bunsenmagazin - Deutsche Bunsengesellschaft für Physikalische ...

bunsen.de

bunsenmagazin - Deutsche Bunsengesellschaft für Physikalische ...

BBPCAX 101 (8) 1083-1196 (1998)

ISSN 0005 – 9021

No. 2 – März 2002

2/2002

BUNSENMAGAZIN

DEUTSCHE BUNSEN-GESELLSCHAFT FÜR PHYSIKALISCHE CHEMIE

� Aspekte

Kern-und Elektronenspins als

strukturelle, dynamische und

kinetische Sonden

� Unterricht

Chemie studieren in Deutschland

� Tagungen

Programm der Bunsentagung

9–11 Mai 2002 in Potsdam


IMPRESSUM

Bunsen-Magazin

Heft 2, Jahrgang 4

Herausgeber:

Vorstand der Deutschen Bunsen-Gesellschaft

Hans-Jürgen Leuchs

Jürgen Troe

Wolfgang Grünbein

Kuratorium:

Helmut Baumgärtel

Dieter Distler

Gerhard Ertl

Friedrich Hensel

Heinz-Georg Wagner

Redaktion:

Peter C. Schmidt

Institut für Physikalische Chemie

Technische Universität Darmstadt

Petersenstr. 20

D-64287 Darmstadt

Tel.: 0 61 51/16 27 07

Fax: 0 61 51/16 60 15

E-Mail: bunsen@pc.chemie.tu-darmstadt.de

Geschäftsführer der

Deutschen Bunsen-Gesellschaft:

Dr. Heinz Behret

Varrentrappstr. 40–42

D-60486 Frankfurt

Tel.: 0 69/7 91 72 01

Fax: 0 69/7 91 74 50

E-Mail: h.behret@bunsen.de

Internet: http://www.bunsen.de

Technische Herstellung:

Brönners Druckerei Breidenstein GmbH

Brüningstraße 580

D-65929 Frankfurt am Main

Tel.: 0 69/26 00-1 00

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E-Mail: c.vey@broenner-umschau.de

Zum Titelbild:

Die linke Abbildung zeigt einen freien

Induktionsabfall mit dem nach Fourier-

Transformation erhaltenen Spektrum.

Wir danken Prof. J. P. Hornak (Univ. of

Rochester) für die freundliche Überlassung.

Siehe auch Referenz 49.

Inhaltsverzeichnis

Aspekte

Kern- und Elektronenspins als strukturelle,

dynamische und kinetische Sonden

Hellmut Eckert, Emil Roduner, Hans-Heinrich Limbach 22

Unterricht

Chemie studieren in Deutschland

Andrea Gruß 30

Bunsentagung 2002

Programm der 101. Hauptversammlung

Plenarvorträge und Fortschrittsberichte 37

Rahmenprogramm 38

Wichtige Hinweise; Termine: 15.03. und 02.04. 39

Wissenschaftliches Programm –

Kurzvorträge und Poster

Hauptthema: Kern- und Elektronenspins als

dynamische und kinetische Sonden 40

Chemie der Atmosphäre 41

Biophysikalische Chemie 41

Elektrochemie 42

Festkörper 42

Flüssigkeiten 43

Grenzflächen 43

Katalyse 44

Kinetik 45

Kolloidchemie 45

Makromoleküle 46

Spektroskopie 46

Technische Chemie 48

Theoretische Chemie 48

Thermodynamik 49

Industrie-Symposium:

„Industrielle Anwendungen der NMR:

Struktur und Dynamik“ 49

Tagungen

76th International Bunsen Discussion Meeting

„Global Phase Diagrams“

Thomas Kraska 50

Preise

Hans G. A. Hellmann-Preis für Theoretische Chemie 51

Leserbriefe 52

Nachrichten

Georg Hohlneicher zum 65. Geburtstag 53

Ankündigungen 55

Personalia 57

Veranstaltungen/Events 58

Verschiedenes 59

GDCh 60

Anzeigen U3

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 21


Aspekte

Kern- und Elektronenspins als strukturelle,

dynamische und kinetische Sonden

Hellmut Eckert, Institut für Physikalische Chemie, WWU Münster

Emil Roduner, Institut für Physikalische Chemie, Universität Stuttgart

Hans-Heinrich Limbach, Fakultät für Chemie, FU Berlin

Einleitung

Materialien fast jeder Art sind durchsetzt von Kernen, die einen

Spin und damit ein magnetisches Moment tragen. Während eines

guten halben Jahrhunderts ist es gelungen, mit der Kernspinresonanz

eine vielseitige experimentelle Methode zu entwickeln, welche es

erlaubt, diese Kerne selektiv anzusprechen und sie als Sonden zur

Aufklärung der lokalen Struktur sowie dynamischer Phänomene auf

den unterschiedlichsten Zeitskalen zu nutzen. Die NMR ist heute

nicht mehr wegzudenken aus dem Instrumentarium des chemischen

Synthetikers oder des Naturstoffchemikers bei ihrer Aufgabe, das

Verknüpfungsschema der Atome in kleinen und größeren Molekülen

zu bestimmen, ja sie wird in einer Variante, die oft NMR-Kristallographie

genannt wird, zur Strukturaufklärung von Biomolekülen

eingesetzt. Darüber hinaus ist sie zu einem Instrument der Materialwissenschaft

geworden, welches Ordnung und Inhomogenitäten

einer Probe räumlich abbilden kann. Im selben Sinn, bekannt als

Magnetic Resonance Imaging (MRI), ist sie auch in der Medizin

unentbehrlich als Ergänzung und unschädlicher Ersatz der Röntgenmethode

zur Abbildung und Unterscheidung von intaktem und

krankhaftem Gewebe.

In viel geringerem Maße als magnetische Kerne haben sich auch

ungepaarte Elektronenspins zu strukturellen und dynamischen Sonden

entwickelt. Freie Radikale werden oft photochemisch, strahlenchemisch

oder elektrochemisch erzeugt. Sie treten damit auch im lebenden

Organismus als Folge regulärer Stoffwechselvorgänge auf, sind

aber oft äußerst reaktiv und deshalb kurzlebige Zwischenprodukte.

Damit ist deren Konzentration um Größenordnungen kleiner als diejenige

magnetischer Kerne. Ein Glück, dass dafür das wesentlich

größere magnetische Moment zugunsten der Empfindlichkeit eingeht

und die Signale in detektierbarem Rahmen hält. In Festkörpern ist die

Lebensdauer durch die Fixierung der freien Radikale im Gitter enorm

verlängert, je nach Temperatur und Umgebung kann sie viele Jahre

betragen.

Neben den freien Radikalen, die als Bruchstücke stabiler Moleküle

betrachtet werden können, treten auch viele Übergangsmetallionen in

paramagnetischen Oxidationsstufen auf. Damit werden nicht nur

weitere biologische Proben wie etwa Metalloproteine sondern auch

anorganische Systeme, beispielsweise viele katalytisch aktive Materialien,

der Beobachtung zugänglich. Als Hochspinzustände sind solche

Prof. Dr. Hellmut Eckert, Westfälische-Wilhelms-Universität, Institut für Physikalische

Chemie, Schloßplatz 7, D-48149 Münster, Tel.: (02 51) 83-2 9161, Fax. (02 51) 83-2 9159,

E-Mail: eckerth@uni-muenster.de

Prof. Dr. Emil Roduner, Universität Stuttgart, Physikalisch-Chemisches Institut, Pfaffenwaldring 55,

D-70569 Stuttgart, Tel.: (07 11) 6 85-44 90, Fax. (07 11) 6 85-44 95, E-Mail: roduner@psi.ch

Prof. Dr. Hans-Heinrich Limbach, Freie Universität Berlin, Institut für Organische Chemie und

Instrumentelle Analytik, Takustr. 3, D-14195 Berlin, Tel.: (0 30) 8 38-53 75, Fax: (0 30) 8 38-53 10,

E-Mail: limbach@chemie.fu-berlin.de

Zentren aber problematisch, da sie oft zu breiten Linien Anlass geben

oder in konventionellen Spektrometern gar nicht angeregt werden

können.

In der Entwicklung der experimentellen Technik ist die Kernresonanz

der Elektronenspinresonanz fast in jeder Beziehung ein bis

zwei Jahrzehnte vorausgegangen, was sowohl mit der leichteren Verfügbarkeit

stabiler Proben als auch mit der im Bereich der Radiofrequenz

im Vergleich zu den Mikrowellen einfacheren Technologie

zusammenhängt. Prinzipiell sind die Entwicklungslinien – von ganz

spezifischen Unterschieden abgesehen – aber durchaus analog. So

sind heute auch in der ESR gepulste Methoden nicht mehr wegzudenken,

und die Verfügbarkeit hoher Magnetflussdichten ist für viele

Anwendungen der ESR ebenso ein limitierender Faktor wie in der

NMR.

Die Methoden der magnetischen Resonanz werden heute von

einer breiten Nutzergemeinde aus den Fachgebieten der Physik,

Chemie, Biologie, Medizin und Materialwissenschaft eingesetzt. Im

Thema der Bunsentagung 2001 stehen die Fragestellungen im Vordergrund,

denen insbesondere der Physikochemiker nachgeht.

Routineanwendungen, bildgebende Verfahren in der Medizin oder

Strukturaufklärung großer Moleküle stehen dabei nicht im Zentrum.

Vielmehr sind es grundlegende Fragen der Natur und der Dynamik

intermolekularer Wechselwirkungen, von Diffusion und Transport

sowie der Kinetik und dem Mechanismus chemischer Reaktionen. Es

ist gute Praxis der physikalischen Chemie, dass experimentelle

Untersuchungen auch theoretisch gestützt und damit nach Möglichkeit

quantitativ interpretiert werden. Gerade bezüglich eines fundierten

Verständnisses der Parameter der magnetischen Resonanz (Kopplungskonstanten,

chemische Verschiebungen, g-Tensoren) auf quantenchemischer

Basis sind im vergangen Jahrzehnt wichtige Fortschritte

erzielt worden.

Entwicklungen in der magnetischen Kernresonanz

Die Geburtsstunde der NMR – Spektroskopie schlug 1946, als

von zwei separaten Arbeitsgruppen erstmals über die Detektion der

1 H Kernresonanz in kondensierter Materie berichtet wurde (1, 2). Die

Forscher E. M. Purcell (Harvard University) und F. Bloch (Stanford

University) wurden 1952 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet,

für die Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden

zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern“. Die nachfolgende

Entdeckung, dass die Resonanzfrequenz der Kerne von

ihrer elektronischen Umgebung beeinflusst wird („chemische Verschiebung“)

(3, 4) erschloss der Methode das ungeheure Anwendungsfeld

der chemischen Strukturanalytik und führte zur raschen Entwicklung

kommerzieller NMR-Spektrometer bereits Anfang der

fünfziger Jahre. Getrieben vom Streben nach immer höherer Auflösung

und Detektionsempfindlichkeit hält die stürmische Weiterent-

22 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


wicklung der Messmethodik bis heute an. Ein wichtiger Meilenstein

auf diesem Weg war der Ersatz der bis Ende der Sechziger Jahre

verwendeten continuous-wave (cw) – Feld-sweep – Technik durch

die gepulste Anregung bei konstantem Feld. Mit nachfolgender

Fourier-Transformation des erhaltenen Zeitdomänensignals (des sog.

„Freien Induktionsabfalls“) kann das Messsignal so in einem Bruchteil

der benötigten Zeit erhalten werden (5). Des weiteren gestattet es

die gepulste Anregung, verschiedene Spin-Wechselwirkungen in

kondensierter Materie in gezielter Weise selektiv zu manipulieren

und auf diese Weise separat in ihrer zeitlichen Entwicklung zu verfolgen.

Ebenso können Spins verschiedener Resonanzfrequenzen

über ihre magnetischen Wechselwirkungen miteinander korreliert

werden. Diese Prinzipien der von R. R. Ernst Anfang der Siebziger

Jahre begründeten mehrdimensionalen NMR-Spektroskopie (6)

sind seitdem sowohl in ihren theoretischen Grundlagen als auch in

ihrer experimentellen Umsetzung konsequent weiterentwickelt worden

(7, 8). Im Jahre 1991 wurde R. R. Ernst 1991 mit dem Nobelpreis

für Chemie ausgezeichnet, „für seine Beiträge zur Entwicklung

der hochauflösenden Kernresonanz-Spektroskopie, einer

Methode zur Analyse von Molekülstrukturen“.

Ausschlaggebend für den raschen Durchbruch der gepulsten

FTNMR und für die seither erfolgte rasante Weiterentwicklung des

Arbeitsgebiets sind die zeitgleich erzielten Fortschritte in der

Computertechnologie und der digitalen Elektronik gewesen. Diese

ermöglichen heute die Implementierung komplexer Pulssequenzen

mit präzisem timing im Sub-Mikrosekundenbereich und eine rasche

Verarbeitung und effiziente Speicherung der anfallenden großen

Datenmengen. Der Einsatz supraleitender Magnete ab ca. 1970 führte

zu einer weiteren sprunghaften Verbesserung der Detektionsempfindlichkeit,

denn das Signal/Rausch-Verhältnis wächst etwa proportional

zu Bo 3/2 . Es verwundert daher nicht, dass die Entwicklung von

immer leistungsfähigeren supraleitenden permanenten Magneten von

Forschungsorganisationen und kommerziellen Firmen mit höchstem

Engagement betrieben wird. Hierbei ist bei der Verwendung supraleitender

Spulen das prinzipielle Hindernis durch grundlegende

Gesetze der Physik und die Eigenschaften des supraleitenden Materials

gegeben: die erzielbare Magnetflussdichte steigt linear mit der

Stromstärke an, die kritische Stromstärke, oberhalb derer die Supraleitung

zusammenbricht, sinkt jedoch mit steigender Magnetfeldstärke.

Derzeit beträgt die mit supraleitendem Nb3Sn erzielte maximale

Flussdichte 21.1 T, was einer 1 H- Resonanzfrequenz von 900 MHz

entspricht. Das erste kommerzielle 900 MHz-NMR- Spektrometer

wurde im Juni 2001 am Scripps Research Institute in San Diego

installiert (9). Abb. 1 gibt einen optischen Eindruck von den Dimensionen.

Mehrere weitere Geräte stehen weltweit vor der Auslieferung,

darunter auch an der Universität Frankfurt und der TU München.

Noch höhere Magnetfeldstärken lassen sich unter Einsatz resistiver

Spulen erzeugen, allerdings mit deutlich schlechterer Feldhomogenität.

Entsprechende Systeme sind im Grenoble High Magnetic

Field Laboratory (NMR bei 950 MHz) (10) und am National High

Magnetic Field Laboratory in Tallahassee (NMR bei 1066 MHz) (11)

gebaut worden. Die weltweit höchste für NMR-Zwecke genutzte

Magnetflussdichte (max. 45.1 T) wird von einem Hybrid-Magneten

erzeugt, der ebenfalls in Tallahassee entwickelt wurde: hier bauen

drei bei 1.8 K gekühlte konzentrische supraleitende Spulen eine

magnetische Induktion von 11.4 T auf. Im Innern dieses Spulensystems

befinden sich zusätzlich fünf wassergekühlte resistive Spulen,

Abb. 1. 900 MHz NMR- Spektrometer und Magnet.

Wir danken Bruker Biospin für die Überlassung des Bildes.

Aspekte

die bei einer Leistung von 30 MW die magnetische Induktion von

33.7 T erzeugen.

Das wichtigste Anwendungsgebiet der kommerziellen Hochfeldsysteme

(Protonenfrequenzen 750–900 MHz) ist die Strukturaufklärung

biologischer Makromoleküle. Für diese Untersuchungen ist

maximale spektroskopische Auflösung essentiell, welche nicht nur

durch die hohe Magnetflussdichte, sondern auch durch moderne

Techniken der Magnetfeldhomogenisierung und strikte Kontrolle der

Temperatur in der Probe gewährleistet wird. Durch kombinierten

Einsatz von mehrdimensionalen NMR-Verfahren ist es heute

möglich, die komplette dreidimensionale Struktur von Proteinen mit

Molmassen bis zu 50 kD zu bestimmen (12). Eine dramatische Verbesserung

des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses kann zusätzlich durch

Kühlen der Probenkopfelektronik mit flüssigem Helium erzielt

werden. Diese sog. Kryo-Probenköpfe werden in der Flüssigkeits-

NMR zunehmend Verwendung finden (13).

Während in flüssigen Proben unter optimalen Bedingungen Linienbreiten

von


Aspekte

c

Abb. 2. Neue 1 H-MAS-NMR–

Ergebnisse am Bilirubin:

a) 700-MHz-Spektrum bei 30 kHz

MAS-Rotationsfrequenz

b) 1 H-Doppelquantenspektrum für

den Ausschnitt des Spektrums, der

die Resonanzen der H-Brückenatome

zeigt.

c) H-Brückenstruktur des Bilirubins.

durch Einsatz spezieller mehrdimensionaler Multipulstechniken

überwunden werden, welche die selektive Messung von homo- und

heteronuklearen Dipol-Dipol-Kopplungen unter hochauflösenden

Bedingungen gestatten (8). Abb. 2. zeigt ein Anwendungsbeispiel:

Die intramolekulare H-Brückenbindungsstruktur des Bilirubins

resultiert in drei aufgelösten 1 H- Resonanzen bei chemischen Verschiebungen

von 9.0, 10.8 und 13.9 ppm (Abb.2a). Die Zuordnung

gelingt anhand einer Technik, welche die Dipolkopplung räumlich

benachbarter Protonen ausnutzt, um einen gekoppelten Spinübergang

beider Protonen anzuregen (Doppelquantenspektroskopie). So geht

aus dem 2-D Doppelquantenspektrum (Abb. 2.b) des Bilirubins

hervor, dass nur die Protonen bei 10.8 ppm mit zwei benachbarten

H-Brücken-Protonen dipolar koppeln; somit ist diese Resonanz dem

Lactam-N-H- Proton zuzuordnen. Anhand weiterführender Experimente

gelingt die exakte Bestimmung aller beteiligten H·····H-Abstände

in dieser Struktur (15). Die NMR-Spektroskopie ist insbesondere für

die Lokalisierung von H-Atomen von großer Wichtigkeit, da letztere

mit Röntgenbeugungsverfahren oft nicht sichtbar gemacht werden

können. Aus diesem Grund besitzt sie immense Bedeutung für das

Studium von H-Brückensystemen und von Wasserstoffaustauschprozessen

(16). Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld für Festkörper-

NMR-Methoden sind Gläser und Keramiken, in welchen die fehlende

Translationssymmetrie das Anwendungspotential für Beugungsverfahren

stark einschränkt (17). Ebenso ist die NMR-Spektroskopie

ideal geeignet für das Studium atomarer oder molekularer Bewegungsprozesse.

Durch die partielle Ausmittelung anisotroper Wechselwirkungsparameter

erzeugen diese Prozesse sehr charakteristische

Signalformen, die mit theoretisch berechneten Bewegungsmodellen

verglichen werden können (18). Durch Variation der Temperatur und

unter Zuhilfenahme komplementärer NMR-Messtechniken ist es

möglich, die Dynamik auf der Zeitskala von etwa 10 2 s bis 10 -9 s

quantitativ zu charakterisieren.

Ein relativ anwendungsnahes Einsatzfeld von Festkörper-NMR-

Methoden sind kinetische und mechanistische Studien von heterogen

katalysierten Reaktionen. Unter idealen Voraussetzungen sollen hierbei

natürlich die Bedingungen in einem Durchflussreaktor möglichst

realistisch reproduziert werden. Dies bedeutet hohe Temperaturen

und Drücke, die kontinuierliche (oder gepulste) Einführung des

Reagens und die stetige Abführung und sofortige Analytik der Reaktionsprodukte.

Außerdem ist eine hohe zeitliche Auflösung (< 500 ms)

erforderlich, um mechanistisch relevante Aussagen zu gewinnen.

Diese Anforderungen sind naturgemäß schwer vereinbar mit den

Bedingungen, unter denen hochaufgelöste Festkörper-NMR-Spektren

mit guter Qualität erhalten werden können. Nichtsdestotrotz wurde in

den letzten Jahren an der Universität Stuttgart ein entsprechendes

MAS-Probenkopf-Design für in-situ-Messungen entwickelt, das diesen

Anforderungen recht nahe kommt (19). Eine experimentell einfachere

Alternative, die möglicherweise die Reaktionsbedingungen

noch realistischer nachstellt und höhere Zeitauflösung ermöglicht,

sind ex-situ MAS-Untersuchungen an Proben, die in einem miniaturisierten

Durchflussreaktor extrem schnell abgeschreckt wurden (pulse

quench flow reactor) (20).

Die wohl kommerziell wichtigste Anwendung der NMR-Spektroskopie

ist die in den Siebziger Jahren begründete NMR-Mikroskopie

(21, 22). Mit Hilfe von magnetischen Feldgradienten gelingt die ortsselektive

Bestimmung von Spinkonzentrationen, NMR-Wechselwirkungsparametern

und/oder Relaxationszeiten, welche unter Einsatz

von Rasterungsverfahren eine räumliche Darstellung des untersuchten

Systems liefern. Wie in Abb. 3 gezeigt, eignet sich die Methode hervorragend

zur nicht-invasiven Darstellung von biologischem Gewebe.

Abb. 3. Typische Beispiele aus der NMR- Bildgebung am Menschen. Für

Bild a) danken wir Professor Bernhard Blümich (RWTH Aachen). Für

Bild b) danken wir Prof. J. P. Hornak (University of Rochester), Ref. 50.

Diese Anwendung hat sich heute zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel

in der Tumordiagnostik (NMR-Tomographie) entwickelt.

Sie wird auch im Rahmen der medizinischen Forschung zum in-vivo

Studium der Metabolitkonzentrationen von Stoffwechselprozessen

eingesetzt. Bildgebende Verfahren dienen ebenfalls zu Zwecken der

Materialprüfung und beim Studium von Diffusions- und Transportprozessen

in heterogenen Systemen (23). Wie weiter unten beschrieben

wird, hat die NMR–Mikroskopie in den vergangenen Jahren erheblich

von der Verwendung hyperpolarisierter Edelgase profitiert.

ESR – Spektroskopie

Die Elektronenspinresonanz wurde praktisch zeitgleich mit der

NMR-Spektroskopie entdeckt (24); die apparative Entwicklung profitierte

in den darauffolgenden Jahren erheblich von der kriegsbedingt

hochentwickelten Radartechnologie. Diese stellte verschiedene

Frequenzbänder bereit, von denen über Jahrzehnte hinaus vorwiegend

das X-Band (9.5 GHz, entsprechend einer magnetischen Induktion

von 0.35 T für g = 2) für die Spektroskopie genutzt wurde (siehe

Tabelle I).

24 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Tabelle I: Verwendete Frequenzbereiche und

Magnetflussdichten in der ESR- Spektroskopie

Bezeichnung ν(GHz) Bo (T) (g=2)

S-Band 2.7 – 3.7 0.1 – 0.14

X-Band 9.5 0.35

K-Band 24 0.86

Q-Band 35 1.25

V-Band 70 2.5

W-Band 95 3.4

D-Band 140 5.0

G-Band 180 6.45

FIR 360 12.9

680 24.4

Bis heute dominiert die continuous-wave-Aufnahmetechnik unter

Feldsweep und –modulation; alle kommerziell erhältlichen Spektrometer

arbeiten nach diesem Prinzip. Der spezifische Unterschied zur

NMR-Spektroskopie basiert auf den meist wesentlich breiteren ESR-

Spektren und den kurzen Relaxationszeiten, die besonders stringente

Anforderungen an die apparative Technik stellen. Zur effizienten

Anregung der Resonanz sind extrem kurze Mikrowellenpulse im

Nanosekundenbereich erforderlich; gleichzeitig muss zur Vermeidung

von Totzeitproblemen die Güte des Resonators deutlich gesenkt

werden. Als Folge geht in der Regel der Multiplex-Vorteil der Puls-

FT-Spektroskopie verloren. Nichtsdestotrotz werden gepulste

Methoden auch in der ESR-Spektroskopie bereits seit vielen Jahren

angewandt (25–27). Katalysiert durch die Entwicklung moderner

Spektrometerbauteile und -komponenten hat dieses Arbeitsgebiet in

den vergangenen 15 Jahren eine wahre Renaissance erlebt. Die vielfältigen

Möglichkeiten, Wechselwirkungen zu selektieren und

gezielt zu manipulieren, machen die gepulste ESR-Spektroskopie zu

einem sehr attraktiven Forschungsgebiet, das in zahlreichen Arbeitsgruppen

überwiegend an Eigenbau-Spektrometern verfolgt wird

(28, 29). Das Instrumentarium der mehrdimensionalen FT-ESR bietet

hierbei ganz analoge Möglichkeiten wie in der NMR-Spektroskopie.

So können beispielsweise Abstände zwischen ungepaarten Elektronen

anhand von orientierungs-selektiv bestimmten Dipol-Dipol-

Wechselwirkungen gemessen werden (ELDOR-Spektroskopie).

Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch gepulste Methoden, die

die Hyperfein-Wechselwirkung zwischen den ungepaarten Elektronen

und benachbarten Kernen nutzen. Diese Wechselwirkung führt zu

einer Modulation des Elektronenspinechos als Funktion der Echozeit

(ESEEM-Spektroskopie) und gestattet so die indirekte Bestimmung

von NMR-Parametern. Vergleichbare Informationen sind aus Kern-

Elektron-Doppelresonanzexperimenten (ENDOR) erhältlich; dieses

bereits in den Fünfziger Jahren auf cw-Basis etablierte Arbeitsgebiet

(30) hat in den letzten Jahren erheblich von der Entwicklung gepulster

Methoden profitiert (31). Ein attraktives neueres Arbeitsgebiet für

die Anwendung von ESEEM als auch ENDOR-Methoden sind

Untersuchungen von Struktur und Dynamik von Metalloproteinen

und zum Mechanismus der Photosynthese. Ähnlich wie in der NMR-

Spektroskopie bieten auch in der ESR höhere Magnetfeldstärken

prinzipiell größere Signalstärke und Auflösung. Darüber hinaus ist

bei Systemen mit S>1/2 und hoher Nullfeldaufspaltung ein starkes

Magnetfeld häufig die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Signal

Aspekte

detektiert werden kann. Obwohl diese Vorteile bereits in den Siebziger

Jahren demonstriert wurden (32), setzte der Trend zur Nutzung

höherer Magnetfeldstärken mit supraleitenden Magneten und Messfrequenzen

im W- und D-Band erst vor etwa einer Dekade ein.

Die Entwicklung eines kommerziellen 94 GHz-ESR-Spektrometers

basiert nicht zuletzt auf einer Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft,

die 1995 ein neues Schwerpunktsprogramm „Hochfeld-

EPR in Biologie, Chemie und Physik“ (SPP1051) ins Leben rief (33).

Insgesamt 31 deutsche Arbeitsgruppen aus den o. g. Fachgebieten

sind derzeit an diesem Programm beteiligt und bearbeiten vielfältige

Fragestellungen aus den Bio- und Materialwissenschaften. Ein

großer Vorteil der hohen Magnetfelder liegt in der höheren Auflösung

des g-Tensors. Diese hat sich als entscheidend erwiesen bei der Aufklärung

photosynthetischer Reaktionszentren (34). Abb. 4 zeigt einen

Abb. 4. ESR–Spektren des Mn 2+ -Proteinkomplexes p21-ras-Mn-GDP (34).

Der Multifrequenzvergleich verdeutlicht den Auflösungsvorteil bei höherem

Feld. Der untere Teil zeigt ein stimuliertes Ecksignal der selben Probe.

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 25


Aspekte

Multifrequenzvergleich von S-Band bis G-Band des Spektrums von

Mn 2+ in einem G-Proteinkomplex (p21ras-Mn-GDP). Durch die

Unterdrückung der Effekte höherer Ordnung im Hochfeld und die

resultierende bessere spektrale Auflösung ist es möglich, Hyperfeinkopplungen

( 17 O) der Liganden des Mn aufzulösen und damit spezifisch

die Ligandensphäre des Mn abzutasten, was bei gewöhnlichen

Feldstärken nicht möglich ist (35). Auch molekulare Spincluster sind

Hochspinsysteme mit komplexen Spektren, deren Interpretation oft

erst durch Messungen bei mehreren Frequenzen möglich ist. Neben

den Strukturen dieser Cluster ist hier das Quantentunneln der Magnetisierung

eine aktuelle Fragestellung.

Die höchsten innerhalb Deutschlands verfügbaren ESR-Frequenzen

liegen bei 180 GHz für gepulste ESR und ENDOR-Experimente

(Universität Frankfurt) und bei 360 GHz für continuous-wave-Spektroskopie

(FU Berlin). Während in den W-Band-Spektrometern noch

die übliche Mikrowellentechnologie verwendet werden kann, erfordern

höhere Frequenzen den Einsatz optischer Anregungs- und Detektionsmethoden

(36). So nutzt z. B. das bei 670 GHz operierende Spektrometer

am Grenoble High Field Magnet Laboratory einen resistiven

25 T Magneten und einen FIR-Laser als Anregungsquelle (37).

Empfindlichkeitsverbesserung durch

hyperpolarisierte Spins

Die mit der Orientierung der Spins im Magnetfeld verbundenen

Energien sind klein im Vergleich zu thermischen Energien. Die bei

Zimmertemperatur in heute verbreitet verfügbaren Magnetfeldern

durch Boltzmann-Population erreichbare Spinpolarisation liegt deshalb

lediglich in der Größenordnung von 10 -3 für Elektronen und von

10 -5 für Protonen. Die Signalgröße hängt direkt von der Polarisation

P ab, und die Messzeit sinkt bei einem vorgegebenen Signal-zu-

Rausch-Verhältnis quadratisch mit P. Wer sollte da nicht von Messungen

mit P=1 anstelle von 10 -5 träumen? In der Tat stehen ausgewählte

Kerne unterdessen hyperpolarisiert mit P=0.1-1 zur Verfügung. Es

sind dies die Edelgasisotope 129 Xe und 3 He, die ihre Polarisation durch

Spinaustausch mit optisch polarisierten Rubidiumatomen erhalten

(38). Zweitens sind es Atome und Ionen eines Atomstrahls, die durch

ein Stern-Gerlach-Experiment polarisiert selektiert und beispielsweise

im Fall von 8 Li über die β-NMR nachgewiesen werden (39).

Die maximale Polarisation von P=1 steht bei Myonen zur Verfügung,

die aus Gründen der Spinerhaltung beim Zerfall ihrer Vorläuferteilchen,

den Pionen, am Beschleuniger voll polarisiert entstehen. Ein

wesentlicher Vorteil liegt darin, dass diese Polarisation unabhängig

von der Temperatur und vom angelegten Magnetfeld – auch im Nullfeld

– zur Verfügung steht. Zwei Beispiele sollen hier die Arbeit mit

polarisierten Kernen illustrieren.

Positive Myonen (µ + ) sind Elementarteilchen mit Spin 1 ⁄2 und mit

einer Lebensdauer von 2 µs. Der Chemiker stellt sie sich am besten

als leichte Protonen mit einer Masse von 1/9 der Protonenmasse vor.

Die energetischen Teilchen werden in der experimentellen Probe

gestoppt. Je nach chemischer Umgebung fängt ein Teil der thermalisierten

Myonen ein Elektron ein, wobei sich Myonium (Mu ≡ µ + e – )

bildet, was chemisch gesehen ein leichtes Wasserstoffisotop ist, das

sich auch ganz analog verhält. Beispielsweise reagiert es mit ungesättigten

Molekülen durch Addition, wobei das Myon als voll polarisiertes

Spinlabel anstelle eines Protons im entstandenen Radikal eingebaut

ist. Über seine Spinentwicklung im lokalen Magnetfeld (Free

Induction Decay) liefert es Information über die Struktur des Radikals,

über seine Reorientierungsdynamik und über die Kinetik seiner

Reaktionen (40). Die Detektion des Signals verläuft dabei nicht über

eine resonante Energieabsorption in einem Resonator oder einer

Spule sondern in Analogie zur Single-Photonen-Fluoreszenz über

eine Einteilchen-Zähltechnik, welche das Zerfallspositron des Myons

nachweist. Diese Nachweistechnik führt zu einer erheblichen weiteren

Empfindlichkeitssteigerung, so dass je nach der gewählten Methode

zu jeder Zeit nur ein einziges oder wenige Myonen in der Probe vorhanden

sind. Bei diesen Konzentrationen sind Terminationsreaktionen

der Radikale vollständig unterdrückt. Die Abbildung 5 zeigt zwei

Spektren, die mit flüssigem Phenylethanol erhalten wurden.

Abb. 5. Myonenspektroskopie an flüssigem Phenylethanol im Transversalfeld

(unten) und als Avoided-Level-Crossing-Spektrum im Longitudinalfeld

(oben).

Die Signale werden den ortho-, meta- und para-Isomeren des Mu-

Addukts an den Ring zugeordnet. Das untere Bild zeigt ein Transversalfeldspektrum,

in dem die Linienpaare den ENDOR-Frequenzen

der Myonen im Radikal entsprechen, während im oberen Bild ein

Spektrum eines Field-Cycling Avoided-Level-Crossing Experiments

dargestellt ist. Jedes Spektrum entspricht etwa einer Stunde Messzeit.

Die Empfindlichkeit der Technik wird dadurch verdeutlicht, dass für

das untere Spektrum weniger als 10 7 Myonen benötigt werden.

Ein zweites Beispiel sei aus dem Bereich der biomedizinischen

NMR–Bildgebung beschrieben. Hier stellt die Darstellung der Lunge

eine besondere Herausforderung dar, da die 1 H Spindichte extrem

gering ist und die transversalen Relaxationszeiten generell sehr kurz

sind. Die Inhalation hyperpolarisierter Edelgase bildet somit einen

26 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Abb. 6. Experimenteller Aufbau zur Erzeugung hyperpolarisierter Edelgase

nach dem spin exchange optical pumping–Verfahren. Wir danken Dr.

Stefan Appelt (Forschungszentrum Jülich) für die Überlassung des Bildes.

eleganten Ansatz, das Empfindlichkeitsproblem der Protonenbildgebung

zu umgehen. Abb. 6 zeigt den experimentellen Aufbau zur

Erzeugung des hyperpolarisierten Gases, wie er erstmalig in der

Arbeitsgruppe von A. Pines (UC Berkeley) für NMR–Anwendungen

entwickelt wurde. Bei dem hier angewendeten Verfahren (spin

exchange optical pumping) wird zunächst der ns1/2 –> np1/2 –

Übergang von Alkalimetallatomen (normalerweise Rubidiumdampf;

Anregung bei 794.8 nm) angeregt. Verwendet man hierbei zirkular

polarisiertes Licht, so entsteht aufgrund der notwendigen Drehimpulserhaltung

nur einer der beiden möglichen Orientierungszustände

(m = 1 ⁄2 oder m = - 1 ⁄2, je nach Drehsinn der verwendeten Anregung).

Die Lebensdauer des angeregten optischen Zustands beträgt nur

10 -9 s, dies ist jedoch lange genug, um Kollisionen mit den Edelgasmolekülen,

die sich gemeinsam mit den Alkalimetallatomen in der

optischen Zelle befinden, zu gestatten. Bei der Kollision wird über

die Fermi-Kontakt-Wechselwirkung die Polarisation des Alkalimetallatoms

auf die des Edelgaskerns übertragen. Mit den relativ preiswerten

laser diode arrays (LDAs) für die optische Anregung können

heute Litermengen an hyperpolarisierten Edelgasen pro Stunde

erzeugt werden. Prinzipiell kann jedes Edelgasisotop, das einen

Kernspin trägt, verwendet werden. Die erreichbare Polarisation wird

aber entscheidend durch die Spin-Gitter-Relaxationszeiten der Kerne

begrenzt, deshalb bevorzugt man die spin-1/2-Isotope 3 He und 129 Xe,

mit denen Polarisationsgrade von bis zu 40% bzw. 20% erzielt worden

sind. Beide Isotope haben unterschiedliche Anwendungsfelder in der

medizinischen Bildgebung. Aufgrund seiner Löslichkeit in Körperflüssigkeiten

und Gewebe und seiner im Vergleich zu Helium langsameren

Diffusion ist hyperpolarisiertes 129 Xe das Isotop der Wahl

für die Angiographie und für Blutflussmessungen. Hier bietet die

Methode eine vielversprechende Alternative zur Verwendung radioaktiver

133 Xe-Tracer. Auch haben Pines und Mitarbeiter kürzlich

darüber berichtet, wie hyperpolarisiertes 129 Xe als Biosensor zur

Detektion spezifischer Biomoleküle in Körperflüssigkeiten einsetzbar

ist (41). Für die Bildgebung der Lunge bietet hingegen 3 He prinzipielle

Vorteile was sowohl die Nachweisempfindlichkeit als auch

die physiologische Verträglichkeit betrifft. Da ein einziger 90°-Puls

die Hyperpolarisation zerstören würde, wird das Signal generell mit

kleinen Flipwinkeln und kurzen Repetitionszeiten (fast low-angle

shot, FLASH) aufgenommen und mit den üblichen Gradientenmethoden

zur Bildgebung kombiniert. Abb. 7 zeigt eine Darstellung der

Meerschweinchenlunge in vivo während der Inhalation von hyperpolarisiertem

3 He (42). Eine typische klinische Anwendung am

Menschen ist die Identifizierung und Quantifizierung von Ventilationsdefekten

anhand ortselektiv gemessener Gasdichten.

Die Theorie hält mit

Aspekte

Theoretische Methoden wie Computersimulationen und ab-initio-

Berechnungen sind heute ein integraler Bestandteil der modernen

Forschung auf dem Gebiet der magnetischen Resonanz. Dies gilt für

das Design von neuen Experimenten, für die Analyse der erhaltenen

Daten, sowie in besonderem Maße für die strukturelle und dynamische

Interpretation der Wechselwirkungsparameter. In allen Bereichen

hat es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben.

Eine Übersicht über die derzeit verfügbaren Auswerte- und Simulationsprogramme

ist auf der spincore homepage zu finden (43).

Besonders hervorzuheben ist das Ende 2000 publizierte Simulationspaket

„SIMPSON“ (44), mit welchem komplexe mehrdimensionale

Festkörper-NMR-Experimente unter exakt denjenigen Messbedingungen

simuliert werden können, die am Spektrometer eingestellt wurden.

Dieses als freeware bereits seit über 2 Jahren über das internet verfügbare

Programm ist nicht nur für die Dateninterpretation, sondern

insbesondere auch für die Planung sinnvoller experimenteller NMR-

Strategien von unschätzbarem Wert. Dementsprechend hat SIMP-

SON die Forschung in zahlreichen Labors nachhaltig beeinflusst.

Enorme Fortschritte wurden im vergangenen Jahrzehnt auch im

Bereich der theoretischen Berechnung von Parametern der magnetischen

Resonanz gemacht. Als geeignete Alternative zu den sehr genauen,

aber rechenzeitintensiven Post-Hartree-Fock-Methoden (45)

wurden Dichtefunktionalmethoden entwickelt, die sich durch bessere

Skalierungseigenschaften mit der Größe der Systeme auszeichnen

und mit wesentlich kleinerem Aufwand zu erfreulich genauen und

stabilen Resultaten für die chemische Verschiebung und die Kern-

Kern-Kopplung führen, auch in Fällen, in denen beträchtliche Korrelationseffekte

zu erwarten sind (46). Besonders attraktiv sind DFT-

Abb. 7. Darstellung der Meerschweinchenlunge in vivo mit Hilfe von

hyperpolarisiertem 3 He-Gas (42); siehe Titelbild

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 27


Aspekte

Rechnungen für Schweratome, bei denen relativistische Effekte eine

Rolle spielen.

Bei paramagnetischen Systemen sind der Hyperfeinkopplungstensor

und der g-Tensor ähnlich aussagekräftige Größen zur Analyse der

Struktur wie die Kern-Kern-Kopplungen und die chemischen Verschiebungstensoren

diamagnetischer Moleküle. Über lange Zeit war

die Berechnung mit ab-initio-Methoden eine Glückssache, g-Tensoren

waren ein eigentliches Tabu. Mit der Entwicklung der DFT-

Methoden hat sich dies entscheidend geändert. Sowohl relativistische

Effekte als insbesondere auch die Spinpolarisation der Rumpf- und

der Valenzorbitale werden immer zuverlässiger vorhergesagt (47).

Auch die in der Katalyse und in der Biosphäre so wichtigen Übergangsmetallkomplexe

sind mittlerweile zugänglich. Die Theorie

führt damit zu einem detaillierten Verständnis der Balance der verschiedenen

Einflussgrößen, und sie wird immer mehr zu einer unerlässlichen

Stütze bei der Interpretation experimenteller Befunde.

Ausblick

Trotz der vorwiegend durch die apparative Technik vorgegebenen

Trennlinie in die Teilgebiete NMR und ESR, (die sich zeitweise auch

in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelten) hat sich das

gesamte Arbeitsfeld der magnetischen Resonanz über die Jahre einen

„sense of community“ erhalten, der sich z. B. darin widerspiegelt,

dass die Mehrzahl der Fachzeitschriften (Tabelle II) und internatio-

Tabelle II. Publikationsorgane zur

Magnetischen Resonanz

Titel Fokus Herausgeber

Concepts Magn. Lehre von John Wiley & Sons

Reson. Grundlagen

und Theorie

Magn. Reson. Rev. Übersichtsartikel Gordon & Breach

Prog. NMR Spectrosc. Elsevier

Ann. Rep. Magn. Reson. Academic Press

Bull Magn. Reson. Int. Society of Magn.

NMR; Basic Principles Reson

and Progress Springer

Advances Magn. Reson. Oxford

J. Magn. Reson. Methodik Theorie Academic Press

Appl. Magn. Reson. und Anwendungen Springer

J. Biomol. NMR Spezialgebiete Klüwer Acad. Publ.

J. Magn. Reson. Imag. John Wiley & Sons

Magn. Reson. Imag. Elsevier

Magn. Reson. Med. John Wiley & Sons

Magn. Reson. Chem. John Wiley & Sons

NMR in Biomedicine John Wiley& Sons

Solid State NMR Academic Press

nalen Fachtagungen gemeinsam genutzt werden. Innerhalb Deutschlands

bietet die Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie ein

effektives gemeinsames Forum für den Informationsaustausch und

die Koordination von Aktivitäten (48). Ein weltweites Forum ist die

spincore homepage (43), die auch Informationen über kommerzielle

Anbieter von Geräten, verfügbare Software-Pakete, Datenbanken,

bevorstehende Tagungen und workshops bereithält. Eine wichtige

Basis für die weitere Verbreitung und Weiterentwicklung des

Arbeitsgebiets „Magnetische Resonanz“ ist die effektive Lehre der

theoretischen Grundlagen und die Vermittlung neuer theoretischer

Konzepte. Hierfür gibt es heute zahlreiche exzellente Lehrbücher und

-Programme. Einen ausgezeichneten Einstieg in die Thematik bieten

die Tutorials „Basics of NMR“, (49) und „Basics of MRI“ (50). Hier

kann der Anfänger on-line den einführenden Text anhand von realtime

Grafiken nachvollziehen. Darüber hinausgehend widmet sich

die Zeitschrift Concepts in Magnetic Resonance explizit der Mission,

die mathematischen und physikalischen Grundlagen neuer

Techniken allgemeinverständlich darzustellen. Einen hervorragenden

Überblick über das in den ersten 50 Jahren NMR-Spektroskopie

angesammelte Wissen stellt das acht-bändige Werk „Encyclopedia

in NMR Spectroscopy“ bereit (51).

Mit dem Vorpreschen der NMR-Spektroskopie in den Gigahertzbereich

und dem breiten Erfolg von theoretischen Methoden zur Vorhersage

von Wechselwirkungsparametern kann für die Zukunft eine

weitere Konvergenz der Forschungsgebiete NMR und ESR vorhergesagt

werden. Neue Ideen und experimentelle Durchbrüche sowie

stetige Fortschritte in der apparativen Technik machen die magnetische

Resonanz ein nach wie vor spannendes Forschungsfeld aus

methodischer Sicht; hierdurch erschließen sich immer wieder neue,

interessante Anwendungsfelder. Somit ist vorauszusehen, dass auch

der hier veröffentlichte Beitrag – wenn auch zum Bedauern des Herausgebers

– binnen kurzer Frist überholt sein wird. Es steht fest, dass

die zweite Jahrhunderthälfte „Magnetische Resonanz“ einen weiteren

Aufschwung in den Anwendungen zum Studium immer komplexerer

Fragestellungen sehen wird, und dass es aber auch wieder jede

Menge Überraschungen geben wird.

Danksagung

Für die Bereitstellung von Bildmaterial und für wertvolle Informationen

danken wir den folgenden Kollegen und Organisationen:

Dr. Stefan Appelt (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr. Bernhard

Blümich (Universität Aachen), Bruker Biospin, Prof. Dr. Joseph

Hornak (University of Rochester), Dr. Johannes Janssen (Deutsche

Forschungsgemeinschaft), PD Dr. Harald E. Möller (Universität Leipzig),

Prof. Dr. Thomas Prisner (Universität Frankfurt), Dr. R.

Scheuermann (Universität Stuttgart), Prof. Dr. Hans-Wolfgang

Spiess (Max-Planck Institut für Polymerforschung, Mainz).

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Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 29


Unterricht

Chemie studieren in Deutschland

Klassisch, reformiert oder nach internationalen Standards

Andrea Gruß

Rund 16 Semester dauert ein Chemiestudium mit Promotion in

Deutschland. Acht Jahre, eine lange Zeit, in der sich nicht nur die

Situation am Arbeitsmarkt, sondern auch das Ziel eines jungen

Naturwissenschaftlers verändert. Immer mehr Abiturienten wünschen

sich verkürzte Studienzeiten und einen flexibleren Studiengang, der

sie optimal und abgestimmt auf ihre Neigungen für den späteren

Beruf vorbereitet.

„Ich will mich nur für drei Jahre festlegen“ oder „Ich möchte

nochmal etwas anderes ausprobieren können, ohne mein Studium

abzubrechen“ – gerade hoch motivierte und vielseitig interessierte

Schulabsolventen äußern diese Wünsche und entscheiden sich für

einen der reformierten Chemiestudiengänge.

Chemiestudenten in Deutschland haben die Qual der Wahl. Sie müssen

sich zwischen 58 Universitäten und drei Studienmodellen entscheiden.

Drei Wege zum Dr. rer. nat.

Derzeit können Abiturienten an 58 deutschen Universitäten und

Hochschulen ein Chemiestudium beginnen. Neben dem klassischen

Diplomstudiengang Chemie wird in Deutschland ein reformierter

Studiengang Chemie angeboten, der sich gemäß dem Würzburger

Modell in sechs Semester Grundstudium und ein viersemestriges

Schwerpunktstudium gliedert. Abschluss des Studiengangs ist das

Diplom. Darüber hinaus bieten einige Hochschulen ein Chemiestudium

mit „Bachelor of Science“ und „Master of Science“ als

Abschlüssen nach sechs beziehungsweise weiteren vier Semestern

an. Sowohl Master als auch Diplom berechtigen zur Aufnahme einer

Promotion, mit der noch immer über 90 Prozent des Chemikernachwuchses

die Universitätslaufbahn abschließen.

Dr. Andrea Gruß

Jahnstraße 53,

D-64285 Darmstadt

andrea.gruss@t-online.de

Semester

Grundstudium

Hauptstudium

Diplomarbeit

Master contra Diplom

Chemiestudiengänge

klassisch reformiert Bachelor/Master

Basisstudium

Schwerpunktstudium

+

Diplomarbeit

Basisstudium

mit Bachelorabschluss

Schwerpunktstudium

mit Masterabschluss

Möglich wurden Bachelor-/Masterstudiengänge durch das Hochschulrahmengesetz

von 1998. Es erlaubt die versuchsweise Einführung

dieser Studiengangvariante parallel zu den bisherigen

Diplomstudiengängen. Das neue, gestufte Chemiestudium orientiert

sich wie der reformierte Chemiestudiengang an den Würzburger

Empfehlungen aus dem Jahr 1996. Das Bachelorstudium konzentriert

den bislang achtsemestrigen Studienplan auf sechs Semester, in

dem es sich auf essentielle Lehrinhalte beschränkt. Die Vordiplomsprüfung

nach vier Semestern hat – im Gegensatz zu der des reformierten

Studiengangs – ihre Bedeutung verloren und wird durch

studienbegleitende Prüfungen ersetzt. Nach dem Bachelor hat der

Student mehrere Möglichkeiten: Er beginnt seine berufliche Laufbahn,

er spezialisiert sich auf ein Fachgebiet und arbeitet auf eine

Promotion hin oder er entscheidet sich für ein nicht-chemisches

Zusatzstudium über vier Semester, z.B. in Wirtschaftswissenschaften

oder Informatik. Die letzten beiden Varianten sind auch beim reformierten

Studiengang möglich. Wesentliche Unterschiede des Bachelor-/

Masterstudiengangs zum reformierten Chemiestudium sind die

Pflicht einer zweisprachigen Ausbildung, die kontinuierliche Bewertung

der Studienleistungen nach einem internationalen Kreditpunktesystem

sowie der berufsbefähigende Abschluss mit dem Bachelor.

Sowohl Master- als auch der reformierte Diplomstudiengang

Chemie haben den Nachteil gegenüber dem klassischen Chemiestudium,

dass sich die Regelstudienzeit von neun auf zehn Semester

erhöht. Einige Universitäten ermöglichen es daher besonders guten

Studenten, die eine Promotion anstreben, das letzte Semester des

Masterstudium zu überspringen oder sogar direkt nach dem Bachelor-

Abschluss zu promovieren. Dieses so genannte „Fast Track“-Verfahren

birgt jedoch ein gewisses Risiko für den Studenten: Bricht er

die Promotion ab, kann er keinen Masterabschluss nachweisen.

30 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002

4

6

10

Vergleich der Studiengänge


Ein Semester = 30 Kreditpunkte

Beim Bachelor-/Masterstudiengang werden die Studienleistungen

über die gesamte Studienzeit gemessen. Die Vergabe von Kreditpunkten

für Vorlesungen, Übungen, Praktika nach dem European

Credit Transfer System, kurz ECTS, ist nicht nur Voraussetzung für

die Zulassung zu Prüfungen, sondern dient zugleich der Anerkennung

von Studienleistungen zwischen Universitäten, und zwar über

die Grenzen Deutschlands hinaus. Am ECTS nehmen zurzeit etwa

145 Hochschulen in Europa teil. Es trägt zur Transparenz der Lehrpläne

und Studienleistungen bei.

Die Gesamtnote für den Bachelor- und Masterabschluss ergibt

sich aus dem Mittelwert der nach Modulen gewichteten Prüfungsleistungen.

Dies soll die Studierenden dazu motivieren, kontinuierlich

gute Leistungen anzustreben. „Es setzt jedoch auch eine stetige

Anwesenheit in den Vorlesungen voraus. Wer nicht im Hörsaal sitzt,

fällt durch“, sagt Prof. Temps.

Internationalisierung des Chemie-Studiums:

Prof. Hans-Heinrich Limbach, Mitglied der Unterrichtskommission:

„Im Gegensatz zu den Diplomstudiengängen gestatten

Bachelor-/Masterstudiengänge eine Internationalisierung des

Studiums, die seit 1997 vom DAAD und der Politik intensiv

gefördert wird um den Anteil an internationalen Studierenden

und deren Mobilität zu erhöhen. Wesentliche Komponente eines

internationalen Masterstudiengangs sind: (1) die Möglichkeit,

das Studium in englischer Sprache durchzuführen, (2) eine

große Freiheit bei der Auswahl der nach ECTS bewerteten

Lehrveranstaltungen und eine persönliche Schwerpunktbildung,

(3) ein hoher Anteil an Forschungspraktika und (4) eine Studienorganisation

mit studienbegleitenden Prüfungen. Dadurch wird

die Verantwortung für die eigene berufliche Zukunft gestärkt

und die Vorbereitungszeit für eine Promotion verkürzt. Seit dem

Wintersemester 1997/1998 ist an der Freien Universität Berlin

ein Doppelsprachiger Master-Studiengang Chemie erfolgreich

installiert, der seitdem um einen Bachelorstudiengang und ein

DAAD-gefördertes Promotionsprogramm erweitert wurde. Das

Notenspektrum ist bei den Bachelor-/Masterstudiengängen viel

breiter als bei den mündlichen Diplomprüfungen. Daher wird es

unserer Erfahrung nach eine Zeitlang brauchen, bis deutsche

Studierende bei einem parallelen Angebot von Bachelor-/Master

und Diplomstudiengängen die ersteren annehmen. Die besten

Studierenden schließen jedoch mit einem Bachelor ab und beginnen

sofort die Promotion, z. B. in England. Auf Dauer muss

sich eine Institution daher entweder für die eine oder die andere

Studienorganisation entscheiden. Der Erfolg eines internationalen

Studiengangs setzt eine sorgfältige Auswahl der ausländischen

Kandidaten voraus. Denn unsere Erfahrungen haben gezeigt,

dass viele von ihnen – auch wenn sie einen Bachelor vorweisen

– nicht immer genügend praktische und theoretische Kenntnisse

aufweisen, um am Masterprogramm erfolgreich teilzunehmen.

In diesem Fall müssen sie diese Kenntnisse nachträglich erwerben,

da die Qualität der Ausbildung Vorrang gegenüber der

Quantität hat.“

Das System der Kreditpunkte führt zu einer breiteren, homogenen

Verteilung im Notenspektrum als die konventionelle Diplomprüfungsordnung,

bei der sich die Prüfungen auf einen kurzen Zeitraum

zum Abschluss des Studiums konzentrieren. Die Notenspektren

sind nicht vergleichbar. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere

an Universitäten, welche die Studiengänge parallel anbieten und an

denen die Studierenden zu einem großen Teil die gleichen Vorlesungen

besuchen. Unklar ist auch, wie die späteren Arbeitgeber auf die

unterschiedliche Notengebung der Studiengänge reagieren. Sicher ein

Aspekt, der noch viele Jugendliche vor dem neuen, gestuften Studiengang

abschreckt. In Bochum wurde der Bachelor-/Masterstudiengang

parallel zum Diplomstudiengang angeboten: Zuletzt schrieben sich 60

Studenten für das Diplom- und 15 für das Bachelorstudium ein.

Wer gibt die Noten?

Unterricht

Das Konzept steht. Doch bezüglich der konkreten Abwicklung

des Bachelor-/Masterstudiengangs müssen noch viele Details geklärt

werden, zum Beispiel die Notengebung.

Im konventionellen Chemiestudium werden viele Leistungsnachweise

wie zum Beispiel praktikumsbegleitende Kolloquien von

Doktoranden oder Akademischen Räten abgenommen. Die Prüfungsergebnisse

gehen nicht oder nur zu geringem Anteil in die spätere

Diplomnote ein.

Anders beim Bachelor-/Masterstudiengang: Hier ist jede Einzelleistung

eine Prüfung, die zur Gesamtnote beiträgt. Laut Prüfungsordnung

müsste daher jede dieser Leistungen vom Hochschullehrer

selbst abgenommen werden. Dies wird sich jedoch aufgrund der

zahlreichen Tests nicht realisieren lassen. Rechtsstreitigkeiten mit

unzufriedenen Studenten sind vorprogrammiert. Dem muss durch

eine Reform der Prüfungsordnung vorgebeugt werden.

Bachelor-/Masterstudiengang –

das Chemiestudium der Zukunft?

Prof. Friedrich Temps von der Universität Kiel, Vorsitzender

Unterrichtskommission der Bunsen-Gesellschaft, sieht dies nicht

ohne Gefahr: „Wir stehen unter dem Druck etwas Bewährtes

aufzugeben, ohne dass wir das Neue ausprobiert haben. In der

Tat gibt es bislang – mit Ausnahmen der ausländischen Studenten

des Masterstudiengangs an der Freien Universität Berlin – noch

keine Absolventen des gestuften Studiengangs. Die Frage nach

der Akzeptanz am Arbeitsmarkt bleibt, nicht nur bezüglich des

Masterabschluss. De Jure ist auch der Bachelor ein berufsbefähigender

Abschluss. Ob er es aber in der Praxis auch sein kann,

daran habe ich große Zweifel. Wenn die Universität in Zukunft

Chemotechniker mit Bachelor-Abschluss ausbilden soll, dann

wird sie das ohne Zweifel tun. Aber dies wird nicht ohne fundamentale

Abstriche an Studieninhalten und an Methodik gehen.

Die Vermittlung grundlagenorientierten Wissens an Studierende,

die eine Promotion anstreben, und die viel stärker praktische

Ausbildung von Chemotechnikern in einem Bachelor-Studiengang

zu kombinieren, käme einer Quadratur des Kreises gleich.

Die Studierenden würden zu unterschiedliche Voraussetzungen

mitbringen.“

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 31


Unterricht

Lernen, aber richtig

Spätestens seit der Veröffentlichung der PISA-Studie (Programme

for International Student Assessment) wissen wir: Stumpfsinniges

Lernen ist out. Im deutschen Bildungssystem wird der Fachunterricht,

wie die Mathematik, durch das Lernen von Faktenwissen und

Fertigkeiten wie Prozeduren oder Schemata dominiert, während im

internationalen Vergleich das begriffliche Verstehen im Vordergrund

steht, besagt die Studie.

Kombiniertes Lernen, das Vermitteln von Zusammenhängen und

selbstständiges Bearbeiten von Projekten sollten wesentliche Ziele

eines jeden Studiums sein. Doch wie lässt sich dies fördern? Befürworter

des konventionellen Studiengangs nennen es als einen Vorteil

der konzentrierten Prüfungen zu Studienabschluss, dass die Absolventen

ein kohärentes praktisches und theoretisches Wissen in allen

Teilgebieten der Chemie und in den angrenzenden Gebieten verfügen.

Andere halten dies für nicht mehr zeitgemäß. Die Fülle des Stoffes

und die Spezialisierung führe dazu, dass die Studenten in kurzer Zeit

sich sehr viel Stoffwissen aneignen müssen und dabei interdisziplinäres

Denken in den Hintergrund tritt. Der parallele Unterricht und

die kontinuierlichen Zwischenprüfungen in verschiedenen Fachgebieten

würden dagegen ein kohärentes Denken fördern.

Der internationale Vergleich hinkt

Prof. Georg Hohlneicher, Mitglied der Unterrichtskommission:

„Nach wie vor bestehen erhebliche Vorbehalte gegenüber einer

flächendeckenden Einführung der Bachelor-/Masterstudiengänge.

Grund dafür ist weniger die Teilung des Studiums in ein 6semestriges

Basis- und ein 4-semestriges Schwerpunktstudium

als der Ersatz des Diploms durch den Master. Zum Einen lässt

sich der Master der Fachhochschulen nur schwer von dem der

Hochschule unterscheiden. Ein weiterer, noch wesentlicher

Grund ist das geringe Ansehen des Mastergrades in den USA.

Dort gilt der Master als Abschluss für Studenten, die das Doktorat

angestrebt, aber nicht geschafft haben. Das deutsche Diplom hingegen

genießt in den USA ein höheres Ansehen als der eigene

Master. Meiner Meinung nach sollte daher die Politik nicht auf

einem strikten Entweder-Oder zwischen Diplom und Bachelor/

Master bestehen. Eine einheitliche Aufteilung des Chemiestudiums

in 6 + 4 Semester, wobei optional das Basisstudium mit

dem Bachelor abgeschlossen werden kann, kommt der gewünschten

Flexibilisierung, Modularisierung und Internationalisierung

nach, ohne die anerkannten Qualitätsstandards des deutschen

Diploms aufzugeben.“

Nach dem Studium

Ein wesentliches Ziel der Studienreform ist es, die Jugendlichen

durch das Chemiestudium besser für ihre spätere Tätigkeit zu qualifizieren

und die Ausbildung stärker an den Bedürfnissen des Marktes

zu orientieren. Doch die können sich ändern: Beklagte die Industrie

Mitte der Neunziger noch die hohen Zahlen an promovierten Chemikern

und sprach sich für einen Abschluss ohne Promotion aus, könnten

es demnächst an guten Doktoranden aufgrund stark rückläufiger

Studentenzahlen mangeln.

Nahezu sicher ist, dass Absolventen neuer kombinierter Studiengänge

wie beispielsweise der Wirtschaftschemie ihren Weg machen

werden. Unklar dagegen ist, ob der Bachelor den direkten Eintritt ins

Berufsleben ermöglicht wie es die Kultusministerkonferenz vorsieht.

Gibt es tatsächlich einen Markt für diese Absolventen? Reicht die

Ausbildung über sechs Semester aus, um in der Industrie tätig zu

sein? Und wie wird ein Bachelor-Absolvent der Universität tariflich

eingeordnet, ist er einem Chemotechniker von der Fachhochschule

gleichzustellen? In Deutschland scheint kein Bedarf an zusätzlichen

Berufsqualifikationen zu bestehen. Die neuen Abschlüsse können

daher nur an die Stelle vorhandener treten.

Sieht man jedoch vom Bachelor als Notausstieg für Studienabbrecher

ab, kann er eine sinnvolle Ausgangsbasis für einen Masterstudiengang

in einer anderen Fachrichtung bilden und den Einstieg

von qualifizierten Bachelors aus dem Ausland erleichtern oder umgekehrt.

Weitere Beiträge zur Studienreform :

G. Hohlneicher, Bunsen-Magazin 6/2001, S. 153.

H. Dunken, Bunsen-Magazin 3/2001, S. 70.

G. Hohlneicher, Bunsen-Magazin 4/1999, S. 107.

32 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Bunsen-Gesellschaft fördert

Reformen und Qualität

Die Unterrichtskommission der Bunsen-

Gesellschaft für Physikalische Chemie

wirkt aktiv an der Neugestaltung des

Studiengangs Chemie in Deutschland mit.

Sie wird durch ihren Vorsitzenden in der

Studienreformkommission der GDCh vertreten.

Des Weiteren gehört die Bunsen-

Gesellschaft zu den Trägern der Akkreditierungsagentur

für die Studiengänge Chemie,

Biochemie und Chemieingenieurwesen,

kurz A-CBC. Aufgabe der Agentur ist die

Akkreditierung neu gegründeter Masterund

Bachelorstudiengänge in den genannten

Fachbereichen. Auf diese Weise soll

eine vergleichbare Qualität der Lehre im

Chemiestudium gewährleistet werden. Prof.

Georg Hohlneicher, von 1996 bis 2000

Vorsitzender der Unterrichtskommission,

vertritt diese im Vorstand der A-CBC.

Bildungspolitik ist Ländersache. Die

Umsetzung der Studienreform unterscheidet

sich daher von Bundesland zu Bundesland,

und dort von Hochschule zu Hochschule.

Die elf Mitglieder der Unterrichtskommission

beantworten Fragen zum Stand der

Studienreform in Ihrer Region.

Übersicht über laufende bzw. in Vorbereitung befindliche reformierte

Diplom- und Bachelor-/Master-Chemiestudiengänge an deutschen Hochschulen

1. Vorbemerkungen

Mitglieder der Unterrichtskommission

2002/2003

Prof. Dr. Helmut Bertagnolli

Universität Stuttgart,

Institut für Physikalische Chemie

Pfaffenwaldring 55

70569 Stuttgart

h.bertagnolli@ipc.uni-stuttgart.de

Prof. Dr. Alfred Blume

Universität Halle-Wittenberg,

Institut für Physikalische Chemie

Mühlpforte 1

06099 Halle

blume@chemie.uni-halle.de

Prof. Dr. Karl-Heinz Gericke

TU-Braunschweig,

Institut für Physikalische

und Theoretische Chemie

Hans-Sommer-Str. 10

38106 Braunschweig

k.gericke@tu-bs.de

Prof. Dr. Michael Grunze

Universität Heidelberg,

Lehrstuhl für Ang. Physikalische Chemie

Im Neuenheimer Feld 253

69120 Heidelberg

michael.grunze@urz.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Dietrich Haase

Freie Universität Berlin,

Institut für Chemie Physik.

und Theor. Chemie

Takustr. 3

14195 Berlin

haase@chemie.fu-berlin.de

Prof. Dr. Karl Kleinermanns

Universität Düsseldorf,

Institut für Physik. Chemie

und Elektrochemie

Universitätsstr.

40225 Düsseldorf

kleinermanns@uni-duesseldorf.de

Prof. Dr. Udo Kragl

Universität Rostock

Buchbinderstr. 9

18055 Rostock

udo.kragl@chemie.uni-rostock.de

Unterricht

Prof. Dr. Peter C. Schmidt

TU Darmstadt,

Institut für Physikalische Chemie

Petersenstr. 20

64287 Darmstadt

p.c.schmidt@pc.chemie.tu-darmstadt.de

Prof. Dr. Siegfried Schneider

Universität Erlangen,

Lehrstuhl für Physikalische Chemie I

Egerlandstr. 3

91058 Erlangen

schneider@chemie.uni-erlangen.de

Prof. Dr. Friedrich Temps

Universität Kiel,

Institut für Physikalische Chemie

Olshausenstr. 40

24098 Kiel

temps@phc.uni-kiel.de

Diese Übersicht stellt eine Momentaufnahme dar, basierend auf einer Umfrage der A-CBC vom Sommer 2001, die durch Recherchen

der Mitglieder der Unterrichtskommission aktualisiert wurde. Sie zeigt, dass Studienreformbemühungen an vielen Orten aktiv betrieben

werden. Soweit nicht gesondert angemerkt, werden überall Diplom-Chemiestudiengänge („klassisch“ oder „reformiert“) angeboten. Für

die hochschulspezifischen Angaben können in dieser Situation jedoch keine Garantien übernommen werden, da die Entwicklung in sehr

rascher Veränderung ist. So wurden von einigen Standorten widersprüchliche Angaben erhalten. Manche Spezialstudiengänge lassen sich

schwer in das grobe Tabellenraster einpassen.

Die Recherche der Unterrichtskommission zeigte, dass seit der A-CBC-Umfrage etliche BS/MS-Studiengänge hinzugekommen sind.

Vielerorts ist der rechtliche Rahmen aber immer noch sehr unklar. So werden z.B. in Sachsen keine reformierten Diplomstudiengänge

mehr genehmigt, weil eine generelle Umstellung auf das BS/MS-System angestrebt wird. Durch die hinzutretenden neuen BS/MS-

Studiengänge an Stelle der bisherigen klassischen Lehramtsstudiengänge wird das bislang schon komplexe Bild noch weiter kompliziert.

Es ist nur zu hoffen, dass die Rahmenbedingungen in diesem Jahr weitgehend etabliert werden. Wohin allerdings die Entwicklung bezüglich

Annahme der Studiengänge und vor allem Akzeptanz der Absolventen führt, ist überhaupt nicht absehbar.

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 33


Unterricht

2. Zusammenfassung

Chemische Studiengänge kein neuer Studiengang Diplom (reformiert) Bachelor*) Master*)

Universitäten 10 24 32 35

Fachhochschulen 4 6 5 4

*) meist (aber nicht immer) als konsekutiver Studiengang.

3. Ausführliche Tabellen

3.1 Universitäre Chemiestudiengänge*)

Hochschule RD BS MS Bemerkungen

TH Aachen x fremdsprachl. MS in Vorbereitung

U Bayreuth x Diplom-Chemie

x Polymer- und Kolloidchemie

FU Berlin x x BS/MS Chemie

x MS Polymer Science (mit HU Berlin und U Potsdam)

HU Berlin x MS Polymer Science (mit FU Berlin und U Potsdam)

TU Berlin x x

U Bielefeld kein neuer Studiengang

U Bochum x x Diplomstudiengang wird nicht mehr angeboten

U Bonn LA LA BS/MS als Ersatz für klass. Lehramts-Studiengänge

U Braunschweig x x außerdem Chemie-Promotionsstudiengang

U Bremen x

TU Clausthal x x

U Chemnitz x keine näheren Angaben

TU Darmstadt x x

U Dortmund x x MS Biological Chemistry, MS Material Science

TU Dresden x BS Chemie

x Diplom Chemieingenieurwesen

U Düsseldorf x x x Diplom- und BS/MS Chemie

x Wirtschaftschemie

U/GH Duisburg x x Molekulare Materialien

x x Wasserchemie

U Erlangen x x Molecular Science

x x Chemical Engineering; Chemie- und Bioingenieurwesen

U/GH Essen x x Zusammenlegung mit Duisburg

U Frankfurt x x

TU Freiberg x x

U Freiburg kein neuer Studiengang mit Diplom Äquivalenzbescheinigung zu MS

U Gießen x x

U Göttingen kein neuer Studiengang

U Greifswald kein bodenständiger Diplom-Chemiestudiengang

U Halle x x x

U Hamburg

U Hannover x x Chemie

x x BS/MS Life Sciences

34 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Hochschule RD BS MS Bemerkungen

U Heidelberg kein neuer Studiengang

U Jena x

U Kaiserslautern x Diplom-Chemie

x Wirtschaftschemie

Unterricht

U Karlsruhe kein neuer Studiengang zwei klassische Chemiestudiengänge („A“ und „B“)

U Kiel x Diplom-Chemie; BS per Äquivalenzbescheinigung

nach Basisstudium

x Wirtschaftschemie

U Köln x x BS als Äquivalenzbescheinigung nach Basisstudium

U Konstanz x MS Life Sciences geplant

U Leipzig x x reformierter Diplomstudiengang wurde nicht genehmigt

U Mainz x Diplom-Chemie

x Biomedizinische Chemie

x Chemistry of Materials

U Marburg kein neuer Studiengang MS als Äquivalenzbescheinigung zum Diplom

U München x x

TU München x x x

U Münster LA LA BS/MS als Ersatz für klass. Lehramts-Studiengänge

U Oldenburg x

U Osnabrück x x BS/MS Bioorganische Chemie;

(kein bodenständiger Diplom-Chemiestudiengang)

x x BS/MS Materialwissenschaften

U/GH Paderborn x x Diplomstudiengang wird nicht mehr angeboten.

U Potsdam x x

x MS Polymer Science (mit FU Berlin + HU Berlin)

U Regensburg x

U Rostock x

U Saarbrücken kein neuer Studiengang

U/GH Siegen x x Diplomstudiengang wird eingestellt.

BS/MS in Bau- und Werkstoffchemie, Mikro- und

Nanochemie, MS in International Graduate Studies

U Stuttgart kein neuer Studiengang

U Tübingen kein neuer Studiengang

U Ulm x Diplom-Chemie

x Diplom-Wirtschaftschemie

U Würzburg kein neuer Studiengang

U/GH Wuppertal x x x generelle Umstellung auf BS/MS vorgesehen

*) RD = Reformierter Diplomstudiengang, BS = Bachelor-Studiengang, MS = Master-Studiengang,

LA = neue BS/MS-Lehramtsstudiengänge (bislang nur in NRW). Bemerkungen: z.B. spezielle Studiengänge oder Abschlüsse.

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 35


Unterricht

3.2 Chemiestudiengänge an Fachhochschulen*)

Fachhochschule RD BS MS Bemerkungen

FH Aachen x Chemieingenieurwesen

FH Aalen kein neuer Studiengang

FH Anhalt kein neuer Studiengang

TFH Berlin Biotechnologie

FH Bonn-Rhein-Sieg x

FH Darmstadt Biotechnologie

HTW Dresden kein neuer Studiengang

FH Esslingen x x Farbe-Lack-Umwelt

FH Gelsenkirchen Biologie/Bioinformatik

FH Hamburg Biomedical Engineering, Bioprocess Engineering,

Environmental Engineering, Verfahrenstechnik

Europa FH Fresenius x Chemieingenieurwesen

FH Isny Pharmaceutical Analysis

FH Lausitz Biotechnologie

FH Lübeck x Chemieingenieurwesen

FH Mannheim x Biologische Chemie

FH Merseburg x Chemietechnik

FH Münster x x Chemical Engineering

FH Nürnberg kein neuer Studiengang

FH Oldenburg x Environmental Technology

FH Reutlingen x Chemistry with Marketing

x Biobased Materials

FH Zittau/Görlitz x x Chemie, Biotechnologie

*) RD = Reformierter Diplomstudiengang, BS = Bachelor-Studiengang, MS = Master-Studiengang,

LA = neue BS/MS-Lehramtsstudiengänge (bislang nur in NRW). Bemerkungen: z.B. spezielle Studiengänge oder Abschlüsse.

36 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Einladung zur 101. Hauptversammlung

der Deutschen Bunsen-Gesellschaft

für Physikalische Chemie e. V.

vom 9. bis 11. Mai 2002 in Potsdam

Hauptthema „Kern- und Elektronenspins als dynamische und kinetische Sonden“

Vorbereitet von H. Eckert (Münster), H. H. Limbach (Berlin), E. Roduner (Stuttgart)

mit Industrie-Symposium „Industrielle Anwendungen der NMR: Struktur und Dynamik“

Vorbereitet von R. Iden, R. Voelkel (Ludwigshafen)

Donnerstag, 9. Mai

10.00 Uhr Sitzung des Ständigen Ausschusses im Senatssaal der Universität Potsdam (gesonderte Einladung)

14.30 Uhr Sitzung der Unterrichtskommission (gesonderte Einladung)

15.45 Uhr Versammlung der Hochschullehrer der Physikalischen Chemie.

Alle Hochschullehrer sind herzlich eingeladen. Gäste sind willkommen.

17.00 Uhr Ordentliche Mitgliederversammlung im Auditorium Maximum, Haus 8, der Universität Potsdam.

19.00 Uhr Begrüßungsabend im Foyer des Auditorium Maximum der Universität Potsdam

Freitag, 10. Mai

08.30 Uhr Eröffnung der Hauptversammlung mit Verleihung des Nernst-Haber-Bodenstein-Preises,

der Walther-Nernst-Denkmünze und des Paul-Bunge-Preises im Auditorium Maximum

Plenarvorträge im Auditorium Maximum

10.30 – 11.15 Uhr H.-W. Spiess, Mainz: NMR und EPR – Untersuchungen zur Struktur und Dynamik von Polymeren

11.15 – 12.00 Uhr A. Pines, Berkeley: „Lighting UP“ Nuclear Magnetic Resonance and Magnetic Resonance Imaging

12.00 – 12.45 Uhr E. J. J. Groenen, Leiden: Spectroscopy and Microscopy at the Level of a Single Molecule

14.30 – 18.15 Uhr Kurzvorträge zum Hauptthema im Auditorium Maximum

Kurzvorträge zum Industriesymposium sowie zu den weiteren Themen in den Hörsälen A–D.

Die Hörsäle befinden sich in den Gebäuden 8 und 9 am Universitätskomplex I.

14.30 – 15.10 Uhr Fortschrittsbericht: A. Horsewill, Nottingham:

Magnetic Field-Cycling NMR Investigations of Molecular Tunnelling

16.30 – 17.10 Uhr Fortschrittsbericht: W. Lubitz, Mülheim:

EPR and ENDOR Studies of Radicals and Metal Centers in Biological Systems

18.15 – 22.00 Uhr Posterdiskussion: Die Ausstellung und Diskussion der Poster findet in der Oberen Mensa, Haus 12,

am Universitätskomplex I statt.

20.00 – 20.30 Uhr Abendvortrag: P. Brenni, Paul-Bunge-Preisträger, im Auditorium Maximum

Tagungen

Samstag, 11. Mai

08.30 – 12.30 Uhr und

14.00 – 17.45 Uhr Fortschrittsberichte und Kurzvorträge sowie Plenarvortrag zum Hauptthema im Auditorium

Maximum, Kurzvorträge zu den weiteren Themen in den Hörsälen A–D.

08.30 – 09.10 Uhr Fortschrittsbericht: B. Blümich, Aachen: Dynamische NMR als Sonde in der Verfahrenstechnik und

Qualitätskontrolle

10.30 – 11.10 Uhr Fortschrittsbericht: M. Kaupp, Würzburg: Fortschritte bei der quantenchemischen Berechnung von NMR

und ESR-Parametern

14.00 – 14.40 Uhr Fortschrittsbericht: K.-P. Dinse, Darmstadt: Atome in chemischen Käfigen als dynamische Sonden

17.00 – 17.45 Uhr Plenarvortrag: J. F. Haw, Los Angeles: Structure-Selectivity Relationships in Catalysis

20.00 Uhr Gesellschaftsabend im Saal der Ostdeutschen Sparkassenakademie in Potsdam

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 37


Tagungen

Rahmenprogramm

Donnerstag, 9. Mai

19.00 Uhr Begrüßungsabend im Foyer des Auditorium Maximum der Universität Potsdam

Freitag, 10. Mai

09.00 – 11.30 Uhr Park- und Schlossführung

Spaziergang durch die Parkanlagen des 18. Jahrhunderts in Sanssouci (mit Mühle, Weinbergterrassen,

Grabstätte Friedrich II., Großer Fontäne u.a.) sowie Besichtigung des Schlosses Sanssouci

Kosten pro Person: 12,50 Euro

Im Preis enthalten sind organisatorische Leistungen, Gästeführer und Eintritt für Schloss Sanssouci

Treffpunkt: Historische Mühle am Schloss Sanssouci (Führungsbeginn/Zeitvorgabe durch das Tourismusbüro)

Begrenzte Teilnehmerzahl

14.00 – 17.00 Uhr Stadtrundfahrt Potsdam mit Holländischem Viertel und Neuem Garten

Stadtrundfahrt mit dem Gästeführer durch das historische Potsdam mit Altem Markt/Nikolaikirche,

Barocker Neustadt, Stadttoren, Glienicker Brücke, Umfahrung der Parkanlage Sanssouci

Ausstieg am Holländischen Viertel

Dieser Stadtteil aus 134 holländischen Häusern ist über 250 Jahre alt und zeigt heute wieder seine ganze

Schönheit und Besonderheit.

Ausstieg am Schloss Cecilienhof mit kurzem Spaziergang im Neuen Garten

(englischer Landschaftsgarten am Heiligen See)

Kosten pro Person: 25,00 Euro

Im Preis enthalten sind organisatorische Leistungen, Gästeführer und die Busfahrt.

Treffpunkt: Am Luisenplatz

14.00 – 17.00 Uhr Stadtrundfahrt Potsdam mit Russischer Kolonie und Belvedere Pfingstberg

Stadtrundfahrt mit dem Gästeführer durch das historische Potsdam mit Altem Markt/Nikolaikirche,

Barocker Neustadt, Stadttoren, Glienicker Brücke, Umfahrung der Parkanlage Sanssouci

Ausstieg an der Russischen Kolonie „Alexandrowka“ sowie Spaziergang zum Belvedere auf dem Pfingstberg

(mit Aussichtsturm)

Kosten pro Person: 25,00 Euro

Im Preis enthalten sind organisatorische Leistungen, Gästeführer, Busfahrt und Eintritt für das Belvedere.

Treffpunkt: Am Luisenplatz

Samstag, 11. Mai Inselrundfahrt auf der Havel

10.30 – 14.30 Uhr Diese vierstündige Fahrt führt Sie durch das wald- und seenreiche Potsdamer Umland. Sie kommen am Schloss

Caputh, an Werder und Phöben vorbei, durchfahren den Sacrow-Paretzer-Kanal und die Glienicker Brücke.

Speisen und Getränke können Sie gern an Bord á la carte bestellen (nicht im Ticketpreis enthalten).

Ende der Schiffsrundfahrt am Anleger Lange Brücke in Potsdam.

Kosten pro Person: 15,00 Euro

Im Preis enthalten sind organisatorische Leistungen und das Ticket für die Schiffsrundfahrt

Treffpunkt: Beginn der Schiffsrundfahrt am Anleger Lange Brücke in Potsdam (befindet sich gegenüber des

Hauptbahnhofes von Potsdam, unmittelbar am Hochhausgebäude des Hotels Mercure).

20.00 Uhr Gesellschaftsabend im Saal der Ostdeutschen Sparkassenakademie in Potsdam

38 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Wichtige Hinweise für Tagungsteilnehmer

Anmeldungen zur Bunsentagung 2002 in Potsdam können vorzugsweise

online über http://www.uni-potsdam.de/bunsentagung/ oder

schriftlich mit beigefügtem Formular erfolgen. Nichtmitglieder

können die Anmeldeunterlagen bei der Geschäftsstelle der Deutschen

Bunsen-Gesellschaft, Varrentrappstr. 40–42, 60486 Frankfurt a. M.,

anfordern (Tel. 0 69/79 17-202, Fax: 0 69/79 17-200,

E-Mail: e.woehler@bunsen.de). Institute und Firmen werden gebeten,

für jeden Teilnehmer ein gesondertes Formular auszufüllen.

Anmeldeschluss ist der 2. April 2002

Bei Anmeldung nach dem 02.04.2002 erhöhen sich die Beiträge

für Mitglieder und Nichtmitglieder um 10 Euro und es muss damit

gerechnet werden, dass das Programmheft nicht mehr vor der

Tagung zugeschickt werden kann. Die Karten für die Einzelveranstaltungen

werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung

reserviert und liegen im Tagungsbüro bereit.

Abmeldungen können nur berücksichtigt werden, wenn sie mindestens

10 Tage vor Beginn der Tagung beim Ortsausschuss schriftlich,

z. Hd. Dr. M. Kumke, Institut für Physikalische und Theoretische

Chemie, Postfach 601553, 14415 Potsdam, eingegangen sind.

Informationen

Detaillierte Informationen über die Bunsentagung 2002, insbesondere

über den Tagungsort Potsdam, können im Internet

http://www.uni-potsdam.de/bunsentagung/ oder www. bunsen.de

abgerufen werden.

Zimmerreservierung

Die Zimmerreservierungen sind zu richten an die Exklusiv Tourismus

GmbH Potsdam, Bereich Tagungs-, Kongress- und Veranstaltungsdienst,

Burgstraße 30, 14467 Potsdam, Tel.: 03 31/620 11 50,

Fax.: 03 31/620 11 66, E-Mail: exklusiv@potsdam.de. Teilnehmer

der Bunsentagung können bei der Exklusiv Tourismus GmbH Potsdam

für eine Reihe von Hotels preisreduzierte Sonderkontingente

abrufen. Es wird empfohlen, die Zimmerreservierung bis spätestens

15.03.2002 vorzunehmen. Bei einer späteren Anmeldung kann die

Unterbringung in den im Internet beschriebenen Hotels nicht mehr

garantiert werden. Zusätzliche Hotelkapazität ist begrenzt.

Mittagessen

Am Freitag und Samstag besteht die Möglichkeit in der Mensa der

Universität am Mittagessen teilzunehmen. Angeboten werden

mindestens drei Wahlessen. Der Preis pro Gästeessen beträgt 4,60

Euro und muss in der Mensa entrichtet werden. In der näheren

Umgebung des Tagungsgeländes gibt es keine Gaststätten. Die Teilname

an der Mittagsversorgung wird deshalb empfohlen. Eine Voranmeldung

auf dem allgemeinen Anmeldeformular ist erforderlich.

Verkehr, Parkplätze

Die Tagungsgebäude Am Neuen Palais sind mit den Buslinien 605,

606, 695 und X5 vom Zentralen Busbahnhof (Hauptbahnhof) aus

erreichbar. Im Universitätsgelände können am Freitag (10.05.)

keine und am Samstag (11.05.) nur wenige Parkplätze reserviert

werden. Die Anzahl der freien und z. T. kostenpflichtigen Parkplätze

in unmittelbarer Umgebung des Neuen Palais ist leider

beschränkt. Abfahrt des letzten Busses Richtung Stadt: 21.07 Uhr

Tagungsbüro

Das Tagungsbüro befindet sich während der gesamten Tagung,

von Donnerstag, 9. Mai bis Samstag 11. Mai 2002, in der

Professorenmensa im Haus 8, gegenüber dem Bunsen-Café.

Informationen können Sie vor der Tagung erhalten über Dr. M.

Kumke, Tel.: 03 31-9 77 52 09, während der Tagung ist das

Tagungsbüro telefonisch unter 03 31-9 77 15 30 und per Fax unter

03 31-9 77 16 57 erreichbar.

Öffnungszeiten des Tagungsbüros:

Donnerstag, 9. Mai 15.00 – 19.00 Uhr

Freitag, 10. Mai 8.00 – 19.00 Uhr

Samstag, 11. Mai 8.00 – 17.00 Uhr

Die Stipendienkasse ist am Donnerstag von 15.00 bis 19.00 Uhr

und am Freitag von 10.30 bis 15.00 Uhr geöffnet. Sie bleibt

während der Mitgliederversammlung und der Eröffnungssitzung

geschlossen.

Konto Bunsentagung: Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam,

BLZ: 160 500 00, Konto-Nr.: 450 802 4144,

c/o Dr. M. Kumke, Verwendungszweck:

Bunsentagung 2002

Poster

Die für die Poster zur Verfügung stehenden Flächen (Breite: 90 cm;

Höhe: 120 cm) befinden sich in der Oberen Mensa, Haus 12.

Geeignetes Befestigungsmaterial für die Poster wird bereitgestellt,

anderes Befestigungsmaterial darf nicht verwendet werden.

Die Präsentation der Firmen und Verlage findet am Freitag und

Samstag ganztägig im Foyer des Auditorium Maximum, Haus 8,

statt.

Hauptthema

Kurzvorträge – Freitag

Tagungen

15.10 Uhr Robert Scheuermann, Ian M. Tucker, Herbert

Dilger, Bettina Beck, Emil Roduner, Stuttgart:

The Positive Muon as a Probe for Cosurfactant

Partitioning at Surfactant Bilayer/Water Interfaces

15.30 Uhr Klaus-Dieter Kreuer, Hans-Georg Herz, Michael

Schuster, Martin Schuster, Gunter Scharfenberger,

Wolfgang Meyer, Joachim Maier, Stuttgart:

Fully polymeric proton conducting systems

based on heterocycles as proton solvent: site

selective pulsed magnetic field gradient NMR

15.50 Uhr I. G. Shenderovich, Ph. Lorente, E. Gedat,

G. Buntkowsky, H.-H. Limbach, N. S. Golubev,

G. S. Denisov, A. Schreiber, G. Findenegg,

Berlin: NMR Studies of Hydrogen Bond and

Acid-Base Interactions of 15 N Labeled Pyridine

in Crystalline and Mesoporous Solids

17.10 Uhr Hans-Martin Vieth, Michael Onnen, Berlin:

Photo-CIDNP Untersuchungen von intramolekularen

Ladungstransfer-Reaktionen

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 39


Tagungen

17.30 Uhr Ulrich Heinen, Thomas Berthold, Eli Stavitski,

Tamar Galili, Haim Levanon, Michael R.

Wasielewski, Gerd Kothe, Freiburg: Radikalpaare

als kinetische Sonden in einem photosynthetischen

Modellsystem

17.50 Uhr Günter Grampp, Stephan Landgraf, Kenneth

Rasmussen, Martin Justinek, Graz: Kinetik und

Dynamik von Elektronentransferreaktionen

gemessen mit ESR- und MARY-Spektroskopie

Kurzvorträge – Samstag

09.10 Uhr Gunnar Jeschke, Mainz: Bestimmung von

Abstandsverteilungen im Nanometerbereich

mittels EPR-Methoden

09.30 Uhr Monika Schönhoff, Anders Larsson, Petra B.

Welzel, Dirk Kuckling, Potsdam: Thermoreversible

Polymers adsorbed to Colloidal

Silica: A 1H NMR Study of the Phase Transition

in Confined Geometry

09.50 Uhr Martin Goez, Rainer Heun, Halle: Radikalpaardynamik

in Gegenwart einer Coulombwechselwirkung

und in Mizellen

11.10 Uhr Michael Bühl, Frank T. Mauschick, Mühlheim

a. d. Ruhr: Dynamische Effekte auf Übergangsmetall-chemische

Verschiebungen

11.30 Uhr Prof. Dr. Klaus Müller, Stuttgart: Spin relaxation

in coupled systems: Theory and Application

for I = 1/2 and Quadrupolar Nuclei

11.50 Uhr Kay Saalwächter, Freiburg: Methyl Groups as

Dynamic NMR Probes: Chain Order of PDMS

in Inclusion Compounds and in the Bulk

12.10 Uhr Rüdiger-A. Eichel, Arthur Schweiger, Zürich:

Neue Konzepte zur Verbesserung der spektralen

Auflösung anisotroper EPR-Spektren

14.40 Uhr Lothar Dunsch, Peter Rapta, Dresden: Spins in

Fullerenen – eine spektroelektrochemische

Untersuchung

15.00 Uhr Gudrun Scholz, Reinhard Stösser, Andrea Zehl,

Jeannette Klein, Berlin: Atomarer Wasserstoff

als Spinsonde in thermisch und mechanisch

aktivierten Materialien

15.20 Uhr Sylvio Indris, Paul Heitjans, Hannover:

Li-Diffusion in nano- und mikrokristallinen

Li2O:B2O3-Kompositen

16.00 Uhr Hubert Koller, Martin Kalwei, Münster:

Fortschritte in der quantitativen Messung

heteronuklearer Dipolwechselwirkungen mit

Quadrupolkernen

16.20 Uhr B. Geil, O. Isfort, B. Boddenberg, D. E. Favre,

B. F. Chmelka, F. Fujara, Dortmund: Rotational

and Translational Dynamics of Benzene in NaY

16.40 Uhr J. Kanellopoulos, D. Freude, J. Kärger,

W. Schwieger, A. Unger, Leipzig: Festkörper-

NMR an dealuminierten ZSM-5-Zeolith

Poster

Christoph Boehme, Klaus Lips, Berlin: Spin-beat recombination

echoes as probes for charge-carrier recombination in semiconductors

Martin Sterrer, Oliver Diwald, Alexander L. Shluger, Erich Knözinger,

Wien (A): ESR-spektroskopische Untersuchung von Punktdefekten

auf der Oberfläche von MgO-Nanopartikeln

Frank Haarmann, H. Jacobs, J. Senker, B. Asmussen, C. Nöldeke,

Dresden: Translations- und Reorientierungsdynamik in Alkalimetallhydrogensulfiden,

MHS mit M = Na, K, Rb

Ying Qiao, Monika Schönhoff, Potsdam/Golm: 2H NMR investigations

of internal dynamics and structures of surfactant layers

adsorbed in porous silica

Michael Schuster, Klaus-Dieter Kreuer, Joachim Maier, Stuttgart:

Water and methanol transport in proton conducting polymer

membranes: a pulsed magnetic field gradient and electroosmotic

NMR study

Tilo Breyer, Friedrich W. Breitbarth, Wolfram Vogelsberger, Jena:

EPR-spektroskopische Untersuchungen zur Sol-Gel-Umwandlung

an modifizierten TEOS-Gelen

Ingo Schnell, Karena Thieme, Almut Rapp, Hans Wolfgang Spiess,

Mainz: Die Zusammenführung von Konzepten aus Festkörper- und

Hochauflösungs-NMR zur Untersuchung supramolekularer und

teilmobiler Materialien

Robert Graf, Michael Neidhöfer, Hans Wolfgang Spiess, Mainz:

Untersuchung topologischer Einflüsse auf die Kettendynamik

amorpher Polymere mittels 1H Doppelquanten NMR Methoden

Bernd Schwarz, Monika Schönhoff, Potsdam/Golm: Adsorption and

Hydration of Polyelectrolyte Multilayer systems monitored by

NMR T2 Relaxation of the solvent

Peter Jakes, Norbert Weiden, Armin Gembus, Rüdiger Eichel,

Klaus-Peter Dinse, Carola Meyer, Wolfgang Harneit, Alois Weidinger,

Darmstadt: Endohedrale Fullerene in flüssig-kristalliner Matrix

Stephanie Frantz, Matthias Wanner, Wolfgang Kaim, Hans-Jürgen

Kümmerer, Gert Denninger, Carole Duboc-Toia, Anne-Laure Barra,

Ilaria Ciofini, Martin Kaupp, Stuttgart: Multifrequency EPR studies

of transition metal radicals

F. Lendzian, M. Galander, G. Lassmann, W. Lubitz, M. Kolberg,

A. Gräslund, Berlin: EPR-Spektroskopie an intermediären Aminosäureradikalen

in Ribonukleotidreduktase

Stefanie Foerster, Marc Brecht, Matthias Stein, Thorsten Buhrke,

Yoshiki Higuchi, Bärbel Friedrich, Wolfgang Lubitz, Berlin:

Magnetic Resonance Spectroscopy as a Tool for Elucidation of an

Enzymatic Mechanism: The Hydrogen Cleavage by [NiFe]

Hydrogenases

Jan Tarabek, Peter Rapta, Andreas Petr, Lothar Dunsch, Dresden:

In situ ESR Spectroelectrochemistry on Electroactive Polymers

Stephan Landgraf, Martin Justinek, Günter Grampp, Graz:

Bestimmung der Geschwindigkeitskonstanten des Elektronenselbstaustausches

durch MARY-Spektroskopie

40 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


J. Manz, R. B. Gerber, O. Kühn, M. Niv, M. Schröder, Berlin:

Subpicosecond Spin-Flip Induced by the Photodissociation

Dynamics of Dihalogens in an Argon Matrix

Michael Maiwald, Holger Fischer, Klaus Albert, Hans Hasse,

Stuttgart: Quantitative Durchfluss-NMR-Spektroskopie im

Reaktions- und Prozess-Monitoring

Klaus Woelk, Heiko G. Niessen, Peter Trautner, Bonn: Toroid

cavity in situ NMR techniques for the investigation of fluid material

dynamics

Peter Blümler, Stephan Appelt, Robert Graf, Wolfgang Häsing,

Song-I Han, Manfred Hehn, Werner Heil, Ernst-Wilhelm Otten,

Jörg Schmiedeskamp, Hans-Wolgang Spiess, Mainz: Simultaneous

Imaging of Hyperpolarised 3He and 129Xe Peter Blümler, M. C. A. Brown, G. Dunn, N. Routley,

D. A. Verganelakis, M. J. D. Mallett, Mainz: New Devices for

Mobile NMR/MRI

Peter Blümler, Irene Vicente-Martin, Michael J. D. Mallett, Mainz:

NMR Imaging of pico-Tesla fields?

Chemie der Atmosphäre

Poster

Paolo Barzaghi, Hartmut Herrmann, Leipzig: Mechanistische und

kinetische Untersuchungen von OH/NO2/NO3 Radikalen mit

aromatischen Verbindungen in wässriger Phase

Arno F. Münster, Friedemann W. Schneider, Würzburg: Large

Ozone Fluctuations in the Troposphere may be caused by Internal

Stochastic Resonance

Sabine Seisel, Yu Lian, Maxim E. Trukhin, Reinhard Zellner,

Essen: Wechselwirkungen von H2O und D2O mit Modelloberflächen

atmosphärischer Aerosole

Biophysikalische Chemie

Kurzvorträge – Samstag

08.30 Uhr Harald Lesch, Josef Friedrich, Freising:

Denaturierungsexperimente an Cytochrom c:

Mikroskopische Effekte

08.50 Uhr Alexander N. Issanin, Walter Langel, Greifswald:

Simulation der Interkalierung von DNA

durch Platinphenantrolinderivate

09.10 Uhr Andreas Labahn, Oliver Hucke, Claudia

Schwarze, Giovanni Venturoli, Freiburg:

Struktur und Funktion des photosynthetischen

Apparates aerober photosynthetischer Bakterien

09.30 Uhr Giovanni Giacometti, Enrica Bordignon, Donatella

Carbonera, Marco Scarzello, Alberto Vianelli,

Padova (I): ODMR of intact membranes

from Chloroflexus aurantiacus. Evidence for

exciton interaction between the RC and the

B808-866 complex.

09.50 Uhr Patrick Garidel, Halle/Saale: Untersuchungen

zum Verständnis der molekularen Lipidorganisation

der Stratum Corneum Lipidbarriere

10.30 Uhr Alexander Wittemann, Björn Haupt, Matthias

Ballauff, Karlsruhe: Interaction of proteins with

spherical polyelectrolyte brushes

10.50 Uhr E. Maltseva, G. Brezesinski, H.

Möhwald, Golm: Interactions of synthetic

Amyloid β(1–40) peptide with phospholipids

11.10 Uhr Gerhard Gröbner, Marcus Bokvist, Fredrick

Lindström, Umeå: Association of Amyloid-beta

Peptide with membrane surfaces monitored by

solid state NMR

11.30 Uhr Torsten Fiebig, Evgeni Pandurski, Nicole

Amann, Hans-Achim Wagenknecht, Garching:

Femtosekundenspektroskopie an Pyren-markierten

DNA Basen: Elektroneninjektion und Protonentransfer

11.50 Uhr Johannes Herbst, Karsten Heyne, Rolf Diller,

Berlin: Untersuchung des photoinduzierten

Primärprozesses in Bakteriorhodopsin mittels

Femtosekunden-Infrarotspektroskopie

12.10 Uhr R. Plessow, K. Lotte, A. Brockhinke, Bielefeld:

Spektroskopische in vitro Untersuchung von

Proteinen

14.00 Uhr Sascha Fahsel, E.-M. Pospiech, M. Zein,

T. L. Hazlett, E. Gratton, R. Winter, Dortmund:

Modulation of Concentration Fluctuations in

Phase-Separated Lipid Membranes by Polypeptide

Insertion

14.20 Uhr A. Charvat, E. Lougovoi, M. Faubel, B. Abel,

Göttingen: Untersuchung von geladenen und

neutralen Wasser-Clustern von Biomolekülen,

Ionen, und organischen Molekülen mit hochauflösender

Massenspektrometrie

14.40 Uhr Andreas Kerth, Andreas Erbe, Margitta Dathe,

Alfred Blume, Halle/Saale: Secondary structure

of amphipathic model peptides at the air/water

interface and their binding to lipid monolayers

as studied by IRRAS.

15.00 Uhr C. Czeslik, G. Jackler, R. Steitz, Dortmund:

Einfluss der Temperatur auf die Adsorption von

Lysozym auf Siliziumoxid: Untersuchungen

mittels optischer und Neutronen-Reflektometrie

15.20 Uhr G. Buntkowsky, A. T. Petkova, R. Tycko,

Berlin: Solid State NMR Study of a Fragment

of the Alzheimer Peptide

Poster

Tagungen

Chad T. Hamik, Niklas Manz, Stefan C. Müller, Oliver Steinbock,

Magdeburg: Anomale Dispersion in der 1,4-Cyclohexandion-Belousov-Zhabotinsky-Reaktion

Marcus J. B. Hauser, Nico Fricke, Stefan C. Müller, Magdeburg:

Oszillationen des pH-Werts in einer Hemin-haltigen Reaktion

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 41


Tagungen

Pinaki R. Majhi, Alfred Blume; Halle/Saale: Temperature induced

micelle-vesicle transitions in DMPC-SDS-water mixtures studied

by ITC, DSC, DLS, and UV-Vis-spectroscopy.

S.Wen, H. Knoll, M. Helmstedt, Leipzig: Kinetic Probes in Bilayers

of Vesicles

A. Brun, I. Rico-Lattes, G. Brezesinski, Golm: Interactions between

phospholipids and new catanionic sugar surfactants having anti-

HIV1 activity

Petra Dittrich, Petra Schwille, Göttingen: Detektion und Sortierung

fluoreszenter Zellen und Teilchen in Mikrokanälen

Michael Meyer, Jürgen Sühnel, Hennigsdorf: Quantenchemische

Untersuchungen an Nucleinsäure-Quartetts

Heinz Herberhold, Roland Winter, Dortmund: Temperature- and

Pressure-Induced Unfolding of Ubiquitin – a Static and Kinetic

Fourier-Transform Infrared Spectroscopy Study

Joerg Matysik, Alia, Peter Gast, Hans J. van Gorkom, Johan

Lugtenburg, Arnold J. Hoff, Huub J.M. de Groot, Leiden (NL):

Funktionsweise natürlicher lichtgetriebener Elektronenpumpen

Marlene Handrea, Mario Sahre, Angela Neubauer, Uwe, B. Sleytr,

Wolfgang Kautek, Berlin: Nanoscale Bacterial Surface Layer

Protein Crystallization on Gold

Walter Langel, Lars Menken, Greifswald: Modelle zur Adsorption

von Aminosäuren auf Rutil

Elektrochemie

Kurzvorträge – Samstag

16.00 Uhr Derck Schlettwein, Torsten Oekermann, Dieter

Wöhrle, Tsukasa Yoshida, Takashi Sugiura,

Hideki Minoura, Oldenburg: Zeitaufgelöste

Photostrommessungen an elektrochemisch

abgeschiedenen Kompositfilmen aus Farbstoffen

mit ZnO

16.20 Uhr Florian Maier, Marc Riedel, Berthold Mantel,

Jürgen Ristein, Lothar Ley, Erlangen: Die Oberflächenleitfähigkeit

von hydriertem Diamant als

Ergebnis einer Elektronentransfer-Reaktion

unter atmosphärischen Bedingungen

16.40 Uhr Jana Zaumseil, Gerald Wagner, Rüdiger Szargan,

Leipzig: Elektrochemische und photoelektronenspektroskopische

Untersuchung zur

Abscheidung und Modifizierung von ZCIS-

Schichten

Poster

S. Hirzberger, K. Nagorny, Hamburg: Hatte Ridout recht?

C. A. Zell, W. Freyland, Karlsruhe: 2D- und 3D-Phasenbildung bei

der Elektrokristallisation von NixAl1-x und CoxAl1-x: Eine in situ

SPM-Studie

Marlene Handrea, Mario Sahre, Wolfgang Kautek, Berlin:

Nano-sized Cobalt Clusters on Gold and Graphite Electrodes

Norbert Weiher, Rudolf Cames, Karin Schubert, Klaus Christmann,

Sven L. M. Schroeder, Berlin: XPS- und TPD-Studien an elektrochemisch

erzeugten Oxidschichten auf polykristallinen Goldelektroden

M. Römer, T. Kurzenknabe, E. Oesterschulze, N. Nicoloso, Stuttgart:

Cantilever-type Microactuators based on Conducting Polymers

Festkörper

Kurzvorträge – Freitag

14.30 Uhr C. Wickleder, O. S. Wenger, K. Krämer,

H. U. Güdel, Köln: Upconversion in Tm(2+)

14.50 Uhr Dr. Thorsten Buhrmester, Prof. Dr. Manfred

Martin, Prof. Dr. Hartmut Fueß, Darmstadt:

XAS- und TEM Untersuchungen zur Nichtstöchiometrie

von Li1+xMn2O4.

15.10 Uhr Rudolf Winter, Edgar R van Hoek, Malcolm P

Coleman, Aled R Jones, Aberystwyth (UK):

Sinterverhalten nanoskaliger Natriumsilikat-

Glaskeramiken untersucht mit NMR, Diffraktion

und Kleinwinkelstreuung

15.30 Uhr Regina Rüffler, Matthias Meyer, Klaus

Nagorny, Hamburg: Untersuchungen zur

elektronischen Struktur und zum Oxidationsverhalten

des Olivins

15.50 Uhr Benjamin Kniep, Dirk Niemeier, Klaus Dieter

Becker, Braunschweig: Mössbauer in-situ

Untersuchungen zur Bildungskinetik von

Zementit, Fe3C

16.30 Uhr Michael Schroeder, Aachen: Transporteigenschaften

von keramischen Doppelschichtmembranen

für die Sauerstoffpermeation

16.50 Uhr Bernhard Roling, Christoph Martiny, Sevi

Murugavel, Frank Natrup, Hartmut Bracht,

M. D. Ingram, Münster: Platzwechseldynamik

beweglicher Ionen in Gläsern und Glaskeramiken:

Spektroskopische Untersuchungen und

Tracer-Diffusionsmessungen

17.10 Uhr Rotraut Merkle, Kazunari Sasaki, Joachim

Maier, Stuttgart: Defektchemie und Transporteigenschften

von YSZ: in-situ Untersuchung

mit ESR und optischer Spektroskopie

17.30 Uhr Cornelia Cramer, Bernhard Roling, Eva Ratai,

Münster : Scaling Properties of Spin-Lattice

Relaxation Rates in Ion-Conducting Materials

17.50 Uhr Michael Wark, Yücel Altindag, Andrei Jitianu,

Bremen: Gas sensing properties of SnO2 nanoparticles

embedded in the pores of non-structured

and structured nanoporous SiO2 matrices

Poster

D. E. Mack, S. Ebbinghaus, F. Haaß, E. Welter, Y.-K. Kim, H.-I.

Yoo, K. D. Becker, Braunschweig: In-situ Untersuchungen zum

elektronischen Ladungstransport in Eisenperowskiten

42 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Karsten Kömpe, Elmar Kühl, Klaus Nagorny, Hamburg:

Charakterisierung und Eigenschaften von Eisenzuständen auf

Kupfer und Silber

Xin GUO, Joachim Maier, Stuttgart: Ionic and Electronic Space

Charge Effects in Oxygen Ion Conductors

D. Wilmer, Münster: Computersimulationen und quasielastische

Neutronenstreuung an Rotorphasen

Andreas Heuer, Magnus Kunow, Michael Vogel, Radha Banhatti,

Münster: Ionendynamik in Alkalisilikaten mittels Molekulardynamik

Simulationen

Pascale Rudolph, Marianne Nofz, Wolfgang Kautek Berlin: ESR-

Untersuchungen von Barium-Alumo-Borosilikatglas nach Wechselwirkung

mit Ultrakurzpuls-Laserstrahlung

Leo van Wüllen, Stuttgart: 11 B-MQMAS- und 29 Si- 11 B-Doppelresonanz-NMR-Studien

zur Struktur binärer Borosilicatgläser

F. Marlow, W. Dong, Mülheim a.d. Ruhr: Modified Inverse Opals

and the Tuning of the Photonic Band Structure

Flüssigkeiten

Kurzvorträge – Samstag

08.30 Uhr J. Neuefeind, L. Soderholm, S. Skanthakumar,

Argonne, USA: Structural properties of uranylsulfate

and uranylnitrate solutions

08.50 Uhr R. Ludwig, M. Huelsekopf, Dortmund: Struktur

und Dynamik in assoziierten Flüssigkeiten

09.10 Uhr A. Dölle, J. H. Antony, D. Mertens, W. R. Carper,

Aachen: Molekulare Reorientierungsdynamik in

der ionischen Flüssigkeit [BMIM][PF 6 ]

09.30 Uhr Jens Oberbrodhage, Harald Morgner, Leipzig:

Untersuchungen zum System Benzylalkohol/

Formamid mittels Elektronenspektroskopie und

MD-Simulation

09.50 Uhr Wolffram Schröer, Monika Wagner, Olimpiu

Stanga, Bremen: Trikritisches Verhalten in

ionischen Lösungen?

15.00 Uhr Tanja Asthalter, Ilya Sergueev, Hermann Franz,

Stuttgart: Quasi- und inelastische Röntgenstreuung

an Mößbauer-Kernen: eine neue Methode

zur Untersuchung der mikroskopischen Dynamik

weicher Materie

15.20 Uhr Edme H. Hardy, Markus G. Müller, Hanspeter

Huber, Basel: Ab initio calculation of the deuterium

relaxation rate in liquid heavy water

Poster

Peter M. Tolstoy, Ilja G. Shenderovich, Nikolai S. Golubev, Gleb S.

Denisov, Hans-Heinrich Limbach, Berlin: NMR Investigation of the

Solvent Polarity Effect on the Proton Location in the Hydrogen

Bond

Sˇàrka Chràpavà, Richard Buchner, Werner Kunz, Regensburg:

Die Temperatur- und Konzentrationsabhängigkeit der dielektrischen

Relaxation von DMA/LiCl-Lösungen

Gudrun Ahn-Ercan, Hartmut Krienke, Regensburg: Monte Carlo

simulation of sodium chloride solutions in dioxane – water mixtures

R. Memmer, O. Fliegans, Regensburg: Monte Carlo simulation of

sodium chloride solutions in dioxane – water mixtures

Grenzflächen

Kurzvorträge – Freitag

Tagungen

14.30 Uhr Reinhard Denecke, Martin Kinne, Thomas

Fuhrmann, Caroline Whelan, Junfa Zhu,

Hans-Peter Steinrück, Erlangen: In-situ Untersuchungen

zu Adsorption und Reaktion einfacher

Moleküle auf Pt(111) mittels hochaufgelöster

Röntgenphotoelektronenspektroskopie

14.50 Uhr Karl-Heinz Ernst, Roman Fasel, Yvette Kuster,

Duebendorf (CH): Adsorption of chiral aromatic

hydrocarbons on metal surfaces

15.10 Uhr T. Risse, J. M. Isas, H. T. Haigler, W. L. Hubbell,

Berlin: Untersuchung der Struktur und

Dynamik von Proteinen auf planaren Oberflächen

mittels ESR Spektroskopie: Annexin

XII als Modellsystem

15.30 Uhr Jörg Rappich, Prosper Hartig, Thomas Dittrich,

Berlin: Electronic behaviour of organic dipoles

at p-Si(111) surfaces

15.50 Uhr Thomas Chassé, Jan-David Hecht, Frank Frost,

Karl-Heinz Hallmeier, Sergey Krasnikov, Lei

Zhang, Leipzig: Ionenstrahlgestützte Nitridbildung

an Oberflächen

16.30 Uhr J. Vogt, J. P. Toennies, F. Traeger, H. Weiss,

Hannover: Die Struktur physisorbierter Acetylen-

Mono- und Multischichten auf der KCl(100)-

Oberfläche

16.50 Uhr Andrei Turchanin, Werner Freyland, Detlef

Nattland, Karlsruhe: Two-Dimentional Freezing

in Liquid Alloys

17.10 Uhr Grazia Daminelli, Wolfgang Kautek, Berlin:

Interfacial Processes during Pulse Laser Ablation

of Oxides in Electrolytic Contact

17.30 Uhr K.-M. Schindler, A. Kindlein, Ch. Hagendorf,

H. Neddermeyer, Halle: Oberflächenphysikalische

Untersuchungen an polykristallinen

BaTiO3-Proben

17.50 Uhr Bernhard Kaiser, Bert Stegemann, Thorsten M.

Bernhardt, Klaus Rademann, Berlin: Sb4-Baustein

einer neuen Festkörpermodifikation des

Antimons?

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 43


Tagungen

Kurzvorträge – Samstag

14.00 Uhr Volker C. Weiss, Joseph O. Indekeu, Leuven

(B): Contact angle at the first-order transition in

sequential wetting

14.20 Uhr Gerhard Schwarz, Jiayun Zhang, Basel (CH):

Kettenlängenabhängigkeit der Verteilung von

Lipid zwischen Luft/Wasser Grenzfläche und

wässriger Subphase

14.40 Uhr Wolfram Vogelsberger, Jena: Betrachtungen zur

Homogenen Keimbildung eines Dampfes bei

Anwesenheit eines Inerten Trägergases

15.00 Uhr R. Tuckermann, H. K. Cammenga, S. Bauerecker,

B. Neidhart, Geesthacht: Verdampfungsprozesse

an akustisch levitierten Tropfen –

Einfluß von Monolayern

15.20 Uhr Dr. Cosima Stubenrauch, Dipl.-Chem. Judith

Schlarmann, Prof. Reinhard Strey, Köln:

Spaltdruckisothermen nichtionischer Tenside:

„ionisch-nichtionische“ Grenzflächen

Poster

Britta Redlich, Helmut Zacharias, Boris Sartakov, Gerard Meijer,

Gert von Helden, Nieuwegein (NL): Resonante infrarot-laserinduzierte

Desorption von Methan kondensiert an NaCl(100)

Richard Balog, Negib Hedhili, Martin Penno, Fabrice Bournel,

Michel Tronc, Roger Azria, Eugen Illenberger, Berlin: Modification

of Molecular Nanofilms by Low Energy Electrons

F. Traeger, J. G. Skofronick, J. P. Toennies, H. Weiss, Jülich:

Helium-Atomstrahlstreuung am Physisorbat H2/MgO(001)

Oliver Konrad, Timm Lankau, Hamburg: (H2O)3 auf einer

virtuellen Metalloberfläche: Das Wachstum des Bilayers

Gunther Andersson, Harald Morgner, Leipzig: Bestimmung der

molekularen Struktur von Flüssigkeitsoberflächen

Karifala Dumbuya, Klaus Christmann, Sven L. M. Schroeder,

Berlin: Wechselwirkung von Al mit Cr2O3(0001) und epitaktisches

Wachstum geordneter Al2O3-Filme

Bernhard Kaiser, Bert Stegemann, Thorsten M. Bernhardt,

Klaus Rademann, Berlin: STM-Untersuchungen zu Wachstum

und Struktur nanokristalliner AuSb2 Inseln

Bernhard Kaiser, Bert Stegemann, Klaus Rademann, Berlin:

Größenabhängige Kristallisation von Antimon-Nanopartikeln auf

HOPG

Liying Wang, Monika Schönhoff, Helmuth Möhwald,

Potsdam/Golm: Lipid monolayers coupled to polyelectrolytes:

Solvent-enhanced lateral diffusion and solvent-induced phase

coexistence

Armin Gölzhäuser, Thomas Felgenhauer, Berthold Völkel, Chun

Yan, Haitao Rong, Wolfgang Geyer, Manfred Buck, Heidelberg:

Modifikation von Elektrodenoberflächen mittels elektroneninduzierter

Strukturierung selbstaggregierender Monolagen

G. Brezesinski, F. Bringezu, B. Dobner, H. Möhwald, Golm:

Generic phase behavior of branched-chain phospholipid monolayers

M.-H. Ropers, G. Brezesinski, Golm: Comparison of the ordering

of a phospholipid in monolayers and multilamellar systems

Alexander M. Bittner, Mato Knez, Xiaochun Wu, Klaus Kern,

Martin Sumser, Christina Wege, Holger Jeske, Stuttgart:

Innen/außen: Cluster binden auf und in molekularen, biologischen

und strukturierten Templaten

Katalyse

Kurzvorträge – Samstag

08.30 Uhr M. Quintus, G. Bilger, G. Duesberg, S. Roth,

N. Nicoloso, Stuttgart: Carbon Nanotube/

(Pt, Ru)- Electrocatalysts

08.50 Uhr Martin Kunat, Stefanie Gil Girol, Uwe Burghaus,

Christof Wöll, Bochum: Die Wechselwirkung

von Wasserstoff mit Zinkoxid

09.10 Uhr Hans-Robert Volpp, Tal Pery, Michael G.

Schweitzer, Jürgen Wolfrum, Heidelberg: In

situ Untersuchungen zur Adsorption von Kohlenmonoxid

an Rhodium(111) mittels Summenfrequenzerzeugung

(SFG) im Druckbereich

10 -8 –1000 mbar

09.30 Uhr Marcus Bäumer, Norbert Magg, Javier B.

Giorgi, Hans-Joachim Freund, Berlin: Modellsysteme

heterogener Katalysatoren: Aluminiumoxidgeträgerte

Vanadiumoxidpartikel

09.50 Uhr Michael Gottfried, Sven L. M. Schroeder, Klaus

Christmann, Berlin: Chemisorption von Sauerstoff

auf einer Goldoberfläche

14.00 Uhr S. Wrabetz, R. Ahmad, A. Hahn, J. Melsheimer,

F. C. Jentoft, Berlin: Adsorption und Reaktion

von Alkanen an Zirconiumdioxidkatalysatoren

14.20 Uhr Markus Wolf, Cambridge, MA: Modelling the

CH4 combustion on PdO/Pd catalysts

14.40 Uhr Thomas Heine, Sailaja Krishnamurty, Annick

Goursot, Cambridge, MA: Understanding

precursor and intermediate species in zeolite

synthesis: How theory can complete experiment.

Poster

Y. Suchorski, J. Vogt, H. Weiss, Magdeburg: Die Feinabstimmung

der CO-Oxidation auf Platin mit Alkalimetall- und Erdalkalimetall-

Koadsorbaten

J. Libuda, J. Hoffmann, S. Schauermann, V. Johanek, J. Hartmann,

I. Meusel, H.-J. Freund, Berlin: Multi-Molekularstrahlexperimente

an Trägerkatalysatormodellen: Die Kinetik der Methanoloxidation

an oxidgetragenen Pd-Nanopartikeln

J. Langohr, R. Heinisch, F. Behrendt, Berlin: Oxidative Kopplung

von Methan zu höheren Kohlenwasserstoffen am Li/MgO

Sven L. M. Schroeder, Catharina Klanner, Elizabeth A. Willneff,

Simone Gieschler, Karen Lienkamp, Berlin: Chemical Vapour

Deposition of Gold during the Reaction of Hydrous Gold(III) Oxide

with Carbon Monoxide

44 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Sven L. M. Schroeder, Rolf Minkwitz, Elizabeth A. Willneff,

Berlin: In Situ Studies of the Influence of Calcination Conditions

on a Au/TiO2 (P25) Catalyst for the Low-Temperature Oxidation of

CO

Elizabeth A. Willneff, Catharina Klanner, Norbert Weiher, Claudia

Figulla-Kroschel, Martin Jansen, Sven L. M. Schroeder, Stuttgart:

Thermal Stability and Decomposition Kinetics of Crystalline

Gold(III) Oxide and Disordered Gold(III) Oxides/Hydroxides

F. C. Jentoft, A. Hahn, C. Häßner, R. E. Jentoft, K. Köhler,

J. Kröhnert, T. Ressler, U. Wild, Berlin: Charakterisierung promotierter

Zirconiumdioxidkatalysatoren

T. Risse, J. Schmidt, H. Hamann, H.-J. Freund, Berlin:

Charakterisierung eines Ziegler-Natta Modellkatalysators zur

Ethenpolymerisierung

E. Fischer Rivera, Th. Haase, B. Atakan, K. Kohse-Höinghaus,

Bielefeld: Untersuchungen zum Zerfall von Co(acac)2 und zur

Abscheidung von katalytisch aktiven Co3O4-Schichten aus der

Gasphase (CVD)

V. Radha Rani, M. Radhakishen, S. J. Kulkarni, K.V. Raghavan,

Dortmund: Synthesis and catalytic activity of Calix[4] pyrrole over

modified molecular sieves

Kinetik

Kurzvorträge – Samstag

10.30 Uhr Martin K. Beyer, Brigitte S. Fox, Iulia Balteanu,

O. Petru Balaj, Haichuan Liu, Vladimir E.

Bondybey, Garching: Kinetik konkurrierender

Intraclusterreaktionen am Beispiel hydratisierter

Vanadiumionen V(H2O)n +

10.50 Uhr Michael Hofstätter, Burak Atakan, Bielefeld:

Experimente zur Silizium-Dampfphasenabscheidung

(CVD) aus Silan mit hohen Wachstumsraten

11.10 Uhr Marcus Malow, Felix Güthe, Karl-Michael

Weitzel, Berlin: Die Analytik von Struktur-

Isotopomeren – eine neue Methode zur Unterscheidung

von CH3-CD3 und CH2D-CHD2

11.30 Uhr Attila Kuczmann, Falk Renth, Jens Riedel, Jie

Wei, Friedrich Temps, Kiel: Korrelierte Produktzustandsverteilungen

bei der Photodissoziation

von CH3ONO (S1) und (S2) mittels Ion

Imaging

11.50 Uhr B. R. Giri, H. Hippler, M. Olzmann,

A. N. Unterreiner, Karlsruhe: Untersuchungen

zur Kinetik des Propargylradikals mit Hilfe

zeitaufgelöster UV-Absorptionsmessungen

12.10 Uhr Thomas Zeuch, Walter Hack, Karlheinz Hoyermann,

Matthias Olzmann, Göttingen: Die Reaktionen

der Radikale 1-C3H7 und 2-C3H7 mit

O-Atomen: Mechanismus, Geschwindigkeit und

unimolekularer Zerfall der Propoxyradikale

16.00 Uhr Andreas Donati, Hartmut Herrmann, Leipzig:

Kinetische Untersuchungen von halogenhaltigen

Radikalen in wässriger Phase

16.20 Uhr M. Kling, Bernd Abel, J. Aßmann, M. Buback,

C. Grimm, R. Oswald, S. Schmatz, J. Schroeder,

T. Witte, Göttingen: Experimentelle und

Theoretische Untersuchungen zur Ultrakurzzeitdynamik

der Decarboxylierung in Organischen

Peroxiden

16.40 Uhr Peter Vöhringer, Kathrin Winkler, Jörg Lindner,

Donald Ouw, Göttingen: Ultraschnelle, lichtinduzierte

Primärprozesse im elektronisch

angeregten Zustand des grünfluoreszierenden

Proteins

Poster

Jie Wei, Attila Kuczmann, Carmen Tesch, Arne Troellsch,

Friedrich Temps, Kiel: Mixing between Highly Excited Resonance

States of DCO (X 2 A'): The Effect of the K-Rotor

Christian Schröder, Günter Käb, Dirk Schwarzer, Göttingen:

Intra- und intermolekularer Schwingungsenergietransfer von CH2I2

in kondensierter Phase

Almuth Läuter, Hans-Robert Volpp, Heidelberg: Experimentelle

Bestimmung der Schwellenenergie und der Anregungsfunktion der

Wasserstoffisotopenaustauschreaktion H + DCl –> HCl + D

Stephan Landgraf, Günter Grampp, Dana Sabou, Dana Dvoranova,

Graz: Anwendung der Marcus-Kreuzkorrelation auf gemischt anorganisch-organische

Redoxpaare

W. Mikosch, M. Hamza, E. Rühl, Osnabrück: Thermodynamik und

Nukleation einzelner, übersättigter Elektrolytlösungströpfchen

Kristina Iland, Judith Wöl, Reinhard Strey, Köln: Keimbildungsraten

im internationalen Vergleich

B. Rathke, M. Schwan, T. Foster, H. Baumgartl, R. Strey, Köln:

Progress in Bubble Nucleation: Measurements of Nucleation Rates

of CO2 in Hexadecane

Michael Kamphus, Ning-Ning Liu, Burak Atakan, Bielefeld:

Temperaturmessungen in einem aus Niederdruckflammen

entnommenen Molekularstrahl

Kawon Oum, Klaus Luther, Göttingen: Observation of complex

pressure dependence in radical association reactions

T. Lenzer, H. Frerichs, M. Hollerbach, A. Keßler, K. Luther,

A. Takahara, Göttingen: Substituenteneffekte beim intermolekularen

Stoßenergietransfer hoch schwingungsangeregter Moleküle

T. Knöppel, S. Köhler, U. Wachsmuth, B. Abel, Göttingen:

Substituenteneffekte beim intermolekularen Stoßenergietransfer

hoch schwingungsangeregter Moleküle

Kolloidchemie

Kurzvorträge – Samstag

Tagungen

10.30 Uhr Markus Haase, Heike Meyssamy, Karsten

Riwotzki, Karsten Kömpe, Andreas Kornowski:

Chemische Synthese und spektroskopische

Eigenschaften dotierter Nanopartikel

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 45


Tagungen

10.50 Uhr H. Borchert, D. Talapin, N. Gaponik, D. Dorfs,

S. Adam, C. McGinley, A. Eychmüller,

T. Möller, H. Weller, Hamburg: Photoelektronen-Spektroskopie

an Halbleiter-Nanokristallen

11.10 Uhr Thomas Hellweg, Anette Nordskog, Holger

Egger, Gerhard H. Findenegg, Berlin: Comicellisation

of amphilic block-copolymers with SDS

and C12TAB

11.30 Uhr Markus Stieger, Johannes Zipfel, Peter Lindner,

Walter Richtering, Kiel: Shear Induced

Demixing of Temperature Sensitive Microgel

Suspensions

11.50 Uhr Eckhard Bartsch, Thomas Eckert, Hans Sillescu,

Ilja Weber, Mainz: Schmelzen eines Glases

durch Abkühlen – Einfluss von freiem Polymer

auf den Kolloid-Glasübergang

12.10 Uhr T. Kraska, A. R. Imre, L.V. Yelash, Köln:

Scheinbare Exponenten der Kettenlängenabhängigkeit

des kritischen Volumenbruchs in

Polymerlösungen.

16.00 Uhr Hans v. Berlepsch, Stefan Kirstein, Christoph

Böttcher, Berlin: Die supramolekulare Struktur

von J-Aggregaten

16.20 Uhr Simone Wiegand, Jörg-Michael Schröder,

Mainz: Depolarisierte Streuung in trüben

Suspensionen

16.40 Uhr H. Versmold, Aachen: Konzentrierte kolloidale

Dispersionen: Kleinwinkel-Synchrotron-Röntgen-

bzw. Neutronen-Streuung unter Scherung

Poster

Patrick Fernandez, Richard Buchner, Didier Touraud, Werner

Kunz, Regensburg: Systematic phase diagram studies for the

assignment of dielectric relaxation processes in microemulsions

Eugenia Sevenard, Prof. Dr. Wolffram Schröer, Bremen: Analyse

von Einfach- und Vielfachstreuung in hoch konzentrierten Latex

Suspensionen.

Oliver Koch, Wolffram Schröer, Bremen: Lichtstreuung an der Gel-

Phase von Pseudoisocyaninchlorid/Wasser

M.-H. Ropers, G. Czichocki, G. Brezesinski, Golm: Calorimetric

evaluation of the effect of counterions on the micellization process

of alkyl sulfates

Holger Egger, Anette Nordskog, Thomas Hellweg, Gerhard H.

Findenegg, Berlin: Changes in properties of block-copolymer films

at the oil-water interface induced by C8TAB

C. Frank, B. Jakobs, T. Sottmann, R. Strey, J. Allgaier, D. Richter,

G. Gompper, Köln: Effizienzsteigerung in Mikroemulsionen mit

amphiphilen Blockcopolymeren: Kontrolle der lamellaren Phase

Ch. Barglik-Chory, H. Strohm, Ch. Remenyi, A. Dutschke, T. Vad,

H.-G. Haubold, G. Müller, Würzburg: Influence of Different Stabilizers

with Functional Mercapto-Groups on the Size and Growth of

CdS Nanoparticles

Elena Shevchenko, Dmitri Talapin, Andreas Kornowski, Nikolai

Gaponik, Markus Haase, Andrey Rogach, Horst Weller, Hamburg:

Self-assembly of monodisperse metal and semiconductor nanoparticles

into 2D and 3D superlattices

Stefan Burauer, Lhoussaine Belkoura, Reinhard Strey, Köln:

Nanoblasen durch Abkühlung

Götz Eckold, Nikolai Gorski, Göttingen: Neutronenkleinwinkelstreuung

zur Bestimmung von Mizellformen in wässrigen Elektrolytlösungen

Makromoleküle

Poster

Guenter Hempel, Maxim Terekhov, Halle/Saale: 29Si NMR

Investigations of the Transverse Anisotropy of the main chains in

Liquid-Crystalline Side-Chain Polymers

Mihaela Rusu, Monika Schönhoff, Sebastian Wohlrab, Dirk Kuckling,

Potsdam/Golm: Adsorption properties of new thermoreversible

co-polymers designed for multilayer self-assembly

Spektroskopie

Kurzvorträge – Freitag

14.30 Uhr Michael Schmitt, Daniel Spangenberg, Christian

Ratzer, Jochen Küpper, Düsseldorf: Bestimmung

der Struktur von Phenol im elektronisch

angeregten S1-Zustand

14.50 Uhr Bernd Strehmel, Ananda M. Sarker, Golm: Ein

rationales Design von Molekülen mit großem

Zweiphotonenabsorptionsquerschnitt

15.10 Uhr Michael Schmitt, Torsten Siebert, Arnulf

Materny, Wolfgang Kiefer, Würzburg: Die

Rolle verschiedener Normalmoden während

eines internen Konversions-Prozesses untersucht

mit zeitaufgelöster CARS-Spektroskopie

15.30 Uhr M. Gerhards, A. Jansen, C. Unterberg,

A. Gerlach, Düsseldorf: Untersuchung von

Umlagerungsreaktionen in aromatischen Ionen

mit Hilfe der IR/UV-Doppelresonanzspektroskopie

15.50 Uhr Otto Dopfer, Nicola Solca, Basel:

Spektroskopische Charakterisierung protonierter

aromatischer Moleküle

16.30 Uhr Jürgen Plenge, Roman Flesch, Sven Kühl,

Eckart Rühl, Osnabrück: Photochemie des ClO-

Dimers

16.50 Uhr David Luckhaus, Göttingen: Die cis–trans–Isomerisierung

von HOXO (X=N,P): Spektroskopie,

Quantendynamik und Kinetik

46 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


17.10 Uhr Peter Kutne, Christian Hanisch, Dirk Schwarzer,

Göttingen: Zeitaufgelöste Untersuchung des

intramolekularen Schwingungsenergieflusses

durch eine aliphatische Kette

17.30 Uhr Bernhard Brutschy, Oliver Krauss,

Frankfurt/Main: Photoinduzierter Ladungstransfer

in mikrosolvatisierten Donor-Akzeptor-

Molekülen: Nachweis der reaktiven Precursor

mit der IR-Depletion-Spektroskopie

17.50 Uhr J. Aßmann, R. von Benten, A. Charvat,

D. Schwarzer, B. Abel, Göttingen: Direkte

zeitaufgelöste Messung der intramolekularen

Dynamik kleiner und komplexer Moleküle in

Lösung und ihre Steuerung durch chemische

Substitution

Kurzvorträge – Samstag

08.30 Uhr H.-J.Eisler, V. C. Sundar, M. G. Bawendi,

Cambridge (USA): Colloidal Semiconductor

Nanocrystals-From Artificial Atoms to

Quantum Dot Lasers

08.50 Uhr Thomas Mayerhöfer, Jena: Modellierung von

IR-Spektren polykristalliner Materialien mit

anisotroper Kristallstruktur

09.10 Uhr Hinrich Grothe, Harald Muckenhuber, Erich

Knözinger, Wien: Heterogenene Reaktionen

von NO2 an einer Rußoberfläche – Spektroskopische

Untersuchungen an einem Labormodell

09.30 Uhr A. Dreizler, T. B. Settersten, R. L. Farrow,

Darmstadt: Temperatur- und Spezies-abhängige

Stoßlöschung des CO B 1 ∑ + Zustands nach

Zwei-Photonen Anregung mit einem Pikosekundenlaser

09.50 Uhr Christoph Riehn, Victor V. Matylitsky,

Andreas Weichert, Wlodzimierz Jarzeba, Frankfurt/Main:

Rotations-Raman-Spektroskopie

aromatischer Moleküle durch Femtosekunden-

Vierwellenmischen

10.30 Uhr A. N. Unterreiner, F. Hennrich, H. Hippler,

M. Kappes, Karlsruhe: Ultraschnelle Dynamik

einwandiger Kohlenstoff-Nanoröhren

10.50 Uhr Petra Swiderek, Mathieu Deschamps, Marc

Michaud, Léon Sanche, Köln: Elektroneninduzierte

Reaktionen in dünnen Molekülfilmen

11.10 Uhr Sascha Gohlke, Frank Brüning, Michael A.

Huels, Hassan Abdoul-Carime, Léon Sanche,

Eugen Illenberger, Berlin: Sensitizing Biomolecules

to Secondary Electron Damage

11.30 Uhr Rüdiger Wortmann, Mesfin Redi-Abshiro,

Ulrich Rösch, Frank Würthner, Kaiserslautern:

Elektrische Feldeffekte auf chemische Aggregationsgleichgewichte

11.50 Uhr Ruth Signorell, Martin Jetzki, Göttingen:

Aggregation und Dimerisierung in Kohlenhydrat-Nanopartikeln

12.10 Uhr J. Popp, M. Schmitt, W. Kiefer, B. Weh,

I. Zimmermann, Würzburg: Charakterisierung

von Diffusionsprozessen pharmako-logisch

relevanter Moleküle in Silikon-Kautschuk-

Membranen mittels konfokaler Raman-

Spektroskopie

14.00 Uhr Michael Hippler, Lars Oeltjen, Martin Quack,

Zürich: Spektroskopie und intramolekulare

Dynamik von HF Dimeren in der N=2 Polyade

bei 1.3 µm

14.20 Uhr M. Havenith, M. Kusmierz, F. Madeja,K. Nauta,

R. E. Miller, Bochum: Hochauflösende IR-

Spektroskopie an Ameisensäuredimer – Ein

Prototyp für den doppelten Protonentransfer

14.40 Uhr Gert von Helden, Deniz van Heijnsbergen,

Gerard Meijer, Nieuwegein (NL): Infrarot-

Spektroskopie von Gasphasen-Metall-Clustern

mit einem Freie-Elektronen-Laser

15.00 Uhr Axel Pramann, Atsushi Nakajima, Koji Kaya,

Osnabrück: Anionen Photoelektronen-Spektroskopie

von bimetallischen Vanadium-Cobalt

Clustern

15.20 Uhr Patrick Weis, Reinhard Ahlrichs, Thomas Bierweiler,

Filip Furche, Stefan Gilb, Manfred

Kappes, Karlsruhe: Strukturen kleiner Münzmetallclusterionen:

Ionenmobilitätsmessungen

und quantenchemische Rechnungen

Poster

Marcus Weimann, Michal Farnik, Martin A. Suhm, Göttingen:

Untersuchungen zur Säuredissoziation in Wasserclustern

Robert Schiwon, Andreas Bergner, Erik Bründermann, Gerhard

Schwaab, Martina Havenith, Bochum: Absorptionsmessungen und

Cavity-Ringdown im FIR

Jörg Lindner, Peter Vöhringer, Göttingen: Femtosekundenspektroskopie

im mittleren Infrarot zur Dynamik der Schwingungsrelaxation

in flüssigem D2O

A. N. Unterreiner, L. Lindner, P. Vöhringer, Karlsruhe: Temperatursprung

des Absorptionsspektrums solvatisierter Elektronen in

flüssigem Ammoniak induziert durch Anregung mit fs-Pulsen

Verónica M. Rodríguez-Betancourtt, Detlef Nattland, Karlsruhe:

Ramanspektroskopische Untersuchungen fluider REx(RECl3)1-x-

Systeme

Oliver Reich, Frank Schael, Golm: Photonendiffusion in stark

absorbierenden Suspensionen

Andreas Bergner, Erik Bründermann, Robert Schiwon, Götz

Wollny, Gerhard Schwaab, Martina Havenith, Bochum:

Infrarot-Laser-Mikroskopie von Biomaterialien

Tagungen

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 47


Tagungen

M. Gerhards, C. Unterberg, A. Gerlach, Düsseldorf: β-Faltblattmodelle

in der Gasphase

E. Koglin, E. G. Witte, Jülich: Wechselwirkung zwischen dem Herbizid

Methabenzthiazuron und Huminstoffen: IR-, Raman-,

13C-NMR-Spektroskopie und ab initio Berechnungen

Wolfgang Christen, Stephanie Geggier, Klaus Rademann, Berlin:

Experimentelle Untersuchungen zur Löslichkeit von großen

Molekülen in überkritischen Flüssigkeiten

Ulrich Storb, S. C. Müller, Magdeburg: Aufzeichnung von dreidimensionalen

Wellenstrukturen mittels optischer Tomographie

Tassilo Muskat, Carsten Zechmann, Jürgen Grotemeyer, Kiel:

Spektroskopische Untersuchung am MALDI-Desorptionsprozess

Frank Gunzer, Jürgen Grotemeyer, Kiel: MATI-Spektroskopie von

laserdesorbierten Molekülen

Marco Ehlers, Jürgen Grotemeyer, Kiel: Speicherung von extern

eingekoppelten Ionen

Martin Jetzki, Marc K. Kunzmann, Ruth Signorell, Martin A.

Suhm, Göttingen: Infrarotspektroskopie von molekular aufgebauten

Nanopartikeln

Sieghard Albert, Vincent Boudon, Martin Quack, Zürich (CH):

Das Infrarotspektrum des chiralen Moleküls CDBrClF: Rotations-

Schwingungs-Analyse

Martin Willeke, K. Hirao, H. Hollenstein, Y. Nakao, M. Quack,

M. Schmidt, Zürich (CH): Anharmonische Schwingungsresonanzdynamik

in CF3I: Ab initio Rechnungen

Felix Güthe, Marek Tulej, Mikhail V. Pachkov, Kirill Tikhomirov,

Rong Xu, Martin Jungen, J. P. Maier, Baden (CH): Feshbach states

of the propadienylidene anion H2CCC –

Michael Michel, Mikhail V. Korolkov, Karl-Michael Weitzel,

Berlin: Ionenspektroskopie am HCl + Ion – Ein neuer Zugang zur

Bindungsenergie des neutralen HCl

Karl-Michael Weitzel, Joachim Mähnert, Berlin: Die Bindungsenergien

kleiner Ar, CO und N2 Cluster-Ionen

Thomas Pancur, Nils Hansen, Heinrich Mäder, Vladimir Markow,

Friedrich Temps, Kiel: Hochaufgelöste Untersuchung des Rotationsspektrums

von Dichlorcarben (CCl2)

A. Rosa, W. Barszczewska, D. Nandi, S.V. K. Kumar, E Krishnakumar,

E. Illenberger, Berlin: Unusual Temperature Dependence

in Dissociative Electron Attachment

T. Abdul-Redah, C. A. Chatzidimitriou-Dreismann, Berlin: Neue

Aspekte der Attosekunden-Dynamik der C-H-Bindungsspaltung

mittels Neutronenstreuung

A. Brockhinke, A. Bülter, U. Rahmann, U. Lenhard, K. Kohse-

Höinghaus, Bielefeld: Untersuchung zum Energietransfer in kleinen

Radikalen mittels ps-laserinduzierter Fluoreszenz

A. Schocker, A. Brockhinke, K. Kohse-Höinghaus, Bielefeld:

Nachweis von radikalischen Spezies in Flammen mittels Cavity

Ring-down Spektroskopie und laserinduzierter Fluoreszenz

Thomas Bohm, Gerhard Peiter, Hans-Robert Volpp, Jürgen

Wolfrum, Heidelberg: Laserspektroskopische Bestimmung von

CH- und CN-Radikalkonzentrationen während der Verbrennung

von Graphit in Niederdruck-Knallgasflammen

Technische Chemie

Poster

K. Holtappels, C. Brinkmann, J. Stickling, A. Schönbucher, Berlin:

Simulation des Fremdgaseinflusses auf sicherheitstechnische

Kenngrößen von Ethin mit dem Modell EPSIM

Markus Frilling, Axel Schönbucher, Duisburg: Bestimmung der

Kinetik der basenkatalysierten Reaktion von Propenoxid und

1- Propanol im Semibatchreaktor

Christian Kuhr, Axel Schönbucher, Duisburg: CFD-modellierte

Geschwindigkeitsfelder in nicht-vorgemischten großen Kerosin-

Flammen

Theoretische Chemie

Kurzvorträge – Samstag

16.00 Uhr Günter Käb, Göttingen: Zur Statistischen

Mechanik der Mean Field Ehrenfest Methode

am Beispiel der Schwingungsrelaxation

16.20 Uhr Tobias Cramer, Thorsten Koslowski, Freiburg:

Lokalisierte und ausgedehnte elektronische

Zustände von Proteinen

16.40 Uhr Max Mühlhäuser, Melanie Schnell, Sigrid D.

Peyerimhoff, Bonn: Studies Of Elementary

Steps of Radical Reactions in Atmospheric

Chemistry

Poster

Nikos L. Doltsinis, Dominik Marx, Bochum: First Principles

Simulation beyond the Born-Oppenheimer Approximation

Thomas Heine, Clémence Corminboeuf, Jacques Weber, Genf:

Comparison of Several Approaches Interpreting Aromaticity in

Terms of Nucleus-Independent Chemical Shifts

Knut Vietze, Gotthard Seifert, Dresden: Fluxional Behaviour of

Sc3N in Endohedral Sc3N@C80

S. Borowski, S. Thiel, M. Pykavy, T. Klüner, H.-J. Freund, Berlin:

Photodesorption of CO from Chromiumoxide: Stereodynamic

Effects

G. Seifert, Th. Köhler, Th. Frauenheim, Dresden: On the stability of

SiOx based Nanotubes

Andreas Heidenreich, Uzi Even, Joshua Jortner, Tel Aviv:

Theoretical exploration of aromatic molecule-helium clusters

Stephan Alexander Bäurle, Regensburg: Computer-Simulation von

Vielteilchensystemen mit Auxiliären Feldern

Bernd Kallies, Roland Meier, Berlin: Electronic Structure of 3d

[M(H2O)6] 3 + and [M(H2O)5OH] 2+ Ions from Sc III to Fe III as

Described by Localized Orbitals

48 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Thermodynamik

Poster

Gerhard Schwarz, Basel (CH): Eine universelle experimentelle

Methode zur Analyse von Bindungsdaten

Cindy Leppla, Simone Wiegand, Mainz: Was ist die Ursache für

die Thermodiffusion?

V. Kober, Hockenheim: Thermodynamik der intermetallischen

Verbindungen

T. Lankau, G. Job, K. Nagorny, Hamburg: Eduard Job Stiftung für

Thermo- und Stoffdynamik

Hinweis:

Die Beiträge innerhalb der einzelnen Gruppierungen sind nach der

Einteilung durch den Vortragsausschuss aufgeführt. Die endgültige

zeitliche Reihenfolge der Vorträge kann dem Programmheft entnommen

werden, das den angemeldeten Tagungsteilnehmern rechtzeitig

zugesandt wird. Änderungen bleiben vorbehalten.

Industrie-Symposium

„Industrielle Anwendungen der NMR:

Struktur und Dynamik“

Tagungen

Das Industrie-Symposium wurde auf Beschluss des Ständigen

Ausschusses der Gesellschaft von den Herren R. Iden und R.

Voelkel, BASF AG, Ludwigshafen, federführend vorbereitet, ist

bewusst anwendungsorientiert und weist auf die besondere Relevanz

der physikalischen Chemie im industriellen Bereich hin.

Die Vorträge zum Industrie-Symposium beginnen am Freitag,

dem 10. Mai, um 14.30 Uhr.

Vorträge zum Industrie-Symposium

Freitag

Flüssig-NMR, MAS, EPR

14.30 Uhr Bayer W. A. Etzel: High Throughput

Analytics Employing Flow Injection

NMR Spectroscopy

14.50 Uhr BASF W. Maier: SpecSolv – Fully automated

Structure Elucidation

15.10 Uhr Dow Corning A. Kretschmer: Characterization of

Silicone Materials by Multinuclear

Liquid and Solid State NMR

Spectroscopy

15.30 Uhr Kodak N. Zumbulyadis: Towards solidstate

NMR-Assisted Crystallography

15.50 Uhr DSM R. Meier: Continuous wave and

pulse EPR as a tool for the characterization

of monocyclopentadienyl

Ti(III) catalysts

16.10 Uhr Pause

Benchtop-NMR, Imaging

16.30 Uhr DSM V. M. Litvinov : Characterization of

chemical and physical networks in

rubbery materials using proton

NMR magnetisation relaxation

17.10 Uhr Dunlop V. Herrmann: Molecular Dynamics

of Elastomers investigated by

DMTA and the NMR-Mouse

17.30 Uhr Unilever J. v. Duynhoven: Benchtop NMR

technologies in Foods R&D

17.50 Uhr BASF R. Voelkel: NMR Microscopy of

swollen superabsorbing polymer

gels

Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie e.V.

H.-G. Löhmannsröben (Ortsausschuss)

H. Behret (Geschäftsstelle)

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 49


Tagungen

76th International Bunsen Discussion Meeting

„Global Phase Diagrams“

Walberberg, 19.–22. August 2001

Thomas Kraska

Die 76. Internationale Bunsendiskussionstagung mit dem Titel

„Global Phase Diagrams“ fand in der Zeit vom 19. bis zum 22.

August 2001 in Walberberg statt. Sie wurde organisiert von L. Z.

Boshkov (Odessa), U. K. Deiters (Köln), R. N. Lichtenthaler (Heidelberg)

sowie T. Kraska (Köln). Das Ziel der Tagung war es, über

aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der experimentellen und

theoretischen Untersuchungen sowie der Modellierung von Entmischungsphänomenen

und Phasendiagrammen unterschiedlicher

Mischsysteme zu berichten. Die behandelten Mischsysteme umfassten

komplexe und reagierende Systeme, Polymere und Hydrogele, überkritische

Systeme, Fest-Fluid-Systeme sowie biochemische Systeme.

In globalen Phasendiagrammen werden anstelle von Zustandsparametern

wie Druck, Temperatur oder Zusammensetzung molekulare

Parameter gegeneinander aufgetragen. Durch Berechnung von

Grenzlinien können in diesen Parameterdiagrammen einzelne Gebiete

bestimmten Arten von Phasenverhalten zugeordnet werden. Man

erhält eine Übersicht über das Phasenverhalten von Mischungen und

kann Mischphänomene systematisch untersuchen oder Vorhersagen

treffen. Neben der vollständigen Untersuchung einer Zustandsgleichung

im Raum ihrer molekularen Parameter, wie es für das Verständnis

der Topologie eines globalen Phasendiagramms notwendig

ist, wird die Methodik zur Untersuchung einzelner Mischphänomene

angewendet. Der gemeinsame Hintergrund der Arbeiten, die auf der

Diskussionstagung präsentiert wurden, war die Untersuchung des

Phasenverhaltens und der Phasenübergänge in unterschiedlichsten

Mischsystemen.

Innerhalb von drei Tagen wurde in acht eingeladenen Hauptvorträgen

sowie 27 Kurzvorträgen und 45 Postern über Fortschritte auf

dem Gebiet der Phasendiagramme und deren Modellierung berichtet.

Von der Vielzahl der interessanten Beiträge kann im Folgenden

lediglich auf die Hauptvorträge und einige weitere Vorträge eingegangen

werden.

Den wissenschaftlichen Auftakt der Tagung stellte der Plenarvortrag

von J. M. Prausnitz (Berkeley) dar. Er referierte über den Einsatz

des potential of mean force anhand einer Reihe sehr unterschiedlicher

Beispiele von Erdölmischsystemen bis hin zu medizinischen

Anwendungen im Bereich von Augenkrankheiten oder der Kristallisation

von Proteinen.

T. W. de Loos (Delft) hat experimentelle Arbeiten zur systematischen

Untersuchung des Phasenverhaltens von Kohlendioxid/n-

Priv.-Doz. Dr. Thomas Kraska

Institut für Physikalische Chemie

Universität zu Köln

Luxemburger Str. 116

D-50939 Köln

Tel. +49 221 470 5553

E-Mail: t.kraska@uni-koeln.de

Alkan-Systemen vorgestellt. Er hat den Einfluss fester Phasen und

hierbei insbesondere Fest-Flüssig-Gas-Dreiphasen-Linien untersucht,

eine wichtigen Grundlage für das Verständnis von Partikelherstellungsverfahren

mit überkritischem Kohlendioxid.

Der Klassifizierung der Vielzahl von Phasendiagrammen von

ternären Systemen einschließlich fester Phasen hat V. M. Valyashko

(Moskau) seinen Vortrag gewidmet. Mit der Methode der kontinuierlichen

topologischen Transformation wurden Phasendiagrammtypen

mit festen Phasen abgeleitet sowie Phasendiagrammtypen für

ternäre Systeme mit einer leicht-flüchtigen Komponente entwickelt.

G. H. Findenegg (Berlin) hat über den Einfluss von räumlichen

Begrenzungen auf Phasenübergänge und den kritischen Zustand

berichtet. Es wurden Porenkondensations- und Sorptionsuntersuchungen

von einfachen Fluiden in mesoporöse Materialien mit unterschiedlichen

Charakteristika vorgestellt.

Die thermodynamische Beschreibung von Phasenübergängen in

Hydrogelen war Gegenstand des Vortrages von G. Maurer (Kaiserslautern).

Neben experimentellen Untersuchungen, wurde ein Modell

für Hydrogele auf der Grundlage der Flory Free-Volume-Theorie

und des UNIFAC-Modells entwickelt.

C. Vega (Madrid) hat sich mit dem Einfluss der Flexibilität von

Kettenmolekülen auf das Phasenverhalten beschäftigt. Mit molekularen

Simulationen sowie theoretischen Analysen im Rahmen der thermodynamischen

Störungstheorie von Wertheim wurden Unterschiede

im Phasenverhalten für vollständig flexible, teilweise flexible und

starre Kettenmoleküle untersucht.

D. A. Kofke (Buffalo, USA) hat seinen Übersichtsvortrag den

vergleichsweise wenig durchgeführten molekularen Simulationen

von Phasendiagrammen mit festen Phasen und dem hierbei auftretenden

komplexen Phasenverhalten gewidmet.

J. F. Brennecke (Notre Dame, USA) hat sich mit der Numerik der

Berechnung von Phasendiagrammen befasst. Das vorgestellte Verfahren

der Intervallanalyse ermöglicht das gezielte Auffinden des

globalen Optimums bei der numerischen Berechnung von Phasendiagrammen.

G. M. Schneider (Bochum) hat in seinem Vortrag einen Überblick

über wichtige Phänomene in Mischungen unter hohen Drücken bis

zu 1.5 GPa gegeben. Hierbei kann vielfältiges Phasenverhalten wie

Vier-Phasen-Koexistenz unter Beteiligung fester Phasen, geschlossene

Mischungslücken oder Mischbarkeitsfenster auftreten.

Das Spektrum der Grundlagenbeiträge reichte von einer Formulierung

der Thermodynamik ohne der Notwendigkeit des thermodynamischen

Limits (D. H. E. Groß, Berlin) bis zur Ermittlung der

Gesamtzahl aller Azeotrope in quaternären Mehrphasensystemen,

die in Destillationsprozessen von Bedeutung sind (S. Blagov, Stuttgart).

Weitere Vorträge haben sich mit der Modellierung basierend

auf Zustandsgleichungen beschäftigt, wie der Dieterici-Zustandsgleichung

(R. J. Sadus, Hawthorn, Australien) oder einem statistisch-

50 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


thermodynamischen Modell zur Beschreibung des Phasenverhaltens

von e-Caprolactam in überkritischem CO2 (T. Boublík, Prag). Eine

Gruppe von Beiträgen befasste sich mit speziellen Phasenphänomenen

wie zum Beispiel mit dem q-Punkt in Polymerlösungen (M. A.

Anisimov, Maryland) oder die Entdeckung des seltenen Phänomens

der doppelt-retrograden Kondensation in dem System Ethan/Limonen

(C. J. Peters, Delft). Hinzu kamen Untersuchungen des Phasenverhaltens,

die bei der Fraktionierung von Wax mit überkritischen

Fluiden von Interesse sind (I. Nieuwoudt, Stellenbosch, Südafrika)

oder die Charakterisierung von Mischbarkeitsfenstern in Polymer-

Blends (A. R. Imre, Budapest)

Die Tagung hat gezeigt, welches Potential die systematische

Untersuchung von Phasendiagrammen für die Aufklärung von Phasenphänomenen

besitzt. Moderne Anwendungen auf dem Gebiet der

Materialwissenschaften erfordern die Kenntnis des Phasenverhaltens

unter Einbeziehung von zum Beispiel festen Phasen oder metastabiler

Zustände. Die Untersuchung des Phasenverhaltens komplexer Substanzen,

einschließlich Polymeren oder Biomolekülen, wird häufig

auf vereinfachte molekulare Modelle zurückgeführt. Mit vereinfachten

molekularen Modellen ist man in der Lage, universelles Verhalten zu

analysieren sowie Vorhersagen zu treffen. Ferner ist in vielen Fällen

die Untersuchung von Phasenphänomenen erst mit Hilfe handhabbarer

Modelle möglich. Insgesamt 25 Beiträge sind in einer Sonderausgabe

von Physical Chemistry Chemical Physics, issue 6, 2002

publiziert.

Die 85 Teilnehmer der Diskussionstagung kamen aus 26 Ländern

und fünf Kontinenten. Hierzu zählten Algerien, Argentinien, Aserbaidschan,

Australien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Frankreich,

Iran, Israel, Kanada, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal,

Rumänien, Russland, Spanien, Südafrika, Taiwan, Tadschikistan,

Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn und die USA. Es waren die

Bereiche Physikalische Chemie, Physik, Verfahrenstechnik und

Thermodynamik sowie die Industrie mit rund neun Prozent der Teilnehmer

vertreten. Einer Reihe von Wissenschaftlern aus Mittel- und

Osteuropa wurde die Teilnahme mit Unterstützung der Deutschen

Forschungsgemeinschaft ermöglicht. Neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft

haben die Universität zu Köln, die Deutsche

Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie, die BASF AG und

die CREAVIS (Neue Degussa) durch finanzielle Unterstützung zum

Gelingen dieser Bunsen-Diskussionstagung beigetragen.

Eine dritte Tagung zum Thema „Global Phase Diagrams“ ist 2003

in Odessa geplant. Informationen zu dieser Tagung werden auf den

WWW-Seiten der 76. Bunsen-Diskussionstagung (http://van-derwaals.pc.uni-koeln.de/GPD2/)

bereitgestellt.

In der Abbildung ist dargestellt, wie durch das Zusammentreffen

eines Temperaturminimums in der kritischen Kurve (CTM) und der

Polydispersität von Polymer-Blends, ein Mischbarkeitsfenster entstehen

kann. Anhand des globalen Phasendiagramms in der Mitte kann

man die Attraktionsparameter auffinden, die dieses Phasenverhalten

erzeugen. Die beiden schematischen Druck-Temperatur-Volumenbruch-Diagramme

veranschaulichen das Phasenverhalten entlang der

isobaren CTM-Kurven im globalen Phasendiagramm.

Hans G. A. Hellmann-Preis für Theoretische Chemie

Im Rahmen des 38. Symposiums für

Theoretische Chemie, das vom 25.–29. August

2002 an der neuen International University in

Bremen stattfinden wird, soll der „Hans

Prof. Dr. W. H. E. Schwarz

Universität Gesamthochschule Siegen

Fachbereich Chemie/Theoretische Chemie

Haardter Berg

Adolf-Reichwein-Straße

D-57068 Siegen-Weidenau

Tel.: (0271) 740-43389

G. A. Hellmann-Preis für Theoretische Chemie“

wiederum vergeben werden.

Der Preis wird satzungsgemäß (siehe

http://www.tc.chemie.uni-siegen.de/hellmann)

für hervorragende wissenschaftliche Leistungen

aus dem Gesamtbereich der Theoretischen

Chemie an jüngere Nachwuchswissenschaftler(innen)

verliehen, die noch keine

Lebenszeit-Professur innehaben und die der

deutschsprachigen Forschungslandschaft verbunden

sind.

Tagungen

Preise

Vorschläge (mit Curriculum, Laudatio,

Publikationsliste und einigen Sonderdrucken

des Kandidaten, Details siehe obige Internet-

Adresse) werden bis zum 15. April 2002 erbeten

an:

Den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft

für Theoretische Chemie, Herrn Prof.

Dr. Walter Thiel, Max-Planck-Institut für

Kohlenforschung, Kaiser-Wilhelm-Platz 1,

D-45470 Mühlheim an der Ruhr, Deutschland.

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 51


Leserbriefe

Eine kurze Bemerkung zum Leitartikel

von Georg Hohlneicher (BM 6/2001)

Zu den Aktivitäten von Kultusministerkonferenz, „Wissenschafts“rat

und Hochschulrektorenkonferenz hinsichtlich Akkreditierung,

neuer Studiengänge etc., über die Herr Hohlneicher in seinem Leitartikel

berichtet, ist mir ein klassisches Zitat in den Sinn gekommen:

„Ist es Unsinn zwar, so hat es doch Methode.“

Übrigens: wenn man sieht, wie seit einiger Zeit die Anzahl neuer

Studiengänge zunimmt (für die ja auch Studien- und Prüfungsordnungen

auszuarbeiten, in Kommissionen zu beraten, in Fachbereichsrat

und Senat zu beschließen und schließlich von wem auch

immer zu genehmigen und zu akkreditieren sind, muss man sich fragen,

wie viel Zeit für die eigentlichen Aufgaben der Universitäten bleibt.

Und: wird es bei den vielen neuen speziellen Studiengängen noch

möglich sein, einfach nur „Chemie“ oder „Physik“ zu studieren.

Aber vielleicht gibt es dereinst für jeden Studenten einen eigenen

individuellen Studiengang.

Prof. Dr. U. Onken, Dortmund

Juniorprofessur (Leitartikel demnächst im Bunsen-Magazin)

Die Einführung der Juniorprofessur wird von der Regierung als

große Reform gefeiert. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um ein

kaum getarntes Ausbeutungs- und Sparprogramm. Diese Behauptung

will ich mit folgendem Rechenbeispiel belegen: Nur Narren glauben,

dass es sich bei den Juniorprofessuren um zusätzliche Stellen handelt.

Die Vorgabe der Kostenneutralität bedeutet im Klartext, dass Assistentenstellen

zu Juniorprofessuren umgewandelt werden. Eine Assistentenstelle

ist auf 6 Jahre befristet, kann aber nach der Habilitation

um weitere 4 Jahre verlängert werden. Das Lehrdeputat einer Assistentin

ist halb so groß wie das einer Professorin. Eine Juniorprofessorin

dagegen muss doppelt so viel lehren und wird nach 6 Jahren

unerbittlich auf den Arbeitsmarkt entsorgt, falls sie bis dahin keine

Dauerstelle gefunden hat. Soviel zur Ausbeutung.

Nun zum Sparprogramm: Betrachten wir einen Lehrstuhl mit

einer Professur und zwei Assistentenstellen. Zunächst werden diese

kostenneutral in Juniorprofessuren umgewandelt und mit zwei jungen

Leuten besetzt. Das Lehrdeputat wächst damit um 50 %. Nach einiger

Zeit wird der Rechnungshof bemängeln, dass dieser Lehrstuhl eine

Überkapazität von einer ganzen Professur besitzt. Also muss die

nächste freiwerdende Professur eingezogen werden, das ist natürlich

die des bösen Ordinarius. Wenn dann die Zeit für die Juniorprofessuren

abläuft, wird man deren Verträge aus sozialen Gründen in

Dauerstellen umwandeln müssen, da es ja gar keine „richtige“ Professur

mehr gibt, auf die sie berufen werden könnten. Fazit: Der

Ordinarius wurde eingespart, beide „Nachwuchsstellen“ sind für die

nächsten 25–30 Jahre blockiert.

Da das durchschnittliche Gehalt für eine Assistenzprofessur in

den USA doppelt so hoch ist wie das einer Juniorprofessur, bei weniger

als der halben Lehrbelastung, sind alle junge Forscher(innen), die

jetzt noch ein Angebot aus den USA ausschlagen, wirklich

Idiot(inn)en.

Prof. Dr. B. Dick, Regensburg

Eine Klausuraufgabe oder: Meditation zur

„leistungsbezogenen Mittelverteilung“.

Klausuraufgabe

Der Zirkus Universi hat einen Elefanten, der 80 kg Futter pro Tag

benötigt, sowie einen Löwen, für den 10 kg Futter erforderlich sind.

Bei einer Publikumsumfrage erhält die Löwennummer100 Beliebtheitspunkte

(BP), die Elefantennummer nur 50.

a) Berechnen Sie unter Vorgabe der Kostenneutralität eine neue

leistungsgerechte Futterverteilung.

b) Wie viele Löwen könnten, ebenfalls unter Vorgabe der Kostenneutralität,

zusätzlich angeschafft werden, wenn man den Elefanten

an die Löwen verfüttert? Wie viele BP würde der Zirkus durch diese

Maßnahme hinzugewinnen?

c) Wenn man unterstellt, dass die ursprüngliche Kapazität des

Zirkus mit einem Löwen und einem Elefanten dem Bedarf entsprach,

welche Überkapazität (in BP) würde der Zirkus durch die unter b)

beschriebene Maßnahme aufbauen? Welches Sparpotential ergibt

sich, wenn man den ursprünglichen Bedarf nur mit Löwen abdeckt?

d) Bonusfrage: Wer zieht jetzt eigentlich den Zirkuswagen, nachdem

der Elefant an die Löwen verfüttert wurde?

Musterlösung

a) 90 kg Futter entsprechen 150 Leistungspunkten, der Elefant

erhält 1/3 davon, also 30 kg, und der Löwe den Rest von 60 kg.

b) Es stehen 90 kg Futter zur Verfügung, wovon ein Löwe 10 kg

braucht. Es können also 8 weitere Löwen eingestellt werden. Die 50

BP des Elefanten werden durch die 800 neuen BP der Löwen mehr

als wett gemacht.

c) Mit nun 900 BP hat der Zirkus eine Überkapazität von 750 BP.

Für den anerkannten Bedarf von 150 BP reichen 1,5 Löwen, die auf

1 Löwe gerundet werden.

d) Sicher nicht der Bundeszirkusminister.

Prof. Dr. B. Dick, Regensburg

52 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Georg Hohlneicher zum 65. Geburtstag

Georg Hohlneicher wurde am 13. März 1937 in München geboren.

Dort legte er im Jahr 1956 die Abiturprüfung ab und begann noch im

selben Jahr mit dem Studium der Physik an der damaligen Technischen

Hochschule. Er entschied sich zunächst für die Studienrichtung

„Technische Physik“, die er im April 1961 mit dem Grad Diplom-

Ingenieur abschloss. Eine hierfür anzufertigende Ingenieursarbeit

resultierte in seiner ersten eigenständigen Publikation mit dem Titel

„Ein Kryostat für tiefe Temperaturen mit weitem Einstellbereich“.

Als entscheidende Weichenstellung für seinen gesamten weiteren

Werdegang erwies sich der Entschluss, die Diplomarbeit mit dem

Thema „Zur Konstitution der Chinolylmethane“ am Institut für

Physikalische Chemie und Elektrochemie anzufertigen, dessen

Direktor Prof. Dr. Günther Scheibe war.

Georg Hohlneicher entschloss sich, auch die Dissertation unter

der Anleitung von Prof. Scheibe anzufertigen. Das Thema dieser

Arbeit lautet „Anwendung der erweiterten p-Elektronentheorie nach

Hartmann-Ruch auf ungesättigte Kohlenwasserstoffe und Farbstoffe.

Kritische Untersuchungen zur Mesomerieenergie“. Es handelt sich

also um eine theoretische Arbeit mit der damals noch wenig bekannten

Hückelmethode. Die Promotion mit Auszeichnung erfolgte im

Dezember 1962, kaum anderthalb Jahre nach dem Diplom. Noch

während der Arbeit an der Dissertation heiratete er Hildegard Kindsmüller,

die in München als Dolmetscherin arbeitete. Aus dieser Ehe

Nachrichten

gingen zwei Töchter hervor, die mit dem Studium der Chemie bzw.

der Ingenieurwissenschaft beide den Naturwissenschaften verbunden

blieben.

Georg Hohlneicher hatte ein Gespür für das Potenzial neuer theoretischer

Verfahren entwickelt. Besonders interessierte ihn deren

Anwendung auf die Interpretation von spektroskopischen Experimenten.

Als Nächstes griff er die aktuellen Konzepte in der p-Elektronentheorie

jenseits von Hückel auf. Dabei entwickelte er viele gemeinsame

Interessen mit Friedrich Dörr, einem Schüler von Günther Scheibe,

der 1965 auf einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie an der TU

München berufen worden war. Im Jahre 1967 habilitierte Georg

Hohlneicher sich für das Fach Physikalische Chemie mit der Habilitationsschrift

„Zur theoretischen Interpretation der Elektronenspektren

ungesättigter Verbindungen auf der Basis der Modelle von Pariser,

Parr und Pople“. Eine Neuheit war die Erweiterung des Verfahrens

um die Berücksichtigung von nicht bindenden Orbitalen, um auch

np* Übergänge beschreiben zu können. Als junger Privatdozent

baute Georg Hohlneicher eine kleine Arbeitsgruppe auf, die sich

hauptsächlich mit theoretischen Fragestellungen zu spektroskopischen

Phänomenen befasste, die am Lehrstuhl von Prof. Dörr experimentell

untersucht wurden. Herr Dörr hatte sich mit seinen Untersuchungen

zu den Elektronenspektren aromatischer Verbindungen einen Namen

gemacht, vor allem durch die von ihm entwickelte Polarisationsgradspektroskopie.

Der theoretischen Analyse und Beschreibung solcher

Spektren widmete sich Georg Hohlneicher daher auch nach der Habilitationszeit,

vor allem mit den PPP- und MIM- (molecules in molecules)

Verfahren. Er galt bald als Experte auf diesem Gebiet, so dass Prof.

Perkampus ihm das Kapitel über „Verbindungen, die nichtbenzoide

Ringsysteme enthalten“, im DMS UV-Atlas übertrug. Angeregt

durch einen Forschungsaufenthalt in der Gruppe von Prof. Heilbronner

an der ETH-Zürich kam bald das Interesse an der theoretischen

Beschreibung von Photoelektronenspektren hinzu. Hierfür wurde der

Formalismus der Green’schen Funktionen implementiert und weiterentwickelt,

um Ionisierungsenergien über das Koopmann’sche Theorem

hinaus zu beschreiben.

Anfang 1973 wurde Georg Hohlneicher zum ordentlichen Professor

an der Universität zu Köln ernannt. Er hatte nun einen Lehrstuhl für

Theoretische Chemie am Institut für Organische Chemie inne. Sein

Forschungsprofil fällt aber eindeutig in den Bereich der Physikalischen

Chemie. So war es konsequent, dass die Fakultät einige Jahre

später das Freiwerden eines Lehrstuhls im Institut für Physikalische

Chemie zu einer Rochade nutzte.

Beim Neuaufbau seiner Gruppe in Köln setzte Georg Hohlneicher

auf die Doppelstrategie, Theorie und Experiment mit gleichem

Gewicht und mit gegenseitiger Verflechtung zu betreiben. Da in

Köln das spektroskopische Umfeld des Dörr’schen Lehrstuhls fehlte,

etablierte er die erforderlichen Methoden in seinem eigenen Arbeitskreis.

Neben der Polarisationsgradspektroskopie war das vor allem

die Photoelektronenspektroskopie (ESCA). Die größte Investition

ging in ein neues, zusammen mit der Firma Leybold entwickeltes

ESCA-Spektrometer. Kurz danach wurde ein durchstimmbarer Farbstofflaser

für die Zweiphotonenspektroskopie beschafft. Im Laufe der

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 53


Nachrichten

Jahre kamen Matrixisolation in Edelgasen, Electron-Energy-Loss-

Spectroscopy an Triplettzuständen (EELS), VUV Spektroskopie mit

Synchrotronstrahlung (am BESSY in Berlin) und Ultrakurzzeitspektroskopie

an kalten Molekülen im Düsenstrahl hinzu. Auch die untersuchten

molekularen Systeme spannen einen weiten Bogen, von

organischen Farbstoffen über metallorganische Verbindungen zu

anorganischen Halbleitern und Ionenkristallen. Dem Generalthema

seiner ersten wissenschaftlichen Liebe, dem Studium der elektronischen

Übergänge zyklisch konjugierte p-Elektronensysteme mit experimentellen

und theoretischen Methoden, ist Georg Hohlneicher immer

treu geblieben, wenn auch im Laufe der Jahre weitere Themen und

vor allem neue Methoden hinzukamen.

In der Theorie waren dies zuerst Hückel und PPP, später die

semiempirischen all-valence-Verfahren und schließlich die ab-initio-

Methoden. Neue Methoden wurden jeweils bis zur Leistungsgrenze

der gerade verfügbaren Computer umgesetzt, immer mit dem Ziel,

eigene experimentelle Ergebnisse zu verstehen und nach Möglichkeit

quantitativ zu beschreiben. Die Green’schen Funktionen zur Berechnung

von Ionisierungsenergien wurden schon erwähnt. Damit ließen

sich Photoelektronenspektren von Molekülen beschreiben, in denen

Reorganisation und Relaxation nicht mehr vernachlässigbar sind.

Konfigurationswechselwirkung mit mehrfach angeregten Konfigurationen

wurde benötigt, um Zweiphotonenspektren zu interpretieren.

Für die Analyse von Electron Energy Loss-Spektren mussten Triplett-

Zustände berechnet werden, und für die Simulation der Schwingungsrelaxation

elektronisch angeregter Zustände werden Potenzialflächen

von hoher Qualität benötigt.

Georg Hohlneicher hat es immer verstanden, fähige Studenten für

die Theorie und die Spektroskopie zu begeistern und als Mitarbeiter

zu gewinnen. Thematisch steckte er einen weiten Rahmen ab, innerhalb

dessen man sich frei entfalten und seine eigenen Ideen verfolgen

konnte. Verbindende Klammer und Grundlage vielfältiger Diskussionen

innerhalb der Gruppe waren die quantenchemischen

Rechenverfahren, die die gemeinsame Sprache zur Interpretation der

verschiedenartigen Experimente lieferte. Es war einfach faszinierend,

am selben Thema sowohl experimentell als auch theoretisch arbeiten

zu können. Hohlneichers Führungsstil, den Mitarbeitern weitgehende

Freiheit zu lassen, hat sicher wesentlich dazu beigetragen, dass so

viele aus seiner Gruppe erfolgreich die akademische Laufbahn einschlugen.

Seit seiner Studentenzeit hat sich Georg Hohlneicher aktiv in der

Hochschulpolitik engagiert. Der ASTA der TH München und ein Sitz

im Senat der TH als Nichtordinarienvertreter waren seine ersten

Ämter, denen noch viele folgen sollten. An der Universität zu Köln

bekleidete er das Amt des Dekans der Naturwissenschaftlichen

Fakultät (1978–1980), war Ende der 80er Jahre als erster Leiter an

der damals neu errichteten Arbeitsstelle Forschungstransfer richtungsweisend

beteiligt, war mehrfach Wahlsenator und von 1993–1998

wissenschaftlicher Direktor des Rechenzentrums. Den Fachausschuss

Molekülphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

leitete er von 1973–1976. In den Jahren 1980–1983 war er Mitglied

des ständigen Ausschusses der Bunsengesellschaft, von 1979–1982

Sprecher der Konferenz der Fachbereiche Chemie an den wissenschaftlichen

Hochschulen der Bundesrepublik, von 1994–1998 Vorsitzender

bzw. stellvertretender Vorsitzender des Mathematisch-

Naturwissenschaftlichen Fakultätentages. Sein besonderes Engagement

galt der Gestaltung und Reform des Chemiestudiums, sei es als

Leiter der Unterichtskommission der Bunsengesellschaft (1976–1978

und 1996–2000), als Mitglied der Studienreformkonferenz des Landes

Nordrhein-Westfalen (1980–1986) oder als Vorsitzender der Fachkommission

Chemie bei der dortigen Landesrektorenkonferenz

(1994–1998). Seit 1998 ist er Mitglied der GDCh-Kommission zur

Neuordnung des Chemiestudiums, und seit 2000 im Vorstand der

Akkreditierungsagentur Chemie.

Georg Hohlneicher ist ein eifriger Sportler. Neben den bayerischen

Sportarten wie Skifahren und Bergsteigen betreibt er – nicht erst seit

der Kölner Zeit – intensiv Tennis. Mehrfach hat er die Vereinsmeisterschaft

in seinem Weidener Verein errungen. Den Diplomanden und

Doktoranden der frühen Kölner Zeit sind die regelmäßigen Tischtennisrunden

zur Auflockerung nach dem Mittagessen noch in guter

Erinnerung. In späteren Jahren entdeckte er seine Liebe zum Golfspiel.

Den risikoreicheren Sport des Wildwasser-Kanufahrens hat er

allerdings seit geraumer Zeit nicht weiter verfolgt. So wünschen wir

ihm, dass er noch lange fit und gesund bleibt, um nach der Übergabe

des Lehrstuhls an seinen Nachfolger seinen vielfältigen Interessen

nachgehen zu können.

Bernhard Dick

54 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Nachrichten

Charge Transfer at Conducting Polymers: Fundamental and Applications

81. Bunsen-Kolloquium

September 21–23, 2002 in Dresden

The promise of conducting polymers is to combine the chemical, electrochemical, electronically, mechanical and processing properties

of polymeric materials with the electric behaviour of metals or semiconductors to create new synthetic metals with desired property profiles

and charge transfer properties.

This meeting is devoted to all aspects of charge transfer at conducting polymers. The resulting changes in electrochemical, chemical and

electronic structure and their influence on the properties get special attention. Electrochemical, chemical and physical as well as theoretical

considerations are presented in the scientific programme.

The main topics:

• Theory of conducting polymers • Electrochemistry and spectroelectrochemistry of conducting polymers

• Spectroscopy at charge states in conducting polymers • Recent and future applications of conducting polymers

Submission and information

17th International Symposium on Gas Kinetics

24th–29th August 2002, University of Essen, Germany

Scientific Programme

The scientific programme of the Symposium will cover the subject areas:

• Dynamics of Elementary Reactions • Energy Transfer

• Atmospheric Chemistry • Chemistry in Exotic/Extreme Enviroments

• Combustion and Plasmas

Confirmed invited speakers include:

• Prof. Mike Ashfold (University of Bristol) • Prof. Gerard Meijer (University of Nijmegen)

• Prof. David Clary (University College London) • Prof. Stan Sander (NASA/JPL Pasadena)

• Prof. H. Floyd Davis (Cornell University) • Prof. Ian W. M. Smith (University of Birmingham)

• Prof. Horst Hippler (University of Karlsruhe)

The 2002 Polanyi Lecture will be presented by Prof. Gus Hancock (University of Oxford) and is entitled:

Laser Kinetics: from Dyes to Diodes

Organization

The Symposium is jointly organized by:

• Gas Kinetics Group of the Faraday Division of the Royal Society of Chemistry

Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie

• University of Essen

Members of the international organising committee include:

R. A. Cox (Cambridge), D. E. Heard (Leeds), A. Orr-Ewing (Bristol), M. Levy (Newcastle), K. McKendrick (Heriot-Watt, Edinburgh),

D. M. Rowley (London), I. R. Sims (Birmingham), J. Troe (Göttingen), J. Warnatz (Heidelberg), J. Wolfrum (Heidelberg), R. Zellner

(Essen)

Members of the local organizing committee include:

E.-P. Röth (Symposium secretary), P. Behr, G. Gleitsmann, A. Hoffmann, O. Rotzoll, S. Seisel, H. Somnitz, R. Zellner

Further and up to date information about the Symposium, including the registration procedure and the detailed programme, is available

on the Symposium web site:

http://www.uni-essen.de/gaskinetics

Deadline for abstract submission and full registration: 12th April 2002

Contact address:

Dr. Lothar Dunsch, IFW Dresden e.V., Helmholtzstraße 20, D-01069 Dresden, Germany, Phone: +49-351-4659-660

Fax: +49-351-4659-745, E-Mail: bunsen81st@ifw-dresden.de

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 55


Nachrichten

Complex Oxides:

Defect Chemistry, Transport and Chemical Reaction

78th International Bunsen Discussion Meeting

In honour of the 70th birthday of Hermann Schmalzried

Vaals (near Aachen), The Netherlands, October 6–9, 2002

Oxides have an increasingly important impact on materials science and technology. Oxide coatings in high temperature corrosion,

oxide-ion conducting materials for SOFC, mixed-conducting oxides for oxygen separation, high temperature superconductors, ferroelectric

and dielectric oxides are but a few examples. The oxides employed in these applications are complex oxides, i.e., multi-component

materials or oxides with complex crystal structures featuring more than one cation sublattice. The properties of complex oxides

are predominantly governed by the thermodynamics and kinetics of point defects. In recent years, there has been considerable effort

to understand and control defect chemistry, transport and chemical reaction in these oxides, both experimentally and theoretically. The

meeting will provide an excellent opportunity to present latest results in the fast-growing area of complex oxides.

MEETING FORMAT

The meeting will be of medium size with about 100 participants. To enhance discussions, there will be no parallel sessions.

In addition to the invited lectures there will be contributed oral and poster presentations.

TOPICS

Oral and poster contributions are invited in the following areas related to complex oxides:

• Theoretical aspects • Transport

• Defects • Solid state reactions

• Diffusion • Devices and Applications

LIST OF KEYNOTE SPEAKERS

R. Dieckmann (USA) J. Mizusaki (Japan)

M.S. Islam (UK) T. Norby (Norway)

J. Maier (Germany) H.-I. Yoo (South Korea)

ORGANIZING COMMITTEE

J. Janek (Giessen), K.-D. Becker (Braunschweig), M. Martin (Aachen)

CONFERENCE PROCEEDINGS

Publication of the conference proceedings in “Physical Chemistry Chemical Physics PCCP, A Journal of the European Chemical

Societies” is planned.

DEADLINES

Submission of abstracts: May 1, 2002

Registration: July 1, 2002

Registration fees due: August 1, 2002

Detailed information for your registration and guidelines for the preparation of abstracts are available on our website:

www.rwth-aachen.de/pci/bunsen78/registration.htm

56 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


Ehrungen und Auszeichnungen

Dr. Michael Fechtelkord am Institut für Mineralogie

der Universität Hannover, Mitglied

der Bunsen-Gesellschaft, erhielt die venia

legendi für Mineralogie und Kristallographie.

Prof. Dr. G. Hoogers, Brennstoffzellen und

Wasserstofftechnologie am Umwelt-Campus

Birkenfeld (FH Trier), Dekan des Fachbereichs

Umweltplanung/-technik und Visiting

Reader an der University of Southampton,

Mitglied der Bunsen-Gesellschaft, wurde

gemeinsam mit der Fa. Wolfgang Loch der

Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2001 für die

Kooperation zur Entwicklung von Bipolarplatten

für Brennstoffzellen verliehen.

Geburtstage im März 2002

Prof. Dr. Jürgen P. Pohl, Dortmund:

60. Geburtstag am 10. März

Prof. Dr. Josef Friedrich, Freising:

60. Geburtstag am 19. März

Dr. Horst Gonska, Köln:

60. Geburtstag am 22. März

Dr. Gerhard Platz, Bayreuth:

60. Geburtstag am 22. März

Dr. Viktor Kober, Jekaterinenburg:

60. Geburtstag am 25. März

Dr. Peter Joerg Plath, Bremen:

60. Geburtstag am 27. März

Prof. Dr. Ing. Günter Borchardt, Clausthal-

Zellerfeld: 60. Geburtstag am 28. März

Prof. Dr. Georg Hohlneicher, Köln:

65. Geburtstag am 13. März

Dr. Günter Baur, Freiburg:

65. Geburtstag am 27. März

Dr. Joseph Jen, Göttingen:

70. Geburtstag am 25. März

Prof. Dr. Alfred Kolbe, Kaltenmark:

70. Geburtstag am 26. März

Prof. Dr. Kurt Hedden, Karlsruhe:

75. Geburtstag am 8. März

Prof. Dr. Horst Tobias Witt, Berlin:

80. Geburtstag am 1. März

Prof. Dr. Hans Wever, Berlin:

80. Geburtstag am 13. März

Prof. Dr. Karl Kordesch, Graz:

80. Geburtstag am 18. März

Geburtstage im April 2002

Prof. Dr. Brigitte Eisenmann, Darmstadt:

60. Geburtstag am 10. April

Dr. Guido Ellinghorst, Bremen:

60. Geburtstag am 18. April

Dr. Wolf Basler, Hamburg:

60. Geburtstag am 19. April

Prof. Dr. Ing. Johann Gaube, Darmstadt:

70. Geburtstag am 3. April

Dr. Ursula Hofacker, München:

70. Geburtstag am 27. April

Prof. Dr.-Ing. Rolf Lacmann, Braunschweig:

75. Geburtstag am 4. April

Dr. Lutz Rohrschneider, Münster:

75. Geburtstag am 17. April

Prof. Dr. Ferdinand von Sturm, Biberbach:

75. Geburtstag am 21. April

Prof. Dr. Heinz Harnisch, Kall-Benenberg:

75. Geburtstag am 24. April

Todesfälle

Dr. Bernhard Nickel, Göttingen,

im Alter von 66 Jahren

Neuanmeldungen

zur Mitgliedschaft

Nr. 78331 Degussa AG, Bennigsenplatz 1,

40474 Düsseldorf (Weiterführung

Goldschmidt AG)

Nr. 78332 Benjamin-Louis Kniep, Wupperstr.

26 A, 40764 Langenfeld (durch

K. D. Becker)

Nr. 78333 Dr. Götz Gleitsmann, Inrather Str.

5, 47798 Krefeld (durch R. Zellner)

Nr. 78334 Dr. Erik Bründermann, Ruhr-Universität

Bochum, Physikalische

Chemie II, NC 7-68, Universitätsstraße

150, 44780 Bochum (durch

Martina Havenith-Newen)

Nr. 78335 Marcus Weimann, Universität

Göttingen, Institut für Physikalische

Chemie, Tammanstr. 6, 37077

Göttingen (durch M. Suhm)

Nr. 78336 Dr. habil. Martin Georg Schütz,

Universität Stuttgart, Institut für

Theoretische Chemie, Pfaffenwaldring

55, 70569 Stuttgart

Nr. 78337 Dr. Cosima Stubenrauch, Universität

zu Köln, Institut für Physikalische

Chemie, Luxemburger Str. 116,

50939 Köln (durch P. Uhrmeister)

Nr. 78338 Frank Schulte, Silberhecke 12,

44265 Dortmund (durch R. Ludwig)

Nr. 78339 Dipl.-Chem. Karsten Vogtt, vonder-Recke-Str.

5, 44137 Dortmund

(durch R. Winter)

Nr. 78340 Silke Poellmann, Anton-Bruckner-

Straße 42, 91052 Erlangen (durch

D. Borgmann)

Nr. 78341 Nadine Summa, Wichern 14,

91052 Erlangen (durch D. Borgmann)

Nachrichten

Nr. 78342 Christian Papp, Marlowsteiner

Str. 14A, 91080 Uttenreuth (durch

D. Borgmann)

Nr. 78343 Dipl.-Chem. Gerd Trachta, Nelkenstr.

1, 91244 Reichenschwand

(durch S. Schneider)

Nr. 78344 Dipl.-Chem. Markus Stieger, Universität

Kiel, Institut für Physikalische

Chemie, Olshausenstr. 40,

24098 Kiel (durch W. Richtering)

Nr. 78345 Dipl.-Chem. Ingo Berndt, Universität

Kiel, Institut für Physikalische

Chemie, Olshausenstr. 40,

24098 Kiel (durch W. Richtering)

Nr. 78346 Florian Nettesheim, Christian-Albrechts-Universität

zu Kiel, Institut

für Physikalische Chemie,

Olshausenstr. 40, 24098 Kiel

(durch W. Richtering)

Nr. 78347 Prof. Dr. Karl-Heinz Gericke,

TU-Braunschweig, Institut für

Physikalische und Theoretische

Chemie, Hans-Sommer-Str. 10,

38106 Braunschweig (H. Behret)

Nr. 78348 Christoph Gimmler, Universität

Hamburg, Institut für Physikalische

Chemie, Bundesstr. 45,

20146 Hamburg (durch H. Weller)

Nr. 78349 Dipl.-Chem. Michael Schwan,

Universität zu Köln, Institut für

Physikalische Chemie, Luxemburger

Str. 116, 50939 Köln (durch

P. Uhrmeister)

Nr. 78350 Dipl.-Chem. Judith Schlarmann,

Universität zu Köln, Institut für

Physikalische Chemie, Luxemburger

Str. 116, 50939 Köln (durch

P. Uhrmeister)

Nr. 78351 Martin Gotter, Universität zu

Köln, Institut für Physikalische

Chemie, Luxemburger Str. 116,

50939 Köln (durch P. Uhrmeister)

Nr. 78352 Björn Fischer, Universität zu

Köln, Institut für Physikalische

Chemie, Luxemburger Str. 116,

50939 Köln (durch Th. Kraska)

Nr. 78353 Torsten Köcher, von-der-Horst-Str.

6, 24118 Kiel (durch F. Temps)

Nr. 78354 Lars Hoffmann, An der Schneise

38, 13503 Berlin (durch H. Baumgärtel)

Nr. 78355 Prof. Dr. Herbert Over, Justus-

Liebig-Universität Gießen, Institut

für Physikalische Chemie, Heinrich-Buff-Ring

58, 35392 Gießen

(durch J. Janek)

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 57


Nachrichten

Nr. 78356 Dr. Leo van Wüllen, Max-Planck-

Institut für Festkörperforschung,

Heisenbergstr. 1, 70569 Stuttgart

(durch H. Behret)

Nr. 78357 Dr.-Ing. Henning Wöhler, autronic-MELCHERS

GmbH, An der

Rossweid 18, 76229 Karlsruhe

(Flüssigkristall-Gesellschaft)

Nr. 78358 Dr. Johannes Duyster, autronic

MELCHERS GmbH, An der

Rossweid 18, 76229 Karlsruhe

(Flüssigkristall-Gesellschaft)

Nr. 78359 Priv.-Doz. Dr. Guntram Rauhut,

Universität Stuttgart, Institut für

Theoretische Chemie, Pfaffenwaldring

55, 70569 Stuttgart (AG

Theoretische Chemie)

Nr. 78360 Dr. Markus Reiher, Universität

Erlangen-Nürnberg, Institut für

Physikalische und Theoretische

Chemie, Egerlandstr. 3, 91058 Erlangen

(AG Theoretische Chemie)

Nr. 78361 John De Roche, Universität

Regensburg, Institut für Physikalische

und Theoretische Chemie,

93040 Regensburg (durch W.

Kunz)

Nr. 78362 Thomas Wielpütz, Universität

Köln, Luxemburger Str. 116,

50939 Köln (durch P. Uhrmeister)

Nr. 78363 Dr. Albert A. Ruth, Department

of Chemistry, National University

of Ireland, University College

Cork, IRL- Cork (durch J. Troe)

Nr. 78364 Helmut Brand, Universität Bayreuth,

Physikalisches Institut,

95440 Bayreuth (Flüssigkristall-

Gesellschaft)

Nr. 78365 Dipl.-Ing. Harald Muckenhuber,

Weinheberstr. 14, A-3730 Eggenburg,

Österreich (durch E. Knözinger)

Veranstaltungen/Events

Tagungen der Deutschen

Bunsen-Gesellschaft

Bunsentagung Hauptversammlung 2002

Thema: „Kern- und Elektronenspins als

dynamische und kinetische Sonden“

9.–11. Mai 2002 in Potsdam

Wissenschaftliche Vorbereitung:

H. Eckert, Münster; H. H. Limbach, Berlin;

E. Roduner, Stuttgart

Organisatorische Vorbereitung:

H.-G. Löhmannsröben, Potsdam

Weitere Informationen:

http://www.chem.uni-potsdam.de/bunsentagung/

(Programm in diesem Heft)

Bunsentagung Hauptversammlung 2003

Thema: „Sensorik“

29.–31. Mai 2003, Kiel

Wissenschaftliche Vorbereitung:

Chr. Ziegler, Kaiserslautern; J. Maier,

Stuttgart; H.-D. Wiemhöfer, Münster

Organisatorische Vorbereitung: F. Temps,

J. Grothemeyer, Kiel; Richtering, Berlin

Bunsentagung Hauptversammlung 2004

Thema: „Biomolekulare Grenzflächen“

20.–22. Mai 2004, Dresden

Wissenschaftliche Vorbereitung:

A. Blume, Halle; R. Winter, Dortmund

Organisatorische Vorbereitung:

Th. Wolff, Dresden

Informationen zu den Bunsentagungen:

Geschäftsstelle der Deutschen Bunsen-

Gesellschaft

Joint Meeting 2002 of

Deutsche Bunsen-Gesellschaft

für Physikalische Chemie

Koninklijke Nederlandse Chemische

Vereniging

The Royal Society of Chemistry –

Faraday Division

Società Chimica Italiana –

Divisione di Chimica Fisica

Société Française de Chimie –

Division de Chimie Physique -

Faraday Discussion No: 121

„The Dynamic Electrode Surface“

Fritz-Haber-Institute Berlin,

15–17 April 2002

Scientific Organization:

K. Doblhofer, Berlin; P.A. Unwin,

Coventry, UK, Coventry, UK,

E-Mail: p.r.unwin@warwick.ac.uk

Information:

The Royal Society of Chemistry/Faraday

Division, Burlington House, Piccadilly,

London W1V 0BN UK

Internet: http://www.rsc.org/conferences

(1st Circular Heft 5/2001)

78 th International

Bunsen Discussion Meeting

„Complex Oxides: Defect Chemistry,

Transport and Chemical Reaction“

October 2002, Aachen

Scientific Organization:

K. D. Becker (Braunschweig), J. Janek

(Gießen), M. Martin (Aachen)

80 th International

Bunsen Discussion Meeting

„IR-Spektroskopie in Biologie und Medizin“

2003, Jena

Scientific Organization: J. Popp (Würzburg)

81. Bunsen-Kolloquium

21.–23. September 2002, Dresden

Thema: „Charge Transfer at Conducting

Polymers: Fundamentals and Applications“

Wissenschaftliche Vorbereitung:

L. Dunsch (Dresden)

Ausführliche Informationen im Internet:

www.ifw-dresden.de

(Ankündigung in diesem Heft)

83. Bunsen-Kolloquium

26.–28. Juni 2002, Berlin

Electrode Kinetics: New Developments

– 2. Gerischer-Symposium

Organisation:

Deutsche Bunsen-Gesellschaft unter

Mitwirkung der Gesellschaft Deutscher

Chemiker (Fachgruppe Angew. Elektrochemie)

und der DECHEMA

Wissenschaftliche Vorbereitung:

K. Jüttner (Frankfurt), D. M. Kolb (Ulm),

J. W. Schultze (Düsseldorf)

Information:

http://www.uni-ulm.de/ge-symp/;

E-Mail: constanze.lenz@chemie.uni-ulm.de

(Einladung Heft 6/2001)

30. Freiburger Arbeitstagung

Flüssigkristalle

20.–22. März 2002, Freiburg

Chemisches Institut der Universität Freiburg

Organisation: Deutschen Flüssigkristall-

Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft in der

Deutschen Bunsen-Gesellschaft

Information: Sekretariat FRLC 2002,

c/o Prof. Dr. G. Strobl, Albert-Ludwigs-

Universität, Fakultät für Physik, Hermann-

Herder-Str. 3, 79104 Freiburg,

Tel.: 07 61/2 03 57 90, Fax: 07 61/2 03 58 55,

E-Mail:skorek@uni-freiburg.de

Aktualisierte Informationen:

http://FRSL06.physik.uni-freiburg.de/frlc/

17th IUPAC Conference on Chemical

Thermodynamics

in Kooperation mit der Deutschen Bunsen-

Gesellschaft

28. Juli–2. August 2002, Rostock

Organisation:

A. Heintz, E. Vogel (Rostock)

Information:

andreas.heintz@chemie.uni-rostock.de/

eckhard.vogel@chemie.uni-rostock.de/

http://icct.chemie.uni-rostock.de

17th International Symposium

on Gas Kinetics

in Kooperation mit der Deutschen Bunsen-

Gesellschaft

24–29 August 2002, University Essen

Information: http://uni-essen.de/gaskinetics

(Ankündigung in diesem Heft)

58 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


38th Symposium

for Theoretical Chemistry

25–29 August 2002, Bremen,

International University Bremen

„Electron Transfer and Femtosecond

Spectroscopy“

Organization: M. Schreiber,

U. Kleinekathöfer (Chemnitz/ Bremen)

Information: E-Mail: stc2002@iu-bremen.de

Internet: http://www.iu-bremen.de/STC2002/

Euroanalysis 12 – European Conference

on Analytical Chemistry

8.–13. September 2002, Dortmund

Organisation: Gesellschaft Deutscher

Chemiker unter Mitwirkung der Deutschen

Bunsen-Gesellschaft

Information: http://www.euroanalysis.de

ISE 2002: Electrochemical Science and

Engineering

Electrochemistry in Molecular and

Microscopic Dimensions

53rd Annual Meeting of the International

Society of Electrochemistry

Symposium 6: 4th International Symposium

on Electrochemical Micro- and Nanosystem

Technologies jointly organized with GDCh-

Fachgruppe Angewandte Elektrochemie,

cosponsered by DBG

15.–20. September 2002, Düsseldorf

Information: www.dechema.de/ISE

Weitere Versammlungen und

Veranstaltungen

GVC/DECHEMA-Jahrestagung 2002

mit Firmenpräsentation Biotechnologie

11.–13. Juni 2002, Wiesbaden

Weitere Informationen:

DECHEMA e.V., Frau Müller,

Tel.: (0 69) 75 64-242/-333,

Fax: (0 69) 75 64-441

E-Mail: jt2002@dechema.de,

Internet: www.dechema.de/jt

Faraday Discussion No: 122

„Time-Resolved Chemistry:

From Structure to Function“

12–26 June 2002, Hulme Hall,

University of Manchester, UK

Information:

Christine Hall, FD122, Conferences &

Awards, Royal Society of Chemistry,

Burlington House, Piccadilly,

London W1J 0BA UK,

E-Mail: hallc@rsc.org

Perspectives and Prospects in Catalysis

Symposium to Mark the 70th Birthday

of Sir John Meurig Thomas

3–5 September 2002,

The Roayal Institution, London

Information: conferences@rsc.org

3rd International Conference on

Inorganic Materials

8.–11. September 2002, Konstanz

Information:

Prof. Dr. Martin Jansen, Max-Planck-

Institut für Festkörperforschung,

Heisenbergstraße 1, 70569 Stuttgart,

Tel.: +49-711-689-1500,

Fax: +49-711-689-1502,

E-Mail: martin@jansen.mpi-stuttgart.mpg.de

Materialica 2002

5. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen

Oberflächen und Product

Engineering mit Kongress MATERIALS

WEEK

30.9.–2.10 2002, München,

Informationen:

info@materialica.de; www.materialica.de

SPICA 2002: International Symposium

on Preparative and Industrial Chromatography

and Allied Techniques

6–9 October 2002, Heidelberg

Under the Auspices of Gesellschaft

Deutscher Chemiker, Société Francaise de

Chimie, Neue Schweizerische Chemische

Gesellschaft

Information: www.dechema.de/spica

Green Solvents for Catalysis –

Environmentally Benign Reaction Media

13–16 October 2002, Bruchsal

Information: /www.dechema.de/gsfc2002

39th IUPAC Congress and

86th Conference of The Canadia Society

for Chemistry

Chemistry at the Interfaces

10–15 August 2003, Ottawa

Information: www.nrc.ca/confserv/iupac2003

11th European Congress on Biotechnology

24–29 August 2003, Basel

Information:

www.efbweb.org; efb@dechema.de

Verschiedenes

Deutscher Zukunftspreis 2002

– Preis des Bundespräsidenten

für Technik und Innovation –

Bundespräsident Johannes Rau hat am 29.

November 2001 in Berlin zum fünften Mal

den Deutschen Zukunftspreis verliehen. Die

Verleihung wurde wiederum im Fernsehen

übertragen.

Auch für 2002 ist der Deutsche Verband

technisch-wissenschaftlicher Vereine berechtigt,

der Jury potenzielle Preisträgerund

Preisträgerinnen vorzuschlagen. Jeder

Vorschlag sollte enthalten:

• eine Beschreibung zur zukunftweisenden

Technik und der herausragenden Innovati-

Nachrichten

on in einer fachlich ausreichend detaillierten

und allgemein gut verständlichen Form,

• einen Vergleich zum Stand der Technik

und marktüblichen Lieferung und Leistungen,

• die Bezüge zu den Preiszielen nach Absatz

2 der Statuten,

• Aussagen zu den Auswahlkriterien nach

Absatz 3 der Statuten,

• eine Aufstellung der Patente und Patentanmeldungen

sowie wichtiger Veröffentlichungen

hierzu,

• Angaben zur Person des/der Kandidaten.

Es können sowohl Einzelpersonen als auch

Personengruppen – vor allem auch kleinere

innovative Unternehmen – vorgeschlagen

werden.

Das Kuratorium hat die Preisverleihung

2002 um Vorschläge bis zum 30. April 2002

gebeten. Die Deutsche Bunsen-Gesellschaft

ist Mitglied des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher

Vereine (DVT).

Vorschläge können in 14-facher Ausfertigung

bis zum 15. April 2002 unmittelbar an

die Geschäftsstelle des DVT gerichtet werden.

Weitere Informationen:

dvt@vdi.de; info@deutscher-zukunftspreis.de

Internet: www.deutscher-zukunftspreis.de

Request to biotechnology

experts to participate in the “Ask

the Scientist” Q & A project

The EFB Task Group on Public Perceptions

of Biotechnology has started a new endeavor

funded by the European Commission to stimulate

communication between scientists

and the public. I am setting up the new Task

Group website and would like to invite you

as a professional in the field of biotechnology

to consider participating in this “Ask the

Scientist” project. Questions on biotechnology

asked by members of the public though

the Internet will be sent to experts, answered

by them and also stored in an online Q & A

database.

Information:

EFB Task Group on Public Perceptions of

Biotechnology

E-Mail: efb.cbc@tnw.tudelft.nl

Pierre Crabbé IOCD-Prize

The International Organization for Chemical

Sciences in Development (IOCD), on

the occasion of its 20th anniversary, has

announced the establishment of the Pierre

Crabbé-IOCD Prize. Details on the web

site: http://www.chemsoc.org/networks/

ENC/news.htm

Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002 59


GDCh

JungChemikerForum

Networking in Köln und Aachen

Überall Globalisierung: Global agierende

Konzerne kämpfen um Marktanteile in globalen

Märkten, globale Aktienmärkte halten

uns in Atem und die Global Player erwarten

von ihren Mitarbeitern, sich in diesem „globalen

Dorf“ zurechtzufinden. An den meisten

chemischen Instituten hingegen kennt

man diese Hektik nicht, hier kocht jeder sein

lokales Süppchen, welches in seinen Augen

natürlich das einzig heilbringende ist.

Will er während des Studiums Auslandserfahrung,

die von der Industrie ja so gern

gesehen wird, sammeln, so steht der moderne

Student plötzlich recht einsam da. An Möglichkeiten

mag es da gar nicht so sehr mangeln,

viel mehr an der Sicherheit, dass das

im Ausland Erfahrene und Gelernte in der

Heimat auch anerkannt wird. So erfordert

ein erfolgreiches Semester im Ausland meist

die doppelte Zeit an Vorbereitung. Doch wer

glaubt, dies sei ein typisch deutsches Problem,

der irrt: Es ist ironischer Weise ein

globales Problem.

Das JungChemikerForum der Gesellschaft

Deutscher Chemiker sieht dieses Problem

schon seit langem und ist schon seit einiger

Zeit dabei, den interessierten Studenten bei

ihren Exkursionen in die Welt zu helfen. So

gibt es schon das Netz der Auslandstutoren,

die Ratsuchenden mit Kenntnissen aus dem

eigenen Erfahrungsschatz helfen. Doch dies

ist nur ein kleiner Schritt. Das Hauptproblem

besteht nach wie vor, und es wäre vermessen

zu glauben, man könnte es im Handstreich

lösen. Nichtsdestotrotz kann das JCF zur

Lösung beitragen. Einer dieser Versuche

wird am Rande der diesjährigen Chemiedozententagung

in Köln stattfinden. Zehn

junge Chemikerinnen und Chemiker aus

Amerika sind vom JCF eingeladen worden

nach Deutschland zu kommen, um mit

amerikanischen und deutschen Professoren

und Studenten über die Studiensysteme der

jeweiligen Länder zu diskutieren und Möglichkeiten

des Austausches zu prüfen.

Grundlage eines Austausches ist das Verständnis

des anderen Systems. Die Systeme

werden im ersten Teil dieses „International

Careers for Young Chemists“ betitelten

Symposium vorgestellt und verglichen. Anschließend

wird es um die Frage gehen,

welche Chancen im Arbeitsmarkt für die

Absolventen der verschiedenen Systeme

bestehen. Welche Ansprüche stellt ein amerikanisches

Unternehmen an deutsche Bewerber?

Welche Chancen haben die Amerikaner

hier? Das JCF Köln richtet dieses

spannende Symposium aus und lädt alle

Interessierten ganz herzlich ein, an diesen

Podiumsdiskussionen teilzunehmen.

Doch das ist nicht die einzige Aktion des

JCF hin zu mehr Austausch. So hat das

JCF Aachen zur „Euregionale“ eingeladen.

Hier können JungChemiker aus Deutschland,

Belgien und den Niederlanden, aber

auch Interessierte aus dem übrigen Europa,

an dem ersten Internationalen Jungchemikerkongress

teilnehmen und dort

ihre Forschungsergebnisse vorstellen. Im

März treffen sich in Aachen die jungen

Chemikerinnen und Chemiker, um ganz

ohne den Druck der „Großen“, zu üben,

vor einem chemisch gebildeten Publikum

vorzutragen. Zusätzlich gibt es sogar

Geldpreise in nicht unbeträchtlicher Höhe

für den besten Vortrag und das beste

Poster.

Die Bundessprecher des JCF haben schon

mit den anderen chemischen Gesellschaften

Europas Kontakt aufgenommen, um die

Zusammenarbeit mit den jeweiligen

JungChemikern längerfristig auf solide

Füße zu stellen. Diese Ansätze werden

einen substanziellen Beitrag zur Erniedrigung

der „Aktivierungsenergie“ bei Auslandsaufenthalten

liefern, schließlich ist

die Chemie schon kompliziert genug.

Tagungsstipendien für junge

WissenschaftlerInnen

Die Karl-Ziegler-Stiftung bei der

GDCh vergibt Teilreisestipendien für

Doktorand(inn)en zur aktiven Teilnahme

(Vortrag oder Poster) an Tagungen

der GDCh und solchen Tagungen, an

denen die GDCh beteiligt ist.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt

dieses Jahr bei der früheren Jahrestagung

unserer französischen Schwestergesellschaft

SFC, die im Rahmen

unserer europäischen Kooperation beschlossen

hat, diese Tagung zu einem

Pilotprojekt „Grand European Conference

of Chemical Societies“ fortzuentwickeln.

Die Tagung findet vom 8. bis

11. Juli in Toulouse statt.

Alle Einzelheiten und (ausschließliche)

Online-Anmeldung unter:

www.sfceurochem.org

60 Bunsen-Magazin · 4. Jahrgang · 2/2002


In der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Albert-Ludwigs-

Universität Freiburg ist zum WS 2002/2003 eine

C3-Professur für Physikalische Chemie/

Makromolekulare Chemie –

Lehrexport Chemie in die Fakultät

für Angewandte Wissenschaften

zu besetzen.

Zu den Aufgaben gehört die Beteiligung an der Lehre im Fach

Physikalische Chemie und im Lehrexport zur Mikrosystemtechnik.

Die Forschungsaktivitäten sollen im Bereich der Polymerwissenschaften

liegen (Polymeranalytik, Kolloidchemie, Charakterisierung

von Nanosystemen).

Die Universität Freiburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in

Forschung und Lehre an und fordert daher entsprechend qualifizierte

Wissenschaftlerinnen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.

Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum

12.04.2002 zu richten an den Dekan der Fakultät für Chemie und

Pharmazie der Universität Freiburg, Albertstr. 21a, 79104 Freiburg.


PCCP

Physical Chemistry Chemical Physics

Readership: Research workers in the fields of physical chemistry, chemical physics

and biophysical chemistry in both academic institutions and industry.

■ Fast times to publication - 16 weeks

■ Free e-mail alerting service for readers

■ Advance Articles on the web, typically

4-6 weeks prior to publication

■ Free site-wide online access with an

institutional rate print subscription

This journal was formed by the merger of the leading European journals

of physical chemistry: Faraday Transactions and Berichte der

Bunsen-Gesellschaft, and is jointly owned by the Royal Society of

Chemistry, the Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische

Chemie and the chemical societies of Denmark, Finland, Ireland, Israel, Italy, The Netherlands, Norway, Poland,

Spain, Sweden and Switzerland. It is one of the world’s most important journals for the publication of original

work in physical chemistry and chemical physics.

Publication of full papers is rapid, typically 16 weeks from receipt of manuscripts. Also included are PCCP

Invited Articles, topical articles which are of interest to the broad readership of the journal, PCCP

Communications for the rapid publication of important new work, typically published within 6 weeks

of receipt, and PCCP Comments , a medium for the discussion and exchange of scientific opinions.

24 issues a year

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ISSN 1463-9076

£1,353.00/$2,255.00

Online

ISSN 1463-9084

£1,353.00/$2,255.00

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