30.01.2023 Aufrufe

LebensArt-Leseprobe Winter 2022

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

<strong>Winter</strong> <strong>2022</strong>/23<br />

Verkaufspreis 3,90 Euro<br />

WINTER<br />

PARADIES<br />

Wohlfühlen an<br />

Weihnachten<br />

Tipps für ein schönes Fest<br />

Musik, das<br />

ist ihr Leben<br />

Zu Besuch bei Kathy Kelly<br />

Wandern<br />

im Schnee<br />

Die Natur genießen


Anzeige<br />

In der dunklen Jahreszeit<br />

erfreut man sich an schöner Deko.<br />

In der Hutschmiede in Bretten am Marktplatz 11<br />

finden Sie Dekorationsteile für jeden Geschmack.<br />

Ob „Natürlich“ aus Holzwerkstoffen...<br />

Blockkrippen aus Südtirol, Holzengel und Rindenkrippen<br />

von der Firma Waldfabrik aus Freudenstadt.<br />

Wer es lieber bunt liebt, findet hier Schwedische Wichtel<br />

und Tomte von Nääsgränsgaden.<br />

Anzeige<br />

KATHY<br />

52<br />

KELLY: MUSIK<br />

IST IHR LEBEN<br />

Editorial<br />

Feste Stiefel, dicker Pullover, Schal,<br />

Anorak, Kapuze auf, Handschuhe an<br />

– es kann losgehen. Wenn die Kälte<br />

einen so richtig in die Wangen beißt,<br />

der Frost glitzernde Kristalle auf Wiesen,<br />

Bäume und Sträucher streut, dann<br />

lohnt es sich, die Landschaft neu zu<br />

entdecken. Die bietet jetzt völlig andere<br />

Ausblicke – und eine ganz neue Art<br />

der Stille: Als ob Frost und Schnee die<br />

Geräusche schlucken, die Lautstärken<br />

herunterdrehen. Wandern im <strong>Winter</strong><br />

ist ein besonderes Erlebnis – wer die<br />

Wege dann sogar nachts bei Mondschein<br />

einschlägt, wird diese Eindrücke<br />

sicher nicht so schnell vergessen.<br />

Auch Glasschmuck aus Böhmen und Christbaumspitzen<br />

aus Lauscha gibt es hier.<br />

Die Inhaberin Betina Laboranovits hat exklusive<br />

und außergewöhnliche Weihnachtsdekorationen für Sie in Ihren ihrem Laden.<br />

Ein Besuch lohnt!<br />

Die Hutschmiede<br />

Marktplatz 11, 75015 Bretten<br />

Telefon: 07252 5616281<br />

die-hutschmiede.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dienstag bis Freitag 9.30 Uhr bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr,<br />

Samstag 9.30 bis 13 Uhr<br />

Macht alle Kundenträume wahr: Betina Laboranovits ist Expertin für schöne<br />

Dinge. Die gibt es in ihrem Laden am Brettener Marktplatz zuhauf.<br />

Titelfoto, Fotos: Adobe Stock/pwmotion, Dominik Beckmann, Gabriele Meyer, Ursel Bohn<br />

Inhalt<br />

Weihnachtsgruß<br />

„Leise rieselt der Schnee“8<br />

Die Reise zum <strong>Winter</strong>mond<br />

Unterwegs im Mainhardter Wald10<br />

Am Rande des Himmels<br />

Die Scheunenwirtin in Bartholomä18<br />

Rezepte und Tipps<br />

Spitzenküche auf der Alb20<br />

Die Welt des Tees entdecken<br />

Gabriele Helbig kennt alle Aromen26<br />

<strong>Winter</strong>gelee mit Schwarztee<br />

Geschenkidee zum Selbermachen30<br />

Wo die Weihnachtsbäume wachsen<br />

Die Lörchers pflanzen Christbäume32<br />

Ab in die Sauna<br />

Wo Laura Dietrich schwitzen geht34<br />

Erst mal abkühlen<br />

10 goldene Regeln fürs Saunieren38<br />

Das Zuhause vom Baron<br />

Zu Besuch auf Gut Schwarzerdhof40<br />

Künstlerbücher sammeln<br />

Günter Odenwalds Leidenschaft46<br />

Die Welt ist eine Bühne<br />

Jari und Janne Hämäläinen48<br />

KÜNSTLERIN<br />

URSEL BOHN<br />

AUS NÜRTINGEN<br />

4<br />

ARBEITET MIT<br />

DEM WERKSTOFF<br />

HOLZ.<br />

Schuppen bringen Glück<br />

Neujahrsbräuche in Europa48<br />

Mehr Linsen, mehr Geld<br />

Rezept für eine herzhafte Suppe58<br />

Gondelsheimer Tradition<br />

Evi Schleicher backt Speckküchle60<br />

Warum wird der Karpfen blau?<br />

Wissenswertes über den Fisch62<br />

Rubriken<br />

Impressum66<br />

Für Sie entdeckt63<br />

Ferien-Domizile & Marktplatz66<br />

Aber die kalte Jahreszeit hält auch<br />

noch andere Erlebnisse bereit. Hier,<br />

wo ich wohne, fahren im <strong>Winter</strong> die<br />

Kinder Schlitten. Nicht diese modernen<br />

Plastikschalen, viele haben noch<br />

die alten Holzgefährte mit Kufen im<br />

Keller stehen. Der Hang ist eher leicht<br />

geneigt – aber es gibt auch Rodelstrecken,<br />

in denen der Schlitten richtig<br />

Fahrt aufnimmt.<br />

Nach so viel frischer, kalter Luft ist<br />

dann unbedingt etwas Warmes angesagt.<br />

Gemütliche Gasthäuser laden<br />

fast überall mit badisch-schwäbischen<br />

Spezialitäten zum Aufwärmen ein. Soll<br />

ich Ihnen verraten, was ich am liebsten<br />

bestelle? Für mich geht nichts über<br />

einen Teller Gaisburger Marsch!<br />

<strong>Winter</strong>freuden in vielerlei Form<br />

wünscht Ihnen Ihre<br />

Gabriele Meyer,<br />

Chefredakteurin


Wer will schon einen Baum mit verbogener Spitze?“ Dieter Lörcher<br />

weiß, wovon er spricht. Seit Generationen kümmert sich<br />

seine Familie im Schwarzwald um das Wichtigste für eine schöne<br />

Weihnacht: In der Nähe von Calw zieht sie auf großen Flächen naturnah<br />

Nordmanntannen und Blaufichten heran. Da wird der Duft des<br />

schwarzen Waldes ohne Chemiebeigabe mit ins Haus geliefert – und<br />

wer Lust hat, kann sich seinen Baum sogar selbst aussuchen und schlagen.<br />

Dort kümmert sich eine ganze Generationen neben den eigenen<br />

Berufen und der Landwirtschaft um die Bäume.<br />

DER SANFTE<br />

DES WALDES<br />

Duft<br />

Eigentlich ist Dieter Lörcher ein Freund der Vögel, aber wenn<br />

die Raben wieder die Spitzen seiner schönsten Bäume verbogen<br />

haben, packt ihn schon mal der Zorn. „Wenn da fünf Bäume<br />

stehen, setzen die sich garantiert auf den größten und schönsten.“<br />

Der ist dann hin – zumindest für das Weihnachtsgeschäft.<br />

Als der Vater, ein Holzmacher, noch die Bäume aus dem Wald holte,<br />

stand im Wohnzimmer der Familie immer eine Weißtanne. „Weit und<br />

flattrig“, erinnert sich der Sohn. „Das will heute niemand mehr. Heute<br />

muss der Baum dicht und voll sein.“ Und auch die Weißtanne, der<br />

prägende Baum des Schwarzwaldes, hat ausgedient, jetzt ist die wenig<br />

nadelnde Nordmannstanne gefragt. „Obwohl die Blaufichte von der<br />

Form her der schönere Baum ist“, findet Lörcher. „Der andere ist unten<br />

buschig und oben eher kahl. Aber die Blautanne stupft halt arg.<br />

Da lässt mancher schnell die Finger davon.“<br />

Frühjahr und alles ist kaputt. Die jungen Austriebe sind sehr empfindlich,<br />

das ist wie bei der Apfelblüte“. Doch auch das entgegengesetzte<br />

Wetterextrem macht den Bäumen zu schaffen. Die Trockenheit und<br />

die Hitze haben in diesem Jahr einige der kleinen Pflanzen nicht überstanden.<br />

„Wir hier im Schwarzwald sind noch einigermaßen gut davongekommen.<br />

Die Bäume, die auf Sandboden stehen, haben sich<br />

schwerer getan.“ Trotzdem kämpften auch größere Bäume mit Problemen:<br />

„Die hatten auf einer Seite Sonnenbrand – das war noch gerade<br />

so an der Grenze.“<br />

Mit Matschhosen durch die Reihen<br />

Zu tun ist das ganze Jahr über: Das Bewässern der Jungpflanzen, mulchen,<br />

düngen, Unkraut jäten, nach dem Wuchs schauen und Verwachsungen<br />

beschneiden, die unbrauchbaren Bäume herausnehmen,<br />

die Spitzen richten, auf Pilz- und Läusebefall prüfen. Die Lörchers<br />

gehen in einem solchen Fall naturnah vor: „In der Regel braucht man<br />

nichts. Sonst schaffen wir mit Rapsöl“. „Sie sehen, dahinter steckt<br />

ganz viel Arbeit“, verweist Dieter Lörcher, dessen zwei Söhne Bernd<br />

und Timo sich ebenfalls um die Bäume kümmern, auf die notwendige<br />

Pflege der Plantagen, die nach dem Einschlagen ja auch wieder aufgeforstet<br />

werden müssen.<br />

Der Verkauf ist dann immer ein besonderes Erlebnis – früher hatte<br />

man bei Agenbach sogar ein Zelt mit Bewirtung. Das ist Corona zum<br />

Opfer gefallen, aber die Möglichkeit, selbst einen Baum auszusuchen<br />

Die Schere hat Dieter Lörcher stets bei sich, wenn er nach seinen<br />

Bäumen sieht.<br />

und selbst zu schlagen, gibt es immer noch. „Besonders für die Kinder<br />

ein Erlebnis“, weiß Dieter Lörcher. „Das freut einen dann so richtig,<br />

wenn man sieht, wie die sich in ihren Matschhosen beim Toben durch<br />

die Reihen der Bäume mal so richtig einsauen dürfen“.<br />

<br />

Gabriele Meyer<br />

Auf rund acht Hektar pflanzen die Lörchers ihre Weihnachtsbäume<br />

an. Und wer da denkt, es sei damit getan, die winzigen Bäumchen in<br />

die Erde zu setzen, dem macht Dieter Lörcher seinen Irrtum schnell<br />

klar. Er und seine drei Brüder - und die jungen Familien, die sich um<br />

die enge Hofgemeinschaft im kleinen Ort Speßhardt gebildet haben<br />

– „wir machen alles miteinander“ – haben gut zu tun, um die Pflänzchen<br />

zu jenen Bäumen werden zu lassen, an die die Abnehmer ganz<br />

besondere Anforderungen stellen.<br />

Die Familie hilft mit: Bernd (links) und Timo Lörcher auf der Plantage.<br />

Die Blaufichte ist schöner<br />

Bei den Lörchers gehört sie aber zu Weihnachten traditionell dazu.<br />

„Mit Naturkerzen“ hält die Familie auch noch an weiteren Traditionen<br />

fest. Die Familienbäume müssen Gardemaß besitzen. „Bis zur<br />

Decke“– Neffe Michael Lörcher macht da keine Abstriche. Dem<br />

noch sehr kleinen, jüngsten Nachwuchs der<br />

großen Familie soll die ganze kerzengeschmückte<br />

Schönheit eines großen Baumes<br />

das erste Fest erleuchten. Auch wenn der<br />

Trend, wie sein Onkel bestätigt, gegenwärtig<br />

zu kleineren und schlankeren Bäumen geht:<br />

„Mit der Leiter zum Baumschmücken, das<br />

will heute kaum noch jemand. Die Wohnungen<br />

sind auch viel zu klein geworden.“<br />

Etwa 20 Zentimeter hoch sind die drei- bis<br />

vierjährigen Bäumchen, wenn sie in den<br />

Plantagen gepflanzt werden. Acht bis zehn<br />

Jahre dauert es im Durchschnitt, bis sie Ende<br />

November/Anfang Dezember geschlagen<br />

werden können. Eine lange Zeit, in der viel<br />

passieren kann. Das reicht vom Wildverbiss<br />

bis zu Vogelschäden – und so ganz von sich<br />

aus in die richtige Richtung will so manches<br />

Bäumchen auch nicht wachsen. „Ich gehe<br />

nie ohne Schere durch die Plantagen.“<br />

Der größte Feind der Weihnachtsbäume<br />

aber ist der harte Frost: „Eine kalte Nacht im<br />

Fotos: Gabriele Meyer, Adobe Stock/by-studio<br />

Anzeige<br />

Beste Qualität<br />

Regionale und qualitativ hochwertig erzeugte Produkte gibt es beim<br />

Kartoffelhof Schmälzle – ganz ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.<br />

„Schwäbisches Dinner“, so heißt eine der vorbereiteten<br />

Geschenktaschen, die im Hofladen<br />

des Kartoffelhof Schmälzle in Schwaigern<br />

erhältlich sind. Mit Belugalinsen,<br />

Linsenspätzle und einem Viertele Wein ist<br />

darin das Wichtigste für ein Festmahl enthalten.<br />

Eine prima Geschenkidee zum Weihnachtsfest<br />

sind auch individuell zusammengestellte<br />

Geschenktaschen.<br />

Diese können neben den köstlichen Salatund<br />

Speisekartoffeln unterschiedlicher Sorten,<br />

neben gelben und roten Zwiebeln oder<br />

wahlweise Schalotten aus eigenem Anbau<br />

auch den leckeren Linsenaufstrich aus den<br />

hofeigenen Belugalinsen enthalten. Oder<br />

eben den Speisemohn, den Familie Schmälzle<br />

in diesem Jahr erstmalig auf ihren Feldern<br />

angebaut hat.<br />

Bei alle ihren Produkten steht für Familie<br />

Schmälzle der nachhaltige Anbau an erster<br />

Stelle. So stellen die Einhaltung der Fruchtfolge<br />

sowie die Nutzung von Zwischenfrüchten<br />

und Untersaaten wichtige Eckpfeiler bei<br />

der Wirtschaftsweise auf dem Hof dar, um<br />

die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens beizubehalten<br />

und zu verbessern. Der Hof selbst<br />

liegt nicht weit von der Bundesstraße entfernt,<br />

am Rande von Schwaigern, entlang der<br />

Landstraße nach Massenbach.<br />

Wer den Hofladen der Familie Schmälzle zu<br />

den festen Öffnungszeiten nicht besuchen<br />

kann, findet neben dem Blumenfeld, das direkt<br />

an den Hof angrenzt, den Selbstbedienungsautomaten,<br />

der an 365 Tagen im Jahr<br />

mit den selbst erzeugten Produkten und weiteren<br />

regionalen Köstlichkeiten bestückt ist.<br />

Kartoffelhof Schmälzle<br />

Beim Wasserturm 4, 74193 Schwaigern<br />

Telefon: 07138 920514<br />

www.kartoffelhof-schmälzle.de<br />

Feste Öffnungszeiten:<br />

Mittwoch 17 – 19 Uhr<br />

Freitag 8-13 Uhr, Samstag 8 – 13 Uhr<br />

24/7-Automat am Hofgelände<br />

beim Blumenfeld<br />

32<br />

33


Musik<br />

IST IHR LEBEN<br />

Kathy Kelly ist ein Herzensmensch.<br />

Eine so warmherzige Person, dass<br />

man sie gerne in den Arm nehmen<br />

möchte. Solche Menschen findet<br />

man nur selten, manchmal ist es<br />

wie das Suchen nach der Nadel im<br />

Heuhaufen und ein Glückstreffer,<br />

wenn man die berühmte Nadel<br />

dann findet.<br />

K<br />

athy Kelly ist Teil der Kelly-Family, aber sie<br />

geht ebenso ihren eigenen Weg. „Jeder bei<br />

uns macht auch seine eigene Sache“, schließt sie<br />

die Geschwister in die ganz spezifischen Lebenswege<br />

und -formen mit ein.<br />

Humorvoll, offen und unbefangen schreitet sie<br />

voran, offenbart eine mitreißend positive Energie<br />

und ist dabei so beeindruckend bodenständig geblieben,<br />

dass man ihr ohne weiteres abnimmt,<br />

wenn sie sagt: „Ich bin sehr geerdet. In der Natur<br />

kann ich von allem runterkommen. Die Erde anzufassen,<br />

das ist etwas Schönes“.<br />

Foto: Dominik Beckmann<br />

Runterkommen kann sie in ihrem alten Haus im<br />

tiefsten Westerwald. Da fühlt sie sich so richtig<br />

wohl, legt gerne selbst Hand an. Das ist auch nötig,<br />

das liegt in der Natur der Sache: „Es ist ein<br />

großes altes Haus und ein großer Bio-Garten.“ Zu<br />

tun ist immer viel, aber die Zeit reicht oft nicht<br />

aus. Manchmal bleibt die Energie, die sie besonders<br />

gerne ins Renovieren alter Häuser stecken<br />

würde, etwas auf der Strecke. „Alte Häuser in<br />

Stand zu setzen, das habe ich mein Leben lang mit<br />

der Familie gemacht. Ich würde am liebsten viele<br />

alte Gemäuer kaufen, aber mein Sohn Sean<br />

bremst mich.“ 29 Jahre ist der inzwischen alt,<br />

führt sein eigenes Leben, kommt immer wieder in<br />

das Haus im Westerwald zurück. „Er ist die Nummer<br />

eins für mich“ – die Verbindung von Kathy<br />

Kelly zu ihm ist eng. „Mein wichtigstes Werk“,<br />

lacht sie und meint es dabei so ganz ernst.<br />

Durch das Stopp des Sohnes, was alte Häuser angeht,<br />

bleibt vielleicht mehr Zeit für etwas, was in<br />

ihrem Bauernhausleben auch einen großen Platz<br />

einnimmt: Kochen. „Das mache ich wirklich gerne“,<br />

sagt sie. „Diese Leidenschaft ist mit Bio-Zutaten<br />

und regionalem Einkaufen zurück zu mir<br />

gekommen.“ Zupackend und optimistisch wie sie<br />

ist, hat sie immer Pläne, immer neue Ziele. „Das<br />

Leben ist hart genug“, bringt sie durchaus nachdenkliche<br />

Töne in ihre Symphonien der guten<br />

Laune. „Je älter ich werde, desto mehr erkenne<br />

ich, wie wichtig Humor und das Lachen im Leben<br />

sind. Das ist nicht immer ganz leicht umzusetzen.<br />

Das muss man üben.“<br />

Karriere mal zwei<br />

Eigentlich heißt sie Kathleen Anne, aber Kathy<br />

ist ihr lieber. Und einprägsamer, wenn man Karriere<br />

machen will. Obwohl das mit der Karriere<br />

so eine Sache ist – den eigentlich sind es zwei Sachen.<br />

Mit ihren Geschwistern von der Kelly-Family<br />

hat sie sich eher der leichten Muse zugewandt,<br />

ihre Solokarriere basiert auf dem „ernsten<br />

Fach“, der Oper.<br />

Kathy Kelly, zweitälteste Tochter des Familienpatriarchen<br />

Daniel Kelly und seiner ersten Frau Janice,<br />

blieb nach der Scheidung der Eltern mit ihren<br />

drei Geschwistern beim Vater und seiner<br />

neuen Frau Barbara-Ann, wurde nach de-<br />

SPIELEND WISSENSCHAFT<br />

ERLEBEN<br />

Mitreißend positiv, beeindruckend<br />

bodenständig:<br />

Kathy Kelly, Opernsängerin<br />

und Mitglied der berühmten<br />

Kelly-Family.<br />

Ein tolles Ausflugsziel in der Region für Groß<br />

und Klein! In der Forscherfabrik Schorndorf<br />

können Kinder zwischen 2 und 12 Jahren<br />

technische und naturwissenschaftliche<br />

Vorgänge selbst erforschen. Ganz unter dem<br />

Motto: Tüfteln, Forschen und Entdecken.<br />

Der Forscherparcours bietet interaktive<br />

Experimentierstationen aus den Themenfeldern:<br />

Mobilität, Bewegung und Wahrnehmung<br />

sowie Natur, Umwelt und Energie.<br />

Zahlreiche Workshops und Veranstaltungen<br />

ergänzen die Ausstellung und machen<br />

die Science-Erlebniswelt zu einem<br />

beliebten Ausflugsziel.<br />

Aktuelle Öffnungszeiten und Preise unter<br />

www.forscherfabrik-schorndorf.de<br />

Arnoldstraße 1 | 73614 Schorndorf<br />

Tel. 07181 602-6004 | forscherfabrik@schorndorf.de<br />

Onlineshop www.forscherfabrik-shop.de<br />

Die Science-Erlebniswelt<br />

für Kinder<br />

53


en Tod so etwas wie die Mutter der großen Familie,<br />

bekam Geigenunterricht und wurde auch<br />

sonst auf die musikalische Spur der Familie gelenkt.<br />

Erst 2001 ging sie musikalisch eigene Wege,<br />

eine fundierte klassische Gesangsausbildung ebnete<br />

ihr den Weg zur Oper. „Ein ganz anderes Repertoire“<br />

habe sie dadurch bekommen. „So kann<br />

ich mich mehr entfalten. Es ist schön so, wie es ist<br />

– zwei ganz unterschiedliche Arten von Musik zu<br />

machen. Als Sopranistin liebe ich besonders<br />

Opern wie Fidelio und Turandot. Und mit der<br />

Kelly-Family bleibe ich ja auch immer ganz eng<br />

verbunden. Dieses Crossover ist sehr reizvoll.“<br />

2021 veröffentlichte Kathy Kelly mit dem Tenor<br />

Jay Alexander das Album „Unter einem Himmel“<br />

– das war nicht nur der Beginn einer gemeinsamen<br />

Arbeit, sondern auch einer guten Freundschaft.<br />

„Eigentlich wollte ich schon lange mit ihm<br />

singen. 2003 habe ich ihm mal kurz backstage<br />

Hallo gesagt. Ich war also schon ein Fan seiner<br />

Stimme, als wir uns vor sechs Jahren bei einem<br />

Geburtstag von Modedesigner Harald Glööckler<br />

begegneten und spontan zwei Lieder zusammen<br />

gesungen haben. Die Chemie zwischen uns<br />

stimmte sofort.“ Nicht nur die Chemie stimmte,<br />

auch die beiden Stimmen harmonierten wunderbar<br />

– ein Jahr später realisierte Glööckler ein Kirchenmusikprojekt<br />

mit den beiden, damit war das<br />

Fundament für die gemeinsame Duettebene gelegt.<br />

Kathy Kelly macht keinen Hehl aus ihrer Bewunderung<br />

für Alexanders Stimme: „Faszinierend,<br />

dieser Heldentenor, der ebenso lyrisch wie sanft<br />

daherkommen kann“.<br />

Neue CD mit Opernduetten<br />

Eigentlich wollten die Sängerin und Jay Alexander<br />

im Herbst <strong>2022</strong> gemeinsam auf Tournee gehen –<br />

aber eine schwere Erkältung bremste Kathy Kelly<br />

aus. Die Tournee musste ins kommende Jahr verschoben<br />

werden – und dann steht auch die Aufnahme<br />

einer neuen gemeinsamen CD an. „Opernduette“<br />

verrät Kathy Kelly. „Da bin ich schon<br />

richtig gespannt.“ Und sollten die beiden zwischen<br />

Konzerten und Aufnahmen mal etwas Zeit finden,<br />

ist da ein gemeinsames Hobby, dem man frönen<br />

kann: „Er ist ja auch ein Handwerker, legt selbst<br />

Hand an. Von ihm kann man viel lernen“. <br />

<br />

Gabriele Meyer<br />

Foto: Telamo/Simone Haydt<br />

Gemeinsam mit Jay Alexander hat Kathy Kelly das Album<br />

„Unter einem Himmel“ (Just One Sky) aufgenommen.<br />

Just<br />

One Sky<br />

EINE<br />

OPERETTEN<br />

GALA<br />

Entdecken Sie das<br />

Geheimnis der Brezel!<br />

Siebentäler Therme<br />

Bad Herrenalb<br />

Berauschende Liebesgeschichten aus Operette<br />

und Singspiel mit der Donau Philharmonie Wien<br />

und Festspielchor Musikwelten Niederösterreich<br />

Sonntag, 22. Januar 2023<br />

Kultura Öhringen, 17.00 Uhr<br />

TICKETS € 30,– bis 38,– / Telefon 07940 18-348<br />

www.hohenloher-kultursommer.reservix.de<br />

<br />

Brezel-Backen<br />

für Klein und Groß<br />

am 6. Januar 2023 von 11 bis 17 Uhr<br />

Samstag & Sonntag: 11 - 17 Uhr<br />

Führungen (privat /individuell),<br />

Kinder-Geburtstage & Backen<br />

nach Absprache auch Mo. - Fr. möglich:<br />

07144/888 2565oder kontakt@brezelmuseum.de<br />

Badstraße 8 71729 Erdmannhausen<br />

#Wohlfühltherme<br />

Wellness Therme Sauna<br />

www.siebentaelertherme.de<br />

Schweizer Wiese 9 I 76332 Bad Herrenalb<br />

Wir sind eine<br />

starke Region!<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e. V.<br />

Geschäftsstelle:<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach: 74650 Künzelsau<br />

Machen Sie mit!<br />

Stärken Sie die Region!<br />

Werden Sie Mitglied!<br />

Telefon: 07940 15-2329<br />

www.pro-region.de · info@pro-region.de<br />

54<br />

55


WARUM WIRD<br />

DER KARPFEN<br />

BLAU?<br />

Lebens Art<br />

FÜR SIE ENTDECKT!<br />

Karpfen ist ein typisches Silvesteressen.<br />

Die Zubereitung variiert. Und manche können auf den Fisch im<br />

Menü komplett verzichten. Sie sehen ihn lieber im Weiher<br />

schwimmen oder als Koi-Karpfen im Gartenteich. Wir haben<br />

Karpfen-Infos für Sie zusammengestellt.<br />

Haut färbt sich<br />

Lange Flosse<br />

Methusalem<br />

Für „Karpfen blau“ wird der<br />

Fisch nicht entschuppt. Beim<br />

Garen nimmt die Fischhaut<br />

aufgrund ihrer Schleimschicht<br />

eine blassblaue Färbung an.<br />

Teurer Fisch<br />

Der Koi ist eine Zuchtform<br />

des Karpfens. Der bisher<br />

teuerste Koi der Welt soll für<br />

1,5 Millionen Euro den Besitzer<br />

gewechselt haben.<br />

Typisch für Karpfen sind ihre<br />

Bartfäden am Maul, breite<br />

Kauflächen, dreireihige Zähne<br />

und die lange Rückenflosse.<br />

Gar nicht grätig<br />

Ein Karpfen hat rund<br />

100 Gräten. Damit besitzt er<br />

entgegen aller Vorurteile eine<br />

im Vergleich zu anderen Fischen<br />

nur mittlere Grätenzahl.<br />

Karpfen können sehr groß und<br />

alt werden: Sie werden bis zu<br />

140 cm lang und 50 Kilogramm<br />

schwer und bis zu<br />

50 Jahre alt.<br />

Schön frisch<br />

Karpfen schmecken nur<br />

dann modrig, wenn sie in<br />

schlammigen Gewässern<br />

schwimmen müssen.<br />

Fotos: Stadt Eppingen, La Perla del Gusto<br />

FACHWERKSTADT MIT PFIFF<br />

Mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten lädt die Stadt<br />

Eppingen Entdeckerinnen und Entdecker in ihr<br />

historisches Altstadtidyll ein. Hautnah können diese<br />

die Kulturgeschichte mit Museen, Lehrpfaden und<br />

Kunst erleben. Individuelle Führungen können<br />

ebenfalls gebucht werden.<br />

KÖSTLICHE DESSERT-KÖRBCHEN<br />

„Il Cantuccio di Prato“ steht für die hohe<br />

Kunst der toskanischen Biscotti-Tradition.<br />

Basis ist das Familienrezept für<br />

Cantuccini, vollendet in der schönen<br />

Form eines Körbchens. Köstlich,<br />

knusprig und perfekt zum Befüllen nach<br />

Gusto – ob mit Mousse, Eiscreme oder<br />

Obstsalat.<br />

Gesehen bei:<br />

La Perla del Gusto<br />

Gartenstraße 3, 76676 Graben-Neudorf<br />

www.la-perla-del-gusto.de<br />

Gesehen bei:<br />

Stadt Eppingen<br />

Marktplatz 1, 75031 Eppingen<br />

www.eppingen.de<br />

62<br />

63

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!