Nr. 2 / Februar 2012 - Fachhochschulen (PDF, 7242 kb - KV Schweiz

kvschweiz.ch

Nr. 2 / Februar 2012 - Fachhochschulen (PDF, 7242 kb - KV Schweiz

Individuell und effizient

Sprachen lernen in Zürich

• alle Sprachen

• Unterricht in der Schule oder

bei Ihnen

• massgeschneiderte Firmenkurse

(z.B. IT, Legal, Hotellerie und Gastronomie,

Banking & Finance)

Seehofstrasse 3 Telefon 044 267 60 60

CH - 8008 Zürich www.hull-school.ch

Anpfi ff zur

ICT-Karriere

Clevere Kaufleute steigen jetzt um als

Wirtschaftsinformatiker/-in mit eidg. FA

Mediamatiker/-in mit eidg. FA

ICT-Applikationsentwickler/-in m. e. FA

ICT-System- und Netzwerktechniker

mit eidg. FA

Informatiker/-in mit eidg. Diplom

www.ict-berufsbildung.ch

wollte. Deshalb machte er die Lehre. «Ich

schnupperte auf der Regiobank und hatte

Spass daran, weshalb ich mich dort für

eine Lehrstelle bewarb.»

Nach Lehrabschluss und Rekrutenschule

zog es Schwaller nach Kanada, um

besser Englisch zu lernen. Bei seiner

Rückkehr entdeckte er ein Inserat, in dem

ein Curlinginstruktor in St. Moritz gesucht

wurde. Er meldete sich und erhielt

die Stelle, an der er verantwortlich für

Curlingkurse, -trainings und -turniere

war. «Eigentlich wäre der Job auf zehn

Wochen beschränkt gewesen, es wurden

aber sieben Jahre Engadin daraus.»

Sommer- und Winterjobs

Doch dies war «nur» ein Winterjob. Im

Sommer betätigte sich Andreas Schwaller

unter anderem als Kreditsachbearbeiter

in der Credit Suisse in St. Moritz, als

Animateur in einem Familienferienklub

auf Kreta oder als Sportsekretär des Kurvereins

St. Moritz.

Da er dadurch mit der Tourismusbranche

in Kontakt gekommen war, entschloss

er sich für eine Ausbildung zum

Tourismusfachmann. Eingeschlossen in

die Ausbildung war ein einjähriges Praktikum

bei der B+R AG, wo er dann später

einstieg.

Erst war es die Abwechslung zwischen

Schule und Arbeit, hier dann jene

zwischen Winter- und Sommerjobs, die

Andreas Schwaller zusagte. St. Moritz war

für ihn etwas ganz Neues: «Eine mondäne

Welt, ein riesiger Gegensatz zu meiner

Herkunft vom Land. Es war aber eine gute

Lebenserfahrung.» Und er konnte seine

Curlingkarriere so richtig lancieren.

Es geht nicht um den Chef

Als Höhepunkt im Curling nennt er die

Olympia-Bronzemedaille und das Erlebnis

Olympische Spiele überhaupt. Dass

sein Team im eigenen Land die EM gewann,

war für ihn ein weiteres Highlight.

Es ist denn auch der Wettkampf, der ihm

heute am meisten fehlt.

Das Coachen der Nationalmannschaften

bereitet ihm jedoch viel Spass:

«Ich habe die Fachkompetenz, es ist nahe

am Beruf und es geht um Menschen.» Er

steht dabei im Hintergrund. «Auch in der

Wirtschaft müsste das so sein: Es geht

ums Team, nicht um den Chef. Leider

sehen das nicht alle so.» Schwaller erläutert:

Er höre in erster Linie zu. Es sei wichtig,

Vertrauen aufzubauen und dann

seine Erfahrung weiterzugeben.

Was er beim Curling ebenfalls gelernt

hat, ist, sich auf das zu konzentrieren, was

«Auch in der Wirtschaft müsste das so sein: Es geht ums

Team, nicht um den Chef. Leider sehen das nicht alle so.»

man beeinflussen kann. «Die Steine oder

das Eis konnte man im Curling nicht ändern.

Genauso wenig kann man im Geschäftsleben

den Vorgesetzten oder eine

bevorstehende Reorganisation beeinflussen.

Also hilft es nichts, darüber zu jammern.

Man muss es akzeptieren oder sich

neu orientieren.»

Kann der Personalcoach umgekehrt

im Curling von seiner beruflichen Erfahrung

profitieren? «Ja», so Schwaller, «ich

weiss nun, wieso die Menschen unterschiedlich

sind. Ich verstehe mehr, wie

ein Mensch funktioniert, das hilft sehr.»

Sich konstant weiterbilden

Diese Erkenntnisse hat er unter anderem

auch in Weiterbildungen gewonnen. Er

absolvierte eine Coachingausbildung

und vertiefte sein Wissen etwa in Changemanagement,

Personaldiagnostik oder

Sportmanagement. «Ich mache jedes Jahr

eine Weiterbildung», betont er.

Besucht Schwaller keine Seminare,

liest er Fachliteratur. «Ich lese gerne», sagt

er, «vor allem Wirtschaftsbücher und Biografien.

Momentan vertiefe ich mich in

jene von Steve Jobs. Es interessiert mich,

wie andere Leute Erfolg hatten.»

Er selber berät erfolgreich eine breite

Kundenpalette. Diese reicht vom Geschäftsinhaber

über Abteilungs- und

Teamleiterinnen bis zu Einzelpersonen,

die eine Standortbestimmung wollen

oder ein Coaching brauchen, um alles unter

einen Hut zu bringen. «Manchmal

scheitert die Person dann in der Umsetzung.

Deshalb versuche ich, die Leute

auch nach der Schulung zu begleiten und

die Nachhaltigkeit zu überprüfen. Wenn

ich immer mal wieder nachfrage, erhöht

das die Verbindlichkeit.»

Andrea Mašek ist Context-Redaktorin.

andrea.masek@kvschweiz.ch

Trix Niederau ist freie Fotografin in Zürich.

trix.niederau@gmx.ch

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine