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Hermann-Tempel-Preis 2011

Kommunalwahl 2011 – Diesmal anders!!??


INHALT

Einleitung S.3

1. Ziele S.4

2. Veranstaltungsbeispiele S.5

- Discobus S.5

- Fahrt ins Planetarium S.5

- Spendenaktion für Pakistan S.6

- Jugendtreff und Skateranlage S.6

- Party S.7

- Fußballturnier S.7

3. Politische Brennpunkte S.8

4. Reaktionen S.9

5. Auf dem Weg zur Kommunalwahl 2011 S.10

- Ratskandidat der Jusos Yener Türkcan S.10

- Fazit S.10

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1. Einleitung

Während allgemein Politik- und Parteienverdrossenheit beklagt wird und man das fehlende Interesse junger

Menschen an Politik beklagt, zeigt unser Beispiel wie es dem SPD-Nachwuchs in Lemwerder gelungen ist,

junge Menschen für die Mitarbeit in unserer Partei zu begeistern. Zentrales Element ist dabei die

Verknüpfung von sozialpädagogischen Veranstaltungen, Spaßveranstaltungen und politischer Arbeit.

„Mut und Leidenschaft“. Diese beiden Elemente forderte der Vorsitzende der Jusos Lemwerder Kai

Ammermann seinen vier Schulfreunden bei der Gründungsversammlung im Januar 2010 ab. Mittlerweile

mussten seit der Gründungsversammlung drei neue Vorstandswahlen abgehalten werden. Nicht aufgrund von

fehlender Mitarbeit, sondern weil der Vorstand sich im ersten Schritt auf sieben Personen erweiterte und

heute neun Jungsozialisten umfasst.

Mit der letzten Jahreshauptversammlung 2011 haben die Jungen Sozialdemokraten auch neue Strukturen

geschaffen. Künftig sollte es zwei Vorsitzende geben und dazu zwei Stellvertretende Vorsitzende. Ziel war

dabei breiter und gestärkter aufzutreten und Aufgaben aufzuteilen. Diese Reform hat sich bewährt und soll

auch beibehalten werden. Außerdem ist eine solche Arbeitsweise eine optimale Vorbereitung auf die

Kommunalwahl 2011.

(Der Vorstand der Jusos Lemwerder seit der Jahreshauptversammlung im Januar 2011 mit der SPD-

Unterbezirksvorsitzenden Karin Logemann)

Der Altersschnitt im Vorstand liegt bei 18,22 Jahren. 8 von 9 Vorstandsmitgliedern sind noch Schüler an

allgemein bildenden Gymnasien.

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2. Ziele

Zwei Schwierigkeiten muss man sich bei der Arbeit einer Juso-AG vor Augen führen. Zum Einen können

insbesondere junge Menschen heute kaum noch durch „normale“ politische Arbeit einbezogen werden. Zum

anderen gewinnen politische Entscheidungen immer mehr an Komplexität. Diese Komplexität zu vermitteln

ist die größte Herausforderung: Junge Menschen zu motivieren, dass sie aktiv ihre Zukunft gestalten.

Unsere Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Einbeziehen von jungen Menschen in politische Willensbildung

- Vereinfachung politischer Handlungsabläufe

- Parteiübergreifende Zusammenarbeit

-Zusammenarbeit mit Interessenverbänden, Gewerkschaften und anderen Jugendorganisation

- Zusammenhang: „Politik und Spaß“ deutlich machen

- Soziale Netzwerke nutzen

Wichtig, um erfolgreiche Arbeit zu leisten, ist ein immer wiederkehrender Überprüfungsmechanismus, der

die Aktualität und Relevanz überprüft.

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3. Veranstaltungsbeispiele

Discobus

Politik und Spaß in Kombination ist der Grundbaustein

der Jusos Lemwerder. Damit andere Jugendliche

Interesse an politischer Arbeit bekommen und integriert

werden stellten die Jusos Lemwerder am 23.04.2010 für

Jugendliche zwei Discobusse für die Fahrt in die

FunFactory nach Wildeshausen bereit. Rund 100

Mitfahrerinnen und Mitfahrer konnten begeistert

werden und fuhren mit. Dadurch konnte Vielen gezeigt

werden, was man als politisch Engagierte alles machen

kann und dass die Arbeit nicht nur Politik ist.

Außerdem wurden erste Verknüpfungen zwischen Jusos

und den Jugendlichen augebaut, welche sehr erfreut

über das Arrangement von jungen Menschen für andere

ihres Alters waren.

Fahrt ins Planetarium

Am 17.07.2010 fand erstmals eine Fahrt ins

Planetarium nach Bremen statt, wodurch die Jusos

Lemwerder zum ersten Mal bei der Ferienspaßaktion in

Lemwerder teilnahmen. Insgesamt wurden die Jusos

von 19 Kindern im Alter von fünf bis vierzehn Jahren

begleitet, welche sichtlich Spaß hatten und Erfahrung

gesammelt haben. Auf Grund dieser erfolgreichen Fahrt

organisierten die Jusos außerhalb der Ferienspaßaktion

am 12.03.2011 eine erneute Fahrt ins Planetarium, bei

welcher zehn Kinder im selbem Alter wie im Vorjahr

teilnahmen.

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Spendenaktion für Pakistan

Nach der verheerenden Flut in Pakistan sammelten die

Jusos Lemwerder am 26.08.2010 Geld für das „Bündnis

Entwicklung hilft“. Insgesamt kamen auf dem

Sommerfest der SPD für die Flutopfer 444 Euro

zusammen.

Jugendtreff und Skateranlage

Am wichtigsten ist jedoch die Durchsetzung zur

Eröffnung eines Jugendtreffs und der Bau einer

Skateranlage. Zu diesen beiden Themen richteten die

Jusos am 26.10.2010 eine parteiunabhängige

Diskussionsveranstaltung ein. Überwiegend

Jugendliche, aber auch Eltern, waren anwesend und

beteiligten sich bei der Zusammenstellung von

Wünschen für den Jugendraum. Für die Skateranlage

wurde sogar von einem Jugendlichen ein 3D-Modell

erstellt. Als Ergebnis bildete sich eine Arbeitsgruppe,

welche die Planung weiter konkretisiert. Die Jusos

beteiligten sich im Anschluss an der Zukunftswerkstatt

des Ortsjugendring, bei welchem die Jugendlichen

noch einmal ihre Wünsche äußern konnten und diese

dann im Modell dargestellt haben. Auch diese Ideen

gehen in den Planungszirkel mit ein.

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Party

Am 18.12.2010 veranstalteten die Jusos eine „Party in den 4. Advent“. Rund 350 Begeisterte kamen in dieser

Nacht in die Milchbar der Ernst-Rodiek-Halle Lemwerder. Beginn war um 21:00 Uhr. Die durch zwei

Sicherheitsleute gesicherte Feier zog sich bis 4:00 Uhr morgens hin. Für die Party wurden 50 Plakate und

rund 5000 Flyer gedruckt. Die Meinungen nach dieser Megaveranstaltung waren eindeutig: Viele kamen

schon Tage später auf uns zu und wollten wissen, wann es denn die nächste Party gebe und dass sie auch

gerne helfen würden, wenn wir Unterstützung bräuchten.

Auf Grund des großen Erfolges

werden dieses Jahr im Sommer am

11.06.2011 und am Samstag vor dem

4. Advent, den 17.12.2011, zwei

weitere Partys stattfinden.

Fußballturnier

Zuletzt fand am 23.04.2011 ein Fußballturnier in der

Ernst-Rodiek-Halle in Lemwerder statt. Fünf

Mannschaften meldeten sich an und kickten von

Mittags bis Abends den Ball durch die Halle. Als Preise

gab es für die ersten drei jeweils einen Pokal, welche

nur für das Fußballturnier gefertigt wurden und für den

Sieger einen Gutschein über 25 Euro. Besonders

begeistert waren wir von der Vielschichtigkeit der

Teilnehmer: Das Turnier war für 14 – 20-jährige

ausgeschrieben und von jeder Altersgruppe waren

welche dabei. Auch hier spielte der Integrationsmotor

Sport eine große Rolle. Es wurde eine weitere

erfolgreiche Plattform für die Jugend gebildet. Der

Erfolg des Turniers lässt daher auf eine Fortsetzung

hoffen, da die Jugendlichen sich so gegenseitig

beweisen können und Meinungsverschiedenheiten

durch Sport lösen können.

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4. Politische Brennpunkte

Seit der Gründung setzen sich die Jusos Lemwerder für einen Jugendtreff sowie einen Sozialarbeiter ein.

Hier in der Gemeinde besteht das große Problem, dass die Jugend keinen öffentlichen Ort zum treffen hat.

Die Folge daraus hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt: Die Jugendlichen treffen sich vor den

Sportanlagen oder Geschäften der Gemeinde, was jedoch der falsche Ort für Jugendliche ist, und lassen leer

Flaschen oder Verpackungsmaterial zurück. Es kristallisierte sich ein negatives Bild über die Jugend heraus.

Um ihnen endlich die Möglichkeit zu bieten, sich zu treffen, setzen sich die Jusos Lemwerder für einen

Jugendtreff ein, der von einem Sozialarbeiter betreut werden soll, damit man den Jugendlichen nicht

komplett freie Hand gewährt. Von den Bürgerinnen und Bürgern gab es sehr viel Unterstützung. Die

Jugendlichen selbst möchten ihren Jugendtreff gestalten. Hierfür stellten die Jusos ein Forum zur Verfügung,

woraus nun ein Planungszirkel entstanden ist.

Weitergehend unterstützen die Jusos Lemwerder den Bau einer Skateranlage. Jugendliche hatten sich an uns

Gewand, worauf hin wir die weiteren Planungen mit ihnen zusammen eingeleitet haben. Auch dieses Projekt

wird nun im Planungszirkel vorangebracht.

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5. Reaktionen

Grüne stützen Forderung der Jusos

„Wir wissen, das kostet Geld“

Die Ortsgruppe der Grünen in Lemwerder unterstützt die Forderung nach einem zentralen Treffpunkt für

Jugendliche. Das teilte Vorstandssprecher Peter Clamor mit. „Wir unterstützen die Initiative der Jusos“, so

Clamor in seiner Stellungnahme. Weiter fordern die Grünen zur Beschäftigung eines Sozialarbeiters auf. Ein

selbstverwaltetes Jugendzentrum lehnen sie aber ab. „Wir wissen, dass das Geld kostet“, räumen sie ein.

„Die Jugendlichen sollten uns dieses Geld aber wert sein“, so Clamor.

(aus: www.nwz-online.de, Stichwort: jusos lemwerder grüne)

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6. Auf dem Weg zur Kommunalwahl 2011

Ratskandidat der Jusos Lemwerder Yener Türkcan:

Wie viele kommunale Politiker, so verfolge auch ich ein Ziel. Zu aller erst sollte man jedoch erwähnen,

wieso ich in die Politik will. Politik ist in unserem Alltag stets präsent. Sei es durch Nachrichten, Radio oder

Wahlplakate. Beschäftigt man sich erstmal mit Politik, so erkennt man, dass so gut wie jede Veränderung in

einer Gemeinde auf eine politische Entscheidung zurückzuführen ist. Die Personen, die hinter einer solchen

Entscheidung stehen, rücken vor allem auf kommunaler Ebene in der Hintergrund. Doch ich denke es ist

nicht die Position und die damit verbundene 'Macht', die das Amt so attraktiv macht, sondern die Fähigkeit

den Menschen in seiner Gemeinde helfen zu können. Meine Zielgruppe ist hierbei vor allem die Jugend. Die

Situation der Jugendlichen hatte sich vor Ort spätestens nach der Eröffnung des Gymnasiums Lemwerder

verändert. Schüler im Alter von 10 bis 18 halten sich nun nicht nur auf Grund der Schule in Lemwerder auf.

Schon heute sieht man eine große Anzahl von Jugendlichen, die von außerorts nach Lemwerder kommen, um

hier ihre Freizeit zu verbringen. Mit den Jusos, bei denen ich als Beisitzer fungiere, wurden bereits ein

Jugendtreff und eine Skateranlage in Planung gebracht. Durch meine Kandidatur für den Gemeinderat

erhoffe ich mir in Zukunft solche Projekte noch schneller voranzubringen und somit meiner Zielgruppe vor

Ort noch besser helfen kann.

Fazit:

Insgesamt lässt sich sagen, dass die heutige Jugend nicht mit langweiligen Infoständen beeindruckt werden

kann. Alles das, was bei Erwachsenen funktionieren kann, kommt bei Jugendlichen ganz anders an. Deshalb

muss man für eben diese Jugendlichen passende Foren schaffen, mit welchen sie sich identifizieren können.

So bleiben Aktionen wie Partys, Fußballturniere, Discobesuche, eine eigene Skateranlage oder auch ein

Jugendtreff immer in Erinnerung. Und wenn dann in der Zeitung steht, dass der und der kandidiert, dann

fällt den Jugendlichen zu dem Namen auch sofort etwas ein: „Ach, genau. Der hat doch die geile Party mit

veranstaltet. Der hat sich doch so für unseren Jugendtreff eingesetzt. So was möchte ich gerne öfter haben.

Der Jugendtreff soll weiter gefördert werden. Dann kann ich ja auch mal zur Wahl gehen.“ Und genau diesen

Gedanken sollte man versuchen bei der Jugend heutzutage zu wecken. Man muss etwas tun, um etwas zu

bekommen. Durch unsere Arbeit haben wir schon viele freiwillige Helfer unter den Jugendlichen gefunden,

welche sehen, dass etwas für sie gemacht wird und dass sie durch ihr eigenes Arrangement selber ein Teil

davon werden können.

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