Nr. 2 / Februar 2012 - Fachhochschulen (PDF, 7242 kb - KV Schweiz

kvschweiz.ch

Nr. 2 / Februar 2012 - Fachhochschulen (PDF, 7242 kb - KV Schweiz

8

Kurz

Info-Abend:

13. März

Info-Abend:

12. April

context 2 – 2012

Bereit für die Welt von morgen

Was benötigen wir an Bildung, um in Zukunft erfolgreich in der Arbeitswelt zu bestehen?

Eine Tagung im GDI Rüschlikon suchte nach Antworten. Von Rolf Murbach

Die Anforderungen an Arbeitnehmende

steigen laufend. Es werden

zunehmend mehr Qualifikationen verlangt,

und lebenslängliches Lernen ist

selbstverständlich geworden. Der KV Zürich

und der KV Bern führten Anfang Februar

im GDI Gottlieb Duttweiler Institute

in Rüschlikon eine Tagung zur

«Bildung der Zukunft» durch. Rolf Butz

und Ruedi Flückiger, die beiden Geschäftsleiter

von KV Zürich und KV Bern,

sowie die 10-vor-10-Moderatorin Christine

Meier führten durch den Tag. Für kulturelle

Verdauungshäppchen sorgte das

Komikerduo «Ohne Rolf».

Holger Horz, Professor an der Goethe-

Universität in Frankfurt am Main, referierte

über das lebenslange Lernen im

Netz. Er zeigte auf, wie schnell sich die

Medien verändern. «Durch technische

Erneuerungen kommen drastische Umwälzungen

auf uns zu. Die Anforderungen

werden dadurch steigen und wir müssen

in immer kürzerer Zeit immer mehr

lernen.»

Medienkompetenz

Einen hohen Stellenwert nehme die Medienkompetenz

ein, so Horz. «Wir dürfen

uns nicht einfach berieseln lassen, wir

müssen unseren Medienkonsum kritisch

«Bilden Sie sich weiter am IKP:

Für Ihre ganzheitliche Lebenskompetenz,

berufliche Entwicklung

und Qualifikation.»

Dr. med. Yvonne Maurer

Berufsbegleitende,

anerkannte Weiterbildungen

mit Diplomabschluss:

Körperzentrierte/r

Psychologische/r Berater/in IKP

Psychologie, psychosoziale Beratung und Körpertherapie.

(2 Jahre, ASCA und SGfB anerkannt)

Ernährungs-Psychologische/r

Berater/in IKP

Humanistische Psychologie, psychosoziale Beratung

und Ernährungsfachwissen.

(2 bzw. 4 Jahre, ASCA anerkannt)

Ausbildungsinstitut IKP, Zürich und Bern

Seit 30 Jahren anerkannt

Gemeinsames Nachdenken über die Bildung der Zukunft.

hinterfragen.» Viele Menschen würden

redundant konsumieren. «Wir hören etwas

dreimal und denken dann, das sei

wichtig. Das ist aber ein Trugschluss.» Die

Kritikfähigkeit müsse vermehrt geschult

werden.

Gehirn braucht Input

Lutz Jäncke, Neurowissenschaftler und

Professor an der Universität Zürich,

sprach über Gehirn und Lernen. Das Organ

sei auf Input angewiesen. «Wir modellieren

unser Gehirn durch Erfahrung,

es ist plastisch und verändert sich andauernd.»

Wenn wir es nicht mehr nutzen, ist

dies fatal. Use it or loose, heisse die Losung.

Jäncke ermunterte die Teilnehmenden,

bis ins hohe Alter zu lernen. «Halten

Sie durch, es lohnt sich.» Früher habe die

Vorstellung vorgeherrscht, sich Neues anzueignen,

sei ab einem bestimmten Alter

sinnlos. «Das ist ein Irrtum. Wir sind lernfähig

bis ins hohe Alter.»

«Bildung ist etwas eminent Praktisches

– es hat mit praktischer Klugheit,

Urteilsfähigkeit und Überlebenskunst zu

tun», sagte David Bosshart, CEO am GDI

Gottlieb Duttweiler Institute. Bildung sei

zu unterscheiden von theoretischem und

technischem Wissen. Nur die praktische

«Wir dürfen uns nicht einfach berieseln lassen, wir müssen

unseren Medienkonsum kritisch hinterfragen.» Holger Horz

Klugheit sei ein gewisser Garant für eine

erfolgreiche Zukunftsbewältigung. Man

müsse zudem mit Menschen umgehen

können, die andere Vorstellungen und

Werte haben, und man sollte in der Lage

sein, sich in andere zu versetzen. Das

habe mit Erfahrung, Menschenkenntnis

und Beziehungskompetenz zu tun. «Die

wichtigste Währung für die Zukunft sind

unsere Beziehungen – das ist das entscheidende

soziale Kapital», so David

Bosshart.

Generation Y

Anders Parment von der School of

Business der Stockholm University

schliesslich sprach über die sogenannte

Generation Y, die jungen Menschen, die

zwischen 1980 und 1990 geboren sind. Die

Untersuchungen von Parment zeigen auf,

dass diese hohe Ansprüche an ihre Jobs

und Arbeitgeber stellen und vieles kritisch

hinterfragen. Zudem diene die Arbeit

auch der Selbstverwirklichung.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine