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POPSCENE April 04/23

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CHE SUDAKA<br />

ERFOLGREICHER LATIN SKA<br />

THE OFFENDERS<br />

STREET PUNK AUS DER HAUPTSTADT<br />

MUSIK-TIPP Musik zum Tanzen und nachdenken,<br />

Auch nach 21 Jahren als Band geht für Che Sudaka<br />

der musikalische Kampf für eine solidarische Welt-<br />

Gesellschaft weiter. Das südamerikanische Trio mit<br />

Wahlheimat Barcelona hat in den vergangenen<br />

Jahren die musikalische Revolution zurück auf die<br />

Bühne gebracht. Seit 2002 begeistern die ehemaligen<br />

Straßenmusiker mit einem Mix aus Ska, Punk<br />

und Cumbia. Auch auf ihrem zehnten Longplayer<br />

„20 años“ bleiben Sänger/Gitarrist Jota Pineda und<br />

seine Mitstreiter dem Mestizo-Sound treu. Zusammen<br />

mit den persönlichen, sozialkritischen Texten<br />

entsteht so von „Todo Llega A Su Tiempo“ (feat.<br />

Dubioza Kolektiv) über „Para La Guerra Nada“ (feat.<br />

Marta Gómez) bis hin zu „La Vida Sabe Más Que Yo“<br />

(feat. Predicador JJ Bolton) ein gewohnt tanzbar<br />

wirkendes Ergebnis. Mit einer Besonderheit: Für alle<br />

14 Titel haben sich Che Sudaka bekannte Gäste eingeladen.<br />

Längst sind die Musiker aus Argentinien/<br />

Kolumbien mit größtmöglicher Unabhängigkeit zu<br />

einer international anerkannten Instanz geworden,<br />

die auch auf großen Festivalbühnen besteht.<br />

Che Sudaka “20 años”<br />

(Carvernicola Records/Broken Silence)<br />

chesudaka.com<br />

Text: Frank Keil | Bild: Carvernicola Records<br />

36<br />

MUSIK-TIPP Vier Jahre nach „Class Of Nations“<br />

präsentieren die drei italienischen Wahlberliner<br />

und ihr deutscher Bassist mit „Orthodoxy Of New<br />

Radicalism“ bereits ihr neuntes Studioalbum. Stilistisch<br />

beeinflusst von 2 Tone-Ska, Mod-Pop und<br />

1977er-Punk gründete Sänger/Gitarrist Valerio<br />

2005 die Band in Italien und zog 2009 mit Schlagzeuger<br />

Checco nach Berlin um. Nach zahlreichen<br />

Besetzungswechseln zum High Energy-Quartett<br />

gewandelt, positioniert sich die Band mit den 12<br />

aktuellen Stücken zwischen dem hitverdächtigen<br />

Titeltrack „Tales From My Neighbourhood“ über<br />

die erste Single „Carla e Paolo“ bis hin zum hymnenartigen<br />

„Hasta La Muerte“ stilsicher abseits<br />

des Mainstream zwischen Offbeat, Folk und Punk.<br />

Erneut gelingt es The Offenders, ihre mitreißende<br />

Live-Energie, verlustfrei auf CD umzusetzen. Die<br />

Liebe und Treue zu ihren Wurzeln zahlt sich mittlerweile<br />

aus, denn mit Titeln wie dem groovenden<br />

„The Messenger“ oder dem eingängigen „Hall Of<br />

Fame“ setzen sie ihre Erfolgsgeschichte auch 20<strong>23</strong><br />

eindrucksvoll und international fort.<br />

The Offenders “Orthodoxy Of New Radicalism”<br />

(Long Beach Records/Broken Silence)<br />

theoffenders.eu<br />

Text: Frank Keil | Bild: Long Beach Records<br />

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