Liebes Team von Tier will (d) - Tierschutz Willich eV

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Liebes Team von Tier will (d) - Tierschutz Willich eV

Foto: © Jo-Anne McArthur/www.weanimals.org

Keine Milch ohne Kalbsfleisch! Dieses Baby wird

seine Mutter nie wiedersehen.

Doch auch ihre Mü tter werden nicht sehr

alt: Eine Milchkuh wird durchschnittlich im Alter von

4 bis 5 Jahren geschlachtet – „Wegwerfkühe!“ Von

Natur aus können Kühe bis zu 30 Jahre alt werden!

Durch gezielte Zü chtung und die Verabreichung

von Antibiotika und Hormonen wird jede einzelne

Kuh gezwungen, jährlich mehr als 10.000 Liter

Milch (d.h. durchschnittlich 27 Liter pro Tag) zu

geben. Frü her waren es täglich ca. 8 Liter. Das ist

annähernd die Menge, die ein Kälbchen braucht,

um heranwachsen zu können. Durch genetische

Veränderung hat der Mensch erreicht, das sich der

Euter widernatürlich auf das 10-fache vergrößert.

Ansonsten wäre diese völlig unnatü rliche Milchleistung

gar nicht möglich. Übertragen auf die Brust einer

Frau wird die Perversität besonders deutlich. Die

dermaßen ü berzü chteten Tiere können mit diesen

monströsen Riesen-Eutern kaum richtig laufen und

sind besonders krankheitsanfällig. So leiden viele

Milchkü he an einer schmerzhaften Entzü ndung der

Milchdrüsen. Wenn sie gemolken werden, fließt der

Eiter und die Bakterien der Entzündung mit in die

Milch. Forscher schätzen, dass ein normales Glas

Milch 1 bis 7 Tropfen Eiter enthält. Guten Appetit!

Und ob nun „Bio“ oder „Öko“ - viele

der angeblich „glücklicheren Tiere“ müssen trotzdem

lange Transporte zum Schlachthof überstehen.

Auch wenn sie vielleicht ein etwas besseres Leben

als ihre Artgenossen in der Intensivtierhaltung

hatten, es wird ihnen ebenso vorzeitig und auf

grausame Weise genommen. Es gibt nämlich

keine Schlachthöfe für Bio-Tiere in denen sie tot

gestreichelt werden – am Ende kommen alle Tiere

in den gleichen Schlachtbetrieb. Ob konventionell

oder kontrolliert-biologisch – an den genannten

Umständen ändern auch ein paar Quadratmeter

mehr oder weniger Bewegungsfläche sehr wenig.

An Stelle ihres Kalbes saugt nur die

Melkmaschine an der Mutterkuh. Im Laufe ihres

Lebens bringt eine Kuh viele Kälber zur Welt, von

denen sie keines großziehen darf. Ist ihre Produktivität

schließlich erschöpft, wird sie geschlachtet.

Die Kühe in der Intensivhaltung leiden Qualen und

die Menschen, welche Milchprodukte konsumieren,

erhöhen das Risiko, an Herzerkrankungen, Diabetes,

Asthma, Allergien, Krebs und zahlreichen anderen

Beschwerden zu erkranken. Milch und Milchprodukte

sind für den Menschen überflüssig und auf lange

Sicht gesundheitsschädigend, so das Fazit des

renommierten Ernährungswissenschaftlers T. Colin

Campbell, in seiner viel beachteten „China Study“ .

Bitte informieren Sie sich!

��www.soylentnetwork.com

��www.stiftung-fuer-tierschutz.de

��www.milchumstieg.de

��www.tier-im-fokus.ch/info-material/

info-dossiers/milch

��www.milch-den-kuehen.de

��www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Dabei wird Kuhmilch erst seit 7.000

Jahren genutzt und diente einst als Ersatz für andere

Lebensmittel. Fast 75% der Weltbevölkerung leiden

an einer Laktoseintoleranz, was bedeutet, dass sie

nicht in der Lage sind, Milchprodukte richtig zu

verdauen. Die meisten Menschen hören mit der

Produktion des Enzyms Laktase im Alter von fünf

Jahren auf, da der Körper als Erwachsener keine

Säuglingsmilch mehr braucht, schon gar nicht

die einer anderen Spezies. Die Unverträglichkeit

ist also keine Krankheit, sondern eigentlich der

Normalzustand. Asiaten und Afrikaner essen so

gut wie keine Milchprodukte, es ekelt sie sogar

davor und doch ist die Osteoporoserate dort viel

niedriger als bei uns. Zuviel tierisches Eiweiß

verhindert nämlich die Einlagerung von Kalzium in

die Knochen. Besonders verarbeitete Milch gehört

zu den Säurebildnern und neigt dazu, Kalzium

zur Säureneutralisation wieder aus dem Körper

zu entziehen.

In der nächsten Ausgabe lesen Sie mehr über

Kuhmilch, Alternativen und wie Sie helfen können.

Petra Adams

TIERSCHUTZ FÜR WILLICH e.V. November 2012 | Seite 25

Milch kommt nicht aus der Tüte

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