01.07.2026 Aufrufe

Reinickendorf: Stadt. Land. Fuchs.

Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt für sich. Die Bezirksbroschüren charakterisieren das Besondere des Bezirkes. Jährlich bzw. alle zwei Jahre berichten sie über alle aktuelle Entwicklungen. Der Behördenwegweiser hilft, Ansprechpartner im Amt zu finden. Global tätig, sind die Unternehmen doch regional verwurzelt: Die Publikationen berichten von neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, Gesundheit und Sport, Kultur und Tourismus. Projekte der Stadtentwicklung werden präsentiert. Umwelt und Nachhaltigkeit haben allerorten eine große Bedeutung ebenso wie Angebote der Fachkräftegewinnung, für Aus- und Weiterbildung.

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BEZIRKSBROSCHURE

Tegeler See

© Dagmar Schwelle/visitBerlin

Märkisches Viertel

Humboldt Bibliothek

Hallen Am Borsigturm

© S. Nöbel/aperçu

© Landesdenkmalamt Berlin, Thorsten Dame

© Frank Heise

Stadt. Land. Fuchs.

REINICKENDORF

2026/27 | fuchsbezirk.de


???

Ulrich

➜ kostenloses Parken in unserer

Tiefgarage auf ca. 9O Stellplätzen

➜ Post und Lotto direkt im Markt

➜ reichhaltiges Angebot an Obst und Gemüse

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Öffnungszeiten: Mo-Sa 7-22 Uhr

Bäcker: Mo-Sa 7-19 Uhr, So 8-11 Uhr

Post: Mo-Fr 10-13 u. 14-18 Uhr, Sa 8:30-14 Uhr (Pause tgl. 13-14 Uhr)

2


Das Besondere an

REINICKENDORF

Marcus Gorstein

Musiker.

Er arbeitete schon

mit Dieter Birr, KARAT

und den Zöllnern.

Reinickendorf verbindet für mich auf

besondere Weise Großstadt und Natur

– mit seinen Wäldern, Seen und

ruhigen Ecken ist der Bezirk ein wunderbarer

Ort zum Durchatmen und

Auftanken. Gleichzeitig trifft man hier

auf vielfältige Menschen, internationale

Restaurants aus aller Welt und eine

offene, herzliche Atmosphäre. Besonders

schätze ich den nachbarschaftlichen

Zusammenhalt und das Gefühl,

dass die Menschen hier wirklich miteinander

verbunden sind.

Christian Biadacz

lebt in Tegelort

und leitet die

Agentur 28IF

Musikpromotion

…das Unspektakuläre. Schwimmt man

fünf Minuten durch die Havel, ist man

schon in Spandau, geht man ein paar

Meter weiter ins Wasser, landet man in

Brandenburg. Schön wäre, wenn man

ebenso schnell in die Berliner Innenstadt

gelangen würde. So ist es hier ein

ruhiger Ort mit toller Natur - und mit einer

gut sortierten Humboldt-Bibliothek.

© privat

ist für mich...

Daniela Böhle

Schriftstellerin, lebt

mit ihrer Familie

zwischen Havel

und Tegeler Forst.

…dass es neben dem Stadtleben auch

Wasser und Wald zu bieten hat. Als ich

vor fast 20 Jahren nach Konradshöhe

gezogen bin, war mir als Stadtkind der

große Tegeler Forst nicht recht geheuer.

Inzwischen liebe ich alles hier – die

Fähre nach Hakenfelde und die auf die

Inseln im Tegeler See, das Strandbad

und das Wildgehege. Ich genieße aber

auch das städtische Gesicht von Reinickendorf

– das lebendige Tegel, den

Schollenflohmarkt in der Freien Scholle.

Ach, und der Sport: Die Füchse sind

nicht nur ein toller Sportverein, sondern

auch der größte Fußballverein im Berliner

Norden. Um Fußball, um ein Mädchen,

um Mut und Freundschaft geht es

auch in meinem neuen Buch „Birgit Prinz

– das Mädchen und die Siegerin“. Die

Buchpremiere findet am 24. Oktober im

„Schlot“ in der Chausseestraße statt. Für

die Gäste plane ich einen Fußballkuchen

zu backen, hoffentlich gelingt mir das!

© Sandra Schuck

Emine

Demirbüken-Wegner

Bezirksbürgermeisterin

von

Reinickendorf

(2023-2026)

… dass es ein bisschen von allem hat.

Reinickendorf steht für Grün, Wasser

und Erholung genauso wie für Industrie,

Handwerk, Handel, Land- und

Forstwirtschaft sowie Kultur und Bildung.

Sogar UNESCO-Weltkulturerbe

haben wir mit der Wei ßen Stadt! Ich

liebe unseren vielfältigen Fuchsbezirk

und arbeite sowie engagiere mich hier

mit ganzem Herzen.“

Leopold Altenburg

Schauspieler, Clown,

Autor und Ururenkel

der Kaiserin Sissi

...mein Spaziergangs-Lieblingsort

ganz in der Nähe unseres Hauses:

das Naturschutzgebiet Tegeler Fließ.

Klaus Marxen

Autor, Fotograf,

ehemaliger

Universitätsprofessor

und Richter

In einem Groß-Berlin zwischen Glanz

und Elend, Hektik und Stillstand, Masse

und Vereinzelung, Großmannssucht

und Kleingeistigkeit macht Reinickendorf

ein ruhiges, gelassenes, nachbarschaftliches,

kulturell interessiertes

und naturnahes Leben möglich, das

den Zugezogenen die Aussicht bietet,

sich eine zweite Heimat zu erwerben. 3

© Emilia Altenburg

???


4

Sehenswertes

☐ Ortsteile: Elfteilige Vielfalt...............6-12

☐ Fotoreise im Fuchsbezirk

von A bis Z....................................... 14-20

Kultur · Tourismus · Geschichte(n)

☐ Partnerschaftliche Beziehungen:

→ Neue Städtepartnerschaft

mit Bakırköy...........................................22

☐ Frohnau:

→ Die Architekten der Gartenstadt......24

→ Lesetipps............................................26

→ Liedermacher Reinhard Mey............26

→ Kulturkomplex Am Fuchsstein...........27

→ Markanter Wetterpilz.........................27

☐ Waidmannslust:

→ Bürgerinitiative, Ortsgeschichte......28

☐ Humboldt-Bibliothek:

→ Architektur- und Bildungserlebnis....29

☐ Lübarser Hofkultur:

→ Kolkraben beim Sommerfest........... 30

☐ Hermsdorf:

→ Ein Ururenkel von Kaiserin Sisi.........32

☐ Grafiker und Musiker K. Voormann:

→ Heiligensee und die Beatles............33

☐ Ausstellungsprojekt „Umbenennen?!“

→ Straßennamen erzählen Geschichte.. 34

☐ Das Digitales Deutsche Frauenarchiv:

→ Digital. Divers. Feministisch.............35

☐ Schicksale Berliner Architektur...........36

☐ Ernst-Reuter-Saal im Rathaus:

→ Die Glücklichmacher........................37

Wirtschaft · Ausbildung · Karriere

☐ Verbraucherzentrale informiert:

→ Erbrecht, Rentenrecht, Mietrecht.... 38

☐ Netzwerktreffen:

→ Ideen zur Mitarbeitergewinnung..... 40

☐ Wirtschaftsempfang 2025 und 2026:

→ Weitere „Local Champions“............42

☐ Reinickendorfer Ladies Lunch.............44

☐ Frauennetzwerk YouGrow....................44

☐ Existenzgründerportal (BMWE)...........45

☐ Ausbildung und Beschäftigung

von Menschen mit Behinderung

→ Schichtwechsel..................................46

→ Finanzielle Hilfen für Unternehmen...46

☐ Jobcenter Reinickendorf.....................48

☐ Reinickendorfer Ausbildungsbuddy... 50

☐ „Schule trifft Wirtschaft“.....................52

☐ Berlins Ausbildungssuchmaschine.....53

Umwelt · Natur · Nachhaltigkeit

☐ Tegeler See:

→ Die Geheimnisse der Inseln.............56

→ Frühjahrsputz: 30 Säcke Müll.......... 58

☐ Digitaler Gewässeratlas:

→ Weil es gut tut, am Wasser zu sein.. 58

☐ Naturschutzgebiet Tegeler Fließ:

→ Lehrreicher Eichwerder Steg............59

☐ Solarcity Reinickendorf...................... 60

☐ Clean-Up-Day mit dem

Reinickendorfer Fuchs-Parlament.......62

Wohnen · Stadtentwicklung

☐ Frohnaus Wahrzeichen:

→ Der Kasinoturm..................................64

☐ Schumacher Quartier:

→ Erste Baufelder..................................65

☐ Märkisches Viertel:

→ 176 neue Wohnungen........................64

→ Neues vom Märkischen Quartier.....69

☐ Stadtentwicklungspreis 2026:

→ Vom Bestandsbau zum Zukunftsort.. 66

☐ Heiligensee:

→ Spendengelder für Turmsanierung..67

☐ Waidmannslust:

→ Cité Foch plant weitere Wohnungen... 67

☐ Klimafreundlich Heizen....................... 68

☐ Mobilität:

→ Ladeinfrastruktur................................70

→ Begleitetes Fahren ab 17....................... 70

→ Prävention: Fit für die Straße.................. 71

Gute Adressen

☐ Ernährungscoaches im Einsatz...........73

☐ Süße Werksverkäufe............................. 74

☐ Erste Plauderkasse Berlins..................76

☐ „Brusi“ in der Brusebergsiedlung...... 80

☐ Standesamt Reinickendorf................. 80

☐ Restaurants, Cafés, Pensionen, Hotels,

Schmuck, Blumenläden, Märkte...... 73-81

Kinder · Jugend · Familie

☐ Neues Jugend- u. Stadtteilzentrum... 83

☐ Fuchs-Parlament..................................84

☐ FSJ im Kulturbereich........................... 85

☐ Kita-Navigator..................................... 86

☐ Kinderrechte-Tag................................. 86

☐ Schulen................................................. 88

☐ Jugendfreizeiteinrichtungen...............93

☐ 75 Jahre Fuchsbau: Mit Zeitzeugin.....93

☐ Familienzentren und -treffs.................95

Sport · Gesundheit · Soziales

☐ Wanderpaddeln, Hockey...................100

☐ Traditionelle Meisterehrung..............100

☐ 100 Jahre Frohnau SC........................101

☐ Im Sprint die Stadt durchqueren......102

☐ Kliniken und Krankenhäuser...... 104-109

☐ Herzmediziner geehrt........................108

☐ Auszeichnungen für Ehrenamtliche...110

☐ 3. Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel.114

☐ Quasselbänke, Integrationsarbeit,

Freiwillige Feuerwehr, Kiezdialog.....116

☐ Kaffeewette, Quartiersläufer, BENN.117

☐ Fest der Religionen..............................119

Verwaltung · Politik

☐ Seniorenvertretung............................120

☐ Beauftragte im Bezirk................. 122-123

☐ Die Ämter im Bezirksamt............ 124-132

Sonstiges

☐ Stichwortverzeichnis, Impressum..... 134


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5


Der Bezirk und seine Ortsteile

Elfteilige Vielfalt

Reinickendorf

Tegel

Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile

und jeder hat seine Besonderheiten, wie

die folgenden Seiten zeigen. Insgesamt ist

Reinickendorf von Wäldern und Gewässern

geprägt, hingegen seine südlichen Teile

städtisch bebaut sind.

Ein Dorf ist Reinickendorf schon längst nicht

mehr, obwohl es den alten Dorfanger im

gleichnamigen Ortsteil, der dem ganzen

Bezirk seinen Namen verlieh, noch gibt.

Urkundlich wurde es erstmals als Renekendorf

im Jahre 1344 erwähnt. Industrie

siedelte sich in Alt-Reinickendorf dann vor

weit über hundert Jahren an. Einen erheblichen

Aufschwung brachte die Fertigstellung

der Nordbahn 1877. Im Jahr 1893 folgte

die Kremmener Bahn und 1901 die Heidekrautbahn,

womit dieser Berliner Vorort gut

erschlossen war.

Einwohner: 86.061

Fläche: 10,50 km²

Bevölkerungsdichte:

8.062 Einwohner/km²

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Die Mischung

macht’s

Einwohner: 38.453

Fläche: 33,70 km²

Bevölkerungsdichte:

1.107 Einwohner/km²

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Erholungsoase

mit Wirtschaftsfaktor

6

Reinickendorf wurde 1920 in das damals

entstandene Groß-Berlin eingemeindet

und Namensgeber des gleichnamigen Bezirks,

zu dem auch Wittenau, Tegel, Heiligensee,

Hermsdorf, Lübars, ein Teil von

Rosenthal, Frohnau, Tegel-Schloss, Jungfernheide-Nord

und Tegel-Forst gehörten.

Zunächst galt das auch für Wilhelmsruh und

Schönholz, sie wurden jedoch 1938 infolge

eines Gebietstauschs dem Bezirk Pankow

zugeschlagen. Diesen Verwaltungsakt

machten die Alliierten nach dem Zweiten

Weltkrieg nicht rückgängig. Bei der späteren

Teilung der Stadt bildete deshalb die

Nordbahntrasse für die Gebiete südlich des

Nordgrabens die Grenze. Die Bahnhöfe

Wilhelmsruh und Schönholz behielten – trotz

ihrer zu Mauerzeiten einseitigen Zugänglichkeit

von Westen – die Namen der östlich

der Trasse gelegenen Pankower Ortslagen.

Seit der letzten Verwaltungsreform im Jahr

2001 gehören neben Reinickendorf die

Ortsteile Wittenau, Tegel, Heiligensee, Frohnau,

Hermsdorf, Lübars, Waidmannslust,

Konradshöhe, Borsigwalde und das Märkische

Viertel zum Bezirk. Reinickendorf ist

flächenmäßig der fünftgrößte Bezirk der

Stadt. Insgesamt 271.755 Einwoh ner nennt

die Statistik für den 31. Dezember 2025.

Auch wenn im Wappen ein Fuchs zu sehen

ist und es oftmals behauptet wird: „Reineke

Fuchs“ hat nichts mit dem Namen des Ortsteils

zu tun. Namensgeber soll viel mehr ein

gewisser Bauer Reinhardt (niederdeutsch:

Re(i)neke) sein, der sich um 1230 mit ein

paar Gefolgsleuten aus dem Harz in der

Gegend um den Schäfersee (in der Nähe

der Residenzstraße und des U-Bahnhofes

Franz-Neumann-Platz) niederließ. Seitdem

ist eine Menge passiert, aus dem historischen

Angerdorf ist spätestens durch die

Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts

ein moderner Ortsteil geworden – inklusive

UNESCO-Welterbe (die zwischen 1928

und 1931 entstandene Wohnsiedlung „Weiße

Stadt“). Ansonsten besteht der Reiz des

Ortsteils besonders darin, dass sich hier

Großstadtstruktur und Dorfflair vereinen.

Es gibt Parkanlagen, Seen und Kleingartenkolonien

sowie Industrie und Handel –

flankiert von quirligem Leben. Seit 1920

(mit der Eingemeindung nach Groß-Berlin)

gibt der Ortsteil dem kompletten Bezirk seinen

Namen.

„Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel.

Wir sind so klug, und dennoch spukt’s

in Tegel“, schrieb Johann Wolfgang Goethe

in „Faust“. Der Dichter soll gar hier gewesen

sein und es sich 1778 unter der dicken

Marie gemütlich gemacht haben. Die „Dicke

Marie“ gilt als der älteste Baum Berlins

und steht im Tegeler Forst. Den Namen hat

die fast 19 Meter hohe Stieleiche von Wilhelm

und Alexander von Humboldt in Anspielung

auf ihre wohlbeleibte Köchin im

Schloss Tegel (in dem die Brüder aufwuchsen)

erhalten. Ansonsten ist Tegel durch seinen

2020 nach 36 Jahren geschlossenen

Flughafen, dem „Airport der kurzen Wege“,

berühmt geworden. Ohne Fluglärm ist der

Ortsteil mit Tegeler See und Forst sowie der

Greenwichpromenade (maritimer ist es nirgends

in Berlin) einmal mehr Erholungsoase.

Zudem wird Tegel als bedeutender Wirtschaftsstandort

geschätzt und hat mit dem

Gymnasium „Schulfarm Insel Scharfenberg“

sowie mit der Villa Borsig für zukünftige Diplomaten

ungewöhnlich schöne Bildungseinrichtungen.


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Konradshöhe/Tegelort

Heiligensee

Frohnau

Einwohner: 6.109

Fläche: 2,20 km²

Bevölkerungsdichte:

2.803 Einwohner/km²

Einwohner: 17.887

Fläche: 10,70 km²

Bevölkerungsdichte:

1.698 Einwohner/km²

Einwohner: 16.309

Fläche: 7,80 km²

Bevölkerungsdichte:

2.102 Einwohner/km²

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Umgeben von Wasser

und Grün

Gute Gründe

für einen Besuch

Kein Dorf, aber ruhig

und grün

8

Lebte in Konradshöhe mal ein richtiger,

waschechter Cowboy? Ja, zumindest gefühlt.

Der gebürtige Magdeburger Erich

Rosenthal lebte in den 1930ern hier und

war unter dem Pseudonym „Billy Jenkins“

als Kunstreiter, Lassowerfer und Greifvogeldresseur

bekannt. Unsterblich wurde er

allerdings durch die nach ihm benannten

Westernheftchen, für die er nicht nur seinen

Künstlernamen, sondern auch ein paar Fotos

zur Verfügung stellte – der Rest war allerdings

Legendenbildung. Real dagegen ist

der über einhundertjährige Ruf als Ort der

Sommerfrische, denn Konradshöhe/Tegelort

ist von Wasser (sowohl Tegeler See als

auch Havel) und Grün umgeben. Gegründet

wurde der Ortsteil 1865 – ein Kupferschmiedemeister

erwarb hier Land, baute darauf

und benannte es nach seinem ältesten

Sohn: „Conrads Höh“. Interessant: Während

in Konradshöhe viele Straßen nach Vögeln

benannt sind (von der Elstergasse bis zum

Lachtaubenweg), tragen etliche Straßen in

Tegelort Frauennamen (von der Almazeile

bis zum Gerlindeweg).

Dort, wo seit mindestens Ende des 15. Jahrhunderts

die Dorfkirche Heiligensee steht,

vielleicht auch daneben (je nach Quelle),

soll noch früher ein Heiligtum gestanden

haben, das eine große Heilkraft besaß. Was

man daran erkannte, dass am Haus stets

Krücken standen, die geheilte Lahme dort

zurückließen. Ob der Heiligensee, der den

westlichsten Ortsteil Reinickendorfs seinen

Namen gibt, deshalb so heißt, ist allerdings

nicht bekannt. Überliefert sind jedoch weitere

Sagen, beispielsweise sollen hier zwei

Glocken versunken sein, die man manchmal

noch hören und sehen kann. Klingt jetzt nicht

so absurd, denn das Seewasser ist klar und

sauber. Einer der Gründe, diesen Ortsteil

zu besuchen. Ein weiterer: die Baumberge,

eine Binnendünenlandschaft, die zum

Ende der letzten Eiszeit entstand. Seit über

30 Jahren kann man hier herrlich spazieren,

zuvor war es ein Manövergebiet der französischen

Alliierten. Auch wenn Heiligensee

kein klassischer ndustriestandort ist: bis vor

einigen Jahren waren hier die Unternehmen

Tetra Pak und Underberg ansässig.

Am 10. Mai 1910 wurde die Gartenstadt

Frohnau feierlich eingeweiht, neun Tage zuvor

bereits der Bahnhof. Dem vorausgegangen

war der Kauf von 3.000 Morgen Wald in

der Stolper Heide durch den Großindustriellen

Guido Henckel von Donnersmarck, der

auch die „Terrain-Centrale“ gründete, die

hier die Entstehung einer Villen- und Landhaussiedlung

realisieren sollten. Die Idee

war, ausschließlich Einfamilienhäuser in lockerer

Bebauung zuzulassen und die Straßen

mit Bäumen wie Ahorn, Eiche, Kastanie

und Linde zu säumen. Anfangs lebten hier

220 Menschen, keine 20 Jahre später (1938)

waren es schon über 10.000. In dieser Zeit

entstand auch das Berliner Zitat „In Frohnau

lebt die halbe Oper“, denn die neu geschaffene

Gartenstadt nach englischem Vorbild

zog neben Fabrikbesitzern, Beamten und

Handwerksmeistern auch viele Kunstschaffende

an. Das gilt übrigens bis heute. Das

Zentrum bilden der Ludolfingerplatz und der

Zeltinger Platz. Gesehen haben muss man

auch den Casinoturm, das Buddhistische

Haus und den Künstlerhof Frohnau.


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9


Hermsdorf

Waidmannslust

Lübars

Einwohner: 16.430

Fläche: 6,10 km²

Bevölkerungsdichte:

2.723 Einwohner/km²

Einwohner: 11.661

Fläche: 2,30 km²

Bevölkerungsdichte:

4.897 Einwohner/km²

Einwohner: 5.058

Fläche: 5,00 km²

Bevölkerungsdichte:

1.014 Einwohner/km²

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Wunderschöner

Fleck Erde

Ortsteil mit

Gasthausnamen

Mit echten

Bauernhöfen

10

Natürlich ist man stolz darauf, dass der Maler

Max Beckmann hier einige Zeit im Atelier

seiner ersten Ehefrau arbeitete, dass der

Schriftsteller Erich Kästner hier fünf Jahre

lang lebte und der Die Ärzte-Sänger Farin

Urlaub hier sein Abitur machte, doch den

Promibonus braucht das erstmals 1349 urkundlich

erwähnte Hermsdorf überhaupt

nicht, denn der entspannte Ortsteil ist ein

wunderschöner Fleck Erde, der vom Fließtal,

einem Naturschutzgebiet mit sattem Grün

und Tegeler Fließ, durchzogen ist. Einst gab

es hier aufgrund von hohem Tonvorkommen

eine Ziegelei, die zur Innenausstattung des

Roten Rathauses in Mitte beitrug. In den

1920er Jahren wurden hier auch Zelluloidpuppen

hergestellt, die heute noch antiquarisch

zu haben sind – man erkennt sie an den

kleinen Marienkäfern als Logo. Unbedingt

anschauen sollte man sich in Hermsdorf

den alten Ortskern und die 1830 erbaute

Dorfkirche mit ihrem barocken Saalbau. In

einer historischen Dorfschule von 1889 in

Hermsdorf ist übrigens das Heimatmuseum

Reinickendorf untergebracht.

Gibt es im Bezirk Reinickendorf einen Ortsteil,

der nach einem Wirtshaus benannt ist?

Allerdings. Der Förster und spätere Gastronom

Ernst Bondick kaufte der Witwe eines

Bauern ein etwa 16 Hektar großes Waldund

Heidegebiet ab, um eine Villenkolonie

zu gründen. Das war 1875. Als erstes eröffnete

Bondick ein Gasthaus, das er „Waidmannslust“

nannte. Kurz darauf hieß der

ganze Ortsteil so. Wenn man so will, teilt

sich Waidmannslust heute in zwei Welten.

Die eine mit den kleine(re)n Häusern und

der dörflichen Beschaulichkeit ist Hermsdorf

ähnlich, die andere mit der sogenannten

Schwarzwaldsiedlung erinnert eher an

das Märkische Viertel. Eigentlich heißt die

Wohnanlage, die zwischen 1966 und 1972

entstand, Rollberge-Siedlung (nicht zu verwechseln

mit dem Rollbergviertel in Neukölln),

doch weil hier viele Straßen nach

Schwarzwald-Orten (z.B. Pforzheimer Straße,

Titiseestraße) benannt sind, sprechen

alle von der Schwarzwaldsiedlung. In Waidmannslust

findet man auch den Steinbergpark

mit Rodelbahn und Berlins höchstem

Wasserfall.

Lübars ist das älteste Dorf Berlins, 2027 wird

es 780 Jahre alt. Und Dorf meint in diesem

Fall richtig Dorf – mit Dorfanger, Pferdekoppeln,

Bauernhöfen und Landwirtschaft, die

nach wie vor betrieben wird. Wer hier vorbeischaut,

kann sich nur schwer vorstellen,

dass er immer noch in der Millionenstadt

weilt. Im noch geteilten Berlin galt Lübars

einmal mehr als Besonderheit, denn wer als

Westberliner ohne weiteres mal einen echten

Bauernhof sehen wollte, hatte nur hier

die Chance. Inzwischen sind es einige Reisebusse

und Schulklassen weniger geworden

(das angrenzende Brandenburg nimmt

einen Teil ab), doch begehrt ist Lübars immer

noch. Es gibt einen Kräuterhof, einen

Freizeitpark (der aktuell und noch bis 2027

bei laufendem Betrieb erneuert wird), ein

Strandbad, die Alte Fasanerie mit Angeboten

für Kinder und Familien und einmal im

Jahr das Sommerfest der Lübarser Hofkultur.

Nicht zuletzt befindet sich hier die letzte freisprudelnde

Quelle Berlins: die Osterquelle.


Strandbad

Lübars

www.strandbad-luebars.de

Das Strandbad Lübars ist ein historisches Bad und feiert inzwischen sein 100-jähriges Jubiläum.

Zu den bekannten Bauwerken, die aus Ziegeln der örtlichen Ziegeleien errichtet wurden, zählen das

Rote Rathaus und das Reinickendorfer Rathaus.

Die zum Restaurant gehörende Sonnenterrasse/

Biergarten bietet rund 200 Personen Platz und

einen einzigartigen Blick auf das Strandbad.

Unser Festsaal bietet für Veranstaltungen aller

Art Platz für rund 120 bis 140 Personen.

Das Restaurant ist in der Regel ab Mitte März

geöffnet, je nach Wetterlage täglich von 11:00

bis 21:00 Uhr. Im März und April ist montags

Ruhetag, ab Mai ist das Restaurant regulär von

Montag bis Sonntag durchgehend geöffnet.

Arzig Bäderbetrieb UG · Am Freibad 9 · 13469 Berlin · Tel. 030 – 530 860 35 · info@strandbad-luebars.de

11


Wittenau

Borsigwalde

Märkisches Viertel

Einwohner: 25.497

Fläche: 5,90 km²

Bevölkerungsdichte:

4.255 Einwohner/km²

Einwohner: 7.091

Fläche: 2,09 km²

Bevölkerungsdichte:

3.301 Einwohner/km²

Einwohner: 41.199

Fläche: 3,20 km²

Bevölkerungsdichte:

12.865 Einwohner/km²

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,

Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,

Berlin 31.12.2025

Gegensätze

ziehen sich an

Einstige

Werkssiedlung

Unter

Palmen

12

Wittenau trägt seinen Namen erst seit 1905.

Namensgeber war der drei Jahre zuvor verstorbene

Gemeindevorsteher Peter Witte

und das angefügte Au steht für die Nähe

zum Wasser. Zuvor nannte sich der Ortsteil

Dalldorf. Urkundlich erwähnt wurde Dalldorf

erstmals 1322, aber man geht davon

aus, dass der Ort bereits knapp einhundert

Jahre zuvor gegründet wurde. 1880 eröffnete

in Dalldorf eine „Irrenanstalt“ (sie hieß

tatsächlich so), die spätere Karl-Bonhoeffer-

Nervenklinik, und alsbald sprachen die Berliner

nicht von Klinik oder Anstalt, sondern

nur von Dalldorf. Was den Anwohnern wenig

gefiel, weshalb es zur Umbenennung

in Wittenau kam. Heute steht Wittenau für

Wohnen, Industrie, Dienstleistungen und

Verwaltung. Vom Bauernhaus bis zum Fabrikstandort

ist hier alles zu finden. Wie

das Sprichwort bereits sagt: Gegensätze

ziehen sich an! In Wittenau steht auch das

Rathaus Reinickendorf mit dem angrenzenden

Ernst-Reuter-Saal, seit 1957 beliebter

Austragungsort hochwertiger Kulturveranstaltungen.

Borsigwalde ist erst seit 2012 ein offizieller

Ortsteil Reinickendorfs. Bis dahin gehörte

es zu Wittenau, dem früheren Dalldorf. 1898

eröffnete das Maschinenbau-Unternehmen

Borsig in Tegel ein neues Werk und um den

angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern

naheliegenden Wohnraum zu bieten, wurde

eine Werkssiedlung errichtet. Hier gab

man sich echt Mühe: Die Bauweise wich von

den üblichen Mietskasernen Berlins ab und

statt Seitenflügel und Hinterhäuser verfügte

jedes Haus über einen kleinen Garten. Als

die Dalldorfer nicht mehr mit der dortigen

„Irrenanstalt“ assoziiert werden wollten,

kam es 1905 zur Umbenennung. Der größere

Teil hieß fortan Wittenau und der kleinere

mit der Werkssiedlung Borsigwalde.

Das ehemalige Industrie- und Arbeiterviertel

ist inzwischen ein durchmischter Ortsteil

mit Wohnsiedlungen, Kleingartenanlagen,

Dienstleistungsbetrieben und dem Vivantes

Humboldt-Klinikum. Die frühere Arbeitersiedlung

– das Bauensemble zwischen

Conrad-, Räusch- und Schubartstraße –

steht heute unter Denkmalschutz.

Fünf echte Palmen mitten in Berlin? Die gibt

es und zwar auf dem Panoramaplatz im

Märkischen Viertel. Das MV, wie die erste

Großwohnsiedlung im damaligen Westberlin

gern abgekürzt wird, entstand zwischen

1963 und 1974. Ein Jahr nach Baubeginn

zogen bereits die ersten Mieter ein. Trotz

aller Euphorie in den Anfangsjahren wurde

das Viertel negativ bewertet, doch die

damals nicht ausreichende Infrastruktur ist

Geschichte. Bereits seit Mitte der 1980er

wurden konkrete Programme zur Verbesserung

des Wohnumfeldes eingeleitet. Längst

können sich die „Märker“ mit ihrem Ortsteil

identifizieren. Einkaufszentren und Arztpraxen,

Schulen und Kindergärten, Freizeit- und

Kultureinrichtungen (darunter das überregional

bekannte Fontane-Haus, das 2026

50-jähriges Jubiläum feiert) sowie Grünund

Wasserflächen sorgen für eine attraktive

Wohn- und Lebensqualität. Die ersten vier

Jahrzehnte gehörte das Märkische Viertel

zu Wittenau, erst seit 1999 ist es Ortsteil mit

eigenem Wappen.


SEIT MEHR ALS 25 JAHREN

DAS EINKAUFS- UND ERLEBNISZENTRUM

IN REINICKENDORF

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SHOPPING- UND ENTERTAINMENT-VIELFALT ERLEBEN

• ca. 115 Shops auf drei Ebenen (Gesamtfläche: 40.000 m2)

• große Markenvielfalt: Media Markt, H&M, Zara, Intersport, TK Maxx, Snipes, IKEA Planungsstudio, …

• Einkaufen für den täglichen Bedarf: dm, REWE, Aldi, Premium Apotheke Berlin, …

• Freizeit und Entertainment: Kino, Bowling, Fitness, Eventflächen für Veranstaltungen

• Restaurants & Snackbars mit Spezialitäten aus aller Welt

• Anfahrt mit dem Auto: A 111, Ausfahrt Holzhauserstraße

• Parkhaus mit 1.600 Stellplätzen und Fahrradstellplätzen

Tipp: Centergutscheine sind online und am Gutscheinautomaten im EG erhältlich.

Hallen Am Borsigturm

Am Borsigturm 2 · 13507 Berlin

Tel. +49 (0) 30 436544600

Öffnungszeiten:

Mo – Sa 10.00 – 20.00 Uhr

www.hallenamborsigturm.de

13


Liebe Leserinnen

und Leser,

wir laden Sie ein,

den Fuchsbezirk

Reinickendorf mit

dieser Broschüre

(neu) zu entdecken

– zunächst bei

einer kleinen

Fotoreise von

A wie Alt-Tegels

neuem Wandbild

bis Z wie den

Ziegeleisee

in Lübars.

A

Alt-Tegel mit Wandbild: Seit Herbst 2025 zieht es in der Einkaufsstraße am

Eingang zur Fußgängerzone die Blicke auf sich. Die Tape-Art-Installation

aus farbigen Klebebändern von der Künstleragentur Tape Over soll mit dem

Wellen-Motiv sinnbildlich für das Thema Wasser stehen, das die Umgebung

prägt. Mit einer Reihe von Maßnahmen und in enger Abstimmung mit Anwohnenden

und Gewerbetreibenden soll die Straße schrittweise aufgewertet werden. Alt-Tegel habe

das Potenzial, die „schönste Straße Berlins“ zu werden, hieß es aus dem Bezirksamt.

© S. Nöbel/aperçu

B

Borsigturm, Berlins erstes Hochhaus, 1922-

24 erbaut. Wie das mittelalterlich wirkende

Tor von 1898 ist er ein Wahrzeichen der

Borsigwerke in Tegel. Im Dachaufbau über

zwei Etagen bieten heute der Sternsaal im 10. OG

und der Konferenzraum Rotunde im 11. OG einen Panoramablick

über Berlin. Ebenso wie der Meistersaal

im EG stehen sie für Veranstaltungen zur Verfügung.

Der im Krieg beschädigte und mehrmals renovierte

Turm wird weiter als Bürogebäude genutzt. Mitte der

1990er Jahre entstand das Borsig-Areal neu, u.a. mit

Hotel, Gründer- und Einkaufszentrum.

© S. Nöbel/aperçu

C

Christoph 31, der knallgelbe Hubschrauber wirbt für einen Besuch des Feuerwehrmuseums

Berlin, das seit seiner Eröffnung 1983 in der Veitstraße 5 die Entwicklung

der vergangenen 170 Jahre zeigt. Bibliothek, Archiv und eine Modellund

Gerätesammlung sowie zahlreiche historische Feuerwehrfahrzeuge gehören

zum Museum. Vieles kann besichtigt und einiges sogar ausprobiert werden. Eine

Führung durchs Museum sei ein Erlebnis für Besucher aller Altersgruppen, wird geworben.

Zum Streifzug durch die Feuerwehrgeschichte gehört eine Videopräsentation.

© Förderverein Feuerwehrmuseum

D

Die Dorfkirche Reinickendorf der Ev. Luther Kirchengemeinde Alt-

Reinickendorf ist mittwochs von 17 bis 18 Uhr und zu den Veranstaltungen

geöffnet, die von der Stiftung Dorfkirche unterstützt werden.

Der Kirchbau- und Förderverein unterstützt die Gemeinde bei der

Gebäudeerhaltung. Der Feldsteinbau auf dem Anger stammt aus dem 15.

Jahrhundert, der verputzte Glockenturm ersetzte Anfang des 18. Jahrhunderts

vermutlich einen bis dato frei stehenden Glockenturm.

© wikipedia


G

Greenwichpromenade. Uferstreifen vom

Borsigdamm bis zur Tegeler Hafenbrücke.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts

flanierten hier an schönen Wochenenden

Tausende. Es lockten Restaurants und Badeanstalten

sowie eine Dampferanlegestelle. 1966 führte die

Städtepartnerschaft mit einem Londoner Bezirk zur

Umbenennung in Greenwichpromenade. Man kann

hier spazieren, rudern und Tretboot fahren. Reedereien

bieten Rundfahrten an, Touren nach Oranienburg,

in die Berliner City oder über Spandau und

Wannsee zur Pfaueninsel, nach Potsdam und Werder.

© S. Nöbel/aperçu

E

Ernst-Reuter-Saal in Reinickendorf, erbaut 1957, in einem der Seitenflügel des Rathauses ist bekannt für

seine hervorragende Akustik. Einst als Konzertsaal konzipiert, wird er heute auch für Comedy, Zaubershow,

Theater, Musical genutzt. Renommierte Orchester und Solokünstler aus der ganzen Welt traten/

treten hier auf. Die Konzertreihe „Reinickendorf Classic Berlin“ findet seit 1957 jährlich von September

bis April statt. Derzeit gastiert auch die Komödie am Kurfürstendamm im Saal, der barrierefrei besucht werden

kann und auch Rollstuhlplätze bietet.

© S. Nöbel/aperçu

© S. Nöbel/aperçu

F

Flughafen Tegel: Das rund 500 Hektar große Areal ist eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte

Europas. Unter dem Namen Berlin TXL – Urban Tech Republic entsteht ein

Innovationspark für urbane Technologien. Im markanten, sechseckigen Terminal A wird zukünftig

die Berliner Hochschule für Technik (BHT) ihren neuen Campus beziehen. Im angrenzenden

Schumacher Quartier entstehen über 5.000 klimaneutrale Wohnungen in Holzbauweise für mehr als

10.000 Menschen sowie Schulen und Kitas. Auf dem ehemaligen Rollfeld entsteht das Schutzgebiet

und Naherholungsgebiet Tegeler Stadtheide mit einer geplanten Größe von 190 Hektar. Aktuell sind bereits

rund 40 Unternehmen auf dem Gelände ansässig. Zudem etablieren sich neue Kulturorte, wie die

kürzlich eröffnete „Frachtkante“. Die temporär genutzte, ehemals größte Flüchtlingsunterkunft auf dem

Gelände wurde Anfang 2026 offiziell geschlossen, nachdem die letzten Bewohner ausgezogen sind.

© Albrecht Conz/wikipedia.org

H

Hannah-Höch-Haus in Heiligensee: Hierher zog sich

die Malerin und Grafikerin, Pionierin der Foto-Collage

und bekannte Dadaistin, 1939 zurück, nachdem

sie von den Nazis als „Kulturbolschewistin“ verunglimpft

wurde. Bis zu ihrem Tod 1978 lebte sie hier, An der Wildbahn

33. Ihr paradiesischer Garten steht – genau wie das Haus

– unter Denkmalschutz. Die idyllische Umgebung inspirierte die

Künstlerin. Sie verkaufte auch Blumen und Obst aus dem Garten.

Heute wohnt der Künstler Johannes Bauersachs hier. Nach

telefonischer Anmeldung ist eine Führung möglich.


I

IBA- Bauten in der Wohnsiedlung „Am Tegeler Hafen“. Rund 350 Wohnungen wurde von 1984 bis 1988 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) an

dem Wasserbecken mit künstlich angelegter Insel in zwei- bis achtgeschossigen Gebäuden im Stil der Postmoderne errichtet, zudem die Humboldt-Bibliothek.

Die Zentralbücherei des Bezirks, in der es auch Lesungen, Ausstellungen und Konzerte gibt, thront tempelartig über dem Hafenbecken. Von ihrer Galerie blickt

man auf den Hafen und das IBA- Gelände. Seit 1997 steht vor der Bibliothek ein Denkmal der Gebrüder Humboldt.

© S. Nöbel/aperçu

K

Konradshöhe hat die einzige Autofähre der Stadt. Sie verkehrt in Tegelort

von der Jörsstraße zum Aalemannufer in Hakenfelde (Spandau)

das ganze Jahr über täglich im ständigen Pendelverkehr, von früh 6

bzw. (Wochenende) 8 Uhr bis abends 19 bzw. 20 Uhr. Auch Fußgänger,

Radfahrer, Motorräder, selbst Lkw, Busse oder sogar Pferde werden mitgenommen.

Über 50 Jahre und drei Generationen war die Fähre im Besitz der

Familie Burchardi. Neuer Inhaber ist jetzt Mike Zienicke. Das grüne Konradshöhe

lohnt auch sonst mit seinem Bärbelweg entlang der Havel einen Ausflug.

© B. Nößler/aperçu

L

LabSaal – einer der schönsten Festsäle im Norden Berlins am Dorfanger

von Lübars. 1896 mit dem Wirtshaus Dorfkrug errichtet, war er ein beliebtes

Ziel von Landpartien. Ständige Saalnutzer waren ein Rauchclub,

ein Gesangs- und ein Turnverein. Theaterspiele gab es, Bälle und Feste,

Kleintierzüchter-Wettbewerbe und Parteiveranstaltungen. Während des 2. Weltkrieges

lagerten hier Flugzeugmotoren. Dann zog für zehn Jahre ein Kino ein. Später war

der Saal ein Lager für Senatsreserven. Bis er dank dem Verein NATUR & KULTUR

e.V. wieder fürs kulturelle Leben erweckt wurde.

© Natur & Kultur (LabSaal Lübars) e. V.


© JUMP House/Tom Menz (2)

J

JUMP House Berlin in Reinickendorf, Berlins größter Trampolinpark – mit über 4.000 qm Gesamtfläche und mehr als 120 Trampolinen. Neun verschiedene

Spaß- und Actionbereiche für Besucher ab sechs Jahren. In der denkmalgeschützten Halle an der Miraustraße 38 kann man sogar dreidimensional springen,

denn auch die Wände sind elastisch. Es gibt u. a. eine große Fläche aus 70 zusammenhängenden Trampolinen, einen Bereich für 3D-Völkerball, einen

für Basketball. Insgesamt locken 13 Attraktionen. Highlight: Sky Ninja – Kletterparcours mit Zip-Lines in 11 Meter Höhe.

© S. Nöbel/aperçu

M

Märkisches Viertel, von 1963 bis 1974 erbaut, ist die erste Großwohnsiedlung

West-Berlins, seit 1999 der 10. Ortsteil des Bezirks mit rund 50.000

Einwohnerinnen und Einwohnern. Viele Architekten waren an der Planung

beteiligt, für die es anfangs viel Lob gab. Später entwickelte sich ein Negativimage

wegen des Umfelds mit sozialen Problemen. Umfangreiche energetische

Sanierungen haben das Viertel entscheidend aufgewertet. Anfang der 1990er Jahre

wurde der Marktplatz vorm Kulturzentrum Fontane-Haus umgestaltet. Es gibt Einkaufszentren,

Arztpraxen, Schulen, Schwimmbad, Kitas, aber auch viel Grün und Wasser.

© Wolfgangson.org

N

NochMall heißt das Gebrauchtwarenhaus der BSR in der Auguste-Victoria-Allee

99. Seit 2020 findet man auf über 2.000 Quadratmetern gut

erhaltene Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Geschirr und andere Haushaltswaren,

Spielzeug, Bücher u. v. a. bis hin zum Klavier und Fahrrad.

Im Jahr kommen rund 400.000 Besucherinnen und Besucher. Mo-Sa ist 10 bis 18

Uhr geöffnet, Do bis 20 Uhr. Gekaufte Elektrogeräte werden auf Sicherheit und

Funktion geprüft und haben eine einjährige Garantie. Donnerstags gibt es das

kostenlose Repair-Café, jeden 1. Sa im Monat die Versteigerung von Raritäten.


R

Reiswerder: eine von sieben Inseln im Tegeler See, einzige mit „Rathaus“. Es gibt neben Lauben auch ein kleines Lokal, aber keinen Strom, doch fünf Pumpen für

Trinkwasser und eine zentrale Toilettenanlage. Ein Teil der Insel ist der Natur überlassen: Raum für Reiher, Eisvögel, Teichrohrsänger, Wildschweine, Waschbären

und Marder. Eine Pflanzliste des Bezirks mit dem Verein der Naturfreunde Baumwerder Reiswerder 1914 e.V. fördert seit 2020 gefährdete Gehölze. Die Vereins-

Fähre verkehrt von der Ostufer-Badestelle Tegeler See – von April bis Mitte Oktober stündlich, teils halbstündlich.

© Tourismusverein Berlin-Reinickendorf

O

Osterfeuer in Frohnau. Eine beliebte Tradition kehrt in den Fuchsbezirk

zurück: Am 4. April 2026 wurde auf dem Ludolfingerplatz in Frohnau

ab dem Einsetzen der Dunkelheit (um 17 Uhr) wieder ein Osterfeuer entzündet.

Nach insgesamt sieben Jahren ohne Osterfeuer – zuletzt konnte

die Veranstaltung 2019 stattfinden – wurde die Tradition nun wiederbelebt.

Dafür kamen mehrere Akteure aus dem Bezirksamt Reinickendorf

zusammen. Eine Abstimmung erfolgte auf Augenhöhe mit dem Förderverein

der Freiwilligen Feuerwehr Frohnau e. V.

© Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V.

P

Packereigraben: Der Packereigraben wird im Waldpark Steinberg zum

See – mit beeindruckendem Wasserfall von der Spitze des rund 60 Meter

hohen Steinbergs, der dem Park den Namen gibt. Am Nordhang gibt

es eine Rodelbahn. Ein neuer „Park am Packereigraben“ entsteht in den

nächsten Jahren mit Wegen zum Steinbergpark sowie zur Jean-Jaurès-Straße, der

Rue Montesquieu und der Nimrodstraße. Vorhandene Baumbestände und Vegetationsflächen

als naturnahe öffentliche Grünfläche werden entwickelt, der Packereigraben

wird renaturiert sowie ein neuer Spielplatz angelegt.

© Sawade GmbH


© S. Nöbel/aperçu

S

Schloss Tegel: Es gehört noch immer den Nachfahren Wilhelm von Humboldts, die Familie wohnt hier auch. Das private Humboldt-Museum ist im Sommerhalbjahr

montags bei Führungen zugänglich. Das Schloss steht wie Wirtschaftsgebäude und Mauer, Gärtnerhaus, Familiengrabstätte und Grabstätte Kunth unter

Denkmalschutz. Für die Humboldt-Brüder Wilhelm und Alexander und ihre Mutter waren das Jagdschloss und Gut Tegel Sommersitz. Das Schloss wurde 1820 -

1824 im Auftrag von Wilhelm von Humboldt vom Architekten Schinkel im Stil des Klassizismus umgestaltet und vergrößert.

© QM-Team/Antonia Richter

Q

Quartiersmanagement Auguste-Victoria-Allee (seit 2016) im Auftrag von

Senat und Bezirksamt im Gebiet von der Quäkerstraßensiedlung bis zur

Ollenhauerstraße. Vereine, gemeinnützige Organisationen oder Unternehmen

werden z.B. bei Initiativen für bessere Nachbarschaft, Freizeit, Bildung,

Umwelt, Sport, Demokratie unterstützt, außerdem jährlich Freiwilligenaktionen mit

je bis zu 1.500 Euro. Beispiele: Baumscheiben-Bepflanzen, Kinderkochen, deutschukrainisches

Sprachcafé. Das QM-Büro Graf-Haeseler-Str. 17 ist Mo-Fr ab 10 Uhr

geöffnet. Im Bezirk gibt es drei QM-Gebiete.

© www.florianmoellers.com www.wildesBerlin.de

T

Tegeler Fließ. Landschaftsschutzgebiet. Der Bach in einer Eiszeitrinne

fließt u.a. durch Lübars, Hermsdorf und Waidmannslust, mündet im Tegeler

See. Auf Wanderwegen geht es über Sümpfe, Wiesen und Moor.

Zwischen Hermsdorf und Lübars hat sich eine urwüchsige Bachauenlandschaft

erhalten, einst für das ganze Tegeler Fließ typisch. Der Eichwerdersteg

führt 145 Meter über Bohlen direkt durch die Flussaue. Es gibt einen Naturlehrpfad

mit Hinweistafeln. Viel ist in Flora und Fauna zu entdecken, von Wachtelkönig bis

zur Wasserspitzmaus, auch Wasserbüffel weiden.


W

Waidmannslust-Bahnhof. Das Gebäude und die Brücken über den Waidmannsluster Damm stehen unter Denkmalsschutz. Sie stammen aus der Zeit, als

1908-12 die Strecke hochgelegt wurde und von den Ferngleisen getrennte Vorortgleise bekam. Seit dem 20.5.1884 gab es einen vom Kolonie-Gründer, Förster

und Gastwirt Ernst Bondick, finanzierten Bedarfshalt. Dass die Bahnverwaltung dann den Dauerbetrieb einrichtete, lag daran, dass er für den Tag der Zählung

der hier Aussteigenden alle Bekannten in sein Lokal einlud. Clever. Im Juni 1925 ersetzte die S-Bahn die Dampfzüge.

© S. Nöbel/aperçu

U

U-Bahn-Station Residenzstraße. Es ist

eine der drei Stationen an der sogenannten

Residenzstraßenstrecke der U 8 mit besonderem

Flair. Zusammen mit Paracelsusbad

und Franz-Neumann-Platz (Am Schäfersee) wurde

sie am 27. April 1987 eröffnet. Architekt Rainer G.

Rümmler zeigt auf Wänden im Farbton vergilbten

Papiers Stadtansichten von Berlin als Residenz aus

der Befestigungszeit. Auch die dekorativen Säulen

erinnern an frühere Zeiten. Die Decke – großflächig

abgegrenzte Quadrate mit halbkugelförmigen Lampen

– ist denen von Residenzsälen nachempfunden.

© S. Nöbel/aperçu

V

Villenkolonie Frohnau. Ende 1907 erwarb

die „Berliner Terrain-Centrale (B.T.C)“ von

Fürst Henckel von Donnersmarck Gelände

von der Familie v. Veltheim im zum Gutsbezirk

Stolpe gehörenden Forst. Von 1908 bis 1910 wurde

eine Villenkolonie unter der Bezeichnung „Gartenstadt

Frohnau“ angelegt. Der Name „Frohnau“ ging aus einem

Wettbewerb hervor als Kombi von „froh“ und „Aue“. Das

Zentrum am S-Bahnhof: der Zeltinger Platz mit Johanneskirche

und Ludolfinger Platz mit dem 34 m hohen

Casinoturm. Frohnau war und ist ein beliebter Wohnort

für Künstler und Intellektuelle.

© S. Nöbel/aperçu

Z

Ziegeleisee in Lübars. Offizielle EU-Badestelle

dank ausgezeichneter Wasserqualität.

Komplett umzäunt, kann der See nur

über das kostenpflichtige Freibad besucht

werden. Mit Liegewiese, Sandstrand, Sport- und Spielmöglichkeiten,

Gastronomie, abgegrenztem FKK-Bereich.

Einst gab es hier eine bis zu 40 m tiefe Tongrube

und eine Ziegelei, die auch Ziegel für den Bau des

Roten Rathauses lieferte. Um 1912 bildete sich der See

durch langsames Einströmen von Grundwasser. Das

südliche Ufer, mit Schilf und Bäumen bewachsen, ist

unzugänglich und darf nicht angeschwommen werden.

© Fridolin Freudenfett/wikimedia.org


Schnelles Glasfasernetz für den Bezirk Reinickendorf

Unter anderem in Frohnau, Heiligensee, Tegel und Wittenau

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen

Glasfasernetzes im Bezirk Reinickendorf

auf Hochtouren. Damit können rund 94.000

Haushalte und Unternehmen in den Ortsteilen

Borsigwalde, Frohnau, Heiligensee, Konradshöhe,

Lübars, Reinickendorf, Tegel, Waidmannslust und

Wittenau einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in

die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Arbeiten

zur Verlegung des Netzes und der Anschlüsse

werden im Auftrag der Telekom durchgeführt.

Was jetzt für Mieter und

Eigentümer wichtig ist

Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein ins

Haus. Wer zur Miete wohnt, muss lediglich einen

Glasfaser-Tarif buchen: www.telekom.de/berlin.

Die Telekom kümmert sich um die Absprache mit

dem Immobilienbesitzer, denn diese müssen ihre

Zustimmung geben. Auch Eigentümer von Einoder

Zweifamilienhäusern bekommen den Hausanschluss

kostenfrei, wenn sie einen Tarif buchen.

Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten bekommen

den Hausanschluss mit Zustimmung des Eigentümers

grundsätzlich kostenlos – für die Nutzung

des Internets brauchen die jeweiligen Parteien anschließend

eine Tarifbuchung. Auch bei der weiteren

Verlegung der Glasfaser daheim unterstützt die Telekom

und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf.

Glasfaser bietet viele Vorteile

Ein Internetzugang über Glasfaser ermöglicht

Download-Geschwindigkeiten bis zu 2.000 MBit/s

und bietet eine stabile Verbindung, auch wenn viele

das Internet nutzen. So können z. B. mehrere Personen

im Haushalt gleichzeitig Filme in HD streamen,

im Home Office arbeiten, online spielen und Musik

hören. Glasfaser eignet sich sehr gut für die Nutzung

weiterer komfortabler Dienste, wie z. B. MagentaTV,

dem Gesamtpaket der Telekom für Fernsehen

und Streaming.

Schnell sein lohnt sich

Zur Nutzung des Glasfaser-Anschlusses ist die

Buchung eines Glasfaser-Tarifs notwendig. Die

Telekom bietet hierbei verschiedene Geschwindigkeiten

an.

Gut zu wissen: Die Glasfaser-Tarife der Telekom

bieten viel Bandbreite zum fairen Preis. Dabei profitieren

Sie mit Glasfaser auch von einer hohen Upload-Geschwindigkeit.

Diese entspricht immer der

Hälfte der gebuchten Download-Geschwindigkeit.

Und so einfach geht der Wechsel

Eine kurze Online-Abfrage über telekom.de/

berlin zeigt, ob Ihre Adresse im Ausbaugebiet

liegt. Gehört sie dazu, können Sie den Glasfaser-

Tarif mit der gewünschten Geschwindigkeit buchen.

Alles weitere erledigt die Telekom. Sofern

Sie zur Miete wohnen, kontaktiert die Telekom

Ihre Vermieter*in, um das Einverständnis für die

Verlegung des Glasfaser-Anschlusses einzuholen.

Der Wechsel von einem anderen Anbieter zur Telekom

ist mit dem kostenfreien Wechsel-Service

sehr einfach möglich. Die Telekom führt die Kündigung

beim bisherigen Anbieter durch und stellt

Ihren Anschluss zeitgerecht um.

Beraterteam vor Ort

Im Ausbaugebiet ist ein Beraterteam im Auftrag

der Telekom unterwegs und ermöglicht Ihnen eine

bequeme und sachkundige Beratung zu Hause.

Die Kundenberater*innen können sich mit einem

Dienstausweis legitimieren. Für Fragen zur Autorisierung

steht die kostenlose Service-Nummer

0800 330 9765 zur Verfügung.

Glasfaser punktet bei Nachhaltigkeit

Die Telekom betreibt ihr Netz mit 100% Strom

aus erneuerbaren Energien. Glasfaser ist gemäß

einer Studie des Umweltbundesamtes sehr energiesparsam.

Je mehr Haushalte sich für den Glasfaser-Anschluss

entscheiden, umso mehr Energie

kann im Bezirk Reinickendorf eingespart werden.

Beratung in der Nähe

Die Telekom berät Sie gerne telefonisch und im

Shop vor Ort zu allen Fragen rund um Glasfaser.

Shops:

• Telekom Shop Tegel

Gorkistr. 9, 13507 Berlin, Tel.: 030 43004551

• Telekom Shop Märkisches Viertel

Wilhelmsruher Damm 138, 13439 Berlin

Tel.: 030 40109580

• Telekom Shop Gesundbrunnencenter

Badstr. 4, 13357 Berlin, Tel.: 030 49309286

Webseite: telekom.de/berlin

Für rund 94.000 Haushalte im Bezirk Reinickendorf

baut die Telekom Glasfaserleitungen aus.

Glasfaser für Unternehmen

Auch für Unternehmen ist Glasfaser sehr attraktiv,

da Mitarbeiter*innen, Fahrzeuge und Anwendungen

immer stärker miteinander vernetzt werden.

Glasfaser bietet für aktuelle und kommende Geschäftsanwendungen,

wie z.B. Anwendungen mit

künstlicher Intelligenz, eine leistungsstarke und

belastbare Netzanbindung.

Ihre Adresse ist noch nicht dabei?

Falls Sie an Ihrer Adresse noch keinen Glasfaser-

Tarif buchen können, registrieren sie sich kostenlos

auf telekom.de/berlin als Interessent*in. Sie werden

benachrichtigt, sobald der Ausbau in Ihrem

Adressengebiet geplant ist.

QR-Code scannen, um

weitere Informationen

zu erhalten

Telefon: Kostenlos unter

0800 22 66 100

(Privatkunden)

0800 33 01300

(Geschäftskunden)

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21

???


22

Zu folgenden Städten unterhält

Reinickendorf partnerschaftliche

Beziehungen:

Antony/Frankreich

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

21.11.1966

Bad Steben/Bayern

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

30.04.1988

Bakırköy/Türkei

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

22.05.2026

Blomberg-Lippe/

Nordrhein-Westfalen

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

19.05.1990

Greenwich/England

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

25.05.1966

Kiryat Ata/Israel

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

15.09.1976

Lauterbach/Kreisstadt

des Vogelsbergkreises

Unterzeichnung

des Freundschaftsbriefes

25.06.1966

Melle/Niedersachsen

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

07.05.1988

Vogelsbergkreis/Hessen

Unterzeichnung der

Partnerschaftsurkunde

16.06.1964

Gruppenfoto mit der unterzeichneten Gründungsurkunde

Reinickendorf und Bakırköy besiegeln neue Städtepartnerschaft

Starkes Zeichen für Verständigung,

Freundschaft und Respekt

Mit der feierlichen Unterzeichnung der Gründungsurkunde

haben der Berliner Bezirk Reinickendorf

und die türkische Stadtgemeinde

Bakırköy im Mai 2026 in Istanbul ihre neue

Städtepartnerschaft offiziell besiegelt.

Die Delegation des Bezirksamtes Reinickendorf

bestand aus der Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner, der Stellvertretenden

Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung

Sevda Boyraci, Bezirksstadtrat

Alexander Ewers, Bezirksstadtrat Harald

Muschner sowie Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlung.

In Bakırköy empfing

Bürgermeisterin Dr. Ayşegül Ovalıoğlu gemeinsam

mit Vertreterinnen und Vertretern

der Stadtverwaltung die Reinickendorfer

Delegation mit großer Herzlichkeit.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-

Wegner (CDU) erklärte: „Diese Städtepartnerschaft

ist weit mehr als ein formeller Akt.

Sie ist ein starkes Zeichen für Verständigung,

Freundschaft und gegenseitigen Respekt.

Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen

brauchen wir den Dialog zwischen

Städten, Kulturen und Menschen mehr denn

je. Reinickendorf und Bakırköy verbinden

gemeinsame Werte: Demokratie, Frieden,

Offenheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Besonders wichtig ist mir dabei auch die

Würdigung der Menschen mit türkischen Wurzeln,

die seit Jahrzehnten Berlin und unseren

Bezirk mit großem Engagement prägen.“

Bakırköy ist eine traditionsreiche und lebendige

Stadtgemeinde an der europäischen

Küste des Marmarameers in der Provinz Istanbul.

Die Gemeinde mit über 226.000

Einwohnerinnen und Einwohnern blickt auf

eine jahrtausendealte Geschichte zurück.

Bereits in der Antike war der Ort unter dem

Namen „Hebdomon“ als bedeutender Vorort

Konstantinopels bekannt. Heute verbindet

Bakırköy historische Vielfalt mit moderner urbaner

Entwicklung.

Im Mittelpunkt des Besuchsprogramms standen

offizielle Gespräche, kulturelle Begegnungen

sowie Besuche sozialer, sportlicher

und kultureller Einrichtungen. Dazu gehörten

unter anderem das Atatürk Sport- und

Lebensdorf, das İsmail Hakkı Tonguç Jugendzentrum,

Einrichtungen für Seniorinnen

und Senioren sowie historische und religiöse

Orte der Stadt. Mit der Pflanzung eines

„Baums der Freundschaft“ wurde die neue

Verbindung der beiden Kommunen zudem

symbolisch sichtbar gemacht.

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde

wollen beide Kommunen künftig

insbesondere die Zusammenarbeit in den

Bereichen Jugend, Bildung, Sport, Kultur,

Soziales und Verwaltung vertiefen. Geplant

sind regelmäßige Begegnungen und gemeinsame

Projekte, die den Austausch zwischen

den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig

stärken sollen.

© BA Reinickendorf


© Oliver Fantitsch

Graue Haare im Vormarsch und plötzlich stellt das Leben neue Fragen: „Es ist

nur eine Phase, Hase“ in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal.

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

Ihre Buchhandlungen

in Tegel

und Frohnau

Tegeler Bücherstube

Grußdorfstr. 18 · 13507 Berlin

Telefon: 030 4339503

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Fotos: Robin Kater Muster: Hannah Göppel

23


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

24

Die hundertjährige Villa Worch (Paul Poser)

an der Zeltinger Straße: Kulturhaus Centre Bagatelle.

Bauten von Paul Poser und Heinrich Straumer prägen Frohnau

Jubiläumsjahr für die Architekten der Gartenstadt Frohnau

Die Bauten von Heinrich Straumer und

Paul Poser prägen das Ortsbild von Frohnau.

Mehr als hundert Landhäuser, Villen,

Einfamilienhäuser sowie Siedlungen, Geschäfts-

und Funktionsbauten entwarfen

sie für die Gartenstadt. 2026 jähren sich

die Geburtstage beider Baumeister zum

150. Mal - Anlass für Führungen und Veranstaltungen.

Im April bot Katrin Pollok

(Stadtführungen berlinsehenswert) eine

Tour zu besonderen Villen, Landhäusern

und Baugruppen der beiden Architekten

im westlichen Teil der Gartenstadt an.

Zugleich war von der wechselvollen Geschichte

Frohnaus zu erfahren.

Führungen mit dem Bürgerverein der

Gartenstadt Frohnau zusammen mit dem

Grundbesitzer-Verein widmeten sich im

Mai 2026 den erhaltenen, zerstörten oder

nie realisierten Bauten der beiden Architekten

in der Mitte des Ortes. Eventuell soll

nach der Sommerpause noch durch das

Centre Bagatelle („Villa Worch“ von Paul

Poser) geführt werden. Groß gefeiert werden

die Architekten hier am 19. September.

Zuvor kann sich jeder selbst ein Bild von

ihrem Schaffen in Frohnau machen, nicht

nur bei Führungen. Der Bürgerverein hat

auf seiner Website viele Informationen, die

als Wegweiser dienen können.

Das erste Landhaus in Frohnau: Haus Rumland

in der Zeltinger Straße, Architekt Paul Poser.

Spuren von Heinrich Straumer

Heinrich Straumer baute in Frohnau vor

allem zwischen 1908 und 1919. Besonders

bekannt sind seine großen Landhäuser

wie „Haus Janson“ gegenüber dem Konzer

Platz, „Landhaus Rudolphson“ – an

das traurige Schicksal seiner ersten Bewohner

zur NS-Zeit erinnern Stolpersteine

– und „Landhaus Kleffner-Kreideweis“ am

Ludolfingerweg. Bekannt ist auch die grün

eingebettete Landhaus-Baugruppe mit den

markanten Giebeln, hohen Dächern, weißen

Sprossenfenstern „An der Buche“, die

Straumer im Auftrag der Berliner Terrain-

Centrale von Fürst Donnersmarck errichtete.

Von der Brückenanlage am Fürstendamm

ist heute nur noch das Umspannwerk

erhalten. Das Direktorenwohnhaus

der Terraingesellschaft am Edelhofdamm

wurde zugunsten einer Wohnanlage abgerissen.

Auch in Berlins Südwesten und seiner

Geburtsstadt Chemnitz war der Baumeister

aktiv. Berlinweit ist Straumer vor allem

als Architekt des Funkturms (1926) bekannt.

Spuren von Paul Poser

Paul Poser schuf das älteste Wohnhaus in

Frohnau (Landhaus des Patentingenieurs Julius

Rumland, der hier in der Zeltinger Straße

31 mit seiner Familie 1910 einzog) und zahlreiche

weitere Villen und Landhäuser während

der Gründungsphase der Gartenstadt

bis 1918. Auch die heutige katholische Kirche

wurde von ihm – ursprünglich entworfen als

Turnhalle – errichtet, ebenso der (abgerissene)

Wirtschaftshof des Kasinos an der Welfenallee.

Für die Berliner Terrain-Centrale

begutachtete er auch die Entwürfe anderer

Architekten für private Bauten.

Im Gegensatz zu Straumer war Poser in

Frohnau nicht nur bis 1918/20 aktiv. Danach

entstanden, häufig in Zusammenarbeit

mit Büropartner Hermann Bamm,

u. a. die „Villa Wutke“ am Ludolfingerplatz

5, das Geschäftshaus an der Ecke Ludolfingerplatz/Maximiliankorso,

das Gefallenendenkmal

an der Wiltinger Straße

und die Siedlung Barbarossahöhe an der


Schöne Landhaus-Gruppe „An der Buche“

von Heinrich Straumer.

Welfenallee 72/74, die 1926/27 im Auftrag

der Genossenschaft Vaterländischer

Bauverein errichtet wurde. Erbaut wurden

Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen für jeweils

vier oder sechs Familien auf einem

hügeligen Gelände, das zur Straße teilwei-

Kasino Frohnau

se mit Findlings-Brüstungsmauern begrenzt

ist. Seit 2009 ist ein Platz in der Nähe nach

dem Architekten benannt. Eines der prächtigsten

seiner Gebäude ist die inzwischen

hundertjährige „Villa Worch“ an der Zeltinger

Straße, bekannter heute als Kulturhaus

Stolpersteine liegen vor dem Landhaus

Rudolphson (Architekt Heinrich Straumer).

© S. Nöbel/aperçu (4)

Centre Bagatelle (so benannt von den französischen

Alliierten). Poser baute bis 1940

auch in anderen Ortsteilen von Reinickendorf

(u. a. Tegel und Konradshöhe) sowie

im nördlichen Umland.

Revitalisierung eines historischen Standorts – Denkmalgeschütztes

Wohn- und Geschäftshaus-Ensemble mit einem 35 Meter hohen Turm

G

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

Kasino-Ensemble,

das zentrale

Gebäudeensemble

der Gartenstadt

Mietfläche: ca. 5.200 m²

Nutzung:

Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen

und Wohnungen

Ankermieter: REWE, Rossmann, Junge Die Bäckerei

Im Fahrradparkhaus gibt es 67 Stellplätze.

Sie haben Interesse an Mietflächen?

Kasino Frohnau | Ludolfingerplatz | 13465 Berlin | www.kasino-frohnau.de

25


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

26

Lesetipp „Heimat“ der Frohnauer

Autorin Hannah Lühmann

Wenn die Idylle

Risse bekommt

Grüner Garten, spielende Kinder, frischer

Apfelkuchen – das Landleben wirkt zunächst

wie aus dem Bilderbuch. Genau

dort setzt Hannah Lühmanns Roman „Heimat“

an. Und zeigt, wie schnell die Idylle

kippen kann.

Die Autorin, 1987 in Frohnau geboren, studierte

Philosophie in Berlin und Paris und

schrieb unter anderem für Süddeutsche

Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung

und Die Zeit. Lange leitete sie das Kulturressort

von Welt und Welt am Sonntag.

Heute lebt sie als freie Journalistin mit ihrer

Familie wieder in Reinickendorf.

Im Roman zieht Jana mit Mann und Kindern

aufs Land. Mehr Ruhe, mehr Gemeinschaft,

so der Plan. Doch bald merkt sie:

Hinter gepflegten Vorgärten und freundlichen

Gesprächen steckt ein Milieu,

in dem AfD-Wahlentscheidungen ganz

selbstverständlich fallen.

Besonders fasziniert – und verstört – sie

ihre Nachbarin Karolin, die sich als „Tradwife“

versteht und im Namen der Tradition

gegen Gleichberechtigung und moderne

Lebensentwürfe kämpft. Je näher Jana ihr

kommt, desto stärker wächst eine irritierende

Mischung aus Abwehr und Neid.

„Heimat“ erzählt klug und sehr gegenwärtig

davon, wie politische Haltungen heute

im Gewand von Lifestyle, Sehnsucht und

scheinbar heiler Welt auftreten.

G Katharina Rolshausen

Hannah Lühmann

Heimat

hanserblau Verlag

(Hardcover)

176 Seiten

erschienen 8/2025

22 Euro

ISBN

978-3-446-28282-7

Frohnauer Liedermacher Reinhard Mey geht auf TikTok viral

Ein Hit – nach 55 Jahren!

Obwohl Reinhard Mey 46 Platten in den offiziellen

Albumcharts platzieren konnte (davon

17 sogar in den Top10), wiederholt mit

Goldenen und Platinschallplatten geehrt

wurde und mit Liedern wie „Der Mörder ist

immer der Gärtner“, „Gute Nacht, Freunde“

oder „Über den Wolken“ wahrhaftige Klassiker

schuf, ist der Frohnauer in den Singlecharts

nur selten anzutreffen. Ganze drei

Mal konnte er sich dort platzieren.

„In meinem Garten“, ein altes Reinhard Mey-

Lied von 1970, mauserte sich jetzt zum Hit.

© Jim Rakete/Universal Music

Das verblüfft zunächst, weil in den fast sechs

Jahrzehnten seit seinem Debüt „Ich wollte

wie Orpheus singen“ (1967) so viele großartige

Lieder zusammengekommen sind,

andererseits ließ sich der charismatische

Liedermacher nie nur auf einen einzelnen

Song reduzieren. Bei Mey lohnt stets der

Kauf eines Albums, denn so unterschiedlich

seine Werke auch ausgefallen sein mögen,

gemeinsam haben sie, dass sie an keiner

Stelle schwächeln. So waren in den Singlecharts

tatsächlich nur „Annabelle, ach Annabelle“

(1972), „Mann aus Allemania“ (1974)

und erst kürzlich „In meinem Garten“ platziert.

Mit Letztgenanntem hat Reinhard Mey dann

auch gleich einen Rekord aufgestellt. Denn

zwischen Erstveröffentlichung und Chartplatzierung

liegen genau 55 Jahre. Das Lied

stammt vom Album „Aus meinem Tagebuch“.

Es war Meys dritte LP, die 1970 veröffentlicht

wurde. Ein Jahr später kam es auf dem Album

„Reinhard Mey live“ als Konzertmitschnitt ein

weiteres Mal heraus. Außerdem erschien eine

englische sowie eine französische Version.

Dass das zeitlose Stück nun zum Hit avancierte,

hat freilich einen Grund. Denn in der

Netflix-Dokumentation „Babo – die Haftbefehl-Story“

über den deutschen Rapper Aykut

Anhan, der sich Haftbefehl nennt, ist der

Song zu hören. In einer Schlüsselszene hört

sich der von Lebenskrisen geschüttelte Musiker

den Mey-Track an und singt – sichtlich

bewegt – mit. Kurze Zeit später ist das Lied

ein Internetphänomen, platziert sich in den

Spotify-Hitlisten und allein bei TikTok wurde

es bis jetzt in über 2.600 Videos verwendet

beziehungsweise nachgesungen. Schließlich

landet die Nummer auf Platz 15 der offiziellen

Singlecharts. Das Besondere daran: Es

hören vornehmlich junge Leute, die den Liedermacher

bisher kaum bis gar nicht in ihren

Playlists hatten. „In meinem Garten“ hat

tatsächlich keine Patina angesetzt. Nach wie

vor ist es ein sehr berührendes Lied. Die Botschaft

ist universell: Liebe lässt sich nicht erzwingen.

Und Glück ist vergänglich.

Der Rapper Haftbefehl sagt in der Doku:

„Brutaler Song. Heftig.“ Auf Reinhard Meys

Website kann man sich übrigens sämtliche

Liedtexte von ihm kostenlos downloaden.

Darin geht hervor, dass er „In meinem Garten“

schon 1969 geschrieben hat. So kann

der Garten, der hier als Metapher genutzt

wird, nicht der in Frohnau sein.

Auch wenn der Sänger mit Reinickendorf

schon länger verbunden ist (der erste Proberaum

und die ersten Auftritte waren hier),

zog er erst 1977 in den Bezirk. Fun-Fact:

Das Lied „Irgendein Depp mäht irgendwo

immer“, erstmals 2003 veröffentlicht, entstand

in Frohnau.

G Christian Hentschel


Geschichten aus Frohnau

© BA Reinickendorf

Neuer Name des Kulturkomplexes in Frohnau:

Am Fuchsstein – Kultur- und Bildungshaus

Als im September 2025 Stadtteilbibliothek,

Volkshochschule und Musikschule

zu einem gemeinsamen Sommerfest in

den Fuchssteinerweg in Frohnau einluden,

nutzte man das auch dazu, den über 400

Gästen den neuen Namen des Kulturkomplexes

mitzuteilen: „Am Fuchsstein – Kultur-

und Bildungshaus“. Doch es soll nicht

nur ein neuer Name sein, viel mehr geht es

darum, den Kultur- und Bildungsstandort

des Bezirks als generationsübergreifenden

Treffpunkt zu etablieren. Dabei zählt man

auf die Vorschläge der Nutzenden, die

Stadtrat Harald

Muschner (rechts)

freut sich mit dem

Leitungsteam

über den gemeinsamen

Namen

„Am Fuchsstein“.

dann peu a peu umgesetzt werden sollen.

So wurde jetzt auch die Bibliothek verschönert.

Nachdem sie schon eine neue, attraktive

Theke bekommen hatte, wurden noch

die Räume umfassend renoviert. Dabei

bekamen die Wände nicht nur einen neuen

Anstrich, sondern die alten Möbel und

Regale wurden durch moderne, flexible

Lösungen ersetzt. „Mit der Modernisierung

haben wir in Frohnau einen freundlichen

Raum geschaffen, der zum Verweilen einlädt“,

freut sich Bildungs- und Kulturstadtrat

Harald Muschner.

(ch)

Im Ullstein-Verlag ist die

Taschenbuchausgabe des

Romans „Sputnik“ des

Schauspielers Christian

Berkel erschienen. Ursprünglich

kam das Buch

im Mai 2025 heraus und

entwickelte sich schnell wie

seine Vorgänger zu einem

Bestseller. Es ist der dritte

Teil seiner Trilogie, die die

Geschichte seiner Familie erzählt. In „Der

Apfelbaum“ (2018) rückt er die Geschichte

seiner Eltern in den Fokus der Handlung, in

„Ada“ (2020) avanciert seine Schwester in

den erzählerischen Mittelpunkt. Im dritten

Teil berichtet Berkel von sich selbst. Und

damit geht es nach Frohnau. Denn dort

ist der Schauspieler, den man aus Kinofilmen

wie „Das Experiment“, „Der Untergang“

oder „Inglourious Basterds“ kennt,

aufgewachsen. Der junge Berkel fühlt sich

allerdings nicht wohl in Reinickendorf. Freilich

hat er nicht per se etwas gegen seinen

Herkunftsort, es ist viel mehr die Enge des

Elternhauses und der damals noch weite

Weg mit den Öffentlichen in die Stadt. Erneut

erweist sich Berkel als grandioser Geschichtenerzähler.

(ch)

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

Markantes Wahrzeichen in Frohnau wurde von Carl Stahl-Urach (1879-1946) entworfen

Weltgrößter Wetterpilz erstrahlt wieder in Weiß

Ob der Wetterpilz mitsamt Bank am Maximiliankorso/Sigismundkorso

in Frohnau

nun schon wieder mit Graffiti

verunstaltet ist? 2025 erstrahlte

er nach Reinigungsarbeiten kurz

hell in ursprünglicher Farbe.

Dann war er wieder beschmiert,

das Bezirksamt versprach, dass dies

nicht so bleibt. Es soll der größte Wetterpilz

der Welt sein. Die von Carl Stahl Urach entworfene

Sehenswürdigkeit von Frohnau war

wie ihr bekannterer kleinerer Bruder an B 96

© BA Reinickendorf

im Baujahr 1910 Teil der Schmuckplatzanlagen,

die der Gartendirektor der Terrain-

Centrale für den Ort vorgesehen hatte.

1987 soll der 17 Tonnen schwere Wetterpilz

bei dem Versuch, ihn auf ein anderes Fundament

zu heben, umgefallen sein, war in

einer Ausgabe des Grundbesitzer-Vereins

der Gartenstadt zu lesen. Das Besondere

seien seine beachtliche Größe, die achteckige

Form und das reetgedeckte Dach.

Ursprünglich wären allerdings Ziegel drauf

gewesen, ist zu lesen.

(sn)

27


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

2025 wurde 150 Jahre Waidmannslust gefeiert

Das erste Haus hatte ein Ausflugslokal

Das Restaurant des Sternekochs Siegfried

Rockendorf in der Düsterhauptstraße bewirkte,

dass ich in den 1990er Jahren erstmals

nach Waidmannslust fuhr. Schöne Gegend,

dachte ich damals, sah aber kaum was. Der

Ort feierte da 120-jähriges Bestehen. Daran

musste ich denken, als ich vom Jubiläum 150

Jahre Waidmannslust 2025 las. Das Kiezfest

wurde im Sommer im Gemeindegarten

mit Unterhaltungsprogramm, Marktständen,

Rätsel und Interviews rund um den Ortsteil

Waidmannslust begangen. Dabei waren

zwischenzeitlich Bürger schon mal in Sorge

um ihren Stadtteil wegen des zunehmenden

Leerstands. Rockendorf war schon vor

seinem tragischen Tod 2000 weggezogen.

Immer mehr Läden und Speiselokale, aber

auch Villen standen leer.

Bürger-Initiative

2013 gründete sich die Initiative Waidmannslust

mit dem Ziel, den Ortsteil wieder zu einem

lebenswerten Ort zu machen. Es ging ihren

Mitgliedern vor allem um die Beseitigung von

Leerstand und Schandflecken, von Vernachlässigung

und Verfall, die Verbesserung der

Verkehrssituation und -sicherheit, die Belebung

der kommerziellen Infrastruktur (Geschäfte,

Gastronomie, etc.) und um gelebte

Nachbarschaft. Sie diskutierten mit Investoren,

Eigentümern, Nachbarn und Vertretern

der Politik und der Verwaltung und setzten

sich für Lösungen von Problemen ein, arbeiteten

auch mit anderen Initiativen und öffentlichen

Einrichtungen zusammen. Durch den

engen Kontakt zum Förderverein der Königin-

Luise-Kirche Waidmannslust e. V. gewannen

sie diese Kirche als Veranstaltungsort. Der

Kirchturm ist so etwas wie ein Wahrzeichen

von Waidmannslust.

Zum 150-jährigen Jubiläum bedankte sich

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-

Wegner für das bürgerschaftliche Engagement

der „Initiative Waidmannslust“ und ihr

„großartiges, sehr ambitioniertes Veranstaltungsprogramm.

Hervorzuheben sind hierbei

Wolfgang Nieschalk, Bernd Verkin und Pfarrer

Christoph Anders. Ein großes Lob geht

jedoch auch an all die anderen Ehrenamtlichen

und Unterstützer.“ In dem besonderen

Jubiläumsjahr wartete Waidmannslust mit

viel Programm auf, darunter Konzerte, Theateraufführungen,

Sportevents, Lesungen,

Vorträge, Stadtspaziergänge, Trödelmärkte,

Ausstellungen.

Ortsgeschichte

Wie kam es eigentlich zur Gründung von

Waidmannslust und zu dem schönen Namen?

1875 entstand mitten im Waldgebiet,

das zur Landgemeinde Lübars gehörte, ein

Wohnhaus mit Gastwirtschaft im EG: „Waidmannslust”.

Der Besitzer und Gastwirt Ernst

Bondick, der das Gelände gekauft hatte,

war zuvor Förster auf dem Hermsdorfer Gut.

Er ist der Gründer von Waidmannslust, das

erst nach 1945 zum eigenständigen Ortsteil

Reinickendorfs wurde. Die Bondickstraße erinnert

an ihn. Dank der nahegelegenen Bahn,

an der 1884 eine Haltestelle eingerichtet

wurde, entwickelte sich Waidmannslust erst

zu einem Ausflugsziel und bald zu einem noblen

Berliner Vorort. Noch aus Anfangszeiten

stammt die Villa von 1892 am Zabel-Krüger-

Damm neben dem Restaurant Il Romano.

Villen und Landhäuser prägten lange das

Ortsbild und – ab 1945 bis zum Abzug der

Alliierten 1994 und teils bis heute – auch viele

Franzosen. 1966 bis 1972 entstand wegen

des Wohnraummangels im östlichen Teil von

Waidmannslust die Rollberge-Siedlung mit

über 2.000 Wohnungen. Dazu gehört das

22-Etagen-Doppelhochhaus an der Titiseestraße

von Hans Scharoun. Es wurden und

werden Wohnungen vor allem im einstigen

Alliiertenviertel Cité Foch gebaut, nebst einer

Schule.

Im benachbarten Steinbergpark rauscht ein

Wasserfall – von der Spitze des 65 m hohen

Bergs in Stufen herunter zum See. Das

Wasser wird wieder hochgepumpt. Der Park

wurde ab 1924 übrigens als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

angelegt. Seit 1928 gibt es

den Wasserfall. Die Waidmannsluster nennen

ihn den größten Berlins und können sich da

wahrscheinlich mit den Kreuzbergern streiten.

Ein Rundgang durch das alte und neue

Waidmannslust lohnt.

G Sabine Nöbel

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Villa von 1892 Hochhaus von Hans Scharoun Königin-Luise-Kirche

© S. Nöbel/aperçu (3)


Die wundervolle Humboldt-Bibliothek entstand vor knapp 40 Jahren

Architektur- und Bildungserlebnis

Was für ein schönes Gebäude schon von

außen! Innen wirken die Bücherwände

über zwei Etagen wie modern interpretierte

barocke Klosterbibliotheken. Die

dreischiffige Halle passt dazu. Ein großes

Fenster an der Westseite des Gebäudes

lässt auf das Hafenbecken, die sogenannte

Sechserbrücke und den Tegeler

See blicken.

Die vom amerikanischen Architekten

Charles Moore entworfene und in den

Jahren 1987-1989 im Rahmen der Internationalen

Bauausstellung gebaute Humboldt-Bibliothek

steht heute unter Denkmalschutz.

Benannt ist sie nach Alexander

und Wilhelm von Humboldt, die ihre Kindheit

im Sommerhalbjahr im nahe gelegenen

Schloss Tegel verbrachten. Das Denkmal

der Brüder von Detlef Kraft steht vor

dem Eingangsbereich der Bibliothek seit

dem Jahr 1997. Nur ein kurzer Fußweg ist

es zum U-Bahnhof Alt-Tegel.

Die Bezirkszentralbibliothek von Reinickendorf

stellt nicht nur weit über 100.000

Medien zum Ausleihen bereit, sondern ist

ebenso ein Aufenthaltsort zum Lesen und

Arbeiten und für kulturelle Veranstaltungen.

Regelmäßig finden hier Lesungen, Konzerte,

Puppentheater oder Veranstaltungen zu

Coding und Robotik statt. Die Kinder- und

Jugendabteilung der Humboldt-Bibliothek

© Landesdenkmalamt Berlin, Thorsten Dame

bietet zahlreiche Programme zur Leseförderung,

Informationsrecherche und zur

kulturellen Bildung für Kita-Gruppen und

Schulklassen. Dazu gehört auch der Einsatz

digitaler Medien.

Es gibt auch eine regelmäßige offene

digitale Senioren-Sprechstunde und beispielsweise

Spiele-, Schreib- und Bastel-,

Näh- und Weben-Angebote, Kunstwerkstatt,

3D-Druck-Sprechstunde und Zivilcourage-Training.

(sn)

Adressen der Bibliotheken im Bezirk

☐ Humboldt-Bibliothek

Karolinenstraße 19, 13507 Berlin

Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–19, Sa 11–16 Uhr

☐ Bibliothek im Märkischen Viertel

Wilhelmsruher Damm 142c, 13439 Berlin

Öffnungszeiten: Mo, Do 13–19,

Di, Mi, Fr 11–17 Uhr

☐ Bibliothek am Schäfersee

Markstraße 36, 13409 Berlin

Öffnungszeiten: Mo-Fr 12–18 Uhr

☐ Stadteilbibliothek Reinickendorf-West

Auguste-Viktoria-Allee 29-31,

13403 Berlin

Öffnungszeiten: Mo 11–17, Di 13–17,

Do, Fr 13–19 Uhr

Einst war hier eine

Schäferei

Jacqueline Stückrath gestaltete

den Fuchs für die Bibliothek am

Schäfersee in der Stargardtstraße

11–13. Die Stadtbibliothek

befindet sich in der Nähe zum

Schäfersee, mitten im Schäferseepark.

Im 18. Jahrhundert war

hier eine Schäferei ansässig – daher

der Name.

☐ Stadtteilbibliothek Frohnau

Fuchssteinerweg 17, 13465 Berlin

Öffnungszeiten: Mo, Do: 13–19,

Di 13 –17, Fr 11–17 Uhr

☐ Fahrbibliothek

Der Große Bücherbus hält zu

bestimmten Nachmittagsterminen

zum Beispiel in Lübars, Heiligensee

und Hermsdorf. Vormittags fährt

er wie der Kleine Bücherbus

Grundschulen an. Der aktuelle

Fahrplan ist zu finden unter:

www.berlin.de/stadtbibliothekreinickendorf/bibliotheken

29

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

30

©Heiko Roith

Corvus Corax laden zur Lübarser Hofkultur

Mittelalterliche Kolkraben beim Sommerfest

Eine feste Größe im Kulturleben Lübars‘, dem

ältesten Dorf Berlins, ist seit einigen Jahren

das Sommerfest der „Lübarser Hofkultur“.

Dass es dazu kam, ist der Managerin Doro

Peters und ihrer Band Corvus Corax, die hier

ein Tonstudio betreiben, zu verdanken. Wenn

man so will, reichen die Anfänge bis in die frühen

Achtziger zurück. Damals, genauer: im

September 1982, gründete Doro Peters, Musikverrückte

seit Kindheitstagen, mit Freunden

in Schöneberg das legendäre Café Swing,

das alsbald der Musikertreffpunkt überhaupt

war. 1988 heuerte sie zusätzlich beim Label

Vielklang an und kümmerte sich beispielsweise

um die heutige Kultband Die Ärzte. Wenig

später hatte sie hier ihre eigene Abteilung, ein

sogenanntes Sublabel, für das sie Bands wie

In Extremo und Subway To Sally verpflichtete

und zeitweise auch managte. Zudem gründete

Doro Peters bereits in den Neunzigern eine

PR-Agentur für Musiker und Plattenfirmen. Alles

Sachen, von denen seit über 20 Jahren die

1989 gegründete Formation Corvus Corax –

die wichtigsten Vertreter der deutschen Mittelalterszene

– profitiert. Seit 2004 machen

die umtriebige Managerin und die Könige

der Spielleute, wie Corvus Corax genannt

werden, gemeinsame Sache.

Über 30 Alben wurden bereits veröffentlicht

und ihre Tourneen führten sie durch ganz Eu

ropa, China, Japan, Mexiko, USA und Kanada.

Viele Jahre hatten Corvus Corax (übrigens

der wissenschaftliche Name des Kolkraben)

ihren Sitz im Prenzlauer Berg, doch

als der Szenekiez zum Nobelviertel wurde,

musste eine neue Bleibe her. Als sich die Musiker

und ihre Managerin ihr neues Domizil in

Lübars ansahen, waren sie sofort schockverliebt.

Denn gleich vor der Tür begann Natur

pur. Die neue Arbeitsstelle fühlte sich wie ein

Kurzurlaub an. Das war 2019 und nur ein Jahr

später begann das Drama. Ein Virus namens

Covid 19 legte die komplette Kulturbranche

lahm. Die Mittelalterrocker saßen jetzt nicht

nur zuhause, sondern hatten auch ein Problem:

Wie soll man ohne Einnahmen die Miete

zahlen? Als es die ersten bescheidenen

Lockerungen gab, traten Corvus Corax die

Flucht nach vorn an. Sie schlossen den Hof

auf und spielten vor den Türen ihres neuen

Studios. Die Geburtsstunde der Lübarser

Hofkultur. In den Folgejahren gab es Unterstützung

von der Initiative „Draußenstadt“

sowie 2025 vom Fachbereich Kunst und

Geschichte des Bezirksamts Reinickendorf,

womit die Sommerfeste eintrittsfrei realisiert

Umsonst & draußen – Corvus Corax bei der Lübarser Hofkultur

werden konnten. Damit kamen nun nicht

mehr nur die Fans, sondern auch die Anwohner,

und das generationsübergreifend.

Längst war die Lübarser Hofkultur eine Institution

geworden und die Band ließ sich nicht

lumpen, sie spielte pro Tag vier Konzerte. Bis

2026 zunächst ein Dämpfer kam, denn jedwede

Unterstützung blieb aus. Doch glücklicherweise

konnten kurzfristig Sponsoren gefunden

werden. Rico Teubner von der Firma

Wimeba (Wilke Metallbau) ermöglicht den

ersten Tag des Sommerfestes 2026 (nämlich

Samstag, den 22.8.) und die Biermarke

„Odin Trunk“ übernimmt das Sponsoring des

zweiten Tages (Sonntag, den 23.08.). Damit

können wir uns auf insgesamt acht Kurzkonzerte

von Corvus Corax mit ihren faszinierend

großen Trommeln und den selbstgebauten

Dudelsäcken freuen.

G Christian Hentschel

22.8. + 23.8. 2026, jeweils 14-18 Uhr

Sommerfest der Lübarser Hofkultur

mit Corvus Corax; Eintritt frei

(Spenden willkommen)

Alt Lübars 11a (ca. 100 Meter von der

Bushaltestelle Alt Lübars)

www.hofkultur-luebars.de

www.hofkultur-luebars.de

© Doro Peters


Füchse Reinickendorf

Miriam Baumeister gestaltete

den Fuchs am Feuerwehrmuseum

Berlin in der Veitstraße 5. Die

Geschichte der letzten 170 Jahre

spiegelt sich in historischen Bildern

und Dokumenten, einer Gerätesammlung

und zahlreichen

Feuerwehrfahrzeugen wider.

UB

HAND

L UNG

AM FELLBACHER PLATZ

Buchhandlung am Fellbacher Platz

Rivkah Netzer & Heike Kornfeld

Heinsestraße 25 · 13467 Berlin

030 40 00 91 78

Montag - Freitag 10:00 - 18:00 Uhr

Samstag 10:00 - 14:00 Uhr

buchhandlung@fellbacherplatz.de

buchhandlung-fellbacherplatz.de

C H

Das Stegreif-Orchester

Zusammen.Klang –

Klassik wird Gegenwart

Wissen Sie, was das teilstationäre Hospiz

in Neukölln, die Kugelspielerin im Volkspark

Luisenhain und das Ensemble Stegreif

– The Improvising Symphony Orchestra –

gemeinsam haben? Sie haben alle die gleiche

Fördererin: die Berliner LOTTO-Stiftung.

In Reinickendorf, Neukölln sowie Friedrichshain-Kreuzberg

wird in der Spielzeit

2026/27 die Konzertreihe „Zusammen.

Klang – Klassik wird Gegenwart“ klassische

Werke neu denken und aufführen. Im Mittelpunkt

der Konzertreihe steht das Ensemble

Stegreif – The Improvising Symphony

Orchestra, ein international besetztes Orchester

junger Musiker*innen, das bekannte

Kompositionen aufgreift und mit freier

Improvisation erweitert. Gespielt wird ohne

Dirigent*in, ohne Noten, ohne feste Sitzordnung

und die Musiker*innen, aber auch das

Publikum, sind in Bewegung.

Seit Gründung der LOTTO-Stiftung 1975

wurden über 6.200 gemeinnützige Projekte

mit rund 2,9 Mrd. Euro gefördert. Von

jedem bei LOTTO Berlin gespielten Tipp,

den die Berlinerinnen und Berliner z. B. für

LOTTO 6aus49, Eurojackpot, KENO oder

die GlücksSpirale beim legalen staatlichen

Glücksspielanbieter ausgeben, fließen mindestens

20 Prozent in die Stiftung. 20 Prozent,

die sich Monat für Monat zu Millionen

Euro summieren – um die Stadt Berlin

noch lebens- und liebenswerter zu machen.

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts

Brandenburgische Str. 36, 10707 Berlin

Tel. 030 89051280 lotto-stiftung-berlin.de

© Lucie Schulze

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KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

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Lieblingsorte im Bezirk:

Das Hermsdorfer Fließ …

Ein Ururenkel von Kaiserin Sisi lebt in Hermsdorf

Kein elitärer Prinz – ein Clown zum Anfassen!

Wenn Leopold Altenburg sagen soll, was er

von Beruf ist, zögert er kurz. Er ist so vieles:

Schauspieler, Kabarettist, Regisseur, Autor,

Clown. Aber er fasst es dann doch unter

dem Wort Komiker zusammen, es habe halt

immer mit Humor zu tun. Der Clown sei ja

die Königsdiziplin, der mit Verletzlichkeit und

Scheitern spielt, bei dem sich Komödie und

Tragödie treffen. Ein Clownworkshop während

der Schauspielschule in Wien brachte

die Initialzündung. Eine Kollegin hätte

ihm dann vom Verein der Roten Nasen erzählt.

Professionell zu Clowns ausgebildete

Schauspieler, auch medizinisch und psychologisch

fortgebildet, bringen dank dieses

Vereins Lebensfreude in Krankenhäuser und

Pflegeheime zu Kindern und Erwachsenen.

In den Einrichtungen arbeiten sie eng mit

dem medizinischen Personal zusammen.

Inzwischen gibt Altenburg selbst Humorseminare

und Clownworkshops. Zudem singt

er auch bei seinen Bühnenprogrammen,

zum Beispiel Austropop. Er kann Ukulele

und Gitarre spielen.

Jodelkönig und Ahoi-Matrosin

Oft tritt er im Duo mit seiner Frau Juliane

auf, die er 2004 bei einem Clownworkshop

kennenlernte. Sie ist auch Schauspielerin

und da sie aus Hamburg stammt und er aus

Wien, nennen sie ein gemeinsames Bühnen-

Programm „Jodelkönig und Ahoi-Matrosin“.

Sie traten damit im Bezirk schon im Centre

Bagatelle in Frohnau auf und im schönen

© Emilia Altenburg

… und die Bühnen. Als Clownsduo trat er mit

seiner Frau u.a. im Labsaal in Lübars auf.

© Sven Delitz

Labsaal in Lübars. Sie wohnen inzwischen

weit über zehn Jahre in Hermsdorf.

Was führte den Wiener nach Berlin und speziell

nach Hermsdorf? Erst war es nur, dass

er 2002 meinte, Berlin sei näher als Wien

zu Bielefeld, wo er gerade ein Musikkabarett-Duo

aufgebaut hatte, zumal seine damalige

Freundin in Berlin ein Jobangebot

hatte. Die Roten Nasen gab es auch in Berlin.

Man freute sich dort über professionellen

Zuwachs. Altenburg wohnte zunächst

in Friedrichshain und nach der Heirat ab

2007 in Prenzlauer Berg. „Dann wurde es

da lauter, und wir überlegten, mit zwei Kindern

doch besser an den Rand von Berlin zu

ziehen, möglichst mit S-Bahn-Verbindung,

aber nicht so teuer wie Frohnau.“

Mit den berühmten Habsburger

kaiserlichen Vorfahren

© Stefan Ludwig

Wohnen am Tegeler Fließ

2013 bot ihnen ein Maklerbüro das Haus

in Hermsdorf an, von dem beide gleich

dachten: Da kann man was draus machen.

„Mit dem Rad ist man in zehn Minuten am

S-Bahnhof, das Strandbad Lübars am Ziegeleisee

ist nicht weit, ebenso der Hermsdorfer

See, auf dessen Eis wir letzten Winter

spazieren gehen konnten.“ Im nahen Naturschutzgebiet

Tegeler Fließ ist er häufig unterwegs.

Die Kirchengemeinde in Hermsdorf

erwies sich als nett und lebendig. „Drei Generationen

treffen sich da, nicht nur Ältere.“

Hermsdorf wurde Heimat.

Bei manchen Auftritten (so in der Show

„Prinz und Clown“) und auch als Buchautor

(„Der Kaiser und sein Sonnenschein“)

nahm Leopold Altenburg schon Bezug auf

seine Vorfahren. Er ist der Ururenkel von

Kaiserin Elisabeth (Sisi) & Kaiser Franz Josef

I., Urenkel deren jüngster Tochter Marie

Valerie, und stammt somit aus dem Hause

Habsburg. Oft wird er als Leopold Prinz

von Altenburg angeredet. Sein Großvater

war das 8. Kind und heiratete nicht standesgemäß,

wie es damals hieß. Er nahm

1930, zu einer Zeit, da nach dem 1. Weltkrieg

die Adelstitel in Österreich abgeschafft

worden waren, den Namen Altenburg

an. Diese Gründerburg des Habsburger

Adelsgeschlechts ist heute eine

Jugendherberge in der Schweiz.

Verlag für Kinderbuch gesucht

Derzeit schreibt der Prinz gerade an einem

Kinderbuch. Ab und zu geht er bei Kästners

Hermsdorfer Wohnadresse in den 1960er

Jahren in der Parkstraße am Waldsee vorbei

und lässt sich inspirieren. Aber für den

Stoff selbst hat ihn seine Arbeit als Krankenhausclown

angeregt. Das Buch handelt

von einem Elfjährigen, dessen Opa an Demenz

erkrankt und in eine Pflegeeinrichtung

kommt. Dort lernt er Valentina Flowers

kennen, eine patente Reinigungsfrau, deren

Vorbild im wirklichen Leben Leopold Altenburg

begegnete und an die er damit auch

erinnern möchte. Er schreibt erst einmal und

sucht dann einen Verlag.

G Sabine Nöbel


Der Reinickendorfer Grafiker und Musiker Klaus Voormann

Was der Heiligensee mit den Beatles zu tun hat

Der heute 88jährige Grafiker und Musiker

Klaus Voormann, ein echter Reinickendorfer,

wäre um Haaresbreite ein Beatle

geworden. Zumindest war kein Zweiter so

dicht dran wie er. Aufgewachsen ist der

Künstler in einer Frohnauer Villa und einen

großen Teil seiner Freizeit verbrachte er

am Heiligensee, der dem gleichnamigen

Ortsteil Reinickendorfs seinen Namen gibt.

Das war nicht irgendein See. Es ist der See

der Familie Voormann. Wilhelm Laupenmühlen,

der Großvater Klaus Voormanns,

erwarb den See 1910. Laupenmühlen war

Bankier und verdiente sein Vermögen mit

Bergwerksbeteiligungen und Kaliaktien. In

Heiligensee und Frohnau gehörten dem

Mann etliche Immobilien, doch seine Frau

verkaufte nach seinem Krebstod im Jahr

1918 den Grundbesitz, schließlich kam die

Inflation und das Vermögen ging verloren.

Den Heiligensee behielten allerdings die

Voormanns, bis heute.

Nach dem Abitur ging Klaus Voormann auf

die Kunstgewerbeschule in Hamburg und

dort kam es 1960 zu einer schicksalshaften

Begegnung. Aus einem Keller in einer Seitenstraße

der Reeperbahn vernahm er in einer

verregneten Herbstnacht eine lärmende

Rock’n’Roll-Band. Bisher kannte Voormann

Klassik (als Kind hatte er Klavierunterricht)

sowie Jazz und nun erreichten ihn diese ungewohnten

Klänge. Es war ein früher Auftritt

der Beatles und in einer Spielpause sprach

er die Musiker an, denn der junge Grafiker,

der neben dem Studium für Zeitschriften

wie „Kristall“ und „Hörzu“ arbeitete, wollte

auch einmal ein Plattencover entwerfen.

Dazu kam es erst einmal nicht, doch fortan

waren Voormann und die Beatles, die

damals noch zu fünft waren, befreundet.

So kam es dazu, dass der Reinickendorfer

auch mal am Bass aushalf. Er kaufte dem

ersten Beatles-Bassisten Stuart Sutcliffe für

Schon 2003 veröffentlichte der Reinickendorfer seine Autobiografie,

Paul McCartney schrieb das Vorwort.

200 Mark gar sein Instrument ab und tatsächlich

fragte er John Lennon, ob er die

Nachfolge antreten könne, doch längst war

entschieden, dass Paul McCartney von der

Gitarre zum Viersaiter wechselt.

Allerdings kam es zum Beatles-Plattencover.

Klaus Voormann gestaltete 1966 für 50

Pfund das Cover des Albums „Revolver“,

Mit dem Coverentwurf des Beatles-Albums

„Revolver“ schrieb Voormann Musikgeschichte.

© Universal Music(2)

wenig später gab es für das beste Plattencover

einen Grammy. Inzwischen lebte der

Berliner in London und wurde tatsächlich

Bassgitarrist – bei Manfred Mann sowie bei

den Hollies. Er arbeitete ebenso mit Bob

Dylan, Carly Simon und Eric Clapton sowie

schließlich doch noch mit den Beatles-Musikern

Lennon, McCartney und Harrison bei

ihren Soloprojekten. Wieder in Deutschland

(1979 – nach einiger Zeit in Los Angeles) begann

er, Bands zu produzieren, beispielsweise

Trio und ihr legendäres „Da Da Da“.

2009 veröffentlichte Klaus Voormann sein

erstes Soloalbum und es war Ehrensache

für Musiker wie Paul McCartney und Yusuf

Islam/Cat Stevens hier mitzuwirken. Heute

lebt der Reinickendorfer nach vielen Jahren

in Habernis an der Ostsee am Starnberger

See in der Nähe von München. Von seiner

Zeit am Heiligensee erzählt er jedoch regelmäßig

in Interviews, etwa von Radtouren

mit Schulkameraden durch den Tegeler

Forst, um im See baden zu gehen.

G Christian Hentschel

33

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

34

Berliner Ausstellungsprojekt „Umbenennen?!“

Straßennamen erzählen Geschichte

Kann das einer Waldstraße je passieren,

dass sie mal umbenannt werden muss? Ist

ja keine Persönlichkeit, die zu verschiedenen

Zeiten unterschiedlich gesehen wird. Andererseits

gibt es 11 Waldstraßen in Berlin und

davon allein sechs in Treptow-Köpenick.

Kann auch verwirren. Berlin, seine Straßennamen

und deren Umbenennungen waren/

sind Thema eines Berliner Ausstellungsprojekts

„Umbenennen?!“, wobei es einen generellen

und einen auf den jeweiligen Bezirk

bezogenen Teil gibt. Der Arbeitskreis Berliner

Regionalmuseen und das Aktive Museum

Faschismus und Widerstand in Berlin

e. V. greifen dabei die in den Bezirken geführten

Diskussionen auf. Das Ausstellungsprojekt

nebst Begleitprogramm hatte 2025

seinen Auftakt in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf,

Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg,

es folgten 2025 noch

Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow,

Spandau und Reinickendorf. In Reinickendorf

läuft sie noch bis 31.5.2027. Hier erkennt

man die Industriegeschichte des Ortes

an Straßen wie dem Borsigdamm. An

die französischen Alliierten erinnert die Avenue

Charles de Gaulle. 2026 wurde/wird

die Ausstellung in Treptow-Köpenick, Mitte,

Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln

eröffnet. Infos unter www.umbenennen.de

Wer darf benennen?

Das schnelle Wachstums Berlins im 19. Jahrhundert,

die Reichsgründung 1871, die Bildung

Groß-Berlins 1920, die Weimarer Republik,

die Nazizeit, die Nachkriegsjahre in

Ost und West, die Nachwendezeit – alles hat

sich in Straßennamen und Umbenennungen

niedergeschlagen. Bezogen sich die Namen

jahrhundertelang nur auf die ansässigen

Gewerke oder lokalen Besonderheiten,

wurden ab dem 18. Jahrhundert auch Personen

damit geehrt. Der Zusammenschluss

von acht zuvor selbstständigen Stadt- und

59 Landgemeinden sowie 27 Gutsbezirken

zu Groß-Berlin 1920 führte dazu, dass trotz

Umbenennungen bis heute Straßennamen

mehrmals in Berlin vorkommen.

Wer legt überhaupt die Straßennamen fest

oder ändert sie? Bis 1813 ist es der Magistrat,

erfahren wir in der Ausstellung, dann

hat sie der König zu genehmigen bzw. der

Kaiser und nach dem 1. Weltkrieg das Innenministerium.

1939 wurde die Zuständigkeit

an die Kommunen übertragen, die Entscheidungsmacht

lag bei der NSDAP. Nach dem

2. Weltkrieg ließen die Alliierten Umbenennungen

von den städtischen Abteilungen für

Wohnen und Verkehr vorbereiten. Im Osten

Berlins wurden bis 1989 Vorschläge vom

Magistrat beschlossen. Im Westen konnten

seit 1967 wie heute alle Bezirke Straßennamen

bestimmen oder ändern.

Häufige Namenswechsel

Manche Straßen wechselten mehrmals ihren

Namen. So die Kaiser-Friedrich-Straße in

Neukölln. Ab 1892 ehrte sie den verstorbenen

Friedrich III., nach der Eingemeindung

in Groß-Berlin 1920 wurde der verlängerte

Teil östlich des Schifffahrtskanals zur Sonnenallee.

Die gesamte Trasse wurde 1938

zur Braunauer Straße (Geburtsort Adolf Hitlers)

und 1947 zur Sonnenallee.

Ein Archivbild des Museums Reinickendorf

von 1938 dokumentiert die Umbenennung

der Rosent(h)aler in Holzhauser Straße,

ab 1958 wurde ein Teil in den Eichborndamm

einbezogen. Auch die Jüdenstraße

in Spandau verlor ihren Namen zur NS-

DAP-Zeit. 1938 wurde sie zur Kinkelstraße

- ein Revolutionär von 1848, der im Zuchthaus

Spandau inhaftiert war. 2002 wurde

sie rückbenannt. Umstritten ist in Steglitz-

Zehlendorf der Hindenburgdamm (bis 1914

Chausseestraße), nach dem Generaloberst

und späteren Reichspräsidenten benannt,

der vielen als Wegbereiter der Nazis gilt.

Museum Reinickendorf

Umbenennung der Rosenthaler Straße

in Holzhauser Straße, 1938

Foto: Museum Reinickendorf

Die Dorotheenstraße in Mitte hatte schon

viele Namen: im 17./18. Jahrhundert Hinter

Gasse, Am Bauhof, Hinter dem Observatorium,

Letzte Straße und ab 1822 Dorotheenstraße.

Ab 1951 hieß sie nach Clara Zetkin

und wurde 1995 zurückbenannt. Ob nun die

Kurfürstin Dorothea von Brandenburg eine

verdienstvollere Namensträgerin ist als die

Frauenrechtlerin Clara Zetkin? Immerhin

waren beide engagierte Frauen.

Nur knapp 5 Prozent der etwa 10.000 Straßen

und Plätze in Berlin sind nach einer

Frau benannt. Knapp 30 Prozent tragen

männliche Namen, der Rest ist nach Orten,

Pflanzen, Landschaften benannt. Bei

Umbenennungen werden heute oft Frauen

bevorzugt. So erhielt das 1896 im Treptower

Park nach einem Kolonialisten benannte

Gröbenufer 2010 den Namen der afrodeutschen

Dichterin und Aktivistin May Ayim.

Ergänzungstafeln an Straßenschildern geben

mancherorts Hilfestellung, warum die

Straße so heißt bzw. anders als früher. (sn)


Drei Akteurinnen der Frauenbewegung

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF)

Digital. Divers. Feministisch.

2013 wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, Materialien zur Deutschen

Frauenbewegung wissenschaftlich aufzuarbeiten, in einem digitalen Archiv

zu sichern und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daraus

entstand das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF). Es bündelt

mehr als 200 Jahre feministische Bewegungsgeschichten aus dem

deutschsprachigen Raum. Online und kostenfrei.

Abgesehen davon, dass das DDF damit Originalquellen erhält und

langfristig sichert, erfüllt es einen zentralen Bildungsauftrag: In der

vorherrschenden Geschichtsschreibung finden weibliche und feministische

Perspektiven kaum Raum. Akteurinnen und ihre Leistungen werden

noch immer an den Rand gedrängt und zu oft unsichtbar gemacht.

Damit sie als Teil von Demokratiegeschichte bewahrt und weltweit zugänglich

sind, werden sie vom DDF digitalisiert und kontextualisiert.

Cordula Jurczyk von der DDF-Onlineredaktion sagt zudem: „Frauenund

Lesbenbewegungsgeschichte wird im Schulunterricht kaum vermittelt.“

Mit dem Format „Platz da, Feminismus hat Geschichte – und

Geschichte gibt‘s nicht ohne Frauen!“ steuert das DDF deshalb gemeinsam

mit einer Didaktikerin der Leipziger Louise-Otto-Peters-Schule

dagegen. Mit ihrem Projekt erweitern sie den bestehenden Lehrkanon

um Wissen über feministische Geschichte.

Wer schauen möchte, wie viele Löcher das eigene Geschichtswissen

beinhaltet, kann sich auf www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

ein Bild machen. Mit Originalfotos werden die Biografien von Frauen

und ihrer Arbeit spannend aufbereitet und laden zum intensiven Lesen

und Wiederkehren ein.

G Marlen Pelny

© www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

Marie Kundt

Lehrerin und Fotografin

(1870-1932)

© Archiv Lette Verein via DDF

Marie Kundt prägte in ihren 40 Dienstjahren

die Photographische Lehranstalt des Berliner

Lette Vereins, dem sie auch als Direktorin vorstand.

Durch ihr Wirken wurden technische Frauenberufe

entwickelt und erhielten allgemeine Anerkennung.

Minna Cauer

Pädagogin und Publizistin

(1841-1922)

© AddF via DDF

Sie leitete Frauenvereine, war eine mitreißende

Rednerin und mischte sich mit ihrer Zeitschrift

‚Die Frauenbewegung‘ in die öffentliche Debatte im

Kaiserreich ein. Ihr Ziel: die allumfassende Gleichberechtigung

der Frau im Staat. Ihr größter Erfolg:

1918 erhalten die Frauen das Wahlrecht.

Rita ‚Tommy‘ Thomas

Hundefriseurin und

Gastgeberin der (HIB)

1931-2018

© FFBIZ via DDF

Die (Ost-)Berlinerin Rita Thomas nannte sich ‚Tommy‘

und lebte als Mitglied der Homosexuellen Interessengemeinschaft

Berlin (HIB). Tommys Fotosammlung

bietet Einblicke in lesbisches, schwules und trans*

Leben in Ost- und West-Berlin seit 1945.

Feminismus hat Geschichte! Und die ist politisch,

bewegt und reich an Auseinandersetzungen. Sie

erzählt von Solidaritäten und Brüchen, sie hat

viele Gesichter, Perspektiven und nicht zuletzt

Schultern, auf denen auch heute Feminismus gelebt,

gedacht und ausgehandelt wird. Von Frauenstreiks

bis Cyberfeminismus, von Pionier*innen

in Sport oder Sprache: Der DDF-Podcast blickt

auf Akteur*innen und Phänomene aus mehr als

200 Jahren feministischer Bewegungsgeschichte.

Hier zum

Podcast

35

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE


KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE

Groß! Bunt! Laut!

Innovativ!

Daniel Stolzenburg ist die künstlerische

Bemalung für den Fuchs

vom ATRIUM am Senftenberger

Ring 97 zu verdanken. Kunst,

Theater, Tanz, Medien, Literatur

und internationale Projekte gibt

es hier – das ATRIUM ist eine

kommunale Jugendkunstschule.

Die Stadt vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

Schicksale Berliner Architektur

Berlin hat sein Gesicht nach dem Zweiten

Weltkrieg stark verändert. Prägende Gebäude

und Architekturensembles versanken

zwischen 1943 und 1945 in Schutt und

Asche. Manches blieb erhalten oder konnte

in den folgenden Jahrzehnten wieder

hergestellt werden, anderes entstand völlig

neu und lässt kaum noch erahnen, wie

es hier früher einmal aussah. Dieses Buch

dokumentiert den Wandel im Stadtbild, in

dem es historische und aktuelle Fotos von

bedeutenden Orten nebeneinanderstellt:

vom Stadtschloss über das Zooviertel bis

hin zum Potsdamer Platz.

Christian Simon, geboren 1960, ist Stadtführer sowie

Autor und Verleger von Berlin-Literatur. Zuletzt

erschienen von ihm im BeBra Verlag „Die schönsten

Berliner U-Bahnhöfe“, „Die schönsten Berliner

Brücken“ und „Die schönsten Berliner S-Bahnhöfe“.

Christian Simon

Schicksale Berliner Architektur

BeBra Verlag, 128 Seiten

175 Abb., 2025, 26 Euro

ISBN 978-3-8148-0329-6

36


Der Ernst-Reuter-Saal ist ein

Konzertsaal im Rathaus Reinickendorf

in Berlin mit Platz für bis zu

725 Personen. Er wurde 1957 erbaut

und gilt als einer der Säle mit der

besten Akustik in Deutschland.

Der Saal wird für kulturelle,

gesellige und politische

Veranstaltungen genutzt.

Das Bezirksamt lädt zu unterhaltsamen Nachmittagen im Ernst-Reuter-Saal ein:

Die Glücklichmacher

Schon seit 1957 wird der Ernst-Reuter-Saal

für seine feine Akustik und die uneingeschränkte

Sicht von jedem Platz aus geschätzt.

Paul Kuhn, Max Raabe und die

Berliner Philharmoniker waren schon hier.

Mit dem „Kulturtreff“ gibt es auch eine Veranstaltungsreihe

für die ältere Generation.

So unterschiedlich diese Nachmittage

auch sind, gemeinsam haben sie das hohe

Qualitätslevel.

Die gute Laune, die in den Flyern von Gastgeber

Bert Beel sowie seiner Künstlercrew

für die zwei Nachmittage Ende März versprochen

wird, beginnt schon am Einlass.

Das Team an den Türen lässt die über 700

Zuschauenden zügig in den Konzertsaal

des Reinickendorfer Rathauses, nichtsdestotrotz

bleibt Zeit, jeden Gast einzeln herzlich

willkommen zu heißen. Eine Freundlichkeit,

die offenbar ansteckend ist. Denn

gutgelaunt geben sich auch die Garderobieren,

das Verkaufspersonal an der Foyerbar

oder der sympathische Kollege am

Treppenlift, der einen barrierefreien Eintritt

ermöglicht. Das im besten Sinne positiv

aufgeregte Publikum weiß das hohe

Niveau dieser Veranstaltungen und die

moderaten Eintrittspreise sehr zu schätzen.

Was sich auch außerhalb des Bezirks herumgesprochen

hat. So kommt die Dame

auf dem Nebensitz extra aus Britz. Ein paar

Reihen davor sitzt eine riesige Truppe aus

Eberswalde, die eigens hierfür einen Reisebus

gechartert hatte. Und nicht zuletzt ist

Bert Beel ein Garant für allerbeste Unterhaltung.

Der umtriebige Entertainer, Moderator,

Sänger und Parodist veröffentlichte vor 52

Jahren seine allererste Schallplatte, heute

genießt er Kultstatus. Zudem ist der Mann

für sein glückliches Händchen bei der Wahl

seiner Gäste bekannt. Tradition verpflichtet

eben. Die Berliner Varietéshows, wie sie uns

der Künstler präsentiert, reichen in die 1950er

Jahre zurück. Seit 1984 mischt Bert Beel mit.

Zunächst begrüßen Sanja Cica aus dem

Fachbereich für Seniorinnen und Senioren

des Bezirksamtes sowie die Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner die

Gäste, einen sogar namentlich, weil er jede

„Kulturtreff“-Veranstaltung besucht und mit

seinen 103 Jahren vermutlich der älteste

Zuschauer im Saal ist. Dann geht es Schlag

auf Schlag. Die kurzweilige Zweieinhalbstundenshow

(plus Pause) vergeht wie im Fluge.

Den Anfang machen die Berolina-Band sowie

das Ballett Energy Dancers. Dann übernimmt

auch schon Bert Beel, den man sofort

ansieht, dass er Spaß auf der Bühne hat. Zunächst

parodiert er Joel Grey aus dem Musical

„Cabaret“, gefolgt von „Wenn ich einmal

reich wär“ aus dem Bock/Stein-Musical

„Anatevka“. Außerdem hat Bert Beel ein paar

Witze mitgebracht und streut direkt aus seiner

Sakkotasche Glitzer in den Saal. Schließlich

übergibt er an Hans-Jürgen Schatz. Der Moderator

mit seiner warmen, sonoren Stimme

ist ein alter Hase, man kennt ihn ebenso als

Schauspieler aus den Fernsehserien „Der

© BA Reinickendorf (2)

BERT BEEL begeistert sein

Publikum als Conférencier

aus dem Musical „Cabaret“

© Daniela Rasch

Fahnder“ und „Salto Postale“. Schnell hat

auch Roy Reinker das Publikum auf seiner

Seite. Der eloquente Bauchredner, der in

seiner Heimatstadt Leipzig ein kleines Theater

betreibt, hat seine frech-witzige Opa-

Puppe Siegfried mitgebracht und die nimmt

kein Blatt vor dem Mund… Auch die Artistik

kommt an diesen wunderbaren Nachmittagen

nicht zu kurz: Während Nina Trettau in

einem riesigen Reifen über die Bühne rollt

und Walid Merhi Frisbeescheiben jongliert,

verbiegt sich die Kontorsionistin RosaLisa

im wahrsten Sinne des Wortes und Sven Böker

vermengt Sand mit Handstandakrobatik.

Frenetisch werden Michael Heller und Christopher

Bolam gefeiert. Das Musicalduo singt,

tanzt und steppt sich durch das Repertoire

von Nat King Cole über Queen bis Roger

Cicero. Freilich ist auch Gastgeber Beel in

der zweiten Hälfte noch einmal dabei. Diesmal

begeistert er mit Parodien auf Johannes

Heesters und Zarah Leander.

Im Finale vereinen sich schließlich alle Künstlerinnen

und Künstler auf der Bühne und

schauen dabei in ausschließlich glückliche

Gesichter. Vielleicht auch deshalb, weil Bert

Beel – inzwischen als Reinickendorfer Institution

gehandelt – für den 19.10. eine neue Ausgabe

seiner Internationalen Varieté-Nachmittage

im Ernst-Reuter-Saal angekündigt hat.

Christian Hentschel

37

KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE


Verbraucherzentrale mit klar strukturierten und gut recherchierten Ratgebern zu:

Erbrecht, Rentenrecht, Mietrecht

Eine anwaltliche Hilfe wird kein Buch dieser

Welt ersetzen können, doch um sich einen

allgemeinen Überblick zu verschaffen oder

überhaupt eine Ahnung im undurchsichtigen

Gesetzesdschungel zu erlangen, lohnt der

Blick in einen Ratgeber. Der Büchermarkt ist

überfüllt von sogenannten Beratungshilfen,

doch nicht jedes angebotene Sachbuch dient

tatsächlich der Orientierung, oftmals werden

komplexe Themen nur effekthascherisch angerissen,

um bei einem vermeintlichen Büchertrend

dabei zu sein. Das weiß auch die

Verbraucherzentrale und setzt auf eine eigene

Reihe gut recherchierter und fundierter Ratgeber,

die im Internetshop der Verbraucherzentrale

als gedrucktes Buch, E-Book oder

PDF kostenpflichtig bestellen werden können.

Ein Bestseller aus dem umfangreichen Programm

ist der Ratgeber „Richtig vererben

und verschenken“ (208 Seiten, Euro 20,00

bzw. 15,99 als E-Book). Das Buch punktet

mit seiner Übersichtlichkeit (jedes Kapitel

beginnt mit einer Übersicht und endet

mit einer Zusammenfassung) und erklärt

die Grundzüge des Erbrechts und zeigt an

Fallbeispielen, wie der Nachlass durch Testament,

Schenkung, Vermächtnis und Erbvertrag

weitergegeben werden kann. Ein

Kapitel widmet sich auch dem Umstand,

wenn der Erblasser nur Schulden hinterlässt.

In ähnlicher Aufmachung und von starkem

Service-Charakter geprägt ist der Ratgeber

„Rente in Sicht“ (240 Seiten, Euro 24,00 bzw.

19,99 als E-Book). Das umfangreiche Thema

wird von allen Seiten von Anlageformen bis

Rentenarten beleuchtet, zudem wird mit falschen

Annahmen zu Steuern und Beiträgen

aufgeräumt. Für einen weiteren Bestseller hat

sich die Verbraucherzentrale mit dem Deutschen

Mieterbund zusammengetan.

In „Das Mieter-Handbuch“ (240 Seiten,

Euro 18,00 – nur als gedrucktes Buch erhältlich),

das im Sommer 2026 in einer

neuen Auflage erschienen ist, werden detailgenau

alle Fakten von Mieterhöhung

bis Kündigung erläutert.

(ch)

→ Alle vorgestellten Ratgeber sind unter

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sind sie in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen

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WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

Großes Interesse gab es am Thema „Fachkräfte finden. Menschen binden. Zukunft gestalten“. Rund 90 Unternehmerinnen und Unternehmer

aus dem Handwerk, dem Dienstleistungssektor und der Industrie folgten der Einladung der Bezirksbürgermeisterin.

© Bezirksamt Reinickendorf (2)

40

Viele Ideen zur Mitarbeitergewinnung und –bindung beim Netzwerktreffen im Landesarchiv Berlin

„Arbeiten Sie daran, attraktiver Arbeitgeber zu sein“

„Fachkräfte finden. Menschen binden. Zukunft

gestalten“ – unter dem Motto folgten

Unternehmerinnen und Unternehmer der

Einladung des Bezirksamtes zum Austausch.

Schnell und kosteneffizient die richtigen Kandidaten

fürs eigene Unternehmen zu finden,

das war Thema der Netzwerkveranstaltung

im Landesarchiv Berlin und im Vortrag von

Marcus Schumacher von winwinrecruiting,

der eine aufgestellte Raute vorstellte: oben

mit der kleinen Spitze der aktiv Suchenden,

mit einem großen Bauch der nicht aktiv Suchenden,

bei denen ein Wechsel ins eigene

Unternehmen möglich wäre, und mit dem

schmalen Fuß der nicht Wechselwilligen.

Geschwindigkeit führt zum Erfolg

Marcus Schumacher beschrieb den Prozess

vom Erregen von Aufmerksamkeit z. B.

mit einer Stellenanzeige im Internet, über

das Interesse, die Bewerbung, Auswahl und

Einstellung bis zum Onbording, der Einarbeitung.

„Warum ist es eine gute Idee, mich

bei Euch zu bewerben? Warum sollte ich das

Risiko des Jobwechsels eingehen? Das müssen

wir deutlich machen!“ Geschwindigkeit

sei ein Erfolgsfaktor: In 24 bis 48 Stunden

sollte der erste Kontakt per Telefon, SMS,

Whatsapp o. ä. mit den Bewerbern erfolgen.

Je länger der Prozess dauere, umso

größer sei die Gefahr, dass die Personen

abspringen. Er erwartet Wertschätzung bis

zur Absage. Im Übrigen gelte die Probezeit

für beide Seiten.

Ehrlich und transparent sein

Constance Elisabeth Jow gründete nach

leitenden Funktionen im Klinikmanagement

ihre CEJ. Unternehmensberatung – und rät

zur Ehrlichkeit gegenüber den Bewerbern:

„Kann ich halten, was ich verspreche? Ein

Jobsharing auf Oberarztniveau?“ Sie gibt

Hinweise vom Prebording, der Zeit zwischen

Unterschrift und erstem Arbeitstag, bis zum

Onbording. „Es reicht nicht mehr, wenn wir

den Deal haben.“ Der Kontakt sollte aufrecht

gehalten werden mit Willkommens-

E-Mails, bereitgestellten Dokumenten, Informationen

zu möglichen Fortbildungen…

„Jeder Antritt bedeutet eine extreme Umstellung

und Anpassung. Greifen Sie daher

zum Äußersten: Reden Sie mit den neuen

Mitarbeitern!“ Noch aufwändiger sei das,

wenn diese aus dem Ausland kommen. Sie

rät zur Offenlegung von Leistungskennzahlen.

„Wie hoch ist die Frauenquote, der

Anteil älterer Arbeitnehmerinnen, kann ich

meinen Hund mitbringen? Auch die Fluktationsrate

lässt Schlüsse zu. Was sind Ihre

Versprechen? Werden Sie transparent,

umso interessanter werden Sie!“ Die besten

Markenbotschafter seien die Mitarbeitenden

des Unternehmens, weil sie Authentizität

transportieren. „Arbeiten Sie daran,

ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“, rät sie

den Unternehmer und Unternehmerinnen

im Publikum.


Wussten Sie...

Die Investitionsbank Berlin

© B. Nößler / aperçu

Begrüßung zur Netzwerk veranstaltung der

Reinicken dorfer Wirtschaft im Landesarchiv

Berlin. „Wir sind kein Museum“, erklärt dessen

Direktor Sven Kriese, auch wenn die Ausstellung

einen kleinen Einblick in die Archivarbeit

gibt. Am Eichborndamm 115-121 werden

Unterlagen als Nachweis der politischen

Prozesse bewahrt. Forschende können später

sehen: So hat die Verwaltung gearbeitet.

„KI hat kein Bauchgefühl.

KI kann keine Augen zudrücken.“

Kann KI bei der Personalauswahl helfen?

Darüber referiert Patrick Skarupke-Witten

vom Zukunftszentrum Berlin. KI könne unterstützen,

Bewerbungen vorsortieren, Fragen

über einen Chatbot beantworten – aber

nicht den Menschen ersetzen.

Vorsicht sei geboten, wenn KI Bewerber abgleicht

und etwa Brillenträger bevorzugt,

weil die Mehrheit im Unternehmen eine Brille

trägt. Das Einstellungsgespräch sollte von

Mensch zu Mensch geführt werden. Denn:

„KI hat kein Bauchgefühl. KI kann keine

Augen zudrücken.“ Beim Onboarding könne

ein interner Chatbot helfen und Fragen

beantworten wie: Wo reiche ich Urlaub ein?

Was mache ich, wenn mein Kind krank ist?

Wo bekomme ich neue Batterien für die Bürouhr?

Es sei ganz klar: „Gutes Recruiting ist

hinfällig bei schlechtem Onbording.“

G Birgit Nößler

…welche Unternehmen die

zehn größten in Berlin sind?

Deutsche Bahn (26.806 Beschäftigte, alle

Zahlen von 2025); Charité (23.479), Vivantes-

Netzwerk für Gesundheit (19.208),

Zalando (14.194), Siemens (12.500), Deutsche

Telekom (11.000), Mercedes Benz

(10.800), Volkswagen (10.500), BMW

(10.200), EDEKA (9.800).

1944 waren die zehn größten Unternehmen

der Stadt: Deutsche Reichsbahn,

Siemens & Halske AG, Auer-Werke GmbH,

Vereinigte Deutsche Metallwerke AG,

Borsig-Werke GmbH, Henschel & Sohn,

Krupp-Berco, Forcke-Wulf-Flugzeugbau

AG, Messerschmitt AG, Daimler Benz AG.

(Aus: Uwe Prell: Die Zukunft Berlins. Wohin

steuert die Stadt, BeBra Verlag

ISBN 978-3-8148-0328-9, Preis: 24 € )

…dass es seit über 20 Jahren

die Berliner Seminarreihe

„Vielfalt gründet“ gibt?

Schon seit über 20 Jahren wendet sich die

Berliner Seminarreihe „Vielfalt gründet“

an Gründungsinteressierte mit Migrationsbiografie,

begleitet sie auf ihren Weg

in die Selbständigkeit vor. Initiiert und

finanziert von der Senatsverwaltung für

Wirtschaft, Energie und Betriebe werden

praxisnah die wichtigsten Schritte der Unternehmensgründung

vermittelt. Einen Tag

lang dreht sich alles um Geschäftsideen,

Businesspläne, Finanzierungen sowie den

Umgang mit Ämtern und Behörden. Ferner

geht es auch darum, die Neugründer mit

relevanten Netzwerken und Beratungsstellen

zu verbinden sowie Fördermöglichkeiten

aufzuzeigen. Das Besondere:

Die Seminare werden in verschiedenen

Sprachen angeboten. 2026 beispielsweise

Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi,

Französisch, Türkisch, Polnisch, Ukrainisch,

Spanisch, Vietnamesisch, Russisch

und Portugiesisch. Die aktuellen Termine

findet man auf www.vielfalt-gruendet.

de. Dort kann man sich auch anmelden.

Hilfen und Angebote für Gründende

Wie können Unternehmer:innen ermitteln,

welche Förder- und Finanzierungsangebote

zu ihnen passen? Einen ersten Einstieg

bietet die Investitionsbank Berlin (IBB) mit

ihrer Internetseite www.ibb.de.

Die integrierte Filterfunktion erlaubt die

schnelle Suche nach geeigneten Programmen.

Ein weiterer übersichtlicher Ratgeber

für alle Wirtschaftsförderangebote in Berlin

ist die Förderfibel, welche digital und

als Printfassung verfügbar ist. Hier finden

Sie umfassende Programminformationen

sowie die jeweilige Kontaktstelle. Wollen

Sie ein Unternehmen gründen?

Die IBB hält vielseitige Angebote für Existenzgründungen

bereit. Zu den wichtigsten

Gründungsprogrammen gehören der Mikrokredit

aus dem KMU-Fonds bis 25.000

Euro (50.000 für technologieorientierte

Vorhaben) und das Programm Berlin Start.

Will Ihr bestehendes Unternehmen wachsen?

Dann bietet die IBB auch hierfür verschiedene

Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

an. Vor allem kleine und mittlere,

am Markt etablierte Unternehmen, können

mit diesen Lösungen ihre Wachstumsvorhaben

umsetzen.

Sie haben Fragen zu

unserem Förderangebot?

Zögern Sie nicht, uns zu

kontaktieren.

Investitionsbank Berlin

www.ibb.de/gruenden

41

WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG


WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

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Jährlicher Wirtschaftsempfang des Bezirksamtes Reinickendorf

Drei weitere „Local Champions“

Der jährliche Wirtschaftsempfang des Bezirksamtes ist beliebter Treffpunkt

der lokalen Wirtschaft, um Erfahrungen zu teilen, voneinander

zu profitieren, miteinander zu netzwerken. Umso schöner, wenn dabei

interesannte Orte des Bezirkes (wieder)entdeckt werden können. In den

Wilhelm Studios in der Kopenhagener Straße, der ehemaligen Eisengießerei

Carl Schoening und späteren Eisengießerei „Winkelhof“, die

2015 schließen musste, konnte auf dem behutsam sanierten Areal in

zwei großen Hallen gefeiert werden. In der Nachbarschaft befinden

sich Galerien, Ateliers, Architekturbüros, jüngst bezog das Deutschen

Symphonie-Orchesters Berlin dort neue Proberäume.

In einer Video-Galerie werden seit 2023 vom Bezirksamt Helden

der regionalen Wirtschaft vorgestellt, inzwischen sind es zehn. Beim

Wirtschaftsempfang 2025 kamen drei „Local Champions“ hinzu.

Zum Wirtschaftsforum wurden „Local Champions 2025“ geehrt, v.l.:

Swen Straßberger (SweMa), Patrick Möller (Wall GmbH), Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner, Birol Sevim (Fahrschule Sevim).

Der diesjährige Wirtschaftsempfang im Juni 2026 findet auf dem

Campus der German University in Cairo (GUC) – ebenfalls eine

spektakuläre Location – statt. An diesem Abend lernen sich branchenübergreifend

sowohl Traditionsunternehmen als auch Startups

kennen. Folgende drei neue „Local Champions“ werden mit

Firmenvideos vorgestellt und besonders gewürdigt:

Nature‘s Calling ist ein Berliner Naturweinproduzent mit eigener

Urban Winery in Reinickendorf. Das Unternehmen verarbeitet hochwertige

Trauben aus renommierten deutschen Weinregionen und

setzt dabei auf naturnahe, handwerkliche Herstellung mit möglichst

wenigen Eingriffen. Neben charakterstarken Naturweinen entwickelt

Nature’s Calling auch innovative alkoholfreie Alternativen.

Die Spanische Quelle ist ein Lebensmittelgroßhandel mit Sitz in

Berlin, der seit über 20 Jahren Gastronomie und Handel mit Spezialitäten

von der iberischen Halbinsel und aus Lateinamerika

beliefert. Das Sortiment umfasst mehr als 5.000 Produkte – von

Tapas und iberischem Schinken bis hin zu Weinen, Gewürzen und

Gastronomiebedarf. Dabei stehen Qualität, Kundennähe und zuverlässige

Logistik im Mittelpunkt.

Evamo entwickelt und produziert innovative Pumpenlösungen für

industrielle Anwendungen. Als international tätiger Spezialist für

Lenkhelf- und Getriebepumpen verbindet das Unternehmen langjährige

Erfahrung mit hoher Fertigungskompetenz und technischer

Innovationskraft. Vom Berliner Standort aus beliefert Evamo Kunden

weltweit mit präzisen und zuverlässigen Systemlösungen.

© Bezirksamt Reinickendorf (2)


Ideen.

Fördern.Berlin.

gründen mit der IBB

Wir haben die passende finanzielle Förderung für Deine Geschäftsidee.

Kompetent, zuverlässig und mit dem Ziel, Deiner Unternehmensgründung

zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen.

Hotline Wirtschaftsförderung: 030 / 2125-4747

ibb.de/gruenden

43


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44

Dein Netzwerk für Frauen, die mehr miteinander wollen. Stell dir

vor, was möglich ist, wenn Frauen aus der Konkurrenz aussteigen und sich gegenseitig

empowern und bestärken. Du suchst nach einem Business-Netzwerk, das

so viel mehr ist als Visitenkarten tauschen und Sekt trinken – in dem du dich tiefer

verbinden und von innen nach außen persönlich und beruflich wachsen kannst?

Dann bist du bei YouGrow genau richtig! Dieses Business- Frauennetzwerk ist ein

Ort, an dem Frauen nicht nur Kontakte knüpfen, sondern zusammenwachsen und

zusammen wachsen können. Und YouGrow macht seinem Namen alle Ehre und

wächst. Über 1.000 Frauen waren schon mit dabei. Viele fühlen sich so wohl bei

YouGrow, dass es das in Berlin gegründete Netzwerk mittlerweile auch schon in

Hamburg und Stuttgart gibt. Und weitere Städte haben bereits ihr Interesse angemeldet.

Dadurch haben die Frauen die Möglichkeit, sich sowohl regional als

auch überregional im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.

Warum YouGrow? Über 80 % der Umsätze von Unternehmerinnen und Solo-Selbstständigen

kommen durch Netzwerken. Doch noch viel wichtiger ist, wie

viel mehr umgesetzt wird, wenn Frauen den Mut haben, sich zu zeigen, ehrlich zu

sprechen und neue Schritte zu gehen.

Die Grundwerte von YouGrow. Bei YouGrow glauben wir an die Kraft des

Miteinanders. In einer Zeit der Polarisierung, Vereinsamung und der aufstrebenden

Technologie setzen wir auf echten und tiefen Kontakt zwischen Menschen:

„Wir wachsen zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Wir glauben, dass

Frauen mehr schaffen können, wenn sie nicht gegeneinander, sondern füreinander

engagiert sind. Wir schaffen Räume, in denen Frauen sich gegenseitig ermutigen

und inspirieren, ihre Vision zu finden und zu verwirklichen.“

Die Leiterinnen. Annegret Gehrke, Führungskräftetrainerin und Business-

Mentorin, und Anne Messerschmidt, Schauspielerin und BeziehungsMentorin für

erfüllte Partnerschaft, leben genau diese Werte in der Doppelspitzen-Führung mit

ganz viel Herz. Du bist neugierig? Komm mal vorbei. Du musst kein Mitglied sein,

um die Events von YouGrow zu besuchen.

Die Termine findest du unter: AnnegretGehrke.de/netzwerk. Wenn du dich für eine

Mitgliedschaft entscheidest, kannst du noch tiefer in die Verbindung mit Frauen

eintauchen und von den Erfahrungen und Verbindungen im Netzwerk profitieren.

Frauen in Führung werden geehrt

(Nur) jedes dritte Unternehmen in Deutschland wird von einer

Frau geführt. Um Frauen für den Aufstieg in Führungspositionen

zu stärken und für ihre bisherigen Leistungen auszuzeichnen,

gibt es alle zwei Jahre den Wettbewerb „Reinickendorfer

Frauen in Führung“, der weibliche Führungspositionen sichtbar

machen und Frauen motivieren will, sich für diesen Weg

in der Wirtschaft zu entscheiden. Der Wettbewerb, der 2026

zum achten Mal stattfindet, wendet sich an Reinickendorfer

Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Unternehmen, die

weibliche Führungskräfte beschäftigen. Auch Beschäftigte

können ihre Kandidatin für den Preis vorschlagen. Eine Jury

aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Politik

des Bezirks trifft die Entscheidung über die Siegerin. Sie erhält

eine moderne Skulptur und eine Urkunde im Rahmen

einer feierlichen Veranstaltung.

Ansprechpartnerinnen sind jeweils die Gleichstellungsbeauftragte

Susanne Jörg, Tel. (030) 90294-2309,

Susanne.Joerg@reinickendorf.berlin.de und

die stellvertretende Leiterin der Wirtschaftsförderung

Christine Kretlow, Tel. (030) 90294-2282,

Christine.Kretlow@reinickendorf.berlin.de

Netzwerken beim „Ladies Lunch“

Eine gute Tradition im Bezirk ist auch das Netzwerktreffen

„Ladies Lunch“ in Kooperation mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung

und dem Unternehmensservice der Berlin

Partner Wirtschaft und Technologie GmbH. Unternehmerinnen

und weibliche Führungskräfte aus dem Bezirk tauschen sich

in dem Netzwerk aus, teilen Erfahrungen, knüpfen Kontakte

und entwickeln neue Ideen. Im Juni 2026 konnten auf dem

Tegeler See bei schönstem Sonnenschein Kontakte geknüpft

und neue Kooperationen vereinbart werden.

(bn)

Netzwerken auf dem Wasser:

Reinickendorfer Ladies Lunch auf dem Tegeler See

© BA Reinickendorf


Das Existenzgründungsportal

des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Gründen – kurz und knapp

Die neuen BMWE-Publikationen „Gründen – kurz und knapp“ sind Ihr kompakte Leitfäden

für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Sie bieten wesentliche Informationen,

helfen bei der Wahl der passenden Rechtsform und informieren über Steuern und Kreditformen.

Materialien für Start-ups, ausländische und gemeinwohlorientierte Gründerinnen

und Gründer sowie für solche aus der Arbeitslosigkeit, in sozialen Berufen

und im Handel sind ebenfalls verfügbar. Die Publikationen richten sich an

alle, die sich selbstständig machen wollen, und können ausgedruckt werden.

Gründen – kurz und knapp:

1. Vorbereitung – allgemein

und je nach Lebensphase

2. Persönliche Absicherung

3. Steuern

4. Gründen mit Einwanderungsgeschichte

5. Rechtsformen

6. Unternehmenskrisen erkennen

und vermeiden

7. Sicherheiten – Bürgschaften – Rating

www.existenzgruendungsportal.de

8. Gründung aus der Arbeitslosigkeit

9. Freie Berufe

10. Existenzgründungen im Handwerk

und Handel

11. Soziale, pflegerische

und therapeutische Dienstleistungen

12. Gemeinwohlorientierte Start-ups

13. So geht es nach dem

Unternehmensstart weiter

Hotline 030 340606560

unger

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Rechtsanwälte · Steuerberater

• Matthias Unger

RA · StB · FA für Steuerrecht

• Michael Maaß

RA · FA für Steuerrecht

Mediator

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• Unternehmensnachfolge

• Letteallee 3 · 13409 Berlin

Telefon 030/49 000 8-0

Telefax 030/49 000 8-40

www.unger-partner.de

WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

VOM WISSEN

ZUM HANDELN

Angebote für Unternehmen

und Mitarbeitende zur

beruflichen Weiterbildung

Unsere Themenschwerpunkte:

• Führungskräfteentwicklung

• Nachhaltigkeitsmanagement

• Diversität & Inklusion

• Digitalisierung & KI

• Fachwissen

frizzforum.de

45


WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

„Schichtwechsel“

Aktionstag hilft,

Vorurteile abzubauen

Am 25. September 2025 luden Werkstätten für behinderte Menschen

aus ganz Deutschland zum siebten bundesweiten Aktionstag

„Schichtwechsel“ ein. Beschäftigte aus Werkstätten und Mitarbeitende

aus Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes

tauschten für einen Tag ihre Arbeitsplätze, lernten sich persönlich

und so gemeinsam neue Perspektiven kennen.

„In den vergangenen Monaten sind demokratiefeindliche und

populistische Stimmen immer lauter geworden. Mit dem Aktionstag

stellen wir uns dem gemeinsam entgegen“, sagte Martin

Berg, Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft

Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Dass sich so

viele Werkstätten wie nie zuvor für den Aktionstag angemeldet

hätten, zeige: Menschen mit Behinderungen sind ein fester Teil

unserer Gesellschaft.

Die Arbeitswelt, aber auch die Gesellschaft insgesamt würden

von Vielfalt und neuen Perspektiven profitieren. Der Verband koordiniert

den Aktionstag auf Bundesebene. Entwickelt wurde er

von den 16 Berliner Werkstätten und der Landesarbeitsgemeinschaft

Werkstätten für behinderte Menschen Berlin. In der breiten

Öffentlichkeit gibt es noch immer viele Klischees und Vorurteile

über die Werkstätten und die Menschen, die dort arbeiten.

Gleichzeitig wissen nur wenige, welche Leistungen von und in

Werkstätten tatsächlich erbracht werden. Der Aktionstag sorgt

für viele inklusive Begegnungen.

www.bagwfbm.de/page/schichtwechsel

www.schichtwechsel-berlin.de

Finanzielle Hilfen von der Bundesagentur für Arbeit

Ausbildung und Beschäftigung

von Menschen mit Behinderungen

Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Unternehmen finanziell,

die Menschen mit Behinderungen einstellen oder ausbilden.

Ziel ist es, die Teilhabe am Arbeitsleben zu verbessern und Arbeitgeber

bei der Integration neuer Beschäftigter zu entlasten.

Eine Möglichkeit ist die Probebeschäftigung. Sie erleichtert Menschen

mit Behinderungen den Einstieg oder die Rückkehr ins Berufsleben.

Während einer bis zu dreimonatigen Probezeit können

Bewerberinnen und Bewerber ihre Fähigkeiten zeigen und den

Betrieb kennenlernen. Unternehmen wiederum prüfen, ob die

Person zum Arbeitsplatz passt. Die entstehenden Personalkosten

können von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter übernommen

werden. Darüber hinaus gibt es den Eingliederungszuschuss.

Arbeitgeber, die arbeitslose oder arbeitsuchende Menschen einstellen,

erhalten finanzielle Unterstützung für die Anfangsphase.

Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit Behinderungen ist eine

erweiterte Förderung möglich. Wichtig: Der Antrag muss vor Abschluss

des Arbeitsvertrags gestellt werden.

Ein weiterer Baustein ist der Zuschuss zur Aus- oder Weiterbildung.

Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen eine betriebliche

Ausbildung oder Qualifizierung ermöglichen, können Zuschüsse

zur Ausbildungsvergütung oder zum Arbeitsentgelt erhalten. So

wird die berufliche Integration langfristig gefördert.

Weitere Informationen

gibt es hier:

46

Vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in

der WfbM > Berufsbildungsbereich

> Weiterbildung und individuelle

Unterstützung

Selbstwirksame Teilhabe im

Beschäftigungs- und Förderbereich

und in der Tagesstätte für

psychisch kranke Menschen -

auch im Kiez

Besondere Wohnform > Leben im

Grünen und doch mittendrin >

ambulantes Wohnen > selbstständig

sein und eigene Ideen verwirklichen

Kunst, Kultur und Therapie >

an unseren Standorten im Bezirk

Pankow, Reinickendorf und Mitte

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!

Rolandstraße 18/19 | 13156 Berlin | 030 4749 050 | info@kh-stiftung.de

Wohnen

Tagesstätte

Beschäftigungsund

Förderbereich

Arbeit und

berufliche Bildung

kh-stiftung.de


Digital statt auf Papier

Die BWB bietet das professionelle Digitalisieren

von Akten als neue Dienstleistung für

Unternehmen und Verwaltungen an. Dazu

gehört auch, die Dokumente nach einem

mit dem Kunden abgesprochenen System

zu benennen und mit einer OCR-Kennung

zu versehen. Dank dieser automatischen

Texterkennung lassen sich die Dateien

nach beliebigen Begriffen durchsuchen.

Vor rund einem Jahr hat die BWB die ersten

Digitalscanner angeschafft und inzwischen

bereits mehr als 1,3 Millionen Aktenseiten

professionell digitalisiert: darunter den gesamten

Bestand der BWB-Tochter Integra,

immerhin knapp 1.300 Akten, die Akten

des Auftragsmanagements und der Buchhaltung

der BWB. „Anfangs hatten wir das

Ziel, im Jahr eine Million Seiten zu schaffen.

Jetzt sind wir trotz der Einarbeitungsphase

in zehn Monaten schon deutlich weiter, und

das ganz ohne Druck“, sagt Jens Jannasch,

Leiter der Betriebsintegrierten Gruppen in

der BWB und Projektleiter Digitalisierung.

Vor dem Scannen bereiten mehrere Mitarbeitende

zunächst die Akten vor. Dazu

gehört zum Beispiel, von den herausgenommenen

Seiten Tacker- und Heftklammern

zu entfernen und die Aktenreiter mit

speziellen Aufklebern zu kennzeichnen, um

sie anschließend richtig benennen und abspeichern

zu können. Ein bis zwei Mitarbeitende

bedienen dann die Scanner. Die in

Deutschland gefertigten Geräte können

nahezu alles erfassen, von hauchdünnem

Thermopapier bis zu Karton. Selbst brüchiges,

eingerissenes Papier ist kein Problem.

Nachdem abschließend die BWB die

Dateien über ein verschlüsseltes System

versendet hat und diese vom Empfänger

bestätigt wurden, werden die Originale

vernichtet. „Datenschutz und Datensicherheit

haben für uns oberste Priorität.“

www.bwb-gmbh.de

© Studio Romantic/stock.adobe.com

Berufliche

Karriere

für Persönlichkeiten

mit Behinderung

38 BERUFSBILDER

FÜR IHR WEITERKOMMEN

Alle Infos kostenlos unter:

0800 541 333 4

Sie finden uns an 12 Standorten

in ganz Berlin. Auch in Ihrer Nähe:

BWB-Nord

Westhafenstraße 4

13353 Berlin

Wussten Sie schon?

Industrie- und Handelskammer:

25 Ideen für kleinere Unternehmen

Im kostenfreien IHK-Angebot „Mitarbeiter

binden leicht gemacht“ erhalten Sie 25

Maßnahmen, die speziell für kleinere Unternehmen

zusammengestellt wurden. Zu

jeder Maßnahme stehen Umsetzungstipps

und weitere Informationen zur Verfügung.

Sebastian Stietzel, Präsident der Industrie-

und Handelskammer zu Berlin: „Viele

Unternehmen blicken fassungslos auf die

aktuelle politische Debatte um die Ausbildungsplatzumlage.

Angesichts der knappen

Haushaltslage in Berlin ist es nicht nachvollziehbar,

warum sechs Millionen Euro in den

Aufbau von Bürokratie statt in die Unterstützung

von Jugendlichen fließen sollen.“

Handwerkskammer

mit Imagekampagne:

„Wir können alles, was kommt.“

Das Handwerk hat das Zeug für die Zukunft.

Jeden Tag arbeiten deutschlandweit über

5,6 Millionen Handwerkerinnen und Handwerker

daran, dass es vorwärts geht. Mit einer

ordentlichen Portion Zuversicht, Mut und

Selbstvertrauen packen sie alles an – und

schaffen es auch. Aber schauen Sie selbst:

Die Handwerkskammer Berlin hat gemeinsam

mit dem Berliner Senat das Aktionsprogramm

Handwerk mit 26 Maßnahmen auf

den Weg gebracht, um das Berliner Handwerk

zu stärken: „Unsere Handwerksbetriebe

sind ein zentraler Pfeiler in der Berliner

Wirtschaft. Ob es um den Klimaschutz

geht, die Digitalisierung im privaten oder

öffentlichen Raum oder die Verkehrswende,

ohne das Handwerk können die ambitionierten

Ziele nicht umgesetzt und die

Zukunft nicht gestaltet werden.“

Carola Zarth, Präsidentin

der Handwerkskammer Berlin

47


WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

© Studio Romantic/stock.adobe.com

Nutzen Sie auch gerne die digitalen Angebote

– das erspart Ihnen weite Wege und

geht ohne große Wartezeiten, denn das

Motto für Sie ist: Ohne Warten. Klug beraten.

Jobcenter Berlin Reinickendorf:

Unterlagen digital einreichen,

Anträge online stellen

Wer beim Jobcenter Reinickendorf einen

Antrag stellt, muss dafür nicht mehr persönlich

vorbeikommen. Über das Online-Portal

www.jobcenter.digital und die Jobcenter-

App lassen sich Anträge einreichen, Unterlagen

hochladen und der Bearbeitungsstand

prüfen, von zuhause aus, jederzeit.

Der Vorteil liegt nicht nur im gesparten Weg.

Dokumente, die digital übermittelt werden,

landen direkt in der elektronischen Akte und

können dort sofort vom Personal des Jobcenters

bearbeitet werden. Das spart mehrere

Tage Bearbeitungszeit, die Unterlagen

auf dem postalischen Weg sonst brauchen

bis sie gescannt in der elektronischen Akte

vorliegen. Wer Änderungen mitteilen, Termine

vereinbaren oder Rückfragen klären

möchte, findet auch dafür entsprechende

Funktionen in der App.

Seit wenigen Wochen ist zudem die BA Secure

App verfügbar, mit der sich Nutzer

besonders sicher bei jobcenter.digital anmelden

können. Das Prinzip ist vom Online-

Banking bekannt: Neben dem Passwort wird

jede Anmeldung zusätzlich per Smartphone

bestätigt. Die App ist kostenfrei erhältlich,

die Einrichtung dauert wenige Minuten.

Wer noch kein Konto bei jobcenter.digital

hat oder Unterstützung bei der Registrierung

braucht, kann sich im Kundenportal in der

Miraustraße 54 helfen lassen, dienstags

von 9 bis 12 Uhr mit Termin. Auch telefonisch

ist das Jobcenter erreichbar, Montag

bis Freitag von 8 bis 14 Uhr.

Sie möchten täglich das Beste für die

Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger geben?

Dann werden Sie Teil der Berliner Verwaltung

z. B. in folgenden Tätigkeitsfeldern der Bezirksverwaltung:

• Allgemeiner Verwaltungsdienst

• Sozial- und Erziehungsdienst

• Gesundheitsdienst

• Technischer Dienst

• Bildung und Kultur

• körperlich und handwerklich geprägte Tätigkeiten

Unsere aktuellen Stellenangebote und die Möglichkeit

zur direkten Bewerbung finden Sie hier:

www.berlin.de/ba-reinickendorf/aktuelles/karriere/stellenangebote

48

Bezirksamt

Reinickendorf

von Berlin

HAUPTSTADT

MACHEN


VORSPRUNG DURCH BILDUNG

Seit mehr als 30 Jahren zertifizierter Bildungsanbieter

mit Niederlassungen in Berlin, Hannover und Oldenburg

Schwerpunkte:

• Fortbildung (Vollzeit, Teilzeit – 2 Abende

in der Woche, Sonnabendkurse)

• Vorbereitung auf die IHK-Prüfung Fachwirte der Industriemeister,

der Betriebswirte und technischen Betriebswirte sowie

Berufspädagogen mit IHK-Abschluss

Kurse starten mehrmals im Jahr. Qualifizierte Dozenten vor Ort.

Wir arbeiten mit echten Menschen (kein E-Learning).

Verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten:

Bildungsgutscheine, Aufstiegsbafög, Bildungsprämie, Förderung

durch die Deutsche Rentenversicherung

Beratungstermine jederzeit vereinbar

Planen Sie Ihre Ziele mit uns!

Vorbereitungskurse Industriemeister/-in (IHK)

Vorbereitungslehrgänge zum/zur geprüften

• Metall

• Mechatronik

• Elektrotechnik

• Logistik

• Kraftverkehr

• Kreislauf- und Abfallwirtschaft

und

Städtereinigung

Vollzeit (4,5 Monate) ab:

Juli 2026

Januar 2027

Juli 2027

• Fachwirt/-in im Gesundheitsund

Sozialwesen (IHK)

• Personalfachkaufmann/-frau (IHK)

• Handelsfachwirt/-in (IHK)

• Wirtschaftsfachwirt/-in (IHK)

• Betriebswirt/-in (IHK)

• Technische/-r Betriebswirt/-in (IHK)

• berufsbegleitende Abendkurse ab:

März 2026 | Oktober 2026 | März 2027 | Oktober 2027

in Vollzeit und berufsbegleitend

2x im Jahr startend

HAW Ausbildungszentrum für Handel und Wirtschaft Berlin GmbH

Brunsbütteler Damm 175/177 • 13581 Berlin

Tel. 030 35305413 • www.haw-weiterbildung.de

49


WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

Apparate, Armaturen und

Energieanlagen-Service.

Als innovativer Weltmarktführer aus

Reinickendorf bieten wir spannende

Möglichkeiten für Talente, die unsere

Zukunft mitgestalten wollen.

Werde Teil unseres Teams und

starte Deine Karriere bei BORSIG.

Informiere und bewirb Dich

unter www.borsig.de/karriere.

Reinickendorfer Ausbildungsbuddy

Weg ins Berufsleben ebnen

Man kann den Fachkräftemangel beklagen, aber man kann

dagegen auch etwas tun – beispielsweise gute Ausbildungsbedingungen

schaffen und den Jugendlichen den Weg ins Berufsleben

ebnen. Dafür setzen sich in Reinickendorf die Ausbildungsplatzpaten

ein. Die ehrenamtlich Mitarbeitenden besuchen

Schulen im Bezirk und beraten die Schülerinnen und

Schüler in Sachen Ausbildung. Gemeinsam suchen sie nach

dem geeigneten Ausbildungsplatz. Als Schnittstelle zwischen

den Ausbildungsplatzsuchenden und den -anbietenden vermitteln

und helfen die Paten. Sie zeigen Möglichkeiten auf und

stehen auch Unentschlossenen zur Seite. Das setzt voraus, dass

die Betriebe des Bezirks, die im besten Fall Ausbildungsplätze

anbieten, kooperieren. Eine Motivation dazu dürfte der „Reinickendorfer

Ausbildungsbuddy“ sein, der vom Bezirk und in enger

Zusammenarbeit mit den Ausbildungsplatzpaten initiierte

Preis, der im Herbst 2026 bereits zum siebzehnten Mal verliehen

wird. Der Wettbewerb um die ausbildungsfreundlichsten Unternehmen

berücksichtigt dabei drei Kategorien, nämlich kleine

(bis 50 Beschäftigte), mittlere (bis 250 Beschäftigte) und große

(über 250 Beschäftigte) Unternehmen. Im Jahr 2025 gewannen

die CL Spedition Berlin, die Berliner Seilfabrik sowie Everllence

SE. Zusätzlich ging der Inklusionspreis an die Toulouse-Lautrec-

Schule. Sympathischer Nebeneffekt: Für die Gestaltung der Ausbildungsbuddys

(es sind Bären) können sich Sekundarschulen

sowie Schulen mit gymnasialer Oberstufe bewerben. Auch hier

winken vier Preise.

(ch)

50

BORSIG Gruppe

www.borsig.de

Oktober 2025: Preisträger der Ausbildungsbuddys

© BA Reinickendorf


Arbeiten an Technik, die Zukunft gestaltet.

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Weltweit. Auch in Reinickendorf.

Technologie mit Sinn, Verantwortung für die

Zukunft und echte Entwicklungsmöglichkeiten

dafür steht die GEA Group als Arbeitgeber.

Als international tätiger Technologiekonzern

entwickelt GEA Lösungen, die Industrie

und Gesellschaft nachhaltiger machen.

Der Anspruch dabei ist klar: Engineering for

a better world. Gleichzeitig stehen bei GEA

die Menschen im Mittelpunkt mit langfristigen

Perspektiven, Weiterbildung und einem

Arbeitsumfeld, in dem Zusammenarbeit und

Verantwortung zählen.

GEA Group. Arbeiten

mit Verantwortung und Perspektive

GEA zählt zu den weltweit führenden Anbietern

von Prozesstechnologien für die Industrie.

Die Technologien von GEA sind in vielen

Bereichen des täglichen Lebens im Einsatz

von der Lebensmittel- und Getränkeherstellung

bis hin zu industriellen Kälte- und Wärmelösungen.

Als Arbeitgeber verbindet GEA

technologische Exzellenz mit einem klaren

Werteverständnis: Nachhaltigkeit, Innovation

und eine starke Verantwortung gegenüber

Mitarbeitenden und Gesellschaft.

Mitarbeitende bei GEA arbeiten an Lösungen,

die Energie effizienter nutzen, Emissionen

reduzieren und industrielle Prozesse

zukunftsfähig machen. Gleichzeitig bietet

GEA vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen

und persönlichen Weiterentwicklung vom

Ausbildungsstart bis zur langjährigen Karriere

im internationalen Umfeld.

GEA in Berlin. Industrie

und Innovation in Reinickendorf

Was global gilt, ist auch hier in Reinickendorf

Realität. Der Berliner Standort von GEA

ist ein wichtiger Teil der GEA Group. In Reinickendorf

bündelt GEA Kompetenzen entlang

des gesamten Produktlebenszyklus:

• Entwicklung und Engineering

• Produktion moderner Komponenten

und Systeme

• Testen und Validieren neuer Technologien

• Service und technischer Support

Der Standort verbindet industrielle Fertigung

mit Engineering-Know-how und moderner

Infrastruktur und ist fest im Bezirk

verankert.

Was in Berlin entwickelt

und produziert wird

Am Standort Berlin arbeitet GEA an Schlüsseltechnologien

für industrielle Kälte- und

Wärmeanwendungen. Dazu gehören unter

anderem Verdichter und Verdichterpakete,

Kälte- und Wärmepumpen sowie Regelungs-

und Steuerungslösungen. Viele dieser

Technologien leisten einen direkten Beitrag

zur Energieeffizienz und zum Einsatz natürlicher

Kältemittel.

Die Produkte aus Berlin werden weltweit eingesetzt

etwa in der Industrie, in der

Lebensmittelverarbeitung oder in zukunftsweisenden

Wärme- und Kältekonzepten.

Mitarbeitende in Reinickendorf arbeiten somit

an Lösungen, die weit über den Bezirk

hinaus Wirkung entfalten.

Karriere & Ausbildung

bei GEA in Berlin

GEA Berlin ist nicht nur ein Produktions- und

Technologiestandort, sondern auch ein attraktiver

Arbeitgeber für Menschen aus der Region.

Gesucht werden qualifizierte Fachkräfte

ebenso wie motivierte Nachwuchstalente.

GEA bietet am Standort Berlin Reinickendorf:

• Aktuelle offene Stellen in Bereichen wie

Produktion, Technik, Service und

Engineering

• Ausbildungsplätze und Einstiegsmöglichkeiten

für junge Menschen

• Praxisnahe Ausbildung, Begleitung

und Weiterbildung im Arbeitsalltag

Ausbildung besitzt bei GEA einen hohen

Stellenwert. Ziel ist es, jungen Menschen

einen fundierten Einstieg ins Berufsleben zu

ermöglichen und sie langfristig zu begleiten.

Lernen, Mitgestalten und Verantwortung

übernehmen gehören von Anfang an dazu.

Jetzt bewerben oder Ausbildung

starten bei GEA in Reinickendorf.

Wer sich für Technik interessiert, nachhaltige

Lösungen mitgestalten möchte und einen

Arbeitgeber mit Perspektive sucht, ist bei

GEA genau richtig. Alle aktuellen Stellenangebote

und Ausbildungsplätze sind online

zu finden unter www.gea.com/careers.

GEA Refrigeration Germany GmbH​

Holzhauser Straße 165

13509 Berlin (Reinickendorf)

51


WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG

Win-win-Situation für Jugendliche und Ausbildungsfirmen

Zukunft vor der Haustür

Mittlerweile ist die erfolgreiche Idee eine

kleine Tradition geworden: Bereits zum dritten

Mal fand im Mai 2026 in Reinickendorf

das Projekt „Schule trifft Wirtschaft“ statt.

Die Ausgangssituation ist hinreichend bekannt:

Schülerinnen und Schüler haben

mitunter keine Idee davon, wie sie sich beruflich

orientieren könnten, welche Karrierechancen

sich überhaupt auftun, welche

Fähigkeiten heute gefragt sind und was sie

tun können, um ihren beruflichen Weg aktiv

mitzugestalten. Zeitgleich betreiben Arbeitgeberinnen

und Arbeitgeber Fachkräftesicherung

durch das Anbieten von Ausbildungsplätzen

und haben dabei oftmals

Schwierigkeiten, geeignete Kandidatinnen

und Kandidaten zu finden.

Hier setzt die von der Reinickendorfer Wirtschaftsförderung

einmal jährlich organisierte

Veranstaltung an und bringt die Jugendlichen

mit regionalen Betrieben zusammen.

In der aktuellen Auflage nutzten 111 Jugendliche

der Klassen 8 bis 13 aus sechs Reinickendorfer

Schulen die Möglichkeit, sich direkt

in den elf teilnehmenden Unternehmen

aus Verwaltung und Gesundheitswesen über

Handel und KFZ-Branche bis hin zu Industrie,

Bau und Dienstleistern umzusehen. Konkret

lief es so ab, dass sich die Schülerinnen

und Schüler an zwei aufeinanderfolgenden

Tagen mit jeweils zwei Besuchszeiträumen

gezielt Betriebe auswählen konnten, um vor

Ort die entsprechenden Einblicke in den Arbeitsalltag

zu bekommen und sich über die

Karrierechancen zu informieren.

Ziel des Bezirkes ist es, mit dem Projekt

„Schule trifft Wirtschaft“ seine enge Zusammenarbeit

mit lokalen Unternehmen

STARTE DEINE ZUKUNFT UND WERDE TEIL DER FUCHS-FAMILIE

Jugendliche zu Besuch bei der

„Motor Company“ in der Ollenhauer Straße.

fortzusetzen sowie die praxisnahe Berufsorientierung

an Schulen zu stärken.

Sowohl die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

als auch die Jugendlichen zeigten

sich begeistert.

(ch)

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Berufswünschen, hört man schnell Antworten

wie Fußballprofi, Influencer*in oder

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Berufe gibt, ist kaum bekannt. Hier setzt

das Projekt „Berliner Schulpate“ mit seinem

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die Klassen 4 bis 6 werden die verschiedensten

Berufskennenlernmaßnahmen

angeboten (vom spielerischen Berufe-

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(ch)

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© Ebenart/stock.adobe.com

UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

Am Tegeler Fließ: Wasserbüffel als Landschaftspfleger

Jährlich werden erneut die Flächen entlang des Tegeler Fließes im Reinickendorfer

Ortsteil Hermsdorf mit Wasserbüffeln beweidet. Als Reaktion auf die Witterungseinflüsse

der vergangenen Jahre sowie die veränderte Situation auf den

Weideflächen ist das Projekt neu ausgerichtet. Zuerst weiden die Tiere entlang

des Fließverlaufs bis zum Egidysteig, später werden sie auf die Flächen entlang

der Forststraße umgesetzt.

„Die Wasserbüffel sind weit mehr als ein außergewöhnlicher Blickfang“, erklärt

Sebastian Pieper, Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt und Verkehr. „Sie verbinden

auf besondere Weise praktischen Naturschutz, Umweltbildung und die

nachhaltige Pflege dieses besonderen Naturraums.“

(ch)

© BA Reinickendorf

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55


UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

56

Havel

Scharfenberg

Reiswerder

Baumwerder

Valentiswerder

Maienwerder

Sieben Schwestern und eine Halbschwester:

Die Geheimnisse der Inseln im Tegeler See

Auf einigen stehen Häuser, andere sind reine

Natur, zu manchen fahren Fähren, andere

dürfen nicht einmal betreten werden. Aber

alle sind Landschaftsschutzgebiet. Im Rahmen

des Aktionsmonats „Wasser“ lud die bezirkliche

Wirtschaftsförderung im Mai 2026

zu Bootstouren mit Inselgeschichten auf dem

Tegeler See ein – auf dem gut hundertjährigen,

aber heute elektrisch betriebenen Salonschiff

„Heidelberg“. Die Journalistin Christiane

Flechtner, die für den Tourismusverein

des Bezirks die Broschüre „Reif für die Inseln“

schrieb, war kenntnisreiche Kommentatorin.

Kurzporträts der sieben Inseln des vor rund

11.000 Jahren entstandenen Tegeler Sees

(von Nord nach Süd):

Hasselwerder. Von der Sechserbrücke und

der Greenwichpromenade ist die 310 Meter

lange und gerade einmal 60 bis 75 Meter

breite Insel gut zu sehen. Sie gelangte 1766

in den Besitz der Humboldt-Familie, deren

Nachfahren das rund 12.000 Quadratmeter

große Eiland heute immer noch gehört.

Die Gutsverwaltung von Schloss Tegel hatte

hier 1911 eine Badeanstalt eröffnet, mit der

Beschlagnahmung der Insel durch die Französische

Militärregierung wurde sie 1946 geschlossen.

1950 eröffnete der neue Pächter,

Reeder Walter Haupt, das Strandbad wieder,

© A. Emson/stock.adobe.com

baute auch ein Wirtshaus und richtete Fähren

ein. Seit den 1980er Jahren ist die Insel

unbewohnt. Das Bezirksamt Reinickendorf

sanierte, die Bebauung an den Uferstreifen

wurde entfernt, Bootsstege abgerissen.

Heute haben die wenigen Pächter der kleinen

Grundstücke strenge Auflagen von der

Naturschutzbehörde.

Lindwerder. Das kleinste der Eilande (143

Meter mal 85 Meter) liegt gegenüber vom

Freibad Tegeler See. Es gehörte seit 1822 Wilhelm

von Humboldt und dann seinen Nachfahren

(zwischenzeitlich auch mal dem auf

Scharfenberg wohnenden Naturforscher Dr.

Carl Bolle). In den 1930er Jahren wurde die

300 m 2 kleine Insel auf unschöne Weise

auf rund 7.000 m 2 vergrößert: Die Borsigwerke

kippten ihre Hochofenschlacke ab.

Es soll 1933 hier auch mal Raketentests gegeben

haben und von 1955 bis 1967 einen

Beobachtungsturm des Wasserrettungsdienstes.

In den 1960er Jahren wurde es

übervoll auf dem Eiland: Es gab mehr als

200 Zelte, 40 Lauben und mehrere Wohnwagen.

Das Bezirksamt erließ Schutzregeln

und eine Obergrenze. Seit 1970 kümmert

sich ein Verein. 20 Vereinshäuschen haben

Bestandsschutz. Die Insel ist nur den Vereinsmitgliedern

vorbehalten, kein Besuch erlaubt.

Lindwerder

Reihenwerder

Hasselwerder

Tegeler

See

Insel Scharfenberg. Größte Insel im Tegeler

See (1.000 x 420 m, 20,2 Hektar). Dr.

Carl Bolle kaufte sie 1867 von den Humboldt-Nachfahren,

erbaute 1883 eine Villa

(in den 1950er Jahren abgerissen) und

legte ein Arboretum an. Er „gewöhnte“

752 Arten von Bäumen und Sträuchern an

das hiesige Klima, u. a. Scheinzypressen,

amerikanische Eichen, Edelkastanien. 1909

wurde die Insel an die Stadt Berlin verkauft.

1922 gründete Studienrat Wilhelm Blume

hier eine Schulfarm, ein Gymnasium mit

Internat und Bauernhof. Eine Gedenktafel

erinnert an die Schüler und späteren Widerstandskämpfer

Hans Coppi und Hanno

Günther, die 1942 in Plötzensee ermordet

wurden. In der NS-Zeit übernahm bis zu

ihrem Schließen 1940 ein aktives Mitglied

der NSDAP die Schulfarm. Wilhelm Blume,

Direktor der Humboldt-Schule, erhielt im

Mai 1945 den Auftrag zur Wiedereinrichtung

der Schulfarm. In den 1950er und

60er Jahren wurde durch Bauten erweitert.

Heute besuchen rund 450 Lernende Schule

und Internat. Es gibt eine Schulfähre. Unter

Denkmalschutz stehen die Schilfrohrdach-

Stallscheune (1777 errichtet), das Fährhaus

von 1927 und das Gärtnerwohnhaus aus

den 1880er Jahren.


Baumwerder. „Anlegen und Betreten verboten“

steht hier auf einem Schild. Auch diese 5,2 ha große

Insel war einst im Besitz der Humboldts, später

des Botanikers Dr. Carl Bolle und 1909 eines

Freibadbetreibers, der wegen „anstößiger Kleidung“

Ärger bekam. 1910 erwarb die Stadt Berlin

das Eiland und verpachtete einige Parzellen. Regelmäßig

auf die Insel kommende Naturfreunde

gründeten 1914 einen Verein. Um 1934 standen auf

Baumwerder Holzlauben von 325 Besitzern. Sie

mussten Anfang der 1940er Jahre aber weichen

und der Verein auf die kleine Schwesterinsel Reiswerder

umziehen. Denn die Berliner Wasserwerke

weiteten ihre Anlagen zur Trinkwassergewinnung

hier aus. Auf Baumwerder entstanden neue Tiefbrunnen

und ein Maschinenhaus. Auch drei Becken

wurden angelegt - für das jahrelange Versickern

und Reinigen von vorgefiltertem Seewasser.

Reiswerder. Eine Fähre fährt vom Steg des

„Vereins der Naturfreunde von Baumwerder

- Reiswerder 1914“ in der Sommersaison täglich

im häufigen Takt zur 330 x 180 m großen

Insel. Der ehrenamtlich verwaltete „Inselstaat“

besitzt zwar keinen Strom aus der

Steckdose oder fließend Wasser, aber ein

eigenes „Rathaus“ mit Turm und Uhr und ein

Lokal „Inselbaude“. Die Familie Bonus pachtete

das Eiland seit Anfang des 20. Jh. von

der Stadt Berlin für Landwirtschaft und Fischerei.

Ausflüglern überließ sie gegen eine

kleine Pacht oder Mitarbeit Grundstücke für

Lauben oder Zelte. Als die Naturfreunde von

Baumwerder ihre Insel verlassen mussten,

erhielten sie die Hälfte von Reiswerder. Es

waren dann für das kleine Eiland zu viele

Lauben. 1975 wurde eine teilweise Räumung

angeordnet. Von den einst 260 Laubenplätzen

sind heute 115 übrig. Ein großer Inselbereich

ist der Natur überlassen – ein Paradies

für Reiher, Eisvögel und Wildschweine.

Maienwerder. „Privatbesitz. Das Betreten

der Insel Maienwerder ist nur den Pächtern

und deren Besuchern gestattet.“ Das Schild

ist eindeutig. Die 440 x 220 m große Insel

zeigt am Ufer gepflegte Gärten und Häuschen,

Stege mit Booten und eine Vereinsfähre.

So wie die anderen Inseln ist sie seit

1960 Teil des Landschaftsschutzgebietes.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Kanal

mit dem Aushub des neuen Hohenzollernkanals

sowie Bauschutt und Industriemüll

gefüllt. In der NS-Zeit war diese wie andere

Inseln Zufluchtsort für jüdisch Verfolgte

und 1945 für geflohene Soldaten. Der Arzt

Georg Blumenthal beschrieb: „Wir ernährten

uns ... durch Fangen von Kaninchen und

bekamen durch die Mildtätigkeit fremder

Menschen Kartoffeln, Kohlrüben, von Zeit zu

Zeit Brot, einmal sogar Margarine…“

Valentinswerder. Mit einer Fläche von

132.000 m 2 ist dies die zweitgrößte Insel im

Tegeler See. Sie gehört seit den 1930er Jahren

zum Bezirk Reinickendorf. 1874 erwarb ein

Bauunternehmer, Urgroßvater des heutigen

Besitzers Werner Haberkern, das Eiland und

legte es als Landhauskolonie an. So ließ er

einen Park pflanzen mit einem Rondell und

vier Baumalleen. Villen im Stil der Gründerzeit

entstanden auf verpachteten Grundstücken,

zudem Cafés wie das „Golf von Neapel“ inklusive

einer 20 Meter langen Rutschbahn.

Die Insel war ein Ausflugsmagnet. Auf den

Berliner Bahnhöfen wurden dank Haberkerns

Initiative bald Umsteigefahrkarten zur Insel für

die Eisenbahn, die Pferdebahnen und die von

Spandau fahrenden Dampfschiffe verkauft

– inklusive eines kostenlosen Bades in der

Schwimmanstalt der Insel und einem Glas

Milch. Mit der Fähre ist ein Besuch an den

Wochenenden (April bis Oktober) möglich.

Halbinsel Reiherwerder. Nur am Tag der

offenen Tür dürfen Besucher den Park und die

Villa Borsig besichtigen, die heute das Gästehaus

des Auswärtigen Amtes ist. Ende des

19. Jh. kaufte Ernst Borsig die Insel von den

Humboldtnachfahren und ließ das sumpfige

Gebiet bis 1908 durch Aufschüttungen trockenlegen.

Der Bau der Villa (Architekten: Alfred

Salinger/Eugen Schmohl) begann 1908,

hinzu kamen ein Barockgarten und ein englischer

Landschaftspark. 1937 wurde Reiherwerder

an das Reichsfinanzministerium verkauft,

nach Ende des 2. Weltkrieges hatte hier

General Kœnig, Leiter der Militärregierung im

Französischen Sektor, seinen Amtssitz.

G Sabine Nöbel

Klimaschutzbeauftragte

Die Berliner Klimaschutzziele – eine Reduktion

der Treibhausgasemissionen um 70 %

bis 2030, 90 % bis 2040 und 95 % bis

2045 – sind im Berliner Energiewendegesetz

verbindlich festgeschrieben. Zur Umsetzung

dieser Ziele ist in jedem Bezirk eine

Stelle für Klimaschutz eingerichtet worden.

Aufgaben der Klimaschutzbeauftragten

in Reinickendorf:

Die Klimaschutzbeauftragte ist verantwortlich

für die Erarbeitung und Umsetzung

eines Klimaschutzkonzepts sowie der daraus

abgeleiteten Maßnahmen. Zu ihren

Aufgaben gehören insbesondere:

→ Beratung zu Fördermöglichkeiten

mit Klimaschutzbezug,

→ Umsetzung von Maßnahmen aus dem

Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm

2030,

→ Aufbau und Pflege eines Netzwerks

mit gesellschaftlichen Akteuren,

→ klimaschutzspezifische

Öffentlichkeitsarbeit für Transparenz

und Bürgerbeteiligung.

Konkrete Angebote und Projekte:

→ Kostenfreie Leihgabe von Lastenrädern,

→ Organisation klimafreundlicher

Veranstaltungen,

→ Beratungsangebote zur Energieund

Wärmewende für verschiedene

Zielgruppen.

Zusammenarbeit im Bezirk:

Die Klimaschutzbeauftragte arbeitet eng

mit den verschiedenen Fachabteilungen

zusammen, um Klimaschutzaspekte in allen

relevanten Bereichen – wie Stadtplanung,

Veranstaltungen oder die Umsetzung des

Berliner Energiewendegesetzes – zu verankern.

Dabei spielen sowohl die Anpassung

an die Folgen des Klimawandels,

als auch Projekte zur CO₂-Vermeidung in

Verwaltung und Bezirk eine zentrale Rolle.

Klimaschutzbeauftragte

Eichborndamm 242, Haus C

13437 Berlin

Tel. 030 90294-5171

klimaschutz@reinickendorf.berlin.de

t1p.de/klimaschutz-rd

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UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT


UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

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Wussten Sie schon?

© Stiftung Naturschutz Berlin

Frühjahrsputz am Tegeler See

30 Säcke Müll kamen zusammen. Es war

ein richtiger Frühjahrsputz für ein Waldstück

am Tegeler See im Landschaftsschutzgebiet

Jungfernheide in Richtung

Badestelle Saatwinkel. Über 30 Piccolo-

Fläschchen wurden gefunden und auch

Schnapsflaschen, Zigarettenkippen, Tüten,

ja sogar ein komplettes Kartenspiel.

Einiges lag entlang der Bernauer Straße

und schien direkt durchs Autofenster entsorgt

worden zu sein. Die Stadtnatur-Rangerinnen

Victoria Wölk und Joanna Laß

der Stiftung Naturschutz Berlin hatten in

Kooperation mit dem Umwelt- und Naturschutzamt

Reinickendorf zur Clean-up-

Aktion am östlichen Ufer des Tegeler Sees

eingeladen. Handschuhe, Müllzangen und

Mülltüten kamen zum Einsatz. Dass die

Zahl der freiwilligen Helfer überschaubar

war, lag sicher an dem Wochentagstermin

ab 13 Uhr. Aber immerhin hatten sich am

letzten März-Freitag an der Bushaltestelle

Bernauer Straße/Wassersportverein sieben

Freiwillige eingefunden, und auch die

Revierförsterin half und entsorgte später

auch den Abfall. Victoria Wölk stellte zufrieden

fest, dass gegenüber dem Vorjahr

viel weniger Müll direkt am Seeufer lag,

augenscheinlich auch weniger vom See

angeschwemmt worden war. Im Herbst

soll es eventuell noch eine Clean-up-Aktion

geben Der Termin ist dann aktuell im

Umweltkalender der Stiftung Naturschutz

Berlin (www.umweltkalender-berlin.de)

und sicher auch auf der Website des Ehrenamtsbüros

Reinickendorf (ehrenamtreinickendorf.de)

zu finden.

(sn)

Berlin fördert Engagement rund ums Wasser und erstellt digitalen Gewässeratlas

Weil es gut tut, am Wasser zu sein

60 Quadratkilometer, sieben Prozent der

Stadtfläche Berlins, sind mit Wasser bedeckt:

ein naturgegebener Schatz, mit dem

die Stadt mehr werben möchte, der aber

auch gehegt und gepflegt werden will. Der

Aufenthalt am Wasser, im und auf den Gewässern

tut gut, das wissen Berlinerinnen

und Berliner genauso wie die Gäste Berlins.

Visit Berlin erstellte daher einen Digitalen

Gewässeratlas, der die Wasserflächen

und die Wege dorthin erfasst. Gefiltert etwa

nach Bezirken oder Ortsteilen, wird künftig

immer besser und detaillierter zu erfahren

sein, was rund ums Wasser zwischen Lübars

und Wendenschloß erlebt werden kann.

Nach dem Vorbild Kopenhagens gab es

vom 14.5. bis 14.6. 2026 erstmals einen Monat,

in dem Engagement rund ums Wasser

belohnt wurde, eine Fortsetzung macht Sinn.

So wurden zunächst 40 Partner gewonnen,

die auf vistiberlin.de/berlinpay ihre Angebote

darstellen konnten und Engagement

oder Weiterbildung rund ums Wasser mit

einem Bonus belohnten.

„Nachhaltigkeit ist überall ein Thema“, weiß

Verena Jaeschke vom Hotel Oderberger.

Hotelgäste, die drei oder mehr Tage bleiben

und damit nachhaltig reisen, werden mit einem

Gutschein fürs hauseigene Bad belohnt.

Wer sich im Aktionsmonat an einer Nah-am-

Wasser Tour beteiligte und Ideen einbrachte,

Berlin lebenswerter zu machen und das

Miteinander zu stärken, wurde belohnt – zum

Beispiel mit einem kostenlosen exklusiven

Nachtschwimmen im Stadtbad Oderberger,

mit einer Schiffsfahrt, einem freien Eintritt

auf dem Badeschiff oder Rabatten im

Quatsch Comedy Club.

„Gieß den Kiez“ hieß das Motto nach dem

Community Run, bei dem Wege gesäubert

und Bäume gegossen wurden. Der Veranstalter

SCC Events spendierte danach ein

Freigetränk und verloste zweimal fünf Startplätze

für die BWB 5x5 Kilometer Team-

Staffel 2027.

Michael Scheel von Kajak Berlin Tours

weiß, dass es immer Müll aus dem Wasser

zu fischen gibt. Inspiriert vom Aktionsmonat

dachte er schon zu Beginn des Monats

darüber nach, Teambilding-Touren künftig

auch unter diesem Aspekt anzubieten: Firmen

können also wie bislang ein Gemeinschaftserlebnis

auf dem Wasser buchen und

bekommen gratis dazu das Erfolgserlebnis,

etwas für saubere Gewässer ihrer Stadt getan

zu haben.

„Wir werden damit nicht die Stadt sauber

bekommen. Aber es ist eine Idee, Menschen

zu mehr Beteiligung und dazu zu bringen,

auf ihre Stadt zu achten“, sagte Senatorin

Franziska Giffey. Visit Berlin will mit der Aktion

„verantwortungsvolles Handeln sichtbar

machen und wertschätzen“, so Geschäftsführerin

Sabine Wendt, „und dabei können

alle Spaß haben“. In Kopenhagen, mit dem

2024 gestarteten CopenPay Vorbild für BerlinPay,

sagen vier von fünf Menschen, dass

sie bereit wären, etwas für die Umwelt zu tun.

Einer von fünf tut es tatsächlich.

G Birgit Nößler

© B. Nößler/aperçu

Präsentieren die Kampagne BerlinPay:

visitBerlin-Geschäftsführerin Sabine Wendt,

Senatorin Franziska Giffey und Rikke Holm

Petersen von Wonderful Copenhagen, Vorbild

der Aktion (v.l .)


Kleine Rundwanderung im Naturschutzgebiet Tegeler Fließ

Auf dem lehrreichen Eichwerder Steg übers Moor

Als wir in Alt-Lübars ab Bushaltestelle im

Frühjahr in Richtung Hermsdorf und Glienicke/Nord

zu einer kleinen, sieben bis acht

Kilometer langen Rundwanderung starten,

scheint es zunächst ausgesprochen trocken

zuzugehen. Der aufgewühlte Sandweg ist

staubig. Es hat ja auch lange kaum geregnet,

und es sind Pferdehöfe in der Nähe, an denen

wir vorbeikommen. Das hier scheint noch

kein Fließgebiet zu sein. Wenig später aber

ist an einer Stelle der Weg überflutet, was

eine Tafel hinterher aus der anderen Richtung

auch mitsamt einem Umgehungsvorschlag

anzeigt. Wir balancieren über einen dünnen

Stamm. Nun sieht es auch schon nach Moor

aus und erste Graugänse grüßen. Wir sind

also richtig, wenn wir zum Tegeler Fließ wollen,

das hier die Landschaft prägt: Ein knapp

30 km langer Bach entspringt im Naturpark

auf dem Barnim und fließt kurvenreich zum

Tegeler See und damit zur Havel. Alles kann

man in dessen Umgebung erleben: Moore,

Trockenhänge, Nass-, Feucht- und Frischwiesen,

Erlen- und Weidenbrüche, Teiche, Seen,

Verlandungszonen und eben auch ganz trockene

„Sahara“-Gebiete.

Bis 1990 verlief an einem Teilstück des Fließes

die Staatsgrenze zwischen der DDR und

West-Berlin. Auch das hat dafür gesorgt, dass

hier noch ursprüngliche Natur zu finden ist.

Am Rande von Glienicke/Nordbahn stoßen

wir auf eine Grenz-Erinnerungsstätte. Man

sieht Stachelmatten, die in den Gewässerarmen

und an den Ufern die Flucht aus der

Wandern meist

trockenen Fußes

– dank Holzstegen.

DDR unmöglich machen sollten. Aber zuvor

geht es über ein Highlight, den Eichwerder

Steg mitten durch ein Sumpfgebiet mit Wasserflächen.

Einen anderen Bohlenweg hatten

wir schon vorher erprobt. Aber das hier ist etwas

ganz Besonderes. Die lange Holzbrücke

trägt am Geländer links und rechts Dutzende

Erklärtafeln zur Flora und Fauna rings um uns.

© S. Nöbel/aperçu (4)

Auf dem Naturlehrpfad

Krebsschere, Sumpfschwertlilie, Gemeiner

Gilbweiderich erwachen gerade aus dem

Winterschlaf, Weiden blühen schon. Biber

und Bisamratte können wir nicht entdecken,

hören aber einen Specht, können Blässrallen

und Meisen bezeugen. Für die Erdkröten

und Prachtlibellen ist es noch etwas zu früh

und kalt. Leider entdecken wir auch keinen

Kranich, Eisvogel, Teich- und Sumpfrohrsänger

und viele andere, die hier im Gebiet

brüten sollen. Verstecken sich eben gut oder

wir sind zu früh dran. Achtung: Beim Lesen

dicht am Geländer halten, denn immer mal

kommen eilige Radfahrer vorbei. Nur wenige

Wanderer treffen wir, es ist schließlich kein

Wochenende, sondern ein Dienstag. Weiter

geht’s durch Erlenbruch zum einst mit Eichen

bestandenen und Namen gebenden „Eichwerder“.

Uralte Eichen sollen bei Grenzziehung

gefällt worden sein. Doch einige der

Eichelhäher sind der Gegend trotzdem treu

geblieben. Wer in Richtung Hermsdorf geht,

stößt auch noch auf riesige alte Eichen. (Das

ist auch ein schöner halbstündiger Weg immer

am Rand von Ort und Naturschutzgebiet

bis zur B 96, da nach rechts und gleich

wieder links zum Bahnhof).

In andere Richtung kommen wir an eine eiszeitliche

Sandlinse, auf der sich im Sommer

wohl ein blütenreicher Sandtrockenrasen zeigt

und etliche Insekten anzieht. Eine Schautafel

informiert über das Kalkniedermoor und die

Naturschutzmaßnahmen, die für das Moor

bis 2013 ergriffen wurden. Weiter durch Erlenbruch.

Das Moor zieht sich entlang des ehemaligen

Grenzstreifens der Berliner Mauer.

Später führt der Weg entlang von sandigen

Talhängen Richtung Köppchensee, einstiger

Torfstich. Wieder in Berlin! Schwäne, Haubentaucher

und Graureiher sind zu entdecken.

Da in Kürze Ostern ist, wollen wir nun noch

die Osterquelle besuchen. Nunja, sehr spektakulär

ist das bisschen Wasser da nicht,

aber das ist zu anderen Zeiten hier vielleicht

anders. Immerhin soll es die letzte offene

Quelle in Berlin sein – mit angeblich sieben

Liter Wasser pro Sekunde. Manchmal ist der

Weg ja auch das Ziel. An den Sprintwiesen

und ihrem Teich vorbei geht es wieder nach

Alt-Lübars mit seinen denkmalgeschützten

Häusern am Dorfanger rings um die Kirche.

Jetzt könnte man im Alten Dorfkrug einkehren,

wenn nicht Dienstag wäre. So setzen

wir uns in den 222er Bus und fahren zum S-

Bahnhof Waidmannslust, um den herum einiges

zur Einkehr offensteht.

G Sabine Nöbel

59

UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT


UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

Der Bezirk führt das Berlin-Ranking im Photovoltaikausbau an

Solarenergie mehr nutzen

Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Facility

Management, ist stolz auf sein Team:

„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

haben mit großem Einsatz, Beharrlichkeit

und Organisationstalent gezeigt, dass

ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen

auch auf bezirklicher Ebene erfolgreich

umgesetzt werden können. Herzlichen

Dank dafür.“

Denn mit der Unterzeichnung des Paket 5

steht fest: Der Bezirk Reinickendorf führt

das Berliner Ranking im Ausbau der Photovoltaik

an. Zweifelsohne eine Glanzleistung,

denn der eigentliche Verwaltungsalltag

von Personalknappheit bis zu komplexen

Aufgaben im Gebäudemanagement

ist bereits Herausforderung genug.

„Das ist ein beeindruckender Erfolg für

unseren Bezirk und ein starkes Signal für

ganz Berlin“, so Harald Muschner weiter,

„Wir zeigen, dass konsequente Planung,

Teamgeist und der feste Wille, die Energiewende

voranzutreiben, zu greifbaren

Ergebnissen führen.“

Beim sogenannten Paket 5 handelt es sich

um das fünfte Solarpaket, das zwischen

dem Bezirk und den Berliner Stadtwerken

vereinbart wurde. Damit wird die Photovoltaikleistung

auf öffentlichen Dächern

erweitert. Bis Mitte 2026 sollen zehn neue

Anlagen mit zusammen 827 Kilowatt ans

Netz gehen. So werden nach Angaben

des regionalen Energieversorgers jährlich

mehr als 680.000 Kilowattstunden Ökostrom

erzeugt und rund 285 Tonnen Kohlendioxid

vermieden.

© Berliner Stadtwerke

Eine weitere Solaranlage auf einem Dach

im Bezirk Reinickendorf erhöht im Mai

2026 seine Gesamtleistung damit auf

3,3 Megawatt, verteilt auf 43 Dächer.

„Den Berliner Stadtwerken, die mit ihrer

Fachkompetenz und verlässlichen Zusammenarbeit

einen entscheidenden Beitrag

zum Erfolg geleistet haben, gebührt mein

besonderer Dank“, ergänzt Muschner. (ch)

60


Bis 2035 will Berlin die installierte Solarleistung fast verzehnfachen.

SOLARCITY & SOLARPLUS

Eignet sich mein Dach?

Eignet sich das eigene Dach für eine Solaranlage? Und lohnt es

sich überhaupt? Wann hätte sich die Investition amortisiert? Welche

Einsparungen sind möglich? Und wieviel Prozent des Gesamtstrombedarfs

eines Haushalts wird durch die eigene Erzeugung

mit der Photovoltaikanlage gedeckt? Berlinerinnen und Berliner

können das innerhalb kürzester Zeit mit dem offiziellen „Solarrechner“

der Stadt online unter solarrechner.berlin.de prüfen. Mit

dem Ergebnis kann im SolarZentrum Berlin unter Telefon (030)

22666300 oder per Mail info@solarzentrum.berlin ein persönliches

Beratungsgespräch vereinbart werden. Der Solarrechner

ist eine Maßnahme des „Masterplan Solarcity Berlin“, dem zentralen

Strategiepapier des Senats. Darin ist das Ziel festgehalten,

dass Berlin ab 2045 klimaneutral wird.

© Christiane M. /Pixabay

Photovoltaik im neuen Netzknoten

In der Holzhauser Straße im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau

entsteht derzeit ein sogenannter Netzknoten – eine Art riesige

Mehrfach-Verteilerdose für große Mengen elektrischer Energie.

Bereits seit 2024 wird dort gebaut, bis 2028 sollen die Arbeiten

noch andauern. Noch einmal drei Jahre später soll der Netzknoten

in Betrieb gehen und den alten ablösen. Die jetzige Anlage

aus dem Jahr 1968 am gleichen Standort hat dann das

Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wird zurück gebaut. Diese

hatte nur elf Schaltfelder, während der Neubau 23 haben

wird. Mit der Inbetriebnahme des neuen Netzknotens soll die

Stromversorgung für Haushalts- und Gewerbekunden im Bezirk

Reinickendorf gewährleistet werden – und zwar klimafreundlich

und zukunftsfähig. Und nicht zuletzt: Das Dach wird begrünt

und für die Montage einer Solaranlage vorbereitet.

© This is Engineering/Pixabay

Kein Geld für Balkonkraftwerke

Auch wenn in Berlin mehr als 19.000 Steckersolargeräte

gefördert wurden, seit

2026 ist das nicht mehr möglich. Begründet

wurde diese Entscheidung vom Senat

damit, dass sich nun vor allem auf die großen

Dächer Berlins konzentriert wird. Zudem

wird darauf verwiesen, dass die Anschaffungskosten

so gering sind, dass sie

als wirtschaftlich gelten und keine staatliche

Unterstützung mehr benötigen. Die

private Anschaffung kann sich aber dennoch

lohnen. Wenn die Mini-PV-Anlage

nach Süden ausgerichtet und ausreichend

groß ist, kann sie 10 bis 20 Prozent des

jährlichen Strombedarfs decken. Der Kauf

hätte sich innerhalb weniger Jahre amortisiert.

Ein Standard-Set mit ca. 800 Watt (2

Module, Wechselrichter, Halterung) ist für

ca. 250 bis 500 Euro zu haben.

© R. Poorten/stock.adobe.com

UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

© G. Roose/Pixabay

Förderprogramm SolarPLUS

Die Berliner Solarförderung wurde 2026 von zehn auf 13 Millionen Euro gesteigert. Aus

gutem Grund, denn in zehn Jahren sollen 25 Prozent der Stromerzeugung aus Solarenergie

gewonnen werden, was nur funktionieren kann, wenn gezielt die großen Dächer Berlins

im Blick sind: auf Gewerbehallen, Industriebauten und Mehrfamilienhäusern. Hierzu

wurde das Förderprogramm SolarPLUS L kreiert – mit Maßnahmen für Aspekte wie Gutachten

oder Sonderlösungen. Nichtsdestotrotz wird auch weiterhin an die Eigenheimbesitzer

gedacht, hier eignet sich die Förderung SolarPLUS S. In beiden Fällen hat sich die

Beantragung vereinfacht und es werden Pauschalsummen ausgezahlt. Auf der Website

der IBB Business Team GmbH können die Förderanträge eingereicht werden.

Weitere Informationen: www.ibb-business-team.de/solarplus

61


Clean up-day für ein lebenswertes Reinickendorf

UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT

62

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Erfolgreicher Clean-Up-Day mit dem Reinickendorfer Fuchs-Parlament

„Gemeinsam machen wir den Kiez sauber“

Im Mai 2026 fand im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum

comX im Märkischen Viertel

der Clean-Up-Day statt. Organisiert wurde

die Aktion vom Fuchs-Parlament, dem Reinickendorfer

Kinder- und Jugendparlament

und begleitet durch den Träger „Kein Abseits

e.V.“ Zahlreiche Kinder, Jugendliche und

Erwachsene beteiligten sich an der Müllsammelaktion

und trugen aktiv zu einem

sauberen Reinickendorf bei. Höhepunkt der

Veranstaltung war die Fotoausstellung, für

die junge Menschen aus Reinickendorf beim

Fotowettbewerb der AG Umwelt vermüllte

Orte dokumentierten. Die Gewinnerinnen

und Gewinner erhielten umweltfreundliche

Brotboxen, Trinkflaschen sowie Gutscheine

für die ‚Nochmall‘ in Reinickendorf. Die

Preisvergabe erfolgte durch die Bezirksstadträtin

für Stadtentwicklung Korinna

Stephan (B‘90/Grüne). Lotte, 10 Jahre, Mitglied

der AG Umwelt im Fuchs-Parlament:

„Wir finden es wichtig, sich für die Umwelt

einzusetzen, weil die Welt bedroht ist durch

unsere Verschmutzung. Wir alle müssen etwas

dagegen tun, und deswegen wollen

wir mit unserer Aktion darauf aufmerksam

machen.“ Der Clean-Up-Day wurde durch

lokale Akteure unterstützt, z.B. die Partnerschaft

für Demokratie – Reinickendorf (PfD),

Reinickendorfs Klimaschutzbeauftragte

Antonia Jane Krüger, im Bezirksamt zuständig

für nachhaltige Entwicklungspolitik, die

Berliner Stadtreinigung sowie dem gesamten

comX-Team. Die bezirkliche Kinder- und

Jugendbeauftragte, Hannah Böse, erklärte:

„Die Idee zu dem Clean-Up-Day kam von der

AG Umwelt des Fuchs-Parlaments, also direkt

von den Kindern und Jugendlichen. Ein sauberer

Kiez ist ihnen genauso wichtig wie vielen

Erwachsenen auch. Ihr Engagement zeigt,

dass sie die Zukunft unserer Stadt tatkräftig

mitgestalten wollen.“ Interessierte Kinder und

Jugendliche können jederzeit beim Fuchs-

Parlament einsteigen. Weitere Informationen

sind auf dem Instagram-Account des Fuchs-

Parlaments @jugendparlamentrckd und unter

folgendem Linktree zu finden. https://linktr.ee/

jugendparlament.reinickendorf

Auf dem Foto beim Clean_Up-Day: hintere Reihe

v.l. Lena (Reinickendorfer Fuchs-Parlament), Nora

Palm, (kein Abseits e.V.), Gloria Amoruso-Stenzel

(kein Abseits e.V.), Korinna Stephan (Bezirksstadträtin

für Stadtentwicklung), Hannah Böse (Kinder- und

Jugendbeauftragte, Bezirksamt Reinickendorf), Peggy

Frommann (Leitung comX), Simon (Reinickendorfer

Fuchs-Parlament), Jane Krüger (Koordinatorin für

nachhaltige Entwicklungspolitik, Bezirksamt Reinickendorf),

Antonia Sprotte (Klimaschutzbeauftragte,

Bezirksamt Reinickendorf)

© BA Reinickendorf


© sommart/stock.adobe.com

WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

TAG DER KLEINEN BAUPROFIS

Bereits seit 2010 veranstaltet die Gewobag den „Tag der kleinen Bauprofis“,

bei dem sich Kinder zwischen vier und acht Jahren auf einer

Baustelle ausprobieren können. Die 16. Auflage führte auf die Baustelle

im Quartier Tegel-Süd. Rund 350 Kinder (übrigens der Anmelderekord)

mauerten, tischlerten, fliesten und baggerten. Wie heißt es

schon bei Bob, der Baumeister in der gleichnamigen Kindertrickserie:

Yo, wir schaffen das! Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner

und das Team der Großen konnten ihre Hämmer wieder weglegen.

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63


WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

64

176 neue Wohnungen

am Wilhelmsruher Damm

Früher gab es am Wilhelmsruher Damm

150 eine alte Postfiliale, die per Rückbau

weichen musste, denn nun entsteht

hier ein 17-geschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude.

176 Ein- bis Vierzimmerwohnungen

sollen gebaut werden,

die alle barrierefrei erreichbar sind und

über Balkone verfügen. 90 Prozent davon

werden als geförderter Wohnraum

mit Nettokaltmieten von 7,00 Euro pro

Quadratmeter an Mietende mit WBS

angeboten. Der Neubau im Märkischen

Viertel wird ein neues Zuhause für mehr

als 350 Berlinerinnen und Berliner sein.

Im Erdgeschoss entstehen rund 1.900

Quadratmeter Gewerbefläche – aufgeteilt

in mehrere Einheiten. Das angrenzende

Brückenbauwerk, das den

Wilhelmsruher Damm überspannt, soll

dabei in den Neubau integriert werden.

Realisiert wird der Bau von der TREU-

CON Gruppe Berlin in Kooperation mit

der Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH

(KWBB) als schlüsselfertigen Ankauf für

die GESOBAU AG. Christian Wilkens,

Vorstandsmitglied der GESOBAU AG,

freut sich: „Es entsteht ein attraktives

Gebäude, welches unser Angebot an bezahlbarem

Wohnraum für Familien, junge

Erwachsene, Senioren und Paare ideal

ergänzt.“ Die Grundsteinlegung wurde

bereits Mitte Februar gefeiert.

(ch)

© BA Reinickendorf

Märkisches Viertel

Grundsteinlegung am Wilhelmsruher

Damm. Es entstehen Wohnungen für mehr

als 350 (Neu-)Reinickendorfer.

141 Stufen hoch auf Frohnaus Wahrzeichen – tolle Aussicht

Turmaufstieg durch einstigen Wasserbehälter

Unübersehbar steht am Ludolfingerplatz am

Bahnhof von Frohnau der Kasinoturm, Wahrzeichen

der Gartenstadt Frohnau. Selbst im

Wappen von Frohnau hat der Kasinoturm

seinen Platz gefunden. Und nach Jahren des

Leerstands ist er seit Frühjahr 2025 auch wieder

bei Führungen des Bürgervereins Frohnau

besteigbar. Über 400 Besucher nutzten das in

der ersten Saison (Teilnahme nur bei vorheriger

Anmeldung beim Bürgerverein möglich).

Das bis Mai 1910 errichtete denkmalgeschützte

Ensemble von Kasinoturm, Kasinogebäude,

Geschäftshaus und Bahnhof bildete

den zentralen Auftakt zur Vermarktung

der ab 1907 aufwändig geplanten Gartenstadt

Frohnau. Trotz Zerstörungen am Ende

des Zweiten Weltkrieges zeigt die Baugruppe

der Architekten Gustav Hart und Alfred

Lesser bis heute den hohen Gestaltungsanspruch

der Berliner Terrain-Centrale von

Fürst Donnersmarck.

Der Turm hat 141 Stufen. Bis zur Höhe von

20 Meter reicht der äußere Treppenturm.

Zur Aussichtsplattform auf der Höhe von

26,5 Meter gelangt man anschließend über

eine Wendeltreppe durch den Bereich des

ehemaligen Wasserbehälters. Denn außer

Aussichtspunkt und Werbeikone war der

Turm zunächst vor allem ein Wasserturm:

Der Behälter oberhalb des 5. OG hatte ein

Fassungsvermögen von bis zu 49 Kubikmeter

für die Versorgung des Areals um den

Bahnhof. Die Aussichtsplattform war und

ist von Balustraden umgrenzt und bietet

einen weiten Blick, bei schönem Wetter

bis zum Berliner Stadtzentrum. Nach 1933

brachten die Nazis hier großformatige Hakenkreuze

an. Die Turmspitze wurde später

für einen Beobachtungsposten der Flugabwehr

abgetragen und die großen offenen

Bögen auf der Plattform zugemauert. Das

Dach wurde nach 1945 wiederhergestellt,

allerdings nun mit Kupfer statt Ziegeln.

Der Kasinoturm ist weithin zu sehen und prägt

die Silhouette der Frohnauer Ortsmitte.

Die zugemauerten Öffnungen im Aussichtgeschoss

erhielten nicht wieder den

Originalzustand. Kurzzeitig schlug ein Unternehmer

die Einrichtung eines „echten“

Kasinos mit Glückspiel vor, was sich aber

bald zerschlug.

Die denkmalschutzgerechte Revitalisierung

des Kasino-Ensembles erfolgte zwischen

2016 und 2019. Der Ausbau schuf neuen

Raum für Einzelhandel und Gastronomie.

Die hierfür notwenige Erweiterung des Bestandsgebäudes

setzte moderne Akzente,

die nicht in Konkurrenz zum dominierenden

Kasinoturm stehen sollen. Die bestehenden

Wohnungen wurden saniert und um zwei barrierefreie

im neuen Staffelgeschoss ergänzt.

Zusätzlich entstand im Kasinoturm eine exklusive

Maisonette-Wohnung.

(sn)

Weitere Informationen zu den Führungen

und dem Kasinoturm gibt es auf

der Webseite des Bürgervereins Frohnau:

www.frohnauer-buergerverein.com/

© S. Nöbel/aperçu


degewo erteilt Zuschlag für eines der größten und innovativsten Wohnungsbauprojekte Berlins

Erste Baufelder im Schumacher Quartier

Dass auf dem Areal des früheren Flughafens

Tegel ein neues, smartes Wohnviertel

mit über 5.000 Wohnungen für mehr als

10.000 Menschen mitsamt dazugehörigen

Einkaufsmöglichkeiten, einem Bildungscampus

mit zwei Schulen, Sport- und Jugendeinrichtungen,

sechs Kindertagesstätten sowie

zwei großen Parks entstehen soll, ist hinreichend

bekannt. Doch nun kommt Bewegung

ins geplante Schumacher Quartier, wie das

Viertel heißen wird, denn das kommunale

Wohnungsunternehmen degewo hat den

Zuschlag für die ersten beiden Baufelder

erteilt. Damit beginnt die konkrete Umsetzung

eines der größten und innovativsten

Wohnungsbauprojekte Berlins.

Voraussichtlich im August 2026 soll der Spatenstich

erfolgen und Ende 2028 der Bezug

beginnen. Gebaut werden 328 Wohnungen

vom Einzimmerapartment bis zur Familienunterkunft

in vier- bis sechsgeschossigen

Häusern – inklusive einer Kita und einigen

Gewerbeeinheiten. Die Hälfte dieser Wohnungen

soll gefördert werden, eine Nettokaltmiete

von voraussichtlich 7,00 Euro pro

Quadratmeter ist hier geplant. Nachhaltig-

keit spielt eine große Rolle: So entstehen die

Gebäude in ressourcenschonender Holzhybridbauweise

und folgen dem Schwammstadt-Prinzip,

bei dem Regenwasser lokal

aufgenommen und gespeichert wird, um es

bei Trockenheit verdunsten zu lassen. Durch

die Kühlung verbessert sich das Mikroklima,

zudem werden Überflutungen verringert. Die

Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über

ein ökologisches Low-Exergy-Netz. Das

Schumacher Quartier punktet gleich doppelt,

nämlich als Wohnraumgeber sowie als

Vorbild für zukunftsfähige Stadtentwicklung.

(ch)

WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

So soll das Schumacher Quartier auf dem Gelände des Flughafens Tegel einmal aussehen.

© Tegel Projekt GmbH/Macina

65


WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

66

Hochfliegende Pläne

Denise Pohlmann entwarf das Design

für den Fuchs am Infocenter

Berlin TXL. Auf dem ehemaligen

Flughafengelände gibt es eine

Ausstellung, die den Blick auf

die historische und baukulturelle

Bedeutung des Gebietes mit Zukunftsplänen

zeigt.

Wussten Sie schon?

Kostenfreie Beratungsangebote

Während der Veranstaltung „Wohnungsnot

stoppen! – Workshop für Hausgemeinschaften

und Aktive“ stand im Mittelpunkt

die Frage, wie sich Menschen organisieren

können, wenn sie mit Mieterhöhungen, Eigenbedarfskündigungen,

Umwandlungen

von Mietwohnungen oder sogenannten

„Verdrängungssanierungen“ konfrontiert

sind. In den Milieuschutzgebieten bzw. sozialen

Erhaltungsgebieten im Bezirk gibt

es dazu kostenlose Beratungsangebote.

Einmal im Quartiersmanagement-Büro

Letteplatz in der Mickestr. 14 (Terminvereinbarung:

Tel. 44338124) sowie im Büro

für Bürgerbeteiligung in der Scharnweberstr.

55a (mittwochs 15–18 Uhr). Außerdem

bietet der Berliner Mieterverein im Rathaus

Reinickendorf Beratungen an. Direkt

an die Wohnungsaufsicht (Tel. 90294-

3069) kann man sich wenden, wenn Vermieter

trotz Aufforderung zur Beseitigung

erheblicher Mängel nicht tätig werden.

Stadtentwicklungspreis 2026

Vom Bestandsbau zum Zukunftsort

Mit dem Stadtentwicklungspreis 2026 werden

Projekte gewürdigt, die das Thema Umbauen,

Umnutzen und Erweitern im Fokus

haben. Nachhaltige, ökologische und soziale

Aspekte sind dabei von zentraler Bedeutung.

Die vorhandenen Gebäude sind

eine Ressource, deren Schutz und Weiternutzung

erheblichen Einfluss auf unseren

CO 2

-Ausstoß haben. Nicht umsonst spricht

man bei dem Gebäudebestand von „grauer

Energie“. Bis August 2026 können beispielgebende

Projekte eingereicht werden. Die

Preisverleihung findet am 10. September

2026 in einem feierlichen Rahmen statt.

Vor zwei Jahren wurde der Preis zum Thema

Geschosswohnungsbau vergeben. Angesichts

des angespannten Wohnungsmarktes

wurden Projekte gewürdigt, die anspruchsvolle

Lösungen im Wohnungsbau bieten.

Vier Preise konnte die Jury vergeben, u. a.

1 an das Generationenhaus Holländergärten

Holländer Straße 36 Q-S

2 an „Antonia“, Antonienstraße 2/

Eichborndamm 3

3 an My Tegel, Biedenkopfer Straße 44

4 an Wohnen statt Parken in der Finsterwalder

Straße 102QA

für ein Gebäude im Märkischen Viertel, das

auf einem ehemaligen Parkplatz errichtet

wurde. Die feierliche Preisverleihung fand

im Rathaus im Ernst-Reuter-Saal statt.

1

© Bürgerstadt AG

Alle Preisträger bei der Verleihung des Stadtentwicklungspreises

im Ernst-Reuter-Saal

2

3

4

© BA Reinickendorf

© Urban space/KSAB K. Schreiber Architekt Berlin

© FAIRFLEET GmbH/Dirk Pfeifer/Empira

© Dawin Meckel


5.000 Euro Spendengelder für die Turmsanierung

Kirchturmdinner in Heiligensee

Schon einmal bewiesen Kirchenmitglieder

sowie die Nachbarschaft, dass durch

Spenden einiges machbar ist. Denn die

Anschaffung einer neuen Orgel im Jahr

2011 war nur möglich, weil auch reichlich

Spendengelder zusammenkamen. Damals

wurden viele Benefizkonzerte organisiert,

es entstand sogar ein Kochbuch, für das

Heiligenseer Rezepte beisteuerten.

Nun muss der Kirchturm saniert werden,

was in etwa 340.000 Euro kosten wird.

Zehn Prozent davon sollen durch Spenden

aufgebracht werden. Der Anfang ist

bereits getan. So sind an einem Samstagabend

Ende April die ersten 5.000 Euro

zusammengekommen. Im Gemeindesaal

der Dorfkirche wurde ein sogenanntes

Kirchturmdinner veranstaltet. 67 zahlende

Gäste nahmen daran teil. Fünf ehrenamtlich

agierende Kochverrückte zauberten

zehn leckere Gerichte in fünf Gängen auf

Spendendinner

die Tische und sechs Konfirmanden sorgten

als Servicepersonal für die gute Laune

unter den Gästen, für die der Abend

ein absoluter Gewinn war. Es ließen sich

Nachbarschaftsbeziehungen auffrischen

und vertiefen sowie neue Kontakte finden.

Was kann es Schöneres geben, als satt

nach Hause zu gehen und dabei Gutes

getan zu haben?

(ch)

© BA Reinickendorf

Wussten Sie schon?

Reinickendorf für alle erhalten

Ein Aufstellungsbeschluss für soziale Erhaltungsverordnungen

wurde kürzlich für

die Reinickendorfer Teilgebiete Schäfersee,

Teichstraße, Breitkopfbecken und

Hausotterplatz auf den Weg gebracht.

Ferner bleibt die Erhaltungsverordnung

im Gebiet Letteplatz bestehen. Damit

gelten in den genannten Gebieten Genehmigungspflichten

für bauliche Maßnahmen

wie Modernisierungen, Sanierungen

und Nutzungsänderungen.

Ziel ist es, Verdrängungseffekte frühzeitig

zu verhindern und die soziale Zusammensetzung

der Wohnbevölkerung zu ermöglichen.

Das bedeutet, dass bezahlbarer

Wohnraum gesichert werden soll,

um die gewachsene soziale Mischung in

den Kiezen zu erhalten.

Längst war eine Verdrängungsgefahr für

Haushalte mit geringem Einkommen, Alleinerziehende

und ältere Menschen gegeben.

Hier wird nun entsprechend entgegengewirkt,

denn Reinickendorf soll

ein Bezirk für alle bleiben und nicht nur

für diejenigen, die sich steigende Mieten

leisten können.

(ch)

WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

300 neue Wohnungen in Waidmannslust geplant

In der Cité Foch geht’s weiter

Im Quartier Cité Foch, einem Gelände in

Waidmannslust, sollen 715 neue Wohnungen

entstehen. Doch nachdem ein erster

Bauabschnitt bereits fertiggestellt war,

wurde der Weiterbau vorerst gestoppt.

Das Bebauungsplanverfahren ruhte über

ein Jahr, weil die schulische Infrastruktur

nicht gesichert war. Zwar wurde das Baufeld

für den Neubau der Münchhausen-

Grundschule bereits 2024 geräumt und

der Bau sollte im Frühjahr 2025 beginnen,

doch kurz vor Baubeginn zog die Senatsverwaltung

für Finanzen überraschend die

Finanzierungszusage zurück.

Der Bezirk drängte jedoch auf eine Lösung,

die mittlerweile zum Tragen gekommen

ist. Damit konnte auch der Neubau

von etwa 300 weiteren Wohnungen beginnen.

„Wir sind sehr froh, dass wir dieses

wichtige Stadtentwicklungsprojekt nun

mit Reinickendorfer Geschwindigkeit zum

Abschluss bringen konnten“, erklärt die

Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung Korinna

Stephan. „Der Bezirk steht zu seiner

Verantwortung für integrierte Stadtentwicklung:

Wohnungsbau und soziale Infrastruktur

müssen gemeinsam gedacht werden.“

(ch)

Schon seit 2018 und mindestens bis 2027

(alle zwei Jahre wird die Vereinbarung verlängert)

kooperiert das kommunale Wohnungsunternehmen

GESOBAU mit dem

Jugendamt Reinickendorf und stellt jährlich

fünf Wohnungen bereit, die von jungen

Menschen, die aus dem Jugendhilfesystem

entlassen werden, genutzt werden können.

Zweifelsohne sind die ersten vier eigenen

Wände eine fantastische Motivation, sich

dem Alltag aktiv und eigenverantwortlich

zu stellen.

(ch)

© privat

67


WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

Wussten Sie schon?

Fördermittel für Wärmepumpen

Die Grundförderung der Kreditanstalt für

Wiederaufbau (KfW) beträgt 30 Prozent,

basierend auf förderfähigen Kosten von bis

zu 30.000 Euro. Diese kann für selbstnutzende

Eigentümer*innen durch verschiedene

Boni auf den maximalen Fördersatz

von 70 Prozent der förderfähigen Kosten

ansteigen.

Beratungsangebote

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale

bietet sowohl für Eigentümer*innen

als auch für Mieter*innen Beratungen an.

Die allgemeine Energieberatung wird direkt

in der Verbraucherzentrale Berlin angeboten

oder auch per Telefon- und/oder

Video-Gespräche.

Kontaktmöglichkeiten der Energieberatung

der Verbraucherzentrale:

Mo-Do: 08:00 – 18:00 Uhr

Fr: 08:00 – 16:00 Uhr

Telefon: 0800 809 802 400

(kostenfrei aus dem deutschen Festnetz

und für Mobilfunknutzer*innen)

Weitere Online-Beratungsangebote:

www.verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/online/

Im Rahmen des Programms „ZuHaus in

Berlin“ können Eigentümer*innen von Einund

Zweifamilienhäusern eine kostenlose

Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen.

Termine unter: www.zuhaus-in-berlin.de

Klimafreundliches Heizen

Die 65-Prozent-Regelung

Viele Eigenheimbesitzende fragen sich, welche

gesetzlichen Regelungen ab 2026 für

eingebaute Heizungen gelten werden. Die

gesamtstädtische Wärmeplanung wird bis

spätestens 30. Juni 2026 veröffentlicht. Im

Anschluss werden die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes

(GEG), auch als

Heizungsgesetz bekannt, verbindlich wirksam.

Ab diesem Datum gilt, dass in Bestandsgebäuden

nur noch Heizungen installiert

werden dürfen, die mindestens 65

Prozent erneuerbare Energien nutzen. Wer

sich noch vor dem 30. Juni 2026 für eine

Öl- oder Gasheizung entscheidet, muss ab

2029 einen steigenden Anteil an Bioenergie

verwenden, der schrittweise ansteigt und bis

2045 bei 100 Prozent liegt.

Wärmepumpen können dazu beitragen,

die Heizkosten langfristig zu senken.

Wie heize ich kostengünstig?

Die CO₂-Abgabe, die fossile Brennstoffe

verteuert, wird ab 2026 die Kosten weiter

ansteigen lassen. 2024 lag die CO₂-

Abgabe noch bei 45 Euro pro Tonne,

2025 bei 55 Euro und ab 2028 soll sie

zwischen 65 und 300 Euro schwanken.

In Anbetracht der steigenden CO₂-Abgaben

und der eher moderaten Strompreiserhöhungen

sind Wärmepumpen langfristig eine kostengünstige

Alternative. Zudem bieten Energieversorger

Sondertarife für Wärmepumpenstrom

an. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus,

Baujahr 1999 und mit ca. 150

m² Wohnfläche, würden die aktuellen monatlichen

Kosten bei einem Verbrauch von ca.

5.000 kWh pro Jahr bei ca. 85 Euro liegen.

Welche Voraussetzungen

sollte mein Haus erfüllen?

Wärmepumpen sind besonders für gut gedämmte

Neubauten geeignet. Auch bei Bestandsgebäuden

können sie eingesetzt werden,

wenn die Vorlauftemperatur unter 55

Grad Celsius bleibt. Mit gezielter Dämmung

und Anpassung der Heizkörper lässt sich die

Effizienz deutlich steigern. Eine Hybridheizung,

die Wärmepumpe und einen Gas- oder Ölkessel

kombiniert, ist ebenfalls eine Option.

© Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

G Verbraucherzentrale Berlin e. V.

68

Wohnungsgenossenschaft

im Märkischen Viertel eG

Hier fühlen Sie sich wohl!

Seit gut zweieinhalb Jahrzehnten besteht unsere kleine Wohnungsgenossenschaft

erfolgreich im Norden von Reinickendorf. mAX ist weiterhin

ein Garant für günstige Mieten bei hoher Wohnqualität. Die Bewohner

wohnen gern hier, nur selten zieht jemand aus. Daher müssen Bewerber mit

längeren Wartezeiten rechnen. Kurze Wege, persönliche Kontakte, schöne

Veranstaltungen – das wird hier geschätzt.

Senftenberger Ring 50 C · 13435 Berlin

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© ioo Architekten

Die Planung der „ioo Architekten“

für das Märkische Quartier

Der Brunnenplatz kommt wieder

Neues vom Märkischen Quartier

Nachdem bereits im Dezember 2025

die Baugenehmigung für das Märkische

Quartier erteilt wurde, soll noch 2026

der erste Spatenstich erfolgen. Geplant

ist ein neuer Gebäudekomplex mit fünf

Wohn- und Geschäftshäusern mit etwa

690 Wohnungen (wovon ca. 88 Prozent

den Förderrichtlinien des Landes Berlin

entsprechen). Die Erdgeschosse sowie

Teile der ersten Obergeschosse sind für

gewerbliche Nutzungen wie Einzelhandel

und Gastronomie vorgesehen. Die Planung

der „ioo Architekten“ um Dipl.-Ing.

Barbara und Professor Klaus Lattermann

glänzt durch mehrere Besonderheiten,

beispielsweise sollen zwei Tiefgaragen

mit 153 PKW- und über 1.500 Fahrradstellplätzen

und begrünte Innenhöfe mit

Spielbereichen entstehen. Nicht zuletzt

kehrt der bei den Anwohnern sehr beliebte

Brunnenplatz zurück. Der neue Platz

wird größer und klarer gefasst, orientiert

© BA Reinickendorf

Übergabe der Baugenehmigung vom

9. 12. 2025. Das Bezirksamt Reinickendorf

hat alles in seiner Macht Stehende getan,

um das Herz des Märkischen Viertels

wieder schnell schlagen zu lassen.

sich aber ansonsten an dem, was einmal

war. Hier trafen sich einst Nachbarn, verweilten

auf Bänken und aßen Eis oder

Currywurst. Das soll alles wieder möglich

werden. Zudem wird der Platz, der

die Mitte des neuen Quartiers bildet,

mit einer grünen Achse verbunden, die

bis zum Fontaneplatz führt. Damit sollen

Märkische Zeile und Märkisches Zentrum

besser verbunden sein.

(ch)

WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

Die fahrende Werkstatt

für alle Bezirke

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69


WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT

Prävention für Jugendliche

Fit für die Straße

Bereits seit 2010 findet einmal jährlich die viertägige Präventionsveranstaltung

„Fit für die Straße“ im Reinickendorfer Haus

der Jugend „Fuchsbau“ statt. Das vielfältige Mitmachangebot

richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Reinickendorfer

Oberschulen. Mit Hilfe von Simulatoren können die Jugendlichen

an verschiedenen Stationen die Auswirkungen von Alkohol-

und Drogenkonsum auf Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit

testen. 2026 folgten der Einladung rund 600 Schülerinnen

und Schüler. „Mit dieser Veranstaltung sprechen wir jedes

Jahr zahlreiche junge Menschen an“, weiß Uwe Brockhausen.

„Der Erfolg basiert dabei wesentlich auf der vertrauensvollen

und engen Kooperation aller Beteiligten.“

(ch)

Einige Bezirksstadträte besuchten die Veranstaltung

„Fit für die Straße“, darunter Gesundheitsstadtrat Uwe Bockhausen

(3.v.l.) und Jugendstadtrat Alexander Ewers (1.v.r.).

© BA Reinickendorf

© www.bf17.de

Vom Modellprojekt zur Erfolgsgeschichte:

Begleitetes Fahren ab 17

Bereits seit 2011 ist der Führerschein mit 17 in der Fahrerlaubnisverordnung

verankert. Zum Antrag und zur Benennung der Begleitperson

ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.

Die theoretische Prüfung kann drei Monate, die praktische

Prüfung einen Monat vor Erreichen des Mindestalters von

17 Jahren abgelegt werden. Danach muss dann ein volles Jahr

begleitet gefahren werden: Erfahrungen sammeln, Routine entwickeln,

Unfall risiko senken. Das ist die Idee vom Begleiteten

Fahren ab 17 Jahren. Bis zu ihrem 18. Geburtstag dürfen sogenannte

BF17-Teilnehmer*innen begleitet mit dem Auto unterwegs

sein. Die begleitende Person ist auf der Prüfungsbescheinigung

eingetragen. Die Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt

sein, mindestens fünf Jahre einen B-Führerschein besitzen und

darf nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben. Die Kosten

für den Führerschein BF17 unterscheiden sich grundsätzlich nicht

von denen für den Führerschein der Klasse B. Für den BF17 beginnt

die Probezeit von zwei Jahren sofort nach Erlangung der

Prüfbescheinigung bzw. dem Bestehen der Prüfung. Die Prüfbescheinigung

ist, außer in Österreich, nicht im Ausland gültig. Weitere

Infos unter: www.bf17.de

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Ladeinfrastruktur für Elektromobilist:innen

Ladestationen in der Nähe finden

In Berlin sind über 6.400 öffentlich zugängliche

Ladepunkte im öffentlichen und

privaten Raum in Betrieb. Im Bezirk Reinickendorf

gibt es aktuell 475 öffentlich zugängliche

Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.

Die Vorteile eines einheitlichen Ladeinfrastrukturkonzeptes

liegen auf der Hand:

Durch den diskriminierungsfreien Zugang

für Mobilitätsdienstleister können alle E-

Fahrzeug-Nutzenden zu den vereinbarten

Konditionen an jeder Ladesäule jedweden

Betreibers im öffentlichen Raum laden.

Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird durch

eine wachsende Anzahl von Ladepunkten

im öffentlich zugänglichen Raum, zum Beispiel

auf privaten Parkplätzen, an Supermärkten

oder Tankstellen, ergänzt. „Auf die-

sen Flächen sowie im privaten Raum wird

auch in Zukunft ein Großteil des Ladeinfrastrukturaufbaus

erfolgen müssen“, teilt die

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz

mit. Der Grund hierfür liege in den

vielfältigen und teilweise konkurrierenden

Nutzungsansprüchen, denen der öffentliche

Raum in einer wachsenden Stadt wie

Berlin unterliegt. „Gerade im Innenstadtbereich

besitzt nicht einmal die Hälfte der

Haushalte einen eigenen Pkw, weshalb hier

ein im Sinne der Herbeiführung der Mobilitätswende

angemessener Teil der Verkehrsfläche

dem Umweltverbund zuzuschreiben

ist“, erklärt die Senatsverwaltung dazu.

Weitere Informationen gibt es unter

www.ladeinfrastruktur.berlin.

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Eine Übersicht über den gegenwärtigen

Ausbaustand im öffentlich

zugänglichen Stadtraum gibt es hier:

Informationen über den

Ladeinfrastrukturaufbau

durch dritte Betreiber:

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von TÜV SÜD

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GUTE ADRESSEN

74

Süße Werksverkäufe im Bezirk

Merci für Schokoriegel, Pralinen und Kekse

In diesem Bezirk kommen Leckermäuler auf

ihre Kosten, denn hier ist süße Wirtschaft

ansässig. Den berühmten Berliner Pralinenhersteller

Sawade findet man hier ebenso

wie die renommierte Süßwarenfirma Storck.

Seit 1967 in Reinickendorf: Storck

Fangen wir mit letzterer an. Da kann man

nur sagen „merci“. Der gleichnamige Schokoriegel-Klassiker

wird von der August Storck

KG in Reinickendorf produziert. Dabei ist

das Unternehmen 1903 als Bonbonfabrikant

und nicht in Berlin gestartet, hat auch

heute zwei weitere Produktionsstandorte in

Deutschland. Es ist immer noch in Familienbesitz

und gehört mittlerweile zu den größten

Süßwarenherstellern der Welt. Über 100

Länder werden beliefert.

Der Berliner Standort mit Süßwarenproduktion

wurde 1967 in Reinickendorf in der Waldstraße

gegründet und ist seit 1998 auch Sitz

der Geschäftsleitung. Insgesamt sind hier

rund 1.300 Mitarbeitende tätig. In der Tegeler

Flohrstraße 1-9 ist ein Werksverkauf. Hier

gibt es natürlich auch Merci. Angeboten werden

zudem u. a. Knoppers, Toffifee, Werther‘s

Original, Super Dickmann‘s, Lachgummi und

Nimm2. Auch Storck Riesen, Mamba und

Campino-Bonbons stehen zum Verkauf. Und

Saisonware wie Osterhasen, Weihnachtsmänner

und Adventskalender, vor allem in

der Zeit nach den jeweiligen Feiertagen.

Sawade: Mehr als Pralinen

Sawade - eine echte Berlinerin

Die Sawade GmbH ist die älteste Pralinenmanufaktur

in der Stadt. Sie wurde 1880

Unter den Linden gegründet, war dann Hoflieferant

und sitzt seit den 1970er Jahren in

Reinickendorf in der Wittestraße.

Das Unternehmen ist auf handgemachte

Pralinen, Trüffel und Schokoladenspezialitäten

spezialisiert. 2013 und 2020 musste die

GmbH Insolvenz anmelden. Letztlich wurde

in Eigenverwaltung und mit neuem Investor

die Krise überwunden. Die Manufaktur

in Reinickendorf mit über 100 Mitarbeitern

betont die handwerkliche Qualität und verwendet

nur natürliche Zutaten. Auf Palmöl

und künstliche Konservierungsstoffe werde

verzichtet. Man betreibt in Berlin zwölf eigene

Ladengeschäfte, vertreibt auch online und

über externe Fachhändler. Das Sortiment

im Werksverkauf in der Wittestr. 26d umfasst

hochwertige Pralinen, Trüffel, Pastetenkonfekt

und Marzipanspezialitäten und Saisonware.

Bahlsen-Werksverkauf in Wittenau

© Bahlsen GmbH & Co. KG

© Sawade GmbH

Bahlsen – nur ein Outlet im Bezirk

Die Bahlsen GmbH & Co. KG ist kein Berliner,

sondern ein Hannoveraner Backwaren-

Familienunternehmen (in vierter Generation).

Aber es hatte bereits 1898 eine Leuchtreklame

am Potsdamer Platz und produziert seit

1967 auch in Berlin, allerdings in Tempelhof.

Doch das 1889 von Hermann Bahlsen gegründete

Unternehmen hat ein Outlet in Wittenau

in der Oranienburger Str. 173. Wussten

Sie, dass es für den nach dem Universalgelehrten

Leibniz benannten Butterkeks 1893

auf der Weltausstellung in Chicago eine

Goldmedaille gab? Heute produzieren fünf

Werke für Bahlsen, eins davon in Polen, mit

insgesamt 2.500 Mitarbeiter*innen und in

mehr als 80 Ländern Produkte verkauft –

von Keksen und Waffeln bis zu Kuchen und

Riegeln. Außer Leibniz gehören Marken wie

PiCK UP!, Brandt dazu, auch Lebkuchen und

Chips. Die Süßigkeiten und Snacks kosten im

Werksverkauf in der Regel bis zu 50 Prozent

weniger als anderswo.

G Sabine Nöbel


Team-Event: Gemeinsam ein 5-Gänge-Menü zaubern & verzehren

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20

Jahren

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Kochkurse als Geburtstagsgeschenk, Date-Idee oder Team-Event

Gemeinsames Kochen & Genießen

Ob italienische Pasta-Träume, griechische

Tavernenklassiker, französische

Raffinesse, asiatische Wok-Magie oder

selbstgebackenes Sauerteigbrot – Kochkurse

erweitern den kulinarischen Horizont.

Das Angebot in Neukölln ist so

vielfältig wie der Bezirk selbst: deftig

oder süß, vegan oder vegetarisch, saisonal

frisch oder auf Sterne-Niveau – die

Auswahl ist köstlich und kreativ! Und wer

glaubt, Kochen sei eine einsame Angelegenheit,

wird hier eines Besseren belehrt:

Beim gemeinsamen Schnippeln,

Würzen und Anrichten entstehen nicht

nur raffinierte Menüs, sondern oft auch

neue Freundschaften.

© D. Otto/aperçu

Besonders beliebt: Kurse für Paare, Familien

oder Freundesgruppen. Ob als

Geburtstagsgeschenk, Date-Idee oder

Team-Event mit Kollegen – gemeinsam

Kochen verbindet. Geführt werden die

Kurse von passionierten Köchinnen und

Köchen, die nicht nur ihre Messer, sondern

auch jede Menge Tipps und Tricks locker

aus dem Handgelenk schütteln. Frische

Zutaten, gute Laune und der Spaß am Tun

stehen immer im Mittelpunkt.

Kochkurse und -events bieten z. B.:

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Oranienburger Str. 92 · 13437 Berlin-Wittenau

Tel. 030 41706572 · info@aanjal.de · www.aanjal.com

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täglich große Auswahl an frischen Backwaren,

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Happy Back · Buddestraße 12 b · 13507 Berlin

Öffnungszeiten: Mo- Sa 06.00 - 18:30

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GUTE ADRESSEN

76

Ein Ort für Begegnung im REWE Markt Tegel – wie einst im Tante-Emma-Laden

Wie einst im Tante-Emma-Laden: Erste Plauderkasse Berlins

Ende Februar 2026 öffnete im REWE Markt

in der Tegeler Ernststraße 7 die berlinweit

erste Plauderkasse gegen Einsamkeit. Da,

wo es sonst um „schnell-schnell“ geht, die

Kassiererinnen in manchen Supermärkten

bis zu hundert Scanner in der Minute bewerkstelligen

sollen, nimmt sich hier die

Dame an der Kasse Zeit für einen Smalltalk

– wenn er gewünscht ist. Bei der Eröffnung

sitzt da Birgit Dornblut und hat für jeden ein

nettes Wort und erkennt, wer mal das Bedürfnis

für ein kleines Schwätzchen hat wie

einst im Tante-Emma-Laden.

„Wir haben aber viele Kassen-Mamas“, versichert

der selbst sehr kommunikative und

aufmerksame Marktinhaber. Viet Ngyen

Duc hat Wertschätzung gegenüber Älteren,

die für solches Angebot besonders dankbar

sind, geradezu in den Genen. Er kam

1989 aus Vietnam, wo oft drei Generationen

zusammenwohnen und den Älteren viel

Respekt erwiesen wird, zum Studium nach

Deutschland. Inzwischen ist er längst Berliner,

stellt sich bei der Frage nach dem Alter

mit „Baujahr 1979“ vor, hat hier Frau und

Kinder. Familie und Arbeitsumfeld sind ihm

sehr wichtig. „Mein Team ist meine zweite Familie.“

Seit 2018 führt er diesen REWE Markt

mit vielen guten Ideen wie z. B. Sprühdrüsen

über Obst und Gemüse, große Bio-Produkte-Auswahl,

Salatbar, Frischetheke mit Beratung,

DHL-Paket-Annahme. 2021 wurde

er als Jungunternehmer des Jahres gekürt.

Sozial engagierter Inhaber

Herr Viet Nguyen ist im Bezirk auch für sein

soziales Engagement bekannt. Er spendet

u. a. für die Berliner Tafel und die Laib und

Seele-Ausgabestellen, für Jugendliche. Er

unterstützt Sportvereine. Deshalb war er

sehr offen für das Anliegen, als die Anfrage

von Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner

und ihrer Einsamkeitsbeauftragten

Katharina Schulz für so einen

Eröffnung der Plauderkasse Ende Februar: Herr Viet Nguyen, die Bezirksbürgermeisterin

und ihre Einsamkeitsbeauftragte (v.r.n.l.)

„Tante-Emma-Laden“-Ort der Begegnung

im Supermarkt kam. Die Plauderkasse lädt

nun dienstags von 10 bis 12 und donnerstags

von 14 bis 16 Uhr ein, den Einkauf mit

einem persönlichen Gespräch zu verbinden.

Es sind bewusst nicht die Stoßzeiten

ausgewählt, wo hoher Andrang an den

Kassen herrscht. Und es ist förderlich, dass

hier nicht an Personal gespart wird, dass 60

Mitarbeiter in einer Schicht zusammenwirken

und alle auf freundliches Zugehen auf

die Kundschaft geschult sind. Beraten wird

auch direkt am Regal.

Projekte gegen Einsamkeit

Initiiert wurde die Plauderkasse im Rahmen

der Einsamkeitsstrategie des Bezirksamts

Reinickendorf, die nicht erst seit Corona und

generationenübergreifend ein Anliegen von

Emine Demirbüken-Wegner ist: „Einsamkeit

ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen

unserer Zeit. Sie begegnet

uns mitten im Alltag – und genau dort

müssen wir ansetzen.“ So wurden schon ein

Stammtisch mit ehrenamtlicher Begleitung

eingerichtet, Quasselbänke als Treffpunkt

und Sticker mit QR-Code an vielen Einrichtungen,

auch hier am Rewe-Markt, angebracht.

Der QR-Code führt zu knapp hundert

Anlaufstellen gegen Einsamkeit, ein richtiges

Netzwerk in Reinickendorf in allen Ortsteilen.

Bei unserem Gespräch Ende Februar wollte

die Bürgermeisterin zunehmend Bücherboxen

mit solchen Plauderbänken koppeln, wie

es schon am Fellbacher Platz geschah und

für Heiligensee gerade umgesetzt wurde.

Übrigens kann man den Marktinhaber auch

mal beim Einräumen von Regalen oder an

der Kasse antreffen. „Dann habe ich aber

die passende Kleidung an und werde kaum

erkannt“, sagt er lächelnd. Aber für ein

freundliches Wort hat er immer Zeit.

G Sabine Nöbel

Kassiererin Birgit Dornblut spricht ihre Kundschaft

freundlich an und erkennt, „wer ein

Bedürfnis zum Reden hat“.

© S. Nöbel / aperçuv (2)


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die Wurst geht!

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GUTE ADRESSEN

Der Duft von frisch Gebackenem

und Gegrilltem

Hier duftet es schon am Eingang. Denn

bei diesem von Carola und Tobias Ulrich

seit 2012 geführten EDEKA-Markt gibt

es einen richtigen Bäcker mit kleinem

Café, wo man schon morgens um 7 Uhr

ein Frühstück bekommen kann und nachmittags

Kaffee und Kuchen. Dank der

Heißen Theke mit Grillstation im Markt,

wo der Duft von gegrillten Hähnchen,

Enten, Kassler und Buletten in die Nase

steigt, ist aber auch ein herzhafter Imbiss

möglich. Doch vor allem kann man

in diesem gut sortierten EDEKA-Markt in

der Bernauer Straße in Tegel richtig gut

einkaufen. Über 25.000 Artikel werden

geführt und die vielen frischen Salate an

der Fleisch- oder auch an der Fisch theke

sind zum großen Teil gerade von den Mitarbeitern

angefertigt worden. Und zwar

wechselnde Angebote. Nicht umsonst

betont die Werbung: Bedienungstheken

mit eigener Herstellung. Auch der Prager

Schinken, der Leberkäse und das Kassler

sind hausgemacht. Carola Ulrich, die sich

um die Präsentation und den Aufbau im

Markt kümmert, betont auch, dass der

Käse an der entsprechenden Theke hier

abgepackt wurde. Und ihr Sohn Tobias

weist darauf hin, dass es Qualitätskontrollen

von unabhängigen Instituten bei

den Firmen gibt, die den Markt beliefern.

Ulrichs lieben nicht nur Lebensmittel und

ihre Qualität, sondern auch die Umwelt.

Ulrich

Bedienungstheken mit eigener Herstellung

Die Rest bestände an Plastik wurden 2019

aufgebraucht. Man setzt auf Papiertüten

und andere ökologische Verpackung. Dass

der Markt zudem eine so angenehme Atmosphäre

mit engagiertem Personal hat,

liegt vielleicht auch daran, dass hier keine

Dumpinglöhne gezahlt werden.

Soziale Verantwortung ist der Familie

Ulrich wichtig. Dazu gehören auch regelmäßige

Spenden für die Tierhilfe, für

Kitas, eine Schule und Sportvereine.

Zum Service im Markt zählen übrigens

auch Post, Postbank und Lotto sowie

kostenlose Parkplätze in der Tiefgarage.

Angenehmen Einkauf!

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Bernauer Str. 69-73, 13507 Berlin-Tegel

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GUTE ADRESSEN

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Standesamt Reinickendorf

Im Trauzimmer

Geheiratet wird in allen Farben

Im langen oder kurzen Kleid, mit Hosenanzug,

in Weiß oder bunt gemustert: „Geheiratet

wird in allen Farben“, verrät uns

Ariane Schimansky, Leiterin des Standesamtes

Reinickendorf. 636 Paare gaben

sich 2025 im Rathaus des Bezirkes das Ja-

Wort, darunter 15 gleichgeschlechtliche.

Seit 1.10.2017 ist die Ehe für alle möglich.

Ein halbes Jahr im Voraus kann die Eheschließung

angemeldet werden. „Wir reservieren

den Termin, sobald alle Unterlagen

vollständig sind“, so die Standesamtsleiterin.

Wer im Bezirk lebt und hier oder woanders

heiraten möchte, meldet sich beim Standesamt

Reinickendorf an. Das ist auch

schriftlich möglich.“ Das Kontaktformular

im ServicePortal der Berliner Verwaltung

macht es leicht. Ein persönlicher Besuch

vor der Zeremonie ist nur nötig, wenn es

Unstimmigkeiten in den Dokumenten gibt,

eine Auslandsbeteiligung vorliegt oder

ein Dolmetscher zur Verständigung gebraucht

wird.

Die Eheschließungen in Reinickendorf finden

mittwochs und freitags im historischen

Witte-Zimmer des Rathauses statt. Bis zu

13 Gäste können bei der Zeremonie dabei

sein. Wenn etwas zur persönlichen Kennenlern-Geschichte

des Paares gesagt werden

soll, kann das ein Gast übernehmen.

Nichts spricht gegen einen Sektempfang

vor dem Rathaus oder im Park. Manche

Paare stellen einen kleinen Tisch auf und

stoßen mit ihren Gästen vor der Rathauskulisse

an. Das Streuen von Reis und Metallic-Konfettikanonen

ist zum Schutz der Umwelt

nicht erwünscht. Birgit Nößler

© Christian Kruppa

Ein neuer Treffpunkt für gelebte Nachbarschaft

„Brusi“ in der Brusebergsiedlung

Mit der Eröffnung des HOWOGE-KIEZORTS

„Brusi“ in der Brusebergsiedlung im April ist

ein lebendiger Treffpunkt für die Nachbarschaft

entstanden – ein Ort, an dem sich

Menschen begegnen, austauschen und gemeinsam

Zeit verbringen können.

„Der KIEZORT ‚Brusi‘ in der Brusebergsiedlung

ist ein Ort der Begegnung, an dem

Nachbarschaft wächst und Zusammenhalt

lebendig wird – das Herz einer starken Gemeinschaft“,

betont Bezirksbürgermeisterin

Demirbüken-Wegner. Das Bezirksamt Reinickendorf

begrüße die Initiative der HOW-

OGE, die Förderung durch die Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung, Bauen und

Wohnen sowie das Engagement der Stiftung

Unionhilfswerk Berlin und aller Beteiligten

ausdrücklich.

Der neue Treffpunkt bietet vielfältige Möglichkeiten

für Begegnung und Unterstützung

im Alltag – von Freizeit- und Bewegungsangeboten

über Sozialberatung und mobile

Bürgerservices bis hin zu offenen Formaten,

die sich an den Bedürfnissen der Nachbarschaft

orientieren. Außenflächen, Verleihangebote

und die Funktion als „kühler

Ort“ ergänzen das Angebot und stärken die

Lebensqualität im Quartier. Zugleich wurde

dieser Standort als eine zusätzliche Anlauf-

April 2026: Eröffnung des HOWOGE-

KIEZORTS „Brusi“ in der Brusebergsiedlung

(v. l. n. r. Jörg Kotzenbauer, Geschäftsführer

HOWOGE; Lilith Langner, Unionhilfswerk

Berlin; Emine Demirbüken-Wegner,

Bezirksbürgermeisterin; Stephan Machulik,

Staatsekretär für Wohnen u Mieterschutz)

© BA Reinickendorf

stelle gegen Einsamkeit eingeweiht – ein

weiterer Meilenstein bei der Einsamkeitsstrategie.

„Der neue KIEZORT ergänzt wunderbar

das Engagement des Bezirks gegen

Einsamkeit. Im Rahmen der Reinickendorfer

Einsamkeitsstrategie setzt das Bezirksamt

auf niedrigschwellige Begegnungsformate

wie Stammtische, Quasselbänke und Kulturtreffs.

Der neue Ort in der Brusebergsiedlung

knüpft daran an und zeigt, wie

aus Beteiligung und Zusammenarbeit ein

lebendiger Raum für Gemeinschaft entstehen

kann“, so die Bürgermeisterin.

© HOWOGE


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www.aufwind-berlin.de

Die Aufwind Berlin gGmbH ist ein freier Träger der Jugendhilfe im Norden Berlins.

Mit einem breiten Spektrum an Projekten und Unterstützungsangeboten begleiten wir

seit über 25 Jahren Familien, Kinder und Jugendliche im Bezirk Reinickendorf – von schulbezogener

Arbeit und Beratungsangeboten bis hin zu Hilfen zur Erziehung und familienunterstützenden

Maßnahmen.

Familienzentrum Letteallee

Charakteristisch im denkmalgeschützten roten

Klinkerbau mitten im Lettekiez gelegen, bietet das

Familienzentrum Letteallee ein abwechslungsreiches

Programm für junge Familien. Für Babys bieten

wir Krabbelgruppen, Babymassage und vieles

mehr an. Kinder im Kita-Alter können unsere Angebote

wie musikalische Früherziehung, Capoeira

und Bewegungsangebote nutzen.

Offene Angebote und Beratungsangebote beispielsweise für Alleinerziehende

runden unser Programm ab. Kommen Sie gern auf eine Tasse Kaffee in unserem

offenen Familiencafé donnerstags zwischen 15.00 und 18.00 Uhr vorbei!

Letteallee 82–86 in 13409 Berlin

Tel. 030 22 19 10 44

familienzentrum@aufwind-berlin.de

Hier finden Sie unsere Angebote:

Familienzentrum Neheimer Straße

Im Familienzentrum Neheimer Straße in Tegel-Süd

erwartet Familien ein vielseitiges Angebot zum

Spielen, Bewegen, Kreativsein und Austauschen. In

unseren offenen Spieltreffs verbringen Eltern und

Kinder gemeinsam Zeit, knüpfen Kontakte und sammeln

neue Erfahrungen. Für Kinder gibt es abwechslungsreiche

Bewegungs- und Sportangebote sowie

kreative Aktionen zum Basteln, Malen und Entdecken.

Eltern finden bei uns Möglichkeiten zum Austausch und zur Begegnung

in entspannter Atmosphäre. Mit unseren offenen Angeboten schaffen wir einen

Ort, an dem Gemeinschaft, Unterstützung und Freude im Mittelpunkt stehen.

Schauen Sie gern vorbei – wir freuen uns auf Sie!

Neheimer Straße 10 in 13507 Berlin

Tel. 0176 24 20 67 52

familienzentrum-neheimerstrasse@aufwind-berlin.de

Hier finden Sie unsere Angebote:

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Familienzentrum an den Lauterbach-Schulen

Das Familienzentrum an den Lauterbach-Schulen

im Märkischen Viertel bietet Familien mit Grundschulkindern

einen offenen Raum für Austausch,

Bildung und Gemeinschaft. Zu unseren vielfältigen

kostenfreien Angeboten zählen kreative und bewegungsorientierte

Aktivitäten, offene Treffpunkte,

Informations- und Beratungsangebote, Feste, Feiern

und abwechslungsreiche Ferienprogramme. Familien kommen hier miteinander

ins Gespräch, teilen Erfahrungen und erhalten Unterstützung bei Fragen

rund um die Schule und den familiären Alltag.

Besuchen Sie uns gern, nutzen Sie unsere Angebote, und gestalten Sie das Miteinander

aktiv mit. Auch ehrenamtliches Engagement ist jederzeit willkommen.

Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin

Tel. 0176 24 20 71 01 / 0176 81 38 77 69

familiengrundschulzentrum@aufwind-berlin.de

Hier finden Sie unsere Angebote:

Das Programm Familienzentren an Grundschulen ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend

und Familie in Kooperation mit den Berliner Bezirken. Weitere Informationen finden Sie auf dem Berliner

Familienportal unter https://familienportal.berlin.de/

Beratungsstelle Südosteuropa Plus

In unserer Beratungsstelle bieten wir Unterstützung und Beratung in 18 Sprachen

zu Themen rund um Behörden, Sozialleistungen, Wohnung, Bildung sowie

soziale und gesundheitliche Hilfen an. Wir begleiten Sie bei der Bewältigung

komplexer Alltagsherausforderungen, helfen bei Bewerbungen, Anträgen und

Mietfragen oder begleiten Sie zu Wohnungsbesichtigungsterminen. Familien

unterstützen wir bei schulischen Themen, Sprachförderung, Ausbildungsmöglichkeiten

und Zukunftsperspektiven ihrer Kinder und Jugendlichen. Weitere

Schwerpunkte unserer Arbeit sind berufliche Orientierung, die Begleitung von

Übergängen zwischen Kita, Schule und Ausbildung, die Vermittlung zwischen

Schule und Elternhaus, interkulturelle Mediation, Sprachmittlung und Kulturvermittlung.

Unsere Beratungsangebote finden Sie hier:

montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr in der Aufwind Berlin gGmbH

Rütlistraße 17 in 13407 Berlin

dienstags von 14 bis 17 Uhr in der Nachbarschaftsetage

Wilhelmsruher Damm 124 in 13439 Berlin

mittwochs von 9 bis 13 Uhr im Familienpunkt

Zobeltitzstraße 72 in 13403 Berlin


© WWW.BERLINER-SEILFABRIK.COM Turnen an Seilen made in Reinickendorf

KINDER | JUGEND | FAMILIE

Auguste-Viktoria-Allee

Neues Jugend- und Stadtteilzentrum im Bau

An der Auguste-Viktoria-Allee soll ein neues

Jugend- und Stadtteilzentrum entstehen.

Die Grundsteinlegung war bereits im April

2026. Darin soll das Jugendzentrum Laiv

ein neues Domizil bekommen. Bisher befindet

es sich genau daneben in den ehemaligen

Lager- und Personalräumen des

Grünflächenamts, doch das alte Gebäude

ist nicht nur viel zu eng, sondern auch

baufällig. Sobald das neue Haus steht, wird

das jetzige Laiv abgerissen. Der multifunktionale

Neubau wird dann jedoch nicht nur

von den Jugendlichen genutzt, so zieht hier

auch ein Stadtteilzentrum ein. Beide Bereiche

sollen über jeweils eigene Räumlichkeiten

verfügen, ein Veranstaltungssaal

und diverse Bewegungsflächen werden

jedoch geteilt. Obwohl das neue Zentrum

jetzt erst entsteht, ist weit voraus gedacht:

Der Holz-Massivbau kann später rückgebaut

und die Materialien ein weiteres Mal

genutzt werden. Unsere Abbildung zeigt

den Entwurf des Architekten Jan Hübener.

(ch)

© BA Reinickendorf/ Architek Jan Hübener

So soll das neue Gebäude an der Auguste-Viktoria-Allee einmal aussehen.

83


Wussten Sie schon?

KINDER | JUGEND | FAMILIE

Schülerzeitungen gewinnen

Der Bezirksstadtrat für Bildung, Harald

Muschner , konnte beim diesjährigen

Schülerzeitungswettbewerb gleich zwei

Reinickendorfer Projekten gratulieren. So

ging der dritte Platz in der Sparte „Grundschulen“

an die Kolumbus-Grundschule

für ihre „Fuchs-Kolumne“. Die Ausgabe

beschäftigt sich mit Glaubensvielfalt und

überzeugt zudem mit ansprechenden Illustrationen.

In der Kategorie „Gemeinschaftsschulen“

erreichte – so wie bereits

im letzten Jahr – der Campus Hannah

Höch den ersten Platz. Gefeiert wird ihr

Medium „Schnipsel“ vor allem wegen

der Themenbreite: Von gesellschaftlich

relevanten Fragen bis zur Sauberkeit der

Schultoilette ist alles dabei.

(ch)

Gemeinsam engagiert im Bezirk (v. l.): Gloria Amoruso (kein Abseits!),

Alexander Ewers (Jugendstadtrat), neugewählter Fuchs-Rat, Nora

Palm (kein Abseits!), Hannah Böse (Kinder- und Jugendbeauftragte)

Fuchs-Parlament

Kinder und Jugendliche bestimmen mit

© Bezirksamt Reinickendorf

Über zehn Meter hoch geht es hinaus:

Ein Highlight ist der Spiel- und Kletterturm

im Ludwig-Lesser-Park in Frohnau.

© T. Wahl / aperçu

Wenn Kinder und Jugendliche aus Reinickendorf

zusammenkommen, um im

Fuchs-Parlament über ihre Zukunft zu

sprechen, weht frischer Wind durch den

Bezirk. Gemeinsam gestalten sie das

junge Beteiligungsgremium stetig weiter

und stellen die Weichen für echte Mitbestimmung.

Der Fuchs-Rat, der die Interessen der Kinder

und Jugendlichen nach außen vertritt,

leitet zugleich das Kinder- und Jugendparlament.

Im September 2025 wurden

zwei Mädchen und drei Jungen im Alter

von 9 bis 19 Jahren gewählt. Unterstüt-

zung bekommen die engagierten Nachwuchspolitikerinnen

und -politiker von Jugendstadtrat

Alexander Ewers: „Die Ideen

und der Einsatz der jungen Menschen sind

wichtig, damit Reinickendorf ein lebenswerter

Ort für alle Generationen bleibt.“

Auch die Kinder- und Jugendbeauftragte

Hannah Böse zeigt sich begeistert: „Das

Fuchs-Parlament zeigt eindrucksvoll, wie

Kinder und Jugendliche aktiv Verantwortung

übernehmen können. Ich unterstütze

sie weiterhin dabei, ihre Stimme zu erheben

und Veränderungen zu bewirken.“

(kr)

84

Bezirksbroschüren

Seniorenjournale

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Im Jugendzentrum comX

FSJ im Reinickendorfer Kulturbereich

Freiwillig und sozial im Atrium

Ob man sich beruflich orientieren oder

die Wartezeit zu Ausbildungs- oder Studienplatz

überbrücken möchte, ob man

Praxiserfahrung sammeln oder einfach als

Persönlichkeit reifen möchte – die Gründe

für ein Freiwilliges Soziales Jahr können

vielseitig sein. Zumeist denkt man hier an

ein FSJ – das ist die gängige Abkürzung –

in Krankenhäusern, Seniorenheimen und

Pflegeeinrichtungen, doch es gibt weit darüber

hinaus Möglichkeiten, etwa im Kulturbereich.

So lassen sich auf www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de

an die 2.500

FSJ-Angebote aus dem Kulturbereich finden,

darunter in Bibliotheken, Museen und

Theatern. Auch Reinickendorf bietet ein

solches Angebot und zwar an der Jugendkunstschule

ATRIUM (Foto). Hier begleitet

man Werkstattwochen, unterstützt den Aufund

Abbau von Ausstellungen, beteiligt sich

an der Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen

Medien und realisiert weitere künstlerischpädagogische

Projekte. Voraussetzungen

für das FSJ sind, dass man nicht älter als

26 Jahre alt ist, dass die Schulpflicht erfüllt

ist, dass noch kein Studium abgeschlossen

und kein anderer Freiwilligendienst von

mehr als sechs Monaten absolviert wurde.

Das Reinickendorfer ATRIUM mit seinem

Kostümfundus, den zwei Kunstparks sowie

dem Literaturcafé ist übrigens auch sonst

eine Entdeckung.

(ch)

© Andi Weiland

Jugendliche gestalten Spielplatz mit

Das Bezirksamt hat erfolgreich 624.000

Euro aus dem im Programm „Nachhaltige

Erneuerung“ für die Neugestaltung des

Spielplatzes gegenüber der Kita Senftenberger

Ring 99 eingeworben. Gemeinsam

mit Kindern und Jugendlichen wurde

im Jugendzentrum comX über Wünsche

und Ideen gesprochen Das Bezirksamt

setzte bewusst auf die Beteiligung der

jungen Leute.

Der neue Spielplatz entsteht neben bereits

umgesetzten Projekten wie Skatepark und

BMX-Bahn. Vorgesehen sind langlebige

Spielplatzplanung mit jungen Leuten

Materialien, klimaresiliente Begrünung sowie

wasserdurchlässige und barrierefreie

Beläge. Ein häufig geäußerter Wunsch der

Teilnehmenden war, die beliebte Kletterspinne

zu erhalten. 2026 geht es los.

Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung,

Korinna Stephan, betont: „Die Ideen der

Jugendlichen zeigen, wie wichtig öffentliche

Räume sind, die Bewegung ermöglichen,

Rückzug bieten und das soziale

Miteinander stärken. Gleichzeitig gestalten

wir diesen Ort klimaangepasst und grüner

– ein Beitrag zur Schwammstadt und zu

einem lebenswerteren Märkischen Viertel.“

© S.T.E.R.N. GmbH

KINDER | JUGEND | FAMILIE

Der leichte Einstieg in die Musik

Möglichst viele Menschen zum fröhlichen, aktiven Musizieren anzuleiten,

damit diese ein Leben lang Freude am Musizieren haben,

das ist seit über 45 Jahren die Herzensangelegenheit der Musikschule

Fröhlich. Der Antrieb dazu erfolgt aus der Überzeugung,

dass gemeinsames Musizieren ein wertvolles Gut ist, das es zu erhalten

und weiterzugeben gilt. Kinder sind sehr früh für Musik empfänglich

und sollten vielfältig mit Musik in Berührung kommen. Melodien,

Rhythmen und Töne selbst zu erzeugen und frei zu gestalten,

tut der kindlichen Seele, dem Ausdrucksvermögen und der intellektuellen

sowie kreativen Entwicklung gut.

Musikschule Fröhlich

Michael Seilkopf

030-84312316

Am Vierrutenberg 54 · 13469 Berlin

Unterrichts-Standorte siehe Website

www.musikschule-froehlich.com/seilkopf

85


KINDER | JUGEND | FAMILIE

Infos zur

Kindertagespflege

Berliner

Kita-Navigator

Kindertagesstätten und Kindertagespflege

in der Nähe finden

Welche Kindertagesstätten gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Bei welchen Kitas gibt

es freie Plätze? Wie weit ist die Kita von uns entfernt? Antworten auf diese Fragen bietet

der Berliner Kita-Navigator. Der kostenlose Internetdienst bietet die Möglichkeit, sich

Kitas in der Nähe anzeigen zu lassen. Zudem gibt es Wissenswertes und Kontaktinformationen

zu den Einrichtungen, auch die Anzahl der freien Plätze für bis zu neun Monate

im Voraus wird angezeigt. Für erweiterte Funktionen, zum Beispiel die Merkliste, ist

ein BundID-Konto notwendig.

Die Kindertagespflege ist eine alternative Betreuungsform zur Kita. Eine qualifizierte Tagespflegeperson

betreut bis zu fünf, zwei Tagespflegepersonen bis zu zehn Kinder. Sie

verfügen über eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts, erfüllen einen Bildungsauftrag nach

dem Berliner Bildungsprogramm und werden über den Kita-Gutschein finanziert. Die

Fachberatung Kindertagespflege informiert über das Angebot, freie Plätze und geeignete

Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Reinickendorfer Kinderrechte-Tag

Am 20.11.1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, seitdem treten

weltweit Kinder und Jugendliche jährlich an diesem Tag für die Rechte ihrer Generation

ein. Denn obwohl sich fast alle Staaten dazu verpflichtet haben, die Rechte von Kindern

anzuerkennen und umzusetzen, ist die Realität oft eine ganz andere – auch bei uns in

Deutschland. Selbstredend, dass dieser Tag auch in Reinickendorf würdig begangen wird.

© BA Reinickendorf

Der Bezirksstadtrat für Jugend und Familie Alexander Ewers sowie die Jugendbeauftragte

Hannah Böse luden Mädchen und Jungen Ende 2025 aus den Grundschulen des

Bezirks ins Fontane-Haus zum „Reinickendorfer Kinderrechte-Tag“ ein. Eine Tanzgruppe

aus dem Jugendzentrum Centre Talma performte den Kinderrechtetanz und an einem

Meinungsbarometer konnten die Kleinen spielerisch bewerten, wie gut ihnen Erwachsene

zuhören. Zudem erhielt jedes der etwa 400 Schulkinder einen Kinderrechtebeutel mit

einigen Überraschungen. Darüber hinaus wurden Snacks gereicht, die der Bildungsverbund

Märkisches Viertel beigesteuert hatte.

(ch)

86

© BA Reinickendorf

Alexander Ewers (dritter von links) mit den

Kolleginnen und Kollegen beim Unterschreiben

der Kooperationsvereinbarung.

Familien aufgepasst!

Dass Familien mit geringem Einkommen Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket

(kurz: BuT) beantragen können, wissen immer noch zu wenige. So rufen bundesweit

nur rund 28 Prozent der anspruchsberechtigten Familien die Leistungen tatsächlich ab.

Das möchte man auch in Reinickendorf ändern. „Gute Bildung und gesellschaftliche Teilhabe

dürfen keine Frage des Geldbeutels sein“, erklärt Alexander Ewers, Bezirksstadtrat

für Jugend und Familie, weshalb das Bezirksamt Reinickendorf und die BuT-Beratung von

Viva Equality jetzt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben. Somit steht den

Familien eine kompetente und freundliche Beratung zur Seite, die auf kurzem Weg klärt,

was machbar ist. Die Zuschüsse gibt es beispielsweise für Mittagessen, Kita- oder Klassenfahrten,

Sport- und Musikangebote oder Nachhilfe. Die Beratung ist selbstverständlich

kostenlos und wird in mehreren Sprachen angeboten. Die BuT-Beratungsstelle ist

telefonisch unter 030 – 5771 3004 0 zu erreichen. Weitere Informationen sind auf www.

but-beratung.de zu finden.

(ch)


St. Rita

General-Woyna-Straße 54

13403 Berlin

St. Nikolaus

Techowpromenade 35-43

13437 Berlin

Maria Gnaden

Roswithastraße 21-23

13467 Berlin

St. Martin

Königshorster Straße 2

13439 Berlin

St. Hildegard

Senheimer Str. 35-37

13465 Berlin

St. Bernhard

Bernauer Straße 66

13507 Berlin

St. Joseph

Liebfrauenweg 13

13509 Berlin

St. Marien

Klemkestraße 3

13409 Berlin

Bewegung

& Natur

Christliche

Werte

Vergütung

Vielfaltnach den

erlebenArbeitsvertrags-

richtlinien des

Deutschen

Caritasverbandes

Kooperation

Grundschul-

(AVR)

Kunst &

Kultur

Frischküche

Geborgenheit

Projekte mit

Füchse Berlin

Zukunft

gestalten

Hedi Kitas in Reinickendorf

In unseren acht katholischen Kitas in Reinickendorf

erleben Kinder von der Krippe bis zum Schuleintritt

einen Ort voller Vertrauen, Wertschätzung und

individueller Förderung. Christliche Werte, liebevolle

Begleitung und ein starkes Miteinander geben

Orientierung und Sicherheit für die ersten wichtigen

Lebensjahre. Alle Kinder und Familien sind in unseren

Kitas herzlich willkommen.

Entdecken. Lernen. Wachsen.

Mit engagierten Teams, vielfältigen

Bildungsangeboten, Bewegung, Naturerfahrungen und

frisch zubereiteten Mahlzeiten fördern wir

Selbstständigkeit, Kreativität und soziale

Kompetenzen. So schaffen wir beste Voraussetzungen

für einen starken und gelungenen Start ins Leben.

Wir haben einen

Platz für dich!

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& mehr erfahren

87


Schulverzeichnis

Schulen im Bezirk

KINDER | JUGEND | FAMILIE

88

Grundschulen

☐ Havelmüller-Grundschule

Namslaustr. 49-57, 13507 Berlin

Tel. 030 4322101

12G01@12G01.schule.berlin.de

☐ Grundschule am Schäfersee

Holländerstr. 25-30, 13407 Berlin

Tel. 030 4567474

12G02@12G02.schule.berlin.de

☐ Reginhard-Grundschule

Letteallee 39-41, 13409 Berlin

Tel. 030 48096363

12G03@12G03.schule.berlin.de

☐ Till-Eulenspiegel-Grundschule

Humboldtstr. 8-13, 13407 Berlin

Tel. 030 4953050

12G04@12G04.schule.berlin.de

☐ Kolumbus-Grundschule

Büchsenweg 23a, 13409 Berlin

Tel. 030 4963041

12G05@12G05.schule.berlin.de

☐ Hausotter-Grundschule

Hausotterplatz 4, 13409 Berlin

Tel. 030 4915012

12G06@12G06.schule.berlin.de

☐ Mark-Twain-Grundschule

Auguste-Viktoria-Allee 95, 13403 Berlin

Tel. 030 41709571

12G07@12G07.schule.berlin.de

☐ Grundschule an der Peckwisch

Tornower Weg 26-36, 13439 Berlin

Tel. 030 41508006

12G09@12G09.schule.berlin.de

☐ Peter-Witte-Grundschule

Rathauspromenade 75, 13403 Berlin

Tel. 030 4118966

12G10@12G10.schule.berlin.de

☐ Ringelnatz-Grundschule

Wilhelm-Gericke-Str. 7-13, 13437 Berlin

Tel. 030 4148700

12G11@12G11.schule.berlin.de

☐ Borsigwalder-Grundschule

Miraustr. 100, 13509 Berlin

Tel. 030 4322051

12G12@12G12.schule.berlin.de

☐ Franz-Marc-Grundschule

Treskowstr. 26-31, 13507 Berlin

Tel. 030 4339792

12G13@12G13.schule.berlin.de

☐ Alfred-Brehm-Grundschule

Ascheberger Weg 8a, 13507 Berlin

Tel. 030 4322408

12G14@12G14.schule.berlin.de

☐ Hoffmann-v.-Fallersleben-GS

Ziekowstr. 80-88, 13509 Berlin

Tel. 030 4339343

12G15@12G15.schule.berlin.de

☐ Ellef-Ringnes-Grundschule

Im Erpelgrund 11, 13503 Berlin

Tel. 030 417440780

12G17@12G17.schule.berlin.de

☐ Grundschule am Tegelschen Ort

Gerlindeweg 11-23, 13505 Berlin

Tel. 030 4311786

12G18@12G18.schule.berlin.de

☐ Münchhausen-Grundschule

Artemisstr. 22-26, 13469 Berlin

Tel. 030 4111630 / 030 41190956

12G19@12G19.schule.berlin.de

☐ Grundschule am Vierrutenberg

Am Freibad 2, 13469 Berlin

Tel. 030 4026518

12G20@12G20.schule.berlin.de

☐ Grundschule am Fließtal

Seebadstr. 42-43, 13467 Berlin

Tel. 030 4045827

12G21@12G21.schule.berlin.de

☐ Gustav-Dreyer-Grundschule

Freiherr-v.-Stein-Str. 31, 13467 Berlin

Tel. 030 4050860

12G22@12G22.schule.berlin.de

☐ Victor-Gollancz-Grundschule

Gollanczstr. 18-24, 13465 Berlin

Tel. 030 4014659

12G23@12G23.schule.berlin.de

☐ Renée-Sintenis-Grundschule

Laurinsteig 39-45, 13465 Berlin

Tel. 030 40605910

12G24@12G24.schule.berlin.de

☐ Märkische Grundschule

Dannenwalder Weg 163-165

13439 Berlin

Tel. 030 4165057 / 030 401403403

12G26@12G26.schule.berlin.de

☐ Chamisso-Grundschule

Senftenberger Ring 27, 13435 Berlin

Tel. 030 407162-57/-58

12G27@12G27.schule.berlin.de

☐ Grundschule in den Rollbergen

Waldshuter Zeile 6, 13469 Berlin

Tel. 030 4023059

12G28@12G28.schule.berlin.de

☐ Hermann-Schulz-Grundschule

Kienhorststr. 67-79, 13403 Berlin

Tel. 030 4132008 / 030 4133204

12G29@12G29.schule.berlin.de

☐ Reineke-Fuchs-Grundschule

Foxweg 15, 13403 Berlin

Tel. 030 4132055

12G30@12G30.schule.berlin.de

☐ Charlie-Chaplin-Grundschule

Wilhelmsruher Damm 90-94

13439 Berlin, Tel. 030 41676761

12G32@12G32.schule.berlin.de

☐ Lauterbach-Grundschule

Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin

Tel. 030 4021088

12G33@12G33.schule.berlin.de

☐ Otfried-Preußler-Grundschule

Schulzendorfer Str. 99, 13503 Berlin

Tel. 030 43660380

12G34@12G34.schule.berlin.de


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89


KINDER | JUGEND | FAMILIE

90

Wussten Sie schon?

Lernort mit Sonnenuhr

Ob die Kinder der Wittenauer Ringelnatz-

Schule, übrigens die einzige tanzsportbetonte

Grundschule in Reinickendorf, überpünktlich

oder eben doch auf den letzten

Drücker zum Unterricht eintreffen, können

sie noch vor Betreten der Schule direkt auf

dem Hof prüfen.

Eine Sonnenuhr verrät ihnen spielerisch,

ob ihr Zeitmanagement noch Luft nach

oben hat. Diese befindet sich an zentraler

Stelle des Schulhofes als Bodenmosaik.

Die Kinder können sich auf dieser positionieren

und anhand ihrer Schatten die

Uhrzeit ablesen.

Die von Salwa Aleryani entworfene Sonnenuhr

entstand im Rahmen des Projekts

„Kunst am Bau“ als Bonus zum neuen

Erweiterungsgebäude der Schule, das

pünktlich zum Beginn des laufenden

Schuljahres 2025/2026 übergeben worden

ist. Damit sind 144 dringend benötigte

Schulplätze entstanden, denn der Neubau

umfasst elf hochmoderne Unterrichtsräume

(die gut ausgestatteten PC-Räume

schon mitgezählt) sowie eine praxistaugliche

Mensa mit Ausgabeküche.

Das dreigeschossige Haus (siehe Foto)

wurde in Holzmodulbauweise konzipiert

und konnte somit in einer vergleichsweise

geringen Bauzeit von einem Jahr errichtet

werden. „Das entlastet die angespannte

Schulplatzsituation in der Region spürbar“,

freute sich Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär

für Schulbau und Schuldigitalisierung

kürzlich bei der Präsentation für die

breite Öffentlichkeit.

(ch)

© BA Reinickendorf

Oberschulen

☐ Julius-Leber-Oberschule

Treskowstr. 26-31, 13507 Berlin

Tel. 030 43557090

12K01@12K01.schule.berlin.de

☐ Bettina-von-Arnim-Oberschule

Senftenberger Ring 49, 13435 Berlin

Tel. 030 403050

12K02@12K02.schule.berlin.de

☐ Max-Beckmann-Oberschule

Auguste-Viktoria-Allee 37, 13403 Berlin

Tel. 030 4134081

12K03@12K03.schule.berlin.de

☐ Paul-Löbe-Oberschule

Lindauer Allee 23, 13407 Berlin

Tel. 030 4957026

12K04@12K04.schule.berlin.de

☐ Gustav-Freytag-Oberschule

Breitkopfstr. 68-80, 13409 Berlin

Tel. 030 4958031

12K05@12K05.schule.berlin.de

☐ Benjamin-Franklin-Oberschule

Sommerfelder Str. 5-7, 13509 Berlin

Tel. 030 4398381-0

12K06@12K06.schule.berlin.de

☐ Jean-Krämer-Schule

Alt-Wittenau 8-12, 13437 Berlin

Tel. 030 41109152

12K07@12K07.schule.berlin.de

☐ Carl-Benz-Oberschule

Heidenheimer Str. 53-54, 13467 Berlin

Tel. 030 90294-80000

12K09@12K09.schule.berlin.de

☐ Carl-Bosch-Oberschule

Frohnauer Str. 74, 13467 Berlin

Tel. 030 40584149

12K10@12K10.schule.berlin.de

☐ Albrecht-Haushofer-Oberschule

Kurzebracker Weg 40-46, 13503 Berlin

Tel. 030 4319072

12K11@12K11.schule.berlin.de

Gymnasien

☐ Friedrich-Engels-Gymnasium

Emmentaler Str. 67, 13407 Berlin

Tel. 030 4955056

12Y01@12Y01.schule.berlin.de

© AdobeStock

☐ Europäisches Gymnasium

Bertha-von-Suttner

Reginhardstr. 172, 13409 Berlin

Tel. 030 4916057

12Y02@12Y02.schule.berlin.de

☐ Humboldt-Gymnasium

Hatzfeldallee 2-4, 13509 Berlin

Tel. 030 4337008

12Y03@12Y03.schule.berlin.de

☐ Gabriele-von-Bülow-Gymnasium

Tile-Brügge-Weg 63, 13509 Berlin

Tel. 030 210052460

12Y04@12Y04.schule.berlin.de

☐ Georg-Herwegh-Gymnasium

Fellbacher Str. 18-19, 13467 Berlin

Tel. 030 4042070

12Y05@12Y05.schule.berlin.de

☐ Romain-Rolland-Gymnasium

Place Moliere 4 Cité Foch, 13469 Berlin

Tel. 030 4140170

12Y07@12Y07.schule.berlin.de

☐ Thomas-Mann-Gymnasium

Königshorster Str. 10, 13439 Berlin

Tel. 030 414763670

12Y08@12Y08.schule.berlin.de

☐ Schulfarm Insel Scharfenberg

Schwarzer Weg 103, 13505 Berlin

Tel. 030 43094433-0

sekretariat@insel-scharfenberg.de


Schulen mit sonderpädagogischem

Schwerpunkt

☐ Stötzner-Schule

Tietzstr. 26-28, 13509 Berlin

Tel. 030 4328011

12S01@12S01.schule.berlin.de

☐ Lauterbach-Schule

Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin

Tel. 030 4021089

12S03@12S03.schule.berlin.de

☐ Schule am Park

Eichborndamm 276-284, 13437 Berlin

Tel. 030 4145034

12S04@12S04.schule.berlin.de

☐ Waldseeschule

Olafstraße 32, 13467 Berlin

Tel. 030 40009145

12S05@12S05.schule.berlin.de

☐ Toulouse-Lautrec-Schule

Miraustr. 120, 13509 Berlin

Tel. 030 43320-97/-98

12S06@12S06.schule.berlin.de

Schulen in freier Trägerschaft

☐ Waldorfschule Märkisches Viertel

Treuenbrietzener Str. 28, 13439 Berlin

Tel. 030 4072830

info@waldorfschule-mv.de

☐ Evangelische Schule Frohnau

Benediktinerstr. 11-17, 13465 Berlin

Tel. 030 509305310

dykstra@evfrohnau.be.schule.de

☐ Katholische Schule Salvator

Fürst-Bismarck-Str. 8-10, 13469 Berlin

Tel. 030 41408180

sekretariat@kss.schulerzbistum.de

☐ Elisabethstift-Schule

Falkentaler Steig 10, 13467 Berlin

Tel. 030 688343880

info@elisabethstift-berlin.de

☐ Goethe-Grundschule

Wittenauer Str. 114, 13435 Berlin

Tel. 030 40399849

privategoethe-grundschule.berlin@

web.de

☐ Demokratische Schule X

Keilerstr. 17 A, 13503 Berlin

Tel. 030 60922621

info@demokratische-schule-x.de

☐ Alternativschule Berlin

Bondickestr. 8/9, 13469 Berlin

Tel. 030 4174860

info@alternativschule-berlin.de

☐ Montessori Campus am Tegeler Forst

Gabrielenstr. 12-18, 13507 Berlin

Tel. 030 68405070

info@montessori-stiftung.de

☐ APEGO-Schule

Dianastraße 44-46, 13469 Berlin

Tel. 0178 1849457

office@apego-schule.de

Hilfen zur Teilhabe

Wir begleiten

Menschen mit

Lernschwierigkeiten

Menschen mit

Suchterkrankungen

Mütter und Väter mit

Lernschwierigkeiten

und deren Kinder

Neumannstr. 13

13189 Berlin

030 444 30 35

kontakt@berlinerstarthilfe.org

www.berlinerstarthilfe.org

Wussten Sie schon?

OSZ: Sprungbrett ins Berufsleben

Oberstufenzentren (OSZ) sind kompetenter

Begleiter der dualen Erstausbildung in

einem der über 300 Ausbildungsberufe,

Helfer bei der Suche nach Orientierung in

der Berufsvorbereitung, Vermittler höherer

Schulabschlüsse bis hin zur Allgemeinen

Hochschulreife oder Wegbereiter des lebenslangen

Lernens in der Weiterbildung.

Als Kooperationspartner der allgemeinbildenden

Schulen kann dort der Bildungsweg

der jungen Menschen bis zum Abitur

fortgesetzt werden. Dazu ist jede Schule

auf ein Berufsfeld spezialisiert. Die OSZ

bieten diverse Bildungsgänge in ihren jeweiligen

Berufsfeldern an.

Daher finden alle Interessenten das

Richtige für ihre Bildungskarriere:

→ Wer ein Berufsziel hat, erhält

eine fundierte Erstausbildung

im gewählten Beruf.

→ Wer noch Orientierung sucht, ist in

der Berufsvorbereitung richtig.

→ Wer später studieren und sich etwas

mehr Zeit als am Gymnasium nehmen

möchte, kann die allgemeine

Hochschul reife mit einem beruflichen

Profil in drei Jahren ablegen.

→ Wer sich später den Hochschul zugang

erarbeiten möchte, kann die Fachoder

Berufs oberschule besuchen.

www.oberstufenzentrum.de

Berliner Klima Schulen ausgezeichnet

Das Thomas-Mann-Gymnasium im Märkischen

Viertel gehört zu den Preisträgern

des Berliner Klima Schulen-Wettbewerbs.

Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das in Zusammenarbeit

mit Partnerschulen in Spanien

und Ungarn sowie externen Partnern

erdacht wurde. Ziel ist es, den Schulhof

des Gymnasiums in einen ökologisch und

nachhaltig gestalteten Lernraum zu verwandeln

und das Umweltbewusstsein der

Schülerinnen und Schüler zu fördern. Das

überzeugte auch die Jury. Darüber hinaus

gibt es einen weiteren Preisträger aus Reinickendorf:

Das OSZ Georg Schlesinger

Schule erhielt den Kooperationspreis.

91

KINDER | JUGEND | FAMILIE


KINDER | JUGEND | FAMILIE

92

Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Jugendfreizeiteinrichtungen

Bezirkseigene Jugendeinrichtungen

☐ comX Kinder- und Jugendzentrum

Senftenberger Ring 53-69, 13435 Berlin

☐ Kinderzentrum Pankower Allee

Pankower Allee 47-51, 13409 Berlin

☐ Familien- und Stadtteilzentrum

„Haus am See“

Stargardtstr. 9, 13407 Berlin

☐ Kinder- und Jugendfreizeitstätte

Dachsbau

Heiligenseestr. 112-114, 13503 Berlin

☐ Fuchsbau – Haus der Jugend

Thurgauer Str. 66, 13407 Berlin

☐ Streethouse Reinickendorf

Schluchseestr. 46, 13469 Berlin

☐ METRONOM – Freizeit-, Sportund

Kulturzentrum

Sterkrader Str. 44, 13507 Berlin

☐ meredo - Medienkompetenzzentrum

Reinickendorf

Namslaustr. 45/47, 13507 Berlin

☐ Tietzia – Kinder-, Jugend- und

Familienzentrum

Tietzstr. 12, 13509 Berlin

Jugendeinrichtungen freier Träger

☐ Centre Talma Mädchen- und Jungensportzentrum

– GSJ gGmbH

Hermsdorfer Str. 18A, 13469 Berlin

☐ Jugendcafé LAIV – LebensWelt gGmbH

Auguste-Viktoria-Allee 16c, 13403 Berlin

☐ Jugendhaus Baracke im MV – CVJM e. V.

Tiefenseer Str. 13 a, 13439 Berlin

☐ Kinder- und Jugendhalle MV -

Forum NaturFreundeJugend Berlin e.V.

Königshorster Str. 1-9, 13439 Berlin

☐ Alte Fasanerie Lübars –

Elisabethstift Berlin

Alte Fasanerie 10, 13469 Berlin

☐ Wildnisinsel Deilinge –

Zukunftsbau GmbH

Anfahrt mit der BVG:

Mit dem Bus 222 bis Sprintsteig und dann

ca. 10 Minuten Fußweg:

› Sprintsteig Richtung Nordwesten

Richtung Benekendorffstraße

› Links abbiegen auf Benekendorffstraße

› Rechts abbiegen auf Deilingeweg,

dann rechts zur ehemaligen Kolonie

Deilinge abbiegen.

Achtung: Die Wildnisinsel ist nur zu Fuß

oder mit dem Rad erreichbar! Eine Anfahrt

mit dem Auto ist leider nicht möglich.

☐ Teestube Frohnau - Kinder- und

Jugendhaus der evangelischen

Kirchengemeinde Frohnau

Fuchssteinerweg 20-26, 13465 Berlin

☐ Jugendzentrum Unterm Dach

– „Roter Baum Berlin“ UG

​Schönfließer Straße 12 A​, 13465 Berlin

☐ Familientreff Wittenau –

Elisabethstift Berlin

Oranienburger Str. 203, 13437 Berlin

☐ KreativFabrik Kinder- und Familienzentrum

– Kirchenkreis Reinickendorf

Amendestr. 41, 13409 Berlin

☐ Jugendzentrum Lette 51 –

casablanca gGmbH

Pankower Allee 51, 13409 Berlin

☐ Auguste - Interkultureller Mädchentreff

– Albatros gGmbH

Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin

☐ Kinder- und Jugendclub QuäX

– Kein Abseits e. V.

Quäkerstraße 2, 13403 Berlin

☐ Queerer Jugendtreff „Q*topia“

ist Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

im Jugendzentrum comX, Senftenberger

Ring 53, 13435 Berlin

Klub-App für

Jugendliche

An kostenfreien Freizeitangeboten

für Jugendliche

gibt es einiges, doch wie erfährt man davon?

Eine zeitgemäße und zielgruppenrelevante

Möglichkeit ist die „Klub-App“ für

Jugendliche ab zwölf Jahren. Diese hat ein

gemeinnütziges Start-Up-Unternehmen

initiiert und bietet eine WinWin-Situation

für beide Seiten: Freizeiteinrichtungen

können ihre Angebote unkompliziert einpflegen,

aktualisieren und sichtbar machen.

Die Jugendlichen wiederum können

werbefrei und übersichtlich die Angebote

checken. Reinickendorf hat als erster Berliner

Bezirk die Klub-App flächendeckend

eingeführt, etwa 30 Einrichtungen im

Fuchsbezirk nutzen sie bereits. (ch)

Weitere Angebotsformen

☐ Sportjugendclub Reinickendorf -

Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit

GmbH (GSJ)

Königshorster Str. 13, 13439 Berlin

☐ Straßensozialarbeit – Gangway e. V.

Schluchseestraße 46, 13469 Berlin

☐ Flotte Lotte e. V.

Beratungs-, Kommunikations- und

Lernzentrum für Frauen

Senftenberger Ring 25, 13435 Berlin

☐ Abenteuerspielplatz im MV – BDP e. V.

Senftenberger Ring 23, 13435 Berlin

☐ Wildnisinsel Deilinge einzelne Projekte

Infos und Anfahrt unter: wildnisinsel.de –

Offener Jugend-Wildnistreff

☐ Pfadfinderburg Tegel, Pfadfinderheim

Berlin Brandenburg e.V.

Ziekowstr. 163, 13509 Berlin

☐ Mädchenarbeit Rollberge, Ev. Kirchenkreis

Berlin-Reinickendorf

Titiseestr. 3, 13469 Berlin Rollberge


Jubiläumsjahr:

75 Jahre Fuchsbau

Schlicht könnte man die Reinickendorfer Jugendfreizeiteinrichtung

als einen Schutzraum für Jugendliche und/oder als Ort für

Kreativität bezeichnen. Das wäre überhaupt nicht falsch, doch

der Fuchsbau, wie dieses Haus der Jugend in der Thurgauer

Straße genannt wird, ist noch so viel mehr. Denn die vielen Angebote

sind facettenreich: Ob Probemöglichkeiten für junge

Bands, Ausflüge für die Kids in den Sommerferien, Unterstützung

beim Realisieren eigener Projekte, Beratung und Hilfe selbst in

schwierigen Situationen und, und, und… Selbst wer nur einen

schönen Nachmittag haben, ein Instrument ausprobieren oder

aber Kicker und Billard spielen will, ist hier richtig. Reinhard

Mey, Deutschlands berühmtester Liedermacher und seit fast

50 Jahren Frohnauer, hatte dem Fuchsbau einmal ein Lied gewidmet.

In „The Rotten Radish Skiffle Guys“ singt er davon, wie

er hier mit den Skiffle Guys, seiner ersten Band, den Proberaum

hatte und samstags auch mal auftreten konnte. Nun feiert der

Fuchsbau sein 75-jähriges Bestehen. Im Laufe des Jubiläumsjahres

gibt es zahlreiche Veranstaltungen von der Lesung bis zum

Workshop, ebenso ist ein Sommerfest geplant. Den Auftakt der

75 Jahre-Feierlichkeiten machte ein Zeitzeugengespräch mit der

Holocaust-Überlebenden und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

Ruth Winkelmann. Die gebürtige Reinickendorferin, stolze 97

Jahre alt, ist eine der letzten noch lebenden Zeitzeugen. Nichtsdestotrotz

freute es sie, auch von anderen Lebensabschnitten

berichten zu können. Die anwesenden Kinder sowie das Team

um Fuchsbau-Leiter Mohammed Jouni waren sichtlich gerührt.

Virtual Reality auf 700 m2

In den Hallen am Borsigturm.

Jeden Tag geöffnet

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UNVERGESSLICHE GEBURTSTAGE

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nächstes Abenteuer

KINDER | JUGEND | FAMILIE

© BA Reinickendorf

Zu Gast im Fuchsbau: die Zeitzeugin Ruth Winkelmann.

Mohammed Jouni, Leiter des Hauses, freute sich über ihr Kommen.

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93


KINDER | JUGEND | FAMILIE

94

Dr. Julia Rosemann

ist Studienrätin an

der Carl-Benz-

Oberschule

in Hermsdorf.

Sie lebte früher in

Charkiw, Ukraine,

und wohnt heute

in Konradshöhe.

Das Besondere an

REINICKENDORF

ist für mich...

…hier jetzt zu Hause zu sein. Als ich aus

der Ukraine 2020 hierherzog, fühlte ich

mich sofort willkommen und bekam viele

Chancen. Bereits 2018 hatte ich meinen

Mann kennengelernt einen waschechten

Berliner. 2019 haben wir geheiratet. Wir

wohnen im schönen Konradshöhe, fast

direkt am Wald.

Mit dem Deutschlernen begann ich schon

in Charkiw und setzte den Kurs während

der Coronazeit online fort. In der Ukraine

hatte ich promoviert und anschließend

als Dozentin für Physik an einer Uni

gearbeitet.

2022 bewarb ich mich in Hermsdorf an

der Carl-Benz-Oberschule. Nach dem

Bewerbungsgespräch wurde ich sofort

eingestellt. Angefangen habe ich als

Vertretungslehrerin. Heute bin ich Studienrätin

und Klassenlehrerin und unterrichte

mit großer Freude. Besonders

dankbar bin ich dafür, dass nach Beginn

des Krieges erst meine Mutter mit meinem

Bruder und später auch mein Vater zu

uns nach Deutschland kommen konnten.

Beide haben hier ebenfalls Arbeit gefunden

– in der Seniorenpflege und als Kfz-

Mechaniker. Seit 2025 bin ich deutsche

Staatsbürgerin.

© Privat

Selbstbehauptung und Prävention als Schutz

gegenüber Missbrauch, Mobbing und Gewalt

Wo fangen Gewalt

und Missbrauch an?

Bei dem Thema sexueller Missbrauch und sexualisierte

Gewalt gibt es viele Unsicherheiten

und Ängste. Eltern fragen sich: Wie kann

ich mein Kind schützen, damit ihm/ihr nichts

passiert? Wie kann ich es so stärken, dass es

sicher ist, auch wenn es alleine ist? Ist es in der

Kita, in der Schule oder im Verein geschützt?

Auch bei Mobbing sind viele Eltern ratlos. Der

Satz: „Dann wehr dich, lass dir nichts gefallen“,

ist für Kinder eher irritierend als hilfreich.

Wo ist es „normales“ Ärgern, wo fängt Mobbing

an?

Das gleiche gilt für den Überbegriff der Gewalt.

Wo fängt Gewalt an? Wer entscheidet,

was gewalthaft ist? Missbrauch, Mobbing und

Gewalt können lebenslange negative Auswirkungen

haben. Indem wir Kinder in ihrem

Selbstwertgefühl und ihrer Selbstwirksamkeit

stärken, geben wir ihnen die Möglichkeit, wie

sie Manipulation und Grenzüberschreitung

rechtzeitig erkennen, damit es nicht zu Schlimmerem

kommt.

Unsere Angebote

Für Kitas, Grundschulen und Vereine: Gratis-Info-Abende

für Eltern mit der Möglichkeit

eines Selbstbehauptungs- und Präventionskurses

gegenüber Missbrauch, Mobbing und

Gewalt. Wenn Sie als Eltern Interesse für dieses

Angebot haben, nehme ich gerne Kontakt

mit Ihrer Einrichtung auf.

Für Fachkräfte: Seminare und Fachberatung

zum Thema Kinderschutz auf Anfrage.

Für Eltern und Großeltern: Individualcoaching

nach Ihren Bedürfnissen. Seminare und

Workshops zu den verschiedenen Themengebieten:

Schutz vor sexualisierter Gewalt und

Missbrauch und: Stärke gegenüber Mobbing.

Panja Acksel

Institut für Prävention

& Achtsamkeit

Aktuelle Angebote

finden Sie auf unserer

Webseite. In Kooperation

mit der

Stiftung „Glückliche

Kinder – Starke

Menschen“ bieten

wir diverse Gratisveranstaltungen

zur Aufklärung und

Sensibilisierung an.

Glückliche Kinder und

starke Menschen sagen

„Nein!“ zu: Missbrauch,

Mobbing und Gewalt.

Hilfsangebote für Kinder,

Eltern, Großeltern und

Erziehungsberechtige

Selbstwert- und

Prävention für

Euch als Familie

www.panja-acksel.de

Wenn Du uns und die Kinder

unterstützen willst, freuen

wir uns über eine Spende.

Spendenkonto

IBAN: DE27 2305 1030 0511 2592 51

BIC: NOLADE21SHO


Familienzentren und Familientreffs

Region Nord

☐ Evangelische Familienbildungsstätte –

Ev. Kirchenkreis Reinickendorf

Spießweg 7, 13437 Berlin

Tel. 030 81464947

t1p.de/ev-familienbildung-rd

☐ Familienfarm Lübars

Fasanerie 10, 13469 Berlin

Tel. 030 81729150

alte-fasanerie-luebars.de

☐ Familientreff Wittenau

Oranienburger Str. 204, 13437 Berlin

Tel. 030 43206792

familientreff-wittenau.de

Region Ost

☐ Familienzentrum Letteallee

Letteallee 82/ 86, 13409 Berlin

Tel. 030 22191044

t1p.de/familienzentrum-letteallee

☐ Familien- und Stadtteilzentrum

„Haus am See“

Stargardtstr. 9, 13407 Berlin

Tel. 030 45024479

stadtteilzentrum-haus-am-see.de

Region West

☐ Familienzentrum Neheimer Straße

Neheimer Str. 10, 13507 Berlin

Tel. 030 4328061

oder 0176 24 20 67 52

t1p.de/familienzentrum-neheimer

☐ Familienpunkt

Zobeltitzstr. 72, 13405 Berlin

Tel. 030 41939049

t1p.de/familienpunkt_rd

☐ Mehrgenerationenhaus

Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin

Tel. 030 322 922 180

t1p.de/mgh-reinickendorf

☐ Tietzia

Tietzstr. 12, 13509 Berlin

Tel. 030 4323002

tietzia-berlin.de

☐ KreativFabrik Kinder- und Familienzentrum

– Kirchenkreis Reinickendorf

Amendestr. 41a, 13409 Berlin

Tel. 030 40049304

www.kreativfabrik-berlin.de

Region Märkisches Viertel

☐ FACE Märkisches Viertel

Wilhelmsruher Damm 159, 13439 Berlin

Tel. 030 51052352

face-familienzentrum.de

☐ FACE Rollberge

Titiseestraße 3, 13469 Berlin

Tel. 030 51052352

face-familienzentrum.de

☐ Familienzentrum Horizonte

Tornower Weg 6, 13439 Berlin

Tel. 030 49874638

t1p.de/fz-horizonte

☐ Familienzentrum an den

Lauterbach-Schulen

Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin

Tel. 0176 24 20 71 01

www.aufwind-berlin.de/

familienzentrum-an-denlauterbach-schulen

☐ Flotte Lotte

Senftenberger Ring 25 (ab 2027 voraus.

27a), 13435 Berlin, Tel. 030 4167011

flotte-lotte-berlin.de

☐ Stadtteilzentrum Nachbarschaftsetage

im Märkischen Viertel

Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin

Tel. 0176 19 83 12 70

https://t1p.de/9tznz

Pumptrack in Reinickendorf

Wellen im Beton

Es gibt ein besonderes Spiel- und

Sportangebot im Bezirk für die Bewegungsförderung:

Reinickendorf hat einen

Pumptrack. Der Rundkurs mit Wellen und

Kurven aus Asphalt und Beton befindet

sich an der Eschachstraße/Ecke Hatzfeldtallee.

Mit Fahrrädern, BMX-Rädern,

Skateboards, Inlineskates, Tretrollern,

Laufrädern oder anderen Geräten auf

Rollen können Interessierte und Sportbegeisterte

ihre Balance, Kraft, Ausdauer

und Geschicklichkeit erproben.

Wer all das gut meistert, kann auf der

Rollsportanlage Geschwindigkeit ohne

Pedalantrieb aufbauen, indem mit Gewichtsverlagerung

und gezielten Ziehund

Drückbewegungen gearbeitet wird.

Der Pumptrack ist nicht mit einem Spielplatz

zu verwechseln und sollte von Kindern

erst ab acht Jahren befahren werden.

Davon abgesehen können hier verschiedene

Altersgruppen aufeinandertreffen

und gemeinsam ihre Freizeit

verbringen. Verletzungen durch Stürze

sollten mit einer Schutzausrüstung verhindert

oder abgemildert werden. Dazu

gehören Helm, Handschuhe und Schoner.

© Bezirksamt Reinickendorf (2)

95

KINDER | JUGEND | FAMILIE


Die Albatros gGmbH ist aus dem gemeinnützigen

Verein Albatros e. V. hervorgegangen

und gründete sich 1984 aus einer

Selbsthilfegruppe. Das Leistungsspektrum

erstreckt sich über Eingliederungshilfen,

Beratungs- und Behandlungsleistungen

für psychisch kranke Menschen,

Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe, Angebote

für Frauen und Mädchen sowie

ältere Menschen mit und ohne Behinderungen.

Die Albatros gGmbH engagiert

sich darüber hinaus in der Qualifizierung

arbeitsloser Menschen, in der Nachbarschaftsarbeit,

bei der Unter bringung

und Integration geflüchteter Menschen

und unterstützt zudem Menschen in

ungesicherten Wohnverhältnissen.

Kontakt- und Beratungsstelle bei

seelischen und sozialen Problemen

→ Berliner Str. 14, 13507 Berlin,

Tel. 31 98 31 222

Ambulante Hilfen zur Erziehung

→ Brunowstr. 52, 13057 Berlin

Tel. 31 98 31 222

Gemeinschaftsunterkunft

→ Senftenberger Ring 37/39, 13435 Berlin

Tel. 403 638 440

Pflegestützpunkte

→ Reinickendorf: Wilhelmsruher Damm 116

13439 Berlin, Tel. 49 87 24 04

→ Pankow: Mühlenstraße 48, 13187 Berlin

Tel. 475 31 719

Tageszentren für psychisch und

seelisch erkrankte Menschen

→ Sterkrader Straße 45, 13507 Berlin

Tel. 435 23 70

→ Waidmannsluster Damm 174, 13469 Berlin

Tel. 411 51 78

→ Alt-Reinickendorf 33, 13407 Berlin

Tel. 498 57 33

Mehrgenerationenhaus

Berin-Reinickendorf AVA 17

· Integrationslotsinnen

lotsen@albatrosggmbh.de

· Auguste Mädchen-* und Frauentreff

maedchentreff@albatrosggmbh.de

frauentreff@albatrosggmbh.de

· Stadtteilmütter

mgh@albatrosggmbh.de

· Partnerschaft für Demokratie

t.engler@albatrosggmbh.de

· Kita Albatros

kita-albatros@albatrosggmbh.de

· Koordination MGH

mgh@albatrosggmbh.de

· Förderung der Lese-, Schreib- und

Rechenkompetenzen

mgh@albatrosggmbh.de

→ Auguste-Viktoria-Allee 17 A, 13403 Berlin

Tel. 322 922 180 / 4131890


Stadtteilzentrum

Gesobau-Nachbarschaftsetage

& mobile Stadtteilarbeit

→ Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin

Tel. 41 50 85 66

Stadtteilladen Tegel-Süd

→ Bernauer Str. 130 A, 13507 Berlin,

Tel. 93 95 24 44

Zuverdienste

→ Gastronomie

Sterkrader Str. 45, 13507 Berlin

Tel. 435 55 367

→ Textilwerkstatt

Rehabilitation und Arbeitstraining

Brunowstr. 15,13507 Berlin

Tel. 434 62 69

Kindertagesstätten

→ Kita Albatros:

Auguste-Viktoria-Allee 17/17 A

13403 Berlin, Tel. 322 922 181

→ Kita Wortschmiede:

Zobeltitzstraße 34, 13403 Berlin

Tel. 22 19 43 939

Schulsozialarbeit& Familienzentrum

→ Mark-Twain-Grundschule

Auguste-Viktoria-Allee 95-96, 13403 Berlin

Schulstation

→ Hermann-Schulz-Grundschule

Kienhorststr. 67-79, 13403 Berlin

Tel. 413 32 04

NGB Netzwerk Gesundheit

und Bewegung

→ s.weise@albatrosggmbh.de

Tel. 435 23 70

Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur

für Gewaltschutz

in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)

→ Brunowstr. 52, 13057 Berlin

Stadtteilzentrum Quäkerkiez (EFRE)

→ Auguste-Viktoria-Allee 51a

13403 Berlin

Klixarena

→ m.ahmadsaee@albatrosev.de

Gemeinsam besser essen

→ Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin

Tel. 41 50 85 66

Psychologische Beratung von geflüchteten

UkrainerInnen

→ k.kutsachenko@albatrosggmbh.de

Partizipationsprojekt für geflüchtete

und Brandenburger Jugendliche

(Parti-Scout)

→ Berliner Str. 14, 13507 Berlin

Geschäftsstelle: Albatros

gemeinnützige Gesellschaft

für soziale und gesundheitliche

Dienstleistungen mbH

Berliner Str. 14, 13507 Berlin

Tel. 030 319831-0

kontakt@albatrosggmbh.de

www.albatrosggmbh.de


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Ihr Kosmetikstudio in Berlin Tegel:

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„was für eine Zeit“

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Martina Kaiser

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Meine Schwerpunkte sind die ganzheitliche Kombination

aus medizinisch-cosmetologischem Hautaufbau und orthomolekularer

Vitalstoffversorgung. Ebenso wird Mikroderm-

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Kleine Auszeiten, die Großes bewirken

Lebensfreude macht schön!

Gesundheit, Wohlbefinden und Attraktivität sind eng miteinander

verbunden. Sie beeinflussen sich gegenseitig und bilden die

Basis für ein erfülltes Leben. Wer sich körperlich fit fühlt, strahlt

das auch nach außen aus. Und wer sich attraktiv fühlt, gewinnt

Selbstvertrauen und innere Stärke. Die gute Nachricht: Jede und

jeder kann selbst viel dafür tun, gesund und schön durchs Leben

zu gehen. Oft sind es schon kleine Auszeiten im Alltag, die Großes

bewirken. Eine entspannende Massage lockert verspannte

Muskeln und schenkt neue Energie. Ein Termin im Nagelstudio

sorgt für gepflegte Hände und ein gutes Gefühl. Auch regelmäßige

Bewegung, etwa im Fitnessstudio, stärkt nicht nur den Körper,

sondern hebt nachweislich die Stimmung. Dabei muss es nicht

immer teuer sein – es gibt zahlreiche Angebote für jedes Budget.

Ob ein Wellness-Tag, eine Kosmetikbehandlung oder ein Kurs zur

Stressbewältigung: Sich selbst etwas Gutes zu tun, ist eine Investition

in die eigene Lebensqualität. Ebenso schön ist es, anderen

eine Freude zu bereiten – zum Beispiel mit einem Gutschein für

eine wohltuende Behandlung oder ein besonderes Verwöhnerlebnis.

Entscheidend sind dabei kompetente Expert*innen, die

individuell beraten und auf persönliche Bedürfnisse eingehen. (kr)

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SPORT | GESUNDHEIT | SOZIALES

Start der Ernährungscoaches in Reinickendorf Ost

Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung

Das Bezirksamt Reinickendorf geht einen

weiteren wichtigen Schritt zur Förderung

gesunder und nachhaltiger Ernährung im

Bezirk: Ab sofort sind im Gebiet Reinickendorf

Ost zwei Ernährungscoaches vom Träger

RESTLOS GLÜCKLICH e. V. im Einsatz:

Esther Lammers und Johanna Clintworth.

Das Projekt „Die Berliner Ernährungscoaches

– Im Kiez. Für Euch. Mit Euch.“ wird

im Rahmen der Berliner Ernährungsstrategie

durch die Senatsverwaltung für Justiz

und Verbraucherschutz (SenJustV) und die

Senatsverwaltung Stadtentwicklung, Bauen

und Wohnen (SenStadt) gefördert und

durch die bezirkliche Qualitätsentwicklung,

Planung und Koordination (QPK – Gesundheitsförderung

und Prävention) gesteuert.

Ziel ist es, gesunde und nachhaltige Ernährung

für Bewohnerinnen und Bewohner zugänglicher

zu machen. Ein besonderer Fokus

liegt auf der Verbesserung der Ernährungsumgebungen

sowie der Unterstützung

von Einrichtungen und lokalen Akteurinnen

und Akteuren. Dazu gehört die Förderung

gesunder Verpflegungsangebote, niedrigschwellige

Bildungs- und Mitmachangebote

sowie die Initiierung neuer Projekte im Kiez.

Die Ernährungscoaches möchten gezielt

mit lokalen Einrichtungen und engagierten

Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch

kommen. Im Mittelpunkt steht der Austausch

über Erfahrungen, Bedarfe, Ideen

und Wünsche rund um die Themen Essen

und Ernährung. Interessierte Einrichtungen

trafen sich bereits im Juni zu einer Auftaktveranstaltung,

um gemeinsam neue Ansätze

zu entwickeln und bestehende Initiativen

weiter zu stärken.

Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen

betont: „Das Projekt in Reinickendorf Ost

ist ein wichtiger Baustein für eine gesunde

und nachhaltige Ernährung. Es ist sehr erfreulich,

dass die Ernährungscoaches nun

vor Ort aktiv sind und gemeinsam mit den

Menschen im Kiez konkrete Lösungen entwickeln.

Damit leisten sie einen wichtigen

Beitrag zur Stärkung der lokalen Strukturen

und zur Umsetzung unserer bezirklichen

Ernährungsstrategie.“

Kontakte:

Esther Lammers

RESTLOS GLÜCKLICH e. V., Berlin Global

Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

esther.lammers@restlos-gluecklich.berlin

Christine Schade

Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination,

Eichborndamm 230, 13437 Berlin

Christine.Schade@reinickendorf.berlin.de

99


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

100 + 1 Jahr

Wander-Paddeln

Bereits im letzten Jahr feierte der Verein

„Wander-Paddler-Havel“ sein hundertjähriges

Jubiläum, nun ist man startklar

für die neue Saison. Mit der Sportplakette

am Revers, die der Bundespräsident

als höchste staatliche Auszeichnung für

Sportvereine für mindestens 100 Jahre

ununterbrochene, gemeinwohlorientierte

Vereinsarbeit verlieh, freut man sich auch

auf neue Mitglieder. Die Anmeldeunterlagen

findet man auf der Website des Vereins.

Und auch wenn der Verein schon einige

Leistungssportler hervorbrachte, man

darf das Wanderpaddeln auch gemütlich

angehen.

(ch)

Traditionelle

Meisterehrung

Im Sportkalender Reinickendorfs nimmt

der Monat Juli eine besondere Position

ein, denn hier werden alljährlich bei der

sogenannten Meisterehrung die erfolgreichsten

Sportlerinnen und Sportler aus

den Vereinen des Bezirks für ihre Leistungen

im Vorjahr ausgezeichnet. Diese Ehrung

hat in Reinickendorf eine lange Tradition,

doch es geht dabei nicht nur um

die sportlichen Erfolge, sondern ebenso

um das ehrenamtliche Engagement zahlreicher

Unterstützerinnen und Unterstützer.

Vorschläge können bis März von den

Sportvereinen eingereicht werden. (ch)

Der Sportverein „Berliner Bären“ und das Bezirksamt Reinickendorf

richten wieder das Turnier aus

Hockey: 13. Himbär IndoorCup

Wie spannend Hockeysport sein kann,

zeigte sich eindrucksvoll beim 13. Himbär

IndoorCup in der Sporthalle der Romain-

Rolland-Schule in Wittenau. Der Sportverein

„Berliner Bären“ richtete das Turnier 2025

erneut in enger Kooperation mit dem Sportamt

Reinickendorf aus.

Rund 180 Sportlerinnen und Sportler aus

14 U14-Teams – jeweils sieben weibliche

und sieben männliche Mannschaften – traten

gegeneinander an und absolvierten

insgesamt 56 Spiele. Zu Gast waren

Mannschaften aus Berlin, Brandenburg,

Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-

Wegner würdigte das Engagement aller

Beteiligten: „Der Himbär-Cup zeigt jedes

Jahr aufs Neue, wie viel Begeisterung und

Leidenschaft in unseren Vereinen steckt.

Hier zählt nicht nur der sportliche Erfolg,

sondern vor allem Fairness, Zusammenhalt

und Teamgeist. Der Hockeysport schafft

Begegnung und zeigt, wie Sport Menschen

verbindet.“

2025 blieben die Siegerpokale in Berlin:

Bei den Mädchen triumphierte der Berliner

Sport-Club (BSC), bei den Jungen der TC

Blau-Weiss Berlin (TCBW).

(kr)

Die Gewinnerinnen des 13. Himbär IndoorCup:

die Mädchen vom Berliner Sport-Club (BSC).

100

© BA Reinickendorf

© Gero Breloer (3)

Die Gewinner des 13. Himbär IndoorCup: die Jungen der TC Blau-Weiss Berlin (TCBW).


Der Bezirksstadtrat für Sport, Harald Muschner, zu Gast bei der 3. E-Jugend des Frohnauer SC.

Der Frohnauer SC feiert seinen 80.Geburtstag

Schwarz-weißes Jubiläum

Im Juli 1946 war’s, als sich ein paar Nordberliner

Sportbegeisterte zur „Sportgruppe

Frohnau“ zusammenschlossen. Schnell erfuhr

der Sportverein regen Zulauf und vier

Jahre später erfolgte die Umbenennung auf

den Namen Frohnauer Sport Club 1946 e.V.

Berlin, kurz: Frohnauer SC. Nun feiert die

Reinickendorfer Institution ihr 80-jähriges

Jubiläum. Neben Festaktivitäten wie die

Schwarz-Weiße-Nacht (das sind die Farben

des Vereins) mit Tanz und Tombola oder

dem vereinsinternen Turnier mit Fußballern

zwischen 14 und 86 Jahren gibt es auch

© Frohnauer SC

ein „80 Jahre Frohnauer SC Sondertrikot“,

das sich auf der Website des Vereins bestellen

lässt. Es ist sogar möglich, das Trikot zu

personalisieren, um daraus ein ganz persönliches

Teil zu machen.

Zu den Gratulanten des runden Geburtstages

wird auch Hertha BSC gehören, denn

die sind seit Februar 2026 Partnerverein. Aus

dieser Partnerschaft resultiert ein intensiver

Austausch unter anderem durch Testspiele,

Trainer-Workshops, Hospitationen sowie gemeinsame

Projekte im Nachwuchsbereich.

Der Frohnauer SC ist stolz darauf, einer von

drei Berliner Partnervereinen zu sein, denn

traditionell möchte er seinen Spielerinnen

und Spielern bestmögliche Perspektiven

bieten. Gratulieren wird ganz sicher auch

Harald Muschner , Bezirksstadtrat für Sport,

der sich am Poloplatz, der Vereinsspielstätte,

wiederholt sehen lässt.

Unser Foto zeigt ihn mit den Nachwuchstrainern

sowie den jüngsten Fußballerinnen und

Fußballern des Vereins.

(ch)

© BA Reinickendorf

Medaillen fürs

Sportehrenamt

Dieter Braunsdorf war Leistungssportler,

Sportfunktionär sowie

langjähriger Vorsitzender des

Sportausschusses der Bezirksverordnetenversammlung

Reinickendorf.

Im Dezember 2023 ist der Träger

des Bundesverdienstkreuzes im Alter von

89 Jahren verstorben. Inzwischen ist eine

Medaille nach ihm benannt. Diese wird in

Gold, Silber und Bronze an ehrenamtlich

tätige Personen, die sich für den Reinickendorfer

Sport engagieren, vergeben.

Erstmals geht die Medaille 2026 auch an

junge Menschen unter 27 Jahren, die sich

für den Sport im Bezirk stark machen.

Schul- und Vereinssport:

Neue Halle in Borsigwalde

2025 wurde eine neue Typensporthalle

in Borsigwalde zur Nutzung übergeben.

Das Besondere: Sie wird nicht nur von

der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule

für den Sportunterricht genutzt,

sondern steht ebenso dem Vereinssport

zur Verfügung. So nutzt beispielsweise

der VfL Tegel 1891 e.V. die neue Halle für

Floorballspiele. Das Sportamt Reinickendorf

arbeitet hierzu mit dem Verein und

der Schule Hand in Hand. Wie die Praxis

zeigt, läuft das reibungslos. Zweifelsohne

das Beste, was so einer neuen Sporthalle

passieren kann.

Schlüsselübergabe für die neue Sporthalle

v.l.n.r.: M. Harbart (VFL Tegel), Frau Fritsch

(Sportamt Reinickendorf), S.Salb (Schulleiter

der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule),

Stadtrat H. Muschner, M. Lebreton

(VFL Tegel) und L. Höhna (VFL Tegel)

© BA Reinickendorf

101

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

102

Im Sprint die ganze Stadt durchqueren

Maren Schiller läuft gesamtes Berliner S-Bahnnetz ab

In einem lustigen Text der Berliner Schriftstellerin

Sarah Schmidt, findet die Erzählerin

Joggen so langweilig, dass sie während

des Laufens einschläft. Aber vielleicht ist gar

nicht das Joggen selbst der Grund für diese

Langeweile, sondern eine eintönige Umgebung?

Ein Waldweg zum Beispiel, der gefühlte

dreihundert Kilometer lang immer nur

geradeaus geht.

Die dreißigjährige Marathonläuferin Maren

Schiller jedenfalls lässt da so etwas vermuten.

Denn sie macht aus ihren Laufstrecken

regelrechte Großevents, die sie immer woanders

entlangführen.

Nachdem Schiller 2022

bereits das gesamte Berliner

U-Bahn-Netz von 155,4

Kilometern abgelaufen ist,

nimmt sie sich seit Januar

2026 das S-Bahn-Netz

vor. Inklusive der Brandenburger

Stationen betragen

die S-Bahn-Linien

der Hauptstadt zusammengenommen 340

Kilometer! Davon hat Maren Schiller nach

zwei Monaten bereits 170 geschafft. Ihr Trainingsprogramm

teilt sie auf Instagram. An

der stolzen Followerzahl von 346.000 lässt

sich ablesen, wie interessant die Menschen

das finden. Das Sympathische an Schillers

Kanal ist, dass sie nicht nur positive Informationen

in die digitale Welt sendet. In ihren

Videos lässt sie die Zuschauer sowohl

an ihren körperlichen Grenzen teilhaben,

als auch an denen, die Berlin ihr hin und

wieder aufzeigt. So filmte sie zum Beispiel

im eiskalten Januar, wie aalglatte Wege es

ihr unmöglich machten, die geplante Strecke

zu laufen.

Interessant ist außerdem, auch mal zu sehen,

dass sich eine Sportlerin, die solche

Leistungen erbringt, nicht allein von Obst

und Reiswaffeln ernährt. Maren Schiller

Ich kann beim Laufen

Gefühle verarbeiten,

Energie tanken und mich

selbst herausfordern.

stärkt sich auf einem 43 Kilometer-Lauf

gerne mal mit

drei Schoko-Croissants. Und

ihr aktueller Sportplan klingt

so, als würden da noch einige

Croissants auf sie warten:

„Ich versuche eine S-Bahn-

Strecke pro Woche zu laufen“,

sagt Schiller. Dabei läuft sie die jeweilige

Strecke der einzelnen S-Bahn-Linien einmal

komplett ab. Und zwar auf den Wegen direkt

neben den Gleisen. Die Maximalstrecke steht

ihr noch bevor: Die S8 mit 66 km.

Das Schönste, sagt Maren Schiller, seien jedes

Mal die Endstationen. Wenn sie einen

Lauf absolviert habe, hole sie sich dort etwas

zu trinken, setze sich in die Bahn, fahre

zurück und sehe, wie weit sie gelaufen sei.

„Dann bin ich schon sehr stolz auf mich.“

Und was kommt nach dem Berliner S-Bahn-

Netz? „Mal sehen“, sagt Maren Schiller, „es

gibt ja noch viele Verkehrsmittel, die coole

Strecken haben.“

G Marlen Pelny

Hier geht es zu Maren Schillers

Instagram-Profil:

https://www.instagram.com/marenschiller/

Foto: Leon Meyer fyndafit

Wussten Sie schon, dass...

☐ die Berliner S-Bahn bereits seit

über hundert Jahren unterwegs ist

☐ das komplette Berliner S-Bahnnetz 340

Kilometer misst und 16 Linien

umfasst

☐ es insgesamt 168 S-Bahnhöfe gibt,

davon 132 in Berlin und 36 im Land

Brandenburg

☐ jährlich 456 Millionen Fahrgäste

befördert werden. Das sind 1,4 Mio.

pro Werktag

Sieben S-Bahnhöfe

in Reinickendorf

☐ Frohnau: Ab 1877 fuhr hier die Nordbahn

nach Stralsund entlang. Dort, wo sich

heute der Bahnhof befindet, stand früher

ein Bahnwärterhäuschen.

☐ Hermsdorf: Östlich des heutigen Bahnsteigs

befand sich Bahnsteig B. Er wurde

1933 stillgelegt. Seine Treppenabgänge

sind noch erhalten.

☐ Waidmannslust: Das Bahnhofsgebäude

und die Brücken über den Waidmannsluster

Damm wurden zwischen 1908 und 1912

gebaut. Sie stehen unter Denkmalschutz.

☐ Wittenau: Eröffnet wurde diese Station

1877 unter dem Namen Dalldorf. Genauso

hieß damals der Ort Wittenau. Nach

einigen Umbenennungen heißt er erst

seit 1994 Wittenau.

☐ Tegel: 2007 wurde ein Pflegeheim auf

einem Teil der ehemaligen Gleisanlagen

südwestlich des S-Bahnsteigs gebaut.

☐ Eichborndamm: Die königliche Eisenbahndirektion

wollte keinen Bahnhof, der

nur 800m vom nächsten entfernt war.

Die Anwohner kämpften erfolgreich für

die Eröffnung 1984.

☐ Alt-Reinickendorf: Zu dieser Station

gehört ein unter Denkmalschutz stehendes

Beamtenwohnhaus. Darin lebten

Eisenbahnbeamte mit ihren Familien.


Schnappschuss während der Eröffnungsfeier

des neuen Basketballfeldes.

Neues Basketballfeld an der Beckmann-Schule

Sportliche Baumaßnahme

Als im September 2024 der Erweiterungsbau an der Max-Beckmann-Oberschule

im Ortsteil Reinickendorf eröffnet wurde,

herrschte zwar grundsätzlich Freude über das Holzmodulgebäude,

doch einen Haken gibt es immer – damit der Bau realisiert

werden konnte, musste die Sportfläche verkleinert werden.

Schließlich wurde aus dieser Situation das Beste gemacht: Am

29. Mai 2026 wurde ein neues Basketballfeld mit Asphaltbelag

eröffnet. Es hat insgesamt drei Körbe, zwei davon erzählen Schulgeschichte,

denn die waren schon auf dem alten Spielfeld im Einsatz.

Zusätzlich bekam der Schulhof in der Auguste-Viktoria-Allee

vier Outdoorsportgeräte installiert.

Zur Eröffnungsfeier schnitten Schulleiter Thomas Knaack und

Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Bildung, symbolisch das

Absperrband durch, außerdem waren Vertreter des legendären

Basketballteams Alba Berlin vor Ort, um gemeinsam mit den

Schülerinnen und Schülern die ersten Körbe auf dem neuen Spielfeld

zu werfen.

(ch)

© BA Reinickendorf

„IceStorms XS“

- Cheerleaderinnen

aus der Abteilung

„Thunder Storm“

der Berlin American

Football Academy e.V.,

stolze Preisträgerinnen

bei den

„German All Level“,

der Cheerleading-

Meisterschaften

in Hamburg.

· Badminton

· Ballspiele

· Eltern-Kind-Turnen

· Fitness

· Kinderturnen

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· Beachvolleyball

im Sommer

Die Berliner Schneehasen

e. V. bieten ein vielfältiges

Sportangebot für Kinder

und Erwachsene im Breiten-,

Gesundheits- und

Schneesportbereich:

· Pilates

· Pickleball

· Trampolin

· Volleyball

· Wirbelsäulengymnastik

· Yoga

· Zumba

Kursprogramm auch

für Nichtmitglieder

Berliner Schneehasen e. V.

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Tel. 4010 3537 · info@berliner-schneehasen.de

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SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

Wir bieten über 80 Sportkurse pro Woche!

Von Bauch-Beine-Po über Bodystyle bis hin zu Eltern-Kind-Turnen, Fatburner Workout, Indoor Cycling,

Laufkurse, Salsation® oder Zumba® – bei uns findest du das passende Kursmodell für deinen Alltag.

Egal, ob du regelmäßig trainieren oder einfach mal reinschnuppern möchtest, du kannst ganz unkompliziert

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103


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

Mit Notaufnahme

Anita Stückrath gestaltete den

Fuchs an der Caritas-Klinik Dominikus

in der Kurhausstraße 30. Hier

findet man eine hochwertige medizinische

und pflegerische Gesundheitsversorgung

mit der zentralen

Notaufnahme für Unfälle.

Gesundheitsversorgung in und um Reinickendorf

Kliniken, Krankenhäuser

☐ Vivantes Humboldt-Klinikum

Am Nordgraben 2, 13509 Berlin

Tel. 030 13010

vivantes.de/gesundheitsnetzwerk/

krankenhaeuser/humboldt-klinikum

☐ Vitanas Klinik für Geriatrie

Märkisches Viertel

Senftenberger Ring 51, 13435 Berlin

Tel. 030 400570

vitanas.de/einrichtungen/klinischescentrum/berlin/klinik-tagesklinik-fuergeriatrie-maerkisches-viertel

☐ Caritas-Klinik Dominikus

Kurhausstr. 30, 13467 Berlin, Tel. 4092-0

dominikus-krankenhaus-berlin.org

☐ Medical Park Klinik Humboldtmühle

An der Mühle 2 bis 9, 13507 Berlin

Tel. 300240-0

humboldtmuehle.medicalpark.de

☐ Krankenhaus des Maßregelvollzugs

Berlin

Olbendorfer Weg 70, 13403 Berlin

Tel. 90198-50 berlin.de/kmv

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104

„Einen

alten Baum

verpflanzt

man nicht!“

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Patientenfürsprecher

Die Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher

sind von der Klinik unabhängige

Personen, welche die Beschwerden

der Patienten objektiv prüfen und gegenüber

dem Krankenhaus vertreten.

☐ Vivantes Humboldt-Klinikum

→ Somatik, Ulrike Burchardt

Tel. 030 130123656 oder

030 27591557 (mit AB)

patf-viv.huk-1@berlin.de

→ Psychiatrie, Henry Henning

Tel. 0173 8261285

patf-viv.huk-2@berlin.de

☐ Caritas-Klinik Dominikus

Jürgen Prachnau, Tel. 030 4092-412

patf-dominikus@berlin.de

☐ Medical Park Humboldtmühle

Heike Brodowski, Tel. 030 3002409988

patf-medicalpark@berlin.de

☐ Vitanas Klinik für Geriatrie

Märkisches Viertel

Heike Brodowski, Tel. 030 3002409988

patf-vitanas@berlin.de

☐ Krankenhaus des Maßregelvollzugs

Berlin

Sybille Jensen, Tel. 030 75515195

(mit AB)

patf-kmv@berlin.de

Spitzenmedizin &

Podcast-Aufklärung

Dr. Helmut Hoffmann gestaltete

am Vivantes Humboldt-Klinikum

Am Nordgraben 2 die Fuchsskulptur.

Das Klinikum ist auf nationalem

Spitzenniveau in Medizin und

Technologie. Für Interessierte gibt

es Geschichten im Vivantes Podcast:

„Echt krank?!“.

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

Wohnraumanpassung: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Wohnraumanpassung und technische Hilfen ermöglichen älteren

Menschen und Menschen mit Behinderung ein selbstständigeres Leben

Wohn(t)räume. Jede/r möchte solange wie möglich in einem vertrauten Umfeld selbstbestimmt

leben können. Bei körperlichen Einschränkungen können die eigenen vier Wände

aber schnell zur „Falle“ werden: unüberwindbare Treppen und Schwellen, Bäder mit

schwer zugänglichen Badewannen, schmale (Tür)Durchgänge, bei denen mit Rollator /

Rollstuhl kein Durchkommen ist, fehlende oder nicht ausreichende Bewegungsflächen,

unerreichbare Schränke, Schalter, Griffe und Einrichtungsgegenstände...

Aber damit muss man sich nicht abfinden: geeignete Hilfsmittel und technische Produkte

können den Alltag leichter machen. Reichen diese nicht aus, so kann eine Wohnung mit

kleineren und/oder größeren Maßnahmen der sog. Wohnraumanpassung so umgestaltet

werden, dass man auch bei Problemen wieder (besser) zurechtkommt. Dies gilt auch,

wenn man schlecht sieht oder hört oder vergesslicher wird.

Individuelle, unabhängige und kostenlose Beratung. Die Beratungsstelle für Technische

Hilfen und Wohnraumanpassung des Sozialverband VdK bietet die Möglichkeit, sich zu den

unterschiedlichsten Hilfsmitteln und zu den vielfältigen Anpassungs-und Verbesserungsmaßnahmen

beraten zu lassen: telefonisch, schriftlich, in den Sprechstunden oder im Rahmen

eines Hausbesuches. Die Beratung beinhaltet auch die Empfehlung von passenden Angeboten

anderer Anbieter wie z. B. die Mobilitätshilfedienste der Bezirke, den Begleitdienst und

das Mobilitätstraining der BVG, den Sonderfahrdienst bei Schwerbehinderung,

barrierefreie/arme Arztpraxen/Lokale/Freizeitangebote, Besuchsdienste u.v.m.

Unterstützt wird auch bei nötigen Anträgen, bei der Suche nach Kostenträgern,

beim anfallendem Schriftverkehr – mit diesen oder z. B. auch mit Vermietern.

Oberhavel

Annett Gauger

Wilhelm-Kuhr-Str.81

13187 Berlin

0176 82798601

Bei Pflegegrad 1-5

kostenlose halbjährliche

Beratungsbesuche

individuelle Betreuung und

Beratung Pflegebedürftiger

Anerkannte Beratungsstelle

gemäß §37 Abs. 7 SGB XI

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www.pflegeberatung-oberhavel.de

105


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

106

Gesprächsgruppen

für Angehörige von

Menschen mit Demenz

Die Alzheimer Angehörigen-Initiative (AAI) bietet

seit über 25 Jahren eine Vielzahl an Hilfsangeboten

aus einer Hand. Als spezialisierter Ansprechpartner

für pflegende Angehörige von Menschen mit

Demenz führt die AAI nicht nur telefonische und

persönliche Beratungsgespräche, auch fachlich

geleitete Angehörigengesprächsgruppen sowie kostenlose

Schulungsreihen und Fachveranstaltungen

gehören zu ihrem Angebot. Darüber hinaus hat die

AAI viele weitere Angebote zur Entlastung im Alltag

und zur Teilhabe am sozialen und kulturellen

Leben. Aus den zahlreichen Hilfsangeboten können

die pflegenden Angehörigen diejenigen auswählen,

die sie in ihrer individuellen Lebenssituation am

dringendsten benötigen.

Fachlich geleitete Angehörigengesprächsgruppe

In der Angehörigengesprächsgruppe können sorgende

Angehörige voneinander lernen, gemeinsam

Lösungen für schwierige Situationen entwickeln und

Rückhalt bei Gleichbetroffenen finden. Sie ist ein Ort,

an dem sie über Schuldgefühle reden, Ängste aussprechen,

sich gegenseitig trösten und bestärken,

Kraft schöpfen und neuen Mut fassen können. Die

fachkompetente Leitung hilft bei der gemeinsamen

Suche nach individuellen Problemlösungen.

Die Gruppe trifft sich zweimal im Monat für jeweils

zwei Stunden, jeden 2. und 4. Dienstag 15.00 –17.00 Uhr.

Alloheim Senioren-Residenz „Märkisches Viertel“

Senftenberger Ring 2 a, 13439 Berlin

Die Teilnahme an der Gesprächsgruppe ist kostenfrei.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen

gerne zur Verfügung!

Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V.

Reinickendorfer Str. 61 (Haus 1), 13347 Berlin

Kontakt (030) 473 78 995

AAI@Alzheimer.Berlin

www.Alzheimer.Berlin

Wir danken der Senatsverwaltung

für die finanzielle Unterstützung!

Vivantes Humboldt Klinikum in Reinickendorf

Moderne Urologie mit umfassender Expertise

im Vivantes Humboldt Klinikum in Reinickendorf

Urologische Erkrankungen zählen zu den

häufigsten Gesundheitsproblemen im Erwachsenenalter.

Besonders Männer sind mit

zunehmendem Alter von Veränderungen der

Prostata betroffen. Mehr als die Hälfte der

Männer über 60 Jahre entwickelt Beschwerden

durch eine gutartige Prostatavergrößerung

(BPH), die zu häufigem Harndrang,

nächtlichem Wasserlassen und einer eingeschränkten

Lebensqualität führen kann.

Gleichzeitig ist Prostatakrebs die häufigste

Krebserkrankung des Mannes und erfordert

eine individuelle Diagnostik und Therapie

auf hohem medizinischem Niveau. Darüber

hinaus werden in der Urologie auch Tumorerkrankungen

der Harnblase, Nieren, Hoden

und weiterer Organe des Urogenitaltrakts

sowie Harnsteinerkankungen und Infektgeschehen

des Harntraktes behandelt.

In der Klinik für Urologie des Vivantes Humboldt

Klinikums bieten wir eine spezialisierte

Versorgung über das gesamte Spektrum

der Urologie. Durch die enge Zusammenarbeit

erfahrener Expertinnen und Experten

erfolgt die Behandlung nach aktuellen

wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird

individuell auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen

und Patienten abgestimmt. Als

zertifiziertes Prostatakrebszentrum erfüllen

wir höchste Qualitätsstandards und verbinden

moderne Medizin mit persönlicher

Betreuung.

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Bei der gutartigen Prostatavergrößerung

stehen zunächst konservative und medikamentöse

Therapien im Vordergrund. Wenn

diese nicht ausreichen, kommen moderne

minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Mit

der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata

(HoLEP) bieten wir eine besonders

schonende und effektive Operationsmethode

an, die auch bei großen Prostatavolumina

sehr gute Ergebnisse erzielt. Vorteile

sind eine geringe Blutungsneigung, kurze

Erholungszeiten und eine nachhaltige

Verbesserung der Beschwerden.

Auch bei der Diagnostik und Behandlung

des Prostatakarzinoms setzen wir auf modernste

Verfahren. Von der Früherkennung

über die bildgestützte Diagnostik mit Unterstützung

von künstlicher Intelligenz bis

zur operativen Therapie begleiten wir unsere

Patienten umfassend. Für die meisten

Patienten steht die roboterassistierte Chirurgie

mit dem Da-Vinci-System als eine

der Therapieoptionen zur Verfügung. Diese

Operationsmethode ermöglicht gewebeschonende

und gleichzeitig onkologisch

hochpräzise Eingriffe.

Unser Ziel ist es, Gesundheit, Lebensqualität

und Selbstständigkeit langfristig zu

erhalten oder wiederherzustellen – mit

höchster medizinischer Expertise, modernster

Technik und patientenorientierter

Versorgung.


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erfahren:

Topmedizin direkt

in Reinickendorf

Willkommen im Vivantes Humboldt-Klinikum!

Ob akute Beschwerden oder langfristige Behandlung – im Vivantes

Humboldt-Klinikum sind Sie in besten Händen. Mit über 20 spezialisierten

Fachabteilungen bieten wir Ihnen moderne Medizin auf höchstem Niveau

– direkt vor Ihrer Haustür. Als überregionales Zentrum versorgen wir Sie

unter anderem in den Bereichen Orthopädie, Frauenheilkunde und Tumorchirurgie.

Unsere Komfortbereiche verbinden medizinische Exzellenz mit

besonderem Service und angenehmem Ambiente – für eine rundum gute

Genesung.

Vertrauen Sie auf unsere

Erfahrung. Für Ihre Gesundheit –

mitten in Reinickendorf.

Tel. 030 130 12 0

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107


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

Stefan Korn

Sozialpädagoge

Das Besondere an

REINICKENDORF

ist für mich...

An Reinickendorf gefällt mir das viele

Grün und die Nähe zum Wasser. Die

Parks sind nicht so überlaufen wie

der Friedrichshain oder der Treptower

Park, deshalb kann ich mich in Reinickendorf

wunderbar von der Hektik

der Innenstadt erholen. Ich laufe oft

den Mauerweg von Schönholz über

Wilhelmsruh bis Hermsdorf: Der ist

sehr abwechslungsreich, es gibt Birkenwäldchen

und Plattenbauten, am

Hermsdorfer See entlang sind viele

kleine Badestellen und schließlich

steht man dann im malerischen ehemaligen

Dorfkern von Alt-Hermsdorf.

Faszinierend find ich auch, dass der

Zabel-Krüger-Damm als rumpeliges

Dorfsträßchen im gemütlichen Lübars

startet und an der Nordmeile dann

sechsspurig endet. Aber auch in Frohnau

gibt es ein paar besondere Plätze:

Das Café Johannesgarten wird von

netten Ehrenamtlichen betrieben, die

super leckeren Kuchen backen, das

Buddhistische Haus strahlt eine einladende

Ruhe aus und das spannende

Programm vom Künstlerhof muss

ich mir bald auch mal aus der Nähe

ansehen.

© Christiane Schmidt

Reinickendorf würdigt Prof. Dr. med. Hüseyin İnce

Herzensangelegenheit

Reinickendorf würdigt

Prof. Dr. med. Hüseyin İnce

Die höchste Auszeichnung des Bezirks ist die

Reinickendorf-Medaille in Gold. Diese ging

an den Herzmediziner Univ.-Prof. Dr. med.

Hüseyin İnce – ein Arzt, der medizinischen

Fortschritt nicht nur begleitet, sondern aktiv

gestaltet. Dabei hat er die moderne Herzmedizin

nicht nur in Deutschland, sondern

weltweit maßgeblich geprägt.

Der 1972 geborene Mediziner wirkt nach

Stationen in Hamburg und Rostock seit

mittlerweile 13 Jahren auch an den Vivantes

Kliniken in Berlin, seit 2015 besetzt er eine

Doppelrolle – er ist Klinikdirektor sowohl in

Berlin als auch in Rostock. Damit verantwortet

er die größte Zahl kardiologischer Betten

bundesweit. Unbedingt hervorzuheben

sind seine Leistungen in der minimalinvasiven

Herzklappentherapie. Als erster Mediziner

weltweit führte er über 1.000 MitraClip-

Eingriffe durch. Seine von ihm entwickelte

Technik, der sogenannte „Rostocker Reißverschluss“,

fand sogar Eingang in internationale

Leitlinien. Auch in anderen Bereichen

setzte der in Niedersachsen aufgewachsene

Arzt Akzente: weltweit erstmalige Eingriffe

mit neuen Technologien in Berlin, Pionierarbeit

beim Vorhof-Ohrverschluss zur Schlaganfallprävention,

über 200 wissenschaftliche

Veröffentlichungen und jahrzehntelanges

Engagement in der Ausbildung junger

Ärztinnen und Ärzte. Prof. İnce gehört zu den

herausragenden Vertretern seiner Generation,

betonte die Bezirksbürgermeisterin in

ihrer Laudatio und ergänzt: „Er ist jemand,

der am Herzen operiert und gleichzeitig die

Zukunft der Herzmedizin mitgestaltet.“

© BA Reinickendorf

(ch)

108

Stefan Korn ist Sozialpädagoge und

arbeitet seit 2004 in der Betreuung

von Menschen mit Beeinträchtigungen

in Reinickendorf.


MACHT DICH STARK

Gesundwerden in traumhafter Lage.

Der Medical Park Berlin Humboldtmühle steht für moderne

neurologische und orthopädische Rehabilitation in Berlin-Tegel.

Medizinische Kompetenz, individuelle Therapie und persönliche

Zuwendung verbinden sich hier mit einem exklusiven Ambiente

am Tegeler See.

Unsere modernen Therapieflächen schaffen ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche

Rehabilitation und nachhaltige Regeneration. Ein liebevoll gestalteter Therapiegarten, ein

praxisnaher ADL-Parcours, eine großzügige Therapiehalle mit Kletterwand sowie ein

Schwimmbad ergänzen das vielseitige Angebot und ermöglichen eine ganzheitliche

Behandlung. So verbinden sich medizinische Kompetenz und Lebensqualität zu einer

stimmigen Einheit.

Medical Park Berlin Humboldtmühle | An der Mühle 2-9 | 13507 Berlin

109


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

© BA Reinickendorf (2)

Ehrenpreise beim Forum

für Menschen mit Behinderungen

Regina Vollbrecht, Beauftragte für

Menschen mit Behinderungen, (rechts)

und Bezirksbürgermeisterin Emine

Demirbüken-Wegner (3. v. l.) mit den

Ausgezeichneten des Ehrenpreises.

Reinickendorfer Ehrenamtspreis

Die Ehrenamtsbeauftragte

Katharina Schulz sowie Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner

mit den Ehrenamtshelden.

Reinickendorfer Ehrenamtspreis

„Ehrenamt lebt von Menschen,

die mehr tun, als sie müssen“

...sagt die Bezirksbürgermeisterin Emine

Demirbüken-Wegner. Und davon gibt es in

Reinickendorf zum Glück nicht wenige. Da

ist zum Beispiel Hans-Joachim Richter, der

sich seit vielen Jahren im Nachbarschaftstreffpunkt

Scharnweberstraße 53 engagiert,

etwa mit Nachbarschaftsrunden und Filmnachmittagen.

Anna-Lena Strauß wiederum

macht sich in der Jugendarbeit stark, agiert

als Sprecherin des Fuchs-Parlaments – über

200 Stunden ihrer Freizeit kommen da jährlich

locker zusammen. Selma Merker leitet

den russlanddeutschen Chor „Heimat“, der

nicht nur eine offene Singgruppe ist, sondern

eine generations- und herkunftsübergreifende

Möglichkeit des kulturellen Austausches.

Alle drei tragen dazu bei, dass Reinickendorf

ein Ort des Zusammenhalts bleibt, weshalb

sie mit dem Ehrenamtspreis 2025 ausgezeichnet

wurden. Die nächste Preisverleihung

erfolgt Ende 2026, wir dürfen gespannt sein.

(ch)

Wussten Sie schon?

Das Ehrenamtsbüro Reinickendorf berät zu Fragen rund ums Engagement

Sie möchten ehrenamtlich Mathenachhilfe anbieten, aus Kinderbüchern vorlesen, pflegebedürftige Menschen besuchen, in einem Secondhand-Laden

aushelfen, die Gartenarbeit in einem Seniorenheim übernehmen oder Igel über den nächsten Winter bringen? Dann melden

Sie sich beim Ehrenamtsbüro Reinickendorf, das diese und eine Vielzahl weiterer Engagement-Angebote vermittelt. Unter der Leitung von

Gabriele Brandt, die im Januar 2026 die Aufgabe übernommen hat, kümmert sich ein Team aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen um die

persönliche Beratung von Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren. Weil das auf hohem Niveau passiert, wurde das Reinickendorfer

Büro 2026 mit dem Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) zertifiziert.

Herzlichen Glückwunsch!

(ch)

Ein Ehrenamt macht Sinn, bringt

Freude und beugt Einsamkeit vor.

Gemeinsam finden wir ein passendes Ehrenamt.

Dazu bieten wir persönliche Beratungsgespräche an:

110

Rathaus Reinickendorf

Zimmer 15, Mi 10 ‒13 Uhr, Do 15‒18 Uhr

in Tegel in der Grußdorfstr. 16

Di 10‒13 Uhr und 16‒18 Uhr

030 23 59 23 777

www.ehrenamt-reinickendorf.de


Ehrenpreise beim Forum für Menschen mit Behinderungen

Leidenschaft & Hingabe

Beim bereits dritten Reinickendorfer Forum

für Menschen mit Behinderungen wurden

fünf Ehrenpreise an Persönlichkeiten verliehen,

deren Engagement für Menschen mit

Behinderungen von Leidenschaft und Hingabe

geprägt sind. Die älteste Preisträgerin

ist die 81-jährige Edith Maikowski, die u.a.

den Ehemann einer Bekannten, der einen

Schlaganfall erlitten hat, unterstützt und sich

seit über zehn Jahren um eine alkoholkranke

Nachbarin kümmert, indem sie Alltagsdinge

organisiert und zugleich sozialer Kontakt

ist. Zwei ältere Damen, die auf den Rollstuhl

angewiesen sind, erfahren Unterstützung

von der zweiten Preisträgerin Monika Mollier.

Sie begleitet die Frauen beispielsweise

zum Arzt oder in den Supermarkt. Außerdem

überweist sie das Pfand für eingesammelte

Flaschen an die Hans-Rosenthal-Stiftung

und unterstützt ihren Sohn, der in einer WG

lebt. Dritte Preisträgerin ist Hildegard Rockel,

die sich seit zwölf Jahren im Frohnauer

P.A.N.-Zentrum engagiert. Mindestens

einmal pro Woche kümmert sich die frühere

Schöffin um eine bedürftige Dame, mit

der sie u. a. spazieren geht oder Fernsehen

schaut. Dennis Vielitz, Preisträger Nr. 4,

agiert seit zwei Jahren ehrenamtlich bei der

BVG als Berater von Mobilitäts- und Sicherheitstrainings.

Da er selbst mit dem Rollstuhl

unterwegs ist, greift er damit nicht nur auf

Fachwissen, sondern auf gelebte Erfahrung

zurück. Der fünfte Ehrenpreis ging an Dennis

Keppler, der beim Berlin Buddies Projekt aktiv

ist. Hier unternimmt er mit seinem Buddy

Mateo alle sechs Wochen etwas – vom Konzertbesuch

bis zum Ausflug am Plötzensee

war schon alles dabei.

(ch)

Berliner Ehrennadel für soziales Engagement

Drei Reinickendorfer ausgezeichnet

Die „Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“ wird jährlich an verdiente

Bürgerinnen und Bürger verliehen. Unter den 21 Ausgezeichneten 2025 glänzten auch drei

Persönlichkeiten aus Reinickendorf:

Rolf Völzke, ehemaliger Rektor des Romain-

Rolland-Gymnasiums, prägt seit 1967 den

Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM)

Berlin. Ob Finanzen, Organisation oder das

Schaffen neuer Jugendbegegnungsstätten –

er gilt seit fast sechs Jahrzehnten als unverzichtbare

Stütze des Vereins.

Regine Kupke setzt sich seit 2012 als ehrenamtliche

Betreuerin für Menschen ein, die allein

nicht mehr weiterwissen. Sie begleitet sie

durch komplexe rechtliche Fragen und steht

ihnen in schwierigen Lebenssituationen zur

Seite. Zusätzlich engagiert sie sich seit 1990

als ehrenamtliche Wahlhelferin.

Sascha Sebastian Neumann ist seit 2013

treibende Kraft der Kiez-Prävention. Sein

Einsatz richtet sich an Menschen jeden Alters

– von Sportangeboten für Kinder bis zu gemeinschaftsstiftenden

Aktionen wie dem beliebten

Senioren-Tanztee – stets mit dem Ziel,

Benachteiligten neue Chancen zu eröffnen.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-

Wegner würdigte alle drei mit warmen Worten

und bezeichnete die Geehrten als „wahre

Helden“ und betonte: „Ihre Hingabe ist ein

Geschenk für Reinickendorf – und ein leuchtendes

Vorbild für uns alle.“

(kr)

Ehrenamtsbeauftragte

Die Ehrenamtsbeauftragte ist für den Ausbau

und die strategische Weiterentwicklung

der Engagement- und Demokratieförderung

im Bezirk Reinickendorf zuständig.

Sie ist Ansprechpartnerin für die bezirkliche

Umsetzung der Berliner Engagementstrategie

sowie für die daraus abzuleitenden

Maßnahmen verantwortlich. Sie koordiniert

den fachlichen Austausch innerhalb des

Bezirks sowie bezirksübergreifend und in

Zusammenarbeit mit der Senatsfachverwaltung.

Sie ist Ansprechpartnerin für das

Bezirksamt sowie für externe Partner. Ein

Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Sichtbarmachung

freiwilligen Engagements

und der Stärkung der Anerkennungskultur

im Bezirk.

Darüber hinaus initiiert und begleitet sie

bezirkliche Veranstaltungsformate im Bereich

bürgerschaftlichen Engagements,

darunter die Ehrenamtsweihnachtsfeier

mit der Verleihung der Reinickendorfer

Ehrenamtspreise und die Reinickendorfer

Freiwilligenbörse. Innerhalb des Bezirks

gehört dazu die enge Zusammenarbeit

mit den unterschiedlichen Abteilungen. In

ihrer übergeordneten Funktion übernimmt

sie zudem die strategische Steuerung und

fachliche Begleitung des Ehrenamtsbüros

Reinickendorf.

Ehrenamtsbeauftragte

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2141

ehrenamt@reinickendorf.berlin.de

t1p.de/ehrenamt-rd

in Kooperation mit dem Ehrenamtsbüro

Reinickendorf: Tel. 030 23592377

info@ehrenamt-reinickendorf.de

ehrenamt-reinickendorf.de

→ Standort Rathaus Reinickendorf

Zimmer 15 (EG), Eichborndamm 215

13437 Berlin, Beratungszeiten:

Mi 10-13 Uhr, Do 15-18 Uhr

→ Grußdorfstraße 16, 13507 Berlin

Di 10-13 Uhr, 16-18 Uhr

111

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT


ANZEIGE

EJF – Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk

Kennen Sie das Diakoniezentrum Heiligensee?

112

Das 16 ha große Gelände wurde 1966 von

drei Kirchengemeinden an das EJF verpachtet.

Hier entstanden viele Einrichtungen, die

das Leben und Wohnen mit und ohne Unterstützung

flankieren. Das Zusammenleben

von Jung und Alt, Neu- und Alt-Berlinern,

Menschen, die erst noch selbstständig wohnen

lernen müssen und solche, die sich ihre

Selbstständigkeit nicht nehmen lassen wollen

– dieses Zusammenleben ist bunt und

vielfältig und bietet viele Möglichkeiten des

Mehrgenerationenwohnens.

Senior:innenwohnen

Rund 150 Wohnungen sind Menschen im Seniorenalter

(Ü60) vorbehalten. Sie schließen

mit dem Mietvertrag auch einen Service-Vertrag

ab, der den 24-Std.-Notruf beinhaltet wie

auch Leistungen der Senior:innenberatung.

Diese ist Mo-Fr vor Ort, berät und vermittelt

ambulante Dienste, knüpft Kontakte und organisiert

Freizeitangebote.

Wohnen für Menschen

mit Behinderung

Ob alleine wohnen oder in Gemeinschaft –

es geht um ganz individuelle Unterstützung

und größtmögliche Selbstbestimmung. Im

„Inklusionsdorf“ Diakoniezentrum begegnet

man sich ganz selbstverständlich beim

Einkauf, im Café oder bei Veranstaltungen.

Die „Lebensräume“ bieten stationäre und

ambulante Betreuungsformen für Menschen

mit geistiger oder komplexer Behinderung.

Kinder- und Jugendhilfe

Kinder und Jugendliche finden im Diakoniezentrum

ein Zuhause auf Zeit oder auch

dauerhaft einen Platz zum Großwerden. Zugewandtes

Leben und die Zusammenarbeit

mit den Eltern sind Alltag. Ob Integrationsgruppe,

drei familienähnliche Gruppen für

Kinder ab 6 Jahren, die therapeutische WG

für Jugendliche ab 13 Jahren, oder das Mutter-Kind-Haus

– hier sind Heranwachsende

mit Problemen gut aufgehoben.

Wohnungslosenhilfe für Familien

und Frauen ohne Obdach

Für wohnungslose Familien mit Kindern gibt

es Plätze als befristete Unterkunft in der

Notübernachtung bzw. ASOG-Unterkunft

und für wohnungslose Frauen Plätze in der

Frauen-WG. Mithilfe eines multiprofessionellen

Teams klären sie ihre Situation und

erfahren reaktivierende Unterstützung. Auf

dem Wasserspielplatz und in den Kinderräumen

kommen die ‚Bären-Kinder‘ zum

Spielen zusammen.

Fachschule für soziale Berufe

Angehende sozialpädagogische Fachkräfte

absolvieren innerhalb von drei Jahren

die berufsbegleitende Ausbildung zum/zur

Erzieher:in. Das Lernen gestaltet sich sehr

praxisnah und lebendig durch die Kooperation

mit den Einrichtungen u.a. im Diakoniezentrum.

Die Ausbildung endet mit dem

Abschluss als „staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich

anerkannter Erzieher“.

Weitere Infos unter:

www.diakoniezentrum.de


Vielfältige Angebote unter

dem Dach des EJF

EJF Diakonie-Pflege

Die 1998 gegründete EJF Diakonie-

Pflege gGmbH (DP) ist eine Tochtergesellschaft

des Evangelischen

Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF).

Rund 300 Mitarbeitende betreuen

täglich ca. 1.200 pflegebedürftige

Menschen.

Die DP bietet ein vielfältiges

Angebot in Berlin und

Brandenburg an:

• ambulante Versorgung zu Hause

und in Wohngemeinschaften

• Tagespflege

• Pflegefachberatung

• Hausnotrufservice

• Service-Wohnen für Senioren

Im Diakoniezentrum bietet Ihnen

unsere Diakonie-Station Heiligensee

ambulante Versorgung von

Pflegebedürftigen aller Pflegegrade

(auch für Menschen ohne Pflegegrad

als Privatleistung) zu Hause in Ihrer

gewohnten Umgebung in Berlin-

Heiligensee

Weitere Informationen zu unseren

Dienstleistungen erhalten Sie unter:

www.ejf-diakonie-pflege.de

Café am Markt

Direkt am Marktplatz liegt der zentrale

Treffpunkt des Diakoniezentrums.

Dienstags bis sonntags kann man hier

gemütlich bei Kaffee und Kuchen, Eis

und kleineren warmen Speisen im Café

oder auf der sonnigen Terrasse zusammensitzen.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr im

Sommer bis 18 Uhr

Kontakt:

Tel.: 030 4306-640

Dambockstr. 76

13503 Berlin

Der dazugehörige Saal am Marktplatz

bietet Platz für größere Veranstaltungen.

Hier finden Vorträge, Theateraufführungen,

Konzerte und Lesungen

statt. Der Saal kann auch für private

Feiern gebucht werden.

Informationen: Tel.: 030 4306-0

Attraktive Jobs

Das EJF (Evangelisches

Jugend- und Fürsorgewerk)

ist ein

bundesweit tätiges

Unternehmen der

Sozialwirtschaft

mit rund 5000 Mitarbeitenden

an über

250 Standorten

verschiedener Hilfefelder.

Das bieten wir:

• attraktive Vergütung nach Tarif, z.B. AVR

DWBO sowie Jahressonderzahlung

• Zulagen für Erzieher:innen, Pflegekräfte

• attraktive Schichtzuschläge und

Einspringprämien

• zusätzliche Altersabsicherung

durch das EJF von 4% (EZVK)

• Kinderzuschläge und VWL

• 30 Tage Urlaub

• umfangreiches Onboarding-Programm

• attraktive Prämien für Mitarbeiter:innen-

Werbung

• kollegialer Austausch und hohe Vernetzung

innerhalb des Unternehmens

• Unternehmensinterne Fort- und

Weiterbildung

• bevorzugte Behandlung bei der Vergabe

von freien EJF-Kitaplätzen

• regelmäßige Betriebsausflüge und

Mitarbeiter:innenevents

• gesundheitliche Vorsorge

• Fahrrad-Leasing

Kontakt Personalgewinnung:

recruiting@ejf.de

Tel.: 030 76884-2069

Hier finden Sie die passenden

Stellenangebote: www.ejf-jobs.de

Vielfältige

Einsatzmöglichkeiten

Zukunfts -

sichere Jobs

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SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

114

Dritter Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel Fokus auf die junge Generation

Mit Graffiti, Theater, Freizeit-App

Wie schön, dass die Jugendlichen sich hier

in einem geschützten Raum so gehört fühlten

und ausprobieren konnten, lobte die Mathe/Physik-Lehrerin

Julia Rosemann von der

Carl-Benz-Sekundarschule nach der Vorstellung

der Ergebnisse von vier Workshops

beim Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel im

Foyer des Ernst-Reuter-Saals. Sie war mit ihrer

9. Klasse dabei und machte auch aktiv

mit, als ein Spiel für Präsenz und Improvisation

vorgestellt wurde. Auffällige Plakate

in Reinickendorfer U-Bahnhöfen, an Litfaßsäulen

und Bushaltestellen hatten schon

lange vorher darauf hingewiesen: Der 16.

Dezember ist im Bezirk der „Tag gegen Einsamkeit“.

Der 3. Einsamkeitsgipfel wandte

sich diesmal insbesondere an Jugendliche

und junge Erwachsene. An Ständen informierten

u. a. das Ehrenamts büro, der offene

Kinder- und Jugendtreff Laiv, der Verein der

Roten Nasen (Clowns bringen Fröhlichkeit

und muntern auf) und das Unionhilfswerk mit

seinem Mobilitätshilfedienst über Angebote

gegen Einsamkeit.

Im Foyer des Ernst-Reuter-Saales gaben

viele Vereine an Ständen Anregungen und

Hilfestellung zum Thema.

Das Organisationsteam des Reinickendorfer Einsamkeitsgipfels mit der Bürgermeisterin

Nach einem Poetry Slam eröffnete Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner

die von ihr initiierte Veranstaltung: „Einsamkeit

ist die unsichtbare Pandemie unserer

Zeit, die alle Generationen gleichermaßen

trifft. Wir dürfen diese Stille nicht hinnehmen.

Dieser Gipfel ist ein kraftvolles Zeichen der

Solidarität. Hier schaffen wir einen Ort, an

dem Ideen zu Taten werden und aus dem

Gefühl des Alleinseins ein Gefühl des Miteinanders

entsteht. Es ist unsere Pflicht, aktiv

gegen die Einsamkeit vorzugehen und jedem

zu zeigen: Du bist nicht allein.“

Im wissenschaftlichen Impulsvortrag „Einsamkeit

bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

– ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“

von Prof. Dr. Tajana Grießmann-

Gehrt, wurde das Thema aus einer psychologischen

Perspektive beleuchtet, während

der praxisorientierte Vortrag „Einsamkeit

ist kein Schicksal – Jugendliche brauchen

Verbindung“ von Herrn Taner Avci, Sprecher

für die AG „Einsamkeit Exit“, konkrete

Lösungsansätze aufzeigte. Schülerinnen

und Schüler von vier Reinickendorfer Oberschulen

und Studierende nahmen aktiv teil

und beteiligten sich an den Workshops zu

kreativem Schreiben, Darstellendem Spiel,

Kunst und Digitalisierung. Einige Ergebnisse

wurden dann vorgestellt, zum Beispiel

berührende Graffiti-Kunstwerke. So hatte

eine Schülerin ihre Leinwand FOMO genannt.

Dieser Jugend-Begriff steht für „Fear

Of Missing Out“ (Angst, etwas zu verpassen)

und beschreibt das unangenehme Gefühl,

dass andere gerade spannende Dinge erleben,

an denen man selbst nicht teilnehmen

darf, was oft durch soziale Medien verstärkt

wird. Im Digitalisierungs-Workshop wurde

ein Wochenprogramm mit vielen kostenlosen

Jugendangeboten dank einer KlubApp

zusammengestellt

Neben Interessierten, Reinickendorfer Schülerinnen

und Schülern und Studierenden

nahmen auch Delegierte aus anderen Bezirken,

Städten und sogar aus Frankreich

und Korea teil. Zum Abschluss erinnerte die

Bürgermeisterin daran, dass es hier im Rathaus

Heiligabend Essen, Kulturprogramm

und Bescherung für einsame Menschen und

nun auch für Obdachlose gibt.

© Bezirksamt Reinickendorf (2)

G Sabine Nöbel


„Ich bin in einem schwarzen Loch“

Einsamkeit und Depression. Was hilft?

„Einsamkeit entsteht nicht dadurch, dass

man keine Menschen um sich hat, sondern

dadurch, dass man ihnen die Dinge, die

einem wichtig erscheinen, nicht mitteilen

kann.“ Carl Gustav Jung

(Schweizer Psychiater und 1913 der

Begründer der analytischen Psychologie.)

Wer sich einsam fühlt, hat ein subjektives

Gefühl, hätte gern mehr oder andere soziale

Kontakte. Wer dauerhaft unter Einsamkeit

und einer damit verbundenen Leere

leidet, steht unter chronischem Stress, so

Dr. Iris Hauth von der Deutschen Gesellschaft

für Psychiatrie und Psychotherapie,

Psychosomatik und Nervenheilkunde (DG-

PPN). Anhaltender Stress kann zu einer Depression

führen.

Lachen vorm Spiegel, Mundwinkel hochziehen,

Morgen- und Abendrituale, der Aufbau

sozialer Bindungen unter Gleichgesinnten

bei Hobbys wie z. B. im Chor oder bei der

Gymnastik werden empfohlen, die Erfüllung

im Ehrenamt.

Der Unterschied zwischen

Stimmungstief und Depression

Oft sagt jemand leichthin: Ich bin gerade

ein wenig depressiv. Aber Depression

ist etwas anderes als ein Stimmungstief,

eine Gemütsschwankung oder Niedergeschlagenheit.

Und sie dauert auch länger

an. Depressionen haben als ein Hauptsymptom

oft zwar auch eine niedergeschlagene,

gedrückte Stimmung, aber ebenso das

Gefühl von innerer Leere und der Unfähigkeit,

eigene Gefühle (auch negative) wahrnehmen

zu können, berichten Betroffene.

Sie geben an, sich wie versteinert zu fühlen.

Hobbys, der Beruf, Freizeitaktivitäten oder

gemeinsame Unternehmungen mit der Familie

oder dem Freundeskreis machen keine

Freude mehr. Da hilft kein Aufruf, sich doch

mal zusammenzureißen.

Achtung, wenn eins dieser Hauptsymptome

über längere Zeit (mehr als zwei Wochen)

auftaucht und sich dazu evtl. noch andere

dazu gesellen wie z. B. Antriebsmangel,

erhöhte Ermüdbarkeit, verminderte

Konzentration, Schuldgefühle, vermindertes

Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit,

innere Unruhe oder betonte

Langsamkeit.

Oft ein Hilferuf:

„Ich bin in einem schwarzen Loch“

Gefährlich wird es, wenn Betroffene wünschen,

der als aussichtslos und ausweglos

empfundenen Situation irgendwie zu entkommen,

bis hin zum Suizidgedanken. Die Stiftung

Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention

und ihr Netzwerk Deutsches Bündnis gegen

Depression bietet unter www.deutschedepressionshilfe.de/depression-infos-undhilfe

einen Selbsttest zur Diagnose an.

Die Stiftung betont: Die Depression gehört zu

den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere

am meisten unterschätzten Erkrankungen.

Insgesamt erkranken in Deutschland derzeit

ca. 5,3 Millionen Menschen im Laufe eines

Jahres an einer behandlungsbedürftigen

unipolaren Depression. Es ist die häufigste

psychische Erkrankung. Nur eine Minderheit

erhalte eine optimale Behandlung. Etwa jeder

zehnte Mensch über 65 Jahre ist an Depression

erkrankt. Und die Krankheit betrifft

alle Altersgruppen.

Auslöser sind oft der Verlust von wichtigen

Bezugspersonen oder auch von Status und

Ansehen, gesundheitliche Probleme. Auch

soziale Isolation und Medikamente können

eine Rolle spielen.

Bei einer Depression muss man professionelle

Hilfe suchen. Ansprechpartner sind die Telefonseelsorge,

Krisentelefone und psychiatrische Kliniken,

sozialpsychiatrischer Dienst und Selbsthilfe-Gruppen.

Reinickendorfer

Beratungsstelle

für Alkohol- und Medikamentenabhängige

und Angehörige

Beratung

Ambulante

Entwöhnung

Nachsorge

Alltagsunterstützung

Prävention

Selbsthilfe

Backnanger Straße 9

13467 Berlin (Hermsdorf)

Tel: 030 /405 33 176

kontakt@

rettungsring.org

www.rettungsring-ev.de

fotolia©lacamerachiara

115

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT


SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

Wussten Sie schon?

Plaudern verbindet

Quasselbänke sind in Reinickendorf inzwischen

eine Institution. „Plaudern verbindet“

steht auf den violett-gelben Bänken,

sie dienen als niederschwellige Orte der

Begegnung. Jüngst kam so eine Bank am

Fellbacher Platz hinzu, direkt neben der

BücherboXX und in der Nähe der Buchhandlung.

Damit ist eine Literaturinsel entstanden,

ein Kulturdreieck als Anlaufpunkt

gegen Einsamkeit. Unser Foto zeigt die Einsamkeits-

und Ehrenamtsbeauftragte Katharina

Schulz, die Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-Wegner sowie die beiden

Geschäftsführerinnen der Buchhandlung

am Fellbacher Platz, Heike Kornfeld

und Rivkah Netzer beim Anbringen des

Stickers gegen Einsamkeit.

(ch)

Konradshöhe & Tegelort:

Freiwillige Feuerwehr in neuem Gebäude

2027 feiert die Freiwillige

Feuerwehr Tegelort ihr

125-jähriges Bestehen.

Wenn man so will, gab es

das Geschenk schon vorab.

Denn die 30 Kameradinnen

und Kameraden

sind in einem neugebauten

Wachgebäude anzutreffen.

Der Neubau wurde

mit nachhaltigen Materialien

errichtet und mit moderner Technik ausgestattet.

Zudem fügt sich die neue Wache

sensibel in die Umgebung ein. Alles in allem

eine absolute Wertschätzung für das Engagement

der ehrenamtlichen Mitglieder. Der

Freiwilligen Feuerwehr Tegelort kommt dabei

eine besondere Bedeutung zu. So wird

© B. Nößler / aperçu

sie dem Typ A zugerechnet,

d. h., das Team, das außerdem

in ganz normalen

Berufen arbeitet, hat die

Möglichkeit, innerhalb von

drei Minuten die Wache zu

erreichen. Darüber hinaus

umfasst das Einsatzgebiet

zahlreiche Inseln, die ausschließlich

über den Wasserweg

zu erreichen sind.

Nicht zuletzt gibt es eine Jugendfeuerwehr.

Die Jugendlichen zwischen zehn und 18

Jahren treffen sich einmal wöchentlich. Sowohl

für dieses Team als auch für das der

Erwachsenen werden noch neue Mitglieder

gesucht. Dass es nie langweilig wird, gilt für

jedes Alter.

(ch)

Austausch mit den Bürgern

Kiezdialog in Borsigwalde

116

Integrationsarbeit

Bereits zum neunten Mal wird im Spätherbst

2026 der Andreas-Höhne-Preis

verliehen. Damit sollen Reinickendorfer,

die Brücken bauen, Vorurteile abbauen

und Türen öffnen, geehrt werden. 2025

wurden Imman Alraai, der Kulturverein

Salam e.V. sowie Kerstin und Martin Vegh

für ihr herausragendes Engagement in der

Integrationsarbeit ausgezeichnet.

Der Preis ist übrigens nach seinem Initiator

benannt. Der Stadtrat für Jugend

und Familie sowie stellvertretender Bezirksbürgermeister

von Reinickendorf war

2015 nach schwerer Krankheit mit nur 57

Jahren verstorben.

„Als Bezirk ist es uns ein Anliegen,

nah dran zu sein an dem,

was die Menschen in den Kiezen

bewegt“, erklärt die Bezirksbürgermeisterin

Emine Demirbüken-

Wegner die Idee der Kiezdialoge

und ergänzt: „Die Kiezdialoge

sind ein wichtiges Werkzeug für den direkten

Austausch zwischen Bürgerinnen

und Bürgern, Einrichtungen und Bezirksverwaltung.“

So finden jährlich mehrere

Kiezdialoge in Reinickendorfer Ortsteilen

statt. In Borsigwalde lud die Sozialraumorientierte

Planungskoordination des

Bezirksamtes ins Humboldt-Gymnasium

ein. Zunächst konnte man sich auf einem

„Markt der Möglichkeiten“, bei dem beispielsweise

das Ordnungsamt und die Polizei

Stände betrieben, informieren. Dann

ging es konkret zur Sache. Am Ende der

vierstündigen Veranstaltung wurde eine

umfangreiche Ideensammlung und

fast 40 detaillierte Verbesserungsvorschläge

vorgelegt. Ob öffentlicher

Raum und Verkehr, Stärkung

der Wirtschaft, soziale Infrastruktur

im Quartier, Stärkung der Nachbarschaften

und Forcierung eines

senioren-, kinder- und familiengerechten

Kiezes – kaum ein Thema wurde ausgespart.

Bestandsaufnahmen wie die zweckfremde

Nutzung des Spielplatzes durch

Hundebesitzer und ihre Vierbeiner sowie

das Fehlen von Aufenthaltsmöglichkeiten

für Jugendliche kamen genauso auf den

Tisch wie ganz konkrete Wünsche, etwa

die bessere Ausleuchtung am S-Bahnhof

und an der Schneckenbrücke oder

die Beseitigung quer abgestellter Roller.

Inzwischen wurden die ersten Probleme

angegangen, die nächsten Kiezdialoge

können kommen.

(ch)


Die 2027er Kaffeewette wird vorbereitet

Kaffee gegen Kälte

Michael Lind im Podcast mit Politikerin

Emine Demirbüken-Wegner

„Als Unternehmer kann ich vorneweg gehen,

Entscheidungen treffen“, erklärt der gebürtige

Reinickendorfer Michael Lind in der ersten

Folge des „Auf einen Çay“ – Der Podcast

aus dem #FuchsBezirk. Deshalb war es nur

ein kleiner Schritt bis zur 2019 erstmals initiierten

Kaffeewette – wenn die Menschen eines

Bezirkes mehr als 500 Kaffeepäckchen

für die Kältehilfe sammeln, spendet Lind gemeinsam

mit weiteren Unternehmern jeweils

2.500 Euro. 2026 erlebte diese großartige

Idee ihren vorläufigen Höhepunkt, denn erstmals

beteiligten sich alle zwölf Berliner Bezirke.

Dabei sah es einen Moment lang so aus,

dass diese Wette diesmal nicht stattfinden

könnte. Es gab nämlich rechtliche Bedenken,

weil unangemessene Werbung für die Einzelhändler

vermutet wurde. „Im Grunde müssen

wir dankbar sein“, grinst Michael Lind, der im

Märkischen Viertel aufwuchs und im letzten

Jahr in Reinickendorf den Ehrenamtspreis erhielt,

„denn so viel mediale Aufmerksamkeit

gab es noch nie“.

Dadurch wurde die Kaffeewette überregional

bekannt und erzielte ein stolzes Ergebnis:

Insgesamt wurden in diesem Jahr 18.847

Packungen a 500 Gramm in Berlin gesammelt,

davon 5.822 in Reinickendorf. Damit

ist der Bezirk, der seit 2023 mitmacht, erneut

Spitzenreiter. Dass die Kaffeewette weiterhin

publik gemacht werden muss, zeigte sich in

Bezirk Mitte, der erstmals teilnahm. Es ist der

einzige Bezirk, der mit 340 Kaffeepackungen

nicht die Fünfhundertermarke knackte. Doch

Michael Lind und weitere beteiligte Unternehmer

zeigten sich großzügig, denn auch

hier wurden 2.500 Euro gespendet. Inzwischen

laufen schon die Vorbereitungen für

die 2027er Wette. „Das Märkische Viertel

hat mich stark geprägt, nicht alle Menschen

haben es leicht“, erklärt Lind im eingangs

erwähnten, von der Politikerin Emine Demirbüken-Wegner

moderierten Podcast. Und er

ergänzt: „Wir sind alle der Staat“.

Auch 2026 wieder am Start

Reinickendorfer Quartiersläufer

Bei den sogenannten „Quartiersläufern“

handelt es sich um eine Fördermaßnahme

des Jobcenters, die durch die Schildkröte

GmbH in enger Kooperation mit dem Ordnungsamt

umgesetzt wird. Sie sind in ganz

Reinickendorf unterwegs und suchen nach

Mängeln wie Sachbeschädigungen, illegale

Müllablagerungen sowie Defiziten in Grünanlagen

und auf Spielplätzen. Diese werden

an die Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle

(ZAB) des Ordnungsamtes gemeldet, wo die

zeitnahe Mängelbeseitigung organisiert wird.

G Christian Hentschel

Weit mehr als eine Beschäftigungsmaßnahme:

die Quartiersläufer.

© BA Reinickendorf (2)

Wussten Sie schon?

Völkerfreundschaften

Kürzlich beging der Verein „Deutsch-Französische

Partnerschaften Berlin-Reinickendorf

e.V.“ sein 30-jähriges Jubiläum.

Gegründet wurde der Verein durch James

Chapelle, nachdem mit dem Abzug der

französischen Streitkräfte aus Berlin die

Frage aufkam, wie die zwischen den beiden

Nationen gewachsenen Beziehungen fortgeführt

werden könnten.

Heute blickt der Verein auf jahrzehntelanges

Engagement zur deutsch-französischen

Verständigung zurück, etwa bei

der Unterbringung französischer Gäste in

deutschen Familien, aus denen persönliche

Kontakte entstanden, die bis heute

bestehen. Zudem stehen zahlreiche

Sportaktivitäten, kulturelle Veranstaltungen,

politische Begegnungen sowie

Austauschprogramme für die drei Dekaden

deutsch-französische Freundschaft.

Doch die Vereinsmitglieder schauen

nicht nur zurück, ihre Arbeit geht weiter.

Frank Zemke, der sich schon immer

für die Städtepartnerschaften von Reinickendorf

einsetzte, wurde im Februar

2026 zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Nachbarschaftsförderung

Gute Nachrichten: Das Nachbarschaftsbüro

in Tegel-Süd am Emstaler Platz (derzeit

„Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“,

kurz: BENN), das im September 2023

seine Arbeit aufnahm und ein Jahr später

den jetzigen Standort bezog, bleibt auch

während der anstehenden zweijährigen

Umbau- und Sanierungsarbeiten in der örtlichen

Geflüchtetenunterkunft an der Bernauer

Straße geöffnet. Zeitweilig sah das

nicht so aus, denn das BENN-Büro war an

die Existenz einer Geflüchtetenunterkunft

gekoppelt, weshalb der Initiative bereits

gekündigt worden war. Dank intensiver

Bemühungen (allen voran: Staatssekretär

Stephan Machulik und Bezirksstadträtin

Korinna Stephan) konnte eine Finanzierung

ermöglicht werden, die den Fortbestand

der etablierten Anlaufstelle für Anwohnerinnen

und Anwohner sichert. (ch)

117

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT


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Wussten Sie schon?

© BA Reinickendorf

Vertreterinnen und Vertreter der Glaubensgemeinschaften

pflanzen mit der Bezirksbürgermeisterin einen Baum.

Zur Erinnerung an das Fest der Religionen

Bleibendes Symbol

Eine kleine Winterlinde – als bleibendes Symbol für

Wachstum, Zusammenhalt und eine gemeinsame Zukunft

– erinnert an das erste Reinickendorfer Fest der

Religionen, das im letzten Sommer im Buddhistischen

Haus in Frohnau stattfand. Vertreterinnen und Vertreter

christlicher, muslimischer, jüdischer und buddhistischer

Gemeinschaften sowie viele Interessierte kamen

zusammen, um ein Zeichen für Toleranz, Dialog und

gegenseitiges Verständnis zu setzen. Es gab Workshops,

z.B. zu Themen wie Stille oder Gebet, ein Bühnenprogramm

mit Musik und Tanz, eine interreligiöse

Podiumsdiskussion sowie ein gemeinsames interkulturelles

Mittagessen, das Gelegenheit zum weiteren

Austausch bot.

Das Buddhistische Haus am

Edelhofdamm 54 gibt es seit

1924. Bauherr Paul Dahlke war

Arzt und Schriftsteller, Buddhist

und Lehrer. Es ist auch heute

ein Ort der Ruhe und Einkehr,

täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Eintritt frei. Meditationskurse,

Führungen und Vorträge

werden angeboten, aber man

kann auch einfach nur die Stille

genießen, nachdem hinterm

Elefantentor die Stufen zu der

Kultstätte auf Frohnaus höchster

Erhebung erstiegen sind. Ein

Garten (gerade in Neugestaltung),

der schlichte Tempel und

eine umfangreiche Bibliothek

erwarten die Besucher.

© S. Nöbel/ aperçu

1924 wurde das älteste buddhistische Kloster

Europas, das „Buddhistische Haus“ an

der höchsten Stelle in Berlin-Frohnau, von

dem deutschen Theravada-Buddhisten

Dahlke gebaut und bezogen. Tritt man

durch das Elefantentor, führt bis heute eine

Treppe mit 73 Stufen zum Tempel. Nach

Dahlkes Tod im Jahre 1928 konnte das

Kloster bis zum Zweiten Weltkrieg weiterbetrieben

werden. 1957 wurde das Haus

von srilankischen Buddhisten gekauft und

Mönche entsandt. Heute leben im Berliner

Kloster zwei sri-ankische Mönche der Theravada-Tradition.

Es steht Besuchern und

Meditierenden offen. In Reinickendorf wurde

1992 auch eine der Mahayana-Tradition

angehörende Fo-Guang-Shan·Gemeinde

gegründet. 1998 zogen sie in eine Holzbaracke

in Berlin·Mitte um, die davor als

eine Fabrik für Autoteile genutzt wurde.

2024 wurde an diesem Ort, nach fast sieben

Jahren Bauzeit, der Fo-Guang-Shan-

Tempel eröffnet. Dieser Tempel verbindet

traditionelle asiatische Lehren mit moderner

europäischer Architektur.

Fo Guang Shan

bedeutet ,,Buddhas Berg

des Lichts“.

Entnommen aus:

Uwe Prell (Hg.)

Die Zukunft Berlins:

Wohin steuert die Stadt?

BeBra Verlag, 24 €

EAN 9783814803289

Das Buch bietet spannende

Beiträge zur Stadt aus verschiedensten

Perspektiven.

SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT

www.die-linke-reinickendorf.de

Brief vom Amt, Technik

streikt, Miete zu hoch?

Praktische Hilfe

statt leerer

Wahlversprechen.

119


Wir vertreten Ihre Interessen in der BVV Reinickendorf

Demokratie stärken,

Reinickendorf mitgestalten

GrueneFraktionReinickendorf

gruenefraktion.rdf

gruenefraktion.rdf

gruene-fraktion-reinickendorf.de

gruenepresse@bvv-reinickendorf.com

030 90 294 - 20 28

Fotos: Villwock

FRAKTION REINICKENDORF

Seniorenvertretung Reinickendorf: Mitmachen. Mitgestalten. Mit 60+

Unabhängig, parteipolitisch neutral, konfessionell ungebunden und ehrenamtlich tätig auf Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes

– so arbeitet die Seniorenvertretung Reinickendorf. Sie unterstützt Menschen ab 60 Jahren im Bezirk dabei, ihre Rechte und Interessen

gegenüber Behörden und Institutionen wahrzunehmen und vertritt diese in der Öffentlichkeit. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit

ist der enge Austausch mit dem zuständigen Sozialstadtrat, den Mitarbeitenden des Seniorenservices sowie mit Pflegediensten, Heimbeiräten,

Freizeitstätten, Einrichtungen und Trägern der Altenhilfe. Darüber hinaus wirkt die Seniorenvertretung aktiv in den Ausschüssen der

BVV mit. Die Mitglieder der Seniorenvertretung setzen sich für ein gutes Miteinander im Bezirk ein. In den Sprechstunden können Anliegen

und Ideen eingebracht werden; zudem erhalten Ratsuchende Informationen zu Beratungsstellen und weiteren Institutionen.

☐ Seniorenvertretung Reinickendorf: Sprechstunde: Di 10 – 12, Do 15 – 17 Uhr, Bezirksamt Reinickendorf (Raum 27)

Eichborndamm 215, 13434 Berlin, Tel. (030) 90294-2132, seniorenvertretung@reinickendorf.berlin.de

Für einen lebens- und liebenswerten Bezirk

Sie haben ein Anliegen?

Wenden Sie sich jederzeit gerne an uns!

Marco Käber

Fraktionsvorsitzender

SPD-Fraktion der BVV-Reinickendorf

Kontakt:

SPD-Fraktion Reinickendorf

Eichborndamm 215

13437 Berlin

Tel: 030 90294 2038

120

info@spd-fraktion-reinickendorf.de


© BA Reinickendorf

POLITIK | VERWALTUNG

Eine Fuchsparade

Shahla Aghapour schuf den Fuchs im Foyer

des Rathaues Reinickendorf am Eichborndamm

215. Das Rathaus gehört zu den

Wahrzeichen des Bezirks. Im Treppenhaus

befindet sich die Rathaus Galerie, in der

auch Ausstellungen und Veranstaltungen

stattfinden. Weitere Füchse gibt es im Bürgermeisterbüro

und im Ernst-Reuter-Saal.

Eichborndamm 215 · 13437 Berlin

030 - 90294-2029

info@cdu-fraktion-reinickendorf.de

cdu.fraktion.reinickendorf

cdufraktionreinickendorf

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Beauftragte des Bezirkes (Auswahl)

DAS BEZIRKSAMT

Katastrophenschutzbeauftragter

Der bezirkliche Katastrophenschutzbeauftragte

koordiniert die Vorsorge für Krisen,

Großschadenslagen und Katastrophen im

Bezirk Reinickendorf. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit

des Bezirksamtes auch in

außergewöhnlichen Situationen sicherzustellen

und die Bevölkerung bestmöglich

zu schützen.

Zu den Aufgaben gehören die Planung und

Weiterentwicklung von Krisen- und Katastrophenschutzstrukturen,

die Vorbereitung

des bezirklichen Krisenstabes sowie die Zusammenarbeit

mit Einsatzorganisationen,

Behörden und weiteren Partnern des Bevölkerungsschutzes.

Besondere Bedeutung haben dabei Ereignisse,

die eine bereichsübergreifende

Koordinierung erfordern, beispielsweise

extreme Wetterlagen, längere Stromausfälle,

Infektionsgeschehen oder Bombenfunde.

Der Katastrophenschutzbeauftragte

sorgt dafür, dass die beteiligten Stellen

eng zusammenarbeiten und notwendige

Maßnahmen schnell abgestimmt werden

können.

Katastrophenschutz bedeutet dabei vor

allem Vorsorge: Risiken frühzeitig erkennen,

Strukturen stärken und im Ernstfall

verlässlich für die Menschen in Reinickendorf

da sein.

Katastrophenschutzbeauftragter

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2240

katastrophenschutz@

reinickendorf.berlin.de

https://t1p.de/w4kvy

Einsamkeitsbeauftragte

Einsamkeit kann jede und jeden treffen –

unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft,

Kultur oder Lebenssituation. Der

Bezirk Reinickendorf hat daher als erster

Bezirk bundesweit eine Einsamkeitsbeauftragte

eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es,

Strukturen zu schaffen, zusammenzuführen

und kontinuierlich auszubauen. Sie ist Ansprechperson

für die bezirkliche Strategie

gegen Einsamkeit, für Initiativen und Einrichtungen,

wenn es um das Thema Einsamkeit

geht und setzt sich dafür ein, Einsamkeit

sichtbar zu machen, zu enttabuisieren

und passende Unterstützungsangebote im

Bezirk aufzuzeigen und weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit liegt

auf der Förderung von Begegnung und Gemeinschaft.

Dazu gehören niedrigschwellige

Angebote wie Quasselbänke, offene

Stammtische und Anlaufstellen, die den

Austausch erleichtern und soziale Kontakte

ermöglichen. Die Einsamkeitskarte Reinickendorf

stellt die Anlaufstellen, Maßnahmen

und Angebote gegen Einsamkeit in

Wohnortnähe übersichtlich dar.

Außerdem kümmert sich die Einsamkeitsbeauftragte

um die Vernetzung und Verstetigung

unterschiedlicher, sich ergänzender

Initiativen gegen Einsamkeit – bei Bedarf

auch in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung,

Wohlfahrtsverbänden oder weiteren

Institutionen. Sie organisiert Veranstaltungen

und Austauschformate wie den Einsamkeitsgipfel,

um das Thema öffentlich zu

machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Durch Informationsmaterialien, Aktionen

und Kampagnen werden Menschen

ermutigt, Hilfe anzunehmen oder selbst

aktiv zu werden. Ziel der Arbeit ist es, dass

sich Menschen in Reinickendorf weniger

allein fühlen und leichter Wege zu Begegnung,

Unterstützung und Mitmachen finden.

Antidiskriminierungsbeauftragte

Die bezirkliche Beauftragte für Antidiskriminierung,

queere Lebensweisen (LS-

BTIQ+) und gegen Antisemitismus setzt

sich für ein respektvolles und diskriminierungsfreies

Zusammenleben in Reinickendorf

ein.

Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung,

Begleitung und Umsetzung bezirklicher

Maßnahmen, Projekte und Veranstaltungen

in den genannten Themenfeldern.

Darüber hinaus fördert sie den fachlichen

Austausch und die Vernetzung relevanter

Akteurinnen und Akteure innerhalb und

außerhalb der Verwaltung und unterstützt

die bezirkliche Öffentlichkeitsarbeit zu ihren

Themenbereichen.

Sie initiiert und begleitet Veranstaltungsformate,

Gedenk- und Aktionstage sowie

weitere Maßnahmen. Ziel ihrer Arbeit ist es,

ihre Themenbereiche sichtbar zu machen,

über Diskriminierungsformen zu informieren

und die gleichberechtigte Teilhabe

aller Menschen im Bezirk zu unterstützen.

Antidiskriminierungsbeauftragte

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2182

antidiskriminierung

@reinickendorf.berlin.de

t1p.de/antidiskriminierung-rd

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Einsamkeitsbeauftragte

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2141

einsamkeit@reinickendorf.berlin.de

t1p.de/einsamkeit-rd


EU-Beauftragte

Beauftragte für Partizipation

und Integration

Beauftragte für Menschen

mit Behinderung

Gleichstellungsbeauftragte

Die EU-Beauftragte ist Ansprechpartnerin

für die Umsetzung der

Europastrategie im Bezirk und die

Förderung der europäischen Integration

auf lokaler Ebene. Sie koordiniert

europabezogene Aktivitäten

im Bezirksamt und unterstützt

die Sichtbarkeit Europas im Bezirk.

Im Rahmen der europapolitischen

Öffentlichkeitsarbeit informiert sie

Bürgerinnen und Bürger über europäische

Themen und Zusammenhänge

und macht Europa durch

verschiedene Aktivitäten erlebbar.

Zu ihren Aufgaben gehören die

Recherche von EU-Fördermöglichkeiten

sowie die Information

und Beratung der Fachbereiche

des Bezirksamtes zu europäischen

Förderprogrammen und Kooperationsmöglichkeiten.

Darüber hinaus

unterstützt sie die Entwicklung

und Umsetzung europäischer Projekte

und fördert die Vernetzung

mit Partnern aus anderen europäischen

Ländern.

Weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit

sind die Förderung der Europakompetenz

durch Informationsangebote,

Veranstaltungen, Fortbildungen,

Austauschformate und

Hospitationen für Mitarbeitende

des Bezirksamtes in anderen europäischen

Verwaltungen.

Anliegen der Bezirksbeauftragten

für Partizipation und Integration

und des Teams sind der gesellschaftliche

Zusammenhalt, Vielfalt

und Partizipation aller Menschen

in Reinickendorf. Sie setzen

sich dafür ein, dass alle unabhängig

ihrer kulturellen und nationalen

Herkunft, ihres Glaubens,

Geschlechts oder ihrer Hautfarbe

gleichberechtigt, im gegenseitigen

Respekt und in gelungenen

Nachbarschaften leben können

und Zugang zu bezirklichen Angeboten

haben. Schwerpunkte

des Büros sind: Koordination der

fachlichen Ausrichtung und Öffnung

des Bezirksamtes in Bezug

auf Partizipation, Integration und

Teilhabe sowie Entwicklung von

Konzepten, Strategien, Maßnahmen/Projekten

zur Förderung und

Durchsetzung der gleichberechtigten

Teilhabe von Menschen mit

Migrationsgeschichte; Vernetzung

von Fachkräften, Projekten und

zugewanderten Menschen; Stärkung

von Menschen mit Migrationsgeschichte

und ihrer Organisationen.

Das Team organisiert

das jährliche Begegnungsfest für

alle neuen und alten Nachbarn

sowie die Interkulturellen Wochen.

Die Beauftragte für Menschen mit

Behinderung ist Ansprechpartnerin

für den Bezirk, Behindertenverbände,

Selbsthilfegruppen,

Vereine, Projekte und freie Träger,

die Angebote für Menschen mit

Behinderung bereithalten und für

betroffene Personen. Ohne Voranmeldung

können Sie dienstags von

10 bis 12 Uhr in die Sprechstunde

kommen oder einen Termin telefonisch

vereinbaren. Die Förderung

der Barrierefreiheit ist eines

der wichtigsten Ziele als Voraussetzung

von Teilhabe, Gleichberechtigung

und Selbstbestimmung.

Sie ist Grundstein für ein inklusives

Leben. Der Abbau von Barrieren

bezieht sich auf alle Lebensbereiche

wie Wohnen, Ausbildung,

Arbeit, Freizeit. Neben dem Abbau

baulicher Barrieren ist es der

Beauftragten für Menschen mit

Behinderung wichtig, z. B. durch

Ausstellungen und Schulbesuche

zu sensibilisieren. Die Beauftragte

für Menschen mit Behinderung

arbeitet mit dem bezirklichen Beirat

für Menschen mit Behinderung

zusammen, der einmal im Monat

tagt. Im Beirat sind Mitglieder verschiedener

Behindertenverbände

und Selbsthilfegruppen aktiv.

Im Grundgesetz Artikel 3, Abs.

2 heißt es: „Männer und Frauen

sind gleichberechtigt. Der Staat

fördert die Durchsetzung der

Gleichberechtigung von Frauen

und Männern und wirkt auf die

Beseitigung bestehender Nachteile

hin.” Der Verfassungsauftrag

der Gleichstellung und gleichberechtigten

Teilhabe wird in Berlin u.

a. durch Artikel 10 der Verfassung

von Berlin (VVB) und das Landesgleichstellungsgesetz

(LGG) verwirklicht.

Für die Gleichstellungsbeauftragten

der Bezirke, die in

der Landesarbeitsgemeinschaft

zusammenarbeiten, ist § 21, Abs.

1-5 LGG Grundlage ihrer Arbeit.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist

Mitglied im sowie Geschäftsstelle

des Mädchen- und Frauenbeirat.

Gemeinsame Aktionen mit Kooperationspartnerinnen

sind u. a.

Mahnwachen zum Thema Femizide.

Aktionen und Beteiligungen

mit Partnern finden statt am Internationalen

Frauentag am 8. März,

am Internationalen Mädchentag

am 11. Oktober, zum Internationalen

Antigewalttag am 25. November.

Der Wettbewerb „Reinickendorfer

Frauen in Führung“ wird alle

zwei Jahre mit der Wirtschaftsförderung

durchgeführt.

EU-Beauftragte

Eichborndamm 215, Raum 204

13437 Berlin

Tel. 030 90294-5070

europa@reinickendorf.

berlin.de

t1p.de/eu_beauftragte_rd

Beauftragte für Partizipation

und Integration

Am Rathauspark 1, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2012

integrationsbuero@

reinickendorf.berlin.de

t1p.de/integration-rd

Beauftragte für Menschen

mit Behinderung

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-5007

behindertenbeauftragte@

reinickendorf.berlin.de

t1p.de/menschen-mit

-behinderung-rd

Gleichstellungsbeauftragte

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-2309

Di 9 -13, Do 16 -18 Uhr

gleichstellung@

reinickendorf.berlin.de

t1p.de/gleichstellung-rd

Klimaschutzbeauftragte Siehe Seite 57 Ehrenamtsbeauftragte Siehe Seite 111

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Mit Engagement für die Bürger vor Ort

Die Ämter im Bezirksamt Reinickendorf

DAS BEZIRKSAMT

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Bezirkswahlamt

Im Bezirkswahlamt werden anstehende

Wahlen, Abstimmungen, Volksinitiativen,

Volksbegehren sowie Bürgerbegehren vorbereitet,

durchgeführt und nachbereitet. Die

Gewinnung von Wahlhelfenden ist vor jeder

Wahl eine große Herausforderung für das

Bezirkswahlamt, denn für einen reibungslosen

Ablauf am Wahltag werden immer viele

Freiwillige gesucht. Dank des Engagements

vieler Bürger ist dies bisher immer gut gelungen.

Interessierte können sich zu jeder

Zeit, auch unabhängig davon, ob Wahlen

anstehen oder nicht, als Wahlhelfende

im Bezirkswahlamt oder demnächst auch

online anmelden. Zur Onlineregistrierung

gibt es alsbald weitere Informationen auf

der Internetseite des Fachbereiches. Das

Bezirkswahlamt befindet sich in der Teichstraße

65, 13407 Berlin.

Bürgerämter

Fast alle Reinickendorfer werden schon Kontakt

zu einem der fünf stationären oder zwei

mobilen Bürgerämter im Bezirk gehabt haben.

Mit ihrem vielfältigen Angebot sind sie

ein moderner Dienstleister, bei dem Personaldokumente

oder Führungszeugnisse beantragt

werden können oder sich die Bewohnerinnen

und Bewohner nach einem Umzug

bei der Meldebehörde anmelden können, es

werden hier auch Fahrerlaubnis- und Kraftfahrzeugangelegenheiten

bearbeitet und Beglaubigungen

ausgestellt. Es gibt auch Tipps

zur Freizeitgestaltung, hier können die Ferien-

und Familienpässe erworben werden. Mit

Ausnahme von Notfällen sollte für jeden Besuch

in einem Bürgeramt ein Termin über die

Behördenhotline 115 oder das Internetportal

service.berlin.de/terminvereinbarung gebucht

werden.

Dort gibt es auch detaillierte Informationen

zu den einzelnen Angeboten. Als besonderer

Service für Berufstätige werden am

Dienstag und Donnerstag Spätsprechstunden

angeboten. Bei der Planung aller Reisen

sollte in Bezug auf die Ausstellung von

Reisepässen und Personalausweisen auch

die Produktionszeit dieser Dokumente durch

die Bundesdruckerei von in der Regel 3 bis

4 Wochen berücksichtigt werden. Der Termin

sollte deshalb nach Möglichkeit zwei bis

drei Monate vor dem Reisebeginn liegen.

Die Dienstleistungen der Bürgerämter können

an folgenden Standorten in Anspruch

genommen werden (nur mit Termin):

☐ Bürgeramt Heiligensee

Ruppiner Chaussee 268, 13503 Berlin

Mo/Mi 8-15, Di/Do 10-18, Fr 8-13 Uhr

☐ Bürgeramt Rathaus Reinickendorf

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr

Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr

☐ Bürgeramt Reinickendorf-Ost

Teichstraße 65, 13407 Berlin

Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr

Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr

☐ Bürgeramt Tegel

Berliner Str. 35, 13507 Berlin

Mo 8-16 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr

Mi 8-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr

☐ Bürgeramt Märkisches Viertel

Wilhelmsruher Damm 142 C

13439 Berlin

Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr

Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr

☐ Mobiles Bürgeramt Hermsdorf

Berliner Str. 105-107, 13467 Berlin

Fr 9-12 Uhr

☐ Mobiles Bürgeramt Alt-Heiligensee

Alt-Heiligensee 39, 13503 Berlin

Mi 9-12 Uhr

Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt bietet viele gesundheitliche

Beratungs- und Unterstützungsleistungen.

So finden Sie hier den Kinder- und

Jugendgesundheitsdienst, die Beratungsstelle

für Kinder- und Jugendpsychiatrie, den

Zahnärztlichen Dienst, die Beratungsstelle

für Menschen mit Behinderungen, Krebs und

chronischen Erkrankungen, die Gesundheitsaufsicht,

den Sozialpsychiatrischen

Dienst, die Beratungsstelle für Sprachbehinderte,

das Zentralarchiv für Leichenschauscheine

und den Fachbereich Infektionsschutz,

umweltbezogener Gesundheitsschutz

und Katastrophenschutz.

☐ Gesundheitsamt

Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5068

gesundheitsamt@reinickendorf.

berlin.de | Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

berät und unterstützt Familien mit Kindern im

Alter von 0 bis 18 Jahren sowie werdende

Eltern. Ziel ist es, die Entwicklung von Säuglingen,

Kleinkindern und Schulkindern sowie

Heranwachsenden sowohl medizinisch als

auch sozialpädagogisch zu begleiten und

gesundheitliche Beeinträchtigungen frühzeitig

zu verhindern bzw. zu erkennen und

entsprechende Hilfen anzubieten.

☐ Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-6396

kindergesundheit@

reinickendorf.berlin.de

Offene Sprechstunde jeden Do 14-16 Uhr

oder nach Vereinbarung, offene Babygruppe

jeden Mi 10.30-11.30 Uhr, geleitet

von einer Physiotherapeutin und einer

Ergotherapeutin


Zusätzlich werden Kiezsprechstunden angeboten,

bei denen ein Team, bestehend

aus einer Ärztin, einer Medizinischen Fachangestellten

und einer Sozialpädagogin

oder eines Sozialpädagogen, Ihre Fragen

direkt vor Ort klärt. Kiezsprechstunden sind

einmal im Monat jeweils von 9 bis 12 Uhr in

folgenden Familien- und Gemeindezentren:

☐ FACE-Familienzentrum

Titiseestraße 3, 13469 Berlin

jeden 2. Mittwoch im Monat

☐ Familienzentrum Horizonte

Tornower Weg 6, 13439 Berlin

jeden 1. Montag im Monat

☐ Familienzentrum Neheimer Straße

Neheimer Str. 10, 13507 Berlin

jeden 1. Mittwoch im Monat

☐ Interkulturelles Familienzentrum AVA 17

Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin

jeden 1. Donnerstag im Monat

☐ Familienzentrum Letteallee

Letteallee 82/86, 13409 Berlin

jeden 3. Donnerstag im Monat

☐ Kinder-, Jugend- und

Familienzentrum Tietzia

Tietzstraße 12, 13509 Berlin

jeden 3. Mittwoch im Monat

☐ Ev. Familienbildung Reinickendorf

Spießweg 7-9, 13437 Berlin

jeden 1. Dienstag im Monat

........................................................................

In der Beratungsstelle für Kinder- und Jugendpsychiatrie

finden Sie fachliche Unterstützung,

wenn Sie sich Sorgen um die seelische

Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten

Ihres Kindes machen. Dazu gehören

auch Hilfestellungen bei der Bewältigung

seelischer Krisen. Jugendliche können sich

auch selbstständig an die Beratungsstelle

wenden. Anonyme Beratungen sind möglich.

☐ Beratungsstelle für Kinder- und

Jugendpsychiatrie

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5043

kjpd@reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Die Beratungsstelle für sprachbehinderte

Kinder und Jugendliche steht für Diagnostik

und Beratung bei Fragen zur sprachlichen

Entwicklung Ihres Kindes zur Verfügung, insbesondere:

→ Logopädische Untersuchungen zur Feststellung

von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen

für Kinder und Jugendliche

→ ggf. differentialdiagnostische

Abklärung der Ursachen

→ Beratung der Eltern und

anderer Bezugspersonen

→ Empfehlung geeigneter Maßnahmen

→ Fortbildung von pädagogischen

Fachkräften zur Prävention

von Sprachstörungen

☐ Beratungsstelle für sprachbehinderte

Kinder und Jugendliche

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5035

sprachberatung@reinickendorf.

berlin.de | Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Im Zahnärztlichen Dienst steht die Förderung

der Zahngesundheit bei Kindern und

Jugendlichen durch Beratung und Untersuchung

im Vordergrund.

☐ Zahnärztlichen Dienst

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5173/-5023/-5039

zahnaerztlicherdienst@reinickendorf.

berlin.de | Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Der Fachbereich Infektionsschutz, umweltbezogener

Gesundheitsschutz und Ka tastrophenschutz

schützt Ihre Gesundheit, indem

die Verbreitung von Infektionserkrankungen

verhindert, Hygiene in Gemeinschaftseinrichtungen

überprüft sowie Bade- und Trinkwasserreinheit

gesichert werden. Das Gesundheitsamt

ist eingebunden in die Gefahrenabwehr

im chemischen, biologischen, radiologischen

und nuklearen Katastrophenfall.

☐ Fachbereich Infektionsschutz

Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5068

gesundheitsaufsicht@reinickendorf.

berlin.de | Termine nach Vereinbarung

Der Sozialpsychiatrische Dienst berät bei

psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen,

bei psychischen Behinderungen

wie auch geistigen Behinderungen. Betroffene

wie auch Angehörige und andere

Menschen mit Bezug zu dieser Problematik

können Kontakt aufnehmen und einen Beratungstermin

vereinbaren, ggf. auch vor Ort.

Es wird geklärt, ob eine Erkrankung oder

ein Hilfebedarf besteht oder eine Behandlungsnotwendigkeit.

Der Sozialpsychiatrische

Dienst ist über das gesamte Spektrum

der Hilfs- oder Behandlungsmöglichkeiten

informiert und wägt mit den Klienten

ab, welches die sinnvollste Maßnahme ist.

Der Sozialpsychiatrische Dienst ist auch mit

Hoheitsrechten ausgestattet, so dass bei

Selbst- oder Fremdgefährdung wie auch

bei Hilflosigkeit eingewiesen werden kann,

wenn der Betroffene dem krankheitsbedingt

nicht zustimmen kann.

☐ Sozialpsychiatrischer Dienst

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5010

sozialpsychiatrischer-dienst@

reinickendorf.berlin.de

Termine Mo-Fr 8-16 Uhr

nach telefonischer Vereinbarung

........................................................................

In der Beratungsstelle für Menschen mit

Behinderungen, Krebs und chronischen

Erkrankungen erhalten Sie Information und

Beratung zu:

→ Leistungen der Sozialhilfe, Grundsicherung

und JobCenter (Bürgergeld)

→ Leistungen zum Bundesteilhabegesetz/

Eingliederungshilfe

→ Hilfen zur Sicherstellung der

häuslichen Pflege und Versorgung

→ Pflegeversicherungsleistungen

→ Schwerbehindertenrecht

→ Hilfe bei der Antragstellung

→ barrierefreiem Wohnen, Wohnen im Alter

→ rehabilitativen Maßnahmen,

insbesondere onkologischen

Rehabilitationsmaßnahmen

→ Selbsthilfegruppen, Sportvereinen,

Seniorengruppen/-freizeitstätten

125

DAS BEZIRKSAMT


DAS BEZIRKSAMT

126

☐ Beratungsstelle für Menschen mit

Behinderungen, Krebs und

chronischen Erkrankungen

Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-5188

behindertenberatung@

reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung, offene

Sprechstunden Di 9-12 Uhr. Bei Bedarf

sind Hausbesuche möglich.

........................................................................

Das Zentralarchiv für Leichenschauscheine

sammelt und erfasst die Leichenschauscheine

aller in Berlin Verstorbenen.

Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin

Tel. 030 90294-2371/-2368/-2369/-2367

zfl@reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

Die Organisationseinheit Qualitätsentwicklung,

Planung und Koordination des öffentlichen

Gesundheitsdienstes (QPK) stellt sich

mit ihrem vielfältigen Aufgabenspektrum den

gesundheitlichen und sozialen Problemlagen

des Bezirks. Hierzu gehören insbesondere

die Entwicklung, Koordination und Durchführung

von Maßnahmen der Gesundheitsförderung

und Prävention in den unterschiedlichen

Lebensphasen und Lebenswelten sowie in

diesem Zusammenhang die Implementierung

integrierter kommunaler Strategien.

Darüber hinaus gehört die Koordination,

Planung und Steuerung der psychiatrischen

Versorgung und der Suchthilfe, aber auch die

sozialindikative Gesundheitsplanung sowie

die Gesundheits- und Sozialberichterstattung

zum Aufgabenspektrum.

☐ QPK

Haus C, Eichborndamm 242

13437 Berlin, Tel. 030 90294-5195

qpk@reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

Jugendamt

Das Jugendamt unterstützt Familien bei der

Erziehung, Betreuung, Bildung und Freizeitgestaltung

von Kindern und Jugendlichen.

Es geht vorrangig darum, die Familien zu

stärken und ihnen vorbeugende, unterstützende

und partizipative Angebote zu machen.

In akuten Gefahrensituationen ist kurzfristige

Hilfe selbstverständlich.

Das Jugendamt ist unter anderem für

eine qualitätsvolle Kinderbetreuung mit

verantwortlich. Eltern und Erziehungsberechtigte

können sich an die Mitarbeitenden

des Amtes für Tagesbetreuung wenden,

wenn sie Hort- und Kitagutscheine

benötigen oder Betreuung durch eine/n

Tagesmutter/-vater (Kindertagespflege)

wünschen. Sie können finanzielle Leistungen

wie Elterngeld oder Unterhaltsvorschuss

beantragen sowie Informationen zu Sorgerechts-

und Unterhaltsfragen erhalten.

Das mobile Familienbüro berät gern zu

Antragstellungen der verschiedenen Leistungen.

Neben festen Sprechzeiten im Familienbüro

im Rathaus, fährt der Familienbürobus

regelmäßig Standorte im Bezirk an.

Für junge Menschen mit Behinderung und

ihre Erziehungsberechtigten sind der Teilhabefachdienst

und die Verfahrenslotsin

ansprechbar.

Der Regionale Sozialpädagogische Dienst

(RSD) ist in den vier Bezirksregionen Nord,

Ost, West und MV zu finden. Hier finden Familien

in Krisen Hilfen zur Erziehung als ambulantes

oder stationäres Angebot.

In der Erziehungs- und Familienberatung

(EFB) können sich Familien vertraulich unter

Einhaltung der Schweigepflicht zu Kindererziehung,

zum Familienleben oder Ehe und

Partnerschaft beraten lassen. Anmeldung

unter Tel. 030 90294-6349.

Sinnvolle Freizeitbeschäftigungen finden

Kinder und Jugendliche kostenfrei in den

neun bezirkseigenen Jugendfreizeiteinrichtungen.

Jede hat ein eigenes pädagogisches

Konzept und verschiedene Schwerpunkte.

Von Medienpädagogik über kreative

bis zu offenen Angeboten ist alles dabei.

Auch Familienzentren und -treffs sowie zahlreiche

Einrichtungen freier Träger werden

vom Jugendamt unterstützt.

Das Jugendamt verantwortet die Aufgabe

des sogenannten „staatlichen Wächteramtes“

im Rahmen des Kinderschutzes.

Jeder, der sich Gedanken um das Wohl eines

Kindes oder Jugendlichen macht oder

persönlich Hilfe benötigt, findet jederzeit

Ansprechpersonen. In Krisen und Notfällen

steht ein umfangreiches und professionelles

Netzwerk zur Verfügung.

Das Kinderschutzteam ist von montags bis

freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer

030 90294-5555 zu erreichen.

Auf der Webseite des Jugendamtes finden

Sie alle Aufgaben, Angebote und Dienstleistungen

des Jugendamtes:

www.jugend-reinickendorf.de

Ordnungsamt

Gemeinsam mit Reinickendorfer Bürgern arbeitet

das Ordnungsamt für einen Bezirk mit

hoher Lebensqualität, für einen Kiez, in dem

man gerne wohnt, arbeitet und lebt. Wenn

jeder Rücksicht nimmt, kommen alle gut miteinander

aus: Spielplätze sind zum Spielen

da, zugeparkte Ausfahrten müssen nicht

sein und Spazierengehen in einem sauberen

Park macht einfach mehr Spaß. Joggen

ohne freilaufende Hunde an den Fersen ist

sicherer, illegale Plakatierung verschandelt

das Stadtbild. Unnötiger Lärm gehört vermieden.

Das Ordnungsamt kümmert sich

um Ordnung, Ruhe, Sauberkeit. Für die Menschen,

für ein schönes Reinickendorf, so das

Credo. Darüber hinaus werden vom Bereich

Koordinierter Außendienst (KAD) des Ordnungsamtes

die Gewerbe- und Gaststättenkontrollen

durchgeführt.

Allgemeiner Ordnungsdienst

Der Allgemeine Ordnungsdienst (AOD) ist

auf unseren Straßen und in den öffentlichen

Grünanlagen unterwegs und ansprechbar.

Der AOD hat eine Vielzahl von Aufgaben.

Neben der Überwachung des ruhenden Verkehrs

sind es vor allem die Verfolgung und

Ahndung von Haus- und Nachbarschaftslärm,

illegaler Müllentsorgung und Werbung

im Straßenland, die Einhaltung des Berliner

Hundegesetzes und die Überwachung der

Grünanlagen. Die Gefahrenabwehr ist ein

weiteres großes Aufgabengebiet.


Gewerbe

Im Ordnungsamt finden Sie Ansprechpartner

für Gewerbetreibende im Bezirk

Reinicken dorf oder die, die es werden wollen.

Das Angebot umfasst u. a. Gewerbeangelegenheiten,

Gewerbeerlaubnisse im

Bereich der Gewerbeordnung, das Gaststättengesetz

(Betreiben einer Gaststätte

mit Alkoholausschank auch anlässlich von

Veranstaltungen) sowie die Festsetzung von

Veranstaltungen wie Messen, Straßenfeste

oder Märkte.

Zentrale Anlauf- und

Beratungsstelle (ZAB)

Die Mitarbeiter der ZAB stehen für Anliegen

und Auskünfte aus der Bevölkerung

zur Verfügung. Sie nehmen Anträge sowie

Anfragen entgegen und leiten diese ggf. an

die zuständigen Sachbearbeiterinnen und

Sachbearbeiter weiter. Die ZAB ist unter

der Rufnummer 90294-2933 zu erreichen.

Digitaler Zugang zur ZAB: Auch über das

Portal „Ordnungsamt Online“ können per

Computer sowie mobil über die Handy-App

„Ordnungsamt-Online“ Hinweise und Beschwerden

zu Missständen und Störungen

im öffentlichen Raum an das Ordnungsamt

übermittelt werden. Illegale Müllstellen,

Straßenschäden, defekte Laternen werden

an die zuständigen Stellen – z. B. BSR,

Stromnetz Berlin oder andere Ämter und Abteilungen

– gemeldet. Für die Beseitigung

und die Behebung sind diese Stellen verantwortlich,

nicht das Ordnungsamt selbst.

Wann die Meldungen bearbeitet werden,

kann das Ordnungsamt daher nicht beeinflussen.

Die Nutzung des Portals und der

Handy-App sind nicht für Angelegenheiten

vorgesehen, die ein sofortiges Einschreiten

durch das Ordnungsamt erfordern.

Koordination Außendienst: Bei Lärmbelästigungen,

illegaler Plakatierung, Verkehrsbehinderungen

und anderen dringenden

Sofortmaßnahmen ist die Koordination

des Außendienstes unter den Rufnummern

90294-2906/-2907 zu erreichen. In Notfällen

wenden sich Bürger direkt an die Notrufnummern

der Berliner Polizei (110) oder

der Feuerwehr (112).

Schul- und Sportamt

Das Schul- und Sportamt trägt die Verantwortung

für die „äußeren Schulangelegenheiten”

der allgemeinbildenden, öffentlichen

Schulen im Bezirk. Im Bezirk Reinickendorf

befinden sich 55 öffentliche Schulen

und 9 in freier Trägerschaft, darunter sind

30 Grundschulen (eine staatliche Europa-

Schule), 8 Gymnasien mit unterschiedlichen

Fremdsprachenangeboten und grundständigen

Zügen (ab Klasse 5) sowie die Schulfarm

auf der Insel Scharfenberg (Internat

und Gymnasium), 11 Integrierte Sekundarschulen

(darunter eine Gemeinschaftsschule).

Darüber hinaus gibt es 6 Förderzentren

mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten

sowie 3 öffentliche Berufsschulen (Oberstufenzentren).

Der Fachbereich Schulorganisation ist für

die Schulplatzvergabe und Überwachung

der Schulpflicht, die Einrichtung der Willkommensklassen

sowie die Schulwegbeförderung

für Schüler mit Behinderung verantwortlich.

Außerdem werden hier die außerschulischen

Lernorte (Jugendverkehrsschule

und Gartenarbeitsschule) betreut.

Im Fachbereich Zentrale Dienste werden

die finanziellen Mittel (Lehr- und Lernmittel,

Sachmittel) für die Ausstattung der Schulen

verwaltet. Dazu gehört ebenso, das Mittagessen

für die Schülerinnen und Schüler

sicherzustellen.

Der Fachbereich Schulbau und Schulentwicklungsplanung

gewährleistet, dass es

ausreichend Schulplätze gibt und plant

die notwendigen Erweiterungen und Schulneubauten.

Der Fachbereich Sport vergibt Trainingszeiten

sowie Zeiten für den Spielbetrieb der

Sportvereine in über 80 Reinickendorfer

Sporthallen und auf 22 Sportplätzen für rund

45.900 Vereinsmitglieder und ist Ansprechpartner

in allen Fragen des Reinickendorfer

Sports für ca. 160 Sportvereine und -verbände

sowie für die Bürger. 26 Sportplatzwarte

und eine Sportplatzwartin gewährleisten den

Betrieb auf den öffentlichen Sportplätzen.

Der Fachbereich Sport kümmert sich zudem

um die bauliche Unterhaltung der Sportstätten

sowie die Anmeldung von Sanierungen

und deren Begleitung. Auf der Website des

Sportamtes erhalten Sie außerdem einen

Überblick über Sportvereine und deren Angebote

und Veranstaltungen.

☐ Schul- und Sportamt

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

→ Bereich Schule

Tel. 030 090294-4744

schulamt@reinickendorf.berlin.de

→ Bereich Sport

Tel. 030 90294-6096

sportamt@reinickendorf.berlin.de

Amt für Soziales

Im Amt für Soziales sind die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter insbesondere mit Aufgaben

zur Gewährung existenzsichernder Leistungen

wie Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung

im Alter bzw. bei dauerhafter Erwerbsminderung,

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,

Erhalt von Wohnraum,

Leistungen zur Teilhabe sowie Hilfe zur Pflege

und Pflegebedarfsermittlung sowie Betreuungsangelegenheiten

und anderen wichtigen

sozialen Angelegenheiten betraut. Bitte auch

die aktuellen Regelungen der Fachbereiche

auf der Homepage des Amtes für Soziales

beachten. Für Anträge auf Hilfe bei Bestattungskosten

bitte das Postfach bestattung.

sozialamt@reinickendorf.berlin.de nutzen.

☐ Amt für Soziales

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 post.sozialamt@

reinickendorf.berlin.de

........................................................................

Die Teams der Materiellen Hilfen stellen

die bedarfsorientierte Sozialleistung des

notwendigen Lebensunterhalts sicher. So

erhalten z. B. Personen, die die Altersgrenze

erreicht haben oder wegen Erwerbsminderung

auf Dauer aus dem Erwerbsleben ausgeschieden

sind und ihren Lebensunterhalt

nicht selbst bestreiten können, eine Leistung,

mit der das soziokulturelle Existenzminimum

gedeckt werden kann.

127

DAS BEZIRKSAMT


DAS BEZIRKSAMT

128

☐ Materielle Hilfen

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 GruSi-Asyl@

reinickendorf.berlin.de

Sprechzeiten: Mo/Do 9–13 Uhr,

Ausgabe der Wartenummern am

Ticketautomat in der Südhalle

von 8.30 bis maximal 11.30 Uhr

........................................................................

Die Fachstelle Soziale Wohnhilfe vermittelt

wohnungslosen Personen, die über keine

Möglichkeit einer Unterbringung verfügen,

Plätze in einem Wohnheim oder einer

anderweitigen Unterbringungsmöglichkeit.

Wichtiger Schwerpunkt ist außerdem die

Vermittlung von Hilfestellungen zur Überwindung

besonderer sozialer Schwierigkeiten

durch freie Träger sowie Beratungen

und Hilfen zum Erhalt von Wohnraum bei

drohendem Wohnraumverlust.

☐ Soziale Wohnhilfe

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 soz-wohnen@

reinickendorf.berlin.de

Sprechzeiten: Di/Do 9-12 Uhr

Im Teilhabefachdienst steht die wirksame

und gleichberechtigte Teilhabe für Menschen

mit Behinderung im Fokus der personenzentrierten

Beratung und Leistungsgewährung.

☐ Teilhabefachdienst

Am Borsigturm 12, 2. OG, 13507 Berlin

Tel. 030 115 teilhabefachdienst-soz@

reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

Die Betreuungsbehörde führt die Aufgaben

der örtlichen Betreuungs behörde nach dem

Betreuungs behördengesetz aus.

☐ Betreuungsbehörde

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 Betreuungsbehoerde@

reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Das Team der Rechtsstelle sichert die korrekte

Anwendung des Rechts bei der Gewährung

von Leistungen und stellt den

Nachrang der Sozialhilfe durch die Durchsetzung

der kraft Gesetz auf den Träger

der Sozialhilfe übergegangenen Unterhaltsansprüche

und Schenkungsrückforderungen

sicher.

☐ Rechtsstelle

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 rechtstelle-sozialamt@

reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

........................................................................

Der Bereich Hilfe zur Pflege und Pflegebedarfsermittlung

gewährt Personen, die sich

aufgrund von Erkrankung und Behinderung

in ihrer Wohnung allein nicht mehr versorgen

können und bei denen die gesetzlichen

Anspruchsgrundlagen erfüllt sind, u. a. ambulante

und stationäre Hilfe zur Pflege. Darüber

hinaus gibt es das Angebot einer allgemeinen,

unabhängigen Sozialberatung

zur Unterstützung bei sozialen Problemen

und Notlagen.

☐ Hilfe zur Pflege und

Pflegebedarfsermittlung

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 115 hzp@

reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

Telefonsprechstunde Mo/Di/Do 9-12 Uhr

Mo/Di/Do Sozialraumorientierte

9-12 Uhr

Planungskoordination (SPK)

Die Organisationseinheit SPK bildet die

Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik

und Zivilgesellschaft im Bezirk. Sie koordiniert

die Zusammenarbeit zwischen den

Ämtern bei planerischen und umsetzungsbezogenen

Verwaltungsaufgaben zur Entwicklung

der sozialen Infrastruktur.

Dieser Austausch wird von der Bezirkskoordination/Leitung

unter Berücksichtigung der

Gesamtinteressen des Bezirks gesteuert.

Dabei setzt sich die SPK aus drei Teilbereichen

zusammen:

Die Regionalkoordination ist Bindeglied

zwischen Bezirksamt und lokalen Akteuren

im Hinblick auf die relevanten Themen in

den Bezirksregionen.

Die Datenkoordination stellt Daten bereit

zu internen Planungszwecken sowie nach

Bedarf für Akteure aus den Bezirksregionen.

Die Beteiligungskoordination fördert die

Bürgerbeteiligung im Bezirk und organisiert

das Büro für Bürgerbeteiligung als

bezirkliche Anlaufstelle zur Information der

Öffentlichkeit.

☐ Sozialraumorientierte

Planungskoordination

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

→ Leitung: Tel. 030 90294-5180

→ Datenkoordination

Tel. 030 90294-5179

→ Regionalkoordination

Tel. 030 90294-5146

→ Büro für Bürgerbeteiligung

Tel. 030 417 480 70

spk@reinickendorf.berlin.de

Termine nach Vereinbarung

Stadtentwicklungsamt

Das Stadtentwicklungsamt teilt sich in drei

fachliche Bereiche, die interdisziplinär zusammenarbeiten:

Die Stadtplanung und

der Denkmalschutz, die Bau- und Wohnungsaufsicht

und die Vermessung. Mit der

Planung ganzer Quartiere und der rechtlichen

Festsetzung der Bauleitplanung über

die konkrete Bearbeitung von Bauanträgen

und Kartierung neuer Gebiete werden

für die Bürger die Grundlagen für einen lebenswerten,

lebendigen und funktionalen

Bezirk geschaffen.

Der Fachbereich Stadtentwicklung ist für

die ganzheitliche Planung der bebauten

und unbebauten Flächen im Bezirk zuständig.

Hier werden übergeordnete Pläne

für ganze Quartiere erarbeitet, aber

auch kleinteilig Lückenbebauungen, Aufstockungen,

Vorgartengestaltungen, Fußund

Radwege, Nahversorgung, Gewerbegebiete,

Schul- und Kitaplätze, Spielplätze

und Erholungsflächen in die Planung aufgenommen.

Widersprüchliche Anforderungen

werden unter ökologischen, ökonomischen,

funktionalen und gestalterischen Aspekten

abgewogen. Wichtigstes Stadtentwick-


lungsprojekt ist in den nächsten Jahren die

Umnutzung des ehemaligen Flughafengeländes

Tegel, die Entwicklung der Urban

Tech Republik, die Bebauung des Schumacher-Quartiers

sowie die Verknüpfung

mit dem angrenzenden Kurt-Schumacher-

Platz und den Kiezen. Ein weiteres wichtiges

Thema wird in den nächsten Jahren für

das Stadtentwicklungsamt das Erreichen

der Klimaneutralität sein. Die Begleitung

der energetischen Sanierung von Quartieren

sowie übergeordneter Konzepte für die

Wärmeversorgung ist ein weiterer Schwerpunkt.

In den Planungsverfahren werden die

Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Dies

geschieht neben der formellen Beteiligung

in den B-Plan-Verfahren auf Veranstaltungen

in Kiezen und über die Online-Plattform

mein.berlin.de. Informiert wird vor Ort

im Bauberatungszentrum sowie über Flyer,

Pressemitteilungen, die Website, Broschüren

und in Ausstellungen.

Zur Stadtplanung gehört auch die Untere

Denkmalschutzbehörde, die sich um Einzeldenkmäler

kümmert, aber auch um ganze

Denkmalbereiche, wie die Gartenstadt

Frohnau. Der historisch interessante Bezirk

hat über 1.000 eingetragene Denkmäler.

Darüber hinaus werden im Fachbereich die

Förderprogramme für das Lebendige Zentrum

Residenzstraße, die Gebiete der nachhaltigen

Erneuerung Märkisches Viertel und

dem Umfeld des Flughafens Tegel sowie die

Quartiersmanagementgebiete Letteplatz,

Klixstraße/Auguste-Viktoria-Allee und Titiseestraße

betreut.

Seit 2018 ist die soziale Erhaltungsverordnung

(Milieuschutzverordnung) für das Gebiet

Letteplatz sowie seit 2021 für das Gebiet

Scharnweberstraße ebenfalls Aufgabe des

Stadtentwicklungsamts. Ziel ist der Erhalt der

Zusammensetzung der Wohnbevölkerung

und die Verhinderung der Verdrängung der

dort gebietsansässigen Wohnbevölkerung.

Die Bau- und Wohnungsaufsicht ist auf der

einen Seite für alle Belange rund um das

Baugenehmigungsverfahren, wie beispielsweise

die Bauberatung vor Antragstellung,

die Erteilung von Genehmigungen von Neu-

und Umbauten sowie Nutzungsänderungen

für bauliche Anlagen, zuständig. Zusätzlich

werden auch Brandsicherheitsschauen und

Betriebsüberwachungen durchgeführt.

Die Wohnungsaufsicht ist zuständig für die

behördliche Sicherstellung, dass Gebäude

mit Mietwohnungen in einem für den

Gebrauch zu Wohnzwecken geeigneten

Zustand erhalten werden. Eigentümer der

Grundstücke bzw. Wohnungen können aufgefordert

werden, eine unterlassene Instandsetzung

nachzuholen und nicht unerhebliche

bauliche Mängel zu beseitigen.

Damit ist die Wohnungsaufsicht auch Anlaufstelle

für Mieter, sollten sich in dem bewohnten

Gebäude oder in der gemieteten

Wohnung solche oder ähnliche bauliche

Missstände befinden und sollte es bisher

vergeblich gewesen sein, den Vermieter zur

Beseitigung anzuhalten.

Des Weiteren können Bauherren, Architekten

etc. bei Vorlage der entsprechenden

Befugnisse Einsicht in Bauakten beantragen

und einen Termin vereinbaren.

Der Fachbereich Vermessung ist beispielsweise

für die Hausnummern zuständig und

gewährt damit eine eindeutige Adresse, die

im Gefahrenfall sogar lebensnotwendig sein

kann. Es liefert mit ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem)

die Basis

jeder Planung. Digitale Kartenbereitstellung

in Geo-Informations-Systemen, die Immobilienbewertung

sowie Fragen zu Grenzsituationen

sind zusätzliche Themen, womit

der Fachbereich Vermessung sich befasst.

☐ Stadtentwicklungsamt

Rathaus Reinickendorf, Raum 219 A

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Tel. 030 90294-3014/-3035

post.stadtentwicklungsamt@

reinickendorf.berlin.de

Bauberatungszentrum

Bauherren, Investoren und Architekten werden

zu Bauvorhaben von der ersten Idee

bis zur Fertigstellung in interdisziplinärer

Zusammenarbeit aus Stadtplanung, Bauaufsicht,

Vermessung und Denkmalschutz

beraten. Im Bauberatungszentrum wird besonderer

Wert auf die Bündelung der bauordnungsrechtlichen

und der bauplanungsrechtlichen

Belange gelegt. Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Bauaufsicht und

der Stadtplanung sitzen und arbeiten daher

in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen

zusammen. Damit wird eine umfassende

Bauberatung auf kurzem Wege ermöglicht.

Dies gilt auch für die Beratung zu den Belangen

des Denkmalschutzes und soll zur

Beschleunigung der Bearbeitung von bauund

denkmalrechtlichen Genehmigungen

beitragen. An zwei festen Terminen in der

Woche finden die persönlichen Sprechstunden

statt sowie nach Terminvereinbarung.

Hier können Fragen geklärt werden,

die auf die Möglichkeiten eines Bauvorhabens

abzielen ebenso wie Fragen zu dem

Prozess, notwendigen Unterlagen und auch

zu weiterführenden Beratungs- und Förderangeboten.

So können auf kurzem Weg Planungsideen

kommentiert und Genehmigungen

erteilt werden.

☐ Bauberatungszentrum

im Rathaus Reinickendorf, 2. OG

Sprechzeiten: Di 9-12, Do 15-18 Uhr

und nach Vereinbarung

Standesamt

Das Standesamt begleitet die Bürger ihr

Leben lang und gerade in besonderen Momenten:

Hier werden Geburten angezeigt

und beurkundet, Ehen geschlossen und Sterbefälle

beurkundet. Daneben nimmt das

Standesamt Vaterschaftsanerkennungen

und Namenserklärungen entgegen, trägt

die entsprechenden Veränderungen in die

Personenstandsbücher ein und versorgt mit

Personenstandsurkunden für verschiedenste

Zwecke. Das Standesamt ist bezüglich der

Anmeldung der Eheschließung nur für Personen

zuständig, die im Bezirk Reinickendorf

wohnen. Personenstandsurkunden sind

bei dem Standesamt erhältlich, in dessen

Bezirk die Geburt, Eheschließung oder der

Sterbefall beurkundet wurde. Für die Anfor-

129

DAS BEZIRKSAMT


DAS BEZIRKSAMT

130

derung von Eheurkunden, Geburtsurkunden,

Lebenspartnerschaftsurkunden und Sterbeurkunden,

die in Reinickendorf ausgestellt

wurden, kann das Online-Angebot genutzt

und auf eine persönliche Vorsprache im

Standesamt verzichtet werden.

☐ Standesamt

→ Besucheradresse: Antonyplatz 1

13437 Berlin (Umbenennung, noch

nicht in allen Stadtplänen verzeichnet

Rathaus – Eingang Altbau, Aufzug)

→ Postanschrift: Standesamt

Reinickendorf von Berlin

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

standesamt@reinickendorf.berlin.de

Geburtenregister

Geburtsanmeldungen von Neugeborenen,

Vaterschaftsanerkennungen, Entgegennahme

von Erklärungen zur Namensführung und

zum Geschlechtseintrag des Kindes, Nachbeurkundungen

von im Ausland geborenen

deutschen Staatsangehörigen.

→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden

Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115

Eheregister

Anmeldungen zur Eheschließung, Beantragung

von Ehefähigkeitszeugnissen, Erklärungen

zur Namensführung von Ehegatten

und Lebenspartnern, Nachbeurkundungen

für deutsche Staatsangehörige, die im Ausland

geheiratet haben.

→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden):

Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115

Sterberegister

Anzeigen von Sterbefällen, Nachbeurkundungen

für im Ausland verstorbene deutsche

Staatsangehörige.

→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunde):

Mo/Di 9-11 Uhr, Do 14-16 Uhr, Tel. 030 115

Urkundenstelle

Ausstellung von Urkunden aus den Geburten-,

Ehe-, Lebenspartnerschafts- und Sterberegistern

des Standesamtes Reinickendorf

von Berlin.

→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden):

Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115

Straßen- und Grünflächenamt

Das Straßen- und Grünflächenamt ist im

Fachbereich Grünflächen für den „Grünen

Norden” Berlins zuständig. Der Bezirk

Reinickendorf ist geprägt durch ausgedehnte

Wasserflächen, weitläufige Waldflächen

und eine Vielzahl von Grün- und

Parkanlagen. Allein 1.200 ha Grünflächen,

fast 20 Prozent des bezirklichen Siedlungsgebiets,

tragen mit ihrem Freizeitwert

zur hohen Lebensqualität bei. Außerhalb

von Wald- und Privatflächen sind über

135.000 „öffentliche” Bäume an der Verbesserung

des Stadtklimas beteiligt, wovon

45.000 Bäume die Straßen flankieren und

so das grüne Stadtbild des Bezirks prägen.

Die Verantwortlichen des Fachbereiches

kümmern sich nicht nur um Parkanlagen

und Baumpflegearbeiten, sondern auch um

die Spielplätze, die Hundegärten und die

Friedhöfe. Auf 93 Spielplätzen können sich

Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene

austoben. Sie sind Ort der Begegnung und

stellen ein abwechslungsreiches, naturnahes

und anregendes Spiel- und Bewegungsangebot

für alle Altersgruppen, ob mit oder

ohne Behinderung, dar.

Seit Jahren verfolgt der Bezirk erfolgreich

eine Strategie zur Verbesserung des Zusammenlebens

von Hundehaltern und Mitbürgern

ohne Hunde durch die Einrichtung von Hundegärten.

Reinickendorf ist berlinweit der

einzige Bezirk, der Hunden mit ihren Besitzern

auf jeweils knapp 1.000 m² einen Parcours

mit verschiedenen Hindernissen anbietet.

Im Fachbereich Straßen steht das Straßenund

Grünflächenamt vor der Herkulesaufgabe,

das Reinickendorfer Straßennetz mit

einer Länge von ca. 472,4 km und einer

Fläche von rund 7,9 Millionen m² inklusive

der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden

Bundesfernstraßen B96 und der Autobahn

A 111 zu erhalten und zu bewahren. Straßenbegeher

verschaffen sich regelmäßig einen

Eindruck vom Zustand der Straßen, die unter

einer langjährigen Unterfinanzierung aus

Landesmitteln gelitten haben. Darüber hi-

naus leisten die Bürger ihre Unterstützung,

indem sie im Internet unter „Ordnungsamt

online“ auf Probleme bzw. Gefahrenstellen

hinweisen. Berlin ist eine wachsende Stadt.

Mit ihr wachsen auch der Bezirk Reinickendorf

und die Anforderungen an den Verkehr.

Deshalb ist eine zukunftsorientierte

Entwicklung des Straßennetzes wichtig, die

die Interessen aller Verkehrsteilnehmer,

ob Fußgänger oder Autofahrer, Radfahrer

oder Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs,

berücksichtigt und in einen Ausgleich

bringt. Das Straßen- und Grünflächenamt

ist außerdem zuständig für die

Verwaltung der Kleingärten und Friedhöfe.

Die ca. 6.300 landeseigenen Klein- und

Erholungsgärten, die eine Fläche von etwa

2.500.000 m² ausmachen, sind auf 66 Anlagen

verteilt. Hinzukommen 10 Friedhöfe,

die zugleich Orte der langfristigen Besinnung

und Erinnerung sind.

Seit Mai 2018 gehört die Untere Straßenverkehrsbehörde

zum Straßen- und Grünflächenamt,

die für die Regelung des ruhenden

Verkehrs und des Nebenstraßennetzes

verantwortlich ist. Für das übergeordnete

Straßennetz, also die Hauptstraßen, ist die

Abteilung Verkehrsmanagement bei der

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr,

Klimaschutz und Umwelt der zuständige

Ansprechpartner.

☐ Straßen- und Grünflächenamt

→ Fachbereich Gartenbau

gruenflaechen@

reinickendorf.berlin.de

→ Fachbereich Straßenbau

strassen@reinickendorf.berlin.de

Umwelt- und Naturschutzamt

Das Umwelt- und Naturschutzamt schützt

als Ordnungsbehörde die Gewässer, den

Boden und die Luft vor dem Eintrag von

schädlichen Stoffen. Auch die Unterbindung

von schädlichen Einwirkungen auf

die Umwelt durch Abfall, Lärm, Geruch

und Lichtimmissionen durch den Betrieb

von nicht genehmigungsfähigen Anlagen


gehört zum Aufgabenspektrum. Zudem ist

das Umwelt- und Naturschutzamt dafür zuständig,

dass unzulässig gelagerte Abfälle

von den Verantwortlichen entsorgt werden,

und auch der Baumschutz auf privaten

Grundstücken fällt in den Zuständigkeitsbereich

des Amtes.

Ein breites Aufgabenfeld im Naturschutz obliegt

der zum Umwelt- und Naturschutzamt

gehörenden „Unteren Naturschutzbehörde“.

Sowohl durch den ordnungsbehördlichen

Vollzug des Natur- und Artenschutzes als

auch in Planungsverfahren und in Projekten

werden Natur und Arten so geschützt, dass

sie auch für zukünftige Generationen unter

sich verändernden Bedingungen als wichtige

Lebensgrundlage zur Verfügung stehen. Insbesondere

bei Eingriffen in Natur- und Landschaft

ist das Ziel, die Artenvielfalt, die Natur,

das Klima, die Grundwasserneubildung und

die Qualität der Gewässer zu erhalten sowie

Naturräume zur Erholung und zur Bewahrung

des Landschaftsbildes zu schaffen.

Veterinär-/Lebensmittelaufsicht

Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht

überwacht den Verkehr mit Lebensmitteln,

Bedarfsgegenständen, Tabakwaren, kosmetischen

Mitteln sowie mit frei verkäuflichen

Arzneimitteln außerhalb von Apotheken.

Darüber hinaus ist sie u. a. zuständig für

die Tierseuchenrechtliche Überwachung

inkl. Untersuchung der landwirtschaftlichen

Nutztierbestände und anderer Tierbestände,

die Tierschutzrechtliche Überprüfung

von gewerblichen und privaten Tierhaltungen

sowie der Rassebeurteilung von Hunden

nach dem Hundegesetz Berlin.

Amt für Weiterbildung und Kultur

Im Amt für Weiterbildung und Kultur sind die

Stadtbibliothek Reinickendorf, die Musikschule

Reinickendorf, die Volkshochschule

Reinickendorf, das Museum Reinickendorf

mit zwei Gedenkorten und zwei Galerien,

die Graphothek Berlin, die Jugendkunstschule

„Atrium“ und die beiden Spielstätten

Ernst-Reuter-Saal und Fontane-Haus

zusammengeschlossen. Im Rahmen der

REINICKENDORF CLASSICS bieten der

Ernst-Reuter-Saal und das Fontane-Haus

jährlich herausragende Konzerte mit lokalen,

nationalen und internationalen Künstlern.

Mit bis zu 1.000 Zuschauerplätzen sind

sie das Forum Reinickendorfs für professionelle

Bühnenpräsentationen vieler Musik-,

Theater- und anderer Kulturprogramme.

Stadtbibliothek Reinickendorf

Innovationsstark und zukunftsorientiert zeigt

sich die Stadtbibliothek Reinickendorf an

allen fünf Standorten und in der Fahrbibliothek:

neben Büchern, CDs, DVDs und

Tageszeitungen sowie Zeitschriften wartet

sie mit weiteren interessanten Angeboten

auf und hat den Anspruch, Ort der Begegnung

für die gesamte Stadtgesellschaft zu

sein. Alle Stadtteilbibliotheken und besonders

die Humboldt-Bibliothek als Bezirkszentralbibliothek

bieten auf ihren Kiez bezogene,

breitgefächerte Veranstaltungen,

von Lesungen mit Musik, Schreib- und Lesekreisen,

Ausstellungen bis hin zu Diskussionsrunden.

In der Sprach- und Leseförderung

für Kinder und Jugendliche beschreitet

man hier neue Wege. Zum Einsatz kommen

Tablets, Active Panels, der humanoide Roboter

NAO6, weitere kleinere Roboter und

das japanische Papiertheater Kamishibai.

Stolz ist die Humboldt-Bibliothek zudem

auf den HumBot Coding Space und den

Makerspace, der sich an alle Generationen

und besonders an Familien richtet.

Hier kann gewerkelt und getüftelt werden.

Es steht verschiedenste technische Ausstattung

(3D-Drucker, VR-Brillen, Digitalisierung

von Fotos und Videos) zum angeleiteten und

selbstständigen Gebrauch bereit.

berlin.de/stadtbibliothek-reinickendorf

Volkshochschule Reinickendorf

Die Volkshochschule Reinickendorf bietet

ein vielfältiges Kursangebot in Präsenz- und

zunehmend ergänzend in Onlineformaten

in unterschiedlichen Themenbereichen an:

Politik & Gesellschaft, Familie und Umwelt,

Kunst, Kultur & Kreativität, Gesundheit und

Ernährung, Deutsch & Integration, Fremdsprachen,

Arbeit & Beruf und Grundbildung.

Die Themenvielfalt wird kontinuierlich

in zwei Semestern im Jahr ausgebaut.

Über 1.500 Kurse, Seminare, Workshops,

Veranstaltungen aus nahezu allen Weiterbildungsbereichen

hält sie so jährlich für

Interessierte bereit. Das Bildungsangebot

ist generations- und kulturübergreifend und

richtet sich hauptsächlich an Erwachsene

und junge Menschen ab 15 Jahren.

Das komplette Programm finden Sie unter:

vhs-reinickendorf.de

Musikschule Reinickendorf

Die öffentliche Musikschule Reinickendorf

empfiehlt sich als kompetenter Partner für

die musikalische Bildung im Bezirk. Sie hält

nicht nur ein vielfältiges Angebot an Instrumental-,

Vokal- und Tanz- und Bewegungsunterricht

bereit, sondern auch das Instrumentenkarussell,

in dem innerhalb eines

Jahres zwölf unterschiedliche Instrumente

kennengelernt und deren Möglichkeiten und

Klänge ausführlich erkundet werden können.

Für das Erlernen aktueller musikalischer Stile

und Sounds steht ein umfassend ausgestattetes

Tonstudio zur Verfügung. Das gut

ausgebildete und erfahrene Lehrpersonal

bietet wohnortnah Unterricht in fünf Lehrstätten:

Jugendkunstschule Atrium und Fontane-Haus

im Märkischen Viertel, Grünes

Haus (Tegel), Fuchssteiner Weg (Frohnau),

Kinderopernhaus (Hermsdorf) und in über

30 Schulen im Bezirk an.

musikschulereinickendorf.de

Graphothek Berlin

Einen echten Chagall, Warhol oder Penck

für die Wohnung oder das Büro? In der Graphothek

können gerahmte Originalgrafiken

privat oder für Geschäftsräume ausgeliehen

werden. Die Graphothek Berlin ist Deutschlands

erste Artothek und bietet mittlerweile

mehr als 6.000 Kunstwerke an.

graphothek-berlin.de

131

DAS BEZIRKSAMT


DAS BEZIRKSAMT

132

Museum und kommunale Galerien

Reinickendorf

Das Museum Reinickendorf zeigt in seiner

ständigen Ausstellung die vielfältige Geschichte

und Kultur des Bezirks. Darüber hinaus

finden historische Sonderausstellungen

statt. Im Garten präsentiert es ein in Berlin

einzigartiges germanisches Gehöft. Teil des

Museums ist ein öffentlich zugängliches Archiv,

in dem Interessierte im umfangreichen

Bestand recherchieren können. Zum Museum

gehören die bezirklichen Gedenkorte

„Krumpuhler Weg“, an dem sich bis 1945 ein

Zwangsarbeiterlager befand, und das Geschichtslabor

Eichborndamm, die ehemalige

Städtische Nervenklinik für Kinder. Das Museum

hält für Grundschulen und höhere Klassenstufen

museumspädagogische Angebote

bereit. Ausstellungen von Berliner Künstlerinnen

und Künstlern sind in den beiden kommunalen

Galerien, der GalerieETAGE im

Museum und der Rathaus-Galerie, zu sehen.

museum-reinickendorf.de

kunstamt-reinickendorf-rathausgalerie.de

Jugendkunstschule ATRIUM

Das ATRIUM ist die größte Jugendkunstschule

Deutschlands mit Angeboten in den

Bereichen Kunst & Medien, Wortkunst, Theater

& Tanz. Sie bietet Kindern und Jugendlichen

vielfältige Möglichkeiten, künstlerische

Ausdrucks- und Gestaltungsinteressen

zu verwirklichen. Sie verfügt über diverse

Werkstätten, Ateliers, Probebühnen, eigene

Ausstellungsmöglichkeiten, einen kleinen

Kunstpark und einen Kostümfundus. Sie

versteht sich als Schnittstelle zwischen freier

Kunst und Schule und ist ein dritter Lernort

neben Schule und Elternhaus. Mit den

jährlich stattfindenden künstlerischen Werkstätten

wie der „Reinickendorfer Musischen

Tage – Kunst- und Musikwerkstätten“ und der

berlinweiten Reihe „Kunst Werkstatt Experiment“

ist das ATRIUM landesweit bekannt.

Internationale Kontakte und Austauschprojekte,

besonders zu Frankreich, China, und

Polen, sind Teil des Programms.

atrium-berlin.de

Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung stärkt den Wirtschaftsstandort

Reinickendorf mit dem

Ziel, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu

schaffen. Als zentrale Anlaufstelle begleitet

sie Unternehmen aller Branchen sowie

Gründerinnen und Gründer in allen Phasen

– von der ersten Idee über Wachstum und

Expansion bis hin zur Unternehmensnachfolge.

Dazu gehört auch die Beratung zu Förderprogrammen

des Landes Berlin.

Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und

Verwaltung setzt sich die Wirtschaftsförderung

aktiv für die Interessen der Unternehmen

ein. Sie begleitet administrative

Verfahren, stellt gezielt Kontakte zu den

zuständigen Fachämtern her und unterstützt

dabei, bürokratische Prozesse effizient

zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bestandspflege

und dem aktiven Austausch

im Bezirk. Mit bewährten Netzwerk- und

Informationsformaten wie dem „Ausbildungsbuddy“,

dem „Ladies Lunch“ oder

„Netzwerken in Reinickendorf / Verbinden-

Wachsen-Gewinnen“ fördert sie den Austausch

zwischen Unternehmen, Verwaltung

und weiteren lokalen Akteuren.

Der Tourismussektor ist ein wichtiger Baustein

der regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Deshalb ist die bezirkliche Tourismuskoordination

bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt.

Zu ihren Aufgaben zählen die Vernetzung

der Akteure aus Gastronomie, Hotellerie

und Freizeitwirtschaft sowie die strategische

Weiterentwicklung Reinickendorfs

als attraktive Destination innerhalb Berlins.

☐ Wirtschaftsförderung

Leitung: Christian George

Tel. 030 90294-5670

Eichborndamm 215, 13437 Berlin

wirtschaftsberater@reinickendorf.

berlin.de t1p.de/wf-rd

Termine nach Vereinbarung

Wohnungsamt

Der Fachbereich Wohnen bearbeitet u. a.

Wohngeld- und Lastenzuschussanträge, Anträge

auf Bildungs- und Teilhabeleistungen

nach § 6 BKKG, Anträge zur Wohnberechtigung

im Sozialen Wohnungsbau (WBS) oder

auch Anträge zur zweckfremden Nutzung

von Wohnraum. Anträge auf Wohngeld,

WBS und andere wohnungswirtschaftliche

Bescheinigungen sind am einfachsten direkt

an das Wohnungsamt zu senden oder auf

Wunsch an die Bürgerämter. Die notwendigen

Formulare gibt es in den Bürgerämtern

oder als Download auf der Internetseite des

Fachbereiches.

☐ Fachbereich Wohnen

Bezirksamt Reinickendorf

Neheimer Str. 63, 13507 Berlin

Tel. 030 115 t1p.de/fbw_rd

wohnungsamt@reinickendorf.berlin.de

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Professionelle Hundepflege in Berlin

& praxisnahe Hundefriseur-Kurse

Leistungen im Hundesalon

% Kleine Pflege (ca. 2 Std.)

) Komplettpflege (2-4 Std.)

A Friseur ohne Waschen (ca. 2 Std.)

i Hand-Stripping (ca. 3 Std.)

p Katzengrooming (ca. 1-2 Std.)

H Krallenpflege (ca. 15 Min)

Öffnungszeiten

Mo - Sa 10:00 – 18:00

So geschlossen

Brunowstraße 48 · 13507 Berlin

Tel: 0172 2638198

info@miez-mops.com

www.miez-mops.com


STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten

A | B | C | D | E

→ albatros social.................................... 96-97

→ Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit,

Beratung bei.................... 115

→ Alzheimer Angehörigen-Initiative.......... 106

→ Ambulante Hilfen zur Erziehung..............96

→ Aufzüge......................................................38

→ Augenoptiker............................................... 5

→ Ausbildungszentrum

für Handel und Wirtschaft........................ 49

→ Autoglas.....................................................70

→ Autokosmetik..............................................71

→ Bars............................................................ 75

→ Behinderung,

Angebote für Menschen mit............... 46-47

→ Berliner Starthilfe.......................................91

→ Berufliche Weiterbildung für Firmen........ 45

→ Bezirksamt Reinickendorf......................... 52

→ Biergarten Schilleroase............................ 73

→ Blumenläden..............................................81

→ Bodenwaschanlage.................................. 54

→ BORSIG.....................................................50

→ Buchhandlungen..................................23, 31

→ Cafés............................................... 7, 75, 113

→ Demenz, Beratung für Angehörige....... 106

→ Deutsches Symphonie-Orchester

Berlin (DSO).............................................. 23

→ Diakoniezentrum Heiligensee..................112

→ EDEKA-Märkte.........................2. USS, 77-78

→ Ehrenamtsbüro......................................... 110

→ EJF – Evangelisches Jugendund

Fürsorgewerk.................112-113, 4. USS

→ Entsorgungslösungen................................ 62

→ Eventlocation.......................................72, 93

F | G | H | I | J

→ Fahrrad und Service.................................84

→ Fahrschule....................................................7

→ Familienzentren.........................................82

→ FORUM Berufsbildung.............................53

→ Fraktionen, Parteien...........................119-121

→ Friseursalon...............................................98

→ Führungskräfteentwicklung....................... 45

→ Gardinen, Jalousien....................63, 3. USS

→ GEA Group.................................................51

→ Gemeinschaftsunterkunft.........................96

→ Gewalt/Missbrauch, Beratung bei.......... 94

→ Glasfasernetz (Telekom)............................21

→ Gourmanderie (Kochevents, -kurse)........ 72

→ Grillhaus.....................................................81

→ Hallen am Borsigturm................................13

→ Happy Food (Burger)................................ 75

→ Hotel........................................................... 79

→ Hundesalons......................................132-133

→ Insektenschutz.................................... 3. USS

→ Institut für Prävention u. Achtsamkeit...... 94

→ Investitionsbank Berlin.........................41, 43

→ Jobcenter...................................................48

→ Jugendhilfe................................................82

→ Juwelier, Schmuck......................................81

K | L | M | N | O

→ Kaffeehaus................................................... 9

→ Kasino Frohnau......................................... 26

→ Kfz-Sachversändiger..................................71

→ Kindertagesstätten.............................. 87, 97

→ Kliniken......................................104, 107, 109

→ Kochevents, Kochkurse............................. 72

Lokale Unternehmen mit guten

Ausbildungs- und Jobangeboten:

· Schmitt + Sohn Aufzüge........................... 38

· Euro Akademie + Euro Schulen............... 39

· Bezirksamt Reinickendorf.................. 48, 52

· BORSIG..................................................... 50

· HAW Ausbildungszentrum

für Handel und Wirtschaft.........................49

· GEA Refrigeration Germany GmbH........ 51

· Forum Berufsbildung.................................53

· frizzforum....................................................45

· Wilhelmstadt Schulen............................... 89

· P.A.N. Zentrum

der Fürst Donnersmarck-Stiftung.............118

· EJF gemeinnützige AG................113, 4. USS

Aus Hermsdorfer Stein

Sonja Rörig Fuchs gestaltete

den Fuchs am Rotes

Rathaus in der Rathausstraße

15 – und tatsächlich

hat der Fuchs auch

mitten im Herzen von

Berlin sein Revier. Das

Rote Rathaus verdankt

sein Rot den Ziegeln aus

Hermsdorf.

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133


STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten

→ Komödie am Kurfürstendamm..................31

→ Kosmetikstudio..........................................98

→ Krankenhäuser..........................104, 107, 109

→ Kulturhaus Centre Bagatelle....................36

→ Kunst- und Bau-Glaserei..........................69

→ Landhaus................................................... 79

→ Lernschwierigkeiten,

Angebote für Menschen mit......................91

→ Lotto Stiftung Berlin...................................31

→ Markisen............................................. 3. USS

→ Mehrgenerationenhaus............................96

→ Music Campus Berlin................................ 23

→ Musikschule...............................................85

→ NABU (Waldpatenschaften).....................55

→ Netzwerke.................................................. 44

→ Neurorehabilitation.................................. 118

P | Q | R | S | T

→ Parteien...............................................119-121

→ Pensionen.................................................. 79

→ Pflegeberatung....................................... 105

→ Pflegestützpunkte......................................96

→ Photovoltaik...............................................60

→ Physiotherapie......................................... 108

→ Plauderkasse............................................. 76

→ Rechtsanwälte.................................... 38, 45

→ Recycling, Entsorgung.............................. 62

→ Rehabilitation (Kliniken)................... 109, 118

→ Restaurants............................... 11, 75, 79, 81

→ REWE...................................................... 9, 76

→ Sanitär, Gas, Heizung...............................69

→ Schlüsseldienst.........................................134

→ Schmuckwerkstatt......................................81

→ Schulen................................................39, 89

→ Schulsozialarbeit, Schulstation................ 97

→ Schönheitsfarm.........................................98

→ Shopping Malls..........................................13

→ Solartechnik...............................................60

→ Sonnenschutz..................................... 3. USS

→ Sportclubs................................................ 103

→ Sportvereine............................................ 103

→ Stadtteilzentren......................................... 97

→ Stehgreif-Orchester...................................31

→ Steuerberater............................................ 45

→ Strandbad Lübars.......................................11

→ Suchtberatung.......................................... 115

→ Suchthilfe.............................................91, 115

→ Supermärkte....................... 2. USS, 9, 76-78

→ Technik (Einzel- und Großhandel)...........39

→ Teehaus.........................................................7

→ Telekom (Schnelles Glasfasernetz)..........21

→ Theater........................................................31

→ Tierarztpraxis............................................133

U | V | W | X | Y | Z

→ Umwelttechnik........................................... 54

→ VARPOINT.................................................93

→ Virtual Reality............................................93

→ Waldorfschule...........................................89

→ Werksverkauf (Wurst und Fleisch)............ 77

→ Wirtschaftsförderung...........................41, 43

→ Wirtshaus................................................... 79

→ Wohnraumanpassung............................. 104

→ Wohnungsunternehmen............................68

→ Wurst- und Fleischspezialitäten............... 77

→ Zweithaarstudio........................................98

Impressum

Herausgeber und Realisierung

aperçu® Verlagsgesellschaft mbH

Gubener Str. 47, 10243 Berlin

Tel. 29371-400

www.verlag-apercu.de

www.berlin-broschueren.de

Geschäftsleitung: D. Otto, H. Thürsam

Redaktion: B. Nößler, Ch. Hentschel

S. Nöbel, M. Pelny, K. Rolshausen

Anzeigen: J. Ziebarth, K. Burchhardt,

U. Nickel, E. Cox, D. Leonardi,

J.-O. Gehrold, R. Starcken, H. Erb

Die Broschüre wurde erstellt in Kooperation

mit dem Bezirksamt Reinickendorf.

Redaktionsschluss: 01.06.2026

Nachdruck – auch auszugsweise – oder

Fotokopien dürfen nur mit Quellenangaben

und ausdrücklicher Genehmigung des

Herausgebers/Verlages erfolgen. Für die

Anzeigeninhalte ist nicht der Herausgeber,

sondern sind die Inserenten verantwortlich.

Ein großer Dank an allen Unternehmen,

die sich in dieser Broschüre mit einer

Anzeige präsentieren.

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