Liebes Team von Tier will (d) - Tierschutz Willich eV

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Liebes Team von Tier will (d) - Tierschutz Willich eV

�� 2. Willicher Tierschutz-Tag �� ������������������������ zu stoppen? �� Wie geht es eigentlich Snow? �� Kinder berichten & malen mit uns �� Animal Hoarding �� Tier entlaufen – was tun? Ausgabe 3 – Winter 2012/13 Auch hier in Willich gibt es Streunerkatzen. Mitleid hilft nicht – Kastrieren schon!


Kontakt Impressum Da die Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und einem Beruf nachgehen, findet die Tierschutzarbeit nach Feierabend in der Freizeit statt. Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass wir nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen können. Wenn Sie ein Tier adoptieren möchten oder wir Ihnen mit Rat zur Seite stehen können, kontaktieren Sie uns unter der Tel.-Nr. 0162 – 859 94 04 oder 0 21 56 – 4 94 34 54 (tagsüber AB – wir rufen so schnell wie möglich zurück) oder Sie schreiben eine Mail an info@tierschutzwillich.de. In Notfällen, in denen Sie uns nicht erreichen können, wenden Sie sich bitte an das örtlich zuständige Tierheim in Nettetal-Lobberich unter der Tel. 0 21 53 – 37 85. Unsere Postanschrift: Tierschutz für Willich e.V. Süchtelner Str. 41 47877 Willich Mitglied im Deutschen Tierschutzbund e.V. 53115 Bonn Unser Spendenkonto: Tierschutz für Willich e.V. Volksbank Mönchengladbach BLZ: 310 605 17 Kto: 3 110 972 015 Bereichsleiterinnen: HUND Gabriele Lauer, Tel.: 0162 - 749 69 77 hund@tierschutzwillich.de KATZE Manuela Mihalic, Tel.: 0162 - 749 69 76 katze@tierschutzwillich.de MAUS (Kleintiere) Diana Sieja, Tel: 0162 - 749 69 75 maus@tierschutzwillich.de CATSITTING Susanne Biermann, Tel.: 0162 - 749 69 73 catsitting@tierschutzwillich.de HAUSTIER VERSCHWUNDEN Manuela Mihalic, Tel.: 0162 – 859 94 04 info@haustierverschwunden.de „Tier will (d)ich!“ ist das Vereinsmagazin des Tierschutz für Willich e.V. und wird den Mitgliedern, Projektpartnern und Sponsoren kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Journal und alle darin enthaltenen Beiträge sowie Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklich schriftlicher Zustimmung des Vereins verwendet werden. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Die Redaktion behält sich die Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen vor. Herausgeber: Tierschutz für Willich e.V. Finanzamt Viersen Steuernummer: 102/5868/6426 Vereinsregisternummer VR2913 Redaktionsleitung/Anzeigenverwaltung: Vorstand des Tierschutz für Willich e.V. Süchtelner Str. 41, 47877 Willich Tel. 0 21 56 – 4 94 34 54 Tel. 0162 – 859 94 04 info@tierschutzwillich.de Fotos: privat, wenn nicht anders gekennzeichnet Ausgabe 3, Winter 2012/13; Gesamtauflage 1.000 Druck: Gestaltung & Technik: Petra Adams, print@tierschutzwillich.de


Liebe Tierfreunde und Mitstreiter, mit dem Erscheinen der nunmehr 3. Ausgabe unseres Vereinsjournals hat es aufgrund von personellen Engpässen leider etwas länger gedauert. Immer wieder stößt der Verein an seine personellen und finanziellen Grenzen. Dieses Jahr ist es aber so extrem wie nie zuvor. Uns fehlt es an freiwilligen Ehrenamtlern, die uns bei den täglichen Aufgaben, wie Vor- und Nachkontrollen, Betreuung und Versorgung der Pflegestellen, der Sprechstunde oder aber auch der verwaltungstechnischen Arbeit im Verein unterstützen. Hier würden wir uns über Ihre Unterstützung sehr freuen. Aufgrund der diesjährigen Flut an Katzenkindern und der Kastration der vielen verwilderten Hauskatzen sind auch unsere finanziellen Mittel so weit erschöpft, dass wir einen Aufnahme- und Kastrationsstopp verhängen mussten. Nur wenn wir durch neue Mitglieder und Spender weiterhin finanzielle Unterstützung bekommen, können wir unsere bisherige Arbeit fortführen. Die Zahlen in der Aufnahmestatistik der durch uns betreuten Tiere zeigt deutlich die stetige Zunahme. Denn waren es 2011 zum Jahreswechsel 312 aufgenommene Tiere, sind es im Jahr 2012 schon Mitte Oktober mehr als 325 Tiere! In dieser Ausgabe sind wieder viele interessante Themen recherchiert und unsere Arbeit im Stadtgebiet Willich wird aus unserer Sicht gezeigt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern in unserem Vereinsjournal. Ihr Vorstand des Tierschutz für Willich e.V. Unsere K(l)asse „Hunde-Frau“ Als Gaby Lauer vor sechs Jahren von Düsseldorf nach Willich zog wollte sie sich hier im Tierschutz nützlich machen und ist heute nicht nur für die Finanzen im Vorstand tätig, sondern kümmert sich auch um alle „Hunde-Fragen“. In der Großstadt kannte sie alle Enten im Park, war mit einem Schwan eng befreundet und rettete verletzte Tauben. Es machte Klick, als sie eine TV-Sendung über das grausame Töten von Schildkröten sah. Ab da war es ihr Ziel keine Lebewesen mehr zu quälen und sie wurden alle vom Speiseplan gestrichen. Nach dieser Devise lebt sie heute noch und setzt sich aktiv für alle Tierbelange ein. Oft hat sie nicht nur die Tiere glücklich gemacht, sondern auch die Menschen, die den Tieren helfen. Sie bringt manche Menschen durch ihre Lebenseinstellung zum Grübeln und das ist ein erster Schritt zum Umdenken! „Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würde jeder Vegetarier werden.“ Sir Paul McCartney Pascha ist am 1. August 2012 verstorben TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 3


” verlassene" Jungtiere Bitte nicht aufnehmen … Zum X-ten Mal erhielt der Tierschutz für Willich e.V. auf dem Nothandy den Anruf eines aufgeregten Mitbürgers: „…sie müssen uns helfen! Wir haben einen kleinen verlassenen Vogel gefunden und wissen nicht, was wir mit ihm machen sollen?“ So erzählen uns dann die Leute von ihren Ängsten und Sorgen um den Kleinen und sind entsetzt, wenn wir ihnen dann sagen: „Bitte nicht aufnehmen und bringen sie ihn zurück, wo sie ihn gefunden haben.“ Im Moment haben die Wildtiere viel mit ihren Brutgeschäften zu tun und auch so ein Jungtier wird immer noch von seinem Elternpaar versorgt.Aber, wenn man ihn einfach „einsammelt“, im Glauben etwas Gutes zu tun, ist das oft das Todesurteil für das Jungtier. Das bezieht sich auf alle Jungvögel und auch junge Kleintiere wie Kaninchen und Hasen. Bei Kaninchen und bei den Hasen werden die Jungtiere nicht von ihren Müttern gepäppelt, sie werden nur kurz gesäugt und dann verschwindet © PGellia/Pixlio.de die Mutter wieder bis zum nächsten Treffen mit dem Nachwuchs. Und auch hier ist es leider zu oft der Fall, dass die Leute meinen, das Kaninchen ist ohne Obhut und nehmen es einfach mit. Generell ist zu sagen, dass man Wildtiere nicht einfach aus ihrer natürlichen Umgebung entfernen darf. Wenige Leute haben die richtige Fachkenntnis um solch ein Wildtier richtig und artgerecht zu versorgen. Durch Unkenntnis versterben die Tiere nach kurzer Zeit. Es gibt einige Wenige, die sich richtig um die Jungtiere kümmern und sie versorgen und später wieder auswildern. Doch durch die weit verbreitete Unkenntnis der meisten Leute, kommen die Tierschützer mittlerweile an ihre Grenzen, denn das erfordert viel Zeit und Geld. Zuschüsse oder offizielle Unterstützung erhalten die Tierschützer nicht und sind auf Spenden angewiesen. Wenn Sie Wildtiere finden die verletzt sind und Sie ihnen helfen möchten, wenden Sie sich am besten direkt an www.nabu-willich.de. Dort finden Sie die entsprechenden Ansprechpartner. Auch unter www.schneckenhaus-gv.de bekommt man eine passende Information und Tipps. Das Fazit ist: Die Jungtiere unbedingt an Ort und Stelle belassen oder eventuell sogar ins Nest zurücksetzen. Es ist nicht wahr, dass Vogeleltern ihre Kinder verstoßen, wenn sie von Menschen berührt wurden. Beobachten Sie eine Zeit lang und greifen Sie nur bei sichtlicher Verletzung ein. So schützen wir gemeinsam die Tiere und die Natur. Gabriele Lauer Seite 4 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Auch dieses Jahr wieder ein Erfolg Da der Willicher Tierschutz-Tag im letzten Jahr so erfolgreich war, haben wir uns entschlossen, diesen nun jährlich stattfinden zu lassen, um allen Tierfreunden und die, die es noch werden wollen, die Möglichkeit zu bieten, uns und viele Themen rund ums Tier kennenzulernen. Auch in diesem Jahr fand der Tierschutztag auf dem Parkplatz vor der Willicher Fressnapf Filiale statt. Damit die Aussteller sich noch besser präsentieren konnten, wurde der Parkplatz von Aldi noch dazu genommen. Eröffnung: Hans-Joachim Donath, Diana Sieja, Manuela Mihalic, Gaby Lauer (von links) Nach intensiver Vorbereitung auf diesen Tierschutz-Tag, wurde er durch die Rede von Herrn Hans-Joachim Donath, den Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Willicher Stadtrat, eröffnet. Herr Donath ging besonders auf die Themen „Katzenkastration“ sowie „Hundewiese“ ein. (siehe Seite 8) Wie im letzten Jahr war auch wieder die Hundeschule Mensch-Hund aus Neersen zu Gast. Spannend war es zu beobachten, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Hund geführt wurde. Gleichzeitig fand auch der Gruppenunterricht der Hundetrainerinnen, die sich in der Ausbildung befinden, statt. Hier konnten andere Hundehalter einen Eindruck gewinnen, wie man mit Hunden „arbeitet“. Unsere Losverkäuferinnen waren erfolgreich Wissenswertes über Kleintiere und deren artgerechte Haltung konnte man bei den Vereinen Frettchenfreunden Mönchengladbach, der Hamsterhilfe NRW und der Initiative Nagerschutz erfahren. Martina Flocken aus Willich berichtete von ihren Erfahrungen mit ihrer Tierphysiotherapiepraxis 4pfoten-physio. Aus der Humanmedizin ist die Physiotherapie schon lange nicht mehr wegzudenken und auch in der Tiermedizin können immer mehr Vierbeiner davon profitieren. Informationen zur artgerechten Kleintierhaltung TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 5 2. Willicher Tierschutz-Tag


2. Willicher Tierschutz-Tag Dagmar Mergheim stellte ihre Hundetagesstätte Pfoten on Tour vor, damit die Vierbeiner versorgt sind, wenn der Tierhalter zum Beispiel durch Urlaub oder durch den Beruf mal nicht da sein kann. Die Hundepension hat ein großes Gartengrundstück mit Wohnhaus und arbeitet ohne Zwinger und Boxen. Tierarzt Christian Kolberg aus Willich Tierärzlichen Rat gab es bei der Tierarztpraxis Christian Kolberg aus Schiefbahn und bei der Tierärztin Jaqueline Reiners aus Krefeld. Umfangreich wurde über artgerechte Ernährung der Haustiere, Impfschemata und Infektionskrankheiten informiert. Gerne wurden auch Fragen kompetent beantwortet. Viele Jahre wird man von seinem Vierbeiner begleitet, oft sind sie Familienmitglied und Freund in schlechten und guten Zeiten. Leider kommt dann irgendwann– und oft plötzlich – der Moment, an dem man sich von seinem Liebling verabschieden muss. Hier stellte Monika Ludwig von My Friend Tierbestattung aus Mönchengladbach Möglichkeiten für einen würdevollen Abschied vor. Das Tierkrematorium Infinitas aus Willich bot ebenfalls seine Dienste an, sich würdevoll von seinem Tier zu verabschieden. In dem Haustierkrematorium in Willich wird Tierliebhabern die Möglichkeit geboten, dies in einem stilvollen Ambiente zu tun. Im Fressnapf selber konnte nach Herzenslust eingekauft werden und es gab sogar 10% Rabatt. Auch wer sein Tier fotografieren lassen wollte, kam auf seine Kosten. Das Fotostudio Seffern Tierkrematorium Infinitas aus Willich aus Neuss machte tolle Tierfotos direkt zum Mitnehmen. Es herrschte reger Andrang und es konnten viele schöne Aufnahmen gemacht werden. Wer auf eine alternative, artgerechte Ernährung für seine Vierbeiner nicht verzichten wollte, war bei der Futterscheune aus Willich gut aufgehoben. Viele Tipps und Ratschläge gab es gratis dazu. Zubehör rund um den Hund gab es beim Tierbedarf Langen & Voßen, die „Julius K-9 Produkte“ vorstellten. Bei der Hundeschneiderei gab es Hundeleinen und -geschirre, die nach Wunsch individuell mit handwerklichen Besonderheiten angefertigt werden. Auch die Kinder kamen auf dem Tierschutztag nicht zu kurz. Es gab eine Malecke und eine Hüpfburg und wer wollte, konnte sich beim Kinderschminken ein Tiergesicht aufmalen lassen. Der Tierschutz für Willich e.V. sorgte durch Kaffee, kalte Getränke und selbst gebackenen Kuchen für das leibliche Wohl. Seite 6 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Auch der Trödelstand des Tierschutz für Willich e.V. war gut besucht. Hier gab es kleine Schätze zu ergattern, die im Vorfeld von Tierfreunden für diesen Zweck gespendet wurden. Bücherfreunde kamen hier voll auf Ihre Kosten und konnten für „kleines Geld“ gut erhaltene Kinder- und Sachbücher sowie spannende Thriller und Krimis kaufen. Für Spannung sorgte auch die große, vom Tierschutz für Willich e.V. veranstaltete Tombola. Innerhalb kürzester Zeit waren fast alle Lose ausverkauft. Bei über 350 Sachpreisen war auch für Jeden etwas dabei. Nieten konnten gegen Kleinigkeiten eingetauscht werden, so dass niemand leer ausging. Alle Einnahmen aus der Tombola und dem veranstalteten Trödelmarkt kamen zu 100 % dem Tierschutzverein zu Gute, der damit seine ehrenamtliche Tätigkeit weiterführen kann. 2. Willicher Tierschutz-Tag Zu guter Letzt möchten wir uns noch bei allen Sponsoren, die zusätzlich die Tombola des zweiten Willicher Tierschutz-Tages unterstützt haben, namentlich bedanken. Hierzu zählen: Die Sparkasse Krefeld, die Volksbank Krefeld eG, Haushaltswaren Gartz, CopyService MG, Schreibwaren Alfred Erren, Okidoki Kinderland, Andritz Küsters GmbH, Marc Röttger, Kerstin von Zydowitz, Kathrin Freitag, Halle 22, Elektro Lücke, Fressnapf Filiale Willich, Jones Pizza & more, Carmens Pausenstation, M-Fahrzeugaufbereitung, Tierhilfe KowaNeu e.V., Elas Eiscafe, Schokolina, Textil CarWash Center, Optic Jansen, Präsent - Accessoires & Ideen. Susanne Biermann �������� �������������������� ��������������� �������������������� ���������� ������������ Schokolina Kunst ~ Genuss ~ Schokolade ��������������� ������������������� ���������� � �������������� ����� Miguel Mihalic Miguel Mihalic ���������������������������������������������������������������������������������������������������������� TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 7 N h d ���������� Tierbestattung LACKVEREDELUNG


Auszug aus der Eröffnungsrede Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Willicher Tierschutzvereins, es ist mir eine Ehre, heute hier beim 2. Willicher Tierschutztag das Grußwort sprechen zu dürfen. Warum ist Tierschutz so wichtig, warum brauchen wir Vereine wie den Willicher Tierschutz vor Ort? Dies ist einfach zu beantworten. Ohne Sie, ohne die ehrenamtlichen Mitglieder Ihres Vereins ginge es den Tieren in Willich viel schlechter. 13 Jahre besteht Ihr Verein inzwischen, 13 Jahre Einsatz für Hunde, Katzen, Vögel und viele andere Tierarten. Sie lassen behandeln, impfen kastrieren. Sie vermitteln heimatlose Tiere an Menschen, die bereit sind, sich um alte, kranke, ausgesetzte Tiere zu kümmern. (…) Wie sieht es nun in der Praxis aus? Wir haben im ganzen Kreis Viersen nur 1 Tierheim. Eine Einrichtung für einen Kreis, in dem fast 300.000 Menschen wohnen. Dieses Tierheim ist zu klein, für viele viel zu weit weg und Kritik an Unterbringung und Fütterung ist allgegenwärtig. Haben wir in Willich inzwischen eine Hundewiese? Nein. Jahrelang gab es Gespräche zwischen Verwaltung und Tierschutz. Die Stadt sagt, der Verein soll die Verkehrssicherungspflicht übernehmen, ein unkalkulierbares Risiko für Verein und Vorstand. Bisher hat sich kein Versicherer gefunden, der dem Verein dieses Risiko gegen eine bezahlbare Prämie abnimmt. Ein hin und her. Erstaunlich ist es nur, dass andere Städte wie Krefeld längst Hundewiesen haben, warum geht es dort? Leinenzwang auf der einen Seite und fehlende Hundewiesen auf der anderen Seite, das ist keine artgerechte Haltung. Hundesteuer – wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Steuer, für die keine konkrete Gegenleistung beansprucht werden kann. Die Steuer geht wie auch die übrigen Steuerarten in die Stadtkasse. Sie dient der Finanzierung aller Ausgaben der Stadt. Gleichwohl sind aber nur Hundehalter betroffen. Dies liegt sicherlich daran, dass die Gemeinden keine Katzen, Pferde, oder Goldfischsteuer erheben dürfen. Wäre dies zulässig, dann hätten die Gemeinden solche Steuern längst eingeführt. 300.000 EUR nimmt die Stadt jährlich von den Hundebesitzern ein, eine einseitige Belastung einer einzelnen Gruppe von Tierhaltern. Dafür sollte zumindest ein Teil wieder den Hundehaltern zugute kommen, wenn nicht aus rechtlicher, dann aber aus moralischer Sicht. Die Kastrationspflicht für Katzen ist ein anderes aktuelles Thema des Tierschutzes. Aus der Sicht des Tierschutzes ein sehr wichtiges Thema, das leider nicht mit dem gebotenen Nachdruck behandelt wird. Die steigende Zahl kranker, abgemagerter, streunender Katzen erfordert schnelles Handeln. In NRW haben schon viele Gemeinden eine Kastrationspflicht per Satzung eingeführt. Leider bestehen gegen diese Satzungen erhebliche rechtliche Bedenken. Ordnungsbehörden dürfen nur bei abstrakter Gefahr tätig werden. Diese ist hier jedoch nicht gegeben. Also muss eine landesrechtliche Regelung geschaffen werden. Wir müssen also gemeinsam auf die Landesregierung Einfluss nehmen, damit sie endlich eine Rechtsnorm zur Kastrationspflicht schafft. (…) Viel ist noch zu tun. Wenn alle so engagiert arbeiten, wie der Willicher Tierschutzverein, dann bin ich sicher, dass wir unsere gemeinsamen Ziele auch erreichen. 13 Jahre existiert der Verein, 13 Jahre mit erheblichem Einsatz der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. (…) Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Hans-Joachim Donath Seite 8 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Liebes Team von Tier will (d)ich! Es ist jede Folge aufs Neue spannend zu lesen, was im Verein so passiert ist. Storys mit Happyend mag ich am Liebsten. Leider ist das ja nicht immer so. Umso mehr muss ich Euch, liebes Tierschutz- Team, bewundern, neben der Tierschutzarbeit auch noch Zeit für die Tierschutzzeitung zu finden! Gerade wo ich nicht aktiv dabei sein kann, fühle ich mich doch mittendrin und dafür möchte ich Euch danken! Besonders die herrenlosen Katzen sind ein immer aktuelles Thema. Wir haben es in Recklinghausen geschafft, die Kastrationspflicht für Katzen durchzusetzen. Nun hoffe ich, dass sich dadurch Leid verhindern lässt. Leider sind immer noch viele Menschen uneinsichtig was die Vermehrung von Katzen angeht. Auch auf unseren Hof kommen immer wieder Leute, die nach Jungkatzen fragen. Wenn ich dann sage, dass unsere Hofkatzen kastriert sind und es daher keine Katzenbabys zu verschenken gibt, schaue ich in lange Gesichter. Als wäre es völlig normal, das Hofkatzen sich permanent vermehren und man da einfach mal eine abholen kann. Was nicht gewollt ist, kann man ja ertränken, erschießen oder gegen die Wand werfen *brrr* da schaudert es mich! Warum stehen Menschen einem Tier so respektlos gegenüber? Dabei kann man solchem Elend mit einem wirklich einfachen Mittel vorbeugen: die Kastration. Am Rande bekomme ich ja noch von Euren Fangaktionen mit und muss sagen, RESPEKT! Nach so vielen Jahren immer noch an vorderster Front dabei! Die vielen nun kastrierten Katzen und (spätestens nach der Kastrationsaktion) auch deren Dosenöffner sind sehr froh über Euren Einsatz! Natürlich auch alle anderen geretteten Tiere. Macht weiter so!! Liebe Grüße aus Recklighausen Silke Göttken Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Anregung, Kritik oder Lob! Wir freuen uns über alle Zuschriften per Mail, Post oder bei Facebook und lesen jede sorgfältig, auch wenn wir sie nicht immer alle beantworten können. Von den Zuschriften, die uns erreichen, können wir leider nur einen Teil veröffentlichen. Bitte geben Sie an, ob Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. In diesem Fall brauchen wir auch Ihre Postanschrift und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, behalten wir uns vor, Leserbriefe auch elektronisch zu veröffentlichen. Glückwunsch! Sie haben gewonnen. So ähnliches könnte es auch für Sie bald heißen. Spielen Sie mit und gewinnen Sie tolle Preise mit „Tier will (d)ich“. Es ist ganz leicht! Zählen Sie einfach wie oft sich unser Vereins-Maskottchen Miwau hier im Journal versteckt hat. Wir richten uns dabei ganz besonders an unsere kleinen Tierfreunde in Willich. Senden Sie die Lösung einfach per Mail oder auf dem Postweg bis zum 15.2.2013 an den Verein. Zu gewinnen gibt es diesmal einen Gutschein im Wert von 25 EUR von Fressnapf und einen Schlüsselanhänger. Der oder die Gewinnerin wird im Anschluss der Verlosung in den Willicher Nachrichten bekanntgegeben. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Carmens Pausenstation Carmen Kraus Imbissbetrieb Siemensring 102 � 47877 Willich (Gewerbegebiet Münchheide 1) Tel.: 0 21 54 - 89 68 88 Büro: 47495 Rheinberg Barbarastraße 18 Tel.: 0 28 02 - 94 77 61 Fax: 0 28 02 - 94 77 63 carmens-pausenstation@gmx.de Besuche uns bei: www.facebook.com/Carmens.Pausenstation TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 9 Leserbriefe & Gewinnspiele


Das Fressverhalten unserer Hunde Lecker, lecker!!! Einen Moment mal. Wie frisst denn der Der Hund – mein Hund – ein Beutegreifer? Oder schlimmer noch: ein Raubtier? Das höre ich nicht gerne. Dass er vom Wolf abstammt – na klar, das habe ich ja bereits in der Schule gelernt. Aber mein Liebling ein Raubtier? Naja. Wird da nicht ein bisschen übertrieben? Ich gehe der Sache mal nach und finde folgendes: Ja, der Wolf ist der Vater des Hundes. Ja, der Hund besitzt dieselben Instinkte wie der Wolf. Nein, der Hund zieht, wenn er bei Menschen lebt nicht mehr täglich los um sein Futter zu besorgen. Er ist „domestiziert“ wie es so schön heißt, also dem heutigen Leben mehr oder weniger angepasst. Ja, und das macht den ein oder anderen vielleicht auch stutzig, er besitzt aufgrund derselben Instinkte, dieselben Verhaltensweisen, denn die wachsen aus den Instinkten hervor. Da sind zum Beispiel: Das Jagdverhalten, im sozialen Verbund eines Rudels zu leben, ein Revier haben zu müssen um dort mit dem Rudel in Sicherheit leben und die Beute jagen und fressen zu können. Das alles auf den modernen Hund übertragen sieht tatsächlich ähnlich aus. Schauen wir doch mal genauer auf den Jagdinstinkt: Mein Hund fängt Fliegen, er hat auch schon mal den Mülleimer durchsucht oder auch das alte Brötchen im Gebüsch erschnüffelt… �� Im Rudel leben: mit einem oder mehreren Menschen, Hunden, weiteren Tieren… �� Ein Revier: die Wohnung, das Haus, der Garten/ Hof oder ähnliches. �� Das Fressen: da liegt Futter im Napf… oder mit Herrchen oder Frauchen zur Jagd gehen, durch eine imitierte Jagd zum Futter kommen… Wolf? Er frisst grundsätzlich so viel er braucht, in so kurzer Zeit wie er es schafft und die Reihenfolge wer wann fressen darf hängt unter anderem davon ab, wie viel Beute da ist. Ist nur wenig Beute da entscheidet die Rangfolge. Dann beginnt der „Chef“, der Leitwolf. Bei Futterknappheit frisst er als Erster die besten Stücke und die anderen warten und liegen auf der Lauer, wann sie endlich auch fressen dürfen. Was bedeutet das für unsere Hunde? Es bedeutet, dass unser Hund ebenfalls mit Appetit fressen sollte – und zwar sobald er darf. Ein Beispiel: Der Mensch setzt seinem Hund seinen Napf vor. Dann ist es ein natürliches Verhalten, dass der Hund seinen Napf leert. Was ist, wenn er das nicht macht? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Ein häufig Auftretender ist dieser: Wenn beispielsweise der Napf erst geleert wird wenn der Mensch nachmittags von der Arbeit zurückkommt und anwesend ist, kann das bedeuten, dass er als Erster frisst, er hat etwas zu fressen, der Mensch nicht. Es findet eine hündische Unterhaltung statt, die der Mensch oft nicht versteht, nicht zu deuten weiß oder schlichtweg das hündische Verhalten vermenschlicht. „Er liebt es halt in Gesellschaft zu essen…“. Aber ist es nicht eher damit zu vergleichen, dass unser Hund als „Chef“, als Leitwolf beginnt? Er frisst genüsslich, hält uns eventuell dabei im Blick, wir scheinen zu warten, weil wir sogar noch zuschauen und uns freuen, dass er heute doch noch frisst. Und für unseren Hund scheint es, als würden wir warten und auf der Lauer liegen, wann wir endlich auch fressen dürfen. Sollten Sie dieses oder ähnlich Fressverhalten bei Ihrem Hund beobachten und hierzu mehr erfahren wollen oder auch Fragen haben, laden wir Sie herzlich zu unserem Informationsabend mit dem Thema „Fressverhalten des Hundes“ am Mittwoch den 12.Dezember 2012 ein. Start: 19:30 Uhr Veranstaltungsort: Hundeschule Holger Krasemann, Grenzweg 110, 47877 Willich. Beitrag: € 5,00 Judith Krasemann Seite 10 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Liebe Tierfreunde, in den nächsten Ausgaben unseres Vereinsjournals „Tier will (d)ich!“ möchten wir Ihnen die Tierärzte im Stadtgebiet vorstellen. Christian Kolberg geboren 1968 verheiratet 3 Kinder Herr Kolberg hat sein Studium an der Uni Gießen absolviert, ist seit 1998 selbständiger Tierarzt und hat seine Kleintierpraxis seit 2004 in Willich- Schiefbahn. Neben der Kleintierpraxis unterhält Herr Kolberg einen vollausgestatteten Praxiswagen für die mobile Pferdepraxis und nötige Hausbesuche. Die Kleintierpraxis in Schiefbahn bietet ein breites Leistungsspektrum für Kleintiere wie z.B. �� Allgemeinuntersuchungen �� Floh-, Milben, Zecken- und Wurmbehandlungen �� Ernährungsberatung und Gewichtskontrolle �� Geriatrie (Altersvorsorge) �� Welpenberatung �� Impfungen �� Tierkennzeichnungen �� digitales Röntgen �� Ultraschall �� Sofortlabor �� Zahnheilkunde inkl. Ultraschall- Zahnsteinentfernung �� Weichteilchirugie (z.B. Kastration, Turmorentfernung) �� Verhaltenstherapie �� Homöopathie-, Bachblüten-Behandlung �� HD-/ED-Röntgen Tierarztpraxis Kleintiere Christian Kolberg prakt. TA Hochstraße 48 – 47877 Willich 24h-Notdienst 0172 - 55 59 77 Tel: 0 21 54 - 81 17 33 Fax: 0 21 54 - 91 17 35 tierarzt-kolberg@arcor.de www.tierarzt-kolberg.de Sprechzeiten: Mo - Fr 9.00 - 11.00 Uhr und 19.00 - 20.00 Uhr Sa 10.00 - 12.00 Uhr (nur nach Vereinbarung) Das Leistungsspektrum für Pferde ist natürlich sehr umfangreich. Hierzu gehören u.a. �� Diagnostik und Therapie von Lahmheiten �� Koliken, Lungen- und andere internistische Erkrankungen �� Zahnbehandlung (elektrisch und manuell), auch der Schneidezähne u.v.m. Herr Kolberg hat zu Hause auch eine beachtliche Anzahl von eigenen Tieren. Zum Familienhaushalt gehören 12 Hühner, 15 Wachteln, 4 Frettchen, 6 Hunde, 2 amerikanische Wüstenbussarde und 12 Pferde. In seiner knapp bemessenen Freizeit liest Herr Kolberg sehr viel und hört gerne Musik. Er liebt die Natur und hier wundert es einen nicht, dass auch die Wildtiermobilisation sowie die Greifvogelaufzucht zu seinen Hobbies gehören. Der Tierschutz für Willich e.V. bedankt sich im Namen der Tiere bei Herrn Kolberg, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht, auch außerhalb der Sprechzeiten. Manuela Mihalic Die Kontakt- und Öffnungszeiten der Kleintierpraxis Christian Kolberg und Team entnehmen Sie bitte der Anzeige. TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 11 Unsere Tierärzte


Katzenflut Katzenkastration – ein Muss! Es miaut aus allen Ecken, überall wuseln Katzenkinder durch die Zimmer unserer Pflegestellen und machen ihre ersten tapsigen Gehversuche. Was auf den ersten Blick so niedlich aussieht, hat allerdings keinen schönen Hintergrund: Fast jeden Tag kommen Fundkatzen, Flaschenkinder und Katzenwelpen hinzu. Im Moment weiß der Tierschutzverein für Willich nicht mehr, wie das alles gestemmt werden kann. Die Katzenbabys werden teilweise mit ihren Müttern vom Tierschutzverein für Willich eingefangen, wir finden sie auf alten Fabrikgeländen, Reiter- und Bauernhöfen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Auch werden zum Teil ganze Würfe von verantwortungslosen Menschen ausgesetzt. Diese „wilden“ Katzen bekommen ihre Babys unter oft unwürdigen Umständen und die meisten werden schon krank geboren. Wenn diese Babys nicht das Glück haben, durch einen Tierschutzverein aufgenommen zu werden, fängt der Teufelskreislauf an. Durchschnittlich bekommt jede Katze im Jahr zwei Würfe. Geht man davon aus, dass nur von jedem Wurf 3 Babys überleben, dann ergibt das in zehn Jahren 80 Millionen Katzen! Unsere Pflegestellen sind deswegen überlaufen von Katzenbabys, über 80 Stück wurden durch den Tierschutzverein für Willich in den letzten Monaten aufgenommen und es ist kein Ende der Katzenflut in Sicht. Leider haben wir auch nicht genug Pflegestellen, um dieser Menge gerecht zu werden. Es gibt nur eine Möglichkeit um dieser Katzenflut und dem damit verbundenen Elend langfristig „Herr“ zu werden und dass ist die bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen. Was ist eine Kastration? Irrtümlicherweise wird oft gesagt, Katzen werden sterilisiert und Kater werden kastriert. Diese Aussage ist falsch! Bei Katzen und Katern soll die Produktion von Hormonen unterbunden werden, dies geschieht durch die Entfernung der Keimdrüsen. Das heißt, bei einer Kastration werden den Katern die Hoden und den Kätzinnen die Eierstöcke entfernt. Bei einer Sterilisation bleiben die Hoden bzw. die Eierstöcke an Ort und Stelle, man verhindert aber, dass Samen oder Eizellen weiterhin transportiert werden können. Dies geschieht durch die Unterbindung der Leitungsbahnen, also der Samen- bzw. der Eileiter. Da die Keimdrüsen im Körper verbleiben, werden Kätzinnen weiterhin rollig, Kater bleiben kampfeslustig und sie haben weiterhin einen übelriechenden Urin. Wenn Sie also lieber möglichst lange eine möglichst gesunde Katze um sich haben möchten, sollte sie frühzeitig kastriert werden. Das richtige Alter für eine Kastration Die Geschlechtsreife beginnt mit etwa 4 bis 5 Monaten bei Kätzinnen, bei Katern etwa einen ������������� ����������������������������������� ����������������� ������������� ������������������������������������� ��������������������� ������������� ���������� ������������������������ �������������� ��������������������������� ������������� ����������������������� ������������� ������������ Seite 12 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Monat später. Kätzinnen zeigen ihre Geschlechtsreife durch die sogenannte „Rolligkeit“. Dabei wälzen sie sich über den Boden und geben lautstark zu verstehen, dass sie „bereit“ sind. Kater hingegen fangen gern an zu markieren, durch die hormonelle Umstellung ist ihr Urin übelriechend und wird gerne zum markieren des Reviers genutzt, z.B. Einrichtungsgegenstände und Kleidung. Kater sollten also spätestens, wenn sie Freigänger sind, mit 6 Monaten kastriert werden. Vorurteile: Immer wieder hört man die Geschichte: „Die Katze muss einmal rollig gewesen sein oder noch schlimmer: „Die Katze muss einmal geworfen haben“. Diese Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit! Auch das kastrierte Katzen dick werden ist falsch. Die Miezen werden ausschließlich durch zuviel oder falsches Futter dick. Da der Energiebedarf nach einer Kastration nicht mehr so hoch ist, muss nur weniger bzw. kalorienärmer gefüttert werden. Fazit: ��Kastrierte Katzen werden nicht mehr rollig. ��Kastrierte Kater markieren nicht. ��Kastrierte Katzen erleiden weniger hormonelle Erkrankungen, wie Gebärmutterentzündungen. ��Kastrierte Kater verlieren den ausgeprägten Trieb auf Partnersuche zu gehen. Besonders Kater legen beim Streunen oft riesige Strecken zurück und überqueren dabei Schnellstraßen und Autobahnen und kämpfen mit Rivalen. ��Kastrierte Tiere haben eine doppelt so lange Lebenserwartung. ���������� Aber es gibt auch Lichtblicke: Die Einstaller vom Charlottenhof in Willich riefen um Hilfe und insgesamt konnten wir zehn erwachsene Katzen und zahlreiche Babys einfangen. Die erwachsenen Katzen wurden alle kastriert und durften auf den Reiterhof, der ja ihr Zuhause war, zurückkommen. Die Menschen hier kümmern sich rührend um die Katzen. Die Katzenbabys wurden entfloht, entwurmt, geimpft und gechipt und in liebevolle neue Zuhause vermittelt. Wir waren begeistert, wie die Einstaller sich um die Katzen kümmern, auch die Kosten der Kastrationen wurden von dem Inhaber des Reiterhofs, Herrn Rüdiger Urbig übernommen. Stolz konnte der Tierschutz für Willich die Urkunde „Vorbild für Tierfreunde“ an den Charlottenhof Willich überreichen, um damit dem Reiterhof zu danken und auch andere Menschen aufmerksam zu machen, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Wir möchten Sie bitten nicht wegzuschauen und uns zu melden, wenn irgendwo „wilde“ Katzen auftauchen. Auch wenn Ihnen Katzen auffallen, die häufig in Ihrem Garten oder in Ihrer Umgebung auftauchen, es könnte sich hier auch um ein entlaufenes Tier handeln, welches schmerzlichvermisst wird. Bitte melden Sie sich bei Ihrem Tierschutzverein. Wir können nur immer wieder an die Katzenhalter appellieren: Bitte lassen Sie Ihre Tiere kastrieren. Das hat auch viele Vorteile, denn kastrierte Katzen entfernen sich nicht so weit von ihrem Zuhause, es gibt weniger Revierkämpfe und dadurch keine Verletzungen und somit auch weniger Übertragungen von Krankheiten. Dafür ist jeder Tierhalter selber verantwortlich, nicht der Tierschutzverein. Der Tierschutz für Willich hilft nach seinen Möglichkeiten bei verwilderten Hauskatzen, damit nicht noch mehr Elend entsteht. Susanne Biermann TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 13 ���������� ������������������������� ������� ������������������������������� ����������������������� ��������������������� ������������������ ������������������� ���������������������������������������������������������� ����������������������������������������������������� �������������������������������������������������� ������������������������������������������������������������ ���������������������������������������������������� �������������������������������������������� ��������������������������������������������� ���������������������� ����������������������������������������


Wo bist Du? Komm zurück! Tier verschwunden – was tun? Jeder Tierhalter, vor allem Halter von Katzen und Hunden, fürchten diesen Umstand: Tier entlaufen. Das erste was der Tierhalter fühlt ist sicher Panik. Was verständlich ist, denn Katze oder Hund gehören zur Familie und sind plötzlich verschwunden. Nach der ersten Panik sollte der Tierhalter folgende Dinge tun: �� Bei Nachbarn und in der Umgebung fragen, ob das Tier gesehen wurde. Oft passiert es, dass das Tier vielleicht in einem Keller, einer Garage oder einen Schuppen gelangen konnte und dort unwissentlich eingeschlossen wurde. �� Melden Sie das Tier sofort beim Tierschutz für Willich e.V. als vermisst und informieren Sie die umliegenden Tierärzte und Tierheime über den Verlust. �� Ist das Tier tätowiert oder gechippt und registriert, sollte das zuständige Haustierregister (TASSO oder Deutsches Haustierregister) informiert werden. �� TASSO wird schnellstmöglich Suchplakate erstellen und dem Halter zuschicken. der diese dann weitläufig verteilen sollte. �� Das entlaufene Tier zusätzlich schnellstmöglich bei www.haustierverschwunden.de melden. Natürlich sollte neben der Verteilung der Suchplakate, der Tierhalter sich auch selbst auf die weitere Suche nach seinem Tier machen. Als direkte Bezugsperson des Tieres kann er das Tier mit seiner Stimme eher erreichen als Fremde. Hilfreich zur Unterstützung kann dabei durchaus die Lieblingsleckerchendose des Tieres sein. Oftmals hören es die Tiere, wenn die Dose gerappelt wird, auch wenn dies nicht in ihrer unmittelbaren Nähe passiert. Ist die Suche von Erfolg gekrönt, ist man als Tierhalter erleichtert. Aber leider kommt es nicht immer zu einem Happy End, wenn ein Tier entlaufen ist. Auch hier kann ein Besuch der Webseite haustierverschwunden. de hilfreich sein. Die Seite wird täglich aktualisiert und es werden vermisste und gefundene Tiere mit Foto aufgeführt. Ein paar Dinge, die ein Tierhalter tun kann, um zu vermeiden, dass sein Tier – egal, ob Katze oder Hund, entläuft bzw. um ein schnelleres Auffinden zu ermöglichen: �� Das Tier kennzeichnen (tätowieren oder chippen) lassen. Der Tierarzt setzt einen kleinen Mikrochip unter das Fell. Dieser Mikrochip hat eine weltweit eindeutige Seriennummer. Mit dieser Seriennummer kann ein Tierhalter sein Tier kostenlos bei TASSO (www.tasso.net), dem größten europäischen Haustierregister, registrieren. Der Tierschutz für Willich e.V. ist Ihnen hierbei auch gerne behilflich. ��Das Tier kastrieren lassen. Unkastrierte Katzen und Kater verschwinden bevorzugt im Frühjahr und Sommer, wenn die Katzen rollig sind. Der Kater sucht dann die Katze (und umgekehrt) zur Paarung. Unkastrierte Tiere haben einen Aktionsradius von ca. 3 km. Der Geschlechtstrieb des Hundes dient normalerweise der Arterhaltung und gehört damit zu den stärksten Trieben. Dieser ist allerdings von Tier zu Tier unterschiedlich stark ausgeprägt. �� Das Tier vor Diebstahl schützen. Einen wirklichen Schutz vor Diebstahl gibt es nicht. Doch sollte der Katzenhalter ein paar Regeln beherzigen: �� Lassen Sie Ihre Katze möglichst nicht zu lange unbeaufsichtigt (z.B. im Garten). �� Beobachten Sie Ihre Katze, ob sie auffällige Verhaltensweisen zeigt (Fress- und Schlafgewohnheiten, Ängstlichkeit etc.). Wir danken unseren Inserenten, ohne die das Willicher Tierschutz-Journal nicht möglich wäre! Seite 14 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


��Freigängerkatzen sollten bei Verdacht auf Tierfängeraktionen unbedingt im Haus bleiben. ��Stehen Sie Haustürsammlungen grundsätzlich erstmal kritisch gegenüber und beantworten Sie niemals Nachfragen zu vorhandenen Haustieren. In allen Orten gibt es Sammelcontainer für Altkleider und Schuhe, diese sind meist die bessere Alternative. Das Anbinden eines Hundes vor dem Geschäft hat in vielen Fällen dazu geführt, dass das Tier verschwunden ist. Sie sollten das Tier in dem Fall, für die kurze Dauer des Einkaufs unbedingt im Auge behalten oder am besten eine Begleitperson an dessen Seite stellen. Hunde werden – ebenfalls wie Katzen – von Tierfängern eingefangen und erleiden letztendlich einen grausamen Tod. Sie werden angelockt und mitgenommen. Oft werden sie – falls unbeaufsichtigt – aus dem eigenen Garten entwendet. Hier geht man sogar so skrupellos vor, dass mitten am Tage auf bevölkerter Straße ein Auto hält. Es springt eine Person heraus, schnappt sich das Tier, steigt wieder ein und ist verschwunden. Die Passanten sind meist nicht so schnell in der Lage, zu reagieren. Rassehunde sollten ganz besonders geschützt werden, da „Tiervermehrer“ oft versuchen, auf diese Weise billig an eine besonders lukrative Einnahmequelle zu kommen. Tier verschwunden – was tun? Jagdtrieb kontrollieren Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb entfernen sich unter Umständen sehr weit von ihrem Besitzer, wenn sie Wild oder eine Wildspur entdeckt haben und diese verfolgen. Da Jagen aufgrund der Endorphinausschüttung „glücklich“ macht, rennt ein Hund, der nie gelernt hat sich abrufen zu lassen, immer weiter und ist möglicherweise nicht mehr auffindbar. Solche Hunde gehören in einem wildreichen Gebiet selbstverständlich an die Leine bzw. müssen mit ihrem Besitzer eine Hundeschule besuchen, die zeigt, wie man ein solches Verhalten unterbindet. Als Tierhalter wünscht man sich immer, nie selbst in diese Situation zu kommen, sollte es aber doch passieren, weiß man, dass man nicht allein mit der Situation ist. Ähnlich verhält es sich mit gefundenen Tieren. Nicht jede Katze die draußen rumstreunert, ist herrenlos und hat keinen Besitzer. Auch hier bitte sofort den Tierschutz für Willich e.V. informieren, falls Ihnen ein Tier zuläuft. Der Verein übernimmt alle weiteren Schritte und versucht einen Halter zu ermitteln. Fundtiere sind eine „Fundsache“ und dürfen nicht einfach behalten werden. Hierbei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe geahndet werden kann. Die dringende Bitte der Tierschützer ist hierbei immer wieder: Lassen Sie Ihr Tier unbedingt kennzeichnen, ansonsten können Sie Ihr Eigentum an dem Tier leider auch nicht nachweisen. Manuela Mihalic & Tina Krogull Praxis: Kehner Straße 86 47877 Willich-Anrath Kontakt: Telefon 02156/915758 Telefax 02156/915759 info@tierarztpraxis-anrath.de www.tierarztpraxis-anrath.de Notfall 0157/72481041 Xenia Mokrys & Dr. Sabine Gertz Tierarztpraxis Sprechzeiten: Mo - Fr 10.00 - 12.00 Uhr 15.30 - 18.30 Uhr Samstag 9.00 - 11.00 Uhr (mit Termin) und nach Vereinbarung TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 15


Seniorkatzen Katzen im Alter Nicht nur wir Menschen werden älter, auch unsere Katzen leben länger. Die Lebenserwartung einer Hauskatze liegt heute zwischen 15 und 20 Jahren. Aber es gibt auch Einzelfälle, wo Katzen das stolze Alter von 25 Jahren und mehr erreichen. Ein Freigänger wird meist nur halb so alt. Als Katzenhalter stellt man sich irgendwann die Frage, ab wann die Katze eigentlich ins Seniorenalter kommt. Rechnet man das Alter einer Katze in Menschenjahre um, dann ergibt sich, dass eine Katze im Alter von 10 Jahren etwa 60 Menschenjahre alt ist. Aber wie bei uns Menschen, muss die Katzen in diesem Alter nicht schwach, krank und gebrechlich sein. Natürlich gibt es Katzen in diesem Alter, die alles etwas gemütlicher angehen lassen und lieber mal schlafen, als in der Wohnung rumzutoben und nach Fliegen zu jagen. Dann gibt es aber auch Katzen mit 18 Jahren, die sind gut drauf, fordern ihren täglichen Freigang und sind auch bei der Mäusejagd noch erfolgreich. Dinge wie die genetische Veranlagung, Übergewicht, richtige Ernährung seit Kittenalter und tierärztliche Versorgung spielen eine Rolle, wie schnell eine Katze altert. Die meisten Katzen altern fast unbemerkt. Bei anderen ist es schubweise zu erkennen. Erkennbare Anzeichen des Alterns: �� Die Katze schläft deutlich mehr als früher. �� Die Katze braucht länger, um nach dem Schlafen aufzustehen. �� Die Katze hört schlechter. �� Die Katze hat Probleme beim Hochspringen und beim Klettern. �� Die Katze sieht schlechter. �� Die Katze hat deutlich an Gewicht verloren, obwohl sie normal frisst. �� Das Fell der Katze ist irgendwie stumpfer und struppiger geworden. Treten mehrere dieser Anzeichen bei einer Katze innerhalb von wenigen Wochen auf, dann altert diese Katze in Schüben. Im Seniorenalter sollte die Katze regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden. Denn neben normalen Alterserscheinungen kann auch eine Erkrankung vorliegen. Günther und Luzie Wie bei uns Menschen ist auch bei Katzen das Altern nicht aufzuhalten. Aber als Katzenhalter hat man die Möglichkeit seiner Katze frühzeitig Unterstützung zu geben, dass sie sich im Alter wohlfühlt und fit bleibt. Regelmäßige Bewegung und psychische Herausforderungen sind dabei an wichtigsten. Durch regelmäßige Bewegung, die natürlich dem Alter entsprechend sein sollte, bleiben Muskeln und Sehne beweglich. Um den Kopf der Katze fit zu halten, reicht es schon aus z. B. im Herbst der Katze Laub aus dem Park oder mal Gras vom Feldrand mitzubringen und sie daran riechen zu lassen. Demenz kann bei Seniorkatzen auftreten, muss aber nicht sein. Als Halter einer Seniorkatze muss man sich bewusst sein, dass die Katze gar nicht merkt, dass sie älter wird. Mit wenigen Veränderungen und ein wenig zusätzlicher Umsicht kann man es sich und seiner Seniorkatze einfacher machen. Tina Krogull & Manuela Mihalic Therapieangebot, z.B. - Hydrotherapie / Unterwasserlaufband - Akupunktur - Dorntherapie - Lasertherapie - Ernährungsberatung - Elektrotherapie (Amplimed) - Magnetfeldtherapie - Tellington Touch - Manuelle Therapie - Ultraschalltherapie - Klassische Massagen 4pfotenphysio - Martina Flocken Marseillestraße 13 - 47877 Willich Telefon: 0 21 54 - 475 940 5 Mobil: 0157 - 394 785 98 info@4pfotenphysio.de, www.4pfotenphysio.de Seite 16 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Snow – ein ganz normaler Junghund In der letzten Ausgabe unseres Journals berichten wir über Snow, ein damals vier Monate alter tauber und fast blinder Australian Shepherd Mix-Welpe, der aufgrund von verantwortungslosen „Züchtern“ schon fast zum Tode verurteilt war. Lesen Sie hier nun die Geschichte von seinem neuen Zuhause. In seinem bisherigen kurzen Leben hatte Snow schon viel mitgemacht. Viermal musste er schon sein Zuhause wegen Überforderung verlassen, bevor er zu mir in Pflege kam. Unsere erste gemeinsame Autofahrt habe ich als sehr laut in Erinnerung, da der kleine Kerl total verunsichert war. Bei mir zu Hause angekommen, lernte er nicht nur sein neues Reich, sondern auch seinen neuen Spielkameraden Benny kennen. Ben ist mein 11 Jahre alter Beagel-Mix, der anfangs noch total genervt von dem kleinen Wirbelwind war. Snow fing an sich bei uns einzuleben, Vertrauen zu fassen und mir wurde schnell klar, dass er für immer bei uns bleiben sollte. Langsam fingen wir an, nach und nach an seinen Problemen zu arbeiten. Autofahren und Treppen waren eines davon, was wir aber mit viel Zeit, Geduld, Liebe und vielen leckeren Sachen bald in den Griff bekamen. Ich setzte mich viel mit seiner Behinderung auseinander, redete mit Hundetrainern und probierte verschiedene Dinge aus, bis Snow und ich einen Weg fanden, uns zu verstehen. Bei seiner Erziehung ist umdenken und Wege finden angesagt. „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Komm“ sind die Dinge, die er zuerst lernte. Anfangs habe ich nur mit nahen Handzeichen gearbeitet, bin dann aber auf Berührungen umgestiegen, da leider einmal der Fall eintreten könnte, dass Snow ganz erblindet. Pfötchen geben, auf die Seite legen und Dinge aufheben folgten, weil sowas besonders wichtig ist und es unbedingt jeder Hund können muss. (grins) Auf dem Platz unserer Trainerin endeckten wir Agility für uns. Snow hat richtig Freunde an dem Sport und kann es oft kaum erwarten bis er endlich an der Reihe ist. Neben Agility haben wir noch ein bißchen mit Dog Dance angefangen, wenn uns mal die Zeit fehlt, zum Platz zu fahren. Auch hier ist Snow voll konzentriert und beherrscht schon einige Dinge, wie Slalom durch die Beine oder Drehungen. Trotz seiner Behinderung ist Snow ein ganz normaler Junghund mit all den Flausen im Kopf wie jeder andere auch. Er beweist uns Tag für Tag, dass Hunde auch ohne Gehör und mit einer ausgeprägten Sehbehinderung glücklich sein können. Nicht er muss sich verändern, nur wir müssen umdenken! Wer Snow bei seiner weiteren Entwicklung begleiten möchte, kann gerne eine Freundschaftsanfrage auf Facebook senden an: Snow taub fast blind. Wir würden uns freuen. Dort postet „Snow“ regelmäßig Bilder, Videos und erzählt was er so erlebt oder angestellt hat. Alexa Stahl, ehemaliges Pflegefrauchen und jetzt stolze Besitzerin von Snow TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 17 Behinderter Hund - na und?


Musterthema hier Gegen Tiere macht man keine Politik. Musterthema Staat in die Verantwortung – mehr Geld für Tierheime. Die Tierheime sorgen sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern um jedes Tier – rund um die Uhr. Sie helfen, ohne zu zögern. Tierheime übernehmen damit auch Verpfl ichtungen der Kommunen, ohne dafür die Kosten ausreichend erstattet zu bekommen. Tiere dürfen nicht Opfer der Bürokratie werden. Jetzt ist Hilfe nötig. Den Tieren zuliebe. Mehr Infos unter rettet-die-tierheime.de Seite 18 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. WICHTIG!!! Auch der örtliche Tierschutz für Willich ist dringend auf die Hilfe von Tierfreunden angewiesen. Rettet die Tierheime! Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer SPENDE! DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND E.V.


Das Thema „Hundewiese“ geht weiter… Schon bei der letzten Aktion zur Hundewiese in 2010 hatten die CDU und die FDP sich eingesetzt und versucht zu vermittelt. Leider ohne Erfolg. Die CDU hat das Thema wieder aufgenommen und nach einem kurzfristigen Treffen (Ende April) mit ein paar Hundefreunden vor Ort, einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung gegeben. Die amtlichen Mühlen malen langsam und so liegt noch kein Ergebnis vor. Möchten Sie mit in den Info-Verteiler aufgenommen werden, so schreiben Sie uns bitte kurz eine Email. Wir halten Sie auf dem Laufendem. Vielen Dank! Gabriele Lauer Besuchen Sie unsere neue Homepage! Ein neuer Internetauftritt musste her. Der neue frische „Look“ und die übersichtliche Präsentation verdanken wir unserem neuen Webmaster. Herzlichen Dank an Michael Pfeiffer! Wir sind sicher, sie gefällt unseren Besuchern genauso gut wie uns. Der Verein beim Stadtfest in St. Tönis Am ersten September-Wochenende 2012 bei blauem Himmel und Sonnenschein stand der Tierschutz für Willich e.V. mit einem Bücherstand beim Stadtfest in St. Tönis. Leider wurden nicht so viele Bücher verkauft, wie man es sich gewünscht hatte! Aber wir konnten auch hier wieder vieles zum Thema Tierschutz an die interessierten Bürger weiter geben. Gabriele Lauer Veranstaltungen Trödelmarkt bei real,- in Tönisvorst ��Sonntag 23. September 2012 ��Sonntag 28. Oktober 2012 Kaffeeklatsch mit allen Pflegestellen und Paten am Samstag, 29. September 2012 ab 15 Uhr in der Begegnungsstätte/Schiefbahn, Hochstr. 67. Stammtisch für Mitglieder & Freunde im Cafe-Restaurant „Jones“, Anrather Str. 28 ��am Freitag, 5. Oktober 2012 ab 19 Uhr ��am Freitag, 4. Januar 2013 ab 19 Uhr ��am Freitag, 5. April 2013 ab 19 Uhr Weihnachtstreffen am Freitag, 7. Dezember 2012 ab 19 Uhr im Cafe- Restaurant „Jones“, Anrather Str. 28 Jahreshauptversammlung findet voraussichtlich im März 2013 statt, mit Wahl des Vorstandes. TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 19 Unsere Termine


Dies und das! FWZ… eine tolle Einrichtung! Freiwillige, neue Mitglieder und Helfer werden ständig dringend vom Tierschutz für Willich e.V. gesucht. Keine leichte Aufgabe! Wir erfuhren vom FWZ in Schiefbahn, dem Freiwlligenzentrum, einer Einrichtung des Caritasverbandes, die das Engagement aller Bürger unterstützt. Das FWZ hält ein breit gefächertes Angebot an ehrenamtlichen Beschäftigungen für alle Interessierten bereit. Unter www. freiwilligenzentrum-willich.de erhalten Sie weitere Informationen. Wir machten einen Termin aus, bei dem wir unsere Anliegen vorgetragen haben. Es war ein sehr informatives Gespräch und im darauf folgenden Extra-Tipp war dann schon ein Hilfeaufruf für den Tierschutz für Willich e.V. zu lesen, auf den sich ein paar Tage später einige Leute gemeldet haben. So haben wir Unterstützung für die redaktionelle Arbeit des Tierschutz-Journals erhalten und jemanden gefunden, der uns die neue Homepage erstellt hat. Darüber sind wir sehr erfreut und hoffen, dass diese Einrichtung weiter von vielen unterstützt wird. Gabriele Lauer Essen gehen mit Ihrem liebsten Begleiter? Bei uns sind … Hunde erlaubt! Restaurant & Hotel Zur Post Jakob-Krebs-Str. 93-95 · Anrath · www.zur-post-anrath.de � Ihre Werbung in unserem Journal Betreiben Sie ein Geschäft? Sind Sie mit Tieren vertraut - als Tierarzt, Tierheilpraktiker, im Hundesalon oder in der Tierpension? Können wir auf Ihre Dienstleistungen bauen? Oder sind Sie selbständiger Handwerker? Dann würden wir uns sehr freuen, wenn Sie künftig auch in unserem Journal �� �������������������������� ����������������������� �� ������������ �� ������������������� �� �������������������� ������������� �� ���������������������� ���������� Ausgabe 2 – Frühjahr 2012 „Tier will (d)ich!“ auf Ihre Unternehmen, Ihre Firma oder Ihre Praxis aufmerksam machen würden. Ohne unsere Inserenten, wäre das Willicher Tierschutz-Journal nicht möglich! Das Journal erscheint mehrmals im Jahr und wendet sich an alle Tierfreunde, Tierhalter, Vereinsmitglieder und Bürger, die sich für den Tierschutz in unserer Region einsetzen. Das Journal wird den Mitgliedern des Tierschutz für Willich e.V. kostenlos zur Verfügung gestellt und liegt in den Informationszentren der Stadt sowie in den Tierarztpraxen, Tierpensionen und im Einzelhandel in Willich und der näheren Umgebung aus. Unsere aktuellen Mediadaten haben wir auch als Download für Sie auf unserer Homepage unter www.tierschutzwillich.de bereitgestellt. Und auf Wunsch senden wir Ihnen gerne ein Ansichtsexemplar. Miguel Mihalic Fahrzeugaufbereitung Willich Hans-Böckler-Str. 4 47877 Willich Telefon/Fax: 0 21 54 - 89 67 623 Mobil: 0177 - 63 02 813 LACKVEREDELUNG Seite 20 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. WICHTIG!! Ostersonntag, 8. April: OSTEREIER suchen, Süchtelner Str. 41/Anrath 2. Willicher Tierschutztag am Sonntag, 15. Juli 2012 Parkplatz vor Fressnapf + Aldi, Stahlwerk Becker


Eine perfide Art Tiere zu quälen Immer wieder erschüttern uns Nachrichten, in denen von katastrophalen Tierhaltungen berichtet wird. Berlin-Pankow: 133 Ratten müssen aus einem 12 qm großen Raum befreit werden, Baden-Württemberg: das Veterinäramt beschlagnahmt 120 Wellensittiche aus einer Mietwohnung, Kamp-Lintfort: 21 Hunde aus einem Wohnwagen gerettet oder Düsseldorf: 113 Pudel werden in einem Einfamilienhaus gehalten. Die Liste solcher Überschriften lässt sich beliebig fortsetzen und immer wieder taucht in den Berichten der Begriff „Animal Hoarding“ auf. „Animal Hoarding“ – Was ist unter dem Begriff zu verstehen? Die korrekte Übersetzung lautet: „Tiere horten“ und sie charakterisiert das Problem, dass Menschen sich mit einer unüberschaubaren Anzahl von Tieren umgeben. Ebenso präzise ist die Bezeichnung „Tiermessie“. Der manchmal verwendete Ausdruck „Tiere sammeln“ verharmlost dagegen das Problem und ist deshalb unpassend. Der Sachverhalt ist klar: Menschen, die Tiere wie alten Trödel horten, quälen Tiere, und man muss etwas dagegen unternehmen. In den USA nahm man das Problem der Tierhortung erstmalig in den 90er Jahren wahr. Immer häufiger mussten Tiere aus der Obhut von selbsternannten Tierschützern oder Tierfreunden befreit werden, weil sie unter nicht zulässigen Haltungsbedingungen gehalten wurden. Doch dies ist kein Phänomen der USA, auch in Europa und in Deutschland häufen sich die Fälle. Amerikanische Wissenschaftler waren die ersten, die hinter dem Fütterung im Flur Katzenklo im Hausflur „Sammeln“ von Tieren eine menschliche Erkrankung vermuteten. Heute ist man sich in Fachkreisen sicher: Menschen die so handeln, sind psychisch krank. Da in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, mit unsicheren Berufsaussichten, hohem Leistungsdruck und oftmals pessimistischen Zukunftsperspektiven die Fälle psychischer Erkrankungen zunehmen, ist damit zu rechnen, dass auch die Anzahl der bekannt werdenden Fälle von Animal Hoarding ansteigt. Deshalb ist es wichtig, dass über diese Krankheit aufgeklärt wird, damit ein Bewusstsein dafür entsteht und sie auch in Deutschland anerkannt wird. Es ist zwingend notwendig, den betroffenen Menschen professionelle psychiatrische Hilfe anzubieten, damit die Bekämpfung der Tierhortung Erfolg haben kann. Den Tieren kann nur durch ein schnelles Eingreifen und ein gerichtlich ausgesprochenes dauerhaftes Tierhalteverbot geholfen werden. Wenn Tierschutzvereine, Polizei und Veterinäramt einschreiten, finden sie oft katastrophale Zustände vor. Trotz vorhandenem Tierschutzgesetz, in dem Haltung und Umgang mit Tieren klar definiert ist, liegt im Einzelfall die Beweisführung für das gesetzwidrige Tierhorten bei den Behörden (Veterinäramt). Personalmangel, Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und unübersichtliche Örtlichkeiten erschweren die Ermittlungen und verlängern das Leiden der Tiere. Bis dann endgültig ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen wird, sind viel zu oft einige Jahre vergangen. Zusätzlich ist es auch erforderlich, dass diese Verbote von den entsprechenden Behörden konsequent und dauerhaft überprüft werden. Wodurch zeichnet sich ein Tierhorter aus? In den meisten Fällen verfügt er über kein ausreichendes Einkommen, um die große Anzahl an Tiere zu ernähren. Zusätzlich sind die Räumlich- TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 21 Animal Hoarding


Animal Hoarding keiten völlig ungeeignet und viel zu klein, so dass die Minimalanforderung für das Halten von Tieren nicht erfüllt werden. Aufgrund der großen Anzahl an Tieren kann der Halter sich nicht mehr persönlich um jedes Tier kümmern, den Tieren fehlt es an allem: Futter, Wasser, Hygiene, Pflege, persönliche und liebevolle Zuwendung und tierärztliche Betreuung. Wie erkennt man einen Tierhorter? Folgende Kriterien können dabei helfen, eine beginnende Tierhortung zu erkennen: �� es werden überdurchschnittlich viele Tiere auf engem Raum gehalten. �� das vorhandene Gelände bzw. der vorhandener Raum gibt dem einzelnen Tier nicht genügend Lebensraum (keine Ruhezonen oder Rückzugsorte vorhanden) �� die Halter zeigen keine Einsicht, dass bei dem vorhandenen Raumangebot der Tierbestand verringert werden muss. Sie reagieren aggressiv und fühlen sich ungerecht behandelt. �� Geruchs- und Lärmbelästigung für die Nachbarn Kitten, ca. 4 Wochen alt Gibt es gemeinsame Merkmale bei Tierhortern? Bei näheren Untersuchungen konnten Wissenschaftler folgende Gesetzmäßigkeiten herausfinden: ��Hunde und Katzen sind am häufigsten betroffen, aber auch Nager und Vögel. ��Tierhorter sind mehrheitlich Einzelpersonen mit Bindungsschwierigkeiten. ��Drei Viertel der Tierhorter sind Frauen. ��Die meisten sind über 50 Jahre alt. ��In 70% der Fälle ist der Boden der Wohnung mit Tierexkrementen verschmutzt. ��In 24% der Fälle sind auch Bett und Sofa des Tierhalters mit Kot verschmutzt. ��Mehr als die Hälfte der Tierhalter zeigt keine Einsicht in die Problematik, d. h. der Tierhorter erkennt nicht, dass die Tiere bei ihm leiden. Für ihn ist die Situation nicht problematisch. ��Fast alle bezeichnen sich als Tierschützer oder Tierfreund. Handeln alle Tierhorter nach den gleichen Beweggründen? Bislang kann man fünf verschiedene Horter-Typen unterscheiden: ��Der Pflegertyp will sich anfänglich nur um die Tiere kümmern. Für ihn hat das Tier einen hohen Stellenwert. Da er die Tiere nicht nach den Geschlechtern trennt, vermehren sich die Tierbestände unkontrolliert und ihm wächst alles über den Kopf. Er merkt, dass er die Tiere nicht mehr ausreichend versorgen kann, doch er ist nicht fähig, sein Problem zu kommunizieren und zu lösen. Er leugnet das Problem nicht vollständig und zeigt eine gewisse Einsicht. Zusätzlich ist er meist sozial isoliert. ��Für den Rettertyp ist die Aufnahme von Tieren eine Mission und Berufung. Er hat meist selbst Angst vor dem Tod und lehnt deshalb auch die Euthanasie (Sterbehilfe) bei unheilbar kranken und schwer leidenden Tieren strikt ab. Er ist davon überzeugt, dass es die Tiere nur bei ihm gut haben. Ihm fehlt jede Einsicht in die Problematik. Autoritäten meidet er und befolgt auch keine Weisung. Er ist nicht unbedingt sozial isoliert. Nicht selten führt er ein völlig normales gesellschaftliches Leben. ��Der Ausbeutertyp hält die Tiere nur aus eigennützigen Zwecken. Er schafft sich Tiere ausschließlich als Statussymbol an und hat keinerlei Bindung zu den Tieren. Bisher ist dieser Typ nur in den USA bekannt. Durch sein selbstbewusstes und eloquentes Auftreten ist er fähig, den Behörden und seiner Umgebung etwas „vorzuspielen“. Auch er zeigt keine Einsicht in die Problematik. ��Der Züchtertyp züchtet zunächst nur für Ausstellungen und für den Verkauf. Aber mit der Zeit geht ihm der Überblick verloren und die Tiere vermehren sich nur noch unkontrolliert. ��Mischtypen – Natürlich gibt es auch Mischtypen, bei denen mehrere Merkmale zu finden sind. Seite 22 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Wohnzimmer! Auch der Tierschutz für Willich ist in der Vergangenheit schon häufiger mit dem Thema "Animal Hoarding" konfrontiert worden. Solche Fälle sind immer wieder eine immense Belastung für Tierschutzvereine und Tierheime, da auf einen Schlag eine hohe Anzahl von Tieren tierärztlich versorgt, i.d.R. kastriert, geimpft sowie gechipt werden müssen und natürlich scheitert es sehr oft an schnellen Unterbringungsmöglichkeit für diese Tiere. Auch ist es eine sehr hohe finanzielle Belastung, da normalerweise kein Tier jemals vorher einen Tierarzt gesehen hat. In unseren Fällen sind die Tiere extrem scheu, da sie in einer so großen Anzahl in einem Haushalt gelebt haben, dass überhaupt nicht die Möglichkeit bestand, sich mit jedem einzelnen Tier zu beschäftigen, mit ihnen zu spielen und zu kuscheln. Unsere Katzen aus den sogenannten Animal Hoarding Fällen sind, bis auf ein paar Ausnahmen, alle sehr gut zu verständnisvollen Menschen vermittelt worden und dürfen nun erfahren, was es heißt, ein tiergerechtes und liebevolles Zuhause zu haben. Einige warten aber noch immer auf ihre passenden Menschen. Meistens sind es die Nachbarn, die durch unangenehme Gerüche und/oder anhaltenden Lärm aufmerksam werden. Deswegen unsere Bitte an Sie: Verschließen Sie nicht die Augen vor Ihren Mitmenschen, und vielleicht auch Nachbarn, sowie deren Tiere. Sollten Ihnen ein Animal Hoarding Fall bekannt sein oder Sie haben den Verdacht jemanden zu kennen der Tiere hortet, dann scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren unter der Rufnummer: 0162 - 859 94 04. Selbstverständlich werden Ihre Hinweise vertraulich behandelt. Kornelia Dahmen & Manuela Mihalic Eine närrische Glückszahl 333,33 Euro erhielt der Tierschutz für Willich e.V. per Scheck. Dieser war von der Karnevalsprinzessin Andrea Hasenbeck ausgestellt und wurde mit den Ministern Steffi Vincenz und Dietmar Klang übergeben. Als kleine Beigabe erhielt der Tierschutz für Willich e.V. noch ein paar Säcke Katzenstreu, die er bei der Vielzahl der Katzen gut gebrauchen kann. Der Tierschutz für Willich e.V. bedankt sich ganz herzlich bei allen Narren mit einem tierischen Helau! SPENDER/ INNEN GESUCHT! Haben Sie ein Herz für Tiere? Dann unterstützen Sie den Tierschutz für Willich e.V. mit einer Patenschaft, Spende, als Pflegestelle oder mit Ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Foto: Vincent, 6 - Beagle in Not Tierschutz für Willich e.V. TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 23 Neuigkeiten


Wegwerfkühe - gestohlene Kinder „Die Milch macht´s!“ – was eigentlich? Wieso geben Kühe Milch? Aus demselben Grund wie die Menschen, um ihre Babys zu ernähren. Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken darüber, wieso Kühe eigentlich Milch geben. Der Glaube, dass die Tiere einfach ständig von selbst Milch geben und deswegen auch gemolken werden "müssen" und wir Ihnen somit noch was Gutes tun, ist leider weit verbreitet. Kühe sind jedoch normale Säugetiere, die nur Milch produzieren, nachdem sie schwanger waren und ein Junges auf die Welt gebracht haben. Deshalb werden Milchkühe bereits ab einem Lebensalter von 18 Monaten durch meist künstliche Besamung einmal jährlich geschwängert. Vielleicht haben Sie sich auch schonmal gefragt, warum man fast niemals die niedlichen Kälbchen mit ihren Müttern zusammen auf der Weide sieht? Weil die Muttermilch der Kühe für uns Menschen genommen wird, werden die Kälbchen gleich nach der Geburt ihren Müttern weggenommen, damit sie uns die Milch nicht „wegtrinken“. Die Kleinen haben natürlich Angst und sehnen sich verzweifelt nach ihren Müttern. Kuh und Kälbchen schreien deswegen oft tagelang jämmerlich nacheinander - ein ganz natürlicher Mutter-/Kindinstinkt. Eine Mutter, die ihr Kind liebt – sie gehören zusammen Die weiblichen „Kuh-Babys“ werden entweder sofort geschlachtet oder zu Milchkühen aufgezogen, um das gleiche Schicksal zu erleiden wie ihre Mütter, die sie nie kennenlernen durften. Die männlichen Kälbchen werden zur Produktion von Kalbfleisch drei bis sechs Monate lang gemästet, bis sie im Schlachthof enden. Dazu werden sie in enge Kälberboxen oder Holzverschläge gesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können. Bei der Gruppenhaltung sind 1,5 qm pro Kalb vorgeschrieben, wodurch der Profit maximiert wird. Statt der Muttermilch bekommen alle Kälber Milchaustausch, eine fette weiße Brühe, die aus Magermilchpulver, Talg, Walfett und viel Salz besteht. Durch die überhöhte Menge Salz müssen die Kälber in Ermangelung von Wasser mehr davon trinken und werden so schneller auf das optimale Schlachtgewicht gemästet. Die Tiere werden außerdem künstlich anämisch (blutarm) gehalten, indem man sie an der Aufnahme von Eisen und Rauhfutter hindert. Durch diese Mangelernährung bleibt das Fleisch schön hellrosa, genauso wie die „Feinschmecker" es an der Fleischtheke am liebsten kaufen! Ist Käse vegetarisch? Die Auffassung, dass der Konsum von Milch und Milchprodukten ohne die Ausnutzung und Tötung von Lebewesen auskommt, ist leider falsch. Hartkäse werden normalerweise mit dem Magenferment Lab aus den Mägen toter Kälber behandelt, um eine Käsebildung zu bewirken. Und: tierisches Lab ist nicht kennzeichnungspflichtig! Alleine die Käse-Hersteller können sagen, welches Lab verwendet wurde. Obwohl Rinder von Natur aus reine Pflanzenfresser sind, dürfen sie inzwischen wieder mit Tiermehl aus toten und zermahlenen Fischen gefüttert werden, was nach dem Ausbruch von BSE lange Zeit untersagt war. Die meisten kleinen Bauernhöfe sind inzwischen durch eine industrialisierte Intensivtierhaltung ersetzt worden. Die Tiere werden zu 90 Prozent in riesigen, verdreckten Hallen auf Spaltenböden gehalten, auf denen sich Krankheiten schnell ausbreiten. Manche Kühe verbringen ihr ganzes Leben auf Betonböden oder werden auf riesigen, überfüllten Weiden gehalten, wo sie gezwungen sind, inmitten ihrer eigenen Exkremente zu leben. Die Spaltenböden führen zu schmerzenden Füßen bis hin zu Verformungen. Viele Kälber leiden an Durchfall, Lungenentzündungen und Lahmheit, so das etwa 10 Prozent der Kälber in den ersten Lebenswochen sterben. Seite 24 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Foto: © Jo-Anne McArthur/www.weanimals.org Keine Milch ohne Kalbsfleisch! Dieses Baby wird seine Mutter nie wiedersehen. Doch auch ihre Mü tter werden nicht sehr alt: Eine Milchkuh wird durchschnittlich im Alter von 4 bis 5 Jahren geschlachtet – „Wegwerfkühe!“ Von Natur aus können Kühe bis zu 30 Jahre alt werden! Durch gezielte Zü chtung und die Verabreichung von Antibiotika und Hormonen wird jede einzelne Kuh gezwungen, jährlich mehr als 10.000 Liter Milch (d.h. durchschnittlich 27 Liter pro Tag) zu geben. Frü her waren es täglich ca. 8 Liter. Das ist annähernd die Menge, die ein Kälbchen braucht, um heranwachsen zu können. Durch genetische Veränderung hat der Mensch erreicht, das sich der Euter widernatürlich auf das 10-fache vergrößert. Ansonsten wäre diese völlig unnatü rliche Milchleistung gar nicht möglich. Übertragen auf die Brust einer Frau wird die Perversität besonders deutlich. Die dermaßen ü berzü chteten Tiere können mit diesen monströsen Riesen-Eutern kaum richtig laufen und sind besonders krankheitsanfällig. So leiden viele Milchkü he an einer schmerzhaften Entzü ndung der Milchdrüsen. Wenn sie gemolken werden, fließt der Eiter und die Bakterien der Entzündung mit in die Milch. Forscher schätzen, dass ein normales Glas Milch 1 bis 7 Tropfen Eiter enthält. Guten Appetit! Und ob nun „Bio“ oder „Öko“ - viele der angeblich „glücklicheren Tiere“ müssen trotzdem lange Transporte zum Schlachthof überstehen. Auch wenn sie vielleicht ein etwas besseres Leben als ihre Artgenossen in der Intensivtierhaltung hatten, es wird ihnen ebenso vorzeitig und auf grausame Weise genommen. Es gibt nämlich keine Schlachthöfe für Bio-Tiere in denen sie tot gestreichelt werden – am Ende kommen alle Tiere in den gleichen Schlachtbetrieb. Ob konventionell oder kontrolliert-biologisch – an den genannten Umständen ändern auch ein paar Quadratmeter mehr oder weniger Bewegungsfläche sehr wenig. An Stelle ihres Kalbes saugt nur die Melkmaschine an der Mutterkuh. Im Laufe ihres Lebens bringt eine Kuh viele Kälber zur Welt, von denen sie keines großziehen darf. Ist ihre Produktivität schließlich erschöpft, wird sie geschlachtet. Die Kühe in der Intensivhaltung leiden Qualen und die Menschen, welche Milchprodukte konsumieren, erhöhen das Risiko, an Herzerkrankungen, Diabetes, Asthma, Allergien, Krebs und zahlreichen anderen Beschwerden zu erkranken. Milch und Milchprodukte sind für den Menschen überflüssig und auf lange Sicht gesundheitsschädigend, so das Fazit des renommierten Ernährungswissenschaftlers T. Colin Campbell, in seiner viel beachteten „China Study“ . Bitte informieren Sie sich! ��www.soylentnetwork.com ��www.stiftung-fuer-tierschutz.de ��www.milchumstieg.de ��www.tier-im-fokus.ch/info-material/ info-dossiers/milch ��www.milch-den-kuehen.de ��www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html Dabei wird Kuhmilch erst seit 7.000 Jahren genutzt und diente einst als Ersatz für andere Lebensmittel. Fast 75% der Weltbevölkerung leiden an einer Laktoseintoleranz, was bedeutet, dass sie nicht in der Lage sind, Milchprodukte richtig zu verdauen. Die meisten Menschen hören mit der Produktion des Enzyms Laktase im Alter von fünf Jahren auf, da der Körper als Erwachsener keine Säuglingsmilch mehr braucht, schon gar nicht die einer anderen Spezies. Die Unverträglichkeit ist also keine Krankheit, sondern eigentlich der Normalzustand. Asiaten und Afrikaner essen so gut wie keine Milchprodukte, es ekelt sie sogar davor und doch ist die Osteoporoserate dort viel niedriger als bei uns. Zuviel tierisches Eiweiß verhindert nämlich die Einlagerung von Kalzium in die Knochen. Besonders verarbeitete Milch gehört zu den Säurebildnern und neigt dazu, Kalzium zur Säureneutralisation wieder aus dem Körper zu entziehen. In der nächsten Ausgabe lesen Sie mehr über Kuhmilch, Alternativen und wie Sie helfen können. Petra Adams TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 25 Milch kommt nicht aus der Tüte


Es geht weiter! Gegen den sexuellen Missbrauch von Tieren Seit Anfang des Jahres unterstützt der Tierschutz für Willich die Aktion „Gegen den sexuellen Missbrauch von Tieren“. Am 7. Juli konnten wir auf der Mahnwache in Düsseldorf bereits 452 gültige Unterschriften an die Initiatorin Ulla Saure übergeben. Natürlich sind wir nicht der einzige Verein, der fleißig Unterschriften für die Petition sammelt. So konnten insgesamt schon 35.436 gültige Unterschriften gezählt werden. Außerdem liegen bereits weitere 25.000 Unterschriften vor, die aber noch auf ihre Gültigkeit überprüft werden müssen. Auch konnten wir auf dem „2. Willicher Tierschutz- Tag“ wieder 60 gültige Unterschriften für die Gesetzesänderung sammeln. Im Rahmen eines Bürgerdialogs, den Bundeskanzlerin Angela Merkel im Internet gestartet hatte, gelang es der Initiative unter die 10 meist bewerteten Vorschläge zu kommen, was in Deutschland geändert werden sollte. Ulla Saure wurde ins Kanzleramt eingeladen und hatte am 3. Juli die Möglichkeit Frau Merkel über den Misstand des Tierschutzgesetzes in Bezug auf den sexuellen Missbrauch hinzuweisen und zu informieren. Die Kanzlerin gab sich sehr interessiert an dem Thema und versprach den Vorschlag ihrem Kabinett vorzulegen. Im stenografischen Bericht des Bundesrates zu seiner 899. Sitzung vom 6. Juli 2012 wurde das Thema Tierschutz unter den Top 14 behandelt. Dieser Sitzung ging eine Empfehlung voraus, dass der Bundesrat der Bundesregierung empfehlen möge „im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfen, wie ein Verbot der Sodomie im Tierschutzgesetz verankert werden kann“. Oase der Ruhe Tierfriedhof Mönchengladbach 2012 Tierfriedhof Mönchengladbach, Monika Ludwig, Preyerstr., 41239 MG Tel: 02166 638658, Mobil: 0173 5191952, E-Mail: post@tierfriedhof-mg.de Wir informieren auch über das „Tabu-Thema“ Die mehrheitliche Meinung der Bundesländer ist, dass die Sodomie ohne Nachweiserfordernis von Schmerzen, Leiden oder Schäden wieder strafbar werden soll. Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, dass das Thema Sodomie schon in den parlamentarischen Gremien angekommen ist. Im Oktober hieß es laut diversen Sitzungsprotokollen, dass der sexuelle Missbrauch von Tieren im Rahmen der Novellierung des Tierschutzgesetzes im November dann über einen Bußgeldkatalog zu ahnden sei. Dies ist zwar nicht das, was die Tierschützer sich vorgestellt hatten, aber es wäre ein Anfang die Taten zumindest als Ordnungswidrigkeit zu behandeln. Mahnwache Krefeld Auch sollten die Leiden der Tiere, die ja oft auch psychischer Natur sind, nicht mehr nachweispflichtig sein. Leider wurde am 5.11.2012 bekanntgegeben, dass die Novellierung des Tierschutzgesetzes aufgrund parteilicher Differenzen bis auf weiteres vertagt wurde. Ein herber Rückschlag! Wir bleiben aber weiter am Ball. Wir informieren weiterhin die Menschen, dass es in Deutschland sexuellen Missbrauch an Tieren gibt und dass dieser leider noch straffrei ist. Und wir sammeln weiterhin Unterschriften für die Petition. Auf unserer Homepage finden Sie die Unterschriftenlisten zum Ausdrucken. Unterstützen Sie uns! Vielen Dank. Sandra Winkens Seite 26 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Grundschulprojekt Auf Einladung der Albert-Schweitzer-Grundschule in Anrath konnte der Tierschutz für Willich e.V. bei einem Besuch am 30.3.2012 einige Zeit mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse verbringen. Als Gast war Kaninchendame Stine und Kaninchenbock Momo mit von der Partie. Es wurde einiges zum Tierschutz und zur Haustierhaltung erzählen. Die Kinder waren alle sehr interessiert und stellten viele Fragen. Einige Schülerinnen und Schüler haben zu ihrem eigenen Haustier eine kleine Geschichte geschrieben und dazu etwas gemalt. Hier nun einige der eingereichten Geschichten. TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 27 Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule


Wir bitten um Ihre Mithilfe Jerry & Lulu Eine unserer Pflegestellen wurde im Internet auf eine sogenannte Hinterhofvermehrerin für Britisch-Kurzhaar und Orientalisch-Kurzhaar- Katzen aufmerksam. Als sie sich als Interessentin ausgab und einen Kennenlerntermin für Jerry & Lulu ausgemacht hat, und die dort herrschenden Zustände gesehen hat, war sie so geschockt, dass sie Jerry und Lulu sofort mitgenommen hat. Die beiden lebten mit ca. 75 anderen Rasse- und Rasse-Mix-Katzen in einer Holzgartenlaube! Es gab nicht genügend Futter und sämtliche Türen und Fensterrahmen sowie Holzvertäfelungen waren schon von den Katzen angefressen. Man hatte ihr gesagt, die beiden wären ca. 9 Monate alt und nicht zur Zucht zu gebrauchen, da sie zu klein und zu dünn wären. Die Pflegestelle hat mich dann sofort kontaktiert und ich bin dann hingefahren. Ich war entsetzt als ich die beiden halbverhungerten Katzen vorfand. Ich nahm die Zwei kurzerhand mit und stellte sie unserem Tierarzt vor. Der Tierarzt war sichtlich geschockt, als ich ihm die beiden vorgestellt habe. Jerry war vollkommen mangel- und unterernährt und in keinem guten gesundheitlichen Zustand. Sein Alter wurde auf ca. 11 Jahre geschätzt. Seine Augen trieften, er bekam schlecht Luft und wir konnten beobachten, dass er Probleme beim Fressen hatte. Lulu sah ein wenig besser vom Fell her aus, ihr Ernährungszustand war aber auch fraglich, ihr Alter wurde auf ca. 4-6 Jahre geschätzt. Zuerst unterernährt … und krank … Der Tierarzt fragte mich, ob die beiden Holztüren gefressen hätten, denn solche Spuren waren im Zahnfleisch der beiden zu erkennen. … und heute Ich konnte dies nur bestätigen, da mir die Pflegestelle ja geschildert hat, wie es bei dieser Vermehrerin ausgesehen hat. Wir haben die beiden mittlerweile auf Katzenkrankheiten testen lassen, die Tests sind negativ ausgefallen. Jerry und Lulu werden in unserer Pflegestelle liebevoll aufgepäppelt und bekommen die notwendige medizinische Versorgung. Die beiden sind Menschen gegenüber sehr zurückhaltend, weil sie bisher keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Mittlerweile haben sie sich gut eingelebt und mit viel Ruhe und Geduld kann man die zwei auch streicheln. Beide wurden mittlerweile kastriert sowie gechipt und Jerry bekam eine aufwendige Zahnsanierung. Jerry und Lulu wurden negativ auf Katzenkrankheiten getestet. Unser Spendenkonto: Tierschutz für Willich e.V. Volksbank Mönchengladbach BLZ: 310 605 17 Kto: 3 110 972 015 Verwendungszweck: Jerry & Lulu Wir wünschen uns für die zwei Hübschen ein ruhiges und verständnisvolles Zuhause oder auch eine Dauerpflegestelle, die bereit ist, Jerry und Lulu die erforderliche Eingewöhnungszeit zu geben. Die beiden sollen endlich erfahren, was es heißt, ein katzenwürdiges Leben mit viel Liebe und Streicheleinheiten zu führen und endlich in einem Zuhause angekommen zu sein. Weiterhin würden wir uns nette Tierpaten wünschen, die bereit sind, die weiterhin anfallenden Tierarztkosten und das hochwertige Futter für die beiden mitzufinanzieren. Manuela Mihalic Seite 28 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


Wichteln für die Tiere Liebe Mitglieder, Inserenten & Tierfreunde, in diesem Jahr haben wir uns überlegt, dass wir auch den Tieren in unseren Pflegestellen zu Weihnachten eine Freude machen möchten. Aus diesem Grunde haben wir die Aktion „Wichteln für die Tiere des Tierschutz für Willich e.V." ins Leben gerufen. Jeder der Lust hat mitzumachen, kann sich ein Tier auf unserer Homepage unter www.tierschutzwillich.de aussuchen, den er beschenken möchte. Auch haben wir auf unserer FB-Seite ein Fotoalbum der zu beschenkenden Tiere eingestellt. Es können natürlich auch allgemeine Päckchen gepackt werden. Hier werden immer gebraucht: Naßfutter für Katzen, Fressnäpfe, Leckerlis, Kitten-Trockenfutter, Aufzuchtmilch für Kitten, Spezielles Nierennassfutter für Katzen, Wurmkuren, Spielzeug, Flohmittel, Kuschelkörbchen und Decken, Kratzbretter und Katzenstreu. Päckchen können Mittwochs in unserer Tierschutzsprechstunde in der Zeit von 19.00 bis 20.00 Uhr abgegeben werden oder auch an unsere Adresse gesandt werden. Tierschutz für Willich e.V. Süchtelner Straße 41, 47877 Willich Bitte vergessen Sie nicht, den Namen Ihres Wunschtieres auf das Paket zu schreiben, damit das Päckchen auch bei dem richtigen Tier landet. Ihren Namen werden wir auf der Homepage, sowie auf unserem Facebook-Profil veröffentlichen. Wenn Sie dies nicht möchten, schreiben Sie bitte einen Hinweis auf das Päckchen. Wir freuen uns sehr über zahlreiche Teilnahme und hoffen, dass wir so gemeinsam viele Tiere in der Weihnachtszeit etwas glücklicher machen können. Rico – ein pfiffiger kleiner Bursche Der Zwergpinscher Rico ist im Oktober 2008 geboren und ist 6 kg leicht. Sein Frauchen kann sich leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausreichend um ihn kümmern. Rico sucht nun liebe Menschen, zu denen vielleicht bereits ein spielfreudiger Artgenosse gehören könnte. Am liebsten wäre ihm eine nette Hundedame zur Gesellschaft. Auch motivierte Hundeanfänger, die viel Zeit für den kleinen Hundemann haben, würden gut zu Rico passen. Der Kleine ist lieb, ausgesprochen gelehrig und immer in der Nähe seiner Menschen. Der Rüde ist pinschertypisch sowohl temperamentvoll als auch hochsensibel und sucht einfühlsame Menschen, die das zu schätzen wissen. Unterwegs bei Spaziergängen ist er prima ableinbar, hört sehr gut und zeigt Talent für Agility. Nur in Waldgebieten mit viel Wild ist eine lange Leine angebracht. Der muntere Bursche ist kastriert, geimpft und gechippt. Rico ist topfit und zuverlässig stubenrein. Er begleitet seine Menschen auch gerne im Auto, manchmal sogar mit ein wenig Freudengequietsche. TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 29 Unserer Sorgenfelle


Zum Seminar in die Klinik Fortbildung für Tierschutzvereine Aus dem Wochenend-Seminar des Deutschen Tierschutzbundes am 13. und 14. Oktober 2012 konnte auch der Tierschutz für Willich e.V. vieles als Anregung und Zielsetzung mitnehmen, Thema: Finanzen und Steuern! Zu diesem Seminar kamen Tierheimleiter und Tierschützer und ihre 4-Beiner aus ganz Deutschland und es gab viele interessante Gespräche. Die Hauptthemen aber waren: Fundtiere und die Kosten aus rechtlicher Sicht, Fundtierkosten, Tierschutzverein aus steuerlicher Sicht, Fundraising und Praxisbeispiele. Die Kommunen sind per Gesetz verpflichtet sich um Fundtiere zu kümmern. Da die Stadt Willich unserem Verein jedoch keinerlei Kosten erstattet – obwohl wir der Liebe Mitglieder, Inserenten und Tierfreunde! An dieser Stelle möchten wir uns gerne für die bisherige Unterstützung bedanken und wünschen allen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. LESIA – Zentrum für Tiermedizin Gemeinde diese Arbeit zum Großteil abnehmen – war diese Information für uns doppelt wichtig! So interessant diese Veranstaltung auch war, so ist doch die Umsetzung für den Tierschutzverein fast unmöglich. Alle Aktiven arbeiten neben ihrem Hauptberuf ehrenamtlich in der Freizeit und um diese wichtigen Themen umzusetzen, müsste man hauptberuflich nur die Tierschutzarbeit leisten können. Das ist leider so nicht möglich! In der Pause fand eine kleine Führung durch die Tierklinik statt und wir sind sehr erfreut darüber im größeren Umkreis von Willich so eine moderne Tierklinik zu haben. Die Verpflegung aller Teilnehmer war „sehr-sehr-lecker“, das Seminar super informativ und alles in allem ein tolles Wochenende! Gabriele Lauer Über weitere freiwillige Unterstützung im neuen Jahr würden wir uns natürlich sehr freuen. Das Team des Tierschutz für Willich e.V. Seite 30 | November 2012 TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V.


So helfen Sie Mitglied werden: Wir freuen uns stets über neue passive oder aktive Mitglieder. Wenn Sie Interesse an einer Mitgliedschaft in unserem Verein haben, können Sie uns unter der Telefonnummer 0162 – 859 94 04, per E-Mail unter info@tierschutzwillich.de erreichen. Oder Sie füllen hier den Mitgliedsantrag aus und schicken ihn uns direkt zu. Der Jahres-Mitgliedsbeitrag beträgt 35,– €, für Ehepaare 50,– €. Fördermitgliedsschaften 65,– €. Aktiv helfen: Als aktives Mitglied können Sie uns tatkräftig unterstützen, beispielsweise bei der Organisation von Veranstaltungen, durch die Präsenz an Informationsständen oder das Sammeln von Spenden. Geld-, Sach- und Futterspenden: Wie jeder Tierschutzverein sind wir auf die Spenden großzügiger tierlieber Menschen angewiesen. Um beispielsweise die Tierarztkosten für Kastrationen der wild lebenden Katzen finanzieren zu können, sind wir für jeden Euro dankbar. Und da alle unsere Mitglieder ehrenamtlich tätig sind, kommt jeder Euro den Tieren zu Gute. Beitrittserklärung Selbstverständlich stellen wir Ihnen, falls gewünscht, darüber eine Spendenquittung aus. Auch Sachspenden (z.B. Katzenkörbe, Katzenfallen, Hundeleinen, Schlauchboot, Kescher usw.) und Futterspenden werden ständig dringend benötigt. Sie können diese direkt bei uns nach tel. Absprache abgeben oder im Raum Willich von uns abholen lassen. Kurzfristige Pflegestellen: Sie möchten einem Tier eine Zuhause auf Zeit bieten oder möchten Pflegetiere auf Dauer bei sich aufnehmen? Ständig suchen wir Pflegestellen für Hunde, Katzen, Kaninchen etc. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf, wir kümmern uns dann um alles Weitere. Unser Spendenkonto: Tierschutz für Willich e.V. Volksbank Mönchengladbach BLZ: 310 605 17 Kto: 3 110 972 015 Helfen Sie – die Tiere werden es Ihnen danken. Hiermit beantrage ich meine Mitgliedschaft zum Tierschutz für Willich e.V. Vorname: ......................................... Nachname: ............................................ Straße/Nr.: ......................................... Zusatz: ............................................ PLZ: ......................................... Wohnort: ............................................ Telefon: ......................................... Mobil: ............................................ Fax: ......................................... E-Mail: ............................................ Geburtstag: ......................................... Eintrittsdatum: ............................................ Ort/Datum ......................................... Unterschrift ......................................... .................................................................. Unterschrift gesetzl. Vertreter bei Minderjährigen


Profitieren Sie von unserer Gasfestpreisgarantie*: Entscheiden Sie sich für STW Gas fix. Wählen Sie für Ihre Preissicherheit eine Laufzeit von einem, zwei oder drei Jahren. Im Gegenzug gewähren wir Ihnen einen Rabatt von bis zu 8 %. Treffen Sie Ihre Wahl ganz einfach online im Bereich Kundenservice. * Garantie bezieht sich auf Kosten der Beschaffung sowie die Entgelte für Netznutzung, Messung und Abrechnung – nicht auf Steuern und sonstige Preisbestandteile. STW Stadtwerke Willich GmbH Tel. 02154 4703-255 www.stadtwerke-willich.de Tierschutz für Willich e.V. (gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt) Süchtelner Str. 41 · 47877 Willich Telefon: 0162 85 99 404 E-Mail: info@tierschutzwillich.de Internet: www.tierschutzwillich.de

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