Kostenlos - Tierschutz Euskirchen eV

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INHALT

Seite

Vorwort 3

20 Jahre Tierschutz Euskirchen e.V. 5

Statistik 6

3 Zufälle an zwei Juni-Tagen 8

Angebot für Kinder und Jugendliche 11

Aktive Helfer 12

Paco aus dem Rhabarber 15

Aufnahmeantrag 18

Nehmen wir mal an… 22

Freie Ostern für alle 24

Historie 26

Naturheilkunde 28

Auch Katzen sind Fundtiere… 30

Familie Perschen und die Enten 33

Tierärztinnen und Tierärzte 34

20 auf einen Streich… 35

IMPRESSUM

Herausgeber: Tierschutz Euskirchen e.V., Johannesstr. 11

53881 Euskirchen, Tel. 02251-61441

Redaktion: Brigitte Uzarek, Pfarrer-Becker-Str. 1,

53902 Bad Münstereifel, Tel.02253-4651

Susanne Daniel, Kessenicher Str. 152,

53879 Euskirchen, Tel. 02251-72790

Druck: Gruna und Langer, Graph. Betrieb GmbH,

53121 Bonn-Endenich, Tel. 0228-623522

Bildmaterial: Dr. W. Buchmann, S. Daniel, N. Sassenscheidt

S. Spiegel, B. Uzarek

2


Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

die wirtschaftliche Situation in unserem Land macht nicht nur uns

Menschen das Leben schwerer, auch alle anderen Geschöpfe Gottes

leiden darunter!

Es muss an allen Ecken und Enden gespart werden, auch im

Tierschutz Euskirchen e.V., leider!

Wir brauchen Spenden!!!

Seit April 2004 bin ich nun im Amt der 1. Vorsitzenden des

Tierschutzvereins und musste in der kurzen Zeit schon viele

Entscheidungen fällen und Änderungen einführen, die nicht immer

auf Gegenliebe und Verständnis stießen. Sparmaßnahmen treffen

meist nicht auf Sympathie!

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Tieren bestmöglich

zu helfen. Das heißt, es müssen auch Kompromisse eingegangen

werden. Kompromisse, die von allen Beteiligten oftmals sehr viel

abverlangen.

So waren einige Pflegestellen mit zeitweise bis zu 17 Pflegekatzen

an ihre Belastungsgrenzen gelangt.

Auch für die Katzen waren das Stresssituationen, die nicht jedes Tier

so einfach wegstecken konnte. Bei einer derart hohen

Populationsdichte steigt die Infektionsgefahr drastisch an, was auch

die Kosten für die tierärztlichen Behandlungen erhöht.

Wir brauchen Pflegestellen!!!

3


Unsere Bemühungen, von der Stadt Euskirchen eine

Kostenübernahme für die Versorgung von Fundkatzen zu erhalten,

blieben bis heute erfolglos. Im Gegensatz zur Stadt Euskirchen

vertreten wir den Standpunkt, dass auch eine zahme Hauskatze, die

jemand findet oder jemandem zugelaufen ist, zu den Fundtieren

zählt, um die sich die Kommunen laut Gesetz kümmern müssen.

Wir bleiben weiter dran!

Wir brauchen mutige Mitstreiter!!!

Immer wieder führen wir größere Kastrationsaktionen durch, die

helfen, das Katzenelend nicht wie in Südeuropa ausufern zu lassen.

Jährlich werden von uns in Euskirchen und Umgebung circa 70

Katzen gefangen und kastriert. Leider stoßen wir auch hier immer

wieder schnell auf unsere Grenzen.

Wir brauchen Helfer!!!

Machen Sie mit! Schauen Sie bitte nicht weg! Helfen Sie den Tieren

in Ihrer Umgebung! Es gibt noch so viel zu tun! Wir freuen uns auf

Sie!

Bei allen aktiven und passiven Helfern, insbesondere bei unseren

Pflegestellen, bedanke ich mich auch im Namen des Vorstandes des

Tierschutzvereins ganz herzlich und wünsche allen viel Freude bei

der Arbeit für und mit Tieren!

Viele Grüße

Ute Stemmer-Sassenscheidt

4


Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Tierfreunde,

20 Jahre Tierschutz Euskirchen e.V.!

Ja, unser Tierschutzverein feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges

(Wieder)-Bestehen! Und wir wollen gemeinsam mit Ihnen feiern, um

uns zu bedanken, um zu informieren, um neuen Helfern und

Mitgliedern die Tierschutz-Arbeit ein Stück näher zu bringen und

natürlich, um für die Unterstützung der Tierschutzarbeit zu werben.

Geplant ist ein Fest am 3. September 2005 auf dem Sportplatz in

Frauenberg.

Genaueres und Aktuelles finden sie immer im Internet unter:

Wir freuen uns auf Sie!

www.tierschutz-euskirchen.de

Dieses Jubiläums-Heft soll Sie neugierig machen auf uns und die

Arbeit für die Tiere. Wir möchten Ihnen einen Rückblick auf die

vergangenen 20 Jahre Tierschutz bieten und Ihnen gleichzeitig

zeigen, wo wir heute stehen, was wir tun und wer wir sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Schmökern im Jubiläums-Heft

2005!

Viele Grüße

Tierschutz Euskirchen e.V.

- Der Vorstand -

5


Vom 01.01.2004 – 31.12.2004 versorgte

bzw. gepflegte Tiere

HAUSTIERE

Katzen: 192

Hunde: 5

Kaninchen: 12

Meerschweinchen: 10

Vögel: 20

Ziegen: 1

Pferde: 2

Gesamt: 242

WILDTIERE

Säugetiere: Igel (verletzte, verwaiste, untergewichtige) 103

Fledermäuse (4 Zwergfledermäuse,

2 Abendsegler) 6

2 Eichhörnchen, 5 Feldhasen,1 Feldmaus 8

1 Steinmarder, 1 Frettchen 2

Vögel: 2 Turmfalken, 1 Sperber 3

1 Schleiereule 1

3 Rabenkrähen, 3 Elstern 6

13 Ringeltauben, 3 Türkentauben 16

Mauersegler 5

6


5 Rauchschwalben, 4 Mehlschwalben 9

Stockenten 4

4 Buntspechte, 1 Grünspecht 5

24 Amseln, 3 Singdrosseln, 1 Mistel-

drossel 28

3 Buchfinken, 1 Grünfink 4

17 Haussperlinge, 1 Feldsperling 18

3 Kohlmeisen, 3 Blaumeisen 6

1 Bachstelze, 6 Gebirgsstelzen 7

Hausrotschwänzchen 13

Graue Fliegenschnäpper 4

Feldlerche 1

Wintergoldhähnchen 1

Zaunkönige 2

Stare 6

Reptilien: Schnappschildkröte 1

Spinnentiere: Mittelmeerskorpion 1

Gesamt: 260

Haus- und Wildtiere Gesamt: 504

Statistiken: Dr. Wolfgang Buchmann

Brigitte Uzarek

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3 Zufälle an zwei Juni-Tagen

Ein Glück, dass es Tierfreunde gibt, die auch aktiv helfen! Zu ihnen

gehört Herr Albrecht aus Kuchenheim, dessen Herz für verletzte

Tauben schlägt. Gerne übernimmt er sie von uns, um sie gesund zu

pflegen. Für uns ist das eine große Hilfe, weil wir die beiden

Volieren dringend um diese Zeit für Kleinvögel benötigen.

1. Zufall

So geschah es, dass uns der Taubenfreund am 8. Juni dieses Jahres

zutiefst traurig ein Foto seiner seit mehreren Tagen vermissten

schneeweißen Taube zeigte, die nach ihrer Genesung erstmals

„Ausgang“ hatte. Ich traute meinen Augen nicht: Das Tier war

gestern bei uns abgegeben worden, nachdem es hilflos mit

verstauchtem Flügel gefunden wurde. Hunde und Katzen hätten im

wahrsten Sinne „leichtes Spiel“ mit ihr gehabt. Herr Albrecht war

überglücklich, als er seine „Weiße“ wieder in Empfang nehmen

durfte.

2. Zufall

Am 11. Juni 2003 hatte uns Frau Lambertz aus Bouderath 6

Bachstelzennestlinge zur Aufzucht übergeben. Sie waren von

Spatzen aus ihrem Nest in einer Efeu-Wand geworfen worden,

nachdem das Spatzennest von Menschenhand aus dem Efeu entfernt

worden war. Ob dieser Mensch wusste, dass auch der Haussperling

schon in seiner Existenz gefährdet ist? Die Spatzen zogen daraufhin

in das leere Bachstelzennest um. Genau 1 Jahr später, also am 11.

Juni 2004, übernahmen meine Frau und ich von Frau Lambertz, die

wir ein Jahr nicht gesehen hatten, 5 Hausrotschwanznestlinge, die

ebenfalls aus der Efeuhecke geworfen wurden und glücklicherweise

gesund in unsere Hände kamen.

8


Hausrotschwänzchen

3. Zufall

Das „Ungeheuer von der Hardtburg“ war schon vor über 20 Jahren

vom inzwischen verstorbenen ehemaligen Förster der Hardtburg,

Herrn Driever, beim Sonnen am Burggrabenufer beobachtet worden.

Seinem Nachfolger, Herrn Wittler, war die stattliche Schildkröte in

den letzten Jahren ebenfalls wiederholt begegnet.

Ich sah sie am 10. März 2004 an einer seichten Stelle im Graben, nur

wenige Meter von mir entfernt, die wärmende Sonne genießend. Sie

hatte die Beine weit ausgestreckt, der eckige große Kopf hing an dem

langen Hals, der aus dem gewaltigen Rückenpanzer herausragte.

Mein erster Gedanke war: „Das Tier ist verendet!“ Ein geworfenes

Steinchen schaffte Klarheit: Wie ein Blitz war die Schildkröte im

Wasser verschwunden, bis sie am Nachmittag des 5. Juni auf der

Wiese vor der Hardtburg vom Förster „beim Grasen“ gesehen wurde.

Am Mittag des 8. Juni rief mich Frau Büser aus Stotzheim per Handy

an: „Hier, vor dem evangelischen Gemeindehaus, sitzt eine sehr

große Schildkröte. Die will über die Hardtburger Straße. Soll ich sie

festhalten? Ich setze sie in den Fahrradkorb!“ 10 Sekunden später:

9


„Sie hat mich in den Unterarm gebissen! Ich bring sie Ihnen!“ Kurz

danach waren die beiden bei mir. Die tapfere Frau hatte das 6 Kilo

schwere, 25 cm lange und 21 cm breite Tier von vorne aufgehoben.

Die Schildkröte biss mit Hilfe ihres langen Halses mehrmals mit

ihren Hornkiefern auf die gleiche Stelle, die bald dunkle Flecken und

Hautabschürfungen aufwies, welche der Arzt anschließend

behandelte.

Die Schnappschildkröte, das „Ungeheuer von der Hardtburg“

Herr Wittler identifizierte sie eindeutig als „sein Tier“, das er auch

wieder im Hartburggraben freiließ. Der Graben steht zwar wegen des

Vorkommens der seltenen Geburtshelferkröten unter Naturschutz.

Dennoch war die Rücksetzung sinnvoll, weil sich die Teichfrösche

und Goldfische sehr stark vermehrt haben. In so großer Zahl können

sie den Kaulquappen, aber auch den erwachsenen

Geburtshelferkröten gefährlich werden. Diese Gefahr vermindert die

Wasserschildkröte, welche Frösche und Fische erbeutet.

Übrigens:

Anhand von Fotos, die wir an der Universität für Tiermedizin zu

Hannover vorlegten, konnte „das Ungeheuer von der Hardtburg“ als

Schnappschildkröte identifiziert werden, die in den USA beheimatet

ist.

Dr. Wolfgang Buchmann

10


Angebote für Kinder und Jugendliche

im Tierschutz Euskirchen e.V.

Immer wieder werden wir gefragt, ob wir auch eine Jugendgruppe im

Tierschutzverein haben. Leider waren bisher weder die Zeit noch die

Ideen dafür vorhanden. Wir haben daran gearbeitet und möchten das

ändern.

Besuch im Kleintiergehege

Frau Hearne, unsere Pflegestelle für Kleintiere, möchte ihre Türen

für Kindergarten- und Grundschulkinder öffnen. In ihrem großen

Freigehege für Meerschweinchen und Kaninchen kann man jede

Menge über artgerechte Kleintierhaltung erfahren. Wir sind dabei,

ein kleines pädagogisches Konzept zu erarbeiten und werden über

die örtliche Presse und auf der Homepage den Starttermin bekannt

geben.

Projekt Igelstation

Alle Jahre wieder stehen wir vor dem Problem, dass Dutzende

untergewichtiger und pflegebedürftiger Igel unsere Hilfe brauchen.

Von Jahr zu Jahr werden es mehr Tiere, wobei die Anzahl der

Pflegeplätze für diese Tiere nicht gleichzeitig mit ansteigt. Schön

wäre es, wenn wir im Laufe des Jahres 2005 an einem geeigneten Ort

eine Igelstation aufbauen könnten, um allen bedürftigen Tieren die

Überwinterung zu ermöglichen. Für dieses Projekt suchen wir

engagierte Jugendliche ab ca. 16 Jahren, die Lust, Ideen und Zeit

haben, eine Igelstation aufzubauen und die Tiere über die

Wintermonate zu betreuen.

Bitte melden unter unserem Tierschutztelefon: 02251-61441

oder per E-mail an: u.stemmer-s@tierschutz-euskirchen.de

Ute Stemmer-Sassenscheidt

11


Hier finden Sie die derzeit Aktiven im Tierschutz Euskirchen

e.V. mit ihren übernommenen Ämtern und Aufgaben!

Fam. Abusharife Pflegestelle für Katzen, Hilfe für alle Fä(e)lle

Herr Albrecht Pflegestelle für Haustauben

Wildtierexperten, Pflegestelle für Wildtiere,

Betreuung von Pflegestellen für Wildtiere,

Fam. Buchmann

Öffentlichkeitsarbeit für Wildtiere

Patrick Bürger Kastrations-Aktionen, Basare, Mann für alle Fä(e)lle

Rene Derks Pflegestelle für Katzen

Frau Doppelfeld Pflegestelle für Kleintiere

Herr Fehrmann Baut Katzenfallen

Homepage-Gestaltung, Tierschutzheft,

Jugendgruppe, Mann für alle Fä(e)lle, Vermittlungs-

Harald Harnack

Kontrollfahrten

Monika Heindrichs Beisitzerin, Basare

Marion Hennen Basare

Pflegestellenversorgung, Basare, Mann für alle

Hardi Honecker

Fä(e)lle

Beisitzerin, Pflegestelle für Katzen und Kleintiere,

Basare, TS-Heft, Kastrations-Aktionen, Tierfotos,

Vermittlungs-Kontrollfahrten, TS-Telefon,

Pflegestellenbetreuung, Futtermitteleinkauf und

-verteilung, Betreuung und Koordination der

Silja Honecker

Mitarbeiter des Projektes "Für Aktiv"

Fam. Höller Pflegestelle für Igel

Schriftführerin, Tierschutz-Telefon, Basare,

Elke Katillus

Kastrations-Aktionen

Pflegestellenversorgung, Tierarztfahrten,

Hr. Kirubananthan unterstützende Hilfe bei der Tierhilfe Nordeifel

Diana + Thorsten Koke Pflegestelle für Katzen

Fam. Kuntze Pflegestelle für Katzen

Fam. Lehnert Pflegestelle für Katzen

Stellvertretender Vorsitzender, Repräsentant in der

Öffentlichkeit, Kastrations-Aktionen, Verwaltung

Willi Lüsgen

Katzenfallen, Basare

Gisela Mahlberg Basare

Fam. Müller Pflegestelle für Katzen

Pflegestelle für Katzen, Basare, Redaktion

Ute Neumann

Tierschutzheft, Kastrations-Aktionen

Fam. Perschen Pflegestelle für Wildenten und Singvögel

Nina Sassenscheidt Pflegestelle für Katzen, Basare, Jugendgruppe

Fam. Schäfer Pflegestelle für Katzen

Fam. Schneiders Pflegestelle für Katzen


Ingrid Schliebeck Basare

Pflegestelle für Katzen und Wildtiere,

Pflegestellenversorgung, Tierarztfahrten,

Notfalleinsätze, Kastrations-Aktionen,

Vermittlungs-Kontrollfahrten, unterstützende Hilfe

Petra van de Snepscheut bei der Tierhilfe Nordeifel

Anzeigen im Wochenspiegel, Tierfotos, Steckbriefe

unserer Tiere, Tierschutz-Telefon, Kastrations-

Aktionen, Tiervermittlung, Pin-Boards,

Simone Spiegel

Vermittlungs-Kontrollfahrten

Pflegestelle für Katzen, Homöopathische Beratung

und Behandlung, Basare, Tierschutzheft,

Monica Steinberger Kastrations-Aktionen

Nicole Steinberger Pflegestelle für Katzen

Ruth Stemmer Basare

Sarah Stemmer Basare

1. Vorsitzende, Pflegestelle für Katzen,

Koordination sämtlicher Abläufe im Verein,

Repräsentantin in der Öffentlichkeit, Bearbeitung

von Internetanfragen, Vorbereitung und Leitung der

Vorstandssitzungen, Pflegestelle,

Ute Stemmer-

Kastrationsaktionen, Redaktion Tierschutzheft,

Sassenscheidt

Basare

Achim Topf Kassenwart

Beisitzerin, Pflegestelle für Katzen, Basare,

Redaktion Tierschutzheft, Kastrations-Aktionen,

Tierfotos, Homepage-Gestaltung, Vermittlungs-

Brigitte Uzarek

Kontrollfahrten, Pflegestellenbetreuung

Jan Weber Kastrations-Aktionen, Basare, Mann für alle Fä(e)lle

Silke Zeyen Pflegestelle für Rabenvögel

…auch Dank an alle, die wir hier leider vergessen haben!

13


Paco aus dem Rhabarber

Anfang Juni 2004 verhielt sich die Hündin meines Bruders recht

auffällig. Desra, eine Dobermanndame, wollte nicht mehr fressen,

war auch nachts unruhig und wollte ständig in den Garten.

Am dritten Tag beschloss mein Bruder, mit ihr zum Tierarzt zu

gehen. Ergebnis: Ohne Befund. Am nächsten Tag sollte sich die

Lösung ergeben:

Desra lief – wie in letzter Zeit üblich – wieder zu einer ganz

bestimmten Stelle des Gartens. Dort, wo vor kurzem noch ein

Schuppen stand, lagen jetzt ein paar Äste und Zweige aus dem

Garten. Direkt vor dem Zaun zum Nachbarn hielt die Hündin inne

und bellte. Mein Bruder ging hin und konnte zuerst nichts entdecken.

Schließlich hörten beide ein leises schwaches Miauen. Mein Bruder

ging also zum Nachbarn und bat diesen, ihn mal in dessen Rhabarber

Ursachenforschung betreiben zu lassen. Schnell wurde der kleine

Kater unter den Rhabarberblättern gefunden und gerettet. Er war

schon sehr unterkühlt. Wahrscheinlich lag er dort bereits seit 4

Tagen. Es war also Rettung in letzter Sekunde. In der Pflegestelle

wurde Paco von Josefine Müller liebevoll aufgepäppelt und lebt

heute glücklich und wohlgenährt auf dem Lande.

Susanne Daniel „Paco“

15


Anzeige Fressnapf

16


Nehmen wir mal an,

…ein Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs, und

jeweils 3 Kätzchen pro Wurf überleben, dann ergibt das in 10 Jahren

über 80 Millionen Katzen!

80 Millionen Katzen – tagtäglich sehen wir das entstehende Elend

aus der unkontrollierten Vermehrung der Katzen.

Deshalb stellen Kastrationsaktionen einen Hauptbestandteil unserer

Arbeit dar. Doch wie gehen wir nun an diese Problematik heran?

Verwilderten ehemaligen Hauskatzen begegnen wir am ehesten an

ihren Futterstellen. Nachdem der Katzenbestand erfasst wurde,

kommen unsere Lebendfallen zum Einsatz. Alle aufgestellten Fallen

werden von uns oder von uns beauftragten Personen in Sicht-, bzw.

Hörweite überwacht.

Diese Fallen gibt es in verschiedenen Ausführungen (sowohl als

Draht- wie auch als Holzkasten). Alle Modelle sind so gearbeitet,

dass sich kein Tier darin verletzen kann. Die Fallen werden gespannt,

bevor die Tiere zur Fütterungszeit erscheinen. Mit speziellen

Duftstoffen werden sie in die Fallen gelockt.

Sobald ein „junger Wilder“ gefangen ist, decken wir ein Tuch über

die Falle, was in der Regel hilft, um das verängstigte Tier etwas zu

beruhigen.

Die Falle mit der Katze muss danach umgehend zum Tierarzt

gebracht werden, um dem Tier einen unnötig langen Aufenthalt in

der Falle zu ersparen.

22


Beim Tierarzt wird die Katze in Narkose gelegt, operiert, tätowiert,

behandelt und anschließend in eine mit sauberen, saugfähigen

Tüchern bestückte extra große Transportbox gelegt. Dort bleibt sie so

lange, bis sie fit genug ist, um wieder in die Freiheit entlassen zu

werden.

Simone Spiegel

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei Herrn Ruhland,

Werklehrer in der Sonderschule für Hörgeschädigte, und seinen

Schülern für den Bau einer Katzenfalle und eines Katzenhauses.

Spenden Sie an den

Tierschutz Euskirchen e.V.

Kreissparkasse Euskirchen

BLZ.: 382 501 10

Kto-Nr.: 1006006

Verwendungszweck: „Die jungen Wilden

23


Freie Ostern für alle!

von Mario Rausch

Das Osterfest steht vor der Tür und in privaten Haushalten werden

mehr Hühnereier als sonst gekauft, um sie gefärbt, versteckt und

wieder gefunden zu genießen.

Auch in diesem Jahr werden zahllose Hennen ihre Tage und Nächte

in engen Käfigen und ohne Tageslicht verbringen und dort ihre Eier

legen, um den Verbrauchern ein paar Cent zu sparen.

Eine Gefangene: „Holt uns hier raus! Ihr Verbraucher seid unsere

Richter!“

24


Ab dem 1. Januar 2004 gelten EU-weit einheitliche Regelungen für

die Kennzeichnung von Eiern. Alle Eier müssen mit einem

Erzeugercode gekennzeichnet werden.

So können Sie selbst entscheiden, welche Haltungsform Sie mit

Ihrem Kauf fördern wollen.

Das Ei mit der Drei am Anfang des Stempels stammt mit Sicherheit

aus Käfighaltung. Tierfreunde kaufen solche Eier nicht.

Statistisch gesehen sitzt für jeden Bürger ein Huhn im Käfig.

Kaufen Sie keine Eier und Eiprodukte aus Käfighaltung, so sitzt auf

längere Sicht ein Huhn weniger im Käfig.

Wir kommen an solchen und anderen unbequemen Erkenntnissen

nicht vorbei.

Tierschutz fängt bei jedem Einzelnen an, und nicht zuletzt auch bei

uns selbst.

Der Eierstempel:

Ei mit 3 – Quäler-Ei !!!

Quellen: www.hennen-in-not.de; www.animalnetwork.de;

www.tierlobby.de;

25


Historie des Tierschutz Euskirchen e.V.

Der Tierschutz Euskirchen e.V. feiert dieses Jahr sein 20-jähriges

(Wieder)-Bestehen. Wir haben recherchiert, und es war nicht leicht,

die Daten zusammenzutragen!

Die erste Eintragung im Vereinsregister der Stadt Euskirchen des

Tierschutzvereins stammt aus dem Jahr 1956. Der Verein war rund

20 Jahre tätig. Leider fand der damalige 1. Vorsitzende, Florenz

Grefen, keine Unterstützung mehr, so dass die Tierschutzarbeit im

Jahre 1975 eingestellt werden musste. Der Verein selbst wurde

jedoch nicht aufgelöst, auf dem Papier bestand er noch. Erst nach 10

Jahren, am 11.12.1984, trafen sich von der Initiatorin, Frau Regina

Menke-Meden, zusammengerufene interessierte und engagierte

Bürger, um erneut die Arbeit für unsere Mitgeschöpfe aufzunehmen.

Nach dieser ersten Zusammenkunft wurde dann am

11. Januar 1985

die erste Mitgliederversammlung mit Wahlen des Vorstandes

durchgeführt.

Damals wurden in den Vorstand gewählt:

Regina Menke-Meden 1. Vorsitzende

Wolfgang Michels Stellvertretender Vorsitzender

Maria Dünker Schriftführerin

Angelika Meier Kassiererin

Dr. Wolfgang Buchmann Beisitzer

Friedel Gassen Beisitzerin

Inge Müller Beisitzerin

Josef Wick Beisitzer

Zu Beginn der Arbeit stand der Verein vor großen finanziellen

Herausforderungen. Die Vorsitzende, Frau Menke-Meden, warb

bereits in der ersten Sitzung um Geld- und Sachspenden – mit

Erfolg! Im ersten Jahr unterstützte die Stadt Euskirchen den Verein

mit 10.000 DM. Somit konnte die Arbeit richtig losgehen.

26


Hunde wurden zunächst in der Tierpension Heinen in Kirchheim

untergebracht. Katzen nahm Frau Menke-Meden bei sich zu Hause

auf.

Bis 1996 setzte sich Regina Menke-Meden für die Belange des

Vereins als 1.Vorsitzende ein. Sie wurde dann von Silja Honecker

(damals Schäfer) abgelöst, die den Verein bis 1999 leitete. Sehr

dankbar sind wir auch Evelyn Zilz aus Bonn. Sie übernahm das Amt

der 1. Vorsitzenden für nahezu 5 Jahre. Im April 2004 wurde Ute

Stemmer-Sassenscheidt zur 1. Vorsitzenden des Tierschutz

Euskirchen e.V. gewählt.

Zwei Gründungsmitglieder sind hier im Besonderen zu erwähnen,

nämlich Dr. Wolfgang Buchmann, der 15 Jahre als Beisitzer zu dem

Fortbestand des Tierschutzvereins beigetragen hat und bis heute,

zusammen mit seiner Frau, immer noch den Part „Wildtierpflege“

übernimmt. Auch Friedel Gassen gebührt unser besonderer Dank.

Viele Jahre hat sie den nervenaufreibenden „Fulltimejob“ der

Tierwartin mit großem persönlichen Einsatz getragen. Leider musste

sie aus gesundheitlichen Gründen im letzten Jahr von ihrem Amt

zurücktreten.

Jeder Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder, ganz besonders

aber ein Tierschutzverein! Die stetig steigenden Mitgliederzahlen

zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind (siehe unten). Allen

Menschen, die in den vielen Jahren dabei waren, egal wie lange und

wie oft, sagen wir hier nochmals „herzlichen Dank!“.

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

Anzahl Mitglieder, Stand 1. Januar

1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

S. Honecker, W. Lüsgen, S. Spiegel, U. Stemmer-Sassenscheidt, B. Uzarek

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Liebe Tierschützer!

Seit ca. fünf Jahren bin ich im Tierschutz Euskirchen e.V. als

Pflegestelle tätig, befasse mich aber etliche Jahre länger mit der

Homöopathie. Kurz dazu: Die Homöopathie basiert auf drei

Grundregeln:

1. Arzneimittelprüfung an Gesunden

2. Erhebung des individuellen Krankheitsbildes

3. Arzneimittelwahl nach dem Ähnlichkeitsprinzip

Hier stelle ich Ihnen einige der gängigen Arzneimittel vor, die in der

Katzenpflege öfters zum Einsatz kommen, wobei jeder guten

Behandlung natürlich eine gründliche Diagnose und eine gute

Beobachtungsgabe vorausgehen muss. Auch wenn die Homöopathie

zur „sanften Medizin“ gehört, sollten die Arzneimittel nie leichtfertig

angewandt werden.

Bei Unsicherheit bitte nicht erst lange ausprobieren, sondern den

Tierarzt oder den Tierheilpraktiker aufsuchen!

Besonders Erkrankungen bei Baby- und Jungkatzen dulden

keinen Aufschub!

Arzneimittel Indikation

Aconitum Plötzliches und heftiges Auftreten einer

Erkrankung, besonders nach Kälte oder Schock

Apis Schwellung nach Insektenstichen oder bei

Entzündungen

Arnica Trauma, beugt Blutergüssen vor, auch

anzuwenden vor Kastration

Belladonna Fieber, bei allgemeinen Infektionskrankheiten

Euphrasia Augenmittel, tränende Augen, beginnende

Konjunktivitis

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Hepar sulfuris Akute, eitrige Entzündungen

Ledum Tierbisse, Stichverletzungen

Myristica sebifera Homöopathisches Messer; kann Abszesse

öffnen

Nux vomica Durchfall, Erbrechen, Verstopfung

Silicea Fördert das Abstoßen von Fremdkörpern aus

dem Gewebe

Staphisagria Schnittverletzungen (auch nach Operationen)

Sulfur Hauterkrankungen

Bei der Darreichungsform, gerade bei Katzen, halte ich die Globuli

für die einfachste. Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl der sehr

umfangreichen homöopathischen Apotheke, und die Indikationsliste

ist allgemein gehalten.

Falls Ihr Interesse geweckt wurde, kann ich folgende Bücher

empfehlen:

Unsere Katze – gesund durch Homöopathie/H.G. Wolff

€ 19,95

Monika Steinberger

Naturheilkunde für Katzen/Dr. med. vet. Becvar

€ 24,90

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Auch Katzen sind Fundtiere im Sinne des Fundrechts

In Zeiten knapper Kassen suchen die Städte und Gemeinden nach

jeder erdenklichen Möglichkeit, Geld einzusparen. …. Durch eine

besonders eigenwillige Auslegung des Fundtierbegriffs wird

versucht, insbesondere Katzen nicht mehr als Fundtiere zu werten.

Die Kostenerstattung für entlaufene Katzen wird häufig mit der

Bemerkung abgelehnt, es gäbe gar keine entlaufenen Katzen,

sondern nur solche Katzen mit Freilauf, die nicht verloren seien, oder

ausgesetzte Tiere, an denen das Eigentum aufgegeben worden sei

oder wildlebende Katzen, die als herrenlose Tiere keinen Eigentümer

hätten.

Diese Argumentation ist allerdings nicht schlüssig. Sie widerspricht

sowohl der allgemeinen Praxis als auch den bestehenden

landesrechtlichen Regelungen zum Vollzug des Fundrechts.

Da die Unterscheidung zwischen Fundtieren und herrenlosen Tieren

bis auf wenige Ausnahmen in der Regel schwierig ist, hat sich in der

Praxis die Vorgehensweise herausgebildet, dass im Zweifelsfall bis

zum Nachweis des Gegenteils von einem Fundtier auszugehen ist.

So ersetzen aufgrund landesrechtlicher Richtlinien oder

Empfehlungen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern,

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt,

Schleswig-Holstein sowie Thüringen aufgrund der vorgenannten

Vermutungsregel den Tierheimen Unterbringungskosten für

Fundtiere für 28 Tage. Erst, wenn sich in diesen vier Wochen kein

Eigentümer gemeldet hat, wird von einem herrenlosen Tier

ausgegangen, weil der Eigentümer nach dieser Zeit nicht mehr damit

rechnen kann, dass er sein Tier zurück erhält. Zunächst wird immer

vermutet, dass es sich um ein Fundtier handelt. Der Tierschutzverein

muss das nicht nachweisen.

30


Die Kommunen gehen immer mehr dazu über, anhand von

Spekulationen hinsichtlich des Fundortes und des äußerlichen

Zustandes der betreffenden Katzen darauf zu schließen, dass es sich

um herrenlose Tiere handelt. In einem uns bekannt gewordenen Fall

ging die Gemeinde davon aus, dass Katzen nur dann als Fundtiere

behandelt werden könnten, wenn diese erkennbar als Haustier

gehalten werden, z.B. durch Tragen eines Halsbandes oder bei

seltenen Rassekatzen. Folgende praktische Gesichtspunkte lassen die

Kommunen dabei völlig außer Acht:

Tatsächlich wild lebende Katzen sind so menschenscheu, dass sie

üblicherweise dem Finder nicht zulaufen und sich auch nur unter

erschwerten Bedingungen (z.B. zur Kastration) einfangen lassen.

Allein aufgrund des Aussehens und des gesundheitlichen Zustandes

kann somit nicht darauf geschlossen werden, dass es sich zwingend

um eine wild lebende Katze handeln muss.

Seltene Katzen oder Rassekatzen werden von ihren Besitzern i. d. R.

nicht als Freigänger gehalten und können daher selten verloren

gehen. Abgesehen davon dürfte sich der Besitzer eines solchen

Tieres schon wegen dessen Zuchtwert umgehend bei den Tierheimen

melden, weshalb diesbezüglich kaum Unterbringungskosten anfallen

werden. Es ist nicht Intention des Gesetzgebers, den Fundtierbegriff

auf diese Weise einzugrenzen.

Das Tragen eines Halsbandes ist ebenfalls kein maßgebliches

Erkennungsmerkmal, da Katzen schon aus Gründen der

Verletzungsgefahr immer seltener ein Halsband tragen. Es kommt

häufig vor, dass die Katzen beim Klettern an dem Halsband hängen

bleiben und sich bei dem Versuch, sich aus dieser Zwangslage zu

befreien, erheblich verletzen. Nicht ohne Grund hat die Industrie

reagiert und statt der früher üblichen Flohhalsbänder entsprechende

Medikamente entwickelt.

Ignoriert wird von den Kommunen auch, dass es für die Frage, ob

Fundtier oder herrenloses Tier, eines Nachweises bedarf. Bloße

Spekulationen, wie sie jetzt von den Städten und Gemeinden

vorgenommen werden, reichen hierfür nicht aus.

31


Dies ist auch von der Rechtsprechung so gesehen worden. Nach

einem Urteil des LG Zwickau (AZ: 51 T 233/97) darf die

Eigentumsaufgabe an einem Tier erst nach sehr genauer Prüfung

aller Umstände angenommen werden. Ein an einem Brückengeländer

angebunden aufgefundener Hund ist daher noch nicht als herrenloses

Tier einzustufen, auch wenn nach stundenlanger Suche kein

Eigentümer des Tieres ausfindig gemacht werden kann.

In der Praxis bedeutet dies, dass sich der Tierschutzverein der

Gefahr des Vorwurfs der Unterschlagung aussetzt, wenn er

vorschnell die Herrenlosigkeit eines Tieres annimmt. Gleichzeitig

dürfen die als Fundtiere im Tierheim abgegebenen Tiere, bei denen

nicht ohne weiteres erkennbar ist, dass es sich tatsächlich um wild

lebende oder ausgesetzte Tiere handelt, nicht abgewiesen werden, da

dann die Gefahr besteht, dass diese Tiere ausgesetzt werden, was

nach § 3 Nr. 3 TierSchG verboten ist.

Darüber hinaus weist die aktuelle Kommentierung zum Fundrecht

(Kluge, Tierschutzgesetz Kommentar, 1. Aufl. 2002, Einleitung

Randn. 138) explizit darauf hin, dass ausgesetzte Haustiere

besonders schutzbedürftig sind. Unter dem Aspekt der öffentlichen

Fürsorge und mit Blick auf den verfassungsrechtlich normierten

Tierschutz gebiete es die Rechtssicherheit, dass für diese Tiere die

Fundrechtsregeln des BGB analog anzuwenden sind, was eine

Kostenerstattungspflicht der Gemeinde begründet.

Quelle: Dt. Tierschutzbund e.V.

Tierschutztelegramm Nr. 4/04

Bild: Tomi Ungerer

32


Familie Perschen und die Enten

Genau einen Monat ist es her, dass sie ihre sieben Schützlinge nicht

mehr gesehen hat. „Aber das ist gut so“, sagt Jutta Perschen. Die 46-

Jährige kümmert sich mit ihrem Mann Heinz um verwaiste

Entenküken. Stolz sind die Perschens, dass es ihre Enten geschafft

haben. Als sie vor einem Jahr mit der Aufzucht verwaister Küken

anfingen, hatten sie weniger Glück. Das Gelege war auf einer

Baustelle mit Chemikalien in Berührung gekommen, Heinz

Perschen, der als Chemiker dort arbeitete, hatte die Eier mitgebracht.

Seine Frau baute Brut- und Wärmeschränke, außerdem verschiedene

Gehege für das jeweilige Alter. Doch keines der Küken schlüpfte. Da

nun alles schon vorhanden war und es kaum Pflegestellen gibt,

machten die Perschens weiter.

Mit Rat und Tat steht ihnen der Biologe Wolfgang Buchmann aus

Stotzheim zur Seite. Auch ihr Schäferhund bietet echte Hilfe und

schützt das junge Federvieh vor Katzen und Mardern. So ganz

unerfahren sind die Perschens ohnehin nicht, erst kurz vorher hatten

sie ihren Raben „Jakob“ aufgezogen, der wieder ausgewildert ist.

Buchmann war es auch, der ihnen in diesem Jahr die sieben

Entenküken vermittelte. Die Stotzheimer Feuerwehr hatte die Küken

aufgegabelt, sie hatten zufällig mitbekommen, wie die Entenmutter

überfahren worden war. Nur wenige Tage alt seien die Küken

gewesen. Weil ihre Aufzucht so aufwändig ist, findet sich kaum

jemand, der sie aufnehmen will.

Wo sie ausgewildert werden, werde mit dem örtlichen

Naturschutzbund (Nabu) abgesprochen, der ihnen ebenfalls Enten

vermittelt.

Quelle: General-Anzeiger vom 14.09.2004

33


Tierschutz Euskirchen e.V. informiert über

Tierärztinnen und Tierärzte

Euskirchen:

Claudia Lux Dr. G. Letzner u. Dr. D.L.-Lott

Charleviller Platz 29 Billiger Str. 117a

53879 Euskirchen 53879 Euskirchen

Tel. 02251-2902 Tel. 02251-80200

Sprechstunden: Sprechstunden:

Mo-Sa 10-11.30 Uhr, Mo-Sa 9-11 Uhr,

Mo,Di,Do,Fr 16-18 Uhr Mo,Di,Do,Fr 16-18 Uhr

Dr. K Meyer

Hofpfad 34

53879 Euskirchen

Tel. 02251-3360

Sprechstunden:

Mo,Di,Do,Fr 10-12 u.16-18

Mi u. Sa 10-12 Uhr

Zülpich: Bad Münstereifel:

Dr. Gabriele Rüsing Stefan Minister

Frankengraben 21 Kölner Straße 2

53909 Zülpich 53902 Bad Münstereifel

Tel. 02252-81955 Tel. 02253-542354

Sprechstunden: Sprechstunden:

Mo,Mi,Fr 10-12 Uhr Terminsprechstunden

Mo,Di,Do,Fr 15.30-18 Uhr

und nach Vereinbarung

Dr. Dirk Sonntag

Chlodwigstraße 23

53909 Zülpich

Tel. 02252-2328

Sprechstunden:

Mo-Sa 11-12 Uhr

Mo,Di,Do,Fr 17-19 Uhr

Den tierärztlichen Notdienst entnehmen Sie bitte aus dem

Euskirchener Wochenspiegel auf Seite 2.

34


20 auf einen Streich… Vor einigen Wochen erhielten wir einen

Anruf, dass ein paar junge Meerschweinchen abzugeben seien. Wir

wollten bei der Vermittlung helfen und zuerst einmal die

Geschlechterbestimmung durchführen, um eine weitere Vermehrung

zu verhindern. Als wir dort ankamen, fanden wir in einem dunklen

Keller EINEN einzigen Käfig mit sage & schreibe 20 (!!!)

Meerschweinchen, darunter mehrere hoch tragende Tiere. Falsch

verstandene Tierliebe…und hier kommt ein Teil der Rasselbande:

.

Pascha, ca. 13 Monate. Pascha ist

der Verantwortliche für diese

Schwemme. Er zahlt bis heute

keinen Unterhalt, hat „Aiche“

verlassen und lässt es sich nun gut

gehen. Er ist ein recht ruhiger,

wuchtiger Bock und scheint eine

Art Aufseherposten ergattert zu

haben – bei ihm spuren ALLE

(auch die Fotografin).

Simone Spiegel

35

Alf, ca. 3 Monate jung,

männlich. Er heißt Alf, weil er

ebenso wie der Außerirdische

roooot ist und…futtert, futtert,

futtert. Er ist ein neugieriger,

aufgeweckter Bube, der

konfliktfrei in seiner

Böckchengruppe lebt.

Toni, ca. 3 Wochen. Weshalb

er TONI getauft wurde, kann

niemand wirklich

nachvollziehen… Unser Toni

ist sehr flott auf den Beinen,

vermeidet es, hoch genommen

zu werden. Er ist noch jung

und hat genug Zeit, zahmer zu

werden.


Tierschutz Euskirchen e.V. Bankverbindung:

Johannesstr. 11 Kreissparkasse Euskirchen

53881 Euskirchen BLZ 382 501 10

Tel. 02251-61441 Konto-Nr. 1006006

Email: tierschutz@tierschutz-euskirchen.de

Home: www.tierschutz-tierschutz-euskirchen.de

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