Biogas - Doebler PR

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Biogas - Doebler PR

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StandPunkte

Energie und Politik

Energieeffizienz bringt

Bewegung in den Wärmemarkt

eine Publikation von

Agentur für Komunikation & Politik


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Editorial

StandPunkte

Inzwischen hat die Heizperiode begonnen. Daher

widmet sich die aktuelle Ausgabe den Schwerpunktthemen

Wärme und Energieeffizienz. Private Haushalte

sind der zweitgrößte Energieverbraucher nach dem

Verkehrsbereich. Und sie verwenden über 70 Prozent

dieser Energie zum Heizen. Andere Studien ergeben,

dass der Energieverbrauch zwar zurückgeht, die Heizkosten

jedoch weiter steigen. Das Thema Energiesparen

bleibt also ein ganz zentrales Thema, für das sich die

Redaktion nun auch ganz konkret engagiert.

Die„Standpunkte Energie und Politik“ unterstützen die

Ziele der Energie Lounge Deutschland, die von EWB energywerk

GBR und dem BVMW Bundesverband mittelständische

Wirtschaft ins Leben gerufen wird. Ziele sind

der Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Steigerung der

Energieeffizienz. Unternehmer, sowie Vertreter aus Gemeinden

und Politik treffen sich mit Experten der Energiewirtschaft

in der Energie Lounge Deutschland, um

die konkreten Bedürfnisse und Lösungen zu diskutieren

und voranzubringen. Unser zweites großes Projekt

ist die Unterstützung des Wettbewerbs für den Preis

„Grünes Haus Wärme“ des Instituts für angewandte Energieeffizienz

unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister

Rainer Brüderle. Im Wohnbereich

gibt es zahlreiche Entwicklungen, die den Energieverbrauch

und den CO 2 -Ausstoß reduzieren und gleichzeitig

Kosten sparen. Für Verbraucher ist es jedoch oft kaum

ersichtlich, welche Wärmelösung wirklich lohnt. Die effizientesten

werden daher mit dem Wärme Preis 2011

„Grünes Haus“ ausgezeichnet. So wollen wir unseren

Beitrag dazu leisten, dass der Energieverbrauch nachhaltig

gesenkt wird und kreative Lösungen Nachahmer

finden. Das Thema hat also für uns auch eine besondere

Bedeutung. Warum das Thema so wichtig ist, führen wir

in den „Standpunkten“ auf. Selbstverständlich haben

wir jedoch auch die anderen Themen im Blick behalten,

die die Branche bewegen.

Eine angenehme Lektüre wünscht Ihnen

Christine Döbler

Chefredakteurin

2

Inhalt

Inhaltsverzeichnis 2

Editorial 2

Energie und Politik 3

Hermann Scheer gestorben - ein Nachruf 3

Abstimmung über Energiekonzept 3

Bahn muss Stromnetz für Konkurrenz öffnen 4

Lebensläufe und Energie 5

Energie und Europa 6

Wachsende Unterstützung für Desertec 6

EU-Leitlinien für den Ausbau von Windenergie

in Naturschutzgebieten 6

Energie und Markt 7

Private Haushalte verbrauchen weniger Energie 7

Markt für Windkraft im Umbruch 7

Benachteiligung der Fernwärme

umweltpolitisch kontraproduktiv 7

Impressum 7

Die aktuelle Studie 8

Kurz notiert 8

Energie und Bildung 9

Energy BrainDays - Berlin 2010 9

Energie und Recht 10

Zwangsgeld für E.on edis in Millionenhöhe 10

Zweifel an Verfassungsmäßigkeit von

Atomkraftwerken 10

Hamburg zieht gegen Vattenfall vor Gericht 10

Literatur 11


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StandPunkte

Energie und Politik

Zum Tod von Hermann Scheer -

dem Pionier der Erneuerbaren Energien

Hermann Scheer galt als streitlustiger SPD-Aktivist und

war herausragender Politiker unserer Zeit. Am 14. Oktober

2010 ist er unerwartet im Alter von 66 Jahren gestorben.

Es sei ein plötzlicher, unerwarteter Tod gewesen, sagte

Helmut Lölhöffel, Scheers Sprecher bei Eurosolar. Noch

vor kurzem war Scheer bei einer Demonstration gegen das

Bahnprojekt Stuttgart 21 aufgetreten und hatte sich für einen

Volksentscheid ausgesprochen.

Hermann Scheer, geboren 1944 im hessischen Wehrheim,

wuchs in Berlin auf. Nach dem Abitur diente er freiwillig bei

der Bundeswehr, studierte später in Heidelberg und Berlin

Politik-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Scheer

war Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare

Energien (Eurosolar) die er bereits 1988 gründete, mit

dem Ziel der vollständigen Ablösung atomarer und fossiler

Energiequellen durch erneuerbare Energien. Heute hat die

Vereinigung weltweit 20.000 Mitglieder.

Mitte der neunziger Jahre gelang es dem Umweltpolitiker,

einige wichtige Zeilen ins SPD-Wahlprogramm einfließen zu

lassen: Erstmals versprach die Partei darin, 100.000 Dächer

in Deutschland mit Solarzellen auszustatten. Kurz nachdem

die rot-grüne Koalition 1999 die Macht übernommen hatte,

floss eine Milliarde D-Mark in das Solar-Programm.

Scheer war seit 1965 Mitglied der SPD und saß für die Partei

seit 1980 im Bundestag. Von 1993 bis November 2009

gehörte er dem Parteivorstand an. Er engagierte sich in

den vergangenen Jahren vor allem für die Umwelt und den

Einsatz erneuerbarer Energien. Dafür erhielt er zahlreiche

internationale Auszeichnungen, darunter den Weltsolarpreis

1998. Ein Jahr später wurde er mit dem Alternativen

Nobelpreis für seinen „unermüdlichen Einsatz zur weltweiten

Förderung der Sonnenenergie“ ausgezeichnet. Das

amerikanische „Time Magazine“ feierte den Weltpolitiker

als „Hero for the Green Century“ (Held des grünen Jahrhunderts).

Er setzte sich besonders für Solarenergie als Alternative

zur Atomenergie ein, schrieb zahlreiche Bücher

und war ebenfalls als Herausgeber tätig.

“Hermann Scheer war einer der Pioniere der Erneuerbaren

Energien und einer der engagiertesten Kämpfer für

den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung. Die

Verdienste Hermann Scheers um den Ausbau der Erneuerbaren

Energien in Deutschland und in aller Welt sind unschätzbar.

Er hat andere mit seiner Begeisterung anstecken

können und hinterlässt auch als einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

ein politisches Lebenswerk, das

eine bleibende Veränderung bedeutet,“ erklärt der Prä-

3

sident des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE),

Dietmar Schütz zum Tod von Hermann Scheer. Scheer war

ein „engagierter Kämpfer für die dringend notwendige

Energiewende“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel und hob

besonders seine „visionäre Kraft“ hervor. Die Grünen-Bundesvorsitzenden

Claudia Roth und Cem Özdemir erklärten,

Scheer sei ein „Vordenker und Architekt des solaren Zeitalters“

und somit als Sozialdemokrat auf besondere Weise

mit den Grünen verbunden gewesen.

Abstimmung über Energiekonzept erfolgreichvorerst

Am 28. Oktober 2010 stimmte die Bundesregierung über

das neue Energiekonzept ab. Ein Hauptaugenmerk lag dabei

auf der Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke.

Nach scharf geführten Debatten stimmte der Bundestag für

eine Verlängerung der Restlaufzeit von Kernkraftwerken

um durchschnittlich 12 Jahre. Alte Kernkraftwerke die bis

1980 gebaut wurden, sollen acht Jahre länger laufen, als es

im rot-grünen Atomausstieg festgelegt war. Jüngere Meiler

dürfen bis zu 14 Jahre länger laufen. Das bedeutet, dass

das letzte Kernkraftwerk erst im Jahr 2040 vom Netz geht.

Nach altem Ausstiegsbeschluss würde dies 2021 passieren.

Der Verlängerung wurde mit 308 zu 289 Gegenstimmen

und zwei Enthaltungen angenommen. Der Beschluss wurde

von der Opposition, sowie von zahlreichen Verbänden

kritisiert. Insbesondere Vertreter kommunaler Versorger,

sowie Vertreter aus dem Bereich der erneuerbaren Energien

zeigten sich unzufrieden mit dem Beschluss. So sieht der

deutsche Städte- und Gemeindebund die Notwendigkeit

für einen Ausgleichsmechanismus, um den Wettbewerb zu

wahren. Da die Kommunen einen lang- bis mittelfristigen

Planungshorizont haben, seien bereits viele Investitionen

in der Annahme gemacht worden, die Kraftwerke gingen in

absehbarer Zeit vom Netz und erhöhten so die Nachfrage

bei kommunalen Stromanbietern. Auch der Verband kommunaler

Unternehmen (VKU) übt Kritik am Energiekonzept

der Bundesregierung. Stefan Weil, Präsident des VKU, befürchtet

eine Zementierung der Marktmacht der Kernkraftwerksbetreiber.

Auch sieht er die Gefahr, dass viele der

geplanten Investitionen durch Kommunen oder kommunale

Versorger nicht mehr getätigt werden können. Unter

Verweis auf die kommunalen Kraftwerksinvestitionen von

ungefähr 12,5 Mrd. Euro, forderte Weil die Bundesregie-


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StandPunkte

Energie und Politik

rung auf, die wettbewerbliche Komponente der Laufzeitverlängerung

nicht außer Acht zu lassen. Opposition und

Vertreter kommunaler Stadtwerke kündigten an, gegen

den Beschluss der Bundesregierung Klage zu erheben. So

plant etwa die nordrhein-westfälische Regierungskoalition

eine Verfassungsklage einzureichen, da nach ihrer Ansicht

die Rückabwicklung des unter der rot-grünen Bundesregierung

beschlossenen Ausstiegs ohne Beteiligung des Bundesrates

nicht möglich sei. Hinzu kommt eine Klage von

einigen Stadtwerken in Brüssel. Die Stadtwerke kündigten

eine Kartellbeschwerde bei der EU-Kommission an, da sie

wettbewerbsrechtliche Probleme sehen. Sollten die Klagen

erfolgreich sein, wird die Bundesregierung beim Konzept

nachbessern müssen.(vh)

Bahn muss Bahnhofs-Stromnetze für

konkurrierende Stromlieferanten öffnen

Die Bundesnetzagentur hat beschlossen, dass die Deutsche

Bahn AG den Pächtern von Läden und Restaurants in

ihren Objekten nicht vorschreiben darf, welchen Strom-

lieferanten sie zu wählen haben. Nach bisheriger Rechtsauffassung

der Deutschen Bahn sei die Belieferung ein

Monopol ihrer Tochterfirma DB Energie GmbH. Da die DB

Energie GmbH das bundesweite Streckennetz der Bahn

und damit auch die Bahnhöfe mit Energie versorgt, wurden

die Stromanschlüsse von Geschäften als Teil der bahneigenen

„Objektnetze“ betrachtet, zu denen anderen Energieversorgern

prinzipiell kein Netzzugang gewährt werden

Bundesweiter Wettbewerb für effiziente

und dezentrale Wärmeerzeugung

Grünes Haus Wärme Preis 2011

Ist Ihre Wärmelösung preiswürdig?

Dann bewerben Sie sich jetzt !

4

müsse. Dieser Rechtsauffassung widersprach die Bundesnetzagentur.

In Anbetracht des Strombedarfs von

Einkaufsflächen in Großbahnhöfen, die die Größe von Einkaufszentren

erreichen können, haben die Versorgungsnetze

einen Energieumschlag mit großer wirtschaftlicher

Bedeutung. Dadurch gelangt die Bundesnetzagentur zur

Auffassung, dass diese Bereiche kein regulierungsfreier

Raum bleiben können. Es muss ein diskriminierungsfreier

Zugang für alle Lieferanten gewährleistet sein. Die Bahntochter

DB Energie GmbH ist nun angewiesen worden, den

Pächtern von Gaststätten, Kiosken und Geschäften in den

Bahnhöfen spätestens ab dem 1. Februar 2011 die freie

Wahl des Stromlieferanten zu erlauben. (vh)

Benachteiligung der Fernwärme

umweltpolitisch kontraproduktiv

Die geplante Streichung der steuerlichen Begünstigung für

Fernwärme wird vom BDEW und VKU als unverständlich

und kontraproduktiv kritisiert. Mit dem Votum des Haushaltsausschusses

kommen Steuermehrbelastungen auf die

zentrale Fernwärmeerzeugung zu. Laut VKU schwächt der

Beschluss die Stadtwerke nun an einer weiteren entscheidenden

Stelle. Beide Verbände erwarten, dass diese Fehlentscheidung

im weiteren Verfahren korrigiert werde. (cd)

GRÜNES HAUS

WÄRME 2011

Teilnahmeunterlagen unter

www.doebler-pr.de/wettbewerb.pdf

Einsendeschluss 31. Dezember 2010


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StandPunkte

Lebensläufe und Energie

Anton Berger übernimmt beim Mannheimer Energieversorger

MVV Energie die Führung des Bereiches Infrastruktur

Service. MVV will diesen Bereich mit der Neubesetzung

konsequent weiterentwickeln, wie das Unternehmen

mitteilte. Zuvor war Berger Niederlassungsleiter beim

Technischen Service der Deutschen Telekom.

Dietrich Neumann (54) übernimmt die Leitung des

Beratungsbereiches für die Energiewirtschaft der-

Management-Beratung A.T. Kearney in Deutschland, Österreich

und der Schweiz. Dr. Florian Haslauer (47), der

bisher das Energiegeschäft im deutschsprachigen Raum

verantwortete, wird zukünftig die Führung des euro-

päischen Teams der Utility Practice übernehmen. Haslauer

und Neumann üben seit dem 1. August 2010 ihre neuen

Funktionen aus.

Michael Frank wird zum 1. März 2011 der neue Direktor

des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen

(VSE) sein. Er folgt auf Josef A. Dürr, der seinen Posten

nach fünfjähriger Tätigkeit Ende 2010 abgibt und sich

künftig auf seine Beratungs- und Verwaltungsratsmandate

konzentrieren möchte. Bisher war Frank Leiter Regulatory

Management bei der Axpo AG.

Heiko Roß, der in den vergangenen sechs Jahren das Gesicht

der Bard-Gruppe gewesen ist, hat wenige Tag nach

der Trennung von dem Offshore-Windunternehmen bei

der Windreich AG mit Sitz in Wolfschlugen bei Stuttgart

angeheuert. Die Schwaben haben für die Nordsee rund

20 maritime Windfarmen angekündigt. Bei Windreich

übernimmt der gelernte Elektrotechniker Roß das Technik-

Ressort und tritt damit die Nachfolge von Tim Kittelhake

an. Zudem wird er ab dem 1. November für die Auslands-

Expansion zuständig sein.

5

Hélène Pelosse, Generaldirektorin der Internationalen

Agentur für erneuerbare Energien (Irena) ist laut einer

Pressemitteilung zur Jahresversammlung von ihrem Amt

zurück getreten. In der Pressemitteilung zur Veranstaltung

wird in einem Programmpunkt die Wahl eines Nachfolgers

für das Amt der Generaldirektion aufgeführt. Zu den Gründen

für den Rücktritt machte Pelosse keine Angaben.

Adnan Amin ist seit 1. November neuer Interims-Generaldirektor

der Irena. Er folgt auf Hélène Pelosse, die ihr Amt

überraschend niedergelegt hat. Amin ist Direktor des Koordinierungsrats

der Leiter der Organisationen des Systems

der Vereinten Nationen. Im August wurde er zum stellvertretenden

Interims-Generaldirektor von Irena gewählt.

Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der HEAG Südhessischen

Energie AG (HSE), will nach Ablauf seines Vertrages

am 30. September 2012 sein Amt in neue Hände legen.

Der seit dreizehn Jahren an der Spitze des Unternehmens

stehende Manager habe den Aufsichtsrat in der letzten

Sitzung frühzeitig über diese aus persönlichen Gründen erfolgende

Entscheidung informiert, damit sich das Gremium

rechtzeitig Gedanken über seine Nachfolge machen könne.

„Ich werde mich selbstverständlich weiterhin mit voller

Kraft und Energie für das Unternehmen engagieren“, sagte

Filbert wörtlich. Er vertraue dabei auf die bewährte Zusammenarbeit

mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der

HSE.

IN eIgeNer sache:

Sie bekleiden eine neue Position oder wechseln das Unternehmen?

Sie haben eine neue Kollegin oder einen neuen

Kollegen?

Wir freuen uns, wenn sie uns informieren


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StandPunkte

Energie und Europa

Wachsende Unterstützung für Desertec

Auf der ersten internationalen Desertec-Konferenz am 26.

und 27. Oktober 2010 in Barcelona gab es eine wachsende

Unterstützung für das Desertec-Projekt. Die Initiative Desertec

setzt sich dafür ein, mit grünen Technologien in den

Wüsten in Afrika und dem Nahen Osten Strom für Europa

produzieren zu lassen.

Lange musste Europa für die Wüstenstrompläne von einigen

afrikanischen Regierungen starke Kritik einstecken. Auf

der ersten internationalen Konferenz in Barcelona konnte

man nun eine Wende in der Diskussion um das umstrittene

Wüstenprojekt Desertec wahrnehmen: Vertreter aus

Afrika und dem Nahen Osten erklärten vor 300 Politikern,

Unternehmern und Wissenschaftlern ihre Bereitschaft zur

Teilnahme an dem Projekt. Mit dabei ist unter anderem die

Arabische Liga mit 22 Mitgliedsländern wie Marokko, Tunesien,

Algerien, Ägypten und Jordanien. „Die Unterstützung

in Afrika wächst“, sagt Munich-Re-Projektleiter Ernst

Rauch. Dies erhöhe die Chancen für mögliche Referenzprojekte.

Auch Bernd Utz, Leiter des Desertec-Projekts bei Siemens,

spürte in vielen Ländern ein wachsendes Interesse.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger kündigte an,

die Energiepartnerschaft mit Afrika stärker zu forcieren.

„Sie liegt in unserem eigenen Interesse“, sagte Oettinger.

Außerdem wolle er den europäischen Energieministern

einen einheitlichen Einspeisetarif für nordafrikanischen

Solarstrom nach dem Muster des Erneuerbare-Energien-

Gesetzes (EEG) vorzuschlagen.

Die Desertec Industrial Initiative (DII) ist vor einem Jahr von

zwölf Großkonzernen, darunter Siemens, Deutsche Bank

und Munich Re ins Leben gerufen worden. Heute sind über

50 Unternehmen involviert. Ziel der Initiative ist es, bis

2050 etwa 15 Prozent des europäischen Stroms mit grünen

Technologien in den Wüsten in Afrika und dem Nahen Osten

zu produzieren. (mm)

EU-Leitlinien für den Ausbau von Windenergie

in Naturschutzgebieten

Obwohl Windenergie für Flora und Fauna im Allgemeinen

keine Bedrohung darstellt, können fehlerhaft konzipierte

Windparks oder solche mit schlecht gewähltem Standort

nachteilige Auswirkungen auf empfindliche Arten und Lebensräume

haben. Die Europäische Kommission veröffentlichte

daher Leitlinien für den Ausbau von Windenergie in

geschützten Naturgebieten. Diese Leitlinien gelten für das

Natura-2000-Netz, einem Eckpfeiler der Biodiversitätspolitik

der EU und ein wichtiges Instrument in den Bemühungen

der EU, den Verlust an biologischer Vielfalt bis 2020

6

zu stoppen und umzukehren. Der Windenergie kommt bei

der Verwirklichung des EU-Ziels, bis 2020 einen Anteil

der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch

Europas von 20 Prozent zu erreichen, eine wichtige Rolle

zu. Ihr Einsatz in Natura-2000-Gebieten sei nicht grundsätzlich

ausgeschlossen. Solche Projekte müssten jedoch

jeweils im Einzelfall bewertet werden.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte hierzu: „Die

neuen Leitlinien verschaffen den Mitgliedstaaten und der

Industrie Klarheit, wie der Ausbau von Windenergie im

Einklang mit den Anforderungen von Natura 2000 erfolgen

kann. Wir wollen sicherstellen, dass die Ziele für erneuerbare

Energien unter Einhaltung der Artenschutzbestimmungen

der EU erreicht werden.“ Es werden keine

Änderungen der Rechtsvorschriften oder der Politik vorgenommen,

sondern lediglich Leitlinien zu den bestehenden

Vorschriften an die Hand gegeben.

Mit den Leitlinien sollen Konflikte zwischen dem Ausbau

von Windenergie und der Erhaltung der biologischen Vielfalt

in den Natura-2000-Schutzgebieten vermieden werden.

Die Leitlinien enthalten beispielhafte Praktiken und

zeigen, wie bei Windenergieprojekten Schädigungen von

empfindlichen Naturgebieten vermieden werden können.

Eines der wirksamsten Mittel, um die Auswirkungen von

Windparks auf Natur, Flora und Fauna von Beginn des Planungsprozesses

auf ein Minimum zu begrenzen, sei die strategische

Planung von Windparkprojekten über ein breites

geografisches Gebiet. Dies führe nicht zu einem stärker

integrierten Rahmen, und könne das Risiko einzelner Projekte

von Problemen und Verzögerungen verringern.

Weitere Informationen

Leitlinien für Windenergie und Natura 2000

http://ec.europa.eu/environment/nature/natura2000/

management/guidance_en.htm


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StandPunkte

Energie und Markt

Private Haushalte verbrauchen weniger Energie

Der Energieverbrauch der privaten Haushalte ist weiter

rückläufig: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verringerte

sich der Verbrauch von Haushaltsenergie zwischen

2005 und 2009 um insgesamt 6,7 Prozent. Bei der Betrachtung

nach Energieträgern fällt der starke Rückgang des Verbrauchs

von Mineralölen auf. Er verringerte sich seit 2005

um knapp ein Viertel. Der Verbrauch von Erdgas reduzierte

sich um 3,6 Prozent. Nachdem der Stromverbrauch 2008

zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte gesunken war,

setzte sich der Rückgang im Jahr 2009 fort.

Der Stromverbrauch verringerte sich insgesamt von 2005

bis 2009 um 2,0 Prozent. Bei den sonstigen Energieträgern

wie etwa Brennholz und Holzpellets erhöhte sich der Verbrauch

dagegen kräftig um knapp 16 Prozent. Für das Heizen

wurden im Jahr 2009 rund 71 Prozent der gesamten Haushaltsenergie

eingesetzt. Dabei ist der Energieverbrauch für

Raumwärme in den zurückliegenden Jahren stark gesunken.

Der Rückgang gegenüber 2005 ergab sich trotz einer

gestiegenen Zahl von Haushalten (plus 2,2 Prozent) und

einem Zuwachs an Wohnfläche (plus 2,5 Prozent). Das Statistische

Bundesamt erklärt den Rückgang des Verbrauchs

an Energie mit einer verbesserten Wärmedämmung und

Heiztechnik. Auch könnte der Verbrauchsrückgang eine Reaktion

auf vorangegangene Preissteigerungen sein.

(mm)

Energieverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland von 2000-2009 in Mrd. kWh

Impressum

762 703 705 656

2000 2005 2008 2009

Quelle: Statistisches Bundesamt 2010

chefredakteurin: Dipl.-Pol. Christine Döbler (V.i.S.d.P.)

Design Layout: Dipl.-Des. Henrika Prochnow

www.prochnow-teiner.de

autoren: Christine Döbler (cd), Jan Cerny (jc), Victor Hüffner (vh),

Mira Martz (mm) Bildnachweise: fotolia

herausgeber: Doebler | Public Relations

Agentur für Kommunikation und Politik

Inhaberin Christine Döbler

Gormannstraße 14 | 10119 Berlin

Telefon: ++49(0) 30 6220 4690 | Fax: ++49(0) 30 920 3722 05

E-Mail: cd@doebler-pr.de | Internet: www.doebler-pr.de

7

Markt für Windkraft im Umbruch

Der europäische Markt für Windkraftanlagen befindet

sich in einer Phase der Neuordnung. Viele der ehemals

aufstrebenden Unternehmen der Windenergiebranche

kämpfen derzeit um ihre Marktanteile. Jüngstes Beispiel

für diese Entwicklung war die Präsentation der Quartalszahlen

des dänischen Windanlagenbauers Vestas. Der

Umsatz des Unternehmens lag im dritten Quartal dieses

Jahres bei 1,7 Mrd. Euro. Der Vorjahresumsatz im gleichen

Quartal lag um 5 Prozent höher bei 1,8 Mrd. Euro. Die Anzahl

der ausgelieferten Windkraftanlagen belief sich im 3.

Quartal auf 719. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum

Vorjahr um 27 Prozent. Vestas zog sich weiter aus dem

europäischen Markt zurück, indem das Unternehmen aus

der Windrotorenfertigung in Großbritannien ausstieg und

das Werk in die USA verlagerte.

Viele Aufträge für den Bau von Windkraftparks gehen

verstärt an Großunternehmen. So plant der Münchner

Siemens-Konzern eine Fabrik mit 700 Arbeitsplätzen und

einem Investitionsvolumen von 91 Mio. Euro zum Bau

von Offshore-Anlagen in Großbritannien zu errichten.

Auch gegen innovative Konkurrenten im Onshore-Sektor

wie Enercon setzen sich die Großunternehmen immer

häufiger durch. Exemplarisch dafür steht auch der

Rahmenvertrag über die Lieferung von 260 Windenergieanlagen

zwischen Enel Green Power und der Siemens AG,

der Ende Oktober geschlossen wurde. Der Vertrag umfasst

die Lieferung von Festland-Anlagen mit einer Leistung von

600 MW. zudem besteht die Option auf die Lieferung von

weiteren Anlagen mit einer Leistung von noch einmal 600

MW. Dass sich dieser Trend fortsetzen wird, davon ist

Holger Fechner, Analyst der Nord LB, überzeugt. Dies sei

darin begründet, dass Konzerne bei solchen Projekten

ihre Größe optimal ausspielen und die Synergieeffekte

nutzen können. (vh)

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StandPunkte

Die aktuelle Studie

Neue Imagestudie 2010: Hamburger Bürger wollen

den Ausbau von Erneuerbaren Energien

Vor Beginn des Umwelthauptstadt-Jahres 2011 erhält die

Hamburger Politik Aufwind in Sachen Klimaschutz und

erneuerbare Energien. In einer repräsentativen Studie

des Competence Center für Erneuerbare Energien und

Energieeffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte

Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) bekannten

sich 87 Prozent der Hamburger zum unbedingten Ausbau

der erneuerbaren Energien. Die Studie wurde von Prof.

Werner Beba von Juni bis Juli 2010 im Rahmen eines studentischen

Projekts realisiert und ausgewertet. Vor dem

Hintergrund der aktuellen Kernkraft-Debatte ist maßgeblich,

dass 86 Prozent der Hamburger die erneuerbaren

Energien als Energiequellen mit geringen Gefahren und

Risiken sehen. Dass erneuerbare Energien einen Beitrag

zur Energieversorgung leisten können, halten 83 Prozent

der Befragten für realistisch. 76 Prozent gehen davon aus,

dass diese Branche neue Arbeitsplätze schafft. Wind- und

Solarenergie werden als die zentralen und bedeutendsten

Energieträger angesehen. Hierfür wünschen sich die

Bürger auch die stärkste Förderung (88 bzw. 94 Prozent).

Fast 70 Prozent der Bürger wären bereit, mehr Geld für

Energie aus erneuerbaren Quellen zu zahlen, falls der Anteil

erneuerbarer Energien deutlich steigt. 25 Prozent der

Befragten würden bis 5 Euro pro Monat zusätzlich bezahlen,

weitere 25 Prozent sogar bis zu 10 Euro. Sogar 20 Euro

mehr, würden weitere 16 Prozent monatlich ausgeben.

„Allerdings zeichnen sich auch deutliche Informationsdefizite

bei den Bürgern ab, die es zu beseitigen gilt, wenn

der Ausbau der Erneuerbaren gemeinsam mit den Bürgern

und deren Unterstützung realisiert werden soll. Die Bedeutung

der Solarenergie wird meist hinsichtlich der Arbeitsmarkt-Potenziale

sowie des Beitrags zur Energieversorgung

überschätzt.“, sagt Prof. Werner Beba. Zwar fühlen sich 67

Prozent der Befragten über erneuerbare Energien gut informiert,

30 bis 80 Prozent halten sich jedoch bei einzelnen

Energiearten für nicht informiert. Besonders große Informationsdefizite

sind bei Bioenergie und Geothermie feststellbar.

In Hinblick auf die genannte Zahlungsbereitschaft

der Bürger, zeigt die Studie, dass insbesondere der Informationsstand

eine wichtige Rolle spielt. Befragte, die sich

bereits aktiv informiert haben, wären zu fast 70 Prozent

bereit, Mehrzahlungen zwischen 5 und 20 Euro zu leisten.

Aber auch weniger gut informierte Bürger wären zu knapp

60 Prozent bereit, 5 Euro mehr zu bezahlen. (cd)

Weitere Informationen:

http://www.haw-hamburg.de/cc4e.html

8

Prof. Dr. Gesine Schwan zum Energiekonzept der

Bundesregierung

Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-

Viadrina School of Governance, eröffnet am 30.11.2010

die Seminar- und Vortragsreihe Energy BrainDays 2010

des unabhängigen Analyse- und Beratungshauses für

die Energiebranche Energy Brainpool im Berlin Excelsior

Hotel. Bei dieser Auftaktveranstaltung “Das Energiekonzept

der Bundesregierung - eine kritische Auseinandersetzung“

diskutieren Experten aus Wirtschaft und

Politik die zentralen Themen der Energiebranche.

Weitere Informationen:

http://www.energybrainpool.com/index.

php?uid=94&langID=1

Greenpeace steigt der CDU-Parteispitze aufs Dach

Unmittelbar vor der Abstimmung des Bundestages

über längere Atomlaufzeiten haben Umweltschützer

von Greenpeace das Dach der CDU-Zentrale in Berlin

besetzt. Die Aktivisten entrollten ein zehn Meter langes

Transparent mit den Gesichtern von Kanzlerin Angela

Merkel (CDU) und RWE-Chef Jürgen Großmann sowie

dem Text „CDU: Politik für Atomkonzerne“. Gleichzeitig

protestierten einige hundert Menschen zwischen

Reichstag und Kanzleramt. Greenpeace warf der CDU

„Klientelpolitik“ für die vier Atomkonzerne RWE, E.on,

EnBW und Vattenfall vor. (mm)


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StandPunkte

Energie und Bildung

Energy BrainDays - Berlin, 2010

Vom 30. November bis 10. Dezember 2010 veranstaltet

Energy Brainpool, das unabhängige Analyse- und Beratungshaus

für den Energiehandel, die Seminar- und Vortragsreihe

Energy BrainDays 2010 im Berlin Excelsior Hotel.

Referenten aus Wirtschaft und Politik stellen die aktuellen

Themen der Energiebranche vor und diskutieren diese.

Experten von Energy Brainpool vermitteln in Seminaren

und Planspielen umfangreiche Kenntnisse zu speziellen

Themen aus dem Bereich Energiehandel.

A. Entwicklungen am Energiemarkt

Das Energiekonzept der Bundesregierung

30. November 2010, 9 Uhr bis 17 Uhr

Die Zukunft des Derivatehandels

3. Dezember 2010, 9 Uhr bis 15 Uhr

Energiemarkt

7. Dezember und 8. Dezember 2010,

9 Uhr bis 17 Uhr

B. Seminare für den Energiehandel

2-Tages-Intensivseminar Energiehandel

1. Dezember und 2. Dezember 2010,

9 Uhr bis 17 Uhr

Behavioural Economics im Energiehandel

9. Dezember 2010, 9 Uhr bis 17 Uhr

Angewandte Charttechnik

10. Dezember 2010, 9 Uhr bis 17 Uhr

Mehr Informationen finden Sie unter folgendem Link:

http://www.energybrainpool.com/index.

php?uid=94&langID=1

Inhaltliche Rückfragen:

Tobias Federico

Energy Brainpool

Heylstraße 33 / 10825 Berlin

Fon: +49 30 767 654-10

Fax: +49 30 767 654-20

Email: tobias.federico@energybrainpool.com

9

8.–9. November 2010 - Berlin

Symposium: Energie-Mix der Zukunft Management Circle

11.November 2010 - Dortmund

Infotag: Mini-Blockheizkraftwerke – innovatives Geschäftsfeld

aus Sicht der Stadtwerke ASEW

16. - 17. November 2010 in Berlin

Energie-Lounge Deutschland

Veranstalter: EWB Energywerk GBR

www. energie-lounge.net

16. - 17. November 2010 Frankfurt am Main

Fachtagung Windenergie: Geldanlage, Finanzierung von

Projekten Projektan- und verkäufe

Veranstalter: Bundesverband Windenergie e.V.

22. bis 24. November in Berlin

5. Internationale Konferenz zur Speicherung

Erneuerbarer Energien

Veranstalter: EUROSOLAR e.V.

23. bis 24. November 2010, München

11. ICG-Stadtwerkekongress „Multitalent Stadtwerk“

Veranstalter: Verband kommunaler Unternehmen (VKU)

25.-27. November 2010 Salzburg

RENEXPO® Austria Messezentrum Salzburg

Internationale Kongressmesse für Erneuerbare

Energien & Energieeffizientes Bauen und Sanieren

31. Dezember 2010 Einsendeschluss

für den bundesweiten Wettbewerb

„Grünes Haus Wärme 2011“

Veranstalter: Institut für angewandte Energieffizienz (IfaE)

www.doebler-pr.de/WettbewerbFlyer.pdf


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StandPunkte

Energie und Recht

Zwangsgeld für E.on edis in Millionenhöhe

Die Bundesnetzagentur hat gegen E.on edis erneut

ein Zwangsgeld in Höhe von 1,3 Mio. Euro festgesetzt.

Zur Begründung führte die 6. Beschlusskammer der

Behörde an, dass der Stromversorger die bei der

Abwicklung der Belieferung von Kunden festgelegten

Anforderungen einheitlicher Geschäfts-

prozesse und Datenformate nicht vollständig einhalte.

Hintergrund für die Zwangsgelder ist der von Wettbewerbern

erhobene Vorwurf, dass E.on den Wettbewerb

auf Regionalebene systematisch behindere.

Notwendige Abrechnungsdaten und Protokolle von abgeworbenen

Kunden würden nicht oder nur verspätet bereitgestellt,

sagt Lekker-Strom-Geschäftsführer Thomas Mecke.

E.on weist die Vorwürfe einer systematischen Wettbewerbsbehinderung

zurück. Bei den beanstandeten Fällen

handele es sich vielmehr um Schwierigkeiten bei

der Umstellung des EDV-Systems, so der Konzern. Anfang

September hatte die 6. Beschlusskammer bereits

ein Zwangsgeld in Höhe von 650.000 Euro festgesetzt.

(mm)

Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von AKW-

Laufzeiten

Joachim Wieland, Verfassungsrechtler und früherer

Gutachter für das Bundesumweltministerium, rechnet

mit einer Ablehnung der verlängerten Laufzeiten

für Atomkraftwerke durch das Bundesverfassungsgericht.

„Es ist nahezu gewiss, dass das Bundesverfassungsgericht

die Laufzeitverlängerungen stoppen wird, da der Bundesrat

nicht beteiligt wurde“, sagte Wieland dem „Hamburger

Abendblatt“. Mit einer Laufzeitverlängerung werde in die

Rechte der Länder eingegriffen. Schon früh hatte Wieland,

der an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in

Speyer lehrt, in einem Gutachten für das Bundesumwelt-

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ministerium die Zustimmung des Bundesrats für längere

Laufzeiten für notwendig erklärt. Auch der frühere Präsident

des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier,

hält eine Zustimmung des Bundesrates für unerlässlich.

Um schnell klären zu lassen, ob die Laufzeitverlängerung

verfassungskonform ist, empfiehlt Wieland der Opposition,

nicht den langen Gang einer Klage zu gehen. Vielmehr sollte

die Opposition erst einmal eine einstweilige Anordnung beantragen,

um eine Vorabentscheidung zu erwirken. „Wenn

die Kläger eine einstweilige Anordnung beantragen, dann

wird es innerhalb von Wochen eine Entscheidung des Verfassungsgerichts

geben“, sagte er. Dabei könne zunächst geklärt

werden, ob dass Gesetz in Kraft treten dürfe oder nicht.

Die Bundesregierung versucht die Laufzeitverlängerung

ohne Beteiligung des Bundesrates durchzusetzen. Dagegen

möchte die Opposition Verfassungsklage einreichen.

Unabhängig davon, haben neun Bundesländer

angekündigt, ebenfalls Verfassungsklage einzureichen.

(mm)

Hamburg zieht gegen Vattenfall vor Gericht

Die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde (BSU) möchten

gerichtlich klären lassen, ob der von Vattenfall betriebene

Konzessionsvertrag für das Hamburger Strom- und

Fernwärmenetz nach wie vor Bestand habe. Der Konzessionsvertrag

verleiht Vattenfall ein Nutzungsrecht am

Hamburger Strom- und Fernwärmenetz. Die Hansestadt

will nach Ablauf der Konzessionen im Jahr 2014 die Strom-

und Fernwärmenetze wieder selbst betreiben. Das ist

durch den mit Vattenfall bestehenden Vertrag auch möglich.

Jedoch plant Vattenfall am Fernwärmenetz festzuhalten.

Die „Endschaftsreglung der Konzession“, die im Vertrag

festgesetzt wurde, sei nach Auffassung des Unternehmens

unwirksam, sagte eine Sprecherin von Vattenfall. (mm)

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Literatur

StandPunkte

Biogas-Erzeugung-Aufbereitung-Einspeisung +

CD-ROM

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In dem Buch werden

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Frank Graf, Siegfried Bajohr

Biogas

Erzeugung, Aufbereitung, Einspeisung

OldenbOurg IndustrIeverlag gmbH

www.oldenbourg-industrieverlag.de

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Erzeugung über die

Aufbereitung bis hin

zur Einspeisung behandelt.

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ist die verfahrenstechnische

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der Gesamtprozesskette.

Dabei werden

die technischen und

rechtlichen Rahmenbedingungen

in Deutschland

zu Grunde gelegt.

Außerdem werden zukünftige Entwicklungen und Potenziale

diskutiert. Die Darstellung erfolgt auf Basis von

aktuellen Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten

sowie Best-Practice Anwendungen und ist in ihrer Form

bisher einzigartig. Das Buch soll als Standardwerk für die

Biogaseinspeisung dienen und ist an alle Interessengruppen

gerichtet, die sich fachlich mit der Biogaseinspeisung

beschäftigen. Das Werk soll praktischen Aspekten Rechnung

tragen und als Einstiegswerk für die wissenschaftliche

Bearbeitung fungieren. Inhalt: Einleitung, Potenziale

in Deutschland und der EU, politische, rechtliche und

wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Verfahrenstechnik

der Biogaserzeugung, Technische und rechtliche Anforderungen

an die Gasqualität, Verfahrenstechnik der Gasaufbereitung,

Anlagentechnik der Gaseinspeisung, Gaskonditionierung,

Abrechnung und Messtechnik, Nachhaltigkeit,

Vermarktung, Erfahrungsberichte, zukünftige Entwicklungen.

Zusatzmaterial zum Download.

Verlag: Oldenbourg Industrieverlag München

1. Auflage mit DVD, 300 Seiten, gebunden, 98,00 Euro

ISBN:978-3-8356-3197-7

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Energieeffizienz - Ein Lehr- und Handbuch

Hrsg. Martin Pehnt

Dieses Lehrbuch stellt Wissen

für alle Bereiche der

Energieeffizienz bereit und

ermöglicht Studierenden

und Fachleuten benachbarter

Disziplinen einen

fundierten Einblick in das

Thema. Zugleich vermitteln

die Autoren ökonomische,

sozialwissenschaftliche,

umweltrechtliche und ökologische

Grundlagen. Energieeffizienz

und Energieeinsparungen

sind – neben erneuerbaren Energien – die Basis

für eine volkswirtschaftlich optimierte Energiestrategie.

Energieeffizienz betrifft unterschiedliche Bereiche: den

Strom- und Wärmemarkt für Haushalte und Gewerbe, den

Verkehrssektor und die industrielle Produktion. Energieeffizienz

entlang der Wertschöpfungskette bedeutet, Rohstoffe

wirksam umzuwandeln, Nebenprodukte zu nutzen,

Verbrauch zu reduzieren und Verhalten zu ändern. Dieses

Lehrbuch bietet einen umfassenden Überblick über alle

Bereiche der Energieeffizienz. Interdisziplinär vermittelt es

dem Leser ein ingenieurtechnisches Verständnis der Technologien

und verknüpft dieses mit ökonomischen, sozialwissenschaftlichen,

energiepolitischen und ökologischen

Grundlagen. Das Handbuch ist nicht nur für die Lehre in

einschlägigen Studiengängen (z. B. Energie-, Umwelt- oder

Verfahrenstechnik, Architektur, Wirtschaftsingenieurswesen,

Geographie und Volkswirtschaftslehre, Physik) geeignet,

sondern bietet auch Fachleuten benachbarter Disziplinen

einen übersichtlichen, fundierten Einblick in das

Thema Energieeffizienz.

Martin Pehnt ist Wissenschaftlicher Vorstand und Fachbereichsleiter

Energie am Institut für Energie- und Umweltforschung

Heidelberg (IFEU). Schwerpunkte seiner

Tätigkeiten sind Energieeffizienz und erneuerbare Energien

und deren energiepolitische, - wirtschaftliche und

ökologische Bedeutung. Pehnt lehrt an verschiedenen

Hochschulen und Universitäten, unter anderem an der

Hochschule Kassel, der Universität Heidelberg und der

Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken.

Verlag: Springer Berlin

1. Auflage, 2010, 350 Seiten, gebunden, 69,95 Euro,

ISBN: 978-3-642-14250-5

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