2. Standbein in der Landwirtschaft - Die Landwirtschaftliche ...

lsv.de

2. Standbein in der Landwirtschaft - Die Landwirtschaftliche ...

Sicher Leben

Mitteilungsblatt der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung

Niedersachsen-Bremen

Berufsgenossenschaft, Alterskasse, Krankenkasse und Pflegekasse

www.nb.lsv.de

6/2005 A

2. Standbein in

der Landwirtschaft

Seiten 4/5

H 1606


Betriebliche

Änderungen melden

Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft

werden nach Ablauf des Kalenderjahres,

in dem die Beitragsansprüche

entstanden sind, im Wege

der Umlage festgesetzt.

Hüft- und Endoprothetik

Der Patient soll künftig schon vor der

Operation ein umfassendes Bild vom

gesamten Versorgungsablauf und

der Rehabilitation erhalten.

Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte

Versicherte können Medikamente

und Gesundheitsprodukte jetzt

auch bei der Versandapotheke

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Geänderte Fälligkeit

ab 2006

Die Fälligkeit der Gesamtsozialversicherungsbeiträge

wird ab 1. Ja nuar

2006 durch eine gesetzlich zwingende

Änderung vorverlegt.

2 Sicher Leben 6/2005

13

14

15

Zum Titelbild: Hofläden sind eine Möglichkeit, sich

als landwirtschaftlicher Unternehmer ein 2. Standbein

zu schaffen.

Foto: Knoll

8

Editorial

Hohe Erwartungen der

deutschen Landwirtschaft

Soziale Sicherheit verlässlich und gerecht gestalten – dies ist eines von

neun Handlungsfeldern im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und

SPD; neben der Finanz- und Arbeitsmarktpolitik wohl eine der größten

Herausforderungen der neuen Bundesregierung. Alle Systeme der deutschen

Sozialversicherung sollen auf den Prüfstand. Selbst für den mutmaßlich

schwierigsten Teil, die Gesundheitsreform, sollen 2006 stabile

Finanzstrukturen entworfen werden.

Und die Agrarsozialpolitik?

Das eigenständige System der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

wird, so der Koalitionsvertrag, langfristig davon abhängen, dass die Beiträge

und Leistungen chancengleich an andere Sozialsysteme angepasst

und schrittweise mit den allgemeinen sozialen Sicherungssystemen verzahnt

werden. Dies soll insbesondere für die landwirtschaftliche Kranken-

und Unfallversicherung mit den Zielen angemessener Beitragsbelastung

und innerlandwirtschaftlicher Beitragsgerechtigkeit gelten. Die

Bereitstellung von Bundesmitteln soll auch weiterhin den strukturellen

Besonderheiten der Landwirtschaft Rechnung tragen. Allerdings sollen

die bestehenden Organisationsstrukturen neu bewertet und weiterentwickelt

werden.

Wie dieses Programm praktisch umgesetzt wird, bleibt im Moment

noch abzuwarten. Der Bundesrechnungshof hat sich positioniert. Eines

sollte aber weiter gelten: Die landwirtschaftliche Sozialversicherung ist

und bleibt ein wichtiges Instrument zur Abfederung des besonders starken

Strukturwandels in der Landwirtschaft und damit eine gesamtgesellschaftliche

Aufgabe. Wie immer sich die große Koalition eine Verzahnung

mit den allgemeinen Sozialsystemen vorstellt: die besonderen

Verpflichtungen der Agrarsozialpolitik werden auch weiterhin ein Sondersystem

erfordern. Und um dabei den unterschiedlichen Agrarstrukturen

in Deutschland gerecht zu werden, benötigen wir auch weiterhin

regional gegliederte Träger mit eigenständiger Satzungs- und Finanzhoheit.

Der neue Landwirtschaftsminister Horst Seehofer hat sich bereits geäußert,

dass es im Agrarsozialbereich zu keinen weiteren Kürzungen kommen

dürfe. Die deutsche Landwirtschaft erwartet, dass er diesen Kurs

finanzpolitisch durchhält. Vor diesem Hintergrund Herr Bundesminister:

Herzlich willkommen und viel Erfolg!

Jann Uwe Petersen

Den Lesern von

Sicher Leben

ein gesegnetes

Weihnachtsfest

und ein

gesundes und

glückliches

Jahr 2006

Impressum: Sicher Leben Herausgeber: Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niedersachsen-Bremen, 30156 Hannover,

Tel. (0511) 80 73-0. Redaktion: Erster Direktor Hartmut Andrä, A. Münz – Weißensteinstr. 70-72, 34131 Kassel, http://www.nb.lsv.de,

e-mail: info@nb.lsv.de. Erscheint zweimonatlich – Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten. Keine Gewähr für unverlangte

Manuskripte. Kosten loser Nachdruck ist bei Quellenangabe gestattet. Druck: Dierichs Druck + Media GmbHl, Frankfurter

Straße 168, 34121 Kassel. Bei den Adressangaben werden die Bestim mungen des Datenschutzes beachtet.


Von links nach rechts: Die Vorstandsmitglieder in der zehnten Legislaturperiode: Martin Meinerling, Hans-Jürgen Kleimann, Bernd Hermelingmeier

(BMELV), Marianne Anselm, Thomas Wirth (BMAS), Leo Blum, Meinrad Schweikart, Arnd Spahn, Peter Seidl, Dr. Harald

Deisler (Spitzenverbände LSV), Lothar Wagner, Wolfgang Vogel, Lothar Lampe, Dr. Hans-Jürgen Sauer (Spitzenverbände LSV)

Foto: Münz

Spitzenverbände der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

Vorstände neu gewählt

Mit Beginn der zehnten Legislaturperiode der haben sich am 2. Dezember 2005 in Kassel auch die

Selbstverwaltungsgremien bei den Spitzenverbänden der landwirtschaftlichen Sozialversicherung neu

konstituiert. Aus den verschiedenen Gruppen wurden die Vorstände gewählt.

Vorstandvorsitzender ist zunächst Leo

Blum. Sein Stellvertreter für die Bereiche

der Alterskassen und Krankenkassen

ist Hans-Jürgen Kleimann.

Alternierender Verbandsvorsitzender

für den Bereich der Berufsgenossenschaften

ist Arnd Spahn. Vorsitzender

der Mitgliederversammlung ist Wolfgang

Vogel, sein Stellvertreter ist Otto

Deppmeyer.

Vorstände der Spitzenverbände

Vorstand Stellvertreter

Gruppe der Arbeitgeber

Leo Blum, HRS Hans Schrapers, NRW

Lothar Lampe, NB Jürgen Denzau, Gartenbau

Peter Seidl, FOB Martin Empl, NOS

Gruppe der Selbständigen ohne fremde Arbeitskräfte

Marianne Anselm, BW Hofmann Günter, FOB

Hans-Jürgen Kleimann, NRW Hans Friedrichsen, SHH

Lothar Wagner, MOD Friedhelm Schneider, HRS

Gruppe der Arbeitnehmer

Arnd Spahn, Gartenbau Harald Schaum, HRS

Martin Meinerling, NB Mühlentien, Stefan, NRW

Meinrad Schweikart, BW Kätchen Nowak, MOD

Zitate aus den Reden der Vorstandsvorsitzenden

während der konstituierenden

Sitzungen:

Leo Blum – Wir müssen jetzt alles dafür

tun, damit die Kosten auf den Höfen

nicht noch weiter steigen. Eine

kleiner werdende Solidargemeinschaft

kann auf Dauer nur für die von ihr

verursachten Risiken in die Verantwortung

genommen werden.

Arnd Spahn – Es müssen sich die Unternehmen

in der Frage der Arbeitssicherheit

den veränderten nationalen

und internationalen Standards anpassen,

um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein weiterer Schwerpunkt in der

Prävention wird die verstärkte Einbeziehung

der jungen Generation in die

Unfallverhütung.

Weitere Gremien der Selbstverwaltung

ordentliches Mitglied Stellvertreter

Finanzausschuss

Dr. Volker Wolfram, HRS Helga Klindt, SHH

Jürgen Winkelmann,

Gartenbau

Entlastungsausschuss

Friedrich Steinmann, NRW

Harald Stäsche, NB Joachim Schell, BW

Walter Heidl, NOS Bernhard Weiler, FOB

Hans Götz, BW Albrecht Lichti, NOS

Beirat für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Otto Deppmeyer, NB Hans Friedrichsen, SHH

Peter Seidl, FOB Thomas Scheurer, NOS

Norbert Hartan, FOB Korbian Sedlmaier, FOB

Sicher Leben 6/2005 3


Seit über 400 Jahren ist der – 30 Kilometer

nördlich von Hannover gelegene

– Hof in Familienbesitz. Durch

einen gelungenen Mix von Tradition

und Moderne ist ein florierendes Unternehmen

entstanden. Maßgeblich

waren der feste Wille zum Erfolg und

ein immer wieder in Frage gestelltes,

ausgeklügeltes Marketing. Denn:

Hemmes halten nicht nur Milchkühe,

sondern betreiben darüber hinaus

eine hofeigene Molkerei und

vermarkten die im Betrieb erzeugte

Vorzugsmilch und etwa 25 Milchprodukte

mit eigenem Lieferservice

weitgehend selbst. Und das kam so:

Gravierende Veränderungen durch

Strukturwandel und Spezialisierungen

führten zum reinen Milchviehbetrieb

mit ausschließlich selbst erzeugtem

Futter und etwa 200 Milchkühen.

Auf dem Weg dorthin sind

die anderen Erzeugungsschwerpunkte

allmählich zurückgefahren worden.

Seit 1992 ist der Hof ein anerkannter

Vorzugsmilchbetrieb.

Start war nicht einfach

Damals war der Verkauf von Vorzugsmilch

noch unproblematisch. Der reibungslose

Absatz wurde durch die

Ökowelle begünstigt. Ein 1997 von

der Bundesregierung aus „heiterem

Himmel“ erlassenes Verbot des Verkaufs

von unbehandelter (unerhitzter)

Rohmilch an öffentlichen Einrichtungen

traf die Vorzugsmilchlieferanten

hart. Der Betrieb Hemme musste

kurzfristig eine kostspielige Milchverarbeitung

aufbauen, um nicht

noch mehr Kunden zu verlieren. Jetzt

wirbt er erfolgreich mit dem Slogan

„Heute gemolken – morgen bei

Ihnen auf dem Tisch“ für seine Produkte.

Die Kunden werden je nach

Wunsch ein bis zwei Mal die Woche

beliefert. Der wachsende Einzugsbereich

beträgt etwa 40 km. Die Ab-

4 Sicher Leben 6/2005

Nachgefragt

In schwieriger Zeit

Heute gemolken – morgen auf dem Tisch

Hofläden, Cafés und Ferien auf dem Bauernhof sind längst zu Klassikern geworden. Bäuerinnen

und Bauern sichern sich dadurch ihre wirtschaftliche Existenz. Das Beispiel vom Hemme-

Hof zeigt, dass beide Generationen zum richtigen Zeitpunkt eine mutige und ungewöhnliche

unternehmerische Entscheidung getroffen haben. Das Risiko war hoch, aber es hat sich gelohnt.

Auf den Lorbeeren auszuruhen, ist allerdings undenkbar.

rechnung erfolgt einmal monatlich

nachträglich.

Auf einen Blick

� Qualität geht vor Preis

� Hemme-Milch wurde nach der

DIN/IS09002 zertifiziert und hält

die Qualitätsstandards aufrecht

� Zielgruppe: Private Haushalte, Gastronomie,

Kindergärten und Schulen

� Günstige strategische Lage an der

A 7 – Die Arbeitskräfte, insbesondere

die geringfügig Beschäftigten

(Auslieferung) können aus der

Nachbarschaft gewonnen werden.

� standortbedingt keine Probleme

mit der Gülleausbringung

� Veranlagung bei der LBG als Gesamtunternehmen

� Aus Sicht des Technischen Aufsichtsdienstes

aufgeräumtes, übersichtliches

Betriebsgelände. Keine

erkennbaren Unfallgefahren, auch

für die zahlreichen Besuchergruppen

mit Kindern. Futterlager und

Güllebereich sind abgesperrt.

Fotos: Knoll


Der Familienentscheidung für einen neuen Betriebszweig

liegt die betriebswirtschaftliche Prüfung des neuen Konzeptes

zu Grunde. Sie sollte neben der steuerlichen Betrachtung

auch die sozialrechtlichen Konsequenzen beinhalten.

Unfallversicherung aus einer Hand – Vorteile

� Sie sollte seitens der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

(LBG) frühzeitig geprüft werden. Nur

dort sind Unternehmer und Unternehmer-Ehegatte

kraft Gesetzes unfallversichert.

� Ein Versicherungsträger erspart lästige Zu-

ständigkeitsprobleme.

� Eine Mitversicherung des neuen Betriebszweiges

in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung

ist regelmäßig kostengünstig.

Haupt- oder Nebenbetrieb?

Falls die Landwirtschaft den wirtschaftlichen

Schwerpunkt (= Hauptbetrieb, beurteilt nach

Arbeitsaufwand und wirtschaftlichem Nutzen)

darstellt, können z. B. Hofcafés und Lohnfuhren als

Nebenunternehmen problemlos mitversichert werden.

Ansonsten wäre eine gewerbliche Berufsgenossenschaft

zuständig.

Unternehmeridentität

Das mit der (Unfall-) Versicherung aus einer Hand klappt

aber immer nur dann, wenn sowohl der Haupt- als auch

der Nebenbetrieb auf Rechnung der selben Person(en) geführt

wird. Die LBG geht regelmäßig davon aus, dass das

Betriebsleiter-Ehepaar beide Betriebszweige gemeinsam verantwortet.

Sollte allerdings die Gewerbeanmeldung z. B. für

das Hofcafé auf den Namen des Ehegatten lauten, dann

müssen Einzelheiten geklärt werden. Die LBG berät auch

hier gern, damit die Unfallversicherung nicht unversehens

„richtig teuer“ wird.

Selbstvermarktung

Sie stellt regelmäßig kein Problem dar, denn die Urproduktion

findet grundsätzlich ihren Abschluss in der Lagerung

und im Verkauf der im Betrieb erzeugten Produkte

an Großabnehmer und Wiederverkäufer. Alle darüber

hin aus gehenden Um- und Verarbeitungstätigkeiten

sind meist nicht in die landwirtschaftliche Unfallversicherung

eingeschlossen, aber gegebenenfalls als Nebenunternehmen

zu erfassen und zum günstigen Zusatzbeitrag

zu versichern.

Beitragsfreie Krankenversicherung gefährdet

Wenn der häufig beitragsfrei familienversicherte Ehegatte

z. B. durch das neue eigene Unternehmen Gesamteinkünfte

von zurzeit mehr als 345 EUR monatlich oder aus

geringfügiger Beschäftigung (Minijob) mehr als 400 EUR

Nachgefragt

Neuer Betriebszweig?

Rechnen mit dem spitzen Bleistift – Sozialversicherung wird meist vergessen

monatlich erzielt, so ist regelmäßig ein zweiter Kranken-

und Pflegeversicherungsbeitrag fällig. Dies ist auch dann

der Fall, wenn der familienversicherte Ehegatte hauptberuflich

selbstständig erwerbstätig ist. Kriterien sind hier

Arbeitszeit, Einkommenshöhe und die Beschäftigung von

Mitarbeitern.

Hauptberuflich landwirtschaftlicher Unternehmer?

Wird mehr als die Hälfte der Arbeitszeit oder mehr als

50 Prozent des Erwerbseinkommens außerlandwirtschaftlich

erbracht, so entfällt (seit

zehn Jahren) die Versicherung

als landwirtschaftlicher Unternehmer

in der Landwirtschaftlichen

Krankenkasse

(LKK). Oft ist eine freiwillige

Krankenversicherung z. B.

bei der LKK zu empfehlen.

Ein Vergleich lohnt sich. Den

Beiträgen in der freiwilligen

Krankenversicherung sind allerdings

unabhängig von der

Kassenart sämtliche Einnahmen zum Lebensunterhalt einschließlich

Miet-, Pacht- oder Zinseinkünfte zu Grunde zu

legen.

Bei rechtzeitiger vorheriger Beratung

durch die zuständige LSV bestehen

Gestaltungsmöglichkeiten,

geplante Vorhaben unserer kreativen

Bäuerinnen und Bauern kostengünstig

unter Beachtung regionaler

Besonderheiten aus einer Hand

zu versichern.

Private Versicherungen

Auch sie gehören bei einem neuen Betriebszweig auf den

Prüfstand. Dies gilt insbesondere für alle Sachversicherungen

und die Betriebshaftpflicht. Insoweit wäre die private

Versicherungswirtschaft anzusprechen.

Hans-Georg Seibert

Sicher Leben 6/2005 5


Ab 1. Januar 2006 werden aufgrund

des Verwaltungsvereinfachungsgesetzes

nachfolgende Satzungsneuregelungen

eingeführt, die begrenzte Einschränkungen

im Leistungsrecht zur

Folge haben.

1. Selbstbeteiligung bei Betriebs-

und Haushaltshilfe im Rahmen

satzungsmäßiger Mehrleistungen

(§ 27 a)

Für die Leistungen gemäß §§ 22 – 26

(Leistung nach § 54 Abs. 3 Satz 1 SGB

VII), also für die so genannten Mehrleistungen

– z. B. während einer auf

einem Arbeitsunfall beruhenden Arbeitsunfähigkeit

mit ambulanter Behandlung

– ist als Selbstbeteiligung je

Kalendertag der Leistungsinanspruchnahme

der sich nach § 61 Satz 1 SGB

V ergebende Betrag an die Berufsgenossenschaft

zu entrichten.“

Nach § 61 SGB V zahlen Versicherte

somit 10 v. H. der Kosten, mindestens

jedoch 5,00 EUR und höchstens

10,00 EUR der erhaltenen Leistung

zu. § 27 a der Satzung der LBG NB

6 Sicher Leben 6/2005

LSV aktuell

Berufsgenossenschaft

Satzungsänderung

Ausgenommen redaktionelle, d.h. textlich klarstellende Anpassungen geben wir nachstehend

einen kurzen Überblick über die wesentlichen Änderungen und Ergänzungen der

Satzung der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

sieht diese Selbstbeteiligung je Kalendertag

der Leistungsinanspruchnahme

vor. Das bedeutet, dass z. B. bei der

Inanspruchnahme einer hauptberuflichen

Ersatzkraft, die in der Regel ca.

200,00 EUR arbeitstäglich kostet, eine

Zuzahlung von 10,00 EUR pro Tag zu

leisten ist. Dieser Betrag soll mit Hilfe

einer vorher vom Versicherten erteilten

Abbuchungserklärung eingezogen

werden. Bei Abrechnungen von selbst

beschafften Ersatzkräften (Erstattungshöchstbetrag

72,00 EUR täglich; Zuzahlung

7,20 EUR) wird die Selbstbeteiligungssumme

direkt von der Leistung

abgezogen.

2. Altersabschläge (§ 29)

(1) Bei landwirtschaftlichen Unternehmern,

deren im Unternehmen mitarbeitenden

Ehegatten oder Lebenspartnern

sowie nicht nur vorübergehend

im landwirtschaftlichen

Unternehmen mitarbeitenden Familienangehörigen

oder regelmäßig

wie landwirtschaftliche Unternehmer

selbstständig Tätigen, die

ausgefallene Person Grund des Ausfalls beantragte Leistung

In diesen Fällen ist eine Selbstbeteiligung zu leisten

1 landw. Unternehmer stat. Behandlg. über drei Betriebshilfe

Monate 1)

2 Ehegatte/Lebenspartner stat. Behandlg. über drei

des landw. Unternehmers Monate 1)

Haushaltshilfe

3 Ehegatte/Lebenspartner stat. Behandlung Betriebshilfe

d. landw. Unternehmers (ab 1. Leistungstag)

4 landw. Unternehmer bzw. ambulante Behandlung Betriebshilfe/

Ehegatte/Lebenspartner (ab 1. Leistungstag) Haushaltshilfe

Keine Selbstbeteiligung fällt bei BG-BHH-Anträgen an:

1 landw. Unternehmer stat. Behandlg. bis drei

Monate 1)

Betriebshilfe/

Haushaltshilfe

2 Ehegatte/Lebenspartner stat. Behandlg. bis drei

d. landw. Unternehmers Monate 1)

Haushaltshilfe

3 landw. Unternehmer bzw. Sonderfälle, wie z. B. be- Betriebshilfe/

Ehegatte/Lebenspartner sondere Unterstützung

gem. § 39 Abs. 2 SGB VII

Haushaltshilfe

1) Bei Arbeitgeberbetrieben (Unternehmen, in denen Arbeitnehmer oder mitarbeitende Familienangehörige

ständig beschäftigt sind) bereits ab Beginn der Leistung.

im Zeitpunkt des Versicherungsfalles

das 65. Lebensjahr vollendet

haben, verringert sich der Jahresarbeitsverdienst

gemäß § 93 Abs. 1,

2 oder 3 SGB VII. Die Verringerung

nach Satz 1 beträgt

1. 65 v. H. für Versicherte, die im

Zeitpunkt des Versicherungsfalls

das 75. Lebensjahr vollendet

haben,

2. 50 v. H. für Versicherte, die im

Zeitpunkt des Versicherungsfalls

das 70. Lebensjahr und noch

nicht das 75. Lebensjahr vollendet

haben,

3. 35 v. H. für die übrigen Versicherten.

Für Versicherte, die im Zeitpunkt des

Versicherungsfalles das 65. Lebensjahr

noch nicht vollendet haben und die

Anspruch auf

1. vorzeitige Altersrente oder Rente

wegen voller Erwerbsminderung

aus der Alterssicherung der Landwirte,

2. Witwen- oder Witwerrente aus

der Alterssicherung der Landwirte

wegen Erwerbsminderung,

3. Überbrückungsgeld aus der Alterssicherung

der Landwirte oder

4. Produktionsaufgaberente nach dem

Gesetz zur Förderung der Einstellung

der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit

haben, ist Satz 1 entsprechend anzuwenden;

die Verringerung beträgt 35

v. H.“

(2) Die Abschläge nach Abs. 1 gelten

nicht für Ansprüche in Höhe

des Teiles der Geldleistung, die aufgrund

einer Zusatzversicherung zu

gewähren ist.

3. Wartezeit bei Rente (§ 29a)

(1) Anspruch auf Rente haben:

1. die als Unternehmer Versicherten,

2. die Ehegatten oder Lebenspartner

der Unternehmer,

3. die den Unternehmern im Versicherungsschutz

Gleichgestellten,


mit Beginn der 14. Woche von dem

Tag an,

- ab dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich

festgestellt wird oder

- an dem eine Heilbehandlungsmaßnahme

beginnt, die den Versicherten

an der Ausübung einer ganztägigen

Erwerbstätigkeit hindert.

Die Wartezeit nach Satz 1 gilt entsprechend,

wenn Verletztengeld nicht gezahlt

wird.

(2) Die Wartezeit nach Abs. 1 gilt

nicht für den Anspruch in Höhe

des Teils der Rente, der aufgrund

einer Zusatzversicherung zu gewähren

ist.“

Versicherungsbefreiung (§ 48)

Bereits zum 30. März 2005 wurde die

so genannte „Befreiungsgrenze von

der Versicherungspflicht“ von 0,12

Hektar auf 0,25 Hektar angehoben.

Mit dieser Anhebung soll denjenigen

Unternehmern und Ehegatten bzw.

Lebenspartnern, die nur in geringem

Umfang landwirtschaftliche Kleinstflächen

nutzen, die Möglichkeit eröffnet

werden, selbst über die Schutzbedürftigkeit

in der gesetzlichen Unfallversicherung

zu entscheiden.

Krankenkasse

Neu unter www.nb.lsv.de

Qualitätsberichte der Krankenhäuser

Die Krankenhäuser in Deutschland sind ab diesem Jahr gesetzlich verpflichtet, alle zwei Jahre

einen so genannten strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen. Diese werden dann von den

Krankenkassen – ausschließlich im Internet – veröffentlicht.

Ein Zugriff auf diese Informationen

ist für Versicherte der Landwirtschaftlichen

Krankenkasse Niedersachsen-

Bremen über die Internetseite der LKK

NB möglich. Unter

www.nb.lsv.de/service/information

können die Qualitätsberichte der Krankenhäuser

aufgerufen und eingesehen

werden.

Zu den notwendigen Angaben im Qualitätsbericht

gehören vor allem Strukturdaten,

die Auskunft über die 30

häufigsten Diagnosen, je nach Fachgebiet

die zehn häufigsten Operationen,

die Anzahl der Ärzte und die medizintechnische

Ausstattung geben.

Der Gesetzgeber erwartet von der

Veröffentlichung der Qualitätsberichte

eine verbesserte Vergleichbarkeit des

medizinischen Leistungsgeschehens in

den bundesdeutschen Krankenhäusern.

Die Art und Anzahl der Leistungen

der Krankenhäuser sowie deren

Qualität sollen flächendeckend für Pa-

tienten und deren

Ärzte transparent

gemacht werden.

Auf der genannten

Internetseite erhalten

Versicherte

der LKK NB Unterstützung,

wenn sie

für eine bestimmte

Operation oder

Behandlung ein geeignetesKrankenhaus

in der Nähe

suchen. Die Qualitätsberichte können

also bei einem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt

hilfreiche Grundin-

Unsere Empfehlung: Nutzen

Sie bei einem bevorstehenden

Krankenhausaufenthalt

die über das Internet zugänglichen

Informationen zur Vor-

oder Nachbereitung eines Gespräches

mit Ihrem Arzt. Das

Arztgespräch selbst sollte aber

Dreh- und Angelpunkt bei der

Entscheidungsfindung sein.

Sitz der Renten- und Widerspruchsausschüsse

(§§ 15 und 16)

Wegen weiterer Konzentrationen von

Verwaltungsaufgaben wurde der bisher

am Sitz Oldenburg eingerichtete

Renten- und Widerspruchsausschuss

der Berufsgenossenschaft ab 11. Oktober

2005 nach Hannover zentralisiert.

Festlegung der Beitragshöhe des Mindestbeitrages

in der Satzung

Nach Auffassung des Bundessozialgerichtes

muss die Höhe des Mindestbeitrages

konkret in der Satzung bezeichnet

werden. Der Absatz 2 des § 42 der

Satzung wird daher ab 1. Januar 2005

wie folgt gefasst:

(2) Der Mindestbeitrag beträgt 56,00

EUR jährlich. Für Nebenunternehmen

beträgt der Mindestbeitrag 28,00

Euro.“

Die Benennung der Höhe des Mindestbeitrages

gilt entsprechend für die

nach § 53 fortgeltende Bestimmung

des § 42 der Satzung der ehemaligen

LBG Oldenburg-Bremen.

Der vollständige Beschluss der Vertreterversammlung

vom 08.12.2005

kann bei folgenden Stellen an Arbeits-

formationen für das Gespräch mit dem

einweisenden Arzt vermitteln. Dieses

Gespräch ist aus Sicht der LKK allerdings

unverzichtbar – schließlich kann

nur der behandelnde

Arzt die konkreten medizinischen

Umstände

im Einzelfall beurteilen.

Nicht umsonst weisen

auch die verbindlichen

Krankenhausbehandlungsrichtlinien

darauf

hin, dass der Vertragsarzt

den Patienten über

die Notwendigkeit der

stationären Behandlung

unterrichten und

beraten soll. Dabei hat er die ihm zugänglichen

Informationen über geeignete

Krankenhäuser einzubeziehen.

tagen von Montag bis Freitag von 9.00

bis 12.00 Uhr eingesehen werden:

� Hauptsitz der Landwirtschaftlichen

Sozialversicherung

Niedersachsen-Bremen

Im Haspelfelde 24, 30173 Hannover

� Sitz Braunschweig, Bruchtorwall 13,

38100 Braunschweig

� Sitz Oldenburg, Im Dreieck 12,

26127 Oldenburg

Die abschließende Genehmigung

der zuständigen Aufsichtsichtsbehörde,

dem Niedersächsischen Ministerium

für Soziales, Frauen, Familie und

Gesundheit (MS) lag bei Redaktionsschluss

noch nicht vor.

Über die Satzungsänderungen bei Alterskasse,

Kranken- und Pflegekasse

werden wir in der nächsten Ausgabe

von Sicher Leben berichten.

Die aktuelle Satzung der Berufsgenossenschaft

wird nach Genehmigung

auch im Internet unter der Adresse

www.nb.lsv.de unter „Wir über uns“

abrufbar sein.

Thomas Borsutzke

Selbstverwaltung

� (05 11) 80 73-1 12

Sicher Leben 6/2005 7


Um die Beiträge für das Jahr 2005, die

im kommenden Frühjahr angefordert

werden, auf der Grundlage der tatsächlichen

Betriebsverhältnisse richtig

berechnen zu können, ist die Berufsgenossenschaft

auf die Mithilfe ihrer

Mitglieder angewiesen. Zudem verpflichten

Gesetz und Satzung die Unternehmer,

Änderungen im Unternehmen

(z.B. Zu- oder Abgang von Flächen,

Unternehmerwechsel, Art der

Flächennutzung) der Berufsgenossenschaft

innerhalb von vier Wochen nach

Eintritt schriftlich mitzuteilen.

Tierhaltung

Änderungen ihrer Tierhaltung haben

die Unternehmer spätestens zum 15.

Januar des folgenden Jahres schriftlich

mitzuteilen. Das heißt, dass die im Jahr

2005 eingetretenen Änderungen der

Tierhaltung/-erzeugung bis spätestens

15. Januar 2006 zu melden sind.

Auch Zupachtungen zählen

Die Verpflichtung der Unternehmer erstreckt

sich nicht nur auf die Mitteilung

von Verringerungen der beitragsrelevanten

Betriebsdaten. Auch Flächenübernahmen,

Erhöhungen der Tierzahlen

(z.B. nach Neu- oder Umbau von

Stallungen), der Beginn neuer Tierhaltungsformen

und die Aufnahme neuer

Betriebszweige (z.B. Bauerncafe, Landschaftspflege,

Lohnfuhren) sind mitzuteilen.

Genaue Angaben

Genauigkeit und Vollständigkeit der

gegenüber der Berufsgenossenschaft

angegebenen Betriebsverhältnisse sind

ferner für eine zügige Leistungsbearbeitung

insbesondere auch bei der

Alterskasse und Krankenkasse – von

großer Bedeutung. Von Meldungen an

andere Stellen (Gemeinde, Landwirtschaftskammer)

erhält die Berufsgenossenschaft

nur teilweise Kenntnis!

Da die erforderlichen Angaben dort

8 Sicher Leben 6/2005

Berufsgenossenschaft

Flächen und Tiere betroffen

Betriebliche Änderungen melden

Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft werden nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die

Beitragsansprüche dem Grunde nach entstanden sind, im Wege der Umlage festgesetzt.

aber nur unvollständig vorliegen, sind

diese für die Berufsgenossenschaft in

der Regel nicht ausreichend.

Formular zurücksenden

Die „Änderungsanzeige“ auf den folgenden

Seiten sollte bei noch nicht

mitgeteilten Änderungen – vollständig

In eigener Sache

Ein Heft zu viel?

ausgefüllt – der Berufsgenossenschaft

jetzt unverzüglich zugeleitet werden.

Weitere Formulare stehen auch im Internet

unter www.nb.lsv.de/service/information/formulare/berufsgenossenschaft

zur Verfügung.

Hartmut Fanck

Beitragsbereich

� (05 11) 80 73-5 50

Mancher „Haushalt“ erhält Sicher Leben mehrfach. Hierfür gibt es unterschiedliche

Gründe. Am häufigsten liegt es daran, dass unsere Mitglieder und

Versicherten mit zwei oder drei Generationen unter einem Dach leben.

Sollte ein Exemplar für die Familie ausreichend sein, genügt eine kurze Mitteilung

per Mail an info@nb.lsv.de oder

Fax an (05 11) 80 73-75 00 62.

Einfach der LSV Name und Anschrift der Person mitteilen, die zukünftig keine

Versichertenzeitschrift mehr erhalten soll.


Von Dage geiht dat dorum,

dat Friedrich un Hermann

ehren Berufskolleginnen un

Berufskollegen Moot dorto

moken wüllt sick een tweetet

Standbeen to’r Landwirtschaft

totoleggen, wenn dat

in’n Eenzelfall wirtschaftlich

vernünftig is un von de Familje

mitdragen ward. Dat gellt

ebenso för Biogas-Anlagen, ok

wenn dat körtens in Rhadereistedt

bi Zeven een Riesenmalheur

geben hett. Szüh, vörherige

fachlich kompetente un

gründliche Information un Berootung,

Sekerheit vör Verunsekerung!

Dat is vondage

wichtiger as jemols toför, jüst

bi de Biogas-Anlage un öberhaupt!

Friedrich: Hallo Hermann! Minsch, wat

sühst du denn so benaut ut, geiht di

wat besünneret dörch den Kopp?

Hermann: Mann, wi wullen doch

bauen ...

Friedrich: Leever Nahber, so wie ik

di kennen do, steiht de Finanzierung

doch bestimmt up soliden Fööten.

Also worum plagt di de Twiefel?

Hermann: Wi harn us doch för eene

Biogas-Anlage entscheeden...

Friedrich: Ik weet. Un nu denkst du in

dienem Kopp dat dat woll verkehrt wör

oder ok to riskant is wegen den furchtbaren

Unfall dör nülich bi Zeven.

Hermann: Ja, us geiht dat jo um dat

Sekerheitsrisiko bi’n Bedriev von sulk

eener Anlage.

Friedrich: Dat kann ik ok woll good

verstahn. Man schall dat ok grundsätzlich

nich verdrängen oder verniedlichen,

dorto is de Sake to ernst. Aber

man schull vör alln, wenn dat um een

sülvst gahn deit, kritisch un streng logisch

blieven.

Hermann: Un wat seggt mi dat nu?

Friedrich: Vörweg: Mit de Problematik

von de Slachtaffälle wie in den Zevener

Fall har dennso diene geplante

Anlage jo nix to dohn, dücht mi so,

oder nich?

Hermann: Genau so is dat. Denn wi

wullen nawassende Rohstoffe besünners

Mais insetten. Dat wör ok jo total

wirtschaftlich, nicht wohr?

Friedrich: Also von düsser Art Anlagen

givt dat mittlerwiel alleen in Neddersassen

tor Tied rund 350 Stück. Unfälle

sind al mol passeert twüschendörch,

aber nix würklich Dramatischet

un Slimmes. Aber mol wat anners: Wie

wiet is denn jo Vörhaben upstunds in

de Mangel ankamen?

Hermann: De Grovplanung hebbt wi

dörch, de Finanzierung hebbt wi in’n

Sack. Ik glöv‘, dat wi nu bald bi lütten

ok den Bauandrag afgeben künnt.

Friedrich: So wie ik di kennen do, hest

du doch bestimmt kloke Lüde mit de

Planung von dat Projekt beupdragt, de

sowat al fakener dörchtagen hebbt,

oder?

Hermann: Dat is woll richtig, de Jungs

de hebbt al zig Anlagen hochtagen. Ik

hebb‘ mi ok al mol ´n poor von de Anlagen

ankeeken un ok mit de Bedrievers

dorvon snackt. Aber dat wör allns

bestens. De Lüde wörn alle tofreden.

Friedrich: Ik harr dor aber trotzdem

noch eenen gooden Rat vör di.

Hermann: Un wat för eenen?

Friedrich: Wende di doch möglichst

bald an use Berufsgenossenschaft.

Hermann: Ohne eenen Unfall fabriziert

to hebben?

Friedrich: Roop nich in de Unfallafdeelung

an, sünnern bi’n Technischen Upsichtsdeenst.

Dor krigst du eene kompetente

Bauberatung un de kost‘ di

nix extra. Vörutplanung, se nümmt dat

Prävention, is nämlich jümehr erste un

wichtigste Upgave.

Hermann: Hm...

Friedrich: Szüh, wenn ji jo tum bispill

dörch Erdarbeiten oder annere Leistungen

an de Bauarbeiten bedeeligen

wüllt, denn so müsstes du di tosätzlich

mit de so benümmte Katasterlüüde

von de Berufsgenossenschaft telefonisch

in Verbindung setten. Dat

geiht dorum, dat de Versekerungsschutz

insbesünnere för die un diene

Froo während de Bauphase un ok

naher, wenn ji de Biogas-Anlage in

Bedriev nahmen hebbt, vorhanden is.

Dor seh ik allerdings in joern Fall keen

Problem. Hör to, wenn de Katasterlüüde

in Hannover ja to dien Vörhebben

seggt, denn so köst‘ die de Versekerungsschutz

in de Bauphase ok

nix extra. Un denn noch eens: Bedrievshaftpflicht

un Sachversicherungen

bitte ok överprüfen laten. Dat

is allerdings Sake von de Privatversicherer.

Hermann: Friedrich dat will ek di mol

seggen, ik mark dat woll un glöv‘, du

wullt mi Moot maken, oder?

Friedrich: Ja Hermann, du hest woll

recht dormit, dat will ik ok. Szüh, an

dien Vörhaben dor hangt veel Geld an

ober ok veel Arbeit de bummelt dor an

rum. Aber natürlich is dat ok eene reelle

Chance, mit düssem tosätzlichen

Standbeen de sülvständige Existenz als

Landwirt bit in de nächste Generation

to sichern.

Hermann: Ik weet dat un will mi dat

ganze nochmals good dörch den Kopp

gahn laten.

Friedrich: Do dat, överlege un bespreek

dat mit diener Froo un joern

Junior. Denn so slap‘ dor noch mol ´ne

Nacht över un denn wardst du woll ok

dat richtige maken.

Hermann: Villicht hest du ja recht. Mit

den Kopp in’n Sand is ok keen Bloomenpott

to gewinnen.

Friedrich: Nehm mine good gemeenten

Rootschläge man ruhig to Harten!

Un denn bau dat Ding so, wie dat

genehmigt ward, keene Verännerungen,

keene Mätzchen. Szüh un denn

lat di von user Berufsgenossenschaft

gemeensam mit allen de dor arbeiten

schüllt nochmals gründlich öber den

sicheren Bedriev von de fertig gestellte

Biogas-Anlage berooten. Dat makt

de mit di un diner Familie vör Ort! Un

wenn man sick an de gegebenen Regeln

konsequent holen deiht un nich

nahlässig ward, denn so glöve ik tämlich

stark dor an, dat ji ok de Erfahrung

von hunderten anneren Berufskollegen

maken künnt, nämlich positive.

Hermann: Du musst jo ok bedenken:

Mit ´n Auto un dem Schlepper föhrt

man jo ok jümmer wedder, obwoll dat

jüst gerade dor jümmer wedder to Unfällen

kamen deiht, nich wohr?

Friedrich: Ja Hermann, dat is een gooden

Vergliek. Un denn vergeet ok man

nich: To de Inweihung von diner neen

Biogas-Anlage bist du mi jetzt eene Inladung

schüllig!

Sicher Leben 6/2005 11


tastsinn stellt mit einer Mischung aus

Vorträgen von speziell geschulten Ärztinnen

und Gesundheitsberaterinnen

über die Früherkennung von Brustkrebs,

Tipps zur Selbstuntersuchung

und die individuelle Beratung im kleinen

Kreis einen attraktiven Rahmen

dar. Das Vorsorgeangebot richtet sich

an alle Frauen ab dem 30. Lebensjahr.

Teilnahme kostenlos

Mit der Teilnahme an tastsinn sind

für Versicherte der LKK Niedersachsen-

Bremen selbstverständlich keine Kosten

verbunden.

Darüber hinaus zahlt sich gesundheitsbewusstes

Verhalten zusätzlich aus:

tastsinn wird im Rahmen der Primärprävention

der LKK Niedersachsen-Bremen

mit zehn Bonuspunkten

honoriert.

12 Sicher Leben 6/2005

Ein Bo nus punkt

entspricht dem

Gegen wert von

einem Euro. Bereits

ab 30 Bonuspunk

ten zahlt die

LKK eine Geldprämie

aus. Bei

Erreichen von 50 Bonuspunkten erhöht

sich die Prämie um einen Sonderbonus

von 10 Euro auf 60 Euro.

Weitere Informationen zu dem Bonusprogramm

gibt es bei den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der LKK.

Anmeldung

tastsinn setzt auf aktive Teilnehmerinnen.

Untersuchung, Diskussionen

und Einzelgespräche sollen in einer angenehmen

Atmosphäre möglich sein.

Deshalb steht in den Veranstaltungen

auch nur eine begrenzte Anzahl von

Plätzen zur Verfügung. Wir bitten um

frühzeitige Anmeldung.

Bis Redaktionsschluss standen die in

der Tabelle dargestellten Termine fest.

Auch in anderen Regionen richtet die

LKK Niedersachsen-Bremen bei entsprechender

Nachfrage gern eine Veranstaltung

aus. Wir bitten bei Interesse

mit uns Kontakt aufzunehmen.

jk

Krankenkasse

tastsinn

Brustkrebs früh erkennen

Die Veranstaltungsreihe tastsinn, die in Kooperation mit der AOK Niedersachsen von der LKK Niedersachsen-Bremen

durchgeführt wird, geht weiter.

Information

und Anmeldung

� (05 11) 80 73-1 10

� (05 11) 80 73-75

00 62

E-Mail: info@nb.lsv.de

tastsinn

Region Veranstaltungsort Termin

Rinteln AOK Servicezentrum

Bahnhofstraße 3, 31737 Rinteln

Syke AOK Servicezentrum

Nordstraße 3, 28857 Syke

Aurich AOK Servicezentrum

Lambertistraße 16, 26603 Aurich

Osnabrück AOK Servicezentrum

Niedersachsenstr. 10, 49074 Osnabrück

Osterholz-

Scharmbeck

Der Veranstaltungsort stand bei Redaktionsschluss

noch nicht fest!

Diepholz AOK Servicezentrum

Niedersachsenstraße 4, 49356 Diepholz

Cuxhaven AOK Servicezentrum

Brahmsstraße 24, 27474 Cuxhaven

Papenburg AOK Servicezentrum

Wiek rechts 1, 26871 Papenburg

Verden Der Veranstaltungsort stand bei Redaktionsschluss

noch nicht fest!

Winsen/

Luhe

AOK Servicezentrum

Viehhallenweg 30, 21423 Winsen (Luhe)

Bremervörde AOK Servicezentrum

Neue Straße 45/46, 27432 Bremervörde

Duderstadt AOK Servicezentrum

Bahnhofstraße 32, 37115 Duderstadt

Niedersächsisches Ministerium

für Soziales, Frauen,

Familie und Gesundheit

Foto: f1 online

Mittwoch, 25.01.2006

18:00 Uhr

Mittwoch, 01.02.2006

19.00 Uhr

Dienstag, 07.02.2006/

Dienstag, 14.02.2006

jeweils 18:00 Uhr

Mittwoch, 08.02.2006

18:00 Uhr

Mittwoch, 08.02.2006

19:00 Uhr

Mittwoch, 15.02.2006

19:00 Uhr

Mittwoch, 15.02.2006

18:00 Uhr

Mittwoch, 22.02.2006

18:00 Uhr

Mittwoch, 01.03.2006

19:00 Uhr

Mittwoch, 01.03.2006

17:30 Uhr

Mittwoch, 01.03.2006/

Mittwoch, 22.03.2006

jeweils 18:00 Uhr

Mittwoch, 29.03.2006

jeweils 18:00 Uhr


Krankenkasse

Integrierte Versorgung

Hüft- und Knie-Endoprothetik

Die LKK Niedersachsen-Bremen, das Annastift in Hannover und die Klinik Niedersachsen in Bad Nenndorf

haben zum 1. Dezember 2005 einen Vertrag zur Integrierten Versorgung im Bereich der Endoprothetik

abgeschlossen, der die Qualität der Versorgung von Versicherten der LKK mit einem künstlichen

Hüft- oder Kniegelenk weiter verbessern soll. Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung der Ärzte

und Therapeuten des Annastiftes sowie der Klinik Niedersachsen während der gesamten Behandlung

des Patienten stellt dies sicher.

So soll der Patient künftig schon bei der

Vorbereitung auf die Operation nicht

nur über den Eingriff als solchen informiert

werden, sondern ein umfassendes

Bild vom gesamten Versorgungsablauf

einschließlich der Rehabilitation erhalten.

Ebenfalls im Rahmen der Operationsvorbereitung

nehmen die Patienten

beispielsweise an einer Gangschulung

und am Treppentraining mit Gehhilfen

unter physiotherapeutischer Anleitung

teil und erlernen ein krankengymnastisches

Hausübungsprogramm zur Muskelkräftigung.

Reha sichert Behandlungserfolg

Nach der Operation im Annastift und

einer individuell angepassten Remobilisierung

folgt die Fortsetzung der Mobilisation

mit ärztlicher und pflegerischer

Weiterbetreuung in der Klinik Niedersachsen.

Nach Abschluss der Rehabilitation

soll die Sicherung eines langfristigen

Behandlungserfolgs durch rechtzeitiges

Erkennen von Problemen und

Komplikationen erreicht werden. Hierzu

werden die Patienten in festgelegten

Abständen über einen Zeitraum

von zehn Jahren nachbetreut. Für die-

Brachytherapie

Die Landwirtschaftliche Krankenkasse

Niedersachsen-Bremen (LKK NB) hat

für ihre Versicherten, die an Prostatakrebs

leiden, unter Nutzung neuer

gesetzlicher Handlungsmöglichkeiten

einen Vertrag zur Integrierten Versorgung

mit dem Vinzenzkrankenhaus

Hannover sowie einer strahlentherapeutischen

Praxis geschlossen.

Sofern aus Sicht der behandelnden

Ärzte gute Erfolgsaussichten bestehen,

können LKK-Versicherte künftig

bei Erfüllung bestimmter medi-

sen Zeitraum übernehmen die Vertragspartner

auch die Gewährleistung für

den Gelenkersatz.

Ausgebautes Angebot

Die Versicherten der LKK Niedersachsen-Bremen

erhalten damit eine optimal

organisierte medizinische Versorgung

auf sehr hohem Niveau, die speziell

auf ihre persönlichen Bedürfnis-

zinischer Voraussetzungen eine ambulante

Brachytherapie gegen

Prostatakrebs erhalten. Die Seed-Brachytherapie,

bei der schwachradioaktive

Stifte in die Prostata implantiert

werden, ist nach Angaben der Kooperationspartner

ähnlich erfolgreich

wie die ansonsten bei Prostatakrebs

übliche Bestrahlung oder Entfernung

der Pros tata.

Grundsätzlich haben die Patienten

durch die Brachytherapie eine gleich

große Heilungschance bezüglich ihrer

Foto: Knoll

Medizinische Versorgung auf sehr hohem Niveau: Seit dem 1. Dezember 2005 Vertragspartner

bei der Integrierten Versorgung im Bereich der Endoprothetik (von rechts) Jörg

Kienast (Geschäftsführer der Klinik Niedersachsen, Bad Nenndorf), Hartmut Andrä (Geschäftsführer

der LSV Niedersachsen-Bremen), Sabine Mischer (Leiterin Pflegedienst Annastift),

Dieter Landmann (Krankenhausverwaltungsdirektor Annastift) und Thomas Fischer

(Dezernent Krankenkasse-Leistungen)

se abgestimmt ist. Die LKK geht davon

aus, dass möglichst viele LKK-Versicherte

dieses innovative Angebot nutzen

werden und ist gleichzeitig bestrebt, die

Angebotspalette im Bereich der Integrierten

Versorgung sowohl in der Fläche

als auch hinsichtlich der Indikationen

weiter auszubauen.

Detlef Hinz – Leistungen und Verträge

� (05 11) 80 73-4 20

Krebserkrankung, allerdings verbunden

mit dem Vorteil deutlich geringerer

Nebenwirkungen (z.B. seltenere

Störungen der Sexualfunktion und

weniger Probleme mit Inkontinenz).

Die ambulante Behandlungsmethode

erspart dem Patienten darüber hinaus

den stationären Krankenhausaufenthalt.

Die Landwirtschaftliche Krankenkasse

eröffnet ihren Versicherten damit

als eine der ersten niedersächsischen

Kassen die Möglichkeit, eine ambulante

und dabei hochmoderne Spezialbehandlung

gegen Prostatakrebs in

Anspruch nehmen zu können.

Sicher Leben 6/2005 13


Die LKK NB hat für ihre Versicherten

eine besondere Vereinbarung mit der

Versandapotheke SANICARE geschlossen.

Bei der Auswahl dieses Partners

legte die LKK großen Wert auf Qualität

und Service. Dies bestätigt eine

Untersuchung von 20 Versandapotheken

durch die Stiftung Warentest (Heft

3/2005). Hier erzielte SANICARE mit

dem Testurteil „gut“ (Note 1,9) die

beste Bewertung und belegte zusammen

mit zwei weiteren Versandapotheken

den ersten Platz.

Neben der Sicherheit, einem qualitätsgeprüften

Anbieter zu vertrauen, bietet

die Bestellung bei der Versandapotheke

SANICARE einige

Vorteile für

LKK-Versicherte

� Günstige Preise

Die SANICARE-Versandapotheke

gibt

grundsätzlich 10 %

Rabatt auf alle nur in

der Apotheke erhältlichen,

aber nichtrezeptpflichtigenArzneimittel

sowie weitereGesundheitsprodukte

aus dem Sortiment. Bei immer

wiederkehrenden Sonderangeboten

lassen sich sogar bis zu 30 % sparen.

� Bequeme Bestellung

Die Bestellung ist unabhängig von den

Öffnungszeiten der Apotheken vor Ort

„rund um die Uhr“ möglich und spart

so Zeit und Wege:

� per Telefon unter der gebührenfreien

Bestell-Hotline: (08 00) 4 90 49 05

oder

� per Fax (08 00) 4 45 56 63,

� Internet-Nutzer können entweder

direkt die Adresse „www.sanicare.de“

anwählen oder sich

über die Internetseiten der LSV NB

(www.nb.lsv.de/aktuelles/informationen/infobox)

ganz einfach per

Mausklick verbinden lassen.

14 Sicher Leben 6/2005

Krankenkasse

Auch aus der Versandapotheke

Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Versicherte der LKK NB können ihre Medikamente und Gesundheitsprodukte jetzt auch bei der Versandapotheke

SANICARE bequem und preisgünstig bestellen. Alle in der Apotheke freiverkäuflichen Arzneimittel bietet die

SANICARE-Versandapotheke beispielsweise mit mindestens 10 Prozent Rabatt an. Die Bestellung ist unabhängig

von Öffnungszeiten „rund um die Uhr“ möglich und funktioniert ganz einfach per Brief, Telefon oder Internet.

Geliefert wird versandkostenfrei an jede gewünschte Adresse in Deutschland.

Auch verschreibungspflichtige Medikamente,

die vom Arzt auf Kassenrezept

verordnet wurden, können bestellt

werden.

Hierzu benötigt SANICARE zusätzlich

das Originalrezept, das per Brief an:

SANICARE-Versandapotheke

Postfach, 49195 Bad Laer

geschickt werden kann.

Kostenlose Freiumschläge sind jeder

von SANICARE ausgelieferten Bestellung

beigefügt und können auch telefonisch

angefordert werden. Ein Anruf

bei der kostenfreien Bestell-Hotline

(08 00) 4 90 49 05 genügt.

� Qualifizierte Beratung

Versandkunden müssen bei SANICARE

nicht auf eine qualifizierte

Beratung verzichten.

Pharmazeutisches

Fachpersonal prüft

jedes Rezept und ist

für alle Fragen, etwa

zu Wechselwirkungen

oder Unverträglichkeiten

von Arzneimitteln,

zu jeder

Zeit und an 365

Tagen im Jahr telefonisch

erreichbar.

Die kostenlose Beratungs-Hotline hat

die Nummer: 0800-4455662.

� Diskrete und schnelle Auslieferung

Die bestellten Medikamente und Gesundheitsprodukte

liefert SANICARE in

der Regel innerhalb von 24 Stunden,

garantiert aber innerhalb von zwei

Werktagen sicher und in neutraler Verpackung

direkt an die Haustür oder

jede andere Wunschadresse innerhalb

Deutschlands.

Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei,

einen Mindestbestellwert gibt es

nicht.

� Problemlose Zahlung

Rezeptpflichtige Arzneimittel und Produkte,

die vom Arzt auf Kassenrezept

verordnet wurden, rechnet die SANI-

CARE-Versandapotheke direkt mit der

LKK NB ab.

Die gesetzliche Zuzahlung oder den

günstigen Preis für freiverkäufliche Produkte

kann man ganz einfach durch

Überweisung oder Bankeinzug an die

Apotheke bezahlen.

Auf Wunsch stellt SANICARE die zu

leistenden Zuzahlungen erst monatlich,

viertel-, halb- oder ganzjährig in

Rechnung. Ein besonderer Vorteil nicht

nur für Versicherte, die ihre Zuzahlungen

für eine Befreiung dokumentieren

müssen.

Versicherte, die eine Befreiung von Zuzahlungen

erhalten haben, schicken

einfach eine Kopie davon an SANICA-

RE, dann werden ihnen bei ihren Bestellungen

keine Zuzahlungen in Rechnung

gestellt.

Besonders interessant ist die Bestellung

bei der günstigen Versandapotheke

für alle chronisch Kranken und

Patienten, die einen planbaren Medikamentenbedarf

haben.

Sie sparen sich den ständigen Gang

zur Apotheke.

Auch für pflegende Angehörige, ältere

und in ihrer Mobilität eingeschränkte

Menschen kann die Versandapotheke

eine Alternative sein.

Wer aber, wegen einer plötzlichen Erkrankung

bestimmte Medikamente sofort

benötigt sollte sich in jedem Fall an

seine örtliche Apotheke oder außerhalb

der Öffnungszeiten an den Notdienst

der Apotheken wenden. Der Arzneimittelversand

eignet sich wegen der damit

verbundenen Lieferzeiten keinesfalls für

die Versorgung im Notfall.

Und selbstverständlich haben die Versicherten

der LKK NB auch weiterhin

die völlig freie Wahl, in welcher Apotheke

sie ihre Medikamente besorgen

wollen. Ob sie dazu ihre örtliche Apotheke

aufsuchen wollen, den Service

von SANICARE nutzen möchten oder

eine andere in Deutschland zugelassene

Versandapotheke wählen.


Krankenkasse

Beiträge zur Krankenkasse

Geänderte Fälligkeit ab 2006

Die Fälligkeit der Gesamtsozialversicherungsbeiträge wird ab 01.01.2006 durch eine gesetzlich zwingende Änderung

auf den drittletzten Bankarbeitstag des jeweiligen Monats vorverlegt. Im Interesse möglichst einheitlicher

Fälligkeiten will die LKK Niedersachsen-Bremen diese Regelung für alle Beitragszahler anwenden.

Durch das „Gesetz zur Änderung des

Vierten und Sechsten Buches Sozialgesetzbuch“

hat der Gesetzgeber die Fälligkeit

des Gesamtsozialversicherungsbeitrages

(Beiträge für Arbeitnehmer

zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung)

ab 2006 neu geregelt.

Um insbesondere für landwirtschaftliche

Arbeitgeber unterschiedliche

Beitragsfälligkeiten zu vermeiden

soll die Neuregelung für alle Beiträge

der LKK NB übernommen werden.

Was sich ändert

Bisher sind u.a. die Beiträge für landwirtschaftliche

Unternehmer und für

freiwillige Mitglieder bis zum 15. des

Folgemonats zu zahlen. Ab 2006 müssen

die Beiträge dann für den jeweiligen

Monat bis zum drittletzten Bankarbeitstag

bei der LKK NB eingegangen

sein. Dabei ist wie in der Vergangenheit

zu beachten: Es kommt stets

auf den Tag des Geldeingangs bei der

LKK NB an!

Die Fälligkeiten des Beitrages zur Krankenkasse

für 2006 lauten dann:

27. Januar, 24. Februar, 29. März,

26. April, 29. Mai, 28. Juni,

27. Juli, 29. August, 27. September,

27. Oktober, 28. November, 27. Dezember

Was zu beachten ist

Mitte Januar 2006 wird – wie bisher –

noch der Beitrag für Dezember 2005

fällig. Bereits bis spätestens zum 27.

Januar 2006 (!) ist dann aber schon

der Beitrag für Januar 2006 zu zahlen.

Die Umstellung der Beitragsfälligkeit

führt deshalb zu einer „doppelten“

Beitragzahlung im kommenden

Monat. Hierfür bittet die LKK NB schon

jetzt um Verständnis. Dauerhaft unterschiedliche

Beitragsfälligkeiten werden

so aber vermieden.

Stellen Sie im Januar 2006 bitte unbedingt

eine entsprechende Kontendeckung

sicher bzw. passen Sie vorhandene

Daueraufträge entsprechend

an.

Wie es weitergeht

Alle Mitglieder unserer Krankenkasse

erhalten noch schriftlich individuelle

Informationen. Dieser Artikel dient lediglich

der Vorabinformation.

Bequem per Lastschrift

Jede Beitragszahlung erfolgt bei einer

Teilnahme am Lastschriftverfahren garantiert

in der richtigen Höhe und zum

richtigen Zeitpunkt. Säumniszuschläge

und Kosten können nicht entstehen.

Die LKK NB erläutert dies auch gern

telefonisch.

Hartmut Fanck

Kataster-Mitgliedschaft-Beitrag

� (05 11) 80 73-5 50

LKK Niedersachsen-Bremen und Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Ernährungskurse zur Gewichtsreduktion

Wenn Sie ihre Pfunde langfristig abbauen möchten, kommen

Sie zu den Seminaren zur Gewichtsreduktion, die

von der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Niedersachsen

– Bremen in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen angeboten werden. Es erwartet

Sie keine strenge Diät. Die Ernährungsfachkräfte der

Landwirtschaftskammer zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie

dauerhaft erfolgreich abnehmen können und dabei den

Spaß am Essen und Genießen nicht verlieren, sondern

entspannt ihr Wohlfühlgewicht erreichen.

Die Kurse unter dem Titel „Leichter leben – Wege zum

Wohlfühlgewicht“ umfassen 14 Veranstaltungen mit je

vier Unterrichtseinheiten über einen Zeitraum von fünf bis

sieben Monaten. Für LKK-Versicherte ist dieses Angebot

bei regelmäßiger Teilnahme kostenlos!

Interessierte Versicherte wenden sich bitte wegen näherer

Informationen über die Kurse an:

Frau Renziehausen-Blanke � (05 11) 36 65-4 30 ,

Frau Göppert � (04 41) 80 18 08 (beide Landwirtschaftskammer

Niedersachsen) oder an die LKK Niedersachsen-

Bremen

Im Gebiet der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

werden ab Januar 2006 zu folgenden Terminen Kurse angeboten:

� Osnabrück ab 25. Januar 06

Frau Nitsch � (05 41) 5 60 08 51

� Bersenbrück ab 24. Januar 06

Frau Nitsch � (05 41) 5 60 08 51

� Lingen ab 17. Januar 06

Frau Langenhorst � (05 91) 9 73 94 18

� Huntlosen ab 26. Januar 06

Frau Scholler � (0 44 41) 92 58 24

� Aurich ab 12. Januar 06

Frau Blankenforth � (0 49 41) 92 11 31

Sicher Leben 6/2005 15


Der Unternehmer setzt dann selbst die

sicherheitstechnische Betreuung in seinem

Betrieb um. Jetzt kann er auch die

arbeitsmedizinische Betreuung weitgehend

selbst übernehmen, wenn er an

entsprechenden Schulungen der Landwirtschaftlichen

Berufsgenossenschaft

teilgenommen hat.

Dies ist in der Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische

Betreuung“ (VSG 1.2) ab 1. Januar

2006 neu geregelt.

Nach Teilnahme an den Schulungen

kann der Unternehmer über die Notwendigkeit

und das Ausmaß einer ex-

16 Sicher Leben 6/2005

Prävention

Arbeitgeberbetriebe

LUV-Modell – jetzt auch

arbeitsmedizinische Betreuung

Wer als Arbeitgeber keine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsfachkraft bestellt, hat die Möglichkeit,

am LUV-Modell (Unternehmermodell) der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft teilzunehmen.

Diese praxisnahen und kostenlosen Schulungen werden für Betriebe angeboten, die bis zu 15

Personen beschäftigen.

Motorsägen-Lehrgänge

Jetzt anmelden

Die Motorsäge ist ein gefährliches Arbeitsmittel.

Das beweisen die Unfallzahlen.

Wer mit der Motorsäge ohne

vorherige Einweisung oder Ausbildung

arbeitet, ist einem hohen Unfallrisiko

ausgesetzt.

Für Personen, die gelegentlich mit

der Motorsäge arbeiten, werden folgende

praxisnahe Lehrgänge angeboten:

� 24. Januar 2006

Kalkriese/Osnabrück

� 7. Februar 2006

Grußendorf/Gifhorn

� 21. Februar 2006

Teplingen/Lüchow

� 7. März 2006

Söhre/Hildesheim

Diese Lehrgänge sind für Einzelpersonen

gedacht. Die Teilnehmerzahl ist

auf 20 begrenzt.

ternen Betreuung selbst entscheiden.

Eine qualifizierte und bedarfsgerechte

betriebsärztliche und sicherheitstechnische

Betreuung im Betrieb erfolgt

auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung.

Diese muss der Unternehmer

verantwortlich vornehmen.

Er braucht nur noch dann zusätzliche

externe sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische

Beratung in seinen

Betrieb zu holen, wenn die in der Unternehmerschulung

erworbene Fachkunde

nicht ausreicht.

Wer dieses alternative Betreuungsmodell

für die Bereiche Land- und Forst-

Melden Sie sich jetzt an unter

� (0 53 81) 98 96 87

Für Gruppenschulungen können auf

Anfrage gesonderte Termine vereinbart

werden.

wirtschaft (LUV-Modell) in Anspruch

nehmen möchte, muss an einem dreitägigen

Grundlehrgang, in dem die

Grundlagen des betrieblichen Arbeits-

und Gesundheitsschutzes vermittelt

werden, und an einem zweitägigen

Aufbaulehrgang teilnehmen. Für Betriebe,

die mehr als 15 Personen beschäftigen,

ist die Bestellung einer Sicherheitsfachkraft

und eines Betriebsarztes

weiterhin erforderlich.

Jürgen Huss

Technischer Aufsichtsdienst

� (05 11) 80 73-4 84

Dirk Grotelüschen

Technischer Aufsichtsdienst

� (05 11) 80 73-4 84

Handy: (01 76) 21 63 32 81


Das Holz wird nicht von Hand, sondern

mit Hilfe dieser Einrichtung zum Spaltwerkzeug

geführt. Außerdem muss

das Spaltwerkzeug (Drallkeil) komplett

verkleidet sein. Erst wenn der eigentliche

Spaltvorgang beginnt, darf es von

der Verkleidung freigegeben werden.

Weiterhin ist eine Abschalteinrichtung

im Bedienbereich erforderlich, die das

Spaltwerkzeug innerhalb von zehn Sekunden

stillsetzt. Das Herumschlagen

und Wegschleudern des Spaltholzes

muss durch eine geeignete Umwehrung

verhindert werden.

Die meisten Drallkeilspalter in den Betrieben

sind nicht so beschaffen! Das

Unfallgeschehen beweist: Die Arbeit

damit ist zu gefährlich!

Diese Geräte müssen sicherheitstechnisch

nachgerüstet werden. Der Aufwand

ist allerdings erheblich und meist

sehr teuer. Dann bleibt nur noch das

Verschrotten übrig.

Prävention

Drallkeilspalter

Nachrüsten oder verschrotten

Im Laufe der Jahre hat sich die Sicherheitstechnik an Holzspaltmaschinen erheblich verbessert.

Ein Drallkeilspalter muss z. B. mit einer Zuführeinrichtung ausgerüstet sein.

Bullen verendet

Um sicher Brennholz zu verarbeiten,

können z. B. Hydraulikspaltmaschinen

eingesetzt werden, die vertikal

oder horizontal arbeiten. Diese

Geräte sind mit einer Zweihandschaltung

versehen. Gekauft werden

sollten nur Spaltmaschinen mit

GS-Zeichen. Und noch eins: Im eigenen

Interesse sollte die Betriebsanleitung

vor dem ersten Arbeitseinsatz

gründlich studiert werden.

Jürgen Huss

Diese Schraubenspaltmaschine für Meterholz

entspricht nicht mehr dem aktuellen

Stand der Sicherheitstechnik.

Es fehlt eine Abschalteinrichtung

im Bedienbereich und ein Handgriff

an der Zuführeinrichtung. Die seitliche

Umwehrung ist nicht ausreichend.

Dieser Drallkeilspalter muss nachgerüstet

oder verschrottet werden.

Foto: Grotelüschen

Bei der morgendlichen Fütterung vermisste eine Landwirtin

drei Mastbullen. Sie staunte nicht schlecht, als sie

in einer Bullenbox eine gebrochene Flächenspalte (0,5 m

Breite und 2,2 m Länge) bemerkte.

Die verendeten Bullen fand sie dann in der Mitte des 30 m

langen Stalles unter dem Spaltenboden im Güllekanal.

Die schweren Tiere waren vermutlich schon in der Nacht

durchgebrochen, haben sich im etwa dreiviertel gefüllten

Kanal fortbewegt und sind dann durch die freigesetzten

Güllegase erstickt bzw. vergiftet worden.

Um die Kadaver zu bergen, wurden der Flüssigmist abgepumpt,

der Stall belüftet und einige Flächenspalten abgenommen.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr stiegen

mit schwerem Atemschutz in die Grube, um sich vor den

gefährlichen Güllegasen zu schützen. Sie befestigten Seile

an den Tierkörpern. Mit einem Teleskoplader wurden diese

herausgezogen und entsorgt.

Spaltböden müssen regelmäßig mit einem Hochdruckreiniger

auch in den Zwischenräumen gesäubert werden. Gerade

dort werden Bruchstellen zuerst sichtbar, denn auf

der Lauffläche sind in der Regel nur Haarrisse zu erkennen.

Die gebrochenen Spalten müssen ausgetauscht werden.

In einer Bullenbox brach dieser Spaltenboden durch. Drei Tiere

verendeten in der Gülle.

Text und Foto: Harald von Kampen

Technischer Aufsichtsdienst

� (05 11) 80 73-4 84

Sicher Leben 6/2005 17


Persönliche Schutzmaßnahmen erforderlich

Staub macht krank

Je länger und intensiver die Belastung durch Staub ist, je höher ist das Risiko zu erkranken. Die Entwicklung

von Erkrankungen der Atemwege ist dabei ein mehrjähriger Prozess. Im Anfangsstadium ist

er noch gut in den Griff zu bekommen.

„Zunächst dachte ich an eine Erkältung.

Als die Beschwerden jedoch in

immer kürzeren Abständen wiederkamen,

machte ich mir so meine Gedanken.

Der Husten wurde stärker.

Dann kam auch Auswurf dazu. Später

traten starke Atemwegsbeschwerden

auf. Diese waren dann so stark, dass

ich meine Arbeit zeitweilig unterbrechen

musste. Seit 15 Jahren arbeite ich

im Putenstall. Ich betreue die Puten in

der Aufzuchtphase. Mehrere Stunden

Stallarbeit sind täglich erforderlich.

Nachtürlich war ich dabei immer der

Stallluft ausgesetzt. Einen Atemschutz

habe ich bisher nicht benutzt. Der

Facharzt eröffnete mir dann die Diagnose

„Obstruktive Atemwegserkrankung“.

Das Krankheitsbild würde sich

verschlechtern, wenn ich weiterhin in

den Putenställen arbeiten würde.

Aus betrieblichen Gründen habe ich

aber keine andere Wahl. Die Arbeit

in der Putenaufzucht muss weiterhin

von mir erledigt werden. Damit sich

mein Gesundheitszustand nicht verschlechtert,

trage ich jetzt konsequent

eine gebläseunterstützte Atemschutzmaske.

Vielleicht hätte ich die Atemwegserkrankung

verhindern können,

wenn ich von Anfang an im Stall eine

Einweg-Staubschutzmaske getragen

hätte.“

Dieses sagte die Landwirtin Annegret

B. aus W. als sie von der Berufsgenossenschaft

zu ihrer Erkrankung befragt

wurde.

Gefährliche Stoffe

Atemwegserkrankungen stehen bei

den angezeigten Berufskrankheiten an

Durch hohe Staubbelastung sterben die

Flimmerhärchen ab. Schleim und Staub

müssen regelmäßig abgehustet werden,

was schließlich zu Entzündungen führt. Der

Selbstreinigungsmechnismus wird dadurch

erheblich gestört. Der Staub kann bis in die

Lungenbläschen eindringen. Der lebenswichtige

Übergang von Sauerstoff aus der

Atemluft ins Blut findet nur noch eingeschränkt

statt. Foto: Broschüre Staub

18 Sicher Leben 6/2005

Prävention

erster Stelle. Ursache dieser Erkrankungen

ist meist der Staub. Darin befinden

sich zum Beispiel Pollen, Milben,

Schimmelpilze, Federn, Bakterien,

Viren und Endotoxine (das sind Bestandteile

abgestorbener Bakterien).

Werden die Atemwege ständig durch

Staub belastet, kann dies je nach

Staubzusammensetzung und Teilchengröße

zu schwerwiegenden Erkrankungen

führen.

Besonders gefährlich ist der ganz feine

Staub, der in der ruhenden Luft über

viele Stunden schwebt ohne sich abzulagern.

Dieser dringt mit jedem Atemzug

tief in die Lunge bis zu den kleinsten

Lungenbläschen vor. Dieser feine

Staub wird nicht mehr völlig ausgeatmet

oder ausgehustet. Er wird zur

ernsten Gefahr für die Gesundheit.

Lebensqualität sinkt

Die ersten Symptome, wie Husten,

Auswurf, Kurzatmigkeit und Atemnot,

Flimmerhärchen

werden zunächst meist nur wenig beachtet.

Die Chancen einer frühzeitigen

Erkennung und Behandlung der

Beschwerden sowie Möglichkeiten zur

Minderung der Staubbelastung werden

daher meist gar nicht oder nur

sehr spät ergriffen. Die Folge sind

schwere Atemwegserkrankungen mit

meist erheblicher Minderung der Lebensqualität.

Was als lästiger Husten

beginnt, endet oftmals in einer schweren

Erkrankung.

Chronische Bronchitis

Die häufigste Atemwegserkrankung

in der Landwirtschaft ist die chronische

Bronchitis. Dieses ist eine dauerhafte

Entzündung der Bronchien.

Die Krankheit entwickelt sich meist

über mehrere Jahre. Zunächst tritt

Husten am Morgen, zusammen mit

einer erhöhten Menge an Auswurf,

auf. Oft wird „das bisschen Husten“

jedoch nicht ernsthaft wahr-

Luftröhre mit Bronchien


genommen. Aber gerade beim ersten

Auftreten der Krankheitszeichen

ist die Erkrankung am erfolgreichsten

in den Griff zu bekommen. Die

an chronischer Bronchitis Erkrankten

müssen ständig husten. Die Flimmerhärchen,

die zum normalen Selbstreinigungsmechanismus

der Bronchien

gehören, sind durch die permanente

Überlastung durch Staub und

durch die Entzündungsprozesse zerstört.

Besteht durch die Entzündung

zusätzlich eine Verengung der Atemwege

durch Anschwellen und Verkrampfen

der Bronchien, so handelt

es sich um eine obstruktive chronische

Bronchitis.

Der Körper kann nicht mehr ausreichend

mit Sauerstoff versorgt werden.

Das Resultat ist Atemnot.

Vorbeugen

Je länger und intensiver die Belastung

durch Staub ist, je höher ist das Risiko

zu erkranken. Die Entwicklung von Erkrankungen

der Atemwege ist dabei

ein mehrjähriger Prozess. Im Anfangsstadium

ist er noch gut in den Griff zu

bekommen.

Bei Anzeichen, wie Husten, Auswurf,

Kurzatmigkeit und Atemnot, aber auch

bei grippeähnlichen Beschwerden mit

Fieber und Schüttelfrost bis zu 12 Stunden

nach der Tätigkeit, sollte unbedingt

ein Arzt aufgesucht werden.

Prävention

Beim maschinellen Stroh einstreuen entsteht ein hohes Staubaufkommen im Stall. Ein

Schlepper mit geschlossener Kabine und integriertem Staubfilter schützen den Fahrer.

Fotos: Huss

Nach Möglichkeit sollte der Staub am

Arbeitsplatz vermieden bzw. vermindert

werden. Futtermittel sollten in

geschlossenen Systemen verarbeitet

werden, damit eine Staubentwicklung

nach außen gar nicht erst auftritt. Die

Lüftungsanlage mit geeigneter Luftführung

in den Stallanlagen muss optimal

gestaltet sein.

Atemschutz

In Arbeitsbereichen, in denen eine ausreichende

Vermeidung der Staubbelastung

durch technische oder organisatorische

Maßnahmen nicht oder nicht

so einfach möglich ist, muss Atemschutz

getragen werden.

Grundsätzlich eignet sich für alle Arbeiten

im staubigen Bereich eine Partikel

filtrierende Halbmaske mit der Schutzklasse

FFP2. Ausgestattet mit einem

Ausatemventil hat die Maske einen

besseren Tragekomfort. Diese Masken

sind nur zu Filterung von Partikeln

(Staubteilchen) geeignet. Sie sind nicht

für Gefahrstoffe wie Gase oder Dämpfe

vorgesehen.

Gebläseunterstützte Hauben bzw.

Helme haben einen geringen Atemwiderstand.

Sie sind besonders für Personen

zu empfehlen, die bereits unter

Atemwegsbeschwerden leiden.

Jürgen Huss

Technischer Aufsichtsdienst

Tel.: 0511/8073-484

Ein gebläseunterstütztes Atemschutzgerät

fördert die gefilterte Luft vor Mund und

Nase. Ein Atemwiderstand ist dabei nicht

zu überwinden. Es ist besonders geeignet,

wenn bereits Atembeschwerden vorliegen.

Eine filtrierende Halbmaske der Schutzklasse

FFP2 ist für die meisten Arbeiten im

Staubbereich geeignet. Das Ausatemventil

erhöht den Tragekomfort.

Sicher Leben 6/2005 19


Was macht der Landwirt auf der Leiter

falsch? Diese Preisfrage in Sicher

Leben 4/2005 konnte mit Hilfe eines

Wortpuzzles gelöst werden.

Die richtige Antwort war:

Nicht zu weit

hinüber beugen

Falls dieses immer beherzigt

wird, kann eine

große Zahl von

Leiterunfällen

vermieden werden

und damit

neben Kosten

auch viel persönliches Leid.

Von den insgesamt 200 Einsendern

wurden folgende Personen durch

Losentscheid ermittelt und haben jeweils

ein Paar Sicherheitsschuhe gewonnen:

� Albert Hartmann-Ahrens

37154 Northeim

� Heinrich Gerking

31608 Marklohe

� Ilona Rudolph

37434 Gieboldehausen

� Gerhard Tappe

38640 Goslar

� Klaus Mindrup

49186 Bad Iburg

Herzlichen Glückwunsch!

20 Sicher Leben 6/2005

Prävention

Unfallursache: Handschuhe

Zum Abschluss der Sägearbeiten wollte

Landwirt Franz B. ein auf dem Tisch

der Baustellenkreissäge liegen gebliebenes

Stück Holz mit der linken Hand

entfernen. Hierbei kam er zu dicht an

das noch rotierende Sägeblatt. Dabei

wurde der Handschuh erfasst und eingezogen.

Es kam zu Schnittverletzungen

am linken Daumen und am linken

Mittelfinger.

Nachdem ein Weidezaunpfahl angespitzt

war, wollte Wilfried K. die Restholzstücke

entfernen. Dabei lag vor

dem Sägeblatt noch ein kleiner Holzspan,

den er mit der Hand vom Sägetisch

schlagen wollte. Hierbei wurde

der Handschuh der rechten Hand vom

Sägeblatt erfasst, so dass es zu Schnittverletzungen

kam.

Nach dem Schneiden wollte Landwirtssohn

Klaus T. die ca. 25 – 30 cm

langen Bretter vom Sägetisch entfernen,

kam dabei mit dem „Zipfel“ seines

Handschuhes an das Sägeblatt

und seine Hand wurde an das Sägeblatt

gezogen. Er zog sich eine Amputationsverletzung

am rechter Zeigefinger

und weitere Schnittverletzungen

zu.

Das Tragen von Handschuhen ist in

vielen Arbeitsbereichen eine sinnvolle

Möglichkeit, seine Hände zu schützen.

Bei Arbeiten an Baustellen-Kreissägemaschinen

ist dieses allerdings unzulässig.

Die große Gefahr entsteht dadurch,

dass aufgrund der Bewegung

des Sägeblattes der Handschuh bei

der kleinsten Berührung erfasst wird

und die Hand schwer verletzt werden

kann. Deshalb dürfen bei diesen Arbeiten

keine Handschuhe getragen werden!!

Am Sägeblatt liegende Abfälle

Die Gewinner stehen fest

sollten nur mit der Hand sowie unter

Benutzung eines Schiebestockes entfernt

werden.

Sascha Jordan

Technischer Aufsichtsdienst

� (05 11) 80 73-4 84

Eine praktikable Idee

Beim Ansaugen der Gülle wird der

schwere Betondeckel weg genommen.

Damit die Öffnung aber trotzdem

gegen Hineinfallen gesichert

ist, wurde ein großflächiges Gitter

darüber gelegt. Der Gülleschlauch

bleibt nach allen Seiten beweglich

und erleichtert das Anschließen am

Gülletankwagen.

Text und Foto: Theo Grüssing

Technischer Aufsichtsdienst

� (05 11) 80 73-4 84


Fotos: Archiv

Unter die Lupe genomm genommen

genomm

Noch einmal: Suchmaschine Hilfsmittel

Der gemeinsame Service der gesetzlichen Krankenkassen

„Hilfs mit tel zum Festbetrag – Such maschine“ ist unter

www.ikk.de

in der Rubrik Service + Beratung – Hilfsmittelanbieter-Suche zu

finden. Das bundesweite Verzeichnis wird kontinuierlich ergänzt.

Elektronische Unfallanzeige

Die elektronische Unfallanzeige (ab Januar 2006 unter www.lsv.

de – Spitzenverbände > Service und Beratung > BLB > Formulare)

ermöglicht das unkomplizierte und rasche Ausfüllen der Anzeige.

Neben der bisherigen Möglichkeit, die Unfallanzeige als PDF-Datei herunterzuladen

und zuzuschicken, steht nun ein komfortableres Angebot zur Verfügung:

Bequem vom Computer aus, rechtsverbindlich und selbstverständlich

verschlüsselt kann die Unfallanzeige ausgefüllt und an die LBG übermittelt

werden. Benötigt wird ein PC mit Internetanschluss und ein handelsüblicher

Browser wie Internet Explorer, Netscape, Firefox, Opera oder Safari. Die online

gemachten Angaben werden in verschlüsselter Form direkt an die betreffende

LBG gesendet. Der Ausdruck als Kopie ist auch weiterhin möglich. Fragen

zur elektronischen Unfallanzeige beantworten die Mitarbeiter gern.

Pollenfreie Zeit zur Therapie nutzen

Allergien gehören zu den häufigsten Krankheiten in Deutsch land.

Mehr als 24 Millionen Menschen sind inzwischen betroffen. Die

Wenigsten gehen mit dieser Erkrankung zum Arzt – ein Fehler,

denn zum Heuschnupfen gesellt sich nach Jahren ohne Behandlung

oft Asthma.

Die pollenfreie Zeit im Herbst und

Winter eignet sich besonders gut,

um eine spezifische Immuntherapie

(Hyposensibilisierung) zu starten

und der Ursache zu Leibe zu

rücken. Diese Methode ist die einzige

Maßnahme, die Heilung ermöglicht.

Empfohlen wird die

Therapie besonders auch für Kinder

ab fünf Jahren, wo die Allergierate

alarmierend hoch ist. Die

Heilungschancen für Kinder liegen

bei mehr als 90 Prozent.

Ausländische Saisonarbeitskräfte

Über die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Unfallversicherungsschutz

wurde in Sicher Leben 1/2005 berichtet.

Zwischenzeitlich wurden die Rechtsänderungen für polnische

Saisonarbeitskräfte bis zum 30. Juni 2005 ausgesetzt, seit Juli

diesen Jahres gilt jedoch europäisches Recht.

Das war Hauptthema eines Gesprächs zwischen dem Vorstandsvorsitzenden

der landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Polen (KRUS), Jan Kopczyk und

dem Bundesverband der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in Kassel.

Beide Seiten sprachen sich für die frühere Praxis aus. Danach waren Saisonarbeitskräfte

generell in Deutschland versichert. Dies müsse wieder eingeführt

werden. Die KRUS ist ein agrarsoziales Sondersystem, das vor knapp 15

Jahren gegründet und in seiner Entstehungsphase von der Deutschen Landwirtschaftlichen

Sozialversicherung maßgeblich unterstützt wurde.

Jede Minute zählt

Die Geldbörse ist weg!

Damit geht der Ärger

so richtig los. Denn die

meisten Bundesbürger

bewahren dort auch diverse Plastikkarten

auf. Bisher begann nun die Suche

nach einer Kontaktnummer, um Konto

und Karte sofort sperren zu lassen.

In Deutschland werden im Jahr etwa

sechs Millionen Karten und Handys

aus den verschiedensten Gründen gesperrt.

Dafür stehen über 100 Notfallnummern

zur Verfügung. Welche ist

die richtige?

Seit Juli ist eine kostenlose Rufnummer

(� 11 61 16) als Sperr-Notruf geschaltet.

Über sie können Geld- oder Handykarten

in Minutenschnelle

gesperrt

werden. Die Nummer

funktioniert

auch aus dem Ausland

(Vorwahl 00

49), allerdings dann

zu den landesüblichen

Tarifen.

Die Sperr-Hotline ist

außerdem „barrierefrei“:

Sprach- und

Hörgeschädigte können

sie auch über

Fax und Internet anwählen.

Weitere Informationen

unter

� (01 80) 3 68 18 81 oder

www.sperr-notruf.de

Modernes

www.lsv.de

Der Internetauftritt

der Spitzenverbände

der LSV zeigt sich ab sofort

in einem neuen, modernen Outfit.

Das Erscheinungsbild wird begleitet

von umfangreichen Verbesserungen,

die die Nutzbarkeit erhöhen.

Für Blinde und Sehbehinderte sind

die Seiten entsprechend dem Behindertengleichstellungsgesetz

nun

auch barrierefrei zu nutzen.

Alle bekannten Informationen sowie

neue Rubriken stehen zur Verfügung.

Sicher Leben 6/2005 21


Ab diesem Zeitpunkt werden die Altersvorsorgebeträge

der aktiv Erwerbstätigen

durch steuerliche Abzüge entlastet,

die auf diesen Be(i)trägen beruhenden

Renten werden schrittweise besteuert.

Die Zahlung von Steuern wird allmählich

von der Beitragszahlungs- in die

Rentenzahlungsphase verschoben.

Steuerliche Entlastung

Folgende Altersvorsorgebeiträge wirken

als Sonderausgaben steuermindernd:

� zur Deutschen Rentenversicherung

� zur Alterssicherung der Landwirte

� zu berufständischen Versorgungseinrichtungen

und

� zu kapitalgedeckten Leibrentenversicherungen

(„Rürup-Renten“).

Die Steuerabzugsmöglichkeit der Rürup-

Renten ist nur dann gegeben, wenn

eine monatliche Rente auf das Leben

des Steuerpflichtigen vereinbart ist und

die Leistungen frühestens ab dem 60.

Lebensjahr des Berechtigten beginnen.

Weiterhin dürfen die Anwartschaften

nicht vererblich, nicht übertragbar,

nicht beleihbar, nicht veräußerbar und

nicht kapitalisierbar sein. Normale Kapitallebensversicherungen

können, müssen

aber nicht zwingend der Altersversorgung

dienen. Sie gehören aus diesem

Grund nicht zu den begünstigten

Vorsorgeprodukten.

Die Freistellung erfolgt in drei Stufen:

2005:

60 Prozent der Altersvorsorgebeiträge

(Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge).

Bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern

entfallen bereits 50 Prozent

auf den steuerfreien Arbeitgeberbetrag;

lediglich 10 Prozent des gesamten

Beitrages können steuerlich geltend

gemacht werden. Selbstständige,

z.B. Landwirte, die nicht rentenversicherungspflichtig

sind, können die vollen

60 Prozent als Sonderausgaben geltend

machen.

2006-2024:

Der Freistellungsanteil steigt jährlich um

2 Prozent an.

2025:

Ab 2025 können 100 Prozent abgesetzt

werden.

22 Sicher Leben 6/2005

Alterskasse

Renten

Neue Besteuerung

Das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz regelt die steuerliche Behandlung

aller Altersvorsorgeaufwendungen und Alterseinkünfte neu.

Für die begünstigten Altersvorsorgeaufwendungen

gilt ein Höchstbetrag von

20.000 EUR bei Ledigen und 40.000

EUR bei Verheirateten (ab 2025); in der

Übergangsphase gelten die vorstehenden

Prozentanteile, die auch für die Beiträge

gelten. Im Jahr 2005 sind bei Ledigen

daher höchstens 12.000 EUR (60

Prozent von 20.000 EUR) als Sonderausgaben

abziehbar.

Der Sonderausgabenabzug für die

„Riester-Rente“ hat keinen Einfluss auf

diese Höchstbetragsgrenzen; er wird

unabhängig davon gewährt!

Besteuerung der Renten

Ab dem Jahr 2005 werden Leibrenten

und andere Leistungen aus

der Deutschen Rentenversicherung,

der Alterssicherung der Landwirte,

� berufsständischen Versorgungseinrichtungen

und

� den privaten Leibrentenversicherungen

(„Rürup-Renten“)

in die Besteuerung überführt. Anstelle

der bisherigen Ertragsanteilbesteuerung

gehen die genannten Renten

(auch sämtliche Bestandsrenten)

mit einem Rentenbeginn bis zum Jahr

2005 mit 50 Prozent in die Bemessungsgrundlage

der Einkommensteuer

ein. Ausgangspunkt für die Besteuerung

ist der jeweilige Bruttobetrag

der Rente und nicht der (Netto-)

Zahlbetrag nach Abzug der Beiträge zur

Kranken- und Pflegeversicherung.

Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt

dann für jeden hinzukommenden Rentenjahrgang

bis zum Jahre 2040 um

2 bzw. 1 Prozent, bis dann 100 Prozent

der Rente zu versteuern sind. Bei

Renten, die im Jahre 2006 beginnen,

beträgt der Besteuerungsanteil somit

52 Prozent, im Jahre 2007 54 Prozent

usw. Der so ermittelte Besteuerungsanteil

bleibt für die gesamte Rentenlaufzeit

bestehen; werden nacheinander

mehrere Renten bei ununterbrochenem

Rentenbezug geleistet, bleibt auch

bei der späteren Rente der ursprüngliche

(niedrigere) Prozentsatz erhalten

(z.B. Altersrente nach Erwerbsminderungsrente

und Witwenrente nach Versichertenrente).

Auswirkungen

Für die Mehrzahl der Rentner wird sich

in der Anfangsphase des schrittweisen

Übergangs zur nachgelagerten Besteuerung

an der steuerlichen Belastung zunächst

nichts ändern.

Bestandsrenten und Neurenten mit

einem Rentenbeginn bis zum Jahr 2005

bleiben bis zu einer Höhe von etwa

18.900 EUR (rund 1.575 EUR/Monat)

steuerfrei. Bei Verheirateten verdoppeln

sich diese Beträge.

Diejenigen Rentner, die neben der

Rente noch andere Einkünfte erzielen,

werden steuerlich belastet.

Helmut Giese

Beispiel:

Ein (lediger) Landwirt wendet im Jahr 2005 2.388 EUR (199 EUR x 12 Monate

= 2.388 EUR) für Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte (AdL) auf. Einen

Arbeitgeberanteil erhält er nicht (kein Nebenerwerbslandwirt!).Für eine private

Leibrentenversicherung („Rürup-Rente“) zahlt er zusätzlich 6.000 EUR:

Beiträge zur AdL 2.388 EUR

Beiträge zur Rürup-Rente 6.000 EUR

Insgesamt 8.388 EUR

Höchstbetrag 12.000 EUR

Berücksichtigungsfähige Beiträge 8.388 EUR

Davon 60 Prozent (gerundet) 5.033 EUR

Abzugsfähige Altersvorsorge-Aufwendungen im Jahre 2005 5.033 EUR


KATER MORITZ & CO.

Auch zur Weihnachtszeit lauern überall viele

Gefahren. Stell dir vor, du findest aus Versehen

Geschenke schon vor dem 24., weil sie nicht gut

genug versteckt sind. Oder du verletzt dich am

Weihnachtsbaum, weil die Nadeln auch dieses Jahr

wieder schrecklich pieksen. Du könntest dir auch

den Magen verderben, weil das Essen und die

leckeren Plätzchen so unwiderstehlich sind.

Nun, wie du sicher gemerkt hast, war das

alles nicht so ganz ernst gemeint! Aber

auf eine Sache musst du wirklich aufpassen:

Das sind die vielen brennenden

Kerzen, die die Vorweihnachtszeit

so gemütlich machen. Nie unbeaufsichtigt

Kerzen brennen lassen und

am besten etwas zum Löschen in der

Nähe haben – dann kann der Weihnachtsmann

kommen!

Findet Rudolph!

Ohne sein treues Rentier Rudolph fühlt sich der Weihnachtsmann nicht wohl. Finde das

richtige Tier (Tipp: Rudolph unterscheidet sich in einer Kleinigkeit von den anderen beiden...)!

Nicht nur zur

Weihnachtszeit…

Anklicken – selbst machen –

überraschen lassen!

Zum Basteln:

www.zzzebra.de, Rubrik Advent

Jeden Tag ein Türchen!

www.kindergeschichtenseite.de/adventskalender.html

Gut vorbereitet auf Silvester?

http://www.blinde-kuh.de/kueche/kinderpunsch2.html

Es weihnachtet

schon sehr!

Vanillekipferl

Falls du nicht selber alle aufisst,

kannst du welche verschenken!

Du brauchst :

250 g Mehl

200 g Butter

125 g Zucker

3 Eigelb

1 Messerspitze Backpulver

1 Päckchen Vanillezucker

125 g gemahlene Mandeln

So geht`s:

Alle Zutaten vermischen und einen

Mürbeteig herstellen. Den Teig

gut durchkneten und daraus kleine

Hörnchen formen. Diese auf ein mit

Backpapier ausgelegtes Backblech

legen und bei ca. 150 Grad Celsius

15 bis 20 Minuten backen. Nach

dem Backen in Puder- oder Vanillezucker

wenden.


Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niedersachsen-Bremen

30156 Hannover

Deutsche Post AG - Postvertriebsstück - Entgelt bezahlt

Alle für 2006 zu beachtenden Beiträge und Bemessungsgrenzen Neue Länder Alte Länder

Besondere Beiträge

KV-Beitrag für Studenten (§ 254 SGB V i.V.m. § 21 Abs. 2 KVLG 89) ab Wintersemester 05/06 mtl. 47,53 €

PV-Beitrag für Studenten 7,92 € (9,09 € kinderlos)

Beitragssatz Rentenversicherung 19,50 v. H.

Beitragssatz Arbeitslosenversicherung 6,50 v. H.

Beitragssatz Krankenversicherung für geringfügig Beschäftigte 10,00 v. H. (private Haushalte 5 %)

Beitragssatz Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte 12,00 v. H. (private Haushalte 5 %)

Beitragsbemessungsgrenzen

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Krankenversicherung – Beitragsbemessung

Bezugsgröße (§ 18 SGB IV)

Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig Versicherte, die hauptberuflich selbstständig erwerbstätig sind

jährl. 52.800 €

mtl. 4.400 €

jährl. 24.780 €

mtl. 2.065 €

jährl. 42.750,00 €

mtl. 3.562,50 €

ohne Einkommensnachweis (§ 240 Abs. 4 SGB V) mindestens mtl. 3.562,50 €

bei Nachweis eines niedrigeren Arbeitseinkommens (§ 240 Abs. 4 SGB V) mindestens mtl. 1.837,50 €

bei Anspruch auf Existenzgründungszuschuss 1.225,00 €

Grenzwert für die Beurteilung der Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht

bei mitarbeitenden Familienangehörigen

Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig Versicherte und Antragsteller auf ALG-Leistungen

jährl. 63.000 €

mtl. 5.250 €

jährl. 29.400 €

mtl. 2.450 €

510,00 € 610,00 €

(§ 240 Abs. 4 SGB V) mtl. 816,67 €

Mindestzahlbetrag für Beitragserhebung aus Versorgungsbezügen und außerland- und außerforst wirtschaftlichen Arbeitseinkommen

1/20 der mtl. Bezugsgröße mtl. 122,50 €

Freigrenze in der Familienversicherung

Freigrenze 1/7 der monatlichen Bezugsgröße (bei Minijob monatlich 400,00 €) mtl. 350,00 €

Wer ein höheres Einkommen hat oder hauptberuflich selbstständig tätig ist, ist nicht mehr mitversichert, sondern muss sich selbst freiwillig versichern

Krankengeld/ Mutterschaftsgeld

Das pauschalierte Krankengeld (§ 13 Abs. 1 KVLG 89) und das Mutterschaftsgeld (§ 29 Abs. 3 Nr. 2

KVLG 72/89 i.V.m. § 13 Abs 1 KVLG 89) betragen

Das nicht pauschalierte Krankengeld richtet sich, wie in der allgemeinen Krankenversicherung, nach dem Regellohn.

Prüfung der Versicherungspflicht bei Kleinlandwirten (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 KVLG 89)

kalendertäglich 14,84 €

Wenn Ihr Unternehmen die von der LAK festgesetzte Mindestgröße um nicht mehr als die Hälfte unterschreitet und Ihr sonstiges Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen

die Hälfte der gesetzlichen jährlichen Bezugsgröße, (2005 jährlich 14.990,00 €) nicht übersteigt

Beitragszuschuss in der Krankenversicherung

§ 4 Abs. 3 oder § 59 Abs. 3 KVLG 1989 mtl. 112,00 €

Beitrag und Beitragszuschuss zur Alterskasse

siehe Sicher Leben 6/2004 Rücktitel unverändert

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