SChWERPUNKT - Midrange Magazin

midrangemagazin.de

SChWERPUNKT - Midrange Magazin

305819I98E · ISSN 0946-2880 · B 30465 · AuSgABE 236 · € 13,– · CHF 25,–

RPg

IBM Open Access/

Profound Logic UI

SQL-Abfragen

SQL-Analyse mit

Visual Explain V6R1

Oliver Schallhorn, geschäftsführer FRITZ & MACZIOL,

im Interview auf Seite 12

10

2010

IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk

FRITZ & MACZIOL – Zukunftschance Cloud Computing

Partner der Kunden

Die Zukunft von BPM

Jenseits von Agilität

Trends im System-Management

Minimalismus ade

Modernes CRM

Datenmanagement

Foto: Irina Hesselink, www.fotogentle.de


Lassen Sie Ihre IBM i-

Sorgen hinter sich...

Robot/CONSOLE & Robot/ALERT erledigen die Arbeit!

Entfliehen Sie der

Nachrichtenverwaltung

Wenn Sie Ihren nächsten Urlaub planen, sorgen

Sie sich nicht darum, wer während Ihrer Abwesenheit

die Nachrichten und Ressourcen auf

Ihrem Power Systems Wenn Sie Ihren nächsten Urlaub planen, sorgen

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die Nachrichten und Ressourcen auf

Ihrem Power Systems IBM i überwachen wird.

Robot/CONSOLE, ®

Robot/CONSOLE, unsere Software für Nach-

richten- und Ressourcenverwaltung, entfernt

unwichtige Nachrichten, beantwortet Nachrichten

automatisch und überwacht Nachrichtenwarteschlangen

und kritische Ressourcen

wie beispielsweise Subsysteme. Dank der

Nachrichten- und Ressourcenverwaltung mit

Robot/CONSOLE können Sie eine sorgenfreie

Zeit verbringen.

Verlaufsmeldung an jedem Ort

Sollte ein Eingriff erforderlich werden, dann

kann Robot/CONSOLE die Nachricht an

ein anderes System weiterleiten oder Robot/

ALERT, ®

Sollte ein Eingriff erforderlich werden, dann

kann Robot/CONSOLE die Nachricht an

ein anderes System weiterleiten oder Robot/

ALERT, unsere Software zur Ereignisbenach-

richtigung nutzen, um die Hilfe eines Spezialisten

anzufordern.

Mit der Zweiwegkommunikation können

Ihre Experten von jedem Ort aus Nachrichten

beantworten. Und Sie können Robot/ALERT

sogar sogar mit SNMP SNMP Traps verwenden, verwenden, um um krikritische Systemnachrichten Systemnachrichten direkt an einen einen

Enterprise Monitor zu senden.

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Ihre Reise, während sich Robot/CONSOLE

und Robot/ALERT Robot/ALERT um das IBM i auf Ihrem

Power System kümmern.

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© Help/Systems, LLC. Alle Marken und eingetragenen Marken sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.


thomas.seibold michael.wirt @ @

midrange.de

Lecker!

Thomas Seibold

Redaktion

MIDRANGE MAgAZIN

EDITORIAL

Kürzlich war in unserer Redaktion ein seltenes Phänomen zu gast:

Beim Lesen einer Presseinformation lief uns das Wasser im Munde

zusammen … Für Kollegen in Food-Ressorts gehört das appetitanregende

Sortieren des Posteingangs vermutlich zum Tagesgeschäft,

einem IT-Journalisten sind derlei „geschmackvolle“ News aber eher

fremd. Die betreffende Meldung bezog sich auf ein neues Release in

Sachen Service Level Monitoring, Absender war ein Software-Anbieter

namens app.strudl. Sehen Sie, jetzt verstehen Sie bestimmt, was ich

meine … So mancher Anbieter hatte bei der Wahl seines Markennamens

ein assoziativ glückliches

Händchen. Die inzwi- Û Can do? Wer das Projektmanagement aus dem

schen mütterlicherseits in Effeff beherrscht, kann jetzt Champion werden (Sei-

Krakau beheimatete ERP- te 16) Û Selbsthilfe: Was tun, wenn Projekte tau-

Software Semiramis löst bei meln? (Seite 26) Û Minimal? War gestern. So geht

mir immer noch garten- und Systemmanagement heute (Seite 30 ff.) Û Modern:

Wachstumsträume aus, Space for Business & Life in Wesendorf (Seite 48)

weil sie mich an einen ähnlich

lautenden Pflanzendünger und damit an grüne Daumen erinnert.

Kaum zu toppen ist aber die Namenswahl des Bielefelder SAP-Partners

itelligence: Was man von ihm erwarten soll und kann, bedarf keiner

zusätzlichen Slogans mehr. Ja – auch das Thema Cloud Computing

weckt Assoziationen. Witzelte man in den Siebzigern und Achtzigern

noch über Strom, der aus der Steckdose kommt, stellt sich 30 Jahre

später eine ganz andere Frage: „Wozu Hardware? Bei uns kommt die

IT aus der Cloud…“. Wie aber kommt sie da rein, wie sicher hinaus?

und wo bleiben die ‚Kistenschieber’? Für wen ist CC die märchenhafte

Lösung sämtlicher IT-Probleme und wer legt sie besser unter dem

Thema „Luftschlösser“ ab? Anregungen, Antworten und natürlich auch

Assoziationen finden Sie in diesem Heft.

Herzlichst, Ihr Thomas Seibold

Foto: Beth Hommel, FOTOLIA

Wir haben uns bei oxaion

absolut wiedergefunden,

konnten zu 98 Prozent im

Standard bleiben und

reduzierten damit die

Einführungszeit enorm.

///// Thomas Westhauser

IT-Leiter, Franz Eisele und Söhne GmbH & Co. KG,

Sigmaringen

26.–28. Oktober 2010

Messe Stuttgart

Halle 5, Stand D31

info@oxaion.de I www.oxaion.de

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

3


4

Foto: Irina Hesselink, www.fotogentle.de

INhALT

Oliver Schallhorn, geschäftsführer FRITZ & MACZIOL:

„Man kann sich eigene Themen bauen; es ist aber einfacher,

dem Kunden zuzuhören, womit er sich beschäftigt.

Wenn man daraus Angebote generieren kann, überlebt

man.“ Û Seite 12

Û MESSE AKTUELL

Seite 14

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Business

Process-/Projektmanagement

Es war ein langer Weg: Mehr als zehn Jahre hat es gedauert,

bis BPM dahin gekommen ist, wo es heute steht.

Mittlerweile hat sich BPM als universelle Plattform für die

Optimierung von geschäftsprozessen etabliert, aber auf

diesem Weg hat es sich auch selbst verändert.

Û Seite 18

Systemmanagement

leicht gemacht

Es gab einmal eine Zeit, in der waren gerade einmal eine

Handvoll Computer über ein einziges BNC-Kabel miteinander

verbunden. In der Mitte dieses Netzwerks stand

häufig ein Server und der Administrator kannte jeden PC,

jeden Benutzer und jede Konfiguration auswendig. Diese

idyllischen Inseln des Minimalismus existieren (leider)

nicht mehr. Û Seite 30

MIDRANGE AKTUELL

News & Ticker 6

Business-Process-Management dank

Mitarbeiter-Know-how 7

Köpfe 8

Ganzheitliche Sichten 10

Kommentar zur Frage des Monats

Partner der Kunden 12

FRITZ & MACZIOL – Zukunftschance Cloud Computing

CRM-expo 2010 14

Intelligente Kundenbeziehungen für mehr Erfolg

Zukunft Personal 2010 15

globale Personalstrategien

Praxiswissen gefragt 16

Deutsche Meisterschaft im Projektmanagement

BUSINESS PROCESS-/PROjEKTMANAGEMENT

Akzeptanzmanagement 18

Nützliches Projektmanagement oder Investitionsruine

jenseits von Agilität 21

Die Zukunft von BPM

Optimierungsbedarf 22

Anforderungsmanagement klassisch und professionell

Innovative Synthese 23

Der Weg zur Krisenvermeidung

Transparent und miteinander 24

Projektmanagement aus der Cloud

hilfe zur Selbsthilfe 26

Schulung und Coaching im Projektmanagement

Viel Licht statt Schatten 28

griesser lichtet Prozess-Dickicht mit Inspire Technologies

SySTEM MANAGEMENT LEIChT GEMAChT

Minimalismus ade 30

Aktuelle Entwicklungen im Bereich System-Management

Free Monitoring 32

Systemmanagement-Framework unter OpenSource-Lizenz

TEChNIK & INTEGRATION

Mit RPG zurück in die Zukunft? 34

IBM Open Access/Profound Logic uI

SQL-Abfragen 37

SQL-Analyse mit Visual Explain V6R1, Teil 1

Skalare Funktionen 40

Datums- und Zeitwerte aufbereiten


MARKTÜBERSIChT

Mit Sicherheit guter Service 44

Avira steuert Kundensupport mit CRM-Lösung von ConSol

Anbieterübersicht 45

Auf ERP folgt CRM 47

B&R punktete bei Zimm in Vorarlberg

Datenmanagement 48

Modernes CRM

SERVICE

Autoren, Inserenten und Firmen dieser Ausgabe 49

Glosse, Vorschau, Impressum 50

MIDRANGE ONLINE

Midrange jobbörse

ist die Stellenbörse für unternehmen und IT-Professionals,

die personelle Verstärkung suchen.

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Strategische

Sicherheit auf

Objektebene.

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MidrangeEvent

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Die Datensicherheit von Unternehmen wird immer häu� ger von innen bedroht.

Und auch die Bedrohungen von außen werden immer ra� nierter. Wie schön

wäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sich gegen beides zu schützen…

Es gibt diese Möglichkeit. StandGuard ist eine Sicherheitslösung für die

iSeries in Echtzeit. Sie ermöglicht Ihnen, schnell und einfach eine fein skalierte

Sicherheitspolitik in einem Netzwerk multipler Systeme einzurichten.

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OKTOBER 2010

In unserer Marktübersicht stellen wir die Anbieter von

Lösungen für das Kunden beziehungs manage ment vor.

Aktuelle Anwenderberichte drehen sich rund um das

Thema CRM. Û Seite 44

Frage des Monats

In der Frage des Monats erfassen wir aktuelle

Trends und Strömungen des IT-Marktes.

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10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

5


6

MIDRANGE AKTuELL

ASNA hat zwei neue Partner in Deutschland

Û Die Firmen Pohl Softwear gmbH,

Würzburg, und Fetzer gmbH, Bad Boll,

waren lange Zeit zufriedene Kunden von

ASNA International. um neue Produkte

zu entwickeln und bestehende AS/400-

Anwendungen funktionell zu erweitern,

setzten sie die Entwicklungswerkzeuge

von ASNA International ein. Dadurch

erschlossen sich beiden unternehmen

neue Kundenkreise, die, ebenso wie ihre

hand in hand: Allied Telesis und IBM

Û Allied Telesis hat eine Vereinbarung

mit IBM unterzeichnet, die künftig den

weltweiten Support sowie die Wartung

von Allied Telesis Netzwerken in neue

Bahnen lenkt. Kunden von Allied Telesis

profitieren im Rahmen der Kooperation

ab sofort zusätzlich vom erstklassigen

und schnellen Rund-um-die-uhr-Support

durch IBM. Dabei stehen die kompetenten

Service-Mitarbeiter von IBM nicht

nur telefonisch zur Verfügung, sondern

lösen dringende Probleme auch direkt

vor Ort. Die Vereinbarung umfasst die

SAP-TICKER +++ SAP-TICKER +++ SAP-TICKER +++ SAP-TICKER +++

Û aconso ist zertifizierter SAP-Partner.

Es ist offiziell – die aconso Ag darf

sich von nun an „Independent SAP Software

Vendor with Certified Integration“

nennen und ist damit zertifizierter SAP-

Software-Partner. Dieser Status ist ein

Beweis dafür, dass die aconso Digitale

Personalakte allen strengen technischen

Anforderungen des ERP-Marktführers

genügt und damit vollintegriert ist in SAP.

www.aconso.com Û ALPhA Business

Solutions AG wird Business ByDesign-

Reseller. Bereits seit Anfang 2008 begleitet

die ALPHA Business Solutions als

Early Partner die Markteinführung von

SAP Business ByDesign und wird nun

im Rahmen des SAP Business ByDesign

Partner Programms die On-Demand-Lösung

künftig eigenständig vermarkten,

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

bestehenden Kunden, von dem verbesserten

und erweiterten Angebot profitieren

konnten. Aufgrund ihrer jahrelangen

positiven Erfahrungen und der hervorragenden

Zusammenarbeit mit ASNA

International sind Pohl Softwear und Fa.

Fetzer nun eine Partnerschaft mit ASNA

International eingegangen.

www.asnaintl.com

komplette Produktpalette von Allied

Tele sis und schließt auch Next-generation-Lösungen

mit ein.

www.alliedtelesis.com

vertreiben und einführen sowie zusätzliche

Services anbieten. Zu diesen Zusatzleistungen

zählen Beratung, Change

Management oder Datenmigration.

www.abs-ag.de Û Karwendel führt

erfolgreich SAP-Branchenlösung von

realtime ein. Der Frischkäse-Spezialist

Karwendel mit Sitz in Buchloe im Allgäu

hat mit dem SAP-Partner realtime Ag die

Branchenlösung smartfood auf Basis von

SAP ERP 6.0 komplett eingeführt. Nach

nur 15 Monaten Projektlaufzeit wurden

im Juli 2010 die beiden Standorte Buchloe

(Deutschland) und Reutte (Österreich)

erfolgreich produktiv gesetzt. Die

Implementierung umfasst die operativen

Bereiche Finanzen, Controlling, Einkauf,

Lager, Logistik, Produktion und Vertrieb.

www.realtimegroup.de

Simonmcconico, iStockphoto.com

TICKER

Û GFOS rollt Patenschaftsprogramm

mit Realschulen aus.

Nachdem das erste Patenjahr erfolgreich

zu Ende gegangen ist, hat

sich die gFOS mbH entschlossen,

weitere Realschulen der Stadt zu

Patenschulen zu machen. „Im Verlauf

des Projektes hat sich gezeigt,

wie die Schüler auf diesem Weg erkennen,

wie wichtig es ist, sich frühzeitig

über den zukünftigen beruflichen

Weg gedanken zu machen“,

erklärt Claudia Reinhard, Personalreferentin

der gFOS mbH, Essen.

www.gfos.com Û Air France-KLM

optimiert Reservierungssystem

mit Progress. Progress Software

hat mit der Air France-KLM group

einen neuen Kunden aus der Reisebranche

gewonnen. Die Fluggesellschaft

sorgt mit der SOA-Management-Plattform

Progress Actional

für mehr Transparenz und höchste

Verfügbarkeit ihres Online-Reservierungssystems.

www.progress.com

Û Spanischer Folienhersteller

führt abas ein. Die in Fuenlabrada

bei Madrid ansässige Covinil

S. A. stellt Folien für unterschiedliche

Verpackungsanwendungen

her. Das spanische unternehmen

hat sich für die ERP-Software abas-

ERP entschieden, um das erwartete

Wachstum zu unterstützen. Implementierungspartner

vor Ort ist ABAS

Business Solutions Ibérica S. L. Bei

der ERP-Auswahl war u. a. das weitreichende

Branchen-Know-how der

ERP-Spezialisten ausschlaggebend.

www.abas.de Û Radware von

Oracle ausgezeichnet. Radware

wurde für die Version 2.11 seines

AppDirectors von Oracle ausgezeichnet.

Das Zertifikat „Oracle Validated

Integration“ bestätigt Radware

die Kompatibilität mit People-

Soft Enterprise 9.1 von Oracle.

www.radware.com

www.midrange.de


Business-Process-Management

dank Mitarbeiter-Know-how

Um verborgene Potenziale zu nutzen und sich so einen entscheidenden Wettbewerbs-

vorteil zu verschaffen, setzen Unternehmen vermehrt auf BPM-Lösungen. Dabei führt die

richtige Umsetzung von Prozessoptimierungs-Tools häufig zu Komplikationen, weil diese

fast ausschließlich durch den IT-Bereich des jeweiligen Unternehmens erfolgt.

Der Bremer Softwarespezialist We4IT

hat mit ProcessFlow eine Anwendung

entwickelt, die keinerlei Programmierkenntnisse

benötigt und direkt

beim Endanwender ansetzt. Mithilfe

dieser Software kann jeder Mitarbeiter

selbst Prozesse modellieren und mit seinem

unternehmensinternen Know-how

zur Automatisierung von Geschäftsabläufen

beitragen. Workflows können

sowohl unter Lotus Notes als auch im

IT FÜR DEN MITTELSTAND

Web-Browser genutzt werden. Dabei

eignet sich ProcessFlow allerdings nicht

nur für den internen Unternehmenseinsatz,

sondern umfasst die gesamten Prozessabläufe

inklusive Einbindung von

Zulieferern und Dienstleistern.

Die Software besteht aus dem

Process Modeler und der ProcessEngine.

Der ProcessModeler stellt dabei

die visuelle Modellierungskomponente

des Produktpakets dar. Mithilfe dieses

RZ_IT&B10_Anz_MidMagazin10|10_210x132_Doppelt:Layout 1 25.08.10 21:57 Seite 1

Tools designen Mitarbeiter aus den entsprechenden

Fachbereichen Prozesse

und optimieren Unternehmensabläufe.

Die ProcessEngine ermöglicht dann die

technische Implementierung modellierter

Prozesse sowie deren Integration in

die Arbeitsweisen des jeweiligen Unternehmens.

ó

We4IT gmbH, Bremen

www.we4it.com

DOPPELTSPITZE

Weil IT & Business und DMS EXPO gleichzeitig in Stuttgart stattfinden.

Weil sich beide Messen fachlich hervorragend ergänzen. Weil zusätzlich

zu allen wichtigen betriebswirtschaftlichen IT-Themen wie ERP,

BPM, BI, CRM, MES, Sicherheit und Infrastruktur jetzt auch die ganze

Bandbreite an Softwarelösungen für den nahtlosen Informationsfluss

in Unternehmen von der E-Mail-Archivierung bis zur Dokumentation

gezeigt wird. Weil IT im Herbst Stuttgart heißt.

www.itandbusiness.de

26. – 28.10.2010 | MESSE STUTTGART

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

7


8

MIDRANGE AKTuELL

Zum 1. September kam Silvia Sousa als

neue Account Managerin zu Aagon Consulting.

In ihrer neuen Position zeichnet

die Vertriebsexpertin für den strategischen

Aufbau neuer Kundenbeziehungen

in der Region Bayern verantwortlich.

Silvia Sousa verfügt über langjährige

Vertriebserfahrung: Sie war mehrere

Jahre als Key Account Managerin bei

der Bechtle Ag tätig. Davor arbeitete die

Spezialistin für Kundenbeziehungen als

Account Managerin bei der dänischen

ZOOMIO gmbH.

www.aagon.com

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

KÖPFE

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und StudiVZ sind aktuell noch dem Privatleben

vorbehalten und für die job- und Arbeitgebersuche wenig relevant. 63 Prozent der von Kienbaum

für diese Studie befragten 1.155 Studenten, Absolventen und young Professionals

bewerten den Auftritt von Unternehmen auf privaten Social Networks als negativ. www.kienbaum.de

Silvia Sousa

Account

Managerin

Aagon Consulting

Neu im Team bei der Technogroup ist

Henning Wegbünder. Er nahm seine Tätigkeit

als Bereichsleiter Technik Nord

am 1. Juli auf und ist im Büro der Niederlassung

Hamburg tätig. In seinen

über acht Jahren bei Hitachi Data Systems

bekleidete er die Positionen als

Manager global Services und Customer

& Systems Engineering Manager. Vor

HDS waren seine beruflichen Stationen

Comparex und BASF, wo er jeweils als

Techniker für IBM-kompatible EDV-geräte

verantwortlich war.

www.technogroup.com

henning

Wegbünder

Bereichsleiter

Technik Nord

Technogroup

gerhard Pohl, welcher bereits seit dem

1. Mai bei Trivadis tätig ist, hat nach einer

Übergangszeit nun seit dem 1. August

als neuer Niederlassungsleiter die

Verantwortung für den deutschen Hauptsitz

in Stuttgart übernommen. In seiner

neuen Funktion wird Pohl den Fokus auf

die Verstärkung der Vertriebskompetenz

sowie den weiteren Ausbau der Niederlassung

legen. gerhard Pohl (Jahrgang

1965) kann auf eine über 25-jährige Karriere

in der IT-Branche zurückblicken.

www.trivadis.com

Gerhard Pohl

Niederlassungsleiter

Hauptsitz

Trivadis

SVA-BizSphere hat Jochen Moll zum

1. Juli zum neuen Vorsitzenden des

Vorstands ernannt. Jochen Moll verfügt

über mehr als 20 Jahre Erfahrung in leitenden

Positionen in der IT. Bei IBM war

der 43-jährige unter anderem als Vice

President für die Business Partner Organization

Central Region und für die Software

group Central Region Europe tätig.

Bei EMC verantwortete Jochen Moll das

Deutschland-geschäft und entwickelte

darüber hinaus als Vice President für

Strategische Allianzen das geschäft mit

Systemintegratoren.

www.bizsphere.com

jochen Moll

Vorstandsvorsitzender

SVA-BizSphere

Lukas Hostettler (38) hat zum 1. August

die Position des Managing Directors bei

ReadSoft in der Schweiz übernommen.

ReadSoft stellt damit das Business in

der Schweiz erstmals eigenständig auf.

Lukas Hostettler bringt Management-

Erfahrungen aus international tätigen

unternehmen mit. Der diplomierte

Wirtschaftsinformatiker war bei International

Business IBS unter anderem

als Managing Director der IBS Switzerland

Ag und der International Business

Systems (IBS) gmbH in Deutschland

tätig.

www.readsoft.de

Lukas hostettler

Managing Director

ReadSoft

Die Seeburger Ag gibt die Ernennung

von Rohit Khanna zum Executive Vice

President of global Strategy and Corporate

Development bekannt. Khanna

bringt langjährige Erfahrung im B2B- und

Applikationsintegrations-umfeld mit. Vor

seinem Eintritt zeichnete Rohit Khanna

als Senior Vice President von Axway für

die Bereiche Consulting und Professional

Services in Nord- und Südamerika,

großbritannien, Afrika und Südafrika

verantwortlich.

www.seeburger.de

Rohit Khanna

Executive Vice

President of

global Strategy

and Corporate

Development

Seeburger


WORKSHOPS KALENDER

fimox Erlebnistag

K+H Software lädt alle Interessierten zu einer

Live-Präsentation der fimox Finanzbuchhaltung,

Anlagenbuchhaltung, Kostenrechnung

und Finance Intelligence in das IBM

Partnership Solution Center in München

ein. Erfahren Sie, wie Sie Ihre betriebswirtschaftlichen

Abläufe durch den Einsatz von

prozessorientierter Rechnungswesen-Software

optimieren können. Diskutiert werden

aktuelle Themen wie die Liquiditätsplanung,

das Mandanten-übergreifende Berichtswesen

oder die umfangreichen Controlling-

Funktionalitäten in fimox.

Anschließend lädt die K+H alle Teilnehmer

auf die Jubiläums-Wiesn 2010 ein. Die Plätze

für den fimox Erlebnistag sind begrenzt!

www.kh-software.de/fimoxErlebnistag

MIDRANGE ACADEMy

IBM i V7

Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt

sich das neue IBM Betriebssystem,

welches früher OS/400 hieß. Wer also in

eine neue „IBM Power System i“ investieren

wird oder bereits über so einen neuen

Server verfügt oder überlegt, ob er auf V7

umsteigen soll, sollte sich schlau machen,

was V7 bringt und wie es geht. Am 12. 10.

in München und am 13. 10. in Köln findet

deshalb im Rahmen der MIDRANgE ACADE-

MY der Workshop „V7 – Was gibt’s Neues?“

statt: upgrade auf V7R1, neue Systemadministration,

DB2 uDB für System i und SQL,

IBM WebQuery, System i Access, Programmierung

(ILE, neue und geänderte Befehle,

Werkzeuge, umgebung).

Grafische Clients für RPG-Programme

Ebenfalls im Rahmen der MIDRANgE ACA-

DEMY wird ein Workshop angeboten, bei

dem es um die neuen Möglichkeiten der

grafischen Client-Programmierung geht. Vor

dem Hintergrund, dass die Fangemeinde der

althergebrachten zeichenorientierten Oberflächen

rasant abnimmt, hat IBM mit Open

Access eine offene Schnittstelle für die guIsierung

von (Alt-)Anwendungen geschaffen.

Der Workshop zeigt u. a. die Nutzung dieser

Schnittstelle. Zusätzlich geht es um neue

Softwarearchitekturen, wie die Erstellung

und Anwendung von Web-Services sowie die

Entwicklung von MVC-Strukturen. Außerdem

erfahren die Teilnehmer, wie die weitverbreiteten

Standardwerkzeuge PHP und Adobe

Flex bei der Entwicklung grafischer Clients

für RPg-Programme erfolgreich eingesetzt

werden.

www.midrange-academy.com

Event Termin, Ort Veranstalter

IBS:forum Transparente Prozesse 1. 10.

Hannover

RDP vor dem Camp

RPg-Camp: ILE RPg

4. 10. Oberstdorf

5. 10. – 7. 10.

Reduzierung der Durchlaufzeiten 5. 10.

Stuttgart

HRworks – das richtige Rezept! 5. 10.

Frankfurt

Synergy 2010 Berlin 6. 10. – 7. 10.

Berlin

Tech Forum „Industrial Ethernet“ 6. 10.

Stuttgart

Praxisforum HCM 2010 6. 10.

Bielefeld

WS Entwicklung Notfallkonzept

im System i umfeld

7. 10.

Limburg

CL-Programmierung 13. 10. – 15. 10.

Bremen

SAP Mittelstandsfrühstück

bei SOFT-CONSuLT

13. 10.

Langenau

Storage, Virtualisierung, Security 26. 10. – 27. 10.

Frankfurt

IBS:forum Rückverfolgbarkeit 26. 10.

Nördlingen

Best-Practice MES –

Produktivität in Deutschland

28. 10.

Stuttgart

Mehr Termine und Veranstaltungen unter www.midrange-event.de

Oktober

IBS Ag

www.ibs-ag.de

ITP VERLAg

www.midrange-academy.com

MPDV Campus

www.mpdvcampus.de

HRworks gmbH

www.hrworks.de

Citrix Systems

www.citrix.com

ITP VERLAg LANline

www.lanline-events.de

aconso Ag

www.aconso.com

COMMON Deutschland e.V.

www.common-d.de

EPOS gmbH DV-Consult & Training

www.eposgmbh.com

SOFT-CONSuLT Häge gmbH

www.soft-consult.net

Angel Business Communications

IBS Ag

www.ibs-ag.de

MPDV Mikrolab gmbH

www.mpdv.de

- CL Programmierung

- IBM Web Query für Power i

- SQL Tuning der Abfragen

- Einführung in die Arbeit mit RPG

Weitere Themen und Lernvideos

auf unserer Homepage!

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

9


10

MIDRANGE AKTuELL

Die Qualität und Organisation

Ihrer Geschäftsprozesse

bestimmt maßgeblich Ihren

Unternehmenserfolg.

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

FRAgE DES MONATS

ganzheitliche Sichten

Die Frage des Monats hat es gezeigt:

52 Prozent setzen heute Workflow-

Applikationen ein, um die Qualität und

Effizienz ihrer Geschäftsprozesse zu sichern.

Dieses Ergebnis bedeutet jedoch

auch, dass viele Firmen die Nutzenpotenziale

IT-basierter Prozesssteuerung

noch nicht ausschöpfen.

Was ist nun aber der tatsächliche

Mehrwert einer Workflow-Applikation?

Grundsätzlich ist der Einsatz solcher

Lösungen stets im Zusammenhang mit

der Abbildung von Prozessen zu sehen.

Es geht darum, mehr oder weniger

standardisierte Abläufe IT-basiert zu

steuern und zu überwachen. Diskutiert

man über Sinn und Zweck von Workflow

stellt sich dabei immer wieder dar,

dass dieses Thema der beruflichen Erfahrungswelt

entgegensteht. Organisationen

sind in Abteilungen, Funktionen

und Verantwortlichkeiten aufgeteilt. Es

?

DIE FRAGE

entspricht der täglichen Wahrnehmung

vieler, mehr in Funktionen und Aufgaben

zu denken, als Prozesse „end to

end“ zu betrachten. Hier liegt die Chance

guter Workflow-Tools – aber auch

das Risiko bei deren Einführung.

Viele Ansätze decken nur abteilungsinterne

Abläufe ab. Aus dem „end

to end“-Prozess Beschaffungsmanagement

wird dann beispielsweise schnell

ein automatisierter Prozess zur Lieferantenbewertung,

zur Ausschreibung

und Eingangsrechnungs-Verarbeitung

oder noch extremer: ein Prozess „Bestellgenehmigung

einholen“. Nicht,

dass einer der genannten Ansätze oder

Abläufe falsch wäre. Es macht durchaus

Sinn, jeden davon zu automatisieren.

Das potenzielle Dilemma liegt eher in

der Erwartungshaltung. Setzt ein Unternehmen

eine Workflow-Lösung ein,

um interne Anträge etwa kostenstellen-

Setzen Sie zur Sicherung

Ihrer Prozesse eine speziell

dafür entwickelte Workflow-

Applikation ein?

DAS ERGEBNIS

52 % ja

48 % nein

1.029 Teilnehmer

haben abgestimmt

oder abteilungsbasierend einzuholen

und dies zu dokumentieren, so kann

der Erfolg durchaus qualitativer Natur

sein. Im Sinne von Compliance kann

und sollte ein Vorgang sicherlich dokumentiert

werden. Eine große Steigerung

der Wertschöpfung wird dadurch für das

Unternehmen aber höchstens im Ausnahmefall

möglich sein. Erst wenn Prozesse

ganzheitlich gesehen und geführt

werden, lassen sich Einsparungen in Bezug

auf Kosten und Durchlaufzeiten erzielen

und Verbesserungen entlang der

Wertschöpfung erreichen. Nichts desto

trotz ist es sinnvoll und notwendig, mit

kleinen (aber wertschöpfenden) Prozessen

zu beginnen. Dabei sollte man beim

Erwerb einer Workflow-Software auch

an die Zukunft denken und eine Lösung

wählen, die es erlaubt, „end to end“-Prozesse

abzubilden. Hier liegt der wahre

Mehrwert. ó


KOMMENTAR

KOMMENTATOR ZUM UNTERNEhMEN IhRE MEINUNG, BITTE!

Christoph Bisel

Business Partner

Management &

Business Development

International Soreco Ag

cbisel@soreco.ch

Soreco AG

gegründet im Jahr 1988, entwickelt und vermarktet

die Soreco Ag, mit Hauptsitz in Schwerzenbach bei

Zürich, zukunftsgerichtete und branchenunabhängige

Standard- und Business Process Management-

Software für den mittleren und oberen KMu- sowie

großfirmenbereich sowie für die öffentliche

Verwaltung. Die Zusammenarbeit mit Partnern im

Lösungs-, Dienstleistungs- und Technologiebereich

in Deutschland, Österreich und der Schweiz garantiert

individuell zugeschnittene Lösungen aus einer

Hand. Mit 130 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

betreuen Soreco und die Soreco Partner (rund 300

Mitarbeitende) derzeit über 3.000 unternehmen

aus den unterschiedlichsten Branchen, davon 30

Prozent der Top 500 Schweizer unternehmen. Die

internationalen Niederlassungen der Soreco International

Ag, Zug, haben ihren Sitz in Hamburg,

München und Wien.

www.soreco.ch

Der schnellste

Weg zur

IT-Sicherheit

it·sa Nürnberg,

19.-21.Okt.2010

Unsere aktuelle Frage des Monats:

Auch eine problemlos funktionierende IT muss

gewartet werden und im Falle eines Falles ist

schnelle Hilfe vonnöten.

Sind Ihnen die Service Level Agreement

(SLA)-Angebote der hersteller individuell

genug anpassbar?

In der jeweiligen Frage des Monats erfassen wir

aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes

und fragen zum einen die Leser des +++ Monday

Morning Tickers +++ und zum anderen auf

unserer Homepage nach Ihrer Meinung:

Û www.midrange.de

Beteiligen Sie sich und stimmen Sie ab. Die

Abstimmung geschieht anonym und ohne jede

weitere Befragung o. ä. Wir freuen uns ebenfalls

über Kommentare zur aktuellen Frage des

Monats, die Sie direkt nach Ihrem Voting eingeben

können. Für Ideen für kommende Fragen

kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail:

Û redaktion@midrange.de

www.midrange.de

3 Tage Antworten

und Lösungen

20 Kongresse, Tagungen, Workshops, Seminare

300 Aussteller mit Lösungen zu Informations-

Sicherheit, Datenschutz, Hardware-Sicherung und

Security-Awareness

Non-Stop-Vortragsprogramm auf 3 großen Foren

mit 170 Kurzreferaten, Podiumsdiskussionen,

Live-Demos und Best-Practice-Beiträgen

Nürnberg,19.-21.Okt. 2010

Jetzt informieren und

Newsletter anfordern

www.it-sa.de

Veranstalter: SecuMedia Verlags-GmbH

Postfach 12 34, D -55205 Ingelheim,

10/2010 Telefon · +49 MIDRANGE 6725 9304-0, MAgAZIN Fax +49 6725 5994

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MIDRANGE AKTuELL

FRITZ & MACZIOL – Zukunftschance Cloud Computing

Partner der Kunden

Die Krise aus 2009 hallt noch in vielen Unternehmen nach und neben reinen Kostenentscheidungen

ist Vertrauen ein wichtiger Wert, wenn es darum geht, IT-Entscheidungen

in die richtigen hände zu legen. Oliver Schallhorn, Geschäftsführer von FuM, kennt die

Sorgen und Nöte seiner Kunden und richtet das Unternehmen entsprechend darauf aus.

Thomas Seibold: Herr Schallhorn, wie

zufrieden sind Sie mit dem bisherigen

Geschäftsverlauf in diesem Jahr?

Oliver Schallhorn: Wenn wir das erste

Halbjahr Revue passieren lassen, so

sehen wir hier bereits ein umsatzwachstum

um gut 25 Prozent im Vergleich zum

Vorjahr, wenngleich 2009 zwar ein ordentliches

aber sicherlich kein Rekordjahr

war. Vom Ergebnis her verbuchen

wir in unserer unternehmensgruppe im

Vergleich bislang ein Drittel mehr. Da wir

schon immer eine sehr innovationsfreudige

Firma sind, investieren wir ständig

in neue Ideen und

Mitarbeiter, die

wir so am Anfang

eines Jahres nicht

alle geplant haben.

Dafür haben wir

bereits im ersten

Halbjahr rund zwei

Millionen Euro

über die Planung

hinaus ausgegeben. Das ist wichtig und

richtig, um Themen weiterzubringen,

die uns und unseren Kunden in Zukunft

helfen werden. Wir haben sehr früh die

Weichen für die Weiterentwicklung unseres

geschäftsmodells gestellt: Es war

für uns in den letzten Jahren wichtig, die

Wertschöpfung weiter vom Produktgeschäft

in das Dienstleistungs- und eigene

Softwarebusiness zu verlagern, ohne

Ersteres zu vernachlässigen. Dazu war

geld, viel Atem und – zugegeben – auch

eine Portion glück erforderlich, wenn

es darum ging, auf die richtigen The-

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

„ Ein Lösungshaus wie wir

steht heute vor der Aufgabe,

dem Mittelstand Begründungen

zu liefern, warum etwas

gemacht werden sollte.“

men und Menschen zu setzen. Beispiele

dafür sind unsere aufgebauten BI-, Managed

Services- oder SAP-Lösungsbereiche,

mit denen wir unser Dienstleistungs-

und Softwaregeschäft nachhaltig

gestärkt haben.

Thomas Seibold: Vor welchen IT-technischen

Problemen und Fragen stehen

mittelständische Unternehmen?

Oliver Schallhorn: Hier muss man differenzieren.

Das Jahr 2009 hat auch im

Mittelstand viel geändert, vor allem im

Verhalten der Entscheider. Im Hauptpunkt

des Interesses steht heute zunächst,

welche Kos-

Oliver Schallhorn

ten sich einsparen

lassen bzw. die Frage:

„Was verbessert

die Effektivität?“

Der kurzfristige Return

on Investment

steht im Vordergrund.

Ein System-

und Lösungshaus

wie wir steht heute viel mehr als früher

vor der Aufgabe, dem Mittelstand Begründungen

zu liefern, warum etwas

gemacht werden sollte und vor allen

Dingen, die für den Kunden richtigen

Themen zu beherrschen. Die entscheidende

Frage ist, was es dem Kunden

wirklich bringt. und darauf versuchen wir

die richtigen Antworten, die vornehmlich

lösungs- und nicht technikorientiert

sind, zu geben. Ein weiterer Punkt ist

das Thema Finanzierung. Finanzierungen

sind grundsätzlich schwieriger geworden,

da die Kreditvergabe der Banken

kritischer denn je ist. Wir greifen dabei

auf die Angebote der Hersteller, aber

zunehmend auch auf eigenentwickelte

Finanzservices zurück. Das ist heute ein

nicht zu unterschätzendes Differenzierungsmerkmal

für den Kunden. Eigene

Angebote kann man nur machen, wenn

man viel über den Kunden weiß. So ein

Wissen erhält man wiederum nur, wenn

man bereits lange zusammenarbeitet

und Vertrauen vorhanden ist. Über unsere

Muttergesellschaft Imtech haben

wir hier Möglichkeiten, die Mitbewerber

sicherlich nicht bieten können.

Thomas Seibold: Für wie wichtig erachten

Sie das Thema Cloud Computing für

mittelständische Unternehmen?

Oliver Schallhorn: grundsätzlich verhält

sich die Thematik „Insourcing zu

Outsourcing von IT“ wie eine Wellenbewegung:

mal ist das eine oben, mal das

andere. Auch bedingt durch die Krise

sind für den Kunden mehr denn je alle

Themen interessant, die sich mit der

Frage beschäftigen: Welche meiner Lösungen

oder Systeme betreibe ich wo

am effektivsten? Daher ist auch Cloud

Computing ein ganz heißes Eisen und

bereits heute in den uSA nicht mehr nur

ein Trend. Hierzulande ist das Interesse

zunehmend da, es herrscht aber noch

massive unsicherheit. Für ein mittelständisches

unternehmen ist der Vorteil,

aber gleichzeitig auch eine gefahr,

dass es bereits jetzt mehr Angebote als

Nachfragen gibt. Eines kann man mit Sicherheit

sagen: Wer jetzt noch wartet,

verpasst sicherlich noch nichts. Aber


Foto: Irina Hesselink, www.fotogentle.de

für die nächsten beiden Jahre sehen wir

durch Cloud Computing massive Veränderungen

auf unsere Kunden und damit

auf uns zukommen. Dann wird es wichtig

sein, über die eingesetzten Lösungen

und Systeme des Kunden sprechen und

als qualifizierter Berater entsprechende

Empfehlungen geben zu können. Welche

Systeme soll er behalten? Welche Kernprozesse

muss er Inhouse lassen? Welche

Thematiken kann er in eine Cloud

legen? Auf all diese Fragen kann der

Kunde Antworten von uns erwarten.

Oliver Schallhorn

geschäftsführer

FRITZ & MACZIOL

info@fum.de

Die Herausforderung für uns ist es

zunächst, zu überprüfen, welche Lösungen

und Dienste, die der Kunde einsetzt,

eigentlich Cloud-fähig sind und daraus

den richtigen Betreiberweg, der nicht

zwingend Cloud sein muss, für diese Services

zu finden. Dazu gehören dann auch

Angebote, die einen Mix aus Cloud und

Managed Services beinhalten. Wir sind

uns sicher, dass wir diese Anforderungen

erfüllen werden und Cloud Computing ein

gutes Zukunftsgeschäft für uns darstellen

wird.

Thomas Seibold: Was unternehmen

Sie, um die steigenden und komplexer

werdenden Anforderungen ihrer Kunden

erfüllen zu können und dabei die

Qualität sicher zu stellen?

Oliver Schallhorn: Ein wichtiger Punkt

für uns hierbei ist, zunächst die Synergien

zwischen unseren unterschiedlichen

unternehmensbereichen zu erkennen

und im Sinne des Kunden auch zu nut-

zen. Wenn wir beispielsweise Firmen

übernehmen oder Bereiche selbst

aufbauen, dann nicht allein um nur zu

wachsen, sondern weil wir denken,

dass deren Produkte oder Leistungen

für unsere Kunden qualitativ wichtig

sind. Dann kommt es darauf an, diese

Themen mit dem richtigen Vertriebsweg

an die passenden Ansprechpartner

des gleichen Kunden zu bringen. Das ist

für uns überlebenswichtig und seit über

20 Jahren Kernstrategie von FuM. Das

schafft man nur, wenn man sich ent-

sprechend breit aufstellt und

seine Mitarbeiter dahingehend

motiviert und weiterentwickelt.

Vor allem den letzten Punkt betreiben

wir systematisch, unter

anderem mit einer durchschnittlichen

Anzahl von zwölf Schulungstagen

pro Jahr und Mitarbeiter.

Wir setzen schon seit

vielen Jahren auf die Ausbildung

eigener Mitarbeiter. Dies haben

wir in 2010 noch verstärkt und

eine Ausbildungsoffensive gestartet

und beispielsweise die

Anzahl der BA-Studenten und

Auszubildenden und verdoppelt. Damit

sichern wir uns für die Zukunft ab – und

das müssen wir auch: unsere qualitativ

hochwertigen Themen können wir

zukünftig schwerlich nur mit neuen Mitarbeitern

in den Markt bringen, darum

bauen wir uns unsere eigenen Leute

noch stärker als früher selbst auf.

Thomas Seibold: Wie stehen Sie zu

dem Thema Social Media im Unternehmenseinsatz?

Oliver Schallhorn: Da habe ich einen

persönlichen Lernprozess durchleben

dürfen, da ich nicht unbedingt ein

Freund dieser Medien war: Man muss

den klaren Mehrwert einfach akzeptieren.

Die Kommunikation und die Arbeitsweise

von bzw. zwischen Menschen

hat sich verändert und wird sich weiter

verändern. Während eines länderübergreifenden

Projektes mussten wir die

Kommunikationswege unserer Imtech-

ICT-Ländergesellschaften mit immerhin

ca. 4000 Mitarbeitern transparenter,

flexibler und schneller machen. Dazu

haben wir zunächst den traditionellen

Weg eingeschlagen und waren schnell

an den grenzen der Machbarkeit angelangt.

Ein Produkt eines Herstellerpartners

wurde uns näher vorgestellt und

wir haben noch während der Vorführung

beschlossen, dies zuerst bei uns intern

einzuführen und dann auf alle Länder

auszurollen. Das war sicherlich die

schnellste Investmententscheidung, die

wir je getroffen haben. Man kann sich

halt der Welt, wie sie heute kommuniziert,

nicht mehr auf Sicht verschließen.

Vielmehr muss man das für seinen unternehmensvorteil

nutzen. Das Thema

Social Software sehen wir, neben den

bereits angesprochenen Cloud Computing

und Analyselösungen (BI), als eines

der Kernthemen für die nächsten Jahre.

Thomas Seibold: Wo sehen Sie noch

Wachstumsfelder für FuM?

Oliver Schallhorn: Natürlich in den drei

Themen wie am Schluss Ihrer letzten Frage

ausgeführt und dann in der Beratung

rund um den Bereich Datacenter. Da liegt

die Zukunft eines Systemhauses und das

ist auch das Problem vieler Mitbewerber:

um da mitreden zu können, muss

man sich vom System an sich lösen.

Man muss originäre Produkte liefern,

um energieeffiziente Lösungen anbieten

zu können. gemeinsam mit der Imtech

können wir hier ein Komplettangebot

erstellen, bei dem es um kompletten Datacenter-Bau

geht – angefangen von der

Planung, dem Bau, der Rückgewinnung

von Wärme usw. Das geht dann nahtlos

weiter zu IT-Themen wie Virtualisierung,

Backup-Konzepten oder Konsolidierung.

Hier können wir für den Kunden wirkliche

Effizienz herbeiführen. Man kann

sich eigene Themen bauen; es ist aber

einfacher, dem Kunden zuzuhören, womit

er sich beschäftigt. Wenn man daraus

Angebote generieren kann, überlebt

man. Wir stehen und werden dort stehen,

wo unsere Kunden uns haben wollen

– und wo sie uns vor allem brauchen

können. ó

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

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14

MIDRANGE AKTuELL

Intelligente Kundenbeziehungen für mehr Erfolg

CRM-expo 2010

Wie können Unternehmen neue Kunden gewinnen? Welche Rezepte sind bei der Kundenbindung

erfolgreich? Wie schafft man es, dass Mitarbeiter kundenorientierter handeln? Diese

und viele andere Fragen stehen bei der CRM-expo im Mittelpunkt. Am 12. und 13. Oktober

treffen sich Experten und Fachleute und geben Einblick in aktuelle Strategien und Trends.

Über 160 Aussteller, darunter CAS,

Microsoft, Oracle und SAP, Adito,

Curexus, Gedys IntraWare und Sage

zeigen, was alles möglich und denkbar

ist. Die CRM-expo verknüpft dabei

Theorie und Praxis auf einzigartige

Weise und eröffnet den Besuchern die

Möglichkeit, direkt von den Vorträgen

und Beiträgen zu profitieren. Anhand

von Best Practices wird gezeigt, wie

andere Unternehmen und Branchen

Kundenbeziehungen erfolgreich gestaltet

haben. Plattform dazu sind verschiedene

Foren, die mit unterschiedlichen

Schwerpunkten vielfältige Orientierungen

bieten. In einer „Special Interest

Area“ werden zudem die Themen Social

Media, Mobility und Datensicherheit

vorgestellt.

MESSE-INFO

Öffnungszeiten

12. bis 13. Oktober 2010, 9 – 18 uhr

Veranstaltungsort

Messe Nürnberg Halle 12

Messezentrum Nürnberg

90471 Nürnberg

Preise für vorregistrierte Besucher

1 Messe- und Kongresstag 30,– €

2 Messe- und Kongresstage 55,– €

3 Messen in einem (1 Messetag) 30,– €

(mailingtage, VOICE Days plus, CRM-expo)

Preise vor Ort

1 Messe- und Kongresstag 50,– €

2 Messe- und Kongresstage 85,– €

asfc – atelier scherer fair consulting gmbH,

Nürnberg

www.crm-expo.com

www.voicedaysplus.com

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Spannende Einblicke

Neben der Kongressreihe „CRM @ its

best“, in der die Finalisten des CRM

Best Practice Award ihre CRM-Lösungen

vorstellen, wird die Key-Note von

Phil Winters, Peppers & Rogers Group,

sicher einer der Höhepunkte des CRMexpo-Kongresses

sein. Sein Thema:

„Das Kundenerlebnis im modernen

Zeitalter – die Brücke zwischen sozialen

Netzwerken und dem persönlichen

Kontakt“. Der Vortrag von Christian

Vogt, Werkstatt für Kundenorientierung,

geht noch einen Schritt weiter:

„CRM ohne Social Media? Funktioniert

das noch?“ ist seine Frage. „Wer zwitschert

bleibt. Wie Twitter und Facebook

das Marketing verändern“ zeigt Meinert

Jacobsen von MarAnCon in seinem

Motivationsvortrag. Und Georg Blum,

Commundia, erläutert in seinem Kongressbeitrag

die „Herausforderungen

an ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter

durch Social Media – wie verändert

sich das CRM dadurch?“ Das Thema

„Cloud Services und ihr Nutzen für

Organisationen“ steht beim Vortrag von

Jochen Wießler, Microsoft Deutschland,

im Mittelpunkt. Prof. Dr. Peter Winkelmann

von der FH Landshut zeigt, wie

man „den Vertrieb wirklich steuern“

kann und erläutert die „mächtigen Leistungsfaktoren

im CRM“. Die Fährte des

Neuromarketings im CRM verfolgt Dr.

oec. HSG Christian Huldi.

Vielfältige Ausblicke

In diesem Jahr findet die CRM-expo parallel

zu den VOICE Days plus, dem Kongress

für Kunden-Interaktionstechnologien

mit begleitender Fachausstellung,

statt. Neben dem Kombiticket (ein Ticket

für die CRM-expo, die VOICE Days

plus und die mailingtage) profi tieren

Besucher auch von einer gemeinsamen

Kongressreihe. Hier fordert etwa Nils

Müller, TrendOne, in seinem Vortrag

„Service 2015: Das Ende der Warteschleife“,

zeigt Detlev Artelt, Berater

der aixvox GmbH und Herausgeber der

Fachbuchreihe „Voice Compass“, wie

CRM und Prozesse per Sprache bedient

werden können. Es ist also wieder viel

geboten in den etwa 120 Vorträgen im

Kongress der CRM-expo. Die Palette

reicht von klassischen Themen bis zu

Trendvorträgen. ó


Globale Personalstrategien

Zukunft Personal 2010

Mit der weltweiten Krise haben viele Unternehmen ihre Auslandsaktivitäten eingeschränkt.

Auf der Zukunft Personal in Köln können sich Personalverantwortliche aus international

aufgestellten Firmen vom 12. bis 14. Oktober mit Kollegen aus anderen Ländern aus tauschen

und Tipps für die länderübergreifende Arbeit bekommen.

ussteller aus rund zehn Ländern

„ präsentieren A sich in diesem Jahr

auf der Zukunft Personal“, berichtet

Alexandra Ochs, Projektleiterin der

Messe. „Großen Wert legen wir auf

englischsprachige Vorträge, die unsere

Veranstaltung auch für Personaler außerhalb

Deutschlands attraktiv macht“,

so Ochs.

Bei den

Hauptrednern

dominiert die

Prominenz aus

dem Ausland:

Der Brite Tony Humphreys, einer der

bekanntesten Experten auf dem Gebiet

der Führungspsychologie, gehört ebenso

zu den Keynote-Speakern der Zukunft

Personal wie die bereits von der

Zeitschrift Elle unter die „Top 40 Women

Leading Change“ gewählte Genderexpertin

Avivah Wittenberg-Cox,

die neben der französischen auch die

kanadische und die schweizer Staatsangehörigkeit

besitzt. Die Runde der

internationalen Top-Referenten komplettieren

der ehemalige Chief Learning

Officer der Nachrichtenagentur

Reuters, Charles Jennings, der heute in

Hampshire (England) ein eigenes Beratungsunternehmen

für Lerninnovationen

führt, und Prof. Dr. Hora Tjitra,

Professor für organisationale und interkulturelle

Psychologie an der Zhejiang

University in Hangzhou (China).

Außerdem kommen in der Themenreihe

„International Human Resource

Management“ weitere englischsprachi-

ge Redner zu Wort. So erklärt der Finne

Prof. Dr. Juhani Ilmarinen vom Institut

für Arbeitsmedizin Helsinki (FIOH), wie

Organisationen im Gesundheitswesen

die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter

erhöhen können. Die Britin Jane Dedek,

Sr. Solutions and Education Consultant

bei Peopleclick Authoria, verdeutlicht

Rekrutierungswege

mithilfe

von Social Media,

und der

Niederländer

Marty Aarts

skizziert Deeskalationtechniken zum

Umgang mit aggressivem Verhalten in

der Arbeitswelt. Eine weitere englischsprachige

Referentin ist die Brasilianerin

Vivian E. Manasse Leite, die anhand

des Beispiels Brasiliens illustriert, wie

multinationale Teams in Lateinamerika

funktionieren.

Was deutsche Personalmanager

international bewegt

Personalverantwortliche, die über

den eigenen Tellerrand hinausschauen

möchten, erhalten auch in einigen

deutschsprachigen Vorträgen Anregungen

für globale Personalstrategien.

Themen wie interkulturelles Management

und die Entwicklung von interkultureller

Kompetenz sind ebenso Teil

des Programms wie Präsentationen zu

mehrsprachigen Software-, Recruiting-

und E-Learning-Lösungen und Ideen,

wie Unternehmen diese weltweit implementieren

können.

Ein besonderer Höhepunkt für global

agierende Personalmanager ist ein

Gemeinschaftsvortrag, den Franz Langecker,

Chefredakteur im Datakontext

Verlag, moderiert. Ajit Kumar, Generalkonsul

der indischen Botschaft Frankfurt,

berichtet dabei über das Leben

und Arbeiten in Indien. Steuerrechtliche

und sozialversicherungsrechtliche

Fragen, die bei einer Mitarbeiterentsendung

nach Indien auftauchen, beleuchtet

der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Dr. Norbert Neu, gemeinsam mit

Kai Mütze, Geschäftsführer der IAC

Unternehmensberatung. Georg Pflüger,

Geschäftsführer der Deutschen Fernschule

Wetzlar, geht zudem auf das indische

Schulsystem und mögliche Weiterbildungsinstrumente

für entsendete

Mitarbeiter ein. ó

MESSE-INFO

Öffnungszeiten

12. bis 14. Oktober 2010, 9 – 17.30 uhr

Veranstaltungsort

Koelnmesse gmbH

Halle 3.2, 2.1 und 2.2, Eingang SÜD 1

50679 Köln

Preise 1 Tag 2 Tage 3 Tage

Kauf einer Eintrittskarte vor Ort

75,– € 120,– € 150,– €

Bestellung eines E-Tickets online

65,– € 100,– € 130,– €

gutschein für ein ermäßigtes Ticket

50,– € 80,– € 100,– €

spring Messe Management gmbH & Co. Kg,

Mannheim

www.messe.org

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

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MIDRANGE AKTuELL

Deutsche Meisterschaft im Projektmanagement

Praxiswissen gefragt

Wer als Mitarbeiter oder Verantwortlicher regelmäßig in Projekten mitarbeitet, kann nun

seine Fähigkeiten im Rahmen der Deutschen Projektmanagement-Meisterschaft 2010

vergleichen. Sie wird von dem Lösungsanbieter Can Do mit wissenschaftlicher Unterstützung

durch die Fachhochschule Koblenz durchgeführt.

Der Kompetenzwettbewerb startete

am 10. September 2010 und verspricht

den drei Siegern des Finales attraktive

Preise. Außerdem erhalten die

besten 25 Teilnehmer ein Zertifikat mit

der Platzierung in dem Wettbewerb,

das als Nachweis für die fachliche Qualifikation

in diesem Thema hilfreich

für die weitere berufliche Karriere sein

kann. Eine Registrierung kann ab sofort

unter Û www.projektmanagementchampion.com

vorgenommen werden.

ZUM UNTERNEhMEN

Die Münchner Can Do gmbH (www.candoprojects.de)

hat mit Can Do Project Intelligence

eine innovative Projektmanagement-Software

von besonderer Leistungsstärke entwickelt.

Die Software zeichnet sich aus durch

eine intelligente Ressourcenplanung, eine

integrierte Zeiterfassung, eine intuitive Handhabung,

eine realistische Projektsteuerung in

Echtzeit, die inakkurate Planungstechniken

vollumfänglich berücksichtigt, sowie ein Reporting-System

zur optimalen Risikokontrolle.

Die moderne Multi-Projektmanagement-

Software von Can Do bietet für unternehmen

einen wirklichen Mehrwert – unabhängig von

Branche, Plattform oder größe.

Auf Can Do vertrauen europaweit namhafte

unternehmen und Institutionen wie Toshiba

Europe, Swarovski, die Salzgitter Stahl Ag,

Oerlikon Barmag, das Fraunhofer Institut

Magdeburg, die IHK Berlin oder die Stadt

Wien. Can Do erhielt 2008 den Exportpreis

Bayern, der vom Bayerischen Wirtschaftsministerium

verliehen wird. Can Do wurde darüber

hinaus in den Jahren 2007 und 2008

mit dem IT-Innovationspreis der Initiative

Mittelstand in der Kategorie ERP (Enterprise

Resource Planning) ausgezeichnet.

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Die Teilnehmer der Deutschen Projektmanagement-Meisterschaft

2010

müssen sich in vier Spielrunden bewähren,

um ins Finale der besten fünf

Teilnehmer vordringen zu können. Diese

Spielrunden werden online durchgeführt,

dabei qualifiziert sich jeweils

eine bestimmte Teilnehmerzahl für die

nächste Runde. Anhand von Identifizie-

rungsverfahren wird eine mehrfache

Teilnahme von Personen vermieden.

„Die methodische und organisatorische

Qualität von Projekten ist bekanntlich

eine sehr kritische Angelegenheit,

weil sie maßgeblich über den Erfolg von

Investitionen und strategischen Zielen

entscheidet“, urteilt Thomas Schlereth,

Geschäftsführer der auf Software für

das Projektmanagement spezialisierten

Can Do GmbH. Er verweist dabei auf die

regelmäßig bestätigten Ergebnisse von

Untersuchungen, in denen immer wieder

neu eine hohe Misserfolgsrate bei

Projekten festgestellt wird. „Deshalb ist

es wichtig, kontinuierlich neue Impulse

zur Steigerung der Qualität zu setzen.“

Dazu gehören für ihn nicht nur moderne

Tools, sondern auch fachliche Anreize

für die Projektmitarbeiter in ihren

verschiedenen Rollen. „Die Deutsche

Meisterschaft für das Projektmanagement

bietet Teilnehmern erstmals die

Möglichkeit, mit ihrem persönlichen

Wissen in einen spielerischen Wettbewerb

zu treten“, begründet Schlereth,

warum Can Do die Championship unterstützt.

Zudem erlange das Thema auf

diesem Weg eine höhere Wertigkeit in

der Öffentlichkeit, was ebenfalls einen

positiven Einfluss auf die Qualitätsentwicklung

habe.

Die inhaltliche Verantwortung der

Deutschen Projektmanagement-Meisterschaft

2010 liegt in den Händen

von Prof. Dr. Ayelt Komus. Er lehrt an

der Fachhochschule Koblenz im Fachbereich

Betriebswirtschaft und beschäftigt

sich schwerpunktmäßig mit

den Themen Projektmanagement und

Business Process Management. Die

unternehmensspezifische Gestaltung

von Projektmanagement-Methodiken

mit Trainings und Werkzeugen zählt

genauso zu seinem Erfahrungsschatz

wie die Verantwortung und Planung

diverser IT-bezogener und IT-neutraler

Großprojekte. Prof. Komus gehörte zu

den Ersten, die Social Media-Ansätze

zu einem festen Bestandteil eines modernen

Projektmanagements machten.

Christian Schneider ó

Can Do gmbH, München

www.candoprojects.com


Tech Forum

Industrial Ethernet

Stuttgart, 6. Oktober 2010

Industrievernetzung

als Bindeglied zwischen IT und

Produktion/Automation

Das LANline Tech Forum „Industrial Ethernet“

beleuchtet diese Thematik vor allem aus Sicht

der IT-Experten, die sich aktuell oder künftig

mit der Anbindung einer Industrievernetzung

auseinandersetzen. Zu den Schwerpunkten

gehören normative Grundlagen, Wissen über

eingesetzte Hardware und Topologien sowie

Security-Aspekte. Im Vordergrund des Tech

Forums stehen dabei stets leicht auf die

Praxis zu übertragende Konzepte, die von

hoch rangigen Experten vermittelt werden.

Tech Forum

Verkabelung/Netzwerkund

RZ-Infrastruktur

Leipzig, 8./9. November 2010

Effi zienter und kostenoptimierter

Einsatz moderner Netztechnik

Der Einsatz von Verkabelungs- und RZ-Infrastruktur

steht heute stark unter dem Einfl uss

von Kostenoptimierung und Ressourceneinsparung.

Das Tech Forum bringt Sie diesbezüglich

auf den neuesten Stand in puncto

Technik, Normierung und Praxisnutzen.

Weitere Themen: neue Highspeed-Verkabelung,

neue Glasfasertechnik, bessere Planung und

Infrastruktur-Management im Rechenzentrum,

Optimierung von Kühlung und Klimatisierung.

Alle Informationen und Anmeldung:

www.lanline-events.de

Ihre Ansprechpartnerin: Kati Landauer, Telefon: +49 89 4520572-11, E-Mail: kati.landauer@lanline.de

Leontura, iStockphoto.com


18

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

SUMMARy

Geschäftsprozesse müssen durchgängig

und transparent strukturiert und Projekte

ebenso klar definiert sein. Spezielle Software

unterstützt ein Unternehmen dabei,

Abläufe einfacher zu organisieren.

Nützliches Projektmanagement-System oder Investitionsruine

Akzeptanzmanagement

Den Projektmanagement-Lösungen geht es nicht anders als etwa den ERP-Systemen

oder der CRM-Software: Die Zahl der Investitionsruinen ist recht hoch. je komplexer

das IT-Projekt und je mehr Projekt-Auftraggeber im Unternehmen, desto größer scheint

die Gefahr des Scheiterns.

hinter vorgehaltener Hand gestehen

es viele Projektmanagementverantwortliche

auch ein: „Wissen Sie,

wir haben zwar Berichte, aber ob wir

deren Inhalten wirklich trauen können

– das ist die Frage.“ Vertrauen ist

ein zentrales Stichwort in diesem Kontext.

Die meisten Softwarehersteller

verfolgen einen etwas verengenden,

quasi schulmedizinischen Ansatz und

glauben, es komme nur darauf an, dass

die Software die nötigen Funktionen

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

mitbringe, damit sie im Unternehmen

funktioniere. Jedoch setzt sich bei vielen

PM-Verantwortlichen langsam die

Erkenntnis durch, dass das Vertrauen

der Mitarbeiter in das gesamte Projektmanagementverfahren,

mit dem sie arbeiten

sollen, einen erheblichen Anteil

am Erfolg des Systems hat.

Ein Projektmanagementsystem

wird nicht allein dadurch nützlich, dass

es die grundlegenden funktionalen und

fachlichen Anforderungen an Projekt-

management erfüllt, sondern dass es

über breite Akzeptanz bei seinen Anwendern

und bei seinen Berichtslesern

verfügt. Akzeptanzmanagement – das

Gewinnen der Beteiligten für die Sache

– ist also ein überaus zentraler und bislang

vielfach unterschätzter Faktor für

das Gelingen einer Projektmanagementsystem-Einführung.

Ein sehr erfolgversprechender

Weg für Unternehmen

besteht darin, sich bei der Einführung

einer Projektmanagementlösung durch

Pagadesign, iStockphoto.com


zwei einander ergänzende Beratungsfelder,

die sogenannte Komplementärberatung,

begleiten zu lassen. Die

Komplementärberatung übernehmen

Fachleute aus beiden Bereichen: Einerseits

sind dies die Projektmanagementspezialisten

und Softwarehersteller,

die den fachlichen Blick auf das Thema

einbringen, andererseits gehören Spezialisten

für Veränderungs- und Akzeptanzmanagement

dazu, die helfen, das

System auf partizipative Weise einzuführen,

sodass die Akzeptanz bei den

Mitarbeitern und damit ein Gelingen

des Projekts sichergestellt ist.

hauptgrund für das Scheitern

Wenn die vergangenen Jahre eines gezeigt

haben, dann dies: Die Einführung

von neuer Projektmanagementsoftware

scheitert heute weit weniger an der

Software selbst als an der Missachtung

des Zusammenspiels derer, die mit ihr

arbeiten sollen. Werden die Beteiligten

aber frühzeitig involviert, verbessert

sich die Akzeptanz, das Projektmanagementsystem

generiert valide und

zutreffendere Informationen und für

alle Beteiligten, Mitarbeiter wie auch

Management, vergrößert sich das Nützlichkeitserlebnis

– vom Portfolioplaner

über den Projektleiter bis zum Rückmelder.

Der Trend, die weichen Faktoren

und die psychologischen Aspekte im

Management zu berücksichtigen, ist

unübersehbar – kaum eine Managementzeitschrift

ohne Soft-Skill-Themen.

Die Erkenntnis ist da und fast

jeder weiß um die Misere, nur hat

bislang kaum einer die Konsequenzen

gezogen, aufseiten der Softwarehersteller

ohnehin nicht. Das ist der Grund,

warum sich zwei Unternehmen – ViT

und Sciforma – zu einer gemeinsamen

Vorgehensweise entschieden haben.

Beide Häuser wissen sehr gut, wie groß

die Gefahr des Scheiterns bei einem IT-

Projekt ist, wenn ein rein technokratischer,

Tool-orientierter Ansatz verfolgt

wird. In der Realität sah dieser klassi-

sche Ansatz meist so aus: ein Unternehmen

kauft eine Software, macht fünf

Tage lang Einführung und dann muss

das System laufen. Muss es das? Kann

es das überhaupt? In Zukunft werden

es gerade die professionell absolvierte

Einführung des Systems und das unternehmensindividuelle

Customizing

sein, denen die erfolgskritische Bedeutung

zukommt. Gerade hier ist neben

der technologisch-fachlichen Kompetenz

auch Akzeptanzmanagement

gefragt, das – zumindest heute noch

– nicht zum Standardrepertoire eines

Software-Herstellers gehört.

Akzeptanzmanagement

Es gilt, die Mitarbeiter, die die Software

in Zukunft anwenden sollen, von

Anfang an einzubeziehen, ihnen den

Nutzen des Systems zu vermitteln –

durchaus auch einen gerne übersehenen

konkreten eigenen Nutzen – und

ihnen zugleich ihre Ängste zu nehmen:

die Angst vor größerer Kontrolle

durch die Vorgesetzten, die Angst vor

höherem Leistungsdruck, die Angst vor

dem Den-Anforderungen-der-neuen-

Software-nicht-mehr-gerecht-werden.

Tatsächlich herrscht bei einigen Projektmanagementsystemen

sogar das

Problem, dass sie funktional zu einer

Regulierungswut einladen, die sachlich

und organisatorisch unsinnig ist.

Auch wenn eine PM-Software prinzipiell

einen übertrieben hohen Detaillierungsgrad

zulässt – man ist nicht

gezwungen, ihn in dieser extremen

Form tatsächlich umzusetzen. Wenn

Mitarbeiter vom neuen Projektmanagementsystem

schlicht erschlagen

werden, weil es sie mit Rückmeldeanforderungen

überschwemmt, ist damit

niemandem geholfen, weder dem Projektmanager

noch den Rückmeldern

und schon gar nicht dem Management,

das dann nämlich vergeblich auf aussagekräftige

Kennzahlen zur Steuerung

des Unternehmens wartet.

Prinzipiell kennt das Veränderungsmanagement

bei der ViT-GmbH drei

zentrale Grundwerte: die Partizipation,

die Transparenz und die Verbindlichkeit.

Veränderungsprozesse werden

dann erfolgreich, wenn die im Unternehmen

von der Veränderung Betroffenen

so früh wie möglich und sinnvoll in

den Prozess involviert werden, wenn im

Unternehmen Klarheit über die Natur

und den Umfang der Veränderungen

hergestellt wird und wenn die mit den

Beteiligten erarbeiteten Veränderungsschritte

und Veränderungsziele auch

verbindlich eingehalten werden. Für

die Kunden-Organisation erfolgreich

wird ein Veränderungsprozess – in

diesem Fall die Einführung eines PM-

Systems – eben erst dann, wenn sich

spürbarer Nutzen im Unternehmen tatsächlich

eingestellt hat. Ein typischer

Nutzen für die Rückmelder kann zum

Beispiel darin bestehen, dass sie das

neue PM-System in die Lage versetzt,

eine objektive Priorisierungsdiskussion

zu führen: Welches Projekt und

welcher Arbeitsschritt ist der aktuell

tatsächlich wichtigste, wie sind die verschiedenen

Aufgaben des Rückmelders

sinnvoll zu priorisieren? Häufig sind

solche Diskussion von einem gefühlten

„Ihre Arbeitsleistung stimmt nicht, da

geht noch was oben drauf“ dominiert.

Liegen aber nun – vom PM-System

gelieferte – objektive Leistungs- und

Auslastungsinformationen vor, können

der Mitarbeiter und die Führungskraft

weitaus weniger konfliktträchtig in ein

etwaiges Klärungsgespräch gehen.

Das Ziel der Mitarbeiterpartizipation

ist es natürlich nicht, die unverzichtbaren

hierarchischen Strukturen im

Unternehmen zu schwächen. Worauf

es aber ankommt, ist, die Mitarbeiter

einzuladen, unter Nutzung ihres Wissens

konstruktiv mitzuarbeiten. Veränderungs-

und Akzeptanzmanagement

leben ganz wesentlich davon, dass sie

die vertikale Lernbereitschaft in der

Organisation fördern und verbessern

und einen Wissensaustausch über die

organisatorisch-hierarchischen Grenzen

hinweg nicht nur anstoßen, son-

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

19


20

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

dern auch im Unternehmensalltag verankern.

Wie ist nun der konkrete Ablauf der

Einführung eines Projektmanagementsystems

in einem Unternehmen, das

entschlossen ist, die alten Fehler nicht

zu wiederholen und das stattdessen auf

den gemeinsamen Beratungsansatz von

ViT und Sciforma setzt? Auf den ersten

Blick scheinen die drei Phasen von einem

klassischen Modell gar nicht so

verschieden: In der ersten Phase werden

mit dem Unternehmen und seinen

Mitarbeitern die Ziele und Anforderungen

geklärt; in der zweiten Phase geht

es um das Design der Lösungsarchitektur,

das Customizing der Software und

die Pilotierung des Systems; und in

Phase drei finden allgemeiner Roll-out,

Erfolgsmessung und Optimierung statt.

Worin sich das Komplementärberatungsmodell

der Software-Einführung

allerdings deutlich vom bisherigen Verfahren

unterscheidet, ist die betont partizipative

Ausgestaltung der einzelnen

Phasen und die besondere Bedeutung,

die gerade der ersten Phase zukommt.

Phase 1

Mögen die Probleme auch in allen

Unternehmen vergleichbar sein, die

Lösungen sind individuell. Ganz wichtig

ist darum die Anliegenklärung zu

Beginn des Prozesses. Gemeinsam

mit den Auftraggebern müssen die Berater

Begriffe und Ziele qualifizieren

und klären. Welchen Nutzen soll das

Projektmanagement-System im Unternehmen

überhaupt haben, was will das

Management erreichen? Herrscht darüber

Klarheit, sind bereits die Parteien

im Unternehmen zu informieren, die

das Tool nutzen sollen. Vor allem bei

den späteren Akzeptanzträgern – vom

Portfolioplaner bis zum Rückmelder –

gilt es, wertvolle Gestaltungshinweise

zu sammeln. Unterschiedliche Vorstellungen

in der Organisation sind zu klären

und zu synchronisieren. Das Ziel:

die Formulierung eines gemeinsam getragenen

Konzepts. Gerade die Partizi-

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

pation der Beteiligten zu diesem frühen

Zeitpunkt sorgt für eine Identifikation

mit dem Vorhaben „Einführung (oder

Anpassung) eines PM-Systems“ – keine

Akzeptanz ohne Partizipation. Auch Detailfragen

sind auszuarbeiten und die

unterschiedlichen Lösungsbestandteile

müssen sauber abgegrenzt werden:

Tool, Stellen, Abläufe, Berichtslinien,

Schnittstellen, Kommunikationskultur,

Eskalationswege usw. Am Ende der ersten

Phase steht eine verbindliche Positionierung

aller Beteiligten zum Gesamtprojekt.

Ist dies erreicht, ist ein sehr

bedeutender Schritt hin zur Akzeptanz

des PM-Systems und zu seiner erfolgreichen

Einführung bereits getan.

Phase 2

In der Design- und Customizing-Phase

gestaltet der Dienstleister oder der Softwarehersteller

aufgrund des vereinbarten

Konzepts die Lösungsarchitektur.

Nach deren Freigabe durch den Auftraggeber

wird ein Funktionsmodell erarbeitet,

das in einem Usability-Labor

des Kunden anhand von Beispieldaten

vorgestellt und erstmals von den Beteiligten

in Look & Feel erprobt werden

kann. Mit den hier gesammelten Erfahrungen

kann die Lösung zu einem

Piloten detailliert werden, der auch die

wichtigen organisatorischen Randbedingungen

einbezieht. Nach einer möglichen

weiteren Justierung am System

ist die Pilotphase abgeschlossen. Am

Ende der Piloterprobung steht die Freigabe

der Lösung durch den Auftraggeber

und durch die beteiligten Mitarbeiter

in der Organisation.

Phase 3

Die dritte Phase umfasst die Aufgaben

einer klassischen Software-Einführung,

inklusive Schulungskonzept, Roll-out

usw. Neu ist allerdings, dass auch die

eigentliche Einführung noch durch

Methoden des Veränderungsmanagements

begleitet wird: Akzeptanz ist

nichts Statisches und Veränderungsmanagement

ist immer prozessual.

Nach einer ersten Praxisphase sollte

ein erster Messmeilenstein die gemeinsame

Bewertung des erzielten Nutzens

erlauben. Die ständige Evaluation der

„gelernten Lektionen“ und die Verankerung

einer kontinuierlichen Methodik

der Verbesserung/Pflege/Anpassung/

Erweiterung der Lösung mit den vorhandenen

Bordmitteln der Organisation

sind wichtige Elemente, um einen

nachhaltigen Nutzen des PM-Systems

zu sichern. Es ist nicht das vorrangige

Ziel der hier vorgestellten Methodik des

Veränderungsmanagements, einfach

nur ein Tool einzuführen, sondern im

Anschluss an das Projekt andauernden

Nutzen zu stiften.

Ohnehin ist ein gut gemachtes und

gut genutztes Projektmanagementsystem

wie ein Ausschnitt aus der Unternehmenshistorie

nutzbar: Es gibt dem

Management einen belastbaren Entscheidungshintergrund.

Statt in die Falle

der kognitiven Dissonanz zu tappen

und die aktuell getroffenen Entscheidungen

und Zustände nachträglich und

scheinrational zu begründen, stellen

die mit einem guten PM-System gewonnenen

und festgehaltenen Erfahrungen

zukünftige Managemententscheidungen

auf eine weit solidere Grundlage.

Ein fachlich und psychologisch richtig

eingeführtes PM-System leistet beides:

In seiner Projektmanagement-Dimension

fungiert es als Radar für die

Entscheider, während die Akzeptanzmanagement-Komponente

das Sonar

ist, das auch die unterschwelligen, zwischenmenschlichen

Faktoren sichtbar

werden lässt. hans-Peter Arens,

Kay-Eric hirschbiegel ó

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Die Zukunft von BPM

Jenseits von Agilität

Es war ein langer Weg: Mehr als zehn jahre hat es gedauert, bis BPM dahin gekommen ist,

wo es heute steht. Mittlerweile hat sich BPM als universelle Plattform für die Optimierung

von Geschäftsprozessen etabliert, aber auf diesem Weg hat es sich auch selbst verändert.

Anfangs ging es primär um die

Prozess-Auto matisierung. Die Prozesse

wurden dabei mehr oder weniger

als gegeben hingenommen und sollten

lediglich effizienter ausgeführt werden.

Dabei rieb sich BPM allzu oft an

den Lasten, die diese Prozesse ihr aufbürdeten:

Man musste immer wieder

feststellen, dass es bei der Automatisierung

deswegen hakte, weil sub-optimal

oder gar widersprüchlich organisierte

Geschäfts pro zesse sich eben nicht

so leicht automatisieren lassen. Hier

leisteten die BPM-Suites durchaus

die Pionierarbeit des Aufdeckens von

Schwachstellen, weshalb die Erweiterung

zu Business Process Analysis nur

konsequent war. Ebenso die nächste

Stufe, das Business Process Improvement,

denn das Konzept des BPM wird

auf Dauer nur funktionieren, wenn es

einen aktiven Beitrag zur Gestaltung

der Prozesse leistet. Die Analysten von

Gartner haben hier zu Recht darauf

hingewiesen, dass Business Rule Management,

Dokumentenmanagement,

BI-Funktionalität, Integration Infrastructure

und seit Neuestem auch CEP

(Complex Event Processing) integrale

Bestandteile von BPM werden müssen.

Den weiteren Weg von BPM bestimmen

auf dieser Basis verschiedene

Faktoren: BPM verändert seinen Focus

und wird sich mehr auf die „Business

Values“ und dementsprechend auf die

Business-Nutzer konzentrieren. Dabei

wird BPM zur zentralen Plattform für

die Erstellung von Business-Applikationen

– prozessorientierte Anwen-

dungen werden die mehr hierarchisch

strukturierten Systeme nach und nach

ablösen. Der wichtigste Anstoß für die

Weiterentwicklung des BPM-Konzepts

bleibt aber das zunehmende Tempo in

den Geschäftsprozessen selbst: Flexibilität

und Agilität sind heute Grundlage

der Geschäftstätigkeit und die IT muss

dies umfassend unterstützen. Zugleich

verändert sich damit auch die Unternehmenskultur,

wenn klassische Abteilungen

sich zugunsten der Prozesse

auflösen, wie das im Business-Modell

der „Process Driven Companies“ auch

angelegt ist.

Dr. M. A. Mohammad Ketabchi ó

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10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

21


22

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

Klassisches und professionelles Anforderungsmanagement

Optimierungsbedarf

jedes Projekt hat seine verschiedensten Anforderungen. Das können gesetzliche

Bestimmungen, Kundenanforderungen, interne Corporate Identity Anforderungen,

Schnittstellenspezifikationen, zeitliche Anforderungen und so weiter sein.

Die Liste ließe sich beliebig lang

fortsetzen. Im Prinzip kann alles

als „Anforderung“ definiert werden,

was in irgendeiner Form vom zu entwickelnden

Produkt, dem angewandten

Prozess oder der zu leistenden Dienstleistung

berücksichtigt werden muss.

Dabei gilt die Grundregel: Je komplexer

das Produkt bzw. die Prozesse sind, desto

eher stößt man mit den „klassischen“

Herangehensweisen an die Grenzen.

Von Word zum professionellen

Requirement Management Tool

Fast alle Projekte werden am Anfang

mit einem normalen Textverarbeitungsprogramm

(Word etc.) umgesetzt:

Man schreibt einfach nieder, was das

Produkt oder die Dienstleistung können

muss und worauf zu achten ist.

Das Ganze wird dann noch thematisch

strukturiert, mit Überschriften versehen

und fertig ist die „Spezifikation.

doc“. Oftmals sind die eigentlichen Anforderungen

noch mit Prosa verbunden,

wodurch sich das Ganze etwas flüssiger

liest. Mit der Zeit wird die „Spezifikation.doc“

immer länger, das Dokument

immer größer und es gibt mittlerweile

eine beachtliche Anzahl von verschiedenen

Versionen von „Spezifikation_

vers###.doc“. Es entsteht der Wunsch,

die Anforderungen besser verwalten zu

können und eventuell gezieltere Filterabfragen

über die Anforderungssammlung

laufen zu lassen. Ein Textverarbeitungsprogramm

bietet dazu nicht

mehr die richtige Unterstützung an und

deswegen wird irgendwann der Schritt

unternommen, die gesammelten Werke

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

in ein Tabellenkalkulationsprogramm

(Excel etc.) zu übertragen.

Damit erreicht man eine Vielzahl

an Verbesserungen. Die Requirements

werden überarbeitet, unnötige Prosa

wird gestrichen oder zumindest reduziert

und es findet eine gewisse Zuordnung

dergestalt statt, dass jedes Requirement

für sich in einer Zeile (Zelle) im

Tabellenkalkulationsprogramm steht.

Danach kann man die Requirements

attribuieren und den Anforderungen

lassen sich nun z. B. eine „Priorität“

zuordnen, eine „Version“, ein „Testfall“

und so weiter. Durch die entsprechenden

Filtermechanismen von Tabellenkalkulationsprogrammen

kann man

nun leicht verschiedene Analysen ausführen

und z. B. einfache Fragen wie

„Wie viele high-priority Requirements

sind in dem neuen System?“ oder „Zeige

mir alle zu diesem Testfall gehörigen

Requirements“ schnell beantworten.

Das bereits ist ein großer Fortschritt,

doch auch diese Vorgehensweise stößt

an Ihre Grenzen: Zum einen wird das

Dokument schon aufgrund der Größe

und der Zuordnung von Attributen unübersichtlich.

Zum anderen kann bei

diesem (file-basierten) Ansatz immer

nur eine Person Änderungen vornehmen,

ohne dass Informationen verloren

gehen.

Mehr Übersicht und Komfort

Durch professionelle Anforderungsmanagement-Lösungen

werden diese

Probleme gelöst und ein Höchstmaß an

Übersichtlichkeit und Bedienkomfort

ermöglicht: Es können verschiedene

Anwender gleichzeitig – letztlich weltweit

– arbeiten, jeder sieht nur, was

er sehen will und darf, Abhängigkeiten

können erstellt und nachvollzogen

werden, verschiedene Reports können

jederzeit auf Knopfdruck generiert

werden, Austauschformate sorgen dafür,

dass vernetztes Arbeiten mit Zulieferanten

und Kunden ermöglicht wird

und so weiter.

Professionelles

Anforderungsmanagement

Die Requirement Management-Software

IRQA von Visure Solutions, der

Requirements Company, wurde von

mehreren renommierten Beratungsunternehmen

mit positiven Ergebnissen

getestet. Sie verfügt über zahlreiche

Features und Reportingmöglichkeiten,

mit denen sich Entwicklungs- und Prozessabläufe

aller Art optimieren lassen.

Kunden können mit der Lösung

einfach und schnell von den Vorteilen

des professionellen Anforderungsmanagements

profitieren. Zahlreiche

internationale Unternehmen aus den

unterschiedlichsten Branchen, wie

beispielsweise Audi, die Berliner Verkehrsbetriebe,

Bosch Rexroth, die Deutsche

Post AG und HUK-Coburg, setzen

sie bereits erfolgreich ein.

jürgen Gladigau ó

Visure Solutions, München

www.visuresolutions.com


Der Weg zur Krisenvermeidung

Innovative Synthese

Ende August erschien der Sammelband „Governance, Risk

Management und Compliance. Innovative Konzepte und

Strategien“. Eines der dort vorgestellten Konzepte stammt

von Dipl. Kfm. jörn Lommer, Vorstand der ChangePartner AG.

Vor dem Hintergrund seiner 15-jährigen

Erfahrung im nationalen wie

internationalen Change- und Prozessmanagement

stellt Lommer eine Lösung

vor, die durch eine Synthese von

Prozess- und Wertemanagement die

Unternehmenskultur stärkt und Unter-

„Durch Werte- und

Prozess management

zur Selbstorganisation“

erschienen in:

Frank Keuper,

Fritz Neumann (Hrsg.):

„Governance,

Risk Management

und Compliance.

Innovative Konzepte

und Strategien“

ISBN 978-3-8349-1558-0

nehmen damit widerstandsfähiger gegen

Krisensituationen werden lässt.

Viele Unternehmen haben die

Bedeutung einer auf Vernetzung basierenden

Unternehmenskultur und

Organisationsform zwar erkannt, aber

sie verfügen nicht über das Konzept

oder Erfahrung zur Realisierung eines

derart komplexen Veränderungsprozesses.

Gerade in der Krise kann eine

hochentwickelte Organisation aber genau

der Faktor sein, der eine angemessene

Reaktion des Unternehmens auf

die bestehenden Herausforderungen

ermöglicht“, bringt Jörn Lommer das

Problem auf den Punkt. Aufgrund der

immer stärker vernetzten Welt und damit

auch komplexer werdenden Organisationen

seien Marktentwicklungen

in den letzten Jahren immer undurchschaubarer

und immer schwieriger

vorhersehbar geworden – die aktuelle

Finanzkrise und die Konsequenzen daraus

sei nur ein Beispiel dafür. Komplexe

Problemstellungen erfordern komplexe

Lösungen. Diese seien nur dann

zu entwickeln, wenn das Unternehmen

konsequent das vorhandene Know-how

nutze – und Prozesse und Strukturen

installiert hat, die dies ermöglichen.

Der Weg von einer Entscheidungsfindung,

die sich vorrangig auf die

Individualintelligenz von einzelnen

Mitgliedern der Führungsriege oder

oftmals isoliert denkenden und handelnden

Mitarbeitern (auch „Teams“!),

verlässt, führt über die Vernetzung der

Teams schließlich hin zu einer selbstorganisierenden

Netzwerkorganisation.

Um diesen Weg gehen zu können, bedürfe

es in den allermeisten Fällen eine

begleitende Entwicklung des Wertesystems

des Unternehmens.

Anhand der Funktionsweise verschiedener

Tools aus dem Prozess- und

Change-Management sowie Praxisbeispielen

verdeutlicht Lommer, wie ein

solcher Wandel der Unternehmenskultur

durchführbar wird. ó

ChangePartner Ag, Hamburg

www.change-partner.de

23

Portale

Dokumentenmanagement

Elektronischer Posteingang

Archivformate

PDF/A

Elektronische Archivierung

Elektronischer Rechnungseingang

Produktinformationsmanagement

Technische Dokumentation

Collaboration

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Groupware

Business Process Management

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Redaktionssysteme

Enterprise Content Management

Form

Web 2.0


24

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

Projektmanagement aus der Cloud

Transparent und miteinander

Zusammenarbeit im Team und eine große Übersichtlichkeit sind heute die entscheidenden

Erfolgsfaktoren, wenn es um das Projektmanagement geht. hier können Softwareprodukte,

die als SaaS- oder Cloud-Lösungen zur Verfügung gestellt werden, gerade Anwendern aus

dem KMU-Umfeld viele Vorteile bieten.

Immer häufiger stehen auch mittelständische

Firmen vor der Aufgabe,

eine Lösung zur Unterstützung ihrer

Projektarbeit finden zu müssen. Handelt

es sich um ein relativ kleines Projekt,

bei dem alle Projektmitarbeiter

vor Ort sind, können auch Excel-Dateien

zum Austausch der Information und

zur Koordination des Projektablaufs

dienen. Aber oft wird es schon in diesen

Fällen schwierig, den Überblick

darüber zu behalten, welcher der Kollegen

gerade welche Version der aktuellen

Tabelle erhalten oder vielleicht

auch geändert hat.

Projektmanagement – eine

Aufgabe, geschaffen für das Web

Sehr viel einfacher ist es da, eine Lösung

einzusetzen, die über das Web zu

erreichen ist: Der Anwender benötigt

dabei nicht mehr als einen gängigen

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Browser. Oft kann er unter anderem

auch mobil mittels seines Smart phones

auf die Daten zugreifen. Der Start und

die Arbeit mit einer solchen Lösung

sind einfach und zeigen dabei, wie eine

SaaS-Lösung im besten Sinne funktionieren

kann: Wer ein neues Projekt

aufsetzen möchte, geht auf die Webseite

eines Anbieters wie Projectplace und

kann sich dort entsprechend anmelden.

Existiert schon ein Projekt und damit

eine Projektseite, so kann er natürlich

auch einen Link in einer Mail bekommen,

die ihn zur Mitarbeit in dieser

Projektgruppe einlädt. In einem ersten

Schritt wird er dann den sogenannten

Projektmanager anlegen und sich selbst

als Administrator für dieses Projekt

eintragen. Zu jedem Projekt gehören

schon zu Beginn Dokumente und Unterlagen,

auf die alle Projektmitglieder

einen Zugriff besitzen sollten (Bild 1).

Bild 1: Übersicht

ist ein wichtiger

Faktor beim

Projektmanagement:

Hier sind

die Startseite

und die Web-

Schnittstelle der

Lösung im Browser

zu sehen. Die

Projektbeschreibung

bietet den

Mitgliedern des

Teams einen ersten

Eindruck von

den Zielen des

Projekts.

Diese kann der Projektmanager nun direkt

über den Browser hochladen und

dabei auch gleich mit einem Klick eine

Maske für die Versionierung von Dokumenten

oder den entsprechenden Ordnern

einschalten.

Wichtig beim Projektmanagement

aus der Cloud: die Sicherheit

Wie bei allen Anwendungen und Diensten,

die über das Web betrieben werden,

besitzen Sicherheitsaspekte immer

eine sehr hohe Priorität. Das gilt

ganz besonders für solche Fälle wie das

in diesem Artikel geschilderte Projektmanagement:

Schließlich sind es dabei

ja fast immer geschäftskritische Daten,

die auf den Servern des Anbieters gelagert

werden. Wer also mit einer derartigen

Lösung arbeiten will, sollte zuvor

prüfen, ob der Anbieter die folgenden

Anforderungen und Kriterien erfüllen

kann: So sollte die Firma, von der die

Projektmanagement-Lösung im Web

bereitgestellt wird, für ihr Rechenzentrum

sicherstellen können, dass Anwendung

und Daten rund um die Uhr,

sieben Tage in der Woche und an 365

Tagen im Jahr zugänglich sind. Firmen

aus diesem Umfeld geben dann auch eine

Systemverfügbarkeit von 99,99 Prozent

für ihre Lösungen an. Ein weiterer

wichtiger Punkt betrifft die Zugriffe:

Der Anbieter muss ohne Ausnahme

gewährleisten können, dass jeweils

nur befugte Projektmitglieder Zugriff

auf Informationen und Arbeitsmaterialien

des entsprechenden Projekts be-


kommen. Die folgende Aufzählung gibt

einen genaueren Überblick darüber,

welche Kriterien eine solche sichere

Lösung unbedingt erfüllen sollte:

ó Das Produkt muss bei jeder Transak-

tion eine Berechtigungsprüfung ausführen.ó

Die Kommunikation und Datenspei-

cherung soll immer verschlüsselt

arbeiten. Während der Übertragung

über das Netz muss zwingend SSL

verwendet werden.

ó Im Rechenzentrum muss mit voll-

ständiger Hardware- und Software-

Redundanz, der Echtzeitspiegelung

der entsprechenden Datenbanken

und einer laufenden Datensicherung

gearbeitet werden.

ó Es sollte gewährleistet sein, dass es

sich um ein Hochsicherheits-Rechenzentrum

mit entsprechendem Brandschutz

und einer Klimaregelung handelt.

ó

Schließlich sollte eine Disaster Reco-

very Site zur Verfügung stehen, die

selbst im Fall einer Katastrophe für

eine störungsfreie Fortführung aller

kritischen Geschäftsabläufe sorgen

kann.

Fazit: Projektmanagement

ohne Ballast

Wer sich in seiner Firma plötzlich mit

der Verantwortung konfrontiert sieht,

ein Projekt zusammen mit mehreren

Kollegen durchführen zu müssen, die

womöglich auch noch an verteilten

Standorten arbeiten, sollte unbedingt

den Einsatz eines solchen Werkzeugs

aus der „Internet-Wolke“ in Erwägung

ziehen, denn hier zeigt sich, was

Cloud-Lösungen im besten Fall leisten

können: Ohne Probleme durch aufwändige

Softwareinstallation, die oftmals

noch von Inkompatibilitäten und Lizenzschwierigkeiten

begleitet werden,

kann eine Arbeitsgruppe über das Internet

gemeinsam ein Projekt betreuen.

Zudem sind keine umständlichen

Konfigurationsarbeiten fällig und das

ebenso aufwändige wie fehlerträchtige

Versenden von E-Mails mit Anhängen

aus Excel- und Word-Dateien kann fast

vollständig entfallen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sollte

zum Abschluss nicht unerwähnt bleiben:

Auch „Projekt-Laien“, die bisher

überhaupt nicht oder nur wenig mit

dieser Art von Programmen gearbeitet

haben, werden sich mit dieser Art von

Lösung schnell anfreunden können.

Frank-Michael Schlede ó

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10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

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26

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

Schulung und Coaching im Projektmanagement

Hilfe zur Selbsthilfe

Viele Projektleiter können ein Lied davon singen: Trotz umfangreicher fachlicher

Qualifikation, hoher Motivation und Leistungsbereitschaft geraten ihre Projekte

in Schwierigkeiten. Immer wieder stößt man auf Grenzen, Probleme, Ängste oder

Konflikte, die eine optimale Bewältigung der Projektaufgabe verhindern.

Die Ursache ist häufig darin zu

suchen, dass die ausgewählten

Projektleiter zwar im jeweiligen Fachgebiet

des Projektes hoch qualifiziert

sind, jedoch in Bereichen des Projektmanagements

bisher nur unzureichend

ausgebildet sind. Projekte als innovative,

meist sehr komplexe Aufgaben

mit festen Terminen und Kostenvorgaben

und zugewiesenen Projektteams

stellen hohe Anforderungen an die

Projektleitung, weniger in fachlicher

Hinsicht, sondern vielmehr in Bezug

auf das Management. Hat der ausgewählte

Projektleiter in diesem Bereich

noch wenig Erfahrung, so bieten sich

drei Möglichkeiten. Entweder wird ein

externer Berater dazu geholt, der die

Projektleitung bei wichtigen Entscheidungen

und deren Umsetzung unterstützt,

oder dem Projektleiter werden

die notwendigen Kenntnisse in einer

Projektmanagement-Schulung vermittelt,

oder dem Projektleiter wird ein

erfahrener Coach zur Seite gestellt,

der ihm bei der Erfüllung der Projektaufgabe

zur Seite steht ohne jedoch

selbst in das operative Geschehen

einzugreifen.

Das Ziel: Projekte sicher umsetzen

Von vielen Unternehmen wird die

erste Alternative abgelehnt, da der

Wunsch besteht, die Projektaufgabe

ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern

zu realisieren. Dies ist vor allem

dann sinnvoll, wenn noch weitere Projekte

durchgeführt werden sollen, für

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

die wiederum Wissen im Bereich des

Projektmanagements notwendig ist.

Ziel sind folglich Mitarbeiter, die Projekte

planen, Teams führen, ihre Mitarbeiter

motivieren und sichere Leistung

erbringen können. Dafür stehen zwei

grundlegende Konzepte zur Verfügung:

die Schulung z. B. in Projektmanagement-Seminaren

und das Coaching

bei der eigentlichen Projektdurch-

führung.

Schulung

Projektmanagement-Schulungen gibt

es in vielfältiger Ausgestaltung. Für

den Einsteiger empfiehlt sich ein Basisseminar,

das die grundlegenden Kenntnisse

vermittelt. Wichtig sind vor allem

die Planung von Projekten (Kosten

und Ressourcen), Projektcontrolling

und Risikomanagement als „hard

facts“ aber auch Teambildung, Kommunikation

und Motivation. Sind bereits

Projektmanagement-Kenntnisse

vorhanden, können diese um benötigte

Module erweitert, bzw. vertieft werden.

Pro ble matisch an der Wissensvermittlung

durch Projektmanagement-Seminare

sind die häufig beklagten praktischen

Umsetzungsschwierigkeiten.

Zwar wird in guten Schulungen das

theoretisch vermittelte Wissen immer

wieder um praktische Beispiele, Rollenspiele

und kleinere Aufgaben, die

im Team bewältigt werden müssen,

ergänzt, doch können diese Aufgaben

naturgemäß durch den begrenzten

Zeitraum der Schulung nicht die

Komplexität erreichen, denen sich ein

Projektleiter dann in seinem eigenen

Projekt gegenübersieht.

Coaching

Genau diesem Problem versucht das

Konzept des „Coachings“ entgegenzuwirken

und erfreut sich in den letzten

Jahren steigender Beliebtheit. Was

„Coaching“ eigentlich bedeutet, ist

nicht genau festgelegt. Einig ist man

sich weitgehend darüber, dass Coaching

personenbezogene Beratung im

beruflichen Umfeld ist. Ob damit jedoch

ausschließlich die Beratung von

einzelnen Personen – sprich den Projektleitern

– oder auch die von Teams

bezeichnet wird, und ob er sich nur auf

die Hilfestellung für Führungskräfte

oder auch auf die für Mitarbeiter der

unteren Hierarchie-Ebenen bezieht, ist

strittig.

Auch die Meinung darüber, wann

Coaching im Projekt ansetzen sollte,

differiert. Da schon am Anfang für das

Projekt wesentliche Entscheidungen

getroffen werden, die Richtung und

Erfolg des Projektes bestimmen, sollte

Coaching sinnvollerweise bereits von

Anfang an betrieben werden. Vor allem

auf die Definition der Projektanforderungen

aber auch die Kostenplanung

und das Risikomanagement sollte schon

zu Projektbeginn viel Wert gelegt werden,

da gerade wechselnde Anforderungen

und Kostenüberschreitungen häufig

zu Abbrüchen in Projekten führen

können. Hat der Projektleiter in diesen


Bereichen Defizite, sollte ihm unbedingt

ein erfahrener Coach zur Seite

gestellt werden, um das Projekt nicht

zu gefährden. Doch auch zu einem späteren

Zeitpunkt ist Coaching noch sinnvoll,

v.a. dann, wenn ein Projekt bereits

in eine Krise geraten ist oder ihm eine

droht. In diesem Fall sollte der Coach

gemeinsam mit dem Projektleiter die

gegenwärtige Situation des Projektes

analysieren, die Schwachstellen aufzeigen

und Lösungsansätze erarbeiten.

Kombination aus Coaching

und Schulung

Um seine Mitarbeiter gemäß den oben

genannten Zielen fit zu machen, dürfen

die Konzepte der „Schulung“ und

des „Coaching“ nicht isoliert betrachtet

werden. Um ein optimales Ergebnis zu

erhalten, müssen sie miteinander kombiniert

werden. Schulung, Coaching

und das „learning by doing“ – sprich

das Erfahrungensammeln aus der

selbst ausgeführten Projektaufgabe

heraus, greifen ineinander, verstärken

sich gegenseitig und wirken gemeinsam

auf die erfolgreiche Bewältigung

der Projektaufgabe. Während die Schulung

die theoretische Basis liefert, stellt

das Coaching sicher, dass diese in die

tägliche Projektpraxis übernommen

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wird. Durch die Beteiligung des Coaches

verringert sich für den Projektleiter

die Angst Fehler zu machen, da er

aber alle operativen Tätigkeiten selbst

durchführt und die Entscheidungen

selbst trifft, profitiert er von seinen Erfahrungen

aus dem aktuellen Projekt

für den weiteren Verlauf des Projektes

und aller Folgeprojekte.

Bedarf ermitteln

Um „Projektmanagementbildung“ bei

seinen Mitarbeitern nicht am Bedarf

vorbei zu produzieren, muss jedoch der

Bedarf an Schulungs- und Coachingmaßnahmen

genau ermittelt werden.

Dabei müssen unternehmerische Erfordernisse,

individuelle Bedürfnisse und

die Besonderheiten der konkreten Projektaufgabe

berücksichtigt werden.

Am Anfang steht eine Analyse der

aktuellen Fähigkeiten der Projektmitarbeiter

und der Projektleitung in Sachen

Projektmanagement. Daraufhin wird

ermittelt, welche Fähigkeiten benötigt

werden, um der konkreten Projektaufgabe

gewachsen zu sein. Dabei müssen

sowohl individuelle Bedürfnisse,

aktuelle Anforderungen, strategische

Ausrichtungen und Besonderheiten

des Unternehmens Berücksichtigung

finden. Aus der Diskrepanz zwischen

Auf der CRM-expo, der europäischen Leitmesse

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alle führenden Unternehmen und Experten,

welche Strategien und Lösungen in der Praxis

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Gold-

Aussteller

Ist- und Soll-Zustand wird schließlich

der Schulungs- und Coachingbedarf

ermittelt.

Fazit

Betriebliche Weiterbildung ist ein großes

Thema. Gerade für die fachliche

Weiterbildung der Mitarbeiterwird viel

Geld ausgegeben. Projektmanagement,

als umfassende Führungsqualifikation,

kommt dabei jedoch häufig zu kurz.

Dabei dürfen Investitionen in Schulung

und Coaching in diesem Bereich auf

keinen Fall isoliert betrachtet werden,

sondern müssen im Gesamtkontext

gesehen werden. Die erhöhte Kompetenz

des geschulten Projektleiters und

der ausgebildeten Projektmitarbeiter

stehen dem Unternehmen langfristig

zur Verfügung und können wesentlich

zum Erfolg nachfolgender Projekte beitragen.

Wichtig ist, nicht nur auf eine

Seite der Medaille zu setzen. Theoretisches

Wissen, praktische Hilfestellung

und selbst gemachte Erfahrungen sollen

sich vielmehr ergänzen und führen

so zu einer umfassenden Mitarbeiterweiterbildung.

Dr. Michael Streng ó

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28

SChWERPUNKT BuSINESS PROCESS-/PROJEKTMANAgEMENT

Griesser lichtet Prozess-Dickicht mit Inspire Technologies

Viel Licht statt Schatten

Griesser gibt es seit 1882 – ein Familienunternehmen mit hauptsitz im schweizerischen

Aadorf. 127 jahre Erfahrung und Tradition gepaart mit Innovationsgeist haben die Marke

Griesser zum Schweizer Marktführer und europaweit zu einem der renommiertesten

Anbieter für Produkte und Lösungen im Bereich Sonnenschutz gemacht.

Bei Griesser war automatisiertes

Prozessmanagement jahrelang

kein Thema. So wurde etwa der gesamte

Rechnungseingang manuell ins SAP-

System eingepflegt. „Ein IT-gestütztes

Workflow-System gab es nicht“, erinnert

sich Ruedi Neff, IT-Leiter bei

Griesser. „Prozesse waren lediglich

auf Papierformularen abgebildet und

Papiere wurden physikalisch durch die

Gegend geschickt.“ Im Normalfall funktionierte

diese Arbeitsweise recht gut.

Doch das stetige Geschäftswachstum,

das sich auch in den aktuell 300 bis

400 eingehenden Rechnungen pro Tag

in elf landesweiten Niederlassungen

widerspiegelt und die Notwendigkeit,

die Kosteneffizienz und den Geldfluss

dabei permanent im Auge zu behalten,

veranlassten Griesser, sich nach einer

geeigneten BPM-Lösung umzusehen.

„Die Optimierung der Kreditorendurchlaufzeiten

ist bei uns ein zentrales Thema,

um sicherstellen zu können, dass

wir in den Genuss der Skonti kommen“,

erklärt Neff weiter. „Darüber hinaus

wollten wir mehr Transparenz in unsere

manuellen Prozesse bringen und die

Datenqualität erhöhen, um langfristig

Kosten zu sparen.“ Bald war klar, dass

sich diese Anforderungen nur mit einer

IT-gestützten Prozessautomatisierung

realisieren lassen.

Aus Prozessüberwachung

wird Prozesssteuerung

Die Messlatte im Evaluierungsprozess

für eine geeignete Lösung lag ver-

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

gleichsweise hoch. Auch deshalb hat

sich das Unternehmen professionelle

Unterstützung durch den Partner PMC

Informatik mit ins Boot geholt, der im

Anschluss an die erfolgreiche Implementierung

und Inbetriebnahme der

BPM-Lösung auch für die Wartung zuständig

sein sollte. Nach einer sorgfältigen

Vorauswahl blieben insgesamt drei

Anbieter im Rennen.

Auswahlkriterien

Die hohen Anforderungen der Griesser

AG – vor allem aufgrund der sehr

individuellen Fertigung – konnte nur

Inspire Technologies in vollem Umfang

erfüllen. Um jedoch ganz sicher zu gehen,

hat Griesser sich zudem noch bei

einem Kunden des Anbieters erkundigt,

der die Lösung seit geraumer Zeit

produktiv im Einsatz hat. „Das hat uns

vollends überzeugt, dass BPM inspire

auch in der Praxis die passende Lösung

für uns ist“, so Neff. „Geschäftsprozesse

sind dynamisch, daher muss sich eine

BPM-Lösung flexibel anpassen lassen,

sollte mal etwa aus dem Ruder laufen“,

erklärt er weiter. „Die Möglichkeit, Prozesse

im laufenden Betrieb auf einen

neuen Releasestand zu aktualisieren,

konnte uns nur diese Lösung bieten.

Die Prozesse bei alternativen Anbietern

sind oft viel zu aufgeblasen, unflexibel

und kaum skalierbar, sodass man von

vornherein größte Bedenken hat, auch

nur an einer einzigen Stellschraube zu

drehen.“ Nachdem Griesser in enger

Abstimmung mit PMC Informatik den

Startschuss für die Implementierung

gegeben hatte, schritt das Projekt sehr

schnell voran. Nach nur drei Tagen war

die Grundinstallation bereits erledigt.

Danach machten sich Anbieter und

Partner an die Anpassung der Kreditorenprozesse.

Weitere Prozesse für den

Bereich Risikomanagement, Mahnwesen,

Investitionsanträge, Personalrekrutierung,

HR-Unfallmeldung sowie

Hard- und Softwarebeschaffung wurden

so sukzessive umgesetzt.

Aktuell laufen bei Griesser bereits

15 Kernprozesse, die sich abteilungsübergreifend

über sämtliche Unternehmensbereiche

von der Produktion

über die IT bis hin zur Verwaltung und

Geschäftsleitung erstrecken. Pro Tag

arbeiten bis zu 400 User mit der Lösung,

die im gleichen Zeitraum an die

400 Prozessinstanzen abarbeitet. „Da

die Lösung auf einer Java-ähnlichen

Skriptsprache basiert, sind keine ausgesprochen

tiefgreifenden Programmierkenntnisse

nötig, um Prozesse zu

modellieren“, freut sich Neff. „Dieser

Vorteil zahlt sich auch gerade wieder

konkret aus, können wir doch aktuell

die Prozessoptimierung im Bereich der

Auftragsbestätigung in Eigenregie weiter

ausbauen und mit dem SAP-System

verknüpfen.“

Klare Abläufe

Das System läuft bei Griesser vom

ersten Tag an reibungslos. „Normalerweise

stößt man nach Inbetriebnahme

relativ schnell an die Grenzen. Mit


dem neuen System haben wir bis dato

noch nichts gefunden, was wir mit der

Software nicht hätten lösen können“,

resümiert Neff. Vor allem in puncto

Preis-Leistungsverhältnis, Qualität, Flexibilität

sowie Funktionsumfang und

Integrationsfähigkeit zeigt sich der Storen-

und Rolladen-Spezialist begeistert.

Das gleiche gilt für die professionelle

Unterstützung durch den Partner PMC

Informatik.

Die Investitionen haben sich gelohnt:

Seit Einführung der BPM-Lösung

konnte der Formulardurchlauf bei Investitionsanträgen

von einer Woche

auf einen halben Tag reduziert werden.

Zudem konnte Griesser die Mahnquote

deutlich senken. Besonders das hohe

Maß an Transparenz freut Griesser:

Mitarbeiter haben die Möglichkeit, die

von ihnen gestarteten Prozesse nachzuverfolgen

und wissen so ganz genau,

wo gerade welche Aufgabe liegt. „Zu-

dem können wir jetzt Auswertungen im

Bereich der Liquiditätsplanung fahren

und einfach per Knopfdruck den Status

quo in Erfahrung bringen, welche

offenen Rechnungen demnächst zur

Zahlung anstehen, aber noch nicht im

SAP gebucht sind“, erklärt der IT-Leiter.

Auch stellt Neff weiter fest, dass Weisungen

und Abläufe früher umgangen

wurden: „Da hat schon mal die Sekretärin

anstelle des Abteilungsleiters den

Investitionsantrag unterzeichnet.“ Diese

Fauxpas sind heute nicht mehr möglich.

Die Leitplanken lassen sich mit

dem neuen BPM-System trennscharf

setzen. Das Resultat: bessere Qualität

sowie nachvollziehbare und klare Abläufe.

Neff ist sich sicher, „wenn wir unserer

Belegschaft sagen würden, jetzt

bekommt ihr eure alten Kreditorenprozesse

wieder zurück, dann würden

wir ganz sicher sehr viel Widerspruch

ernten.“

Win-win-Situation

MIDRANGE MAGAZIN p R äsENTIERT

POWER Generation

Seit 20 Jahren begleitet das MIDRANGE MAGAZIN

den IBM Mittelstandsmarkt. Von der /36 über die

AS/400 bis zu den aktuellen POWER7 Systemen.

Es war uns aber auch stets ein ganz besonderes

Anliegen, über interessante und zukunftsweisende

Lösungen sowie innovative Anbieter und

Dienstleister zu berichten. Nun wollen wir im Rahmen

des Sonderhefts „POWER Generation“ nicht

nur unser Jubiläum feiern, sondern auch die vielen

Marktbegleiter würdigen:

� POWER Generation führt die oft langjährigen

Businesspartner in der Reihenfolge

ihrer Gründungsjahre auf.

� POWER Generation wird die Entwicklung

der Hardware von ihren Anfängen bis heute

skizzieren (/36 bis pOWER7).

� POWER Generation informiert über die

aktuellen Modelle und Announcements der

IBM pOWER Reihe.

Aber nicht nur Griesser profitiert vom

neuen BPM-System. Auch auf Lieferantenseite

zeichnen sich klare Vorteile ab.

So lässt sich jetzt die bei der Zahlung

einer Lieferantenrechnung eindeutig

auf den Kunden referenzierende ESR-

Nummer – eine schweizerische Besonderheit

– automatisch einlesen.

Aber Griesser hat schon weitere Pläne:

So soll in naher Zukunft der Bereich

Personalaustritt sowie das Projektdossier

zur Dokumentation des gesamten

Projektlebenszyklus mithilfe der Software

abgebildet werden.

Ronny Winkler ó

Inspire Technologies gmbH, St. georgen

www.bpm-inspire.com

Aber auch Sie als Anwender

gehören zur POWER Generation!

Deshalb freuen Sie sich auf das Sonderheft „POWER

Generation“, welches gemeinsam mit der Ausgabe vom

19.10.2010 Ihres MIDRANGE MAGAZIN erscheint. Vielleicht

schwelgen Sie beim Lesen ein bisschen in Nostalgie

oder Sie wundern sich, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Seien Sie gespannt, wie sich langjährige IBM Partner präsentieren

und finden Sie heraus, wie lange der eine oder

andere davon bereits im Geschäft ist – denn Erfahrung ist

ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Neben Nostalgie haben

wir natürlich auch ein topaktuelles Thema vorbereitet. Sie

erfahren in unserem Sonderheft nämlich alles über die

neuen IBM Power Systeme und was die Verbesserungen

im Betriebssystem für Sie bedeuten können.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse

und Ihr Feedback!

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

ITP VERLAG GmbH | Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering | Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 | www.midrange.de ı service@midrange.de

29


30

SChWERPUNKT SYSTEMMANAgEMENT LEICHT gEMACHT

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

SUMMARy

In komplexen IT-Infrastrukturen hilft Software

für das Systemmanagement dabei, den

Überblick zu halten, die Systeme effektiver

zu verwalten und die Ressourcen besser

auszunutzen.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich System-Management

Minimalismus ade

Es gab einmal eine Zeit, in der waren gerade einmal eine handvoll Computer über ein

einziges BNC-Kabel miteinander verbunden. In der Mitte dieses Netzwerks stand häufig

ein Server und der Administrator kannte jeden PC, jeden Benutzer und jede Konfiguration

auswendig. Diese idyllischen Inseln des Minimalismus existieren (leider) nicht mehr.

Die Notwendigkeit für den Einsatz

von Systems-, Service- und Client-

Lifecycle-Managementlösungen liegt

einzig in der großen Anzahl von IT-

Systemen und ist deren unüberschaubarer

Komplexität geschuldet. Faktisch

jedes mittelständische Unternehmen

hat die unterschiedlichen Phasen beim

Hineinwachsen in ein professionell

betriebenes System-Management gesehen:

Excel-Dateien zur Dokumentation

der Hardware, zentrale E-Mail-Weiter-

leitung für den Support, Ordner mit

diversen Versionen von Installationsanleitungen

oder Checklisten. Je nach

Programmierverständnis der Administratoren

gibt es außerdem eine große

Anzahl redlich aber kryptisch dokumentierter

Batch- und Skript-Jobs, die

bei der Anlage von Druckern und Freigaben

behilflich waren.

Es folgten viele Tools und Helferlein,

die bei den verschiedenen Schmerzpunkten

in der selbstgestrickten Land-

schaft helfen sollten. Fernwartungsprogramme

können nicht so einfach selbst

programmiert werden, also wurde ein

Programm exakt zu diesem Zweck angeschafft.

Patch-Management ließ sich

noch ganz gut mit den Bordmitteln von

Microsoft erledigen und eine generische

Installation per Installations-CD

mit dem letzten Service Pack von 2000/

XP war auch machbar.

Doch die vielen Verfahren und Methoden

– und seien sie noch so „lieb-

Jeancliclac, iStockphoto.com


gewonnen“ – schaffen es kaum, einen

Überblick der tatsächlichen Leistungen,

die durch eine IT-Abteilung erbracht

werden, zu erzeugen. Zu schwerfällig

ist die Adaption der eigenen Methoden

in einer sich schnell ändernden Umgebung

von Betriebssystemen. Große und

unabwendbare Projekte, wie der gezielte

Wechsel auf ein moderneres Client-

Betriebssystem, sind Triebfedern für

einen professionelleren Einsatz von in

sich abgestimmten Lösungen, die mit

dem Charme der einstigen Helferlein

durchaus mitzuhalten wissen.

Was ist System-Management?

Ein Blick auf Wikipedia zeigt, dass es

sich bei System-Management um eine

zentralisierte Verwaltung der IT-

Infrastruktur eines Unternehmens

handelt. Würde eine Hundertschaft an

Administratoren befragt werden, was

genau System-Management überhaupt

ist, so kann durchaus damit gerechnet

werden, dass circa 75 unterschiedliche

Antworten eintreffen – die verbleibenden

25 hatten keine Zeit die Frage zu

beantworten, da das Support-Telefon

dauerhaft klingelte.

Dieser Zeitmangel ist sehr eng mit

System-Management verbunden. Die

komplexe und heterogene IT-Landschaft,

die in vielen Unternehmen permanent

verfügbar sein muss, erfordert

einen aktuellen und laufenden Überblick

über alle Ressourcen – inklusive

der Verfügbarkeit von IT-Mitarbeitern

und Administratoren. Neben der Übersicht

an Ressourcen gilt es, Engpässe

vorauszusehen, die die Verfügbarkeit

beeinträchtigen könnten, das Fehlverhalten

von Prozessen zu identifizieren

und verschiedene Reaktionsmöglichkeiten

automatisiert vorzuhalten. Typischerweise

ist System-Management in

engem Kontext mit ITIL zu sehen.

Moderne IT-Management-Software

bietet dazu eine große Anzahl aufeinander

abgestimmter Werkzeuge, die in

einer einheitlichen Datenbank Ergebnisse,

Trends und Informationen able-

gen. Mit den geeigneten Management-

Programmen werden alle Teilbereiche

der IT, von der Benutzeranlage, über

die Steuerung der Datenbereitstellung,

Software- und Betriebssystem-Ferninstallation

bis hin zum gesicherten Löschen

von Datenträgern abgedeckt und

erlauben so einen maximal großen Automatisierungsgrad.

Automatisierung

ist und bleibt das entscheidende Schlüsselwort

für die Gestalt des guten System-Managements.

Manuelle Installationen

von Software oder das Eintippen

von Inventarinformationen sind weder

spannend noch effektiv, geschweige

denn schnell. Und eine zügige, fehlerlose

und effektive Bereitstellung von IT-

Leistungen ist auf den Punkt gebracht

das Ziel von System-Management.

herausforderung Migration

Gute System-Management-Lösungen

zeichnen sich dadurch aus, dass der

Umgang mit Schlüsseltechnologien bereits

vor deren Markteinführung gelöst

ist. Mit Matrix42 Empirum wurden z.B.

Windows 7-Rollouts schon in Produktivumgebungen

durchgeführt, als das

neue Windows noch als Release Candidate

vorlag. Die Migration auf das neue,

führende Client-Betriebssystem ist

sicherlich eine der größten Baustellen

in den IT-Organisationen der Unternehmen.

Im Gegensatz zum Wechsel von

Windows 2000 nach XP ist ein direktes

In-Place-Upgrade von XP zu Windows

7 bekanntlich nicht möglich. Die

Übernahme aller wichtigen Programm-

Einstellungen und Benutzerdaten, die

möglicherweise nicht im Server-based-

Profil zu finden sind, ist eine Herausforderung

der heutigen Zeit; ebenso die

sichere Windows 7-Adaption anderer

Details, die im zugelassenen Rahmen

ein angepasstes XP-Benutzerprofil ausmachen.

Ohne System-Management ist der

Wechsel zu Windows 7 nur PC für PC

möglich; die negativen Auswirkungen

auf die Effektivität beim Support und

die hohe zeitliche Bindung von IT-

Mitarbeitern sind hinlänglich bekannt.

Matrix42 Empirum hilft mit verschiedenen

Reports, die Frage zu beantworten,

welche PCs für eine Migration geeignet

sind und welche nicht. Bedeutsamer

für den gesamten Migrationsablauf ist

eine weitere Fähigkeit: AUT – Application

Usage Tracking. Welche Programme

werden in welcher Version in welchem

Umfang von den Benutzern im

Unternehmen tatsächlich eingesetzt?

Welches sind die Kernapplikationen im

Unternehmen, auf deren Kompatibilität

schon heute zu achten ist? Anstatt

sich stunden- oder gar tagelang mit

exotischer Software, die kaum jemand

einsetzt, auseinanderzusetzen, verhilft

AUT der IT dazu, den Fokus auf die entscheidenden

Programme zu legen.

Die Trennung von PC und Desktop

Während die Virtualisierung von Applikationen

oder Servern bereits seit

geraumer Zeit in beinahe allen Unternehmen

intensiv betrieben wird, beginnt

derzeit die Virtualisierung der

kompletten Benutzerumgebung – des

Desktops. Den Benutzern ihre Arbeitsumgebung

überall und jederzeit

sicher zur Verfügung zu stellen, ist eine

weitere Schlüsselkompetenz des modernen

System-Managements.

Bei „Virtual Desktop Infrastructure“

(VDI) handelt es sich grundsätzlich um

eine Technologie, die die komplette Arbeitsumgebung

ausschließlich virtuell

vorhält. Diese jüngste Variante der Virtualisierung

wird von einigen Analysten,

beispielsweise Gartner, als „Hosted

Virtual Desktop“ (HVD) bezeichnet.

Oliver Bendig ó

CLICK TO

www.midrange.de

Den vollständigen Artikel finden Sie in

unserer aktuellen Online-Ausgabe.

matrix42 Ag, Neu-Isenburg

www.matrix42.de

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

31


32

SChWERPUNKT SYSTEMMANAgEMENT LEICHT gEMACHT

Systemmanagement-Framework unter OpenSource-Lizenz

Free Monitoring

Die it-novum Gmbh hat das Open Source-Systemmanagement-Projekt openIT-

Cockpit gestartet. Damit ist das Systemmanagement-Framework ITCockpit ab sofort

als openITCockpit unter GPLv2-Lizenz auf www.open-itcockpit.com erhältlich.

Das Framework basiert auf Nagios

und ist modular erweiterbar. Es

bietet ergänzend zu Nagios eine ganze

Reihe von Mehrwerten: Es lässt sich

leicht durch eine Web-Oberfläche konfigurieren,

ist mandantenfähig und

bietet vorintegriert zahlreiche Open

Source-Tools, die in vielen Anwendungsszenarien

erst noch

in Nagios integriert werden

müssen. Der Fokus des Projekts

liegt auf Anwendern, die

nach einem Systemmonitoring

suchen, das sich in einem einzigen

Frontend administrieren

lässt und mit dem selbst heterogene

und historisch gewachsene

IT-Systemlandschaften transparent

dargestellt und einfach

überwacht werden können.

Entstanden ist die Lösung

aus mehreren Systemmanagement-Projekten

bei Unternehmen

wie Deutsche BKK, Landwirtschaftliche

Rentenbank,

Puma, SEAT oder Vitakraft. Sie stellt

weniger ein in sich geschlossenes Produkt

dar, als vielmehr ein Framework

zur Überwachung komplexer IT-Landschaften.

Das System liefert eine Reihe

von Schnittstellen zur Integration vieler

Open Source-Tools und unterstützt

Geschäftsprozesse durch applikationsübergreifende

Integrationen in Ticketing-,

CMDB- und Provisioning-Systeme.

Neben verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten

(Business-Dashboards,

KPIs, SLA-Reporting etc.) bietet es auch

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

die Korrelation von Events mit einem

hinterlegten Regelwerk. „Für uns ist

Nagios eine sehr gute und weitverbreitete

Systemmanagement-Lösung“, sagt

Michael Kienle, Initiator des Projekts

und Geschäftsführer von it-novum.

„Allerdings haben wir bei vielen Pro-

openITCockpit-Eventkorrelation

jekten für den Mittelstand und für

Großkunden gemerkt, dass dem reinen

Nagios wichtige Eigenschaften fehlen:

einfache Konfiguration, bessere Darstellung,

sofortige Skalierbarkeit beim

Monitoring großer IT-Landschaften,

die schnelle Integration von Ticketsystemen

oder CMDBs oder die Berücksichtigung

eines Business Process

Monitorings. Mit unserem Projekt

greifen wir all diese Punkte auf“. openITCockpit

richtet sich an vier Ziel-

gruppen:

ó An IT-Abteilungen in mittelständi-

schen und größeren Unternehmen,

die mit Insellösungen arbeiten und

denen bislang nicht alle Informationen

in einem einzigen Repository zur

Verfügung stehen.

ó An bestehende Nagios-Nutzer, die das

Funktionsspektrum von Nagios

deutlich ausweiten wollen.

ó An Unternehmen, die sich

bisher mit den Funktionalitäten

der Closed Source-Systemmanagement-Lösungen

großer

Anbieter wie HP, IBM & Co. beschränkt

haben.

ó Und schließlich an Nutzer von

Outsourcing-Dienstleistungen,

denen daran gelegen ist, die mit

ihren Dienstleistern geschlossenen

Service Level Agreements

selbst zuverlässig überwachen

zu können.

Der Einsatz des Produktes

umfasst Support und Dienstleistungen,

z. B. die Ablösung

von kommerziellen Lösungen oder die

Entwicklung von kundenindividuellen

Plug-ins. Für Unternehmen ohne entsprechende

Ressourcen kann openIT-

Cockpit im Konzern-Rechenzentrum

gehostet und betrieben werden. Mit

dem Projektbeginn startet auch ein

Partnerprogramm. Steffen Rieger ó

it-novum gmbH, Fulda

www.it-novum.com


� Überblick und Grundlagen

� Arbeitsabläufe steuern

und automatisieren

� Lokale und ferne

Kommunikationsszenarien

� API-Programmierung

� Command-Erstellung

� Moderne Praxisbeispiele

ca. 500 Seiten

nur 198,– €

Bestellnummer 444073

ISBN 978-3-930176-76-2

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„CL-Programmierung“

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Carmen Rasche

CL-Programmierung

Die Steuersprache für Power i Systemadministration,

RPG-, Cobol- und Client-Programmierer

CL wurde in den letzten Jahren ständig erweitert und

verbessert. Aufgrund vieler neuer Features und durch

die hohe Flexibilität kann CL heute zu weit mehr als nur

zu reinen Steuerungsaufgaben eingesetzt werden.

Systemadministratoren brauchen CL, weil alle Befehle

für das Betriebssystem in CL-Programmen verwendet

werden können. So ist es möglich, mithilfe der CL-Programmierung

viele Routinearbeiten zu automatisieren.

Hierzu gehören beispielsweise Sicherungsaufgaben,

Bereinigungsfunktionen oder Datentransfers … Ein

kleines, mit geringem Aufwand erstelltes CL-Programm

schafft Freiraum und sorgt für Zuverlässigkeit.

RPG- und Cobol-Programmierer brauchen CL, weil

jede System i-Applikation mindestens „zweisprachig“

arbeitet. Es werden also immer zwei Programmiersprachen

eingesetzt, wovon eine CL ist. CL-Programme

stellen in diesem Zusammenhang nicht nur die Laufzeitumgebung

für Hochsprachenprogramme zur Verfügung,

sondern ermöglichen auch die Kommunikation

mit dem Betriebssystem und über Servergrenzen hinweg.

Client-Programmierer (JAVA, PHP u. a.) brauchen CL,

weil damit im Rahmen von SQL-Zugriffen Daten aus

dem Betriebssystem abgerufen werden können. Mit

einfachen Mitteln können externe SQL-Prozeduren

oder externe SQL-Funktionen erstellt werden, die CL-

Programme aufrufen; selbst der Parameteraustausch

ist hierbei problemlos zu realisieren.

Die Autorin Carmen Rasche hat hier ein Fachbuch vorgelegt,

welches gespickt ist mit modernen praktischen

Beispielen. Sie erläutert Schritt für Schritt die Technik

und wie Sie die CL-Programmierung erfolgreich einsetzen

können.

Die Programmquellen sowie der gesamte Inhalt dieses

Fachbuchs sind auf der mitgelieferten CD enthalten.

Vertrauensgarantie:

Ich kann diese Bestellung

binnen zwei Wochen widerrufen.

Außerdem habe ich

volles Rückgaberecht binnen

zwei Wochen nach Erhalt.

Zur Einhaltung der Fristen

genügt die rechtzeitige Absendung

des Widerrufs bzw. der

Ware an ITP VERLAG GmbH,

Kolpingstraße 26, D-86916

Kaufering. Diese Garantie

nehme ich mit meiner 2. Unterschrift

zur Kenntnis.

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Firma

Name E-Mail-Adresse

Straße

PLZ, Ort

Telefon Fax

Datum 1. Unterschrift

Datum 2. Unterschrift

Aus dem Inhalt

CL-Programme – Ein erster Überblick

Grundlagenwissen

� Konstanten, Variablen, Datenstrukturen

und Pointer einsetzen

� Basisanweisungen

(CHGVAR, *CAT, %SST)

� Bedingungen und Schleifen kodieren

(DOWHILE, DOUNTIL, DOFOR)

� Möglichkeiten der Fehlerbehandlung

mit MONMSG

Programmkommunikation

� Informationsaustausch durch

Nachrichten

� Synchrone und asynchrone

Programmaufrufe realisieren

� Grundlagenwissen Application

Program Interface (API)

� *DTAQ, *DTAARA und *USRSPC

im Einsatz

� Einsatz von User Spaces und

ListAPIs

Dateiverarbeitung im CL-Programm

� Die Entwicklungswerkzeuge (SDA

und Screen Designer)

� Bildschirmdateien verwenden

� Ausgabedateien und Druckausgaben

nutzen

Command-Erstellung

� Eigene CL-Commands erstellen

� Verschiedene Befehlsinterfaces

für API-Aufrufe realisieren

CL-Programme im ILE-Umfeld


34

TEChNIK & INTEGRATION

IBM Open Access/Profound Logic UI

Mit RPg zurück in die Zukunft?

Schon lange besteht der Wunsch in der i-Entwicklerfamilie Dialoganwendungen schreiben

zu können, die statt 5250-Bildschirmen grafische Dialogumgebungen ansprechen können.

In den letzten jahren machte ein Gerücht die Runde, dass der RPG-Opcode EXFMT aufgebohrt

werden würde, so dass man Web-basierte Dialoge direkt ansprechen könnte.

Endlich, mit der Präsentation von i

V7R1 hat IBM das Geheimnis gelüftet!

Jedoch waren die i-Anwender ob

dieser Präsentation eher verwirrt als

erhellt. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam

einen Blick auf das neue Lizenzprogramm

5733-OAR werfen.

Um es vorwegzunehmen: Open Access

ist kein Tool, um RPG-Programmen

ein grafisches Interface zu geben! Open

Access ist ein Interface, welches den

Puffer von I/O-Operationen (I/O-Feedback

Area) so gut wie jedem nur denkbaren

Prozess zur Verfügung stellen

kann. Sehen wir uns einfach einmal in

kursorischer Form ein RPG-Programm

und sein I/O-Verhalten an.

Sie sehen in Bild 1 die schematische

Darstellung eines RPG I/O-Prozesses.

Das Programm sendet über die

entsprechenden RPG-Befehle Daten an

eine Bildschirmeinheit bzw. an die Datenbank.

Die Frage, die sich jetzt stellt,

ist: Wo kommt jetzt IBM Open Access

in das Spiel? Dazu sehen wir uns eine

erweiterte Grafik an.

In Bild 2 sehen Sie, schematisch

dargestellt, die Leistung des Lizenzprogramms

IBM Open Access. Open Access

fängt den Standard I/O-Prozess (Bild 1)

ab und stellt einem sogenannten Handler-Programm

die I/O-Puffer zur Verfügung.

Dieses Handler-Programm kann

dann die übergebenen Pufferbereiche

auswerten und an einen Endprozess

übergeben. Welcher Endprozess letztendlich

unterstützt wird, hängt davon

ab, welche Handler zur Verfügung ste-

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

1

2

3

TRADITIONELLER RPG I/O-PROZESS

ERWEITERTER RPG I/O-PROZESS

ERWEITERTE RPG-QUELLE


hen. Und da sind wir beim Knackpunkt

von Open Access angelangt. Open Access

stellt lediglich das Interface zur

Verfügung, jedoch keine Handler!

Woher Sie die entsprechenden

Handler bekommen, ist derzeit eine

Frage, die sich vielfältig beantworten

lässt:

Sie schreiben Handler selbst: Die

Parameterübergaben für die Handler-

Programmierung sind gut beschrieben,

wenn auch sehr komplex. Jede ILE-

Programmiersprache kann verwendet

werden und über die Bibliothek QAOR

werden Include-Dateien in der Quellendatei

QRPGLESRC/QRNOPENACC zur

Verfügung gestellt.

Sie wenden sich an IBM: IBM Lab

Services stellt verschiedene Handler

zur Verfügung, um auf Web Services

bzw. das IFS zuzugreifen.

Sie kaufen sich im freien Markt

verfügbare Handler: Die Firmen Look,

Seagull und Profound Logic haben

Handler erstellt, die in die Entwicklungs-

und Anwendungsmodernisierungs-Umgebungen

der entsprechenden

Häuser eingebettet sind.

Eine weitere interessante Frage ist,

inwieweit Sie ein RPG-Programm modifizieren

müssen. Dazu sehen wir uns

ein kurzes RPG-Fragment an.

Die einzige Erweiterung gegenüber

einem traditionell geschriebenen Programm

besteht darin, dass die Deklaration

des Bildschirms durch das Schlüsselwort

HANDLER erweitert wird. In

der Klammer sehen Sie den Objektnamen

des aufzurufenden Handlerprogramms.

Das ist alles, weitere Veränderungen

sind nicht notwendig!

Eine letzte Frage, die zu klären ist:

Unter welchen Betriebssystemen können

Sie IBM Open Access anwenden?

Antwort: unter i V6R1 und V7R1.

Fazit

RPG Open Access ist mit Sicherheit eine

interessante Technik, die die Fähigkeiten

des RPGs beträchtlich erweitert.

Inwieweit Sie vom Nutzen profitieren,

hängt von den zur Verfügung stehenden

Handlern ab. Weiterhin sollten Sie

in Betracht ziehen, dass RPG Open Access

ein Lizenzprogramm ist, das käuflich

erworben werden muss (derzeit

zwischen 500 und 1.500 Euro). Sofern

Sie einen Handler nicht selbst programmieren,

kommen dann noch die Kosten

für diesen hinzu. Jedoch sollten Sie sich

nicht durch diese Kosten abschrecken

lassen, denn andere Entwicklungsumgebungen

kosten auch Geld.

Profound Logic UI

Der erste frei verfügbare Handler für

Open Access wurde von der Firma Profound

Logic erstellt, die rund um diesen

Handler ein komplettes Entwicklungs-

ANZEIGE

system aufgebaut hat, mit dem sich

sowohl komplett neue Anwendungen

entwickeln, als auch bestehende Anwendungen

modernisieren lassen.

Anwendungen neu erstellen

Profound Logic’s Tool hat aus mehreren

Gründen meine Aufmerksamkeit erregt.

Erstens wird die Entwicklungsumgebung,

genauso wie der Handler zentral

auf einem Power System unter IBM i installiert

− also: keine auf einen lokalen

Arbeitsplatz bezogenen Installationen.

Profound Logic UI ist eine Webanwen-

dung und kann direkt mit Hilfe eines

Browsers ausgeführt werden. Das kann

auch der in RDP eingebettete Browser

sein, sodass sich RDP und Profound

Logic UI sehr gut integrieren.

Zweitens: Die Art und Weise der

Dialogprogrammierung entspricht im

Großen und Ganzen der bisherigen

Vorgehensweise eines RPG-Programmierers.

Wir schreiben ein RPG-Programm,

deklarieren eine Bildschirmdatei,

erweitert durch die Handler-

Definition des IBM Open Access und

designen dann mit Profound UI einen

Dialog. Hierbei ist die Reihenfolge unerheblich.

Sie können natürlich auch

zuerst einen Dialog erstellen, um dann

das RPG-Programm zu schreiben und

umzuwandeln.

Sie sehen (Bild 4) im zentralen Bereich

den Designer, mit dessen Hilfe

Sie Ihre Dialoge aufbauen. Dabei ist

es nicht notwendig, über HTML-, Javascript-

oder CCS-Kenntnisse zu verfügen.

Sie bedienen sich lediglich aus der

Palette der angebotenen Widgets (Dialogelemente),

schieben sie auf die Designoberfläche

und bearbeiten sodann

deren Eigenschaften. Für jedes Dialogelement,

das Sie verwenden, vergeben

Sie einen sogenannten Linknamen,

der dann in Ihrem RPG-Programm

angesprochen werden kann. Beispiel:

Sie schieben das Widget Button in den

Designer. Jetzt vergeben Sie für diesen

Button den Linknamen exitButton. In

Ihrem RPG-Programm fragen Sie dann

ab:

IF exitButton = *ON;

Bestandteil der Profound UI sind

mehr als 125 Widgets, die so gut wie alle

Bereiche der Dialogprogrammierung

abdecken. Darunter befinden sich auch

Widgets für die Datenvisualisierung,

Datumsverarbeitung, Subfile-Verarbeitung

etc. pp. (Bild 5). Ein Mangel an

Widgets lässt sich hier kaum erkennen.

Darüber hinaus besitzen die Widgets

kein festes Layout, sondern können den

Bedürfnissen der eigenen CI angepasst

werden.

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

35


36

TEChNIK & INTEGRATION

4

5

6

PROFOUND UI DIALOGEDITOR

PROFOUND UI WIDGETS

PROFOUND UI RICh DISPLAy FILE

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Alle Dialoge verwenden AJAX-

Technologie, sodass Dialoge

nicht seitenweise aufgebaut werden,

sondern asynchron teilaktualisiert werden.

Weiterhin sind die Dialogelemente

keine HTML- Objekte, sondern werden

mit hilfe des verwendeten JSON-Frameworks

cross-browserfähig dargestellt,

sodass Ihre Anwendungen quasi Browser-unabhängig

überall die gleichen

Dia loge anzeigen.

Weiterhin verfügen die listenbasierten

Dialog-Widgets über eine eigene

Datenbankzugriffslogik, sodass z. B.

für das Laden von Comboboxen etc.

nicht extra RPG-Zugriffsprogramme

geschrieben werden müssen.

Nachdem die Arbeit am Dialog beendet

wurde, müssen jetzt die entsprechenden

Dialogobjekte erstellt werden.

Dabei wird sozusagen als Brücke zum

Open Access eine Bildschirmdatei generiert,

die als Rich Displayfile bezeichnet

wird.

In Bild 6 sehen Sie eine Reihe von

Hidden Fields. Diese sind durch die

Vergabe der Linknamen entstanden.

Sie erinnern sich an den Button EXIT-

BUTTON? Ich hoffe. Weiterhin finden

Sie in der Rich Display File eine ganze

Reihe von Zeichenfolgen, die als Anweisungen

vom Handler interpretiert

werden.

Diese Rich Display File wird wie

jede andere Bildschirmquelle mit dem

Befehl CRTDSP umgewandelt. Dieses

geschieht natürlich in der Profound

Logic UI automatisch.

Klaus-Peter Luttkus ó

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SQL-Analyse mit Visual Explain V6R1, Teil 1

SQL-Abfragen

Möglicherweise haben Sie sich bisher beim Einsatz von SQL-Abfragen eher dafür interessiert,

wie Ihr Select-Statement aufgebaut sein muss, damit Sie die benötigten Daten erhalten.

Sie haben die Abfrage geschrieben, ausgeführt und sich anschließend unter Umständen

gefragt, warum eine so einfache Anfrage „soooo“ lange braucht. Mit dem guten alten „read“

wäre das alles viel schneller gegangen, mag so mancher sattelfester und gestandener

RPG-Spezialist dann sagen.

Ganz so einfach ist dieser Vergleich

jedoch nicht: In Ihrem RPG-Programm

müssen Sie die Logik kodieren,

d. h. Sie bestimmen im RPG-Programm

nicht nur, welche Daten benötigt werden,

sondern codieren auch den Algorithmus,

der diese Daten zur Verfügung

stellt. Und hier ist der entscheidende

Unterschied: Wenn Sie eine SQL-Abfrage

erstellen, definieren Sie das Abfrageergebnis,

nicht aber den Weg der

Ausführung. Über den geeigneten Ausführungsplan

entscheidet das System.

Genauer gesagt, der Teil des Systems,

der Query Engine beziehungsweise Optimizer

genannt wird. Der Optimizer

schätzt unterschiedliche Ausführungskosten

für unterschiedliche Zugriffswege

und wird sich letztendlich für

den Zugriffsweg mit dem geringsten

Kostenfaktor entscheiden. Mit Kosten

ist hier gemeint, dass sowohl der Aufwand

im Eingabe-/Ausgabe-Bereich

(I/O-Kosten) als auch der Kostenfaktor

im Arbeitsspeicher (CPU-Kosten) für

die Verarbeitung der Daten berücksichtigt

wird. Aufgabe des Optimizers ist

es nun, bei der Gestaltung des Zugriffs

zwischen eben diesen Kosten abzuwägen

und den kostengünstigsten Ausführungsplan

einzusetzen. Visual Explain

ist das strategische IBM Interface, um

die gewählten Ausführungspläne zu

visualisieren. Beide SQL-Engines werden

hierbei unterstützt – CQE und SQE.

Hierfür werden alle notwendigen Ver-

arbeitungsschritte sowie die verwendeten

temporären und permanenten Objekte

graphisch aufbereitet dargestellt.

Verschiedene Icons repräsentieren

einzelne Verarbeitungsschritte und die

verwendeten Objekte. Zu jedem verwendeten

Objekt stehen weiterführende

Informationen zur Verfügung. Wenn

Sie Visual Explain aus der Prozedurumgebung

von System i Navigator aus aufrufen,

platzieren Sie den Cursor auf ein

SQL-Statement, dessen Ausführungsplan

angezeigt werden soll. Klicken Sie

anschließend auf eines der verfügbaren

Icons oder wählen Sie den entsprechenden

Menüpunkt (Bild 1).

Erklären [STRg + E] erlaubt die

Erstellung eines grafischen Ausführungsplanes

ohne Ausführung der

SQL-Abfrage. Intern wird dem Attribut

„QUERY_TIME_LIMIT“ der Optionsdatei

QAQQINI der Wert Null zugewiesen,

um die Ausführung der Abfrage zu verhindern.

Ausführungspläne der SQL-

1

VISUAL EXPLAIN AUFRUFEN

Abfragen, die viele Stunden laufen,

können in wenigen Sekunden angezeigt

werden. Die angezeigten Informationen

über die Laufzeitumgebung könnten

in diesem Fall aber von tatsächlichen

Umgebungseinstellungen abweichen.

Zudem könnte es passieren, dass die

Ausführungspläne komplexer Abfragen

nicht dargestellt werden. Probieren Sie

es einfach aus!

Ausführen und Erklären [STRg + u]

überträgt die Abfrage ebenfalls an den

Optimizer für den Optimierungsprozess.

Anschließend wird das Statement

aber ausgeführt und erst nach der Ausführung

erfolgt die Darstellung des

Ausführungsplanes. Visual Explain

könnte ein Ergebnis liefern, das nicht

die aktuelle Laufzeitumgebung widerspiegelt,

wenn das SQL-Statement in

Umgebungen ausgeführt wird, die sich

schnell und häufig ändern.

Während der Ausführung erklären

[STRg + W] wurde aus diesem Grund

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

37


38

TEChNIK & INTEGRATION

2

3

4

5

DIE FEhLERSITUATION

VERÄNDERTE jDBC-EINSTELLUNGEN

VISUAL EXPLAIN ERGEBNISANZEIGE

ERLÄUTERUNGEN DER GRAFISChEN SyMBOLE

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

mit Release V5R4 hinzugefügt.

Das Ergebnis repräsentiert die

aktuelle Ausführung der Abfrage. So

sollen auch komplexe Abfragen exakter

dargestellt werden. Hinzu kommt, dass

Sie während der Analyse die Umgebungsattribute

aktualisieren können.

Probieren wir es aus! Ich starte die

Prozedur-Umgebung von System i Navigator

und lasse mir die Ausführung

einer SQL-Abfrage erklären. Das ist zumindest

die Absicht. Das Ergebnis sieht

etwas anders aus (siehe Bild 2).

Seit V6R1 muss der Datenpfad für

SQL-Abfragen nicht mehr vollständig

geöffnet und geschlossen werden, wenn

mit der Prozedur-Umgebung gearbeitet

wird. Die Ausführung der SQL-Statements

ist dadurch schneller. Nur Visual

Explain verursacht seitdem hin und

wieder Ärger. Erscheint die Fehlermeldung

auch auf Ihrem Desktop, helfen

veränderte JDBC-Einstellungen. Öffnen

Sie hierfür in der Prozedur-Umgebung

das Menü „Verbindungen“ und wählen

Sie „JDBC-Einstellungen“. Im Register

„Leistung“ ändern Sie die Einstellung,

wie in Bild 3 zu sehen. Jetzt sollte es

funktionieren!

Das Visual Explain Ergebnisfenster

selbst besteht aus mehreren Komponenten

(Bild 4). Auf der linken Seite

wird der Ausführungsplan grafisch

aufbereitet dargestellt. Die rechte Seite

enthält weiterführende Informationen

für jede dargestellte Komponente. Die

Informationen des rechten Fensters

korrespondieren somit stets mit der

markierten Komponente des Planes.

Jede Ausführungskomponente benennt

die verwendete Zugriffsmethode.

Anhand der Pfeilbeschriftungen erkennen

Sie die Anzahl verarbeiteter Tabellenzeilen.

Normalerweise steht das

Endergebnis links. Sie können diese

Darstellungen aber individuell bestimmen.

Bewegen Sie hingegen den Mauszeiger

auf eine der Komponenten, erhalten

Sie zusammenfassende Informationen

über die Ausführung dieses


Schrittes. Die zusammenfassenden Informationen

beinhalten Laufzeiten und

die Anzahl selektierter Sätze soweit

verfügbar.

Für jedes permanente Objekt existiert

zudem ein Kontextmenü. Über dieses

Kontextmenü erhalten Sie folgende

Informationen:

ó Tabellendefinition und Tabellen-

eigenschaften

ó Verfügbare Statistikdaten und

Indizes

ó Tabellen für gespeicherte Abfragen

(MQTs)

ó Abhängige Objekte

ó Indexdefinitionen und Index-

eigenschaften

Das Kontextmenü erlaubt Ihnen,

sich die Definition der Tabelle anzuschauen.

Aber auch die Größe der Tabelle

können Sie problemlos ermitteln,

wenn Sie sich die Tabelleneigenschaften

ansehen. Auch Informationen über

die Datenlage sind verfügbar, da Sie auf

die Statistikdaten zugreifen können.

Der i5/OS-Befehl „Display Database

Relation“(DSPDBR) zeigt alle abhängigen

Objekte der entsprechenden Tabelle.

Und das Beste daran: Sie erhalten

alle Objekte ohne den aktuellen Bildschirm

zu verlassen. Ich verzichte jetzt

darauf, die verschiedenen Funktionen

im Detail vorzustellen, denn viele dieser

Aktionen erkennen Sie beim Ausprobieren

schnell wieder. Erwähnenswert

in diesem Zusammenhang ist vielleicht

noch die Hilfefunktion. Für jedes Icon

6

ANZEIGE DER DEBUGNAChRIChTEN V6R1

im Ausführungsplan erhalten Sie detaillierte

Erklärungen (Bild 5).

Der untere Teil des Ergebnisfensters

besteht aus zwei Indexzungen, die einerseits

das ausgeführte SQL-Statement

andererseits automatisch die zugehörigen

Debuginformationen anzeigen. Die

Nachrichten des Abfrageoptimierungsprogramms

sind allerdings nur verfügbar,

wenn die Erklärung der Abfrage

aus dem Skriptfenster „SQL-Prozeduren

ausführen“ angefordert wurde. Bei

diesen Nachrichten handelt es sich um

eine Teilauflistung aller Debugnachrichten,

die im Jobprotokoll enthalten sind.

Aber schauen Sie sich Bild 6 an: Nein,

es handelt sich nicht um einen Fehler.

Obwohl die Option „Nachrichten des

Optimierungsprogramms anzeigen“ gesetzt

ist, werden keine Debuginformationen

mehr angezeigt. In Version V6R1

entfällt die Anzeige der Debugnachrichten

in Visual Explain. Die Gründe hierfür

habe ich bereits im vorangegangenen

Beitrag erläutert. IBM macht ernst

und versucht, die Debugnachrichten zu

verdrängen. Es ist also an der Zeit, sich

mit alternativen Analysewerkzeugen

auseinanderzusetzen! Deshalb schauen

wir uns in einem weiteren Beitrag auch

die Funktionen der Toolbar und die

verfügbaren Informationen im rechten

Bildschirmfenster von Visual Explain

an. Anschließend sollten Sie dieses

Analysewerkzeug problemlos für die

Analyse Ihrer SQL-Abfragen einsetzen

können. Carmen Rasche ó

39

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40

TEChNIK & INTEGRATION

Datums- und Zeitwerte aufbereiten

Skalare Funktionen

je vielschichtiger die IT-Welt wird, desto wichtiger ist der Datenaustausch zwischen den

einzelnen Systemen. Alphanumerische oder numerische Daten sind noch recht einfach zu

konvertieren und übertragen. Schwieriger wird es mit Datums- und Zeit-Informationen,

da es sich bei diesen i. d. R. um fortlaufende numerische Werte handelt, die mit hilfe eines

Datumsformats lesbar gemacht werden.

Mit Release 6.1 werden einige skalare

Funktionen eingeführt, mit

deren Hilfe Datums- und Zeitwerte in

fast jedem beliebigen Format aufbereitet

werden können bzw. mit deren

Hilfe aus fast jeder alphanumerischen

Darstellung eines Datums- oder eines

Zeitwertes eine echte Zeitmarke gebildet

werden kann.

Skalare Funktion

Timestamp_Format()

Mit der skalaren Funktion Timestamp_

Format() können alphanumerische Darstellungen

von Datums- und Zeitwerten

in eine Zeitmarke konvertiert werden.

Vor Release 6.1 gab es für Zeitmarken

nur zwei gültige alphanumerische

Darstellungen:

ó ISO-Format:

YYYY-MM-DD-HH.MM.SS.MSMSMS

ó ANSI-Format:

YYYY-MM-DD HH:MM:SS.MSMSMS

(Verarbeitung seit V5R4)

Die Funktion Timestamp_Format() erfordert

zwei Parameter. Im ersten Parameter

wird eine alphanumerische

Darstellung eines Datums, einer Zeit

oder einer Zeitmarke angegeben. Das

Format des übergebenen Datums- oder

Zeitwertes wird in dem zweiten Parameter

hinterlegt. Das Format muss

sich aus einer Kombination aus den in

Tabelle 1 gezeigten Zeiteinheiten und

Trennzeichen zusammensetzen.

Großschrift ist für die Angabe der

Zeiteinheiten nicht unbedingt notwen-

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

dig, d. h. auch die Formatangabe Dd.mM.

yyyy liefert das gewünschte Ergebnis. In

dem alphanumerischen String müssen

nicht alle für eine Zeitmarke erforderlichen

Zeiteinheiten enthalten sein. Fehlende

Einheiten werden durch Default-

Werte ersetzt. Damit kann auch eine

alphanumerische Darstellung eines

Datums oder einer Zeit mit der Funktion

Timestamp_Format() in eine Zeitmarke

konvertiert werden.

Für die Konvertierung von alphanumerischen

Strings bestehen die folgenden

Einschränkungen:

ó Die einzelnen Zeiteinheiten müssen

durch Datumsseparatoren voneinander

getrennt werden. Es ist also

nicht möglich, eine numerische Datumsangabe,

die durch eine der skalaren

Funktionen DIgITS oder CHAR in

eine alphanumerische Darstellung

konvertiert wurde, mit Hilfe der

skalaren Funktion Timestamp_Format()

in eine echte Zeitmarke zu konvertieren.

ó Datumswerte mit alphanumerischen

Monatsangaben (z. B. JAN oder Januar

oder January) können mit der skala-

ó

ó

ó

ó

ó

ren Funktion Timestamp_Format() nicht

konvertiert werden.

Im folgenden Beispiel werden einige

zulässige alphanumerische Strings in

echte Zeitmarken konvertiert.

Der erste String besteht aus einem

Datum im Format Tag, Monat und

zweistelliger Jahresangabe. Die Zeiteinheiten

werden durch einen Punkt

getrennt. Die Zeit wird als Stunden

und Minuten, die durch einen Doppelpunkt

getrennt wurden, angegeben.

Der zweite String enthält lediglich

ein Datum im Format TT-MM-JJ. Bei der

Konvertierung wird die fehlende Zeitangabe

durch 00:00:00 ersetzt.

Im dritten Fall wird eine Zeitangabe

bestehend aus Stunde und Minute in

eine Zeitmarke konvertiert. Der Datumsanteil

wird durch das Tagesdatum

ersetzt.

Beim letzten String wird ein Datum

im Format MM/TT/JJJJ und eine Zeit

im Format HH:MM SS konvertiert. Der

Tag, der Monat sowie die Stunde,

Minute und Sekunde werden dabei

jeweils als einstelliger Wert übergeben.

Tabelle 1:

Zulässige Zeitein

heiten und

Trenn zeichen für

Timestamp_

Format()


Siehe hierzu Beispiel 1. Anmerkung:

Die Funktion TO_DATE(), die von anderen

Datenbanken (z. B. Oracle oder Postgre)

für die gleiche Funktionalität verwendet

wird, kann als Syntaxalternative für

die Funktion Timestamp_ Format() verwendet

werden.

Skalare Funktion VarChar_Format()

Mit der skalaren Funktion VarChar_

Format() können Zeitmarken in eine

alphanumerische Darstellung einer

Zeitmarke, eines Datums oder einer

Zeit in fast jedem beliebigen Format

aufbereitet werden. Neben den üblichen

Datums- und Zeit-Einheiten können

noch weitere Informationen wie

das Quartal oder die Kalenderwoche

nach ISO-Richtlinien inklusive des zur

Kalenderwoche gehörenden Jahres ausgegeben

werden.

Für den Aufruf der skalaren Funktion

VarChar_Format() müssen zwei Parameter

angegeben werden. Im ersten Parameter

muss eine Zeitmarke oder eine

alphanumerische Darstellung einer Zeitmarke

im ISO- oder ANSI-Format (s. o.)

enthalten sein. Ebenso ist im ersten

Parameter eine 14-stellige alphanumerische

Darstellung einer Zeitmarke ohne

Trennzeichen und ohne Mikro-Sekunden

im Format JJJJMMTTHHMISS erlaubt.

Im zweiten Parameter wird das Format

übergeben, in dem die Zeitmarke aufbereitet

und ausgegeben werden soll.

Für die Aufbereitung der Zeitmarke

sind die in Tabelle 2 gezeigten Zeiteinheiten

und Trennzeichen zulässig. Im

Gegensatz zur Funktion Timestamp_Format()

sind die Trennzeichen zwischen

den einzelnen Zeiteinheiten optional,

d. h. die Ausgabe eines alphanumerischen

Datums im Format JJJJMMTT ist

möglich. Das Jahr muss jedoch immer

4-stellig ausgegeben werden, d. h., eine

2-stellige Jahresangabe ist nicht

zulässig.

In Beispiel 2 werden diverse Zeitmarken

bzw. gültige alphanumerische

Darstellungen von Zeitmarken konvertiert:

ó

ó

ó

In der ersten Spalte wird die aktuelle

Zeitmarke in ein Datum im europäischen

Format (TT.MM.JJJJ) und eine Zeit

bestehend aus Stunden und Minuten

konvertiert.

Im zweiten Beispiel wird eine alphanu-

merische Darstellung einer Zeitmarke

ohne Trennzeichen in ein alphanumerisches

Datum im Format JJJJ-MM-TT

konvertiert. Außerdem wird das Jahr

der Kalenderwoche nach ISO sowie

die Kalenderwoche ausgegeben.

Im dritten Fall wird die alphanume-

rische Darstellung einer Zeitmarke

im ISO-Format in ein europäisches

Datum, bei dem Bindestriche als

ó

Trennzeichen verwendet werden,

konvertiert. Zusätzlich werden das

Quartal, die Woche im Monat und der

Wochentag nach ISO (Montag = 1 und

Sonntag = 7) ausgegeben.

In der vierten Spalte wird aus der ak-

tuellen Zeitmarke die Zeit im Format

HH:MM:SS, sowie die Mikrosekunden

extrahiert. Der Datumsanteil wird ignoriert.

Im letzten Beispiel wird die aktuelle

Zeitmarke in ein alphanumerisches

Datum im Format JJJJMMTT ohne

Trennzeichen konvertiert. Der Zeitanteil

wird als Anzahl Sekunden seit

Mitternacht ausgegeben.

Beispiel 1 Konvertierung von alphanumerischem String in Zeitmarke

mit Timestamp_Format()

Select Timestamp_Format('22.11.08 17:00', 'DD.MM.YY HH24:MI') ZeitM1,

Timestamp_Format('23-11-08' , 'DD-MM-YY') ZeitM2,

Timestamp_Format('16:00' , 'HH24:MI') ZeitM3,

Timestamp_Format('8/1/2008 1:2 3', 'MM/DD/YYYY HH24:MI SS') ZeitM4

from sysibm/sysdummy1;

Beispiel 2 Konvertierung Zeitmarke mit der Funktion

VarChar_Format

select VarChar_Format(Current_Timestamp, 'DD.MM.YYYY HH24:MI'),

VarChar_Format('20081231000000', 'YYYY-MM-DD IYYY/IW'),

VarChar_Format('2008-12-31-23.59.59.999999', 'DD-MM-YYYY Q W ID'),

VarChar_Format(Current_Timestamp, 'HH24:MI:SS.NNNNNN'),

VarChar_Format(Current_Timestamp, 'YYYYMMDD SSSSS')

From sysibm/sysdummy1;

ó

Tabelle 2:

Zulässige Zeiteinheiten

und

Trennzeichen

für die Funktion

VarCar_Format()

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

41


42

TEChNIK & INTEGRATION

Anmerkung: Die Funktion TO_

CHAR(), die von anderen Datenbanken

(z. B. Oracle oder Postgre) für die gleiche

Funktionalität verwendet wird, kann

als Syntaxalternative für die Funktion

VarChar_Format() verwendet werden.

Skalare Funktion

TRUNC_TIMESTAMP()

Mit Hilfe der skalaren Funktion TRuNC_

TIMESTAMP() ist es möglich, eine Zeitmarke

auf eine vorgegebene Zeiteinheit abzuschneiden.

Mit Hilfe dieser Funktion

ist es u. a. auch möglich, das Datum des

Wochenbeginns zu ermitteln.

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Für die Funktion TRuNC_TIMESTAMP()

sind zwei Parameter erforderlich. Im

ersten Parameter muss eine Zeitmarke

oder eine gültige alphanumerische

Darstellung einer Zeitmarke (s. o.) angegeben

werden. Im zweiten Parameter

wird die Zeiteinheit angegeben, auf die

abgeschnitten werden soll. Tabelle 3

zeigt die zulässigen Zeiteinheiten.

In Beispiel 3 wird zum einen

das Datum des Wochenanfangs und

zum anderen das Datum des Monatsersten

aus der aktuellen Zeitmarke

ermittelt. Mit Hilfe der skalaren Funktion

Date wird nur der Datumsan-

Beispiel 3 Ermitteln Wochenbeginn und Monatserster mit der Funktion

Trunc_Timestamp

Select Current_Timestamp,

Date(Trunc_Timestamp(Current_Timestamp, 'IW')) "WochenBeginn",

Date(Trunc_Timestamp(Current_Timestamp, 'Month')) "MonatsErster"

from sysibm/sysdummy1;

Beispiel 4 Ermitteln Datum Wochenbeginn aus Jahr und Kalenderwoche

select Trunc_Timestamp(Timestamp(VarChar(Dec(Jahr, 4, 0)) concat

'0104000000') + ((KW-1)*7) Days, 'IW') Wochenbeginn,

Jahr, KW

From MyTable;

Tabelle 3:

Zeiteinheiten

für Abschneiden

und Runden von

Zeitmarken

teil des Ergebnisses ausge-

geben.

Beispiel 4 zeigt, wie der

Wochenbeginn aus Kalenderwoche

und dem Jahr der

Kalenderwoche berechnet

wird. Für das übergebene

Jahr wird eine Zeitmarke

für den 4. Januar generiert.

Der 4. Januar liegt laut ISO-

Richtlinien immer in der

ersten KW des neuen Jahres.

Zu dieser Zeitmarke wird die

Anzahl Tage, die aus der gewünschten

Kalenderwoche – 1 multipliziert mit 7

– errechnet werden, addiert. Mit Hilfe

der Funktion Trunc_Timestamp() wird aus

dieser Zeitmarke das Datum des Wochenbeginns

extrahiert.

Skalare Funktion

Round_Timestamp()

Mit der skalaren Funktion Round_Timestamp()

ist es möglich, eine vorgegebene

Zeitmarke auf die angegebene Zeiteinheit

kaufmännisch auf- oder abzurunden.

Für die Rundung von Datums- und

Zeitwerten auf Zeiteinheiten werden

die folgenden Annahmen getroffen:

ó Bei der Rundung auf ganze Jahre wird

immer ab dem 1. Juli aufgerundet.

ó Bei der Rundung auf Monate wird im-

mer ab dem 16. Tag eines Monats aufgerundet,

unabhängig davon, ob der

Monat 28, 29, 30 oder 31 Tage hat.

ó Bei der Rundung auf Quartale wird

immer ab dem 16. Tag des 2. Monats

aufgerundet.

ó Bei der Rundung auf Wochen wird

immer ab der 12. Stunde des 4. Tages

aufgerundet. Birgitta hauser ó

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Zürich 1. 12. 2010 5312013

DB2 UDB für System i und SQL

– Veränderungen und Verbesserungen

an SQL Objekten

– Neue SQL-Syntaxen

– SQL Field Functions

IBM Web Query

– Einführung in die Web Query Technologie

– Report Assistent, Diagramm Assistent

und Power Painter

– Active Reports und Developer Workbench

System i Access

– Windows: Installation

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So wenden Sie die DB2-Verbesserungen an und

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Referent: Klaus-Peter Luttkus

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Ort Datum Workshop-Nr.

Hamburg 8. 11. 2010 5402001

Köln 9. 11. 2010 5402002

Stuttgart 10. 11. 2010 5402003

München 11. 11. 2010 5402004

Zürich 2. 12. 2010 5402013

Programmierung

– Neuerungen im ILE Programmmodell

– Neue und geänderte RPG-, Cobol- und CL-Syntaxen

– Neue Werkzeuge für die Programmentwicklung,

RAD, RDP

Referent: Klaus-Peter Luttkus

Ort Datum Workshop-Nr.

München 12. 10. 2010 5342004

Köln 13. 10. 2010 5342002

Zürich 29. 11. 2010 5342013

Teilnahmegebühr pro Person / Workshop

Personen bzw. Grundpreis Frühbucher + Abonnent

Workshops (1 Monat vorher)

1 549,— € 499,— € 474,05 €

2 499,— € 449,— € 426,55 €

3 449,— € 399,— € 379,05 €

Den Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzuzurechnen.

Die Teilnahmegebühr enthält die Verpfl egung tagsüber inkl. Mittagsessen

und Pausenerfrischungen. Sie erhalten nach Eingang

Ihrer Buchung die Anmeldebestätigung/Rechnung mit Angaben

über Termine und Veranstaltungsort. Ausgabe der Unterlagen ab

8.30 Uhr, Veranstaltungsbeginn um 9.30 Uhr. Änderungen vorbehalten.


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MARKTÜBERSIChT CRM-LÖSuNgEN

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

SUMMARy

In unserer Marktübersicht stellen wir die Anbieter

von Lösungen für das Kunden beziehungs management

vor. Aktuelle Anwenderberichte drehen sich

rund um das Thema CRM.

Avira steuert Kundensupport mit CRM-Lösung von ConSol

Mit Sicherheit guter Service

Mit dem breiten Einzug des Internets in den Alltag von Mensch und Büro ist das Aufkommen

von Viren, Würmern und allerlei anderem „Internet-Ungeziefer“ geradezu explodiert.

Schlecht für die Sicherheit – gut für Firmen wie Avira, die mit rund 100 Millionen Kunden

Anbieter von IT-Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Einsatz ist.

Eine derart hohe Kundenzahl im

schnelllebigen Internet mit gutem

Service zu bedienen, erfordert eine robuste

IT, welche die Kundenanfragen

steuert und den Support durch effiziente

Prozesse entlastet. Deshalb hat

sich der IT-Sicherheitsspezialist für die

Einführung einer professionellen CRM-

Lösung entschieden. Sie unterstützt

nicht nur den Kundenservice, sondern

auch das Customer Care Center beim

Lizenz- und Beschwerdemanagement

sowie Preisanfragen. Bereits 2003 fiel

die Wahl auf das IT- und Beratungshaus

Consol und dessen Lösung Consol*CM.

Jetzt wurde das System rundum erneuert

mit dem Ziel, die Kundendaten neu

zu strukturieren und den Arbeitsalltag

der Mitarbeiter durch neue Funktionalitäten

zu erleichtern.

Als Sicherheitsspezialist verfügt

Avira seit knapp 25 Jahren über fundierte

Erfahrung in der Entwicklung und

Unterstützung von IT-Sicherheitslösun-

gen für das Internet. Mehrere Dutzend

Malware-Analysten in verteilten Virenlabors

kümmern sich rund um die Uhr

um die lokalen und globalen Bedrohungen

an der Schädlingsfront. Tritt dennoch

bei einem Anwender einmal ein

Fehler auf, greift er zum Telefonhörer,

sendet eine E-Mail oder geht auf die

Webseite, um beim Kundensupport Hilfe

anzufordern oder eine Beschwerde

zu äußern. Dies ist zum Beispiel dann

der Fall, wenn Programme oder Doku-

Deanm1974, iStockphoto.com


mente, die keine Viren enthalten, als

infiziert gekennzeichnet werden, wenn

Updates nicht funktionieren, die Virenkriterien

des Scanners neu definiert

oder die Lösungen ganz einfach falsch

installiert wurden. Das Aufkommen

dieser sogenannten Calls, also Kontaktaufnahmen

und Anfragen im Support,

ist in den vergangenen Jahren zusammen

mit der wachsenden Zahl an Kunden

kontinuierlich angestiegen.

Prrofessionelle Customer-Service-

Management-Lösung

Bereits 2003 erforderte die hohe Anzahl

an Calls eine Erneuerung der IT.

Damals bestand der Support aus drei

Mitarbeitern, die die Anfragen über

IMAP-Mailclients bearbeiteten. Avira

traf die Entscheidung, eine professionelle

Customer-Service-Management

(CSM)-Lösung einzuführen. Ausgewählt

wurde die damals aktuelle Version von

Consol*CM. Heute bearbeiten die 30

Mitarbeiter im Avira-Kundensupport

4.000 eingehende Calls pro Monat, das

sind täglich rund 135 Anrufe, E-Mails

oder Web-Anfragen. Im Customer Care

Center, das sich um den Premium-Support

sowie das Lizenz-, Beschwerde-

und Preismanagement kümmert und

das erst 2007 von IMAP-Mailclients auf

die neue Software umgestellt wurde,

gibt es mehr als doppelt so viele Anfragen:

Hier gehen monatlich ca. 10.000

Calls ein, das sind 330 pro Tag, die

von einem eingespielten, fünfköpfigen

Team bearbeitet werden.

„Unsere Kundenbasis und damit

auch die Support-Anfragen sind in

den vergangenen Jahren exorbitant gewachsen“,

erläutert Alexander Lipski,

Manager Support und Consulting bei

der Avira GmbH. „Trotz einiger Updates

sind wir mit unserer bisherigen Software-Version

langsam an die Grenzen

gestoßen. Die Frage, ein ganz neues

System einzuführen, stellte sich jedoch

nicht, denn wir waren grundsätzlich

mit dem Bisherigen sehr zufrieden. Die

neue Version bot so viele verlockende

Features, dass uns die Entscheidung

für eine Erneuerung letztlich wirklich

leicht fiel.“

Neues System – neues Glück

Die Zeit war also reif, die historisch gewachsenen

Kundendaten komplett neu

zu strukturieren und gleichzeitig zusätzliche

Funktionalitäten einzuführen,

um die Übersichtlichkeit der Anfragen

und des Bearbeitungsstatus zu verbessern

und dadurch vor allem die Mitarbeiter

zu entlasten. Deshalb hat sich

Avira 2009 für eine Neuinstallation der

aktuellen Version von Consol*CM entschieden.

Das Herzstück der Software-

Lösung bildet eine flexible BPM Engine

mit grafischem Workflow-Editor. Damit

lassen sich Geschäftsprozesse direkt

im Programm individuell gestalten. Ändert

sich ein Ablauf, lässt sich die Abbildung

im System über die grafische

Oberfläche problemlos an die realen

Bedingungen anpassen.

Außerdem wurde die Konfigurationsstruktur

mit Queues und Kategorien

an die aktuellen Bedürfnisse des

Kunden angepasst. Das Layout und die

Inhalte der Clients, also der Benutzeroberfläche,

mit der die Servicemitarbeiter

arbeiten, konnte Avira selbst an die

Corporate Identity anpassen. Verschiedene

Felder lassen sich entsprechend

den Tätigkeitsanforderungen einfügen

beziehungsweise ausblenden. Für die

Anpassung und Konfiguration des Linux-Servers

und Layout-Anpassungen

des Clients sind zudem sogenannte

„kaskadierende Sichten“ eingebaut. Als

eine Sicht (aus engl. View) bezeichnet

man eine logische Relation in einem Datenbanksystem,

die im weitesten Sinne

als Platzhalter für eine Datenbankabfrage

steht. Kaskadierend bedeutet dabei

„hintereinander gestaffelt“. Im Fall Avira

heißt dies konkret: Zusätzlich zu den

bestehenden Auswahlfeldern „Sicht“

und „Bearbeiter“ wurde ein drittes Feld

„Gruppe“ hinzugefügt. Wählt ein Support-Mitarbeiter

zum Beispiel

die Gruppe „Helpdesk“, werden

Anbieterübersicht

CURSOR Software AG

Tel. +49 641 40000-0

EBO Gmbh

Tel. +49 2451 971-129

haus Weilgut Gmbh

Tel. +49 7243 5466-0

Sage Software Gmbh

Tel. +49 69 50007-6006

ADITO Software Gmbh

Tel. +49 8743 9664-0

ARM Gmbh

Tel. +49 2205 94999-0

ARS Computer und Consulting Gmbh

Tel. +49 89 32468-00

AS/point Gmbh

Tel. +49 2451 4900-0

Asseco Germany AG

Tel. +49 721 5601-30

audius Gmbh

Tel. +49 7151 36900-0

B&R DV-Informationssysteme Gmbh

Tel. +49 7275 98866-0

Bison Schweiz AG

Tel. +41 41 9260-260

bpi solutions gmbh & co. kg

Tel. +49 521 9401-0

CAS Software AG

Tel. +49 721 9638-0

Comarch Software und Beratung AG

Tel. +49 89 14329-0

Complan & Partner Gmbh

Tel. +49 6441 9288-0

CLICK TO

Über unsere Online-Datenbank

www.midrange-solution-finder.de

finden Sie alle Kontaktdaten zu den unternehmen.

Die Produktübersicht enthält

umfassende Details zu den Lösungen.

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

45


46

MARKTÜBERSIChT CRM-LÖSuNgEN

Anbieterübersicht

ConSol*Consulting & Solutions Gmbh

Tel. +49 89 45841-100

Dochouse Gmbh

Tel. +49 7544 966-290

e.bootis ag

Tel. +49 201 8596-0

Excel Data Deutschland AG

Tel. +49 5251 69887-0

FRITZ & MACZIOL Gmbh

Tel. +49 731 1551-0

Funk Zander & Partner Gmbh

Tel. +49 7243 9475-0

GEDyS IntraWare Gmbh

Tel. +49 531 123868-400

GhS Gmbh

Tel. +49 7272 9270-0

GIS Gmbh

Tel. +49 511 78643-0

godesys AG

Tel. +49 6131 95977-0

GUS Deutschland Gmbh

Tel. +49 221 37659-0

iCAS AG

Tel. +49 6130 9108-0

Inspire Technologies Gmbh

Tel. +49 7724 85990-10

INTER-BOS Gmbh

Tel. +49 221 258688-0

KAMMAChI Consulting Gmbh

Tel. +49 7223 93143-8

KUMAvision AG

Tel. +49 7544 966-300

Lawson Software Deutschland Gmbh

Tel. +49 89 996540-0

LIB-IT DMS Gmbh

Tel. +49 7144 8041-0

MCA Gmbh

Tel. +49 2402 86559-0

MESONIC Software Gmbh

Tel. +49 4263 9390-0

Microsoft Gmbh

Tel. +49 89 3176-0

Newman Consulting Group

Tel. +49 234 942204-0

NewServ AG

Tel. +41 52 224044-0

NewServ AG

Tel. +43 1 8794327

Noichl IT-Management

Tel. +49 2403 96197-40

novem business applications Gmbh

Tel. +49 40 2263248-0

OGS Gmbh

Tel. +49 261 91595-0

ORDAT Gmbh & Co.KG

Tel. +49 641 7941-0

orgaplus Software Gmbh

Tel. +49 7131 3883-0

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

ihm nur noch diejenigen Sichten

(also „getätigte Abfragen“)

angezeigt, die der betreffenden Gruppe

zugeordnet sind. Dazu gehören dann

alle aktiven, neuen Calls oder solche in

Wiedervorlage allein der Gruppe Helpdesk.

Durch die kaskadierende Ansicht

von Objekten mit deren zugeordneten

Objekten lässt sich die Liste der angezeigten

Calls erheblich verkürzen, sie

schafft mehr Übersicht und ermöglicht

so ein effizienteres Arbeiten.

Call-Referenzierung

sorgt nun für schnelles Bearbeiten

Wichtig war für Avira zudem eine

Funktionalität zur Call-Referenzierung,

die in der aktuellen CSM-Lösung neu

überarbeitet ist. Sie definiert die Verbindungsart

einzelner Calls zueinander

und ermöglicht deren Gruppierung

und Zuordnung: Anders als bei einer

„Parent-Child-Beziehung“, die keine

Änderungsmöglichkeit erlaubt, ist bei

einer Master-Slave-Beziehung die Verbindung

zwischen Calls über die Oberfläche

änderbar. Per Mausklick können

mehrere Slaves einem Master zugeordnet

werden. Dies ist zum Beispiel

immer dann sinnvoll, wenn inhaltlich

identische Anfragen eingehen. Ein Beispiel:

Verschiedene Kunden stellen ein

Problem mit einer Software fest, die

fälschlicherweise eine Virenwarnung

abgibt, und melden sich beim Kundensupport.

Der Support-Mitarbeiter

nimmt die Anfragen einzeln auf und

dokumentiert sie in jeweils einem Call.

Gehen weitere Fragen zu gleichem Thema

ein, legt er einen Master-Call an und

ordnet ihm die gleichen Anfragen zu.

Die Dokumentation wird dabei vom Slave

auf den Master übertragen. Entstehen

noch mehr Anfragen mit gleichem

Inhalt, wird im nächsten Schritt die Dokumentation

vom Master per Calltext-

Übernahme in alle zugeordneten Slave-

Calls übernommen. Solange sie nicht

bearbeitet sind, können die Calls in

einen „Parkzustand“ versetzt werden.

Mit dem Schließen des Master-Calls

werden auch alle zugehörigen Slave-

Calls geschlossen. „Mit dieser Funktion

kann ein Support-Mitarbeiter seine

Aufgaben einfach strukturieren und

gebündelt erledigen. Dadurch spart er

eine Menge Zeit“, freut sich Lipski.

Optimierte Datenanalyse

für bessere Service-Qualität

„Obwohl es sich hier um eine komplette

Neuinstallation handelt, konnten wir

die bereits definierten und bestehenden

15 Workflows, unter anderem für 1st-

Level-Support, 2nd-Level-Support und

Releasemanagement, in das neue System

übernehmen; Gleiches galt für die

E-Mail-Templates und Blacklisten mit

meist Absendern von Spam-E-Mails”,

erläutert Andreas Greimel, der das

Projekt betreute. „Das erleichterte die

Konfiguration der aktuellen Lösung.“

Gleichzeitig hat Avira für eine bessere

Erreichbarkeit über die Firmenwebseite

auch die Portallösung CM/Portal

eingeführt, in der die Kunden News abrufen,

in einer Lösungs-Datenbank Direkt-Recherchen

durchführen, Support-

Anfragen eingeben und eigene Calls

nachverfolgen können. Die Pflege des

News- und FAQ-Bereichs erfolgt über

Consol*CM. So stehen neue Erkenntnisse

und Support-Lösungen direkt

auch anderen Nutzern zur Verfügung.

Das Ergebnis: effektive Kundenbindung

bei gleichzeitiger Entlastung des

Helpdesks.

Ausblick

Nicht nur die Anwender und Kunden von

Avira können mit kürzeren Responsezeiten

und einer besseren Service-Qualität

zufrieden sein. Auch die Support-Mitarbeiter

und IT-Verantwortlichen sind von

dem neuen System überzeugt. Deshalb

sollen nun weitere Projekte folgen, wie

die Integration der Telefonie direkt in

das neue Programm. ó

ConSol Software gmbH, München

www.consol.de


B&R punktete bei Zimm in Vorarlberg

Auf ERP folgt CRM

Die Zimm Maschinenelemente Gmbh & Co. KG aus Lustenau in Österreich hat sich

entschieden, parallel zum ERP-System abas-Business-Software die CRM-Lösung

SmartCRM im Innen- und Außendienst sowie im eigenen Callcenter einzuführen.

Im Vordergrund der Entscheidung stand die Interaktion zwischen beiden Systemen.

Die Wahl fiel auf den langjährigen

abas-Kooperationspartner B&R

DV-Informationssysteme GmbH. Zimm-

Geschäftsführer Gunther Zimmermann

begründet die Entscheidung wie folgt:

„Nicht überall, wo CRM draufsteht, ist

auch CRM drin. Die neue Lösung ist für

uns ein gelungenes Gesamtpaket aus

einer durchdachten Software, die uns

von Anfang an begeistert hat, über 10

Jahren Schnittstellenerfahrung sowie

umfassender Beratungsleistung. In einer

Vor-Ort-Präsentation zeigte uns ein

Mitarbeiter sogar anhand unserer eigenen

Daten, wie wir die Absatzzahlen

ZUM UNTERNEhMEN

Die B&R DV-Informationssysteme gmbH entwickelt

seit 1992 erfolgreich CRM-Systeme

und überzeugte in über 400 Projekten mit

umfangreichem Know-how. Mit Smartcrm

verfügt B&R über eine individuell konfigurierbare

CRM-Lösung, die sich an die jeweilige

unternehmenssituation anpasst. Mehr als

14.000 mittelständische Anwender vertrauen

auf die langjährige Erfahrung des CRM-

Spezialisten. B&R ergänzt die Softwarelösung

durch Beratung und Systemanalyse, Customizing,

Installation sowie professionelle

Anwender- und Administratorschulungen.

Die engagierten Mitarbeiter von B&R stellen

die kontinuierliche Weiterentwicklung sicher

und bieten eine umfassende Kundenbetreuung.

B&R ist Microsoft Certified Partner für

ISV/Software Solutions und Kooperationspartner

des Karlsruher ERP-Anbieters abas

Software Ag. Darüber hinaus vertreibt B&R

seine Softwarelösungen in der Schweiz über

eine eigene Niederlassung und arbeitet mit

Implementierungs- sowie Vertriebspartnern

in Deutschland und Österreich.

ganz bequem auswerten können. Das

war mehr als überzeugend!“

Schneller Auswahlprozess

Der Kunde analysierte im Vorfeld der

Entscheidung verschiedene CRM-

Lösungen, wobei keines der Systeme

die Anforderungen in dem Umfang

abgedeckt hat, wie es bei der letztlich

gewählten Lösung bereits im

Standard der Fall war. „Das System

überzeugte uns mit komfortablen

Absatzauswertungen, transparenten

Daten und einem strukturierten

Maskenaufbau. Bereits nach der

ersten Präsentation war uns klar,

wie Informationen zusammenhängen

und wie leicht die Bedienung

des Systems ist. Dadurch wird es

auch für weniger geübte Mitarbeiter

einfach sein, Projektdaten und

Auswertungen abzufragen“, fügt

Elke Lun, Projektleiterin, an.

Der Hersteller von Antriebselementen

und Hubsystemen löst mit

der neuen Software sein bestehendes

System ab, weil dieses den gestiegenen

Ansprüchen nicht mehr gerecht wurde.

Da Zimm großen Wert auf täglich

verfügbare aktuelle Zahlen und Auswertungen

legt, übernimmt die neue

Software noch vor dem ERP-Echtstart

sämtliche Umsatzdaten aus dem abzulösenden

System. Die aufbereiteten Altdaten

stellt das Programm in verschiedenen

Übersichten auf Knopfdruck

bereit. Damit ist z. B. die Umsatzentwicklung

eines Artikels über mehrere

Jahre ersichtlich. Nach dem ERP-Echtstart

werden Umsatz- und Auftragszahlen

täglich automatisch per Schnittstelle

aus der Business-Software importiert.

So fließt das Zahlenmaterial aus

verschiedenen Systemen zusammen

und wird für aktuelle und historische

Umsatzvergleiche aufbereitet.

Zimm nutzt die neue Lösung für

Adress- und Aktivitätenverwaltung,

Aufgaben- und Terminplanung sowie

Absatzauswertungen. Darüber hinaus

wird das System im Projektgeschäft

eingesetzt, um am Projekt beteiligte

Adressen und phasenbezogene Historien

abzubilden. Daniela Treptow ó

B&R DV-Informationssysteme gmbH, Kandel

www.smartcrm.de

ZIMM Maschinenelemente GmbH + Co KG, Lustenau (A)

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

47


48

MARKTÜBERSIChT CRM-LÖSuNgEN

Anbieterübersicht

otris Software AG

Tel. +49 231 958069-50

oxaion ag

Tel. +49 7243 590-6777

PAVONE AG

Tel. +49 5251 3102-0

PiSA sales Gmbh

Tel. +49 30 810700-0

Projektron Gmbh

Tel. +49 30 34747640

PSI AG

Tel. +41 44 83257-00

PSIPENTA Software Systems Gmbh

Tel. +49 30 2801-2130

QlikTech Gmbh

Tel. +49 211 58668-0

r.z.w. cimdata AG

Tel. +49 3643 8640-0

RAMSAUER & STÜRMER Gmbh

Tel. +43 662 630309-0

salesforce.com Germany Gmbh

Tel. +49 89 5908-2364

SBS Software Gmbh

Tel. +49 7252 919-0

solvito Gmbh

Tel. +49 40 689495-60

Steeb Gmbh

Tel. +49 7062 673-0

Step Ahead AG

Tel. +49 89 894060-0

Team Brendel Gmbh

Tel. +49 7621 166947

Team4 Gmbh

Tel. +49 2407 9582-0

UBR Gmbh

Tel. +49 228 98352-0

Unidienst Gmbh

Tel. +49 8654 4608-0

UNISERV Gmbh

Tel. +49 7231 936-0

VEDA Gmbh

Tel. +49 2404 5507-0

VEDA (Switzerland) AG

Tel. +41 52 342-0212

We4IT Gmbh

Tel. +49 421 98973-00

Alle aktuellen Software-, Hardware- und

Dienstleistungsangebote finden Sie in unserer

Online-Datenbank. Wir haben für Sie

mehr als 4.600 Produkte von über 1.200

Anbietern zusammengestellt, die von den

Anbietern ständig aktuell gehalten werden.

www.midrange-solution-finder.de

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

Modernes CRM

Datenmanagement

Der hammerstein Park ist kein gewöhnliches Gewerbegebiet.

Unter dem Motto „Space for Business & Life“ entsteht in

Wesendorf seit 2007 ein modernes Gewerbe- und Dienstleistungszentrum,

das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Ein umfassendes Serviceangebot

und Sicherheitskonzept unter einem

Dach machen die Büro-, Lagerund

Freiflächen für eine Vielzahl von

Unternehmen aus dem produzierenden

Gewerbe sowie dem Dienstleistungssektor

attraktiv. Auch in Sachen Kundenbeziehungsmanagement

setzt der

Hammerstein Park auf eine ganzheitliche

Lösung, die Zeit und Kosten spart

und damit mehr Raum für das Wesentliche

schafft – den Kunden.

Professionelles Kundenbeziehungsmanagement

bedeutet nicht nur die

Implementierung neuer Software. Sie

ist vielmehr Teil der Firmenphilosophie

und übergreifenden Geschäftsstrategie.

Als ein solches Leitprinzip wird die Beziehung

zum Kunden immer wichtiger.

Je ähnlicher sich Dienstleistungen und

Produkte werden, umso mehr liegt der

entscheidende Unterschied in der Servicequalität.

So sind der Servicegedanke

sowie das Miteinander ihrerseits die

Leitprinzipien des Gewerbezentrums.

Zu den integrierten Dienstleistungen

zählen unter anderem das Logistikangebot

mit einem vielseitigen Staplerservice,

die Bereitstellung von LKW und

ganzen Sattelzügen mit Auflieger, eine

eigene günstige Tankstelle sowie ein

umfassendes Sicherheitskonzept mit

einem Rund-um-die-Uhr Wachschutz.

Um die gesamte Logistik noch effizienter

managen zu können und den Wünschen

der Kunden gerecht zu werden,

hat sich die Betreibergesellschaft Hammerstein

Park GmbH für eine All-in-one

CRM-Lösung von gid entschieden. Die

gid-GmbH ist CAS genesisWorld Gold

Partner und betreut den Hammerstein

Park seit 2008.

Immer die richtige

Information parat

Vor der Einführung von CAS genesis-

World im Herbst 2008 waren mehrere

Programme gleichzeitig im Einsatz.

Hinzu kam die Ablage von Dokumenten

im Papierformat. Gegenüber der

digitalen Akte bedeutete dies eine größere

zeitliche und damit finanzielle

Belastung. Wer hat wann zu welchem

Vorgang mit dem Kunden telefoniert?

Welche Dienstleistungen hat der Kunde

bisher in Anspruch genommen? Diese

wichtigen Informationen liefert das

CRM-System jetzt auf Knopfdruck. Alle

Kundendaten lassen sich bequem und

zeitsparend aufrufen, aktualisieren

und in vielfältiger Weise nutzen.

Zuvor war dazu das Nachforschen

in mehreren Dateien und Ordnern nötig

– ein erheblicher Mehraufwand für die

sechs Mitarbeiter, die von der leichten

und intuitiven Bedienbarkeit der neuen

Lösung begeistert sind. Zu den Anforderungen

an das neue System gehörte

vor allem die Möglichkeit, eingescannte

Schriftstücke zusammen mit E-Mails,

Adressen und anderen Informationen

intelligenter verwalten zu können. Beispielsweise

können E-Mails jetzt direkt

archiviert werden oder personalisierte

Serien-Mails aus den Kundenakten erstellt

werden. Auch die automatische


Benachrichtigungsfunktion ist eine

große Hilfe für die Mitarbeiter, da sie

umfassend und unabhängig von der

jeweiligen Anwendung über Aufgaben

und Projekte benachrichtigt werden.

Synergieeffekte nutzen

Gemeinsam etwas bewegen – in der

Region und mit der Region – ist eine

zentrale Idee des Hammerstein Parks.

Beispielsweise profitieren nicht nur

die mehr als 15 ansässigen Firmen von

der günstigen und nachhaltigen Energieversorgung

durch das eigene Hackschnitzelheizwerk.

Auch die Umwelt

wird geschont, da der Brennstoff aus

dem anliegenden Waldgebiet stammt,

wo Anfang 2009 eine Fläche von über

10.000 qm wieder aufgeforstet wurde –

ein Beispiel für eine zukunftsorientierte

und ganzheitliche Planung.

So steht ganzheitliches Denken

auch bei der Umsetzung der CRM-

Lösung im Vordergrund. „Durch den

SERVICE 10/2010

INSERENTEN

Bytware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

www.bytware.com

crm-expo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

www.crm-expo.com

CURSOR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

www.cursor.de

DMS/Messe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

www.dms-expo.com

EBO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

www.ebo-solution.de

EPOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

www.eposgmbh.com

Fritz & Macziol . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

www.fum.de

haus Weilgut . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

www.weilgut.com

helpsystems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

www.helpsystemsintl.com

hIT Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

www.hitsw.de

IT&Business . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

www.messe-stuttgart.de

ITP VERLAG . . . . . . . . . . . . . 17, 33, 43

www.midrange.de

IT-Security-Messe . . . . . . . . . . . . . . 11

www.secumedia.de

oxaion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

www.oxaion.de

PSIPENTA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

www.psipenta.de

SAGE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

www.sage.de

Toolmaker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

www.toolmaker.de

Zukunft Personal . . . . . . . . . . . . . . . 25

www.zukunft-personal.de

AUTOREN

direkten Zugriff auf alle Informationen

zu einem Kunden sparen wir Zeit und

Kosten. Dadurch ist es möglich, Dienstleistungen

wie den Staplermietservice

oder individuelle Sicherheitspakete zu

fairen Preisen bei garantierter Verfügbarkeit

anbieten zu können“, so Kai

Lange, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft

Hammerstein Park. Die

gesamte Infrastruktur lässt sich jetzt

dank des neuen CRM noch effizienter

managen. Da jeder Vorgang, also jede

E-Mail, jedes Telefonat oder jeder Bestellvorgang

sofort für den jeweiligen

Bearbeiter einzusehen ist, wird eine

bedarfsgerechtere Planung nah an den

Bedürfnissen der Kunden möglich. Aufgrund

der durchaus sehr heterogenen

Unternehmensstrukturen der Mieter ist

dies eine besondere Herausforderung

für ein Dienstleistungsunternehmen.

Im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung

wurde von gid nicht nur die

Implementierung der Softwarelösung

hans-Peter Arens . . . . . . . . . . . . . . . 18

info@vimt.de

Oliver Bendig . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

oliver.bendig@matrix42.de

Christoph Bisel . . . . . . . . . . . . . . . . 10

info@soreco.ch

jürgen Gladigau . . . . . . . . . . . . . . . . 22

jgladigau@visuresolutions.com

Birgitta hauser . . . . . . . . . . . . . . . . 40

bha@toolmaker.de

Kay-Eric hirschbiegel . . . . . . . . . . . . 18

info@sciforma.de

Dr. Mohammad Ketabchi . . . . . . . . . 21

info-germany@progress.com

Steve Nellessen . . . . . . . . . . . . . . . 48

info@gid-gmbh.de

Carmen Rasche . . . . . . . . . . . . . . . . 37

carmen.rasche@eposgmbh.com

Steffen Rieger . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

steffen.rieger@it-novum.com

Frank-Michael Schlede . . . . . . . . . . . 24

fms@schlede.de

Christian Schneider . . . . . . . . . . . . . 16

c.schneider@candoprojects.com

Dr. Michael Streng . . . . . . . . . . . . . . 26

service@parameta.de

Daniela Treptow . . . . . . . . . . . . . . . . 47

daniela.treptow@smartcrm.de

Ronny Winkler . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

ronnyw@lewispr.com

GENANNTE FIRMEN

B&R Gmbh . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

www.smartcrm.de

Can Do Gmbh . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

www.candoprojects.com

ChangePartner AG . . . . . . . . . . . . . . 23

www.change-partner.de

übernommen. Der IT-Spezialist kümmert

sich auch um den gesamten Support,

zu dem selbstverständlich auch

eine interaktive Mitarbeiterschulung

gehörte. Nach der Schulung war die

neue Software sofort einsatzbereit.

„Der gute Rundum-Service ist für uns

eine enorme Arbeitserleichterung, da

die CRM-Lösung jederzeit so funktioniert,

wie wir es erwarten. So bleibt

mehr Zeit für unsere Kunden“, so Lange.

Wer zukunftsorientiert denkt, hat

immer das Ganze im Blick, denn das

Ganze ist mehr als die Summe seiner

Teile – im Hammerstein Park und

bei der Datenverwaltung. Das wusste

schon Aristoteles, auch wenn der griechische

Philosoph dabei wohl weniger

an professionelles Kundenbeziehungsmanagement

dachte.

Steve Nellessen ó

gid-gmbH, Norderstedt

www.sofa-helpdesk.de

ConSol Software Gmbh . . . . . . . . . . 44

www.consol.de

Fritz & Macziol Gmbh . . . . . . . . . . . . 12

www.fum.de

gid-Gmbh . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

www.sofa-helpdesk.de

Inspire Technologies Gmbh . . . . . . . 28

www.bpm-inspire.com

it-novum Gmbh . . . . . . . . . . . . . . . . 32

www.it-novum.com

matrix 42 AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

www.matrix42.de

parameta Gmbh & Co. KG . . . . . . . . 26

www.parameta.de

Progress Software Gmbh . . . . . . . . 21

www.progress.de

Projectplace Gmbh . . . . . . . . . . . . . 24

www.projectplace.de

Sciforma Gmbh . . . . . . . . . . . . . . . . 18

www.sciforma.com/de

Soreco AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

www.soreco.ch

Visure Solutions . . . . . . . . . . . . . . . 22

www.visuresolutions.com

10/2010 · MIDRANGE MAgAZIN

49


50

SERVICE

Fluch und Segen

Es war in den Siebzigern, da kolportierte ein großer US-Büromaschinenbauer,

dass es nun auch Computersysteme gäbe, die für den Mittelstand

erschwinglich seien. Und weil Mittelständler von Haus aus innovativ

sind, wurde aus diesem Announcement eine Erfolgsgeschichte für

IBM. Damit dieses - mittlerweile tausendfach ausgelieferte Blech - zum

Leben kam, lieferte Big Blue einen Listgenerator, der dann später zu RPG

mutiert. Mit diesem RPG wurden im Laufe der Jahre jede Menge mehr

oder weniger komplexe Anwendungen erstellt. Immer schön mit einer

zeichenorientierten grün/

schwarzen Benutzeroberfläche.

Doch selbst als in

den achtziger Jahren die

Grafik und die Maus bei der

Konkurrenz aufkommen,

bot IBM ihren Anwendern

hundertprozentigen Investitionsschutz,

was die eingesetzte

Software und den

vorhandenen Entwickler-Skill angeht. Und was machte der sparsame

Mittelständler? Er freute sich darüber und orderte über einige Systemgenerationen

fleißig nach. Immer modernere und schnellere Hardware

computert so mit alten Anwendungen, erstellt mit den Methoden aus der

Steinzeit der EDV. Die neuen Möglichkeiten des Softwareengineerings,

die diese Server mit Namen AS/400, i5, iSeries, System i oder POWER

Systems i im Laufe der Produktevolution ermöglichen, bleiben größtenteils

ungenutzt, weil weder Skill weiterentwickelt werden muss, noch

technologisch begründeter Zwang zur Modernisierung der Anwendungen

besteht. Deshalb verliert diese einst so hochgelobte Serverplattform

zunehmend an Standing. Wie sich jetzt herausstellt, dankt diese Politik

nicht dem Segen des Investitionsschutzes, sondern beschert den Fluch

von vereitelter Innovation. kdj ó

IMPRESSUM

MIDRANGE MAgAZIN

ISSN 0946-2880

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Jägle (kdj), Robert Engel (RE), Jörg Zeig (JZ)

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Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr

Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 20/2010

MIDRANGE MAgAZIN · 10/2010

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MIDRANGE MAgAZIN 11/2010

erscheint am 19. 10. 2010

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Satz und Druckvorstufe: Michael Schnürer,

Popp Media Service, Augsburg

Druck: Joh. Walch gmbH, Augsburg

Cartoon: Baaske Cartoons, Müllheim

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