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Rhetorik Magazin "reden" präsentieren, begeistern - Ausgabe 2

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2 / 2020

9 EUR

die öff entlich reden und präsentieren.

Das Magazin für alle,

präsentieren begeistern

Autorin und Selbstwert-Coach

Daniela

Landgraf

Ich bin verrückt!

Na und?

Gewinnerin des Club der Redner

Authentisch-Award

Mut

Gabriela Antczak

Anders sein

Andreas Rogotzki

Polarisieren

Anne Knapp

Frauen auf die Bühne

Mathias Wald

Diversität

Anna Engers

Kolumne

Matthias

Garten

Wie visualisiert

man Zitate?

Tim

Niedernolte

REDEN – Das »R« steht

für #Respekt

Karin Burger

»Mit Abstand die

besten Events«


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Mit 300% Power

auf die Bühne

Bei allen Trainings unserer neuen 100%-Reihe stehst du im Mittelpunkt.

Du hast etwas, um authentisch auf der Bühne zu agieren:

Deine Persönlichkeit. Wir helfen dir dabei, deine Persönlichkeit zu entdecken.

Und wir helfen dir dabei, diese auszubauen. Für uns gibt es eine Grundregel

bei Auftritten: Zu 100% überzeugend bist du dann, wenn du du selbst bist.

Erst deine Authentizität macht dich zum Redner. Bei uns bleibst du zu

100% DU, bist 100% ECHT und und sorgst mit 100% TRAINING

für deinen maximalen Erfolg. Deshalb arbeitest du in kleinen Gruppen

oder einzeln und wirst von drei Coaches intensiv für deinen Weg

auf die Bühne vorbereitet.

Wir begleiten und unterstützen Sie in unserem

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Editorial

Das Magazin für alle, die öffentlich reden und präsentieren.

Das Magazin für alle,

präsentieren begeistern

Impressum

reden Magazin

Herausgeber

Liebe MyByte Media Leserin, lieber

Mathias Leser, Wald in diesem

In den

Magazin

Gründen 16

fokussieren

wir uns auf die

36093 Künzell

Tel.: 0661

Themen

93359911

»Mut«,

»anders sein«, »polarisieren«,

E-Mail: magazin@reden.clubselbst zu sein und den Weg,

»Frauen www.reden.club

auf die Bühne« und

»Diversität«. Ich selbst habe

das Lebensthema »Mut« und

habe Redaktion

mich diesem Thema gestellt

Mathias und mich Wald intensiv damit

auseinandergesetzt. Harald Fritz Für mich

bedeutet Mut nicht »alle Kräfte

zusammen zu bündeln und

stark Layout/Satz

zu sein«, sondern eine

Vision zu haben, eine Vision

von etwas www.mybyte-media.de

Höherem, Stärkerem

und Kraftvolleren. Eine

Idee für ein Produkt oder eine

Leistung, die man anbieten

will und auch sich vorzustellen

wer oder was man sein möchte.

Mut ist für mich etwas, das

erst einmal weit weg ist und

wonach ich mich sehne, eine

Vision eben.

»Anders sein« hat für mich

auch wieder viel mit Mut zu

Alle Rechte vorbehalten

tun. Damit, sich etwas zu trauen,

man selbst zu sein, sich zu

zeigen mit all‘ seinen Schwächen,

Stärken, Fähigkeiten und

Begabungen. Kantig zu sein

und sich dadurch auch angreifbar

zu machen. Anders sein

heißt für mich schlicht und ergreifend

»Du selbst sein«.

»Polarisieren« bedeutet

für mich persönlich nicht nur

eine Haltung zu einem Thema

zu haben oder eine feste Position

einzunehmen und damit

möglicherweise Gegensätze

zu schaffen, sondern auch zu

seinem »Mut« und seinem

»anders sein« zu stehen, man

die öffentlich reden und präsentieren.

präsentieren begeistern

Wir lieben Diversität – und das aus ganzem Herzen.

den man geht, zu seinem eigenen

Weg zu machen. Und somit

ist man nicht mehr »gefällig«,

sondern polarisiert damit

automatisch. Spätestens jetzt

kannst Du erkennen wie sehr

all‘ diese Themen aus meiner

Sicht miteinander verwoben

sind und zusammenhängen.

MyByte Media, Harald Fritz Es sind Themen, die mich bewegen

und Themen, die eine sollten das Wahrhaftige, die

Klimaneutraler Druck – CO2-Ausgleich Bedeutung durch haben zertifizierte in meinem Klimaschutzprojekte

Quelle und das Schöne in der

Leben.

Diversität sehen, um daraus

Autoren (Verantwortliche i. S. Genauso d. P.) wie das Thema zu schöpfen und um daraus

Die Autoren der Artikel im reden-Magazin »Frauen auf sind die Bühne«. im Sinne Das des Presserechts Neues zu selbst kreieren verantwortlich.

und zu erschaffen.

der Redaktion wider. Trotz sorg-

Die Meinung des Autoren spiegelt ist für nicht mich unbedingt eine Herzensangelegenheit,

wird weil in keiner ich es Weise wichtig Haftung für Ich, die Mathias Richtigkeit Wald, geschweige liebe es,

die Meinung

fältiger Prüfung durch die Redaktion

denn für Empfehlungen übernommen. finde diesen weiblichen Aspekt, mich mit diversen, mit ande-

Für den Inhalt der Anzeigen sind

das

die

Kreative

Unternehmen

und Schöne,

verantwortlich.

das

Weiche und Sensible mit auf

Vervielfältigung oder Verbreitung nicht ohne Genehmigung.

die Bühne zu bringen, was sich

häufig in den Themen widerspiegelt,

mit denen Frauen auf

die Bühne gehen. Ohne pauschalieren

zu wollen oder Männern

diese Aspekte abzusprechen,

finde ich, dass es noch

viel mehr Frauen auf der Bühne

braucht, in unserer »Männer-dominierten,

sachlichen

Ratio-Welt«, weil Frauen häufiger

ihre Herz-Themen senden,

oft mehr im Gefühl sind und

auch mit viel Gefühl dabei sind.

Wir brauchen diesen Mix und

diese Vielfältigkeit.

Was mich direkt zu dem

nächsten Thema bringt, nämlich

»Diversität«. Ich nenne

es auch gerne Lebenswelten,

Vielfältigkeit, alles ist möglich.

Alles was passieren kann,

passiert und der Mensch ist

so bunt und so vielfältig, mit

seinen Neigungen, mit seinen

Sehnsüchten, mit seinen Werten,

mit seinen Begabungen

und auch mit seinen Trieben,

einfach mit allem. Das macht

das Leben so lebenswert,

so bunt und so schön. Wir

ren und andersartigen, mit

polarisierenden Menschen zu

umgeben, um Neues zu entwickeln,

um zu »brainstormen«,

zusammenzuarbeiten und etwas

entstehen zu lassen, das

eben nur aus dieser Diversität

entstehen kann. Das mache

ich in meinem Team, aber

auch mit anderen Partnern/

Kooperationspartnern, mit

Coaches und anderen Menschen

eben. Das beflügelt und

erfüllt mich und kommt ganz

aus meinem Herzen!

Euer Mathias Wald

Mathias Wald

Herausgeber

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 3



Inhalt

reden

Das Magazin für alle, die öffentlich reden und präsentieren.

Anders

sein 4

Daniela Landgraf:

Ich bin verrückt!

Na und?

Mut

Mut zur Veränderung 28

Udo Gast

Mentale Stärke 34

Andreas Klement

Frauen auf die Bühne

Frauen auf die Bühne 12

Mathias Wald

Diversität 14

Anna Engers:

Diversity

Diversity ist der

Unternehmens-

Booster

Anders sein

Mit Abstand die besten Events 22

Team Karin Burger

Ich bin verrückt! Na und? 4

Daniela Landgraf

Es kommt auf Dich! an 10

Andreas Rogotzki

Vom Spielsüchtigen zum Redner 36

Sascha Heilig

Diversität

Diversity14

Anna Engers

Mut 16

Polarisieren

8

Tim Niedernolte:

»REDEN«

Das »R« steht

für #Respekt

Polarisieren

»REDEN« 8

Tim Niedernolte

Nimm dir deinen Raum! 18

Christine Eschlbeck

>>reden<< Redaktion

Die Award Gewinner 29

Club der Redner

Was bedeutet eigentlich das Wort »Keynote« 38

Gabriela Antczak:

Vom Krisen-Magnet

zur Mut-Macherin

Angst essen Hirn auf 27

Stefan Brutscher

Wie visualisiert man Zitate? 39

Scheiß auf Resilienz –

nimm Grenzkompetenz! 20

Anne Knapp

4

www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 5



Foto: Witalij Deifel

Daniela Landgraf, Selbstwert-Coach – Professional Speaker – Autorin

www.danielalandgraf.com

Ich bin verrückt!

Na und?

Früher … da wollte ich normal sein, so wie die anderen. Einfach nur dazu gehören,

Freunde haben, Anerkennung bekommen. Mit Freunden Eis essen gehen, auf

Geburtstagsfeiern eingeladen werden, zu einer Clique dazu gehören …

Früher wollte ich

normal sein.

Doch das Gefühl der Zugehörigkeit kannte

ich nicht. Ich war anders. Ausgegrenzt,

abgelehnt, unverstanden. Verrückt? In der

Tat, meine Körpersprache ist anders, als

die von anderen Menschen, den »Normalen«.

Ich habe das Tourette-Syndrom. Viele denken bei

Tourette an Menschen, die plötzlich Schimpfworte herausschreien.

Das tue ich nicht. Bei mir sind es neuronale

Tics. Ich ziehe in den unpassendsten Momenten

Grimassen, kneife die Augen zusammen, verdrehe die

Handgelenke oder drehe mich zwanghaft nach hinten

um. Lauter Dinge, die bei einem Gegenüber durchaus für

Verwirrung sorgen.

In meiner Kindheit hieß es nur »Verhaltensstörung

aufgrund der Trennung der Eltern, das verwächst sich

wieder«. Nach der Scheidung - ich war fünf Jahre alt -

folgten unglaublich viele Umzüge. Immer wieder war

ich die »Neue«, feste Wurzeln fehlten. Meine Tics wurden

schlimmer. Doch niemand kam auf die Idee, dass

es etwas Medizinisches sein könnte. Auch ich nicht. Für

mich war es ja »normal«. Ständig machte ich mir selbst

Vorwürfe für meine fehlende Körperbeherrschung, hab

mich sogar selbst verletzt, um mich zu disziplinieren.

Erst mit 29 Jahren erfuhr ich, dass es einen Namen für

meine Andersartigkeit gibt. Doch bis dahin waren die

Glaubenssätze und fixen Überzeugungen, ich sei nicht

gut genug und mich mag keiner so fest verankert, dass

es noch einmal 10 Jahre dauerte, bis sich massiv etwas

veränderte. Bis zu meinem 40. Lebensjahr habe ich mich

ausschließlich über Leistung, Titel und Erfolg definiert.

Ich wollte perfekt sein … und war gleichzeitig für viele

unnahbar.

Heute weiß ich, dass Menschlichkeit wichtiger ist

als Perfektion und dass Schwäche zeigen sympathisch

macht.

Wahrlich starke Menschen

zeigen ihre Schwächen.

Wie ist es bei Ihnen? Zweifeln Sie manchmal an sich

selbst? Können Sie Schwäche zeigen, ohne sich schlecht

oder minderwertig zu fühlen? Wie viele Menschen, vor

allem in Führungsebenen, wollen sich perfekt zeigen?

Bloß keine Schwäche zeigen oder angreifbar sein. Unternehmen

suchen oft andersdenkende, selbstbestimmte

Mitarbeiter. Doch wenn Mitarbeiter dann wirklich anders

denken, vor allem als die Führungskraft, dann ist

das plötzlich gar nicht mehr gewünscht. Mitarbeiter, die

zu selbstbestimmt arbeiten, machen manch einer Führungskraft

Angst. Vielleicht Angst vor Autoritätsverlust,

vielleicht auch, dass am eigenen Stuhl gesägt werden

könnte. Statt anders zu denken und selbstbestimmt zu

handeln, sollen Mitarbeiter dann doch lieber dem Mainstream

folgen.

Angst vor selbstbestimmten,

selbstbewussten Mitarbeitern?

Haben Führungskräfte Angst davor, Mitarbeiter könnten

aufmüpfig werden oder ihren eigenen Weg gehen?

Ja, manchmal tun Mitarbeiter das. Was jedoch oft unbeachtet

bleibt: Selbstbewusste Mitarbeiter, die so sein

dürfen, wie sie nun mal sind, bringen einen unglaublichen

Mehrwert für ein Unternehmen. Sie sind zufriedener,

glücklicher, gesünder, energiegeladener und bringen

viel positive Energie in ein Unternehmen, was wiederum

dem Unternehmen zu mehr Erfolg verhilft!

Was möchten Sie? Selbstbewusste Mitarbeiter

oder ängstliche Ja-Sager?

Und wie ist es in vielen agilen Teams? Auch hier werden

meist selbstbewusste Mitarbeiter gesucht, doch wenn

sie aufmüpfig werden, dann fliegen sie raus. Es werden

anders- und innovativ denkende Menschen in Stellenanzeigen

gesucht, doch in den Unternehmen selbst wird

Mainstream erwartet. Dabei funktionieren agile Teams,

Lean-Management und Change erst dann richtig gut,

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 01/2020 • www.clubderredner.de 7



Daniela Landgraf, Selbstwert-Coach – Professional Speaker – Autorin

www.danielalandgraf.com

wenn Mitarbeiter ein gesundes Selbstwertgefühl haben

und sich trauen, sie selbst zu sein.

Warum haben viele Führungskräfte Angst,

Schwäche zu zeigen?

Ist es die Angst vor Autoritätsverlust? Oder die Angst davor,

nicht mehr ernst genommen zu werden? Vielleicht

die Angst vor Konsequenzen? Wie viele Führungskräfte

haben den Mut, sich als der Mensch zu zeigen, der

sie wirklich sind – in ihren Stärken, aber auch in ihren

Schwächen?

Schwäche macht menschlich und nahbar.

Menschen vertrauen Personen, die menschliche Züge

zeigen, nicht einer perfekten Maschine. Menschlichkeit

beginnt mit gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen!

Vertrauen in sich selbst und das Vertrauen darin, nicht

perfekt sein zu müssen. Vertrauen darin, nicht abgelehnt

zu werden aufgrund der eigenen Besonderheit. Mit dem

eigenen Selbstvertrauen beginnt auch das Vertrauen in

andere Menschen und die dazu gehörige Wertschätzung.

Danach kommt der Mut.

Den Mut zu haben, anders zu sein …

Das klingt so einfach und ist dennoch so schwer. Sagte

man Ihnen in Ihrer Kindheit auch ständig, wie man Sie

gerne hätte, was Sie zu tun und lassen hatten? Stillsitzen,

nicht schwatzen, fleißig lernen, aufräumen, nicht zu viel

träumen. Manch einer hört bis heute von anderen: »Bleib

realistisch!« oder »Hör auf zu träumen!« … und lebt bis

heute ein Leben voller Fremdbestimmung, manchmal

gekoppelt mit dem Streben nach Perfektionismus.

Es ist Zeit für den Wandel!

über andere Menschen denken und reden, zeigt viel von

der Person selbst. Gibt es Dinge, die Sie an sich ablehnen?

Bei mir war es das Tourette-Syndrom. Und bei Ihnen?

Hinterfragen Sie: Was ist das Gute daran, was ich

aktuell noch nicht sehen kann? Machen Sie sich bewusst:

Andere sind einfach nur anders anders.

Jeder ist besonders – auf seine eigene Art und Weise.

Seit ich anfing, mich selbst in allen Facetten zu akzeptieren

und nicht mehr dem Mainstream angehören zu wollen,

läuft vieles fast von allein. Es ist eine neue Art der

Leichtigkeit – im Business und privat.

Resümee:

Seien Sie verrückt und wunderbar! Durchbrechen Sie

alte Muster! Erlauben Sie genau das auch Ihren Mitarbeitern

– für eine Business-Welt, die nicht nur glücklicher

macht, sondern in der Erfolg mit Leichtigkeit funktioniert.

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist die Basis. Ich

wünsche mir eine Business-Welt, in der Führungskräfte

den Mut haben, nahbar zu sein. Eine neue Welt, in der

Schwäche zeigen als wahre Stärke gesehen wird. Gerne

unterstütze ich Sie dabei, diese neue Business-Welt zu

kreieren und zu gestalten.

Daniela Landgraf ist Autorin mehrerer Bücher,

unter anderem von:

»Krisen meistern« (Haufe-Verlag, April 2020),

»Raus aus der Krise – Rein ins Leben. Der

Weg zur mentalen inneren Stärke« (Jünger

Medien Verlag, Juli 2019) und

»Selbstwert ist Geld wert. Doch was bist

Du Dir wert?« (Jünger Medien Verlag, Dezember

2018).

So viele Menschen sind beruflich erfolgreich und dennoch

nicht glücklich. Leistungsdruck, Erfolgsdruck,

Konkurrenzkampf, zu wenig Zeit für Sport, gesunde Ernährung

und Familie – kennen Sie das? Ehrgeiz kann zu

Höchstleistungen antreiben oder krank machen. Wie oft

ist in Ihrem Business und in Ihrem Leben Platz für kleine

Verrücktheiten, Spaß und Freude? Stattdessen wird viel

mehr daran gearbeitet, die perfekte Fassade zu halten,

die perfekte, erfolgreiche Führungskraft zu sein. Doch

Perfektion schafft oft Aggression. Wem folgt man lieber:

Der perfekten Maschine oder demjenigen, der auch mal

Schwäche zeigen kann und nahbar ist?

Jede Veränderung beginnt

mit einer Fokus-Veränderung

Worauf liegt Ihr Fokus – bei Ihnen selbst und bei anderen

Menschen? Blicken Sie auf die Stärken oder Schwächen?

Was sehen Sie bei ihren Mitmenschen, ihrem Team, ihren

Kollegen? Defizite oder Stärken? So, wie Menschen

8

www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

Foto: Gabriele Ehlers



Tim Niedernolte

www.timniedernolte.de

Reden

Das »R« steht für #Respekt

Ich liebe sie, unsere Sprache!

Miteinanderen kommunizieren

zu können, ins Gespräch

kommen, »reden, präsentieren,

begeistern« – was für ein Privileg.

Und welch´ ein Potenzial. Nicht

umsonst hat der brillante Physiker

Stephen Hawking es einmal so formuliert:

»Die größten menschlichen

Errungenschaften sind durch Kommunikation

zustande gekommen – die

schlimmsten Fehler, weil nicht miteinander

geredet wurde.«

Worte haben Macht

Und wir alle haben es in der Hand,

oder besser: auf der Zunge und im

Herzen, was wir aus diesem Wissen

machen. Sei es auf großer Bühne oder

unter vier Augen, beruflich oder privat,

beim Präsentieren oder Palavern.

Überall gilt: Worte haben Macht, viel

Macht. Sie heilen, trösten und lieben.

Verbinden und verzeihen. Wörter lassen

Neues entstehen und können Dinge

erschaffen.

Foto: Julia Baumgart Photography

Doch genauso – und oft noch schlimmer

– können sie verletzten und

entzweien, zerstören und töten. Es

sind eben nicht nur Worte, die über

unseren Mund unser Herz verlassen,

sondern leider auch Waffen mit hohem

Verletzungspotenzial. Nicht von

Ungefähr spricht der Medienwissenschaftler

Professor Bernard Pörksen in

seinem Buch »Die große Gereiztheit«

von einem »kommunikativen Klimawandel«,

einer »Stimmung aus Verunsicherung,

aus Aufgewühltheit und

plötzlich hervorbrechender Wut« 1 .

Aktuelle Beispiele dafür gibt es viele.

Ich plädiere deshalb für mehr Respekt

in der Sprache, sowohl beim Präsentieren

als auch beim Diskutieren. Und

ganz besonders dort, wo unterschiedliche

Meinungen aufeinander treffen.

1 Bernhard Pörksen: Die große Gereiztheit. Carl

Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München 2018, S. 13.

Halb voll oder halb leer –

das ist die Frage

Doch wie kann das gelingen? Für einen

ersten hilfreichen Tipp lohnt ein kurzer

Stopp bei der Kommunikationswissenschaft

und dem Phänomen des

»framing«, von englisch »frame« kommend,

also Rahmen. Darunter versteht

man, dass die Auswahl der Worte zu

einem bestimmten Thema den Rahmen

vorgibt. Ein einfaches Beispiel:

das berühmte Glas Wasser. Bei dem

einen ist es halb voll, bei dem anderen

halb leer. Die Wassermenge ist in

beiden Fällen identisch, nicht aber die

Semantik, die erzielte Wirkung dieser

Aussage.

Ersetzen wir das harmlose Beispielglas

mit Wasser nun einmal durch den Begriff

»Flüchtlingswelle«. Auf den ersten

Blick impliziert dieses Kompositum,

das viele Menschen fliehen. Doch die

Verbindung von »Flüchtlingen« und

»Welle« schafft einen negativen Rahmen.

Denn die Geflüchteten werden zu

einer Welle gemacht, ähnlich einer Naturkatastrophe,

und dadurch zu einer

Gefahr für die anderen Menschen im

Land. Schon das Bild legt ihnen nahe,

sich von dieser Gefahr abzuschotten.

Experte für Wertschätzung und Respekt

»Worte haben Macht,

viel Macht.«

Sprache gezielt einsetzen

Sie merken schon, was sich mit Framing

so alles anstellen lässt. Wobei

Framing an sich nichts Negatives

ist. Wir alle geben tagtäglich solche

Sprachrahmen vor, meist unbewusst

und unbemerkt. Aber man kann es

eben auch sehr gezielt einsetzen. Die

Werbung zum Beispiel macht das täglich

vor, achten Sie ab jetzt mal etwas

drauf. Politiker bedienen sich dieser

Taktik ebenfalls. Nur leider bleibt

dabei der Respekt viel zu oft auf der

Strecke – oder außerhalb des Rahmens.

»Geringverdiener« ist so ein

Beispiel, oder »Asyltourismus«. Genauso

»linksgrünversifft« oder die berühmt-berüchtigte

»Lügenpresse«.

Mit am besten begriffen haben dieses

Konzept leider die Populisten und die

Feinde von Demokratie, Menschenwürde

und Respekt. So oft wie möglich

wiederholen sie »ihre« Wörter und

Wendungen, damit sie sich schön im

Gehirn einnisten. Aber ihnen deshalb

das sprachliche Feld kampflos überlassen?

Never ever. Ich wünsche mir ein

framing mit guten Werten, mit Blick für

den Mitmenschen und dem Respekt als

Rahmen. Das wirkt dann sowohl der

Verrohung in der Sprache entgegen als

auch jener durch die Sprache.

Worte wirken Wunder

Was ebenfalls Wunder wirkt? Öfter

mal »Danke« sagen für scheinbar

Selbstverständliches. Gerade im beruflichen

Alltag fällt das viel zu oft hinten

runter, setzt aber so viel Positives frei.

Und macht nicht nur den Empfänger

der Botschaft glücklich.

Auch beim Feedback geben zum Beispiel

ist noch ganz viel Platz für Wertschätzungstransport.

Die Art und

Weise, wie man etwas sagt, ist dabei

das eine. Aber auch, dass man etwas

sagt und nicht einfach schweigt.

»Nicht geschimpft ist genug gelobt« ist

dabei allerdings mehr als überholt und

weder zeitgemäß noch respektvoll.

Und gerade da, wo etwas nicht so gut

gelaufen ist, wirkt ein konstruktives

Feedback umso mehr.

Tim Niedernolte

Sie merken: Sprache ist mächtig! Nutzen

wir also dieses wundervolle Werkzeug,

um wieder mehr Respekt in den

Diskurs zu bringen und damit auch in

die Herzen.

Über den Autor:

Foto: Dirk Schmidt - dsphotos.de

Tim Niedernolte, Jahrgang 1978, hat

in München Literatur und Kommunikationswissenschaft

studiert. Heute

ist er Fernsehmoderator, Buchautor

und Vortragsredner. Nach Stationen

bei RTL und SKY arbeitet er seit 2010

beim ZDF. Zunächst für die Sendung

»logo!«, danach hat er die »heute-Nachrichten«

moderiert und die

»drehscheibe«. Aktuell steht er dort für

»hallo deutschland« vor der Kamera.

Nach »Wunderwaffe Wertschätzung

– vom großen Glück einer einfachen

Lebenshaltung« (2018) erscheint

Anfang Oktober sein zweites Buch:

»Respekt! Die Kraft, die alles verändert,

auch mich selbst«.

Niedernolte ist verheiratet und lebt

mit seiner Frau und den beiden Töchtern

in Berlin.

10

www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 11



Andreas Rogotzki

www.andreas-rogotzki.de

Experte für Change/Veränderung

www.andreas-rogotzki.de

Es kommt

Foto: MyByte Media

auf Dich! an

Mathias Wald im Interview mit Andreas Rogotzki

Mathias: Andreas, auf LinkedIn positionierst

du dich als Experte und Speaker

für New Work und Agilität. Ich habe

dich bei einem Vortrag zum Thema Veränderung

kennengelernt. Wie kommen

die Themen zusammen?

Andreas: In meiner Welt geht das eine

nicht ohne das andere. Noch wird das

Thema New Work allerdings von vielen

Menschen als eine Art Hype belächelt.

Feelgood-Manager ziehen in Unternehmen

ein und oft wird New Work

mit bunten Möbeln, dem Kickertisch

und einem gemeinsamen Frühstück

interpretiert. Der wahre Kern von New

Work hält jedoch erst mit einem tiefgehenden

Verständnis von Individualität

im Kontext Gemeinschaft Einzug.

Und dieses Verständnis schreit geradezu

nach Veränderung. Einige Unternehmen

abseits der IT-Branche haben

bereits ernüchternde Erfahrung mit

Agilität gemacht. In erster Linie ist ein

Scheitern meist darauf zurückzuführen,

dass eine vage Vorstellung davon,

was Agilität bewirken soll, auf ein bestehendes

System angepasst wird. Die

grundsätzlichen Strukturen, dass bisherige

Denken, wurden also nicht verändert,

sondern nur etwas vermeintlich

Trendiges hinzugenommen.

Mathias: Was reizt dich am Konzept

New Work?

Andreas: Menschen dürfen und sollen,

es ist also ausdrücklich erwünscht,

Selbstverantwortung übernehmen.

Wir haben in den letzten Monaten

durch Corona hautnah mitbekommen,

sei es im eigenen Umfeld oder via Medien,

dass einfach noch zu viele Menschen

die Verantwortung für sich, für

ihr eigenes Denken und Handeln in

fremde Hände legen. Die Schuldigen

werden meistens im Außen gesucht,

außerhalb des eigenen Kopfes. »Mein

Partner ist schuld; mein Chef ist schuld;

die Politik ist schuld; die Wirtschaft

ist schuld; Bill Gates ist schuld.« Es

ist verrückt. Menschen sitzen daheim

vor dem Fernsehgerät und schimpfen

über Trump und China. What?! Und

in Unternehmen sieht es dann nicht

anders aus. Die eigene passive Haltung

wird nicht hinterfragt, wieder sind es

die anderen, die mich daran hindern,

etwas zu bewegen. Wir dürfen uns klar

machen, dass wir

immer eine Wahl

haben. Immer!

Im Konzept

der New Work

geht das nicht

mehr so einfach,

hier kann ich einen

eigenen Fehler

nicht jemand

anders in die

Schuhe schieben.

Ein gewinnendes

Argument

an der Stelle ist

der offene und transparente Umgang

mit Fehlern. Von den erfolgreichsten

Menschen haben wir vor allem eins

gelernt: Mach es einfach. Erkenne was

nicht funktioniert hat und nimm es an,

mach es beim zweiten und dritten Mal

anders. Ein weiterer starker Punkt ist,

dass ich mich mit der Fähigkeit in eine

Gemeinschaft einbringe, die ich von

allen am besten kann. Und ich bin in

diesem Bereich so gut, weil ich dafür

brenne, weil ich eine Sinnhaftigkeit

in meinem Tun erkenne. Unter New

Work funkelt das »Wozu« in der Entfernung

als hellster Stern am Himmel,

auf den ich mich zu bewege. Nicht

nur die jungen Generationen Y und

Z hinterfragen immer stärker „Wozu

tu ich das, was ich tu, überhaupt?“,

auch meine eigene Generation X, die

jetzt mit Anfang-Mitte 40 in der Blüte

ihres Lebens steht, will Sinn im eige-

Foto: Peter Meißer

Individualität

vor Generalisierung

nen Tun erleben. Wenn ich fühle, dass

ich als Persönlichkeit und mit meinen

Fähigkeiten eine sonst klaffende Lücke

ausfülle, gerade weil ich so bin, wie ich

bin, dann erlebe ich auch Vertrauen

von anderen in mich. Ich weiß, dass

sich alle in meinem Umfeld auf mich

verlassen. Dieser Umgang mit Verantwortung

und Vertrauen, dieses Erkennen,

dass ich mich voll auf andere

Menschen verlassen und einlassen

darf und kann, setzt eine Veränderung

in unserem Denken voraus die Mut

erfordert. Unter diesem Schirm reflektiere

ich mein Denken und Handeln

und geh in die Entwicklung.

Mathias: New Work ist also nicht die

gemütliche Hängematte, als die sie oft

belächelt wird?

Andreas: Ganz und gar nicht. In dem

ich Verantwortung für mich und

mein Leben, meine Ziele und Träume

übernehme, mache ich mir selbst

das größte Kompliment und leiste den

stärksten Beitrag für unsere Gesellschaft

überhaupt. Und erst wenn ich

mir selbst helfe und geholfen habe,

kann ich auch anderen Menschen helfen.

Wie soll ich etwas für andere tun,

wozu ich selbst für mich nicht in der

Lage bin oder dazu bereit war? Die

New Work Bewegung hat das Zeug, in

die Mitte der Gesellschaft zu schwappen

und uns ein völlig verändertes Gefühl

der Zugehörigkeit und des Seins

zu ermöglichen. Für mich persönlich

die schönste Idee überhaupt.

Mathias: Wow! Mir stellt sich gerade

die Frage, ob die Idee von Selbstverantwortung

viele Menschen nicht überfordert

bzw. Menschen keine Idee davon

haben, wie sie dahin kommen?

Andreas: Wir nähern uns dem Kern

(lacht). Bisher haben unsere Systeme,

Gesellschaft, Politik, Unternehmen

kaum Rücksicht darauf genommen,

dass wir alle eine ureigene Individualität

in uns tragen. Unsere sozialen und

gesellschaftlichen Leitplanken, bestehend

aus Schulen, Universitäten und

Unternehmen, haben versucht, uns alle

gleich zu machen, vergleichbar zu machen.

Das war ein großer Irrtum. Der

Vergleich ist Kern allen Übels und blockiert

den Mut zur Veränderung. Denn

bevor ich mich in unbekannte Gefilde

wage, setzt der Mensch auf Sicherheit.

Lieber den Spatz in der Hand als die

Taube auf dem Dach. Selbst wenn ich

meinen Sinn im Leben gefunden habe,

wenn ich mich mit anderen vergleiche,

erkenne ich an einer bestimmten Stelle

meine Minderwertigkeit die mir suggeriert,

noch immer nicht gut genug

zu sein. Im gleichen Moment bewerte,

urteile und verurteile ich die anderen.

Ich begebe mich wieder auf die Suche

nach den Schuldigen.

Mathias: Was schlägst du vor?

Andreas: Individualität vor Generalisierung.

Für ein Gleichmachen sind

wir alle zu verschieden. Wenn wir akzeptieren,

dass unser Gegenüber ein

Individuum ist, haben wir den wichtigsten

Schritt in Empathie getan. Wir

alle dürfen Schwächen haben. Bewerten

und Verurteilen ist in diesem Zusammenhang

nicht zielführend. Wenn

mir mein eigener Wert nicht von außen

abgesprochen wird, steigt meine

Bereitschaft, an eigenen Schwächen zu

arbeiten und in die Verantwortung zu

gehen. Und: Alle Menschen, unabhängig

von Amt und Würden, unabhängig

von Abschlüssen und Zertifikaten, unabhängig

von Geschlecht, Konfession

und Hautfarbe sind gleich viel wert.

Das darf unabhängig von der New

Work Bewegung nicht mehr zur Diskussion

stehen.

12

www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 13



Mathias Wald

www.mathias-wald.com

Mathias Wald

www.wir-machen-redner.de

Frauen

auf die Bühne

»Wir staunen über die Schönheit eines Schmetterlings, aber erkennen die Veränderungen

so selten an, durch die er gehen musste, um so schön zu werden«

Maya Angelou († 28.05.2014 - US-amerikanische Autorin & Professorin)

Dieses Zitat haben wir

bewusst gewählt, weil

es uns in diesem Artikel

darum geht die

Position der Frauen zu

stärken (ohne die der Männer schwächen

zu wollen), denn es sind mit

Sicherheit erheblich mehr Frauen,

auf die diese Aussage tatsächlich zutrifft,

auf der Bühne genauso wie im

Business. Woran mag das liegen? Aus

unserer Sicht leben wir immer noch

in einer stark »Männer-dominierten,

sachlichen Ratio-Welt«, in der die

weiblichen Aspekte, das Kreative und

Schöne, das Weiche und Sensible, die

weibliche Intuition und Führungsstärke

unterbesetzt sind. Auch das Redner-Segment

ist bis heute noch eine

Männer-Domäne. Der Frauenanteil

auf Businessbühnen beträgt häufig

nicht mehr als 20-30 %.

Wir finden es wichtig, die weiblichen

Stärken, das Gefühlvolle und Unterstützende

auf die Bühne zu bringen,

weil Frauen oft mehr im Gefühl sind

und häufiger ihre Herz-Themen senden.

Das soll auf keinen Fall heißen,

dass wir Frauen nur in bestimmten

Themen auf der Bühne sehen wollen,

sondern nur, dass wir uns die Diversität,

den gesunden Mix und diese Vielfalt

wünschen. Frauen ticken einfach

anders als Männer und das ist gut so.

Es ist uns eine Herzensangelegenheit

als Männer, die zu ihrem »Mann sein«

stehen, diese wundervolle Ergänzung,

die das Männliche und Weibliche zueinander

sein sollten, aus dem Hintergrund

in den Vordergrund zu bringen,

um nebeneinander, miteinander und

füreinander zu stehen.

Bei dem Thema »Frauen auf die

Bühne« geht es uns darum einen Aufruf

an die Frauen zu starten. Sie zu ermutigen

sich zu trauen, den Raum für

sich einzunehmen und sich zu zeigen.

Ohne pauschal sein zu wollen, dürfen

Frauen lernen sich selbst mehr zuzutrauen.

Wir erleben immer wieder,

dass sie zögerlich sind, weil ihr Anspruch

an sich selbst so hoch ist, der

Anspruch an »perfekt sein müssen«

bevor sie sich zeigen.

Ein Redner transportiert seine Botschaft

über die Bühne an viele Menschen.

Menschen, die ihm zuhören

und für die er nicht selten zum Vorbild

wird. Zu jemandem, dem man aufmerksam

zuhört und dessen Botschaft

die ZuhörerInnen verinnerlichen. Da

liegt es doch nur nahe, dass wir gemeinsam

darauf achten sollten, dass es

ein ausgewogenes Verhältnis an weiblichen

und männlichen Vorbildern

auf der Bühne gibt, um ein stimmiges

Meinungsbild zu vermitteln, auch und

insbesondere für die jüngeren Generationen.

Deshalb appellieren wir von »Wir

machen Redner« an dich als Frau:

»steh‘ zu dir selbst, trau dir was zu und

erlaube dir, dich zu zeigen in all‘ deiner

Kreativität, deinen Stärken und Kompetenzen,

aber auch in deiner Unvollkommenheit,

deiner Lebenserfahrung

und deiner inneren Weisheit. Nutze

deine Kommunikations-Kompetenz,

um dich im Markt zu positionieren,

hab‘ Mut dich deinen Ängsten zu

stellen und den Weg zu Deiner wahren

Schönheit und Größe zu gehen«.

Denn das ist es was am Ende deine

Strahlkraft ausmacht.

Wir geben Frauen auf unserer Bühne

Raum, zeigen, wie viel Wertschätzung

und Respekt wir ihnen entgegen

bringen und wie viel Pferdestärken

wir gemeinsam ins Leben und auf die

Bühne bringen können, wenn wir einander

die Hand reichen, uns gegenseitig

für unsere Stärken schätzen und

uns ergänzen. Wie oft haben wir in

unseren Bühnen-Coachings schon erlebt

wie Frauen aufblühen, wenn wir

sie darin unterstützen und motivieren

ihre Maske fallen zu lassen, sie selbst

zu sein, authentisch, gefühlvoll, in ihrer

Stärke und Kraft, wie eine Raupe,

die zum Schmetterling wird. Deshalb:

»erkenne dich selbst an, trau dich, den

Weg der Veränderung zu gehen und

die Bühnen dieser Welt mutig und erhobenen

Hauptes zu erobern und die

Herzen deiner Zuhörer zu gewinnen«.

Dein Team von

»Wir machen Redner«

Foto: Mybyte Media

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Anna Engers

www.anna-engers.com

Expertin für Diversität

Anna Engers

Was ist und

bringt das?

Benachteiligungen überhaupt existieren.

Andererseits sehen die Unternehmen,

wo ihre Defizite liegen, und

sie können versuchen, sie zu beheben.

Genau dies tun viele Unternehmen

momentan und nennen es „Diversity“.

Dies ist aber zu kurz gedacht und

führt zu einer reinen Abarbeitung gut

gemeinter Maßnahmen, die oft nicht

wirklich fruchten.

Diversity ist der

Unternehmens-Booster

Unternehmen sollten begreifen, dass

ihr Blick viel mehr auf vielfältige Gedanken,

Gefühle und Verhaltensformen

ihrer Beschäftigten gerichtet sein

sollte. Nicht nur auf die sechs Kategorien,

die die einzelne Person qua Existenz

mitbringt. Um zu echter Diversity

zu gelangen, gilt es herauszufinden, ob

und wie die Mitarbeitenden in Unternehmen

unterschiedlich arbeiten,

unterschiedlich denken, unterschiedlich

an Probleme herangehen oder

unterschiedlich im Umgang mit sich

und dem Umfeld sind. So kann schon

eine Abteilung kreativer und damit an

sich erfolgreicher werden, indem allein

deren Verhaltens- und Denkweisen

etwas genauer untersucht werden.

Hierbei wird oft ungenutztes Potenzial

entdeckt. Nur dies führt schon zu

mehr Diversity. Wichtig: Dieses Potenzial

kann sich nur entfalten, wenn

es auch gelassen wird. Das heißt, Unternehmen

sollten ihren Beschäftigten

mehr vertrauen, statt sie zu kontrollieren.

Je mehr Selbstverantwortung die

einzelne Person für ihre Arbeit hat,

desto besser sieht sie, welchen Beitrag

sie für das Unternehmen leistet. Das

spornt an.

Haltung ist gefragt

Eine Organisation, in der echte und

gelebte Diversity stattfindet, hinterfragt

sich permanent, wie es ihrer Belegschaft

geht und was sie noch besser

machen kann. Dazu braucht es eine

positive, offene und neugierige Haltung

eines jedes einzelnen – insbesondere

des Management - gegenüber

Menschen. Diese Haltung überwindet

die Denke in den Kategorien, die Zugehörigkeit

zu einer diesen Gruppen

ist nicht mehr relevant. Die Fähigkeit

der Person in Form ihrer fachlichen

Qualifikation und ihrer persönlichen

Kompetenz rückt in den Vordergrund.

Dann geschieht Diversity. Von allein.

Über die Autorin:

Anna Engers ist die so gar nicht typische

Volljuristin, aber eine humorvolle

Optimistin, Organisationskünstlerin

und überzeugte Diversity-Expertin. In

unzähligen Vorträgen und Trainings

hat sie ihr Publikum nicht nur für das

Thema Diversity sensibilisiert, sondern

auch echtes Umdenken bewirkt. Als ausgebildete

Rednerin und Business-Coach

begeistert Anna Engers Menschen über

viele Branchen hinweg. Anfang des Jahres

erschien ihr Buch »Komplexität von

Diversity meistern – wie Sie das »Popcorn

im Kopf« sortieren und Lust auf

Vielfalt im Unternehmen bekommen.«

Ihr Ziel ist es, dass wir einen anderen

Blick auf das Thema Vielfalt bekommen

und mit Lust und Laune Diversity noch

einmal neu denken oder endlich richtig

damit beginnen.

Diversity

Anfang des Jahres

erschien ihr Buch:

Warum lohnt es

sich für Unternehmen,

sich mit

dem Thema Diversity

näher auseinanderzusetzen?

Weil Vielfalt DIE

Chance für Organisationen ist, gerade

in unruhigen Zeiten. Eine vielfältige

Belegschaft mit den unterschiedlichsten

Menschen ist der Schlüssel für den

Umgang mit komplexen Märkten und

zukünftig der einzige Weg zum Erfolg.

Nur vielfältige Teams lösen komplexe

Probleme.

Aber wie geht „Diversity“?

Diversität bedeutet Vielfalt oder Vielfältigkeit

und wird für eine Unterscheidbarkeit

und Kategorisierung

von Menschen in verschiedene Gruppen

benutzt. In der Arbeitswelt stoßen

wir auf folgende gängige sechs Dimensionen

von Diversity:

• Alter

• Geschlecht

• Ethnische Herkunft und

Nationalität

• Physische Fähigkeiten

• Sexuelle Orientierung und Identität

• Religion und Weltanschauung

In der Mitte dieser Dimensionen steht

der Mensch als solcher mit seiner Persönlichkeit.

Warum erfolgt diese Einteilung?

Es ist ein Versuch, Menschen

erst einmal zu kategorisieren, um Benachteiligungen

und Diskriminierungen

im Arbeitsleben aufzudecken und

im zweiten Schritt dann zu vermeiden.

Diese Einteilung hilft einerseits, darauf

aufmerksam zu machen, dass diese

Fotos: MyByte Media

Fotos: Privat

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Gabriela Antczak

www.power-teaching-strategie.de

Expertin für Selbst-Führung

www.power-teaching-strategie.de

Vom Krisen-Magnet

zur Mut-Macherin

Foto: MyByte Media

»Krise als Chance« und »ehrliche Selbst-Führung« als wesentliche

Schlüssel für gelingende Beziehungen zu anderen erkennen.

Die letzten 15 Jahre

meines Lebens waren

durchzogen von unterschiedlichen

Krisen.

Privaten, unternehmerischen

und finanziellen Krisen, nicht

selten alles zur gleichen Zeit. Immer

wieder habe ich mich gefragt: was ist

bloß los in meinem Leben? Selbstzweifel,

Gefühle von Schmerz, Trauer,

Ohnmacht, manchmal Hilflosigkeit

und vor allen Dingen Angst haben

mich eingenommen. Angst versagt zu

haben, Angst nicht gut genug zu sein,

Angst steckengeblieben zu sein, Angst

falsche Entscheidungen getroffen zu

haben und Angst nicht erfolgreich

sein zu können.

Auf der anderen Seite war und

bin ich eine Powerfrau, eine die sich

nicht unterkriegen lässt. Da ist so viel

Kraft in mir, soviel positive Energie

und so viel kreatives Potential, das

sich entfalten möchte. Als Inhaberin

eines Bildungsunternehmens sind die

Themen »persönliche Entwicklung«,

»Entfaltung der eigenen Talente« und

»Selbstführung« Kernelemente meines

beruflichen Wirkens. Es ist mein

Selbstverständnis mich immer wieder

zu reflektieren und mich auch supervidieren

zu lassen.

Verschiedene Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung,

eine fundierte

Coaching-Ausbildung, die ich schon

vor meiner Selbstständigkeit absolvierte

und Berater und Coaches, die

ich mir im Laufe der Jahre ins Haus

geholt habe, um mir meine »blinden

Flecken« anzusehen, haben mich stets

begleitet. Alles hat mir auf seine Weise

weitergeholfen, manchmal mehr

durch die Erkenntnis nicht den richtigen

Berater an meiner Seite gehabt

zu haben, aber am Ende war nichts

umsonst und alles hat zu Erkenntnissen

geführt, die ich mich stets bemüht

habe mit bestem Wissen und Gewissen

umzusetzen.

Und so ging es zwar immer weiter,

aber der nachhaltige Durchbruch blieb

aus. Denn sobald ich meine Konzepte

und Akquise-Strategien optimiert,

neue Kunden gewonnen, schwarze

Zahlen geschrieben und wieder Luft

geholt hatte, kam der nächste Tiefschlag.

Was war bloß los in meinem

Leben? War ich zur Erfolglosigkeit

verdammt oder gar ein Krisen-Magnet?

Lohnt es sich denn wirklich weiter

zu machen? Obwohl es manchmal

mühselig war und trotz all dieser Irritationen

und vieler schmerzvoller

Gefühle und Gedanken, wurde mir

immer bewusster »aufgeben ist keine

Option!« Wieder und wieder habe ich

hingesehen.

Inspiriert durch das Buch von Hape

Kerkeling »Ich bin dann mal weg«,

entschied ich mich einen Teil des Jakobswegs

zu gehen. Ich fuhr nach

Konstanz am Bodensee, lief Richtung

Zürich, meistens am See entlang, über

den Steg auf dem Zürichsee und wieder

zurück nach Konstanz. Ich nahm

mir dafür knapp drei Wochen Zeit,

habe im Vorfeld alles akribisch geplant

und lief los. Alleine, ohne Begleitung,

nur mit mir. Ich nahm mir vor, keine

Kontakte zu anderen Menschen zu suchen,

auf Fernsehen, Alkohol, Fleischund

Süßigkeiten-Konsum weitestgehend

zu verzichten. Ich wollte wissen,

ob ich es mit mir alleine aushalte, wie

es ist, so viel zu laufen (denn das war

bis zu diesem Zeitpunkt nicht gerade

ein Hobby von mir), was so alles in

mir vorgeht und ob es etwas verändert

in mir. Im Nachhinein kann ich sagen:

»das war eine der grandiosesten Erfahrungen

meines Lebens!« Ich hatte

»Gott-nahe« Momente und kam als

eine andere zurück als die, die ich war

bevor ich loslief.

Trotzdem hatte mich der Alltag

bald wieder. Ich zehrte von den Erinnerungen

und setzte auch hier einiges

um, vieles verlor sich aber wieder,

weil der Nährboden, auf den es fiel,

noch nicht genügend bereitet war.

»Der Acker gehört bestellt und umgepflügt

bevor neue Samenkörner

gesetzt werden«, denn sonst wird es

zum Zufallstreffer, ob und was daraus

erwachsen kann. Und genau so war es

auch. Nichts desto trotz beginnt jeder

Weg mit dem ersten Schritt und den

war ich ja bereits gegangen. Ich habe

gespürt, dass es wichtig ist weiter zu

machen und dran zu bleiben, auch

wenn ich nach so manch einem Tief-

schlag oder einer handfesten Krise am

liebsten liegen geblieben wäre. Ich hatte

keine Lust mehr zu kämpfen, wieder

aufzustehen, weiter zu machen, mit all‘

meinen Selbstzweifeln und Ängsten.

Doch eine echte Kämpfernatur gibt

nun mal nicht auf und da das Glas für

mich immer halb voll ist, habe ich weiter

gemacht und damals akzeptiert,

dass mein Leben wohl das Leben »der

kleinen Schritte« ist. Ich fing an mich

für Meditationen zu öffnen, Podcasts

zu hören, mich mit spirituellen Filmen

und Literatur zu beschäftigen. Ich begann

zu affirmieren, zu manifestieren

und habe den »Raum der Stille« für

mich entdeckt. Ganz nach dem Motto

»steter Tropfen höhlt den Stein«.

Still und leise begann etwas zu

funktionieren, von dem ich erst viel

später begriffen habe, dass es funktioniert.

Ich begann Schritt für Schritt

den Acker meines Lebens zu bestellen,

anfangs unbewusst und mit jeder neuen

Erkenntnis ein bisschen bewusster.

Ich habe nicht nur gelernt, dass man

einmal mehr aufstehen muss als hingefallen

zu sein, sondern auch, dass

… es zu jedem Problem eine Lösung

gibt

»Manchmal wäre

ich gerne liegen geblieben.«

…ein Problem nur eine weitere Gelegenheit

ist, Neues auszuprobieren

…Fehler Erfahrungen sind, aus denen

ich lernen darf

…ich durch die Angst hindurch muss,

wenn ich die Angst besiegen will

…es keine Sicherheit im Leben gibt,

nur Vertrauen in das Ungewisse

…und dass hinter jeder Krise eine

Chance auf mich wartet, die ergriffen

werden will, um mein Leben reicher,

erfüllter und freudvoller zu machen.

»Willst du die Sonne sehen,

musst du den Kopf heben!«

Niemand kann mein Leben besser

machen als ich es selbst kann und

niemand ist für den Verlauf meines

Lebens verantwortlich außer ich

selbst. Es geht nie um Schuld, sondern

immer nur um Selbstverantwortung

und Selbstführung. Es geht nicht

um Selbstzweck, sondern darum sich

einzubringen für die Allgemeinheit.

Es geht um dienen und nicht um

»raffen«. All das und vieles mehr hat

Stück für Stück dazu geführt, dass ich

erkannt habe, dass ich hier bin, um als

»Botschafterin in eigener Sache« auf

die Bühne zu gehen und meine Geschichte

zu erzählen, um Menschen

zu begeistern, zu berühren, zu inspirieren,

zu motivieren und ihnen Mut

zu machen, den Weg zu sich selbst zu

gehen, um die beste Version von sich

zu werden, die sie sein können.

Das ist das Geschenk, das mir in

mein Leben mitgegeben wurde und

das viele Jahre warten musste, um

endlich ausgepackt und seiner wahren

Bestimmung zugeführt zu werden.

Nämlich anderen Menschen

als »Botschafterin«, Life-Coach und

Mutmacherin zu dienen, ohne Anhaftung

an Ergebnisse, damit daraus

ungeahnte Chancen im Feld aller

Möglichkeiten entstehen können, die

in Resonanz gehen mit Fülle, Freude

und Liebe.

Namasté!

Eure Gabriela

Inhaberin des Bildungsunternehmens

»ANTCZAK P.O.W.E.R.-Teaching

UG« für persönliches Wachstum, Mutmacherin,

Rednerin mit Herz, Beraterin

und Life-Coach!

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Christine Eschlbeck

www.christineeschlbeck.de

Expertin für Wirkung

Christine Eschlbeck

Nimm dir

Jetzt kann der

Zampano kommen!

sam mit seiner Gestik. Meistens bewegt

er nur einen Arm, den er auch

noch senkt, wenn er von »aufwärts«

und »vorwärts« spricht. Er steht wie

angenagelt auf einem Fleck, anstatt die

gesamte Bühne zu nutzen. Die Chance,

Fans für dieses Hightech-Auto zu

gewinnen, war vertan.

Zeig Dich!

Sie fragen sich jetzt vielleicht: »Müssen

es immer die großen Bewegungen

sein? Das bin ich doch gar nicht.«

Nein, natürlich nicht. Es gibt Situationen,

die kleinere Gesten vertragen.

Beispielsweise die schlechten Quartalszahlen.

Hier wäre es völlig unpassend,

den großen Zampano auszupacken.

Wenn es aber darum geht, Ihre

Mannschaft zu motivieren, ein neues

Modell vorzustellen oder für Ihre Veranstaltung

zu begeistern, dann brauchen

Sie Raum. Jetzt kann der Zampano

kommen! Mit ihm reißen Sie Ihre

Zuhörer von den Stühlen.

Probieren Sie es selbst einmal aus und

stellen Sie sich vor den Spiegel. Zuerst

stellen Sie sich vor, Sie haben Mist

gebaut und müssen es dem Kunden

beichten. Wahrscheinlich ähnelt Ihre

Haltung der unserer beiden Protagonistinnen

von oben. Dann stellen Sie

sich vor, Sie hätten einen super Auftrag

als Speaker an Land gezogen und

erzählen es Ihrem Partner oder Ihrer

Partnerin. Schauen Sie sich an – Sie

sehen einen ganz anderen Menschen!

Sie haben sich nämlich Raum geschaffen.

Den Raum, der zu Ihrer Botschaft

passt.

Raum nehmen ist Kopfsache!

Ist Ihnen aufgefallen, warum sich Ihr

Spiegelbild verändert hat? Weil Sie

sich die Situation im Kopf ausgemalt

haben. Sie haben sich hineinversetzt in

diese Stimmung – und schon kam die

Körperspannung. Die beiden Veranstalterinnen

waren vielleicht gestresst

von der ganzen Vorbereitung. Gerade

ist die gesamte Anspannung von ihnen

abgefallen, was sich dann auch in ihrer

Körperhaltung ausgedrückt hat. Oder

unser Präsentator des neuen Automodells.

Vielleicht hat er darüber nachgedacht,

ob es sich so gut verkaufen

wird wie erwartet. Ganz sicher saß er

in Gedanken nicht hinter dem Steuer

und hat die erste Fahrt genossen.

Mit folgenden Tipps gelingt es Ihnen,

sich Raum zu schaffen und damit Präsenz

und Profil zu gewinnen:

• Führen Sie sich Ihr Ziel gedanklich

vor Augen. Was sollen die Menschen

mitnehmen – eine tolle Veranstaltung,

Zuversicht, Vertrauen in Sie als Führungskraft?

Überlegen Sie, welches

Gefühl Sie transportieren möchten.

• Nehmen Sie zu Beginn einen festen

Stand ein. Damit wirken Sie souverän.

• Setzen Sie große Gesten. Damit

schaffen Sie sich Raum und Wirkung.

• Halten Sie Blickkontakt zu Ihren

Zuhörern. Dadurch ist Ihre Haltung

gleich aufrechter und präsenter.

• Lassen Sie sich Zeit beim Sprechen.

Ein Gedanke nach dem anderen, damit

Ihre Zuhörer folgen können

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie als

Rednerin oder Redner wirken, holen

Sie sich Unterstützung vom Experten.

Über die Autorin

Christine Eschlbeck, Präsenz und Profil

Coach, Trainerin, Speakerin

www.christineeschlbeck.de

deinen Raum!

Es ist noch gar nicht lange

her, als zwei Teilnehmerinnen

meines Seminars

auf mich zukamen. Sie erzählten

mir, sie hätten eine

große Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Und dann? Werden sie gefragt,

ob sie mal den Kaffee holen könnten.

Das ist bitter. Ich hatte eine Vermutung

und fragte sie, wie sie dastanden.

Die Antwort: Genau wie jetzt in unserem

Gespräch – die Beine über Kreuz,

die Arme schlaff vor dem Körper hängend,

leicht seitlich. Damit war klar:

Sie hatten Raum verschenkt! Als Verantwortliche

für die komplette Veranstaltung

stünde ihnen der rote Teppich

zu – den sie aber selbst ausrollen

müssten: fester Stand, direkter Blick,

gerade, selbstbewusste Haltung.

Räume gehen uns alle an.

Wenn Sie jetzt denken, das ist ein typisches

Frauending: falsch, wie das

nächste Beispiel zeigt. Der Chef eines

deutschen Autokonzerns steht ganz

alleine auf einer riesigen Bühne. Er

stellt das neue E-Modell vor. Hinter

ihm werden fantastische Bilder an die

Wand geworfen, die vor Dynamik geradezu

sprühen. Ein perfektes Set-up

für einen großen Auftritt. Doch was

macht der Redner? Ist äußerst spar-

Fotos: Dieter Eschlbeck

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Anne Knapp– Die GrenzAgentin: Grenzkompetenz

www.anneknapp.de

– Anzeige –

Scheiß auf Resilienz –

nimm Grenzkompetenz!

Grenzen empfinden viele eher als bedrohlich.

Erlauben Sie mir die Frage: wie leben Sie in

der VUCA-Welt Ihre gesunden Grenzen und

managen das Planbare und das Unplanbare

zu Ihrem Wohl? Schadet dies anderen?

These 1: Grenzen können förderlich und stärkend oder blockierend

und hemmend sein.

Zwei Seiten einer Medaille: Welche Grenzen helfen Ihnen,

sich zu entfalten und freudig oder gar glücklich zu sein? Was

oder wer hält Sie davon ab, Dinge zu tun, die Sie »eigentlich«

gerne tun würden, aber nie machen? Ich nenne dies Grenzkompetenz.

Wenn Sie mehr von den Kraftquellen und weniger

von den oft selbst gemachten Stolpersteinen nehmen,

was wäre dann?

These 2: Grenzen sind Ordnungssysteme

Gestern oder morgen, sympathisch oder widerlich…

Wir benötigen Ordnungssysteme, damit wir zurechtkommen

und uns orientieren können. Grenzen bieten dies.

Grenzkompetenz als Schlüsselqualifikation unterstützt Sie,

herauszufinden, wie Sie sich individuell bestmöglich platzieren,

um sich zu entfalten.

These 3: Grenzen sind verschiebbar

Was passiert, wenn Sie vermeintliche Grenzen überschreiten?

Entwicklung bedeutet Grenzen verschieben. Wer hätte

vor einem Jahr gedacht, dass wir alle mit Masken herumlaufen?

Als betriebliche Eingliederungsberaterin erlebe ich häufig,

wie Gesundheitskompetenz und Unterstützung durch

den Betrieb helfen, Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen. Als

Frau eines gewalttätigen Borderliners in Brasilien packte ich

die Koffer heimlich und ging - mit einem Messer durch den

Hals lässt es sich auch in den wunderschönsten Orten der

Welt nicht gut leben. In meinen Beratungen für Menschen,

die sich von dominanten Partnern oder Vorgesetzten lösen

wollen, geht es oft nicht ohne Tränen: Scham, Wut, Angst

vor dem Neuen sind genauso vorhanden, wie Erleichterung,

Freude und Heilung. Die Grenzkompetenz geht davon aus,

dass wir Grenzen reflektiert und achtsam passend verschieben,

so dass wir uns gesund entwickeln können.

These 4: Grenzkompetenz ist ein Prozess, der Verantwortung

erfordert und Konsequenzen mit sich bringt

Des einen Freud des anderen Leid. Gesunde Grenzen setzen

– bei sich selbst, im Zwischenmenschlichen, im Umgang mit

den Mitgeschöpfen und der Natur – bedeutet immer abwägen,

entscheiden, Verantwortung übernehmen und Konsequenzen

aushalten.

Fazit: Grenzkompetenz überholt Resilienz in VUCA-

Zeiten

Damit wir das Planbare und vor allem das Unplanbare gesund

managen, braucht es Grenzkompetenz. Ja, Resilienz

ist auch »nett«. Noch besser ist es, wenn wir uns unseren

förderlichen und blockierenden Grenzen im Vorfeld bereits

bewusst sind und Stressoren nicht einfach nur besser aushalten,

sondern den Versuch wagen, uns gegen kranke Systeme

zu stellen und neue Wege zu wagen. Grenzkompetenz

ist hierfür das mutigere Mittel der Wahl.

Die Autorin

Anne Knapp Die GrenzAgentin spürt mit ihren Klienten auf,

wie sie endlich wieder aufblühen, ohne länger von anderen bevormundet

zu werden. Sie ist Dipl. Berufspädagogin (Univ.),

betriebliche Eingliederungsberaterin (BEM), Mentorin, Jobcoach.

Brasilien ist ihre zweite Heimat.

Foto: FLOW Photography

Der Club der Gentlemen ist eine Institution

für jeden Herrn, der auf höchstem Niveau

mit Gleichgesinnten in einem hochwertigen

Ambiente interagieren möchte.

Die rote Nelke als Symbol für Solidarität

Für den Club der Gentlemen soll die rote Nelke

für die Werte stehen, die wir in diesem elitären

Zirkel leben und erleben wollen. Denn auf

Status, Erfolg oder auch erlesenen Geschmack

allein lässt sich ein Gentleman nicht reduzieren.

Ein Gentleman hat Haltung, ist unerschrocken

und solidarisch gegenüber seinen nächsten.

Diese Werte sind repräsentativ für den Club

der Gentlemen und stehen im Einklang mit

Wertschätzung, Empathie, Höflichkeit, Moral,

Reziprozität, Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit,

Bescheidenheit, Zivilcourage, Contenance.

Aus diesem Grund erhält jedes Mitglied

des Clubs als Aufforderung und Versprechen,

diese Werte nicht nur innerhalb, sondern auch

außerhalb dieses Zirkels zu leben, eine rote

Nelke als Erkennungszeichen.

www.club-der-gentlemen.de

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team karin burger

www.agentur-fuer-redner.com

Die Agentur für Redner

www.agentur-fuer-redner.com

»Mit Abstand die

besten Events«

Wie Veranstaltungen nachhaltig gelingen

Wenn alles unsicher ist, dann braucht es

Mut, überhaupt etwas zu planen. Die

Redneragenturchefin Karin Burger

und die Nachhaltigkeitsexpertin Tina

Teucher fanden sich plötzlich wieder

im Gespräch über kaltes Wasser, Nacktheit, Nähe, Reibung

und virtuelle Berührung in Zeiten von Corona.

Tina Teucher (TT): Sag mal, Karin, man kennt dich ja als

Sonne, aber als Corona die Eventbranche platt rollte, hat

doch auch dich der Mut verlassen,

oder?

Karin Burger (KB): Meine »persönliche

Corona-Challenge« begann

am 28. Februar 2020 mit der

WhatsApp einer Geschäftsfreundin,

die bei einer Versicherung

arbeitet und mir schrieb, dass der

Konzern bis Ende des Jahres alle

Präsenz-Veranstaltungen abgesagt

hat. Sie fragte mich, was ich tun

würde, wenn meine Umsätze um

50% einbrechen. Ich stand erstarrt

am Flughafen in Heathrow und

dachte erst mal nur: Was heißt denn

das für meine Agentur? Im ersten

Moment war ich natürlich erst

mal wie betäubt. Damals dachten

wir alle noch, Corona wäre nur ein

Schnupfen. Und das alles erschien

vollkommen surreal.

TT: Was habt ihr dann gemacht?

KB: Schon im nächsten Moment dachte ich: Wenn Präsenz

nicht mehr möglich ist und das wirklich so kommen

sollte …, dann brauchen wir eine Taskforce! Eine Corona-Event-Taskforce.

Am gleichen Wochenende habe ich mit

dem »Digital-Dolmetscher« Thorsten Jekel und verschiedenen

Partnern Tag und Nacht einen Plan geschmiedet, wie

wir anstehende Events in Online-Formate umbauen könnten.

Am 5. März ging eine E-Mail an unsere 3.000 Kunden

mit Szenarien und konkreten Lösungsvorschlägen. Die

Kunden haben das honoriert mit E-Mails wie »Mensch, Burgerin,

Du bist ja auf Zack!«

TT: Solche Situationen kann man ja nicht üben.

KB: Wir haben uns dazu entschieden, einfach ins kalte

Die 7 Phasen der Veränderung

1

2

3

4

5

6

7

Selbstbefähigung

1

Schock (Verwirrung)

Ablehnung (Verneinung, Widerstand, Zorn, Wahrnehmungsverzerrung)

Rationale Akzeptanz (Tal der Tränen, Verhandeln, »Ja-aber«-Denken) Emotionale

Akzeptanz (Depression, Loslassen, Annahme der Situation) Experimentierphase

(Ausprobieren, Lernen)

2

Neue Kompetenz (Anpassen, Erkenntnis, erweiterter Denk- und Handlungszustand)

Integration (Identifikation, Visionen & Ziele)

3

4

Eigene Darstellung nach: Trauerkurve von Elisabeth Kübler-Ross; Veränderungskurve von Franz

Decker (1996): Die neuen Methoden des Lernens und der Veränderung, Lexika Verlag, 1996, S. 194ff.

5

6

Wasser zu springen. Ich wollte alles ausprobieren, habe den

Begriff »hybride Events« gelernt und sehr viele neue Fachbegriffe.

In langen Nachtschichten erschloss sich mir ein

vollkommen neues Terrain – »einfach machen« war die

Devise. Im April verstand ich langsam die sieben Phasen

der Veränderung (s. Grafik), das hat mich echt über Was-

7

Zeit

ser gehalten. Dadurch wusste ich, dass meine krassen Ups

and Downs »normal und gesund« sind – und habe in dieser

Zeit mit meinem Team die Inhalte der Konferenzen an die

jeweilige Krisen-Phase angepasst, in der die Gesellschaft

gerade war.

TT: So holterdiepolter alles umplanen, da ging doch bestimmt

auch mal was schief?

KB: Klar. Mit einem Mal ging Mitte März die Absage-Welle

los. 100% Stornos. Bayern hatte »geschlossen«, ich habe die

Agentur zugemacht, Kinder zu Hause gehütet, rumtelefoniert.

Alle Buchungen bis Ende 2020 standen auf dem Spiel!

Viele Wochen ging es nur darum, Storno- und Kulanz-Regelungen

zu finden, die für alle Beteiligten – Kunden, Speaker,

Künstler und uns – machbar und fair waren. Ich habe

Förderanträge gestellt und gelernt, wie ich meine Mitarbeiterinnen

durch Kurzarbeitergeld halten und Arbeitsplätze

retten kann.

TT: Wann hieß es mal: »durchatmen«?

KB: Die #Corona-Event-Taskforce kam im Mai endlich

zum Zug – mit dem ersten Online-Event für »meine« Uni

Passau. Das war ein großer Erfolg: Wo früher 20 bis 50 Leute

in München zu den »Inspiration-Lunches« kamen, waren

online plötzlich 400 Menschen aus fünf Kontinenten

dabei. Da habe ich erlebt und verstanden, dass sich online

sehr viel Freude, Gemeinschaftsgefühl und Nähe herstellen

lassen und dass man aus dieser Not wirklich eine Tugend

machen kann.

TT: Du kennst tausend Leute. Haben die jetzt in der Krise

geholfen?

KB: In 18 Jahren haben wir ein sehr starkes Netzwerk aufgebaut

und gepflegt. Einige Speaker-Freunde haben uns

angerufen und gesagt, dass sie uns jederzeit mit Geld aushelfen.

Ich wusste bei jeder neuen Thematik, wen ich fragen

kann. Ein langjähriger Geschäftspartner hat uns ein Kilo

Gummibärchen geschickt und Söckchen gegen kalte Füße.

Mit dem Angebot, dass er einmal für uns auftritt und wir

das volle Honorar behalten dürfen. Diesen Joker musste ich

bis jetzt noch nicht ziehen. Zu jedem Problem, das ich habe,

kenne ich jemanden, der mehr kann als ich. Das und die

Loyalität meines Teams haben mich durch die Corona-Monate

getragen. Inzwischen haben wir in der Taskforce alle

zusammen sicherlich an die 40 Online-Events gebaut –

kleine Zoom-Events und wilde, große Online-Messen. Und

schon alle Fehler erlebt, die man machen kann. Wenn eines

klar ist: »Internet is a bitch« … und Thorsten Jekel ist mein

Streaming-Held.

TT: Wie haben das deine Speaker gemacht, wenn sie

trotzdem Live Workshops geben wollten?

KB: Die ersten Erfahrungen sammelten meine »Digi-Jungs«

– Christian Buchholz und Gerriet Danz. Beide sind enorm

kreativ und haben das in einem Mix aus Abstand, Maske,

Online-Tools & -Interaktion super gemeistert. In unserem

Expertentalk »Mit Abstand die besten Events« erklären die

beiden gemeinsam mit sieben anderen, wie das geht.

Hybride Events

Die Vorteile im Überblick:

• Planungssicherheit.

• Nicht das Virus entscheidet, sondern Sie!

• Sie erreichen viel mehr Menschen.

• Gäste & Speaker »aus der ganzen Welt« können sich

»dazu schalten«.

• Eltern können von zu Hause aus dabei sein.

• Filmmaterial für Ihre PR und Ihr Social-Media-Marketing

»danach«.

• weniger Zeitaufwand, Reisekosten und CO 2 .

• Image! Sie gehören zu den Pionieren dieser Zeit!

Showcases & Infos:

Foto: Frank Achim Schmidt

Karin Burger

»Wir machen das Beste aus der Situation und ›mit Abstand‹

die besten Events« – Karin Burger bringt seit 18 Jahren die

spannendsten RednerInnen, Moderatoren und Künstler auf die

Bühne. Mit ihrem Netzwerk aus erfahrenen Profis plant sie für

ihre Veranstaltungskunden Events offline, hybrid oder online.

So lassen sich Kunden, Mitarbeiter und Führungskräfte inspirieren

und auch in wilden Zeiten näher zusammenbringen.

www.agentur-fuer-redner.de

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www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 25



team karin burger

www.agentur-fuer-redner.com

Die Agentur für Redner

www.agentur-fuer-redner.com

TT: Keiner weiß, wann die nächste Welle kommt, deshalb

zaudern seit Monaten die Entscheider, wenn es um die

Planungen von Events geht. Gab’s denn auch mutige Veranstalter?

KB: Klar, zum Beispiel die Veranstalter des hybriden »Waldecker

Wilden Brunchs«, den du ja moderiert hast! Tausende

Leute haben dieses kurzweilige Event über essbare

Wildpflanzen live gesehen und wir haben viele begeisterte

Zuschriften bekommen. Inzwischen planen wir z. T. bis

Ende 2021 mit beherzten Kunden Präsenz-Events mit »hybridem«

Backup. Wir fahren immer zweigleisig. Das gibt

allen die Sicherheit

zurück. Auch wenn

die neuen Formate

bei vielen Kunden

auch Mut erfordern,

weil mit dem Neuen

auch alte Zöpfe abgeschnitten

werden.

Alle Speaker, Moderatoren

und Künstler,

die wir empfehlen,

müssen zwingend

live und »virtuell auf

dem Bildschirm«

gleichermaßen gut

rüberkommen – und

sehr flexibel sein. Wir

können Stand heute

auch kurzfristig auf

»#pureonline« umstellen,

wenn die Entwicklung

der Pandemie

das erfordert.

Und wir machen allen

klar, dass diese »hybriden« Lösungen sauber budgetiert

werden müssen. Nein, virtuelle Konferenzen sind nicht viel

günstiger als Präsenz-Events. Die Kosten verlagern sich auf

andere Gewerke, Dienstleister und Talente.

Foto: Josef Häckler

TT: Wir können uns durch die blöden Bildschirme nicht

wirklich in die Augen schauen, nicht spüren, wie es dem

anderen geht. Oder?

KB: Doch, die Berührung von Herz und Seele ist auch in

Zeiten von Corona möglich. Unsere Künstler haben sehr

emotionale virtuelle Formate geschaffen. Musik und Poesie

schaffen den Sprung durch die Screens zu den Zuschauern.

Wenn der Pianist und Sänger Tom Friedländer spielt, steigen

den Führungskräften vor ihren Bildschirmen schon

mal Tränen in die Augen. Und wenn die Poetry-Slammerin

Dominique Macri die Events mit einem »poetic recording«

»aus dem Stand« zusammenfasst, dann will man das noch

mal und noch mal hören, weil es so fein ist und rührend.

TT: Was hast du in der Krise noch beobachtet?

KB: Ich habe Nächte mit Kollegen und Freunden am Telefon

oder in Videokonferenzen mit der Kamera verbracht

und dabei Zoom & Co sehr zu schätzen gelernt. Wir alle

brauchen jetzt den Austausch mit anderen, weil uns das ermutigt

und inspiriert, das Hilfreiche weiterzugeben. Dieses

wacklige Gefühl wird nicht von heute auf morgen vorbei

sein und umso klarer wird: Jetzt geht’s um Beziehungen.

TT: Was heißt das für Führungskräfte, die vor Mitarbeitern

und Kunden reden?

KB: Der Lack muss ab! Es sind immer die persönlichen

Geschichten, die einen Mehrwert bringen, weil sie hängen

bleiben und dem Publikum helfen, zu lernen. Authentisch

sind die Redner, die sich trauen, den Lack abzukratzen und

als Mensch zu reden, nicht als Funktion. Wir wollen keine

»Wikipedia-Vorträge«, wie die wunderbare Sabine Asgodom

das mal genannt hat. Wir wollen echte Menschen

mit echten Erfahrungen und eigenen Erkenntnissen. Jeder

kann dann für sein Leben hilfreiche Rückschlüsse ziehen.

TT: Aber auf der Bühne oder mit dem Mikro in der

Hand muss man doch kompetent wirken?

KB: Ein guter Speaker zieht keine Show ab, sondern geht

in tiefe Verbindung zu jedem Einzelnen im Raum! Virtuell

kann man wunderbar interaktiv mit tollen Tools abfragen:

Wie geht es meinem Publikum gerade? Und sich die Frage

stellen: Was kann ich diesen Menschen schenken? Was

habe ich erlebt, das ich teilen möchte, das anderen in ihrer

jetzigen Situation vielleicht auch weiterhilft? Ihre Erzählung

geht uns nahe, und diese Nähe öffnet das Fenster für

Veränderung. Im Idealfall liegen nach einem guten Vortrag

viele Puzzlestücke da, und ich kann mir die rauspicken, die

in meinem Lebenspuzzle fehlen.

TT: Lässt sich das so einfach lernen?

Ich habe mit Bernd Ankenbrand, Professor an der Hochschule

für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schwein-

furt sowie Gaston Florin und Katrin Hansmeier eine

»Krabbelgruppe für Virtuelle Kommunikation« gegründet

– kurz #KraViKo. Hier experimentieren wir vier mit Kollegen

unter dem Hashtag #LernenMitTikTok, wie man virtuelle

Räume menschlich macht, wie man die eigene Kraft

und Persönlichkeit auf den Bildschirm bringt. Wie man das

Momentum wiederholbar macht. Wie man seinen Status

auf dieser kleinen Sichtfläche sichtbar machen kann. Remote-Speaking

ist eine hohe Kunst. Eine ganz neue Kunst,

die man lernen und üben muss.

TT: Motivation fällt zurzeit nicht jedem leicht. Oft muss

ja auch Unschönes kommuniziert werden. Kann eine

Abwärtstrend-Rede auf der Jahreskonferenz trotzdem

irgendwie Kraft geben?

KB: Ja, indem man die eigene Schwäche zeigt und in eine

Stärke dreht. Wenn ein guter Vertriebsleiter z. B. nach dem

Shutdown die Verkaufsmannschaft in Frankreich neu motivieren

will, erzählt er erst mal, wie es ihm daheim ging,

und geht auf Augenhöhe – damit sich seine Leute mit ihm

verbinden können. Ein bisschen Nacktheit muss einfach

sein. Gaston Florin meinte mal: Wir brauchen ein wenig

mehr »Schmutz im Netz«. Damit meinte er keine Pornografie,

sondern das Menschelnde, die unperfekten Momente

…, die Asymmetrien. Mehr Schmutz in der Umwelt

brauchen wir dagegen nicht. Da geht’s leider dreckig genug

zu.

KB: Du beschäftigst dich doch mit dem Megatrend

Nachhaltigkeit – ist der jetzt durch die Krise erst mal abgemeldet?

TT: Könnte man meinen! Nachhaltigkeit wird zwar immer

als wichtig bezeichnet, aber seit Jahrzehnten auf die lange

Bank geschoben. Die Welt steckt in einer Dauerkrise. Das

wird durch die Corona-Pandemie nun massiv verstärkt

und alles andere erscheint dringender.

KB: Gibt es für die Ökologie jetzt nicht auch erfreuliche

Entwicklungen? Weniger Flüge, mehr Elektroautos, weniger

Reisen?

TT: Tja, kurzfristig gab es jetzt auch weniger Smog und klarere

Gewässer. Aber ändert sich auch das langfristige Denken?

Über 300 Unternehmen habe ich gefragt: Befördert

oder bremst Covid-19 das Nachhaltigkeitsengagement der

Firmen? Die Antworten, die ich mit dem Bundesdeutschen

Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.

e.V.) gefunden habe, fielen gemischt aus. Viele gaben an,

dass die Krise eine neue Dynamik in die Diskussion um

Risikobewertung und den Aufbau von Resilienz bringe.

»Die radikalen durch Covid-19 bedingten Veränderungen

haben nicht nur mich, sondern auch viele meiner Mitarbeiter

nachdenklich gestimmt und dazu geführt, unser

derzeitiges Wirtschaftsmodell zu hinterfragen«, schrieb z.

B. ein Teilnehmer. Das macht Hoffnung.

KB: Corona hat ja gezeigt, wie schnell Veränderung gehen

kann. Wieso geht das nicht auch beim sozialen und

ökologischen Umbau der Gesellschaft?

Tina Teucher

»Innovation ist langweilig, wenn sie die Welt nicht besser

macht« – Tina Teucher verbreitet die guten Lösungen, die es

heute schon für ein lebenswertes Morgen gibt. Als Rednerin,

Autorin, Moderatorin und Beraterin für Zukunftskompetenz,

Megatrends und Nachhaltigkeit.

www.tinateucher.com

Wie gelingen

Veranstaltungen in

Corona-Zeiten?

Hier finden Sie die Aufzeichnung des Lunch-Talks:

Mit dabei:

Mit Abstand die besten Events

1 Stunde, 9 Experten, voller Durchblick.

Karin Burger (Agentin & Matchmakerin)

Gerriet Danz (Innovationsexperte)

Christian Buchholz (Kreativitätsexperte)

Leonhard Zintl (Bank-Vorstand & Autor)

Elisabeth Zintl (Hotelchefin & Seminarraumanbieterin)

Julia Kießling (Expertin unkonventionelle Business-Events)

Thorsten Jekel (Digital-Working-Vordenker)

Tina Teucher (Moderatorin & Expertin für Zukunftsthemen)

Tom Friedländer (Pianist & Co-Moderator)

Foto: Axel Öland

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team karin burger

www.agentur-fuer-redner.com

Stefan Brutscher, Experte für Selbstwirksamkeit

www.stefan-brutscher.com

TT: Das eine bedroht uns unmittelbar, das andere scheint

weit weg. Hausgemachte globale Probleme wie Erderwärmung

und Artenverlust sind neu in der Menschheitsgeschichte.

Das mit dem langfristigen Denken war in der

Evolution bisher nicht so gefragt. Nun brauchen wir neue

Herangehensweisen und Führungsqualitäten.

KB: Die klassische Führungskraft ist ja dafür bekannt, zu

sagen, wo es langgeht …

TT: … und die moderne Führungskraft moderiert die Unsicherheit

und ermöglicht allen das Fahren auf Sicht. Sie hält

Widersprüche, Ambivalenz und Ambiguität aus – auch in

Teams. Diversität ist der Schlüssel. An der Reibung wachsen

wir, da kann Neues entstehen.

KB: Genau! So wie wenn jemand mit Ecken und Kanten

zu uns spricht – da wird’s erst interessant. Eine gute Keynote

ist kein Fachvortrag, der null Fragen offenlässt, sondern

eine Berührung, die für mich relevante Fragen in

mir aufwühlt und mich zum Nachdenken bringt.

TT: Wenn du den Fokus der Zuhörer von dir auf sie selbst

lenkst, schenkst du ihnen einen wertvollen Moment: Einen

Moment, in dem sie Veränderung als etwas Positives erleben

können. Es ist ihr Leben, hier können sie etwas bewegen.

Das ist das Geschenk der Selbstwirksamkeit. In dieser

– Anzeige –

DAS SEMINARHAUS NRW®

Aus dem Leben – für das Leben!

unglaublichen Zeit mit so viel Gestaltungsmacht für jeden

Einzelnen zu leben, das macht mich immer wieder zuversichtlich.

TT: Und du, woher nimmst du deine Kraft? In einer

Konferenz wurdest du als #QueenOfOptimism bezeichnet.

Woher nimmst du immer wieder den Mut und deine

Power?

KB: Optimismus ist eine Auffassung, in der ich jeden Moment

von der besten Seite betrachte. Ich nenne das »Sonnenlaufen«.

Man könnte es auch »Pippi-Langstrumpf-Prinzip«

nennen. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Mein Beruf »spült« viele kluge Menschen in mein Leben.

Einer meiner wichtigsten Lehrer ist Jens Corssen. Sein

»Selbstentwickler« hat mich durch viele düstere Momente

gelotst. Ich lebe zu 100% in einem Gefühl der Eigenverantwortung.

Mir hilft Disziplin in der Krise. Aufstehen,

Bett machen, Zahnseide benutzen, ein Glas Wasser. Jeden

Morgen. Das klingt banal, ist es aber nicht. Wenn ich den

Tag mit diesen vier Sachen anfange, dann rutscht der Rest

von selbst. Die größte Kraftquelle: Meine Söhne und mein

Mann stehen hinter mir.

In der Agentur haben wir irgendwann das Motto #ManagementByLove

für uns als Team gefunden. Danach lebe ich.

Wenn alle Stricke reißen, bleibt die Liebe.

„Finde in – DER Lernwerkstatt für Persönlichkeit & Kompetenz – deinen »Schlüssel« zu einem

selbstermächtigten Leben. Für mehr Lebensqualität und größerer persönlicher und beruflicher

Sicherheit. Lebensoffen, nahbar und echt treten wir jeden Tag an, um Menschen den Traum von

mehr Unabhängigkeit und einem selbstständigen Handeln als erfolgreiche »Lebens-Unternehmer«

zu ermöglichen.“ (Rainer Biesinger & Bärbel Römer)

www.seminarhaus-nrw.de

Angst essen

Hirn auf

Zurzeit zeigt sich das für

mich in den ganzen Social

Media Diskussionen. Obwohl,

für mich sind das

keine Diskussionen. Denn

bei einer Diskussion geht es darum,

den anderen zu verstehen. Allerdings

ist das ein rationaler Vorgang. Ein

Vorgang, der von unserem Großhirn

betrieben wird. Doch jeder von uns

hat aktuell irgendwie Angst. Angst,

den Job zu verlieren, Angst, sich den

Virus einzufangen, Angst, wie es weitergehen

soll, Angst vor einem neuen

Lockdown, Angst, nie mehr sein altes

Leben zu erleben …

Die Liste kann schon fast beliebig

weitergeführt werden. Bei mir ist es

primär die Angst, was wir Menschen

aus der Angst machen werden. Als

Coach und Unternehmer bekomme

ich das aus jeder Richtung mit. Oftmals

wird das nicht als Angst betitelt,

sondern als Vorsicht oder als Planung

für die Zukunft. Wenn wir uns aber

nicht eingestehen, dass wir aus einer

Angst heraus handeln, dann denken

wir, dass unsere Aktionen und Handlung

rational wären. Sie sind es aber

nicht und kommen auch so nicht bei

dem anderen an. Schon ist es keine

Diskussion mehr, sondern ein aufeinander

Einschlagen. Dann kommt

in uns der Urinstinkt hoch und hilft

uns, uns zu verteidigen. Uns zu schützen

vor dem Bösen außerhalb unseres

Raumes.

Die Hilfe dagegen ist einer meiner

liebsten Einstellungen: „Brain run on

fun!“

Angst und Spaß können nicht lange

parallel sein. Bestimmt hast du

schon mal etwas gewagt, das dir Spaß

und gleichzeitig Angst gemacht hat.

Vielleicht eine Fahrt mit der Achterbahn

oder ein Bungee-Sprung. Da

kommt gerne die Angst kurz hoch

und gleichzeitig macht es Spaß. Am

Ende bist du so aufgeputscht, dass du

am liebsten die Welt umarmen würdest.

Ich empfinde solche Gelegenheiten

wie ein Farbtupfer auf meinem

Lebensgemälde.

So ein Lebensgemälde stelle ich mir

vor, wenn ich bei einer Diskussion auf

jemanden treffe, der aus der Angst heraus

handelt. Das merke ich, wenn ich

allgemeine Anschuldigungen erhalte

wie z. B. Wutbürger, Verschwörungstheoretiker

oder blinder Gefolgsmann.

In solchen Momenten tupfe

ich in meiner Fantasie einen kleinen

schwarzen Punkt auf das Gemälde –

das ist die Angst oder Wut, die mir

entgegenkommt. Und darum male ich

mir dann bunte Kreise drum rum. Das

ist mein Spaß am Leben – mein eigenes

Leben, das ich beeinflussen kann.

Oftmals kommen Kunden zu mir

und sagen, dass sie ein Problem mit

ihrem Mitarbeiter haben. „Der nervt

immer so und was können wir denn

mit dem machen?“ Meine Antwort:

„Wir können nur mit dem arbeiten,

was im Moment da ist. Nur mit den

Personen, die im Moment im gleichen

Raum sind.“ Alles andere ist illusorisch

und verschwendet nur unsere

eigene wertvolle Energie. Unsere

Energie, die wir für viel schönere Dinge

einsetzen können. Mit dem Partner

Essen gehen oder ein schönes Buch

lesen. Dafür ist die Energie doch viel

besser eingesetzt.

Oder anstatt der Angst noch mehr

Futter zu geben, sich erst mal zurücklehnen

und sich klar machen, was gerade

passiert. Male ich denn gerade

Fotos: Hannelore Kirchner

neben den kleinen schwarzen Punkt

andere große schwarze Flecken – gehe

ich mit der Angst, weil der andere so

gegen meine eigene Einstellung ist?

Wenn das der Fall ist, dann erst mal

durchatmen. Nochmals durchlesen,

was der andere geschrieben hat und

sich vorstellen, dass der andere aus

einem guten Grund so handelt.

Oh ja, auch Angst ist ein guter

Grund. Angst kann uns retten und hat

es bestimmt schon oftmals getan. Die

Angst ist neben der Liebe die größte

Kraft, die uns zur Seite steht.

Letztendlich zählen nur drei Dinge:

Wie sehr du geliebt hast, wie sanft du

gelebt hast und wie anmutig du Dinge

loslassen konntest, die nicht für dich

bestimmt waren (Buddha).

Und daher kommt mein Leitspruch:

„Denke groß und handle mutig“ –

Denke groß über dich und handle mutig

für dich. Das zählt für dein Leben

und macht dein Lebensbild bunt und

sehenswert.

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REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 29



Udo Gast – Erfolg braucht Verantwortung

www.gast-redner.de

Mut zur Veränderung

Wenn dir eine Krise in den Hintern tritt.

Weitermachen wie bisher? Das funktioniert

nicht! Wir müssen Verantwortung

übernehmen und brauchen Mut zur

Veränderung. Aber wo setzen wir da an?

In meinem EVA-Modell (Erfolg braucht

VerAntwortung) habe ich acht Faktoren für Unternehmenserfolg

identifiziert. Was liegt näher, als diese Stellschrauben

für eine Veränderungsstrategie zu nutzen.

Vision und Analyse

Grundlage für Entscheidungen sind Informationen über

Ausmaß und Umfang der Bedrohung. Nach der Analyse

projizieren wir die Konsequenzen auf das Unternehmen und

gehen drei Krisenszenarien durch: best case, worst case und

possible case. Im nächsten Schritt geht es um die Zukunftsvision.

Welches Idealbild habe ich vor Augen und welche Mission

leitet sich daraus ab?

Strategie

Nach der Analyse ist es folgerichtig, eine geeignete Realisierungsstrategie

zu entwickeln und mit den richtigen Personen

umzusetzen.

Führung

Die Krisenforschung lehrt, dass wir uns in bedrohlichen Situationen

an entschlossene Führungspersönlichkeiten halten.

Diese müssen Vertrauen genießen, Verantwortung annehmen

können, über Sozialkompetenz verfügen, eine Prise

Charisma bereithalten und mit Entschlossenheit Entscheidungen

treffen. Passen Führungsstruktur und Führungspersonen

zum Veränderungsprozess?

Innovation

Unglaublich, was da in den letzten Monaten an neuen, kreativen

Produkten und Verfahren entstanden ist. »Not macht

erfinderisch« lautet eine Volksweisheit. Das funktioniert,

wenn man sich nicht nur auf seine vorhandenen Angebote

fokussiert, sondern auf Prozesse und Qualifikation seiner

Mitarbeiter. Das Trigema-Beispiel von Unternehmer Wolfgang

Grupp hat gezeigt, wie das im Idealfall gelingen kann.

Mund-Nasenschutz-Masken sind Stoffartikel, die bereits bekannt

waren (Produktkompetenz). Wie man die zu nähen

hat, (Verfahrenskompetenz) war den Mitarbeiter ohne Schulung

klar (Wissenskompetenz).

Qualität

Produktqualität ist selbstverständlich; im Veränderungsprozess

zielt Qualität auf die Optimierung von Maßnahmen und

die Schulung von Mitarbeitern und Führungskräften ab. Eine

Feedbackanalyse beim Kunden kann hilfreich sein. Erst testen,

dann weiterentwickeln.

Award

Gewinner

Wertekultur

In Extremsituationen zahlt es sich aus, auf ein gelebtes Wertekonzept

zurückgreifen zu können. Vertrauen gehört zu den

Grundpfeilern eines Ethikkonzeptes. Kunden, wie Mitarbeiter

müssen sich darauf verlassen können, dass Zusagen eingehalten

werden. Und Mitarbeiter wollen Teil der Lösung sein.

Struktur

Strukturen und Abläufe geben uns Sicherheit. Kein Flugzeug

startet, ohne dass Pilot und erster Offizier eine Checkliste

abarbeiten, um Katastrophen zu vermeiden. In Veränderungssituationen

gilt es Ziele zu definieren, Maßnahmen

zu koordinieren, und neue Handlungsroutinen und Abläufe

festzulegen. Nur dann sind kurzfristige Korrekturen möglich,

die sie sich an einer Prüfliste orientieren.

Kommunikation

Bei der Unternehmenskommunikation geht es vor allem um

die Relevanz. Was ist wichtig und wie soll kommuniziert werden?

Wir kommunizieren nach Leitlinien: offen, ehrlich, zeitnah,

transparent und verständlich.

Foto: Enno Friedrich

Pantone 2955 C | C=100 M=60 Y=10 K=53 | R=0 G=56 B=101 | #003865

Pantone 2448 C | C=0 M=70 Y=60 K=0 | R=218 G=98 B=83 | #DA6253

Veränderung braucht Entscheidung. Nehmen Sie die Herausforderung

an und wachsen mit ihr!

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Pantone 2955 C | C



Club der Redner

»Du hast uns tief berührt« Award – Mai

Club der Redner

»Du hast uns tief berührt« Award – Juli

Mylgia van Uytrecht

Markus Berg

Award-Gewinnerin Mai 2020

Award-Gewinner Juli 2020

Club der Redner

Club der Redner

Wir freuen uns den Award »Du hast uns tief berührt« im Mai 2020 an

Mylgia van Uytrecht für ihre Rede »Begegne Herausforderungen mit einer positiven

Einstellung und programmiere Dich auf eine begeisternde Ausstrahlung« zu überreichen!

Foto: Mybyte Media

Unser Award-Gewinner im Juli 2020 ist Markus Berg für seine Rede

»Gibt es eine zweite Chance für den ersten Eindruck?«

Foto: Mybyte Media

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Club der Redner

»Du hast uns tief berührt« Award – August

Mathias Wald – Anzeige –

www.clubderredner.de

Regina Hofmann-Weiß

Award-Gewinnerin August 2020

Pantone 2955 C | C=100 M=60 Y=10 K=53 | R=0 G=56 B=101 | #003865

Pantone 2448 C | C=0 M=70 Y=60 K=0 | R=218 G=98 B=83 | #DA6253

Club der Redner

Foto: Mybyte Media

Die Speaker-Community

trainieren – ausprobieren – besser werden

Im August 2020 hat uns Regina Hoffmann-Weiß mit ihrer Rede »Fang an dich zu lieben«

restlos überzeugt! Für den exellent vorgetragenen Beitrag gab es sogar Standing Ovation.

Foto: Mybyte Media

Reden, präsentieren, begeistern

– und mit anderen

gemeinsam wachsen!

Der Mensch ist ein

Beziehungswesen: Menschen

lernen und wachsen am besten

zusammen mit anderen Menschen.

Aus diesem Grund haben wir 2020

den »Club der Redner« ins Leben gerufen.

Der »Club der Redner« ist ein Netzwerk

und eine Online-Community für

neue und etablierte Speaker, Trainer,

Experten, Dozenten, Vertriebler, Verkäufer,

Coaches und alle, die beruflich

vor Menschen sprechen oder präsentieren

wollen oder müssen.

Wir bilden eine Gemeinschaft aus

Rednerinnen und Redner, die sich

gegenseitig helfen und unterstützen.

Durch unsere eigene Bühne und regelmäßig

stattfindende Redetreffen,

soll jedes Mitglied mit der Zeit immer

besser vor Menschen reden, hochwertiger

präsentieren und andere nachhaltiger

begeistern können. Daneben

geht es auch um die professionelle

Vermarktung der eigenen Person

und die Verbesserung der eigenen

Sichtbarkeit. Letztendlich sollen alle

Mitglieder durch das Netzwerk wirksamer

werden und – sofern sie selbstständige

Rednerinnen und Redner

sind – häufiger gebucht werden.

Und so wird aus der Verbindung

unserer beiden Bereiche »Wir machen

Redner« und »Club der Redner«

eine perfekte Umgebung, um

dich im Bereich des »Professional

Speaking« vom ersten Schritt bis in

den langjährig erfahrenen Berufsalltag

umfassend zu begleiten.

In einer Welt, die sich anscheinend

immer mehr abgrenzt, setzen

wir durch das Gemeinsame einen

kräftigen Kontrapunkt – hin zu mehr

Werten, Liebe und Erfolg.

www.clubderredner.de

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Andreas Klement

www.andreasklement.de

Andreas Klement

www.leadership-meets-sports.de

Mentale Stärke

Erfolgsfaktor in Sport und Business

Dominik Eberle hat einen der vielleicht undankbarsten

Jobs im American Football.

Der deutsche Football-Profi hat jüngst einen

Platz im Kader der Las Vegas Raiders

ergattert – als Kicker. Seine Aufgabe sieht

dabei zunächst recht einfach aus: Er kommt nur auf das

Feld, wenn es darum geht einen Field Goal oder Extrapunkt

zu erspielen, das heißt er muss den Ball durch das

Torgestänge am Ende des Spielfeldes schießen. Ein kurzer

Auftritt, doch nicht zu unterschätzen ist dabei die mentale

Belastung. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, ein guter

Schuss kann auch eine schlechte Offensive noch mit einem

Punkt abschließen. Ein schlechter Schluss hingegen

wird meist mit Buh-Rufen und Enttäuschung quittiert.

Das jedes Mal durchzustehen, dem Druck und der Erwartungshaltung

standzuhalten, das erfordert eine besondere

mentale Stärke.

Gerade im Spitzensport ist mentale Stärke einer der

wichtigsten Erfolgsfaktoren: Sportler stehen ständig unter

Leistungsdruck, müssen ihre eigenen Grenzen überwinden

und bei Wettkämpfen quasi per Knopfdruck ihre

Bestleistung abrufen. Davon können Führungskräfte

und Mitarbeiter in Unternehmen viel lernen. Leadership-Coach

Andreas Klement verweist auf das von 2012

Foto: Holger Bulk

von Peter Clough und Keith Earle erstellte Modell für

mentale Stärke mit vier Faktoren:

1. Confidence, also Selbstvertrauen: Mental starke Personen

sind von ihren Fähigkeiten überzeugt. Dies ist gleichbedeutend

mit der Selbstwirksamkeitserwartung, für die

der kanadische Psychologe Albert Bandura vier Quellen

ausmachte: An erster Stelle stehen Erfolgserlebnisse, denn

die Bewältigung einer schwierigen Aufgabe stärkt den

Glauben in die eigene Fähigkeit. Sportler erleben dies regelmäßig

bei Wettkämpfen. Der zweite Punkt ist die stellvertretende

Erfahrung: Sieht man, dass andere Menschen

mit ähnlichen Fähigkeiten tolle Leistungen vollbringen,

dann motiviert das und spornt die eigene Leistungsfähigkeit

an. Deshalb sind Vorbilder so wichtig. Ein weiterer

wichtiger Punkt – und hier können sich Führungskräfte

etwas bei erfolgreichen Sporttrainern abgucken – ist der

Effekt verbaler Ermutigungen: Wer ermutigt wird, der

glaubt eher an seine eigenen Fähigkeiten. Den letzten

wichtigen Aspekt erfasst Bandura unter dem Schlagwort

»emotionale Erregung». Schwierige Situationen können

im Menschen körperliche Reaktionen auslösen: Herzrasen,

Schweißausbrüche, ein flaues Gefühl im Magen fühlen

sich oft wie persönliche Schwäche an, sind aber ganz

natürlich. Sportler kennen das zu Genüge. Wer lernt mit

diesen Stressreaktionen umzugehen, der ist besser für Herausforderungen

gewappnet.

2. Challenge: Mental starke Personen suchen gezielt Herausforderungen,

sie überwinden dabei die eigenen Ängste

und wissen wie sie Ihnen begegnen müssen.

3. Control: Mental starke Personen sorgen dafür, dass

Dinge für sie kontrollierbar bleiben. Man denke hier an

den bereits im ersten Punkt diskutierten Punkt der verbalen

Ermutigung. Diese funktioniert nur, wenn die gesetzten

Ziele auch realisierbar sind. Ein junger Sprintläufer

wird nicht über Nacht zu Usain Bolt. Stattdessen setzt er

realistische Zeiten, die er mit Training und entsprechender

mentaler Stärke erreichen kann. Das gleiche gilt für

die Geschäftswelt: Ein mental starker Mensch setzt sich

machbare Ziele. Das heißt auch, sich ggf. unerfüllbaren

Erwartungen zu widersetzen.

4. Commitment: Mental starke Personen halten an ihren

Zielen fest und lassen sich nicht durch die ersten leichten

Widerstände beirren.

Zusammengefasst: Mental starke Personen setzen sich

höhere Ziele, sind motivierter, können besser mit Stress

umgehen und zeigen mehr Ausdauer.

Mentale Stärke trainieren

Nicht jeder Mensch hat diese mentale Stärke, doch das ist

kein Grund, an sich selbst zu verzweifeln, denn mentale

Stärke lässt sich lernen. 2015 entwickelte Von Satow dafür

das Stufenmodell mentaler Stärke. Es wird häufig im Training

mit Leistungssportlern genutzt, um deren mentale

Stärke gezielt aufzubauen. Das Stufenmodell ist aber auch

im Business-Bereich und Leadership-Coaching hilfreich.

Dabei sind die folgenden Schritte essenziell:

1. Glaube an die eigenen Fähigkeiten: Wer ständig an sich

selbst zweifelt, kann die eigenen Stärken nicht nutzen.

Sportler erlernen den Glauben an die eigenen Fähigkeiten

mit Hilfe gezielter mentaler Übungen und besonderer

Trainingseinheiten. Sie bauen dabei eine Selbstwirksamkeitsüberzeugung

auf, wie sie unter anderem Albert Bandura

beschrieben hat.

2. Auf ein Ziel fokussieren: Auf ein Ziel fokussieren ist

manchmal nicht einfach – weil wir uns durch andere Aufgaben

oder Druck ablenken lassen. Sich von äußeren Einflüssen

abzuschotten und die eigenen Gedanken in Leistungssituationen

zu kontrollieren, ist eine der wichtigsten

Fähigkeiten von Sportlern. Man denke beispielsweise an

einen Wettkampf in einem Stadion: Tausende von Zuschauer,

Pressefotografen, Fernsehkameras, Trainer, Mitstreiter…

all das sind Stressfaktoren, die ein erfolgreicher

Sportler ausblenden muss, um sich auf das Ziel zu konzentrieren.

3. Mit Misserfolgen umgehen: Sportler lernen von Anfang

an: Wettkämpfe sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Da

hat man sich monatelang vorbereitet, doch wenn es so

weit ist, lässt sich die erhoffte Leistung nicht abrufen. Sich

nach dem Wettkampf wieder selbst aufzurichten, erneut

das Training aufzunehmen und zuversichtlich auf den

nächsten Wettkampf zu blicken, ist eine der schwierigsten

Herausforderungen. »Wichtig ist, dass man aus den

Fehlern lernt und sie nicht zu negativ sieht«, erklärte Torhüterin

Laura Benkarth in einem Gespräch mit Leadership-Coach

Andreas Klement. Mentale Stärke ist dabei

der Schlüssel: »Wenn dir nach zehn Minuten ein doofes

Tor passiert, sind noch immer 80 Minuten zu spielen und

dann muss man versuchen, das schnellstmöglich abzuhaken.«

Mental starke Personen sehen in Fehlern die Chance

zu lernen, statt sich Frustration und Ärger hinzugeben.

4. Sich selbst herausfordernde Ziele setzen: Neue Herausforderung

sind wichtig für die Motivation. Ohne neue

Ziele gibt es keine Weiterentwicklung, sondern Stagnation.

Und das ist auf Dauer langweilig und unbefriedigend.

Trainer und gute Business-Leader verstehen es, Sportler

und Mitarbeiter durch neue Ziele zu motivieren. Mentale

starke Menschen schaffen es zudem, sich selbst derartige

Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten.

Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen können

sich also einige Tipps und Tricks bei Spitzensportlern

abgucken, um selbst mentale Stärke aufzubauen

und zu trainieren. Wer sich beispielsweise gut auf eine

schwierige Aufgabe vorbereitet, kann diese mit größerem

Selbstvertrauen angehen und dabei bestehende Ängste

überwinden – zum Beispiel die Unsicherheit bei einem

öffentlichen Vortrag oder einer Unternehmenspräsentation.

Nicht umsonst trainieren Sportler tagtäglich so hart:

Vorbereitung ist alles. Zudem können Vorbilder dabei

helfen, sich auf ein selbstgesetztes Ziel zu konzentrieren,

frei nach dem Motto »Wenn der das kann, schaff ich das

auch«. Führungskräfte auf der anderen Seite haben die

Funktion guter Trainer: sie fördern die mentale Stärke

ihrer Mitarbeiter und verbessern so die Leistungsfähigkeit

des ganzen Teams.

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www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin • Ausgabe 02/2020 • www.clubderredner.de 37



Sascha Heilig, Experte für Selbstbewusstsein, Selbstwert und Spielsucht

Vom Spielsüchtigen

zum gefragten Redner

www.sascha-heilig.com

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Spielsucht ist aktuell ein sehr heißes Thema, denn

statistisch ist die Zahl der Spielsüchtigen durch

die Covid-19 Pandemie drastisch angestiegen.

Durch den plötzlichen Wegfall von Einnahmen

und durch die lange Zeit im „Lockdown“, haben

immer mehr Menschen das Onlineglückspiel ausprobiert.

Langeweile und Geldmangel tragen ihren Teil dazu

bei, dass im Covid-19 Alltag viele Menschen in Kontakt

mit der Spielsucht, als Einsteiger oder Rückfällige, geraten.

Leider schaffen die wenigsten den rechtzeitigen Absprung

und verfallen der Sucht. Mehr als 1,2 Millionen Menschen

sind in Deutschland mit der eigenen Spielsucht oder der

eines Angehörigen in Kontakt geraten. Und einer von diesen

Menschen möchte heute für Aufklärung sorgen:

»Ja, ich bin spielsüchtig.«

Auf der Bühne steht ein selbstsicherer, glücklich wirkender

junger Mann. Man merkt ihm an, dass er viel erlebt

hat und dass er befreit wirkt, wenn er darüber spricht. Er

spricht offen darüber, wie viel Zeit, Energie, Mut und Eigenmotivation,

es ihn gekostet hat, dass er diesen Satz vor

sich selbst und anderen aussprechen kann. Seit nun mehr

als elf Jahren begleitet die Spielsucht Sascha Heilig in seinem

Leben. Elf Jahre voller Höhen und Tiefen, Gewinne

und Verluste, Freude und Verzweiflung. Sascha steht auf

der Bühne und erzählt präventiv von seinen positiven und

negativen Erfahrungen mit der Sucht. Er gibt offen zu, dass

es ihn viele Jahre und noch mehr Geld gekostet hat, um

sich eingestehen zu können, dass er spielsüchtig ist.

Vom Spielsüchtigen zum

Angehörigenberater?

Ja, es ist möglich! Sascha Heilig ist das beste Beispiel.

Durch stationäre und ambulante Therapien und jede Menge

Selbstdisziplin hat er dies erreicht. Man spürt, dass er

so vielen Menschen wie nur möglich eine Hilfe und Unterstützung

ist. Für diese Aufklärung nutzt er seine eigene Lebensgeschichte.

Er selbst hat viel erlebt und viel falsch gemacht.

Und ebenso viel bereut. Aber er hat gekämpft, viel

verloren. Und am Ende ebenso viel gewonnen. Und diesen

Gewinn merkt man ihm an. Durch seine unfassbare Willensstärke

und die Tatsache, dass er nie aufgegeben hat, hat

er sich selbst ein spielfreies Leben geschaffen. Und darüber

spricht er heute. Er hat seine einstige Schwäche zu seiner

Stärke gemacht und zeigt tausenden Unternehmern, Führungskräften,

Angestellten und selbstverständlich auch

»Ja, ich bin

spielsüchtig.«

Süchtigen wie diese Transformation gelingt. Als Redner

und Experte für Selbstbewusstsein, Selbstwert und Spielsucht

steht er auf der Bühne und ist zudem seit 2020 als

Speaker und Redner für die F. Foundation tätig.

Vor allem bei jungen Erwachsenen besteht ein hohes

Risiko, dass sie die Gefahr des Spielens unterschätzen und

durch neugieriges Verhalten in die Spielsucht abrutschen.

Hierbei ist es jedoch wichtig, dass nicht nur junge Erwachsene

durch warnende Vorträge davon abgehalten werden

das Spielen auszuprobieren. Sondern auch, dass bei (jungen)

Erwachsenen, unter anderem auch bei Eltern und Angehörige,

das Verständnis für Spielsucht als Krankheit ausgeprägt

wird. In verschiedenen Vortragsformen ist dies das

Hauptziel von Sascha. Aufklärung und Prävention stehen

im Vordergrund. Denn heute weiß Sascha, wie wichtig es

für den Spielsüchtigen ist, dass Angehörige geschult und

informiert werden. Aber auch, wie wichtig es für die Angehörigen

ist, dass diese Unterstützung dabei erhalten und

sie ihre Spielsüchtigen verstehen und deren Handeln besser

nachvollziehen können. Genau darin hat er seine neue Lebensaufgabe

gefunden: Die Krankheit Spielsucht soll in der

Gesellschaft anerkannt und die Risiken des Glücksspiels

mehr verbreitet und thematisiert werden. Sascha Heilig

möchte dafür sorgen, dass mehr Menschen durch frühzeitige

Prävention davor bewahrt werden in die Spielsucht abzurutschen

und denjenigen, die den Weg alleine nicht mehr

herausfinden, durch Aufklärung der Angehörigen und der

Gesellschaft zu helfen.

Heute sorgt er für die Aufklärung und Prävention, die

er für sich selbst im jungen Erwachsenenalter gewünscht

hätte!

Weitere Infos zu Sascha Heilig und seiner Lebensgeschichte

rund um die Spielsucht gibt es auf www.sascha-heilig.com

Foto: Privat

Die Macht der Worte erleben

Rhetorik-Training für

Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter

und CEO's

mit Mathias Wald

und zwei weiteren Coaches

Einen oder zwei ganze Tage lang gehört die

volle Aufmerksamkeit und Coaching-Power

von Mathias Wald und seinem Coachingteam

Ihnen allein.

Eine der Aufgaben von Führungskräften ist es,

Mitarbeiter zu motivieren. Ein Vertriebler muss

potenzielle Kunden begeistern können. Beide

schaffen das nur, wenn sie Menschen von sich

überzeugen und für sich gewinnen können.

Dazu brauchen beide exzellentes rhetorisches

Werkzeug.

Wir unterstützen Sie als Führungskraft und/oder

Vertriebler darin, sich diese Werkzeuge und das

entsprechende Know-how anzueignen und professionell

zu nutzen. In unseren Trainingsräumen

stehen Ihnen unsere professionelle Bühne und

eine Vielzahl an verschiedensten Präsentationsmedien

zur Verfügung.

Alle Inhalte finden Sie hier:

www.wir-machen-redner.de

STORYtelling-Training

für Führungskräfte,

Vertriebsmitarbeiter

und CEO's

mit Mathias Wald

und zwei weiteren Coaches

Die geschulten Blicke von drei Profis und unser

individueller Methodenmix sind Ihre Erfolgsgaranten.

Wir analysieren Ihre Körpersprache, Ihre

Betonung und Rhythmus und machen Vorschläge

für einprägsame Texte. Die Coaches arbeiten

mit Ihnen an vielen kleinen »Stellschrauben« für

eine überzeugende Präsentation.

Lebendig zu präsentieren, ist einer der wichtigsten

Faktoren, um Menschen persönlich zu

berühren. Zuhörende wollen nicht nur Inhalte

erfahren, sie wollen unterhalten werden. Die

Coaches von »Wir machen Redner!« unterstützen

Sie dabei, das Publikum mit Ihrer Präsentation

zu fesseln und zu begeistern.

Viele Redner kommen bei ihren Präsentationen

nicht schnell genug auf den Punkt. Genau das

ist erlernbar. Bei »Wir machen Redner!« zeigen

wir Ihnen durchdacht und praktisch, wie das

geht und wie Sie Ihre Rede oder Präsentation

auf das Wesentliche komprimieren.

Alle Inhalte finden Sie hier:

Reden vor der Kamera

mit Mathias Wald

und zwei weiteren Coaches

Jeden Tag muss unser Gehirn Billionen Informationen

verarbeiten. Nur wenige davon können wir

uns auch merken:

10 % von dem, was wir lesen

20 % von dem, war wir hören

30 % von dem, war wir sehen

50 % von dem, was wir hören und sehen

Wie die Daten verdeutlichen, bleibt von einem

Vortrag oder einer Präsentation gerade mal die

Hälfte des Gesagten bei den Zuhörern haften.

Was aber, wenn Sie verstärkt Videokonferenzen

einsetzen müssen und Ihre Gesprächspartner sie

nur am Bildschirm zu sehen bekommen?

Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich vor der Kamera

bewegen sollten, wie Sie Ihre Videokonferenz

mit dem Einsatz von Flipchart und Pinnwand

überzeugend und zielgerichtet aufbauen können.

Denn je mehr Methoden Sie in eine Videokonferenz

einbeziehen, desto mehr merken sich alle

Beteiligten.

Führen sie souveräne und überzeugende Videokonferenzen,

die Ihre Zuschauer begeistern und

einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Alle Inhalte finden Sie hier:

Rhetorik-Training STORYtelling-Training Reden vor der Kamera

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www.clubderredner.de • Ausgabe 02/2020 • REDEN PRÄSENTIEREN BEGEISTERN Magazin

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reden - Das Magazin

Redaktionsseite

Was bedeutet eigentlich das

Kolumne von Matthias Garten

Wie visualisiert

Wort »Keynote«?

Foto: Johannes Wosilat

man Zitate?

Der Begriff leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet

unter anderem „Grundgedanke“ oder »Kernbotschaft«.

Also ist ein Keynote Speaker jemand, der das

Publikum, beispielsweise auf einem Kongress, auf das

fachliche Kernthema der Veranstaltung einstimmt. Das

heißt, dass er oder sie eine besonders wichtige Rolle übernimmt,

für die Veranstalter nicht selten eine/n bekannte/n

oder sogar prominente/n Redner/in einladen, um

sicher zu gehen, dass diese Person eine herausragende

Bühnenpräsenz besitzt und das Thema entsprechend interessant,

kurzweilig und vor allem professionell und charismatisch

transportiert. In der Regel wird ein Kongress

mit der Keynote-Rede eröffnet, die alle »Keynotes«, in

diesem Fall sind damit »Schlagwörter« gemeint, beinhalten

soll, die für das Hauptthema der Veranstaltung wichtig

sind. Die »Keynote-Rede« ist sozusagen das Herzstück

eines Kongresses und soll die Kernbotschaft so kraftvoll

und nachhaltig übermitteln, dass die Zuhörer sich auch

nach Tagen, Wochen und Monaten noch daran erinnern.

Deshalb ist eine fundierte und zeitlich entspannte Vorbereitung,

wie bei allen Reden, exorbitant wichtig. Folgende

Gliederung unterstützt Sie darin strukturiert vorzugehen

und einen roten Faden zu spinnen, um eine herausragende

Keynote-Rede zu schreiben:

Vorbereitung

• Klarheit über Ihre Rolle als Vortragsredner/in / Keynote

Speaker/in

• Ausführliche Vorgespräche mit dem/den Veranstalter

• Gründliche Recherche des Themas

Aufbereiten der Inhalte

• Orientierung am Thema, an den Zielen, am erwarteten

Publikum

• Einen Spannungsbogen mit Einleitung – Kernbotschaft/

Höhepunkt – Abschluss aufbauen

• Eine exzellente Rhetorik nutzen

• Inhaltlich auf den Punkt bringen

• Gekonnter Einsatz von Medien (Flip Chart, Whiteboard,

PowerPoint, etc.)

• PowerPoint und Keynote – ein gekonnter Zweiklang

• Die eigene Persönlichkeit

• Bewusster Einsatz von Körpersprache (Mimik, Gestik,

Atem, Stimme und Körper)

• Klarheit über die individuelle Selbstdarstellung

• Reflexion und Überprüfung der eigenen Wirkung

• Das Publikum von Anfang an in den Bann ziehen

• Pointierter Einsatz von humorvollen Einlagen oder Worten/Aussagen,

die Betroffenheit erzeugen

• Einsatz von Bildern, musikalischer Untermalung, etc.

• Intensives Einüben der Keynote-Rede

Darüber hinaus sollten Sie wissen wie viel Vorbereitung Sie am

Veranstaltungsort noch benötigen und welche Technik vor Ort

ist. Reisen Sie mit einem entsprechend großen zeitlichen Puffer

an (bei weiten Anreisen empfiehlt sich zur Sicherheit eine Vorabendanreise)

und nutzen Sie dort die Möglichkeit einer Generalprobe.

Nehmen Sie die vorbereitete Rede am besten in unterschiedlicher

Form mit (für alle Fälle auf dem eigenen Laptop,

einem USB-Stick und auch in gedruckter Form), damit Sie bestmöglich

vorbereitet sind und keine unnötigen Energien durch

Zeitmangel oder nicht kompatible Technik verschwenden.

In meiner Arbeit kommt dieser Frage

sehr häufig vor und fast jeder Speaker

nutzt Zitate. Gut, jetzt muss man

nicht jedes Zitat auf eine Folie bringen

und dem Zuschauer zeigen. Ich

denke jedoch, wichtige Zitate oder

Schlüsselaussagen in Zitatform sollten

als Merk-Satz visuell verankert

werden. Vor allem, wenn es die eigenen

Zitate sind. Ein weiterer Vorteil:

Aus den Folien lassen auch Postkartensets

machen.

Für die Visualisierung von Zitaten

konnte ich an die 10 Techniken identifizieren.

Ich habe 3 herausgepickt.

Der Klassiker ist den Zitattext

einfach als Text auf die Folie schreiben.

Häufig werden noch extra große

Anführungs- bzw. Zitatzeichen verwendet,

um das Ganze etwas aufzulockern.

Nutzt man exklusive Schriften

wird das Zitat aufgewertet. Solche

Schriften sind etwa bei fontsquirrel

zu finden.

Ein weiterer Klassiker ist es, ein Bild

zu hinterlegen, etwa das des Zitatgebers

oder ein Bild, was im Zusammenhang

mit dem Inhalt des Zitats

steht. Beispiel:

»Saustark präsentieren«

und

auf der Folie

ist ein Schwein

zu sehen. Oder

Einstein: »Zwei

Dinge sind unendlich,

das

Universum und

die menschliche

Dummheit, aber

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Karrieren

werden

durch

PrAEsentationen

Zitat von Matthias Garten

bei dem Universum bin ich mir noch

nicht ganz sicher.« Als Bildquellen

eignen sich unsplash oder pixabay.

Zu den kreativen Visualisierungstechniken

gehört, den Text selbst zu

verbildlichen. Der Text dient als Gerüst

für die Visualisierung, wie sehr

schön in der folgenden Folie zu sehen.

oder

b eende

In eigener Sache

Wir möchten mit unserem Magazin

Rednerinnen und Redner auszeichnen,

die in besonderem Maße »echt« sind.

Dabei legen wir nicht nur auf den

Inhalt des Vortrags wert, sondern lassen

uns vom gesamten Eindruck inspirieren.

Uns ist es wichtig, dass es sich

bei dem Dargebrachten nicht um eine

reine Inszenierung handelt. Wenn bei

uns der Eindruck entsteht, dass das

Gesagte gleichermaßen gefühlt wird,

und wenn wir spüren, dass sich die

Rednerin oder der Redner voll und

ganz einbringt, ist es in besonderen

Maße bemerkenswert.

Authentische Rednerinnen und

Redner werden von uns mit dem »redaktionell

geprüft«-Signet ausgezeichnet

und auf der Titelseite unseres Magazins

vorgestellt.

Essens erste Adresse in der

modernen Erwachsenenbildung.

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40

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Mathias Wald inspiriert und hilft Menschen dabei, neue Ziele ins

Auge zu fassen, Träume zu benennen und zu verfolgen und so über

sich hinaus zu wachsen. Bei seinen Vorträgen lernen Teilnehmende,

Körper und Geist in Einklang zu bringen und sich selbst liebevoll

herauszufordern. Wald vermittelt Kompetenz für ein starkes

Selbstwertgefühl, für enge Bindungen, gelungene Kommunikation

und macht so Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen, um für

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Vorträgen ist die werteorientierte Persönlichkeitsentwicklung das

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Themen Vortrag und Seminar zur Suchtprävention:

• Wie Sucht entsteht (meine Geschichte)

• Wie komme ich raus aus der Sucht

• Wie grenze ich mich ab

• Genuss bis zum gefährlichen Konsum

• Was passiert im Körper und in der Psyche

Impressum

reden Magazin

Herausgeber

MyByte Media

Mathias Wald

In den Gründen 16

36093 Künzell

Tel.: 0661 93359911

E-Mail: magazin@reden.club

www.reden.club

Redaktion

Mathias Wald

Harald Fritz

Layout/Satz

MyByte Media, Harald Fritz

www.mybyte-media.de

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Autoren (Verantwortliche i. S. d. P.)

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Die Meinung des Autoren spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Trotz sorgfältiger

Prüfung durch die Redaktion wird in keiner Weise Haftung für die Richtigkeit geschweige

denn für Empfehlungen übernommen.

Für den Inhalt der Anzeigen sind die Unternehmen verantwortlich.

Vervielfältigung oder Verbreitung nicht ohne Genehmigung.

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Michael Rossié

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Die Themen der nächsten Ausgabe:

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