23.03.2023 Aufrufe

POPSCENE April 04/23

Das total umsonste Popkulturmagazin im April 2023, diesmal mit DEPECHE MODE! Noch mehr POPSCENE? Natürlich unter www.popscene.club

Das total umsonste Popkulturmagazin im April 2023, diesmal mit DEPECHE MODE!
Noch mehr POPSCENE? Natürlich unter www.popscene.club

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

NIKEL PALLAT<br />

VON TON STEINE SCHERBEN BIS ADELE<br />

AUS MEINEN GEDANKEN GERISSEN<br />

FUNDSTÜCKE - GEDICHTE<br />

BUCH-TIPP Der ehemalige Steuerprüfer Nikel<br />

Pallat gehörte nach seinem Umzug von Westdeutschland<br />

nach West-Berlin zwischen 1970<br />

bis 1978 als Sänger („Guten Morgen“, „Paul-Panzer-Blues“,<br />

deren Texte von ihm stammen) und<br />

Manager (hauptsächlich) zu den Polit-Rockern<br />

Ton Steine Scherben. In die deutsche Fernsehgeschichte<br />

ging er ein, als er am Ende der Ausstrahlung<br />

einer WDR-Talkshow 1971 mit einer Axt den<br />

Diskussionstisch zertrümmerte. Später baute er<br />

den unabhängigen Musikvertrieb EFA und das bis<br />

heute bestehende Unternehmen Indigo auf, die<br />

für die deutsche Musikkultur erheblich wurden.<br />

In diesem Rahmen holte er auch die britische<br />

Sängerin/Songwriterin Adele nach Deutschland.<br />

Mit feinem Witz und lockerer Zunge erzählt Pallat<br />

im Buch die Geschichte seines Lebens. Größtenteils<br />

auch die der deutschen Independent<br />

Szene. Zur Seite stand ihm beim Schreiben der<br />

HR-Journalist Christof Dörr, der unter anderem<br />

für das Musikmagazin Intro schrieb und bereits<br />

die Musikbiografie „Klube & The Bates“ verfasste.<br />

hannibal Verlag/Koch International GmbH,<br />

Broschur, 240 Seiten<br />

ISBN 978-3-85445-752-7<br />

Text: Frank Keil | Bild: hannibal Verlag<br />

39<br />

BUCH-TIPP Boris Greff stammt aus Saarbrücken<br />

und lebt heute in Merzig. Seit seiner Jugend<br />

schreibt er Gedichte, ursprünglich als Ausdruck<br />

seiner damaligen diffusen Gedankenwelt, wie er<br />

selbst sagt. Dabei ist ein Gedicht für ihn „ wie ein<br />

Urlaubsfoto, eine Momentaufnahme, die nur einen<br />

Ausschnitt wiedergibt, nur einen Augenblick - und<br />

dennoch ist auf diesem Foto alles enthalten, was<br />

wichtig ist“. Knapp hundert solcher Momentaufnahmen<br />

oder Gedankenbilder sind in seinem aktuellen<br />

Gedichtband versammelt. Ihre Einteilung<br />

in Kapitel wie „Jetzendliches“, „Ersprochenes und<br />

Ungesagtes“ oder „Selfies und Selbstloses“ zeigt<br />

bereits die Bandbreite, die Greff in seinen Werken<br />

abdeckt. So handelt „Notration“ von den tiefen<br />

Emotionen eines Verlustes, während „Nicht unterbekriegen<br />

lassen“ vom ohnmächtigen Schrecken in<br />

Angesicht von Kriegen zeugt. Selten länger als eine<br />

Seite zeugt jedes der Gedichte von der Virtuosität<br />

des Autors. Er spielt mit Worten, verknüpft Silben<br />

zu neuen Bedeutungszusammenhängen und stellt<br />

Gewohntes auf den Kopf – eine gute Gelegenheit,<br />

sich mal wieder mit Lyrik zu beschäftigen!<br />

Athena Verlag, 136 Seiten, Broschur<br />

ISBN 978-3-7455-1146-8<br />

Text: Tanja Karmann | Bild: Verlag<br />

TIPPS

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!