Teilplan 1: SOZIALRAUM STOLBERG

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Teilplan 1: SOZIALRAUM STOLBERG

Teilplan 1

JUGENDHILFEPLAN STOLBERG

2009/2015

Sozialraum Stolberg

Aktuelle und zukünftige demografische, soziale

und wirtschaftliche Strukturen in Stolberg

im Auftrag der

Stadt

Stolberg

Amt für Kinder,

Jugend, Familie,

Soziales und

Wohnen


INHALT

Einleitung

Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Stolberg –

Kennzahlen zu demografischen, familialen und sozio-

ökonomischen Strukturen in Stolberg

Stolberg 2015/2025 – Trends und Perspektiven der

demografischen Entwicklung in Stolberg

Sozialräume in Stolberg

Handlungsempfehlungen

Quellen- und Literaturverzeichnis

ANHANG

in Stolberg

3

4

26

38

88

2


E I N L E I T U N G

Der vorliegende Bericht ist Teil 1 des insgesamt aus 4 Teilen bestehenden Kinder- und Jugendhilfeplanes

Stolberg 2009/2015. Der Bericht beschreibt aktuelle Lebenslagen von Kindern

und Jugendlichen am Beginn des 21. Jahrhunderts in Stolberg. Er gibt ferner einen

Ausblick auf die Veränderungen, die auch in dieser Stadt im Zuge des demografischen

Wandels zu erwarten sind.

Um der durch das KJHG Kinder- und Jugendhilfegesetz/SGB VIII und in der Fachdiskussion

in den letzten Jahren immer stärker geforderten Ausrichtung von Jugendhilfe und Jugendhilfeplanung

auf Sozialräume, in die hinein Maßnahmen und Interventionen in den verschiedenen

Hilfebereichen wirken, zu entsprechen, schließt sich an die Kennzeichnung der aktuellen

Lebenssituation eine kleinräumige Beschreibung von Sozialräumen in Stolberg an. Als Niveau,

für das noch in hinreichendem – wenn auch manchmal unzureichendem – Umfang

Daten und Informationen für derartige Sozialraumprofile überhaupt zur Verfügung stehen –

wurde hier der Stadtteil gewählt, u.a. auch deshalb, weil die Verwaltungs- und Politikorganisation

sich im Wesentlichen auf diese Ebene bezieht. Dies geschieht im Bewusstsein, dass

der Stadtteil keineswegs immer der adäquate Bezugsraum für Aktivitäten der Kinder- und

Jugendhilfe ist. Im Einzelfall und in bestimmten Bereichen kann es durchaus sinnvoll sein,

kleinere oder auch größere Einheiten als Bezugsdimension zu wählen. Für die Jugendhilfeplanung

erschien es aber aus den genannten und im Folgenden näher erläuterten Gründen

angemessen, diese Ebene als zentrale Bezugsebene zu wählen. Die Sozialraumprofile

enthalten eine Vielzahl von Indikatoren, die die aktuellen und zukünftigen kinder- und jugend-

hilferelevanten Gegebenheiten auf diesem Niveau abbilden. In diese Beschreibungen finden

Daten sowohl Daten, aber auch Informationen, die von Expertinnen und Experten aufgrund

ihrer beruflichen Tätigkeit in den verschiedenen Sozialräumen Stolbergs zur Verfügung gestellt

wurden, Eingang. Im Anhang dieses Teilplanes werden diese Sozialraumprofile durch

detaillierte datengestützte Beschreibungen ergänzt.

Den Abschluss dieses Berichtes bilden Handlungsempfehlungen, die zur Optimierung der

Kinder- und Jugendhilfe und zu deren Planbarkeit in Stolberg umgesetzt werden sollten. Diese

Empfehlungen reichen sicherlich manchmal über das aktuell „machbar“ Erscheinende

hinaus. Sie müssen dies jedoch auch, da es die Aufgabe eines solchen Planes ist, den Blick

auf aktuelle Stärken und Schwächen, aber eben auch auf zukünftige Anforderungen zu richten.

Vor diesem Hintergrund ist der Blick auf das „Machbare“ zu eng, da das „Machbare“ der

Status quo ist, auf den sich diese Planung eben auch, aber nicht als Ziel ausrichtet. Auch

insofern ist dieser Plan ein politischer Plan, da es Aufgabe von Politik ist, durch Setzung von

Prioritäten Lebenswirklichkeit zu gestalten. Das „Machbare“ ist somit das Ergebnis einer

Priorisierung und damit keine unverrückbare „Gegebenheit“.

3


Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Stolberg

Kennzahlen zu demografischen, familialen und sozio-ökonomischen

Strukturen in Stolberg

In Stolberg, dem ca. 10 km vom Oberzentrum Aachen („Kleine Großstadt“) 1 entfernt liegenden

Mittelzentrum („Große Mittelstadt“) im Kreis Aachen – lebten Ende des Jahres 2007 ca.

59.000 Einwohner (31.10.2007: 59.071 Einwohner). 2 Stolberg ist damit vor Eschweiler (Einwohner

am 31.12.2006: 55.646) die Stadt mit der größten Bevölkerung im Kreis Aachen. 3

Die Bevölkerungsdichte Stolbergs liegt mit 594,3 Einwohner je km 2 deutlich über dem Vergleichswert

des Kreises Aachen (567,6 Einwohner/km 2 ) und auch des Landes Nordrhein-

Westfalens (528,9 Einwohner/km 2 ). Im Vergleich zu den im Süden ausgeprägt ländlich strukturierten

Gemeinden des Kreises Aachen ist Stolberg ein industriell geprägter mittelstädtischer

Verdichtungsraum mit ebenfalls dörflichen Strukturen in seinen südlichen Stadtteilen.

Die Bevölkerungsentwicklung zwischen 1996 und 2006 folgt in Stolberg der Entwicklung im

Land NRW insgesamt (NRW 2006/1996: + 0,73%; Stolberg 2006/1996: + 0,78%). Der Zuwachs

der Bevölkerung in Stolberg liegt aber deutlich unter dem Zuwachs der Bevölkerung

im Kreis Aachen in diesem Zeitraum (Kreis Aachen 2006/1996: + 2,3%). 4

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Bevölkerung in Stolberg zwischen 1996 und

2006 unter Berücksichtigung verschiedener Bevölkerungsgruppen.

Tabelle 1: Entwicklung der Bevölkerung in Stolberg zwischen 1996 und 2006 5

Jahr insgesamt männlich weiblich Nichtdeutsche

%

Land NRW

Nichtdeutsche

%

1996 58.085 28.363 29.722 11,8 11,5

2001 58.718 28.674 30.044 12,2 11,0

2006 58.540 28.723 29.817 11,8 10,6

Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung liegt in Stolberg in diesem Zeitraum kontinuierlich

deutlich über dem Landesdurchschnitt. Stolberg war bereits in den 50er und 60er Jahren mit

den hier ansässigen großen Industrieunternehmen neben dem Bergbau in der Aachener

1

Vgl. zur Klassifikation der Gemeinden nach Gemeindetypen bezogen auf die Einwohnerzahl LDS NRW: Kommunalprofil

Stolberg (Rhld.). Düsseldorf 2007: 2.

2

Quelle: Ergebnis einer Sonderauswertung für die Jugendhilfeplanung durch die RegioIT zur Bevölkerung in

Stolberg am 31.10.2007 (im Folgenden RegioIT).

3 Quelle: LDS NRW.

4 Quelle: LDS NRW; eigene Berechnungen.

5 Jeweils am 31.12. Quelle: LDS NRW; eigene Berechnungen.

4


Region ein zentrales Zuwanderungsziel für Gastarbeiter aus den verschiedenen Anwerbeländern.

Nachdem sich die ursprüngliche Erwartung, dass die zugewanderten Gastarbeiter

nach ein oder zwei Jahren Arbeit in Deutschland wieder in ihre Heimat zurückkehren würden,

nicht erfüllt hat, sondern nach den Gastarbeitern schließlich auch deren Familien nach

Deutschland zuwanderten, ist auch Stolberg heute eine Stadt, in der eine große nichtdeutsche

bzw. Bevölkerung mit Migrationshintergrund lebt. Die Größe dieser Bevölkerung mit

Migrationshintergrund kann aufgrund der Nichtverfügbarkeit von kleinräumigen Daten im

Rahmen der Fortschreibung des Mikrozensus auch für Stolberg nur plausibel geschätzt werden.

Für das Land NRW geht das LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW

davon aus, das Anfang 2005 nahezu jeder vierte Einwohner des Landes Nordrhein-

Westfalen einen Migrationshintergrund besaß. 6 Da der Ausländeranteil in Stolberg auch in

den letzten Jahren kontinuierlich über dem Landesdurchschnitt lag, ist davon auszugehen,

dass auch der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Stolberg deutlich über

dem Landesdurchschnitt liegt. Dies gilt analog auch für den Anteil der Kinder und Jugendlichen

mit Migrationshintergrund. Für Stolberg wird daher hier geschätzt, dass ca. 30% (Mittelwert

der Schätzung des Anteils dieser Bevölkerungsgruppe in Stolberg zwischen 27-33%)

der Bevölkerung sowie nahezu 40% (Landesdurchschnitt: 33,4%; (Mittelwert der Schätzung

des Anteils dieser Bevölkerungsgruppe in Stolberg zwischen 38-42%) der Kinder und Jugendlichen

derzeit einen Migrationshintergrund im durch den Mikrozensus definierten Sinne

besitzen. 7 Ein erheblicher Teil der nichtdeutschen Bevölkerung wohnt derzeit vor allem in

den Stadtteilen Unterstolberg (Ortsteile Velau und Mühle) mit einem Anteil der nichtdeutschen

Bevölkerung von 28,2% sowie im Stadtteil Oberstolberg mit einem Anteil von 21,2%. 8

Hinsichtlich der Altersstruktur ist auch für die Stadt Stolberg in den letzten 10 Jahren eine

Entwicklung hin zu einer insgesamt älteren Bevölkerung zu beobachten:

6 Vgl. Pressemitteilung des LDS NRW vom 20. Juli 2005. Der Mikrozensus definiert „mit Migrationshintergrund“

als Person, die 1) nicht auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland geboren wurde und 1950

oder später zugewandert ist oder 2) als Person, die keine deutsche Staatangehörigkeit besitzt oder eingebürgert

wurde, oder 3) wenn ein Elternteil der Person mindestens eine der unter 1) oder 2) genannten Bedingungen

erfüllt. Vgl. Statistisches Bundesamt: Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus

2005. Wiesbaden 2007: 351ff.

7 Vgl. dazu auch Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: Sozialbericht

NRW 2007. Armuts- und Reichtumsbericht. Düsseldorf 2007 (im Folgenden zitiert als SOZIALBERICHT NRW

2007): 290 ff.

8 Quelle: RegioIT; eigene Berechnungen.

5


Tabelle 2: Altersstruktur der Bevölkerung in Stolberg 1996/2006 9

Alter

1996

Anteil der Altersgruppe

an der

Gesamtbevölkerung

%

2001

Anteil der Altersgruppe

an der

Gesamtbevölkerung

%

2006

0-3 1.864 3,2 1.781 3 1.511 2,6

3-6 1.974 3,4 1.959 3,3 1.743 3

6-10 2.669 4,6 2.609 4,4 2.527 4,3

10-15 3.006 5,2 3.455 5,9 3.363 5,7

15-18 1.761 3,0 1.880 3,2 2.156 3,7

18-25 4.098 7,1 4.281 7,3 4.495 7,7

25-65 33.105 57 32.318 55 30.926 52,8

65-75 5.729 9,9 5.957 10,1 6.822 11,7

75-80 1.736 3 2.175 3,7 2.230 3,8

Über 80 2.143 3,7 2.303 3,9 2.767 4,7

Anteil der Altersgruppe

an der

Gesamtbevölkerung

%

Der 10-Jahresvergleich der Altersstruktur der Bevölkerung in Stolberg 1996-2006 zeigt folgende

signifikante Trends:

- Rückgang der Zahl der Kinder im Alter zwischen 0-3 Jahre und 3-6 Jahre

- Zunahme der Anzahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10-15 und zwischen

15 und 18 Jahren

- Zunahme der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren

-

- Starker Rückgang der Bevölkerung zwischen 25 und 65 Jahren

- Deutliche Zunahme der älteren Bevölkerung zwischen 65 und 80 Jahren sowie

der Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre.

9 Quelle: LDS NRW; eigene Berechnungen.

6


Aktuell verteilen sich die Einwohner Stolbergs auf folgende Altersgruppen:

Abbildung 1: Altersstruktur (in Jahren) der Bevölkerung in Stolberg 2006

ALTERSSTRUKTUR

0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000

0-3

4-6

7-12

13-18

19-25

26-30

31-40

41-55

56-63

64-75

75 und älter

Die folgenden Abbildungen 2 und 3 zeigen die Veränderungen in der jüngeren und älteren

Bevölkerung zwischen 1996 und 2006:

7


Abbildung 2: Veränderungen in der jungen Bevölkerung in Stolberg 1996-2006

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

Abbildung 3: Entwicklung der älteren Bevölkerung in Stolberg 1996-2006

14

12

10

8

6

4

2

0

1996 2001 2006

1996 2001 2006

0-3

3-6

6-10

10-15

15-18

18-25

65-75

75-80

über 80

8


Differenziert nach Stadtteilen zeigt der Altersaufbau der Bevölkerung in Stolberg im Jahre

2006 folgende Charakteristika: Sowohl im Stadtteil Münsterbusch, vor allem aber in den

Zentrumsbereichen Oberstolberg und Unterstolberg, lebte im Jahre 2006 eine besonders

junge Bevölkerung zwischen 0 und 3 sowie zwischen 4 und 6 Jahren. Demgegenüber ist der

Anteil der älteren Bevölkerung über 65 Jahre, der in fast allen Bezirken der Stadt bei ca. 20-

21% liegt, im Stadtteil Oberstolberg, vor allem aber im Bereich Unterstolberg deutlich niedriger

(Unterstolberg: 14,3%).

Hinsichtlich der familialen Lebenssituation von Kindern- und Jugendlichen fehlen auch für

Stolberg differenzierte repräsentative Daten. Zwar erfolgt im Rahmen des Mikrozensus als

jährliche Haushaltsstichprobe in Nordrhein-Westfalen eine Fortschreibung der Daten zur

Struktur der Haushalte. Diese Strukturdaten sind jedoch aufgrund der darin für einzelne Gebietsbereiche

– also für die Ebene der kleineren und mittelgroßen Gemeinden - erfassten

geringen Fallzahl in dieser Stichprobe nicht direkt und zuverlässig auf die Ebene dieser kleineren

Gebietseinheiten übertragbar. Dennoch liefern diese Daten des Mikrozensus wichtige

Informationen zu den Lebensverhältnissen in den Haushalten im Land insgesamt. Sie können

auch als Ausgangspunkt für Schätzungen für kleine Gebietseinheiten genutzt werden,

die dann in Kenntnis weiterer Informationen zur Lebenssituation in diesen Kleinräumen gewichtet

werden müssen. 10

Die familiale Lebenssituation von Kindern (unter 18 Jahren) in Nordrhein-Westfalen wird von

zwei wesentlichen Trends bestimmt: Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der Ehepaare mit

minderjährigen Kindern rückläufig, und die Zahl der Kinder, die in nicht ehelichen Lebensgemeinschaften

und in den Haushalten von Alleinerziehenden aufwachsen, nimmt hingegen

deutlich zu. Fast 90% der Alleinerziehenden im Land NRW sind Frauen. 11 Tabelle 3 zeigt die

familialen Lebenssituationen von Kindern in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zwischen

1996 und 2005.

Tabelle 3: Familiale Lebensform von Kindern und Jugendlichen 12 in Nordrhein-

Westfalen 1996/2005

Familiale Lebensform 1996 (%) 2005 (%)

Im Haushalt der Eltern lebend in/mit

ehelicher Lebensgemeinschaft

der Eltern

86,1 81,2

nicht eheliche Lebensgemeinschaft

der Eltern

2,4 4,4

alleinerziehendem Elternteil 10,5 13,9

Nicht im Haushalt der Eltern lebend

10 Zweifelsohne bleibt bei diesem Vorgehen das Risiko des Schätzfehlers. Die auf dieser Grundlage generierten

Daten sind daher „unsicher“ und geben Anlass, einen „Korridor“ zu ermitteln, in dem sich der wirkliche Wert

bewegen dürfte.

11 Quelle: SOZIALBERICHT NRW 2007: 257.

12 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Quelle: SOZIALBERICHT 2007:268.

0,9

0,5

9


Mehr als 72% der Alleinerziehenden mit Kindern unter drei Jahren sind derzeit in dieser frühen

Erziehungsphase der Kinder nicht erwerbstätig. Auch bei Kindern zwischen drei und

unter 6 Jahren sind noch mehr als 52% der Allleinerziehenden nicht berufstätig. Mit steigendem

Alter der Kinder in Haushalten, in denen ein Elternteil allein erzieht, nimmt auch die Erwerbstätigkeit

der Eltern zu. So sind Alleinerziehende mit Kindern über 15 Jahre zu mehr als

74% berufstätig. Ein ähnliches Erwerbsverhalten ist auch für die Eltern in Haushalten mit

Kindern zu konstatieren, die in einer ehelichen oder nichtehelichen Haushaltsgemeinschaft

leben. Auch hier dominiert bis zum Schuleintrittsalter die Erwerbstätigkeit nur eines Elternteils,

während mit zunehmendem Alter der Kinder die Zahl der Doppelverdiener im Haushalt

deutlich steigt. Die folgende Übersicht zeigt den Zusammenhang von familialer Lebensform

und Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung des Alters der Kinder in Nordrhein-Westfalen im

Jahre 2005.

Tabelle 4: Familiale Lebensform und Erwerbstätigkeit in Haushalten mit Kindern 13 in

NRW 2005

Kinder im

Alter von ...

bis unter ...

Jahre

unter 3

3-6

6-15

15-18

Familiale Lebensform

Alleinerziehender Elternteil Eltern in Paargemeinschaft

beide ein Elternteil beide nicht

erwerbstätig nicht erwerbstätig erwerbstätig erwerbstätig erwerbstätig

% % % % %

27,9 72,1 29,4 58,6 11,9

47,2 52,8 40,9 49,3 9,8

63,4 36,6 50,8 40,8 8,4

74,2 25,8 57,4 34,4 8,2

Insgesamt 61,2 38,8 47,3 43,6 9,1

Der weitaus größte Teil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren wächst somit in Paargemeinschaften

auf, in den die Mütter – sofern überhaupt – nur in Teilzeit beschäftigt sind

(Vollzeitquote NRW 2005: 24,3%). 14 Demgegenüber liegt die Quote der Vollzeit beschäftigten

alleinerziehenden Mütter im gleichen Jahr bei 41,6% (Vollzeitquote von alleinerziehenden

Vätern 2005 in NRW: 88,5%). Kinder unter 18 Jahren von Alleinerziehenden wachsen

somit zu einem erheblichen Teil in Haushalten auf, in denen der/die Alleinerziehende –

wenngleich erst mit zunehmendem Alter der Kinder – einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht.

13 Unter 18 Jahren. Quelle: SOZIALBERICHT NRW 2007: 269.

14 Mütter im Alter zwischen 15 bis unter 65 Jahren, die mit mindestens einem ledigen Kind unter 18 Jahren im

gleichen Haushalt leben. Vollzeitquote: Zahl der Vollzeiterwerbstätigen je 100 abhängig Erwerbstätige. Die

Zuordnung zur Vollzeit-oder Teilzeittätigkeit erfolgt im Mikrozensus durch eine Selbsteinstufung der Befragten.

10


Anders als andere Städte und Gemeinden im Kreis Aachen, die ihre industriellen wirtschaftlichen

Kerne mit dem Auslaufen des Steinkohlebergbaus und anderer Schwerindustrien im

Aachener Revier seit den 70er Jahren – oder wie die Stadt Eschweiler bereits seit dem Ende

des 2. Weltkrieges – mehr und mehr verloren haben, blieb Stolberg bis heute eine stark industriell

(NE-Metallindustrie; Chemische Industrie; Glasindustrie, EBM-Waren-Industrie,

Elektro- und Elektronikindustrie, Maschinenbau) geprägte Stadt. Die aktuelle Beschäftigtenstruktur

der Stadt Stolberg zeigt, dass Stolberg aufgrund des Vorhandenseins mehrerer

großindustrieller Unternehmen zu einem erheblichen Teil „Industriestadt“ - trotz eines auch

hier deutlich gewachsenen Dienstleistungssektors - geblieben ist:

So waren Mitte 2006 (Stand: 30.6.2006) von den in Stolberg insgesamt 13.748 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten 6.327 Beschäftigte mit Arbeitsort Stolberg im Verarbeitenden

Gewerbe – und hier überwiegend männliche Beschäftigte – tätig. Im zweitgrößten Beschäftigungsbereich

„Erziehung, Gesundheit-, Veterinär, Sozialwesen“ arbeiteten zum gleichen

Zeitpunkt 2.471 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon mehr als 80% Frauen. Ein

weiterer wichtiger Beschäftigungssektor für Stolberg sind Unternehmen im Bereich des Handels,

der Instandsetzung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern, in dem

2006 1.621 Personen sozialversicherungspflichtig – mehrheitlich Männer – beschäftigt waren.

Deutlich rückläufige Beschäftigtenzahlen weisen seit Anfang 2000 das Baugewerbe sowie

das Kredit- und Versicherungsgewerbe in Stolberg auf, während im gleichen Zeitraum

die Bereiche Erziehung, Gesundheit, Veterinär sowie Sozialwesen ihre Beschäftigtenzahlen

deutlich ausweiten konnten. 15

Und auch in Stolberg ist analog zum Landestrend in den letzten 10 Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten deutlich gesunken. Die folgende Abbildung zeigt,

dass dieser Rückgang in Stolberg jedoch wesentlich stärker ausgeprägt ist als im Land Nordrhein-Westfalen

insgesamt:

Tabelle 5: Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2006/1996 in

Stolberg und NRW 16

Jahr SV-Beschäftigte

Stolberg

1996

Veränderung

(1996=100%)

SV-Beschäftigte

Land NRW

15.694 5.789.336

2006 13.748 87,6% 5.560.958 96%

15 Quelle: LDS NRW.

16 Quelle: LDS NRW

Veränderung

(1996=100%)

11


Der Abbau von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen ist in diesem

Zeitraum in Stolberg somit deutlich größer als im Land NRW insgesamt. Differenziert nach

der Stellung im Beruf – Arbeiter/Arbeiterinnen – Angestellte – zeigt sich, dass von diesem

Abbau insbesondere die Gruppe der Arbeiter/Arbeiterinnen betroffen war (Angestellte 1996:

7.651; 2004: 7.493; Arbeiterinnen/Arbeiter 1996: 8.577; 2004: 6.493. Der Arbeiter/Arbeiterinnen-Anteil

an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Stolberg verringerte

sich in diesem Zeitraum von 51,2% (1996) auf 46,4% (2004). Der Anteil der Angestellten

stieg hingegen von 48,8% (1996) auf 53,6% im Jahre 2004. 17

In dieser Phase zwischen 1996 und 2006 stieg im Land NRW gleichzeitig die Zahl der sozialversicherungspflichtig

beschäftigten Frauen von 1996= 2.388.421 (41,3% dieser Beschäftigtengruppe)

auf 2.409.749 und ihr Anteil an dieser Beschäftigtengruppe auf 43,3%. In Stolberg

hingegen sinkt im Vergleichszeitraum die Anzahl der Frauen in einem sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigungsverhältnis von 1996=5.775 Frauen auf 5.291 Frauen im Jahre

2006 (- 8,4%), während zeitgleich die Zahl der Frauen im erwerbsfähigen Alter zwischen

15 und 65 Jahren in Stolberg lediglich um 3% sank, so dass der Rückgang der Frauenbeschäftigung

nicht im wesentlichen auf demografische Veränderungen zurückzuführen ist. 18

Ein nicht unerheblicher Teil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Land NRW

wird inzwischen auch in Teilzeitbeschäftigung erbracht: So erhöhte sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten

zwischen 1996=12,0% dieser Beschäftigtengruppe auf 17% im Jahre 2006.

Ausgehend von einem unter dem Landesdurchschnitt liegenden Teilzeitbeschäftigungsniveau

im Jahre 1996 von 10,7% nimmt auch in Stolberg der Anteil der Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse

auf 14,7% im Jahre 2006 zu. 19

Auch wenn Stolberg somit noch über einen erheblichen industriellen Kern und eine große

Zahl von Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe verfügt, macht die Analyse der Erwerbsbeteiligung

in den letzten Jahren deutlich, dass die Stadt in besonderem Maße vom

Abbau von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen im letzten Jahrzehnt

betroffen war. Inzwischen ist auch in Stolberg der Teilzeitbeschäftigungssektor deutlich gewachsen.

Für Stolberg deuten die skizzierten Trends insgesamt auf eine größere Zahl von

prekären Erwerbssituationen aktuell hin, die vor allem durch „Multijobs“ oder nur in geringerem

Umfange zur Existenzsicherung geeignete Minijobs gekennzeichnet sind. Signifikant

erscheint in diesem Zusammenhang auch der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen

Erwerbstätigkeit von Frauen, die entgegen dem deutlichen Anstieg im Land NRW steht.

Ausweitung von Teilzeitbeschäftigung und Erwerbstätigkeit von Frauen korrelieren somit in

Stolberg nicht linear. Offensichtlich üben zahlreiche männliche abhängig Beschäftigte in

Stolberg in größerer Zahl Teilzeitbeschäftigungen aus. Im Verbund mit dem im Vergleich zur

Gruppe der Angestellten konstatierten starken Rückgang der Zahl der Arbeiterinnen und

Arbeiter scheint Stolberg trotz des Erhalts eines gewerblichen Beschäftigungssektors in besonderem

Maße von den strukturellen Veränderungen der Erwerbstätigkeit in den letzten

Jahren und der Entstehung prekärer Beschäftigungs- und Einkommensverhältnisse betroffen.

17 Quelle: LDS NRW; Vergleichszahlen liegen bislang nur für den Zeitraum bis 2004 vor.

18 Quelle: LDS NRW.

19 Quelle: LDS NRW.

12


In diese Richtung weist auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Stadt: Insgesamt

verringerte sich auch in Stolberg die Zahl der Arbeitslosen seit 2007 als Folge der konjunkturellen

Belebung. Allerdings geht damit keine wesentliche Verbesserung der Situation für die

Arbeitslosen einher, die auch schon in der Vorphase besondere Probleme bei der Erst- oder

Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit hatten:

So ist trotz der wirtschaftlichen Belebung der Anteil der arbeitslosen Frauen jetzt nahezu

gleich groß wie der Anteil der männlichen Arbeitslosen, obwohl Frauen auch in Stolberg in

wesentlich geringerem Umfang sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Frauen sind in

Stolberg in der aktuellen konjunkturellen Phase also wesentlich häufiger arbeitslos als männliche

Erwerbstätige. Dies deutet darauf hin, dass Frauen in Stolberg derzeit vor allem in

„Problembranchen“ tätig sind, die von konjunkturellen Verbesserungen nicht wesentlich erfasst

werden, bzw. darauf, dass ihre Arbeitsverhältnisse erheblicher instabiler sind als die

von Männern in Stolberg.

Tabelle 6: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von

Frauen in Stolberg 2007 und 2008 20

2006

2007

2008

Arbeitslosigkeit 21 Arbeitslose

Männer 22

4.260

3.414

2.975

2.192

1.698

1.479

Arbeitslose

Frauen 23

2.068

1.716

1.496

Sozialversicherungspflichtig

beschäftigte

Männer 24

8.457

*

Sozialversicherungspflichtig

beschäftigte Frauen 25

Trotz der der konjunkturellen Belebung steigt in Stolberg auch die Zahl der älteren Arbeitslosen

über 55 Jahre. Und auch bei dieser Arbeitslosengruppe ist seit 2006 die Zahl der von

Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen signifikant höher als die der Männer. Zwar deuten die für

20 Quelle: LDS NRW.

21 Durchschnittliche monatliche Anzahl der Arbeitslosen in Stolberg in 2007 und 2008 (bis einschließlich Juni).

22 Durchschnittliche monatliche Anzahl der arbeitslosen Männer in Stolberg in 2007 und 2008 (bis einschließlich

Juni).

23 Durchschnittliche monatliche Anzahl der arbeitslosen Frauen in Stolberg in 2007 und 2008 (bis einschließlich

Juni).

24 Am Arbeitsort Stolberg, jeweils am 30. Juni. Die Vergleichsdaten für 2007 und 2008 liegen noch nicht vor.

Aufgrund der stabilen Tendenz in den letzten Jahren ist jedoch davon auszugehen, dass auch in diesen beiden

Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rückläufig ist und sich das Verhältnis zwischen

männlichen und weiblichen Beschäftigten nicht wesentlich verändert hat. Dies wird auch durch die vom LDS

NRW veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2007 bestätigt.

25 Am Arbeitsort Stolberg, jeweils am 30. Juni. Die Vergleichsdaten für 2007 und 2008 liegen noch nicht vor.

Aufgrund der stabilen Tendenz in den letzten Jahren ist jedoch davon auszugehen, dass auch in diesen beiden

Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rückläufig ist und sich das Verhältnis zwischen

männlichen und weiblichen Beschäftigten nicht wesentlich verändert hat. Dies wird auch durch die vom LDS

NRW veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2007 bestätigt.

*

5.291

*

*

13


die Monate Januar-Juni 2008 vorliegenden Arbeitsmarktdaten auf einen Rückgang der Arbeitslosigkeit

bei den über 55 Jährigen im Jahresmittel hin, dennoch ist offensichtlich die

Zahl der arbeitslosen Frauen auch in diesem Jahr höher als die Zahl der männlichen Arbeitslosen

über 55. 26

Eine weitere Gruppe, für die die veränderte Konjunkturlage seit 2006 eher geringen Einfluss

auf ihre Erwerbschancen am Arbeitsmarkt hatte, sind die ausländischen Arbeitslosen in Stolberg:

Zwar verringert sich seit 2006 auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer in Stolberg von

845 (31.12.2005) auf 603 (30.06.2008), aber ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt im Vergleich

zum Jahresdurchschnitt 2005 mit 21,6% auf 23% im ersten Halbjahr 2008. Auch im

Jahr 2005 lag der Ausländeranteil an allen Arbeitslosen damit erheblich über dem Landesdurchschnitt

mit 19,2%. 27 Wenngleich für das Jahr 2008 eine abschließende Bewertung erst

mit dem Vorliegen der Arbeitsmarktstatistik für Stolberg nach dem 31.12.2008 möglich ist,

kann dennoch bereits jetzt konstatiert werden, dass das Risiko für ausländische Bewohner in

Stolberg ebenso wie bundes- und landesweit für diese Bevölkerungsgruppe besonders hoch

ist. 28

Für jüngere Arbeitslose unter 25 Jahre wirkt sich die konjunkturelle Belebung insgesamt positiv

aus, da ihre Zahl in Stolberg seit 2007 rückläufig ist und dieser Trend auch durch die

vorliegenden Daten für das Jahr 2008 bestätigt wird. 29

In deutlich geringerem Umfange wirkt sich die konjunkturelle Belebung allerdings auch in

Stolberg auf die Situation der Langzeitarbeitslosen aus: Stieg ihre Zahl im Durchschnitt der

Jahre 2004-2006 erheblich an, so ist in diesem Bereich seit 2007 ein Rückgang festzustellen.

Und auch die bislang für das erste Halbjahr 2008 vorliegenden Arbeitsmarktdaten lassen

erwarten, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Jahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau

liegen wird. Dennoch sind auch im Durchschnitt der ersten 6 Monate 2008 1.541

Menschen in Stolberg mehr als ein Jahr lang arbeitslos (Jahresdurchschnitt 2006: 2.315

Langzeitarbeitslose). 30

Die vorangegangene Analyse lässt somit den Schluss zu, dass der typische Gewinner in

Folge der konjunkturellen Belebung am Arbeitsmarkt in Stolberg jüngere männliche deutsche

Arbeitslose mit einer Arbeitslosigkeitsdauer von weniger als einem Jahr sind. Zwar geht seit

2006 die Arbeitslosigkeit auch unter anderen Bevölkerungsgruppen absolut zurück. Die individuellen

und/oder strukturellen Defizite als Ursache für die Arbeitslosigkeit werden bei den

anderen Gruppen jedoch offensichtlich nicht konjunkturell kompensiert.

Für die Entwicklung von Bewohnern in Stolberg, die Leistungen nach dem SGB-II bzw. SGB-

XII seit 2005 erhalten, können folgende Trends konstatiert werden:

Insgesamt vergrößert sich seit 2005 der Personenkreis der Bezieher von Leistungen gem.

SGB-XII. Wurden nach der Reform der sozialhilferechtlichen Regelungen zum 1.1.2005 am

26 Quelle: LDS NRW.

27 Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Arbeitsmarktreport

2007. Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Bottrop 2007, im Folgenden zitiert als ARBEITS-

MARKTREPORT 2007.

28 Quelle: LDS NRW.

29 Quelle: LDS NRW.

30 Quelle: LDS NRW.

14


Ende dieses Jahres 31 in 37 Fällen Hilfe zum Lebensunterhalt gem. Kapitel 3 SGB-XII in Stolberg

geleistet, so stieg die Zahl der Fälle bis zum 31.12.2007 auf 69 Fälle. Am 31.12.2007

lebten in Stolberg 82 Personen von diesen Leistungen. Differenziert nach Alter bezogen dabei

in Stolberg (Stand: 30.09.2007) am Häufigsten Personen im Alter zwischen 25 und 64

Jahren derartige Leistungen. Auch 14 Kinder im Alter zwischen 0-14 Jahren erhielten zu diesem

Zeitpunkt Leistungen zum Lebensunterhalt (Anteil dieser Leistungsbezieher an allen

Leistungsbeziehern in Stolberg am 30.09.2007: 19,2%). Der Anteil der Kinder und Jugendlichen

als Bezieher von Leistungen im Rechtskreis 3. Kapitel SGB-XII in Stolberg lag zu diesem

Zeitpunkt deutlich über der Zahl der Vergleichsgruppe in Eschweiler. 32

Ein Anstieg der Fallzahlen ist in Stolberg zwischen 2005 und dem Ende des Jahres 2007

auch bei den Beziehern von Leistungen nach dem 4. Kapitel des SGB-XII – Grundsicherung

im Alter und bei Erwerbsminderungen 33 – zu verzeichnen (31.12.2005: 396 Fälle;

31.12.2007: 413 Fälle). Ende 2007 erhielten in Stolberg 469 Personen derartige Leistungen.

352 von ihnen waren Bezieher einer Grundsicherung im Alter, und 117 Personen bezogen

diese Leistung infolge einer Erwerbsminderung. In Stolberg liegt die Zahl der älteren Menschen,

die derartige Leistungen Ende 2007 erhielten, deutlich über der Zahl in der Vergleichsstadt

Eschweiler, während in Eschweiler die Zahl der Erwerbsgeminderten mit Leistungsbezug

wesentlich über der Zahl in Stolberg lag. In Stolberg sind somit offensichtlich

ältere Menschen, die auf Leistungen dieser Art aufgrund von wirtschaftlichen Problemen im

Alter angewiesen sind, häufiger als in der Vergleichsstadt Eschweiler. 34 Auch die in Stolberg

zwischen 2005 und Ende 2007 wesentlich höheren Aufwendungen für die Hilfe zur Pflege

gem. Kapitel 7 SGB-XII deuten auf eine in Stolberg deutlich stärkere Tendenz zu Altersarmut

hin. 35

Den bereits an anderer Stelle konstatierten eher geringen Einfluss der konjunkturellen Belebung

seit 2006 für die Lebenssituation von Personen in Stolberg, die aufgrund von Arbeitslosigkeit

auf staatliche Transferleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes bislang angewiesen

waren, zeigt auch nochmals die differenzierte Analyse der Entwicklung im Bereich

der Bezieher von Leistungen gem. SGB-II (Langzeitarbeitslose) und SGB-III in der Stadt: 36

Wurden am 31.12.2005, also kurz nach der Umstellung der sozialhilferechtlichen Regelungen

und der Gründung der ARGE Arbeitsgemeinschaft für Grundsicherung Arbeitssuchender

im Kreis Aachen 3.267 Bedarfsgemeinschaften in Stolberg betreut, so sank ihre Zahl bis zum

30.09.2007 auf 2.987 Fälle. 37 In diesem Zeitraum nahm auch die Zahl der im Rechtskreis

SGB-II betreuten Personen in Stolberg in den Bedarfsgemeinschaften von 6.408

31 Am 31.12.2005.

32 Quelle: Kreis Aachen/Amt für soziale Angelegenheiten: Controllingbericht SGB II – SGB XII. 2005-2007. O.O.

u.J. , 3 ff., im Folgenden zitiert als CONTROLLINGBERICHT.

33 Außerhalb von Einrichtungen.

34 Quelle: CONTROLLINGBERICHT: 7ff.

35 Eine solche Tendenz wurde für Stolberg bei der Analyse des Sozialprofils des Ortsteils Velau exemplarisch

auch kleinräumig im Jahre 2006 nachgewiesen.

36 Der CONTROLLINGBERICHT differenziert nicht zwischen deutschen und ausländischen Leistungsbeziehern, so

dass Aussagen auf dieser Grundlage dazu nicht möglich sind.

37 Quelle: CONTROLLINGBERICHT: 19; der CONTROLLINGBERICHT weist zur Recht darauf hin, dass ein wesentlicher

Faktor für den Rückgang der Fallzahlen ein gesetzliche Neuregelung zum 01. Juli 2006 war, mit der Personen

unter 25 Jahren zur Bedarfsgemeinschaft der Eltern gehören, während diese vorher häufig eine eigene

Bedarfsgemeinschaft bildeten.

15


(31.12.2005) auf 6.394 am 30. September 2007 ab. Demgegenüber sank jedoch die Zahl der

Arbeitslosen im Rechtskreis SGB-III zwischen Ende 2005 und dem 31.12.2007 um mehr als

50%, während die Zahl der Arbeitslosen, die Leistungen gem. SGB-II erhielten, also länger

als ein Jahr arbeitslos waren kreisweit nur um 19,4%. 38 Die konjunkturelle Belebung seit

2006 verbessert somit für Langzeitarbeitslose in Stolberg und im Kreis Aachen die Chance

auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt in sehr viel geringerem Maße als für Arbeitslose,

die weniger als ein Jahr arbeitslos sind. Offensichtlich sind Langzeitarbeitslose

aufgrund ihrer schulischen und beruflichen Qualifizierung bzw. oft fehlender Qualifikationen

weniger für die Übernahme neuer Jobangebote geeignet oder werden von Arbeitgebern weniger

nachgefragt. Auch für Stolberg ist daher mittelfristig davon auszugehen, dass die hohe

Zahl von Langzeitarbeitslosen selbst in Phasen einer wirtschaftlichen Belebung weiterhin

Bestand haben wird. Die sich im Jahre 2008 abzeichnende Schwächung der Konjunktur

auch infolge eines sich bereits abzeichnenden Exportrückgangs und einer weiter sinkenden

Binnennachfrage nach Gütern und Dienstleistungen lassen auch für Stolberg im Verbund mit

weiteren Faktoren mittelfristig eine eher wieder ansteigende Zahl von Leistungsempfängern

im Rechtskreis SGB-II erwarten.

Differenziert nach Altersgruppen ist die Gruppe zwischen 25 und 65 Jahre mit 3.594 Personen,

die Leistungen gem. SGB-II im Jahre 2007 (30. September 2007) erhielten, am größten.

Zu diesem Zeitpunkt lebten in Stolberg jedoch auch 1.908 Kinder im Alter zwischen 0 und 14

Jahren in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die entspricht einem Anteil von 21,5% aller Kinder

in diesem Alter in Stolberg. 39 Zu diesem Zeitpunkt lebten auch 535 Jugendliche zwischen 15

und 19 Jahren sowie 357 junge Erwachsene in Bedarfsgemeinschaften gem. SGB-II.

Die in den letzten Jahren auf Landes- und Bundesebene, aber auch im europäischen Vergleich

durchgeführten Untersuchungen zu Armut und Reichtum zeigen zum einen die entscheidende

Bedeutung, die die Verfügung von Erwerbseinkommen gegenüber anderen Einkommensarten

– insbesondere staatlichen Transferleistungen - für die materielle Lebenssituation

von Kindern und Jugendlichen besitzt. 40 Diese Untersuchungen verweisen aber zum

anderen auch zu Recht darauf, dass erst ein „weiter Armutsbegriff“ als relativer Begriff, der

die Teilhabe an wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ressourcen verschiedener Bevölkerungsgruppen

im Vergleich meint, in der Lage ist, die aktuelle Lebenslage von Kindern und

Jugendlichen hinreichend zu skizzieren. Die Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen ist

jedoch in einer kapitalistischen Arbeitsgesellschaft primär abhängig vom verfügbaren Einkommen

eines Haushaltes und damit von der Erwerbssituation der Haushaltsmitglieder. Auf

diesen Zusammenhang macht insbesondere auch die von der OECD veröffentlichten Vergleichsstudie

zur Work Life Balance nochmals aufmerksam, die zu dem Ergebnis kommt,

38 Quelle: CONTROLLINGBERICHT: 24.

39 Kinder im Alter von 0-14 Jahre in Bedarfsgemeinschaften gem. SGB-II; Kinder von 0-14 Jahre am 31.12.2007.

40 Siehe dazu insbesondere SOZIALBERICHT NRW 2007; Karin Habenicht: „Leben in Europa 2005: Armutsgefährdung

und Lebensbedingungen in NRW“, in: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-

Westfalen (Hrsg.): Statistische Analysen und Studien Nordrhein-Westfalen. Band 48. Düsseldorf 2007: 3-15;

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Lebenslagen in Deutschland. Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht

der Bundesregierung. Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 19. Mai 2008; Prognos AG:

Dossier Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. o.O. 2008 (im Folgenden zitier als DOS-

SIER ARMUTSRISIKEN 2008); OECD: Babies and Bosses. Reconciling Work and Family Life. A Synthesis of Findings

for OECD Countries. (Paris) 2007, im Folgenden zitiert als OECD 2007.

16


dass ein wesentlicher Beitrag zum Schutz vor dem Armutsrisiko für Kinder und Jugendliche

in einer verbesserten Erwerbsbeteiligung der Eltern zu sehen ist. 41

Aufgrund der negativen Entwicklung der Beschäftigungssituation in Deutschland seit Mitte

der 90er Jahre kaum überraschende ist das materielle Armutsrisiko von Kindern in dieser

Phase deutlich gestiegen und lag im Jahre 2006 um 4,6%-Punkte über dem Niveau von

1996. 42 Kinder und Jugendliche sind dabei in Deutschland in verschiedenen Lebensphasen

und Milieus unterschiedlich von diesem Armutsrisiko betroffen:

Zum einen ist das Risiko abhängig vom Alter. So beträgt die Armutsquote in Deutschland

2006 für die Altersgruppe der Kinder unter 6 Jahren 14,4%, zwischen 6 und unter 15 Jahren

16,4% und für die 15 bis unter 18 Jährigen 23,9%. 43 Im Bundesdurchschnitt steigt also mit

zunehmendem Alter auch das Risiko von Armut. Im Land Nordrhein-Westfalen sind hingegen

die jüngeren Alterskohorten am stärksten von Armut betroffen: So lebten 2005 26,3%

der Kinder unter 3 Jahren in diesem Bundesland unterhalb der definierten materiellen Armutsgrenze,

von den 3 bis unter 6 Jahre alten Kinder waren es 25,2%. Anders als in

Deutschland insgesamt sinkt in NRW mit steigendem Alter das Armutsrisiko: Bei den 6 bis

unter 15 Jährigen auf, 24,2% und bei den 15 bis unter 18 Jahre alten Jugendlichen auf

23,5%. 44 Zu dieser Abweichung zwischen Land und Bund dürfte maßgeblich die Höhe Zahl

von Menschen mit Migrationshintergrund, die signifikant häufiger von Armut betroffen sind,

und die vergleichsweise junge Bevölkerung darstellen, ebenso beigetragen haben wie die in

NRW aufgrund des Strukturwandels nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit. Überträgt man das

landesweit festgestellte Armutsrisiko auf die Situation in Stolberg, so ergibt sich folgendes

Bild:

41 Vgl. OECD 2007: 3. Kritisch ist dazu allerdings anzumerken, dass der von der OECD in einer Arbeitsgesellschaft

daraus abgeleitete – theoretische - Schluss, dass eine Ausweitung z.B. der Betreuung von Kleinkindern zu einer

verbesserten Erwerbsbeteiligung und damit zu weniger Kinderarmut führt, durch die Arbeitsmarktlage wie

skizziert konterkariert wird. Eine Ausweitung von Kleinkinderbetreuung kann daher nur im Verbund mit einer

verstärkten Arbeitskräftenachfrage das hier gewünschte Ergebnis produzieren. Gegen diese von der OECD

gemachte Annahme spricht auch die Tatsache, dass bundesweit von Armut vor allem Jugendliche im Alter zwischen

15 und unter 18 betroffen sind, eine Altersstufe, in denen eine umfassende Betreuung außerhalb des

Elternhauses gewährleistet ist.; vgl. DOSSIER ARMUTSRISIKEN 2008: 9.

42 Vgl. DOSSIER ARMUTSRISIKEN 2008: 3.Das materielle Armutsrisiko wird durch die Armutsrisikoquote ausgedrückt.

Diese gibt den Anteil an der Bevölkerung an, deren bedarfsgewichtetes Nettoeinkommen pro Kopf (Nettoäquivalenzeinkommen)

weniger als 60% des statistischen Mittelwertes (Median) in der Gesellschaft beträgt.

43 Vgl. DOSSIER ARMUTSRISIKEN 2008: 9.

44 Quelle: SOZIALBERICHT NRW 2007: 270.

17


Tabelle 7: Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen nach Alter in Stolberg 2005 45

Kinder im Alter

von ... bis unter

0-3

3-6

6-15

15-18

Anzahl der Kinder

und Jugendlichen

in diesem

Alter in Stolberg

insgesamt

Anzahl der Kinder

und Jugendlichen

in Armut

in Stolberg

1.621 426 26,3

1.778 448 25,2

5.949 1.440 24,2

2.112 496 23,5

INSGESAMT 11.460 2.810

Armutsrisikoquote

Land NRW 2005

%

Abbildung 4: Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen nach Alter in Stolberg 2005

7.000

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

0

1.621

1.778

426 448

5.949

1.440

2.112

Doch nicht nur nach dem Alter, sondern auch je nach familialer Lebensform schwankt das

Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen. So besteht ein besonders hohes Armutsrisiko

mit rund 40% in Haushalten von Alleinerziehenden. Zeitreihenanalysen weisen jedoch darauf

45 Stichtag: 31.12.2005. Quelle: SOZIALBERICHT NRW 2007: 270; LDS NRW; eigene Berechnungen.

496

0-3 3-6 6-15 15-18

Anzahl der Kinder und

Jugendlichen im Alter von ... bis

unter insgesamt

Anzahl der Kinder und

Jugendlichen in Armut

18


hin, dass dieses Risiko für mehr als zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen temporär besteht,

da es ihnen oft in einem Dreijahreszeitraum gelingt, ihre materielle Lebenssituation

vor allem durch das Leben in einem Paarhaushalt wieder zu „normalisieren“. 46 Kinder und

Jugendliche in Paarhaushalten sind generell nur in sehr viel geringerem Umfang von Armut

betroffen. 2005 lag die Armutsquote in Nordrhein-Westfalen in diesen Haushalten bei 21,8%

47 (Deutschland 2006: 10-14% in Abhängigkeit von der Zahl der im Haushalt lebenden Kinder).

48 Besonders ausgeprägt schließlich ist das Armutsrisiko für Kinder mit Migrationshintergrund:

So lag das Armutsrisiko bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter

18 Jahren in Nordrhein-Westfalen 2005 bei 42,9%. 49 Davon besonders betroffen sind zum

gleichen Zeitpunkt sogar 43,8% Kinder und Jugendliche, die in türkischen Familien in Nordrhein-Westfalen

aufwachsen. 50 Darin spiegelt sich vor allem die z.T. schwierige finanzielle

Situation dieser Bevölkerungsgruppe als Folge der besonders ausgeprägten Erwerbslosigkeit

und die häufig eher geringen Einkommen.

Eher geringen Einfluss für dieses hohe Armutsrisiko der Haushalte von ausländischen Zuwanderern

hat hingegen die Anzahl der Kinder in einem solchen Haushalt, da sie mit 1,66

Kinder in Haushalten mit einem ausländischen Haushaltsvorstand (1,74 Kinder in Haushalten

in Familien mit Migrationshintergrund) 51 nur geringfügig über dem Mittelwert von 1,62

Kindern in Haushalten mit einem deutschen Haushaltsvorstand liegt. 52 Berücksichtigt man

die überdurchschnittliche Zahl von Zuwanderern und deren skizzierte Erwerbsbeteiligung in

Stolberg, so ist zu erwarten, dass die Armutsrisikoquote für Kinder und Jugendliche hier

noch höher als im Landesdurchschnitt ist.

Ein weiterer wichtiger Indikator, der die Lebenssituation im Sozialraum Stolberg charakterisiert

und eine wichtige Bezugsgröße auch für die Kinder- und Jugendhilfe darstellt, ist die

Bildungsbeteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Stadt.

Wenngleich auch für Stolberg eine systematische und kontinuierlich fortgeschriebene Bildungsstatistik

mit differenzierten Daten mit einer Tiefengliederung bis auf die Ebene der

Stadtteile zu den Bereichen Schul(aus-)bildung, Berufs(aus-)-bildung und Weiterbildungsverhalten

der Bevölkerung fehlt, so zeichnen die verfügbaren Informationen folgendes Profil

zur aktuellen Bildungsbeteiligung in Stolberg:

46 Vgl. SOZIALBERICHT NRW 2007: 270; DOSSIER ARMUTSRISIKEN 2008: 13f. Diese Feststellung steht im Widerspruch

zu den Ergebnissen einer Studie des RWI für UNICEF, da es demnach Kindern in Haushalten von Alleinerziehenden

nur sehr selten gelingt, ihre häufig prekäre Lebenssituation wieder zu verbessern; vgl. dazu S.

Corak/M. Fertig/M. Marcus (2005): „A Portrait von Child Poverty in Germany“, Florence 2005: 7.

47 Vgl. SOZIALBERICHT NRW 2007: 270.

48 Vgl. DOSSIER ARMUTSRISIKEN 2008: 14.

49 Vgl. SOZIALBERICHT NRW 2007: 300.

50 Vgl. SOZIALBERICHT NRW 2007: 300.

51 Ergebnis des Mikrozensus für 2007; vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 281 vom 5. Au-

gust 2008.

52 Vgl. DOSSIER ARMUTSRISIKO 2008: 16; Zahlen für das Jahr 2006. Im Jahr 2007 lebten durchschnittlich 1,56

minderjährige Kinder in deutschen Haushalten; Ergebnis des Mikrozensus; vgl. dazu Pressemitteilung des Statistischen

Bundesamtes Nr. 281 vom 5. August 2008.

19


Die Stadt verfügte mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 über 10 Grundschulen mit insgesamt

102 Klasen und 2.444 Schülerinnen und Schülern. Verblieben sind zwei Hauptschulen,

die in diesem Schuljahr von 826 Schülerinnen und Schülern in 36 Klassen besucht werden.

In den drei Förderschulen der Stadt lernen 571 Schülerinnen und Schüler in 44 Klassen. Auf

mittlere Schulabschlüsse bereiten zwei städtische Realschulen in 37 Klassen 1.027 Schülerinnen

und Schüler in Stolberg vor. Die zwei Stolberger Gymnasien besuchen in diesem

Schuljahr 1.789 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 47 Klassen. Stolberg verfügt weder

über eine Integrierte Gesamtschule, eine Freie Waldorfschule oder ein Weiterbildungskolleg.

53 Schüler ab der 5. Klasse aus Stolberg besuchen jedoch auch in nennenswerter Zahl

die Walschule Gesamtschule Eschweiler.

Die Schülerzahlen an den Haupt- und Realschulen sowie an den beiden Stolberger Gymnasien

zeigen seit Mitte der 90er Jahre folgende Entwicklung:

Während die Schülerzahlen in den Hauptschulen Stolbergs im letzten Jahrzehnt eher rückläufig

sind, ist die Zahl der Realschüler seit Mitte der 90er Jahre deutlich gestiegen. In diesem

Zeitraum vergrößerte sich aber vor allem die Zahl der Schülerinnen und Schüler an

Gymnasien in Stolberg. Signifikant hoch mit einem Anteil um die 30% war in diesem Jahrzehnt

die Zahl der ausländischen Schüler in den Hauptschulen der Stadt, während ihr Anteil

an den Realschülern erstmals mit dem Schuljahr 2006/2007 auf mehr als 13% stieg. Auf relativ

niedrigem Niveau verblieb hingegen die Zahl der ausländischen Schüler, die ein Gymnasium

in Stolberg besuchen, der auch in den letzten drei Schuljahren in diesem Vergleichszeitraum

nur knapp über 6% lag.

Von den deutschen Hauptschülern besuchten in diesem Zeitraum deutlich mehr Jungen als

Mädchen eine der Stolberger Hauptschulen, während nahezu gleich viele ausländische

Mädchen wie Jungen Hauptschüler waren. Nur leicht unter dem Anteil der Jungen liegt hingegen

nahezu konstant zwischen 1996 und dem Schuljahr 2007/2008 der Anteil der Schülerinnen

in den Realschulen Stolbergs; diese Verteilung entspricht nahezu der Verteilung der

Geschlechter in den entsprechenden Altersgruppen. Gleichzeitig besuchen aber deutlich

mehr Schülerinnen als Schüler im Vergleichszeitraum die beiden Stolberger Gymnasien. Der

weibliche Anteil an den Gymnasiasten liegt über dem Anteil dieses Geschlechts in den entsprechenden

Altersgruppen. Die Gymnasialquote - also der Anteil der Schüler, die ein Gymnasium

besuchen, an allen Schülern der Klassen der Sekundarstufe I und II – stieg in dieser

Phase nochmals an (1995: 45,3%; 2005: 48,3%). 54

Signifikant ist insoweit auch, dass sich zwischen 1995 und 2005 der Anteil türkischer Schüler

von 1,6% aller Schüler an Gymnasien auf 2,4% im Jahre 2005 erhöhte. Dennoch besuchen

somit auch aktuell die Kinder und Jugendlichen der mit Abstand größten Zuwanderergruppe

in Stolberg immer noch eher selten eines der beiden Gymnasien. 55

53 Quelle: LDS NRW.

54 Quelle: Schulverwaltungs-, Kultur- und Sportamt der Stadt Stolberg; eigene Berechnungen

55 Quelle: Schulverwaltungs-, Kultur- und Sportamt der Stadt Stolberg; LDS NRW; eigene Berechnungen.

20


Tabelle 8: Entwicklung der Schülerzahlen an Haupt-, Realschulen und Gymnasien in

Stolberg in den Schuljahren 1996/1997-2007/2008 56

Schuljahr Hauptschule

2007/2008

2006/2007

2005/2006

2004/2005

2003/2004

2002/2003

2001/2002

2000/2001

1999/2000

1996/1997

57

Weiblich Ausländer/Anteil

an allen

Schülern in

%

Realschule

Weiblich

Ausländer/Anteil

an allen

Schülern in

%

Gymnasium

Weiblich Ausländer/Anteil

an

allen Schülern

in %

836 332 268/32,1 1.027 491 150/14,6 1.789 952 112/6,3

854 362 259/30,3 1.040 497 135/13 1.815 969 109/6

872 382 278/31,9 1.109 520 126/11,4 1.852 950 122/6,6

923 400 282/30,6 1.175 537 124/10,6 1.816 957 110/6,1

972 430 306/31,5 1.233 570 123/10 1.791 958 110/6,1

951 537 290/30,5 1.244 575 125/10 1.809 971 104/5,7

890 381 292/32,8 1.188 559 125/10,5 1.821 998 111/6,1

886 382 312/35,2 1.188 580 138/11,6 1.806 1.000 1166,4

905 399 303/33,5 1.122 542 132/11,8 1.785 953 116/6,5

925 274/29,6 995 127/12,8 1.575 101/6,4

Doch nicht nur hinsichtlich des Schulbesuchs, sondern auch mit Blick auf die Schulabschlüsse

sind ausländische Schülerinnen und Schüler beim Erwerb höherer Abschlüsse deutlich

unterrepräsentiert:

56 Quelle: Schulverwaltungs-, Kultur- und Sportamt der Stadt Stolberg; LDS NRW; eigene Berechnungen.

57 Seinerzeit existierten in Stolberg noch drei Hauptschulen: Die Hauptschule Kogelshäuserstraße, die Hauptschule

Mausbach und die Hauptschule Probst-Grüber/Auf der Liester. Die städtische Schulstatistik differenziert

nicht nach dem Geschlecht der Schüler.

21


Schuljahr

2006/2007

2003/2004

1998/1999

Tabelle 9: Schulabsolventen nach Schulabschluss, Nationalität und Geschlecht in

Stolberg 1998/1999-2006/2007 58

Ohne

Hauptschulabschluss

46

36

43

Ausländer

11

5

10

Mit

Hauptschulabschluss

nach Kl.

9 ohne

Qualifikation

66

40

32

Ausländer

15

8

10

Mit

Hauptschulabschluss

nach Kl.

9 mit

Qualifikation

4

7

8

Ausländer

0

0

3

Mit

Hauptschulabschluss

nach Kl.

10

124

131

97

Ausländer

27

Mit

Fachoberschulreife

ohne

Qualifikation

104

Ausländer

17

Mit

Fachoberschulreife

mit

Qualifikation

Die Zahl der Schüler in Stolberg, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen, liegt in den

hier berücksichtigten Schuljahren jeweils deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Und auch

der Anteil der ausländischen Schüler, die diesen Schultyp ohne Abschluss verlassen, ist in

Stolberg in den Vergleichsjahren niedriger als im Durchschnitt Nordrhein-Westfalens. Andererseits

liegt aber auch der Anteil der ausländischen Schüler, die ein Gymnasium in Stolberg

mit der Hochschulreife erfolgreich verlassen, auch am Ende des Schuljahres 2006/2007

deutlich unter dem Anteil dieser Schüler im gesamten Bundesland. Im Vergleichszeitraum

vergrößert hat sich hingegen die Anzahl der ausländischen Schüler, die einen Hauptschulabschuss

nach der 10. Klasse an einer Hauptschule in Stolberg erlangen. 59

Die Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen an Schulen des Sekundarbereiches

in Stolberg in der hier untersuchten Phase zwischen 1995 und 2005 entspricht damit im wesentlichen

der Entwicklung in Deutschland insgesamt. Hinsichtlich der Bildungsbeteiligung

der nichtdeutschen jungen Bevölkerung in Stolberg an weiterführenden Schulabschlüssen

lässt die vorstehende Analyse auch für die Stadt Stolberg den Schluss zu, den das Konsortium

Bildungsberichterstattung 2006 für Deutschland mit Blick auf den Zusammenhang von

Migration und Schulbildung zusammenfassend gezogen hat: „Obgleich die Mehrzahl der

Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bereits von Geburt an in Deutschland

58 Jeweils Deutsche und Ausländer insgesamt. Quelle: LDS NRW; eigene Berechnungen.

59 Quelle: LDS NRW; eigene Berechnungen.

36

16

137

105

17

15

100

111

109

Ausländer

9

7

17

Mit

Fachhochschulreife

36

30

2

Ausländer

0

2

0

Mit

Hoch

schulreife

165

126

123

Ausländer

6

6

4

22


aufgewachsen ist, scheint eine frühzeitige soziale Integration im Bildungswesen nur teilweise

zu gelingen.“ 60

Unter Berücksichtigung der in dieser Analyse beschrieben sozialen und wirtschaftlichen

Strukturen in Stolberg sowie der Feststellungen des 2. Bildungsberichtes für Deutschland,

dass 13% der Kinder in Familien aufwachsen, in der niemand einen Abschluss des Sekundarbereiches

II hat, und mehr als 23% der Kinder aus Familien stammen, in denen das Familieneinkommen

unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt, ist auch für Stolberg zu konstatieren,

dass der in Deutschland im internationalen Vergleich besonders ausgeprägte Zusammenhang

von sozialer Herkunft und Bildungserfolg auch hier seine Bestätigung findet. 61

Die skizzierte starke Fixierung auf die Hauptschule und die seit Jahren niedrige Anzahl von

ausländischen Kindern und Jugendlichen in Stolberg, die ein Gymnasium besuchen und erfolgreich

mit dem Hochschulabschluss verlassen, lassen auch mittelfristig erwarten, dass

diese Kinder und Jugendlichen überwiegend mit eher niedrigen Schulabschlüssen auf den

Ausbildungsmarkt kommen werden. Positiv ist für Stolberg insoweit der Anstieg der ausländischen

Schulabgänger nach der 10. Klasse der Hauptschule zu erwähnen. Berücksichtigt

man darüber hinaus, dass sich im Zeitraum 1995-2005 auch der Anteil ausländischer Kinder

in der Schule für Lernbehinderte in Stolberg auf mehr als 20% im Jahre 2005 (1995: 17,1%)

erhöht hat 62 , so ist mehr als deutlich, dass zusätzlich zur Stärkung der schulischen Kompetenzen

und ihrer Chancen zum Erwerb höherer Schulabschlüsse die Optimierung des Übergangs

zwischen dem System Schule und dem gänzlich anderen und dem fremden System

Unternehmen in den kommenden Jahren ein wichtiges Aktionsfeld zur Verbesserung der

Perspektiven dieser Zielgruppe durch eine aktive kommunale Intervention sein sollte. Andernfalls

besteht die Gefahr, dass sich die Kluft zwischen den Anforderungen des Ausbildungs-

und Arbeitsmarktes und den schulischen Kompetenzen dieser Zielgruppe weiter vergrößern

wird.

Die rasanten technologischen und organisatorischen Veränderungen der Arbeitswelt, die

fortschreitende Globalisierung im Verbund mit einer mittelfristig steigenden Lebensarbeitszeit

weisen auch dem Weiterbildungssystem eine wachsende Bedeutung für die allgemeine und

berufliche Qualifizierung der Erwerbstätigen in verschiedenen Lebensphasen zu. Mittelfristig

ist daher ein deutlich zunehmender Bedarf an Möglichkeiten zum „live-long-learning“ auch in

Stolberg zu erwarten. Aber auch derzeit besitzt dieses ergänzende Lernsystem eine wichtige

Funktion im Bildungssystem der Stadt. Dies gilt sowohl für den privat und den öffentlich organisierten

Weiterbildungssektor. Das Angebotsspektrum dieser außerschulischen Lernorte

reicht dabei von der Persönlichkeitsbildung, den Sprachenerwerb, die gesellschaftlich-

60

Konsortium Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland: Ein indikatorengestützter Bericht mit

einer Analyse zu Bildung und Migration. Bielefeld 2006: 149.

61

Quelle: Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland 2008: Ein indikatorengestützter

Bericht mit einer Analyse zu Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich I. Bielefeld 2008: 10.

Diese Feststellungen des Bildungsberichtes stützen sich auf Daten für Deutschland, die kleinräumig – also auf

der Ebene von Kommunen – nicht zur Verfügung stehen, und sind zumeist Fortschreibungen des Mikrozensus,

in die jeweils nur eine geringe kleinräumige Fallzahl eingeht. Gerade die hier vorgenommen Analyse der sozioökonomischen

Situation verschiedener Bevölkerungsgruppen in Stolberg liefert keine Hinweise, aufgrund welcher

Faktoren der für Deutschland insgesamt konstatierte Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg

modifiziert betrachtet werden müsste.

62

Quelle: Schulverwaltungs-, Kultur- und Sportamt der Stadt Stolberg; eigene Berechnungen.

23


politische Bildung bis hin zur speziellen beruflichen Weiterbildung. Wenngleich differenzierte

Informationen für den privaten Weiterbildungsmarkt derzeit nicht zur Verfügung stehen, zeigen

die Daten der durch die städtische Volkshochschule in Stolberg organisierten Weiterbildungsmaßnahmen

mit Blick auf die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen und

Lernbereiche folgende Trends:

Das Weiterbildungsangebot der VHS Stolberg in den Fachbereichen „Lesen und Schreiben“,

„Allgemeine Fortbildung“, „Familienbildung, Verbraucherthemen“, „Wirtschaft, Finanzen,

Recht“, Natur und Umwelt“, „EDV, Berufliche Fortbildung“, „Gesellschaft, Politik, Geschichte,

Länderkunde“, „Deutsch als Fremdsprache, Fremdsprachen“, „Freizeit, Kreatives Gestalten“

und „Gesundheit, Yoga, Fitness, Sport“ mit 2007 insgesamt 150 Einzelveranstaltungen, Kursen

und Lehrgängen mi5 5.135 Unterrichtsstunden wurde in diesem Jahr von 1.944 Teilnehmern

genutzt. Zugänglich ist dieses Weiterbildungsangebot grundsätzlich ab dem 16.

Lebensjahr. Die VHS bietet jedoch im Familienbildungs- und anderen Fachbereichen auch

spezielle Elter-Kind-Angebote, die auch für jüngere Teilnehmer offen sind. Ferner werden

besondere Kurse organisiert, die sich vorrangig an jugendliche Teilnehmer richten. Die folgende

Tabelle zeigt für das Jahr 2007 exemplarisch die Resonanz von VHS-Angeboten, die

sich explizit an Jugendliche unter 18 Jahren bzw. zwischen 18 und 25 Jahren richten sowie

die Teilnehmer an speziellen Elter-Kind-Angeboten: Demnach wurden diese Angebote in

diesem Veranstaltungsjahr von 121 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Stolberg

in den hier ausgewählten Bereichen genutzt. 63

Tabelle 10: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Teilnehmer an ausgewähl-

ten Weiterbildungsmaßnahmen der VHS Stolberg 2007 64

Kursgegenstand 65 Teilnehmer

insgesamt

Teilnehmer unter

18 Jahre

Teilnehmer zwischen

18-25 Jahre

Lesen und Schreiben 34 4

Fremdsprachen 83 61

Sport 67 44

Zehn-Finger-Schreiben auf der

PC-Tastatur

22 5

Buchführung 16 7

63 Die Gesamtzahl der Teilnehmer unter 25 Jahre an Weiterbildungsmaßnahme der VHS Stolberg ist - insbesondere

auch durch Einzelveranstaltungen, die sich an Eltern und Kinder wenden - höher. Hier wurden nur die

Teilnehmer an ausgewählten Kursen berücksichtigt, die nach Feststellung der VHS eine besonders positive

Resonanz bei dieser Zielgruppe finden.

64 Quelle: Mitteilung der VHS Stolberg vom 30. Juli 2008 an den Verfasser.

65 Jeweils mehrere Kurse.

24


Derzeit sind somit die Bereiche „Fremdsprachen“ und „Sport“ die für Kinder, Jugendliche und

junge Erwachsene interessantes Weiterbildungsbereiche der VHS Stolberg. Wenngleich der

Fremdsprachenbereich gerade vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung in

wichtigen Lebensbereichen auch für den beruflichen Erfolg von Jugendlichen eine wesentliche

Relevanz besitzt, so ist die Volkshochschule aber dennoch aktuell offensichtlich noch

kein von dieser Zielgruppe intensiv wahrgenommener Partner für ein berufsvorbereitendes

oder berufsbegleitendes außerschulisches Lernen. Ursächlich ist dafür möglicherweise das

Weiterbildungsangebot der Einrichtung – so werden z.B. Kurse zum nachträglichen Erwerb

von Schulabschlüssen zurzeit von der VHS in Stolberg nicht angeboten – bzw. bei der Zielgruppe

fehlende Informationen darüber, welche ergänzenden Lernangebote in dieser Weiterbildungseinrichtung

vorhanden sind. Zu diesem Ergebnis dürfte auch in Stolberg beitragen,

dass bei Jugendlichen zu Volkshochschulen oft das Image von Bildungszentren für eher

ältere „Bildungsbürger“ dominiert.

Ein neuer Qualifizierungsbereich ist den Volkshochschulen – so auch in Stolberg – in den

letzten Jahren durch die Einführung von Integrationskursen für Migranten zugewachsen. Mit

der Integrationskursverordnung aus dem Jahre 2005 haben Ausländer und Spätaussiedler,

die nach dem 1.1.2005 nach Deutschland zugewandert sind, Anspruch auf die Teilnahme an

einem staatlich geförderten Integrationskurs. Früher Zugewanderte können je nach vorhandenen

Kapazitäten zugelassen werden. Der Integrationskurs umfasst einen Basis- und Aufbaukurs

(jeweils 600 Unterrichtsstunden) sowie einen Orientierungskurs von 45 Unterrichtsstunden

in deutscher Sprache. Ziel des Integrationskurses ist der Erwerb „ausreichender

Sprachkenntnisse“ (Basis- und Aufbaukurs). 66 Im Orientierungskurs sollen Alltagswissen

sowie Kenntnisse der Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands vermittelt werden.

67 Die Integrationskurse werden von zertifizierten öffentlichen und freien Weiterbildungseinrichtungen

durchgeführt. An den von der VHS Stolberg im Jahre 2007 veranstalteten Integrationskurs

nahmen 131 Zuwanderer teil, davon 23 im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. 68

66

Vgl. Integrationskursverordnung in der geltenden Fassung, zuletzt geändert durch die Erste Verordnung zur

Änderung der Integrationskursverordnung vom 7. Dezember 2007.

67

Vgl. ebd.

68

Quelle: Mitteilung der VHS Stolberg vom 30. Juli 2008 an den Verfasser.

25


Stolberg 2015/2025 – Trends und Perspektiven der demografi -

schen Entwicklung in Stolberg

Wie in anderen Ländern der Europäischen Union vollzieht sich auch in Deutschland ein gravierender

demografischer Wandel mit weitreichenden Folgen in nahezu allen Lebensbereichen:

69

■ Die Bevölkerung altert, d.h. der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppen ab 60 Jahre –

ins besondere der Anteil der Hochbetagten ab 80 Jahre – an der Gesamtbevölkerung nimmt

deutlich zu.

■ Das Geburtendefizit steigt. So ist seit 1972 in Deutschland die Zahl der Verstorbenen

höher als die Zahl der Geborenen. Dieser Trend wird sich mit der wachsenden Zahl von

Hochbetagten in den kommenden Jahren fortsetzen.

■ Die Bevölkerung nimmt ab. Bereits seit 2003 sinkt die Bevölkerungszahl in Deutschland,

da die seit einigen Jahren sinkenden Wanderungssalden (Migration) das Geburtendefizit

nicht mehr ausgleichen kann. Die in den kommenden Jahrzehnten zu erwartenden Sterbefälle

als Folge der Alterung der deutschen Gesellschaft werden nach derzeitigen Schätzungen

auch durch keine neue Wanderungsbewegung nach Deutschland kompensiert werden.

■ Die Geburtenziffer 70 sinkt in Deutschland seit 1990 (1,45) auf 1,37 im Jahre 2007. Nachdem

sie im Jahr 2000 in den Ländern 71 des früheren Bundesgebietes nochmals auf 1,41

stieg, schwankt sie seither zwischen 1,34 (2006) und 1,38 (2001). Signifikant ist die Geburtenziffer

seit 2000 in den Neuen Bundesländern angestiegen. Im Jahr 2007 erreichte sie mit

1,37 das Niveau der „alten“ Bundesländer. Der vermeintlich generelle Anstieg der Geburtenziffer

ist somit ein Effekt des Anstiegs der Geburtenziffer in den Neuen Bundesländern und

nicht der Effekt eines deutschlandweiten Trends. Der Anstieg der Geburtenziffer in den Neuen

Bundesländer, die 1990 noch bei 1,52 lag und 1995 nur noch 0,84 betrug, relativiert nicht

den generellen Trend zu einer Verringerung der Geburtenziffer in Deutschland, sondern ist

eine „Normalisierung“ nach einem extremen Rückgang. Auch im Jahre 2007 liegt die Geburtenziffer

mit 1,37 erheblich unter dem Wert von 1990.

■ Die junge Bevölkerung unter 20 Jahren wird kleiner. Bei einer Fortsetzung der aktuellen

Trends ist davon auszugehen, dass die Zahl der Einwohner unter 20 Jahre in Deutsch-

69 Vgl. zu diesen Trends Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschland bis 2050. 11. koordinierte

Bevölkerungsvorausberechnung. Wiesbaden 2006 (im Folgenden zitiert als BEVÖLKERUNG DEUTSCHLAND BIS

2050): 11 ff.

70 Die Geburtenziffer ist die „... Zahl der Kinder, die eine Frau im Alter von 15 Jahren im Verlauf ihres weiteren

Lebens bekommen würde, wenn sie sich hinsichtlich ihres Geburtenverhaltens so verhalten würde wie alle

betrachteten Frauen von 15 bis 49 Jahren des entsprechenden Berichtsjahres“; vgl. Statistisches Bundesamt:

Pressemitteilung Nr. 298 vom 20.08.2008 „Jahr 2007: Durchschnittliche Kinderzahl steigt auf 1,37 Kinder je

Frau“.

71 Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 298 vom 20.08.2008 „Jahr 2007: Durchschnittliche

Kinderzahl steigt auf 1,37 Kinder je Frau“; eigene Berechnungen.

26


land bis 2050 um ca. 30% zurück geht. Bereits für 2010 wird erwartet, dass die Zahl der Kinder

unter 6 Jahre um ca. 10% sinkt.

■ Die Bevölkerung im Erwerbsalter von 20-64 Jahre schrumpft. Der Anteil der älteren

Erwerbstätigen steigt mittelfristig stark an. Auch die Unternehmensbelegschaften altern somit

in den kommenden Jahren, auch als Folge einer kontinuierlichen Anhebung des gesetzlichen

Renteneintrittsalters. 72

■ Die Zahl der Haushalte steigt. Gleichzeitig sinkt die Haushaltsgröße. Die Zahl der Einpersonenhaushalte

vergrößert sich weiter. Auch die Zahl der Einpersonenhaushalte älterer

Menschen nimmt weiter zu. 73

Kleinräumig bilden sich diese Entwicklungen der Gesamtbevölkerung in Deutschland in den

kommenden Jahrzehnten nun keineswegs spiegelbildlich ab, sondern werden durch unterschiedliche

Ausgangssituationen und lokale und/oder regionale Besonderheiten im zeitlichen

Ablauf und in ihrer Dynamik durchaus abweichend von diesen Megatrends geformt. Faktoren,

die lokal und regional Einfluss auf die konkrete Ausformung des demografischen Wandels

nehmen, sind vor allem

► eine von großräumigen Trends abweichende Entwicklung des generativen Verhaltens,

die zu einem Anstieg der Geburtenziffer führt, z.B. als Konsequenz eines besonders

hohen Anteils besonders jungen und jüngeren Bevölkerung bzw. eines besonders hohen

Anteils einer jüngeren Bevölkerung mit Migrationshintergrund,

► Wanderungsgewinne, die auf einer besonderen Attraktivität eines kleineren Raumes als

Wohn- und/oder Arbeitsstandort basieren bzw. das Ergebnis einer extensiven Ausweitung

von neuen Wohngebieten und umfassenden Gewerbeneuansiedlungen sein können.

Für die vorliegende Planung sind somit sowohl allgemeine Trends, die ihre Auswirkungen

auch auf der lokalen Ebene haben, als auch mögliche lokale Sonderentwicklungen zu berücksichtigen.

Die Unterschiedlichkeit von Megatrend und kleinräumiger Entwicklung zeigt sich bereits auf

der Ebene der Bevölkerungszahl: So wird für Deutschland bis zum Jahre 2020 ein Rückgang

der Bevölkerung von 2005 ca. 82 Mio. Einwohnern auf ca. 80 Mio. erwartet, ein Rückgang

von weniger als 3%. 74 Demgegenüber wird für das Land NRW bis zum Jahre 2020 schon

eine Abnahme der Bevölkerung um 4% prognostiziert. 75 Nordrhein-Westfalen weist hinter

dem Saarland den höchsten Bevölkerungsrückgang in den „alten“ Flächenländern der Bundesrepublik

auf. Entgegen diesem Landestrend wird für den Kreis Aachen im Vergleichszeit-

72

Die möglichen Folgen dieser Anhebung der Lebensarbeitszeit auf die Lebenserwartung bleiben bislang in den

Bevölkerungsvorausberechnungen weitgehend ausgeblendet.

73

Vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Hrsg.): Demografischer Wandel in Deutschland. Heft 1:

Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Ausgabe 2007. Wiesbaden 2007 (im

Folgenden zitiert als BEVÖLKERUNGS- UND HAUSHALTSENTWICKLUNG): 26 ff.

74

Quelle: BEVÖLKERUNGS- UND HAUSHALTSENTWICKLUNG: 19; eigene Berechnungen.

75

Quelle: BEVÖLKERUNGS- UND HAUSHALTSENTWICKLUNG: 21; eigene Berechnungen.

27


aum jedoch lediglich ein Rückgang der Bevölkerung von weniger als 1% vorausberechnet.

76

Dieser Vorausberechnung der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahre 2020 liegen

folgende Annahmen zugrunde:

● Konstanz des generativen Verhaltens

sowie ein

● leichter Anstieg der Lebenserwartung. 77

Ferner legt das LDS seiner Vorausberechnung eine Fortschreibung des aktuellen Wanderungssaldos

zugrunde. Dies bedeutet, dass bei der Vorausberechnung von einer weiterhin

nennenswerten Zuwanderung nach Nordrhein-Westfalen durch Aussiedler, Asylbewerber

und durch ausländische Staatsangehörige im Zuge des Familiennachzugs ausgegangen

wird.

Diese Prognoseannahmen aus dem Jahre 2004 erscheinen vor dem Hintergrund der seither

beobachtbaren Entwicklung jedoch kritisch, das sowohl der Zuzug durch Aussiedler als auch

von Asylbewerbern sowie durch ausländische Staatsangehörige deutlich zurückgegangen

ist. Eine seither restriktive Zuwanderungspolitik in Deutschland und der Europäischen Union

lässt eine einfache Fortschreibung früherer Zuwanderungstrends für Nordrhein-Westfalen für

die kommenden Jahre eher unwahrscheinlich erscheinen. Der unter dem Landesdurchschnitt

liegende Rückgang der Bevölkerung im Kreis Aachen bis zum Jahre 2020 wäre daher nur

dann realistisch, wenn die Region von einer hohen Zuwanderung aus anderen deutschen

Regionen profitieren würde.

Für die Jugendhilfeplanung Stolberg wurde durch das Landesamt für Datenverarbeitung und

Statistik eine Vorausberechnung der Bevölkerung auf der Grundlage der Bevölkerung am

31.12.2005 bis zum Jahre 2025 durchgeführt. Diese Vorausberechnung berücksichtigt ausschließlich

die natürliche Bevölkerungsbewegung und nicht evtl. Wanderungsgewinne bzw.

Verluste. Diese Prognosevariante wurde gewählt, um eine Basis für eine eigene Prognose

zu erhalten, die die Effekte von evtl. zu erwartenden Wanderungsbewegungen in Kenntnis

lokaler Entwicklungen - vor allem im Wohnbaubereich - berücksichtigen kann. Da jede quantitative

Vorausberechnung über einen solch langen Zeitraum - wie für das Land Nordrhein-

Westfalen hinsichtlich des Einflussfaktors Zuwanderung bereits skizziert – aufgrund von sich

im Vorhersagezeitraum durchaus auch rasch verändernden Voraussetzungen mit einem erheblichen

Unsicherheitsfaktor behaftet ist, wurde hier dem Mix aus quantitativer Prognose

unter Berücksichtigung der erwarteten natürlichen Bevölkerungsentwicklung und einer eigenen

qualitativen Einschätzung von möglichen Wanderungseffekten der Vorzug vor einer

ausschließlich quantitativen Vorausberechnung ohne Berücksichtigung lokaler Spezifika gegeben.

76 Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen: „Vorausberechnung

der Bevölkerung 2002 bis 2020/2040“. Düsseldorf 2004; eigene Berechnungen.

77 Vgl. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen: „Vorausberechnung

der Bevölkerung 2002 bis 2020/2040“. Düsseldorf 2004, 1.

28


Die Modellrechnung zur Bevölkerungsentwicklung des LDS NRW kommt dabei für Stolberg

zu dem Ergebnis, dass die Bevölkerung im Zeitraum zwischen 2007 und 2025 von 58.492

Einwohnern im Jahre 2007 auf 56.022 Einwohner im Jahre 2025 zurück geht. 78 Ursächlich

dafür ist ein dauerhaft negativer Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung (NBB-Saldo)

in diesem Zeitraum, also eine höhere Anzahl von Verstorbenen als Neugeborene. Tabelle 11

zeigt diese Entwicklung in Stolberg für den Zeitraum 2010-2025.

Tabelle 11: Entwicklung der Bevölkerung in Stolberg 2010-2025 79

Jahr Bevölkerung lebend Gestorbene NBB-Saldo

insgesamt Geborene

2010

58.160 511 620 -108

2015

2020

2025

57.537 522 651 -129

56.857 529 678 -149

56.022 - 80 - -

Differenziert nach Alter ist für die Entwicklung der Bevölkerung unter 25 Jahren in Stolberg

nach dieser Prognose mit folgender Entwicklung zu rechnen:

Tabelle 12: Entwicklung der Bevölkerung in Stolberg 2010-2025 unter 25 Jahre nach

Altersgruppen

Jahr 81 0-3

Jahre

3-6

Jahre

6-10

Jahre

10-15

Jahre

15-18

Jahre

18-25

Jahre

2010 1.540 1.572 2.352 3.212 2.031 4.885

2015 1.541 1.526 2.113 2.841 1.902 4.745

2020 1.580 1.559 2.040 2.620 1.622 4.420

2025 1.550 1.578 2.094 2.556 1.538 3.913

78

Quelle: LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: „Modellrechnung zur Bevölkerungsentwicklung“,

erstellt im Auftrag des B-PLAN Büro für sozialwissenschaftliche Analysen und Planungen.

Düsseldorf 2006, im Folgenden zitiert als LDS PROGNOSE STOLBERG 2025.

79

Jeweils am 1.1. Quelle: LDS PROGNOSE STOLBERG 2025.

80

Angaben fehlen.

81

Jeweils am 1.1. Quelle: LDS PROGNOSE STOLBERG 2025; eigene Berechnungen

29


Demnach sind im Zeitraum 2010-2025 bei der Zahl der Kinder unter 3 Jahren und zwischen

3 und 6 Jahren keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten. Die Anzahl der Kinder in

diesem Alter bleibt demnach nahezu konstant auf dem Niveau von 2010, während die 6-10

Jährigen leicht, die Altersgruppe der Kindern und Jugendlichen von 10-15 Jahren sowie zwischen

15-18 Jahren deutlich kleiner wird. Besonders stark sinkt in diesem Prognosezeitraum

auch die Zahl der Bewohner zwischen 18 und 25 Jahren in Stolberg.

Im Zeitreihenvergleich seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird deutlich, dass in

Stolberg der wesentliche Rückgang der jungen Alterskohorten unter 6 Jahren im wesentlichen

bis zum Ende dieses Jahrzehnts abgeschlossen ist, während nach einem deutlichen

Anstieg bis zum Jahre 2010 die Zahl der Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, vor allem

aber der jungen Erwachsenen nach 2010 deutlich geringer werden wird.

Abbildung 5: Zeitreihenvergleich der Entwicklung der jungen Bevölkerung in Stolberg

unter 25 Jahren 1996-2020 82

6000

5000

4000

3000

2000

1000

0

1996 2000 2005 2010 2020

Im Zuge des demografischen Wandels wird sich die Altersstruktur in Stolberg in den nächsten

Jahren deutlich verändern:

82 Jeweils am 31.12.Quelle: LDS; eigene Berechnungen.

0-3

3-6

6-10

10-15

15-18

18-25

30


Tabelle 13: Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung in Stolberg bis zum

Jahre 2025 83

unter 20 Jahre 12.113

20,4%

20-59 Jahre 30.658

52,7 %

60-79 Jahre 12.374

21,3%

80 und älter 3.016

5,2%

2010 84 2015 2025 2025/2010

11.226

19,5%

30.066

52,3%

12.862

22,4%

3.382

5,9%

Analog zum generellen Trend verringert sich der Anteil

der jungen Bevölkerung unter 20 Jahren an der Gesamtbevölkerung

als auch absolute Zahl der Einwohner in

diesem Altersbereich. Dies gilt auch für die Bevölkerung

der Stadt zwischen 20 und 59 Jahren, während die Zahl

der älteren Bewohner über 60 Jahre, vor allem aber der

hochbetagten Bewohner über 80 Jahre erheblich ansteigt.

Diese Veränderungen der Altersstruktur werden sich jedoch

auch in Stolberg aufgrund unterschiedlicher Zusammensetzungen

der Bevölkerung in Teilräumen nicht

in gleichem Umfang und zeitgleich vollziehen. Derzeit

10.397

18,6%

26.907

48%

14.133

25,2%

4.585

8,1%

- 14,17 %

-12,23 %

+14,22 %

+52 %

setzt sich in den Stadtteilen Stolbergs die Bevölkerung aus folgenden Altersgruppen zusammen:

83 Jeweils am 1.1. Quelle: LDS PROGNOSE STOLBERG 2025; eigene Berechnungen.

84 2010, 2015 und 2025 jeweils Anzahl der Einwohner dieser Altersgruppe sowie Anteil (%) der Altersgruppe an

der Bevölkerung in Stolberg insgesamt.

TREND

Entwicklung der jungen Bevölkerung

in Stolberg bis 2025:

Rückgang bei den Kinder unter 6 Jahren

bis 2010 beendet, deutlicher Anstieg

der Zahl der Jugendlichen und

Jungen Erwachsenen bis 2010, deren

Zahl wird aber danach wieder deutlich

kleiner

31


Tabelle 14: Altersstruktur der Bevölkerung in Stolberg 2006 nach Stadtteilen 85

Stadtteil 0-3 Jahre 4-6 Jahre 7-15 Jahre 16-18 Jahre 19-65 Jahre 66

Jahre

und

älter

Ohne Berücksichtigung anderer Faktoren, die möglicherweise den allgemeinen Trend wesentlich

verändern können, wird für die Stadtteile Stolbergs aufgrund der natürlichen Bevölkerungsbewegung

– also ohne Berücksichtigung von evtl. Wanderungsgewinnen – folgende

Altersstruktur der Bevölkerung erwartet:

85 Quelle: Einwohnermeldeamt der Stadt Stolberg; eigene Berechnungen. Stand: 1. September 2006.

86 Inkl. des in der Einwohnerstatistik des Einwohnermeldeamtes der Stadt Stolberg separat

geführten Bezirks Vicht/Breinigerberg.

Gesamt

Atsch 116 122 323 123 2508 813 4005

Breinig 144 148 477 207 3110 806 4892

Breiniger Berg 18 37 92 36 606 151 940

Büsbach 216 212 682 215 4330 1470 7125

Donnerberg 138 172 641 205 3347 1080 5583

Dorff 21 13 59 14 368 112 587

Gressenich 64 65 273 93 1533 528 2556

Mausbach 147 168 482 143 2874 801 4615

Münsterbusch 241 232 700 289 4151 1419 7032

Oberstolberg 269 246 809 299 4536 1368 7527

Schevenhütte 19 19 58 22 442 162 722

Unterstolberg 227 220 676 247 3358 787 5515

Venwegen 34 33 154 53 790 390 1454

Vicht 86 47 51 154 62 1183 378 1875

Werth 37 26 117 34 657 157 1028

Zweifall 59 62 217 57 1218 415 2028

32


Tabelle 15: Altersstruktur der Stadtteile Stolbergs 2025 87

Aufgrund eines überdurchschnittlichen Anteils von Bewohnern bis zu 18 Jahren sind 2025

(Durchschnitt Stolberg 2025: 17,1%) – nur unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsbewegung

– die Stadtteile

■ Breinig

■ Breiniger Berg

■ Donnerberg

■ Mausbach

■ Oberstolberg

■ Unterstolberg

■ Werth

87 Am 1.1.2025. Quelle: LDS PROGNOSE STOLBERG 2025; eigene Berechnungen.

88 Inklusive dem Stadtteil Vicht/Breinigerberg.

0 -18 Jahre 19-65 66 und älter

Atsch 578/14,7% 2.349/59,8% 1.000/25,5%

Breinig 825/17,4% 2.912/61,6% 992/21%

Breiniger Berg 156/18,7% 493/59% 186/22,3%

Büsbach 1.120/16% 4.054/58,1% 1.808/25,9%

Donnerberg 978/18% 3.134/57,6% 1.328/24,4%

Dorff 90/15,7% 344/60,1% 138/24,1%

Gressenich 418/16,7% 1.435/57,3% 650/26%

Mausbach 795//17,8% 2.691/60,2% 985/22%

Münsterbusch 1.237/18% 3.888/56,6% 1.746/25,4%

Oberstolberg 1.372/18,8% 4.248/58,1% 1.683/23%

Schevenhütte 100/14 414/58,1% 199/27,9%

Unterstolberg 1.159/22% 3.145/59,7% 968/18,4%

Venwegen 232/16,1% 725/50,5% 480/33%

Vicht 88 266/14,5% 1.108/60,3% 465/25,3%

Werth 182/18,4% 615/62,2% 192/19,4%

Zweifall 334/16,8% 1.140/57,4% 511/25,8%

33


Stadtteile mit einer besonders jungen Bevölkerung. Demgegenüber liegt im Jahr 2025 in

folgenden Stadtteilen der Anteil der jungen Bevölkerung bis 18 Jahre unter und der Anteil der

älteren Bevölkerung über 66 Jahren (Durchschnitt Stolberg 2025: 24,3%) über dem Durchschnitt

Stolbergs insgesamt:

■ Atsch

■ Büsbach

■ Gressenich

■ Schevenhütte

■ Venwegen

■ Vicht

■ Zweifall.

Im Stadtteil Münsterbusch leben zu diesem Zeitpunkt überdurchschnittlich viele junge Bewohner

bis 18 Jahre, aber auch der Anteil der älteren über 66 Jahre wird in diesem Stadtteil

dann signifikant hoch sein. Ein Stadtteil, in dem sowohl der Anteil der jungen Bewohner bis

18 Jahre als auch der Anteil älterer Menschen über 66 Jahre unterdurchschnittlich ist, ist der

Stadtteil Dorff.

Die vorstehende Analyse zeigt, dass kein eindeutiger Trend die weitere Entwicklung der Bevölkerung

in Stolberg bestimmt, sondern dass sich der demografische Wandel in den verschiedenen

Stadtteilen bis zum Jahre 2025 sehr unterschiedlich formt. Dabei ist auch keine

einheitliche Entwicklung in den eher ländlichen noch in den innerstädtischen Stadtteilen vorhanden.

Die beschriebene Entwicklung der Bevölkerung in den verschiedenen Stadtteilen Stolbergs

unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsbewegung wird in den kommenden Jahren

möglicherweise jedoch unter dem Einfluss von Zuwanderungen aus anderen Städten

und Gemeinden modifiziert. Gleichzeitig ist aber auch damit zu rechnen, dass Stolberg wie

bisher Einwohner durch Abwanderungen verlieren wird. Eine quantitative Abschätzung, wie

im Zeitraum bis zum Jahre 2025 das Verhältnis von Zu- und Abwanderungen sich in der

Stadt entwickelt, ist hochunsicher. Sinnvoller als der Versuch, Zu- und Abwanderungen zahlenmäßig

zu schätzen, erscheint eine Betrachtung dahingehend, welche Faktoren möglicherweise

in welchen Stadtteilen zu Veränderungen der Wanderungsbilanz führen könnten.

Grundsätzlich möglich ist eine solche Verbesserung der Wanderungsbilanz zum einen durch

eine nennenswerte Ausweitung von Erwerbsarbeitsplätzen in Stolberg, die zu einer beschleunigten

Zuwanderung von Erwerbstätigen aus anderen Städten und Regionen führen

würde. Die Ausweisung von neuen Gewerbegebieten mit „echten“ Neuansiedlungen könnte

eine solche Entwicklung beeinflussen. Die Abschätzung der entsprechenden Effekte kann

dabei jedoch ebenfalls nur qualitativ erfolgen. Darüber hinaus ist eine solche Abschätzung

nur für die Gesamtstadt möglich, da die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes in einem

Stadtteil mit „echten“ Neuansiedlungen eben nicht gleichzusetzen ist auch mit einem Anstieg

der Wohnbevölkerung in diesem Stadtteil. Darüber hinaus führt die Entstehung von zusätzli-

34


chen Erwerbsarbeitsplätzen in der Folge von Unternehmensneuansiedlungen auch nicht

unbedingt zu einer Erhöhung der Einwohnerschaft, da die neuen Arbeitsplätze von Pendlern

aus anderen Städten besetzt werden können bzw. bereits vorher in Stolberg Erwerbstätige

diese Arbeitsplätze einnehmen.

Ähnlich schwierig ist auch eine genauere Abschätzung der Effekte, die die Ausweisung von

neuen Wohngebieten in einer Stadt für die zukünftige Entwicklung der Wohnbevölkerung

besitzt. Dennoch ist anders als für die möglichen Effekte von Gewerbeansiedlungen eine

Abschätzung der demografischen Wirkung an sich möglich, da die Ausweisung von neuen

Wohngebieten - bei gleichzeitiger Konstanz der bereits vorhandenen Wohnbevölkerung -

tendenziell zu einer Vergrößerung der Einwohnerzahl des betroffenen Stadtteils führt.

Schwierig ist allerdings insoweit abzuschätzen, ob und in welchem Umfange dieser Bevölkerungszuwachs

auf Binnenwanderungen innerhalb der Stadt oder auf Zuzug von außerhalb

basiert. Vielmehr kann die Ausweisung von neuen Wohngebieten und in deren Folge die

Zunahme der Bevölkerung dort auch mit einem Rückgang der Bevölkerung in einem oder

mehreren anderen Stadtteilen verbunden sein kann. Eine präzise quantitative Abschätzung

derartiger Effekte für die Gesamtstadt ist auf der Basis der vorliegenden Informationen nicht

möglich. Aber anders als für den Einflussfaktor Gewerbeansiedlung erscheint eine qualitative

Abschätzung der Effekte, die die Ausweisung von neuen Wohngebieten haben kann - also

hinsichtlich der Größe der Bevölkerung und zum evtl. Einfluss auf die Altersstruktur - machbar.

Unterstellt wird dabei auch, dass die Entstehung von neuen Wohngebieten vor allem zu

einem Anstieg der jüngeren Bevölkerung in einem Stadtteil führt.

Betrachtet man zunächst die Entwicklung von Zu- und Abwanderungen in Stolberg in den

letzten Jahren, so ist zu konstatieren, dass Stolberg seit dem Jahr 2003 nur noch einen geringfügigen

Überschuss der Zugezogenen von jährlich weniger als 100 erreicht. Im Jahre

2005 überstieg die Zahl der Fortgezogenen sogar die Zahl der Zugezogenen (-138). Mit

Ausnahme der extrem großen Bevölkerungszuwächse Ende der 80er Jahre/Anfang der 90er

Jahre, die offensichtlich in Zusammenhang mit Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands

kurz vor und nach der Wiedervereinigung bzw. Zuwanderung nach Stolberg aus osteuropäischen

Ländern stehen, erreichte Stolberg auch in den 80er und 90er Jahre nur im Ausnahmejahr

1997 ein positives Wanderungssaldo von mehr als 300. 89

Berücksichtigt man die städtischerseits in einem mittelfristigen Entwicklungszeitraum von ca.

10 Jahren zurzeit geplante Entwicklung von neuen Wohngebieten mit voraussichtlich mehr

als 20 Baueinheiten, so sind jugendhilferelevante Auswirkungen auf die Einwohnerzahl und

die Altersstruktur in folgenden Stadtteilen Stolbergs zu erwarten: 90

● Stadtteil Mausbach

Für Mausbach wird zurzeit ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet, dessen Endfassung Anfang

2009 vorliegen soll. 91 Im Rahmen dieser Entwicklung ist die Ausweisung von ca. 180

89

Quelle: LDS NRW; vgl. zum Wanderungssaldo auch Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW:

Kommunalprofil Stolberg (Rhld.). Düsseldorf 2007: 6.

90

Die folgende Darstellung zur Entwicklung weiterer Wohngebiete in Stolberg basiert auf einer schriftlichen

und mündlichen Mitteilung des Leiters des Fachbereichs 1 der Stadt Stolberg vom 14. Mai 2008.

91

Siehe dazu www.stolberg.de.

35


Baugrundstücken in 4 Wohngebieten vorgesehen. Wenngleich in den letzten Jahren wieder

ein Trend zum Wohnen in der Stadt zu konstatieren ist und dieser Trend sich im Zuge der

steigenden Energiekosten in den kommenden Jahren noch verstärken dürfte, 92 so ist für

diesen Stadtteil mit einer Zunahme vor allem von Haushalten mit kleineren Kindern und Jugendlichen

zu erwarten, soweit in den neu ausgewiesenen Wohngebieten ein mittelpreisiges

Mietwohnungs- bzw. Eigenheimsegment bedient wird.

● Stadtteil Büsbach

Im Baugebiet Brockenberg entstehen ca. 150-200 Bauplätze. Soweit auch hier Angebote im

mittleren Preissegment dominieren, ist mit einer Vergrößerung vor allem der jungen Bevölkerung

zu rechnen.

● Stadtteil Gressenich

Von der derzeit geplanten Erschließung des Baugebietes „Farmweg“ mit ca. 25 Baueinheiten

werden eher nur geringe Auswirkungen auf die jugendhilferelevante Bevölkerungsstruktur

dieses Stadtteiles erwartet, da in diesem Bereich ein eher höherpreisiges Wohngebiet aufgrund

des bereist vorhandenen Wohnumfeldes erwartet wird. Allerdings könnte die unmittelbare

Nähe zur Kindertagesstätte in diesem Bereich positiven Einfluss auf die Ansiedlung

auch von jungen Familien mit Kindern nehmen.

● Stadtteil Werth

In diesem Stadtteil existiert ein rechtskräftiger Bebauungsplan für ca. 20 Einfamilienhäuser.

Aufgrund der aktuellen Struktur ist davon auszugehen, dass hier ein mittleres Marktsegment

bedient wird, das zum Zuzug auch von Familien mit jüngeren Kindern und Jugendlichen führen

könnte.

● Stadtteil Schevenhütte

In diesem Stadtteil könnte in den kommenden Jahren ein neues Wohngebiet mit ca. 24 Baueinheiten

entstehen. Auch hier ist damit zu rechnen, dass dies zu einer Zunahme der jungen

Bevölkerung im Stadtteil führen wird.

Potenzial für weitere Wohngebiete besteht darüber hinaus in Stolberg vor allem im Stadtteil

Breinig, im Stadtteil Donnerberg, in den Stadtteilen Vicht und Zweifall sowie im Stadtteil

Münsterbusch. Konkrete Planungen, die eine Abschätzung von mittelfristigen Auswirkungen

92 Siehe diesem Trend in NRW ausführlich Daniel Urbanczyk: „Zur Frage der Reurbanisierung – Das Comeback

der Stadt in Nordrhein-Westfalen? Dipl.-Arbeit Universität Dortmund 2006.

36


auf die Wohnbevölkerung in diesen Stadtteilen erlauben würden, liegen zurzeit jedoch noch

nicht vor.

37


Sozialräume in Stolberg

Jugendhilfe muss zur Zielerreichung ihrer Maßnahmen und Interventionen über detaillierte

Kenntnisse ihrer Klienten und Zielgruppen verfügen, damit diese Maßnahmen und Interventionen

auf die speziellen Defizite und die mobilisierbaren Ressourcen des einzelnen

und/oder von Gruppen ausgerichtet werden können. Das SGB VII/KJHG Kinder- und Jugendhilfegesetz

hat daher auch normiert, dass die Lebenswelt und der Sozialraum von Kindern

und Jugendlichen zentrale Ausgangs- und Orientierungspunkte für die Jugendhilfe sein

sollen. Die damit von Gesetzgeber unterstellte fachliche Eindeutigkeit von „Lebenswelt“ und

„Sozialraum“ kontrastiert jedoch mit der konzeptionellen Vielfalt, die beide Kategorien in der

Fachdiskussion immer noch besitzen. An dieser Stelle wird nicht der Versuch unternommen,

das zu einem Konzept zu integrieren, was offensichtlich aufgrund unterschiedlicher fachlicher

Perspektiven und wissenschaftlich-theoretischer Bezüge nicht zu vereinheitlichen ist. 93

Für den praktischen Alltag der Jugendhilfe erscheint es vielmehr wichtig, eine möglichst

„dichte Beschreibung“ der aktuellen Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in einem

konkreten Kontext für Jugendhilfeangebote und –interventionen – hier für die Stadt Stolberg -

zu geben. Dieser Kontext – und dies ist im SGB VIII offensichtlich in ähnlicher Unschärfe mit

dem Konstrukt „Lebenswelt“ gemeint – wird konstituiert durch und mit dem/der Einzelnen

und ihrem sozialen Umfeld, für die diese Angebote und Interventionen geplant und umgesetzt

werden. Jugendhilfe ist auch anders als die „materielle Produktion“ eine Dienstleistung,

für die typischerweise die Kooperation von Dienstleister und Dienstleistungsempfänger tragendes

Prinzip ist. Dies impliziert, dass eben abweichend von anderen Produktionsbereichen

die subjektiven Sinnsetzungen und sozialen Bezüge des Dienstleistungsempfängers

unmittelbar einfließender „Produktionsfaktor“ sind. Diese sozialen Bezüge des einzelnen

konstituieren den „subjektiven Sozialraum“, der sich aus den je individuellen sozialen Bezügen

des einzelnen und von Gruppen subjektiv zusammensetzt. Der subjektive Sozialraum

orientiert sich dabei weder an räumlich-physischen Gegebenheiten und Begrenzungen noch

an Grenzen von Verwaltung und Recht. Er greift damit durchaus auch über die Stadtgrenze

hinaus. Die von Jacob Levy Moreno entwickelte Soziometrie versucht, subjektive Sozialräume

mit Hilfe eines Soziogramms abzubilden und als Basis für eine zielgerichtete Veränderung

von Sozialverhalten zu nutzen. 94 Auch das heute gleich ubiquitär und unscharf benutzte

Konstrukt des „Netzwerks“ ist ein Versuch, subjektive Sozialräume als interaktive Verknüpfungen

von Individuen, Gruppen und Organisationen zu rekonstruieren.

93 Einen ausführlichen Überblick über die unterschiedlichen Konzeptualisierungen von „Sozialraum“ liefern

Marlo Riege und Herbert Schubert: „Zur Analyse sozialer Räume. Ein interdisziplinärer Integrationsversuch“, in:

dies.: Sozialraumanalyse: Grundlagen – Methoden – Praxis. 2. Auflage. Wiesbaden 2005: 7ff.

94 Die konzeptionellen und methodischen Grundlegend der Soziometrie entwickelte Moreno in den 30er Jahren

des vorigen Jahrhunderts. S. dazu Jacob Levy Moreno: Die Grundlagen der Soziometrie – Wege zur Neuordnung

der Gesellschaft, Opladen 1974.

38


Sozialraum ist aber nicht nur der durch Interaktionen konstituierte soziale Beziehungsraum

eines Individuums, einer Gruppe oder Organisation, sondern auch der durch Gebäude und

andere physische Begrenzungen und Institutionen – so vor allem auch die „anderen“ subjektiven

Sozialräume – charakterisierte Raum. Für die Abbildung dieses Sozialraumes können

„objektive Daten“ genutzt werden – von der Kartierung bis zur Einwohnerstatistik eines solchen

Raumes. Dieser „objektive Sozialraum“ bildet erst gemeinsam mit dem subjektiven Sozialraum,

der sich über die Grenzziehungen des objektiven Raumes hinwegsetzen kann, den

Raum, auf den sich Angebote und Interventionen der Jugendhilfe in der Planung und Umsetzung

im Interesse ihres Erfolges beziehen müssen.

Aber anders als der subjektive Sozialraum, der nur in jedem Einzelfall durch oder gemeinsam

mit einem Mitglied dieses Sozialraumes selbst adäquat rekonstruiert werden kann, sind

datengestützte Kennzeichnungen von objektiven Sozialräumen als quasi dauerhafte Bedingungsfelder

für Verhalten und Handeln von Individuen „von außen“ möglich. Da Jugendhilfe

vor allem Interventionen und Aktivitäten auf der individuellen und/oder Gruppenebene organisiert,

ist es entscheidend, Daten und Informationen für die objektiven Sozialraumebenen zu

generieren, die gemeinsam mit den subjektiven Sozialräumen die „Lebenswelt“ der Zielgruppen

bilden. Dies bedeutet, dass für die Jugendhilfe besonders solche Daten und Informationen

von Interesse sind, die auch die kleinräumigen Strukturen einbeziehen, auf die hin Individuen

in ihrem Handeln und Verhalten ausgerichtet sind. Dimensionen dieses Sozialraumes

sind dann Familien, Quartiere, Nachbarschaften, Straßen, Orts- und Stadtteile sowie Kommunen

als Ganzes. Darüber hinaus muss auch die wechselseitige Abhängigkeit von Klein-

und Großräumen – so. z.B. die Beziehung der kommunalen Ebene zu Kreisen, Regierungsbezirken

sowie zur Landes- und Bundesebene - berücksichtigt erden, da Wechselwirkungen

zwischen den verschiedenen Räumen existieren.

Jugendhilfe steht damit vor der Aufgabe, Daten und Informationen für unterschiedlich große

und voneinander abweichend strukturierte objektive Sozialräume vorzuhalten, die in Ergänzung

mit dem subjektiven Sozialraum Ausgangs- und Bezugspunkte des individuellen und

Gruppenhandelns sind und den „Rahmen“ für Aktivitäten und Interventionen der Jugendhilfe

setzen. Diese grundsätzliche Anforderung an die daten- und informationsgestützte Beschreibung

von Sozialräumen für die Zwecke der kommunalen Jugendhilfe kollidiert jedoch meist

mit der tatsächlichen Verfügbarkeit von Daten und Informationen auf verschiedenen Niveaus

von Sozialräumen auf der kommunalen Ebene, in denen sich Kinder und Jugendliche in verschiedenen

Lebensphasen bewegen. Derzeit sind auf der Ebene der Kommune nur in sehr

wenigen Feldern Informationsbedarf und Informationsangebot annähernd deckungsgleich,

erst Recht auf der Ebene von Teilräumen eines städtischen oder dörflichen Gemeinwesens.

Ursächlich für dieses Defizit ist

■ das Fehlen einer institutionalisierten systematischen Sozialplanung insbesondere in

kleineren und mittelgroßen Kommunen, die auch ein kontinuierliches datengestützten Monitoring

in den zentralen kommunalen Politikbereichen einschließt,

■ auf Amts- und/oder Abteilungsebene in Kommunen oft fehlende Kapazitäten zum Aufbau

und kontinuierlichen Pflege einer „Eigenstatistik“ über Problemlagen, Aktivitäten, Aktionen

und Erfolge,

39


■ eine in den letzten Jahren auf zahlreiche kommunale Politikbereiche ausgeweitete „Zentralisierung“

von Datensammlungen auf der regionalen oder Landesebene, oft verbunden

mit einer anschließend für kleinräumige Analysen wenig nützlichen Aggregation der Daten,

■ eine erschwerte Zugänglichkeit von Datenbanken, die wichtige kommunale Entwicklungsparameter

enthalten, aber in nicht kommunaler Zuständigkeit bzw. in nicht kommunalen

Politikbereichen generiert werden. Beispielhaft dafür ist die unzureichende Verfügbarkeit von

kleinräumigen Daten zur Arbeitslosigkeit in den Kommunen, die zwar vor Ort erstellt, aber

nur zentral von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen von kostenpflichtigen Sonderauswertungen

den Gebietskörperschaften auf Antrag zur Verfügung gestellt werden, ein Angebot,

dass nach diesseitigen Erfahrungen vor allem aus Kostengründen von kleineren und

mittleren Kommunen nur selten genutzt wird.

Jugendhilfe und auch Jugendhilfeplanung stehen damit vor dem Dilemma, bei der Erfüllung

ihres gesetzlichen Auftrages einerseits die Lebenswelt- und Sozialraumorientierung der Zielgruppen

der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe berücksichtigen zu müssen, andererseits

jedoch in nicht ausreichendem Umfang auf systematisch für ihre Zwecke aufbereitete kleinräumige

Datensammlungen und Analysen zurückgreifen zu können. Dies kennzeichnet auch

die Jugendhilfe in Stolberg. Eine wichtige Aufgabe des vorliegenden Kinder- und Jugendhilfeplanes

Stolberg 2009/2015 bestand somit darin, ein kleinräumiges datengestütztes Informationssystem

zu entwickeln, das über wichtige Parameter zur Lebenssituation von Kindern

und Jugendlichen in Stolberg berichtet und für eine kontinuierliche Fortschreibung im Sinne

eines Entwicklungsmonitorings geeignet ist. Dieses Informationssystem für die Zwecke der

Jugendhilfeplanung und der Jugendhilfe stützt sich auf Sonderauswertungen für die Stadt in

überlokalen zentralisierten Datenbanken und umfangreichen eigenen Berechnungen. 95 Teile

der darin enthalten Informationen über die Entwicklung von wichtigen Parametern in der

Vergangenheit, zur aktuellen Situation und über erwartete zukünftige Entwicklungen werden

in diesem Bericht präsentiert. Die hier erstellten Datensammlungen stehen darüber hinaus

auch als fortschreibungsfähige elektronische Datenbank zur Verfügung.

Für dieses Informationssystem war zunächst eine Entscheidung zu treffen, welche „Tiefe“ für

die datengestützten kleinräumigen Beschreibungen für die alltägliche Arbeit in der Kinder-

und Jugendhilfe notwendig und für Stolberg möglich ist. Da es sich um einen kommunalen

Handlungsbereich handelt, erschien es sinnvoll, dieses System an dauerhaft etablierte institutionalisierte

Einteilungen und „Grenzziehungen“, in denen sich in dieser Kommune Verwaltungs-

und Politikhandeln vollzieht, auszurichten. Aufgrund des hohen Institutionalisierungsgrades

besitzen diese Einteilungen eben auch eine hohe Relevanz für die durch Handeln

und Verhalten von Einzelnen und Gruppen konstituierten subjektiven Sozialräume Dies bedeutet,

dass jenseits von in Einzelfällen sinnvollen und z.T. auch möglichen datengestützten

Beschreibungen von kleineren Sozialräumen hier der Stadtteil als genereller Referenzraum

gewählt wurde. Diese Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, dass im Gegensatz zur Ebene

von Wohnvierteln oder Straßen für die Stadtteile Stolbergs zahlreiche relevante Daten zur

Verfügung stehen bzw. mit den im Folgenden noch beschriebenen Vorgehensweisen relativ

95 Hierzu gehören Sonderauswertungen zur demografischen Struktur der Bevölkerung in Stolberg auf der Ebene

von Straßen und Stadtteilen sowie eine Bevölkerungsprognose für die Stadt bis zum Jahre 2025.

40


zuverlässig für die Ebene des Stadtteils generiert werden können. Diese Entscheidung für

den Stadtteil als Bezugsgröße und zu beschreibendem Sozialraum im Rahmen der Jugendhilfeplanung

bedeutet hingegen nicht, dass diese Einheit generell als geeignete „Tiefe“ des

Referenzrahmens für Aktivitäten und Interventionen der Kinder- und Jugendhilfe in der Stadt

betrachtet werden kann. Sie ist vielmehr eine pragmatische und praktische Setzung. Die bei

dieser Jugendhilfeplanung erstellten elektronischen Datensammlungen erlauben für verschiedene

Parameter eine kleinräumige Analyse und Beschreibung bis auf die Ebene der

Straßen.

Für die Erstellung von Sozialraumprofilen wurde im ersten Schritt das Gebiet der Stadt Stolberg

in Anlehnung an den Beschluss des Verwaltungsvorstands der Stadt Stolberg vom 13.

September 2005 in 16 Stadtteile eingeteilt. 96 In einem zweiten Schritt erfolgte die Auswahl

eines Sets von Indikatoren, die eine für die Kinder- und Jugendhilfe sinnvolle Informationsgrundlage

über die verschiedenen Sozialräume in Stolberg bilden.

Im Folgenden werden die Sozialraumprofile der Stadtteile in Stolberg präsentiert. Im Anhang

zum Teilplan 1 sind ferner für jeden Stadtteil weitere datengestützte Informationen beigefügt.

Diese Profile stehen auch elektronisch für eine kontinuierliche Fortschreibung zur Verfügung.

96 Abweichend von diesem Beschluss des Verwaltungsvorstands vom 13. September 2005 wurde hier die dort

getrennten Stadtteile Vicht und Vicht/Breinigerberg zu einem Stadtteil zusammengefasst.

41


Sozialraumprofile Stolberg 2007 97

97 Soweit im Folgenden nicht explizit anders genannt, beziehen sich die Daten zur Bevölkerung in den Sozialräumen

auf den Stichtag 31.10.2007. Quelle: Sonderauswertung RegioIT; eigene Berechnungen. Die weiteren

Quellen, auf die sich die folgenden Darstellungen stützen, sind in den ergänzenden datengestützten Profilen

der Sozialräume ausgewiesen.

42


Sozialraumprofil Atsch

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 98

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18 Jahre

4.002

12,4%

4,4%

3,9%

57,3%

525 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit niedriger als

hier ausgewiesen sein.

28 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

90 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über

liegen

dem Durchschnittswert

3

6,2%

1,3%

16,1%

98 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

43


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

216 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert liegen

und damit auch die Zahl der

arbeitslosen Einwohner größer

sein als hier ausgewiesen.

432 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis SGB-II

größer sein als hier ausgewiesen.

.

Sehr hoch Grundlage: Experteneinschätzung

99

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Überforderung bei der Erziehungs-

und Versorgungsaufgabe

2) Trennung/Scheidung/Versorgungsregelung

3) Suchtproblematik/Schulverweigerung/Psychische

Auffälligkeiten

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel

2

Grundlage: Experteneinschätzung

Spielgruppe für Kleinkinder, vorrangig

für Kinder unter drei Jahren

bei der Pfarre St. Sebastianus

99 Die folgenden Einschätzungen zur Entwicklung und zum aktuellen Interventionsbedarf sowie hinsichtlich der

im Sozialraum dominieren Problemlagen basieren auf Gesprächen und Interviews mit Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern des ASD des Jugendamtes sowie mit Expertinnen und Experten von freien Trägern und anderen

Organisationen und Einrichtungen in Stolberg.

44


Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

3 Kinderspielplätze/2 Bolzplätze

0

Alternder Stadtteil

Kath. Bekenntnisgrundschule

Würselener Straße

45


Sozialraumprofil Breinig/Breinigerberg

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 100

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18 Jahre

5.878

3,8%

0,4%

2,7%

57%

862 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

47 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

147 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

5

5,6%

0,4%

18,1%

100 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

46


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Breinig: durchschnittlich

Breinigerberg: hoch

Breinig: keine Veränderung

Breinigerberg: deutlich gestiegen

316 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

641 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

.im Rechtskreis

SGB-II geringer sein als hier

ausgewiesen.

Breinig:

1) Fehlende Erziehungskompetenz

2) Überforderung alleinerziehender Elternteile

3) Armut

Breinigerberg:

1) Trennung und Scheidung

2) Erziehungsschwierigkeiten/Schulprobleme

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel/

Landwirtschaft

4

Grundlage: Experteneinschätzung

Grundlage: Experteneinschätzung

Grundlage: Experteneinschätzung

Drei Einrichtungen bieten Betreuung

für Kinder unter 3 Jahren.

Drei Einrichtungen sind im Verbund

als Familienzentrum angemeldet.

47


Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

6

1

Junger Stadtteil

Gemeinschaftsgrundschule Stefanstraße

Offene Tür Jugendtreff Remenber,

Breiniger Berg

48


Sozialraumprofil Büsbach

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 101

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

7.152

9%

3,5%

2,7%

56,3%

101 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

1.009 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit niedriger als

hier ausgewiesen sein.

55 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

173 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

6

6%

0,5%

17,4%

49


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

384 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert liegen

und damit auch die Zahl der

arbeitslosen Einwohner größer

sein als hier ausgewiesen.

.

780 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis SGB-II

größer sein als hier ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Trennung und Scheidung

2) Überforderte Eltern bei Erziehungsschwierigkeiten

3) Schulprobleme

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel

4

2

Grundlage: Experteneinschätzung

Zwei Einrichtungen bieten Betreuung

für Kinder unter drei

Jahren. Zwei Einrichtungen sind

integrative Tageseinrichtungen

für Kinder. Eine Einrichtung ist als

Familienzentrum angemeldet.

Kath. Bekenntnisgrundschule

Bischofstraße

Gemeinschaftshauptschule

Probst-Grüber-Schule, Auf der

Liester

50


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

4

2

Alternder Stadtteil/Junge Bevölkerung

Kinder- und Jugendtreff Büsbach

JAM, Konrad.-Adenauer-Straße

51


Sozialraumprofil Donnerberg

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

102

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

5.651

6,4%

2%

2,1%

59,2%

102 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

881 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

48 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

151 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

5

5,6%

0,3%

19,2%

52


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

304 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg.

.

616 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Überforderung von Familien

2) Konflikte zwischen Schule und Elternhaus

3) Kindeswohlgefährdung

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel/

Militärische Nutzung/Landwirtschaft

2

1

Grundlage: Experteneinschätzung

Zurzeit keine Betreuung von

Kindern unter drei Jahren

Gemeinschaftsgrundschule Höhenstraße

53


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Sonstiges

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

6 Kinderspielplätze/2 Bolzplätze

1

Betreuter Jugendtreffpunkt (Mobile Jugendarbeit)

Junger Stadtteil

KOT St. Josef

54


Sozialraumprofil Dorff

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 103

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

585

3,1%

0,2%

2,1%

62,1%

103 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

84 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

5 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

14 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

1

6,7%

0,4%

17,6%

55


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

Wohnen/Landwirtschaft

0

0

31 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

64 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

104 Für diesen Sozialraum liegen keine Einschätzungen durch Expertinnen und Experten dazu vor.

-

-

-

104

56


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

0

Paralleler Rückgang der jungen und der

älteren Bevölkerung

57


Sozialraumprofil Gressenich

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 105

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

2.568

3,9%

0,6%

1,9%

58,6%

105 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

365 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

19 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

63 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

2

5,1%

0,4%

17,5%

58


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

138 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

280 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kindeswohlgefährdungen

2) Trennung/Scheidung

3) Erzieherische Defizite der Eltern

Wohnen/Gewerbe/Landwirtschaft

1

1

Grundlage: Experteneinschätzung

Einrichtung bietet Betreuung von

Kindern unter drei Jahren

Gemeinschaftsgrundschule Rote

Erde

59


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Sonstiges

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

3

0

Betreuter Jugendtreffpunkt (Mobile Jugendarbeit)

Alternder Stadtteil

60


Sozialraumprofil Mausbach

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 106

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

4.543

5%

2%

2,1%

58,5%

106 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

702 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW.

39 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW.

120 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW.

4

6,4%

0,4%

19%

61


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

244 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg.

.

495 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kindeswohlgefährdungen

2) Trennung/Scheidung

3) Erziehungsdefizite von Eltern

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel/

Landwirtschaft

2

2

5

Grundlage: Experteneinschätzung

Eine Einrichtung bietet Betreuung

von Kindern unter drei Jahren

Gemeinschaftsgrundschule Rektor-Soldierer-Weg

Realschule Mausbach, Rektor-

Soldierer-Weg

62


Anzahl der OTs im

Sozialraum

Sonstiges

Demografischer

Trend 2025/Signifikante

Zuwanderung

1

Betreuter Jugendtreffpunkt

(Mobile Jugendarbeit)

Junger Stadtteil/Junge Bevölkerung

Jugendheim Ev. Kirche , Dietrich-

Bonhoeffer-Straße

63


Sozialraumprofil Münsterbusch

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 107

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

7.027

15,7%

7,4%

2,7%

56,8%

107 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

1.065 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit niedriger als

hier ausgewiesen sein.

58 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

182 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

7

6,6%

1,3%

18,7%

64


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

381 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert liegen

und damit auch die Zahl der

arbeitslosen Einwohner größer

sein als hier ausgewiesen.

.

766 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis SGB-II

größer sein als hier ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Fehlende Erziehungskompetenz

2) „Vermüllte“ Wohnsituation

3) Schulverweigerung und in deren

Folge Auseinandersetzungen zwischen

Eltern und Kindern

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel

3

5

Grundlage: Experteneinschätzung

Zwei Einrichtungen bieten Betreuung

für Kinder unter drei

Jahren

Schulkindergarten Prämienstraße

Gemeinschaftsgrundschule Prämienstraße

Goethe-Gymnasium, Lerchenweg

Förderschule Talstraße

Gutenberg-Schule/Rhein. Schule

für Sprachbehinderte, Sperberweg

65


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

7

2

Überdurchschnittliche Zunahme der jungen

und der älteren Bevölkerung

Städt. Kindertreff Münsterbusch,

Rotdornweg

SKM Jugendtreff K-Crew

66


Sozialraumprofil Oberstolberg

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 108

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

7.619

21,2%

5,2%

108 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

4

50%

1.279 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit niedriger als

hier ausgewiesen sein.

69 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

219 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

8

7,3%

2,2%

20,7%

67


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlage

im Sozialraum

(gewichtet von

1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

409 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

erheblich über dem Durchschnittswert

liegen und damit

auch die Zahl der arbeitslosen

Einwohner deutlich größer sein

als hier ausgewiesen.

.

830 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

erheblich über dem Durchschnittswert

liegen und damit

auch die Zahl der Einwohner in

Bedarfsgemeinschaften im

Rechtskreis SGB-II deutlich größer

sein als hier ausgewiesen.

sehr hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kriseninterventionen

2) Unzureichende Erziehungsfähigkeit

3) Trennungs- und Scheidungsprobleme

Wohnen/Einzelhandel

4

4

Grundlage: Experteneinschätzung

Eine Einrichtung bietet Betreuung

für Kinder unter drei Jahren. Eine

Einrichtung ist Familienzentrum.

Gemeinschaftsgrundschule Grüntalstraße

Ritzefeld-Gymansium, Ritzefeldstraße

Realschule, Walther-

Dobbelmann-Straße

Berufsbild. Schulen des Kreises

Aachen, Am Obersteinfeld

68


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Sonstiges

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

9

1

Jugendwerkstatt

Junge Bevölkerung

Jugendheim der Ev. Kirchengemeinde

Underground, Bergstraße

Qualifizierungseinrichtung eines

freien Trägers (Jugendberufshilfe

e.V.)

69


Sozialraumprofil Schevenhütte

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung 109

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

709

3,9%

0,1%

2,5%

61,5%

109 Hier und im Folgenden: Anteil an der Bevölkerung im Sozialraum.

81 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

4 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

24 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

1

4,8%

0,1%

14,1%

70


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

38 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

77 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kindeswohlgefährdungen

2) Trennung/Scheidung

3) Mangelnde Erziehungskompetenz

der Eltern

Wohnen/Naherholung/Gewerbe/

Landwirtschaft

1

0

Grundlage: Experteneinschätzung

Die Einrichtung bietet Betreuung

für Kinder unter drei Jahren.

71


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

0

Alternder Stadtteil/Junge Bevölkerung

72


Sozialraumprofil Unterstolberg

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

5.620

28,2%

14,3%

4,2%

50%

1.079 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit niedriger als

hier ausgewiesen sein.

58 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

185 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen.

7

8,4%

2,9%

23,7%

73


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3 nach der

Häufigkeit der Intervention)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

302 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

erheblich über dem Durchschnittswert

liegen und damit

auch die Zahl der arbeitslosen

Einwohner größer sein als hier

ausgewiesen.

608 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

wesentlich über dem

Durchschnittswert liegen und

damit auch die Zahl der Einwohner

in Bedarfsgemeinschaften im

Rechtskreis SGB-II größer sein

als hier ausgewiesen.

hoch bis sehr hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Konflikte zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen,

vor allem wegen

Schulproblemen

2) Unzureichende Erziehungskompetenz

der Eltern

3) Kindeswohlgefährdung

Wohnen/Gewerbe/Einzelhandel

4

3

Grundlage: Experteneinschätzung

Zwei Einrichtungen bieten Betreuung

für Kinder unter drei

Jahren. Eine Einrichtung richtet

ihr Betreuungsangebot speziell an

Alleinerziehende. Drei Einrichtungen

sind Familienzentren.

Gemeinschaftsgrundschule Hermannstraße

Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße

Schule für Geistigbehinderte,

Stettiner Straße

74


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Sonstiges

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

6

1

Betreuter Jugendtreffpunkt

(Mobile Jugendarbeit)

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

des Kreises Aachen, Frankentalstraße

VHS Stolberg, Frankentalstraße

Musikschule Merz, Frankentalstraße

Junger Stadtteil

Offene Tür Kupfermeisterstraße

Westside

75


Sozialraumprofil Venwegen

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

1.474

2,8%

0

1,6%

60,6%

213 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

12 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

36 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

1

5%

0,1%

17,8%

76


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

79 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

161 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Trennung und Scheidung

2) Unzureichende Erziehungskompetenz

der Eltern

Wohnen/Naherholung/Landwirtschaft

1

0

Grundlage: Experteneinschätzung

Kath. Kindertagesstätte Haus

Maria im Venn. Die Einrichtung

bietet Betreuung für Kinder unter

drei Jahren.

77


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

1

Alternder Stadtteil

Jugendarbeit in der Alten Schule

Venwegen mit z.T. offenen Angeboten

78


Sozialraumprofil Vicht/Vicht-Breinigerberg

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

1.921

4,1%

0

1,8%

60%

251 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

14 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

43 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

2

5,3%

0,1%

16,1%

79


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

103 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

209 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kindeswohlgefährdung

2) Trennung/Scheidung

3) Unzureichende Erziehungskompetenz

der Eltern

Wohnen/Naherholung/Landwirtschaft

1

0

Grundlage: Experteneinschätzung

Die Einrichtung bietet Betreuung

für Kinder unter drei Jahren.

80


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

1

0

Alternder Stadtteil

81


Sozialraumprofil Werth

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

1.042

3,4%

0,2%

0,9%

59,1%

162 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

9 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

28 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

1

6,4%

0

19,2%

82


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

56 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

114 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II geringer sein als hier

ausgewiesen.

hoch Grundlage: Experteneinschätzung

deutlich gestiegen Grundlage: Experteneinschätzung

1) Kindeswohlgefährdungen

2) Trennung/Scheidung

3) Unzureichende Erziehungskompetenz

der Eltern

Wohnen/Landwirtschaft

0

0

Grundlage: Experteneinschätzung

83


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifi-

kante Zuwanderung

2

0

Junger Stadtteil/Junge Bevölkerung

84


Sozialraumprofil Zweifall

I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Einwohner

Ausländische Bevölkerung

Türkische Staatsangehörige

Ausländische Staatsangehörige

EU-27

Bevölkerung nach Familienstand

verheiratet/verwitwet

Kinder/Jugendliche in der ehelichen

Lebensgemeinschaft der Eltern

lebend

Kinder/Jugendliche in nichtehelicher

Lebensgemeinschaft der

Eltern lebend

Kinder/Jugendliche mit alleinerziehendem

Elternteil

Kinder/Jugendliche nicht im Haushalt

der Eltern lebend

Anteil der Kinder bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der ausländischen Kinder

bis 6 Jahre (einschließlich)

Anteil der Kinder und Jugendlichen

unter 18

2.029

4,3%

0,3%

2,4%

59%

309 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

über dem Durchschnittswert

liegen und damit höher als hier

ausgewiesen sein.

167 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

53 Berechnet auf der Grundlage

von Durchschnittswerten in

NRW; die tatsächliche Anzahl

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen.

2

5,8%

0

18,7%

85


I N D I K A T O R Ausprägung Anmerkung

Anzahl der arbeitslosen

Einwohner im

Sozialraum

Anzahl von Personen

in Bedarfsgemeinschaften

im

Rechtskreis SGB-II

im Sozialraum

Interventionsbedarf

durch den ASD des

Jugendamtes

Entwicklung der

Interventionshäufigkeit

durch den ASD

in den letzten 5 Jahren

Vorrangige Problemlagen

im Sozialraum

(gewichtet

von 1-3 nach der

Häufigkeit der Intervention)

Dominierende

Raumnutzung(en)

Anzahl der Kindertagesstätten

im

Sozialraum

Anzahl und Art der

Schulen im Sozialraum

109 Berechnet auf der Grundlage der

durchschnittlichen Arbeitslosigkeit

in Stolberg. Die Zahl der Arbeitslosen

dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die Zahl

der arbeitslosen Einwohner niedriger

sein als hier ausgewiesen.

.

221 Berechnet analog zur SGB-II-

Quote in Stolberg insgesamt. Die

Zahl der Personen im Rechtskreis

SGB-II dürfte in diesem Sozialraum

unter dem Durchschnittswert

liegen und damit auch die

Zahl der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften

im Rechtskreis

SGB-II niedriger sein als hier

ausgewiesen.

gering Grundlage: Experteneinschätzung

Wohnen/Gewerbe/Landwirtschaft/Naherholung

1

1

-

-

Zurzeit keine Betreuung von

Kindern unter drei Jahren

Gemeinschaftsgrundschule Kornbendstraße

86


Anzahl der Spiel-

und Bolzplätze im

Sozialraum

Anzahl der OTs im

Sozialraum

Demografischer

Trend 2025/Signifikante

Zuwanderung

1

0

Alternder Stadtteil

87


Handlungsempfehlungen

Handlungsbereich Ansatz/Defizit Empfehlung

Kinder- und Jugendhilfe/

Kinder- und Jugendhilfeplanung/Sozialplanung

Kinder- und Jugendhilfe/Kinder-

und Jugendhilfeplanung

Fehlen eines koordinierten ämterübergreifendenkontinuierlichen

Monitorings der demografischen,

sozialen, kulturellen und

wirtschaftlichen Entwicklung in

Stolberg

Einrichtung eines Sachgebietes

Sozialplanung,

das ämterübergreifend

auch die Funktion eines

kontinuierlichen Monitorings

kinder- und jugendhilferelevanterEntwicklungen

wahrnimmt und

Daten und Informationen

für die Nutzung durch die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Kinder- und

Jugendhilfe kontinuierlich

und nach Einzelbedarf

aufbereitet

Sozialraumorientierung Verstärkte Ausrichtung

von Maßnahmen, Angeboten

und Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe

auf die Stadtteile als

zentralen Sozialräumen,

soweit nicht im Einzelfall

oder in einzelnen Arbeitsbereichen

(z.B. frühe Bildung,

Erziehung und Betreuung)

eine stadtteilübergreifende

oder kleinräumige

Ausrichtung auf

Ebenen unterhalb des

Stadtteils sinnvoll ist

88


Handlungsbereich Ansatz/Defizit Empfehlung

Kinder- und Jugendhilfe Sozialraumorientierung Stärkere Ausrichtung von

Maßnahmen und Einrichtungen

auf die verschiedenen

Sozialräume in

Stolberg

Kinder- und Jugendhilfe Sozialraumorientierung Stärkere Vernetzung von

Einrichtungen der Kinder-

und Jugendhilfe mit den

anderen Einrichtungen

und Organisationen in den

Sozialräumen der Stadt

Kinder- und Jugendhilfe Sozialraumorientierung Abbildung einer stärkeren

Sozialraumorientierung

der Kinder- und Jugendhilfe

durch die Bildung von

fachdienstübergreifenden

Sozialraumteams, die auf

der Grundlage des konti-

nuierlichen Monitorings

(Sachgebiet Sozialplanung)

Maßnahmen und

Angebote der Kinder- und

Jugendhilfe für die verschiedenen

Sozialräume

der Stadt halbjährlich

entwickeln und aufeinander

abstimmen

Kinder- und Jugendhilfe

Demografischer Wandel Stabilisierung der gesamtstädtischenAngebote,

Maßnahmen und Einrichtungen

für Kinder bis

zum Alter von 6 Jahren

auf dem Niveau des Jahres

2010/2013, da ein

weiterer Rückgang der

Zahl der Kinder in diesem

Alter als Folge des demografischen

Wandels nicht

zu erwarten ist

89


Handlungsbereich Ansatz/Defizit Empfehlung

Kinder- und Jugendhilfe/Kinder-

und Jugendhilfeplanung

Kinder- und Jugendhilfe/Kinder-

und Jugendhilfeplanung

Kinder- und Jugendhilfe

Demografischer Wandel Einführung einer langfristig

orientierten Bedarfsplanung

für die Bildung,

Erziehung und Betreuung

von Kindern unter 6 Jahren

in Kindertagesstätten

und Tagespflege (Sozialraumplanung)

Demografischer Wandel Stärkere Ausrichtung des

Aufnahmeverhaltens der

Kindertagesstätten an die

der Kinder- und Jugendhilfeplanung

zugrunde

liegenden Sozialraumstruktur

im Interesse einer

Optimierung der Planbarkeit

von räumlicher Ausstattung

und der fachlichen

Leistungen von Kindertagesstätten

und Familienzentren

Demografischer Wandel Überprüfung der Angebote,

Maßnahmen und Einrichtungen

für Kinder und

Jugendliche zwischen 6

und 18 Jahren sowie für

junge Erwachsene ab

2010 unter Berücksichtigung

der demografischen

Entwicklung

90


Handlungsbereich Ansatz/Defizit Empfehlung

Kinder- und Jugendhilfe Demografischer Wandel Entwicklung eines differenziertensozialraumbezogenen

Angebotes und

einer Einrichtungsstruktur

für Kinder und Jugendlichen

sowie für junge Erwachsene

unter dem Einfluss

der natürlichen Bevölkerungsentwicklung

und der zu erwartenden

Veränderungen in den

Sozialräumen durch zukünftige

städtebauliche

Veränderungen

Kinder- und Jugendhilfe Demografischer Wandel Anpassung von Maßnahmen

und Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe

unter Berücksichtigung

des steigenden Anteils

von Kindern- und

Jugendlichen mit Migrationshintergrund

in Stolberg

Kinder- und Jugendhilfe Sozio-ökonomische Entwicklung Stärkere Ausrichtung von

Angeboten, Maßnahmen

und Einrichtungen der

Kinder- und Jugendhilfe

auf den zu erwartenden

weiteren Anstieg von Kindern

und Jugendlichen in

Haushalten von Alleinerziehenden

Kinder- und Jugendhilfe

Sozio-ökonomische Entwicklung Stärkere Ausrichtung von

Angeboten, Maßnahmen

und Einrichtungen auf

Zielgruppen, bei denen

Armut und Armutsrisiko

besonders hoch sind

91


Handlungsbereich Ansatz/Defizit Empfehlung

Kinder- und Jugendhilfe Sozio-ökonomische Entwicklung Verbesserung der Kooperation

und Koordination

zwischen Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe

und der Arbeitsmarktpolitik,

auch zur Verbesserung

der Work-Life-

Balance von Frauen in

Stolberg

Kinder- und Jugendhilfe Demografische und sozioökonomischeEntwicklung/Bildungsbeteiligung

Ausweitung der Kooperation

Kinder- und Jugendhilfe-Schule

durch institutionalisierteZusammenarbeit

Kinder- und Jugendhilfe Bildungsbeteiligung Optimierung des Unterstützungs-

und Förderangebotes

für Schülerinnen

und Schülern – insbesondere

mit Migrationshintergrund

- ohne und mit eher

einfachen bis mittleren

Schulabschlüssen beim

Übergang Schule-Beruf

Kinder- und Jugendhilfe Bildungsbeteiligung Ausweitung des Angebotes

von außerschulischen

Lernorten als ergänzendes

Bildungssystem für

Kinder- und Jugendliche

und deren Eltern in Stolberg

Kinder- und Jugendhilfe Bildungsbeteiligung Verbesserung der Angebote

zum Nachholen von

Schulabschlüssen durch

lokale Weiterbildungseinrichtungen

92


Quellen- und Literaturverzeichnis

Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland 2008: Ein indikatorengestützter

Bericht mit einer Analyse zu Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich

I. Bielefeld 2008

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Lebenslagen in Deutschland. Der 3. Armuts-

und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit

und Soziales vom 19. Mai 2008

Daniel Urbanczyk: „Zur Frage der Reurbanisierung – Das Comeback der Stadt in Nordrhein-Westfalen?“

Dipl.-Arbeit. Universität Dortmund 2006

Jacob Levy Moreno: Die Grundlagen der Soziometrie – Wege zur Neuordnung der Gesellschaft.

Opladen 1974

Karin Habenicht: „Leben in Europa 2005: Armutsgefährdung und Lebensbedingungen in

NRW“, in: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (Hrsg.):

Statistische Analysen und Studien Nordrhein-Westfalen. Band 48. Düsseldorf 2007

Konsortium Bildungsberichterstattung (Hrsg.): Bildung in Deutschland: Ein indikatorengestützter

Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration. Bielefeld 2006

Kreis Aachen/Amt für soziale Angelegenheiten: Controllingbericht SGB II – SGB XII.

2005-2007. O.O. u.J.

LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Vorausberechnung der Bevölkerung 2002 bis 2020/2040“. Düsseldorf 2004

LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Stolberg

(Rhld.). Düsseldorf 2007:

LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: „Modellrechnung

zur Bevölkerungsentwicklung“, erstellt im Auftrag des B-PLAN Büro für sozialwissenschaftliche

Analysen und Planungen. Düsseldorf 2006

LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil

Stolberg (Rhld.). Düsseldorf 2007

LDS Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank.

www.lds.nrw.de

Marlo Riege/Herbert Schubert: „Zur Analyse sozialer Räume. Ein interdisziplinärer Integrationsversuch“,

in: dies.: Sozialraumanalyse: Grundlagen – Methoden – Praxis. 2. Auflage.

Wiesbaden 2005

93


Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.):

Arbeitsmarktreport 2007. Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Bottrop

2007

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: Sozialbericht

NRW 2007. Armuts- und Reichtumsbericht. Düsseldorf 2007

OECD: Babies and Bosses. Reconciling Work and Family Life.A Synthesis of Findings for

OECD Countries. Paris 2007

Pressemitteilung des LDS NRW vom 20. Juli 2005

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 281 vom 5. August 2008.

Prognos AG: Dossier Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. o.O.

2008

S. Corak/M. Fertig/M. Marcus (2005): „A Portrait von Child Poverty in Germany“, Florence

2005

Sonderauswertung für die Jugendhilfeplanung durch die RegioIT zur Bevölkerung in

Stolberg am 31.10.2007

Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Hrsg.): Demografischer Wandel in

Deutschland. Heft 1: Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern.

Ausgabe 2007. Wiesbaden 2007

Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschland bis 2050. 11. koordinierte

Bevölkerungsvorausberechnung. Wiesbaden 2006

Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 298 vom 20.08.2008 „Jahr 2007: Durchschnittliche

Kinderzahl steigt auf 1,37 Kinder je Frau“

www.stolberg.de

94


A N H A N G

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