örtlichen<br />
Einmessen erforderlich wäre.<br />
Luftmeister GmbH<br />
Erich-Rieder-Straße 5<br />
D 79199 Kirchzarten<br />
Telefon: +49 7661 3849888<br />
eMail: amberg@luftmeister.de<br />
Internet: http://www.luftmeister.de<br />
Abb. 4: Luft-Volumenstrom-Kalibrierstand der Luftmeister GmbH. Hier werden mit höchster Präzision zwischen 25 und 36.000 m3/h erzeugt und<br />
unterschiedlichste Luftmeister-Messlösungen abgeglichen. (Foto: Luftmeister GmbH)
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Normpartikel – Die nächste<br />
Generation in 3D<br />
Aktuelles Forschungsprojekt ermöglicht die freie Dimensionierung von Normpartikeln<br />
in deren Länge, Breite und Höhe<br />
Test- bzw. Normpartikel sind in den vergangenen Jahren in vielen Teilen der Technik unverzichtbar geworden. Ihr Anwendungsspektrum<br />
deckt beispielsweise die Validierung der Technischen Sauberkeit, Versuche zum Kurzschlussverhalten<br />
von Elektronikkomponenten oder das Verhalten partikulärer Verunreinigungen in fluidführenden Systemen ab. Bisher begrenzte<br />
sich die Klassifizierung der Partikel fertigungsbedingt ausschließlich auf deren Länge. Mit einem neu entwickelten<br />
Fertigungsverfahren können die Teilchen nun in allen drei Dimensionen spezifiziert werden und dies mit einer deutlich<br />
engeren Toleranz.<br />
Das neue Fertigungsverfahren entstand im Rahmen eines<br />
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten<br />
Forschungsprojekts über die Entwicklung und<br />
Erprobung einer Prüfmethodik (»fault injection testing«) für E/E-<br />
Systeme zur Absicherung der Ausfallwahrscheinlichkeit während<br />
der Produktentwicklungsphase. Ziel eines Teilprojekts war dabei ein<br />
Partikeltyp, der über die bisherige eindimensionale Charakterisierung<br />
hinweg in allen drei Dimensionen spezifiziert ist und dessen<br />
Fertigungstoleranz die bisherige Grenze von +/- 50 µm deutlich<br />
unterschreitet. In der zwei Jahre andauernden Entwicklungsphase<br />
gelang es den beiden für die Umsetzung dieser Teilaufgabe verantwortlichen<br />
Projektpartnern Spies Lasertechnik GmbH und BIDAG<br />
Technologies GmbH & Co. KG ein entsprechendes zweistufiges Verfahren<br />
zu generieren, mit dessen Hilfe die anfangs festgelegten Ziele<br />
noch deutlich übertroffen werden konnten.<br />
In der ersten Stufe des Verfahrens werden die Teilchen in einer<br />
Matrix vorgeschnitten. Durch die matrizenartige Anordnung der<br />
Partikel während des Schneidprozesses erfolgt bereits in dieser Fertigungsphase<br />
eine erste Vorfraktionierung, die eine entsprechende<br />
Auswahl von Parametern bei den darauffolgenden Schritten ermöglicht.<br />
Die zweite Stufe umfasst die chemische Nachbearbeitung der<br />
Partikel und eine stückgenaue Fraktionierung. Im Zuge dieser Nachbearbeitung,<br />
werden die zuvor lasergeschnittenen Teilchen zunächst<br />
vereinzelt, danach auf die Zielabmessungen reduziert sowie<br />
abschließend chemisch gereinigt und poliert. Mit dieser Methode<br />
können Normpartikel erstmals in deren Länge, Breite und Höhe
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zielgenau hergestellt werden. Die Höhe der Partikel ist dabei in Abstufungen<br />
von 50 µm ab einer Mindesthöhe von 100 µm realisierbar.<br />
Die Partikellänge und Breite sind dagegen frei bestimmbar. Mit<br />
dem derzeitigen Entwicklungsstand sind die Partikel aus Aluminium,<br />
Edelstahl und Kupfer verfügbar. Weitere Materialien werden<br />
im Rahmen der Weiterentwicklung hinzukommen. Die während der<br />
Projektplanungsphase zum Ziel gesetzte Fertigungstoleranz von +/-<br />
20 µm konnte bedingt durch die zweistufige Fertigung auf +/- 10 µm<br />
reduziert werden. Gegenüber den ursprünglichen Testpartikeln ermöglichen<br />
die so gestalteten Teilchen aufgrund ihrer dreidimensionalen<br />
Gestaltung und ihren engen Fertigungstoleranzen ein deutlich<br />
erweitertes Anwendungsspektrum. Dieses umfasst vor allem<br />
Tests in Bereichen, bei denen beispielsweise Abstände mikrometergenau<br />
überbrückt oder das Durchflussverhalten in engen Kanälen<br />
betrachtet werden und weitere Einflussfaktoren weitestgehend minimiert<br />
sein müssen. Die Erprobung des Kurzschlussverhaltens von<br />
Elektronikkomponenten sei an dieser Stelle als klassischen Beispiel<br />
dafür aufgeführt. Darüber hinaus ergeben sich eine Vielzahl weiterer<br />
Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Sektoren. Die<br />
Teilchen werden seit ihrem Erscheinen zu Beginn des Jahres bereits<br />
erfolgreich in Branchen wie der Automobilindustrie, der optischen<br />
Industrie oder der Medizintechnik eingesetzt. Da das neu entwickelte<br />
Fertigungsverfahren eine nahezu freie Dimensionierung der<br />
Partikel ermöglicht, empfiehlt es sich die Abmessungen und das<br />
Partikelmaterial vorab auf Grundlage des zukünftigen Einsatzgebietes<br />
der Teilchen mit den Experten der BIDAG Technologies GmbH<br />
& Co. KG, über die die 3D Teilchen seit Beginn des Jahres vermarktet<br />
werden, zu planen. Die hohe Nachfrage sowie zahlreiche positive<br />
Rückmeldungen von Anwendern im Feld, sprechen bereits für den<br />
Bedarf und das weite Einsatzgebiet der präzisen dreidimensionalen<br />
Normpartikel.<br />
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Perfektes West-East-Tasksharing<br />
Kranbahn mit Reinraumhebezeug<br />
Wenn die Wege weit sind und die Bedingungen erschwert, kann es extrem hilfreich sein, die zu erledigenden Aufgaben<br />
zwischen den Projektpartnern aufzuteilen. Bei der Installation eines Reinraumkranes der ISO-Klasse 6 ist das allerdings<br />
nicht trivial. Dennoch hat genau das in einer bemerkenswerten Kooperation zwischen Ost-Kunde und West-Lieferant hervorragend<br />
geklappt.<br />
Die sehr gelungene Arbeitsteilung zwischen dem Reinraumkranspezialisten<br />
Altmann und einem renommierten Unternehmen<br />
aus dem Bereich steriler Verpackungen für Pharmaprodukte<br />
in Osteuropa verdient trotz aller Sensibilitäten eine<br />
Erwähnung. Zumal das Objekt bereits im Februar 2022 zur Zufriedenheit<br />
aller Beteiligten abgeschlossen wurde. Außerdem ist die Art<br />
und Weise der Abwicklung durchaus bemerkenswert und könnte für<br />
andere Branchen in ebenfalls entfernt gelegenen Regionen weiter<br />
westlich beispielhaft sein.<br />
Hand in Hand beste Ergebnisse erzielt<br />
Die Rede ist hier immerhin von zwei Krananlagen mit je 4 Tonnen<br />
Traglast, einer Länge von 40 Metern und einer Spannweite von 4,60<br />
Metern. Nichts Kleines also. Zunächst hat daher die Altmann GmbH<br />
aus dem bayerischen Albaching alle benötigten Teile nach eigenen<br />
Berechnungen konstruiert, gefertigt und geliefert. Im ersten Schritt<br />
des Tasksharings erfolgte dann der Aufbau von Kranbahn und Stützen<br />
mit der entsprechenden Aufbauanleitung vor Ort beim Kunden<br />
durch den Kunden. Im Detail waren bestimme Anpassungen nötig,<br />
um die Leistungsdaten zu garantieren, doch am Ende klappte alles<br />
bestens. Die Subkonstruktion stand und erfüllte alle Anforderungen.<br />
Dann ging es an die Montage der Kranbrücken, die auf der installierten<br />
Kranbahn zum Einsatz kommen sollten. Ihre Leistungsdaten<br />
mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 30 Metern pro Minute,<br />
einer Hubgeschwindigkeit von 0,5 bis 4 Metern pro Minute, einer<br />
Katzfahrgeschwindigkeit von 0,7 bis 10 Metern pro Minute - alles<br />
frequenzgesteuert - sind auch nicht „ohne“.<br />
Beispielhaft, weil kostensparend und ressourcenschonend<br />
Reinraumkrananlage mit 4 to Traglast (1 von 2)<br />
Zur finalen Montage und Inbetriebnahme der eigentlichen Krane<br />
auf der Unterkonstruktion reisten zwei Altmann-Monteure für<br />
drei Tage zum Kunden. Dabei klappte die Zusammenarbeit „wie am
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Schnürchen“, nicht zuletzt dank guter Englischkenntnisse und sehr hoher Sachkompetenz<br />
auf beiden Seiten. Besonders erwähnenswert ist auch die Gastfreundschaftlichkeit, mit der<br />
die ALTMANN-Monteure willkommen geheißen wurden. Auch die anschließende Abnahme<br />
der Anlage und die erforderliche Zertifizierung verliefen nach Aussage von Achim<br />
Altmann, einem der beiden Firmenchefs, der in der Schlussphase persönlich vor Ort war,<br />
„optimal“. Er lobt „die sehr gut funktionierende partnerschaftliche Aufgabenteilung“, die seiner<br />
Einschätzung nach „große Kostenersparnis, einen immensen Zeitvorteil und trotz der zu<br />
überwindenden Hindernisse ein perfektes Ergebnis“ gebracht hat.<br />
In Summe lässt sich wohl sagen, dass eine Arbeitsteilung wie bei diesem Projekt gerade<br />
in der Zusammenarbeit mit entfernt gelegenen Kunden immense Vorteile bringt. Die Anforderungen<br />
auf Kundenseite sind allerdings nicht zu unterschätzen. Ist die Kompetenz bei<br />
beiden Projektpartnern aber vorhanden, steht dem Erfolg einer solchen „Remote-Beziehung“<br />
nach Meinung des Altmann-Managements nichts im Wege.<br />
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Neuer Review vermittelt Überblick<br />
zur Anwendung europäischer Normen<br />
für wirksame Desinfektionsstrategien<br />
Treten plötzlich Erreger in Gesundheitseinrichtungen, Nutztierhaltungen<br />
oder Lebensmittelbetrieben auf, müssen sofort<br />
wirksame Hygieneprotokolle zur Infektionsprävention<br />
zur Verfügung stehen. Dies gilt besonders dann, wenn diese – wie<br />
SARS-CoV-2 Anfang 2020 – noch kaum erforscht sind. Im Bereich<br />
der Desinfektion stehen zahlreiche Produkte mit unterschiedlichen<br />
Wirksamkeitsauslobungen zur Verfügung. Bei der Auswahl ist es<br />
hilfreich zu wissen, worauf diese Auslobungen basieren und was das<br />
europäische Normenwerk dazu beiträgt. Doch bei der Vielzahl von<br />
Standards und Normen kann man schnell den Überblick verlieren.<br />
Ein aktueller Übersichtsartikel bietet nun eine gute Orientierung<br />
und erklärt unter anderem, wie die im Desinfektionsmittelbereich<br />
relevanten Normen erarbeitet werden, welche Bedeutung Surrogat-<br />
Testorganismen haben und inwiefern davon Maßnahmen zur Infektionsprävention<br />
beeinflusst werden. [1]<br />
Technisches Komitee für chemische Desinfektionsmittel<br />
und Antiseptika federführend bei Erarbeitung von Normen<br />
Innerhalb des Europäischen Komitees für Standardisierung (CEN)<br />
verantwortet das sogenannte Technische Komitee 216 (CEN/TC<br />
216) für den gesamten Bereich der chemischen Desinfektion und<br />
Antiseptika sämtliche Aktivitäten zur Standardisierung von Terminologie,<br />
Anforderungen, Testmethoden, Anwendungsempfehlungen<br />
und Kennzeichnung [2]. Diesem Komitee unterstehen vier<br />
Arbeitsgruppen, in denen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft,<br />
Behörden, Laboren und Industrie zusammenarbeiten und<br />
die erforderlichen Standards erarbeiten. Während eine Arbeitsgruppe<br />
den humanmedizinischen und eine weitere den veterinärmedizinischen<br />
Bereich abdeckt, beschäftigt sich die dritte Arbeitsgruppe<br />
mit Lebensmittelhygiene sowie häuslichen und institutionellen Anwendungen<br />
und die vierte mit strategischen Aspekten und übergeordneten<br />
Themen wie beispielsweise der Harmonisierung europäischer<br />
Normen. Als übergeordnete Norm gilt dabei die EN 14885 [3],<br />
in der u.a. allgemeine Aspekte der unterschiedlichen Anwendungsbereiche<br />
sowie die Anforderungen der jeweiligen Normen aus den<br />
verschiedenen Arbeitsgruppen zusammengefasst sind. Diese Norm<br />
stellt somit auch innerhalb des Zulassungsverfahrens für Medizinprodukte<br />
die grundlegende Anforderung dar.<br />
Anforderungen an Testmethoden und Voraussetzungen<br />
für Auslobungen<br />
Instrumenten-Desinfektionsmittel und teilweise auch Flächen-<br />
Desinfektionsmittel müssen beispielsweise für den humanmedizinischen<br />
Bereich in Europa als Medizinprodukt zugelassen werden.<br />
Der Übersichtsartikel geht hierzu auf alle wichtigen Standards bzw.<br />
Testmethoden und die Voraussetzungen für mikrobizide Auslobungen<br />
ein [1]. Allgemein erfolgt die Wirksamkeitsprüfung gemäß eines<br />
3-stufigen Prüfverfahrens. Phase 1-Tests werden während der Entwicklung<br />
durchgeführt. Phase 2-Tests sollen die Anforderungen an<br />
Desinfektionsmittel an die jeweiligen Anwendungsbereiche best-
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möglich nachahmen. Man unterscheidet Phase 2, Stufe 1-Tests,<br />
quantitative Suspensionsversuche zum Nachweis der verschiedenen<br />
Wirksamkeiten unter simulierten praktischen Bedingungen sowie<br />
Phase 2, Stufe 2-Tests, quantitative Labortests zur Prüfung von<br />
Produkten auf sogenannten Trägern, um die praktische Anwendung<br />
der Desinfektionsmittel nachzuahmen. Im Falle von Hände-Desinfektionsmitteln<br />
sind die „Träger“ z.B. die Hände von Probanden.<br />
Zukünftig sollen auch Phase 3-Tests für Feldversuche unter realen<br />
Bedingungen erarbeitet werden. Für die Auslobung antimikrobieller<br />
Wirksamkeit müssen die geprüften Desinfektionsmittel festgelegte<br />
Anforderungen an die logarithmische (log-) Reduktion definierter<br />
Testorganismen erfüllen. Dabei werden sogenannte Surrogat-Organismen<br />
verwendet, die stellvertretend für andere Organismen sind<br />
(z.B. Candida albicans für Hefen; stellvertretend auch für Candida<br />
auris) und Rückschlüsse auf die bakterizide, levurozide, sporizide,<br />
fungizide oder viruzide Wirksamkeit erlauben. So können auch im<br />
Falle neu auftretender Krankheitserreger wirksame Desinfektionsmittel<br />
schnell ausgewählt werden. [1]<br />
Fazit<br />
Die Autorinnen des Übersichtsartikels bieten einen verständlichen<br />
und umfangreichen Einblick in die europäische Normenwelt, die für<br />
den Desinfektionsmittelbereich relevant ist. Die Standards stellen<br />
ihrer Meinung nach eine solide Basis für die Auswahl wirksamer<br />
Desinfektionsmittel dar und erfordern keine zeitaufwändigen neuen<br />
Testungen bei neu auftretenden Erregern.<br />
PAUL HARTMANN AG<br />
D 89522 Heidenheim<br />
Quellen:<br />
1. Bolten A et al. (2022) Use of the European standardization framework established by CEN/TC 216 for effective disinfection strategies in human<br />
medicine, veterinary medicine, food hygiene, industry, and domestic and institutional use - a review. GMS Hyg Infect Control 17: Doc14. https://doi.<br />
org/10.3205/dgkh000417<br />
2. European Committee for Standardization. https://standards.cencenelec.eu/dyn/www/f?p=205:7:0::::FSP_ORG_ID:6197&cs=10A8D4C3DCD7472E-<br />
41B4ECBDD9E3C6A82 (aufgerufen am 27.10.2022)<br />
3. EN 14885:2022 Chemical disinfectants and antiseptics - Application of European Standards for chemical disinfectants and antiseptics.<br />
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Für den Nachweis von Restpartikeln ist in das High Purity-Test Center<br />
eine Dunkelkammer mit UV-Lichtquelle integriert.<br />
(Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />
Die Eröffnung des neuen High Purity-Test Centers am Produktionsstandort<br />
Dettingen feierte Ecoclean mit rund 110 Gästen aus<br />
der Halbleiter-Zulieferindustrie, Präzisionsoptik und weiteren<br />
Hightech-Branchen. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />
Neues Testcenter für<br />
High Purity-Reinigungsanwendungen<br />
Ecoclean baut Kapazität für Reinigungsversuche im hochreinen Bereich aus<br />
Das neue High Purity-Test Center der Ecoclean GmbH, das Ende November 2022 am Produktionsstandort Dettingen<br />
unter Teck offiziell eingeweiht wurde, ergänzt die 15 bestehenden Technologiezentren des Unternehmens im hochreinen<br />
Bereich. Es wurden hier die Möglichkeiten und Bedingungen geschaffen, um Reinigungsversuche für Hightech-Bauteile<br />
mit extrem hohen Reinheitsanforderungen durchzuführen.<br />
Abgestimmt auf die veränderten und branchenspezifischen<br />
Anforderungen in der industriellen Teilereinigung hat die<br />
Ecoclean GmbH ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio<br />
stärker diversifiziert. Dazu zählen speziell für so genannte High Purity-Reinigungsanwendungen<br />
ausgelegte Reinigungsanlagen und<br />
-systeme, mit denen extrem hohe Reinheitsanforderungen an metallische<br />
und optische Komponenten prozesssicher erfüllt werden<br />
können. Solche Bauteile werden unter anderem bei Herstellern von<br />
Produktionsequipment für die Halbleiterindustrie, in der Präzisionsoptik,<br />
der Laser-, Mess-, Analyse- und Hoch-Vakuumtechnik benötigt.<br />
Es war daher eine logische und konsequente Entscheidung,<br />
Kunden aus diesen Marktsegmenten entsprechende Kapazitäten<br />
und Technologien für Reinigungsversuche unter hochreinen Bedingungen<br />
im Reinraum zur Verfügung zu stellen. Umgesetzt wurde<br />
dies mit dem neuen High Purity-Test Center am Produktionsstandort<br />
Dettingen unter Teck, in das Ecoclean rund vier Millionen Euro<br />
investierte. Es wurde Ende November 2022 offiziell eingeweiht.<br />
Mehr als eine Alternative zu Inhouse-Versuchen<br />
Im neuen Test Center stehen insgesamt fünf Reinigungssysteme mit<br />
speziell für die High Purity-Reinigung erforderlicher Ausstattung zur<br />
Verfügung. Sie decken die in der nasschemischen Bauteilreinigung<br />
eingesetzten Technologien, Medien und Verfahren, beispielsweise<br />
Ultraschall, Injektionsflutwaschen, Plasmareinigung, Pulsated Pressure<br />
Cleaning (PPC) und Ultraschall Plus, ab.<br />
Für Kunden, die Präzisionsbauteile für High Purity-Anwendungen<br />
herstellen, ergeben sich durch die Möglichkeit, Reinigungsversuche<br />
im Ecoclean-Test Center durchführen zu können, verschiedene<br />
Vorteile:<br />
– Bei Neuteilen sind üblicherweise aufwändige Prozessvalidierungen<br />
und Reinigungsversuche erforderlich. Diese würden hauseigene,<br />
meist ausgelastete und validierte Reinigungsanlagen<br />
belasten.<br />
– Reinigungsprozess und Prozessparameter, beispielsweise<br />
Waschmechanik, Chemie, Wasserqualitäten, Taktzeiten und<br />
Reinigungsergebnis können unabhängig von eventuell bereits in<br />
Unternehmen vorhandenen Prozessen bestmöglich für das<br />
jeweilige Bauteil ausgelegt werden.<br />
– Durch die Versuche sind erforderlicher Prozess und Ergebnis<br />
der Reinigung im Vorfeld besser abschätzbar, woraus für das<br />
Team aus Kunde und Anlagenhersteller eine Risikominimierung<br />
resultiert.<br />
– Darüber hinaus lassen sich Versuche und Machbarkeitsstudien<br />
zur Reinigbarkeit neuer Präzisionsbauteile durchführen, ohne in<br />
validierte Produktionsabläufe eingreifen zu müssen.<br />
– Nicht zuletzt können Kunden bei Bedarf durch ein Job-Cleaning<br />
unterstützt werden.<br />
Ausgestattet für Vor- und Endreinigung<br />
mit höchsten Anforderungen<br />
Das neue Test Center verfügt dafür über zwei Reinigungsbereiche<br />
unterschiedlicher Sauberkeitsklassen. Der erste befindet sich in ei-
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Im Endreinigungsbereich, der sich in einem validierten Reinraum der<br />
Klasse ISO 7 mit Zonen ISO 6 befindet, können Reinigungsversuche<br />
mit höchsten Sauberkeitsanforderungen, beispielsweise Grade 2 und 1,<br />
durchgeführt werden. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />
Das neue Test Center ermöglicht Kunden mit High Purity-Reinigungsanwendungen,<br />
Versuche unter hochreinen Bedingungen durchzuführen.<br />
Es stehen dafür in einem Sauber- und Reinraum insgesamt fünf Reinigungsanlagen,<br />
RO-, DI- und UP-Wasserqualitäten, Messtechnik sowie<br />
eine Verpackungsstation zu Verfügung. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />
nem Sauberraum, in den eine Lösemittel-Kammerreinigungsanlage<br />
mit integrierter Niederdruck-Plasmareinigung sowie eine Kammeranlage<br />
für wässrige Medien integriert ist. Dieser Bereich wird für<br />
Vorreinigungen eingesetzt, um Teile für die Endreinigung im Reinraum<br />
vorzubereiten. Er eignet sich darüber hinaus, um höheren Sauberkeitsanforderungen<br />
vieler klassischer Feinstreinigungsaufgaben<br />
aus Branchen wie der Sensortechnik, Luftfahrt, E-Mobilität und Beschichtungsindustrie<br />
gerecht zu werden.<br />
Der Endreinigungsbereich ist in einem validierten Reinraum der<br />
Klasse ISO 7 mit Zonen ISO 6 untergebracht. Die Ausstattung<br />
umfasst eine Lösemittel-Kammeranlage, eine Kammeranlage<br />
für wasserbasierte Medien sowie eine Mehrbad-Ultraschallreinigungsanlage<br />
mit neun Nass- und zwei Trockenstationen. Hier<br />
können unter anderem unterschiedliche Ultraschall-Frequenzen,<br />
Reinigungschemikalien, PPC, und Passivieren getestet werden.<br />
Für die Trocknung stehen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten<br />
– auch in Kombination – zur Verfügung.<br />
Die in das neue Technologiezentrum integrierten Aufbereitungslösungen<br />
für Osmose (RO)-, De-Ionisiertes (DI) und Ultra-Pure-Wasser<br />
(UPW) ermöglichen den Einsatz aller in der Feinst- und<br />
High Purity-Reinigung verwendeten Wasserqualitäten. Mit dieser<br />
Ausstattung lassen sich extrem hohe Sauberkeitsanforderungen erfüllen,<br />
beispielsweise entsprechend Grade 2 und 1. Da alle Anlagen<br />
über die Cloud-Lösung Ecoclean Connect vernetzt sind, liegen die<br />
Daten der Anlagen und Reinigungsversuche digital vor.<br />
Für die Kontrolle der erzielten Reinigungsergebnisse ist das<br />
Test Center mit verschiedene Messtechnologien ausgestattet. Integriert<br />
ist auch eine spezielle Verpackungsstation für die gereinigten<br />
Produkte.<br />
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Fraunhofer IAF erweitert<br />
Forschungsinfrastruktur<br />
für Halbleiter-Technologien<br />
Neue Gebäude für optoelektronische Messtechnik, Quantensensorik und Epitaxie<br />
Das Fraunhofer IAF hat seine hochmoderne Forschungsinfrastruktur ausgebaut und die Bedingungen für die Entwicklung<br />
zukunftsträchtiger Halbleiter-Technologien weiter verbessert. Mit der Unterstützung des Bundes, des Landes Baden-<br />
Württemberg sowie des BMVg wurden ein Laborgebäude und eine MOCVD-Halle gebaut, durch die das Institut seine<br />
Aktivitäten in den Bereichen der Optoelektronik, Quantentechnologien und Materialwissenschaften intensivieren kann.<br />
Die feierliche Einweihung der Neubauten fand am 30. Juni 2022 statt.<br />
Zwei neue Forschungsgebäude ermöglichen<br />
den Forschenden des<br />
Fraunhofer-Instituts für Angewandte<br />
Festkörperphysik IAF weiterhin auf dem<br />
neuesten Stand der Technik innovative<br />
Technologien auf der Grundlage von Verbindungshalbleitern<br />
zu entwickeln. Mit dem<br />
neuen Laborgebäude für optoelektronische<br />
Messtechnik und Quantensensorik sowie<br />
der neuen Anlagenhalle für die metallorganische<br />
chemische Gasphasenabscheidung<br />
(metal organic chemical vapor deposition,<br />
MOCVD) legt das Institut den Grundstein<br />
für die strategische Weiterentwicklung seiner<br />
Kernkompetenzen. Die durch Mittel des<br />
Bundes, des Landes Baden-Württemberg<br />
und des Bundesministeriums der Verteidigung<br />
(BMVg) finanzierten Neubauten wurden<br />
am 30. Juni 2022 feierlich eingeweiht<br />
und erfüllen hohe Standards hinsichtlich<br />
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Baudynamik.<br />
Feierliche Einweihung des<br />
Laborgebäudes und der MOCVD-Halle<br />
Den großen Mehrwert der Neubauten für<br />
das Institut erläutert der Bereichsleiter<br />
für Forschungsinfrastruktur, Dr. Martin<br />
Walther, wie folgt: »Mit den neuen Laboren<br />
stehen unseren Wissenschaftlerinnen<br />
und Wissenschaftlern noch bessere<br />
Forschungsbedingungen zur Verfügung.<br />
Namentlich die Applikationslabore für<br />
Quantensensorik und Laser-Spektroskopie<br />
erweitern die Kooperationsmöglichkeiten<br />
mit Industrie- und Forschungspartnern signifikant.<br />
Durch die neue MOCVD-Halle<br />
konnten wir zudem unseren Epitaxie-Anlagenpark<br />
vergrößern, das Niveau der Materi-<br />
alqualität und Reproduzierbarkeit weiter erhöhen<br />
und zugleich einen deutlich effizienteren<br />
Betrieb sicherstellen.« Der geschäftsführende<br />
Institutsleiter des Fraunhofer IAF,<br />
Prof. Dr. Rüdiger Quay, betont außerdem:<br />
»Es freut mich sehr, dass die Gebäude den<br />
Anforderungswert der Energieeinsparverordnung<br />
(EnEV) übertreffen und CO2-neutrale<br />
Bauelemente aufweisen. Das ist ein<br />
wichtiges Signal für unser Vorhaben, gemeinsam<br />
mit der Fraunhofer-Gesellschaft<br />
bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen.«<br />
Grußworte im Rahmen der feierlichen<br />
Eröffnung sprachen Rüdiger Quay und<br />
Freiburgs Baubürgermeister Prof. Dr. Martin<br />
Haag. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin<br />
der Freiburg Wirtschaft Touristik<br />
Messe GmbH & Co. KG (FWTM), Hanna<br />
Böhme, durchschnitten sie das Band. Zu<br />
den geladenen Gästen gehörten neben Vertreterinnen<br />
und Vertretern verschiedener<br />
Fraunhofer-Einrichtungen Gabriele Rolland<br />
aus dem Landtag von Baden-Württemberg,<br />
Prof. Dr. Stefan Glunz und Prof. Dr. Frank<br />
Balle vom Institut für Nachhaltige Techni-<br />
Das Fraunhofer IAF hat seine hochmoderne Forschungsinfrastruktur für Halbleiter-Technologien<br />
um eine neue MOCVD-Halle (vorne) und ein neues Laborgebäude (hinten) erweitert.<br />
© Fraunhofer IAF<br />
Am 30. Juni 2022 wurden die neuen Forschungsgebäude<br />
des Fraunhofer IAF feierlich<br />
eingeweiht. © Fraunhofer IAF
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sche Systeme (INATECH) der Universität<br />
Freiburg, Prof. Dr. Jürgen Wöllenstein, JProf.<br />
Dr. Matthias Kuhl und Prof. Dr. Stefan Rupitsch<br />
vom Institut für Mikrosystemtechnik<br />
(IMTEK) der Universität Freiburg sowie die<br />
Architektin und der Architekt der neuen<br />
Gebäude, Ann-Kathrin Goerke und Matthias<br />
Solbach.<br />
Optimale Forschungsbedingungen und<br />
nachhaltige Bauweise<br />
Im neuen Laborgebäude stehen insgesamt<br />
22 Labore auf 900 m2 Nutzfläche zur Verfügung,<br />
die baudynamisch für den Einsatz<br />
höchst schwingungsempfindlicher<br />
Geräte konzipiert wurden. Sie halten die<br />
Schwingungsgrenzwertlinien B und C der<br />
sogenannten Vibration Criteria (VC) ein<br />
und eignen sich so beispielsweise für den<br />
Betrieb von Mikroskopen bis zu 1000-facher<br />
Vergrößerung oder Lithographie- wie<br />
Inspektionsgeräten mit Strukturbreiten bis<br />
3 beziehungsweise 1 µm. Dies gewährleistet<br />
langfristig die Nutzung anspruchsvoller<br />
Messtechnik für immer kleiner werdende<br />
Strukturen und erlaubt die intensive Erforschung<br />
und Entwicklung von Quantensensoren<br />
wie Rastersonden-, Weitfeld- und<br />
Laserschwellen-Magnetometern sowie laserbasierter<br />
Sensorik und innovativer Halbleiter-Laser.<br />
Die neuerrichtete MOCVD-Halle bietet<br />
Platz für fünf hochmoderne Anlagen, mit<br />
denen das Fraunhofer IAF insbesondere<br />
seine epitaktischen Aktivitäten im Bereich<br />
der Halbleiter mit hoher Bandlücke ausbauen<br />
kann. Zu den vier Bestandsanlagen,<br />
die aus dem Reinraum des Hauptgebäudes<br />
umgezogen wurden, kam eine neue Anlage<br />
speziell für die Abscheidung von Aluminiumgalliumnitrid<br />
(AlGaN) mit hohem<br />
Aluminiumgehalt. Die neue Anlage erreicht<br />
Temperaturen bis zu 1400 °C, was sich positiv<br />
auf Kristallqualität und Homogenität<br />
auswirkt. Vorteile ergeben sich zudem aus<br />
der Ausstattung der Halle, die über autonome<br />
regenerative Aufbereitungssysteme<br />
verfügt, wodurch energieeffizientere und<br />
nachhaltigere Fertigungsprozesse ermöglicht<br />
werden.<br />
Mit 388 kWh/(m2a) für das Laborgebäude<br />
und 245 kWh/(m2a) für die MOCVD-<br />
Halle liegen die Primärenergiebedarfe beider<br />
Neubauten unter den EnEV-Anforderungswerten<br />
für vergleichbare industrielle<br />
Gebäude. Besonders umweltfreundlich<br />
sind zudem die in beiden Gebäuden verlegten<br />
Fußböden, die nach Ablauf der Nutzungsdauer<br />
recycelt werden. Es handelt<br />
sich um Beläge aus natürlichen Rohstoffen<br />
und deutscher Herstellung, deren gesamter<br />
Produktionszyklus eine neutrale CO2-Bilanz<br />
aufweist. Allein in der MOCVD-Halle<br />
konnten durch die Fußböden 47 t CO2 kompensiert<br />
werden.<br />
Fraunhofer-Institut für Angewandte<br />
Festkörperphysik IAF<br />
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Extruderbarrel mit Dosierer (rechts) und HME Drucksystem (links).<br />
(Bild: Heike Fischer / TH Köln)<br />
Neben Polymeren können auch Lipide verdruckt werden.<br />
(Bild: Heike Fischer / TH Köln)<br />
Individualisierte<br />
Medikamente<br />
mittels 3D-Druck<br />
Im Projekt entstandene Tabletten. (Bild: Heike Fischer/TH Köln)<br />
3D-gedruckte Medikamente können sehr genau auf das jeweilige Krankheitsbild zugeschnitten werden, was die Wirkung<br />
verbessert und Nebenwirkungen verringert. Um die Technologie praxistauglicher zu machen, haben die TH Köln und die<br />
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Projekt HME 3D ein neues Druckverfahren entwickelt. Durch dieses können<br />
mehr Wirkstoffe und Trägermaterialien verdruckt werden.<br />
Bei der meistverwendeten 3D-Drucktechnologie wird Kunststoff<br />
geschmolzen und zu langen Fäden geformt, den sogenannten<br />
Filamenten. Der 3D-Drucker schmilzt diese erneut<br />
auf und formt daraus das Endprodukt. „Wenn in einem solchen<br />
Prozess pharmazeutische Polymere verwendet und zweimal erhitzt<br />
werden, schadet das den darin enthaltenen medizinischen Wirkstoffen.<br />
Zudem sind Filamente aus pharmazeutischem Polymer häufig<br />
zu weich oder zu spröde und lassen sich nicht zuverlässig drucken.<br />
Daher haben wir einen Prozess entwickelt, bei dem der Kunststoff<br />
direkt verdruckt wird, ohne dass vorher ein Filament erzeugt wird“,<br />
erläutert Ines Haase vom Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik<br />
der TH Köln.<br />
„Unser Anwendungsgebiet ist vor allem die Pädiatrie. Aufgrund<br />
des schnellen Wachstums von Kleinkindern und Kindern müssten<br />
die Medikamentendosen eigentlich in sehr kleinen Schritten angepasst<br />
werden. Dies ist auf dem Markt so nicht abgebildet. Wenn<br />
die behandelnden Ärztinnen oder Ärzte die benötigte Dosis berechnen,<br />
könnten wir das Medikament auf Rezept exakt drucken“,<br />
ergänzt Prof. Dr. Julian Quodbach, der das Projekt am Institut für<br />
Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Heinrich-Heine-Universität<br />
Düsseldorf (HHU) geleitet hat und jetzt Professor an<br />
der Universität Utrecht ist. Auch in der Präzisionsmedizin, die Arzneistoffe<br />
patientengenau dosiert, kann das Verfahren Anwendung<br />
finden. Möglich sind Chargengrößen zwischen einer und mehreren<br />
Tausend Tabletten.<br />
Neues Druckverfahren<br />
Ein Team des Labors für Fertigungssysteme der TH Köln entwickelt<br />
dafür ein neuartiges Druckverfahren. Den Ausgangspunkt bildet ein<br />
Schmelzextruder, der Polymere und Wirkstoffe schmilzt und mischt.<br />
Dieses Material wird in den Druckkopf transportiert und zu Tabletten<br />
geformt. „Die Schmelzextrusion ist ein kontinuierlicher Prozess<br />
– es kommt also immer die gleiche Menge Material aus der Maschine.<br />
Der 3D-Druck hingegen ist ein diskontinuierlicher Prozess, denn<br />
nach jeder Tablette muss der Druck unterbrochen werden“, so Haase.
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Um dieses Problem zu lösen, ergänzte das Team einen Pufferspeicher,<br />
der sich im Laufe des Prozesses mit dem überschüssigen<br />
Material füllt.<br />
Eine weitere Herausforderung: Die Schmelzextrusion erfolgt<br />
horizontal; gedruckt wird aber vertikal. Daher muss die geschmolzene<br />
Masse umgeleitet werden. „Die verwendeten pharmazeutischen<br />
Materialien sind sehr empfindlich. Wir mussten dafür sorgen, dass<br />
die Umlenkung keinen negativen Effekt auf die Qualität der Schmelze<br />
hat. Trotzdem muss die verwendete Technik einfach gehalten<br />
sein, da sie nach den Vorgaben der ,Good Manufacturing Practice‘<br />
für Anlagen in der pharmazeutischen Produktion nach jedem Extrusionsprozess<br />
einfach zu demontieren und zu reinigen sein muss“,<br />
sagt Haase. Im Laufe des Projekts entstand ein Prototyp, der an der<br />
HHU getestet wurde.<br />
Neue Materialien<br />
Die HHU-Pharmazeuten hatten sich parallel mit der Entwicklung der<br />
zu verdruckenden Materialien beschäftigt. „Die neue Technologie<br />
hat es uns ermöglicht, über eine deutlich breitere Palette an Trägermaterialien<br />
und Wirkstoffen nachzudenken. Denn der schonendere<br />
Umgang mit dem Material lässt zu, dass auch empfindlichere Wirkstoffe<br />
verarbeitet werden können. Zudem ist es möglich, auch Lipide,<br />
also Fettstoffe, als Trägermaterial zu verwenden. Damit weiten wir<br />
das Feld der möglichen Arzneistoffe noch einmal deutlich, denn eine<br />
ganze Reihe von interessanten Wirkstoffkandidaten lässt sich nicht in<br />
Polymeren verarbeiten“, so Arne Schulzen, Doktorand am Institut für<br />
Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der HHU.<br />
Um Polymere und Lipide mit den benötigten Eigenschaften<br />
herzustellen, unternahm das Team der HHU umfangreiche Entwicklungs-<br />
und Testreihen. „Die Anforderungen an die Stoffe sind<br />
ausgesprochen umfangreich: Denn auf der einen Seite müssen sich<br />
die medizinischen Wirkstoffe gut in ihnen verteilen. Auf der anderen<br />
Seite müssen sie im Druckprozess gut funktionieren, damit wir<br />
eine gleichmäßige Förderung erhalten. Dazu sind Parameter wie<br />
die Temperatur im Extruder zu beachten“, so Quodbach. In einem<br />
nächsten Schritt kann auch der Druck von Wachsen erprobt werden,<br />
um noch mehr Möglichkeiten in der Herstellung zu erhalten.<br />
Das Projekt „HME 3D – 3D-Druck pharmazeutischer Darreichungsformen<br />
mittels Schmelzextrusion“ wurde über das Programm<br />
„Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) des Bundesministeriums<br />
für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Mit dem Programm<br />
unterstützt das Ministerium unter anderem Grundlagenforschung<br />
mit Fokus auf industrielle oder kommerzielle Anwendungsbereiche.<br />
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Um den Ressourcenverbrauch im Internet der Dinge, in Anwendungen der KI sowie in Rechenzentren zu reduzieren, sind daher erhebliche Fortschritte<br />
in der Mikro- und Leistungselektronik einschließlich deren Herstellungsprozessen nötig. © Fraunhofer Mikroelektronik<br />
Startschuss für das Kompetenzzentrum<br />
© Fraunhofer Mikroelektronik<br />
Um mit Forschung und Entwicklung zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks digitaler Technologien beizutragen, bauen<br />
die in der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland kooperierenden Fraunhofer- und Leibniz-Institute gemeinsam<br />
ein standortübergreifendes Kompetenzzentrum für eine ressourcenbewusste Informations- und Kommunikationstechnik<br />
(Green ICT @ FMD) auf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das am 1. August 2022 gestartete<br />
Vorhaben mit einer Fördersumme von 34 Millionen Euro im Rahmen der Initiative Green ICT, die Bestandteil des Klimaschutzprogramms<br />
2030 der Bundesregierung ist.<br />
Die Digitalisierung durchdringt im schnellen Tempo die Alltags-<br />
und Arbeitswelt – ein Trend, der absehbar nicht nachlassen<br />
wird. Dabei kann die Digitalisierung in vielen Bereichen<br />
durch intelligente Steuerung von Geräten, Anlagen, Prozessen<br />
und Netzen einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung und<br />
damit zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten. Andererseits<br />
wird mit fortschreitender Verbreitung von Sensorik, Elektronik und<br />
Künstlicher Intelligenz (KI) der Energieverbrauch durch die Digitaltechnologien<br />
selbst zunehmen.<br />
Mit moderner Elektronik für ressourcensparsame Informationsund<br />
Kommunikationstechnik das Klima schützen<br />
Um den Ressourcenverbrauch im Internet der Dinge, in Anwendungen<br />
der KI sowie in Rechenzentren zu reduzieren, sind daher<br />
erhebliche Fortschritte in der Mikro- und Leistungselektronik einschließlich<br />
deren Herstellungsprozessen nötig. Moderne vernetzte<br />
Informations- und Kommunikationstechnik-Systeme besitzen<br />
neben den zentralen Datenverarbeitungsinfrastrukturen (Cloud)<br />
zunehmend Kapazitäten zur Sammlung und Verarbeitung von Informationen<br />
am Rand des Netzwerks (Edge). Damit ergibt sich eine<br />
erhöhte Flexibilität bei der Optimierung der Systeme zwischen Ressourcenverbrauch<br />
in Cloud und Edge sowie der Datenübertragung<br />
zwischen Cloud und Edge. Die Entwicklung von Elektronik für ressourcensparsame<br />
Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)<br />
kann in Verbindung mit Edge-Cloud-Lösungen eine Hebelwirkung<br />
für die Klimaziele der Bundesregierung erzielen.<br />
Das Kompetenzzentrum »Green ICT @ FMD« als Beitrag zur<br />
Umsetzung der Green-ICT-Mission der Bundesregierung<br />
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-<br />
Watzinger hebt die Bedeutung des Projekts hervor: »Nachhaltigkeit<br />
in der Digitalisierung ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der<br />
Klimaschutzziele. Dabei setzen wir schon bei der Elektronik für Informations-<br />
und Kommunikationstechnik an. Mit dem Kompetenzzentrum<br />
Green ICT @ FMD schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle<br />
für nachhaltige Elektronik. Das Kompetenzzentrum bei der Forschungsfabrik<br />
Mikroelektronik Deutschland ist Herzstück unserer<br />
Initiative Green ICT. Wir stärken damit nicht nur den Klimaschutz,
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sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit.«<br />
Aufbauend auf den mit der FMD geschaffenen Angeboten, Strukturen und<br />
Kompetenzen lässt sich das geplante Green-ICT-Kompetenzzentrum zielgerichtet<br />
und effizient umsetzen. Die anwendungsorientierte Forschung im Bereich der<br />
Mikroelektronik soll unter dem Label »Green ICT @ FMD« in den kommenden 3,5<br />
Jahren schrittweise und bedarfsgerecht in Bezug auf Ressourcenschonung und eine<br />
deutliche Reduktion des CO2-Footprints in der Weiterentwicklung von IKT-Anwendungen<br />
und -Infrastrukturen in Deutschland und Europa ausgebaut werden.<br />
FMD als One-Stop-Shop für Green-ICT-System- und Modellierungskompetenz<br />
Funktionalität, Zuverlässigkeit und Ökologie müssen für eine über den gesamten Lebenszyklus<br />
hinweg umwelt- und ressourcenschonend gestaltete Informations- und<br />
Kommunikationstechnik in ihrer Wechselwirkung wahrgenommen, analysiert und<br />
gestaltet werden. Dabei ist stets der gesamte Lebenszyklus der Hardware entlang<br />
aller Systemebenen zu berücksichtigen.<br />
In dem entstehenden Kompetenzzentrum »Green ICT @ FMD« können die<br />
Green-ICT-spezifischen Fragestellungen nun abgestimmt und gebündelt bearbeitet<br />
und technologieübergreifende IKT-Gesamtlösungen bis zu einem hohen technischen<br />
Reifegrad aus einer Hand für Partner in Wirtschaft und Wissenschaft angeboten<br />
werden. Als etablierte Struktur für standortübergreifende Zusammenarbeit<br />
unterschiedlicher FuE-Institutionen bietet die Forschungsfabrik Mikroelektronik<br />
Deutschland somit die Möglichkeit, einerseits mit ihrem Partnernetzwerk eine umfassende<br />
systemische Betrachtung und Weiterentwicklung von Green-ICT-Fragestellungen<br />
vorzunehmen und andererseits mit den Technologiekompetenzen ihrer<br />
Fraunhofer- und Leibniz-Institute die erforderliche fachliche Tiefe bei der Gesamtsystembetrachtung<br />
herzustellen.<br />
Lösungsansätze für nachhaltige Digitalisierung<br />
Die Angebote der Fraunhofer- und Leibniz-Institute werden im Umfeld von Green<br />
ICT anwendungsorientiert und eng an den wirtschaftlichen Erfordernissen ausgerichtet<br />
ausgebaut. An den Standorten Erlangen, Dresden und Berlin werden neue<br />
anwendungs- und systemorientierte Green-ICT-Hubs als Ergänzung bereits existierender<br />
Forschungsaktivitäten der FMD-Institute und als Grundlage für weitere<br />
Forschungsarbeiten eröffnet.<br />
In diesen Hubs werden sämtliche Kompetenzen der FMD-Institute zu den zentralen<br />
Fragestellungen zukünftiger IKT-Anwendungen konzentriert. Sie sind für Projektpartner<br />
aus der Industrie und Wissenschaft die erste Anlaufstelle und stellen so<br />
ein besonders niederschwelliges Angebot zur Verfügung. Die Green-ICT-Hubs sind<br />
neben dem One-Stop-Shop der Geschäftsstelle die entscheidenden Schnittstellen<br />
zu den thematisch gebündelten Technologie-kompetenzen und Test- und Prüfumgebungen<br />
(Testbeds). Umgesetzt werden die Green-ICT-Hubs zu den thematischen<br />
Schwerpunkten Sensor-Edge-Cloud Systeme, Kommunikationsinfrastrukturen sowie<br />
Materialien und Prozesse für »Green Production«, die eine besonders hohe Relevanz<br />
für industrielle Partner in Deutschland und Europa besitzen.<br />
Neben der Aufgabe die vielfältigen Forschungsaktivitäten und das bereits vorhandene<br />
Know-how im Bereich Green ICT in Deutschland zusammenzuführen, bedarfsgerecht<br />
weiterzuentwickeln und für die Industrie nutzbar zu machen, umfasst<br />
das Gesamtvorhaben »Green ICT @ FMD« ebenfalls begleitende Maßnahmen für<br />
eine nachhaltige Digitalisierung. Diese befassen sich sowohl mit einer frühzeitigen<br />
Sensibilisierung der heranwachsenden Generationen an Fachkräften (Akademisches<br />
Nachwuchsprogramm – »Digital Green Camp«) als auch eine Weiterbildung<br />
bereits im Berufsleben stehender Expert*innen. Die besonderen Anforderungen in<br />
der Zusammenarbeit mit neu gegründeten Unternehmen werden in einem separaten<br />
Teilprojekt – Hub für Green-ICT-Start-Ups – adressiert, um entstehenden Unternehmen<br />
die Möglichkeit zu geben, ihre Produktideen von Beginn an umwelt- und<br />
ressourcenschonend zu entwickeln.<br />
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS<br />
D 09126 Chemnitz
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Medizintechnik:<br />
Serienreif mit Kunststoff<br />
(Bild: ©Rodinger Kunststoff-Technik GmbH)<br />
RKT begleitet bei der Umstellung von Laborstandardmaterialien<br />
auf Kunststoffbauteile in der Serienfertigung<br />
Kunststoff ist in der Medizintechnik ein gefragter Werkstoff.<br />
Das beginnt bei Verpackungsprodukten, z. B. den äußeren<br />
Bauteilen eines Insulinpens, über Diagnostikteile, die<br />
mit Substanzen in Berührung kommen, die dann entsorgt werden,<br />
bis hin zu Produkten, die mit Substanzen in Kontakt kommen, die<br />
später wieder in den Körper eingeführt werden. Je nach Anwendungsbereich<br />
gibt es verschiedene Regularien und Zulassungen für<br />
Kunststoffe, die unter sogenannten Medical Grades geführt werden.<br />
Grundlegende Anforderungen an Medical-Grades-Kunststoffe sind<br />
die vollständige Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Produkte und<br />
Rohstoffe, Biokompatibilität, chemische Beständigkeit, Sterilisierbarkeit<br />
und auch Liefersicherheit.<br />
Auch wenn Kunststoffe später in der Serienproduktion dominieren,<br />
werden Produkte unter Laborbedingungen in der Entwicklungsphase<br />
häufig mit alternativen Werkstoffen wie Glas, Metall<br />
oder Silikon erprobt. Zunächst wird nicht zuletzt aus wirtschaftlichen<br />
sowie Verfügbarkeitsgründen auf Standardartikel, die sich<br />
im Markt befinden, zurückgegriffen. Dazu zählen z. B. Petrischalen,<br />
Titerplatten, Cuvetten oder Glasplättchen. Da im Labor Prozesse<br />
analysiert werden, sei es durch Mikroskopie, Kameratechnik oder<br />
Fluoreszenzmessungen, ist Transparenz eine der Hauptanforderungen<br />
an die verwendeten Utensilien, die vornehmlich bei Glas gegeben<br />
ist. Auch Kunststoffe gibt es in transparenten Varianten. Jedoch<br />
weist Glas eine etwas höhere Transparenz auf.<br />
Kunststoff für komplexe Strukturen<br />
In vielen Anwendungsfällen, wie beispielsweise komplexen Laborchips,<br />
sind die Standardutensilien jedoch nur für Grundsatzversuche<br />
geeignet. Wenn es in die detaillierte Prozessentwicklung für die<br />
Serienfertigung geht, erfordern komplexe Geometrien und mikrofluidische<br />
Kanäle andere Materialien, wie bestimmte Kunststoffe.<br />
Mit diesen können derlei filigrane Strukturen mit wenig Energieeinsatz<br />
hergestellt werden.<br />
Erste Prototypen lassen sich mittels Tiefziehverfahren oder mit<br />
Abgüssen aus Silikonen oder Kunstharz realisieren. Hier sind die<br />
einmaligen Kosten für die Abformwerkzeuge überschaubar. Dagegen<br />
ist die Herstellung von Kunststoffteilen im Laborbereich relativ<br />
aufwändig und mit qualitativen Abstrichen verbunden. Wenn<br />
schließlich die Serienproduktion im Spritzguss beginnt, ist das Kostenverhältnis<br />
genau umgekehrt: Die Investition in ein Werkzeug ist<br />
hoch, aber die Kunststoffteile können damit in großen Mengen kostengünstig<br />
produziert werden.<br />
Kompromisse bei Optik und Gestaltungsfreiheit<br />
Der Einsatz von Kunststoffen in der Serienfertigung von Medizinund<br />
Diagnostikprodukten kann jedoch gewisse Einschränkungen<br />
mit sich bringen. Vor allem im Bereich der Optik müssen Kompromisse<br />
eingegangen werden. Es gibt zwar sehr transparente Kunststoffe,<br />
die jedoch an die optischen Eigenschaften von Glas nicht<br />
ganz heranreichen. Weitere Beschränkungen gibt es in der Gestaltungsfreiheit.<br />
Beim Kunststoffspritzguss müssen die Bauteile<br />
immer so ausgelegt werden, dass sie entformbar sind. Zudem sind<br />
beim Spritzguss Entformschrägen nötig, die die Gestaltungsfreiheit<br />
beeinflussen. Wände des Bauteils müssen zur Entformung immer<br />
leicht schräg gestaltet werden, in der Regel 0,5 bis 3 Grad, in seltenen<br />
Fällen bis zu 10 Grad. „Dies ist optisch kaum zu erkennen, für
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Transparenz ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von<br />
Kunststoffen für medizintechnische Bauteile. Transparente Deckel<br />
– wie hier im Bild gestapelt – erlauben Analyseprozesse durch<br />
Mikroskopie, Kameratechnik oder Fluoreszenzmessungen.<br />
(Bild: ©Rodinger Kunststoff-Technik GmbH)<br />
Winzige Kavitäten einer Lab-on-a-Chip-Kartusche (rechts im Bild):<br />
Komplexe und filigrane Geometrien wie diese können dank<br />
hochpräziser Werkzeugtechnik und bestimmter Kunststoffe im<br />
Spritzgussverfahren effizient hergestellt werden.<br />
(Bild: ©Rodinger Kunststoff-Technik GmbH)<br />
die Ausformung aber dringend nötig“, erklärt Harald Höcherl, Leiter<br />
Verfahrenstechnik der Rodinger Kunststoff-Technik GmbH (RKT).<br />
„In der Regel bereiten uns diese Bedingungen in der Fertigung jedoch<br />
keine Probleme.“<br />
Medizinkompatible Kunststoffe verarbeiten<br />
Welcher Kunststoff sich für welche medizinische oder medizintechnische<br />
Anwendung eignet, ist ein sehr weites Feld. Besonders<br />
häufig werden COC-Kunststoffe in der Medizintechnik – insbesondere<br />
der Diagnostik – verwendet, da sie hochtransparent sind, sehr<br />
geringe optische Anisotropien aufweisen und auch biokompatibel<br />
sind. Wenn es um Massenprodukte wie Einwegartikel geht, kommen<br />
überwiegend kostengünstige Massenkunststoffe wie PP, PE<br />
oder PS zum Einsatz, wenn es die mechanischen Eigenschaften zulassen.<br />
Bauteile mit hohen mechanischen Anforderungen (z. B. im<br />
Innenleben von Insulinpens) werden aus technischen Thermoplasten<br />
hergestellt, wie zum Beispiel POM, PA oder PPA. Um Metallteile<br />
zu substituieren, werden häufig technische Kunststoffe mit hohen<br />
Faseranteilen (Glasfaser oder Kohlenstofffaser) eingesetzt. Gehäuseteile<br />
werden überwiegend aus schlagzähen Kunststoffen wie ABS,<br />
PC/ABS, Polyamiden oder PBT gefertigt.<br />
„Bei der Verarbeitung unterschiedlichster Kunststoffe kommt<br />
es auf bestimmte technische Finessen und Tricks an, um bei jedem<br />
Werkstoff das beste Ergebnis zu erzielen“, weiß Harald Höcherl. Herausforderung<br />
kann z. B. eine besonders kleine Bauteilgröße sein,<br />
die ein spezielles Equipment bei der Spritzgussmaschinentechnik<br />
erfordert, z.B. Mikrospritzeinheiten. Bei den transparenten COC-<br />
Kunststoffen wiederum gibt es einen Trick, um ein Vergilben zu verhindern;<br />
Harald Höcherl: „COC ist sehr anfällig für Sauerstoff und<br />
verbindet sich in der Schmelzphase mit selbigem, was ein Vergilben<br />
zur Folge hat. Daher muss der Bereich bei der Verarbeitung mit<br />
Stickstoff geflutet werden. So kann der Sauerstoff beim Schmelzprozess<br />
ferngehalten werden.“ Darüber hinaus ist COC relativ spröde<br />
und anfällig für Spannungsrisse. Hier kommt es besonders auf etwas<br />
stärkere Entformschrägen an. Eine weitere Herausforderung in der<br />
Kunststoffverarbeitung sind Reinraumanforderungen bei bestimmten<br />
Bauteilen für die Diagnostik. Entsprechend den Kundenspezifikationen<br />
wird eruiert, welche Reinraumklasse für das entsprechende<br />
Produkt geboten ist, ob zusätzliche Keimabklatschtests benötigt<br />
werden, und gemäß diesen Anforderungen legt RKT die Fertigungszellen<br />
reinraumgerecht aus.<br />
RKT unterstützt Prozessentwicklung<br />
RKT ist u. a. darauf spezialisiert, bei medizintechnischen Teilen die<br />
Prozessentwicklung bis zur Serienproduktion zu begleiten. Im Idealfall<br />
wird zuerst ein Pre-Engineering durchgeführt und ein Prototypenwerkzeug<br />
gebaut, wenn es darum geht, die Machbarkeit komplexer<br />
Geometrien in Kunststoffspritzguss umzusetzen. Anhand<br />
der Bauteilanforderungen werden geeignete Kunststoffe beraten,<br />
ausgewählt und im Prototypenwerkzeug getestet. Mit dem Musterbauteil<br />
lässt sich das Produkt dann weiterentwickeln und perfektionieren.<br />
So wird schließlich das Serienwerkzeug erstellt, das garantierte<br />
Ausbringmengen von Millionen Bauteilen je nach Komplexität<br />
leisten kann.<br />
Fazit: Kunststoffspritzguss – effizient und wertig<br />
Für große Stückzahlen und geschmeidige Prozesse ist Kunststoffspritzguss<br />
ein effizientes Verfahren, um medizintechnische Bauteile<br />
qualitativ hochwertig und nach den hohen medizintechnischen<br />
Standards zu produzieren. Glas hat in Sachen Transparenz für optische<br />
Prüfprozesse sicherlich Vorteile, jedoch hat Kunststoff bei Wirtschaftlichkeit<br />
und Handling in der Serienfertigung die Nase vorn.<br />
RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH<br />
D 93426 Roding
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Neue Generation:<br />
Digitaler High-End Temperaturfühler<br />
Die digitalen Sensoren von Rotronic kommunizieren mit Datenloggern<br />
(verdrahtet oder drahtlos) und die gesamte Kommunikation<br />
mit dem Server und der Datenbank erfolgt digital,<br />
so dass es bei der Datenübertragung keine Genauigkeitsverluste<br />
gibt. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu analogen Sensoren keine<br />
Genauigkeitsüberprüfung der Kommunikationsstrecke während der<br />
Installation und Validierung des Geräts erforderlich ist.<br />
Neu im Sortiment ist der<br />
digitale High-End Temperaturfühler<br />
RMS TCD-S-0<strong>01</strong>.<br />
Sein grosser Vorteil ist,<br />
dass er, zum Beispiel für<br />
Kalibrierungen, sozusagen<br />
ohne Stillstandzeit<br />
und ohne Mess-Unterbruch<br />
ausgetauscht werden kann.<br />
Kalibrier- und Justierdaten sind jederzeit<br />
gesichert auf dem Fühler gespeichert<br />
und bei einem Fühlerwechsel im RMS Monitoring<br />
System wird die neue Seriennummer automatisch im<br />
„Change Control“ erfasst.<br />
Highlights:<br />
– Hervorragende Genauigkeit (±0,25 °C bei -50…85 °C),<br />
Reproduzierbarkeit und Langzeitstabilität (±0,5 °C/Jahr)<br />
– Kompatibel mit RMS-Datenloggern und RMS-Software<br />
– Geringer Stromverbrauch<br />
– Digitale Kommuniukation (Modbus RTU)<br />
– Hot-Swap-Fähigkeit sorgt für kurze bzw. gar keine Stillstandszeit<br />
– Automatisches Ersetzen der Seriennummer wird im<br />
RMS-Audit-Trail dokumentiert<br />
– Überwachung konform mit GxP und FDA 21 CFR Part 11<br />
Welche Hauptvorteile bringt die Verwendung<br />
digitaler Sensoren in einem EMS?<br />
Die digitalen Sensoren von Rotronic kommunizieren mit Datenloggern<br />
(kabelgebunden oder drahtlos), und die gesamte Kommunikation<br />
mit dem Server und der Datenbank erfolgt digital, so dass bei<br />
der Datenübertragung keine Genauigkeitseinbußen auftreten. Dies<br />
bedeutet, dass im Gegensatz zu analogen Sensoren keine Schleifenprüfung<br />
während der Installation und Qualifizierung/Validierung<br />
des Geräts erforderlich ist.<br />
Ein grosser Vorteil des Einsatzes digitaler Sensoren in einem<br />
EMS ist die Möglichkeit, die zusätzlichen Daten zu nutzen und die<br />
Ausfallzeiten zu reduzieren, insbesondere während der Kalibrierungsphase<br />
oder während der Servicezeiten.<br />
Bei analogen Sensoren kann eine Kalibrierung entweder in<br />
einem Kalibrierlabor (intern oder extern) oder vor Ort durchgeführt<br />
werden, wenn die Anwendung dies zulässt. Wird die Kalibrierung an<br />
Ort und Stelle durchgeführt, so wird gleichzeitig auch die Schleifenprüfung<br />
vorgenommen. Für die Kalibrierung in einem Labor muss<br />
das Gerät ausgebaut werden (was zu einem Systemstillstand führt).<br />
Mit den digitalen Rotronic-Fühlern kann ein einfacher Hot-Swap<br />
durchgeführt werden, der keine Ausfallzeiten verursacht:<br />
– Manuelles Abschrauben des bestehenden Fühlers.<br />
– Manuelles Einschrauben eines „neuen“ vorkalibrierten Fühlers.<br />
Der vorhandene Fühler kann dann in einem<br />
Labor kalibriert werden und entweder<br />
wieder an seinem ursprünglichen<br />
Platz eingesetzt oder auch an anderer<br />
Stelle in der Anlage verwendet<br />
werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass<br />
RMS dank des digitalen Systems<br />
und der Anforderungen von FDA<br />
CFR 21 Part 11/EU Annex 11 automatisch<br />
anzeigt, dass ein Fühler<br />
ausgetauscht wurde, und<br />
zwar zusammen mit<br />
dem Audit Trail, der<br />
Zeit und Daten sowie<br />
der Seriennummer<br />
des Fühlers vor<br />
dem Austausch und der Seriennummer des Fühlers nach dem<br />
Austausch.<br />
Rotronic Monitoring System RMS<br />
Der neue digitale Temperaturfühler RMS TCD-S-0<strong>01</strong> ergänzt das<br />
Hardware Sortiment des Rotronic Monitoring Systems (RMS). RMS<br />
ist eine Software der GAMP©5-Kategorie 4 in Kombination mit<br />
Hardware der Kategorie 1, die Benutzern dabei hilft, ihre GxP-kompatiblen<br />
Anwendungen zu überwachen, die kritischen Qualitätsattribute<br />
zu prüfen und die kritischen Prozessparameter zu überwachen.<br />
Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, sich auf die<br />
Patientensicherheit, Produktqualität und Datenintegrität zu konzentrieren<br />
und die Kompatibilität mit EudraLex EU Anhang 11 und<br />
FDA CFR 21 Part 11 zu gewährleisten. Die Rotronic AG entwickelt<br />
und produziert die RMS-Hardware und -Software auf der Basis der<br />
GAMP©5-Richtlinien.<br />
rotronic messgeräte gmbh<br />
Einsteinstraße 17-23<br />
D 76275 Ettlingen<br />
Telefon: +49 7243-383 250 Telefax: +49 7243-383 260<br />
eMail: info@rotronic.de<br />
Internet: http://www.rotronic.de
www.reinraum.de<br />
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Vollständig konformer, ferngesteuerter<br />
mikrobieller Luftprobennehmer mit flexibler<br />
Installation und einfacher Integration von<br />
Umgebungsüberwachungssystemen<br />
Der äußerst anpassungsfähige neue MiniCapt® Pro bietet eine vollständig konforme mikrobielle Fernüberwachung mit<br />
integrierter Pumpe und fortschrittlichen Kommunikationsoptionen für die lebensfähige Fernüberwachung.<br />
Der MiniCapt® Pro Remote Luftkeimsammler<br />
von Particle Measuring<br />
Systems (PMS) vereint die<br />
neuesten Technologien zur Überwachung<br />
von Reinräumen in einem einzigen Gerät,<br />
um die mikrobielle Überwachung von Reinräumen<br />
und Isolatoren anzupassen. Dieses<br />
neue Produkt erfüllt die regulatorischen<br />
Anforderungen des EU-GMP-Annex 1 und<br />
die betrieblichen Anforderungen der pharmazeutischen<br />
Industrie, wo flexible Konnektivität<br />
und Konformität von Bedeutung<br />
sind.<br />
Der MiniCapt Pro ist mit einer Vielzahl<br />
von Funktionen ausgestattet. Seine kleine<br />
Grundfläche ist für die Montage in engen<br />
Räumen ausgelegt und bietet dem Benutzer<br />
flexible Installationsoptionen mit einer<br />
HEPA-Filter-kompatiblen internen Pumpe,<br />
verschiedenen Stromversorgungsoptionen<br />
einschließlich Power over Ethernet<br />
(PoE), WiFi und digitalen E/A-Funktionen.<br />
Das externe Gehäuse aus 316L-Edelstahl<br />
ist flüssigkeitsdicht und verfügt über die<br />
Schutzart IP65, die das Gerät bei Reinigungsarbeiten<br />
und in rauen Umgebungen<br />
schützt. Die Montagehalterung mit optionalem<br />
NFC ermöglicht eine einfache Installation,<br />
Entfernung und Neuprogrammierung<br />
nach der Wartung. Der MiniCapt Pro<br />
sammelt lebensfähige partikuläre Verunreinigungen<br />
mit den mikrobiellen Impaktoren<br />
BioCapt® und BioCapt Single-Use und ist<br />
für verschiedene Absetzplattenoptionen<br />
geeignet.<br />
„Der MiniCapt Pro Luftkeimsammler ist<br />
ein Beispiel dafür, wie die Ingenieure von<br />
Particle Measuring Systems Flexibilität in<br />
ihre Produkte einbauen, um die sich entwickelnden<br />
und spezifischen Bedürfnisse<br />
ihrer Kunden zu erfüllen“, sagte Paul Hartigan,<br />
Global Aerosol Product Line Manager<br />
bei Particle Measuring Systems. Er fuhr fort:<br />
„Wir freuen uns über die zusätzliche Power<br />
over Ethernet (PoE)-Funktion und das optionale<br />
Smart Bracket-Montagesystem, das<br />
NFC-Funktionen zur Vereinfachung von<br />
Service und Installation enthält. Dieser mikrobiologische<br />
Probenehmer ergänzt unser<br />
erstklassiges Angebot an Produkten zur<br />
Überwachung von Lebensmitteln und zur<br />
Kontaminationskontrolle. Unsere Kunden<br />
profitieren vor allem von der kleinen Stellfläche<br />
und dem All-in-One-Charakter dieses<br />
Geräts, das ihnen die Möglichkeit bietet,<br />
aseptische Prozesse in der Nähe kritischer<br />
Kontrollpunkte zu überwachen.“<br />
Nach der Erstinstallation lässt sich der<br />
MiniCapt Pro dank seiner Plug-and-Play-<br />
Konnektivität problemlos in PMS- oder<br />
Drittanbieter-Software-Systeme zur Überwachung<br />
von Anlagen und zur Verwaltung<br />
konformer Daten integrieren. Darüber hinaus<br />
speichert die Schnellmontagehalterung<br />
wichtige Sensordaten wie die IP-Adresse<br />
am Messpunkt, was die Installationszeit und<br />
Fehler nach der Kalibrierung oder Wartung<br />
reduziert.<br />
Der MiniCapt Pro ist Teil der Pro-Serie<br />
von Particle Measuring Systems, die fortschrittliche<br />
Lösungen zur Kontaminationskontrolle<br />
umfasst. Verwenden Sie den Mini-<br />
Capt Pro allein oder zusammen mit anderen<br />
ferngesteuerten und tragbaren Instrumenten<br />
der Pro Series zur Überwachung von reinen<br />
und aseptischen Produktionsbereichen<br />
mit der Gewissheit, dass Sie die weltweiten<br />
gesetzlichen Anforderungen erfüllen.<br />
Particle Measuring Systems Germany GmbH<br />
Im Tiefen See 45<br />
D 64293 Darmstadt<br />
Telefon: +49 351 8896 3850<br />
eMail: PMSGermany@pmeasuring.com<br />
Internet: http://www.pmeasuring.com
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Sichtbare Kontamination: Fluoreszierende Partikel visualisieren<br />
unter UV-Licht sämtliche Verschmutzungen.<br />
© CONRADYGRUPPE Verwaltungs GmbH, Gottmadingen<br />
Die Black Box der COWA Service Gebäudedienste GmbH an<br />
der Cleanzone 2022 in Frankfurt im Einsatz. © Messe Frankfurt<br />
Exhebition GmbH – Jean Luc Valentin<br />
Reinraum hautnah<br />
– Kontamination sichtbar gemacht<br />
Nirgends ist konstante Reinigung so wichtig wie in Reinräumen während dem laufenden Betrieb. Ob man sich nun für<br />
einen externen Dienstleister entscheidet oder kompetente Beratung und Schulung für das eigene Team wünscht – das<br />
Competence Center Reinraum der COWA bietet den rundum Service. An der Fachmesse „Cleanzone“ 2022 in Frankfurt<br />
präsentierten die Experten ihr Fachwissen und erläuterten am praktischen Beispiel alles zum Thema Kontamination, deren<br />
Vermeidung und Beseitigung.<br />
Ende November präsentierten sich<br />
Anbieter rund um den Reinraum an<br />
der „Cleanzone“ und begrüßten ein<br />
großes und vielseitig gefächertes Publikum.<br />
An diesen zwei Messetagen zeigte die<br />
COWA ihre neue Black Box. Dabei handelt<br />
es sich um ein lichtdichtes Zelt, indem mittels<br />
UV-Licht fluoreszierende Partikel sichtbar<br />
gemacht werden. Bei den öffentlichen<br />
Vorführungen erläuterten die Reinraum-<br />
Experten, wie schnell es zu Kontaminationen<br />
kommen kann, welche Fehler beim<br />
Anziehen von Schutzbekleidung passieren<br />
können und schlussendlich, wie Partikel<br />
professionell und effizient abgereinigt werden.<br />
Große Nachfrage zum Thema Schulungen<br />
Die Kontakte und entsprechenden Nachfragen<br />
der Standbesucher bezogen sich auf alle<br />
angebotenen Dienstleistungen des Reinraum<br />
Competence Centers. Jedoch zeichnete<br />
sich ab, dass auf dem Markt national<br />
sowie international ein großes Interesse<br />
und starkes Bedürfnis an professioneller<br />
Schulung besteht. Die komplexen und sich<br />
kontinuierlich anpassenden Vorschriften<br />
und Normen der einzelnen Reinraumklas-<br />
sen erfordern eine intensive, repetitive und<br />
falls notwendig, ergänzende Schulung der<br />
ausführenden Reinigungskräfte. Ebenfalls<br />
ist die Qualitätskontrolle ein gewichtiger<br />
Faktor für die benötigte Sicherheit. Ein<br />
kompetenter Partner, der Unternehmen<br />
ermöglicht, sich um sein Kerngeschäft zu<br />
kümmern, wird immer gefragter.<br />
Dass COWA der richtige und ganzheitliche<br />
Ansprechpartner in diesem Bereich<br />
ist garantieren Joachim Schupp (Leiter<br />
Comeptence Center), Christian Conrady<br />
(technischer Leiter) und Milena Stitzenberger<br />
(Personalentwicklung & Schulung) – das<br />
Experten-Team, welches durch jahrzehntelanger<br />
Erfahrung, stetige Weiterbildung und<br />
persönlichem Engagement immer top aktuell<br />
dem Kunden zur Seite steht.<br />
COWA Serivce Gebäudedienste GmbH<br />
Hauptstraße 65<br />
Telefon: +49 (0)7731 78000<br />
Telefax: +49 (0)7731 780<strong>01</strong>7<br />
eMail: service@cowa.de<br />
D 78244 Gottmadingen<br />
www.cowa-reinraumreinigung.com<br />
Das COWA-Team v.l.n.r.: Aleksandar Jotov<br />
– Vertrieb; Christian Conrady – technischer<br />
Leiter; Milena Stitzenberger – Personalentwicklung<br />
und Schulung; Joachim Schupp – Leiter<br />
Competence Center Reinraum. © CONRA-<br />
DYGRUPPE
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BECKER Quick Out ®<br />
Materialschleuse jetzt auch<br />
als Stand-Alone Ausführung<br />
Genial einfach und einfach genial! Die von BECKER Reinraumtechnik<br />
entwickelte und patentierte Schnellausschleuse<br />
„QuickOut“ für GMP Anwendungen ist jetzt auch als<br />
„Stand Alone“ Ausführung erhältlich.<br />
Die Materialschleuse erlaubt ein sicheres und schnelles Ausschleusen<br />
in nur einem Schritt über mehrere Reinraumklassen<br />
hinweg (z.B. von B nach D, bzw. CNC) - über ein internes Zweikammerprinzip<br />
mit integrierter Rutsche besteht keine Gefahr mehr, daß<br />
Partikel in den reinen Bereich gelangen.<br />
Die Ware wird im oberen, reinen Beladebereich durch eine<br />
Klappe geschoben und rutscht dann über die Schwerkraft in einen<br />
tiefer gelegenen Entladebereich. Danach werden die Klappe sowie<br />
die reine Tür der Schleuse elektronisch verriegelt und die Schleuse<br />
mit Reinstluft gespült. Erst dann kann von dem unteren, unreinen<br />
Entladebereich die Ware entnommen werden.<br />
Nun hat BECKER Reinraumtechnik eine<br />
weitere Innovation entwickelt:<br />
Bisher wurde die QuickOut in schlüsselfertigen Reinraumprojekten<br />
von Becker Reinraumtechnik eingesetzt und in das Lüftungskonzept<br />
des Reinraumes integriert.<br />
Da immer mehr Kunden die QuickOut auch als Nachrüstmodell<br />
nachgefragt hatten, um die Effizienz auch in bestehenden Sterilproduktionen<br />
zu erhöhen, hat Becker Reinraumtechnik nun eine autarke<br />
Einheit entwickelt.<br />
Nun ist in der QuickOut eine komplette Lüftungs- und Regelungstechnik<br />
integriert, so daß sie problemlos als „plug&play“ in eine<br />
Bestandsanlage eingebaut werden kann.<br />
Die Amortisationszeiten sind aufgrund der Zeit- und Kostenersparnis<br />
sehr kurz und somit für Kunden bei Neubauprojekten und<br />
jetzt auch zum Nachrüsten im Bestand sehr attraktiv.<br />
BECKER Reinraumtechnik GmbH<br />
Von-der-Heydt-Str. 21<br />
D 66115 Saarbrücken<br />
Telefon: 0681-753890<br />
eMail: info@becker-reinraumtechnik.de<br />
Internet: http://www.becker-reinraumtechnik.de
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Damit die Gerätepflege nicht zur Kostenfalle<br />
wird: Spezielles Tool ermöglicht Labormitarbeitern<br />
die herstellerunabhängige<br />
und digitalisierte Wartung des eigenen<br />
Equipments<br />
Chromatographische Systeme - Intuitive Software leitet durch den Prozess<br />
„Mit dem AIQ-Tool erhalten Labore eine 2-in-<br />
1-Lösung, mit der sie vollautomatisch sowohl<br />
Wartung als auch Qualifikation rechtssicher<br />
und anwenderfreundlich durchführen können.<br />
Dadurch sind sie weniger abhängig von den<br />
Herstellern und deren Technikern in Bezug<br />
auf Wartung, Komponentenpflege und<br />
Prüfungen“, berichtet Detlef Wilhelm,<br />
Geschäftsführer der AnaTox GmbH & Co. KG.<br />
(Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />
Die regelmäßige Pflege chromatographischer Systeme soll sicherstellen, dass die<br />
Geräte im Effizienzoptimum arbeiten und die Stofftrennung höchsten Ansprüchen<br />
genügt. Doch die Wartung von Chromatographen bedeutet für viele Labore<br />
einen hohen finanziellen Aufwand, da sie in der Regel von den Geräteherstellern<br />
durchgeführt wird. Neben terminlichen Absprachen müssen hier auch eine<br />
Menge an Dokumenten und Daten zwischen Anwender- und Herstellerseite<br />
ausgetauscht werden – unübersichtliche Papierstöße und organisatorische Mühen<br />
sind die Folge. Um die Wartung kosten- und zeiteffizienter zu gestalten, hat<br />
die AnaTox GmbH & Co. KG ihr bewährtes AIQ-Tool um ein neues Feature erweitert:<br />
Die Qualifizierungssoftware ermöglicht nun auch eine für alle Systemkomponenten<br />
standardisierte Wartungsprozedur, was deutliche Kostenvorteile<br />
für die Gerätepflege bringt. Die Software erkennt die Bestandteile des Systems<br />
automatisch und listet die entsprechenden Wartungsschritte sowie dazugehörigen<br />
Tests auf. Der geführte Prozess reduziert in der Folge Stillstandzeiten auf ein<br />
Minimum. Dabei wird der Zustand vor und nach der Wartung übersichtlich dokumentiert<br />
und wird digital hinterlegt. Labore sehen sich mit dem AIQ-Tool in der<br />
Lage, ihr chromatographisches Umfeld selbstständig und herstellerunabhängig<br />
über eine einzige Software zu warten und zu qualifizieren.<br />
Sämtliche Parameter werden kontinuierlich überwacht und die erfassten Ergebnisse – inklusive<br />
aller Roh- und Metadaten – in der eigenen AIQ-Datenbank gespeichert, sodass sie nicht durch<br />
externe Zugriffe manipuliert werden können. (Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)
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Chromatographische Systeme sind für die Arbeit vieler Hersteller<br />
pharmazeutischer Produkte in der Qualitätskontrolle<br />
und Labore etwa in den Bereichen Life Science und Food<br />
essentiell. Umso wichtiger ist es, dass die Geräte so leistungsfähig,<br />
wirtschaftlich und sicher wie möglich arbeiten. „Eine regelmäßige<br />
Wartung ist daher nicht nur als Vorbereitung für die obligatorische<br />
Qualifikation essentiell. Sie soll auch dabei helfen, Standzeiten zu<br />
verlängern und dem Verschleiß gewisser Komponenten vorzubeugen<br />
– Stillstandzeiten sind auch für Labore ein teurer Luxus.“ Jedoch<br />
ist die Wartung oftmals unnötig aufwändig, denn dafür werden in<br />
der Regel Techniker der Hersteller ins Labor geschickt. Damit einher<br />
geht ein teils unübersichtlicher Abstimmungsprozess, bei dem<br />
Wartungslisten in Papierform abgearbeitet und ausgetauscht werden<br />
müssen. Eine langfristige und übersichtliche Dokumentation<br />
gestaltet sich allein aufgrund ihrer Anzahl schwierig. Ist zudem ein<br />
Komponentenwechsel notwendig, kann das Gerät währenddessen<br />
nicht benutzt werden, bis ein Techniker den Tausch durchgeführt<br />
hat – auch hier ist das Labor von externen Spezialisten abhängig.<br />
Insgesamt entstehen dabei unterschiedliche hohe Kosten für die<br />
Wartungsprozesse, die zum Großteil vermeidbar wären.<br />
Abhilfe schafft das AIQ (Automatic Instrument Qualification)-<br />
Tool der AnaTox GmbH & Co. KG. Dabei handelt es sich um eine<br />
anwenderfreundliche, intuitive Qualifikationssoftware für Chromatographen,<br />
die nun um eine herstellerunabhängige Wartungsfunktion<br />
erweitert wurde. Diese ermöglicht dem Labor eine selbstständige<br />
Wartung, die Abhängigkeiten auflöst, Instandhaltung erleichtert<br />
und gleichzeitig Rechtssicherheit bietet. Alle Prüfungen können<br />
vom Laborpersonal (auch mit entsprechender Schulung seitens<br />
AnaTox) selbst bewerkstelligt werden – die Beauftragung des Geräteherstellers<br />
ist nicht mehr notwendig.<br />
Software leitet Anwender Schritt für Schritt durch die Wartung<br />
Sobald sich ein Anwender mit dem zu wartenden Gerät verbindet,<br />
ermittelt die Software automatisch den Zustand des Chromatographen<br />
und listet die notwendigen Wartungsschritte auf. Diese sind<br />
Chromatograpische Systeme enthalten zahlreiche Komponenten, die<br />
regelmäßig geprüft und gewartet werden müssen, um das präzise Arbeiten<br />
der Geräte sicherzustellen. (Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />
Sobald sich ein Anwender mit dem gewünschten Gerät verbindet, ermittelt<br />
die Software automatisch den Zustand des Chromatographen und<br />
listet die notwendigen Wartungsschritte auf. (Quelle: AnaTox GmbH)<br />
herstellerkonform und erfüllen die geltenden Regularien und Richtlinien<br />
in Bezug auf den Einsatz dieser Laborgeräte. Je nach Art und<br />
Ausführung des Equipments werden die notwendigen Funktionstests<br />
dann modulweise durchgeführt. Dies kann etwa die Prüfung<br />
auf Dichtigkeit oder die Effizienz der Pumpe umfassen, aber auch<br />
Heizraten der thermostatisierten Öfen oder die Leistung der Detektoren.<br />
Die Anwender werden Schritt für Schritt durch den Prozess<br />
geführt, den eigentlichen Testablauf und die Auswertung übernimmt
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das AIQ-Tool automatisch. „Dabei instruiert das Programm<br />
den Anwender detailliert, wenn bspw. eine Komponente zu<br />
reinigen oder auszutauschen ist. In der Software wird automatisch<br />
hinterlegt, welche Schritte durchgeführt, wiederholt<br />
oder übersprungen wurden“, beschreibt Wilhelm die Funktionsweise.<br />
In den beiden letztgenannten Fällen kann der<br />
Benutzer in einer Kommentarfunktion eingeben, warum dies<br />
notwendig war. „Der große Vorteil ist, dass im Zuge der Wartung<br />
automatisch eine lückenlose digitale Dokumentation<br />
angelegt wird, die für einen späteren Vergleich oder als Vorbereitung<br />
der Qualifikation herangezogen werden kann“, so<br />
Wilhelm weiter.<br />
Ein zusätzlicher Vorteil des Wartungstools ergibt sich<br />
durch das Tracking bzw. Auslesen der Verschleißcounter der<br />
Chromatographen. „Diese Daten helfen dem Kunden dabei<br />
nachzuvollziehen, wie oft die Geräte benutzt und wie stark<br />
bestimmte Komponenten beansprucht wurden“, so Wilhelm.<br />
Dadurch lässt sich einerseits zügig feststellen, wo bereits Verschleiß<br />
eingetreten ist. Gleichfalls können die implementierten<br />
Tests auch einzeln für die Fehlerdiagnose benutzt werden.<br />
Auf diese Weise ist es möglich, rechtzeitig und günstiger Ersatzteile<br />
zu bestellen und vorrätig zu halten, sodass der Austausch<br />
zügig erfolgen kann, ohne lange auf einen Techniker<br />
warten zu müssen. Da das Labor, vollständige Kontrolle über<br />
den Wartungsprozess hat, lassen sich einige Kosten einsparen,<br />
die bspw. entstehen, wenn der Techniker die Geräteprüfung<br />
und den Teiletausch durchführt. Im Rahmen der Schulungen<br />
von AnaTox, die auch remote erfolgen können, erhalten die<br />
Anwender einen Eindruck davon, welche Wartungsschritte<br />
und Teilewechsel sie selbst durchführen können.<br />
2-in-1-Lösung erhöht die Unabhängigkeit des Labors<br />
vom Hersteller<br />
Das Treiberkonzept des AIQ-Tools nutzt dabei die direkte<br />
Steuerung des angeschlossenen Instruments via Netzwerkkabel<br />
für den Datenaustausch. Sämtliche Parameter werden<br />
kontinuierlich überwacht und die erfassten Ergebnisse – inklusive<br />
aller Roh- und Metadaten – in der eigenen AIQ-Datenbank<br />
gespeichert, sodass sie nicht durch externe Zugriffe<br />
manipuliert werden können. Zudem werden im ausführlichen<br />
Wartungsreport auch die Angaben des durchführenden<br />
Ingenieurs, sowie dessen Zertifikat in der Datenbank der<br />
AIQ-Tool Software abgespeichert, sodass eine vollständige<br />
Rückverfolgbarkeit der Wartungen jederzeit gegeben ist. Die<br />
entsprechenden modulspezifischen Counter werden ebenfalls<br />
aktualisiert bzw. zurückgesetzt. Damit ist sichergestellt,<br />
dass die anschließende Qualifikation mit dem AIQ-Tool vom<br />
Anwender erfolgreich durchgeführt werden kann. Das Reporting<br />
enthält somit alle relevanten Informationen zum Zustand<br />
des Systems. „Mit dem AIQ-Tool erhalten Labore eine<br />
2-in-1-Lösung, mit der sie sowohl Wartung als auch Qualifikation<br />
vollautomatisch, rechtssicher und anwenderfreundlich<br />
durchführen können. Dadurch sind sie weniger abhängig von<br />
den Herstellern und deren Technikern in Bezug auf Wartung,<br />
Komponentenpflege und Prüfungen. Die Kosten für die Instandhaltung<br />
können dadurch enorm reduziert werden“, fasst<br />
Wilhelm zusammen.<br />
Viele Laborbereiche verschiedener Branchen nutzen für eine präzise Stofftrennung<br />
chromatographische Systeme. (Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />
AnaTox GmbH & Co. KG<br />
D 15517 Fürstenwalde/Spree
LIVE <strong>2023</strong><br />
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APRIL<br />
18. bis 20. April <strong>2023</strong> · Messe Karlsruhe<br />
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER<br />
Salzburg · Graz · Innsbruck<br />
Dresden · Hamburg<br />
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Neueröffnung in Selzach in der Schweiz<br />
Die Bardusch AG investiert drei Millionen Franken in Selzach<br />
und schafft 30 neue Arbeitsplätze.<br />
Die Bardusch AG expandiert mit einer weiteren Niederlassung ins Mittelland und stärkt ihre Marktposition als einer<br />
der führenden Textildienstleister in der Schweiz. Am 25. November eröffnete das Unternehmen eine hoch spezialisierte<br />
Reinraumwäscherei im Kanton Solothurn.<br />
30 neue Arbeitsplätze und eine Investitionssumme von drei Millionen<br />
Franken: Im Beisein von 150 geladenen Gästen hat der Textildienstleister<br />
Bardusch AG mit Sitz in Basel am Freitag, 25. November<br />
2022 seine neue Niederlassung im solothurnischen Selzach feierlich<br />
eröffnet. Die Niederlassung in Selzach ist mit modernster Technik<br />
ausgestattet. Mit ihren zertifizierten Aufbereitungsprozessen erfüllt<br />
sie die höchsten Reinraum-Anforderungen der Chemie- und Pharmaindustrie,<br />
der Medizintechnik sowie der Elektronik- und Biotechnologie-Branche.<br />
«Ich freue mich sehr, dass wir nun in Selzach über ein hoch<br />
spezialisiertes Kompetenzzentrum für die Aufbereitung von Reinraumtextilien<br />
verfügen. Mit dieser Investition bekräftigen wir unser<br />
Bekenntnis zum Standort Schweiz», sagt Heidi Zaugg, Vorsitzende<br />
der Geschäftsleitung der Bardusch AG. Allein in den vergangenen<br />
zehn Jahren flossen 60 Millionen Franken in die insgesamt sieben<br />
Standorte in der Schweiz, um sie strukturell und technisch auf dem<br />
neusten Stand zu halten.<br />
In der Schweiz für die Schweiz<br />
«Die neue Niederlassung in Selzach verkörpert einmal mehr unsere<br />
Philosophie des nachhaltigen Wirtschaftens: Wir produzieren in der<br />
Schweiz für Schweizer Kundinnen und Kunden. Das bedeutet nicht<br />
nur kurze Wege in der Logistik, sondern auch lokale Verbundenheit,<br />
rasche Reaktionszeiten sowie Zuverlässigkeit in der Aufbereitungsund<br />
Lieferqualität», ergänzt Zaugg.<br />
Bei Silvia Spycher, Gemeindepräsidentin von Selzach, ist die<br />
Freude über den Zuzug der Bardusch AG gross: «Es entstehen weitere<br />
Arbeitsplätze in Selzach, was wir sehr begrüssen. Wir heissen die<br />
Bardusch AG herzlich in unserer Gemeinde willkommen und freuen<br />
uns auf die Zusammenarbeit. Wir werden das Unternehmen bestmöglich<br />
unterstützen».<br />
Einzigartiges Monitoring, mehr Nachhaltigkeit<br />
In der spezialisierten Reinraumwäscherei der Bardusch AG in Selzach<br />
werden Textilien gereinigt und gepflegt, die in hochsensiblen<br />
Bereichen zum Einsatz kommen: etwa in der pharmazeutischen<br />
oder chemischen Industrie, in der Halbleiterfertigung in der Mikroelektronikproduktion<br />
oder auch in Spital-Apotheken. Hierbei gilt es<br />
strenge Hygiene-Richtlinien einzuhalten. Neben der Hygiene ist in<br />
den hoch technisierten Reinräumen auch der Schutz des Produktes<br />
vor den Umwelteinflüssen und den Trägerinnen und Träger gefragt.<br />
Wichtig ist, dass Berufskleidung und Textilien keinerlei Schmutzoder<br />
Stoffpartikel des Tragenden in die Umgebung abgeben. «Unsere<br />
Aufbereitungs- und Filteranlagen werden in einem europaweit<br />
einzigartigen Monitoring-Verfahren durchgehend überwacht. Dadurch<br />
stellen wir sicher, dass die Wäsche nicht durch Partikel (luftgetragene<br />
Teilchen) verunreinigt wird», erklärt André Schmitter,<br />
Betriebsleiter der Niederlassung in Selzach. In den vergangenen<br />
Wochen wurde die Reinraumwäscherei von einem externen Expertenteam<br />
qualitätsgeprüft.<br />
«Mit unserem Team aus erfahrenen und gut qualifizierten Mitarbeitenden<br />
und dank effizienter Betriebsabläufe können wir schnell<br />
auf veränderte Marktbedingungen, Kundenanforderungen sowie<br />
auf steigende Nachfrage reagieren. In Selzach sind wir in der Lage,<br />
die Kapazitäten bei Bedarf, um das Dreifache zu steigern», betont<br />
André Schmitter.<br />
Auch bezüglich Nachhaltigkeit ist die neu eröffnete Niederlassung<br />
«state of the art». Die neuen Anlagen benötigen bei gleichblei-
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bend hoher Qualität deutlich weniger Energie- und Wasser. Für die<br />
Mitarbeitenden stehen grosszügige und helle Arbeitsplätze in Produktion<br />
und Büros zur Verfügung. Das Firmenareal ist zudem verkehrstechnisch<br />
ideal gelegen und gut an den öffentlichen Verkehr<br />
angeschlossen: Nur wenige Meter neben dem Standort befindet sich<br />
eine SBB-Haltestelle.<br />
Landesteilen gut erreichbar und garantiert dadurch kurze Wege und<br />
eine hohe Versorgungssicherheit. «Wir sind zuversichtlich, in allen<br />
relevanten Industriebereichen neue Kunden zu gewinnen und unsere<br />
Dienstleistungen anzubieten», sagt Heidi Zaugg.<br />
Wachstumskurs wird fortgesetzt<br />
Für die Bardusch AG ist die Expansion in Selzach ein logischer<br />
Schritt. Dazu erklärt Heidi Zaugg: «Der Reinraumservice ist ein<br />
Geschäftsbereich, der sich sehr erfreulich entwickelt. Mit der neuen<br />
Präsenz im Mittelland stärken wir unsere Position als einer der<br />
führenden Textildienstleister in der Schweiz und setzen unseren<br />
Wachstumskurs fort».<br />
Selzach ist aufgrund seiner zentralen geografischen Lage im<br />
Mittelland logistisch sehr attraktiv. Die Niederlassung ist von allen<br />
Bardusch GmbH & Co. KG<br />
Textil-Mietdienste<br />
Pforzheimer Str. 48<br />
D 76275 Ettlingen<br />
Telefon: <strong>01</strong>8<strong>01</strong> 22738724<br />
Telefax: <strong>01</strong>8<strong>01</strong> 22738824<br />
eMail: reinraum@bardusch.de<br />
Internet: http://www.bardusch.de<br />
Maschinensicherheit:<br />
Berechtigungen zentral verwalten<br />
Pilz auf der „all about automation“ <strong>2023</strong> in Hamburg, Friedrichshafen und Heilbronn<br />
Wie können Anwender individuelle Berechtigungen für Maschinen und Anlagen einfach und zentral verwalten? Experten<br />
von Pilz beantworten diese sowie weitere Fragen rund um das sichere Zugangsberechtigungsmanagement auf den regionalen<br />
Fachmessen für Industrieautomation „all about automation“ in Hamburg (25. und 26. Januar <strong>2023</strong>), Friedrichshafen<br />
(7. und 8. März <strong>2023</strong>) und Heilbronn (10. und 11. Mai <strong>2023</strong>).<br />
Mit Pilz Experten im Gespräch: Wie lassen sich<br />
individuelle Berechtigungen einfach und zentral<br />
verwalten? Die Antwort stellt Pilz auf den<br />
regionalen Fachmessen für Industrieautomation<br />
„all about automation“ vor.<br />
(Foto: © Pilz GmbH & Co. KG)<br />
Im Mittelpunkt des Pilz Messeauftritts: Das<br />
digitale Zugangsberechtigungssystem PI-<br />
Treader mit RFID-Technologie, das aus einer<br />
Ausleseeinheit mit den dazugehörigen<br />
Transponderschlüsseln besteht. Anwender<br />
erhalten auf ihrem RFID-Transponder die<br />
an ihre individuelle Aufgabe angepasste<br />
Maschinenfreigabe. Um Zugang zu einer<br />
Maschine oder Anlage zu erhalten, autorisieren<br />
sie sich damit an der Schutztür. Sind<br />
mehrere PITreader in einem Unternehmen<br />
im Einsatz, werden diese mit dem Softwaretool<br />
User Authentication Service (UAS)<br />
organisiert. Dieser verfügt über eine zentrale<br />
Autorisierungsdatenbank und ermöglicht<br />
die Verbindung zwischen einer Benutzerverwaltungssoftware<br />
im Unternehmen mit<br />
PITreader. Pilz Experten zeigen am Messemodell,<br />
wie Administratoren auch beim<br />
Einsatz mehrerer PITreader den Überblick<br />
behalten und so Zeit sparen.<br />
Treffpunkt Talk-Lounge: „Was ist eine<br />
wesentliche Veränderung?“<br />
In Hamburg und Friedrichshafen erläu-<br />
tern Referenten von Pilz im Rahmen ihres<br />
Vortrags in der Talk-Lounge, wie eine wesentliche<br />
Veränderung während eines Retrofits<br />
zu beurteilen ist. Interessierte Besucher<br />
erfahren, wann der Betreiber zum<br />
Hersteller wird. Denn für den Umbau einer<br />
Maschine ist eine Bewertung der Maßnahmen<br />
vorgegeben. Ergibt sich daraus,<br />
dass eine wesentliche Veränderung vorliegt,<br />
ist gemäß dem Produktsicherheitsgesetz<br />
(ProdSG) die Maschine als neue<br />
Maschine zu bewerten. Das bedeutet: Die<br />
Anforderungen an das Inverkehrbringen<br />
(Konformitätsbewertungsverfahren) müssen<br />
erfüllt werden.<br />
In Heilbronn beantworten die Experten von<br />
Pilz hingegen die Frage nach den wichtigsten<br />
Veränderungen, die aufgrund der neuen<br />
Maschinenverordnung für Maschinenhersteller<br />
und -betreiber entstehen. Die Vortragsreihe<br />
ist für die Besucher jeweils kostenfrei.<br />
Pilz GmbH & Co. KG<br />
D 73760 Ostfildern
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Deutlicher Ausbau weltweiter<br />
Produktionskapazitäten für<br />
Medizinprodukte<br />
– Kunststofftechnik-Spezialist investiert mittleren einstelligen Millionenbetrag in den globalen Ausbau<br />
seiner Reinraum-Flächen<br />
– Startschuss für eine umfassende Wachstumsoffensive im Healthcare-Geschäft mit dem Ziel,<br />
die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro zu überschreiten<br />
– Oechsler verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Medizintechnik und bietet breit<br />
gefächertes Technologieportfolio<br />
Die OECHSLER AG („OECHSLER“), eine führende Unternehmensgruppe<br />
der Kunststofftechnik mit globaler Präsenz und Hauptsitz<br />
in Ansbach/Mittelfranken, baut ihre weltweiten Produktionskapazitäten<br />
für Medizinprodukte deutlich aus: In den kommenden zwei<br />
Jahren investiert der fränkische Kunststofftechnik-Spezialist einen<br />
mittleren einstelligen Millionenbetrag in den globalen Ausbau der<br />
neuen Reinraum-Flächen nach DIN ISO 7 und 8 bzw. GMP Class C<br />
& D. Allein am Stammsitz in Ansbach erhöht OECHSLER die Reinraum-Kapazitäten<br />
bis zum Frühjahr kommenden Jahres um 50 Prozent<br />
– einen Teil davon in der Reinraumklasse 7. Weitere Reinraumkapazitäten<br />
an den Standorten in Mexiko und Rumänien kommen<br />
in den nächsten Jahren hinzu.<br />
Damit startet das fränkische Unternehmen eine umfassende Wachstumsoffensive,<br />
um mit Blick auf die steigende Nachfrage im Bereich<br />
Medizintechnik sein Kunden- und Produktportfolio auszubauen.<br />
Bis 2028 will das fränkische Technologieunternehmen im Geschäft<br />
mit Medizinprodukten die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro<br />
überschreiten. Signifikantes Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen<br />
insbesondere in den Produktkategorien Drug Delivery Systems<br />
und Diagnostik.<br />
Komplettdienstleister mit hoher Industrialisierungskompetenz<br />
und Innovationskraft<br />
Wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie sind Partnerschaften.<br />
Bereits seit Mitte des Jahres arbeitet der Kunststofftechnik-Spezialist<br />
mit neuen Kunden zusammen. Dabei begleitet<br />
OECHSLER seine Kunden während des gesamten Produktentstehungsprozesses,<br />
von der Konzeptfindung bis zur erfolgreichen<br />
Markteinführung und Serienproduktion. Zu den neuen Kunden gehört<br />
auch das Münchner Medizintechnik Start-up Pulmotree. Gemeinsam<br />
entwickeln die Partner eine neue Generation von smarten,<br />
tragbaren Inhalatoren. OECHSLER unterstützt hierbei die serienfertigungsgerechte<br />
Auslegung des modernen Medizingeräts.<br />
OECHSLER verfügt in der Fertigung von Medizintechnik-Produkten<br />
über umfassende Erfahrung. So produziert das Unternehmen<br />
seit über 30 Jahren für zahlreiche namhafte Pharmakonzerne<br />
weltweit Inhalatoren, Blutzuckermessgeräte sowie Pipetten und<br />
Katheter. Entscheidend für diesen langjährigen Erfolg sind insbesondere<br />
der hohe Anspruch an Qualität und Präzision sowie die<br />
internationale Präsenz des Unternehmens. Der Kunststofftechnik-Spezialist<br />
hat sein Produktionsnetzwerk in den vergangenen
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Jahrzehnten konsequent internationalisiert und verfügt heute über<br />
Standorte in China, Vietnam, Deutschland, Rumänien und Mexiko.<br />
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist zudem das breit gefächerte<br />
Technologieportfolio von OECHSLER, das sich vom Kunststoff-,<br />
Metall- und Keramikspritzguss über die additive Fertigung bis hin<br />
zur Erstellung komplexer Baugruppen aus Kunststoff und Elektronikkomponenten<br />
erstreckt.<br />
Weltweite Nachfrage nach Medizinprodukten steigt deutlich<br />
Auf dem weltweit über eine Billion Euro großen Healthcare-Markt<br />
wird in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum erwartet.<br />
Der Trend geht zum Home Treatment, Menschen wollen medizinisch<br />
notwendige Behandlungen möglichst individuell und<br />
unabhängig durchführen können. Allein in der Kategorie Inhalatoren<br />
prognostizieren Marktforschungsinstitute bis 2030 jährlich ein<br />
durchschnittliches Wachstum von 7 Prozent. Bei Blutzuckermessgeräten<br />
beträgt der erwartete jährliche Zuwachs sogar 11 Prozent.<br />
Weltweit leiden bereits rund 500 Millionen Menschen an Diabetes,<br />
Tendenz steigend.<br />
Dr. Claudius M. Kozlik, CEO von OECHSLER, unterstrich die<br />
wachsende Bedeutung des Healthcare-Geschäfts für das Unternehmen:<br />
„Unser Technologieportfolio als Komplettdienstleister<br />
und unsere internationalen Produktionsstandorte ermöglichen es<br />
uns, unseren Kunden passgenaue Fertigungslösungen für qualitativ<br />
hochwertige Medizinprodukte zu bieten – damit haben wir uns in<br />
mehr als drei Jahrzehnten als verlässlicher Partner der Medizintechnik<br />
etabliert. Auf diese Erfahrung bauen wir auf. Nach dem Aus- und<br />
Aufbau des Geschäftsbereichs Sporting Goods sowie der wachsenden<br />
Bedeutung der additiven Fertigung setzen wir mit dem Ausbau<br />
der Reinraum-Kapazitäten den Wachstumskurs unseres Unternehmens<br />
konsequent fort.“<br />
Felix Hess, Vice President Sales Healthcare von OECHSLER, ergänzte:<br />
„Der weltweit wachsende Markt für Medizinprodukte bietet<br />
große Chancen für OECHSLER. Unsere jahrzehntelange Erfahrung<br />
im Markt und unser hoher Anspruch an Qualität und Präzision sind<br />
eine hervorragende Grundlage, um an diesem Wachstum zu partizipieren.<br />
Wir optimieren kontinuierlich unsere Prozesse, um den<br />
globalen Anforderungen der Industrie als starker Partner effizient<br />
zur Seite zu stehen und bereiten unsere Organisation damit auf die<br />
zusätzliche Nachfrage in den kommenden Jahren vor.“<br />
OECHSLER AG<br />
D 91522 Ansbach<br />
Hygienische Abfüllung – neuer<br />
Testkeim für UV-Entkeimungsanlagen<br />
Aspergillus carbonarius DSM 872 künftig bevorzugter Testkeim für die Überprüfung der<br />
Entkeimungsleistung von UV-basierten Entkeimungsverfahren.<br />
Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen<br />
spezifiziert in seinen Fachverbandsschriften<br />
Sporen von Aspergillus niger DSM 1957 oder Aspergillus<br />
brasiliensis DSM 1988 als Testkeim für die Überprüfung der<br />
Entkeimungsleistung von UV-basierten Entkeimungsvorrichtungen<br />
in Abfüllmaschinen der VDMA-Hygieneklassen III und IV. 2<strong>01</strong>6<br />
Aspergillus carbonarius DSM 872 künftig bevorzugter Testkeim<br />
für die Überprüfung der Entkeimungsleistung von UV-basierten<br />
Entkeimungsverfahren. (shutterstock)<br />
wurden unter anderem die oben genannten Aspergillus Stämme in<br />
„TRBA 460“ (Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe) in die<br />
Risikogruppe 2 eingestuft. Damit ist ein Einsatz dieser Stämme für<br />
die Überprüfung der Entkeimungsleistung von Abfüllmaschinen im<br />
Geltungsbereich der TRBA 460 außerhalb sogenannter S2-Labore<br />
nicht mehr möglich.<br />
Im AIF-Forschungsprojekt „SURROGATE“ (AiF-Nr.: 20924 N/1)<br />
wurde daraufhin am Fraunhofer IVV in Freising Untersuchungen<br />
bzgl. möglicher Ersatzkeime durchgeführt, die in Bezug auf UV-Entkeimungsvorrichtungen<br />
eine vergleichbare Abtötungskinetik wie<br />
Sporen von Aspergillus brasiliensis aufweisen. Auf der Grundlage<br />
der mittlerweile abgeschlossenen Untersuchungen wird der VDMA<br />
künftig in seiner Veröffentlichungsreihe „Fachverbandsschriften<br />
Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen“ Aspergillus<br />
carbonarius DSM 872 als bevorzugten Testkeim für die Überprüfung<br />
der Entkeimungsleistung von UV-Entkeimungsanlagen<br />
spezifizieren. Die entsprechende Revision der betroffenen Fachverbandsschriften<br />
erfolgte nach der Veröffentlichung des Forschungsberichts.<br />
VDMA e. V.<br />
D 60528 Frankfurt
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Kombiniert und effizient:<br />
In zwei Schritten zum Ziel<br />
Realisierung von MPP- und DLP-Prozess in einem Harzbad. © Fraunhofer ILT, Aachen.<br />
Gemeinsam mit den Partnern des Projekts »Hohe Produktivität und Detailtreue in der additiven Fertigung durch Kombination<br />
von UV-Polymerisation und Mehrphotonenpolymerisation – HoPro-3D«, entwickelte das Fraunhofer-Institut für<br />
Lasertechnik ILT eine neuartige Anlage zur Herstellung hochaufgelöster Mikrobauteile durch Fotovernetzung. Polymere<br />
Mikrostrukturen lassen sich so wirtschaftlich und kundenspezifisch in einer Maschine herstellen.<br />
Die Expertinnen und Experten des Fraunhofer ILT arbeiteten<br />
gemeinsam mit der LightFab GmbH aus Aachen, der Bartels<br />
Mikrotechnik GmbH aus Dortmund und der Miltenyi Biotec<br />
GmbH aus Bergisch Gladbach im Projekt »HoPro-3D« an der Entwicklung<br />
eines neuartigen 3D-Druckers zur Herstellung von Mikrobauteilen<br />
aus Photopolymeren. Er vereint eine schnelle flächige Belichtung,<br />
das so genannte scrolling Digital Light Pro-cessing (DLP),<br />
mit einem hochaufgelösten Laserprozess, der Multiphotonenpolymeriation<br />
(MPP).<br />
Der 3D-Drucker HoPro-3D besitzt zwei wählbare Belichtungssysteme,<br />
für entweder hohe Aufbauraten (scrolling DLP) oder hohe<br />
Präzision (MPP). Das DLP-Modul mit einer Wellenlänge von 365<br />
nm belichtet die Basisstrukturen eines Mikrobauteils mit einer Pixelauflösung<br />
von 10 µm. Ergänzend können mit einem Femtosekundenlaser<br />
und dem MPP-Modul Konturlinien mit einer Auflösung<br />
von etwa 2 µm geschrieben werden.<br />
Das schichtweise Vorgehen macht es dabei möglich, feinste<br />
MPP-Strukturen auf bereits gedruckten DLP-Strukturen aufzubauen<br />
– somit entstehen schnell ausgedehnte Bautei-le mit einer<br />
komplexen Struktur und hochaufgelösten Details. Das aufgebaute<br />
Labor-muster erlaubt die Herstellung von Bauteilen mit einer<br />
Grundfläche von bis zu 60 x 100 mm².<br />
Im Harzbad gefertigtes Musterbauteil aus der HoPro-3D-Anlage. ©<br />
Fraunhofer ILT, Aachen.<br />
Laboranlage zur Erprobung des Kombinationsprozesses. © Fraunhofer<br />
ILT, Aachen.
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Schnell und präzise kombinieren<br />
Die Steuerungssoftware der HoPro-3D-Anlage ermöglicht einen<br />
reibungslosen Wechsel zwischen beiden Belichtungsmodulen.<br />
Wann ein Wechsel zwischen den Druckverfahren sinnvoll ist, kann<br />
anhand der CAD-Daten entschieden werden. Während des schichtweisen<br />
Aufbaus eines Bauteils kann dabei mehrmals zwischen beiden<br />
Prozessen gewechselt werden.<br />
»Das Konzept steht und die entsprechende Maschine ist aufgebaut<br />
und bereits ausführlich erprobt«, berichtet Dr. Martin Wehner,<br />
Leiter der Gruppe Biofabrikation am Fraunhofer ILT. Nach der Fertigstellung<br />
der Anlage im Frühjahr 2022 konnte die Maschine bereits<br />
im Rahmen des Fraunhofer-Netzwerks SiCellNet anwendungsorientiert<br />
getestet und optimiert werden. Das Cluster SiCellNet bildet<br />
eine zentrale Anlaufstelle für die Erforschung neuer Werkzeuge<br />
und Fertigungstechniken zur Analyse, Sortierung und Bereitstellung<br />
von Zellen. Die Leistungsfähigkeit der Kombinationsanlage und die<br />
Steuerung des Prozesses konnten so optimal erweitert werden.<br />
Im Folgeprojekt »Präzises Aufbauen durch Nahtlosen 3D-Druck<br />
hoher Auflösung – PANDA«, gefördert im Innovationsprogramm<br />
Mittelstand, erforscht das Team des Fraunhofer ILT seit Januar 2022<br />
die Erweiterung der Leistungsfähigkeit von DLP-gestützten Verfahren.<br />
Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen später in der Ho-<br />
Pro-3D-Anlage angewendet werden, um die Wirtschaftlichkeit des<br />
3D-Druckverfahrens stetig zu verbessern.<br />
Anwendungen in der biomedizinischen Analytik<br />
Das Fraunhofer ILT ist in der Lage, Mikrokanalstrukturen aufzubauen,<br />
um kundenspezifische Applikationen zeit- und kostensparend<br />
zu entwickeln. Da nicht zwischen verschiedenen Maschinen gewechselt<br />
werden muss, können kleinere Funktionselemente direkt<br />
in größere Bauteile integriert werden. Die gesteigerte Präzision des<br />
MPP-Prozesses ermöglicht eine hohe lokale Funktionsdichte beim<br />
Erstellen von Bauteilen.<br />
Es gibt vielfältige potenzielle Anwendungen: Mikrofluidische<br />
Chips für Labordiagnostik und Schnelltests, mikromechanische<br />
Bauteile und komplette Mikrofluidiksysteme für eine effiziente<br />
Point-of-Care-Diagnostik bieten eine patientennahe Diagnostik vor<br />
Ort ohne Laborkontrollen.<br />
Das Projekt HoPro-3D lief von November 2<strong>01</strong>8 bis Dezember<br />
2021, wurde durch das Fraunhofer ILT koordiniert und aus Mitteln<br />
des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.<br />
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT<br />
D 52074 Aachen<br />
Neuer 3/2-Wege-Kugelhahn GEMÜ BB07<br />
Der Ventilspezialist GEMÜ erweitert sein Produktsortiment der industriellen Kugelhähne. Durch seine multifunktionalen<br />
Eigenschaften ist die neu entwickelte 3/2-Wege-Kugelhahn-Familie GEMÜ BB07 in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten<br />
einsetzbar. Dazu gehören Chemietechnik, industrielle Wasseraufbereitung, Oberflächentechnik, Energie- und<br />
Umwelttechnik, Maschinenbau und verarbeitende Industrie.<br />
Der 3/2-Wege-Kugelhahn GEMÜ BB07 ist<br />
die ideale Armatur, wenn es um Misch- und<br />
Verteilungsaufgaben von Medienströmen<br />
geht, wie bei der reibungslosen Umschaltung<br />
sensibler Medien im Bereich Energie<br />
oder bei Hilfsstoffen in der lebensmittelverarbeitenden<br />
Industrie.<br />
Ein weiterer Vorteil ist, dass die neuen<br />
Kugelhahntypen mit der Anschlussart Gewindemuffe<br />
zur Verfügung stehen, wodurch<br />
eine reibungslose Installation der Absperrarmatur<br />
gewährleistet ist.<br />
Die Mehrwege-Kugelhähne GEMÜ<br />
BB07 stellen eine kostengünstige Lösung<br />
dar, da normalerweise für Misch- und Verteilungsaufgaben<br />
mehrere Ventilsitze notwendig<br />
sind, die durch den Einsatz von<br />
Mehrwege-Kugelhähne in nur einer Baugruppe<br />
vereint werden.<br />
GEMÜ BB07 ist aufgrund seiner drei<br />
Abgänge vielseitig nutzbar. Durch den<br />
Kopfflansch nach ISO 5211 ist eine einfache<br />
Antriebsmontage möglich. Die Sitzdichtung<br />
besteht aus PTFE. Die neu entwickelte<br />
Kugelhahnfamilie GEMÜ BB07 ist automatisierbar,<br />
wartungsarm und für Vakuum anwendbar.<br />
Der neue Kugelhahn ist als T- oder<br />
L-Kugel wählbar und dadurch flexibel einsetzbar.<br />
Der 3/2-Wege-Kugelhahn steht in folgenden<br />
Antriebsvarianten zur Verfügung:<br />
– GEMÜ BB07 mit freiem Wellenende<br />
– GEMÜ B47 mit pneumatischem Antrieb<br />
– GEMÜ B27 mit manuellem Antrieb<br />
– GEMÜ B57 mit elektromotorischem Antrieb<br />
GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG<br />
D 74653 Ingelfingen<br />
GEMÜ B47 mit pneumatischem Antrieb
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Unter Wasser mischen und rühren<br />
Der geeignete Antrieb für das perfekte Mischergebnis<br />
– Mit Hochmomentantrieben große Mengen in kurzer Zeit mischen<br />
Mischen und Rühren – eine Wissenschaft<br />
für sich. Rührwerksprofis greifen hierzu<br />
auf jahrzehntelange Anwendungserfahrung<br />
und umfangreiche Materialversuche zum<br />
Mischverhalten zurück. Ob für handgeführte<br />
oder automatisierte Rührwerke, die<br />
richtige Mischtechnik entscheidet über die<br />
Qualität und Verarbeitbarkeit des Mischguts.<br />
Bei wechselnden Aufgaben sind oft<br />
handgeführte Lösungen viel sinnvoller als<br />
kleine automatische Mischer, sobald man<br />
auch die Häufigkeit der Mischeinsätze und<br />
den damit einhergehenden Reinigungsaufwand<br />
nach Arbeitsende mit berücksichtigt.<br />
Generell unterscheidet man zwischen<br />
ein- oder doppelspindeligen Rührgeräten,<br />
mit denen sich dünnflüssige Materialien<br />
sehr gut mischen lassen, automatischen Rotationsmischern,<br />
die bei großen Mengen<br />
mit einem schnelllaufenden, zentral angeordneten<br />
Rührer in einem umlaufenden Behälter<br />
verrührt werden oder Zwangsmischer,<br />
bei denen eine gleichbleibende Qualität gefordert<br />
wird.<br />
Kräfteschonend und mit perfektem<br />
Mischergebnis kann nur dann gemischt<br />
werden, wenn Antrieb, Rührer und das<br />
Mischmaterial optimal zusammenpassen.<br />
Besonders zu beachten ist, dass ein Antrieb<br />
mit ausreichender Leistung eingesetzt<br />
wird. Bei der Auslegung ist der maximal in<br />
der Anwendung auftretende Materialwiderstand<br />
zu berücksichtigen, der vom Antrieb<br />
zu überwinden ist. Ist das Rührergebnis<br />
nicht zufriedenstellend, dann ist vermutlich<br />
auch die Geschwindigkeit des ausgewählten<br />
Antriebs nicht ausreichend. Sowohl<br />
der Durchmesser des Rührers als auch die<br />
Angaben des Materialherstellers sind bei<br />
der Festlegung der erforderlichen Drehzahl<br />
entscheidend. Generell lässt sich sagen: je<br />
größer der Durchmesser des Rührers, desto<br />
höher der Krafteintrag.<br />
Wer eine leichte, kleine aber überaus<br />
leistungsstarke Antriebsquelle sucht, findet<br />
im Druckluftlamellenmotor den idealen<br />
Antrieb. Der renommierte Druckluftmotorenhersteller<br />
<strong>DE</strong>PRAG bietet mit einem<br />
umfassenden Programm vom schlanken<br />
Mikroantrieb aus Edelstahl zum Einsatz im<br />
pharmazeutischen Labor bis hin zum leistungsstarken<br />
Hochmomentmotor für Betonmischanlagen<br />
die passende Lösung für<br />
unterschiedlichste Anwendungen.<br />
Die BASIC LINE Druckluftlamellenmotoren<br />
haben sich als preisgünstige Antriebe<br />
für den Einsatz in unproblematischer<br />
Anwendungsumgebung bewährt. Es handelt<br />
sich hierbei um Motoren aus Stahl mit<br />
Graugussgehäuse. Die BASIC LINE Druckluftmotoren<br />
sind in unterschiedlichen Leistungsbereichen<br />
von 200 W bis 1200 W mit<br />
Drehzahlen von<br />
Standardantriebe für das Arbeiten<br />
unter Wasser<br />
Die ADVANCED LINE Druckluftmotoren<br />
aus Edelstahl sind der ideale Antrieb in<br />
anspruchsvollen Einsatzumgebungen. Die<br />
völlig abgedichteten, rostfreien Antriebsquellen<br />
entfalten ihre Kraft sogar beim<br />
Arbeiten unter Wasser. Vom Einsatz in<br />
staubigen Schüttgutanlagen, in Waschkammern,<br />
im Sterilisator in der Medizintechnik,<br />
in der Lebensmittelindustrie beim Kontakt<br />
mit Reinigungsmitteln bis hin zur Pharmazeutischen<br />
Industrie in Reinraumanwendungen.<br />
Die ADVANCED LINE bietet von<br />
20 bis 1600 W von kleinen Drehzahlen angefangen<br />
bis zu Schnellläufern eine Fülle<br />
von Variationsmöglichkeiten. Das ausgeklügelte<br />
Baukastenprinzip ermöglicht ein<br />
hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.<br />
Die <strong>DE</strong>PRAG bietet sogar einen ATEX zertifizierten<br />
Edelstahlmotor mit integrierter<br />
Haltebremse im Standardprogramm. Zähfließende<br />
Stoffe mit hoher Viskosität wie<br />
Lacke und Kunststoffe müssen zur industriellen<br />
Verarbeitung „flüssiger“ gemacht werden.<br />
Vor dem Aufspritzen oder Beschichten<br />
einer Fläche rührt ein Industrierührwerk die<br />
Masse an, bis die gewünschte Fluidität erreicht<br />
ist. Kraftvolle Hochmomentmotoren<br />
treiben solche Rührer an. Der Anlagenbauer<br />
setzt auf die punktgenaue, schnelle Kraftübertragung<br />
der Druckluftlamellenmotoren.<br />
Die geforderte Motorleistung steht sofort<br />
zur Verfügung.<br />
Ändert sich die Viskosität des Rührguts<br />
im Behälter oder die Rührgutmenge, kam es<br />
bislang zu unliebsamen Veränderungen der<br />
Drehzahl. Um im Rührwerk eine konstante<br />
Drehzahl zu realisieren, bietet der Hersteller<br />
einen Drehzahlregler. Der berührungslose<br />
Drehzahlsensor ist direkt im Druckluftmotor<br />
zwischen dem eigentlichen Lamellenmotor<br />
und dem Getriebe integriert. Er erfasst<br />
die aktuelle Drehzahl, mit der der An-<br />
Rührwerk Rührwerk ADVANCED LINE Edelstahlmotoren
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trieb arbeitet. Die Meldung dieses Istwertes geht nun in Form eines<br />
digitalen Signals an den Regler. Der Regler „kennt“ den gewünschten<br />
Soll-Wert, der sich komfortabel über LC-Display an der Steuerung<br />
einstellen lässt. Jetzt vergleicht der Regler die beiden Werte. Bei Abweichungen<br />
zwischen Ist und Soll wird ein Spezialventil angesteuert,<br />
das den Luftstrom für den Luftmotor und damit seine Drehzahl<br />
reguliert. Folge: Der Druckluftmotor arbeitet konstant im Bereich<br />
des gewünschten Wertes.<br />
Die Produktlinie POWER LINE der leistungsstarken Fuß- und<br />
Flanschmotoren zeichnet sich durch eine große Vielseitigkeit aus.<br />
Ihr Plus gegenüber Elektromotoren: Hohes Startmoment bei unerreicht<br />
niedrigem Leistungsgewicht. Gerade wenn zu Beginn des<br />
Rührvorgangs ein höheres Startmoment benötigt wird, ist das von<br />
Vorteil. Die POWER LINE Druckluftmotoren stehen in einem Leistungsbereich<br />
von 1,6 bis 18 kW zur Verfügung.<br />
Hier ist der Name Programm: Die INDIVIDUAL LINE umfasst<br />
die kostengünstige Maßanfertigung des individuellen Druckluftmotors<br />
durch die Spezialisten der <strong>DE</strong>PRAG. Das Standardprogramm ist<br />
äußerst vielfältig und bietet zahlreiche Varianten, aus denen nach<br />
dem Baukastenprinzip individuelle Antriebslösungen zu einem attraktiven<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelt und gefertigt werden<br />
können. Ob Getriebeausführung nach Wunsch (Planeten-,<br />
Stirnrad- oder Schneckengetriebe), Abtriebsspindelvarianten oder<br />
individuelle Befestigungswünsche, die <strong>DE</strong>PRAG Ingenieure realisieren<br />
den individuellen Antrieb nach den Erfordernissen des jeweiligen<br />
Anwendungsfalls. Auch Druckluftmotoren aus innovativen<br />
Materialien gehören zum Angebot wie beispielsweise ein ferritfreier<br />
Luftmotor aus Keramik.<br />
Vieles spricht für den Einsatz des Druckluftmotors als Antrieb.<br />
Hauptvorteil ist seine große Leistungsdichte. Je nach Ausführung<br />
benötigt er nur ein Fünftel der Masse eines handelsüblichen Elektromotors<br />
oder ein Drittel seiner Größe. Dies macht ihn auch für den<br />
Einbau in Handgeräte besonders interessant.<br />
Die Entwicklung und der Bau von hochwertigen Druckluftmotoren<br />
ist eine der Kernkompetenzen der <strong>DE</strong>PRAG. Der Spezialist<br />
für Druckluftmotoren, Automation, Schraubtechnik, Druckluftwerkzeugen<br />
und Green Energy agiert mit rund 760 Mitarbeitern in über<br />
50 Ländern. Mit dem umfassenden Programm an Antriebslösungen<br />
liefert der Hersteller auf den Anwendungsfall abgestimmte Druckluftmotoren.<br />
Dabei stehen die <strong>DE</strong>PRAG-Ingenieure ihren Kunden<br />
bei der Auslegung der Antriebe und gezielten Anpassung mit jahrzehntelanger<br />
Erfahrung zur Seite.<br />
<strong>DE</strong>PRAG SCHULZ GMBH u. CO.<br />
D 92224 Amberg<br />
Erleichterter Einstieg in die<br />
datenbasierte Produktion<br />
Industrial-Internet-of-Things-Plattformen, kurz IIoT-Plattformen, sind die Grundlage einer digitalen Produktion. Damit<br />
Unternehmen die Einführung dieser Plattformen erleichtert wird, haben der IT-Dienstleister Adesso und das Fraunhofer<br />
IPA ihr Expertenwissen rund um den Einsatz und Nutzen in einem Whitepaper zusammengefasst.<br />
Eine IIoT-Plattform in ein Unternehmen zu<br />
integrieren ist aufwendig und es ist nicht<br />
leicht, ein passendes Konzept für die eigene<br />
Produktion zu finden. Adesso und das<br />
© Fraunhofer IPA<br />
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik<br />
und Automatisierung IPA haben deshalb<br />
das Whitepaper »IIoT-Plattformen als zentrale<br />
Datenbasis für die digitale Produktion«<br />
veröffentlicht, um Unternehmen den Start<br />
zu erleichtern. Des Weiteren zeigt das Whitepaper,<br />
welche Arten von Plattformen es<br />
gibt, wie sich die passende finden lässt und<br />
welche Rolle IIoT-Plattformen zukünftig in<br />
der Produktion spielen.<br />
»Auf IIoT-Plattformen laufen Daten aus<br />
ganz verschiedenen Quellen zusammen. So<br />
entsteht eine einheitliche Datenbasis, mit<br />
deren Hilfe Analysen und Optimierungen<br />
in der Produktion mit einem deutlich geringeren<br />
Zeitaufwand durchlaufen werden<br />
können«, sagt Erwin Groß von der Abteilung<br />
Unternehmensstrategie und -entwicklung<br />
am Fraunhofer IPA. »Zudem bilden sie die<br />
Basis für eine nachhaltige Effizienzsteigerung<br />
in der Produktion.« Verschiedene<br />
Studien gehen davon aus, dass bis zum Jahr<br />
2025 50 Prozent der Industrieunternehmen<br />
IIoT-Plattformen nutzen.<br />
Das Whitepaper »IIoT-Plattformen als<br />
zentrale Datenbasis für die digitale Produktion.<br />
Einführung, Einsatz und Nutzen« ist<br />
online kostenlos abrufbar: https://www.ipa.<br />
fraunhofer.de/de/Publikationen/studien/<br />
IIoT-Plattformen.html<br />
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik<br />
und Automatisierung IPA<br />
Nobelstraße 12<br />
D 70569 Stuttgart<br />
Telefon: +49 711 970 1667<br />
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
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Die Vliesstoffe für die FFP-2-Masken müssen nach DIN mindestens 94 Prozent der Aerosole, Partikel oder Viren filtern. Im Bild: Qualitätskontrolle eines<br />
Meltblown-Materials im Reinraumbereich. © Freudenberg Performance Materials<br />
ProQuIV optimiert Produktion<br />
von Vliesstoffmasken<br />
Forschung Kompakt – Technische Textilien<br />
Die Produktion von Infektionsschutzkleidung ist material- und energieintensiv. Fraunhofer-Forschende haben nun eine<br />
Technologie entwickelt, die bei der Produktion von Vliesstoffen hilft, Material und Energie zu sparen. Auf Basis einer mathematischen<br />
Modellierung steuert ein Digitaler Zwilling wesentliche Prozessparameter der Herstellung. Neben der Verbesserung<br />
der Maskenherstellung eignet sich die Lösung ProQuIV auch dazu, die Produktionsparameter für andere Anwendungen<br />
der vielseitig einsetzbaren technischen Textilien zu optimieren. Die Herstellende können so flexibel auf Unternehmenswünsche<br />
und Marktveränderungen reagieren.<br />
Infektionsschutzmasken aus Vlies sind nicht erst seit der Corona-<br />
Pandemie millionenfach verbreitet und gelten als simpler Massenartikel.<br />
Doch ihre Herstellung stellt hohe Anforderungen an<br />
Präzision und Zuverlässigkeit des Produktionsprozesses. Der Vliesstoff<br />
in der Maske muss bei der FFP-2-Maske nach DIN mindestens<br />
94 Prozent, bei der FFP-3-Variante sogar 99 Prozent der Aerosole<br />
herausfiltern. Gleichzeitig muss die Maske ausreichend Luft durchlassen,<br />
damit der Mensch noch gut atmen kann. Viele Hersteller suchen<br />
nach Wegen, die Herstellung zu optimieren. Außerdem soll die<br />
Produktion flexibler werden, so dass Unternehmen in der Lage sind,<br />
die vielseitig verwendbaren Vliesstoffe für ganz unterschiedliche<br />
Anwendungen und Branchen zu bearbeiten und zu liefern.<br />
Nun hat das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik<br />
ITWM in Kaiserslautern mit ProQuIV eine Lösung<br />
vorgestellt, die beides leistet. Das Kürzel ProQuIV steht für »Produktions-<br />
und Qualitätsoptimierung von Infektionsschutzkleidung<br />
aus Vliesstoffen«. Die Grundidee: Prozessparameter der Herstellung<br />
werden bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Gleichmäßigkeit des<br />
Vliesstoffs charakterisiert und diese wiederum mit Eigenschaften<br />
des Endprodukts, beispielsweise einer Schutzmaske, in Verbindung<br />
gesetzt. Diese Modellkette verknüpft alle relevanten Parameter mit<br />
einer Bildanalyse und bildet einen Digitalen Zwilling der Produktion.<br />
Mit dessen Hilfe lässt sich die Vliesstoffherstellung in Echtzeit überwachen,<br />
automatisch steuern und somit das Optimierungspotenzial<br />
nutzen.<br />
Dr. Ralf Kirsch aus der Abteilung Strömungs- und Materialsimulation<br />
und Teamleiter Filtration und Separation erklärt: »Mit<br />
ProQuIV benötigen die Hersteller insgesamt weniger Material und<br />
sparen Energie. Dabei ist die Qualität des Endprodukts jederzeit gewährleistet.«<br />
Vliesherstellung mit Hitze und Luftströmung<br />
Vliesstoffe für Filtrationsanwendungen werden im sogenannten<br />
Meltblown-Prozess hergestellt. Dabei werden Kunststoffe wie Polypropylen<br />
geschmolzen, durch Düsen getrieben und kommen in Form
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Die Simulationssoftware bildet den Zusammenhang<br />
zwischen der Steuerung des Meltblown-Prozesses<br />
und der Gleichmäßigkeit des<br />
Vliesstoffs ab. © Fraunhofer ITWM<br />
von Fäden heraus, den sogenannten Filamenten. Diese werden auf<br />
zwei Seiten von Luftströmen erfasst, die sie mit annähernder Schallgeschwindigkeit<br />
nach vorne treiben und gleichzeitig verwirbeln, bevor<br />
sie auf ein Auffangband fallen. So werden die Fäden nochmals<br />
dünner. Die Dicke der Filamente liegt im Mikrometer- oder sogar<br />
Sub-Mikrometer-Bereich. Durch Abkühlung und Zugabe von Bindestoffen<br />
bildet sich der Vliesstoff. Je besser Temperatur, Luft- und<br />
Bandgeschwindigkeit aufeinander abgestimmt sind, desto gleichmäßiger<br />
sind am Ende die Fasern verteilt und desto homogener erscheint<br />
das Material dann bei der Prüfung im Durchlichtmikroskop.<br />
Hier lassen sich hellere und dunklere Stellen ausmachen. Fachleute<br />
sprechen von Wolkigkeit.<br />
Das Fraunhofer-Team hat eine Methode entwickelt, um einen<br />
Wolkigkeits-Index anhand von Bilddaten zu messen. Die hellen<br />
Stellen besitzen einen niedrigen Faservolumenanteil, sind also nicht<br />
so dicht und weisen eine niedrigere Filtrationsrate auf. Dunklere<br />
Stellen haben ein höheres Faservolumen und daher eine höhere<br />
Filtrationsrate. Andererseits führt der in diesen Bereichen erhöhte<br />
Luftwiderstand dazu, dass sie einen geringeren Anteil der Atemluft<br />
filtern. Der größere Anteil strömt durch die offeneren Bereiche, die<br />
eine geringere Filterwirkung haben.<br />
Produktionsprozess mit Echtzeit-Steuerung<br />
Die Durchlichtaufnahmen aus dem Mikroskop dienen bei ProQuIV<br />
für die Kalibrierung der Modelle vor dem Einsatz. Die Expertinnen<br />
und Experten analysieren den Ist-Zustand der Textilprobe und ziehen<br />
daraus Rückschlüsse, wie die Anlage optimiert werden kann.<br />
So könnten sie beispielsweise die Temperatur erhöhen, die Bandgeschwindigkeit<br />
senken oder die Stärke der Luftströme anpassen.<br />
»Ein wesentliches Ziel unseres Forschungsprojekts war, zentrale<br />
Parameter wie Filtrationsrate, Strömungswiderstand und Wolkigkeit<br />
eines Materials miteinander zu verknüpfen und darauf basierend<br />
eine Methode zu generieren, die alle Variablen im Produktionsprozess<br />
mathematisch modelliert«, sagt Kirsch. Der Digitale Zwilling<br />
überwacht und steuert die laufende Produktion in Echtzeit. Kleine<br />
Abweichungen der Anlage, wie etwa eine zu hohe Temperatur, werden<br />
in Sekunden automatisch korrigiert.<br />
Schnelle und effiziente Herstellung<br />
»Es ist dann nicht notwendig, die Produktion zu unterbrechen, Materialproben<br />
zu nehmen und die Maschinen neu einzustellen. Wenn<br />
Die Durchlichtaufnahme aus dem Mikroskop zeigt die Verteilung<br />
der Fasern im Vliesstoff. © Fraunhofer ITWM<br />
die Modelle kalibriert sind, kann sich der Hersteller darauf verlassen,<br />
dass der Vliesstoff, der vom Band läuft, die Spezifikationen und<br />
Qualitätsnormen einhält«, erklärt Kirsch.<br />
Mit ProQuIV wird die Produktion deutlich effizienter. Es gibt<br />
weniger Ausschuss beim Material, und der Energieverbrauch sinkt<br />
ebenfalls. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Hersteller schnell<br />
neue Produkte auf Vliesbasis entwickeln können. Dazu müssen lediglich<br />
die Zielvorgaben in der Modellierung geändert und die Parameter<br />
angepasst werden. So können produzierende Unternehmen<br />
flexibel auf Kundenwünsche oder Markttrends reagieren.<br />
Was logisch klingt, ist in der Entwicklung komplex. Die Werte<br />
für Filtrationsleistung und Strömungswiderstand steigen nämlich<br />
keineswegs linear an und verhalten sich auch nicht proportional<br />
zum Faservolumenanteil. Eine doppelt so hohe Filament-Dichte<br />
bedeutet also nicht, dass auch Filtrationsleistung und Strömungswiderstand<br />
doppelt so hoch sind. Das Verhältnis zwischen den<br />
Parametern ist wesentlich komplexer. »Genau deshalb ist die mathematische<br />
Modellierung so wichtig. Sie hilft uns, das komplexe<br />
Verhältnis zwischen den einzelnen Prozessparametern zu verstehen«,<br />
sagt Fraunhofer-ITWM-Forscher Kirsch. Dabei kommt den<br />
Forschenden ihre langjährige Expertise bei Simulation und Modellierung<br />
zugute.<br />
Weitere Anwendungen sind möglich<br />
Der nächste Schritt besteht für das Fraunhofer-Team darin, den<br />
Atemwiderstand der Vliesstoffe für den Menschen bei gleicher<br />
Schutzwirkung zu reduzieren. Möglich wird dies durch die elektrische<br />
Aufladung der Fasern. Das Prinzip erinnert an die Arbeitsweise<br />
eines Staubwedels. Durch die elektrische Ladung zieht das Textilgewebe<br />
winzigste Partikel an, die andernfalls durch die Poren schlüpfen<br />
könnten. Die Stärke der elektrostatischen Ladung wird hierfür<br />
als Parameter in die Modellierung integriert.<br />
Die Fraunhofer-Forschenden beschränken sich bei der Anwendung<br />
der Methode keineswegs nur auf Masken und Luftfilter. Ihre<br />
Technologie lässt sich ganz allgemein in der Produktion von Vliesstoffen<br />
einsetzen, beispielsweise auch bei Stoffen für die Filtration<br />
von Flüssigkeiten. Auch die Herstellung von schalldämmenden<br />
Vliesstoffen lässt sich mit ProQuIV-Methoden optimieren.<br />
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM<br />
D 67663 Kaiserslautern
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Schnell und einfach reine<br />
Produktionsumgebungen schaffen<br />
Neue Komponenten für die Ausstattung von Reinräumen<br />
Reinräume sind für viele Produktionsbereiche in unterschiedlichen Branchen unabdingbar. Ob in der Halbleiterfertigung,<br />
medizinischen Forschung oder Raumfahrttechnik – es gilt, die Konzentration von Partikeln möglichst gering zu halten,<br />
um so eine Verunreinigung der Produkte zu verhindern. Ab sofort bietet auch die item Industrietechnik GmbH zahlreiche<br />
Komponenten in ihrem Baukasten, um individuelle Lösungen für reine Produktionsumgebungen zu ermöglichen.<br />
Mit geringem Aufwand maßgeschneiderte Reinraum-Lösungen<br />
konstruieren – das gelingt mit dem neuen Einfasssystem<br />
X 8 und der neuen Filter Fan Unit (FFU) 1200<br />
x 600 von item. Der Pionier für industrielle Anwendungen hat seinen<br />
Baukasten erweitert, um optimale Unterstützung bei der Ausstattung<br />
von Reinräumen zu bieten. Kunden sind dabei maximal<br />
flexibel. Sie können mit den neuen Komponenten sowohl Arbeitsplatzsysteme<br />
als auch Prozesseinhausungen nach den vorliegenden<br />
Anforderungen gestalten. Die Produkte sind kompatibel mit den<br />
Aluminiumprofilen der Baureihen X und XMS.<br />
Bündige Flächen dank neuem Einfasssystem<br />
Mit der neuen FFU lassen sich Reinraum-Arbeitsplätze und<br />
Maschineneinhausungen einfach realisieren.<br />
Das neue Einfasssystem X 8 von item bildet die Basis für Wände und<br />
Decken von Reinraumsystemen.<br />
Mit den neuen Komponenten aus dem item Systembaukasten entstehen<br />
individuelle Lösungen für reine Produktionsumgebungen, beispielsweise<br />
Laminar Flow Boxen oder komplette Maschineneinhausungen.<br />
Das Einfasssystem X 8 bildet die Basis für Wände und Decken von<br />
Reinraumsystemen. Flächen mit einer Stärke von 4 bis 5 mm, Verbundmaterial<br />
mit einer Dicke von 36 mm und 3 mm dickes Lochblech<br />
lassen sich damit sicher einfassen. Werkzeug wird nicht benötigt.<br />
Die Einfasssysteme werden direkt in der Systemnut 8 der Profile<br />
befestigt. Im Ergebnis entstehen unterschiedliche Wandaufbauten<br />
mit bündigen und einfach zu reinigenden Übergängen. Der Kunde<br />
kann wählen, ob er ein einseitig oder beidseitig beplanktes System<br />
erhalten möchte oder die Sandwichbauweise mit dem Verbundmaterial<br />
HPL favorisiert. Darüber hinaus lassen sich mit dem rostfreien<br />
Lochblech Lüftungsöffnungen oder Arbeitsplatten für Laminar Flow<br />
Umgebungen realisieren. Auch Decken können mit dem neuen Einfasssystem<br />
gestaltet werden. Es besitzt eine hohe Haltekraft und<br />
kann beispielsweise als Auflage für die FFU dienen.<br />
Anschlussfertige FFU<br />
Mit der neuen FFU lassen sich Reinraum-Arbeitsplätze und -Einhausungen<br />
einfach realisieren. Die FFU wird dazu mithilfe des<br />
neuen Einfasssystems an der Decke über dem Arbeitsplatz oder an<br />
einem Gestell befestigt. Sie erzeugt eine turbulenzarme Strömung<br />
und entfernt mit dem integrierten Vorfilter M5 sowie dem Hauptfilter<br />
HEPA H14 99,995 Prozent aller Partikel aus der Raumluft. Die<br />
Inbetriebnahme erfolgt per Plug-and-play. Dabei sorgen das FFU<br />
StarterKit 230 V und das FlowBox InstallationsKit 230 V für einen<br />
schnellen Anschluss der FFU. Im StarterKit sind sämtliche Kabel<br />
und eine Bedieneinheit mit Potentiometer zur Steuerung des Volumenstroms<br />
enthalten. Wenn Anwender zentral FFU, Lampen oder<br />
Tischsäulen bedienen möchten, bietet sich das FlowBox InstallationsKit<br />
an.<br />
item Industrietechnik GmbH<br />
D 42699 Solingen
www.reinraum.de<br />
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Neuer Schulungsstandort<br />
Cleanroom Future Campus Frankfurt<br />
Für den Cleanroom Future Campus entsteht ein neues Domizil.<br />
In Frankfurt am Main. Mitten in Deutschland. Mitten in<br />
Europa. Ab März <strong>2023</strong> werden dort aktiver denn je, die Themen<br />
der Reinraum-Technologie mit viel praktischer Anwendung in<br />
Lehrgängen und Veranstaltungen dargestellt. Das von Cleanroom<br />
Future entwickelte, einzigartige Konzept „Reinraum-Technik zum<br />
Anfassen“ hat sich seit Jahren bewährt und schafft für Reinraum-<br />
Verantwortliche eine ideale Lernumgebung, um Ideen und Inspirationen<br />
direkt im laufenden Betrieb umzusetzen.<br />
Cleanroom Future GmbH<br />
Dieselstraße 5b<br />
D 04683 Naunhof<br />
Telefon: +49 69 150 466 500<br />
eMail: info@cleanroomfuture.com<br />
Internet: http://www.cleanroomfuture.com<br />
Campus Frankfurt für Reinraum Online<br />
(Copyright Foto: Dirk Vonten - Fotolia)<br />
Standortausbau in München<br />
Mehr als 1.000 Mitarbeitende weltweit<br />
Rund 17 Jahre nach der Gründung hat Universal Robots (UR) den<br />
1.000. Mitarbeitenden an Bord geholt. Dieser Meilenstein in der<br />
Unternehmensgeschichte verdeutlicht die erfolgreiche Entwicklung<br />
des dänischen Herstellers für kollaborierende Roboter vom Startup-<br />
Betrieb zum weltweit führenden Cobot-Anbieter.<br />
Das zeigt sich auch am deutschen Standort von Universal Robots<br />
in München. Das Unternehmen wird im ersten Quartal <strong>2023</strong><br />
größere Büroräume im neu entstehenden Zielstattquartier im Süden<br />
der bayerischen Landeshauptstadt beziehen. Damit reagiert<br />
die deutsche Niederlassung, die den DACH-Markt betreut, auf eine<br />
weiterhin hohe Nachfrage und das große Potential kollaborierender<br />
Roboter in allen Branchen.<br />
Mehr Platz für Showroom und Trainingscenter<br />
Die vier Abteilungen von Universal Robots für die Region Western<br />
Europe – Vertrieb, Field Application Engineering, Customer<br />
Service und Marketing – ,die aktuell noch in Obersendling untergebracht<br />
sind, werden im Zielstattquartier ein neues Zuhause finden.<br />
Wesentlicher Bestandteil an der neuen Adresse wird ein Showroom<br />
sein, in dem Besucher die Cobot-Modelle in unterschiedlichen Applikationen<br />
sehen und programmieren können. Auch wird das Trainingscenter<br />
erweitert, so dass das Team eine höhere Zahl an Cobot-<br />
Schulungen anbieten kann.<br />
„Wir setzen weiterhin auf Wachstum. Denn wir sehen bei unseren<br />
Kunden und Interessenten hohen Bedarf an Cobots, um Produktionskosten<br />
zu senken und der anhaltenden Arbeitskräftekrise<br />
zu begegnen. Im neuen Büro haben wir mehr Raum, um mit unserem<br />
immer größer werdenden Team kreativ und produktiv für unsere<br />
Kunden und Anwender zu arbeiten. Nicht zuletzt wollen wir als<br />
Universal Robots am Standort München auch als attraktiver Arbeitgeber<br />
sichtbarer werden“, erklärt Andrea Alboni, General Manager<br />
Western Europe bei Universal Robots.<br />
Das Zielstattquartier ist ein im Bauhausstil geprägter Campus,<br />
der auf dem ehemaligen Gelände der Firmen Carl Lipp, Zyma und<br />
Novartis Consumer Health entsteht und gut an die Münchner Innenstadt<br />
angebunden ist.<br />
Universal Robots A/S<br />
DK 5260 Odense S
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(Bild: Sarah Janczura)<br />
Studium im BIM-Labor:<br />
Der Schlüssel für erfolgreiche Bauprojekte<br />
Was wie ein normaler Raum mit Rechner-Plätzen anmutet, ist in Wirklichkeit ein wichtiges Labor: Für die Anwendung von<br />
Building Information Modeling (BIM) an der Bergischen Universität Wuppertal. Die Forschung trägt zu erfolgreichen Bauprojekten<br />
bei – doch es gibt ein essenzielles Problem.<br />
Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens<br />
kommen am Haspel-Campus zusammen, um den Umgang<br />
mit digitalen Tools praxisnah zu erlernen. Seit 2<strong>01</strong>7 besteht<br />
das BIM-Labor an der Universität, berichten Anica Meins-Becker,<br />
geschäftsführende Institutsleitung, und Agnes Kelm, Leiterin des<br />
BIM- und Digitalisierungs-Labors, beim Besuch des VDI . 12 PC‘s<br />
mit aktueller Software stehen Studierenden zur Verfügung. “Wir<br />
machen hier eigentlich nichts anderes als in anderen Laboren – nur<br />
nicht in weißen Kitteln. Die Erkenntnisse aus der Forschung fließen<br />
in die Praxis ein”, sagt Agnes Kelm.<br />
Was ist BIM überhaupt?<br />
BIM steht für Building Information Modeling und bezeichnet den<br />
Prozess zum Erstellen und Verwalten von Informationen für ein<br />
Bauprojekt. BIM ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung der<br />
Baubranche. Ein smartes Modell, das über eine Cloud-Plattform<br />
läuft, liefert die Basis. BIM integriert strukturierte Daten, um eine digitale<br />
Darstellung eines Gebäudes oder anderen Bauprojektes über<br />
den gesamten Lebenszyklus abzubilden. Das reicht von der Bauplanung<br />
über den architektonischen Entwurf bis hin zum Betrieb.<br />
Architektur und Bauingenieurwesen: Studierende arbeiten<br />
Hand in Hand<br />
Nicht immer passen Entwurf und Umsetzung übereinander – das<br />
passiert auch Architekt*innen und Ingenieur*innen. Das entworfene<br />
Gebäude sollte zu geeigneten Materialien passen; das Bauwerk in<br />
seiner strukturellen Integrität stimmig sein. Nicht selten wird festgestellt:<br />
Das Bauprojekt kann so nicht gestartet werden.<br />
Anica Meins-Becker (links) und Agnes Kelm (rechts) im BIM-Labor.<br />
(Bild: Sarah Janczura)<br />
Das BIM-Labor wirkt wie ein schlichter PC-Raum,<br />
doch es steckt so viel mehr dahinter. (Bild: Sarah Janczura)
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Um dies zu vermeiden, setzt das BIM-Institut in Wuppertal auf gemeinsame<br />
Studienzeit. “Seit 2<strong>01</strong>7 sind wir hier eine Fakultät. Architekten<br />
und Ingenieure kommen zusammen, um bereits im Studium<br />
an innovativen Projekten zu arbeiten”, sagt Anica Meins-Becker.<br />
Teamfähigkeit und interdisziplinäres Denken sind entscheidend,<br />
um erfolgreich Bauwerke zu errichten. Diese Schlüsselfähigkeiten<br />
erlernen die Studierenden in Wuppertal.<br />
Das BIM-Institut ist forschungsorientiert und greift als interdisziplinäre<br />
wissenschaftliche Einrichtung zwischen Architekturund<br />
Bauingenieur-Studierenden an der Bergischen Universität<br />
Wuppertal.<br />
“BIM ist nicht gleich BIM”<br />
Die BIM-Technologie ist vielfältig und umfasst weitaus mehr als<br />
dreidimensionale Modellierung in Computer-Aided Design-Programmen.<br />
“Sei es, mit einer Drohne Daten des Baus zu erfassen oder<br />
ein 3-D-Modell: BIM ist nicht gleich BIM”, bekräftigt Agnes Kelm.<br />
Zur Veranschaulichung zeigt die Leiterin des Tech-Labs das technische<br />
Equipment für Studierende. Eine Drohne und VR-Brille gehören<br />
zur Ausstattung dazu. Virtual Reality und BIM vereinfachen<br />
in Kombination die Projektführung. Über die VR-Brille können Studierende<br />
Objekte realitätsgetreu in einer künstlichen Wirklichkeit<br />
abbilden.<br />
BIM eröffnet zudem eine einheitliche, kollaborative Zusammenarbeit.<br />
Dennoch gibt es immer noch Bedenken und sogar Ängste<br />
gegenüber der Digitalisierung auf dem Bau – vor allem im Handwerk.<br />
Angst vor BIM: Das sorgt für den Push<br />
Virtual Reality und BIM vereinfachen in Kombination die Projektführung.<br />
Über eine VR-Brille können Studierende Objekte realitätsgetreu<br />
in einer künstlichen Wirklichkeit abbilden.<br />
BIM eröffnet zudem eine einheitliche, kollaborative Zusammenarbeit.<br />
Dennoch gibt es immer noch Bedenken und sogar Ängste gegenüber<br />
der Digitalisierung auf dem Bau – vor allem im Handwerk.<br />
“Im Handwerk besteht oftmals noch Angst vor BIM. Dabei ist die<br />
Verwendung einer Drohne auch bereits BIM. Hier ist noch Aufklärungsarbeit<br />
nötig”, sagt Anica Meins-Becker.<br />
Die Baubranche öffne sich aber zunehmend für BIM; bei Großprojekten<br />
ist die digitale Anwendung schon Standard. Das ist allerdings<br />
auch dringend erforderlich, denn erst kürzlich ging das<br />
BIM-Portal des Bundes an den Start. Die Bundesregierung will Planungsprozesse<br />
digitalisieren und beschleunigen. BIM ist dafür ein<br />
zentrales Instrument. „Von dem Portal erhoffe ich mir einen Anstoß<br />
für einen echten Kulturwandel beim Bauen und die konsequente<br />
Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Bis<br />
2025 wird es bei öffentlichen Bauvorhaben bundesweit heißen: Digital<br />
ist besser“, so Bundesverkehrsminister Volker Wissing bei der<br />
Vorstellung des Portals in Berlin. Absolventen und Absolventinnen<br />
mit Erfahrung in der BIM-Technologie sind also gefragt.<br />
Dennoch gibt es ein deutliches “Nein” als Antwort auf die Frage,<br />
ob ausreichend junge Leute den Studiengang belegen. “Klares Nein,<br />
wir haben nicht genug Studierende”, heißt es von Anica Meins-Becker.<br />
“Wir denken aber, dass durch das Thema Nachhaltigkeit und<br />
Digitalisierung wieder mehr Studierende ihren Weg in diesen Studiengang<br />
finden”, ergänzt die Professorin. “Medienarbeit und in<br />
Schulen präsent sein – das ist wichtig.” Die Problematik des Fachkräftemangels<br />
bekräftigt auch VDI-Arbeitsmarktexperte Ingo Rauhut:<br />
“Besonders hoch ist der Fachkräftemangel im Bauingenieurwesen<br />
und bei den Berufen, die sich mit Digitalisierung beschäftigen,<br />
zum Beispiel Informatik oder Elektrotechnik.” Wie prekär die Lage<br />
auf dem Arbeitsmarkt ist, zeigt der aktuelle VDI-Ingenieurmonitor.<br />
Berufsbegleitend studieren<br />
Umso wichtiger erscheint Weiterbildung. BIM-Anwendungen können<br />
auch Menschen lernen, die bereits fest im Berufsleben stehen.<br />
“Wir bieten hier in Wuppertal drei berufsbegleitende Studiengänge<br />
an. Da ist der Zulauf sehr hoch”, so Anica Meins-Becker. Darunter<br />
der MBE Baubetrieb, ein berufsbegleitender Masterstudiengang für<br />
Führungskräfte des Baubetriebs. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums<br />
ist der Punkt Digitalisierung von Prozessen. Die Studierenden<br />
erfahren im Umgang mit entsprechender Software und Projektmanagement<br />
und -kommunikationssystemen wie Abläufe und Prozesse<br />
automatisiert und dadurch einfacher, kürzer und sicherer werden.<br />
Das zweite Angebot umfasst ein Studium neben dem Job im Bauund<br />
Immobilienmanagement. Bei BIMKommunal wird eine Weiterbildung<br />
in der Bau- und Immobilienwirtschaft angeboten.<br />
Qualitätsgesicherte Schulungen zu BIM werden auch auf Basis<br />
der Richtlinienreihe VDI 2552 angeboten.<br />
Potenzial in der Baubranche ausschöpfen<br />
Daten sind nicht nur in der Wirtschaft das neue Gold, sondern können<br />
die Baubranche noch stärker nach vorne bringen, um effizienter<br />
zu agieren. Neuer Wohnraum ist in zahlreichen Städten gefragt<br />
– auch hier können transparente Datensätze dank Digitalisierung<br />
helfen. “Vor allem das Potenzial von leer stehenden Gebäuden kann<br />
durch BIM und die gezielte Auswertung von Daten durch Städte<br />
und Bauherren besser ausgeschöpft werden”, weiß Leiterin Agnes<br />
Kelm. Um Studierende in Wuppertal auf dem neuesten Stand in Sachen<br />
Software und Datenverarbeitung zu halten, befindet sich das<br />
BIM-Labor seit 2<strong>01</strong>7 ebenfalls im stetigen Wandel. “Hier wird Fortschritt<br />
groß geschrieben. Die Software wandelt sich immer wieder<br />
– wir versuchen auf dem neuesten Stand zu sein. Dazu tragen auch<br />
freie Lizenzen für Studierende und Dozenten bei”, ordnet Kelm ein.<br />
Anica Meins-Becker ergänzt einen weiteren Benefit von BIM: “Wir<br />
haben eine Untersuchung am Beispiel des Kostenmanagements<br />
durchgeführt. Hier lässt sich eine Effizienz BIM-basiert gegenüber<br />
konventionellen Methoden in Höhe von ca. 50% erkennen.“<br />
Fachlicher Ansprechpartner:<br />
Dipl.-Ing. (FH) Frank Jansen<br />
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik<br />
Telefon: +49 211 6214-313<br />
E-Mail: jansen_f@vdi.de<br />
VDI Verein Deutscher Ingenieure<br />
Postfach 10 11 39<br />
D 40468 Düsseldorf<br />
Telefon: +49 211 6214-251<br />
Telefax: +49 211 6214-177<br />
eMail: wollstein@vdi.de<br />
Internet: http://www.vdi.de/tga
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robocell als „Robotic Application<br />
of the Year“ ausgezeichnet<br />
Die neueste Anlage aus dem Hause groninger, die robocell, wurde heute als „Robotik-Anwendung des Jahres“ von der weltweit<br />
größten non-profit Organisation der pharmazeutischen Industrie, der ISPE, ausgezeichnet.<br />
Kaum ist sie auf dem Markt, schon wird sie prämiert: die neueste<br />
Entwicklung aus dem Hause groninger, die robocell.<br />
Das jüngste Maschinenkonzept der aseptischen Abfüllanlagen,<br />
das den „Risikofaktor“ Mensch im pharmazeutischen Verarbeitungsprozess<br />
gänzlich eliminiert und die neuesten regulatorischen<br />
Anforderungen der Branche (EU GMP Annex 1) berücksichtigt,<br />
wurde jetzt mit dem Award „Robotic Application of the Year“ ausgezeichnet.<br />
Der Preis wurde dieses Jahr erstmalig im Rahmen des<br />
ISPE-Workshops „SIG Future Robotics“ verliehen.<br />
Die ISPE, die „International Society for Pharmaceutical Engineering“,<br />
ist die weltweit größte non-profit Organisation in der pharmazeutischen<br />
Industrie. Sie vernetzt Mitglieder der Pharmabranche<br />
und regt zum interdisziplinären Austausch und Wissenstransfer an.<br />
Die hochkarätige Jury begründete ihre Entscheidung auf der<br />
Preisverleihung im französischen Annecy le Vieux am heutigen<br />
Donnerstag wie folgt: „Einerseits Effizienzgewinn durch die Roboter,<br />
gleichzeitig Vermeidung manueller Handgriffe in der sterilen<br />
Produktionsumgebung.“ Die verbauten Roboter würden Aufgaben<br />
wie Formatwechsel auf Knopfdruck sowie den automatisierten Einbau<br />
steriler Teile übernehmen, so die Jury weiter. „Zweitens wird das<br />
Handhaben, Warten oder Wechseln von Handschuhen vermieden.<br />
Und drittens ermöglicht der Einsatz von Robotern eine Verkleinerung<br />
des sterilen Raumes. Dekontaminationszyklen werden damit<br />
verkürzt“, so die Experten.<br />
Auch die Tatsache, dass beim Maschinenkonzept die gefilterte<br />
Luftströmung dahingehend optimiert wurde, dass die steril abgefüllten<br />
Flüssigkeiten ausschließlich mit Frischluft in Berührung kommen<br />
(first-air), hat für Begeisterung gesorgt. „Das ist bisher absolut<br />
einmalig und wird bei der robocell erstmalig gezeigt und umgesetzt.“<br />
Das Familienunternehmen groninger setzt seit vielen Jahren auf<br />
den Einsatz flexibler Roboterlösungen in ihren Anlagen, hat bei der<br />
robocell gar eigene Module entwickelt und patentieren lassen.<br />
Josef Veile, technischer Geschäftsführer der groninger & co.<br />
gmbh in Crailsheim, wo das Familienunternehmen seine Füll- und<br />
Verschließanlagen für die Pharmaindustrie baut, dazu: „Wir haben<br />
höchste Ansprüche an unsere Roboterlösungen, aber auch an deren<br />
Anwendung. Sie sollen nicht nur eingesetzt werden, um den pharmazeutischen<br />
Verarbeitungsprozess effizienter zu machen, sondern<br />
vor allem auch sicherer.“<br />
Jens Groninger, geschäftsführender Gesellschafter von groninger,<br />
freut sich über die Auszeichnung und ergänzt: „Dieser Preis bestätigt<br />
uns in dem von uns eingeschlagenen Weg. Diesen möchten<br />
wir – gemeinsam mit unseren Partnern – auch in Zukunft aktiv gestalten<br />
und hier weiterhin Maßstäbe in der Branche setzen.“<br />
robocell<br />
Das innovative Anlagenkonzept der robocell ist in Zusammenarbeit<br />
mit dem Schweizer Partnerunternehmen Skan, Technologieführer<br />
für Isolatoren, Reinraumgeräte und Dekontaminationsverfahren,<br />
entstanden.<br />
„Unser Leitgedanke bei der Konzeption der Roboterabfüllanlage<br />
war immer der intelligente Einsatz von Robotik und nicht der Einsatz<br />
von Robotik um der Robotik willen“, erklärt Veile.<br />
Dieser Grundsatz habe es den beiden Partnerunternehmen<br />
möglich gemacht, eine vollständig handschuhlose Isolator-Abfüllanlage<br />
zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. „Dabei haben<br />
wir neben den behördlichen Anforderungen auch unsere Kunden,<br />
etwa die PSM GmbH in Schiffweiler, intensiv eingebunden und deren<br />
Feedback aktiv eingefordert“, schildert auch Groninger.<br />
Herausgekommen dabei ist ein Anlagenkonzept, bei dem nahezu<br />
alle bisher durch das Bedienpersonal durchgeführten Arbeitsschritte<br />
durch eigens gefertigte Roboter ersetzt werden. Handschuheingriffe<br />
gibt es nicht mehr. Menschliche Eingriffe in die<br />
Kernprozesse des pharmazeutischen Abfüllprozesses gehören der<br />
Vergangenheit an.<br />
Auch Transportbänder bzw. konventionelle Antriebe werden<br />
nicht mehr verbaut, da deren Reinigung mitunter aufwendig, die Gefahr<br />
einer möglichen Produkt-Verunreinigung entsprechend erhöht<br />
ist. Der Transport von wahlweise vorsterilisierten Spritzen, Vials oder<br />
Zylinderampullen wird stattdessen von Robotern übernommen.<br />
Pharma-Vertriebsleiter Dirk Schuster freut sich, dass die robocell<br />
nicht nur die ISPE-Jury begeistert hat, sondern auch im Markt<br />
auf großes Interesse stößt: „Die robocell-Technologie konnte bereits<br />
mehrere namhafte Pharmazeuten von ihren Vorteilen überzeugen<br />
und wir von groninger schon einige Anlagen im Markt platzieren.“<br />
Man habe sein Portfolio mit der Anlage im Kleinchargenbereich<br />
weiter ausgebaut, so Schuster weiter. „Unseren Kunden können wir<br />
damit vom Kleinchargenbereich bis zur Hochleistungsanlage den<br />
kompletten Leistungsbereich der Verarbeitung von vorsterilisierten<br />
Spritzen, Vials und Cartridges anbieten.“<br />
groninger & co. gmbh<br />
D 74564 Crailsheim
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Luftreinhaltung: Neue Grenzwerte<br />
für Luftschadstoffe in der EU<br />
Die Europäische Kommission hat den Entwurf der neuen Luftqualitätsrahmenrichtlinie veröffentlicht. Die verschärften<br />
Grenzwerte sollen 2030 in Kraft treten.<br />
Die derzeit gültige EU-Richtlinie über Luftqualität und saubere<br />
Luft für Europa (Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG)<br />
stammt aus dem Jahr 2008. Daher hatte die Europäische<br />
Kommission 2020 im Rahmen des europäischen „Green Deals“ die<br />
öffentliche Konsultation zur Überarbeitung dieser EU-Richtlinie<br />
gestartet. Auch um sie enger an die aktuellen Empfehlungen der<br />
Weltgesundheitsorganisation (WHO) anzugleichen. Nun hat die<br />
EU-Kommission einen Vorschlag für eine neue Richtlinie zur Luftreinhaltung<br />
vorgelegt, der jedoch zunächst vom EU-Parlament und<br />
vom Rat der Mitgliedsländer beraten werden muss.<br />
Darin soll beispielsweise der Jahresgrenzwert für Partikel mit einem<br />
Durchmesser unter 2,5 µm (PM2,5 Fraktion) bis zum Jahr 2030<br />
um mehr als die Hälfte gesenkt werden, nämlich von 25 auf 10 µg/<br />
m3. Mit den Vorschlägen nähern sich die Vorgaben auf EU-Ebene<br />
den Empfehlungen der WHO an. Allerdings werden die Grenzwerte<br />
der WHO, die ihre Richtwerte rein auf Basis der gesundheitlichen<br />
Vorsorge ableitet, nicht vollständig umgesetzt. Die WHO empfiehlt<br />
seit Oktober letzten Jahres nur noch einen PM2,5-Richtwert von 5<br />
µg/m3, also ein Fünftel des aktuellen EU-Grenzwertes.<br />
Den Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid will die Kommission<br />
von derzeit 40 auf 20 µg/m3 absenken. Der WHO-Richtwert liegt<br />
hier bei nur 10 µg/m3. Die Kommission spricht bei ihren Vorschlägen<br />
auch von „Zwischenzielen“. Langfristig will man sich an die<br />
WHO-Empfehlung halten. Der jetzt vorliegende Kommissionsentwurf<br />
sieht nämlich die Einführung des Ziels von „null Emissionen“<br />
bis 2050 vor. Dieses Ziel soll sicherstellen, dass die Luftqualität bis<br />
dahin so weit verbessert ist, dass die Luftverschmutzung nicht mehr<br />
schädlich für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt ist.<br />
Was bringen verschiedene Maßnahmen<br />
gegen Luftverschmutzung?<br />
„Es ist sehr wichtig, dass wir die jetzt vorgeschlagenen Grenzwerte<br />
und ihre Umsetzung bis 2030 mit Blick auf saubere Luft für uns alle<br />
in Europa sehr ernst nehmen. Das Debakel um den aktuellen Stickstoffdioxid-Grenzwert<br />
von 40 µg/m3 sollte sich nicht wiederholen:<br />
Dieser wurde nämlich 2008 beschlossen und wird noch immer nicht<br />
flächendeckend in Deutschland und Europa eingehalten“, so Prof.<br />
Isabelle Franzen-Reuter, Vorsitzende des Fachbereichs III „Umweltqualität“<br />
der VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft.<br />
In die fachliche Bewertung der verschiedenen Kosten-Nutzen-<br />
Analysen verschiedener Maßnahmenpakete zur Verbesserung der<br />
Luft in Europa fließen auch Maßzahlen zu Belastungen einer Bevölkerung<br />
durch Erkrankungen und Todesfällen ein. Hier ist das Konzept<br />
der „Umweltbedingten Krankheitslast“ (engl. Environmental<br />
Burden of Disease) maßgeblich. Anders als Indikatoren zum individuellen<br />
Gesundheitszustand können bevölkerungsbezogene Maße<br />
die Auswirkungen von Risikofaktoren, aber auch in einem zweiten<br />
Schritt von Präventions- oder Interventionsmaßnahmen, für die<br />
gesamte Bevölkerung vergleichend quantifizieren und somit zur<br />
Priorisierung von Maßnahmen verwendet werden. So können beispielsweise<br />
die positiven gesundheitlichen Effekte von Maßnahmen<br />
zur Verbesserung der Luftqualität dargestellt und in ihrem Nutzen<br />
gegeneinander abgewogen werden.<br />
Die Berechnungsmethodik der Umweltbedingten Krankheitslast<br />
wird auch in einem VDI-Statusreport „Potenziale und Herausforderungen<br />
bei der Nutzung von bevölkerungsbezogenen Summenmaßen<br />
im Bereich Umwelt und Gesundheit“ vorgestellt. Es<br />
wird erklärt, wie die Gesundheitsindikatoren berechnet werden<br />
und was sie aussagen. Weiterhin wird über die Potenziale aber auch<br />
Grenzen der Berechnung der verwendeten Indikatoren transparent<br />
aufgeklärt und auf sogenannte „Fallstricke der Interpretation“ hingewiesen.<br />
Damit wird z.B. Entscheidenden in der Praxis und einer<br />
breiteren Öffentlichkeit eine verständliche und praktikable Hilfestellung<br />
gegeben, was die Maßzahlen aussagen und wie sie in der<br />
öffentlichen Kommunikation richtig eingeordnet und verwendet<br />
werden können.<br />
Erarbeitet wird der Statusreport von ExpertInnen aus dem Gesundheitsbereich<br />
und der Wissenschaft, die im VDI-Fachbereich<br />
„Umweltqualität“ der VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft<br />
(KRdL) zusammenarbeiten. Mit der Veröffentlichung des VDI-Statusreport<br />
ist zu Beginn <strong>2023</strong> zu rechnen. Er kann dann unter www.<br />
vdi.de/publikationen kostenfrei heruntergeladen werden.<br />
VDI Verein Deutscher Ingenieure<br />
Postfach 10 11 39<br />
D 40468 Düsseldorf<br />
Telefon: +49 211 6214-251 Telefax: +49 211 6214-177<br />
eMail: wollstein@vdi.de<br />
Internet: http://www.vdi.de/tga
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Simulationswerkzeug zur besseren Vorhersage<br />
des Wärmeflusses in RF-Bausteinen für 5G und 6G<br />
Diese Woche präsentiert imec, weltweit führendes Forschungs-<br />
und Innovationszentrum für Nanoelektronik und<br />
digitale Technologien, auf dem International Electron Devices<br />
Meeting 2022 (IEEE IEDM 2022) einen Monte-Carlo-Boltzmann-Modellierungsrahmen,<br />
der zur Vorhersage des 3D-Wärmetransports<br />
in hochentwickelten HF-Bausteinen für die drahtlose<br />
5G- und 6G-Kommunikation zum ersten Mal mikroskopische<br />
Wärmeträgerverteilungen verwendet. Fallstudien mit GaN-HEMTs<br />
(High-Electron-Mobility-Transistoren) und InP-Heterojunction-<br />
Bipolartransistoren (HBTs) ergaben Spitzentemperaturen, die bis zu<br />
dreimal höher liegen als bei konventionellen Vorhersagen mit Bulk-<br />
Materialeigenschaften. Das neue Tool von Imec wird sehr nützlich<br />
sein, um die Optimierung von HF-Bausteinen der nächsten Generation<br />
in Richtung thermisch verbesserter Designs zu lenken.<br />
GaN- und InP-basierte Bauelemente haben sich aufgrund ihrer<br />
hohen Ausgangsleistung und Effizienz als interessante Kandidaten<br />
für 5G-mm-Wellen- bzw. 6G-Sub-THz-Mobilfunk-Frontend-<br />
Anwendungen erwiesen. Um diese Bauelemente für HF-Anwendungen<br />
zu optimieren und kostengünstig zu gestalten, wird der<br />
Hochskalierung der III/V-Technologien auf eine Si-Plattform und<br />
ihrer CMOS-Kompatibilität große Aufmerksamkeit geschenkt. Mit<br />
schrumpfenden Baugrößen und steigenden Leistungen ist die Erwärmung<br />
jedoch zu einem großen Problem für die Zuverlässigkeit<br />
geworden, was die weitere Skalierung von HF-Bausteinen behindern<br />
könnte.<br />
Nadine Collaert, Programmdirektorin für Hochfrequenztechnik<br />
bei imec: „Die Abstimmung des Designs von GaN- und InP-basierten<br />
Bausteinen auf optimale elektrische Leistung verschlechtert oft<br />
die thermische Leistung bei hohen Betriebsfrequenzen. Bei GaNon-Si-Bausteinen<br />
haben wir zum Beispiel vor kurzem enorme Fortschritte<br />
bei der elektrischen Leistung erzielt, so dass der Wirkungsgrad<br />
und die Ausgangsleistung zum ersten Mal mit denen von GaNon-Siliziumkarbid<br />
(SiC) gleichgezogen haben. Die weitere Erhöhung<br />
der Betriebsfrequenz der Bausteine erfordert jedoch eine Verkleinerung<br />
der bestehenden Architekturen. In diesen begrenzten Mehrschichtstrukturen<br />
ist der Wärmetransport jedoch nicht mehr diffus,<br />
was exakte Vorhersagen der Erwärmung erschwert. Unser neuartiger<br />
Simulationsrahmen, der gute Übereinstimmungen mit unseren<br />
thermischen GaN-on-Si-Messungen liefert, hat Temperaturspitzen<br />
Abbildung 2 - Geometrie des in der 3D-Simulation<br />
verwendeten InP-Nanoridge-HBT.<br />
Abbildung 1 - Gemessener und vorhergesagter Wärmewiderstand<br />
in Abhängigkeit von der Lamellenbreite von GaN-on-Si-HEMTs<br />
mit zwei Lamellen.<br />
Abbildung 3 - Auswirkungen von nicht-diffusiven thermischen<br />
Transporteffekten (wie in der Monte-Carlo-Simulation von imec erfasst)<br />
in InP-Nanoridge-HBTs.
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ergeben, die bis zu dreimal höher sind als bisher vorhergesagt. Dies<br />
wird uns bei der Optimierung der Layouts dieser HF-Bausteine in<br />
der frühen Entwicklungsphase helfen, um den richtigen Kompromiss<br />
zwischen elektrischer und thermischer Leistung zu finden.“<br />
Eine entsprechende Analyse erweist sich auch als sehr wertvoll<br />
für die neuartigen InP-HBTs, bei denen der Modellierungsrahmen<br />
von imec den wesentlichen Einfluss des nicht-diffusiven Transports<br />
auf die Selbsterwärmung in komplexen skalierten Architekturen<br />
aufzeigt. Für diese Bausteine ist das Nanoridge-Engineering (NRE)<br />
ein interessanter Ansatz für die heterogene Integration aus Sicht<br />
der elektrischen Leistung. „Während die sich verjüngenden Ridge<br />
Bottoms eine niedrige Defektdichte innerhalb der III-V-Materialien<br />
ermöglichen, führen sie jedoch zu einem thermischen Engpass für<br />
die Wärmeabfuhr in Richtung Substrat“, erklärt Bjorn Vermeersch,<br />
wissenschaftlicher Leiter des Teams für thermische Modellierung<br />
und Charakterisierung am imec. „Unsere 3D-Monte-Carlo-Simulationen<br />
von NRE-InP-HBTs zeigen, dass die Ridge-Topologie den<br />
Wärmewiderstand um über 20 Prozent im Vergleich zu einer hypothetischen<br />
monolithischen Mesa gleicher Höhe erhöht. Unsere<br />
Analysen zeigen darüber hinaus den direkten Einfluss des Ridge-<br />
Materials (z.B. InP vs. InGaAs) auf die Selbsterwärmung, was einen<br />
zusätzlichen Ansatzpunkt für die thermische Verbesserung der Designs<br />
bietet.“<br />
Diese Ergebnisse wurden in zwei Vorträgen auf der IEDM 2022<br />
vorgestellt, und zwar von Bjorn Vermeersch über thermische Modellierung<br />
und von Nadine Collaert über GaN- und InP-Technologien<br />
für die kommende Generation drahtloser Hochleistungskommunikation<br />
[papers 11.5 and 15.3].<br />
IMEC Belgium<br />
BL 30<strong>01</strong> Leuven<br />
Schmalz wächst weiter – in Tschechien<br />
Schmalz verantwortet den Vertrieb seiner Produkte in Tschechien ab sofort selbst. Dazu hat das Unternehmen im Osten<br />
des Landes eine Tochtergesellschaft gegründet. Die Leitung übernimmt Dr. Aleš Havránek.<br />
Dr. Aleš Havránek ist Geschäftsführer<br />
der neuen Vertriebsgesellschaft<br />
von Schmalz in Tschechien.<br />
(Bild: J. Schmalz GmbH)<br />
Fabulous 29: Seit Mitte Oktober 2022 ist die Schmalz-Familie nun an 29 Standorten vertreten. Denn die<br />
J. Schmalz GmbH gründete am 19. des Monats eine neue Tochtergesellschaft in Hranice na Moravě. Mit<br />
der Schmalz s.r.o. nimmt der Vakuum-Experte den Vertrieb seines umfangreichen Portfolios in Tschechien<br />
in die eigenen Hände.<br />
Die Entwicklung und Leitung des neuen Standortes verantwortet Dr. Aleš Havránek. Der 47-jährige<br />
promovierte Ingenieur begleitete bereits erfolgreich den Aufbau die weitere Entwicklung von Firmen in<br />
Tschechien und sammelte Erfahrungen als Geschäftsführer vor Ort: Er war Leiter des Kompetenzzentrums<br />
und Vizepräsident der tschechischen Niederlassung eines deutschen Logistikunternehmens und<br />
leitete bis 2<strong>01</strong>8 zwei Schweizer Industrieunternehmen in der Tschechischen Republik, die Systeme und<br />
Komponenten für die industrielle Automatisierung, Steuerung und Sicherheit herstellen. „Wir sind sehr<br />
froh, dass wir Dr. Aleš Havránek für diese wichtige Position gewinnen konnten. Er ist in den Bereichen<br />
Intralogistik, Logistik und Automation bestens vernetzt und wird uns auf unserem Weg der Internationalisierung<br />
optimal begleiten“, sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH.<br />
J. Schmalz GmbH D 72293 Glatten<br />
Deutsche Physikalische Gesellschaft ehrt Kaiserslauterer<br />
Forscher für Arbeiten in der Oberflächenphysik<br />
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat Dr. Benjamin Stadtmüller den Gaede-Preis verliehen.<br />
Damit würdigt sie seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Kontrolle dynamischer Prozesse<br />
an metall-organischer Grenzflächen. Benjamin Stadtmüller forscht an der Technischen Universität<br />
Kaiserslautern (TUK) zu sogenannten ultraschnellen Phänomenen an funktionalen Oberflächen und<br />
Grenzflächen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird für Beiträge auf dem Gebiet der Vakuumwissenschaft<br />
und -technik verliehen.<br />
In der Begründung der Jury heißt es: „In Würdigung seiner herausragenden und zukunftsweisenden<br />
Arbeiten zur Kontrolle optischer und elektronischer Eigenschaften hybrider Grenzflächen mit neu entwickelten,<br />
zeitaufgelösten und oberflächensensitiven Messmethoden.“<br />
Der Gaede-Preis wird durch die Gaede-Stiftung finanziert und von der DPG vergeben. Er wurde<br />
1985 von Dr. Manfred Dunkel gestiftet und wird seit 1986 jährlich vergeben.<br />
Die Auszeichnung wird Dr. Stadtmüller im März <strong>2023</strong> während der DPG-Frühjahrstagung der<br />
Sektion Kondensierte Materie in Dresden entgegennehmen.<br />
(Quelle: Stadtmüller)<br />
Technische Universität Kaiserslautern<br />
D 67663 Kaiserslautern
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Komplette Fertigungstiefe bei 1zu1:<br />
Erfolgreiche Integration in<br />
internationale Prototal-Gruppe<br />
3D-Druck-Spezialist strebt <strong>2023</strong> zehn Prozent Wachstum an<br />
und reorganisiert Führungsebene<br />
Das Dornbirner High-Tech-Unternehmen 1zu1 plant den Einstieg in neue Märkte in Zentral- und Nordeuropa. Neue Materialien,<br />
topmoderne Maschinen und das gruppenweite Leistungsspektrum ermöglichen erstmals die Produktion vom 3D-<br />
Druck-Prototypen bis zu Millionen-Stückzahlen im Spritzguss. Nach einem Umsatzplus von rund zehn Prozent 2022 sind<br />
für <strong>2023</strong> weitere zehn Prozent Wachstum geplant. Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Humml geht Ende <strong>2023</strong> in den<br />
Ruhestand.<br />
Zehn Prozent Wachstum bei 1zu1 in Dornbirn im nächsten<br />
Jahr, Verdoppelung der ganzen Prototal-Gruppe bis 2025: Das<br />
internationale Unternehmensnetzwerk mit Sitz in Schweden<br />
ist auf dem Weg zum größten 3D-Druck-Anbieter Zentral- und<br />
Nordeuropas. 1zu1 zählt in der DACH-Region schon heute zu den<br />
führenden Spezialisten und zieht nach knapp zehn Monaten als Teil<br />
der Gruppe Bilanz. „Wir bereichern Prototal mit unserer Premium-<br />
Qualität, lernen voneinander und profitieren von der enormen Fertigungstiefe<br />
vom Prototyp bis zur Millionen-Serie. Dieses international<br />
verfügbare Gesamtangebot ist einzigartig“, freut sich 1zu1-Geschäftsführer<br />
Hannes Hämmerle.<br />
Die Integration verlief nach Plan. Liefersicherheiten, Knowhow-Transfer,<br />
internationale Vertriebsnetzwerke und beschleunigte<br />
Materialeinführungen förderten bei 1zu1 schon im ersten Jahr als<br />
Prototal-Mitglied den wirtschaftlichen Aufwärtstrend. Nach 2021<br />
erwartet das Unternehmen auch 2022 wieder ein Umsatzplus von<br />
rund zehn Prozent. Im kommenden Jahr ist eine Steigerung um weitere<br />
zehn Prozent geplant – auch beim Personal wird aufgestockt.<br />
„Wir wachsen weiter und werden auch in Zukunft unsere Gewinne<br />
am Standort Dornbirn investieren“, freut sich Hämmerle.<br />
Die Freiheit in der Unternehmensführung ist einer der Erfolgsfaktoren<br />
von Prototal, wie CEO Jan Löfving betont: „Wir koordinieren<br />
und unterstützen die Weiterentwicklung gut funktionierender<br />
Betriebe. Alle Prototal-Unternehmen eint der hohe Qualitätsanspruch.<br />
1zu1 steht innerhalb der Gruppe für das Top-Qualitätssegment.<br />
Die hochpräzisen Leistungen können wir nun auch in<br />
anderen Ländern und Märkten anbieten.“ Bis 2025 will Prototal<br />
durch Zukäufe innovativer Unternehmen weitere Märkte erschließen<br />
und bestehende ergänzen. Ziel ist die Betreuung der<br />
Kunden in ganz Europa über den gesamten Produktlebenszyklus<br />
in allen Technologien der Gruppe: 3D-Druck, Vakuum- und<br />
Spritzguss.<br />
Wissenstransfer, Weichstellung und Nachhaltigkeit<br />
Best-Practice-Beispiele wie die von 1zu1 entwickelte ERP-Software<br />
erhöhen die Effizienz in der Gruppe. „Wir profitieren vom Netzwerk<br />
und die anderen Standorte von uns. Gemeinsam sind wir stärker“,<br />
ist Geschäftsführer Wolfgang Humml überzeugt. Der Firmengründer<br />
wird sich Ende <strong>2023</strong> nach mehr als 26 Jahren in den Ruhestand<br />
1zu1 mit Firmensitz in Dornbirn ist das größte Unternehmen der schwedischen<br />
Prototal-Gruppe. Es bereichert das internationale Angebot mit<br />
Premium-Qualität im 3D-Druck, Vakuum- und Spritzguss.<br />
High-Tech-Unternehmen 1zu1 und Eigentümer Prototal streben im<br />
kommenden Jahr 10 Prozent Wachstum für Dornbirn an. Der gruppenweite<br />
Umsatz soll bis 2025 verdoppelt werden. Im Bild (v. l. n. r.):<br />
Hannes Hämmerle (Geschäftsführer 1zu1), Jan Löfving (CEO Prototal)<br />
und Wolfgang Humml (Geschäftsführer 1zu1).
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verabschieden. Bis dahin unterstützt er die gruppenweite Implementierung<br />
des ERP-Programms und die optimale Übergabe der<br />
Funktionsbereiche Produktion, HR, IT sowie Qualitätssicherung<br />
und -management. Ab 2024 soll Co-Gründer Hannes Hämmerle das<br />
Unternehmen als alleiniger Geschäftsführer mit erweitertem Führungsteam<br />
leiten.<br />
Die Vorteile des Netzwerks will 1zu1 künftig auch beim Thema<br />
Nachhaltigkeit nutzen. „Die gesamte Kunststoffbranche wird sich in<br />
Zukunft immer mehr mit dem Klimaschutz auseinandersetzen müssen.<br />
Wir wollen vorangehen und mitgestalten“, erklärt Hämmerle.<br />
Die Unternehmensgruppe verwendet im 3D-Druck bereits biobasierte<br />
Werkstoffe, während in Schweden der Einsatz von Post-Consumer-Recyclingmaterial<br />
(PCR) forciert wird. Nicht zuletzt sorgen<br />
die Standorte von Norwegen bis Italien für kürzere Transportwege<br />
zu den Kunden.<br />
1zu1 Prototypen GmbH & Co KG<br />
A 6850 Dornbirn<br />
Mit High-Performance Computing und Machine<br />
Learning zur neuen Generation von kohlenstofffreien<br />
Brennkammersystemen<br />
TU-Prof. Dr. Abdulla Ghani erhält renommierten ERC-Starting Grant<br />
mit einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro für seine Forschung<br />
Über 80 Prozent der weltweit verbrauchten<br />
Energie wird durch<br />
Verbrennungsprozesse erzeugt.<br />
An diesem Wert wird sich, nach heutigem<br />
Kenntnisstand, mittelfristig wenig ändern.<br />
Verbrennungsvorgänge, die beispielsweise<br />
in industriellen Hochöfen, Haushaltsbrennern,<br />
Trägerraketen, Gasturbinen<br />
und Triebwerken stattfinden, haben einen<br />
negativen Einfluss auf das Klima, und es<br />
besteht Handlungsbedarf. Ziel ist es, den<br />
Brennstoffverbrauch maximal zu senken,<br />
damit Verbrennungsprozesse effizienter,<br />
sauberer und leiser werden. Dabei treten instationäre<br />
Phänomene auf, die sich aus dem<br />
unerwünschten Zusammenspiel zwischen<br />
der Akustik, der Verbrennung und der Strömung<br />
ergeben. Nicht selten führen diese<br />
Ereignisse zu kostspieligen Totalschäden<br />
an den Prototypen in der Designphase. Forschung<br />
und Industrie bemühen sich, diese<br />
Vorgänge fundamental zu verstehen, um daraus<br />
die Technologie für morgen abzuleiten.<br />
Das interdisziplinäre Projekt „Taming<br />
Combustion Instabilities by Design Principles<br />
(TACOS)“, für das Prof. Dr. Abdulla Ghani<br />
mit dem ERC-Starting-Grant des Europäischen<br />
Forschungsrates (European Research<br />
Council, ERC) ausgezeichnet wurde, forscht<br />
daran, diese instationären Phänomene auszuschließen.<br />
„In dem Projekt verbinde ich<br />
Konzepte aus der theoretischen Physik mit<br />
hochaufgelösten numerischen Strömungssimulationen<br />
von Verbrennungsprozessen,<br />
für deren Berechnung Supercomputer be-<br />
nötigt werden. Die hier erzeugten Daten<br />
werden mit Methoden des Maschinellen<br />
Lernens ausgewertet, um einen zusätzlichen<br />
Wissensgewinn zu schaffen“, erläutert<br />
Prof. Dr. Abdulla Ghani, der an der TU Berlin<br />
das Fachgebiet „Data Analysis and Modeling<br />
of Turbulent Flows“ leitet. Der Fokus<br />
seiner Forschungen liegt darauf, die derzeitigen<br />
technologischen Barrieren zu überwinden,<br />
damit kohlenstofffreie Brennstoffe<br />
wie zum Beispiel Wasserstoff und Ammoniak<br />
effizient genutzt werden können. „So<br />
kann meine Forschung einen signifikanten<br />
Beitrag zur Energiewende liefern“, sagt Prof.<br />
Dr. Abdulla Ghani. Das Vorhaben wird über<br />
fünf Jahre mit 1,5 Millionen Euro gefördert.<br />
Mit den „Starting Grants“ unterstützt<br />
der ERC international herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen<br />
und -wissenschaftler<br />
beim Auf- oder Ausbau einer unabhängigen<br />
Forschungsgruppe im Bereich<br />
der Grundlagenforschung.<br />
Zur Person:<br />
Prof. Dr. Abdulla Ghani studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik mit dem Schwerpunkt<br />
Aerodynamik. Von 2<strong>01</strong>2 bis 2<strong>01</strong>5 promovierte er am Centre Européen de Recherche et de Formation<br />
Avancée en Calcul Scientifique (CERFACS) in Toulouse (Frankreich). Es folgten mehrjährige Forschungsaufenthalte<br />
als Postdoktorand am Institut de Mécanique des Fluides de Toulouse und an<br />
der TU München. Seit 2020 leitet er als Juniorprofessor das Fachgebiet „Data Analysis and Modeling<br />
of Turbulent Flows“ an der TU Berlin. Prof. Dr. Abdulla Ghani arbeitet mit international führenden<br />
Forschungsteams aus den USA, England, Norwegen und Frankreich zusammen und kooperiert<br />
mit lokalen Industriepartnern wie Siemens Energy und Rolls Royce Deutschland.<br />
Mit dem ERC-Starting-Grant ausgezeichnet:<br />
Prof. Dr. Abdulla Ghani.<br />
Technische Universität Berlin<br />
D 10587 Berlin
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Energieeffizientere Geräte dank Spintechnologie<br />
Rund 6,3 Millionen Euro EU-Förderung für zwei Projekte<br />
Ob Smartphone, Smartwatch oder ein normaler Rechner – elektronische Geräte verbrauchen viel Energie. Neue Technologien,<br />
welche die Spinforschung ermöglicht hat, können helfen, den Verbrauch zu senken, etwa indem sie in gängige Halbleiter-<br />
und Mikrochips integriert werden. An der TU Kaiserslautern (TUK) befassen sich zwei neue, von der Europäischen<br />
Union (EU) geförderte Forschungsprojekte mit der Thematik. Eines wird an der TUK koordiniert und durch die EU mit 3,3<br />
Millionen Euro gefördert, wobei 525.000 Euro nach Kaiserslautern gehen. Das andere Vorhaben wird in Belgien geleitet.<br />
Dafür stellt die EU rund drei Millionen Euro bereit, wovon 310.000 Euro für Arbeiten an der TUK bestimmt sind.<br />
Juniorprofessor Dr. Philipp Pirro (links) und<br />
Professor Dr. Mathias Weiler. (View/Voss TUK)<br />
Um elektronische Geräte energieeffizienter zu machen, arbeitet<br />
die Forschung daran, Spinwellen und ihre Quantenteilchen,<br />
die Magnonen, zu nutzen. Diese können mehr<br />
Informationen transportieren als Elektronen und gleichzeitig deutlich<br />
weniger Energie verbrauchen. Spinwellen wiederum sind die<br />
kollektive Anregung von magnetischen Momenten in einem magnetischen<br />
Material. Beim Spin handelt es sich um den Eigendrehimpuls<br />
eines Quantenteilchens, beispielsweise eines Elektrons oder<br />
Neutrons. Er ist die Grundlage aller magnetischen Phänomene.<br />
In den beiden von der EU geförderten Projekte geht es darum,<br />
die Erkenntnisse der Spin- und Magnonikforschung in die Anwendung<br />
zu bringen. Bei „Magnonics meets micro-electro-mechanical<br />
systems: a new paradigm for communication technology and radiofrequency<br />
signal processing“ (M&MEMS) soll die Spintechnologie<br />
fit für vorhandene elektronische Geräte gemacht werden.<br />
Das Team setzt dabei auf die Kombination von magnonischen<br />
Systemen mit mikromechanischen Systemen, sogenannte MEMS-<br />
Chips. MEMS steht für „micro-electro-mechanical systems“. „Dabei<br />
handelt es sich zum Beispiel um mikroskopische Motoren oder<br />
Beschleunigungssensoren, die unter anderem in Smartphones vorkommen“,<br />
sagt der Projektkoordinator Juniorprofessor Philipp Pirro,<br />
der an der TUK im Gebiet des Magnetismus forscht. „Magnonische<br />
Systeme lassen sich über Magnetfelder steuern. Diese werden meist<br />
durch Elektromagneten erzeugt und dafür benötigt man bisher allerdings<br />
Strom.“ Sein Kollege Professor Dr. Mathias Weiler, der an<br />
der TUK zu angewandten Spinphänomenen forscht, ergänzt: „Das<br />
macht das Ganze derzeit noch ineffizient.“<br />
Hier kommen nun diese mikromechanischen Systeme ins Spiel.<br />
„Darin wollen wir kleine Permanentmagneten positionieren, um ein<br />
Magnetfeld zu erzeugen“, so Weiler weiter. „Ist dies einmal getan,<br />
benötigt man keine weitere Energie mehr.“ Die Feldstärke des Magneten<br />
lässt sich steuern, indem man ihn näher an das magnonische<br />
Element heranbringt oder entsprechend weiter entfernt. Somit wäre<br />
der Energiebedarf beziehungsweise der -verbrauch sehr gering. „Das<br />
ist vor allem für mobile Geräte interessant“, nennt Pirro als Beispiel.<br />
An dem Vorhaben, welches von der Technischen Universität<br />
Kaiserslautern (TUK) koordiniert wird, sind acht Partnern aus fünf<br />
EU-Staaten beteiligt. Darunter sind Universitäten wie die TU München<br />
und das Politecnico di Milano sowie führende Technologieunternehmen<br />
im Bereich der Hochfrequenzkommunikation wie Nokia<br />
und Thales. An der TUK werden Pirro und Weiler von Professor Dr.<br />
Burkard Hillebrands unterstützt, dem Leiter der Arbeitsgruppe Magnetismus.<br />
Im zweiten geförderten Projekt „Computation Systems Based on<br />
Hybrid Spin-wave–CMOS Integrated Architectures“ (SPI<strong>DE</strong>R) geht<br />
es ebenfalls um magnonische Elemente. „Wir möchten ein System<br />
bauen, bei dem die Magnonik an einen Standardcomputer angeschlossen<br />
und in gängige Halbleiterelemente integriert wird“, erläutert<br />
Pirro. Im Blick hat das Forscherteam dabei sogenannte Complementary<br />
metal-oxide-semiconductor, kurz CMOS. Sie kommen<br />
in allen gängigen Rechnern vor. „Schaffen wir es, die Magnonik mit<br />
den Techniken und Chips, die es schon gibt, kompatibel zu machen,<br />
hätten wir eine geringere Einstiegshürde, um die Magnonik in die<br />
Anwendung zu bringen.“<br />
An dem Vorhaben sind neben der TUK und der Fraunhofer-Gesellschaft<br />
noch vier weitere europäische Partner beteiligt. Koordiniert<br />
wird es am Interuniversity Microelectronics Centre (IMEC) im<br />
belgischen Löwen.<br />
Die Arbeiten zu beiden Projekten werden im neuen Forschungsgebäude<br />
LASE (Laboratory for Advanced Spin Engineering) auf dem<br />
Campus der TUK stattfinden, wo Forscherinnen und Forscher aus<br />
Physik, Chemie und den Ingenieurwissenschaften Spin-Phänomenen<br />
gemeinsam auf den Grund gehen. Erst vor kurzem haben Professor<br />
Weiler und Juniorprofessor Pirro jeweils einen ERC Grant vom<br />
Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) erhalten,<br />
um ebenfalls im Spinbereich zu forschen. Die ERC Grants<br />
zählen zu den renommiertesten Forschungsförderungen weltweit.<br />
Den Grundstein zu den Vorhaben gelegt haben die Teams um<br />
die beiden Physiker unter anderem mit Arbeiten in dem vom Land<br />
geförderten Zentrum für Optik und Materialwissenschaften, kurz<br />
OPTIMAS, und im Sonderforschungsbereich „Spin + X“, der von der<br />
Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.<br />
Im Rahmen der neuen Projekte wird es auch wissenschaftliche<br />
Stellen geben. Interessierte mit entsprechenden Qualifikationen<br />
können sich gerne bewerben.<br />
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Sumitomo (SHI) Demag tritt<br />
Verbundinitiative R-Cycle bei<br />
Expertise bei Dünnwandverpackungen und Know-how bei IML und ICM<br />
soll eingebracht werden.<br />
Mit dem Beitritt zur Initiative R-Cycle will Sumitomo (SHI) Demag GmbH, Schwaig, ihre große Expertise bei Kunststoffverpackungsanwendungen<br />
im Dünnwandbereich und bei Eimern in die gesamte Branche einbringen. „Wir sind davon<br />
überzeugt, dass eine breite Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen<br />
den größten Einfluss auf die Umwandlung der linearen in eine Kreislaufwirtschaft haben wird. Darüber hinaus kann der<br />
Einsatz von digitalen Produktpässen in vielen Bereichen unseres täglichen Geschäfts Vorteile bringen“, erklärte Christoph<br />
Wynands, Produktmanager für Verpackungsmaschinen.<br />
„Als Spezialist für dünnwandige Verpackungen in der Lebensmittelindustrie<br />
bestehen die meisten Produkte, die auf unseren Maschinen<br />
hergestellt werden, aus PP oder HDPE. Unsere Kunden wollen<br />
den Rezyklatanteil in ihren Produkten deutlich erhöhen“, sagte Wynands<br />
und erläuterte: „Um dies wirtschaftlich tun zu können, sind<br />
sie besonders auf saubere Rezyklatströme angewiesen. Leider fehlen<br />
in Europa noch die entsprechenden Zulassungen für den breiten<br />
Einsatz von werkstofflich rezyklierten Polyolefinen im Lebensmittelbereich.<br />
Daher wollen wir hier Unterstützung leisten und sehen<br />
in R-Cycle eine großartige Chance, die Reinheit und Qualität von<br />
PP- und HDPE-Recyclingströmen so weit zu verbessern, dass die<br />
notwendigen Lebensmittelzulassungen für den Einsatz dieser Rezyklate<br />
erreicht werden können.“<br />
Sumitomo (SHI) Demag will hier sein Know-how mit Technologien<br />
wie In-Mold-Labelling (IML) und Injection-Compression-<br />
Moulding (ICM) einbringen, um überzeugende Anwendungen zu<br />
generieren und diese in branchenübergreifenden Projekten allen<br />
Beteiligten zur Verfügung zu stellen. „Auf diese Weise werden wir<br />
neues Wissen generieren, um möglichst viele Verpackungshersteller<br />
kompetent beraten und überzeugen zu können“, so der Produktmanager.<br />
Die Digitalisierung sei der Schlüssel für eine Kreislaufwirtschaft<br />
und könne die notwendige Transparenz in die verschiedenen<br />
Prozessschritte der Kette transportieren – egal ob für die effektivere<br />
Sortierbarkeit von Kunststoffen im Recyclingprozess oder als Informationsträger<br />
in der Kommunikation zwischen verschiedenen Maschinen-<br />
und Verarbeitungsprozessen<br />
im Rahmen von Industrie<br />
4.0-Anwendungen.<br />
Das Unternehmen will die<br />
Technologie des digitalen Produktpasses<br />
nutzen, um in Zukunft<br />
detaillierte Transparenz über den<br />
Footprint ihrer Maschinen zu<br />
schaffen. Wynands: „Wir überprüfen<br />
und analysieren unsere<br />
Christoph Wynands, Produktmanager<br />
für Verpackungsmaschinen<br />
bei Sumitomo (SHI) Demag.<br />
interne Wertschöpfungskette<br />
und diskutieren mit Partnern und<br />
Lieferanten in unserem Netzwerk<br />
den Carbon Footprint unserer<br />
eigenen Maschinen. Um diesen<br />
zu reduzieren verbessern wir die<br />
Lieferkette, wo immer es möglich<br />
und notwendig. Darüber hinaus sind nachhaltige Maßnahmen und<br />
ökologisches Verhalten seit vielen Jahren unsere ureigene DNA. Die<br />
ökologischen Auswirkungen und Nachhaltigkeitsaspekte sind zwei<br />
der wichtigsten Kriterien in unseren Rankings, wenn wir alle unsere<br />
Neuentwicklungen bewerten und priorisieren“, ergänzte er.<br />
Aus diesem Grund sei das Maschinenportfolio mit Blick auf vollelektrische<br />
Spritzgießmaschinen und leistungsstarke Dienstleistungen<br />
gestrafft worden, um beispielsweise Partner und Kunden beim<br />
verantwortungsvollen Umgang mit Neuware zu unterstützen und ihnen<br />
zu ermöglichen, den Recyclinganteil in ihren Produkten zu erhöhen.<br />
„Bereits in naher Zukunft ist es für unsere Kunden möglich,<br />
den Energieverbrauch ihrer Verpackungsproduktion zu halbieren,<br />
indem sie von einer konventionellen Hybrid-Spritzgießmaschine<br />
auf unsere vollelektrische PAC-E aufrüsten, ohne eine einzige Millisekunde<br />
Zykluszeit zu verlieren“, versichert Wynands.<br />
Das Konzept der Initiative R-Cycle wurde erstmals auf der K<br />
2<strong>01</strong>9 in Düsseldorf vorgestellt. Der offizielle Start des Verbundprojekts<br />
erfolgte im Juni 2020. Damit soll Forderungen, die von der EU<br />
im Rahmen des Circular Economy Action Plans oder in Deutschland<br />
mit dem neuen Verpackungsgesetz formuliert wurden, entsprochen<br />
werden. So soll Transparenz entlang der Wertschöpfungskette entstehen,<br />
wobei insbesondere recyclingrelevante Eigenschaften und<br />
Inhaltsstoffe von Kunststoffverpackungen im Produktionsprozess<br />
digital und automatisiert dokumentiert werden, um sie für den Recyclingprozess<br />
zu nutzen. Dies soll eine präzisere Sortierung von<br />
Kunststoffabfällen ermöglichen, um hochwertiges Rezyklat herzustellen<br />
und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.<br />
Sumitomo (SHI) Demag<br />
Sumitomo (SHI) Demag tritt Verbundinitiative R-Cycle bei.<br />
D 90571 Schwaig
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Pharmaverpackung:<br />
Auf die Sicherheit kommt es an<br />
Die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten steigt weltweit,<br />
immer mehr Medikamente kommen in immer kürzerer<br />
Zeit auf den Markt. Allein im letzten Jahr lag der Umsatz auf<br />
dem deutschen Pharmamarkt – dem größten in Europa und dem<br />
viertgrößten weltweit – bei rund 53,6 Milliarden Euro. Das Volumen<br />
hat sich laut Statista in den letzten fünfzehn Jahren mehr als verdoppelt<br />
und so wurden zuletzt knapp 100 Milliarden Zähleinheiten, also<br />
Tabletten, Portionsbeutel, Injektionen etc. verkauft. Sie alle müssen<br />
hygienisch und sicher verpackt werden und dabei strenge gesetzliche<br />
Vorschriften erfüllen. Das stellt hohe Anforderungen an Packmittel,<br />
Abfüllprozesse und Verpackungsmaschinen.<br />
Spätestens seit der Pandemie ist klar, wie wichtig die schützende<br />
Verpackung für Impfstoffe, Medikamente, Desinfektionsmittel<br />
und andere medizinische Produkte ist. Am Beispiel der Corona-<br />
Impfstoffe haben wir gesehen, dass es mit der Entwicklung eines<br />
Vakzins nicht getan ist. Zahlreiche Player entlang der gesamten Lieferkette<br />
mussten gut zusammenspielen, damit Millionen Menschen<br />
vor dem Virus geschützt werden konnten. Milliarden Glasfläschchen<br />
für den Impfstoff waren dazu ebenso nötig wie Spezialkühlboxen für<br />
den Transport und besondere Tiefkühlschränke für die Lagerung.<br />
Wenn sich vom 4. bis 10. Mai <strong>2023</strong> die Verpackungswelt in Düsseldorf<br />
zur interpack trifft, wird es auch um Innovationen rund um<br />
Herstellung, Verpackung und Logistik von Pharmaprodukten gehen,<br />
darunter auch neue Lösungen für das Problem der Produktpiraterie.<br />
Die Pharmabranche ist wie keine andere von Fälschungen betroffen.<br />
Das lukrative Geschäft mit gefälschten Medikamenten, die<br />
im günstigen Fall nur weniger Wirkstoff enthalten, aber auch mit<br />
unbekannten, gesundheitsschädlichen Substanzen versetzt sein<br />
können, hat mit dem wachsenden Onlinehandel nochmal an Fahrt<br />
aufgenommen. Die WHO geht davon aus, dass mehr als die Hälfte<br />
der Arzneimittel, die online auf illegalen Websites gekauft werden,<br />
gefälscht sind. Der geschätzte Marktwert gefälschter Arzneimittel<br />
liegt bei rund 75 Milliarden US-Dollar pro Jahr.<br />
Fälschungsschutz durch Sicherheitsmerkmale<br />
Hinzu kommt, dass die globalen Lieferketten immer komplexer<br />
werden. Wirkstoffe werden oft in einem Land hergestellt, in einem<br />
anderen verarbeitet und verpackt und schließlich über Grenzen<br />
hinweg vertrieben und vermarktet. Der europäische Gesetzgeber<br />
hat daher bereits vor Jahren mit der EU-Richtlinie 2<strong>01</strong>1/62/EU den<br />
Kampf gegen Arzneimittelfälschungen aufgenommen. Die 2<strong>01</strong>9<br />
in Kraft getretene Richtlinie schreibt eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen<br />
für verschreibungspflichtige Medikamente vor. So muss<br />
jede Arzneimittelpackung mit einem Unique Serial Code (USC) in<br />
Kombination mit der Artikelnummer (GTIN), der Chargennummer<br />
(LOT), dem Verfallsdatum (EXP) und dem Namen des Herstellers<br />
versehen sein. Alle Informationen werden in einem 2D-Data-Matrix-Code<br />
verschlüsselt, der dann in Klartext mit einer bestimmten<br />
Mindestdruckqualität auf die Verpackung gedruckt wird. Zusätzlich<br />
zu dem einmaligen Code muss jede Verpackung manipulationssichere<br />
Merkmale tragen.<br />
Unternehmen wie interpack-Aussteller Bluhm Systeme entwickeln<br />
seit Jahren Codier- und Etikettierlösungen für Arzneimittelverpackungen,<br />
die der EU-Richtlinie für fälschungssichere Verpackungen<br />
entsprechen. Dazu gehören verschiedene Kennzeichnungslösungen,<br />
z. B. Laser- oder Inkjetcodierer, Thermotransferdrucker,<br />
Etikettiersysteme und die passende Software. So druckt der<br />
für die Arzneimittelcodierung entwickelte Tintenstrahlmarkierer<br />
Integra One eindeutige Identifikationscodes, Barcodes oder Datamatrix-Codes<br />
auf eine Vielzahl von Pharmaverpackungen.<br />
Auch die UV-Laserbeschriftung ist eine bewährte Kennzeich-<br />
Der Tintenstrahldrucker Linx 8900 von Bluhm kennzeichnet<br />
Kunststoffbehälter. (Copyright: Bluhm Systeme)<br />
Die Anlage von Uhlmann macht den Umstieg von klassischen<br />
PVC-Blistern zu nachhaltigeren Monomaterialverpackungen<br />
aus PE möglich. (Copyright: Uhlmann)
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nungslösung. Domino hat 2022 ein neues UV-Lasersystem vorgestellt,<br />
das sich für die Beschriftung von Kunststoffen sowie aktuell<br />
gängigen, nachhaltigen Verpackungsmaterialien eignet, darunter<br />
auch wiederverwertbare, flexible Monomaterialfolien. Mit dem System<br />
lassen sich sowohl weiße als auch farbige Substrate kennzeichnen,<br />
ohne dabei die Barriereeigenschaften des Materials zu beeinträchtigen.<br />
Dank einer photochemischen Reaktion ist der neue Beschriftungslaser<br />
nicht auf laseraktivierende Pigmente bzw. Additive<br />
oder speziell präparierte Codierfelder angewiesen.<br />
Etiketten – mehr als nur Aufkleber<br />
Maßnahmen gegen Fälschungen können auch Sicherheitsetiketten<br />
mit Erstöffnungsindikation und integrierten offenen, verborgenen<br />
und digitalen Fälschungsschutzmerkmalen sein, die einen<br />
Manipulationsversuch irreversibel anzeigen. Für Umverpackungen<br />
bieten sich Void-Siegel an, die beim ersten Ablösen des Labels<br />
sichtbare Effekte hinterlassen. Häufig werden verschiedene Sicherheitsmerkmale<br />
kombiniert oder um Zusatzfunktionen ergänzt.<br />
Daneben sorgen digitale Etiketten mit NFC-Technologie und<br />
Track & Trace-Systeme für eine lückenlose Rückverfolgung eines<br />
Arzneimittels.<br />
Etiketten sind ein wichtiger Bestandteil von Pharmaverpackungen<br />
und dienen nicht nur dem Fälschungsschutz. Je nach Anwendung<br />
auf Primärverpackungen wie Flaschen, Blistern, Spritzen und<br />
Vials oder auf Sekundärverpackungen wie Faltschachteln müssen<br />
sie unterschiedlichste Anforderungen erfüllen: Sie tragen allgemeine<br />
Informationen, garantieren den Erstöffnungsschutz oder können<br />
teilweise abgetrennt werden, um sich in Patientenakten oder<br />
Impfausweise einkleben zu lassen. Auf Multipage-Etiketten können<br />
auch große Informationsmengen untergebracht werden, sie sind oft<br />
eine Kombination aus Etikett und Packungsbeilage. Und für Produkte,<br />
die gekühlt werden müssen, sind temperaturbeständige Etiketten<br />
nötig, die für gute Lesbarkeit während Lagerung und Transport<br />
sorgen.<br />
Zunehmend automatisiert<br />
Da Sicherheit bei pharmazeutischen Produkten an erster Stelle<br />
steht, sind auch die Anforderungen an Verpackungsmaschinen<br />
hoch. Maschinenhersteller R.Weiss beispielsweise setzt modulare<br />
Pickerlinien ein, in der Delta-Roboter Produkte in Höchstgeschwindigkeit<br />
verpacken. Für Siemens Healthineers hat das Unternehmen<br />
kürzlich eine intelligente UniRob-Turnkey-Anlage zum Verpacken<br />
diagnostischer Produkte entwickelt, die den Prozess der manuellen<br />
Bestückung von Faltkartons automatisiert. Dabei werden Multipacks<br />
in unterschiedlichen Packungsgrößen jetzt auch in umweltfreundliche<br />
Pappe-Inlays gesetzt, die den bisher verwendeten<br />
Kunststoff ersetzen. Ein Sechs-Achs-Roboter saugt die Zuschnitte<br />
aus dem Magazin an, faltet sie auf und setzt sie in den Mitnehmertransporteur<br />
ein, der flexibel und vollautomatisch an die jeweiligen<br />
Formate angepasst werden kann.<br />
Multivac hat im Bereich Healthcare ein neues Carrier-System<br />
vorgestellt, das für den kontrollierten, produktschonenden Transport<br />
von vorbefüllten Glas- oder Kunststoffspritzen zur Verpackungsmaschine<br />
sorgt. Die Spritzen werden hierfür in einem vorgelagerten<br />
Prozess separiert und orientiert in einem Werkstückträger<br />
platziert. An der Verpackungsmaschine übernimmt sie dann ein Roboter<br />
aus den Trägern und legt sie einzeln oder auch vorgruppiert in<br />
die Packungskavitäten. Die Vollständigkeitsprüfung der Packungen<br />
erfolgt durch ein Vision System von Multivac Marking & Inspection.<br />
Es kontrolliert auch bei hohem Durchsatz, ob die einzelnen Produkte<br />
korrekt in die vorgesehenen Kavitäten eingelegt sind. Sind sie es<br />
nicht, wird die entsprechende Packung automatisch ausgeschleust.<br />
Die Abfüllung flüssiger Pharmazeutika erfordert besonderes<br />
Know-how. Syntegon hat hierfür die modulare Plattform Versynta<br />
FFP (Flexible Filling Platform) entwickelt, eine individuell konfi-<br />
Die Vernetzung von Maschinen bietet Vorteile für die Effizienz und Sicherheit<br />
von Produktionsprozessen. (Copyright: Rotzinger)<br />
(Copyright: i_viewfinder stock.adobe.com<br />
200329943)
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gurierbare Maschine speziell für die aseptische Abfüllung kleiner<br />
Chargen. Die neue Abfülllösung erzielt Ausbringungsleistungen von<br />
bis zu 3.600 Vials, Spritzen oder Karpulen pro Stunde bei gleichzeitiger<br />
100-prozentiger In-Prozess-Kontrolle. Die Plattform umfasst<br />
mehrere Pharma-Handling-Units mit jeweils einem Vier-Achs-Roboter,<br />
der die Behältnisse ohne Glas-zu-Glas-Kontakt von einer<br />
Station zur nächsten befördert und so den Produktverlust reduziert.<br />
Auch Komplettanbieter Romaco hat eine neue Flüssigkeitsabfülllinie<br />
entwickelt. Macofar E ist eine Lösung zur aseptischen Abfüllung<br />
von Injektionsflüssigkeiten in Fläschchen. Die Technologie<br />
erfüllt alle Anforderungen des EU-GMP-Leitfadens zur Herstellung<br />
steriler Arzneimittel. Romaco setzt außerdem auf eine nachhaltigere<br />
Produktion und die Reduzierung von CO2-Emissionen: Durch innovative<br />
Prozessführung lassen sich beispielsweise die Produktionszeiten<br />
entscheidend verkürzen und dadurch gezielt Energie und<br />
Material einsparen. Darüber hinaus sind alle Maschinen des Herstellers<br />
in klimaneutraler Ausführung erhältlich und mit Energiemonitoren<br />
für das Nachhaltigkeitsreporting ausgestattet.<br />
Benutzerfreundliche Software<br />
Mehr Sicherheit versprechen auch Softwarelösungen, die Daten<br />
entlang der pharmazeutischen Lieferkette sammeln. Mit der Softwareplattform<br />
Pexcite von Uhlmann Pac-Systeme können Anwen-<br />
Mit der Softwareplattform Pexcite können Anwender Informationen aus<br />
allen Bereichen des Produktions- und Verpackungsprozesses erheben,<br />
sammeln, darstellen und analysieren. (Copyright: Uhlmann Pac-Systeme)<br />
Der Domino U510 UV-Beschriftungslaser ist dank einer photochemischen<br />
Reaktion nicht auf laseraktivierende Pigmente/Additive oder<br />
speziell präparierte Codierfelder angewiesen. (Copyright: Domino)<br />
derinnen und Anwender Informationen aus allen Bereichen des<br />
Produktions- und Verpackungsprozesses erheben, sammeln, darstellen<br />
und analysieren und damit je nach Bedarf unterschiedliche<br />
Aufgaben realisieren: Umsetzung von Track & Trace-Vorgaben entlang<br />
der gesamten Prozesskette, Monitoring der Produktivitä t von<br />
Maschinen und Prozessen, digitales Tool-Management oder eine<br />
zentralisierte Kontrolle und Management der gesamten Produktionsprozesse.<br />
Die Plattform kann ü ber alle genutzten digitalen Endgeräte<br />
wie Desktop-Gerä te, Tablets und Smartphones verwendet<br />
werden. „Visuell ansprechende Gestaltung, der leichte, freundliche<br />
Look and Feel bedeutet vor allem Komplexitä tsreduktion fü r die<br />
User, die Pexcite verwenden. Die Leute mü ssen gern mit unserem<br />
Produkt arbeiten und keine Angst davor haben, irgendwas falsch<br />
oder kaputt zu machen“, sagt Thomas Kreutle, Director Development<br />
& Operations Digital Solutions bei Uhlmann Pac-Systeme.<br />
Dafür wurde die Softwareplattform mit einem Red Dot Award 2022<br />
ausgezeichnet.<br />
Nachhaltige Pharmaverpackungen<br />
Die Pharmaindustrie ist noch immer zurückhaltend, wenn es um<br />
den Einsatz von recycelbaren, kreislauffähigen Materialien geht.<br />
Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten allerdings heute auch<br />
von dieser Branche mehr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit.<br />
Die Hersteller von Pharmaverpackungen sind schon einen Schritt<br />
weiter und haben bereits zahlreiche kreislauffähige Lösungen für<br />
die Primär- und Sekundärverpackung von Medikamenten entwickelt.<br />
So sorgte im letzten Jahr die Vorstellung eines recycelbaren<br />
Papierblisters für Furore und eine recyclingfähige Monomaterial-<br />
Barriere-Tube in Pharmaqualität wurde mit einem Verpackungspreis<br />
ausgezeichnet. Kürzlich kam eine Schlauchfolie aus dem biobasierten<br />
Polymer PLA auf den Markt, die industriell kompostierbar<br />
ist und für diagnostische Flow-Pack-Anwendungen als Sterilbarrieresystem<br />
eingesetzt werden kann.<br />
Im Bereich der Primärverpackungen, also dort, wo Medikamente<br />
direkt eingepackt werden, wird es wohl noch dauern, bis sich recycelbare<br />
Monomaterialien durchsetzen. Dagegen sehen Fachleute<br />
bei den Sekundärverpackungen bereits einen Trend zu kreislauffähigen<br />
Lösungen. Die Körber Pharma GmbH hat beispielsweise<br />
eine Sekundärverpackung aus Graspapier als Alternative zu Verpackungen<br />
aus recyceltem Papier und Karton entwickelt und wurde<br />
dafür mit dem Pharmapack Sustainability Initiative Award 2022<br />
ausgezeichnet. Bei der Herstellung von Graspapier wird die Hälfte<br />
der Zellulose durch Grasfasern ersetzt und dabei deutlich weniger<br />
Wasser und Energie benötigt. Durch die nahezu unbegrenzte regionale<br />
Verfügbarkeit von Gras verkürzen sich Transportwege, wodurch<br />
beinahe 95 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden können.<br />
Körber Pharma hat bereits mit mehreren Pharmaunternehmen<br />
Test- und Entwicklungsprojekte für sichere Sekundärverpackungen<br />
aus Graskarton durchgeführt, die belegen, dass die Kosten für das<br />
neue Verpackungsmaterial denen von herkömmlichem Karton entsprechen,<br />
während das Material denselben hohen Produktschutz<br />
bietet.<br />
Auf der interpack in Düsseldorf wird sich zeigen, welche weiteren<br />
modernen Lösungen die Branche bereit hält. Vom 4. bis 10. Mai<br />
<strong>2023</strong> kann das Fachpublikum vor allem in den Hallen 15 bis 17 innovative<br />
Verpackungs- und Prozessentwicklungen für die Pharma-Industrie<br />
kennenlernen.<br />
Messe Düsseldorf GmbH<br />
D 400<strong>01</strong> Düsseldorf
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Webinar: Kostenreduzierung<br />
in der Fertigung durch effiziente<br />
Reinigungsprozesse<br />
Intelligente Automationslösung<br />
für eine Reinigungsanlage<br />
Reinigungsanlagen richtig geplant - mit modernen Automationslösungen<br />
und energieeffizienten Maßnahmen<br />
In dem Webinar am 21. und 22. Februar <strong>2023</strong> bekommen Teilnehmer<br />
wichtige Tipps, für einen sicheren, wirtschaftlichen und energieeffizienten<br />
Reinigungsprozess.<br />
Für Planer und Einkäufer von Reinigungsanlagen stellt sich häufig<br />
die Herausforderung, dass die Waschanlage intelligent in den<br />
eigenen Produktionsprozess integriert werden muss. D. h. die Automationslösung<br />
der Reinigungsanlage muss individuell auf die produktionsinterne<br />
Fördertechnik abgestimmt sein.<br />
Denn hochmoderne automatisierte Transportsysteme und<br />
Automationslösungen können in den Reinigungsprozessen nicht<br />
nur deutlich Kosten reduzieren. Man erreicht auch eine hohe Prozesssicherheit<br />
durch die sichere Bauteilführung. Zudem sorgt eine<br />
intelligente Steuerung für einen effizienten Materialfluss und trägt<br />
maßgeblich dazu bei, Durchsatz und Produktqualität nachhaltig zu<br />
stabilisieren oder sogar zu steigern.<br />
Auch das Einsparen von Energie wird in diesen Zeiten immer<br />
wichtiger. Eine moderne Reinigungsanlage kann Energie sparen,<br />
wenn wichtige Ausstattungen berücksichtigt werden.<br />
Der Webinar-Veranstalter BvL Oberflächentechnik GmbH gibt<br />
wichtige Impulse zu diesem Thema und stellt konkrete Anwendungsfälle<br />
aus der Praxis vor.<br />
Seit über 30 Jahren produziert das Unternehmen intelligente<br />
Reinigungsanlagen mit höchster Effizienz und deckt dabei die gesamte<br />
Bandbreite der industriellen Teilereinigung auf wässriger Basis<br />
ab. Die verschiedenen BvL-Anlagentypen werden so konzipiert,<br />
dass sie den unterschiedlichen Anforderungen an Reinheit und<br />
Sauberkeit, Prozessökonomie, Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit<br />
jederzeit gerecht werden.<br />
Anmeldemöglichkeit unter: https://www.bvl-cleaning.com/de/freespeed-webinar<br />
BvL Oberflächentechnik GmbH<br />
D 48488 Emsbüren
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LOUNGES 2022 - ERFOLGREICH,<br />
STARK UND INSPIRIEREND<br />
Inspire gelingt beeindruckend Restart mit bewährten Konzept<br />
und hat für <strong>2023</strong> noch viel vor.<br />
– Ein spannendes Jahr für Inspire und Partner<br />
– So war 2022 - das Jahr für Inspire<br />
– Mehr als die LOUNGES - 2022 war gut, <strong>2023</strong> wird begeistern<br />
– Nach Corona-Pause: LOUNGES in Karlsruhe und Wien wieder ein voller Erfolg<br />
Lange mussten Harald Martin, Jennifer Würsching und ihr Team warten, bis die Corona-Beschränkungen für Veranstaltungen<br />
und Messen wieder gefallen sind und sie mit den LOUNGES und anderen Veranstaltungen viele Aussteller und Besucher<br />
in die Hallen nach Karlsruhe, Wien und zum World Congress nach München locken konnten. Mit Erfolg! Neben den<br />
Veranstaltungen hat das gesamte Team noch viele weitere Projekte und Visionen auf den Weg gebracht, die im nächsten<br />
Jahr und 2024 konkrete Formen annehmen werden.<br />
Zurück aus der Zwangspause<br />
Für alle Messe-Organisatoren und Event-Manager waren die Zeiten<br />
von 2020 bis ins Frühjahr 2022 hart - aus bekannten Gründen. Doch<br />
statt Trübsal zu blasen und zu hoffen, dass es bald wieder losgeht,<br />
bevor die finanziellen Reserven aufgebraucht sind, blieb Inspire<br />
nicht untätig.<br />
Ideen wurden geschmiedet, Kommunikationskonzepte ausgearbeitet<br />
und Firmenkooperationen angestoßen. In dieser Zeit ist auch<br />
C7 Hybrid Brand Experience entstanden, die aus erfahrenen sowie<br />
jungen Unternehmen besteht und als Netzwerk verschiedene<br />
Kompetenzen bündelt. “Hybride Präsentation ist eine Kombination<br />
von realen, virtuellen und digitalen Maßnahmen, die mit verschiedenen<br />
Partnern gemeinsam konzipiert werden”, so Harald Martin.<br />
Gemeinsam hat sich die Kooperation erstmals bei den LOUNGES<br />
2022 in Karlsruhe vorgestellt. C7 besteht aus den Messe-Profis von<br />
ARNO Design, dem Inspire Studio Heidelberg, der Videoproduktion<br />
Bildbrauerei, der Kommunikationsagentur SHOUT Media, Concept<br />
Food, HauckIT und Inspire selbst.<br />
LOUNGES 2022 Karlsruhe: Endlich wieder da!<br />
“In der Corona-Pandemie haben wir uns viele Gedanken über digitale<br />
und hybride Messe-Erlebnisse gemacht, von denen wir vieles<br />
im Inspire Studio Heidelberg umsetzen konnten, um zumindest die<br />
digitale Teilnahme zu ermöglichen - doch nichts ersetzt den persönlichen<br />
Austausch”, so Harald Martin. Umso erfreulicher war es<br />
für ihn, sein Team, Aussteller und Besucher, dass im Mai 2022 die<br />
Tore der LOUNGES in der Messe Karlsruhe wieder öffnen konnten.
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Auch hier hat wieder das innovative Messe-Konzept, das Inspire mit<br />
ARNO-Design ausgearbeitet hatte, gegriffen und Aussteller sowie<br />
Besucher begeistert. “Man trifft immer interessante Leute, was sehr<br />
schön ist, wo man auch sieht, dass dieser Branchen-Austausch hier<br />
auf eine wohlwollende und wertschätzende Art stattfindet”, erklärt<br />
Dominikus Forsthuber, Geschäftsführer des Ausstellers ABC im<br />
Rahmen der Messe.<br />
Aussteller wie Dastex, Camfil, CRS, Salesianer, Tecno Plast, USF, die<br />
ÖRRG und viele mehr haben auf den LOUNGES in Wien ihre Produkte<br />
und Dienstleistungen vorgestellt und die Corona-Zwangspause<br />
der letzten Jahre endgültig vergessen lassen.<br />
Dabei war gar nicht mal sicher, wie viele den Weg raus aus der unsicheren<br />
Pandemie rein in die Messehalle suchen würden. Die Erwartungen<br />
wurden dann aber bei weitem übertroffen, sehr zur Freude<br />
aller Beteiligten. “Wir danken allen Ausstellern und Besuchern, die<br />
so zahlreich erschienen sind und so für alle wieder zu einem tollen<br />
Messe-Erlebnis beigetragen haben”, so Harald Martin.<br />
Zurück zur Normalität<br />
Mit dem Rückenwind der LOUNGES in Karlsruhe hat das Team<br />
um Inspire umso positiver ins weitere Jahr 2022 blicken können.<br />
Das nächste Event war bereits in Sichtweite: der World Congress in<br />
München, der gemeinsam mit der EHEDG und Dr. Jürgen Hofmann<br />
organisiert wurde.<br />
LOUNGES 2022 in Wien<br />
Ein bisschen kleiner dimensioniert als in Karlsruhe, aber nicht weniger<br />
familiär waren dann die LOUNGES 2022 im Oktober in Wien.<br />
Doch nach den LOUNGES ist vor den LOUNGES. Am<br />
18.-20. April <strong>2023</strong> wird diese dann wieder in Karlsruhe stattfinden,<br />
ebenso wie eine Promotion Tour durch Österreich im Herbst <strong>2023</strong><br />
sowie weitere Events rund um die den Schwerpunkt CLEANROOM<br />
and PROCESSES. Im Oktober <strong>2023</strong> geht es zudem nach Hamburg<br />
und Dresden, 2024 sind dann die LOUNGES wieder in Wien zu<br />
Gast. Viel Arbeit liegt vor Inspire und C7, da sie den Anspruch haben,<br />
es immer noch mal anders und besser zu machen und Alleinstellungsmerkmale<br />
rund um die Themen CLEANROOM and PRO-<br />
CESSES zu kreieren.<br />
Große Visionen abseits der Messe<br />
Neben den Messen hat vor allem die Digitalisierung der Angebote<br />
rund um Inspire eine hohe Priorität. “Wenn wir eines aus der Pandemie<br />
gelernt haben, dann sich nicht nur auf die analogen Produkte<br />
wie Messen zu verlassen, sondern diese Erlebniswelt auch digital<br />
abzubilden”, so Harald Martin. Aus diesem Grund entwickelt er mit<br />
seinem Team ein Portal für eine ganze Branche, auf denen sämtliche<br />
relevante Angebote und digitale Produkte zusammengeführt<br />
werden. Videos, Vorträge, Podcasts, ausführliche Artikel zu Unternehmen,<br />
Produkten und Branchennews und viele weitere redaktionelle<br />
sowie multimediale Inhalte werden hier zu finden sein.<br />
Das ist aber noch nicht alles, denn auch die Buchung der Ausstellungsstände<br />
der LOUNGES als Bestandteil diverser Kommunikations-<br />
und Marketingpakete soll darüber abgewickelt werden. “Wir<br />
wollen unser Angebot erweitern und Ausstellern sowie Unternehmen<br />
der Branche mehr Möglichkeiten bieten, gesehen zu werden”,<br />
so Harald Martin. Da kommt dann auch die Firmenkooperation C7<br />
zum Tragen, die aus verschiedenen Unternehmen mit passender<br />
Spezialisierung besteht, die diese Anforderungen für die Unternehmen<br />
und damit einer ganzen Branche umsetzen können.<br />
Inspire blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück und konnte<br />
nicht nur wieder an die Zeiten vor der Pandemie anknüpfen, sondern<br />
diese auch nutzen, um sich und die angebotenen Produkte<br />
weiterzuentwickeln.<br />
Inspire GmbH - LOUNGES<br />
Am Falltor 35<br />
D 64625 Bensheim<br />
Telefon: +49 6251706068<br />
eMail: info@inspire-eventmanagement.de<br />
Internet: http://www.expo-lounges.de/
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Innovative Lösungen, Trends und<br />
Praxisberichte für prozesssicheres<br />
Entgraten und präzise Oberflächen<br />
11. Fachtagung Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen<br />
am 26. und 27. April <strong>2023</strong> in Nürtingen<br />
Der Strukturwandel in weiten Bereichen der produzierenden Industrie macht Wissen über neue Entwicklungen, Trends<br />
und Benchmark-Anwendungen zu einem Wettbewerbsfaktor. Geht es dabei um die Fertigungsschritte Entgraten und Herstellung<br />
von Präzisionsoberflächen hat sich die Fachtagung Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen der fairXperts<br />
als die Informationsplattform im deutschsprachigen Raum etabliert. Die 11. Veranstaltung wird am 26. und 27. April <strong>2023</strong> in<br />
Nürtingen durchgeführt.<br />
Bei der Fertigung von Präzisionsteilen sehen sich Unternehmen<br />
mit immer höheren beziehungsweise neuen Anforderungen konfrontiert.<br />
Dazu zählen unter anderem zunehmend anspruchsvollere<br />
Spezifikationen an die Oberflächenqualität, komplexere Bauteilgeometrie,<br />
ein verändertes Bauteilspektrum, neue und modifizierte<br />
Werkstoffe sowie Fertigungsverfahren. Gleichzeitig hat die Produktion<br />
energie- und ressourceneffizient sowie kostenoptimiert zu<br />
erfolgen. Um diesen Spagat bei den Fertigungsschritten Entgraten,<br />
Kantenverrunden, Bauteilreinigung und Herstellung von Präzisionsoberflächen<br />
technisch und wirtschaftlich optimal zu meistern, sind<br />
Informationen und Knowhow über innovative Bearbeitungslösungen<br />
und Trends ebenso unverzichtbar wie über Best-Practice-Anwendungen.<br />
Einen optimalen Wissenstransfer in diesem Bereich<br />
bietet die 11. Fachtagung Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen.<br />
Sie wird vom privaten Messe- und Tagungsveranstalter<br />
fairXperts GmbH & Co. KG am 26. und 27. April <strong>2023</strong> im Kultur- und<br />
Tagungszentrum K3N in Nürtingen durchgeführt und gliedert sich<br />
in sechs Themenblöcke.<br />
Entgraten mit speziellen Anlagen<br />
Zwei Vortragsreihen widmen sich neuen und weiterentwickelten<br />
Verfahren und Lösungen für das Entgraten mit speziellen Anlagen.<br />
Dabei geht es unter anderem um effiziente Kanten- und Oberflächenbearbeitung<br />
durch Gleitschleifen und Elektrofinishen. Informiert<br />
wird auch über das thermische Entgraten und dessen Anwendungsmöglichkeiten.<br />
Ein Übersichtsvortrag bietet am Beispiel<br />
spanend und additiv hergestellter Bauteile Einblicke in verschiedene<br />
Nachbearbeitungs- und Finishing-Technologien sowie deren<br />
industriellen Einsatz. Dass sich beim Entgraten mit Ultraschall auch<br />
die Spezifikation „scharfkantig gratfrei“ erfüllen lässt, wird ebenfalls<br />
demonstriert. Thematisiert werden darüber hinaus die Bearbeitung<br />
Die bereits zum elften Mal stattfindende Fachtagung Entgrattechnologien<br />
und Präzisionsoberflächen ermöglicht einen optimalen Wissenstransfer<br />
über neue Technologien. Trends und Benchmark-Anwendungen<br />
in diesen Bereichen und ist damit die Informationsplattform im deutschsprachigen<br />
Raum. (Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)<br />
Durch die begleitende Ausstellung können Teilnehmende Wissen<br />
auch im direkten Dialog mit Experten generieren und Lösungen<br />
für individuelle Aufgabenstellungen diskutieren.<br />
(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)
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innenliegender Oberflächen bei verschiedenen Bauteilen mit dem<br />
Strömungsschleifen sowie das Kugelentgrat- und Reinigungsverfahren<br />
Pinflow für die Innen- und Außenbearbeitung von Werkstücken.<br />
Mechanisches Entgraten mit Werkzeugen<br />
In diesem Themenbereich stellt der Vortrag „Prozesssicheres Entgraten<br />
undefinierter Werkstückkanten“ unterschiedliche Lösungsvarianten<br />
sowie deren Vor- und Nachteile vor. Wissen über die Parameter,<br />
die beim präzisen Verrunden von Schneidkanten mit Bürstprozessen<br />
das Ergebnis beeinflussen, wird ebenfalls vermittelt. Wie<br />
lässt sich auch in einem bereits optimierten Produktionsprozess<br />
durch die Kombination mehrerer Operationen in einem Arbeitsgang<br />
weiter Zeit einsparen? Die Antwort ist ein innovatives Bohr-<br />
Kombi-Werkzeug.<br />
Oberflächen prozesssicher reinigen – Gratrückstände entfernen<br />
Reinigen ist ein qualitätsrelevanter Baustein im Entgratprozess. Die<br />
Bedeutung der Reinigung für das Entgratergebnis sowie für Folgeprozesse<br />
nach dem Entgraten wird in der Tagung verdeutlicht. Für<br />
die Entfernung feiner Flittergrate wird eine neu entwickelte, pulsierende<br />
Düse vorgestellt, die dem trockenen CO2-Schneestrahlverfahren<br />
eine höhere kinetische Energie verleiht.<br />
Automatisierte Qualitätsprüfung von Oberflächen<br />
Dieser Vortragsblock startet mit einer Einführung in die Qualitätssicherung<br />
beim Entgraten. Die anschließende Präsentation informiert<br />
über ein mobiles Prüfgerät zur Oberflächeninspektion. Durch<br />
Schnittstellen sowie durch die Entwicklung und Implementierung<br />
selbstlernender Algorithmen ermöglicht diese Lösung, Prozesssteuerung<br />
und Qualitätskontrolle effizient zu gestalten. Ein weiterer<br />
Vortrag nimmt die Teilnehmenden mit in die Welt der digitalen Holographie<br />
und informiert über den aktuellen Stand der Sensorik für<br />
die industrielle Qualitätssicherung.<br />
Automatisiertes Entgraten mit Industrierobotern<br />
Was sind die Erfolgsfaktoren bei der automatisierten Roboterbearbeitung<br />
und worauf kommt es beim Entgraten mit dem Roboter<br />
an? Auf diese grundsätzlichen Fragen bietet die Fachtagung Antworten.<br />
Lösungen für die formgebende, roboterbasierte Feinstbearbeitung<br />
von Werkstücken mit nicht definierbarer Eingangsqualität,<br />
beispielsweise Guss- und Schmiedeteile, sind Thema dieses Vortragsblocke.<br />
Ebenso wie das automatisierte Entgraten von Guss-,<br />
Schmiede- und Pressteilen mit Werkzeugen durch CNC-Maschinen<br />
und Roboter.<br />
Abgerundet wird das Vortragsprogramm durch eine begleitende<br />
Ausstellung. Dies ermöglicht den Teilnehmenden, Wissen nicht nur<br />
durch die Präsentation neuer Entwicklungen und praxisorientierter<br />
Prozesslösungen zu generieren, sondern auch im direkten Erfahrungsaustausch<br />
mit Experten. Die Veranstaltung bietet dadurch<br />
wertvolle Anregungen für die innerbetriebliche Prozessoptimierung.<br />
Zielgruppe der Fachtagung sind Fach- und Führungskräfte aus<br />
Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Technologie, Verfahrenstechnik,<br />
Qualitätssicherung sowie Entwicklung und Konstruktion der verschiedenen<br />
Industriebranchen.<br />
Weitere Informationen über das komplette Programm und die<br />
Referenten sowie Anmeldeunterlagen stehen unter www.fairXperts.<br />
de und www.wissenstransfer.events bereit.<br />
fairXperts GmbH & Co. KG<br />
D 72639 Neuffen
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POWTECH <strong>2023</strong>: Durchstarten mit<br />
neuen Themen und Technologien<br />
Die POWTECH startet durch. Vom 26. bis 28. September <strong>2023</strong> wird die europäische Processing-Leitmesse in Nürnberg<br />
stattfinden – fast genau ein Jahr nach der POWTECH 2022. Über 700 Aussteller aus vielen Ländern werden wieder zahlreiche<br />
regionale und internationale Besucher anziehen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die offizielle Ausweitung der Messethemen<br />
von der reinen Pulver- und Schüttgutverarbeitung auf sämtliche Fluid-Technologien neue Aussteller anzieht. Bei<br />
den diesjährigen Fachbesuchern stieß die thematische Ausweitung auf überwältigende Zustimmung. Wer als Aussteller<br />
vom Frühbucher-Rabatt profitieren will, sichert sich bis Weihnachten 2022 seinen Standplatz.<br />
Die POWTECH im Herbst <strong>2023</strong> setzt neue Akzente: Der Veranstalter<br />
erweitert das Angebotsspektrum der Leitmesse für die Verfahrenstechnik<br />
und bezieht explizit die Verarbeitung und das Handling<br />
von Flüssigkeiten mit ein. Damit geht die nächste POWTECH als<br />
„International Processing Trade Fair for Powder, Bulk Solids, Fluids<br />
and Liquids“ an den Start.<br />
Verfahren integrieren, Liquids und Fluids einbeziehen<br />
Die NürnbergMesse trägt damit der Entwicklung Rechnung, dass<br />
sich in vielen Zielbranchen der POWTECH das Pulver- und Schüttgut-Processing<br />
mit Fluid- und Liquid-Technologien zu einem integrierten<br />
Prozess verbindet. So werden etwa in der chemischen<br />
Industrie aus Flüssigkeiten rieselfähige Granulate; zahlreiche flüssige<br />
Zusatzstoffe werden pulverförmigen Vorlagen zugemischt. In<br />
der Lebensmittelindustrie gilt es häufig, Pulver in Flüssigkeiten zu<br />
dispergieren. Slurry-Konzepte eröffnen neue Möglichkeiten. Und<br />
Hersteller von Kosmetika und Pharmazeutika benötigen sowohl zur<br />
Herstellung von Liquids wie Cremes oder Tropfen als auch von Solida<br />
unterschiedlichste Beschickungs- und Processing-Verfahren für<br />
feste, halbfeste und flüssige Produkte.<br />
Marianny Eisenhofer, Director POWTECH, erläutert: „Der<br />
Schlüssel zu immer effizienteren, nachhaltigen Prozessen liegt darin,<br />
diese integriert zu betrachten und zu optimieren. Zahlreiche der<br />
traditionell auf der POWTECH vertretenen Aussteller leisten hierzu<br />
längst einen großen Beitrag.“ Heike Slotta, Executive Director Exhibitions<br />
bei der NürnbergMesse ergänzt: „Durch die Repositionierung<br />
öffnet sich die Leitmesse POWTECH für weitere europäische<br />
Anbieter von Lösungen für die Herstellung und Verarbeitung von<br />
Pulvern, Granulaten, Schüttgütern und Flüssigkeiten.“<br />
Doppelpass mit dem PARTEC-Kongress<br />
Der Buchungsprozess für die Standflächen ist in vollem Gange. Bis<br />
Weihnachten 2022 gilt ein Frühbucherrabatt, den sich bereits viele<br />
Aussteller gesichert haben. Über 700 werden in sechs Messehallen<br />
vom 26. bis 28. September <strong>2023</strong> erwartet. Nicht nur die thematische<br />
Ausweitung soll zum Erfolg beitragen. Die parallel stattfindende<br />
dreitägige PARTEC, der internationale Wissenschaftskongress für<br />
Partikeltechnologie, gefördert von der VDI-Fachgesellschaft Verfahrenstechnik<br />
und Chemieingenieurwesen (GVC), wertet die Ausstellung<br />
einmal mehr auf. Schon in der Vergangenheit hat er sich<br />
regelmäßig als Publikumsmagnet für Wissenschaftler, Nachwuchswissenschaftler<br />
und Ingenieure aus aller Welt bewiesen. Der Call<br />
for Papers läuft bereits; Einsendeschluss ist der 15. Januar <strong>2023</strong>. Der<br />
Fokus liegt <strong>2023</strong> auf „Particle Technology for Sustainable Products“.<br />
Damit bildet die PARTEC mit der Präsentation aktueller Forschungsergebnisse<br />
einen Schwerpunkt, den auch bereits etliche<br />
Aussteller auf der POWTECH 2022 besetzten. Einige füllten unter<br />
anderem einen informativen Nachmittag zum Thema „New Energy“<br />
im Rahmen der stagetalks auf dem POWTECH-Expertenforum.<br />
Diese werden auch im nächsten Jahr wieder an allen drei Messetagen<br />
neue thematische Akzente für unterschiedlichste Besuchergruppen<br />
setzen. Aussteller finden dort die Möglichkeit, innovative<br />
Ansätze, Pilotprojekte und neue marktfähige Lösungen vor interessierten<br />
Messebesuchern zu präsentieren und mit ihnen in einen<br />
konstruktiven Dialog einzusteigen. Für eine noch größere Wirkung<br />
der wertvollen Impulse wird im nächsten Jahr die digitale Verbreitung<br />
der Vorträge, während und im Nachgang der Messe, sorgen.<br />
Digitale Einstimmung auf die großen Trends der Zeit<br />
Schon ab Januar <strong>2023</strong> wird die digitale Vortragsreihe der virtualtalks<br />
fortgesetzt. Im monatlichen Rhythmus stimmen jeweils drei Experten<br />
auf die POWTECH ein und informieren über zukunftsträchtige<br />
Trends. Dazu gehören nachhaltige Energieversorgung, Ressourcenschonung<br />
und Kreislaufwirtschaft. Außerdem werden die Digitalisierung<br />
in Entwicklung, Prozessoptimierung und Logistik, neue,<br />
umweltschonende Ernährungskonzepte sowie neue Technologien<br />
in der Pharmazie thematisiert. Neben den ideellen Trägern der<br />
POWTECH, VDI und APV, gibt auch der VDMA im Rahmen einer<br />
erweiterten Partnerschaft Impulse für die weitere Ausrichtung der<br />
europäischen Leitmesse.<br />
© NürnbergMesse / Thomas Geiger<br />
NürnbergMesse GmbH<br />
D 90471 Nürnberg
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Sauberer Sparfuchs: Schlauchquetschventil<br />
der Serie LPV steigert die Hygiene und<br />
senkt den Energieverbrauch<br />
In vielen Branchen werden Schlauchquetschventile zur Steuerung von Medien verwendet, wenn diese zum Zwecke der<br />
Hygienesicherheit von den Innenteilen des Ventils getrennt sein sollen – etwa in Analysegeräten oder Flüssigkeitsabfüllanlagen.<br />
Die Quetschventile der Serie LPV des Automatisierungsspezialisten SMC schützen das Medium so nicht nur effektiv<br />
vor Verunreinigungen, sondern erlauben den Einsatz bei hohem maximalen Betriebsdruck bei zugleich minimierter Ventilbreite<br />
von nur 20 mm und einer Leistungsaufnahme von 2,0 W.<br />
Kommen zur Steuerung von Medien etwa<br />
in der Analytik-, Medizin- und Nahrungsmittelindustrie<br />
Schlauchquetschventile mit<br />
Das Schlauchquetschventil LPV von SMC<br />
punktet mit einer kompakten Breite von<br />
nur 20 mm, reduziert die Leistungsaufnahme<br />
auf bis zu 2,0 W und sorgt für eine hohe<br />
Hygienesicherheit etwa in Analysegeräten<br />
oder Flüssigkeitsabfüllanlagen der Nahrungsmittel-<br />
und Medizinbranche.<br />
(Foto: SMC Deutschland GmbH)<br />
Totvolumen zum Einsatz, werden Prozessfehler,<br />
verunreinigte Proben oder Schwierigkeiten<br />
bei der Reinigung des Durchflusswegs<br />
wahrscheinlicher. Hier bietet SMC mit<br />
den Quetschventilen der Serie LPV in Magnetausführung<br />
ohne Totvolumen die ideale<br />
Lösung: Da das Medium nicht mit den beweglichen<br />
Teilen des Ventils in Berührung<br />
kommt, werden mögliche Verunreinigungen<br />
minimiert und die Reinigung vereinfacht.<br />
Zum anderen kann das Medium wegen des<br />
fehlenden direkten Ventilkontakts ungehindert<br />
fließen und der Druckabfall wird reduziert.<br />
Die Serie LPV erhöht so allem voran<br />
die Hygienesicherheit, hält aber gleichzeitig<br />
den Energieverbrauch und damit auch die<br />
Kosten gering – und schont so gleichermaßen<br />
die Umwelt und den Geldbeutel.<br />
Kleiner Verbrauch, hoher Betriebsdruck<br />
Die Serie LPV besitzt einen integrierten<br />
Energiesparschaltkreis, durch den die Leistungsaufnahme<br />
nur 2,0 Watt beträgt (bei<br />
Außen-Ø von 3 und 4 mm). Ein weiterer<br />
kleiner Schritt zu einem großen Ziel: mehr<br />
Nachhaltigkeit bei industriellen Prozessen.<br />
Auch die Wartungskosten für potenziell beschädigte<br />
Schläuche werden durch den Einsatz<br />
der Quetschventile von SMC gesenkt.<br />
Denn die Bogenform der Schlauchklemme<br />
macht sie nicht nur wartungsfreundlich,<br />
sondern verringert auch Beschädigungen<br />
des Schlauchs und sorgt für einen ungehinderten<br />
Durchfluss wie auch einen minimalen<br />
Druckabfall. Die Ventile der Serie LPV<br />
sind dabei in den Typen N.C. (Öffner, in geklemmter<br />
Position) und N.O. (Schließer, in<br />
gelöster Position) erhältlich.<br />
Einfach und flexibel in der Anwendung<br />
Als Schlauchmaterial lassen sich Silikon,<br />
PharMed®BPT oder Tygon® mit Außen-<br />
Ø von 3, 4 und 6 mm (1/8, 5/32 bzw. 1/4 Zoll)<br />
verwenden. Der Schlauch lässt sich bei der<br />
Quetschventilserie LPV nach der Verwendung<br />
zudem sehr einfach entfernen und<br />
entsorgen – eine Reinigung entfällt. Eine<br />
U-förmige Schlauchdurchführung sorgt dabei<br />
für einen bequemen Austausch beziehungsweise<br />
Installation. Bei bestehenden<br />
Modellen war hingegen noch oft notwendig,<br />
den Schlauch durch eine O-förmige Öffnung<br />
einzuführen. Auch beim lediglich 20<br />
mm breiten und damit kompakten Ventil<br />
geht die Montage einfach vonstatten: Möglich<br />
sind Direkt-/Frontmontage sowie Paneleinbau,<br />
wodurch es sich noch flexibler und<br />
sicherer nutzen lässt. So lassen sich dank<br />
der Panelmontage zwischen der Durchfluss-<br />
und der Spulenseite des Quetschventils<br />
elektrische Fehler infolge austretender<br />
Flüssigkeiten vermeiden.<br />
Einsatzbereit in zahlreichen Branchen<br />
Da die robusten und schmutzresistenten<br />
Schlauchquetschventile der Serie LPV kein<br />
Medium berühren, ist für sie darüber hinaus<br />
keine spezielle Zulassung erforderlich. In<br />
Summe sind die Ventile von SMC damit die<br />
ideale Wahl insbesondere für Anwendungen<br />
von der Nahrungsmittelindustrie bis hin<br />
zur Medizinbranche, bei denen Medien besonders<br />
rein gehalten werden müssen und<br />
eine hohe Hygienesicherheit zu gewährleisten<br />
ist – beispielsweise bei DNA-Analysegeräten,<br />
bei Abfallflüssigkeitsleitungen von<br />
Blutanalysesystemen, bei Geräten zur Identifizierung<br />
und Untersuchung von Bakterien<br />
oder Abfüllvorrichtungen von verschiedenen<br />
Flüssigkeiten.<br />
SMC Pneumatik GmbH<br />
D 63329 Egelsbach
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Eine Messe für alle:<br />
Die interpack <strong>2023</strong> im Überblick<br />
(Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)<br />
Planlos durch die Messehallen? Nicht auf der interpack. Damit Besucherinnen und Besucher alles finden, was sie suchen,<br />
gibt es zur ausgebuchten interpack <strong>2023</strong> ein Hallenkonzept mit klaren Branchenschwerpunkten.<br />
Keine andere Messe der Branche spiegelt wie sie den Weltmarkt in<br />
seiner ganzen Vielfalt wider. Im kommenden Jahr bietet die interpack<br />
der Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie<br />
erneut den international größten Marktüberblick und wird ihrem<br />
Motto „simply unique“ mehr als gerecht. Damit man in den 18 Messehallen<br />
nicht den Überblick verliert, gibt es ein maßgeschneidertes<br />
Hallenkonzept, das sich an den Kernzielgruppen aus den Bereichen<br />
Nahrungsmittel, Getränke, Süß- und Backwaren, Pharma, Kosmetik,<br />
Non-Food sowie Industriegüter orientiert.<br />
Rund 2.700 Unternehmen aus aller Welt präsentieren vom<br />
4. bis 10. Mai <strong>2023</strong> in Düsseldorf Spitzentechnologien und Verpackungstrends<br />
entlang der gesamten Wertschöpfungskette, zeigen<br />
Wachstumschancen auf und geben Antworten auf die Herausforderungen<br />
der Branche.<br />
Süß- und Backwaren<br />
Prozesse und Maschinen für das Verpacken von Süß- und Backwaren<br />
finden Besucherinnen und Besucher insbesondere in den<br />
Hallen 1,3 und 4 der interpack. Wer Süßes verpacken möchte, kann<br />
sich hier unter vielen anderen von Sollich, Aasted, Theegarten-Pactec,<br />
Chocotech, Bühler oder Winkler und Dünnebier beraten lassen.<br />
Die Backwarenbranche trifft sich zum Beispiel bei Ausstellern wie<br />
Hebenstreit, Rheon Automatic Machinery, Colussi Ermes, Tonelli,<br />
TT Italy oder Reading Bakery System.<br />
Wie in anderen Bereichen hat sich bei Verpackungen für Süßwaren,<br />
Backwaren, Snacks und Cerealien viel bewegt in den letzten<br />
Jahren. Ein großes Thema sind nachhaltige Lösungen. Die Maschinenbauer<br />
passen ihr Portfolio etwa an Monomaterialverpackungen<br />
oder neue Materialien an. Zudem sind digitale Technologien – so<br />
wie in der gesamten Branche – im Fokus.<br />
Nahrungsmittel, Getränke, Non-Food und Industriegüter<br />
Die Nahrungsmittelbranche gehört zu den Top-Besucherzielgruppen<br />
der interpack, dementsprechend groß ist das Angebot. Die<br />
Nachfrage nach verpackten Nahrungsmitteln steigt weltweit. Zudem<br />
verändern sich in den gesättigten, einkommensstarken Märkten<br />
Konsumbewusstsein und Konsumverhalten in Richtung Nachhaltigkeit,<br />
Regionalität, Bioqualität oder Fairtrade, das bezieht sich<br />
auch auf die Verpackung. Dies bewirkt ebenso wie die aktuellen<br />
Herausforderungen beim Energiemanagement und in Bezug auf<br />
die Ressourcenschonung Transformationsprozesse in der Branche.<br />
Ähnliches gilt für Getränke sowie Non-Food Produkte, die wie der<br />
Nahrungsmittelbereich in den Hallen 5 und 6 sowie 11 bis 14 angesiedelt<br />
sind. Rund 20 Prozent der Besucherinnen und Besucher sind<br />
auf der interpack insbesondere an Lösungen für Industriegüter interessiert.<br />
Auch diese findet man in diesen Hallen.
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Beginnend in der Halle 5 findet man einen Schwerpunkt im Bereich<br />
Food und große Namen wie Multivac Sepp Haggenmüller, Ulma<br />
Packaging, Weber Maschinenbau und Fuji Machinery. In der Halle<br />
6 zeigen zum Beispiel Fawema, Coesia, Syntegon Technology oder<br />
Duravant ihre Innovationen in vielen Anwendungsbereichen für<br />
Processing & Packaging.<br />
Die Hallen 11 bis 14, die optimal in einem Rundlauf erschlossen<br />
werden können, beherbergen Aussteller wie Omori Machinery,<br />
Mettler-Toledo (Halle 11), Extend Great International, Rovema und<br />
Haver & Boecker (Halle 12), KHS, Krones, Aetna Group, Sidel und<br />
ProMach (Halle 13) sowie Gerhard Schubert Verpackungsmaschinen,<br />
Ishida Europe Limited, Loesch-Hastamat und tna solutions<br />
(Halle 14). Die Halle 13 legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf<br />
Abfüll- und Verpackungslösungen für die Getränkebranche.<br />
Pharma und Kosmetik<br />
Angesichts der weltweiten demographischen Veränderungen stehen<br />
die Entwicklungschancen für die Pharmabranche gut. Mit wachsenden<br />
Ansprüchen an die Medikamentenentwicklung steigen parallel<br />
auch jene an die Anlagen- und Maschinentechnik im Bereich der<br />
Verpackung und Abfüllung von Arzneimitteln. Die Pharma-Unternehmen<br />
brauchen ganzheitliche Lösungen und die bekommen sie<br />
in den Hallen 15 bis 17 der interpack, die schwerpunktmäßig Prozesse<br />
und Maschinen für das Verpacken von Pharmazeutika und<br />
Kosmetika zeigt. Hier treffen die Besucherinnen und Besucher etwa<br />
auf IMA Industria Macchine, die Marchesini Group, die Optima<br />
packaging group, Romaco Holding, Körber Medipak Systems und<br />
die Firmen der Excellence United. An Maschinen und Anlagen zur<br />
Herstellung von Pharmazeutika und auch von Kosmetika werden zu<br />
Recht hohe Anforderungen gestellt bzgl. der Produktsicherheit, Fälschungssicherheit<br />
und Nachverfolgbarkeit. Kosmetische Produkte<br />
stehen zudem im Fokus der Nachhaltigkeitsbewegung.<br />
Packstoffe und Packmittel<br />
Von zentraler Bedeutung für die Branche sind die Hallen 7 und 7a,<br />
8a, 9 und 10 der interpack. Denn hier können die Besucherinnen und<br />
Besucher gut ein Drittel der gesamten Aussteller mit allen Materialien<br />
und den Endprodukten für die Verpackung besichtigen. Dieses<br />
anwenderübergreifende Angebot an Packmitteln, Packstoffen und<br />
Packhilfsmitteln ist für sich genommen die größte Packmittelmesse<br />
der Welt. Auch das macht die interpack einzigartig. Hier sind alle<br />
Verpackungsmaterialien vertreten und es gibt besonders viele Innovationen<br />
zum Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung,<br />
etwa bei der Erschließung neuer Materialien, nachwachsender Rohstoffe<br />
oder auch der Erhöhung des Reyklat-Anteils in Verpackungen.<br />
Die Aussteller in diesem Bereich sind besonders zahlreich und<br />
international – besuchen kann man u.a. Sappi Europe, Sonoco, Mayr<br />
Melnhof Packaging, Berry Global, Schütz GmbH, die S.I.T. Group<br />
oder Seda International Packaging.<br />
Etikettieren, Kennzeichnen, Veredeln<br />
Informieren, dekorieren, individualisieren – die Verpackung ist ein<br />
Informationsträger. Wie man das für unterschiedliche Produkte und<br />
Anforderungen umsetzen kann, zeigen die Aussteller in den Hallen<br />
8a und 8b. Hier gibt es Maschinen für Etikettier- und Kennzeichnungstechnik<br />
zum Beispiel bei Bluhm Systeme, Langguth, Domino<br />
Printing Sciences, Videojet Technologies, Herma oder Possehl. Ergänzt<br />
wird das Angebot um Lösungen im Bereich der Packmittelproduktion<br />
und des integrierten Verpackungsdrucks. Hier kann<br />
man etwa Unternehmen wie Starlinger, Totani, Fujifilm Europe, die<br />
Brückner Group oder HP Deutschland besuchen.<br />
components<br />
“Every part counts” heißt es bei der components, die wieder parallel<br />
zur interpack als eigene Messe stattfindet. Hier findet man Unternehmen,<br />
die Antriebs-, Steuer- und Sensortechnik, Produkte zur<br />
industriellen Bildverarbeitung, Handhabungstechnik, industrielle<br />
Software und Kommunikation sowie komplette Automatisierungssysteme<br />
für die Verpackungsindustrie anbieten. Zudem gibt es hier<br />
Maschinenteile, -komponenten, -zubehör und Peripheriegeräte sowie<br />
Komponenten und Hilfsmittel für Packmittel. Ausstellerseitig<br />
mit dabei sind zum Beispiel Pilz, Gimatic, Igus, Voestalpine Edelstahl<br />
und Mädler. Mit der temporären Halle 18, die sich zwischen<br />
den Hallen 10 und 16 befindet, ist die Messe sehr zentral gelegen und<br />
interpack-Besucherinnen, Besucher und Aussteller haben direkten<br />
Zugang zur components und umgekehrt.<br />
Optimal vorbereiten<br />
Ausstellende Unternehmen können sich im Vorfeld der Messe in<br />
der Aussteller- und Produktdatenbank individuell präsentieren, ihre<br />
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auf der interpack und<br />
ihre Produktinnovationen vorstellen. Die Aussteller- und Produktdatenbank<br />
ist ab sofort unter www.interpack.de verfügbar und wird<br />
stetig mit neuen Informationen und Produkten aktualisiert.<br />
Messe Düsseldorf GmbH<br />
D 400<strong>01</strong> Düsseldorf
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Für viele Transportaufgaben kommen in Ex-Bereichen<br />
und Reinräumen klassische Hubwagen<br />
zum Einsatz; zum einfachen aber zügigen<br />
Be- und Entladen von Waren eignet sich der<br />
Elektrohubwagen 411 K. (Bild: EAP Lachnit)<br />
Heben und Bewegen in<br />
Reinräumen und Ex-Bereichen<br />
Für den Einsatz in Reinräumen oder<br />
Ex-Bereichen hat EAP Lachnit den<br />
Elektrostapler 421 KJ in Edelstahlausführung<br />
entwickelt. (Bild: EAP Lachnit)<br />
EAP Lachnit ist spezialisiert auf Flurförderzeuge und Hebegeräte aus Edelstahl<br />
für den Einsatz in sensiblen Bereichen<br />
Der Einsatz von Flurförderzeugen und Hebegeräten in Reinräumen und Ex-Bereichen ist durch strenge Vorschriften geregelt.<br />
Hierfür muss eine Vielzahl gesetzlicher und sicherheitstechnischer Anforderungen erfüllt werden. Das deutsche<br />
Unternehmen EAP Lachnit bietet speziell für diese Einsatzbereiche Hubwagen, Stapler und Lifte aus Edelstahl an. Sie<br />
zeichnen sich durch ihre Leistungsfähigkeit, eine robuste Bauform sowie mögliche Sonderausstattungen für vielfältige<br />
Aufgaben in sensiblen Bereichen aus.<br />
Die Fertigungsprozesse in Reinräumen<br />
und Ex-Bereichen verlaufen nach strengen<br />
Regeln und Vorschriften. Auch Hebe- und<br />
Handhabungstechnik sowie Flurförderzeuge<br />
müssen diese erfüllen. EAP Lachnit<br />
bietet für den Transport und das Heben und<br />
Bewegen von Gütern Hubwagen, Stapler<br />
und Lifte an, die aus Edelstahl gefertigt werden.<br />
Die Geräte des etablierten Herstellers<br />
gelten als äußerst robust und leistungsfähig.<br />
Für spezielle Anforderungen sind weitere<br />
Varianten der Hubwagen, Stapler und Lifte<br />
möglich.<br />
Kraftvoll in die Höhe<br />
Gleich zwei Funktionen in einem Gerät vereint<br />
der Elektro-Scherenhubwagen Typ 405<br />
E: Er transportiert als Hubwagen mit elektrischem<br />
Antrieb Güter und hebt diese auf<br />
bis zu 800 mm. Gleichzeitig kann er auch<br />
als Hubtisch eingesetzt werden. Die elektrische<br />
Hebevorrichtung schafft Lasten bis<br />
Der Mobillift Typ 402 H aus Edelstahl erfüllt die<br />
hohen Anforderungen nach Atex und anderen<br />
Standards. (Bild: EAP Lachnit)<br />
EAP Lachnit bietet für Ex-Bereiche und Reinräume<br />
den Mobillift Typ 402 E aus Edelstahl an,<br />
der die hohen Anforderungen nach Atex und<br />
anderen Standards erfüllt. (Bild: EAP Lachnit)
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zu 800 kg. Der Scherenhubwagen, inklusive<br />
dem Pumpenaggregat, werden komplett<br />
aus Edelstahl gefertigt. Das Gerät erfüllt<br />
die Schutzart IP67. Für den Einsatz in sensiblen<br />
Bereichen wird der Hubwagen mit<br />
dem Werkstoff 1.4571 / V4A / AISI 316 sowie<br />
Lenk- und Lastrollen aus Polyurethan ausgestattet.<br />
In einer speziellen Konfiguration<br />
ist er auch für Ex-Räume (Klassifikation II 2<br />
GD c) und als Reinraumausführung verfügbar.<br />
Der Elektrohubwagen 412 K<br />
besitzt die gleichen technischen<br />
Merkmale wie der Typ 411 K, ist<br />
jedoch zusätzlich mit einer Mitfahrplattform<br />
für den Mitfahrerbetrieb<br />
ausgestattet.<br />
(Bild: EAP Lachnit)<br />
Sicher Heben und Bewegen<br />
Für das Handling in Reinräumen der ISO<br />
Klasse 7 nach DIN EN ISO 14644-1 bietet<br />
EAP Lachnit den Mobillift Typ 402 H in<br />
Edelstahl-Ausführung an. Dieser hebt Lasten<br />
bis zu 200 kg bis zu einer Höhe von 1600<br />
mm und ist händisch verfahrbar. Die Lastaufnahme<br />
erfolgt mit einem Hubschild samt<br />
zwei Zinken, welche entlang des Schildes<br />
verschiebbar sind. Das Heben und Senken<br />
erfolgt mit einer Handseilwinde und<br />
Edelstahldrahtseil. In den Auslegern sind<br />
polyurethanbeschichtete Räder verbaut, die<br />
elektrisch leitfähig sind.<br />
Für Lasten mit einem höheren Gewicht<br />
ist der Mobillift mit elektrischem Antrieb für<br />
Heben und Senken als Typ 402 E verfügbar.<br />
Er hebt Lasten bis zu 500 kg bis zu einer<br />
Höhe von 2.000 mm.<br />
Schlank und wendig: Elektrohubwagen<br />
Typ 411 K, 412 K, 421 KJ, 422<br />
Für viele Transportaufgaben kommen in<br />
Ex-Bereichen und Reinräumen klassische<br />
Hubwagen zum Einsatz. Auch hier bietet<br />
EAP Lachnit spezielle Ausführungen an:<br />
Zum einfachen aber zügigen Be- und Entladen<br />
von Waren eignet sich der Elektrohubwagen<br />
411 K. Und wenn es gilt, schwere Lasten<br />
über längere Strecken zu transportieren,<br />
bietet sich der leistungsstarke Elektrohubwagen<br />
412 K mit einer Mitfahrplattform an.<br />
Der Aufbau der Elektrohubwagen ist sehr<br />
robust. Ein- und Ausfahrrollen sorgen dafür,<br />
dass Paletten problemlos aufgenommen<br />
werden können. Die Hubwagen verfügen<br />
über eine hohe Standsicherheit durch Mittelradantrieb<br />
mit Kegelradgetriebe und<br />
bieten einen hohen Fahrkomfort, auch<br />
Schwellen können problemlos überwunden<br />
werden. Die Bedienung erfolgt über eine<br />
Sicherheitslenkdeichsel mit Steuer- und<br />
Bedienungselementen. Die Traglast beträgt<br />
maximal 3.000 kg, die Hubhöhe bis zu 205<br />
mm (optional bis 300 mm). Dank eines geringen<br />
Wenderadius von 1.600 mm sind<br />
die Hubwagen sehr wendig. Eine Fahrge-<br />
Für Förderaufgaben, die<br />
einen höheren Hub erfordern,<br />
ist der Elektrostapler Typ 422<br />
die richtige Wahl.<br />
(Bild: EAP Lachnit)<br />
schwindigkeit von 4 km/h erlaubt ein flottes<br />
Vorankommen.<br />
Für Förderaufgaben, die einen höheren<br />
Hub erfordern, ist der Elektrostapler Typ<br />
422 die richtige Wahl. Mit einer Traglast<br />
von 1.250 kg ist er leistungsstark und bietet<br />
vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Ein großer<br />
Lenkeinschlag und volle Bewegungsfreiheit<br />
nach beiden Seiten machen den Hubwagen<br />
sehr wendig; der Kegelradantrieb sorgt<br />
gleichzeitig für eine hohe Standsicherheit.<br />
Doppelstöckig unterwegs<br />
Der Elektrostapler 421 KJ wurde als Doppelstockbelader<br />
konzipiert und ist für den<br />
Transport palettierter Waren konzipiert.<br />
Er garantiert durch die Kombination von<br />
Haupthub und Initialhub schnelles Arbeiten<br />
bei einem Höchstmaß an Sicherheit.<br />
Mit einer Traglast von 1.600 kg in der Basis<br />
und 1.250 kg im Haupthub - sowie alternativ<br />
– von 1.000 kg plus 1.000 kg kombiniert,<br />
ist der Elektrostapler äußerst leistungsstark<br />
und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten.<br />
EAP Lachnit GmbH<br />
Robert-Bosch-Straße 7<br />
D 89275 Elchingen<br />
Telefon: +49 7308 98980<br />
Telefax: +49 7308 969811<br />
eMail: info@lachnit-foerdertechnik.de<br />
Internet: http://www.lachnit-foerdertechnik.de
www.reinraum.de<br />
NEWSLETTER<br />
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Veranstaltungen<br />
im Januar <strong>2023</strong><br />
Datum: 16.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar GMP Kompakt Qualitätssicherung Qualitätskontrolle<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
Datum: 17.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 18.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Reinraumtechnik und Reinraumpraxis<br />
Veranstaltungsort: München<br />
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH<br />
Datum: 19.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 20.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
GMP für Lieferanten technischer Systeme (PT 27)<br />
- Live Online Seminar<br />
Veranstaltungsort: Heidelberg<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
Datum: 20.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 21.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />
Veranstaltungsort: Elmshorn<br />
Veranstalter: Berner International GmbH<br />
Datum: 23.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar GMP Kompakt Dokumentation und Protokolle<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
Datum: 24.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 26.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar<br />
Veranstaltungsort: online<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
MEHR …<br />
Datum: 24.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 25.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Lüftungstechnik im Reinraum Planung, Ausführung und Betrieb<br />
Veranstaltungsort: Berlin<br />
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH<br />
MEHR …<br />
Datum: 25.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 26.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Intensivseminar für Reinraum Quereinsteiger<br />
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />
Datum: 25.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 26.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Lufttechnik in der Industrie<br />
Veranstaltungsort: Berlin<br />
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH<br />
Datum: 27.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar: GMP Grundprinzipien - Freebie<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 30.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar GMP Kompakt Qualifizierung und Validierung<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
Datum: 31.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong> - 02.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Experte für GMP Auditing: Regelwerke, Ablauf und Kommunikation<br />
Veranstaltungsort: Unna bei Dortmund<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
Veranstaltungen<br />
im Februar <strong>2023</strong><br />
Datum: <strong>01</strong>.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Excel-Auswerteblätter im Labor<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
Datum: <strong>01</strong>.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Anforderungen an die Sterilisation<br />
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />
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Datum: <strong>01</strong>.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Reinraum-Sprechstunde<br />
Veranstaltungsort: online<br />
Veranstalter: Cleanroom Future<br />
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www.reinraum.de<br />
NEWSLETTER<br />
www.cleanroom-online.com Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>01</strong>-<strong>2023</strong> | Seite 67/67<br />
Veranstaltungen<br />
im Februar <strong>2023</strong><br />
Datum: 02.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Reinigungsvalidierung im GMP-Umfeld<br />
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />
Datum: 06.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar: GMP Grundprinzipien<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
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Datum: 07.02.<strong>2023</strong> - 09.02.<strong>2023</strong><br />
Tagung<br />
Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block II - Live Online Seminar<br />
Veranstaltungsort: online<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
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Datum: 07.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
GMP Basistraining<br />
Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 08.02.<strong>2023</strong> - 09.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Computervalidierung: Grundlagen, Regeln, GAMP 5<br />
Veranstaltungsort: Wiesbaden<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
MEHR …<br />
MEHR …<br />
Datum: 09.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
GMP Pre-sterilized Packaging Material - Requirements and<br />
Challenges for RTU / RTS Products - Live Online Training<br />
Veranstaltungsort: Heidelberg<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
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Datum: 14.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Single-Use Disposables - What you need to know - Live Online Training<br />
Veranstaltungsort: Online<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
MEHR …<br />
Datum: 14.02.<strong>2023</strong> - 15.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
GMP-regulierte Reinräume<br />
- Lufttechnische Messungen und Qualifizierung<br />
Veranstaltungsort: Nürtingen<br />
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH<br />
Datum: 15.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Fundamentals of Visual Inspection<br />
- Live Online Training<br />
Veranstaltungsort: online<br />
Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />
Datum: 15.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Webinar: Quarantänehandling in der Pharma<br />
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 22.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Qualifizierung<br />
Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 23.02.<strong>2023</strong><br />
Webinar<br />
Herstellung und Abweichungen<br />
Veranstaltungsort: Unna<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 23.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Validierung<br />
Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
Datum: 23.02.<strong>2023</strong><br />
Seminar<br />
Hygiene in der Praxis<br />
Veranstaltungsort: Osnabrück<br />
Veranstalter: PTS Training Service<br />
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Impressum:<br />
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 7<strong>01</strong>80 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366<br />
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. <strong>DE</strong> 147811997<br />
Originaltexte und Bilder:<br />
Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stehen in der Verantwortung des jeweiligen Autors. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung<br />
der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine<br />
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