Schenkungssteuer v e r f a s s u n g s - widrig? - Pirklbauer

gpirklbauer

Schenkungssteuer v e r f a s s u n g s - widrig? - Pirklbauer

Steuer- und Wirtschaftsinformation .......................... ....................... Ausgabe Juni 2007

Gerhard Pirklbauer, MBA

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Unternehmensberater

E-Mail: gerhard.pirklbauer@g-pirklbauer.at

Schenkungssteuer

v e r f a s s u n g s -

widrig?

Mit Erkenntnis vom 7. März 2007 hat

der Verfassungsgerichtshof (VfGH)

die Erbschaftssteuer als verfassungswidrig

aufgehoben und verfügt, dass

die Aufhebung erst mit Ablauf des 31.

Juli 2008 wirksam wird. Am 8. März

2007, also einen Tag nach der Aufhebung

der Erbschaftssteuer, hat der

VfGH auch gegen die Schenkungssteuer

ein Gesetzesprüfungsverfahren

eingeleitet.

Da die Bedenken des VfGH gegen die

Erbschaftssteuer (vor allem wegen der

veralteten Einheitswerte) auch auf die

Schenkungssteuer zutreffen, wird allgemein

mit hoher Wahrscheinlichkeit auch

eine Aufhebung der Schenkungssteuer

wegen Verfassungswidrigkeit erwartet.

Der VfGH kann auch in diesem Fall eine

„Reparaturfrist“ setzen.

Die Beratungen über das Gesetzesprüfungsverfahren

zur Schenkungssteuer

werden aller Voraussicht nach am 11.

Juni 2007 beginnen. Lt. VfGH ist mit

einem Ergebnis „noch im Sommer“ zu

rechnen.

Reaktionsmöglichkeiten des Gesetzgebers

Wenn der VfGH die Schenkungssteuer

als verfassungswidrig aufhebt, kann der

Gesetzgeber wie folgt reagieren:

• Keine Reaktion des Gesetzgebers und

damit keine Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer

mehr,

• Reparatur des Gesetzes ab 1. August

2008 (z.B. durch Anhebung der Einheitswerte

und gleichzeitiger Erhöhung der

Freibeträge),

• Reparatur des Gesetzes erst im Zuge

einer großen Steuerreform, wodurch sich

zwischen 1.8.2008 und Neuinkrafttreten

der Steuerreform ein Zeitraum der Nichtbesteuerung

von Erbfällen und Schenkungen

eröffnet.

Wenn man davon ausgeht, dass der

Gesetzgeber nicht reagiert und somit

die Schenkungssteuer mit 1. August

2008 ausläuft, ergeben sich folgende

steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten:

Schenkungen nach dem 1. August

2008

Der Abschluss eines Schenkungsvertrages

sollte erst nach dem 1. August 2008

erfolgen. Ein sofortiger Schenkungsvertrag,

jedoch mit Übergabestichtag nach

dem 1. August 2008, ist ebenso möglich.

Schenkungen ohne sofortige Übergabe

sind notariatsaktpflichtig.

Schenkungen von Liegenschaften

Hier besteht die Möglichkeit, die Schenkung

ebenso auf einen Zeitpunkt nach

dem 1. August 2008 zu verschieben,

sodass sich keine Schenkungssteuer

ergibt.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine Liegenschaft

schon jetzt – allerdings unter

Vereinbarung einer entsprechenden Gegenleistung

(Wohnrecht, Kreditübernahmen,

Kaufpreis in Höhe des dreifachen

Einheitswertes etc.) - zu übertragen.

Nach dem 1. August 2008 könnte auf die

Gegenleistung wieder steuerfrei verzichtet

werden.

Zu bedenken ist, dass möglicherweise

der Gesetzgeber die Bemessungsgrundlage

für die Grunderwerbsteuer vom

dreifachen Einheitswert auf den Verkehrswert

erhöhen könnte.

Darlehensgewährung und Verzicht auf

Darlehensforderung

Werden Geldmittel vor dem 1. August

2008 benötigt, so sollten diese primär als

Darlehen gegeben werden. Nach dem

1. August 2008 kann auf das Darlehen

verzichtet werden. Wichtig ist, dass ein

Verzicht nach dem 1. August 2008 nicht

von vornherein vereinbart sein darf, da

dann eine Schenkung im Zahlungszeitpunkt

vorliegen würde.

Schenkung eines Unternehmens

Meist wird ein Zuwarten mit einer Unternehmensschenkung

bis nach dem

1. August 2008 am günstigsten sein.

Alternativ ist auch eine sofortige Unternehmensübergabe

mit Fruchtgenussvorbehalt

möglich. Ein steuerfreier Verzicht

auf das Fruchtgenussrecht nach dem 1.

August 2008 ist möglich.

Verzicht auf alte Forderungen und Ansprüche

Häufig bestehen aus der Vergangenheit

noch offene Rechtsansprüche, die nicht

mehr oder nicht mehr in dieser Höhe gewünscht

sind (z.B. Darlehensforderungen

innerhalb der Familie, Wohnrechte etc.).

Eine schenkungssteuerfreie Bereinigung

nach dem 1. August 2008 ist möglich.

Schenkungssteuer verfassungswidrig?

Vorsteuervergütung bis 30. Juni 2007

beantragen

Rechnungslegung bei Dauerleistungen

Änderung bei Leasing ab 1. Mai 2007

Homepage und Domainadressen

Förderung für neu gegründete Betriebe

Förderung für Betriebsübernahmen

Investitionsförderung für Einnahmen/

Ausgaben-Rechner

Schwerarbeiterpension ab 2007

Anhebung der Pendlerpauschale

ab 1. 7. 2007

Steuerliche Behandlung der Fahrerkarte


Steuern

Margarete Lonsing

Steuerberaterin

E-Mail: margarete.lonsing

@g-pirklbauer.at

Vorsteuervergütung

bis 30. Juni

2007 beantragen

Österreichische Unternehmer können

sich ausländische Vorsteuern, die sie

im Rahmen ihrer betrieblichen Tätigkeit

im Jahr 2006 bezahlt haben, bis

spätestens 30. 6. 2007 zurückholen.

Die Frist ist meist nicht verlängerbar!

Häufig gibt es Rechnungen (z.B. für Treibstoff,

Reisekosten, Messekosten, Automiete,

Seminare, Beratung etc.) mit ausländischer

Vorsteuer. Eine ausländische

Vorsteuer kann beim österreichischen

Fiskus nicht geltend gemacht werden. Ein

Antrag auf Rückerstattung ist beim jeweiligen

nationalen Finanzamt zu stellen.

Dem Antrag sind die Rechnungen im

Original beizufügen sowie eine Unternehmerbescheinigung

des Staates, in

dem der Unternehmer ansässig ist. Diese

Bescheinigung ist ebenfalls im Original

beizufügen. Sie gilt jeweils für ein Jahr

ab Ausstellungsdatum und ist danach zu

erneuern.

Eine Auflistung für die in einzelnen Ländern

geltenden Mindestbeträge für die

Erstattung und die Adressen der zuständigen

Behörden finden Sie unter

http://ec.europa.eu/taxation_customs/

resources/documents/8th_Directive_

refund_table.pdf

Detailliertere Hinweise über die Rückerstattungsfähigkeit

von häufig vorkommenden

Vorsteuern sowie Rückerstattungsformulare

und nähere Hinweise über

das Procedere in den einzelnen Ländern

können wir Ihnen gerne zur Verfügung

stellen.

R e c h n u n g s l e -

gung bei Dauerleistungen

Für Dauerleistungen, wie sie z.B.

aufgrund von Wartungs-, Miet-, und

Pachtverträgen erbracht werden, wird

häufig auf eine regelmäßige Rech-

nungslegung verzichtet. Der Vorsteuerabzug

wird von der Finanzbehörde

dann akzeptiert, wenn eine Urkunde

(z.B. Mietvertrag) mit den erforderlichen

Rechnungsmerkmalen oder eine

Dauerrechnung vorliegt.

Die Praxis zeigt, dass in den Urkunden

häufig nicht alle erforderlichen Rechnungsmerkmale

enthalten sind. Daher ist

meist eine Dauerrechnung notwendig.

Rechnungen über Dauerleistungen aufgrund

von Miet-, Pacht- und Wartungsverträge,

Lizenzvergaben etc. müssen

somit nicht für jeden Monat neu ausgestellt

werden, sondern es genügt die Ausstellung

einer Rechnung mit sämtlichen

Rechnungsbestandteilen am Beginn des

Jahres oder aber auch unterjährig ab Änderung

der Vorschreibung.

Voraussetzung ist, dass auf die Dauerleistung

wie folgt hingewiesen wird: „Diese

Rechnung gilt bis zur Übermittlung einer

neuen Vorschreibung und verliert weiters

ihre Gültigkeit, wenn das Vertragsverhältnis

endet.“

Hat der Empfänger der Leistung den

vorgeschriebenen Betrag aufgrund einer

ordnungsgemäßen Dauerrechnung

bezahlt, hat er im Zeitpunkt der Zahlung

auch das Recht auf Vorsteuerabzug.

Keinesfalls sollte am Jahresbeginn der

Gesamtjahresbetrag mit der darauf entfallenden

Umsatzsteuer in Rechnung gestellt

werden. Es besteht dann die Gefahr

der (zusätzlichen) Umsatzsteuerschuld

kraft Rechnungslegung.

Ein Vorsteuerabzug ohne Zahlung ist

nach Ansicht der Finanz bei Dauerrechnungen

nicht zulässig.

Änderung bei Leasing

ab 1. Mai 2007

Aus Sicht des Leasingnehmers ist Leasing

steuerlich dann interessant, wenn

der Leasinggegenstand wirtschaftlich

dem Leasinggeber zugerechnet wird

und so der Leasingnehmer die laufenden

Leasingraten als Betriebsausgabe

steuerlich absetzen kann.

Die Gestaltungsmöglichkeiten für den

Leasingnehmer im Bereich des Finanzierungsleasings

wurden durch eine Änderung

in den Einkommensteuerrichtlinien

leider vermindert.

Einräumung einer Kaufoption

Das Leasinggut wird dem Leasingnehmer

dann zugerechnet, wenn der Leasingnehmer

eine Option auf Kauf des Leasinggutes

zu einem wirtschaftlich nicht angemessenen

Preis hat.

Wirtschaftlich angemessen ist ein Optionspreis

dann, wenn er zumindest 80%

(bisher 50%) des steuerlichen Restbuch-

wertes beträgt. Ein niedrigerer Wert kann

mit einem Verkehrswertgutachten oder

bei KFZ mittels Eurotax-Wert angesetzt

werden.

Vorleistungen

Vorleistungen (Kautionen, Mietvorauszahlungen)

des Leasingnehmers dürfen

künftig nicht mehr als 50% des Anschaffungswertes

ausmachen. Bisher waren

die Vorleistungen bis 75% möglich.

Gibt es Ausnahmen?

Bei den so genannten Operating-Verträgen

erfolgt immer eine Zurechnung

des Leasinggutes zum Leasinggeber.

Operatingleasing ist ein Leasingvertrag,

bei dem ein Restwert weder vereinbart

noch dem Leasingnehmer bekannt ist,

kein Andienungsrecht des Leasinggebers

besteht, eine Kaufoption nur zum Marktwert

ausgeübt werden kann, sowie der

Leasinggeber die wirtschaftliche Chance

und das wirtschaftliche Risiko der Verwertung

trägt.

Achten Sie bei Vertragsabschlüssen

darauf, dass – besonders beim Finanzierungsleasing

– die Leasinggesellschaft

wirtschaftlicher Eigentümer

ist.

Homepage und

Domainadressen

Fast alle Unternehmer haben bereits

eine eigene Homepage. Erstmals gibt

es in den Einkommensteuerrichtlinien

Aussagen zur steuerlichen Behandlung

der Kosten für eine Homepage

und eine Domainadresse.

Homepage

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

für eine Homepage sind zu aktivieren.

Kosten für die Erstellung einer Homepage

in Eigenregie dürfen nicht aktiviert

werden. Die Kosten werden insbesondere

im Hinblick auf Aktualisierungserfordernisse

und den technischen Fortschritt

auf eine Nutzungsdauer von drei Jahren

aufgeteilt. Die laufende Wartung der Homepage

stellt Erhaltungsaufwand dar

und kann somit sofort abgesetzt werden.

Wesentliche Verbesserungen oder Erweiterungen

sind wiederum zu aktivieren und

auf eine Nutzungsdauer von drei Jahren

abzuschreiben.

Domain-Adresse

Anschaffungskosten für den Erwerb einer

Domain-Adresse sind im Regelfall zu aktivieren

und sind jedoch nicht abnutzbar.

Eine Abschreibung ist daher nicht möglich.

Die laufenden Kosten aus der Benützung

der Domain sind hingegen sofort

abzugsfähig.


Steuern

Investitionsförderung

für Einnahmen/

Ausgaben-Rechner

Steuerpflichtige (natürliche Personen)

die eine Bilanz legen, können eine begünstigte

Besteuerung des nicht entnommenen

Gewinnes beantragen. Für

Einnahmen/Ausgaben-Rechner wurde

ein Freibetrag für investierte Gewinne

geschaffen. Dieser Freibetrag gilt ab 1.

1. 2007.

Natürliche Personen, die den Gewinn mittels

Einnahmen/Ausgaben-Rechnung

ermitteln, können bei der Anschaffung oder

Herstellung von abnutzbaren körperlichen

Anlagegütern oder von bestimmten Wertpapieren,

einen Freibetrag für investierte

Gewinne bis zu 10% des Gewinnes,

höchstens jedoch € 100.000,00 im Kalenderjahr

geltend machen.

Der Höchstbetrag von € 100.000,00 steht

jedem Steuerpflichtigen im Kalenderjahr

nur einmal zu. Die Absetzung für Abnutzung

(Abschreibung) wird dadurch nicht berührt.

Für welche Unternehmen gibt es den

Freibetrag?

Neben den Gewerbebetrieben und nicht

pauschalierten Land- und Forstwirten können

auch alle Freiberufler (Ärzte, Tierärzte,

Dentisten, Ziviltechniker, Rechtsanwälte,

Notare, Unternehmensberater, Journalisten,

Dolmetscher, Übersetzer, Architekten etc.)

diesen Freibetrag beanspruchen.

Das BMF hat vor kurzem klargestellt, dass

auch Gesellschafter-Geschäftsführer, Aufsichtsratsmitglieder,

Stiftungsvorstände und

Ärzte hinsichtlich der Sonderklassegebühren

den Freibetrag in Anspruch nehmen

können.

Kein Freibetrag steht allerdings zu bei Einkünften

aus Vermietung und Verpachtung.

Bei Mitunternehmerschaften (Personengesellschaften)

die den Gewinn mittels

Einnahmen/Ausgabenrechnung ermitteln,

steht der Freibetrag von € 100.000,00 den

Gesellschaftern anteilig entsprechend ihrer

Gewinnbeteiligungsquote zu.

Nutzungsdauer mindestens vier Jahre

Der Freibetrag für investierte Gewinne kann

nur zu Lasten des Gewinnes jenes Betriebes

geltend gemacht werden, der investiert

und wenn die Anlagegüter eine betriebsgewöhnliche

Nutzungsdauer von mindestens

vier Jahren haben. Voraussetzung ist

die Verwendung in einer Betriebsstätte im

Inland oder im übrigen EU/EWR-Raum.

Keinen Freibetrag gibt es für...

Förderungswürdig sind jedoch nicht alle Investitionen.

Für folgende Investitionen gibt

es keinen Freibetrag:

• Gebäude

• PKW, ausgenommen Fahrschulkraftfahrzeuge

sowie KFZ, die zu mind. 80 % der

gewerblichen Personenbeförderung dienen

• Luftfahrzeuge

• Geringwertige Wirtschaftsgüter

• Gebrauchte Wirtschaftsgüter

• Wirtschaftsgüter, die von einem Unternehmen

erworben werden, das unter beherrschendem

Einfluss des Steuerpflichtigen

steht.

• Wirtschaftsgüter, für die der Forschungsfreibetrag

in Anspruch genommen wurde.

Nachversteuerung

Scheiden Wirtschaftsgüter, für die der Freibetrag

für investierte Gewinne geltend gemacht

worden ist, vor Ablauf der Frist von

vier Jahren aus dem Betriebsvermögen aus

oder werden sie in eine Betriebsstätte außerhalb

des EU/EWR-Raumes verbracht,

ist der Freibetrag nachzuversteuern.

Wertpapiere

Unter die begünstigten Investitionen fallen

auch bestimmte Wertpapieranschaffungen.

Wichtig ist, dass diese dem Anlagevermögen

ab dem Anschaffungszeitpunkt

mindestens vier Jahre gewidmet werden.

Im Falle des Ausscheidens von Wertpapieren

unterbleibt insoweit der gewinnerhöhende

Ansatz, als im Jahr des Ausscheidens

begünstigte Wirtschaftsgüter, die

die Voraussetzung für den Freibetrag für

investierte Gewinne erfüllen, angeschafft

oder hergestellt werden. Die Frist von vier

Jahren wird dadurch nicht unterbrochen.

Wir prüfen gerne, ob Sie zum Kreis der

begünstigten Unternehmen gehören

und wie Sie diesen Freibetrag optimal

nutzen können. Interessant ist vor allem

auch, dass bestimmte Wertpapiere

zu den begünstigten Investitionen zählen

und diese dann nach vier Jahren

wieder verkauft werden können.

Förderung für neu

gegründete Betriebe

Wenn ein neues Unternehmen einmal

gegründet worden ist, haben die Kundengewinnung

und organisatorische

Themen Vorrang.

Nach den ersten Erfahrungen ist es jedoch

sinnvoll, innezuhalten und die ursprünglichen

Ziele zu überprüfen. Es kann sich

dabei auch herausstellen, dass Veränderungen,

Verbesserungen oder Verfeinerungen

bei den Umsetzungsschritten des

Betriebes erforderlich sind.

Als Hilfestellung in der Aufbauphase und

zur Sicherung eines nachhaltigen Bestan-

Unternehmensberatung

Mag. Franz Dorninger

Unternehmensberater

E-Mail: franz.dorninger

@g-pirklbauer.at

des bieten das Land OÖ und die Wirtschaftskammer

OÖ. eine großzügige Beratungsförderung

an.

66 % (max. € 880,00) der Beratungskosten

übernehmen sie für die Beratungsthemen

• Strategieentwicklung

• Aufbau eines Controllingsystems

• Erstellung eines Marketingkonzeptes

• Erstellung eines Finanzierungskonzeptes

• Durchführung von Planungsrechnungen

(z.B. Rentabilitätsberechnung, Mindestumsatzberechnung,Stundensatzkalkulation,

Finanzplan)

Gerne beraten wir Sie zu diesen Themen

und helfen bei der Förderungsabwicklung.

Förderung für Betriebsübernahmen

Wer erstmals unternehmerisch tätig

wird, verdient es, gefördert zu werden.

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH,

die Wirtschaftskammer und das Land

OÖ unterstützen Unternehmensnachfolger

und Unternehmensgründer finanziell,

damit diese erfolgreich in die

Selbständigkeit starten können.

Sparen mit Nachfolgebonus

Wenn Sie bereits heute für eine spätere

Betriebsübernahme sparen, bekommen

Sie 14 % der angesparten Summe als

Prämie. Das können bis zu € 8.400,00

sein. Sie müssen dazu mindestens 1 Jahr

vor der Betriebsübernahme zu sparen

beginnen und spätestens nach 6 Jahren

einen Betrieb übernehmen. Es wird ein

Ansparguthaben von max. € 60.000,00

(pro vollem Ansparjahr max. € 25.000,00)

gefördert.

Zusammen mit der Prämie verfügen Sie

dann über ein gutes Startkapital für die

Unternehmensübernahme.

Diese Förderung gibt es übrigens auch für

Unternehmensneugründungen.

Für nähere Informationen zum Thema Förderung

für neu gegründete Betriebe und

Förderung bei Betriebsübernahmen rufen

Sie bitte Herrn Mag. Franz Dorninger unter

07942/74761-0 oder 0664/5312029 an.


Lohnverrechnung

Gabriele Elmecker

Lohnverrechnerin

E-Mail: gabriele.elmecker

@g-pirklbauer.at

Schwerarbeitspension

ab 2007

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

müssen unter schwierigen

Bedingungen hart arbeiten. Zum Ausgleich

sollen Schwerarbeiter ab 1. 1.

2007, mit geringeren Abschlägen um

bis zu fünf Jahre früher in Pension gehen

können.

Voraussetzungen

• Vollendung des 60. Lebensjahres

• 45 Versicherungsjahre (Ersatzzeiten wie

Arbeitslosengeld etc. zählen mit)

• 10 Schwerarbeitsjahre innerhalb der

letzten 20 Arbeitsjahre (ab dem 40. Lebensjahr)

• Neben der Pension darf nicht über der

Geringfügigkeitsgrenze (€ 341,16) verdient

werden

• Vorerst gilt die Regelung nur für Männer.

Für Frauen wird die Schwerarbeitsregelung

erst mit 1. 7. 2010 wirksam.

Was gilt als Schwerarbeit?

Schicht- oder Wechseldienst während

der Nacht

Unregelmäßige Nachtarbeit zwischen 22

und 6 Uhr im Ausmaß von mindestens 6

Stunden und zumindest an 6 Arbeitstagen

im Monat, sofern in dieser Arbeitszeit

nicht überwiegend Arbeitsbereitschaft

liegt.

Regelmäßiges Arbeiten bei Hitze und

Kälte

Hitze liegt vor, wenn man mindestens die

Hälfte der Arbeitszeit zumindest plus 30

Grad und 50 % Luftfeuchtigkeit bei einer

Luftgeschwindigkeit von mindestens 0,1

m/Sekunde ausgesetzt ist, hervorgerufen

durch Arbeitsvorgänge (z.B. Tätigkeit bei

Hochofen sowie in Gießereien und Glasschmelzen)

Kälte liegt vor, wenn man sich überwiegend

in Kühlräumen aufhalten muss,

deren Temperatur niedriger als minus

21 Grad ist oder wenn der Arbeitsablauf

einen ständigen Wechsel zwischen Kühl-

und sonstigen Arbeiträumen erfordert.

Arbeiten unter chemischen oder physika-

lischen Einflüssen

Eine Tätigkeit unter chemischen oder

physikalischen Einflüssen (z.B. Erschütterungen,

inhalative Schadstoffe ) gilt aber

nur dann als besonders belastend, wenn

dadurch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit

von mindestens 10 Prozent verursacht

wurde.

Pflegeberufe

Berufliche Pflege von kranken oder behinderten

Menschen ab der Pflegestufe 4.

Arbeiten trotz Behinderung

Tätigkeiten, die trotz Minderung der Erwerbsfähigkeit

von mindestens 80 Prozent

und Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe

3 geleistet wurde.

Schwere körperliche Arbeit

Eine solche liegt vor, wenn bei einer achtstündigen

Arbeitszeit Männer mindestens

8374 Joule/2000 Kalorien, Frauen mindestens

5862 Joule/1400 Kalorien verbrauchen.

Eine detaillierte Liste dieser Berufe gibt es

auf der Homepage des Sozialministeriums

(www.ooegkk.at/mediaDB/116562.pdf

oder www.ooegkk.at/mediaDB/116563.

pdf) oder Sie rufen direkt in unserer Kanzlei

an.

Wer stellt Schwerarbeit fest

Ab 1. 1. 2007 müssen Dienstgeber/-innen

die Schwerarbeitszeiten ihrer Beschäftigten

den Krankenversicherungen bis 28.2.

des Folgejahres melden. Für vergangene

Jahre erhebt die Pensionsversicherungsanstalt

auf Antrag die Schwerarbeit.

Die Meldung muss alle Tätigkeiten, die auf

das Vorliegen von Schwerarbeit schließen

lassen, die Namen und Sozialversicherungsnummern

jener Personen, die diese

Tätigkeit verrichten und die Dauer dieser

Schwerarbeitstätigkeiten enthalten.

Bei einer Arbeitskräfteüberlassung nach

dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz ist

der Überlasser und nicht der Beschäftiger

zur Meldung verpflichtet.

Bis Dato gibt es keine speziellen Regeln

für Meldeformulare sowie für Aufzeichnungen.

Männer, die zwischen Oktober 1944

und Dezember 1946 geboren sind, können

möglicherweise mit 1. 1. 2007 in die

Schwerarbeitspension gehen. Für jene

Personen gilt rasch handeln und einen

Antrag auf Feststellung der Schwerarbeit

bei der Pensionsversicherung zu stellen

Auch Männer die 1947, 1948 und 1949

geboren sind, können bereits einen Antrag

auf Feststellung der Schwerarbeitszeiten

stellen.

Wir empfehlen, falls Schwerarbeit zutrifft,

bereits jetzt interne Aufzeichnungen

zu führen und auf die Berufsbezeichnung

zu achten.

Anhebung der

Pendlerpauschale

ab 1. 7. 2007

Aufgrund gestiegener KFZ-Kosten wird

das Pendlerpauschale ab 1. Juli 2007

erhöht.

Kleines Pendlerpauschale

20 bis 40 km jährlich 546,00 €

40 bis 60 km jährlich 1.080,00 €

Über 60 km jährlich 1.614,00 €

Großes Pendlerpauschale

2 bis 20 km jährlich 297,00 €

20 bis 40 km jährlich 1.179,00 €

40 bis 60 km jährlich 2.052,00 €

Über 60 km jährlich 2.931,00 €

Für Arbeitnehmer, die unter die Besteuerungsgrenze

fallen und somit von der Erhöhung

der Pendlerpauschale nicht profitieren,

wird bei der Veranlagung für 2008

und 2009 der Höchstbetrag der Negativsteuer

von derzeit € 110,00 auf € 200,00

angehoben.

S t e u e r l i c h e

B e h a n d l u n g

der Fahrerkarte

Die Fahrerkarte, die von einem LKW-/

Autobus-Lenker besorgt werden muss,

ist unabdingbar für die Inbetriebnahme

eines LKW/Autobusses des Arbeitgebers.

Es liegt daher ausschließlich im Interesse

des Arbeitgebers, dass der Lenker eine

Fahrerkarte beibringt, da er ansonsten

seine Tätigkeit nicht ausüben kann. Eine

private Verwendung der Fahrerkarte ist

auszuschließen.

Wird nun die Fahrerkarte vom Arbeitsgeber

übernommen, stellt dies einen Kostenersatz

dar, und ist weder steuer- noch

sozialversicherungspflichtig.

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