Reinickendorf: Stadt. Land. Fuchs.
Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt für sich. Die Bezirksbroschüren charakterisieren das Besondere des Bezirkes. Jährlich bzw. alle zwei Jahre berichten sie über alle aktuelle Entwicklungen. Der Behördenwegweiser hilft, Ansprechpartner im Amt zu finden. Global tätig, sind die Unternehmen doch regional verwurzelt: Die Publikationen berichten von neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, Gesundheit und Sport, Kultur und Tourismus. Projekte der Stadtentwicklung werden präsentiert. Umwelt und Nachhaltigkeit haben allerorten eine große Bedeutung ebenso wie Angebote der Fachkräftegewinnung, für Aus- und Weiterbildung.
Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt für sich. Die Bezirksbroschüren charakterisieren das Besondere des Bezirkes. Jährlich bzw. alle zwei Jahre berichten sie über alle aktuelle Entwicklungen. Der Behördenwegweiser hilft, Ansprechpartner im Amt zu finden.
Global tätig, sind die Unternehmen doch regional verwurzelt: Die Publikationen berichten von neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, Gesundheit und Sport, Kultur und Tourismus. Projekte der Stadtentwicklung werden präsentiert. Umwelt und Nachhaltigkeit haben allerorten eine große Bedeutung ebenso wie Angebote der Fachkräftegewinnung, für Aus- und Weiterbildung.
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BEZIRKSBROSCHURE
Tegeler See
© Dagmar Schwelle/visitBerlin
Märkisches Viertel
Humboldt Bibliothek
Hallen Am Borsigturm
© S. Nöbel/aperçu
© Landesdenkmalamt Berlin, Thorsten Dame
© Frank Heise
Stadt. Land. Fuchs.
REINICKENDORF
2026/27 | fuchsbezirk.de
???
Ulrich
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Tiefgarage auf ca. 9O Stellplätzen
➜ Post und Lotto direkt im Markt
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Öffnungszeiten: Mo-Sa 7-22 Uhr
Bäcker: Mo-Sa 7-19 Uhr, So 8-11 Uhr
Post: Mo-Fr 10-13 u. 14-18 Uhr, Sa 8:30-14 Uhr (Pause tgl. 13-14 Uhr)
2
Das Besondere an
REINICKENDORF
Marcus Gorstein
Musiker.
Er arbeitete schon
mit Dieter Birr, KARAT
und den Zöllnern.
Reinickendorf verbindet für mich auf
besondere Weise Großstadt und Natur
– mit seinen Wäldern, Seen und
ruhigen Ecken ist der Bezirk ein wunderbarer
Ort zum Durchatmen und
Auftanken. Gleichzeitig trifft man hier
auf vielfältige Menschen, internationale
Restaurants aus aller Welt und eine
offene, herzliche Atmosphäre. Besonders
schätze ich den nachbarschaftlichen
Zusammenhalt und das Gefühl,
dass die Menschen hier wirklich miteinander
verbunden sind.
Christian Biadacz
lebt in Tegelort
und leitet die
Agentur 28IF
Musikpromotion
…das Unspektakuläre. Schwimmt man
fünf Minuten durch die Havel, ist man
schon in Spandau, geht man ein paar
Meter weiter ins Wasser, landet man in
Brandenburg. Schön wäre, wenn man
ebenso schnell in die Berliner Innenstadt
gelangen würde. So ist es hier ein
ruhiger Ort mit toller Natur - und mit einer
gut sortierten Humboldt-Bibliothek.
© privat
ist für mich...
Daniela Böhle
Schriftstellerin, lebt
mit ihrer Familie
zwischen Havel
und Tegeler Forst.
…dass es neben dem Stadtleben auch
Wasser und Wald zu bieten hat. Als ich
vor fast 20 Jahren nach Konradshöhe
gezogen bin, war mir als Stadtkind der
große Tegeler Forst nicht recht geheuer.
Inzwischen liebe ich alles hier – die
Fähre nach Hakenfelde und die auf die
Inseln im Tegeler See, das Strandbad
und das Wildgehege. Ich genieße aber
auch das städtische Gesicht von Reinickendorf
– das lebendige Tegel, den
Schollenflohmarkt in der Freien Scholle.
Ach, und der Sport: Die Füchse sind
nicht nur ein toller Sportverein, sondern
auch der größte Fußballverein im Berliner
Norden. Um Fußball, um ein Mädchen,
um Mut und Freundschaft geht es
auch in meinem neuen Buch „Birgit Prinz
– das Mädchen und die Siegerin“. Die
Buchpremiere findet am 24. Oktober im
„Schlot“ in der Chausseestraße statt. Für
die Gäste plane ich einen Fußballkuchen
zu backen, hoffentlich gelingt mir das!
© Sandra Schuck
Emine
Demirbüken-Wegner
Bezirksbürgermeisterin
von
Reinickendorf
(2023-2026)
… dass es ein bisschen von allem hat.
Reinickendorf steht für Grün, Wasser
und Erholung genauso wie für Industrie,
Handwerk, Handel, Land- und
Forstwirtschaft sowie Kultur und Bildung.
Sogar UNESCO-Weltkulturerbe
haben wir mit der Wei ßen Stadt! Ich
liebe unseren vielfältigen Fuchsbezirk
und arbeite sowie engagiere mich hier
mit ganzem Herzen.“
Leopold Altenburg
Schauspieler, Clown,
Autor und Ururenkel
der Kaiserin Sissi
...mein Spaziergangs-Lieblingsort
ganz in der Nähe unseres Hauses:
das Naturschutzgebiet Tegeler Fließ.
Klaus Marxen
Autor, Fotograf,
ehemaliger
Universitätsprofessor
und Richter
In einem Groß-Berlin zwischen Glanz
und Elend, Hektik und Stillstand, Masse
und Vereinzelung, Großmannssucht
und Kleingeistigkeit macht Reinickendorf
ein ruhiges, gelassenes, nachbarschaftliches,
kulturell interessiertes
und naturnahes Leben möglich, das
den Zugezogenen die Aussicht bietet,
sich eine zweite Heimat zu erwerben. 3
© Emilia Altenburg
???
4
Sehenswertes
☐ Ortsteile: Elfteilige Vielfalt...............6-12
☐ Fotoreise im Fuchsbezirk
von A bis Z....................................... 14-20
Kultur · Tourismus · Geschichte(n)
☐ Partnerschaftliche Beziehungen:
→ Neue Städtepartnerschaft
mit Bakırköy...........................................22
☐ Frohnau:
→ Die Architekten der Gartenstadt......24
→ Lesetipps............................................26
→ Liedermacher Reinhard Mey............26
→ Kulturkomplex Am Fuchsstein...........27
→ Markanter Wetterpilz.........................27
☐ Waidmannslust:
→ Bürgerinitiative, Ortsgeschichte......28
☐ Humboldt-Bibliothek:
→ Architektur- und Bildungserlebnis....29
☐ Lübarser Hofkultur:
→ Kolkraben beim Sommerfest........... 30
☐ Hermsdorf:
→ Ein Ururenkel von Kaiserin Sisi.........32
☐ Grafiker und Musiker K. Voormann:
→ Heiligensee und die Beatles............33
☐ Ausstellungsprojekt „Umbenennen?!“
→ Straßennamen erzählen Geschichte.. 34
☐ Das Digitales Deutsche Frauenarchiv:
→ Digital. Divers. Feministisch.............35
☐ Schicksale Berliner Architektur...........36
☐ Ernst-Reuter-Saal im Rathaus:
→ Die Glücklichmacher........................37
Wirtschaft · Ausbildung · Karriere
☐ Verbraucherzentrale informiert:
→ Erbrecht, Rentenrecht, Mietrecht.... 38
☐ Netzwerktreffen:
→ Ideen zur Mitarbeitergewinnung..... 40
☐ Wirtschaftsempfang 2025 und 2026:
→ Weitere „Local Champions“............42
☐ Reinickendorfer Ladies Lunch.............44
☐ Frauennetzwerk YouGrow....................44
☐ Existenzgründerportal (BMWE)...........45
☐ Ausbildung und Beschäftigung
von Menschen mit Behinderung
→ Schichtwechsel..................................46
→ Finanzielle Hilfen für Unternehmen...46
☐ Jobcenter Reinickendorf.....................48
☐ Reinickendorfer Ausbildungsbuddy... 50
☐ „Schule trifft Wirtschaft“.....................52
☐ Berlins Ausbildungssuchmaschine.....53
Umwelt · Natur · Nachhaltigkeit
☐ Tegeler See:
→ Die Geheimnisse der Inseln.............56
→ Frühjahrsputz: 30 Säcke Müll.......... 58
☐ Digitaler Gewässeratlas:
→ Weil es gut tut, am Wasser zu sein.. 58
☐ Naturschutzgebiet Tegeler Fließ:
→ Lehrreicher Eichwerder Steg............59
☐ Solarcity Reinickendorf...................... 60
☐ Clean-Up-Day mit dem
Reinickendorfer Fuchs-Parlament.......62
Wohnen · Stadtentwicklung
☐ Frohnaus Wahrzeichen:
→ Der Kasinoturm..................................64
☐ Schumacher Quartier:
→ Erste Baufelder..................................65
☐ Märkisches Viertel:
→ 176 neue Wohnungen........................64
→ Neues vom Märkischen Quartier.....69
☐ Stadtentwicklungspreis 2026:
→ Vom Bestandsbau zum Zukunftsort.. 66
☐ Heiligensee:
→ Spendengelder für Turmsanierung..67
☐ Waidmannslust:
→ Cité Foch plant weitere Wohnungen... 67
☐ Klimafreundlich Heizen....................... 68
☐ Mobilität:
→ Ladeinfrastruktur................................70
→ Begleitetes Fahren ab 17....................... 70
→ Prävention: Fit für die Straße.................. 71
Gute Adressen
☐ Ernährungscoaches im Einsatz...........73
☐ Süße Werksverkäufe............................. 74
☐ Erste Plauderkasse Berlins..................76
☐ „Brusi“ in der Brusebergsiedlung...... 80
☐ Standesamt Reinickendorf................. 80
☐ Restaurants, Cafés, Pensionen, Hotels,
Schmuck, Blumenläden, Märkte...... 73-81
Kinder · Jugend · Familie
☐ Neues Jugend- u. Stadtteilzentrum... 83
☐ Fuchs-Parlament..................................84
☐ FSJ im Kulturbereich........................... 85
☐ Kita-Navigator..................................... 86
☐ Kinderrechte-Tag................................. 86
☐ Schulen................................................. 88
☐ Jugendfreizeiteinrichtungen...............93
☐ 75 Jahre Fuchsbau: Mit Zeitzeugin.....93
☐ Familienzentren und -treffs.................95
Sport · Gesundheit · Soziales
☐ Wanderpaddeln, Hockey...................100
☐ Traditionelle Meisterehrung..............100
☐ 100 Jahre Frohnau SC........................101
☐ Im Sprint die Stadt durchqueren......102
☐ Kliniken und Krankenhäuser...... 104-109
☐ Herzmediziner geehrt........................108
☐ Auszeichnungen für Ehrenamtliche...110
☐ 3. Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel.114
☐ Quasselbänke, Integrationsarbeit,
Freiwillige Feuerwehr, Kiezdialog.....116
☐ Kaffeewette, Quartiersläufer, BENN.117
☐ Fest der Religionen..............................119
Verwaltung · Politik
☐ Seniorenvertretung............................120
☐ Beauftragte im Bezirk................. 122-123
☐ Die Ämter im Bezirksamt............ 124-132
Sonstiges
☐ Stichwortverzeichnis, Impressum..... 134
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5
Der Bezirk und seine Ortsteile
Elfteilige Vielfalt
Reinickendorf
Tegel
Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile
und jeder hat seine Besonderheiten, wie
die folgenden Seiten zeigen. Insgesamt ist
Reinickendorf von Wäldern und Gewässern
geprägt, hingegen seine südlichen Teile
städtisch bebaut sind.
Ein Dorf ist Reinickendorf schon längst nicht
mehr, obwohl es den alten Dorfanger im
gleichnamigen Ortsteil, der dem ganzen
Bezirk seinen Namen verlieh, noch gibt.
Urkundlich wurde es erstmals als Renekendorf
im Jahre 1344 erwähnt. Industrie
siedelte sich in Alt-Reinickendorf dann vor
weit über hundert Jahren an. Einen erheblichen
Aufschwung brachte die Fertigstellung
der Nordbahn 1877. Im Jahr 1893 folgte
die Kremmener Bahn und 1901 die Heidekrautbahn,
womit dieser Berliner Vorort gut
erschlossen war.
Einwohner: 86.061
Fläche: 10,50 km²
Bevölkerungsdichte:
8.062 Einwohner/km²
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Die Mischung
macht’s
Einwohner: 38.453
Fläche: 33,70 km²
Bevölkerungsdichte:
1.107 Einwohner/km²
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Erholungsoase
mit Wirtschaftsfaktor
6
Reinickendorf wurde 1920 in das damals
entstandene Groß-Berlin eingemeindet
und Namensgeber des gleichnamigen Bezirks,
zu dem auch Wittenau, Tegel, Heiligensee,
Hermsdorf, Lübars, ein Teil von
Rosenthal, Frohnau, Tegel-Schloss, Jungfernheide-Nord
und Tegel-Forst gehörten.
Zunächst galt das auch für Wilhelmsruh und
Schönholz, sie wurden jedoch 1938 infolge
eines Gebietstauschs dem Bezirk Pankow
zugeschlagen. Diesen Verwaltungsakt
machten die Alliierten nach dem Zweiten
Weltkrieg nicht rückgängig. Bei der späteren
Teilung der Stadt bildete deshalb die
Nordbahntrasse für die Gebiete südlich des
Nordgrabens die Grenze. Die Bahnhöfe
Wilhelmsruh und Schönholz behielten – trotz
ihrer zu Mauerzeiten einseitigen Zugänglichkeit
von Westen – die Namen der östlich
der Trasse gelegenen Pankower Ortslagen.
Seit der letzten Verwaltungsreform im Jahr
2001 gehören neben Reinickendorf die
Ortsteile Wittenau, Tegel, Heiligensee, Frohnau,
Hermsdorf, Lübars, Waidmannslust,
Konradshöhe, Borsigwalde und das Märkische
Viertel zum Bezirk. Reinickendorf ist
flächenmäßig der fünftgrößte Bezirk der
Stadt. Insgesamt 271.755 Einwoh ner nennt
die Statistik für den 31. Dezember 2025.
Auch wenn im Wappen ein Fuchs zu sehen
ist und es oftmals behauptet wird: „Reineke
Fuchs“ hat nichts mit dem Namen des Ortsteils
zu tun. Namensgeber soll viel mehr ein
gewisser Bauer Reinhardt (niederdeutsch:
Re(i)neke) sein, der sich um 1230 mit ein
paar Gefolgsleuten aus dem Harz in der
Gegend um den Schäfersee (in der Nähe
der Residenzstraße und des U-Bahnhofes
Franz-Neumann-Platz) niederließ. Seitdem
ist eine Menge passiert, aus dem historischen
Angerdorf ist spätestens durch die
Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts
ein moderner Ortsteil geworden – inklusive
UNESCO-Welterbe (die zwischen 1928
und 1931 entstandene Wohnsiedlung „Weiße
Stadt“). Ansonsten besteht der Reiz des
Ortsteils besonders darin, dass sich hier
Großstadtstruktur und Dorfflair vereinen.
Es gibt Parkanlagen, Seen und Kleingartenkolonien
sowie Industrie und Handel –
flankiert von quirligem Leben. Seit 1920
(mit der Eingemeindung nach Groß-Berlin)
gibt der Ortsteil dem kompletten Bezirk seinen
Namen.
„Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel.
Wir sind so klug, und dennoch spukt’s
in Tegel“, schrieb Johann Wolfgang Goethe
in „Faust“. Der Dichter soll gar hier gewesen
sein und es sich 1778 unter der dicken
Marie gemütlich gemacht haben. Die „Dicke
Marie“ gilt als der älteste Baum Berlins
und steht im Tegeler Forst. Den Namen hat
die fast 19 Meter hohe Stieleiche von Wilhelm
und Alexander von Humboldt in Anspielung
auf ihre wohlbeleibte Köchin im
Schloss Tegel (in dem die Brüder aufwuchsen)
erhalten. Ansonsten ist Tegel durch seinen
2020 nach 36 Jahren geschlossenen
Flughafen, dem „Airport der kurzen Wege“,
berühmt geworden. Ohne Fluglärm ist der
Ortsteil mit Tegeler See und Forst sowie der
Greenwichpromenade (maritimer ist es nirgends
in Berlin) einmal mehr Erholungsoase.
Zudem wird Tegel als bedeutender Wirtschaftsstandort
geschätzt und hat mit dem
Gymnasium „Schulfarm Insel Scharfenberg“
sowie mit der Villa Borsig für zukünftige Diplomaten
ungewöhnlich schöne Bildungseinrichtungen.
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Konradshöhe/Tegelort
Heiligensee
Frohnau
Einwohner: 6.109
Fläche: 2,20 km²
Bevölkerungsdichte:
2.803 Einwohner/km²
Einwohner: 17.887
Fläche: 10,70 km²
Bevölkerungsdichte:
1.698 Einwohner/km²
Einwohner: 16.309
Fläche: 7,80 km²
Bevölkerungsdichte:
2.102 Einwohner/km²
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Umgeben von Wasser
und Grün
Gute Gründe
für einen Besuch
Kein Dorf, aber ruhig
und grün
8
Lebte in Konradshöhe mal ein richtiger,
waschechter Cowboy? Ja, zumindest gefühlt.
Der gebürtige Magdeburger Erich
Rosenthal lebte in den 1930ern hier und
war unter dem Pseudonym „Billy Jenkins“
als Kunstreiter, Lassowerfer und Greifvogeldresseur
bekannt. Unsterblich wurde er
allerdings durch die nach ihm benannten
Westernheftchen, für die er nicht nur seinen
Künstlernamen, sondern auch ein paar Fotos
zur Verfügung stellte – der Rest war allerdings
Legendenbildung. Real dagegen ist
der über einhundertjährige Ruf als Ort der
Sommerfrische, denn Konradshöhe/Tegelort
ist von Wasser (sowohl Tegeler See als
auch Havel) und Grün umgeben. Gegründet
wurde der Ortsteil 1865 – ein Kupferschmiedemeister
erwarb hier Land, baute darauf
und benannte es nach seinem ältesten
Sohn: „Conrads Höh“. Interessant: Während
in Konradshöhe viele Straßen nach Vögeln
benannt sind (von der Elstergasse bis zum
Lachtaubenweg), tragen etliche Straßen in
Tegelort Frauennamen (von der Almazeile
bis zum Gerlindeweg).
Dort, wo seit mindestens Ende des 15. Jahrhunderts
die Dorfkirche Heiligensee steht,
vielleicht auch daneben (je nach Quelle),
soll noch früher ein Heiligtum gestanden
haben, das eine große Heilkraft besaß. Was
man daran erkannte, dass am Haus stets
Krücken standen, die geheilte Lahme dort
zurückließen. Ob der Heiligensee, der den
westlichsten Ortsteil Reinickendorfs seinen
Namen gibt, deshalb so heißt, ist allerdings
nicht bekannt. Überliefert sind jedoch weitere
Sagen, beispielsweise sollen hier zwei
Glocken versunken sein, die man manchmal
noch hören und sehen kann. Klingt jetzt nicht
so absurd, denn das Seewasser ist klar und
sauber. Einer der Gründe, diesen Ortsteil
zu besuchen. Ein weiterer: die Baumberge,
eine Binnendünenlandschaft, die zum
Ende der letzten Eiszeit entstand. Seit über
30 Jahren kann man hier herrlich spazieren,
zuvor war es ein Manövergebiet der französischen
Alliierten. Auch wenn Heiligensee
kein klassischer ndustriestandort ist: bis vor
einigen Jahren waren hier die Unternehmen
Tetra Pak und Underberg ansässig.
Am 10. Mai 1910 wurde die Gartenstadt
Frohnau feierlich eingeweiht, neun Tage zuvor
bereits der Bahnhof. Dem vorausgegangen
war der Kauf von 3.000 Morgen Wald in
der Stolper Heide durch den Großindustriellen
Guido Henckel von Donnersmarck, der
auch die „Terrain-Centrale“ gründete, die
hier die Entstehung einer Villen- und Landhaussiedlung
realisieren sollten. Die Idee
war, ausschließlich Einfamilienhäuser in lockerer
Bebauung zuzulassen und die Straßen
mit Bäumen wie Ahorn, Eiche, Kastanie
und Linde zu säumen. Anfangs lebten hier
220 Menschen, keine 20 Jahre später (1938)
waren es schon über 10.000. In dieser Zeit
entstand auch das Berliner Zitat „In Frohnau
lebt die halbe Oper“, denn die neu geschaffene
Gartenstadt nach englischem Vorbild
zog neben Fabrikbesitzern, Beamten und
Handwerksmeistern auch viele Kunstschaffende
an. Das gilt übrigens bis heute. Das
Zentrum bilden der Ludolfingerplatz und der
Zeltinger Platz. Gesehen haben muss man
auch den Casinoturm, das Buddhistische
Haus und den Künstlerhof Frohnau.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 – 18:30 Uhr, Samstag + Sonntag 9:00 – 18:30 Uhr
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9
Hermsdorf
Waidmannslust
Lübars
Einwohner: 16.430
Fläche: 6,10 km²
Bevölkerungsdichte:
2.723 Einwohner/km²
Einwohner: 11.661
Fläche: 2,30 km²
Bevölkerungsdichte:
4.897 Einwohner/km²
Einwohner: 5.058
Fläche: 5,00 km²
Bevölkerungsdichte:
1.014 Einwohner/km²
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
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Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Wunderschöner
Fleck Erde
Ortsteil mit
Gasthausnamen
Mit echten
Bauernhöfen
10
Natürlich ist man stolz darauf, dass der Maler
Max Beckmann hier einige Zeit im Atelier
seiner ersten Ehefrau arbeitete, dass der
Schriftsteller Erich Kästner hier fünf Jahre
lang lebte und der Die Ärzte-Sänger Farin
Urlaub hier sein Abitur machte, doch den
Promibonus braucht das erstmals 1349 urkundlich
erwähnte Hermsdorf überhaupt
nicht, denn der entspannte Ortsteil ist ein
wunderschöner Fleck Erde, der vom Fließtal,
einem Naturschutzgebiet mit sattem Grün
und Tegeler Fließ, durchzogen ist. Einst gab
es hier aufgrund von hohem Tonvorkommen
eine Ziegelei, die zur Innenausstattung des
Roten Rathauses in Mitte beitrug. In den
1920er Jahren wurden hier auch Zelluloidpuppen
hergestellt, die heute noch antiquarisch
zu haben sind – man erkennt sie an den
kleinen Marienkäfern als Logo. Unbedingt
anschauen sollte man sich in Hermsdorf
den alten Ortskern und die 1830 erbaute
Dorfkirche mit ihrem barocken Saalbau. In
einer historischen Dorfschule von 1889 in
Hermsdorf ist übrigens das Heimatmuseum
Reinickendorf untergebracht.
Gibt es im Bezirk Reinickendorf einen Ortsteil,
der nach einem Wirtshaus benannt ist?
Allerdings. Der Förster und spätere Gastronom
Ernst Bondick kaufte der Witwe eines
Bauern ein etwa 16 Hektar großes Waldund
Heidegebiet ab, um eine Villenkolonie
zu gründen. Das war 1875. Als erstes eröffnete
Bondick ein Gasthaus, das er „Waidmannslust“
nannte. Kurz darauf hieß der
ganze Ortsteil so. Wenn man so will, teilt
sich Waidmannslust heute in zwei Welten.
Die eine mit den kleine(re)n Häusern und
der dörflichen Beschaulichkeit ist Hermsdorf
ähnlich, die andere mit der sogenannten
Schwarzwaldsiedlung erinnert eher an
das Märkische Viertel. Eigentlich heißt die
Wohnanlage, die zwischen 1966 und 1972
entstand, Rollberge-Siedlung (nicht zu verwechseln
mit dem Rollbergviertel in Neukölln),
doch weil hier viele Straßen nach
Schwarzwald-Orten (z.B. Pforzheimer Straße,
Titiseestraße) benannt sind, sprechen
alle von der Schwarzwaldsiedlung. In Waidmannslust
findet man auch den Steinbergpark
mit Rodelbahn und Berlins höchstem
Wasserfall.
Lübars ist das älteste Dorf Berlins, 2027 wird
es 780 Jahre alt. Und Dorf meint in diesem
Fall richtig Dorf – mit Dorfanger, Pferdekoppeln,
Bauernhöfen und Landwirtschaft, die
nach wie vor betrieben wird. Wer hier vorbeischaut,
kann sich nur schwer vorstellen,
dass er immer noch in der Millionenstadt
weilt. Im noch geteilten Berlin galt Lübars
einmal mehr als Besonderheit, denn wer als
Westberliner ohne weiteres mal einen echten
Bauernhof sehen wollte, hatte nur hier
die Chance. Inzwischen sind es einige Reisebusse
und Schulklassen weniger geworden
(das angrenzende Brandenburg nimmt
einen Teil ab), doch begehrt ist Lübars immer
noch. Es gibt einen Kräuterhof, einen
Freizeitpark (der aktuell und noch bis 2027
bei laufendem Betrieb erneuert wird), ein
Strandbad, die Alte Fasanerie mit Angeboten
für Kinder und Familien und einmal im
Jahr das Sommerfest der Lübarser Hofkultur.
Nicht zuletzt befindet sich hier die letzte freisprudelnde
Quelle Berlins: die Osterquelle.
Strandbad
Lübars
www.strandbad-luebars.de
Das Strandbad Lübars ist ein historisches Bad und feiert inzwischen sein 100-jähriges Jubiläum.
Zu den bekannten Bauwerken, die aus Ziegeln der örtlichen Ziegeleien errichtet wurden, zählen das
Rote Rathaus und das Reinickendorfer Rathaus.
Die zum Restaurant gehörende Sonnenterrasse/
Biergarten bietet rund 200 Personen Platz und
einen einzigartigen Blick auf das Strandbad.
Unser Festsaal bietet für Veranstaltungen aller
Art Platz für rund 120 bis 140 Personen.
Das Restaurant ist in der Regel ab Mitte März
geöffnet, je nach Wetterlage täglich von 11:00
bis 21:00 Uhr. Im März und April ist montags
Ruhetag, ab Mai ist das Restaurant regulär von
Montag bis Sonntag durchgehend geöffnet.
Arzig Bäderbetrieb UG · Am Freibad 9 · 13469 Berlin · Tel. 030 – 530 860 35 · info@strandbad-luebars.de
11
Wittenau
Borsigwalde
Märkisches Viertel
Einwohner: 25.497
Fläche: 5,90 km²
Bevölkerungsdichte:
4.255 Einwohner/km²
Einwohner: 7.091
Fläche: 2,09 km²
Bevölkerungsdichte:
3.301 Einwohner/km²
Einwohner: 41.199
Fläche: 3,20 km²
Bevölkerungsdichte:
12.865 Einwohner/km²
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Quelle: Statistik Berlin Brandenburg,
Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 25,
Berlin 31.12.2025
Gegensätze
ziehen sich an
Einstige
Werkssiedlung
Unter
Palmen
12
Wittenau trägt seinen Namen erst seit 1905.
Namensgeber war der drei Jahre zuvor verstorbene
Gemeindevorsteher Peter Witte
und das angefügte Au steht für die Nähe
zum Wasser. Zuvor nannte sich der Ortsteil
Dalldorf. Urkundlich erwähnt wurde Dalldorf
erstmals 1322, aber man geht davon
aus, dass der Ort bereits knapp einhundert
Jahre zuvor gegründet wurde. 1880 eröffnete
in Dalldorf eine „Irrenanstalt“ (sie hieß
tatsächlich so), die spätere Karl-Bonhoeffer-
Nervenklinik, und alsbald sprachen die Berliner
nicht von Klinik oder Anstalt, sondern
nur von Dalldorf. Was den Anwohnern wenig
gefiel, weshalb es zur Umbenennung
in Wittenau kam. Heute steht Wittenau für
Wohnen, Industrie, Dienstleistungen und
Verwaltung. Vom Bauernhaus bis zum Fabrikstandort
ist hier alles zu finden. Wie
das Sprichwort bereits sagt: Gegensätze
ziehen sich an! In Wittenau steht auch das
Rathaus Reinickendorf mit dem angrenzenden
Ernst-Reuter-Saal, seit 1957 beliebter
Austragungsort hochwertiger Kulturveranstaltungen.
Borsigwalde ist erst seit 2012 ein offizieller
Ortsteil Reinickendorfs. Bis dahin gehörte
es zu Wittenau, dem früheren Dalldorf. 1898
eröffnete das Maschinenbau-Unternehmen
Borsig in Tegel ein neues Werk und um den
angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern
naheliegenden Wohnraum zu bieten, wurde
eine Werkssiedlung errichtet. Hier gab
man sich echt Mühe: Die Bauweise wich von
den üblichen Mietskasernen Berlins ab und
statt Seitenflügel und Hinterhäuser verfügte
jedes Haus über einen kleinen Garten. Als
die Dalldorfer nicht mehr mit der dortigen
„Irrenanstalt“ assoziiert werden wollten,
kam es 1905 zur Umbenennung. Der größere
Teil hieß fortan Wittenau und der kleinere
mit der Werkssiedlung Borsigwalde.
Das ehemalige Industrie- und Arbeiterviertel
ist inzwischen ein durchmischter Ortsteil
mit Wohnsiedlungen, Kleingartenanlagen,
Dienstleistungsbetrieben und dem Vivantes
Humboldt-Klinikum. Die frühere Arbeitersiedlung
– das Bauensemble zwischen
Conrad-, Räusch- und Schubartstraße –
steht heute unter Denkmalschutz.
Fünf echte Palmen mitten in Berlin? Die gibt
es und zwar auf dem Panoramaplatz im
Märkischen Viertel. Das MV, wie die erste
Großwohnsiedlung im damaligen Westberlin
gern abgekürzt wird, entstand zwischen
1963 und 1974. Ein Jahr nach Baubeginn
zogen bereits die ersten Mieter ein. Trotz
aller Euphorie in den Anfangsjahren wurde
das Viertel negativ bewertet, doch die
damals nicht ausreichende Infrastruktur ist
Geschichte. Bereits seit Mitte der 1980er
wurden konkrete Programme zur Verbesserung
des Wohnumfeldes eingeleitet. Längst
können sich die „Märker“ mit ihrem Ortsteil
identifizieren. Einkaufszentren und Arztpraxen,
Schulen und Kindergärten, Freizeit- und
Kultureinrichtungen (darunter das überregional
bekannte Fontane-Haus, das 2026
50-jähriges Jubiläum feiert) sowie Grünund
Wasserflächen sorgen für eine attraktive
Wohn- und Lebensqualität. Die ersten vier
Jahrzehnte gehörte das Märkische Viertel
zu Wittenau, erst seit 1999 ist es Ortsteil mit
eigenem Wappen.
SEIT MEHR ALS 25 JAHREN
DAS EINKAUFS- UND ERLEBNISZENTRUM
IN REINICKENDORF
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SHOPPING- UND ENTERTAINMENT-VIELFALT ERLEBEN
• ca. 115 Shops auf drei Ebenen (Gesamtfläche: 40.000 m2)
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Am Borsigturm 2 · 13507 Berlin
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Öffnungszeiten:
Mo – Sa 10.00 – 20.00 Uhr
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13
Liebe Leserinnen
und Leser,
wir laden Sie ein,
den Fuchsbezirk
Reinickendorf mit
dieser Broschüre
(neu) zu entdecken
– zunächst bei
einer kleinen
Fotoreise von
A wie Alt-Tegels
neuem Wandbild
bis Z wie den
Ziegeleisee
in Lübars.
A
Alt-Tegel mit Wandbild: Seit Herbst 2025 zieht es in der Einkaufsstraße am
Eingang zur Fußgängerzone die Blicke auf sich. Die Tape-Art-Installation
aus farbigen Klebebändern von der Künstleragentur Tape Over soll mit dem
Wellen-Motiv sinnbildlich für das Thema Wasser stehen, das die Umgebung
prägt. Mit einer Reihe von Maßnahmen und in enger Abstimmung mit Anwohnenden
und Gewerbetreibenden soll die Straße schrittweise aufgewertet werden. Alt-Tegel habe
das Potenzial, die „schönste Straße Berlins“ zu werden, hieß es aus dem Bezirksamt.
© S. Nöbel/aperçu
B
Borsigturm, Berlins erstes Hochhaus, 1922-
24 erbaut. Wie das mittelalterlich wirkende
Tor von 1898 ist er ein Wahrzeichen der
Borsigwerke in Tegel. Im Dachaufbau über
zwei Etagen bieten heute der Sternsaal im 10. OG
und der Konferenzraum Rotunde im 11. OG einen Panoramablick
über Berlin. Ebenso wie der Meistersaal
im EG stehen sie für Veranstaltungen zur Verfügung.
Der im Krieg beschädigte und mehrmals renovierte
Turm wird weiter als Bürogebäude genutzt. Mitte der
1990er Jahre entstand das Borsig-Areal neu, u.a. mit
Hotel, Gründer- und Einkaufszentrum.
© S. Nöbel/aperçu
C
Christoph 31, der knallgelbe Hubschrauber wirbt für einen Besuch des Feuerwehrmuseums
Berlin, das seit seiner Eröffnung 1983 in der Veitstraße 5 die Entwicklung
der vergangenen 170 Jahre zeigt. Bibliothek, Archiv und eine Modellund
Gerätesammlung sowie zahlreiche historische Feuerwehrfahrzeuge gehören
zum Museum. Vieles kann besichtigt und einiges sogar ausprobiert werden. Eine
Führung durchs Museum sei ein Erlebnis für Besucher aller Altersgruppen, wird geworben.
Zum Streifzug durch die Feuerwehrgeschichte gehört eine Videopräsentation.
© Förderverein Feuerwehrmuseum
D
Die Dorfkirche Reinickendorf der Ev. Luther Kirchengemeinde Alt-
Reinickendorf ist mittwochs von 17 bis 18 Uhr und zu den Veranstaltungen
geöffnet, die von der Stiftung Dorfkirche unterstützt werden.
Der Kirchbau- und Förderverein unterstützt die Gemeinde bei der
Gebäudeerhaltung. Der Feldsteinbau auf dem Anger stammt aus dem 15.
Jahrhundert, der verputzte Glockenturm ersetzte Anfang des 18. Jahrhunderts
vermutlich einen bis dato frei stehenden Glockenturm.
© wikipedia
G
Greenwichpromenade. Uferstreifen vom
Borsigdamm bis zur Tegeler Hafenbrücke.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts
flanierten hier an schönen Wochenenden
Tausende. Es lockten Restaurants und Badeanstalten
sowie eine Dampferanlegestelle. 1966 führte die
Städtepartnerschaft mit einem Londoner Bezirk zur
Umbenennung in Greenwichpromenade. Man kann
hier spazieren, rudern und Tretboot fahren. Reedereien
bieten Rundfahrten an, Touren nach Oranienburg,
in die Berliner City oder über Spandau und
Wannsee zur Pfaueninsel, nach Potsdam und Werder.
© S. Nöbel/aperçu
E
Ernst-Reuter-Saal in Reinickendorf, erbaut 1957, in einem der Seitenflügel des Rathauses ist bekannt für
seine hervorragende Akustik. Einst als Konzertsaal konzipiert, wird er heute auch für Comedy, Zaubershow,
Theater, Musical genutzt. Renommierte Orchester und Solokünstler aus der ganzen Welt traten/
treten hier auf. Die Konzertreihe „Reinickendorf Classic Berlin“ findet seit 1957 jährlich von September
bis April statt. Derzeit gastiert auch die Komödie am Kurfürstendamm im Saal, der barrierefrei besucht werden
kann und auch Rollstuhlplätze bietet.
© S. Nöbel/aperçu
© S. Nöbel/aperçu
F
Flughafen Tegel: Das rund 500 Hektar große Areal ist eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte
Europas. Unter dem Namen Berlin TXL – Urban Tech Republic entsteht ein
Innovationspark für urbane Technologien. Im markanten, sechseckigen Terminal A wird zukünftig
die Berliner Hochschule für Technik (BHT) ihren neuen Campus beziehen. Im angrenzenden
Schumacher Quartier entstehen über 5.000 klimaneutrale Wohnungen in Holzbauweise für mehr als
10.000 Menschen sowie Schulen und Kitas. Auf dem ehemaligen Rollfeld entsteht das Schutzgebiet
und Naherholungsgebiet Tegeler Stadtheide mit einer geplanten Größe von 190 Hektar. Aktuell sind bereits
rund 40 Unternehmen auf dem Gelände ansässig. Zudem etablieren sich neue Kulturorte, wie die
kürzlich eröffnete „Frachtkante“. Die temporär genutzte, ehemals größte Flüchtlingsunterkunft auf dem
Gelände wurde Anfang 2026 offiziell geschlossen, nachdem die letzten Bewohner ausgezogen sind.
© Albrecht Conz/wikipedia.org
H
Hannah-Höch-Haus in Heiligensee: Hierher zog sich
die Malerin und Grafikerin, Pionierin der Foto-Collage
und bekannte Dadaistin, 1939 zurück, nachdem
sie von den Nazis als „Kulturbolschewistin“ verunglimpft
wurde. Bis zu ihrem Tod 1978 lebte sie hier, An der Wildbahn
33. Ihr paradiesischer Garten steht – genau wie das Haus
– unter Denkmalschutz. Die idyllische Umgebung inspirierte die
Künstlerin. Sie verkaufte auch Blumen und Obst aus dem Garten.
Heute wohnt der Künstler Johannes Bauersachs hier. Nach
telefonischer Anmeldung ist eine Führung möglich.
I
IBA- Bauten in der Wohnsiedlung „Am Tegeler Hafen“. Rund 350 Wohnungen wurde von 1984 bis 1988 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) an
dem Wasserbecken mit künstlich angelegter Insel in zwei- bis achtgeschossigen Gebäuden im Stil der Postmoderne errichtet, zudem die Humboldt-Bibliothek.
Die Zentralbücherei des Bezirks, in der es auch Lesungen, Ausstellungen und Konzerte gibt, thront tempelartig über dem Hafenbecken. Von ihrer Galerie blickt
man auf den Hafen und das IBA- Gelände. Seit 1997 steht vor der Bibliothek ein Denkmal der Gebrüder Humboldt.
© S. Nöbel/aperçu
K
Konradshöhe hat die einzige Autofähre der Stadt. Sie verkehrt in Tegelort
von der Jörsstraße zum Aalemannufer in Hakenfelde (Spandau)
das ganze Jahr über täglich im ständigen Pendelverkehr, von früh 6
bzw. (Wochenende) 8 Uhr bis abends 19 bzw. 20 Uhr. Auch Fußgänger,
Radfahrer, Motorräder, selbst Lkw, Busse oder sogar Pferde werden mitgenommen.
Über 50 Jahre und drei Generationen war die Fähre im Besitz der
Familie Burchardi. Neuer Inhaber ist jetzt Mike Zienicke. Das grüne Konradshöhe
lohnt auch sonst mit seinem Bärbelweg entlang der Havel einen Ausflug.
© B. Nößler/aperçu
L
LabSaal – einer der schönsten Festsäle im Norden Berlins am Dorfanger
von Lübars. 1896 mit dem Wirtshaus Dorfkrug errichtet, war er ein beliebtes
Ziel von Landpartien. Ständige Saalnutzer waren ein Rauchclub,
ein Gesangs- und ein Turnverein. Theaterspiele gab es, Bälle und Feste,
Kleintierzüchter-Wettbewerbe und Parteiveranstaltungen. Während des 2. Weltkrieges
lagerten hier Flugzeugmotoren. Dann zog für zehn Jahre ein Kino ein. Später war
der Saal ein Lager für Senatsreserven. Bis er dank dem Verein NATUR & KULTUR
e.V. wieder fürs kulturelle Leben erweckt wurde.
© Natur & Kultur (LabSaal Lübars) e. V.
© JUMP House/Tom Menz (2)
J
JUMP House Berlin in Reinickendorf, Berlins größter Trampolinpark – mit über 4.000 qm Gesamtfläche und mehr als 120 Trampolinen. Neun verschiedene
Spaß- und Actionbereiche für Besucher ab sechs Jahren. In der denkmalgeschützten Halle an der Miraustraße 38 kann man sogar dreidimensional springen,
denn auch die Wände sind elastisch. Es gibt u. a. eine große Fläche aus 70 zusammenhängenden Trampolinen, einen Bereich für 3D-Völkerball, einen
für Basketball. Insgesamt locken 13 Attraktionen. Highlight: Sky Ninja – Kletterparcours mit Zip-Lines in 11 Meter Höhe.
© S. Nöbel/aperçu
M
Märkisches Viertel, von 1963 bis 1974 erbaut, ist die erste Großwohnsiedlung
West-Berlins, seit 1999 der 10. Ortsteil des Bezirks mit rund 50.000
Einwohnerinnen und Einwohnern. Viele Architekten waren an der Planung
beteiligt, für die es anfangs viel Lob gab. Später entwickelte sich ein Negativimage
wegen des Umfelds mit sozialen Problemen. Umfangreiche energetische
Sanierungen haben das Viertel entscheidend aufgewertet. Anfang der 1990er Jahre
wurde der Marktplatz vorm Kulturzentrum Fontane-Haus umgestaltet. Es gibt Einkaufszentren,
Arztpraxen, Schulen, Schwimmbad, Kitas, aber auch viel Grün und Wasser.
© Wolfgangson.org
N
NochMall heißt das Gebrauchtwarenhaus der BSR in der Auguste-Victoria-Allee
99. Seit 2020 findet man auf über 2.000 Quadratmetern gut
erhaltene Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Geschirr und andere Haushaltswaren,
Spielzeug, Bücher u. v. a. bis hin zum Klavier und Fahrrad.
Im Jahr kommen rund 400.000 Besucherinnen und Besucher. Mo-Sa ist 10 bis 18
Uhr geöffnet, Do bis 20 Uhr. Gekaufte Elektrogeräte werden auf Sicherheit und
Funktion geprüft und haben eine einjährige Garantie. Donnerstags gibt es das
kostenlose Repair-Café, jeden 1. Sa im Monat die Versteigerung von Raritäten.
R
Reiswerder: eine von sieben Inseln im Tegeler See, einzige mit „Rathaus“. Es gibt neben Lauben auch ein kleines Lokal, aber keinen Strom, doch fünf Pumpen für
Trinkwasser und eine zentrale Toilettenanlage. Ein Teil der Insel ist der Natur überlassen: Raum für Reiher, Eisvögel, Teichrohrsänger, Wildschweine, Waschbären
und Marder. Eine Pflanzliste des Bezirks mit dem Verein der Naturfreunde Baumwerder Reiswerder 1914 e.V. fördert seit 2020 gefährdete Gehölze. Die Vereins-
Fähre verkehrt von der Ostufer-Badestelle Tegeler See – von April bis Mitte Oktober stündlich, teils halbstündlich.
© Tourismusverein Berlin-Reinickendorf
O
Osterfeuer in Frohnau. Eine beliebte Tradition kehrt in den Fuchsbezirk
zurück: Am 4. April 2026 wurde auf dem Ludolfingerplatz in Frohnau
ab dem Einsetzen der Dunkelheit (um 17 Uhr) wieder ein Osterfeuer entzündet.
Nach insgesamt sieben Jahren ohne Osterfeuer – zuletzt konnte
die Veranstaltung 2019 stattfinden – wurde die Tradition nun wiederbelebt.
Dafür kamen mehrere Akteure aus dem Bezirksamt Reinickendorf
zusammen. Eine Abstimmung erfolgte auf Augenhöhe mit dem Förderverein
der Freiwilligen Feuerwehr Frohnau e. V.
© Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V.
P
Packereigraben: Der Packereigraben wird im Waldpark Steinberg zum
See – mit beeindruckendem Wasserfall von der Spitze des rund 60 Meter
hohen Steinbergs, der dem Park den Namen gibt. Am Nordhang gibt
es eine Rodelbahn. Ein neuer „Park am Packereigraben“ entsteht in den
nächsten Jahren mit Wegen zum Steinbergpark sowie zur Jean-Jaurès-Straße, der
Rue Montesquieu und der Nimrodstraße. Vorhandene Baumbestände und Vegetationsflächen
als naturnahe öffentliche Grünfläche werden entwickelt, der Packereigraben
wird renaturiert sowie ein neuer Spielplatz angelegt.
© Sawade GmbH
© S. Nöbel/aperçu
S
Schloss Tegel: Es gehört noch immer den Nachfahren Wilhelm von Humboldts, die Familie wohnt hier auch. Das private Humboldt-Museum ist im Sommerhalbjahr
montags bei Führungen zugänglich. Das Schloss steht wie Wirtschaftsgebäude und Mauer, Gärtnerhaus, Familiengrabstätte und Grabstätte Kunth unter
Denkmalschutz. Für die Humboldt-Brüder Wilhelm und Alexander und ihre Mutter waren das Jagdschloss und Gut Tegel Sommersitz. Das Schloss wurde 1820 -
1824 im Auftrag von Wilhelm von Humboldt vom Architekten Schinkel im Stil des Klassizismus umgestaltet und vergrößert.
© QM-Team/Antonia Richter
Q
Quartiersmanagement Auguste-Victoria-Allee (seit 2016) im Auftrag von
Senat und Bezirksamt im Gebiet von der Quäkerstraßensiedlung bis zur
Ollenhauerstraße. Vereine, gemeinnützige Organisationen oder Unternehmen
werden z.B. bei Initiativen für bessere Nachbarschaft, Freizeit, Bildung,
Umwelt, Sport, Demokratie unterstützt, außerdem jährlich Freiwilligenaktionen mit
je bis zu 1.500 Euro. Beispiele: Baumscheiben-Bepflanzen, Kinderkochen, deutschukrainisches
Sprachcafé. Das QM-Büro Graf-Haeseler-Str. 17 ist Mo-Fr ab 10 Uhr
geöffnet. Im Bezirk gibt es drei QM-Gebiete.
© www.florianmoellers.com www.wildesBerlin.de
T
Tegeler Fließ. Landschaftsschutzgebiet. Der Bach in einer Eiszeitrinne
fließt u.a. durch Lübars, Hermsdorf und Waidmannslust, mündet im Tegeler
See. Auf Wanderwegen geht es über Sümpfe, Wiesen und Moor.
Zwischen Hermsdorf und Lübars hat sich eine urwüchsige Bachauenlandschaft
erhalten, einst für das ganze Tegeler Fließ typisch. Der Eichwerdersteg
führt 145 Meter über Bohlen direkt durch die Flussaue. Es gibt einen Naturlehrpfad
mit Hinweistafeln. Viel ist in Flora und Fauna zu entdecken, von Wachtelkönig bis
zur Wasserspitzmaus, auch Wasserbüffel weiden.
W
Waidmannslust-Bahnhof. Das Gebäude und die Brücken über den Waidmannsluster Damm stehen unter Denkmalsschutz. Sie stammen aus der Zeit, als
1908-12 die Strecke hochgelegt wurde und von den Ferngleisen getrennte Vorortgleise bekam. Seit dem 20.5.1884 gab es einen vom Kolonie-Gründer, Förster
und Gastwirt Ernst Bondick, finanzierten Bedarfshalt. Dass die Bahnverwaltung dann den Dauerbetrieb einrichtete, lag daran, dass er für den Tag der Zählung
der hier Aussteigenden alle Bekannten in sein Lokal einlud. Clever. Im Juni 1925 ersetzte die S-Bahn die Dampfzüge.
© S. Nöbel/aperçu
U
U-Bahn-Station Residenzstraße. Es ist
eine der drei Stationen an der sogenannten
Residenzstraßenstrecke der U 8 mit besonderem
Flair. Zusammen mit Paracelsusbad
und Franz-Neumann-Platz (Am Schäfersee) wurde
sie am 27. April 1987 eröffnet. Architekt Rainer G.
Rümmler zeigt auf Wänden im Farbton vergilbten
Papiers Stadtansichten von Berlin als Residenz aus
der Befestigungszeit. Auch die dekorativen Säulen
erinnern an frühere Zeiten. Die Decke – großflächig
abgegrenzte Quadrate mit halbkugelförmigen Lampen
– ist denen von Residenzsälen nachempfunden.
© S. Nöbel/aperçu
V
Villenkolonie Frohnau. Ende 1907 erwarb
die „Berliner Terrain-Centrale (B.T.C)“ von
Fürst Henckel von Donnersmarck Gelände
von der Familie v. Veltheim im zum Gutsbezirk
Stolpe gehörenden Forst. Von 1908 bis 1910 wurde
eine Villenkolonie unter der Bezeichnung „Gartenstadt
Frohnau“ angelegt. Der Name „Frohnau“ ging aus einem
Wettbewerb hervor als Kombi von „froh“ und „Aue“. Das
Zentrum am S-Bahnhof: der Zeltinger Platz mit Johanneskirche
und Ludolfinger Platz mit dem 34 m hohen
Casinoturm. Frohnau war und ist ein beliebter Wohnort
für Künstler und Intellektuelle.
© S. Nöbel/aperçu
Z
Ziegeleisee in Lübars. Offizielle EU-Badestelle
dank ausgezeichneter Wasserqualität.
Komplett umzäunt, kann der See nur
über das kostenpflichtige Freibad besucht
werden. Mit Liegewiese, Sandstrand, Sport- und Spielmöglichkeiten,
Gastronomie, abgegrenztem FKK-Bereich.
Einst gab es hier eine bis zu 40 m tiefe Tongrube
und eine Ziegelei, die auch Ziegel für den Bau des
Roten Rathauses lieferte. Um 1912 bildete sich der See
durch langsames Einströmen von Grundwasser. Das
südliche Ufer, mit Schilf und Bäumen bewachsen, ist
unzugänglich und darf nicht angeschwommen werden.
© Fridolin Freudenfett/wikimedia.org
Schnelles Glasfasernetz für den Bezirk Reinickendorf
Unter anderem in Frohnau, Heiligensee, Tegel und Wittenau
Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen
Glasfasernetzes im Bezirk Reinickendorf
auf Hochtouren. Damit können rund 94.000
Haushalte und Unternehmen in den Ortsteilen
Borsigwalde, Frohnau, Heiligensee, Konradshöhe,
Lübars, Reinickendorf, Tegel, Waidmannslust und
Wittenau einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in
die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Arbeiten
zur Verlegung des Netzes und der Anschlüsse
werden im Auftrag der Telekom durchgeführt.
Was jetzt für Mieter und
Eigentümer wichtig ist
Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein ins
Haus. Wer zur Miete wohnt, muss lediglich einen
Glasfaser-Tarif buchen: www.telekom.de/berlin.
Die Telekom kümmert sich um die Absprache mit
dem Immobilienbesitzer, denn diese müssen ihre
Zustimmung geben. Auch Eigentümer von Einoder
Zweifamilienhäusern bekommen den Hausanschluss
kostenfrei, wenn sie einen Tarif buchen.
Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten bekommen
den Hausanschluss mit Zustimmung des Eigentümers
grundsätzlich kostenlos – für die Nutzung
des Internets brauchen die jeweiligen Parteien anschließend
eine Tarifbuchung. Auch bei der weiteren
Verlegung der Glasfaser daheim unterstützt die Telekom
und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf.
Glasfaser bietet viele Vorteile
Ein Internetzugang über Glasfaser ermöglicht
Download-Geschwindigkeiten bis zu 2.000 MBit/s
und bietet eine stabile Verbindung, auch wenn viele
das Internet nutzen. So können z. B. mehrere Personen
im Haushalt gleichzeitig Filme in HD streamen,
im Home Office arbeiten, online spielen und Musik
hören. Glasfaser eignet sich sehr gut für die Nutzung
weiterer komfortabler Dienste, wie z. B. MagentaTV,
dem Gesamtpaket der Telekom für Fernsehen
und Streaming.
Schnell sein lohnt sich
Zur Nutzung des Glasfaser-Anschlusses ist die
Buchung eines Glasfaser-Tarifs notwendig. Die
Telekom bietet hierbei verschiedene Geschwindigkeiten
an.
Gut zu wissen: Die Glasfaser-Tarife der Telekom
bieten viel Bandbreite zum fairen Preis. Dabei profitieren
Sie mit Glasfaser auch von einer hohen Upload-Geschwindigkeit.
Diese entspricht immer der
Hälfte der gebuchten Download-Geschwindigkeit.
Und so einfach geht der Wechsel
Eine kurze Online-Abfrage über telekom.de/
berlin zeigt, ob Ihre Adresse im Ausbaugebiet
liegt. Gehört sie dazu, können Sie den Glasfaser-
Tarif mit der gewünschten Geschwindigkeit buchen.
Alles weitere erledigt die Telekom. Sofern
Sie zur Miete wohnen, kontaktiert die Telekom
Ihre Vermieter*in, um das Einverständnis für die
Verlegung des Glasfaser-Anschlusses einzuholen.
Der Wechsel von einem anderen Anbieter zur Telekom
ist mit dem kostenfreien Wechsel-Service
sehr einfach möglich. Die Telekom führt die Kündigung
beim bisherigen Anbieter durch und stellt
Ihren Anschluss zeitgerecht um.
Beraterteam vor Ort
Im Ausbaugebiet ist ein Beraterteam im Auftrag
der Telekom unterwegs und ermöglicht Ihnen eine
bequeme und sachkundige Beratung zu Hause.
Die Kundenberater*innen können sich mit einem
Dienstausweis legitimieren. Für Fragen zur Autorisierung
steht die kostenlose Service-Nummer
0800 330 9765 zur Verfügung.
Glasfaser punktet bei Nachhaltigkeit
Die Telekom betreibt ihr Netz mit 100% Strom
aus erneuerbaren Energien. Glasfaser ist gemäß
einer Studie des Umweltbundesamtes sehr energiesparsam.
Je mehr Haushalte sich für den Glasfaser-Anschluss
entscheiden, umso mehr Energie
kann im Bezirk Reinickendorf eingespart werden.
Beratung in der Nähe
Die Telekom berät Sie gerne telefonisch und im
Shop vor Ort zu allen Fragen rund um Glasfaser.
Shops:
• Telekom Shop Tegel
Gorkistr. 9, 13507 Berlin, Tel.: 030 43004551
• Telekom Shop Märkisches Viertel
Wilhelmsruher Damm 138, 13439 Berlin
Tel.: 030 40109580
• Telekom Shop Gesundbrunnencenter
Badstr. 4, 13357 Berlin, Tel.: 030 49309286
Webseite: telekom.de/berlin
Für rund 94.000 Haushalte im Bezirk Reinickendorf
baut die Telekom Glasfaserleitungen aus.
Glasfaser für Unternehmen
Auch für Unternehmen ist Glasfaser sehr attraktiv,
da Mitarbeiter*innen, Fahrzeuge und Anwendungen
immer stärker miteinander vernetzt werden.
Glasfaser bietet für aktuelle und kommende Geschäftsanwendungen,
wie z.B. Anwendungen mit
künstlicher Intelligenz, eine leistungsstarke und
belastbare Netzanbindung.
Ihre Adresse ist noch nicht dabei?
Falls Sie an Ihrer Adresse noch keinen Glasfaser-
Tarif buchen können, registrieren sie sich kostenlos
auf telekom.de/berlin als Interessent*in. Sie werden
benachrichtigt, sobald der Ausbau in Ihrem
Adressengebiet geplant ist.
QR-Code scannen, um
weitere Informationen
zu erhalten
Telefon: Kostenlos unter
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21
???
22
Zu folgenden Städten unterhält
Reinickendorf partnerschaftliche
Beziehungen:
Antony/Frankreich
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
21.11.1966
Bad Steben/Bayern
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
30.04.1988
Bakırköy/Türkei
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
22.05.2026
Blomberg-Lippe/
Nordrhein-Westfalen
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
19.05.1990
Greenwich/England
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
25.05.1966
Kiryat Ata/Israel
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
15.09.1976
Lauterbach/Kreisstadt
des Vogelsbergkreises
Unterzeichnung
des Freundschaftsbriefes
25.06.1966
Melle/Niedersachsen
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
07.05.1988
Vogelsbergkreis/Hessen
Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde
16.06.1964
Gruppenfoto mit der unterzeichneten Gründungsurkunde
Reinickendorf und Bakırköy besiegeln neue Städtepartnerschaft
Starkes Zeichen für Verständigung,
Freundschaft und Respekt
Mit der feierlichen Unterzeichnung der Gründungsurkunde
haben der Berliner Bezirk Reinickendorf
und die türkische Stadtgemeinde
Bakırköy im Mai 2026 in Istanbul ihre neue
Städtepartnerschaft offiziell besiegelt.
Die Delegation des Bezirksamtes Reinickendorf
bestand aus der Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner, der Stellvertretenden
Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung
Sevda Boyraci, Bezirksstadtrat
Alexander Ewers, Bezirksstadtrat Harald
Muschner sowie Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlung.
In Bakırköy empfing
Bürgermeisterin Dr. Ayşegül Ovalıoğlu gemeinsam
mit Vertreterinnen und Vertretern
der Stadtverwaltung die Reinickendorfer
Delegation mit großer Herzlichkeit.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-
Wegner (CDU) erklärte: „Diese Städtepartnerschaft
ist weit mehr als ein formeller Akt.
Sie ist ein starkes Zeichen für Verständigung,
Freundschaft und gegenseitigen Respekt.
Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen
brauchen wir den Dialog zwischen
Städten, Kulturen und Menschen mehr denn
je. Reinickendorf und Bakırköy verbinden
gemeinsame Werte: Demokratie, Frieden,
Offenheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Besonders wichtig ist mir dabei auch die
Würdigung der Menschen mit türkischen Wurzeln,
die seit Jahrzehnten Berlin und unseren
Bezirk mit großem Engagement prägen.“
Bakırköy ist eine traditionsreiche und lebendige
Stadtgemeinde an der europäischen
Küste des Marmarameers in der Provinz Istanbul.
Die Gemeinde mit über 226.000
Einwohnerinnen und Einwohnern blickt auf
eine jahrtausendealte Geschichte zurück.
Bereits in der Antike war der Ort unter dem
Namen „Hebdomon“ als bedeutender Vorort
Konstantinopels bekannt. Heute verbindet
Bakırköy historische Vielfalt mit moderner urbaner
Entwicklung.
Im Mittelpunkt des Besuchsprogramms standen
offizielle Gespräche, kulturelle Begegnungen
sowie Besuche sozialer, sportlicher
und kultureller Einrichtungen. Dazu gehörten
unter anderem das Atatürk Sport- und
Lebensdorf, das İsmail Hakkı Tonguç Jugendzentrum,
Einrichtungen für Seniorinnen
und Senioren sowie historische und religiöse
Orte der Stadt. Mit der Pflanzung eines
„Baums der Freundschaft“ wurde die neue
Verbindung der beiden Kommunen zudem
symbolisch sichtbar gemacht.
Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde
wollen beide Kommunen künftig
insbesondere die Zusammenarbeit in den
Bereichen Jugend, Bildung, Sport, Kultur,
Soziales und Verwaltung vertiefen. Geplant
sind regelmäßige Begegnungen und gemeinsame
Projekte, die den Austausch zwischen
den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig
stärken sollen.
© BA Reinickendorf
© Oliver Fantitsch
Graue Haare im Vormarsch und plötzlich stellt das Leben neue Fragen: „Es ist
nur eine Phase, Hase“ in der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal.
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
Ihre Buchhandlungen
in Tegel
und Frohnau
Tegeler Bücherstube
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Fotos: Robin Kater Muster: Hannah Göppel
23
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
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Die hundertjährige Villa Worch (Paul Poser)
an der Zeltinger Straße: Kulturhaus Centre Bagatelle.
Bauten von Paul Poser und Heinrich Straumer prägen Frohnau
Jubiläumsjahr für die Architekten der Gartenstadt Frohnau
Die Bauten von Heinrich Straumer und
Paul Poser prägen das Ortsbild von Frohnau.
Mehr als hundert Landhäuser, Villen,
Einfamilienhäuser sowie Siedlungen, Geschäfts-
und Funktionsbauten entwarfen
sie für die Gartenstadt. 2026 jähren sich
die Geburtstage beider Baumeister zum
150. Mal - Anlass für Führungen und Veranstaltungen.
Im April bot Katrin Pollok
(Stadtführungen berlinsehenswert) eine
Tour zu besonderen Villen, Landhäusern
und Baugruppen der beiden Architekten
im westlichen Teil der Gartenstadt an.
Zugleich war von der wechselvollen Geschichte
Frohnaus zu erfahren.
Führungen mit dem Bürgerverein der
Gartenstadt Frohnau zusammen mit dem
Grundbesitzer-Verein widmeten sich im
Mai 2026 den erhaltenen, zerstörten oder
nie realisierten Bauten der beiden Architekten
in der Mitte des Ortes. Eventuell soll
nach der Sommerpause noch durch das
Centre Bagatelle („Villa Worch“ von Paul
Poser) geführt werden. Groß gefeiert werden
die Architekten hier am 19. September.
Zuvor kann sich jeder selbst ein Bild von
ihrem Schaffen in Frohnau machen, nicht
nur bei Führungen. Der Bürgerverein hat
auf seiner Website viele Informationen, die
als Wegweiser dienen können.
Das erste Landhaus in Frohnau: Haus Rumland
in der Zeltinger Straße, Architekt Paul Poser.
Spuren von Heinrich Straumer
Heinrich Straumer baute in Frohnau vor
allem zwischen 1908 und 1919. Besonders
bekannt sind seine großen Landhäuser
wie „Haus Janson“ gegenüber dem Konzer
Platz, „Landhaus Rudolphson“ – an
das traurige Schicksal seiner ersten Bewohner
zur NS-Zeit erinnern Stolpersteine
– und „Landhaus Kleffner-Kreideweis“ am
Ludolfingerweg. Bekannt ist auch die grün
eingebettete Landhaus-Baugruppe mit den
markanten Giebeln, hohen Dächern, weißen
Sprossenfenstern „An der Buche“, die
Straumer im Auftrag der Berliner Terrain-
Centrale von Fürst Donnersmarck errichtete.
Von der Brückenanlage am Fürstendamm
ist heute nur noch das Umspannwerk
erhalten. Das Direktorenwohnhaus
der Terraingesellschaft am Edelhofdamm
wurde zugunsten einer Wohnanlage abgerissen.
Auch in Berlins Südwesten und seiner
Geburtsstadt Chemnitz war der Baumeister
aktiv. Berlinweit ist Straumer vor allem
als Architekt des Funkturms (1926) bekannt.
Spuren von Paul Poser
Paul Poser schuf das älteste Wohnhaus in
Frohnau (Landhaus des Patentingenieurs Julius
Rumland, der hier in der Zeltinger Straße
31 mit seiner Familie 1910 einzog) und zahlreiche
weitere Villen und Landhäuser während
der Gründungsphase der Gartenstadt
bis 1918. Auch die heutige katholische Kirche
wurde von ihm – ursprünglich entworfen als
Turnhalle – errichtet, ebenso der (abgerissene)
Wirtschaftshof des Kasinos an der Welfenallee.
Für die Berliner Terrain-Centrale
begutachtete er auch die Entwürfe anderer
Architekten für private Bauten.
Im Gegensatz zu Straumer war Poser in
Frohnau nicht nur bis 1918/20 aktiv. Danach
entstanden, häufig in Zusammenarbeit
mit Büropartner Hermann Bamm,
u. a. die „Villa Wutke“ am Ludolfingerplatz
5, das Geschäftshaus an der Ecke Ludolfingerplatz/Maximiliankorso,
das Gefallenendenkmal
an der Wiltinger Straße
und die Siedlung Barbarossahöhe an der
Schöne Landhaus-Gruppe „An der Buche“
von Heinrich Straumer.
Welfenallee 72/74, die 1926/27 im Auftrag
der Genossenschaft Vaterländischer
Bauverein errichtet wurde. Erbaut wurden
Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen für jeweils
vier oder sechs Familien auf einem
hügeligen Gelände, das zur Straße teilwei-
Kasino Frohnau
se mit Findlings-Brüstungsmauern begrenzt
ist. Seit 2009 ist ein Platz in der Nähe nach
dem Architekten benannt. Eines der prächtigsten
seiner Gebäude ist die inzwischen
hundertjährige „Villa Worch“ an der Zeltinger
Straße, bekannter heute als Kulturhaus
Stolpersteine liegen vor dem Landhaus
Rudolphson (Architekt Heinrich Straumer).
© S. Nöbel/aperçu (4)
Centre Bagatelle (so benannt von den französischen
Alliierten). Poser baute bis 1940
auch in anderen Ortsteilen von Reinickendorf
(u. a. Tegel und Konradshöhe) sowie
im nördlichen Umland.
Revitalisierung eines historischen Standorts – Denkmalgeschütztes
Wohn- und Geschäftshaus-Ensemble mit einem 35 Meter hohen Turm
G
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
Kasino-Ensemble,
das zentrale
Gebäudeensemble
der Gartenstadt
Mietfläche: ca. 5.200 m²
Nutzung:
Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen
und Wohnungen
Ankermieter: REWE, Rossmann, Junge Die Bäckerei
Im Fahrradparkhaus gibt es 67 Stellplätze.
Sie haben Interesse an Mietflächen?
Kasino Frohnau | Ludolfingerplatz | 13465 Berlin | www.kasino-frohnau.de
25
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
26
Lesetipp „Heimat“ der Frohnauer
Autorin Hannah Lühmann
Wenn die Idylle
Risse bekommt
Grüner Garten, spielende Kinder, frischer
Apfelkuchen – das Landleben wirkt zunächst
wie aus dem Bilderbuch. Genau
dort setzt Hannah Lühmanns Roman „Heimat“
an. Und zeigt, wie schnell die Idylle
kippen kann.
Die Autorin, 1987 in Frohnau geboren, studierte
Philosophie in Berlin und Paris und
schrieb unter anderem für Süddeutsche
Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung
und Die Zeit. Lange leitete sie das Kulturressort
von Welt und Welt am Sonntag.
Heute lebt sie als freie Journalistin mit ihrer
Familie wieder in Reinickendorf.
Im Roman zieht Jana mit Mann und Kindern
aufs Land. Mehr Ruhe, mehr Gemeinschaft,
so der Plan. Doch bald merkt sie:
Hinter gepflegten Vorgärten und freundlichen
Gesprächen steckt ein Milieu,
in dem AfD-Wahlentscheidungen ganz
selbstverständlich fallen.
Besonders fasziniert – und verstört – sie
ihre Nachbarin Karolin, die sich als „Tradwife“
versteht und im Namen der Tradition
gegen Gleichberechtigung und moderne
Lebensentwürfe kämpft. Je näher Jana ihr
kommt, desto stärker wächst eine irritierende
Mischung aus Abwehr und Neid.
„Heimat“ erzählt klug und sehr gegenwärtig
davon, wie politische Haltungen heute
im Gewand von Lifestyle, Sehnsucht und
scheinbar heiler Welt auftreten.
G Katharina Rolshausen
Hannah Lühmann
Heimat
hanserblau Verlag
(Hardcover)
176 Seiten
erschienen 8/2025
22 Euro
ISBN
978-3-446-28282-7
Frohnauer Liedermacher Reinhard Mey geht auf TikTok viral
Ein Hit – nach 55 Jahren!
Obwohl Reinhard Mey 46 Platten in den offiziellen
Albumcharts platzieren konnte (davon
17 sogar in den Top10), wiederholt mit
Goldenen und Platinschallplatten geehrt
wurde und mit Liedern wie „Der Mörder ist
immer der Gärtner“, „Gute Nacht, Freunde“
oder „Über den Wolken“ wahrhaftige Klassiker
schuf, ist der Frohnauer in den Singlecharts
nur selten anzutreffen. Ganze drei
Mal konnte er sich dort platzieren.
„In meinem Garten“, ein altes Reinhard Mey-
Lied von 1970, mauserte sich jetzt zum Hit.
© Jim Rakete/Universal Music
Das verblüfft zunächst, weil in den fast sechs
Jahrzehnten seit seinem Debüt „Ich wollte
wie Orpheus singen“ (1967) so viele großartige
Lieder zusammengekommen sind,
andererseits ließ sich der charismatische
Liedermacher nie nur auf einen einzelnen
Song reduzieren. Bei Mey lohnt stets der
Kauf eines Albums, denn so unterschiedlich
seine Werke auch ausgefallen sein mögen,
gemeinsam haben sie, dass sie an keiner
Stelle schwächeln. So waren in den Singlecharts
tatsächlich nur „Annabelle, ach Annabelle“
(1972), „Mann aus Allemania“ (1974)
und erst kürzlich „In meinem Garten“ platziert.
Mit Letztgenanntem hat Reinhard Mey dann
auch gleich einen Rekord aufgestellt. Denn
zwischen Erstveröffentlichung und Chartplatzierung
liegen genau 55 Jahre. Das Lied
stammt vom Album „Aus meinem Tagebuch“.
Es war Meys dritte LP, die 1970 veröffentlicht
wurde. Ein Jahr später kam es auf dem Album
„Reinhard Mey live“ als Konzertmitschnitt ein
weiteres Mal heraus. Außerdem erschien eine
englische sowie eine französische Version.
Dass das zeitlose Stück nun zum Hit avancierte,
hat freilich einen Grund. Denn in der
Netflix-Dokumentation „Babo – die Haftbefehl-Story“
über den deutschen Rapper Aykut
Anhan, der sich Haftbefehl nennt, ist der
Song zu hören. In einer Schlüsselszene hört
sich der von Lebenskrisen geschüttelte Musiker
den Mey-Track an und singt – sichtlich
bewegt – mit. Kurze Zeit später ist das Lied
ein Internetphänomen, platziert sich in den
Spotify-Hitlisten und allein bei TikTok wurde
es bis jetzt in über 2.600 Videos verwendet
beziehungsweise nachgesungen. Schließlich
landet die Nummer auf Platz 15 der offiziellen
Singlecharts. Das Besondere daran: Es
hören vornehmlich junge Leute, die den Liedermacher
bisher kaum bis gar nicht in ihren
Playlists hatten. „In meinem Garten“ hat
tatsächlich keine Patina angesetzt. Nach wie
vor ist es ein sehr berührendes Lied. Die Botschaft
ist universell: Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Und Glück ist vergänglich.
Der Rapper Haftbefehl sagt in der Doku:
„Brutaler Song. Heftig.“ Auf Reinhard Meys
Website kann man sich übrigens sämtliche
Liedtexte von ihm kostenlos downloaden.
Darin geht hervor, dass er „In meinem Garten“
schon 1969 geschrieben hat. So kann
der Garten, der hier als Metapher genutzt
wird, nicht der in Frohnau sein.
Auch wenn der Sänger mit Reinickendorf
schon länger verbunden ist (der erste Proberaum
und die ersten Auftritte waren hier),
zog er erst 1977 in den Bezirk. Fun-Fact:
Das Lied „Irgendein Depp mäht irgendwo
immer“, erstmals 2003 veröffentlicht, entstand
in Frohnau.
G Christian Hentschel
Geschichten aus Frohnau
© BA Reinickendorf
Neuer Name des Kulturkomplexes in Frohnau:
Am Fuchsstein – Kultur- und Bildungshaus
Als im September 2025 Stadtteilbibliothek,
Volkshochschule und Musikschule
zu einem gemeinsamen Sommerfest in
den Fuchssteinerweg in Frohnau einluden,
nutzte man das auch dazu, den über 400
Gästen den neuen Namen des Kulturkomplexes
mitzuteilen: „Am Fuchsstein – Kultur-
und Bildungshaus“. Doch es soll nicht
nur ein neuer Name sein, viel mehr geht es
darum, den Kultur- und Bildungsstandort
des Bezirks als generationsübergreifenden
Treffpunkt zu etablieren. Dabei zählt man
auf die Vorschläge der Nutzenden, die
Stadtrat Harald
Muschner (rechts)
freut sich mit dem
Leitungsteam
über den gemeinsamen
Namen
„Am Fuchsstein“.
dann peu a peu umgesetzt werden sollen.
So wurde jetzt auch die Bibliothek verschönert.
Nachdem sie schon eine neue, attraktive
Theke bekommen hatte, wurden noch
die Räume umfassend renoviert. Dabei
bekamen die Wände nicht nur einen neuen
Anstrich, sondern die alten Möbel und
Regale wurden durch moderne, flexible
Lösungen ersetzt. „Mit der Modernisierung
haben wir in Frohnau einen freundlichen
Raum geschaffen, der zum Verweilen einlädt“,
freut sich Bildungs- und Kulturstadtrat
Harald Muschner.
(ch)
Im Ullstein-Verlag ist die
Taschenbuchausgabe des
Romans „Sputnik“ des
Schauspielers Christian
Berkel erschienen. Ursprünglich
kam das Buch
im Mai 2025 heraus und
entwickelte sich schnell wie
seine Vorgänger zu einem
Bestseller. Es ist der dritte
Teil seiner Trilogie, die die
Geschichte seiner Familie erzählt. In „Der
Apfelbaum“ (2018) rückt er die Geschichte
seiner Eltern in den Fokus der Handlung, in
„Ada“ (2020) avanciert seine Schwester in
den erzählerischen Mittelpunkt. Im dritten
Teil berichtet Berkel von sich selbst. Und
damit geht es nach Frohnau. Denn dort
ist der Schauspieler, den man aus Kinofilmen
wie „Das Experiment“, „Der Untergang“
oder „Inglourious Basterds“ kennt,
aufgewachsen. Der junge Berkel fühlt sich
allerdings nicht wohl in Reinickendorf. Freilich
hat er nicht per se etwas gegen seinen
Herkunftsort, es ist viel mehr die Enge des
Elternhauses und der damals noch weite
Weg mit den Öffentlichen in die Stadt. Erneut
erweist sich Berkel als grandioser Geschichtenerzähler.
(ch)
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
Markantes Wahrzeichen in Frohnau wurde von Carl Stahl-Urach (1879-1946) entworfen
Weltgrößter Wetterpilz erstrahlt wieder in Weiß
Ob der Wetterpilz mitsamt Bank am Maximiliankorso/Sigismundkorso
in Frohnau
nun schon wieder mit Graffiti
verunstaltet ist? 2025 erstrahlte
er nach Reinigungsarbeiten kurz
hell in ursprünglicher Farbe.
Dann war er wieder beschmiert,
das Bezirksamt versprach, dass dies
nicht so bleibt. Es soll der größte Wetterpilz
der Welt sein. Die von Carl Stahl Urach entworfene
Sehenswürdigkeit von Frohnau war
wie ihr bekannterer kleinerer Bruder an B 96
© BA Reinickendorf
im Baujahr 1910 Teil der Schmuckplatzanlagen,
die der Gartendirektor der Terrain-
Centrale für den Ort vorgesehen hatte.
1987 soll der 17 Tonnen schwere Wetterpilz
bei dem Versuch, ihn auf ein anderes Fundament
zu heben, umgefallen sein, war in
einer Ausgabe des Grundbesitzer-Vereins
der Gartenstadt zu lesen. Das Besondere
seien seine beachtliche Größe, die achteckige
Form und das reetgedeckte Dach.
Ursprünglich wären allerdings Ziegel drauf
gewesen, ist zu lesen.
(sn)
27
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
2025 wurde 150 Jahre Waidmannslust gefeiert
Das erste Haus hatte ein Ausflugslokal
Das Restaurant des Sternekochs Siegfried
Rockendorf in der Düsterhauptstraße bewirkte,
dass ich in den 1990er Jahren erstmals
nach Waidmannslust fuhr. Schöne Gegend,
dachte ich damals, sah aber kaum was. Der
Ort feierte da 120-jähriges Bestehen. Daran
musste ich denken, als ich vom Jubiläum 150
Jahre Waidmannslust 2025 las. Das Kiezfest
wurde im Sommer im Gemeindegarten
mit Unterhaltungsprogramm, Marktständen,
Rätsel und Interviews rund um den Ortsteil
Waidmannslust begangen. Dabei waren
zwischenzeitlich Bürger schon mal in Sorge
um ihren Stadtteil wegen des zunehmenden
Leerstands. Rockendorf war schon vor
seinem tragischen Tod 2000 weggezogen.
Immer mehr Läden und Speiselokale, aber
auch Villen standen leer.
Bürger-Initiative
2013 gründete sich die Initiative Waidmannslust
mit dem Ziel, den Ortsteil wieder zu einem
lebenswerten Ort zu machen. Es ging ihren
Mitgliedern vor allem um die Beseitigung von
Leerstand und Schandflecken, von Vernachlässigung
und Verfall, die Verbesserung der
Verkehrssituation und -sicherheit, die Belebung
der kommerziellen Infrastruktur (Geschäfte,
Gastronomie, etc.) und um gelebte
Nachbarschaft. Sie diskutierten mit Investoren,
Eigentümern, Nachbarn und Vertretern
der Politik und der Verwaltung und setzten
sich für Lösungen von Problemen ein, arbeiteten
auch mit anderen Initiativen und öffentlichen
Einrichtungen zusammen. Durch den
engen Kontakt zum Förderverein der Königin-
Luise-Kirche Waidmannslust e. V. gewannen
sie diese Kirche als Veranstaltungsort. Der
Kirchturm ist so etwas wie ein Wahrzeichen
von Waidmannslust.
Zum 150-jährigen Jubiläum bedankte sich
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-
Wegner für das bürgerschaftliche Engagement
der „Initiative Waidmannslust“ und ihr
„großartiges, sehr ambitioniertes Veranstaltungsprogramm.
Hervorzuheben sind hierbei
Wolfgang Nieschalk, Bernd Verkin und Pfarrer
Christoph Anders. Ein großes Lob geht
jedoch auch an all die anderen Ehrenamtlichen
und Unterstützer.“ In dem besonderen
Jubiläumsjahr wartete Waidmannslust mit
viel Programm auf, darunter Konzerte, Theateraufführungen,
Sportevents, Lesungen,
Vorträge, Stadtspaziergänge, Trödelmärkte,
Ausstellungen.
Ortsgeschichte
Wie kam es eigentlich zur Gründung von
Waidmannslust und zu dem schönen Namen?
1875 entstand mitten im Waldgebiet,
das zur Landgemeinde Lübars gehörte, ein
Wohnhaus mit Gastwirtschaft im EG: „Waidmannslust”.
Der Besitzer und Gastwirt Ernst
Bondick, der das Gelände gekauft hatte,
war zuvor Förster auf dem Hermsdorfer Gut.
Er ist der Gründer von Waidmannslust, das
erst nach 1945 zum eigenständigen Ortsteil
Reinickendorfs wurde. Die Bondickstraße erinnert
an ihn. Dank der nahegelegenen Bahn,
an der 1884 eine Haltestelle eingerichtet
wurde, entwickelte sich Waidmannslust erst
zu einem Ausflugsziel und bald zu einem noblen
Berliner Vorort. Noch aus Anfangszeiten
stammt die Villa von 1892 am Zabel-Krüger-
Damm neben dem Restaurant Il Romano.
Villen und Landhäuser prägten lange das
Ortsbild und – ab 1945 bis zum Abzug der
Alliierten 1994 und teils bis heute – auch viele
Franzosen. 1966 bis 1972 entstand wegen
des Wohnraummangels im östlichen Teil von
Waidmannslust die Rollberge-Siedlung mit
über 2.000 Wohnungen. Dazu gehört das
22-Etagen-Doppelhochhaus an der Titiseestraße
von Hans Scharoun. Es wurden und
werden Wohnungen vor allem im einstigen
Alliiertenviertel Cité Foch gebaut, nebst einer
Schule.
Im benachbarten Steinbergpark rauscht ein
Wasserfall – von der Spitze des 65 m hohen
Bergs in Stufen herunter zum See. Das
Wasser wird wieder hochgepumpt. Der Park
wurde ab 1924 übrigens als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
angelegt. Seit 1928 gibt es
den Wasserfall. Die Waidmannsluster nennen
ihn den größten Berlins und können sich da
wahrscheinlich mit den Kreuzbergern streiten.
Ein Rundgang durch das alte und neue
Waidmannslust lohnt.
G Sabine Nöbel
28
Villa von 1892 Hochhaus von Hans Scharoun Königin-Luise-Kirche
© S. Nöbel/aperçu (3)
Die wundervolle Humboldt-Bibliothek entstand vor knapp 40 Jahren
Architektur- und Bildungserlebnis
Was für ein schönes Gebäude schon von
außen! Innen wirken die Bücherwände
über zwei Etagen wie modern interpretierte
barocke Klosterbibliotheken. Die
dreischiffige Halle passt dazu. Ein großes
Fenster an der Westseite des Gebäudes
lässt auf das Hafenbecken, die sogenannte
Sechserbrücke und den Tegeler
See blicken.
Die vom amerikanischen Architekten
Charles Moore entworfene und in den
Jahren 1987-1989 im Rahmen der Internationalen
Bauausstellung gebaute Humboldt-Bibliothek
steht heute unter Denkmalschutz.
Benannt ist sie nach Alexander
und Wilhelm von Humboldt, die ihre Kindheit
im Sommerhalbjahr im nahe gelegenen
Schloss Tegel verbrachten. Das Denkmal
der Brüder von Detlef Kraft steht vor
dem Eingangsbereich der Bibliothek seit
dem Jahr 1997. Nur ein kurzer Fußweg ist
es zum U-Bahnhof Alt-Tegel.
Die Bezirkszentralbibliothek von Reinickendorf
stellt nicht nur weit über 100.000
Medien zum Ausleihen bereit, sondern ist
ebenso ein Aufenthaltsort zum Lesen und
Arbeiten und für kulturelle Veranstaltungen.
Regelmäßig finden hier Lesungen, Konzerte,
Puppentheater oder Veranstaltungen zu
Coding und Robotik statt. Die Kinder- und
Jugendabteilung der Humboldt-Bibliothek
© Landesdenkmalamt Berlin, Thorsten Dame
bietet zahlreiche Programme zur Leseförderung,
Informationsrecherche und zur
kulturellen Bildung für Kita-Gruppen und
Schulklassen. Dazu gehört auch der Einsatz
digitaler Medien.
Es gibt auch eine regelmäßige offene
digitale Senioren-Sprechstunde und beispielsweise
Spiele-, Schreib- und Bastel-,
Näh- und Weben-Angebote, Kunstwerkstatt,
3D-Druck-Sprechstunde und Zivilcourage-Training.
(sn)
Adressen der Bibliotheken im Bezirk
☐ Humboldt-Bibliothek
Karolinenstraße 19, 13507 Berlin
Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–19, Sa 11–16 Uhr
☐ Bibliothek im Märkischen Viertel
Wilhelmsruher Damm 142c, 13439 Berlin
Öffnungszeiten: Mo, Do 13–19,
Di, Mi, Fr 11–17 Uhr
☐ Bibliothek am Schäfersee
Markstraße 36, 13409 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr 12–18 Uhr
☐ Stadteilbibliothek Reinickendorf-West
Auguste-Viktoria-Allee 29-31,
13403 Berlin
Öffnungszeiten: Mo 11–17, Di 13–17,
Do, Fr 13–19 Uhr
Einst war hier eine
Schäferei
Jacqueline Stückrath gestaltete
den Fuchs für die Bibliothek am
Schäfersee in der Stargardtstraße
11–13. Die Stadtbibliothek
befindet sich in der Nähe zum
Schäfersee, mitten im Schäferseepark.
Im 18. Jahrhundert war
hier eine Schäferei ansässig – daher
der Name.
☐ Stadtteilbibliothek Frohnau
Fuchssteinerweg 17, 13465 Berlin
Öffnungszeiten: Mo, Do: 13–19,
Di 13 –17, Fr 11–17 Uhr
☐ Fahrbibliothek
Der Große Bücherbus hält zu
bestimmten Nachmittagsterminen
zum Beispiel in Lübars, Heiligensee
und Hermsdorf. Vormittags fährt
er wie der Kleine Bücherbus
Grundschulen an. Der aktuelle
Fahrplan ist zu finden unter:
www.berlin.de/stadtbibliothekreinickendorf/bibliotheken
29
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
30
©Heiko Roith
Corvus Corax laden zur Lübarser Hofkultur
Mittelalterliche Kolkraben beim Sommerfest
Eine feste Größe im Kulturleben Lübars‘, dem
ältesten Dorf Berlins, ist seit einigen Jahren
das Sommerfest der „Lübarser Hofkultur“.
Dass es dazu kam, ist der Managerin Doro
Peters und ihrer Band Corvus Corax, die hier
ein Tonstudio betreiben, zu verdanken. Wenn
man so will, reichen die Anfänge bis in die frühen
Achtziger zurück. Damals, genauer: im
September 1982, gründete Doro Peters, Musikverrückte
seit Kindheitstagen, mit Freunden
in Schöneberg das legendäre Café Swing,
das alsbald der Musikertreffpunkt überhaupt
war. 1988 heuerte sie zusätzlich beim Label
Vielklang an und kümmerte sich beispielsweise
um die heutige Kultband Die Ärzte. Wenig
später hatte sie hier ihre eigene Abteilung, ein
sogenanntes Sublabel, für das sie Bands wie
In Extremo und Subway To Sally verpflichtete
und zeitweise auch managte. Zudem gründete
Doro Peters bereits in den Neunzigern eine
PR-Agentur für Musiker und Plattenfirmen. Alles
Sachen, von denen seit über 20 Jahren die
1989 gegründete Formation Corvus Corax –
die wichtigsten Vertreter der deutschen Mittelalterszene
– profitiert. Seit 2004 machen
die umtriebige Managerin und die Könige
der Spielleute, wie Corvus Corax genannt
werden, gemeinsame Sache.
Über 30 Alben wurden bereits veröffentlicht
und ihre Tourneen führten sie durch ganz Eu
ropa, China, Japan, Mexiko, USA und Kanada.
Viele Jahre hatten Corvus Corax (übrigens
der wissenschaftliche Name des Kolkraben)
ihren Sitz im Prenzlauer Berg, doch
als der Szenekiez zum Nobelviertel wurde,
musste eine neue Bleibe her. Als sich die Musiker
und ihre Managerin ihr neues Domizil in
Lübars ansahen, waren sie sofort schockverliebt.
Denn gleich vor der Tür begann Natur
pur. Die neue Arbeitsstelle fühlte sich wie ein
Kurzurlaub an. Das war 2019 und nur ein Jahr
später begann das Drama. Ein Virus namens
Covid 19 legte die komplette Kulturbranche
lahm. Die Mittelalterrocker saßen jetzt nicht
nur zuhause, sondern hatten auch ein Problem:
Wie soll man ohne Einnahmen die Miete
zahlen? Als es die ersten bescheidenen
Lockerungen gab, traten Corvus Corax die
Flucht nach vorn an. Sie schlossen den Hof
auf und spielten vor den Türen ihres neuen
Studios. Die Geburtsstunde der Lübarser
Hofkultur. In den Folgejahren gab es Unterstützung
von der Initiative „Draußenstadt“
sowie 2025 vom Fachbereich Kunst und
Geschichte des Bezirksamts Reinickendorf,
womit die Sommerfeste eintrittsfrei realisiert
Umsonst & draußen – Corvus Corax bei der Lübarser Hofkultur
werden konnten. Damit kamen nun nicht
mehr nur die Fans, sondern auch die Anwohner,
und das generationsübergreifend.
Längst war die Lübarser Hofkultur eine Institution
geworden und die Band ließ sich nicht
lumpen, sie spielte pro Tag vier Konzerte. Bis
2026 zunächst ein Dämpfer kam, denn jedwede
Unterstützung blieb aus. Doch glücklicherweise
konnten kurzfristig Sponsoren gefunden
werden. Rico Teubner von der Firma
Wimeba (Wilke Metallbau) ermöglicht den
ersten Tag des Sommerfestes 2026 (nämlich
Samstag, den 22.8.) und die Biermarke
„Odin Trunk“ übernimmt das Sponsoring des
zweiten Tages (Sonntag, den 23.08.). Damit
können wir uns auf insgesamt acht Kurzkonzerte
von Corvus Corax mit ihren faszinierend
großen Trommeln und den selbstgebauten
Dudelsäcken freuen.
G Christian Hentschel
22.8. + 23.8. 2026, jeweils 14-18 Uhr
Sommerfest der Lübarser Hofkultur
mit Corvus Corax; Eintritt frei
(Spenden willkommen)
Alt Lübars 11a (ca. 100 Meter von der
Bushaltestelle Alt Lübars)
www.hofkultur-luebars.de
www.hofkultur-luebars.de
© Doro Peters
Füchse Reinickendorf
Miriam Baumeister gestaltete
den Fuchs am Feuerwehrmuseum
Berlin in der Veitstraße 5. Die
Geschichte der letzten 170 Jahre
spiegelt sich in historischen Bildern
und Dokumenten, einer Gerätesammlung
und zahlreichen
Feuerwehrfahrzeugen wider.
UB
HAND
L UNG
AM FELLBACHER PLATZ
Buchhandlung am Fellbacher Platz
Rivkah Netzer & Heike Kornfeld
Heinsestraße 25 · 13467 Berlin
030 40 00 91 78
Montag - Freitag 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag 10:00 - 14:00 Uhr
buchhandlung@fellbacherplatz.de
buchhandlung-fellbacherplatz.de
C H
Das Stegreif-Orchester
Zusammen.Klang –
Klassik wird Gegenwart
Wissen Sie, was das teilstationäre Hospiz
in Neukölln, die Kugelspielerin im Volkspark
Luisenhain und das Ensemble Stegreif
– The Improvising Symphony Orchestra –
gemeinsam haben? Sie haben alle die gleiche
Fördererin: die Berliner LOTTO-Stiftung.
In Reinickendorf, Neukölln sowie Friedrichshain-Kreuzberg
wird in der Spielzeit
2026/27 die Konzertreihe „Zusammen.
Klang – Klassik wird Gegenwart“ klassische
Werke neu denken und aufführen. Im Mittelpunkt
der Konzertreihe steht das Ensemble
Stegreif – The Improvising Symphony
Orchestra, ein international besetztes Orchester
junger Musiker*innen, das bekannte
Kompositionen aufgreift und mit freier
Improvisation erweitert. Gespielt wird ohne
Dirigent*in, ohne Noten, ohne feste Sitzordnung
und die Musiker*innen, aber auch das
Publikum, sind in Bewegung.
Seit Gründung der LOTTO-Stiftung 1975
wurden über 6.200 gemeinnützige Projekte
mit rund 2,9 Mrd. Euro gefördert. Von
jedem bei LOTTO Berlin gespielten Tipp,
den die Berlinerinnen und Berliner z. B. für
LOTTO 6aus49, Eurojackpot, KENO oder
die GlücksSpirale beim legalen staatlichen
Glücksspielanbieter ausgeben, fließen mindestens
20 Prozent in die Stiftung. 20 Prozent,
die sich Monat für Monat zu Millionen
Euro summieren – um die Stadt Berlin
noch lebens- und liebenswerter zu machen.
Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Brandenburgische Str. 36, 10707 Berlin
Tel. 030 89051280 lotto-stiftung-berlin.de
© Lucie Schulze
31
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
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Lieblingsorte im Bezirk:
Das Hermsdorfer Fließ …
Ein Ururenkel von Kaiserin Sisi lebt in Hermsdorf
Kein elitärer Prinz – ein Clown zum Anfassen!
Wenn Leopold Altenburg sagen soll, was er
von Beruf ist, zögert er kurz. Er ist so vieles:
Schauspieler, Kabarettist, Regisseur, Autor,
Clown. Aber er fasst es dann doch unter
dem Wort Komiker zusammen, es habe halt
immer mit Humor zu tun. Der Clown sei ja
die Königsdiziplin, der mit Verletzlichkeit und
Scheitern spielt, bei dem sich Komödie und
Tragödie treffen. Ein Clownworkshop während
der Schauspielschule in Wien brachte
die Initialzündung. Eine Kollegin hätte
ihm dann vom Verein der Roten Nasen erzählt.
Professionell zu Clowns ausgebildete
Schauspieler, auch medizinisch und psychologisch
fortgebildet, bringen dank dieses
Vereins Lebensfreude in Krankenhäuser und
Pflegeheime zu Kindern und Erwachsenen.
In den Einrichtungen arbeiten sie eng mit
dem medizinischen Personal zusammen.
Inzwischen gibt Altenburg selbst Humorseminare
und Clownworkshops. Zudem singt
er auch bei seinen Bühnenprogrammen,
zum Beispiel Austropop. Er kann Ukulele
und Gitarre spielen.
Jodelkönig und Ahoi-Matrosin
Oft tritt er im Duo mit seiner Frau Juliane
auf, die er 2004 bei einem Clownworkshop
kennenlernte. Sie ist auch Schauspielerin
und da sie aus Hamburg stammt und er aus
Wien, nennen sie ein gemeinsames Bühnen-
Programm „Jodelkönig und Ahoi-Matrosin“.
Sie traten damit im Bezirk schon im Centre
Bagatelle in Frohnau auf und im schönen
© Emilia Altenburg
… und die Bühnen. Als Clownsduo trat er mit
seiner Frau u.a. im Labsaal in Lübars auf.
© Sven Delitz
Labsaal in Lübars. Sie wohnen inzwischen
weit über zehn Jahre in Hermsdorf.
Was führte den Wiener nach Berlin und speziell
nach Hermsdorf? Erst war es nur, dass
er 2002 meinte, Berlin sei näher als Wien
zu Bielefeld, wo er gerade ein Musikkabarett-Duo
aufgebaut hatte, zumal seine damalige
Freundin in Berlin ein Jobangebot
hatte. Die Roten Nasen gab es auch in Berlin.
Man freute sich dort über professionellen
Zuwachs. Altenburg wohnte zunächst
in Friedrichshain und nach der Heirat ab
2007 in Prenzlauer Berg. „Dann wurde es
da lauter, und wir überlegten, mit zwei Kindern
doch besser an den Rand von Berlin zu
ziehen, möglichst mit S-Bahn-Verbindung,
aber nicht so teuer wie Frohnau.“
Mit den berühmten Habsburger
kaiserlichen Vorfahren
© Stefan Ludwig
Wohnen am Tegeler Fließ
2013 bot ihnen ein Maklerbüro das Haus
in Hermsdorf an, von dem beide gleich
dachten: Da kann man was draus machen.
„Mit dem Rad ist man in zehn Minuten am
S-Bahnhof, das Strandbad Lübars am Ziegeleisee
ist nicht weit, ebenso der Hermsdorfer
See, auf dessen Eis wir letzten Winter
spazieren gehen konnten.“ Im nahen Naturschutzgebiet
Tegeler Fließ ist er häufig unterwegs.
Die Kirchengemeinde in Hermsdorf
erwies sich als nett und lebendig. „Drei Generationen
treffen sich da, nicht nur Ältere.“
Hermsdorf wurde Heimat.
Bei manchen Auftritten (so in der Show
„Prinz und Clown“) und auch als Buchautor
(„Der Kaiser und sein Sonnenschein“)
nahm Leopold Altenburg schon Bezug auf
seine Vorfahren. Er ist der Ururenkel von
Kaiserin Elisabeth (Sisi) & Kaiser Franz Josef
I., Urenkel deren jüngster Tochter Marie
Valerie, und stammt somit aus dem Hause
Habsburg. Oft wird er als Leopold Prinz
von Altenburg angeredet. Sein Großvater
war das 8. Kind und heiratete nicht standesgemäß,
wie es damals hieß. Er nahm
1930, zu einer Zeit, da nach dem 1. Weltkrieg
die Adelstitel in Österreich abgeschafft
worden waren, den Namen Altenburg
an. Diese Gründerburg des Habsburger
Adelsgeschlechts ist heute eine
Jugendherberge in der Schweiz.
Verlag für Kinderbuch gesucht
Derzeit schreibt der Prinz gerade an einem
Kinderbuch. Ab und zu geht er bei Kästners
Hermsdorfer Wohnadresse in den 1960er
Jahren in der Parkstraße am Waldsee vorbei
und lässt sich inspirieren. Aber für den
Stoff selbst hat ihn seine Arbeit als Krankenhausclown
angeregt. Das Buch handelt
von einem Elfjährigen, dessen Opa an Demenz
erkrankt und in eine Pflegeeinrichtung
kommt. Dort lernt er Valentina Flowers
kennen, eine patente Reinigungsfrau, deren
Vorbild im wirklichen Leben Leopold Altenburg
begegnete und an die er damit auch
erinnern möchte. Er schreibt erst einmal und
sucht dann einen Verlag.
G Sabine Nöbel
Der Reinickendorfer Grafiker und Musiker Klaus Voormann
Was der Heiligensee mit den Beatles zu tun hat
Der heute 88jährige Grafiker und Musiker
Klaus Voormann, ein echter Reinickendorfer,
wäre um Haaresbreite ein Beatle
geworden. Zumindest war kein Zweiter so
dicht dran wie er. Aufgewachsen ist der
Künstler in einer Frohnauer Villa und einen
großen Teil seiner Freizeit verbrachte er
am Heiligensee, der dem gleichnamigen
Ortsteil Reinickendorfs seinen Namen gibt.
Das war nicht irgendein See. Es ist der See
der Familie Voormann. Wilhelm Laupenmühlen,
der Großvater Klaus Voormanns,
erwarb den See 1910. Laupenmühlen war
Bankier und verdiente sein Vermögen mit
Bergwerksbeteiligungen und Kaliaktien. In
Heiligensee und Frohnau gehörten dem
Mann etliche Immobilien, doch seine Frau
verkaufte nach seinem Krebstod im Jahr
1918 den Grundbesitz, schließlich kam die
Inflation und das Vermögen ging verloren.
Den Heiligensee behielten allerdings die
Voormanns, bis heute.
Nach dem Abitur ging Klaus Voormann auf
die Kunstgewerbeschule in Hamburg und
dort kam es 1960 zu einer schicksalshaften
Begegnung. Aus einem Keller in einer Seitenstraße
der Reeperbahn vernahm er in einer
verregneten Herbstnacht eine lärmende
Rock’n’Roll-Band. Bisher kannte Voormann
Klassik (als Kind hatte er Klavierunterricht)
sowie Jazz und nun erreichten ihn diese ungewohnten
Klänge. Es war ein früher Auftritt
der Beatles und in einer Spielpause sprach
er die Musiker an, denn der junge Grafiker,
der neben dem Studium für Zeitschriften
wie „Kristall“ und „Hörzu“ arbeitete, wollte
auch einmal ein Plattencover entwerfen.
Dazu kam es erst einmal nicht, doch fortan
waren Voormann und die Beatles, die
damals noch zu fünft waren, befreundet.
So kam es dazu, dass der Reinickendorfer
auch mal am Bass aushalf. Er kaufte dem
ersten Beatles-Bassisten Stuart Sutcliffe für
Schon 2003 veröffentlichte der Reinickendorfer seine Autobiografie,
Paul McCartney schrieb das Vorwort.
200 Mark gar sein Instrument ab und tatsächlich
fragte er John Lennon, ob er die
Nachfolge antreten könne, doch längst war
entschieden, dass Paul McCartney von der
Gitarre zum Viersaiter wechselt.
Allerdings kam es zum Beatles-Plattencover.
Klaus Voormann gestaltete 1966 für 50
Pfund das Cover des Albums „Revolver“,
Mit dem Coverentwurf des Beatles-Albums
„Revolver“ schrieb Voormann Musikgeschichte.
© Universal Music(2)
wenig später gab es für das beste Plattencover
einen Grammy. Inzwischen lebte der
Berliner in London und wurde tatsächlich
Bassgitarrist – bei Manfred Mann sowie bei
den Hollies. Er arbeitete ebenso mit Bob
Dylan, Carly Simon und Eric Clapton sowie
schließlich doch noch mit den Beatles-Musikern
Lennon, McCartney und Harrison bei
ihren Soloprojekten. Wieder in Deutschland
(1979 – nach einiger Zeit in Los Angeles) begann
er, Bands zu produzieren, beispielsweise
Trio und ihr legendäres „Da Da Da“.
2009 veröffentlichte Klaus Voormann sein
erstes Soloalbum und es war Ehrensache
für Musiker wie Paul McCartney und Yusuf
Islam/Cat Stevens hier mitzuwirken. Heute
lebt der Reinickendorfer nach vielen Jahren
in Habernis an der Ostsee am Starnberger
See in der Nähe von München. Von seiner
Zeit am Heiligensee erzählt er jedoch regelmäßig
in Interviews, etwa von Radtouren
mit Schulkameraden durch den Tegeler
Forst, um im See baden zu gehen.
G Christian Hentschel
33
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
34
Berliner Ausstellungsprojekt „Umbenennen?!“
Straßennamen erzählen Geschichte
Kann das einer Waldstraße je passieren,
dass sie mal umbenannt werden muss? Ist
ja keine Persönlichkeit, die zu verschiedenen
Zeiten unterschiedlich gesehen wird. Andererseits
gibt es 11 Waldstraßen in Berlin und
davon allein sechs in Treptow-Köpenick.
Kann auch verwirren. Berlin, seine Straßennamen
und deren Umbenennungen waren/
sind Thema eines Berliner Ausstellungsprojekts
„Umbenennen?!“, wobei es einen generellen
und einen auf den jeweiligen Bezirk
bezogenen Teil gibt. Der Arbeitskreis Berliner
Regionalmuseen und das Aktive Museum
Faschismus und Widerstand in Berlin
e. V. greifen dabei die in den Bezirken geführten
Diskussionen auf. Das Ausstellungsprojekt
nebst Begleitprogramm hatte 2025
seinen Auftakt in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf,
Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg,
es folgten 2025 noch
Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow,
Spandau und Reinickendorf. In Reinickendorf
läuft sie noch bis 31.5.2027. Hier erkennt
man die Industriegeschichte des Ortes
an Straßen wie dem Borsigdamm. An
die französischen Alliierten erinnert die Avenue
Charles de Gaulle. 2026 wurde/wird
die Ausstellung in Treptow-Köpenick, Mitte,
Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln
eröffnet. Infos unter www.umbenennen.de
Wer darf benennen?
Das schnelle Wachstums Berlins im 19. Jahrhundert,
die Reichsgründung 1871, die Bildung
Groß-Berlins 1920, die Weimarer Republik,
die Nazizeit, die Nachkriegsjahre in
Ost und West, die Nachwendezeit – alles hat
sich in Straßennamen und Umbenennungen
niedergeschlagen. Bezogen sich die Namen
jahrhundertelang nur auf die ansässigen
Gewerke oder lokalen Besonderheiten,
wurden ab dem 18. Jahrhundert auch Personen
damit geehrt. Der Zusammenschluss
von acht zuvor selbstständigen Stadt- und
59 Landgemeinden sowie 27 Gutsbezirken
zu Groß-Berlin 1920 führte dazu, dass trotz
Umbenennungen bis heute Straßennamen
mehrmals in Berlin vorkommen.
Wer legt überhaupt die Straßennamen fest
oder ändert sie? Bis 1813 ist es der Magistrat,
erfahren wir in der Ausstellung, dann
hat sie der König zu genehmigen bzw. der
Kaiser und nach dem 1. Weltkrieg das Innenministerium.
1939 wurde die Zuständigkeit
an die Kommunen übertragen, die Entscheidungsmacht
lag bei der NSDAP. Nach dem
2. Weltkrieg ließen die Alliierten Umbenennungen
von den städtischen Abteilungen für
Wohnen und Verkehr vorbereiten. Im Osten
Berlins wurden bis 1989 Vorschläge vom
Magistrat beschlossen. Im Westen konnten
seit 1967 wie heute alle Bezirke Straßennamen
bestimmen oder ändern.
Häufige Namenswechsel
Manche Straßen wechselten mehrmals ihren
Namen. So die Kaiser-Friedrich-Straße in
Neukölln. Ab 1892 ehrte sie den verstorbenen
Friedrich III., nach der Eingemeindung
in Groß-Berlin 1920 wurde der verlängerte
Teil östlich des Schifffahrtskanals zur Sonnenallee.
Die gesamte Trasse wurde 1938
zur Braunauer Straße (Geburtsort Adolf Hitlers)
und 1947 zur Sonnenallee.
Ein Archivbild des Museums Reinickendorf
von 1938 dokumentiert die Umbenennung
der Rosent(h)aler in Holzhauser Straße,
ab 1958 wurde ein Teil in den Eichborndamm
einbezogen. Auch die Jüdenstraße
in Spandau verlor ihren Namen zur NS-
DAP-Zeit. 1938 wurde sie zur Kinkelstraße
- ein Revolutionär von 1848, der im Zuchthaus
Spandau inhaftiert war. 2002 wurde
sie rückbenannt. Umstritten ist in Steglitz-
Zehlendorf der Hindenburgdamm (bis 1914
Chausseestraße), nach dem Generaloberst
und späteren Reichspräsidenten benannt,
der vielen als Wegbereiter der Nazis gilt.
Museum Reinickendorf
Umbenennung der Rosenthaler Straße
in Holzhauser Straße, 1938
Foto: Museum Reinickendorf
Die Dorotheenstraße in Mitte hatte schon
viele Namen: im 17./18. Jahrhundert Hinter
Gasse, Am Bauhof, Hinter dem Observatorium,
Letzte Straße und ab 1822 Dorotheenstraße.
Ab 1951 hieß sie nach Clara Zetkin
und wurde 1995 zurückbenannt. Ob nun die
Kurfürstin Dorothea von Brandenburg eine
verdienstvollere Namensträgerin ist als die
Frauenrechtlerin Clara Zetkin? Immerhin
waren beide engagierte Frauen.
Nur knapp 5 Prozent der etwa 10.000 Straßen
und Plätze in Berlin sind nach einer
Frau benannt. Knapp 30 Prozent tragen
männliche Namen, der Rest ist nach Orten,
Pflanzen, Landschaften benannt. Bei
Umbenennungen werden heute oft Frauen
bevorzugt. So erhielt das 1896 im Treptower
Park nach einem Kolonialisten benannte
Gröbenufer 2010 den Namen der afrodeutschen
Dichterin und Aktivistin May Ayim.
Ergänzungstafeln an Straßenschildern geben
mancherorts Hilfestellung, warum die
Straße so heißt bzw. anders als früher. (sn)
Drei Akteurinnen der Frauenbewegung
Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF)
Digital. Divers. Feministisch.
2013 wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, Materialien zur Deutschen
Frauenbewegung wissenschaftlich aufzuarbeiten, in einem digitalen Archiv
zu sichern und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daraus
entstand das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF). Es bündelt
mehr als 200 Jahre feministische Bewegungsgeschichten aus dem
deutschsprachigen Raum. Online und kostenfrei.
Abgesehen davon, dass das DDF damit Originalquellen erhält und
langfristig sichert, erfüllt es einen zentralen Bildungsauftrag: In der
vorherrschenden Geschichtsschreibung finden weibliche und feministische
Perspektiven kaum Raum. Akteurinnen und ihre Leistungen werden
noch immer an den Rand gedrängt und zu oft unsichtbar gemacht.
Damit sie als Teil von Demokratiegeschichte bewahrt und weltweit zugänglich
sind, werden sie vom DDF digitalisiert und kontextualisiert.
Cordula Jurczyk von der DDF-Onlineredaktion sagt zudem: „Frauenund
Lesbenbewegungsgeschichte wird im Schulunterricht kaum vermittelt.“
Mit dem Format „Platz da, Feminismus hat Geschichte – und
Geschichte gibt‘s nicht ohne Frauen!“ steuert das DDF deshalb gemeinsam
mit einer Didaktikerin der Leipziger Louise-Otto-Peters-Schule
dagegen. Mit ihrem Projekt erweitern sie den bestehenden Lehrkanon
um Wissen über feministische Geschichte.
Wer schauen möchte, wie viele Löcher das eigene Geschichtswissen
beinhaltet, kann sich auf www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de
ein Bild machen. Mit Originalfotos werden die Biografien von Frauen
und ihrer Arbeit spannend aufbereitet und laden zum intensiven Lesen
und Wiederkehren ein.
G Marlen Pelny
© www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de
Marie Kundt
Lehrerin und Fotografin
(1870-1932)
© Archiv Lette Verein via DDF
Marie Kundt prägte in ihren 40 Dienstjahren
die Photographische Lehranstalt des Berliner
Lette Vereins, dem sie auch als Direktorin vorstand.
Durch ihr Wirken wurden technische Frauenberufe
entwickelt und erhielten allgemeine Anerkennung.
Minna Cauer
Pädagogin und Publizistin
(1841-1922)
© AddF via DDF
Sie leitete Frauenvereine, war eine mitreißende
Rednerin und mischte sich mit ihrer Zeitschrift
‚Die Frauenbewegung‘ in die öffentliche Debatte im
Kaiserreich ein. Ihr Ziel: die allumfassende Gleichberechtigung
der Frau im Staat. Ihr größter Erfolg:
1918 erhalten die Frauen das Wahlrecht.
Rita ‚Tommy‘ Thomas
Hundefriseurin und
Gastgeberin der (HIB)
1931-2018
© FFBIZ via DDF
Die (Ost-)Berlinerin Rita Thomas nannte sich ‚Tommy‘
und lebte als Mitglied der Homosexuellen Interessengemeinschaft
Berlin (HIB). Tommys Fotosammlung
bietet Einblicke in lesbisches, schwules und trans*
Leben in Ost- und West-Berlin seit 1945.
Feminismus hat Geschichte! Und die ist politisch,
bewegt und reich an Auseinandersetzungen. Sie
erzählt von Solidaritäten und Brüchen, sie hat
viele Gesichter, Perspektiven und nicht zuletzt
Schultern, auf denen auch heute Feminismus gelebt,
gedacht und ausgehandelt wird. Von Frauenstreiks
bis Cyberfeminismus, von Pionier*innen
in Sport oder Sprache: Der DDF-Podcast blickt
auf Akteur*innen und Phänomene aus mehr als
200 Jahren feministischer Bewegungsgeschichte.
Hier zum
Podcast
35
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
Groß! Bunt! Laut!
Innovativ!
Daniel Stolzenburg ist die künstlerische
Bemalung für den Fuchs
vom ATRIUM am Senftenberger
Ring 97 zu verdanken. Kunst,
Theater, Tanz, Medien, Literatur
und internationale Projekte gibt
es hier – das ATRIUM ist eine
kommunale Jugendkunstschule.
Die Stadt vor und nach dem Zweiten Weltkrieg
Schicksale Berliner Architektur
Berlin hat sein Gesicht nach dem Zweiten
Weltkrieg stark verändert. Prägende Gebäude
und Architekturensembles versanken
zwischen 1943 und 1945 in Schutt und
Asche. Manches blieb erhalten oder konnte
in den folgenden Jahrzehnten wieder
hergestellt werden, anderes entstand völlig
neu und lässt kaum noch erahnen, wie
es hier früher einmal aussah. Dieses Buch
dokumentiert den Wandel im Stadtbild, in
dem es historische und aktuelle Fotos von
bedeutenden Orten nebeneinanderstellt:
vom Stadtschloss über das Zooviertel bis
hin zum Potsdamer Platz.
Christian Simon, geboren 1960, ist Stadtführer sowie
Autor und Verleger von Berlin-Literatur. Zuletzt
erschienen von ihm im BeBra Verlag „Die schönsten
Berliner U-Bahnhöfe“, „Die schönsten Berliner
Brücken“ und „Die schönsten Berliner S-Bahnhöfe“.
Christian Simon
Schicksale Berliner Architektur
BeBra Verlag, 128 Seiten
175 Abb., 2025, 26 Euro
ISBN 978-3-8148-0329-6
36
Der Ernst-Reuter-Saal ist ein
Konzertsaal im Rathaus Reinickendorf
in Berlin mit Platz für bis zu
725 Personen. Er wurde 1957 erbaut
und gilt als einer der Säle mit der
besten Akustik in Deutschland.
Der Saal wird für kulturelle,
gesellige und politische
Veranstaltungen genutzt.
Das Bezirksamt lädt zu unterhaltsamen Nachmittagen im Ernst-Reuter-Saal ein:
Die Glücklichmacher
Schon seit 1957 wird der Ernst-Reuter-Saal
für seine feine Akustik und die uneingeschränkte
Sicht von jedem Platz aus geschätzt.
Paul Kuhn, Max Raabe und die
Berliner Philharmoniker waren schon hier.
Mit dem „Kulturtreff“ gibt es auch eine Veranstaltungsreihe
für die ältere Generation.
So unterschiedlich diese Nachmittage
auch sind, gemeinsam haben sie das hohe
Qualitätslevel.
Die gute Laune, die in den Flyern von Gastgeber
Bert Beel sowie seiner Künstlercrew
für die zwei Nachmittage Ende März versprochen
wird, beginnt schon am Einlass.
Das Team an den Türen lässt die über 700
Zuschauenden zügig in den Konzertsaal
des Reinickendorfer Rathauses, nichtsdestotrotz
bleibt Zeit, jeden Gast einzeln herzlich
willkommen zu heißen. Eine Freundlichkeit,
die offenbar ansteckend ist. Denn
gutgelaunt geben sich auch die Garderobieren,
das Verkaufspersonal an der Foyerbar
oder der sympathische Kollege am
Treppenlift, der einen barrierefreien Eintritt
ermöglicht. Das im besten Sinne positiv
aufgeregte Publikum weiß das hohe
Niveau dieser Veranstaltungen und die
moderaten Eintrittspreise sehr zu schätzen.
Was sich auch außerhalb des Bezirks herumgesprochen
hat. So kommt die Dame
auf dem Nebensitz extra aus Britz. Ein paar
Reihen davor sitzt eine riesige Truppe aus
Eberswalde, die eigens hierfür einen Reisebus
gechartert hatte. Und nicht zuletzt ist
Bert Beel ein Garant für allerbeste Unterhaltung.
Der umtriebige Entertainer, Moderator,
Sänger und Parodist veröffentlichte vor 52
Jahren seine allererste Schallplatte, heute
genießt er Kultstatus. Zudem ist der Mann
für sein glückliches Händchen bei der Wahl
seiner Gäste bekannt. Tradition verpflichtet
eben. Die Berliner Varietéshows, wie sie uns
der Künstler präsentiert, reichen in die 1950er
Jahre zurück. Seit 1984 mischt Bert Beel mit.
Zunächst begrüßen Sanja Cica aus dem
Fachbereich für Seniorinnen und Senioren
des Bezirksamtes sowie die Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner die
Gäste, einen sogar namentlich, weil er jede
„Kulturtreff“-Veranstaltung besucht und mit
seinen 103 Jahren vermutlich der älteste
Zuschauer im Saal ist. Dann geht es Schlag
auf Schlag. Die kurzweilige Zweieinhalbstundenshow
(plus Pause) vergeht wie im Fluge.
Den Anfang machen die Berolina-Band sowie
das Ballett Energy Dancers. Dann übernimmt
auch schon Bert Beel, den man sofort
ansieht, dass er Spaß auf der Bühne hat. Zunächst
parodiert er Joel Grey aus dem Musical
„Cabaret“, gefolgt von „Wenn ich einmal
reich wär“ aus dem Bock/Stein-Musical
„Anatevka“. Außerdem hat Bert Beel ein paar
Witze mitgebracht und streut direkt aus seiner
Sakkotasche Glitzer in den Saal. Schließlich
übergibt er an Hans-Jürgen Schatz. Der Moderator
mit seiner warmen, sonoren Stimme
ist ein alter Hase, man kennt ihn ebenso als
Schauspieler aus den Fernsehserien „Der
© BA Reinickendorf (2)
BERT BEEL begeistert sein
Publikum als Conférencier
aus dem Musical „Cabaret“
© Daniela Rasch
Fahnder“ und „Salto Postale“. Schnell hat
auch Roy Reinker das Publikum auf seiner
Seite. Der eloquente Bauchredner, der in
seiner Heimatstadt Leipzig ein kleines Theater
betreibt, hat seine frech-witzige Opa-
Puppe Siegfried mitgebracht und die nimmt
kein Blatt vor dem Mund… Auch die Artistik
kommt an diesen wunderbaren Nachmittagen
nicht zu kurz: Während Nina Trettau in
einem riesigen Reifen über die Bühne rollt
und Walid Merhi Frisbeescheiben jongliert,
verbiegt sich die Kontorsionistin RosaLisa
im wahrsten Sinne des Wortes und Sven Böker
vermengt Sand mit Handstandakrobatik.
Frenetisch werden Michael Heller und Christopher
Bolam gefeiert. Das Musicalduo singt,
tanzt und steppt sich durch das Repertoire
von Nat King Cole über Queen bis Roger
Cicero. Freilich ist auch Gastgeber Beel in
der zweiten Hälfte noch einmal dabei. Diesmal
begeistert er mit Parodien auf Johannes
Heesters und Zarah Leander.
Im Finale vereinen sich schließlich alle Künstlerinnen
und Künstler auf der Bühne und
schauen dabei in ausschließlich glückliche
Gesichter. Vielleicht auch deshalb, weil Bert
Beel – inzwischen als Reinickendorfer Institution
gehandelt – für den 19.10. eine neue Ausgabe
seiner Internationalen Varieté-Nachmittage
im Ernst-Reuter-Saal angekündigt hat.
Christian Hentschel
37
KULTUR | TOURISMUS | GESCHICHTE
Verbraucherzentrale mit klar strukturierten und gut recherchierten Ratgebern zu:
Erbrecht, Rentenrecht, Mietrecht
Eine anwaltliche Hilfe wird kein Buch dieser
Welt ersetzen können, doch um sich einen
allgemeinen Überblick zu verschaffen oder
überhaupt eine Ahnung im undurchsichtigen
Gesetzesdschungel zu erlangen, lohnt der
Blick in einen Ratgeber. Der Büchermarkt ist
überfüllt von sogenannten Beratungshilfen,
doch nicht jedes angebotene Sachbuch dient
tatsächlich der Orientierung, oftmals werden
komplexe Themen nur effekthascherisch angerissen,
um bei einem vermeintlichen Büchertrend
dabei zu sein. Das weiß auch die
Verbraucherzentrale und setzt auf eine eigene
Reihe gut recherchierter und fundierter Ratgeber,
die im Internetshop der Verbraucherzentrale
als gedrucktes Buch, E-Book oder
PDF kostenpflichtig bestellen werden können.
Ein Bestseller aus dem umfangreichen Programm
ist der Ratgeber „Richtig vererben
und verschenken“ (208 Seiten, Euro 20,00
bzw. 15,99 als E-Book). Das Buch punktet
mit seiner Übersichtlichkeit (jedes Kapitel
beginnt mit einer Übersicht und endet
mit einer Zusammenfassung) und erklärt
die Grundzüge des Erbrechts und zeigt an
Fallbeispielen, wie der Nachlass durch Testament,
Schenkung, Vermächtnis und Erbvertrag
weitergegeben werden kann. Ein
Kapitel widmet sich auch dem Umstand,
wenn der Erblasser nur Schulden hinterlässt.
In ähnlicher Aufmachung und von starkem
Service-Charakter geprägt ist der Ratgeber
„Rente in Sicht“ (240 Seiten, Euro 24,00 bzw.
19,99 als E-Book). Das umfangreiche Thema
wird von allen Seiten von Anlageformen bis
Rentenarten beleuchtet, zudem wird mit falschen
Annahmen zu Steuern und Beiträgen
aufgeräumt. Für einen weiteren Bestseller hat
sich die Verbraucherzentrale mit dem Deutschen
Mieterbund zusammengetan.
In „Das Mieter-Handbuch“ (240 Seiten,
Euro 18,00 – nur als gedrucktes Buch erhältlich),
das im Sommer 2026 in einer
neuen Auflage erschienen ist, werden detailgenau
alle Fakten von Mieterhöhung
bis Kündigung erläutert.
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→ Alle vorgestellten Ratgeber sind unter
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WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
Großes Interesse gab es am Thema „Fachkräfte finden. Menschen binden. Zukunft gestalten“. Rund 90 Unternehmerinnen und Unternehmer
aus dem Handwerk, dem Dienstleistungssektor und der Industrie folgten der Einladung der Bezirksbürgermeisterin.
© Bezirksamt Reinickendorf (2)
40
Viele Ideen zur Mitarbeitergewinnung und –bindung beim Netzwerktreffen im Landesarchiv Berlin
„Arbeiten Sie daran, attraktiver Arbeitgeber zu sein“
„Fachkräfte finden. Menschen binden. Zukunft
gestalten“ – unter dem Motto folgten
Unternehmerinnen und Unternehmer der
Einladung des Bezirksamtes zum Austausch.
Schnell und kosteneffizient die richtigen Kandidaten
fürs eigene Unternehmen zu finden,
das war Thema der Netzwerkveranstaltung
im Landesarchiv Berlin und im Vortrag von
Marcus Schumacher von winwinrecruiting,
der eine aufgestellte Raute vorstellte: oben
mit der kleinen Spitze der aktiv Suchenden,
mit einem großen Bauch der nicht aktiv Suchenden,
bei denen ein Wechsel ins eigene
Unternehmen möglich wäre, und mit dem
schmalen Fuß der nicht Wechselwilligen.
Geschwindigkeit führt zum Erfolg
Marcus Schumacher beschrieb den Prozess
vom Erregen von Aufmerksamkeit z. B.
mit einer Stellenanzeige im Internet, über
das Interesse, die Bewerbung, Auswahl und
Einstellung bis zum Onbording, der Einarbeitung.
„Warum ist es eine gute Idee, mich
bei Euch zu bewerben? Warum sollte ich das
Risiko des Jobwechsels eingehen? Das müssen
wir deutlich machen!“ Geschwindigkeit
sei ein Erfolgsfaktor: In 24 bis 48 Stunden
sollte der erste Kontakt per Telefon, SMS,
Whatsapp o. ä. mit den Bewerbern erfolgen.
Je länger der Prozess dauere, umso
größer sei die Gefahr, dass die Personen
abspringen. Er erwartet Wertschätzung bis
zur Absage. Im Übrigen gelte die Probezeit
für beide Seiten.
Ehrlich und transparent sein
Constance Elisabeth Jow gründete nach
leitenden Funktionen im Klinikmanagement
ihre CEJ. Unternehmensberatung – und rät
zur Ehrlichkeit gegenüber den Bewerbern:
„Kann ich halten, was ich verspreche? Ein
Jobsharing auf Oberarztniveau?“ Sie gibt
Hinweise vom Prebording, der Zeit zwischen
Unterschrift und erstem Arbeitstag, bis zum
Onbording. „Es reicht nicht mehr, wenn wir
den Deal haben.“ Der Kontakt sollte aufrecht
gehalten werden mit Willkommens-
E-Mails, bereitgestellten Dokumenten, Informationen
zu möglichen Fortbildungen…
„Jeder Antritt bedeutet eine extreme Umstellung
und Anpassung. Greifen Sie daher
zum Äußersten: Reden Sie mit den neuen
Mitarbeitern!“ Noch aufwändiger sei das,
wenn diese aus dem Ausland kommen. Sie
rät zur Offenlegung von Leistungskennzahlen.
„Wie hoch ist die Frauenquote, der
Anteil älterer Arbeitnehmerinnen, kann ich
meinen Hund mitbringen? Auch die Fluktationsrate
lässt Schlüsse zu. Was sind Ihre
Versprechen? Werden Sie transparent,
umso interessanter werden Sie!“ Die besten
Markenbotschafter seien die Mitarbeitenden
des Unternehmens, weil sie Authentizität
transportieren. „Arbeiten Sie daran,
ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“, rät sie
den Unternehmer und Unternehmerinnen
im Publikum.
Wussten Sie...
Die Investitionsbank Berlin
© B. Nößler / aperçu
Begrüßung zur Netzwerk veranstaltung der
Reinicken dorfer Wirtschaft im Landesarchiv
Berlin. „Wir sind kein Museum“, erklärt dessen
Direktor Sven Kriese, auch wenn die Ausstellung
einen kleinen Einblick in die Archivarbeit
gibt. Am Eichborndamm 115-121 werden
Unterlagen als Nachweis der politischen
Prozesse bewahrt. Forschende können später
sehen: So hat die Verwaltung gearbeitet.
„KI hat kein Bauchgefühl.
KI kann keine Augen zudrücken.“
Kann KI bei der Personalauswahl helfen?
Darüber referiert Patrick Skarupke-Witten
vom Zukunftszentrum Berlin. KI könne unterstützen,
Bewerbungen vorsortieren, Fragen
über einen Chatbot beantworten – aber
nicht den Menschen ersetzen.
Vorsicht sei geboten, wenn KI Bewerber abgleicht
und etwa Brillenträger bevorzugt,
weil die Mehrheit im Unternehmen eine Brille
trägt. Das Einstellungsgespräch sollte von
Mensch zu Mensch geführt werden. Denn:
„KI hat kein Bauchgefühl. KI kann keine
Augen zudrücken.“ Beim Onboarding könne
ein interner Chatbot helfen und Fragen
beantworten wie: Wo reiche ich Urlaub ein?
Was mache ich, wenn mein Kind krank ist?
Wo bekomme ich neue Batterien für die Bürouhr?
Es sei ganz klar: „Gutes Recruiting ist
hinfällig bei schlechtem Onbording.“
G Birgit Nößler
…welche Unternehmen die
zehn größten in Berlin sind?
Deutsche Bahn (26.806 Beschäftigte, alle
Zahlen von 2025); Charité (23.479), Vivantes-
Netzwerk für Gesundheit (19.208),
Zalando (14.194), Siemens (12.500), Deutsche
Telekom (11.000), Mercedes Benz
(10.800), Volkswagen (10.500), BMW
(10.200), EDEKA (9.800).
1944 waren die zehn größten Unternehmen
der Stadt: Deutsche Reichsbahn,
Siemens & Halske AG, Auer-Werke GmbH,
Vereinigte Deutsche Metallwerke AG,
Borsig-Werke GmbH, Henschel & Sohn,
Krupp-Berco, Forcke-Wulf-Flugzeugbau
AG, Messerschmitt AG, Daimler Benz AG.
(Aus: Uwe Prell: Die Zukunft Berlins. Wohin
steuert die Stadt, BeBra Verlag
ISBN 978-3-8148-0328-9, Preis: 24 € )
…dass es seit über 20 Jahren
die Berliner Seminarreihe
„Vielfalt gründet“ gibt?
Schon seit über 20 Jahren wendet sich die
Berliner Seminarreihe „Vielfalt gründet“
an Gründungsinteressierte mit Migrationsbiografie,
begleitet sie auf ihren Weg
in die Selbständigkeit vor. Initiiert und
finanziert von der Senatsverwaltung für
Wirtschaft, Energie und Betriebe werden
praxisnah die wichtigsten Schritte der Unternehmensgründung
vermittelt. Einen Tag
lang dreht sich alles um Geschäftsideen,
Businesspläne, Finanzierungen sowie den
Umgang mit Ämtern und Behörden. Ferner
geht es auch darum, die Neugründer mit
relevanten Netzwerken und Beratungsstellen
zu verbinden sowie Fördermöglichkeiten
aufzuzeigen. Das Besondere:
Die Seminare werden in verschiedenen
Sprachen angeboten. 2026 beispielsweise
Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi,
Französisch, Türkisch, Polnisch, Ukrainisch,
Spanisch, Vietnamesisch, Russisch
und Portugiesisch. Die aktuellen Termine
findet man auf www.vielfalt-gruendet.
de. Dort kann man sich auch anmelden.
Hilfen und Angebote für Gründende
Wie können Unternehmer:innen ermitteln,
welche Förder- und Finanzierungsangebote
zu ihnen passen? Einen ersten Einstieg
bietet die Investitionsbank Berlin (IBB) mit
ihrer Internetseite www.ibb.de.
Die integrierte Filterfunktion erlaubt die
schnelle Suche nach geeigneten Programmen.
Ein weiterer übersichtlicher Ratgeber
für alle Wirtschaftsförderangebote in Berlin
ist die Förderfibel, welche digital und
als Printfassung verfügbar ist. Hier finden
Sie umfassende Programminformationen
sowie die jeweilige Kontaktstelle. Wollen
Sie ein Unternehmen gründen?
Die IBB hält vielseitige Angebote für Existenzgründungen
bereit. Zu den wichtigsten
Gründungsprogrammen gehören der Mikrokredit
aus dem KMU-Fonds bis 25.000
Euro (50.000 für technologieorientierte
Vorhaben) und das Programm Berlin Start.
Will Ihr bestehendes Unternehmen wachsen?
Dann bietet die IBB auch hierfür verschiedene
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
an. Vor allem kleine und mittlere,
am Markt etablierte Unternehmen, können
mit diesen Lösungen ihre Wachstumsvorhaben
umsetzen.
Sie haben Fragen zu
unserem Förderangebot?
Zögern Sie nicht, uns zu
kontaktieren.
Investitionsbank Berlin
www.ibb.de/gruenden
41
WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
42
Jährlicher Wirtschaftsempfang des Bezirksamtes Reinickendorf
Drei weitere „Local Champions“
Der jährliche Wirtschaftsempfang des Bezirksamtes ist beliebter Treffpunkt
der lokalen Wirtschaft, um Erfahrungen zu teilen, voneinander
zu profitieren, miteinander zu netzwerken. Umso schöner, wenn dabei
interesannte Orte des Bezirkes (wieder)entdeckt werden können. In den
Wilhelm Studios in der Kopenhagener Straße, der ehemaligen Eisengießerei
Carl Schoening und späteren Eisengießerei „Winkelhof“, die
2015 schließen musste, konnte auf dem behutsam sanierten Areal in
zwei großen Hallen gefeiert werden. In der Nachbarschaft befinden
sich Galerien, Ateliers, Architekturbüros, jüngst bezog das Deutschen
Symphonie-Orchesters Berlin dort neue Proberäume.
In einer Video-Galerie werden seit 2023 vom Bezirksamt Helden
der regionalen Wirtschaft vorgestellt, inzwischen sind es zehn. Beim
Wirtschaftsempfang 2025 kamen drei „Local Champions“ hinzu.
Zum Wirtschaftsforum wurden „Local Champions 2025“ geehrt, v.l.:
Swen Straßberger (SweMa), Patrick Möller (Wall GmbH), Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner, Birol Sevim (Fahrschule Sevim).
Der diesjährige Wirtschaftsempfang im Juni 2026 findet auf dem
Campus der German University in Cairo (GUC) – ebenfalls eine
spektakuläre Location – statt. An diesem Abend lernen sich branchenübergreifend
sowohl Traditionsunternehmen als auch Startups
kennen. Folgende drei neue „Local Champions“ werden mit
Firmenvideos vorgestellt und besonders gewürdigt:
Nature‘s Calling ist ein Berliner Naturweinproduzent mit eigener
Urban Winery in Reinickendorf. Das Unternehmen verarbeitet hochwertige
Trauben aus renommierten deutschen Weinregionen und
setzt dabei auf naturnahe, handwerkliche Herstellung mit möglichst
wenigen Eingriffen. Neben charakterstarken Naturweinen entwickelt
Nature’s Calling auch innovative alkoholfreie Alternativen.
Die Spanische Quelle ist ein Lebensmittelgroßhandel mit Sitz in
Berlin, der seit über 20 Jahren Gastronomie und Handel mit Spezialitäten
von der iberischen Halbinsel und aus Lateinamerika
beliefert. Das Sortiment umfasst mehr als 5.000 Produkte – von
Tapas und iberischem Schinken bis hin zu Weinen, Gewürzen und
Gastronomiebedarf. Dabei stehen Qualität, Kundennähe und zuverlässige
Logistik im Mittelpunkt.
Evamo entwickelt und produziert innovative Pumpenlösungen für
industrielle Anwendungen. Als international tätiger Spezialist für
Lenkhelf- und Getriebepumpen verbindet das Unternehmen langjährige
Erfahrung mit hoher Fertigungskompetenz und technischer
Innovationskraft. Vom Berliner Standort aus beliefert Evamo Kunden
weltweit mit präzisen und zuverlässigen Systemlösungen.
© Bezirksamt Reinickendorf (2)
Ideen.
Fördern.Berlin.
gründen mit der IBB
Wir haben die passende finanzielle Förderung für Deine Geschäftsidee.
Kompetent, zuverlässig und mit dem Ziel, Deiner Unternehmensgründung
zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen.
Hotline Wirtschaftsförderung: 030 / 2125-4747
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44
Dein Netzwerk für Frauen, die mehr miteinander wollen. Stell dir
vor, was möglich ist, wenn Frauen aus der Konkurrenz aussteigen und sich gegenseitig
empowern und bestärken. Du suchst nach einem Business-Netzwerk, das
so viel mehr ist als Visitenkarten tauschen und Sekt trinken – in dem du dich tiefer
verbinden und von innen nach außen persönlich und beruflich wachsen kannst?
Dann bist du bei YouGrow genau richtig! Dieses Business- Frauennetzwerk ist ein
Ort, an dem Frauen nicht nur Kontakte knüpfen, sondern zusammenwachsen und
zusammen wachsen können. Und YouGrow macht seinem Namen alle Ehre und
wächst. Über 1.000 Frauen waren schon mit dabei. Viele fühlen sich so wohl bei
YouGrow, dass es das in Berlin gegründete Netzwerk mittlerweile auch schon in
Hamburg und Stuttgart gibt. Und weitere Städte haben bereits ihr Interesse angemeldet.
Dadurch haben die Frauen die Möglichkeit, sich sowohl regional als
auch überregional im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.
Warum YouGrow? Über 80 % der Umsätze von Unternehmerinnen und Solo-Selbstständigen
kommen durch Netzwerken. Doch noch viel wichtiger ist, wie
viel mehr umgesetzt wird, wenn Frauen den Mut haben, sich zu zeigen, ehrlich zu
sprechen und neue Schritte zu gehen.
Die Grundwerte von YouGrow. Bei YouGrow glauben wir an die Kraft des
Miteinanders. In einer Zeit der Polarisierung, Vereinsamung und der aufstrebenden
Technologie setzen wir auf echten und tiefen Kontakt zwischen Menschen:
„Wir wachsen zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Wir glauben, dass
Frauen mehr schaffen können, wenn sie nicht gegeneinander, sondern füreinander
engagiert sind. Wir schaffen Räume, in denen Frauen sich gegenseitig ermutigen
und inspirieren, ihre Vision zu finden und zu verwirklichen.“
Die Leiterinnen. Annegret Gehrke, Führungskräftetrainerin und Business-
Mentorin, und Anne Messerschmidt, Schauspielerin und BeziehungsMentorin für
erfüllte Partnerschaft, leben genau diese Werte in der Doppelspitzen-Führung mit
ganz viel Herz. Du bist neugierig? Komm mal vorbei. Du musst kein Mitglied sein,
um die Events von YouGrow zu besuchen.
Die Termine findest du unter: AnnegretGehrke.de/netzwerk. Wenn du dich für eine
Mitgliedschaft entscheidest, kannst du noch tiefer in die Verbindung mit Frauen
eintauchen und von den Erfahrungen und Verbindungen im Netzwerk profitieren.
Frauen in Führung werden geehrt
(Nur) jedes dritte Unternehmen in Deutschland wird von einer
Frau geführt. Um Frauen für den Aufstieg in Führungspositionen
zu stärken und für ihre bisherigen Leistungen auszuzeichnen,
gibt es alle zwei Jahre den Wettbewerb „Reinickendorfer
Frauen in Führung“, der weibliche Führungspositionen sichtbar
machen und Frauen motivieren will, sich für diesen Weg
in der Wirtschaft zu entscheiden. Der Wettbewerb, der 2026
zum achten Mal stattfindet, wendet sich an Reinickendorfer
Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Unternehmen, die
weibliche Führungskräfte beschäftigen. Auch Beschäftigte
können ihre Kandidatin für den Preis vorschlagen. Eine Jury
aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Politik
des Bezirks trifft die Entscheidung über die Siegerin. Sie erhält
eine moderne Skulptur und eine Urkunde im Rahmen
einer feierlichen Veranstaltung.
Ansprechpartnerinnen sind jeweils die Gleichstellungsbeauftragte
Susanne Jörg, Tel. (030) 90294-2309,
Susanne.Joerg@reinickendorf.berlin.de und
die stellvertretende Leiterin der Wirtschaftsförderung
Christine Kretlow, Tel. (030) 90294-2282,
Christine.Kretlow@reinickendorf.berlin.de
Netzwerken beim „Ladies Lunch“
Eine gute Tradition im Bezirk ist auch das Netzwerktreffen
„Ladies Lunch“ in Kooperation mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung
und dem Unternehmensservice der Berlin
Partner Wirtschaft und Technologie GmbH. Unternehmerinnen
und weibliche Führungskräfte aus dem Bezirk tauschen sich
in dem Netzwerk aus, teilen Erfahrungen, knüpfen Kontakte
und entwickeln neue Ideen. Im Juni 2026 konnten auf dem
Tegeler See bei schönstem Sonnenschein Kontakte geknüpft
und neue Kooperationen vereinbart werden.
(bn)
Netzwerken auf dem Wasser:
Reinickendorfer Ladies Lunch auf dem Tegeler See
© BA Reinickendorf
Das Existenzgründungsportal
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Gründen – kurz und knapp
Die neuen BMWE-Publikationen „Gründen – kurz und knapp“ sind Ihr kompakte Leitfäden
für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Sie bieten wesentliche Informationen,
helfen bei der Wahl der passenden Rechtsform und informieren über Steuern und Kreditformen.
Materialien für Start-ups, ausländische und gemeinwohlorientierte Gründerinnen
und Gründer sowie für solche aus der Arbeitslosigkeit, in sozialen Berufen
und im Handel sind ebenfalls verfügbar. Die Publikationen richten sich an
alle, die sich selbstständig machen wollen, und können ausgedruckt werden.
Gründen – kurz und knapp:
1. Vorbereitung – allgemein
und je nach Lebensphase
2. Persönliche Absicherung
3. Steuern
4. Gründen mit Einwanderungsgeschichte
5. Rechtsformen
6. Unternehmenskrisen erkennen
und vermeiden
7. Sicherheiten – Bürgschaften – Rating
www.existenzgruendungsportal.de
8. Gründung aus der Arbeitslosigkeit
9. Freie Berufe
10. Existenzgründungen im Handwerk
und Handel
11. Soziale, pflegerische
und therapeutische Dienstleistungen
12. Gemeinwohlorientierte Start-ups
13. So geht es nach dem
Unternehmensstart weiter
Hotline 030 340606560
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WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
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beruflichen Weiterbildung
Unsere Themenschwerpunkte:
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frizzforum.de
45
WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
„Schichtwechsel“
Aktionstag hilft,
Vorurteile abzubauen
Am 25. September 2025 luden Werkstätten für behinderte Menschen
aus ganz Deutschland zum siebten bundesweiten Aktionstag
„Schichtwechsel“ ein. Beschäftigte aus Werkstätten und Mitarbeitende
aus Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes
tauschten für einen Tag ihre Arbeitsplätze, lernten sich persönlich
und so gemeinsam neue Perspektiven kennen.
„In den vergangenen Monaten sind demokratiefeindliche und
populistische Stimmen immer lauter geworden. Mit dem Aktionstag
stellen wir uns dem gemeinsam entgegen“, sagte Martin
Berg, Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft
Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Dass sich so
viele Werkstätten wie nie zuvor für den Aktionstag angemeldet
hätten, zeige: Menschen mit Behinderungen sind ein fester Teil
unserer Gesellschaft.
Die Arbeitswelt, aber auch die Gesellschaft insgesamt würden
von Vielfalt und neuen Perspektiven profitieren. Der Verband koordiniert
den Aktionstag auf Bundesebene. Entwickelt wurde er
von den 16 Berliner Werkstätten und der Landesarbeitsgemeinschaft
Werkstätten für behinderte Menschen Berlin. In der breiten
Öffentlichkeit gibt es noch immer viele Klischees und Vorurteile
über die Werkstätten und die Menschen, die dort arbeiten.
Gleichzeitig wissen nur wenige, welche Leistungen von und in
Werkstätten tatsächlich erbracht werden. Der Aktionstag sorgt
für viele inklusive Begegnungen.
www.bagwfbm.de/page/schichtwechsel
www.schichtwechsel-berlin.de
Finanzielle Hilfen von der Bundesagentur für Arbeit
Ausbildung und Beschäftigung
von Menschen mit Behinderungen
Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Unternehmen finanziell,
die Menschen mit Behinderungen einstellen oder ausbilden.
Ziel ist es, die Teilhabe am Arbeitsleben zu verbessern und Arbeitgeber
bei der Integration neuer Beschäftigter zu entlasten.
Eine Möglichkeit ist die Probebeschäftigung. Sie erleichtert Menschen
mit Behinderungen den Einstieg oder die Rückkehr ins Berufsleben.
Während einer bis zu dreimonatigen Probezeit können
Bewerberinnen und Bewerber ihre Fähigkeiten zeigen und den
Betrieb kennenlernen. Unternehmen wiederum prüfen, ob die
Person zum Arbeitsplatz passt. Die entstehenden Personalkosten
können von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter übernommen
werden. Darüber hinaus gibt es den Eingliederungszuschuss.
Arbeitgeber, die arbeitslose oder arbeitsuchende Menschen einstellen,
erhalten finanzielle Unterstützung für die Anfangsphase.
Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit Behinderungen ist eine
erweiterte Förderung möglich. Wichtig: Der Antrag muss vor Abschluss
des Arbeitsvertrags gestellt werden.
Ein weiterer Baustein ist der Zuschuss zur Aus- oder Weiterbildung.
Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen eine betriebliche
Ausbildung oder Qualifizierung ermöglichen, können Zuschüsse
zur Ausbildungsvergütung oder zum Arbeitsentgelt erhalten. So
wird die berufliche Integration langfristig gefördert.
Weitere Informationen
gibt es hier:
46
Vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in
der WfbM > Berufsbildungsbereich
> Weiterbildung und individuelle
Unterstützung
Selbstwirksame Teilhabe im
Beschäftigungs- und Förderbereich
und in der Tagesstätte für
psychisch kranke Menschen -
auch im Kiez
Besondere Wohnform > Leben im
Grünen und doch mittendrin >
ambulantes Wohnen > selbstständig
sein und eigene Ideen verwirklichen
Kunst, Kultur und Therapie >
an unseren Standorten im Bezirk
Pankow, Reinickendorf und Mitte
Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!
Rolandstraße 18/19 | 13156 Berlin | 030 4749 050 | info@kh-stiftung.de
Wohnen
Tagesstätte
Beschäftigungsund
Förderbereich
Arbeit und
berufliche Bildung
kh-stiftung.de
Digital statt auf Papier
Die BWB bietet das professionelle Digitalisieren
von Akten als neue Dienstleistung für
Unternehmen und Verwaltungen an. Dazu
gehört auch, die Dokumente nach einem
mit dem Kunden abgesprochenen System
zu benennen und mit einer OCR-Kennung
zu versehen. Dank dieser automatischen
Texterkennung lassen sich die Dateien
nach beliebigen Begriffen durchsuchen.
Vor rund einem Jahr hat die BWB die ersten
Digitalscanner angeschafft und inzwischen
bereits mehr als 1,3 Millionen Aktenseiten
professionell digitalisiert: darunter den gesamten
Bestand der BWB-Tochter Integra,
immerhin knapp 1.300 Akten, die Akten
des Auftragsmanagements und der Buchhaltung
der BWB. „Anfangs hatten wir das
Ziel, im Jahr eine Million Seiten zu schaffen.
Jetzt sind wir trotz der Einarbeitungsphase
in zehn Monaten schon deutlich weiter, und
das ganz ohne Druck“, sagt Jens Jannasch,
Leiter der Betriebsintegrierten Gruppen in
der BWB und Projektleiter Digitalisierung.
Vor dem Scannen bereiten mehrere Mitarbeitende
zunächst die Akten vor. Dazu
gehört zum Beispiel, von den herausgenommenen
Seiten Tacker- und Heftklammern
zu entfernen und die Aktenreiter mit
speziellen Aufklebern zu kennzeichnen, um
sie anschließend richtig benennen und abspeichern
zu können. Ein bis zwei Mitarbeitende
bedienen dann die Scanner. Die in
Deutschland gefertigten Geräte können
nahezu alles erfassen, von hauchdünnem
Thermopapier bis zu Karton. Selbst brüchiges,
eingerissenes Papier ist kein Problem.
Nachdem abschließend die BWB die
Dateien über ein verschlüsseltes System
versendet hat und diese vom Empfänger
bestätigt wurden, werden die Originale
vernichtet. „Datenschutz und Datensicherheit
haben für uns oberste Priorität.“
www.bwb-gmbh.de
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Berufliche
Karriere
für Persönlichkeiten
mit Behinderung
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Wussten Sie schon?
Industrie- und Handelskammer:
25 Ideen für kleinere Unternehmen
Im kostenfreien IHK-Angebot „Mitarbeiter
binden leicht gemacht“ erhalten Sie 25
Maßnahmen, die speziell für kleinere Unternehmen
zusammengestellt wurden. Zu
jeder Maßnahme stehen Umsetzungstipps
und weitere Informationen zur Verfügung.
Sebastian Stietzel, Präsident der Industrie-
und Handelskammer zu Berlin: „Viele
Unternehmen blicken fassungslos auf die
aktuelle politische Debatte um die Ausbildungsplatzumlage.
Angesichts der knappen
Haushaltslage in Berlin ist es nicht nachvollziehbar,
warum sechs Millionen Euro in den
Aufbau von Bürokratie statt in die Unterstützung
von Jugendlichen fließen sollen.“
Handwerkskammer
mit Imagekampagne:
„Wir können alles, was kommt.“
Das Handwerk hat das Zeug für die Zukunft.
Jeden Tag arbeiten deutschlandweit über
5,6 Millionen Handwerkerinnen und Handwerker
daran, dass es vorwärts geht. Mit einer
ordentlichen Portion Zuversicht, Mut und
Selbstvertrauen packen sie alles an – und
schaffen es auch. Aber schauen Sie selbst:
Die Handwerkskammer Berlin hat gemeinsam
mit dem Berliner Senat das Aktionsprogramm
Handwerk mit 26 Maßnahmen auf
den Weg gebracht, um das Berliner Handwerk
zu stärken: „Unsere Handwerksbetriebe
sind ein zentraler Pfeiler in der Berliner
Wirtschaft. Ob es um den Klimaschutz
geht, die Digitalisierung im privaten oder
öffentlichen Raum oder die Verkehrswende,
ohne das Handwerk können die ambitionierten
Ziele nicht umgesetzt und die
Zukunft nicht gestaltet werden.“
Carola Zarth, Präsidentin
der Handwerkskammer Berlin
47
WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
© Studio Romantic/stock.adobe.com
Nutzen Sie auch gerne die digitalen Angebote
– das erspart Ihnen weite Wege und
geht ohne große Wartezeiten, denn das
Motto für Sie ist: Ohne Warten. Klug beraten.
Jobcenter Berlin Reinickendorf:
Unterlagen digital einreichen,
Anträge online stellen
Wer beim Jobcenter Reinickendorf einen
Antrag stellt, muss dafür nicht mehr persönlich
vorbeikommen. Über das Online-Portal
www.jobcenter.digital und die Jobcenter-
App lassen sich Anträge einreichen, Unterlagen
hochladen und der Bearbeitungsstand
prüfen, von zuhause aus, jederzeit.
Der Vorteil liegt nicht nur im gesparten Weg.
Dokumente, die digital übermittelt werden,
landen direkt in der elektronischen Akte und
können dort sofort vom Personal des Jobcenters
bearbeitet werden. Das spart mehrere
Tage Bearbeitungszeit, die Unterlagen
auf dem postalischen Weg sonst brauchen
bis sie gescannt in der elektronischen Akte
vorliegen. Wer Änderungen mitteilen, Termine
vereinbaren oder Rückfragen klären
möchte, findet auch dafür entsprechende
Funktionen in der App.
Seit wenigen Wochen ist zudem die BA Secure
App verfügbar, mit der sich Nutzer
besonders sicher bei jobcenter.digital anmelden
können. Das Prinzip ist vom Online-
Banking bekannt: Neben dem Passwort wird
jede Anmeldung zusätzlich per Smartphone
bestätigt. Die App ist kostenfrei erhältlich,
die Einrichtung dauert wenige Minuten.
Wer noch kein Konto bei jobcenter.digital
hat oder Unterstützung bei der Registrierung
braucht, kann sich im Kundenportal in der
Miraustraße 54 helfen lassen, dienstags
von 9 bis 12 Uhr mit Termin. Auch telefonisch
ist das Jobcenter erreichbar, Montag
bis Freitag von 8 bis 14 Uhr.
Sie möchten täglich das Beste für die
Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger geben?
Dann werden Sie Teil der Berliner Verwaltung
z. B. in folgenden Tätigkeitsfeldern der Bezirksverwaltung:
• Allgemeiner Verwaltungsdienst
• Sozial- und Erziehungsdienst
• Gesundheitsdienst
• Technischer Dienst
• Bildung und Kultur
• körperlich und handwerklich geprägte Tätigkeiten
Unsere aktuellen Stellenangebote und die Möglichkeit
zur direkten Bewerbung finden Sie hier:
www.berlin.de/ba-reinickendorf/aktuelles/karriere/stellenangebote
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Bezirksamt
Reinickendorf
von Berlin
HAUPTSTADT
MACHEN
VORSPRUNG DURCH BILDUNG
Seit mehr als 30 Jahren zertifizierter Bildungsanbieter
mit Niederlassungen in Berlin, Hannover und Oldenburg
Schwerpunkte:
• Fortbildung (Vollzeit, Teilzeit – 2 Abende
in der Woche, Sonnabendkurse)
• Vorbereitung auf die IHK-Prüfung Fachwirte der Industriemeister,
der Betriebswirte und technischen Betriebswirte sowie
Berufspädagogen mit IHK-Abschluss
Kurse starten mehrmals im Jahr. Qualifizierte Dozenten vor Ort.
Wir arbeiten mit echten Menschen (kein E-Learning).
Verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten:
Bildungsgutscheine, Aufstiegsbafög, Bildungsprämie, Förderung
durch die Deutsche Rentenversicherung
Beratungstermine jederzeit vereinbar
Planen Sie Ihre Ziele mit uns!
Vorbereitungskurse Industriemeister/-in (IHK)
Vorbereitungslehrgänge zum/zur geprüften
• Metall
• Mechatronik
• Elektrotechnik
• Logistik
• Kraftverkehr
• Kreislauf- und Abfallwirtschaft
und
Städtereinigung
Vollzeit (4,5 Monate) ab:
Juli 2026
Januar 2027
Juli 2027
• Fachwirt/-in im Gesundheitsund
Sozialwesen (IHK)
• Personalfachkaufmann/-frau (IHK)
• Handelsfachwirt/-in (IHK)
• Wirtschaftsfachwirt/-in (IHK)
• Betriebswirt/-in (IHK)
• Technische/-r Betriebswirt/-in (IHK)
• berufsbegleitende Abendkurse ab:
März 2026 | Oktober 2026 | März 2027 | Oktober 2027
in Vollzeit und berufsbegleitend
2x im Jahr startend
HAW Ausbildungszentrum für Handel und Wirtschaft Berlin GmbH
Brunsbütteler Damm 175/177 • 13581 Berlin
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WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
Apparate, Armaturen und
Energieanlagen-Service.
Als innovativer Weltmarktführer aus
Reinickendorf bieten wir spannende
Möglichkeiten für Talente, die unsere
Zukunft mitgestalten wollen.
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starte Deine Karriere bei BORSIG.
Informiere und bewirb Dich
unter www.borsig.de/karriere.
Reinickendorfer Ausbildungsbuddy
Weg ins Berufsleben ebnen
Man kann den Fachkräftemangel beklagen, aber man kann
dagegen auch etwas tun – beispielsweise gute Ausbildungsbedingungen
schaffen und den Jugendlichen den Weg ins Berufsleben
ebnen. Dafür setzen sich in Reinickendorf die Ausbildungsplatzpaten
ein. Die ehrenamtlich Mitarbeitenden besuchen
Schulen im Bezirk und beraten die Schülerinnen und
Schüler in Sachen Ausbildung. Gemeinsam suchen sie nach
dem geeigneten Ausbildungsplatz. Als Schnittstelle zwischen
den Ausbildungsplatzsuchenden und den -anbietenden vermitteln
und helfen die Paten. Sie zeigen Möglichkeiten auf und
stehen auch Unentschlossenen zur Seite. Das setzt voraus, dass
die Betriebe des Bezirks, die im besten Fall Ausbildungsplätze
anbieten, kooperieren. Eine Motivation dazu dürfte der „Reinickendorfer
Ausbildungsbuddy“ sein, der vom Bezirk und in enger
Zusammenarbeit mit den Ausbildungsplatzpaten initiierte
Preis, der im Herbst 2026 bereits zum siebzehnten Mal verliehen
wird. Der Wettbewerb um die ausbildungsfreundlichsten Unternehmen
berücksichtigt dabei drei Kategorien, nämlich kleine
(bis 50 Beschäftigte), mittlere (bis 250 Beschäftigte) und große
(über 250 Beschäftigte) Unternehmen. Im Jahr 2025 gewannen
die CL Spedition Berlin, die Berliner Seilfabrik sowie Everllence
SE. Zusätzlich ging der Inklusionspreis an die Toulouse-Lautrec-
Schule. Sympathischer Nebeneffekt: Für die Gestaltung der Ausbildungsbuddys
(es sind Bären) können sich Sekundarschulen
sowie Schulen mit gymnasialer Oberstufe bewerben. Auch hier
winken vier Preise.
(ch)
50
BORSIG Gruppe
www.borsig.de
Oktober 2025: Preisträger der Ausbildungsbuddys
© BA Reinickendorf
Arbeiten an Technik, die Zukunft gestaltet.
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Weltweit. Auch in Reinickendorf.
Technologie mit Sinn, Verantwortung für die
Zukunft und echte Entwicklungsmöglichkeiten
dafür steht die GEA Group als Arbeitgeber.
Als international tätiger Technologiekonzern
entwickelt GEA Lösungen, die Industrie
und Gesellschaft nachhaltiger machen.
Der Anspruch dabei ist klar: Engineering for
a better world. Gleichzeitig stehen bei GEA
die Menschen im Mittelpunkt mit langfristigen
Perspektiven, Weiterbildung und einem
Arbeitsumfeld, in dem Zusammenarbeit und
Verantwortung zählen.
GEA Group. Arbeiten
mit Verantwortung und Perspektive
GEA zählt zu den weltweit führenden Anbietern
von Prozesstechnologien für die Industrie.
Die Technologien von GEA sind in vielen
Bereichen des täglichen Lebens im Einsatz
von der Lebensmittel- und Getränkeherstellung
bis hin zu industriellen Kälte- und Wärmelösungen.
Als Arbeitgeber verbindet GEA
technologische Exzellenz mit einem klaren
Werteverständnis: Nachhaltigkeit, Innovation
und eine starke Verantwortung gegenüber
Mitarbeitenden und Gesellschaft.
Mitarbeitende bei GEA arbeiten an Lösungen,
die Energie effizienter nutzen, Emissionen
reduzieren und industrielle Prozesse
zukunftsfähig machen. Gleichzeitig bietet
GEA vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen
und persönlichen Weiterentwicklung vom
Ausbildungsstart bis zur langjährigen Karriere
im internationalen Umfeld.
GEA in Berlin. Industrie
und Innovation in Reinickendorf
Was global gilt, ist auch hier in Reinickendorf
Realität. Der Berliner Standort von GEA
ist ein wichtiger Teil der GEA Group. In Reinickendorf
bündelt GEA Kompetenzen entlang
des gesamten Produktlebenszyklus:
• Entwicklung und Engineering
• Produktion moderner Komponenten
und Systeme
• Testen und Validieren neuer Technologien
• Service und technischer Support
Der Standort verbindet industrielle Fertigung
mit Engineering-Know-how und moderner
Infrastruktur und ist fest im Bezirk
verankert.
Was in Berlin entwickelt
und produziert wird
Am Standort Berlin arbeitet GEA an Schlüsseltechnologien
für industrielle Kälte- und
Wärmeanwendungen. Dazu gehören unter
anderem Verdichter und Verdichterpakete,
Kälte- und Wärmepumpen sowie Regelungs-
und Steuerungslösungen. Viele dieser
Technologien leisten einen direkten Beitrag
zur Energieeffizienz und zum Einsatz natürlicher
Kältemittel.
Die Produkte aus Berlin werden weltweit eingesetzt
etwa in der Industrie, in der
Lebensmittelverarbeitung oder in zukunftsweisenden
Wärme- und Kältekonzepten.
Mitarbeitende in Reinickendorf arbeiten somit
an Lösungen, die weit über den Bezirk
hinaus Wirkung entfalten.
Karriere & Ausbildung
bei GEA in Berlin
GEA Berlin ist nicht nur ein Produktions- und
Technologiestandort, sondern auch ein attraktiver
Arbeitgeber für Menschen aus der Region.
Gesucht werden qualifizierte Fachkräfte
ebenso wie motivierte Nachwuchstalente.
GEA bietet am Standort Berlin Reinickendorf:
• Aktuelle offene Stellen in Bereichen wie
Produktion, Technik, Service und
Engineering
• Ausbildungsplätze und Einstiegsmöglichkeiten
für junge Menschen
• Praxisnahe Ausbildung, Begleitung
und Weiterbildung im Arbeitsalltag
Ausbildung besitzt bei GEA einen hohen
Stellenwert. Ziel ist es, jungen Menschen
einen fundierten Einstieg ins Berufsleben zu
ermöglichen und sie langfristig zu begleiten.
Lernen, Mitgestalten und Verantwortung
übernehmen gehören von Anfang an dazu.
Jetzt bewerben oder Ausbildung
starten bei GEA in Reinickendorf.
Wer sich für Technik interessiert, nachhaltige
Lösungen mitgestalten möchte und einen
Arbeitgeber mit Perspektive sucht, ist bei
GEA genau richtig. Alle aktuellen Stellenangebote
und Ausbildungsplätze sind online
zu finden unter www.gea.com/careers.
GEA Refrigeration Germany GmbH
Holzhauser Straße 165
13509 Berlin (Reinickendorf)
51
WIRTSCHAFT | AUSBILDUNG
Win-win-Situation für Jugendliche und Ausbildungsfirmen
Zukunft vor der Haustür
Mittlerweile ist die erfolgreiche Idee eine
kleine Tradition geworden: Bereits zum dritten
Mal fand im Mai 2026 in Reinickendorf
das Projekt „Schule trifft Wirtschaft“ statt.
Die Ausgangssituation ist hinreichend bekannt:
Schülerinnen und Schüler haben
mitunter keine Idee davon, wie sie sich beruflich
orientieren könnten, welche Karrierechancen
sich überhaupt auftun, welche
Fähigkeiten heute gefragt sind und was sie
tun können, um ihren beruflichen Weg aktiv
mitzugestalten. Zeitgleich betreiben Arbeitgeberinnen
und Arbeitgeber Fachkräftesicherung
durch das Anbieten von Ausbildungsplätzen
und haben dabei oftmals
Schwierigkeiten, geeignete Kandidatinnen
und Kandidaten zu finden.
Hier setzt die von der Reinickendorfer Wirtschaftsförderung
einmal jährlich organisierte
Veranstaltung an und bringt die Jugendlichen
mit regionalen Betrieben zusammen.
In der aktuellen Auflage nutzten 111 Jugendliche
der Klassen 8 bis 13 aus sechs Reinickendorfer
Schulen die Möglichkeit, sich direkt
in den elf teilnehmenden Unternehmen
aus Verwaltung und Gesundheitswesen über
Handel und KFZ-Branche bis hin zu Industrie,
Bau und Dienstleistern umzusehen. Konkret
lief es so ab, dass sich die Schülerinnen
und Schüler an zwei aufeinanderfolgenden
Tagen mit jeweils zwei Besuchszeiträumen
gezielt Betriebe auswählen konnten, um vor
Ort die entsprechenden Einblicke in den Arbeitsalltag
zu bekommen und sich über die
Karrierechancen zu informieren.
Ziel des Bezirkes ist es, mit dem Projekt
„Schule trifft Wirtschaft“ seine enge Zusammenarbeit
mit lokalen Unternehmen
STARTE DEINE ZUKUNFT UND WERDE TEIL DER FUCHS-FAMILIE
Jugendliche zu Besuch bei der
„Motor Company“ in der Ollenhauer Straße.
fortzusetzen sowie die praxisnahe Berufsorientierung
an Schulen zu stärken.
Sowohl die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
als auch die Jugendlichen zeigten
sich begeistert.
(ch)
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Öffentliche Verwaltung, Verwaltungsinformatik, Bauingenieurwesen
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UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
Am Tegeler Fließ: Wasserbüffel als Landschaftspfleger
Jährlich werden erneut die Flächen entlang des Tegeler Fließes im Reinickendorfer
Ortsteil Hermsdorf mit Wasserbüffeln beweidet. Als Reaktion auf die Witterungseinflüsse
der vergangenen Jahre sowie die veränderte Situation auf den
Weideflächen ist das Projekt neu ausgerichtet. Zuerst weiden die Tiere entlang
des Fließverlaufs bis zum Egidysteig, später werden sie auf die Flächen entlang
der Forststraße umgesetzt.
„Die Wasserbüffel sind weit mehr als ein außergewöhnlicher Blickfang“, erklärt
Sebastian Pieper, Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt und Verkehr. „Sie verbinden
auf besondere Weise praktischen Naturschutz, Umweltbildung und die
nachhaltige Pflege dieses besonderen Naturraums.“
(ch)
© BA Reinickendorf
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UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
56
Havel
Scharfenberg
Reiswerder
Baumwerder
Valentiswerder
Maienwerder
Sieben Schwestern und eine Halbschwester:
Die Geheimnisse der Inseln im Tegeler See
Auf einigen stehen Häuser, andere sind reine
Natur, zu manchen fahren Fähren, andere
dürfen nicht einmal betreten werden. Aber
alle sind Landschaftsschutzgebiet. Im Rahmen
des Aktionsmonats „Wasser“ lud die bezirkliche
Wirtschaftsförderung im Mai 2026
zu Bootstouren mit Inselgeschichten auf dem
Tegeler See ein – auf dem gut hundertjährigen,
aber heute elektrisch betriebenen Salonschiff
„Heidelberg“. Die Journalistin Christiane
Flechtner, die für den Tourismusverein
des Bezirks die Broschüre „Reif für die Inseln“
schrieb, war kenntnisreiche Kommentatorin.
Kurzporträts der sieben Inseln des vor rund
11.000 Jahren entstandenen Tegeler Sees
(von Nord nach Süd):
Hasselwerder. Von der Sechserbrücke und
der Greenwichpromenade ist die 310 Meter
lange und gerade einmal 60 bis 75 Meter
breite Insel gut zu sehen. Sie gelangte 1766
in den Besitz der Humboldt-Familie, deren
Nachfahren das rund 12.000 Quadratmeter
große Eiland heute immer noch gehört.
Die Gutsverwaltung von Schloss Tegel hatte
hier 1911 eine Badeanstalt eröffnet, mit der
Beschlagnahmung der Insel durch die Französische
Militärregierung wurde sie 1946 geschlossen.
1950 eröffnete der neue Pächter,
Reeder Walter Haupt, das Strandbad wieder,
© A. Emson/stock.adobe.com
baute auch ein Wirtshaus und richtete Fähren
ein. Seit den 1980er Jahren ist die Insel
unbewohnt. Das Bezirksamt Reinickendorf
sanierte, die Bebauung an den Uferstreifen
wurde entfernt, Bootsstege abgerissen.
Heute haben die wenigen Pächter der kleinen
Grundstücke strenge Auflagen von der
Naturschutzbehörde.
Lindwerder. Das kleinste der Eilande (143
Meter mal 85 Meter) liegt gegenüber vom
Freibad Tegeler See. Es gehörte seit 1822 Wilhelm
von Humboldt und dann seinen Nachfahren
(zwischenzeitlich auch mal dem auf
Scharfenberg wohnenden Naturforscher Dr.
Carl Bolle). In den 1930er Jahren wurde die
300 m 2 kleine Insel auf unschöne Weise
auf rund 7.000 m 2 vergrößert: Die Borsigwerke
kippten ihre Hochofenschlacke ab.
Es soll 1933 hier auch mal Raketentests gegeben
haben und von 1955 bis 1967 einen
Beobachtungsturm des Wasserrettungsdienstes.
In den 1960er Jahren wurde es
übervoll auf dem Eiland: Es gab mehr als
200 Zelte, 40 Lauben und mehrere Wohnwagen.
Das Bezirksamt erließ Schutzregeln
und eine Obergrenze. Seit 1970 kümmert
sich ein Verein. 20 Vereinshäuschen haben
Bestandsschutz. Die Insel ist nur den Vereinsmitgliedern
vorbehalten, kein Besuch erlaubt.
Lindwerder
Reihenwerder
Hasselwerder
Tegeler
See
Insel Scharfenberg. Größte Insel im Tegeler
See (1.000 x 420 m, 20,2 Hektar). Dr.
Carl Bolle kaufte sie 1867 von den Humboldt-Nachfahren,
erbaute 1883 eine Villa
(in den 1950er Jahren abgerissen) und
legte ein Arboretum an. Er „gewöhnte“
752 Arten von Bäumen und Sträuchern an
das hiesige Klima, u. a. Scheinzypressen,
amerikanische Eichen, Edelkastanien. 1909
wurde die Insel an die Stadt Berlin verkauft.
1922 gründete Studienrat Wilhelm Blume
hier eine Schulfarm, ein Gymnasium mit
Internat und Bauernhof. Eine Gedenktafel
erinnert an die Schüler und späteren Widerstandskämpfer
Hans Coppi und Hanno
Günther, die 1942 in Plötzensee ermordet
wurden. In der NS-Zeit übernahm bis zu
ihrem Schließen 1940 ein aktives Mitglied
der NSDAP die Schulfarm. Wilhelm Blume,
Direktor der Humboldt-Schule, erhielt im
Mai 1945 den Auftrag zur Wiedereinrichtung
der Schulfarm. In den 1950er und
60er Jahren wurde durch Bauten erweitert.
Heute besuchen rund 450 Lernende Schule
und Internat. Es gibt eine Schulfähre. Unter
Denkmalschutz stehen die Schilfrohrdach-
Stallscheune (1777 errichtet), das Fährhaus
von 1927 und das Gärtnerwohnhaus aus
den 1880er Jahren.
Baumwerder. „Anlegen und Betreten verboten“
steht hier auf einem Schild. Auch diese 5,2 ha große
Insel war einst im Besitz der Humboldts, später
des Botanikers Dr. Carl Bolle und 1909 eines
Freibadbetreibers, der wegen „anstößiger Kleidung“
Ärger bekam. 1910 erwarb die Stadt Berlin
das Eiland und verpachtete einige Parzellen. Regelmäßig
auf die Insel kommende Naturfreunde
gründeten 1914 einen Verein. Um 1934 standen auf
Baumwerder Holzlauben von 325 Besitzern. Sie
mussten Anfang der 1940er Jahre aber weichen
und der Verein auf die kleine Schwesterinsel Reiswerder
umziehen. Denn die Berliner Wasserwerke
weiteten ihre Anlagen zur Trinkwassergewinnung
hier aus. Auf Baumwerder entstanden neue Tiefbrunnen
und ein Maschinenhaus. Auch drei Becken
wurden angelegt - für das jahrelange Versickern
und Reinigen von vorgefiltertem Seewasser.
Reiswerder. Eine Fähre fährt vom Steg des
„Vereins der Naturfreunde von Baumwerder
- Reiswerder 1914“ in der Sommersaison täglich
im häufigen Takt zur 330 x 180 m großen
Insel. Der ehrenamtlich verwaltete „Inselstaat“
besitzt zwar keinen Strom aus der
Steckdose oder fließend Wasser, aber ein
eigenes „Rathaus“ mit Turm und Uhr und ein
Lokal „Inselbaude“. Die Familie Bonus pachtete
das Eiland seit Anfang des 20. Jh. von
der Stadt Berlin für Landwirtschaft und Fischerei.
Ausflüglern überließ sie gegen eine
kleine Pacht oder Mitarbeit Grundstücke für
Lauben oder Zelte. Als die Naturfreunde von
Baumwerder ihre Insel verlassen mussten,
erhielten sie die Hälfte von Reiswerder. Es
waren dann für das kleine Eiland zu viele
Lauben. 1975 wurde eine teilweise Räumung
angeordnet. Von den einst 260 Laubenplätzen
sind heute 115 übrig. Ein großer Inselbereich
ist der Natur überlassen – ein Paradies
für Reiher, Eisvögel und Wildschweine.
Maienwerder. „Privatbesitz. Das Betreten
der Insel Maienwerder ist nur den Pächtern
und deren Besuchern gestattet.“ Das Schild
ist eindeutig. Die 440 x 220 m große Insel
zeigt am Ufer gepflegte Gärten und Häuschen,
Stege mit Booten und eine Vereinsfähre.
So wie die anderen Inseln ist sie seit
1960 Teil des Landschaftsschutzgebietes.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Kanal
mit dem Aushub des neuen Hohenzollernkanals
sowie Bauschutt und Industriemüll
gefüllt. In der NS-Zeit war diese wie andere
Inseln Zufluchtsort für jüdisch Verfolgte
und 1945 für geflohene Soldaten. Der Arzt
Georg Blumenthal beschrieb: „Wir ernährten
uns ... durch Fangen von Kaninchen und
bekamen durch die Mildtätigkeit fremder
Menschen Kartoffeln, Kohlrüben, von Zeit zu
Zeit Brot, einmal sogar Margarine…“
Valentinswerder. Mit einer Fläche von
132.000 m 2 ist dies die zweitgrößte Insel im
Tegeler See. Sie gehört seit den 1930er Jahren
zum Bezirk Reinickendorf. 1874 erwarb ein
Bauunternehmer, Urgroßvater des heutigen
Besitzers Werner Haberkern, das Eiland und
legte es als Landhauskolonie an. So ließ er
einen Park pflanzen mit einem Rondell und
vier Baumalleen. Villen im Stil der Gründerzeit
entstanden auf verpachteten Grundstücken,
zudem Cafés wie das „Golf von Neapel“ inklusive
einer 20 Meter langen Rutschbahn.
Die Insel war ein Ausflugsmagnet. Auf den
Berliner Bahnhöfen wurden dank Haberkerns
Initiative bald Umsteigefahrkarten zur Insel für
die Eisenbahn, die Pferdebahnen und die von
Spandau fahrenden Dampfschiffe verkauft
– inklusive eines kostenlosen Bades in der
Schwimmanstalt der Insel und einem Glas
Milch. Mit der Fähre ist ein Besuch an den
Wochenenden (April bis Oktober) möglich.
Halbinsel Reiherwerder. Nur am Tag der
offenen Tür dürfen Besucher den Park und die
Villa Borsig besichtigen, die heute das Gästehaus
des Auswärtigen Amtes ist. Ende des
19. Jh. kaufte Ernst Borsig die Insel von den
Humboldtnachfahren und ließ das sumpfige
Gebiet bis 1908 durch Aufschüttungen trockenlegen.
Der Bau der Villa (Architekten: Alfred
Salinger/Eugen Schmohl) begann 1908,
hinzu kamen ein Barockgarten und ein englischer
Landschaftspark. 1937 wurde Reiherwerder
an das Reichsfinanzministerium verkauft,
nach Ende des 2. Weltkrieges hatte hier
General Kœnig, Leiter der Militärregierung im
Französischen Sektor, seinen Amtssitz.
G Sabine Nöbel
Klimaschutzbeauftragte
Die Berliner Klimaschutzziele – eine Reduktion
der Treibhausgasemissionen um 70 %
bis 2030, 90 % bis 2040 und 95 % bis
2045 – sind im Berliner Energiewendegesetz
verbindlich festgeschrieben. Zur Umsetzung
dieser Ziele ist in jedem Bezirk eine
Stelle für Klimaschutz eingerichtet worden.
Aufgaben der Klimaschutzbeauftragten
in Reinickendorf:
Die Klimaschutzbeauftragte ist verantwortlich
für die Erarbeitung und Umsetzung
eines Klimaschutzkonzepts sowie der daraus
abgeleiteten Maßnahmen. Zu ihren
Aufgaben gehören insbesondere:
→ Beratung zu Fördermöglichkeiten
mit Klimaschutzbezug,
→ Umsetzung von Maßnahmen aus dem
Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm
2030,
→ Aufbau und Pflege eines Netzwerks
mit gesellschaftlichen Akteuren,
→ klimaschutzspezifische
Öffentlichkeitsarbeit für Transparenz
und Bürgerbeteiligung.
Konkrete Angebote und Projekte:
→ Kostenfreie Leihgabe von Lastenrädern,
→ Organisation klimafreundlicher
Veranstaltungen,
→ Beratungsangebote zur Energieund
Wärmewende für verschiedene
Zielgruppen.
Zusammenarbeit im Bezirk:
Die Klimaschutzbeauftragte arbeitet eng
mit den verschiedenen Fachabteilungen
zusammen, um Klimaschutzaspekte in allen
relevanten Bereichen – wie Stadtplanung,
Veranstaltungen oder die Umsetzung des
Berliner Energiewendegesetzes – zu verankern.
Dabei spielen sowohl die Anpassung
an die Folgen des Klimawandels,
als auch Projekte zur CO₂-Vermeidung in
Verwaltung und Bezirk eine zentrale Rolle.
Klimaschutzbeauftragte
Eichborndamm 242, Haus C
13437 Berlin
Tel. 030 90294-5171
klimaschutz@reinickendorf.berlin.de
t1p.de/klimaschutz-rd
57
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
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Wussten Sie schon?
© Stiftung Naturschutz Berlin
Frühjahrsputz am Tegeler See
30 Säcke Müll kamen zusammen. Es war
ein richtiger Frühjahrsputz für ein Waldstück
am Tegeler See im Landschaftsschutzgebiet
Jungfernheide in Richtung
Badestelle Saatwinkel. Über 30 Piccolo-
Fläschchen wurden gefunden und auch
Schnapsflaschen, Zigarettenkippen, Tüten,
ja sogar ein komplettes Kartenspiel.
Einiges lag entlang der Bernauer Straße
und schien direkt durchs Autofenster entsorgt
worden zu sein. Die Stadtnatur-Rangerinnen
Victoria Wölk und Joanna Laß
der Stiftung Naturschutz Berlin hatten in
Kooperation mit dem Umwelt- und Naturschutzamt
Reinickendorf zur Clean-up-
Aktion am östlichen Ufer des Tegeler Sees
eingeladen. Handschuhe, Müllzangen und
Mülltüten kamen zum Einsatz. Dass die
Zahl der freiwilligen Helfer überschaubar
war, lag sicher an dem Wochentagstermin
ab 13 Uhr. Aber immerhin hatten sich am
letzten März-Freitag an der Bushaltestelle
Bernauer Straße/Wassersportverein sieben
Freiwillige eingefunden, und auch die
Revierförsterin half und entsorgte später
auch den Abfall. Victoria Wölk stellte zufrieden
fest, dass gegenüber dem Vorjahr
viel weniger Müll direkt am Seeufer lag,
augenscheinlich auch weniger vom See
angeschwemmt worden war. Im Herbst
soll es eventuell noch eine Clean-up-Aktion
geben Der Termin ist dann aktuell im
Umweltkalender der Stiftung Naturschutz
Berlin (www.umweltkalender-berlin.de)
und sicher auch auf der Website des Ehrenamtsbüros
Reinickendorf (ehrenamtreinickendorf.de)
zu finden.
(sn)
Berlin fördert Engagement rund ums Wasser und erstellt digitalen Gewässeratlas
Weil es gut tut, am Wasser zu sein
60 Quadratkilometer, sieben Prozent der
Stadtfläche Berlins, sind mit Wasser bedeckt:
ein naturgegebener Schatz, mit dem
die Stadt mehr werben möchte, der aber
auch gehegt und gepflegt werden will. Der
Aufenthalt am Wasser, im und auf den Gewässern
tut gut, das wissen Berlinerinnen
und Berliner genauso wie die Gäste Berlins.
Visit Berlin erstellte daher einen Digitalen
Gewässeratlas, der die Wasserflächen
und die Wege dorthin erfasst. Gefiltert etwa
nach Bezirken oder Ortsteilen, wird künftig
immer besser und detaillierter zu erfahren
sein, was rund ums Wasser zwischen Lübars
und Wendenschloß erlebt werden kann.
Nach dem Vorbild Kopenhagens gab es
vom 14.5. bis 14.6. 2026 erstmals einen Monat,
in dem Engagement rund ums Wasser
belohnt wurde, eine Fortsetzung macht Sinn.
So wurden zunächst 40 Partner gewonnen,
die auf vistiberlin.de/berlinpay ihre Angebote
darstellen konnten und Engagement
oder Weiterbildung rund ums Wasser mit
einem Bonus belohnten.
„Nachhaltigkeit ist überall ein Thema“, weiß
Verena Jaeschke vom Hotel Oderberger.
Hotelgäste, die drei oder mehr Tage bleiben
und damit nachhaltig reisen, werden mit einem
Gutschein fürs hauseigene Bad belohnt.
Wer sich im Aktionsmonat an einer Nah-am-
Wasser Tour beteiligte und Ideen einbrachte,
Berlin lebenswerter zu machen und das
Miteinander zu stärken, wurde belohnt – zum
Beispiel mit einem kostenlosen exklusiven
Nachtschwimmen im Stadtbad Oderberger,
mit einer Schiffsfahrt, einem freien Eintritt
auf dem Badeschiff oder Rabatten im
Quatsch Comedy Club.
„Gieß den Kiez“ hieß das Motto nach dem
Community Run, bei dem Wege gesäubert
und Bäume gegossen wurden. Der Veranstalter
SCC Events spendierte danach ein
Freigetränk und verloste zweimal fünf Startplätze
für die BWB 5x5 Kilometer Team-
Staffel 2027.
Michael Scheel von Kajak Berlin Tours
weiß, dass es immer Müll aus dem Wasser
zu fischen gibt. Inspiriert vom Aktionsmonat
dachte er schon zu Beginn des Monats
darüber nach, Teambilding-Touren künftig
auch unter diesem Aspekt anzubieten: Firmen
können also wie bislang ein Gemeinschaftserlebnis
auf dem Wasser buchen und
bekommen gratis dazu das Erfolgserlebnis,
etwas für saubere Gewässer ihrer Stadt getan
zu haben.
„Wir werden damit nicht die Stadt sauber
bekommen. Aber es ist eine Idee, Menschen
zu mehr Beteiligung und dazu zu bringen,
auf ihre Stadt zu achten“, sagte Senatorin
Franziska Giffey. Visit Berlin will mit der Aktion
„verantwortungsvolles Handeln sichtbar
machen und wertschätzen“, so Geschäftsführerin
Sabine Wendt, „und dabei können
alle Spaß haben“. In Kopenhagen, mit dem
2024 gestarteten CopenPay Vorbild für BerlinPay,
sagen vier von fünf Menschen, dass
sie bereit wären, etwas für die Umwelt zu tun.
Einer von fünf tut es tatsächlich.
G Birgit Nößler
© B. Nößler/aperçu
Präsentieren die Kampagne BerlinPay:
visitBerlin-Geschäftsführerin Sabine Wendt,
Senatorin Franziska Giffey und Rikke Holm
Petersen von Wonderful Copenhagen, Vorbild
der Aktion (v.l .)
Kleine Rundwanderung im Naturschutzgebiet Tegeler Fließ
Auf dem lehrreichen Eichwerder Steg übers Moor
Als wir in Alt-Lübars ab Bushaltestelle im
Frühjahr in Richtung Hermsdorf und Glienicke/Nord
zu einer kleinen, sieben bis acht
Kilometer langen Rundwanderung starten,
scheint es zunächst ausgesprochen trocken
zuzugehen. Der aufgewühlte Sandweg ist
staubig. Es hat ja auch lange kaum geregnet,
und es sind Pferdehöfe in der Nähe, an denen
wir vorbeikommen. Das hier scheint noch
kein Fließgebiet zu sein. Wenig später aber
ist an einer Stelle der Weg überflutet, was
eine Tafel hinterher aus der anderen Richtung
auch mitsamt einem Umgehungsvorschlag
anzeigt. Wir balancieren über einen dünnen
Stamm. Nun sieht es auch schon nach Moor
aus und erste Graugänse grüßen. Wir sind
also richtig, wenn wir zum Tegeler Fließ wollen,
das hier die Landschaft prägt: Ein knapp
30 km langer Bach entspringt im Naturpark
auf dem Barnim und fließt kurvenreich zum
Tegeler See und damit zur Havel. Alles kann
man in dessen Umgebung erleben: Moore,
Trockenhänge, Nass-, Feucht- und Frischwiesen,
Erlen- und Weidenbrüche, Teiche, Seen,
Verlandungszonen und eben auch ganz trockene
„Sahara“-Gebiete.
Bis 1990 verlief an einem Teilstück des Fließes
die Staatsgrenze zwischen der DDR und
West-Berlin. Auch das hat dafür gesorgt, dass
hier noch ursprüngliche Natur zu finden ist.
Am Rande von Glienicke/Nordbahn stoßen
wir auf eine Grenz-Erinnerungsstätte. Man
sieht Stachelmatten, die in den Gewässerarmen
und an den Ufern die Flucht aus der
Wandern meist
trockenen Fußes
– dank Holzstegen.
DDR unmöglich machen sollten. Aber zuvor
geht es über ein Highlight, den Eichwerder
Steg mitten durch ein Sumpfgebiet mit Wasserflächen.
Einen anderen Bohlenweg hatten
wir schon vorher erprobt. Aber das hier ist etwas
ganz Besonderes. Die lange Holzbrücke
trägt am Geländer links und rechts Dutzende
Erklärtafeln zur Flora und Fauna rings um uns.
© S. Nöbel/aperçu (4)
Auf dem Naturlehrpfad
Krebsschere, Sumpfschwertlilie, Gemeiner
Gilbweiderich erwachen gerade aus dem
Winterschlaf, Weiden blühen schon. Biber
und Bisamratte können wir nicht entdecken,
hören aber einen Specht, können Blässrallen
und Meisen bezeugen. Für die Erdkröten
und Prachtlibellen ist es noch etwas zu früh
und kalt. Leider entdecken wir auch keinen
Kranich, Eisvogel, Teich- und Sumpfrohrsänger
und viele andere, die hier im Gebiet
brüten sollen. Verstecken sich eben gut oder
wir sind zu früh dran. Achtung: Beim Lesen
dicht am Geländer halten, denn immer mal
kommen eilige Radfahrer vorbei. Nur wenige
Wanderer treffen wir, es ist schließlich kein
Wochenende, sondern ein Dienstag. Weiter
geht’s durch Erlenbruch zum einst mit Eichen
bestandenen und Namen gebenden „Eichwerder“.
Uralte Eichen sollen bei Grenzziehung
gefällt worden sein. Doch einige der
Eichelhäher sind der Gegend trotzdem treu
geblieben. Wer in Richtung Hermsdorf geht,
stößt auch noch auf riesige alte Eichen. (Das
ist auch ein schöner halbstündiger Weg immer
am Rand von Ort und Naturschutzgebiet
bis zur B 96, da nach rechts und gleich
wieder links zum Bahnhof).
In andere Richtung kommen wir an eine eiszeitliche
Sandlinse, auf der sich im Sommer
wohl ein blütenreicher Sandtrockenrasen zeigt
und etliche Insekten anzieht. Eine Schautafel
informiert über das Kalkniedermoor und die
Naturschutzmaßnahmen, die für das Moor
bis 2013 ergriffen wurden. Weiter durch Erlenbruch.
Das Moor zieht sich entlang des ehemaligen
Grenzstreifens der Berliner Mauer.
Später führt der Weg entlang von sandigen
Talhängen Richtung Köppchensee, einstiger
Torfstich. Wieder in Berlin! Schwäne, Haubentaucher
und Graureiher sind zu entdecken.
Da in Kürze Ostern ist, wollen wir nun noch
die Osterquelle besuchen. Nunja, sehr spektakulär
ist das bisschen Wasser da nicht,
aber das ist zu anderen Zeiten hier vielleicht
anders. Immerhin soll es die letzte offene
Quelle in Berlin sein – mit angeblich sieben
Liter Wasser pro Sekunde. Manchmal ist der
Weg ja auch das Ziel. An den Sprintwiesen
und ihrem Teich vorbei geht es wieder nach
Alt-Lübars mit seinen denkmalgeschützten
Häusern am Dorfanger rings um die Kirche.
Jetzt könnte man im Alten Dorfkrug einkehren,
wenn nicht Dienstag wäre. So setzen
wir uns in den 222er Bus und fahren zum S-
Bahnhof Waidmannslust, um den herum einiges
zur Einkehr offensteht.
G Sabine Nöbel
59
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
Der Bezirk führt das Berlin-Ranking im Photovoltaikausbau an
Solarenergie mehr nutzen
Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Facility
Management, ist stolz auf sein Team:
„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben mit großem Einsatz, Beharrlichkeit
und Organisationstalent gezeigt, dass
ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen
auch auf bezirklicher Ebene erfolgreich
umgesetzt werden können. Herzlichen
Dank dafür.“
Denn mit der Unterzeichnung des Paket 5
steht fest: Der Bezirk Reinickendorf führt
das Berliner Ranking im Ausbau der Photovoltaik
an. Zweifelsohne eine Glanzleistung,
denn der eigentliche Verwaltungsalltag
von Personalknappheit bis zu komplexen
Aufgaben im Gebäudemanagement
ist bereits Herausforderung genug.
„Das ist ein beeindruckender Erfolg für
unseren Bezirk und ein starkes Signal für
ganz Berlin“, so Harald Muschner weiter,
„Wir zeigen, dass konsequente Planung,
Teamgeist und der feste Wille, die Energiewende
voranzutreiben, zu greifbaren
Ergebnissen führen.“
Beim sogenannten Paket 5 handelt es sich
um das fünfte Solarpaket, das zwischen
dem Bezirk und den Berliner Stadtwerken
vereinbart wurde. Damit wird die Photovoltaikleistung
auf öffentlichen Dächern
erweitert. Bis Mitte 2026 sollen zehn neue
Anlagen mit zusammen 827 Kilowatt ans
Netz gehen. So werden nach Angaben
des regionalen Energieversorgers jährlich
mehr als 680.000 Kilowattstunden Ökostrom
erzeugt und rund 285 Tonnen Kohlendioxid
vermieden.
© Berliner Stadtwerke
Eine weitere Solaranlage auf einem Dach
im Bezirk Reinickendorf erhöht im Mai
2026 seine Gesamtleistung damit auf
3,3 Megawatt, verteilt auf 43 Dächer.
„Den Berliner Stadtwerken, die mit ihrer
Fachkompetenz und verlässlichen Zusammenarbeit
einen entscheidenden Beitrag
zum Erfolg geleistet haben, gebührt mein
besonderer Dank“, ergänzt Muschner. (ch)
60
Bis 2035 will Berlin die installierte Solarleistung fast verzehnfachen.
SOLARCITY & SOLARPLUS
Eignet sich mein Dach?
Eignet sich das eigene Dach für eine Solaranlage? Und lohnt es
sich überhaupt? Wann hätte sich die Investition amortisiert? Welche
Einsparungen sind möglich? Und wieviel Prozent des Gesamtstrombedarfs
eines Haushalts wird durch die eigene Erzeugung
mit der Photovoltaikanlage gedeckt? Berlinerinnen und Berliner
können das innerhalb kürzester Zeit mit dem offiziellen „Solarrechner“
der Stadt online unter solarrechner.berlin.de prüfen. Mit
dem Ergebnis kann im SolarZentrum Berlin unter Telefon (030)
22666300 oder per Mail info@solarzentrum.berlin ein persönliches
Beratungsgespräch vereinbart werden. Der Solarrechner
ist eine Maßnahme des „Masterplan Solarcity Berlin“, dem zentralen
Strategiepapier des Senats. Darin ist das Ziel festgehalten,
dass Berlin ab 2045 klimaneutral wird.
© Christiane M. /Pixabay
Photovoltaik im neuen Netzknoten
In der Holzhauser Straße im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau
entsteht derzeit ein sogenannter Netzknoten – eine Art riesige
Mehrfach-Verteilerdose für große Mengen elektrischer Energie.
Bereits seit 2024 wird dort gebaut, bis 2028 sollen die Arbeiten
noch andauern. Noch einmal drei Jahre später soll der Netzknoten
in Betrieb gehen und den alten ablösen. Die jetzige Anlage
aus dem Jahr 1968 am gleichen Standort hat dann das
Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wird zurück gebaut. Diese
hatte nur elf Schaltfelder, während der Neubau 23 haben
wird. Mit der Inbetriebnahme des neuen Netzknotens soll die
Stromversorgung für Haushalts- und Gewerbekunden im Bezirk
Reinickendorf gewährleistet werden – und zwar klimafreundlich
und zukunftsfähig. Und nicht zuletzt: Das Dach wird begrünt
und für die Montage einer Solaranlage vorbereitet.
© This is Engineering/Pixabay
Kein Geld für Balkonkraftwerke
Auch wenn in Berlin mehr als 19.000 Steckersolargeräte
gefördert wurden, seit
2026 ist das nicht mehr möglich. Begründet
wurde diese Entscheidung vom Senat
damit, dass sich nun vor allem auf die großen
Dächer Berlins konzentriert wird. Zudem
wird darauf verwiesen, dass die Anschaffungskosten
so gering sind, dass sie
als wirtschaftlich gelten und keine staatliche
Unterstützung mehr benötigen. Die
private Anschaffung kann sich aber dennoch
lohnen. Wenn die Mini-PV-Anlage
nach Süden ausgerichtet und ausreichend
groß ist, kann sie 10 bis 20 Prozent des
jährlichen Strombedarfs decken. Der Kauf
hätte sich innerhalb weniger Jahre amortisiert.
Ein Standard-Set mit ca. 800 Watt (2
Module, Wechselrichter, Halterung) ist für
ca. 250 bis 500 Euro zu haben.
© R. Poorten/stock.adobe.com
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
© G. Roose/Pixabay
Förderprogramm SolarPLUS
Die Berliner Solarförderung wurde 2026 von zehn auf 13 Millionen Euro gesteigert. Aus
gutem Grund, denn in zehn Jahren sollen 25 Prozent der Stromerzeugung aus Solarenergie
gewonnen werden, was nur funktionieren kann, wenn gezielt die großen Dächer Berlins
im Blick sind: auf Gewerbehallen, Industriebauten und Mehrfamilienhäusern. Hierzu
wurde das Förderprogramm SolarPLUS L kreiert – mit Maßnahmen für Aspekte wie Gutachten
oder Sonderlösungen. Nichtsdestotrotz wird auch weiterhin an die Eigenheimbesitzer
gedacht, hier eignet sich die Förderung SolarPLUS S. In beiden Fällen hat sich die
Beantragung vereinfacht und es werden Pauschalsummen ausgezahlt. Auf der Website
der IBB Business Team GmbH können die Förderanträge eingereicht werden.
Weitere Informationen: www.ibb-business-team.de/solarplus
61
Clean up-day für ein lebenswertes Reinickendorf
UMWELT | NATUR | NACHHALTIGKEIT
62
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Erfolgreicher Clean-Up-Day mit dem Reinickendorfer Fuchs-Parlament
„Gemeinsam machen wir den Kiez sauber“
Im Mai 2026 fand im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum
comX im Märkischen Viertel
der Clean-Up-Day statt. Organisiert wurde
die Aktion vom Fuchs-Parlament, dem Reinickendorfer
Kinder- und Jugendparlament
und begleitet durch den Träger „Kein Abseits
e.V.“ Zahlreiche Kinder, Jugendliche und
Erwachsene beteiligten sich an der Müllsammelaktion
und trugen aktiv zu einem
sauberen Reinickendorf bei. Höhepunkt der
Veranstaltung war die Fotoausstellung, für
die junge Menschen aus Reinickendorf beim
Fotowettbewerb der AG Umwelt vermüllte
Orte dokumentierten. Die Gewinnerinnen
und Gewinner erhielten umweltfreundliche
Brotboxen, Trinkflaschen sowie Gutscheine
für die ‚Nochmall‘ in Reinickendorf. Die
Preisvergabe erfolgte durch die Bezirksstadträtin
für Stadtentwicklung Korinna
Stephan (B‘90/Grüne). Lotte, 10 Jahre, Mitglied
der AG Umwelt im Fuchs-Parlament:
„Wir finden es wichtig, sich für die Umwelt
einzusetzen, weil die Welt bedroht ist durch
unsere Verschmutzung. Wir alle müssen etwas
dagegen tun, und deswegen wollen
wir mit unserer Aktion darauf aufmerksam
machen.“ Der Clean-Up-Day wurde durch
lokale Akteure unterstützt, z.B. die Partnerschaft
für Demokratie – Reinickendorf (PfD),
Reinickendorfs Klimaschutzbeauftragte
Antonia Jane Krüger, im Bezirksamt zuständig
für nachhaltige Entwicklungspolitik, die
Berliner Stadtreinigung sowie dem gesamten
comX-Team. Die bezirkliche Kinder- und
Jugendbeauftragte, Hannah Böse, erklärte:
„Die Idee zu dem Clean-Up-Day kam von der
AG Umwelt des Fuchs-Parlaments, also direkt
von den Kindern und Jugendlichen. Ein sauberer
Kiez ist ihnen genauso wichtig wie vielen
Erwachsenen auch. Ihr Engagement zeigt,
dass sie die Zukunft unserer Stadt tatkräftig
mitgestalten wollen.“ Interessierte Kinder und
Jugendliche können jederzeit beim Fuchs-
Parlament einsteigen. Weitere Informationen
sind auf dem Instagram-Account des Fuchs-
Parlaments @jugendparlamentrckd und unter
folgendem Linktree zu finden. https://linktr.ee/
jugendparlament.reinickendorf
Auf dem Foto beim Clean_Up-Day: hintere Reihe
v.l. Lena (Reinickendorfer Fuchs-Parlament), Nora
Palm, (kein Abseits e.V.), Gloria Amoruso-Stenzel
(kein Abseits e.V.), Korinna Stephan (Bezirksstadträtin
für Stadtentwicklung), Hannah Böse (Kinder- und
Jugendbeauftragte, Bezirksamt Reinickendorf), Peggy
Frommann (Leitung comX), Simon (Reinickendorfer
Fuchs-Parlament), Jane Krüger (Koordinatorin für
nachhaltige Entwicklungspolitik, Bezirksamt Reinickendorf),
Antonia Sprotte (Klimaschutzbeauftragte,
Bezirksamt Reinickendorf)
© BA Reinickendorf
© sommart/stock.adobe.com
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
TAG DER KLEINEN BAUPROFIS
Bereits seit 2010 veranstaltet die Gewobag den „Tag der kleinen Bauprofis“,
bei dem sich Kinder zwischen vier und acht Jahren auf einer
Baustelle ausprobieren können. Die 16. Auflage führte auf die Baustelle
im Quartier Tegel-Süd. Rund 350 Kinder (übrigens der Anmelderekord)
mauerten, tischlerten, fliesten und baggerten. Wie heißt es
schon bei Bob, der Baumeister in der gleichnamigen Kindertrickserie:
Yo, wir schaffen das! Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner
und das Team der Großen konnten ihre Hämmer wieder weglegen.
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63
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
64
176 neue Wohnungen
am Wilhelmsruher Damm
Früher gab es am Wilhelmsruher Damm
150 eine alte Postfiliale, die per Rückbau
weichen musste, denn nun entsteht
hier ein 17-geschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude.
176 Ein- bis Vierzimmerwohnungen
sollen gebaut werden,
die alle barrierefrei erreichbar sind und
über Balkone verfügen. 90 Prozent davon
werden als geförderter Wohnraum
mit Nettokaltmieten von 7,00 Euro pro
Quadratmeter an Mietende mit WBS
angeboten. Der Neubau im Märkischen
Viertel wird ein neues Zuhause für mehr
als 350 Berlinerinnen und Berliner sein.
Im Erdgeschoss entstehen rund 1.900
Quadratmeter Gewerbefläche – aufgeteilt
in mehrere Einheiten. Das angrenzende
Brückenbauwerk, das den
Wilhelmsruher Damm überspannt, soll
dabei in den Neubau integriert werden.
Realisiert wird der Bau von der TREU-
CON Gruppe Berlin in Kooperation mit
der Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH
(KWBB) als schlüsselfertigen Ankauf für
die GESOBAU AG. Christian Wilkens,
Vorstandsmitglied der GESOBAU AG,
freut sich: „Es entsteht ein attraktives
Gebäude, welches unser Angebot an bezahlbarem
Wohnraum für Familien, junge
Erwachsene, Senioren und Paare ideal
ergänzt.“ Die Grundsteinlegung wurde
bereits Mitte Februar gefeiert.
(ch)
© BA Reinickendorf
Märkisches Viertel
Grundsteinlegung am Wilhelmsruher
Damm. Es entstehen Wohnungen für mehr
als 350 (Neu-)Reinickendorfer.
141 Stufen hoch auf Frohnaus Wahrzeichen – tolle Aussicht
Turmaufstieg durch einstigen Wasserbehälter
Unübersehbar steht am Ludolfingerplatz am
Bahnhof von Frohnau der Kasinoturm, Wahrzeichen
der Gartenstadt Frohnau. Selbst im
Wappen von Frohnau hat der Kasinoturm
seinen Platz gefunden. Und nach Jahren des
Leerstands ist er seit Frühjahr 2025 auch wieder
bei Führungen des Bürgervereins Frohnau
besteigbar. Über 400 Besucher nutzten das in
der ersten Saison (Teilnahme nur bei vorheriger
Anmeldung beim Bürgerverein möglich).
Das bis Mai 1910 errichtete denkmalgeschützte
Ensemble von Kasinoturm, Kasinogebäude,
Geschäftshaus und Bahnhof bildete
den zentralen Auftakt zur Vermarktung
der ab 1907 aufwändig geplanten Gartenstadt
Frohnau. Trotz Zerstörungen am Ende
des Zweiten Weltkrieges zeigt die Baugruppe
der Architekten Gustav Hart und Alfred
Lesser bis heute den hohen Gestaltungsanspruch
der Berliner Terrain-Centrale von
Fürst Donnersmarck.
Der Turm hat 141 Stufen. Bis zur Höhe von
20 Meter reicht der äußere Treppenturm.
Zur Aussichtsplattform auf der Höhe von
26,5 Meter gelangt man anschließend über
eine Wendeltreppe durch den Bereich des
ehemaligen Wasserbehälters. Denn außer
Aussichtspunkt und Werbeikone war der
Turm zunächst vor allem ein Wasserturm:
Der Behälter oberhalb des 5. OG hatte ein
Fassungsvermögen von bis zu 49 Kubikmeter
für die Versorgung des Areals um den
Bahnhof. Die Aussichtsplattform war und
ist von Balustraden umgrenzt und bietet
einen weiten Blick, bei schönem Wetter
bis zum Berliner Stadtzentrum. Nach 1933
brachten die Nazis hier großformatige Hakenkreuze
an. Die Turmspitze wurde später
für einen Beobachtungsposten der Flugabwehr
abgetragen und die großen offenen
Bögen auf der Plattform zugemauert. Das
Dach wurde nach 1945 wiederhergestellt,
allerdings nun mit Kupfer statt Ziegeln.
Der Kasinoturm ist weithin zu sehen und prägt
die Silhouette der Frohnauer Ortsmitte.
Die zugemauerten Öffnungen im Aussichtgeschoss
erhielten nicht wieder den
Originalzustand. Kurzzeitig schlug ein Unternehmer
die Einrichtung eines „echten“
Kasinos mit Glückspiel vor, was sich aber
bald zerschlug.
Die denkmalschutzgerechte Revitalisierung
des Kasino-Ensembles erfolgte zwischen
2016 und 2019. Der Ausbau schuf neuen
Raum für Einzelhandel und Gastronomie.
Die hierfür notwenige Erweiterung des Bestandsgebäudes
setzte moderne Akzente,
die nicht in Konkurrenz zum dominierenden
Kasinoturm stehen sollen. Die bestehenden
Wohnungen wurden saniert und um zwei barrierefreie
im neuen Staffelgeschoss ergänzt.
Zusätzlich entstand im Kasinoturm eine exklusive
Maisonette-Wohnung.
(sn)
Weitere Informationen zu den Führungen
und dem Kasinoturm gibt es auf
der Webseite des Bürgervereins Frohnau:
www.frohnauer-buergerverein.com/
© S. Nöbel/aperçu
degewo erteilt Zuschlag für eines der größten und innovativsten Wohnungsbauprojekte Berlins
Erste Baufelder im Schumacher Quartier
Dass auf dem Areal des früheren Flughafens
Tegel ein neues, smartes Wohnviertel
mit über 5.000 Wohnungen für mehr als
10.000 Menschen mitsamt dazugehörigen
Einkaufsmöglichkeiten, einem Bildungscampus
mit zwei Schulen, Sport- und Jugendeinrichtungen,
sechs Kindertagesstätten sowie
zwei großen Parks entstehen soll, ist hinreichend
bekannt. Doch nun kommt Bewegung
ins geplante Schumacher Quartier, wie das
Viertel heißen wird, denn das kommunale
Wohnungsunternehmen degewo hat den
Zuschlag für die ersten beiden Baufelder
erteilt. Damit beginnt die konkrete Umsetzung
eines der größten und innovativsten
Wohnungsbauprojekte Berlins.
Voraussichtlich im August 2026 soll der Spatenstich
erfolgen und Ende 2028 der Bezug
beginnen. Gebaut werden 328 Wohnungen
vom Einzimmerapartment bis zur Familienunterkunft
in vier- bis sechsgeschossigen
Häusern – inklusive einer Kita und einigen
Gewerbeeinheiten. Die Hälfte dieser Wohnungen
soll gefördert werden, eine Nettokaltmiete
von voraussichtlich 7,00 Euro pro
Quadratmeter ist hier geplant. Nachhaltig-
keit spielt eine große Rolle: So entstehen die
Gebäude in ressourcenschonender Holzhybridbauweise
und folgen dem Schwammstadt-Prinzip,
bei dem Regenwasser lokal
aufgenommen und gespeichert wird, um es
bei Trockenheit verdunsten zu lassen. Durch
die Kühlung verbessert sich das Mikroklima,
zudem werden Überflutungen verringert. Die
Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über
ein ökologisches Low-Exergy-Netz. Das
Schumacher Quartier punktet gleich doppelt,
nämlich als Wohnraumgeber sowie als
Vorbild für zukunftsfähige Stadtentwicklung.
(ch)
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
So soll das Schumacher Quartier auf dem Gelände des Flughafens Tegel einmal aussehen.
© Tegel Projekt GmbH/Macina
65
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
66
Hochfliegende Pläne
Denise Pohlmann entwarf das Design
für den Fuchs am Infocenter
Berlin TXL. Auf dem ehemaligen
Flughafengelände gibt es eine
Ausstellung, die den Blick auf
die historische und baukulturelle
Bedeutung des Gebietes mit Zukunftsplänen
zeigt.
Wussten Sie schon?
Kostenfreie Beratungsangebote
Während der Veranstaltung „Wohnungsnot
stoppen! – Workshop für Hausgemeinschaften
und Aktive“ stand im Mittelpunkt
die Frage, wie sich Menschen organisieren
können, wenn sie mit Mieterhöhungen, Eigenbedarfskündigungen,
Umwandlungen
von Mietwohnungen oder sogenannten
„Verdrängungssanierungen“ konfrontiert
sind. In den Milieuschutzgebieten bzw. sozialen
Erhaltungsgebieten im Bezirk gibt
es dazu kostenlose Beratungsangebote.
Einmal im Quartiersmanagement-Büro
Letteplatz in der Mickestr. 14 (Terminvereinbarung:
Tel. 44338124) sowie im Büro
für Bürgerbeteiligung in der Scharnweberstr.
55a (mittwochs 15–18 Uhr). Außerdem
bietet der Berliner Mieterverein im Rathaus
Reinickendorf Beratungen an. Direkt
an die Wohnungsaufsicht (Tel. 90294-
3069) kann man sich wenden, wenn Vermieter
trotz Aufforderung zur Beseitigung
erheblicher Mängel nicht tätig werden.
Stadtentwicklungspreis 2026
Vom Bestandsbau zum Zukunftsort
Mit dem Stadtentwicklungspreis 2026 werden
Projekte gewürdigt, die das Thema Umbauen,
Umnutzen und Erweitern im Fokus
haben. Nachhaltige, ökologische und soziale
Aspekte sind dabei von zentraler Bedeutung.
Die vorhandenen Gebäude sind
eine Ressource, deren Schutz und Weiternutzung
erheblichen Einfluss auf unseren
CO 2
-Ausstoß haben. Nicht umsonst spricht
man bei dem Gebäudebestand von „grauer
Energie“. Bis August 2026 können beispielgebende
Projekte eingereicht werden. Die
Preisverleihung findet am 10. September
2026 in einem feierlichen Rahmen statt.
Vor zwei Jahren wurde der Preis zum Thema
Geschosswohnungsbau vergeben. Angesichts
des angespannten Wohnungsmarktes
wurden Projekte gewürdigt, die anspruchsvolle
Lösungen im Wohnungsbau bieten.
Vier Preise konnte die Jury vergeben, u. a.
1 an das Generationenhaus Holländergärten
Holländer Straße 36 Q-S
2 an „Antonia“, Antonienstraße 2/
Eichborndamm 3
3 an My Tegel, Biedenkopfer Straße 44
4 an Wohnen statt Parken in der Finsterwalder
Straße 102QA
für ein Gebäude im Märkischen Viertel, das
auf einem ehemaligen Parkplatz errichtet
wurde. Die feierliche Preisverleihung fand
im Rathaus im Ernst-Reuter-Saal statt.
1
© Bürgerstadt AG
Alle Preisträger bei der Verleihung des Stadtentwicklungspreises
im Ernst-Reuter-Saal
2
3
4
© BA Reinickendorf
© Urban space/KSAB K. Schreiber Architekt Berlin
© FAIRFLEET GmbH/Dirk Pfeifer/Empira
© Dawin Meckel
5.000 Euro Spendengelder für die Turmsanierung
Kirchturmdinner in Heiligensee
Schon einmal bewiesen Kirchenmitglieder
sowie die Nachbarschaft, dass durch
Spenden einiges machbar ist. Denn die
Anschaffung einer neuen Orgel im Jahr
2011 war nur möglich, weil auch reichlich
Spendengelder zusammenkamen. Damals
wurden viele Benefizkonzerte organisiert,
es entstand sogar ein Kochbuch, für das
Heiligenseer Rezepte beisteuerten.
Nun muss der Kirchturm saniert werden,
was in etwa 340.000 Euro kosten wird.
Zehn Prozent davon sollen durch Spenden
aufgebracht werden. Der Anfang ist
bereits getan. So sind an einem Samstagabend
Ende April die ersten 5.000 Euro
zusammengekommen. Im Gemeindesaal
der Dorfkirche wurde ein sogenanntes
Kirchturmdinner veranstaltet. 67 zahlende
Gäste nahmen daran teil. Fünf ehrenamtlich
agierende Kochverrückte zauberten
zehn leckere Gerichte in fünf Gängen auf
Spendendinner
die Tische und sechs Konfirmanden sorgten
als Servicepersonal für die gute Laune
unter den Gästen, für die der Abend
ein absoluter Gewinn war. Es ließen sich
Nachbarschaftsbeziehungen auffrischen
und vertiefen sowie neue Kontakte finden.
Was kann es Schöneres geben, als satt
nach Hause zu gehen und dabei Gutes
getan zu haben?
(ch)
© BA Reinickendorf
Wussten Sie schon?
Reinickendorf für alle erhalten
Ein Aufstellungsbeschluss für soziale Erhaltungsverordnungen
wurde kürzlich für
die Reinickendorfer Teilgebiete Schäfersee,
Teichstraße, Breitkopfbecken und
Hausotterplatz auf den Weg gebracht.
Ferner bleibt die Erhaltungsverordnung
im Gebiet Letteplatz bestehen. Damit
gelten in den genannten Gebieten Genehmigungspflichten
für bauliche Maßnahmen
wie Modernisierungen, Sanierungen
und Nutzungsänderungen.
Ziel ist es, Verdrängungseffekte frühzeitig
zu verhindern und die soziale Zusammensetzung
der Wohnbevölkerung zu ermöglichen.
Das bedeutet, dass bezahlbarer
Wohnraum gesichert werden soll,
um die gewachsene soziale Mischung in
den Kiezen zu erhalten.
Längst war eine Verdrängungsgefahr für
Haushalte mit geringem Einkommen, Alleinerziehende
und ältere Menschen gegeben.
Hier wird nun entsprechend entgegengewirkt,
denn Reinickendorf soll
ein Bezirk für alle bleiben und nicht nur
für diejenigen, die sich steigende Mieten
leisten können.
(ch)
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
300 neue Wohnungen in Waidmannslust geplant
In der Cité Foch geht’s weiter
Im Quartier Cité Foch, einem Gelände in
Waidmannslust, sollen 715 neue Wohnungen
entstehen. Doch nachdem ein erster
Bauabschnitt bereits fertiggestellt war,
wurde der Weiterbau vorerst gestoppt.
Das Bebauungsplanverfahren ruhte über
ein Jahr, weil die schulische Infrastruktur
nicht gesichert war. Zwar wurde das Baufeld
für den Neubau der Münchhausen-
Grundschule bereits 2024 geräumt und
der Bau sollte im Frühjahr 2025 beginnen,
doch kurz vor Baubeginn zog die Senatsverwaltung
für Finanzen überraschend die
Finanzierungszusage zurück.
Der Bezirk drängte jedoch auf eine Lösung,
die mittlerweile zum Tragen gekommen
ist. Damit konnte auch der Neubau
von etwa 300 weiteren Wohnungen beginnen.
„Wir sind sehr froh, dass wir dieses
wichtige Stadtentwicklungsprojekt nun
mit Reinickendorfer Geschwindigkeit zum
Abschluss bringen konnten“, erklärt die
Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung Korinna
Stephan. „Der Bezirk steht zu seiner
Verantwortung für integrierte Stadtentwicklung:
Wohnungsbau und soziale Infrastruktur
müssen gemeinsam gedacht werden.“
(ch)
Schon seit 2018 und mindestens bis 2027
(alle zwei Jahre wird die Vereinbarung verlängert)
kooperiert das kommunale Wohnungsunternehmen
GESOBAU mit dem
Jugendamt Reinickendorf und stellt jährlich
fünf Wohnungen bereit, die von jungen
Menschen, die aus dem Jugendhilfesystem
entlassen werden, genutzt werden können.
Zweifelsohne sind die ersten vier eigenen
Wände eine fantastische Motivation, sich
dem Alltag aktiv und eigenverantwortlich
zu stellen.
(ch)
© privat
67
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
Wussten Sie schon?
Fördermittel für Wärmepumpen
Die Grundförderung der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) beträgt 30 Prozent,
basierend auf förderfähigen Kosten von bis
zu 30.000 Euro. Diese kann für selbstnutzende
Eigentümer*innen durch verschiedene
Boni auf den maximalen Fördersatz
von 70 Prozent der förderfähigen Kosten
ansteigen.
Beratungsangebote
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale
bietet sowohl für Eigentümer*innen
als auch für Mieter*innen Beratungen an.
Die allgemeine Energieberatung wird direkt
in der Verbraucherzentrale Berlin angeboten
oder auch per Telefon- und/oder
Video-Gespräche.
Kontaktmöglichkeiten der Energieberatung
der Verbraucherzentrale:
Mo-Do: 08:00 – 18:00 Uhr
Fr: 08:00 – 16:00 Uhr
Telefon: 0800 809 802 400
(kostenfrei aus dem deutschen Festnetz
und für Mobilfunknutzer*innen)
Weitere Online-Beratungsangebote:
www.verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/online/
Im Rahmen des Programms „ZuHaus in
Berlin“ können Eigentümer*innen von Einund
Zweifamilienhäusern eine kostenlose
Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen.
Termine unter: www.zuhaus-in-berlin.de
Klimafreundliches Heizen
Die 65-Prozent-Regelung
Viele Eigenheimbesitzende fragen sich, welche
gesetzlichen Regelungen ab 2026 für
eingebaute Heizungen gelten werden. Die
gesamtstädtische Wärmeplanung wird bis
spätestens 30. Juni 2026 veröffentlicht. Im
Anschluss werden die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes
(GEG), auch als
Heizungsgesetz bekannt, verbindlich wirksam.
Ab diesem Datum gilt, dass in Bestandsgebäuden
nur noch Heizungen installiert
werden dürfen, die mindestens 65
Prozent erneuerbare Energien nutzen. Wer
sich noch vor dem 30. Juni 2026 für eine
Öl- oder Gasheizung entscheidet, muss ab
2029 einen steigenden Anteil an Bioenergie
verwenden, der schrittweise ansteigt und bis
2045 bei 100 Prozent liegt.
Wärmepumpen können dazu beitragen,
die Heizkosten langfristig zu senken.
Wie heize ich kostengünstig?
Die CO₂-Abgabe, die fossile Brennstoffe
verteuert, wird ab 2026 die Kosten weiter
ansteigen lassen. 2024 lag die CO₂-
Abgabe noch bei 45 Euro pro Tonne,
2025 bei 55 Euro und ab 2028 soll sie
zwischen 65 und 300 Euro schwanken.
In Anbetracht der steigenden CO₂-Abgaben
und der eher moderaten Strompreiserhöhungen
sind Wärmepumpen langfristig eine kostengünstige
Alternative. Zudem bieten Energieversorger
Sondertarife für Wärmepumpenstrom
an. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus,
Baujahr 1999 und mit ca. 150
m² Wohnfläche, würden die aktuellen monatlichen
Kosten bei einem Verbrauch von ca.
5.000 kWh pro Jahr bei ca. 85 Euro liegen.
Welche Voraussetzungen
sollte mein Haus erfüllen?
Wärmepumpen sind besonders für gut gedämmte
Neubauten geeignet. Auch bei Bestandsgebäuden
können sie eingesetzt werden,
wenn die Vorlauftemperatur unter 55
Grad Celsius bleibt. Mit gezielter Dämmung
und Anpassung der Heizkörper lässt sich die
Effizienz deutlich steigern. Eine Hybridheizung,
die Wärmepumpe und einen Gas- oder Ölkessel
kombiniert, ist ebenfalls eine Option.
© Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
G Verbraucherzentrale Berlin e. V.
68
Wohnungsgenossenschaft
im Märkischen Viertel eG
Hier fühlen Sie sich wohl!
Seit gut zweieinhalb Jahrzehnten besteht unsere kleine Wohnungsgenossenschaft
erfolgreich im Norden von Reinickendorf. mAX ist weiterhin
ein Garant für günstige Mieten bei hoher Wohnqualität. Die Bewohner
wohnen gern hier, nur selten zieht jemand aus. Daher müssen Bewerber mit
längeren Wartezeiten rechnen. Kurze Wege, persönliche Kontakte, schöne
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© ioo Architekten
Die Planung der „ioo Architekten“
für das Märkische Quartier
Der Brunnenplatz kommt wieder
Neues vom Märkischen Quartier
Nachdem bereits im Dezember 2025
die Baugenehmigung für das Märkische
Quartier erteilt wurde, soll noch 2026
der erste Spatenstich erfolgen. Geplant
ist ein neuer Gebäudekomplex mit fünf
Wohn- und Geschäftshäusern mit etwa
690 Wohnungen (wovon ca. 88 Prozent
den Förderrichtlinien des Landes Berlin
entsprechen). Die Erdgeschosse sowie
Teile der ersten Obergeschosse sind für
gewerbliche Nutzungen wie Einzelhandel
und Gastronomie vorgesehen. Die Planung
der „ioo Architekten“ um Dipl.-Ing.
Barbara und Professor Klaus Lattermann
glänzt durch mehrere Besonderheiten,
beispielsweise sollen zwei Tiefgaragen
mit 153 PKW- und über 1.500 Fahrradstellplätzen
und begrünte Innenhöfe mit
Spielbereichen entstehen. Nicht zuletzt
kehrt der bei den Anwohnern sehr beliebte
Brunnenplatz zurück. Der neue Platz
wird größer und klarer gefasst, orientiert
© BA Reinickendorf
Übergabe der Baugenehmigung vom
9. 12. 2025. Das Bezirksamt Reinickendorf
hat alles in seiner Macht Stehende getan,
um das Herz des Märkischen Viertels
wieder schnell schlagen zu lassen.
sich aber ansonsten an dem, was einmal
war. Hier trafen sich einst Nachbarn, verweilten
auf Bänken und aßen Eis oder
Currywurst. Das soll alles wieder möglich
werden. Zudem wird der Platz, der
die Mitte des neuen Quartiers bildet,
mit einer grünen Achse verbunden, die
bis zum Fontaneplatz führt. Damit sollen
Märkische Zeile und Märkisches Zentrum
besser verbunden sein.
(ch)
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69
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | MOBILITÄT
Prävention für Jugendliche
Fit für die Straße
Bereits seit 2010 findet einmal jährlich die viertägige Präventionsveranstaltung
„Fit für die Straße“ im Reinickendorfer Haus
der Jugend „Fuchsbau“ statt. Das vielfältige Mitmachangebot
richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Reinickendorfer
Oberschulen. Mit Hilfe von Simulatoren können die Jugendlichen
an verschiedenen Stationen die Auswirkungen von Alkohol-
und Drogenkonsum auf Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit
testen. 2026 folgten der Einladung rund 600 Schülerinnen
und Schüler. „Mit dieser Veranstaltung sprechen wir jedes
Jahr zahlreiche junge Menschen an“, weiß Uwe Brockhausen.
„Der Erfolg basiert dabei wesentlich auf der vertrauensvollen
und engen Kooperation aller Beteiligten.“
(ch)
Einige Bezirksstadträte besuchten die Veranstaltung
„Fit für die Straße“, darunter Gesundheitsstadtrat Uwe Bockhausen
(3.v.l.) und Jugendstadtrat Alexander Ewers (1.v.r.).
© BA Reinickendorf
© www.bf17.de
Vom Modellprojekt zur Erfolgsgeschichte:
Begleitetes Fahren ab 17
Bereits seit 2011 ist der Führerschein mit 17 in der Fahrerlaubnisverordnung
verankert. Zum Antrag und zur Benennung der Begleitperson
ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.
Die theoretische Prüfung kann drei Monate, die praktische
Prüfung einen Monat vor Erreichen des Mindestalters von
17 Jahren abgelegt werden. Danach muss dann ein volles Jahr
begleitet gefahren werden: Erfahrungen sammeln, Routine entwickeln,
Unfall risiko senken. Das ist die Idee vom Begleiteten
Fahren ab 17 Jahren. Bis zu ihrem 18. Geburtstag dürfen sogenannte
BF17-Teilnehmer*innen begleitet mit dem Auto unterwegs
sein. Die begleitende Person ist auf der Prüfungsbescheinigung
eingetragen. Die Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt
sein, mindestens fünf Jahre einen B-Führerschein besitzen und
darf nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben. Die Kosten
für den Führerschein BF17 unterscheiden sich grundsätzlich nicht
von denen für den Führerschein der Klasse B. Für den BF17 beginnt
die Probezeit von zwei Jahren sofort nach Erlangung der
Prüfbescheinigung bzw. dem Bestehen der Prüfung. Die Prüfbescheinigung
ist, außer in Österreich, nicht im Ausland gültig. Weitere
Infos unter: www.bf17.de
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SCHNELLE REPARATUR.
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Flottenstraße
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Ahrensfelde · Berlin-Reinickendorf
Potsdam · Brandenburg
KFZ - Meisterbetrieb
Ladeinfrastruktur für Elektromobilist:innen
Ladestationen in der Nähe finden
In Berlin sind über 6.400 öffentlich zugängliche
Ladepunkte im öffentlichen und
privaten Raum in Betrieb. Im Bezirk Reinickendorf
gibt es aktuell 475 öffentlich zugängliche
Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.
Die Vorteile eines einheitlichen Ladeinfrastrukturkonzeptes
liegen auf der Hand:
Durch den diskriminierungsfreien Zugang
für Mobilitätsdienstleister können alle E-
Fahrzeug-Nutzenden zu den vereinbarten
Konditionen an jeder Ladesäule jedweden
Betreibers im öffentlichen Raum laden.
Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird durch
eine wachsende Anzahl von Ladepunkten
im öffentlich zugänglichen Raum, zum Beispiel
auf privaten Parkplätzen, an Supermärkten
oder Tankstellen, ergänzt. „Auf die-
sen Flächen sowie im privaten Raum wird
auch in Zukunft ein Großteil des Ladeinfrastrukturaufbaus
erfolgen müssen“, teilt die
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz
mit. Der Grund hierfür liege in den
vielfältigen und teilweise konkurrierenden
Nutzungsansprüchen, denen der öffentliche
Raum in einer wachsenden Stadt wie
Berlin unterliegt. „Gerade im Innenstadtbereich
besitzt nicht einmal die Hälfte der
Haushalte einen eigenen Pkw, weshalb hier
ein im Sinne der Herbeiführung der Mobilitätswende
angemessener Teil der Verkehrsfläche
dem Umweltverbund zuzuschreiben
ist“, erklärt die Senatsverwaltung dazu.
Weitere Informationen gibt es unter
www.ladeinfrastruktur.berlin.
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Eine Übersicht über den gegenwärtigen
Ausbaustand im öffentlich
zugänglichen Stadtraum gibt es hier:
Informationen über den
Ladeinfrastrukturaufbau
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Süße Werksverkäufe im Bezirk
Merci für Schokoriegel, Pralinen und Kekse
In diesem Bezirk kommen Leckermäuler auf
ihre Kosten, denn hier ist süße Wirtschaft
ansässig. Den berühmten Berliner Pralinenhersteller
Sawade findet man hier ebenso
wie die renommierte Süßwarenfirma Storck.
Seit 1967 in Reinickendorf: Storck
Fangen wir mit letzterer an. Da kann man
nur sagen „merci“. Der gleichnamige Schokoriegel-Klassiker
wird von der August Storck
KG in Reinickendorf produziert. Dabei ist
das Unternehmen 1903 als Bonbonfabrikant
und nicht in Berlin gestartet, hat auch
heute zwei weitere Produktionsstandorte in
Deutschland. Es ist immer noch in Familienbesitz
und gehört mittlerweile zu den größten
Süßwarenherstellern der Welt. Über 100
Länder werden beliefert.
Der Berliner Standort mit Süßwarenproduktion
wurde 1967 in Reinickendorf in der Waldstraße
gegründet und ist seit 1998 auch Sitz
der Geschäftsleitung. Insgesamt sind hier
rund 1.300 Mitarbeitende tätig. In der Tegeler
Flohrstraße 1-9 ist ein Werksverkauf. Hier
gibt es natürlich auch Merci. Angeboten werden
zudem u. a. Knoppers, Toffifee, Werther‘s
Original, Super Dickmann‘s, Lachgummi und
Nimm2. Auch Storck Riesen, Mamba und
Campino-Bonbons stehen zum Verkauf. Und
Saisonware wie Osterhasen, Weihnachtsmänner
und Adventskalender, vor allem in
der Zeit nach den jeweiligen Feiertagen.
Sawade: Mehr als Pralinen
Sawade - eine echte Berlinerin
Die Sawade GmbH ist die älteste Pralinenmanufaktur
in der Stadt. Sie wurde 1880
Unter den Linden gegründet, war dann Hoflieferant
und sitzt seit den 1970er Jahren in
Reinickendorf in der Wittestraße.
Das Unternehmen ist auf handgemachte
Pralinen, Trüffel und Schokoladenspezialitäten
spezialisiert. 2013 und 2020 musste die
GmbH Insolvenz anmelden. Letztlich wurde
in Eigenverwaltung und mit neuem Investor
die Krise überwunden. Die Manufaktur
in Reinickendorf mit über 100 Mitarbeitern
betont die handwerkliche Qualität und verwendet
nur natürliche Zutaten. Auf Palmöl
und künstliche Konservierungsstoffe werde
verzichtet. Man betreibt in Berlin zwölf eigene
Ladengeschäfte, vertreibt auch online und
über externe Fachhändler. Das Sortiment
im Werksverkauf in der Wittestr. 26d umfasst
hochwertige Pralinen, Trüffel, Pastetenkonfekt
und Marzipanspezialitäten und Saisonware.
Bahlsen-Werksverkauf in Wittenau
© Bahlsen GmbH & Co. KG
© Sawade GmbH
Bahlsen – nur ein Outlet im Bezirk
Die Bahlsen GmbH & Co. KG ist kein Berliner,
sondern ein Hannoveraner Backwaren-
Familienunternehmen (in vierter Generation).
Aber es hatte bereits 1898 eine Leuchtreklame
am Potsdamer Platz und produziert seit
1967 auch in Berlin, allerdings in Tempelhof.
Doch das 1889 von Hermann Bahlsen gegründete
Unternehmen hat ein Outlet in Wittenau
in der Oranienburger Str. 173. Wussten
Sie, dass es für den nach dem Universalgelehrten
Leibniz benannten Butterkeks 1893
auf der Weltausstellung in Chicago eine
Goldmedaille gab? Heute produzieren fünf
Werke für Bahlsen, eins davon in Polen, mit
insgesamt 2.500 Mitarbeiter*innen und in
mehr als 80 Ländern Produkte verkauft –
von Keksen und Waffeln bis zu Kuchen und
Riegeln. Außer Leibniz gehören Marken wie
PiCK UP!, Brandt dazu, auch Lebkuchen und
Chips. Die Süßigkeiten und Snacks kosten im
Werksverkauf in der Regel bis zu 50 Prozent
weniger als anderswo.
G Sabine Nöbel
Team-Event: Gemeinsam ein 5-Gänge-Menü zaubern & verzehren
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Ob italienische Pasta-Träume, griechische
Tavernenklassiker, französische
Raffinesse, asiatische Wok-Magie oder
selbstgebackenes Sauerteigbrot – Kochkurse
erweitern den kulinarischen Horizont.
Das Angebot in Neukölln ist so
vielfältig wie der Bezirk selbst: deftig
oder süß, vegan oder vegetarisch, saisonal
frisch oder auf Sterne-Niveau – die
Auswahl ist köstlich und kreativ! Und wer
glaubt, Kochen sei eine einsame Angelegenheit,
wird hier eines Besseren belehrt:
Beim gemeinsamen Schnippeln,
Würzen und Anrichten entstehen nicht
nur raffinierte Menüs, sondern oft auch
neue Freundschaften.
© D. Otto/aperçu
Besonders beliebt: Kurse für Paare, Familien
oder Freundesgruppen. Ob als
Geburtstagsgeschenk, Date-Idee oder
Team-Event mit Kollegen – gemeinsam
Kochen verbindet. Geführt werden die
Kurse von passionierten Köchinnen und
Köchen, die nicht nur ihre Messer, sondern
auch jede Menge Tipps und Tricks locker
aus dem Handgelenk schütteln. Frische
Zutaten, gute Laune und der Spaß am Tun
stehen immer im Mittelpunkt.
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Ein Ort für Begegnung im REWE Markt Tegel – wie einst im Tante-Emma-Laden
Wie einst im Tante-Emma-Laden: Erste Plauderkasse Berlins
Ende Februar 2026 öffnete im REWE Markt
in der Tegeler Ernststraße 7 die berlinweit
erste Plauderkasse gegen Einsamkeit. Da,
wo es sonst um „schnell-schnell“ geht, die
Kassiererinnen in manchen Supermärkten
bis zu hundert Scanner in der Minute bewerkstelligen
sollen, nimmt sich hier die
Dame an der Kasse Zeit für einen Smalltalk
– wenn er gewünscht ist. Bei der Eröffnung
sitzt da Birgit Dornblut und hat für jeden ein
nettes Wort und erkennt, wer mal das Bedürfnis
für ein kleines Schwätzchen hat wie
einst im Tante-Emma-Laden.
„Wir haben aber viele Kassen-Mamas“, versichert
der selbst sehr kommunikative und
aufmerksame Marktinhaber. Viet Ngyen
Duc hat Wertschätzung gegenüber Älteren,
die für solches Angebot besonders dankbar
sind, geradezu in den Genen. Er kam
1989 aus Vietnam, wo oft drei Generationen
zusammenwohnen und den Älteren viel
Respekt erwiesen wird, zum Studium nach
Deutschland. Inzwischen ist er längst Berliner,
stellt sich bei der Frage nach dem Alter
mit „Baujahr 1979“ vor, hat hier Frau und
Kinder. Familie und Arbeitsumfeld sind ihm
sehr wichtig. „Mein Team ist meine zweite Familie.“
Seit 2018 führt er diesen REWE Markt
mit vielen guten Ideen wie z. B. Sprühdrüsen
über Obst und Gemüse, große Bio-Produkte-Auswahl,
Salatbar, Frischetheke mit Beratung,
DHL-Paket-Annahme. 2021 wurde
er als Jungunternehmer des Jahres gekürt.
Sozial engagierter Inhaber
Herr Viet Nguyen ist im Bezirk auch für sein
soziales Engagement bekannt. Er spendet
u. a. für die Berliner Tafel und die Laib und
Seele-Ausgabestellen, für Jugendliche. Er
unterstützt Sportvereine. Deshalb war er
sehr offen für das Anliegen, als die Anfrage
von Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner
und ihrer Einsamkeitsbeauftragten
Katharina Schulz für so einen
Eröffnung der Plauderkasse Ende Februar: Herr Viet Nguyen, die Bezirksbürgermeisterin
und ihre Einsamkeitsbeauftragte (v.r.n.l.)
„Tante-Emma-Laden“-Ort der Begegnung
im Supermarkt kam. Die Plauderkasse lädt
nun dienstags von 10 bis 12 und donnerstags
von 14 bis 16 Uhr ein, den Einkauf mit
einem persönlichen Gespräch zu verbinden.
Es sind bewusst nicht die Stoßzeiten
ausgewählt, wo hoher Andrang an den
Kassen herrscht. Und es ist förderlich, dass
hier nicht an Personal gespart wird, dass 60
Mitarbeiter in einer Schicht zusammenwirken
und alle auf freundliches Zugehen auf
die Kundschaft geschult sind. Beraten wird
auch direkt am Regal.
Projekte gegen Einsamkeit
Initiiert wurde die Plauderkasse im Rahmen
der Einsamkeitsstrategie des Bezirksamts
Reinickendorf, die nicht erst seit Corona und
generationenübergreifend ein Anliegen von
Emine Demirbüken-Wegner ist: „Einsamkeit
ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen
unserer Zeit. Sie begegnet
uns mitten im Alltag – und genau dort
müssen wir ansetzen.“ So wurden schon ein
Stammtisch mit ehrenamtlicher Begleitung
eingerichtet, Quasselbänke als Treffpunkt
und Sticker mit QR-Code an vielen Einrichtungen,
auch hier am Rewe-Markt, angebracht.
Der QR-Code führt zu knapp hundert
Anlaufstellen gegen Einsamkeit, ein richtiges
Netzwerk in Reinickendorf in allen Ortsteilen.
Bei unserem Gespräch Ende Februar wollte
die Bürgermeisterin zunehmend Bücherboxen
mit solchen Plauderbänken koppeln, wie
es schon am Fellbacher Platz geschah und
für Heiligensee gerade umgesetzt wurde.
Übrigens kann man den Marktinhaber auch
mal beim Einräumen von Regalen oder an
der Kasse antreffen. „Dann habe ich aber
die passende Kleidung an und werde kaum
erkannt“, sagt er lächelnd. Aber für ein
freundliches Wort hat er immer Zeit.
G Sabine Nöbel
Kassiererin Birgit Dornblut spricht ihre Kundschaft
freundlich an und erkennt, „wer ein
Bedürfnis zum Reden hat“.
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GUTE ADRESSEN
Der Duft von frisch Gebackenem
und Gegrilltem
Hier duftet es schon am Eingang. Denn
bei diesem von Carola und Tobias Ulrich
seit 2012 geführten EDEKA-Markt gibt
es einen richtigen Bäcker mit kleinem
Café, wo man schon morgens um 7 Uhr
ein Frühstück bekommen kann und nachmittags
Kaffee und Kuchen. Dank der
Heißen Theke mit Grillstation im Markt,
wo der Duft von gegrillten Hähnchen,
Enten, Kassler und Buletten in die Nase
steigt, ist aber auch ein herzhafter Imbiss
möglich. Doch vor allem kann man
in diesem gut sortierten EDEKA-Markt in
der Bernauer Straße in Tegel richtig gut
einkaufen. Über 25.000 Artikel werden
geführt und die vielen frischen Salate an
der Fleisch- oder auch an der Fisch theke
sind zum großen Teil gerade von den Mitarbeitern
angefertigt worden. Und zwar
wechselnde Angebote. Nicht umsonst
betont die Werbung: Bedienungstheken
mit eigener Herstellung. Auch der Prager
Schinken, der Leberkäse und das Kassler
sind hausgemacht. Carola Ulrich, die sich
um die Präsentation und den Aufbau im
Markt kümmert, betont auch, dass der
Käse an der entsprechenden Theke hier
abgepackt wurde. Und ihr Sohn Tobias
weist darauf hin, dass es Qualitätskontrollen
von unabhängigen Instituten bei
den Firmen gibt, die den Markt beliefern.
Ulrichs lieben nicht nur Lebensmittel und
ihre Qualität, sondern auch die Umwelt.
Ulrich
Bedienungstheken mit eigener Herstellung
Die Rest bestände an Plastik wurden 2019
aufgebraucht. Man setzt auf Papiertüten
und andere ökologische Verpackung. Dass
der Markt zudem eine so angenehme Atmosphäre
mit engagiertem Personal hat,
liegt vielleicht auch daran, dass hier keine
Dumpinglöhne gezahlt werden.
Soziale Verantwortung ist der Familie
Ulrich wichtig. Dazu gehören auch regelmäßige
Spenden für die Tierhilfe, für
Kitas, eine Schule und Sportvereine.
Zum Service im Markt zählen übrigens
auch Post, Postbank und Lotto sowie
kostenlose Parkplätze in der Tiefgarage.
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GUTE ADRESSEN
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Standesamt Reinickendorf
Im Trauzimmer
Geheiratet wird in allen Farben
Im langen oder kurzen Kleid, mit Hosenanzug,
in Weiß oder bunt gemustert: „Geheiratet
wird in allen Farben“, verrät uns
Ariane Schimansky, Leiterin des Standesamtes
Reinickendorf. 636 Paare gaben
sich 2025 im Rathaus des Bezirkes das Ja-
Wort, darunter 15 gleichgeschlechtliche.
Seit 1.10.2017 ist die Ehe für alle möglich.
Ein halbes Jahr im Voraus kann die Eheschließung
angemeldet werden. „Wir reservieren
den Termin, sobald alle Unterlagen
vollständig sind“, so die Standesamtsleiterin.
Wer im Bezirk lebt und hier oder woanders
heiraten möchte, meldet sich beim Standesamt
Reinickendorf an. Das ist auch
schriftlich möglich.“ Das Kontaktformular
im ServicePortal der Berliner Verwaltung
macht es leicht. Ein persönlicher Besuch
vor der Zeremonie ist nur nötig, wenn es
Unstimmigkeiten in den Dokumenten gibt,
eine Auslandsbeteiligung vorliegt oder
ein Dolmetscher zur Verständigung gebraucht
wird.
Die Eheschließungen in Reinickendorf finden
mittwochs und freitags im historischen
Witte-Zimmer des Rathauses statt. Bis zu
13 Gäste können bei der Zeremonie dabei
sein. Wenn etwas zur persönlichen Kennenlern-Geschichte
des Paares gesagt werden
soll, kann das ein Gast übernehmen.
Nichts spricht gegen einen Sektempfang
vor dem Rathaus oder im Park. Manche
Paare stellen einen kleinen Tisch auf und
stoßen mit ihren Gästen vor der Rathauskulisse
an. Das Streuen von Reis und Metallic-Konfettikanonen
ist zum Schutz der Umwelt
nicht erwünscht. Birgit Nößler
© Christian Kruppa
Ein neuer Treffpunkt für gelebte Nachbarschaft
„Brusi“ in der Brusebergsiedlung
Mit der Eröffnung des HOWOGE-KIEZORTS
„Brusi“ in der Brusebergsiedlung im April ist
ein lebendiger Treffpunkt für die Nachbarschaft
entstanden – ein Ort, an dem sich
Menschen begegnen, austauschen und gemeinsam
Zeit verbringen können.
„Der KIEZORT ‚Brusi‘ in der Brusebergsiedlung
ist ein Ort der Begegnung, an dem
Nachbarschaft wächst und Zusammenhalt
lebendig wird – das Herz einer starken Gemeinschaft“,
betont Bezirksbürgermeisterin
Demirbüken-Wegner. Das Bezirksamt Reinickendorf
begrüße die Initiative der HOW-
OGE, die Förderung durch die Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, Bauen und
Wohnen sowie das Engagement der Stiftung
Unionhilfswerk Berlin und aller Beteiligten
ausdrücklich.
Der neue Treffpunkt bietet vielfältige Möglichkeiten
für Begegnung und Unterstützung
im Alltag – von Freizeit- und Bewegungsangeboten
über Sozialberatung und mobile
Bürgerservices bis hin zu offenen Formaten,
die sich an den Bedürfnissen der Nachbarschaft
orientieren. Außenflächen, Verleihangebote
und die Funktion als „kühler
Ort“ ergänzen das Angebot und stärken die
Lebensqualität im Quartier. Zugleich wurde
dieser Standort als eine zusätzliche Anlauf-
April 2026: Eröffnung des HOWOGE-
KIEZORTS „Brusi“ in der Brusebergsiedlung
(v. l. n. r. Jörg Kotzenbauer, Geschäftsführer
HOWOGE; Lilith Langner, Unionhilfswerk
Berlin; Emine Demirbüken-Wegner,
Bezirksbürgermeisterin; Stephan Machulik,
Staatsekretär für Wohnen u Mieterschutz)
© BA Reinickendorf
stelle gegen Einsamkeit eingeweiht – ein
weiterer Meilenstein bei der Einsamkeitsstrategie.
„Der neue KIEZORT ergänzt wunderbar
das Engagement des Bezirks gegen
Einsamkeit. Im Rahmen der Reinickendorfer
Einsamkeitsstrategie setzt das Bezirksamt
auf niedrigschwellige Begegnungsformate
wie Stammtische, Quasselbänke und Kulturtreffs.
Der neue Ort in der Brusebergsiedlung
knüpft daran an und zeigt, wie
aus Beteiligung und Zusammenarbeit ein
lebendiger Raum für Gemeinschaft entstehen
kann“, so die Bürgermeisterin.
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KINDER | JUGEND | FAMILIE
Auguste-Viktoria-Allee
Neues Jugend- und Stadtteilzentrum im Bau
An der Auguste-Viktoria-Allee soll ein neues
Jugend- und Stadtteilzentrum entstehen.
Die Grundsteinlegung war bereits im April
2026. Darin soll das Jugendzentrum Laiv
ein neues Domizil bekommen. Bisher befindet
es sich genau daneben in den ehemaligen
Lager- und Personalräumen des
Grünflächenamts, doch das alte Gebäude
ist nicht nur viel zu eng, sondern auch
baufällig. Sobald das neue Haus steht, wird
das jetzige Laiv abgerissen. Der multifunktionale
Neubau wird dann jedoch nicht nur
von den Jugendlichen genutzt, so zieht hier
auch ein Stadtteilzentrum ein. Beide Bereiche
sollen über jeweils eigene Räumlichkeiten
verfügen, ein Veranstaltungssaal
und diverse Bewegungsflächen werden
jedoch geteilt. Obwohl das neue Zentrum
jetzt erst entsteht, ist weit voraus gedacht:
Der Holz-Massivbau kann später rückgebaut
und die Materialien ein weiteres Mal
genutzt werden. Unsere Abbildung zeigt
den Entwurf des Architekten Jan Hübener.
(ch)
© BA Reinickendorf/ Architek Jan Hübener
So soll das neue Gebäude an der Auguste-Viktoria-Allee einmal aussehen.
83
Wussten Sie schon?
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Schülerzeitungen gewinnen
Der Bezirksstadtrat für Bildung, Harald
Muschner , konnte beim diesjährigen
Schülerzeitungswettbewerb gleich zwei
Reinickendorfer Projekten gratulieren. So
ging der dritte Platz in der Sparte „Grundschulen“
an die Kolumbus-Grundschule
für ihre „Fuchs-Kolumne“. Die Ausgabe
beschäftigt sich mit Glaubensvielfalt und
überzeugt zudem mit ansprechenden Illustrationen.
In der Kategorie „Gemeinschaftsschulen“
erreichte – so wie bereits
im letzten Jahr – der Campus Hannah
Höch den ersten Platz. Gefeiert wird ihr
Medium „Schnipsel“ vor allem wegen
der Themenbreite: Von gesellschaftlich
relevanten Fragen bis zur Sauberkeit der
Schultoilette ist alles dabei.
(ch)
Gemeinsam engagiert im Bezirk (v. l.): Gloria Amoruso (kein Abseits!),
Alexander Ewers (Jugendstadtrat), neugewählter Fuchs-Rat, Nora
Palm (kein Abseits!), Hannah Böse (Kinder- und Jugendbeauftragte)
Fuchs-Parlament
Kinder und Jugendliche bestimmen mit
© Bezirksamt Reinickendorf
Über zehn Meter hoch geht es hinaus:
Ein Highlight ist der Spiel- und Kletterturm
im Ludwig-Lesser-Park in Frohnau.
© T. Wahl / aperçu
Wenn Kinder und Jugendliche aus Reinickendorf
zusammenkommen, um im
Fuchs-Parlament über ihre Zukunft zu
sprechen, weht frischer Wind durch den
Bezirk. Gemeinsam gestalten sie das
junge Beteiligungsgremium stetig weiter
und stellen die Weichen für echte Mitbestimmung.
Der Fuchs-Rat, der die Interessen der Kinder
und Jugendlichen nach außen vertritt,
leitet zugleich das Kinder- und Jugendparlament.
Im September 2025 wurden
zwei Mädchen und drei Jungen im Alter
von 9 bis 19 Jahren gewählt. Unterstüt-
zung bekommen die engagierten Nachwuchspolitikerinnen
und -politiker von Jugendstadtrat
Alexander Ewers: „Die Ideen
und der Einsatz der jungen Menschen sind
wichtig, damit Reinickendorf ein lebenswerter
Ort für alle Generationen bleibt.“
Auch die Kinder- und Jugendbeauftragte
Hannah Böse zeigt sich begeistert: „Das
Fuchs-Parlament zeigt eindrucksvoll, wie
Kinder und Jugendliche aktiv Verantwortung
übernehmen können. Ich unterstütze
sie weiterhin dabei, ihre Stimme zu erheben
und Veränderungen zu bewirken.“
(kr)
84
Bezirksbroschüren
Seniorenjournale
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Im Jugendzentrum comX
FSJ im Reinickendorfer Kulturbereich
Freiwillig und sozial im Atrium
Ob man sich beruflich orientieren oder
die Wartezeit zu Ausbildungs- oder Studienplatz
überbrücken möchte, ob man
Praxiserfahrung sammeln oder einfach als
Persönlichkeit reifen möchte – die Gründe
für ein Freiwilliges Soziales Jahr können
vielseitig sein. Zumeist denkt man hier an
ein FSJ – das ist die gängige Abkürzung –
in Krankenhäusern, Seniorenheimen und
Pflegeeinrichtungen, doch es gibt weit darüber
hinaus Möglichkeiten, etwa im Kulturbereich.
So lassen sich auf www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de
an die 2.500
FSJ-Angebote aus dem Kulturbereich finden,
darunter in Bibliotheken, Museen und
Theatern. Auch Reinickendorf bietet ein
solches Angebot und zwar an der Jugendkunstschule
ATRIUM (Foto). Hier begleitet
man Werkstattwochen, unterstützt den Aufund
Abbau von Ausstellungen, beteiligt sich
an der Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen
Medien und realisiert weitere künstlerischpädagogische
Projekte. Voraussetzungen
für das FSJ sind, dass man nicht älter als
26 Jahre alt ist, dass die Schulpflicht erfüllt
ist, dass noch kein Studium abgeschlossen
und kein anderer Freiwilligendienst von
mehr als sechs Monaten absolviert wurde.
Das Reinickendorfer ATRIUM mit seinem
Kostümfundus, den zwei Kunstparks sowie
dem Literaturcafé ist übrigens auch sonst
eine Entdeckung.
(ch)
© Andi Weiland
Jugendliche gestalten Spielplatz mit
Das Bezirksamt hat erfolgreich 624.000
Euro aus dem im Programm „Nachhaltige
Erneuerung“ für die Neugestaltung des
Spielplatzes gegenüber der Kita Senftenberger
Ring 99 eingeworben. Gemeinsam
mit Kindern und Jugendlichen wurde
im Jugendzentrum comX über Wünsche
und Ideen gesprochen Das Bezirksamt
setzte bewusst auf die Beteiligung der
jungen Leute.
Der neue Spielplatz entsteht neben bereits
umgesetzten Projekten wie Skatepark und
BMX-Bahn. Vorgesehen sind langlebige
Spielplatzplanung mit jungen Leuten
Materialien, klimaresiliente Begrünung sowie
wasserdurchlässige und barrierefreie
Beläge. Ein häufig geäußerter Wunsch der
Teilnehmenden war, die beliebte Kletterspinne
zu erhalten. 2026 geht es los.
Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung,
Korinna Stephan, betont: „Die Ideen der
Jugendlichen zeigen, wie wichtig öffentliche
Räume sind, die Bewegung ermöglichen,
Rückzug bieten und das soziale
Miteinander stärken. Gleichzeitig gestalten
wir diesen Ort klimaangepasst und grüner
– ein Beitrag zur Schwammstadt und zu
einem lebenswerteren Märkischen Viertel.“
© S.T.E.R.N. GmbH
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Der leichte Einstieg in die Musik
Möglichst viele Menschen zum fröhlichen, aktiven Musizieren anzuleiten,
damit diese ein Leben lang Freude am Musizieren haben,
das ist seit über 45 Jahren die Herzensangelegenheit der Musikschule
Fröhlich. Der Antrieb dazu erfolgt aus der Überzeugung,
dass gemeinsames Musizieren ein wertvolles Gut ist, das es zu erhalten
und weiterzugeben gilt. Kinder sind sehr früh für Musik empfänglich
und sollten vielfältig mit Musik in Berührung kommen. Melodien,
Rhythmen und Töne selbst zu erzeugen und frei zu gestalten,
tut der kindlichen Seele, dem Ausdrucksvermögen und der intellektuellen
sowie kreativen Entwicklung gut.
Musikschule Fröhlich
Michael Seilkopf
030-84312316
Am Vierrutenberg 54 · 13469 Berlin
Unterrichts-Standorte siehe Website
www.musikschule-froehlich.com/seilkopf
85
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Infos zur
Kindertagespflege
Berliner
Kita-Navigator
Kindertagesstätten und Kindertagespflege
in der Nähe finden
Welche Kindertagesstätten gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Bei welchen Kitas gibt
es freie Plätze? Wie weit ist die Kita von uns entfernt? Antworten auf diese Fragen bietet
der Berliner Kita-Navigator. Der kostenlose Internetdienst bietet die Möglichkeit, sich
Kitas in der Nähe anzeigen zu lassen. Zudem gibt es Wissenswertes und Kontaktinformationen
zu den Einrichtungen, auch die Anzahl der freien Plätze für bis zu neun Monate
im Voraus wird angezeigt. Für erweiterte Funktionen, zum Beispiel die Merkliste, ist
ein BundID-Konto notwendig.
Die Kindertagespflege ist eine alternative Betreuungsform zur Kita. Eine qualifizierte Tagespflegeperson
betreut bis zu fünf, zwei Tagespflegepersonen bis zu zehn Kinder. Sie
verfügen über eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts, erfüllen einen Bildungsauftrag nach
dem Berliner Bildungsprogramm und werden über den Kita-Gutschein finanziert. Die
Fachberatung Kindertagespflege informiert über das Angebot, freie Plätze und geeignete
Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Reinickendorfer Kinderrechte-Tag
Am 20.11.1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, seitdem treten
weltweit Kinder und Jugendliche jährlich an diesem Tag für die Rechte ihrer Generation
ein. Denn obwohl sich fast alle Staaten dazu verpflichtet haben, die Rechte von Kindern
anzuerkennen und umzusetzen, ist die Realität oft eine ganz andere – auch bei uns in
Deutschland. Selbstredend, dass dieser Tag auch in Reinickendorf würdig begangen wird.
© BA Reinickendorf
Der Bezirksstadtrat für Jugend und Familie Alexander Ewers sowie die Jugendbeauftragte
Hannah Böse luden Mädchen und Jungen Ende 2025 aus den Grundschulen des
Bezirks ins Fontane-Haus zum „Reinickendorfer Kinderrechte-Tag“ ein. Eine Tanzgruppe
aus dem Jugendzentrum Centre Talma performte den Kinderrechtetanz und an einem
Meinungsbarometer konnten die Kleinen spielerisch bewerten, wie gut ihnen Erwachsene
zuhören. Zudem erhielt jedes der etwa 400 Schulkinder einen Kinderrechtebeutel mit
einigen Überraschungen. Darüber hinaus wurden Snacks gereicht, die der Bildungsverbund
Märkisches Viertel beigesteuert hatte.
(ch)
86
© BA Reinickendorf
Alexander Ewers (dritter von links) mit den
Kolleginnen und Kollegen beim Unterschreiben
der Kooperationsvereinbarung.
Familien aufgepasst!
Dass Familien mit geringem Einkommen Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket
(kurz: BuT) beantragen können, wissen immer noch zu wenige. So rufen bundesweit
nur rund 28 Prozent der anspruchsberechtigten Familien die Leistungen tatsächlich ab.
Das möchte man auch in Reinickendorf ändern. „Gute Bildung und gesellschaftliche Teilhabe
dürfen keine Frage des Geldbeutels sein“, erklärt Alexander Ewers, Bezirksstadtrat
für Jugend und Familie, weshalb das Bezirksamt Reinickendorf und die BuT-Beratung von
Viva Equality jetzt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben. Somit steht den
Familien eine kompetente und freundliche Beratung zur Seite, die auf kurzem Weg klärt,
was machbar ist. Die Zuschüsse gibt es beispielsweise für Mittagessen, Kita- oder Klassenfahrten,
Sport- und Musikangebote oder Nachhilfe. Die Beratung ist selbstverständlich
kostenlos und wird in mehreren Sprachen angeboten. Die BuT-Beratungsstelle ist
telefonisch unter 030 – 5771 3004 0 zu erreichen. Weitere Informationen sind auf www.
but-beratung.de zu finden.
(ch)
St. Rita
General-Woyna-Straße 54
13403 Berlin
St. Nikolaus
Techowpromenade 35-43
13437 Berlin
Maria Gnaden
Roswithastraße 21-23
13467 Berlin
St. Martin
Königshorster Straße 2
13439 Berlin
St. Hildegard
Senheimer Str. 35-37
13465 Berlin
St. Bernhard
Bernauer Straße 66
13507 Berlin
St. Joseph
Liebfrauenweg 13
13509 Berlin
St. Marien
Klemkestraße 3
13409 Berlin
Bewegung
& Natur
Christliche
Werte
Vergütung
Vielfaltnach den
erlebenArbeitsvertrags-
richtlinien des
Deutschen
Caritasverbandes
Kooperation
Grundschul-
(AVR)
Kunst &
Kultur
Frischküche
Geborgenheit
Projekte mit
Füchse Berlin
Zukunft
gestalten
Hedi Kitas in Reinickendorf
In unseren acht katholischen Kitas in Reinickendorf
erleben Kinder von der Krippe bis zum Schuleintritt
einen Ort voller Vertrauen, Wertschätzung und
individueller Förderung. Christliche Werte, liebevolle
Begleitung und ein starkes Miteinander geben
Orientierung und Sicherheit für die ersten wichtigen
Lebensjahre. Alle Kinder und Familien sind in unseren
Kitas herzlich willkommen.
Entdecken. Lernen. Wachsen.
Mit engagierten Teams, vielfältigen
Bildungsangeboten, Bewegung, Naturerfahrungen und
frisch zubereiteten Mahlzeiten fördern wir
Selbstständigkeit, Kreativität und soziale
Kompetenzen. So schaffen wir beste Voraussetzungen
für einen starken und gelungenen Start ins Leben.
Wir haben einen
Platz für dich!
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87
Schulverzeichnis
Schulen im Bezirk
KINDER | JUGEND | FAMILIE
88
Grundschulen
☐ Havelmüller-Grundschule
Namslaustr. 49-57, 13507 Berlin
Tel. 030 4322101
12G01@12G01.schule.berlin.de
☐ Grundschule am Schäfersee
Holländerstr. 25-30, 13407 Berlin
Tel. 030 4567474
12G02@12G02.schule.berlin.de
☐ Reginhard-Grundschule
Letteallee 39-41, 13409 Berlin
Tel. 030 48096363
12G03@12G03.schule.berlin.de
☐ Till-Eulenspiegel-Grundschule
Humboldtstr. 8-13, 13407 Berlin
Tel. 030 4953050
12G04@12G04.schule.berlin.de
☐ Kolumbus-Grundschule
Büchsenweg 23a, 13409 Berlin
Tel. 030 4963041
12G05@12G05.schule.berlin.de
☐ Hausotter-Grundschule
Hausotterplatz 4, 13409 Berlin
Tel. 030 4915012
12G06@12G06.schule.berlin.de
☐ Mark-Twain-Grundschule
Auguste-Viktoria-Allee 95, 13403 Berlin
Tel. 030 41709571
12G07@12G07.schule.berlin.de
☐ Grundschule an der Peckwisch
Tornower Weg 26-36, 13439 Berlin
Tel. 030 41508006
12G09@12G09.schule.berlin.de
☐ Peter-Witte-Grundschule
Rathauspromenade 75, 13403 Berlin
Tel. 030 4118966
12G10@12G10.schule.berlin.de
☐ Ringelnatz-Grundschule
Wilhelm-Gericke-Str. 7-13, 13437 Berlin
Tel. 030 4148700
12G11@12G11.schule.berlin.de
☐ Borsigwalder-Grundschule
Miraustr. 100, 13509 Berlin
Tel. 030 4322051
12G12@12G12.schule.berlin.de
☐ Franz-Marc-Grundschule
Treskowstr. 26-31, 13507 Berlin
Tel. 030 4339792
12G13@12G13.schule.berlin.de
☐ Alfred-Brehm-Grundschule
Ascheberger Weg 8a, 13507 Berlin
Tel. 030 4322408
12G14@12G14.schule.berlin.de
☐ Hoffmann-v.-Fallersleben-GS
Ziekowstr. 80-88, 13509 Berlin
Tel. 030 4339343
12G15@12G15.schule.berlin.de
☐ Ellef-Ringnes-Grundschule
Im Erpelgrund 11, 13503 Berlin
Tel. 030 417440780
12G17@12G17.schule.berlin.de
☐ Grundschule am Tegelschen Ort
Gerlindeweg 11-23, 13505 Berlin
Tel. 030 4311786
12G18@12G18.schule.berlin.de
☐ Münchhausen-Grundschule
Artemisstr. 22-26, 13469 Berlin
Tel. 030 4111630 / 030 41190956
12G19@12G19.schule.berlin.de
☐ Grundschule am Vierrutenberg
Am Freibad 2, 13469 Berlin
Tel. 030 4026518
12G20@12G20.schule.berlin.de
☐ Grundschule am Fließtal
Seebadstr. 42-43, 13467 Berlin
Tel. 030 4045827
12G21@12G21.schule.berlin.de
☐ Gustav-Dreyer-Grundschule
Freiherr-v.-Stein-Str. 31, 13467 Berlin
Tel. 030 4050860
12G22@12G22.schule.berlin.de
☐ Victor-Gollancz-Grundschule
Gollanczstr. 18-24, 13465 Berlin
Tel. 030 4014659
12G23@12G23.schule.berlin.de
☐ Renée-Sintenis-Grundschule
Laurinsteig 39-45, 13465 Berlin
Tel. 030 40605910
12G24@12G24.schule.berlin.de
☐ Märkische Grundschule
Dannenwalder Weg 163-165
13439 Berlin
Tel. 030 4165057 / 030 401403403
12G26@12G26.schule.berlin.de
☐ Chamisso-Grundschule
Senftenberger Ring 27, 13435 Berlin
Tel. 030 407162-57/-58
12G27@12G27.schule.berlin.de
☐ Grundschule in den Rollbergen
Waldshuter Zeile 6, 13469 Berlin
Tel. 030 4023059
12G28@12G28.schule.berlin.de
☐ Hermann-Schulz-Grundschule
Kienhorststr. 67-79, 13403 Berlin
Tel. 030 4132008 / 030 4133204
12G29@12G29.schule.berlin.de
☐ Reineke-Fuchs-Grundschule
Foxweg 15, 13403 Berlin
Tel. 030 4132055
12G30@12G30.schule.berlin.de
☐ Charlie-Chaplin-Grundschule
Wilhelmsruher Damm 90-94
13439 Berlin, Tel. 030 41676761
12G32@12G32.schule.berlin.de
☐ Lauterbach-Grundschule
Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin
Tel. 030 4021088
12G33@12G33.schule.berlin.de
☐ Otfried-Preußler-Grundschule
Schulzendorfer Str. 99, 13503 Berlin
Tel. 030 43660380
12G34@12G34.schule.berlin.de
Erzbischöfliches Ordinariat, Niederwallstraße 8-9, 10117 Berlin | dot-one.agency
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89
KINDER | JUGEND | FAMILIE
90
Wussten Sie schon?
Lernort mit Sonnenuhr
Ob die Kinder der Wittenauer Ringelnatz-
Schule, übrigens die einzige tanzsportbetonte
Grundschule in Reinickendorf, überpünktlich
oder eben doch auf den letzten
Drücker zum Unterricht eintreffen, können
sie noch vor Betreten der Schule direkt auf
dem Hof prüfen.
Eine Sonnenuhr verrät ihnen spielerisch,
ob ihr Zeitmanagement noch Luft nach
oben hat. Diese befindet sich an zentraler
Stelle des Schulhofes als Bodenmosaik.
Die Kinder können sich auf dieser positionieren
und anhand ihrer Schatten die
Uhrzeit ablesen.
Die von Salwa Aleryani entworfene Sonnenuhr
entstand im Rahmen des Projekts
„Kunst am Bau“ als Bonus zum neuen
Erweiterungsgebäude der Schule, das
pünktlich zum Beginn des laufenden
Schuljahres 2025/2026 übergeben worden
ist. Damit sind 144 dringend benötigte
Schulplätze entstanden, denn der Neubau
umfasst elf hochmoderne Unterrichtsräume
(die gut ausgestatteten PC-Räume
schon mitgezählt) sowie eine praxistaugliche
Mensa mit Ausgabeküche.
Das dreigeschossige Haus (siehe Foto)
wurde in Holzmodulbauweise konzipiert
und konnte somit in einer vergleichsweise
geringen Bauzeit von einem Jahr errichtet
werden. „Das entlastet die angespannte
Schulplatzsituation in der Region spürbar“,
freute sich Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär
für Schulbau und Schuldigitalisierung
kürzlich bei der Präsentation für die
breite Öffentlichkeit.
(ch)
© BA Reinickendorf
Oberschulen
☐ Julius-Leber-Oberschule
Treskowstr. 26-31, 13507 Berlin
Tel. 030 43557090
12K01@12K01.schule.berlin.de
☐ Bettina-von-Arnim-Oberschule
Senftenberger Ring 49, 13435 Berlin
Tel. 030 403050
12K02@12K02.schule.berlin.de
☐ Max-Beckmann-Oberschule
Auguste-Viktoria-Allee 37, 13403 Berlin
Tel. 030 4134081
12K03@12K03.schule.berlin.de
☐ Paul-Löbe-Oberschule
Lindauer Allee 23, 13407 Berlin
Tel. 030 4957026
12K04@12K04.schule.berlin.de
☐ Gustav-Freytag-Oberschule
Breitkopfstr. 68-80, 13409 Berlin
Tel. 030 4958031
12K05@12K05.schule.berlin.de
☐ Benjamin-Franklin-Oberschule
Sommerfelder Str. 5-7, 13509 Berlin
Tel. 030 4398381-0
12K06@12K06.schule.berlin.de
☐ Jean-Krämer-Schule
Alt-Wittenau 8-12, 13437 Berlin
Tel. 030 41109152
12K07@12K07.schule.berlin.de
☐ Carl-Benz-Oberschule
Heidenheimer Str. 53-54, 13467 Berlin
Tel. 030 90294-80000
12K09@12K09.schule.berlin.de
☐ Carl-Bosch-Oberschule
Frohnauer Str. 74, 13467 Berlin
Tel. 030 40584149
12K10@12K10.schule.berlin.de
☐ Albrecht-Haushofer-Oberschule
Kurzebracker Weg 40-46, 13503 Berlin
Tel. 030 4319072
12K11@12K11.schule.berlin.de
Gymnasien
☐ Friedrich-Engels-Gymnasium
Emmentaler Str. 67, 13407 Berlin
Tel. 030 4955056
12Y01@12Y01.schule.berlin.de
© AdobeStock
☐ Europäisches Gymnasium
Bertha-von-Suttner
Reginhardstr. 172, 13409 Berlin
Tel. 030 4916057
12Y02@12Y02.schule.berlin.de
☐ Humboldt-Gymnasium
Hatzfeldallee 2-4, 13509 Berlin
Tel. 030 4337008
12Y03@12Y03.schule.berlin.de
☐ Gabriele-von-Bülow-Gymnasium
Tile-Brügge-Weg 63, 13509 Berlin
Tel. 030 210052460
12Y04@12Y04.schule.berlin.de
☐ Georg-Herwegh-Gymnasium
Fellbacher Str. 18-19, 13467 Berlin
Tel. 030 4042070
12Y05@12Y05.schule.berlin.de
☐ Romain-Rolland-Gymnasium
Place Moliere 4 Cité Foch, 13469 Berlin
Tel. 030 4140170
12Y07@12Y07.schule.berlin.de
☐ Thomas-Mann-Gymnasium
Königshorster Str. 10, 13439 Berlin
Tel. 030 414763670
12Y08@12Y08.schule.berlin.de
☐ Schulfarm Insel Scharfenberg
Schwarzer Weg 103, 13505 Berlin
Tel. 030 43094433-0
sekretariat@insel-scharfenberg.de
Schulen mit sonderpädagogischem
Schwerpunkt
☐ Stötzner-Schule
Tietzstr. 26-28, 13509 Berlin
Tel. 030 4328011
12S01@12S01.schule.berlin.de
☐ Lauterbach-Schule
Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin
Tel. 030 4021089
12S03@12S03.schule.berlin.de
☐ Schule am Park
Eichborndamm 276-284, 13437 Berlin
Tel. 030 4145034
12S04@12S04.schule.berlin.de
☐ Waldseeschule
Olafstraße 32, 13467 Berlin
Tel. 030 40009145
12S05@12S05.schule.berlin.de
☐ Toulouse-Lautrec-Schule
Miraustr. 120, 13509 Berlin
Tel. 030 43320-97/-98
12S06@12S06.schule.berlin.de
Schulen in freier Trägerschaft
☐ Waldorfschule Märkisches Viertel
Treuenbrietzener Str. 28, 13439 Berlin
Tel. 030 4072830
info@waldorfschule-mv.de
☐ Evangelische Schule Frohnau
Benediktinerstr. 11-17, 13465 Berlin
Tel. 030 509305310
dykstra@evfrohnau.be.schule.de
☐ Katholische Schule Salvator
Fürst-Bismarck-Str. 8-10, 13469 Berlin
Tel. 030 41408180
sekretariat@kss.schulerzbistum.de
☐ Elisabethstift-Schule
Falkentaler Steig 10, 13467 Berlin
Tel. 030 688343880
info@elisabethstift-berlin.de
☐ Goethe-Grundschule
Wittenauer Str. 114, 13435 Berlin
Tel. 030 40399849
privategoethe-grundschule.berlin@
web.de
☐ Demokratische Schule X
Keilerstr. 17 A, 13503 Berlin
Tel. 030 60922621
info@demokratische-schule-x.de
☐ Alternativschule Berlin
Bondickestr. 8/9, 13469 Berlin
Tel. 030 4174860
info@alternativschule-berlin.de
☐ Montessori Campus am Tegeler Forst
Gabrielenstr. 12-18, 13507 Berlin
Tel. 030 68405070
info@montessori-stiftung.de
☐ APEGO-Schule
Dianastraße 44-46, 13469 Berlin
Tel. 0178 1849457
office@apego-schule.de
Hilfen zur Teilhabe
Wir begleiten
Menschen mit
Lernschwierigkeiten
Menschen mit
Suchterkrankungen
Mütter und Väter mit
Lernschwierigkeiten
und deren Kinder
Neumannstr. 13
13189 Berlin
030 444 30 35
kontakt@berlinerstarthilfe.org
www.berlinerstarthilfe.org
Wussten Sie schon?
OSZ: Sprungbrett ins Berufsleben
Oberstufenzentren (OSZ) sind kompetenter
Begleiter der dualen Erstausbildung in
einem der über 300 Ausbildungsberufe,
Helfer bei der Suche nach Orientierung in
der Berufsvorbereitung, Vermittler höherer
Schulabschlüsse bis hin zur Allgemeinen
Hochschulreife oder Wegbereiter des lebenslangen
Lernens in der Weiterbildung.
Als Kooperationspartner der allgemeinbildenden
Schulen kann dort der Bildungsweg
der jungen Menschen bis zum Abitur
fortgesetzt werden. Dazu ist jede Schule
auf ein Berufsfeld spezialisiert. Die OSZ
bieten diverse Bildungsgänge in ihren jeweiligen
Berufsfeldern an.
Daher finden alle Interessenten das
Richtige für ihre Bildungskarriere:
→ Wer ein Berufsziel hat, erhält
eine fundierte Erstausbildung
im gewählten Beruf.
→ Wer noch Orientierung sucht, ist in
der Berufsvorbereitung richtig.
→ Wer später studieren und sich etwas
mehr Zeit als am Gymnasium nehmen
möchte, kann die allgemeine
Hochschul reife mit einem beruflichen
Profil in drei Jahren ablegen.
→ Wer sich später den Hochschul zugang
erarbeiten möchte, kann die Fachoder
Berufs oberschule besuchen.
www.oberstufenzentrum.de
Berliner Klima Schulen ausgezeichnet
Das Thomas-Mann-Gymnasium im Märkischen
Viertel gehört zu den Preisträgern
des Berliner Klima Schulen-Wettbewerbs.
Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das in Zusammenarbeit
mit Partnerschulen in Spanien
und Ungarn sowie externen Partnern
erdacht wurde. Ziel ist es, den Schulhof
des Gymnasiums in einen ökologisch und
nachhaltig gestalteten Lernraum zu verwandeln
und das Umweltbewusstsein der
Schülerinnen und Schüler zu fördern. Das
überzeugte auch die Jury. Darüber hinaus
gibt es einen weiteren Preisträger aus Reinickendorf:
Das OSZ Georg Schlesinger
Schule erhielt den Kooperationspreis.
91
KINDER | JUGEND | FAMILIE
KINDER | JUGEND | FAMILIE
92
Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Jugendfreizeiteinrichtungen
Bezirkseigene Jugendeinrichtungen
☐ comX Kinder- und Jugendzentrum
Senftenberger Ring 53-69, 13435 Berlin
☐ Kinderzentrum Pankower Allee
Pankower Allee 47-51, 13409 Berlin
☐ Familien- und Stadtteilzentrum
„Haus am See“
Stargardtstr. 9, 13407 Berlin
☐ Kinder- und Jugendfreizeitstätte
Dachsbau
Heiligenseestr. 112-114, 13503 Berlin
☐ Fuchsbau – Haus der Jugend
Thurgauer Str. 66, 13407 Berlin
☐ Streethouse Reinickendorf
Schluchseestr. 46, 13469 Berlin
☐ METRONOM – Freizeit-, Sportund
Kulturzentrum
Sterkrader Str. 44, 13507 Berlin
☐ meredo - Medienkompetenzzentrum
Reinickendorf
Namslaustr. 45/47, 13507 Berlin
☐ Tietzia – Kinder-, Jugend- und
Familienzentrum
Tietzstr. 12, 13509 Berlin
Jugendeinrichtungen freier Träger
☐ Centre Talma Mädchen- und Jungensportzentrum
– GSJ gGmbH
Hermsdorfer Str. 18A, 13469 Berlin
☐ Jugendcafé LAIV – LebensWelt gGmbH
Auguste-Viktoria-Allee 16c, 13403 Berlin
☐ Jugendhaus Baracke im MV – CVJM e. V.
Tiefenseer Str. 13 a, 13439 Berlin
☐ Kinder- und Jugendhalle MV -
Forum NaturFreundeJugend Berlin e.V.
Königshorster Str. 1-9, 13439 Berlin
☐ Alte Fasanerie Lübars –
Elisabethstift Berlin
Alte Fasanerie 10, 13469 Berlin
☐ Wildnisinsel Deilinge –
Zukunftsbau GmbH
Anfahrt mit der BVG:
Mit dem Bus 222 bis Sprintsteig und dann
ca. 10 Minuten Fußweg:
› Sprintsteig Richtung Nordwesten
Richtung Benekendorffstraße
› Links abbiegen auf Benekendorffstraße
› Rechts abbiegen auf Deilingeweg,
dann rechts zur ehemaligen Kolonie
Deilinge abbiegen.
Achtung: Die Wildnisinsel ist nur zu Fuß
oder mit dem Rad erreichbar! Eine Anfahrt
mit dem Auto ist leider nicht möglich.
☐ Teestube Frohnau - Kinder- und
Jugendhaus der evangelischen
Kirchengemeinde Frohnau
Fuchssteinerweg 20-26, 13465 Berlin
☐ Jugendzentrum Unterm Dach
– „Roter Baum Berlin“ UG
Schönfließer Straße 12 A, 13465 Berlin
☐ Familientreff Wittenau –
Elisabethstift Berlin
Oranienburger Str. 203, 13437 Berlin
☐ KreativFabrik Kinder- und Familienzentrum
– Kirchenkreis Reinickendorf
Amendestr. 41, 13409 Berlin
☐ Jugendzentrum Lette 51 –
casablanca gGmbH
Pankower Allee 51, 13409 Berlin
☐ Auguste - Interkultureller Mädchentreff
– Albatros gGmbH
Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin
☐ Kinder- und Jugendclub QuäX
– Kein Abseits e. V.
Quäkerstraße 2, 13403 Berlin
☐ Queerer Jugendtreff „Q*topia“
ist Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
im Jugendzentrum comX, Senftenberger
Ring 53, 13435 Berlin
Klub-App für
Jugendliche
An kostenfreien Freizeitangeboten
für Jugendliche
gibt es einiges, doch wie erfährt man davon?
Eine zeitgemäße und zielgruppenrelevante
Möglichkeit ist die „Klub-App“ für
Jugendliche ab zwölf Jahren. Diese hat ein
gemeinnütziges Start-Up-Unternehmen
initiiert und bietet eine WinWin-Situation
für beide Seiten: Freizeiteinrichtungen
können ihre Angebote unkompliziert einpflegen,
aktualisieren und sichtbar machen.
Die Jugendlichen wiederum können
werbefrei und übersichtlich die Angebote
checken. Reinickendorf hat als erster Berliner
Bezirk die Klub-App flächendeckend
eingeführt, etwa 30 Einrichtungen im
Fuchsbezirk nutzen sie bereits. (ch)
Weitere Angebotsformen
☐ Sportjugendclub Reinickendorf -
Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit
GmbH (GSJ)
Königshorster Str. 13, 13439 Berlin
☐ Straßensozialarbeit – Gangway e. V.
Schluchseestraße 46, 13469 Berlin
☐ Flotte Lotte e. V.
Beratungs-, Kommunikations- und
Lernzentrum für Frauen
Senftenberger Ring 25, 13435 Berlin
☐ Abenteuerspielplatz im MV – BDP e. V.
Senftenberger Ring 23, 13435 Berlin
☐ Wildnisinsel Deilinge einzelne Projekte
Infos und Anfahrt unter: wildnisinsel.de –
Offener Jugend-Wildnistreff
☐ Pfadfinderburg Tegel, Pfadfinderheim
Berlin Brandenburg e.V.
Ziekowstr. 163, 13509 Berlin
☐ Mädchenarbeit Rollberge, Ev. Kirchenkreis
Berlin-Reinickendorf
Titiseestr. 3, 13469 Berlin Rollberge
Jubiläumsjahr:
75 Jahre Fuchsbau
Schlicht könnte man die Reinickendorfer Jugendfreizeiteinrichtung
als einen Schutzraum für Jugendliche und/oder als Ort für
Kreativität bezeichnen. Das wäre überhaupt nicht falsch, doch
der Fuchsbau, wie dieses Haus der Jugend in der Thurgauer
Straße genannt wird, ist noch so viel mehr. Denn die vielen Angebote
sind facettenreich: Ob Probemöglichkeiten für junge
Bands, Ausflüge für die Kids in den Sommerferien, Unterstützung
beim Realisieren eigener Projekte, Beratung und Hilfe selbst in
schwierigen Situationen und, und, und… Selbst wer nur einen
schönen Nachmittag haben, ein Instrument ausprobieren oder
aber Kicker und Billard spielen will, ist hier richtig. Reinhard
Mey, Deutschlands berühmtester Liedermacher und seit fast
50 Jahren Frohnauer, hatte dem Fuchsbau einmal ein Lied gewidmet.
In „The Rotten Radish Skiffle Guys“ singt er davon, wie
er hier mit den Skiffle Guys, seiner ersten Band, den Proberaum
hatte und samstags auch mal auftreten konnte. Nun feiert der
Fuchsbau sein 75-jähriges Bestehen. Im Laufe des Jubiläumsjahres
gibt es zahlreiche Veranstaltungen von der Lesung bis zum
Workshop, ebenso ist ein Sommerfest geplant. Den Auftakt der
75 Jahre-Feierlichkeiten machte ein Zeitzeugengespräch mit der
Holocaust-Überlebenden und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
Ruth Winkelmann. Die gebürtige Reinickendorferin, stolze 97
Jahre alt, ist eine der letzten noch lebenden Zeitzeugen. Nichtsdestotrotz
freute es sie, auch von anderen Lebensabschnitten
berichten zu können. Die anwesenden Kinder sowie das Team
um Fuchsbau-Leiter Mohammed Jouni waren sichtlich gerührt.
Virtual Reality auf 700 m2
In den Hallen am Borsigturm.
Jeden Tag geöffnet
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nächstes Abenteuer
KINDER | JUGEND | FAMILIE
© BA Reinickendorf
Zu Gast im Fuchsbau: die Zeitzeugin Ruth Winkelmann.
Mohammed Jouni, Leiter des Hauses, freute sich über ihr Kommen.
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Am Borsigturm 2, 13507 Berlin
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93
KINDER | JUGEND | FAMILIE
94
Dr. Julia Rosemann
ist Studienrätin an
der Carl-Benz-
Oberschule
in Hermsdorf.
Sie lebte früher in
Charkiw, Ukraine,
und wohnt heute
in Konradshöhe.
Das Besondere an
REINICKENDORF
ist für mich...
…hier jetzt zu Hause zu sein. Als ich aus
der Ukraine 2020 hierherzog, fühlte ich
mich sofort willkommen und bekam viele
Chancen. Bereits 2018 hatte ich meinen
Mann kennengelernt einen waschechten
Berliner. 2019 haben wir geheiratet. Wir
wohnen im schönen Konradshöhe, fast
direkt am Wald.
Mit dem Deutschlernen begann ich schon
in Charkiw und setzte den Kurs während
der Coronazeit online fort. In der Ukraine
hatte ich promoviert und anschließend
als Dozentin für Physik an einer Uni
gearbeitet.
2022 bewarb ich mich in Hermsdorf an
der Carl-Benz-Oberschule. Nach dem
Bewerbungsgespräch wurde ich sofort
eingestellt. Angefangen habe ich als
Vertretungslehrerin. Heute bin ich Studienrätin
und Klassenlehrerin und unterrichte
mit großer Freude. Besonders
dankbar bin ich dafür, dass nach Beginn
des Krieges erst meine Mutter mit meinem
Bruder und später auch mein Vater zu
uns nach Deutschland kommen konnten.
Beide haben hier ebenfalls Arbeit gefunden
– in der Seniorenpflege und als Kfz-
Mechaniker. Seit 2025 bin ich deutsche
Staatsbürgerin.
© Privat
Selbstbehauptung und Prävention als Schutz
gegenüber Missbrauch, Mobbing und Gewalt
Wo fangen Gewalt
und Missbrauch an?
Bei dem Thema sexueller Missbrauch und sexualisierte
Gewalt gibt es viele Unsicherheiten
und Ängste. Eltern fragen sich: Wie kann
ich mein Kind schützen, damit ihm/ihr nichts
passiert? Wie kann ich es so stärken, dass es
sicher ist, auch wenn es alleine ist? Ist es in der
Kita, in der Schule oder im Verein geschützt?
Auch bei Mobbing sind viele Eltern ratlos. Der
Satz: „Dann wehr dich, lass dir nichts gefallen“,
ist für Kinder eher irritierend als hilfreich.
Wo ist es „normales“ Ärgern, wo fängt Mobbing
an?
Das gleiche gilt für den Überbegriff der Gewalt.
Wo fängt Gewalt an? Wer entscheidet,
was gewalthaft ist? Missbrauch, Mobbing und
Gewalt können lebenslange negative Auswirkungen
haben. Indem wir Kinder in ihrem
Selbstwertgefühl und ihrer Selbstwirksamkeit
stärken, geben wir ihnen die Möglichkeit, wie
sie Manipulation und Grenzüberschreitung
rechtzeitig erkennen, damit es nicht zu Schlimmerem
kommt.
Unsere Angebote
Für Kitas, Grundschulen und Vereine: Gratis-Info-Abende
für Eltern mit der Möglichkeit
eines Selbstbehauptungs- und Präventionskurses
gegenüber Missbrauch, Mobbing und
Gewalt. Wenn Sie als Eltern Interesse für dieses
Angebot haben, nehme ich gerne Kontakt
mit Ihrer Einrichtung auf.
Für Fachkräfte: Seminare und Fachberatung
zum Thema Kinderschutz auf Anfrage.
Für Eltern und Großeltern: Individualcoaching
nach Ihren Bedürfnissen. Seminare und
Workshops zu den verschiedenen Themengebieten:
Schutz vor sexualisierter Gewalt und
Missbrauch und: Stärke gegenüber Mobbing.
Panja Acksel
Institut für Prävention
& Achtsamkeit
Aktuelle Angebote
finden Sie auf unserer
Webseite. In Kooperation
mit der
Stiftung „Glückliche
Kinder – Starke
Menschen“ bieten
wir diverse Gratisveranstaltungen
zur Aufklärung und
Sensibilisierung an.
Glückliche Kinder und
starke Menschen sagen
„Nein!“ zu: Missbrauch,
Mobbing und Gewalt.
Hilfsangebote für Kinder,
Eltern, Großeltern und
Erziehungsberechtige
Selbstwert- und
Prävention für
Euch als Familie
www.panja-acksel.de
Wenn Du uns und die Kinder
unterstützen willst, freuen
wir uns über eine Spende.
Spendenkonto
IBAN: DE27 2305 1030 0511 2592 51
BIC: NOLADE21SHO
Familienzentren und Familientreffs
Region Nord
☐ Evangelische Familienbildungsstätte –
Ev. Kirchenkreis Reinickendorf
Spießweg 7, 13437 Berlin
Tel. 030 81464947
t1p.de/ev-familienbildung-rd
☐ Familienfarm Lübars
Fasanerie 10, 13469 Berlin
Tel. 030 81729150
alte-fasanerie-luebars.de
☐ Familientreff Wittenau
Oranienburger Str. 204, 13437 Berlin
Tel. 030 43206792
familientreff-wittenau.de
Region Ost
☐ Familienzentrum Letteallee
Letteallee 82/ 86, 13409 Berlin
Tel. 030 22191044
t1p.de/familienzentrum-letteallee
☐ Familien- und Stadtteilzentrum
„Haus am See“
Stargardtstr. 9, 13407 Berlin
Tel. 030 45024479
stadtteilzentrum-haus-am-see.de
Region West
☐ Familienzentrum Neheimer Straße
Neheimer Str. 10, 13507 Berlin
Tel. 030 4328061
oder 0176 24 20 67 52
t1p.de/familienzentrum-neheimer
☐ Familienpunkt
Zobeltitzstr. 72, 13405 Berlin
Tel. 030 41939049
t1p.de/familienpunkt_rd
☐ Mehrgenerationenhaus
Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin
Tel. 030 322 922 180
t1p.de/mgh-reinickendorf
☐ Tietzia
Tietzstr. 12, 13509 Berlin
Tel. 030 4323002
tietzia-berlin.de
☐ KreativFabrik Kinder- und Familienzentrum
– Kirchenkreis Reinickendorf
Amendestr. 41a, 13409 Berlin
Tel. 030 40049304
www.kreativfabrik-berlin.de
Region Märkisches Viertel
☐ FACE Märkisches Viertel
Wilhelmsruher Damm 159, 13439 Berlin
Tel. 030 51052352
face-familienzentrum.de
☐ FACE Rollberge
Titiseestraße 3, 13469 Berlin
Tel. 030 51052352
face-familienzentrum.de
☐ Familienzentrum Horizonte
Tornower Weg 6, 13439 Berlin
Tel. 030 49874638
t1p.de/fz-horizonte
☐ Familienzentrum an den
Lauterbach-Schulen
Senftenberger Ring 41, 13435 Berlin
Tel. 0176 24 20 71 01
www.aufwind-berlin.de/
familienzentrum-an-denlauterbach-schulen
☐ Flotte Lotte
Senftenberger Ring 25 (ab 2027 voraus.
27a), 13435 Berlin, Tel. 030 4167011
flotte-lotte-berlin.de
☐ Stadtteilzentrum Nachbarschaftsetage
im Märkischen Viertel
Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin
Tel. 0176 19 83 12 70
https://t1p.de/9tznz
Pumptrack in Reinickendorf
Wellen im Beton
Es gibt ein besonderes Spiel- und
Sportangebot im Bezirk für die Bewegungsförderung:
Reinickendorf hat einen
Pumptrack. Der Rundkurs mit Wellen und
Kurven aus Asphalt und Beton befindet
sich an der Eschachstraße/Ecke Hatzfeldtallee.
Mit Fahrrädern, BMX-Rädern,
Skateboards, Inlineskates, Tretrollern,
Laufrädern oder anderen Geräten auf
Rollen können Interessierte und Sportbegeisterte
ihre Balance, Kraft, Ausdauer
und Geschicklichkeit erproben.
Wer all das gut meistert, kann auf der
Rollsportanlage Geschwindigkeit ohne
Pedalantrieb aufbauen, indem mit Gewichtsverlagerung
und gezielten Ziehund
Drückbewegungen gearbeitet wird.
Der Pumptrack ist nicht mit einem Spielplatz
zu verwechseln und sollte von Kindern
erst ab acht Jahren befahren werden.
Davon abgesehen können hier verschiedene
Altersgruppen aufeinandertreffen
und gemeinsam ihre Freizeit
verbringen. Verletzungen durch Stürze
sollten mit einer Schutzausrüstung verhindert
oder abgemildert werden. Dazu
gehören Helm, Handschuhe und Schoner.
© Bezirksamt Reinickendorf (2)
95
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Die Albatros gGmbH ist aus dem gemeinnützigen
Verein Albatros e. V. hervorgegangen
und gründete sich 1984 aus einer
Selbsthilfegruppe. Das Leistungsspektrum
erstreckt sich über Eingliederungshilfen,
Beratungs- und Behandlungsleistungen
für psychisch kranke Menschen,
Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe, Angebote
für Frauen und Mädchen sowie
ältere Menschen mit und ohne Behinderungen.
Die Albatros gGmbH engagiert
sich darüber hinaus in der Qualifizierung
arbeitsloser Menschen, in der Nachbarschaftsarbeit,
bei der Unter bringung
und Integration geflüchteter Menschen
und unterstützt zudem Menschen in
ungesicherten Wohnverhältnissen.
Kontakt- und Beratungsstelle bei
seelischen und sozialen Problemen
→ Berliner Str. 14, 13507 Berlin,
Tel. 31 98 31 222
Ambulante Hilfen zur Erziehung
→ Brunowstr. 52, 13057 Berlin
Tel. 31 98 31 222
Gemeinschaftsunterkunft
→ Senftenberger Ring 37/39, 13435 Berlin
Tel. 403 638 440
Pflegestützpunkte
→ Reinickendorf: Wilhelmsruher Damm 116
13439 Berlin, Tel. 49 87 24 04
→ Pankow: Mühlenstraße 48, 13187 Berlin
Tel. 475 31 719
Tageszentren für psychisch und
seelisch erkrankte Menschen
→ Sterkrader Straße 45, 13507 Berlin
Tel. 435 23 70
→ Waidmannsluster Damm 174, 13469 Berlin
Tel. 411 51 78
→ Alt-Reinickendorf 33, 13407 Berlin
Tel. 498 57 33
Mehrgenerationenhaus
Berin-Reinickendorf AVA 17
· Integrationslotsinnen
lotsen@albatrosggmbh.de
· Auguste Mädchen-* und Frauentreff
maedchentreff@albatrosggmbh.de
frauentreff@albatrosggmbh.de
· Stadtteilmütter
mgh@albatrosggmbh.de
· Partnerschaft für Demokratie
t.engler@albatrosggmbh.de
· Kita Albatros
kita-albatros@albatrosggmbh.de
· Koordination MGH
mgh@albatrosggmbh.de
· Förderung der Lese-, Schreib- und
Rechenkompetenzen
mgh@albatrosggmbh.de
→ Auguste-Viktoria-Allee 17 A, 13403 Berlin
Tel. 322 922 180 / 4131890
Stadtteilzentrum
Gesobau-Nachbarschaftsetage
& mobile Stadtteilarbeit
→ Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin
Tel. 41 50 85 66
Stadtteilladen Tegel-Süd
→ Bernauer Str. 130 A, 13507 Berlin,
Tel. 93 95 24 44
Zuverdienste
→ Gastronomie
Sterkrader Str. 45, 13507 Berlin
Tel. 435 55 367
→ Textilwerkstatt
Rehabilitation und Arbeitstraining
Brunowstr. 15,13507 Berlin
Tel. 434 62 69
Kindertagesstätten
→ Kita Albatros:
Auguste-Viktoria-Allee 17/17 A
13403 Berlin, Tel. 322 922 181
→ Kita Wortschmiede:
Zobeltitzstraße 34, 13403 Berlin
Tel. 22 19 43 939
Schulsozialarbeit& Familienzentrum
→ Mark-Twain-Grundschule
Auguste-Viktoria-Allee 95-96, 13403 Berlin
Schulstation
→ Hermann-Schulz-Grundschule
Kienhorststr. 67-79, 13403 Berlin
Tel. 413 32 04
NGB Netzwerk Gesundheit
und Bewegung
→ s.weise@albatrosggmbh.de
Tel. 435 23 70
Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur
für Gewaltschutz
in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)
→ Brunowstr. 52, 13057 Berlin
Stadtteilzentrum Quäkerkiez (EFRE)
→ Auguste-Viktoria-Allee 51a
13403 Berlin
Klixarena
→ m.ahmadsaee@albatrosev.de
Gemeinsam besser essen
→ Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin
Tel. 41 50 85 66
Psychologische Beratung von geflüchteten
UkrainerInnen
→ k.kutsachenko@albatrosggmbh.de
Partizipationsprojekt für geflüchtete
und Brandenburger Jugendliche
(Parti-Scout)
→ Berliner Str. 14, 13507 Berlin
Geschäftsstelle: Albatros
gemeinnützige Gesellschaft
für soziale und gesundheitliche
Dienstleistungen mbH
Berliner Str. 14, 13507 Berlin
Tel. 030 319831-0
kontakt@albatrosggmbh.de
www.albatrosggmbh.de
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Kleine Auszeiten, die Großes bewirken
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verbunden. Sie beeinflussen sich gegenseitig und bilden die
Basis für ein erfülltes Leben. Wer sich körperlich fit fühlt, strahlt
das auch nach außen aus. Und wer sich attraktiv fühlt, gewinnt
Selbstvertrauen und innere Stärke. Die gute Nachricht: Jede und
jeder kann selbst viel dafür tun, gesund und schön durchs Leben
zu gehen. Oft sind es schon kleine Auszeiten im Alltag, die Großes
bewirken. Eine entspannende Massage lockert verspannte
Muskeln und schenkt neue Energie. Ein Termin im Nagelstudio
sorgt für gepflegte Hände und ein gutes Gefühl. Auch regelmäßige
Bewegung, etwa im Fitnessstudio, stärkt nicht nur den Körper,
sondern hebt nachweislich die Stimmung. Dabei muss es nicht
immer teuer sein – es gibt zahlreiche Angebote für jedes Budget.
Ob ein Wellness-Tag, eine Kosmetikbehandlung oder ein Kurs zur
Stressbewältigung: Sich selbst etwas Gutes zu tun, ist eine Investition
in die eigene Lebensqualität. Ebenso schön ist es, anderen
eine Freude zu bereiten – zum Beispiel mit einem Gutschein für
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Entscheidend sind dabei kompetente Expert*innen, die
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SPORT | GESUNDHEIT | SOZIALES
Start der Ernährungscoaches in Reinickendorf Ost
Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung
Das Bezirksamt Reinickendorf geht einen
weiteren wichtigen Schritt zur Förderung
gesunder und nachhaltiger Ernährung im
Bezirk: Ab sofort sind im Gebiet Reinickendorf
Ost zwei Ernährungscoaches vom Träger
RESTLOS GLÜCKLICH e. V. im Einsatz:
Esther Lammers und Johanna Clintworth.
Das Projekt „Die Berliner Ernährungscoaches
– Im Kiez. Für Euch. Mit Euch.“ wird
im Rahmen der Berliner Ernährungsstrategie
durch die Senatsverwaltung für Justiz
und Verbraucherschutz (SenJustV) und die
Senatsverwaltung Stadtentwicklung, Bauen
und Wohnen (SenStadt) gefördert und
durch die bezirkliche Qualitätsentwicklung,
Planung und Koordination (QPK – Gesundheitsförderung
und Prävention) gesteuert.
Ziel ist es, gesunde und nachhaltige Ernährung
für Bewohnerinnen und Bewohner zugänglicher
zu machen. Ein besonderer Fokus
liegt auf der Verbesserung der Ernährungsumgebungen
sowie der Unterstützung
von Einrichtungen und lokalen Akteurinnen
und Akteuren. Dazu gehört die Förderung
gesunder Verpflegungsangebote, niedrigschwellige
Bildungs- und Mitmachangebote
sowie die Initiierung neuer Projekte im Kiez.
Die Ernährungscoaches möchten gezielt
mit lokalen Einrichtungen und engagierten
Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch
kommen. Im Mittelpunkt steht der Austausch
über Erfahrungen, Bedarfe, Ideen
und Wünsche rund um die Themen Essen
und Ernährung. Interessierte Einrichtungen
trafen sich bereits im Juni zu einer Auftaktveranstaltung,
um gemeinsam neue Ansätze
zu entwickeln und bestehende Initiativen
weiter zu stärken.
Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen
betont: „Das Projekt in Reinickendorf Ost
ist ein wichtiger Baustein für eine gesunde
und nachhaltige Ernährung. Es ist sehr erfreulich,
dass die Ernährungscoaches nun
vor Ort aktiv sind und gemeinsam mit den
Menschen im Kiez konkrete Lösungen entwickeln.
Damit leisten sie einen wichtigen
Beitrag zur Stärkung der lokalen Strukturen
und zur Umsetzung unserer bezirklichen
Ernährungsstrategie.“
Kontakte:
Esther Lammers
RESTLOS GLÜCKLICH e. V., Berlin Global
Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin
esther.lammers@restlos-gluecklich.berlin
Christine Schade
Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination,
Eichborndamm 230, 13437 Berlin
Christine.Schade@reinickendorf.berlin.de
99
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
100 + 1 Jahr
Wander-Paddeln
Bereits im letzten Jahr feierte der Verein
„Wander-Paddler-Havel“ sein hundertjähriges
Jubiläum, nun ist man startklar
für die neue Saison. Mit der Sportplakette
am Revers, die der Bundespräsident
als höchste staatliche Auszeichnung für
Sportvereine für mindestens 100 Jahre
ununterbrochene, gemeinwohlorientierte
Vereinsarbeit verlieh, freut man sich auch
auf neue Mitglieder. Die Anmeldeunterlagen
findet man auf der Website des Vereins.
Und auch wenn der Verein schon einige
Leistungssportler hervorbrachte, man
darf das Wanderpaddeln auch gemütlich
angehen.
(ch)
Traditionelle
Meisterehrung
Im Sportkalender Reinickendorfs nimmt
der Monat Juli eine besondere Position
ein, denn hier werden alljährlich bei der
sogenannten Meisterehrung die erfolgreichsten
Sportlerinnen und Sportler aus
den Vereinen des Bezirks für ihre Leistungen
im Vorjahr ausgezeichnet. Diese Ehrung
hat in Reinickendorf eine lange Tradition,
doch es geht dabei nicht nur um
die sportlichen Erfolge, sondern ebenso
um das ehrenamtliche Engagement zahlreicher
Unterstützerinnen und Unterstützer.
Vorschläge können bis März von den
Sportvereinen eingereicht werden. (ch)
Der Sportverein „Berliner Bären“ und das Bezirksamt Reinickendorf
richten wieder das Turnier aus
Hockey: 13. Himbär IndoorCup
Wie spannend Hockeysport sein kann,
zeigte sich eindrucksvoll beim 13. Himbär
IndoorCup in der Sporthalle der Romain-
Rolland-Schule in Wittenau. Der Sportverein
„Berliner Bären“ richtete das Turnier 2025
erneut in enger Kooperation mit dem Sportamt
Reinickendorf aus.
Rund 180 Sportlerinnen und Sportler aus
14 U14-Teams – jeweils sieben weibliche
und sieben männliche Mannschaften – traten
gegeneinander an und absolvierten
insgesamt 56 Spiele. Zu Gast waren
Mannschaften aus Berlin, Brandenburg,
Hamburg und Nordrhein-Westfalen.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-
Wegner würdigte das Engagement aller
Beteiligten: „Der Himbär-Cup zeigt jedes
Jahr aufs Neue, wie viel Begeisterung und
Leidenschaft in unseren Vereinen steckt.
Hier zählt nicht nur der sportliche Erfolg,
sondern vor allem Fairness, Zusammenhalt
und Teamgeist. Der Hockeysport schafft
Begegnung und zeigt, wie Sport Menschen
verbindet.“
2025 blieben die Siegerpokale in Berlin:
Bei den Mädchen triumphierte der Berliner
Sport-Club (BSC), bei den Jungen der TC
Blau-Weiss Berlin (TCBW).
(kr)
Die Gewinnerinnen des 13. Himbär IndoorCup:
die Mädchen vom Berliner Sport-Club (BSC).
100
© BA Reinickendorf
© Gero Breloer (3)
Die Gewinner des 13. Himbär IndoorCup: die Jungen der TC Blau-Weiss Berlin (TCBW).
Der Bezirksstadtrat für Sport, Harald Muschner, zu Gast bei der 3. E-Jugend des Frohnauer SC.
Der Frohnauer SC feiert seinen 80.Geburtstag
Schwarz-weißes Jubiläum
Im Juli 1946 war’s, als sich ein paar Nordberliner
Sportbegeisterte zur „Sportgruppe
Frohnau“ zusammenschlossen. Schnell erfuhr
der Sportverein regen Zulauf und vier
Jahre später erfolgte die Umbenennung auf
den Namen Frohnauer Sport Club 1946 e.V.
Berlin, kurz: Frohnauer SC. Nun feiert die
Reinickendorfer Institution ihr 80-jähriges
Jubiläum. Neben Festaktivitäten wie die
Schwarz-Weiße-Nacht (das sind die Farben
des Vereins) mit Tanz und Tombola oder
dem vereinsinternen Turnier mit Fußballern
zwischen 14 und 86 Jahren gibt es auch
© Frohnauer SC
ein „80 Jahre Frohnauer SC Sondertrikot“,
das sich auf der Website des Vereins bestellen
lässt. Es ist sogar möglich, das Trikot zu
personalisieren, um daraus ein ganz persönliches
Teil zu machen.
Zu den Gratulanten des runden Geburtstages
wird auch Hertha BSC gehören, denn
die sind seit Februar 2026 Partnerverein. Aus
dieser Partnerschaft resultiert ein intensiver
Austausch unter anderem durch Testspiele,
Trainer-Workshops, Hospitationen sowie gemeinsame
Projekte im Nachwuchsbereich.
Der Frohnauer SC ist stolz darauf, einer von
drei Berliner Partnervereinen zu sein, denn
traditionell möchte er seinen Spielerinnen
und Spielern bestmögliche Perspektiven
bieten. Gratulieren wird ganz sicher auch
Harald Muschner , Bezirksstadtrat für Sport,
der sich am Poloplatz, der Vereinsspielstätte,
wiederholt sehen lässt.
Unser Foto zeigt ihn mit den Nachwuchstrainern
sowie den jüngsten Fußballerinnen und
Fußballern des Vereins.
(ch)
© BA Reinickendorf
Medaillen fürs
Sportehrenamt
Dieter Braunsdorf war Leistungssportler,
Sportfunktionär sowie
langjähriger Vorsitzender des
Sportausschusses der Bezirksverordnetenversammlung
Reinickendorf.
Im Dezember 2023 ist der Träger
des Bundesverdienstkreuzes im Alter von
89 Jahren verstorben. Inzwischen ist eine
Medaille nach ihm benannt. Diese wird in
Gold, Silber und Bronze an ehrenamtlich
tätige Personen, die sich für den Reinickendorfer
Sport engagieren, vergeben.
Erstmals geht die Medaille 2026 auch an
junge Menschen unter 27 Jahren, die sich
für den Sport im Bezirk stark machen.
Schul- und Vereinssport:
Neue Halle in Borsigwalde
2025 wurde eine neue Typensporthalle
in Borsigwalde zur Nutzung übergeben.
Das Besondere: Sie wird nicht nur von
der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule
für den Sportunterricht genutzt,
sondern steht ebenso dem Vereinssport
zur Verfügung. So nutzt beispielsweise
der VfL Tegel 1891 e.V. die neue Halle für
Floorballspiele. Das Sportamt Reinickendorf
arbeitet hierzu mit dem Verein und
der Schule Hand in Hand. Wie die Praxis
zeigt, läuft das reibungslos. Zweifelsohne
das Beste, was so einer neuen Sporthalle
passieren kann.
Schlüsselübergabe für die neue Sporthalle
v.l.n.r.: M. Harbart (VFL Tegel), Frau Fritsch
(Sportamt Reinickendorf), S.Salb (Schulleiter
der Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule),
Stadtrat H. Muschner, M. Lebreton
(VFL Tegel) und L. Höhna (VFL Tegel)
© BA Reinickendorf
101
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
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Im Sprint die ganze Stadt durchqueren
Maren Schiller läuft gesamtes Berliner S-Bahnnetz ab
In einem lustigen Text der Berliner Schriftstellerin
Sarah Schmidt, findet die Erzählerin
Joggen so langweilig, dass sie während
des Laufens einschläft. Aber vielleicht ist gar
nicht das Joggen selbst der Grund für diese
Langeweile, sondern eine eintönige Umgebung?
Ein Waldweg zum Beispiel, der gefühlte
dreihundert Kilometer lang immer nur
geradeaus geht.
Die dreißigjährige Marathonläuferin Maren
Schiller jedenfalls lässt da so etwas vermuten.
Denn sie macht aus ihren Laufstrecken
regelrechte Großevents, die sie immer woanders
entlangführen.
Nachdem Schiller 2022
bereits das gesamte Berliner
U-Bahn-Netz von 155,4
Kilometern abgelaufen ist,
nimmt sie sich seit Januar
2026 das S-Bahn-Netz
vor. Inklusive der Brandenburger
Stationen betragen
die S-Bahn-Linien
der Hauptstadt zusammengenommen 340
Kilometer! Davon hat Maren Schiller nach
zwei Monaten bereits 170 geschafft. Ihr Trainingsprogramm
teilt sie auf Instagram. An
der stolzen Followerzahl von 346.000 lässt
sich ablesen, wie interessant die Menschen
das finden. Das Sympathische an Schillers
Kanal ist, dass sie nicht nur positive Informationen
in die digitale Welt sendet. In ihren
Videos lässt sie die Zuschauer sowohl
an ihren körperlichen Grenzen teilhaben,
als auch an denen, die Berlin ihr hin und
wieder aufzeigt. So filmte sie zum Beispiel
im eiskalten Januar, wie aalglatte Wege es
ihr unmöglich machten, die geplante Strecke
zu laufen.
Interessant ist außerdem, auch mal zu sehen,
dass sich eine Sportlerin, die solche
Leistungen erbringt, nicht allein von Obst
und Reiswaffeln ernährt. Maren Schiller
Ich kann beim Laufen
Gefühle verarbeiten,
Energie tanken und mich
selbst herausfordern.
stärkt sich auf einem 43 Kilometer-Lauf
gerne mal mit
drei Schoko-Croissants. Und
ihr aktueller Sportplan klingt
so, als würden da noch einige
Croissants auf sie warten:
„Ich versuche eine S-Bahn-
Strecke pro Woche zu laufen“,
sagt Schiller. Dabei läuft sie die jeweilige
Strecke der einzelnen S-Bahn-Linien einmal
komplett ab. Und zwar auf den Wegen direkt
neben den Gleisen. Die Maximalstrecke steht
ihr noch bevor: Die S8 mit 66 km.
Das Schönste, sagt Maren Schiller, seien jedes
Mal die Endstationen. Wenn sie einen
Lauf absolviert habe, hole sie sich dort etwas
zu trinken, setze sich in die Bahn, fahre
zurück und sehe, wie weit sie gelaufen sei.
„Dann bin ich schon sehr stolz auf mich.“
Und was kommt nach dem Berliner S-Bahn-
Netz? „Mal sehen“, sagt Maren Schiller, „es
gibt ja noch viele Verkehrsmittel, die coole
Strecken haben.“
G Marlen Pelny
Hier geht es zu Maren Schillers
Instagram-Profil:
https://www.instagram.com/marenschiller/
Foto: Leon Meyer fyndafit
Wussten Sie schon, dass...
☐ die Berliner S-Bahn bereits seit
über hundert Jahren unterwegs ist
☐ das komplette Berliner S-Bahnnetz 340
Kilometer misst und 16 Linien
umfasst
☐ es insgesamt 168 S-Bahnhöfe gibt,
davon 132 in Berlin und 36 im Land
Brandenburg
☐ jährlich 456 Millionen Fahrgäste
befördert werden. Das sind 1,4 Mio.
pro Werktag
Sieben S-Bahnhöfe
in Reinickendorf
☐ Frohnau: Ab 1877 fuhr hier die Nordbahn
nach Stralsund entlang. Dort, wo sich
heute der Bahnhof befindet, stand früher
ein Bahnwärterhäuschen.
☐ Hermsdorf: Östlich des heutigen Bahnsteigs
befand sich Bahnsteig B. Er wurde
1933 stillgelegt. Seine Treppenabgänge
sind noch erhalten.
☐ Waidmannslust: Das Bahnhofsgebäude
und die Brücken über den Waidmannsluster
Damm wurden zwischen 1908 und 1912
gebaut. Sie stehen unter Denkmalschutz.
☐ Wittenau: Eröffnet wurde diese Station
1877 unter dem Namen Dalldorf. Genauso
hieß damals der Ort Wittenau. Nach
einigen Umbenennungen heißt er erst
seit 1994 Wittenau.
☐ Tegel: 2007 wurde ein Pflegeheim auf
einem Teil der ehemaligen Gleisanlagen
südwestlich des S-Bahnsteigs gebaut.
☐ Eichborndamm: Die königliche Eisenbahndirektion
wollte keinen Bahnhof, der
nur 800m vom nächsten entfernt war.
Die Anwohner kämpften erfolgreich für
die Eröffnung 1984.
☐ Alt-Reinickendorf: Zu dieser Station
gehört ein unter Denkmalschutz stehendes
Beamtenwohnhaus. Darin lebten
Eisenbahnbeamte mit ihren Familien.
Schnappschuss während der Eröffnungsfeier
des neuen Basketballfeldes.
Neues Basketballfeld an der Beckmann-Schule
Sportliche Baumaßnahme
Als im September 2024 der Erweiterungsbau an der Max-Beckmann-Oberschule
im Ortsteil Reinickendorf eröffnet wurde,
herrschte zwar grundsätzlich Freude über das Holzmodulgebäude,
doch einen Haken gibt es immer – damit der Bau realisiert
werden konnte, musste die Sportfläche verkleinert werden.
Schließlich wurde aus dieser Situation das Beste gemacht: Am
29. Mai 2026 wurde ein neues Basketballfeld mit Asphaltbelag
eröffnet. Es hat insgesamt drei Körbe, zwei davon erzählen Schulgeschichte,
denn die waren schon auf dem alten Spielfeld im Einsatz.
Zusätzlich bekam der Schulhof in der Auguste-Viktoria-Allee
vier Outdoorsportgeräte installiert.
Zur Eröffnungsfeier schnitten Schulleiter Thomas Knaack und
Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Bildung, symbolisch das
Absperrband durch, außerdem waren Vertreter des legendären
Basketballteams Alba Berlin vor Ort, um gemeinsam mit den
Schülerinnen und Schülern die ersten Körbe auf dem neuen Spielfeld
zu werfen.
(ch)
© BA Reinickendorf
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Podcast-Aufklärung
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am Vivantes Humboldt-Klinikum
Am Nordgraben 2 die Fuchsskulptur.
Das Klinikum ist auf nationalem
Spitzenniveau in Medizin und
Technologie. Für Interessierte gibt
es Geschichten im Vivantes Podcast:
„Echt krank?!“.
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
Wohnraumanpassung: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Wohnraumanpassung und technische Hilfen ermöglichen älteren
Menschen und Menschen mit Behinderung ein selbstständigeres Leben
Wohn(t)räume. Jede/r möchte solange wie möglich in einem vertrauten Umfeld selbstbestimmt
leben können. Bei körperlichen Einschränkungen können die eigenen vier Wände
aber schnell zur „Falle“ werden: unüberwindbare Treppen und Schwellen, Bäder mit
schwer zugänglichen Badewannen, schmale (Tür)Durchgänge, bei denen mit Rollator /
Rollstuhl kein Durchkommen ist, fehlende oder nicht ausreichende Bewegungsflächen,
unerreichbare Schränke, Schalter, Griffe und Einrichtungsgegenstände...
Aber damit muss man sich nicht abfinden: geeignete Hilfsmittel und technische Produkte
können den Alltag leichter machen. Reichen diese nicht aus, so kann eine Wohnung mit
kleineren und/oder größeren Maßnahmen der sog. Wohnraumanpassung so umgestaltet
werden, dass man auch bei Problemen wieder (besser) zurechtkommt. Dies gilt auch,
wenn man schlecht sieht oder hört oder vergesslicher wird.
Individuelle, unabhängige und kostenlose Beratung. Die Beratungsstelle für Technische
Hilfen und Wohnraumanpassung des Sozialverband VdK bietet die Möglichkeit, sich zu den
unterschiedlichsten Hilfsmitteln und zu den vielfältigen Anpassungs-und Verbesserungsmaßnahmen
beraten zu lassen: telefonisch, schriftlich, in den Sprechstunden oder im Rahmen
eines Hausbesuches. Die Beratung beinhaltet auch die Empfehlung von passenden Angeboten
anderer Anbieter wie z. B. die Mobilitätshilfedienste der Bezirke, den Begleitdienst und
das Mobilitätstraining der BVG, den Sonderfahrdienst bei Schwerbehinderung,
barrierefreie/arme Arztpraxen/Lokale/Freizeitangebote, Besuchsdienste u.v.m.
Unterstützt wird auch bei nötigen Anträgen, bei der Suche nach Kostenträgern,
beim anfallendem Schriftverkehr – mit diesen oder z. B. auch mit Vermietern.
Oberhavel
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Beratung Pflegebedürftiger
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105
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
106
Gesprächsgruppen
für Angehörige von
Menschen mit Demenz
Die Alzheimer Angehörigen-Initiative (AAI) bietet
seit über 25 Jahren eine Vielzahl an Hilfsangeboten
aus einer Hand. Als spezialisierter Ansprechpartner
für pflegende Angehörige von Menschen mit
Demenz führt die AAI nicht nur telefonische und
persönliche Beratungsgespräche, auch fachlich
geleitete Angehörigengesprächsgruppen sowie kostenlose
Schulungsreihen und Fachveranstaltungen
gehören zu ihrem Angebot. Darüber hinaus hat die
AAI viele weitere Angebote zur Entlastung im Alltag
und zur Teilhabe am sozialen und kulturellen
Leben. Aus den zahlreichen Hilfsangeboten können
die pflegenden Angehörigen diejenigen auswählen,
die sie in ihrer individuellen Lebenssituation am
dringendsten benötigen.
Fachlich geleitete Angehörigengesprächsgruppe
In der Angehörigengesprächsgruppe können sorgende
Angehörige voneinander lernen, gemeinsam
Lösungen für schwierige Situationen entwickeln und
Rückhalt bei Gleichbetroffenen finden. Sie ist ein Ort,
an dem sie über Schuldgefühle reden, Ängste aussprechen,
sich gegenseitig trösten und bestärken,
Kraft schöpfen und neuen Mut fassen können. Die
fachkompetente Leitung hilft bei der gemeinsamen
Suche nach individuellen Problemlösungen.
Die Gruppe trifft sich zweimal im Monat für jeweils
zwei Stunden, jeden 2. und 4. Dienstag 15.00 –17.00 Uhr.
Alloheim Senioren-Residenz „Märkisches Viertel“
Senftenberger Ring 2 a, 13439 Berlin
Die Teilnahme an der Gesprächsgruppe ist kostenfrei.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen
gerne zur Verfügung!
Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V.
Reinickendorfer Str. 61 (Haus 1), 13347 Berlin
Kontakt (030) 473 78 995
AAI@Alzheimer.Berlin
www.Alzheimer.Berlin
Wir danken der Senatsverwaltung
für die finanzielle Unterstützung!
Vivantes Humboldt Klinikum in Reinickendorf
Moderne Urologie mit umfassender Expertise
im Vivantes Humboldt Klinikum in Reinickendorf
Urologische Erkrankungen zählen zu den
häufigsten Gesundheitsproblemen im Erwachsenenalter.
Besonders Männer sind mit
zunehmendem Alter von Veränderungen der
Prostata betroffen. Mehr als die Hälfte der
Männer über 60 Jahre entwickelt Beschwerden
durch eine gutartige Prostatavergrößerung
(BPH), die zu häufigem Harndrang,
nächtlichem Wasserlassen und einer eingeschränkten
Lebensqualität führen kann.
Gleichzeitig ist Prostatakrebs die häufigste
Krebserkrankung des Mannes und erfordert
eine individuelle Diagnostik und Therapie
auf hohem medizinischem Niveau. Darüber
hinaus werden in der Urologie auch Tumorerkrankungen
der Harnblase, Nieren, Hoden
und weiterer Organe des Urogenitaltrakts
sowie Harnsteinerkankungen und Infektgeschehen
des Harntraktes behandelt.
In der Klinik für Urologie des Vivantes Humboldt
Klinikums bieten wir eine spezialisierte
Versorgung über das gesamte Spektrum
der Urologie. Durch die enge Zusammenarbeit
erfahrener Expertinnen und Experten
erfolgt die Behandlung nach aktuellen
wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird
individuell auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen
und Patienten abgestimmt. Als
zertifiziertes Prostatakrebszentrum erfüllen
wir höchste Qualitätsstandards und verbinden
moderne Medizin mit persönlicher
Betreuung.
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Bei der gutartigen Prostatavergrößerung
stehen zunächst konservative und medikamentöse
Therapien im Vordergrund. Wenn
diese nicht ausreichen, kommen moderne
minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Mit
der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata
(HoLEP) bieten wir eine besonders
schonende und effektive Operationsmethode
an, die auch bei großen Prostatavolumina
sehr gute Ergebnisse erzielt. Vorteile
sind eine geringe Blutungsneigung, kurze
Erholungszeiten und eine nachhaltige
Verbesserung der Beschwerden.
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des Prostatakarzinoms setzen wir auf modernste
Verfahren. Von der Früherkennung
über die bildgestützte Diagnostik mit Unterstützung
von künstlicher Intelligenz bis
zur operativen Therapie begleiten wir unsere
Patienten umfassend. Für die meisten
Patienten steht die roboterassistierte Chirurgie
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SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
Stefan Korn
Sozialpädagoge
Das Besondere an
REINICKENDORF
ist für mich...
An Reinickendorf gefällt mir das viele
Grün und die Nähe zum Wasser. Die
Parks sind nicht so überlaufen wie
der Friedrichshain oder der Treptower
Park, deshalb kann ich mich in Reinickendorf
wunderbar von der Hektik
der Innenstadt erholen. Ich laufe oft
den Mauerweg von Schönholz über
Wilhelmsruh bis Hermsdorf: Der ist
sehr abwechslungsreich, es gibt Birkenwäldchen
und Plattenbauten, am
Hermsdorfer See entlang sind viele
kleine Badestellen und schließlich
steht man dann im malerischen ehemaligen
Dorfkern von Alt-Hermsdorf.
Faszinierend find ich auch, dass der
Zabel-Krüger-Damm als rumpeliges
Dorfsträßchen im gemütlichen Lübars
startet und an der Nordmeile dann
sechsspurig endet. Aber auch in Frohnau
gibt es ein paar besondere Plätze:
Das Café Johannesgarten wird von
netten Ehrenamtlichen betrieben, die
super leckeren Kuchen backen, das
Buddhistische Haus strahlt eine einladende
Ruhe aus und das spannende
Programm vom Künstlerhof muss
ich mir bald auch mal aus der Nähe
ansehen.
© Christiane Schmidt
Reinickendorf würdigt Prof. Dr. med. Hüseyin İnce
Herzensangelegenheit
Reinickendorf würdigt
Prof. Dr. med. Hüseyin İnce
Die höchste Auszeichnung des Bezirks ist die
Reinickendorf-Medaille in Gold. Diese ging
an den Herzmediziner Univ.-Prof. Dr. med.
Hüseyin İnce – ein Arzt, der medizinischen
Fortschritt nicht nur begleitet, sondern aktiv
gestaltet. Dabei hat er die moderne Herzmedizin
nicht nur in Deutschland, sondern
weltweit maßgeblich geprägt.
Der 1972 geborene Mediziner wirkt nach
Stationen in Hamburg und Rostock seit
mittlerweile 13 Jahren auch an den Vivantes
Kliniken in Berlin, seit 2015 besetzt er eine
Doppelrolle – er ist Klinikdirektor sowohl in
Berlin als auch in Rostock. Damit verantwortet
er die größte Zahl kardiologischer Betten
bundesweit. Unbedingt hervorzuheben
sind seine Leistungen in der minimalinvasiven
Herzklappentherapie. Als erster Mediziner
weltweit führte er über 1.000 MitraClip-
Eingriffe durch. Seine von ihm entwickelte
Technik, der sogenannte „Rostocker Reißverschluss“,
fand sogar Eingang in internationale
Leitlinien. Auch in anderen Bereichen
setzte der in Niedersachsen aufgewachsene
Arzt Akzente: weltweit erstmalige Eingriffe
mit neuen Technologien in Berlin, Pionierarbeit
beim Vorhof-Ohrverschluss zur Schlaganfallprävention,
über 200 wissenschaftliche
Veröffentlichungen und jahrzehntelanges
Engagement in der Ausbildung junger
Ärztinnen und Ärzte. Prof. İnce gehört zu den
herausragenden Vertretern seiner Generation,
betonte die Bezirksbürgermeisterin in
ihrer Laudatio und ergänzt: „Er ist jemand,
der am Herzen operiert und gleichzeitig die
Zukunft der Herzmedizin mitgestaltet.“
© BA Reinickendorf
(ch)
108
Stefan Korn ist Sozialpädagoge und
arbeitet seit 2004 in der Betreuung
von Menschen mit Beeinträchtigungen
in Reinickendorf.
MACHT DICH STARK
Gesundwerden in traumhafter Lage.
Der Medical Park Berlin Humboldtmühle steht für moderne
neurologische und orthopädische Rehabilitation in Berlin-Tegel.
Medizinische Kompetenz, individuelle Therapie und persönliche
Zuwendung verbinden sich hier mit einem exklusiven Ambiente
am Tegeler See.
Unsere modernen Therapieflächen schaffen ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Rehabilitation und nachhaltige Regeneration. Ein liebevoll gestalteter Therapiegarten, ein
praxisnaher ADL-Parcours, eine großzügige Therapiehalle mit Kletterwand sowie ein
Schwimmbad ergänzen das vielseitige Angebot und ermöglichen eine ganzheitliche
Behandlung. So verbinden sich medizinische Kompetenz und Lebensqualität zu einer
stimmigen Einheit.
Medical Park Berlin Humboldtmühle | An der Mühle 2-9 | 13507 Berlin
109
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
© BA Reinickendorf (2)
Ehrenpreise beim Forum
für Menschen mit Behinderungen
Regina Vollbrecht, Beauftragte für
Menschen mit Behinderungen, (rechts)
und Bezirksbürgermeisterin Emine
Demirbüken-Wegner (3. v. l.) mit den
Ausgezeichneten des Ehrenpreises.
Reinickendorfer Ehrenamtspreis
Die Ehrenamtsbeauftragte
Katharina Schulz sowie Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner
mit den Ehrenamtshelden.
Reinickendorfer Ehrenamtspreis
„Ehrenamt lebt von Menschen,
die mehr tun, als sie müssen“
...sagt die Bezirksbürgermeisterin Emine
Demirbüken-Wegner. Und davon gibt es in
Reinickendorf zum Glück nicht wenige. Da
ist zum Beispiel Hans-Joachim Richter, der
sich seit vielen Jahren im Nachbarschaftstreffpunkt
Scharnweberstraße 53 engagiert,
etwa mit Nachbarschaftsrunden und Filmnachmittagen.
Anna-Lena Strauß wiederum
macht sich in der Jugendarbeit stark, agiert
als Sprecherin des Fuchs-Parlaments – über
200 Stunden ihrer Freizeit kommen da jährlich
locker zusammen. Selma Merker leitet
den russlanddeutschen Chor „Heimat“, der
nicht nur eine offene Singgruppe ist, sondern
eine generations- und herkunftsübergreifende
Möglichkeit des kulturellen Austausches.
Alle drei tragen dazu bei, dass Reinickendorf
ein Ort des Zusammenhalts bleibt, weshalb
sie mit dem Ehrenamtspreis 2025 ausgezeichnet
wurden. Die nächste Preisverleihung
erfolgt Ende 2026, wir dürfen gespannt sein.
(ch)
Wussten Sie schon?
Das Ehrenamtsbüro Reinickendorf berät zu Fragen rund ums Engagement
Sie möchten ehrenamtlich Mathenachhilfe anbieten, aus Kinderbüchern vorlesen, pflegebedürftige Menschen besuchen, in einem Secondhand-Laden
aushelfen, die Gartenarbeit in einem Seniorenheim übernehmen oder Igel über den nächsten Winter bringen? Dann melden
Sie sich beim Ehrenamtsbüro Reinickendorf, das diese und eine Vielzahl weiterer Engagement-Angebote vermittelt. Unter der Leitung von
Gabriele Brandt, die im Januar 2026 die Aufgabe übernommen hat, kümmert sich ein Team aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen um die
persönliche Beratung von Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren. Weil das auf hohem Niveau passiert, wurde das Reinickendorfer
Büro 2026 mit dem Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) zertifiziert.
Herzlichen Glückwunsch!
(ch)
Ein Ehrenamt macht Sinn, bringt
Freude und beugt Einsamkeit vor.
Gemeinsam finden wir ein passendes Ehrenamt.
Dazu bieten wir persönliche Beratungsgespräche an:
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Rathaus Reinickendorf
Zimmer 15, Mi 10 ‒13 Uhr, Do 15‒18 Uhr
in Tegel in der Grußdorfstr. 16
Di 10‒13 Uhr und 16‒18 Uhr
030 23 59 23 777
www.ehrenamt-reinickendorf.de
Ehrenpreise beim Forum für Menschen mit Behinderungen
Leidenschaft & Hingabe
Beim bereits dritten Reinickendorfer Forum
für Menschen mit Behinderungen wurden
fünf Ehrenpreise an Persönlichkeiten verliehen,
deren Engagement für Menschen mit
Behinderungen von Leidenschaft und Hingabe
geprägt sind. Die älteste Preisträgerin
ist die 81-jährige Edith Maikowski, die u.a.
den Ehemann einer Bekannten, der einen
Schlaganfall erlitten hat, unterstützt und sich
seit über zehn Jahren um eine alkoholkranke
Nachbarin kümmert, indem sie Alltagsdinge
organisiert und zugleich sozialer Kontakt
ist. Zwei ältere Damen, die auf den Rollstuhl
angewiesen sind, erfahren Unterstützung
von der zweiten Preisträgerin Monika Mollier.
Sie begleitet die Frauen beispielsweise
zum Arzt oder in den Supermarkt. Außerdem
überweist sie das Pfand für eingesammelte
Flaschen an die Hans-Rosenthal-Stiftung
und unterstützt ihren Sohn, der in einer WG
lebt. Dritte Preisträgerin ist Hildegard Rockel,
die sich seit zwölf Jahren im Frohnauer
P.A.N.-Zentrum engagiert. Mindestens
einmal pro Woche kümmert sich die frühere
Schöffin um eine bedürftige Dame, mit
der sie u. a. spazieren geht oder Fernsehen
schaut. Dennis Vielitz, Preisträger Nr. 4,
agiert seit zwei Jahren ehrenamtlich bei der
BVG als Berater von Mobilitäts- und Sicherheitstrainings.
Da er selbst mit dem Rollstuhl
unterwegs ist, greift er damit nicht nur auf
Fachwissen, sondern auf gelebte Erfahrung
zurück. Der fünfte Ehrenpreis ging an Dennis
Keppler, der beim Berlin Buddies Projekt aktiv
ist. Hier unternimmt er mit seinem Buddy
Mateo alle sechs Wochen etwas – vom Konzertbesuch
bis zum Ausflug am Plötzensee
war schon alles dabei.
(ch)
Berliner Ehrennadel für soziales Engagement
Drei Reinickendorfer ausgezeichnet
Die „Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“ wird jährlich an verdiente
Bürgerinnen und Bürger verliehen. Unter den 21 Ausgezeichneten 2025 glänzten auch drei
Persönlichkeiten aus Reinickendorf:
Rolf Völzke, ehemaliger Rektor des Romain-
Rolland-Gymnasiums, prägt seit 1967 den
Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM)
Berlin. Ob Finanzen, Organisation oder das
Schaffen neuer Jugendbegegnungsstätten –
er gilt seit fast sechs Jahrzehnten als unverzichtbare
Stütze des Vereins.
Regine Kupke setzt sich seit 2012 als ehrenamtliche
Betreuerin für Menschen ein, die allein
nicht mehr weiterwissen. Sie begleitet sie
durch komplexe rechtliche Fragen und steht
ihnen in schwierigen Lebenssituationen zur
Seite. Zusätzlich engagiert sie sich seit 1990
als ehrenamtliche Wahlhelferin.
Sascha Sebastian Neumann ist seit 2013
treibende Kraft der Kiez-Prävention. Sein
Einsatz richtet sich an Menschen jeden Alters
– von Sportangeboten für Kinder bis zu gemeinschaftsstiftenden
Aktionen wie dem beliebten
Senioren-Tanztee – stets mit dem Ziel,
Benachteiligten neue Chancen zu eröffnen.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-
Wegner würdigte alle drei mit warmen Worten
und bezeichnete die Geehrten als „wahre
Helden“ und betonte: „Ihre Hingabe ist ein
Geschenk für Reinickendorf – und ein leuchtendes
Vorbild für uns alle.“
(kr)
Ehrenamtsbeauftragte
Die Ehrenamtsbeauftragte ist für den Ausbau
und die strategische Weiterentwicklung
der Engagement- und Demokratieförderung
im Bezirk Reinickendorf zuständig.
Sie ist Ansprechpartnerin für die bezirkliche
Umsetzung der Berliner Engagementstrategie
sowie für die daraus abzuleitenden
Maßnahmen verantwortlich. Sie koordiniert
den fachlichen Austausch innerhalb des
Bezirks sowie bezirksübergreifend und in
Zusammenarbeit mit der Senatsfachverwaltung.
Sie ist Ansprechpartnerin für das
Bezirksamt sowie für externe Partner. Ein
Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Sichtbarmachung
freiwilligen Engagements
und der Stärkung der Anerkennungskultur
im Bezirk.
Darüber hinaus initiiert und begleitet sie
bezirkliche Veranstaltungsformate im Bereich
bürgerschaftlichen Engagements,
darunter die Ehrenamtsweihnachtsfeier
mit der Verleihung der Reinickendorfer
Ehrenamtspreise und die Reinickendorfer
Freiwilligenbörse. Innerhalb des Bezirks
gehört dazu die enge Zusammenarbeit
mit den unterschiedlichen Abteilungen. In
ihrer übergeordneten Funktion übernimmt
sie zudem die strategische Steuerung und
fachliche Begleitung des Ehrenamtsbüros
Reinickendorf.
Ehrenamtsbeauftragte
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2141
ehrenamt@reinickendorf.berlin.de
t1p.de/ehrenamt-rd
in Kooperation mit dem Ehrenamtsbüro
Reinickendorf: Tel. 030 23592377
info@ehrenamt-reinickendorf.de
ehrenamt-reinickendorf.de
→ Standort Rathaus Reinickendorf
Zimmer 15 (EG), Eichborndamm 215
13437 Berlin, Beratungszeiten:
Mi 10-13 Uhr, Do 15-18 Uhr
→ Grußdorfstraße 16, 13507 Berlin
Di 10-13 Uhr, 16-18 Uhr
111
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
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EJF – Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk
Kennen Sie das Diakoniezentrum Heiligensee?
112
Das 16 ha große Gelände wurde 1966 von
drei Kirchengemeinden an das EJF verpachtet.
Hier entstanden viele Einrichtungen, die
das Leben und Wohnen mit und ohne Unterstützung
flankieren. Das Zusammenleben
von Jung und Alt, Neu- und Alt-Berlinern,
Menschen, die erst noch selbstständig wohnen
lernen müssen und solche, die sich ihre
Selbstständigkeit nicht nehmen lassen wollen
– dieses Zusammenleben ist bunt und
vielfältig und bietet viele Möglichkeiten des
Mehrgenerationenwohnens.
Senior:innenwohnen
Rund 150 Wohnungen sind Menschen im Seniorenalter
(Ü60) vorbehalten. Sie schließen
mit dem Mietvertrag auch einen Service-Vertrag
ab, der den 24-Std.-Notruf beinhaltet wie
auch Leistungen der Senior:innenberatung.
Diese ist Mo-Fr vor Ort, berät und vermittelt
ambulante Dienste, knüpft Kontakte und organisiert
Freizeitangebote.
Wohnen für Menschen
mit Behinderung
Ob alleine wohnen oder in Gemeinschaft –
es geht um ganz individuelle Unterstützung
und größtmögliche Selbstbestimmung. Im
„Inklusionsdorf“ Diakoniezentrum begegnet
man sich ganz selbstverständlich beim
Einkauf, im Café oder bei Veranstaltungen.
Die „Lebensräume“ bieten stationäre und
ambulante Betreuungsformen für Menschen
mit geistiger oder komplexer Behinderung.
Kinder- und Jugendhilfe
Kinder und Jugendliche finden im Diakoniezentrum
ein Zuhause auf Zeit oder auch
dauerhaft einen Platz zum Großwerden. Zugewandtes
Leben und die Zusammenarbeit
mit den Eltern sind Alltag. Ob Integrationsgruppe,
drei familienähnliche Gruppen für
Kinder ab 6 Jahren, die therapeutische WG
für Jugendliche ab 13 Jahren, oder das Mutter-Kind-Haus
– hier sind Heranwachsende
mit Problemen gut aufgehoben.
Wohnungslosenhilfe für Familien
und Frauen ohne Obdach
Für wohnungslose Familien mit Kindern gibt
es Plätze als befristete Unterkunft in der
Notübernachtung bzw. ASOG-Unterkunft
und für wohnungslose Frauen Plätze in der
Frauen-WG. Mithilfe eines multiprofessionellen
Teams klären sie ihre Situation und
erfahren reaktivierende Unterstützung. Auf
dem Wasserspielplatz und in den Kinderräumen
kommen die ‚Bären-Kinder‘ zum
Spielen zusammen.
Fachschule für soziale Berufe
Angehende sozialpädagogische Fachkräfte
absolvieren innerhalb von drei Jahren
die berufsbegleitende Ausbildung zum/zur
Erzieher:in. Das Lernen gestaltet sich sehr
praxisnah und lebendig durch die Kooperation
mit den Einrichtungen u.a. im Diakoniezentrum.
Die Ausbildung endet mit dem
Abschluss als „staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich
anerkannter Erzieher“.
Weitere Infos unter:
www.diakoniezentrum.de
Vielfältige Angebote unter
dem Dach des EJF
EJF Diakonie-Pflege
Die 1998 gegründete EJF Diakonie-
Pflege gGmbH (DP) ist eine Tochtergesellschaft
des Evangelischen
Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF).
Rund 300 Mitarbeitende betreuen
täglich ca. 1.200 pflegebedürftige
Menschen.
Die DP bietet ein vielfältiges
Angebot in Berlin und
Brandenburg an:
• ambulante Versorgung zu Hause
und in Wohngemeinschaften
• Tagespflege
• Pflegefachberatung
• Hausnotrufservice
• Service-Wohnen für Senioren
Im Diakoniezentrum bietet Ihnen
unsere Diakonie-Station Heiligensee
ambulante Versorgung von
Pflegebedürftigen aller Pflegegrade
(auch für Menschen ohne Pflegegrad
als Privatleistung) zu Hause in Ihrer
gewohnten Umgebung in Berlin-
Heiligensee
Weitere Informationen zu unseren
Dienstleistungen erhalten Sie unter:
www.ejf-diakonie-pflege.de
Café am Markt
Direkt am Marktplatz liegt der zentrale
Treffpunkt des Diakoniezentrums.
Dienstags bis sonntags kann man hier
gemütlich bei Kaffee und Kuchen, Eis
und kleineren warmen Speisen im Café
oder auf der sonnigen Terrasse zusammensitzen.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr im
Sommer bis 18 Uhr
Kontakt:
Tel.: 030 4306-640
Dambockstr. 76
13503 Berlin
Der dazugehörige Saal am Marktplatz
bietet Platz für größere Veranstaltungen.
Hier finden Vorträge, Theateraufführungen,
Konzerte und Lesungen
statt. Der Saal kann auch für private
Feiern gebucht werden.
Informationen: Tel.: 030 4306-0
Attraktive Jobs
Das EJF (Evangelisches
Jugend- und Fürsorgewerk)
ist ein
bundesweit tätiges
Unternehmen der
Sozialwirtschaft
mit rund 5000 Mitarbeitenden
an über
250 Standorten
verschiedener Hilfefelder.
Das bieten wir:
• attraktive Vergütung nach Tarif, z.B. AVR
DWBO sowie Jahressonderzahlung
• Zulagen für Erzieher:innen, Pflegekräfte
• attraktive Schichtzuschläge und
Einspringprämien
• zusätzliche Altersabsicherung
durch das EJF von 4% (EZVK)
• Kinderzuschläge und VWL
• 30 Tage Urlaub
• umfangreiches Onboarding-Programm
• attraktive Prämien für Mitarbeiter:innen-
Werbung
• kollegialer Austausch und hohe Vernetzung
innerhalb des Unternehmens
• Unternehmensinterne Fort- und
Weiterbildung
• bevorzugte Behandlung bei der Vergabe
von freien EJF-Kitaplätzen
• regelmäßige Betriebsausflüge und
Mitarbeiter:innenevents
• gesundheitliche Vorsorge
• Fahrrad-Leasing
Kontakt Personalgewinnung:
recruiting@ejf.de
Tel.: 030 76884-2069
Hier finden Sie die passenden
Stellenangebote: www.ejf-jobs.de
Vielfältige
Einsatzmöglichkeiten
–
Zukunfts -
sichere Jobs
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SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
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Dritter Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel Fokus auf die junge Generation
Mit Graffiti, Theater, Freizeit-App
Wie schön, dass die Jugendlichen sich hier
in einem geschützten Raum so gehört fühlten
und ausprobieren konnten, lobte die Mathe/Physik-Lehrerin
Julia Rosemann von der
Carl-Benz-Sekundarschule nach der Vorstellung
der Ergebnisse von vier Workshops
beim Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel im
Foyer des Ernst-Reuter-Saals. Sie war mit ihrer
9. Klasse dabei und machte auch aktiv
mit, als ein Spiel für Präsenz und Improvisation
vorgestellt wurde. Auffällige Plakate
in Reinickendorfer U-Bahnhöfen, an Litfaßsäulen
und Bushaltestellen hatten schon
lange vorher darauf hingewiesen: Der 16.
Dezember ist im Bezirk der „Tag gegen Einsamkeit“.
Der 3. Einsamkeitsgipfel wandte
sich diesmal insbesondere an Jugendliche
und junge Erwachsene. An Ständen informierten
u. a. das Ehrenamts büro, der offene
Kinder- und Jugendtreff Laiv, der Verein der
Roten Nasen (Clowns bringen Fröhlichkeit
und muntern auf) und das Unionhilfswerk mit
seinem Mobilitätshilfedienst über Angebote
gegen Einsamkeit.
Im Foyer des Ernst-Reuter-Saales gaben
viele Vereine an Ständen Anregungen und
Hilfestellung zum Thema.
Das Organisationsteam des Reinickendorfer Einsamkeitsgipfels mit der Bürgermeisterin
Nach einem Poetry Slam eröffnete Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner
die von ihr initiierte Veranstaltung: „Einsamkeit
ist die unsichtbare Pandemie unserer
Zeit, die alle Generationen gleichermaßen
trifft. Wir dürfen diese Stille nicht hinnehmen.
Dieser Gipfel ist ein kraftvolles Zeichen der
Solidarität. Hier schaffen wir einen Ort, an
dem Ideen zu Taten werden und aus dem
Gefühl des Alleinseins ein Gefühl des Miteinanders
entsteht. Es ist unsere Pflicht, aktiv
gegen die Einsamkeit vorzugehen und jedem
zu zeigen: Du bist nicht allein.“
Im wissenschaftlichen Impulsvortrag „Einsamkeit
bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
– ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“
von Prof. Dr. Tajana Grießmann-
Gehrt, wurde das Thema aus einer psychologischen
Perspektive beleuchtet, während
der praxisorientierte Vortrag „Einsamkeit
ist kein Schicksal – Jugendliche brauchen
Verbindung“ von Herrn Taner Avci, Sprecher
für die AG „Einsamkeit Exit“, konkrete
Lösungsansätze aufzeigte. Schülerinnen
und Schüler von vier Reinickendorfer Oberschulen
und Studierende nahmen aktiv teil
und beteiligten sich an den Workshops zu
kreativem Schreiben, Darstellendem Spiel,
Kunst und Digitalisierung. Einige Ergebnisse
wurden dann vorgestellt, zum Beispiel
berührende Graffiti-Kunstwerke. So hatte
eine Schülerin ihre Leinwand FOMO genannt.
Dieser Jugend-Begriff steht für „Fear
Of Missing Out“ (Angst, etwas zu verpassen)
und beschreibt das unangenehme Gefühl,
dass andere gerade spannende Dinge erleben,
an denen man selbst nicht teilnehmen
darf, was oft durch soziale Medien verstärkt
wird. Im Digitalisierungs-Workshop wurde
ein Wochenprogramm mit vielen kostenlosen
Jugendangeboten dank einer KlubApp
zusammengestellt
Neben Interessierten, Reinickendorfer Schülerinnen
und Schülern und Studierenden
nahmen auch Delegierte aus anderen Bezirken,
Städten und sogar aus Frankreich
und Korea teil. Zum Abschluss erinnerte die
Bürgermeisterin daran, dass es hier im Rathaus
Heiligabend Essen, Kulturprogramm
und Bescherung für einsame Menschen und
nun auch für Obdachlose gibt.
© Bezirksamt Reinickendorf (2)
G Sabine Nöbel
„Ich bin in einem schwarzen Loch“
Einsamkeit und Depression. Was hilft?
„Einsamkeit entsteht nicht dadurch, dass
man keine Menschen um sich hat, sondern
dadurch, dass man ihnen die Dinge, die
einem wichtig erscheinen, nicht mitteilen
kann.“ Carl Gustav Jung
(Schweizer Psychiater und 1913 der
Begründer der analytischen Psychologie.)
Wer sich einsam fühlt, hat ein subjektives
Gefühl, hätte gern mehr oder andere soziale
Kontakte. Wer dauerhaft unter Einsamkeit
und einer damit verbundenen Leere
leidet, steht unter chronischem Stress, so
Dr. Iris Hauth von der Deutschen Gesellschaft
für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde (DG-
PPN). Anhaltender Stress kann zu einer Depression
führen.
Lachen vorm Spiegel, Mundwinkel hochziehen,
Morgen- und Abendrituale, der Aufbau
sozialer Bindungen unter Gleichgesinnten
bei Hobbys wie z. B. im Chor oder bei der
Gymnastik werden empfohlen, die Erfüllung
im Ehrenamt.
Der Unterschied zwischen
Stimmungstief und Depression
Oft sagt jemand leichthin: Ich bin gerade
ein wenig depressiv. Aber Depression
ist etwas anderes als ein Stimmungstief,
eine Gemütsschwankung oder Niedergeschlagenheit.
Und sie dauert auch länger
an. Depressionen haben als ein Hauptsymptom
oft zwar auch eine niedergeschlagene,
gedrückte Stimmung, aber ebenso das
Gefühl von innerer Leere und der Unfähigkeit,
eigene Gefühle (auch negative) wahrnehmen
zu können, berichten Betroffene.
Sie geben an, sich wie versteinert zu fühlen.
Hobbys, der Beruf, Freizeitaktivitäten oder
gemeinsame Unternehmungen mit der Familie
oder dem Freundeskreis machen keine
Freude mehr. Da hilft kein Aufruf, sich doch
mal zusammenzureißen.
Achtung, wenn eins dieser Hauptsymptome
über längere Zeit (mehr als zwei Wochen)
auftaucht und sich dazu evtl. noch andere
dazu gesellen wie z. B. Antriebsmangel,
erhöhte Ermüdbarkeit, verminderte
Konzentration, Schuldgefühle, vermindertes
Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit,
innere Unruhe oder betonte
Langsamkeit.
Oft ein Hilferuf:
„Ich bin in einem schwarzen Loch“
Gefährlich wird es, wenn Betroffene wünschen,
der als aussichtslos und ausweglos
empfundenen Situation irgendwie zu entkommen,
bis hin zum Suizidgedanken. Die Stiftung
Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
und ihr Netzwerk Deutsches Bündnis gegen
Depression bietet unter www.deutschedepressionshilfe.de/depression-infos-undhilfe
einen Selbsttest zur Diagnose an.
Die Stiftung betont: Die Depression gehört zu
den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere
am meisten unterschätzten Erkrankungen.
Insgesamt erkranken in Deutschland derzeit
ca. 5,3 Millionen Menschen im Laufe eines
Jahres an einer behandlungsbedürftigen
unipolaren Depression. Es ist die häufigste
psychische Erkrankung. Nur eine Minderheit
erhalte eine optimale Behandlung. Etwa jeder
zehnte Mensch über 65 Jahre ist an Depression
erkrankt. Und die Krankheit betrifft
alle Altersgruppen.
Auslöser sind oft der Verlust von wichtigen
Bezugspersonen oder auch von Status und
Ansehen, gesundheitliche Probleme. Auch
soziale Isolation und Medikamente können
eine Rolle spielen.
Bei einer Depression muss man professionelle
Hilfe suchen. Ansprechpartner sind die Telefonseelsorge,
Krisentelefone und psychiatrische Kliniken,
sozialpsychiatrischer Dienst und Selbsthilfe-Gruppen.
Reinickendorfer
Beratungsstelle
für Alkohol- und Medikamentenabhängige
und Angehörige
Beratung
Ambulante
Entwöhnung
Nachsorge
Alltagsunterstützung
Prävention
Selbsthilfe
Backnanger Straße 9
13467 Berlin (Hermsdorf)
Tel: 030 /405 33 176
kontakt@
rettungsring.org
www.rettungsring-ev.de
fotolia©lacamerachiara
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SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
Wussten Sie schon?
Plaudern verbindet
Quasselbänke sind in Reinickendorf inzwischen
eine Institution. „Plaudern verbindet“
steht auf den violett-gelben Bänken,
sie dienen als niederschwellige Orte der
Begegnung. Jüngst kam so eine Bank am
Fellbacher Platz hinzu, direkt neben der
BücherboXX und in der Nähe der Buchhandlung.
Damit ist eine Literaturinsel entstanden,
ein Kulturdreieck als Anlaufpunkt
gegen Einsamkeit. Unser Foto zeigt die Einsamkeits-
und Ehrenamtsbeauftragte Katharina
Schulz, die Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-Wegner sowie die beiden
Geschäftsführerinnen der Buchhandlung
am Fellbacher Platz, Heike Kornfeld
und Rivkah Netzer beim Anbringen des
Stickers gegen Einsamkeit.
(ch)
Konradshöhe & Tegelort:
Freiwillige Feuerwehr in neuem Gebäude
2027 feiert die Freiwillige
Feuerwehr Tegelort ihr
125-jähriges Bestehen.
Wenn man so will, gab es
das Geschenk schon vorab.
Denn die 30 Kameradinnen
und Kameraden
sind in einem neugebauten
Wachgebäude anzutreffen.
Der Neubau wurde
mit nachhaltigen Materialien
errichtet und mit moderner Technik ausgestattet.
Zudem fügt sich die neue Wache
sensibel in die Umgebung ein. Alles in allem
eine absolute Wertschätzung für das Engagement
der ehrenamtlichen Mitglieder. Der
Freiwilligen Feuerwehr Tegelort kommt dabei
eine besondere Bedeutung zu. So wird
© B. Nößler / aperçu
sie dem Typ A zugerechnet,
d. h., das Team, das außerdem
in ganz normalen
Berufen arbeitet, hat die
Möglichkeit, innerhalb von
drei Minuten die Wache zu
erreichen. Darüber hinaus
umfasst das Einsatzgebiet
zahlreiche Inseln, die ausschließlich
über den Wasserweg
zu erreichen sind.
Nicht zuletzt gibt es eine Jugendfeuerwehr.
Die Jugendlichen zwischen zehn und 18
Jahren treffen sich einmal wöchentlich. Sowohl
für dieses Team als auch für das der
Erwachsenen werden noch neue Mitglieder
gesucht. Dass es nie langweilig wird, gilt für
jedes Alter.
(ch)
Austausch mit den Bürgern
Kiezdialog in Borsigwalde
116
Integrationsarbeit
Bereits zum neunten Mal wird im Spätherbst
2026 der Andreas-Höhne-Preis
verliehen. Damit sollen Reinickendorfer,
die Brücken bauen, Vorurteile abbauen
und Türen öffnen, geehrt werden. 2025
wurden Imman Alraai, der Kulturverein
Salam e.V. sowie Kerstin und Martin Vegh
für ihr herausragendes Engagement in der
Integrationsarbeit ausgezeichnet.
Der Preis ist übrigens nach seinem Initiator
benannt. Der Stadtrat für Jugend
und Familie sowie stellvertretender Bezirksbürgermeister
von Reinickendorf war
2015 nach schwerer Krankheit mit nur 57
Jahren verstorben.
„Als Bezirk ist es uns ein Anliegen,
nah dran zu sein an dem,
was die Menschen in den Kiezen
bewegt“, erklärt die Bezirksbürgermeisterin
Emine Demirbüken-
Wegner die Idee der Kiezdialoge
und ergänzt: „Die Kiezdialoge
sind ein wichtiges Werkzeug für den direkten
Austausch zwischen Bürgerinnen
und Bürgern, Einrichtungen und Bezirksverwaltung.“
So finden jährlich mehrere
Kiezdialoge in Reinickendorfer Ortsteilen
statt. In Borsigwalde lud die Sozialraumorientierte
Planungskoordination des
Bezirksamtes ins Humboldt-Gymnasium
ein. Zunächst konnte man sich auf einem
„Markt der Möglichkeiten“, bei dem beispielsweise
das Ordnungsamt und die Polizei
Stände betrieben, informieren. Dann
ging es konkret zur Sache. Am Ende der
vierstündigen Veranstaltung wurde eine
umfangreiche Ideensammlung und
fast 40 detaillierte Verbesserungsvorschläge
vorgelegt. Ob öffentlicher
Raum und Verkehr, Stärkung
der Wirtschaft, soziale Infrastruktur
im Quartier, Stärkung der Nachbarschaften
und Forcierung eines
senioren-, kinder- und familiengerechten
Kiezes – kaum ein Thema wurde ausgespart.
Bestandsaufnahmen wie die zweckfremde
Nutzung des Spielplatzes durch
Hundebesitzer und ihre Vierbeiner sowie
das Fehlen von Aufenthaltsmöglichkeiten
für Jugendliche kamen genauso auf den
Tisch wie ganz konkrete Wünsche, etwa
die bessere Ausleuchtung am S-Bahnhof
und an der Schneckenbrücke oder
die Beseitigung quer abgestellter Roller.
Inzwischen wurden die ersten Probleme
angegangen, die nächsten Kiezdialoge
können kommen.
(ch)
Die 2027er Kaffeewette wird vorbereitet
Kaffee gegen Kälte
Michael Lind im Podcast mit Politikerin
Emine Demirbüken-Wegner
„Als Unternehmer kann ich vorneweg gehen,
Entscheidungen treffen“, erklärt der gebürtige
Reinickendorfer Michael Lind in der ersten
Folge des „Auf einen Çay“ – Der Podcast
aus dem #FuchsBezirk. Deshalb war es nur
ein kleiner Schritt bis zur 2019 erstmals initiierten
Kaffeewette – wenn die Menschen eines
Bezirkes mehr als 500 Kaffeepäckchen
für die Kältehilfe sammeln, spendet Lind gemeinsam
mit weiteren Unternehmern jeweils
2.500 Euro. 2026 erlebte diese großartige
Idee ihren vorläufigen Höhepunkt, denn erstmals
beteiligten sich alle zwölf Berliner Bezirke.
Dabei sah es einen Moment lang so aus,
dass diese Wette diesmal nicht stattfinden
könnte. Es gab nämlich rechtliche Bedenken,
weil unangemessene Werbung für die Einzelhändler
vermutet wurde. „Im Grunde müssen
wir dankbar sein“, grinst Michael Lind, der im
Märkischen Viertel aufwuchs und im letzten
Jahr in Reinickendorf den Ehrenamtspreis erhielt,
„denn so viel mediale Aufmerksamkeit
gab es noch nie“.
Dadurch wurde die Kaffeewette überregional
bekannt und erzielte ein stolzes Ergebnis:
Insgesamt wurden in diesem Jahr 18.847
Packungen a 500 Gramm in Berlin gesammelt,
davon 5.822 in Reinickendorf. Damit
ist der Bezirk, der seit 2023 mitmacht, erneut
Spitzenreiter. Dass die Kaffeewette weiterhin
publik gemacht werden muss, zeigte sich in
Bezirk Mitte, der erstmals teilnahm. Es ist der
einzige Bezirk, der mit 340 Kaffeepackungen
nicht die Fünfhundertermarke knackte. Doch
Michael Lind und weitere beteiligte Unternehmer
zeigten sich großzügig, denn auch
hier wurden 2.500 Euro gespendet. Inzwischen
laufen schon die Vorbereitungen für
die 2027er Wette. „Das Märkische Viertel
hat mich stark geprägt, nicht alle Menschen
haben es leicht“, erklärt Lind im eingangs
erwähnten, von der Politikerin Emine Demirbüken-Wegner
moderierten Podcast. Und er
ergänzt: „Wir sind alle der Staat“.
Auch 2026 wieder am Start
Reinickendorfer Quartiersläufer
Bei den sogenannten „Quartiersläufern“
handelt es sich um eine Fördermaßnahme
des Jobcenters, die durch die Schildkröte
GmbH in enger Kooperation mit dem Ordnungsamt
umgesetzt wird. Sie sind in ganz
Reinickendorf unterwegs und suchen nach
Mängeln wie Sachbeschädigungen, illegale
Müllablagerungen sowie Defiziten in Grünanlagen
und auf Spielplätzen. Diese werden
an die Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle
(ZAB) des Ordnungsamtes gemeldet, wo die
zeitnahe Mängelbeseitigung organisiert wird.
G Christian Hentschel
Weit mehr als eine Beschäftigungsmaßnahme:
die Quartiersläufer.
© BA Reinickendorf (2)
Wussten Sie schon?
Völkerfreundschaften
Kürzlich beging der Verein „Deutsch-Französische
Partnerschaften Berlin-Reinickendorf
e.V.“ sein 30-jähriges Jubiläum.
Gegründet wurde der Verein durch James
Chapelle, nachdem mit dem Abzug der
französischen Streitkräfte aus Berlin die
Frage aufkam, wie die zwischen den beiden
Nationen gewachsenen Beziehungen fortgeführt
werden könnten.
Heute blickt der Verein auf jahrzehntelanges
Engagement zur deutsch-französischen
Verständigung zurück, etwa bei
der Unterbringung französischer Gäste in
deutschen Familien, aus denen persönliche
Kontakte entstanden, die bis heute
bestehen. Zudem stehen zahlreiche
Sportaktivitäten, kulturelle Veranstaltungen,
politische Begegnungen sowie
Austauschprogramme für die drei Dekaden
deutsch-französische Freundschaft.
Doch die Vereinsmitglieder schauen
nicht nur zurück, ihre Arbeit geht weiter.
Frank Zemke, der sich schon immer
für die Städtepartnerschaften von Reinickendorf
einsetzte, wurde im Februar
2026 zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Nachbarschaftsförderung
Gute Nachrichten: Das Nachbarschaftsbüro
in Tegel-Süd am Emstaler Platz (derzeit
„Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“,
kurz: BENN), das im September 2023
seine Arbeit aufnahm und ein Jahr später
den jetzigen Standort bezog, bleibt auch
während der anstehenden zweijährigen
Umbau- und Sanierungsarbeiten in der örtlichen
Geflüchtetenunterkunft an der Bernauer
Straße geöffnet. Zeitweilig sah das
nicht so aus, denn das BENN-Büro war an
die Existenz einer Geflüchtetenunterkunft
gekoppelt, weshalb der Initiative bereits
gekündigt worden war. Dank intensiver
Bemühungen (allen voran: Staatssekretär
Stephan Machulik und Bezirksstadträtin
Korinna Stephan) konnte eine Finanzierung
ermöglicht werden, die den Fortbestand
der etablierten Anlaufstelle für Anwohnerinnen
und Anwohner sichert. (ch)
117
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
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Wussten Sie schon?
© BA Reinickendorf
Vertreterinnen und Vertreter der Glaubensgemeinschaften
pflanzen mit der Bezirksbürgermeisterin einen Baum.
Zur Erinnerung an das Fest der Religionen
Bleibendes Symbol
Eine kleine Winterlinde – als bleibendes Symbol für
Wachstum, Zusammenhalt und eine gemeinsame Zukunft
– erinnert an das erste Reinickendorfer Fest der
Religionen, das im letzten Sommer im Buddhistischen
Haus in Frohnau stattfand. Vertreterinnen und Vertreter
christlicher, muslimischer, jüdischer und buddhistischer
Gemeinschaften sowie viele Interessierte kamen
zusammen, um ein Zeichen für Toleranz, Dialog und
gegenseitiges Verständnis zu setzen. Es gab Workshops,
z.B. zu Themen wie Stille oder Gebet, ein Bühnenprogramm
mit Musik und Tanz, eine interreligiöse
Podiumsdiskussion sowie ein gemeinsames interkulturelles
Mittagessen, das Gelegenheit zum weiteren
Austausch bot.
Das Buddhistische Haus am
Edelhofdamm 54 gibt es seit
1924. Bauherr Paul Dahlke war
Arzt und Schriftsteller, Buddhist
und Lehrer. Es ist auch heute
ein Ort der Ruhe und Einkehr,
täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt frei. Meditationskurse,
Führungen und Vorträge
werden angeboten, aber man
kann auch einfach nur die Stille
genießen, nachdem hinterm
Elefantentor die Stufen zu der
Kultstätte auf Frohnaus höchster
Erhebung erstiegen sind. Ein
Garten (gerade in Neugestaltung),
der schlichte Tempel und
eine umfangreiche Bibliothek
erwarten die Besucher.
© S. Nöbel/ aperçu
1924 wurde das älteste buddhistische Kloster
Europas, das „Buddhistische Haus“ an
der höchsten Stelle in Berlin-Frohnau, von
dem deutschen Theravada-Buddhisten
Dahlke gebaut und bezogen. Tritt man
durch das Elefantentor, führt bis heute eine
Treppe mit 73 Stufen zum Tempel. Nach
Dahlkes Tod im Jahre 1928 konnte das
Kloster bis zum Zweiten Weltkrieg weiterbetrieben
werden. 1957 wurde das Haus
von srilankischen Buddhisten gekauft und
Mönche entsandt. Heute leben im Berliner
Kloster zwei sri-ankische Mönche der Theravada-Tradition.
Es steht Besuchern und
Meditierenden offen. In Reinickendorf wurde
1992 auch eine der Mahayana-Tradition
angehörende Fo-Guang-Shan·Gemeinde
gegründet. 1998 zogen sie in eine Holzbaracke
in Berlin·Mitte um, die davor als
eine Fabrik für Autoteile genutzt wurde.
2024 wurde an diesem Ort, nach fast sieben
Jahren Bauzeit, der Fo-Guang-Shan-
Tempel eröffnet. Dieser Tempel verbindet
traditionelle asiatische Lehren mit moderner
europäischer Architektur.
Fo Guang Shan
bedeutet ,,Buddhas Berg
des Lichts“.
Entnommen aus:
Uwe Prell (Hg.)
Die Zukunft Berlins:
Wohin steuert die Stadt?
BeBra Verlag, 24 €
EAN 9783814803289
Das Buch bietet spannende
Beiträge zur Stadt aus verschiedensten
Perspektiven.
SOZIALES | SPORT | GESUNDHEIT
www.die-linke-reinickendorf.de
Brief vom Amt, Technik
streikt, Miete zu hoch?
Praktische Hilfe
statt leerer
Wahlversprechen.
119
Wir vertreten Ihre Interessen in der BVV Reinickendorf
Demokratie stärken,
Reinickendorf mitgestalten
GrueneFraktionReinickendorf
gruenefraktion.rdf
gruenefraktion.rdf
gruene-fraktion-reinickendorf.de
gruenepresse@bvv-reinickendorf.com
030 90 294 - 20 28
Fotos: Villwock
FRAKTION REINICKENDORF
Seniorenvertretung Reinickendorf: Mitmachen. Mitgestalten. Mit 60+
Unabhängig, parteipolitisch neutral, konfessionell ungebunden und ehrenamtlich tätig auf Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes
– so arbeitet die Seniorenvertretung Reinickendorf. Sie unterstützt Menschen ab 60 Jahren im Bezirk dabei, ihre Rechte und Interessen
gegenüber Behörden und Institutionen wahrzunehmen und vertritt diese in der Öffentlichkeit. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit
ist der enge Austausch mit dem zuständigen Sozialstadtrat, den Mitarbeitenden des Seniorenservices sowie mit Pflegediensten, Heimbeiräten,
Freizeitstätten, Einrichtungen und Trägern der Altenhilfe. Darüber hinaus wirkt die Seniorenvertretung aktiv in den Ausschüssen der
BVV mit. Die Mitglieder der Seniorenvertretung setzen sich für ein gutes Miteinander im Bezirk ein. In den Sprechstunden können Anliegen
und Ideen eingebracht werden; zudem erhalten Ratsuchende Informationen zu Beratungsstellen und weiteren Institutionen.
☐ Seniorenvertretung Reinickendorf: Sprechstunde: Di 10 – 12, Do 15 – 17 Uhr, Bezirksamt Reinickendorf (Raum 27)
Eichborndamm 215, 13434 Berlin, Tel. (030) 90294-2132, seniorenvertretung@reinickendorf.berlin.de
Für einen lebens- und liebenswerten Bezirk
Sie haben ein Anliegen?
Wenden Sie sich jederzeit gerne an uns!
Marco Käber
Fraktionsvorsitzender
SPD-Fraktion der BVV-Reinickendorf
Kontakt:
SPD-Fraktion Reinickendorf
Eichborndamm 215
13437 Berlin
Tel: 030 90294 2038
120
info@spd-fraktion-reinickendorf.de
© BA Reinickendorf
POLITIK | VERWALTUNG
Eine Fuchsparade
Shahla Aghapour schuf den Fuchs im Foyer
des Rathaues Reinickendorf am Eichborndamm
215. Das Rathaus gehört zu den
Wahrzeichen des Bezirks. Im Treppenhaus
befindet sich die Rathaus Galerie, in der
auch Ausstellungen und Veranstaltungen
stattfinden. Weitere Füchse gibt es im Bürgermeisterbüro
und im Ernst-Reuter-Saal.
Eichborndamm 215 · 13437 Berlin
030 - 90294-2029
info@cdu-fraktion-reinickendorf.de
cdu.fraktion.reinickendorf
cdufraktionreinickendorf
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Beauftragte des Bezirkes (Auswahl)
DAS BEZIRKSAMT
Katastrophenschutzbeauftragter
Der bezirkliche Katastrophenschutzbeauftragte
koordiniert die Vorsorge für Krisen,
Großschadenslagen und Katastrophen im
Bezirk Reinickendorf. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit
des Bezirksamtes auch in
außergewöhnlichen Situationen sicherzustellen
und die Bevölkerung bestmöglich
zu schützen.
Zu den Aufgaben gehören die Planung und
Weiterentwicklung von Krisen- und Katastrophenschutzstrukturen,
die Vorbereitung
des bezirklichen Krisenstabes sowie die Zusammenarbeit
mit Einsatzorganisationen,
Behörden und weiteren Partnern des Bevölkerungsschutzes.
Besondere Bedeutung haben dabei Ereignisse,
die eine bereichsübergreifende
Koordinierung erfordern, beispielsweise
extreme Wetterlagen, längere Stromausfälle,
Infektionsgeschehen oder Bombenfunde.
Der Katastrophenschutzbeauftragte
sorgt dafür, dass die beteiligten Stellen
eng zusammenarbeiten und notwendige
Maßnahmen schnell abgestimmt werden
können.
Katastrophenschutz bedeutet dabei vor
allem Vorsorge: Risiken frühzeitig erkennen,
Strukturen stärken und im Ernstfall
verlässlich für die Menschen in Reinickendorf
da sein.
Katastrophenschutzbeauftragter
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2240
katastrophenschutz@
reinickendorf.berlin.de
https://t1p.de/w4kvy
Einsamkeitsbeauftragte
Einsamkeit kann jede und jeden treffen –
unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft,
Kultur oder Lebenssituation. Der
Bezirk Reinickendorf hat daher als erster
Bezirk bundesweit eine Einsamkeitsbeauftragte
eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es,
Strukturen zu schaffen, zusammenzuführen
und kontinuierlich auszubauen. Sie ist Ansprechperson
für die bezirkliche Strategie
gegen Einsamkeit, für Initiativen und Einrichtungen,
wenn es um das Thema Einsamkeit
geht und setzt sich dafür ein, Einsamkeit
sichtbar zu machen, zu enttabuisieren
und passende Unterstützungsangebote im
Bezirk aufzuzeigen und weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit liegt
auf der Förderung von Begegnung und Gemeinschaft.
Dazu gehören niedrigschwellige
Angebote wie Quasselbänke, offene
Stammtische und Anlaufstellen, die den
Austausch erleichtern und soziale Kontakte
ermöglichen. Die Einsamkeitskarte Reinickendorf
stellt die Anlaufstellen, Maßnahmen
und Angebote gegen Einsamkeit in
Wohnortnähe übersichtlich dar.
Außerdem kümmert sich die Einsamkeitsbeauftragte
um die Vernetzung und Verstetigung
unterschiedlicher, sich ergänzender
Initiativen gegen Einsamkeit – bei Bedarf
auch in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung,
Wohlfahrtsverbänden oder weiteren
Institutionen. Sie organisiert Veranstaltungen
und Austauschformate wie den Einsamkeitsgipfel,
um das Thema öffentlich zu
machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Durch Informationsmaterialien, Aktionen
und Kampagnen werden Menschen
ermutigt, Hilfe anzunehmen oder selbst
aktiv zu werden. Ziel der Arbeit ist es, dass
sich Menschen in Reinickendorf weniger
allein fühlen und leichter Wege zu Begegnung,
Unterstützung und Mitmachen finden.
Antidiskriminierungsbeauftragte
Die bezirkliche Beauftragte für Antidiskriminierung,
queere Lebensweisen (LS-
BTIQ+) und gegen Antisemitismus setzt
sich für ein respektvolles und diskriminierungsfreies
Zusammenleben in Reinickendorf
ein.
Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung,
Begleitung und Umsetzung bezirklicher
Maßnahmen, Projekte und Veranstaltungen
in den genannten Themenfeldern.
Darüber hinaus fördert sie den fachlichen
Austausch und die Vernetzung relevanter
Akteurinnen und Akteure innerhalb und
außerhalb der Verwaltung und unterstützt
die bezirkliche Öffentlichkeitsarbeit zu ihren
Themenbereichen.
Sie initiiert und begleitet Veranstaltungsformate,
Gedenk- und Aktionstage sowie
weitere Maßnahmen. Ziel ihrer Arbeit ist es,
ihre Themenbereiche sichtbar zu machen,
über Diskriminierungsformen zu informieren
und die gleichberechtigte Teilhabe
aller Menschen im Bezirk zu unterstützen.
Antidiskriminierungsbeauftragte
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2182
antidiskriminierung
@reinickendorf.berlin.de
t1p.de/antidiskriminierung-rd
122
Einsamkeitsbeauftragte
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2141
einsamkeit@reinickendorf.berlin.de
t1p.de/einsamkeit-rd
EU-Beauftragte
Beauftragte für Partizipation
und Integration
Beauftragte für Menschen
mit Behinderung
Gleichstellungsbeauftragte
Die EU-Beauftragte ist Ansprechpartnerin
für die Umsetzung der
Europastrategie im Bezirk und die
Förderung der europäischen Integration
auf lokaler Ebene. Sie koordiniert
europabezogene Aktivitäten
im Bezirksamt und unterstützt
die Sichtbarkeit Europas im Bezirk.
Im Rahmen der europapolitischen
Öffentlichkeitsarbeit informiert sie
Bürgerinnen und Bürger über europäische
Themen und Zusammenhänge
und macht Europa durch
verschiedene Aktivitäten erlebbar.
Zu ihren Aufgaben gehören die
Recherche von EU-Fördermöglichkeiten
sowie die Information
und Beratung der Fachbereiche
des Bezirksamtes zu europäischen
Förderprogrammen und Kooperationsmöglichkeiten.
Darüber hinaus
unterstützt sie die Entwicklung
und Umsetzung europäischer Projekte
und fördert die Vernetzung
mit Partnern aus anderen europäischen
Ländern.
Weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit
sind die Förderung der Europakompetenz
durch Informationsangebote,
Veranstaltungen, Fortbildungen,
Austauschformate und
Hospitationen für Mitarbeitende
des Bezirksamtes in anderen europäischen
Verwaltungen.
Anliegen der Bezirksbeauftragten
für Partizipation und Integration
und des Teams sind der gesellschaftliche
Zusammenhalt, Vielfalt
und Partizipation aller Menschen
in Reinickendorf. Sie setzen
sich dafür ein, dass alle unabhängig
ihrer kulturellen und nationalen
Herkunft, ihres Glaubens,
Geschlechts oder ihrer Hautfarbe
gleichberechtigt, im gegenseitigen
Respekt und in gelungenen
Nachbarschaften leben können
und Zugang zu bezirklichen Angeboten
haben. Schwerpunkte
des Büros sind: Koordination der
fachlichen Ausrichtung und Öffnung
des Bezirksamtes in Bezug
auf Partizipation, Integration und
Teilhabe sowie Entwicklung von
Konzepten, Strategien, Maßnahmen/Projekten
zur Förderung und
Durchsetzung der gleichberechtigten
Teilhabe von Menschen mit
Migrationsgeschichte; Vernetzung
von Fachkräften, Projekten und
zugewanderten Menschen; Stärkung
von Menschen mit Migrationsgeschichte
und ihrer Organisationen.
Das Team organisiert
das jährliche Begegnungsfest für
alle neuen und alten Nachbarn
sowie die Interkulturellen Wochen.
Die Beauftragte für Menschen mit
Behinderung ist Ansprechpartnerin
für den Bezirk, Behindertenverbände,
Selbsthilfegruppen,
Vereine, Projekte und freie Träger,
die Angebote für Menschen mit
Behinderung bereithalten und für
betroffene Personen. Ohne Voranmeldung
können Sie dienstags von
10 bis 12 Uhr in die Sprechstunde
kommen oder einen Termin telefonisch
vereinbaren. Die Förderung
der Barrierefreiheit ist eines
der wichtigsten Ziele als Voraussetzung
von Teilhabe, Gleichberechtigung
und Selbstbestimmung.
Sie ist Grundstein für ein inklusives
Leben. Der Abbau von Barrieren
bezieht sich auf alle Lebensbereiche
wie Wohnen, Ausbildung,
Arbeit, Freizeit. Neben dem Abbau
baulicher Barrieren ist es der
Beauftragten für Menschen mit
Behinderung wichtig, z. B. durch
Ausstellungen und Schulbesuche
zu sensibilisieren. Die Beauftragte
für Menschen mit Behinderung
arbeitet mit dem bezirklichen Beirat
für Menschen mit Behinderung
zusammen, der einmal im Monat
tagt. Im Beirat sind Mitglieder verschiedener
Behindertenverbände
und Selbsthilfegruppen aktiv.
Im Grundgesetz Artikel 3, Abs.
2 heißt es: „Männer und Frauen
sind gleichberechtigt. Der Staat
fördert die Durchsetzung der
Gleichberechtigung von Frauen
und Männern und wirkt auf die
Beseitigung bestehender Nachteile
hin.” Der Verfassungsauftrag
der Gleichstellung und gleichberechtigten
Teilhabe wird in Berlin u.
a. durch Artikel 10 der Verfassung
von Berlin (VVB) und das Landesgleichstellungsgesetz
(LGG) verwirklicht.
Für die Gleichstellungsbeauftragten
der Bezirke, die in
der Landesarbeitsgemeinschaft
zusammenarbeiten, ist § 21, Abs.
1-5 LGG Grundlage ihrer Arbeit.
Die Gleichstellungsbeauftragte ist
Mitglied im sowie Geschäftsstelle
des Mädchen- und Frauenbeirat.
Gemeinsame Aktionen mit Kooperationspartnerinnen
sind u. a.
Mahnwachen zum Thema Femizide.
Aktionen und Beteiligungen
mit Partnern finden statt am Internationalen
Frauentag am 8. März,
am Internationalen Mädchentag
am 11. Oktober, zum Internationalen
Antigewalttag am 25. November.
Der Wettbewerb „Reinickendorfer
Frauen in Führung“ wird alle
zwei Jahre mit der Wirtschaftsförderung
durchgeführt.
EU-Beauftragte
Eichborndamm 215, Raum 204
13437 Berlin
Tel. 030 90294-5070
europa@reinickendorf.
berlin.de
t1p.de/eu_beauftragte_rd
Beauftragte für Partizipation
und Integration
Am Rathauspark 1, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2012
integrationsbuero@
reinickendorf.berlin.de
t1p.de/integration-rd
Beauftragte für Menschen
mit Behinderung
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-5007
behindertenbeauftragte@
reinickendorf.berlin.de
t1p.de/menschen-mit
-behinderung-rd
Gleichstellungsbeauftragte
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-2309
Di 9 -13, Do 16 -18 Uhr
gleichstellung@
reinickendorf.berlin.de
t1p.de/gleichstellung-rd
Klimaschutzbeauftragte Siehe Seite 57 Ehrenamtsbeauftragte Siehe Seite 111
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Mit Engagement für die Bürger vor Ort
Die Ämter im Bezirksamt Reinickendorf
DAS BEZIRKSAMT
124
Bezirkswahlamt
Im Bezirkswahlamt werden anstehende
Wahlen, Abstimmungen, Volksinitiativen,
Volksbegehren sowie Bürgerbegehren vorbereitet,
durchgeführt und nachbereitet. Die
Gewinnung von Wahlhelfenden ist vor jeder
Wahl eine große Herausforderung für das
Bezirkswahlamt, denn für einen reibungslosen
Ablauf am Wahltag werden immer viele
Freiwillige gesucht. Dank des Engagements
vieler Bürger ist dies bisher immer gut gelungen.
Interessierte können sich zu jeder
Zeit, auch unabhängig davon, ob Wahlen
anstehen oder nicht, als Wahlhelfende
im Bezirkswahlamt oder demnächst auch
online anmelden. Zur Onlineregistrierung
gibt es alsbald weitere Informationen auf
der Internetseite des Fachbereiches. Das
Bezirkswahlamt befindet sich in der Teichstraße
65, 13407 Berlin.
Bürgerämter
Fast alle Reinickendorfer werden schon Kontakt
zu einem der fünf stationären oder zwei
mobilen Bürgerämter im Bezirk gehabt haben.
Mit ihrem vielfältigen Angebot sind sie
ein moderner Dienstleister, bei dem Personaldokumente
oder Führungszeugnisse beantragt
werden können oder sich die Bewohnerinnen
und Bewohner nach einem Umzug
bei der Meldebehörde anmelden können, es
werden hier auch Fahrerlaubnis- und Kraftfahrzeugangelegenheiten
bearbeitet und Beglaubigungen
ausgestellt. Es gibt auch Tipps
zur Freizeitgestaltung, hier können die Ferien-
und Familienpässe erworben werden. Mit
Ausnahme von Notfällen sollte für jeden Besuch
in einem Bürgeramt ein Termin über die
Behördenhotline 115 oder das Internetportal
service.berlin.de/terminvereinbarung gebucht
werden.
Dort gibt es auch detaillierte Informationen
zu den einzelnen Angeboten. Als besonderer
Service für Berufstätige werden am
Dienstag und Donnerstag Spätsprechstunden
angeboten. Bei der Planung aller Reisen
sollte in Bezug auf die Ausstellung von
Reisepässen und Personalausweisen auch
die Produktionszeit dieser Dokumente durch
die Bundesdruckerei von in der Regel 3 bis
4 Wochen berücksichtigt werden. Der Termin
sollte deshalb nach Möglichkeit zwei bis
drei Monate vor dem Reisebeginn liegen.
Die Dienstleistungen der Bürgerämter können
an folgenden Standorten in Anspruch
genommen werden (nur mit Termin):
☐ Bürgeramt Heiligensee
Ruppiner Chaussee 268, 13503 Berlin
Mo/Mi 8-15, Di/Do 10-18, Fr 8-13 Uhr
☐ Bürgeramt Rathaus Reinickendorf
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr
Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr
☐ Bürgeramt Reinickendorf-Ost
Teichstraße 65, 13407 Berlin
Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr
Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr
☐ Bürgeramt Tegel
Berliner Str. 35, 13507 Berlin
Mo 8-16 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr
Mi 8-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr
☐ Bürgeramt Märkisches Viertel
Wilhelmsruher Damm 142 C
13439 Berlin
Mo 8-15.30 Uhr, Di/Do 10-18 Uhr
Mi 7.30-14 Uhr, Fr 8-13 Uhr
☐ Mobiles Bürgeramt Hermsdorf
Berliner Str. 105-107, 13467 Berlin
Fr 9-12 Uhr
☐ Mobiles Bürgeramt Alt-Heiligensee
Alt-Heiligensee 39, 13503 Berlin
Mi 9-12 Uhr
Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt bietet viele gesundheitliche
Beratungs- und Unterstützungsleistungen.
So finden Sie hier den Kinder- und
Jugendgesundheitsdienst, die Beratungsstelle
für Kinder- und Jugendpsychiatrie, den
Zahnärztlichen Dienst, die Beratungsstelle
für Menschen mit Behinderungen, Krebs und
chronischen Erkrankungen, die Gesundheitsaufsicht,
den Sozialpsychiatrischen
Dienst, die Beratungsstelle für Sprachbehinderte,
das Zentralarchiv für Leichenschauscheine
und den Fachbereich Infektionsschutz,
umweltbezogener Gesundheitsschutz
und Katastrophenschutz.
☐ Gesundheitsamt
Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5068
gesundheitsamt@reinickendorf.
berlin.de | Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
berät und unterstützt Familien mit Kindern im
Alter von 0 bis 18 Jahren sowie werdende
Eltern. Ziel ist es, die Entwicklung von Säuglingen,
Kleinkindern und Schulkindern sowie
Heranwachsenden sowohl medizinisch als
auch sozialpädagogisch zu begleiten und
gesundheitliche Beeinträchtigungen frühzeitig
zu verhindern bzw. zu erkennen und
entsprechende Hilfen anzubieten.
☐ Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-6396
kindergesundheit@
reinickendorf.berlin.de
Offene Sprechstunde jeden Do 14-16 Uhr
oder nach Vereinbarung, offene Babygruppe
jeden Mi 10.30-11.30 Uhr, geleitet
von einer Physiotherapeutin und einer
Ergotherapeutin
Zusätzlich werden Kiezsprechstunden angeboten,
bei denen ein Team, bestehend
aus einer Ärztin, einer Medizinischen Fachangestellten
und einer Sozialpädagogin
oder eines Sozialpädagogen, Ihre Fragen
direkt vor Ort klärt. Kiezsprechstunden sind
einmal im Monat jeweils von 9 bis 12 Uhr in
folgenden Familien- und Gemeindezentren:
☐ FACE-Familienzentrum
Titiseestraße 3, 13469 Berlin
jeden 2. Mittwoch im Monat
☐ Familienzentrum Horizonte
Tornower Weg 6, 13439 Berlin
jeden 1. Montag im Monat
☐ Familienzentrum Neheimer Straße
Neheimer Str. 10, 13507 Berlin
jeden 1. Mittwoch im Monat
☐ Interkulturelles Familienzentrum AVA 17
Auguste-Viktoria-Allee 17, 13403 Berlin
jeden 1. Donnerstag im Monat
☐ Familienzentrum Letteallee
Letteallee 82/86, 13409 Berlin
jeden 3. Donnerstag im Monat
☐ Kinder-, Jugend- und
Familienzentrum Tietzia
Tietzstraße 12, 13509 Berlin
jeden 3. Mittwoch im Monat
☐ Ev. Familienbildung Reinickendorf
Spießweg 7-9, 13437 Berlin
jeden 1. Dienstag im Monat
........................................................................
In der Beratungsstelle für Kinder- und Jugendpsychiatrie
finden Sie fachliche Unterstützung,
wenn Sie sich Sorgen um die seelische
Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten
Ihres Kindes machen. Dazu gehören
auch Hilfestellungen bei der Bewältigung
seelischer Krisen. Jugendliche können sich
auch selbstständig an die Beratungsstelle
wenden. Anonyme Beratungen sind möglich.
☐ Beratungsstelle für Kinder- und
Jugendpsychiatrie
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5043
kjpd@reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Die Beratungsstelle für sprachbehinderte
Kinder und Jugendliche steht für Diagnostik
und Beratung bei Fragen zur sprachlichen
Entwicklung Ihres Kindes zur Verfügung, insbesondere:
→ Logopädische Untersuchungen zur Feststellung
von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen
für Kinder und Jugendliche
→ ggf. differentialdiagnostische
Abklärung der Ursachen
→ Beratung der Eltern und
anderer Bezugspersonen
→ Empfehlung geeigneter Maßnahmen
→ Fortbildung von pädagogischen
Fachkräften zur Prävention
von Sprachstörungen
☐ Beratungsstelle für sprachbehinderte
Kinder und Jugendliche
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5035
sprachberatung@reinickendorf.
berlin.de | Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Im Zahnärztlichen Dienst steht die Förderung
der Zahngesundheit bei Kindern und
Jugendlichen durch Beratung und Untersuchung
im Vordergrund.
☐ Zahnärztlichen Dienst
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5173/-5023/-5039
zahnaerztlicherdienst@reinickendorf.
berlin.de | Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Der Fachbereich Infektionsschutz, umweltbezogener
Gesundheitsschutz und Ka tastrophenschutz
schützt Ihre Gesundheit, indem
die Verbreitung von Infektionserkrankungen
verhindert, Hygiene in Gemeinschaftseinrichtungen
überprüft sowie Bade- und Trinkwasserreinheit
gesichert werden. Das Gesundheitsamt
ist eingebunden in die Gefahrenabwehr
im chemischen, biologischen, radiologischen
und nuklearen Katastrophenfall.
☐ Fachbereich Infektionsschutz
Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5068
gesundheitsaufsicht@reinickendorf.
berlin.de | Termine nach Vereinbarung
Der Sozialpsychiatrische Dienst berät bei
psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen,
bei psychischen Behinderungen
wie auch geistigen Behinderungen. Betroffene
wie auch Angehörige und andere
Menschen mit Bezug zu dieser Problematik
können Kontakt aufnehmen und einen Beratungstermin
vereinbaren, ggf. auch vor Ort.
Es wird geklärt, ob eine Erkrankung oder
ein Hilfebedarf besteht oder eine Behandlungsnotwendigkeit.
Der Sozialpsychiatrische
Dienst ist über das gesamte Spektrum
der Hilfs- oder Behandlungsmöglichkeiten
informiert und wägt mit den Klienten
ab, welches die sinnvollste Maßnahme ist.
Der Sozialpsychiatrische Dienst ist auch mit
Hoheitsrechten ausgestattet, so dass bei
Selbst- oder Fremdgefährdung wie auch
bei Hilflosigkeit eingewiesen werden kann,
wenn der Betroffene dem krankheitsbedingt
nicht zustimmen kann.
☐ Sozialpsychiatrischer Dienst
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5010
sozialpsychiatrischer-dienst@
reinickendorf.berlin.de
Termine Mo-Fr 8-16 Uhr
nach telefonischer Vereinbarung
........................................................................
In der Beratungsstelle für Menschen mit
Behinderungen, Krebs und chronischen
Erkrankungen erhalten Sie Information und
Beratung zu:
→ Leistungen der Sozialhilfe, Grundsicherung
und JobCenter (Bürgergeld)
→ Leistungen zum Bundesteilhabegesetz/
Eingliederungshilfe
→ Hilfen zur Sicherstellung der
häuslichen Pflege und Versorgung
→ Pflegeversicherungsleistungen
→ Schwerbehindertenrecht
→ Hilfe bei der Antragstellung
→ barrierefreiem Wohnen, Wohnen im Alter
→ rehabilitativen Maßnahmen,
insbesondere onkologischen
Rehabilitationsmaßnahmen
→ Selbsthilfegruppen, Sportvereinen,
Seniorengruppen/-freizeitstätten
125
DAS BEZIRKSAMT
DAS BEZIRKSAMT
126
☐ Beratungsstelle für Menschen mit
Behinderungen, Krebs und
chronischen Erkrankungen
Haus 4, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-5188
behindertenberatung@
reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung, offene
Sprechstunden Di 9-12 Uhr. Bei Bedarf
sind Hausbesuche möglich.
........................................................................
Das Zentralarchiv für Leichenschauscheine
sammelt und erfasst die Leichenschauscheine
aller in Berlin Verstorbenen.
Haus 1, Teichstr. 65, 13407 Berlin
Tel. 030 90294-2371/-2368/-2369/-2367
zfl@reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
Die Organisationseinheit Qualitätsentwicklung,
Planung und Koordination des öffentlichen
Gesundheitsdienstes (QPK) stellt sich
mit ihrem vielfältigen Aufgabenspektrum den
gesundheitlichen und sozialen Problemlagen
des Bezirks. Hierzu gehören insbesondere
die Entwicklung, Koordination und Durchführung
von Maßnahmen der Gesundheitsförderung
und Prävention in den unterschiedlichen
Lebensphasen und Lebenswelten sowie in
diesem Zusammenhang die Implementierung
integrierter kommunaler Strategien.
Darüber hinaus gehört die Koordination,
Planung und Steuerung der psychiatrischen
Versorgung und der Suchthilfe, aber auch die
sozialindikative Gesundheitsplanung sowie
die Gesundheits- und Sozialberichterstattung
zum Aufgabenspektrum.
☐ QPK
Haus C, Eichborndamm 242
13437 Berlin, Tel. 030 90294-5195
qpk@reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
Jugendamt
Das Jugendamt unterstützt Familien bei der
Erziehung, Betreuung, Bildung und Freizeitgestaltung
von Kindern und Jugendlichen.
Es geht vorrangig darum, die Familien zu
stärken und ihnen vorbeugende, unterstützende
und partizipative Angebote zu machen.
In akuten Gefahrensituationen ist kurzfristige
Hilfe selbstverständlich.
Das Jugendamt ist unter anderem für
eine qualitätsvolle Kinderbetreuung mit
verantwortlich. Eltern und Erziehungsberechtigte
können sich an die Mitarbeitenden
des Amtes für Tagesbetreuung wenden,
wenn sie Hort- und Kitagutscheine
benötigen oder Betreuung durch eine/n
Tagesmutter/-vater (Kindertagespflege)
wünschen. Sie können finanzielle Leistungen
wie Elterngeld oder Unterhaltsvorschuss
beantragen sowie Informationen zu Sorgerechts-
und Unterhaltsfragen erhalten.
Das mobile Familienbüro berät gern zu
Antragstellungen der verschiedenen Leistungen.
Neben festen Sprechzeiten im Familienbüro
im Rathaus, fährt der Familienbürobus
regelmäßig Standorte im Bezirk an.
Für junge Menschen mit Behinderung und
ihre Erziehungsberechtigten sind der Teilhabefachdienst
und die Verfahrenslotsin
ansprechbar.
Der Regionale Sozialpädagogische Dienst
(RSD) ist in den vier Bezirksregionen Nord,
Ost, West und MV zu finden. Hier finden Familien
in Krisen Hilfen zur Erziehung als ambulantes
oder stationäres Angebot.
In der Erziehungs- und Familienberatung
(EFB) können sich Familien vertraulich unter
Einhaltung der Schweigepflicht zu Kindererziehung,
zum Familienleben oder Ehe und
Partnerschaft beraten lassen. Anmeldung
unter Tel. 030 90294-6349.
Sinnvolle Freizeitbeschäftigungen finden
Kinder und Jugendliche kostenfrei in den
neun bezirkseigenen Jugendfreizeiteinrichtungen.
Jede hat ein eigenes pädagogisches
Konzept und verschiedene Schwerpunkte.
Von Medienpädagogik über kreative
bis zu offenen Angeboten ist alles dabei.
Auch Familienzentren und -treffs sowie zahlreiche
Einrichtungen freier Träger werden
vom Jugendamt unterstützt.
Das Jugendamt verantwortet die Aufgabe
des sogenannten „staatlichen Wächteramtes“
im Rahmen des Kinderschutzes.
Jeder, der sich Gedanken um das Wohl eines
Kindes oder Jugendlichen macht oder
persönlich Hilfe benötigt, findet jederzeit
Ansprechpersonen. In Krisen und Notfällen
steht ein umfangreiches und professionelles
Netzwerk zur Verfügung.
Das Kinderschutzteam ist von montags bis
freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer
030 90294-5555 zu erreichen.
Auf der Webseite des Jugendamtes finden
Sie alle Aufgaben, Angebote und Dienstleistungen
des Jugendamtes:
www.jugend-reinickendorf.de
Ordnungsamt
Gemeinsam mit Reinickendorfer Bürgern arbeitet
das Ordnungsamt für einen Bezirk mit
hoher Lebensqualität, für einen Kiez, in dem
man gerne wohnt, arbeitet und lebt. Wenn
jeder Rücksicht nimmt, kommen alle gut miteinander
aus: Spielplätze sind zum Spielen
da, zugeparkte Ausfahrten müssen nicht
sein und Spazierengehen in einem sauberen
Park macht einfach mehr Spaß. Joggen
ohne freilaufende Hunde an den Fersen ist
sicherer, illegale Plakatierung verschandelt
das Stadtbild. Unnötiger Lärm gehört vermieden.
Das Ordnungsamt kümmert sich
um Ordnung, Ruhe, Sauberkeit. Für die Menschen,
für ein schönes Reinickendorf, so das
Credo. Darüber hinaus werden vom Bereich
Koordinierter Außendienst (KAD) des Ordnungsamtes
die Gewerbe- und Gaststättenkontrollen
durchgeführt.
Allgemeiner Ordnungsdienst
Der Allgemeine Ordnungsdienst (AOD) ist
auf unseren Straßen und in den öffentlichen
Grünanlagen unterwegs und ansprechbar.
Der AOD hat eine Vielzahl von Aufgaben.
Neben der Überwachung des ruhenden Verkehrs
sind es vor allem die Verfolgung und
Ahndung von Haus- und Nachbarschaftslärm,
illegaler Müllentsorgung und Werbung
im Straßenland, die Einhaltung des Berliner
Hundegesetzes und die Überwachung der
Grünanlagen. Die Gefahrenabwehr ist ein
weiteres großes Aufgabengebiet.
Gewerbe
Im Ordnungsamt finden Sie Ansprechpartner
für Gewerbetreibende im Bezirk
Reinicken dorf oder die, die es werden wollen.
Das Angebot umfasst u. a. Gewerbeangelegenheiten,
Gewerbeerlaubnisse im
Bereich der Gewerbeordnung, das Gaststättengesetz
(Betreiben einer Gaststätte
mit Alkoholausschank auch anlässlich von
Veranstaltungen) sowie die Festsetzung von
Veranstaltungen wie Messen, Straßenfeste
oder Märkte.
Zentrale Anlauf- und
Beratungsstelle (ZAB)
Die Mitarbeiter der ZAB stehen für Anliegen
und Auskünfte aus der Bevölkerung
zur Verfügung. Sie nehmen Anträge sowie
Anfragen entgegen und leiten diese ggf. an
die zuständigen Sachbearbeiterinnen und
Sachbearbeiter weiter. Die ZAB ist unter
der Rufnummer 90294-2933 zu erreichen.
Digitaler Zugang zur ZAB: Auch über das
Portal „Ordnungsamt Online“ können per
Computer sowie mobil über die Handy-App
„Ordnungsamt-Online“ Hinweise und Beschwerden
zu Missständen und Störungen
im öffentlichen Raum an das Ordnungsamt
übermittelt werden. Illegale Müllstellen,
Straßenschäden, defekte Laternen werden
an die zuständigen Stellen – z. B. BSR,
Stromnetz Berlin oder andere Ämter und Abteilungen
– gemeldet. Für die Beseitigung
und die Behebung sind diese Stellen verantwortlich,
nicht das Ordnungsamt selbst.
Wann die Meldungen bearbeitet werden,
kann das Ordnungsamt daher nicht beeinflussen.
Die Nutzung des Portals und der
Handy-App sind nicht für Angelegenheiten
vorgesehen, die ein sofortiges Einschreiten
durch das Ordnungsamt erfordern.
Koordination Außendienst: Bei Lärmbelästigungen,
illegaler Plakatierung, Verkehrsbehinderungen
und anderen dringenden
Sofortmaßnahmen ist die Koordination
des Außendienstes unter den Rufnummern
90294-2906/-2907 zu erreichen. In Notfällen
wenden sich Bürger direkt an die Notrufnummern
der Berliner Polizei (110) oder
der Feuerwehr (112).
Schul- und Sportamt
Das Schul- und Sportamt trägt die Verantwortung
für die „äußeren Schulangelegenheiten”
der allgemeinbildenden, öffentlichen
Schulen im Bezirk. Im Bezirk Reinickendorf
befinden sich 55 öffentliche Schulen
und 9 in freier Trägerschaft, darunter sind
30 Grundschulen (eine staatliche Europa-
Schule), 8 Gymnasien mit unterschiedlichen
Fremdsprachenangeboten und grundständigen
Zügen (ab Klasse 5) sowie die Schulfarm
auf der Insel Scharfenberg (Internat
und Gymnasium), 11 Integrierte Sekundarschulen
(darunter eine Gemeinschaftsschule).
Darüber hinaus gibt es 6 Förderzentren
mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten
sowie 3 öffentliche Berufsschulen (Oberstufenzentren).
Der Fachbereich Schulorganisation ist für
die Schulplatzvergabe und Überwachung
der Schulpflicht, die Einrichtung der Willkommensklassen
sowie die Schulwegbeförderung
für Schüler mit Behinderung verantwortlich.
Außerdem werden hier die außerschulischen
Lernorte (Jugendverkehrsschule
und Gartenarbeitsschule) betreut.
Im Fachbereich Zentrale Dienste werden
die finanziellen Mittel (Lehr- und Lernmittel,
Sachmittel) für die Ausstattung der Schulen
verwaltet. Dazu gehört ebenso, das Mittagessen
für die Schülerinnen und Schüler
sicherzustellen.
Der Fachbereich Schulbau und Schulentwicklungsplanung
gewährleistet, dass es
ausreichend Schulplätze gibt und plant
die notwendigen Erweiterungen und Schulneubauten.
Der Fachbereich Sport vergibt Trainingszeiten
sowie Zeiten für den Spielbetrieb der
Sportvereine in über 80 Reinickendorfer
Sporthallen und auf 22 Sportplätzen für rund
45.900 Vereinsmitglieder und ist Ansprechpartner
in allen Fragen des Reinickendorfer
Sports für ca. 160 Sportvereine und -verbände
sowie für die Bürger. 26 Sportplatzwarte
und eine Sportplatzwartin gewährleisten den
Betrieb auf den öffentlichen Sportplätzen.
Der Fachbereich Sport kümmert sich zudem
um die bauliche Unterhaltung der Sportstätten
sowie die Anmeldung von Sanierungen
und deren Begleitung. Auf der Website des
Sportamtes erhalten Sie außerdem einen
Überblick über Sportvereine und deren Angebote
und Veranstaltungen.
☐ Schul- und Sportamt
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
→ Bereich Schule
Tel. 030 090294-4744
schulamt@reinickendorf.berlin.de
→ Bereich Sport
Tel. 030 90294-6096
sportamt@reinickendorf.berlin.de
Amt für Soziales
Im Amt für Soziales sind die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter insbesondere mit Aufgaben
zur Gewährung existenzsichernder Leistungen
wie Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung
im Alter bzw. bei dauerhafter Erwerbsminderung,
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
Erhalt von Wohnraum,
Leistungen zur Teilhabe sowie Hilfe zur Pflege
und Pflegebedarfsermittlung sowie Betreuungsangelegenheiten
und anderen wichtigen
sozialen Angelegenheiten betraut. Bitte auch
die aktuellen Regelungen der Fachbereiche
auf der Homepage des Amtes für Soziales
beachten. Für Anträge auf Hilfe bei Bestattungskosten
bitte das Postfach bestattung.
sozialamt@reinickendorf.berlin.de nutzen.
☐ Amt für Soziales
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 post.sozialamt@
reinickendorf.berlin.de
........................................................................
Die Teams der Materiellen Hilfen stellen
die bedarfsorientierte Sozialleistung des
notwendigen Lebensunterhalts sicher. So
erhalten z. B. Personen, die die Altersgrenze
erreicht haben oder wegen Erwerbsminderung
auf Dauer aus dem Erwerbsleben ausgeschieden
sind und ihren Lebensunterhalt
nicht selbst bestreiten können, eine Leistung,
mit der das soziokulturelle Existenzminimum
gedeckt werden kann.
127
DAS BEZIRKSAMT
DAS BEZIRKSAMT
128
☐ Materielle Hilfen
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 GruSi-Asyl@
reinickendorf.berlin.de
Sprechzeiten: Mo/Do 9–13 Uhr,
Ausgabe der Wartenummern am
Ticketautomat in der Südhalle
von 8.30 bis maximal 11.30 Uhr
........................................................................
Die Fachstelle Soziale Wohnhilfe vermittelt
wohnungslosen Personen, die über keine
Möglichkeit einer Unterbringung verfügen,
Plätze in einem Wohnheim oder einer
anderweitigen Unterbringungsmöglichkeit.
Wichtiger Schwerpunkt ist außerdem die
Vermittlung von Hilfestellungen zur Überwindung
besonderer sozialer Schwierigkeiten
durch freie Träger sowie Beratungen
und Hilfen zum Erhalt von Wohnraum bei
drohendem Wohnraumverlust.
☐ Soziale Wohnhilfe
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 soz-wohnen@
reinickendorf.berlin.de
Sprechzeiten: Di/Do 9-12 Uhr
Im Teilhabefachdienst steht die wirksame
und gleichberechtigte Teilhabe für Menschen
mit Behinderung im Fokus der personenzentrierten
Beratung und Leistungsgewährung.
☐ Teilhabefachdienst
Am Borsigturm 12, 2. OG, 13507 Berlin
Tel. 030 115 teilhabefachdienst-soz@
reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
Die Betreuungsbehörde führt die Aufgaben
der örtlichen Betreuungs behörde nach dem
Betreuungs behördengesetz aus.
☐ Betreuungsbehörde
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 Betreuungsbehoerde@
reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Das Team der Rechtsstelle sichert die korrekte
Anwendung des Rechts bei der Gewährung
von Leistungen und stellt den
Nachrang der Sozialhilfe durch die Durchsetzung
der kraft Gesetz auf den Träger
der Sozialhilfe übergegangenen Unterhaltsansprüche
und Schenkungsrückforderungen
sicher.
☐ Rechtsstelle
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 rechtstelle-sozialamt@
reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
........................................................................
Der Bereich Hilfe zur Pflege und Pflegebedarfsermittlung
gewährt Personen, die sich
aufgrund von Erkrankung und Behinderung
in ihrer Wohnung allein nicht mehr versorgen
können und bei denen die gesetzlichen
Anspruchsgrundlagen erfüllt sind, u. a. ambulante
und stationäre Hilfe zur Pflege. Darüber
hinaus gibt es das Angebot einer allgemeinen,
unabhängigen Sozialberatung
zur Unterstützung bei sozialen Problemen
und Notlagen.
☐ Hilfe zur Pflege und
Pflegebedarfsermittlung
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 115 hzp@
reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
Telefonsprechstunde Mo/Di/Do 9-12 Uhr
Mo/Di/Do Sozialraumorientierte
9-12 Uhr
Planungskoordination (SPK)
Die Organisationseinheit SPK bildet die
Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik
und Zivilgesellschaft im Bezirk. Sie koordiniert
die Zusammenarbeit zwischen den
Ämtern bei planerischen und umsetzungsbezogenen
Verwaltungsaufgaben zur Entwicklung
der sozialen Infrastruktur.
Dieser Austausch wird von der Bezirkskoordination/Leitung
unter Berücksichtigung der
Gesamtinteressen des Bezirks gesteuert.
Dabei setzt sich die SPK aus drei Teilbereichen
zusammen:
Die Regionalkoordination ist Bindeglied
zwischen Bezirksamt und lokalen Akteuren
im Hinblick auf die relevanten Themen in
den Bezirksregionen.
Die Datenkoordination stellt Daten bereit
zu internen Planungszwecken sowie nach
Bedarf für Akteure aus den Bezirksregionen.
Die Beteiligungskoordination fördert die
Bürgerbeteiligung im Bezirk und organisiert
das Büro für Bürgerbeteiligung als
bezirkliche Anlaufstelle zur Information der
Öffentlichkeit.
☐ Sozialraumorientierte
Planungskoordination
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
→ Leitung: Tel. 030 90294-5180
→ Datenkoordination
Tel. 030 90294-5179
→ Regionalkoordination
Tel. 030 90294-5146
→ Büro für Bürgerbeteiligung
Tel. 030 417 480 70
spk@reinickendorf.berlin.de
Termine nach Vereinbarung
Stadtentwicklungsamt
Das Stadtentwicklungsamt teilt sich in drei
fachliche Bereiche, die interdisziplinär zusammenarbeiten:
Die Stadtplanung und
der Denkmalschutz, die Bau- und Wohnungsaufsicht
und die Vermessung. Mit der
Planung ganzer Quartiere und der rechtlichen
Festsetzung der Bauleitplanung über
die konkrete Bearbeitung von Bauanträgen
und Kartierung neuer Gebiete werden
für die Bürger die Grundlagen für einen lebenswerten,
lebendigen und funktionalen
Bezirk geschaffen.
Der Fachbereich Stadtentwicklung ist für
die ganzheitliche Planung der bebauten
und unbebauten Flächen im Bezirk zuständig.
Hier werden übergeordnete Pläne
für ganze Quartiere erarbeitet, aber
auch kleinteilig Lückenbebauungen, Aufstockungen,
Vorgartengestaltungen, Fußund
Radwege, Nahversorgung, Gewerbegebiete,
Schul- und Kitaplätze, Spielplätze
und Erholungsflächen in die Planung aufgenommen.
Widersprüchliche Anforderungen
werden unter ökologischen, ökonomischen,
funktionalen und gestalterischen Aspekten
abgewogen. Wichtigstes Stadtentwick-
lungsprojekt ist in den nächsten Jahren die
Umnutzung des ehemaligen Flughafengeländes
Tegel, die Entwicklung der Urban
Tech Republik, die Bebauung des Schumacher-Quartiers
sowie die Verknüpfung
mit dem angrenzenden Kurt-Schumacher-
Platz und den Kiezen. Ein weiteres wichtiges
Thema wird in den nächsten Jahren für
das Stadtentwicklungsamt das Erreichen
der Klimaneutralität sein. Die Begleitung
der energetischen Sanierung von Quartieren
sowie übergeordneter Konzepte für die
Wärmeversorgung ist ein weiterer Schwerpunkt.
In den Planungsverfahren werden die
Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Dies
geschieht neben der formellen Beteiligung
in den B-Plan-Verfahren auf Veranstaltungen
in Kiezen und über die Online-Plattform
mein.berlin.de. Informiert wird vor Ort
im Bauberatungszentrum sowie über Flyer,
Pressemitteilungen, die Website, Broschüren
und in Ausstellungen.
Zur Stadtplanung gehört auch die Untere
Denkmalschutzbehörde, die sich um Einzeldenkmäler
kümmert, aber auch um ganze
Denkmalbereiche, wie die Gartenstadt
Frohnau. Der historisch interessante Bezirk
hat über 1.000 eingetragene Denkmäler.
Darüber hinaus werden im Fachbereich die
Förderprogramme für das Lebendige Zentrum
Residenzstraße, die Gebiete der nachhaltigen
Erneuerung Märkisches Viertel und
dem Umfeld des Flughafens Tegel sowie die
Quartiersmanagementgebiete Letteplatz,
Klixstraße/Auguste-Viktoria-Allee und Titiseestraße
betreut.
Seit 2018 ist die soziale Erhaltungsverordnung
(Milieuschutzverordnung) für das Gebiet
Letteplatz sowie seit 2021 für das Gebiet
Scharnweberstraße ebenfalls Aufgabe des
Stadtentwicklungsamts. Ziel ist der Erhalt der
Zusammensetzung der Wohnbevölkerung
und die Verhinderung der Verdrängung der
dort gebietsansässigen Wohnbevölkerung.
Die Bau- und Wohnungsaufsicht ist auf der
einen Seite für alle Belange rund um das
Baugenehmigungsverfahren, wie beispielsweise
die Bauberatung vor Antragstellung,
die Erteilung von Genehmigungen von Neu-
und Umbauten sowie Nutzungsänderungen
für bauliche Anlagen, zuständig. Zusätzlich
werden auch Brandsicherheitsschauen und
Betriebsüberwachungen durchgeführt.
Die Wohnungsaufsicht ist zuständig für die
behördliche Sicherstellung, dass Gebäude
mit Mietwohnungen in einem für den
Gebrauch zu Wohnzwecken geeigneten
Zustand erhalten werden. Eigentümer der
Grundstücke bzw. Wohnungen können aufgefordert
werden, eine unterlassene Instandsetzung
nachzuholen und nicht unerhebliche
bauliche Mängel zu beseitigen.
Damit ist die Wohnungsaufsicht auch Anlaufstelle
für Mieter, sollten sich in dem bewohnten
Gebäude oder in der gemieteten
Wohnung solche oder ähnliche bauliche
Missstände befinden und sollte es bisher
vergeblich gewesen sein, den Vermieter zur
Beseitigung anzuhalten.
Des Weiteren können Bauherren, Architekten
etc. bei Vorlage der entsprechenden
Befugnisse Einsicht in Bauakten beantragen
und einen Termin vereinbaren.
Der Fachbereich Vermessung ist beispielsweise
für die Hausnummern zuständig und
gewährt damit eine eindeutige Adresse, die
im Gefahrenfall sogar lebensnotwendig sein
kann. Es liefert mit ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem)
die Basis
jeder Planung. Digitale Kartenbereitstellung
in Geo-Informations-Systemen, die Immobilienbewertung
sowie Fragen zu Grenzsituationen
sind zusätzliche Themen, womit
der Fachbereich Vermessung sich befasst.
☐ Stadtentwicklungsamt
Rathaus Reinickendorf, Raum 219 A
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
Tel. 030 90294-3014/-3035
post.stadtentwicklungsamt@
reinickendorf.berlin.de
Bauberatungszentrum
Bauherren, Investoren und Architekten werden
zu Bauvorhaben von der ersten Idee
bis zur Fertigstellung in interdisziplinärer
Zusammenarbeit aus Stadtplanung, Bauaufsicht,
Vermessung und Denkmalschutz
beraten. Im Bauberatungszentrum wird besonderer
Wert auf die Bündelung der bauordnungsrechtlichen
und der bauplanungsrechtlichen
Belange gelegt. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Bauaufsicht und
der Stadtplanung sitzen und arbeiten daher
in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen
zusammen. Damit wird eine umfassende
Bauberatung auf kurzem Wege ermöglicht.
Dies gilt auch für die Beratung zu den Belangen
des Denkmalschutzes und soll zur
Beschleunigung der Bearbeitung von bauund
denkmalrechtlichen Genehmigungen
beitragen. An zwei festen Terminen in der
Woche finden die persönlichen Sprechstunden
statt sowie nach Terminvereinbarung.
Hier können Fragen geklärt werden,
die auf die Möglichkeiten eines Bauvorhabens
abzielen ebenso wie Fragen zu dem
Prozess, notwendigen Unterlagen und auch
zu weiterführenden Beratungs- und Förderangeboten.
So können auf kurzem Weg Planungsideen
kommentiert und Genehmigungen
erteilt werden.
☐ Bauberatungszentrum
im Rathaus Reinickendorf, 2. OG
Sprechzeiten: Di 9-12, Do 15-18 Uhr
und nach Vereinbarung
Standesamt
Das Standesamt begleitet die Bürger ihr
Leben lang und gerade in besonderen Momenten:
Hier werden Geburten angezeigt
und beurkundet, Ehen geschlossen und Sterbefälle
beurkundet. Daneben nimmt das
Standesamt Vaterschaftsanerkennungen
und Namenserklärungen entgegen, trägt
die entsprechenden Veränderungen in die
Personenstandsbücher ein und versorgt mit
Personenstandsurkunden für verschiedenste
Zwecke. Das Standesamt ist bezüglich der
Anmeldung der Eheschließung nur für Personen
zuständig, die im Bezirk Reinickendorf
wohnen. Personenstandsurkunden sind
bei dem Standesamt erhältlich, in dessen
Bezirk die Geburt, Eheschließung oder der
Sterbefall beurkundet wurde. Für die Anfor-
129
DAS BEZIRKSAMT
DAS BEZIRKSAMT
130
derung von Eheurkunden, Geburtsurkunden,
Lebenspartnerschaftsurkunden und Sterbeurkunden,
die in Reinickendorf ausgestellt
wurden, kann das Online-Angebot genutzt
und auf eine persönliche Vorsprache im
Standesamt verzichtet werden.
☐ Standesamt
→ Besucheradresse: Antonyplatz 1
13437 Berlin (Umbenennung, noch
nicht in allen Stadtplänen verzeichnet
Rathaus – Eingang Altbau, Aufzug)
→ Postanschrift: Standesamt
Reinickendorf von Berlin
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
standesamt@reinickendorf.berlin.de
Geburtenregister
Geburtsanmeldungen von Neugeborenen,
Vaterschaftsanerkennungen, Entgegennahme
von Erklärungen zur Namensführung und
zum Geschlechtseintrag des Kindes, Nachbeurkundungen
von im Ausland geborenen
deutschen Staatsangehörigen.
→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden
Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115
Eheregister
Anmeldungen zur Eheschließung, Beantragung
von Ehefähigkeitszeugnissen, Erklärungen
zur Namensführung von Ehegatten
und Lebenspartnern, Nachbeurkundungen
für deutsche Staatsangehörige, die im Ausland
geheiratet haben.
→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden):
Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115
Sterberegister
Anzeigen von Sterbefällen, Nachbeurkundungen
für im Ausland verstorbene deutsche
Staatsangehörige.
→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunde):
Mo/Di 9-11 Uhr, Do 14-16 Uhr, Tel. 030 115
Urkundenstelle
Ausstellung von Urkunden aus den Geburten-,
Ehe-, Lebenspartnerschafts- und Sterberegistern
des Standesamtes Reinickendorf
von Berlin.
→ Öffnungszeiten (Terminsprechstunden):
Mo/Di 9-13 Uhr, Do 14-18 Uhr, Tel. 030 115
Straßen- und Grünflächenamt
Das Straßen- und Grünflächenamt ist im
Fachbereich Grünflächen für den „Grünen
Norden” Berlins zuständig. Der Bezirk
Reinickendorf ist geprägt durch ausgedehnte
Wasserflächen, weitläufige Waldflächen
und eine Vielzahl von Grün- und
Parkanlagen. Allein 1.200 ha Grünflächen,
fast 20 Prozent des bezirklichen Siedlungsgebiets,
tragen mit ihrem Freizeitwert
zur hohen Lebensqualität bei. Außerhalb
von Wald- und Privatflächen sind über
135.000 „öffentliche” Bäume an der Verbesserung
des Stadtklimas beteiligt, wovon
45.000 Bäume die Straßen flankieren und
so das grüne Stadtbild des Bezirks prägen.
Die Verantwortlichen des Fachbereiches
kümmern sich nicht nur um Parkanlagen
und Baumpflegearbeiten, sondern auch um
die Spielplätze, die Hundegärten und die
Friedhöfe. Auf 93 Spielplätzen können sich
Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene
austoben. Sie sind Ort der Begegnung und
stellen ein abwechslungsreiches, naturnahes
und anregendes Spiel- und Bewegungsangebot
für alle Altersgruppen, ob mit oder
ohne Behinderung, dar.
Seit Jahren verfolgt der Bezirk erfolgreich
eine Strategie zur Verbesserung des Zusammenlebens
von Hundehaltern und Mitbürgern
ohne Hunde durch die Einrichtung von Hundegärten.
Reinickendorf ist berlinweit der
einzige Bezirk, der Hunden mit ihren Besitzern
auf jeweils knapp 1.000 m² einen Parcours
mit verschiedenen Hindernissen anbietet.
Im Fachbereich Straßen steht das Straßenund
Grünflächenamt vor der Herkulesaufgabe,
das Reinickendorfer Straßennetz mit
einer Länge von ca. 472,4 km und einer
Fläche von rund 7,9 Millionen m² inklusive
der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden
Bundesfernstraßen B96 und der Autobahn
A 111 zu erhalten und zu bewahren. Straßenbegeher
verschaffen sich regelmäßig einen
Eindruck vom Zustand der Straßen, die unter
einer langjährigen Unterfinanzierung aus
Landesmitteln gelitten haben. Darüber hi-
naus leisten die Bürger ihre Unterstützung,
indem sie im Internet unter „Ordnungsamt
online“ auf Probleme bzw. Gefahrenstellen
hinweisen. Berlin ist eine wachsende Stadt.
Mit ihr wachsen auch der Bezirk Reinickendorf
und die Anforderungen an den Verkehr.
Deshalb ist eine zukunftsorientierte
Entwicklung des Straßennetzes wichtig, die
die Interessen aller Verkehrsteilnehmer,
ob Fußgänger oder Autofahrer, Radfahrer
oder Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs,
berücksichtigt und in einen Ausgleich
bringt. Das Straßen- und Grünflächenamt
ist außerdem zuständig für die
Verwaltung der Kleingärten und Friedhöfe.
Die ca. 6.300 landeseigenen Klein- und
Erholungsgärten, die eine Fläche von etwa
2.500.000 m² ausmachen, sind auf 66 Anlagen
verteilt. Hinzukommen 10 Friedhöfe,
die zugleich Orte der langfristigen Besinnung
und Erinnerung sind.
Seit Mai 2018 gehört die Untere Straßenverkehrsbehörde
zum Straßen- und Grünflächenamt,
die für die Regelung des ruhenden
Verkehrs und des Nebenstraßennetzes
verantwortlich ist. Für das übergeordnete
Straßennetz, also die Hauptstraßen, ist die
Abteilung Verkehrsmanagement bei der
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr,
Klimaschutz und Umwelt der zuständige
Ansprechpartner.
☐ Straßen- und Grünflächenamt
→ Fachbereich Gartenbau
gruenflaechen@
reinickendorf.berlin.de
→ Fachbereich Straßenbau
strassen@reinickendorf.berlin.de
Umwelt- und Naturschutzamt
Das Umwelt- und Naturschutzamt schützt
als Ordnungsbehörde die Gewässer, den
Boden und die Luft vor dem Eintrag von
schädlichen Stoffen. Auch die Unterbindung
von schädlichen Einwirkungen auf
die Umwelt durch Abfall, Lärm, Geruch
und Lichtimmissionen durch den Betrieb
von nicht genehmigungsfähigen Anlagen
gehört zum Aufgabenspektrum. Zudem ist
das Umwelt- und Naturschutzamt dafür zuständig,
dass unzulässig gelagerte Abfälle
von den Verantwortlichen entsorgt werden,
und auch der Baumschutz auf privaten
Grundstücken fällt in den Zuständigkeitsbereich
des Amtes.
Ein breites Aufgabenfeld im Naturschutz obliegt
der zum Umwelt- und Naturschutzamt
gehörenden „Unteren Naturschutzbehörde“.
Sowohl durch den ordnungsbehördlichen
Vollzug des Natur- und Artenschutzes als
auch in Planungsverfahren und in Projekten
werden Natur und Arten so geschützt, dass
sie auch für zukünftige Generationen unter
sich verändernden Bedingungen als wichtige
Lebensgrundlage zur Verfügung stehen. Insbesondere
bei Eingriffen in Natur- und Landschaft
ist das Ziel, die Artenvielfalt, die Natur,
das Klima, die Grundwasserneubildung und
die Qualität der Gewässer zu erhalten sowie
Naturräume zur Erholung und zur Bewahrung
des Landschaftsbildes zu schaffen.
Veterinär-/Lebensmittelaufsicht
Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht
überwacht den Verkehr mit Lebensmitteln,
Bedarfsgegenständen, Tabakwaren, kosmetischen
Mitteln sowie mit frei verkäuflichen
Arzneimitteln außerhalb von Apotheken.
Darüber hinaus ist sie u. a. zuständig für
die Tierseuchenrechtliche Überwachung
inkl. Untersuchung der landwirtschaftlichen
Nutztierbestände und anderer Tierbestände,
die Tierschutzrechtliche Überprüfung
von gewerblichen und privaten Tierhaltungen
sowie der Rassebeurteilung von Hunden
nach dem Hundegesetz Berlin.
Amt für Weiterbildung und Kultur
Im Amt für Weiterbildung und Kultur sind die
Stadtbibliothek Reinickendorf, die Musikschule
Reinickendorf, die Volkshochschule
Reinickendorf, das Museum Reinickendorf
mit zwei Gedenkorten und zwei Galerien,
die Graphothek Berlin, die Jugendkunstschule
„Atrium“ und die beiden Spielstätten
Ernst-Reuter-Saal und Fontane-Haus
zusammengeschlossen. Im Rahmen der
REINICKENDORF CLASSICS bieten der
Ernst-Reuter-Saal und das Fontane-Haus
jährlich herausragende Konzerte mit lokalen,
nationalen und internationalen Künstlern.
Mit bis zu 1.000 Zuschauerplätzen sind
sie das Forum Reinickendorfs für professionelle
Bühnenpräsentationen vieler Musik-,
Theater- und anderer Kulturprogramme.
Stadtbibliothek Reinickendorf
Innovationsstark und zukunftsorientiert zeigt
sich die Stadtbibliothek Reinickendorf an
allen fünf Standorten und in der Fahrbibliothek:
neben Büchern, CDs, DVDs und
Tageszeitungen sowie Zeitschriften wartet
sie mit weiteren interessanten Angeboten
auf und hat den Anspruch, Ort der Begegnung
für die gesamte Stadtgesellschaft zu
sein. Alle Stadtteilbibliotheken und besonders
die Humboldt-Bibliothek als Bezirkszentralbibliothek
bieten auf ihren Kiez bezogene,
breitgefächerte Veranstaltungen,
von Lesungen mit Musik, Schreib- und Lesekreisen,
Ausstellungen bis hin zu Diskussionsrunden.
In der Sprach- und Leseförderung
für Kinder und Jugendliche beschreitet
man hier neue Wege. Zum Einsatz kommen
Tablets, Active Panels, der humanoide Roboter
NAO6, weitere kleinere Roboter und
das japanische Papiertheater Kamishibai.
Stolz ist die Humboldt-Bibliothek zudem
auf den HumBot Coding Space und den
Makerspace, der sich an alle Generationen
und besonders an Familien richtet.
Hier kann gewerkelt und getüftelt werden.
Es steht verschiedenste technische Ausstattung
(3D-Drucker, VR-Brillen, Digitalisierung
von Fotos und Videos) zum angeleiteten und
selbstständigen Gebrauch bereit.
berlin.de/stadtbibliothek-reinickendorf
Volkshochschule Reinickendorf
Die Volkshochschule Reinickendorf bietet
ein vielfältiges Kursangebot in Präsenz- und
zunehmend ergänzend in Onlineformaten
in unterschiedlichen Themenbereichen an:
Politik & Gesellschaft, Familie und Umwelt,
Kunst, Kultur & Kreativität, Gesundheit und
Ernährung, Deutsch & Integration, Fremdsprachen,
Arbeit & Beruf und Grundbildung.
Die Themenvielfalt wird kontinuierlich
in zwei Semestern im Jahr ausgebaut.
Über 1.500 Kurse, Seminare, Workshops,
Veranstaltungen aus nahezu allen Weiterbildungsbereichen
hält sie so jährlich für
Interessierte bereit. Das Bildungsangebot
ist generations- und kulturübergreifend und
richtet sich hauptsächlich an Erwachsene
und junge Menschen ab 15 Jahren.
Das komplette Programm finden Sie unter:
vhs-reinickendorf.de
Musikschule Reinickendorf
Die öffentliche Musikschule Reinickendorf
empfiehlt sich als kompetenter Partner für
die musikalische Bildung im Bezirk. Sie hält
nicht nur ein vielfältiges Angebot an Instrumental-,
Vokal- und Tanz- und Bewegungsunterricht
bereit, sondern auch das Instrumentenkarussell,
in dem innerhalb eines
Jahres zwölf unterschiedliche Instrumente
kennengelernt und deren Möglichkeiten und
Klänge ausführlich erkundet werden können.
Für das Erlernen aktueller musikalischer Stile
und Sounds steht ein umfassend ausgestattetes
Tonstudio zur Verfügung. Das gut
ausgebildete und erfahrene Lehrpersonal
bietet wohnortnah Unterricht in fünf Lehrstätten:
Jugendkunstschule Atrium und Fontane-Haus
im Märkischen Viertel, Grünes
Haus (Tegel), Fuchssteiner Weg (Frohnau),
Kinderopernhaus (Hermsdorf) und in über
30 Schulen im Bezirk an.
musikschulereinickendorf.de
Graphothek Berlin
Einen echten Chagall, Warhol oder Penck
für die Wohnung oder das Büro? In der Graphothek
können gerahmte Originalgrafiken
privat oder für Geschäftsräume ausgeliehen
werden. Die Graphothek Berlin ist Deutschlands
erste Artothek und bietet mittlerweile
mehr als 6.000 Kunstwerke an.
graphothek-berlin.de
131
DAS BEZIRKSAMT
DAS BEZIRKSAMT
132
Museum und kommunale Galerien
Reinickendorf
Das Museum Reinickendorf zeigt in seiner
ständigen Ausstellung die vielfältige Geschichte
und Kultur des Bezirks. Darüber hinaus
finden historische Sonderausstellungen
statt. Im Garten präsentiert es ein in Berlin
einzigartiges germanisches Gehöft. Teil des
Museums ist ein öffentlich zugängliches Archiv,
in dem Interessierte im umfangreichen
Bestand recherchieren können. Zum Museum
gehören die bezirklichen Gedenkorte
„Krumpuhler Weg“, an dem sich bis 1945 ein
Zwangsarbeiterlager befand, und das Geschichtslabor
Eichborndamm, die ehemalige
Städtische Nervenklinik für Kinder. Das Museum
hält für Grundschulen und höhere Klassenstufen
museumspädagogische Angebote
bereit. Ausstellungen von Berliner Künstlerinnen
und Künstlern sind in den beiden kommunalen
Galerien, der GalerieETAGE im
Museum und der Rathaus-Galerie, zu sehen.
museum-reinickendorf.de
kunstamt-reinickendorf-rathausgalerie.de
Jugendkunstschule ATRIUM
Das ATRIUM ist die größte Jugendkunstschule
Deutschlands mit Angeboten in den
Bereichen Kunst & Medien, Wortkunst, Theater
& Tanz. Sie bietet Kindern und Jugendlichen
vielfältige Möglichkeiten, künstlerische
Ausdrucks- und Gestaltungsinteressen
zu verwirklichen. Sie verfügt über diverse
Werkstätten, Ateliers, Probebühnen, eigene
Ausstellungsmöglichkeiten, einen kleinen
Kunstpark und einen Kostümfundus. Sie
versteht sich als Schnittstelle zwischen freier
Kunst und Schule und ist ein dritter Lernort
neben Schule und Elternhaus. Mit den
jährlich stattfindenden künstlerischen Werkstätten
wie der „Reinickendorfer Musischen
Tage – Kunst- und Musikwerkstätten“ und der
berlinweiten Reihe „Kunst Werkstatt Experiment“
ist das ATRIUM landesweit bekannt.
Internationale Kontakte und Austauschprojekte,
besonders zu Frankreich, China, und
Polen, sind Teil des Programms.
atrium-berlin.de
Wirtschaftsförderung
Die Wirtschaftsförderung stärkt den Wirtschaftsstandort
Reinickendorf mit dem
Ziel, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu
schaffen. Als zentrale Anlaufstelle begleitet
sie Unternehmen aller Branchen sowie
Gründerinnen und Gründer in allen Phasen
– von der ersten Idee über Wachstum und
Expansion bis hin zur Unternehmensnachfolge.
Dazu gehört auch die Beratung zu Förderprogrammen
des Landes Berlin.
Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und
Verwaltung setzt sich die Wirtschaftsförderung
aktiv für die Interessen der Unternehmen
ein. Sie begleitet administrative
Verfahren, stellt gezielt Kontakte zu den
zuständigen Fachämtern her und unterstützt
dabei, bürokratische Prozesse effizient
zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bestandspflege
und dem aktiven Austausch
im Bezirk. Mit bewährten Netzwerk- und
Informationsformaten wie dem „Ausbildungsbuddy“,
dem „Ladies Lunch“ oder
„Netzwerken in Reinickendorf / Verbinden-
Wachsen-Gewinnen“ fördert sie den Austausch
zwischen Unternehmen, Verwaltung
und weiteren lokalen Akteuren.
Der Tourismussektor ist ein wichtiger Baustein
der regionalen Wirtschaftsentwicklung.
Deshalb ist die bezirkliche Tourismuskoordination
bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt.
Zu ihren Aufgaben zählen die Vernetzung
der Akteure aus Gastronomie, Hotellerie
und Freizeitwirtschaft sowie die strategische
Weiterentwicklung Reinickendorfs
als attraktive Destination innerhalb Berlins.
☐ Wirtschaftsförderung
Leitung: Christian George
Tel. 030 90294-5670
Eichborndamm 215, 13437 Berlin
wirtschaftsberater@reinickendorf.
berlin.de t1p.de/wf-rd
Termine nach Vereinbarung
Wohnungsamt
Der Fachbereich Wohnen bearbeitet u. a.
Wohngeld- und Lastenzuschussanträge, Anträge
auf Bildungs- und Teilhabeleistungen
nach § 6 BKKG, Anträge zur Wohnberechtigung
im Sozialen Wohnungsbau (WBS) oder
auch Anträge zur zweckfremden Nutzung
von Wohnraum. Anträge auf Wohngeld,
WBS und andere wohnungswirtschaftliche
Bescheinigungen sind am einfachsten direkt
an das Wohnungsamt zu senden oder auf
Wunsch an die Bürgerämter. Die notwendigen
Formulare gibt es in den Bürgerämtern
oder als Download auf der Internetseite des
Fachbereiches.
☐ Fachbereich Wohnen
Bezirksamt Reinickendorf
Neheimer Str. 63, 13507 Berlin
Tel. 030 115 t1p.de/fbw_rd
wohnungsamt@reinickendorf.berlin.de
Miez & Mops
Hundesalon & Akademie
Professionelle Hundepflege in Berlin
& praxisnahe Hundefriseur-Kurse
Leistungen im Hundesalon
% Kleine Pflege (ca. 2 Std.)
) Komplettpflege (2-4 Std.)
A Friseur ohne Waschen (ca. 2 Std.)
i Hand-Stripping (ca. 3 Std.)
p Katzengrooming (ca. 1-2 Std.)
H Krallenpflege (ca. 15 Min)
Öffnungszeiten
Mo - Sa 10:00 – 18:00
So geschlossen
Brunowstraße 48 · 13507 Berlin
Tel: 0172 2638198
info@miez-mops.com
www.miez-mops.com
STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten
A | B | C | D | E
→ albatros social.................................... 96-97
→ Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit,
Beratung bei.................... 115
→ Alzheimer Angehörigen-Initiative.......... 106
→ Ambulante Hilfen zur Erziehung..............96
→ Aufzüge......................................................38
→ Augenoptiker............................................... 5
→ Ausbildungszentrum
für Handel und Wirtschaft........................ 49
→ Autoglas.....................................................70
→ Autokosmetik..............................................71
→ Bars............................................................ 75
→ Behinderung,
Angebote für Menschen mit............... 46-47
→ Berliner Starthilfe.......................................91
→ Berufliche Weiterbildung für Firmen........ 45
→ Bezirksamt Reinickendorf......................... 52
→ Biergarten Schilleroase............................ 73
→ Blumenläden..............................................81
→ Bodenwaschanlage.................................. 54
→ BORSIG.....................................................50
→ Buchhandlungen..................................23, 31
→ Cafés............................................... 7, 75, 113
→ Demenz, Beratung für Angehörige....... 106
→ Deutsches Symphonie-Orchester
Berlin (DSO).............................................. 23
→ Diakoniezentrum Heiligensee..................112
→ EDEKA-Märkte.........................2. USS, 77-78
→ Ehrenamtsbüro......................................... 110
→ EJF – Evangelisches Jugendund
Fürsorgewerk.................112-113, 4. USS
→ Entsorgungslösungen................................ 62
→ Eventlocation.......................................72, 93
F | G | H | I | J
→ Fahrrad und Service.................................84
→ Fahrschule....................................................7
→ Familienzentren.........................................82
→ FORUM Berufsbildung.............................53
→ Fraktionen, Parteien...........................119-121
→ Friseursalon...............................................98
→ Führungskräfteentwicklung....................... 45
→ Gardinen, Jalousien....................63, 3. USS
→ GEA Group.................................................51
→ Gemeinschaftsunterkunft.........................96
→ Gewalt/Missbrauch, Beratung bei.......... 94
→ Glasfasernetz (Telekom)............................21
→ Gourmanderie (Kochevents, -kurse)........ 72
→ Grillhaus.....................................................81
→ Hallen am Borsigturm................................13
→ Happy Food (Burger)................................ 75
→ Hotel........................................................... 79
→ Hundesalons......................................132-133
→ Insektenschutz.................................... 3. USS
→ Institut für Prävention u. Achtsamkeit...... 94
→ Investitionsbank Berlin.........................41, 43
→ Jobcenter...................................................48
→ Jugendhilfe................................................82
→ Juwelier, Schmuck......................................81
K | L | M | N | O
→ Kaffeehaus................................................... 9
→ Kasino Frohnau......................................... 26
→ Kfz-Sachversändiger..................................71
→ Kindertagesstätten.............................. 87, 97
→ Kliniken......................................104, 107, 109
→ Kochevents, Kochkurse............................. 72
Lokale Unternehmen mit guten
Ausbildungs- und Jobangeboten:
· Schmitt + Sohn Aufzüge........................... 38
· Euro Akademie + Euro Schulen............... 39
· Bezirksamt Reinickendorf.................. 48, 52
· BORSIG..................................................... 50
· HAW Ausbildungszentrum
für Handel und Wirtschaft.........................49
· GEA Refrigeration Germany GmbH........ 51
· Forum Berufsbildung.................................53
· frizzforum....................................................45
· Wilhelmstadt Schulen............................... 89
· P.A.N. Zentrum
der Fürst Donnersmarck-Stiftung.............118
· EJF gemeinnützige AG................113, 4. USS
Aus Hermsdorfer Stein
Sonja Rörig Fuchs gestaltete
den Fuchs am Rotes
Rathaus in der Rathausstraße
15 – und tatsächlich
hat der Fuchs auch
mitten im Herzen von
Berlin sein Revier. Das
Rote Rathaus verdankt
sein Rot den Ziegeln aus
Hermsdorf.
Tierarztpraxis
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Mo – Do. : 10 – 12 Uhr und 17 – 19 Uhr
Di – Fr. : 10 – 12 Uhr und 16 – 19 Uhr
Mi.: 9 – 12 Uhr , Sa.: 11– 13 Uhr
Tel.: 030 433 60 23
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133
STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten
→ Komödie am Kurfürstendamm..................31
→ Kosmetikstudio..........................................98
→ Krankenhäuser..........................104, 107, 109
→ Kulturhaus Centre Bagatelle....................36
→ Kunst- und Bau-Glaserei..........................69
→ Landhaus................................................... 79
→ Lernschwierigkeiten,
Angebote für Menschen mit......................91
→ Lotto Stiftung Berlin...................................31
→ Markisen............................................. 3. USS
→ Mehrgenerationenhaus............................96
→ Music Campus Berlin................................ 23
→ Musikschule...............................................85
→ NABU (Waldpatenschaften).....................55
→ Netzwerke.................................................. 44
→ Neurorehabilitation.................................. 118
P | Q | R | S | T
→ Parteien...............................................119-121
→ Pensionen.................................................. 79
→ Pflegeberatung....................................... 105
→ Pflegestützpunkte......................................96
→ Photovoltaik...............................................60
→ Physiotherapie......................................... 108
→ Plauderkasse............................................. 76
→ Rechtsanwälte.................................... 38, 45
→ Recycling, Entsorgung.............................. 62
→ Rehabilitation (Kliniken)................... 109, 118
→ Restaurants............................... 11, 75, 79, 81
→ REWE...................................................... 9, 76
→ Sanitär, Gas, Heizung...............................69
→ Schlüsseldienst.........................................134
→ Schmuckwerkstatt......................................81
→ Schulen................................................39, 89
→ Schulsozialarbeit, Schulstation................ 97
→ Schönheitsfarm.........................................98
→ Shopping Malls..........................................13
→ Solartechnik...............................................60
→ Sonnenschutz..................................... 3. USS
→ Sportclubs................................................ 103
→ Sportvereine............................................ 103
→ Stadtteilzentren......................................... 97
→ Stehgreif-Orchester...................................31
→ Steuerberater............................................ 45
→ Strandbad Lübars.......................................11
→ Suchtberatung.......................................... 115
→ Suchthilfe.............................................91, 115
→ Supermärkte....................... 2. USS, 9, 76-78
→ Technik (Einzel- und Großhandel)...........39
→ Teehaus.........................................................7
→ Telekom (Schnelles Glasfasernetz)..........21
→ Theater........................................................31
→ Tierarztpraxis............................................133
U | V | W | X | Y | Z
→ Umwelttechnik........................................... 54
→ VARPOINT.................................................93
→ Virtual Reality............................................93
→ Waldorfschule...........................................89
→ Werksverkauf (Wurst und Fleisch)............ 77
→ Wirtschaftsförderung...........................41, 43
→ Wirtshaus................................................... 79
→ Wohnraumanpassung............................. 104
→ Wohnungsunternehmen............................68
→ Wurst- und Fleischspezialitäten............... 77
→ Zweithaarstudio........................................98
Impressum
Herausgeber und Realisierung
aperçu® Verlagsgesellschaft mbH
Gubener Str. 47, 10243 Berlin
Tel. 29371-400
www.verlag-apercu.de
www.berlin-broschueren.de
Geschäftsleitung: D. Otto, H. Thürsam
Redaktion: B. Nößler, Ch. Hentschel
S. Nöbel, M. Pelny, K. Rolshausen
Anzeigen: J. Ziebarth, K. Burchhardt,
U. Nickel, E. Cox, D. Leonardi,
J.-O. Gehrold, R. Starcken, H. Erb
Die Broschüre wurde erstellt in Kooperation
mit dem Bezirksamt Reinickendorf.
Redaktionsschluss: 01.06.2026
Nachdruck – auch auszugsweise – oder
Fotokopien dürfen nur mit Quellenangaben
und ausdrücklicher Genehmigung des
Herausgebers/Verlages erfolgen. Für die
Anzeigeninhalte ist nicht der Herausgeber,
sondern sind die Inserenten verantwortlich.
Ein großer Dank an allen Unternehmen,
die sich in dieser Broschüre mit einer
Anzeige präsentieren.
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Mo – Fr: 08:00 – 18.00 Uhr
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