16.01.2023 Aufrufe

KURT 01/2023

KURT - Dein Magazin für Gifhorn Ausgabe Jan./Feb. 2023

KURT - Dein Magazin für Gifhorn
Ausgabe Jan./Feb. 2023

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Anzeige<br />

kostenfrei Dein Magazin für Gifhorn Jan./Feb. <strong>2023</strong><br />

<strong>KURT</strong><br />

Schluss mit Schmerzen<br />

Der Gifhorner Gesundheitspark bietet Hilfe –<br />

jetzt auch mit Therapien für Long-Covid-Patienten<br />

Verlosung: 5 Therapien im Wert von jeweils bis zu 400 Euro


Seitenkopf<br />

ZUSATZVORSTELLUNG<br />

Editorial<br />

Gifhorn – Du bist meine Motivation<br />

Silvester ist vorbei, der Kater durchgestanden.<br />

Zeit sich aufs neue Jahr einzustimmen. Zack –<br />

schon sind die ersten Termine in den Kalender<br />

eingetragen. Da steigt direkt die Vorfreude aufs<br />

Gifhorner Schützenfest oder Altstadtfest – auch<br />

wenn beides noch fern scheint. So wirkt der<br />

Blick auf die ersten Kalenderseiten enttäuschend.<br />

Doch ich sollte mich irren.<br />

Da sehe ich aus dem Fenster und<br />

entdecke dicke Regentropfen aus<br />

dem grauen Himmel fallen. Entmutigt<br />

muss ich an den Weg zur Arbeit<br />

durch die Finsternis denken. Auch auf<br />

der Fahrt nach Hause wird sie mich begleiten.<br />

Der Januar und der Februar sind wohl die<br />

runterziehendsten Monate. Was soll man denn<br />

auch machen, wenn die großen geilen Feten<br />

noch ewig auf sich warten lassen?<br />

Mein Blick wandert über den Schreibtisch bis<br />

zu den Ausdrucken zum Korrekturlesen. Mir<br />

fallen die Tipps-&-Termine-Seiten ins Auge.<br />

Das ist es! Denn gerade wegen dieser Ferne<br />

zu den großen Ereignissen im Stadtgeschehen<br />

schwenkt der Fokus nun auf die kleineren – vielfach<br />

mindestens genauso guten – Events.<br />

Klar, Gifhorns Kneipenkultur lässt sowieso<br />

nie zu wünschen übrig. Abgesehen von den<br />

kurzen und langen Getränken beglückt<br />

einen eben diese mit den interessantesten<br />

Gestalten, herrlichsten Konzerten<br />

und ausschweifendsten Gesprächen.<br />

Einfach fantastisch.<br />

Aber Gifhorn kann noch so viel<br />

mehr: Theatervorstellungen, Vorträge<br />

und Zusammenkünfte locken mich aus<br />

dem Wintertrott. Ich bin startklar für <strong>2023</strong>.<br />

Ich hüpfe von meinem Stuhl, stülpe mir meinen<br />

Mantel über und tänzle aus dem Büro –<br />

heute auch einfach mal bei Tageslicht.<br />

Bastian Till Nowak<br />

nowak@kurt-gifhorn.de<br />

2. MÄRZ <strong>2023</strong>, 20 Uhr<br />

Gifhorns<br />

Polizeichef im<br />

<strong>KURT</strong>-Interview<br />

Gifhorns Polizei hat seit einem<br />

Jahr einen neuen Chef: Oliver<br />

Meyer (47). <strong>KURT</strong>-Volontärin<br />

Marieke Eichner besuchte ihn<br />

in seinem Büro und sprach mit<br />

ihm über Kriminalität, Demokratie<br />

– und was ihn einst zur<br />

Polizei führte. » Seite 26<br />

Foto: Sven Sindt<br />

www.stadthalle-gifhorn.de<br />

2 <strong>KURT</strong><br />

<strong>KURT</strong> 3<br />

Foto: Michael Uhmeyer


Die 5 <strong>KURT</strong> Highlights<br />

Partygirl Cleopatra<br />

bricht alle Herzen<br />

1Verführen geht über Regieren: Ägyptens<br />

Königin Cleopatra ist gelangweilt,<br />

will an ihre politischen Geschäfte nicht<br />

denken und sehnt sich nach einem neuen<br />

Flirt. Nachdem sie von Julius Caesar<br />

sitzen gelassen wurde, lässt sie einen von<br />

ihr begehrten Soldaten zur Palastwache<br />

aufsteigen, feiert dann mit dem Priester des<br />

Ptah das Liebesopfer, beglückt einen Gesandten<br />

nicht nur mit einem Meeresbusen und unterwirft sich<br />

schließlich dem römischen Feldherrn Marc Anton. „Die Perlen der Cleopatra“ von Oscar<br />

Straus ist ein Juwel der Goldenen Zwanziger – zwischen Jazz und Unterhaltungsmusik,<br />

fast schon Musical. Der Komponist nahm die Ägypten-Begeisterung seiner Zeitgenossen<br />

gehörig aufs Korn: Seine Cleopatra ist mehr Diva und Partygirl als sagenumwobene Königin.<br />

Schon zur Uraufführung 1923 in Wien war‘s der Hit der Saison. Das Theater für<br />

Niedersachsen bringt die Operette nun erneut auf die Bühne – und zu uns nach Gifhorn.<br />

2<br />

Für<br />

Sonntag, 12. Februar, 16 Uhr, Stadthalle, Schützenplatz 2, Gifhorn<br />

Vorverkauf: ab 27,30 Euro zzgl. VVK-Gebühr<br />

sie gibt es keine Genregrenzen:<br />

ClariNoir geht mit Mozart auf Weltreise<br />

Foto: Jochen Quast<br />

„Mozart on the Road“ heißt das Programm des vielfach ausgezeichneten Trios ClariNoir, mit<br />

dem sie nun auch bei uns einen Stopp einlegen – auf Einladung des Kulturvereins Gifhorn.<br />

Mozart begleitet ClariNoir schon seit ihrer Gründung. Schließlich bleibt Mozart durch sein<br />

Klarinettenkonzert für Klarinettisten ein<br />

lebenslänglicher Partner. Was also lag näher,<br />

als ihn – Mozart – einzuladen und mit ihm<br />

den Globus musikalisch zu erkunden: Jazz<br />

in New York, Tango in Buenos Aires, ein<br />

Liebeslied in Taipeh und Klezmer in Odessa.<br />

Und beim Kollegen Schumann in Leipzig<br />

wird auch noch ein Besuch eingeschoben.<br />

4<br />

Krimi<br />

3<br />

Wie auf der Insel: Pub-Folk mit Clonmac Noise<br />

Ausgelassene Stimmung wie im Dubliner<br />

Pub? Das kann man auch in Gifhorn haben,<br />

wenn sich Clonmac Noise ins Freizeitund<br />

Bildungszentrum Grille auf die Bühne<br />

schwingen. Der traditionelle Kneipenfolk<br />

reißt alle mit – ob vorher ein Guinness<br />

getrunken wurde oder nicht. Bevor Clonmac<br />

Noise die Grille zum Grölen bringen,<br />

heizt das Dudelsack-Duo Highland Sound<br />

mit dem schottischen Paradeinstrument<br />

ein. Tickets gibt‘s im FBZ Grille oder unter<br />

www.unser-ferienprogramm.de/gifhorn.<br />

Samstag, 4. Februar, 21 Uhr, FBZ Grille, Ludwig-Jahn-Straße 12, Gifhorn, Vorverkauf: 15 Euro<br />

trifft Komödie:<br />

Herzliches Stück<br />

vom Theaterverein<br />

Eine herzliche Krimikomödie geschrieben<br />

vom Gifhorner Peter Futterschneider: Der<br />

Theaterverein Gifhorn zeigt in der Tagesstätte<br />

an der Pyritzer Straße sein neues Stück<br />

„Verlobung auf Gut Rentrup“. Ein Gala-Dinner<br />

der Gutsfamilie gerät außer Kontrolle.<br />

Samstag, 11. März, 20 Uhr<br />

Freitag und Samstag, 17. und 18. März, 20 Uhr<br />

Sonntag, 19. März, 16 Uhr, Kuchen ab 14 Uhr<br />

Tagesstätte, Pyritzer Straße 7, Gifhorn<br />

Vorverkauf: 12 Euro unter<br />

theaterverein-gifhorn.de oder Tel. 05371-55232<br />

5<br />

Es<br />

rufen uns<br />

die freien Wogen<br />

Die See ist rau, der nächste Hafen lässt<br />

noch lange auf sich warten – ach Du,<br />

mein Mädchen, bist so fern. Nichts<br />

beschreibt das Gefühl der Entlegenheit so<br />

schön wie ein kerniges Seemannslied. Unter<br />

der Leitung von Anatoll Krug lädt der<br />

Gifhorner Shanty-Chor zum maritimen<br />

Konzert. Mit dabei: der Shanty-Chor Celle<br />

und die Tanzenden Siedlersterne als bunt<br />

kostümierte Seepiratinnen. Ahoi!<br />

Foto: Peter Steinheisser<br />

Freitag, 20. Januar, 20 Uhr<br />

Rittersaal im Schloss, Schlossplatz 1, Gifhorn<br />

Vorverkauf: ab 15 Euro beim Kulturverein im<br />

Kavalierhaus, Steinweg 3, Gifhorn, Tel. 05371-813924<br />

Sonntag, 19. Februar, 15 Uhr, Einlass ab 14.15 Uhr<br />

Stadthalle, Schützenplatz 2, Gifhorn<br />

Vorverkauf: 15 Euro zzgl. 1,50 VVK-Gebühr<br />

an der Konzertkasse, Steinweg 73, Gifhorn<br />

4<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 5


Anzeige<br />

KIRCHENPOLITISCHER<br />

ASCHERMITTWOCH<br />

Ökumene in Gifhorn:<br />

<br />

Seitenkopf<br />

DAS LOGO DES ÖKUMENISCHEN KIRCHENFORUMS GIFHORN<br />

ZEIGT DEUTLICH, WAS WIR UNS WÜNSCHEN:<br />

Alle lutherischen und katholischen<br />

Kirchengemeinden in Gifhorn gemeinsam<br />

auf dem Weg. Sehnsucht<br />

nach Einheit. Einsicht, gemeinsam<br />

sind wir stark. Kooperativ, arbeitsteilig,<br />

stellvertretend in der Stadt für die<br />

Menschen da sein. Ökumene nicht<br />

als Zusatzbelastung erleben, sondern<br />

durch Vernetzung als Entlastung und<br />

Bereicherung. Auch als Zeichen der<br />

Glaubwürdigkeit christlicher Kirchen.<br />

MITTWOCH<br />

22. FEB. <strong>2023</strong><br />

19 UHR · MEHRGENERATIONENHAUS ·<br />

Woldemar Flake<br />

Haus Kirchlicher Dienste<br />

Hannover<br />

Einige solcher Zeichen eines gemeinsamen<br />

Weges gibt es bereits:<br />

Ökumenische Gottesdienste wie<br />

Taizé-Gebete oder den Weltgebetstag.<br />

Ist noch mehr möglich? Was<br />

könnte blockieren? Was kann ermutigen?<br />

Moderation: Superintendentin Sylvia Pfannschmidt<br />

und Theologe André J. Pauwels, St. Altfrid, Gifhorn<br />

Katharina Freudenberger<br />

Bistum<br />

Hildesheim<br />

Herr Flake und Frau Freudenberger stehen für Fragen und Anregungen gerne Rede und Antwort.<br />

Was unternimmst Du,<br />

um mal so richtig auszuspannen?<br />

<strong>KURT</strong>-Mitarbeiterin Mia Anna Elisabeth Timmer hat sich bei den Leuten in Gifhorn umgehört<br />

Ich packe mein Smartphone<br />

dazu ganz weit<br />

weg. Außerdem gehe<br />

ich regelmäßig zur<br />

Thai-Massage.<br />

Katrin Neumann (34),<br />

Assistenz-Webmasterin<br />

aus Wesendorf<br />

Um auszuspannen mache ich Achtsamkeitsübungen<br />

und Meditation. Ich bin selbst Entspannungstrainerin<br />

und dann wende ich die Übungen einfach auch<br />

privat an. Ich versuche jeden Tag mindestens eine<br />

Übung einzubauen. So entfliehe ich dem Stress.<br />

Sarah Kessler (40), Kinder- und<br />

Jugendcoach aus Gifhorn<br />

Ich hab eine Morgenroutine, um meinen<br />

Arbeitsalltag zu bewältigen. Die besteht<br />

daraus, dass ich Stretching mache und<br />

dabei positive Affirmationen höre.<br />

Carl Kessler (34),<br />

Angestellter aus Gifhorn<br />

Ich setze mich an die Nähmaschine und werde<br />

kreativ. In unserer Manufaktur sind vier<br />

Nähmaschinen platziert und je nach<br />

dem, wonach uns ist, wird drauf losgelegt.<br />

Aus einem Materialmix aus Alt<br />

und Neu kreieren wir so Unikate wie<br />

Taschen aus vermeintlichem Schrott.<br />

Godje Mahn (53),<br />

Textildesignerin aus Uetze<br />

Umfrage<br />

Um dem Alltag zu entfliehen höre ich gern Musik. Zum<br />

Runterkommen höre ich dann sehr akustische Lieder<br />

zum Beispiel von Ziggy Alberts – also Richtung Indie-<br />

Folk. Außerdem fahre in die Natur mit meiner Kamera.<br />

Auch eine Fahrt in eine andere Stadt hilft mir, um auf<br />

neue Gedanken zu kommen.<br />

Kevin Fleischer (32), Foto- und Videograf aus Gifhorn<br />

Um zur Ruhe zu kommen,<br />

brauche ich Tee und<br />

dazu ein Buch – und das<br />

gemütlich auf dem Sofa<br />

mit dem Hund kuschelnd<br />

im Arm. Zur Muskelentspannung<br />

mache ich<br />

Feldenkrais.<br />

Julia Kretschmann (40),<br />

Sekretärin aus<br />

Wesendorf<br />

6<br />

<strong>KURT</strong> Veranstalter: Ökumenisches KirchenForum Gifhorn<br />

<strong>KURT</strong> 7


TAXI<br />

<strong>KURT</strong>s Sieben<br />

<strong>KURT</strong>s Sieben<br />

Rund um die Uhr –<br />

7 Tage die Woche<br />

UNSERE NUMMER<br />

einfach zu merken!<br />

05371<br />

12333<br />

• Kartenzahlung möglich<br />

• per App bestellbar<br />

• per WhatsApp bestellbar<br />

unter <strong>01</strong>57 35 98 98 87<br />

Das ist<br />

Service!<br />

Mehr Infos unter<br />

7 Getränke,<br />

die über den<br />

Kater der<br />

Feiertage<br />

helfen<br />

<strong>KURT</strong> erklärt Euch, wie Ihr im<br />

neuen Jahr wieder in die Spur findet<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Heiligabend und der Braten, die Weihnacht<br />

und der Lebkuchen, Silvester und<br />

das unendliche Raclette mit der rauchigen<br />

BBQ-Sauce – die meisten von uns<br />

haben es sich zuletzt gutgehen lassen.<br />

Nicht zu vergessen sind die Biere mit<br />

Freunden, die Rotweingläser zur Gans,<br />

die Williamsbirnen als berühmter Abräumer.<br />

Alkohol, wohin das Auge reicht. Eine<br />

schlechte Angewohnheit jagt die nächste.<br />

Doch umso schöner ist dieses Gefühl<br />

der Leichtigkeit, der Schwerelosigkeit<br />

im neuen Jahr, wenn man den Kater<br />

der Feiertage hinter sich gebracht hat.<br />

Deswegen liefert Euch <strong>KURT</strong> 7 Drinks, um<br />

zurück in die Spur zu finden.<br />

1<br />

Ingwershots<br />

Irgendwo auf dieser Welt gab‘s eine schlaue Person, die hat sich folgendes<br />

überlegt: Warum pressen wir nicht eine Knolle Ingwer, die auf 100 Gramm<br />

40 Cent kostet, in einen Schluck Wasser rein und verkaufen das für ein Heidengeld?<br />

Egal. Ingwershots boostern das Leben, und das Auskochen ist kinderleicht.<br />

Grüner Tee<br />

Halb Deutschland hängt<br />

an der Kanne. Tropf, tropf<br />

– wieder ist eine voll. Wer<br />

die Filterplörre Kaffee zum<br />

Jahreswechsel versuchsweise<br />

eintauschen möchte, um sich nicht<br />

direkt wieder auf Highspeed mit Koffein<br />

vollzupumpen, dem sei Grüner Tee ans<br />

Herz gelegt. Dort wird das Koffein nämlich<br />

auf längere Zeit freigesetzt. Angenehm.<br />

Kombucha<br />

Zugegeben: Man muss mehrere<br />

Semester Biologie studiert<br />

haben, um zu verstehen, wie aus<br />

Wasser, Zucker und einem Pilz<br />

dieses fermentierte Wundermittel<br />

wird. Hat man aber erst mal die<br />

abstoßenden Bilder des Herstellungsprozesses<br />

aus dem<br />

4<br />

Kopf verbannt, wird man<br />

diesen Tee lieben lernen.<br />

2<br />

3<br />

Naturtrüber Apfelsaft<br />

Von vorne bis hinten unterschätzt: der<br />

naturtrübe Apfelsaft. Warm schmeckt er wie Urin,<br />

klar, und legt einen eklig-zuckrigen Film auf die<br />

Zähne. Kalt dagegen und mit<br />

ein bisschen Sprudelwasser ist<br />

es ein überaus vitalisierendes<br />

Getränk, das einen sehnsüchtig<br />

an Sommertage auf Balkon<br />

oder Terrasse erinnern lässt.<br />

Alkoholfreies Weizen<br />

Nach der abendlichen Jogging-Runde um den<br />

Schlosssee ein freshes Getränk – bestens geeignet<br />

ist dazu ein alkoholfreies Weizen. Kräftig im<br />

Geschmack und vielleicht noch mit einem<br />

Spritzer Zitrone erheitert bringt das den<br />

ausgelaugten Körper wieder in Schwung.<br />

5<br />

6<br />

Harzer Quellwasser<br />

Nichts, aber auch gar nichts wirkt so<br />

erquicklich wie ein großes Glas Wasser.<br />

Welch ein Glück, dass wir den von Borkenkäfern<br />

befallenen Harz vor der Tür haben.<br />

Denn die Bergquellen versorgen uns weiter mit herrlichem Wasser.<br />

Wichtig für alle durstigen Wanderer: Nicht aus dem Fluss trinken.<br />

Kefir und Ayran<br />

Wer es gern joghurtig mag, der wird bereits auf Kefir und Ayran gestoßen sein.<br />

Auch allen anderen, die sich im neuen Jahr um ihre Gesundheit kümmern wollen,<br />

sind sie ans Herz gelegt. Denn beide regen die Darmaktivität an.<br />

7<br />

8<br />

<strong>KURT</strong><br />

<strong>KURT</strong> 9


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

Das war das<br />

bewegende<br />

Jahr 2022<br />

Vom Angriff auf die Ukraine bis zum Tod der Queen:<br />

<strong>KURT</strong> sammelt die großen Momente des Jahres und<br />

wagt einen Blick durch die Gifhorn-Brille auf die Welt<br />

Von Marieke Eichner, Malte Schönfeld und Bastian Till Nowak<br />

Kaum ein Wort trifft wohl unsere Zeit so gut wie das der<br />

„Polykrise“. Man sagt, es stamme vom französischen<br />

Philosophen Edgar Morin, immerhin schon stolze 1<strong>01</strong> Jahre<br />

alt und damit ein ausgemachter Experte auf dem Gebiet der<br />

historischen Krisenanalyse. Unverkennbar versammelte das<br />

Jahr 2022 eine ganze Reihe an Tragödien und Schrecklichkeiten<br />

– halbwegs erholt von der Corona-Pandemie folgten der<br />

kriegerische Angriff Russlands auf die Ukraine, die existenzgefährdende<br />

Dürreperiode im Sommer und die zur<br />

Armut führende Inflation im Herbst. Doch wir wollen uns<br />

nicht nur an die schlechten Dinge erinnern. Denn nur, wer der<br />

Erschöpfung auch einen ebenso großen Batzen Optimismus<br />

entgegenstellt, kann handlungsfähig bleiben. Deswegen liefert<br />

Euch <strong>KURT</strong> auch in diesem Januar einen Jahresrückblick,<br />

der die zurückliegenden zwölf Monate zusammenfasst – und<br />

dabei auch versucht, ein paar ermunternde oder skurrile<br />

Infos aufzugreifen. Wie gewohnt haben wir natürlich auch<br />

einen Gifhorner Blick auf das Jahr gewagt. Viel Spaß!<br />

10<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 11


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

<strong>01</strong> JANUAR<br />

Gifhorner Impfstützpunkt, Tennisstar-Posse und Famzip-Mütter<br />

Weniger Chemie in Kosmetika, keine handelsüblichen Plastiktüten mehr an der Kasse des Einzelhandels,<br />

Verbot vom sogenannten Kükenschreddern – das Jahr 2022 startet mit einer Reihe von Neuerungen, Verbraucherschutz<br />

und Umweltschutz. Zum Unwort des Jahres 2021 wird von einer Jury aus Sprachwissenschaftlerinnen<br />

und Sprachwissenschaftlern „Pushback“ gewählt, der die Zurückweisung von Migrantinnen und<br />

Migranten an den EU-Außengrenzen ohne Möglichkeit auf einen Asyl-Antrag meint. Nicht einreisen darf auch<br />

Tennis-Superstar Novak Đoković – und zwar nach Australien, um bei den Australian Open teilzunehmen. Grund<br />

dafür ist eine wochenlange Kontroverse um seinen Corona-Impfstatus. In Gifhorn arbeiten dagegen Behörde<br />

und Wirtschaft zusammen: Mietfrei stellt die Lebenshilfe<br />

dem Landkreis ihre Turnhalle im Heidland zur Verfügung,<br />

gemeinsam wird ein Corona-Impfstützpunkt eingerichtet.<br />

Pragmatisch und schnell impfen so fünf Ärztinnen und Ärzte.<br />

Euer Stadtmagazin <strong>KURT</strong> berichtet darüber exklusiv. Außerdem:<br />

<strong>KURT</strong> besucht die Familienzentrum-im-Paulus-Mütter,<br />

kurz: Famzip-Mütter. Ihr Ziel: Zugereiste und Geflüchtete in<br />

die große Gifhorner Gemeinschaft zu integrieren.<br />

Engagiert bei den Gifhorner Famzip-Müttern: Naime<br />

Zhitijan (links) und Sabrina Mpoutskas. Foto: Michael Uhmeyer<br />

02<br />

FEBRUAR<br />

Putins Krieg, riesige Querdenker-Demo und Malibu-Geburtstag<br />

Es ist Krieg in Europa, der jahrelang schwelende Konflikt in der Ukraine eskaliert. Im Donbass im Osten des<br />

Landes hatten ab 2<strong>01</strong>4 prorussische Milizen und reguläre Truppen der russischen Armee gemeinsam gegen<br />

ukrainische Truppen gekämpft, die ukrainische Halbinsel Krim wurde von Russland annektiert. Am 24. Februar<br />

schließlich marschiert die russische Armee in einem groß angelegten Angriff über die Grenzen zu Russland und<br />

Belarus in die Ukraine ein. Doch der Vormarsch wird gestoppt, die ukrainische Armee leistet starken Widerstand.<br />

Erschrocken und fassungslos erfährt die Weltöffentlichkeit von schweren Kriegsverbrechen an Zivilistinnen<br />

und Zivilisten durch die russische Armee. Große Anteilnahme, Solidarität und<br />

Unterstützungswille begleiten die Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine<br />

fliehen. Während man in Gifhorn schon die Möglichkeit von Hilfslieferungen<br />

in die ukrainische Partnerstadt Korssun-Schewtschenkiwskyj auslotet,<br />

demonstrieren 2500 Querdenkerinnen und Querdenker auf den Schlosswiesen<br />

– begleitet von Gegenprotesten und reichlich Polizei. Für einen<br />

Lichtblick sorgt Thommy Hepe, der im <strong>KURT</strong> einen kleinen Hoffnungsschimmer<br />

platziert: Sein Malibu wird 30 Jahre alt, darum lädt der Kneipier<br />

zur großen Party im März – mit eigens dafür gebrautem Jubiläums-Bier.<br />

Thommy Hepe präsentiert sein Jubiläumsbier, dass er extra für<br />

den 30. Kneipengeburtstag des Malibu brauen ließ. Foto: Michael Uhmeyer<br />

Will Touristen in den Glockenpalast locken: Horst Edler betreibt ab Ende März das Classic Superbikes Museum.<br />

Frischer Wind dröhnt durch den Glockenpalast<br />

Im März eröffnet das Classic Superbikes Museum neben Gifhorns Mühlenmuseum<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Am 28. März eröffnet im Gifhorner<br />

Glockenpalast das Classic<br />

Superbikes Museum unter<br />

der Leitung von Horst Edler.<br />

Auf 3400 Quadratmetern zeigt<br />

der 63-Jährige ausgewählte<br />

Straßen- und Rennmotorräder<br />

der 70er, 80er, 90er und<br />

frühen 2000er Jahre, darunter<br />

restaurierte Exemplare,<br />

Youngtimer und Weltmeistermaschinen.<br />

„Das wird für<br />

Gifhorn ein Riesengewinn“,<br />

prophezeit der Leiferder.<br />

Lange Zeit passierte wenig<br />

im noblen Glockenpalast. Mit<br />

dem Kauf des Mühlenmuseums<br />

machte Gifhorns Stadtverwaltung<br />

eine Ausschreibung öffentlich,<br />

den Zuschlag bekam<br />

Ende des vergangenen Jahres<br />

Horst Edler – Motorrad-Fan.<br />

Restaurateur, Unternehmer.<br />

Endlich weht nun frischer<br />

Wind durch den Prachtbau.<br />

Sein Konzept: Direkt die<br />

Fahrerinnen und Fahrer der<br />

insgesamt 4,6 Millionen zugelassenen<br />

Motorräder ansprechen<br />

und in unsere Stadt<br />

locken. „Der Vorteil ist, dass<br />

sich Motorradfahrer ein Ziel<br />

suchen und losfahren. Und wir<br />

geben ihnen nun dieses Ziel“,<br />

bekräftigt Kenner Edler.<br />

Überzeugen möchte der gebürtige<br />

Gifhorner nicht nur<br />

mit einer ansprechenden Ausstellung,<br />

sondern auch mit regelmäßigen<br />

Events, einem Café<br />

und einem Kompetenzteam<br />

aus Experten – Staunen, Entspannen,<br />

Lernen in einem wie<br />

Horst Edler meint „einmaligen<br />

Gebäude mit diesem altertümlichen<br />

Ambiente. Dort Motorräder<br />

reinzustellen, ist einfach<br />

toll. Das passt einfach!“<br />

Profitieren soll davon nicht<br />

nur das Mühlenmuseum nebenan.<br />

Horst Edler erwartet<br />

auch, dass sich der Besucherstrom<br />

positiv auf das Hotelgewerbe<br />

und die umliegende<br />

Tourismusstätten auswirkt.<br />

Fürs erste Jahr plant er mit bis<br />

zu 15.000 Besucherinnen und<br />

Besuchern.<br />

Classic Superbikes Museum<br />

Eröffnung: Dienstag, 28. März<br />

Glockenpalast<br />

Bromer Straße 2, Gifhorn<br />

www.classic-superbikes.com<br />

12<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 13


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

03 MÄRZ<br />

Ukraine-Solidarität, Oscar-Ohrfeige und Gigafactory-Eröffnung<br />

Die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind auch bei uns spürbar – Gifhorn antwortet<br />

in der einzigen Sprache, die uns handlungsfähig macht: die Sprache der Solidarität. Gifhornerinnen und<br />

Gifhorner sammeln Schulranzen und Rucksäcke für geflüchtete Kinder aus der Ukraine, um ihnen durch<br />

den Schulalltag eine schnelle Unterstützung und eine Normalisierung im Landkreis zu ermöglichen. Die<br />

Kreismusikschule und ihr ukrainischer Lehrer Viktor Visotsky organisieren zudem ein Solidaritätskonzert –<br />

es kommen insgesamt 1132 Euro zusammen, die dem Ukraine Humanitarian Fund der Vereinten Nationen<br />

überwiesen werden. <strong>KURT</strong> bemüht sich, dem Krieg eine Gifhorner Perspektive zu geben:<br />

Drei große Storys – über unsere Partnerstadt Korssun-Schewtschenkiwskyj, einen<br />

Gifhorner Hilfstransport, an dem auch <strong>KURT</strong>-Volontär Malte Schönfeld teilnimmt,<br />

und die Flucht einer ukrainischen Familie nach Gifhorn – finden sich in der<br />

Ausgabe März/April. Doch nicht nur der Krieg erfährt ein globales Medienecho:<br />

Der Schauspieler Will Smith ohrfeigt Comedian Chris Rock bei der Oscar-Verleihung<br />

auf offener Bühne. Dazu: Unternehmer Elon Musk eröffnet im brandenburgischen<br />

Grünheide die Tesla-Gigafactory, tanzt peinlich und wird abends an<br />

der Tür vom legendenhaften Berliner Techno-Club Berghain abgewiesen.<br />

… wenn die kleinen<br />

Engel toben<br />

An die ukrainische Grenze: <strong>KURT</strong>-Volontär Malte Schönfeld nimmt eine<br />

Woche nach dem russischen Angriff an einem Gifhorner Hilfskonvoi teil.<br />

Wir suchen für die Diakonische Jugend- und<br />

Familienhilfe Kästorf GmbH für die Regionen<br />

Gifhorn und Braunschweig in Voll- oder Teilzeit<br />

Pädagogische<br />

Fachkräfte (d/m/w)<br />

(Diplom-Sozialpädagogen / Erzieher)<br />

Berufspraktikanten (d/m/w)<br />

Wir bieten Ihnen ein verantwortungsvolles<br />

und abwechslungsreiches Aufgabengebiet<br />

mit individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten.<br />

Aktuelle Stellenausschreibungen und weitere<br />

Infos finden Sie unter<br />

www.dachstiftung-diakonie.de.<br />

Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung!<br />

Telefonische Auskünfte erhalten Sie unter<br />

0 53 71 - 721 310.<br />

Dachstiftung<br />

Diakonie<br />

04 APRIL<br />

Twitter-Wille, Video-Irre und Gifhorner Glücksgefühl-Fülle<br />

Elon Musk tummelt sich weiterhin in den Schlagzeilen. Der reichste Mensch der Welt will den Kurznachrichtendienst<br />

Twitter kaufen. Unter Dach und Fach bringt er den Deal zunächst jedoch nicht. Ebenfalls<br />

mächtig: Viktor Orbán. Dem Autokraten gelingt nach den Parlamentswahlen in Ungarn die Wiederwahl<br />

zum Ministerpräsidenten des Landes. Apropos Autokrat: Das „Z“ wird zum Symbol des russischen<br />

Angriffskriegs gegen die Ukraine. Mediale Ablenkung liefert derweil Xavier Naidoo, der per Videobotschaft<br />

versichert, sich geirrt zu haben und sich von seinen verschwörungstheoretischen Aussagen der<br />

vergangenen Jahre distanziert. Über die Glaubwürdigkeit wird viel diskutiert. Zum Glück sorgt Gifhorn<br />

für gute Nachrichten. Die St. Altfrid-Gemeinde feiert ihre 30-jährige Kirchenweihe, im Golfclub eröffnet<br />

das Restaurant Birdie und <strong>KURT</strong> setzt noch einen drauf: Beim Zukunftstag<br />

begrüßt Euer Stadtmagazin neun Schülerinnen und Schüler,<br />

die in der Innenstadt Content für den TikTok-Kanal von <strong>KURT</strong><br />

produzieren. Außerdem startet der Gifhorner Balkon-Wettbewerb.<br />

Zum dritten Mal suchen die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft<br />

(GWG), die Gärtnerei Müller und <strong>KURT</strong> die drei schönsten<br />

Terrassen und die drei schönsten Balkone unserer Stadt.<br />

05 MAI<br />

Schülerinnen und Schüler produzieren unter Anleitung von Mia Anna<br />

Elisabeth Timmer Content für <strong>KURT</strong>s TikTok-Kanal.<br />

Foto: Bastian Till Nowak<br />

Affenpocken-Angst, ukrainischer ESC-Gewinn und Spektrum-Eröffnung<br />

Magisch, faszinierend, bedrohlich: Einem global vernetzten Forschungsteam aus mehreren Observatorien,<br />

80 Instituten und mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelingt erstmals eine Aufnahme<br />

von Sagittarius A*, dem supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Milchstraße in ungefähr<br />

27.000 Lichtjahren Entfernung zur Erde – buchstäblich eine Riesensache. Groß erscheint auch der Auftritt<br />

der ukrainischen Gruppe Kalush Orchestra, die mit ihrem Song „Stefania“ den 66. Eurovision Song Contest<br />

im italienischen Turin für sich entscheiden. Auch in Gifhorn wird gefeiert: Nach zwei Jahren ohne Festzelt,<br />

Umzug und Katerfrühstück finden in den Ortsteilen Gamsen und Kästorf wieder Schützenfeste statt, außerdem<br />

schafft Fußball-Oberligist MTV Gifhorn den Klassenerhalt,<br />

dazu lädt das Queere Netzwerk zur feierlichen Eröffnung<br />

in das neue Vereinszentrum Spektrum. Nicht zu vergessen:<br />

<strong>KURT</strong> veröffentlicht zum 100-jährigen Vereinsbestehen des<br />

SSV Kästorf ein umfangreiches Sonderheft. Ansteckungsgefahr:<br />

Am 20. Mai wird der erste Fall von Affenpocken in<br />

Deutschland bekannt; glücklicherweise stellt sich das Virus<br />

als weniger virulent als Covid-19 heraus.<br />

Bunt und wild: Im Mai feiert das Queere Netzwerk die Eröffnung<br />

seines Vereinsheims, dem Spektrum. Foto: Michael Uhmeyer<br />

14<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 15


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

Ein erfülltes Leben<br />

in Zeiten des Krieges<br />

Trotz Stromausfällen und Fliegeralarm: Gifhorns ukrainische Partnerstadt<br />

Korssun-Schewtschenkiwskyj arbeitet hart an einem Alltag mit Freuden<br />

Der russische Angriff vom 24. Februar 2022 auf die Städte, Dörfer<br />

und Menschen der Ukraine jährt sich in wenigen Tagen zum ersten<br />

Mal. Noch immer ist dieser Krieg unbegreiflich. Besonders für die<br />

Bewohner Korssun-Schewtschenkiwskyjs. Monatelang berichtete<br />

Svitlana Peretz, Chefredakteurin der Zeitung „Nadrossia“, im <strong>KURT</strong><br />

über die Ereignisse in unserer Partnerstadt. Für den Jahresrückblick<br />

sendete <strong>KURT</strong> erneut Fragen, die sie wegen der Korssuner Stromausfälle<br />

nicht vollständig beantworten konnte. Die Übersetzung übernahm<br />

Valentyna Dovhopola, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Es mag für unsere Ohren widersprüchlich<br />

klingen. Doch<br />

ein erfülltes Leben in Zeiten<br />

des Krieges ist das, was sich die<br />

Menschen in Korssun-Schewtschenkiwskyj<br />

jeden Tag aufs<br />

„Das ist der größte Schmerz, das größte Leid des Krieges“, sagt Svitlana<br />

Peretz über die Beerdigungen der Korssuner Helden.<br />

Neue hart erarbeiten. Unternehmen,<br />

Bildungs- und Kulturstätten,<br />

Apotheken, Cafés,<br />

Geschäfte und alle staatlichen<br />

Einrichtungen sind in Betrieb.<br />

An bestimmten Tagen werden<br />

die Schülerinnen und Schüler<br />

in Präsenz unterrichtet, die<br />

Kunstschule lädt zum Spielen<br />

von Musikinstrumenten und<br />

Zeichnen ein, das Jugendzentrum<br />

ist geöffnet und unterhält.<br />

„Die Veränderungen in Korssun<br />

sind weniger offensichtlich,<br />

als man denken mag“,<br />

sagt Svitlana Peretz. Für alle<br />

sichtbar seien die neuen Straßennamen<br />

– ohne Bezug zu<br />

Russland, zur Sowjetunion<br />

oder der russischen Kultur.<br />

Dafür kann man nun durch<br />

die Gifhorner Straße spazieren,<br />

andere wurden nach toten<br />

Korssuner Soldaten benannt.<br />

„Außerdem kamen viele<br />

neue Einwohner in die Stadt“,<br />

berichtet Svitlana Peretz. „Bürger,<br />

die vor dem Krieg in einen<br />

sicheren Teil der Ukraine fliehen<br />

mussten.“ Hier, 140 Kilometer<br />

vom Luftwaffen-Terror<br />

der Hauptstadt Kiew und rund<br />

600 Kilometer vom offenen<br />

Gefecht der Front im Oblast<br />

Donezk entfernt sind derzeit<br />

3200 Binnenflüchtlinge registriert.<br />

Dazu komme das Doppelte<br />

an Nicht-Registrierten.<br />

Eines der ersten Fotos, das uns nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erreichte: Die Frauen aus unserer<br />

Partnerstadt Korssun-Schewtschenkiwskyj knüpfen Tarnnetze für ihre Soldatinnen und Soldaten.<br />

Doch auch Korssun-Schewtschenkiwskyj<br />

musste sich an<br />

einen Kriegssound gewöhnen:<br />

den Fliegeralarm. „Wenn der<br />

ertönt, stellen alle Geschäfte,<br />

Banken, Institutionen und<br />

Bildungseinrichtungen ihre<br />

Arbeit ein“, erklärt Svitlana<br />

Peretz. Das könne wenige<br />

Minuten oder aber Stunden<br />

dauern. „Der Krieg wird spürbar,<br />

wenn feindliche Raketen,<br />

Drohnen oder Flugzeuge der<br />

ukrainischen Luftverteidigungskräfte<br />

am Himmel fliegen.<br />

Ihr Gebrüll geht einem<br />

ganz schön auf die Nerven.<br />

Aber es gibt keine Angst, keine<br />

Panik. Die Einwohner von<br />

Korssun sprechen nur Flüche<br />

gegen den Feind aus.“<br />

Gerade jetzt im Winter machen<br />

sich die Korssuner vor<br />

allem um eines Gedanken:<br />

die Stromversorgung. Täglich<br />

informieren die lokalen Behörden<br />

über den Zeitplan der<br />

Stromabstellung. Die erfolgt<br />

in drei Stufen: Grün, wenn das<br />

Licht alle vier Stunden für zwei<br />

Stunden ausgeschaltet wird;<br />

gelb, wenn das Licht alle drei<br />

Stunden für drei Stunden ausgeschaltet<br />

wird; Notfall, wenn<br />

das Stromnetz der Belastung<br />

nicht standhält.<br />

„Viele Einrichtungen in unserer<br />

Stadt, darunter Geschäfte<br />

und Apotheken, konnten sich<br />

mit Generatoren ausstatten,<br />

die Strom erzeugen und es ermöglichen,<br />

die Arbeit während<br />

der Stromausfälle nicht zu unterbrechen“,<br />

beschreibt Svitlana<br />

Peretz. Gesichert vor den<br />

Stromausfällen ist selbstverständlich<br />

auch das Korssuner<br />

Krankenhaus.<br />

„Doch am stärksten wird der<br />

Krieg spürbar, wenn die Stadt<br />

ihre Landsmänner und Helden<br />

auf ihren letzten Reisen verabschiedet.<br />

Seit Beginn des Krieges<br />

hat Korssun 14 Verteidiger<br />

begraben – Ehemänner, Söhne,<br />

Väter, Freunde“, schildert<br />

Svitlana Peretz. „Und das ist<br />

der größte Schmerz, das größte<br />

Leid dieses Krieges. Alles, was<br />

zerstört ist, kann wieder aufgebaut<br />

werden. Man kann sich<br />

an alle Widrigkeiten anpassen<br />

und sie überleben. Doch es ist<br />

unmöglich, die Männer wieder<br />

zum Leben zu erwecken, die in<br />

diesem verdammten Krieg ihr<br />

Leben gegeben haben, um die<br />

Unabhänigkeit der Ukraine zu<br />

verteidigen.“<br />

16<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 17


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

07 JULI<br />

06 JUNI<br />

Drückende Sommerhitze, 9-Euro-Ticket und Gifhorner Schützenfest<br />

Das 9-Euro-Ticket wird eingeführt. Aufgrund der durch den Krieg gegen die Ukraine gestiegenen Energiekosten<br />

soll das Ticket in den drei Sommermonaten finanzielle Entlastung bewirken und Menschen vom<br />

öffentlichen Nahverkehr überzeugen. Für je neun Euro im Monat juckeln die Deutschen in proppevollen<br />

Bussen und Regionalbahnen durchs Land. Das 9-Euro-Ticket macht endlich auch mal diejenigen mobil,<br />

die sich das Reisen im Alltag sonst nicht leisten können. Neben dieser Neuerung bleibt Routine: Der beginnende<br />

Sommer wird – mal wieder – einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Waldbrände<br />

und Niedrigwasser in Flüssen und Seen begleiten ganz Europa bis in den Herbst. Feucht-fröhlich ist‘s<br />

dagegen in Gifhorn: Unsere Stadt feiert wieder Schützenfest.<br />

<strong>KURT</strong>-Herausgeber und Chefredakteur Bastian Till Nowak wird<br />

Schützenkönig – Thomas Reuter, Lutz Dannheim und Patrick<br />

Meyer-Buchtien seine Andermänner. Auch ein anderes Fest<br />

macht Schlagzeilen: Bei der Documenta Fifteen werden antisemitisch<br />

gelesene Kunstwerke ausgestellt. Außerdem: Der Oberste<br />

Gerichtshof der USA kippt das Recht auf Abtreibung.<br />

1. Andermann Thomas Reuter (von links), Gifhorns Schützenkönig<br />

Bastian Till Nowak, 2. Andermann Lutz Dannheim<br />

und 3. Andermann Patrick Meyer-Buchtien. Foto: Michael Uhmeyer<br />

Bewegender Besuch aus Korssun, Weinfest und 100. <strong>KURT</strong>-Ausgabe<br />

Frühere Sommer nannte man augenzwinkernd Saure-Gurken-Zeit, doch in diesem Jahr schaut alles<br />

anders aus: Boris Johnson tritt als britischer Premierminister zurück, einen Tag später wird der ehemalige<br />

japanische Regierungschef Shinzō Abe von einem Attentäter bei einem Wahlkampfauftritt erschossen, die<br />

Europäische Zentralbank erhöht zum ersten Mal seit elf Jahren den Leitzins und führt eine Wende in der<br />

Geldpolitik durch, um der Inflation entgegenzuwirken. Anderswo klingeln die Kassen: Im New Yorker Auktionshaus<br />

Sotheby‘s wechselt die Astronautenjacke von Buzz Aldrin, dem zweiten Mann auf dem Mond, für<br />

2,8 Millionen Dollar den Besitzer. Mit „Renaissance“ veröffentlicht Beyoncé ihr erstes Album seit 2006, die<br />

Disco-Songs stürmen weltweit die Charts. In Gifhorn strömen<br />

Feinschmecker und Genusstrinker zum Weinfest in die Innenstadt.<br />

Bewegend: Mit Mykola Berezovyj, Bürgermeister von<br />

Korssun-Schwetschenkiwskyj, besucht ein besonderer Gast<br />

unser Rathaus. Der Ukrainer und seine Begleitungen berichten<br />

eindrucksvoll aus Gifhorns Partnerstadt, ihre Rückreise<br />

tritt die Gruppe mit reichlich Spenden an. Zwischen all dem<br />

nicht zu vergessen: <strong>KURT</strong> feiert seine 100. Ausgabe!<br />

Erstmals in Gifhorn: Korssuns Bürgermeister Mykola Berezovyj<br />

(6. von links) besuchte unsere Mühlenstadt. Foto: Malte Schönfeld<br />

08 AUGUST<br />

Fischsterben, Geflüchtetenunterkunft-Schutzkonzept und Altstadtfest<br />

In der Oder treiben hunderte Tonnen Fische, Muscheln und Schnecken. Auslöser des Massensterbens<br />

ist eine Kombination aus sprunghaft gestiegenem Salzgehalt, der gemeinsam mit anderen Faktoren zur<br />

massiven Vermehrung einer Alge beitrug, die eine für Wassertiere giftige Substanz erzeugt. Hingegen gute<br />

Nachrichten aus Gifhorn: Nach Vorwürfen von Bewohnerinnen und Bewohnern der Geflüchtetenunterkunft<br />

in Ehra-Lessien, die es in ihrer Brisanz im Mai sogar in einen Panorama-3-<br />

Beitrag im NDR schafften, gibt‘s nun ein Schutzkonzept. Ebenfalls schön:<br />

das Altstadtfest. Nach viel Hin und Her, einer drohenden Absage und<br />

empörtem Aufschrei der Gifhornerinnen und Gifhorner steigt die beliebte<br />

Feiermeile doch. Auf acht Bühnen ist drei Tage lang für jeden Musikgeschmack<br />

ein Ohrenschmaus dabei. Highlights sind der Auftritt des ukrainischen<br />

Prime Orchestra Charkiw zur Eröffnung, das Bühnendebüt von<br />

Rapper MC Fitti in seiner Geburtsstadt und die traditionelle Bühnenparty<br />

der Big Maggas zum Finale. Weitergefeiert wird danach beim „Summer<br />

in the City“: Sandstrand, Liegestühle und ein Unterhaltungsprogramm<br />

laden zur Cocktail-Auszeit zwischen Ceka-Brunnen und Volksbank.<br />

Gifhorn will sein Altstadtfest, Gifhorn kriegt sein Altstadtfest – und Rapper<br />

MC Fitti gibt sein Bühnendebüt in seiner Geburtsstadt.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

18<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 19


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022 <strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

USK-Major Karsten Ziebart (von links), Wittinger-Geschäftsführer Axel Schulz-Hausbrandt und Braumeister<br />

Thomas Kunst bei der Verköstigung für das Jubiläumsbier des Uniformierten Schützenkorps. Foto: Klaus-Dieter Oppermann<br />

Mächtig stolz: Das USK wird 200 Jahre alt<br />

Neben Festkommers, eigenem Wald und Ausstellungen gibt‘s auch Jubiläumsbier<br />

Von Marieke Eichner<br />

Das Gifhorner Uniformierte<br />

Schützenkorps (USK) feiert in<br />

diesem Jahr seinen 200. Geburtstag.<br />

„Da sind wir mächtig<br />

stolz drauf“, freut sich USK-<br />

Major Karsten Ziebart. Darum<br />

laufen die Planungen für das<br />

große Jubiläum bereits seit<br />

zwei Jahren.<br />

Schon beim diesjährigen<br />

Apfelsinenball legte das USK<br />

im Programm noch eine Schippe<br />

drauf: Die Weltmeister<br />

im Showdance Patricija und<br />

Alexandru Ionel zeigten eine<br />

Performance, außerdem gab‘s<br />

eine Tombola. Die nächste Feier<br />

im Jubiläumsjahr steht im<br />

Mai an. Zum Festkommers in<br />

der Gifhorner Stadthalle sind<br />

viele Vereine eingeladen. „Es<br />

gibt Grußworte, kleine Darbietungen<br />

– schließlich sind<br />

auch Kapellen da“, kündigt der<br />

Major an. „Es wird ein bunter<br />

Nachmittag.“<br />

Auch zum Schützenfest erwartet<br />

Karsten Ziebart mehr<br />

Musikkapellen als üblich. „Es<br />

wird also ein größerer Umzug“,<br />

macht er neugierig. Darüber<br />

hinaus pflanzt das USK einen<br />

eigenen Wald, 1000 Setzlinge<br />

sind bestellt. „Natürlich wird<br />

es auch etliche Ausstellungen<br />

geben“, so der Major. Etwa<br />

im Gifhorner Rathaus, weitere<br />

Ausstellungsorte sind in Planung.<br />

Und dann gibt‘s da noch<br />

dieses Bier.<br />

Zum Geburtstag lässt das<br />

USK ein eigenes Jubiläumsbier<br />

in der Privatbrauerei Wittingen<br />

herstellen. Der erweiterte Vorstand<br />

traf sich im vergangenen<br />

Mai in großer Zahl und geselliger<br />

Runde zur Verköstigung<br />

und Information. Braumeister<br />

Thomas Kunst stellt nun drei<br />

extra für das USK kreierte Proben<br />

vor, aus denen der erweiterte<br />

Vorstand wählen kann.<br />

„Allerspätestens“ zum Festkommers<br />

soll das Jubiläumsbier<br />

kredenzt werden. „Es werden<br />

einige Liter sein“, kündigt<br />

USK-Major Ziebart an. „Nicht<br />

nur Hundert. Nicht nur Tausend.<br />

Wir haben mehr vor.“ Ein<br />

200. Geburtstag ist schließlich<br />

„etwas ganz Besonderes“.<br />

09 SEPTEMBER<br />

Queen-Tod, Nordstream-Lecks und <strong>KURT</strong>-Umzug<br />

Selten drehte sich die Welt so schnell wie im September: Pilotenstreik an den Flughäfen, Deutschland<br />

fliegt nicht mehr; Liz Truss wird britische Premierministerin, ihre Amtszeit soll nicht mal zwei<br />

Monate halten; in einem historischen Versuch beschießt die NASA einen Asteroiden und verändert<br />

damit seine Flugbahn; Explosionen unbekannter Herkunft beschädigen die Nordsee-Gas-Pipelines<br />

Nordstream 1 und 2, die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt wegen „eines schweren gewalttätigen<br />

Sabotage-Angriffs auf die Energieversorgung“. Ein ganzes Commonwealth in Trauer: Im Alter<br />

von 96 Jahren stirbt die britische Queen Elizabeth II. nach 70-jähriger Regentschaft, wochenlang<br />

bestimmt die Abschiedszeremonie die Presse. Ein ganzes Land im Ausnahmezustand: Im Alter von<br />

22 Jahren stirbt die Iranerin Mahsa Amini während ihrer Inhaftierung in Teheran, nachdem sie zuvor<br />

von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden war; das Ereignis treibt landesweit Protestierende<br />

auf die Straße, die sich gegen das diktatorische Regime der Islamischen<br />

Republik zur Wehr setzen. Außerdem: Nach mehr als vier Jahren an der Celler<br />

Straße wechselt <strong>KURT</strong> seine Büroräume und zieht Am Laubberg 12 ein, die<br />

Lebenshilfe Gifhorn veranstaltet ein eintägiges Musik-Festival – angelehnt<br />

an Woodstock und die 80er-Disco-Jahre – und lockt damit mehrere<br />

hundert Besucherinnen und Besucher ins Heidland, das Honky-Tonk-<br />

Festival füllt zu toller Live-Musik sieben Gifhorner Kneipen und Bars.<br />

Celtic-Power-Folk vom Feinsten: Beim Honky-Tonk-Festival<br />

tritt im Mr. Barman‘s die Band Larkin auf.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

10<br />

OKTOBER<br />

SPD-Wahlsieg, Balkon-Wettbewerb und Stolperstein-Verlegung<br />

Bei der Landtagswahl wird die SPD in Gifhorn wie niedersachsenweit stärkste Kraft. Zwar landet die CDU<br />

landesweit auf Platz 2, verliert aber deutlich und kommt auf das schlechteste Ergebnis seit 1955. Bereits<br />

vor der Wahl sprechen sich SPD und Grüne für eine gemeinsame Koalition aus. Damit bleibt Stephan Weil<br />

Niedersachsens Ministerpräsident. Für den Landkreis Gifhorn sitzen weiterhin Philipp Raulfs und zum ersten<br />

Mal auch Kirsikka Lansmann – beide SPD – im Landesparlament. Außerdem ziehen der Wittinger Christian<br />

Schroeder (Grüne) und der Gifhorner Stefan Marzischewski-Drewes (AfD) in den Landtag ein. Ebenfalls abgestimmt<br />

wird beim Balkon-Wettbewerb: Nachdem <strong>KURT</strong> die sechs Finalistinnen – drei in jeder Kategorie – mit<br />

ihren Terrassen und Balkonen vorstellte, startet das Online-<br />

Voting. Online-Neuigkeiten auch bei Twitter: Der geplante<br />

Umbau der Plattform durch den neuen Eigentümer Elon Musk<br />

stößt auf Kritik. Weitere erfreuliche Nachrichten aus Gifhorn:<br />

Die Geflüchtetenunterkunft in Ehra-Lessien wird mit einem<br />

zusätzlichen Bus besser ins Stadtgeschehen integriert und in<br />

Kästorf verlegt der Künstler Gunter Demnig zehn weitere Stolpersteine<br />

zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.<br />

Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine auf<br />

dem Gelände der Diakonie in Kästorf. Foto: Mel Rangel<br />

20<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 21


<strong>KURT</strong>-Jahresrückblick 2022<br />

kostenfrei Dein Magazin für Gifhorn Okt./Nov. 2022<br />

11<br />

NOVEMBER<br />

Sport <strong>KURT</strong>, Rekord-Inflation und versehentlicher Raketeneinschlag<br />

Vom Stil her ähnlich, doch ein ganz neues Produkt: <strong>KURT</strong> Media präsentiert mit dem Sport <strong>KURT</strong> ein frisches<br />

Sport-Magazin für den gesamten Landkreis Gifhorn, die erste Auflage beträgt 10.000 Exemplare<br />

und beschäftigt sich größtenteils mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Dazu sorgen blühende<br />

Balkone für große Freuden: Margitta Gehrke und Anna Rau sind die Gewinnerinnen des 3. Gifhorner Balkon-Wettbewerbs,<br />

den <strong>KURT</strong> in Zusammenarbeit mit der Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft und<br />

der Gärtnerei Müller organisiert hat. Apropos geteilte Meinungen: Der Gifhorner<br />

Weihnachtsmarkt kommt nicht bei allen Besucherinnen und Besuchern gut<br />

an, gerade bei Social Media ist der Gegenwind für das kleine, kreisrunde<br />

Weihnachtsdorf groß. Weitere Winterbefürchtungen stehen an: Die<br />

Inflationsrate steigt auf 10 Prozent, sie liegt so hoch wie seit 70 Jahren<br />

nicht mehr. Einer macht sich darum keine Sorgen: Ein Berliner knackt<br />

den Rekord-Jackpot im Lotto in Höhe von 120 Millionen Euro. Weiterhin:<br />

Eine ukrainische Rakete schlägt in Polen ein, in China bildet sich<br />

eine Protestwelle gegen die Null-Covid-Politik, die Weltbevölkerung<br />

übertrifft die 8-Milliarden-Marke, das Bürgergeld wird beschlossen.<br />

Adventsstimmung in Gifhorn: Im November lief der Weihnachtsmarkt an,<br />

die Gute Bude diente wieder dem Ehrenamt als Plattform.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Wir brauchen Dich!<br />

Du suchst einen Nebenverdienst?<br />

Dann komm doch zu uns!<br />

Wir suchen Verteilerinnen und Verteiler für unser Magazin.<br />

Du brauchst bloß ein Auto.<br />

Melde Dich jetzt!<br />

12 DEZEMBER<br />

Abschied von Pelé, 40. Golfclub-Geburtstag und Putsch-Prinz<br />

Bei der UN-Artenschutzkonferenz in Montreal einigen sich mehr als 200 Staaten darauf, bis 2030 ein Drittel<br />

der Erde unter besonderen Schutz zu stellen. Blöderweise gibt‘s dann ein Pipeline-Leck im Nord-Ostsee-<br />

Kanal, bei dem etwa zwölf Kubikmeter Rohöl auslaufen. Nach dem Güterzug-Unfall bei Leiferde ist nach wochenlangen<br />

Aufräumarbeiten die Strecke wieder frei. Entsetzen löst das Auffliegen der rechtsterroristischen<br />

„Patriotischen Union“ aus: Die Gruppe, zu der eine ehemalige Bundestagsabgeordnete der AfD, eine Ärztin,<br />

ein Rechtsanwalt, ein ehemaliger Polizist, Soldaten und – kein Scherz – ein Prinz gehören, plante gemeinsam<br />

mit anderen Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern den Sturz der Regierung mit Waffengewalt. Freude löst<br />

hingegen der 40. Geburtstag des Gifhorner Golfclubs aus:<br />

<strong>KURT</strong> trifft darum den Präsidenten Uwe Ostmann zum großen<br />

Interview. Am Ende des Jahres sterben die brasilianische Fußballlegende<br />

Edson Arantes do Nascimento – besser bekannt<br />

als Pelé – und der ehemalige Papst Benedikt XVI., ebenfalls<br />

Abschied nimmt Deutschland vom Telegramm. Am letzten<br />

Tag des Jahres 2022 stellt die Deutsche Post den Dienst ein.<br />

Bahn frei: Die Gleise bei Leiferde sind von Trümmern befreit.<br />

Wochenlang hatte der Güterzugunfall deutschlandweit<br />

die Fahrpläne durcheinandergebracht. Foto: Carsten Schaffhauser<br />

Vor- und Zuname<br />

Email-Adresse<br />

Telefonnummer<br />

Ja, ich habe ein Auto<br />

<strong>KURT</strong> Media<br />

Am Laubberg 12<br />

38518 Gifhorn<br />

Oder per Mail an:<br />

timmer@kurt-gifhorn.de<br />

Anzeige<br />

Nein, ich habe kein Auto<br />

kostenfrei Nov./Dez. 2022<br />

Kreis Gifhorn<br />

Hier ist<br />

Euer neues<br />

Sport-Magazin<br />

• 33 Seiten zur<br />

Fußball-WM in Katar<br />

• Großes Gewinnspiel:<br />

4K UHD Smart-TV,<br />

Mountainbike und<br />

3 weitere tolle Preise<br />

• Jede Menge Sport<br />

im Kreis Gifhorn<br />

Anzeige<br />

<strong>KURT</strong><br />

Silvester-Knaller in<br />

Gifhorns Stadthalle<br />

„Bis es Euch gefällt!“ – Matthias Brodowy glänzt<br />

mit poetischem Kabarett und virtuosem Pianospiel<br />

22<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>23


Stadtgespräch<br />

Anzeige<br />

Neue Hoffnung gewinnen,<br />

um Zukunft zu gestalten<br />

Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich möchte trotz Krisen optimistisch bleiben<br />

„Was für ein Jahr, das hinter uns liegt“, stellt Matthias Nerlich fest.<br />

In seinem Grußwort zum Jahreswechsel an die Gifhornerinnen<br />

und Gifhorner spricht unser Bürgermeister über die schlimmste<br />

Wendung des Jahres, den Angriff Russlands auf die Ukraine, und die<br />

damit verbundene Energiekrise. „Es ist diese Gleichzeitigkeit der<br />

Krisen, die wir als so belastend empfinden – auch deshalb, weil sich<br />

kein schnelles Ende abzeichnet“, erklärt er. Doch unser Bürgermeister<br />

verdeutlicht auch: „Wir müssen lernen, damit umzugehen und<br />

auf unsere Kraft und Zuversicht zu bauen.“<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Kraft und Zuversicht – die<br />

zieht Matthias Nerlich aus dem<br />

Positiven, was das Jahr 2022<br />

mit sich brachte.<br />

Dabei blickt er vor allen Dingen<br />

auf die Veränderungen,<br />

die das Abflachen der Corona-<br />

Pandemie möglich gemacht<br />

hat: die erste Weihnachtsfeier<br />

für die Seniorinnen und Senioren<br />

in der Stadthalle seit<br />

2<strong>01</strong>9, unser Schützenfest und<br />

die Schützenfeste in den Ortsteilen<br />

und das Mühlenmuseum<br />

als Publikumsmagnet mit<br />

den Events zum Mühlentag,<br />

der Oldtimermeile und dem<br />

Weltkindertag. Und natürlich<br />

das Altstadtfest, unter anderem<br />

mit dem unvergesslichen<br />

Auftritt der ukrainischen Band<br />

Prime Orchestra. „Gut, dass<br />

wir noch einmal umgeplant<br />

haben und dem Wunsch vieler<br />

nach dem traditionellen<br />

Altstadtfest in der Fußgängerzone<br />

gefolgt sind“, bekräftigt<br />

unser Bürgermeister, nach<br />

ersten Überlegungen zu einem<br />

Open-Air-Festival im Mühlenmusem.<br />

Voller Vorfreude blickt<br />

Matthias Nerlich dazu auf die<br />

neuen Betreiber im Mühlenmuseum<br />

und im Glockenpalast.<br />

Übrigens: Noch bis zum<br />

31. Januar läuft dazu eine Online-Befragung,<br />

die herausfinden<br />

möchte, wie das Mühlenmuseum<br />

zu einem kulturellen<br />

Mittelpunkt werden könnte.<br />

Ähnliche Ansätze verfolgt<br />

die Stadtverwaltung beim Integrierten<br />

Stadtentwicklungskonzept,<br />

das Gifhorns Attraktvität<br />

steigern und die<br />

Zukunftsfähigkeit maßgeblich<br />

prägen soll. Öffentliche<br />

Veranstaltungen und Aufrufe<br />

zur Online-Meinungsäußerung<br />

begleiten das Projekt.<br />

„Ein erster Schritt dieses Prozesses<br />

ist die neue, einheitliche<br />

Möblierung der Fußgängerzone<br />

mit Sitzmöglichkeiten,<br />

Fahrradständern und anderen<br />

Accessoires“, unterstreicht<br />

Matthias Nerlich.<br />

„Es ist die Gleichzeitigkeit der Krisen, die wir als<br />

belastend empfinden – auch weil sich kein Ende<br />

abzeichnet. Wir müssen lernen, damit umzugehen.“<br />

Matthias Nerlich, Bürgermeister der Stadt Gifhorn<br />

Ein bewegendes Jahr: Das zurückliegende 2022 stand für einen engen Austausch mit der Feuerwehr, Pfingsten<br />

im Mühlenmuseum, ukrainischen Besuch in Gifhorn und den Fortschritt beim Bau der Kitas.<br />

Fotos: Michael Uhmeyer<br />

Auch der Bildungs- und Betreuungssektor<br />

habe im neuen<br />

Jahr „hohe Priorität“, wie der<br />

Bürgermeister festhält. Umzug<br />

der DRK-Kita Rosengarten,<br />

Eröffnung der Kitas Eyßelhof,<br />

Wilscher Weg und Büchenkamp<br />

– „das ist ein großer<br />

Schritt nach vorn, der uns in<br />

die Lage versetzt, so gut wie jedem<br />

Kind ein Betreuungsangebot<br />

machen zu können“.<br />

Ein „ehrgeiziges“ Projekt<br />

sieht Matthias Nerlich im<br />

Neubau der Hauptschule am<br />

Sportzentrum Süd, nach dessen<br />

Fertigstellung der Umbau<br />

der Freiherr-vom-Stein-Schule<br />

zu einer Grundschule beginnen<br />

soll. Zudem wird das Ganztagsangebot<br />

an den Grundschulen<br />

durch den Bau zwei<br />

neuer Mensen gestärkt.<br />

Stadtgespräch<br />

Anzeige<br />

Wie sicher Gifhorn ist, hängt<br />

auch mit der Ausstattung der<br />

Feuerwehren zusammen. Ein<br />

Gerätehaus und ein LF10-<br />

Löschfahrzeug erhält die Freiwillige<br />

Feuerwehr Kästorf, eine<br />

neue Drehleiter wird der Freiwilligen<br />

Feuerwehr Gifhorn<br />

zur Verfügung gestellt. „Ich<br />

möchte allen ehrenamtlich<br />

Aktiven für ihr Engagement<br />

und ihre Ausdauer danken. Ich<br />

weiß, wie sehr die Vereine und<br />

Ehrenamtlichen in der Corona-<br />

Zeit wirtschaftlich unter Druck<br />

geraten sind. Ich versichere,<br />

dass die Stadt auch in diesen<br />

wirtschaftlich schwierigen Zeiten<br />

die Zuwendungen für die<br />

Vereine nicht kürzen wird“, garantiert<br />

der Bürgermeister.<br />

Ideen und Konzepte – die<br />

gab‘s 2022 auch für die Energiesparmaßnahmen.<br />

Einrichtungen<br />

wie das Hallenbad<br />

blieben jedoch geöffnet, weil<br />

es gerade jetzt wichtig sei,<br />

so Matthias Nerlich, Freizeit<br />

aktiv zu gestalten.<br />

Bei allem Entsetzen und aller<br />

Trauer über die Situation<br />

in der Ukraine lobt der Bürgermeister<br />

die Solidarität der<br />

Gifhornerinnen und Gifhorner<br />

und nimmt die Hilfstransporte<br />

in unsere Partnerstadt<br />

Korssun-Schwetschenkiwskyj<br />

als positives Beispiel. „Es sind<br />

nicht nur die dringend benötigten<br />

Dinge, die zu den Menschen<br />

gelangen, es ist auch die<br />

Hoffnung, die wir ihnen damit<br />

geben. Gewinnen auch wir<br />

neue Hoffnung und gestalten<br />

gemeinsam unsere Zukunft“,<br />

fordert Matthias Nerlich.<br />

24<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 25


Kriminalität<br />

Kriminalität<br />

Fels in der Brandung gegen<br />

alle Feinde der Demokratie<br />

Oliver Meyer, seit einem Jahr Inspektionsleiter der Gifhorner Polizei,<br />

möchte Sicherheit vermitteln und das Vertrauen in die Polizei aufrecht erhalten<br />

Gifhorn ist kein unbekanntes Fahrwasser für Polizeidirektor Oliver<br />

Meyer: Bereits 2<strong>01</strong>3 bis 2<strong>01</strong>5 war er als „Leiter Einsatz“ im Landkreis<br />

unterwegs. Im Dezember 2021 ist der Lehrter zum neuen Chef der<br />

Inspektion an der Hindenburgstraße ernannt worden. Gut ein Jahr<br />

nach Amtseinführung klopfte nun <strong>KURT</strong>-Volontärin Marieke Eichner<br />

an die Tür des 47-Jährigen. Bei zwei großen Tassen Kaffee ging‘s um<br />

zunehmende Kriminalität im Internet, Polizeischutz für die Demokratie<br />

und den Sinn und Zweck von Überwachungskameras.<br />

Herr Meyer, seit 1998 sind Sie nun<br />

bei der Polizei, waren bei vielen<br />

Einsätzen, unter anderem bei der<br />

Nato-Sicherheitskonferenz in<br />

München und bei vielen Fußballspielen.<br />

Da fragen wir uns: Wurden<br />

Sie denn mal im Einsatz verletzt?<br />

Es gab schon einige Einsätze<br />

– gerade in meiner Zeit in der<br />

Bereitschaftspolizei –, bei denen<br />

leider Kollegen und Kolleginnen<br />

zu Schaden gekommen<br />

sind. Glücklicherweise bin ich<br />

bisher nicht verletzt worden.<br />

Auch nicht im Rahmen eines<br />

Widerstands oder eines Angriffs.<br />

Grundsätzlich ist die<br />

Gefahr, im Einsatz- und Streifendienst<br />

verletzt zu werden<br />

mindestens genauso hoch wie<br />

bei Fußballeinsätzen und Versammlungslagen.<br />

Vielleicht habe ich an manchen<br />

Stellen einfach Glück gehabt,<br />

gerade, wenn ich an Einsätze<br />

in Berlin anlässlich des<br />

1. Mai denke. Da ist schon der<br />

eine oder andere größere Stein<br />

an einem vorbeigeflogen.<br />

Hier in Gifhorn stehen die Chancen<br />

ja auch relativ gering, würde ich<br />

meinen. Laut der Polizeilichen<br />

Kriminalstatistiken der vergangenen<br />

Jahre ist unser Landkreis einer<br />

der sichersten in ganz Niedersachsen.<br />

Wollten Sie es ein bisschen<br />

ruhiger haben – oder warum sind<br />

Sie nach Gifhorn gekommen?<br />

Es wurde geschaut, wer für<br />

die Position in Frage kommen<br />

könnte. Ich wurde gefragt und<br />

habe keinen Moment überlegt<br />

– erfreulicherweise fiel<br />

die Wahl auf mich. Neue Herausforderungen<br />

nehme ich<br />

gerne an! So habe ich das bisher<br />

in meiner Laufbahn immer<br />

gehandhabt.<br />

Ich glaube, ruhig angehen<br />

ist für den Landkreis Gifhorn<br />

auch nicht ganz passend ausgedrückt,<br />

hier ist ja schon ein<br />

bisschen was los. Natürlich anders<br />

als in Städten wie Braunschweig,<br />

Wolfsburg oder Hannover,<br />

das ist klar. Es gibt hier<br />

einfach andere Schwerpunkte<br />

und Herausforderungen.<br />

Und gerade hier in der Stadt<br />

Gifhorn ist schon viel los. An<br />

Oliver Meyer, Leiter der Polizeiinspektion Gifhorn seit Dezember 2021,<br />

arbeitet im Stehen an seinem Schreibtisch.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

einigen Ecken mehr oder weniger,<br />

wie Sie vielleicht wissen.<br />

Sie wollen auf die Braunschweiger<br />

Straße zu sprechen kommen?<br />

Ja (lacht). Da ist und war insbesondere<br />

der Bereich rund um<br />

den Laubberg, aber auch unter<br />

anderem der Stadtbahnhof<br />

Thema für die Polizei. Schon<br />

vor meiner Zeit als Inspektionsleiter.<br />

In den vergangenen<br />

zwei Jahren konnten diese<br />

vermeintlichen Brennpunkte<br />

aus meiner Sicht ein Stück weit<br />

befriedet und beruhigt werden,<br />

zum Teil durch bauliche<br />

Maßnahmen, aber auch durch<br />

intensive polizeiliche Aktivitäten.<br />

Es ist da deutlich ruhiger<br />

und unauffälliger geworden,<br />

die objektive Draufschau wirft<br />

aktuell in diesen Bereichen<br />

keinen Schwerpunkt mehr für<br />

uns aus. Unsere Einsatz- und<br />

Streifendienste sowie unsere<br />

Verfügungseinheit sind angehalten,<br />

da immer wieder hinzuschauen<br />

und Streife zu fahren<br />

– was sie auch tun.<br />

Wir haben uns die Polizeiliche<br />

Kriminalstatistik Niedersachsens<br />

angeguckt. Interessante Lektüre.<br />

Zum Thema Internetkriminalität<br />

steht da für 2021: Enormer<br />

Anstieg der Fallzahlen, der Anteil<br />

der Internetstraftaten an den<br />

Straftaten insgesamt nimmt zu,<br />

die Zahl der Verdächtigen und<br />

der finanzielle Schaden nehmen<br />

zu – und die Aufklärungsquote<br />

ist rückläufig. In Gifhorn sieht‘s<br />

ähnlich aus: Seit 2<strong>01</strong>8 steigen die<br />

Fallzahlen – aber die Aufklärungsquote<br />

sinkt. Warum? »<br />

Herr Meyer, warum<br />

wollten Sie eigentlich<br />

Polizist werden?<br />

Eigentlich wollte ich seit<br />

meiner Kindheit Arzt werden.<br />

Meine Praktika habe ich beim<br />

Hausarzt und im Krankenhaus<br />

gemacht. In meinem Praktikum<br />

im Krankenhaus habe ich einige<br />

Situationen erlebt, die dazu geführt<br />

haben, diesen Beruf doch<br />

nicht ergreifen zu wollen. So<br />

stand ich vor dem Abi und der<br />

Entscheidung, was es denn nun<br />

werden sollte. Ein guter Freund<br />

von mir hatte sich damals für<br />

den mittleren Dienst bei der<br />

Polizei beworben. Da habe ich<br />

die Bewerbungsunterlagen<br />

gesehen, das hat mich sofort<br />

interessiert. So kam ich zu<br />

einer Bewerbung. Dann war ich<br />

plötzlich durch alle Tests und<br />

Polizeibeamter. Gut so, denn<br />

der Umgang mit Menschen ist<br />

mir einfach wichtig.<br />

26<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 27


Kriminalität<br />

Kriminalität<br />

Herr Meyer, warum gibt’s keine Überwachungskameras<br />

an Gifhorns Stadtbahnhof, obwohl die<br />

schwarze-rote Mehrheit im Stadtrat sie forderte?<br />

Es gibt rechtliche Voraussetzungen, die vorher geprüft werden müssen.<br />

Die Zuständigkeit liegt grundsätzlich bei der Stadt. Wir können als<br />

Gefahren abwehrende Behörde nur den objektiven Befund feststellen,<br />

Informationen zusammentragen und eine Bewertung abgeben. Laut<br />

Gesetz muss eine wiederkehrende Häufung von erheblichen Straftaten<br />

vorliegen. Und aus unserer Analyse geht hervor, dass der Bahnhof im<br />

Stadtbild da nicht besonders hervorsticht. Nichtsdestotrotz kann ich das<br />

Argument des subjektiven Unsicherheitsempfindens nachvollziehen.<br />

Es muss genau geschaut werden, was für eine Videoüberwachung<br />

spricht. Die Frage ist: Verhindern wir durch das Aufhängen einer Kamera<br />

Straftaten? Dann sind wir auch beim Thema Datenschutz. Schließlich<br />

sind durch eine Überwachungskamera unvermeidlich Dritte betroffen.<br />

Da muss man nach dem Prinzip der<br />

praktischen Konkordanz abwägen,<br />

also unterschiedliche Grundrechte<br />

gegeneinander abwägen und schauen,<br />

ob eine Videoüberwachung verhältnismäßig<br />

ist oder nicht. Bei der<br />

Bewertung stand die Frage im Raum,<br />

ob es am Stadtbahnhof ein signifikant<br />

höheres Straftatenaufkommen als an<br />

anderen Orten der Stadt gibt. Und<br />

gerade bei den schwerwiegenden<br />

Straftaten haben wir das nicht.<br />

» Auch in Gifhorn stellen wir<br />

eine Verlagerung von Taten<br />

ins Internet fest. Wir sind bemüht,<br />

durch Maßnahmen im<br />

Zuge von Ermittlungen „vor<br />

die Lage“ zu kommen, was bei<br />

sich ständig ändernden und<br />

neuen Tatstrukturen nachvollziehbar<br />

immer wieder große<br />

Herausforderungen mit sich<br />

bringt. Immer wieder finden<br />

Täter neue Wege und Möglichkeiten<br />

für Internetbetrügereien,<br />

auf die wir uns einstellen<br />

müssen. Über die Vielfältigkeit<br />

der Möglichkeiten könnten<br />

wir sicherlich ein eigenes Interview<br />

führen. Dazu kommt,<br />

dass viele Taten aus dem Ausland<br />

begangen werden oder<br />

die Hintermänner aus dem<br />

Ausland agieren. Da ist es<br />

schwierig, über international<br />

zu initiierende Ermittlungen<br />

an Tätergruppierungen ranzukommen.<br />

Das ist unter anderem<br />

einer der Gründe, warum<br />

die Ermittlungen gerade im<br />

Bereich der Internetkriminalität<br />

so anspruchsvoll sind. Die<br />

Aufklärungsquote im Bereich<br />

Internetkriminalität ist zwar<br />

gesunken, im gesamten Vergleich<br />

jedoch aus meiner Sicht<br />

immer noch gut.<br />

Anzeigen und digitalen Spuren<br />

gehen wir natürlich nach.<br />

In Sachen Datenforensik haben<br />

wir uns im Zuge einer Organisationsanpassung<br />

im vergangenen<br />

Jahr neu aufgestellt.<br />

Wir hoffen, dass wir unter anderem<br />

digitalen Spuren noch<br />

besser nachgehen können.<br />

Wie dürfen wir uns das vorstellen:<br />

Hat Gifhorn jetzt eine eigene<br />

Abteilung dafür?<br />

Ja, im Prinzip schon. Wir haben<br />

unter anderem die Datenauswertung<br />

im Fachkommissariat<br />

Forensik in weiten<br />

Teilen als Serviceleistung zentralisiert.<br />

Der zweite Bereich,<br />

die sichernde Forensik, ist im<br />

Wesentlichen für die Tatortaufnahme<br />

und Spurensuche<br />

im klassischen Sinne verantwortlich.<br />

Im Bereich der Datenforensik<br />

werden zukünftig<br />

verschiedene digitale Spuren<br />

ausgewertet.<br />

Diese Serviceleistungen erbringen<br />

wir für andere Fachkommissariate<br />

oder für die<br />

Dienststellen. Das heißt, wenn<br />

bei Durchsuchungen Datenträger<br />

sichergestellt werden, dann<br />

werden sie dort kriminal- und<br />

datentechnisch untersucht und<br />

die Ergebnisse zur Verfügung<br />

gestellt. Mit dem FK Forensik<br />

haben wir hier wie gesagt eine<br />

Zentralstelle implementiert.<br />

Wie viele<br />

Polizistinnen und<br />

Polizisten arbeiten<br />

denn in diesem<br />

Fachkommissariat<br />

Datenforensik?<br />

Es sollen mal ungefähr<br />

20 werden<br />

– aber da sind<br />

wir noch nicht<br />

angekommen. Es<br />

stehen noch<br />

Besetzungen aus, Ausschreibungen<br />

müssen initiiert werden.<br />

Insgesamt sind wir hier<br />

schon sehr gut aufgestellt. Im<br />

Fachkommissariat Forensik<br />

arbeitet eine Mischung aus<br />

Beschäftigten – also Polizeivollzugsbeamte<br />

und genauso<br />

Nicht-Vollzugsbeamte –, das<br />

hält sich in etwa die Waage.<br />

Gerade im Bereich IT holen wir<br />

uns Fachkompetenz von außen,<br />

da die Ausbildung in der<br />

Polizei bestimmte, sehr spezialisierte<br />

Bereiche nicht abdeckt.<br />

Dann fassen wir mal Gifhorns<br />

Kriminalstatistik zusammen:<br />

weniger Delikte, mehr Aufklärung.<br />

Trotzdem haben viele Menschen<br />

ein Gefühl von Unsicherheit, das<br />

Gefühl, bedroht zu sein von Kriminalität.<br />

Woher kommt das?<br />

Ich glaube, dass die Pandemie,<br />

dann der 24. Februar – verbunden<br />

mit den Themen Inflation<br />

und Energiemangellage – sowie<br />

letztlich der zunehmende<br />

Klimawandel dazu beigetragen<br />

haben, dass Menschen sich<br />

grundsätzlich unsicherer fühlen<br />

und dadurch sensibler auf<br />

Veränderungen reagieren. Das<br />

bezieht sich wahrscheinlich<br />

weniger auf das Sicherheitsempfinden,<br />

mit dem wir als<br />

Polizei zu tun haben, also Opfer<br />

einer Straftat zu werden.<br />

Ich glaube, es ist eher ein allgemeines<br />

Unsicherheitsgefühl,<br />

welches uns alle irgendwie<br />

umtreibt. Sich nicht aus der<br />

Ruhe bringen zu lassen, sich<br />

nicht bestimmten Strömungen<br />

hinzugeben, die Dinge positiv<br />

anzupacken und darin Chancen<br />

zu erkennen, ist derzeit<br />

meines Erachtens sehr wichtig.<br />

Und das ist auch vornehmliche<br />

Freund und Helfer – und Fels in der Brandung: Dieses Bild der Polizei<br />

möchte Gifhorns Inspektionsleiter Oliver Meyer ausstrahlen.<br />

Aufgabe der Polizei. Neutral zu<br />

sein, ein Fels in der Brandung,<br />

fest auf dem Boden des Grundgesetzes<br />

und demokratischer<br />

Werte. Wir sind diejenigen,<br />

die Sicherheit vermitteln und<br />

die das Vertrauen in die Polizei<br />

aufrechterhalten müssen.<br />

Jetzt mehr denn je.<br />

Gut, dass Sie es ansprechen:<br />

Vertrauen in die Polizei. In den<br />

vergangenen Jahren flogen immer<br />

mehr rechte, rechtsextreme,<br />

rechtsradikale Netzwerke auf.<br />

Jüngst wurde sogar ein Staatsstreich<br />

vereitelt. Nicht bei allen<br />

dieser Netzwerke, aber bei vielen<br />

waren Polizistinnen und Polizisten<br />

beteiligt. Und da fragen wir uns<br />

zum Thema Reichsbürger und<br />

andere Verschwörungstheorien<br />

innerhalb der Polizei: Wie kann<br />

man diesem Problem begegnen?<br />

Es ist immer erschütternd,<br />

wenn solche Ereignisse aufgedeckt<br />

werden. Es macht mich<br />

betroffen, dass Menschen<br />

auch aus Reihen der Polizei<br />

sich solchen Netzwerken angeschlossen<br />

haben. Das ist<br />

absolut inakzeptabel. Nicht<br />

nur, weil es einen ganzen Berufsstand<br />

in Verruf zu bringen<br />

droht. Es macht mich auch<br />

betroffen, weil ich den Beruf,<br />

die Kolleginnen und Kollegen<br />

bisher ganz anders wahrgenommen<br />

habe. Das, was an<br />

einigen Stellen strukturell unterstellt<br />

wird, habe ich so nie<br />

erlebt. Offensichtlich findet<br />

das statt, sonst wären solche<br />

Dinge nicht zutage getreten. »<br />

28<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>29


Kriminalität<br />

Kriminalität<br />

Herr Meyer, warum tragen Polizistinnen und<br />

Polizisten im Dienst sogenannte Bodycams?<br />

Für mich sind Bodycams ein Standard-Einsatzmittel, die sind grundsätzlich<br />

bei jedem Einsatz mit dabei. Ich wünsche mir auch, dass diese<br />

genutzt werden. Ich würde es jetzt mal als Leitlinie formulieren. Schließlich<br />

kann es dazu führen, dass dadurch gegenüber den Kolleginnen und<br />

Kollegen ein gewisses Maß an Zurückhaltung gewahrt wird. Und am<br />

Ende werden gerade brenzlige Einsätze dadurch dokumentiert. Es wird<br />

nicht anlassunabhängig aufgenommen. Gefilmt<br />

wird, wenn die Voraussetzungen es hergeben.<br />

Die Aufnahme erfolgt grundsätzlich erst<br />

nach Aktivierung, begleitet mit einer<br />

entsprechenden Ansage.<br />

Mir ist wichtig, dass die Kolleginnen<br />

und Kollegen den rechtlichen Rahmen<br />

und die Einsatzmöglichkeiten wissen,<br />

damit sie Handlungssicherheit haben<br />

und den Nutzen erkennen.<br />

» Ich bin aber fest davon<br />

überzeugt, dass es nur wenige<br />

sind, die sich solchen demokratiefeindlichen<br />

Strukturen<br />

anschließen. Diese gilt es zu<br />

identifizieren und ihnen mit aller<br />

Konsequenz, mit aller Härte<br />

zu begegnen. Solche Menschen<br />

stehen nicht auf dem festen<br />

Boden des Grundgesetzes und<br />

haben in einer Polizei, die genau<br />

dafür und für eine wehrhafte<br />

Demokratie einstehen<br />

soll, nichts zu suchen.<br />

Mich bewegt das Thema,<br />

weil ich mich diesem genau<br />

genommen in besonderer Art<br />

und Weise verschrieben habe,<br />

da ich zum Kreis der in der<br />

Polizei Niedersachsen ausgebildeten<br />

Strategie- und Demokratiepaten<br />

gehöre.<br />

Was ist das, ein Strategie- und<br />

Demokratiepate?<br />

In einem landesweiten Projekt<br />

wurde ich einer von 80 ausgebildeten<br />

Demokratiepaten.<br />

Das sind<br />

Kolleginnen und Kollegen, die<br />

das Thema unter dem Motto<br />

„Polizeischutz für die Demokratie“<br />

– vereinfacht gesagt –<br />

sowohl im Inneren der Polizei<br />

als auch nach außen voranbringen<br />

sollen. Also sowohl in<br />

die Mitarbeiterschaft zu tragen<br />

als auch den Kontakt mit Netzwerken<br />

und Vereinen anderer<br />

Kulturen zu suchen.<br />

Das natürlich ist eine sensible<br />

und vielschichtige Thematik.<br />

Wir schauen, wie wir<br />

insbesondere unsere Kolleginnen<br />

und Kollegen sensibilisieren<br />

können. Eine Frage<br />

dabei ist, wie wir das Thema<br />

ansprechen können, ohne dass<br />

sich Kolleginnen und Kollegen<br />

sofort verdächtigt, angegriffen<br />

oder verurteilt fühlen.<br />

Wenn wir draußen unterwegs<br />

sind und Menschen mit anderer<br />

Hautfarbe oder aus einer<br />

anderen Kultur polizeilichen<br />

Maßnahmen unterziehen, werden<br />

wir schnell mit Vorwürfen<br />

konfrontiert. Verständlicherweise<br />

fühlen sich die Kolleginnen<br />

und Kollegen dann verletzt<br />

und sagen: Hey, ich bin doch<br />

kein Rassist, ich mache doch<br />

nur meinen Job.<br />

Wie kann diese Sensibilisierung<br />

funktionieren?<br />

Wir sind gut beraten, uns vor<br />

dem Hintergrund eigener polizeilicher<br />

Erfahrung immer<br />

wieder selbst zu überprüfen<br />

und uns zu hinterfragen, ob<br />

wir richtig unterwegs sind.<br />

Und das ist unter anderem<br />

eines der Ziele, die dieses<br />

Projekt verfolgt: sensibel<br />

sein, in den Austausch mit anderen<br />

gehen, sich gegenseitig<br />

stärken im positiven Verhalten.<br />

Und wenn uns Verhaltensweisen,<br />

Haltungen und Äußerungen<br />

auffallen, die nicht zu<br />

unserem Berufsbild passen,<br />

diesem auch entschieden entgegenzutreten.<br />

In diesem Jahr haben wir im<br />

Rahmen einer Führungskräftetagung<br />

unter anderem die<br />

Vollzugsanstalt Wolfenbüttel<br />

besucht, haben eine Reihe von<br />

Workshops im Haus der Kulturen<br />

in Braunschweig gestartet,<br />

ich selbst war in der Landesaufnahmebehörde<br />

in Kralenriede.<br />

Es ist wichtig, in solchen<br />

Einrichtungen mal Einblicke<br />

außerhalb polizeilicher Einsätze<br />

zu erhalten. Zu welchen<br />

Anlässen kommt Polizei denn<br />

üblicherweise in – zum Beispiel<br />

– Geflüchtetenunterkünfte?<br />

Wenn wir gerufen werden,<br />

also wenn es Streitigkeiten<br />

oder Stress gibt. Wir wollen<br />

Möglichkeiten schaffen, in einem<br />

anderen Setting mit den<br />

vor Ort lebenden Menschen in<br />

Kontakt zu kommen, hinter die<br />

Kulissen zu schauen. So vermeiden<br />

wir, dass ein negatives<br />

Bild entsteht – auf beiden Seiten.<br />

Und somit Vorurteile und<br />

Stereotype.<br />

Und was können Sie in Ihrer Position<br />

als Inspektionsleiter tun?<br />

Als allererstes natürlich Vorbild<br />

für die Kolleginnen und<br />

Kollegen sein. Neben ganz vielen<br />

Projekten und Ideen, die<br />

ich hier habe, versuche ich,<br />

sensibel, aber genau hinzuschauen.<br />

Ob jemand in dieser<br />

Organisation oder auch in der<br />

Inspektion entsprechendes<br />

Gedankengut hat, ist natürlich<br />

meist nur festzustellen, wenn<br />

es offen und wahrnehmbar für<br />

andere nach außen tritt. Aber<br />

ich kann den Leuten nicht in<br />

den Kopf gucken. Der Kern<br />

ist: Wir müssen alle Kolleginnen<br />

und Kollegen so stärken,<br />

dass sie nicht anfällig werden,<br />

dass sie den Mund aufmachen,<br />

wenn solche Bestrebungen erkennbar<br />

sind und den Mut haben,<br />

entschieden entgegenzutreten.<br />

Ich hoffe natürlich, dass<br />

wir solche Menschen hier nicht<br />

beschäftigen.<br />

Denn wenn Menschen sich<br />

unsicher fühlen, dann ist die<br />

Gefahr größer, sich zu radikalisieren.<br />

Demgegenüber müssen<br />

wir uns offen zeigen und auch<br />

nach außen signalisieren: Wir<br />

sind der Fels in der Brandung.<br />

Das steht für mich im Zentrum<br />

des Ganzen.<br />

Lassen Sie uns zum Schluss<br />

noch einmal gedanklich auf die<br />

Braunschweiger Straße zurückkehren.<br />

Was meinen Sie, wie<br />

lange dauert es noch, bis sich<br />

die ersten Aktivistinnen und<br />

Aktivisten von Letzte Generation<br />

dort ankleben?<br />

Tja, da fragen Sie den Falschen.<br />

Für mich stellt sich die<br />

Frage, warum man das hier in<br />

Gifhorn tun sollte.<br />

Wenn es passiert, dann sorgen<br />

wir dafür, dass die Situation<br />

wie in anderen Fällen auch<br />

als Versammlung behandelt<br />

wird. Und wir ergreifen Maßnahmen,<br />

damit niemand gefährdet<br />

wird oder zu Schaden<br />

kommt. Wir sind jedenfalls natürlich<br />

auf solche Situationen<br />

vorbereitet.<br />

Aufruf an alle Bürgerinnen<br />

und Bürger in Gifhorn:<br />

30<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 31<br />

Fotos: Michael Uhmeyer/<strong>KURT</strong> Media<br />

250 Spaßmacher gesucht:<br />

Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger in Gifhorn:<br />

Teile Dein Hobby mit Menschen in der Lebenshilfe Gifhorn<br />

mit Kita-Kindern, Schüler*innen oder Erwachsenen.<br />

Egal, was Du gerne in Deiner Freizeit tust,<br />

tu’s gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung.<br />

Schnapp Dir Deine Aufwandsentschädigung von<br />

3.000 Euro im Jahr! (steuer- und abzugsfrei)<br />

Info und Anmeldung:<br />

Samstag, 21. & 28. Januar <strong>2023</strong><br />

10.30 bis 13 Uhr • Lebenshilfe Live, Steinweg 10, FuZo Gifhorn<br />

Es gibt Waffeln mit heißen Kirschen und Jagertee!<br />

Info-Hotline: <strong>01</strong>76-15774723<br />

Als freie Mitarbeiter auf Basis der gesetzlich sogenannten „Übungsleiterpauschale“.


Engagement<br />

Anzeige<br />

Freizeit<br />

Je mehr Stimmen, desto besser: Dr. Andreas Klärner (von links), Dr. Jessica Brensing und Dr. Tuuli-Marja Kleiner<br />

vom Thünen-Institut starten Ende Januar eine Online-Umfrage im Landkreis Gifhorn.<br />

Foto: Dirk Heitmann<br />

Große Befragung unter Gifhorns Jugend<br />

Braunschweiger Thünen-Institut fertigt Studie über Freizeitaktivitäten an<br />

Die angereisten Preisträgerinnen und das Organisationsteam: Anna Rau (von links), Katja Müller, Andreas<br />

Otto, Ruth Müller, Greta Franz, Anna Both, Bastian Till Nowak und Verena Schlag.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Los geht die Shoppingtour<br />

3. Gifhorner Balkon-Wettbewerb: Organisationsteam überreicht Gutscheine<br />

Wie verbringen junge Menschen<br />

im Landkreis Gifhorn<br />

ihre Freizeit? Was denken sie<br />

über das freiwillige Engagement<br />

in Vereinen? Wo bringen<br />

sie sich selbst aktiv ein? Diese<br />

und weitere Fragen untersucht<br />

zurzeit ein Forschungsteam<br />

des Thünen-Instituts für Lebensverhältnisse<br />

in ländlichen<br />

Räumen in Braunschweig.<br />

Im Rahmen des Forschungsprojektes<br />

JIVE – Jung Im Verein<br />

und Engagiert – möchte<br />

das Forscherteam unter der<br />

Leitung von Dr. Tuuli-Marja<br />

Kleiner und Dr. Andreas Klärner<br />

mehr über das Freizeitverhalten<br />

Jugendlicher, deren<br />

Einstellungen zum freiwilligen<br />

Engagement und das Engagement<br />

Jugendlicher vor Ort<br />

erfahren.<br />

Hintergrund der Studie: Das<br />

freiwillige Engagement junger<br />

Menschen ist für das Zusammenleben<br />

in der Gemeinde von<br />

zentraler Bedeutung und soll<br />

auch langfristig erhalten bleiben.<br />

Hierzu ist es wichtig, dass<br />

die Interessen der Jugendlichen<br />

berücksichtigt werden.<br />

Die Studie hat daher zum<br />

Ziel, mehr über die Ansichten<br />

Jugendlicher zu Freizeitaktivitäten<br />

und ihr eigenes freiwilliges<br />

Engagement vor Ort<br />

zu erfahren. „So können anhand<br />

der Ergebnisse konkrete<br />

Handlungsempfehlungen für<br />

Vereine und politische Entscheidungsgremien<br />

erarbeitet<br />

werden“, erklärt Dr. Jessica<br />

Brensing vom Thünen-Institut.<br />

Ab dem 27. Januar startet<br />

im Landkreis Gifhorn eine große<br />

Online-Umfrage, bei welcher<br />

5000 zufällig ausgewählte<br />

junge Menschen zwischen 16<br />

bis 25 Jahren postalisch dazu<br />

eingeladen werden, online an<br />

einer etwa 15-minütigen Befragung<br />

teilzunehmen. Auf<br />

Wunsch wird der Fragebogen<br />

auch per Brief versandt.<br />

Als Dankeschön haben die<br />

Teilnehmenden die Chance auf<br />

einen Amazon-Gutschein im<br />

Wert von bis zu 100 Euro.<br />

Thünen-Institut für Lebensverhältnisse<br />

in ländlichen Räumen<br />

www.thuenen.de<br />

Vor zwei Monaten, im November,<br />

haben wir die Gewinnerinnen<br />

des 3. Gifhorner Balkon-<br />

Wettbewerbs bekanntgegeben:<br />

Margitta Gehrke siegte in der<br />

Kategorie Balkon, Anna Rau<br />

schnappte sich Platz eins in der<br />

Kategorie Terrasse. Nun stand<br />

die Gewinnübergabe an. Die<br />

erfolgte in den grünen Hallen<br />

der Gärtnerei Müller.<br />

„Ganz viel Liebe und Herzlichkeit<br />

steckt in den Balkonen<br />

drin“, urteilte Andreas Otto,<br />

geschäftsführender Vorstand<br />

der Gifhorner Wohnungsbau-<br />

Genossenschaft. „Der Balkon<br />

hat einen großen Stellenwert<br />

im Wohnumfeld. Über ihn<br />

wird sich ausgetauscht, man<br />

berät sich und bestaunt sich<br />

auch.“ Gemeinsam mit <strong>KURT</strong><br />

und der Gärtnerei Müller initiierte<br />

die GWG den 3. Gifhorner<br />

Balkon-Wettbewerb, eine der<br />

Siegerinnen war Anna Rau. Auf<br />

Platz drei im vorangegangenen<br />

Wettbewerb folgte diesmal der<br />

Hauptgewinn für die 73-jährigen<br />

Gifhornerin – ein Gartenmarkt-Gutschein<br />

im Wert von<br />

200 Euro. „Jetzt kommt die<br />

hintere Terrasse dran, die wird<br />

hübsch gemacht“, erklärte sie<br />

und ließ dabei kurz ihren Blick<br />

über die prächtigen Rosen der<br />

Gärtnerei Müller schweifen.<br />

Verena Schlag, die Zweitplatzierte<br />

in der Kategorie Balkon,<br />

nahm einen Gutschein im Wert<br />

von 100 Euro in Empfang. Die<br />

Gifhornerin hatte sich schon<br />

im Vorhinein umgeschaut und<br />

machte ein Gefäß in Form eines<br />

Meerjungfrauenkopfes für<br />

sich aus. „Im Frühling geht‘s<br />

dann direkt wieder los mit dem<br />

Balkon“, verriet sie strahlend.<br />

Platz drei in der Kategorie<br />

Balkon – und damit ein Gutschein<br />

im Wert von 50 Euro –<br />

ging an Anna Both. Was es bei<br />

der 74-Jährigen als Anschaffung<br />

werden soll? Sie schmunzelte:<br />

„Da lasse ich mich von<br />

mir selbst überraschen.“<br />

Gärtnerei-Oberhaupt Ruth<br />

Müller hatte für alle den besten<br />

Tipp parat: „Bei allem, was<br />

blühen soll, ist die Geduld ganz<br />

wichtig. Die Natur macht das<br />

ganz von allein. Man muss<br />

ihr nur die Zeit geben.“<br />

32<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 33


Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

Zwei Investoren schaffen<br />

nachhaltigen Wohnraum<br />

Jusuf und Avni Tairi verkaufen neue Stadthäuser im Lehmweg 16 in Gifhorn<br />

Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

Im Herzen Gifhorns bezahlbaren Wohnraum zu finden ist keine<br />

leichte Aufgabe. Vor allem, wenn es dann auch noch ein moderner<br />

Neubau sein soll. Jusuf (34) und Avni Tairi (37) wollen dies ändern.<br />

Ihre Firma Tairi & Tairi Projektbau stellt in diesem Frühjahr nach<br />

nicht einmal einem Jahr die Arbeiten im Lehmweg 16 fertig – sechs<br />

Stadthäuser, jedes einzelne steht zum Verkauf. Es ist ihr erstes großes<br />

gemeinsames Projekt, das den Weg für viele weitere Grundstücke<br />

in Gifhorn ebnen soll. Für alle Interessierten gilt: Ab dem 1. Mai<br />

sind die Wohnungen im Lehmweg einzugsbereit.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Jusuf und Avni – zwei Männer,<br />

auf die man sich verlassen<br />

kann. Erst im April des zurückliegenden<br />

Jahres gründeten sie<br />

Tairi & Tairi Projektbau, im<br />

Juni kauften sie das Grundstück<br />

am Lehmweg, erst folgte<br />

der Abriss des alten Fachwerkhauses,<br />

dann im August schon<br />

der Baustart. Nun freuen sich<br />

die Cousins auf die ersten Interessenten.<br />

Jusuf war jahrelang hauptberuflich<br />

als Verkäufer beim<br />

Autohaus Kühl angestellt, baute<br />

nebenbei aber bereits Häuser<br />

und übernahm die Vermietung.<br />

Avni dagegen ist mit Tairi<br />

Elektrotechnik selbständig, er<br />

bewegt sich in der Baubranche<br />

seit rund 15 Jahren. Heißt:<br />

Diese beiden kennen sich bestens<br />

auf dem Gifhorner Markt<br />

aus. Ihre Idee, so Jusuf Tairi:<br />

„Bauen und Verkaufen zum bezahlbaren<br />

Preis. Das geht, weil<br />

wir unsere Netzwerke zusammengelegt<br />

haben.“ Praktisch<br />

ist etwa, dass den beiden mit<br />

Avnis Bruder Bashkim noch<br />

ein Architekt zur Seite steht.<br />

Bei der Zusammenarbeit<br />

setzen sie auf Gifhorner Firmen,<br />

nur ein externer Dach-<br />

Einzugsbereit ab dem 1. Mai: Die Cousins Avni (links) und Jusuf Tairi haben mit Tairi & Tairi Projektbau eine<br />

Firma gegründet. Ihr erstes Projekt – am Gifhorner Lehmweg 16 – steht kurz vor der Fertigstellung. Foto: Çağla Canıdar<br />

deckerbetrieb aus Salzgitter<br />

gehört zum vertrauten Zirkel.<br />

Und so ist aus dem alten Fachwerkhaus<br />

am Lehmweg ein<br />

hochmoderner Komplex geworden<br />

– in Windeseile.<br />

Es sind kompakte Häuser<br />

von maximal 115 Quadratmetern,<br />

die Avni und Jusuf Tairi<br />

anbieten. Schallgeschützter<br />

und wärmedämmender Massivbau,<br />

keine Schrägen, Badezimmer<br />

mit Dusche und<br />

Wanne im Obergeschoss, offenes<br />

Wohnzimmer und Küche,<br />

ebenerdige Dusche und Gäste-<br />

WC im Erdgeschoss. Dazu Terrasse<br />

und Garten von ungefähr<br />

40 Quadratmetern. „Das junge<br />

Paar, das Rentnerpärchen, der<br />

Single, der eine Familie plant –<br />

für jeden sind unsere Häuser<br />

attraktiv“, erklärt Jusuf.<br />

Wer heutzutage neu baut,<br />

muss sich auch Gedanken um<br />

die Nachhaltigkeit seiner Immobilie<br />

machen: Wie ist es um<br />

die Energieeffizienz bestellt,<br />

wo ist Smart Living – also das<br />

intelligente, digitale Zuhause –<br />

erforderlich? „Zukunftssicher“<br />

nennt Avni Tairi die Stadthäuser<br />

am Lehmweg: Luft-Wasser-Wärmepumpe<br />

schwören<br />

dem Gas ab, die Netzwerkverkabelung<br />

steht, genauso<br />

elektrische Jalousien und die<br />

Fußbodenheizung, sogar E-Ladestationen<br />

auf dem Parkplatz<br />

sind in der Vorbereitung.<br />

„Unser Ziel ist, dass in Gifhorn<br />

moderner und vor allem<br />

bezahlbarer Wohnraum geschaffen<br />

wird“, betont Jusuf<br />

Tairi. „Wir erhoffen uns, nach<br />

diesem Projekt weiter in der<br />

Region Grundstücke zu bekommen.“<br />

Denn der Lehmweg 16<br />

dient Tairi & Tairi Projektbau<br />

als Blaupause für weitere Projekte,<br />

die in Zukunft realisiert<br />

werden sollen – ein nächstes<br />

Grundstück in Heiligendorf,<br />

auf dem vier kompakte Stadthäuser<br />

im modernen, nachhaltigen<br />

Stil nach Vorbild des<br />

Lehmwegs 16 angedacht sind,<br />

ist in der Planung.<br />

Bei Kaufinteresse oder für<br />

Besichtigungstermine kann<br />

man sich unter den unten genannten<br />

Nummern melden.<br />

Tairi & Tairi Projektbau<br />

Am Bostelberg 7, Gifhorn<br />

Tel. <strong>01</strong>51-42300520<br />

und <strong>01</strong>72-6379839<br />

info@tairi-projektbau.de<br />

www.tairi-projektbau.de<br />

Tairi & Tairi Projektbau GmbH & Co. KG<br />

Am Bostelberg 7 • 38518 Gifhorn<br />

tairi-projektbau.de<br />

info@tairi-projektbau.de • Tel. <strong>01</strong>51 42 30 05 20 / <strong>01</strong>72 637 98 39<br />

34<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 35


Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

Bauen & Wohnen<br />

Die Erfolgsgeschichte der Immobilienvilla<br />

Die Immobilienmakler von Dahler & Company residieren an der Bodemannstraße<br />

Anzeige<br />

Sich den Herausforderungen<br />

optimistisch und entschlossen<br />

entgegenstellen, das ist die Aufgabe<br />

von Andreas Otto, dem<br />

geschäftsführenden Vorstand<br />

der Gifhorner Wohnungsbau-<br />

Genossenschaft. „Gemeinsam<br />

gehen wir mit unseren Nutzerinnen<br />

und Nutzern durch die<br />

Krise“, versichert er.<br />

Die GWG betreut in Gifhorn<br />

und Umgebung rund 2400<br />

Wohnungen, primäres Ziel ist<br />

die Modernisierung des Wohnungsbestandes<br />

entlang der<br />

Frage: Wie bleibt der Wohnraum<br />

bezahlbar?<br />

Andreas Otto hat da einen<br />

zentralen Handlungspunkt<br />

ausgemacht: „Technik, die<br />

das hält, was sie verspricht.“<br />

Digital erfolgt das Monitoring bei der Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft.<br />

Es soll den Energieverbrauch der Häuser kontrollieren und so Einsparungen<br />

ermöglichen, erklärt GWG-Chef Andreas Otto (rundes Foto). Fotos: Anja Sherazee/Nadine Zirbes (Foto Calberlah)<br />

Gemeinsam gehen wir durch die Krise<br />

Der GWG-Geschäftsführer Andreas Otto sichert seinen Nutzern Unterstützung zu<br />

Konkret spricht der GWG-<br />

Chef von einem verbesserten<br />

Monitoring, das den Energieverbrauch<br />

der Häuser effektiv<br />

durch Regelungen und Messungen<br />

kontrolliert. „So sehen<br />

wir, wo es Optimierungsmöglichkeiten<br />

gibt“, erklärt Andreas<br />

Otto – und hofft auf Einsparungen<br />

von bis zu 20 Prozent<br />

im Vergleich zum Jahr 2021.<br />

Die CO₂-Minderung und die<br />

Nutzbarmachung regenerativer<br />

Energien – etwa durch PV-<br />

Anlagen oder Wärmepumpen<br />

– bleibt ein GWG-Ziel. „Jedoch<br />

geht es derzeit für viele Menschen<br />

darum, die monatlichen<br />

Kosten tragen zu können“, betont<br />

der Geschäftsführer. Dort<br />

möchte die GWG zukünftig<br />

noch mehr sozial unterstützen,<br />

beispielsweise beim Ausfüllen<br />

und Verteilen von Anträgen.<br />

Deswegen wünscht sich Andreas<br />

Otto eine Vereinfachung<br />

der Bürokratie und eine Förderkulisse,<br />

um als GWG unmittelbarer<br />

handlungsfähig<br />

zu sein: „Und Mut macht mir,<br />

dass alle Beteiligten – Nutzer,<br />

Investoren, Vermieter – wissen,<br />

dass an den Rädern gedreht<br />

werden muss. Ich hoffe,<br />

dass zukünftig noch mehr auf<br />

Fachleute gehört wird.“<br />

Gifhorner Wohnungsbau-<br />

Genossenschaft eG (GWG)<br />

Alter Postweg 36, Gifhorn<br />

Tel. 05371-98980<br />

www.gwg-gifhorn.de<br />

Die Vermittlung von hochwertigen<br />

Immobilien, das<br />

Verkaufen und Vermieten<br />

von Häusern und Eigentumswohnungen<br />

sowie die Investmentimmobilien<br />

sind das<br />

Spezialgebiet des Gifhorner<br />

Immobilienmakler-Teams<br />

Dahler & Company. Im gesamten<br />

Landkreis ist das Team<br />

um die Geschäftsführerin und<br />

Immobilienfachwirtin Insa<br />

Sophia Cornelius und den Büroleiter<br />

Andrej Schick seit fünf<br />

Jahren erfolgreich unterwegs.<br />

Was wäre da passender als<br />

ein gut vernetztes, gediegenes<br />

Büro in Innenstadtnähe,<br />

hochherrschaftlich und repräsentativ?<br />

Gemeint ist die geschichtsträchtige<br />

Villa an der<br />

Bodemannstraße in Gifhorn.<br />

Dass Dahler & Company dort<br />

residiert, geht auf Büroleiter<br />

Andrej Schick zurück, der seine<br />

Erfolgsgeschichte einst als<br />

Praktikant in der Immobilienmakler-Firma<br />

begann.<br />

„Er hat sich in den Kopf gesetzt,<br />

in Gifhorn eine Immobilienvilla<br />

zu gründen“, erinnert<br />

sich Geschäftsführerin Insa<br />

Sophia Cornelius an den ehrgeizigen<br />

Plan. Das Haus an der<br />

kopfsteingepflasterten Straße<br />

hatte man schon im Portfolio.<br />

„Und die Vermieterin war begeistert<br />

von dieser Idee.“<br />

So finden sich seit November<br />

2<strong>01</strong>9 unter einem Dach<br />

verschiedene Dienstleister:<br />

Architekten, Versicherer, Immobilienfinanzierer<br />

– und<br />

die Immobilienmakler von<br />

Das Team von Dahler & Company um Insa Sophia Cornelius (2. von links)<br />

und Anrej Schick (3. von links) vor der Immobilienvilla.<br />

Foto: Marieke Eichner<br />

Dahler & Company. Aus dem<br />

Traum vom gut vernetzten<br />

Büro wurde Wirklichkeit, aus<br />

Synergieeffekten eine eingespielte<br />

Symbiose. „So können<br />

wir ganzheitlich informieren“,<br />

schwärmt Insa Sophia Cornelius<br />

von den Vorteilen. „Das gab<br />

es so noch nicht in Gifhorn.<br />

Das ist der große Luxus bei<br />

uns: eine umfassende bürgernahe<br />

Beratung.“<br />

Dahler & Company Gifhorn<br />

Bodemannstraße 13, Gifhorn<br />

Tel. 05371-9451860<br />

gifhorn@dahlercompany.de<br />

www.dahlercompany.de/gifhorn<br />

36<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 37


Ihr starker Partner für Neubau und Renovierung<br />

Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

RAULFS<br />

Die Profis für Raum & Farbe<br />

Profitieren Sie von erstklassigen Produkten,<br />

gezielter Beratung und der meisterhaften<br />

Ausführung durch qualifizierte Hände!<br />

Malerarbeiten<br />

Leistung aus Tradition<br />

Sonnenschutz<br />

Spiel mit Licht und Schatten<br />

Bodenbelagsarbeiten<br />

Starke Auftritte<br />

Maybachstraße 1 • 38518 Gifhorn • (05371) 867-0 • info@raulfs.de<br />

www.raulfs.de<br />

Einsatz auf dem Gelände der DRK-Kita Rosengarten für Bernd Rogalski und sein Team. Die Gifhorner Firma<br />

Erdbau Rogalski kümmert sich seit 1958 um öffentliche, gewerbliche und private Aufträge.<br />

Foto: Çağla Canıdar<br />

Experte für alles, was mit Erdbau zu tun hat<br />

Erdbau Rogalski ist eine Gifhorner Traditionsfirma, wie sie im Buche steht<br />

www.wellness-sauna-gifhorn.de<br />

„Hätte man uns damals den<br />

Auftrag gegeben, dann wäre<br />

der Schiefe Turm von Pisa heute<br />

nicht schief“, lacht Bernd<br />

Rogalski. Er ist der Geschäftsführer<br />

von Erdbau Rogalski<br />

mit Sitz im Gifhorner Heidland<br />

und Experte für allerhand<br />

Arbeiten im Erdbau, Tiefbau<br />

und Straßenbau.<br />

Bei öffentlichen Aufträgen<br />

kümmert sich Erdbau Rogalski<br />

häufig um Schmutzwasserund<br />

Regenwassersysteme, das<br />

Gewerbe begleitet die Firma<br />

vermehrt im Bereich von Parkplatzbau<br />

und dem Bau von<br />

Kanalsystemen, Privatkunden<br />

erkundigen sich nach dem<br />

Schmutzwasseranschluss, der<br />

Erstellung von Bodenplatten<br />

und Pflasterarbeiten. „Wir sind<br />

so gut aufgestellt, dass wir alles<br />

in Eigenregie leisten können“,<br />

sagt Bernd Rogalski stolz.<br />

Kunden nehme er stets an die<br />

Hand, erklärt der Geschäftsführer<br />

und Bauingenieur –<br />

etwa beim Thema Recycling<br />

nach Abbrucharbeiten. „Das<br />

wird immer wichtiger, natürlich<br />

auch, weil die Ressourcen<br />

teuer geworden sind. Wir versuchen,<br />

für den Kunden den<br />

günstigsten Weg zu finden.“<br />

Für Bernd Rogalski ist seine<br />

Firma ein „klassisches Familienunternehmen“:<br />

Von Vater<br />

Bruno 1958 gegründet stieß er<br />

vor gut 30 Jahren nach dem<br />

Studium zum Familienbetrieb.<br />

Seit 25 Jahren wird bei Erdbau<br />

Rogalski dazu ausgebildet.<br />

Eine typische Gifhorner Mittelstandsgeschichte,<br />

findet der<br />

Geschäftsführer: „Das macht<br />

eine Stadt wie die unsere aus<br />

– jahrelanges Netzwerk und<br />

jahreslanges Vertrauen.“<br />

Übrigens: Das ist auch der<br />

Grund, weshalb Bernd Rogalski<br />

allen dazu rät, lieber<br />

Gifhorner Fachpersonal und<br />

Firmen aufzusuchen als dubiose<br />

Werber zu beauftragen.<br />

„Das ist doch das Schöne<br />

hier: Man hat hier immer<br />

einen Ansprechpartner, der einem<br />

hilft.“<br />

Erdbau Rogalski<br />

Im Heidland 6, Gifhorn<br />

Tel. 05371-51004<br />

38<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>39


Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

Nebenkosten<br />

senken dank<br />

Energieberatung<br />

Björn Thiele hilft bei Förderanträgen und<br />

erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan<br />

Bauen & Wohnen<br />

Anzeige<br />

Energie sparen, Energiekosten senken und so Umwelt und Geldbeutel<br />

schonen – dabei hilft der Energieberater Björn Thiele aus<br />

Gifhorn. Für Hauseigentümer erstellt der Umweltingenieur einen<br />

individuellen sogenannten Sanierungsfahrplan. Messungen vor<br />

Ort lässt er zusammen mit Informationen über das entsprechende<br />

Gebäude in ein Computerprogramm fließen und erstellt damit<br />

ein Stufenmodell. Und weil sich Björn Thiele auch mit den Förderanträgen<br />

auskennt, begleitet er seine Kunden vom Erstgespräch<br />

bis zur Fertigstellung der Maßnahmen.<br />

Björn Thiele<br />

erkennt die<br />

Schwachstellen jedes<br />

Gebäudes und<br />

weiß, wo und wie<br />

Energie gespart<br />

werden kann.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Von Marieke Eichner<br />

Energieberater Björn Thiele<br />

erklärt seine Arbeit gern anhand<br />

eines anschaulichen Beispiels:<br />

„Wenn ich im Winter<br />

ohne Jacke rausgehe, muss<br />

mein Körper viel leisten, um<br />

mich auf Temperatur zu halten“,<br />

so der Umweltingenieur.<br />

„Aber wenn ich mich warm<br />

anziehe – also quasi dämme<br />

– dann muss mein Körper<br />

fürs Heizen nicht mehr so viel<br />

Energie verbrauchen.“<br />

Ganz ähnlich funktioniert‘s<br />

bei Häusern. Da gibt‘s nur ein<br />

Problem: „Etwa 60 Prozent<br />

der Gebäude in Deutschland<br />

wurden vor 1970 gebaut – und<br />

damals hat man nicht auf energetische<br />

Einsparung geschaut“,<br />

weiß Björn Thiele zu berichten.<br />

„Das schlägt sich natürlich in<br />

den Energieausgaben nieder.“<br />

Da will der Energieberater<br />

Abhilfe schaffen: Mit dem Ziel,<br />

nicht nur die Kosten für den<br />

Gebäudeeigentümer zu senken,<br />

sondern auch die Umweltbelastung<br />

– etwa durchs Heizen<br />

– zu reduzieren, entwirft er<br />

einen individuellen sogenannten<br />

Sanierungsfahrplan.<br />

Im ersten Schritt besichtigt<br />

der Umweltingenieur dafür das<br />

Gebäude gemeinsam mit dem<br />

Eigentümer. „Die Wünsche des<br />

Kunden stehen dabei im Vordergrund“,<br />

betont Björn Thiele.<br />

Manch einer frage nach ökologischen<br />

Dämmstoffen, andere<br />

seien primär an der Senkung<br />

des Energieverbrauchs interessiert.<br />

Vor Ort werden Fotos<br />

gemacht. „So kann ich mir ein<br />

Bild vom aktuellen Gebäudezustand<br />

machen.“<br />

Im Beratungsgespräch geht<br />

es dann um die Datenaufnahme:<br />

Welche Bauteile wurden<br />

genutzt? Wurden vielleicht<br />

schon Sanierungsmaßnahmen<br />

durchgeführt? Mithilfe von<br />

Unterlagen wie dem Grundriss<br />

und der Baubeschreibung bildet<br />

Björn Thiele dann am Computer<br />

ein 3-D-Modell. „Damit<br />

kann ich die verschiedenen<br />

Raumnutzungsarten darstellen<br />

und den Beratungsbericht, den<br />

sogenannten Sanierungsfahrplan,<br />

erstellen.“<br />

Dieser besteht aus zwei<br />

Teilen: Zum einen bildet der<br />

Bericht den aktuellen Gebäudezustand<br />

ab. „Auf einer Skala<br />

von dunkelrot für viel Potential<br />

bis grün, wenn viele Teile<br />

schon saniert wurden.“ Zum<br />

anderen stellt Björn Thiele ein<br />

Treppenstufenmodell zusammen,<br />

das sich auf die Gebäudehülle<br />

und die Heizungsanlagen<br />

bezieht. „So entdecke ich<br />

Schwachstellen und kann wirtschaftlich<br />

sinnvolle Maßnahmen<br />

vorschlagen.“ Dabei geht<br />

der Energieberater ins Detail,<br />

etwa bei der Fassadendämmung,<br />

der Heizungsanlage und<br />

der Auswahl der Materialien.<br />

Der Energieberater kennt<br />

sich zudem mit der Bundesförderung<br />

für effiziente Gebäude<br />

aus und ist bei der Erstellung<br />

von Förderanträgen behilflich.<br />

„Kunden bekommen gute<br />

Zuschüsse bei der Erstellung<br />

und Durchführung von Sanierungsfahrplänen.“<br />

Außerdem<br />

begleitet Björn Thiele den Sanierungsprozess.<br />

Denn bei der<br />

Umsetzung auf der Baustelle<br />

können Fehler entstehen. „Die<br />

erkenne ich rechtzeitig und<br />

kann das Unternehmen bitten,<br />

den Fehler zu beheben.“<br />

Björn Thiele steht vom Erstgespräch<br />

über die Beratung bis<br />

zur Fertigstellung der Maßnahmen<br />

an der Seite seiner Kunden.<br />

Und wenn die sich weitere<br />

Maßnahmen wünschen, ist der<br />

Energieberater natürlich zur<br />

Stelle – egal ob Haus, Mietgebäude<br />

oder Gewerbeobjekt. Er<br />

schätzt den engen Kontakt zu<br />

seinen Kunden und möchte<br />

darum die jüngst in Rötgesbüttel<br />

gestartete Vortragsreihe<br />

mit Sprechstunde zum Thema<br />

Energiesparen auch in Gifhorn<br />

etablieren.<br />

Energie & Haus 24 – Gifhorn<br />

Imkerstraße 4, Gifhorn<br />

Tel. <strong>01</strong>70-6869699<br />

gifhorn@energieundhaus.com<br />

www.energieundhaus.com<br />

40<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>41


Seitenkopf<br />

Seitenkopf<br />

42<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>43


Seitenkopf<br />

Initiative<br />

Hörgesundheit <strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Jetzt<br />

beraten lassen<br />

und<br />

gewinnen<br />

Kryo-Therapie bei Schmerzen<br />

Gesund ins neue Jahr<br />

Bereits ab dem 50. Lebensjahr nimmt bei derung wirken weniger Reize auf das Gehirn.<br />

Zum einen, weil weniger akustische Wenn der Rücken zwickt und die Gelenke schmerzen..<br />

vielen Menschen die natürliche Hörfähigkeit<br />

für bestimmte Frequenzen ab. Diese Signale das Hörzentrum erreichen. Zum<br />

Entwicklung setzt sich im Laufe des Lebens<br />

fort. Doch kaum jemand nimmt das der Gesellschaft zurückziehen. Die Folge chen und ist gut verträglichen Schmerz-Thera-<br />

Fibromyalgie Syndrom. Ein Absetzen der Sch-<br />

anderen, weil die Betroffenen sich Viele oft Betroffene aus suchen nach einer natürli-<br />

Erkrankungen, Arthrose, Arthritis oder dem<br />

wahr, denn unser Gehirn ist ein Meister nicht nur ein geringeres Miteinander,<br />

pie ohne<br />

sondern<br />

auch eine Unterforderung des Gehirns.<br />

belastende Nebenwirkungen. Oft merzmedikation war vielen Patienten bisher<br />

-<br />

treten Schmerzen bei chronischen Erkrankungen<br />

durch starke Entzündungen auf, wie durch eine nur 3-minütige Kälteanwendung<br />

nicht möglich. Doch jetzt können Schmerzen<br />

im Kompensieren der fehlenden Sinneseindrücke.<br />

Experten empfehlen daher, ab dem 50. Lebensjahr<br />

einmal jährlich einen Hörtest zu<br />

z.B. bei Morbus Bechterew, rheumatischen wirksam reduziert werden.<br />

Der Hörverlust kommt schleichend und Betroffenen<br />

merken oft zuletzt, dass ihr Hör-<br />

Weitere Indikationen sind:<br />

machen.<br />

Kälte ist ein altbekanntes Heilmittel zum Behandeln<br />

von Entzündungen, zum Die Abschwellen<br />

bei Verletzungen und zur akuten Patienten Schmerz im Gesundheitspark Gifhorn von einer Symptom- und Schmerzlinderung profitieren.<br />

Foto: www.aquilio.net<br />

Kryo-Therapie wurde bisher zumeist in Kurkliniken bei Schmerzen eingesetzt. Jetzt können auch Long-Covidvermögen<br />

abnimmt. Denn es sind nur bestimmte<br />

Situationen, in denen das Verstehen desto besser kann diese behandelt und<br />

Je früher eine Hörminderung erkannt wird,<br />

- Immunschwäche<br />

- Psoriasis<br />

linderung.<br />

negativen<br />

Folgen vorgebeugt werden.<br />

- Multiple Sklerose<br />

- Migräne<br />

- Muskelbeschwerden<br />

- Tinnitus<br />

Die Erkenntnis, dass Kälte gegen<br />

anstrengender ist als früher. Etwa wenn in<br />

Schmerzen wirkt, wird in der Ganzkörper-<br />

Gesellschaft alle durcheinander reden oder<br />

- Lungenerkrankungen - Allergien<br />

Kältetherapie optimal genutzt. Die auch wenn zu den Dialogen im Fernsehen eine Nutzen Sie gerne die Einladung Therapie unseres<br />

- Neurodermitis<br />

- Burn out<br />

genannte Kälteanwendung Kryo-Therapie: wurde<br />

- Schlafstörungen<br />

Beraten - u.v.m.<br />

lassen und gewinnen<br />

Hintergrundmusik spielt.<br />

Hörakustik-Fachgeschäftes zum kostenlosen<br />

Vorsorge-Hörtest. Der Hörtest um dauert chronische Schmerzen oder Wenn Gelenker-<br />

der Rücken zwickt und die Gelenke schmerzen, hilft Gifhorns Gesundheitspark<br />

bisher vorwiegend in Kurkliniken eingesetzt,<br />

- Depressionen<br />

Gutes Hören hält uns fit.<br />

nur wenige Minuten.<br />

krankungen erfolgreich zu behandeln.<br />

Jetzt beraten lassen und an Verlosung teilnehmen<br />

Studien zufolge beschleunigt ein unbehandelter<br />

Hörverlust bei vielen Menschen Vereinbaren Sie<br />

Aktuell zeigen erste Berichte sehr positive<br />

Viele Betroffene<br />

Kälte ist ein altbekanntes<br />

Heilmittel dikationen sind Immunschwärald<br />

Lütkemüller. Weitere In-<br />

suchen nach einer<br />

natürlichen<br />

zum Behandeln von che, Muskelbeschwerden,<br />

den geistigen Abbau. Durch eine Hörmin-<br />

gerne einen Termin.<br />

Ergebnisse in der Behandlung von Post Covid<br />

und Long-Covid, die auch durch Patienten im<br />

und gut verträglichen<br />

Schmerz-<br />

Abschwellen bei Verletzungen krankungen und Neuroder-<br />

Entzündungen, zum Multiple Sklerose, Lungener-<br />

Gesundheitspark eindrucksvoll bestätigt<br />

werden.<br />

therapie ohne belastende<br />

38518 Nebenwirkungen.<br />

Gifhorn Tel. 05371 derung. 94 95 0Die Erkenntnis, dass Depressionen, Psoriasis, Tin-<br />

und zur akuten Schmerzlinmitis<br />

sowie Schlafstörungen,<br />

Einladung zur Vorsorge<br />

Braunschweiger Str. 159<br />

Oft treten Schmerzen bei chronischen<br />

Erkrankungen durch wird in der Ganzkörper-Käl-<br />

Burnout und viele mehr.<br />

Kälte gegen Schmerzen wirkt, nitus, Migräne, Allergien,<br />

Hörgesundheit <strong>2023</strong><br />

Experten empfehlen, ein Mal pro Jahr das Gehör<br />

starke Entzündungen auf – tetherapie optimal genutzt. Für alle, die sich in den kom-<br />

überprüfen zu lassen.<br />

etwa bei Morbus Bechterew, Die Kryo-Therapie wurde menden Wochen im Gesundheitspark<br />

zur Kryo-Therapie<br />

Wir laden Sie zum kostenlosen Vorsorge-Hörtest<br />

rheumatischen Erkrankungen, bisher vorwiegend in Kurkliniken<br />

eingesetzt, um chroni-<br />

beraten lassen, hat Geschäfts-<br />

Arthrose, Arthritis oder dem<br />

ein. Ergebnis in 15 Minuten – kostenlos und<br />

Fibromyalgie-Syndrom. „Ein sche Schmerzen oder Gelenk- führer Lütkemüller noch eine<br />

unverbindlich.<br />

Absetzen der Schmerzmedikation<br />

erkrankungen erfolgreich zu besondere Überraschung: „Unter<br />

Jetzt Termin vereinbaren und einen kostenlosen<br />

Hörtest bei OHR-CONCEPT machen in:<br />

Gifhorn<br />

war vielen Patienten<br />

bisher nicht möglich“, weiß<br />

Harald Lütkemüller vom Gesundheitspark<br />

Gifhorn. „Doch<br />

jetzt können Schmerzen durch<br />

behandeln.<br />

„Aktuell zeigen erste Berichte<br />

sehr positive Ergebnisse in<br />

der Behandlung von Post-Covid<br />

und Long-Covid, die auch<br />

allen Interessierten verlo-<br />

sen wir fünf Therapien im Wert<br />

von jeweils bis zu 400 Euro.“<br />

Gesundheitspark<br />

Steinweg 60<br />

eine nur dreiminütige Kälteanwendung<br />

wirksam reduziert sundheitspark eindrucksvoll Tel. 05371-94950<br />

durch unsere Patienten im Ge-<br />

Braunschweiger Straße 159, Gifhorn<br />

Tel. 05371 - 956 05 66<br />

www.ohrwerk-hoergeraete.de<br />

Wir gehören zur OHRWERK Hörgeräte GmbH<br />

werden – der Kryo-Therapie.“ bestätigt werden“, erklärt Ha-<br />

www.gesundheitspark-gifhorn.de<br />

44<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>45<br />

Anzeige


Gesund ins neue Jahr<br />

Anzeige<br />

Gesund ins neue Jahr<br />

Anzeige<br />

Wir schenken<br />

den Kunden neue<br />

Lebensqualität<br />

Ein Jahr JOVO Hörsysteme: Die Gifhorner Inhaber<br />

Jonathan Krämer und Ivo Samland sind glücklich<br />

Jonathan Krämer<br />

(links) und Ivo<br />

Samland haben<br />

sich vor einem<br />

Jahr mit JOVO<br />

Hörsysteme in<br />

Gifhorn selbständig<br />

gemacht.<br />

Fotos: Michael Uhmeyer<br />

Zum Geburtstag darf man schon mal bis über beide Ohren strahlen:<br />

Der Betrieb JOVO Hörsysteme – gelegen im Schillerplatz 6 im Zentrum<br />

Gifhorns – wird in diesem Februar ein Jahr alt. Jonathan Krämer<br />

(32) und Ivo Samland (28), die Inhaber des unabhängigen<br />

Gifhorner Meisterbetriebs, blicken somit auf ihre ersten zwölf Monate<br />

in der Selbständigkeit zurück. Im großen Interview mit <strong>KURT</strong>-<br />

Volontär Malte Schönfeld sprachen die beiden Hörgeräteakustikmeister<br />

über ihre zahlreichen Dienstleistungen und Angebote, den<br />

richtigen Zeitpunkt der ersten Hörvorsorge und wie man Kundinnen<br />

und Kunden, die sich vielleicht vor einem Besuch beim Hörgeräteakustiker<br />

schämen, die Angst nehmen kann.<br />

Mit JOVO habt Ihr im Februar des<br />

zurückliegenden Jahres Eure<br />

Geschäftsräume geöffnet.<br />

Wie lief das erste Jahr?<br />

Ivo Samland: Wirklich gut. Und,<br />

ehrlich gesagt, sogar besser als<br />

erwartet. Im gesamten Ablauf,<br />

von den Kunden, die gekommen<br />

sind, wie es angenommen<br />

wurde – das hätten wir selbst<br />

nicht gedacht.<br />

Jonathan Krämer: Und glücklich<br />

sind wir. Einerseits funktioniert<br />

wirtschaftlich alles super.<br />

Andererseits die Zwischenmenschlichkeit<br />

– wir sind uns<br />

nicht gegenseitig an die Gurgel<br />

gegangen, was uns einige prophezeit<br />

haben (lacht).<br />

Also habt Ihr die Entscheidung,<br />

Euch selbständig zu machen,<br />

noch nicht bereut?<br />

Jonathan: Auf keinen Fall! Wir<br />

haben den richtigen Zeitpunkt<br />

erwischt. Wir haben vorher genug<br />

Erfahrung gesammelt, wir<br />

wissen inzwischen sehr genau,<br />

was in dem Job wichtig ist. Wir<br />

sind echt glücklich.<br />

Verschafft uns bitte noch einmal<br />

einen Überblick: Was macht man<br />

ein Hörgeräteakustikmeister?<br />

Ivo: Vielleicht spielen wir das<br />

einmal durch: Los geht’s beim<br />

HNO-Arzt – ohne den geht es<br />

nicht. Der Ohrenarzt stellt den<br />

Hörverlust fest und stellt ein<br />

Rezept aus. Also kommt der<br />

Kunde zu uns. Wir beraten,<br />

testen und statten den Kunden<br />

mit einem auf sein Klangumfeld<br />

und seinen Höralltag<br />

angepasstes Hörgerät aus.<br />

Was noch?<br />

Jonathan: Wir sind zuständig<br />

für alles rund um die Themen<br />

Hören, Hörbeeinträchtigungen,<br />

Schwerhörigkeit und<br />

Vorsorge. Weiterhin bauen<br />

wir professionelle Kopfhörer<br />

für die Hi-Fi-affinen Kunden,<br />

In-Ear-Monitoring, spezielle<br />

Rauchmelder und Türklingelsender.<br />

Mit modernen Hörsystemen<br />

ist der Umfang der<br />

Möglichkeiten groß: Mit entsprechendem<br />

Zubehör lassen<br />

sich Hörgeräte direkt mit dem<br />

Fernseher, dem Smartphone<br />

oder der Musikanlage verbinden.<br />

So wird der Ton direkt in<br />

das Hörgerät übertragen.<br />

Was die Kunden nicht wissen:<br />

Häufig übernehmen die<br />

Krankenkassen die Kosten.<br />

Ivo: Und dann müssen wir noch<br />

über den Gehörschutz reden,<br />

den bieten wir auch an. Beispielsweise<br />

für laute Konzerte.<br />

Oder Personen, die unter großer,<br />

andauernder Lautstärke<br />

in Kitas arbeiten...<br />

Jonathan: ...oder für Jäger mit<br />

aktivem Gegensignal. Wenn<br />

man einen Schuss ablässt, wird<br />

ein gegenphasiges Signal ausgelöst<br />

und der Ton des Schusses<br />

ausgelöscht.<br />

Ivo: Genau. Wir merken, dass<br />

die Leute sich immer mehr für<br />

Gehörschutz interessieren. Für<br />

viele ist er eine riesige Erleichterung.<br />

Dasselbe gilt für den<br />

individuellen Schlafschutz.<br />

Den gibt’s zwar auch im Einzelhandel,<br />

der sitzt dann aber<br />

meist nicht so gut und fällt<br />

immer wieder raus. Und dann<br />

wird er nur sporadisch genutzt,<br />

was niemandem etwas bringt.<br />

Ab wann sollte ich mich eigentlich<br />

um meine Hörvorsorge kümmern?<br />

Ivo: Ab 50 sollte man anfangen,<br />

regelmäßig Hörtests zu<br />

machen. Die kann man nicht<br />

nur beim Arzt, sondern auch<br />

bei uns machen. Die sind im<br />

Übrigen immer kostenfrei. »<br />

46 <strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 47


Gesund ins neue Jahr<br />

Anzeige<br />

Gesund ins neue Jahr<br />

Anzeige<br />

Der JOVO-Vollservice<br />

„Die Gifhorner Art zu Hören“:<br />

Das alles gehört zum JOVO-<br />

Vollservice beim Kauf eines<br />

Hörgeräts:<br />

• 6 Jahre regelmäßige Nachkontrolle,<br />

Wartung und Pflege<br />

der Hörsysteme und der<br />

Ohren<br />

• 6 Jahre Garantie auf die<br />

Hörsysteme (Garantie entfällt<br />

bei unsachgemäßer Behandlung<br />

der Hörsysteme, etwa<br />

durch mutwillige Zerstörung)<br />

• 6 Jahre Batterien- oder<br />

Akkutausch (exklusive Mängel<br />

durch unsachgemäße<br />

Behandlung der Akkus)<br />

• 6 Jahre neue Ohrstücke,<br />

Domes, Filter, etc.<br />

• 6 Jahre Anspruch auf<br />

Leihgeräte im Falle einer<br />

Reparatur oder eines Verlusts<br />

• Verlustregelung innerhalb<br />

der ersten drei Jahre geregelt<br />

über die Verlustverordnung<br />

des zuständigen HNO-Arztes.<br />

JOVO reicht den Verlust<br />

bei der Krankenkasse ein,<br />

der Kunde bekommt das<br />

verlorene Hörsystem ersetzt<br />

und zahlt nur 50 Prozent<br />

des einstigen Privatpreises<br />

abzüglich des Krankenkassenzuschusses.<br />

Um seine Hörvorsorge sollte<br />

man sich nicht erst kümmern,<br />

wenn‘s zu spät ist. Kostenfreie<br />

Hörtests gibt‘s bei JOVO.<br />

» Statistisch betrachtet fangen<br />

Beeinträchtigungen – und damit<br />

eventuell ein großer Leidensdruck<br />

– ab 60 an. Und<br />

man sagt: Kunden mit Hörbeeinträchtigung<br />

kümmern sich<br />

im Schnitt 7 Jahre zu spät.<br />

Jonathan: So ein Hörtest ist<br />

nichts, was wehtut. Die dauern<br />

15 Minuten. Die Ergebnisse<br />

werden bei uns in der Kartei<br />

gespeichert. Wir können so<br />

nachverfolgen, wie sich das<br />

Hörvermögen entwickelt hat.<br />

Manchmal setze ich ein Gerät<br />

in das Ohr des noch sehr<br />

skeptischen Gegenübers und<br />

das sagt: „Wow, das habe ich<br />

alles nicht mehr gehört? Das<br />

Gerät nehme ich nicht mehr<br />

heraus.“ Da hast Du das Gefühl,<br />

dass Du Lebensqualität<br />

schenkst. Das macht Spaß,<br />

glückliche Kunden zu haben.<br />

Wie geht Ihr mit Kunden um,<br />

die eine Hörbeeinträchtigung<br />

haben, sich aber aus Angst oder<br />

Scham partout nicht helfen<br />

lassen wollen?<br />

Ivo: Manchmal ist Aufklärungsarbeit<br />

nötig. Den Leuten klarzumachen,<br />

was ihr Hörverlust<br />

bedeutet, wie er sich auf den<br />

Alltag auswirkt, was das für<br />

Folgen in der Zukunft hat –<br />

das ist das wichtigste. Wir sagen<br />

immer, ein Hörgerät hilft<br />

der ganzen Familie. Der Träger<br />

tut Familie und Freunden<br />

nämlich einen großen Gefallen,<br />

weil es für alle im Umfeld<br />

deutlich leichter ist.<br />

Doch am Ende des Tages<br />

muss der Kunde unsere Unterstützung<br />

wollen. Denn wenn er<br />

das Gerät nicht tragen möchte,<br />

wird sich kein Erfolg einstellen.<br />

Dann landet es in der Schublade.<br />

Jeder von uns kennt so<br />

eine Person im Umfeld, die ihr<br />

Hörgerät oder ihre Brille nicht<br />

trägt. Davon müssen wir weg.<br />

Wir – also Jonathan und ich –<br />

haben auch nichts von einem<br />

unzufriedenen Kunden.<br />

Jonathan: Wir nehmen uns<br />

so viel Zeit, wie die Kunden<br />

wünschen. Wir haben hier ein<br />

schönes Umfeld, dann gibt’s<br />

‘ne Tasse Kaffee. Wir versuchen,<br />

die Gedanken und Bedenken<br />

zu verstehen und dem<br />

Kunden zu sagen: „Du bist<br />

nicht der Erste, der diese Probleme<br />

hat und Du wirst auch<br />

nicht der Letzte sein.“ Wir<br />

können nach Kompromissen<br />

suchen und Lösungen finden.<br />

Ihr sprecht häufig davon, dass Ihr<br />

die Lebensqualität der Kundinnen<br />

und Kunden verbessern könnt.<br />

Jonathan: Ganz klar. Wir bringen<br />

das Hörgerät in einen ganz<br />

anderen Grundklang und können<br />

damit die Töne der Umwelt<br />

viel natürlicher abbilden.<br />

Wir sehen dann das Strahlen<br />

und die Begeisterung – und<br />

mitunter sogar Freudentränen.<br />

Ivo: Das ist der Vorzug,<br />

wenn man mit Menschen<br />

arbeitet. Wir bekommen<br />

diese Dankbarkeit zu spüren.<br />

Unsere Kunden erzählen uns,<br />

dass sie wieder in Gesprächsrunden<br />

sitzen oder zu ihren<br />

Chorproben gehen können.<br />

Das ist total schön und wirklich<br />

cool.<br />

Jonathan: Denn es kann einsam<br />

und traurig machen, wenn die<br />

Hörfähigkeit verloren geht.<br />

Ivo: Ja. Das erklärt die WHO,<br />

die Weltgesundheitsorganisation.<br />

Das ist ein Grund, weshalb<br />

die Krankenkassen auch<br />

noch was zu den Hörgeräten<br />

dazu bezahlen. Im Vergleich<br />

zu blinden Menschen leiden<br />

taube Menschen noch mehr<br />

unter Depressionen. Deswegen<br />

sind Vorsorge und Gehörschutz<br />

so wichtig.<br />

Was macht Ihr bei JOVO anders<br />

als andere Hörgeräteakustiker?<br />

Ivo: Wir sind technisch ganz<br />

anders aufgestellt, deutlich<br />

moderner. Nehmen wir die<br />

Lautstärkeskalierung. Wir nutzen<br />

dafür die Methode der Firma<br />

Audiosus zur Einstellung<br />

der Hörsysteme.<br />

Jonathan: Ihr Slogan lautet:<br />

Einfach natürlich hören. Das<br />

ist eine wirklich große Aussage<br />

(breitet die Arme aus).<br />

Was bedeutet das? Jeder hört<br />

anders, jeder empfindet anders.<br />

Und diese Empfindung<br />

des Klangeindrucks wird in<br />

der Einstellung des Hörgeräts<br />

berücksichtigt. Die Lautstärkeskalierung<br />

sorgt dafür, dass<br />

der Kunde anfängt mit seinem<br />

Hörgerät Töne zu vergleichen.<br />

Und auf Grundlage seines Eindrucks<br />

stellen wir eine Verhältnismäßigkeit<br />

zwischen Lautstärken<br />

und Klängen ein. Wir<br />

stellen also den Klang mit dem<br />

Kunden auf seine Bedarfe ein.<br />

Millimeterarbeit und eine ruhige Hand: Ivo Samland (links) und Jonathan<br />

Krämer von Jovo Hörsysteme sind beide Hörgeräteakustikmeister.<br />

Ivo: Was wir vielleicht auch<br />

noch anders machen: Wir sind<br />

Im-Ohr-Profis. Wir arbeiten<br />

mit Firmen zusammen, die<br />

eine Manufaktur oder ein Atelier<br />

haben. Man kann sich das<br />

so vorstellen: Ein Großteil aller<br />

Hörgeräte entsteht in einem<br />

3D-Drucker, sie haben ihren<br />

festen Bausatz. Und wenn Dein<br />

Ohr zu klein für die Technik<br />

ist, hast Du Pech gehabt. Deswegen<br />

arbeiten wir mit Herstellern<br />

zusammen, die alles<br />

möglich machen wollen.<br />

Jonathan: Und vielleicht das<br />

wichtigste: Wir sind der einzige<br />

selbständige und in Gifhorn<br />

ansässige unabhängige Akustiker.<br />

Wir haben diesen Mietvertrag<br />

noch mindestens neun<br />

Jahre. Unsere Kunden wissen,<br />

dass wir auch noch in fünf<br />

Jahren hier sitzen werden. Sie<br />

können mit uns planen. Das ist<br />

ihre Sicherheit.<br />

Ivo: Wir merken, dass einige<br />

Kunden deswegen zu uns<br />

kommen. Kunden, die anderswo<br />

unzufrieden waren, weil<br />

ihr Hörprofil nicht zum Hersteller<br />

passte.<br />

Ein letztes Beispiel: Wir sind<br />

Philips-Vertriebspartner. Das<br />

wird man nicht einfach so.<br />

Philips-Geräte wird man bei<br />

anderen Hörgeräteakustikern<br />

nicht finden.<br />

Wir haben unseren Qualitätsstandard.<br />

Den wollen und<br />

werden wir halten. Schließlich<br />

stehen wir für JOVO mit<br />

unseren Namen und unseren<br />

Gesichtern.<br />

Jonathan: Und ich sage unseren<br />

Kunden immer: Wenn wir es<br />

nicht möglich machen können,<br />

kann‘s keiner möglich machen.<br />

Ein breiteres Angebot als wir<br />

kann man nicht haben.<br />

JOVO Hörsysteme<br />

Schillerplatz 6, Gifhorn<br />

Mo., Mi., Do.<br />

10 bis 13 Uhr & 14 bis 18 Uhr<br />

Di. 10 bis 13 Uhr & 14 bis 20 Uhr<br />

Fr. 10 bis 14 Uhr<br />

Tel. 05371-7505067<br />

info@jovo-gifhorn.de<br />

www.jovo-gifhorn.de<br />

48<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>49


Seitenkopf<br />

Anzeige<br />

Gesund ins neue Jahr<br />

Kraft und Lebensfreude für den Alltag<br />

Das Projekt „Spiritualität im Alltag“ ermöglicht heilsame Erfahrungen<br />

Anzeige<br />

Den Glauben an Gott neu zu<br />

entdecken, als Quelle der Widerstandskraft<br />

und des inneren<br />

Friedens in Krisenzeiten,<br />

das möchte Diakonin und<br />

Klinikseelsorgerin Anja Barth<br />

erreichen. Darum beauftragte<br />

sie der evangelische Kirchenkreis<br />

Gifhorn mit dem Projekt<br />

„Spiritualität im Alltag“.<br />

Neben den regelmäßigen<br />

klassischen<br />

Meditationstreffen<br />

lädt<br />

die Diakonin<br />

zusammen mit<br />

Christina Misczyk<br />

auch zur<br />

Klangschalenmeditation<br />

und<br />

vielen weiteren Angeboten<br />

ein.<br />

Anja Barth und Hannelore<br />

Goebel-Haase geben<br />

Ende Januar einen Kurs zum<br />

Handauflegen. „Wir werden<br />

das gegenseitig tun“, erklärt<br />

die Diakonin. „Wer die Hand<br />

absichtslos auflegt, bietet sich<br />

als Kanal für die heilsame<br />

Kraft Gottes.“ Dass Heilung<br />

geschieht, darauf vertrauen die<br />

Akteure. Wie sie sich zeigt ist<br />

individuell, ob auf körperlicher<br />

oder seelischer Ebene. „Es ist<br />

auf jeden Fall eine berührende<br />

Erfahrung“, sagt Anja Barth<br />

von sich selbst. Mehr Infos,<br />

Anmeldeschluss und Seminarkosten<br />

gibt‘s auf der Website.<br />

Darüber hinaus richtet „Spiritualität<br />

im Alltag“ ab Februar<br />

ein Fastenprojekt aus. Im Zentrum<br />

stehen die TRE-Kurse<br />

für Anfängerinnen<br />

und Anfänger<br />

genauso wie Geübte.<br />

Die Abkürzung TRE steht für<br />

„tension and trauma releasing<br />

exercises“. Dabei werden mit<br />

der TRE-Trainerin Miriam<br />

Schmidt Übungen erlernt, die<br />

den im Körper befindlichen<br />

Stress lösen. Selbstheilungskräfte<br />

werden angeregt und<br />

neue Lebendigkeit wird erlebt.<br />

Anja Barth begleitet den Kurs<br />

mit geistlichen Impulsen und<br />

zum Abschluss gibt‘s einen<br />

gemeinsamen österlichen Gottesdienst.<br />

Mehr Infos, Anmeldeschluss<br />

und Seminarkosten<br />

gibt‘s auf der Website.<br />

„Ich möchte, dass Menschen<br />

die Kirche neu entdecken“, ergänzt<br />

Anja Barth. „Als etwas,<br />

das im Alltag Lebensfreude<br />

schenkt.“<br />

Anja Barth (links) und Christina Misczyk demonstrieren<br />

das gegenseitige Handauflegen. Fotos: Michael Uhmeyer<br />

Gegenseitiges Handauflegen<br />

Samstag, 28. Januar<br />

10 bis 17 Uhr, Paulus-Gemeinde<br />

Brandweg 38, Gifhorn<br />

TRE-Kurs für Anfänger*innen<br />

Freitag, 17. Februar, 15 bis 21 Uhr<br />

Samstag, 18. März, 9 bis 10.30 Uhr<br />

TRE-Kurs für Geübte<br />

Samstag, 18. Februar, 10 bis 16 Uhr<br />

Samstag, 18. März, 11 bis 12.30 Uhr<br />

Gemeinsamer TRE-Kursabschluss<br />

mit anschließendem Gottesdienst<br />

Sonntag, 23. April, 15 bis 17.30 Uhr<br />

Epiphanias-Gemeinde<br />

An der Kirche 2, Gamsen<br />

Anmeldung: anja.barth@evlka.de<br />

spiritualitaet-im-alltag.wir-e.de/<br />

termine<br />

50<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 51


Stolpersteine<br />

Stolpersteine<br />

Bis zum Tod blieb<br />

er in der Stadt<br />

seiner Peiniger<br />

Erst 1987 starb Friedrich Schmelzer in Kästorf,<br />

wo einst seine Unfruchtbarmachung befohlen wurde<br />

Der Stolperstein für Friedrich<br />

Schmelzer wurde auf dem Gelände<br />

der Dachstiftung Diakonie in Kästorf<br />

verlegt. Das Foto von 1942 stammt<br />

aus seiner Bewohnerakte.<br />

Fotos: Mel Rangel/Archiv der Dachstiftung Diakonie<br />

Millionen Menschen litten unter den Gräueltaten der Nationalsozialisten<br />

– allein in unserem Gifhorn ist die Zahl der Opfer mindestens<br />

dreistellig. Stolpersteine erinnern an sie. Ihre Biographien stellt<br />

<strong>KURT</strong> in einer Serie vor. Diesmal geht es um Friedrich Schmelzer, der<br />

im Alter von vier Jahren an Scharlach und Diphterie erkrankte. Sein<br />

Lebensweg führte ihn in die Kästorfer Anstalten, wo seine Unfruchtbarmachung<br />

befohlen wurde. Seine Geschichte erzählt Historiker<br />

Dr. Steffen Meyer in einem Gastbeitrag für <strong>KURT</strong>.<br />

Von Steffen Meyer<br />

Friedrich Schmelzer hat seine<br />

ersten Lebensjahre als Sohn<br />

eines Hofmeisters in Gunsleben,<br />

Kreis Oschersleben<br />

verbracht. Im Alter von vier<br />

Jahren erkrankte er an Scharlach<br />

und Diphtherie, was laut<br />

eines Schulakteneintrages seine<br />

geistigen Fähigkeiten stark<br />

beeinträchtigte.<br />

Die vierzehnköpfige Familie<br />

erlitt in der Folge schwere<br />

Schicksalsschläge. Die Mutter<br />

von Friedrich Schmelzer,<br />

der in Gunsleben eine Hilfsschule<br />

besuchte, starb 1908<br />

an einer Lungenentzündung.<br />

Sechs von zwölf Kindern waren<br />

bereits an Krämpfen und<br />

Entkräftung gestorben, als der<br />

Vater ein Jahr später mit zwei<br />

Töchtern und seinem damals<br />

zwölfjährigen Sohn Friedrich<br />

nach Braunschweig zog. Hier<br />

kam Friedrich in die 5. Klasse<br />

der Kielhornhilfsschule, die er<br />

im August 1911 verließ. Sein<br />

Betragen und sein sittliches<br />

Verhalten waren gut, er galt als<br />

freundliches, gutmütiges und<br />

zuweilen vorlautes Kind. Friedrich<br />

arbeitete schon vor der<br />

Schulentlassung als Hausbursche<br />

und zog am 18. November<br />

1911 von Braunschweig nach<br />

Volkmarode. An diesem Tag<br />

heiratete sein Vater zum zweiten<br />

Mal, der kurz darauf mit<br />

seiner Frau und der jüngsten<br />

Tochter nach Barnstorf ging.<br />

Auch Friedrich Schmelzer<br />

lebte später als Arbeiter in<br />

Barnstorf. Dort hat er am<br />

14. November 1929 den Entschluss<br />

gefasst, den Wohnsitz<br />

bei einem seiner Brüder aufzugeben<br />

und in die Kästorfer Anstalten<br />

zu gehen, wo er einen<br />

Tag später ein neues Zuhause<br />

in der Arbeiterkolonie fand.<br />

Im Oktober 1930 beantragt<br />

Anstaltsvorsteher Martin<br />

Müller Armenfürsorge für<br />

Friedrich Schmelzer. Nach<br />

Einschätzung des Vorstehers<br />

war er aufgrund seines Gesundheitszustandes<br />

nicht in<br />

der Lage, für seinen Lebensunterhalt<br />

selbst zu sorgen. Am<br />

8. März 1934 wurde Friedrich<br />

Schmelzer von Landesmedi-<br />

zinalrat Dr. Walter Gerson<br />

psychiatrisch untersucht, der<br />

sich Anfang März für mehrere<br />

Tage in Kästorf aufhielt, um<br />

psychiatrische Untersuchungen<br />

in der Arbeiterkolonie<br />

Kästorf und im Erziehungsheim<br />

Rischborn vorzunehmen.<br />

Gerson diagnostizierte bei dem<br />

damals 37-jährigen Schmelzer<br />

„einen an Idiotie grenzenden<br />

Schwachsinn“. Laut Gutachten<br />

war der als freundlich beschriebene<br />

Schmelzer „unfähig<br />

auch die einfachsten Angaben<br />

zu machen“. Auf einem Merkblatt<br />

über die Unfruchtbarmachung<br />

war er unfähig seinen<br />

Namen zu schreiben, notierte<br />

Gerson handschriftlich auf<br />

dem Dokument.<br />

Trotzdem hat<br />

Friedrich Schmelzer<br />

seinen Antrag<br />

auf Unfruchtbarmachung<br />

angeblich<br />

selbst gestellt,<br />

wie einem<br />

Schreiben von<br />

Anstaltsvorsteher<br />

Müller an das<br />

Erbgesundheitsgericht<br />

Hildesheim<br />

vom 12.<br />

März 1934 zu<br />

entnehmen ist.<br />

Außerdem räumte Müller<br />

in dem Schreiben ein, dass<br />

Schmelzer eine „regelrechte<br />

Einsicht“ nicht besitze.<br />

Das führte in der Folge<br />

zu einigen Nachfragen und<br />

Verzögerungen. Zunächst<br />

fühlte sich das Gericht in<br />

Hildesheim nicht zuständig<br />

und überstellte den Vorgang<br />

an das Erbgesundheitsgericht<br />

Braunschweig, »<br />

52<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 53


Stolpersteine<br />

Stolpersteine<br />

» das die Geschäftsfähigkeit<br />

von Friedrich Schmelzer anzweifelte<br />

und sich dabei auf<br />

das psychiatrische Gutachten<br />

und die Aussage von Martin<br />

Müller berief. Daraufhin fragte<br />

der Kästorfer Anstaltsvorsteher<br />

einen Bruder von Friedrich<br />

Schmelzer, der in Staßfurt ein<br />

Modewarengeschäft betrieb,<br />

ob er der gesetzliche Vertreter<br />

sei oder sich in der Vergangenheit<br />

nur aus persönlich-familiären<br />

Gründen um die Belange<br />

seines Bruders gekümmert<br />

habe. Als der Bruder in einem<br />

Schreiben vom 23. April 1934<br />

eine gesetzliche Vertretung<br />

verneinte, kam Müller in Zugzwang.<br />

Er erließ für Schmelzer<br />

eine Entlassungs- und Urlaubssperre<br />

und bat zwei Tage<br />

MEISTERBETRIEB<br />

TRADITION<br />

später den Kreisarzt in Gifhorn<br />

darum, die Sterilisationsunterlagen<br />

für Friedrich Schmelzer<br />

zu unterschreiben und einen<br />

Antrag auf Unfruchtbarmachung<br />

zu stellen.<br />

Während Müller das Gericht<br />

in Braunschweig über seine<br />

Vorgehensweise informierte,<br />

übergab dieses den Fall Anfang<br />

Mai zurück an das Erbgesundheitsgericht<br />

Hildesheim,<br />

da es für den in Kästorf wohnenden<br />

Schmelzer nicht zuständig<br />

und der Gerichtsstand<br />

Hildesheim sei.<br />

In Hildesheim gingen dann<br />

alle Sterilisationsunterlagen<br />

für Friedrich Schmelzer am<br />

30. Mai 1934 ein. Laut Registereintrag<br />

des Gerichts stellte<br />

schließlich ein Landwirt aus<br />

QUALITÄT<br />

Barnstorf den Antrag auf Unfruchtbarmachung,<br />

der im<br />

Beschluss als Pfleger bezeichnet<br />

wird. Den Beschluss traf<br />

das Erbgesundheitsgericht<br />

Hildesheim am 13. Juli 1934.<br />

In der Begründung hieß es:<br />

„Der Antrag ist gestellt von<br />

Fritz Schmelzer selber, dessen<br />

Handzeichen beurkundet ist<br />

und von dem bestellten Pfleger.<br />

Vormundschaftsgerichtliche<br />

Genehmigung ist erteilt.<br />

Schmelzer ist 39 Jahre alt<br />

und leidet nach dem Gutachten<br />

des Landesmedizinalrates<br />

in Kästorf an angeborenem<br />

Schwachsinn. Es handelt sich<br />

um eine an Idiotie grenzenden<br />

Schwachsinn. Die vorgenommene<br />

Intelligenzprüfung ergab,<br />

daß er noch nicht mal den<br />

WAS WIR BIETEN:<br />

STEILDÄCHER • FLACHDÄCHER<br />

FASSADE • SPENGLERARBEITEN<br />

DACHFENSTER EIN- & AUSBAU<br />

ENERGETISCHE SANIERUNG<br />

REPARATUR & WARTUNGSARBEITEN<br />

Julius Sprengel • 38518 Gifhorn, Rotstraße 5<br />

Tel: <strong>01</strong>60. 2553292 • Email: dachdeckerei.js@gmx.de<br />

www.sprengel-dach.de<br />

Namen des Hausvaters<br />

wußte. Körperliche<br />

und neurologische<br />

Symptome<br />

sind nicht gefunden.<br />

Die Voraussetzungen<br />

des Gesetzes<br />

sind demnach bei<br />

ihm voll erfüllt.“<br />

Die Unfruchtbarmachung<br />

von Friedrich<br />

Schmelzer erfolgte<br />

am 14. August<br />

1934 im Allgemeinen<br />

Krankenhaus<br />

Celle. An diesem<br />

Tag wurde für ihn<br />

erneut öffentliche<br />

Armenfürsorge beantragt.<br />

Nach seinem<br />

Krankenhausaufenthalt<br />

kehrte Schmelzer<br />

nach Kästorf zurück, wo<br />

er die nächsten Jahre in der<br />

Arbeiterkolonie lebte. Steuerkarten<br />

und andere Dokumente<br />

belegen seinen Aufenthalt und<br />

dass er mindestens einmal pro<br />

Jahr mit dem Zug von Gifhorn<br />

nach Vorsfelde fuhr, sehr<br />

wahrscheinlich um Verwandte<br />

in Barnstorf zu besuchen.<br />

Am 30. Januar 1942 forderte<br />

dann das Wehrmeldeamt<br />

Gifhorn Friedrich Schmelzer<br />

auf, sich für die Anlegung eines<br />

Wehrstammblattes bei<br />

der nächsten Meldebehörde<br />

zu registrieren. Zu dieser Zeit<br />

lebte Schmelzer nicht mehr<br />

auf dem Stammgelände der<br />

Arbeiterkolonie in Kästorf,<br />

sondern mit rund 50 anderen<br />

Kolonisten auf dem etwa<br />

zwölf Kilometer entfernt liegenden<br />

Clausmoorhof. Das<br />

600 Morgen umfassende Gelände<br />

erwarben die Kästorfer<br />

Anstalten im Jahr 1931, um<br />

Der Clausmoorhof fungierte in den 1930er Jahren als Zweigarbeiterkolonie der Kästorfer<br />

Anstalten. Hier lebte Friedrich Schmelzer. <br />

Foto: Sammlung Archiv der Dachstiftung Diakonie<br />

dort die Zweigarbeiterkolonie<br />

Clausmoorhof zu errichten.<br />

Schmelzer kam der Aufforderung<br />

umgehend nach und<br />

ließ sich im Februar bei der<br />

Meldestelle der Gemeinde<br />

Kästorf, Kreis Gifhorn, registrieren.<br />

Wann er im Anschluss<br />

einen Musterungsbescheid<br />

erhielt und wie die Musterung<br />

ablief, ist nicht überliefert,<br />

aber das Ergebnis liegt<br />

anhand eines bemerkenswerten<br />

Dokuments vor. Am<br />

1. September 1942 erstellte das<br />

Wehrbezirkskommando Celle<br />

einen Ausmusterungsschein<br />

für Friedrich Schmelzer, der<br />

demnach „völlig untauglich<br />

zum Dienst in der Wehrmacht“<br />

sei. Auf diesem Dokument befindet<br />

sich das einzige Foto von<br />

Friedrich Schmelzer, das in<br />

den überlieferten Unterlagen<br />

vorliegt. Erst 40 Jahre später<br />

gibt es wieder einen Akteneintrag.<br />

Friedrich Schmelzer,<br />

der sehr wahrscheinlich bis<br />

zum Jahr 1982 ohne Unterbrechung<br />

auf dem Clausmoorhof<br />

gelebt hat, wird in das „Altmännerwohnheim<br />

Hagenhof“<br />

überführt. Dort lebte der Rentner,<br />

dessen Aufenthalt von der<br />

Pflegschaftskasse des Kreissozialamtes<br />

Gifhorn beglichen<br />

wurde, bis zu seinem Tod am<br />

22. Februar 1987. Die Beisetzung<br />

fand drei Tage später auf<br />

dem Waldfriedhof der Diakonie<br />

Kästorf statt.<br />

Dieser Text ist Teil der Broschüre<br />

„Stolpersteine in der Diakonie<br />

Kästorf“, kostenfrei erhältlich im<br />

Stadtarchiv, in der Stadtbücherei<br />

und bei der Diakonie in Kästorf.<br />

Die Forschung zu Opfern des<br />

Nationalsozialismus in und aus<br />

Gifhorn geht weiter. Hinweise<br />

sammelt das Kulturbüro:<br />

Tel. 05371-88226<br />

kultur@stadt-gifhorn.de<br />

54<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 55


Sport<br />

Sport<br />

Stürmer-Sorge: Wer geht<br />

für den MTV auf Torejagd?<br />

Rückrundenstart: Wayne Rudt könnte bei Gifhorns Oberligist ins Zentrum rücken<br />

Der letzte verbliebene<br />

„echte“ Mittelstürmer<br />

beim MTV<br />

Gifhorn: Charakterspieler<br />

Mario Petry<br />

(links) fehlte lange<br />

Zeit verletzt.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Foto: Klemens Ortmeyer<br />

Und am Ende des Weges soll der Klassenerhalt stehen für die<br />

Oberliga-Fußballer des MTV Gifhorn: Es ist ein Weg, den die<br />

Schwarz-Gelben am Sonntag, 5. Februar, mit dem ersten Punktspiel<br />

des Jahres <strong>2023</strong> gegen den MTV Eintracht Celle im heimischen<br />

GWG-Stadion fortsetzen werden. Und es ist ein Weg, auf dem die Elf<br />

von Trainer Georgios Palanis noch mindestens eine weitere Mannschaft<br />

in der Tabelle hinter sich lassen muss. Doch eine Position<br />

bereitet dem Übungsleiter Sorgen – es herrscht Stürmer-Engpass.<br />

Von Jens Neumann<br />

Nach dem 1:1-Remis gegen<br />

den SV Arminia Hannover im<br />

letzten Spiel des Jahres 2022<br />

war klar: Der MTV Gifhorn<br />

überwintert auf dem 15. Tabellenplatz,<br />

dem ersten Abstiegsrang<br />

– und hat also noch<br />

15 Partien Zeit, um wenigstens<br />

einen Rang im Klassement zu<br />

klettern und so die Mission<br />

Klassenerhalt zu erfüllen.<br />

So,<br />

März<br />

Eintritt<br />

FREI<br />

Das Frühjahrskonzert des Projektorchesters der Kreisfeuerwehr Gifhorn<br />

unter der Leitung von Bernd Wilmer<br />

Wir schenken Musik<br />

und Lebensfreude<br />

für alle in Gifhorn<br />

Menschen mit Beeinträchtigung aus der<br />

Lebenshilfe Gifhorn unterstützen das Ehrenamt:<br />

Alle 70 Musiker werden kulinarisch verwöhnt.<br />

Ticket-Reservierung: 05371 892 156 • anmeldung@lebenshilfe-gifhorn.de<br />

Stadthalle · Schützenplatz 2 · Gifhorn So, 05. März · 15 Uhr<br />

Den Angriff auf die punktgleichen<br />

Konkurrenten aus<br />

Papenburg und Rotenburg sowie<br />

den HSC Hannover oder<br />

TSV Pattensen müssen die<br />

Schwarz-Gelben allerdings<br />

gleich ohne drei Angreifer starten,<br />

die in der Hinserie noch<br />

zum Kader gehörten. „Wir sind<br />

mit vier Mittelstürmern in die<br />

Saison gegangen – aktuell ist<br />

davon nur noch Mario Petry<br />

übriggeblieben. Das ist kein<br />

Zuckerschlecken für den Trainer“,<br />

sagt Georgios Palanis.<br />

„Vier Mittelstürmer war anfangs<br />

einer zu viel. Für einige<br />

ist es schwer, mit dem Konkurrenzkampf<br />

umzugehen.“<br />

Vor allem der Abgang von<br />

Salih Ayaz habe ihn enttäuscht<br />

– „es war ein später Zeitpunkt,<br />

zu dem er uns informiert hat“,<br />

erklärt Coach Palanis. Nach<br />

nur einem Jahr kehrte der Angreifer<br />

dem MTV „aus privaten<br />

und beruflichen Gründen“, so<br />

Salih Ayaz, wieder den Rücken<br />

und wahrscheinlich zum Landesligisten<br />

TSC Vahdet Braunschweig<br />

zurück.<br />

Schon einige Wochen zuvor<br />

wurde die Zusammenarbeit<br />

mit Cedric Schröder beendet,<br />

der in der Hinserie als<br />

Kam als Zehner, überzeugte als<br />

Neuner: Wayne Rudt ist mit vier<br />

Treffern einer der beiden besten<br />

MTV-Torschützen. Foto: Sebastian Priebe<br />

Stürmer Nummer 4 nur auf<br />

186 Oberliga-Minuten und<br />

keinen Treffer gekommen war.<br />

Dritter im Bunde der Angreifer<br />

ist Malte Leese: Der 28-jährige<br />

MTV-Stürmer wurde wegen<br />

eines Knorpelschadens<br />

im Knie operiert und droht bis<br />

Saisonende auszufallen. „Mit<br />

so etwas muss man leider immer<br />

rechnen“, konstatiert Georgios<br />

Palanis.<br />

Und dabei spricht er aus<br />

Erfahrung. „Im Sommer hat<br />

Mario Petry eine super Vorbereitung<br />

gespielt und war als<br />

Mittelstürmer gesetzt. Dann<br />

hat er sich aber verletzt.“ Die<br />

Folge: Der Routinier, der zur<br />

neuen Saison Coach der SV Gifhorn<br />

wird und sich mit dem<br />

„Klassenerhalt vom MTV verabschieden<br />

will“, brachte es in<br />

der ersten Saisonhälfte gerade<br />

einmal auf 152 Spielminuten.<br />

„Wir müssen schauen, dass wir<br />

Mario wieder in Topform kriegen<br />

und wir von größeren Verletzungen<br />

verschont bleiben“,<br />

sagt der Trainer mit Blick auf<br />

den Stürmer-Engpass.<br />

Nur gut, dass auf dieser Position<br />

einer in die Bresche gesprungen<br />

ist, der als „Zehner“<br />

geholt worden war: Wayne<br />

Rudt. Der Sommer-Zugang, der<br />

von der SV Gifhorn kam, agierte<br />

zuletzt erfolgreich im Sturmzentrum<br />

und teilt sich mit Lasse<br />

Denker (beide 4 Treffer) den<br />

Spitzenplatz in der MTV-internen<br />

Torschützenliste.<br />

Letztlich wird es Georgios<br />

Palanis und den Verantwortlichen<br />

der Schwarz-Gelben aber<br />

egal sein, wer für die nötigen<br />

Treffer sorgt – wenn am Ende<br />

des Weges der Klassenerhalt<br />

für den MTV steht.<br />

MTV Gifhorn –<br />

MTV Eintracht Celle<br />

Sonntag, 5. Februar<br />

14 Uhr, GWG-Stadtion<br />

Winkeler Straße 2, Gifhorn<br />

Anmeldeschluss: 31.<strong>01</strong>.<strong>2023</strong><br />

56<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 57


Essen & Trinken<br />

Essen & Trinken<br />

Ein echtes Goldstück<br />

unter den Gifhorner Cafés<br />

Bei Wiertz Genussvoll sorgt das individuelle Frühstück für besondere Momente<br />

Wonach sehnt man sich im Januar am meisten? Sicherlich nicht<br />

nach Hirschfilet, Gänsebraten oder Kartoffelsalat. Die Feiertage<br />

gelten offiziell als beendet, wenn man mit flacher erhobener Hand<br />

das nächste gut gemeinte Essensangebot ausschlägt – nein, für<br />

mich heute bitte nicht. Der Anbieter zieht kurz die Augenbrauen<br />

zusammen, sieht aber ein, dass nun Schluss sein muss. Genau dann<br />

ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um das in Vergessenheit<br />

geratene Frühstück zu würdigen – so auch für <strong>KURT</strong>s Gastro-Tester<br />

Malte Schönfeld. Vortrefflich eignet sich dazu das Gifhorner Café<br />

Wiertz Genussvoll am Steinweg mit seinem individuellen Angebot.<br />

Kassenzettel abgeschnitten.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

„Na, die Feiertage gut überstanden?“,<br />

brüllt mich meine<br />

Begleitung an, als ich mich auf<br />

den Beifahrersitz ihres Auto<br />

schmeiße. Es quietscht und<br />

rumpelt, im Fußraum trete ich<br />

einen Karton beiseite. „Öh ja,<br />

irgendwie schon, ne“, antworte<br />

ich. „Und selbst?“ – „Muss ja,<br />

ne?“ Meine Begleitung gluckst<br />

und fährt im zweiten Gang an.<br />

Jedes Jahr diese dummen, superdummen<br />

Gespräche.<br />

Man ist gerädert nach den<br />

Feiertagen, fertig mit den Nerven,<br />

urlaubsreif, am liebsten<br />

Gran Canaria, in Gifhorn sagt<br />

man Tschüss. Der Kaltstart in<br />

die erste Arbeitswoche im Januar<br />

ist hart wie ein sibirischer<br />

Schneesturm. Und da muss ich<br />

meine Begleitung mal loben:<br />

Die Idee, das Jahr mit einem<br />

Frühstück bei Wiertz zu beginnen,<br />

stammt von ihr. Meine<br />

Begleitung war es auch, die<br />

noch eine dritte Person zum<br />

Frühstück bestellt hat.<br />

Bei Wiertz Genussvoll werden<br />

wir mit warmen Worten<br />

und warmer Heizung empfangen<br />

– in diesen Tagen nicht<br />

mehr selbstverständlich. Das<br />

langgezogene, gemütliche Café<br />

ist gut besucht. Was die Gäste<br />

haben: richtig gute Laune. Das<br />

steckt an. Meine Begleitungen<br />

und ich setzen uns, mein festtagsbedingter<br />

Speckring touchiert<br />

leicht die Tischkante.<br />

Man kann Wiertz Genussvoll<br />

aus mehreren guten Gründen<br />

besuchen: Zuerst einmal natürlich,<br />

weil die Inhaber Jens<br />

und Sigrid Wiertz so ganz wunderbare<br />

Menschen sind. Dann<br />

wegen der schönen Auswahl<br />

an feinen Spirituosen, den<br />

Weinen und dem Feinkost-<br />

Sortiment; wer ein spontanes<br />

Geschenk sucht, wird hier<br />

immer fündig. Als ein echtes<br />

Goldstück stellt sich das Café<br />

aber vor allem auch durch sein<br />

Frühstückskonzept heraus.<br />

Auf die eigenen Bedürfnisse<br />

zugeschnitten entscheidet die<br />

Kundin oder der Kunde, was<br />

serviert werden soll. Da wird<br />

der Appetit respektiert – und<br />

die Umwelt gleich dazu.<br />

Lachs und los! <strong>KURT</strong>s Gastro-Tester Malte Schönfeld und seine<br />

Begleitungen nahmen im Gifhorner Café Wiertz Genussvoll Platz.<br />

Auf einem Klemmbrett wählt man sein Frühstück individuell aus.<br />

Aus normalen Brötchen,<br />

Körnerbrötchen und Brotscheiben<br />

wird als erstes auf<br />

dem gereichten Klemmbrettchen<br />

gewählt. Anschließend<br />

kommen Butter, Frischkäse<br />

Natur und mit Kräutern. Bei<br />

insgesamt 13 verschiedenen<br />

Belägen – unter anderem<br />

Fleischsalat, vegetarische Mortadella<br />

und Lachs mit Meerrettich<br />

– dürfte jeder Geschmack<br />

beachtet sein. Obendrein die<br />

Option, ein gekochtes Bio-Ei<br />

anzukreuzen. Meine Idee: dahinter<br />

ein Kästchen für die Minutenanzahl.<br />

Könnte aber auch<br />

zu umständlich werden.<br />

Im Nu steht alles auf dem<br />

Tisch, natürlich auch Kaffee,<br />

Tee, Saft und Mineralwasser.<br />

Das Essen findet<br />

sich auf einem hübschen<br />

Servierständer, dazwischen<br />

Salatblätter, Apfelschnitze,<br />

Tomaten und<br />

Weintrauben. Herrlich! So<br />

sitzt man da, draußen pfeift<br />

der Januarwind durch die<br />

karge Innenstadt und drinnen<br />

liegt die Welt im Frieden.<br />

Die Brötchen sind knackig,<br />

der grüne Tee erstaunlich geschmackvoll,<br />

die Weintrauben<br />

richtig frisch und der Camembert<br />

nicht zu würzig. Da eines<br />

unserer Frühstückseier einen<br />

kleinen, eigentlich nicht weiter<br />

unanständigen Riss hat, wird<br />

uns prompt ein neues auf den<br />

Tisch gestellt. Während andernorts<br />

der Service eine Art<br />

Zufallsleistung geworden ist,<br />

so als würde man am Glücksrad<br />

drehen, bleibt er bei Wiertz<br />

Genussvoll fester Bestandteil<br />

im Selbstverständnis der Gastgeber.<br />

Chapeau!<br />

In dieser aufgelockerten<br />

Stimmung fangen wir das<br />

Plauschen an. Wie drei Omas »<br />

58<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>59


MEDIENPARTNER<br />

Essen & Trinken<br />

Auf einem hübschen Servierständer<br />

kommt das Frühstück. Zwischen<br />

Käse und Konfitüre finden<br />

sich knackige Weintrauben.<br />

Isenbüttel<br />

www.roth-catering.de<br />

Tickets online<br />

erhältlich!<br />

» am Gartentisch sitzen wir da<br />

und labern. Ich schaue mich<br />

um und sehe, wie an den anderen<br />

Tischen die Köpfe zusammengesteckt<br />

werden. Pärchen,<br />

Freunde, alle kommen sie ins<br />

Wiertz Genussvoll. So gerät<br />

man in den Genuss eines selten<br />

gewordenen Ereignisses: Man<br />

vergisst einfach die Zeit.<br />

Irgendwann – ob nach<br />

30 Minuten oder eineinhalb<br />

Stunden – wird noch eine<br />

Brötchenhälfte mit Frischkäse<br />

bestrichen, ein zweiter<br />

brühheißer Tee bestellt, die<br />

letzte grüne Weintraube vom<br />

Stil gezogen. Ich gleite in eine<br />

Art Körpertrance. Irgendwo<br />

habe ich mal gelesen: Das ist<br />

die Versenkung des Ichs zur<br />

Ganzheit des Seins. Natürlich<br />

völliger Quatsch in dem Zusammenhang,<br />

aber ich denke,<br />

Sie wissen was gemeint ist.<br />

Wir begleichen die Rechnung.<br />

Ganz verzückt treten wir<br />

nach hinten winkend vor die<br />

Tür ins Freie. Nun weiß ich:<br />

Das Wiertz Genussvoll lässt<br />

keine Wünsche übrig, keine<br />

Nachfragen unbeantwortet.<br />

Das einzige, was schade ist,<br />

dass solche Vormittage irgendwann<br />

ein Ende finden.<br />

Wiertz Genussvoll<br />

Steinweg 12, Gifhorn<br />

Mo. 15 bis 18.30 Uhr<br />

Di. - Fr. 10 bis 18.30 Uhr<br />

Sa. 10 bis 14 Uhr<br />

Tel. 05371-6369331<br />

info@wiertz-genussvoll.de<br />

www.wiertz-genussvoll.de<br />

FR 21.04. & SA 22.04.<br />

VERANSTALTER<br />

Deutsche<br />

Küche<br />

Birdie<br />

Golfclub Gifhorn<br />

Wilscher Weg 69, Gifhorn<br />

Tel 05371 6878596<br />

Di - Fr: 09:00 - 18:00<br />

Sa - So: 08:00 - 18:00<br />

Deutsches Haus<br />

Torstr. 11, Gifhorn<br />

Tel 05371 8180<br />

Mo: 17:30 - 21:00<br />

Di - Sa: 11:30 - 14:00<br />

und 17:30 - 21:00<br />

Flutmulde<br />

Winkeler Str. 2, Gifhorn<br />

Tel 05371 9373835<br />

Mo, Di, Do - Sa:<br />

11:00 - 14:00<br />

und 17:00 - 22:00<br />

So: 11:00 - 21:00<br />

Gasthaus Schaper<br />

Hamburger Str. 29<br />

Gamsen<br />

Tel 05371 97670<br />

Mo, Di, Do - Sa: ab 17:30<br />

So: ab 12:00<br />

Gaststätte Evers<br />

Schulstr. 1, Isenbüttel<br />

Tel 05374 1252<br />

Mo, Mi - Sa: 17:30 - 22:00<br />

So: 12:00 - 14:00<br />

und 18:00 - 21:00<br />

Gaststätte<br />

Zur Waldesruh<br />

Krümmeweg 35<br />

Wilsche<br />

Tel <strong>01</strong>75 2504656<br />

Mi - Fr: 16:00 - 22:00<br />

Sa, So: 12:00 - 22:00<br />

Das probieren wir mal aus!<br />

Essen und Trinken in Gifhorn und um Gifhorn herum<br />

Geschmacksmanufaktur<br />

Bahnhofstr. 16, Calberlah<br />

Tel 05374 602<strong>2023</strong><br />

Di - So: 17:00 - 23:00<br />

Hofbräu-Eck<br />

Hauptstr. 28, Meinersen<br />

Tel 05372 5069<br />

Mi - So: 10:30 - 14:00<br />

und 17:00 - 22:00<br />

Isenbütteler Hof<br />

Hauptstr. 3, Isenbüttel<br />

Tel 05374 671220<br />

Mo - Mi, Fr, Sa:<br />

17:30 - 22:00<br />

Landgasthaus<br />

Zum Pilz<br />

Lüneburger Str. 9<br />

direkt an der B4<br />

Wesendorf<br />

Tel 05376 8908710<br />

Mo - So: 09:00 - 20:00<br />

Mehrgenerationenhaus<br />

im Georgshof<br />

Steinweg 20, Gifhorn<br />

Mo - Fr: 12:00 - 14:00<br />

my Bernsteinsee<br />

Bernsteinallee 5, Stüde<br />

Mo, Fr - So: 12:00 - 20:00<br />

Restaurant Jägerhof<br />

Bromer Straße 4, Gifhorn<br />

Tel 05371 98930<br />

Mo - So: 10:00 - 20:00<br />

Schützenheim<br />

Dannenbüttel<br />

Am Schützenheim 1<br />

Dannenbüttel<br />

Tel 05371 9351903<br />

Mo: ab 18:00<br />

Di, Do, Fr: ab 17:00<br />

So: 10:30 - 21:00<br />

Svens Schützen-Wiese<br />

Celler Str. 30, Gifhorn<br />

Tel 05371 7247900<br />

Mo - Fr: 09:00 - 14:00<br />

und 16:30 - Ende<br />

Sa, So: 09:00 - Ende<br />

SV Gaststätte<br />

Leiferde<br />

Gilder Weg 64, Leiferde<br />

Mi - Fr: 17:00 - 23:00<br />

Sa: 16:00 - 23:00<br />

So: 12:00 - 21:00<br />

Tennisclub Restaurant<br />

Bleiche<br />

Knickwall 6b, Gifhorn<br />

Mo - So: 9:00 - 12:00 und<br />

17:00 - 22:00<br />

Zum Deutschen<br />

Heinrich<br />

Im Achtertor 2, Wilsche<br />

Tel 05371 7775<br />

Mi, Do: 16:00 - 22:00<br />

Fr, Sa: 10:00 - 23:00<br />

So. 10:00 - 22:00<br />

Zum Isetal<br />

Im Winkel 4, Kästorf<br />

Tel. 05371 7073<br />

Täglich nach Vereinbarung<br />

Zum Landhaus<br />

Allerstr. 4, Dannenbüttel<br />

Tel 05371 5895539<br />

Mo - Fr: 17:00 - 21:00<br />

Sa: 11:00 - 14:00<br />

und 17:00 - 21:0<br />

So: 11:00 - 14:00<br />

International<br />

Mr. Barman‘s<br />

Bier- und Weinkeller<br />

Braunschweiger Str. 15<br />

Gifhorn<br />

Mi - Sa: 18:00 - 22:00<br />

Route 4<br />

Gifhorner Str. 4, Ausbüttel<br />

Di - Do: 16:30 - 22:00<br />

Fr - So: 10:00 - 22:00<br />

Essen & Trinken<br />

Schlossrestaurant<br />

Zentgraf<br />

Schlossplatz 1, Gifhorn<br />

Tel 05371 866655<br />

Mi: 12:00 - 14:30<br />

und 18:00 - 23:00<br />

Do - So: 12:00 - 23:00<br />

Fisch<br />

Teichgut-Schänke<br />

Teichgut 1, Groß Oesingen<br />

Di - So: 11:30 - 14:00<br />

und 17:00 - 21:00<br />

Italienisch<br />

Da Pippo am Tankumsee-Campingplatz<br />

Dannenbütteler Weg 7<br />

Isenbüttel<br />

Tel 05374 9180391<br />

Di - Fr: 12:00 - 14:30<br />

und 17:00 - 22:00<br />

Sa, So: 12:00 - 22:00<br />

La Fontana<br />

Celler Str. 28, Gifhorn<br />

Tel 05371 9405270<br />

Mo - Mi, Fr - So:<br />

11:30 - 14:30<br />

und 17:30 - 22:30<br />

La Piazza<br />

Marktplatz 1, Gifhorn<br />

Tel 05371 8959770<br />

Mo, Mi bis Fr: 11:30 - 14:30<br />

und 17:30 - 22:30<br />

Sa - So: 11:30 - 22:30 Uhr<br />

Localino –<br />

Eiscafé, Restaurant<br />

Hauptstr. 30a<br />

Meinersen<br />

Tel 05372 974474<br />

Mo - So: 10:30 - 22:00<br />

L‘Osteria<br />

Steinweg 5, Gifhorn<br />

Tel 05371 9361657<br />

Mo - Fr: 16:30 - 22:00<br />

Sa, So: 11:00 - 22:00<br />

60<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>61


Essen & Trinken<br />

Essen & Trinken<br />

Mangia e Bevi<br />

Braunschweiger Str. 10<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 5898168<br />

Mo, Mi - Fr, So:<br />

11:30 - 14:30<br />

und 17:30 - 22:30<br />

Sa: 17:30 - 22:30<br />

Pizza Ponti<br />

Calberlaher Damm 14<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 15<strong>01</strong>30<br />

Mo: 17:00 - 21:30<br />

Di - So: 11:30 - 21:30<br />

Pizzeria Piccola Italia<br />

Steinweg 64, Gifhorn<br />

Tel 05371 8959069<br />

Di - So: 11:30 - 21:00<br />

Villa Nova<br />

Alter Postweg 2<br />

Gifhorn<br />

Di - Sa: 11:30 - 15:00<br />

und 18:00 - 23:00<br />

So: 11:30 - 15:00<br />

und 17:30 - 23:00<br />

Griechisch<br />

Akropolis<br />

Limbergstr. 25a<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 51511<br />

Di - So: 17:00 - 23:00<br />

Sa: 11:30 - 14:00<br />

und 17:00 - 23:00<br />

So: 11:30 - 14:00<br />

und 17:00 - 22:00<br />

Georgia‘s Taverne<br />

Am Sportplatz Eyßelheide 1<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 8397575<br />

Di - Sa: 08:30 - 12:00 und<br />

16:00 - 22:00<br />

So: 08:30 - 12:00 und<br />

13:00 - 21:00<br />

BIER- & WEINKELLER<br />

La Caféteria<br />

Braunschweiger Str. 32<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 15950<br />

Mo - So: 08:00 - 24:00<br />

Mykonos<br />

Braunschweiger Str. 109<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 7509393<br />

Mo - Sa: 10:00 - 24:00<br />

So: 10:00 - 22:00<br />

Platon<br />

Schubertstr. 32, Gifhorn<br />

Tel 05371 3161<br />

Mo, Mi - So: 11:30 - 15:00<br />

und 17:30 - 22:30<br />

Rhodos<br />

Schulstr. 20, Isenbüttel<br />

Mo - Do: 17:30 - 23:30<br />

Fr - So: 11:30 - 14.30<br />

und 17:30 - 23:30<br />

Samos<br />

Molkereistr. 2<br />

Ehra-Lessien<br />

Tel 05377 771<br />

Di - Fr: 12:00 - 14:30<br />

und 17:30 - 23:30<br />

So: 12:00 - 15:00<br />

und 17:30 - 22:30<br />

Syrtaki<br />

Alter Postweg 20, Gifhorn<br />

Tel 05371 6874474<br />

Mo, Mi - Sa:<br />

17:00 - 23:00<br />

So: 12:00 - 14:30<br />

und 17:00 - 23:00<br />

Türkisch<br />

Aras Restaurant<br />

Braunschweiger Str. 91<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 7406947<br />

Mo - So: 10:00 - 23:00<br />

M&G Gemüse Kebap<br />

Fuchsienweg 1<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 9383461<br />

Mo - Sa: 11:00 - 21:00<br />

So: 12:00 - 21:00<br />

Ocakbası<br />

Grillrestaurant<br />

Braunschweiger Str. 137e,<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 7506991<br />

Mo - So: 10:00 - 22:00<br />

Syrisch<br />

Al-Dar<br />

Braunschweiger Str. 117<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 589400<br />

Di - So: 12:00 - 14:30<br />

und 18:00 - 23:00<br />

Libanesisch<br />

Al Sesam<br />

Cardenap 2-4, Gifhorn<br />

Tel 05371 6722092<br />

Di - Sa: 09:00 - 17:00<br />

Thailändisch<br />

Bun Thai<br />

Hindenburgstr. 1a<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 8956144<br />

Mo - Sa: 11:00 - 20:00<br />

So: 12:00 - 20:00<br />

Vietnamesisch<br />

Sushi Restaurant<br />

Viet Küche<br />

Braunschweiger Str. 4<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 6367456<br />

Mo - So: 11:00 - 22:30<br />

Chinesisch<br />

Asia Haus<br />

China Perle<br />

Steinweg 12<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 5<strong>01</strong>66<br />

Mo - Sa: 09:30 - 18:00<br />

Mr. Lee<br />

Hamburger Str. 68<br />

Gamsen<br />

Tel 05371 6180999<br />

Di - So: 11:30 - 15:00<br />

und 17:30 - 23:00<br />

Tang Dynasty<br />

Braunschweiger Str. 139b<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 56021<br />

Mo, Mi - So: 11:30 - 14:30<br />

und 17:30 - 20:30<br />

Thang Long<br />

Limbergstr. 52<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 866600<br />

Di - So: 11:30 - 15:00<br />

und 17:30 - 22:00<br />

Wokman<br />

Sonnenweg 20<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 938057<br />

Di - So: 11:30 - 22:30<br />

Indisch<br />

Masala Taste of India<br />

Braunschweiger Str. 93<br />

Gifhorn<br />

Mo - So: 10:00 - 22:00<br />

Bistro, Imbiss<br />

& Brasserie<br />

Bistro in der Allerwelle<br />

Zur Allerwelle 1, Gifhorn<br />

Di - So: 09:30 - 18:00<br />

PUB | BAR | BISTRO<br />

Come to where<br />

the flavour is!<br />

Unsere Öffnungszeiten<br />

MI | DO | FR | SA ab 18 Uhr<br />

Küche bis 22 Uhr<br />

Brasserie Paula‘s<br />

Steinweg 21, Gifhorn<br />

Tel 05371 7591412<br />

Di - Sa: 11:30 - 22:00<br />

Cappu Bistro<br />

Steinweg 4, Gifhorn<br />

Tel 05371 935256<br />

Mo - Do: 09:00 - 21:30<br />

Fr, Sa: 09:00 - 24:00<br />

So: 13:00 - 21:00<br />

Freizeitzentrum Malibu<br />

Sonnenweg 4-6, Gifhorn<br />

Tel 05371 990815<br />

Di - So: ab 17:00<br />

Grill-Kate<br />

Pyritzer Str. 2<br />

Gifhorn<br />

Mo, Di, Do - Sa:<br />

11:00 - 23:00<br />

So: 11:00 - 22:00<br />

La Cantina<br />

Steinweg 61, Gifhorn<br />

Tel <strong>01</strong>79 4577123<br />

Mo - Fr: 11:00 - 18:00<br />

Sa: 10:00 - 14:30<br />

Fast Food<br />

Burger & Fries Atelier<br />

Steinweg 36, Gifhorn<br />

Tel 05371 9371077<br />

Di - So: 11:30 - 22:00<br />

Schütte-Burger<br />

Steinweg 29, Gifhorn<br />

Di - Sa: 11:30 - 18:00<br />

Döner<br />

Calberlaher<br />

Kebab Haus<br />

Hauptstr. 34, Calberlah<br />

Mo - So: 10:30 - 21:00<br />

Ceylan Imbiss<br />

Hamburger Str. 24<br />

Gamsen<br />

Mo - So: 10:00 - 22:00<br />

Chilli Imbiss<br />

Braunschweiger Str. 5<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 6190404<br />

Mo - So: 11:00 - 23:00<br />

Leiferde Grillhaus<br />

Dorfstr. 17, Leiferde<br />

Tel 05373 930919<br />

Di - Sa: 11:00 - 22:00<br />

So: 12:00 - 21:00<br />

Pasha Grillhaus<br />

Zum Holzplatz 2, Triangel<br />

Tel <strong>01</strong>70 5023216<br />

Mo - Sa: 10:30 - 21:00<br />

So: 12:00 - 21:00<br />

Side Döner<br />

Calberlaher Damm 21<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 813683<br />

Mo - So: 10:30 - 22:00<br />

Tatses Imbiss<br />

Braunschweiger Str. 112a<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 813727<br />

Mo - Sa: 10:00 - 22:00<br />

Tatses Imbiss II<br />

Gifhorner Str. 2, Wesendorf<br />

Tel 05376 890644<br />

Mo - Sa: 10:00 - 21:30<br />

So: 12:00 - 21:30<br />

Café<br />

Bio-Hofcafé Der Hof<br />

Zum Hof 1, Isenbüttel<br />

Tel 05374 95570<br />

So: 14:30 - 17:00<br />

Café Aller<br />

Cardenap 5, Gifhorn<br />

Mo - Fr: 10:00 - 16:00<br />

Sa: 10:00 - 13:00<br />

Café Elsbeth<br />

Hauptstr. 2, Hillerse<br />

Tel <strong>01</strong>60 94872646<br />

Fr: 14:00 - 17:00<br />

Sa, So: 08:00 - 11:30<br />

und 14:00 - 17:00<br />

Café Hüüs Hoff<br />

Försterweg 6, Wahrenholz<br />

Mo - Fr: 05:30 - 18:30<br />

Sa: 05:30 - 18:00<br />

So: 07:00 - 10:00<br />

und 13:30 - 17:00<br />

Café Lüdde<br />

Hauptstr. 10, Kästorf<br />

Tel 05371 73527<br />

Di - Fr: 06:00 - 18:00<br />

Sa: 06:00 - 12:00<br />

So: 08:00 - 11:00<br />

Culinari<br />

Steinweg 60, Gifhorn<br />

Tel 05371 6199286<br />

Mo - Fr: 10:00 - 18:00<br />

Sa: 10:00 - 14:00<br />

Fritzcafé<br />

Hillerser Str. 1, Dalldorf<br />

Do - Sa: 14:00 - 20:00<br />

So: 10:00 - 20:00<br />

Hofcafé Betzhorn<br />

Bauerneck 10, Betzhorn<br />

Tel 05835 467<br />

Mo, Mi - So: ab 14:00<br />

Im Leifert‘s<br />

Steinweg 64, Gifhorn<br />

Tel 05371 56873<br />

Mo - Fr: 07:30 - 18:30<br />

Sa: 07:30 - 18:00<br />

So: 08:00 - 17:00<br />

Landcafé Neubokel<br />

Alter Kirchweg 2a, Neubokel<br />

Tel 05371 13533<br />

Mi - So: 14:00 - 18:00<br />

Modes Heide-Café<br />

Mühlenriedeweg 20, Winkel<br />

Tel 05371 4977<br />

Mi - Sa: 12:00 - 18:00<br />

So: 10:00 - 18:00<br />

Meyers Hofcafé<br />

Ringstr. 3, Isenbüttel<br />

Tel 05374 918891<br />

Mo - Do: 08:30 - 13:00<br />

Fr - So: 08:30 - 13:00<br />

und 14:30 - 18:00<br />

Wiertz Genussvoll<br />

Steinweg 12, Gifhorn<br />

Tel 05371 6369331<br />

Mo: 15:00 - 18:30<br />

Di - Fr: 10:00 - 18:30<br />

Sa: 10:00 - 14:00<br />

Bar, Pub,<br />

Club & Kneipe<br />

Alt Gifhorn<br />

Am Weinberg 1<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 5888888<br />

Di - Fr: 17:00 - 23:00<br />

Astra Stuben<br />

Braunschweiger Str. 85<br />

Gifhorn<br />

Mo - So: 14:00 - 24:00<br />

Bei Micha<br />

Sonnenweg 30<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 3987<br />

Di - So: ab 17:00<br />

Flax<br />

Braunschweiger Str. 3a<br />

Gifhorn<br />

Di - So: ab 19 Uhr<br />

H1 Bier- & Rock-Bar<br />

Steinweg 26<br />

Gifhorn<br />

Tel 05371 52348<br />

Mo, Di, Do: 11:00 - 24:00<br />

Mi: 10:00 - 24:00<br />

Fr: 11:00 - 02:00<br />

Sa: 10:00 - 02:00<br />

So: 11:00 - 23:00<br />

Mio – Cocktail,<br />

Bar & Club<br />

Schillerplatz 5<br />

Gifhorn<br />

Fr, Sa: 20:00 - 05:00<br />

Fehlt<br />

eine Location,<br />

die wir vergessen<br />

haben? Dann schreibt uns<br />

eine Mail an redaktion@<br />

kurt-gifhorn.de oder ruft<br />

an unter Tel. 05371-<br />

94180<strong>01</strong>.<br />

62 <strong>KURT</strong> Find us here: Braunschweiger Straße 15, 38518 Gifhorn ... or check on<br />

<strong>KURT</strong>63


Seitenkopf<br />

Fahrrad Berger Gifhorn<br />

Tel. 05371 17 00 976<br />

Calberlaher Damm 62 B<br />

38518 Gifhorn<br />

www.fahrrad-berger.de<br />

Letzte Ruhe<br />

KOMM VORBEI!<br />

Gifhorn<br />

ADVANCED Pro Wave<br />

in elephantgrey<br />

• Bosch Performance CX Motor<br />

• 750 Wh Bosch Powertube-Akku<br />

• Bosch Leistungslinie CX 85Nm<br />

• Bosch Smart-System<br />

5.099,- €<br />

HNF NICOLAI UD3/XD3<br />

All-Terrain<br />

Unsere qualifizierte Fachwerkstatt<br />

Inspektion oder Reperatur?<br />

kümmert Unsere qualifizierte sich um Fachwerkstatt Dein Rad –<br />

einfach kümmert vorbeikommen!<br />

sich um Dein Rad –<br />

einfach vorbeikommen!<br />

• Bosch Performance CX Motor<br />

• Bosch 625 Wh Intube-Akku<br />

5.219,- €<br />

FINANZIERUNGS- UND LEASING-MÖGLICHKEITEN!<br />

Winora Sinus R5<br />

• 625 Wh Bosch Powertube-Akku<br />

• Shimano Nexus 5-Gang-Nabe<br />

• Bosch Performance Line Motor<br />

3.699,- €<br />

Noch unsicher?<br />

Komm vorbei –<br />

wir beraten gerne!<br />

VELO DE VILLE AEB 890<br />

• 625 Wh Bosch Intube-Akku<br />

• Allround-Talent<br />

• Bosch Performance Line Motor<br />

• Enviolo-Automatik (stufenlose Übersetzung)<br />

4.989,- €<br />

FUJI NEVADA 29 4.0<br />

• 21-Gang Kettenschaltung<br />

• Shimano Altus Schaltwerk<br />

• in olivgrün<br />

749,- €<br />

Unsere Öffnungszeiten:<br />

Mo Geschlossen Di - Fr 10:00 - 18:30 Uhr<br />

Sa 10:00 - 15:00 Uhr So Geschlossen<br />

64<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong><br />

Ride it! Love it! 65


Musik<br />

Musik<br />

Es muss wohl<br />

Hassliebe sein<br />

René Kannowski alias Kanne38 baut seine Beats gern in seiner Gifhorner Hood<br />

Mit 20 sprüht<br />

René Grafitti, hört<br />

Hardcore und Alternative.<br />

In „die<br />

alten Sachen“<br />

hört er auch noch<br />

heute gerne rein.<br />

Foto: @Laurachen___<br />

Beats bauen: Das ist die Beschäftigung von René Kannowski, der<br />

als Kanne38 regelmäßig EPs und Tracks veröffentlicht, die er in seinem<br />

Studio zu Hause in Gifhorn mit Samples von Piano, Saxophon<br />

oder Flöte sowie programmierten Drums erstellt. Er selbst ordnet<br />

seine Musik dem Boom-bap zu, einer Unterart des Hip Hop. Eine<br />

melancholisch-herbstliche Variante seiner Arbeit veröffentlichte er<br />

jüngst als EP: „Hoodlum Diaries“. Fürs Frühjahr ist eine fröhlichere<br />

Ausgabe eigener Tracks angedacht. Die Bedeutung von Schallplatten,<br />

seine Hardcore-Vergangenheit und seine möglichen Pläne mit<br />

MC Fitti verrät der 35-Jährige im Musikliebhaberplausch mit <strong>KURT</strong>.<br />

Von Matthias Bosenick<br />

„Hoodlum Diaries“, also „Ganoven-Tagebücher“,<br />

nennt<br />

René seine neue EP mit vier<br />

Tracks. „Damit sind in erster<br />

Linie die Ganoven auf dem<br />

Cover gemeint.“ Anders als<br />

sonst stand für den Beatbastler<br />

nämlich das Cover schon<br />

fest, bevor er sich aus seinem<br />

Innenausbau<br />

Wohneinrichtung<br />

INDIVIDUELLE<br />

Wohn/Badmöbel<br />

Massivholzmöbel<br />

Einbaumöbel<br />

Innentüren<br />

Treppen<br />

Tischlerei und<br />

Innenausbau<br />

Michael Braun<br />

Tischlermeister<br />

Von Wand bis Wand,<br />

von Boden bis Decke!<br />

M.BRAUN<br />

Meister-Fachbetrieb<br />

Kolleweg 7a<br />

38524 Neudorf-Platendorf<br />

Tel. 05378 654<br />

Riesenrepertoire an Tracks,<br />

Skizzen und Entwürfen darauf<br />

festlegte, welche Stücke auf der<br />

EP landen würden. „Die sollen<br />

das Herumhängen an der<br />

Straße repräsentieren“, erläutert<br />

er, kombiniert mit einem<br />

„herbstlichen Klang“. Deshalb<br />

ist der Sound hier auch eher<br />

„melancholisch-düster, die<br />

Beats sind alle minimal gehalten,<br />

die Musik hat einen rohen<br />

Klang – ich mag es rau und<br />

nicht so sauber.“<br />

Für René ist Boom-bap das<br />

Schlagwort, unter dem er seinen<br />

Hip Hop sieht. Der Begriff<br />

ist an das Debüt-Album des<br />

US-Rappers KRS-One aus dem<br />

Jahr 1993 angelehnt. Renés<br />

Musik zeichnet aus, dass sie<br />

eher im chilligen Downbeat gehalten<br />

und streckenweise recht<br />

repetitiv ist. Erinnerungen<br />

an den alten Wu-Tang Clan<br />

kommen auf. René bestätigt:<br />

„Das ist einer meiner Einflüsse.“<br />

Für seine Tracks bedient<br />

er sich bei Samples, die er so<br />

stark verfremdet, dass man die<br />

Originalquellen nicht mehr erkennt.<br />

Manche findet er online,<br />

doch besonders liebt er Schallplatten.<br />

„Wenn ich unterwegs<br />

bin in Amsterdam oder Berlin,<br />

gehe ich in die Plattenläden.“<br />

Dort stöbert er mit Vorliebe<br />

in den Ein-Euro-Kisten. „Ich<br />

kaufe nach Covern, manchmal<br />

höre ich auch rein.“ Vinyl habe<br />

das angenehme Knistern, und<br />

„bei alten Platten sind manchmal<br />

die Höhen nicht mehr<br />

drin, das macht es dumpfer“.<br />

Die Vorlagen-Vorlieben<br />

wechseln bei René saisonal.<br />

„Ich habe lange Zeit Soul<br />

und Jazz gehört.“ Den ausgewählten<br />

Songs entnimmt er<br />

fragmentarisch Passagen, die<br />

er sampelt, zuschneidet und<br />

loopt. „Ich verwurste sie.“ So<br />

reduzierte er einmal einen Oldie<br />

auf die langsamste Stelle<br />

ohne Drums, andere Male bevorzugt<br />

er Klassik als Quelle.<br />

„So lang das Ergebnis passt, ist<br />

alles gut“, findet René. „Soul ist<br />

immer mal am Start.“ Wichtig<br />

sind ihm dabei die Melodien,<br />

die Beats programmiert er<br />

selbst. Zwar hat er ein Keyboard<br />

zu Hause, aber „ich kann<br />

keine Noten lesen, ich spiele<br />

alles nach Gefühl und Gehör“,<br />

also sind die Samples wichtig<br />

für ihn. Groß ist seine Sample-<br />

Plattensammlung indes gar<br />

nicht. „Bei Umzügen habe ich<br />

viele weggegeben, manchmal<br />

tausche ich mit Kumpels, die<br />

Platten haben eine große Fluktuation.“<br />

Anders ist es mit den<br />

Vinyl-Alben, die er als Fan erwirbt,<br />

die behält er immer.<br />

Seinen Anfang nahm Renés<br />

Wirken klassisch mit Graffiti,<br />

da war er gerade 20 Jahre alt.<br />

„Ich habe in meiner Jugend<br />

viel Hardcore und Alternative<br />

gehört, Rage Against The Machine<br />

zum Beispiel.“ In die alten<br />

Sachen höre er immer noch<br />

gerne rein. Im Crossover steckt<br />

der Rap ja schon drin, und im<br />

Zuge der Spraykunst begann<br />

auch René zu rappen. „Mein<br />

Kumpel Crusade hatte ein Mikro.“<br />

Das war 2009, der Anfang<br />

war gemacht, schon damals<br />

unter dem Alias Kanne38, und<br />

drei Jahre später schloss er<br />

sich den Wolfsburger Monkey<br />

Boys an. Mit denen organisierte<br />

er einige Male das Festival<br />

Flavorjam im Jugendhaus<br />

Ost und im Sauna-Klub. „Um<br />

selbst aufzutreten – und um<br />

anderen eine Bühne zu geben.“<br />

Nebenbei begann er, seine<br />

eigenen Tracks zu produzieren,<br />

und an einem willkürlichen<br />

Zu-Hause-Wochenende<br />

im Jahr 2<strong>01</strong>6 geschah es: »<br />

tischlerei-michaelbraun@t-online.de<br />

www.Tischler-Braun.de<br />

66<br />

<strong>KURT</strong><br />

Gifhorn • Steinweg 15 • www.schuelerhilfe.de/gifhorn<br />

<strong>KURT</strong> 67


Musik<br />

Musik<br />

Daraus entstand eine fruchtbare<br />

„dass es rund wird“. Die neue<br />

Bekanntschaft zu den<br />

„Hoodlum-Diaries“-EP etwa<br />

Rappern JPen und Derah, die<br />

beide der Crossover-Band Synonym<br />

angehören. „Im Winter<br />

erscheint ein Mixtape von denen<br />

mit einem Beat von mir.“<br />

Live Beats auflegen, das ist<br />

für René bislang noch eine seltene<br />

ist mit vier Stücken gerade mal<br />

acht Minuten lang. „Ich stehe<br />

auf kurze Sachen“, sagt René.<br />

„Lieber vier Tracks, die zusammenpassen,<br />

als Füller dazwischen.“<br />

Zudem stellt er fest,<br />

dass sich die Hörerschaft „vom<br />

Erfahrung. Das erfuhr er<br />

Albumgedanken verabschie-<br />

An einem willkürlichen Zu-Hause-Wochenende im Jahr 2<strong>01</strong>6 baut René<br />

außer bei der Spinnerstrasse<br />

bislang noch beim Programm<br />

„Breakdance für die Ohren“<br />

von Dunstkreis sowie beim Suprafluid-Festival<br />

im Skatepark,<br />

beides in Braunschweig. Vor<br />

Publikum komplett neue Beats<br />

bauen wiederum, sich also live<br />

beim kreativen Prozess über<br />

det“, was ihm selbst gar nicht<br />

so gefällt. „Ich mag das Album<br />

immer noch gerne.“ Daher<br />

kauft er nicht nur Platten, sondern<br />

würde auch gern selbst<br />

welche herausbringen. „Aber<br />

das ist mit Kosten verbunden.<br />

Wenn Du keinen großen Vorverkauf<br />

hast, kannst Du es<br />

seine ersten Beats, statt nur zu texten und zu rappen.<br />

Foto: René Kannowski die Schulter schauen lassen,<br />

das praktizierte er erst einmal,<br />

nicht bezahlen.“ So bleibt die<br />

EP „September Ends“ aus dem<br />

» „Statt Texte zu schreiben und ser Zusammenarbeit kam. Ein und zwar online via Instagram.<br />

Jahr 2021 seine bisher einzige<br />

zu rappen habe ich Beats gebaut.<br />

weiterer Freund: Bobby aus Vielmehr konzentriert er sich<br />

physische Veröffentlichung,<br />

Das hat mich entspannt.“ Wolfsburg, den René noch aus eben darauf, daheim Beats zu<br />

und zwar auf Kassette. Doch:<br />

Dieser einschneidende Moment<br />

Monkey-Boys-Zeiten kennt generieren. Aktuell überlegt<br />

„Es soll aber mal sein, dass ich<br />

war auch der Zeitpunkt,<br />

als es mit den Monkey Boys<br />

und der bis auf die letzten beiden<br />

sämtliche Cover für Renés<br />

er, im Frühjahr die nächste EP<br />

fertigzustellen, noch ohne Zeitplan,<br />

eine 7-Zoll mache.“<br />

Und dann ist da noch das Mit dem gebürtigen Gifhorner Dirk Witek alias MC Fitti will René alias<br />

vorbei war.<br />

Veröffentlichungen designte –<br />

da eine Fortbildung par-<br />

Wort von Dirk Witek alias MC Kanne38 mal etwas mit Gifhorn-Bezug machen. <br />

Foto: Tim Doege<br />

Nunmehr war also aus dem erkennbar am grafischen Stil. allel zum Job seine Zeit bindet.<br />

Fitti, der jüngst bekanntgab,<br />

Rapper Kanne38 ein Beatbauer<br />

geworden. Sein erstes Album<br />

„Spring Breaks“ erschien 2<strong>01</strong>9,<br />

seitdem brachte René viele EPs<br />

und Songs heraus, produzierte<br />

Tracks für andere Rapper. Für<br />

das Stück „Noir“ etwa hatte er<br />

den New Yorker Rapper Fast-<br />

Life bei Instagram kontaktiert,<br />

und der fand Renés Beats<br />

Im Gegenzug erhielt Bobby<br />

Beats von René. Vor zwei Jahren,<br />

im ersten Lockdown, kam<br />

Dezember MC auf René zu und<br />

bat um Beats. Und es gibt noch<br />

das Braunschweiger Projekt<br />

Spinnerstrasse (nur echt mit<br />

Doppel-s statt ß), dessen Mitglieder<br />

René zu einem Jam eingeladen<br />

hatten, bei dem er live<br />

Vielleicht wird es der dritte Teil<br />

der „Spring-Breaks“-Reihe.<br />

Pro Jahr hat René „zwei bis<br />

drei Releases“ auf seinem eigenen<br />

Label Backyard Entertainment,<br />

vorrangig mit kurzen<br />

Tracks, weil er manchmal<br />

impulsiv ist. „Ich sage, heute<br />

haue ich mal wieder was raus,<br />

mal gucken, was passt.“ Dann<br />

dass er gern mit Kanne38 zusammenarbeiten<br />

würde (<strong>KURT</strong><br />

berichtete). „Der Kontakt kam<br />

zufällig.“ Als Dirk zur Produktionszeit<br />

seines bislang letzten<br />

Albums „Graffiti“ in Gifhorn<br />

war, kommentierte René eine<br />

Insta-Story des Rappers, ohne<br />

dass die beiden sich bis dahin<br />

kannten. Dirk fragte René daraufhin,<br />

„Es ist nichts geplant, aber es<br />

kommt irgendwann, wenn wir<br />

Zeit haben.“<br />

Gifhorn als Hip-Hop-Hotspot.<br />

Wie ideal ist seine Heimatstadt<br />

für René? „Ideal ist<br />

es nicht“, antwortet Kanne38<br />

salomonisch. „Aber ideal ist<br />

nichts.“ Immerhin hat er in<br />

Gifhorn noch ein, zwei Freun-<br />

zu verbringen“, erzählt René.<br />

„Ich freue mich danach, wieder<br />

in der Hood zu sein.“ Es müsse<br />

eine „Hassliebe sein“, meint er<br />

– und feiert seine Heimatstadt<br />

doch sehr. „Ich kenne jeden<br />

Stein und Braunschweig und<br />

Wolfsburg sind um die Ecke.“<br />

Und ins Flax könnte er ja auch<br />

mal wieder gehen. Wie früher.<br />

gleich so gut, dass es zu die-<br />

Beats zu Texten beisteuerte. arbeitet er seine Skizzen aus,<br />

ob er die Möglichkeit de, die wie er Beats bauen. Als<br />

habe, etwas aufzunehmen, weitere Gifhorner aus dem Hoodlum Diaries<br />

weil Dirk noch am Album feilen<br />

Genre sind einige Ex-Mitglie-<br />

4 Songs, 8:04 Minuten<br />

wollte. „Ja, klar“, war René der der früheren Hip-Hop- www.kanne38.com<br />

Sortierung und Strukturierung von<br />

sofort bereit. „Und eine halbe Crew Stadtrand Records heute www.facebook.com/kanne38<br />

Unterlagen sowie Buchführungsunterlagen<br />

für Unternehmen und<br />

Stunde später stand er bei mir beim Kollektiv „Die Allmächtige“<br />

aus Kassel dabei, was ja www.instagram.com/kanne38<br />

www.twitter.com/kanne38<br />

vor der Tür.“ Nach getaner<br />

Privatpersonen<br />

Arbeit beschlossen die beiden fast schon weite Welt ist. „Ich kanne38.bandcamp.com<br />

Katharina Heyer<br />

vorbereitende Buchführung<br />

Gifhorner, etwas zusammen zu genieße es, in große Städte zu www.youtube.com/channel/UCfür<br />

den Steuerberater<br />

machen, mit Gifhorn-Bezug. fahren und dort ein paar Tage 19wf03jxclvBn2rxhWlwbg<br />

Kornblumenring 35<br />

6838524 <strong>KURT</strong> Sassenburg <strong>01</strong>76 60 27 76 63 bueroserviceheyer@gmail.com<br />

<strong>KURT</strong>69<br />

Büroservice Heyer<br />

Mobiler Büroservice


Kopfüber<br />

Da sind wir dann also: neues Jahr für mich,<br />

neue Einlagen für die Fersen. Festgelegtes Ziel:<br />

geiler Body bis zum Sommer. Das wäre es. Einmal<br />

bestaunt werden, nicht bestaunen. Vorerst<br />

Verzicht auf: Chips ungarisch zur Bundesliga,<br />

Limonade zur alltäglichen Freude, Alkohol im<br />

Januar (Stichwort: Dry January). Hilfsmittel:<br />

Badehose (Calvin Klein), vielleicht Ernährung<br />

(Stichwort: Veganuary), eventuell mehr Sprudelwasser<br />

trinken (Gerolsteiner).<br />

Samstag, 7. Januar. Hallo Hallenbad, ich bin<br />

im Team Tagesticket. Probleme am Eingang<br />

mit dem Drehkreuz. In der Umkleidekabine<br />

der Ganzkörpercheck: dünne<br />

Beine, sehnige Arme, Pombärbauch.<br />

Kurze Zeit später das erste<br />

Mal im Wasser. Das Gefühl von<br />

Leichtigkeit. Bahn nach Bahn nach<br />

Bahn. 600 Meter geschafft, deutliche<br />

Ermüdungserscheinungen. Pause.<br />

Wechsel in die Textilsauna. Können<br />

sich auch nur Deutsche ausdenken. Erholung.<br />

Dann kommt der Total-GAU durch die Tür:<br />

Zwei gesixpackte Typen, zwei superfitte Girls,<br />

Astralkörper wie Ryan Gosling und Kylie Jenner,<br />

Abijahrgang, hot as fuck, ihnen liegt auf<br />

ewig die Welt zu Füßen. Sie wischen sich betont<br />

unangestrengt die Strähnen aus der Stirn, die<br />

vom Chlorwasser und natürlich NICHT VOM<br />

SCHWEIß nass sind. Ich gucke, nein, glotze. Ich<br />

muss aussehen wie ein Perverser. Vom Haaransatz<br />

läuft ein Tropfen über meine unrasierte<br />

Wange, den Hals hinab, über die kraft- und<br />

formlose Brust in den Bauchnabel. Ich denke:<br />

Meine Zeit ist abgelaufen.<br />

Als ich zwei Tage später die nächste Einheit<br />

absolviere, schaffe ich 800 Meter. Am folgenden<br />

Morgen kann ich mich kaum bewegen. In<br />

jeder Faser meines Körpers Muskelkater. Ich<br />

liege wieder auf dem Teppich, diesmal wehrlos,<br />

und lese eine Kurzgeschichte von Murakami.<br />

Die schlaflose Protagonistin zieht im menschenleeren<br />

Schwimmbad ihre Bahnen, wie von Zauberhand<br />

wird sie muskulöser, jünger, schöner.<br />

Ein Zug nach dem nächsten. Die Hände falten<br />

vor der Brust ein Dreieck, die Arme verdrängen<br />

nach außen das Wasser, die Streckung bis zum<br />

Ende. Auf die Atmung achten. Ein, aus. Ein,<br />

aus. Nicht zu aufgeregt die Beinarbeit, kräftige,<br />

klare Bewegungen. Noch einmal Luft holen.<br />

Gleich habe ich es geschafft, gleich kann ich den<br />

Beckenrand berühren.<br />

Ich bin Schwimmer. Also vom Kopf her. In<br />

meiner Vorstellung schon seit einigen Wochen.<br />

Wirklich im Hallenbad war ich<br />

erst zweimal. Ob man sich da schon<br />

Schwimmer nennen kann? Weiß ich<br />

nicht. Aber fast hätte ich mir im<br />

Shop eine Schwimmbrille gekauft.<br />

Ich musste wieder was tun. Sagte<br />

auch mein Arzt.<br />

Zwischen Weihnachten und Neujahr.<br />

Ich sitze im Wartezimmer eines<br />

Orthopäden. Stern, Focus, Frau im Spiegel. Wenige<br />

Minuten später: ich im Spiegel, und zwar<br />

im Behandlungszimmer. Eigentlich bin ich wegen<br />

Fersenproblemen gekommen. Die haben so<br />

Beulen. Doch der Arzt sagt: „Sie sind ja total<br />

krumm. Obenrum freimachen.“ Also stehe ich<br />

da: Schulter hängt, Becken hängt, Bauch hängt.<br />

Ich gucke mich an. Wann ist das denn so aus<br />

dem Ruder gelaufen? Der Arzt diktiert, massiert<br />

der tippenden Arzthelferin die Schulterpartie.<br />

Ich sage: „Habe seit Jahren keinen Sport<br />

mehr gemacht.“ Der Arzt denkt: Sieht man. Er<br />

sagt aber: „Dann sollten Sie dringend wieder<br />

anfangen. Wie wäre es mit Schwimmen?“<br />

Zuhause liege ich auf meinem roten Perserteppich<br />

und starre die Decke an. Ja, wie wäre<br />

es denn mit Schwimmen? Laufen geht ja nicht<br />

wegen der Ferse. Versteht sich von selbst. Ballsport<br />

habe ich durch, Kampfsport ist der Name<br />

schon so blöd, bleiben von den ernstzunehmenden<br />

Sportarten nur noch Tennis, Golfen und,<br />

ja, Schwimmen. In diesem Moment kracht ein<br />

Vogel gegen mein Fenster.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Kopfüber<br />

Über Saunabegegnungen<br />

Mehr zwischen Himmel und Erde – und in Gifhorn<br />

<strong>KURT</strong>-Buchtrulla Marieke Eichner reist durch die Zeit und in andere Dimensionen<br />

Einladung ins<br />

Unsichtbare<br />

Spiritualität ist nicht gerade<br />

mein Ding. Jetzt habe ich<br />

ein Buch über die Seele<br />

gelesen – und ich find‘s<br />

toll. Was ist da passiert?<br />

Die Gifhornerin Susanne<br />

Hoffmann hat unter dem Titel<br />

„Seele bis heiter“ ein Buch über<br />

„Wundersame Begegnungen mit<br />

dem Unsichtbaren“ geschrieben, das<br />

ohne Dogmatismus auskommt. Vielleicht<br />

liegt‘s daran, dass ich im Anhang begonnen habe. Darin listet die Autorin<br />

Leitfäden auf: Achtsamkeit, innere Ruhe und aufmerksame Wahrnehmung<br />

treffen auf eine Form von Selfcare. Die Geschichten, die die Autorin<br />

„Anekdoten“ nennt, sind ihre eigenen Erfahrungen, thematisch in Kapitel<br />

gebündelt. Dazugestellte „Worte aus dem Seelen-Raum“ erläutern ihre<br />

Weltsicht. Susanne Hoffmann erhebt dabei zu keiner Zeit Anspruch auf<br />

Allgemeingültigkeit. Es sind ihre subektiv wahrgenommenen Erlebnisse,<br />

die sie für sich einordnet. Trotzdem lässt sie ihren Leserinnen und Lesern<br />

die Freiheit, dieser Weltanschauung nicht folgen zu<br />

müssen. Und auch weil sich in den Anekdoten und<br />

Leitfäden menschliche Krisen und ihre Bewältigung<br />

wiederfinden, ist das Buch eine spannende Einladung<br />

in die Sichtweise der Autorin.<br />

Susanne Hoffmann: Seele bis heiter – Wundersame<br />

Begegnungen mit dem Unsichtbaren,<br />

208 Seiten, Engelsdorfer-Verlag, 13,80 Euro,<br />

ISBN 978-3-96940-408-9<br />

Literatur<br />

Männer<br />

mit Moustache<br />

Der Zigarrenhändler Adolf Bettenhäuser<br />

fotografierte zwischen<br />

1900 und 1930 die Landschaft,<br />

das Vereinsleben und Stadtansichten<br />

in Gifhorn. Die Fotos, die er<br />

in seinem Laden an der Torstraße<br />

mitunter als Postkarten verkaufte,<br />

hat sein Urenkel koloriert und in einem<br />

Bildband zusammengefasst.<br />

Beizeiten sind aktuelle Fotos oder<br />

Aufnahmen aus den 50ern und<br />

70ern beigefügt. Mein Highlight:<br />

Gifhorns erste Tankstelle auf dem<br />

Marktplatz – und die coolen Bärte.<br />

Martin A. Seth: Neuer Blick auf<br />

das alte Gifhorn, 104 Seiten,<br />

Calluna-Verlag, 19,90 Euro,<br />

ISBN 978-3-944946-19-1<br />

Hast Du ein Buch für uns? Sende uns gerne ein Rezensionsexemplar an Magazin <strong>KURT</strong>, Am Laubberg 12, 38518 Gifhorn.<br />

<strong>KURT</strong>-Buchtrulla Marieke Eichner erreichst Du per Mail an eichner@kurt-gifhorn.de sowie unter Tel. 05371-7409590.<br />

Mit der Fibav<br />

Bauen sie ihr traumhaus!<br />

FIBAV Immobilien GmbH, Braunschweiger Str. 65, Gifhorn<br />

05371-938611 | wagner@fibav.de<br />

70<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 71


72<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 73


Original & Fälschung<br />

Wussten Sie, dass Parkuhren einst den heutigen<br />

Steinweg in Gifhorns Innenstadt zierten?<br />

Wo wir jetzt flanieren, fuhr man früher seinen Käfer spazieren<br />

Original<br />

Original & Fälschung<br />

Von Mia Anna Elisabeth Timmer<br />

und Michael Arnold<br />

Diese Fotografie des heutigen<br />

Steinwegs haben wir Heinz<br />

Gabriel und Günter Dröge zu<br />

verdanken. Sie stammt aus<br />

dem Jahr 1974 und zeigt die<br />

Gifhorner Innenstadt. Zum<br />

Zeitpunkt der Aufnahme war‘s<br />

noch die Haupstraße.<br />

Seinen jetzigen Namen erhielt<br />

der Steinweg erst Ende<br />

der 70er Jahre, als aus der<br />

befahrbaren Hauptstraße unsere<br />

Fußgängerzone wurde.<br />

Der Name Steinweg soll darauf<br />

hinweisen, dass dort bereits<br />

vor 1350 eine Steindecke verlegt<br />

wurde. So war dies die erste<br />

– und für Jahrhunderte auch<br />

einzige – gepflasterte Straße<br />

im Stadtgebiet.<br />

Mit der Errichtung der Fußgängerzone<br />

wurden aber nicht<br />

nur Autos aus dem Gebiet<br />

verbannt. Auch die Parkuhren<br />

findet in Gifhorn keiner<br />

mehr. Das auch, weil sich das<br />

Parken über die Zeit verändert<br />

hat. Was kein Kind mehr<br />

kennt, gehörte früher zum Alltag.<br />

„Mit Spezialschlüssel und<br />

Geld-Staubsauger zogen in den<br />

60er Jahren die Mitarbeiter<br />

der Ordnungsämter durch die<br />

Innenstädte, um die Parkuhren<br />

zu leeren“, erklären Günter<br />

Dröge und Heinz Gabriel in<br />

ihren „Gifhorner Ansichten“.<br />

Doch woher dieser Wandel?<br />

Die beiden Hobbyhistoriker<br />

klären auf: „Für die damals<br />

mit zehn Pfennig gefütterten<br />

Parkuhren kam vielerorts mit<br />

der Euro-Einführung das Aus,<br />

weil eine Münzumstellung teils<br />

kostspielige Anpassungen in<br />

den Uhren zur Folge gehabt<br />

hätte.“ Abhilfe schaffen flächendeckende<br />

Parkscheinautomaten<br />

und seit dem 1. August<br />

2<strong>01</strong>7 ist das Parken auch mit<br />

dem Smartphone bezahlbar.<br />

Manches vertrieb die Zeit<br />

aus unserer Innenstadt jedoch<br />

nicht, so ist beispielsweise Becker<br />

bis heute in der Fußgängerzone<br />

zu finden. Links im<br />

Bild ist das Modegeschäft zu<br />

erkennen. Auch einige der historischen<br />

Gebäude stellen bis<br />

heute für Gifhornerinnen und<br />

Gifhorner Geschäftstelle oder<br />

Zuhause dar.<br />

Haben auch Sie historische Gifhorner<br />

Aufnahmen? Mailen Sie gerne<br />

an redaktion@kurt-gifhorn.de.<br />

Finden Sie die 13 Fehler in dieser Fälschung<br />

Auflösung auf Seite 77.<br />

74<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 75


Kreisverband<br />

Gifhorn e.V.<br />

Tipps & Termine<br />

Tipps & Termine<br />

Spende Blut – rette Leben.<br />

Mo<br />

23.<strong>01</strong>.<br />

Di<br />

24.<strong>01</strong>.<br />

Mo<br />

30.<strong>01</strong>.<br />

Di<br />

31.<strong>01</strong>.<br />

Fr<br />

03.02.<br />

Di<br />

07.02.<br />

Fr<br />

10.02.<br />

Mo<br />

13.02.<br />

Mo<br />

20.02.<br />

Mo<br />

20.02.<br />

Mi<br />

22.02.<br />

Leiferde<br />

Dorfgemeinschaftshaus<br />

Gilder Weg 66<br />

15:00 - 19:30 Uhr<br />

Knesebeck<br />

Grundschule<br />

Kirchstraße 8<br />

15:30 - 19:30 Uhr<br />

Meinersen<br />

Kulturzentrum<br />

Am Eichenkamp 1<br />

15:30 - 19:30 Uhr<br />

Müden / Aller<br />

Bürgerhaus<br />

Hauptstraße 12<br />

16:00 - 19:30 Uhr<br />

Neudorf-Platendorf<br />

Mehrzweckhalle<br />

Am Mittelpunkt 9<br />

15:30 - 19:30 Uhr<br />

Hillerse<br />

Haus der Vereine<br />

Rolfsbütteler Straße 2<br />

16:00 - 19:30 Uhr<br />

Meine<br />

Philipp-Melanchthon-Gymnasium<br />

Neue Straße 1<br />

16:00 - 20:00 Uhr<br />

Hankensbüttel<br />

Gymnasium<br />

Amtsweg 11<br />

16:00 - 20:00 Uhr<br />

Schwülper<br />

Okerhalle<br />

Hauptstraße 20 a<br />

15:30 - 19:30 Uhr<br />

Weyhausen<br />

Dorfgemeinschaftshaus<br />

Vor dem Dorfe 6<br />

15:30 - 19:30 Uhr<br />

Seershausen<br />

Dorfgemeinschaftshaus<br />

Rietzer Weg 5<br />

16:00 - 19:30 Uhr<br />

Bei Fragen zur Blutspende (kostenlos):<br />

0800 11 949 11<br />

Wo<br />

ist wann was<br />

los? <strong>KURT</strong> druckt<br />

auch Deinen Termin:<br />

Sende einfach eine<br />

Mail an redaktion@<br />

kurt-gifhorn.de.<br />

Mi. 18.<strong>01</strong>.<br />

Meditation am Abend<br />

19.30 bis 21 Uhr,<br />

Paulusgemeinde,<br />

Brandweg 38, Gifhorn,<br />

Anmeldung: anja.barth@<br />

evlka.de, Teilnahme:<br />

5 bis 10 Euro pro Person.<br />

Do. 19.<strong>01</strong>.<br />

Blutspende<br />

in Rethen<br />

17 bis 20 Uhr,<br />

Feuerwehrgerätehaus,<br />

Heinrichstraße 5, Rethen.<br />

Fr. 20.<strong>01</strong>.<br />

Bi-Ba-Büchermäuse<br />

10.15 Uhr, Samtgemeindebücherei,<br />

Schulstraße 31,<br />

Isenbüttel, für Kleinkinder<br />

bis 3 Jahre in Begleitung<br />

eines Erwachsenen.<br />

Live-Musik mit<br />

dem Trio ClariNoir:<br />

„Mozart on the Road“<br />

20 Uhr, Schloss, Schlossplatz<br />

1, Gifhorn, Tickets:<br />

ab 19 Euro pro Person.<br />

Theater: „Der Weg<br />

der Arbeitenden<br />

Klasse ins Paradies“<br />

20 Uhr, Aquarium im Kleinen<br />

Haus des Staatstheaters,<br />

Magnitorwall 18,<br />

Braunschweig.<br />

Sa. 21.<strong>01</strong>.<br />

Western-Folk-Konzert:<br />

The Kentucky Tragedy<br />

20.30 Uhr, Mr. Barman‘s<br />

Bier- und Weinkeller,<br />

Braunschweiger Straße 15,<br />

Gifhorn, Eintritt frei.<br />

Infoveranstaltung der<br />

Lebenshilfe: „Spaßmacher<br />

gesucht – Hol Dir<br />

Deine 3000 Euro“<br />

10.30 bis 13 Uhr,<br />

Lebenshilfe Live,<br />

Steinweg 10,<br />

Gifhorn.<br />

Probealarm zur<br />

Warnung der<br />

Bevölkerung<br />

12 Uhr, Landkreis Gifhorn.<br />

Familienkonzert:<br />

„Held oder Huhn“<br />

15 Uhr, Schloss,<br />

Schlossplatz 1, Gifhorn,<br />

Tickets: 5 Euro pro Person,<br />

für Kinder ab 5 Jahren.<br />

Comedy mit<br />

Ingo Oschmann:<br />

„Wunderbar –<br />

Es ist ja so!“<br />

Einlass: 19 Uhr,<br />

Beginn: 19.30 Uhr,<br />

Realschule, Schulstraße 3,<br />

Calberlah, Tickets:<br />

18 Euro pro Person.<br />

Irish Night<br />

im Flax<br />

mit Thorsten Frahling,<br />

20 Uhr, Flax,<br />

Braunschweiger<br />

Straße 3a, Gifhorn.<br />

www.tanz38 .de ...für Singles & Paare<br />

...jeden Monat neue Kurse<br />

Wir machen Euch tanzbar! Mobile Tanzschule seit ´90<br />

Discofox – Salsa – DiscoChart - Standard/Latein<br />

Tanzkurse auf Wunsch auch vor Ort! Dance&Fun! Walter Schmidt<br />

<strong>01</strong>76-25133982 info@discofox.de<br />

76<br />

<strong>KURT</strong><br />

So. 22.<strong>01</strong>.<br />

Musiktheater:<br />

„Der hinkende Teufel/<br />

Die Geschichte<br />

vom Soldaten“<br />

19.30 Uhr, Kleines Haus des<br />

Staatstheaters, Magnitorwall<br />

18, Braunschweig.<br />

Mo. 23.<strong>01</strong>.<br />

Blutspende<br />

in Leiferde<br />

15 bis 19.30 Uhr,<br />

Dorfgemeinschaftshaus,<br />

Gilder Weg 66, Leiferde.<br />

Treffen der<br />

Fotogruppe<br />

Isenbüttel<br />

18.30 Uhr, Treffpunkt,<br />

Schulstraße 31,<br />

Isenbüttel.<br />

Di. 24.<strong>01</strong>.<br />

Blutspende<br />

in Knesebeck<br />

15.30 bis 19.30 Uhr,<br />

Grundschule,<br />

Kirchstraße 8,<br />

Knesebeck.<br />

Vortrag mit<br />

Jana Lehmann:<br />

„Einführung in<br />

die Permakultur“<br />

18 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus,<br />

Gilder Weg 66, Leiferde,<br />

Anmeldung bis 18.<strong>01</strong>.:<br />

Tel. 05372-89515 oder<br />

tatjana.schmidt@<br />

sg-meinersen.de.<br />

Mi. 25.<strong>01</strong>.<br />

Meditation<br />

am Vormittag<br />

9 bis 10.30 Uhr,<br />

Epiphaniasgemeinde,<br />

An der Kirche 2,<br />

Gifhorn, Anmeldung:<br />

anja.barth@evlka.de,<br />

Teilnahme: 5 bis 10 Euro<br />

pro Person.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Do. 26.<strong>01</strong>.<br />

Online-Vortrag:<br />

„Energiekrise –<br />

Sozialrechtliche<br />

Ansprüche?“<br />

mit Frank Rethmeier<br />

und Fridtjof Ilse,<br />

16 bis 17.30 Uhr,<br />

Anmeldung bis 23.<strong>01</strong>.:<br />

weiterbildung@sovd-nds.de.<br />

Sa. 28.<strong>01</strong>.<br />

Seminar:<br />

„Hände auflegen<br />

nach Anne Höfler“<br />

10 bis 17 Uhr, Paulusgemeinde,<br />

Brandweg 38,<br />

Gifhorn, Anmeldung<br />

bis 25.<strong>01</strong>.: anja.barth@<br />

evlka.de, Teilnahme:<br />

25 bis 45 Euro pro Person.<br />

Infoveranstaltung der<br />

Lebenshilfe: „Spaßmacher<br />

gesucht – Hol Dir<br />

Deine 3000 Euro“<br />

10.30 bis 13 Uhr,<br />

Lebenshilfe Live,<br />

Steinweg 10, Gifhorn.<br />

Modewinkel<br />

Flohmarkt<br />

15 bis 18 Uhr,<br />

Stadthalle,<br />

Schützenplatz 2,<br />

Gifhorn, Eintritt:<br />

2,50 Euro pro Person.<br />

Oldie Night<br />

mit Second Take<br />

19.30 Uhr,<br />

Dorfgemeinschaftshaus,<br />

Gilder Weg 66, Leiferde,<br />

Tickets: 15 Euro pro Person.<br />

Ü40-Party im<br />

Tanzlokal Bei Micha<br />

20 Uhr, Bei Micha,<br />

Sonnenweg 30, Gifhorn,<br />

Eintritt: 5 Euro pro Person.<br />

Karaoke im Flax<br />

20 Uhr, Flax, Braunschweiger<br />

Straße 3a, Gifhorn.<br />

So. 29.<strong>01</strong>.<br />

Kindertheater:<br />

„Heinrich der Fünfte“<br />

14.30 Uhr, Stadthalle,<br />

Schützenplatz 2, Gifhorn,<br />

für Kinder ab 6 Jahren.<br />

Mo. 30.<strong>01</strong>.<br />

Blutspende<br />

in Meinersen<br />

15.30 bis 19.30 Uhr,<br />

Kulturzentrum,<br />

Am Eichenkamp 1,<br />

Meinersen.<br />

Di. 31.<strong>01</strong>.<br />

Blutspende<br />

in Müden<br />

16 bis 19.30 Uhr,<br />

Bürgerhaus,<br />

Hauptstraße 12,<br />

Müden.<br />

Do. 02.02.<br />

Folkrock-Konzert:<br />

Vanderlinde<br />

Einlass: 19 Uhr,<br />

Beginn: 20 Uhr,<br />

Kultbahnhof,<br />

Am Bahnhof Süd 9,<br />

Gifhorn, Tickets:<br />

19,62 Euro pro Person.<br />

Fr. 03.02.<br />

Blutspende in<br />

Neudorf-Platendorf<br />

15.30 bis 19.30 Uhr,<br />

Mehrzweckhalle,<br />

Am Mittelpunkt 9,<br />

Neudorf-Platendorf.<br />

Cartoon-Comedy-<br />

Show mit<br />

Piero Masztalerz:<br />

„Halt die Fresse,<br />

Rapunzel“<br />

19 Uhr,<br />

Bürgerbegegnungsstätte,<br />

Hauptstraße 54,<br />

Westerbeck, Vorverkauf:<br />

15 Euro pro Person,<br />

Abendkasse: 17 Euro<br />

pro Person.<br />

Sa. 04.02.<br />

Kinder-Musical:<br />

„Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“<br />

15 Uhr, Stadthalle,<br />

Schützenplatz 2, Gifhorn,<br />

Tickets: ab 24,40 Euro<br />

pro Person, für Kinder<br />

ab 4 Jahren.<br />

Irish-Folk-Musik:<br />

Clonmac Noise<br />

Einlass: 20 Uhr,<br />

Beginn: 21 Uhr, FBZ Grille,<br />

Ludwig-Jahn-Straße 12,<br />

Gifhorn, Vorverkauf:<br />

15 Euro pro Person,<br />

Abendkasse: 17 Euro<br />

pro Person.<br />

Original & Fälschung: Auflösung von Seite 75<br />

<strong>KURT</strong> 77


Tipps & Termine<br />

Tipps & Termine<br />

Classic-Rock-Konzert:<br />

Final Stanza<br />

20.30 Uhr, Mr. Barman‘s<br />

Bier- und Weinkeller,<br />

Braunschweiger Straße 15,<br />

Gifhorn, Eintritt frei.<br />

Live-Musik:<br />

Crazy Beats<br />

20 Uhr, Flax, Braunschweiger<br />

Straße 3a, Gifhorn.<br />

Di. 07.02.<br />

Blutspende<br />

in Hillerse<br />

16 bis 19.30 Uhr,<br />

Haus der Vereine,<br />

Rolfsbütteler Straße 2,<br />

Hillerse.<br />

Jugendpolitik<br />

„Der Runde Tisch“:<br />

Planung einer Dirt-<br />

Bike-Strecke für<br />

Gifhorn<br />

16 Uhr, FBZ Grille, Ludwig-<br />

Jahn-Straße 12, Gifhorn.<br />

Mi. 08.02.<br />

Klangmeditation<br />

19 bis 20 Uhr, Martin-Luther<br />

Gemeinde, Limbergstraße<br />

29, Gifhorn, Anmeldung:<br />

Tel. 05371-17182 oder<br />

anja.barth@evlka.de,<br />

Teilnahme: 8 bis 16 Euro.<br />

Do. 09.02.<br />

Frauenkino:<br />

„Die Ballade von<br />

der weißen Kuh"“<br />

Einlass: 19.30 Uhr,<br />

Beginn: 20 Uhr, Kinocenter,<br />

Steinweg 34, Gifhorn.<br />

Physiotherapie Neu erleben!<br />

- Spüren Sie den Unterschied -<br />

<br />

Isebütteler Weg 43d<br />

38518 Gihorn<br />

Tel. 05371 89 77 307<br />

<strong>01</strong>78 20 41 889<br />

www.physiocompact-gf.de<br />

info@physiocompact-gf.de<br />

• Krankengymnastik<br />

• Manuelle Therapie<br />

• Lymphdrainage<br />

• Osteopathie<br />

• Faszien Massagen<br />

Braunschweiger Straße 33d<br />

38518 Gihorn<br />

Tel. 05371 62 89 459<br />

<strong>01</strong>59 06 12 1430<br />

www.meinephysios.de<br />

info@meinephysios.de<br />

• Kieferbehandlung<br />

• KG - ZNS<br />

• Bobath-Therapie f. Kinder<br />

• Kälte- und Wärmetherapie<br />

• Hausbesuche und vieles mehr...<br />

Medizinische Trainingstherapie am Katzenberg<br />

Calberlaher Damm 16 · 38518 Gihorn<br />

Tel. 05371 93 53 488<br />

www.mttcompact-gf.de<br />

info@mttcompact-gf.de<br />

Foto: Chris Gonz<br />

Theater: „Putzfrauen<br />

und Waschlappen“<br />

19.30 Uhr, Grundschule,<br />

Schulstraße 31, Isenbüttel,<br />

Tickets: 10 Euro pro Person.<br />

Fr. 10.02.<br />

Kabarett: Die Distel<br />

20 Uhr, Stadthalle, Schützenplatz<br />

2, Gifhorn, Tickets:<br />

ab 21,80 Euro pro Person.<br />

Blutspende in Meine<br />

16 bis 20 Uhr, Gymnasium,<br />

Neue Straße 1, Meine.<br />

Sa. 11.02.<br />

Bilderbuchkino für<br />

Kinder: „Der große<br />

Zahnputztag im Zoo“<br />

15 Uhr, Samtgemeindebücherei,<br />

Schulstraße 31,<br />

Isenbüttel.<br />

Musiktheater:<br />

„Dog Days“<br />

19.30 Uhr, Großes Haus des<br />

Staatstheaters, Am Theater,<br />

Braunschweig.<br />

Kabarett mit<br />

Michael Frowin<br />

20 Uhr, Schloss, Schlossplatz<br />

1, Gifhorn, Tickets:<br />

ab 15 Euro pro Person.<br />

<br />

<br />

So. 12.02.<br />

Operette:<br />

„Die Perlen<br />

der Cleopatra“<br />

16 Uhr, Stadthalle,<br />

Schützenplatz 2,<br />

Gifhorn, Tickets:<br />

ab 20,70 Euro<br />

pro Person.<br />

Multimedia-Show<br />

mit Hartmut Krinitz:<br />

Schottland<br />

17 Uhr, Stadthalle,<br />

Schützenstraße 21,<br />

Wittingen, Teilnahme:<br />

20 Euro pro Person,<br />

Schüler: 10 Euro,<br />

Whisky-Tasting:<br />

15 Euro pro Person.<br />

Mo. 13.02.<br />

Blutspende in<br />

Hankensbüttel<br />

16 bis 20 Uhr, Gymnasium,<br />

Amtsweg 11,<br />

Hankensbüttel.<br />

Di. 14.02.<br />

Vortrag: „Für jede<br />

Gelegenheit der<br />

passende Schuh?<br />

Archäologische<br />

Lederfunde von<br />

der Steinzeit bis<br />

zum Mittelalter“<br />

mit Julia Gräf,<br />

19 Uhr, Burg,<br />

Junkerende,<br />

Brome.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Mi. 15.02.<br />

Öffentliche Vortragsreihe<br />

der Caritas<br />

Kindertagesstätten<br />

St. Altfrid und<br />

Abrahams Kinder<br />

mit Sibylle Gerloff, 19 Uhr,<br />

St. Altfrid, Pommernring 2,<br />

Gifhorn, Teilnahme:<br />

5 Euro pro Person.<br />

Meditation am Abend<br />

19.30 bis 21 Uhr, Paulusgemeinde,<br />

Brandweg 38,<br />

Gifhorn, Anmeldung:<br />

anja.barth@evlka.de,<br />

Teilnahme: 5 bis 10 Euro<br />

pro Person.<br />

Do. 16.02.<br />

Tag der offenen Tür<br />

an der Realschule<br />

Calberlah<br />

15 bis 17 Uhr, Realschule,<br />

Schulstraße 3, Calberlah.<br />

Kulturstammtisch:<br />

„Kultur und Heimat –<br />

Heimatpflege in<br />

Gifhorn als Aufgabe<br />

der ganzen Stadtgesellschaft“<br />

18 Uhr, GWG-Treffpunkt 53,<br />

Dannenbütteler Weg 53,<br />

Gifhorn, Anmeldung:<br />

Tel. 05371-813924 oder<br />

info@kulturvereingifhorn.de,<br />

Eintritt fei.<br />

Fr. 17.02.<br />

Bi-Ba-Büchermäuse<br />

10.15 Uhr, Samtgemeindebücherei,<br />

Schulstraße 31,<br />

Isenbüttel, für Kleinkinder<br />

bis 3 Jahre in Begleitung<br />

eines Erwachsenen.<br />

TRE für<br />

Anfänger*innen:<br />

„Sich in der Fastenzeit<br />

neu entdecken“<br />

15 bis 21 Uhr, Epiphaniasgemeinde,<br />

An der Kirche 2,<br />

Gifhorn, Teilnahme:<br />

70 Euro pro Person.<br />

Foto: Çağla Canıdar<br />

Sa. 18.02.<br />

Akustik-Rock-Konzert:<br />

Martin Goldenbaum<br />

und Volker Schlag<br />

Einlass: 19 Uhr, Beginn:<br />

20 Uhr, Kultbahnhof,<br />

Am Bahnhof Süd 9, Gifhorn,<br />

Tickets: 16,52 Euro<br />

pro Person.<br />

TRE für Geübte:<br />

„Sich in der Fastenzeit<br />

neu entdecken“<br />

15 bis 21 Uhr, Epiphaniasgemeinde,<br />

An der Kirche 2,<br />

Gifhorn, Teilnahme:<br />

70 Euro pro Person.<br />

So. 19.02.<br />

Maritimes Konzert<br />

des Gifhorner<br />

Shanty Chors<br />

15 Uhr, Stadthalle, Schützenplatz<br />

2, Gifhorn.<br />

Mo. 20.02.<br />

Blutspende in Schwülper<br />

15.30 bis 19.30 Uhr,<br />

Okerhalle, Hauptstraße 20a,<br />

Schwülper.<br />

Blutspende<br />

in Weyhausen<br />

15 bis 19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus,<br />

Vor<br />

dem Dorfe 6, Weyhausen.<br />

Mi. 22.02.<br />

Meditation<br />

am Vormittag<br />

9 bis 10.30 Uhr, Epiphaniasgemeinde,<br />

An der Kirche 2,<br />

Gifhorn, Anmeldung:<br />

anja.barth@evlka.de,<br />

Teilnahme: 5 bis 10 Euro<br />

pro Person.<br />

Blutspende<br />

in Seershausen<br />

16 bis 19.30 Uhr,<br />

Dorfgemeinschaftshaus,<br />

Rietzer Weg 5,<br />

Seershausen.<br />

Podiumsdiskussion<br />

zum Kirchenpolitischen<br />

Aschermittwoch:<br />

„Ökumene in<br />

Gifhorn – Chancen und<br />

Herausforderungen“<br />

mit Woldemar Flake und<br />

Katharina Freudenberger,<br />

19 Uhr, Mehrgenerationenhaus,<br />

Steinweg 20, Gifhorn.<br />

Eltern-<br />

Informationsabend:<br />

„Die Macht der Bilder<br />

– Wie Kinder mit<br />

Kriegs- und Krisenberichterstattung<br />

umgehen“<br />

mit Eva Hanel,<br />

19 Uhr, Treffpunkt,<br />

Schulstraße 31,<br />

Isenbüttel.<br />

Online-Eltern-<br />

Informationsabend:<br />

„Belohnung<br />

und Lob als<br />

Alternative<br />

zur Strafe?“<br />

mit Cornelia Lupprian,<br />

19 bis 21 Uhr, Anmeldung:<br />

Tel. 05304-50234 oder<br />

jugendfoerderung@<br />

papenteich.de, Kosten:<br />

5 Euro pro Person.<br />

Fr. 24.02.<br />

Klavierabend<br />

mit Viktor Valkov<br />

20 Uhr, Schloss,<br />

Schlossplatz 1,<br />

Gifhorn, Tickets:<br />

ab 15 Euro pro Person.<br />

Blutspende<br />

in Sprakensehl<br />

17 bis 20 Uhr,<br />

DRK-Halle,<br />

Zum Wohldfeld 5,<br />

Sprakensehl.<br />

Sa. 25.02.<br />

Familientheater:<br />

„Elisa-Bib“<br />

15 Uhr, Schloss,<br />

Schlossplatz 1, Gifhorn,<br />

Tickets: 5 Euro pro Person,<br />

für Kinder ab 4 Jahren.<br />

Vernissage von<br />

Elisabeth Lückoff:<br />

„Impressionen<br />

in Farbe“<br />

15.30 Uhr, Alte Schule,<br />

Mittelstraße 1, Wasbüttel.<br />

Tanztheater:<br />

„Silent Bodies –<br />

Loud Voices“<br />

19.30 Uhr, Großes Haus des<br />

Staatstheaters, Am Theater,<br />

Braunschweig.<br />

Mo. 27.02.<br />

Treffen der Fotogruppe<br />

Isenbüttel<br />

18.30 Uhr, Treffpunkt,<br />

Schulstraße 31, Isenbüttel.<br />

Blutspende<br />

in Wahrenholz<br />

15.30 bis 19.30 Uhr,<br />

Bereitschaftshalle Nord,<br />

Im Gewerbegebiet 6,<br />

Wahrenholz.<br />

Der nächste <strong>KURT</strong><br />

erscheint am 15. Februar.<br />

Redaktions- und<br />

Anzeigenschluss<br />

ist am 5. Februar.<br />

Einsendungen per E-Mail an<br />

redaktion@kurt-gifhorn.de.<br />

78 <strong>KURT</strong><br />

<strong>KURT</strong> 79


Tipps & Termine<br />

KINDHEIT MITGESTALTEN<br />

Öffentliche Vortragsreihe der Caritas Kindertagesstätten<br />

St. Altfrid und Abrahams Kinder<br />

mit Erziehungswissenschaftlerin Dr. Sibylle Gerloff<br />

Freuen Sie sich auf drei interaktive Abende, an denen sich Eltern,<br />

Pädagogen und alle anderen Interessierten fachlich austauschen<br />

können und dazu fachlich fundierte Inhalte erlangen.<br />

Vorab wurden Themenwünsche gesammelt – direkt in<br />

den Kitas sowie über die Website und den Instagram-<br />

Account der Kitas. So werden bei den drei Vorträgen<br />

möglichst viele Interessen berücksichtigt.<br />

Mi<br />

Di<br />

Mi<br />

15. Februar<br />

19 Uhr<br />

14. März<br />

19 Uhr<br />

19. April<br />

19 Uhr<br />

In der St. Altfrid Kirchengemeinde<br />

Pommernring 2 · Gifhorn<br />

Anmeldungen: www.kita-st-altfrid.de<br />

Teilnahme:<br />

5 Euro<br />

pro Person<br />

Raum für Notizen<br />

Wenn‘s brennt,<br />

hilft Bier nicht<br />

Von Marieke Eichner<br />

In verlässlicher Tradtion sind Notaufnahmen<br />

an Silvester voller Menschen,<br />

die sich alkoholinduziert verletzt haben.<br />

Hand aufs Herz: Haben Sie sich, liebe<br />

Leserinnen und Leser, auch schon mit elitärem<br />

Augenrollen über derlei idiotische<br />

– weil vermeidbare – Zustände geärgert?<br />

Ich auch. Mache ich jetzt aber nicht mehr.<br />

Denn sich im Vollrausch die Finger<br />

wegzuböllern ist eine Sache. Sich beim uneleganten<br />

Abgang vom Stromkasten, von<br />

dem man so schön das Feuerwerk sah,<br />

die Kapsel im Finger zu reißen, eine andere.<br />

Eine Sternstunde menschlicher Vernunft<br />

ist beides nicht. Lichtblicke: Ich bin<br />

in einer Notaufnahme mit Kaffeeautomat<br />

gelandet und ein Buch kann man auch<br />

einhändig lesen. Trotzdem: Selten habe<br />

ich trostlosere sieben Stunden verbracht.<br />

Weit nach dem Einsetzen demotivierender<br />

Dämmerung wird mein Finger<br />

geröntgt und geschient. Ein paar Tage<br />

später verpasst mir ein Arzt ein Buddytape,<br />

dessen Namen ich lustig finde, und<br />

Schmerztabletten, deren Wirkung ich<br />

erleichternd finde. Natürlich habe ich<br />

mir in meiner Dämlichkeit ausgerechnet<br />

eine Kapsel der rechten Hand gesprengt.<br />

Nicht schmerzfrei schreiben zu können,<br />

damit kann ich leben. Was mir den letzten<br />

Nerv raubt, ist die ständige Heulerei.<br />

Manchmal wache ich morgens auf und<br />

werde zum Zimmerspringbrunnen. Einfach<br />

so. Weil ich aufstehen muss. Weil ich<br />

zur Arbeit gehen muss. Weil mir einfach<br />

alles zu viel ist. Nachts träume ich von<br />

meiner wuchernden To-do-Liste, jegliche<br />

Raum für Notizen<br />

menschliche Kommunikation ist eine Belastung,<br />

für alles was ich tue brauche ich<br />

erschreckend lang, ich bin ständig müde.<br />

Habe ich eine ruhige Minute, dreht das<br />

Gedankenkarussell auf Schleudergang.<br />

Man sollte die Feuerwehr nicht erst<br />

rufen, wenn die Flammen schon bis zum<br />

Dachstuhl lodern. Und deshalb möchte<br />

ich mit einer Psychotherapeutin oder einem<br />

Therapeuten sprechen. Schließlich<br />

haben jede und jeder vierte Erwachsene<br />

und immer mehr Jugendliche in Deutschland<br />

psychische Erkrankungen. Dennoch<br />

wartet man durchschnittlich sechs Monate<br />

auf einen Therapieplatz. Dagegen<br />

sind sieben Stunden Notaufnahme nichts.<br />

Dabei gibt‘s genug Therapeutinnen und<br />

Therapeuten, nur zu wenige, die mit<br />

den Krankenkassen abrechnen dürfen,<br />

also einen Kassensitz haben. Wer den<br />

bekommt, bestimmt der Gemeinsame<br />

Bundesausschuss, dessen demokratische<br />

Legitimität das Bundesverfassungsgericht<br />

anzweifelt. Laut unabhängigen<br />

Berechnungen fehlen 7000 Kassensitze.<br />

Laut dem Ausschussvorsitzenden nur<br />

knapp 800. Man benötige nicht für jeden<br />

Bürger einen Psychotherapeuten, hat er<br />

laut „Spiegel“ 2<strong>01</strong>3 in einer öffentlichen<br />

Sitzung dieses Gremiums gesagt – eine<br />

Flasche Bier tue es manchmal auch.<br />

Aus eigener Erfahrung rate ich davon<br />

ab. Hingegen habe ich als Jugendliche<br />

durch eine Psychotherapie das selbstverletzende<br />

Verhalten abgelegt. Bald sind‘s<br />

zehn Jahre ohne. Das will ich schaffen.<br />

Darum werde ich meinen Platz finden.<br />

Veranstalter:<br />

Caritas Kindertagesstätten<br />

mit Unterstützung der<br />

80<br />

<strong>KURT</strong>Egon Gmyrek Stiftung<br />

kitas_caritas_gifhorn<br />

<strong>KURT</strong>81


<strong>KURT</strong><br />

<strong>KURT</strong> druckt<br />

klimaneutral<br />

55,704<br />

Tonnen CO 2<br />

wurden<br />

bereits kompensiert<br />

Mit Hilfe des klimaneutralen<br />

Drucks unterstützt <strong>KURT</strong> das<br />

Regenwaldschutzgebiet<br />

Madre de Dios in Peru.<br />

In Madre de Dios leben seltene<br />

Tierarten und indigene<br />

Völker. Ihre Lebensgrundlage<br />

wird von vielen Seiten bedroht.<br />

Mit dem Waldschutzprojekt<br />

gleicht <strong>KURT</strong> seit<br />

Anfang 2020 seine CO 2<br />

-Bilanz<br />

aus – dank Abonnenten,<br />

Anzeigenkunden und<br />

Werbepartnern, die uns dies<br />

erst ermöglichen.<br />

Mehr Infos unter www.kurtgifhorn.de/klimaschutz<br />

Redaktion:<br />

Tel. 05371 – 7409590<br />

redaktion@kurt-gifhorn.de<br />

Anzeigenannahme:<br />

Tel. 05371 – 9414151<br />

mail@kurt-gifhorn.de<br />

Abo-Service:<br />

Tel. 05371 – 7409591<br />

abo@kurt-gifhorn.de<br />

Bastian Till Nowak, Herausgeber und Chefredakteur<br />

Ansprechpartner für Leserbriefe,<br />

Anregungen, Lob und Kritik<br />

Tel. 05371 – 94180<strong>01</strong> • nowak@kurt-gifhorn.de<br />

Juliane Werthmann, Mediaberaterin<br />

Ansprechpartnerin für Werbepartner,<br />

einmalige und regelmäßige Anzeigenschaltungen<br />

Tel. 05371 – 9414151 • werthmann@kurt-gifhorn.de<br />

Marieke Eichner, Volontärin in der Redaktion<br />

Ansprechpartnerin für redaktionelle Beiträge sowie<br />

Termin- und Veranstaltungsankündigungen<br />

Tel. 05371 – 7409590 • eichner@kurt-gifhorn.de<br />

Malte Schönfeld, Volontär in der Redaktion<br />

Ansprechpartner für redaktionelle Beiträge sowie<br />

Termin- und Veranstaltungsankündigungen<br />

Tel. 05371 – 9418002 • schoenfeld@kurt-gifhorn.de<br />

Aileen Kristen, Mediengestalterin<br />

Ansprechpartnerin für Anzeigengestaltung<br />

sowie Designaufträge aller Art<br />

Tel. 05371 – 9414152 • kristen@kurt-gifhorn.de<br />

Selina Sanft, Mediengestalterin<br />

Ansprechpartnerin für moderne Gestaltungsideen<br />

für Print und Online<br />

Tel. 05371 – 7409591 • sanft@kurt-gifhorn.de<br />

Greta<br />

von Richthofen<br />

Mieke<br />

& Oktavius<br />

Michael<br />

Arnold<br />

Original<br />

& Fälschung<br />

Martin<br />

Wrasmann<br />

Glauben<br />

& Zweifeln<br />

Jens<br />

Neumann<br />

Sport<br />

& Leben<br />

Mia Anna<br />

Elisabeth Timmer<br />

Social<br />

& Media<br />

Matthias<br />

Bosenick<br />

Pauken<br />

& Trompeten<br />

Impressum<br />

<strong>KURT</strong> ist Dein Magazin für Gifhorn. Es erscheint monatlich und liegt an rund 300 Stellen in und um Gifhorn aus. Herausgeber: Bastian<br />

Till Nowak. Redaktion: Bastian Till Nowak (Chefredakteur), Marieke Eichner, Selina Sanft, Malte Schönfeld, Mia Anna Elisabeth<br />

Timmer. Redaktionelle Mitarbeit: Jens Neumann, Martin Wrasmann. Layout: Michael Arnold, Erwin Klein, Aileen Kristen, Bastian<br />

Till Nowak, Selina Sanft. Fotos (sofern nicht anders angegeben): Shutterstock (Titelseite), Çagla Canıdar, Marieke Eichner, Bastian<br />

Till Nowak, Mel Rangel, Malte Schönfeld, Mia Anna Elisabeth Timmer, Michael Uhmeyer, Adobe Stock sowie jeweilige Veranstalter<br />

und Kooperationspartner. Comic: Greta von Richthofen, Bastian Till Nowak. Verlag: Snuna, Bastian Till Nowak & Ben Weber GbR,<br />

Am Laubberg 12, 38518 Gifhorn, snuna.com. Auflage: 6000 Exemplare. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Juliane Werthmann,<br />

Tel. 05371-9414151, werthmann@kurt-gifhorn.de. Anzeigen: <strong>KURT</strong>, Am Laubberg 12, 38518 Gifhorn, mail@kurt-gifhorn.de.<br />

Leserbriefe: Magazin <strong>KURT</strong>, Redaktion, Am Laubberg 12, 38518 Gifhorn, redaktion@kurt-gifhorn.de. Internet: kurt-gifhorn.de.<br />

Einfach den Coupon ausfüllen,<br />

ausschneiden und senden an:<br />

Magazin <strong>KURT</strong><br />

Am Laubberg 12<br />

38518 Gifhorn<br />

Oder noch schneller per E-Mail an:<br />

abo@kurt-gifhorn.de<br />

Unser Magazin bleibt kostenfrei. Sie zahlen nur die Zustellung.<br />

Name, Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

Postleitzahl, Wohnort<br />

Ort, Datum, Unterschrift<br />

(bei Minderjährigen der gesetzliche Vertreter)<br />

Kontoinhaber<br />

Kreditinstitut<br />

82<br />

<strong>KURT</strong> 83<br />

Widerrufsrecht: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen schriftlich widerrufen.<br />

Telefon<br />

E-Mail<br />

Nie wieder ohne<br />

Ja, ich möchte <strong>KURT</strong> im Abonnement bestellen!<br />

Standard-Abo<br />

35,- Euro im Jahr<br />

Das Abo umfasst zwölf Ausgaben pro Jahr zum Zustellpreis von 35,- Euro innerhalb Deutschlands – im Förder-Abo legen Sie Ihren<br />

Preis selbst fest. Es verlängert sich jeweils um zwölf Ausgaben, wenn es nicht zwei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.<br />

Geburtsdatum<br />

Förder-Abo<br />

Legen Sie Ihren Preis selbst fest:<br />

IBAN<br />

BIC<br />

Zahlung per Lastschrift (empfohlen)<br />

Euro<br />

Zahlung per Rechnung (zzgl. 2,50 Euro)<br />

Dein Magazin für Gifhorn<br />

K U R<br />

kostenfrei Jan<br />

Dein Magazin für Gifhorn<br />

K U R T<br />

kostenfrei Juli/August 2021<br />

22<br />

Gastro-Spezial<br />

Sonderseiten<br />

Gastronomie<br />

in Gifhorn<br />

K U R T<br />

Anzeige<br />

Baue<br />

Anzeige<br />

20 Seiten v<br />

Gifhorner<br />

Golf.<br />

Natur.<br />

Vergnügen.<br />

Anzeige<br />

Der Golfclub Gifhorn setzt sic<br />

die Gemeinschaft und das G


84

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!