18.01.2023 Aufrufe

Landkreis Ludwigsburg Heimat - Verbunden

Welche Rolle spielt Heimat in einer immer mobileren und globalisierten Welt? Das Buch „Landkreis Ludwigsbug – Heimat – Verbunden“ gibt mit den Beiträgen namhafter Persönlichkeiten Antworten darauf. Für die einen ist es der Ort ihrer Geburt, für die anderen eine prägende Station in ihrem Leben und für die nächsten der Ort ihres beruflichen Erfolges. Und auch in den zahlreichen Unternehmensgeschichten wird die Verbundenheit zur Region deutlich.

Welche Rolle spielt Heimat in einer immer mobileren und globalisierten Welt? Das Buch „Landkreis Ludwigsbug – Heimat – Verbunden“ gibt mit den Beiträgen namhafter Persönlichkeiten Antworten darauf. Für die einen ist es der Ort ihrer Geburt, für die anderen eine prägende Station in ihrem Leben und für die nächsten der Ort ihres beruflichen Erfolges. Und auch in den zahlreichen Unternehmensgeschichten wird die Verbundenheit zur Region deutlich.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> – HEIMAT – VERBUNDEN


FRANKFURT<br />

<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

STRASSBURG<br />

STUTTGART<br />

FRANKREICH<br />

BASEL<br />

SCHWEIZ<br />

LANDKREIS<br />

<strong>Ludwigsburg</strong><br />

Häfnerhaslach<br />

Freudental<br />

Bönnigheim<br />

Löchgau<br />

Kirchheim<br />

am Neckar<br />

Besigheim<br />

Oberstenfeld<br />

Großbottwar<br />

HEIMAT – VERBUNDEN<br />

Mundelsheim<br />

Sersheim<br />

Sachsenheim<br />

Pleidelsheim<br />

Steinheim<br />

an der Murr<br />

Murr<br />

Vaihingen<br />

an der Enz<br />

Oberriexingen<br />

Bietigheim-Bissingen<br />

Tamm<br />

Freiberg<br />

am Neckar<br />

Marbach<br />

am Neckar<br />

Markgröningen<br />

Asperg<br />

Affalterbach<br />

Eberdingen<br />

Schwieberdingen<br />

<strong>Ludwigsburg</strong><br />

Remseck<br />

am Neckar<br />

Hemmingen<br />

Kornwestheim<br />

Korntal-Münchingen<br />

Ditzingen<br />

Gerlingen<br />

<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

in Zusammenarbeit mit der<br />

neomediaVerlag GmbH


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

Impressum<br />

Inhalt<br />

Herausgeber<br />

neomediaVerlag GmbH<br />

Losberg 37, 28870 Fischerhude<br />

Tel. 04293 68437-0<br />

info@neomedia.de<br />

www.neomedia.de<br />

In Zusammenarbeit mit:<br />

Landratsamt <strong>Ludwigsburg</strong><br />

Hindenburgstr. 40<br />

71638 <strong>Ludwigsburg</strong><br />

Tel. 07141/144 49220<br />

markus.klohr@landkreis-ludwigsburg.de<br />

www.landkreis-ludwigsburg.de<br />

Idee und Konzeption<br />

Rainer Wendorff<br />

Redaktion/Lektorat/Texte<br />

Landratsamt <strong>Ludwigsburg</strong><br />

Markus Klohr (Pressestelle)<br />

Tel.: 07141/144 49220<br />

markus.klohr@landkreis-ludwigsburg.de<br />

Beate Volmari<br />

neomediaVerlag GmbH,<br />

Christian Rolke<br />

Grafik/Layout<br />

Nele Eilts<br />

Projektakquise<br />

Antheus Bendig und Birgit Quaas<br />

Das <strong>Landkreis</strong>buch „<strong>Landkreis</strong> Calw – ganz persönlich“ wird herausgeben in einer Buchreihe der neomediaVerlag GmbH,<br />

in der bisher folgende Bücher erschienen sind:<br />

- Der <strong>Landkreis</strong> Ravensburg – ganz persönlich<br />

- Der Ostalbkreis – ganz persönlich<br />

- Das Coburger Land – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Lörrach – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Breisgau-Hochschwarzwald – AugenBLICKE<br />

- Kursbuch Zukunft – <strong>Landkreis</strong> Ravensburg<br />

- Der Ortenaukreis – ganz persönlich<br />

- Der <strong>Landkreis</strong> Schwäbisch Hall – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Heidenheim – ganz persönlich<br />

- Bottrop – meine Stadt<br />

- Rhein-Pfalz-Kreis – rein persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Göppingen – Überraschend.Persönlich.<br />

- 200 Jahre – <strong>Landkreis</strong> Merzig-Wadern – ganz persönlich<br />

- Rheingau-Taunus-Kreis – ganz persönlich<br />

Bildnachweis<br />

Simon Granville: Seiten 9, 11, 16, 23, 31, 38, 39, 41, 42,<br />

43, 49, 52, 65, 66, 67, 75, 77, 79, 87, 100, 108, 109<br />

Landratsamt <strong>Ludwigsburg</strong>, Wuerth: S. 8, 29, 55, 57, 58,<br />

69, 83, 93, 94, 105<br />

Kreisarchiv: S. 10; Dr. Qingwei Chen: S. 13; aufwind: S.<br />

13; Rankin: S. 14; Günther Ahner: S. 15; Sigrid Artmann:<br />

Klappseite; Deutsch-Französisches Institut: S. 19; Werner<br />

Kuhnle: S. 26, 28, 86; Roland Bentz: S. 27; Carsten Klick:<br />

S. 30; Ralph Larmann: S. 30; Special Olympics: S. 32;<br />

ITTF: S. 33; Oliver Bürkle: S. 50; Martina Neher: S. 51;<br />

Jochen Detscher: S. 53; Felix Brüggemann: S. 56; Reiner<br />

Pfisterer: S. 57, 84, 85; Marco Wolf, Wolf-Sportfoto: S.<br />

98, 99; Oliver Wendel: S. 80; David Ausserhofer: S. 82;<br />

Sebastian Bolesch: S. 85; Filmakademie Baden-Württemberg<br />

/ Roland Mönch: S. 88; Filmakademie Baden-<br />

Württemberg: S. 89; Bietigheimer Zeitung, Martin Kalb:<br />

S. 90; Frank Kleinbach, Stuttgart: S. 91; Sabine Bloch: S.<br />

91; Björn Hänssler: S. 92; Stephan Glathe: S. 95; Ronald<br />

Knapp: S. 96; S-Images.de,Karsten Schmalz: S. 103;<br />

W&W/Zeyrek: S. 110, 111; O+O/Stephen Weber_Finest-<br />

Images: S. 111<br />

Porträt- und Firmenfotos stammen, soweit nicht anders<br />

vermerkt, von den jeweiligen Personen und Unternehmen.<br />

Printed in Germany 2022<br />

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages.<br />

Alle Rechte vorbehalten.<br />

- <strong>Landkreis</strong> Aichach-Friedberg – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Oberallgäu – ganz persönlich<br />

- Hagen – ganz persönlich<br />

- Der <strong>Landkreis</strong> Marburg-Biedenkopf – ganz persönlich<br />

- Kreis Plön – ganz persönlich<br />

- Der <strong>Landkreis</strong> Gifhorn – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Vechta – Starke Argumente.Starke Persönlichkeiten.<br />

- <strong>Landkreis</strong> Friesland – Faszination.Sehnsucht.<strong>Heimat</strong><br />

- Die Stadt Oldenburg – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Breisgau-Hochschwarzwald – Weggefährten<br />

- <strong>Landkreis</strong> Dillingen an der Donau – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Calw – ganz persönlich<br />

- Kreis Coesfeld – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Diepholz – ganz persönlich verbunden<br />

Dem Buch liegen neben den Beiträgen der Autoren Darstellungen<br />

und Bilder der Firmen und Einrichtungen zugrunde, die mit<br />

ihrer finanziellen Beteiligung das<br />

Erscheinen des Buches ermöglicht haben.<br />

Druck<br />

BerlinDruck GmbH + Co. KG, 28832 Achim<br />

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek<br />

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese<br />

Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte<br />

Daten sind im Internet über<br />

http://dnb.dbb.de abrufbar.<br />

ISBN 978-3-931334-83-3<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige<br />

Verwendung verschiedener geschlechtlicher Sprachformen verzichtet.<br />

Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen<br />

für alle Geschlechter.<br />

- <strong>Landkreis</strong> Tübingen – ganz persönlich<br />

- Kreis Ostholstein – ganz persönlich<br />

- Der <strong>Landkreis</strong> Forchheim – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Verden – ganz persönlich<br />

- Kreis Düren – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Fürstenfeldbruck – ganz persönlich<br />

- Zuhause im Oldenburger Münsterland –<br />

Der <strong>Landkreis</strong> Cloppenburg – ganz persönlich<br />

- <strong>Landkreis</strong> Breisgau-Hochschwarzwald –<br />

VerBINDUNGEN<br />

08 <strong>Heimat</strong> und <strong>Heimat</strong>verbundenheit<br />

Dietmar Allgaier<br />

10 Umstrittene Reform der<br />

<strong>Heimat</strong>-<strong>Verbunden</strong>heiten<br />

Markus Klohr und Dr. Thomas Schulz<br />

12 <strong>Heimat</strong>verein immer treu geblieben<br />

Tabea Alt<br />

14 Eine <strong>Heimat</strong>, die mich weiter<br />

wachsen lässt<br />

Sigrid Artmann<br />

17 Der „Auftrag Zukunft“ als Leitmotiv<br />

für die tägliche Arbeit<br />

Abfallverwertungsgesellschaft des <strong>Landkreis</strong>es<br />

<strong>Ludwigsburg</strong> mbH<br />

18 Eine tiefe Verbindung mit dem<br />

europäischen Einigungsgedanken<br />

Prof. Dr. Frank Baasner<br />

20 Ein Magnet für Veranstaltungen,<br />

Gesichter und Erfolge<br />

Gaby Wulff und Norman Beck<br />

23 Den letzten Lebensabschnitt schön<br />

und in Würde verbringen<br />

Altenhilfezentrum Gerlingen gGmbH Breitwiesenhaus<br />

24 Tradition trifft Innovation<br />

BBP Kunststoffwerke Marbach Baier GmbH<br />

25 Zuverlässiger Partner der Industrie<br />

BENSELER-Firmengruppe<br />

26 Mit der <strong>Heimat</strong> verbunden,<br />

auf dem Weg in die Welt<br />

Roland Bentz<br />

28 Der Beginn einer leisen Liebe<br />

Claire Beyer<br />

30 Fußball und Musik verschafften<br />

den Blick über den Tellerrand<br />

Hartmut Engler<br />

32 An der Tischtennisplatte ein Star<br />

Hartmut Freund<br />

34 „Made in Germany“ wird großgeschrieben<br />

Diamant-Gesellschaft Tesch GmbH<br />

36 Vorreiter für digitale und<br />

nachhaltige Produktionsprozesse<br />

DÜRR AG<br />

38 Die Quelle natürlich gesunder Durstlöscher<br />

Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH<br />

4 5


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

41 Vom reinen Speditionsbetrieb zum<br />

kompletten Logistiker entwickelt<br />

60 Lemberger ist ein Schluck <strong>Heimat</strong><br />

Svenja Kölle<br />

76 Mit Herz und moderner Medizin<br />

RKH Regionale Kliniken Holding und Services GmbH (RKH)<br />

96 Ein Besuch im <strong>Landkreis</strong> weckt <strong>Heimat</strong>gefühle<br />

Ursula Schoch<br />

HALLER GmbH + Co. KG<br />

Internationale Spedition<br />

42 Als Stuttgarterin mit<br />

<strong>Ludwigsburg</strong> eng verbunden<br />

Dorothea Haller-Laible<br />

46 Vom Korn zum Endprodukt<br />

HUOBER BREZEL GmbH & Co. KG<br />

48 Dreimal scheint die Sonne durch<br />

Die Brezel<br />

62 Seit über 70 Jahren ein <strong>Ludwigsburg</strong>er<br />

Traditionsunternehmen<br />

Karawane Reisen GmbH & Co. KG<br />

64 Verantwortungsvolles Handeln –<br />

seit mehr als 170 Jahren<br />

Kreissparkasse <strong>Ludwigsburg</strong><br />

66 Partner im Personennahverkehr<br />

LVL Jäger GmbH<br />

78 Spezialisten für Kennzeichnung<br />

und Funktionsetiketten<br />

Robos GmbH & Co. KG<br />

80 Medizinischer Fortschritt<br />

„Made in Germany”<br />

Roche Diagnostics Automation<br />

Solutions GmbH<br />

82 Literatur im <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

Sandra Richter<br />

98 Aushängeschild für den <strong>Landkreis</strong><br />

Handballerinnen der SG Bietigheim<br />

101 Vielfältig aktiv – vom Badepark<br />

bis zur E-Mobilität<br />

Stadtwerke Bietigheim-Bissingen GmbH<br />

102 Schrittmacher auf dem Weg in eine<br />

nachhaltigere Zukunft<br />

Stadtwerke <strong>Ludwigsburg</strong>-Kornwestheim GmbH<br />

50 Vom Neckar an den Mekong<br />

Senator e. h. Claus Peter Hutter<br />

52 Ein Weltbürger sein, ohne die<br />

eigenen Wurzeln zu verlieren<br />

Peter W. Klein<br />

68 Ein Ort, der für <strong>Heimat</strong>gefühl und Werte steht<br />

Marie-Luise Linckh<br />

70 Bietigheimer Unternehmen sorgt<br />

weltweit für Offenheit<br />

MAGNA CAR TOP SYSTEMS GmbH<br />

84 Von der <strong>Heimat</strong>verbundenheit zur<br />

Earth4all-Initiative<br />

Jochen Sandig<br />

88 Tiefe <strong>Verbunden</strong>heit<br />

mit interkultureller Stadt<br />

104 Ein selbst gegebenes<br />

Versprechen änderte alles<br />

Katharina Stang<br />

106 „Wir spielen euch in Grund und Boden!“<br />

Horst Tögel<br />

54 Der Geschmack von Spätzle, Linsen<br />

und einem Glas Lemberger<br />

Carolin Klöckner<br />

71 Von <strong>Ludwigsburg</strong> aus<br />

in die ganze Welt<br />

MHP Managementund<br />

IT-Beratung GmbH<br />

Prof. Thomas Schadt<br />

90 Ein Ort der Bildung und Unterhaltung<br />

Dr. Isabell Schenk-Weininger<br />

109 IT-Know-how aus Möglingen in<br />

die ganze Welt<br />

USU Software AG<br />

56 Stadt ökonomischer, ökologischer<br />

und sozialer Nachhaltigkeit<br />

Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Horst Köhler<br />

72 Abschalten im heimischen Wald<br />

Lena Nuding<br />

92 Es gibt viele Gründe, sich hier<br />

so richtig wohlzufühlen<br />

Prof. Christoph Schickhardt<br />

110 Neuer Campus signalisiert Aufbruch<br />

in die digitale Zukunft<br />

Wüstenrot & Württembergische AG<br />

59 Fertigung in Kundennähe<br />

LQ Mechatronik-Systeme GmbH<br />

74 Vom „Wanderzirkus“ und den<br />

politischen Stammtischen<br />

Günther H. Oettinger<br />

95 Schuhtradition aus Walheim verbindet<br />

Komfort und Design<br />

Sioux Schuhe GmbH<br />

6 7


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDRAT DIETMAR ALLGAIER<br />

<strong>Heimat</strong> und<br />

<strong>Heimat</strong>verbundenheit<br />

DER LANDKREIS WIRD 50 JAHRE ALT<br />

Liebe Leserin, lieber Leser,<br />

was macht eigentlich <strong>Heimat</strong> aus? Wovon sprechen<br />

wir, wenn wir von „<strong>Heimat</strong>verbundenheit“ sprechen?<br />

Welche Rolle spielt <strong>Heimat</strong> in unserer beschleunigten,<br />

globalisierten Welt, in der wir alle so mobil sind wie nie<br />

zuvor? Verändert sich unser <strong>Heimat</strong>gefühl, wo wir doch<br />

heute gefühlt jederzeit an jedem Ort der Welt sein<br />

könnten? Und was macht den <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

für viele Menschen zu einem Dreh- und Angelpunkt<br />

ihres Lebens?<br />

In diesem Band mit dem Titel „<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

– <strong>Heimat</strong> – <strong>Verbunden</strong>“ versuchen wir, Antworten auf<br />

diese Fragen zu finden. Persönlichkeiten, die uns durch<br />

ihr Leben, ihren Beruf oder ihre Leidenschaft beeindruckt<br />

haben und immer noch beeindrucken, berichten<br />

von ihrer ganz persönlichen <strong>Heimat</strong>verbundenheit mit<br />

dem <strong>Landkreis</strong>. Unternehmen, die den <strong>Landkreis</strong> stark<br />

prägen, erzählen ihre ganz individuellen (Erfolgs-)Geschichten.<br />

Das Ergebnis ist ein Text- und Bildband, der<br />

vom Verlag neomedia hochwertig gestaltet wurde und<br />

der zum Stöbern und Schmökern einlädt. Wir möchten<br />

damit – auch anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der<br />

Kreisreform – unseren schönen <strong>Landkreis</strong>, seine Menschen,<br />

seine Besonderheiten und seine Schönheit ein<br />

bisschen feiern.<br />

Und wenn dieses Buch, das Sie gerade in Händen halten,<br />

Sie ganz persönlich zum Nachdenken anregt oder<br />

Ihnen gar mögliche Antworten auf Fragen von <strong>Heimat</strong><br />

und <strong>Verbunden</strong>heit bietet, dann würde ich mich darüber<br />

sehr freuen.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!<br />

Ihr<br />

Dietmar Allgaier<br />

Landrat<br />

8 9


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

Umstrittene Reform der<br />

<strong>Heimat</strong>-<strong>Verbunden</strong>heiten<br />

EIN BLICK ZURÜCK AUF DIE ANFÄNGE DES HEUTIGEN<br />

LANDKREISES LUDWIGSBURG<br />

Wer alte Grenzen auflösen und neue<br />

Grenzen ziehen will, stößt damit<br />

zwangsläufig auf Kritik. Denn damit<br />

gerät er mit alten Gewohnheiten und<br />

<strong>Verbunden</strong>heiten in Konflikt. Das galt in besonderem<br />

Maße für die Pläne der baden-württembergischen<br />

Landesregierung, die Kreisgrenzen im Land neu zu ziehen<br />

und durch größere, leistungsfähigere Einheiten zu<br />

ersetzen. Man riskierte in den Augen vieler Menschen,<br />

dass alte <strong>Heimat</strong>-<strong>Verbunden</strong>heiten aufgelöst und<br />

durch neue, künstliche Verbindungen ersetzt werden.<br />

Doch wenngleich die Debatte höchst emotional geführt<br />

wurde, es hässliche Szenen gab und vor allem im<br />

Altkreis Vaihingen eine Woge der Empörung über die<br />

Straßen fegte – die Kreisreform, die zu dem führte, was<br />

wir seit 1973 und bis heute als <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong><br />

kennen, verlief vergleichsweise reibungslos.<br />

Zwar stürmten etliche Vaihinger zum Landratsamt, um<br />

es buchstäblich mit Bretterbeschlägen zu verrammeln<br />

und vor dem Gebäude einen symbolischen Galgen für<br />

den Vaihinger Landrat Fuchslocher zu errichten. Dies<br />

jedoch geschah nicht als Protest gegen einen Anschluss<br />

des Kreises Vaihingen an den <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong>,<br />

sondern vielmehr aus Wut über einen Beschluss des<br />

Landtags, der vorsah, den <strong>Landkreis</strong> Vaihingen dem<br />

Kreis Pforzheim und der Region Nordschwarzwald zuzuordnen.<br />

Etliche damals noch selbstständige Gemeinden<br />

hatten sich nämlich zuvor dafür ausgesprochen,<br />

künftig zum <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> – und damit zum<br />

Mittleren Neckarraum – zu gehören.<br />

lichen Kreisgemeinden Bürgerentscheide abgehalten<br />

wurden: Bei einer durchschnittlichen Beteiligung von<br />

75 Prozent sprachen sich 94,5 Prozent der Abstimmenden<br />

gegen die von der Landesregierung beabsichtigte<br />

Aufteilung des <strong>Landkreis</strong>es aus.<br />

Dennoch verlief die Debatte über die Kreisreform in<br />

diesen Fällen sachlicher als andernorts – auch aus politischen<br />

Gründen. Die Verantwortlichen im Altkreis<br />

<strong>Ludwigsburg</strong>, Landrat wie auch Kreistag, hatten stets<br />

Verständnis für den Kampf der Kreise Leonberg und<br />

Vaihingen um ihren Fortbestand gezeigt und sich aus<br />

der Diskussion um den künftigen Zuschnitt der Kreise<br />

weitgehend herausgehalten und – wie es einmal formuliert<br />

wurde – „rhetorische Ausflüge und Raubzüge<br />

in die Gebiete der für eine Auflösung vorgesehenen<br />

Nachbarkreise“ unterlassen. Dies hat das Zusammenwachsen<br />

des neuen Kreises wesentlich erleichtert, da<br />

dadurch weder im Kreis Leonberg noch im Kreis Vaihingen<br />

Emotionen gegen den Kreis <strong>Ludwigsburg</strong> aufgebaut<br />

worden sind – Emotionen, die in zahlreichen<br />

Die Proteste zeitigten Wirkung, der Landtag korrigierte<br />

seine Entscheidung. Während man in Vaihingen vor<br />

allem die Fusion mit Pforzheim zu verhindern suchte<br />

und einen Anschluss großer Teile des Kreises an den<br />

<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> als das kleinere Übel erachtete,<br />

kämpfte man in Leonberg schlicht um den Erhalt des<br />

alten Konstrukts. Der Wille der Bevölkerung war eindeutig.<br />

Das zeigte sich, als am 17. Januar 1971 in sämtanderen<br />

Gegenden des Landes das Zusammenleben in<br />

den neuen Kreisen zumindest eine Zeit lang erschwert<br />

hatten.<br />

Nach 50 Jahren kann man davon ausgehen, dass die<br />

Menschen in den 39 Städten und Gemeinden sich im<br />

„neuen“ <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> gut eingelebt haben.<br />

So sind <strong>Heimat</strong>-<strong>Verbunden</strong>heiten gewachsen, von<br />

denen dieses Buch einige darstellen und beleuchten<br />

möchte.<br />

Dr. Thomas Schulz, Kreisarchiv,<br />

Markus Klohr, Pressestelle Landratsamt<br />

„Dennoch verlief die Debatte über die Kreisreform<br />

in diesen Fällen sachlicher als andernorts – auch<br />

aus politischen Gründen.“<br />

10 11


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

TABEA ALT<br />

<strong>Heimat</strong>verein<br />

immer treu geblieben<br />

DIE EHEMALIGE KUNSTTURNERIN GIBT IHRE ERFAHRUNGEN<br />

GERN AN JUNGE TURNERINNEN WEITER<br />

TABEA ALT<br />

geb. 2000 in <strong>Ludwigsburg</strong> • 2005 Beginn<br />

des Turntrainings beim MTV <strong>Ludwigsburg</strong><br />

• ab 2008 Training am Kunst-Turn-Forum<br />

in Stuttgart • 2009 bis 2019 Schülerin<br />

der Sporteliteschule Wirtemberg-Gymnasium<br />

in Stuttgart • ab 2012 für den<br />

MTV Stuttgart in der Bundesliga und<br />

Mitglied des Bundeskaders • 2012 bis<br />

2017 mit dem MTV Stuttgart mehrmalige<br />

Deutsche Mannschaftsmeisterin • seit<br />

2017 Mitglied des A-Kaders des Deutschen<br />

Turner-Bundes • Bronzemedaille<br />

am Schwebebalken bei den Weltmeisterschaften<br />

2017 in Montréal • Gewinn des<br />

Gesamtweltcups 2017 im Mehrkampf<br />

sowie 6. Platz im Teamfinale bei den<br />

Olympischen Spielen 2016 in Rio de<br />

Janeiro • April 2021 verletzungsbedingter<br />

Rücktritt vom Leistungssport • seit<br />

2020 Medizinstudium an der Rheinischen<br />

Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn<br />

Für mich bedeutet <strong>Ludwigsburg</strong> <strong>Heimat</strong>, das<br />

gilt nicht nur in familiärer, sondern auch in<br />

sportlicher Hinsicht. Mit vier Jahren begann<br />

ich beim MTV <strong>Ludwigsburg</strong> mit dem Turnen,<br />

ein Jahr später wurde ich in die Talentschule des Vereins<br />

aufgenommen. Der große Sprung kam dann, als<br />

ich acht Jahre alt war und drei- bis viermal die Woche<br />

am Kunst-Turn-Forum in Stuttgart trainierte. Nach<br />

der Grundschule wechselte ich auf das Wirtemberg-<br />

Gymnasium in Stuttgart. Leistungssportlern wird dort<br />

die Möglichkeit gegeben, an Wettkämpfen teilzunehmen<br />

und Unterricht nachzuholen. Ab 2012 habe ich in<br />

der Bundesliga für den MTV Stuttgart geturnt und bis<br />

2015 mehrere deutsche Jugendmeistertitel gewonnen.<br />

Mit 14 Jahren freute ich mich über die Bronzemedaille<br />

am Schwebebalken bei den Jugend-Europameisterschaften,<br />

ein Jahr später gewann ich mit der deutschen<br />

Junioren-Nationalmannschaft den dritten Platz beim<br />

European Youth Olympic Festival (EYOF). Etwas ganz<br />

Besonderes war natürlich die Teilnahme an den Olympischen<br />

Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit dem historischen<br />

6. Platz im Teamfinale.<br />

Mein ganzes Leben hat sich nach dem Sport gerichtet,<br />

private Treffen mussten lange im Voraus geplant werden.<br />

Dass ich 30 Stunden in der Woche trainiert und<br />

nie das „normale“ Leben einer Jugendlichen geführt<br />

habe, hat mir nichts ausgemacht. Turnen bedeutete<br />

mir alles, und diese Liebe zum Sport habe ich wohl<br />

auch ausgestrahlt. 2017 wurde ich Mitglied des A-Kaders<br />

des Deutschen Turner-Bundes und in diesem Jahr<br />

hatte ich einen großen Erfolg, auf den ich besonders<br />

stolz bin: Ich habe bei meiner ersten Weltmeisterschaft<br />

in Montreal zwei neue Elemente am Stufenbarren vorgestellt,<br />

die nach mir benannt und als „Alt I & Alt II“<br />

in den Code de Pointage aufgenommen wurden. Der<br />

Gedanke, dass ich damit in der Turngeschichte verewigt<br />

bin, verursacht mir noch heute Gänsehaut. 2017 war<br />

überhaupt ein erfolgreiches Jahr, damals habe ich auch<br />

den Gesamtweltcup im Mehrkampf gewonnen.<br />

Meinem <strong>Heimat</strong>verein bin ich immer treu geblieben<br />

und bei Einzelwettbewerben für den MTV <strong>Ludwigsburg</strong><br />

angetreten. Für die Bundesliga und in Teamkämpfen<br />

war das nicht möglich.<br />

Dass ich zwischen 2012 und 2017 mehrmals zur Sportlerin<br />

des Jahres der Stadt <strong>Ludwigsburg</strong> ernannt wurde,<br />

bedeutet mir sehr viel. Diese Auszeichnung in meiner<br />

<strong>Heimat</strong>stadt erhalten zu haben, berührt mich sehr, wobei<br />

ich auf die Ernennung zur Eliteschülerin des Sports<br />

bundesweit und Sportlerin des Jahres der Stadt Stuttgart<br />

2017 ebenfalls sehr stolz bin. Die Anteilnahme in<br />

<strong>Ludwigsburg</strong> war immer groß, und alle haben mitgefiebert.<br />

Als ich von den Olympischen Spielen zurückgekommen<br />

bin, standen unsere Nachbarn in Neckarweihingen<br />

auf der Straße und haben mich mit einem<br />

Banner willkommen geheißen. Der MTV <strong>Ludwigsburg</strong><br />

hat speziell für mich eine Ehrung organisiert. Wenn<br />

man so empfangen wird, merkt man richtig, was das<br />

Wort heimkehren bedeutet. Nach der WM 2017 gab<br />

es im Rathaus einen Empfang für mich von der Stadt<br />

<strong>Ludwigsburg</strong> mit einer sehr persönlichen Ansprache<br />

des damaligen Bürgermeisters.<br />

Als ich mich im April 2021 offiziell vom Leistungssport<br />

zurückgezogen habe, war das sehr hart für mich. Doch<br />

mehrere langwierige Verletzungen ließen mir letztendlich<br />

keine andere Wahl. Ich hätte nur noch mit Einschränkungen<br />

weitermachen können, und das kam für<br />

mich nicht in Frage. Zunächst habe ich keine Turnhalle<br />

mehr betreten, es tat mir zu weh. Doch dann ist der<br />

MTV <strong>Ludwigsburg</strong> auf mich zugekommen und hat mich<br />

eingeladen, in die Turnhalle zu kommen. Ohne Wettkampf,<br />

ohne Druck. Ich wurde von allen mit offenen<br />

Armen aufgenommen. Der Verein steht auch hinter<br />

mir, wenn ich nicht mehr die großen Erfolge bringe,<br />

und das ist ein tolles Gefühl.<br />

Seit dem Wintersemester 2020/21 studiere ich in Bonn<br />

Medizin, und das erfüllt mich total. Besonders interessiere<br />

ich mich für die Orthopädie, die viele Verbindungen<br />

zum Sport hat. Mein Pflegepraktikum habe ich an<br />

der orthopädischen Klinik in Markgröningen absolviert.<br />

Ob ich später einmal diese Fachrichtung wähle, weiß<br />

ich aber noch nicht. Auch Sport treibe ich weiterhin,<br />

er gehört einfach zu meinem Leben dazu. Doch hat er<br />

jetzt als schöne Freizeitbeschäftigung einen anderen<br />

Stellenwert. Was ich ausbauen möchte, ist die Unterstützung<br />

junger Turnerinnen als Mentorin. Gerade gibt<br />

es diesbezüglich auch Gespräche mit dem Deutschen<br />

und Schwäbischen Turnerbund. Mal sehen, was daraus<br />

wird.<br />

„Dass ich zwischen 2012 und 2017 mehrmals zur<br />

Sportlerin des Jahres der Stadt <strong>Ludwigsburg</strong><br />

ernannt wurde, bedeutet mir sehr viel.“<br />

Sehr wichtig ist mir auch die Unterstützung des Vereins<br />

Aufwind am <strong>Ludwigsburg</strong>er Klinikum, der Familien<br />

mit zu früh geborenen, schwer- oder chronisch kranken<br />

Kindern unterstützt. Es bedeutet mir viel, für diesen<br />

Verein aus <strong>Ludwigsburg</strong> als Botschafterin zu fungieren.<br />

Sehr gerne unterstütze ich auch die MHP-Riesen in<br />

<strong>Ludwigsburg</strong> und wurde schon öfter zu den Heimspielen<br />

eingeladen. Auch das ist für mich <strong>Heimat</strong>gefühl.<br />

12 13


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

CLAIRE BEYER<br />

Der Beginn<br />

einer leisen Liebe<br />

MIT ZEHN JAHREN ZOG DIE IM OBERALLGÄU<br />

GEBORENE AUTORIN IN DEN LANDKREIS LUDWIGSBURG<br />

CLAIRE BEYER<br />

1947 im Oberallgäu geboren • seit 1959<br />

im <strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> lebend, seit<br />

2005 in Markgröningen • seit über 20<br />

Jahren als freie Autorin im Bereich Prosa<br />

und Lyrik tätig; Autorin von Essays und<br />

Kolumnen sowie Verfasserin eines Musical-Librettos<br />

• seit 1999 Veröffentlichung<br />

sämtlicher Romane bei der Frankfurter<br />

Verlagsanstalt • Kurzgeschichten und<br />

Erzählungen sind u.a. erschienen bei<br />

Reclam, Diogenes, Insel, Rororo, Suhrkamp<br />

• Lesungen und Veranstaltungen<br />

mit kulturellem Hintergrund im In- und<br />

Ausland • Mehrfache Auszeichnungen •<br />

Ehrenamtliche Schatzmeisterin des Vereins<br />

„Dichterhäusle Markgröningen e.V.<br />

In den Sechzigerjahren mit den Eltern aus dem<br />

Oberallgäu in das kleine schwäbische Dorf im<br />

<strong>Landkreis</strong> <strong>Ludwigsburg</strong> zu ziehen, kam einer Entwurzelung<br />

gleich. Dort die Berge, die Kühe, die<br />

Wiesen und Bäche, die Kehllaute und die vertrauten<br />

Gesichter. Hier die Hügel, ab und an ein Hase, Ackerflächen<br />

und schmale Rinnsale, schwäbische Diminutive<br />

und Fremde, wohin ich schaute. Meine neue <strong>Heimat</strong><br />

tat sich schwer damit, mir zu gefallen. Aber in ihrer zurückhaltenden<br />

Art und Weise versuchte sie doch alles,<br />

um mich für sich zu gewinnen. Nur dauerte es eine ganze<br />

Weile und forderte viel von uns beiden.<br />

Damals, als zehnjähriges Kind, rechnete ich mir aus, wie<br />

lange ich ausharren musste, wie viel Zeit es brauchte,<br />

bis ich wieder zurück in meinen Geburtsort durfte. Und<br />

doch ist es so, dass Kinder die Eigenschaft besitzen,<br />

sich die guten – wenn nicht sogar die besten – Dinge<br />

für ihr Dasein auszusuchen und für sich zu nutzen. Und<br />

eines dieser magischen Dinge war, dass ich mit meinen<br />

Schulaufsätzen unserer Deutschlehrerin, Fräulein<br />

Deutsch, zu gefallen wusste. Durch ihre Anerkennung<br />

legte mein neues Zuhause den Grundstock für ein Guthaben<br />

an, einen Grundstock für den Beginn einer leisen<br />

Liebe.<br />

Plötzlich zeigte das neue Draußen seine bisher verborgene<br />

Schönheit. Es war von Streuobstwiesen gesäumt,<br />

auf denen der Löwenzahn blühte und an deren Rändern<br />

Haselnusssträucher, Brombeer- und Himbeerhecken<br />

standen. Ein derart reich gedeckter Tisch versetzte<br />

mich ins Staunen, kannte ich doch nur die sauren,<br />

schrumpeligen Äpfelchen des Allgäus, die kaum die<br />

Größe einer Kirsche erreichten. Überhaupt die Kirschen.<br />

Zwei Hände voll davon und dann noch die Ohren<br />

damit behängt, mehr Glück konnte es nicht geben.<br />

Ich wurde mutiger, und bald führten mich meine Ausflüge<br />

immer weiter in die Landschaft hinein, schließlich<br />

bis zu den steilen Hängen der Weinberge. Und dort<br />

versetze mich der erste Herbst angesichts der Früchte<br />

und Farben geradezu in Begeisterung. Weintrauben,<br />

rot und grün, prall und süß wie die Leibspeise der Götter,<br />

hingen dicht an dicht und waren viel zu schön, um<br />

auch nur eine einzige Beere zu pflücken. Ich nickte all<br />

dem zu, und das kleine Guthaben meines jetzigen Zuhauses<br />

wuchs wie eine Pflanze, die sich der Sonne entgegenstreckt.<br />

Es war der alte Wengerter, der mir auf einem meiner<br />

zahlreichen Erkundungsgänge zurief, ich solle „endlich<br />

mal herkommen“, heute brauche er meine Hilfe.<br />

Ich kannte ihn, hatte oft zugesehen, wie er die Reben<br />

pflegte und die Sorgfalt bewundert, die er für seine<br />

Stöcke aufbrachte. Mitten im steilen Hang stehend,<br />

bat er mich, ihm die Rebschere nach unten zu bringen,<br />

seine Beine wollten nicht mehr so wie früher. „Trau<br />

dich, ich beiß‘ nicht“, ermunterte er mich, und zaghaft,<br />

immer mit dem Gedanken an Flucht, stieg ich zu ihm<br />

hinab.<br />

Doch an diesem Tag begann die ungleiche Freundschaft<br />

zwischen dem knorrigen und fest mit seiner<br />

<strong>Heimat</strong> verwurzelten alten Mann und mir. Bald kam ich<br />

täglich, half, wo ich konnte. Wollte ich etwas von ihm<br />

wissen, kamen die Antworten oder sie kamen nicht. Auf<br />

jeden Fall nie sofort. Denn er sammelte meine Fragen<br />

wie Münzen in einem Kittel. Erst wenn das Tagwerk erledigt<br />

war, setzte er sich vor seinem Weinberghäuschen<br />

auf die Bank, klopfte auf den freien Platz neben sich<br />

und begann zu antworten. Wer die Nachbarn waren,<br />

was für einen Wein er kelterte, wohin die Liter flossen<br />

(„den trinken wir selbst…“), woher die Namen der<br />

Rebsorten kamen, wie sein Name war. „Sag Eberhard<br />

zu mir, du Allgäuer Grott.“ Er wusste die Flurnamen,<br />

zeigte auf den Hügel, wo einst eine Burg, die Schlüsselburg,<br />

gestanden hatte, hob den Blick und deutete auf<br />

den Roten Milan, der immer über uns kreiste, wenn wir<br />

ruhten. Später packte er Brote aus, die er mit mir teilte<br />

und hieß mich an, frisches Wasser aus dem Brunnen zu<br />

pumpen. Seine Ruhe und Bedächtigkeit strömten jene<br />

Wärme des Herbstes aus, die sich nur inmitten der Reben<br />

finden ließ.<br />

Auch wenn Eberhard den Weinberg Jahre später aufgeben<br />

musste, weil er die Arbeit nicht mehr leisten konnte,<br />

blieb die Verbindung zwischen uns bis zu seinem<br />

Tod sehr eng. Das zehnjährige Mädchen von damals<br />

hat Wurzeln schlagen können, hat selbst eine Familie<br />

gegründet, ist hier angekommen. Und es hat längst<br />

aufgehört, die beiden Stätten seiner Kindheit gegen-<br />

einander aufzuwiegen. Es waren nicht nur die Bilder,<br />

die die Natur bis heute malt, es waren insbesondere<br />

die Menschen, die dazu beigetragen haben. Sie lernte<br />

ich in all den Jahren zu schätzen. Zurückhaltend wie die<br />

Landschaft, zeigen sie ihre Größe und Schönheit erst<br />

auf den zweiten Blick. Und es sind die Menschen, die<br />

mein Schreiben durch ihren Zuspruch und ihr Interesse<br />

unterstützen. Das ist so in Markgröningen, wo ich lebe,<br />

aber auch in jedem anderen Ort des <strong>Landkreis</strong>es; und<br />

auch weit darüber hinaus werden meine Texte von ihnen<br />

mit vielen guten Gedanken begleitet.<br />

„Das zehnjährige Mädchen von damals hat Wurzeln<br />

schlagen können, hat selbst eine Familie gegründet,<br />

ist hier angekommen.“<br />

28 29


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

JOCHEN SANDIG<br />

Von der <strong>Heimat</strong>verbundenheit<br />

zur Earth4all-Initiative<br />

„WAS VERBINDET MICH MIT MEINER HEIMAT?“ IST SO GROSS WIE<br />

DIE FRAGE „WAS IST HEIMAT, WAS BEDEUTET VERBUNDENHEIT?“<br />

JOCHEN SANDIG<br />

geb. 1968 in Esslingen • 1990 Studium<br />

Psychologie und Philosophie in Berlin;<br />

Gründung Kunsthaus Tacheles, Berlin •<br />

1993 Mitgründer Sasha Waltz & Guests,<br />

Berlin • 1996-1999 Gründer und Leiter<br />

der „Sophiensæle“, Berlin • 2000 - 2005<br />

Mitglied der Künstlerischen Leitung<br />

Schaubühne Berlin • 2006 Co-Gründer<br />

„Radialsystem“ Space for Arts & Ideas,<br />

Berlin • 2010 Ernennung zum „Chevalier<br />

dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ •<br />

2012 Regie „Human Requiem“; nationale<br />

und intern. Gastspiele • 2016 Auszeichnung<br />

„Classical Next Innovation Award“<br />

für „Human Requiem“ • 2017<br />

Mitbegründer „World Human Forum“,<br />

Delphi • Seit 2020 Intendant <strong>Ludwigsburg</strong>er<br />

Schlossfestspiele – Intern. Festspiele<br />

Baden-Württemberg. Weiterentwicklung<br />

zum „Fest der Künste, Demokratie und<br />

Nachhaltigkeit“<br />

<strong>Heimat</strong> empfinde ich als Begriff wesentlich<br />

stärker als die neutrale Herkunft. Herkunft<br />

klingt nach Ankunft und beschreibt<br />

im Wesentlichen den Ort unserer Geburt.<br />

<strong>Heimat</strong> ist ein poetischer Begriff, der ein Vielfaches an<br />

Assoziationen hervorrufen kann. Daher sprechen wir ja<br />

auch gerne von Wahlheimat, wenn wir einen Ort finden,<br />

an dem wir uns wohl- und heimisch fühlen und an<br />

dem wir neue Wurzeln schlagen können.<br />

Als ich am 5. Januar 1968 in Esslingen am Neckar geboren<br />

wurde, war kaum absehbar, wo ich wohl einmal<br />

meine <strong>Heimat</strong> finden würde. <strong>Heimat</strong>gefühle im klassischen<br />

Sinne entwickelt ein junger Mensch ja vor allem<br />

in seinem allernächsten Umfeld, natürlich zunächst<br />

im Elternhaus, in dem ich in meinem Fall glücklicherweise<br />

sehr viel Liebe empfangen durfte. Meine Eltern<br />

stammen beide nicht aus Baden-Württemberg, sind<br />

aber genau hier am Neckar heimisch geworden. Meine<br />

Mutter zog mit ihrer Familie – ihrer österreichischen<br />

Mutter und ihrem schwäbischen Vater sowie ihren Geschwistern<br />

– Mitte der Fünfzigerjahre von Österreich<br />

nach Plattenhardt auf den Fildern, wo sie in jungen<br />

Jahren meinen Vater, der aus Meißen in Sachsen kam,<br />

kennenlernte. Mit meinen beiden Geschwistern erlebten<br />

wir eine sehr schöne Kindheit in Esslingen, und ich<br />

fühlte mich in meiner Familie sehr geborgen. Die Familien<br />

meiner Eltern lebten in beiden Teilen Deutschlands,<br />

und wir besuchten auch die väterliche Verwandtschaft<br />

in der DDR sehr regelmäßig. Ich spürte dabei<br />

besonders die <strong>Heimat</strong>verbundenheit meines Vaters als<br />

ein starkes Gefühl. Ich gestehe, dass mir solch starke<br />

persönliche <strong>Heimat</strong>gefühle eher fremd sind, aber ich<br />

denke gerne zurück an die zahlreichen Ausflüge auf die<br />

Schwäbische Alb oder in den Schwarzwald. Wenn ich<br />

an <strong>Ludwigsburg</strong> denke, so gibt es in meiner Erinnerung<br />

eine starke Verbindung zum Blühenden Barock und<br />

dem Märchengarten, der mich immer wieder verzauberte<br />

– vor allem die Herzogsschaukel faszinierte mich<br />

sehr, weil dort die Dinge buchstäblich auf den Kopf gestellt<br />

wurden, das gefiel mir. Vor kurzem entdeckte ich<br />

ein vergilbtes Foto aus den Siebzigerjahren von einem<br />

Ausflug unserer Grundschulklasse nach <strong>Ludwigsburg</strong>,<br />

das vor dem Brunnen im Hof des Residenzschlosses<br />

entstanden ist. Zu dem Zeitpunkt hätte ich es mir nicht<br />

träumen lassen, dass ich selbst einmal als Intendant der<br />

<strong>Ludwigsburg</strong>er Schlossfestspiele in diese wunderbare<br />

Stadt zurückkehren würde.<br />

<strong>Heimat</strong>, das sind die Menschen, das ist die Natur und<br />

auch die Natur des Menschen, die in Städten wahrscheinlich<br />

mehr ihren Ausdruck findet als auf dem<br />

Lande. Bereits in meiner frühen Jugend haben vor allem<br />

urbane Strukturen eine große Anziehungskraft auf<br />

mich ausgeübt. Ich bereiste zunächst vor allem viele<br />

Städte der unmittelbaren Nachbarländer Dänemark,<br />

Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich,<br />

Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Auch<br />

Griechenland, Italien, Spanien und Portugal faszinierten<br />

mich sehr. Athen, London, Rom und Paris waren<br />

die ersten europäischen Metropolen, die mich begeisterten.<br />

Und vor allem Berlin hat mich noch als geteilte<br />

Stadt schon sehr früh inspiriert, und umso mehr seit<br />

dem Fall der Mauer fühle ich mich dieser Stadt sehr<br />

verbunden. Hier habe ich auch Anfang der Neunzigerjahre<br />

Sasha Waltz aus Karlsruhe kennengelernt und mit<br />

ihr eine Familie und eine Company gegründet. Baden-<br />

Württemberg verkörpert sich in unserer Beziehung in<br />

einer aktiven <strong>Verbunden</strong>heit. Da wären wir wieder bei<br />

dem schönen Begriff der <strong>Verbunden</strong>heit, in dem auch<br />

der Bund steckt und eine starke Bindung zum Ausdruck<br />

kommt.<br />

Früh lernte ich die französische Sprache kennen und<br />

lieben und reiste mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium<br />

Esslingen, wo ich mein Abitur machte, nach Frankreich<br />

in die Partnerstadt Vienne bei Lyon, später dann auch<br />

nach Besançon in die Nachbarstadt von Montbéliard,<br />

der französischen Partnerstadt von <strong>Ludwigsburg</strong>. Mit<br />

meiner damaligen Band gastierte ich dann auch in der<br />

italienischen Partnerstadt Udine und in der belarussischen<br />

Partnerstadt Molodetschno bei Minsk.<br />

Die Idee der Partnerstädte führt mich zum Wesentlichen<br />

des Themas <strong>Heimat</strong>. Ich habe durch diese zahlreichen<br />

Begegnungen in unterschiedlichen kulturellen<br />

Kontexten die <strong>Heimat</strong> als ein Phänomen erlebt, das<br />

nicht an einen spezifischen Ort gebunden ist.<br />

Vieles hat sich für mich verändert, seitdem ich vor<br />

einigen Jahren das World Human Forum in Delphi<br />

mitgegründet habe und seitdem ich als Intendant die<br />

„Internationalen Festspiele Baden-Württemberg“ in<br />

ein „Fest der Künste, Demokratie und Nachhaltigkeit“<br />

transformieren darf.<br />

„Wenn ich heute nach meiner <strong>Heimat</strong> gefragt<br />

werde, nenne ich tatsächlich an allererster Stelle<br />

den Planeten Erde, denn das ist unser aller kostbare<br />

<strong>Heimat</strong>, und erhalten können wir sie nur als<br />

Weltgemeinschaft.“<br />

Wenn ich heute nach meiner <strong>Heimat</strong> gefragt werde,<br />

nenne ich tatsächlich an allererster Stelle den Planeten<br />

Erde, denn das ist unser aller kostbare <strong>Heimat</strong>, und<br />

erhalten können wir sie nur als Weltgemeinschaft. Ich<br />

fühle mich in diesem Sinne als ein Weltbürger und in<br />

dieser Hinsicht auch unserem heimischen Dichter und<br />

Denker Friedrich Schiller sehr verbunden. Mein Credo:<br />

Alle Menschen werden nicht nur Brüder, wir sind<br />

längst Schwestern und Brüder einer großen Menschheitsfamilie!<br />

Leben und handeln wir endlich danach,<br />

ganz im Sinne der sehr aktuellen Initiative „Earthforall“<br />

www.earth4all.life, die fünf sehr radikale Kehrtwenden<br />

84 85


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

fordert, fünfzig Jahre nach dem Report „Grenzen des<br />

Wachstums“ des Club of Rome. Dieses Buch ist ein<br />

Stück <strong>Heimat</strong>lektüre, das ich allen Menschen gerne ans<br />

Herz legen möchte. Ganz sicherlich können wir die großen<br />

globalen Krisen vor allem lokal, vor Ort und in den<br />

vielen <strong>Heimat</strong>regionen lösen, aber gleichzeitig in enger<br />

<strong>Verbunden</strong>heit durch die gewachsenen Partnerschaften<br />

zwischen Städten und Regionen, wofür das weltweite<br />

Netzwerk der Partnerstädte steht. Hier ist noch<br />

„Ich kann einen Sonnenuntergang von der<br />

Schillerhöhe in Marbach oder eine kleine<br />

Wanderung durch die Felsengärten in<br />

Hessigheim sehr genießen.“<br />

Wenn ich dann etwas ausspannen möchte, von all den<br />

vielen globalen Fragen und Krisen, die uns umtreiben,<br />

und ich mich ganz unmittelbar einmal mit der Erde<br />

selbst verbinden möchte, dann zieht es mich nicht in<br />

die Ferne, sondern an besondere Orte im Kreis <strong>Ludwigsburg</strong>,<br />

und ich kann einen Sonnenuntergang von der<br />

Schillerhöhe in Marbach oder eine kleine Wanderung<br />

durch die Felsengärten in Hessigheim sehr genießen.<br />

Mit dem fließenden Gewässer des Neckars kommen<br />

dann auch echte <strong>Heimat</strong>gefühle auf und meine Gedanken<br />

in einen produktiven Fluss.<br />

viel mehr zu tun, und unser aller Handeln ist gefordert.<br />

Daher stellen wir bei den Schlossfestspielen all unseren<br />

Partnern aus Kultur, Politik und Wirtschaft, all unseren<br />

Gästen und dem Publikum die Frage: Was wollen Sie<br />

bewegen?<br />

86 87


LANDKREIS LUDWIGSBURG – HEIMAT – VERBUNDEN<br />

Übersicht der PR-Bildbeiträge<br />

WIR DANKEN DEN FOLGENDEN UNTERNEHMEN UND EINRICHTUNGEN, DIE MIT<br />

IHREN BEITRÄGEN DAS ZUSTANDEKOMMEN DIESES BUCHES ERMÖGLICHT HABEN:<br />

Abfallverwertungsgesellschaft<br />

des <strong>Landkreis</strong>es <strong>Ludwigsburg</strong> mbH 17<br />

www.avl-ludwigsburg.de<br />

Altenhilfezentrum Gerlingen<br />

gGmbH Breitwiesenhaus 23<br />

www.breitwiesenhaus.de<br />

BBP Kunststoffwerk Marbach<br />

Baier GmbH 24<br />

www.bbp-online.de<br />

BENSELER-Firmengruppe 25<br />

www.benseler.de<br />

Diamant-Gesellschaft<br />

Tesch GmbH 34 - 35<br />

www.diamanttesch.de<br />

Dürr AG 36 - 37<br />

www.durr-group.com<br />

Ensinger Mineral-Heilquellen<br />

GmbH 38 - 41<br />

www.ensinger.de<br />

HALLER GmbH + Co. KG<br />

Internationale Spedition 43<br />

www.haller-logistics.com<br />

HUOBER BREZEL<br />

GmbH & Co. KG 46 - 47<br />

www.huoberbrezel.de<br />

LQ Mechatronik-Systeme GmbH 59<br />

www.lq-group.com<br />

Karawane Reisen<br />

GmbH & Co. KG 62 - 63<br />

www.karawane.de<br />

Kreissparkasse <strong>Ludwigsburg</strong> 64 - 65<br />

www.ksklb.de<br />

LVL Jäger GmbH 66 - 67<br />

www.lvl-jaeger.de<br />

Magna Car Top Systems GmbH 70<br />

www.magna.com<br />

MHP Management- und<br />

IT-Beratung GmbH 71<br />

www.mhp.com<br />

RKH Regionale<br />

Kliniken Holding<br />

und Services GmbH (RKH) 76 - 77<br />

www.rkh-gesundheit.de<br />

Robos GmbH & Co. KG 78<br />

www.robos-labels.com<br />

Roche Diagnostics Automation<br />

Solutions GmbH 80 - 81<br />

www.roche.de/ludwigsburg<br />

Sioux Schuhe GmbH 95<br />

www.Sioux.de<br />

Stadtwerke Bietigheim-<br />

Bissingen GmbH 101<br />

www.sw-bb.de<br />

Stadtwerke <strong>Ludwigsburg</strong>-<br />

Kornwestheim GmbH 102 - 103<br />

www.swlb.de<br />

USU Software AG 109<br />

www.usu.com/de-de<br />

Wüstenrot &<br />

Württembergische AG 110 - 111<br />

www.ww-ag.com<br />

112

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!