POPSCENE April 04/23
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Die 1994 von Saskia Lavaux (Gesang, Gitarre)<br />
und Timo Sauer (Gitarre, Gesang) in Peine<br />
gegründete Band Schrottgrenze hat bis<br />
heute einige Besetzungs- und Stilwechsel<br />
durchlebt. Komplettiert wird das seit über 20<br />
Jahren in Hamburg beheimatetet Quartett<br />
von Hauke Röh (Bass, Gesang) und Lars Watermann<br />
(Schlagzeug). Ihrer umfangreichen<br />
Diskografie haben sie im Februar mit „Das<br />
Universum ist nicht binär“ (Tapete Records/<br />
Indigo) ein neues Album hinzugefügt. Zusammen<br />
mit Saskia lassen wir die Geschichte<br />
der Band Revue passieren.<br />
Die Geschichte der Band ist über die Jahre<br />
und zwei Pausen hinweg von unterschiedlichen<br />
Stilen und Besetzungen geprägt worden.<br />
Kannst Du diese Wechsel bitte kurz<br />
skizzieren?<br />
Musikalisch war es Emo-Deutschpunk in den<br />
1990er Jahren, dann waren es Indierock-Experimente<br />
in den 2000ern und mittlerweile sind wir<br />
seit 2017 im queeren Power-Pop zuhause, der ab<br />
und an auch noch auf Indie-Rock und New Wave<br />
zugreift. Es gab Synthesizer, orchestrale Arrangements<br />
und klassische Chöre. Wir haben uns<br />
nie von der Musikindustrie, einer bestimmten<br />
Szene oder kommerziellen Erfolgsansprüchen<br />
abhängig gemacht und sind stets unseren gemeinsamen<br />
thematischen und musikalischen<br />
Vorlieben gefolgt.<br />
Zwischen 2000-2002 und 2010-2016 hat<br />
die Band aber pausiert. Waren diese Zeiten<br />
denn für Dich und Timo überbrückbar ohne<br />
Schrottgrenze?<br />
Wir waren immer auch in andere musikalische<br />
Projekte involviert und haben unseren Lebensunterhalt<br />
durch Theatermusik und Verlagsmusik<br />
bestritten.<br />
Wenn Du heute auf eure umfangreiche Diskografie<br />
zurückblickst, welche Meilensteine musst<br />
Du dann auf jeden Fall nennen, abgesehen vom<br />
Debüt „Auf die Bärte, fertig, los!!!“ (1995)?<br />
„Das Ende unserer Zeit“ (Weird System), mit<br />
dem wir einem breiteren Publikum bekannt<br />
wurden. Im Anschluss „Château Schrottgrenze“