06.02.2023 Aufrufe

Newsletter_02-2023_DE

ReinraumNewsletter deutsch

ReinraumNewsletter deutsch

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023

Reinraum-Schulung: Produzieren

unter reinen Bedingungen

Die Reinraum-Schulung als Grundlage für eine

reinheitsgerechte Produktion findet vom 27.06.-28.06.2023

am Fraunhofer IPA in Stuttgart statt.

Das angepasste Zusammenspiel von Reinraum,

Personal, Materialfluss, Prozess-, Reinigungs- und

Anagentechnik ist die Voraussetzung für die Produktion

hochwertiger, verunreinigungssensibler

Produkte. Die Basis dafür bildet das Verständnis für

die Art und Menge der jeweils kritischen Verunreinigungen.

Darauf aufbauend können die notwendigen

und zielführenden technischen und operativen

Maßnahmen zur Erzeugung und Erhaltung der Produktreinheit

gewählt werden.

Ziele der zweitägigen Schulung ist es, den Teilnehmern

einen umfassenden Einblick über die verfügbaren

Technologien und Methoden und deren Anwendung

zu geben. Die Kombination aus Wissensvermittlung

durch erfahrene Reinheitsexperten

in Form von Vorträgen sowie die dazugehörigen

Praxisteile in den Reinraumlaboren des Fraunhofer

IPA bietet hierbei einen langjährig bewährten

Rahmen.

Die Schulung zur Einführung in Theorie und

Praxis der Reinraumtechnik umfasst folgende

Schulungsinhalte:

– Reinraumplanung und -monitoring

– Reine Produkthandhabung und Logistik

– Personalverhalten und -bekleidung

– Reinheitsgerechtes Prozess- und Anlagendesign

– Reinigung und Analytik

– Umfangreicher Praxisteil zur Vertiefung

der theoretischen Schulungsinhalte

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik

und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12

Telefon: +49 711 970 1667

D 70569 Stuttgart

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de

Seite 1/52


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 2/52

Reinraum-Sprechstunde

VIRTUELLES NETZWERKEN

Unter der Moderation von Frank Duvernell findet monatlich ein lebhafter

Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren der Reinraum-Technologie

in digitaler Form statt.

Die Themen dafür werden zum einen anhand der Wünsche der

Teilnehmer bereits im Vorfeld bei der Anmeldung umkreist, zum

anderen ergeben sich Themenerweiterungen im Laufe der Sprechstunden

selbst. Dabei geht es um das ganze Spektrum der Reinraum-

Technologie: Von der Technik und Anwendungen über Reinigungsund

Verhaltensthemen bis hin zur Personalführung und aktuellen

Themen wie Energieeffizienz und Chancen in Krisenzeiten.

Reinraum-Verantwortliche, die mit ihren Fragen und persönlichen

Herausforderungen in dieses Forum eintreten beziehungsweise

mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen zu den Gesprächsthe-

men beitragen, unterstützen sich gegenseitig, um lösungsorientierte

Antworten zu finden.

Das virtuelle Treffen findet jeden ersten Mittwoch im Monat von

15:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr statt. Die kostenfreie Anmeldung erfolgt

über die Webseite.

Cleanroom Future GmbH

Dieselstraße 5b

D 04683 Naunhof

Telefon: +49 69 150466500

eMail: info@cleanroomfuture.com

Internet: http://www.cleanroomfuture.com

Februar 2023

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,

„gugge rom, gugge nom, scho isch dr Monat wiedr rom“. So heißt es bei uns Schwaben,

wenn die Zeit zu schnell vergeht. Es ist bereits wieder Februar und damit ein Zwölftel des

Jahres vergangen. Am Ende des Monats sind es bereits ein Sechstel.

Wir haben die vergangene Zeit jedoch sinnvoll genutzt, nicht nur um den

aktuellen Newsletter für Sie zusammen zu stellen, sondern auch um das neue

REINRAUM JAHRBUCH 2023 zu produzieren. Als Abonnent erhalten Sie dieses

per Post am Ende des Monats.

Vorab jedoch einige interessante Artikel. Außerdem auf den letzen Seiten viele

interessante Veranstaltungen. Melden Sie sich jetzt an, denn eines ist klar, Bildung

verbessert die Chancen in der Zukunft und keiner kann Ihnen diese wieder nehmen.

Um was es im aktuellen Newsletter u.a. geht:

> Reinraum-Schulung: Produzieren unter reinen Bedingungen

> REINER! Fraunhofer Reinheitstechnik-Preis

> Richtiges Verhalten in Schleuse und Reinraum

> Aufbau und Bewertung von Desinfektionsverfahren innerhalb

der Kontaminationskontrolle

> Virtual Reality auf der Baustelle dank BIM

> Partikelkontamination in Reinräumen erkennen und kontrollieren

> Fotolithografie in einem neuen Licht – Reinräume für eine Hightech Branche

> . . .

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

Mit freundlichem Gruß

Reinhold Schuster


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 3/52

REINER!

Fraunhofer Reinheitstechnik-Preis

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung

IPA vergibt alle zwei Jahre den Fraunhofer Reinheitstechnik-

Preis REINER! mit dem Ziel, wegweisende Entwicklungen in der

Reinheitstechnik zu würdigen. Der REINER! Preis wird während

einer relevanten Fachveranstaltung der Reinheitstechnikbranche

verliehen.

Die reinheitstechnische Produktion gilt als Schlüsseltechnologie,

die branchenübergreifend wichtige Innovationen vorantreibt.

Die Herstellung von Mikrochips, Flachbildschirmen, Implantaten,

pharmazeutischen Wirkstoffen oder Mikro- und Nanoprodukten

wäre ohne eine saubere, reine bzw. hochreine Fertigungsumgebungen

undenkbar. Herausragende Ideen in der Reinheitstechnik

ermöglichen nicht nur völlig neue Produkte, sondern machen auch

Produktionsabläufe wirtschaftlicher.

Es handelt sich um einen Ehrenpreis, der nicht mit Geldzuwendungen

verbunden ist. Die Preisträger können ihn bei potenzielle

Kunden und Partnern als Referenz nutzen und somit von Ihrer Expertise

und Ihrem Innovationsgeist zeugen.

JETZT: Bewerben für den Fraunhofer

Reinheitstechnik-Preis REINER! 2023

Die wesentlichen Auswahlkriterien

für die Preisträger sind:

Innovationssprung:

Inwiefern hebt sich die eingereichte Anwendung

bzw. Technologie vom bisherigen Stand

der Technik ab?

Nachhaltigkeit:

Welchen Beitrag leistet die Applikation zu den

Themen Umweltverträglichkeit sowie Ressourcenund

Energieeffizienz?

Enabler-Technologie:

Welche neuen Anwendungsfelder und Produkte

werden durch die neue Anwendung bzw.

Technologie erschlossen?

Industrielle Machbarkeit:

Wie lässt sich die neue Applikation unter

industriellen Rahmenbedingungen implementieren?

Mit dem Fraunhofer Reinheitstechnik-Preis REINER! werden wegweisende Innovationen im Bereich der Reinheitstechnik ausgezeichnet.

Im Fokus stehen Enabler-Technologien, die neue Anwendungen bzw. Technologien erschließen sowie Innovationssprung, Nachhaltigkeit

und Industrielle Machbarkeit. Gibt es eine entsprechende Innovation in Ihrem Haus? Dann nutzen Sie jetzt die Chance und bewerben Sie

sich für REINER! 2023. Einsendefrist: 28. Februar 2023

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12 D 70569 Stuttgart Telefon: +49 711 970 1667

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 4/52

Ein Reinraum schafft besondere Bedingungen für hochanspruchsvolle Prozesse und Produkte. Mitarbeiter sind

der entscheidende Faktor für den Hygienestatus von Reinräumen – und die häufigste Fehlerursache für Kontaminationen.

Daher ist richtiges Verhalten im und um den Reinraum besonders wichtig und strenge Verhaltensregeln

müssen bei der Arbeit beachtet werden. Sind die Hintergründe dafür bekannt, steigt das Verständnis und damit die Bereitschaft,

diese Regeln einzuhalten. Praxisbeispiele helfen dabei.

Richtiges Verhalten in

Schleuse und Reinraum

Die nachfolgend beschriebenen Verhaltensregeln stellen eine Auswahl häufig in der Praxis beobachteter oder diskussions-würdiger

Verhaltensfehler dar, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Persönliche Hygiene

Alle Personen, die einen Reinraum betreten, unterliegen strengen Hygieneregeln, um das Risiko von Kontaminierung so weit wie möglich

zu reduzieren. Dieser Stellenwert der persönlichen Hygiene sollte deshalb klar kommuniziert und in der Praxis gelebt werden. Hierbei

zählt der Beitrag jedes Einzelnen, denn am Ende findet im Reinraum ein Summeneffekt statt. Somit ist die Arbeit im Reinraum immer eine

Teamleistung.

Bei der persönlichen Hygiene liegt der Fokus auf der Körper-, und hier besonders auf der Händehygiene. Vor der Reinraumarbeit sollten

möglichst keine Körperpflegeprodukte, Kosmetika u. ä. Drogerieartikel aufgetragen werden. Das gilt sowohl für Haare als auch für die Haut.

Hier gilt klar der Leitsatz: Weniger ist mehr! Schließlich geht es bei der Arbeit im Reinraum nicht darum, gut auszusehen. Folglich gilt für

Hände und im Gesicht: Natur pur. Dem Trend zu Nageldesign und Wimpernverlängerung muss widerstanden werden.

Schmuck im Reinraum

Bezahlt macht sich auch Konsequenz beim Verbot von sichtbarem Schmuck, denn daran haften Partikel und Mikroorganismen. Zudem

entstehen durch Bewegung Reibung und damit Material- und Hautabrieb. Dies gilt auch für Schmuck, der unter dem Handschuh getragen

wird. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wann das erste Paar Handschuhe angelegt wird. Befindet man sich da nicht bereits in der

Personalschleuse? Weiterhin steht die Frage im Raum, ob ein Ring am Finger vielleicht den Handschuh beschädigen kann. Ein weiteres

Themengebiet liefert die Arbeitssicherheit an dieser Stelle. All dies spricht klar gegen das Tragen von Schmuck im Reinraum.

Reinraumkleidung

Für die Reinheitsanforderungen im Reinraum spielt die Reinraumkleidung inkl. der richtigen Handhabe und dem dazu gehörenden Ankleideprozedere

eine wichtige Rolle. Schließlich ist die Reinraumkleidung die einzige Barriere zwischen der Partikel- und Keimschleuder

Mensch und dem Reinraum. Dabei gestaltet sich das korrekte Ankleiden in der Praxis v. a. für den Reinraumoverall und die sterilen Handschuhe

immer wieder als Herausforderung. Es bedarf also eines intensiven Trainings und entsprechender Übung. Denn fällt auch nur ein

Overallbein zu Boden, weil der Stoff sehr rutschig sein kann, ist dieser ein Fall für die Wäsche und ein neuer Overall muss her. In der passenden

Größe natürlich, denn sonst droht der sogenannte Pumpeffekt.

Hierbei handelt es sich um eine unkontrollierte Freisetzung von Kontaminationen aus dem Kragenbereich bei einer schnellen Bewegung

nach unten, sodass sich der Overall um den Körper spannt.

Kontrollierte Bewegungen

Das bringt uns zu diesen Merksätzen: Bitte bewegen Sie sich langsam und kontrolliert. Vermeiden Sie schnelle und hektische Bewegungen.

Dies gilt für sämtliche Tätigkeiten im Reinraum, z. B. auch die Reinigung. Stress bzw. Eile und Reinraum vertragen sich nicht.

Dies ist der besonderen Luftführung im Reinraum geschuldet. Im Idealfall kommt die maximal saubere Luft über die Decke in die Räumlichkeiten

und gelangt möglichst bodennah wieder aus dieser heraus. Kontaminationen, egal welcher Art, werden folglich stets zu Boden

gedrückt und sammeln sich dort an. Wenn nun das Reinraumpersonal zu schnell läuft, werden diese Kontaminationen wieder aufgewirbelt.

Zudem entsteht so ein negativer Effekt auf die Luftführung des Raums.

Luftführung im Reinraum

Die konzipierte Luftführung von Reinraum und Schleuse sollten durch die Tätigkeiten und Maschinen im Reinraum möglichst wenig beeinflusst

werden. Einen häufigen Fehler begeht man, wenn Abluftöffnungen teilweise oder sogar ganz verstellt werden. Schließlich muss ein

Rollwagen oder sonstiges Interieur des Reinraums, wie beispielweise ein Tisch, irgendwo platziert werden. Vor der Abluftöffnung ist meist

Platz, um Dinge abzustellen. Das ist aus den beschriebenen Gründen allerdings keine gute Idee. Für den optimalen Abtransport aller luftgetragenen

Kontaminationen sollte sich auch keine waagerechte Fläche über der Abluftöffnung befinden. Mülleimer o. ä. stehen also auch

nicht gleich neben dieser.


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 5/52

Husten und Niesen

Besonders häufig kontrovers diskutiert wird das Thema Husten und Niesen im Reinraum. Darf man diese physiologischen Reaktionen

auf chemische oder physikalische Reize verbieten? Sollte man es also unterdrücken? Die Regelungen dazu obliegen dem Reinraumbetreiber.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, sich mögliche Lösungen für beide Probleme zu überlegen, auch wenn in der Praxis im Reinraum sehr selten

gehustet oder geniest wird – vorausgesetzt man ist gesund. Eine Option wäre es, Reinraumtücher zu Hilfe zu nehmen und diese schnell vor

Mund und Nase zu halten. Sämtliche Tröpfchen sollten spätestens in den Tüchern festgehalten werden, sodass es am sinnvollsten ist, diese

Tücher auch erst in der Personalschleuse vom Gesicht zu nehmen und zu entsorgen. Sämtliche Reinraumkleidung, insbesondere Mundschutz,

evtl. Augenschlitzhaube und Handschuhe müssen nach dieser Aktion getauscht werden. Danach erfolgt ein erneutes Ankleiden

entsprechend der Vorgaben der jeweiligen Reinheitsklasse.

Vielleicht haben Sie aber den Reinraum soeben erst betreten und können auf kurzem Wege wieder zurück in die Personalschleuse, um

dort das Husten und/oder Niesen zu erledigen. Somit gelangt Ihr Aerosol erst gar nicht in den Reinraum. Ungebremst bzw. ohne Mundschutz

o. ä. würde der Auswurf bestehend aus Glykoproteinen, Zelltrümmern, Mineralien, Bakterien und Viren, auf einer Strecke von ca. 5-8 m verteilt

werden.

Nicht für den Reinraum geeignet ist die aufgrund des Corona-Virus weit verbreitete Regel, in die Armbeuge zu husten oder zu niesen. Das

mag in der Öffentlichkeit berechtigt sein, aber wir befinden uns immerhin in einer besonderen Umgebung, nämlich im Reinraum. Tatsächlich

ist keine Armbeuge wirklich dicht. Niest oder hustet man hinein, gelangt Aerosol oben und unten am Arm vorbei in den Raum. Zudem würde

sich der Auswurf im Anschluss auf der Außenseite der Reinraumkleidung befinden. Mikroorganismen und Partikel würden anschließend

munter durch den Reinraum getragen – auch wenn man sich nach dem Husten und Niesen direkt in die Personalschleuse begibt.

Kratzen

Ein häufiger Verhaltensfehler ist auch das Kratzen. Wer kennt das nicht? Es juckt auf dem Kopf oder im Gesicht und schon ist die Hand

unterwegs, um dem entgegenzuwirken. Die erste Hürde: die bewusste Wahrnehmung dieses Automatismus des Körpers. Die zweite Hürde

ist dann die Selbstbeherrschung. Wenn man diesem Reiz nichts entgegenstellen kann oder will, begibt man sich auf kürzestem Weg in die

Personalschleuse. Dort darf gekratzt werden. Dieses Prozedere empfiehlt sich auch für Korrekturen, die an der Reinraumkleidung aus unterschiedlichsten

Gründen vorgenommen werden müssen. Hierbei ist auch ein kurzes Zuppeln an Mundschutz oder Schutzbrille gemeint.

Hautpartikel und Haare gehören nicht in den Reinraum. Wer mit Reinraumreinigung vertraut ist, wird aber sicherlich bereits das Haar im

Reinraum gefunden und beseitigt haben. Und damit natürlich auch Partikel und Mikroorganismen.

First-Air-Effekt

Ein Verhaltensfehler, der auf sämtliche Tätigkeiten in Schleuse und Reinraum übertragen werden sollte, ist der sogenannte First-Air-Effekt.

Die Regel lautet: Beugen Sie sich nicht über den Prozess/ das Produkt oder gereinigte oder desinfizierte Flächen. Andernfalls wird durch

die spezifische Luftführung in den Räumlichkeiten die Kontamination vom Reinraumpersonal abgeblasen und gelangt auf direktem Wege

dorthin, wo sie nicht hin soll, und stellt damit eine Gefährdung für das Produkt dar. Besonders kritisch wird es immer, wenn am Ende der

Wertschöpfungskette ein Mensch steht, der gesund werden möchte.

Personenanzahl in Schleuse und Reinraum

Auch stellt sich die Frage, wie viele Personen sich gleichzeitig in Schleuse und Reinraum befinden dürfen. Kennt das Reinraumpersonal

diese Zahlen? Wo sind diese Zahlen verschriftlicht oder im einfachsten Fall vor Ort nachzulesen? Bestehen Sprachbarrieren beim Personal

oder aber ist jeder in der Lage, deutsche Texte zu lesen und zu verstehen? Dies wird vom Reinraumverantwortlichen festgelegt und u.a. durch

Partikelmessgeräte regelmäßig überwacht und muss den Mitarbeitern kommuniziert werden.

Abschließend seien noch vermeintliche Selbstverständlichkeiten bei der Reinraumarbeit aufgezählt:

1. Kein Rauchen, Essen und Trinken. Dazu gehören auch Kaugummi kauen und Bonbons lutschen.

2. Keine persönlichen Gegenstände, die im Reinraum nicht wirklich für die Tätigkeit benötigt werden

(Ausnahmen sind körpernahe Hilfsmittel, z. B. Brille, Hörgerät etc.).

3. Die Sit-over-Bank heißt so, weil sie zum darauf Sitzen gedacht ist.

4. Gleiche Regeln für alle. Es gibt absolut keine Ausnahmen.

5. Eine bebilderte Schleusenordnung sollte vorhanden sein.

6. Regelmäßige Schulung aller Personen, die den Reinraum, und sei es auch noch so kurz, betreten wollen, sind Pflicht.

7. Kennen alle Mitarbeitenden reinraumgerechte Haltungen wie Pinguin, Roboter oder Pharao?

8. Arme nicht verschränken, kein Anlehnen oder Abstützen, sonst droht Kontaminationstransfer.

CWS Cleanrooms Deutschland GmbH & Co.KG

Dreieich Plaza 1 A

D 63303 Dreieich

Telefon: +49 6103 3091290 Telefax: +49 6103 309 169

eMail: cleanrooms.de@cws.com Internet: http://www.cws.com/reinraum


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 6/52

Die Desinfektion, ein Verfahren zur gezielten Reduzierung pathogener

und produktschädigender Mikroorganismen zum Schutz

von Produkt, Prozess und Mensch, ist neben der Reinigung eine

grundlegende Maßnahme der Kontaminationskontrollstrategie (im

Englischen: Contamination Control Strategy, kurz CCS) . Fehler bei der

Auswahl und bei dem Einsatz von Desinfektionsmitteln sowie bei der

Durchführung der Prozesse können zu schwerwiegenden Folgen führen.

Aufbau und Bewertung von

Desinfektionsverfahren innerhalb

der Kontaminationskontrolle

Autorin: Margarete Witt-Mäckel

Die Strategie zur Kontrolle der mikrobiologischen Kontaminationen

sieht ein geeignetes, den betrieblichen und regulatorischen Anforderungen

angepasstes Desinfektionsprogramm vor. Geeignet bedeutet,

dass die in diesem Programm definierten Maßnahmen nachweislich

funktionieren und die im Voraus festgelegten Anforderungen valide erfüllt

werden. Damit ist gemeint, dass die geforderte mikrobiologische

Wirksamkeit der Desinfektionsmittel belegt und das Zusammenspiel

zwischen den Wischtextilien, Tränkungssystemen und Desinfektionsmitteln

überprüft ist [Abb. 1]. Teil des Desinfektionskonzeptes ist ebenfalls,

dass das Personal, das mit der Umsetzung der Desinfektion beauftragt

ist, auf die Anwendung geschult, und dass die Prozesse in Arbeitsanweisungen

verständlich und nachvollziehbar beschrieben sind.

Die Vorgehensweise zum Aufbau eines Desinfektionsprogrammes einschließlich

der Bewertung der Umsetzung sowie der Umgang mit Abweichungen

ist in der nebenstehenden Übersicht beispielhaft dargestellt.

In der ersten Phase der Desinfektionsvalidierung wird das Desinfektionsmittel

anhand des Anforderungsprofils ausgewählt oder das bereits

eingesetzte Desinfektionsmittel bewertet. Das Anforderungsprofil

ergibt sich aus den mikrobiologischen Anforderungen an das Produkt

und an die Produktionsumgebung sowie aus den regulatorischen Vorgaben

für den jeweiligen Produktionsbetrieb. Die Eignung der Desinfektionsmittel

erfasst auch eine Bewertung der Wirksamkeit gegen

die betriebsspezifische Keimflora (sogenannte Betriebskeime) auf

den produktionstypischen Oberflächen. Weitere Einflussfaktoren wie

Schmutzbelastung, Kompatibilität mit den Wischtextilien und Sicherstellung

der Wirksamkeit der Anwenderlösungen über den gesamten

Einsatzzeitraum werden ebenfalls betrachtet.

In der zweiten Phase wird der Prozess selbst bewertet. Dies erfolgt

durch ein prozessbegleitendes mikrobiologisches Monitoring, das nach

Abschluss der Validierung in das mikrobiologische Hygienemonitoring

integriert wird. Das Hygienemonitoring und das damit verbundene Erstellen

einer Trendanalyse zeigt die Effektivität der Umsetzung über

einen längeren Zeitraum und nimmt umgebungs- und anwendungs-


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 7/52

Ein Beispiel, wie der Aufbau eines Desinfektionsprogrammes

geplant werden kann.

Die einzelnen Schritte können in der Reihenfolge variieren.

Um welche

Kontrollmaßnahmen

handelt

es sich?

Was soll desinfiziert

werden?

In welcher

Reinheitsklasse

soll desinfiziert

werden?

Kurzbeschreibung

Prozess/Arbeitsschritt

Verfahren der

Desinfektion

Festlegung der

Bereiche und der

zu desinfizierenden

Oberflächen

Klassifizierung

der Oberflächen in

kritische, allgemeine

und sonstige

Bereiche

Definition der

Reinheitsanforderungen

durch

den Produktionsbereich

Beispiel

Routinedesinfektion (arbeitstägliche Desinfektion)

zur Dekontamination der Oberflächen

im Herstellungsbereich von nicht sterilen

Arzneimitteln

Produktberührend/kritisch: Arbeitstische,

Anlagen, Arbeitsgeräte

Weniger kritisch: Fußboden, Wände, Decken

GMP Reinheitsklasse D (Raum) und

C (Arbeitsstationen)

Womit?

Welche Mittel

und Geräte sind

erforderlich?

Wird das festgelegte

Ziel mit diesen

Verbrauchsmaterialien

und

Betriebsmitteln

erreicht?

Wann und wie

häufig muss

desinfiziert

werden, um das

Ziel zu erreichen?

Wer macht

was, wann, wie,

womit?

Beschreibung der

Desinfektionsmittel,

der

Gerätschaften

und

Wischtextilien

Qualifizierung der

Desinfektionsmittel,

Gerätschaften

und

Wischtextilien

Festlegung der

Intervalle für jede

klassifizierte

Oberfläche und

wenn möglich des

Zeitpunktes

Erstellung der

Dokumentation

Arbeitstische: Produkt A und B im Wechsel,

Mikrofasertuch

Arbeitsgeräte: Produkt C, Sprühflasche,

Mikrofasertuch

Fußboden, Wände, Decken: Produkt A und B

im Wechsel, Systemwagen, Tränkungssystem,

Wischbezüge und Mophalter

Bestätigung der mikrobiologischen Wirksamkeit

und ggf. der Reinigungswirkung der

Desinfektionsmittel nach Qualifizierungsplan

über die Gutachten der Hersteller, Labor-untersuchungen,

Rationale

Bewertung der Rückstände und ggf. Planung

einer zusätzlichen Reinigung

Bestätigung der Reinheitstauglichkeit der

Wischtextilien und Gerätschaften durch den

Hersteller

Arbeitstische: arbeitstäglich, nach Arbeitsende

Arbeitsgeräte: mehrmals täglich, bei Bedarf

und nach Arbeitsende

Fußboden: arbeitstäglich, nach Arbeitsende

Wände, Decken: vierteljährlich,

am Wochenende

Erstellung von Arbeitsanweisungen und der

Desinfektionspläne

Was soll erreicht

werden?

Für welchen

Bereich gilt die

Reinraumdesinfektion?

Wo sind

Schnittstellen?

Wer ist für was

verantwortlich

und zuständig?

Wie wird

desinfiziert?

Festlegung des

gewünschten

Reinheitsgrades

für die klassifizierten

Oberflächen

Definition der

Ziele, Grenzwerte

und der sonstigen

Anforderungen

Geltungsbereich

Verantwortung

Beschreibung der

Desinfektionsverfahren

zur

Erreichung des

gewünschten

Reinheitsgrades

Reinheitsgrad: optisch und mikrobiologisch

rein

Grenzwerte: _________

Arbeitstische, Arbeitsgeräte: 25 KBE/qm

Fußboden, Wände, Decken:50 KBE/qm

Sonstige Anforderungen: bakterizid,

im Wechsel: sporizider Wirkstoff

Produktionsbereich

Schnittstellen zur Produktion, Absprache

zwischen Produktionsleitung und der externen

Reinigungsfirma

Arbeitsgeräte und Arbeitstische werden von

eigenem Personal gereinigt, zuständig Fr. Muster

Fußböden, Wände, Decken werden von

einer externen Firma gereinigt, zuständig

Hr. Saubermann

Arbeitstische: Wischen mit Tuch

Arbeitsgeräte: Sprühen und wischen

Fußboden, Decke, Wände: Wischen

mit Wischbezug

Vorpräparation der Wischtextilien

Wischtechniken und Wechselmethode

Wird das festgelegte

Ziel mit

diesem Personal

erreicht?

Werden die Ziele

im laufenden

Prozess erreicht?

Wie werden die

Ziele überprüft?

Wer überwacht?

Was wird getan,

wenn die Ziele

nicht erreicht

werden?

Wie wird auf

Abweichungen

reagiert?

Qualifizierung

des Reinigungspersonals

Wird das Ziel

mit den

festgelegten

Verfahren erreicht?

Desinfektions-validierung

Erstellung eines

Monitoring-programms

Festlegung der

Prüfmethoden

und der Prüfmittel

Maßnahmen bei

Abweichung

Überarbeitung

des bestehenden

Konzeptes

Schulung des Reinigungspersonals und der

Mitarbeiter

Schulungsbestätigung durch die externe

Reinigungsfirma

Validierung der Verfahren nach Validierungsplan

Prüfung der optischen Reinheit durch optische

Kontrolle, ggf. der chemischen Reinheit durch

analytische Methoden und der mikrobiologischen

Reinheit durch Oberflächenabklatsch

Prozessbegleitendes Monitoring

Mikrobiologisches Hygienemonitoring

Trendanalyse

Festlegung von Maßnahmen bei dreimaliger

Überschreitung der Grenzwerte

Identifizierung der Keime

Schwachstellenanalyse

Rücksprache mit der Produktionsleitung

und Überprüfung aller Einflussfaktoren,

z.B. Änderungen im Produktionsablauf

Überprüfung der Desinfektionsverfahren

Überprüfung der Ziele und Grenzwerte

Personalschulung

Wo werden die

Materialien

gelagert? Wird

Wasser benötigt,

in welcher Qualität?

Wo können

Reste entleert

und die Betriebsmittel

nachbereitet

werden?

Planung der Umsetzung

Bereitstellung der Materialien in der Materialschleuse

und Lagerung im Putzschrank in der

Schleuse

Wasserentnahme und Waschbecken mit

Abfluss in der Schleuse CNC/D, Wasserqualität:

purified water

Sind alle

Dokumente vollständig?

Zusammenstellung

und

Ordnung aller

Dokumente

Zusammenstellung der notwendigen

Unterlagen:

Arbeitsanweisungen, Reinigungs- und

Desinfektionspläne, Checklisten, Prüfprotokolle,

Aufzeichnungen der Maßnahmen bei

Abweichungen, Schulungsnachweise,

Unterlagen zu den Mitteln und Gerätschaften

Umsetzung


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 8/52

bedingte Schwankungen mit auf. Durch das prozessbegleitende Monitoring

und das Hygienemonitoring können sogenannte „weiche“ Faktoren berücksichtigt

werden. Damit gemeint sind Einflüsse, die selbst durch praxisnahe

Prüfmethoden im Labor nur schwer erfasst werden können. Dazu zählen

unter anderem die Abnutzung der Oberflächen, mögliche Querkontaminationen

oder der Einfluss durch das Personal, das Zusammenspiel der

Tränkungsverfahren hinsichtlich Oberflächenbenetzung und Flüssigkeitsaufnahme

bzw. -abgabe durch das Wischtextil sowie die Bewertung der Abtrocknung

innerhalb der, über Labormethoden ermittelten, Einwirkzeiten.

Mit der Desinfektion wird die hygienische Sicherheit für Produkt, Prozess

und Mensch gewährleistet. Durch den Aufbau eines durchdachten und

praxisnahen Konzeptes verbunden mit einer regelmäßigen Überprüfung der

tatsächlichen Wirksamkeit wird ein Teil der Kontaminationskontrollstrategie

erfüllt.

Das Zusammenspiel zwischen Desinfektionsmittel, Wischtextil und

Tränkungsverfahren am Beispiel des MopScoop-Systems

Abb. 1: MopScoop-System stellt definierte Menge an Gebrauchslösung

just-in-time zur Verfügung © Pfennig Reinigungstechnik GmbH

Durch das Tränkungssystem wird eine definierte Menge an Gebrauchslösung

dem Wischbezug zur Aufnahme zur Verfügung gestellt, die dieser während

des Wischens mit einer definierten Benetzung wieder an die Oberfläche

abgibt. Der entstehende gleichmäßige Flüssigkeitsfilm reicht aus, um

die möglicherweise vorhandenen Mikroorganismen zu inaktivieren. Für die

Funktionalität dieses System ist nachgewiesen, dass keine oder nur geringe

Adaption von Wirkstoffen an das Wischtextil stattfindet und der Wischbezug

ein valides Flüssigkeitsaufnahme- und -abgabevermögen hat. Das

MopScoop-System ist zudem als geschlossenes System ausgelegt: Die hygienische

Gestaltung der gesamten Einheit und die Lagerung der Gebrauchslösung

im geschlossenen Behälter des MopScoop verhindert den direkten

und indirekten Eintrag von Kontamina-tionen in die Lösung und ermöglicht

den Erhalt der Stabilität der Lösung über einen definierten Einsatzzeitraum.

Pfennig Reinigungstechnik GmbH

Heubachstr. 1

D 87471 Durach

Telefon: +49 831 561220 Telefax: +49 831 61084

eMail: info@pps-pfennig.de

Internet: http://www.pps-pfennig.de

[Quelle: Pfennig Reinigungstechnik GmbH, Durach]

1 Überarbeiteter Anhang 1 des EU-GMP-Leitfadens,

veröffentlicht am 22.08.2022; https://health.ec.europa.eu/system/

files/2022-08/20220825_gmp-an1_en_0.pdf


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 9/52

13 Jahre BIM in der Planung

Virtual Reality auf der Baustelle dank BIM

Chirugie Graz © Lorenz Consult ZT GmbH

AdobeStock 129713457 © ME Image

In Sachen Digitalisierung des Bauens ist Generalplaner Lorenz Consult seit 2005 Wegbereiter. Effektivere fachwerksübergreifend

Planung und das Abbilden des Gebäudes in 3D führten weiters 2009 zur Einführung von Building Information

Modelling (BIM). Die Liste an erfolgreich umgesetzten Großprojekten ist lang, die Entwicklung geht weiter – bis hin zum

Einsatz von Head-Up Display Brillen.

Bei Lorenz Consult, Zivilingenieurbüro für Bauwesen, gibt es 13

Jahre nach Einführung von Building Information Modelling einen

eigenen BIM-Standard über alle Abteilungen hinweg. Wer neu zum

Team kommt, wird von den bestehenden Mitarbeitenden eingeschult.

Darüber hinaus werden in BIM-Runden aktuelle Themen

besprochen, um BIM im Unternehmen weiterzuentwickeln. „BIM ist

ein wesentliches Mittel zur Digitalisierung der Bauwirtschaft. Digitale

Daten und Informationen werden immer mehr in die Errichtung

vor Ort eingebunden und ersetzen sukzessive die 2D-Pläne“, macht

Geschäftsführer DI Christian Lorenz bewusst.

Mit Display-Brillen auf der Baustelle

Für die nahe Zukunft glaubt Lorenz, dass Bauleiter und Bauaufsicht

mit Head-Up Display Brillen über die Baustelle gehen werden, um

3D-Informationen abzurufen: „Eine effektive Überprüfung der plangemäßen

Errichtung der Bauwerke ist dadurch möglich.“

Um dies auch tatsächlich umsetzen zu können, liegt die Hauptaufgabe

von BIM nach wie vor in der Bereitstellung von 3D-Geometrieinformationen

sowie der Ermittlung von Mengen für Ausschreibungen

und die Kostenermittlung. Neue Scanner-Technologien erleichtern

die digitale Abrechnung von erbrachten Bauleistungen.

BIM als wichtiges Planungstool

13 Jahre Planen und Bauen mit BIM waren für Lorenz Consult eine

Zeit des Lernens und Weiterentwickelns: „Die meiste Erfahrung haben

wir bei der Chirurgie Graz gesammelt. Da wir bei diesem Großprojekt

von einem Gesamtmodell ausgingen, waren die Ladezeiten

des Modelles extrem lange“, berichtet Christian Lorenz. Heute wird

mit Teilmodellen gearbeitet und ganz wichtig: „Auch wenn wir BIM

einsetzen, behalten wir die bewährten Planungsabläufe bei.“

Vom BIM-Skeptiker zum BIM-Fan

Dass es bei der Implementierung von BIM mitunter Überzeugungsarbeit

bedarf, beweist ein aktuelles Projekt in der anlagenintensiven

Reinraumplanung: „Anfangs war unser Auftraggeber skeptisch über

den Mehrwert der Modelle. Heute, kurz vor Fertigstellung des Baues,

ist er ein BIM-Fan und lässt die As Built Situation vollständig im

Modell abbilden“, gibt Generalplaner Christian Lorenz Einblick. Erfolgsrezepte

sind seit der frühen Projektphase die enge Zusammenarbeit

mit dem Prozessplaner, die Zusammenführung von Bau- und

Anlagenmodell. Dadurch werden frühzeitig Installationsmöglichkeiten

erarbeitet, das Gebäude an diese Notwendigkeit angepasst und

Kollisionen vermieden.

Lorenz Consult Ziviltechniker GmbH

A 8010 Graz


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 10/52

TapeLift Pad beim Abklatsch (Bild: PMT Partikel-Messtechnik GmbH)

Partikelkontamination in Reinräumen

erkennen und kontrollieren

Autor: Marcel Hopfe

Wer Partikel in Reinräumen kontrolliert, kennt die ISO 14644. Der

bekannteste Teil ist die ISO 14644-1, welcher für die Klassifizierung

relevant ist. Weit weniger bekannt ist der Teil -9, welcher sich mit

Partikeln auf Oberflächen befasst. Es geht um die Oberflächen von

Wänden, Decken, Fußböden, Arbeitsbereichen, Werkzeugen und

Produkten. Unterteilt wird in acht SCP-Klassen (surface cleanliness

by particle concentration).

Mit dem PartSens 4.0 können Partikel ab ca. 2 µm gemessen und

damit die SCP-Klassen 4 – 8 geprüft werden. Bei einem Zulieferer

der Halbleiterindustrie wurden in einem Reinraum, der gemäß

ISO 14644-1 die Klasse 7 erfüllt, Untersuchungen zur Sauberkeit von

Oberflächen durchgeführt.

Im ersten Versuch wurde der Fußboden beprobt. Messstelle 1 befand

sich unmittelbar vor einem Arbeitsplatz, an dem Bauteile vermessen

werden (im Weiteren Mess-Arbeitsplatz genannt). Messstelle 2 befand

sich direkt vor dem Eingang zur Materialschleuse. Mittels eines


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 11/52

TapeLift Pad bei der Entnahme von der Trägerfolie

(Bild: PMT Partikel-Messtechnik GmbH)

Abbildung 4: Metallisch glänzender

Partikel; Feret max. 728 μm

(Bild: Partikel-Messtechnik GmbH)

adhäsiven Pads (sog. TapeLift Pad) wurde an beiden Stellen eine

Probe genommen. Das Ergebnis ist in Abbildung 1 zu sehen und entspricht

der Erwartungshaltung. Auf dem Boden vor der Schleuse finden

sich mehr und größere Partikel. Im Vergleich zu den erlaubten

Grenzwerten erfüllt der Mess-Arbeitsplatz die SCP-Klasse 6 und der

Bereich vor der Schleuse die SCP-Klasse 7.

GmbH sie einsetzt, sind hinsichtlich der Oberflächenrauheit nahezu

vergleichbar mit elektropolierten Edelstahlflächen. Geschliffenen

Edelstahl-Materialien sind diese Oberflächen hinsichtlich der

Als nächstes wurden die Arbeitsflächen untersucht. Es handelt sich

um gebürstete Edelstahltische der Firma Sailer. Diese wurden vom

Kunden ausgewählt, weil sie sich durch eine sehr geringe Rauigkeit

(Ra < 0,2 µm) auszeichnen und sich dadurch hervorragend reinigen

lassen. Gebürstete Edelstahloberflächen, wie die Friedrich Sailer

Oberflächenrauigkeit und damit der Reinigbarkeit deutlich überlegen.

Aufgrund der hohen Oberflächengüte der Sailer Edelstahltische

ist eine direkte Messung ohne Abklatsch mit dem PartSens

4.0 möglich. Minimale Strukturen der Oberfläche können mittels

„Riefenmodus“ vom PartSens 4.0 effektiv unterdrückt werden.

Auf einem häufig benutzten Arbeitstisch wurden an zehn verschiedenen

Stellen Messungen durchgeführt. Anschließend wurde der


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 12/52

Tisch gereinigt und erneut zehnmal an ähnlichen Stellen gemessen.

Mit einer Ausnahme ist bei allen zehn Messungen ein Reinigungseffekt

sichtbar. Zu sehen sind die Messwerte vor und nach der Reinigung

in Abbildung 2. Da die Reinigung sehr gründlich erfolgt ist,

kann davon ausgegangen werden, dass die Zählrate nach der Reinigung

der Nullzählrate entspricht. Für die gewählten Messpatameter 1

ergab sich eine Nullzählrate von 145 ± 36 Partikel pro Messung.

Weiterhin wurde die Nullzählrate für jeden einzelnen Messkanal bestimmt.

Damit wurde es möglich, die Messungen „vor der Reinigung“

um die Nullzählrate zu korrigieren. Somit ist der Vergleich mit den

Grenzwerten aus ISO 14644-9 möglich. Im vorliegenden Fall konnte

eine SCP-Klasse 7 nachgewiesen werden. Der graphische Vergleich

der Messwerte mit den Grenzwerten der ISO ist in Abbildung 3 zu

sehen. Die Messwerte im Bereich 1-5 µm sind kritisch zu betrachten,

da es sich hier um den absoluten Grenzbereich des Messgeräts

handelt.

Da bekannt ist, dass der Mensch eine der Hauptquellen für Partikel

im Reinraum ist, wurde vor Verlassen des Reinraums der Reinraumanzug

beprobt. Dazu wurde an fünf Stellen mithilfe eines TapeLift

Pads eine Probe genommen. Bei den Stellen handelt es sich um

Brust, Oberarm, Handinnenfläche, Wange und Oberschenkel. Die

Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt. Über 90% der Partikel sind

kleiner als 50 µm und nichtmetallisch. Aufgrund der Häufigkeit und

Partikelform handelt es sich hierbei vermutlich um Hautschuppen.

Weiterhin wurden einige kleinere, metallisch glänzende Partikel sowie

zwei Fasern gefunden. Besonders auffällig war darüber hinaus

ein großer metallisch glänzender Partikel im Bereich 600 bis 1.000

µm, welcher in Abbildung 4 zu sehen ist.

Die gesamte Partikelgrößenverteilung der auf dem Reinraumanzug

verteilten Partikel ist in Zahlen in Tabelle 1 gelistet und bildlich in

Abbildung 5 zu sehen. Die Verteilung entspricht qualitativ den üblichen

Beobachtungen bei verschiedenen Messungen in anderen

Reinräumen und unterstreicht die Relevanz der ISO 14644-9. Zur

Beurteilung der Sauberkeit des Reinraums und der darin produzierten

Produkte ist die Messung der partikulären Oberflächenreinheit

eine sinnvolle Ergänzung der Messung luftgetragener Partikel wie in

ISO 14644-1 und -2 beschrieben.

PMT Partikel-Messtechnik GmbH

Schafwäsche 8

D 71296 Heimsheim

Telefon: + 49 70 33 53 740 Telefax: + 49 70 33 53 74 22

eMail: info@pmt.eu

www.pmt.eu


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 13/52

Die PeroLabs Nasschemie und Vakuumprozessierung umfassen modernste Infrastruktur zur Abscheidung von Dünnfilmen

mittels Schlitzdüsen- und Rotationsbeschichtung, Aufdampfkammern für Perowskitabsorber, selektive Kontakte und Metalle,

sowie Atomlagenabscheidung von Metalloxiden unter Inertgasatmosphäre. © Fraunhofer ISE

Perowskit-Silicium -Tandemtechnologie

zur Industriereife bringen

Auf klassischen Silicium-Solarzellen eine zweite Solarzelle aus Perowskit aufzubringen, ermöglicht es, das Sonnenspektrum

noch besser auszunutzen. Weltweit forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, diese Tandemsolarzellen

zuverlässig, langlebig und mit industriellen Herstellungsprozessen zu realisieren. Forschende am Fraunhofer-Institut

für Solare Energiesysteme ISE entwickelten zwischen 2020 und 2022 gemeinsam mit Industriepartnern im Verbundvorhaben

»SWiTch« Technologien zur Herstellung von Perowskit-Silicium-Vollformat-Modulen. Auf Zellebene gelang es

dem Team des Fraunhofer-Leitprojekts »MaNiTU« und des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

BMWK geförderten Projekts »PrEsto« Perowskit-Silicium-Tandemsolarzellen von Labor- auf Wafergröße zu skalieren. In

einer gerade beschlossenen Zusammenarbeit mit Meyer Burger wird das Fraunhofer ISE seine Aktivitäten im Bereich Tandemsolarzellen

und -module weiter intensivieren.

Perowskit-Silicium-Tandemsolarzellen stellen eine Weiterentwicklung

der etablierten, Siliciumwafer-basierten Standardtechnologie

dar. Eine Perowskit-Solarzelle mit großer Bandlücke wird dabei auf

die Silicium-Solarzelle prozessiert, um so das Sonnenlicht besser

auszunutzen. »Mit ihnen sind Wirkungsgrade von über 35 Prozent

möglich«, sagt Prof. Dr. Andreas Bett, Institutsleiter am Fraunhofer

ISE. »Perowskit-Silicium-Tandemsolarzellen im Labormaßstab

haben bereits das physikalische Limit der Einfachsolarzellen aus

Silicium von 29,4 Prozent überwunden, und können so Solarzellen

künftig noch effizienter machen.«

Skalierung der Laborzellen auf Wafer-Größe

Im Labormaßstab liegt der derzeit beste publizierte Wirkungsgrad

bei 31,3 Prozent. Allerdings sind die Flächen solcher Labor-Solarzellen

noch klein – circa 1 Quadratzentimeter – und die meisten der bisher

im Labor verwendeten Herstellungsprozesse sind nicht für die

industrielle Fertigung nutzbar. »Wir freuen uns deshalb sehr, dass es

uns gelungen ist, auf einer Fläche von über 100 Quadratzentimetern

und mit industrieller Siebdruckmetallisierung einen zertifizierten

Wirkungsgrad von 22,5 Prozent zu erreichen. Nun geht es für uns

darum, auch mit skalierbaren Methoden auf großer Fläche die hohen

Wirkungsgrade unserer kleinen Laborzellen zu realisieren«, sagt

Dr. Patricia Schulze, Wissenschaftlerin im Projekt »MaNiTU« am

Fraunhofer ISE. Besonders intensiv arbeiten die Forscherinnen und

Forscher an einem hybriden Abscheideprozess aus zwei etablierten

Herstellungsverfahren für die Herstellung von Perowskit-Solarzellen

auf doppelseitig texturierten Silicium-Solarzellen.

Erste Vollformat-Module gebaut

Im Verbundvorhaben »SwiTch« entwickelte das Fraunhofer ISE

gemeinsam mit den Projektpartnern Verschaltungs- und Einkapselungslösungen

für Tandemsolarzellen. »Die Verschaltungs- und

Laminationsprozesse mussten dabei so verstanden und angepasst

werden, dass die Perowskit-Silicium-Solarzellen ohne Schäden,

kostengünstig und langzeitstabil ins Modul integriert werden können«,

sagt Dr. Holger Neuhaus, Abteilungsleiter für Photovoltaikmodule

am Fraunhofer ISE. Erste Prototypen mit einer Leistung

von 430 Watt Peak konnten so bereits hergestellt werden. Flankiert

wurden die Entwicklung durch eine detaillierte Analyse der Zellezu-Modul-Verluste

und Arbeiten zur Langzeitstabilität der Tandem-

Module. Im Rahmen des Verbundvorhabens »SALTO« konnte das

Fraunhofer ISE die SWCT-Verschaltungstechnologie von Meyer

Burger für Vollformatmodule am Fraunhofer ISE etablieren. Diese

Niedertemperatur-Technologie ist für die Verschaltung von Silicium-Perowskit-Solarzellen

im Vergleich zu konventionellen Lötprozessen

geeignet.

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

D 79110 Freiburg


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 14/52

Abb X: Blick in einen mit speziellem Gelblicht geschützten Reinraum, in dem anspruchsvolle Geräte zur Fotolithografie hergestellt werden.

Fotolithografie in einem neuen Licht

– Reinräume für eine Hightech Branche

Heidelberg Instruments entwirft, entwickelt und fertigt maskenlose

Laser-Lithographiesysteme für die Herstellung von Mikrostrukturen

und bedient damit die weltweite Fotolithographie-Gemeinschaft

sowohl im Bereich des Direktschreibens als auch in der Fotomaskenproduktion.

Zu den Anwendungsbereichen gehören MEMS, Mikrooptik,

Advanced Packaging (3DIC), IC, Flachbildschirme (FPD),

Mikrofluidik, Sensoren und andere analoge und digitale elektronische

Komponenten. Die Systeme werden in mehr als 50 Ländern in

der Forschung und Entwicklung, im Rapid Prototyping und in der

industriellen Produktion eingesetzt.

Zur Herstellung dieser komplexen Anlagen und Geräte wurden

nun neue Räumlichkeiten an einem neuen Standort in der Nähe von

Heidelberg erstellt.

Becker Reinraumtechnik hat die Reinräume und Sauberräume

kundenindividuell geplant und schlüsselfertig erstellt: auf einer Fläche

von insg. ca. 1.500 m² ist das Unternehmen für die Zukunft gut

gerüstet und hat optimale Umgebungsbedingungen für die Produktion

und Entwicklung.

Die technischen Anforderungen daran sind komplex: Temperatur-

und Feuchtebereiche sind zuverlässig und ganzjährig sicher zu

stellen, in den Gelblichtbereichen sind nur ganz bestimmte Wellenbereiche

des Lichtes zugelassen, um die empfindlichen Produkte

und Prozesse nicht zu gefährden.

Von elementarer Bedeutung ist aber auch die Energieeffizienz

der Reinräume. Seit vielen Jahren haben die Spezialisten von Becker

Reinraumtechnik bei jedem Projekt ein besonderes Augenmerk auf

dieses Thema – die Energiepreise steigen immer weiter und auch

klimaschonende Lösungen gewinnen an Bedeutung.

Durch eine ausgeklügelte Kälte- und Lüftungstechnik wurden

in dem Heidelberger Projekt die Energieverbräuche für den Kunden

auf ein Minimum reduziert: mit optimierter Außenluftaufbereitung,

Reduzierung der Frischluftmengen durch gezielte Überströmungen

sowie modernste Regelungstechnik können die Reinraumanlagen

im Volllast- und auch im Absenkbetrieb energieoptimal gefahren

werden – das spart dem Kunden über die gesamte Lebensdauer bares

Geld.

Auch schon in der Planungsphase ist man neue Wege gegangen:

das gesamte Projekt wurde mit einer neuen BIM-fähigen Software

erstellt, die den Planern neue Möglichkeiten einer integrierten Planung

mit allen Beteiligten eröffnet. Aber auch der Kunde hat schon


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 15/52

Fertige Rein- und Sauberräume aufgestellt in dem neuen Standort

Vorteile bevor der Reinraumbau überhaupt beginnt: so konnten die

Mitarbeiter des Kunden - ausgestattet mit einer AR (Augmented

Reality = erweiterte Realität ) Brille - in der noch leeren Halle virtuell

durch den späteren Reinraum gehen: die Reinraumgeometrie

wird dabei dem Nutzer in das Sichtfeld eingeblendet und man kann

Größenverhältnisse, Raumgefühl und Platzverhältnisse in der Realität

sehen.

Es gibt einen klaren Trend zu solchen Anwendungen und Becker

Reinraumtechnik bringt diese Technologie seit geraumer Zeit

unter dem Begriff „Die Reine 4.0“ voran. Dabei bietet die oben beschriebene

AR-Anwendung nur einen von vielen Vorteilen. Mehr

dazu können Sie auf den nächsten Lounges 2023 in Karlsruhe sehen

und erleben.

In der Technikzentrale wird die Luft energieeffizient klimatisiert

und für den Prozeß aufbereitet.

BECKER Reinraumtechnik GmbH

Von-der-Heydt-Str. 21

D 66115 Saarbrücken

Telefon: 0681-753890

eMail: info@becker-reinraumtechnik.de

Internet: http://www.becker-reinraumtechnik.de

Rotronic’s universelles

Monitoring System: RMS

Präzise Mess- und Überwachungslösungen für Reinräume. Das Erfüllen von Normen und höchster

Qualitätsansprüche erfordert ein ganzheitliches Überwachungssystem. Die Cloud-Software

des Rotronic Monitoring Systems bietet höchste Datenverfügbarkeit und maximale Flexibilität

durch einfaches Einbinden von Fremdgeräten. reinraum RMS online ist – Seite GxP-/FDA 15/45 – CFR Ausgabe 21 Part DE 03-2018 11 konform und unterstützt

die Umsetzung von Annex 1 EU GMP und ISO 14644-1. Rotronic.de/rms | ProcessSensing.com


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 16/52

Neben der chargenweisen Überwachung ermöglicht das APM auch ein Monitoring

in definierten Zeitintervallen, beispielsweise pro Schicht, Tag. Das Mikrofon wird dafür

fest am Transportautomaten verbaut, so dass die Messung ebenfalls ohne Kontakt

zum Medium und reproduzierbar erfolgt. (Bildquelle: Ecoclean)

Für die reproduzierbare, chargenweise Inline-Überwachung

des Ultraschalls mit APM erfassen spezielle, ortsfest am

Beckenrand platzierte Mikrofone Frequenz und Leistung.

Analyse, Auswertung und Speicherung der ermittelten

Daten erfolgen durch die Software des innovativen Messsystems.

(Bildquelle: Ecoclean)

Inline-Monitoring von Ultraschall durch innovative APM-Lösung von Ecoclean

Ultraschallfrequenz und -leistung

inline chargenweise überwachen

und dokumentieren

In High Purity-Branchen stehen Unternehmen zunehmend vor der Herausforderung, alle Prozessparameter während der

Bauteilreinigung chargenweise zu erfassen und zu dokumentieren. Ein Problem stellte dabei bisher die Inline-Messung

der Ultraschallfrequenz und -leistung in vollautomatisierten Tauchreinigungsanlagen dar. Mit der Entwicklung der APM

(Acoustic Performance Measurement)-Lösung hat Ecoclean diese Schwachstelle nun beseitigt.

Die Präzisionsreinigung in vollautomatisierten Ultraschall-Mehrbadtauchanlagen

zählt in High Purity-Branchen wie der Medizintechnik,

Präzisionsoptik, Halbleiter-Zulieferindustrie sowie Analyse-,

Laser- und Vakuumtechnik zum Stand der Technik. Unternehmen

haben dabei nicht nur extrem hohe Sauberkeitsanforderungen

stabil zu erfüllen, sondern auch die Einhaltung aller validierten Prozessparameter

pro Charge zu erfassen und zu dokumentieren. Während

sich dies bei Kenngrößen wie beispielsweise Temperatur, Leitund

pH-Wert der Bäder sowie Verweilzeit der Teile in den Becken

durch vorhandene Inline-Messtechnik einfach und reproduzierbar

realisieren lässt, war die Überwachung der Ultraschallfrequenz und

-leistung bisher nicht automatisiert inline durchzuführen. Sie erfolgt

üblicherweise entweder mit Testfolien, mit denen Abweichungen

nicht ausreichend genau festgestellt werden können, oder mit Hydrophonen.

Bei dieser Alternative erfolgen die Messungen von Ultraschallfrequenz

und -leistung manuell. Da das Messgerät dabei

bewegt wird, sind die Messergebnisse nicht reproduzierbar. Darüber

hinaus muss der Sensor in die Medien der einzelnen Bäder eingetaucht

werden, was zu Kontaminationen führen kann.

Reproduzierbare, chargenweise Inline-Überwachung mit automatischer

Auswertung

Im Gegensatz dazu ermöglicht das neu entwickelte Acoustic Performance

Measurement (APM)-System der Ecoclean GmbH, die Parameter

Ultraschallfrequenz und -leistung inline an jeder Behandlungsstation

und für jede Charge zu überwachen. Das Monitoring

erfolgt mit speziellen Richtmikrofonen, die ortsfest am jeweiligen

Beckenrand platziert und auf den Mittelpunkt der Badoberfläche

ausgerichtet werden. Die Messungen werden dadurch bewegungsund

berührungsfrei durchgeführt, so dass die Reproduzierbarkeit

der Ergebnisse sichergestellt ist und sie exakt der jeweiligen Charge

zugeordnet werden können. Analyse, Auswertung und Speicherung

der Daten erfolgen durch die Software des innovativen Messsystems.

Das Mikrofon erfasst das vom Medium abgestrahlte Schallbild

bei jeder Charge unter identischen Bedingungen. Die ermittelten

Werte für Ultraschallfrequenz und -leistung werden kontinuierlich

an die Software der Messlösung übertragen, durch Algorithmen aus-


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 17/52

gewertet und mit den zuvor definierten und hinterlegten Sollwerten

des teilespezifischen Reinigungsprogramms abgeglichen. Bei Abweichungen

gibt das System eine Warnung beziehungsweise Fehlermeldung

aus. Um auszuschließen, dass Schallgeräusche aus umliegenden

Becken das Messergebnis verfälschen, ist die Software in

der Lage, Störsignale zu erkennen und auszublenden.

Alle bei der Inline-Überwachung mit dem APM erfassten Daten

und Auswertungen werden automatisch in die serienmäßige Chargenprotokollierung

der Reinigungsanlage übernommen. Dadurch

lässt sich bei jedem Batch einfach sicherstellen und nachweisen,

dass die ultraschallinduzierte Kavitation aus der Reinigungsvalidierung

in der Produktion eingehalten wurde.

Analyse und Auswertung der Daten durch die Software werden die

gemessenen Ist-Werte mit den in der Reinigungsvalidierung definierten

Soll-Kenngrößen für die Behandlungsstation abgeglichen.

Die Archivierung der Messergebnisse erfolgt automatisch in der Anlagensteuerung,

so dass auch hier ein Nachweis über einen längeren

Zeitraum erbracht werden kann. Selbst diese Einsatzvariante des

neuen APM-Systems ermöglicht im Vergleich zur bisherigen Praxis

signifikant zuverlässigere Ergebnisse und damit eine deutlich verbesserte

Prozesssicherheit.

Bei der Verleihung des FiT2clean-Awards, den der Fachverband

industrielle Teilereinigung e.V. (FiT) 2022 erstmals ausgeschrieben

hat, belegte das innovative APM von Ecoclean Platz 2.

Alternative: Messung in definierten Zeitintervallen

Erfordert die Aufgabenstellung keine chargenweise Erfassung der

Ultraschallparameter, ermöglicht das APM auch eine Überwachung

in definierten Zeitintervallen, beispielsweise pro Schicht, Tag oder

einmal wöchentlich. Bei dieser Messstrategie wird ein Mikrofon

fest am Transportautomaten verbaut, so dass auch hier die Messung

ohne Kontakt zum Medium erfolgt und deren Reproduzierbarkeit

gewährleistet ist. Für die Kontrolle fährt der Automat zum jeweiligen

Becken und ermittelt die Frequenz sowie Schallleistung. Bei der

UCM AG

Langenhagstrasse 25 CH 9424 Rheineck

Telefon: +41 71 886 6760

Telefax: +41 71 886 6761

eMail: info@ucm-ag.com

Internet: http://www.ucm-ag.com

Driven by

Knowledge

Seit über 30 Jahren schulen wir zu Verhalten und Hygiene

im und um den Reinraum. Unsere ReinraumAkademie

bietet Ihnen Tagestrainings in unseren Ausbildungszentren,

Inhouse-Schulungen oder Coachings bei

Ihnen vor Ort, Onlineseminare mit Trainer oder selbstständiges

Lernen über unsere Online-Plattform.

Passion for training solutions.

Die nächsten Tagestrainings in Marburg:

18.04.2023 Verhalten im Reinraum

19.04.2023 Professionelle Reinraumreinigung

20.04.2023 Management GMP-regulierter Reinräume

Tagestraining Reinraumkleidung mit Wäschereibesichtigung:

07.03.2023 Reutlingen

25.04.2023 Lauterbach

27.04.2023 Radeburg

Jetzt anmelden! Weitere Termine & individuelle Anfragen unter:

info@reinraum-akademie.de

+49 (0) 341 98989-303

www.cws.com/reinraumschulung

online – Seite 17/45 – Ausgabe DE 03-2018


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 18/52

Die Protina Pharmazeutische GmbH in Ismaning schätzt

die Kreativität und Flexibilität des Torherstellers EFAFLEX

Pfiffige Speziallösungen

für makellose Reinheit

Die Protina Pharmazeutische GmbH hat Zeichen für die

Zukunft gesetzt: Auf dem Gelände des Unternehmens entstand

neben dem Gebäude aus den 80er Jahren ein Neubau,

der genug Raum für ein stetiges Wachstum bietet. Die neuen

Abfüll- und Verpackungsbereiche sind mit Reinraumtoren

von EFAFLEX sicher abgeschirmt. In den vergangenen

zwölf Jahren hat der Spezialist für schnelllaufende Industrietore

bei Protina 35 Reinraumtore EFA-SRT® CR sowie

fünf weitere Tortypen im Neubau als auch im bestehenden

Gebäude installiert.

„Der Neubau war eine Mammutaufgabe“, erklärt Stefan Gutberlett,

Leiter der Produktion und Projektleiter für den Neu- und Bestandsumbau

bei Protina. „Aber glauben Sie mir: Umbauten im Bestand

sind die wahre Herausforderung!“ So unterschiedlich die verschiedenen

Bereiche im Werk sind, so verschieden sind auch die Anforderungen

an Einbau und Funktion der Tore. Mit Bezug auf einen

Fluchtweg erklärt er, dass dafür ein Tor gefunden werden musste,

dessen Bauhöhe an die Raumsituation angepasst werden konnte,

weil der Ausschnitt relativ begrenzt gewesen sei. Zudem musste

es zwar nicht druckdicht, aber gut zu reinigen sein. „Weil für den

Fluchtweg kein Reinraumtor mit normalerweise geschlossenem Behangkasten

in Frage kam, hat EFAFLEX mit einer speziellen Verkleidung

eine sehr gute Speziallösung gefunden!“

Der Torspezialist sei ein guter Partner, erklärt Stefan Gutberlett

auf einem Rundgang durch den Betrieb. „Als es für uns darum

ging, einen wichtigen Bauabschnitt pünktlich abzuschließen, hat es

EFAFLEX geschafft, den Austausch der Softtouch-Tore gegen die

EFA-SRT-CR-P-Tore in fünf Wochen für uns fertig zu bekommen.“

Vor einer Torschleuse bleibt er stehen. Das Reinraumtor auf

der Gegenseite öffnet sich und ein Fahrzeug fährt in die Schleuse.

Nachdem das Tor wieder geschlossen ist, dauert es eine Weile, bis

das zweite Tor in Fahrtrichtung öffnet und der Wagen die Schleuse

verlassen kann. „Wir arbeiten mit Druckkaskaden“, erklärt der Leiter

der Produktion. „Deshalb sind die Tore mit einem Interlock-System

ausgestattet. Erst, wenn in der Schleuse der entsprechende Luftdruck

wieder eingestellt ist, öffnet das zweite Tor, damit jederzeit

eine Überströmung in den schwarzen Bereich gewährleistet wird

und die reinen Bereiche immer unter Überdruck stehen.“ Zudem

macht er auf eine Besonderheit aufmerksam: Das Fahrzeug in der

Schleuse sei eine fahrerlose Transporteinheit und kommuniziere mit

der Torsteuerung.


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 19/52

Ein anderes Tor fühlt sich warm an. Es schließt die Trockenkabine

vom übrigen Raum der Behältertrocknung ab. „Hier werden alle zu

reinigenden Formatteile und Betriebsmittel nach der nassen Reinigung

bei 40 Grad Celsius getrocknet. Auch diese vergleichsweise

hohen Temperaturen hält der Kunststoffbehang des Tores 24 Stunden

am Tag aus.“

Stefan Gutberlett zieht Resümee: „Die Zusammenarbeit mit

EFAFLEX macht einfach Spaß. So, wie wir die Unternehmensphilosophie

leben, flexibel auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen,

stellt sich dieser Torhersteller auf unsere Wünsche und Anforderungen

ein.“

Führender Mineralstoffhersteller:

Unternehmensinformation Protina

Der unabhängige mittelständische Familienbetrieb in dritter Generation

gilt seit über 100 Jahren als Experte für hochwertige organische

Mineralstoffverbindungen. Protina engagiert sich insbesondere

im Bereich der Mineralstoffforschung. Dafür und für die

Weiterentwicklung der Produkte arbeitet das Unternehmen eng

mit verschiedenen Universitäten und wissenschaftlichen Instituten

zusammen. Durch klinische Studien werden Effektivität und Wirksamkeit

der Produkte belegt.

Kernkompetenzen sind die Entwicklung, Zulassung, Produktion

und Vermarktung innovativer Gesundheitsprodukte in den

Bereichen OTC-Arzneimittel und Nahrungsergänzungen für das

In- und Ausland. Die Marken Basica® und Magnesium-Diasporal®

zählen zu den führenden OTC-Marken in deutschen Apotheken.

Am Firmensitz und Produktionsstandort in Ismaning bei München

gibt es das komplette Spektrum des Unternehmens aus einer

Hand: Von der Forschung bis zum Vertrieb der Protina-Produkte

„Made in Germany“ in 26 Länder der Erde. In einigen internationalen

Märkten hat das pharmazeutische Unternehmen Marktführerposition

erreicht.

Technische Information EFA-SRT® CR

Reinraumtore der Serie CR von EFAFLEX haben vom TÜV Süd das

Zertifikat für die Reinraumtauglichkeit des Betriebsmittels der ISO

Klasse 5 (254 EFA-SRT® CR Premium) bzw. ISO Klasse 6 (678 EFA-

SRT® CR Efficient und 675 EFA-STT® CR) bezüglich der Luftpartikelreinheit

erhalten. Sie sind perfekt an die Anforderungen in

kontrollierten Fertigungszonen angepasst und gewährleisten die

Dichtigkeit der Zugänge. Die leistungsfähigen Schnelllauftore haben

eine glatte Oberflächenstruktur und keine überstehenden Kanten.

Sie können deshalb leicht gereinigt werden, und ein Absetzen von

Partikeln ist weitgehend ausgeschlossen. Die GMP-gerechten Tortypen

der CR-Serie sind überwiegend aus V2A gefertigt.

Wie alle Schnelllauftore von EFAFLEX sind EFAFLEX-Reinraumtore

dank ihrer herausragenden Qualität sehr belastbar und

wartungsarm. Die wichtigste Eigenschaft der EFAFLEX-Reinraumtore

ist deren hohe Luftdichtigkeit, die erheblich zur Kosteneinsparung

im Reinraum beiträgt, sowie der modulare Aufbau in klinischer

Optik.

Die EFAFLEX-Schnelllauftore der CR-Serie für GMP-gerechte

Reinräume eignen sich unter anderem aufgrund ihrer Bauform und

der hohen Luftdichtigkeit für den Einbau in Reinräume bis zur ISO-

Klasse 5 nach DIN EN ISO 14644.

Die Reinraumtore sind der perfekte Abschluss für Räume mit

unterschiedlichen Druckverhältnissen. Schnelles Öffnen und

Schließen erhöht die Wirtschaftlichkeit im Reinraum, reduziert den

Luftverlust und hält die Filterbelastung gering.

EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.KG

Fliederstraße 14

D 84079 Bruckberg

Telefon: +49 8765 820 Telefax: +49 8765 82200

eMail: info@efaflex.com

Internet: http://www.efaflex.com

Mit uns wirksam Kosten sparen! WZB - mehr als nur Reinraum

Dekontamination & Sterilisation

Herstellung & Mietservice

www.wzb-reinraum.de

Am Beckerwald 31 · 66583 Spiesen-Elversberg · Telefon +49 6821.7931158

Anzeige Reinraum-Online_quer_178x62 mm ohne Anschnitt

Freitag, 29. Oktober 2021 08:00:44


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 20/52

Primärverpackungen für pharma- und medizintechnische Anwendungen

Kontamination vermeiden

In den Lieferketten von Medizinprodukten spielen Kunststoffverpackungen eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Produktqualität.

Es geht schließlich darum, eine Kontamination der sensiblen Produkte zu vermeiden. Mikrobiologische und

partikuläre Verunreinigung muss eliminiert werden, um Produktschutz und Patientensicherheit nicht zu gefährden. Wenn

die eingesetzten Kunststoffverpackungen reinraumtauglich und GMP-konform produziert werden, können diese einen

wichtigen Beitrag leisten.

Damit pharmazeutische bzw. medizintechnische Produkte beim

Handling und Transport nicht beschädigt und verschmutzt werden,

müssen diese in geeigneter Weise verpackt werden. Hier kommen

in vielen Fällen flexible Kunststoffverpackungen zum Einsatz. Das

sind z.B. Beutel, Schläuche oder Folien. Medizinprodukte müssen

aber in den meisten Fällen in einer kontrollierten Produktionsumgebung

hergestellt werden. Diese spezifischen Anforderungen werden

z.B. im GMP-Leitfaden der Pharmazeutischen Industrie oder

in den Verordnungen zu Medizinprodukten beschrieben. Meistens

werden dazu Reinräume nach ISO14644 betrieben, um diese hohen

Anforderungen an Hygiene und Sauberkeit zu erfüllen. Daher stellt

der GMP-Leitfaden Verpackungsmaterialien auf die gleiche qualitative

Stufe wie Rohstoffe, wenn in Kapitel 5 gefordert wird „… Der

Auswahl, Qualifizierung, Genehmigung und Beibehaltung von Lieferanten

des primären und bedruckten Verpackungsmaterials sollte

eben so viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie die der Lieferanten

von Ausgangsstoffen…“. Das ist nachvollziehbar, wenn man

bedenkt, dass Primärpackmittel aus Kunststoff direkten Kontakt

mit dem Produkt besitzen. Die Anforderungen sind besonders für

Pharmazie, Medizintechnik, Life Science und Healthcare relevant.

Die dort hergestellten Produkte bedürfen einer durchgängigen Quacleantray

= Schutzfolie für Lyophilsationswannen


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 21/52

Es geht darum, Kontaminationsrisiken für das Produkt aber auch für

den Herstellungsprozess in der gesamten Lieferkette der Produktentstehung

zu vermeiden. Und das gilt natürlich auf allen Stufen

einer Lieferkette – vom Wirkstoffhersteller über Komponenten- und

Baugruppenhersteller bis Servicedienstleistungen, z.B. Abfüllung,

Lohnverpackung, Sterilisation. Dazu müssen die eingesetzten Verpackungen

unter den gleichen Qualitäts- und Hygienemaßstäben

produziert werden wie das jeweilige zu verpackende Produkt. Es

wäre fatal, wenn die Verpackungen, die eigentlich dem Schutz des

Produktes dienen sollen, ein Kontaminationsrisiko darstellen, weil

die Verpackungen z.B. verschmutzt sind, einen kritischen BioBurden

aufweisen oder durch Migrationsprozesse zwischen Verpackung

und Produkt die Produkteigenschaften beeinträchtigen. Man

denke hier an die Bedeutung von Stabilitäts- oder Extractable / Leachable-Studien.

Diese Sachverhalte müssen unbedingt in einer systematischen

Risikoanalyse für Primärpackmittel bewertet werden,

um mögliche Kontaminationsrisiken bei der Verpackungsspezifikation

zu identifizieren und auszuschließen.

Das mittelständische Unternehmen Strubl Kunststoffverpackungen

mit Sitz in Wendelstein bei Nürnberg hat sich diesen besonderen

Anforderungen gestellt und produziert seit mehr als 10

Jahren Reinraumverpackungen, die höchsten Qualitätsanforderungen

genügen. Dazu werden die Beutel und Folien in einem professionellen

Reinraumumfeld produziert, das auf Grundlage der ISO

14644 qualifiziert ist und die GMP-Anforderungen der pharmazeutischen

Kunden erfüllt. Validierung von Produkten und Prozessen,

Hygienemanagement, Rückverfolgbarkeit sind ebenso Standard wie

eine komplette Dokumentation und Spezifikationen mit Prüfzertifikaten

und Auditierungsverfahren durch die Kunden. Das Besondere

ist, dass sämtliche Produkte kundenspezifisch gefertigt werden und

damit zu hundert Prozent den individuellen Kundenanforderungen

genügen.

Innovative Lösungen für Reinraumverpackungen

litätsüberwachung. Das gilt für pharmazeutische Wirkstoffe (API)

ebenso wie für Bauteile aus Kunststoff, Implantate, Instrumente,

Pumpen, Schläuche uvm. Viele dieser Produkte werden in diagnostischen

Anwendungen, Testkits oder Laboren verwendet.

Kontaminationsrisiken vermeiden

cleanzip = reinraumtaugliche Druckverschlussbeutel

Dabei können die Kunden von der Innovationskraft des Unternehmens

profitieren. So wurden zum Beispiel antistatisch ausgerüstete

Materialien mit Ph-Eur-Konformitäten entwickelt. Das ist vor allem

in Anwendungen, bei denen Schüttgüter verpackt werden, von Bedeutung.

Oder ein anderes Beispiel: für Gefriertrocknungsprozesse

(Lyophilisierung) hat Strubl ein passgenaues „Cleantray“ entwickelt.

Das Cleantray ist eine intelligente Lösung zum Einsatz in Gefriertrocknungsprozessen.

Das PE-Tray dient als Unterlage für die Wannen,

auf denen die Produkte den Gefriertrocknungsprozess durchlaufen.

Damit können dann aufwendige Reinigungsprozesse der

Wannen vermieden werden. Das führt zu einer Verbesserung der

Anlagenverfügbarkeit und damit zu einer Effizienzsteigerung.

Großen Erfolg hat die Entwicklung von Cleanzip-Reinraumdruckverschlussbeuteln.

Diese mittels Zip-Verschluss wiederverschließbaren

Beutel werden in Laboranwendungen, Musterzug, Probenarchivierung,

Zwischenverpackung bis zur Primärverpackungen

von Komponenten und Bauteilen z.B. für Diagnostikprodukte eingesetzt.

Wenn Sterilbarrieresysteme gemäß ISO 11607 zum Einsatz

kommen müssen, ist es wichtig, eine Verpackungsvalidierung mit

entsprechenden Testungen durchzuführen. Die Strubl-Produkte

können durch Gammabestrahlung sterilisiert werden. Strubl unterstützt

bei der Verpackungsentwicklung und kann die notwendigen

Validierungsdokumente für die Verpackungsbeutel bereitstellen.

Weitere clevere Lösungen sind Reinraum-Doppelbeutel oder Beutel

mit einer „easy-Open“-Öffnungshilfe.

Plug&Pack-Systeme für das Automatisieren

von Verpackungsprozessen

Das Verpacken erfolgt im Reinraum oft noch manuell und ist aufgrund

der Handlingaktivtitäten immer ein Kontaminationsrisiko.

Mit dem flexiblen Plug&Pack-System können die Reinraumbeutel

halb- oder vollautomatisch befüllt, etikettiert, bedruckt und verschlossen

werden. Das System kann in eine Industrie 4.0 Umgebung

integriert werden und unterstützt somit auch den Digitalisierungsprozess

im Reinraum.

Um die Wettbewerbsposition weiter auszubauen sind verschiedene

Investitionen in die Wege geleitet. So werden z.B. für die

Produktion von Schlauchfolien neue Anlagen installiert. Zugleich

werden die Anforderungen für recyclingfähige Verpackungen und

Kennzeichnungsvorschriften erfüllt.

Strubl GmbH & Co. KG Kunststoffverpackungen

Richtweg 52

Telefon: +49 9129 90350

D 90530 Wendelstein

eMail: christoph.strubl@strubl.de

Internet: http://www.strubl.de


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 22/52

Therapeutika präziser testen, Tierversuche vermeiden

Designer-Immunzellen für

Arzneimittelherstellung und -sicherheit

Um Tierversuche zu vermeiden und Therapeutika noch präziser testen zu

können, greift die Pharmaindustrie zunehmend auf menschliche Immunzellen

zurück. Deren Verfügbarkeit war bisher jedoch begrenzt. Fraunhofer-Forschenden

ist es gelungen, die Herstellung von maßgeschneiderten Immunzellen vom

Labormaßstab auf die industrielle Fertigung zu übertragen.

Ob für neue Krebstherapien oder die Entwicklung

und Prüfung neuer Medikamente

– in der modernen Medizin spielen humane

Immunzellen und Immunzellpräparate eine

immer größere Rolle. Um sie für die Gesundheitsforschung

zu gewinnen, war die

Industrie lange auf menschliche Spender

angewiesen oder sie nutzte Zelllinien verschiedener

Krebsarten. Das Problem: Die

Prozesse ließen sich damit nicht standardisieren,

da jeder Mensch und jede Krebszelle

einzigartig ist. Ein Gamechanger war eine

Entdeckung zweier Stammzellforscher aus

Japan und Großbritannien: Ihnen gelang es

2006, reife Hautzellen in sogenannte induzierte

pluripotente Stammzellen (iPSC) umzuwandeln,

die sich anschließend wieder in

verschiedene Zelltypen weiterentwickeln

können. Dafür erhielten Yamanaka und

Gurdon 2012 den schnellsten Nobelpreis der

Medizingeschichte.

Diese iPSC – und ihre Eigenschaft, sich

unbegrenzt zu teilen und zu differenzieren

– machen sich Prof. Nico Lachmann

und sein Team am Fraunhofer-Institut für

Toxikologie und Experimentelle Medizin

ITEM und der Medizinischen Hochschule

Hannover MHH zunutze. Die Forschenden

haben ein bisher einmaliges Verfahren entwickelt,

um aus diesen iPSC kontinuierlich

spezifische, reife Immunzellen herzustellen

– und zwar in skalierbaren Systemen, vom

kleinen Maßstab bis hin zur industriellen

Verwendung. Dies geschieht in einem Gerät,

das an eine große Schneekugel erinnert.

Die Stammzellen werden in eine Lösung hineingegeben

und stetig in Bewegung gehalten.

Mittels neuartiger Bioprozesse produzieren

sie dann kontinuierlich die avisierten

Immunzellen. Erst nach etwa drei Monaten

müssen die iPSC erneuert werden, um eine

gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

Immunzellen im großen Maßstab

In einem Reaktionsgefäß stellt Prof. Nico Lachmann kontinuierlich spezifische, reife Immunzellen

aus induzierten pluripotenten Stammzellen her. © Fraunhofer ITEM

Der Clou an dem Verfahren: Es ist in 3D,

statt bisher in 2D am Boden einer Petrischale,

konzipiert. So können deutlich größere

Mengen der Designer-Immunzellen

hergestellt werden. Der Maßstab ist dabei


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 23/52

beliebig erweiterbar. Prof. Lachmann betont:

»Wir haben drei Jahre daran geforscht,

welches Medium, welcher Winkel, welche

Geschwindigkeit optimal sind für die standardisierte

Herstellung von Immunzellen

aus iPSC und viele Parameter immer wieder

angepasst. Die so optimierte Methode

ist ein großer Gewinn für die Erforschung

und Bewertung von Arzneimittelkandidaten,

denn wir können ihre Wirksamkeit und

Sicherheit direkt an den menschlichen Zielstrukturen

testen, ohne dafür den Umweg

über Tierversuche nehmen zu müssen.«

Spezialisiert hat sich seine Gruppe zunächst

auf Makrophagen, also Fresszellen,

die als wichtiger Teil der menschlichen

Immunantwort zum Beispiel Bakterien bekämpfen.

Im nächsten Schritt wollen Prof.

Lachmann und sein Team sogenannte zellbasierte

Potency-Assays (z.B. für Krebsmedikamente)

aufbauen. Diese Prüfsysteme

können die Wirkstärke biologischer und

biotechnologischer Arzneimittel messen

und spielen eine wesentliche Rolle bei der

Qualitätskontrolle und Freigabe von Wirkstoffen

und Arzneimitteln. Basierend auf

ihrer Schlüsseltechnologie zur kontinuierlichen

Produktion von Makrophagen wollen

die Forschenden auch neue Herstellungsverfahren

für unterschiedliche voll standardisierte

Immunzellprodukte und zellbasierte

Immuntherapien entwickeln und damit

weitere Anwendungen erschließen.

Breites Anwendungsspektrum

Das Potenzial der Designer-Immunzellen ist

riesig: So sind sie zum Beispiel genetisch so

veränderbar, dass sie leuchten, wenn sie in

Medikamenten Verunreinigungen detektieren.

Diese sind bisher nur sehr aufwändig

nachweisbar. Künstliche Hautgewebe,

an denen heute schon Kosmetika getestet

werden, könnten – angereichert um Immunzellen

– die Reaktionen eines menschlichen

Organismus noch besser abbilden. Denkbar

wäre auch, die Luftqualität durch solche

Zellen zu prüfen, denn beim Einatmen sind

es Makrophagen und andere Immunzellen,

welche zuerst auf Schadstoffe in der Luft

reagieren. Und nicht zu vergessen die therapeutische

Wirkkraft: In Zukunft könnten

spezifisch angepasste, künstlich hergestellte

Immunzellen sogar im Körper von Patientinnen

und Patienten Krankheiten wie

Krebs heilen.

Es verwundert also nicht, dass Pharmaunternehmen,

Kosmetikhersteller, aber

auch Forschungsorganisationen schon

heute ein großes Interesse an dem Verfahren

und an den Designer-Immunzellen haben.

»Die Nachfrage bestätigt uns, dass die

Technologie ein großes Potenzial zur praktischen

Verwertung hat. Das eruieren wir im

Moment«, freut sich Nico Lachmann.

Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie

und Experimentelle Medizin ITEM

D 30625 Hannover

Der Neue Antibakterielle

MiniCapt® Mobile

Luftkeimsammler

Eliminiert falsch-positive

Ergebnisse

ISO 14698:2003 kompatibel

reinraum online – Seite 23/45 – Ausgabe DE 03-2018

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen:

www.pmeasuring.com/de

T: +49 351 8896 3850 E: pmsgermany@pmeasuring.com


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 24/52

Sterile Einmalprodukte haben einen großen Anteil an dem Abfallaufkommen

in Krankenhäusern und Arztpraxen. Nachhaltigen Medizintechnik

bedeutet ressourcenschonendes Wirtschaften mit kreislauffähigen Produkten.

© Pexels/Polina Tankilevitch

Mit dem WIR!-Bündnis »DIANA – Technologien für zukunftsfähige

Point-of-Care-Diagnostik auf Basis mikrostrukturierter Herstellungsverfahren

und nachhaltiger Materialien« wird das Fraunhofer IWU

gemeinsam mit dem Fraunhofer IZI und der SensLab GmbH die

Region zwischen Leipzig und Chemnitz zu einer Schwerpunktregion

für die medizinische Diagnostik ausbauen. © Fraunhofer IWU

Nachhaltige Medizintechnik für Mensch und Umwelt

Sterile Einmalprodukte haben einen großen Anteil an dem Abfallaufkommen in Krankenhäusern und Arztpraxen. Hohe

Hygienestandards setzen dem Prinzip »Reuse, Reduce, Recyle« gewisse Grenzen. Dennoch sollte der Anspruch einer nachhaltigen

Medizintechnik sein, ressourcenschonender zu wirtschaften und ihre Produkte in eine Kreislaufwirtschaft zu

überführen - damit Einweg-Produkte den Weg ins Recycling statt in die Müllverbrennung finden. Nachhaltige Medizintechnik

kümmert sich auch um den Menschen in seiner Individualität. Künstlicher Ersatz (Prothesen) oder Stützstrukturen

(Orthesen) für Gelenke und Körperteile erhalten oder verbessern Lebensqualität, wenn sie optimal auf die Ergonomie und

Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten angepasst sind. Diagnostik, die schnell und unkompliziert vor Ort beim Menschen

(Point-of-Care), auch in strukturschwachen Gebieten, einsetzbar ist kann lebensrettend sein. Das Fraunhofer IWU

ist überzeugt: der Beitrag der Produktion macht jeweils den entscheidenden Unterschied.

Wie Einwegabfälle aus Kliniken und Arztpraxen

zu neuen Medizinprodukten werden…

Krankenhäuser, Kliniken und Arztpraxen sind Eckpfeiler des Gesundheitssystems.

Bei der stationären und ambulanten Behandlung

von Patientinnen und Patienten kommen viele Einwegprodukte

zum Einsatz, die sich laut statistischem Bundesamt bereits vor der

Corona-Pandemie auf etwa sieben bis acht Tonnen Müll aufsummierten

– pro Tag. Krankenhäuser gehörten damit schon bisher zu

den größten Müllproduzenten in Deutschland. Während der Pandemie

ist das Abfallaufkommen im Medizinsektor noch einmal deutlich

gestiegen. Ein Trend, der sich mit den Zielen geschlossener

Stoffkreisläufe und der Klimaneutralität noch vor der Jahrhundertmitte

nicht vereinbaren lässt.

Einwegprodukte aus Kunststoff wegzuwerfen oder zu verbrennen,

ist das genaue Gegenteil von Ressourceneffizienz. Die

Forschenden am IWU sind überzeugt: es geht auch anders. Ziel

des Projekts ist es, mittelfristig eine Strategie für den Umgang

mit Abfällen aus dem Bereich Medizintechnik zu entwickeln

und diese bei den Akteuren im Gesundheitswesen zu verankern.

Dabei stehen insbesondere Abfälle von Kliniken im Fokus. Eine

erfolgreiche Strategie muss also Antworten auf Kernfragen zur

Zusammensetzung des Abfalls, zu den Beteiligten innerhalb der

Prozesskette, Regularien, Materialströmen und Verarbeitung von

Rezyklaten geben. Unter Berücksichtigung dieser Schwerpunkte

soll am Ende des Projektes ein realistisches Szenario zur Verfügung

stehen, das aufzeigt, wie medizinische Abfälle gesammelt,

getrennt, aufbereitet und hochwertig verwertet bzw. recycelt werden

können.

Die mechanisch hergestellten Rezyklate werden mit drei Fertigungsverfahren

(3D-Druck, Spritzguss, SMC) verarbeitet, um ein

Produkt zu entwickeln, welches wieder in den Kreislauf der medizinischen

Einwegprodukte eingeführt werden kann oder alternativ für

eine weniger regulierte Branche verwertbar ist.

…oder zu Behältern für die private Schmutzwasseraufbereitung

Müllberge ade: Wenn Hersteller, Krankenhäuser, Ärzte und Recyclingunternehmen

an einem Strang ziehen, können Stoffkreisläufe

geschlossen und Rezyklate nachhaltig eingesetzt werden – ohne

in Krankenhäusern und Arztpraxen eine zusätzliche Arbeitsbelastung

zu verursachen. Ein weiterer innovativer Ansatz zum Recycling

von medizinischen Einwegprodukten kann helfen, in der Medizintechnik

verwendete Rohstoffe in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen

– auch bei Rezyklaten, die nicht mehr für Medizinprodukte

verwendbar sind. Denkbar ist beispielsweise ein Behälter für die


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 25/52

Müllberge ade: in der Medizintechnik verwendete Rohstoffe können in den

Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden – auch wenn sie nicht mehr für

Medizinprodukte verwendbar sind. © Pixabay

Aufbereitung von Abwasser aus Dusche, Badewanne und Waschbecken in Privathaushalten.

Dafür ist noch einige Forschungsarbeit erforderlich. Ein Projekt mit gesellschaftlichem

Nutzen, an dem sich jede(r) beteiligen kann: Müllberge ade!

DIANA

Das WIR! Bündnis DIANA wird in der Region zwischen Chemnitz und Leipzig

künftig eine Versorgungslücke schließen und ein Netzwerk zur Fertigung und Anwendung

von innovativer Point-of-Care-Diagnostik etablieren. Diese wird einfach,

kostengünstig und zuverlässig Messdaten zum Gesundheitszustand vor Ort beim

Patienten ermöglichen. Weitere Anwendungen können sich u.a. im Sport und in der

Pflege ergeben. DIANA steht für DIAgnostik und NAchhaltigkeit und vereint rund

80 Partner, darunter KMU, Forschungseinrichtungen und Unterstützer aus Bildung

und Gesellschaft.

Die Point-of-Care-(PoC)-Diagnostik hat eine dezentrale Vor-Ort-Analytik zum

Ziel, die auch außerhalb einer Laborinfrastruktur Anwendung finden und gerade

bei unmittelbar zu treffenden Entscheidungen oder im Fall von lebenserhaltenden

Maßnahmen einen Zeitgewinn bringen kann. Bei der Entwicklung und Translation

hochintegrierter PoC-Test-Systeme ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aus

Diagnostik und Produktionstechnik entscheidend. Das Fraunhofer IWU wird dabei

seine umfassende Expertise zu Produktionstechnik und Mikrofertigungstechnologien

einbringen. Gesteuert wird das Bündnis durch die Fraunhofer-Institute IWU

und IZI sowie die SensLab GmbH; auch das Netzwerk VEMASinnovativ ist ein

wichtiger Partner bei der strategischen Weiterentwicklung von DIANA.

ATeM

Das deutsch-polnische Leistungszentrum ATeM (Additive Technology für Medicine

and Health) erforscht neue Technologien für den Einsatz der additiven Fertigung

in der Medizintechnik. Die Fraunhofer-Institute für Werkstoff- und Strahltechnik

IWS sowie für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU kooperieren in ATeM

mit der Fakultät Maschinenbau, dem Center for Advanced Manufacturing Technologies

(CAMT) der Technischen Universität Breslau sowie den Universitätskliniken

in Dresden und Leipzig.

3D-Druck Verfahren ermöglichen in der Medizintechnik individuelle und auf

den Patienten zugeschnittene Lösungen sowie die Integration neuer, verbesserter

Eigenschaften und Funktionen in die Bauteile. Dies ist oft nicht nur deutlich kostengünstiger

als herkömmliche Verfahren, sondern erweitert auch das Spektrum von

Therapien und Behandlungsansätzen.

Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU

D 01187 Dresden

Kontaminationskontrolle

▶ Reinraumbekleidung

▶ Einwegbekleidung & PSA

▶ Reinraumhandschuhe

▶ Reinraumschuhe

▶ Reinraumtücher

▶ Reinigung & Entsorgung

▶ Desinfektionsmittel

▶ Staubbindematten

▶ Reinraumpapier & Zubehör

▶ Klebebänder & Etiketten

▶ Spendersysteme & Mobiliar

▶ und vieles mehr

Professionelle

Reinraum-Kompetenz

Dastex Reinraumzubehör

GmbH & Co. KG

Draisstraße 23

76461 Muggensturm

Tel. +49 7222 9696-60

info@dastex.com

www.dastex.com


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 26/52

Ein im Projekt optION entwickelter photonischer Sensorchip mit acht Sensorkanälen in der Materialplattform Siliziumnitrid.

© leto digital Leontopoulos GbR

Optischer Mikroringsensor zur quantitativen Bestimmung von Elektrolyten

Sensorlösung prüft Elektrolythaushalt

Elektrolyte sind entscheidend für den Wasserhaushalt und die Flüssigkeitsverteilung im menschlichen Organismus. Da

sich die geladenen, im Blut gelösten Teilchen in ihrem komplexen Gleichgewicht gegenseitig beeinflussen, wird bei jedem

Verdacht auf eine Störung die Konzentration verschiedener dieser Mikromineralien bestimmt. Im Projekt optION haben

sich Forschende des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI mit Partnern aus unterschiedlichen

Disziplinen zusammengeschlossen, um ein Gerätekonzept zu entwickeln, das die für die Analyse benötigte

Blutmenge mit Hilfe einer photonischen Sensorlösung deutlich reduziert und den Testvorgang für alle Beteiligten entschieden

erleichtert.

Ob bei Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz, Alkoholvergiftung

oder Diabetes mellitus – für die medizinische Diagnose dieser und

vieler weiterer ernsthafter Erkrankungen ist es unerlässlich, den

Elektrolythaushalt zu überprüfen. Ihre Zusammensetzung in verschiedenen

Bereichen des Körpers ist genau austariert. Verändert

sie sich, kann das dramatische Auswirkungen haben: Ist etwa die

Natriumionen-Konzentration zu gering, ist es möglich, dass Hirnzellen

anschwellen und ein Koma verursachen. Aktuell verwendete

Messgeräte benötigen für jeden Elektrolyten einen separaten Messfühler.

Um alle Fühler überströmen zu können, ist eine Blutprobe

von etwa 70 bis 80 Mikroliter Blut erforderlich. Hierfür reicht das

Blutvolumen, das von Kleinkindern oder älteren Patienten entnommen

werden kann, oft nicht aus.

Um diese Herausforderung anzugehen, schlossen sich Spezialistenteams

aus Medizin, Fluidmechanik, Oberflächenchemie, Photonik

und Elektronik der Firma Eschweiler aus Kiel, der Scienion AG,

der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Fraunhofer HHI

zum optION-Konsortium zusammen. Ihr Ziel: Ein neues Messprinzip

aus der Photonik erforschen und vorantreiben, das die präzise

Analyse von sehr kleinen Blutmengen ermöglicht. Und es gab noch

eine weitere Intention, die die Forschenden antrieb: Sie wollten

ein Gerätekonzept entwickeln, mit dem sich Endanwender auch in

schwer erreichbaren Gebieten schnell, unkompliziert und für Patienten

angenehm auf ver-schiedene Gesundheitsparameter testen

können. »Man darf sich das wie einen einfachen Blutzuckertest vorstellen«,

erläutert Projektleiter Jakob Reck vom Fraunhofer HHI: »Ein

Piks – und der kleine Tropfen, der an der Fingerbeere austritt, reicht

aus, um umgehend alle relevanten Parameter zu bestimmen.«

Mikroringsensoren zur Elektrolytbestimmung

Die Experten setzten Mikroring-Resonatoren als photonische Sensoren

ein. Die hoch empfindlichen integrierten Wellenleiter basieren

auf Siliziumnitrit und werden direkt in den Reinräumen des

Fraunhofer HHI hergestellt. Die Wellenleiter bilden einen Ring, in

dem das nahinfrarote Licht mit sich selbst und der Umgebung interagieren

kann.

Wenn nun ein Analyt auf diesem Ring angelagert wird, verschiebt

sich dessen effektiver Brechungsindex und seine optische

Resonanz. »Der Ring wird verstimmt, im Prinzip wie eine Gitarrensaite«,

erläutert Reck. »Wenn ein Analyt auf den Ring, sprich die

Saite trifft, verändert sich der Ton. Und diese Gitarrensaiten können

wir in der Photonik extrem empfindlich gestalten – für eine entsprechend

klare Signalgebung und Analytik.«

Die spezifische Zuordnung des Signals eines Sensors zu einem

Elektrolyten gewährleistet die Funktionalisierung der Sensoroberfläche:

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Firma Scienion

belegten die Ring-Resonatoren hierfür mit speziellen Fängermolekülen.

Nur der Analyt, der adressiert wird, kann sich mittels

Schlüssel-Schloss-Prinzip an einem Ring festhalten und beeinflusst

so das Lichtfeld am Wellenleiter. Diese Veränderung steht im direkten

Verhältnis zur Menge der angelagerten Moleküle. Da bereits


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 27/52

kleinste Abweichungen in den optischen Eigenschaften gemessen werden können,

war es den Fachleuten möglich, selbst eine minimale Stoffmenge mit hoher Genauigkeit

zu detektieren.

Für die funktionalisierten photonischen Sensoren entwickelte das Labor für

Biofluidmechanik der Berliner Charité eine Mikrofluidik, die den Chips kleine Flüssigkeitsmengen

zielgerichtet zuführt. Mehrere unterschiedlich beschichtete Mikroring-Sensoren

werden mit einer Probe überströmt. So lässt sich aus weniger als 20

Mikrolitern Volumen die Elektrolytkonzentration bestimmen. Anschließend kombinierten

die Fachleute der Firma Eschweiler und des Fraunhofer HHI Sensoren

und Fluidik mit einer angepassten Ansteuer-, Auslese- und Auswerteelektronik zu

einem Funktionsmuster, dessen Leistungsfähigkeit wiederum am Fraunhofer HHI

sowie durch das Institut für Laboratoriumsmedizin, klinische Chemie und Pathobiochemie

der Charité getestet wurde.

Messgenau und hoch flexibel

Und diese Tests sprechen für sich: »Unser Verfahren ist höchst flexibel einsetzbar

und sehr zuverlässig«, freut sich Fraunhofer-HHI-Wissenschaftler Reck. »Welche

der getesteten Parameter man auch betrachtet, wir liegen in der Regel zwei Größenordnungen

über der erforderlichen Nachweisgrenze der etablierten Tests. Und unsere

Möglichkeiten sind breit gefächert, da man die Oberflächen unserer Resonatoren

direkt auf zahlreiche Analyte anpassen kann.«

Zudem sind die photonischen Sensoren des Konsortiums sehr klein und ermöglichen

eine sensitive Messung minimaler Volumina sowie die parallele Detektion

unterschiedlicher Elektrolyte und anderer Biomarker über eine Multiplex-Bündelung

mehrerer Sensorringe. »Wir haben einen Chip, auf dem acht Mikroring-Resonatoren

verbaut sind und dieser Sensorchip ist so groß wie ein Fingernagel. Man

kann das Verfahren also hoch miniaturisieren und integrieren«, verdeutlicht Reck.

Des Weiteren ist der Sensor für die schnelle Messdatenaufnahme in Echtzeit konzipiert,

sodass beispielsweise die Oberflächenkinetik bei der Anbindung der Biomoleküle

dargestellt werden kann.

Der aktuelle Demonstrator des Sensorkopfes passt in einen Schuhkarton und ermöglicht

den Weg zu einem kleinen Handgerät, das Labortische ersetzen und entsprechend

einfach in den Außeneinsatz geschickt werden kann. Darüber hinaus benötigt

er Akku-betrieben keinen Netzanschluss, was das Handling zusätzlich erleichtert.

Interdisziplinäre Lösung – breite Anwendbarkeit

Seine Interdisziplinarität sieht Jakob Reck als einen ungemeinen Mehrwert des Projekts

und einen Faktor, der die Mitglieder des Konsortiums anfangs durchaus forderte:

»Es ging darum, ein innovatives Konzept zu realisieren, das am Markt benötigt

wird – mit allen Einzelaspekten: von den photonischen Chips über die Oberflächenfunktionalisierung

und Mikrofluidik bis hin zur Geräteintegration. Ein solches Vorhaben

gelingt nur mit viel Kommunikation und dem Willen, auf den anderen einzugehen,

um wirklich zu verstehen, was die jeweils andere Disziplin braucht.«

Das Ergebnis des im Oktober 2022 beendeten Forschungsvorhabens kann sich

sehen lassen. Die erfolgreichen Partner planen bereits Nachfolgeprojekte – Ansatzpunkte

haben sie genug und die Marktnachfrage ist groß. So startete 2022 auch das

Verbundprojekt PolyChrome Berlin: Es soll neue Anwendungen in der Sensorik und

Analytik erschließen, die zugleich kostengünstig umgesetzt werden können. Auch

in diesem Fall ist ein wesentlicher Aspekt die Analytik mit photonischen Sensorchips,

und auch an diesem Projekt sind die Fachleute des Fraunhofer HHI beteiligt.

»Hier zeigt sich die breite Anwendbarkeit unserer Lösung, denn in diesem Projekt

gehen wir über die Medizin hinaus und versuchen die Sensoren im Bereich der Life

Sciences zu etablieren, beispielsweise zur Vitamin-Detektion. Ein weiteres spannendes

Anwendungsfeld ist die Wasser- und Umweltanalytik für schnelle Tests in

Gewässern oder Rohrleitungen, in letzteren etwa auf Cyanobakterien«, verrät Fraunhofer-Experte

Jakob Reck. Kleine Sensorchips, die Großes bewegen, werden ihre

Leistung in jedem Fall in nächster Zukunft mannigfach unter Beweis stellen dürfen.

Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI D 10587 Berlin


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 28/52

Für eine Ausbildungsqualität auf höchstem

Niveau: FMD startet mit dem Aufbau

einer Mikroelektronik-Akademie

Mit dem Start der Mikroelektronik-Akademie legt die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) den Grundstein

für moderne Ausbildungsangebote im Bereich Mikro- und Nanoelektronik, um dem Fachkräftemangel in Deutschland

entgegenzuwirken. In Kooperation mit Bildungsträgern und Industriepartnern soll die Akademie im Rahmen einer

einjährigen Konzeptionsphase praxisbasierte Modulangebote erarbeiten und über die nächsten drei Jahre erproben. Der

Aufbau wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung innerhalb des Rahmenprogramms Mikroelektronik der

Bundesregierung gefördert.

Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) baut

deutschlandweit eine Mikroelektronik-Akademie auf, die im Rahmen

zweier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

(BMBF) geförderter Vorhaben realisiert wird – dem standortübergreifenden

Kompetenzzentrum für eine ressourcenbewusste Informations-

und Kommunikationstechnik »Green ICT @ FMD«1

sowie dem FMD-Modul Quanten- und neuromorphes Computing

»FMD-QNC«2. Die Mikroelektronik-Akademie soll neue Inhalte

und Formate zur Ausbildung von Fachkräften auf dem Gebiet der

Mikro- und Nanoelektronik entwickeln und erproben. Ob als Ergänzung

zur universitären Ausbildung oder als Zusatzqualifikation

für Mitarbeiter:innen: Die Idee verspricht Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

für Beschäftigte im Bereich Mikroelektronik sowie

für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Um moderne und vor allem

praxisorientierte Lern- und Schulungsangebote zu ermöglichen,

strebt die Mikroelektronik-Akademie eine enge Zusammenarbeit

mit Bildungseinrichtungen, bestehenden Nachwuchsförderprojekten

und der Industrie an.

Zum Direktor der Mikroelektronik-Akademie wurde Prof. Gerhard

Kahmen, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer der

IHP GmbH – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, eines

der dreizehn in der FMD kooperierenden Institute, ernannt. Unter

seiner Leitung erfolgt im ersten Jahr der 3-jährigen Projektphase

die Konzeption eines auf den Fachbedarf abgestimmten Modulsets,

welches anschließend in ausgewählten Pilotmodulen praktisch erprobt

werden soll. Die Mikroelektronik-Akademie ist ein erster Baustein,

um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich zu begegnen

und dient als Anstoß für Folgeaktivitäten im Bereich der Mikroelektronikausbildung.

Als übergreifende, nationale Akademie werden

sowohl Angebote auf Landes- als auch auf Bundesebene entstehen.

Inhaltlicher Fokus auf Mikroelektronikthemen von heute und

morgen

Mit dem Aufbau der Mikroelektronik-Akademie legt die Forschungsfabrik

Mikroelektronik Deutschland (FMD) den Grundstein für moderne

Ausbildungsangebote im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik. ©

Fraunhofer Mikroelektronik

In drei thematischen Säulen soll der hohe Grad an Spezialisierung,

der im Bereich Mikroelektronik notwendig ist, auf exzellentem wissenschaftlichem

Niveau ermöglicht und der Bedarf an Fachkräften

optimal gedeckt werden. Die aus den Vorhaben »Green ICT @ FMD«

und »FMD-QNC« abgeleiteten zwei Säulen »Ressourcenbewusste

IKT« und »praxisorientierte Halbleitertechnik und -technologie«

bilden gemeinsam mit der dritten Säule »Design mikroelektronischer

Schaltungen und Systeme« die thematische Basis der Akademie.

Ziel ist es, langfristig aktiv auf Bereiche, wie z. B. Klimaschutz

und Nachhaltigkeit, neuartige Rechentechnologien und Vertrauenswürdigkeit

im Halbleiter- und Chipbereich, Einfluss zu nehmen und

diese voranzutreiben.

Dazu sagt Mario Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär

bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung: »Die Innovationskraft

in der Chipentwicklung steht und fällt mit den Fach- und

Nachwuchskräften und ihren Ideen. Sie sind ein zentraler Bestandteil

des Technologiestandorts Deutschland und ihre Förderung ist

dem Bundesforschungsministerium deshalb ein besonderes Anliegen.

Daher bauen wir das bestehende Aus- und Weiterbildungsangebot

mithilfe der Mikroelektronik-Akademie aus. Denn bereits

jetzt ist der Fachkräftemangel in dieser Zukunftsbranche spürbar,

und wird durch den EU Chips Act und neue Halbleiterfabriken in

Europa weiter verschärft werden. Mit der Mikroelektronik-Akademie

leisten wir einen konkreten Beitrag, um die Ziele der neuen

Fachkräftestrategie der Bundesregierung zu erreichen.«

Prof. Gerhard Kahmen, Direktor der Mikroelektronik-Akademie,

erklärt: »Die Wertschöpfung elektronischer Systeme erfolgt

im hohen Maße im Design von Systemen und Chips sowie im Betrieb

der zur Fertigung benötigten Infrastruktur und Reinräume, was


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 29/52

INGENIEURBÜRO &

REINRAUMSERVICE

EGON BUCHTA GMBH

eine Vielzahl an spezialisierten Fachkräften voraussetzt. Die Mikroelektronik Akademie

setzt sich zum Ziel auf nationaler Ebene in enger Vernetzung und Kooperation mit der

Wirtschaft, den Universitäten und Ausbildungseinrichtungen sowie der Politik dem

Fachkräftemangel im Bereich der Mikroelektronik entgegenzuwirken.« Dabei betont

er auch noch einmal die strategische und geopolitische Relevanz zentraler Fähigkeiten

der mikroelektronischen Wertschöpfungskette: »Mikroelektronische Systeme sind die

Nervenstränge einer modernen Volkswirtschaft und durchdringen zunehmend sämtliche

gesellschaftlichen Bereiche. Die Verfügbarkeit modernster und insbesondere auch

vertrauenswürdiger Mikroelektronik ist daher die Voraussetzung und die Basis für eine

technologische Souveränität Deutschlands und Europas, die es uns ermöglicht unsere

freiheitlichen Werte zu leben und in der Welt zu vertreten.«

Bei der Umsetzung der Mikroelektronik-Akademie kann die FMD auf vielfältige und

langjährige Erfahrungen ihrer kooperierenden Institute und auf das Wissen aus bereits

bestehenden Projekten zurückgreifen. So kann bestmöglich der Weg für hervorragenden

Wissenstransfer in Theorie und Praxis bereitet werden, um den Herausforderungen

des steigenden Fachkräftemangels entgegenzuwirken.

Synergien bündeln und Vernetzung vorantreiben

Die FMD übernimmt beim Aufbau der Mikroelektronik-Akademie nicht nur die organisatorische

Leitung, sondern auch die Programmverantwortung der drei fachlichen

Säulen. Das übergeordnete Ziel ist, die Qualität der Fachkräfteausbildung auf dem Gebiet

der Mikroelektronik zu verbessern. Neben der engen Zusammenarbeit mit Industrie-

und Forschungspartnern werden daher Kooperationen mit Bildungsträgern und bereits

bestehenden Aus- und Weiterbildungsinitiativen angestrebt. Dadurch werden sich

zahlreiche Synergien ergeben sowie die Chance einer umfangreichen Vermittlung von

Theorie und Praxis. Die Zusammenarbeit der in der Akademie involvierten Akteure soll

dabei auf ganz Deutschland und perspektivisch auf Europa ausgeweitet werden, sodass

sich ein engmaschiges Netz des Wissenstransfers ergibt.

Geplant ist, dass die Mikroelektronik-Akademie die Zugänglichkeit zum Thema Mikroelektronik

für Interessierte mit unterschiedlichen Graden der Vorbildung durch Zertifizierungs-

und Qualifizierungskurse ermöglicht. Daneben wird auch die Nachwuchsförderung

durch ein umfangreiches und praktisches Lern- und Trainingsangebot einen

zentralen Themenschwerpunkt einnehmen. Des Weiteren ermöglicht die Akademie

Zugang zu praxisnahen Designumgebungen sowie zu hochmodernen Fertigungsinfrastrukturen

und Testumgebungen.

Über die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland

Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) als Kooperation des Fraunhofer-Verbunds

Mikroelektronik mit den Leibniz-Instituten FBH und IHP ist der zentrale

Ansprechpartner für alle Fragestellungen rund um die Mikro- und Nanoelektronik

in Deutschland und Europa. Als One-Stop-Shop verbindet die FMD seit 2017 wissenschaftlich

exzellente Technologien und Systemlösungen ihrer 13 kooperierenden Institute

aus Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft zu einem kundenspezifischen

Gesamtangebot. Unter dem virtuellen Dach der FMD entstand somit der europaweit

größte Zusammenschluss dieser Art mit mehr als 4.500 Mitarbeiterinnen und einer

einzigartigen Kompetenz- und Infrastrukturvielfalt. Von 2017 bis 2021 unterstützte das

Bundesministerium für Bildung und Forschung die Modernisierung der Forschungsinfrastruktur

aller 13 beteiligten Institute.

Fraunhofer-Institut für Elektronische

Nanosysteme ENAS

D 09126 Chemnitz

[1] Standortübergreifendes Kompetenzzentrum für eine ressourcenbewusste Informationsund

Kommunikationstechnik (Green ICT @ FMD), Pressemitteilung unter: https://www.forschungsfabrik-mikroelektronik.de/de/presse--und-medien/Presse/PI_Start_GreenICT.html

[2] Die »Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland – Modul Quanten- und neuromorphes

Computing«,

Pressemitteilung unter: https://www.forschungsfabrik-mikroelektronik.de/de/presse--undmedien/Presse/PI_Start_FMD-QNC.html

„WIR SIND

FÜR SIE DA.“

FULLSERVICE FOR

CLEANROOM SOLUTIONS

– GMP- und Nutzerberatung

– Dokumentenerstellung nach

EU-GMP-Leitfaden; Annex 15

– partikuläre und mikrobiologische

Qualifizierungen,

Wartungen und Service

inkl. Messtechnik und

Dokumentation für „as built“,

„at rest“ und „in operation“

– Qualifizierungen von

Kühl- und Wärmegeräten

– Hygienepläne, Schleusenordnungen,

SOP‘s

– GMP- und Hygieneschulungen

– Blower-Door-Test

www.reinraumservice.de


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 30/52

Fraunhofer Cluster of Excellence Programmierbare Materialien CPM

Formänderung auf Knopfdruck

Programmierbare Materialien sind wahre Formwandler. Auf Knopfdruck ändern sie kontrolliert und reversibel ihre Eigenschaften

und passen sich selbstständig an neue Gegebenheiten an. Einsatzbereiche sind beispielsweise bequemes Sitzen

oder Matratzen, die das Wundliegen verhindern. Dabei verformt sich die Unterlage so, dass die Auflagefläche groß ist und

sich der Druck auf die Körperteile dadurch verringert. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer Cluster of Excellence

Programmierbare Materialien CPM entwickeln solche programmierbaren Materialien und bringen sie gemeinsam mit Industriepartnern

zur Marktreife. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren.

Zahlreiche Menschen weltweit sind von Bettlägerigkeit betroffen –

sei es durch Krankheit, Unfall oder Alter. Da sie sich oftmals nicht

von allein bewegen oder drehen können, kann es zu einem sehr

schmerzhaften Wundliegen kommen. Mit Materialien, deren Form

und mechanische Eigenschaften sich an jeder Stelle programmierbar

ändern lassen, soll das Wundliegen künftig vermieden werden.

Beispielsweise könnte die Härte und Steifigkeit von Matratzen, die

aus programmierbaren Materialien hergestellt wurden, in jedem beliebigen

Bereich per Knopfdruck eingestellt werden. Darüber hinaus

verformt sich die Unterlage selbstständig so, dass ein hoher Druck

an einer Stelle auf eine größere Fläche verteilt wird. Das Bett wird

dort, wo es drückt, automatisch weicher und elastischer. Zusätzlich

können Pflegekräfte gezielt ein ergonomisches Liegen patientenspezifisch

einstellen.

Material plus Mikrostrukturierung

Materialien für Anwendungen, die eine gezielte Änderung der Steifigkeit

oder Form benötigen, entwickeln Forscherinnen und Forscher

des Fraunhofer CPM, das durch sechs Kerninstitute geprägt

wird und zum Ziel hat Programmierbare Materialien zu konzipieren

und produzieren. Doch wie lassen sich Materialien überhaupt program-mieren?

»Wir haben grundsätzlich zwei Stellschrauben: Das

Grundmaterial – im Falle der Matratzen thermoplastische Kunststoffe,

für andere Anwendungen metallische Legierungen, auch

Formgedächtnislegierungen – und insbesondere die Mikrostruktur«,

erläutert Dr. Heiko Andrä, Themenfokussprecher am Fraunho-

fer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, einem

der Kerninstitute des Fraunhofer CPM. »Die Mikrostruktur der

sogenannten Metamaterialien setzt sich aus einzelnen Zellen zusammen,

die wiederum aus Strukturelementen wie kleinen Balken

und dünnen Schalen bestehen.« Während die Größe der einzelnen

Zellen und ihrer Strukturelemente bei herkömmlichen zellulären

Materialien wie Schäumen zufällig variiert, ist sie bei den programmierbaren

Materialien zwar auch variabel, jedoch genau festgelegt

– sprich programmiert.

Diese Programmierung erfolgt beispielsweise so, dass Druck an

einer bestimmten Position zu gewünschten Formänderungen an

anderen Stellen der Matratze führt, um etwa die Auflagefläche zu

vergrößern und die Körperzonen optimal zu stützen.

Materialien können auch auf Wärme oder Feuchte reagieren

Welche Formänderung das Material aufweisen soll und auf welche

Reize es reagiert – mechanische Belastung, Wärme, Feuchte oder

auch ein elektrisches oder magnetisches Feld – lässt sich ebenfalls

über die Wahl des Materials sowie seine Mikrostruktur bestimmen.

»Die Programmierbaren Materialien ermöglichen es, Gegenstände

an die jeweilige Anwendung oder Person anzupassen und die Dinge

somit multifunktionaler zu nutzen als bisher. Sie müssen also nicht

so oft ausgetauscht werden. Insbesondere vor dem Hintergrund des

Ressourcenverbrauchs ist das interessant«, sagt Franziska Wenz,

stellvertretende Themenfokussprecherin am Fraunhofer-Institut

für Werkstoffmechanik IWM, ebenfalls eines der Kerninstitute des

Links: Einheitszelle aus Strukturelementen, Mitte: Aufbau des Materials aus vielen Zellen, Rechts: 3D-gedruckter Demonstrator. © Fraunhofer IWM


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 31/52

Fraunhofer CPM. Zudem lässt sich ein Mehrwert schaffen, in dem

man Gegenstände an die individuellen Bedürfnisse der Nutzerinnen

und Nutzer anpasst.

Oben: Die Steifigkeit und Formänderung kann durch die Strukturierung

einer Folie lokal eingestellt werden. Unten: Die Stapelung verschieden

hoher Folien erlaubt die Erzeugung eines programmierbaren Materials.

© Fraunhofer ICT

Der Weg in die Anwendung

Ein einzelnes Material kann komplette Systeme aus Sensoren,

Reglern und Aktuatoren ersetzen. Das Ziel des Fraunhofer CPM ist

durch Integration der Funktionen in das Material die Komplexität

von Systemen zu senken und den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren.

»Wir haben bei der Entwicklung der programmierbaren

Materialien stets das industrielle Produkt mit im Blick, so berücksichtigen

wir unter anderem die Serienfertigung und die Materialermüdung«,

sagt Wenz. Auch laufen bereits erste konkrete Pilotprojekte

mit Industriepartnern. Das Forscherteam erwartet, dass die

programmierbaren Materialien zunächst einzelne Komponenten in

bereits bestehenden Systemen ersetzen werden oder in speziellen

Anwendungen genutzt werden – etwa bei medizinischen Matratzen,

Sitzen, Schuhsohlen und Schutzbekleidung. »Schrittweise könnte

sich dann der Anteil an programmierbaren Materialien erhöhen«,

schätzt Andrä. Schließlich lassen sich diese überall einsetzen – sowohl

in Medizin- und Sportartikeln, in der Softrobotik wie auch in

der Weltraumforschung.

Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM

D 67663 Kaiserslautern

reinraum online – Seite 31/45 – Ausgabe DE 03-2018


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 32/52

Übergabe an die LVR-Kliniken für Orthopädie Viersen erfolgte im Dezember 2022

Modulares OP-Gebäude

Nachdem im Sommer 2022 die Module für den Neubau in Viersen

aufgestellt wurden, konnte dieser am 12.12.2022 schlüsselfertig an

den Auftraggeber übergeben werden.

Der 804 m² große Neubau besteht aus zwei Operationssälen

nach neuesten technischen Standards. Er wurde direkt an das Bestandsgebäude

der Klinik angeschlossen und erstreckt sich über

zwei Geschosse: Im Untergeschoss wurden die Technik für Lüftung

und Gebäudetechnik sowie vier Büros und zwei Besprechungsräume

integriert. Im Erdgeschoss befinden sich zwei OP-Räume mit

Einleitung sowie Räume, die als Patientenwartezone dienen sowie

für die Ver- und Entsorgung, Zentralbereich und das Schreibbüro

genutzt werden. Die neue OP-Abteilung sichert somit in Zukunft die

Behandlung der Patientinnen und Patienten mit modernsten Methoden

der orthopädischen Chirurgie.

Dr. Jochen Neßler, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der LVR-

Klinik für Orthopädie Viersen: „Mit den beiden neuen OP-Sälen, die

hochmodern ausgestattet sind, werden wir nicht nur den Ansprüchen

an ein orthopädisches Kompetenzzentrum gerecht, sondern

auch der stetig steigenden Nachfrage unserer Patientinnen und Patienten.

Die Erweiterung unserer Kapazitäten war ein wichtiger und

richtiger Schritt. Eine weitere Notwendigkeit dieser Erweiterung ergibt

sich daraus, dass wir vor einigen Jahren mit Dr. Tanyo Hristov

einen hochversierten Neurochirurgen für uns gewinnen konnten.

Hier werden hochspezialisierte Operationen durchgeführt, die natürlich

auch ihre Kapazitäten verlangen.“

Die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen besteht seit über 100

Jahren am Standort Viersen-Süchteln und versorgt heute jährlich

etwa 3.500 Patientinnen und Patienten aus dem Rheinland mit modernsten

Methoden der orthopädischen Chirurgie. Mit den neuen

OP-Sälen zeigt sich die Klinik weiterhin zukunftssicher. Allen Patientinnen

und Patienten soll ein zügiges Behandlungs-angebot gemacht

werden und somit wurden die Kapazitäten aufgrund des besonders

hohen Patientenzuspruchs erweitert. Darüber hinaus wird

auch hochmoderne OP-Technik wie modernste Robotik eingesetzt.

Karsten Kußmann, Geschäftsführer Cadolto Modulbau GmbH: „Unsere

Konzepte für medizinische Gebäude ermöglichen eine schnelle

und bedarfsgerechte Errichtung neuer Kapazitäten. Das Projekt mit

der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen ist ein weiteres Beispiel für

unsere langjährige Expertise in der Planung und Realisierung von

modularen Gesundheitsbauten bei Aufrechterhaltung des Betriebs

umliegender Klinikbereiche.“

Florian Ruf, Projektleiter Cadolto Modulbau GmbH: „Durch die

Vorfertigung der Module in unseren Werkshallen konnten wir die

Baustellenemissionen deutlich reduzieren und somit einen Beitrag

zum Thema Nachhaltigkeit leisten. Darüber hinaus können wir im

Rahmen des Projektes auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller

Projektbeteiligten zurückblicken.“

Die 13 Module für den Neubau wurden in den Werkshallen von

Cadolto mit einer höchstmöglichen Vorfertigung produziert und im

Anschluss per LKW an den Baustellenort nach Viersen transportiert.

Um während der Bauarbeiten die umliegenden Klinikbereiche

aufrechterhalten zu können, fiel die Entscheidung auf die Modulbauweise.

Aufgrund der hohen Vorfertigung der modularen Bauweise

erfolgten viele Arbeiten wie beispielsweise der Einbau der

technischen Geräte bereits in den Werkshallen. Somit konnte der

Baustellenlärm deutlich reduziert werden.

Cadolto Modulbau GmbH

D 90556 Cadolzburg

Innenansicht des modularen OP-Saals, © Cadolto Modulbau GmbH

Stellung eines Moduls mit bereits installierter Technik,

© Cadolto Modulbau GmbH

Außenansicht modulares OP-Gebäude in Viersen,

© LVR-Klink für Orthopädie Viersen


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 33/52

Komplettlösungen machen

Automatisierung noch einfacher

Erweiterung der Robotik-Plattform UR+

Der führende Anbieter für kollaborativer Robotik erweitert sein UR+

Ökosystem um fertig integrierbare Komplettlösungen für verschiedene

Herausforderungen rund um die Automatisierung manueller

Aufgaben. Die Integration von Automatisierungslösungen wird

damit noch einfacher, schneller und effizienter – auch für Betriebe

ohne explizite Fachkenntnisse in diesem Bereich.

„Geschwindigkeit ist ein zentraler Faktor in Innovationsprozessen“,

erklärt Andrea Alboni, General Manager Western Europe bei

Universal Robots (UR). „Darum unterstützen wir unsere Partner dabei,

neben zahlreichen Anwendungs-Kits auch Komplettlösungen

anzubieten, die für unterschiedliche Prozesse eingesetzt werden

können. Der Vorteil einer Komplettlösung liegt auf der Hand: Unsere

Kunden müssen das Rad nicht neu erfinden und können stattdessen

gleich loslegen.“

Erste Komplettlösungen von Lorch, Migatronic und Ecosphere

Zu den ersten Komplettlösungen, die aktuell in Deutschland, Österreich

und der Schweiz angeboten werden, gehören unter anderem

Schweißlösungen für MIG/MAG und TIG-Schweißen von Lorch

bzw. Migatronic. Zudem bietet der Certified System Integrator und

UR+ Partner Ecosphere Automation eine Lösung für die Automatisierung

von Stanz-, Press- und Umformungsaufgaben an. Die „UR-

Cap“ Software ermöglicht es Benutzern, die Peripheriegeräte der

jeweiligen Anbieter direkt über das Teach-Pendant des UR-Roboters

zu steuern. Das Angebot an derartigen Komplettlösungen, sogenannten

Solutions, wird kontinuierlich erweitert.

Die Plattform UR+ ist das umfangreichste Ökosystem der Branche.

Entwickler nutzen sie, um Zubehör, Endeffektoren und Softwarelösungen

zu konzipieren, die für UR-Roboter kompatibel und für

diese zertifiziert sind. Die Plattform umfasst sowohl eine Reihe von

Standardlösungen als auch neue Technologien für viele spezifische

Probleme. Damit können Unternehmen eine Vielzahl an Herausforderungen

einfach und kostengünstig bewältigen und langfristig

konkurrenzfähig und rentabel bleiben. Der Vorteil: Der Plug and Produce-Ansatz

ermöglicht die Zusammenstellung der jeweils besten

Lösung für individuelle Herausforderungen.

„Für die Weiterentwicklung des UR+ Ökosystems setzt Universal

Robots nicht zuletzt auf die Expertise und Erfahrung der eigenen

Kunden. Deren Feedback wird mit einbezogen, um die Implementierung

der Cobots weiter zu vereinfachen“, so Andrea Alboni. Mit

mehr als 400 zertifizierten Produkten und über 300 Entwicklern

arbeiten wir daran, die Plattform permanent auszubauen.

Universal Robots A/S

DK 5260 Odense S


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 34/52

Radioaktive Substanzen bekämpfen

den Krebs im Mini-Labor

Zwei Dresdner Forschungsinstitute wollen mit einer neuen Idee die Anzahl

von Tierversuchen in der radiopharmazeutischen Forschung verringern

Radioaktivität kann Leben retten. Wenn gegen einen Tumor weder Chemotherapie oder Operation noch Bestrahlung von

außen helfen, kommen in der modernen Medizin sogenannte Radiopharmaka zum Einsatz. Diese radioaktiven Arzneimittel

spüren Krebszellen nicht nur auf, sie ermöglichen auch ein zielgerichtetes Bestrahlen von innen, das den Tumor bekämpft.

Bevor solche Stoffe jedoch im Menschen angewendet werden dürfen, sind während ihrer Entwicklung aktuell noch

umfangreiche Tierversuche notwendig. Ein gemeinsames Projekt des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik

IWS in Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) erforscht derzeit eine alternative Methode

dazu. Die Grundlage dafür bilden künstliche Organstrukturen und Tumore im Chip-Format.

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland nach Informationen des Bundesministeriums

für Ernährung und Landwirtschaft insgesamt 1,86

Millionen Wirbeltiere und Kopffüßler für Forschungszwecke verwendet.

Das sind im Vergleich zum Vorjahr zwar zwei Prozent weniger,

jedoch immer noch sehr viele. Am meisten kommen in deutschen

Laboren Mäuse, Fische und Ratten zum Einsatz. »Viele Forschungsaufgaben

lassen sich derzeit nur mit Hilfe solcher Tierversuche

lösen«, macht Dr. Wiebke Sihver aus der Abteilung Radionuklid-

Theragnostika des HZDR deutlich. Deshalb sei es enorm wichtig,

nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. »Außerdem fehlen im

Tiermodell oft wichtige Bezüge zum menschlichen Organismus.«

In ihrer Arbeit beschäftigen sich Wiebke Sihver und ihre HZDR-

Kolleginnen und Kollegen mit der Entwicklung und Anwendung radiomarkierter

Substanzen für die Krebsdiagnostik und insbesondere

auch -therapie. Diese Radioliganden sind mit einem radioaktiven

Nuklid (Radionuklid) ausgestattet und binden an ein Zielmolekül, im

Fall von Krebs an bestimmte Zielstrukturen des Tumors. Damit wirkt

das Radiopharmakon direkt am Tumor. Umgebendes gesundes Gewebe

wird geschont. Bei der Entwicklung von Radiopharmaka müssen

diese nach der In-vitro-Charakterisierung bisher auch in Tiermodellen

wie Mäusen und Ratten getestet werden. Schon vor mehreren

Jahren war Wiebke Sihver auf der Suche nach einem Ersatz für

die vielen Tierversuche in der radiopharmazeutischen Forschung.

Bei ihrer Recherche zu alternativen Systemen landete sie schnell

beim Fraunhofer IWS. Dort forscht ein Team seit einigen Jahren an

mikrophysiologischen Systemen, die mit kultivierten humanen Mini-Organoiden

die Funktionsweise des menschlichen Organismus

nachahmen – dank des Einsatzes menschlicher Zellen zum Beispiel

näher am menschlichen Tumor, als es Tierversuche könnten. Es war

der Ausgangspunkt für eine neue Idee.

Entwicklung mit großem Potenzial

Bereits seit über zehn Jahren beschäftigen sich die Forschenden

am Fraunhofer IWS mit den Mini-Laboren. Mit diesen mikrophysiologischen

Systemen im Format einer Tablettenschachtel lassen

sich Organfunktionen oder auch Krankheitsprozesse mit Hilfe von

Zellkulturen künstlich darstellen. Ventile und Kanäle simulieren das

Radiopharmaka kommen zum Einsatz, wenn gegen einen Tumor

Chemotherapie, Operation oder Bestrahlung wirkungslos geblieben

sind. In mikrophysiologischen Systemen lassen sich 3D-Tumormodelle in

einer realistischen Mikroumgebung kultivieren, was die Testung exakter

und gleichzeitig einfacher macht. © Amac Garbe/Fraunhofer IWS

Ein Projektteam von HZDR und Fraunhofer IWS forscht daran,

mithilfe von sogenannten mikrophysiologischen Systemen

Tierversuche zu reduzieren, die aktuell vor der Anwendung

am Menschen notwendig sind. © Amac Garbe/Fraunhofer IWS


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 35/52

Gefäßsystem, eine kleine Pumpe den Herzschlag. Gefertigt werden

die mikrophysiologischen Systeme aus übereinander geschichteten

Kunststofffolien. In diese werden mittels Laser Blutbahnen und

Kammern geschnitten. In speziellen Modulen legen die Anwender

später Zellkulturen an, die bis zu einem Monat in den Mikrosystemen

überleben können. In dem Miniatur-Labor zirkuliert derweil

das Blut in Form von Nährmedium, das die Zellen mit Sauerstoff und

Nährstoffen versorgt. Vor ein paar Jahren noch war in diesem Rahmen

lediglich die Darstellung zweier Organe möglich. Heute sind es

bereits vier, die sich gleichzeitig auf diesen neuartigen Multiorgan-

Chips simulieren lassen.

Als sich das HZDR-Team an das Fraunhofer IWS wandte, erkannten

die Expertinnen und Experten dort sehr schnell das Potenzial

für eine neue Anwendung. »In der Entwicklung von Radiopharmaka

kamen Multiorgan-Chips bis dato noch nicht zum Einsatz,

da besteht also großer Bedarf«, erklärt Gruppenleiter Florian

Schmieder, der die Lab-on-Chip-Forschung am Fraunhofer IWS

schon seit vielen Jahren begleitet. Zusammen bewarben sich beide

Institute erfolgreich um ein Förderprojekt des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung zu »Alternativmethoden zum Tierversuch«.

Das läuft noch bis 2024. Erste aussichtsreiche Ergebnisse haben

sie bereits erzielt.

Vielzahl an Tierversuchen reduzieren

Ziel der gemeinsamen Forschungsarbeit ist es, 3D-Tumormodelle

auf einem Chip zu platzieren, der in der Folge die Testung von

Radiopharmaka vereinfacht und günstiger macht. Erste Herausforderung

war es deshalb, aus einer zweidimensionalen Zellkultur ein

dreidimensionales Zellaggregat herzustellen – ein Sphäroid, das Tumorgewebe

imitieren kann. »Damit können wir die Charaktereigenschaften

des Mikro-Tumors in unserem System integrieren«, erklärt

Entwicklungsingenieur Stephan Behrens vom Fraunhofer IWS. Perspektivisch

soll diese Darstellung auf dem Chip immer detailreicher

werden, beispielsweise durch den Einsatz patientenspezifischer

Zellen oder zur Bestimmung neu entdeckter, charakteristischer Proteine

an verschiedenen Tumorzelltypen, die sich radiopharmakologisch

detektieren lassen.

Die ersten Tests von Wiebke Sihver und ihrem Team mit den

Multiorgan-Chips zeigten bereits positive Ergebnisse. Zum Einsatz

kamen dabei zunächst bekannte Substanzen, deren Eigenschaften

sich auf dem Chip gut beobachten lassen. »Wir sahen, dass die Bindung

an den Tumorsphäroiden bereits funktioniert«, schildert sie.

Geplant ist, auf den Chips auch ein Nierenmodell und ein Leberorganoid

darzustellen. Insbesondere die Nieren gelten als dosislimitierend

und spielen in der radiopharmazeutischen Forschung somit

eine wichtige Rolle. »Das heißt umgangssprachlich ausgedrückt:

Wenn der Radioligand festhängt, kann das zu Schädigungen in der

Niere, aber auch in den Leberzellen führen«, erläutert die Wissenschaftlerin.

Die Tests solcher Stoffe mittels Zellkulturen auf einem

Chip durchzuführen, sei deshalb eine vielversprechende Alternative.

Verlaufen die Versuche im Projekt weiterhin positiv, sollen sich

später auch unbekannte Radioliganden in den Systemen prüfen

lassen. »Das spart eine große Anzahl an Tierversuchen«, sagt Sihver.

Denn auch wenn sich mit ihrer Forschung Tierversuche noch nicht

komplett vermeiden lassen, arbeiten die Forschenden daran, ihre

Zahl zu reduzieren.

Florian Schmieder sieht durch die Neuentwicklung künftig viele

Vorteile für die Patientinnen und Patienten. »Wir könnten patientenspezifische

Zellen auf einen Chip bringen und so simulieren,

wie sich eine Krebserkrankung entwickelt.« Individuelle Therapien

wären auf diesem Weg maßgeschneidert möglich. »Der Krebs bildet

außerdem tumorspezifische Antigene, die in Tiermodellen so nicht

darstellbar sind.« Auf den Chips soll auch das funktionieren.

Die enge Zusammenarbeit der beiden Forschungsinstitute stellt

ein eindrucksvolles Beispiel für den Mehrwert der Wissenschaftsallianz

DRESDEN-concept dar, in der sich 36 Partner vereint haben,

um den Forschungsstandort Dresden zu fördern und Synergien in

Forschung und Lehre sowie Infrastruktur und Verwaltung zu schaffen

sowie zu nutzen.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

D 01277 Dresden

Die ersten Tests mit den Multiorgan-Chips zeigten positive Ergebnisse.

Die Bindung bekannter Substanzen an den Tumorsphäroiden

funktionierte bereits. Geplant ist, die mikrophysiologischen Systemen

um ein Nierenmodell und ein Leberorganoid zu erweitern.

© Amac Garbe/Fraunhofer IWS

Bindung von [68Ga]Ga-C225 (2 nM) in MPS-Modulen an A431 (1, 2) und

MDA-MB435S (3, 4); (2) zeigt die unspezifische Bindung an A431, (4) an

MDA-MB435S (0,8 μM C225); unten: Diagramme von Sättigungsassays

auf A431-Monolayer in MPS-Chips mit [64Cu]Cu-C225 (5) und [68Ga]

Ga-C225 (6) (dunkelblaue, graue, grüne Symbole: gesamte, unspezifische,

spezifische Bindung). © HZDR/Fraunhofer IWS


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 36/52

X-Motion im Röntgenraum

Lösungen für den Röntgenraum

standen in der

jüngsten Zeit bei Ewellix‘

Medizintechnik-Team

im Fokus. (Bild: Ewellix-

Gruppe)

Drive assisted motion von Ewellix

Das Medizintechnik-Team von Ewellix hat ein Trio an cleveren Lösungen für den

Röntgenraum entwickelt. Dank der zum Patent angemeldeten Drive Assisted

Motion (X-Motion) profitieren sowohl das medizinische Personal als auch die

Patienten von mehr Komfort, Sicherheit und Präzision.

„Konkret sprechen wir von vollelektrisch

und synchronisierten Bewegungsprofilen

für Patiententisch, Rasterwandgerät und

Röntgen-Deckenstativ, bei welchem unsere

SmartX-Steuerungs-Technologie und eine

modular einsetzbare fünfstufige Hubsäule

zum Einsatz kommen“, erzählt Manuel

Doppler, Business Development Manager

Medical Sector bei Ewellix. „Der Clou an der

Hubsäule ist die patentierte ‚Drive Assisted

Motion‘, mit der der Anwender die bis zu 50

Kilogramm schweren Röntgengeräte mühelos

bewegen und positionieren kann.“

Höhenverstellbare Röntgenröhren sind

in der Regel mit Gegengewichten ausgestattet

und werden manuell oder mit einem

Motor vertikal positioniert. Ewellix‘ Ansatz

kommt ganz ohne Gegengewichte aus. Die

Lineartechnikspezialisten fassen bei ihrer

zum Patent angemeldeten Technologie alle

Komponenten – den Servo-Antrieb sowie

die notwendige Sensorik – in einer fünfstufigen

Teleskopsäule zusammen und machen

sie damit zur intelligenten Teleskopsäule.

Der Nutzer kann das schwere Gerät federleicht

und mit nur einem Finger bewegen.

„Die Säule verfährt dabei mit bis zu 600 Millimetern

pro Sekunde, abhängig vom Impuls

des Anwenders“, sagt Marcel Soltermann,

Product Development Director bei Ewellix.

„So lässt sich das Röntgen- oder Rasterwandgerät

in zwei bis drei Sekunden von

Bodenniveau auf Kopfhöhe ausfahren, ohne

dass der Bediener überhaupt merkt, dass er

50 Kilogramm bewegt.“ Und wie funktioniert

die X-Motion? „Die Sensoren erfassen

Geschwindigkeit und Stärke der Bewegung

des Anwenders. Die Säule unterstützen diese

entsprechend und überwindet so Masse

und Trägheit der Last“, sagt Doppler.

Natürliche Anmutung und Sicherheit

im Fokus

Zwei Aspekte waren bei der Entwicklung

essenziell: Die natürliche Anmutung der Interaktion,

bei der der Nutzer gar nicht merkt,

dass ein Elektromotor seine Bewegung unterstützt,

und vor allem die Sicherheit für ihn

und die Patienten. „Immerhin schweben da

bis zu 50 Kilogramm direkt über dem Menschen“,

stellt Soltermann heraus. „Deshalb

sind beispielsweise alle Sensoren doppelt

ausgeführt und werden permanent gegeneinander

gebenchmarkt.“ Zudem kontrolliert

die Steuersoftware alle Bewegungen.

Auch beim synchronisierten Patiententisch

kommen SmartX-Teleskopsäulen zum Einsatz.

Synchronisiert werden die beiden TLT-Säulen

durch eine jeweils in die Hubsäule integrierten

SmartX-Steuerung, welche über ein digitales

Bussystem miteinander kommuniziert. Das

sorgt dafür, dass die beiden TLT unter allen

Umständen parallel und gleichmäßig ein- und

ausfahren. (Bild: Ewellix-Gruppe)

Dank der Drive Assisted Motion (X-Motion) in

der fünfstufigen Hubsäule können Anwender

Decken- oder wandmontierte Röntgenröhren

mühelos bewegen und positionieren. Die

Hubsäule fährt in zwei bis drei Sekunden von

Bodenniveau (li.) auf Kopfhöhe aus, ohne dass

der Bediener überhaupt merkt, dass er 50 Kilogramm

bewegt. (Bild: Ewellix-Gruppe)


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 37/52

Solche, die als nicht möglich definiert sind,

lässt die Steuerung nicht zu. Dass das Röntgengerät

durch ungestümes Drücken oder

Ziehen hart an der Deckenbefestigung oder

auf der Patientenliege aufschlägt, ist auch

ausgeschlossen. Dafür sorgt die Sensorik.

„Wir haben das Sensorpaket absichtlich

nicht in die Handgriffe integriert, wie das

etwa in Anlagen für die Industrie üblich ist,

sondern direkt in der Hubsäule“, ergänzt

Doppler. „Die Säule erkennt bei Berührung

sofort ein kommendes Hindernis. Das führt

zum Gegenimpuls – sie steuert gegen. Jede

Berührung mit einem Hindernis führt also

zu einem Gegenimpuls, der die Säule vom

Hindernis wegbewegt. Der Anwender muss

nicht eingreifen.“

Smarte Hubsäule für Patiententische

Auch beim synchronisierten Patiententisch

kommen SmartX-Teleskopsäulen zum

Einsatz. Bei Ewellix‘ neuer Generation an

Lineartechnikprodukten dieser Baureihe

sind alle erforderlichen smarten, digitalen

Steuerungs-, Sensor- und Kommunikationstechnologien

bereits in die Komponenten

integriert. Die Baureihe TLT ist

kompakt, schnell und leistungsstark sowie

mit zwei Gleichstrommotoren für Druckbelastungen

bis 5.000 Newton ausgestattet.

Das niedrige Einbaumaß sorgt für ein

optimales Verhältnis zwischen eingefahrener

Länge und maximalem Hub. Dank

ihrer verwindungssteifen Aluminiumprofile

und des Präzisionsgleitsystems können sie

hohe auch außermittige Lasten anheben,

ohne zu verbiegen. Die effiziente Getriebetechnologie

ist leise und in Druckrichtung

belastbar. „Synchronisiert werden sie durch

eine jeweils in die Hubsäule integrierte

SmartX-Steuerung, welche über ein digitales

Bussystem miteinander kommuniziert“,

sagt Doppler. „Dieser sorgt dafür, dass die

beiden TLT unter allen Umständen parallel

und gleichmäßig ein- und ausfahren.“ So

hat der Nutzer die Bewegungen stets unter

Kontrolle und gewährleistet die Sicherheit

und den Komfort des Patienten.

Flexibilität dank Baukastenprinzip

Neben ihrem Einsatz im Röntgenraum

werden die robusten, zuverlässigen und ergonomischen

Produkte von Ewellix in Anlagen

für beinahe alle bildgebenden Verfahren

genutzt, darunter CT, SPECT, PET, MRT,

Angiographie, Mammographie, mobile C-

Bögen und onkologische Behandlungsgeräte.

„Wir müssen für diese unterschiedlichen

Anwendungen aber nicht jedes Mal das Rad

neu erfinden“, sagt Doppler. „Dank unseres

Baukastensystems finden wir für jeden

Einsatz die passende Lösung, von rein mechanisch

bis voll digitalisiert und SmartX

gesteuert.“

Ewellix GmbH

D 97424 Schweinfurt

Kompetenz in Reinraumtechnik

Alles für Ihren Reinraum - aus einer Hand !

Staubbindematten

Reinigungsgeräte

Reinigungsmittel

Handschuhe

Bekleidung

Schuhe

Tücher

Überschuhdispenser

Partikelmessgeräte

Staubsauger

Dispenser

Pinzetten

Papier

Swabs

HANS J. MICHAEL GmbH, Hart 11, 71554 Weissach im Tal

Tel. 07191/9105-0, Fax 07191/9105-19

e-mail: office@hjm-reinraum.de Internet: http://www.hjm-reinraum.de

reinraum online – Seite 37/45 – Ausgabe DE 03-2018


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 38/52

Alle deutschen Standorte von Röchling

Medical sind jetzt ISCC PLUS zertifiziert

– Dieser internationale Standard ermöglicht Kunden den Zugang zu erneuerbaren Alternativen

– Transparenz durch Massenbilanzierung schafft Vertrauen beim Kunden

Röchling Medical, ein Tochterunternehmen

des Mannheimer Kunststoffverarbeiters

Röchling, geht den nächsten Schritt in Richtung

Nachhaltigkeit. ISCC PLUS (International

Sustainability & Carbon Certification)

ist eines der weltweit führenden Zertifizierungssysteme

für den Einsatz von biobasierten

und recycelten Rohstoffen. Diese

Zertifizierung hat Röchling Medical nun an

allen deutschen Standorten erreicht. Das

Unternehmen hat bereits 2021 den Standort

in Neuhaus am Rennweg und im Juni 2022

den Standort in Brensbach ISCC PLUS zertifizieren

lassen. Jetzt kam die Zertifizierung

des dritten deutschen Medical-Standorts in

Waldachtal hinzu.

Identische Materialeigenschaften wie bei

Produkten auf fossiler Basis

„In einem so stark regulierten Umfeld wie

der Pharma- und Medizintechnikindustrie

ist es eine Herausforderung, den Wandel

hin zu nachhaltigeren Lösungen für Pharmaindustrie

und Medizintechnik voranzutreiben“,

sagt Grit Pasche, Global Director

Quality & Regulatory Affairs bei Röchling

Medical. Daher sei die Möglichkeit, ISCC

PLUS-zertifizierte Materialien zu verwenden,

für das Unternehmen genau die richtige

Wahl gewesen. „Diese auf nachwachsenden

Rohstoffen basierenden Polymere

bieten in Bezug auf die Produktleistung die

gleichen Eigenschaften wie fossilbasierte

Alternativen. Das bedeutet, dass wir unseren

Kunden Zugang zu nachhaltigen Alternativen

bieten können, die bei der Produktleistung

und der behördlichen Zulassungen

die gleichen Eigenschaften aufweisen wie

fossile Polymere“, betont Grit Pasche. Für

den Materialherstellungsprozess können

dieselben technischen Anlagen wie für rein

fossilbasierte Werkstoffe genutzt werden,

was für eine effiziente Infrastruktur spricht

und auch die Auslastung der teilweise sehr

investitionsintensiven Produktionsanlagen

unterstützt.

Hohe Transparenz schafft Vertrauen

Das Prinzip der Massenbilanzierung, die mit

ISCC PLUS einher geht, ermöglicht eine

hohe Transparenz und schafft damit Vertrauen

bei den Kunden. Biobasierte und

zirkuläre Ausgangsprodukte werden dabei

mit fossilen Rohstoffen gemischt. Der Anteil

an biobasiertem Rohstoff wird rechnerisch

den fertigen Produkten zugeordnet. Hierdurch

wird systematisch der Einsatz fossiler

Rohstoffe reduziert und die Nutzung biobasierter

und zirkulärer Rohstoffe gefördert.

Zudem wird mit der ISCC Plus-Zertifizierung

die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten

Lieferkette gewährleistet. Denn alle

Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette

müssen ISCC Plus-zertifiziert sein.

Die Massenbilanzierung erfolgt dabei nach

definierten und transparenten Regeln. Als

Teil einer ISCC Plus-zertifizierten Lieferkette

können die Kunden von Röchling Medical

damit aktiv zur Förderung der Nachhaltigkeit

und zur Schonung der Ressourcen

beitragen.

Röchling Medical mit gut 1500 Mitarbeitern

in seinen sechs Standorten in USA,

Deutschland und China, bietet seinen Kunden

eine breite Palette von hochwertigen,

kundenindividuellen Komponenten und

Baugruppen bis hin zu kompletten OEM-

Produkten. Zum Produktportfolio zählen

darüber hinaus Standardprodukte aus

Kunststoff mit besonderer Expertise im Bereich

Diagnostics, Medical Device, Pharma,

Surgery & Interventional und vieles andere

mehr. Ergänzt werden diese Kompetenzen

mit erweiterten Dienstleistungen hinsichtlich

Entwicklung und Regulatory Affairs bis

hin zur Zulassung eines kompletten Medizinprodukts.

Auch Röchling Medical Waldachtal ist jetzt ISCC PLUS zertifiziert.

Röchling Industrial SE & Co. KG

D 49733 Haren


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 39/52

Ausbau der

vollelektrischen Plattform

Erweiterung der Schnellläufer-Baureihe IntElect S

Den globalen Ausbau der IntElect-Plattform treibt die Sumitomo (SHI) Demag GmbH, Schwaig, weiter voran. Derzeit

erfolgt die Freigabe neuer Baugrößen für die vollelektrische High-Performance Spritzgießmaschine IntElect S im mittleren

Schließkraftbereich (mid-size) zwischen 220 und 450 Tonnen. Darüber informiert Peter Gladigau, Produktmanager

IntElect.

Peter Gladigau, Product Manager der IntElect

Baureihe bei Sumitomo (SHI) Demag.

Mit der Erweiterung der Baureihe IntElect

S will Sumitomo (SHI) Demag die Erfolgsgeschichte

der vollelektrischen Spritzgießmaschinen

konsequent fortschreiben und

zusätzliche Anwendungsfelder erschließen.

„Die IntElect S ist oberhalb der herkömmlichen

IntElect und unterhalb der neuen

Highspeed-Spritzgießmaschine PAC-E

angesiedelt. Wir decken damit vor allem

dünnwandige und schnelllaufende Anwendungen

ab. Zykluszeiten zwischen drei und

zwölf Sekunden sowie Einspritzgeschwindigkeiten

bis 350 mm/s sind der ideale Bereich

für die Maschine“, berichtet Gladigau

und verweist auf belastbare und stärkere

Antriebe, eine höhere Lebensdauer sowie

eine Zykluszeitminimierung von bis zu einer

Sekunde gegenüber der Basis-IntElect.

„Die Maschine adressiert Applikationen

mit kurzen Zyklen und viel Materialdurchsatz

– also solche, wo hohe Performance be-

nötigt und viel Energie eingesetzt wird. Angesichts

der rapide gestiegenen Stromprei-

se wird deren Einfluss auf die Fertigungskosten

ein zunehmend bedeutender Faktor

der Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist das

Marktinteresse an der IntElect S gerade

sehr hoch“, berichtet der Produktmanager

und hebt die hohe Effizienz der Maschine

dank trägheitsoptimierter, direkter Antriebe

ohne Getriebe, einer 100-prozentigen Nutzung

der Bremsenergie (Rekuperation), verlustarmer

Kugelumlaufspindeln, integrierter

Energiemessung sowie niedriger Kühlleistung

hervor.

„Für Verpackungsanwendungen ist bei

der IntElect S ein spezifischer Energieverbrauch

von 0,25 bis 0,32 Kilowattstunden

pro Kilogramm im Bereich des Möglichen“,

verrät Gladigau. „Im Vergleich zu hybriden

Maschinen lassen sich damit je nach Applikation

mehrere 10.000 Euro im Jahr sparen.

Auf diese Weise amortisiert sich die IntElect

S in kürzester Zeit“, versichert er und

verweist auf diverse Vergleichsmessungen,

bei denen die Energieverbräuche unterschiedlicher

Maschinenkonzepte anhand

typischer Packaging-Produkte untersucht

wurden.

Gepaart mit der höheren Performance

dank Antriebskompetenz

aus dem eigenen Haus,

optimierter Werkzeugbewegung,

Düsenlage, Auswerfer sowie Einspritz-

und Dosiergeschwindigkeit,

werde die IntElect S derzeit

am Markt stark nachgefragt, so

Gladigau. Darüber hinaus punkte

die Maschine mit einer höheren

Lebensdauer aufgrund zahlrei-

cher Verbesserungen und Verstärkungen

bei Schließ- und Einspritzeinheit, Auswerfern

sowie Schutzeinhausung und angepasster

Elektrokomponenten, wie z.B.

Stromspeichermodule mit höheren Kapazitäten.

Die vollelektrische High-Performance Spritzgießmaschine IntElect S von Sumitomo (SHI) Demag.

Sumitomo (SHI) Demag

D 90571 Schwaig


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 40/52

Raumedic veröffentlicht

ersten Nachhaltigkeitsbericht

nach internationalen Standards

Die Raumedic AG hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht auf Basis der

international anerkannten Standards der Global Reporting Initiative (GRI)

veröffentlicht. Der Bericht bezieht sich auf das abgelaufene Geschäftsjahr

2021 und informiert transparent über alle Nachhaltigkeitsleistungen und

-ziele des Unternehmens am Standort Helmbrechts.

Nachhaltig gut:

Vetter holt Gold

im EcoVadis-

Ranking

Stefan Wagner

Stefan Seuferling

Raumedic bekennt sich durch die Veröffentlichung des

Nachhaltigkeitsberichts zum Grundsatz des ganzheitlich

nachhaltigen Wirtschaftens. Die gesetzliche Verpflichtung

zur Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts tritt erst

ab dem Jahr 2024 in Kraft.

Stefan Seuferling, CEO der Raumedic AG: „Mit der

Veröffentlichung des Berichts geben wir unseren Stakeholdern

einen Einblick über alle laufenden Aktivitäten zur

Nachhaltigkeit. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen und

wirtschaftlichen Verantwortung bewusst. Raumedic verfolgt

heute schon zahlreiche Projekte, um der Nachhaltigkeit Folge

zu leisten. Wichtig ist dabei immer der Blick nach vorne.

Durch die Herausforderungen bieten sich auch zahlreiche

Potenziale, um Warenströme und Prozesse effizienter zu

gestalten.“

Die Nachhaltigkeitsstrategie und deren Umsetzung wird

bei Raumedic durch ein eigenes Projektbüro, unter der Leitung

von Dr. Stefan Wagner, koordiniert und verfolgt. Die

Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit von Raumedic

wurden durch eine umfassende Analyse identifiziert. Dabei

wurde die gesamte Wertschöpfungskette, von der Beschaffung

von Rohstoffen bis hin zu Fragen des Produktrecyclings

und der -entsorgung, untersucht.

„Unsere Zielstellungen umfassen alle drei Säulen der

Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Wir vereinen

diese in unserem Leitgedanken „Creating sustainable

value“ (deutsch: Nachhaltigen Wert erschaffen). Mit dem

Nachhaltigkeitsbericht ist nun das Fundament gelegt, auf

dem unsere weitere Arbeit langfristig aufbaut.“, sagt Dr. Stefan

Wagner, Head of Project Office Sustainability bei Raumedic.

Einer der Fokuspunkte für Raumedic ist die nachhaltige

Gestaltung der Energiepolitik durch Energieeinsparungen

und der Nutzung von erneuerbarer Energie. Bereits seit 2014

findet ein zertifiziertes Energiemonitoring bei Raumedic

statt. Auf dessen Grundlage konnten seitdem bereits 4,52

Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden. Das

entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 800 4-Personen-Haushalten.

Der Nachhaltigkeitsbericht der Raumedic AG erscheint

zukünftig jährlich.

Raumedic AG

D 95233 Helmbrechts

Vetter erreichte den Goldstatus im renommierten,

unabhängigen Nachhaltigkeitsranking

von EcoVadis. Der Pharmadienstleister

steigerte sich mit 72 von maximal

100 Punkten nochmals deutlich zur letzten

Bewertung und gehört nun zu den Top fünf

Prozent der teilnehmenden Unternehmen

aus der Branche.

Das positive Bewertungsergebnis des

unabhängigen, externen Rankings unterstreicht

das kontinuierliche Engagement

und zeigt transparent, welche Verbesserungen

das Familienunternehmen in den

Bewertungsparametern Umwelt, Soziales,

Ethik und nachhaltige Beschaffung umsetzt.

„Die positive externe Bewertung ist eine

starke Leistung und motiviert uns, diese

tolle Entwicklung transparent fortzuführen

– für unser Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden,

unsere Kunden und Partner

sowie die Patienten und die Gesellschaft“,

resümiert Vetter-Geschäftsführer Peter Sölkner.

Im Nachhaltigkeitsbericht macht der

Pharmadienstleister die bisherigen Maßnahmen

und seine Zukunftsvision zudem

für alle Interessengruppen transparent.

Vetter Pharma International GmbH

D 88212 Ravensburg

Vetter erreicht den Goldstatus im

EcoVadis-Ranking und befindet sich

nun unter den Top fünf Prozent der

Branche in Sachen Nachhaltigkeit.


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 41/52

Neues elektrisch betätigtes

Magnetventil GEMÜ J70

Der Ventilspezialist GEMÜ führt das neue

elektrisch betätigte 2/2-Wege-Magnetventil

GEMÜ J70 ein und optimiert damit die

bestehende Produktgruppe der Magnetventile.

Das elektrisch betätigte Magnetventil GEMÜ J70 ist für Applikationen mit geringem

Durchfluss in der Analyse, Vakuum- und Dosiertechnik geeignet und ermöglicht

eine präzise Dosierung. Die beständige Konus-Membrane aus PTFE (TFM) sorgt

für ein einzigartiges Dichtkonzept. Mit der PD-Technologie wird eine hohe Genauigkeit

für kundenspezifische Anwendungen erreicht.

Bei der sogenannten PD-Technologie (plug diaphragm technology) erfolgt die

Trennung des medienberührten Bereichs vom Antrieb durch eine konusförmige

Membrane aus modifiziertem PTFE. Der Werkstoff PTFE besteht aus linearen

Kohlenstoffketten, die von Fluoratomen umgeben sind. Diese schirmen die Kohlenstoffatome

räumlich ab und schützen das Molekül vor chemischen Angriffen – auch

bei höheren Temperaturen.

Das kompakte Magnetventil GEMÜ J70 zeichnet sich durch eine platzsparende

Bauweise aus und überzeugt durch einen geringen Verschleiß sowie einen einfachen

Verschleißteilewechsel mit guter Reinigbarkeit. Der Magnetantrieb kann ohne

Ausbau des Ventilkörpers aus der Rohrleitung gewechselt werden.

Mit CONEXO und RFID-Chip lässt sich das Magnetventil GEMÜ J70 eindeutig

identifizieren und Wartungen können effizient dokumentiert werden. Zudem ist das

Magnetventil variabel und erweiterbar und für Ventilinseln sowie Mehrwege-Ventilblöcke

geeignet.

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG

D 74653 Ingelfingen

Silikonfreier Reinigungsroller

Reinigung von ebenen Oberflächen ohne Kreuzkontamination

Mit dem Reinigungsroller lassen sich lose, trockene Verunreinigungen, die

kleiner als ein Mikron sind, mühelos von ebenen Oberflächen beseitigen. Er

ermöglicht eine trockene Reinigung ohne die Verwendung von Chemikalien

und ohne die Erzeugung von Abrieb. Die Reinigung des Reinigungsrollers erfolgt

mit Hilfe eines Klebepolsters. Der Roller wird über das Klebepolster gerollt,

wodurch die vom Roller aufgenommenen Partikel auf dem Klebepolster

haften bleiben. Danach ist die Rolle wieder sauber, eine Kreuzkontamination

wird vermieden. Ist die oberste Lage des Klebepolsters verschmutzt, wird sie

einfach abgezogen und eine saubere Schicht liegt obenauf. Der Reinigungsroller

ist u.a. optimal zur Reinigung von Leiterplatten, Flachbildschirmen, medizinischer

Verpackung, Leuchtkästen und LCD-Displays geeignet. Er findet

außerdem Einsatz in der Fotomontage, Glasproduktion und Oberflächenmontage

sowie in vielen anderen Bereichen in denen Partikelkontaminationen

ein Problem darstellen.

Hans J. Michael GmbH

Gewerbegebiet Hart 11 D 71554 Weissach i.T.

Telefon: 07191/9105-0 Telefax: 07191/9105-19

eMail: office@hjm-reinraum.de Internet: https://www.hjm-reinraum.de Silikonfreier Reinigungsroller


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 42/52

Doppelte Sicherheit:

Needle-Trap bietet neue Funktion

zur Erstöffnungsanzeige

Schreiner MediPharm auf der Pharmapack 2023 in Paris

Needle-Trap, das erfolgreiche und einzigartige Etikett mit integriertem Nadelschutz von Schreiner MediPharm, dem Spezialisten

für innovative Pharma-Labels, wurde jetzt um ein komplett neues Feature ergänzt: Ein spezielles Sicherheitssiegel

zeigt die Erstöffnung der vorgefüllten Spritze zuverlässig an und hilft, deren Integrität bis zur Endanwendung zu schützen.

Zu sehen war die neuartige Kombination von Nadel- und Produktschutz erstmals vom 1.- 2. Februar 2023 am Stand D46 auf

der Pharmapack in Paris.

Eine sichere Supply Chain und die Integrität

von Arzneimittelverpackungen sind wichtige

Aspekte für Pharmahersteller. Regularien

wie die EU-Direktive zum Fälschungsschutz

tragen bereits dazu bei, betreffen allerdings

nur Sekundärverpackungen. Primärcontainer

wie zum Beispiel vorgefüllte Spritzen erfordern

dagegen speziellere Lösungen zum

Manipulations- und Erstöffnungsnachweis.

Das Nadelschutzlabel Needle-Trap stellt

aufgrund seines integrierten Kunststofffängers

besondere Herausforderungen an eine

Erstöffnungsindikation. Dabei muss sowohl

die problemlose Verarbeitung in der Pharmaherstellung

als auch die einfache Nutzung

für den Endanwender berücksichtigt

werden.

Die Experten von Schreiner Medi-

Pharm haben Needle-Trap weiterentwickelt

und mit einem in das Nadelschutzetikett

integrierten neuartigen Verschlusssiegel

ergänzt, dessen Lasche auf

der Spritzenkappe endet. Vor der Injektion

wird zunächst der Nadelschutzfänger wie

üblich zur Seite geklappt. Beim Abziehen

der Kappe wird das ins Label integrierte

Siegel automatisch durch eine Perforation

ausgelöst und zeigt die Erstöffnung

irreversibel an. Spezielle Sicherheitsstanzungen

verhindern ein unbemerktes

Entfernen des Siegels. Zusätzlich können

offene Authentifizierungsmerkmale wie

etwa eine Guilloche, oder verborgene Sicherheitsmerkmale

zur Echtheitsprüfung

ergänzt werden.

Pharmahersteller erhalten dank des

neuen Features von Needle-Trap eine multifunktionale

und kosteneffiziente Lösung,

die den Schutz des medizinischen Personals

vor Nadelstichverletzungen mit einer

Erstöffnungsindikation zur Sicherung der

Integrität der Fertigspritze auf Unit Level

kombiniert. Damit wird die Produkt- und

Patientensicherheit erhöht. Zudem lässt

sich die neue Needle-Trap Variante leicht

in bestehende Verarbeitungsprozesse in

der Pharmaherstellung integrieren. Das

medizinische Personal profitiert von einem

effizienten und sicheren Nadelschutz sowie

einer komfortablen Erstöffnungsindikation,

die irreversibel und auf den ersten Blick zu

erkennen ist.

Schreiner MediPharm

D 85764 Oberschleissheim

Das in das Nadelschutzsystem integrierte

Sicherheitssiegel zeigt die Erstöffnung der

vorgefüllten Spritze zuverlässig an. © Schreiner

MediPharm

Doppelt gesichert: Needle-Trap mit Erstöffnungsanzeige kombiniert

Nadel- und Produktschutz. © Schreiner MediPharm


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 43/52

Maßgeschneiderte Hebe-Kippvorrichtung

beseitigt Schwachstelle in der Produktion

Individuelle Höcker-Lösung HKV L25 minimiert unnötige Kosten

und schließt Sicherheitslücke

Oft sind Verbesserungspotenziale in der Fleisch- und

Lebensmittelindustrie längst bekannt, es braucht nur

einen Auslöser, um die Effizienzsteigerung der Produktion

anzugehen. So wie bei einem Höcker-Kunden aus

der Backindustrie beim Blick auf 300 Kilogramm Teigmasse,

die sich nach einem vermeidbaren Zwischenfall

auf dem Boden verteilten. Es musste eine individuelle

Lösung her, und die wurde in enger Zusammenarbeit

mit der Höcker Gruppe und der Erfahrung von Betriebsleiter

Jens Burlage mit einer maßgeschneiderten Hebe-

Kippvorrichtung gefunden.

„Nach eigener Internetrecherche kam das Unternehmen

mit der Frage auf uns zu, ob wir die Höcker

Hebe-Kippvorrichtung (HKV) L25 passend für alle Behältergrößen

und Formen fertigen können“, berichtet

Burlage. Nach intensivem Austausch über die Anforderungen

inklusive aller Maße wie Kipphöhe und Behältergröße

sowie dem zur Verfügung stellen eines Behälters

mit Unterbaupalette, wie er im Produktionsprozess

zum Einsatz kommt, begann die Entwicklung der

Hebe-Kippvorrichtung. Das Ziel: Beim Abheben und

Absetzen der Transportbehälter möglichst ohne Stapler

oder Hebelift auskommen. In den fast einen Meter breiten

Kunststoffboxen werden große Mengen Rohmassen

und Cerealien in ein Mischgerät gefördert und im Anschluss

Proteinriegel auf ein Förderband gebracht. „Das

Unterfahren des Behälters mit einem Hebegerät war

problematisch, da dieser in der Vergangenheit bei mehr

als einem Zwischenfall von der Gabel gerutscht oder

weggekippt war“, so Höcker Geschäftsführer Benjamin

Höcker: „In Zukunft sollten daher beide Teile, Behälter

und Unterbaupalette, zusammen gekippt werden können.“

Der weitere Projektablauf gestaltet sich routiniert:

Nach Präsentation der Höcker-Lösung und Rücksprache

mit dem Kunden wurden die benötigten Teile zur

Montage der maßgeschneiderten Hebe-Kipp-Vorrichtung

bestellt. Sobald alle Teile im Werk eingetroffen waren,

begann die Montage und der abschließende Aufbau

der Anlage inklusive kompletter Funktionsprüfung.

Mit der Höcker-Lösung wurde eine große Schwachstelle

im Produktionsprozess beseitig. Der Kunde hat

nicht nur die Sicherheit für seine Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter gesteigert, sondern kann Produktionsunterbrechungen

durch Material- und Zutatenverlust minimieren.

(Fotograf: Höcker Gruppe)

Höcker GmbH

D 49134 Wallenhorst


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 44/52

Lösungen und Knowhow für aktuelle und zukünftige

Anforderungen in der Bauteilreinigung

31. Fachtagung Industrielle Bauteilreinigung, 22. bis 23. Juni 2023, Esslingen

Die Technologie- und Energiewende erfordert von Unternehmen aus allen Bereichen der fertigenden Industrie eine Anpassung

der Prozesse. Davon betroffen ist auch der qualitätsentscheidende Schritt der Bauteilreinigung. Um aktuelle und

zukünftige Anforderungen an die technische Sauberkeit von Komponenten stabil, effizient und nachhaltig zu erfüllen, präsentiert

die 31. Fachtagung Industrielle Bauteilreinigung innovative Lösungen, Knowhow und Best Practice-Anwendungen

sowie Einblicke in die Forschung und Entwicklung. Die Veranstaltung des Fachverbands industrielle Teilereinigung e. V.

(FiT) wird am 22. und 23. Juni 2023 im Neckar Forum Esslingen durchgeführt.

Die technologische Transformation, Energiewende, höhere Anforderungen

an die Ressourceneffizienz und der Fachkräftemangel

verändern in praktisch allen Industriebereichen die Prozesse der

Teilefertigung. Dadurch ergeben sich auch neue Anforderungen an

die industrielle Bauteilreinigung, die als qualitätsentscheidender

Schritt in der Fertigungskette zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Aktuelle und zukünftige Ansprüche an die technische Sauberkeit

machen mehr denn je aufgabenspezifisch abgestimmte Reinigungslösungen

erforderlich, die stabile, nachhaltige und kosteneffiziente

Prozesse sicherstellen.

Worauf es dabei ankommt, thematisiert die von fairXperts am

22. und 23. Juni 2023 mit begleitender Ausstellung im Neckar Forum

Esslingen durchgeführte 31. Fachtagung Industrielle Bauteilreinigung

des FiT. Die als Wissensplattform im deutschsprachigen Raum

etablierte Veranstaltung informiert über Grundlagen, neue verfahrenstechnische

Lösungen und Produkte, State of the Art-Methoden

zur Prozessführung, Forschungs- und Entwicklungstrends sowie

über Best-Practice-Anwendungen.

Grundlagen, Innovationen und Praxisberichte

Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung macht ein Vortrag zum

neuen FiT-Richtlinienwerk „Prozesslösungen für die industrielle

Bauteilreinigung“, das durch gebündeltes Expertenwissen konkrete

Handlungshilfen zum Entwerfen, Gestalten, Auslegen und Optimieren

maßgeschneiderter Reinigungsprozesse geben wird. Die folgenden

beiden Referate informieren über Einsparmöglichkeiten bei

Chemie und Energie durch die geschickte Kombination von Reinigung,

Korrosionsschutz und Verpackung sowie was eine Forderung

von „Partikelgrößen < 400 µm für die Reinigung in der Fertigung“

bedeutet. Es wird dargestellt, was in einer „normalen“ Fertigungsumgebung

leistbar und zu beachten ist und wo die Grenzen liegen.

In der nächsten Session geht es um die Frage: „Lösemittel – besser

ihr Ruf“, die Anforderungen an die Tensidchemie beim Einsatz neuer

Reinigungsverfahren wie beispielsweise zyklische Nukleation

(CnP) und Pulsated Pressure Cleaning (PPC) sowie um die Einführung

einer neuen Mehrkammer-Ultraschallreinigungsanlagen in die

Fertigung. Weitere Vorträge beschäftigen sich mit den Entwicklungen

und Trends in der industriellen Teilereinigung mittels Lasertechnik,

den Möglichkeiten und Grenzen der UV-Schwarzlichtinspektion

zur Identifikation fluoreszierender Partikel und organischer

Die 31. Fachtagung Industrielle Bauteilreinigung informiert über innovative

Lösungen und bietet Knowhow und Best Practice-Anwendungen

sowie Einblicke in die Forschung und Entwicklung für aktuelle und

zukünftige Aufgabenstellungen. (Bildquelle: fairXperts)

Die Fachtagung mit begleitender Ausstellung ermöglicht einen erstklassigen

Wissenstransfer und Informationsaustausch zwischen den

Experten der Branche und Teileherstellern. (Bildquelle: fairXperts)


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 45/52

Flecken vor und nach der Reinigung sowie den Herausforderungen

und der Vorgehensweise bei High Purity-Reinigungsaufgaben. Abschluss

des ersten Tages bildet das Expertenforum „Prozesskette

Teilereinigung“, mit einer Diskussion über aktuelle Themen in der

Bauteilreinigung, in die alle Teilnehmer einbezogen werden.

Forschung, Entwicklung und Digitalisierung

Die beiden Themenblöcke des zweiten Tages stehen ganz im Zeichen

von Forschung und Entwicklung für die Bauteilreinigung der

Zukunft. Dabei wird in der ersten Session ein kompakter, robotergeführter

Laserscanner zur Fluoreszenzbildgebung für die aussagekräftige

Reinheitsprüfung auf großen Flächen und geometrisch

komplexen Bauteile präsentiert. Thematisiert werden auch die

chemische Oberflächenanalytik für die Verfahrensentwicklung und

Qualitätssicherung in der Bauteilreinigung sowie ein auf Basis einer

branchenspezifischen OPC UA Companion Specification entwickelter

Standard für die Digitalisierung der Prozesskette der Bauteilreinigung.

Über die prozessualen und produktgetriebenen Anforderungen

an die technische Sauberkeit von Bipolarplatten für Brennstoffstellen

wird ebenfalls informiert. Der zweite Themenblock beginnt

mit einem Vortrag zur Spezifikation und Auslegung von Verpackungen

für technisch saubere Bauteile. Vorgestellt werden auch

selbstorganisierende, fluoreszierende Polymerschichtsysteme, die

reale Verschmutzungen imitieren, sowie ein geometrieunabhängiges

Beschichtungsverfahren für reproduzierbare Schichten. Damit

können sowohl wissenschaftlich fundierte Reinigungsuntersuchungen

mit fluoreszenzbasierter Restschmutzdetektion als auch Optimierungen

von Anlagen durchgeführt werden. Die weiteren Beiträge

beschäftigen sich mit den Vorteilen des Lasers als Werkzeug zum

Reinigen und Strukturieren und einer Adaption des Vakuum-Saugstrahlverfahrens

für die partielle Reinigung sensibler Oberflächen.

Eine begleitende Ausstellung rundet das Programm ab. Sie bietet

den Teilnehmern Gelegenheit, sich über neue Produkte und Entwicklungen

im Bereich der industriellen Reinigungstechnik zu informieren

und für den direkten Erfahrungsaustausch mit Experten.

Die Fachtagung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Ingenieure

und Techniker aus Entwicklung und Konstruktion, Technologie,

Verfahrenstechnik, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Fertigungsplanung

und Qualitätswesen aus verschiedenen Branchen.

Weitere Informationen und das vollständige Programm inklusive

Anmeldeformular sind unter www.industrielle-reinigung.de

abrufbar oder bei der fairXperts GmbH & Co. KG, Telefon +49 7025

8434-0 erhältlich.

fairXperts GmbH & Co. KG

D 72639 Neuffen

Reines Umfeld für feine Teile

Kompakte Reinraum-Lösungen von Spetec ermöglichen partikelfreie

und kostengünstige Spritzgussfertigung

Nachdem die Reinraumtechnik anfangs vor allem in der Medizintechnik,

der Pharma- sowie der Chipindustrie zum Einsatz kam, haben

sich die Reinheitsanforderungen an die Produktionsumgebung

mittlerweile auch in der Kunststoffverarbeitung deutlich verschärft.

Somit werden immer häufiger partikelfreie und – je nach Produkt –

sogar keimfreie Umgebungen für Spritzgießmaschinen erforderlich.

Ob es um Formteile mit besonders anspruchsvollen Oberflächen

oder um empfindliche Mikrostrukturteile geht: Sogenannte „reine“,

also weitgehend staubfreie Umgebungen wirken sich positiv auf die

Qualität der produzierten Formteile und damit auf die Wirtschaftlichkeit

der Produktion aus.

Doch nicht immer ist es technisch machbar oder auch nur sinnvoll,

die gesamte Produktion zum Reinraum umzugestalten. Meist

genügt es, die relevanten Spritzgießmaschinen entweder mit einer

kompakten Reinraumzelle zu umgeben oder mit einem Laminar-

Flow-Modul auszustatten, um für saubere Luft und damit für Reinraumbedingungen

von ISO-Klasse 8 bis ISO-Klasse 5 zu sorgen.

Im ersten Fall wird die Maschine vollständig mit einer Reinraumzelle

eingehaust, so dass keinerlei Partikel in den eigentlichen Fertigungsbereich

gelangen können. Dies ist die bei größeren Maschinen

meist bevorzugte Variante. Im zweiten Fall wird ein sogenanntes Laminar-Flow-Modul

auf die Spritzgießmaschine aufgesetzt, so dass

ausschließlich reine Luft angesaugt wird und ebenfalls Partikelfreiheit

gewährleistet ist. Dies ist vielfach für kleinere Spritzgießanlagen

empfohlen.

Spetec als Lieferant von Reinraumtechnik bietet beide Varianten

in verschiedenen Konfigurationen an, fertigt aber ebenso nach

Kundenanforderungen individuelle Lösungen. Hierbei ist es dem

Erdinger Unternehmen ein Anliegen, die Nutzungsmöglichkeiten

der Geräte auf Kundenseite stets flexibel und variabel zu halten,

weshalb alle Komponenten modular aufgebaut und vielseitig kombinierbar

sind.

Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH

Am Kletthamer Feld 15 D 85435 Erding

Telefon: +49 8122 95909-0 Telefax: +49 8122 95909-55

eMail: info@spetec.de Internet: https://www.spetec.de


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 46/52

Von Praktikern für Praktiker

Das nora Seminarangebot 2023 rund um Kautschukböden

Ein perfekt verlegter und gut gepflegter Boden

vermittelt nicht nur eine einladende Atmosphäre,

sondern trägt auch maßgeblich

zum Werterhalt von Immobilien bei. Dabei

sind es häufig nur kleine Kniffe und Tricks,

die für das einwandfreie Erscheinungsbild

des Bodenbelags sorgen. Daher bietet

nora 2023 wieder verschiedene Schulungen

rund um die Verlegung und Reinigung von

Kautschuk-Bodenbelägen an. Bei den Seminaren

im werkseigenen Schulungs- und

Informationszentrum in Weinheim geben

Spezialisten der Anwendungstechnik ihr

Know-how weiter. Das Angebot ist vielfältig

und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen.

Ab diesem Jahr kann bei nora nicht

mehr nur in Präsenz gelernt werden: Ab

Ende März wird es erstmals auch Webinare

zu verschiedenen Themen wie Schnellverlegesysteme,

Verfugung oder Doppelnahtschnitt

geben. Damit entspricht der Weinheimer

Kautschuk-Spezialist der immer

stärker auch digital stattfindenden berufsbegleitenden

Aus- und Weiterbildung. Die

Anmeldung für die unterschiedlichen Seminare

ist ab sofort möglich. Die Schulungen

im Überblick:

Alle Informationen zu den Verleger- und

Reinigungsseminaren im Jahr 2023 sowie

die Anmeldeformulare gibt es unter https://

www.nora.com/deutschland/de/verlegungpflege-bodenbelag/seminare.

Dort sind ab

März auch die Themen und Termine der

Webinare zu finden.

nora systems GmbH

Höhnerweg 2-4

D 69469 Weinheim

Telefon: +49 (6201) 2743934

Mobilfunk: +49 (172) 633 04 84

eMail: frank.baehr@nora.com

Internet: http://www.nora.com

Basis-Seminare zur Verlegung von Kautschukböden

Zweitägiger Termin für Verarbeiter, die noch wenig oder keine Erfahrung

mit der Verlegung von Kautschukböden haben. Behandelt

werden grundsätzliche Themen wie Untergrundvorbereitung, Doppelnahtschnitt,

Verfugung, Verklebung und Formtreppen. Die Teilnehmenden

können die Verlegung unter Anleitung erfahrener Anwendungstechniker

praktisch üben und erhalten wertvolle Tipps,

die ihnen die Arbeit erleichtern. Neben einem theoretischen und

einem praktischen Teil, in dem die Verarbeitung Schritt für Schritt

gezeigt wird, gibt es auch eine Werksführung.

Termine:

14. und 15. März 2023

20. und 21. September 2023

Kosten: 125,00 € inkl. Verpflegung

Seminare zum qualifizierten nora Verleger

Zweitägiges Seminar mit Fokus auf die praktische Ausführung der

Verlegung und Verarbeitung von Kautschuk-Bodenbelägen. Angeleitet

von routinierten Werksverlegern üben die Verarbeiter, die

bereits Erfahrung in der Verlegung von Kautschukböden mitbringen

sollten, in lockerer und kollegialer Atmosphäre, Bahnen- und Fliesenware

sowie Formtreppen wirtschaftlich und fehlerfrei zu verlegen.

Behandelt werden auch die Verlegung auf unterschiedlichen

Untergründen und der Wandhochzug. Die Schnellverlegesysteme

nora nTx und nora dryfix bzw. nora dryfix ed sind ebenfalls Bestandteil

der Seminare. Eine Werksführung ist ebenfalls inkludiert.

Termine:

24. und 25. Mai 2023

14. und 15. November 2023

Kosten: 125,00 € inkl. Verpflegung

Seminare für Reinigungsverantwortliche und -dienstleister

nora Bodenbeläge verlassen das Werk in Weinheim als Premium-

Produkte. Damit sie auch im täglichen Einsatz auf Dauer gut aussehen

und auch speziellen Hygienerichtlinien entsprechen, ist eine

sachgerechte Reinigung von hoher Bedeutung. Bei diesem zweitägigen

Seminar demonstriert ein nora Anwendungstechniker verschiedene

Reinigungsverfahren und gibt Tipps zur Sanierung beschädigter

Oberflächen.

Termine:

19. und 20. April 2023

21. und 22. Juni 2023

11. und 12. Oktober 2023

Kosten: 85 € inkl. Verpflegung


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 47/52

Seminar „Sichere Automation“:

Austausch zu sicherer Bereichsüberwachung

- „Automation on Tour“

vor Ort – oder digital

„Automation on Tour“ kommt wieder vor Ort: Im Seminar „Sichere Automation“

begrüßt Pilz Maschinen- und Anlagenhersteller von März bis Juni 2023 an über

30 Standorten in Deutschland zu einem intensiven Austausch über die Möglichkeiten

der sicheren Bereichsüberwachung. (Foto: © Pilz GmbH & Co. KG)

Ab März 2023 startet das neue Programm des Pilz Seminarformats „Sichere

Automation“. An deutschlandweit über 30 Orten können sich Hersteller von

Maschinen und Anlagen kostenfrei über Sicherheitskonzepte für die Bereichsüberwachung

informieren. Die ergänzende Online-Eventreihe „Web compact“

aus der „Automation on Tour“-Reihe rückt in 2023 sicherheitstechnische Fragestellungen

von Maschinen- und Anlagenbetreibern in den Mittelpunkt.

Von März bis Juni 2023 begrüßt Pilz Maschinen- und Anlagenhersteller an über 30 Standorten

in Deutschland zu einem intensiven Austausch über die Möglichkeiten der sicheren

Bereichsüberwachung – seien es Sicherheitskonzepte mit Scanner, Lichtgitter oder Radar-

Sensorik. Experten von Pilz geben im Rahmen der Veranstaltung ihr Wissen zu aktuellen

Veränderungen im Bereich der Richtlinien und Normen weiter. Ebenfalls Teil des Programms:

Alles Wissenswerte zur neuen Maschinenverordnung.

Von der Theorie geht es dann in die Praxis: Gemeinsam mit den Experten von Pilz erarbeiten

die Teilnehmer live vor Ort eine Sicherheitslösung an einem gängigen Maschinenbeispiel.

Auch die Verifikation des Sicherheitskonzepts wird dabei detailliert betrachtet. Neu

im Seminar: Die Erörterung der wichtigsten „Do‘s and Don’ts“ im Bereich der berührungslos

wirkenden Schutzeinrichtungen. Die bisherige zweite Seminarreihe von Pilz „Sicherer

Betrieb von Maschinen und Anlagen“ wird 2024 und ab dann immer im Wechsel mit dem

Seminar „Sichere Automation“ fortgesetzt.

Digitale Ergänzung „Web Compact“

© Elmar Witt

Wer nicht vor Ort dabei sein kann und trotzdem in Sachen sichere Automation auf dem Laufenden

bleiben möchte, für den bietet Pilz mit dem Online-Format „Automation on Tour

– Web compact“ zwei Mal im Monat ein Web-Seminar zu einem aktuellen Thema an. Die

Themen reichen 2023 von der „sicheren Anwesenheitserkennung unter rauen Umgebungsbedingungen“

über die Frage, „was die neue Maschinenverordnung für Maschinenhersteller

und - betreiber bedeutet“, bis hin zur „Mitarbeiterschutz in der Produktion – Produktivität

und Sicherheit von Maschinen“. Im Vordergrund stehen auch hier der hohe Praxisbezug

und die Wissensvermittlung. Teilnehmer können 2023 erstmals vorab Fragen zum jeweiligen

Thema einreichen.

Pilz GmbH & Co. KG

D 73760 Ostfildern


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 48/52

Ohne qualifizierte Mitarbeiter

geht es nicht

Herausforderung Schulung

Fachtagung 2023 der

SRRT-SwissCCS mit

Generalversammlung

Energie und

Nachhaltigkeit –

Das ist im Fokus

Arbeiten im Reinraum Mikroskop

Reinräume stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter. Sie müssen Schutzkleidung

tragen und sich langsam bewegen, dürfen nicht viel sprechen, nicht essen,

nicht trinken, keinen Kaugummi kauen und sind idealerweise Nichtraucher.

Bärte, Make-up, Schmuck, Hautkrankheiten und offene Haare sind ebenfalls tabu.

Wie vermittelt man also seinen Mitarbeitern, dass sie durch ihr Verhalten die Umgebungsbedingungen,

die Prozesssicherheit und die Produktqualität im Reinraum

beeinflussen? Und wie vermittelt man dieses Wissen so, dass es nach 14 Tagen nicht

vergessen ist?

Eine Möglichkeit liegt darin, selbst Schulungsprogramme nach standardisierten

Abläufen aufzulegen. Voraussetzung dafür sind ausreichend Kapazitäten an fähigen

Trainern. Durch das Wiederholen in festen Abständen können die Schulungen zu

Hygiene, Verhalten und Herstellprozessen immer in gleicher Qualität durchgeführt

werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Mitarbeiter von professionellen

Wissensanbietern qualifizieren zu lassen. Dies kann vor allem dann nützlich sein,

wenn das Sprichwort zum Tragen kommt „der Prophet gilt nichts im eigenen Land“.

Anwender unterschätzen oft die einschränkenden Auswirkungen bei der Vermittlung

von Lerninhalten durch Führungskräfte alleine durch ihre Position bzw. Person.

Häufig werden diese Situationen beeinflusst von Konflikten, Arbeitsbelastungen

und zwischenmenschlichen Störungen.

Eine ernstgemeinte Talententwicklung gelingt, wenn die Maßnahmen ordentlich

dokumentiert, kontrolliert und analysiert werden. Die Erkenntnisse daraus liefern

eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Inhalt, Dauer und Maßnahmen. Und

bessere Ergebnisse.

Mit der Eröffnung des neuen Cleanroom Future Campus in Frankfurt am Main

starten folgende Veranstaltungen:

– Lehrgang zum Reinraum-Verantwortlichen mit Zertifikat: 21.-23. März 2023

– Tagesseminar Mindset Reinraum-Verhalten: 28. März 2023

– Tagesseminar Mindset Reinraum-Reinigung: 29. März 2023

Alle Informationen zu den Schulungsinhalten erhalten Sie unter Veranstaltungen

bei: www.cleanroomfuture.com

Cleanroom Future GmbH

Dieselstraße 5b

Telefon: +49 69 150 466 500

D 04683 Naunhof

Internet: http://www.cleanroomfuture.com

eMail: info@cleanroomfuture.com

„Energie und Nachhaltigkeit“ ist ein Thema, das

uns durch das ganze Jahr 2022 und darüber hinaus

begleiten wird. Es beeinflusst nicht nur die

Umwelt, sondern hat auch direkte Auswirkungen

auf die Wirtschaftlichkeit von Reinräumen.

Energieengpässe und steigende Preise führen

zu erhöhten Betriebskosten, die sich auf alle Beteiligten,

von Lieferanten bis hin zu Betreibern,

auswirken.

Um erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen

in der Reinraumbranche ihren Energieverbrauch

reduzieren und nachhaltige Lösungen

implementieren. Dazu gehört zum Beispiel

die Verwendung von erneuerbaren Energien,

die Optimierung von Prozessen und die Verwendung

von Energieeffizienz-Technologien.

Nur so können die Betriebskosten gesenkt und

gleichzeitig ein Beitrag zum Schutz der Umwelt

geleistet werden.

Dienstag, 14. März 2023, CH Lenzburg

Die Veranstaltung bietet inspirierende Vorträge

von Branchenexperten sowie Networking-Möglichkeiten

mit Gleichgesinnten, um die Teilnehmer

auf dem Laufenden mit den neuesten Trends und

Entwicklungen zu halten.

Die SRRT-SwissCCS Fachtagung bietet

eine optimale Gelegenheit für Personen in der

Reinraumtechnik und der Contamination Control

als Anwender, Planer, Hersteller oder Lieferanten,

sich mit neuesten Informationen und

Innovationen im Reinraum zu versorgen. Es ist

auch eine ideale Plattform, um Produkte und

Dienstleistungen einem Fachpublikum vorzustellen

und um sich untereinander besser kennenzulernen

und auszutauschen.

SRRT - Swiss CCS

Marktgasse 55

CH 3001 Bern

Telefon: +41 31 3267695 Telefax: +41 31 3267677

Mobilfunk: +41 79 4719319

eMail: werner.straub@swissccs.org

Internet: http://www.swissccs.org


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 49/52

Veranstaltungen

im Februar 2023

Datum: 14.02.2023

Webinar

Single-Use Disposables - What you need to know

- Live Online Training

Veranstaltungsort: Online

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

Datum: 14.02.2023 - 15.02.2023

Seminar

GMP-regulierte Reinräume

- Lufttechnische Messungen und Qualifizierung

Veranstaltungsort: Nürtingen

Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH

MEHR …

MEHR …

Datum: 16.02.2023

Training & Schulung

Tagestraining Basisschulung GMP

Veranstaltungsort: Leipzig

Veranstalter: ReinraumAkademie

Datum: 21.02.2023 - 22.02.2023

Webinar

Kostenreduzierung in der Fertigung

durch effiziente Reinigungsprozesse

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: BvL Oberflächentechnik GmbH

Datum: 22.02.2023

Seminar

Qualifizierung

Veranstaltungsort: Olten (CH)

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

MEHR …

MEHR …

Datum: 14.02.2023

Training & Schulung

Tagestraining Verhalten im Reinraum

Veranstaltungsort: Leipzig

Veranstalter: ReinraumAkademie

MEHR …

Datum: 23.02.2023

Webinar

Herstellung und Abweichungen

Veranstaltungsort: Unna

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 15.02.2023

Webinar

Fundamentals of Visual Inspection - Live Online Training

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 23.02.2023

Seminar

Validierung

Veranstaltungsort: Olten (CH)

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 15.02.2023

Webinar

Webinar: Quarantänehandling in der Pharma

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 23.02.2023

Seminar

Hygiene in der Praxis

Veranstaltungsort: Osnabrück

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 15.02.2023

Training & Schulung

Tagestraining Professionelle Reinraumreinigung

Veranstaltungsort: Leipzig

Veranstalter: ReinraumAkademie

MEHR …

Datum: 28.02.2023

Seminar

Annex 1 Online Seminar – Filtration und Sterilisation

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: ISPE - DACH

MEHR …

Veranstaltungen

im März 2023

Datum: 01.03.2023 - 02.03.2023

Seminar

GMP-gerechter Prozess-Transfer

Veranstaltungsort: Mannheim

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 01.03.2023

Seminar

Reinraum Hygiene Praxis

Veranstaltungsort: Zofingen (CH)

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

MEHR …

Datum: 01.03.2023

Webinar

Reinraum-Sprechstunde

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: Cleanroom Future

MEHR …


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 50/52

Veranstaltungen

im März 2023

Datum: 08.03.2023

Seminar

Validierung

Veranstaltungsort: Karlsruhe

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 02.03.2023

Webinar

Webinar: Qualitätsverträge mit Logistikdienstleistern

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 06.03.2023 - 10.03.2023

Training & Schulung

Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in

mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb. (IHK)

Veranstaltungsort: Krefeld

Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein

MEHR …

Datum: 07.03.2023 - 08.03.2023

Webinar

Hygienebeauftragte im GMP-Umfeld:

Betriebshygiene, Audits, Schulungen

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

Datum: 07.03.2023

Seminar

Qualifizierung

Veranstaltungsort: Karlsruhe

Veranstalter: PTS Training Service

Datum: 07.03.2023

Seminar

Neu- und Umbauten bei Pharmaprojekten

Veranstaltungsort: Unna

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

MEHR …

MEHR …

Datum: 07.03.2023

Training & Schulung

Tagestraining Reinraumkleidung mit Wäschereibesichtigung

Veranstaltungsort: Reutlingen

Veranstalter: ReinraumAkademie

MEHR …

Datum: 08.03.2023 - 10.03.2023

Webinar

Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie

(QV 16) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 08.03.2023

Seminar

Das Kalibrierzertifikat

Veranstaltungsort: Mörfelden-Walldorf

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

Datum: 08.03.2023

Seminar

Annex 1 Online Seminar – Filtration und Sterilisation

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: ISPE - DACH

Datum: 08.03.2023

Seminar

GAMP DACH Forum

Veranstaltungsort: Hannover

Veranstalter: ISPE - DACH

MEHR …

MEHR …

MEHR …

Datum: 09.03.2023 - 10.03.2023

Webinar

GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: Heidelberg

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 09.03.2023

Workshop

GMP-gerechte Kalibrierung

Veranstaltungsort: Mörfelden-Walldorf

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

Datum: 13.03.2023

Webinar

PTS Live: Remote Audits

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

Datum: 14.03.2023 - 15.03.2023

Seminar

Experte für GMP Auditing: Sicher Auditieren

Veranstaltungsort: Unna bei Dortmund

Veranstalter: PTS Training Service

Datum: 14.03.2023 - 15.03.2023

Webinar

Dampfsterilisatoren - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: Heidelberg

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

MEHR …

MEHR …

MEHR …

Datum: 08.03.2023

Webinar

Webinar: Verträge für Nicht-Juristen

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 14.03.2023

Seminar

Reinstwasser im GMP Umfeld

Veranstaltungsort: Aesch BL (CH)

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

MEHR …


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 51/52

Veranstaltungen

im März 2023

Datum: 14.03.2023 - 15.03.2023

Webinar

Pharma-Wasser - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: Heidelberg

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 20.03.2023 - 24.03.2023

Training & Schulung

Kalibriertage Thermodynamik:

Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

MEHR …

Datum: 14.03.2023 - 15.03.2023

Seminar

Root Cause Analysis, Fehlerursachenanalyse

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 23.03.2023

Seminar

Experte für Pharmazie

Veranstaltungsort: Unna bei Dortmund

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 14.03.2023

Webinar

Von der Risikobeurteilung zum Managen der Risiken

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 22.03.2023

Webinar

Isolator & Barriere-Technik (PT 33) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: Heidelberg

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 14.03.2023 - 15.03.2023

Seminar

Basis-Seminar zur Verlegung von Kautschukböden

Veranstaltungsort: Weinheim

Veranstalter: nora systems GmbH

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 22.03.2023

Workshop

Workshop Computervalidierung

Veranstaltungsort: Olten (CH)

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 15.03.2023

Webinar

Webinar: Cloud Computing

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 23.03.2023

Seminar

Lehrgang zum Reinraum-Verantwortlichen mit Zertifikat

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

Veranstalter: Cleanroom Future

MEHR …

Datum: 16.03.2023

Webinar

QA-Oversight in der Sterilproduktion (S 11) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: Heidelberg

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 16.03.2023

Seminar

Lieferantenqualifizierung

Veranstaltungsort: Unna bei Dortmund

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 23.03.2023

Webinar

Cleaning Validation AND Pre-Course Workshop: Impact of Annex 1

Revision on Cleaning Validation - Live Online Training

Veranstaltungsort: online

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 23.03.2023

Ohne qualifizierte Mitarbeiter geht es nicht

Veranstaltungsort: Frankfurt

Veranstalter: Cleanroom Future

MEHR …

Datum: 16.03.2023

Seminar

GAMP5 Second Edition

Veranstaltungsort: Olten (CH)

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 21.03.2023 - 23.03.2023

Workshop

GMP-Compliance: Grundlagen und Qualifizierung

Veranstaltungsort: Wien (A)

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

MEHR …

Datum: 20.03.2023

Webinar

Webinar: Leitung der Herstellung Aufgaben und Verantwortung

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 22.03.2023

Webinar

Infrastruktur Lieferantenqualifizierung

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …


www.reinraum.de

NEWSLETTER

www.cleanroom-online.com Ausgabe DE 02-2023 | Seite 52/52

Veranstaltungen

im März 2023

Datum: 23.03.2023

Workshop

Risikobasierte Qualifizierung

Veranstaltungsort: Wien (A)

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

MEHR …

Datum: 28.03.2023

Seminar

TAGESSEMINAR Mindset Cleanliness Reinraum-Verhalten

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

Veranstalter: Cleanroom Future

MEHR …

Datum: 24.03.2023 - 25.03.2023

Seminar

Aseptische Zubereitungsprozesse atoxischer Parenteralia

Veranstaltungsort: Elmshorn

Veranstalter: Berner International GmbH

MEHR …

Datum: 28.03.2023 - 29.03.2023

Kongress

PharmaCongress 2023, with PharmaTechnica Expo

Veranstaltungsort: Wiesbaden

Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

MEHR …

Datum: 24.03.2023

Webinar

Webinar: Grundlagen der Datenintegrität

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 29.03.2023 - 30.03.2023

Seminar

Reinraumtechnik und Reinraumpraxis

Veranstaltungsort: Bochum

Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH

MEHR …

Datum: 27.03.2023

Webinar

Webinar: Hygiene Grundprinzipien - Freebie

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 29.03.2023

Seminar

TAGESSEMINAR Mindset Cleanliness Reinraum-Reinigung

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

Veranstalter: Cleanroom Future

MEHR …

Datum: 28.03.2023 - 30.03.2023

Seminar

GMP-Auditing: Regelwerke, Ablauf und Kommunikation

Veranstaltungsort: Olten (CH)

Veranstalter: PTS Training Service

MEHR …

Datum: 30.03.2023

Seminar

Herstellung von hochaktiven sterilen Substanzen

Veranstaltungsort: Allschwil BL (CH)

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

MEHR …

Impressum:

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366

info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997

Originaltexte und Bilder:

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stehen in der Verantwortung des jeweiligen Autors. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung

der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine

Haftung. Dem Herausgeber ist das ausschließliche, räumliche, zeitliche und inhaltlich eingeschränkte Recht eingeräumt, den Beitrag in unveränderter

oder bearbeiteter Form für alle Zwecke beliebig oft zu nutzen oder Dritten zur Nutzung zu übertragen. Dieses Nutzungsrecht bezieht sich auf Print- und

elektrische Medien (Internet, Datenbanken, Datenträger aller Art).

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!