01.03.2023 Aufrufe

Berliner Ratgeber Inklusion für Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen hält die Broschüre wichtige Informationen und Angebote zu verschiedenen Themen des Zusammenlebens in der Hauptstadt bereit. Die Informationen geben Orientierung im Alltag – von Arbeit und Beruf über Mobilität, Steuervorteile, Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Mediennutzung. Für Menschen mit Sehbehinderung steht der Ratgeber dank der Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABAV) als Hörversion zur Verfügung.

Für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen hält die Broschüre wichtige Informationen und Angebote zu verschiedenen Themen des Zusammenlebens in der Hauptstadt bereit. Die Informationen geben Orientierung im Alltag – von Arbeit und Beruf über Mobilität, Steuervorteile, Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Mediennutzung. Für Menschen mit Sehbehinderung steht der Ratgeber dank der Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABAV) als Hörversion zur Verfügung.

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Landesamt<br />

<strong>für</strong> Gesundheit und Soziales<br />

Ausgabe 2023/24 | 23. Jahrgang<br />

AUDIOVERSION<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Ratgeber</strong><br />

<strong>Inklusion</strong><br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>


Volkswagen Zentrum Weißensee<br />

c/o VGRB GmbH<br />

Hansastraße 211 · 13051 Berlin<br />

Beratung. Verkauf. Service.<br />

Wir sind Ihr kompetenter Partner <strong>für</strong><br />

Fahrzeugumbauten <strong>mit</strong> jahrelanger Erfahrung<br />

und vielen Möglichkeiten.<br />

Sprechen Sie uns an.<br />

www.vgrb.berlin<br />

Ihr Ansprechpartner:<br />

Niels Drescher<br />

Tel. 030 962 762 362<br />

niels.drescher@vgrb.berlin


Grußwort<br />

Liebe Leserin, lieber Leser,<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en oder von <strong>Behinderung</strong><br />

bedrohte <strong>Menschen</strong> haben Recht auf Teilhabeleistungen<br />

wie im Sozialgesetzbuch beschrieben. Und zwar auf die<br />

Teilhabeleistungen, die notwendig sind, um die <strong>Behinderung</strong><br />

abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung<br />

zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern.<br />

In der 23. Auflage dieses <strong>Ratgeber</strong>s informieren wir<br />

Sie umfassend über das Schwerbehindertenrecht und<br />

erläutern Ihnen das Anerkennungsverfahren <strong>für</strong> Ihren<br />

Schwerbehindertenstatus und die da<strong>mit</strong> verbundenen<br />

Nachteilsausgleiche. Zusätzlich erhalten Sie Hinweise<br />

zu den vielfältigen Hilfen, Institutionen und Angeboten<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> in Berlin.<br />

Im Jahr 2022 hat das <strong>Berliner</strong> <strong>Inklusion</strong>samt Arbeitgebende und Arbeitnehmende<br />

<strong>mit</strong> 52,1 Mio. Euro unterstützt, um Beschäftigungsverhältnisse schwerbehinderter<br />

und gleichgestellter <strong>Menschen</strong> zu ermöglichen, zu erleichtern<br />

und zu sichern. Die Beschäftigung von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> ist ein<br />

gesamtgesellschaftlicher Auftrag und nutzt allen Seiten. Gerade in Zeiten<br />

des Personalmangels sind Arbeitgeber gut beraten, die Möglichkeiten zur<br />

Beschäftigung von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> auszuschöpfen. Hierbei berät,<br />

begleitet und unterstützt das <strong>Inklusion</strong>samt. <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer anerkannten<br />

Schwerbehinderung können ab sofort einfacher in der <strong>Berliner</strong> Verwaltung<br />

tätig werden. Ein Bezirk, ein Landesamt oder eine Senatsverwaltung kann einen<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> anerkannter Schwerbehinderung oder einer sogenannten<br />

Gleichstellung ohne vorhandene Stelle und ohne freie Mittel beschäftigen.<br />

Persönliche Beratungstermine <strong>für</strong> das Kundencenter können online gebucht<br />

werden. Anfragen können per E-Mail an infoservice@lageso.berlin.de oder<br />

schriftlich an das LAGeSo-Versorgungsamt – Kundencenter: Sächsische<br />

Straße 28, 10707 Berlin gestellt werden. Telefonisch erreichen Sie uns im<br />

Kundencenter über die einheitliche Behördenrufnummer 115. Für gehörlose<br />

und stark hörgeschädigte <strong>Menschen</strong> gibt es eine Gebärdensprechstunde.<br />

Ich hoffe sehr, dass Ihnen die Informationen in diesem <strong>Ratgeber</strong> weiterhelfen.<br />

Den <strong>Ratgeber</strong> gibt es auch in Leichter Sprache. Ich wünsche Ihnen alles<br />

Gute und bleiben Sie gesund!<br />

Ihr<br />

Alexander Straßmeir<br />

Präsident des Landesamtes <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin<br />

3


Grußwort<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

© Anke Iling<br />

eine neue, aktualisierte Auflage des <strong>Berliner</strong> <strong>Ratgeber</strong>s<br />

<strong>Inklusion</strong> <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> liegt vor Ihnen.<br />

Diese Broschüre informiert umfassend über das Schwerbehindertenrecht<br />

und erläutert Ihnen das Anerkennungsverfahren<br />

<strong>für</strong> Ihren Schwerbehindertenstatus und die<br />

da<strong>mit</strong> verbundenen Nachteilsausgleiche. Das Spektrum<br />

der angebotenen Informationen reicht von beruflicher<br />

Teilhabe über Personenbeförderung, Steuervorteile,<br />

Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Mediennutzung. Sie<br />

erhalten Hinweise zu den vielfältigen Hilfen, Institutionen<br />

und Angeboten <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> in Berlin.<br />

Ende 2022 lebten in Berlin 628.893 <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>, davon<br />

408.861 schwerbehindert. 220.032 <strong>Menschen</strong> hatten einen Grad der <strong>Behinderung</strong><br />

von 20 bis 40 Prozent. Für diese <strong>Menschen</strong> stellt das Kundencenter<br />

des Versorgungsamtes jährlich rund 60.000 Schwerbehindertenausweise<br />

aus, verschickt 80.000 Wertmarken <strong>für</strong> die Teilnahme am ÖPNV und bietet<br />

Sprechzeiten in Gebärdensprache, Video-Sprechstunden und Videotelefonate<br />

<strong>für</strong> Hörbehinderte und Gehörlose an.<br />

Unser Ziel ist es, allen <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> eine gleichberechtigte<br />

Teilhabe am Leben in unserer Stadt zu ermöglichen. Sie sollen selbstbestimmt<br />

und chancengleich am Arbeitsleben, am Stadtleben und an den<br />

Freizeitangeboten teilnehmen können. Täglich werden viele Fortschritte<br />

verzeichnet, dennoch gibt es weiterhin Barrieren unterschiedlicher Art zu<br />

überwinden.<br />

Mehr <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> sollten eine Stelle im allgemeinen Arbeitsmarkt<br />

finden. Da<strong>für</strong> können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Förderung<br />

der beruflichen <strong>Inklusion</strong> Mittel aus der Ausgleichsabgabe beantragen.<br />

Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass dieser <strong>Ratgeber</strong> <strong>für</strong> Sie eine<br />

nützliche und interessante Begleitung ist. Bleiben Sie gesund!<br />

Ihre<br />

4<br />

Cansel Kiziltepe<br />

Senatorin <strong>für</strong> Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration und Vielfalt


Inhaltsverzeichnis<br />

☐ Kontakte und Angebote<br />

des Landesamtes <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin............................... 6<br />

☐ Antrag stellen................................................................................................. 8<br />

☐ Schwerbehindertenausweis.........................................................................12<br />

☐ Merkzeichen..................................................................................................15<br />

☐ Personenbeförderung...................................................................................18<br />

☐ Kraftfahrzeugsteuer..................................................................................... 23<br />

☐ Parkerleichterungen ................................................................................... 26<br />

☐ Sonderfahrdienst.........................................................................................30<br />

☐ Berufliche Teilhabe...................................................................................... 36<br />

☐ Steuerrecht...................................................................................................48<br />

☐ Wohnen......................................................................................................... 52<br />

☐ Kommunikation und Medien....................................................................... 54<br />

☐ Junge <strong>Menschen</strong>..........................................................................................56<br />

☐ Weitere Themen und Adressenübersicht<br />

→ <strong>Berliner</strong> <strong>Inklusion</strong>spreis 2022 ................................................................ 46<br />

→ Beauftragte <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> .........................................61<br />

→ Beratungsstellen in den bezirklichen Gesundheitsämtern ................. 62<br />

→ Zentrum <strong>für</strong> Sinnesbehinderung ............................................................ 63<br />

→ Integrationsfachdienste ......................................................................... 64<br />

→ Fachstellen <strong>für</strong> Ergänzende unabhängige<br />

Teilhabeberatung (EUTB) ....................................................................... 64<br />

→ Vereine und Verbände ...........................................................................65<br />

→ Mobilitätshilfedienste .............................................................................69<br />

→ Euro-Toilettenschlüssel ........................................................................... 70<br />

☐ Verlagsthemen<br />

→ Beratung · Hilfe........................................................................................ 72<br />

→ Beruf · Bildung......................................................................................... 76<br />

→ Mobil im Alltag........................................................................................ 94<br />

→ Freizeit · Reisen · Begegnung · Kultur · Sport........................................99<br />

→ Wohnen · Leben..................................................................................... 108<br />

→ Angebote <strong>für</strong> Hörgeschädigte............................................................. 130<br />

→ Hilfe bei Sehbehinderung......................................................................132<br />

→ Gesundheit · Pflege...............................................................................137<br />

☐ Stichwortverzeichnis<br />

→ LAGESO-Versorgungsamt.....................................................................145<br />

→ Inserenten................................................................................................146<br />

5


Kontakte und Angebote<br />

Kontakte und Angebote<br />

Kundencenter des Versorgungsamtes<br />

Besuch im Kundencenter nur <strong>mit</strong> Termin innerhalb der Öffnungszeiten:<br />

Montag/Dienstag 9-15 Uhr, Donnerstag 12-18 Uhr, Freitag 9-13 Uhr<br />

Terminbuchung unter:<br />

https://service.berlin.de/standort/325721/<br />

Sprechstunde <strong>für</strong> Gehörlose<br />

Terminvereinbarung <strong>für</strong> die Dienstleistungen in Gebärdensprache:<br />

1. Donnerstag im Monat 15-18 Uhr, 3. Donnerstag im Monat 9-12 Uhr<br />

Terminbuchung unter:<br />

https://service.berlin.de/standort/326139/<br />

E-Mail: gebaerdensprechstunde@lageso.berlin.de<br />

Fax 9028-5080<br />

Video-Sprechstunde<br />

Montag/Dienstag/Donnerstag 10-12 und 13-15 Uhr,<br />

Freitag 10-12 Uhr<br />

Terminbuchung über das Kontaktformular, siehe QR-Code<br />

Video-Sprechstunde <strong>für</strong> Gehörlose<br />

Dienstag 14-16 Uhr, Donnerstag 10-12 Uhr<br />

Terminbuchung über das Kontaktformular, siehe QR-Code<br />

6<br />

Kontakte<br />

Sie haben viele Möglichkeiten, Antworten auf Ihre Fragen zu bekommen:<br />

→ E-Mail: infoservice@lageso.berlin.de<br />

→ E-Mail (<strong>mit</strong> qualifizierter elektronischer Signatur): post@lageso.berlin.de<br />

→ Fax 9028-5080<br />

→ Postanschrift: Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin<br />

Versorgungsamt, Kundencenter, Postfach 31 09 29, 10639 Berlin<br />

(Bitte immer das Geschäftszeichen angeben!)<br />

→ Bürgertelefon 115, Sprechzeiten: Montag-Freitag 7-18 Uhr<br />

Informationen auf unserer Internetseite<br />

www.berlin.de/lageso/behinderung/<br />

schwerbehinderung-versorgungsamt<br />

Dienstgebäude: Sächsische Str. 28, 10707 Berlin (Erdgeschoss)<br />

Fahrverbindung: U3/U7 Fehrbelliner Platz (Fahrstuhl vorhanden)<br />

Bus 101, 143, 115 bis Fehrbelliner Platz


Kontakte und Angebote<br />

Barrierefreiheit im Kundencenter<br />

→ Das Kundencenter ist vom Gehweg aus <strong>mit</strong> einem Fahrstuhl zu erreichen.<br />

→ Rollstuhlgerechte Toiletten sind im Erdgeschoss vorhanden.<br />

→ Behindertenparkplätze befinden sich vor dem Eingangsbereich<br />

in der Sächsischen Straße.<br />

Informationen zum Mitnehmen<br />

Flyer zum Schwerbehindertenrecht<br />

→ Schwerbehindertenrecht – Häufig gestellte Fragen<br />

→ Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen<br />

→ Rundfunkbeitrag <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

→ Parkerleichterungen <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

→ Sonderfahrdienst <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

→ Sprechstunde <strong>für</strong> Gehörlose zum Schwerbehindertenrecht<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Ratgeber</strong> <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> auf CD als Hörversion<br />

<strong>für</strong> Blinde oder stark sehbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Ratgeber</strong> <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> in leichter Sprache<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Ratgeber</strong> <strong>Inklusion</strong><br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Die Broschüre finden Sie unter:<br />

www.berlin.de/lageso/behinderung/<br />

schwerbehinderung-versorgungsamt/ratgeber-inklusion/<br />

Auf der Seite können Sie die Hörversion sowie den<br />

<strong>Ratgeber</strong> <strong>Inklusion</strong> in leichter Sprache herunterladen.<br />

Sagen Sie uns Ihre Meinung!<br />

Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen!<br />

Den Fragebogen finden Sie Online, siehe QR-Code.<br />

Auch zum Verlag aperçu, der den <strong>Ratgeber</strong> nunmehr im<br />

23. Jahr in gewohnter Qualität herstellt, gibt es einen Link.<br />

Hier finden Sie weitere Infos z.B. zum Erwerb des <strong>Ratgeber</strong>s.<br />

Hinweis: Dieser <strong>Ratgeber</strong> ist ohne Gewähr und nach bestem Wissen erstellt<br />

worden. Es können nur die wichtigsten Nachteilausgleiche (Vergünstigungen)<br />

– soweit bekannt – berücksichtigt werden. Vergünstigungen im kommunalen<br />

Bereich und von Privatinstitutionen berücksichtigt diese Broschüre nicht.<br />

Neu in diesem Heft: Assistenzhunde – „Hilfs<strong>mit</strong>tel auf 4 Pfoten“ (Seite 96)<br />

7


Antrag stellen<br />

Antrag stellen<br />

Wenn Sie im alltäglichen Leben durch eine aktuelle, dauerhafte oder von<br />

Geburt an bestehende Erkrankung stark beeinträchtigt sind, können Sie einen<br />

Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht stellen. Es gibt verschiedene<br />

Möglichkeiten.<br />

Sie können:<br />

→ den Antrag online stellen über den folgenden Link:<br />

https://fms.lageso.stadt-berlin.de/intelliform/admin/intelli-<br />

Form-Spaces/Versorgungsamt/geschuetzter-bereich<br />

→ ein Antragsformular am PC ausfüllen, über folgenden Link:<br />

https://www.berlin.de/lageso/behinderung/schwerbehinderung-versorgungsamt/antragstellung<br />

Dann ausdrucken und unterschrieben versenden!<br />

→ das Antragsformular vom Versorgungsamt oder über<br />

das Bürgertelefon 115 erhalten.<br />

61.606 Anträge<br />

auf Feststellung einer<br />

Schwerbehinderung<br />

nach dem SGB IX wurden<br />

im Jahr 2022 beim<br />

Versorgungsamt gestellt<br />

(2021 waren es 60.825).<br />

Die Vorlage Ihres Personalausweises oder Reisepasses<br />

in Kopie (Vorder- und Rückseite) ist erforderlich.<br />

Nicht-EU-Bürger legen eine amtliche Bescheinigung<br />

über ihren Aufenthaltsstatus vor. Das<br />

kann eine Farbkopie des Passes oder Aufenthaltstitels<br />

sein. Personen, die ihren Wohnsitz im Ausland<br />

haben aber in Deutschland arbeiten legen eine<br />

aktuelle Arbeitsbescheinigung vor.<br />

Wer kann einen Antrag stellen?<br />

Sie können einen Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht<br />

stellen, wenn Sie<br />

→ in Deutschland wohnen,<br />

→ in Deutschland einer Arbeit nachgehen,<br />

→ das 15. Lebensjahr vollendet haben.<br />

Sie können Familienangehörigen, Bekannten oder sozialen Diensten eine<br />

Vollmacht geben, da<strong>mit</strong> diese den Antrag <strong>für</strong> Sie stellen. Mit der Vollmacht<br />

erklären Sie sich einverstanden, dass diese Person in Ihrem Namen handelt.<br />

Die Person muss volljährig sein. Der gesamte Schriftverkehr des Versorgungsamtes<br />

geht dann an die bevollmächtigte Person. Geben Sie bitte<br />

immer Name, Adresse, Telefonnummer der Person vollständig an. Die Vollmacht<br />

gilt in der Regel bis der Bescheid erteilt ist.<br />

8


Antrag stellen<br />

Eine Betreuung kann vom Betreuungsgericht angeordnet werden, wenn keine<br />

Hilfe durch Familienangehörige, Bekannte oder soziale Dienste möglich<br />

ist. Die Betreuung kann nur <strong>für</strong> volljährige Personen übernommen werden.<br />

Die Betreuung ist gesetzlich geregelt. In der Urkunde steht, <strong>für</strong> welche Angelegenheiten<br />

(Bereiche wie Gesundheit, Finanzen o.ä.) die Betreuung erfolgt.<br />

Der gesamte Schriftverkehr des Versorgungsamtes geht dann an die betreuende<br />

Person. Die betreute Person kann ihre Angelegenheiten weiterhin<br />

selbst regeln.<br />

Gesetzliche Vertreter sind in der Regel die Eltern von minderjährigen Kindern.<br />

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres endet die gesetzliche Vertretung.<br />

Entweder handelt der oder die junge Erwachsene dann <strong>für</strong> sich selbst oder<br />

es wird eine amtliche Betreuung (s. o.) eingerichtet. Das können dann wieder<br />

die Eltern sein. Gesetzliche Vertretung kann auch ein Vormund sein, der <strong>für</strong><br />

sein minderjähriges Mündel handelt.<br />

Gemeinsames oder alleiniges Sorgerecht<br />

Wenn Eltern das gemeinsame Sorgerecht <strong>für</strong> Ihr Kind haben, müssen beide<br />

den Schwerbehindertenantrag unterschreiben. Liegt kein gemeinsames<br />

Sorgerecht vor, wird eine entsprechende Bescheinigung vom Jugendamt in<br />

Kopie benötigt (Negativbescheinigung, dass keine gemeinsame Sorgeerklärung<br />

vorliegt.)<br />

Rückwirkende Anerkennung<br />

Die Feststellung einer Schwerbehinderung gilt grundsätzlich ab dem Datum,<br />

an dem der Antrag eingegangen ist. In Ausnahmefällen kann vom<br />

Versorgungsamt die Schwerbehinderung rückwirkend festgestellt werden.<br />

Diese Ausnahme liegt vor, wenn <strong>mit</strong> der rückwirkenden Feststellung konkrete<br />

steuer- oder rentenrechtliche Vergünstigungen erreicht werden können.<br />

Das ist z.B. der Fall, wenn durch die Feststellung einer Schwerbehinderung<br />

rückwirkend eine abschlagsfreie Rente <strong>für</strong> den schwerbehinderten <strong>Menschen</strong><br />

möglich wird. Ein finanzieller Vorteil kann sich auch im Hinblick auf die Einkommenssteuer<br />

oder die Kraftfahrzeugsteuer ergeben.<br />

Die konkreten Möglichkeiten des finanziellen Vorteils müssen vom Antragstellenden<br />

nachgewiesen werden, z.B. durch Nachweis vom Finanzamt oder<br />

dem Rentenversicherungsträger.<br />

9


Antrag stellen<br />

Was bedeutet Mitwirkung?<br />

Das Versorgungsamt benötigt <strong>für</strong> die Bearbeitung Ihres Antrages Informationen<br />

zu Ihrem Gesundheitszustand. Da<strong>für</strong> ist Ihre Mithilfe (Mitwirkung) notwendig.<br />

Stellen Sie dem Versorgungsamt Unterlagen oder Nachweise zur<br />

Verfügung.<br />

Fordert Sie das Versorgungsamt auf, bis zu einer bestimmten Frist zu antworten,<br />

sollten Sie das tun. Wenn Sie es nicht schaffen der Aufforderung rechtzeitig<br />

nachzukommen, teilen Sie dies schriftlich <strong>mit</strong>. In diesem Fall kann Ihnen<br />

eine Fristverlängerung gewährt werden. Wenn Sie nicht reagieren, kann Ihr<br />

Anliegen sonst wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt werden. Der Antrag<br />

auf Fristverlängerung sollte immer schriftlich <strong>mit</strong> Angabe von Gründen erfolgen.<br />

Was passiert <strong>mit</strong> Ihrem Antrag?<br />

Der Antrag kann per Post, eingescannt per E-Mail-Anhang, per Fax geschickt,<br />

in den Hausbriefkasten des Landesamtes <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales<br />

eingeworfen oder bei Beratungsbedarf auch persönlich im Kundencenter<br />

abgegeben werden.<br />

Sie erhalten eine schriftliche Eingangsbestätigung. Das Versorgungsamt<br />

entscheidet, welche medizinischen Unterlagen noch angefordert werden.<br />

Wenn die medizinischen Unterlagen vollständig vorliegen, erhalten Sie eine<br />

Zwischeninformation. Die Befunde werden von ärztlichen Gutachterinnen<br />

und Gutachtern nach den bundeseinheitlichen geltenden versorgungsmedizinischen<br />

Grundsätzen bewertet. Sollten die medizinischen Unterlagen <strong>für</strong><br />

eine Bewertung nicht geeignet sein, kann eine versorgungsärztliche Untersuchung<br />

veranlasst werden. Aus dem Ergebnis der Gutachten ergibt sich der<br />

Grad der <strong>Behinderung</strong> (GdB).<br />

Da<strong>mit</strong> Ihr Antrag schnellstmöglich bearbeitet werden kann:<br />

→ füllen Sie das Antragsformular gut leserlich aus,<br />

→ vergessen Sie nicht zu unterschreiben,<br />

→ geben Sie die Adressen Ihrer behandelnden Ärzte vollständig an.<br />

Fügen Sie Unterlagen nur in Kopie bei, zum Beispiel Kopien von Befundberichten,<br />

ärztlichen Gutachten, Krankenhausberichten, Kurentlassungsberichten,<br />

EKG- oder Laborberichten über Ihren aktuellen Gesundheitszustand.<br />

10


Antrag stellen<br />

Was bedeutet Heilungsbewährung?<br />

Die „Heilungsbewährung“ ist eine gesetzlich vorgeschriebene Zeit des Abwartens<br />

bei Gesundheitsstörungen <strong>mit</strong> möglichen Rückfällen (z.B. Krebs). Für<br />

diese Zeit wird der Grad der <strong>Behinderung</strong> (GdB) höher bewertet. Im Bescheid<br />

finden Sie dann den Hinweis „…im Stadium der Heilungsbewährung“.<br />

Gleichzeitig wird <strong>mit</strong>geteilt, wann dieser Zeitraum endet. Anschließend wird<br />

der aktuelle Gesundheitszustand geprüft und neu bewertet.<br />

Widerspruch einlegen<br />

Wenn Sie den Bescheid erhalten haben und <strong>mit</strong> der Entscheidung nicht einverstanden<br />

sind, können Sie innerhalb eines Monats schriftlich beim Versorgungsamt<br />

Widerspruch einlegen. Wenn der Widerspruch zu spät eingeht wird<br />

der Bescheid gültig (rechtswirksam).<br />

Der Widerspruch muss vom Antragstellenden, vom Bevollmächtigten, dem<br />

Betreuer oder dem gesetzlichen Vertreter unterschrieben sein. Begründen<br />

Sie Ihren Widerspruch ausführlich. Die Begründung kann nachgereicht<br />

werden. Neue medizinische Unterlagen können <strong>mit</strong>geschickt werden. Darin<br />

sollten die vorhandenen Funktionseinschränkungen genau beschrieben sein.<br />

Sie erhalten einen Widerspruchsbescheid. Ist der Widerspruch erfolgreich<br />

können Sie entstandene Kosten geltend machen (z.B. <strong>für</strong> Porto, Telefonate,<br />

Kopien, Rechtsbeistand usw.). Da<strong>für</strong> reichen Sie die Quittungen zusammen<br />

<strong>mit</strong> einem Antrag auf Erstattung beim Versorgungsamt ein.<br />

Klage einreichen<br />

Wenn Ihr Widerspruch abgewiesen wurde, können Sie innerhalb eines Monats<br />

Klage beim Sozialgericht Berlin erheben. Wenn die Klage zu spät beim<br />

Sozialgericht Berlin eingeht, wird der Widerspruchsbescheid gültig (rechtswirksam).<br />

Haben Sie bereits einen Schwerbehindertenausweis und da<strong>mit</strong> verbundene<br />

Nachteilsausgleiche erhalten, können Sie diese bis zum Abschluss des<br />

Widerspruchs- bzw. Klageverfahrens weiter in Anspruch nehmen.<br />

11


Schwerbehindertenausweis<br />

Schwerbehindertenausweis<br />

Mit dem Schwerbehindertenausweis können Sie bundesweit viele Vorteile<br />

nutzen, zum Beispiel im Arbeitsleben und in der Freizeit. Einen Ausweis erhalten<br />

Sie, wenn ein Grad der <strong>Behinderung</strong> von wenigstens 50 vorliegt. Es gibt<br />

zwei Arten von Schwerbehindertenausweisen, in denen <strong>für</strong> bestimmte gesundheitliche<br />

Beeinträchtigungen Merkzeichen eingetragen werden können.<br />

Ein einfarbig grüner Schwerbehindertenausweis wird ausgestellt, wenn ein<br />

Grad der <strong>Behinderung</strong> von mindestens 50 festgestellt wurde. Das einzige<br />

Merkzeichen, das auf dem grünen Schwerbehindertenausweis stehen kann,<br />

ist das Merkzeichen „RF“. Alle anderen Merkzeichen stehen auf einem zweifarbigen<br />

Ausweis.<br />

Ein zweifarbig grün-oranger Schwerbehindertenausweis wird ausgestellt,<br />

wenn mindestens eines der Merkzeichen „G“, „Gl“, „aG“ „H“ oder „Bl“ vorliegt.<br />

Mit diesem Ausweis können Sie beim Versorgungsamt ein Beiblatt zum<br />

Schwerbehindertenausweis beantragen. Das Beiblatt ist <strong>mit</strong> einer (aufgedruckten)<br />

Wertmarke versehen. Die Wertmarke können Sie als Fahrschein im<br />

öffentlichen Personenverkehr nutzen (siehe → Personenbeförderung).<br />

So sieht der Schwerbehindertenausweis aus:<br />

Hinweis auf die Schwerbehinderteneigenschaft<br />

in englischer Sprache<br />

Daten des<br />

schwerbehinderten<br />

<strong>Menschen</strong><br />

Geschäftszeichen des<br />

Versorgungsamtes<br />

Gültigkeit<br />

Berechtigung zur Mitnahme<br />

einer Begleitperson<br />

Kennzeichnung<br />

in Braille-Schrift<br />

Merkzeichen<br />

Grad der <strong>Behinderung</strong><br />

Daten des<br />

schwerbehinderten<br />

<strong>Menschen</strong><br />

Ausstellungsbehörde<br />

und Geschäftszeichen<br />

Platz <strong>für</strong> sonstige<br />

Eintragungen<br />

12<br />

Gültigkeitsdatum


Schwerbehindertenausweis<br />

Verlustantrag<br />

Wenn Sie Ihren Ausweis verloren haben können<br />

Sie den Verlustantrag online stellen.<br />

Lichtbild <strong>für</strong> den Schwerbehindertenausweis<br />

Im Bescheid vom Versorgungsamt wird Ihnen <strong>mit</strong>geteilt, ob ein Schwerbehindertenausweis<br />

ausgestellt werden kann. Da<strong>für</strong> senden Sie ein Lichtbild<br />

an das Versorgungsamt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihr Lichtbild an<br />

das Versorgungsamt zu senden:<br />

→ Im Internet über ein Formular, <strong>mit</strong> dem Sie das Lichtbild<br />

hochladen können.<br />

→ Per E-Mail in den Formaten JPG, PNG, BMP<br />

→ Per Post (<strong>mit</strong> Namen und Geburtsdatum des Ausweisinhabers)<br />

LAGeSo – Versorgungsamt – Kundencenter (Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit<br />

und Soziales Berlin), Postanschrift Postfach 31 09 29, 10639 Berlin<br />

Bitte notieren Sie immer Ihren Namen und das Geburtsdatum auf der<br />

Rückseite des Lichtbildes.<br />

Ein Lichtbild ist auch erforderlich, wenn Sie den Ausweis<br />

→ ändern lassen<br />

→ verlängern lassen<br />

→ verloren haben oder er beschädigt ist.<br />

Dann wird ein neuer Ausweis ausgestellt. Bis zum<br />

10. Lebensjahr kann der Schwerbehindertenausweis<br />

ohne Lichtbild ausgestellt werden. Die Ausweiskarte<br />

wird in ca. 2 bis 3 Wochen zugesandt.<br />

2022 wurden 53.376<br />

Schwerbehindertenausweise<br />

im<br />

Kundencenter des<br />

Versorgungsamtes<br />

ausgestellt (2021<br />

waren es 53.059).<br />

Speicherung<br />

Sie können Ihr Lichtbild speichern lassen. Dann wird kein neues Lichtbild<br />

benötigt, wenn Sie einen neuen Ausweis brauchen. Das Lichtbild kann bis zu<br />

10 Jahren digital gespeichert werden. Der längeren Speicherung müssen Sie<br />

schriftlich zustimmen. Wenn Sie der längeren Speicherung nicht zustimmen,<br />

wird das Lichtbild nach 4 Wochen gelöscht.<br />

Das Original wird nach Fertigung der Ausweiskarte vernichtet.<br />

Ihr gespeichertes Lichtbild wird gelöscht, wenn<br />

→ der Ausweis eingezogen wurde, weil Sie z. B. keinen Anspruch<br />

mehr auf einen Ausweis haben.<br />

→ die Akte an eine andere Behörde abgegeben wurde,<br />

weil Sie z. B. weggezogen sind.<br />

→ die Akte geschlossen wurde, weil der/die Antragstellende<br />

z. B. verstorben ist.<br />

13


Schwerbehindertenausweis<br />

Bescheinigung <strong>für</strong> Auslandsaufenthalte<br />

Das Versorgungsamt stellt auf Wunsch eine Bescheinigung aus, <strong>mit</strong> der Sie<br />

im Ausland nachweisen können, dass Sie schwerbehindert sind. Die Bescheinigung<br />

gibt es in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch,<br />

Italienisch und Russisch. Über die Angebote und Vergünstigungen im Ausland<br />

müssen Sie sich selbst informieren.<br />

Besondere Eintragungen im Schwerbehindertenausweis<br />

Gesundheitliche Folgen einer <strong>Behinderung</strong> werden im Schwerbehindertenausweis<br />

durch eingetragene Merkzeichen / Buchstaben dargestellt.<br />

(siehe → Merkzeichen)<br />

KB Kriegsbeschädigt<br />

Das Merkzeichen „KB“ wird eingetragen, wenn ein Anspruch auf Versorgung<br />

nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) besteht.<br />

1.Kl Berechtigung zur Nutzung der 1. Wagenklasse<br />

Das Merkzeichen „1.Kl“ erhalten nur Schwerkriegsbeschädigte und Verfolgte<br />

im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes. Dieser Nachteilsausgleich<br />

berechtigt, <strong>mit</strong> der Deutschen Bahn AG in der 1. Wagenklasse <strong>mit</strong> einem<br />

Fahrausweis der 2. Klasse zu fahren. Liegt zusätzlich das Merkzeichen „B“<br />

vor, fährt auch die Begleitperson in der 1. Klasse unentgeltlich <strong>mit</strong>.<br />

VB Versorgungsberechtigt<br />

Das Merkzeichen „VB“ erhalten Versorgungsberechtigte nach dem<br />

Soldatenversorgungsgesetz, dem Opferentschädigungsgesetz oder<br />

einem anderen Nebengesetz (BVG).<br />

EB Entschädigungsberechtigt<br />

Das Merkzeichen „EB“ erhalten Entschädigungsberechtigte nach dem<br />

Bundesentschädigungsgesetz (BEG).<br />

14


Merkzeichen<br />

Merkzeichen sind Buchstaben, die im Schwerbehindertenausweis eingetragen<br />

werden, wenn bestimmte Funktionsbeeinträchtigungen vorliegen.<br />

Mit diesen Merkzeichen können Sie bestimmte Vorteile nutzen.<br />

G erhebliche Gehbehinderung<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Fahrt im öffentlichen Personenverkehr<br />

oder <strong>für</strong> die Ermäßigung der Kfz-Steuer. Mit dem Merkzeichen können<br />

Sie einen Mehrbedarf bei Sozialhilfe/Grundsicherung beantragen.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen:<br />

Erheblich gehbehindert bedeutet, dass die Gehfähigkeit erheblich beeinträchtigt<br />

ist. Das Gehvermögen kann z.B. als Folge von inneren Leiden,<br />

Anfällen oder Störungen der Orientierungsfähigkeit eingeschränkt sein.<br />

Ortsübliche Wegstrecken können dann nur <strong>mit</strong> erheblichen Schwierigkeiten<br />

oder Gefahren <strong>für</strong> sich oder andere zurückgelegt werden. Als ortsübliche<br />

Wegstrecke gilt eine Strecke von etwa zwei Kilometern, die in etwa einer<br />

halben Stunde zu Fuß zurückgelegt wird.<br />

aG außergewöhnliche Gehbehinderung<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Fahrt im öffentlichen Personenverkehr<br />

und <strong>für</strong> die Befreiung von der Kfz-Steuer, sowie <strong>für</strong> Parkerleichterungen.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen: Außergewöhnlich gehbehindert<br />

bedeutet, dass die Mobilität bzw. die Geh fähigkeit außergewöhnlich<br />

beeinträchtigt sind. Sie können sich nur <strong>mit</strong> fremder Hilfe oder nur <strong>mit</strong><br />

großer Anstrengung fortbewegen, z.B. wenn Sie im Rollstuhl sitzen.<br />

H Hilflosigkeit<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Fahrt im öffentlichen<br />

Personenverkehr und <strong>für</strong> die Befreiung von der Kfz-Steuer.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen: Sie benötigen aufgrund der<br />

Beeinträchtigungen täglich fremde Hilfe in erheblichem Umfang um den<br />

Alltag zu meistern. Das kann auf Sie zutreffen, wenn Sie z. B. blind sind<br />

oder querschnittsgelähmt oder schwere Hirnschäden vorliegen.<br />

B Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Begleitperson des schwerbehinderten<br />

<strong>Menschen</strong>. Wenn Sie in öffent lichen Verkehrs<strong>mit</strong>teln, z.B. beim Ein-und<br />

Aussteigen oder während der Fahrt regelmäßig auf Hilfe angewiesen sind,<br />

können Sie eine Begleitperson <strong>mit</strong>nehmen. Die Begleit person benötigt keinen<br />

Fahrschein.<br />

15


Merkzeichen<br />

Bl Blindheit<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Fahrt im öffentlichen Personenverkehr<br />

und <strong>für</strong> die Befreiung von der Kfz-Steuer, sowie <strong>für</strong> Parkerleichterungen<br />

und <strong>für</strong> Ansprüche nach dem Landespflegegeldgesetz.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen:<br />

Wenn Sie blind sind oder Ihre Augen keine Sehschärfe<br />

über 0,02 (1/50) erreichen.<br />

Gl Gehörlosigkeit<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Fahrt im öffentlichen Personenverkehr<br />

oder die Ermäßigung der Kfz-Steuer und <strong>für</strong> Ansprüche nach dem<br />

Landespflegegeldgesetz.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen:<br />

Gehörlos bedeutet Taubheit auf beiden Ohren. Dazu zählt auch die Hörbehinderung<br />

<strong>mit</strong> einer angeborenen oder in der Kindheit erworbenen, an<br />

Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit auf beiden Ohren in Verbindung <strong>mit</strong><br />

schweren Sprachstörungen.<br />

TBl Taubblindheit<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Befreiung vom Rundfunkbeitrag. Das<br />

Merkzeichen liegt vor, wenn eine Störung der Hörfunktion <strong>mit</strong> einem Grad<br />

der <strong>Behinderung</strong> von mindestens 70 und eine Störung des Sehvermögens<br />

<strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von 100 vorliegen.<br />

16


Merkzeichen<br />

RF Ermäßigung des Rundfunkbeitrags<br />

Das Merkzeichen hat Bedeutung <strong>für</strong> die Ermäßigung des Rundfunkbeitrags<br />

aus gesundheitlichen Gründen.<br />

Das Merkzeichen „RF“ wird festgestellt bei<br />

→ einer Sehbehinderung <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> (GdB)<br />

von mindestens 60<br />

oder<br />

→ einer Hörbehinderung <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> (GdB)<br />

von mindestens 50<br />

oder<br />

→ einem Gesamtgrad der <strong>Behinderung</strong> von mindestens 80, wenn der<br />

Besuch öffentlicher Veranstaltungen wegen des Leidens ausgeschlossen<br />

ist. Das Merkzeichen wird nicht anerkannt, wenn öffentliche Veranstaltungen<br />

<strong>mit</strong> technischen Hilfs<strong>mit</strong>teln und/oder <strong>mit</strong> Hilfe einer Begleitperson<br />

besucht werden können.<br />

T Teilnahmeberechtigung <strong>für</strong> den Sonderfahrdienst<br />

Das Merkmal „T“ berechtigt zur Teilnahme am <strong>Berliner</strong> Sonderfahrdienst<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>.<br />

Gesundheitliche Voraussetzungen:<br />

Merkzeichen „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert) im Schwerbehindertenausweis<br />

<strong>mit</strong> einem mobilitätsbedingten Grad der <strong>Behinderung</strong> ab 80 und<br />

Fähigkeitsstörungen beim Treppensteigen.<br />

17


Personenbeförderung<br />

Personenbeförderung<br />

Die Wertmarke als Fahrschein in öffentlichen Verkehrs<strong>mit</strong>teln<br />

Mit einem zweifarbigen Schwerbehindertenausweis können Sie eine Wertmarke<br />

als Fahrschein <strong>für</strong> den öffentlichen Personenverkehr nutzen. Die Wertmarke<br />

ist auf einem Beiblatt aufgedruckt. Als Fahrschein gilt die Wertmarke<br />

(im Original) nur zusammen <strong>mit</strong> dem gültigen Schwerbehindertenausweis.<br />

Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres können öffentliche Verkehrs<strong>mit</strong>tel<br />

kostenlos nutzen. Deshalb wird <strong>für</strong> sie keine Wertmarke ausgestellt<br />

Verlust der Wertmarke<br />

Wenn Sie Ihre Wertmarke verloren haben,<br />

teilen Sie das dem Versorgungsamt <strong>mit</strong>.<br />

Am besten Sie nutzen den Online-Antrag:<br />

Wieviel kostet die Wertmarke?<br />

Die Wertmarke kostet <strong>für</strong> ein Jahr 91,- Euro<br />

bzw. <strong>für</strong> ein halbes Jahr 46,- Euro. Bitte benutzen<br />

Sie <strong>für</strong> die Einzahlung nur den vom<br />

Versorgungsamt vorbereiteten Zahlschein.<br />

Den Zahlschein erhalten Sie entweder <strong>mit</strong><br />

Ausstellung des Schwerbehindertenausweises<br />

oder ca. 4 bis 6 Wochen vor Ablauf der<br />

Gültigkeit der Wertmarke. Wenn das Geld<br />

beim Versorgungsamt eingegangen ist, wird<br />

Ihnen das Beiblatt <strong>mit</strong> Wertmarke zugesandt.<br />

Rückerstattung der Wertmarke<br />

Entscheidend <strong>für</strong> eine Rückerstattung ist der Eingang der Wertmarke<br />

beim Versorgungsamt (Posteingangsstempel).<br />

→ Wenn die Wertmarke vor Beginn ihrer Gültigkeit zurückgeben wird,<br />

kann der eingezahlte Betrag in voller Höhe zurückgezahlt werden.<br />

→ Wenn die zurückgegebene Wertmarke noch länger als 6 Monate gültig<br />

ist, können 46 Euro zurückgezahlt werden.<br />

→ Wenn die zurückgegebene Wertmarke kürzer als 6 Monate gültig ist,<br />

kann nichts zurückgezahlt werden.<br />

Die Rückzahlung muss schriftlich beantragt werden<br />

(<strong>mit</strong> Angabe der Bankverbindung IBAN und BIC).<br />

18


Personenbeförderung<br />

Für wen?<br />

G<br />

und/<br />

oder<br />

Gl<br />

<strong>mit</strong> Bahn und Bus<br />

Wertmarke Wertmarke<br />

91,- 46,-<br />

<strong>für</strong> 1 Jahr <strong>für</strong> ½ Jahr<br />

und<br />

oder<br />

oder<br />

Kfz-Steuervergünstigung<br />

»gehbehindert«<br />

»gehörlos«<br />

50 %<br />

aG<br />

»außergewöhnlich<br />

gehbehindert«<br />

Wertmarke Wertmarke<br />

91,- 46,-<br />

<strong>für</strong> 1 Jahr <strong>für</strong> ½ Jahr<br />

und<br />

100 %<br />

H<br />

»hilflos«<br />

und/<br />

oder<br />

Bl<br />

»blind«<br />

Wertmarke<br />

kostenlos<br />

und<br />

100 %<br />

Kriegsbeschädigte<br />

und andere Versorgungsberechtigte nach dem<br />

Sozialen Entschädigungsrecht (MdE mind. 70 %<br />

oder 50 % und 60 % <strong>mit</strong> G), die schon am<br />

01.10.1979 freifahrtberechtigt waren.<br />

Wertmarke<br />

kostenlos<br />

und<br />

100 %<br />

B<br />

Die Begleitperson kann ohne Kilometerbegrenzung frei fahren, auch wenn der<br />

schwerbehinderte Mensch selbst kein Beiblatt <strong>mit</strong> Wertmarke nutzt.<br />

Mit den Merkzeichen „G“ und „Gl“ können Sie entscheiden,<br />

ob Sie das Beiblatt<br />

→ <strong>mit</strong> Wertmarke <strong>für</strong> den öffentlichen Personennahverkehr oder<br />

→ ohne Wertmarke <strong>für</strong> die Kfz-Steuerermäßigung nutzen wollen.<br />

Ein Wechsel von einem Beiblatt <strong>mit</strong> oder ohne Wertmarke ist jederzeit<br />

möglich. Der Wechsel muss beim Versorgungsamt beantragt werden.<br />

Mit dem Merkzeichen „aG“ können Sie das Beiblatt<br />

→ <strong>mit</strong> Wertmarke <strong>für</strong> den öffentlichen Personennahverkehr und<br />

→ die Kfz-Steuerermäßigung<br />

nutzen.<br />

19


Personenbeförderung<br />

Wann ist die Wertmarke kostenlos?<br />

Die Wertmarke ist immer kostenlos, wenn Sie das Merkzeichen „Bl“ <strong>für</strong> blind<br />

oder „H“ <strong>für</strong> hilflos haben. Die Wertmarke wird <strong>für</strong> 12 Monate ausgestellt.<br />

Mit den Merkzeichen „G“, „Gl“ oder „aG“ im Schwerbehindertenausweis<br />

können Sie die Wertmarke kostenlos erhalten, wenn Sie eine der folgenden<br />

Leistungen bekommen:<br />

→ Bürgergeld („Hartz IV“)<br />

→ Grundsicherung (Sozialhilfe) nach dem Grundsicherungsgesetz im Alter<br />

und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch<br />

(SGB XII)<br />

→ laufende Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch<br />

Sozialgesetzbuch (SGB VIII)<br />

→ ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz<br />

(BVG)<br />

→ als Heimbewohner einen Barbetrag (Taschengeld) vom Sozialhilfeträger<br />

→ als Asylbewerber Leistungen nach § 2 Abs.1 Asylbewerberleistungsgesetz<br />

(AsylbLG).<br />

Das zum Nachweis benötigte Formular erhalten Sie vom Versorgungsamt.<br />

Dieses müssen Sie von der zuständigen Behörde (JobCenter, Sozialamt,<br />

Haupt<strong>für</strong>sorgestelle) abstempeln lassen. Diesen Nachweis legen Sie dem<br />

Versorgungsamt vor, da<strong>mit</strong> die kostenlose Wertmarke ausgestellt werden kann.<br />

Die Wertmarke ist gültig in folgenden Verkehrs<strong>mit</strong>teln:<br />

→ Straßenbahnen, Buslinien im Nahverkehr, U- und S-Bahnen<br />

(Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften in allen deutschen Städten<br />

und Gemeinden)<br />

→ Bahnlinien innerhalb von Verkehrsverbünden und Tarifgemeinschaften<br />

von Zügen, die <strong>mit</strong> Verbundfahrschein genutzt werden können<br />

→ Wasserfahrzeuge im Linien-, Fähr- und Übersetzverkehr<br />

im Orts- und Nachbarschaftsbereich (Nahverkehr)<br />

→ alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (IRE-, RE-, RB-Züge und<br />

S-Bahnen) in der 2. Klasse bundesweit<br />

Achtung: Keine Fahrt im EC, IC und ICE!<br />

20<br />

Sitzplatz<br />

Die besonders ausgewiesenen Sitzplätze in öffentlichen Verkehrs<strong>mit</strong>teln<br />

können alle mobilitätseingeschränkten Personen nutzen. Das können z. B.<br />

auch vorübergehend in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, Schwangere oder<br />

Personen <strong>mit</strong> Kleinkindern sein. Nur das Betriebspersonal ist berechtigt, Fahrgästen<br />

Plätze zuzuweisen (§ 5 Abs. 2 der Beförderungsbedingungen des<br />

Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg VBB).


Personenbeförderung<br />

Mitnahme von orthopädischen Hilfs<strong>mit</strong>teln<br />

Mit einer Wertmarke und dem Schwerbehindertenausweis können Sie ohne<br />

zusätzlichen Fahrschein orthopädische Hilfs<strong>mit</strong>tel <strong>mit</strong>nehmen (§ 228 SGB IX).<br />

Orthopädische Hilfs<strong>mit</strong>tel gemäß Bundesversorgungsgesetz § 13<br />

Orthopädieverordnung (BVG/OrthV) sind u. a.:<br />

→ verschiedene Arten von Rollstühlen<br />

(z. B. Elektro-, Sport-, Aktiv- und Faltrollstühle),<br />

→ Gehhilfen (z. B. Unterarmstützen, Rollator, Deltarad),<br />

→ besondere Fahrräder (Behindertenfahrräder oder Behindertendreiräder,<br />

die speziell <strong>für</strong> Schwerbehinderte hergestellt worden sind).<br />

Der Rollstuhl oder das orthopädische Hilfs<strong>mit</strong>tel dürfen die Maße der ISO-<br />

Norm (Breite max. 70 cm, Länge max. 120 cm) sowie das Gewicht von max.<br />

200 kg nicht überschreiten.<br />

Wichtiger Hinweis: „Normale“ Fahrräder gehören nicht zu diesen Hilfs<strong>mit</strong>teln.<br />

Hier<strong>für</strong> müssen die üblichen Fahrscheine gelöst werden.<br />

Blindenführ- und Begleithunde<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> dem Merkzeichen „B“ können zusätzlich zu einer Begleitperson<br />

einen Blindenführhund kostenlos <strong>mit</strong>nehmen. <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> dem<br />

Merkzeichen „B“ können anstelle einer Begleitperson einen Hund kostenlos<br />

<strong>mit</strong>nehmen. Ein anerkannter und gekennzeichneter Assistenzhund kann<br />

immer kostenlos <strong>mit</strong>fahren. Blindenführ- und Assistenzhunde müssen keinen<br />

Maulkorb tragen.<br />

Begleitung eines schwerbehinderten <strong>Menschen</strong><br />

Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis können Sie eine<br />

Person Ihrer Wahl als Begleitperson im öffentlichen Personenverkehr <strong>mit</strong>nehmen.<br />

Das gilt auch, wenn diese selbst kein Beiblatt <strong>mit</strong> Wertmarke nutzt. Die<br />

Begleitperson fährt kostenlos.<br />

Das gilt in:<br />

→ Zügen des Nah- und Fernverkehrs, auch auf DB-Autozügen und City<br />

Night Line in der Klasse, <strong>für</strong> die der Ausweisinhaber eine Fahrkarte<br />

besitzt,<br />

→ Buslinien im Nah- und Fernverkehr und auf Strecken der NE-Bahnen<br />

(Privatbahnen).<br />

Auskünfte dazu erhalten Sie beim jeweiligen Verkehrsunternehmen.<br />

21


Personenbeförderung<br />

Auslandsreisen<br />

Einige Bahngesellschaften in Europa befördern Ihre Begleitperson kostenlos.<br />

Dazu benötigen Sie eine internationale Fahrkarte. Ihre Begleitperson erhält über<br />

die gleiche Reiseverbindung und Wagenklasse eine kostenfreie Fahrkarte <strong>mit</strong><br />

dem Vermerk „Begleiter“.<br />

22<br />

Mobil <strong>mit</strong> Handicap / Serviceangebote<br />

Bus- und Bahn-Begleitservice beim VBB Verkehrsverbund<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Für alle mobilitätseingeschränkten <strong>Menschen</strong> gibt es einen Bus- und Bahn-Begleitservice.<br />

Dieser ist unter Telefon 34649940 oder im Internet unter www.vbb.<br />

de/vbb-services/barrierefreiheit/begleitservice erreichbar.<br />

Mobilitätstrainings der BVG <strong>für</strong> Fahrgäste <strong>mit</strong> Handicap<br />

Die <strong>Berliner</strong> Verkehrsbetriebe bieten spezielle Trainings <strong>für</strong> mobilitätseingeschränkte<br />

<strong>Menschen</strong> an. Bei den Trainings können Sie in einem stehenden Fahrzeug<br />

in aller Ruhe üben, <strong>mit</strong> den vorhandenen Hilfen am besten ein- und auszusteigen<br />

und sich während der Fahrt zu sichern. Die aktuellen Termine finden Sie im<br />

Internet unter: www.bvg.de/de/Service/Service-fuer-unterwegs/Mobilitaetshilfen<br />

<strong>Berliner</strong> Mobilitätshilfedienste<br />

Die Mobilitätshilfedienste bieten in allen <strong>Berliner</strong> Bezirken Begleitung <strong>für</strong> mobilitätseingeschränkte<br />

<strong>Menschen</strong> ab 60 Jahren an, sofern sie in der eigenen Wohnung<br />

leben. Die Begleitung erfolgt zu Fuß oder <strong>mit</strong> öffentlichen Verkehrs<strong>mit</strong>teln zu einem<br />

Spaziergang, zu einem Termin, einem Besuch oder zu einem kleineren Einkauf. Bei<br />

der Inanspruchnahme des Angebots fällt eine Eigenbeteiligung an. Die Mobilitätshilfedienste<br />

werden von der <strong>für</strong> Soziales zuständigen Senatsverwaltung gefördert.<br />

Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-mobilitaetshilfedienste.de<br />

sowie Adressen (siehe Seite 69).<br />

Die Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn gibt Auskünfte über Hilfemöglichkeiten<br />

auf dem gewünschten Bahnhof oder die Ausstattung der Züge und<br />

ist bei der Reiseplanung behilflich. Die Mitarbeiter nehmen auch die Bestellung<br />

von Hilfen beim Ein-, Um- und Aussteigen entgegen.<br />

Öffnungszeiten: täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr Telefon 0180 6512512*<br />

www.bahn.de/service/individuelle-reise/barrierefrei<br />

Unter dem Stichwort „Mobilitätsservice online“ finden Sie auf der Internetseite<br />

ein Anmeldeformular, das Sie ausfüllen können. Es wird dann automatisch als<br />

E-Mail an die Mobilitätsservice-Zentrale weitergeleitet. Ein anderer Weg: Sie melden<br />

sich direkt <strong>mit</strong> den erforderlichen Angaben über die E-Mail-Adresse msz@<br />

deutschebahn.com oder speziell <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Hörbehinderung über die<br />

E-Mail-Adresse deaf-msz@deutschebahn.com<br />

*20ct/Anruf aus dem Festnetz, bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf


Kraftfahrzeug<br />

Kraftfahrzeugsteuer<br />

Kfz-Steuervergünstigungen nach § 3a Abs.2 KraftStG können von schwerbehinderten<br />

Personen beantragt werden, auf die ein Fahrzeug zugelassen<br />

ist. Das Fahrzeug darf nur zu Fahrten genutzt werden, die in Verbindung <strong>mit</strong><br />

der schwerbehinderten Person stehen. Steuervergünstigungen sind nur <strong>für</strong><br />

ein Fahrzeug möglich.<br />

Wenn Sie sich <strong>für</strong> die Kfz-Steuervergünstigung entscheiden, erhalten Sie das<br />

„Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis“ ohne Wertmarke vom Versorgungsamt.<br />

Das Beiblatt ohne Wertmarke legen Sie bei der Kfz-Steuerstelle<br />

(Zollamt) vor.<br />

Kfz-Steuerbefreiung<br />

Mit den Merkzeichen „aG“, „H“ oder „Bl“ auf der Rückseite des zweifarbigen<br />

Schwerbehindertenausweises (grün-orange) können Sie eine Kfz-Steuerbefreiung<br />

beantragen.<br />

Kfz-Steuerermäßigung<br />

Mit den Merkzeichen „G“ oder „Gl“ auf der Rückseite des zweifarbigen<br />

Schwerbehindertenausweises (grün-orange) können Sie eine Kfz-Steuerermäßigung<br />

in Höhe von 50 Prozent beantragen.<br />

Wechsel von der Kfz-Steuerermäßigung zur Nutzung des Personenverkehrs<br />

Beantragen Sie beim Zollamt eine Bescheinigung <strong>mit</strong> einem Lösch-Vermerk<br />

(<strong>mit</strong> Dienstsiegel). Senden Sie die Bescheinigung an das Versorgungsamt.<br />

Wechsel von der Nutzung des Personenverkehrs zur Kfz-Steuerermäßigung<br />

Geben Sie das Beiblatt <strong>mit</strong> Wertmarke dem Versorgungsamt zurück.<br />

Das Versorgungsamt stellt Ihnen ein neues Beiblatt ohne Wertmarke aus.<br />

Schicken Sie das Beiblatt ohne Wertmarke an das Zollamt.<br />

Wenn Sie Ihr Beiblatt (<strong>mit</strong>/ohne Wertmarke) verloren haben,<br />

teilen Sie das dem Versorgungsamt <strong>mit</strong>.<br />

Am besten Sie nutzen den Online-Antrag:<br />

Hinweise:<br />

→ Heben Sie das Beiblatt im Original gut auf. Sie können es <strong>für</strong> künftige<br />

Kfz-Anmeldungen wieder nutzen.<br />

→ Bei Neuzulassung bzw. Umschreibung eines Kfz kann der Antrag direkt bei<br />

der Kfz-Zulassungsbehörde gestellt werden. Die Kfz-Zulassungs behörde<br />

vermerkt auf der Zulassungsbescheinigung die Steuerbefreiung. Der Antrag<br />

wird auf dem Postweg zur Zollverwaltung geschickt. Die Zollverwaltung<br />

versendet nach der Bearbeitung des Antrages den Steuerbescheid.<br />

→ Der Antrag <strong>für</strong> ein bereits zugelassenes Kfz kann beim Hauptzollamt<br />

oder den Kontaktstellen bei den Zollämtern gestellt werden.<br />

23


Kraftfahrzeug<br />

Bei der Antragstellung sind folgende Dokumente vorzulegen:<br />

→ Schwerbehindertenausweis<br />

→ Beiblatt ohne Wertmarke<br />

Wenn Sie den Antrag auf dem Postweg stellen, fügen Sie Kopien<br />

dieser Dokumente bei.<br />

• Hauptzollamt Frankfurt (Oder)<br />

Postfach 1284, 15202 Frankfurt (Oder), Tel. 0335563-0<br />

poststelle.hza-ff@zoll.bund.de<br />

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 9-12 Uhr<br />

Für den persönlichen Kontakt oder die Abgabe von Anträgen und<br />

Unterlagen, z.B. zur Befreiung oder Ermäßigung <strong>für</strong> schwerbehinderte<br />

Personen, sind folgende Kontaktstellen <strong>für</strong> Sie da:<br />

• Zollamt Marzahn (Zugang nicht barrierefrei)<br />

Hellersdorfer Weg 35, 12689 Berlin<br />

Tel. 69009-8778, Fax 69009-8777<br />

kfz-steuer.marzahn@zoll.bund.de<br />

De-Mail: za-marzahn@zoll.de-mail.de<br />

Öffnungszeiten: Mo/Di/Mi 7.45-16 Uhr, Do 10-18 Uhr, Fr 7.45-14.30 Uhr<br />

• Zollamt Dreilinden (Zugang barrierefrei)<br />

Potsdamer Chaussee 62, 14109 Berlin<br />

Tel. 69009-9955, Fax 69009-9966<br />

kfz-steuer.dreilinden@zoll.bund.de<br />

De-Mail: za-dreilinden.hza-berlin@zoll.de-mail.de<br />

Öffnungszeiten: Mo/Di/Mi/Do 7.45-16 Uhr, Fr 7.45-14.30 Uhr<br />

Informationen zu weiteren Kontaktstellen des Zolls finden Sie<br />

auf den Internetseiten: www.zoll.de<br />

24


Kraftfahrzeug<br />

Ausnahmen von den Verkehrsverboten der Umweltzone<br />

Von den Verkehrsverboten der Umweltzonen sind schwerbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> einem gültigen Schwerbehindertenausweis <strong>mit</strong> den Merkzeichen<br />

„aG“ (außergewöhnlich gehbehindert), „H“ (hilflos) oder „Bl“ (blind) ausgenommen.<br />

Sie dürfen ohne Plakette bzw. unabhängig von der Plakettenfarbe<br />

in der Umweltzone fahren. Bei fließendem Verkehr muss bei einer Kontrolle<br />

der Schwerbehindertenausweis vorgelegt werden, im ruhenden Verkehr erfolgt<br />

der Nachweis durch den EU-Parkausweis, der gut sichtbar hinter der<br />

Windschutzscheibe ausgelegt werden muss.<br />

Für Schwerbehinderte <strong>mit</strong> dem Merkzeichen „H“ ohne Berechtigung <strong>für</strong> den<br />

EU-Parkausweis wird von der Senatsverwaltung <strong>für</strong> Mobilität, Verkehr, Klimaschutz<br />

und Umwelt auf Antrag ein Nachweis <strong>für</strong> die Ausnahme von der<br />

Kennzeichnungspflicht ausgestellt. Dieser Nachweis gilt jedoch nur in Berlin<br />

und ist nur bei Fahrten <strong>mit</strong> der schwerbehinderten Person oder Leerfahrten im<br />

Zusammenhang <strong>mit</strong> Hol- bzw. Bringefahrten gültig und muss ebenfalls beim<br />

Parken hinter der Windschutzscheibe ausgelegt werden.<br />

Den Antrag richten Sie an die<br />

• Senatsverwaltung <strong>für</strong> Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt<br />

Nadine Emery-Ploigt – IC 605<br />

Brückenstraße 6, 10179 Berlin, Tel. 9025-2259<br />

E-Mail: nadine.emery-ploigt@SenUMVK.berlin.de<br />

Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei privater Nutzung des Fahrzeugs<br />

eine Einzelausnahmegenehmigung gegen Gebühr <strong>für</strong> Ausweisinhaber <strong>mit</strong><br />

dem Merkzeichen „G“ oder Besitzer eines blauen EU-Parkausweises <strong>für</strong><br />

Gleichgestellte erteilt werden.<br />

Folgende Voraussetzungen müssen dabei gleichzeitig erfüllt sein:<br />

→ Das Fahrzeug kann nicht <strong>mit</strong> einem Partikelfilter auf die grüne Plakette<br />

nachgerüstet werden.<br />

→ Das Fahrzeug wurde erstmals vor dem 1. März 2007 auf den<br />

Antragsteller zugelassen.<br />

→ Ein Ersatz des Fahrzeuges durch ein geeignetes Fahrzeug<br />

ist wirtschaftlich nicht vertretbar.<br />

Genauere Informationen über Einzelausnahmen und Anträge unter:<br />

www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/luft/luftreinhaltung/umweltzone/<br />

berliner-ausnahmeregelungen/<br />

Weitere Informationen über die Umweltzone erhalten Sie unter:<br />

www.berlin.de/umweltzone<br />

25


Parkerleichterungen<br />

Parkerleichterungen –<br />

§ 46 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)<br />

Der EU-Parkausweis<br />

Der EU-Parkausweis kann <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> einer anerkannten außergewöhnlichen<br />

Gehbehinderung (Merkzeichen<br />

„aG“) oder Blindheit (Merkzeichen „Bl“)<br />

oder <strong>mit</strong> beidseitiger Amelie oder Phokomelie<br />

oder vergleichbaren Funktionseinschränkungen<br />

ausgestellt werden. Den<br />

Parkausweis erhalten Sie ausschließlich<br />

von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde<br />

im Bezirksamt.<br />

Mit dem EU-Parkausweis kann im Gebiet der Bundesrepublik<br />

gestattet werden:<br />

→ auf den <strong>mit</strong> Zusatzschild „Rollstuhlfahrersymbol“ besonders gekennzeichneten<br />

Parkplätzen (sog. Behindertenparkplätzen) zu parken.<br />

→ bis zu drei Stunden an Stellen zu parken, an denen das eingeschränkte<br />

Haltverbot angeordnet ist. Zudem kann eine längere Parkzeit <strong>für</strong><br />

bestimmte Haltverbotsstrecken genehmigt werden.<br />

→ im Bereich eines Zonenhalteverbots, in dem durch Zusatzzeichen das<br />

Parken zugelassen ist, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten.<br />

→ an Stellen, an denen das Parken durch Zeichen 314 und 315 StVO<br />

erlaubt ist, jedoch durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit<br />

angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken.<br />

→ in Fußgängerzonen, in denen das Be- und Entladen <strong>für</strong> bestimmte Zeiten<br />

freigegeben ist, während der Ladezeiten zu parken.<br />

→ auf Parkplätzen <strong>für</strong> Bewohner bis zu drei Stunden zu parken.<br />

→ an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche<br />

Begrenzung zu parken.<br />

→ in ausgewiesenen verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten<br />

Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu<br />

behindern.<br />

In Berlin wird zusätzlich gestattet:<br />

→ In Bereichen, in denen das absolute Haltverbot <strong>mit</strong> Zusatzzeichen:<br />

„Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen frei“ angeordnet ist,<br />

bis zu drei Stunden zu parken.<br />

26


Parkerleichterungen<br />

Generell gilt:<br />

Die Parkerleichterungen dürfen nur in Anspruch genommen werden,<br />

wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht.<br />

Stellen Sie die Ankunftszeit auf der Parkscheibe beim Parken ein:<br />

→ im eingeschränkten Haltverbot, im Bereich des Zonenhaltverbots<br />

(<strong>mit</strong> Zusatzzeichen das Parken nicht zugelassen)<br />

→ auf Bewohnerparkplätzen und<br />

→ in Berlin im absoluten Haltverbot <strong>mit</strong> Zusatzzeichen „Be- und Entladen,<br />

Ein- und Aussteigen frei“.<br />

Das gilt nicht <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder vergleichbaren<br />

Funktionseinschränkungen. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt –<br />

wenn nicht anders angegeben – 24 Stunden. Die Ausnahmegenehmigung gilt nur<br />

<strong>für</strong> Kraftfahrzeuge. Der genannte Personenkreis kann diese Ausnahmegenehmigung<br />

auch ohne Führerschein erhalten. Aus der Ausnahmegenehmigung geht hervor,<br />

dass der sie jeweils befördernde Kraftfahrzeugführer von den entsprechenden<br />

Vorschriften der StVO befreit ist. Die Befreiung ist also nicht an ein bestimmtes<br />

Fahrzeug gebunden, sondern an die <strong>mit</strong>fahrende schwerbehinderte Person.<br />

Die Berechtigung zum Parken ist nur durch den EU-Parkausweis, der gut sichtbar<br />

hinter die Windschutzscheibe zu legen ist, nachzuweisen. Es reicht nicht aus, den<br />

Schwerbehindertenausweis oder einen Aufkleber <strong>mit</strong> Rollstuhl-Symbol in die<br />

Scheibe seines Kraftfahrzeugs zu legen.<br />

Diese Parkerleichterungen gelten (<strong>mit</strong> Ausnahme der berlinspezifischen Regelungen)<br />

in Deutschland. Außerdem wird der EU-Parkausweis auch in anderen Mitgliedsstaaten<br />

der europäischen Union und teilweise auch anderen europäischen<br />

Ländern <strong>für</strong> die dort bestehenden Parkerleichterungen anerkannt. Der Parkausweis<br />

muss grundsätzlich <strong>mit</strong> einem Lichtbild und der eigenhändigen Unterschrift<br />

des Berechtigten versehen sein. Näheres erfahren sie bei der Straßenverkehrsbehörde<br />

Ihres Bezirksamtes. Die erforderlichen Antragsformulare können schriftlich,<br />

elektronisch oder telefonisch angefordert werden.<br />

Parkplatzreservierung <strong>mit</strong> dem EU-Parkausweis (§45 StVO)<br />

Mit dem EU-Parkausweis kann ein besonders gekennzeichneter personenbezogener<br />

Parkplatz in un<strong>mit</strong>telbarer Nähe der Wohnung und/oder der Arbeitsstätte reserviert<br />

werden. Das ist jedoch nur möglich, wenn dort Parkraummangel besteht,<br />

sich ein Kraftfahrzeug im Haushalt des Antragstellers befindet und kein anderer<br />

Parkraum (z.B. eine Garage oder ein Mieterparkplatz) in zumutbarer Entfernung<br />

vorhanden ist. Die Parkplatzreservierung können Sie bei der Straßenverkehrsbehörde<br />

Ihres Bezirksamtes beantragen. Personenbezogene Parkplätze auf Mieter-<br />

oder Privatparkplätzen sind z.B. bei der Wohnungsbaugesellschaft oder dem<br />

Privatvermieter zu beantragen/vereinbaren.<br />

27


Parkerleichterungen<br />

Parkausweis <strong>für</strong> besondere Gruppen Schwerbehinderter<br />

(Gleichstellung)<br />

Der orangefarbene Parkausweis ist nur im<br />

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland<br />

gültig. Die Parkerleichterungen orientieren<br />

sich am EU-Parkausweis, sind jedoch nicht<br />

vollständig gleich. In Berlin und Brandenburg<br />

ist es in Abweichung zu den anderen<br />

Bundesländern zudem möglich, <strong>mit</strong> dem<br />

orangefarbenen Parkausweis auf den<br />

Sonderparkplätzen <strong>für</strong> schwerbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong> zu parken.<br />

Der orangefarbene Parkausweis kann ausgestellt werden, wenn<br />

→ die Merkzeichen G und B und ein GdB von wenigstens 70 allein <strong>für</strong><br />

Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen und der Lendenwirbelsäule,<br />

soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken und gleichzeitig<br />

ein GdB von wenigstens 50 <strong>für</strong> Funktionsstörungen des Herzens oder<br />

der Atmungsorgane, vorliegen<br />

oder<br />

→ Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und hier<strong>für</strong> allein ein GdB von<br />

wenigstens 60 vorliegt<br />

oder<br />

→ ein künstlicher Darmausgang und zugleich künstliche Harnableitung<br />

besteht, wenn hier<strong>für</strong> allein ein GdB von wenigstens 70 vorliegt<br />

oder<br />

→ versorgungsärztlich festgestellt wurde, dass die schwerbehinderte<br />

Person dem zuvor genannten Personenkreis gleichzustellen ist.<br />

Den Antrag auf diese Ausnahmegenehmigung können Sie ausschließlich<br />

bei der Straßenverkehrsbehörde Ihres Bezirksamtes stellen.<br />

Liegen die oben genannten Voraussetzungen vor, erhalten Sie vom Versorgungsamt<br />

neben dem Bescheid automatisch eine Zusatzbescheinigung <strong>für</strong><br />

die Gleichstellung zur „Vorlage bei der Straßenverkehrsbehörde“. Diese<br />

Zusatzbescheinigung und der Schwerbehindertenausweis sind zusammen<br />

<strong>mit</strong> dem Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde vorzulegen. Wenn keine<br />

Zusatzbescheinigung vorliegt, kann der Antrag von der Straßenverkehrsbehörde<br />

gebührenpflichtig abgelehnt werden.<br />

28


Parkerleichterungen<br />

Parkerleichterungen bei bestimmten <strong>Behinderung</strong>en<br />

Kleinwüchsigen <strong>Menschen</strong> (bis maximal 1,39 m) kann genehmigt werden an<br />

Parkuhren und Parkscheinautomaten gebührenfrei zu parken. Gleiches gilt<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Verlust oder sehr starker Beeinträchtigung beider Hände.<br />

Zudem kann ihnen erlaubt werden, im Zonenhalteverbot oder auf Parkplätzen<br />

<strong>mit</strong> zeitlicher Begrenzung ohne Parkscheibe zu parken. Nähere Auskünfte<br />

und die erforderliche Ausnahmegenehmigung erteilt die Straßenverkehrsbehörde<br />

des <strong>für</strong> den Wohnsitz zuständigen Bezirksamtes.<br />

Befreiung von der Gurtanlegepflicht und/oder der Pflicht<br />

zum Tragen eines Schutzhelmes<br />

Eine Ausnahmegenehmigung zur Befreiung von der Pflicht zur Anlegung eines<br />

Sicherheitsgurtes und/oder zum Tragen des Schutzhelmes kann durch<br />

die Straßenverkehrsbehörde des zuständigen Bezirksamtes erteilt werden.<br />

Personen können sich von der Gurtanlegepflicht befreien lassen, wenn<br />

→ das Anlegen des Gurtes aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist<br />

oder<br />

→ die Körpergröße weniger als 150 cm beträgt.<br />

Die gesundheitlichen Voraussetzungen sind durch eine ärztliche Bescheinigung<br />

nachzuweisen. In der Bescheinigung ist ausdrücklich zu begründen,<br />

warum eine Befreiung aus fachärztlicher Sicht notwendig ist. Die Diagnose<br />

muss in der Bescheinigung nicht genannt werden. Wenn aus der fachärztlichen<br />

Bescheinigung keine geringere Dauer hervorgeht, wird die Ausnahmegenehmigung<br />

in der Regel auf 1 Jahr befristet.<br />

Führerschein<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> sind nicht von der Möglichkeit ausgeschlossen,<br />

einen Führerschein zu machen. Allerdings müssen einige Dinge beachtet<br />

werden. Wenden Sie sich noch vor der Beantragung der Fahrerlaubnis bei<br />

der Straßenverkehrsbehörde an eine Fahrschule Ihrer Wahl. Fahrschulen <strong>mit</strong><br />

Erfahrung in der Ausbildung von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> können Ihnen<br />

Unterstützung bei der Bewältigung der behördlichen Beantragung und bei<br />

eventuellen Begutachtungen geben, so dass Sie unnötige Wege und da<strong>mit</strong><br />

auch Kosten sparen. Dort ist man auch in der Lage, Termine <strong>für</strong> technische<br />

Gutachten <strong>für</strong> Sie zu organisieren. Auskünfte darüber erteilt der<br />

• Fahrlehrerverband Berlin e.V.<br />

Friedrich-Karl-Straße 8-10, 12103 Berlin, Tel. 754918-0, Fax 754918-22<br />

look@fahrlehrerverband-berlin.de<br />

www.fahrlehrerverband-berlin.de (→ Behindertenausbildung)<br />

Unter bestimmten Voraussetzungen (Merkzeichen „aG“) sind die Führerscheinkosten<br />

als außergewöhnliche Belastung bei der Steuererklärung absetzbar.<br />

29


Sonderfahrdienst<br />

Sonderfahrdienst – Mobilität <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en in Berlin<br />

Wer in seiner Mobilität außergewöhnlich eingeschränkt ist,<br />

kann im <strong>Berliner</strong> Stadtgebiet einen besonderen Fahrdienst<br />

nutzen. Da<strong>für</strong> muss das Merkzeichen „T“ im Schwerbehindertenausweis<br />

eingetragen sein.<br />

Dieser Fahrdienst kann ausschließlich <strong>für</strong> Fahrten im Rahmen von Freizeit<br />

und Erholung genutzt werden. Fahrten zu medizinischen Behandlungen, zur<br />

Arbeit, zur Schule oder Tagespflegeeinrichtungen zählen nicht dazu.<br />

Berechtigte können im Rahmen des Sonderfahrdienstes entweder die speziell<br />

ausgestatteten Fahrzeuge nutzen oder sich Taxikosten erstatten lassen.<br />

Berechtigung beantragen<br />

Für die Teilnahme am Sonderfahrdienst benötigen Sie eine Berechtigten-Nummer.<br />

Da<strong>für</strong> müssen Sie beim Versorgungsamt Berlin das Merkzeichen<br />

„T“ beantragen. Bitte kreuzen Sie auf Seite 8 des Schwerbehindertenantrages<br />

das Merkzeichen „T“ an.<br />

Das Merkzeichen „T“ kann zuerkannt werden, wenn<br />

→ eine außergewöhnliche Gehbehinderung (Merkzeichen “aG”) vorliegt<br />

→ und ein mobilitätsbedingter Grad der <strong>Behinderung</strong> von mindestens 80<br />

und Fähigkeitsstörungen beim Treppensteigen nachgewiesen sind.<br />

Sie können einen Antrag auf befristete Teilnahme am Sonderfahrdienst stellen,<br />

wenn Ihre Krankenkasse oder ein anderer Leistungsträger <strong>für</strong> Sie die<br />

Kosten <strong>für</strong> einen Rollstuhl oder <strong>für</strong> einen Rollator übernommen hat. Dann<br />

können Sie den Fahrdienst bereits nutzen, bis Sie Ihren Bescheid über die<br />

Zuerkennung oder Ablehnung des Merkzeichens „T“ erhalten haben.<br />

Serviceleistungen<br />

Der Fahrdienst verfügt über speziell ausgestattete Fahrzeuge, die bis zu<br />

drei Rollstuhlnutzende befördern können. Der Sonderfahrdienst fährt jeden<br />

Tag in der Zeit von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. An Silvester wird ein<br />

24-Stunden-Service gewährleistet.<br />

Treppenhilfen und Assistenzleistungen<br />

Treppenhilfen sind möglich, wenn das Ziel ohne diese Hilfe nicht erreicht<br />

werden kann. Sie können auch eine Treppenhilfe in Anspruch nehmen, ohne<br />

eine Fahrt zu unternehmen. Für eine Treppenhilfe ohne Fahrt wird die gleiche<br />

Eigenbeteiligung berechnet wie <strong>für</strong> eine Fahrt <strong>mit</strong> dem Sonderfahrdienst.<br />

30


Sonderfahrdienst<br />

Assistenzleistungen sind Hilfestellungen vor und nach der Beförderung,<br />

insbesondere das Umsetzen von einem Straßenrollstuhl in einen Zimmerrollstuhl<br />

bzw. umgekehrt. Sie umfassen auch Hilfen beim An- und Ablegen<br />

der Oberbekleidung, An- und Ausziehen von Straßenschuhen, Ab- bzw. Aufschließen<br />

der Haus- und Wohnungstür, Begleitung von Tür-zu-Tür.<br />

Wo fährt der Sonderfahrdienst?<br />

Mit dem Sonderfahrdienst können Sie in ganz Berlin fahren. Sie können auch<br />

bis zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) fahren oder sich von dort abholen<br />

lassen. Fahrten bis zu fünf Kilometer über die Landesgrenze hinaus<br />

sind möglich. Da<strong>für</strong> bezahlen Sie zusätzlich zur Eigenbeteiligung 3,00 €<br />

pro Person.<br />

Bitte beachten Sie!<br />

→ Gemeinsam fahren: Gemeinsame Beförderungen von Berechtigten sind<br />

möglich. Sinnvoll sind z.B. gemeinsame Fahrten, die überwiegend in<br />

eine Richtung erfolgen.<br />

→ Sicher fahren: Wenn es <strong>für</strong> Sie möglich ist wird die Umsetzung in einen<br />

festen Fahrzeugsitz empfohlen. So können Sie besonders sicher und <strong>mit</strong><br />

höchstmöglichem Gesundheitsschutz befördert werden.<br />

→ Pünktlich fahren: Bitte denken Sie daran, zum Abholtermin reisefertig zu<br />

sein. So unterstützen Sie die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des<br />

Fahrdienstes.<br />

Eigenbeteiligung<br />

Für jede Fahrt <strong>mit</strong> dem Sonderfahrdienst fällt eine Eigenbeteiligung an.<br />

Die Eigenbeteiligung kostet monatlich<br />

→ bis zur 8. Fahrt 2,05 € je Fahrt<br />

→ ab der 9. Fahrt 5,00 € je Fahrt<br />

→ ab der 17. Fahrt 10,00 € je Fahrt<br />

Eine ermäßigte Eigenbeteiligung bezahlen Empfängerinnen und Empfänger<br />

von Sozialhilfe (SGB XII), Grundsicherung (SGB XII) und von Leistungen nach<br />

dem SGB II („Bürgergeld“).<br />

Die ermäßigte Eigenbeteiligung kostet monatlich<br />

→ bis zur 8. Fahrt 1,53 € je Fahrt<br />

→ ab der 9. Fahrt 3,50 € je Fahrt<br />

→ ab der 17. Fahrt 7,00 € je Fahrt<br />

31


Sonderfahrdienst<br />

Keine Eigenbeteiligung bezahlen Heimbewohnerinnen und Heimbewohner,<br />

die einen Barbetrag (Taschengeld) vom Sozialhilfeträger erhalten. In der Eigenbeteiligung<br />

ist eine Begleitperson bereits berücksichtigt. Für jede weitere<br />

Begleitperson wird zusätzlich ein Betrag von 2,00 € berechnet. Die monatliche<br />

Abrechnung der Eigenbeteiligung bekommen Sie vom Landesamt <strong>für</strong><br />

Gesundheit und Soziales. Ist die Eigenbeteiligung auch nach der zweiten<br />

Mahnung nicht bezahlt, wird die Berechtigten-Nummer gesperrt. Der/die<br />

Berechtigte ist von der Teilnahme am Fahrdienst so lange ausgeschlossen,<br />

bis der fällige Betrag beglichen wurde.<br />

32<br />

Fahrten anmelden<br />

Fahrten können beim Betreiber des Sonderfahrdienstes WirMobil<br />

angemeldet werden. Buchen Sie Ihre Fahrt telefonisch, per E-Mail,<br />

über die WirMobil-Internetseite oder die WirMobil-App.<br />

Telefon: 030 22027136<br />

E-Mail: buchung@wirmobil-berlin.de<br />

Internet: www.wirmobil.info (Zugangsdaten erforderlich)<br />

App: WirMobil App im Play Store (Android) und App Store (<strong>für</strong> iOS)<br />

Da<strong>mit</strong> Ihre Fahrten gut vorbereitet werden können,<br />

sind folgende Informationen wichtig:<br />

→ Berechtigten-Nummer und Name<br />

→ Wie sind Sie in der Regel erreichbar (Telefon/Handy)?<br />

→ Welche Assistenzleistungen benötigen Sie?<br />

→ Welche Hilfs<strong>mit</strong>tel nutzen Sie?<br />

→ Start-Adresse und Ziel-Adresse<br />

→ Besonders zu beachtende Situationen bei der Abholung bzw. Ankunft<br />

→ Bei Treppenhilfe z. B. konkrete Anzahl der Etagen<br />

→ Nehmen Sie weitere Personen <strong>mit</strong> (max. 2 Begleitpersonen)?<br />

Am besten melden Sie Ihre Fahrt mindestens 2 Tage vor dem Fahrttermin<br />

bei WirMobil an. Sie können Ihre Fahrten bis zu 13 Tage vor dem Fahrttermin<br />

anmelden. Spontane Fahrtanmeldungen können über Telefon, im Web oder<br />

über die App erfolgen. Als spontane Fahrtanmeldung gelten Anmeldungen<br />

am Tag der Fahrt oder einen Tag davor.<br />

Am Tag der Fahrt wird Ihnen die genaue Zeit <strong>mit</strong>geteilt, zu der Sie abgeholt<br />

werden. Das erfolgt per Anruf oder SMS ungefähr eine Stunde vorher. Für<br />

die Abholung ist ein Zeitfenster von 30 Minuten reserviert. Haben Sie die<br />

Fahrt im Internet oder über die App angemeldet, können Sie den aktuellen<br />

Standort Ihres WirMobil-Fahrzeuges verfolgen. Beim Einsteigen zeigen Sie<br />

Ihren Schwerbehindertenausweis vor.


Sonderfahrdienst<br />

Fahrten stornieren<br />

Bis zu einem Tag vor der Fahrt können Sie Ihre Fahrt absagen, ohne dass<br />

Stornierungskosten anfallen. Stornieren Sie Ihre Fahrt erst am Tag der Fahrt,<br />

wird eine Gebühr von 2,05 € erhoben.<br />

Notsituationen<br />

Im Notfall kann die Nummer 030 22027137 angerufen werden.<br />

Bei einem Notfall wie z. B.<br />

→ Ihre Abholung hat sich mehr als 20 Minuten verspätet<br />

→ oder Ihr Rollstuhl ist unterwegs kaputtgegangen<br />

wird geholfen, eine Lösung zu finden. Diese Nummer ist jeden Tag<br />

von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts besetzt.<br />

Mit dem Taxi fahren<br />

Wenn Sie im Rahmen des Sonderfahrdienstes das Taxi nutzen möchten,<br />

können Sie sich die Kosten erstatten lassen. Es fällt eine Eigenbeteiligung in<br />

Höhe von 40,00 Euro und ermäßigt in Höhe von 20,00 Euro an. Die Fahrtkosten<br />

werden im Taxi bezahlt (Vorkasse). Lassen Sie sich eine Quittung über<br />

die bezahlten Fahrtkosten ausstellen.<br />

Die Quittung muss folgende Angaben enthalten:<br />

→ Namen und Anschrift des Unternehmens <strong>mit</strong> Genehmigungsnummer<br />

(Stempel)<br />

→ Fahrstrecke (Start- und Zielangabe)<br />

→ Beförderungsentgelt/ Steuersatz<br />

→ Datum der Fahrt<br />

→ Unterschrift des Fahrers<br />

Die Taxiquittungen können jeweils <strong>für</strong> einen Monat gesammelt<br />

zur Abrechnung beim LAGeSo eingereicht werden.<br />

Bitte senden Sie Ihre Taxiquittungen an folgende Adresse:<br />

• Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales – III C –<br />

Sächsische Str. 28, 10707 Berlin<br />

(Postanschrift: Postfach 31 09 29, 10639 Berlin)<br />

Quittungen die verändert wurden (z.B. das Datum oder die Kosten der Fahrt)<br />

werden vom LAGeSo nicht anerkannt. Für die Erstattung ist eine gültige<br />

Kontoverbindung erforderlich. Berechtigte des besonderen Fahrdienstes<br />

<strong>mit</strong> einer Eigenbeteiligung von 40,00 Euro erhalten nach Abzug dieser monatlichen<br />

Eigenbeteiligung den Restbetrag als Zuschuss erstattet. Es ist ein<br />

maximaler Zuschuss in Höhe von 125,00 Euro möglich.<br />

33


Sonderfahrdienst<br />

34<br />

Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe (SGB XII), von Grundsicherung<br />

(SGB XII) und von Leistungen nach SGB II („Bürgergeld“), erhalten nach<br />

Abzug der ermäßigten Eigenbeteiligung in Höhe von 20,00 Euro den Restbetrag<br />

als monatlichen Zuschuss erstattet. Die entsprechenden Nachweise<br />

sind dem LAGeSo vorzulegen.<br />

Für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, die ein Taschengeld vom Sozialamt<br />

erhalten, entfällt die Eigenbeteiligung. Die entsprechenden Nachweise<br />

sind dem LAGeSo vorzulegen.<br />

Für die Rückerstattung nutzen Sie bitte folgendes Formular.<br />

Formular: Antrag Rückerstattung Taxiquittungen<br />

Bearbeitungszeit<br />

Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel zwischen 6 und 8 Wochen.<br />

Härtefallregelung beim Landesbeirat<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Der Härtefonds Sonderfahrdienst unterstützt Berechtigte, die sich aufgrund<br />

Ihrer wirtschaftlichen oder persönlichen Verhältnisse die Eigenbeteiligung<br />

nicht leisten können. Auch <strong>für</strong> Fahrten im Rahmen der Ausübung eines Ehrenamtes<br />

kann dort ein Antrag auf Erstattung der Eigenbeteiligung gestellt<br />

werden. Da<strong>für</strong> muss die vom Versorgungsamt in Rechnung gestellte Eigenbeteiligung<br />

zunächst vollständig bezahlt werden. Danach entscheidet die<br />

Härtefonds-Kommission des Landesbeirats, ob eine Erstattung bewilligt<br />

werden kann. Zuständig <strong>für</strong> alle Anfragen ist Herr Steffen Petzerling. Er ist <strong>für</strong><br />

Sie montags bis freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr erreichbar.<br />

Tel. 9028-1657, Fax 9028-2166<br />

E-Mail: steffen.petzerling@senias.berlin.de<br />

Postanschrift: Geschäftsstelle des Landesbeirats <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>, Oranienstrasse 106, 10969 Berlin<br />

www.berlin.de/lb/behi-beirat/sonderfahrdienst/index.html<br />

Lob und Kritik<br />

Die Fahrtanmeldung und -durchführung betreffend senden Sie<br />

→ per E-Mail an: feedback@wirmobil-berlin.de oder<br />

→ per Post an ViaVan GmbH, Rosa-Luxemburg-Str. 14, 10178 Berlin<br />

Die Teilnahmeberechtigung und die Abrechnung der Eigenbeteiligung<br />

betreffend senden Sie<br />

→ per E-Mail an: sonderfahrdienst@lageso.berlin.de<br />

→ per Post an: Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales<br />

Postfach 31 09 29, 10639 Berlin


Sonderfahrdienst<br />

Sonderfahrdienst auf einen Blick<br />

Registrieren Sie sich <strong>mit</strong> Ihrer Berechtigten-Nummer bei WirMobil.<br />

Die Registrierung kann per Telefon oder per E-Mail erfolgen: Tel. 22027136,<br />

E-Mail: buchung@wirmobil.de<br />

Möchten Sie die Web-App: www.wirmobil.info nutzen, fragen Sie bei der<br />

ersten Anmeldung nach Ihren persönlichen Zugangsdaten.<br />

Fahrtanmeldung<br />

täglich von 7 bis 17 Uhr – 2 bis ca. 14 Tage vor dem Fahrttermin<br />

Tel. 22027136, Fax 22027146 buchung@wirmobil.de www.berlmobil.de<br />

Post: Via Mobility GmbH, Rosa-Luxemburg-Str. 14, 10178 Berlin<br />

Spontanfahrten<br />

Am Tag der Fahrt oder am Tag davor. Anmeldung über Telefon, Web-App oder<br />

Smartphone-App. Nur im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten möglich.<br />

Fahrtdurchführung<br />

täglich von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts<br />

Das System sucht nach Ihrer Bestellung eine Fahrt. Ein Zeitraum von 30 Minuten<br />

wird <strong>für</strong> die Abholung <strong>mit</strong>geteilt. Der Zeitraum ist <strong>für</strong> Sie reserviert. Per Anruf oder<br />

SMS erhalten Sie die genaue Abholzeit am Tag der Fahrt. Über die Web-App/Smartphone-<br />

App können Sie den aktuellen Standort des WirMobil-Fahrzeuges sehen.<br />

Notfallnummer 030 / 22027137 (KEINE Fahrtbuchung) – nur wählen, wenn:<br />

→ 20 Minuten nach dem Abfahrttermin noch kein Fahrzeug da ist<br />

→ nachts bis 1.00 Uhr keine Beförderungsmöglichkeit <strong>mit</strong> dem ÖPNV besteht<br />

Treppenhilfe ist <strong>mit</strong> und ohne Fahrt möglich<br />

Eigenbeteiligung wird wie <strong>für</strong> eine Fahrt <strong>mit</strong> dem WirMobil berechnet.<br />

Die Abrechnung erfolgt monatlich. Wird die Eigenbeteiligung nicht bezahlt,<br />

erfolgt nach der zweiten Mahnung der Ausschluss bis zur vollständigen Zahlung<br />

der offenen Beträge.<br />

Begleitung<br />

Die unentgeltliche Beförderung einer Sie unterstützenden Begleitperson<br />

ist in der Eigenbeteiligung berücksichtigt. Für jede weitere Begleitperson<br />

werden zusätzlich 2,- € pro Fahrt berechnet.<br />

Taxikonto<br />

Mit der Berechtigten-Nummer <strong>für</strong> den besonderen Fahrdienst können Sie<br />

Kosten <strong>für</strong> Fahrten in Berlin <strong>mit</strong> einem Taxi/barrierefreien <strong>Inklusion</strong>staxi<br />

(<strong>mit</strong> Konzession) erstattet bekommen.<br />

35


Berufliche Teilhabe<br />

Berufliche Teilhabe<br />

Das <strong>Inklusion</strong>samt fördert die berufliche Teilhabe von schwerbehinderten<br />

und denen gleichgestellten behinderten <strong>Menschen</strong> (SGB IX Teil 3 – Schwerbehindertenrecht).<br />

Private und öffentliche Arbeitgeber,<br />

die über mindestens<br />

20 Arbeitsplätze verfügen, sind<br />

verpflichtet, auf 5 Prozent dieser<br />

Arbeitsplätze <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Schwerbehinderung zu beschäftigen.<br />

Kommt das Unternehmen<br />

dieser Verpflichtung nicht nach,<br />

ist ein finanzieller Ausgleich an<br />

das <strong>Inklusion</strong>samt zu zahlen.<br />

Die Zahlung der Ausgleichsabgabe<br />

hebt die Pflicht zur Beschäftigung<br />

schwerbehinderter<br />

<strong>Menschen</strong> nicht auf. Einnahmen<br />

2022: 57,5 Mio. Euro.<br />

Ausgleichsabgabe<br />

Für die Förderung der Teilhabe von schwerbehinderten<br />

<strong>Menschen</strong> am Arbeitsleben stehen<br />

dem <strong>Inklusion</strong>samt Mittel aus der Ausgleichsabgabe<br />

zur Verfügung. Im Jahr 2022 unterstützte<br />

das <strong>Inklusion</strong>samt schwerbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong> und Arbeitgeber <strong>mit</strong> 52,1 Mio. €,<br />

um inklusive Beschäftigungsverhältnisse zu<br />

ermöglichen, zu erleichtern und zu sichern.<br />

Begleitende Hilfe im Arbeitsleben<br />

Ziel ist es, behinderungsbedingte Nachteile<br />

auszugleichen und so<strong>mit</strong> die Chancengleichheit<br />

zu fördern. Die Maßnahmen umfassen<br />

Geldleistungen an Arbeitgeber und schwerbehinderte<br />

Beschäftigte. Gefördert wird<br />

auch die Selbstständigkeit von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Schwerbehinderung: Zur Gründung und Erhaltung einer selbstständigen<br />

beruflichen Existenz erhalten schwerbehinderte <strong>Menschen</strong> finanzielle Hilfen<br />

vom <strong>Inklusion</strong>samt. Allein <strong>mit</strong> finanziellen Leistungen sind Barrieren im Arbeitsleben<br />

oft nicht zu überwinden. Deshalb sind Beratung und Information<br />

wesentliche Bestandteile der Begleitenden Hilfe. Neben<br />

Die Leistungen des<br />

<strong>Inklusion</strong>samtes<br />

sind gegenüber<br />

den Leistungen der<br />

Rehabilitationsträger<br />

nachrangig.<br />

dem Technischen Beratungsdienst des <strong>Inklusion</strong>samtes<br />

werden <strong>für</strong> die Erfüllung dieser Aufgaben die Integrationsfachdienste<br />

hinzugezogen. Für Arbeitgeber, <strong>Inklusion</strong>sbeauftragte,<br />

Schwerbehindertenvertretungen sowie<br />

Betriebs- und Personalräte bietet das <strong>Inklusion</strong>samt<br />

Aufklärungs-, Schulungs- und Bildungsmaßnahmen an<br />

(online und in Präsenz).<br />

36<br />

Integrationsfachdienste (IFD)<br />

IFD sind Beratungsstellen <strong>für</strong> Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer <strong>mit</strong><br />

Schwerbehinderung sowie <strong>für</strong> Unternehmen, die <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung<br />

beschäftigen. Die Hauptaufgabe der IFD ist die Sicherung bestehender<br />

Arbeitsverhältnisse von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung. Sie beraten<br />

und unterstützen bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, z.B. der Wiedereingliederung<br />

nach Krankheit, Leistungseinbußen oder drohender Kündigung. Sie


Berufliche Teilhabe<br />

suchen gemeinsam <strong>mit</strong> den Beteiligten nach Lösungswegen. Aufgaben und<br />

Zielgruppen der IFD sind im SGB IX § 192 ff geregelt. Beauftragt werden die<br />

IFD durch das <strong>Inklusion</strong>samt oder durch die Rehabilitationsträger (Sicherung<br />

von Arbeitsplätzen und Arbeitssuchende <strong>mit</strong> Rehabilitationsstatus). Für jeden<br />

Bezirk in Berlin gibt es einen zuständigen regionalen IFD. Die Zuständigkeit<br />

richtet sich nach dem Arbeitsort, bei Rehabilitanden nach dem Wohnort. Der<br />

IFD Selbstständigkeit berät und unterstützt berlinweit <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung<br />

vor und nach der Existenzgründung, der IFD <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Hörbehinderung<br />

berät und unterstützt berlinweit <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Hörbehinderung.<br />

Im Adressteil (auf Seite 64) finden Sie die Kontaktdaten der regionalen und<br />

berlinweiten Integrationsfachdienste <strong>mit</strong> deren Spezialisierungen. Bitte nehmen<br />

Sie direkt <strong>mit</strong> dem jeweiligen IFD Kontakt auf. Dieser klärt <strong>mit</strong> Ihnen<br />

telefonisch und persönlich Zuständigkeit und Unterstützungsmöglichkeiten.<br />

NEU: Einheitliche Ansprechstelle <strong>für</strong> Arbeitgeber (EAA) in Berlin<br />

Für die Förderung der Ausbildung und Beschäftigung von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

sind verschiedene Träger zuständig (zum Beispiel die Rentenversicherungsträger,<br />

die Agentur <strong>für</strong> Arbeit und die <strong>Inklusion</strong>sämter). Deshalb<br />

haben Unternehmerinnen und Unternehmer oft Schwierigkeiten, sich in der<br />

Förderlandschaft zu orientieren. Abhilfe schaffen die flächendeckend eingerichteten<br />

Einheitlichen Ansprechstellen <strong>für</strong> Arbeitgeber (§ 185a SGB IX).<br />

Aufgaben der EAA:<br />

→ Arbeitgeber <strong>für</strong> die Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung<br />

von schwerbehinderten <strong>Menschen</strong> zu sensibilisieren.<br />

→ Unternehmen als Lotse bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung,<br />

Berufsbegleitung und Beschäftigungssicherung von <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Schwerbehinderung zur Verfügung zu stehen.<br />

→ Arbeitgeber bei der Beantragung von Leistungen zu unterstützen.<br />

Die Einrichtung der EAA in Berlin erfolgte am 01.12.2022<br />

bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH.<br />

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber profitieren von der Beratungsstelle:<br />

→ Kompetente, individuelle <strong>Inklusion</strong>sberatung<br />

→ Passgenaue Informationen und Leistungen<br />

→ Regionale Beratungsstelle in der Nähe<br />

• Einheitliche Ansprechstelle <strong>für</strong> Arbeitgeber (EAA)<br />

Bundesallee 39-40a, 10717 Berlin, Tel. 53637650<br />

E-Mail: eaa-berlin@faw.de www.eaa-berlin.de<br />

Die Erreichbarkeit ist zu den Öffnungszeiten sichergestellt:<br />

Mo/Di/Do 9-17 Uhr, Mi 14-20 Uhr, Fr 9-14 Uhr<br />

37


Berufliche Teilhabe<br />

Besonderer Kündigungsschutz (§ 168-175 SGB IX)<br />

Arbeitgeber, die das Arbeitsverhältnis <strong>mit</strong> einem schwerbehinderten oder<br />

gleichgestellten <strong>Menschen</strong> kündigen wollen, benötigen die Zustimmung des<br />

<strong>Inklusion</strong>samtes. Der besondere Kündigungsschutz wirkt vor allem dann,<br />

wenn der Grund der Kündigung im Zusammenhang <strong>mit</strong> der anerkannten<br />

<strong>Behinderung</strong> steht. Es werden im Kündigungsschutzverfahren<br />

Möglichkeiten geprüft, das ge-<br />

Im Jahr 2022 konnte in 17,6 %<br />

der Fälle das Arbeitsverhältnis<br />

eines <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Unterstützungsmöglichkeiten des <strong>Inklusion</strong>samfährdete<br />

Beschäftigungsverhältnis zu erhalten.<br />

Schwerbehinderung durch tes können sein: Ausstattung des Arbeitsplatzes<br />

den besonderen Kündigungsschutz<br />

erhalten werden. beitgeber; Arbeitsassistenz; Umsetzung auf ei-<br />

<strong>mit</strong> Hilfs<strong>mit</strong>teln; Finanzielle Leistungen <strong>für</strong> Arnen<br />

anderen Arbeitsplatz. Eine Kündigung kann<br />

auf diese Weise häufig vermieden werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass<br />

schwerbehinderte Beschäftigte unkündbar sind. Die Kündigungsursachen<br />

können betriebsbedingt, personenbedingt oder verhaltensbedingt sein. In<br />

den ersten sechs Monaten des Beschäftigungsverhältnisses findet der besondere<br />

Kündigungsschutz noch keine Anwendung.<br />

Gleichstellung <strong>mit</strong> schwerbehinderten <strong>Menschen</strong><br />

Personen <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von 30 oder 40 können einem<br />

schwerbehinderten <strong>Menschen</strong> gleichgestellt werden. Der Antrag auf Gleichstellung<br />

muss bei der Agentur <strong>für</strong> Arbeit gestellt werden, die <strong>für</strong> den Wohnsitz<br />

des <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> zuständig ist. Ziel der Gleichstellung ist,<br />

Nachteile auf dem Arbeitsmarkt auszugleichen: Die Gleichstellung soll helfen,<br />

eine geeignete Beschäftigung zu finden beziehungsweise zu behalten. Mit der<br />

Gleichstellung sind Ansprüche aus dem Schwerbehindertenrecht verbunden,<br />

jedoch nicht der Zusatzurlaub. Beschäftigte, deren Arbeitsplatz nicht infolge<br />

der <strong>Behinderung</strong> gefährdet ist, erfüllen die Voraussetzungen <strong>für</strong> eine Gleichstellung<br />

nicht. Die Gleichstellung wird <strong>mit</strong> dem Tag des Antragseingangs<br />

wirksam und kann befristet werden. Eine bereits ausgesprochene Kündigung<br />

wird nicht durch eine nachträgliche Gleichstellung unwirksam.<br />

38<br />

Bezahlter Zusatzurlaub (§ 208 SGB IX)<br />

Schwerbehinderte <strong>Menschen</strong> haben Anspruch auf fünf bezahlte – zusätzliche<br />

– Urlaubstage (bei einer regelmäßigen Arbeitszeit von fünf Arbeitstagen<br />

in der Kalenderwoche). Verteilt sich die Arbeitszeit auf mehr oder weniger<br />

als fünf Arbeitstage in der Kalenderwoche (z. B. Teilzeitarbeit), erhöht oder<br />

vermindert sich der Zusatzurlaub entsprechend. Besteht die festgestellte<br />

Schwerbehinderung nicht während des gesamten Kalenderjahres, hat<br />

der schwerbehinderte Beschäftigte einen Anspruch auf ein Zwölftel des


Berufliche Teilhabe<br />

Zusatzurlaubs – <strong>für</strong> jeden Monat der vorliegenden Schwerbehinderteneigenschaft.<br />

Wird die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch rückwirkend<br />

festgestellt, so finden <strong>für</strong> die Übertragung des Zusatzurlaubs in das nächste<br />

Kalenderjahr urlaubsrechtliche Regelungen Anwendung, die dem Beschäftigungsverhältnis<br />

zugrunde liegen. Voraussetzung <strong>für</strong> die Übertragung des<br />

Zusatzurlaubes ist, dass dieser im Urlaubsjahr beim Arbeitgeber geltend<br />

gemacht wurde. Die Übertragung von Ansprüchen auf Zusatzurlaub <strong>für</strong> mehrere<br />

vorangegangene Jahre ist ausgeschlossen.<br />

Publikationen<br />

Zu allen Fragen der beruflichen Teilhabe hält das <strong>Inklusion</strong>samt umfangreiches<br />

Material bereit. Die Zeitschriften und Broschüren stehen zum Download<br />

auf der Webseite des <strong>Inklusion</strong>samtes zur Verfügung. Beim Versandservice<br />

des <strong>Inklusion</strong>samtes können die Publikationen auch im Printformat bestellt<br />

werden. E-Mail: broschueren-versand@u-s-e.org<br />

• Nähere Informationen:<br />

Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin, <strong>Inklusion</strong>samt<br />

Postfach 31 09 29 | 10639 Berlin<br />

E-Mail: inklusionsamt@lageso.berlin.de<br />

wwww.berlin.de/lageso<br />

Werkstätten <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong> (WfbM)<br />

Die <strong>Berliner</strong> Werkstätten bieten <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> eine langfristige<br />

Teilhabe am Arbeitsleben. Werkstätten <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong> (WfbM) ermöglichen<br />

<strong>Menschen</strong>, die wegen ihrer Beeinträchtigungen nicht oder noch<br />

nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden:<br />

→ eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung,<br />

→ arbeitsbegleitende Maßnahmen, die helfen sollen, die Persönlichkeit<br />

und die Leistungsfähigkeit des Einzelnen weiterzuentwickeln und<br />

→ je nach Eignung durch spezielle Maßnahmen<br />

(wie z. B. durch Außenarbeitsplätze)<br />

den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern.<br />

Es besteht ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in die Werkstätten, wenn die<br />

persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Zu Beginn einer beruflichen Förderung<br />

in einer Werkstatt wird ein ein- bis dreimonatiges Eingangsverfahren<br />

durchgeführt. Dabei wird er<strong>mit</strong>telt, ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung<br />

<strong>für</strong> die Teilhabe am Arbeitsleben ist. Ziel ist es den <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

so weit zu fördern, dass er/sie „seinen/ihren“ Platz im Arbeitsbereich<br />

der Werkstatt ausfüllen kann oder – wenn möglich – auf eine Überleitung auf<br />

den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet wird.<br />

39


Berufliche Teilhabe<br />

Die Werkstätten verfügen über ein breites Angebot an Berufsbildungs- und<br />

Arbeitsplätzen. Die Werkstätten unterstützen die <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> qualifiziertem<br />

Personal und einen Begleitenden Dienst im Arbeitsalltag. Zum Angebot an<br />

Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen gehören auch ausgelagerte Plätze in<br />

Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die ausgelagerten Arbeitsplätze<br />

werden zum Zwecke des Übergangs und als dauerhaft ausgelagerte Plätze<br />

angeboten. Die bisherigen Leistungen einer WfbM können auf der Grundlage<br />

des Bundesteilhabegesetzes auch bei anderen Leistungsanbietern<br />

erbracht werden. Für <strong>Menschen</strong>, die die Voraussetzung zur Aufnahme in die<br />

Werkstätten noch nicht erfüllen, gibt es Einrichtungen oder Gruppen, die den<br />

Werkstätten angegliedert sind oder <strong>mit</strong> ihnen kooperieren, den sogenannten<br />

Beschäftigungs- und Förderbereichen (BFBTS).<br />

In den Beschäftigungs- und Förderbereichen findet im Rahmen der Teilhabe<br />

an der Gemeinschaft eine tätigkeitorientierte oder arbeitsweltorientierte<br />

Förderung statt. Ziel ist auch hier die Teilhabe am Arbeitsleben – je nach<br />

Wunsch und Möglichkeit. Die Teilnahme ist zeitlich nicht begrenzt und richtet<br />

sich nach den individuellen Förder- und Hilfeplanungen.<br />

Der Anspruch zur Teilhabe am Arbeitsleben oder zur Teilhabe an der Gemeinschaft<br />

(soziale Teilhabe) soll möglichst wohnortnah erbracht werden.<br />

Nähere Informationen zu den Angeboten und Leistungen, hierzu gehört<br />

auch die Suche nach freien Plätzen, können Ihnen die Teilhabeplanerinnen<br />

und Teilhabeplaner in den Teilhabefachdiensten der Bezirksämtern<br />

geben. Darüber hinaus können Sie sich aber auch über die Internetseite<br />

der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong>:<br />

www.wfbm-berlin.de informieren.<br />

Gleichzeitig stehen Ihnen <strong>für</strong> Fragen zur beruflichen Bildung oder der Teilhabe<br />

am Arbeitsleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der <strong>für</strong> Sie örtlich<br />

zuständigen Agenturen <strong>für</strong> Arbeit zur Verfügung.<br />

40<br />

Andere Leistungsanbieter (§ 60 SGB IX)<br />

Die anderen Leistungsanbieter stellen seit dem 01.01.2018 eine Alternative<br />

zur beruflichen Bildung (Berufsbildungsbereich) und zur Beschäftigung<br />

(Arbeitsbereich) in einer Werkstatt <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong> (WfbM) dar.<br />

Andere Leistungsanbieter sind wie WfbM nicht „Arbeitgeber“, sondern Träger,<br />

die die erforderlichen fachlichen Anforderungen erfüllen. Die dort beschäftigten<br />

<strong>Menschen</strong> haben dieselben Rechte, die sie auch in einer WfbM hätten.<br />

Die Betreuung durch Fachkräfte und die Unterstützung der pädagogischen,<br />

sozialen und medizinischen Betreuung durch begleitende Dienste erfolgt<br />

ebenfalls analog einer WfbM.


Berufliche Teilhabe<br />

Andere Leistungsanbieter haben wie WfbM eine Komplexleistung zur Förderung<br />

der beruflichen Teilhabe, zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und<br />

zur Ermöglichung einer Beschäftigung zu erbringen. Andere Leistungsanbieter<br />

sind in der Regel kleinere Einrichtungen. Für andere Leistungsanbieter<br />

gibt es keine speziellen Vorgaben zur räumlichen und sächlichen Ausstattung<br />

<strong>für</strong> die Erbringung der Leistung. Allerdings müssen auch die Räumlichkeiten<br />

bei den anderen Leistungsanbietern den individuellen, behinderungsspezifischen<br />

Bedürfnissen entsprechen. WfbM bietet immer Leistungen im<br />

Eingangsverfahren, im Berufsbildungsbereich und im Arbeitsbereich gemeinsam<br />

an. Andere Leistungsanbieter können sich auf eine Leistung zur beruflichen<br />

Bildung oder zur Beschäftigung beschränken. Ein Rechtsanspruch<br />

auf Aufnahme bei einem anderen Leistungsanbieter besteht nicht.<br />

Ansprechpartner und Leistungsträger <strong>für</strong> das Eingangsverfahren und den<br />

Berufsbildungsbereich bei einem anderen Leistungsanbieter ist in der Regel<br />

die Bundesagentur <strong>für</strong> Arbeit. Für Auskünfte über andere Leistungsanbieter<br />

in Berlin, die Leistungen im Arbeitsbereich anbieten, stehen die Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter in den Teilhabefachdiensten des Bezirksamtes, in dem<br />

der Mensch <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> seinen Wohnsitz hat, zur Verfügung.<br />

Budget <strong>für</strong> Arbeit (§ 61 SGB IX)<br />

Das Budget <strong>für</strong> Arbeit bildet ebenfalls eine Alternative zur Arbeit in einer<br />

Werkstatt <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong> (WfbM). Mit dem Budget <strong>für</strong> Arbeit wird<br />

eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen<br />

Arbeitsmarkt gefördert, die tarifvertraglich oder ortsüblich entlohnt wird.<br />

Der Mensch <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> ist im Rahmen seiner Beschäftigung kranken-,<br />

pflege- und rentenversichert. Eine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung<br />

besteht hingegen nicht, da der anspruchsberechtigte Personenkreis<br />

dauerhaft voll erwerbsgemindert ist. <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

beantragen <strong>mit</strong> dem Budget <strong>für</strong> Arbeit einen Lohnkostenzuschuss zum Ausgleich<br />

der Leistungsminderung beim Teilhabefachdienst des zuständigen<br />

Bezirksamtes. Diesen Lohnkostenzuschuss erhalten dann die Arbeitgeberinnen<br />

und Arbeitgeber. In Berlin beträgt der Lohnkostenzuschuss in den ersten<br />

zwei Jahren 75 % des vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts.<br />

Im dritten und vierten Beschäftigungsjahr wird der vereinbarte Lohnkostenzuschuss<br />

auf 70 % abgesenkt. Ab dem fünften Beschäftigungsjahr<br />

wird der Lohnkostenzuschuss auf 60 % herabgesetzt. Diese 60 % werden<br />

voraussichtlich bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses im Rahmen<br />

des Budgets <strong>für</strong> Arbeit gezahlt.<br />

41


Berufliche Teilhabe<br />

Zusätzlich zu dem Lohnkostenzuschuss wird eine wegen der <strong>Behinderung</strong><br />

erforderliche Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz ermöglicht. Diese<br />

kann z.B. durch einen Integrationsfachdienst (siehe Seite 36) vorgenommen<br />

werden. Diese Fachkräfte besuchen den <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> am Arbeitsplatz<br />

und beraten bzw. unterstützen zu allen Fragen im Zusammenhang<br />

<strong>mit</strong> dem Arbeitsverhältnis.<br />

Wer kann ein Budget <strong>für</strong> Arbeit beantragen?<br />

Ein Budget <strong>für</strong> Arbeit können <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> beantragen, die<br />

Anspruch auf einen Platz im Arbeitsbereich einer Werkstatt <strong>für</strong> behinderte<br />

<strong>Menschen</strong> haben. Ein Budget <strong>für</strong> Arbeit kommt aber erst zustande, wenn ein<br />

Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde. Bei dem Arbeitsvertrag muss es sich<br />

um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis <strong>mit</strong> einer tarifvertraglichen<br />

oder ortsüblichen Vergütung handeln. Einen Arbeitgeber muss sich der<br />

Mensch <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> selber suchen. Der Teilhabefachdienst des zuständigen<br />

Bezirksamtes ist nicht verpflichtet, ein Arbeitsverhältnis zu ermöglichen.<br />

Wer gibt in Berlin weitere Auskünfte?<br />

Ansprechpartner sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Teilhabefachdiensten<br />

des Bezirksamtes, in dem der Mensch <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> seinen<br />

Wohnsitz hat sowie die Integrationsfachdienste. Die ergänzenden unabhängigen<br />

Teilhabeberatungen (EUTB) können ebenfalls jederzeit bei Fragen<br />

oder Beratungen zum Bundesteilhabegesetz bzw. Leistungen zur Teilhabe<br />

am Arbeitsleben in Anspruch genommen werden (Adressen siehe Seite 64 ff).<br />

Die EUTB stellt ein unabhängiges Beratungsangebot <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> (drohenden)<br />

<strong>Behinderung</strong>en und deren Angehörigen dar. Zusätzliche Informationen<br />

sowie Auskünfte über nahe gelegene Beratungsstellen sind auf der<br />

Seite der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung zu finden:<br />

www.teilhabeberatung.de<br />

Weitere Informationen erhalten Sie unter<br />

www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen/<br />

menschen-<strong>mit</strong>-behinderung/erwerbsleben/<br />

42


Berufliche Teilhabe<br />

Budget <strong>für</strong> Ausbildung (§ 61a SGB IX)<br />

Durch das Angehörigen-Entlastungsgesetz wurde das Budget <strong>für</strong> Ausbildung<br />

ab dem 1.1.2020 <strong>für</strong> Personen, die Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren<br />

und Berufsbildungsbereich einer anerkannten Werkstatt <strong>für</strong> behinderte<br />

<strong>Menschen</strong> (§ 57 SGB IX) oder eines anderen Leistungsanbieters<br />

(§ 60 SGB IX) haben, in § 61a SGB IX gesetzlich eingeführt.<br />

Durch das Teilhabestärkungsgesetz gilt das Budget <strong>für</strong> Ausbildung<br />

(§ 61a SGB IX) ab dem 1.1.2022 auch <strong>für</strong> Personen, die Anspruch auf Leistungen<br />

im Arbeitsbereich einer anerkannten Werkstatt <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong><br />

(§ 58 SGB IX) oder eines anderen Leistungsanbieters haben.<br />

Grundgedanke: Das Budget <strong>für</strong> Ausbildung soll <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

durch eine Berufsausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine<br />

Alternative zum Eingangsverfahren/Berufsbildungsbereich und zum Arbeitsbereich<br />

einer Werkstatt <strong>für</strong> behinderte <strong>Menschen</strong> (WfbM)/anderen Leistungsanbietern<br />

bieten. Mit dem Budget <strong>für</strong> Ausbildung soll die Hinführung zu<br />

einer Ausbildung <strong>mit</strong> anerkanntem Ausbildungsabschluss oder einem Ausbildungsgang<br />

nach § 66 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) oder § 42r der<br />

Handwerksordnung (HwO) erreicht werden. Darin sind übrigens Fachpraktikerausbildungen<br />

<strong>mit</strong> reduzierten theoretischen Ausbildungsinhalten eingeschlossen.<br />

Gefördert werden ausschließlich betriebliche Erstausbildungen<br />

und da<strong>mit</strong> keine beruflichen Anpassungs- und Weiterbildungsmaßnahmen<br />

und keine überbetrieblichen Ausbildungen.<br />

Das Budget <strong>für</strong> Ausbildung umfasst folgende Leistungen:<br />

→ die Erstattung der Ausbildungsvergütung einschließlich des<br />

Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag und des<br />

Beitrages zur Unfallversicherung nach Maßgabe des SGB VII,<br />

→ die Übernahme <strong>für</strong> die wegen der <strong>Behinderung</strong> erforderlichen<br />

Aufwendungen <strong>für</strong> Anleitung und Begleitung am Ausbildungsplatz<br />

und in der Berufsschule,<br />

→ Übernahme der Kosten <strong>für</strong> die Durchführung des schulischen Teils<br />

der Ausbildung in einer Reha-Einrichtung, wenn der Besuch in<br />

einer Berufsschule nicht möglich ist und erforderliche Fahrkosten.<br />

43


Berufliche Teilhabe<br />

Dauer des Budgets <strong>für</strong> Ausbildung sowie zuständige Leistungsträger<br />

Die Dauer des Budgets beläuft sich gemäß § 61a Abs. 3 SGB IX bis zum<br />

erfolgreichen Abschluss der geförderten Ausbildung. Des Weiteren wird<br />

in § 220 Abs. 3 SGB IX festgelegt, dass bei vorzeitiger Beendigung einer<br />

Ausbildung ein Rückkehranspruch in die WfbM besteht. Die Bundesagentur<br />

<strong>für</strong> Arbeit (BA) erbringt das Budget <strong>für</strong> Ausbildung <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en,<br />

die einen Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren/<br />

Berufsbildungsbereich haben. Als zuständiger Rehabilitationsträger <strong>für</strong><br />

Leistungen im Arbeitsbereich einer WfbM kommt – neben den Trägern der<br />

Unfallversicherung, der sozialen Entschädigung (bis Ende 2023 Träger der<br />

Kriegsopferversorgung bzw. -<strong>für</strong>sorge genannt) und der öffentlichen Jugendhilfe<br />

– der Träger der Eingliederungshilfe in Betracht. Laut § 61a Abs. 5 SGB<br />

IX ist der zuständige Leistungsträger dazu verpflichtet, den <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz zu<br />

unterstützen. Da<strong>mit</strong> ist jedoch nicht eine Verpflichtung des Leistungsträgers<br />

verbunden, ein Budget <strong>für</strong> Ausbildung in jedem Fall zu ermöglichen.<br />

Wer gibt weitere Informationen?<br />

Ansprechpartner sind die zuständigen Leistungsträger – sprich: in erster Linie<br />

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesagentur <strong>für</strong> Arbeit oder in<br />

den Teilhabefachdiensten des Bezirksamtes, in dem der Mensch <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

seinen Wohnsitz hat sowie die Integrationsfachdienste. Die ergänzenden<br />

unabhängigen Teilhabeberatungen (EUTB) können ebenfalls jederzeit<br />

bei Fragen oder Beratungen zum Bundesteilhabegesetz in Anspruch<br />

genommen werden.<br />

Altersrente <strong>für</strong> schwerbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

Schwerbehinderte <strong>Menschen</strong> können früher Altersrente erhalten.<br />

Voraussetzung ist, dass Sie<br />

→ bei Beginn der Rente als schwerbehinderter Mensch<br />

(Grad der <strong>Behinderung</strong> mindestens 50) anerkannt sind<br />

und<br />

→ die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 35 Jahren erfüllen.<br />

Die Altersgrenze wird auch hier stufenweise angehoben.<br />

44


Berufliche Teilhabe<br />

Sie können die Altersrente <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> bereits während<br />

des Feststellungsverfahrens im Schwerbehindertenrecht beantragen. Die<br />

Schwerbehinderung wird durch den Schwerbehindertenausweis nachgewiesen,<br />

der zum Rentenbeginn noch gültig sein muss.<br />

Auskünfte zum genauen Renteneintrittsbeginn und den unterschiedlichen<br />

Abschlägen sowie zur Erwerbsminderungsrente erteilen die zuständigen<br />

Rentenversicherungsträger,<br />

die Deutsche Rentenversicherung Bund, Ruhrstr. 2, 10709 Berlin,<br />

kostenloses Service-Telefon 0800 1000 480 70<br />

www.deutsche-rentenversicherung-bund.de<br />

oder die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, Knobelsdorff -<br />

straße 92, 14059 Berlin, kostenloses Service-Telefon 0800 1000 480 25<br />

www.deutsche-rentenversicherung-berlin-brandenburg.de<br />

oder das Versicherungsamt Berlin. Das Versicherungsamt Berlin (im Landesamt<br />

<strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin), Sächsische Str. 28, 10707 Berlin,<br />

hält entsprechende Rentenantragsvordrucke <strong>für</strong> Sie bereit und ist Ihnen<br />

gern beim Ausfüllen behilflich. Weitere Informationen finden Sie auf unserer<br />

Internetseite: www.berlin.de/lageso/versorgung/sozialversicherungsrechtversicherungsamt/<br />

Nur Terminvereinbarung möglich unter folgenden Rufnummern:<br />

90229-6802/-6803 oder per E-Mail: versicherungsamt@lageso.berlin.de<br />

oder über das berlinweite Service-Portal:<br />

www.service.berlin.de/sozialversicherung/<br />

Vorzeitige Versetzung in den Ruhestand<br />

Für schwerbehinderte Beamte auf Lebenszeit bzw. schwerbehinderte<br />

Richter auf Lebenszeit existieren gleichgerichtete und wirkungsgleiche<br />

Regelungen. Nähere Auskünfte hierzu erteilt die zuständige Personalstelle.<br />

45


Berufliche Teilhabe<br />

46<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Inklusion</strong>spreis 2022<br />

20 Jahre <strong>Berliner</strong> <strong>Inklusion</strong>spreis – Landesregierung zeichnete<br />

<strong>Berliner</strong> Unternehmen im Jubiläumsjahr aus.<br />

Im Jahr 2022 hat das Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales gemeinsam<br />

<strong>mit</strong> der Senatsverwaltung <strong>für</strong> Integration, Arbeit und Soziales erneut<br />

vier vorbildliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber <strong>mit</strong> dem in Höhe von<br />

10.000 Euro dotierten Landespreis ausgezeichnet. Drei Firmen wurden <strong>für</strong><br />

die inklusive Beschäftigung gewürdigt und ein Unternehmen erhielt die Auszeichnung<br />

<strong>für</strong> die inklusive Ausbildung.<br />

Sieger in der Kategorie „Inklusive Ausbildung“<br />

ist die Deutsche Welle (Standort<br />

Berlin). Das unabhängige internationale<br />

Medienunternehmen informiert in 32 Sprachen<br />

<strong>Menschen</strong> weltweit und symbolisiert<br />

fairen Journalismus ohne Grenzen. Von<br />

676 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern<br />

in Berlin haben 37 eine Schwerbehinderung.<br />

Die Deutsche Welle trägt eine besondere<br />

Verantwortung <strong>für</strong> die Ausbildung<br />

von Nachwuchskräften. Zum Team des Medienunternehmens<br />

in Berlin zählen 22 Auszubildende<br />

ohne <strong>Behinderung</strong> und zwei<br />

<strong>Inklusion</strong>sskulptur<br />

Auszubildende <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>. „Möge die Botschaft der Deutschen Welle,<br />

dass gut ausgebildete Fachkräfte Innovation, Wachstum und Beschäftigung<br />

sichern – und so<strong>mit</strong> das größte Kapital Ihres Unternehmens sind, über die<br />

Grenzen hinweg ertönen und viele Nachahmer weltweit finden!“, würdigte<br />

Senatorin Kipping die Deutsche Welle bei der Preisübergabe.<br />

Das Unternehmen Avanta Textilproduktion & Handel GmbH gewann in der<br />

Kategorie „Inklusive Beschäftigung – Kleinunternehmen“. Seit 2015 führen<br />

Ömer und Tugba Ayranci das auf Sonderanfertigungen von Arbeits- und Werbetextilien<br />

spezialisierte Familienunternehmen. Von fünf Beschäftigten der<br />

Firma haben zwei eine Schwerbehinderung. Und das, obwohl das Atelier<br />

aufgrund der Betriebsgröße nicht der gesetzlichen Pflicht unterliegt, schwerbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong> zu beschäftigen. Ein aus Afghanistan stammende Geflüchtete<br />

ist von Geburt an gehörlos und kann weder sprechen noch schreiben<br />

oder lesen. In Berlin erlernte er die Deutsche Gebärdensprache und bekam<br />

in der Stickerei Avanta die Chance, beruflich angelernt zu werden. „Ich habe<br />

großen Respekt vor Ihrem sozialen und bürgerlichem Engagement und danke<br />

Ihnen von Herzen da<strong>für</strong>! Setzen Sie weiterhin Vertrauen in <strong>Menschen</strong>, die<br />

Chancen verdienen, um auf dem <strong>Berliner</strong> Arbeitsmarkt gleichberechtigt teilhaben<br />

zu können“, lobte Senatorin Katja Kipping die Firmeninhaber.


Gruppenbild <strong>mit</strong> den prämierten Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern<br />

Das Mittelspannungswerk Berlin der Siemens AG siegte in der Kategorie<br />

„Inklusive Beschäftigung – Mittelständische Unternehmen“. Seit 1917 prägt<br />

das Mittelspannungswerk entscheidend den <strong>Berliner</strong> Wirtschaftsstandort.<br />

Zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens tragen 329 Beschäftigte ohne<br />

<strong>Behinderung</strong> und 25 Beschäftigte <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> bei. Besondere Anerkennung<br />

verdient die Kooperation des Mittelspannungswerks <strong>mit</strong> den <strong>Berliner</strong><br />

Werkstätten <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>. Die Betriebsintegrierte Gruppe<br />

zählt 12 Mitarbeitende und der <strong>Inklusion</strong>sgedanke ist im Bewusstsein der<br />

Siemens-Beschäftigten fest verankert. Fünf Werkstatt-Mitarbeitende arbeiten<br />

auf ausgelagerten Einzelarbeitsplätzen des Mittelspannungswerks. Sie haben<br />

gute Chancen, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu erlangen.<br />

„Zu Ihrer Unternehmensstrategie gehört neben dem wirtschaftlichen<br />

Erfolg auch, <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Einschränkungen berufliche Chancen zu bieten<br />

und dem Fachkräftemangel vorausschauend entgegenzuwirken.“, würdigte<br />

Senatorin Katja Kipping den Werkleiter, Jan Teichner.<br />

Sieger in der Kategorie „Inklusive Beschäftigung – Großunternehmen“ ist<br />

das Jobcenter Berlin Lichtenberg. Die Behörde erbringt Dienstleistungen<br />

<strong>für</strong> 38.500 Leistungsberechtigte - aus 126 Nationen. Unter dem Motto „Wir<br />

leben Vielfalt und <strong>Inklusion</strong>“ setzt das Jobcenter verstärkt auf Aufklärung,<br />

Information und Bildung. Diese Unternehmensphilosophie teilen 521 Mitarbeitende<br />

des Jobcenters – 54 von ihnen haben eine Schwerbehinderung.<br />

Die Beschäftigungsquote des Jobcenters in Höhe von 10,4 % liegt weit über<br />

den gesetzlichen Vorgaben und ist beispielhaft <strong>für</strong> andere Unternehmen.<br />

„Geben Sie Ihre wertvolle Expertise an Unternehmen weiter, die ihre Türen<br />

<strong>für</strong> den Einzug der <strong>Inklusion</strong> bereit sind zu öffnen!“, appellierte Senatorin<br />

Katja Kipping an den Behördenleiter, Lutz Neumann, bei der Preisübergabe.<br />

Liebe Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme<br />

am Wettbewerb! Näheres unter: www.berlin.de/inklusionspreis<br />

Ansprechpartnerin: Frau Nelli Stanko, Tel. 90229-3307<br />

E-Mail: nelli.stanko@lageso.berlin.de<br />

47


Steuerrecht<br />

Steuerrecht<br />

48<br />

Einkommensteuer<br />

Wegen der Aufwendungen <strong>für</strong> die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig<br />

wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, <strong>für</strong> die Pflege sowie <strong>für</strong><br />

einen erhöhten Wäschebedarf können <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en anstelle<br />

einer Steuerermäßigung nach § 33 EStG (Außergewöhnliche Belastungen) einen<br />

Pauschbetrag geltend machen (Behinderten-Pauschbetrag/§ 33b EStG).<br />

Die Pauschbeträge erhalten <strong>Menschen</strong>, deren Grad der <strong>Behinderung</strong> auf<br />

mindestens 20 festgestellt ist, sowie <strong>Menschen</strong>, die hilflos sind.<br />

Die Höhe des Pauschbetrages richtet sich nach dem Grad der <strong>Behinderung</strong>.<br />

Als Pauschbeträge werden gewährt bei einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von<br />

mindestens:<br />

20 384,00 Euro 30 620,00 Euro 40 860,00 Euro<br />

50 1.140,00 Euro 60 1.440,00 Euro 70 1.780,00 Euro<br />

80 2.120,00 Euro 90 2.460,00 Euro 100 2.840,00 Euro<br />

Für Personen, die infolge ihrer <strong>Behinderung</strong> so hilflos sind, dass sie <strong>für</strong> eine<br />

Reihe von häufig regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung<br />

ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages dauernd fremder<br />

Hilfe bedürfen (Merkzeichen H), <strong>für</strong> Blinde (Merkzeichen Bl) und Personen<br />

<strong>mit</strong> der Einstufung in die Pflegegrade 4 und 5 erhöht sich der Pauschbetrag<br />

auf 7.400,00 Euro.<br />

Der einem Kind <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> zustehende Behinderten-Pauschbetrag<br />

kann übertragen werden, wenn ihn das Kind selbst nicht in Anspruch nimmt.<br />

Dabei ist der Pauschbetrag grundsätzlich auf beide Elternteile je zur Hälfte<br />

aufzuteilen, es sei denn, der Kinderfreibetrag wurde auf den anderen Elternteil<br />

übertragen. Auf gemeinsamen Antrag der Eltern hin ist eine andere Aufteilung<br />

möglich. Voraussetzung hier<strong>für</strong> ist, dass der Steuerpflichtige Anspruch<br />

auf die Kinderfreibeträge oder das Kindergeld hat.<br />

Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die einem Steuerpflichtigen<br />

durch die Pflege einer Person erwachsen, kann er anstelle einer Steuerermäßigung<br />

nach § 33 EStG (Außergewöhnliche Belastungen) einen Pauschbetrag<br />

geltend machen (Pflege-Pauschbetrag / § 33b EStG). Voraussetzung ist,<br />

dass der Steuerpflichtige die Pflege im Inland entweder in seiner Wohnung<br />

oder in der Wohnung des Pflegebedürftigen selbst durchführt und da<strong>für</strong> keine<br />

Einnahmen erhält.<br />

Die Höhe des Pauschbetrages richtet sich nach dem Pflegegrad der pflegebedürftigen<br />

Person. Als Pauschbeträge werden gewährt:<br />

→ bei Pflegegrad 2<br />

600,00 Euro<br />

→ bei Pflegegrad 3<br />

1.100,00 Euro<br />

→ bei Pflegegrad 4 oder 5 1.800,00 Euro


Steuerrecht<br />

Wird ein Pflegebedürftiger von mehreren Steuerpflichtigen im Veranlagungszeitraum<br />

gepflegt, wird der Pauschbetrag auf die Zahl der anspruchsberechtigten<br />

Pflegepersonen aufgeteilt. Den Nachweis einer <strong>Behinderung</strong> hat der<br />

Steuerpflichtige zu erbringen. Dies geschieht durch die Vorlage des Schwerbehindertenausweises<br />

oder des Bescheides der zuständigen Behörde.<br />

Weitere Auskünfte erteilt das Finanzamt.<br />

Außergewöhnliche Belastungen<br />

Zusätzlich zum Pauschbetrag können z. B. Krankheitskosten (Arztkosten/<br />

Arznei<strong>mit</strong>tel), Kuren, bestimmte Kfz-Kosten, Kosten <strong>für</strong> Begleitpersonen und<br />

Mehraufwendungen <strong>für</strong> die notwendige behindertengerechte Gestaltung des<br />

individuellen Wohnumfelds als außergewöhnliche Belastung allgemeiner Art<br />

(§ 33 EStG) geltend gemacht werden. Die <strong>mit</strong> dem Behinderten-Pauschbetrag<br />

zusammenhängenden Aufwendungen (siehe oben) können bei Ausübung<br />

des Wahlrechts und Verzicht auf diesen ebenfalls als außergewöhnliche<br />

Belastung allgemeiner Art berücksichtigt werden.<br />

Aufwendungen <strong>für</strong> eine Hilfe im Haushalt<br />

oder <strong>für</strong> die Heim- oder Pflegeunterbringung<br />

Entstehen Aufwendungen <strong>für</strong> haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, <strong>für</strong><br />

die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen oder <strong>für</strong> Pflege-<br />

und Betreuungsleistungen kann, nach Maßgabe des § 35a EStG eine<br />

Einkommensteuerermäßigung beantragt werden. Gleiches gilt <strong>für</strong> Aufwendungen,<br />

die wegen der Unterbringung in einem Heim oder zur dauernden<br />

Pflege entstehen, soweit darin Kosten <strong>für</strong> Dienstleistungen enthalten sind,<br />

die <strong>mit</strong> denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind. Leistungen der<br />

Pflegeversicherung sind im Rahmen des § 35a EStG auf entstandene Kosten<br />

anzurechnen. Es führen also nur die Aufwendungen zu einer Steuerermäßigung,<br />

die nicht bereits durch die Leistungen der Pflegeversicherung finanziert<br />

werden können.<br />

Die Steuerermäßigung beträgt 20 Prozent der begünstigten Aufwendungen,<br />

→ höchsten 510 Euro jährlich, bei geringfügigen Beschäftigungen in einem<br />

Privathaushalt (sogenannte „Minijobs“) bzw.<br />

→ höchstens 4.000 Euro jährlich, bei anderen Beschäftigungsverhältnissen<br />

und <strong>für</strong> die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienst-, Pflege- oder<br />

Betreuungsleistungen.<br />

Zu beachten ist, dass ein Abzug nach § 35a EStG nicht in Betracht kommt,<br />

soweit die Kosten bereits als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG<br />

berücksichtigt werden. Wird der sogenannte Behinderten- oder Pflege-Pauschbetrag<br />

in Anspruch genommen, ist <strong>für</strong> die da<strong>mit</strong> abgegoltenen Aufwendungen<br />

eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG nicht mehr möglich.<br />

49


Steuerrecht<br />

<strong>Behinderung</strong>sbedingte Fahrtkostenpauschale<br />

Grundsätzlich werden entweder nur die tatsächlichen Aufwendungen oder<br />

der Behinderten-Pauschbetrag berücksichtigt. Eine Ausnahme stellen die<br />

Aufwendungen <strong>für</strong> behinderungsbedingte Fahrtkosten dar. Diese können<br />

neben dem Behinderten-Pauschbetrag in Form einer Pauschale geltend<br />

gemacht werden; der Abzug der tatsächlichen Aufwendungen ist <strong>für</strong> behinderungsbedingte<br />

Fahrtkosten ausgeschlossen.<br />

Die Fahrtkostenpauschale beträgt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong><br />

von mindestens 80 oder <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von<br />

mindestens 70 und dem Merkzeichen „G“ 900 Euro. Für <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

dem Merkzeichen „aG“, <strong>mit</strong> dem Merkzeichen „Bl“, <strong>mit</strong> dem Merkzeichen<br />

„TBl“ oder <strong>mit</strong> dem Merkzeichen „H“ beträgt die Fahrtkostenpauschale<br />

4.500 Euro.<br />

Freibeträge im Lohnsteuerabzugsverfahren<br />

Die frühere (Papier-) Lohnsteuerkarte wurde im Jahr 2013 durch ein elektronisches<br />

Lohnsteuerabzugsverfahren ersetzt. Der Arbeitgeber erhält die <strong>für</strong><br />

den Lohnsteuerabzug benötigten Daten seiner Arbeitnehmer direkt bei der<br />

Finanzverwaltung durch elektronischen Abruf. Diese Daten werden in der<br />

ELStAM-Datenbank beim Bundeszentralamt <strong>für</strong> Steuern zentral verwaltet.<br />

ELStAM steht dabei <strong>für</strong> Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale Auf besonderen<br />

Antrag kann beim zuständigen Finanzamt der Behinderten-Pauschbetrag<br />

als Lohnsteuerabzugsmerkmal gespeichert werden. Dadurch<br />

ist in Abhängigkeit von der Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises<br />

im laufenden Jahr und in zukünftigen Jahren der Lohnsteuerabzug durch<br />

den Arbeitgeber niedriger. Es ist auch möglich, den Behinderten-Pauschbetrag<br />

als Lohnsteuerabzugsmerkmal beim Ehegatten speichern zu lassen.<br />

Die Steuerpflichtigen sollten besonders darauf achten, dass bereits in der<br />

Vergangenheit gespeicherte Behinderten-Pauschbeträge in den aktuellen<br />

Lohnsteuerabzugsmerkmalen enthalten sind. Ggf. muss ein neuer Antrag<br />

beim Finanzamt gestellt werden.<br />

Steuerliche Hinweise <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> finden Sie hier:<br />

www.berlin.de/sen/finanzen/steuern/informationenfuer-steuerzahler-/faq-steuern/artikel.8839.php<br />

50


Steuerrecht<br />

Werbungskosten bei Benutzung eines Kraftfahrzeuges <strong>für</strong> Wege<br />

zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte<br />

Für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können:<br />

→ <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>, deren Grad der <strong>Behinderung</strong><br />

mindestens 70 beträgt,<br />

und/oder<br />

→ <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>, deren Grad der <strong>Behinderung</strong> weniger als<br />

70, aber mindestens 50 beträgt und die in ihrer Bewegungsfähigkeit im<br />

Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind (Merkzeichen „G“),<br />

die tatsächlichen Aufwendungen anstelle der Entfernungspauschale ansetzen.<br />

Bei Kraftfahrzeugen gehören zu den tatsächlichen Aufwendungen<br />

insbesondere Absetzungen <strong>für</strong> Abnutzung (Abschreibung), Betriebsstoff (Öl,<br />

Benzin), Reifen, laufende Reparaturen und Pflege, Garagenmiete, Versicherung,<br />

Kfz-Steuer und Beiträge zu einem Automobilclub. Die Aufwendungen<br />

müssen nachgewiesen werden.<br />

Anstelle der tatsächlichen Aufwendungen können <strong>für</strong> Wege zwischen Wohnung<br />

und erster Tätigkeitsstätte ohne Einzelnachweis die Kilometersätze <strong>für</strong><br />

Reisekosten von:<br />

→ 0,30 Euro <strong>für</strong> Pkw oder<br />

→ 0,20 Euro <strong>für</strong> jedes andere motorbetriebene Fahrzeug<br />

<strong>für</strong> jeden gefahrenen Kilometer als Werbungskosten angesetzt werden.<br />

Wer im eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Kraftfahrzeug arbeitstäglich<br />

einmal von einem Dritten zur Arbeitsstätte gefahren und nach Beendigung<br />

der Arbeitszeit von dort abgeholt wird, kann auch die Aufwendungen<br />

als Werbungskosten geltend machen, die ihm durch die Ab- und Anfahrt<br />

des Fahrers – die sogenannten Leerfahrten – entstehen. Diese Grundsätze<br />

sind auf alle behinderten Personen im Sinne des § 9 Abs. 2 Einkommensteuergesetz<br />

anzuwenden, die keine gültige Fahrerlaubnis besitzen oder aus<br />

behinderungsbedingten Gründen nicht selbst fahren können.<br />

Andere Steuergesetze<br />

Auf die Kraftfahrzeugsteuervergünstigungen wird unter „Kraftfahrzeugsteuer“<br />

eingegangen. Wenden Sie sich bitte <strong>mit</strong> allen anderen Fragen, soweit sie<br />

Steuern betreffen, an Ihr Finanzamt.<br />

51


Wohnen<br />

Wohnen<br />

Besondere Wohnformen iSd § 42a Abs. 2 S. 1 Nr. 2, S. 3 SGB XII<br />

Besondere Wohnformen bieten <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> Wohnraum sowie<br />

umfassende Betreuungs- sowie gegebenenfalls Pflegeleistungen an. Diese<br />

Wohnformen sind vorgesehen <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong>, die eine Rund-um-die-Uhr-Unterstützung<br />

benötigen. Außenwohngruppen gehören ebenfalls zu den besonderen<br />

Wohnformen.<br />

Wohngemeinschaften<br />

Die Betreuung in Wohngemeinschaften ist eine ambulante (sozial)pädagogische<br />

Hilfe zum selbständigen Wohnen und zur Teilhabe am Leben in der<br />

Gemeinschaft. Die Leistungserbringung richtet sich bedarfsgerecht nach dem<br />

geplanten wöchentlichen Betreuungsumfang. Kann ggf. auch in den Vor<strong>mit</strong>tagsstunden<br />

erfolgen, in der Regel auch an den Wochenenden. Nachtwachen<br />

und Nachtbereitschaften sind in Wohngemeinschaften nicht vorgesehen.<br />

Betreutes Einzelwohnen<br />

Das betreute Einzelwohnen ist <strong>für</strong> Personen geeignet, die selbstständig leben<br />

können und auch <strong>für</strong> diejenigen, <strong>für</strong> die das Leben in einer Wohngemeinschaft<br />

nicht zweckdienlich ist und/oder die alleine leben möchten. Die Unterstützung<br />

im betreuten Einzelwohnen findet in der Regel nicht täglich statt. Es gibt je<br />

nach Stundenumfang 2 bis 4 Termine pro Woche.<br />

Herbergen<br />

Die Herberge der RBO WohnStätten ist eine besondere Wohnform <strong>mit</strong> einer<br />

Betreuung von 24 Stunden. Die Herberge ist in Berlin einzigartig und ist <strong>für</strong><br />

10 erwachsende <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Assistenzbedarf ausgelegt. Die Herberge ist<br />

barrierefrei und befindet sich im Haus der Generationen. Ein Aufenthalt in der<br />

Herberge ist auf maximal 3 Monate beschränkt. Die Betreuung in der Herberge<br />

kann in Anspruch genommen werden, wenn eine anderweitige Betreuung<br />

und Versorgung zeitweilig nicht gewährleistet ist.<br />

Für die Aufnahme ist ein persönlicher Kontakt und eine Kostenübernahme des<br />

Teilhabefachdienstes vorgesehen und notwendig. Die Leitung der Herberge<br />

der RBO WohnStätten steht Ihnen <strong>für</strong> eine Beratung zur Aufnahme von Montag<br />

bis Freitag telefonisch zur Verfügung unter 030 9860199935.<br />

52<br />

Die Beratungs- und Ver<strong>mit</strong>tlungsstelle<br />

unterstützter Wohnformen <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> – Lotse Berlin – ist<br />

unter Telefon 01803 241724 erreichbar.<br />

Telefonische Sprechzeiten: Mo/Mi 10-14 Uhr, Do 13-17 Uhr, Fr 10-14 Uhr<br />

In dieser Zeit kann auch ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden.


Wohnen<br />

Einkommensgrenze nach dem<br />

Wohnraumförderungsgesetz (§ 9, Abs. 2, WoFG)<br />

Anspruch auf einen WBS haben grundsätzlich Haushalte, deren Einkommen<br />

die maßgebliche <strong>Berliner</strong> Einkommensgrenze nicht überschreitet.<br />

<strong>Berliner</strong> Einkommensgrenzen<br />

jährlich<br />

Ein-Personen-Haushalt 16.800 €<br />

Zwei-Personen-Haushalt 25.200 €<br />

zuzüglich <strong>für</strong> jede weitere zum Haushalt rechnende Person 5.740 €<br />

Zuschlag <strong>für</strong> jedes zum Haushalt gehörende Kind 700 €<br />

Ob Sie Anspruch auf einen WBS haben, können Sie <strong>mit</strong> Hilfe des WBS-Rechners<br />

auf www.berlin.de prüfen. Bei der Er<strong>mit</strong>tlung des anrechenbaren Jahresgesamteinkommens<br />

erhalten Personen einen jährlichen Freibetrag:<br />

→ von 4.500,- Euro, die schwerbehindert <strong>mit</strong> einem GdB von 100 oder<br />

wenigstens 80 und häuslich pflegebedürftig sind<br />

oder<br />

→ von 2.100,- Euro <strong>mit</strong> einen GdB von unter 80, aber wenigstens 50<br />

und zusätzlicher häuslicher Pflegebedürftigkeit.<br />

Besonderer Wohnbedarf<br />

Schwerbehinderte <strong>Menschen</strong> erhalten einen Wohnberechtigungsschein <strong>mit</strong><br />

anerkanntem besonderem Wohnbedarf, wenn die derzeitigen Wohnverhältnisse<br />

wegen der festgestellten <strong>Behinderung</strong>en <strong>für</strong> sie objektiv ungeeignet<br />

sind. Über die Anerkennung des besonderen Wohnbedarfs wird <strong>mit</strong> der Bearbeitung<br />

des Antrages auf Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheines<br />

entschieden. Die Schwerbehinderung muss dem Wohnungsamt <strong>mit</strong> dem<br />

Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes und dem Schwerbehindertenausweis<br />

nachgewiesen werden. Hat das Wohnungsamt Zweifel, ob die derzeitigen<br />

Wohnverhältnisse <strong>für</strong> den schwerbehinderten <strong>Menschen</strong> geeignet<br />

sind, holt es eine gutachterliche Stellungnahme beim Ärztlichen Dienst des<br />

Landesamtes <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin ein. Darüber hinaus bekommen<br />

Antragstellerinnen und Antragsteller, die Empfänger von Leistungen der<br />

Grundsicherung <strong>für</strong> Arbeitssuchende nach dem SGB II sowie Empfänger von<br />

Leistungen der Sozialhilfe nach dem SGB XII sind, den besonderen Wohnbedarf<br />

anerkannt, sofern eine konkrete Aufforderung zum Umzug in eine<br />

„angemessene Wohnung“ durch die zuständige Stelle vorliegt.<br />

Anträge auf einen Wohnberechtigungsschein sind beim Wohnungsamt<br />

im Amt <strong>für</strong> Bürgerdienste des <strong>für</strong> den derzeitigen Wohnsitz zuständigen<br />

Bezirksamtes zu stellen. Dort werden auch alle weiteren Fragen zu diesem<br />

Themenbereich beantwortet.<br />

53


Kommunikation und Medien<br />

Kommunikation und Medien<br />

Postversand <strong>für</strong> Blinde<br />

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen <strong>für</strong> den Briefdienst bzw.<br />

Frachtdienst/Inland der Deutschen Post AG. Informationsmaterial erhalten<br />

sie in jeder Postfiliale.<br />

Als Blindensendungen können entgeltfrei versandt werden:<br />

→ Schriftstücke in Blindenschrift (Braille).<br />

→ Für Blinde bestimmte Tonaufzeichnungen oder sonstige Magnetdatenträger,<br />

deren Absender oder Empfänger eine amtlich anerkannte<br />

Blindenanstalt ist oder in deren Auftrag der Versand erfolgt.<br />

→ Papiere <strong>für</strong> die Aufnahme von Blindenschrift, wenn sie von einer anerkannten<br />

Blindenanstalt an Blinde versandt werden.<br />

Blindensendungen müssen grundsätzlich <strong>mit</strong> einer offenen Umhüllung versehen<br />

sein und oberhalb der Anschrift die Bezeichnung „Blindensendung“<br />

tragen. Bei einem Versand <strong>mit</strong> zusätzlichen Briefleistungen (z. B. per Einschreiben)<br />

muss nur diese Gebühr bezahlt werden. Genaue Auskünfte zu<br />

Maß und Gewicht können unter der Service-Telefonnummer 0228 4333112<br />

eingeholt werden.<br />

Ermäßigung von der Rundfunkbeitragspflicht<br />

Mit dem Merkzeichen „RF“ im Schwerbehindertenausweis können Sie eine<br />

Ermäßigung des Rundfunkbeitrages erhalten. Das Merkzeichen „RF“ beantragen<br />

Sie beim Versorgungsamt.<br />

Die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen:<br />

→ <strong>Menschen</strong>, die blind sind (Merkzeichen Bl) oder sehbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von wenigstens 60<br />

von Hundert allein wegen der Sehbehinderung,<br />

→ <strong>Menschen</strong>, die gehörlos sind oder denen eine ausreichende<br />

Verständigung über das Gehör auch <strong>mit</strong> Hörhilfen nicht möglich<br />

ist (Merkzeichen Gl),<br />

→ <strong>Menschen</strong>, deren Grad der <strong>Behinderung</strong> mindestens 80 von<br />

Hundert beträgt und die wegen ihres<br />

→ Leidens ständig nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können.<br />

Mit dem Merkzeichen „RF“ gibt es keine Befreiung von der<br />

Rundfunkbeitragspflicht.<br />

54


Kommunikation und Medien<br />

Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht<br />

Befreit werden können:<br />

→ <strong>Menschen</strong>, die taubblind sind (Merkzeichen TBl im Schwerbehindertenausweis)<br />

Die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen:<br />

→ <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von mindestens 70 wegen<br />

einer Störung der Hörfunktion und<br />

→ einem Grad der <strong>Behinderung</strong> von 100 wegen einer Störung des<br />

Sehvermögens.<br />

Vom Rundfunkbeitrag befreit werden können auch:<br />

→ Sonder<strong>für</strong>sorgeberechtigte nach § 27e Bundesversorgungsgesetz<br />

→ Empfänger von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII und nach § 27 d des<br />

Bundesversorgungsgesetzes (BVG);<br />

→ Empfänger von Hilfe zur Pflege nach §§ 61-66 SGB XII, Pflegegeld nach<br />

landesrechtlichen Vorschriften<br />

Eine Befreiung oder Ermäßigung des<br />

Rundfunkbeitrages kann auch aus sozialen<br />

Gründen beantragt werden.<br />

Wer zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe,<br />

Grundsicherung, BAföG oder Hilfe<br />

zum Lebensunterhalt nach § 27a oder 27d<br />

BVG bezieht, kann <strong>mit</strong> dem Nachweis der<br />

betreffenden Behörde die Befreiung vom<br />

Rundfunkbeitrag beantragen. Detaillierte<br />

Informationen dazu gibt es unter<br />

www.rundfunkbeitrag.de.<br />

Eine Ermäßigung oder Befreiung kann rückwirkend ab dem Datum der Feststellung<br />

bewilligt werden. Wenn Sie den Bescheid des Versorgungsamtes<br />

erhalten haben, füllen Sie das Antragsformular vollständig aus. Senden Sie<br />

es zusammen <strong>mit</strong> der Bescheinigung des Versorgungsamtes an folgende<br />

Anschrift: ARD ZDF Deutschlandradio, Beitragsservice, 50656 Köln<br />

Antragsformulare und weitere Informationen gibt es unter:<br />

www.rundfunkbeitrag.de bzw. unter 01806 999 555 10 (kostenpflichtig).<br />

Vergünstigungen beim Telefonieren<br />

Verschiedene Telefongesellschaften bieten spezielle Tarife <strong>für</strong> schwerbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong> an. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich (z. B. Merkzeichen<br />

„RF“, Höhe des GdB). Die verschiedenen Telefonanbieter erteilen<br />

Auskünfte über mögliche Sonderkonditionen <strong>für</strong> schwerbehinderte <strong>Menschen</strong>.<br />

55


Junge <strong>Menschen</strong><br />

Junge <strong>Menschen</strong><br />

56<br />

Ermöglichung sozialer Teilhabe von Kindern<br />

und Jugendlichen <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Kinder und Jugendliche <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> haben das Recht auf eine an den<br />

Bedarfen orientierte Förderung und Betreuung und eine Teilnahme am Leben<br />

in der Gemeinschaft.<br />

Ansprechpartner zu den Hilfeleistungen <strong>für</strong> Minderjährige <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

bis zum 18. Lebensjahr war bisher der Fachbereich Eingliederungshilfe <strong>für</strong><br />

Kinder und Jugendliche in den bezirklichen Jugendämtern. Im Zuge der<br />

Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) wurde in jedem Bezirk der<br />

Teilhabefachdienst Jugend verankert. Dort sollen Heranwachsende <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

zukünftig Beratung, Unterstützung und Begleitung rund um das<br />

Thema Eingliederungshilfe finden. Wenn Erziehungshilfe benötigt wird, ist<br />

der Regionale Sozialpädagogische Dienst <strong>für</strong> junge Volljährige bis zum 21.,<br />

in Ausnahmefällen sogar bis zum 27. Lebensjahr, zuständig.<br />

Angebote der Frühförderung und Sozialpädiatrie orientieren sich an den<br />

individuellen Bedarfen der Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und berücksichtigen<br />

sowohl Alter als auch Art und Grad der <strong>Behinderung</strong>. Die entsprechenden<br />

Leistungen werden von verschiedenen Trägern und Einrichtungen angeboten.<br />

Informationen dazu erhalten Sie sowohl bei den bezirklichen Gesundheitsämtern<br />

(Kinder- und Jugendgesundheitsdienst; Kinder- und Jugendpsychiatrischer<br />

Dienst) als auch z. T. bei den Jugendämtern.<br />

Die 16 Kinder- und Jugendambulanzen/Sozialpädiatrischen Zentren (KJA/<br />

SPZ) nehmen wohnortnah Aufgaben der Frühförderung und sozialpädiatrischen<br />

Versorgung wahr. In den KJA/SPZ bieten interdisziplinäre Teams<br />

pädagogisch-psychologische und medizinisch-therapeutische Hilfen <strong>für</strong><br />

Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und deren Eltern an. Schon vor Eintritt in Krippe und<br />

Kindergarten, in der Kindertagesstätte (Kita) selbst und auch beim Übergang<br />

in die Schule. Die interdisziplinären Teams der KJA/SPZ stehen unter<br />

fachärztlicher Leitung (Fachärzt*innen <strong>für</strong> Kinder- und Jugendmedizin <strong>mit</strong><br />

ggf. Zusatzausbildungen in Neuropädiatrie und/oder Psychotherapie) und<br />

sind <strong>mit</strong> Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, therapeutischem und (heil)<br />

pädagogischem Fachpersonal ausgestattet. Die Betreuung erfolgt mobil<br />

in der Kindertagesstätte und/oder ambulant in den Räumen der jeweiligen<br />

KJA/SPZ. Für die Behandlung in einer KJA/SPZ ist eine Überweisung durch<br />

eine*n Kinder*ärztin notwendig.<br />

Der Heilpädagogische Fachdienst „<strong>Berliner</strong> Kiebitze“, der niedrigschwellige<br />

Beratungsangebote <strong>für</strong> Eltern, pädagogische Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen<br />

und Kindertagespflegepersonen anbietet, ergänzt die<br />

bisher vorhandenen Angebote im Vorfeld. Dieses offene, niedrigschwellige


Junge <strong>Menschen</strong><br />

Beratungsangebot kann bei entstandenen Fragen zu Entwicklungsauffälligkeiten<br />

von Kindern vor dem Schuleintritt in Anspruch genommen werden: Ohne<br />

Antrag und ohne Überweisungsschein. Die Beratung erfolgt kostenlos und bei<br />

Bedarf anonym. Die Standorte und Kontaktdaten der KJA/SPZ finden Sie unter<br />

www.kja-spz-berlin.de, alle Angaben zum Fachdienst unter www.kiebitze.berlin.<br />

Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> in Kindertagesstätten<br />

Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> haben – wie alle Kinder – einen gesetzlichen Anspruch<br />

auf Betreuung und Förderung in einer Tageseinrichtung. Sie haben ggf. auch<br />

zusätzlich einen Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch<br />

(SGB IX) bzw. nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB<br />

VIII). Die Betreuung und Förderung in einer Kindertageseinrichtung erfolgt<br />

überwiegend in Integrationsgruppen, so dass auch bei Anspruch auf erhöhten<br />

Förderbedarf das Kind <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> in seinem vertrauten Umfeld verbleiben<br />

kann. An einigen Kitas gibt es das Angebot von heilpädagogischen Gruppen <strong>für</strong><br />

Kinder, die aufgrund der Art bzw. Schwere ihrer <strong>Behinderung</strong> eine spezialisierte<br />

Förderung benötigen.<br />

Nähere Auskünfte hierzu erteilen die am Wohnort zuständigen bezirklichen Jugendämter,<br />

sowie die Gesundheitsämter (Kinder- und Jugendgesundheitsdienst;<br />

Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst).<br />

www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/kindertagesbetreuung<br />

(→ Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en)<br />

Freizeitangebote <strong>für</strong> Kinder <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und ihre Familien<br />

Alle öffentlich geförderten Freizeitangebote in Berlin sollten auch jungen <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> offenstehen. Zusätzliches Personal, das als Ansprechpartner<br />

<strong>für</strong> die speziellen Bedarfe der jungen <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> zur<br />

Verfügung steht, kann von den meisten Einrichtungen noch nicht finanziert werden.<br />

Über das Stadtgebiet verteilt gibt es einige integrative Freizeitangebote<br />

freier Träger.<br />

Das sind z. B.<br />

→ Integrationsprojekte, die offene Jugendarbeit<br />

<strong>für</strong> junge <strong>Menschen</strong> anbieten;<br />

→ Discoveranstaltungen in Jugendfreizeitheimen, die vor allem von jungen<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> geistiger und Mehrfachbehinderung als Ersatz <strong>für</strong> die kommerziellen<br />

Diskotheken besucht werden<br />

→ Integrative Kursangebote unter dem Motto „Jugend im Museum“.<br />

Ferienbetreuung und -reisen <strong>für</strong> Kinder und Jugendliche <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

werden durch verschiedene freie Träger angeboten und <strong>mit</strong> öffentlichen<br />

Mitteln gefördert.<br />

57


Junge <strong>Menschen</strong><br />

Es werden angeboten:<br />

→ Reisen in den Schulferienzeiten zusammen <strong>mit</strong> anderen jungen <strong>Menschen</strong><br />

→ Ferienbetreuung <strong>mit</strong> Übernachtung im Brandenburger Umland<br />

während der Schulferienzeiten<br />

→ Tagesferienbetreuung im <strong>Berliner</strong> Stadtgebiet während der Schulferienzeiten<br />

→ Reisen <strong>für</strong> Gruppen aus Tagesstätten und anderen Einrichtungen, teilweise<br />

auch zusammen <strong>mit</strong> anderen jungen <strong>Menschen</strong><br />

58<br />

Kinder und Jugendliche <strong>mit</strong> hohem<br />

medizinisch-pflegerischem Unterstützungsbedarf<br />

Wenn Kinder und Jugendliche einen hohen medizinisch-pflegerischen Versorgungsbedarf<br />

haben, kommen weitere Hilfen in Frage. Neben den Leistungen<br />

der Behindertenhilfe (Eingliederungshilfe) können Ansprüche auf Leistungen der<br />

Pflegeversicherung geltend gemacht werden. Unter Umständen kommen auch<br />

Leistungen der Hauskrankenpflege als Krankenkassenleistung in Betracht. Dies<br />

kann von einzelnen Maßnahmen der Behandlungspflege bis hin zu einer 24-Stunden-Versorgung<br />

durch einen Kinderintensivpflegedienst erfolgen. Die Begleitung<br />

erfolgt bei Bedarf auch in Kita und Schule. Bei allen Fragen rund um das Thema<br />

Pflege können sich Eltern zur Beratung an die Kinderbeauftragten der <strong>Berliner</strong><br />

Pflegestützpunkte wenden.<br />

Weitere Informationen zu Unterstützungsangeboten <strong>für</strong> Kinder und Jugendliche<br />

finden Sie unter www.kinderversorgungsnetz-berlin.de.<br />

Schulen <strong>mit</strong> sonderpädagogischen Förderschwerpunkten<br />

In einer Schule <strong>mit</strong> sonderpädagogischem Förderschwerpunkt, im allgemeinen<br />

Sprachgebrauch auch Förderzentrum oder Förderschule genannt, werden nur<br />

Kinder und Jugendliche unterrichtet, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf<br />

haben.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/foerderschule<br />

Der Unterricht findet in kleinen Klassen <strong>mit</strong> meist sechs bis dreizehn Schülerinnen<br />

und Schülern statt. In Berlin gibt es Schulen <strong>mit</strong> folgenden sonderpädagogischen<br />

Förderschwerpunkten: → Sehen → Hören und Kommunikation → Körperliche und<br />

motorische Entwicklung → Sprache → Lernen → Geistige Entwicklung → Langfristige<br />

Erkrankungen, Hausunterricht<br />

Schulen in freier Trägerschaft <strong>mit</strong> sonderpädagogischem Förderschwerpunkt:<br />

→ Körperliche und motorische Entwicklung → Geistige Entwicklung → Lernen<br />

→ Langfristige Erkrankungen, Hausunterricht → Sonstige Förderschwerpunkte<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.bildung.berlin.de/Schulverzeichnis/


Junge <strong>Menschen</strong><br />

Studium<br />

Die Beratungsstelle Barrierefrei Studieren (BBS) des Studierendenwerks Berlin<br />

bietet eine kompetente Beratung <strong>für</strong> Studierende <strong>mit</strong> Beeinträchtigung an.<br />

Es wird eine vertrauliche, unbürokratische und rasche Hilfestellung geboten.<br />

Die Beratung unterliegt der Schweigepflicht.<br />

Beratung und Unterstützung zu folgenden Themen:<br />

→ Zulassung zum Studium unter Berücksichtigung von Härtefällen<br />

→ Vergabe der <strong>Inklusion</strong>sleistungen, wie z.B. Studienassistenz, Hilfs<strong>mit</strong>tel<br />

im Studienalltag, sowie Dolmetschende <strong>für</strong> gehörlose Studierende oder<br />

Studierende <strong>mit</strong> Hörbehinderung<br />

→ Studentisches Wohnen <strong>mit</strong> Hinweisen zu Möglichkeiten <strong>für</strong> Studierende,<br />

die einen Rollstuhl benutzen oder einen anderen beeinträchtigungsbedingten<br />

Wohnbedarf haben,<br />

→ Organisation und Finanzierung von Unterstützung (Pflege, Mobilität)<br />

→ Information über angepasste Studien- und Prüfungsbedingungen<br />

<strong>für</strong> Studierende <strong>mit</strong> Beeinträchtigung (Nachteilsausgleich)<br />

→ Individuelle Situation im Studienalltag und Umgang<br />

<strong>mit</strong> der Beeinträchtigung im Studium<br />

→ Studienfinanzierung unter Berücksichtigung der Beeinträchtigung<br />

und besonderer Lebenslagen<br />

Die Beratungsstelle Barrierefrei Studieren hat die Aufgabe, Studierenden<br />

<strong>mit</strong> Beeinträchtigung <strong>Inklusion</strong>sleistungen nach dem <strong>Berliner</strong> Hochschulgesetz<br />

zur Verfügung zu stellen. Dort können Anträge auf <strong>Inklusion</strong>sleistungen<br />

wie Studienassistenz, Gebärdensprach- oder Schriftdolmetschende, Büchergeld<br />

oder Hilfs<strong>mit</strong>tel gestellt werden.<br />

Um gleich zu Studienbeginn die erforderlichen Bedingungen zu schaffen,<br />

empfiehlt es sich, rechtzeitig <strong>mit</strong> der „Beratung Barrierefrei Studieren (BBS)“<br />

sowie <strong>mit</strong> den jeweiligen Beauftragten <strong>für</strong> Studierende <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

und chronischen Erkrankungen der Hochschulen Kontakt aufzunehmen.<br />

• Für Studierende der TU, UdK, Hertie School, HDPK, PFH und IPU:<br />

Hardenbergstr. 34, 10623 Berlin-Charlottenburg<br />

Tel. 93939-9020, E-Mail: bbs.hardenbergstr@stw.berlin<br />

• Für Studierende der FU und EFB:<br />

Thielallee 38, 14195 Berlin-Dahlem<br />

Tel. 93939-9020, E-Mail: bbs.thielallee@stw.berlin<br />

• Für Studierende der HU, HSAP, Code University und IU<br />

Franz-Mehring-Platz 2, 10243 Berlin-Friedrichshain<br />

Tel. 93939-8441, E-Mail: bbs.fmp@stw.berlin<br />

59


Junge <strong>Menschen</strong><br />

• Für Studierende der ASH, BHT, HTW, HWR, KHB, HfM, HfS,<br />

Catalyst und Charité<br />

Franz-Mehring-Platz 2, 10243 Berlin-Friedrichshain<br />

Tel. 93939-8442, E-Mail: bbs.fmp@stw.berlin<br />

• Hochschulübergreifende Beratung und Antragsbearbeitung<br />

von Hilfs<strong>mit</strong>teln<br />

Thielallee 38, 14195 Berlin-Dahlem<br />

Tel. 93939-9071, E-Mail: bbs.thielallee@stw.berlin<br />

Die Terminvergabe <strong>für</strong> eine telefonische, persönliche oder<br />

Video-Beratung erfolgt über das Kontaktformular auf der Homepage,<br />

per E-Mail oder Telefon.<br />

www.stw.berlin/beratung/beratung-barrierefrei-studieren/<br />

zur-beratungsstelle.html<br />

Für Studierende <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und chronischer Erkrankung sind auch<br />

die Beauftragten <strong>für</strong> Studierende <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en und chronischen<br />

Erkrankungen der Hochschulen zuständig, u. a.:<br />

• Freie Universität (FU)<br />

Anja Ahrens (EG, Raum 102), Iltisstr. 1, 14195 Berlin, Tel. 838-54832<br />

E-Mail: beratung-barrierefrei@zuv.fu-berlin.de<br />

www.fu-berlin.de/service/behinderung<br />

Beratung nach Vereinbarung<br />

• Humboldt Universität (HU)<br />

Katrin Rettel, Unter den Linden 6, Campus Mitte, 10099 Berlin<br />

Tel. 2093-70345, E-Mail: barrierefrei.studieren@hu-berlin.de<br />

www.hu-berlin.de/de/studium/barrierefrei<br />

Sprechzeiten sind auf der Webseite angegeben<br />

• Technische Universität (TU)<br />

Janin Dziamski, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin<br />

(Hauptgebäude, Raum H0058), Tel. 314-25607<br />

E-Mail: barrierefrei@tu-berlin.de<br />

www.barrierefrei.tu-berlin.de<br />

Beratung nach Vereinbarung<br />

60


Adressenübersicht<br />

Adressenübersicht<br />

Landesbeauftragte <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

www.berlin.de/lb/behi<br />

• Senatsverwaltung <strong>für</strong> Integration,<br />

Arbeit und Soziales<br />

Oranienstraße 106, 10969 Berlin<br />

(Raum E 007 bis E 011, E 105)<br />

Christine Braunert-Rümenapf<br />

Tel. 9028-2917, Fax 9028-3128<br />

lfb@senasgiva.berlin.de<br />

• Kontakte zum Büro<br />

der Landesbeauftragten<br />

→ Sekretariat, Tel. 9028-2918<br />

→ Heike Schwarz-Weineck (Leiterin<br />

des Büros und der Geschäftsstelle<br />

des Landesbeirates <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>), Tel. 9028-2838<br />

heike.schwarz-weineck@<br />

senasgiva.berlin.de<br />

→ Anette Veauthier (Bürgeranfragen)<br />

Tel. 9028-1656 anette.veauthier@<br />

senasgiva.berlin.de<br />

→ Steffen Petzerling (Mobilitätsberatung/<br />

Geschäftsstelle), Tel. 9028-1657<br />

steffen.petzerling@<br />

senasgiva.berlin.de<br />

Bezirksbeauftragte <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

www.berlin.de/lb/behi/bezirke<br />

• Charlottenburg-Wilmersdorf<br />

Jürgen Friedrich<br />

Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin<br />

Tel. 90291-2408, Fax 90291-2491<br />

bmb@charlottenburg-wilmersdorf.de<br />

• Friedrichshain-Kreuzberg<br />

Ulrike Ehrlichmann<br />

Frankfurter Allee 35-37, 10247 Berlin<br />

Tel. 90298-2368, Fax 90298-4194<br />

ulrike.ehrlichmann@ba-fk.berlin.de<br />

• Lichtenberg<br />

Daniela Kaup<br />

Möllendorffstr. 6, 10367 Berlin<br />

Tel. 90296-3517, Fax 90296-773517<br />

daniela.kaup@lichtenberg.berlin.de<br />

• Marzahn-Hellersdorf<br />

N.N., Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin<br />

Tel. 90293-2056, Fax 90293-2055<br />

• Mitte<br />

Jan K. Giese<br />

Müllerstr. 146, 13353 Berlin<br />

Tel. 9018-43129, Fax 9018-8843129<br />

jankarsten.giese@ba-<strong>mit</strong>te.berlin.de<br />

• Neukölln<br />

Katharina Smaldino<br />

Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin<br />

(Rathaus/Altbau)<br />

Tel. 90239-4168, Fax 90239-3470<br />

katharina.smaldino@<br />

bezirksamt-neukoelln.de<br />

• Pankow<br />

Ilona Struck (kommissarisch)<br />

Breite Straße 24a-26, 13187 Berlin<br />

Tel. 90295-2568, Fax 90295-2230<br />

ilona.struck@ba-pankow.berlin.de<br />

• Reinickendorf<br />

Regina Vollbrecht<br />

Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin<br />

(Rathaus)<br />

Tel. 90294-5007, Fax 90294-5316<br />

regina.vollbrecht@<br />

reinickendorf.berlin.de<br />

• Spandau<br />

Sargon Lang<br />

Carl-Schurz-Straße 2-6, 13597 Berlin<br />

(Rathausnebengebäude, 2. OG)<br />

Tel. 90279-7551, Fax 90279-2839<br />

s.lang@ba-spandau.berlin.de<br />

61


Adressenübersicht<br />

• Steglitz-Zehlendorf<br />

Eileen Moritz<br />

Kirchstraße 1-3, 14163 Berlin<br />

Tel. 90299-6308, Fax 90299-6632<br />

behindertenbeauftragte@<br />

ba-sz.berlin.de<br />

• Tempelhof-Schöneberg<br />

Gün Tank<br />

John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin<br />

(Rathaus Schöneberg)<br />

Tel. 90277-7255, Fax 90277-3570<br />

guen.tank@ba-ts.berlin.de<br />

• Treptow-Köpenick<br />

Stefan Schaul<br />

Hans-Schmidt-Str. 18, 12489 Berlin<br />

Tel. 90297-6119, Fax 90297-6196<br />

stefan.schaul@ba-tk.berlin.de<br />

Beratungsstellen in den<br />

bezirklichen Gesundheitsämtern<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, Krebs- und<br />

chronischen Erkrankungen Mitte<br />

Bereich Wedding, Mitte,<br />

Tiergarten, Moabit<br />

Turmstr. 21, Haus M, Eingang L oder<br />

über Birkenstr. 62, 10559 Berlin<br />

Tel. 9018-43287/-45181, Fax -48843287<br />

Sprechzeiten:<br />

offene Sprechstunde Di 9-12 Uhr<br />

telefonische Sprechstunde Do 9-12 Uhr<br />

bfb@ba-<strong>mit</strong>te.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en, Krebs und chronischen<br />

Erkrankungen Friedrichshain-Kreuzberg<br />

Urbanstr. 24, 10967 Berlin<br />

(Containerbüro im Hof)<br />

Tel. 90298-8359, Fax 90298-8358<br />

Di 9-12 Uhr und nach Vereinbarung<br />

behindertenberatung@ba-fk.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, chronischen<br />

und Krebserkrankungen Pankow<br />

<strong>Berliner</strong> Str. 112a, 13189 Berlin<br />

Tel. 90295-2802/-2832, Fax -2825<br />

Di 9-12 Uhr, Do 15-18 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

bfb@ba-pankow.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, chronischen<br />

und Krebserkrankungen<br />

Charlottenburg-Wilmersdorf<br />

Hohenzollerndamm 174-177, 10713 Berlin<br />

Tel. 9029-16181/-16189, Fax -16048<br />

Di/Do 9-12 Uhr und nach Vereinbarung<br />

bfb@charlottenburg-wilmersdorf.de<br />

• Gesundheitsamt-Beratungsstelle<br />

<strong>für</strong> behinderte, krebs- und<br />

aidskranke <strong>Menschen</strong> Spandau<br />

Melanchthonstr. 7-9, 13595 Berlin<br />

Tel. 3699-7611, Fax 3699-7625<br />

Di 9-12 Uhr, Do 15-17 Uhr<br />

und nach telefonischer Vereinbarung<br />

ges3b@ba-spandau.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en, Krebs und chronischen<br />

Erkrankungen Tempelhof-Schöneberg<br />

Rathausstr. 27, 12105 Berlin<br />

Tel. 90277-7575, Fax 90227–7302<br />

offene Sprechstunde Di 9-12 Uhr<br />

SozialeBeratung@ba-ts.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en, Krebs und chronischen<br />

Erkrankungen Steglitz-Zehlendorf<br />

Potsdamer Str. 8 (2. Etage), 14163 Berlin<br />

Tel. 90299-4707, Fax 90299-1039<br />

Do 9-12 Uhr und nach Vereinbarung<br />

bfb@ba-sz.berlin.de<br />

62


Adressenübersicht<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, Krebs und<br />

chronischen Erkrankungen Neukölln<br />

Gutschmidtstr. 31, 12359 Berlin<br />

Tel. 90239-2077, Fax 90239-3479<br />

Do 13-16 Uhr, telefonische Erreichbarkeit:<br />

Mo-Fr 9-15 Uhr<br />

GesBKE@bezirksamt-neukoelln.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

gesundheitlichen Beeinträchtigungen<br />

Treptow-Köpenick<br />

Myliusgarten 20 (Haus C), 12587 Berlin<br />

Tel. 90297-4840, Fax 90297-3768<br />

Termine bis auf Weiteres<br />

nach telefonischer Vereinbarung<br />

Ges-BMgB@ba-tk.berlin.de<br />

Zusätzliche Sprechstunden<br />

→ Altglienicke<br />

Ortolfstr. 182, 12524 Berlin<br />

Tel. 90297-6734, Fax 90297-3768<br />

offene Sprechstunde jeden 1. und 3.<br />

Mittwoch im Monat 12-15 Uhr, Zi. 327)<br />

→ OZB Onkozentrum Berlin (Beratungsraum<br />

3. Etage), DRK-Kliniken Köpenick<br />

Salvador-Allende-Str. 2-8, 12559 Berlin<br />

Offene Sprechstunde <strong>für</strong> onkologische<br />

Patientinnen des OZB jeden<br />

Dienstag 9-14 Uhr<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en, Krebs und chronischen<br />

Erkrankungen Marzahn-Hellersdorf<br />

Janusz-Korczak-Str. 32, 12627 Berlin<br />

Tel. 90293-3741, Fax 9028-5012<br />

Di/Do 9-12 Uhr und nach Vereinbarung<br />

bfb@ba-mh.berlin.de<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>,<br />

Krebs und Aids Reinickendorf<br />

Teichstr. 65, 13407 Berlin<br />

Haus 4, 1. Etage, Anmeldung Zi. 133<br />

Tel. 90294-5188, Fax 90294-5162<br />

offene Sprechstunde Di 9-12 Uhr<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, Krebs und<br />

chronischen Erkrankungen Lichtenberg<br />

Alfred-Kowalke-Str. 24, 10315 Berlin<br />

2. Etage, Zi. 208-212, Tel. 90296–7542,<br />

Fax 90296–7008, Di/Do 9-12 Uhr<br />

GesBfB.BALichtenberg@<br />

lichtenberg.berlin.de<br />

Außenstelle (zusätzliche Sprechstunden)<br />

Anton-Saefkow-Bibliothek<br />

Anton-Saefkow-Platz 14, 10369 Berlin<br />

jeden 2. und 4. Mi im Monat 9-12 Uhr<br />

Besondere Beratungsstellen<br />

Zentrum <strong>für</strong> Sinnesbehinderung (alle Bezirke)<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Sehbehinderung<br />

Turmstraße 21, Haus M, 10559 Berlin<br />

Tel. 9018-45246, Fax 9018-45252<br />

bfs@ba-<strong>mit</strong>te.berlin.de<br />

Telefonische Anmeldezeiten:<br />

Mo-Do 10.30-12 Uhr, Di-Do 13.30-15 Uhr<br />

Fr 8.30-12 Uhr<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> hörbehinderte Kinder<br />

und Jugendliche<br />

→ Paster-Behrens-Str. 81, 12359 Berlin<br />

Tel. 60972500, Fax 60972501<br />

auris@ba-fk.berlin.de<br />

Termine nur nach Vereinbarung<br />

→ Petersburger Str. 94, 10247 Berlin<br />

(Hof-Containeranlage)<br />

Tel. 90298-2824, Fax 90298-2060<br />

hoerberatung@ba-fk.berlin.de<br />

Termine nur nach Vereinbarung<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> Sprachbehinderte<br />

(Kinder und Jugendliche)<br />

Teichstr. 65, Haus 4, 13407 Berlin<br />

Tel. 90294-5035, Fax 90294-5020<br />

sprachberatung@<br />

reinickendorf.berlin.de<br />

Telefonische Terminvergaben:<br />

tägl. 9-15 Uhr<br />

63


Adressenübersicht<br />

Integrationsfachdienste<br />

Berufsbegleitung <strong>für</strong> schwerbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong>, Fachdienstliche Stellungnahmen<br />

und Ver<strong>mit</strong>tlung im Auftrag der Rehabilitationsträger<br />

www.berlin.de/lageso/behinderung/inklusionsamt-arbeit-und-behinderung/integrationsfachdienste-ifd/kontakt-ifd-berlin/<br />

• IFD Mitte<br />

Schwiebusser Straße 18, 10965 Berlin<br />

Tel. 4991880<br />

info@ifd<strong>mit</strong>te.berlin<br />

www.ifd<strong>mit</strong>te.berlin<br />

Zuständigkeit: Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg,<br />

Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf<br />

(<strong>mit</strong> Spezialisierung: Epilepsie)<br />

• IFD Nord<br />

Bundesallee 39-40a, 10717 Berlin<br />

Tel. 53637635<br />

ifdnord-berlin@faw.de<br />

www.faw.de/berlin/projekte/<br />

integrationsfachdienst-nord-ifd-nord<br />

Zuständigkeit: Pankow, Reinickendorf,<br />

Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf<br />

(<strong>mit</strong> Spezialisierung Sehbehinderung)<br />

• IFD Süd<br />

Wexstraße 2, 10825 Berlin<br />

Tel. 84850510<br />

Martin-Hoffmann-Straße 18, 12435 Berlin<br />

Tel. 68409460<br />

info@ifdsued.berlin<br />

www.ifdsued.berlin<br />

Zuständigkeit: Steglitz-Zehlendorf,<br />

Tempelhof-Schöneberg, Neukölln,<br />

Treptow-Köpenick (<strong>mit</strong> Spezialisierung<br />

Autismus-Spektrum-Störung)<br />

• IFD <strong>für</strong> hörbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

Wilmersdorferstr. 50-51, 10627 Berlin<br />

Tel. 48495950<br />

Skype IFD_WIB<br />

ifd@wib-verbund.de<br />

www.wib-verbund.de/angebote<br />

Zuständigkeit: alle Stadtbezirke<br />

(nur Spezialisierung Hörbehinderung)<br />

• IFD Selbstständigkeit<br />

Glogauer Straße 21, 10999 Berlin<br />

Tel. 6113429<br />

info@ifd-enterability.de<br />

www.ifd-enterability.de<br />

Zuständigkeit: alle Stadtbezirke (nur Gründer:innen<br />

vor und nach der Gründung)<br />

Fachstellen <strong>für</strong> Ergänzende unabhängige<br />

Teilhabeberatung (EUTB)<br />

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung<br />

(EUTB®) unterstützt und berät <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en, von <strong>Behinderung</strong><br />

bedrohte <strong>Menschen</strong>, aber auch deren Angehörige<br />

unentgeltlich zu Fragen der Rehabilitation<br />

und Teilhabe.<br />

www.teilhabeberatung.de<br />

• Mina e. V. EUTB Team<br />

Friedrichstraße 1, 10969 Berlin<br />

eutb@mina-berlin.de<br />

• EUTB NESSt<br />

(Niedrigschwellige Eltern Service Stelle)<br />

Gotenstraße 12, 10829 Berlin<br />

nesst@kinderpflegenetzwerk.de<br />

• EUTB-Neukölln<br />

Schillerpromenade 9, 12049 Berlin<br />

rat@gut-beraten.berlin<br />

• EUTB Sprechraum<br />

Krumme Str. 61, 10627 Berlin<br />

info@sprechraum-beratung.de<br />

64


Adressenübersicht<br />

• EUTB <strong>Berliner</strong> Zentrum <strong>für</strong> Selbstbestimmtes<br />

Leben Behinderter <strong>Menschen</strong> e. V.<br />

Gustav-Adolf-Straße 130, 13086 Berlin<br />

beratung@bzsl.de<br />

• EUTB Zentrum <strong>für</strong> Kultur und visuelle<br />

Kommunikation der Gehörlosen<br />

Berlin/Brandenburg<br />

c/o ZFK e.V., Zingster Str. 8, 13051 Berlin<br />

eutb.berlin@zfk-bb.de<br />

• EUTB Stadtteilzentrum Steglitz e. V.<br />

Potsdamer Straße 1A, 12205 Berlin<br />

teilhabeberatung@sz-s.de<br />

• EUTB Marzahn-Hellersdorf<br />

– Nebenstandort<br />

c/o Haus im Stadtteil<br />

Kummerower Ring 41, 12619 Berlin<br />

eutb@klartextberlinev.de<br />

• EUTB Berlin Buch des LVKM-BB e.V.<br />

Selbsthilfezentrum im Bucher Bürgerhaus<br />

Franz-Schmidt-Straße 8-10, 13125 Berlin<br />

eutb-buch@lvkm-bb.de<br />

• EUTB Marzahn-Hellersdorf<br />

Döbelner Straße 2A, 12627 Berlin<br />

eutb@klartextberlinev.de<br />

• EUTB Berlin Treptow-Köpenick<br />

beim BBV e.V.<br />

Rathaus Friedrichshagen, 2. OG, Raum 2<br />

Bölschestraße 87-88, 12587 Berlin<br />

eutb.berlin-koepenick@bbv-ev.de<br />

Vereine und Verbände<br />

Sollte in der Liste, die nur eine kleine Auswahl<br />

sein kann, keine passende Gruppe zu<br />

finden sein, gibt es die Möglichkeit diese<br />

über SEKIS (<strong>Berliner</strong> Selbsthilfe Kontakt- und<br />

Informationsstelle) ausfindig zu machen:<br />

• SEKIS Selbsthilfe Kontakt- und<br />

Informationsstelle Berlin<br />

Bismarckstr. 101, 10625 Berlin, 5.Stock,<br />

Eingang Bismarckstr./Ecke Weimarer Str.<br />

Tel. 8926602, Fax 89028540<br />

(Mo 10-14, Di 12-16, Do 14-18 Uhr)<br />

sekis@sekis-berlin.de<br />

www.sekis-berlin.de<br />

• Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein<br />

Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV)<br />

Älteste Selbsthilfeorganisation<br />

der Blinden und Sehbehinderten<br />

Auerbachstraße 7, 14193 Berlin<br />

Sekretariat: Tel. 895880, Fax 8958899<br />

info@absv.de<br />

www.absv.de<br />

twitter.com/absv_berlin<br />

www.instagram.com/absv_berlin/<br />

www.facebook.com/absv.ev<br />

• Alzheimer Angehörigen-Initiative gGmbH<br />

Reinickendorfer Str. 61/Haus 1, 13347 Berlin<br />

Tel. 47378995, Fax 47378997<br />

AAI@Alzheimer.Berlin<br />

www.Alzheimer.Berlin<br />

• Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V.<br />

Selbsthilfe Demenz<br />

Friedrichstr. 236, 10969 Berlin<br />

Tel. 89094357, Fax 25796696<br />

info@alzheimer-berlin.de<br />

www.alzheimer-berlin.de<br />

65


Adressenübersicht<br />

• Aphasie Landesverband Berlin e. V. (ALB)<br />

Herr André Laqua (Vorsitzender)<br />

Postfach 35 01 13, 10210 Berlin<br />

Tel. 0160 96464662<br />

laqua@aphasiker-berlin.de<br />

• Arbeitsgemeinschaft <strong>für</strong> selbstbestimmtes<br />

Leben schwerstbehinderter<br />

<strong>Menschen</strong> – ASL e. V.<br />

Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin<br />

Tel. 61401400, Fax 61658951<br />

asl-berlin@t-online.de<br />

www.asl-berlin.de<br />

• Autismus Deutschland<br />

Kinder- und Jugendambulanz<br />

Landesverband Berlin e. V.<br />

Arno-Holz-Str. 10, 12165 Berlin<br />

Kontakt über die Ambulanz:<br />

Tel. 7974284-20, Fax 7974284-69<br />

kinder- und jugendambulanz@<br />

autismus-berlin.de<br />

www.autismus-berlin.de<br />

• Behinderten- und Rehabilitations-<br />

Sportverband Berlin e. V.<br />

Hanns-Braun-Straße/Kursistenflügel<br />

14053 Berlin<br />

Tel. 30833870, Fax 308338720<br />

info@bsberlin.de<br />

www.bsberlin.de<br />

• <strong>Berliner</strong> Aids-Hilfe e. V.<br />

Kur<strong>für</strong>stenstraße 130, 10785 Berlin<br />

Tel. 885640-0, Fax 885640-25<br />

Kontakt über: https://aidshilfe-beratung.de<br />

www.berlin-aidshilfe.de<br />

• <strong>Berliner</strong> Behindertenverband e. V.<br />

„Für Selbstbestimmung und Würde“<br />

Jägerstr. 63 d, 10117 Berlin<br />

Tel. 2043847, Fax 20450067<br />

info@bbv-ev.de<br />

www.bbv-ev.de<br />

• <strong>Berliner</strong> Krebsgesellschaft e. V.<br />

Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin<br />

Tel. 27000 70 Fax 27000 7299<br />

info@berliner-krebsgesellschaft.de<br />

www.berliner-krebsgesellschaft.de<br />

• Berufsförderungswerk<br />

Berlin-Brandenburg e. V. (BFW)<br />

Epiphanienweg 1, 14059 Berlin<br />

Tel. 303990<br />

info@bfw-berlin-brandenburg.de<br />

www.bfw-berlin-brandenburg.de<br />

• BDH Bundesverband Rehabilitation e. V.<br />

Regionalgeschäftsstelle Berlin<br />

Tauentzienstr. 7b/c, 10789 Berlin<br />

Tel. 86203710<br />

berlin@bdh-reha.de<br />

www.bdh-reha.de<br />

• Bundesverein Jugendliche und Erwachsene<br />

<strong>mit</strong> angeborenen Herzfehler e. V.<br />

Regionalgruppe Berlin-Brandenburg<br />

– Hauptstadt Herzen<br />

Torsten Seifert, Tel. 0160 95753248<br />

torsten.seifert@<br />

jemah-hauptstadtherzen.de<br />

www.jemah-hauptstadtherzen.de<br />

www.jemah.de<br />

#WirSindJemah<br />

• Cooperative Mensch eG<br />

– gegründet als Spastikerhilfe Berlin eG<br />

Kur<strong>für</strong>stenstr. 75, 10787 Berlin<br />

Tel. 22500-0, Fax 22500-130<br />

post@co-mensch.de<br />

www.cooperative-mensch.de<br />

• Deutsche Gesellschaft<br />

<strong>für</strong> Muskelkranke e. V.<br />

Tatjana Reitzig<br />

Landesvorsitzende Berlin<br />

Diagnosegruppenvorsitzende ALS<br />

Bleicheroder Str. 16b, 13187 Berlin<br />

Tel. 94398684 www.dgm.org<br />

tatjana.reitzig@dgm.org<br />

66


Adressenübersicht<br />

• Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft<br />

Landesverband Berlin e. V.<br />

Aachener Str. 16, 10713 Berlin<br />

Tel. 3130647, Fax 3126604<br />

info@dmsg-berlin.de<br />

www.dmsg.de/berlin<br />

• Deutsche Parkinson-Vereinigung e. V.<br />

Regionalgruppe Berlin<br />

Herr Hütter, Seniorenbegegnungsstätte<br />

Stralsunder Str. 6, 13355 Berlin<br />

Tel. 033439 128568<br />

parkinson-shg-<strong>mit</strong>te@outlook.de<br />

www.berlin-parkinson.de<br />

• Deutsche Rheuma-Liga Berlin e. V.<br />

Therapie-, Beratungs- und<br />

Selbsthilfezentrum<br />

Mariendorfer Damm 161 a, 12107 Berlin<br />

Tel. 32290290, Fax 322902939<br />

zirp@rheuma-liga-berlin.de<br />

www.rheuma-liga-berlin.de<br />

• Deutsche Tinnitus-Liga e. V.<br />

Beratungsbüro Berlin<br />

Neue Grünstr. 38, 10179 Berlin<br />

Tel. 68811277, Fax 68811278<br />

dtl@tinnitus-liga.de<br />

www.tinnitus-liga.de<br />

• Diabetiker Bund Berlin e. V.<br />

Schillingstr. 12, 10179 Berlin<br />

Tel. 2786737, Fax 27591657<br />

info@diabetikerbund-berlin.org<br />

www.diabetikerbund-berlin.org<br />

facebook.com/diabetikerbund.berlin<br />

• downsyndromberlin e. V.<br />

Lepsiusstraße 46, 12163 Berlin<br />

Tel. 91442105<br />

info@downsyndromberlin.de<br />

www.downsyndromberlin.de<br />

facebook.com/downsyndromberlin<br />

• dynamis e. V.<br />

(Freizeitangebote und Reisen <strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung)<br />

Oldenburger Str. 9, 10551 Berlin<br />

Tel. 39502159, Fax 39502161<br />

info@dynamis-berlin.de<br />

www.dynamis-berlin.de<br />

facebook.com/dynamis.berlin<br />

• Fatigatio e. V. – Bundesverband ME/CFS<br />

Albrechtstr. 15, 10117 Berlin<br />

Tel. 31018890, Fax 310188920<br />

info@fatigatio.de<br />

www.fatigatio.de<br />

• Fördergemeinschaft <strong>für</strong> Taubblinde e. V.<br />

Bundeselternvertretung Deutschland<br />

Katteweg 23 c, 14129 Berlin<br />

Tel. 54825160<br />

verein@taubblinde.de<br />

www.taubblinde.de<br />

• Förderverein der Gehörlosen/<br />

Hörbehinderten e. V.<br />

Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin<br />

Fax 27590370<br />

info@foerderverein-gehoerlos.de<br />

(nur per E-Mail erreichbar)<br />

• HörBIZ Berlin – Projekt des Sozialwerks<br />

der Hörgeschädigten Berlin e. V.<br />

Sozialdienst <strong>für</strong> Hörgeschädigte<br />

Sophie-Charlotten-Str. 23 A, 14059 Berlin<br />

Tel. 32602375, Fax 32602376<br />

beratung@berliner-hoerbiz.de<br />

www.berliner-hoerbiz.de<br />

• KINDERHILFE e. V.<br />

Hilfe <strong>für</strong> krebs- und schwerkranke Kinder<br />

Turmstr. 32, 10551 Berlin<br />

Tel. 857478360, Fax 857478389<br />

info@kinderhilfe-ev.de<br />

www.kinderhilfe-ev.de<br />

67


Adressenübersicht<br />

• kommhelp e. V. – Förderung<br />

kommunikativer Möglichkeiten<br />

behinderter <strong>Menschen</strong><br />

Horstweg 25, 14059 Berlin<br />

Tel. 32602572, Fax 32602573<br />

info@kommhelp.de<br />

www.kommhelp.de<br />

Skype deutsch.kommhelp<br />

• Landesverband Epilepsie<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Zillestr. 102, 10585 Berlin<br />

Tel. 34703483, Fax 3424466<br />

lv.bb@epilepsie-vereinigung.de<br />

www.epilepsie-berlin.de<br />

• Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V.<br />

Littenstr. 108, 10179 Berlin<br />

Tel. 27592525, Fax 27592526<br />

info@lv-selbsthilfe-berlin.de<br />

www.lv-selbsthilfe-berlin.de<br />

• Lebenshilfe Berlin e. V.<br />

Heinrich-Heine-Str.15, 10179 Berlin<br />

Tel. 829998124, Fax 829998208<br />

lebenshilfe@lebenshilfe-berlin.de<br />

www.lebenshilfe-berlin.de<br />

• Epilepsie-Beratungsstelle Berlin<br />

Wexstraße 2, 10825 Berlin<br />

Tel. 34703484<br />

kontakt@epilepsie-beratung-berlin.de<br />

www.epilepsie-beratung-berlin.de<br />

• LVSB – Landesselbsthilfeverband<br />

Schlaganfall- und Aphasiebetroffener<br />

und gleichartig Behinderter Berlin e. V.<br />

Beratungs- und Geschäftsstelle<br />

Turmstr. 21, Haus K/Eingang A<br />

10559 Berlin, Tel. 39747097<br />

mail@lvsb-ev.de<br />

www.lvsb-ev.de<br />

• Sozialverband Deutschland (SoVD)<br />

Stralauer Str. 63, 10179 Berlin<br />

Tel. 7262220, Fax 726222-311<br />

kontakt@sovd.de<br />

www.sovd.de<br />

• Sozialverband VdK<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Linienstr. 131, 10115 Berlin<br />

Tel. 8649100, Fax 864910520<br />

berlin-brandenburg@vdk.de<br />

www.vdk.de/berlin-brandenburg<br />

• Sportgemeinschaft Handicap Berlin e. V.<br />

Neue Kantstr. 23-24, 14057 Berlin<br />

Tel. 25469336, Fax 25469338<br />

info@sgh-berlin.de<br />

www.sgh-berlin.de<br />

• Sterntal e. V.<br />

Binger Str. 87, 14197 Berlin<br />

www.sterntal.de<br />

→ Sterntal Einzelfallhilfe gGmbH<br />

Tel. 85102051<br />

info@sterntal.de<br />

→ Sterntal Wohnen gGmbH<br />

Tel. 89738092<br />

bew@sterntal.de<br />

68


Adressenübersicht<br />

<strong>Berliner</strong> Mobilitätshilfedienste<br />

• Charlottenburg-Wilmersdorf<br />

Sozialverband VdK<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Nehringstr. 18, 14059 Berlin<br />

Tel. 82719097<br />

mhd.bb.charl-wilm@vdk.de<br />

• Friedrichshain-Kreuzberg<br />

DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit,<br />

Beratung und Bildung gGmbH<br />

Schleiermacherstr. 8, 10961 Berlin<br />

Tel. 69807120<br />

mobi-dienst@drk-berlin.net<br />

• Lichtenberg<br />

Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen<br />

gGmbH<br />

Paul-Zobel-Str. 8 E (Möllendorff-Passage)<br />

10367 Berlin, Tel. 68895550<br />

mhd.libg@unionhilfswerk.de<br />

• Marzahn-Hellersdorf<br />

Diakonie-Pflege Verbund Berlin gGmbH<br />

Marzahner Promenade 39, 12679 Berlin<br />

Tel. 992888866<br />

mobidienst.marzahn@<br />

diakonie-mobil.de<br />

• Mitte<br />

Humanistischer Verband Deutschlands –<br />

LV Berlin Brandenburg KdöR<br />

Wallstr. 61, 10179 Berlin<br />

Tel. 61390496<br />

mhd.einsatzleitung@hvd-bb.de<br />

• Neukölln<br />

Sozialverband VdK<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Allerstr. 39, 12049 Berlin, Tel. 6251019<br />

mhd.bb.neukoelln@vdk.de<br />

• Pankow<br />

Sozialverband VdK<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Schonensche Str. 2A, 10439 Berlin<br />

Tel. 4719030<br />

mhd.bb.pankow@vdk.de<br />

• Reinickendorf<br />

Sozialverband VdK<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Amendestr. 21, 13409 Berlin<br />

Tel. 4952400<br />

mhd.bb.reinickendorf@vdk.de<br />

Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen<br />

gGmbH<br />

Wilhelmsruher Damm 116, 13439 Berlin<br />

Tel. 644976070<br />

mhd.rdf@unionhilfswerk.de<br />

• Spandau<br />

Fördererverein Heerstraße Nord e. V.<br />

Heerstraße 438, 13593 Berlin<br />

Tel. 23937583<br />

mobilitaetshilfedienst@foev-hn.de<br />

• Steglitz-Zehlendorf<br />

Diakonie-Pflege Verbund Berlin gGmbH<br />

Albrechtstr. 80, 12167 Berlin<br />

Tel. 79473130<br />

mobidienst.steglitz@diakonie-mobil.de<br />

• Tempelhof-Schöneberg<br />

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.<br />

Regionalverband Berlin<br />

Ullsteinstraße 108, 12109 Berlin<br />

Tel. 4195301111<br />

mobilitaetshilfedienst.berlin@<br />

johanniter.de<br />

• Treptow-Köpenick<br />

Volkssolidarität LV Berlin e. V.<br />

Charlottenstr. 17 C, 12557 Berlin<br />

Tel. 6516809<br />

mobilitaetshilfe-koepenick@<br />

volkssolidaritaet.de<br />

69


Wissenswert<br />

Euro-Toilettenschlüssel<br />

Den Schlüssel <strong>für</strong> die Behindertentoiletten können Sie beim Sozialverband VdK<br />

erhalten, wenn folgende Merkzeichen und GdB im Schwerbehindertenausweis<br />

eingetragen sind:<br />

→ Merkzeichen „aG“, „B“, „H“ oder „BL“<br />

→ oder wenn ein GdB von wenigstens 70 und Merkzeichen „G“ vorliegt<br />

Das gilt auch <strong>für</strong>:<br />

→ schwer/außergewöhnlich gehbehinderte <strong>Menschen</strong> → Rollstuhl fahrerinnen<br />

und Rollstuhlfahrer → Stomaträgerinnen und Stomaträger → blinde <strong>Menschen</strong><br />

→ <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung, die hilfsbedürftig sind und gegebenenfalls<br />

eine Hilfsperson brauchen → an Multipler Sklerose, Morbus Crohn, Colitis<br />

ulcerosa Erkrankte → <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> chronischer Blasen-/Darmerkrankung<br />

Bei den genannten Voraussetzungen genügt ein ärztlicher Nachweis, wenn eine<br />

<strong>Behinderung</strong> nicht anders nachgewiesen werden kann. Dies gilt im Besonderen<br />

<strong>für</strong> Personen aus Ländern, die über kein vergleichbares Ausweissystem verfügen.<br />

Hier kann auch der europäische Parkausweis <strong>für</strong> Schwerbehinderte als Nachweis<br />

gelten. Den Schlüssel <strong>für</strong> Behindertentoiletten erhalten Sie in den Geschäftsstellen<br />

der Sozialverbände. Bitte vereinbaren Sie vor Ihrem Besuch einen Termin per<br />

Telefon oder E-Mail.<br />

• Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Linienstr. 131, 10115 Berlin, Erdgeschoss, Zimmer 05 (Mitgliederverwaltung)<br />

Tel. 864910-607/-608, Mo/Mi/Fr 9.30-14.30 Uhr, Di/Do 9.30-17.00 Uhr<br />

E-Mail: <strong>mit</strong>gliederverwaltung.berlin@vdk.de<br />

Für Selbstabholer kostet der Schlüssel 28,00 Euro. Der Schlüssel kann auch per<br />

Post angefordert werden, allerdings ist dann eine Einzahlung von 29,60 Euro<br />

auf das untenstehende Bankkonto zu leisten. Bitte fügen Sie in diesem Fall dem<br />

Anforderungsschreiben eine Kopie des Schwerbehindertenausweises/Bescheides/Attestes<br />

(s. o.) bei. Sofort nach Geldeingang wird der Schlüssel versandt.<br />

Eine aktuelle Liste über die Standorte der behindertengerechten City-Toiletten<br />

in Berlin ist ebenfalls beim VdK erhältlich.<br />

Bankverbindung: Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Bank <strong>für</strong> Sozialwirtschaft AG, IBAN: DE 05 1002 0500 0003 3163 03<br />

Bitte auf dem Überweisungsträger den vollständigen Namen angeben!<br />

Verwendungszweck: Euro-Toilettenschlüssel<br />

70<br />

Auch hier ist der Schlüssel erhältlich:<br />

• SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Kur<strong>für</strong>stenstr. 131, 10785 Berlin, Tel. 263938-27, Mo-Fr 9-16 Uhr<br />

E-Mail: post@sovd-bbg.de<br />

Für Berechtigte kostet der Schlüssel 26,90 € und kann nach<br />

Terminvereinbarung in der Geschäftsstelle abgeholt werden.


Verlagsthemen<br />

Beratung · Hilfe...................................................72-75<br />

Sozialberatung durch den VdK Familienberatung Diabetesberatung<br />

Antidiskriminierungsberatung Rechtliche Betreuung Beratung zur Barrierefreiheit in Berlin<br />

Beruf · Bildung.................................................... 76-92<br />

Werkstätten und Werkstattläden Budget <strong>für</strong> Ausbildung Schichtwechsel<br />

Prämien und Zuschüsse bei betrieblicher <strong>Inklusion</strong> Familien entlasten Studieren trotz Handicap<br />

Schulgesundheitsfachberatung Integrationsfachdienst fördert <strong>Inklusion</strong><br />

Handwerkskammer <strong>mit</strong> Ausbildungspodcast Infotag Werkstätten<br />

Mobil im Alltag.....................................................94-98<br />

Stufenlos mobil <strong>mit</strong> BVG Muva<br />

Umbauten am Fahrzeug<br />

Assistenzhunde <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Mobilitätseinschränkungen<br />

Freizeit · Reisen · Kultur · Sport...................99-107<br />

Barrierefrei unterwegs in Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern<br />

Strandbad am Bötzsee Barrierefreie Fähren in Berlin Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten<br />

Museen entdecken Inklusives Theater Special Olympics World Games Berlin 2023 Reittherapien<br />

Wohnen · Leben................................................. 108-129<br />

Persönliche Assistenz Bastille: Gemeinsam sind wir stark leben lernen: Hier bin ich!<br />

Barrierefreies Bauen und Wohnraumanpassung Zehn Jahre Aktion Barrierefreies Bad<br />

Mehr barrierefreie Wohnungen Modisch im Rollstuhl Barrierefreie (Um)Bauten<br />

Pflege digital: Technik <strong>für</strong> ein selbstbstimmtes Leben<br />

Angebote <strong>für</strong> Hörgeschädigte..................... 130-131<br />

Hörhilfen ohne Rezept Selbsthilfegruppen<br />

Hilfe bei Sehbehinderung..............................132-136<br />

Angebote <strong>für</strong> Blinde/Sehbehinderte Mobile Lesegeräte/Sehzentrum Blindenhörbücherei<br />

Gesundheit · Pflege........................................ 137-143<br />

Fahrkosten/Krankentransport Patientenbeauftragte in Berlin Pflegestützpunkte Berlin<br />

Kinderhospiz: Für eine Zeit voller Leben RheumaPreis 2023<br />

Dauerausstellung: Hilfs<strong>mit</strong>telcentrum DRK Krankenversicherung Sanitätshäuser


Beratung und Hilfe<br />

ANZEIGE<br />

72<br />

Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Gemeinsam verändern und sozial gestalten!<br />

Der Sozialverband VdK e.V. setzt sich seit über<br />

70 Jahren <strong>für</strong> soziale Gerechtigkeit ein. Mit über<br />

2,2 Millionen Mitgliedern ist er der größte Sozialverband<br />

und eine verlässliche Anlaufstelle<br />

<strong>für</strong> alle, die Unterstützung und Hilfe in sozialen<br />

Angelegenheiten benötigen. Als einer von<br />

insgesamt 13 Landesverbänden räumt der VdK<br />

Berlin-Brandenburg soziale Ungerechtigkeiten<br />

aus dem Weg. Dies erreichen wir, indem wir in<br />

Berlin und Brandenburg Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse<br />

nehmen, politische Lobbyarbeit<br />

betreiben sowie durch die Sozialrechtsberatung<br />

<strong>für</strong> unsere Mitglieder.<br />

Ob Rente, <strong>Behinderung</strong>, Unfallfolgen oder Pflege<br />

– der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg<br />

steht seinen Mitgliedern <strong>mit</strong> Rat und Tat zur Seite.<br />

Durch seine hohe Fachkompetenz im Sozialrecht<br />

vertritt der VdK Berlin-Brandenburg die<br />

Anliegen seiner Mitglieder wirksam gegenüber<br />

Behörden und Gerichten. In Berlin und Brandenburg<br />

unterstützen über 30.000 Mitglieder<br />

und zahlreiche ehrenamtlich Aktive die Arbeit<br />

des VdK. Als Träger von sozialen Angeboten und<br />

Projekten in den Bereichen Pflege, Kinder- und<br />

Jugendhilfe, Mobilitätshilfe sowie Teilhabe <strong>für</strong><br />

Ältere und <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en schärft<br />

der VdK Berlin-Brandenburg den Blick <strong>für</strong> die<br />

sozialen Belange vor Ort. Da<strong>mit</strong> leisten wir einen<br />

wichtigen Beitrag <strong>für</strong> die gleichberechtigte<br />

Teilhabe aller <strong>Menschen</strong>.<br />

• Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Linienstr. 131, 10115 Berlin<br />

Tel. 030 864910-607<br />

berlin-brandenburg@vdk.de<br />

www.vdk.de/berlin-brandenburg<br />

Ein starker Partner <strong>für</strong><br />

soziale Gerechtigkeit!<br />

Wir bieten in Berlin:<br />

• Sozial- und Rechtsberatung<br />

• Vertretung bei Sozialgerichten<br />

• Rentenberatung<br />

• Soziales Engagement<br />

• Teilhabeberatung<br />

auch <strong>für</strong> Nicht-Mitglieder<br />

Werden Sie Mitglied!<br />

Telefon: 030 864910607<br />

E-Mail: berlin-brandenburg@vdk.de<br />

www.vdk.de/berlin-brandenburg


73<br />

* Familienratgeber.de<br />

Der Wegweiser <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Der Familienratgeber ist ein kostenloses Internet-Angebot<br />

<strong>mit</strong> Informationen zu einer Vielzahl von Themen, die <strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und deren Familien wichtig sind,<br />

um möglichst selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft<br />

teilzuhaben.<br />

DAS WIR GEWINNT<br />

Mehr unter www.familienratgeber.de<br />

<strong>Berliner</strong> Krisendienst<br />

Region Südost: Treptow · Köpenick · Neukölln<br />

Wege aus der Krise.<br />

• professionelle Beratung <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> in<br />

psychischen Krisen und seelischen Notlagen<br />

• kostenlos und anonym, ohne Anmeldung<br />

• Hausbesuche in dringenden Fällen<br />

• Arzt/Ärztin in Rufbereitschaft<br />

Tgl. 16-24 Uhr können Sie uns <strong>für</strong> ein<br />

persönl. Beratungsgespräch aufsuchen.<br />

Treptow-Köpenick: Tel. 3906380<br />

Spreestraße 6, 12439 Berlin<br />

Neukölln: Tel. 3906390<br />

Karl-Marx-Straße 23, 12043 Berlin<br />

Überregionaler Bereitschaftsdienst:<br />

www.berliner-krisendienst.de Tel. 3906300<br />

www.hilfelotse-berlin.de<br />

Die Datenbank Hilfelotse Berlin richtet sich<br />

an ältere und pflegebedürftige <strong>Menschen</strong><br />

und ihre Angehörigen. Sie enthält berlinweite<br />

Adressen rund um Pflege und Alter z. B. Pflegedienste,<br />

Beratungsstellen, Tagesstätten,<br />

Mittagstischanbieter, Hausnotrufanbieter,<br />

Mobilitätshilfedienste, Seniorenwohnanlagen,<br />

Pflegeheime, ambulante<br />

und stationäre Hospize.<br />

Tel. 47 53 17 19<br />

ALBATROS gemeinnützige Gesellschaft <strong>für</strong> soziale<br />

und gesundheitliche Dienstleistungen mbH<br />

<strong>Berliner</strong> Str. 14 · 13507 Berlin · Tel. 319831-0<br />

kontakt@albatrosggmbh.de · www.albatrosggmbh.de


Beratung und Hilfe<br />

74<br />

Unser Ziel ist die Durchsetzung Ihrer Rechte!<br />

Die Antidiskriminierungsberatung Alter, <strong>Behinderung</strong>, Chronische Erkrankung<br />

(ADB) ist ein Projekt der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V. Wir beraten<br />

und unterstützen <strong>Menschen</strong>, die auf Grund von <strong>Behinderung</strong> oder auf Grund<br />

ihres Alters diskriminiert werden und setzen uns <strong>für</strong> deren soziale, rechtliche<br />

und politische Gleichbehandlung ein. Die ADB arbeitet auf Grundlage des Allgemeinen<br />

Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Wir beraten kostenlos. Dolmetscher*innen<br />

können hinzugezogen werden. Kontaktieren Sie uns!<br />

Antidiskriminierungsberatung Alter, <strong>Behinderung</strong>, Chronische Erkrankung<br />

Littenstraße 108, 10179 Berlin-Mitte, Tel. 27592527<br />

adb@lv-selbsthilfe-berlin.de | www.diskriminierung-berlin.de<br />

Wenn es rechtlicher Betreuung bedarf<br />

Vorsorgende Verfügungen helfen Ärger zu vermeiden<br />

Jeder kann in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten<br />

nicht mehr regeln zu können. Vorsorge<br />

hilft.<br />

Vorsorgevollmacht. Sie bevollmächtigt eine<br />

Vertrauensperson, die dazu bereit und in der<br />

Lage sein muss, zur Vertretung. Die Vollmacht<br />

kann sich auf die Wahrnehmung einzelner oder<br />

aber auch aller Angelegenheiten beziehen. Sie<br />

können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht<br />

erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn<br />

Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über Ihre<br />

Angelegenheiten zu entscheiden. Es wird empfohlen,<br />

die Vollmacht beglaubigen zu lassen, z. B.<br />

durch die örtliche Betreuungsbehörde oder auch<br />

durch einen Notar.<br />

Betreuungsverfügung. Haben Sie keine<br />

wirksame Vollmacht erteilt und es tritt der Fall<br />

ein, dass Sie Ihre Angelegenheiten ganz oder<br />

teilweise nicht selbst regeln können, bestellt<br />

das Gericht einen rechtlichen Betreuer bzw.<br />

eine Betreuerin. Mit einer Betreuungsverfügung<br />

kann man im Voraus festlegen, wer da<strong>für</strong> oder<br />

auch wer da<strong>für</strong> auf keinen Fall in Frage kommt.<br />

Möglich sind auch inhaltliche Vorgaben <strong>für</strong> die<br />

Betreuung, so etwa welche Wünsche und Gewohnheiten<br />

respektiert werden sollen oder ob<br />

im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im<br />

Pflegeheim gewünscht wird.<br />

Patientenverfügung. Da<strong>mit</strong> können Sie <strong>für</strong><br />

den Fall einer künftigen Entscheidungsunfähigkeit<br />

festlegen, ob Sie in bestimmte medizinische<br />

Maßnahmen einwilligen oder sie untersagen. Der<br />

Arzt hat dann zu prüfen, ob Ihre Festlegung auf<br />

die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation<br />

zutrifft. Man sollte sich durch Fachkundige (z. B.<br />

Mediziner oder Organisationen) beraten lassen,<br />

um Widersprüche zwischen einzelnen Festlegungen<br />

zu vermeiden.<br />

Grad der <strong>Behinderung</strong>, Merkzeichen<br />

Rente, Reha, Unfall, Teilhabe<br />

Kranken- und Pflegeversicherung<br />

Arbeitsrecht, Kündigungsschutz<br />

Widerspruch, Klage, Berufung<br />

FACHANWALT FÜR SOZIALRECHT<br />

FACHANWALT FÜR ARBEITSRECHT<br />

Janusz-Korczak-Str. 8 · 12627 Berlin · Zugang behindertengerecht<br />

U-Bhf. Hellersdorf (U5) · Tram M6, 18 · Bus 195, X54 · Parkhaus<br />

Tel. 030 97 99 25 10<br />

www.meinhardt.eu


75<br />

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft<br />

Landesverband Berlin e. V.<br />

030 / 313 06 47<br />

Miteinander. Füreinander.<br />

Leben <strong>mit</strong> Multipler Sklerose.<br />

info@dmsg-berlin.de<br />

www.dmsg-berlin.de<br />

Hilfe bei Multipler Sklerose (MS)<br />

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunkrankheit,<br />

bei der das Myelin, die „Schutzschicht“ von Nervenzellen<br />

in Gehirn und Rückenmark, angegriffen wird. In<br />

Berlin leben rund 12.000 <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> der Diagnose<br />

MS. Rund 2.000 sind im Landesverband der Deutschen<br />

Multiple Sklerose Gesellschaft organisiert. Als<br />

unabhängige Selbsthilfeorganisation unterstützt er seit<br />

1982 Erkrankte und deren Angehörige.<br />

Zu den Angeboten der DMSG Berlin gehören:<br />

→ soziale, psychologische und Betroffenenberatung<br />

→ App MS Beratung → Betreutes Einzelwohnen<br />

(BEW) und BEW im Betreuungsverbund → ehrenamtlicher<br />

Besuchsdienst → Selbsthilfegruppen und<br />

Stammtische → Online- und Vor-Ort-Veranstaltungen<br />

→ DMSG-Funktionstraining<br />

BDH<br />

Bundesverband<br />

Rehabilitation<br />

Rehabilitation<br />

Selbsthilfe<br />

Leben<br />

Geschäftsstelle Berlin<br />

Tauentzienstraße 7b/c, 10789 Berlin<br />

Tel. 030 86203710<br />

Fax 030 86203709<br />

Sprechstunden: Dienstag 11-13 Uhr,<br />

Donnerstag 12-17 Uhr <strong>mit</strong> telefonischer Anmeldung<br />

www.bdh-reha.de, E-Mail: berlin@bdh-reha.de<br />

RPK – BERLIN: Unterstützung und Hilfe im Alltag, bei der Arbeit und Lebensplanung<br />

Die RPK – Berlin ist ein Angebot <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong>, die aufgrund einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung<br />

längerfristig Unterstützung und Hilfe benötigen: bei der Bewältigung des Alltags, bei der<br />

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, beim Aufbau neuer Perspektiven zur Lebensplanung und beruflichen<br />

Orientierung. Die RPK – Berlin arbeitet <strong>mit</strong> allen gesetzlichen Krankenkassen, der Deutschen<br />

Rentenversicherung sowie der Bundes agentur <strong>für</strong> Arbeit zusammen. Durch eine individuelle, passgenaue<br />

Rehabilititationsmaßnahme soll die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden.<br />

Wer Interesse an der RPK hat, kann sich beim monatlichen Infonach<strong>mit</strong>tag informieren. Die Termine<br />

stehen auf der Webseite oder können unter Tel. 403638-400/-406 sowie über das Kontaktformular<br />

der Webseite erfragt werden. Die Voraussetzung ist ein unterstützendes Schreiben des Behandlers<br />

oder eine Kostenzusage des Kostenträgers (DRV, Krankenkasse, Arbeitsagentur oder Bezirksamt). Das<br />

Team der RPK Berlin begleitet dann beim Antragsverfahren. www.rpk.berlin<br />

Sie sind über 19 Jahre alt und haben eine länger als sechs Monate dauernde psychische Erkrankung.<br />

Sie möchten <strong>mit</strong> professioneller und interdisziplinärer Unterstützung wieder durchstarten.<br />

Wir begleiten Sie<br />

Auf dem Weg zurück<br />

ins Leben und in den Beruf<br />

Sie haben bereits eine Kostenübernahme durch einen Leistungsträger<br />

(Deutsche Rentenversicherung, Krankenkasse, Arbeitsagentur)?<br />

Gerne sind wir Ihnen bei der Beantragung behilflich.<br />

RPK – Rehabilitationseinrichtung <strong>für</strong> psychisch erkrankte <strong>Menschen</strong><br />

Röttkenring 27, 13053 Berlin, Tel. 403638400, info@rpk.berlin, www.rpk.berlin<br />

Medizinischisches und berufliches<br />

Rehabilitationszentrum – RPK


Beruf und Bildung<br />

76<br />

Werkstätten <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

→ siehe auch Kapitel „Berufliche Teilhabe“ auf den Seiten 39-40<br />

www.wfbm-berlin.de<br />

• BWB GmbH<br />

www.bwb-gmbh.de s. S. 90/91<br />

• Compass – Gesellschaft <strong>für</strong> Integration und<br />

Teilhabe mbH<br />

www.compassgmbh.de s. S. 93<br />

• Delphin-Werkstätten<br />

www.skf-berlin.de<br />

• faktura gGmbH<br />

www.faktura-berlin.de<br />

• FSD Lwerk Berlin Brandenburg gGmbH<br />

www.lwerk-berlin.de s. S. 80<br />

• Hoffnungstaler Werkstätten<br />

www.hoffnungstaler-werkstätten.de s. S. 83<br />

• Integral e. V. – Anerkannte Werkstatt<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

www.integral-berlin.de s. S. 76<br />

• Kaspar Hauser Stiftung<br />

www.kh-stiftung.de s. S. 78<br />

• LebensWerkGemeinschaft gGmbH<br />

www.werkgemeinschaft-bb.de<br />

• Mosaik-Werkstätten<br />

<strong>für</strong> Behinderte gGmbH<br />

www.mosaik-berlin.de s. S. 79<br />

• nbw Nordberliner<br />

Werkgemeinschaft gGmbH<br />

www.nbw.de<br />

• Nordbahn gGmbH<br />

www.nordbahn-ggmbh.de s. S. 83<br />

• SPEKTRUM NetzWerk<br />

www.spektrum-netzwerk.de<br />

• Stephanus-Werkstätten Berlin gGmbH<br />

www.stephanus.org s. S. 77<br />

• USE – Union Sozialer Einrichtungen gGmbH<br />

www.u-s-e.org s. S. 84/85<br />

• VfJ Werkstätten GmbH<br />

www.vfj-werkstätten.de s. S. 81<br />

• VIA Blumenfisch gGmbH<br />

www.blumenfisch-berlin.de s. S. 86<br />

• WERGO GmbH<br />

www.wib-verbund.de s. S. 82<br />

• LWB – Lichtenberger Werkstätten gGmbH<br />

www.lwb.berlin s. S. 88<br />

Wie Firma – nur anders! Die Werkstatt der Möglichkeiten bietet<br />

Arbeits- und Berufsbildungsplätze z. B. in der Grünflächenpflege,<br />

im Malerbetrieb, Fahrrad- und Holzwerkstatt, in der Konfektionierung<br />

und Verpackung, Druck- und Kopierservice, Aktenvernichtung<br />

und Metallwerkstatt, Bistro und Hauswirtschaft. Als<br />

Dienstleister im Kundenauftrag werden Auftragsarbeiten und<br />

vieles mehr in hoher Qualität realisiert. Überzeugen Sie sich<br />

von unserer Angebotspalette. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!<br />

Anerkannte Werkstatt<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

Hermann-Blankenstein-Str. 49<br />

10249 Berlin · Tel. 030 417213-13<br />

werkstatt@integral-berlin.de<br />

www.integral-berlin.de


77<br />

„Hier finde ich<br />

genau meinen<br />

Berufs-Weg.“<br />

Berufliche Bildung und Arbeit bei Stephanus<br />

Bei Stephanus gehen Sie Ihren Berufs-Weg. Im Berufs-Bildungs-Bereich bereiten Sie<br />

sich auf das Arbeits-Leben vor: Mit Arbeits-Möglichkeiten in mehr als 20 verschiedenen<br />

Arbeits-Bereichen der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.<br />

Was können wir <strong>für</strong> Sie tun?<br />

Kontakt<br />

Berlin Mitte-Nord: Stephan Schaaf • Tel. 030 96 27 66 14<br />

• Betriebsstätte Nachtalbenweg • Betriebsstätte Albertinenstraße<br />

Berlin Süd-Ost: Vera Radtke • Mobil 0151 18 82 06 75<br />

• Betriebsstätte Grenzbergeweg • Betriebsstätte Wilhelminenhof • Betriebsstätte<br />

Rüdersdorf<br />

Berlin West: Annegret Kleideiter • Tel. 030 36 99 68 17 0<br />

• Betriebsstätte Wilhelmstraße • Betriebsstätte Schönwalder Allee<br />

www.stephanus.org/werkstaetten


Beruf und Bildung<br />

78<br />

Budget <strong>für</strong> Ausbildung – Eine Chance <strong>für</strong> alle<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> haben es schwerer,<br />

einen Ausbildungsplatz zu finden. Bei vielen<br />

Unternehmen stoßen sie auf Vorbehalte. Die<br />

Unternehmen <strong>für</strong>chten einen größeren Aufwand.<br />

Oder sie trauen den <strong>Menschen</strong> schlichtweg weniger<br />

zu. Dass diese Unternehmen falsch liegen<br />

und sich engagierte Azubis entgehen lassen,<br />

zeigen zahlreiche Beispiele aus der Praxis.<br />

Von diesen Beispielen kennt Claudia Beuße<br />

eine Menge. Sie arbeitet als Azubi-Coach im<br />

Mosaik-Unternehmensverbund. Aktuell betreut<br />

sie 15 Azubis. Vier von ihnen absolvieren ihre<br />

Ausbildung über das „Budget <strong>für</strong> Ausbildung“.<br />

So wie Michael. Der 34-Jährige war sechs Jahre in<br />

der Mosaik-Berlin gGmbH tätig, einer Werkstatt<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und Teil des Mosaik-Unternehmensverbunds.<br />

Zunächst arbeitet<br />

Michael in der Küche, dann wechselt er in den<br />

Lager- und Versandbereich. Dort fühlt er sich<br />

angekommen. Der Wunsch nach einer Berufsausbildung<br />

reift. Mit Unterstützung von Claudia<br />

Beuße sammelt er auf einem Außenarbeitsplatz<br />

erste Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.<br />

Schließlich findet sie auch ein großes<br />

Logistikunternehmen, das Michael zum Fachlageristen<br />

ausbildet. Heute ist Michael im zweiten<br />

Lehrjahr und hat einen Einser-Notenschnitt.<br />

Erfüllen konnte sich Michaels Traum vor allem<br />

dank des „Budgets <strong>für</strong> Ausbildung“, das<br />

ursprünglich Werkstattbeschäftigte von der<br />

Förderung ausschloss. Denn es sollte eine Alternative<br />

zum Berufsbildungsbereich der Werkstatt<br />

sein. Dies änderte sich 2022 <strong>mit</strong> dem Teilhabestärkungsgesetz.<br />

Seither können auch Werkstattbeschäftigte<br />

von der staatlichen Förderung<br />

profitieren. Der Ausbildungsbetrieb erhält einen<br />

Lohnkostenzuschuss. Dem Auszubildenden wird<br />

eine pädagogische Betreuung finanziert, das<br />

kann zum Beispiel ein Azubi-Coach sein.<br />

Bei Mosaik gibt es insgesamt drei Coaches <strong>für</strong> die<br />

Ver<strong>mit</strong>tlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.<br />

Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie reichen von der<br />

Unternehmensakquise über Antragstellungen<br />

und organisatorische Aufgaben bis hin zur Begleitung<br />

am Arbeitsplatz sowie Nachhilfe und<br />

regelmäßige Betriebsbesuche.<br />

Alexandra Lange<br />

Mosaik-Unternehmensverbund<br />

→ siehe auch Kapitel „Berufliche Teilhabe“<br />

auf den Seiten 43-44<br />

Arbeits-Möglichkeiten im Handwerk,<br />

Kunst-Handwerk und in der Dienstleistung<br />

> in unserer Werkstatt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Assistenzbedarf (WfbM)<br />

Berufliche und soziale Teilhabe-Angebote<br />

im Kiez > im BFB und in der > Tagestätte <strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> psychischen Beeinträchtigungen<br />

Wohnen > Besondere Wohnform, Leben im Grünen<br />

und doch <strong>mit</strong>tendrin > Wohn-Gemeinschaften und<br />

Betreutes Einzelwohnen, selbstständig sein und<br />

eigene Ideen verwirklichen > KiezTreff <strong>für</strong> alle<br />

Kunst, Kultur, Nachbarschaft und Therapie<br />

in Pankow, Mitte (Wedding) und Reinickendorf<br />

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!<br />

Rolandstraße 18/19 · 13156 Berlin · T 030 47 49 05-0 · info@kh-stiftung.de · kh-stiftung.de · shop-khs.de


DU HAST UNS<br />

GERADE NOCH<br />

GEFEHLT!<br />

Wir bilden aus in<br />

Gastronomie, Handwerk<br />

und Dienstleistungsberufen.<br />

MOSAIK<br />

AUSBILDUNG<br />

FÜR MENSCHEN<br />

MIT UND OHNE<br />

BEHINDERUNG<br />

- Maler/-in und Lackierer/-in<br />

- Bodenleger/-in<br />

- Gebäudereiniger/-in<br />

- Fachpraktiker/-in im Gebäudeservice<br />

- Hauswirtschafter/-in<br />

- Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft<br />

- Kaufmann/-frau <strong>für</strong> Büromanagement<br />

- Restaurantfachmann/-frau<br />

- Koch/Köchin<br />

- Fachkraft im Gastgewerbe (Schwerpunkt Küche)<br />

- Fachkraft im Gastgewerbe (Schwerpunkt Service)<br />

- Fachpraktiker/-in Küche<br />

- Fachpraktiker/-in Gastronomie<br />

www.mosaik-berlin.de/ausbildung<br />

JEDER IST EIN TEIL DES GANZEN.<br />

MOSAIK-UNTERNEHMENSVERBUND<br />

BESCHÄFTIGUNGS- UND FÖRDERBEREICH | WERKSTATT<br />

INKLUSIONSUNTERNEHMEN | WOHNEN<br />

ÜBER 30 STANDORTE IM STADTGEBIET


Beruf und Bildung<br />

80<br />

Am 12. Oktober 2023 war wieder Schichtwechsel<br />

Perspektivwechsel hilft, Vorurteile abzubauen<br />

Am 12. Oktober 2023 wechselten wieder <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> und ohne <strong>Behinderung</strong>en in ganz<br />

Deutschland ihren Arbeitsplatz und lernten so<br />

die jeweils andere Arbeitswelt kennen. Mit einer<br />

Rekordbeteiligung von mehr als 100 Werkstätten<br />

und Unternehmen aus 15 Bundesländern war der<br />

Aktionstag bereits 2022 ein großer Erfolg <strong>für</strong> alle<br />

Beteiligten. So viele <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> und ohne <strong>Behinderung</strong>en<br />

wie noch nie tauschten <strong>für</strong> einen<br />

Tag ihren Arbeitsplatz. Die Möglichkeit zum Perspektivwechsel<br />

gab es in unterschiedlichsten<br />

Arbeitswelten: Bäckerei, Gastronomie, Kindertagesstätte,<br />

Pflegeheim, Verwaltung, Tierheim,<br />

Wohnungsbaugesellschaft, Friseur, Apotheke,<br />

Schwimmbad, Bibliothek und Logistikunternehmen.<br />

Auch ein Freizeitpark und eine Berufsfeuerwehr<br />

beteiligten sich beim Aktionstag.<br />

Über den Aktionstag. Werkstätten <strong>für</strong> behinderte<br />

<strong>Menschen</strong> sind ein wichtiger Bestandteil des Systems<br />

der beruflichen Teilhabe. Sie bieten <strong>Menschen</strong>,<br />

die aufgrund der Art oder Schwere ihrer<br />

<strong>Behinderung</strong>en nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt<br />

tätig sein können, durch die Werkstattleistung<br />

Teilhabe am Arbeitsleben. Die wenigsten<br />

<strong>Menschen</strong> haben jedoch eine Vorstellung von den<br />

Leistungen, die in den Werkstätten erbracht werden.<br />

Es existieren immer noch viele Klischees über<br />

Werkstätten und die dort arbeitenden <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en. Beim Aktionstag „Schichtwechsel“<br />

soll da<strong>mit</strong> aufgeräumt werden.<br />

Den Mitarbeitenden aus Unternehmen ermög licht<br />

der Aktionstag Begegnungen <strong>mit</strong> <strong>Menschen</strong> in<br />

Werkstätten. Sie bekommen Einblicke in die Vielfalt<br />

der Produkte und Dienstleistungen der Werkstätten<br />

und können selbst bei den vielseitigen Arbeitsprozessen<br />

<strong>mit</strong>wirken. Die Beschäftigten der<br />

Werkstätten wiederum schnuppern im Rahmen<br />

des Schichtwechsels in Berufsfelder des allgemeinen<br />

Arbeitsmarkts und lernen ein Unternehmen<br />

<strong>für</strong> einen Tag näher kennen. Über das verbindende<br />

Thema Arbeit schafft der Aktionstag Raum <strong>für</strong><br />

neue Perspektiven und hilft, Vorurteile abzubauen.<br />

www.bagwfbm.de/page/schichtwechsel<br />

www.schichtwechsel-berlin.de<br />

› IHR PARTNER FÜR ARBEIT<br />

UND BERUFLICHE BILDUNG<br />

Vielfältige Bildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsangebote in 26 Berufsfeldern<br />

erwarten Sie an unseren Standorten in Berlin und Brandenburg.<br />

Weitere Infos finden Sie auf www.lwerk-berlin.de<br />

FSD Lwerk Berlin Brandenburg gGmbH<br />

Anerkannte Werkstatt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung<br />

Tel.: 030.76 69 06 0 | E-Mail: lankwitz@lwnet.de


81<br />

VfJ Werkstätten<br />

Arbeitsbereich und allgemeiner Arbeitsmarkt • Berufsbildungsbereich • Beschäftigungs- und Förderbereich<br />

• Informationen und Beratung<br />

zum Budget <strong>für</strong> Arbeit und Budget<br />

<strong>für</strong> Ausbildung<br />

• attraktive Bildungs- und Arbeitsangebote<br />

• arbeitsbegleitende Angebote<br />

• betriebsintegrierte Arbeitsplätze<br />

auf dem allg. Arbeitsmarkt<br />

Sind Sie<br />

neugierig geworden?<br />

Für weitere Informationen,<br />

Besichtigungsangebote oder<br />

Praktika kontaktieren Sie uns unter:<br />

Tel.: (030) 220 464-646<br />

c.meyer@vfj-werkstaetten.de<br />

Grenzallee 53 · 12057 Berlin<br />

www.vfj-werkstätten.de


Beruf und Bildung<br />

82<br />

Werkstattläden<br />

Trendige Taschen, handgefertigte Postkarten, gefilzte<br />

Engel – die <strong>Berliner</strong> Werkstattläden bieten<br />

auf der Suche nach einer Geschenkidee viel Kreatives.<br />

Neben Deko-Ideen gibt es Nützliches und<br />

Bewährtes. In bester Handwerkstradition werden<br />

Ordner geklebt, Bürsten und Schmuck gefertigt,<br />

Lampenschirme geflochten oder stabiles Holzspielzeug<br />

gebaut – <strong>mit</strong> ökologisch unbedenklichem<br />

Material. Hier geht es nicht um eine schnelle,<br />

industrielle Fertigung, sondern um eine sinnvolle<br />

Tätigkeit <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> und<br />

attraktive und vielfältige Produkte, die alle eine<br />

eigene Handschrift tragen.<br />

• Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin-Prenzl. Berg<br />

Floristik:<br />

Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr, Tel. 863200550<br />

Design & Souvenirs:<br />

Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr, Tel. 863200530<br />

www.blumenfisch-berlin.de<br />

• Albertinenstr. 20/Parkstr. 19<br />

13086 Berlin-Weißensee<br />

Weberei, Keramik Tel. 96249965<br />

Keramik: Tel. 96249963<br />

Mo-Fr 8-11 u. 13-15 Uhr (Fr -14 Uhr)<br />

www.stephanus.org<br />

• Geneststr. 5, 10829 Berlin-Schöneberg<br />

Blumenfisch-Store <strong>mit</strong> Café:<br />

Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 10-17 Uhr Tel. 863200240<br />

Café: Mo-Fr 8-16 Uhr<br />

www.blumenfisch-store.de<br />

• Oranienstraße 26, 10999 Berlin-Kreuzberg<br />

DIM Ladencafé:<br />

Di-Sa 10-13 Uhr, Tel. 285030121<br />

www.dim-berlin.de<br />

Das DIM-Ladencafé<br />

Wandlampe aus Peddigrohr<br />

• Wotanstr. 18, 10365 Berlin-Lichtenberg<br />

Kunsthandwerk aus Filz, Papier, Textil<br />

Tel. 55880629, Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-12 Uhr<br />

www.lwb.berlin<br />

• Goltzstr. 19, 10781 Berlin-Schöneberg<br />

Schmuckgalerie: Tel. 20051909<br />

Mo-Fr 10.30-17 Uhr, Mi 10.30-14.15 Uhr<br />

www.lwerk-berlin.de<br />

• Ladiusstr. 19, 14165 Berlin-Zehlendorf<br />

Keramik, Kerzen, Textil-, Papier-, Holzkunst,<br />

Bäckerei/Café: Tel. 8940044-44<br />

Mo-Fr 7-18, Sa 7-14, So 8-16 Uhr<br />

www.werkgemeinschaft-bb.de<br />

• Erkstraße 1, 12043 Berlin-Neukölln<br />

Designprodukte: Tel. 68991025<br />

Di-Fr 11-17 Uhr<br />

www.lwerk-berlin.de<br />

• Nordbahnstr. 17, 13599 Berlin-Wedding<br />

Werkstatt <strong>mit</strong> Verkauf: Tel. 3229400<br />

Mo-Fr 8-16 Uhr<br />

www.compassgmbh.de<br />

WERGO GmbH<br />

Tassostraße 17 | 13086 Berlin<br />

Tel. 030 9240078-0 | info.wergo@wib-verbund.de<br />

www.wib-verbund.de/wergo-alle-angebote-von-uns<br />

Anerkannte Werkstatt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

• Begleitung und Unterstützung auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen<br />

• Ver<strong>mit</strong>tlung praktischer und theoretischer Kenntnisse angelehnt<br />

an Ausbildungsberufe<br />

Unsere Fachbereiche:<br />

• Catering & Kantine<br />

• Garten & Land<br />

• Textil & Design<br />

• Logistik & Verpackung<br />

• Hauswirtschaft<br />

• Büro & digitale Kommunikation


83<br />

<strong>Inklusion</strong>svereinbarung<br />

Informationen zur<br />

betrieblichen <strong>Inklusion</strong><br />

Die <strong>Inklusion</strong>svereinbarung soll die berufliche Integration<br />

und Teilhabe von <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung<br />

durch verbindliche Zielvereinbarungen<br />

im Betrieb unterstützen, indem Arbeitgeber,<br />

Schwerbehindertenvertretung und Betriebs- beziehungsweise<br />

Personalräte gemeinsame Ziele<br />

vereinbaren. Alle Beteiligten können hier<strong>für</strong> die<br />

Initiative ergreifen. Diese Vereinbarung erleichtert<br />

die Zusammenarbeit im Betrieb und setzt positive<br />

Impulse <strong>für</strong> die Aufgaben der Personalverantwortlichen,<br />

aber auch <strong>für</strong> die der Schwerbehindertenvertretung<br />

und der Betriebs- beziehungsweise<br />

Personalräte. Ein Prozess wird in Gang gesetzt, von<br />

dem nicht nur die <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Schwerbehinderung<br />

profitieren, sondern das gesamte Unternehmen.<br />

Die <strong>Inklusion</strong>svereinbarung von der Stange<br />

gibt es nicht. Daher beschäftigt sich das ZB Info<br />

„<strong>Inklusion</strong>svereinbarung“ <strong>mit</strong> den Chancen und<br />

Möglichkeiten der <strong>Inklusion</strong>.<br />

www.bih.de/integrationsaemter/medien-und-publikationen/publikationen/<br />

Wir begleiten berufliche Lebenswege<br />

– individuelle Begleitung<br />

– vielfältige Arbeitsgebiete<br />

– Praktika bei uns und<br />

in Partnerbetrieben<br />

Nordbahn gGmbH<br />

Werkstatt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Telefon 033056 838-0 · www.nordbahn-ggmbh.de<br />

8<br />

Standorte<br />

in Brandenburg<br />

83<br />

Plätze im<br />

Berufsbildungsbereich<br />

775<br />

Arbeitsplätze<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

49<br />

Plätze im Förder-<br />

und Beschäftigungs-<br />

bereich<br />

Stärken zeigen!<br />

Individuelle Arbeit und Beschäftigung <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

Die Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH bietet an acht Standorten in Brandenburg<br />

Teilhabe am Arbeitsleben. Unsere Stärke ist es, individuell auf die Fähigkeiten der<br />

<strong>Menschen</strong> einzugehen. – Was sind Ihre Stärken?<br />

Tel. 03337 430-0 • wfbm@lobetal.de<br />

www.hoffnungstaler-werkstätten.de


Beruf und Bildung<br />

84<br />

Du<br />

möchtest<br />

(wieder)<br />

arbeiten?<br />

Du brauchst aber Unterstützung,<br />

weil du aus dem Tritt geraten bist?<br />

P<br />

a<br />

a<br />

T<br />

Dann komm zur USE!


Den eigenen Weg finden<br />

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85<br />

Für <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer psychischen Beeinträchtigung<br />

verläuft das Berufsleben selten gradlinig. Oft<br />

ist es durch Höhen und Tiefen geprägt. Darauf hat<br />

sich die USE gGmbH spezialisiert. Mit seinen Angeboten<br />

schafft das Sozialunternehmen einen Rahmen,<br />

in dem <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer psychischen Erkrankung<br />

gut arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben<br />

können. Angepasst an die jeweilige Lebenssituation<br />

bietet die USE Unterstützung bei ersten, zarten<br />

Schritten Richtung Arbeitswelt bis hin zur Sicherung<br />

eines bestehenden Arbeitsverhältnisses.​<br />

Mit seinen modularen Angeboten unterstützt der Beschäftigungs-<br />

und Förderbereich die <strong>Menschen</strong>, deren<br />

Leistungsfähigkeit (noch) zu schwach <strong>für</strong> die Werkstatt<br />

ist. Sie lernen hier, dem Tag eine Struktur zu geben –<br />

durch lebenspraktische Trainings wie Verkehrs-, Einkaufs-<br />

und Kochtraining. Auch Grundvoraussetzungen<br />

wie Ausdauer und Konzentration werden geschult.<br />

In der Werkstatt finden die <strong>Menschen</strong> einen Platz, die<br />

aufgrund ihre <strong>Behinderung</strong> (noch) nicht auf dem allgemeinen<br />

Arbeitsmarkt tätig sein können. Mit über<br />

30 Berufsfeldern von Handwerk über Mediengestaltung<br />

bis hin zur Tierpflege bietet die USE ein großes<br />

Spektrum zum (Wieder-)Einstieg. Denn gerade wenn<br />

jemand in seinem Job krank geworden ist, kann eine<br />

Neuorientierung in einem ganz anderen beruflichen<br />

Umfeld hilfreich sein. Für alle Bereiche gilt: Nicht der<br />

Mensch muss sich an der Arbeit orientieren, sondern<br />

die Arbeit wird an den aktuellen Bedürfnissen des<br />

Beschäftigten ausgerichtet. Das ver<strong>mit</strong>telt besonders<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer psychischen Erkrankung die nötige<br />

Sicherheit sich zu entwickeln.<br />

Die <strong>Menschen</strong>, die sich in der Werkstatt so weit<br />

stabilisieren, dass sie wieder auf den allgemeinen<br />

Arbeitsmarkt möchten, unterstützt das<br />

Übergangsmanagement. Es ver<strong>mit</strong>telt Praktika<br />

und ebnet den Weg in ein sozialversicherungspflichtiges<br />

Arbeitsverhältnis.<br />

Mit der Unterstützen Beschäftigung begleitet die<br />

USE <strong>Menschen</strong>, die sich aufgrund ihrer <strong>Behinderung</strong><br />

oder einer psychischen Erkrankung beruflich<br />

neu orientieren müssen. Nach dem Motto<br />

„Erst platzieren, dann qualifizieren“ gehen die<br />

Teilnehmenden direkt in ein Praktikum auf dem<br />

allgemeinen Arbeitsmarkt, in dem sie von Job-<br />

Coaches eng begleitet und bei positiver Entwicklung<br />

auf einen Arbeitsplatz ver<strong>mit</strong>telt werden.<br />

Berufstätige <strong>mit</strong> einer Schwerbehinderung (bzw.<br />

diesen Personen Gleichgestellte) unterstützt der<br />

Integrationsfachdienst Mitte. Nach einer längeren,<br />

gesundheitsbedingten Auszeit, wie zum Beispiel<br />

einem Burnout, berät er sowohl den Arbeitnehmer<br />

als auch den Arbeitgeber, um einen individuell<br />

passenden und dauerhaften Wiedereinstieg<br />

zu ermöglichen.<br />

Je nach individueller Situation ist ein Wechsel<br />

zwischen den einzelnen Angeboten möglich: Für<br />

diejenigen, die einen nächsten Schritt wagen<br />

wollen, aber auch <strong>für</strong> diejenigen, die die aktuellen<br />

Leistungsanforderungen nicht mehr schaffen,<br />

gibt es eine Perspektive innerhalb der USE.<br />

Weitere Infos: www.u-s-e.org<br />

Probiere dich in einem von über 30 Berufsfeldern<br />

an sieben Standorten in Berlin und Brandenburg<br />

aus: z.B. Bootsbau, Gastronomie, Siebdruck,<br />

Tierpflege …<br />

www.u-s-e.org<br />

030 49 77 84 19<br />

union_sozialer_einrichtungen


Beruf und Bildung<br />

86<br />

Noch nie ‘nen Blumenfisch gesehen?<br />

Vielfältige Arbeitsmöglichkeiten unter blumenfisch-berlin.de<br />

Mahdieh Alaghehband (34) unterstützt Kinder <strong>mit</strong> Beeinträchtigung<br />

Zur Entlastung der Familien<br />

„Seit Juni 2021 engagiere ich mich als Kinderbegleiterin<br />

bei der Einhorn gGmbH. Das ist ein familienentlastender<br />

Dienst, der Eltern <strong>mit</strong> beeinträchtigten<br />

Kindern und Jugendlichen Hilfe und<br />

Unterstützung bietet. Vor vier Jahren bin ich aus<br />

dem Iran nach Berlin zum Masterstudium gekommen.<br />

Ich hatte in Teheran Psychologie studiert. In<br />

Berlin wird das Studium auf Englisch angeboten.<br />

Natürlich habe ich trotzdem einen Deutschkurs<br />

belegt. Ich wollte meine Sprachkenntnisse verbessern.<br />

Mein Freund hat mich auf die Einhorn<br />

gGmbH aufmerksam gemacht. Hier kann ich mein<br />

Deutsch vervollkommnen und <strong>mit</strong> Kindern arbeiten.<br />

Kindern <strong>mit</strong> Beeinträchtigungen zu helfen, war<br />

schon immer meine Leidenschaft. Anfangs habe<br />

ich mich um zwei Mädchen gekümmert, die autistische<br />

und Entwicklungsstörungen haben. Wir<br />

haben zwei- bis dreimal in der Woche Zeit zusammen<br />

verbracht. Manchmal habe<br />

ich sie von der Schule abgeholt,<br />

bin <strong>mit</strong> ihnen auf den Spielplatz<br />

oder Eis essen gegangen<br />

oder war <strong>mit</strong> ihnen zu Hause. Es hat zwei Monate<br />

gedauert, bis ich zu dem Mädchen <strong>mit</strong> Autismus<br />

eine Beziehung aufbauen konnte. Die Eltern sind<br />

dankbar <strong>für</strong> die Unterstützung. Momentan kümmere<br />

ich mich um ein 14-jähriges Mädchen <strong>mit</strong> kognitiven<br />

Einschränkungen und Auffälligkeiten im<br />

Sozialverhalten. Sie ist viel allein, wird von anderen<br />

gemieden und auf der Straße oft angestarrt.<br />

Da wünsche ich mir mehr Akzeptanz. Ich lerne viel<br />

von den Kindern. Durch sie sehe ich die Welt <strong>mit</strong><br />

anderen Augen. Nach meiner Masterarbeit werde<br />

ich als Sozialarbeiterin bei Einhorn bleiben, <strong>mit</strong><br />

einer Festanstellung.“<br />

aufgeschrieben von Claudia Berlin<br />

Hilfen zur Erziehung |Eingliederungshilfe | Familienunterstützende Dienste<br />

Wir leben Vielfalt,<br />

gestalten Teilhabe<br />

und erweitern Handlungsspielräume<br />

<strong>für</strong> Kinder und Jugendliche<br />

<strong>mit</strong> Beeinträchtigung.<br />

Wollen Sie mehr erfahren? Wir informieren Sie gern. www.tandembtl.de<br />

Kontakt: Melanie Weiland, Bereichsleiterin, E-Mail: melanie.weiland@tandembtl.de


87<br />

Studieren trotz Handicap<br />

Präsenz- oder<br />

Fernstudium wählen?<br />

Viele <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> entscheiden<br />

sich <strong>für</strong> ein Studium und haben nach erfolgreichem<br />

Abschluss gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.<br />

Doch oft benötigen sie länger <strong>für</strong> das<br />

Studium, wechseln öfter das Fach oder brechen<br />

das Studium ganz ab. Da<strong>für</strong> gibt es bauliche,<br />

strukturelle, kommunikative Gründe. Mit der<br />

Entscheidung zum Studium war <strong>für</strong> die meisten<br />

vor Corona ein Wohnortwechsel verbunden. Ein<br />

großer Teil der Hochschulgebäude ist nach wie<br />

vor nicht barrierefrei, auch bei den Lehrmaterialien<br />

und entsprechend geschultem Personal<br />

bestehe Nachholbedarf, heißt es bei der Bundesarbeitsgemeinschaft<br />

(BAG) <strong>Behinderung</strong> und<br />

Studium e. V.<br />

Beim Nachweis einer <strong>Behinderung</strong> können aber<br />

häufig Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen<br />

werden. Der Weg zur Bildungseinrichtung<br />

und zurück ist in vielen Fällen nur <strong>mit</strong> Assistenz<br />

zu bewältigen. Neben dem Präsenzstudium an<br />

einer Universität oder Fachhochschule kommt<br />

vielleicht ohnehin besser ein Fernstudium <strong>mit</strong><br />

geringen Präsenzzeiten in Frage. Einige Fernhochschulen<br />

punkten durch Behindertenbeauftragte<br />

oder speziell geschultes Personal.<br />

Präsenztermine oder Prüfungen sind vielleicht<br />

auch im Umfeld des Teilnehmers bzw. der Teilnehmerin<br />

möglich. Konkret nachfragen! Sind nur<br />

bestimmte Fächer und Berufe <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong>en geeignet? Nein. Ein Mensch, der<br />

das studiert, was seinen Neigungen und Fähigkeiten<br />

entspricht, wird am ehesten einen guten<br />

Abschluss machen und einen Arbeitsplatz<br />

finden.<br />

• Weitere Infos unter:<br />

www.studentenwerke.de/de/behinderung<br />

www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/<br />

studieren-<strong>mit</strong>-behinderungen<br />

www.studieren-berufsbegleitend.de<br />

#<strong>Inklusion</strong>StattAusgrenzung<br />

Für Schulgesundheitsfachkräfte<br />

15 Prozent der Kinder und Jugendlichen leben <strong>mit</strong><br />

chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen.<br />

Sie benötigen häufig pflegerische oder<br />

medizinische Betreuung – auch in der Schule. Diese<br />

Unterstützung könnten Schulgesundheitsfachkräfte<br />

leisten. Sie würden das Lehrpersonal, Eltern<br />

und Kinder entlasten, die <strong>Inklusion</strong> von chronisch<br />

erkrankten oder Kindern <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> verbessern<br />

und die Gesundheitskompetenz an Schulen<br />

erhöhen. Doch medizinisch geschultes Fachpersonal<br />

wird im aktuellen Schulsystem nicht finanziert.<br />

Die Online-Kampagne #<strong>Inklusion</strong>StattAusgrenzung<br />

will mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Bedarf<br />

von Schulgesundheitsfachkräften lenken. Sie<br />

wird organisiert von der Deutschen Diabetes Gesellschaft<br />

(DDG), diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe,<br />

der Deutschen Gesellschaft <strong>für</strong> Sozialpädiatrie und<br />

Jugendmedizin e. V., ACHSE e. V., Diabetes-Kids.de,<br />

dem Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland<br />

e. V. und der Deutschen Gesellschaft <strong>für</strong> Kinderund<br />

Jugendmedizin.<br />

Werden Sie Teil unserer Schulgemeinschaft!<br />

Katholische Schule St. Hildegard<br />

Förderzentrum<br />

Tempelhof-Schöneberg<br />

Malteserstr 171a, 12277 Berlin<br />

Tel. 030 755 12 17 0<br />

www.kssh-berlin.de<br />

www.schulen-erzbistumberlin.de


Beruf und Bildung<br />

88<br />

Ausgelagerte Arbeit<br />

Aktenvernichtung/Elektrorecycling<br />

Digitale Archivierung<br />

Faltbootreparatur und -nachfertigung<br />

Gartenbau und Landschaftspflege<br />

Haushandwerk/Holzbearbeitung<br />

Industrielle Montage/Elektromontage<br />

Küche/Kantine/Catering<br />

Kunsthandwerk<br />

Medien und Kommunikation<br />

Sortieren/Verpacken/Montage<br />

Wäscherei<br />

EIN ORT MIT VIELEN BERUFLICHEN MÖGLICHKEITEN<br />

Die LWB - Lichtenberger Werkstätten gemeinnützige GmbH ist eine anerkannte Werkstatt <strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en und bietet individuelle und vielfältige Angebote zur Teilhabe.<br />

Da<strong>mit</strong> jeder den Platz findet, der zu ihm passt, beraten, begleiten und fördern wir <strong>Menschen</strong> auf<br />

Augenhöhe und bieten in den 15 Produktions- und Dienstleistungsabteilungen vielfältige<br />

Möglichkeiten sich auszuprobieren.<br />

Dabei steht <strong>für</strong> uns immer das Wohlbefinden der <strong>Menschen</strong> im Mittelpunkt.<br />

Besuchen Sie uns!<br />

LWB - Lichtenberger Werkstätten gemeinnützige GmbH<br />

Bornitzstraße 61-65 10365 Berlin<br />

Tel.: 030 55779320 E-Mail: lwb@lwb.berlin<br />

www.lwb.berlin


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89<br />

<strong>Inklusion</strong>sberatung der Handwerkskammer Berlin<br />

Ihre Anlaufstelle auf dem Weg ins Handwerk<br />

Unser Angebot:<br />

• Wir stellen Kontakte zu interessierten Betrieben<br />

im <strong>Berliner</strong> Handwerk her.<br />

• Wir beraten zu Fördermöglichkeiten.<br />

• Wir begleiten Antragsprozesse <strong>für</strong> die Förderung<br />

einer betrieblichen Ausbildung oder Beschäftigung<br />

im <strong>Berliner</strong> Handwerk.<br />

• Wir beraten zum Nachteilsausgleich in dualen<br />

Ausbildungsprüfungen.<br />

Die <strong>Inklusion</strong>sberatung der Handwerkskammer Berlin ist <strong>für</strong> Betriebe und <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Senatsverwaltung <strong>für</strong> Arbeit,<br />

<strong>Behinderung</strong> da. Das Handwerk hat Potenzial <strong>für</strong> <strong>Inklusion</strong>!<br />

Soziales, Gleichstellung, Integration,<br />

Kontakt: Handwerkskammer Berlin | Blücherstraße 68 | 10961 Berlin<br />

Tel. 030/29003-484 | E-Mail: inklusion@hwk-berlin.de<br />

Ausbildungspodcast der Handwerkskammer Berlin<br />

Die Beratungsstelle<br />

<strong>Inklusion</strong> im<br />

Handwerk wird<br />

Vielfalt und Antidiskriminierung<br />

gefördert von der Senatsverwaltung <strong>für</strong> Arbeit, Soziales,<br />

Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.<br />

ausbildung4u <strong>mit</strong> Beiträgen zur <strong>Inklusion</strong><br />

Ein Nachteilsausgleich soll einen Nachteil ausgleichen<br />

– na klar! Wie das in der Ausbildung<br />

funktioniert, das kann jetzt in Ruhe nachgehört<br />

werden im Ausbildungspodcast der Handwerkskammer<br />

Berlin: ausbildung4u. Er widmet sich in<br />

vielen Folgen dem Thema <strong>Inklusion</strong> – und kann<br />

Zuhörende durchaus beruhigen.<br />

Junge Frauen und Männer <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> oder<br />

sogenannten „Teilleistungsstörungen“, etwa <strong>mit</strong><br />

Lese-Rechtschreibschwäche oder <strong>mit</strong> Prüfungsangst<br />

oder auch <strong>mit</strong> chronischen Erkrankungen,<br />

bekommen die individuell notwendige Unterstützung,<br />

um ihre Ausbildung im Handwerk erfolgreich<br />

absolvieren zu können.<br />

Der Podcast erzählt z.B. in einer Folge von der<br />

Geschichte der handwerklichen Ausbildung. In<br />

einer anderen Folge informiert das <strong>Inklusion</strong>samt<br />

über Zuschüsse <strong>für</strong> Betriebe und <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Schwerbehinderungen. Und der Podcast<br />

lässt uns noch mal teilhaben am 1. <strong>Inklusion</strong>stag<br />

der Handwerkskammer im Oktober 2022, an<br />

dem u.a. die Friseurmeisterin Franziska Krahl berichtete,<br />

wie gut die Zusammenarbeit <strong>mit</strong> ihrer<br />

gehörlosen Mitarbeiterin funktioniert und wie<br />

selbstverständlich <strong>Inklusion</strong> <strong>für</strong> sie ist.<br />

Ein Gedanke aus dem Podcast ist garantiert <strong>für</strong><br />

alle hilfreich: <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> sollten<br />

gefragt werden, was sie benötigen, um gut<br />

lernen und arbeiten zu können. V Birgit Nößler


Berufliche Karriere<br />

<strong>für</strong> Persönlichkeiten<br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

38 BERUFSBILDER FÜR<br />

IHR WEITERKOMMEN<br />

• Allgemeine Elektromontage<br />

• Allgemeine Kunststoffmontage<br />

• Datenverarbeitung<br />

• Elektronik<br />

• Elektrotechnik<br />

• Garten- und Landschaftsbau<br />

• Garten- und Landschaftspflege<br />

• Gebäudeinstandhaltung<br />

• Gemüse- und Kräuteranbau<br />

• Grafik und Digitalisierung<br />

• Großküche<br />

• Haus- & Textilpflege<br />

• Hausmeisterservice<br />

• Holzbearbeitung<br />

• Hotellerie & Gastronomie<br />

• Kantine<br />

• Kfz-Aufbereitung<br />

(Porsche-Diesel-Manufaktur)<br />

• Kfz-Mechanik<br />

• Kosmetikverpackung &<br />

Konfektionierung<br />

• Kunststoffbearbeitung<br />

• Kunststoffgraviererei<br />

• Kunststoffspritzerei<br />

• Layout und Gestaltung<br />

• Lebens<strong>mit</strong>telverpackung &<br />

Konfektionierung<br />

• Mailing- und Kopierservice<br />

• Metallbearbeitung<br />

• Metallmontage<br />

• Möbelmontage- und Demontage<br />

• Möbelproduktion<br />

• Postverwaltung<br />

• Reparatur, Entrümpelungs- und<br />

Ausräumarbeiten<br />

• Servicehelfer/-in in Kindertagesstätten<br />

& Seniorenheimen<br />

• Spanabhebende Fertigung (CNC)<br />

• Veranstaltungsservice<br />

• Verpackung von<br />

Kleingütern & Textilien<br />

• Warenlagerung<br />

• Warentransport<br />

• Zylinderschlossmontage


Alle Infos kostenlos unter:<br />

0800 541 333 4


Beruf und Bildung<br />

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92<br />

Integrationsfachdienst Süd<br />

Tel. Sprechzeit: Mo-Do 9 - 17 Uhr, Fr 9 - 13 Uhr,<br />

Persönliche Beratung: Do 15-18 Uhr u.n.V.<br />

• Martin-Hoffmann-Str. 18, 12435 Berlin<br />

Tel. 6840946-0<br />

• Wexstraße 2, 10825 Berlin<br />

Tel. 848505-10<br />

Berufliche Begleitung von <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> (Schwer)behinderung<br />

Fachstelle <strong>für</strong> Autismus-Spektrum-Störungen<br />

im Auftrag des <strong>Inklusion</strong>samtes Berlin,<br />

kostenfrei und vertraulich<br />

info@ifdsued.berlin<br />

www.ifdsued.berlin<br />

Integrationsfachdienste<br />

im Auftrag des<br />

LAGeSo Berlin<br />

– <strong>Inklusion</strong>samt –<br />

Integrationsfachdienst Süd<br />

<strong>Inklusion</strong> in der<br />

Arbeitswelt ermöglichen<br />

Der IFD Süd bietet begleitende psychosoziale<br />

Hilfe im Berufs- und Arbeitsleben <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> (Schwer)behinderung und deren Arbeitgeber*innen<br />

<strong>mit</strong> Arbeitsorten in Neukölln, Steglitz-<br />

Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick.<br />

Ziel der persönlichen Beratung ist<br />

es, Probleme im Arbeitsverhältnis zu klären oder<br />

zu bewältigen, um dieses zu erhalten oder neue<br />

berufliche Perspektiven zu ermöglichen. Unterstützung<br />

bei der Eingliederung ins Arbeitsleben<br />

und berufliche Begleitung ist <strong>für</strong> Rehabilitanden<br />

<strong>mit</strong> Beauftragung ihres Rehabilitationsträgers<br />

möglich. Der IFD Süd ist die Fachstelle <strong>für</strong> Autismus-Spektrum-Störungen.<br />

Die Unterstützung<br />

ist kos tenfrei und vertraulich.<br />

www.ifdsued.berlin<br />

Infotag der Werkstätten am 05.12.2023<br />

„Einfach gute Arbeit –<br />

Teilhabe <strong>für</strong> Alle“<br />

Informieren Sie sich am 5. Dezember 2023 von<br />

9 bis 16 Uhr im Kongress-Zentrum Hotel Estrel<br />

Berlin (Sonnenallee 225, 12057 Berlin) über die<br />

vielfältigen Arbeitsangebote in den Werkstätten<br />

sowie zu beruflichen Werdegängen vom<br />

Berufsbildungsbereich über betriebsintegrierte<br />

Arbeitsplätze bis zum Budget <strong>für</strong> Arbeit. Der<br />

Infotag „Einfach gute Arbeit – Teilhabe <strong>für</strong> Alle“<br />

wendet sich an <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Einschränkungen,<br />

die derzeit (noch) keine berufliche Perspektive<br />

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden. Aber<br />

auch an gesetzliche Betreuer*innen, Fachkräfte,<br />

Lehrer*innen und Angehörige, die sich über<br />

innovative Konzepte und Entwicklungen in den<br />

Werkstätten informieren möchten.<br />

www.wfbm-berlin.de<br />

Weißenseer<br />

Integrations<br />

Betriebe<br />

Die WIB GmbH bietet durch ihren Integrationsfachdienst<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Hörbehinderung<br />

und über die Integrationsberatung:<br />

• berufliche Orientierung und individuelles Coaching<br />

• berufliche Bildung und praktische Erprobungen<br />

• Unterstützung bei der Suche eines Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes<br />

• berufsbegleitende und technische Beratung und<br />

Kommunikationsschulungen im Betrieb<br />

WIB – Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH · Integrationsberatung<br />

Charlottenburger Straße 140 | 13086 Berlin<br />

Tel. 030 484959-50 | ifd@wib-verbund.de | www.wib-verbund.de<br />

Integrationsfachdienste<br />

im Auftrag des<br />

LAGeSo Berlin<br />

– <strong>Inklusion</strong>samt –


Erster anderer<br />

Leistungsanbieter Berlins<br />

Wir bieten individuell zugeschnittene Arbeits- und Bildungsangebote<br />

in folgenden Bereichen:<br />

Bürokommunikation Fahrradwerkstatt Hauswirtschaft Mediengestaltung<br />

Malerei Montage Textilgestaltung<br />

Compass im Haus Fahrradwerkstatt Montage und Versand<br />

Ein Haus <strong>für</strong> alle<br />

Seit dem 1. Januar 2023 setzt die Compass GmbH - Gesellschaft <strong>für</strong> Integration und<br />

Teilhabe, im Auftrag des <strong>Berliner</strong> Senats, als erster Anbieter den sogenannten anderer<br />

Leistungsanbieter (aLA) um. Da<strong>mit</strong> stärkt der ehemalige Werkstattanbieter die Integration<br />

von <strong>Menschen</strong> in den ersten Arbeitsmarkt, <strong>für</strong> mehr Teilhabe und eine integrativere<br />

Arbeitswelt. Jeder Mensch bekommt bei Compass die Möglichkeit, in individuellen Schritten,<br />

durch Berufsbildung und Förderung der eigenen Fähigkeiten, eine Tätigkeit aufzunehmen.<br />

Dazu stehen unterschied liche Fachbereiche zur Auswahl. Besonders hervorzuheben ist<br />

die Kooperation zwischen dem Fachbereich Hauswirtschaft <strong>mit</strong> einem renommierten Hotel<br />

in Berlin. Neben dem anderen Leistungsanbieter beherbergt das Backsteinhaus in der<br />

Nordbahnstraße 17 in Berlin-Wedding weitere soziale Projekte.<br />

Mobidat bietet eine Online-Datenbank <strong>mit</strong> Informationen zur Zugänglichkeit öffentlicher<br />

Einrichtungen in Berlin sowie Beratung in den Bereichen Bauen, Wohnen und Tourismus;<br />

Sensibilisierung im Umgang <strong>mit</strong> mobilitätseingeschränkten <strong>Menschen</strong> und Zuarbeit<br />

zur Vergabe des Signets „Berlin Barrierefrei". www.mobidat.net<br />

Der Träger Prenzlkomm bietet eine Holz- und Restaurationswerkstatt<br />

als Zuverdienst an. www.prenzlkomm.de<br />

Das „<strong>Berliner</strong> Jobcoaching“ der Pegasus GmbH <strong>für</strong> soziale/gesundheitliche Innovation,<br />

gefördert durch die Senatsverwaltung Berlin, bietet Ihnen die Möglichkeit, neue<br />

Beschäftigungsperspektiven zu finden und begleitet Sie auf dem Weg dorthin.<br />

Die Beratung ist kostenlos und vornehmlich <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> in geförderter Beschäftigung.<br />

www.berliner-jobcoaching-unternehmen.de<br />

Die Compass Gesellschaft <strong>für</strong> Integration und Teilhabe wird durch die Gesellschafter<br />

Albatros gGmbH und Prenzelkomm betrieben. Alle Informationen zu Compass finden<br />

Sie unter www.compassgmbh.de


Mobil im Alltag<br />

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94<br />

Stufenlos mobil <strong>mit</strong> BVG Muva<br />

Seit September letzten Jahres bietet der BVG<br />

Muva Aufzugersatz mobilitätseingeschränkten<br />

Personen aber auch Personen <strong>mit</strong> Kinderwagen,<br />

Gehhilfen oder Seniorenmobilen eine barrierefreie<br />

Alternative, falls ein Aufzug an einem Bahnhof<br />

nicht verfügbar oder defekt ist und das Bahngleis<br />

nicht barrierefrei erreicht werden kann.<br />

Dieser Service kann innerhalb der Betriebszeiten<br />

der S- und U-Bahnen genutzt werden. Wer den<br />

BVG Muva Aufzugersatz nutzen möchte, braucht<br />

lediglich ein gültiges VBB-Ticket.<br />

Zum Start wurde der Service auf der gesamten<br />

U-Bahnlinie U8, Teilen der U5 und den S-Bahnhöfen<br />

Attilastraße und Marienfelde angeboten.<br />

Seit dem Juni 2023 weitete die BVG den Service<br />

um weitere 25 Bahnhöfe aus.<br />

So<strong>mit</strong> kann das Angebot zusätzlich um die Bahnhöfe<br />

der U7 zwischen Südstern und Karl-Marx-<br />

Straße als auch auf der U5 <strong>für</strong> Fahrten auf dem<br />

Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Biesdorf-<br />

Süd genutzt werden. Neu hinzugekommen sind<br />

außerdem die S-Bahnhöfe zwischen Jannowitzbrücke<br />

und Friedrichsfelde Ost bzw. Karlshorst<br />

sowie Buckower Chaussee und Schichauweg.<br />

Der Service wird in beide Richtungen angeboten.<br />

BVG Muva kann bequem über die BVG Muva-App<br />

(Android oder iOS) oder telefonisch über das Call<br />

Center unter (030) 256 55 555 gebucht werden.<br />

Bequem und barrierefrei ans Ziel<br />

Wenn der Aufzug zum Bahnsteig nicht funktioniert,<br />

fährt BVG Muva die Person zum nächstgelegenen<br />

Bahnhof <strong>mit</strong> Aufzug. Von dort kann die<br />

Fahrt <strong>mit</strong> der Bahn fortgesetzt werden. Befindet<br />

sich die Person auf dem Bahnsteig, so empfiehlt<br />

es sich zum nächsten Bahnhof <strong>mit</strong> Aufzug zu<br />

fahren und BVG Muva bringt die Person zum<br />

gewünschten Zielbahnhof wieder zurück.<br />

Aktuell wird das Angebot im Bediengebiet getestet,<br />

die App kann jedoch berlinweit <strong>für</strong> die<br />

barrierefreie Reiseplanung genutzt werden. So<br />

errechnet das Algorithmus-basierte System die<br />

besten Optionen <strong>für</strong> die Fahrt und zeigt sie <strong>mit</strong><br />

der jeweiligen Buchungsoption an – egal ob<br />

<strong>mit</strong> einem BVG Muva Fahrzeug oder über andere<br />

Wege wie den ÖPNV. Eine berlinweite Erweiterung<br />

des Aufzugersatz-Services ist in Planung.<br />

BVG Muva Aufzugersatz und Flexible Fahrt fahren<br />

als eine smarte Erweiterung des <strong>Berliner</strong> Nahverkehrsangebots<br />

neben den Bussen und Bahnen.<br />

BVG Muva Flexible Fahrt ist 24/7 im Osten der<br />

Stadt <strong>mit</strong> Rufbussen auf Nachfrage unterwegs –<br />

d.h. unabhängig von Fahrplänen.<br />

Weitere Infos stehen unter<br />

BVG.de/BVG-Muva zur Verfügung.


Jetzt<br />

buchen und<br />

losfahren!<br />

Unser Lifting<br />

<strong>für</strong> mehr Barrierefreiheit.<br />

BVG Muva – dein Aufzugersatz, wenn du ihn brauchst.<br />

Stufenlos mobil <strong>mit</strong> dem BVG Muva:<br />

Unser Service ist extra <strong>für</strong> dich unterwegs, da<strong>mit</strong> du<br />

immer weiterkommst. BVG Muva-App herunterladen<br />

oder anrufen unter (030) 256 55 555.<br />

Weitere Infos: BVG.de/Aufzugersatz


Mobil im Alltag<br />

96<br />

Assistenzhunde <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Mobilitätseinschränkungen<br />

„Hilfs<strong>mit</strong>tel“ auf vier Pfoten<br />

© Aktion Mensch / Assistenzhundteam J. Schmidt und Rieke<br />

Der bekannteste Assistenzhund ist der Blindenführhund.<br />

Es gibt aber auch Assistenzhunde <strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Mobilitätseinschränkungen, einer<br />

Hörbeeinträchtigung oder <strong>für</strong> ganz verschiedene<br />

innere und neurologische Erkrankungen. Diabetes,<br />

Epilepsie, Narkolepsie, schwere Allergien,<br />

bestimmte Herzerkrankungen, FASD, Autismus<br />

oder PTBS – vollständig ist diese Liste nicht,<br />

denn ständig kommen neue Einsatzgebiete der<br />

tierischen Hilfs<strong>mit</strong>tel dazu.<br />

Ihren Job als Assistenzkraft können sie nur ausüben,<br />

wenn sie immer an der Seite ihres <strong>Menschen</strong><br />

sind – auch an Orten, an denen Hunde<br />

normalerweise nichts zu suchen haben. Assistenzhunde<br />

haben ein besonderes Zutrittsrecht<br />

– ob nun im Supermarkt, im Kino oder in der<br />

Arztpraxis. Faustregel ist, dass sie ihre <strong>Menschen</strong><br />

überall dorthin begleiten dürfen, wo Leute in<br />

Straßenkleidung Zugang haben. Grundlage <strong>für</strong><br />

dieses Zutrittsrecht ist, dass sie sich in der Öffentlichkeit<br />

vollkommen unauffällig verhalten<br />

– eben wie Hilfs<strong>mit</strong>tel.<br />

Assistenzhunde müssen also nicht nur körperlich<br />

topfit, lernbegierig und arbeitsfreudig sein,<br />

sondern auch unerschütterlich gelassen, friedlich<br />

und freundlich. Sind diese Voraussetzungen<br />

erfüllt, erlernt der Hund in einer speziellen Ausbildung<br />

die Assistenzleistungen, <strong>mit</strong> denen er<br />

die jeweilige Beeinträchtigung seines <strong>Menschen</strong><br />

ausgleichen kann. Mensch und Hund müssen zu<br />

einem Team zusammenwachsen – erst eine solide<br />

Partnerschaft lässt den Assistenzhund zu dem<br />

werden, was er <strong>für</strong> seinen <strong>Menschen</strong> im gelungenen<br />

Fall ist: zum besten „Hilfs<strong>mit</strong>tel“ der Welt.<br />

Wer finanziert das teure „Hilfs<strong>mit</strong>tel“?<br />

Ein ausgebildeter Assistenzhund hat seinen<br />

Preis – zwischen 18.000 und 60.000 Euro. Doch<br />

auf Verordnung als Hilfs<strong>mit</strong>tel von den Krankenkassen<br />

finanziert wird bislang nur der Blindenführhund.<br />

Für alle anderen Assistenzhundearten<br />

übernehmen Träger des Sozialsystems die<br />

Kosten bislang eher selten. Betroffene greifen<br />

überwiegend in die eigene Tasche oder sogar in<br />

ihre Altersvorsorge oder sammeln auf verschiedenste<br />

Weise Spenden – ob nun über Stiftungen<br />

oder Crowdfunding-Verfahren. Wichtig: Wer sich<br />

<strong>für</strong> einen Assistenzhund entscheidet, sollte sich<br />

sein Hilfs<strong>mit</strong>tel regulär vom Arzt verschreiben<br />

lassen und erst <strong>für</strong> die Finanzierung sorgen. Die<br />

nachträgliche Finanzierung eines bereits angeschafften<br />

Hundes ist schwieriger.<br />

Assistenzhund im Dienst – Kennzeichnung<br />

Ist der Assistenzhund finanziert, ausgebildet<br />

und <strong>mit</strong> seinem <strong>Menschen</strong> „zusammengeschult“,<br />

unterzieht sich das Team einer abschließenden<br />

Prüfung, um das Assistenzhundekennzeichen<br />

und den zugehörigen Ausweis zu erhalten. Zuständig<br />

<strong>für</strong> die Anerkennung nach der Assistenzhundeverordnung<br />

(AHundV) ist in Berlin<br />

das Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit und Soziales.<br />

Hier erhalten Sie auf Antrag den Ausweis und<br />

das Kennzeichen <strong>für</strong> Assistenzhunde.<br />

• Kontakt: assistenzhunde@lageso.berlin.de<br />

www.berlin.de/lageso/behinderung/<br />

schwerbehinderung-versorgungsamt/<br />

assistenzhunde/<br />

Weitere Infos zum Thema finden Sie unter:<br />

www.pfotenpiloten.org


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99817 Eisenach (Germany)<br />

+49 661 6000-240<br />

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Mobil im Alltag<br />

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Mobil 0163-913 41 00 - Sie entscheiden, wann<br />

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Für Behindertenfahrzeuge gibt es mehrere Kostenträger.<br />

Das <strong>Inklusion</strong>samt z. B. gewährt Förderungen,<br />

wenn Hilfsbedürftige das Fahrzeug<br />

zur Aufrechterhaltung oder Gründung ihrer beruflichen<br />

Tätigkeit benötigen. Die gemeinsame<br />

Anspruchsgrundlage bildet hier<strong>für</strong> die Kraftfahrzeughilfeverordnung<br />

(KfzHV). Sie umfasst<br />

folgende Leistungen: Zuschüsse zur Beschaffung<br />

eines Kraftfahrzeugs, Übernahme der Kosten<br />

der behinderungsbedingten Zusatzausstattung<br />

und Zuschüsse zur Erlangung einer Fahrerlaubnis.<br />

Umgebaute Kfz sind auf die behinderten<br />

Nutzer zugelassen. Im Führerschein werden<br />

diese als notwendige Hilfs<strong>mit</strong>tel aufgeführt.<br />

Autohersteller und -häuser bieten vielfältige<br />

Umrüstungsmöglichkeiten an. Einschränkungen<br />

in den oberen Gliedmaßen sind z. B. <strong>mit</strong><br />

speziellen Lenkrädern oder Joysticks zu kompensieren.<br />

Rollstuhlfahrer dagegen profitieren<br />

von Einsteighilfen, per Hand bedienbaren Pedalen<br />

und Verladern. Eingebaut werden auch<br />

Lifte, spezielle Gurtsysteme, elektrische und<br />

hydraulische Gas-, Brems- und Lenksysteme.<br />

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Auch gut zu wissen: Bei Vorliegen bestimmter<br />

Voraussetzungen <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

können eine finanzielle Unterstützung<br />

beim Autokauf, dem Führerscheinerwerb oder<br />

bei der behindertengerechten Ausstattung des<br />

Autos gewährt werden. Es handelt sich dabei<br />

um die Kraftfahrzeughilfe. Diese wurde 2021<br />

auf 22.000 Euro aufgestockt. www.vdk.de<br />

REH<br />

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<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

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individuellen Bedürfnissen, z. B.:<br />

Schwenk- und Drehsitze, Aufsteh- und<br />

Einstiegshilfen, Rollstuhlverladesysteme,<br />

Lenk- und Bremshilfen, Pedalveränderungen<br />

und vieles mehr.<br />

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Tel.: 030 - 615 10 14 - E-Mail: mail@reha-mobil.de - www.reha-mobil.de


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99<br />

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Berlin ist eine Stadt voller Geschichte, Kultur<br />

und aufregender Erlebnisse, und wir möchten<br />

sicherstellen, dass jeder die Möglichkeit hat, diese<br />

Schätze zu entdecken. Unsere Webseite bietet<br />

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Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Restaurants<br />

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Erkunden Sie z.B. die faszinierenden Museen<br />

auf der Museumsinsel ohne sich Gedanken über<br />

Stufen oder Hindernisse machen zu müssen.<br />

Genießen Sie köstliche Gerichte in den barrierefreien<br />

Restaurants und Cafés der Stadt. Und<br />

entdecken Sie die berühmten <strong>Berliner</strong> Wahrzeichen,<br />

wie das Brandenburger Tor und den<br />

<strong>Berliner</strong> Dom.<br />

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der Stadt. Erfahren Sie, wie Sie die öffentlichen<br />

Verkehrs<strong>mit</strong>tel nutzen können, um bequem von<br />

einem Ort zum anderen zu gelangen, oder planen<br />

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vor den Toren Berlins nahe dem S-Bahnhof<br />

Strausberg. Dank einer modernen Steganlage <strong>mit</strong><br />

Lift können auch Rollstuhlfahrer relativ mühelos<br />

in dem rund vier Kilometer langen See baden.<br />

Das Strandbad, in dem auch der Familienpass<br />

Brandenburg gilt, bietet alles, was man zu einem<br />

gelungenen Badeausflug benötigt: Sehr gute Wasserqualität,<br />

3-Meter-Sprungturm, Wasserrutsche,<br />

schöner Sandstrand, ausgedehnte Liegewiesen<br />

und Schatten spendende Bäume, einen Spielund<br />

Volleyballplatz, moderne Sanitäranlagen,<br />

Bootsverleih, ein ausreichendes Imbissangebot.<br />

• Strandbad Bötzsee<br />

Altlandsberger Chaussee<br />

15345 OT Eggersdorf<br />

Kontakt 03341 4149-222<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mitte Mai bis Mitte September<br />

Mi – So 10.00 – 20.00 Uhr<br />

www.doppeldorf.de/freizeit-und-touristik/<br />

F10, F12, F23 und<br />

die Pfaueninsel-Fähre<br />

Berlin hat mehrere barrierefreie Fähren, so z.B.<br />

die Fähre F10 von Wannsee in Steglitz-Zehlendorf<br />

nach Alt Kladow in Spandau. Die BVG-Fähre<br />

kann bis zu 300 Fahrgäste aufnehmen. Sie ist<br />

<strong>mit</strong> 4,4 Kilometern einer der längsten Fährlinien<br />

in Berlin. Die 20-minütige Fahrt führt vorbei<br />

an der Havelinsel Schwanenwerder. Die Fähre<br />

legt an Werktagen stündlich zwischen 6 und 20<br />

Uhr (im Winter bis 19 Uhr), samstags von 7 bis<br />

20 Uhr (im Winter 19 Uhr) und sonntags von<br />

9 bis 20 Uhr (im Winter 19 Uhr) ab. Die Fahrzeit<br />

beträgt etwa 20 Minuten. Ein Einzelfahrschein<br />

AB reicht als Ticket. Die Fähre hat fünf<br />

Rollstuhlplätze sowie hydraulisch ausfahrbare<br />

Rampen.<br />

Die Fährline F12 im Südosten der Hauptstadt<br />

überquert die Dahme und verbindet über das<br />

ganze Jahr die Ortsteile Grünau und Wendenschloss.<br />

Sie ist quasi eine Brücke, sodass man<br />

ohne große Umwege zwischen Grünau und<br />

Wendenschloss schippern kann. Für die Anfahrt<br />

und Fähre reicht ein Einzelfahrschein AB,<br />

nur <strong>für</strong> die Überfahrt ein Kurzstrecken-Ticket.<br />

Genauso ist es bei der Fähre F23. Sie verkehrt<br />

in der Sommersaison am östlichen Ende des<br />

Müggelsees. Die Fähre F23 fährt von Müggelwerderweg<br />

bis Kruggasse und macht Station in<br />

Müggelhort und Neu Helgoland. Die gesamte<br />

Fahrzeit beträgt 25 Minuten. Die Saison startet<br />

am ersten Samstag im April oder Karfreitag<br />

(je nachdem, welcher Termin früher liegt) und<br />

endet am letzten Sonntag im Oktober oder <strong>mit</strong><br />

dem Ende der Herbstferien in Berlin (je nachdem,<br />

welcher Termin später liegt).<br />

Die Pfaueninsel-Fähre im Südwesten transportiert<br />

ihre Fahrgäste vom Ufer der Havel auf<br />

die zauberhafte Pfaueninsel. 1821 eingerichtet,<br />

ist sie die älteste Fährverbindung Berlins.<br />

Die Pfaueninsel verspricht <strong>mit</strong> dem 1794 errichteten<br />

Märchenschloss und freilaufenden<br />

Pfauen Idylle pur. Auf dem Schiff „Luise“ haben<br />

bis zu 150 Fahrgäste Platz. Der Fahrpreis<br />

beträgt inklusive Eintritt auf der Insel 4 Euro<br />

(ermäßigt 3 Euro).


101<br />

info@freizeitohnebarriere.de<br />

www.freizeitohnebarriere.de<br />

Für jedes Gelände die<br />

passende Lösung.<br />

Ob Wandern, die<br />

Natur genießen, Spaß<br />

im Schwimmbad oder<br />

am Strand haben.<br />

...ein ästhetischer und<br />

sportlicher Rollstuhl <strong>für</strong><br />

die optimale Autonomie.<br />

handi-move<br />

Bergsteig 5/1<br />

72218 Wildberg<br />

Tel. 07054 7178<br />

Süße Träume im ElsterPark: Das TraumHaus<br />

Das moderne barrierefreie TraumHaus bietet <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Beeinträchtigung die notwendige Bewegungsfreiheit,<br />

Sicherheit und Unabhängigkeit. Im Vorfeld ist<br />

man Ihnen bei der Planung von Betreuung, Pflege,<br />

Hilfs<strong>mit</strong>teln und Fahrdiensten behilflich.<br />

04916 Herzberg | Badstraße 29-30 | Tel. 03535 48300<br />

www.elsterpark-herzberg.de<br />

ERFURT –<br />

erlebbar <strong>für</strong> alle<br />

Barrierefreie Angebote in Erfurt <strong>für</strong> blinde, seh geschädigte,<br />

gehörlose sowie in ihrer Mobilität ein geschränkte Gäste:<br />

– Stadtführungen und -rundfahrten (z. B. in Gebärdensprache)<br />

– spezielle Arrangements und geeignete Übernachtungsangebote<br />

entsprechend Ihren individuellen Bedürfnissen<br />

und Wünschen<br />

Die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH unterstützt<br />

Sie gern!<br />

Erfurt Tourist Information<br />

Tel. +49 361 66 40 0<br />

Benediktsplatz 1 | D-99084 Erfurt<br />

www.erfurt-tourismus.de<br />

Besucherzentrum Petersberg<br />

Tel. +49 361 66 40 170<br />

Petersberg 3 | D-99084 Erfurt<br />

www.petersberg-erfurt.de


Freizeit, Reisen<br />

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102<br />

zur Ruhe kommen, Natur erleben,<br />

Historisches entdecken<br />

am Stadtrand von Wernigerode zur<br />

Wanderung in den Nationalpark Harz starten<br />

15 min zu Fuß ins Stadtzentrum<br />

Urlaub <strong>für</strong> die Sinne, blinden- und sehbehindertengerechte<br />

Orientierungssysteme, Großtastentelefone<br />

im Haus „Brockenblick“, Punktschriftmaschinen<br />

und ein Bildschirmlesegerät<br />

Seminare <strong>für</strong> sehbehinderte/blinde <strong>Menschen</strong><br />

Aura Pension „Brockenblick“<br />

Amelungsweg 8 · 38855 Wernigerode<br />

Tel. 03943 2621-0 · info@aurapension.de<br />

www.aurapension.de<br />

MAG<br />

DE<br />

BURG<br />

stadtleben<br />

aktivität<br />

historie<br />

barrierefrei<br />

Baumkronenpfad Baum & Zeit:<br />

Ein magischer Ort<br />

Im Erlebnis areal „Baum & Zeit“ <strong>mit</strong> dem Baumkronenpfad<br />

verschmelzen Natur und Geschichte<br />

in magischer Weise. Der barrierefreie Pfad beginnt<br />

am 40 m hohen Aussichtsturm und ist bequem<br />

über einen Aufzug zu erreichen. Er überquert<br />

die malerische Ruine des Alpenhauses, auf<br />

deren Dach seit 70 Jahren ein Wald wächst. Auf<br />

dem auf 800 m verlängerten Pfad nehmen zahlreiche<br />

Informationstafeln, zur Geschichte und<br />

zum Baumbestand des Waldparks, den Besucher<br />

<strong>mit</strong> auf eine spannende Reise durch Baum & Zeit.<br />

Spektakuläre Ausblicke, neue Perspektiven und<br />

spannende Erlebniselemente machen den Baumkronen-<br />

und Zeitreisepfad ganzjährig zu einem<br />

ganz besonderen Erlebnis <strong>für</strong> Alt und Jung.<br />

März und Okt.: tägl. 10 Uhr bis Sonnenuntergang<br />

April bis September: tägl. 10 – 19 Uhr<br />

November: tägl. 10 – 16 Uhr<br />

Dezember bis Februar: Do – So 10 – 16 Uhr<br />

In den Ferien Berlin/Brandenburg täglich geöffnet.<br />

Die Kassen schließen 1 h vor Ende der Öffnungszeit.<br />

Geschichte<br />

atmen<br />

Natur<br />

Erleben<br />

Magdeburg<br />

<strong>für</strong> Alle!<br />

Alle Infos zum<br />

barrierefrei geprüften<br />

Tourismusort<br />

info@baumundzeit.de<br />

www.baumundzeit.de<br />

visitmagdeburg.de/barrierefrei


103<br />

Faszinierende Natur –<br />

barrierefrei erleben<br />

auf-nach-mv.de/barrierefrei<br />

Foto: TMV / Thomas Ulrich<br />

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.<br />

Konrad-Zuse-Straße 2 | 18057 Rostock<br />

+49 381 4030500 | info@auf-nach-mv.de


Freizeit, Begegnung Kultur<br />

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104<br />

Inklusiver Treffpunkt <strong>für</strong><br />

Freizeit – Bildung – Beratung<br />

www.villadonnersmarck.de<br />

Villa Donnersmarck<br />

Freizeit, Bildung, Beratung – barrierefrei<br />

Die Villa Donnersmarck ist der inklusive Treffpunkt <strong>für</strong> Freizeit,<br />

Bildung, Beratung. Die eigene Kreativität entdecken, neue Fähigkeiten<br />

erlernen, dem Leben frische Impulse geben – in der Villa<br />

Donnersmarck sind Sie in bester Gesellschaft. Die Barrierefreiheit<br />

des modernen Hauses hilft besonders Rollstuhlnutzerinnen und<br />

Rollstuhlnutzern. Zweimal im Jahr erscheint ein buntes Programm<br />

<strong>mit</strong> Events und Kursangeboten. Bleiben Sie aktiv <strong>mit</strong> Rollstuhlsport,<br />

Tai Chi und Sturzprävention oder malen Sie Ihr Lieblingsbild.<br />

Bei unseren regelmäßigen Gruppentreffpunkten steht das<br />

Miteinander im Mittelpunkt, das gute Gefühl, zusammen Zeit zu<br />

verbringen. Mit Tagesreisen und Ausflügen können Sie <strong>mit</strong> uns<br />

auch einen schönen Tapetenwechsel erleben.<br />

Unsere Beraterin unterstützt Sie <strong>für</strong> mehr Teilhabe im Leben,<br />

individuell und nach der Peer Counseling-Methode. Wir haben<br />

auch Raum <strong>für</strong> Ihre Selbsthilfegruppe. Eine Auszeit vom Großstadttreiben<br />

finden Sie in unseren großzügigen Gärten, idyllisch<br />

gelegen im Herzen von Zehlendorf, nur wenige Minuten vom<br />

S-Bahnhof. Unser Programm schicken wir Ihnen gern kostenlos<br />

nach Hause. Besuchen Sie uns einfach! Die Villa Donnersmarck<br />

ist ein Angebot der Fürst Donnersmarck-Stiftung.<br />

Das Integral-Begegnungszentrum ist eine inklusive Freizeiteinrichtung<br />

<strong>mit</strong> dem Konzept der freien Wahlmöglichkeiten von Angeboten,<br />

Kursen, Veranstaltungen und Themen. Die Einrichtung<br />

ist barrierearm und <strong>für</strong> alle <strong>Menschen</strong> wochentags von 14-19<br />

Uhr geöffnet. <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> verschiedenen <strong>Behinderung</strong>en<br />

finden hier einen öffentlichen Raum, in dem sie selbstbestimmt<br />

ihre Interessen und gesellschaftlichen Belange thematisieren,<br />

soziale und kommunikative Beziehungen aufbauen und <strong>mit</strong><br />

<strong>Menschen</strong> ohne <strong>Behinderung</strong> zusammentreffen können.<br />

Begegnungszentrum <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> und ohne <strong>Behinderung</strong>en<br />

Marchlewskistraße 25e · 10243 Berlin<br />

Tel. 030 20050620<br />

bgz@integral-berlin.de<br />

www.integral-berlin.de


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105<br />

© Daniel Müller<br />

© Noshe<br />

© Pascal Rohe<br />

Berlinische Galerie<br />

Moderne Kunst <strong>mit</strong> mehreren Sinnen entdecken<br />

Die Berlinische Galerie ist eines der jüngsten<br />

Museen der Hauptstadt und sammelt in Berlin entstandene<br />

Kunst von 1870 bis heute. Die Sammlung<br />

reicht von der Malerei der Kaiserzeit über den Expressionismus<br />

und die osteuropäische Avantgarde<br />

bis hin zur Architektur der Nachkriegsmoderne.<br />

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kunst des<br />

geteilten Berlin und der wiedervereinten Metropole.<br />

Tastmodelle, Führungen in einfacher Sprache<br />

und Programme in Deutscher Gebärdensprache<br />

zeichnen das vielfältige Angebot des Museums<br />

aus, um <strong>mit</strong> der Kunst in einen lebendigen Dialog<br />

zu treten. So bietet sich Besucherinnen und Besuchern<br />

ein barrierefreier Zugang. Sie können die<br />

Ausstellungen <strong>mit</strong> mehreren Sinnen entdecken.<br />

• Berlinische Galerie – Landesmuseum <strong>für</strong><br />

Moderne Kunst, Fotografie und Architektur<br />

Alte Jakobstr. 124-128, 10969 Berlin<br />

Nähere Informationen zu Zugänglichkeit<br />

und dem barrierefreien Programm unter:<br />

www.berlinischegalerie.de/barrierefreiheit<br />

Bühne frei! öffnet neue Türen <strong>für</strong> inklusive Teilhabe<br />

KulturLeben Berlin - Schlüssel zur Kultur e. V. engagiert sich in verschiedenen eigenen Projekten <strong>für</strong><br />

kulturelle Teilhabe. Zu den aktuellen Projekten gehört u. a. „Bühne frei! … schafft Chancen <strong>für</strong> Künstler:innen<br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>“. Das Projekt startete am 1. Oktober 2022 und läuft bis zum 30. September<br />

2027. Förderer ist die Aktion Mensch. Es soll ein Netzwerk zur kulturellen Teilhabe <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

und ohne <strong>Behinderung</strong>, <strong>für</strong> Kunstschaffende <strong>mit</strong> und ohne <strong>Behinderung</strong>, <strong>für</strong> Einrichtungsträger der<br />

Wohlfahrtspflege sowie <strong>für</strong> Kunst- und Kultureinrichtungen entstehen. So öffnen sich neue Türen und<br />

Chancen einer inklusiven Teilhabe <strong>für</strong> alle und <strong>für</strong> ca. 40 Künstlerinnen und Künstler <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

im Besonderen. Mit 180 kulturellen Veranstaltungen und Workshops erreicht das Projekt 1.500 Personen<br />

<strong>mit</strong> und ohne <strong>Behinderung</strong> sowie <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> besonderen sozialen Problemen.<br />

www.kulturleben-berlin.de<br />

Was geht?<br />

Was geht?<br />

www.rambazamba-theater.de


Freizeit, Sport<br />

106<br />

© Nößler / aperçu<br />

Von großer Begeisterung und vielen Freiwilligen getragen:<br />

die Special Olympic World Games Berlin 2023, hier am Austragungsort Beach Mitte<br />

Special Olympics World Games Berlin 2023<br />

Eine Euphorie erfasst die Stadt<br />

Natürlich sind die Freunde und Familien der Sportlerinnen<br />

und Sportler zu den Special Olympics<br />

World Games Berlin 2023 <strong>mit</strong>gereist, aber auch<br />

ganz viele <strong>Berliner</strong>innen und <strong>Berliner</strong> entschlossen<br />

sich, oft auch spontan, zum Besuch der Veranstaltungen.<br />

Und manche der Zuschauenden<br />

waren auch ganz bewusst angereist, um diese<br />

Stimmung zu erleben.<br />

Sie alle wurden reich belohnt. Wer einmal vorbei<br />

schaute, war meist an den folgenden Tagen wieder<br />

am selben oder einem anderen Wettkampfort. Ob<br />

bei den zahlreichen Disziplinen am Olympiastadion,<br />

beim Volleyball auf den Plätzen von Beach<br />

Mitte oder vorm Roten Rathaus beim Basketball:<br />

Allerorten war die Stimmung bestens. Unzählige<br />

Freiwillige in ihren lila Trikots waren vor Ort, um<br />

zu helfen, um Wasser an diesen heißen Tagen zu<br />

verteilen und die Teams zu begrüßen und zu leiten.<br />

Teilhaben und Spaß haben, das war die Devise.<br />

Ganz unabhängig von den individuellen Leistungen<br />

und Möglichkeiten waren alle tatsächlich dabei<br />

und auf dem Platz und spielten <strong>mit</strong>. Da wurde<br />

mehr gewechselt als beim Kinderfußball, wo die<br />

Jüngsten manchmal durch die ganze Stadt gefahren<br />

werden, um nur zuzusehen, wie ihre Mann-<br />

schaftskameraden oder -kameradinnen auf dem<br />

Platz spielen. Was läuft hier richtig und dort falsch,<br />

möchte man da fragen.<br />

Nirgends sonst waren so wenig Fouls und so viele<br />

Umarmungen auf dem Sportplatz zu sehen.<br />

Aus Freude, manchmal auch zum Trösten. Eine<br />

Umarmung, auch von der Mitspielerin oder dem<br />

Mitspieler aus dem anderen Team, von Gegnern<br />

möchte man gar nicht reden, hilft schnell über einen<br />

Misserfolg hinweg. Und weiter geht’s.<br />

Auch die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter<br />

verdienen großes Lob, bewahrten ihre Engelsgeduld<br />

und erklärten immer wieder die Regeln,<br />

etwa dass der Einwurf beim Basketball stets von<br />

außen erfolgen soll.<br />

Das Ergebnis? War eher zweitrangig. Manchmal<br />

bekam die unterlegene Mannschaft mehr Beifall<br />

<strong>für</strong> ihr Mühen als die in diesem Moment führende.<br />

Nach dem Spiel wechselten die Zuschauenden auf<br />

den Tribünen, um später wieder zu kommen und<br />

<strong>mit</strong> Freude zu sehen, dass „ihre“ Spielerinnen und<br />

Spieler von gestern oder vorhin wieder auf dem<br />

Platz standen. Fast wie alte Bekannte.<br />

V Birgit Nößler


107<br />

Pferdeland Brandenburg<br />

Pferdgestützte Therapie <strong>für</strong><br />

Gesundheit und Wohlbefinden<br />

Die Verbindung zwischen Pferd und Mensch<br />

erstreckt sich über Tausende von Jahren und<br />

hat die menschliche Geschichte in zahlreichen<br />

Bereichen geprägt. Die Bedeutung der Pferde<br />

<strong>für</strong> den <strong>Menschen</strong> hat sich <strong>mit</strong> der Zeit stark<br />

gewandelt. Sind wir heutzutage nicht mehr auf<br />

die Pferde angewiesen, ist uns der Vierbeiner<br />

aber als wertvoller Partner im Sport- und Freizeitbereich,<br />

in der Forstwirtschaft und sogar im<br />

Bereich der Gesundheitsförderung und Therapie<br />

erhalten geblieben.<br />

Pferdgestützte Therapie kann die Gesundheit<br />

und das Wohlbefinden des <strong>Menschen</strong> fördern.<br />

So wird sie zur Rehabilitation und Förderung<br />

der körperlichen und psychischen Gesundheit<br />

eingesetzt. Von qualifizierten Therapeuten<br />

durchgeführt, kann diese Art der Therapie<br />

bei verschiedensten Herausforderungen<br />

wie Angststörungen, Depressionen, Autismus,<br />

Traumata, neurologischen Erkrankungen und<br />

mehr hilfreich sein. Das Deutsche Kuratorium<br />

<strong>für</strong> Therapeutisches Reiten e.V. (DKThR) ist<br />

der deutschlandweit agierende Fachverband<br />

<strong>für</strong> therapeutisches Reiten und umfasst auf<br />

diesem Gebiet die Fachrichtungen Medizin,<br />

Psychotherapie, Psychologie, Pädagogik und<br />

Sport.<br />

Spezielle Angebote finden<br />

Sie auf der Website des<br />

DKThR unter dkthr.de sowie<br />

Anbieter aus Brandenburg auf<br />

pferdeland-brandenburg.de<br />

Inklusives Pferdesport- und Reittherapiezentrum<br />

Berlin-Karlshorst<br />

Einheit von Therapie<br />

und Sport<br />

Auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst<br />

ist in den letzten Jahren auf einer<br />

Fläche von über 100.000 m² das Inklusive<br />

Pferdesport- und Reittherapiezentrum entstanden.<br />

Auf der Grundlage einer barrierereien<br />

Bauweise können <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> und<br />

ohne <strong>Behinderung</strong>en hier die verschiedensten<br />

Angebote <strong>mit</strong> und auf dem Pferd in den<br />

Bereichen Sport, Therapie und Freizeit wahrnehmen.<br />

Sie haben Fragen zu unseren Angeboten<br />

• Freizeit- und Sportangebote<br />

• Therapeutisches Reiten<br />

• Pensionspferdehaltung<br />

oder auch darüber hinaus?<br />

Bitte wenden Sie sich gerne jederzeit an uns!<br />

Kontakt<br />

E-MAIL: info@menschundpferd.berlin<br />

TELEFON: 0152 02323718<br />

WEBSITE: www.menschundpferd.berlin<br />

ADRESSE: Treskowallee 161, 10318 Berlin<br />

© Christa Lemmé<br />

Sport · Freizeit · Therapie · Arbeit<br />

www.menschundpferd.berlin


Wohnen und Leben<br />

ANZEIGE<br />

108<br />

Selbstbestimmt leben <strong>mit</strong> Persönlicher Assistenz<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer Körperbehinderung haben<br />

je nach Ausmaß ihrer Einschränkung einen Bedarf<br />

an Unterstützung – nicht nur im pflegerischen<br />

Bereich, sondern in allen Lebensbereichen:<br />

z. B. beim Essen, bei ihrer Mobilität, bei<br />

ihrer beruflichen Tätigkeit und bei ihren Freizeitaktivitäten.<br />

Um diesen Hilfebedarf „aus einer<br />

Hand“ abzudecken, haben <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

in den 1970er-Jahren in den USA das<br />

Konzept der Persönlichen Assistenz entwickelt.<br />

Wichtig dabei war und ist, dass <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong> ihre Assistenzkräfte selbst auswählen<br />

und anleiten. Das heißt, sie bestimmen,<br />

wer die Hilfe wann und wie leistet.<br />

Mit der Gründung im Jahre 1981 war ambulante<br />

dienste e.V. einer der ersten Anbieter von Persönlicher<br />

Assistenz in Deutschland. Heute ver<strong>mit</strong>teln<br />

wir etwa 700 Assistent*innen an über<br />

100 Kund*innen, die teilweise rund um die Uhr<br />

Assistenz benötigen. Da sich immer mehr <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong> <strong>für</strong> Persönliche Assistenz<br />

entscheiden, suchen wir laufend neue Assistent*innen.<br />

Mehr auf unserer Homepage www.adberlin.com<br />

Besuchen Sie unsere virtuelle Ausstellung ad:-<br />

bewegt! – Geschichte(n) zum selbstbestimmten<br />

Leben im Kontext der Behindertenbewegung<br />

unter dem Link: http://ad-lab.org<br />

Wilhelm-Kabus-Straße 21-35 (Eingang II)<br />

10829 Berlin-Schöneberg<br />

Tel. 030/695975-410 • Fax: 030/695975-423<br />

E-Mail: sekretariat@adberlin.org<br />

Internet: www.adberlin.com<br />

KINDER- UND<br />

JUGENDHAUS<br />

MICHAELKIRCHPLATZ<br />

Wohnen am<br />

Michaelkirchplatz<br />

Kinder- und Jugendhaus Michaelkirchplatz<br />

• Binnendifferenzierte Betreuung von Kindern und<br />

Jugendlichen <strong>mit</strong> einer geistigen <strong>Behinderung</strong><br />

Caritas Wohnen Michaelkirchplatz<br />

• Wohn- und Lebensraum <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> geistiger <strong>Behinderung</strong><br />

• Förderung von selbstbestimmtem Handeln<br />

• Hilfe und Begleitung im Alltag<br />

Wir sind jederzeit <strong>für</strong> Sie erreichbar!<br />

Michaelkirchplatz 3 | 10179 Berlin | Telefon 030 246326-12<br />

michaelkirchplatz@caritas-cfj.de<br />

www.caritas-cfj.de<br />

KINDER- UND<br />

JUGENDHAUS<br />

MICHAELKIRCHPLATZ<br />

FÜR KINDER UND JUGENDLICHE<br />

FÜR KINDER UND JUGENDLICHE<br />

Caritas Familien- und Jugendhilfe<br />

www.cfj-caritas-berlin.de<br />

Caritas Familien- und Jugendhilfe<br />

www.cfj-caritas-berlin.de


109<br />

Cooperative Mensch<br />

Mittendrin<br />

Mittendrin – im Mittelpunkt der Mensch<br />

Seit über 60 Jahren engagieren wir uns als Trägerin da<strong>für</strong>, <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

<strong>Behinderung</strong> in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe zu unterstützen.<br />

Unser vielseitiges Angebot ist den individuellen Bedürfnissen unserer<br />

Assistenznehmenden angepasst:<br />

• Besondere Wohnformen und Wohngemeinschaften<br />

• Betreutes Einzelwohnen<br />

• Intensivfördergruppe <strong>für</strong> Kinder <strong>mit</strong> hohem Hilfebedarf<br />

• Tagesförderstätten<br />

• Integrations-Kindertagesstätten<br />

• Kinder- und Jugendambulanzen / Sozialpädiatrische Zentren<br />

• MZEB Berlin-Süd<br />

• Beratungsstelle <strong>für</strong> Unterstützte Kommunikation<br />

• Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“<br />

WIR SUCHEN NEUE KOLLEGEN (M/W/D) !<br />

Weitere Auskünfte geben wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.<br />

Cooperative Mensch eG<br />

Kur<strong>für</strong>stenstraße 75, 10787 Berlin<br />

Telefon (030) 225 00 - 0<br />

post@co-mensch.de<br />

www.cooperative-mensch.de<br />

Spendenkonto:<br />

IBAN DE38 1002 0500 0003 3414 14<br />

BIC BFSWDE33BER


Wohnen und Leben<br />

110<br />

Barrierefrei unterwegs in Marzahn-Hellersdorf<br />

Inklusiver Wanderführer erstmalig erschienen<br />

Zum Blättern finden Sie die Broschüre online<br />

unter: www.verlag-apercu.de/<br />

publikationen/wandern-in-mh<br />

2023 ist erstmalig die Broschüre „Wandern in<br />

Marzahn-Hellersdorf barrierefrei unterwegs“<br />

<strong>mit</strong> sechs regionalen Routen sowie fünf „<strong>Berliner</strong><br />

Grünen Hauptwegen“, die durch den Bezirk<br />

führen, erschienen. Jede Wanderstrecke wurde<br />

im Detail begutachtet und ist dank anschaulicher<br />

Illustrationen gut nachvollziehbar. Zu den<br />

einzelnen Wegabschnitten geben Symbole Aufschluss<br />

über die Barrierefreiheit, so können<br />

Touren auch <strong>mit</strong> Rollstuhl oder Kinderwagen<br />

gut geplant werden. Auf insgesamt 76 Seiten<br />

runden viele Tipps zu Sehenswürdigkeiten, inklusive<br />

Barrierefrei-Infos, den praktischen Wanderführer<br />

ab. Erhältlich ist der hilfreiche Wanderbegleiter<br />

kostenfrei in der Tourist-Info in der<br />

Hellersdorfer Str. 159, 12619 Berlin.<br />

Hoffnungstaler Stiftung<br />

Lobetal<br />

Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal<br />

gehört zur großen Gemeinschaft der<br />

v. Bodelschwinghschen Stiftungen<br />

Bethel. An unseren Standorten in<br />

Berlin, Brandenburg, Sachsen und<br />

Sachsen-Anhalt werden <strong>Menschen</strong><br />

in ihrem Lebensalltag unterstützt.<br />

Wir wollen <strong>Menschen</strong> befähigen,<br />

sich in verschiedenen sozialen und<br />

regionalen Situationen zurechtzufinden<br />

und zu bewegen. Wir bieten<br />

da<strong>für</strong> Lebensräume, in denen der Alltag<br />

abwechslungsreich und lebendig<br />

gestaltet wird. Alle begleiteten<br />

<strong>Menschen</strong> haben teil am religiösen,<br />

sozialen, wirtschaftlichen und politischen<br />

Leben. Wir wollen gemeinsam<br />

die Wohn- und Arbeitsform finden, in<br />

der sich <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung<br />

wohlfühlen und so weit wie<br />

möglich an alltäglichen Lebenssituationen<br />

teilhaben können.<br />

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in Berlin<br />

Warschauer Höfe inklusiv · Sozialdienst<br />

Grünberger Straße 23 · 10243 Berlin · Tel. 030 2936435015<br />

Wohnen. → Wohnstätte Warschauer Höfe inklusiv: Wohnen <strong>für</strong> erwachsene<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung in Wohngruppen und Wohnappartements<br />

im inklusiven Gemeinschaftshaus in Berlin-Friedrichshain, Grünberger Str. 23,<br />

10243 Berlin → Wohnstätte Schrippenkirche: Gemeinschaftliches Wohnen<br />

<strong>für</strong> erwachsene <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung in Wohngruppen und<br />

Wohnappartements in Berlin Mitte, Ackerstr. 137, 13555 Berlin → Ambulante<br />

Wohngemeinschaften Warschauer Höfe inklusiv: Vier Wohngemeinschaften<br />

<strong>für</strong> je sechs Personen in modernen Wohneinheiten Berlin-Friedrichshain,<br />

Grünberger Str. 23, 10243 Berlin → Darüber hinaus assistieren wir Leistungsberechtigte<br />

im Betreuten Einzelwohnen in Buch, Pankow und in Friedrichshain.<br />

Freizeit und Entspannung. Die Bewohner:innen können nach ihren Bedürfnissen<br />

in Freizeiteinrichtungen, z. B. ins Schwimmbad, ins Kino oder zu einem<br />

Konzert, begleitet werden. Wochenendfahrten, Urlaubsreisen werden gemeinsam<br />

geplant und umgesetzt. In unseren Räumlichkeiten finden die Bewohner:innen<br />

Musik-, Sport-, Kreativ- und Entspannungsangebote.<br />

Arbeiten. Die Beschäftigungs- und Förderbereiche, die räumlich und personell<br />

von den Wohnbereichen getrennt sind, bieten am Standort Warschauer<br />

Höfe inklusiv in Berlin-Friedrichshain unterschiedliche Arbeitsangebote an. In<br />

der Holzwerkstatt, bei der Papier- und Textilherstellung, Hauswirtschaft, Kochen,<br />

Gartenarbeit und <strong>mit</strong>hilfe der Puppenbühne können vielfältige Tätigkeiten<br />

erlernt und gefestigt werden. Unser PIKSL-Labor bietet die Möglichkeit<br />

an, sich <strong>mit</strong> der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Hier können die Beschäftigten<br />

Kommunikations- und Informationstechnik vollumfänglich nutzen. Der<br />

Erwerb der Medienkompetenz steht im Vordergrund.


111<br />

RBO - WohnStätten<br />

gemeinnützige GmbH<br />

Ein Unternehmen der Stiftung<br />

Rehabiliationszentrum Berlin-Ost<br />

Geschäftsstelle:<br />

Allee der Kosmonauten 23 A<br />

10315 Berlin<br />

Tel.: 030 549963-0<br />

E-Mail: info@rbo.berlin<br />

www.rbo-wohnstaetten.berlin<br />

Wohnstätten:<br />

Allee der Kosmonauten<br />

Janusz Korczak<br />

Eisenacher Straße<br />

Moldaustraße<br />

Heimverbund<br />

(Grimnitzstr. / Wotanstr.)<br />

Schollene (in Sachsen-Anh.)<br />

RBO – Wohnen & Leben<br />

In den RBO-Wohnstätten leben Erwachsene <strong>mit</strong> geistiger Beeinträchtigung und einem<br />

komplexen Hilfebedarf. Unsere Fachkräfte stärken die Bewohner*innen in ihren sozialen<br />

Kompetenzen, so dass sie gut am gesellschaftlichen Alltag teilnehmen können.<br />

Neben der Wohnbegleitung arrangieren wir <strong>für</strong> unsere Bewohner*innen den Besuch<br />

von kulturellen Veranstaltungen sowie Reisen und fördern die sportliche Betätigung.<br />

Wir organisieren die Teilhabe am Arbeitsleben und an tagesstrukturierenden Projekten<br />

außerhalb der Wohnstätten wie dem trägereigenen Beschäftigungs- und<br />

Förderbereich (BFB).<br />

Unsere Wohnstätten ver<strong>mit</strong>teln eine freundliche und angenehme Atmosphäre,<br />

welche den Bewohner*innen das Gefühl von Geborgenheit gibt.<br />

Wohnplatz gesucht?<br />

Dann melden Sie sich bei uns – wir beraten Sie gern.<br />

Teilhabeberatung: Allee der Kosmonauten 23 A, 10315 Berlin, Tel. 030 549963-52<br />

BFB – Beschäftigungsund<br />

Förderbereich<br />

Tel. 030 54701403<br />

Beschäftigungs- und Förderbereich (BFB)<br />

Das BFB ist ein Angebot <strong>für</strong> Erwachsene <strong>mit</strong> einer geistigen, körperlichen oder mehrfachen<br />

Beeinträchtigung, die es nicht schaffen, in einer Werkstatt <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigungen<br />

zu arbeiten, oder ältere <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigungen, die das Ruhestandsalter<br />

erreicht haben. In einer denkmalgeschützten Remise im Landschaftspark Herzberge bieten<br />

wir an, Dinge wieder oder neu zu lernen, da man sie noch nicht kann oder vergessen hat, z. B.<br />

Gebrauch der Hände: Basteln, Stecken, Kneten, Formen.<br />

Für sich selber zu sorgen: Tätigkeiten im Haushalt, Einkaufen, Schreiben und Rechnen.<br />

Kreatives Arbeiten: Bilder malen, Theater spielen, Musik machen, Tanzen.<br />

Bewegen und Entspannen: gemeinsam Sport treiben, Spazieren gehen, Ausruhen.<br />

Gemeinsame Mahlzeiten: Obst und Getränke sowie ein tägliches Mittagessen.<br />

Die Angebote finden in kleinen Gruppen statt. Ein multiprofessionelles Team – von<br />

der Kunsttherapeutin bis zum Sportlehrer – ermöglicht es uns, auf die besonderen<br />

Bedürfnisse und Interessen jedes Einzelnen unserer Besucher*innen einzugehen.<br />

Arbeiten bei der RBO<br />

Besuchen Sie unsere Internetseite und informieren<br />

Sie sich unter www.rbo-wohnstaetten.berlin<br />

WIR FREUEN UNS AUF:<br />

Heilerziehungspfleger*innen<br />

Heilpädagogen*innen<br />

Erzieher*innen<br />

Sozialpädagogen*innen<br />

Altenpfleger*innen<br />

Gesundheits- und<br />

Krankenpfleger*innen<br />

Wohngruppenhelfer*innen<br />

FSJ/BFD und Praktikanten*innen<br />

und auch Quereinsteiger*innen.


Wohnen und Leben<br />

ANZEIGE<br />

112<br />

Bastille – Gemeinsam sind wir stark e. V.<br />

Der Verein betreut seit 1998 <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>,<br />

begleitet sie zu mehr Selbstständigkeit<br />

und möchte ihnen eine Umgebung schaffen,<br />

in der sich jeder gut entwickeln kann.<br />

Wir haben drei Wohngemeinschaften in Friedrichshain,<br />

ein Begegnungscafé und eine Geschäftsstelle.<br />

Neben den Wohngemeinschaften<br />

bieten wir auch Betreuung im Betreuten Einzelwohnen<br />

an. Viele konnten wir schon in eine<br />

selbstständige Wohnung begleiten.<br />

Gemeinsam <strong>mit</strong> unseren Klienten haben wir<br />

auch zahlreiche Freizeitprojekte entwickelt. So<br />

gibt es jährlich Theateraufführungen und Fußballturniere,<br />

Reisen, eine Ernährungsgruppe,<br />

Gruppen zur Gestaltung von Beziehungen, eine<br />

Discogruppe, einen Flirtkurs, usw.<br />

Darüber hinaus setzen wir einen Schwerpunkt<br />

in der Elternarbeit und bieten dazu zwei Veranstaltungen<br />

pro Jahr an. Wichtig ist uns auch die<br />

Vernetzung im Kiez. Interessierte Bewerber <strong>für</strong><br />

einen Platz können in der Wohnvorbereitung<br />

erste Kontakte knüpfen und den Verein kennen<br />

lernen. Monatliche Treffs geben Raum, um über<br />

die eigenen Erwartungen an ein selbstständiges<br />

Leben zu sprechen. Dabei überlegen wir, wie viel<br />

Unterstützung im alltäglichen Leben jeder Einzelne<br />

braucht.<br />

• Bastille – Gemeinsam sind wir stark e. V.<br />

Eldenaer Str. 25, 10247 Berlin<br />

Tel. 42089070<br />

h.buetow@bastille-gsws.de<br />

www.bastille-gsws.de<br />

Hier wird Zukunft gestaltet<br />

In Berlin-Wilmersdorf entsteht ein neues,<br />

barrierefreies Wohnhaus. <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> und<br />

ohne Assistenzbedarf leben hier in einer<br />

Wohngemeinschaft zusammen.<br />

<strong>Menschen</strong> ohne Assistenzbedarf können sich<br />

um ein Zimmer bewerben und gleichzeitig<br />

einen Job bekommen, bei dem sie einfache<br />

Assistenzleistungen erbringen. Auch barrierefreie<br />

Wohnungen <strong>für</strong> Familien sind vorhanden.<br />

Weitere Informationen finden Sie unter<br />

www.stephanus.org/prinzregentenstrasse<br />

Sie suchen einen inklusiven<br />

Wohnplatz? Rufen Sie uns<br />

an - wir freuen uns auf Sie:<br />

030 96 24 91 21


113<br />

Stephanus – Wohnen und Assistenz<br />

• Wohnen <strong>für</strong> Kinder, Jugendliche und Erwachsene<br />

Margarete-Steiff-Haus • Katharina-von-Bora-Haus<br />

Albertinenstraße 20 • 13086 Berlin • Tel. 030 96 24 97 00 • am.weissen.see@stephanus.org<br />

Ulmenhof Berlin<br />

Grenzbergeweg 38 • 12589 Berlin • Tel. 030 64 84 11 18 • ulmenhof@stephanus.org<br />

Wohnanlage Dachsbau<br />

Sigismundkorso 40-41 • 13465 Berlin • Tel. 030 40 60 95 12 • dachsbau@stephanus.org<br />

Wohnanlage Biberbau<br />

Am Biberbau 1-5 • 13465 Berlin • Tel. 030 40 60 52 0 • biberbau@stephanus.org<br />

• Wohngemeinschaften und Betreutes Einzelwohnen<br />

Büro Köpenick • Schöneberg<br />

Grenzbergeweg 38 • 12589 Berlin • Tel. 030 64 84 11 09 • ulmenhof.abw@stephanus.org<br />

Büro Reinickendorf<br />

Senftenberger Ring 36a • 13435 Berlin • Tel. 030 41 47 57 50 • wg-mv@stephanus.org<br />

Büro Pankow • Hohenschönhausen<br />

Albertinenstraße 20 • 13086 Berlin • Tel. 030 96 24 95 16 •<br />

ambulante-betreuung.pankow@stephanus.org<br />

www.stephanus.org/wohnen-assistenz


Wohnen und Leben<br />

114<br />

Mierendorffstraße 25 · 10589 Berlin · Tel. 030 22191300 - 0 · www.zukunftssicherung-ev.de<br />

Eine selbstbestimmte, gleichberechtigte und vor allem selbstverständliche<br />

Teilhabe <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigung: Das ist die Vision der<br />

Zukunftssicherung Berlin <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> geistiger <strong>Behinderung</strong>.<br />

Wir bieten:<br />

• Lebens- und Wohnraum in besonderen Wohnformen, Wohngemeinschaften,<br />

im Betreuten Einzelwohnen und Inklusiven Verbundwohnen<br />

• Freizeitgestaltung: Workshops, Seminare und Freizeitangebote <strong>für</strong><br />

interessierte <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> und ohne Beeinträchtigung bieten wir<br />

in unserer Kontakt- und Beratungsstelle Treffpunkt Zukunftssicherung<br />

• BFB-Angebot zur Beschäftigung, Förderung und Betreuung:<br />

eine Möglichkeit zur Gestaltung des Tages <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Beeinträchtigung, die (noch) nicht in einem Beschäftigungsverhältnis<br />

oder im Ruhestand sind.<br />

WOHNEN<br />

FREIZEIT und AKTIONEN<br />

Behinderten Zentrum<br />

Zentrum zur Förderung geistig Behinderter e. V.<br />

Das Behindertenzentrum e.V....ist ein Beschäftigungs- und<br />

Förderbereich (BFB) <strong>für</strong> erwachsene <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> einer intellektuellen<br />

und/oder mehrfachen Beeinträchtigung.<br />

Das Beschäftigungsangebot...richtet sich nach den individuellen<br />

Voraussetzungen der erwachsenen, nicht werkstattfähigen <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> geistiger und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen.<br />

Unsere Förderziele...sind die Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung,<br />

eine weitestgehend selbstständige Lebensführung<br />

sowie das Ermöglichen zusätzlicher Lebensperspektiven bis<br />

hin zur Teilhabe am Arbeitsleben. In unseren Angeboten erhalten<br />

Teilnehmende individuelle und arbeitstherapeutische Aufgaben,<br />

die pädagogisch ver<strong>mit</strong>telt werden. Die Förderung von Kommunikation,<br />

Interaktion, Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit gehören<br />

zum Betreuungsalltag. Zu den begleitenden Angeboten gehören die<br />

Kreativwerkstatt, die Kunst-, die Musiktherapie und die Bewegung.<br />

Behindertenzentrum e.V.<br />

Spendenkonto: Bank <strong>für</strong> Sozialwirtschaft<br />

Zentrum zur Förderung geistig Behinderter e.V.<br />

IBAN: DE32 3702 0500 0003 3899 00<br />

Turmstraße 21 | 10559 Berlin | Haus K | Eingang C | 2. Obergeschoss<br />

BIC: BFSWDE33BER<br />

Tel. 030 – 261 84 70 | Fax 030 – 26 55 07 42 | info@behindertenzentrum-berlin.de | www.behindertenzentrum-berlin.de<br />

ZURÜCK INS LEBEN FINDEN<br />

FREIE<br />

PLÄTZE!<br />

RC reweca<br />

Berlin gGmbH<br />

Tagesbeschäftigungszentrum<br />

Köpenick<br />

Müggelheimer<br />

Straße 5a<br />

12555 Berlin<br />

www.rc-online.eu<br />

Das Tagesbeschäftigungszentrum Köpenick<br />

bietet Betreuung sowie individuelle Förderung<br />

am Tag und richtet sich an <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

erworbenen Hirnschädigungen, die noch in der<br />

eigenen Häuslichkeit oder Familie leben.<br />

Durch verschiedene Beschäftigungsangebote,<br />

z.B. in den Bereichen Holz, Nähmaschine,<br />

Körbe flechten oder Hauswirtschaft, werden<br />

lebenspraktische Fähigkeiten gefördert.<br />

Gerne vereinbaren wir einen kostenfreien<br />

Schnuppertag <strong>mit</strong> Ihnen.<br />

Montag – Freitag 8.00 – 15.00 Uhr · Tel. 030 64093097<br />

tbz-koepenick@rc-online.eu<br />

Job gesucht? Scan mich!


ANZEIGE 115<br />

leben lernen. Hier bin ich Ich!<br />

Gemeinsam das Leben zu gestalten und sich dabei weiterzuentwickeln – dieses Angebot macht leben<br />

lernen <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf. Ausgehend von den individuellen<br />

Bedürfnissen des Einzelnen bieten wir umfassende Assistenz.<br />

Wohnen: Die persönlich wie modern gestalteten Wohngruppen<br />

in Lichtenberg, Friedrichshain und Pankow ermöglichen<br />

den BewohnerInnen ein Leben in der Gemeinschaft,<br />

in die sich jeder nach seinen Fähigkeiten einbringen kann,<br />

ob beim Einkaufen, beim Kochen, bei der Gartenarbeit oder<br />

bei der Freizeitgestaltung. In Weißensee leben 18 <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf<br />

in einem inklusiven Gemeinschaftshaus <strong>mit</strong> Familien, Senioren<br />

und Studierenden. Alle BewohnerInnen unterstützen<br />

sich nachbarschaftlich un ter einander. Das ist Wohnen <strong>mit</strong><br />

Engagement.<br />

Freizeit und Entspannung: Je nach Interesse können<br />

die BewohnerInnen in Begleitung zum Schwimmen oder<br />

Saunieren fahren, ins Kino oder Konzert gehen und bei Tagesausflügen,<br />

Wochenendfahrten oder Urlaubsreisen Neues<br />

erleben. Durch Musik-, Sport- und Entspannungsangebote<br />

in passend ausgestatteten Räumlichkeiten finden die<br />

BewohnerInnen sowohl Erholung als auch eine fördernde<br />

Ansprache aller Sinne: vom Snoezelen übers gemeinsame<br />

Musizieren bis zu Bewegungsspielen.<br />

Arbeiten: Die Beschäftigungs- und Förderbereiche (BFB)<br />

sind räumlich wie personell vom Wohnbereich getrennt.<br />

Modern und gut ausgestattet, verfügen sie über Arbeits-,<br />

Aufenthalts-, Sanitär-, Sport- und Entspannungsräume. An<br />

verschiedenen Standorten wird das Erlernen von Handwerks-<br />

und Arbeitstechniken gefördert. Dazu zählen die<br />

Papier-, Textil- und Keramikherstellung, das Filzen, die<br />

Holzbearbeitung, Hauswirtschaft und Gartenarbeit. Die<br />

Beschäftigungs- und Förderbereiche stehen auch externen<br />

Nutzern, die im Elternhaus oder in anderen Einrichtungen<br />

leben, offen.<br />

Das Bildungsinstitut: Das Bildungsinstitut bietet vielfältige<br />

Möglichkeiten zur Bildung und Fortbildung. Das Programm<br />

umfasst fachliche Angebote <strong>für</strong> Mitarbeitende der<br />

Eingliederungshilfe sowie Kurse aus dem Bereich der Erwachsenenbildung,<br />

an denen <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> und ohne Beeinträchtigung<br />

teilnehmen können. Das Bildungsinstitut<br />

richtet sich an alle, die sich weiterentwickeln, etwas Neues<br />

ausprobieren und lernen wollen.<br />

Inklusives Gemeinschaftshaus<br />

www.pi30.de<br />

Beschäftigungs- und Förderbereich BFB<br />

Filzen<br />

Hauswirtschaft<br />

Weben<br />

Nähen<br />

Geschäftsstelle: Herzbergstr. 87-99, 10365 Berlin<br />

Tel. 5526-2001 www.lebenlernen-berlin.de


Wohnen und Leben<br />

ANZEIGE<br />

116<br />

Berlin barrierefrei erleben<br />

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gegenstände,<br />

Medien, Gebäude, Einrichtungen und die nutzbare<br />

Umwelt so gestaltet werden, dass sie von<br />

jedem <strong>Menschen</strong> unabhängig von einer eventuell<br />

vorhandenen <strong>Behinderung</strong> uneingeschränkt,<br />

diskriminierungsfrei und sicher genutzt werden<br />

können. Das ist leider nicht immer der Fall.<br />

Barrierefreies Bauen<br />

Die gültigen DIN-Normen und die geltenden<br />

anerkannten Regeln der Technik sind als Planungsgrundlage<br />

und Richtlinie bezüglich baulicher<br />

Maßnahmen <strong>für</strong> barrierefreies Bauen zu<br />

berücksichtigen. Alle DIN-Normen sind anerkannte<br />

Empfehlungen, die auf den derzeitigen<br />

Stand der Technik hinweisen. Sie sollten nicht<br />

als Lösungen <strong>für</strong> auftretende Probleme verwendet<br />

werden, DIN-Normen geben Hilfestellung bei<br />

der Planung. Bei Neubauten ist die barrierefreie<br />

Gestaltung von öffentlichen Gebäuden gesetzlich<br />

geregelt. Hierbei entstehen trotz DIN-Norm<br />

immer noch grobe Planungsfehler im Vorfeld, die<br />

hohe Kosten verursachen und eine starke Unfallgefahr<br />

<strong>für</strong> bedürftige Personen darstellen. Durch<br />

frühzeitige fachkundige Beratung sind kostenintensive<br />

Planungsfehler im Vorfeld vermeidbar.<br />

Die Pegasus GmbH <strong>für</strong> soziale/gesundheitliche<br />

Innova tion ist <strong>mit</strong> fachlich kompetenten Mitarbeitern<br />

seit vielen Jahren in Berlin <strong>mit</strong> der Umsetzung<br />

von Barrierefreiheit beschäftigt. Wir<br />

beraten, planen und erstellen Gutachten und<br />

stehen <strong>für</strong> alle Fragen rund um das Thema barrierefreies<br />

Bauen <strong>für</strong> Sie zur Verfügung. Bauen<br />

Sie <strong>mit</strong> Zukunft und Kostenkontrolle, vermeiden<br />

Sie Planungsfehler schon in der Entwurfsphase.<br />

Fachplaner- und Sachverständigenleistung<br />

Kosten können durch Beratung und frühzeitiges<br />

Eingreifen in die Planung und so<strong>mit</strong> Vermeidung<br />

von Fehlern gesenkt werden. Angeboten wird die<br />

Erstellung von Gutachten und fachplanerische Begleitung<br />

<strong>für</strong> barrierefreie Planungen und Bauten.<br />

• Pegasus GmbH <strong>für</strong> soziale/<br />

gesundheitliche Innovation<br />

Nordbahnstr. 17, 13359 Berlin<br />

www.pegasusgmbh.de<br />

Informations- und Auskunftsservice<br />

Seit 1992 engagiert sich der Informations- und<br />

Auskunftsservice Mobidat <strong>für</strong> ein barrierefreies<br />

Berlin. Mobidat bietet im Internet (www.mobidat.<br />

net) <strong>mit</strong> seiner Datenbank Informationsmöglichkeiten<br />

zur Barrierefreiheit von Einrichtungen <strong>mit</strong><br />

Publikumsverkehr. Für <strong>Menschen</strong> ohne Computerkenntnisse<br />

oder bei persönlichen Fragen können<br />

Sie den Mobidat Infoservice unter Telefon<br />

030 74777115 anrufen. Die Mitarbeiter/innen sind<br />

gerne bereit, Sie bei Ihren Fragen zum Thema<br />

„Barrierefreiheit“ zu unterstützen und recherchieren<br />

auch bei besonderen Aufgabenstellungen.<br />

Beratung zu Barrierefreiheit<br />

Mobidat berät außerdem in den Bereichen barrierefreies<br />

Wohnen, Tourismus sowie bei der<br />

Sensibilisierung im Umgang <strong>mit</strong> mobilitätseingeschränkten<br />

<strong>Menschen</strong>.<br />

Informations- und Auskunftsservice Mobidat<br />

ALBATROS gemeinnützige Gesellschaft <strong>für</strong> soziale<br />

und gesundheitliche Dienstleistungen mbH<br />

Nordbahnstr. 17, 13359 Berlin, Tel. 74777115<br />

kontakt@mobidat.net<br />

www.mobidat.net<br />

Mobidat wird durch die <strong>Berliner</strong> Senatsverwaltung<br />

<strong>für</strong> Gesundheit und Soziales gefördert.<br />

Wohnraumanpassung<br />

Über Zuschüsse informieren<br />

Wer bauen, umbauen oder behindertengerecht<br />

ausbauen will, kommt häufig<br />

nicht ohne professionelle Hilfe aus. Zuschüsse<br />

kann es je nach Ursache der <strong>Behinderung</strong> von<br />

verschiedenen Stellen geben. Hilfe und Unterstützung<br />

finden Sie beim <strong>Inklusion</strong>samt, bei den Krankenkassen,<br />

den Pflegekassen (bei Pflegebedürftigkeit),<br />

bei der Rentenversicherung oder auch bei<br />

den Berufsgenossenschaften (bei Unfallfolgen<br />

oder Berufsschäden). Für bestimmte Umbauten<br />

gibt es auch Bundes- bzw. Landeszuschüsse.<br />

www.wohnsinn.org/relaunch<br />

www.wohnungsanpassung-bag.de<br />

www.vdk.de/berlin-brandenburg.de


117<br />

Zehn Jahre Aktion Barrierefreies Bad<br />

Von Ablauf Dusche bis WC-Montageelement<br />

2013 gegründet sieht sich die Aktion Barrierefreies<br />

Bad <strong>mit</strong> ihren Informationen als Angebot <strong>für</strong><br />

alle <strong>Menschen</strong> jeder Generation. Initiiert wurde<br />

die Aktion von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft<br />

e.V. (VDS). Sie ist der Dachverband der<br />

deutschen Unternehmen im Bereich Bad und Sanitär<br />

<strong>mit</strong> acht Mitgliedsverbänden aus Indus trie,<br />

Fachgroßhandel und Fachhandwerk. Bundesbauministerin<br />

Klara Geywitz ist Schirmherrin der Aktion<br />

Barrierefreies Bad.<br />

Im Laufe des Lebens ändern sich – gewollt oder<br />

nicht gewollt – die Bedürfnisse an den Lebensraum<br />

Bad. Von A wie Ablauf Dusche oder Armatur<br />

über D wie Duschrinne und H wie höhenverstellbarer<br />

Waschtisch oder R wie rutschhemmende<br />

Oberfläche bis hin zu W wie WC-Montageelement<br />

– hinter der Aktion Barrierefreies Bad stehen Expertinnen<br />

und Experten <strong>mit</strong> großer Erfahrung. Sie<br />

wissen: Nirgendwo in der Wohnung oder im Haus<br />

sind Anpassbarkeit und Flexibilität so gefragt,<br />

wenn es um freies und uneingeschränktes Leben<br />

geht. Zumal wenn sich Bedürfnisse bedingt durch<br />

Alter oder Krankheiten ändern. Der Wunsch, so<br />

lange wie möglich in den „eigenen vier Wänden“<br />

zu bleiben, macht dann oft die Anpassung des Bades<br />

unumgänglich.<br />

Übrigens: Am 16. September 2023 gab es bundesweit<br />

den Tag des Bades. Hier holten sich viele Interessierte<br />

Anregungen <strong>für</strong> ihr neues altes Bad.<br />

Dabei spielten wassersparende Sanitärtechnik<br />

und fachgerechte Installation <strong>mit</strong> Verantwortung<br />

<strong>für</strong> nachhaltige Ressourcenschonung eine zunehmende<br />

Rolle.<br />

www.aktion-barrierefreies-bad.de<br />

Berlin barrierefrei<br />

<strong>mit</strong> den neuen Toiletten von Wall.


Wohnen und Leben<br />

118<br />

Geänderte Bauordnung <strong>für</strong> Berlin<br />

Mehr barrierefreie Wohnungen<br />

In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen und<br />

<strong>mit</strong> erforderlichen Aufzügen muss die Hälfte der<br />

Wohnungen barrierefrei nutzbar sein. Ab dem 1. Januar<br />

2025 müssen zusätzlich insgesamt drei Viertel<br />

der Wohnungen barrierefrei erreichbar sein, sofern<br />

die Pflicht besteht, dass ein Aufzug gebaut werden<br />

muss. Das hat der Senat von Berlin in seiner<br />

Sitzung am 26. September 2023 <strong>mit</strong> dem Sechsten<br />

Gesetz zur Änderung der Bauordnung <strong>für</strong> Berlin beschlossen.<br />

Bis zum 31. Dezember 2019 musste beim<br />

Bau nur ein Drittel der Wohnungen barrierefrei<br />

nutzbar sein, seit 2020 die Hälfte. Neben der stufenlosen<br />

Erreichbarkeit der Wohnung ist das Bad<br />

<strong>mit</strong> einem barrierefreien Grundkonzept wichtig.<br />

Geförderter Umbau<br />

Auf Antrag der SPD-Fraktion will der Senat sich zudem<br />

da<strong>für</strong> einsetzen, dass bei Bestandswohnungen<br />

ein entsprechender Umbau gefördert wird,<br />

ohne dass Mieterinnen und Mieter verpflichtet<br />

werden, diesen nach Auszug zurückzubauen. Die<br />

Förderung barrierefreier Wohnungen im Rahmen<br />

der Sozialen Wohnraumförderung soll fortgesetzt<br />

werden. Bei den landeseigenen Wohnungsgesellschaften<br />

soll außerdem sichergestellt werden, dass<br />

es ausreichend Unterstellmöglichkeiten <strong>für</strong> Rollstühle,<br />

Rollatoren und Kinderwagen gibt. Die AG<br />

Selbst aktiv der SPD, die sich <strong>für</strong> Barrierefreiheit<br />

einsetzt, schätzt laut Tagesspiegel, dass bis 2025<br />

Bei Neubau und Modernisierung von Gesobau-<br />

Häusern am Stiftsweg/Wolfshagener Str. in Pankow<br />

entstanden u.a. 46 barrierefreie Wohnungen.<br />

ein Bedarf von mindestens 116.000 barrierefreien<br />

Wohnungen besteht. Laut Mikrozensus gab es<br />

2018 zwar in Berlin schon rund 260.000 Wohnungen<br />

ohne Schwellen oder Bodenunebenheiten. Etwa<br />

über die Hälfte aller Wohnungen in Berlin hatte<br />

ausreichend breite Türen und Flure. Allerdings<br />

sind diese Wohnungen nicht immer bedarfsgerecht<br />

verteilt. Außerdem sind nur etwas mehr als 20.000<br />

Wohnungen rollstuhlgerecht, haben also beispielsweise<br />

auch einen ebenerdigen Zugang zur Dusche.<br />

Dem stehen schätzungsweise 45.000 Rollstuhlfahrer<br />

in Berlin gegenüber, die allerdings teilweise in<br />

stationären Pflegeeinrichtungen wohnen.<br />

© Nöbel / aperçu<br />

Mobile Haltegriffe - genial einfach und sicher.<br />

Mobeli Haltegriffe können<br />

schnell im Bad und WC ohne<br />

Bohren montiert werden.<br />

Einfach zerlegt können diese<br />

auch unterwegs hilfreich<br />

eingesetzt werden. Die Griffe<br />

sind <strong>mit</strong> einer weltweit einzigartigen<br />

Vakuum-Sicherheitsanzeige<br />

ausgestattet.<br />

TÜV SÜD geprüft.<br />

ROTH GmbH<br />

Kohlbergstr. 5<br />

D-72213 Altensteig<br />

T +49 (0) 7453 93 81-0<br />

www.mobeli.de<br />

Sie benötigen Haltegriffe <strong>für</strong><br />

einen selbständigeren Alltag?<br />

MOBELI Haltegriffe bieten eine schnelle und sichere<br />

Hilfe denn sie sind <strong>mit</strong> einer Vakuum-Sicherheitsanzeige<br />

ausgestattet. TÜV SÜD geprüft. Diese können<br />

schnell im Bad und WC ohne Bohren und Schrauben<br />

montiert werden. Bei MOBELI finden Sie Griffe in<br />

unterschiedlichen Längen und Ausführungen. Diese<br />

sind einfach zerlegbar und können deshalb auch<br />

unterwegs eingesetzt werden.<br />

MOBELI bietet die mobilen Haltegriffe <strong>für</strong> Benutzergewichte<br />

von 75 bis 160 kg an.<br />

Weitere Infos unter: www.mobeli.de


119<br />

e. .<br />

Aktiv <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> Beeinträchtigung<br />

VfJ Berlin<br />

VfJ Werkstätten<br />

LfB Lebensräume<br />

VfJ Sportclub<br />

Leben<br />

Arbeit<br />

Wohnen<br />

Bewegung<br />

* Wohnen im<br />

Hans-Spänkuch-Haus<br />

<strong>mit</strong><br />

sozialpädagogi scher<br />

Unterstützung<br />

* Integrationskindergarten<br />

* Freiwilligenarbeit<br />

* Freizeitclub<br />

* Mal- und Zeichenkurse<br />

* Berufliche Bildung<br />

und attraktive<br />

Arbeitsplätze in<br />

den Werkstätten,<br />

an Außenstandorten<br />

und auf Außenarbeitsplätzen<br />

* Beschäftigungsund<br />

Förderbereiche<br />

* Vorbereitung auf<br />

eine Tätigkeit auf<br />

dem allgemeinen<br />

Arbeitsmarkt<br />

* Infos zu Budget <strong>für</strong><br />

Arbeit und Budget<br />

<strong>für</strong> Ausbildung<br />

* Sozialpädagogische<br />

Assistenz<br />

in allen Lebensbereichen<br />

* Haushaltshilfeleistungen<br />

* Betreutes Einzelwohnen<br />

* Betreutes Wohnen<br />

ab 50<br />

* Leben im Wohnverbund<br />

* Wohngemeinschaften<br />

* Kurzzeitwohnen<br />

<strong>mit</strong> Betreuung<br />

* Fußball<br />

* Tischtennis<br />

* Leichtathletik<br />

* Barrierefreies<br />

Boccia<br />

* Nordic Walking<br />

www.vfj-berlin.de www.vfj-werkstätten.de www.lfb-lebensraeume.de www.scvfj-berlin.de<br />

VfJ Berlin e.V.<br />

Grenzallee 53 · 12057 Berlin<br />

Rufen Sie uns an! Tel.: (030) 682 81-521<br />

www.vfj-berlin.de<br />

info@vfj-berlin.de


Wohnen und Leben<br />

120<br />

© Phantastischer Realismus Photographie (2)<br />

Rollstuhlgerechte Jumpsuit „Roselyn“<br />

Modisch im Rollstuhl<br />

Bequem rein und raus<br />

Trenchcoat <strong>für</strong> Rollstuhlnutzerinnen<br />

und Fußgängerinnen<br />

Trenchcoat „Lilly“ gibt es in zwei Versionen:<br />

<strong>für</strong> Rollstuhlnutzerinnen <strong>mit</strong><br />

speziellem Rollstuhlschnitt, hinten<br />

stark verkürzt und <strong>mit</strong> leicht verkürzter<br />

Ärmellänge und <strong>für</strong> Fußgängerinnen.<br />

Beide haben praktische Magnetverschlüsse.<br />

Der Rollstuhl-Jumpsuit<br />

„Roselyn“ ist ein Zweiteiler: Das Wickeloberteil<br />

schließt vorne <strong>mit</strong> Magnetverschlüssen.<br />

Die spezielle Rollstuhlhose<br />

besitzt einen Gummibund.<br />

Modedesignerin<br />

Anna Franken<br />

© privat<br />

Bequem und so selbstständig wie möglich sollen<br />

die <strong>Menschen</strong>, die oft eingeschränkt in der Beweglichkeit<br />

sind, rein und raus aus ihrer Kleidung<br />

kommen, „so schnell und einfach wie möglich“,<br />

sagt Anna „Fee“ Franken, Modedesignerin und<br />

Gründerin des Labels Wundersee® Fashion in Trier.<br />

Sie hat nach ihrem Bachelor-Abschluss in Modedesign<br />

während des Masterstudiums 2021<br />

ihr kleines Modelabel gegründet. Anna<br />

Franken lebt seit dem 2. Lebensjahr <strong>mit</strong><br />

der fortschreitenden neuro-muskulären<br />

Erkrankung HMSN 1 (Charcot-Marie-Tooth-Syndrom),<br />

kann <strong>mit</strong>tlerweile nicht<br />

mehr laufen oder ihre Finger bewegen.<br />

„In Frauen, die im Rollstuhl sitzen oder<br />

Einschränkungen in der Feinmotorik haben,<br />

zum Beispiel durch Muskelschwund,<br />

kann ich mich gut einfühlen“, sagt die<br />

28-Jährige und erklärt: „Barrierefreiheit beim Anund<br />

Ausziehen erreichen wir durch dehnbare Stoffe,<br />

Magnetverschlüsse, Reißverschlüsse <strong>mit</strong> Greifhilfen<br />

und clevere Schnitte.“ Dabei ist alles farbenfreudig<br />

und feminin designt. Wundersee-Fashion<br />

fertigt in Deutschland, größtenteils aus Recyclingund<br />

Biomaterialien.<br />

(bn)<br />

An zwei BFB Standorten in Berlin-Friedrichshain haben bis zu 40 Teilnehmende<br />

den Raum, ihre Fähigkeiten zu zeigen und in einer sozialen Gemeinschaft<br />

den Alltag zu bewältigen. Die Gruppenkonstellationen sind so<br />

gewählt, dass sich ein positives und harmonisches Umfeld bildet, welches<br />

die Grundlage unserer täglichen Förderarbeit darstellt. Unsere Angebote<br />

und die Betreuung werden durch ein multiprofessionelles Team gewährleistet.<br />

Unsere wichtigsten Partner sind die Teilnehmenden des BFB.<br />

Unsere Mitarbeitenden begegnen unseren Teilnehmenden <strong>mit</strong> Geduld,<br />

Respekt und Optimismus und achten jede individuelle Lebensgeschichte,<br />

um durch Vertrauen die Basis <strong>für</strong> ein respektvolles Miteinander zu schaffen.<br />

BFB – Beschäftigungsund<br />

Förderbereich<br />

· Hermann-Blankenstein-Str. 49,<br />

10249 Berlin<br />

· Marchlewskistraße 25e, 10243 Berlin<br />

Tel. 030 41721370, bfb@integral-berlin.de<br />

www.integral-berlin.de


Mensch im Mittelpunkt<br />

Die Lebenshilfe Berlin bietet <strong>Menschen</strong> in allen Lebensphasen und Lebensbereichen<br />

zeitgemäße <strong>Inklusion</strong>sdienstleistungen – personenzentriert und<br />

Die Lebenshilfe Berlin bietet <strong>Menschen</strong> in allen Lebensphasen und Lebensbereichen<br />

zeitgemäße <strong>Inklusion</strong>sdienstleistungen – personenzentriert und<br />

teilhabeorientiert.<br />

teilhabeorientiert.<br />

Dazu<br />

Dazu<br />

gehören<br />

gehören<br />

Beratung<br />

Beratung<br />

<strong>für</strong><br />

<strong>für</strong><br />

<strong>Menschen</strong><br />

<strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong><br />

<strong>mit</strong><br />

Unterstützungsbedarf<br />

Unterstützungsbedarf<br />

und<br />

und<br />

ihre<br />

ihre<br />

Angehörigen,<br />

Angehörigen,<br />

Freizeit-,<br />

Freizeit-,<br />

Reise-<br />

Reiseund<br />

und<br />

Sportangebote,<br />

Sportangebote,<br />

Tagesstruktur<br />

Tagesstruktur<br />

und<br />

und<br />

Berufsbildungbildung,<br />

Sozialpädiatrische Sozialpädiatrische Zentren, Zentren, eine eine <strong>Inklusion</strong>skita, <strong>Inklusion</strong>skita, Schulassistenz Schulassistenz und und<br />

Berufs-<br />

Schulsozialarbeit, Schulsozialarbeit, ambulante ambulante Betreuung Betreuung und und Beratung, Beratung, psychosoziale Pflege, Pflege,<br />

rechtliche rechtliche Betreuung, Betreuung, Familienhilfe, Familienhilfe, Fortbildungen sowie sowie individuelle gebote gebote überall überall in in Berlin. Berlin.<br />

Wohnan-<br />

Die Die Lebenshilfe Berlin Berlin wurde wurde 1960 1960 als als Selbsthilfe-Verein von von Eltern <strong>mit</strong> <strong>mit</strong> tiv tiv beeinträchtigten Kindern gegründet. Heute sind sind wir wir einer der der größten und<br />

attraktivsten Arbeitgeber in in der der <strong>Berliner</strong> kogni-<br />

Sozialwirtschaft.<br />

Foto: Lebenshilfe Berlin<br />

Foto: Lebenshilfe Berlin<br />

So So erreichen Sie Sie uns:<br />

Telefon: 82 82999998980<br />

0<br />

lebenshilfe@lebenshilfe-berlin.de<br />

www.lebenshilfe-berlin.de


Wohnen und Leben<br />

122<br />

Auskünfte zum barrierefreien (Um)Bauen<br />

Ob Aufzug, Lift, Rampe oder Badezimmer<br />

In vielen Beratungsstellen gibt es Informationen<br />

zum barrierefreien Umbau einer Wohnung<br />

oder eines Hauses, so zum Beispiel bei Wohlfahrtsverbänden<br />

oder ambulanten Pflegediensten.<br />

Hier erfährt man auch, welche Zuschüsse wo<br />

beantragt werden können. Die Bundesarbeitsgemeinschaft<br />

Wohnungsanpassung e. V. (BAG) ver<strong>mit</strong>telt<br />

Adressen von Beratungsstellen vor Ort.<br />

Tel. 030 47474700. Welche Stelle in Frage kommt,<br />

hängt von der persönlichen Situation ab.<br />

Wer einen Pflegegrad hat, kann Geld von der<br />

Pflegeversicherung bekommen. Für barrierefreie<br />

Umbauarbeiten zahlt die Pflegeversicherung bis<br />

zu 4.000 Euro pro Jahr. Der Zuschuss kann unter<br />

anderem <strong>für</strong> einen Aufzug, einen Treppenlift, den<br />

Bau einer Rampe, ein barrierefreies Badezimmer<br />

oder <strong>für</strong> ein Haus-Notruf-System genutzt werden.<br />

Nähere Informationen unter: www.nullbarriere.de<br />

Informationen zum Antrag und zu dem „passenden“<br />

Reha-Träger erhält man bei der Pflegeversicherung<br />

und bei den EUTB (Ergänzende Unabhängige<br />

Teilhabeberatung)-Beratungsstellen.<br />

Auch das zuständige Integrationsamt kann Kosten<br />

übernehmen: Zum Beispiel <strong>für</strong> den barrierefreien<br />

Bau, Umbau oder Kauf von Wohn-Raum (9. Sozialgesetzbuch,<br />

Absatz 3, Nr. 1d). Das Integrationsamt<br />

übernimmt aber nur dann Kosten, wenn dadurch<br />

der Arbeitsplatz behalten wird. Der Verein<br />

Barrier efrei Leben e. V. bietet zum Themenkreis<br />

eine Online-Beratung an.<br />

www.barrierefrei-leben.de<br />

Das Vitanas Heilpädagogische<br />

Centrum Kladow ist eine besondere<br />

Wohnform der Eingliederungshilfe nach<br />

SGB IX <strong>für</strong> Erwachsene <strong>mit</strong> vorrangig<br />

intellektuellen Beeinträchtigungen und<br />

bietet bis zu 120 <strong>Menschen</strong> einen Lebens-,<br />

Wohn- und Beschäftigungsraum.<br />

BESONDERS<br />

heißt bei uns<br />

besonders GUT!<br />

Wir informieren Sie gern und beantworten all Ihre Fragen.<br />

Per Mail, Telefon oder persönlich. Wir sind <strong>für</strong> Sie da.<br />

Vitanas Heilpädagogisches Centrum Kladow<br />

Quastenhornweg 3 | 14089 Berlin | ( (030) 340 98 - 0 | vitanas.de/hpc


123<br />

Deutsches<br />

Rotes<br />

Kreuz<br />

Wir bieten folgende<br />

Betreuungs- und<br />

Wohnmöglichkeiten<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

kognitiven<br />

Beeinträchtigungen:<br />

Betreutes<br />

Wohnheim<br />

Betreute<br />

Wohngemeinschaft<br />

Betreutes<br />

Einzelwohnen<br />

DRK Behindertenhilfe<br />

Wedding/Prenzlauer Berg gGmbH<br />

Neue Hochstraße 21 · 13347 Berlin<br />

Tel. 030 – 600 300 4110<br />

Wir beraten Sie gerne.<br />

Wohnstätte Rahnsdorf<br />

Wohngemeinschaft<br />

Betreutes Einzelwohnen<br />

Jeder Mensch braucht ein Zuhause<br />

Wohnstätte Rahnsdorf • Leitung: Frau Bartusch<br />

Fürstenwalder Allee 1 • 12589 Berlin-Rahnsdorf<br />

✆ (030) 648 484 10 • Fax (030) 648 484 44<br />

ws-rahnsdorf@berliner-stadtmission.de<br />

Leben ist mehr als versorgt werden.<br />

Neues lernen – Mitwirken – Anerkennung finden<br />

Häuser Ahornallee & Mentzelstraße<br />

BEW Rudower Straße<br />

SpreeTakt – BFB Spindlersfeld<br />

Herzlich willkommen <strong>mit</strong>ten<br />

in Köpenick!<br />

Kontakt über:<br />

Mentzelstraße 29 • 12555 Berlin<br />

Telefon 030 22908 470<br />

www.sozialstiftung.de


Wohnen und Leben<br />

124<br />

Cornelia Fensky ist als Rollstuhlfahrerin:<br />

Expertin in eigener Sache<br />

Cornelia Fensky (Foto) wohnt<br />

seit zwei Jahren <strong>mit</strong> weiteren<br />

sechs Personen in einer ambulanten<br />

WG <strong>für</strong> behinderte<br />

<strong>Menschen</strong>. 14 Jahre lang davor<br />

lebte sie noch in der eigenen<br />

Wohnung. Ihre Schwester<br />

kümmerte sich um sie. So ganz<br />

glücklich ist sie <strong>mit</strong> ihrer Situation<br />

nicht. „Spontan geht gar nichts. Von einem<br />

selbstbestimmten Leben kann oft keine Rede<br />

sein.“, sagt sie ein wenig resigniert. Wenn der<br />

Pflegedienst kommt, habe man da zu sein. Und<br />

Fahrdienste wollen zwei Wochen vorher wissen,<br />

was wann sein soll …<br />

Im Stadtteilzentrum Pankow hat sie einen Ort<br />

gefunden, wo sich die gelernte Schneiderin wohl<br />

fühlt. Hier ist sie gern gesehen. Ira Freigang, als<br />

Mitarbeiterin im Haus auch <strong>für</strong> <strong>Inklusion</strong> zuständig,<br />

schätzt ihr Engagement. Cornelia Fensky ist<br />

hier seit sechs Jahren in der AG <strong>Inklusion</strong> aktiv,<br />

in der sich behinderte und nichtbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

treffen. Ein Ergebnis der Arbeit sind die<br />

am und im Haus angebrachten Informationen<br />

<strong>mit</strong> leicht verständlichen Piktogrammen. Als Expertin<br />

in eigener Sache ist sie auch gemeinsam<br />

<strong>mit</strong> einem weiteren Ehrenamtlichen unterwegs.<br />

So z. B. in der Evangelischen Fachhochschule in<br />

Zehlendorf, in der VHS oder Bibliotheken.<br />

Zum 10. Geburtstag der AG im September 2023<br />

wurde der Apfelbaum im Garten des Stadtteilzentrums<br />

zum Ideen- und Wünschebaum: Kontakt<br />

zu Politikern, überall reinkommen, Kooperationen,<br />

ein neuer Kiezatlas – das war z. B. zu lesen.<br />

Cornelia Fensky würde gern in eine WG ziehen,<br />

in der ausschließlich körperlich beeinträchtige<br />

<strong>Menschen</strong> zuhause sind. Aber die seien in Berlin<br />

sehr, sehr dünn gesät.<br />

(sf)<br />

Behindertenhilfe<br />

Psychosoziale Dienste<br />

Kinder- und Jugendhilfe<br />

Berufliche Integration<br />

Bildung<br />

Wir beraten Sie gern! T 030 29 34 13 18<br />

Weydemeyerstraße 2/2a | 10178 Berlin<br />

diereha.de<br />

Hilfen zur Teilhabe<br />

Wir begleiten<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Lernschwierigkeiten<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Suchterkrankungen<br />

Mütter und Väter <strong>mit</strong> Lernschwierigkeiten<br />

und deren Kinder<br />

Neumannstr. 13<br />

13189 Berlin<br />

030 444 30 35<br />

kontakt@berlinerstarthilfe.org<br />

www.berlinerstarthilfe.org


125<br />

Offen <strong>für</strong> Alle<br />

Stadtteilzentrum<br />

NUSZ in der ufafabrik<br />

→ Bewegung & Entspannung<br />

→ Tanzen & Karate & Handarbeit<br />

→ Veranstaltungen & Feste<br />

→ Beratungen & Selbsthilfe<br />

→ Ehrenamt &<br />

Willkommenskultur<br />

Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik e. V.<br />

Viktoriastr. 13, 12105 Berlin, Tel. 75503-125/-122, treffpunkt@nusz.de<br />

Mehr Infos:<br />

www.nusz.de<br />

Weißenseer<br />

Integrations<br />

Betriebe<br />

WIB – Weißenseer<br />

Integrationsbetriebe GmbH<br />

Sozialpsychiatrischer Verbund<br />

Tassostraße 17 | 13086 Berlin<br />

Tel. 030 47 99 11-00 | Fax 030 47 99 11-32<br />

info@wib-verbund.de<br />

www.wib-verbund.de<br />

Beschäftigungstagesstätte<br />

Therapeutische Wohngemeinschaften<br />

Betreutes Einzelwohnen<br />

Betreutes Apartmentwohnen<br />

COMES e.V.<br />

Konrad-Wolf-Str. 13<br />

13055 Berlin<br />

030 856 0660<br />

info@comes-berlin.de<br />

www.comes-berlin.de<br />

Wir begleiten <strong>Menschen</strong>


Wohnen und Leben<br />

126<br />

Auch Angehörige<br />

brauchen mal Urlaub ...<br />

Die Herberge – Wohnen mal anders<br />

Die Herberge <strong>für</strong> behinderte Kinder, Jugendliche<br />

und Erwachsene der RBO – WohnStätten<br />

gemeinnützige GmbH ist ein einmaliges Angebot<br />

im Raum Berlin. Sie steht allen behinderten<br />

<strong>Menschen</strong> zur Verfügung, deren häusliche<br />

Betreuung zeitweilig nicht gewährleistet<br />

ist oder deren Übergang in eine Wohneinrichtung<br />

vorbereitet werden soll. Die Herberge<br />

befindet sich im Haus der Generationen im<br />

Lichtenberger Fennpfuhlkiez.<br />

In barrierefreien und möblierten Einzel- oder<br />

Doppelzimmern <strong>mit</strong> eigenen angrenzenden<br />

Bädern können behinderungsspezifische Bedürfnisse<br />

des Einzelnen sowie die Ansprüche<br />

nach Privatsphäre, Geborgenheit und Wohlbefinden<br />

gewährleistet werden. Ein Team von<br />

qualifizierten Fachkräften gibt allen Gästen<br />

während ihres Aufenthaltes so viel Unterstützung<br />

wie nötig, um dem Bedürfnis nach Ruhe,<br />

Förderung sowie Wohlbefinden bestmöglich<br />

entgegen kommen zu können. In allen Fragen<br />

um die Finanzierung, Beantragung und<br />

Begleitung unserer Gäste steht Ihnen das<br />

Team der Herberge zur Verfügung.<br />

RBO – WohnStätten gemeinnützige GmbH<br />

Die Herberge<br />

Leitung: Jörgen Barth<br />

Paul-Junius-Str. 64 A, 10367 Berlin<br />

Tel. 030 98601999-35 /-36<br />

E-Mail: barth@rbo-wohnstaetten.berlin<br />

www.rbo-wohnstaetten.berlin<br />

In Leichter Sprache erklärt:<br />

Zusammen wohnen.<br />

Gemeinsam leben.<br />

Wir sind von der Wajekama Stiftung.<br />

Wir arbeiten <strong>für</strong> etwas:<br />

Wir wollen inklusives Wohnen in Berlin.<br />

Inklusiv heißt: Jeder Mensch gehört dazu.<br />

Niemand wird ausgeschlossen.<br />

Alle sollen selbst-bestimmt leben.<br />

Wie stellen wir uns eine<br />

Wohn-Gemeinschaft vor?<br />

Alle <strong>Menschen</strong> sollen <strong>mit</strong>bestimmen.<br />

Egal, ob Rollstuhlfahrer<br />

oder Fußgänger.<br />

Egal, ob man lesen kann oder nicht.<br />

Egal, welche Hautfarbe man hat.<br />

In einer inklusiven Wohn-Gemeinschaft<br />

wohnen alle zusammen.<br />

Es hilft, wer helfen kann.<br />

Wer Hilfe braucht, bekommt Hilfe.<br />

• www.wajekama-stiftung.de<br />

© Lotte Letscher (2)<br />

© Philipp Bartkowiak


127<br />

in<br />

Berlin<br />

Tiele-Winckler-Haus GmbH<br />

Angebote <strong>für</strong> erwachsene<br />

<strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

· Betreute Wohngemeinschaften<br />

· Betreutes Einzelwohnen<br />

· Freizeitgruppen<br />

Informieren Sie sich<br />

ganz in Ihrer Nähe!<br />

Ein Zuhause <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> geistiger <strong>Behinderung</strong><br />

AWO Landesverband Berlin e. V.<br />

Tel.: 030 253 89 209<br />

E-Mail: info@awoberlin.de<br />

Internet: www.awoberlin.de<br />

Referat Eingliederungshilfe<br />

AWO City<br />

gemeinnützige Gesellschaft mbH<br />

Tel.: 030 20 05 34 28<br />

E-Mail: info@awo-city.de<br />

Internet: www.awo-city.de<br />

7 betreute Wohngemeinschaften<br />

und BEW in Friedrichshain-Kreuzberg,<br />

Spandau und Marzahn-Hellersdorf<br />

AWO Kreisverband Berlin-Mitte e. V.<br />

Tel.: 030 45 50 87 0<br />

E-Mail: info@awo-<strong>mit</strong>te.de<br />

Internet: www.awo-<strong>mit</strong>te.de<br />

Betreutes Einzelwohnen (BEW)<br />

AWO Kreisverband Berlin-Nordwest e. V.<br />

Tel.: 030 411 58 63<br />

E-Mail: kreisbuero@awo-nordwest.de<br />

Internet: www.awo-nordwest.de<br />

Eingliederungs- und Freizeitgruppenangebote<br />

in ganz Berlin<br />

AWO Berlin Kreisverband Südost e. V.<br />

Tel.: 030 61 39 63 37<br />

E-Mail: info@awo-suedost.de<br />

Internet: www.awo-suedost.de<br />

4 betreute Wohngemeinschaften,<br />

BEW und Freizeitangebote im FALK-Club<br />

www.awoberlin.de<br />

In unseren zwölf Einrichtungen im Großraum<br />

Berlin finden <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong><br />

genau den Platz und die Begleitung,<br />

die <strong>für</strong> sie angemessen sind: von der Besonderen<br />

Wohnform <strong>mit</strong> intensiver Betreuung<br />

rund um die Uhr bis zum Betreuten Einzelwohnen.<br />

Aus unserer christlich-diakonischen Grundhaltung<br />

heraus wenden wir uns jedem Einzelnen<br />

und jeder Einzelnen in besonderer<br />

Weise zu. Wir suchen <strong>mit</strong> allen Beteiligten<br />

gemeinsame Wege – auch da, wo andere<br />

aufgeben. Sprechen Sie uns an:<br />

Tiele-Winckler-Haus GmbH<br />

Corinna Jürging<br />

Mozartstraße 21-22<br />

12307 Berlin-Lichtenrade<br />

Tel. 747092-0<br />

behindertenhilfe@twh.friedenshort.de<br />

www.friedenshort.de


Wohnen und Leben<br />

128<br />

Kompetenzzentrum Pflege 4.0: LEBEN – PFLEGE – DIGITAL<br />

Technik <strong>für</strong> ein selbstbestimmtes Leben<br />

Wer durch Pflegebedürftigkeit, eine <strong>Behinderung</strong><br />

oder altersbedingt Unterstützungsbedarf<br />

hat, kann <strong>mit</strong> moderner vernetzter Technik das<br />

Leben in der eigenen Häuslichkeit vereinfachen<br />

und bequemer gestalten. Pflege 4.0 kann dabei<br />

helfen, so lange wie möglich selbstbestimmt<br />

und sicher zuhause zu leben. Aber auch pflegende<br />

Bezugspersonen können durch die Technik<br />

entlastet werden: Ein Sturzsensor beispielsweise<br />

erkennt, ob jemand hingefallen ist und<br />

löst einen Alarm aus – so kann schnell geholfen<br />

werden. Ein Sensor über dem Herd erkennt, ob<br />

Brandgefahr droht, sendet ein Warnsignal und<br />

schaltet automatisch den (Elektro-)Herd ab. Ein<br />

GPS-Armband hilft, verirrte <strong>Menschen</strong> schnell<br />

aufzufinden und unterstützt durch Signale an<br />

z. B. nahe Angehörige die schnelle Rückkehr in<br />

das sichere Zuhause. Eine „intelligente“ Medikamentenbox<br />

erinnert daran, dass es Zeit ist,<br />

Tabletten zu nehmen.<br />

Dies sind nur einige Beispiele. Ganz wichtig: Im<br />

Mittelpunkt muss der Mensch stehen, <strong>mit</strong> seinen<br />

individuellen Bedürfnissen. Weshalb auch<br />

individuell passende Lösungen gefunden werden<br />

sollten. Im Idealfall wird die moderne Technik<br />

<strong>mit</strong> einem barrierearmen Wohnumfeld, dem<br />

Anbringen von Haltegriffen, Fixieren von Bodenbelägen<br />

etc., kombiniert.<br />

Für Interessierte und Betroffene wurde 2020 in<br />

Berlin das Kompetenzzentrum Pflege 4.0: LEBEN<br />

– PFLEGE – DIGITAL ins Leben gerufen. Gefördert<br />

durch die <strong>Berliner</strong> Senatsverwaltung <strong>für</strong> Wissenschaft,<br />

Gesundheit, Pflege und Gleichstellung<br />

und umgesetzt von der Albatros gGmbH und dem<br />

DAI-Labor der TU Berlin informiert es neutral<br />

und ohne finanzielles Interesse. In der Musterwohnung<br />

können Sie die Technik der Pflege 4.0<br />

in Aktion erleben. Für eine kostenlose Führung<br />

können Sie sich auf der Internetseite www.lebenpflegedigital.de<br />

anmelden. Hier erfahren Sie<br />

auch alles über Produkte, Finanzierungsmöglichkeiten,<br />

Datenschutz, Gesetze…<br />

Michaela Wetzel<br />

Referentin im Kompetenzzentrum Pflege 4.0


129<br />

Einfach zuhause sein – in freundlichen<br />

Wohnstätten, in gemütlichen Wohngemeinschaften<br />

oder im individuellen<br />

Betreuten Einzelwohnen.<br />

Den Tag sinnvoll gestalten – <strong>mit</strong> einer breiten<br />

Palette an Angeboten im TagesZentrum<br />

Ihre Lebensqualität steht im Mittelpunkt.<br />

Wir begleiten Sie gerne!<br />

Selbstbesti t leben<br />

Isa Papke<br />

Angebote zur Teilhabe<br />

Tel.: 030. 474 77 430<br />

IsaPapke@ass-berlin.org<br />

www.ass-berlin.org<br />

Wohnen • Fördern • Betreuen<br />

Für erwachsene <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> körperlicher,<br />

geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung<br />

Pflegewerk Behindertendomizil<br />

Haus Pappelhof gGmbH<br />

Ketschendorfer Weg 33, 12683 Berlin, Tel. 540079-0<br />

mmb-pappelhof@medinet-berlin.de<br />

www.bhd-pappelhof.de<br />

Über<br />

25<br />

Jahre<br />

in<br />

Biesdorf


Angebote <strong>für</strong> Hörgeschädigte 130<br />

Mobile Induktionsschleife<br />

Für eine bessere Verständigung bei Behördengängen<br />

An der Information des Rathauses Lichtenberg steht <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Hörbeeinträchtigung eine mobile<br />

Induktionsschleife zur Verfügung. Mithilfe dieses Geräts können sie bei Gesprächen im Bezirksamt<br />

Informationen akustisch besser wahrnehmen. Dies soll eine bessere Verständigung bei Behördengängen<br />

sicherstellen. Zwei weitere mobile Induktionsschleifen können Mitarbeitende des Bezirksamtes<br />

<strong>für</strong> Gespräche <strong>mit</strong> höreingeschränkten Besucherinnen und Besuchern ausleihen. Eine Ausweitung des<br />

Angebotes auf weitere Dienststandorte ist geplant. Induktionsschleifen verfügen über einen Hörer<br />

und ein externes Mikrofon. Entweder nutzen hörbeeinträchtige <strong>Menschen</strong> den Hörer, um akustische<br />

Informationen störungsfrei zu verstehen, oder der Ton wird direkt auf das Hörgerät übertragen. Der<br />

Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin muss dazu in das Mikrofon sprechen.<br />

Hörbehinderten-<br />

Beratungs- und<br />

Informations-Zentrum<br />

Beratung <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

Hörproblemen und deren Angehörige<br />

Antragsverfahren,<br />

technische Hilfs<strong>mit</strong>tel,<br />

Hilfen zur Kommunikation,<br />

Selbsthilfegruppen<br />

Sophie-Charlotten-Straße 23A<br />

14059 Berlin · Tel. 030 32602375<br />

beratung@berliner-hoerbiz.de<br />

www.berliner-hoerbiz.de<br />

Hörhilfen ohne Rezept?<br />

Gegen Schwerhörigkeit helfen nur richtige Hörgeräte<br />

Hörgeräte ohne Rezept, ganz günstig – so steht es in der Werbung. Was heißt das? Gemeint sind Hörhilfen<br />

und Hörverstärker, die man über das Internet bestellen kann. Die Preise <strong>für</strong> einfache Geräte beginnen<br />

bei wenigen Euro. Das ist verlockend <strong>für</strong>s Ausprobieren. Aber sie sind nur <strong>für</strong> einen kurzen Übergangszeitraum<br />

geeignet. Gegen Schwerhörigkeit helfen nur richtige Hörgeräte. Diese bekommt man auf<br />

Rezept vom HNO-Arzt auch kostenlos beim Hörakustiker. Denn gesetzlich Krankenversicherte erhalten<br />

einen Festbetrag von bis zu 784,94 Euro. Und der Hörakustiker, der berät und individuell einstellt, muss<br />

mindestens ein Modell ohne Zuzahlung anbieten. Vorher kann man verschiedene Hörgeräte ausprobieren.<br />

Um das Ohr daran zu gewöhnen und wirklich „sein“ Modell zu finden, sollte zwei bis drei Wochen<br />

das Gerät ständig tagsüber getragen und vom Hörakustiker individuell nach Bedarf korrigiert werden.


1<br />

MED-EL Care Center Berlin<br />

Novalisstr. 7 | 10115 Berlin<br />

Tel. +49 30 38377950 | Fax +49 30 38377955 | cc-berlin@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Di. & Fr., 08:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center Bochum<br />

Brückstraße 5-13 | 44787 Bochum<br />

Tel. +49 234 60272334 | Fax +49 234 60272332 | cc-bochum@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Di. & Mi., 08:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center Dresden<br />

Pfotenhauerstraße 109 | 01307 Dresden<br />

Tel. +49 351 31270790 | cc-dresden@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Di., Mi., Do., 8:30 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center Frankfurt<br />

Gartenstr. 179 | 60596 Frankfurt am Main<br />

Tel. +49 69 27295735 | Fax +49 69 27295736 | cc-frankfurt@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Mo. – Do., 8:30 – 12:30 und 13:30 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center Hannover<br />

Deutsches HörZentrum Hannover | Karl-Wiechert-Allee 3 | 30625 Hannover<br />

Tel. +49 511 2289952 | Fax +49 511 2289953 | cc-hannover@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Mo. – Fr., 08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center München Haidhausen<br />

Hörzentrum München | Ismaninger Str. 33 | 81675 München<br />

Tel. +49 89 45079883 | cc-muenchen-haidhausen@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Di. & Mi., 08:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care Center München Innenstadt<br />

Pettenkoferstr. 4a | 80336 München<br />

Tel. +49 89 440053787 | cc-muenchen-innenstadt@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. 08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr,<br />

Fr. 08:00 – 14:00 Uhr<br />

MED-EL Care Center Tübingen<br />

Gesundheitszentrum Tübingen | Hoppe-Seyler-Straße 6 | 72076 Tübingen<br />

Tel. +49 7071 5497898 | Fax +49 7071 5496162 | cc-tuebingen@medel.com<br />

Öffnungszeiten: Di., Mi., Do., 08:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 16:30 Uhr<br />

MED-EL Care & Competence Center GmbH<br />

Moosstraße 7 | 82319 Starnberg<br />

care.medel.com<br />

medel.com<br />

26063 R4.0.<br />

MED-EL Care Center TM<br />

Vor Ort <strong>für</strong> Ihren Hörerfolg<br />

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Das HörPaten-Programm<br />

Auf dem Weg zum Hörimplantat haben <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong><br />

hochgradigem Hörverlust viele Fragen, deren Beantwortung<br />

ihre Entscheidung maßgeblich b einflu st. Viele davon<br />

kö nen Ärzte und Audiologen in persönlichen Gesprächen<br />

klären. Sie können nen sich auch über Broschüren der Herste ler<br />

oder im Internet informieren. Doch es geht nichts über die<br />

persönlichen Erfahrungen von Hörimplantat-Nutzern.<br />

Aus diesem Grund haben wir das HörPaten-Progra m ins<br />

Leben gerufen. Hier erhalten Sie Rat aus erster Hand, direkt<br />

von Hörimplantat-Nutzern bzw. deren Eltern.<br />

Unsere HörPaten beantworten gerne a le<br />

Fragen zum Leben <strong>mit</strong> einem Implantat<br />

und begleiten Sie und Ihre Familie in Ihrem<br />

Entscheidungsprozess. s.<br />

MED_HP_Flyer_Juli_2018_RZ.indd 2 25.07.18 08:53<br />

131<br />

Wenn Hörgeräte<br />

nicht mehr helfen:<br />

Hörimplantate von<br />

MED-EL.<br />

Sprechen Sie uns an oder lassen Sie<br />

sich gleich bei uns persönlich beraten!<br />

MED-EL Care Center Berlin<br />

Novalisstraße 7 | 10115 Berlin<br />

Telefon: +49 30 383779-50<br />

cc-berlin@medel.com<br />

Ein Hörimplantat<br />

kann auch<br />

Ihr Leben verändern!<br />

infopaket@medel.de<br />

Telefon 08151 770330<br />

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Geschichten aus dem Leben<br />

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Erste Schritte<br />

Ein Leitfaden zu Cochleaimplantaten<br />

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kostenfreies<br />

Infopaket!<br />

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Die Hörimplantate<br />

haben mir mein Leben<br />

zurückgegeben.<br />

Heike<br />

Hörimplantat-Nutzerin und HörPatin<br />

Heike berät Sie gern<br />

persönlich unter hörpaten.de<br />

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Hilfe bei Sehbehinderung<br />

132<br />

Angebote <strong>für</strong> blinde und sehbehinderte <strong>Menschen</strong><br />

Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein<br />

Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV) ist eine stark<br />

frequentierte Beratungsstelle sowie ein beliebter<br />

Treffpunkt <strong>für</strong> die rund 20.000 sehbehinderten<br />

und 6.000 blinden <strong>Menschen</strong> in Berlin.<br />

In der Auerbachstraße 7 am S-Bahnhof Grunewald<br />

können sich <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> nachlassendem<br />

Augenlicht von erfahrenen und teilweise<br />

selbst betroffenen Sozialarbeiterinnen beraten<br />

lassen. Hier befindet sich auch eine Beratungsund<br />

Verkaufsstelle <strong>für</strong> Blinde und Sehbehinderte<br />

<strong>mit</strong> Hilfs<strong>mit</strong>teln, die den Alltag erleichtern. Zur<br />

Erhöhung der Selbstständigkeit und Mobilität<br />

bietet der ABSV spezielle Schulungen an.<br />

PFLEGE • BETREUUNG • WOHNEN<br />

Im Rahmen seines Beratungsangebotes „Blickpunkt<br />

Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust“ lädt<br />

der ABSV gemeinsam <strong>mit</strong> Expertinnen und Experten<br />

der Augenheilkunde zu medizinischen<br />

Vorträgen ein und organisiert Selbsthilfetref-<br />

fen zur altersabhängigen Makula-Degeneration<br />

(AMD), zum Glaukom und zu diabetesbedingten<br />

Augenerkrankungen.<br />

Besonders gefragt sind die vielfältigen Kulturund<br />

Freizeitangebote des ABSV <strong>für</strong> blinde und<br />

sehbehinderte <strong>Menschen</strong> sowie die kostenlose<br />

Zusendung von Hörbüchern und Hörfilmen aus<br />

der <strong>Berliner</strong> Blindenhörbücherei.<br />

Für blinde und sehbehinderte Senioreninnen<br />

und Senioren bieten die Blindenwohnstätten<br />

Berlin, ebenfalls Einrichtungen des ABSV, seit<br />

über 30 Jahren ein würdiges Zuhause<br />

• Allg. Blinden- und Sehbehindertenverein<br />

Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV)<br />

Auerbachstraße 7, 14193 Berlin<br />

Tel. 89588-0<br />

info@absv.de<br />

www.absv.de<br />

Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe<br />

beim ABSV Berlin<br />

• Sozialpädagogische und psychologische Betreuung;<br />

Beratung zu finanziellen Ansprüchen<br />

• Patientenarbeit, u. a. AMD-Stammtisch<br />

• Schulungen und Fortbildungen<br />

• Hilfs<strong>mit</strong>tel – Beratung und Präsentationen<br />

• Beratung zu vergrößernden Sehhilfen<br />

• Freizeitangebote <strong>für</strong> Blinde und Sehbehinderte<br />

Telefon 030 / 895 88-0<br />

www.absv.de<br />

BERATUNG • HILFE • KONTAKT


133<br />

Verkehrsschutzzeichen<br />

Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen<br />

nicht sicher im Verkehr bewegen<br />

kann, muss Vorsorge treffen, da<strong>mit</strong> er andere<br />

nicht gefährdet. In der Regel erfüllen <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en ihre Vorsorgepflicht, indem<br />

sie durch Verkehrsschutzzeichen (VKS) auf ihre<br />

<strong>Behinderung</strong> aufmerksam machen, so dass <strong>für</strong><br />

die übrigen Verkehrsteilnehmenden erkennbar<br />

eine gesteigerte Sorgfaltspflicht besteht.<br />

Neben gelben Armbinden <strong>mit</strong> drei schwarzen<br />

Punkten sowie dem weißen Führgeschirr <strong>für</strong><br />

Blindenführhunde gehört auch der weiße Stock<br />

zu den anerkannten Verkehrsschutzzeichen. Die<br />

weißen Stöcke gibt es in verschiedenen Ausführungen,<br />

die nach einem Rezept des Augenarztes<br />

und individueller Beratung beim Allgemeinen<br />

Blinden- und Sehbehinderten verein Berlin<br />

(ABSV) erhältlich sind. Hier können blinde und<br />

sehbehinderte <strong>Menschen</strong> in speziellen Schulungen<br />

auch die richtige Nutzung des weißen<br />

Langstocks erlernen. Es ist dringend zu empfehlen,<br />

die genannten Verkehrsschutzzeichen zu<br />

nutzen, weil sonst die Gefahr besteht, dass im<br />

Falle eines Verkehrsunfalls Schadensersatzansprüche<br />

verweigert werden. Eine Anstecknadel<br />

(Abzeichen) als Hinweis auf eine <strong>Behinderung</strong><br />

genügt im Schadensfall nicht. In der Hilfs<strong>mit</strong>telberatungsstelle<br />

des ABSV gibt es neben den Verkehrsschutzzeichen<br />

viele praktische Hilfs<strong>mit</strong>tel,<br />

wie „sprechende“ Uhren und Haushaltsgeräte<br />

sowie Münzboxen und Gesellschaftsspiele. Bitte<br />

melden Sie sich vor Ihrem Besuch an, um Wartezeiten<br />

zu vermeiden.<br />

• Allg. Blinden- und Sehbehindertenverein<br />

Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV)<br />

Auerbachstraße 7, 14193 Berlin, Tel. 89588-0<br />

info@absv.de<br />

www.absv.de<br />

Blindenwohnstätten Berlin<br />

Ihr Spezialist <strong>für</strong> sehbehinderte<br />

und blinde <strong>Menschen</strong><br />

• Einzelappartements <strong>mit</strong> persönlicher Möblierung<br />

• Wohnen <strong>mit</strong> Service<br />

• Auch ein Zuhause <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> weiteren <strong>Behinderung</strong>en<br />

Haus Spandau: Tel. 030 / 33 50 06-0<br />

Haus Weißensee: Tel. 030 / 962 51-0<br />

www.blindenwohnstaetten.de<br />

PFLEGE • BETREUUNG • WOHNEN<br />

BWS<br />

Blindenwohnstätten Berlin


Hilfe bei Sehbehinderung<br />

Wenn die Brille nicht mehr ausreicht...<br />

ANZEIGE 134<br />

„Eine stärkere Lesebrille gibt es <strong>für</strong> mich nicht,<br />

aber ich kann trotzdem nicht mehr lesen!“ Vielleicht<br />

geht es Ihnen, einem Angehörigen oder<br />

Freund genauso und Sie fragen sich, was kann<br />

man noch tun?<br />

Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistung der<br />

Augen ab, kleine Schriften können trotz optimaler<br />

Korrektur nur <strong>mit</strong> Mühe gelesen werden. Kommt<br />

zusätzlich eine Augenerkrankung, z. B. Grauer Star<br />

oder Macula-Degeneration, hinzu, ist das Lesen<br />

<strong>mit</strong> Brille allein oft nicht mehr möglich. Noch<br />

dazu sind bei vielen Betroffenen die Orientierung,<br />

die Mobilität oder das Fernsehen deutlich eingeschränkt.<br />

Die Folge ist Rückzug aus dem aktiven<br />

Leben und das Gefühl, <strong>mit</strong> den Problemen alleingelassen<br />

zu sein. Ergänzend zum Augenarzt ist der<br />

spezialisierte Augenoptiker der kompetente Ansprechpartner.<br />

Der „Fachberater <strong>für</strong> vergrößernde<br />

Sehhilfen“ ist durch kontinuierliche Fortbildung<br />

<strong>mit</strong> den Problemen sehbehinderter <strong>Menschen</strong><br />

vertraut und kann in vielen Fällen die Lebensqualität<br />

der Betroffenen deutlich verbessern. In<br />

einem ausführlichen Gespräch er<strong>mit</strong>telt der Fachberater<br />

die Sehbedürfnisse der Kundinnen und<br />

Kunden. Nach anschließender Er<strong>mit</strong>tlung der erforderlichen<br />

Vergrößerung folgt die gemeinsame<br />

Auswahl der geeigneten vergrößernden Sehhilfen,<br />

welche intensiv erprobt werden. Neben der bekannten<br />

klassischen Lupe gibt es Lupenbrillen,<br />

Fernrohrlupenbrillen, elektronische Bildschirmlesegeräte<br />

und vieles mehr.<br />

Je älter unsere Augen werden, umso mehr Licht ist<br />

zum entspannten Lesen notwendig. Dieser Aspekt<br />

wird sehr häufig unterschätzt und die Stehlampe<br />

in der Raumecke oder das Deckenlicht als ausreichend<br />

empfunden. Der Fachberater führt spezielle<br />

Leuchten, die durch Gestaltung, Bedienung<br />

und geeignete Lichtfarben das Lesen oder sämtliche<br />

Arbeiten auf kurze Entfernung wesentlich<br />

erleichtern können. Aufgrund des Umfangs der<br />

Beratung ist ein Termin <strong>mit</strong> Ihrem Fachberater <strong>für</strong><br />

vergrößernde Sehhilfen sinnvoll. Sollte Ihnen das<br />

Verlassen der Wohnung nicht möglich sein, vereinbaren<br />

Sie einen Hausbesuch.


135<br />

Ihr Spezialist <strong>für</strong> vergrößernde Sehhilfen<br />

Oberfeldstraße 192 · 12683 Berlin<br />

Am S-Bahnhof Biesdorf · Telefon 54 37 69 20<br />

Low Vision Kreis<br />

Netzwerk spezialisierter Augenoptiker<br />

www.augenoptik-hagemann.de<br />

Warschauer Str. 34-36<br />

10243 Berlin<br />

Tel. 030 326675-90<br />

berlin@sfz-sehzentrum.de<br />

www.sfz-sehzentrum.de<br />

Angebote <strong>für</strong> berufliche Rehabilitation:<br />

• Blindentechnische Grundausbildung (BTG)<br />

• Assessment / Arbeitserprobung<br />

• Berufsvorbereitung und Ausbildungsangebote<br />

Weitere Angebote<br />

• Spezialintegrationskurse <strong>für</strong> blinde und<br />

sehbehinderte Migranten<br />

• Berufssprachkurse nach DeuFöV<br />

• Sehfunktionsdiagnostik und -training<br />

<strong>Berliner</strong><br />

Kunstaugen-Institut<br />

D. Leipold-Kuller GmbH<br />

Rognitzstraße 12<br />

14059 Berlin<br />

bki@ocularist.info<br />

www.ocularist.info<br />

Tel. 030 - 3027424<br />

Fax 030 - 3029840<br />

Augenprothetik<br />

Lauscha GmbH<br />

Rognitzstraße 12<br />

14059 Berlin<br />

info@augenprothetik-lauscha.de<br />

www.augenprothetik-lauscha.de<br />

Tel. 030 - 3010308<br />

Fax 030 - 3029840<br />

Künstliche <strong>Menschen</strong>augen aus Glas und Kunststoff (PMMA)<br />

Individuelle Anfertigung Kollektionsaugen Illigschalen<br />

Augen <strong>für</strong> Pathologie Siebilligschalen Lochprothesen<br />

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Hilfe bei Sehbehinderung<br />

136<br />

EV OPTRON<br />

Hilfs<strong>mit</strong>tel <strong>für</strong> blinde<br />

und sehbehinderte<br />

<strong>Menschen</strong><br />

Wir bieten ein breites Spektrum<br />

von Bildschirmlesegeräten<br />

und Vorlesegeräten<br />

(auch OrCam)<br />

Weitere Informationen<br />

unter: www.evoptron.de<br />

Telefon 06078.969827-0<br />

SFZ Sehzentrum<br />

Beratung, Diagnostik, Rehabilitation, Bildung<br />

Das Leben bietet viele Facetten. Wir haben<br />

verschiedene Bedürfnisse, bestreiten Veränderungen<br />

und versuchen, uns den Anforderungen<br />

zu stellen. Wenn sich bei Ihnen Fragen rund<br />

um das Sehen gezeigt haben, zögern Sie nicht,<br />

sich an uns zu wenden. Mit sinnesspezifischen<br />

Beratungsangeboten, Assessments, beruflichen<br />

Rehabilitationskursen, individuell abgestimmten<br />

Schulungen, Ausbildungen und Sehfunktionstrainings<br />

decken wir eine breite Palette an Bedarfen<br />

ab. Sie sind auch richtig bei uns, wenn Sie<br />

in spezialisierten Kursen Deutsch lernen wollen.<br />

Melden Sie sich einfach unter der<br />

Tel. 030/32667590 und vereinbaren<br />

Sie einen Termin. www.sfz-sehzentrum.de<br />

<strong>Berliner</strong> Blindenhörbücherei<br />

Hörbücher<br />

In einer Blindenhörbücherei können kostenlos<br />

Bücher ausgeliehen werden, die speziell <strong>für</strong><br />

blinde und sehbehinderte <strong>Menschen</strong> auf CDs<br />

im komfortablen DAISY-Format (DAISY steht<br />

<strong>für</strong> Digital Accessible Information System) aufgesprochen<br />

wurden. Die Deutsche Post AG befördert<br />

sie kostenlos als „Blindensendung“. Die<br />

Bücher können <strong>für</strong> circa vier Wochen behalten<br />

werden, bevor die Buchsendung wieder portofrei<br />

in dem da<strong>für</strong> bestimmten Versandumschlag an<br />

die Blindenhörbücherei zurückgeht. Noch einfacher<br />

funktioniert die Auswahl des gewünschten<br />

Hörbuches über eine App, über die der Titel<br />

überall und jederzeit auf das Smartphone heruntergeladen<br />

und sofort gehört werden kann.<br />

Voraussetzung <strong>für</strong> die Nutzung einer Blindenhörbücherei<br />

ist, dass ein Befund des Augenarztes<br />

bestätigt, dass die Person nicht in der Lage<br />

ist, gedruckte Schriftstücke zu lesen. Die Blindenhörbüchereien<br />

im deutschsprachigen Raum<br />

halten rund 200.000 Titel zur Ausleihe bereit.<br />

Neuerdings kann man auch ganz einfach über<br />

den Sprachassistenzdienst Alexa ein Hörbuch<br />

ausleihen und hören.<br />

• <strong>Berliner</strong> Blindenhörbücherei gGmbH<br />

Auerbachstr. 5, 14193 Berlin, Tel. 8263111<br />

info@berliner-hoerbuecherei.de<br />

www.bhb.absv.de<br />

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Neue Augenprothese benötigt?<br />

Dann kommen Sie zu uns nach BERLIN.<br />

Ihr staatlich geprüfter Meisterbetrieb <strong>für</strong> Augenprothesen.<br />

Termine telefonisch unter 0931 - 24 8 25 oder unter https://www.Augenkuenstler.de.<br />

Versbacher Straße 183 - 97078 Würzburg<br />

Tel: 0931-24825 - Fax: 0931-22653 - E-Mail: info@augenkuenstler.de


Gesundheit und Pflege<br />

137<br />

Fahrkosten/Krankentransport<br />

Medizinische Notwendigkeit ist entscheidend<br />

Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung<br />

haben Anspruch auf Übernahme der<br />

Fahrkosten, wenn sie im Zusammenhang <strong>mit</strong> einer<br />

Leistung der Krankenkasse zwingend medizinisch<br />

nötig sind und durch den Arzt verordnet wurden.<br />

Welches Fahrzeug dabei benutzt wird, richtet sich<br />

nach der medizinischen Notwendigkeit und wird<br />

vom Arzt entschieden.<br />

In folgenden Fällen dürfen die Krankenkassen<br />

die Fahrkosten in Höhe des Betrages, der die<br />

Zuzahlung übersteigt, übernehmen:<br />

➜ Fahrten zu stationären Behandlungen,<br />

➜ Rettungsfahrten zum Krankenhaus<br />

(auch ohne stationäre Aufnahme),<br />

➜ Fahrten von Versicherten im Krankentransportwagen<br />

(KTW), wenn während der Fahrt<br />

eine fachliche Betreuung oder eine besondere<br />

Einrichtung des KTW erforderlich ist oder<br />

dies zu erwarten ist (nach vorheriger Genehmigung),<br />

➜ Fahrten zu einer vor- oder nachstationären<br />

Behandlung, wenn dadurch eine aus medizinischen<br />

Gründen an sich gebotene voll- oder<br />

teilstationäre Krankenhausbehandlung verkürzt<br />

oder vermieden werden kann und<br />

➜ Fahrten zu einer ambulanten Operation im<br />

Krankenhaus oder zu einer ambulanten Operation<br />

in der Vertragsarztpraxis sowie bei in<br />

diesem Zusammenhang erfolgender Vor- oder<br />

Nachbehandlung, wenn dadurch eine aus medizinischen<br />

Gründen an sich gebotene voll- oder<br />

teilstationäre Krankenhausbehandlung vermieden<br />

wird oder diese nicht ausführbar ist.<br />

Fahrten zu einer ambulanten Behandlung werden<br />

nur in Ausnahmefällen übernommen. Fahrten zur<br />

onkologischen Strahlen- und Chemotherapie sowie<br />

zur ambulanten Dialysebehandlung erfüllen die<br />

Voraussetzungen regelhaft. Die Kosten <strong>für</strong> Fahrten<br />

zur ambulanten Behandlung werden u. a. auch dann<br />

erstattet, wenn Versicherte einen Schwerbehindertenausweis<br />

<strong>mit</strong> dem Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche<br />

Gehbehinderung), „Bl“ (Blindheit) oder<br />

„H“ (Hilflosigkeit) besitzen oder eine Einstufung<br />

in den Pflegegrad 3, 4 oder 5 nachweisen können.<br />

Beim Pflegegrad 3 muss zugleich eine dauerhafte<br />

Beeinträchtigung der Mobilität vorliegen.<br />

Versicherte haben 10 Prozent des Fahrpreises,<br />

mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Fahrt,<br />

jedoch nie mehr als die tatsächlich entstandenen<br />

Kosten als gesetzliche Zuzahlung selbst zu tragen.<br />

Die Zuzahlungen müssen auch <strong>für</strong> Kinder und<br />

Jugendliche geleistet werden. Bei Fahrten im Zusammenhang<br />

<strong>mit</strong> stationären Behandlungen und<br />

<strong>mit</strong> ambulanten Operationen zahlen Versicherte <strong>für</strong><br />

die erste und letzte Fahrt eine Zuzahlung.<br />

Für ein<br />

besseres Leben<br />

<strong>mit</strong> Demenz*<br />

Beratung <strong>für</strong><br />

An- und Zugehörige<br />

und Betroffene,<br />

Unterstützung und<br />

Angebote in Berlin<br />

Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V.<br />

Selbsthilfe Demenz<br />

Beratung<br />

und Selbsthilfe<br />

in Berlin<br />

Informationen: Tel 030 - 89 09 43 57<br />

www.alzheimer-berlin.de<br />

* Der Begriff „Demenz“ ist nicht klar definiert. Weitere<br />

Informationen unter www.alzheimer-berlin.de/demenz


Gesundheit und Pflege<br />

138<br />

Pflegestützpunkte Berlin: Servicetelefonnummer 0800 5950059 (kostenfrei)<br />

Kostenfreie, neutrale Beratung rund um die Pflege<br />

Die <strong>Berliner</strong> Pflegestützpunkte sind kostenfreie und<br />

wohnortnahe Beratungsstellen <strong>für</strong> ältere oder hilfeund<br />

pflegebedürftige Erwachsene, Kinder und Jugendliche<br />

sowie deren Angehörige. Sie informieren<br />

z. B. über Entlastungsmöglichkeiten <strong>für</strong> pflegende Angehörige,<br />

Hilfen bei der Pflege und im Haushalt, verschiedene<br />

Wohnformen, Hilfs<strong>mit</strong>tel oder Angebote<br />

<strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> Demenz.<br />

Die Pflegestützpunkte beraten trägerneutral und<br />

verbraucherorientiert vor Ort, telefonisch oder zu<br />

Hause. Sie erreichen die Pflegestützpunkte kostenfrei<br />

Montag-Freitag 9-18 Uhr unter der Service-Telefonnummer<br />

0800 5950059. Im Internet finden Sie unter<br />

www.pflegestuetzpunkteberlin.de neben den Adressen<br />

weitere Informationen der Pflegestützpunkte.<br />

Charlottenburg-Wilmersdorf<br />

→ Bundesallee 50, 10715 Berlin, Tel. 8931231<br />

→ Kaiserin Augusta Allee 85, 10589 Berlin, Tel. 3385364-910<br />

→ Ernst-Reuter-Platz 2, 10587 Berlin, Tel. 0800 26508025201<br />

Friedrichshain-Kreuzberg<br />

→ Strausberger Platz 13-14, 10243 Berlin, Tel. 0800 26508022660<br />

→ Prinzenstr. 23, 10969 Berlin, Tel. 25700673<br />

→ Wilhelmstr. 138, 10963 Berlin, Tel. 613760761<br />

Lichtenberg<br />

→ Einbecker Str. 85, 10315 Berlin, Tel. 403661160<br />

→ Rummelsburger Str. 13, 10315 Berlin, Tel. 259357955<br />

→ Ärztehaus Rudolf Virchow, Reichenberger Str. 3,<br />

13055 Berlin, Tel. 3385364-70<br />

Marzahn-Hellersdorf<br />

→ Janusz-Korczak-Str. 17, 12627 Berlin, Tel. 0800 26508028686<br />

→ Marzahner Promenade 49, 12679 Berlin, Tel. 5143093<br />

→ Blumberger Damm 2k, 12683 Berlin, Tel. 270049840<br />

Gesundheitszentrum am Unfallkrankenhaus Berlin (UKB)<br />

Mitte<br />

→ Brückenstraße 4, 10179 Berlin, Tel. 0800 265080-28100<br />

→ Kirchstr. 8 a, 10557 Berlin, Tel. 3385364-0<br />

→ Reinickendorfer Str. 61, 13347 Berlin, Tel. 45941103<br />

Neukölln<br />

→ Neuköllner Arcaden, Karl-Marx-Straße 66<br />

12043 Berlin, Tel. 0800 265 080 27110<br />

→ Groß-Ziethener Chaussee 16, 12355 Berlin, Tel. 338536420<br />

→ Rollbergstraße 30, 12053 Berlin, Tel. 6897700<br />

Pankow<br />

→ Am Steinberg 10, 13086 Berlin, Tel. 3385364-50<br />

→ Hauptstr. 29a, 13158 Berlin, Tel. 0800 26508024890<br />

→ Mühlenstraße 48, 13187 Berlin, Tel. 47531719<br />

Reinickendorf<br />

→ Kurhausstr. 30 (Haus E, 3. OG), 13467 Berlin<br />

Tel. 338536440<br />

→ Glienicker Str. 6a, 13467 Berlin, Tel. 41744891<br />

→ Wilhelmsruher Damm 116, 13439 Berlin, Tel. 49872404<br />

Spandau<br />

→ Galenstr. 14, 13597 Berlin, Tel. 902792026<br />

→ Heerstr. 440, 13593 Berlin, Tel. 338536430<br />

→ Nonnendammallee 104, 13629 Berlin, Tel. 257949281<br />

Steglitz-Zehlendorf<br />

→ Albrechtstr. 81 a, 12167 Berlin, Tel. 76902600<br />

→ Ferdinandstr. 35, 12209 Berlin, Tel. 338536480<br />

→ Teltower Damm 35, 14169 Berlin<br />

Tel. 0800 26508026550<br />

Tempelhof-Schöneberg<br />

→ Hauptstr. 17, 10827 Berlin, Tel. 0800 26508026210<br />

→ Ottokarstr. 1, 12105 Berlin, Tel. 7550703<br />

→ Hundsteinweg 6, 12107 Berlin, Tel. 338536460<br />

Treptow-Köpenick<br />

→ Albert-Einstein-Straße 2, 12489 Berlin<br />

Tel. 0800 26508027450<br />

→ Myliusgarten 20, 12587 Berlin, Tel. 3385364-920<br />

→ Spreestraße 6, 12439 Berlin, Tel. 47474702<br />

Ambulanter Pflegedienst <strong>für</strong> Persönliche Assistenz<br />

Individuelle Leistungen – selbstbestimmte Lebenswege<br />

Neue Lebenswege GmbH<br />

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10243 Berlin<br />

www.lebenswege-berlin.de · info@lebenswege-berlin.de · Tel. 030 446872-320<br />

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139<br />

Die Kinder- und Jugendambulanz betreut Kinder und Jugendliche<br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en und Entwicklungsauffälligkeiten.<br />

Das kinderärztlich angeleitete Team bietet Diagnostik und<br />

Therapien in den Fachbereichen Physio therapie, Logopädie,<br />

Musiktherapie, Ergotherapie, Heilpädagogik, Sozialpädago gik<br />

und Psychologie sowie Beratungen <strong>für</strong> Eltern und Erzieher*innen<br />

an. Als besonderes Angebot findet in unserem SPZ die<br />

sinnesspezifische Frühförderung hörgeschädigter Kinder<br />

sowie Beratung und Anleitung von Bezugspersonen statt.<br />

Patientenbeauftragte <strong>für</strong> Berlin<br />

Offenes Beratungsangebot <strong>für</strong> Eltern<br />

Das Amt ist Anlaufstelle <strong>für</strong> die Anliegen, Belange<br />

und Beschwerden von kranken und pflegebedürftigen<br />

<strong>Menschen</strong>, pflegenden Angehörigen<br />

und ihren Organisationen sowie von Nutzerinnen<br />

und Nutzern der gesundheitlichen und<br />

pflegerischen Versorgung in Berlin. Es schafft<br />

den Rahmen da<strong>für</strong>, dass die Interessen der Betroffenen<br />

in der Versorgungspolitik angemessen<br />

Gehör finden. Bei Problemen/Beschwerden wird<br />

unabhängig ver<strong>mit</strong>telt, aber den Betroffenen<br />

parteiisch zur Seite gestanden. Es wird zum Ausgleich<br />

und Vergleich angeregt und der Dialog im<br />

Sinne einer Schlichtung unterstützt. Auf Wunsch<br />

wird die Anony<strong>mit</strong>ät der Beschwerdeführer/in<br />

gewahrt. Erfahrungsberichte, Anliegen und Beschwerden<br />

werden dokumentiert/ausgewertet.<br />

• Patientenbeauftragte <strong>für</strong> Berlin<br />

Senatsverwaltung <strong>für</strong> Wissenschaft, Gesundheit,<br />

Pflege und Gleichstellung, Oranienstr. 106<br />

10969 Berlin, Tel. 9028-2010, Mo-Fr 10-14 Uhr<br />

patientenbeauftragte@senwgpg.berlin.de<br />

www.berlin.de/lb/patienten<br />

Kinder- und Jugendambulanz<br />

Sozialpädiatrisches Zentrum (KJA | SPZ)<br />

Rathausstraße 13 · 10178 Berlin<br />

Tel. 030 4226450<br />

kja@integral-berlin.de<br />

www.integral-berlin.de<br />

Krankenversicherung<br />

Recht und Pflicht <strong>für</strong> jede/n<br />

In Deutschland besteht das Recht und die<br />

Pflicht zur Krankenversicherung. Wer den Versicherungsschutz<br />

verloren hat, kehrt in seine<br />

letzte Krankenversicherung zurück. Die<br />

Krankenkassen dürfen diese Personen nicht<br />

abweisen, auch nicht wegen einer Schwerbehinderung<br />

oder dem derzeitigen Gesundheitszustand.<br />

Das gilt auch <strong>für</strong> Personen, die ihren<br />

privaten Krankenversicherungsschutz verloren<br />

haben. Sie müssen bei den Privatversicherungen<br />

ohne Prüfung des Gesundheitszustandes,<br />

ohne risikoabhängige Zuschläge und Leistungsausschlüsse<br />

versichert werden, es gilt der Basistarif.<br />

Wer seinen Versicherungsschutz wegen<br />

arglistiger Täuschung verloren hat, muss aber<br />

von der betreffenden Versicherung nicht wieder<br />

aufgenommen werden. Bei den privaten<br />

Krankenversicherungen hängt vom Tarif ab, in<br />

welcher Höhe Versicherungsleistungen übernommen<br />

werden. Gesetzliche Versicherungen<br />

sind verpflichtet, Behinderte aufzunehmen.<br />

www.bmg.bund.de<br />

Der heilpädagogische Fachdienst ist ein niederschwelliges<br />

Angebot und richtet sich sowohl an Eltern,<br />

die Fragen zu der Entwicklung ihres Kindes haben,<br />

als auch an pädagogische Fachkräfte, die ein Entwicklungsrisiko<br />

bei einem von ihnen betreutem Kind<br />

vermuten. Das mobil aufsuchende Angebot ist <strong>für</strong> die<br />

Ratsuchenden kostenfrei und umfasst eine bedarfsorientierte<br />

Beratung im Hinblick auf Unterstützungsund<br />

Förderangebote im Sozialraum der Familie.<br />

Mobiler Heilpädagogischer Fachdienst<br />

(HPFD) „<strong>Berliner</strong> Kiebitze“ in Ihrer Nähe:<br />

Mitte (Zentrum/Alt-Mitte): Tel. 0151 19536381<br />

Friedrichshain: Tel. 0151 19536362<br />

Pankow/Prenzl. Berg: Tel. 0151 195363-86/-85<br />

hpfd.friedrichshain-<strong>mit</strong>te@integral-kja.de<br />

www.integral-berlin.de


Gesundheit und Pflege<br />

140<br />

#nurmut<br />

Trau' dich.<br />

Es braucht Mut,<br />

sein Leben in die eigene Hand zu nehmen.<br />

Wir helfen <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>en<br />

eigenständiger <strong>mit</strong>ten im Leben zu leben.<br />

futura-berlin.de<br />

Gila Korasz<br />

Organisation von ambulanten, kombinierten<br />

Zahnärztlichen-Mund-Kiefer-Gesichtschirurgischen<br />

Behandlungen in Narkose<br />

Schwerpunkt: Behandlung von Patienten <strong>mit</strong> körperlichen<br />

und / oder geistigen Einschränkungen<br />

An den Zähnen hängt der ganze Mensch – eine Binsenweisheit <strong>mit</strong> großer Reichweite.<br />

Nahrung soll bestmöglich gekaut werden können, schädliche Keime der Mundhöhle, die das Herz,<br />

Muskeln, Gelenke und sogar das Gehirn belasten können, in Schach gehalten werden.<br />

Nicht nur der schlechte Geruch aus der Mundhöhle ist belastend, sondern vor allem das,<br />

was den Geruch verursacht: Die festen Ablagerungen und die Bakterien, die unter<br />

diesen Ablagerungen brüten.<br />

Unabhängig von angeborenen oder erworbenen Erkrankungen,<br />

entscheiden Mund-Kiefer-Gesichts chirurg, Zahnarzt, Anästhesist und Intensivmediziner,<br />

gemeinsam über Durchführung und Ablauf der Behandlung in Narkose.<br />

Tel. 01520 6476312 gk-mug@web.de www.Mund-und-Gesamtgesundheit.de


141<br />

RheumaPreis 2023 an Elke Horner von der Musikschule Reinickendorf<br />

„Wenn etwas nicht mehr geht, tut sich eine<br />

andere Tür auf und es bieten sich neue Chancen.“<br />

Mit Manuela De Palma, André Lorig und Elke Horner<br />

wurden drei von Rheuma betroffene <strong>Menschen</strong><br />

ausgezeichnet, denen es gelingt, trotz Erkrankung<br />

fest im Berufsleben zu stehen. Auch ihre Arbeitgeber<br />

– der Baden-Württembergische Landesverband<br />

von PHYSIO-DEUTSCHLAND, die Agentur <strong>für</strong><br />

Arbeit Saarland und die Musikschule Reinickendorf<br />

– wurden als Preisträger geehrt und erhielten<br />

Urkunden. Das Preisgeld von je 3.000 Euro ging an<br />

die ausgezeichneten Arbeitnehmenden.<br />

Im 15. Jahr verlieh die Initiative Rheuma- Preis<br />

Ende September 2023 ihre gleichnamige Auszeichnung<br />

und lenkt da<strong>mit</strong> Aufmerksamkeit darauf,<br />

welchen Herausforderungen chronisch Kranke auf<br />

dem Arbeitsmarkt begegnen. Wie wichtig dieses<br />

Engagement ist, zeige eine aktuelle Studie, nach<br />

der die Zahl der von einer entzündlich-rheumatischen<br />

Erkrankung Betroffenen in den vergangenen<br />

Jahren deutlich angestiegen ist. „Wurde die Zahl<br />

der Rheumakranken noch vor wenigen Jahren auf<br />

rund 1,5 Millionen geschätzt, geht man heute von<br />

bis zu 2,1 Millionen Betroffenen in Deutschland<br />

aus“, sagt Professor Dr. med. Matthias Schneider,<br />

Mitinitiator des RheumaPreises, vom Universitätsklinikum<br />

Düsseldorf. Das wären rund drei Prozent<br />

der erwachsenen Bevölkerung. Eine tatsächliche<br />

Zunahme der Erkrankungen spiegelt das nicht<br />

notwendigerweise wider. „Vermutlich machen<br />

sich hier vor allem die verbesserte Frühdiagnostik<br />

und die längere Lebenserwartung bemerkbar“,<br />

so Schneider.<br />

Die meisten Rheuma-Patientinnen und -Patienten<br />

erhalten heute ihre Diagnose in ihren Dreißigern<br />

oder Vierzigern. Sie stehen <strong>mit</strong>ten im Berufsleben,<br />

zum Teil sogar noch in Studium oder Ausbildung.<br />

Während früher fast ein Viertel der Betroffenen<br />

innerhalb der ersten zehn Jahre nach der<br />

Diagnose die Erwerbstätigkeit aufgab, gelingt es<br />

heute deutlich mehr Betroffenen, im Berufsleben<br />

zu bleiben. „Einen Anteil daran hat – neben der<br />

effizienteren Therapie – sicherlich auch der offenere<br />

und selbstverständlichere Umgang <strong>mit</strong> chronischen<br />

Erkrankungen“, sagt Donata Apelt-Ihling,<br />

© Sarah Rauch<br />

Laudatorin Swantje Arndt <strong>mit</strong> Preisträgerin Elke<br />

Horner, Musikerin, Schlagzeuglehrerin, Bandleiterin<br />

(Mitte) und Jasper Mack von ihrem ebenfalls geehrten<br />

Arbeitgeber, der Musikschule Reinickendorf<br />

Schirmherrin des Preises und Unternehmerin.<br />

Diese Offenheit und Akzeptanz zu fördern, sei das<br />

wichtigste Ziel des RheumaPreises. „Wenn Unternehmen<br />

sich <strong>für</strong> chronisch kranke Mitarbeitende<br />

einsetzen, senden sie ein starkes Signal <strong>für</strong> Rücksichtnahme<br />

und Integration – im Betrieb, aber<br />

auch in der Gesellschaft.“<br />

Das Leben in den Mittelpunkt zu stellen und nicht<br />

die Krankheit – diesen Vorsatz hat Elke Horner gefasst,<br />

als sie <strong>mit</strong> den Beschwerden einer rheumatoiden<br />

Arthritis konfrontiert war. Die leidenschaftliche<br />

Musikerin konnte nach der Diagnose noch ihr<br />

Schlagzeugstudium abschließen, die zunehmenden<br />

Beschwerden zwangen sie jedoch bald, ihr<br />

geliebtes Instrument aufzugeben. Heute spielt die<br />

<strong>mit</strong>tlerweile 55-Jährige bei Auftritten Glockenspiel<br />

– ein Instrument, das nicht so viel Kraft erfordert.<br />

„Vielmehr gibt die Musik mir Kraft, Energie und Inspiration“,<br />

sagt sie. Als Musiklehrerin und Bandleiterin<br />

an der Musikschule Reinickendorf gibt sie<br />

diese Energie weiter, wird sie wegen ihrer offenen<br />

und motivierenden Art geschätzt, wie Jasper Mack,<br />

Fachgruppenleiter Schlaginstrumente betont.<br />

„Selbst wenn ich einmal spontan absagen muss,<br />

übt niemand Druck aus“, ist Elke Horner dankbar.<br />

Durch ihre Krankheit habe sie gelernt: Wenn etwas<br />

nicht mehr geht, tut sich eine andere Tür auf<br />

und es bieten sich neue Chancen.<br />

www.rheumapreis.de


Gesundheit und Pflege<br />

ANZEIGE<br />

142<br />

Hilfs<strong>mit</strong>telcentrum des DRK<br />

Ansehen, informieren und ausprobieren!<br />

„Ansehen, informieren und ausprobieren!“ Im<br />

Hilfs<strong>mit</strong>telcentrum können Hilfs<strong>mit</strong>tel, wie<br />

Rollstühle, Rollatoren, Badewanneneinstiegshilfen<br />

und vieles mehr ausgeliehen werden.<br />

Beratungen zu Mobilitätshilfen erfolgen auch<br />

telefonisch. Für persönliche Beratungen ist ein<br />

Termin erforderlich, den man telefonisch, per<br />

Mail oder Fax vereinbaren kann.<br />

• DRK LV <strong>Berliner</strong> Rotes Kreuz e. V.<br />

– Hilfs<strong>mit</strong>telCentrum<br />

Bachestr. 11, 12161 Berlin (U-Bahn Friedrich-Wilhelm-Platz<br />

oder U-/S-Bahn Bundesplatz)<br />

Öffnungszeiten <strong>für</strong> Verleih:<br />

Mo/Mi/Fr 9-12 Uhr, Di/Do 14-17 Uhr<br />

(Terminvereinbarungen auch außerhalb<br />

der Öffnungszeiten möglich)<br />

Für Beratungen vereinbaren Sie einfach einen<br />

Termin. Tel. 600300-200, Fax 600300-9200<br />

hilfs<strong>mit</strong>tel@drk-berlin.de<br />

www.drk-berlin.de/hilfs<strong>mit</strong>tel<br />

SPENDEN SIE<br />

FÜR<br />

EINE ZEIT VOLLER LEBEN<br />

Seit 1996 begleitet und entlastet die<br />

Björn Schulz Stiftung Familien <strong>mit</strong><br />

schwer erkrankten Kindern. Eine Vielzahl<br />

unserer Angebote finanziert sich<br />

über Spenden.<br />

Unser Spendenkonto<br />

Bank <strong>für</strong> Sozialwirtschaft<br />

IBAN: DE38 3702 0500 0001 1456 00<br />

BIC: BFSWDE33XXX<br />

Stichwort: <strong>Inklusion</strong>23-24<br />

www.bjoern-schulz-stiftung.de<br />

Für eine Zeit voller Leben<br />

Seit 1996 begleitet die Björn Schulz Stiftung Familien<br />

<strong>mit</strong> lebensverkürzend erkrankten Kindern,<br />

Jugendlichen und jungen Erwachsenen.<br />

Unsere Angebote bilden dabei ein umfassendes<br />

Netzwerk der Hilfe: <strong>mit</strong> dem Sonnenhof, unserem<br />

Hospiz <strong>für</strong> Kinder und junge <strong>Menschen</strong>, <strong>mit</strong><br />

zahlreichen ambulanten Diensten in Berlin und<br />

Brandenburg sowie dem Nachsorge- und Erholungshaus<br />

Irmengard-Hof am Chiemsee.<br />

Im Sonnenhof in Berlin werden erkrankte Kinder<br />

und junge <strong>Menschen</strong> aus ganz Deutschland<br />

in herausfordernden Krisensituationen, im Rahmen<br />

der Entlastungspflege und in der Zeit des<br />

Abschiednehmens liebevoll von einem multiprofesisonellen<br />

Team umsorgt. Im Mittelpunkt<br />

unserer Arbeit steht die Stärkung der individuellen<br />

Lebensqualität unserer erkrankten Gäste<br />

und ihrer Familien.<br />

Unsere Ambulanten Dienste bieten eine ganzheitliche<br />

Betreuung der Familien zu Hause an,<br />

um ihnen so lange wie möglich gemeinsame Zeit<br />

in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Eltern<br />

und Geschwister haben in der Zeit des Abschiednehmens<br />

und über den Tod hinaus die Möglichkeit,<br />

an unseren vielfältigen Trauerangeboten<br />

und verschiedenen Gruppen teilzunehmen. Diese<br />

Angebote sind <strong>für</strong> sie kostenfrei und unbürokratisch<br />

zugänglich. Am Irmengard-Hof, unserem<br />

Nachsorge- und Erholungshaus am Chiemsee<br />

in Bayern, können Familien <strong>mit</strong> gesunden und<br />

kranken Kindern zur Ruhe kommen und neue<br />

Kraft schöpfen.<br />

www.bjoern-schulz-stiftung.de


143<br />

Sanitätshäuser, Orthopädietechnik<br />

Breit gefächerte Produktpalette<br />

Sanitätshäuser bieten ihren Kunden eine umfangreiche<br />

Betreuung und Beratung an. In einem<br />

gut sortierten Sanitätshaus finden Sie neben<br />

Pflege<strong>mit</strong>teln aus dem Sanitätsbedarf wie<br />

z.B. Bandagen und Blutdruckmessgeräten auch<br />

Produkte aus der Orthopädietechnik wie Gesundheitsschuhe,<br />

Orthesen und Einlagen.<br />

Zum Sortiment eines Sanitätsfachgeschäfts gehört<br />

eine breit gefächerte Produktpalette aus<br />

dem sanitären Bereich, die von verschiedenen<br />

Bad- und Toilettenhilfen über den Duschhocker<br />

bzw. Duschstuhl bis hin zum Badewannenlift<br />

reicht. Auch wenn Sie auf der Suche nach<br />

einer Gehhilfe wie z.B. einem Rollator oder einem<br />

Rollstuhl sind, werden Sie in einem Sanitätshaus<br />

fachkundig beraten. Nicht zuletzt<br />

gehören auch verschiedene Wellness-, Gymnastik-<br />

und Fitnessartikel, wie Massagegeräte,<br />

Muskelstimulatoren und Bewegungstrainer, ins<br />

Standardsortiment eines Sanitätshauses.<br />

Sie suchen nach einem Sanitätsfachgeschäft in<br />

Ihrer Nähe? Im BerlinFinder sind Sanitäthäuser<br />

in allen <strong>Berliner</strong> Bezirken übersichtlich aufgelistet.<br />

Benötigen Sie ein Paar Gesundheitsschuhe<br />

oder spezielle orthopädische Einlagen <strong>für</strong><br />

den Sport oder den täglichen Gebrauch? Auch<br />

im Bereich Orthopädieschuhtechnik können Ihnen<br />

die Sanitätshäuser weiterhelfen.<br />

www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/adressen/sanitaetshaus/<br />

Für Betroffene von Betroffenen<br />

Lebenswertes Leben <strong>mit</strong><br />

Amyotropher Lateralsklerose (ALS)<br />

Beratung | Gegenseitige Hilfe<br />

Gemeinsame Unternehmungen<br />

Der Verein bietet einen umfassenden Service <strong>für</strong> ALS-Betroffene,<br />

deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter. Wir informieren,<br />

beraten und unterstützen Betroffene bei Ansprüchen<br />

gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität<br />

und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte.<br />

ALS-mobil e. V.<br />

Bohnsdorfer Weg 85A<br />

12524 Berlin<br />

kontakt@als-mobil.de<br />

www.als-mobil.de<br />

• Sanitätshaus<br />

• Beinprothesen<br />

• Armprothesen<br />

• Orthesen<br />

• Epithesen<br />

• Orthopädie-Schuhtechnik<br />

Zentralwerkstatt Schöneberg<br />

Ella-Barowsky-Str. 11 -12 | 10829 Berlin<br />

Tel. 030 78 77 41 - 0<br />

Fax 030 78 77 41 - 41<br />

Ev. Waldkrankenhaus Spandau<br />

Stadtrandstraße 555 | 13589 Berlin<br />

Tel. 030 74 73 10 - 0<br />

Fax 030 74 73 10 - 20<br />

Carossa Quartier<br />

Streitstraße 11 - 13 | 13587 Berlin<br />

Tel. 030 92 03 04 20 - 0<br />

Fax 030 92 03 04 20 - 99<br />

Sanitätshaus Teltow<br />

Ortmaier by Zapfe<br />

Potsdamer Str. 48 | 14513 Teltow<br />

Tel. 03328 444 45 53<br />

Fax 03328 444 80 42<br />

Sanishop am Ev. KH Hubertus<br />

Ortmaier by Zapfe<br />

Spanische Allee 16 | 14129 Berlin<br />

Tel. 030 810 08 955<br />

info@zapfe.de | www.zapfe.de


Stichwortverzeichnis<br />

LAGESO-VERSORGUNGSAMT<br />

144<br />

A<br />

Altersrente.................................................................44<br />

Andere Leistungsanbieter.................................... 40<br />

Antrag stellen.............................................................8<br />

Antragsformular.........................................................8<br />

Berufliche Teilhabe.................................................36<br />

Assistenzhunde.......................................................... 7<br />

Assistenzleistungen................................................30<br />

Auslandsbescheinigung.........................................14<br />

Auslandsreisen.........................................................22<br />

Ausnahmen von den Verkehrsverboten............25<br />

Außergewöhnliche Gehbehinderung.................15<br />

B<br />

Barrierefreiheit im Kundencenter......................... 7<br />

Beauftragte <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>...................................................... 61<br />

Begleitperson...........................................................15<br />

Begleitservice (VBB)................................................22<br />

Behindertenbeauftragte der Hochschulen...... 60<br />

Behindertentoiletten..............................................70<br />

Beiblatt (Wertmarke)..............................................18<br />

Beratungsstellen der Bezirksämter....................62<br />

Besonderer Wohnbedarf ......................................53<br />

Betreutes Einzelwohnen........................................52<br />

Bevollmächtigung/Betreuung................................9<br />

Blindheit....................................................................16<br />

Blindenführ- und Begleithunde.......................... 21<br />

Blindensendung – Postversand <strong>für</strong> Blinde.......54<br />

Budget <strong>für</strong> Arbeit..................................................... 41<br />

Budget <strong>für</strong> Ausbildung...........................................43<br />

E<br />

Eigenbeteiligung, Sonderfahrdienst................... 31<br />

Eingliederungshilfe.................................................56<br />

Einkommensteuer.................................................. 48<br />

Ergänzende unabhängige<br />

Teilhabeberatung (EUTB).......................................64<br />

F<br />

Fahrtkostenpauschale............................................50<br />

Freizeitangebote <strong>für</strong> Kinder<br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>...................................................... 57<br />

Frühförderung..........................................................56<br />

Führerschein.............................................................29<br />

G<br />

Gehbehinderung<br />

(erhebliche, außergewöhnliche).........................15<br />

Gehörlosigkeit..........................................................16<br />

Gesetzliche Vertretung.............................................9<br />

Gleichstellung (Berufliche Teilhabe)..................38<br />

Gleichstellung (Sonderregelung Parken)..........28<br />

Gurtanlegepflicht, Befreiung von........................29<br />

H<br />

Härtefonds, Sonderfahrdienst.............................34<br />

Heilungsbewährung................................................ 11<br />

Herbergen..................................................................52<br />

Hilflosigkeit...............................................................15<br />

I<br />

<strong>Inklusion</strong>spreis.........................................................46<br />

<strong>Inklusion</strong>staxi...........................................................35<br />

Integrationsfachdienste........................................64<br />

<strong>Inklusion</strong>samt...........................................................36<br />

J<br />

Junge <strong>Menschen</strong>.......................................................56<br />

K<br />

Kinder- und Jugendambulanzen.........................56<br />

Kindertagesstätten.................................................. 57<br />

Klage einreichen...................................................... 11<br />

Kommunikation und Medien................................54<br />

Kraftfahrzeugsteuer................................................23<br />

Kriegsbeschädigte...................................................19<br />

Kundencenter/Versorgungsamt............................6<br />

Kündigungsschutz...................................................38<br />

L<br />

Lichtbild.....................................................................13<br />

Lotse Berlin...............................................................52<br />

M<br />

Merkzeichen (Schwerbehindertenausweis)......15<br />

Mitwirkung/Fristverlängerung.............................10<br />

Mobil <strong>mit</strong> Handicap/Serviceangebote ..............22<br />

Mobiliätshilfedienste...................................... 22, 69<br />

Mobilitätstraining der BVG....................................22<br />

N<br />

Notsituationen<br />

(Sonderfahrdienst)..................................................33


145<br />

O<br />

Online-Antragstellung..............................................8<br />

Online-Terminbuchung............................................6<br />

Orthopädische Hilfs<strong>mit</strong>tel.................................... 21<br />

P<br />

Parkausweis (EU).....................................................26<br />

Parkerleichterungen...............................................26<br />

Passbild (siehe Lichtbild)......................................13<br />

Patientenbeauftragte...........................................139<br />

Pauschbetrag (Steuerrecht)................................. 48<br />

Personenbeförderung............................................18<br />

R<br />

<strong>Ratgeber</strong> im Internet................................................ 7<br />

Rückwirkende Anerkennung...................................9<br />

Rundfunkbeitragspflicht<br />

(Ermäßigung, Befreiung)........................................54<br />

S<br />

Schulen <strong>mit</strong> sonderpädagogischen<br />

Förderschwerpunkten............................................58<br />

Schwerbehindertenausweis................................. 12<br />

Sitzplatz (ÖPNV).......................................................20<br />

Sonderfahrdienst.....................................................30<br />

Sorgerecht...................................................................9<br />

Sprechstunde <strong>für</strong> Gehörlose..................................6<br />

Steuerbefreiung (Kfz)..............................................23<br />

Steuerermäßigung (Kfz).........................................23<br />

Steuerrecht............................................................... 48<br />

Studium......................................................................59<br />

T<br />

Taubblindheit...........................................................16<br />

Taxikonto...................................................................35<br />

Teilhabeberatung (EUTB).......................................64<br />

Toilettenschlüssel <strong>für</strong> barrierefreie<br />

öffentliche Toiletten...............................................70<br />

Treppenhilfe..............................................................30<br />

U<br />

Umweltzone..............................................................25<br />

V<br />

Vereine und Verbände............................................65<br />

Verlust (Schwerbehindertenausweis,<br />

Wertmarke)..............................................18<br />

Versicherungsamt....................................................45<br />

Versorgungsamt/Kundencenter............................6<br />

Video-Sprechstunde.................................................6<br />

Vollmacht.....................................................................8<br />

W<br />

Werbungskosten...................................................... 51<br />

Werkstätten <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong><br />

<strong>mit</strong> <strong>Behinderung</strong>......................................................39<br />

Wertmarke (Beiblatt)..............................................18<br />

Widerspruch einlegen............................................ 11<br />

Wohnen......................................................................52<br />

Z<br />

Zollamt.......................................................................23<br />

Zusatzurlaub.............................................................38<br />

Fahrschule<br />

am Fennpfuhl<br />

✆ 030 9722131<br />

Weißenseer Weg 98<br />

10369 Berlin<br />

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Mobil sein <strong>mit</strong> Führerschein!<br />

✔ Erwerb des Führerscheins in allen Fahrerlaubnisklassen trotz Handicap.<br />

✔ Bereitstellung von einem speziell ausgerüsteten und angepassten Ausbildungsfahrzeug.<br />

✔ Eine volle Integration des Fahrschülers in die Lerngruppe ist selbstverständlich.<br />

✔ Kostenfreie Erstberatung <strong>mit</strong> Bedarfser<strong>mit</strong>tlung inkl. Kostenangebot.<br />

www.fahrschuleamfennpfuhl.de


Stichwortverzeichnis<br />

INSERENTEN<br />

146<br />

ALS-Hilfe .........................................................................143<br />

Antidiskriminierung .......................................................74<br />

Arbeits- und Ausbildungsplätze ....... 86, 93, 84-85, 77<br />

Assistenzhunde .............................................................. 96<br />

Assistenzpflege ....................................................138, 140<br />

Augenprothesen ...........................................................136<br />

Ausbildungsberatung/-zentrum ................................79<br />

Auskunftsservice (Mobidat) .......................................116<br />

Autismus, Angebote <strong>für</strong> <strong>Menschen</strong> <strong>mit</strong> ................... 88<br />

Autohäuser ............................................................... 2. USS<br />

Autoumrüstungen ................................................... 97-98<br />

Badumbau ......................................................................118<br />

Barrierefreies Bauen und Wohnen ..................116, 126<br />

Baumkronenpfad ..................................................102-103<br />

Begegnungszentrum, Bürgertreff ............................ 104<br />

Beschäftigungs- und Förderbereiche ...110-111, 114, 120<br />

Beratung und Hilfe .......................................................110<br />

Betreutes Wohnen, Angebote <strong>für</strong> .....109, 113, 123, 127<br />

Blindendienst, Hilfs<strong>mit</strong>tel ..........................................136<br />

Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe ..............132<br />

Blindenwohnstätten ....................................................133<br />

BVG barrierefrei ..............................................................95<br />

City-Toiletten, Toiletten barrierefrei ....................... 117<br />

Demenz/Selbsthilfe .....................................................137<br />

Eingliederungshilfe ............................................... 86, 123<br />

Fahrdienst, Fahrschule, Ausbildung ............... 98, 145<br />

Familienratgeber (Aktion Mensch) .............................73<br />

Freiwilligenarbeit..........................................................119<br />

Freizeitangebote ....................................99, 104, 110, 127<br />

Gesundheitskurse/Sport ............................................119<br />

Haltegriffe ......................................................................118<br />

Handwerkskammer ....................................................... 89<br />

Heilpädagogischer Fachdienst, mobil ....................139<br />

Heilpädagogisches Centrum .....................................122<br />

Hilfelotse Berlin – Datenbank .....................................73<br />

Hilfen <strong>für</strong> Hörgeschädigte ...................................130-131<br />

Hilfs<strong>mit</strong>tel <strong>für</strong> Blinde/Sehbehinderte ....................136<br />

Hörbehindertenberatung ....................................88, 130<br />

Hörsysteme/-implantate ........................................... 131<br />

Integrationsfachdienste ...............................................92<br />

<strong>Inklusion</strong>sberatung (HWK) .......................................... 89<br />

Kiefer/Gesichtschirurgie ........................................... 140<br />

Kinder- und Jugendambulanzen, -hilfe ..................139<br />

Kinder/Jugendliche, Betreuung von ................108-109<br />

Kinderhospiz..................................................................143<br />

Krisendienst .....................................................................73<br />

Kunstaugen ....................................................................136<br />

Lebenshilfe Berlin ........................................................ 121<br />

Lernschwierigkeiten, Hilfe bei ..................115, 124, 128<br />

Lesegeräte .............................................................. 134-136<br />

Mietwagen (barrierefrei) .............................................. 98<br />

Multiple Sklerose (MS) ..................................................74<br />

Museum ..........................................................................105<br />

Optiker, Brillen ...................................................... 134-135<br />

Orthopädietechnik .......................................................143<br />

Pferdesport ....................................................................107<br />

Pflegeheime, Pflegedienste ...................................... 108<br />

Rechtsanwälte .................................................................74<br />

Reha/Rehatechnik/Alltagshilfen............................. 143<br />

Reisen, barrierefrei ..............................................100-104<br />

Rentenberatung ..............................................................72<br />

Rehabilitation .................................................................75<br />

Schlaganfall- und Aphasiebetroffene .....................114<br />

Schule ................................................................................87<br />

Sehhilfen ........................................................................135<br />

Sehzentrum.............................................................135-136<br />

Sozial- und Rechtsberatung ........................................72<br />

Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) .............................139<br />

Sozialverband (VdK).......................................................72<br />

Sport ................................................................................119<br />

Stellenangebote ..................................................... 4. USS<br />

Stiftung............................................................................142<br />

Strandbad (barrierefrei) ............................................ 100<br />

Suchterkrankungen ......................................................124<br />

Vertretung bei Sozialgerichten ...................................72<br />

Theater ............................................................................105<br />

Werkstätten/Werkstattläden ...........76-83, 88, 91, 119<br />

Wohn- und Unterstützungs -<br />

angebote...................................................108-114, 122-129<br />

Zahnarzt ......................................................................... 140<br />

Impressum<br />

USS = Umschlagseite<br />

Herausgeber: Landesamt <strong>für</strong> Gesundheit<br />

und Soziales Berlin<br />

Versorgungsamt, PF 31 09 29, 10639 Berlin<br />

infoservice@lageso.berlin.de<br />

www.lageso.berlin.de<br />

@LAGeSo_Berlin<br />

lageso_berlin<br />

Inhalt: (S. 1-70 ) Landesamt<br />

<strong>für</strong> Gesundheit und Soziales Berlin/<br />

Versorgungsamt, Referat III C<br />

Anzeigen und Verlagsthemen: (S. 71-146)<br />

aperçu® Verlagsgesellschaft mbH<br />

Gubener Str. 47, 10243 Berlin, Tel. 29371-400<br />

info@verlag-apercu.de<br />

www.berlin-broschueren.de<br />

Titelfoto: Juri Reetz<br />

Redaktionschluss: 13. Oktober 2023<br />

Schutzgebühr: EUR 1,-<br />

ISBN: 978-3-9821980-9-5<br />

Druck: PIEREG Druckcenter Berlin<br />

Nachdruck – auch auszugsweise – oder Fotokopien<br />

dürfen nur <strong>mit</strong> Quellenangaben und ausdrücklicher<br />

Genehmigung des Herausgebers und der aper çu®<br />

Verlagsgesellschaft mbH erfolgen. Für die Anzeigeninhalte<br />

zeichnen sich die Inserenten verantwortlich.


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