zine #1 DE
Dieses Zine ist das Ergebnis des studentischen Forschungsprojekts "Kontaminiert werden. Forschen in den Ruinen der Reinheit" von Jann Mausen und Jonas Möller im Wintersemester 2022/23 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Wir danken allen Teilnehmenden des X-Tutorials: Alena Trapp, Anna Eckert, Antonia Lembcke, Belinda Rhein, Berta Fischer, Bianca Karsch, Caitlin Mulligan, Daniel Geiling, Emma Baustert, Jul Neetz, Laura Ofschanni, Lauren Felten, Lena Löhnert, Leo Grösch, Lisa Grof, Lola Gnädiger, Lotte Thierbach, Maja Poppe, Melanie Leuschner, Nelson Wilhelm, Niklas Wobbe und Tizian Schneider und unseren Gästen: Prof. Sandra Bartoli, Jeanne Astrup-Chauvaux, Cornelia Ertl und Yann Colonna. Die Durchführung dieses Projekts wurde von dem Student Research Opportunities Programx (StuROPx) der Berlin University Alliance möglich gemacht.
Dieses Zine ist das Ergebnis des studentischen Forschungsprojekts "Kontaminiert werden. Forschen in den Ruinen der Reinheit" von Jann Mausen und Jonas Möller im Wintersemester 2022/23 an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Wir danken allen Teilnehmenden des X-Tutorials: Alena Trapp, Anna Eckert, Antonia Lembcke, Belinda Rhein, Berta Fischer, Bianca Karsch, Caitlin Mulligan, Daniel Geiling, Emma Baustert, Jul Neetz, Laura Ofschanni, Lauren Felten, Lena Löhnert, Leo Grösch, Lisa Grof, Lola Gnädiger, Lotte Thierbach, Maja Poppe, Melanie Leuschner, Nelson Wilhelm, Niklas Wobbe und Tizian Schneider und unseren Gästen: Prof. Sandra Bartoli, Jeanne Astrup-Chauvaux, Cornelia Ertl und Yann Colonna.
Die Durchführung dieses Projekts wurde von dem Student Research Opportunities Programx (StuROPx) der Berlin University Alliance möglich gemacht.
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Wir interessieren uns dafür, was von diesem
Interesse und dem Anspruch an Naturschutz
in der Stadt übrig geblieben ist und welche
politischen Konflikte heutzutage um die
Stadtnatur geführt werden.
Das X-Tutorial sucht nach vorsichtigen und
ethischen Forschungspraktiken, die Stadtnaturen
und deren Vegetation nicht allein als
Forschungsobjekt stilisiert. 7 In diesem Sinne
wird das Werden zu einem Modus der Forschung.
Im Anthropozän leben Pflanzen in
einer von menschlicher Aktivität dominierten
Umwelt. Landwirtschaftliche Flächen sind
von Plantagen und Monokulturen geprägt. In
Berlin bestimmen Biodiversitätsstrategien,
Naturschutz aber auch die Stadtreinigung
und Grünflächenpflege, welche Pflanzen wo
wachsen dürfen. Daran anschließend interessieren
wir uns für den Begriff des Werdens
als eine Art des Minoritär-Werdens in einem
majoritären System nach Deleuze und Guattari.
8 Das Pflanze-Werden beschreibt Praktiken
des (Über-)Lebens in einem zunächst
fremden Raum, der sie unterdrückt. Sie subvertieren
Bedeutung von Stadtraum, indem
sie sich diesen aneignen. 9 Wir besprechen
die Möglichkeit eines Pflanze-Werdens. Wie
können wir heterogene Allianzen mit Pflanzen
eingehen und uns in ihre Milieus nicht-individueller
Kommunikation verflechten? 10 Was
ist das nicht-menschliche Vegetabile in uns? 11
Vegetieren wird gemeinhin negativ konnotiert.
Aber wie sieht ein Vegetieren in der
Stadt wirklich aus?
12
Mit Donna Haraway denken wir den Begriff
des Werden auch als Mit-Werden. Das
impliziert ein ethisches Verhältnis zu den
Mit-Produzenten:innen geteilter Umwelten.
Wir suchen zwischen Praktiken der Reinigung
und solchen der Verunreinigung nach dem