STURAKTIV - StuRa Universität Leipzig

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STURAKTIV - StuRa Universität Leipzig

Sturaktiv

Die kostenlose Zeitung des StudentInnenRates der Universität Leipzig

Was uns blüht

Bachelor/Master

In sechs Semestern

zum Abschluss

Studienberatung

StudentInnen für StudentInnen

Zuzugsbonus

20 Euro mehr

sollten‘s schon sein

+++ Informationen zur Umstellung der UniCard +++

Mit der neuen UniCard wird‘s bunt

Apr 2006 III


StudentInnenRat

Wir, der StuRa sind...

Der StudentInnenRat (StuRa) ist die Interessenvertretung

aller Studierenden der Universität Leipzig.

Der StuRa und die Fachschaftsräte sind die Organe

der StudentInnenschaft der Universität Leipzig; das

sind alle an der Uni eingeschriebenen Studierenden.

Die Aufgaben der StudentInnenschaft sind durch das

Sächsische Hochschulgesetz geregelt und umfassen die

Wahrnehmung der hochschulpolitischen, hochschulinternen,

sozialen und kulturellen Belange der StudentInnen,

soziale Hilfeleistungen für Studierende, Förderung des

StudentInnensports, die Pflege überregionaler und internationaler

StudentInnenbeziehungen und schließlich die

Förderung der politischen Bildung und des staatsbürgerlichen

Verantwortungsbewußtseins der Studierenden. In

der Praxis hat sich die Arbeitsteilung etabliert, daß die

Fachschaftsräte die genannten Aufgaben auf Fakultätsbeziehungsweise

Institutsebene wahrnehmen, während

der StudentInnenRat die Interessen der Studierenden in

gesamtuniversitären Fragen und in der landes- und bundesweiten

Hochschulpolitik vertritt.

Neben hochschulpolitischen Fragen wie beispielsweise

der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen

oder der Problematik von Studiengebühren befasst

sich der StuRa mit den Arbeitsfeldern Ökologie, Verkehr,

Gleichstellungs- und Lebensweisenpolitik, Sport, Kultur,

Belange ausländischer Studierender, Antirassismus und

den Hochschulbau. Für alle Studierenden bietet der

StuRa eine Sozialberatung, eine BaFöG-Beratung und

eine Rechtsberatung an. Weitere Serviceleistungen des

StuRas umfassen den Verleih von Technik (Beamer) und

eines Transporters, die Jobvermittlung, Fahrradselbsthilfewerkstätten,

Faxservice und Darlehnensvergabe.

StudentInnenRat

der Universität Leipzig

Der StuRa folgt dem Prinzip demokratischer Mitbestimmung

und ist für alle Studierende offen. Die Sitzungen

des StuRa-Plenums sind öffentlich. JedeR StudentIn der

Universität Leipzig ist zu den Sitzungen eingeladen und

kann Anträge stellen. Das Binnen-I verweist auf das

Bewußtsein des StudentInnenRats um geschlechtsspezifische

Benachteiligungen in unserer Gesellschaft. Der

StudentInnenRat bemüht sich intern wie extern um die

Gleichstellung der Geschlechter.

Die SprecherInnen des StudentInnenRates:

Hannes Delto, Daniel Fochtmann und Michael Stephan

Augustusplatz 10-11, 04109 Leipzig

Hauptgebäude( HG) Raum 2-30

Telefon: 0341-97 37 850 Fax: 0341-97 37 859

E-Mail: sp@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de

Service:

Servicebüro: Jobvermittlung, Bafög-Beratung, Jugendherbergsausweis

u.v.m.

Sprechzeiten: Mo-Fr 9-13 Mo-Do 14-17 Uhr, HG 2-29,

Tel. 97 37 851

Campusservice: Mitfahr-, Mitwohnzentrale, Technik-Verleih,

Faxservice, Kartenvorverkauf u.v.m.

Öffnungszeiten: Mo-Do 10-17 Fr 10-15 Uhr, Seminargebäude

00-68, Tel. 97 37 855

Sozialberatung: HG, 2-32, Di 9-12 Uhr

Kostenfreie Rechtsberatung: HG, 2-32, Mo 15-17 Uhr

Kostenfreie psycholog. Beratung: Tel. 0341-12 48 575

Neu im StuRa - Der StuRa lebt und verändert sich. Zum 1. April haben die Neuen im StuRa ihr Amt angetreten:

Neue Referentin für

Ökologie und Verkehr

ist Christin Melcher

Claudia Laßlop ist die

neue Referentin für

Öffentlichkeitsarbeit

Neu im Referat für

Gleichstellungs- und

Lebensweisenpolitik

ist Stefanie Triebs

Der neue Mitarbei-

ter für Uni-Um-und

Neubau ist Michael

Schmidt

Die ehemalöige Öko-

Referentin Karola Kun-

kel ist nun Sprecherin

des StuRa.

Den StuRa-Ehemaligen sei für ihr Engagement gedankt. Allen Neuen im Amt wünschen wir einen guten Start.

INHALT

StudentInnenRat

Wir, der Stura Sind...

Impressum & Inhalt 3

Titelthema

in SechS SemeStern zum abSchluSS

Die Umstellung auf die BaMa-Studiengänge rückt näher 5

Studentinnen für Studentinnen

„Sag mal: Weißt du, wie ich mich für die Klausur anmelde?“ 6

Siegel um jeden PreiS

Akkreditierung an der Uni Leipzig 7

Hochschulpolitik

editorial

du biSt die uni

FSR-Kandidatur vom 11. April bis 2. Mai 4

mit blick nach vorn einen Schritt zurück

Hochschulgesetz könnte Hochschuldemokratie gefährden 11

Universität Leipzig

ballSPiele zur völkerverStändigung

RAS-Hallenfußballturnier und das Kribbeln für den Sommer 8

bierStaffel und richtiger WettkamPf?!

Deutsche Hochschulmeisterschaften im Schwimmen in Leipzig 8

mit der neuen unicard Wird‘S bunt

Ein paar Antworten zu Fragen der neuen alten UniCards 9

Pleiten, Pech und Pannen

JuristInnen beklagen zähes Verfahren 12

Studentisches Leben

„SüSS, Scharf, Sündig“

Studentischer Fotowettbewerb: Ideenreichtum ist gefragt 7

daS märchen von der ramPe

Oder: Wie kommen die Fahrräder in die neue Tiefgarage? 10

möbelWagen Per mauSklick

Studitransporter kann jetzt online gebucht werden 10

20 euro mehr Sollten‘S Schon Sein...

Zuzugsbonus wird im Stadtrat neu verhandelt 13

offizielle Stura-SemeSterauftaktParty

Feucht-fröhlicher Start ins Semester am 13. April in der MB 14

hochkultur iSt Schnee von geStern

Neue Verantsaltungsreihe des StuRa: INTENSIVSTATION 15

Impressum

Herausgegeben vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des StudentInnenRates der Universität Leipzig

Redaktion: Johannes Sibbor, Claudia Laßlop, Ulrike Spohn

Layout: Robert Dessin

Druck: Druckzeichen Leipzig, Altenburger Straße 11, 04275 Leipzig

Ausgabe III, Auflage 8.000

ViSdP: Johannes Sibbor, Claudia Laßlop

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der AutorInnen wieder.

Kontakt: Referat für Öffentlichkeitsarbeit, StuRa, Augustusplatz 9-10, 04109 Leipzig, www.stura.uni-leipzig.de

Fragen, Kommentare und Bewertungen bitte an roef@stura.uni-leipzig.de

Impressum & Inhalt


Hochschulpolitik

Editorial

Endlich hat die schriftliche Kritik

uns erreicht. Ein Leserbrief, welche

Freude. Natürlich haben wir ihn

(teilweise) abgedruckt, Ihr findet ihn

auf Seite 12. Bitte mehr davon!

Dieses Semester ist das letzte an

der Universität Leipzig, in dem

man sich in die „alten“ Diplom-,

Magister- und Lehramtsstudiengänge

immatrikulieren kann. Auf

(Nimmer)Wiedersehen also. Dabei

scheint die Einführung der neuen

Studiengänge (BaMa) nicht problemlos

zu verlaufen. Die mit der

Einführung der Studiengänge zeitgleiche

Akkreditierung läßt ebenso

misstrauisch werden. Wird hier

Schnelligkeit der Gründlichkeit vorgezogen?

Ob die Umstellung der Kontensysteme

auf den Studiausweisen,

die völlig unerwartet über uns alle

hereinbrach, zum befürchteten Chaos

führen wird, wird sich jetzt zum

Semesteranfang erweisen. Von ersten

Warteschlangen in der Caféteria

und der Mensa wurde im StuRa

schon berichtet. Man kann es mit

Gleichmut sehen: Neben Prüfungsund

BAföG-Amt und Sprechstunden

bei Lehrenden jetzt eben weitere

Orte an der Universität, wo Studierende

sich in die obligatorischen

Schlangen einreihen.

Übrigens wählen die Studierenden

der Uni in diesem Semester ihre VertreterInnen.

Kandidaturen von fähigen,

engagierten, kritischen, arbeitsamen,

feiergeilen... Studentinnen

und Studenten sind ausdrücklich

erwünscht. Die Uni braucht Euch!

Los geht`s also in den Frühling und

das Sommersemester. Der StuRa

freut sich auf Euch. Wir sehen uns

bei einer der Vorstellungsstaßen,

der Semesterauftaktparty oder in

der INTENSIVSTATION (Seite15).

Johannes Sibbor

Du bist die Uni

FSR-Kandidatur vom 11. April bis 2. Mai

„KandidatIn gesucht“ Wahlwerbung für die Fachschafts- und Konzilswahlen (Bild: StuRa)

Die Wahlen der Fachschaftsräte und der Konzilsmitglieder werfen ihren

Schatten voraus: Der Bewerbungszeitraum für Deine Kanditatur für den

Fachschaftsrat (FSR) oder/und das Konzil läuft vom 11. April bis zum 2.

Mai. In dieser Zeit mußt Du Deine Kandiatur anzeigen, also bekanntgeben.

Am besten geht das bei Deinem FSR: Dort wird eine Liste der KandidatInnen

zusammengestellt. Genauso ist es aber auch möglich, Deine Kandidatur

beim Wahlamt der Universität (in der Goethestraße 6, bei Frau Heide) einzureichen.

Die Wahl selbst findet dann vom 30. Mai bis zum 1. Juni statt.

Falls Du Dich fragst, warum ausgerechnet Du Dich bewerben sollst? Ganz

einfach, weil die Universität Dich braucht. Weil die Universität davon lebt,

dass sich junge Studierende einbringen und die Entwicklungen im akademischen

und nicht akademischen Bereich krititsch begleiten und mitgestalten.

Weil die Universität ständig und immer wieder neue Gedanken und frischen

Wind nötig hat. Abgesehen davon wird Dich die Arbeit im Fachschaftsrat

persönlich weiterbringen. Dabei sind der Blick hinter die Kulissen der Hochschule

und der enge Kontakt zu den Lehrenden nur die eine Seite. Vielmehr

wirst Du lernen, Andere - Deine KomilitonInnen - zu vertreten, für sie zu sprechen

und Dich für ihre Interessen einzusetzen (und Du wirst erfahren, welche

Probleme das mit sich bringt). Das heißt Verantwortung übernehmen. Für

Dich, für die Studierenden, für die Universität.

DENN DU BIST DIE UNI! Johannes Sibbor

In sechs Semestern zum Abschluss

Die Umstellung auf die BaMa-Studiengänge rückt näher

Die Umstellung auf Bachelor-/Master-Studiengänge

an

der Universität Leipzig wird

wohl die letzte verbleibende

Großbaustelle in Leipzig sein,

wenn ab Oktober 2006 in gestufte

Studiengänge immatrikuliert

wird. Diplom und Magister

findet man dann nur

noch in Geschichtsbüchern...

Eine so umfangreiche Studienreform

haben die Hochschulen in

Deutschland wohl noch nie erlebt.

Die bisherigen Abschlüsse Diplom

und Magister werden eingestellt.

Neue – moderne und innovative

– gestufte Studiengänge werden

eingeführt, um einen einheitlichen

europäischen Hochschulraum zu

schaffen. Nach sechs Semestern

Studium erhalten erfolgreiche Studierende

den Bachelor. Doch warum

das alles? Weil sich die europäischen

KultusministerInnen Ende der

1990er Jahre darauf geeinigt haben,

bis 2009 auf die zweistufigen

Bachelor-/Master-Studiengänge

(BaMa) umzustellen. Damit verbunden

sind die Einführung von ECTS-

Punkten (European Credit Transfer

System), die Modularisierung sowie

die Qualitätssicherung.

Für die Uni Leipzig beginnt damit

zum Wintersemester 2006/07 die

große Umstellung. Die Vorgaben

von Hochschulrektorenkonferenz,

Kultusministerkonferenz und sächsische

Gesetze müssen umgesetzt

werden. Aus Sicht der Prorektorin

für Lehre und Studium, Professor

Dr. Charlotte Schubert, bietet die

Umstellung „realistische Chancen,

einige [...] Krisenherde zu beseitigen“.

So werden international nicht

anerkannte Abschlüsse (Diplom,

Magister, Staatsexamen) durch anerkannte

(Bachelor/Master) ersetzt.

Die tatsächliche Studienzeit soll sich

verkürzen. Damit soll das Berufseinstiegsalter

deutscher HochschulabsolventInnen

auf europäisches

Niveau sinken.

Studierende erhalten für Ihre Teilnahme

an Vorlesungen, Seminaren,

Übungen und Praktika so genannte

Leistungspunkte nach dem ECTS.

Hierbei wird nicht nur die Anwesenheit

berücksichtigt, sondern auch

der Arbeitsauswand („workload“)

zur Vor- und Nachbereitung von

Vorlesungen oder Seminaren, das

Anfertigen von Hausarbeiten, Protokollen

oder Vorträgen sowie die

Zeit zur Prüfungsvorbereitung.

Der Aufbau des Studiums wird in

Module gegliedert. Inhaltlich werden

verschiedene Angebote entwickelt,

aus denen die Studierenden

ihr pesönliches Studien-Profil erstellen.

Diese verbesserte Gliederung

soll schneller zu Studienerfolgen

führen. Die aber wohl wichtigste

Änderung ist der Wegfall der Abschlussprüfungen

zugunsten studienbegleitender

Prüfungen.

Eine Fakultät macht‘s vor

Die Änderungen des Studienaufbaus

lassen sich an der bereits

erfolgten Umstellung an der Fakultät

für Chemie und Mineralogie

verdeutlichen. Bis zum Jahr 2001

immatrikulierten sich angehende

ChemikerInnen in den Diplom-Studiengang

Chemie. In den ersten

vier Semestern wurden Vorlesungen

und Laborpraktika angeboten. Für

das Vordiplom mussten mündliche

Prüfungen in vier Fächern abgelegt

werden. Es folgten weitere fünf Semester

mit Vorlesungen und Praktika.

Leistungsscheine gab es für die

erfolgreiche Teilnahme an Veranstaltungen.

Im zehnten Semester schrieben

die StudentInnen ihre Diplomarbeit

und mussten außerdem in drei

Prüfungen ihr Wissen unter Beweis

stellen. Die abschließende Gesamtnote

setzte sich aus Diplomarbeit

und den drei Diplomprüfungen zusammen.

Bereits im Wintersemester 2002

hat die Fakultät auf das neue BaMa-

System umgestellt. Studienbegleitende

Prüfungen führen nun nach sechs

Semestern und 180 erworbenen

Leistungspunkten (LP) zum Bachelor

of Science (B.Sc.). Soll heißen, jede

abgelegte Prüfungsleistung geht in

die Endnote ein. 2005 wurden die

ersten Bachelorzeugnisse überreicht

– an 33 AbsolventInnen von ehemals

105 StudienanfängerInnen.

Wer sich erfolgreich durch diese

ersten sechs Semester gekämpft

hat, darf sich in einen von derzeit

drei Studiengängen zum Master of

Science (M.Sc.) an der Fakultät für

Chemie und Mineralogie immatrikulieren

Masterziel sind 120 Punkte

Nach drei Jahren der Übergangszeit

im Bachelor werden seit Oktober

2005 im Master Module

angeboten. Inhaltlich zusammengehörige

Veranstaltungen werden am

Semesterende mit Modulprüfungen

abgeschlossen. Neben den vorgeschriebenen

Pflichtmodulen können

Studierende Wahlpflichtmodule belegen.

Auch die werden am Ende

des Semesters mit Modulprüfungen

abgeschlossen. Weiterhin steht es

den Studierenden frei, ein Modul

außergalb der eigenen Fakultät zu

belegen und so „Schlüsselqualifikationen“

zu erwerben. Die werden

vollends anerkannt, bestandene Modulprüfung

vorausgesetzt. Summa

summarum sollen so 90 LP erworben

werden. Weitere 30 LP werden

für die Anfertigung der Masterarbeit

im vierten Fachsemester vergeben.

Abschließende Prüfungen gibt es

nicht mehr. Die studienbegleitenden

Modulprüfungen und die Masterarbeit

bilden die Abschlussnote.

BishersinddieWiederholungsmöglichkeiten

für Module beschränkt. Es

bleibt also zu hoffen, dass die Überarbeitung

der Studiendokumente

hier Abhilfe schafft. Außerdem

wäre zu prüfen, ob die angestrebte

Flexibilität tatsächlich erreicht wird

und ob damit ein einheitlicher europäischer

Hochschulraum entsteht

- oder ob nicht vielmehr Kleinstaaterei

und Individualisierung Einzug

halten werden.

Gerald Eisenblätter

Fabian Keppler

Titelthema


Titelthema

6

StudentInnen für StudentInnen

„Sag mal: Weißt du, wie ich mich für die Klausur anmelde?“

Bildhafte Dinge im Mai 200 (Foto: M. Ludwig)

Noch wird ein Großteil der

Studienberatung durch die

StudentInnen selbst geleistet.

Doch im Zuge der Studienreform

wird sich vieles ändern

(müssen).

Die Uni bietet StudentInnen einige

Möglichkeiten der Beratung: Die

zentrale Studienberatung berät zu

allen Belangen und in jeder Studienphase.

Die Studienfachberatung

hilft bei allen Fragen zum Fach, und

die Prüfungsämter beraten zu Allem

rund um die Prüfungen. Neben diesen

„offiziellen“ Angeboten läuft

sehr viel Beratung über informelle

Wege. Schnell wird etwa die Kommilitonin

nebenan gefragt, welche

Scheine zur Prüfungsanmeldung

benötigt werden oder wie der Studienplan

sinnvoll zusammenzustellen

ist.

Besonders der Fachschaftsrat ist in

diesem Zusammenhang immer wieder

eine gute und gern gewählte

Adresse. An ihn richten sich Student-

Innen zu jeder Zeit und zu jedem

Thema. Das ist auch verständlich.

Denn einE KommilitonIn

kennt die Probleme

und Ängste des Studienalltags.

Vermeintlich

„dumme“ Fragen lassen

sich da ungenierter

stellen - sind sie doch

meist weniger banal als

entscheidend für den

Verlauf des Studiums.

Die gute Erreichbarkeit

des Fachschaftsrates

steigert zusätzlich seine

Attraktivität. Internetauftritte

mit Informationen

rund um das Studium,

ausgiebige Sprechzeiten

und eine Beratung

per E-Mail führen in

der Regel schnell zur

gesuchten Antwort oder

wenigstens zum Hinweis,

wo die begehrte

Information zu finden

ist.

In einigen Einrichtungen

wurde der Wert

der studentischen Studienberatung

erkannt. So wurden 1998/99 im

Historischen Seminar und in der Erziehungswissenschaftlichen

Fakultät

studentische Hilfskraftstellen (SHK)

für die Beratung eingerichtet. Erfolgreich

beraten dort seither Studierende

ihre KommilitonInnen.

Patrick Pütz und Sebastian Richter

wurden vom Fachschaftsrat (FSR)

Geschichte für die Beratung vorgeschlagen

und sind nun von der Geschäftsführung

angestellt. In enger

Zusammenarbeit mit dem FSR organisieren

sie - zusätzlich zur persönlichen

Beratung in den Sprechstunden

sowie per Telefon und E-Mail

- Informationsveranstaltungen für

ErstsemestlerInnen und ZwischenprüfungskandidatInnen.

Dass Beratungsbedarf

zu Genüge besteht,

zeigt sich vor allem zu Beginn jedes

Semesters. Im letzten Wintersemester

etwa wurde das Beratungsangebot

drei Wochen lang acht Stunden

täglich in Anspruch genommen.

Die Erfahrungen von Urte Graba,

SHK an der Erziehungswissen-

schaftlichen Fakultät, sind ähnlich.

Sie versucht, durch die Bereitstellung

von Studienverlaufsplänen und

Zeitschienen ihren KommilitonInnen

das Studienleben zu erleichtern.

Die nötigen und neuesten Informationen

erhalten die drei studentischen

BeraterInnen durch einen

kontinuierlichen Austausch und eine

enge Zusammenarbeit mit der Studienfachberatung

und dem Prüfungsamt.

Durch ihre Mitarbeit in Gremien

wie der Studienkommission oder

dem Prüfungsausschuss können sie

die Erfahrungen und Probleme der

StudentInnen weitergeben und die

Weiterentwicklung ihrer Studiengänge

voranbringen.

Die Kooperation der beratenden

Instanzen an der Universität Leipzig

wird in Zukunft wichtiger denn

je sein. Mit Umstellung der Studiengänge

auf Bachelor und Master stehen

wir vor einer Herausforderung,

die nur gemeinsam gelöst werden

kann. Zum Einen wird der Beratungsbedarf

steigen, d.h. nicht nur die

ErstsemestlerInnen wollen informiert

werden, sondern auch alle Wechsel-

Interessierten. Zum Anderen müssen

auch die Beratenden selbst über die

Strukturen, Inhalte und Modalitäten

der neuen Studiengänge aufgeklärt

werden. Sollte etwa ein zentrales,

elektronisches Einschreibesystem

installiert werden, so muss darüber

umfassend und kontinuierlich informiert

werden.

Gleichzeitig bricht die informelle

Beratung praktisch weg. Denn es

wird nicht mehr möglich sein, einfach

die/den BanknachbarIn oder

die/den DozentIn zu fragen, wie

der Studienplan zu basteln ist oder

welche Bedingungen für die Prüfungsanmeldung

zu erfüllen sind:

Aufgrund der umfassenden Neuerungen

kann niemand mehr auf

seine Erfahrungen zurückgreifen. In

einem Beratungskonzept sieht die

Uni die Lösung in der Einführung

von weiteren Beratungsinstanzen.

Modulverantwortliche sollen zu den

Inhalten und Kombinationsempfehlungen

der Module Auskunft geben.

Ein Career Center berät für den Berufseinstieg.

Obwohl Studienberatung grundsätzlich

nicht zu den Aufgaben der

Fachschaftsräte gehört, wird sie

dennoch von allen angeboten. Interessanterweise

sieht die Uni die

studentische Studienberatung als

wichtigen Bestandteil der Beratung

an. Es bleibt abzuwarten, wie sich

diese Erkenntnis auf die zukünftige

Gestaltung des Beratungsangebots

auswirken wird. Noch fehlt es an

konkreten Ideen und Plänen. Die Benennung

von BeraterInnen genügt

bei Weitem nicht. Informationen

müssen aufbereitet und zur Verfügung

gestellt werden. Schulungen

von MultiplikatorInnen sind notwendig.

Die Kommunikation und Kooperation

zwischen den Beratungsinstanzen

ist her- und sicherzustellen.

Noch sind die neuen Studiengänge

nicht eingeführt. Aber die Uni ist gut

beraten, ihr Konzept zur Gestaltung

der zukünftigen Studienberatung

bald umzusetzen.

Daniel Fochtmann

Haben wir uns das nicht immer

schon gewünscht? Endlich gibt es

ein Instrument der Qualitätssicherung:

das Akkreditierungssystem.

Darauf scheint die Uni schon lange

gewartet zu haben und kann es

kaum erwarten, das begehrte Qualitätssiegel

der Akkreditierung für

die neuen Studiengänge ihr Eigen

zu nennen. Aus diesem Grund wird

die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur

(ZEvA) schon in

diesem Semester die Studiengänge

beurteilen.

Aber was will die ZEvA beurteilen?

Studiengänge, die noch keinE

StudentIn studiert, noch keinE ProfessorIn

gelehrt hat? Also bleiben

den GutachterInnen nur die Studiendokumente

und die Spekulationen

über die Umsetzung als Grundlage.

Unglücklicherweise hat sich die Erstellung

der Dokumente verzögert,

weil die Anforderungen des Landes

„Süß, scharf, sündig“

In diesem Jahr veranstalten die studentischen

Fotoclubs der Städte Halle,

Leipzig und Jena ihren neunten

gemeinsamen Fotowettbewerb unter

den Studierenden der drei Partneruniversitäten.

Es können Werke

zu folgenden drei Themenbereichen

eingereicht werden: „Im rechten

Winkel“, „Süß, scharf, sündig“ und

„Jahrmarkt der Eitelkeiten“. Die Themen

sollen genreoffen und ideenreich

umgesetzt werden.

Organisiert wird der Fotowettbewerb

in studentischer Eigeninitiative

jeweils abwechslend von einem

der drei Fotoclubs. In diesem Jahr

ist Halle an der Reihe. Finanzielle

Unterstützung leisten das Studentenwerk

Halle, der Studierendenrat der

Universität Halle-Wittenberg sowie

diverse Sponsoren. Der aktuelle

Fotowettbewerb der Partneruniversitäten

startet zu Beginn des Sommersemesters,

d.h. ab 3. April wird der

Siegel um jeden Preis

Akkreditierung an der Uni Leipzig

Wettbewerb offiziell im Internet, in

Hochschulzeitungen und auf Plakaten

ausgeschrieben. Etwa drei Monate

später, also Anfang Juli, wird

es - voraussichtlich in der Mensa

Harz in der Hallenser Innenstadt

- eine feierliche Preisverleihung mit

Live-Musik, Gratis-Sekt und Buffet

geben. Außerdem wird dort am

gleichen Abend eine Ausstellung

sich änderten. Dadurch haben die

GutachterInnen der ZEvA noch weniger

Zeit sich ein Bild zu machen.

Ungeachtet dessen, ist fraglich,

inwieweit bei der Clusterakkreditierung

an der Uni Leipzig ein vernünftiges

Urteil zustande kommen

kann. Eine handvoll Personen sollen

innerhalb von zwei Tagen mehrere

Dutzend Studiengänge beurteilen.

Wie gründlich wird da die Prüfung

stattfinden?

Kritisch wird es, wenn die Erstellung

der Akkreditierungsunterlagen

Arbeitskräfte bindet, die dringend

für die Einführung der neuen Studiengänge

gebraucht werden. Das

Bemühen um das begehrte Siegel

der Qualitätssicherung gefährdet

also die Qualität?! Wir sollten in

Zukunft also etwas vorsichtiger sein

mit dem, was wir uns wünschen.

Studentischer Fotowettbewerb: Ideenreichtum ist gefragt

Es muss nicht immer bunt sein (Foto: PR)

Daniel Fochtmann

der besten eingereichten Arbeiten

eröffnet. Die Exponate werden für

ganze drei Monate zu bewundern

sein.

Die besten drei Arbeiten in jedem

Themenbereich sollen mit 250, 150

bzw. 100 Euro prämiert werden.

Für etwa zwölf weitere preisverdächtige

Werke pro Thema winken

Gutscheine und Sachpreise im Wert

von 10 bis 15 Euro.

Wer an dem diesjährigen studentischen

Fotowettbewerb der Partneruniversitäten

Halle, Jena und Leipzig

teilnehmen möchte, kann sich ab

Anfang April im Internet ausführlich

informieren und Teilnahmeformulare

besorgen: www.conspectus.

uni-halle.de

Einsendeschluss für die Foto-Arbeiten

ist der 9. Juni 2006.

Ulrike Spohn

Titelthema


Universität Leipzig

Ballspiele zur Völkerverständigung

RAS-Hallenfußballturnier und das Kribbeln für den Sommer

Legendär und vor allem beliebt

sind die Fußballturniere,

die das Referat Ausländischer

Studierender jeden Sommer

organisiert. Das hat jetzt auch

in den Winter abgefärbt.

Am 11. März wurde in der Jahnallee

gekickt, was das Zeug hielt.

Schneller, torreicher und intensiver

wirbelten beim Indoor-Turnier auf

drei Spielfeldern 18 Mannschaften

aus Kamerun, Spanien, Marokko,

der Türkei, Lindenau und dem Rest

der Welt. Für einige TeilnehmerInnen

war die Kleinfeldvariante eine harte

konditionelle Herausforderung. Wie

schön, dass es da neben der Meisterschaft

auch Ehrenpreise gab: Der

Fair Play Pokal ging an die FSG

Talentfrei Leipzig und Oxuss FCK.

Auch der StudentInnenRat war aktiv:

Die schon beim Schwimmfest erprobte

Mannschaft hielt sich wacker.

Bierstaffel und richtiger Wettkampf?!

Deutsche Hochschulmeisterschaften im Schwimmen in Leipzig

Vom 1 . bis 21. Mai finden

in Leipzig die Deutschen

Hochschulmeisterschaften im

Schwimmen statt. Wer sich

unter dem Wettkampf in der

Universitätsschwimmhalle

Mainzer Straße langweilige

Schwimmentscheidungen mit

braven LeistungssportlerInnen

vorstellt, liegt völlig daneben.

Sicher, am Tag geht es auf schnellst

mögliche Weise durch das kühle

Nass. Jedoch ist der Einsatz auf den

Partys am Freitag und Samstag mindestens

genauso wichtig.

Im Becken geht es neben

den olympischen Strecken

auch in meh-reren

gemischten Staffeln zur Sache.

Um einen Wettkampfbadeanzug

im Wert von

440 Euro streiten sich die

Vor allem die Sprecher setzten sich

mit brasilianischen Tribbelkünsten

in Szene und die Finanzreferentin

glänzte im Tor mit einigen Paraden.

Neben packenden Spielen wurde

da getrommelt, angefeuert und

nebenher auch immer wieder… geredet!

Fußball – als Raum für Kommunikation

auf geistiger und sportlicher

Ebene, wie soll es an der Uni

anders sein!?

Na, Lust bekommen? Der Campuscup

zum Campusfest steht vor

der Tür. Ende Mai, Anfang Juni wird

wieder gekickt bis die Sonne uns zu

echten FußballerInnen macht.

Anlässlich eines nicht weiter erwähnenswerten

Großereignisses im

Sommer wird eine weitere Uni-Fußballmeisterschaft

ausgetragen. Hier

sind besonders Frauenmannschaften

gern gesehen. Am 13. Juni findet

auf dem Testfeld des Campus Jahnallee

außerdem auch das Endspiel

TeilnehmerInnen in der neuen Form

des Hasenrennens. Insgesamt werden

Sachpreise im Wert von mehr

als 5.000 Euro an die Aktiven verteilt.

Aber das absolute Highlight

ist schon seit vielen Jahren die Bierstaffel.

Bei diesem Klassiker der alljährlichen

Meisterschaften starten je

sechs Personen in einer Mannschaft.

Auf 25 Meter Schwimmen folgt ein

schneller halber Liter Bier aus der

Dose. Mit leicht gestiegenem Alkoholspiegel

gehen die Aktiven auf

die abschließende Schwimmstrecke.

Durch Vor- und Zwischenläufe

werden die FinalistInnen ermittelt.

Dass einige StarterInnen

auf der Strecke

bleiben, kann man

sich leicht vorstellen.

Dennoch heißt es am

Freitagabend: Ab

in die Pausenhalle

Süd der Sportwissen-

Tierisch motivierter Fan (Foto: StuRa)

des ProfessorInnenturniers zwischen

dem Uni-Verbund Leipzig-Halle-Jena

statt. Wer also seinen Prof mal beim

Kicken bewundern will, sollte sich

den Termin schonmal im Kalender

vormerken! Reinold Redenyi

www.campusfest-leipzig.de.

schaftlichen Fakultät. Dort geht es

ab 20 Uhr mit Musik, viel Bier und

anderen preiswerten Stimmungsgetränken

zur Sache. Eingeladen sind

alle, die sich in der Lage fühlen, mit

mehr als 400 SchwimmerInnen zu

feiern. Der Eintritt ist für alle Mutigen

natürlich frei. Wer dann am

Samstag noch kann, findet sich

ab 22 Uhr in der Moritzbastei ein.

Nach der Ehrung der Besten in der

Bierstaffel und den anderen Wertungskategorien,

heißt es dann:

Ring frei zur zweiten Partyrunde!

Für den Sound und das leibliche

Wohl sorgt die Moritzbastei. Jetzt

dürfte wirklich allen klar sein, warum

die Hochschulmeisterschaften

einer der härtesten Wettkämpfe im

Jahr sind und sich die TeilnehmerInnen

mit Recht LeistungstrinkerInnen

- ich meine natürlich LeistungssportlerInnen

- nennen. André Berthold

Mit der neuen UniCard wird‘s bunt

Ein paar Antworten zu Fragen der neuen alten UniCards

Alles neu macht die Uni

Leipzig - und das auch mal

ganz schnell und ohne jede

Vorwarnung. So stehen die

Studierenden zum Sommersemester

auf einmal vor schönen

bunten SB-Terminals und

neuen UniCards und das wirft

ganz schön viele Fragen auf.

Dieser Beitrag will ein paar der

derzeit wichtigsten Fragen beantworten.

Dass diese universitäre

Hauruck-Aktion gnadenloses Chaos

und nicht enden wollende Fragen

mit sich bringt, bleibt hier einfach

mal nur ganz nebenbei erwähnt.

Brauche ich jetzt eine neue

UniCard (Studienausweis)?

Nein. Alle alten UniCards bleiben

gültig. Nur die Neuimmatrikulierten

bekommen eine neue UniCard in

schickem grünweißen Streifen-Look.

Das Mensaguthaben der alten Uni-

Card muss allerdings möglichst bald

umgeladen werden (dazu kommen

wir dann gleich).

Was ändert sich für meine

UniCard? Es gibt jetzt nur noch einen

Speicherchip. Die bislang zwei

Speicherchips hatten zu vielen Ausfällen

geführt. Die Studierenden von

Universität und Hochschule für Technik,

Wirtschaft und Kultur (HTWK)

können jetzt ohne Umschweife gemeinsam

in ihren Mensen speisen

- die neue UniCard hat eine einzige

Guthabenbörse für beide Zahlungssysteme.

Neu ist auch der Aufdruck

auf der UniCard. Bisher wurde die

Gültigkeit mit WS 05/06 oder SS

2006 angegeben. Jetzt wird das

taggenaue Gültigkeitsdatum aufgedruckt.

Außerdem wurde die Menüführung

an den SB-Terminals dem

Online-Menü (unter sb.uni-leipzig.

de) angepasst. Adressänderung,

Rückmeldung, Bescheinigungsausdrucke

oder Zahlung des Semesterbeitrags

- die Handhabe soll jetzt

online genauso übersichtlich und

einfach zu verwenden sein wie bisher

an den Terminals.

Was muss ich jetzt tun?

Schon seit 20. März wird eine neue

Mensabörse auf der alten UniCard

aktiviert. Mit der alten Mensabörse

- sprich, dem einst drauf geladenen

Guthaben - kann jetzt nicht mehr

bezahlt werden. Damit dieses alte

Guthaben aber nicht verloren geht,

müssen alle StudentInnen es auf die

neue Mensabörse umbuchen lassen.

Das geht relativ einfach, könnte

aber beim Andrang hunderter StudentInnen

Zeit und Nerven kosten:

In den Mensen stehen Stationen,

die das Geld der alten Mensabörse

auf die neue umladen. Also

für den ersten Mensagang im

Sommersemester ein paar Mi-

nuten mehr Zeit einplanen! Der

StudentInnenRat besteht darauf,

dass diese Stationen mindestens

bis Ende April stehen.

Restguthaben kann man sich

aber auch direkt beim Studentenwerk

in der Goethestraße

(Zimmer 317) einfordern.

Kann ich jetzt auch mit Kopierguthaben

mein Essen bezahlen

und mit dem Mensageld

kopieren? Leider nein. Die

Trennung von Kopierguthaben und

Mensaguthaben auf der UniCard

bleibt weiter bestehen.

Was passiert mit den bisherigen

SB-Terminals? Die zwölf

Terminals wurden eingesammelt und

umgerüstet. Dabei sind aus Kostengründen

nur zehn übrig geblieben.

Die sind blau, gelb und grün und

haben unterschiedliche Funtkionen.

Was können blaue Terminals?

An den blauen SB-Terminals

können fast alle Funktionen abgerufen

werden, egal, ob nun mit alter

oder neuer UniCard. Blau steht also

für Rückmelden, Bescheinigungen

ausdrucken, Änderung der Adressdaten

und so weiter.

Was können die Blauen

nicht? Hier wird kein Gültigkeitsstempel

auf die UniCard gedruckt.

Was können die grünen Terminals?

Es gibt UniCards, auf deren

Rückseite in der oberen rechten

Ecke vier kleine Balken stehen. Die

grünen Terminals erneuern den Aufdruck

für Kartengültigkeit ausschließlich

auf diesem Typ UniCard.

Und was können dann die

gelben Terminals? Wer eine

ältere UniCard hat, wird auf deren

Rückseite keine kleinen Balken

finden. Diese UniCards bekommen

nur an den gelben Terminals ihren

neuen Gültigkeitsstempel.

Studienausweis

Studentenwerk

Leipzig

So sehen die Neuen aus (Foto: Uni Leipzig)

Und wo stehen nun welche

Terminals und wieviele?

Im Hauptgebäude am Augustusplatz:

2x blau, 1x gelb, 1x grün,

Goethestraße: 1x blau, 1 x grün,

GWZ Beethovenstraße:1x gelb, 1x

grün, Medizinische Fakultät in der

Liebigstraße:1x gelb, 1x grün.

Und warum sehen die ausgedruckten

Bescheinigungen gar nicht mehr

wie richtige Dokumente aus? Alle

Ausdrucke sind jetzt auf weißem

Papier. Auf den Ausdrucken steht

dafür eine so genannte Verifikationsnummer.

Mit können Ämter die

Gültigkeit des jeweiligen Dokumentes

überprüfen.

Claudia Laßlop

Noch mehr Fragen?

www.stura.uni-leipzig.de,

www.uni-leipzig.de/vorles/

card oder einfach anrufen unter

Tel.: 0341/ 9737850.

Universität Leipzig


Studentisches Leben

Das Märchen von der Rampe

Oder: Wie kommen die Fahrräder in die neue Tiefgarage?

Dies ist die verzwickte Geschichte

um ein kleines, aber

feines Detail bei der Konstruktion

eines großen, modernen

Gebäudes irgendwo

in der Innenstadt eines sächsischen

Städtchens namens

Leipzig.

Es war einmal ein ambitionierter

Jungarchitekt, nennen wir ihn B.,

der zusammen mit zwei Kollegen

eine kleine Architekturgesellschaft

im schönen Münsterland gegründet

hatte. Aufgrund einer erfolgreichen

Wettbewerbsteilnahme schafften

sie es, irgendwann um die Jahrtausendwende

einen richtig großen,

ruhmversprechenden Auftrag an

Land zu ziehen, nämlich den Umbau

der zentralen Gebäude einer

renommierten Universität, die sich

Alma Mater Lipsiensis nannte. Soweit,

so gut.

Nun begab es sich, dass die dortigen

Studierenden, bekannt für ihre

besondere Radfahrfreude, den

Beschluss erreicht hatten, im Kellergeschoss

der umzugestaltenden

Gebäude zwei Tiefgaragen zum

Abstellen ihrer Drahtesel einzurichten.

Diesem Wunsch kam B. geflissentlich

nach, nur einem Aspekt

hatte er nicht genügend Beachtung

geschenkt: Wie sollten die tausend

Fahrräder täglich in die Tiefgarage

unter dem neuen Essenstrakt gelangen?

In B.‘s Bauzeichnungen gab

es an dieser Stelle lediglich eine

schmale, recht steile Treppe mit seitlichen

Schieberampen.

Der Bau hatte bereits begonnen,

als die radelnden KommilitonInnen

von diesen Plänen erfuhren. Und so

war der Aufschrei groß. Die Einrichtung

einer so großen Fahrradtiefgarage

machte doch nur Sinn, wenn

auch der Weg hinein und hinaus

schnell und einfach zu benutzen

wäre. Vor allem in Zeiten großen

Andrangs, also zu Beginn und Ende

der Lehrveranstaltungen sowie zur

Mittagszeit, war die einzig denkbare

Zufahrt eine etwas flachere,

Möbelwagen per Mausklick

Studitransporter kann jetzt online gebucht werden

Ob Umzug oder größere

Party - nahezu jedeR Studierende

braucht mal ein größeres

Transportfahrzeug. Dank

der neuen Website ist die Buchung

des Studitransporters

jetzt noch leichter.

Ursprünglich hatte das Studentenwerk

Leipzig den Transporterverleih

selbst betrieben. Durch die Übergabe

dieses Angebots an den hiesigen

CarSharing-Anbieter teilAuto im

Jahr 2002 konnte die Verwaltung

effektiver und die Nutzung deutlich

einfacher gestaltet werden.

Grundlage sind ein langfristiger

Vertrag zwischen Studentenwerk

und teilAuto und die Finanzierung

über einen Teil des Sockelbeitrags,

den jedeR Leipziger Studierende

semesterweise bezahlt. Schon jetzt

nutzen dieses Angebot jährlich hunderte

von StudentInnen.

Ab sofort ist die Buchung noch

praktischer. Der Besuch im teilAuto-

Büro innerhalb der Öffnungszeiten

entfällt. Die Formalitäten können

online erledigt werden, 24 Stunden

am Tag. Ihr benötigt dazu lediglich

Matrikelnummer, Personalausweis*,

deutschen Führerschein*, Handynummer

und Kontodaten. Der Ablauf

ist dann ganz einfach:

1. Online buchen, möglichst frühzeitig,

denn der Studitransporter ist

sehr begehrt.

2. Am Buchungstag Autoschlüssel

per Öffnungscode aus dem Tresor

holen, Transporter auf mögliche

Schäden kontrollieren, losfahren,

Transporter zurückbringen.

befahrbare Rampe und eben keine

Treppe, auf der immer nur zwei

Räder nebeneinander geschoben

werden konnten. (Tatsächlich war

für die zweite Garage unter der

neuen Aula ja auch eine Fahrrampe

geplant.)

Da die Baupläne aber sowohl

von städtischen Ämtern als auch

vom großen Bauherrn, nämlich

dem Land Sachsen, schon längst

genehmigt worden waren - auch

dort hatte man dieses „Detail“ übersehen

- und sogar die Bauarbeiten

bereits begonnen hatten, schlugen

die studentischen RadfahrerInnen in

Universität, Stadt, Baubetrieb und

Ministerium Alarm, wollten dass

der arme B. seine Pläne nochmal

ändert...

An dieser Stelle endet die Überliefung.

Bekannt ist nur, dass es Gespräche

geben sollte. Was aus der

Zufahrt zur Tiefgarage wurde, ist

bis heute ein ungeklärtes Rätsel.

Karola Kunkel

3. Rechnung per Bankeinzug oder

Überweisung bezahlen.

Es stehen mehrere Transporter an

zwei Leipziger teilAuto-Stationen

(Roßplatz und Volkshaus) zur Verfügung.

Sie sind viertel-, halb- oder

ganztags auszuleihen. Das Ganze

kostet zwischen 18 und 40 Euro,

zuzüglich 0,17 Euro pro Kilometer,

Benzin inklusive. Karola Kunkel

Infos und Buchung unter:

www.studitransporter.de

*Wer keinen Personalausweis

hat und/oder InhaberIn

eines ausländischen Führerscheins

ist, muss weiterhin im

Büro buchen, da die notwendige

Überprüfung derzeit

nicht online möglich ist.

Mit Blick nach vorn einen Schritt zurück

Hochschulgesetz könnte Hochschuldemokratie gefährden

Mit der Novellierung des

Sächsischen Hochschulgesetzes

(SHG) sollen zukünftig

die Hochschulen in Sachsen

für den nationalen und internationalenHochschulwettbewerb

gerüstet werden.

Demokratische Hochschulstrukturen

werden betriebswirtschaftlichen

weichen.

Kürzere Entscheidungswege

könnten die bisherigen Mitbestimmungsprozesse

in den

Hochschulen ersetzen.

Das Ministerium für Wissenschaft

und Kunst (SMWK) forderte Ende

des letzten Jahres Stellungnahmen

der sächsischen Hochschulen ein,

um die verschiedenen Interessen der

Hochschulen in der Novellierung berücksichtigen

zu können. Zu Grunde

lag den Hochschulen die letzte in

Paragrafen formulierte Textfassung

vom 20. Dezember 2005. Auch

die Universität Leipzig erhob ihre

Kritikpunkte gegenüber der Novellierung

in einer Stellungnahme des

Senats, die im Sondersenat vom 31.

Januar dieses Jahres verabschiedet

wurde: mehr Hochschulautonomie

bei Erhalt der bestehenden Gremienstruktur.

Das zuvor stattgefundene

Sonderkonzil, das nach der universitären

Grundordnung (§ 13 Nr.

3) zuständig ist, um Empfehlungen

zu allen Fragen, die die Universität

betreffen, zu beschließen, war mit

einer Stellungnahme der Universität

Leipzig zur Novellierung des Sächsischen

Hochschulgesetzes überfordert.

Auf die Einrichtung einer Kommission

nach der Grundordnung

(§13 Nr. 5), um eine Entscheidung

für eine weitere Sitzung des Konzils

vorzubereiten, wurde verzichtet.

Nun brütete das Ministerium mehr

als zwei Monate nicht nur über den

Stellungnahmen der Hochschulen,

sondern auch über dem eigenen

Arbeitspapier vom 20. Dezember

2005. Eine neue Textfassung wurde

dann Anfang März geboren und

deren Inhalt bruchstückhaft auf der

Landeshochschulkonferenz am 13.

März bekannt: In der Frage des

Konzils scheint die Ministerin für

Wissenschaft und Kunst, Barbara

Ludwig (SPD), nach wie vor nicht

von ihrer Meinung abweichen zu

wollen. Gleichwohl kann für die

Wahl und die Abwahl einer Rektorin

oder eines Rektors die Grundordnung

einen erweiterten Senat vorsehen.

Die Zusammensetzung und

weitere Zuständigkeiten regelt die

Grundordnung, die zukünftig vom

Senat verabschiedet werden soll.

SHG vs. HHG

Das Hessische Hochschulgesetz

(HHG), nach ähnlichen Vorgaben

novelliert, höhlt beispielhaft die

Hochschuldemokratie durch effizientere

Entscheidungsstrukturen aus:

Dr. Friedhelm Nonne, Kanzler der

Universität Marburg, klagt über die

kaum vorhandene Einflussnahme

des Senats der Uni Marburg. Mit

dem Wechsel von einer Gruppenuniversität

hin zu einer Präsidialuni-

versität droht die Vergangenheit die

bundesweite Hochschullandschaft

einzuholen.

10 11

Kandidatur

Neubesetzung im Wissenschaftsministerium

Kommentar von Michael Stephan

Noch im Sommer dieses Jahres soll

das frisch geschlüpfte Hochschulgesetz

schnell in die parlamentarische

Anhörung. Unterdessen hörte Dresden

die Lockrufe aus Chemnitz:

Barbara Ludwig, einst Kulturbürgermeisterin

in Chemnitz, wird nun als

Oberbürgermeisterin in der Stadt

des „Nischels“ kandidieren. Ludwigs

Nachfolge ist hingegen noch

ungewiss. Den Studierenden indes

bleibt nur die Hoffnung auf den großen

Gesetzeswurf bevor sich die Ministerin

für Wissenschaft und Kunst

aus Dresden verabschieden wird.

Momentan zeigt die Novellierung

des Sächsischen Hochschulgesetzes

nur Kompromisse, die keineswegs

den Charakter einer zukunftsfähigen

Hochschule tragen.

Hannes Delto

Das Wissenschaftsministerium arbeitet seit Monaten an einer Novellierung

des Sächsischen Hochschulgesetzes. Vor kurzem wurde nun

offiziell bekannt, dass Wissenschaftsministerin Barbara Ludwig (SPD),

maßgebliche Kraft hinter dem Novellierungsvorhaben, im Sommer

als neue Oberbürgermeisterin von Chemnitz kandidieren wird.

Für die sächsische Hochschulpolitik hat ihre Entscheidung deutliche

Folgen: Zum einen wird es sehr wahrscheinlich, auch wenn Ludwig in

Chemnitz nicht gewählt werden sollte, eineN neueN WissenschaftsministerIn

geben. Wenn alles nach den gewohnten politischen Gepflogenheiten

abläuft, wird Ludwig schon vor der OBM-Wahl als Ministerin

zurücktreten. Dies wiederum wird den Novellierungsprozess

erst einmal für Wochen oder Monate verzögern, was den Betroffenen

allerdings durchaus entgegen kommen sollte.

Der ideale Fahrplan für den oder die neueN WissenschaftsministerIn

wäre also: Zuerst sollte mit einer kleinen Gesetzesnovelle die Juniorprofessur

eingeführt werden. Danach sollte der Prozess einer Gesetzesneufassung

noch einmal von vorn beginnen, der von Anbeginn

alle Gruppen der Universität in den Prozess einbindet. Nur so kann

es gelingen, dass ein tatsächlich innovatives Gesetz entsteht, welches

die Probleme der Hochschulen lösen helfen kann. Die gegenwärtig

vorgesehene Konzentration von Macht an der Spitze sowie der Abbau

von Gremien unter dem Deckmantel der „Entbürokratisierung“

gehen dabei in die völlig falsche Richtung.

Hochschulpolitik


Universität Leipzig

Pleiten, Pech und Pannen

JuristInnen beklagen zähes Verfahren

„Aufgrund der Verstöße gegen

geltendes Recht versagt

das Sächsische Staatsministerium

für Wissenschaft und

Kunst (SMWK) [...] die Genehmigung

der Prüfungsordnung.

Auch eine Bestätigung

der Anzeige der Studienordnung

[...] kann - im Einvernehmen

mit dem Sächsischen

Staatsministerium der Justiz

(SMJ) - [...] nicht erfolgen.“

Diese Einleitungssätze im Schreiben

des SMWK an das Prorektorat

für Studium und Lehre vom 2. Dezember

2005 stellen den vorläufigen

Höhepunkt beim Versuch der

Juristenfakultät dar, sich eine neue

Studien- und Prüfungsordnung zu geben.

Die neuen Studiendokumente

sind notwendig geworden, weil es

in Sachsen seit Oktober 2003 eine

neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung

für JuristInnenen gibt.

Im Juni 2003 legte die Studienkommission

dazu erste Entwürfe

vor. Vier Monate tat sich gar nichts,

da keine weiteren Sitzungen der

Studienkommission stattfanden. Ab

Oktober 2003 gab es im Professorium

immer neue Wünsche der

verschiedenen Fachbereiche, die

die Studienkommission einarbeiten

musste. Bereits in der Fakultätsratssitzung

im Dezember 2003 wurde

die Dauer des Verfahrens von Seiten

der Studierenden und der MitarbeiterInnen

kritisiert. Trotz der vielen

Änderungen kam niemand auf die

Idee, die Ordnungen redaktionell

zu überarbeiten. So verabschiedete

der Fakultätsrat am 3. Februar 2004

redaktionell fehlerhafte Ordnungen.

Nach 10 Monaten und einigen

Gesprächen mit Justitiariat und Verwaltung

konnten die Ordnungen im

Dezember 2004 von der zuständigen

Senatskommission und dem

Senat genehmigt werden. Im Januar

2005 verließen die Ordnungen die

Uni Leipzig. Nun waren SMWK und

SMJ an der Reihe, die Ordnungen

zu überprüfen. Während Fakultät

und Universität ganze 15 Monate

bis zur Verabschiedung brauchten,

waren die Ministerien ein wenig

schneller und schafften die Prüfung

in „nur“ 11 Monaten. Obwohl

Fakultät und Universität sehr viel

Zeit investiert hatten, geschah das

Unvorstellbare: Beide Ordnungen

wurden nicht genehmigt. Bemängelt

wurden etwa falsche Gesetzes- und

Paragraphenverweise, unklare Formulierungen

und eine fehlerhafte

Beschreibung der Zwischenprüfung.

Der Schock darüber saß bei

der Universitätsleitung so tief, dass

wiederum zwei Wochen Zeit vergingen,

bis die Fakultät kurz vor Weihnachten

2005 über die Nichtgenehmigung

informiert wurde.

Anfang Januar 2006 nahm sich

der Fachschaftsrat (FSR) Jura der

Sache an und drängte Fakultät und

Universität zur Zusammenarbeit.

Mitglieder des FSR arbeiteten zunächst

die Änderungsvorschläge

der Ministerien in die Ordnungen

ein. In Zusammenarbeit mit dem

Studiendekan und dem Justitiariat

konnten die Ordnungen bis zur

Fakultätsratssitzung am 25. Januar

2006 fertiggestellt werden.

Studienkommission und Fakultätsrat

genehmigten diese, und im März

stimmten auch die zuständigen Universitätsgremien

zu. Die StudentInnen

der Juristenfakultät können nun

hoffen, im April 2006 endlich eine

gültige Studien- und Prüfungsordnung

zu bekommen.

Was können die Studierenden

daraus lernen ? Gerade im Hinblick

auf die anstehende Umstellung auf

Bachelor-/Masterstudiengänge sollten

Studierende aktiv in den Gremien

mitwirken, um Fehler in den

Studiendokumenten frühzeitig zu

erkennen. Am besten lässt sich dies

gemeinsam mit ProfessorInnen und

MitarbeiterInnen bewerkstelligen.

Stoßen die Studierenden bei diesen

auf taube Ohren, sollten sie den

Weg zu den zuständigen MitarbeiterInnen

in Verwaltung, Rektorat und

Ministerien nicht scheuen. Vertrauen

ist gut, Kontrolle ist besser!

Jan Freundorfer (FSR Jura)

Leserbrief - zum Beitrag

„Amen in der Aula“ von Lars

Strempel, Sturaktiv Ausgabe

Dezember 2005

Der Artikel „Amen in der

Aula?“ fordert uns, den Fachschaftsrat

(FSR) Theologie,

geradezu zu einer Reaktion

heraus. Er stellt die Faktenlage

des Baus der neuen Universitätsaula

unsachlich dar,

verwendet eine polemische,

keinweswegs gerechtfertigt

unfaire Rhetorik und bringt

historische Argumente beliebig

und schlecht recherchiert

vor... Es geht nicht um einen

„Wiederaufbau“ der Paulinerkirche,

die 1968 gesprengt

wurde, sondern um eine an

diese erinnernde innere Ausgestaltung...

Im Weiteren

sind sowohl Kanzel als auch

massive Säulen wichtig, da

in diesem Raum auch Gottesdienste

der Universitäts- und

Studentengemeinden gefeiert

werden sollen. Es geht also

um ein Zuhause lebendiger

Gemeinden, die bisher zur

Untermiete in der Nikolaikirche

untergebracht sind...

Können einige StuRa-Mitglieder

sich mit dem Argument

der gottesdienstlichen Nutzung

der neuen Aula nicht

identifizieren und somit nicht

als Priorität respektieren? Ist

die historische Relevanz der

Erinnerung nicht recht nachvollziehbar

aufgrund der

eigenen Entfernung zu dem

damals erlebten Unrecht?

Ich erhoffe mir von der Vertretung

aller StudentInnen

mehr Rücksichtnahme...Dieses

Maß an Reflexion und

Respekt schulden wir dieser

Diskussion. Leonie Ratschow

Die Redaktion behält sich das

Kürzen von Leserbriefen vor.

roef@stura.uni-leipzig.de

20 Euro mehr sollten‘s schon sein...

Zuzugsbonus wird im Stadtrat neu verhandelt

Seit 1 zahlt die Stadt

Leipzig allen StudentInnen,

die ihren Hauptwohnsitz nach

Leipzig verlegen, Euro pro

Semester. Das entspricht dem

damaligen Semesterbeitrag.

Keinen Anspruch auf diese

Zahlung haben StudentInnen,

die bereits vor Studienbeginn

mit Hauptwohnsitz in

Leipzig gemeldet waren. Der

„Zuzugsbonus für Studierende“

muss nun nach 2002 und

200 erneut im Stadtrat verhandelt

werden. Der StudentInnenRat

(StuRa) fordert die

Aufrechterhaltung der Zahlung

und außerdem die Erhöhung

auf die aktuelle Höhe

des Semesterbeitrags. Das

sind mittlerweile immerhin

6 Euro.

20 Euro mehr sollten es sein (Foto: EZB)

Durch den Zuzugsbonus soll die

EinwohnerInnenzahl der Stadt

gesteigert werden. Im Zusammenspiel

mit der Einführung der Zweitwohnsitzsteuer

Anfang des Jahres

überschritt Leipzig im Januar die

500.000-EinwohnerInnengrenze.

Der StuRa meint jedoch, dass StudentInnen,

die sich nach Leipzig

ummelden, weiterhin dafür belohnt

werden sollen. Eine Einstellung des

Zuzugsbonus ist für den StuRa nicht

akzeptabel und hätte für viele StudentInnen

finanzielle Schwierigkeiten

zur Folge.

Beantragt wird der Bonus mit einem

Formular, das im Bürgeramt erhältlich

ist. Der Antrag muss für das

Sommer- und Wintersemester immer

bis zum 31. Dezember des entsprechenden

Kalenderjahres eingereicht

werden. Vorzulegen sind dabei Per-

sonalausweis oder Reisepass, Studienbescheinigung

oder StudentInnenausweis

sowie Bankverbindung,

Kontonummer und Bankleitzahl.

Erhöhung wird befürwortet

Anlässlich der Neuverhandlung im

Stadtrat hat der StuRa bei den einzelnen

Stadtratsfraktionen nachgefragt,

wie diese zum Zuzugsbonus

stehen. Bis auf die CDU-Fraktion,

von der keine Auskunft zu bekommen

war, haben sich alle Fraktionen

für den Erhalt des Bonus ausgesprochen.

Die Fraktionen der Grünen

und der Linkspartei.PDS wollen sogar

einen Ausbau der Zahlung. So

wird der Vorschlag des StuRa, den

Bonus auf die Höhe des aktuellen

Semesterbeitrags von 69 Euro anzuheben,

von diesen beiden Fraktionen

befürwortet. Sollte sich auch

die SPD-Fraktion dafür entscheiden,

wäre die nötige Mehrheit für eine

Aufstockung im Stadtrat gegeben.

Der StuRa fordert deshalb die SPD-

Fraktion auf, sich dem Vorschlag

anzuschließen.

Vor einer vorschnellen Ummeldung

nach Leipzig ist trotzdem zu warnen.

Erst einmal sollten alle Folgen

geprüft werden. Oft bedeutet eine

Ummeldung nämlich Veränderungen

im häuslichen Versicherungsschutz.

Dies betrifft vor allem Hausrat-, Haftpflicht-

und Rechtsschutzversicherungen.

Eventuell muss man seine

eigene Wohnung selbst versichern,

da man nicht mehr durch elterliche

Bis jetzt werden Euro des Semesterbeitrages erstattet. (Foto: EZB)

Verträge geschützt ist. Auch steuerlich

könnten sich für die Eltern Veränderungen

ergeben. Beim Wohngeld

ist zu beachten, dass dieses

nur einmal - entweder am Studienort

oder als Wohngeldanteil der Eltern

am Heimatort - beantragt werden

kann. Auch auf das Wahlrecht hat

eine Ummeldung Auswirkungen:

Wahlberechtigt ist man nur am

Hauptwohnsitz.

Melden ist so oder so Pflicht

Der StuRa weist darauf hin, dass

eine Anmeldung in Leipzig - egal ob

nun mit Haupt- oder Nebenwohnsitz

- auf jeden Fall Pflicht ist. Die Anmeldung

muss innerhalb von 14 Tagen

nach dem Umzug erfolgt sein. Wer

diese Frist überschreitet oder vorsätzlich

falsche Angaben macht,

begeht Ordnungswidrigkeiten, die

mit Geldbußen von bis zu 1.000

Euro geahndet werden können.

Weitere Infos zum Zuzugsbonus

oder zu Meldemodalitäten sind im

„Buch“ des StuRa zu finden. Auch

das Sozialreferat beantwortet Nachfragen.

Patrick Pfeil

Die Stadt Leipzig informiert

über den Zuzugsbonus

unter:

www.leipzig.de/de/buerger/bildung/hochschulen/

zuzug/index.shtml

12 1

Studentisches Leben


Studentisches Leben

Offizielle StuRa-Semesterauftaktparty

Feucht-fröhlicher Start ins Semester am 13. April in der MB

Anfang April beginnt das

neue Semester und das muss

natürlich gebührend gefeiert

werden. Am 1 .0 .06 veranstaltet

der StuRa der Uni

Leipzig die sagenumwobene

Auftaktsparty in der Moritzbastei.

Wem regelmäßig die Ohren abfaulten,

weil er in Kneipen und Clubs

Fahrstuhlmusik zu hören gezwungen

wurde, wird jetzt bei der Semesterauftaktsparty

von der langen Abwesenheit

guter Musik entlohnt. Mit

den allseits anerkannten DJs a.L.,

Deen’Martin, Dave Buck und D-Boy

wird die Moritzbastei zum Tempel

des guten Geschmacks.

Mit dem richtigen Sound (Garage/Beat/Rock)

und einer respektlosen

Herangehensweise, kitzelt

die Band T.Bone and the Sparerib

Allstars den Spirit of Rock auch aus

dem letzten Mauerblümchen. Die

klassische Besetzung Gitarre/Bass/

Drums/Vocals/Triola wird stellenweise

durch ein abstruses Sammelsurium

von ungewöhnlichen Instrumenten

und Tonerzeugern ergänzt,

die immer wieder unvermittelt über

die Zuhörerschaft hereinbrechen.

Von Punk über Grunge und Experimentellem

Rock erstreckt sich der musikalische

Selbsterfahrungshorizont

bis in die nicht gerade verwandten

Genres Elektro, Singer-Songwriter

und Death-Metal. Weiter geht’s mit

THE BEAR QUARTET. Die Band gilt

als innovativste Combo Schwedens,

wo sie absoluten Kultstatus genießt.

Das Gespann aus Lulea wird seit

Jahren von der schwedischen Musikpresse

gefeiert und das nicht erst

seit dem momentanen „Schwedenhype“.

Ihre Musik ist mit den intelligenten,

oft subversiven Texten ein Ge-

heimtipp, mit dem man auch mal

den Freundeskreis beeindrucken

kann. Ersties kommen frei rein und

ein Ende ist wie immer nicht abzusehen.

Für alle die mal wieder aus

der Reihe tanzen wollen gehört die

Auftaktsparty zum absoluten Muss

des neuen Semesters.

Bettina Auge

Offizielle StuRa

Semesterauftaktparty

13.04.2006

Moritzbastei

Ab 20.00 Uhr

Eintritt: Ersties frei,

Studierende 2,50 Euro

alle Anderen 5,00 Euro

B r a i n -

Storming

StuRa goes literature.

Der StuRa sucht Kurzgeschichten, Essays, Gedichte, Anekdoten

zum Thema ´´Das Studium und ich``.

Alle Beiträge bis zu 5 A4-Seiten sind willkommen.

Schreibt, was Ihr wollt, und zwar bis 16. Juni 2006 an kultur(AT)stura.uni-leipzig.de

Eure Geschichten, Perspektiven und Meinungen sind gefragt.

Wichtig ist nur, dass die Beiträge bisher noch nicht veröffentlicht wurden.

Eine Auswahl der Einsendungen soll in einem Buch herausgegeben und Anfang November in

einer Lesung vorgestellt werden.

Hochkultur ist Schnee von gestern

Neue Verantsaltungsreihe des StuRa: INTENSIVSTATION

Im April beginnt die neue

Veranstaltungsreihe des Stu-

Ra der Uni Leipzig: INTENSIV-

STATION. Einmal im Monat

werden Experimente gewagt,

Kostbarkeiten ausgegraben,

Perlen gefunden und Abenteuer

erlebt.

Ob Tanz, Theater, Film oder Lesung:

jeder kommt auf seine Kosten.

Man muss es erleben, denn erzählen

kann man darüber nicht. Das

neue Format startet am 27. April

um 21 Uhr in der Kunst- und Bauschlosserei

ArtPa in der Kantstraße.

Den Anfang macht die Actionlesung

„Tiere streicheln Menschen“, bei

Tiere streicheln Menschen (Montage)

der man nicht gleich giftige Blicke

zugeworfen bekommt, nur weil die

Lederjacke knirscht. Mit dabei sind

Geschichten über Menschen, die es

wirklich gibt, und andere, die nicht

existieren! Es gibt Sitzdisko mit DJ

ICKE HIER (sixties beat)! Bunte Bilder!

Livemusik mit “RONNY, MAIK

& NANCY”!

Man muss nur die richtige Einstellung

zu den alltäglichen Dingen

des Lebens haben,

und schon zeigen

sie ihre heitere Seite.

Die steckt oft im

Detail und wartet

förmlich darauf, entdeckt

und literarisch

verwendet zu werden.

Lesungen mag

es viele geben, doch

dabei ist es meistens

so, dass ein bekannter

Schriftsteller aus

seinen Büchern ausgewählte

Passagen

vorträgt. Gotti (sonst Musiker

bei SOFAPLANET

und BEATPLANET) hat

noch kein Buch geschrieben.

Das, was er vorträgt,

ist frisch vom Herd.

Damit man zwischen den

Geschichten auch mal beschwingt

aufs Klo tänzeln

oder neues Bier holen

kann, verzaubert er seine

Zuhörer mit trashigen

Videoaufnahmen und

musikalischen Beateinlagen.

Wer sich also über

den „Schlüppi“ oder die

verliebten Freunde „Ficki

und Fucki“ amüsieren

will, ist bei Gotti in guten

Händen.

Die nächste Veranstaltung

im Rahmen der Reihe INTEN-

SIVSTATION folgt am 18. Mai um

21 Uhr mit „Heimatland“, einer

Tanzperformance von Steffen Fuchs

und Michael Veit, und „Ausflug“

von und mit Martin Nachbar.

Heimatland ist die Aufforderung,

sich auf Werte und Traditionen zu

besinnen und der Wurzeln zu gedenken,

die uns zu dem gemacht

haben, was wir sind. Blödsinn!

Heimatland ist ein Aufruf, sich von

vermeintlichen Werten und überholten

Traditionen zu befreien und die

Wurzeln, die uns unserer Freiheit

berauben, zu kappen. Quatsch!

Heimatland ist ein Stück Klischee,

ein Stück Wahrheit, eine Kampfansage

und eine Liebeserklärung.

Martin Nachbar (Foto: PR)

Darauf folgt „Ausflug“, basierend

auf Beobachtungen während einer

Butterfahrt: Beeindruckt von einer

professionellen Verkaufsschau übernimmt

Martin Nachbar die Rolle des

Verkäufers, tanzt einen unglaublich

charmanten Verkäufertanz und versucht

nebenbei, das Stück zu verkaufen,

das er gerade spielt.

Bettina Auge

INTENSIVSTATION

Heimatland (Foto: PR)

Veranstaltungsreihe des

StuRa der Uni Leipzig

Termine:

27.04.06 - Lesung

18.05.06 - Tanz

jeweils 21 Uhr

weitere Termine:

15.06.06 und 06.07.06

Ort:

ArtPa – Kunst und Bauschlosserei

(Kantstrasse 18,

Leipzig/Südvorstadt)

Eintritt:

Studierende 2,50 Euro

alle anderen 4,50 Euro

1 1

Studentisches Leben


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