24.04.2023 Aufrufe

Falstaff Magazin Österreich Nr. 3/2023

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN<br />

/ mai <strong>2023</strong><br />

TOP OF AUSTRIA<br />

DER NEUE<br />

RESTAURANTGUIDE<br />

PROSECCO<br />

DIE BESTEN<br />

SPRUDLER<br />

GENUSS-RADELN<br />

DIE SCHÖNSTEN<br />

ROUTEN<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

Asiens Herz<br />

KULINARISCHE VIELFALT VON THAILAND BIS VIETNAM<br />

03<br />

ÖSTERREICH-AUSGABE 03/<strong>2023</strong><br />

€ 11,50<br />

WWW.FALSTAFF.AT<br />

9 004524 129644<br />

03


CLARINS.COM<br />

Nach 7 Tagen sichtbar: *<br />

glattere Haut 92 %<br />

strahlendere Haut 91 %<br />

regenerierte Haut 89 %


DOPPELTE POWER. JETZT AUCH<br />

IN EINER LEICHTEN TEXTUR.<br />

Neu<br />

Double Serum Light Texture<br />

Ganzheitliches Konzentrat für jugendliche Haut.<br />

Die ganze Power von Double Serum jetzt auch in einer leichten<br />

Textur, ideal für Misch-/ölige und sensible Haut.<br />

Schnell einziehende, federleichte Textur: in nur 7 Tagen wirken<br />

Zeichen von Hautalterung reduziert.*<br />

* Verbrauchertest, multi-ethnisches Panel, 352 Proband:innen, 28 Tage, Zustimmung in %.


s Boutiquehotel<br />

HAIDACHHOF<br />

Fügen im Zillertal<br />

www.haidachhof.at<br />

Luxury Hotel Collection<br />

ZILLERSEASONS<br />

Uderns im Zillertal<br />

www.zillerseasons.at<br />

VAYA ZILLERTAL<br />

Aschau im Zillertal<br />

www.vayaresorts.com<br />

Apart Hotel<br />

DAS KALTENBACH<br />

Kaltenbach<br />

www.hotel-kaltenbach.at<br />

s<br />

WÖSCHERHOF<br />

Uderns im Zillertal<br />

www.woescherhof.com<br />

Sports Lifestyle Hotel<br />

KOSIS<br />

Fügen im Zillertal<br />

www.hotel-kosis.at<br />

s direkt am Golfplatz<br />

SPORTRESIDENZ<br />

ZILLERTAL<br />

Uderns im Zillertal<br />

www.sportresidenz.at<br />

Golfhotels der Extraklasse –<br />

jetzt buchen auf<br />

www.golf-zillertal.at


18 Hole Meisterschaftsplatz • 3 Hole Kurzspielplatz<br />

Fly, little Birdie.<br />

Das fühlst du nur hier.


DER BIO-HAFERDRINK,<br />

DER DAS KLIMA SCHÜTZT.<br />

GUT FÜR UNS<br />

Rein pflanzlich und ungesüßt<br />

bietet unser Bio-Haferdrink eine<br />

tolle Alternative zu Milch.<br />

Man genießt ihn zum Frühstückskaffee<br />

oder als Erfrischung<br />

zwischendurch.<br />

Weite Fruchtfolgen und<br />

schonende Bodenbearbeitung<br />

garantieren eine nachhaltige<br />

Bodennutzung. Auch die<br />

Mehrwegflasche ist gut zur<br />

Natur. Ein weiterer Grund,<br />

warum uns der Bio-Haferdrink<br />

so gut schmeckt.<br />

UND DIE<br />

NATUR<br />

NATÜRLICH.<br />

Gibt’s bei:<br />

janatuerlich.at


HERAUSGEBERBRIEF<br />

GOOD MORNING, VIETNAM!<br />

LIEBE FEINSCHMECKERINNEN,<br />

LIEBE FEINSCHMECKER!<br />

Man muss sich das vor Augen führen: Weit mehr<br />

als die Hälfte aller Menschen auf der Welt<br />

leben in Asien. 4,7 Milliarden Erdenbürger sind<br />

es derzeit, Tendenz stark steigend. Dieser Kontinent<br />

brodelt und pulsiert so sehr, dass wir es uns hier kaum<br />

vorstellen können – natürlich auch in kulinarischer<br />

Hinsicht. Asiens unendlich vielfältige Küchen sind längst<br />

in der ganzen Welt daheim. Bestes Beispiel: Vietnam und<br />

sein Suppentopf Pho. Vor 20 Jahren in Europa noch<br />

weitgehend unbekannt, gibt es heute bei uns einen regelrechten<br />

Kult um die Suppe. Aber auch zahlreiche weitere<br />

Speisen gerade aus Indochina erleben derzeit im Rest der<br />

Welt einen Boom, etwa die Streetfood-Klassiker Bánh<br />

Mì aus Vietnam und Pad Thai, um nur zwei zu nennen.<br />

Für uns war das der Anlass, unseren Fokus auf den<br />

kulinarischen Mikrokosmos Indochinas zu legen: die<br />

Schärfe Thailands, die Frische Vietnams, die Unberührtheit<br />

von Laos und Kambodscha. Wir waren auf den<br />

unzähligen Streetfood-Märkten, haben das Geheimnis<br />

der Fischsauce ergründet, des Schmiermittels aller<br />

Küchen der Region. Und wir werfen einen Blick auf das<br />

»neue« Indochina, mit Luxusresorts mitten im Dschungel<br />

und jungen, international ausgebildeten Köchen, die<br />

die Kulinarik ihrer Heimat ins neue Jahrtausend holen.<br />

Im Wein-Teil befassen wir uns mit dem gewaltigen<br />

Prosecco-Boom, der den heiteren Sprudler zum Topexport<br />

der italienischen Winzer gemacht hat. Wir stellen<br />

den neuen <strong>Falstaff</strong> Restaurant- und Gasthausguide vor,<br />

mit mehr als 2000 Bewertungen in allen Kategorien.<br />

Und wir präsentieren die schönsten Radrouten für<br />

Genießer, wo landschaftliche Schönheit, sportlicher<br />

Anspruch und kulinarische Größe zusammentreffen.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und entspannte, genussvolle<br />

Lesestunden mit der neuen Ausgabe von <strong>Falstaff</strong>!<br />

Herzlichst<br />

Wolfgang Rosam<br />

Herausgeber <strong>Falstaff</strong><br />

Vor 20 Jahren<br />

wusste keiner,<br />

was Pho sein soll.<br />

Heute gibt es in<br />

jeder größeren<br />

Stadt Pho-Häuser,<br />

die sich punkto<br />

Qualität<br />

gegenseitig<br />

überbieten.<br />

Wir<br />

wollten das<br />

Genussrad<br />

neu<br />

erfinden und<br />

haben es<br />

deshalb ganz<br />

bewusst aus<br />

Holz<br />

gebaut.<br />

Foto: Stefan Gergely<br />

WOLFGANG M. ROSAM<br />

wolfgang.rosam@falstaff.com<br />

@RosamWolfgang<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

9<br />

#woodvibrations


ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

9 004524 129644<br />

fals_AT_2303_+fals_AT_DE_CH_Cover.indd D.indd 1 06.04.23 13:08<br />

9 004524 129644<br />

03<br />

03<br />

MAI<br />

106<br />

Die Reise durch Thailand und Vietnam,<br />

Laos und Kambodscha ist eine Reise<br />

in eine gastronomische Welt,<br />

die ihresgleichen sucht.<br />

/ mai <strong>2023</strong><br />

TOP OF AUSTRIA<br />

DER NEUE<br />

RESTAURANTGUIDE<br />

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN<br />

PROSECCO<br />

DIE BESTEN<br />

SPRUDLER<br />

GENUSS-RADELN<br />

DIE SCHÖNSTEN<br />

ROUTEN<br />

COVER<br />

FOTO: SARAVUTPICS/<br />

SHUTTERSTOCK<br />

Asiens Herz<br />

KULINARISCHE VIELFALT VON THAILAND BIS VIETNAM<br />

ÖSTERREICH-AUSGABE 03/<strong>2023</strong><br />

€ 11,50<br />

WWW.FALSTAFF.AT<br />

192<br />

Der neue <strong>Falstaff</strong> Restaurantund<br />

Gasthausguide ist endlich da!<br />

254<br />

Einmal quer durch <strong>Österreich</strong> mit<br />

dem Rad: die besten Genuss-Touren.<br />

COVER: ASIENS HERZ<br />

96 MIXEN AM MEKONG<br />

Barkult mit ganz besonderen Zutaten<br />

106 IM KULINARISCHEN HERZ ASIENS<br />

Der Genuss-Mikrokosmos Indochinas<br />

112 CHILI, CURRY, KOKOSNUSS<br />

Thailand – Hochburg asiatischer Kochkünste<br />

120 DAS LAND DES KÖCHELNS<br />

Vietnam – Kulinarik-Trendziel<br />

mit vielen Wurzeln<br />

124 REISE INS GESTERN<br />

Laos und Kambodscha – kulinarische<br />

und sonstige Besonderheiten<br />

128 KEINE STINKT KÖSTLICHER<br />

Gewürz der Gewürze – die Fischsauce<br />

134 DIE URSUPPE ASIENS<br />

Pho – Vietnams Exportschlager<br />

140 TASTE OF ASIA<br />

Drei Spitzenköche verraten ihre Lieblingsrezepte<br />

148 »BITTE VON DER STRASSE ESSEN«<br />

Essay von Severin Corti<br />

150 GESUNDHEIT, DIE (MAN) SCHMECKT<br />

Asiens Gewürzapotheke ist eine echte Wohltat<br />

156 ANDERE LÄNDER …<br />

Das Künstlerduo Honey & Bunny über die<br />

ungewöhnlichen asiatischen Speisezettel<br />

160 AUSTRIA MEETS ASIA<br />

Die besten asiatischen Restaurants <strong>Österreich</strong>s<br />

9 HERAUSGEBERBRIEF<br />

220 LESERBRIEFE<br />

317 IMPRESSUM<br />

354 SAGEN SIE EINMAL …<br />

58<br />

Wieder sensationelle<br />

100 Punkte bekam der<br />

Batonnage 2019 bei der<br />

diesjährigen Verkostung.<br />

Fotos: DG FotoStock / Shutterstock, Lukas Kirchgasser, TVB Großarltal / MTB Travel, beigestellt<br />

10 falstaff mai <strong>2023</strong>


MAI<br />

166 CORTIS KÜCHENZETTEL<br />

Fake-Papayasalat »Som Tam«<br />

224 VERSTECKTER LUXUS<br />

Einsame Buchten und idyllische<br />

Hideaways in Indochina<br />

236 SERIE: HOTELIKONEN<br />

»Mandarin Oriental Bangkok«<br />

242 STADT DER KONTRASTE<br />

Bangkok – pulsierende Metropole<br />

WEIN & MEHR<br />

18 WEIN-NOTIZEN<br />

Wein-Chefredakteur Peter Moser:<br />

Neuestes aus der Welt des Weins<br />

20 SCHÄUMEN VOR GLÜCK<br />

Italien als größter Schaumweinproduzent<br />

der Welt<br />

Plus: das »Wunder Mionetto«<br />

36 WURZELECHTE REBEN<br />

Auf der Suche nach dem<br />

urtümlichen Weingeschmack<br />

48 LEGENDE WELSCHRIESLING<br />

Der Erfolg der feinwürzigen Rebe<br />

58 LUXUSCUVÉE BATONNAGE<br />

Qualitätsverkostung der<br />

Jahrgänge 2015 bis 2020<br />

66 SERIE WEINBAUGEBIETE<br />

Kremstal – Vielfalt für Kenner<br />

76 TRAISENTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Unübersehbarer Aufschwung<br />

78 WACHAUER FEDERSPIEL<br />

DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Frische, Eleganz und Mineralität<br />

80 KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Feine Fruchtnoten vom Urgestein<br />

84 DIE GRÜNE SEELE PORTUGALS<br />

Weinreise zum Vinho Verde<br />

GOURMET<br />

104 GOURMET-NOTIZEN<br />

Chefredakteur Martin Kubesch<br />

präsentiert kulinarische News<br />

168 SERIE: AVANTGARDE<br />

DER KULINARIK<br />

David Chang und »Momofuku«<br />

176 SERIE KÄSE: BRIE<br />

Brie – die Crème de la Crème<br />

182 ELDORADO<br />

Stylishe Tischkultur-Accessoires<br />

184 SERIE: KUNST & KULINARIK<br />

Maria Callas – Kochen und Fasten<br />

192 FALSTAFF RESTAURANTGUIDE<br />

<strong>Österreich</strong>s beste Restaurants <strong>2023</strong><br />

209 SIXPACK<br />

Sechs Restaurants im Test<br />

REISE<br />

222 TRAVEL-NOTIZEN<br />

Reise-Highlights von<br />

Chefredakteurin<br />

Elisabeth Brandlmaier<br />

254 ÜBER ALLEN GIPFELN<br />

Genuss-Radeln in Salzburg<br />

und Tirol<br />

272 ZWISCHEN WEIN UND WASSER<br />

Donauradweg – die schönste<br />

Radroute Europas<br />

290 WO VELO AUF VINO TRIFFT<br />

Radeln im Süden – vorbei an kühlen<br />

Seen und kulinarischen Hügeln<br />

JOURNAL<br />

213 GUT ZU GAST<br />

346 EVENTS<br />

TASTING<br />

308 PROSECCO TROPHY<br />

318 WELSCHRIESLING TASTING<br />

324 TRAISENTAL CUP TASTING<br />

330 WACHAU FEDERSPIEL<br />

CUP TASTING<br />

338 KREMSTAL CUP TASTING<br />

Gewachsen in <strong>Österreich</strong>. Mit einem Gewicht<br />

ab 19,5 kg gehören My Esel E-Bikes<br />

zu den leichtesten E-Bikes am Markt. Ihr<br />

unsichtbarer UPEA Hinterrad-Nabenantrieb<br />

macht sie zu unscheinbaren und perfekten<br />

E-Tourenbegleiter im Alltag, in der Freizeit<br />

oder beim Sport. Der eigens entwickelte<br />

und in <strong>Österreich</strong> produzierte Holzrahmen<br />

gibt My Esel Fahrrädern die notwenige Steifigkeit<br />

und gleichzeitig einzigartigen Fahrkomfort<br />

dank der natürlichen Dämpfungseigenschaften<br />

der verwendeten Rohstoffe.<br />

My Esel Fahrräder gibt es bei ausgesuchten<br />

Händlern und online.<br />

My Esel E-SUV PRO<br />

My Esel E-Cross PRO<br />

DIE NÄCHSTE FALSTAFF-AUSGABE ERSCHEINT AM 26. 5. <strong>2023</strong><br />

My Esel Gravel<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

11<br />

www.my-esel.com


cover / INTRO<br />

Halong Bucht, Vietnam Foto: Nguyen Quang Ngoc Tonkin / Shutterstock<br />

12 falstaff mai <strong>2023</strong>


SO SCHÖN …<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

13


cover / INTRO<br />

… SCHLÄGT DAS …<br />

Angkor Wat, Siem Reap, Kambodscha Foto: Moment RF / Getty Images<br />

14 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

15


cover / INTRO<br />

… HERZ ASIENS!<br />

Sapa, Vietnam Foto: Blue Planet Studio / Shutterstock<br />

16 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

17


Wein-Chefredakteur<br />

PETER MOSER<br />

WEIN<br />

ÖSTERREICHS<br />

EXPORT BOOMT<br />

Einen neuen Exportrekord können<br />

Weine aus <strong>Österreich</strong> verzeichnen:<br />

Wie aus aktuellen Zahlen der Statistik<br />

Austria hervorgeht, exportierte <strong>Österreich</strong><br />

im Jahr 2022 insgesamt 67,7 Mio.<br />

Liter Wein mit einem Wert von 231,3 Mio.<br />

Euro. Während die Menge im Vergleich<br />

zum Vorjahr leicht rückläufig war (minus<br />

3,5 Prozent), stieg der Wert mit 6,4 Prozent<br />

kräftig an. Dadurch erreichte der Exportpreis<br />

die Rekordmarke von durchschnittlich<br />

3,42 Euro pro Liter. Die größten Wertzuwächse<br />

erzielten Weißweine und Sekte.<br />

»Wir sehen, dass unsere Weißweine<br />

international einen Nerv treffen und immer<br />

stärker nachgefragt werden«, kommentiert<br />

Chris Yorke, Geschäftsführer der ÖWM<br />

(<strong>Österreich</strong> Wein Marketing), die Zahlen.<br />

Auch die Nachfrage nach Sekt ist mit einem<br />

Plus von 19,3 Prozent weiter gestiegen.<br />

oesterreichwein.at<br />

einem Schwerpunkt auf Denkmalpflege<br />

zielt diese Akquisition darauf ab, das<br />

ursprüngliche Anwesen wiederherzustellen.<br />

Und sie ist eine Hommage an den<br />

Gründer Louis Gaspard d’Estournel. Cos<br />

Labory verfügt bereits über 18 Hektar<br />

Weingärten. Man darf sich in Zukunft also<br />

auf weitere qualitative Verbesserungen<br />

freuen. estournel.com<br />

COS X2: D’ESTOURNEL<br />

ÜBERNIMMT LABORY<br />

Michel Reybier, seit dem Jahr 2000 Besitzer<br />

des legendären Super-Second-Château<br />

Cos d’Estournel in St. Éstephe in Bordeaux,<br />

ist ein besonderer Coup gelungen. Nun<br />

konnte Reybier seinen direkten Nachbarn,<br />

das 1855 als Cinquième Grand Cru klassifizierte<br />

Gewächs Cos Labory, erwerben. Mit<br />

CHAMPAGNE HENRIOT<br />

ERNEUT VERKAUFT<br />

Erst letzten Oktober übernahm die Artémis-Domaines-Gruppe<br />

von Francois Pinault<br />

das Traditions-Champagnerhaus Henriot,<br />

nun wurde diese Marke an die Terroirs et<br />

Vignerons de Champagne (TEVC), Besitzer<br />

von Champagne Nicolas Feuillatte, weiterverkauft.<br />

champagne-henriot.com<br />

18 falstaff mai <strong>2023</strong>


NOTIZEN<br />

Fotos: Przemek Iciak / Shutterstock, beigestellt, Christophe Goussard / Agence Vu / picturedesk.com, L‘Atelier / Nicolas Demoulin, Peter Moser, Vignoblesperse<br />

»Ich hatte die Gelegenheit,<br />

einen Schatz aus Weinbergen<br />

und zwei Avantgarde-Kellern<br />

zu leiten.«<br />

AXEL HEINZ Ornellaia-Boss<br />

VON BOLGHERI NACH BDX<br />

Nach mehr als 17 Jahren Zusammenarbeit<br />

mit Ornellaia und Masseto hat sich Axel Heinz<br />

entschieden, neue Herausforderungen in Frankreich<br />

anzunehmen. Der gebürtige Münchner<br />

wird ab Sommer als CEO den Super-Second<br />

Château Lascombes in der Appellation<br />

Margaux in Bordeaux zu neuen Höhen führen.<br />

chateau-lascombes.com<br />

DAUERHAFTE VERBINDUNG<br />

Nicht weniger<br />

als 50 Jahre<br />

besteht<br />

bereits die<br />

Kooperation<br />

zwischen der<br />

Wiener Lokal-<br />

Institution<br />

»Zum<br />

Schwarzen<br />

Kameel« von<br />

Peter Friese (2. v. l.) und dem Weingut von Edwige und Willi Bründlmayer<br />

(2. v. r.) in Langenlois. Aus diesem Anlass wurde mit der<br />

neuen Weinedition Rosé die Zusammenarbeit dieser beiden Unternehmen<br />

auf köstliche Weise erneuert. schwarzeskameel.at<br />

25 JAHRE CHÂTEAU PAVIE<br />

BEI FAMILIE PERSE<br />

Im Jahr 1998 konnte der Unternehmer Gérard Perse das bekannte<br />

Weingut Château Pavie in Saint-Émilion übernehmen, das seit<br />

2012 als Premier Grand Cru Classé »A« die Spitze des offiziellen<br />

Klassements der Appellation anführt. Fünfmal vergab Parker dafür<br />

die begehrten 100 Punkte, <strong>Falstaff</strong> ebenfalls bereits dreimal. Ein<br />

Jubiläum, das in Paris bei Starkoch Yannick Alléno im Pavillon<br />

Ledoyen mit der Vorstellung einer neuen Flaschenausstattung<br />

gebührend gefeiert wurde. vignoblesperse.com<br />

BORDEAUX-GIGANTEN<br />

IN MAGNUMS<br />

Veranstalter des Events der Superlative<br />

mit dem stimmigen Namen »Once in a<br />

lifetime – Bordeaux in Magnums« war<br />

der Wiener Weinhändler May Wines.<br />

Berndt May ist nicht nur für sein extravagantes<br />

Portfolio, sondern auch für<br />

seine hochkarätigen Proben bekannt –<br />

und diese war mit Sicherheit ein Highlight<br />

in diesem noch jungen Jahr. Anlass<br />

für die Probe war der Ankauf eines Kellers<br />

mit garantierter Provenienz der Flaschen,<br />

dokumentiert durch Originalrechnungen<br />

des Händlers Nicolas in Paris.<br />

Die Highlights der Probe waren Château<br />

Mouton-Rothschild 1947 und Château<br />

Haut-Brion 1953. Beide Weine waren<br />

straff, verfügten über eine unglaubliche<br />

Frische und Jugendlichkeit mit weiterem<br />

Potenzial. Latour überraschte mit<br />

den vermeintlich kleineren Jahren 1964<br />

und 1966 und setzte sich bei vielen<br />

Verkostern sogar gegen den starken<br />

Jahrgang 1959 in vierfacher Ausführung<br />

durch. (Château Haut-Brion, Château La<br />

Mission Haut-Brion, Château Mouton-<br />

Rothschild, Château Lafite-Rothschild).<br />

Die nächste May-Veranstaltung ist<br />

»Symphony of Krug«. Wie der Name<br />

schon sagt, ist das Hauptthema Champagne<br />

Krug – mit Raritäten wie Clos<br />

d’Ambonnay, Clos du Mesnil und Collection<br />

in doppelter Ausführung, dazu<br />

werden Weine wie 1989 Château Cheval<br />

Blanc oder 1997 Château d’Yquem<br />

serviert. Die nächste Masterclass findet<br />

am 30. August <strong>2023</strong> in Wien statt.<br />

maywines.com<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

19


wein / PROSECCO<br />

PROSECCO:<br />

SCHÄUMEN<br />

VOR GLÜCK<br />

Italien ist heute der größte Schaumweinproduzent der Welt –<br />

über 700 Millionen Flaschen Prosecco werden jährlich erzeugt.<br />

Vor allem die Trauben für den besonders hochwertigen<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG werden<br />

in einer reizvollen Landschaft mit einigen spektakulären<br />

Steillagen gewonnen.<br />

TEXT OTHMAR KIEM<br />

Vom gleichsam zuckerfreien Extra Brut<br />

bis zum süßen Dry mit 20 oder mehr<br />

Gramm Restzucker reicht auch heute<br />

noch das Spektrum der Prosecco-<br />

Produzenten aus dem Veneto.<br />

Foto: unpict / Shutterstock<br />

20 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

21


wein / PROSECCO<br />

In den malerischen Steillagen rund um<br />

Valdobbiadene werden die Trauben für<br />

den besonders hochwertigen Conegliano<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG geerntet. Die Marke Valdo ist<br />

nach der »Hauptstadt der Prosecco-<br />

Produzenten« benannt.<br />

Paolo Bisol weist auf<br />

einige alte, knorrige<br />

Rebstöcke, die in<br />

steiler Lage am<br />

Cartizze-Hügel<br />

stehen. »Das sind unsere<br />

Methusalems, diese Reben sind<br />

über 80 Jahre alt. Wenn wir sie gut<br />

pflegen, haben sie noch viele weitere Jahre<br />

vor sich.« Die Trauben dieser alten Reben<br />

bilden die Grundlage für den Prosecco<br />

Superiore DOCG Vecchie Viti von Ruggeri.<br />

Und Paolo Bisol kennt die Steillagen um<br />

die Kleinstadt Valdobbiadene wie seine<br />

Westentasche. Über viele Jahre führte er die<br />

Kellerei Ruggeri, 2017 wurde Ruggeri Teil<br />

der Rotkäppchen-Mumm-Gruppe. Der<br />

Cartizze-Hang ist eine besondere Lage im<br />

Gemeindegebiet von Valdobbiadene.<br />

107 Hektar ist die<br />

Steillage groß, und alle Betriebe<br />

möchten einen Anteil daran<br />

haben, damit sie auch einen<br />

Cartizze im Sortiment führen<br />

können. Das hat den Preis für<br />

Weinland im Cartizze mächtig in<br />

die Höhe getrieben. Hochgerechnet auf<br />

einen Hektar liegt der bei über einer<br />

Million Euro. Wird irgendwo eine kleine<br />

Fläche frei, finden sich sofort zahlreiche<br />

Interessenten, die bereit sind, solch hohe<br />

Summen auf den Tisch zu legen. Traditionell<br />

wurde Valdobbiadene Superiore di<br />

Cartizze immer als Dry mit einer leichten<br />

Restsüße ausgebaut. In den vergangenen<br />

Jahren konnte sich aber immer mehr die<br />

trockenere Brut-Variante durchsetzen, in<br />

der die Finesse des Cartizze besser zur<br />

Geltung kommt.<br />

PROSECCO UND PROSECCO<br />

Prosecco eroberte in den letzten Jahren die<br />

ganze Welt und machte Venetien zur führenden<br />

Schaumwein-Region Italiens. Unterschieden<br />

werden muss allerdings zwischen<br />

den Kategorien Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG und Prosecco<br />

DOC. Von Prosecco Superiore DOCG<br />

werden knapp 100 Millionen Flaschen<br />

gefüllt. Der große Rest – über 600 Millionen<br />

Flaschen – entfällt auf Prosecco DOC. Das<br />

klassische Anbaugebiet dafür liegt in der<br />

Provinz Treviso. Zwischen den Ortschaften<br />

Valdobbiadene im Westen und Conegliano<br />

Fotos: Consorzio Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG / Arcangelo Piai, beigestellt, Gorloff-KV / Shutterstock<br />

22 falstaff mai <strong>2023</strong>


Die Villa Sandi, Namensgeberin des<br />

gleichnamigen Produzenten. Das Gebäude<br />

aus dem frühen 17. Jahrhundert wurde<br />

im Stil des Renaissance-Architekten<br />

Andrea Palladio erbaut.<br />

im Osten sind es insgesamt 15 Gemeinden.<br />

Im Norden geschützt durch die Dolomiten<br />

und von Süden beeinflusst von der milden<br />

Adria-Luft entsteht ein Kleinklima, im<br />

BASIS FÜR PROSECCO<br />

IST DIE ZART<br />

AROMATISCHE UND<br />

AUTOCHTHONE GLERA-<br />

TRAUBE. IHR ANTEIL<br />

MUSS MINDESTENS<br />

85 PROZENT BETRAGEN.<br />

dem die Reben<br />

günstige Voraussetzungen<br />

finden. In den<br />

sonnigen Lagen erstrecken sich die Weingärten<br />

auf Höhen von 50 bis 500 Meter. Die<br />

Steilheit der Weinberge ist beachtlich, sie<br />

weisen zudem auch schon mal eine Neigung<br />

von über 45 Prozent auf. An maschinelle<br />

Bearbeitung ist hier nicht zu denken, die<br />

Weinberge werden ausschließlich per Hand<br />

gepflegt.<br />

Basis für Prosecco ist die Glera-Traube,<br />

ihr Anteil muss mindestens 85 Prozent<br />

betragen. Den Rest bilden meist andere,<br />

lokale Sorten. Die Glera-Traube zeichnet<br />

sich durch zarte Aromatik aus. Damit diese<br />

erhalten bleibt, wird Prosecco im Tankgärverfahren<br />

erzeugt. Nach einer Lagerung<br />

von drei bis vier Monate ist der Wein<br />

versandfertig.<br />

FOKUS CARTIZZE<br />

Zurück nach Valdobbiadene. Einen hervorragenden<br />

Cartizze in Brut-Version gibt<br />

es etwa von Villa Sandi, den Rivette. Die<br />

Familie Moretti Polegato, Eigentümer<br />

von Villa Sandi, zählt zu den Big Playern<br />

im Prosecco-Business. Detail am Rande:<br />

Mario Moretti Polegato war als Önologe<br />

im Familienbetrieb tätig, bevor er sich in<br />

den 1990ern selbständig machte und seither<br />

unter dem Markennamen Geox höchst<br />

erfolgreich Schuhe und Bekleidung erzeugt.<br />

Mit der Marke La Gioiosa ist die Familie<br />

auch bei Prosecco DOC massiv vertreten,<br />

ihre Produkte sind auf der ganzen Welt<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

23


wein / PROSECCO<br />

Die sonnigen Lagen im Prosecco-Gebiet<br />

erstrecken sich über Höhen von 50 bis<br />

500 Meter. Der fertige Prosecco wird<br />

drei bis vier Monate gelagert, ehe er<br />

ausgeliefert werden kann.<br />

<<br />

bekannt. Unter der Marke Villa Sandi<br />

erscheinen die Topprodukte des Hauses.<br />

Dabei ist der Name keine bloße Aus geburt<br />

findiger Marketingstrategen, die Villa Sandi<br />

gibt es wirklich. Ein Besuch in den hohen<br />

Hallen der klassischen Palladio-Villa ist<br />

ebenso beeindruckend wie ein Gang durch<br />

die unterirdischen Gänge, in denen Tausende<br />

Flaschen Sekt und Prosecco lagern. Villa<br />

Sandi zählt auch zu den wichtigen Erzeugern<br />

von Asolo Prosecco Superiore DOCG,<br />

der auf den Hängen um die malerische<br />

Stadt Asolo erzeugt wird. Der Nero Asolo<br />

Prosecco Superiore DOCG ist nicht nur gut<br />

zu trinken, sondern kommt auch in einer<br />

sehr gefälligen Aufmachung daher.<br />

Stark auf Cartizze setzt man auch bei Col<br />

Vetoraz.<br />

Alles andere<br />

wäre auch verwunderlich,<br />

sitzt<br />

der Betrieb doch<br />

an einem der höchsten<br />

Punkte der Weinstraße, die von Valdobbiadene<br />

über Sacol nach Guia führt, genau<br />

oberhalb der Cartizze-Lage. Mitte der<br />

1990er-Jahre gründeten Francesco<br />

Miotto, Paolo de Bortoli und Loris<br />

Dall’Acqua den Betrieb und haben sich<br />

seither mit ihren hochwertigen Schäumern<br />

einen Namen gemacht. Die Aussicht von<br />

ihrem Verkostungsraum ist sagenhaft:<br />

Gleich darunter stehen die Reben des<br />

Cartizze, Steillagen prägen auch die Hügel<br />

ringsum, unten in der weiten<br />

Ebene flimmert das Licht. Hier<br />

schmeckt Prosecco gleich noch<br />

mal besser. Auch die Auswahl ist<br />

groß – und fällt schwer. Mit dem<br />

knochentrockenen Valdobbiadene Extra<br />

Brut 0 beginnen oder doch lieber mit<br />

dem etwas geschmeidigeren Valdobbiadene<br />

Extra Brut 5, den seine fünf Gramm<br />

Restzucker ein wenig weicher machen? Der<br />

Abschluss erfolgt auf jeden Fall mit einem<br />

duftigen Superiore di Cartizze!<br />

VIVA VALDOBBIADENE!<br />

Die Kleinstadt Valdobbiadene markiert das<br />

westliche Ende des Anbaugebietes. Auf dem<br />

Gemeindegebiet von Valdobbiadene liegen<br />

die meisten Steillagen, im Ort selbst<br />

<<br />

Fotos: Francisco Marques / Shutterstock, Mattia Mionetto, Chiociolla / Shutterstock<br />

24 falstaff mai <strong>2023</strong>


LASSEN SIE JEDEN TAG ENDEN,<br />

WIE ER ANGEFANGEN HAT:<br />

AUßERGEWÖHNLICH.<br />

Willkommen an Bord einer Kreuzfahrtflotte,<br />

die jedem Vergleich vorausfährt – mit kleinen individuellen<br />

Schiffen und größter persönlicher Freiheit.<br />

Folgen Sie uns auf unserem Kurs: www.hl-cruises.at/leinen-los<br />

HIER GEHT ES ZU<br />

IHRER TRAUMREISE:<br />

JETZT<br />

INFORMIEREN<br />

UND BUCHEN.


wein / PROSECCO<br />

85 Jahre alt ist die Prosecco-Kellerei Valdo<br />

bereits und zählt damit zu den ältesten<br />

Betrieben in Valdobbiadene.<br />

Die Schwestern Giuliana, Maria Elena<br />

und Elvira Bortolomiol führen das<br />

Handwerk ihres Vaters Giuliano weiter.<br />

Er war der Erste, der im Jahr 1960<br />

einen Prosecco als Brut auf den<br />

Markt brachte.<br />

HEUTE WERDEN<br />

DIE MEISTEN<br />

PROSECCO ALS BRUT<br />

ODER EXTRA BRUT<br />

AUSGELIEFERT. VOR<br />

50 JAHREN WAR DAS<br />

NOCH ANDERS.<br />

<<br />

haben viele der führenden Betriebe ihren<br />

Sitz. Nino Franco zählt unzweifelhaft dazu.<br />

Der Betrieb wird von Primo Franco und<br />

seiner Tochter Silvia Franco geleitet. Primo<br />

Franco übernahm in den 1970er-Jahren<br />

den Betrieb von seinem Vater und setzte<br />

konsequent auf Qualität. 1983 erzeugte er<br />

den ersten Prosecco Millesimato, also mit<br />

Jahrgangsangabe. Überrascht wird so mancher<br />

Besucher sein, wenn er gefragt wird,<br />

welchen alten Jahrgang man verkosten<br />

möchte. Eine Vertikale vom Prosecco? Wer<br />

dabei zunächst an einen Scherz denkt, wird<br />

bei Nino Franco eines Besseren belehrt.<br />

Da reichen die Jahrgänge zurück bis in die<br />

1980er. Neben dem Grave di Stecca, der<br />

nicht als Prosecco Superiore läuft und immer<br />

erst einige Jahre nach der Lese auf den<br />

Markt kommt, ist der Rive di San Floriano<br />

das Aushängeschild von Nino Franco.<br />

Giuliano Bortolomiol hatte einen Traum:<br />

aus dem Prosecco einen allseits geschätzten<br />

Wein zu machen. 1960 kreierte er in seinem<br />

Keller in Valdobbiadene den ersten Prosecco<br />

Brut. Damals war es üblich, Prosecco<br />

als Dry, also zwischen 17 und 32 Gramm<br />

Restzucker, oder Extra Dry (zwölf bis<br />

17 Gramm) abzufüllen. Giulano erkannte,<br />

dass ein trockener Prosecco als Aperitif<br />

oder Einstieg zu einem Essen besser passte.<br />

Allerdings benötigt man dafür hochwertigeres<br />

Traubenmaterial. Heute hat sich<br />

Brut allgemein durchgesetzt, immer mehr<br />

Prosecco wird sogar als Extra Brut abgefüllt,<br />

also mit minimalem Restzucker. Mit<br />

Giulianos Töchtern Maria Elena, Elvira,<br />

Luisa und Giuliana ist die Führung von<br />

Bortolomiol heute fest in Frauenhand. Mit<br />

dem Grande Cuvée del Fondatore, ein<br />

Extra Brut aus den Steillagen in San Pietro<br />

di Barbozza, haben sie ihrem Vater ein<br />

prickelndes Denkmal gesetzt.<br />

Mit dem Gründungsjahr 1938 zählt<br />

Valdo zu den ältesten Betrieben in Valdobbiadene.<br />

1941 taufte Sergio Bolla den Betrieb<br />

Valdo – für Valdobbiadene –, und bereits<br />

1958 verließ der erste Prosecco Marca Oro<br />

den Keller. Heute, zwei Generationen später,<br />

ist daraus der Val dobbiadene Conegliano<br />

Prosecco Superiore DOCG Marca Oro<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

26 falstaff mai <strong>2023</strong>


wein / PROSECCO<br />

Franco Adami gehört zu den Tüftlern unter den<br />

Prosecco-Produzenten. Sein Vigneto Giardino ist<br />

einer der großen Lagenweine der Region.<br />

<<br />

geworden,<br />

der Pro secco Superiore<br />

mit der höchsten Produktionszahl.<br />

Mit der Cuvée di Boj und der Cuvée del<br />

Fondatore hat Valdo zudem zwei richtige<br />

Prosecco-Hochkaräter im Sortiment.<br />

Zu den Qualitätsbotschaftern des Prosecco<br />

– sowohl Superiore als auch DOC –<br />

gehört auch die Marke Mionetto. Der<br />

von Francesco Mionetto 1897 gegründete<br />

Betrieb wurde Anfang dieses Jahrtausends<br />

von der deutschen Oetker-Henkell-Gruppe<br />

übernommen, wo man den großen Prosecco-Boom<br />

schon voraussah. Heute ist die<br />

Flasche mit der charakteristischen orangefarbenen-Banderole<br />

in aller Welt verbreitet.<br />

ZWEI MAL A<br />

A wie Adami, A wie Andreola – zwei weitere<br />

Topbetriebe für Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG. Seit über<br />

90 Jahren erzeugt die Familie Adami Prosecco.<br />

Franco Adami ist ein ausgewiesener<br />

Tüftler, der ständig nach Verbesserungen<br />

ÜBER 700 MILLIONEN<br />

FLASCHEN PROSECCO<br />

WERDEN PRO JAHR<br />

HERGESTELLT. ETWA<br />

100 MILLIONEN DAVON<br />

SIND VON HÖCHSTER<br />

QUALITÄT.<br />

strebt. Sein Vigneto Giardino ist einer der<br />

großen Lagenweine, die im Prosecco- Jargon<br />

als »Rive« bezeichnet werden. Seit dem<br />

fernen Jahr 1933 wird dieser spezielle Prosecco<br />

erzeugt. Entgegen dem allgemeinen<br />

Trend zu immer trockenerem Prosecco füllt<br />

Adami den Vigneto Giardino immer noch<br />

als Dry mit einem Restzuckergehalt von<br />

rund 20 Gramm ab. Franco Adami meint,<br />

dass die fruchtigen Noten des Giardino so<br />

am besten zur Geltung kommen.<br />

Der Keller von Andreola liegt in Farra<br />

di Soligo auf halbem Weg zwischen Valdobbiadene<br />

und Conegliano. Stefano Pola<br />

führt den Betrieb in zweiter Generation<br />

und machte in den letzten Jahren Andreola<br />

zu einem der führenden Betriebe des<br />

Gebietes. Gleich fünf verschiedene »Rive«<br />

führt Andreola im Programm, einer besser<br />

als der andere. Sie alle stammen aus Steillagen,<br />

die in den Hügeln zwischen Valdobbiadene<br />

und Col San Martino liegen.<br />

Im neuen Empfangsraum von Andreola<br />

haben Stefano Pola und seine Mitarbeiter<br />

zudem ein beeindruckendes Relief des<br />

Anbaugebietes geschaffen, wo die verschiedenen<br />

Bodenstrukturen und Hanglagen<br />

eindrucksvoll veranschaulicht werden – ein<br />

wunderbarer Auftakt oder auch ein gelungenes<br />

Ende einer Tour durch die Hügel des<br />

Prosecco Superiore.<br />

Man sieht: Die Prosecco-Welt des Veneto<br />

ist ungemein vielfältig und bietet für jeden<br />

Schaumwein-Geschmack etwas. Es lohnt<br />

sich, zu probieren! <<br />

Fotos: beigestellt<br />

28 falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


LEISTUNG TRIFFT AUF FUNKTIONALITÄT<br />

Defender: Kraftstoffverbrauch (kombiniert, gewichtet): 15,1–2,5 l/100 km, CO₂-Emissionen (kombiniert, gewichtet):<br />

340–57 g/km, Stromverbrauch (kombiniert, gewichtet): 26,1–24,2 kWh/100 km, nach WLTP. Weitere Informationen unter<br />

www.autoverbrauch.at. Symbolfoto.<br />

Schirak Automobile<br />

Porschestraße 19, 3100 St. Pölten<br />

Wolfgang Schirak: 0664 962 99 79<br />

www.schirak.at


DAS PROSECCO-<br />

WUNDER<br />

Das deutsche Unternehmen Henkell Freixenet ist der größte<br />

Schaumweinerzeuger der Welt. Mit der Marke Mionetto zählt<br />

Henkell Freixenet auch bei Prosecco zu den Big Playern.<br />

TEXT OTHMAR KIEM<br />

La dolce vita« – das süße Leben:<br />

Mit diesen drei Worten lässt<br />

sich das italienische Lebensgefühl<br />

auf den Punkt bringen.<br />

Und was könnte dazu besser<br />

passen als ein anregender Prosecco? Ob<br />

Frizzante oder Spumante, die edle Perlage<br />

und die raffinierten Fruchtnoten sind<br />

belebende Begleiter moderner Lebensart.<br />

INTERNATIONAL ERFOLGREICHE<br />

PROSECCO-MARKE<br />

Die Prosecco-Kellerei Mionetto S.p.A.,<br />

1887 von Francesco Mionetto als kleiner<br />

Familienbetrieb in Valdobbiadene im<br />

Herzen des Prosecco-Anbaugebietes<br />

gegründet, entwickelte sich in den vergangenen<br />

zwei Jahrzehnten zu einem<br />

international erfolgreichen Unternehmen.<br />

Heute ist Mionetto die weltweit meistverkaufte<br />

Prosecco-Marke. Im Jahr 2021 legte<br />

sie um 32,6 Prozent auf insgesamt 35,2<br />

Mio. verkaufte Flaschen zu. Die Zuwächse<br />

verteilten sich auf nahezu alle Regionen<br />

und Länder. Besonders stark fielen sie in<br />

den USA, in Italien, Polen, Frankreich,<br />

Deutschland und England aus. Hierzu<br />

trugen auch zwei Innovationen maßgeblich<br />

bei: »Mionetto Prosecco Rosé« und<br />

»Mionetto 0,0 % Alcohol free«.<br />

Im Fokus der Marke ist vor allem der<br />

Spumante Mionetto Prosecco DOC Treviso<br />

Brut, der Prosecco mit der charakteristischen<br />

orangen Flaschenfarbe und dem<br />

schrägen Vorderetikett, das ihm einen<br />

hohen Wiedererkennungswert verleiht.<br />

Dieser Prosecco DOC aus der Prestige<br />

Collection verkauft in zwölf Ländern<br />

jeweils mehr als 500.000 Flaschen pro Jahr,<br />

in Deutschland sind es sogar deutlich über<br />

eine Million.<br />

In nur zwei Jahrzehnten hat sich Prosecco<br />

von einer regionalen Spezialität zur<br />

weltweit meistverkauften Schaumweinkategorie<br />

entwickelt. Im Gegensatz zu Champa-<br />

Fotos: beigestellt, Henkell-Freixenet<br />

30 falstaff mai <strong>2023</strong>


wein / ERFOLGSGESCHICHTE MIONETTO<br />

gner, Cava oder Sekt ist Prosecco kein<br />

Anlassgetränk für gelegentlichen Genuss.<br />

Er symbolisiert vielmehr die italienische<br />

Lebensart und ist perfekt für alle kleinen,<br />

aber auch großen Momente – das ist eines<br />

seiner Erfolgsgeheimnisse.<br />

MIONETTO ERLEBEN<br />

Das neue Besucherzentrum am historischen<br />

Hauptsitz im Herzen von Valdobbiadene<br />

wird ab Juni <strong>2023</strong> den zeitgenössischen<br />

Geist der Marke vermitteln. Eine Vinothek,<br />

eine Verkostungsbar und ein Konferenzraum<br />

sowie eine Terrasse in venezianisch<br />

anmutender Optik machen das Unternehmen<br />

hautnah erlebbar. Holzarbeiten,<br />

Kreideputz sowie die Verwendung von<br />

Steinen aus der Region erinnern an das<br />

Handwerk der Region. Und das Erlebnis<br />

setzt sich auch in der neuen Kellerei, 15<br />

Meter unter der Erde, fort. So können<br />

Besucher bald mit allen Sinnen in die Welt<br />

von Mionetto eintauchen.<br />

<<br />

Der historische Hauptsitz von Mionetto,<br />

im Herzen von Valdobbiadene nördlich<br />

von Venedig, wird ab Juni auch ein neues<br />

Besucherzentrum beherbergen.<br />

»PROSECCO IST LEBENSFREUDE«<br />

Henkell Freixenet-CEO Andreas Brokemper über die Entwicklung von Mionetto,<br />

den Qualitätssprung bei Prosecco allgemein und das Image des Schaumweins.<br />

FALSTAFF Vor 15 Jahren erwarb Henkell<br />

Freixenet die Marke Mionetto. Was hat sich<br />

seither getan?<br />

ANDREAS BROKEMPER Wir haben die<br />

Identität von Mionetto als »den Prosecco«<br />

weiter gestärkt – wer an Prosecco denkt,<br />

denkt an Mionetto. Gleichzeitig haben wir<br />

den italienischen Kollegen dabei geholfen,<br />

das Portfolio weiterzuentwickeln. Unser<br />

Prosecco der Prestige-Line wird heute in<br />

fast 100 Ländern vermarktet. Darüber<br />

hinaus haben wir massiv in den Standort<br />

investiert. Mionetto verfügt heute im historischen<br />

Stadtkern von Valdobbiadene über<br />

eine der modernsten Prosecco-Kellereien,<br />

die wir nun noch um ein neues Besucherzentrum<br />

und ein Mionetto-Hotel in der<br />

Villa Morona de Gastaldis erweitert haben.<br />

»DIE QUALITÄT IST<br />

DEUTLICH BESSER<br />

GEWORDEN, AUCH<br />

DANK DER STRENGEN<br />

QUALITÄTSKONTROLLEN<br />

DES KONSORTIUMS.«<br />

Worin besteht für Sie der Reiz an Prosecco?<br />

Als Prosecco vor 25 Jahren seinen globalen<br />

Siegeszug begann, wusste niemand, dass es<br />

sich um eine Rebsorte handelt. Die meisten<br />

Kunden meinten, jeder Schaumwein mit<br />

»Spago« – dem traditionellen Verschluss<br />

mit Bindfaden und Kork – sei ein Prosecco.<br />

Heute ist Prosecco die größte Herkunftsbezeichnung<br />

für Schaumwein. Die Qualität ist<br />

deutlich besser geworden, auch dank der<br />

strengen Qualitätskontrollen des Konsortiums.<br />

Prosecco steht heute für leichte,<br />

fruchtbetonte Schaumweine mit geringer<br />

Dosage und ist ein Sinnbild für italienische,<br />

für mediterrane Lebensfreude.<br />

Welches sind die wichtigsten Märkte für<br />

Mionetto?<br />

Der wichtigste Markt für Mionetto sind<br />

die USA, gefolgt von Italien, Deutschland,<br />

<strong>Österreich</strong>, der Schweiz. Und zunehmend<br />

auch die Länder Osteuropas, allen voran<br />

Polen. In Osteuropa sind wir mittlerweile<br />

Marktführer bei Prosecco. Aber auch in<br />

Frankreich, England und Spanien entwickeln<br />

sich die Absätze prächtig.<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

31


wein / PROSECCO<br />

BEST OF<br />

PROSECCO<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 308. 148.<br />

94<br />

93<br />

93<br />

CUVÉE 5 CONEGLIANO<br />

VALDOBBIADENE PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG 2022<br />

EXTRA BRUT<br />

Col Vetoraz<br />

Funkelndes Silbergrün und ausgeprägte,<br />

anhaltende Perlage. Duftet<br />

intensiv und klar in der Nase nach<br />

frischer Zitrone, knackigem Pfirsich<br />

und nassem Stein. Am Gaumen<br />

lebendig, ausgewogen und klar,<br />

wirkt sehr pur, salzig, stoffig<br />

und lange.<br />

colvetoraz.it<br />

€ 17,50<br />

VIGNETO GIARDINO RIVE DI<br />

COLBERTALDO CONEGLIANO<br />

VALDOBBIADENE PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG 2021<br />

ASCIUTTO<br />

Adami<br />

Strahlendes Silbergrau mit anhaltender<br />

Perlage. In der Nase zart nach<br />

Obstsalat und Wiesenblumen, wirkt<br />

frisch und klar. Zeigt sich auf der Zunge<br />

mit feiner, dezenter Frucht, eingebettet<br />

in luftige Perlage. Elegant im<br />

Verlauf, die Süße hält sich zurück,<br />

blitzsauberes Finale.<br />

adamispumanti.it, € 18,–<br />

GIUSTINO B. CONEGLIANO<br />

VALDOBBIADENE PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG 2021<br />

EXTRA DRY<br />

Ruggeri<br />

Brillantes Silbergrün mit anhaltender<br />

Perlage. Duftet in der Nase<br />

sehr klar und präzise nach frischer<br />

Birne und frischer Banane, feiner<br />

Blütenduft. Am Gaumen strahlend,<br />

klar und mit toller Fruchtsüße,<br />

spannt einen weiten Bogen auf,<br />

in sich sehr ausgewogen.<br />

ruggeri.it<br />

€ 18,50<br />

94<br />

93<br />

93<br />

NAZZARENO POLA ETICHETTA<br />

DEL FONDATORE DIRUPO<br />

CONEGLIANO VALDOBBIADENE<br />

PROSECCO SUPERIORE DOCG<br />

2022 EXTRA DRY<br />

Andreola<br />

Funkelndes Strohgelb mit zarten<br />

Reflexen. Ausdrucksvoll, nach frischen<br />

Zitrusfrüchten, Wachs, nassem<br />

Stein, dazu Orangenblüten und Jasmin.<br />

Am Gaumen ausgewogen, klar,<br />

mit kühler Frucht, wie ein frischer<br />

Obstkorb, komplex und dennoch<br />

leichtfüßig, toller Valdobbiadene!<br />

andreola.eu, € 39,–<br />

MOLERA CONEGLIANO VALDOB-<br />

BIADENE PROSECCO SUPERIORE<br />

DOCG 2022 EXTRA DRY<br />

Bisol 1542<br />

Leuchtendes Silbergrau mit<br />

etwas zurückhaltender Perlage.<br />

Duftet in der Nase nach Wiesenkräutern,<br />

frischer Birne und weißem<br />

Pfirsich, im Hintergrund zart nach<br />

Schwarztee. Am Gaumen keck<br />

und gut ausgewogen, mit frischem<br />

Fruchtkern und feinmaschiger,<br />

luftiger Perlage, dazu feine<br />

salzige Töne.<br />

bisol.it, € 18,–<br />

CUVÉE DI BOJ CONEGLIANO<br />

VALDOBBIADENE PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG BRUT<br />

Valdo Spumanti<br />

Strohgelb mit leicht silbernen Reflexen.<br />

Feine und beständige Perlage.<br />

Zarte, blumige Nase nach Jasmin.<br />

Noten von Zitrone, Grapefruit und<br />

grünem Apfel. Im Trunk ist er cremig,<br />

lebendig und frisch. Der Gaumen<br />

wird von einer deutlichen<br />

Frucht geprägt, schließt lang und<br />

trocken, die Säure sorgt für angenehmen<br />

Trinkfluss.<br />

valdo.com, € 35,–<br />

94<br />

93<br />

93<br />

VALDOBBIADENE SUPERIORE DI<br />

CARTIZZE DOCG 2022 DRY<br />

Fratelli Bortolin<br />

Leuchtendes, funkelndes Strohgelb<br />

mit Silbergrau und anhaltender<br />

Perlage. In der Nase klar und ausdrucksstark,<br />

nach frischem weißem<br />

Pfirsich, Marille, einem Hauch Marzipan<br />

und Buttergebäck. Am Gaumen<br />

mit schöner Frische, klarem<br />

Fruchtkern und spannendem Verlauf,<br />

Säure und Perlen stützen die<br />

Süße, ausgewogen, herrlich!<br />

bortolin.com<br />

€ 20,–<br />

PRESTIGE COLLECTION RIVE DI<br />

SANTO STEFANO CONEGLIANO<br />

VALDOBBIADENE PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG 2022<br />

Mionetto<br />

Blassgelb, silberfarben, mit feiner<br />

und kompakter Perlage. Feine und<br />

zarte Nase mit Noten von reifem<br />

Apfel und reifer Birne, mit einem<br />

Hauch von Zitrusfrüchten.<br />

Am Gaumen frisch, fein<br />

herausgearbeitete Frucht, mit<br />

lebhafter Perlage, im Finale<br />

trocken und klar.<br />

freixenet-onlineshop.de, € 15,–<br />

NERO ASOLO PROSECCO<br />

SUPERIORE DOCG EXTRA BRUT<br />

Villa Sandi<br />

Leuchtendes, strahlendes Strohgelb<br />

mit kupfernem Schimmer. Duftet<br />

in der Nase nach feinem Pfirsich,<br />

dazu etwas Holunder, Zitrone und<br />

Wiesenkräuter. Zeigt sich am Gaumen<br />

mit gut eingebundener Perlage,<br />

ausgewogene Frucht, wieder nach<br />

Pfirsich und Holunderblüten,<br />

dazu frischer Apfel, saftig und<br />

strahlend, mit schwingendem<br />

Verlauf.<br />

villasandi.it, € 19,90<br />

Fotos: beigestellt<br />

32 falstaff mai <strong>2023</strong>


PIO CESARE<br />

TOP-BAROLO, BARBARESCO<br />

UND FEINE WEISSE<br />

2019 war großartig für Nebbiolo. Neben Barolo Pio und Barbaresco<br />

Pio erscheinen in den nächsten Wochen drei exzellente Lagenweine.<br />

Das Traditionshaus aus Alba setzt verstärkt auch auf Weißweine.<br />

Der Jahrgang 2019 war einer wie<br />

früher: Langsame, lange Reife<br />

und ohne große Hitze – Eckpunkte,<br />

die für die Rebsorte<br />

Nebbiolo, die sich durch einen langen Vegetationszyklus<br />

auszeichnet, von grundlegender<br />

Bedeutung sind«, erklärt Federica Boffa<br />

Pio. In fünfter Generation führt sie eines<br />

der geschichtsträchtigsten Weingüter der<br />

Langhe. Als junge Erzeugerin kann sie<br />

sowohl an die Familientradition anknüpfen<br />

als auch in die Zukunft blicken.<br />

Langhe. Mit dem L’Altro, ausgebaut im<br />

Stahltank, steht ihm seit einigen Jahren eine<br />

frischere Chardonnay-Version zur Seite.<br />

Seit 2018 wird im Haus auch ein reinsortiger<br />

Sauvignon Blanc erzeugt, kurz und treffend<br />

Blanc genannt. Er vergärt und reift<br />

zum Teil im Stahl, zum Teil im Holzfass. Im<br />

September erscheint schließlich erstmals ein<br />

Timorasso, ein stoffiger, komplexer Weiß-<br />

wein, der in den Hügeln um Tortona wächst.<br />

Mit dieser Palette zeigt Pio Cesare eindrucksvoll,<br />

dass das Haus nicht nur bei<br />

Rotwein Spitze ist.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

piocesare.it<br />

ADVERTORIAL Fotos: © icommultimedia.it; beigestellt<br />

BAROLO UND BARBARESCO<br />

Barolo Pio und Barbaresco Pio sind die<br />

Stars des Jahrgangs: zwei ikonische Weine,<br />

deren Etiketten seit 1881 unverändert sind.<br />

Sie sind treue Interpreten der Pio Cesare-<br />

Philosophie, also Cuvées von Nebbiolo-<br />

Trauben aus verschiedenen Lagen in mehreren<br />

Gemeinden. »Der Jahrgang 2019«, sagt<br />

Cesare Benvenuto Pio, Federicas Cousin<br />

und mit ihr Geschäftsführer des Weinguts,<br />

»zeigt einen wunderbar traditionellen Charakter,<br />

sehr strukturierte Weine, mit großer<br />

Frische und Aromatik, ausgewogener Säure<br />

und ausgeprägten, bereits weichen Tanninen.<br />

Sie besitzen exzellentes Alterungspotenzial,<br />

zugleich schon große Trinkbarkeit –<br />

alles Merkmale großer Jahrgänge«.<br />

Neben dem Barolo Pio und dem Barbaresco<br />

Pio wurden auch drei Lagenweine in kleiner<br />

Stückzahl erzeugt: Barolo Ornato (aus<br />

Serralunga), Barolo Mosconi (aus Monforte)<br />

und Barbaresco Il Bricco (aus Treiso).<br />

TOP AUCH BEI WEISS<br />

1985 wurde Piodilei erstmals erzeugt, ein<br />

Chardonnay, vergoren und ausgebaut im<br />

Barrique und lange verfeinert auf der Flasche.<br />

Pio Boffa, Federicas Vater, war damit<br />

einer der Pioniere des Weißweins in den<br />

Nicht nur bei Rotwein spitze:<br />

Das Weingut »Pio Cesare«<br />

produziert auch erstklassige,<br />

Weißweine.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 33


Julien Rossier (Geschäftsführer Bucherer<br />

<strong>Österreich</strong>) mit den Spitzenköchen Thomas Dorfer,<br />

Sören Herzig, Fabian Günzel, Alain Weissgerber<br />

und Juan Amador (von links nach rechts).<br />

BUCHERER – FRIENDS<br />

OF THE BRAND<br />

Was verbindet fünf der besten Köche <strong>Österreich</strong>s? Individualität und Mut zur Innovation –<br />

Eigenschaften, die sie zu den perfekten Botschaftern von Bucherer machen.<br />

Perfektes Timing hat in der Spitzengastronomie<br />

allerhöchsten Stellenwert<br />

– darüber sind sich fünf der<br />

besten Köche aus <strong>Österreich</strong> einig.<br />

Gut kochen ist das eine, aber den Teller mit<br />

all seinen Komponenten zum selben Zeitpunkt<br />

fertigzustellen ist das A und O in der<br />

Küche – hier kommt es aufs Timing an.<br />

Nur wenn jeder seine Aufgabe kennt und<br />

alles im richtigen Moment zusammenfindet,<br />

wird man in einem Restaurant zum Ziel<br />

kommen und dem Gast das gewünschte<br />

Gesamt erlebnis bieten können.<br />

Blancpain x Bucherer BLUE »Fifty Fathoms«,<br />

IWC x Bucherer BLUE »Portugieser Chronograph«.<br />

So essenziell das Produkt selbst ist, so wichtig<br />

ist auch das exakte Zeitfenster, in dem<br />

es verarbeitet wird. »Ein perfekt gegarter<br />

Steinbutt hat ein Zeitfenster von fünf bis<br />

zehn Sekunden. Der Unterschied zwischen<br />

gut und Weltklasse ist nur mit dem präzisen<br />

Timing möglich«, meint Fabian Günzel, der<br />

in seinem Restaurant »[ænd]« im sechsten<br />

Wiener Gemeinde bezirk traditionelles<br />

Handwerk modern interpretiert und mit<br />

seinem unkonventionellen, authentischen<br />

Stil überzeugt. Das Modell »Polo Skeleton«<br />

von Piaget wurde für Günzel zur Visitkarte:<br />

34<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


BUCHERER<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Bucherer / Konrad Limbeck; beigestellt<br />

»Sie ist transparent und offen wie mein<br />

Lokal, und sie ist auf das Nötigste reduziert<br />

wie meine Gerichte. Aber vor allem ist sie<br />

präzise wie mein Handwerk, wagemutig,<br />

markant und sauber.« Piaget »Polo<br />

Skeleton« Automatik, erhältlich bei<br />

Bucherer um 31.700 Euro.<br />

Was macht eigentlich die Faszination<br />

einer Uhr aus? Für die einen ist es die<br />

Ästhetik, für andere wiederum sind es<br />

technische Raffinessen. Und dann gibt es<br />

diejenigen, die sich nicht festlegen wollen<br />

oder beides als unerlässlich ansehen. »Die<br />

filigrane Verarbeitung und außergewöhnliche<br />

Technik, gepaart mit individueller<br />

Ästhetik«, fasziniert etwa Thomas Dorfer.<br />

Der Spitzenkoch, der im »Landhaus<br />

Bacher« im niederösterreichischen<br />

Mautern an der Donau seine<br />

Wirkungsstätte gefunden hat,<br />

schwärmt von seiner IWC x<br />

Bucherer BLUE. Er trägt einen<br />

»Portugiesen Chronographen«<br />

aus Edelstahl mit Automatikwerk<br />

und Textilband.<br />

IWC x Bucherer BLUE<br />

»Portugieser Chronograph«<br />

Automatik, erhältlich bei Bucherer<br />

um 7.600 Euro.<br />

Die Haute Horlogerie, also die hohe<br />

Kunst der Uhrmacherei, hat im Übrigen so<br />

manche Gemeinsamkeiten mit der Haute<br />

Cuisine, der hohen Kochkunst – anspruchsvolles<br />

Handwerk, höchste Qualität<br />

und Präzision, um nur einige zu nennen.<br />

Für Juan Amador sind es »hochwertigste<br />

Materialien, eine faszinierende Technik,<br />

Schönheit und Emotion«, die eine Verbindung<br />

zwischen den beiden Welten herstellen.<br />

Der Sternekoch hat sich mit seinem<br />

Restaurant »Amador« im 19. Wiener<br />

Gemeindebezirk ganz der Avantgarde verschrieben<br />

– und verbindet sie mit Bodenständigem.<br />

Eine Reduktion auf das<br />

Wesentliche zeichnet auch seine Uhr von<br />

Blancpain x Bucherer BLUE aus. Amador<br />

trägt eine »Fifty Fathoms Bathyscaphe«<br />

mit Automatikwerk mit 120 Stunden<br />

Gangreserve, Datumsanzeige, Keramikgehäuse<br />

und Textilband. Blancpain x<br />

Bucherer BLUE »Fifty Fathoms<br />

Bathyscaphe« Automatik, erhältlich bei<br />

Bucherer um 15.850 Euro.<br />

Und dann wäre da noch die spannende<br />

Frage, ob eine Uhr eigentlich etwas darüber<br />

Die Girard-Perregaux<br />

»Laureato«, getragen<br />

von Alain Weissgerber,<br />

verbindet sportliche<br />

Eleganz mit Charisma<br />

und punktet mit<br />

reduzierter Ästhetik.<br />

Piaget »Polo<br />

Skeleton« mit<br />

einem Armband aus<br />

Edelstahl (o.);<br />

Panerai x Bucherer<br />

BLUE »Luminor<br />

GMT« mit Textilband.<br />

erzählen kann, wo man herkommt oder<br />

wo man aufgewachsen ist. »Die Panerai<br />

begeistert mich, da diese Uhr eine maritime<br />

Geschichte erzählt – so wie ich an der<br />

Küste aufgewachsen bin und mich immer<br />

zum Meer hingezogen fühle. Genauso ist<br />

auch mein Küchenstil – er transportiert<br />

meine Leidenschaft für das Meer«, bringt<br />

es Sören Herzig auf den Punkt. Mit seinem<br />

Restaurant »Herzig« im 15. Wiener<br />

Gemeindebezirk hat der Spitzenkoch in<br />

den Hallen des ehemaligen Dorotheum<br />

Fünfhaus einen Ort für einzigartige<br />

Genussmomente geschaffen. Inspiriert<br />

wird seinen Küchenstil von seiner Verbundenheit<br />

mit dem Meer – und so trägt er<br />

auch ein maritimes Modell von Panerai x<br />

Bucherer BLUE. Die »Luminor GMT« mit<br />

Automatikwerk mit 72 Stunden Gangreserve,<br />

Keramikgehäuse und Nylonband<br />

überzeugt mit elegant-sportiver Optik in<br />

mattem Schwarz. Panerai x Bucherer<br />

BLUE »Luminor GMT«, erhältlich bei<br />

Bucherer um 14.300 Euro.<br />

Alain Weissgerber, der gemeinsam mit<br />

seiner Ehefrau Barbara Eselböck das Restaurant<br />

»Taubenkobel« im burgenländischen<br />

Schützen am Gebirge tagtäglich zum<br />

Anziehungspunkt für Gourmets macht,<br />

über seinen »Laureato«-Chronographen<br />

von Girard-Perregaux: »Ich bin ein Fan<br />

von Understatement. Perfektion und<br />

Handwerkskunst, die nicht durch Brillanten<br />

überzeugt, sondern mit Technik, und<br />

erst auf den zweiten Blick wahrgenommen<br />

wird.« Qualitäten, mit denen das Modell<br />

auch ihn überzeugt hat. Girard-Perregaux<br />

»Laureato« Chronograph, erhältlich bei<br />

Bucherer um 16.800 Euro.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

bucherer.com/at/de<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 35


wein / WURZELECHTE REBEN<br />

Alte Knorze, hoch aromatische und<br />

prall gesunde Früchte: Wurzelechte<br />

Rebstöcke, die noch aus der Zeit vor<br />

der Invasion der Reblaus stammen,<br />

sind mindestens 120 Jahre alt.<br />

REBEN,<br />

DIE AUF EIGENEN<br />

FÜSSEN STEHEN<br />

Foto: Andrew Hagen / Shutterstock<br />

36 falstaff mai <strong>2023</strong>


Seit der Reblaus-Invasion sind Rebstöcke, die auf ihren eigenen<br />

Wurzeln wachsen, vom Absterben bedroht. Doch die Suche<br />

nach dem urtümlichen Weingeschmack führt immer wieder<br />

zu den wurzelechten Reben zurück. TEXT ULRICH SAUTTER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

37


wein / WURZELECHTE REBEN<br />

Oben: Schieferböden sind prädestiniert dafür, der Reblaus zu entgehen.<br />

Legendäre wurzelechte Anlagen gibt es im Douro bei der Quinta do Noval (Foto),<br />

aber ebenso an der Mosel und in Assmannshausen (Höllenberg). – Rechts: Der<br />

Bordeaux-Winzer Loïc Pasquet gründete 2021 den Verein »Francs de Pied«.<br />

D<br />

er Übeltäter ist nur einen<br />

halben Millimeter groß –<br />

doch er war groß genug, um<br />

während der zweiten Hälfte<br />

des 19. Jahrhunderts auf dem<br />

gesamten europäischen Kontinent Hunderttausende<br />

Hektar von Reben zu vernichten.<br />

Das Wüten von Daktulosphaira vitifoliae,<br />

einer Spezies aus der Familie der Zwergläuse<br />

(Phylloxeridae) war so einschneidend,<br />

dass der Weinbau seither ein anderes Gesicht<br />

besitzt. Und irgendwie seine Wurzeln<br />

verloren hat: Denn die scheinbare Selbstverständlichkeit,<br />

dass ein Rebstock mit seinem<br />

eigenen Wurzelwerk im Erdreich steht,<br />

ist seit dem Angriff der Reblaus auf die<br />

Wurzeln der europäischen Edelreben dahin.<br />

Nach der Invasion des Schädlings nahmen<br />

die Winzer zu den bizarrsten Methoden<br />

Zuflucht, um ihn wieder loszuwerden:<br />

Sie überschwemmten ihre Weinberge mit<br />

Wasser, versuchten mit Schwefelinjektionen<br />

ins Wurzelwerk jedes einzelnen<br />

Rebstocks der Plage Herr zu werden oder<br />

hofften – wie auf Château Latour – dass<br />

eine Düngung der Stöcke mit gemahlenem,<br />

verkohltem Leder die Rebstöcke retten<br />

könne. Alles vergebens! Am Ende erwies<br />

sich nur das Pfropfen des europäischen<br />

Edelreises auf die Wurzel (»Unterlage«)<br />

einer resistenten amerikanischen Rebenspezies<br />

(siehe Kasten rechts) als hilfreich.<br />

Denn auf dem amerikanischen Kontinent<br />

SELBST ROMANÉE-<br />

CONTI GAB SEINE<br />

WURZELECHTEN REBEN<br />

AUF: SIE BRACHTEN AM<br />

ENDE NUR NOCH EIN<br />

SCHNAPSGLÄSCHEN<br />

WEIN PRO STOCK.<br />

lebten Wildreben seit ewigen Zeiten mit<br />

den Läusen zusammen. Ihr Wurzelwerk<br />

wurde im Lauf der Evolution in ständigem<br />

Kontakt mit den Rebläusen so faserig,<br />

dass sie eine Resistenz gegen die potenziell<br />

schädigenden Piekse der Läuse erlangten.<br />

Europäische Rebsorten hingegen, die im<br />

Lauf der Evolution nie mit einem solchen<br />

Parasiten konfrontiert waren, sind ihm<br />

schutzlos ausgeliefert: Die Rebläuse setzen<br />

sich in den Wurzeln fest, saugen diese aus<br />

und vermehren sich reichlich. Im Sommer<br />

wandert eine Generation geflügelter Läuse<br />

auch auf die Blätter. An allen möglichen<br />

Stellen entziehen die Insekten der Pflanze so<br />

viel Lebenskraft, dass die Stöcke nach wenigen<br />

Jahren eingehen. Durch das Pfropfen<br />

(»Veredeln«) hingegen entsteht ein aus zwei<br />

Teilen zusammengewachsener Rebstock: Er<br />

besitzt eine Wurzel, der die Rebläuse nichts<br />

anhaben können, und über der Erde wachsen<br />

Trauben der geschmacklich komplexeren<br />

Europäersorte heran.<br />

Fotos: Quinta do Noval / S.Chapuis, beigestellt, ATTILA BALAZS / EPA / picturedesk.com<br />

38 falstaff mai <strong>2023</strong>


Australiens Barossa Valley gilt auch heute noch<br />

als weitgehend reblausfrei: In den Weinbergen<br />

von Château Tanunda (Foto unten) existiert noch<br />

ein 1858 wurzelecht gepflanzter Mischsatz.<br />

MYTHOS WURZELECHT<br />

Heute funktioniert der Weinbau fast<br />

überall auf unserem Planeten genau und<br />

ausschließlich so. Selbst in Regionen, die<br />

kaum von der Reblaus betroffen waren –<br />

beispielsweise in Teilen Chiles, Australiens<br />

oder Argentiniens –, ist es üblich, gepfropfte<br />

Reben zu verwenden. Zu groß wäre<br />

selbst dort das Risiko, größere Reblaus-Populationen<br />

geradezu »einzuladen«, indem<br />

man ihnen ein Schlemmermahl in Form<br />

europäischer Rebwurzeln offeriert.<br />

Allerdings stellten die Winzer schon sehr<br />

früh fest, dass die artfremde Wurzel die<br />

Weinqualität verändert. Manche Weingüter<br />

wehrten sich lange Zeit gegen das Pfropfen:<br />

Die Domaine de la Romanée-Conti<br />

beispielsweise versuchte noch bis 1945,<br />

die wurzelechten Reben ihrer Paradelage<br />

zu erhalten. Dann gab auch sie den Kampf<br />

auf, der in einem Lehmboden wie an der<br />

Côte-d’Or besonders hoffnungslos ist: Der<br />

Ertrag war trotz aller Anstrengungen auf<br />

2,5 Hektoliter pro Hektar gefallen, also auf<br />

etwa ein Schnapsglas Wein pro Rebstock.<br />

Der Verlust des urtümlichen Weingeschmacks<br />

ist dennoch ein Motiv, das<br />

auch heute noch vielen Winzern wie ein<br />

Stachel im Fleisch sitzt. Glücklicherweise ist<br />

der Geschmack der Weine aus wurzelechten<br />

Reben nicht komplett verloren, denn sehr<br />

vereinzelt haben sich wurzelecht gepflanzte<br />

Weinberge erhalten, um die die Reblaus<br />

einen Bogen macht. Den »heiligen Gral<br />

des Weinbaus« nennt der auf wurzelechte<br />

Reben spezialisierte Winzer Loïc Pasquet<br />

solche Anlagen. Im Jahr 2021 gründete er<br />

von seinem kleinen Weingut im Süden Bordeaux’<br />

aus einen Verein mit internationaler<br />

Strahlkraft: »Francs de Pied«. Reben, die<br />

frei und ungepfropft im Weinberg stehen –<br />

das ist in den letzten Jahren geradezu ein<br />

Schlachtruf geworden.<br />

<<br />

PROPFEN / VEREDELN<br />

EIN REBSTOCK NACH BAUSATZ-PRINZIP<br />

Nachdem sich die Reblaus über ganz Europa verbreitet hatte, stellte man schon bald fest, dass die<br />

Wurzeln der amerikanischen Rebenspezies Vitis rupestris, Vitis riparia und Vitis labrusca gegen die<br />

Reblaus resistent sind. Da diese Reben jedoch nur minderwertigen Wein liefern, kam man auf die<br />

Idee, das europäische Edelreis auf eine amerikanische Wurzel zu pfropfen. Das Bild unten zeigt den<br />

»Omega«-Schnitt, durch den die beiden Teile – Unterlage und Edelreis – miteinander verbunden werden.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

39


wein / WURZELECHTE REBEN<br />

ANDERE PHYSIOLOGIE,<br />

ANDERE SENSORIK?<br />

Ob Weine aus dem Ertrag wurzelechter<br />

Reben wirklich anders und besser schmecken,<br />

wird durchaus kontrovers diskutiert.<br />

Manche Kommentatoren halten diese Idee<br />

auch für sentimental und weisen darauf<br />

hin, dass die meisten wurzelechten Rebbestände<br />

in erster Linie sehr alt seien: Es sei<br />

gut möglich, dass sie alleine aufgrund dieser<br />

Eigenschaft einen besonders guten Wein<br />

erbrächten. Winzer wie Loïc Pasquet weisen<br />

jedoch mit einiger Plausibilität darauf hin,<br />

dass beispielsweise der Saftfluss im Stock<br />

ein ganz anderer ist, wenn es kein Nadelöhr<br />

im Stamm gibt, wie es an jener Stelle entsteht,<br />

an der die beiden Teile des Rebstocks<br />

aufeinandergepfropft wurden. Für diese<br />

Hypothese spricht auch, dass wurzelechte<br />

Reben offenbar deutlich besser mit Phasen<br />

der Trockenheit klarkommen, ganz offenkundig<br />

können sie das wenige verfügbare<br />

Wasser besser aufnehmen und dorthin<br />

transportieren, wo es benötigt wird. Egon<br />

Müller vom legendären Scharzhof an der<br />

Saar bringt den Vorteil der wurzelechten<br />

Pflanzung dann auch mit einer knappen<br />

Formulierung auf den Punkt: »Der<br />

Rebstock ist halt<br />

aus einem Stück.«<br />

Etwa ein Drittel der<br />

Rebstöcke in Müllers<br />

Teil des Scharzhofbergs<br />

sind noch wurzelecht, und er<br />

kann im eigenen Keller sehr direkt ihren<br />

Ertrag mit dem von gepfropften Reben<br />

vergleichen: »Das ist sensorisch eindeutig<br />

unterscheidbar: Wenn die Mostgewichte<br />

vergleichbar sind, ist der Wurzelechte immer<br />

besser.«<br />

Eine ähnliche Aussage über die Sensorik<br />

der Weine aus wurzelechten Reben schildert<br />

auch Mélanie Tarlant aus der Champagne:<br />

Den Ertrag ihres 30 Ar kleinen wurzelechten<br />

Chardonnay-Weinbergs würde<br />

sie jedes Jahr blind mit den Grundweinen<br />

aller anderen Parzellen verkosten – und<br />

die Trefferquote bei der Wiedererkennung<br />

dieses Weins liege bei 100 Prozent.<br />

SAND, ASCHE UND SCHIEFER<br />

PASSEN DER REBLAUS NICHT<br />

Loïc Pasquet zählt die Bodenarten auf,<br />

die die größte Chance haben, der Reblaus<br />

zu entgehen: »Sand, Schiefer, vulkanische<br />

Böden. Granit ist schon komplizierter, und<br />

Oben: Der 140-jährige<br />

Silvaner des Zehnthof<br />

Luckert. – Links: Marc-<br />

André Selosse, Professor<br />

am Muséum national<br />

d’Histoire naturelle, hält das<br />

Pfropfen für einen Versuch,<br />

die Evolution aufzuhalten.<br />

alle Böden, die mehr als vier Prozent<br />

Lehm enthalten, werden unweigerlich<br />

von der Reblaus besiedelt.« Ganz frei<br />

von Lehm sind indes auch die Böden am<br />

Scharzhofberg nicht. »Die Alten sagten,<br />

die Wurzelechten hätten überlebt, weil der<br />

Boden zu mager ist«, referiert Egon Müller.<br />

»Aber ich glaube eher, dass der Grund in<br />

der Gleichmäßigkeit der Niederschläge<br />

liegt. Wenn man jeden Monat konstant 50<br />

Millimeter Regen bekommt, dann sind die<br />

Reben immer gut versorgt und halten es<br />

aus, wenn sich die Rebläuse an den Wurzeln<br />

gütlich tun.«<br />

Auch in Franken gibt es ein gutes Dutzend<br />

alte wurzelechte Weinberge, die meisten<br />

auf Muschelkalk, der in verwitterter<br />

Form einen durchaus lehmigen, tiefgründigen<br />

Boden ergibt. Philipp Luckert aus<br />

Sulzfeld beispielsweise besitzt einen solchen<br />

Weinberg: »Wir wissen selber nicht, warum<br />

der überlebt hat. Vielleicht, weil schon früh<br />

rund um diese Parzelle ein Wohngebiet<br />

<<br />

Fotos: Andreas Durst, beigestellt<br />

40 falstaff mai <strong>2023</strong>


www.donauversicherung.at<br />

Vermögen<br />

aufbauen. Und das<br />

nachhaltig.


wein / WURZELECHTE REBEN<br />

Alte Reben – hier von<br />

Château Tanunda im<br />

Barossa Valley/<br />

Australien – haben<br />

oft ein Aussehen<br />

wie kleine<br />

Baumstämme.<br />

Zwei Drittel Sand im<br />

Boden, und das auf<br />

fast 1000 Metern:<br />

Die Mitglieder der<br />

St. Jodern Kellerei im<br />

Schweizer Kanton Wallis<br />

hegen und pflegen einen<br />

wurzelechten Weinberg<br />

der Sorte Heida<br />

(Savagnin).<br />

<<br />

entstanden ist und der Weinberg von<br />

der geschlossenen Rebfläche abgeschnitten<br />

wurde?» Loïc Pasquet wiederum hat die<br />

Erfahrung gemacht, dass ein paar Hundert<br />

Meter Abstand zu einer kontaminierten<br />

Fläche nicht ausreichen, um die Reblaus<br />

aus einem Weinberg fernzuhalten. »Die<br />

Sommergeneration der Rebläuse kann fliegen,<br />

für die sind auch ein paar Kilometer<br />

kein Problem.«<br />

Ganz sicher ist, dass die Rebläuse ein<br />

Problem mit Sand haben, möglicherweise ist<br />

seine Haptik sehr unangenehm für die kleinen<br />

Biester. John Geber beispielsweise vom<br />

Château Tanunda hat in einem seiner wurzelechten<br />

Weinberge im Eden Valley einen<br />

Boden, der, so sagt er, »aussieht wie Meeressand.«<br />

Auch im Schweizer Kanton Wallis<br />

stehen die alten wurzelechten Anlagen der<br />

Lokalsorte Heida bei Visperterminen und<br />

in einer Höhe von nahezu 1000 Metern auf<br />

extrem sandigen Boden. »Der Lehmanteil<br />

ist verschwindend klein und der Sandanteil<br />

liegt bei 65 Prozent und mehr«, berichtet<br />

Michael Hock, der Geschäftsführer der<br />

kleinen Genossenschaft St. Jodern Kellerei.<br />

Sicher sei es, so Hock weiter, der »positiven<br />

Eigenheit der Leute« zu verdanken, dass<br />

dieser Rebberg noch existiere. Die Winzer<br />

»folgen einfach nicht blindlings behördlichen<br />

Angaben, solange keine akute Gefahr<br />

besteht und die Reben kerngesund sind.«<br />

EIN POLITIKUM<br />

Ein Politikum sind wurzelechte Anlagen auf<br />

jeden Fall – ganz besonders, wenn sie neu<br />

angelegt werden. In Frankreich gab es in<br />

den vergangenen zwei oder drei Jahrzehnten<br />

immer wieder Versuche, neue Rebberge<br />

wurzelecht anzulegen. Didier Dagueneau<br />

hat es in Pouilly-Fumé versucht, mit<br />

wechselhaftem Erfolg. Philippe Charlopins<br />

wurzelechte Bourgogne-Pflanzung erlebt seit<br />

2016 jedes Jahr beträchtliche Stockausfälle,<br />

die der Winzer bislang immer wieder durch<br />

Nachpflanzen ausgleicht. Die offizielle<br />

Weinbaupolitik sieht solche Experimente<br />

mit Missvergnügen, hat sie doch die Befürchtung,<br />

dass ein Wiederaufflammen größerer<br />

Reblauspopulationen im schlimmsten<br />

Fall die bisherige Resistenz der gepflanzten<br />

Unterlagen aushebeln könnte.<br />

Einen ganz anderen Punkt macht der<br />

Naturhistoriker Marc-André Selosse, der<br />

vom Pfropfen als einem »nützlichen Zeitgewinn«<br />

spricht. Der Nachteil des Pfropfens<br />

sei jedoch, so Selosse in einem Aufsatz von<br />

April 2021, dass man den Lauf der Evolution<br />

dadurch quasi einzufrieren versuche,<br />

während sich die Parasiten weiterentwickelten.<br />

Man müsse aber unseren Rebsorten<br />

ebenfalls gestatten sich weiterzuentwickeln.<br />

Wer überdies an das Konzept des<br />

Terroirs glaube, könne auch darauf hoffen,<br />

dass es Terroir-spezifische Methoden geben<br />

könne, um die Reblaus in Schach zu halten.<br />

Unsere Fixierung aufs Pfropfen habe hier<br />

vielleicht die Tür für weitere Forschung<br />

vorschnell zugemacht.<br />

Trotz solch wortmächtiger Fürsprache:<br />

Der Verein »Francs de Pied«, den Loïc<br />

Pasquet zur Förderung des Weinbaus mit<br />

wurzelechten Reben gegründet hat, hat es<br />

vorgezogen, nicht Frankreich als seinen<br />

Hauptsitz zu wählen – sondern Monaco,<br />

wo keine restriktive Weinbaupolitik gegen<br />

ungepfropfte Reben verfolgt wird. Fürst<br />

Albert II. sympathisiert mit den Verbandszielen<br />

und lud die Gründungsmitglieder des<br />

Vereins – neben Loïc Pasquet unter anderem<br />

Philippe Charlopin, Thibault Liger Belair<br />

und Egon Müller – ins Fürstentum ein. So<br />

wurde er zum Bannerträger einer Bewegung,<br />

der sich mittlerweile eine dreistellige Zahl<br />

von Weinbaubetrieben angeschlossen haben.<br />

Dass wurzelechte Reben derzeit noch ein<br />

Randthema sind, hat indes auch sein Gutes,<br />

wie Javier Ybáñez Creus von Marquès de<br />

Riscal berichtet: »Einer unserer Mitarbeiter<br />

entdeckte irgendwo am Wegesrand<br />

einen ganz alten Weinberg, hielt den Wagen<br />

an und erkundigte sich, wem die Reben<br />

gehörten. Der Eigentümer habe, als er kontaktiert<br />

worden sei, den Weinberg bereitwillig<br />

zum Kauf angeboten: »Der produziert<br />

ja nichts!« Jetzt entsteht an diesem Ort ein<br />

Verdejo der Extraklasse. Gewiss, aus geringem<br />

Ertrag. Aber aus was für einem!<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

42 falstaff mai <strong>2023</strong>


Der Multivan<br />

Ihr Multivan ist nicht nur besonders komfortabel und vernetzt – sondern auch besonders<br />

sicher. Mehr als 20 Assistenz- und Sicherheitssysteme machen das Reisen – egal ob in<br />

der Freizeit oder beruflich – für Sie als Fahrer und für Ihre Familie zum Vergnügen. On Top<br />

ist für Unternehmer der Vorsteuerabzug möglich und als Dienstwagen ist er mit dem<br />

eHybrid-Antrieb besonders günstig!<br />

Aus Allrounder wird Vorreiter<br />

Jetzt alle Antriebsvarianten bestellbar<br />

eHybrid ✔ Benzin ✔ Diesel ✔<br />

Kraftstoffverbrauch 1,7 – 9,8 l/100 km. Stromverbrauch 16,9 – 18 kWh/100 km.<br />

CO 2<br />

-Emission 38 – 221 g/km. Symbolfoto.<br />

www.volkswagen.at


wein / WURZELECHTE REBEN<br />

BEST OF<br />

WURZELECHTE REBEN<br />

99<br />

97<br />

96<br />

2011 NACIONAL VINTAGE PORT<br />

Quinta do Noval, Vila Nova de Gaia<br />

Karamell, Toffee, Maulbeeren, kandierte<br />

Früchte, auch etwas »Kühles«,<br />

Waldheidelbeere, feuchter Schiefer.<br />

Im Mund ist der Wein immens dicht<br />

mit feinem, aber nicht zu weichem<br />

Tannin besetzt, er entfaltet ein lang<br />

anhaltendes Intensitätsplateau,<br />

begleitet von Tabakaromen, dazu hat<br />

er eine stabile Säure und durchdringende<br />

Mineralität. Die Eleganz im<br />

Druck ist stupend, ebenso die Länge.<br />

dallmayr-versand.de € 1990,–<br />

topwines.ch, CHF 1484,–<br />

2004 LA VIGNE D’ANTAN<br />

CHARDONNAY NON GREFFÉ<br />

CHAMPAGNE BRUT NATURE<br />

Champagne Tarlant, Œuilly (F)<br />

Feuchte Kreide, Traube, ein Anflug<br />

von Holz und von tertiären Aromen,<br />

auch Rosine. Im Mund zeigt sich noch<br />

vor dem feinen, pikanten Mousseux<br />

eine große Tiefe, strahlende Säure<br />

und intensive taktile Mineralität<br />

geben dem Wein eine ungeheure<br />

Spannkraft, eine Prise Phenolik würzt<br />

den Bau, ohne Saftigkeit und Eleganz<br />

zu schmälern. champagnecharacters.com,<br />

€ 205,–<br />

2020 SAUMUR CHAMPIGNY<br />

»FRANC DE PIED«<br />

Domaine des Roches Neuves,<br />

Varrains (F)<br />

Reife schwarze Johannisbeere, dunkle<br />

Schokolade, schwarzer Pfeffer.<br />

Der Wein setzt cremig an, dann<br />

breitet sich eine Wand aus feinsten<br />

Phenolen aus, makellos reif und mit<br />

einer paradoxalen Mischung aus Präsenz<br />

und Zurückhaltung, reife Säure<br />

trägt den Bau, mineralische Komponenten<br />

gewinnen im saftigen, lange<br />

anhaltenden Abgang Intensität.<br />

passion-vin.de, € 42,90<br />

98<br />

97<br />

95<br />

2016 BAROSSA VALLEY<br />

1858 FIELD BLEND<br />

Château Tanunda, Tanunda (AUS)<br />

Im Duft: Süßkirsche, Aprikose, Malz,<br />

Pflaume, Minze, kaum spürbares<br />

Holz. Der Gerbstoff ist sandig, mehlig,<br />

hat Plastizität und eine Feinheit,<br />

die nicht zu mild wirkt, aber eben<br />

dennoch makellos reif und fein ist,<br />

mit viel hintergründigem Druck.<br />

Dichte und Saftigkeit gehen Hand in<br />

Hand, alles wirkt ziseliert und<br />

erweckt dennoch auch den Eindruck<br />

großer innerer Festigkeit. Länge!<br />

australienwein.com, € 549,–<br />

2021 VALAIS HEIDA VERITAS<br />

St. Jodern Kellerei,<br />

Visperterminen (CH)<br />

Die hefigen Noten des Dufts werden<br />

nach Luftzufuhr rasch von einer<br />

traubigen, entfernt an Muskateller<br />

erinnernden Aromatik abgelöst –<br />

strahlend (und attraktiv) primärfruchtig.<br />

Aber es wird noch größere<br />

Komplexität kommen! Der Gaumen<br />

zeigt Tiefe und Balance, ruht ganz in<br />

sich, Stoff und Säure passen gut in<br />

den geschmeidigen Körper. Tolle<br />

Länge, vibrierend mineralisch.<br />

jodernkellerei.ch, ab 2024<br />

2021 BARON DE CHIREL<br />

VERDEJO VIÑAS CENTENNARIAS<br />

Marquès de Riscal, Valladolid (E)<br />

Im Duft: etwas Ananas, feuchter<br />

Sand, leicht buttrige Töne, etwas<br />

Traubenzucker, ein Hauch von Holz<br />

(Stockinger!). Im Mund vielschichtig<br />

und dicht, mehlige Phenole, lebendige<br />

Säure, viel Saft und Spiel trotz<br />

leichter Viskosität und kraftvollen<br />

Extrakts, lang, extrem jung, leicht<br />

hefig im Abgang, mit deutlich mineralisch<br />

geprägtem Extrakt aus den<br />

Granitverwitterungsböden.<br />

ludwig-von-kapff.de, € 49,95<br />

97<br />

97<br />

95<br />

2018 NICOLAS CATENA<br />

ZAPATA MENDOZA<br />

Catena Zapata, Luján de Cuyo<br />

(ARG)<br />

Im Duft: Bitterschokolade, rauchige<br />

Holznoten, Tabak und Pflaume,<br />

Menthol. Wirkt noch introvertiert.<br />

Im Mund ist der Wein sehr dicht mit<br />

körnigem Tannin besetzt, Säure,<br />

Öligkeit und Alkohol wirken in perfekter<br />

Balance. Hinter dem Stoff<br />

verbirgt sich sehr viel Saftigkeit,<br />

eine feste taktile Mineralität, und<br />

eine reife, noch unentfaltete Frucht.<br />

tesdorpf.de, € 89,–<br />

2017 »CREUTZ« SULZFELD<br />

SYLVANER TROCKEN<br />

Zehnthof Luckert, Sulfeld (D)<br />

Im Duft überstrahlt eine intensive<br />

Muschelkalknote die Gelbfrucht.<br />

Dazu: Flieder, schwarzer Pfeffer. Der<br />

geschmeidige Auftakt mündet rasch<br />

in eine ungemein feine Phenolik, die<br />

etwas fester als »seidig« ist, ein<br />

markantes Säurerückgrat und eine<br />

Schicht Viskosität schaffen Kontrast.<br />

Kreidige taktile Mineralität dominiert<br />

den Beginn, würzige Frucht das Ende<br />

des sehr langen Abgangs.<br />

weingut-luckert.com, ausverkauft<br />

2021 ASSYRTIKO WILD FERMENT<br />

SANTORINI DO<br />

Gaia Estate, Perivolía (GR)<br />

Im Duft: Zitrone, Pomelo, Papaya,<br />

Hefe, und rauchige, tuffige Noten. Im<br />

Mund zeigt sich der Wein von einer<br />

sehr eigenständigen Struktur: Eine<br />

packende, apart bitter begleitete<br />

Stoffigkeit ist eng in den kräftigen<br />

Körper mit fester Säure und intensiver<br />

taktiler Mineralität verwoben.<br />

Der Wein hat sehr viel Substanz und<br />

wirkt zugleich frisch und geradezu<br />

pikant, durchdringend mineralisch.<br />

gute-weine.de, € 25,–<br />

Fotos: Ulrich Sautter<br />

44 falstaff mai <strong>2023</strong>


INTERSPAR WEINWELT<br />

Schon der Klang von<br />

Gläsern beim Anstoßen<br />

setzt Glückshormone frei.<br />

STECKBRIEF<br />

ADVERTORIAL Fotos: Adobe Stock<br />

WELSCHRIESLING<br />

DER OPTIMALE SOMMERWEIN<br />

Kaum eine andere Sorte ist so wandelbar<br />

wie der Welschriesling. Seit einigen Jahren punktet<br />

sich diese Sorte immer mehr zurück.<br />

Das Allroundtalent unter den<br />

Weißweinen lässt eine Verwandtschaft<br />

mit dem allseits<br />

bekannten Riesling vermuten.<br />

Tatsächlich haben diese beiden jedoch<br />

nichts miteinander zu tun. Wenngleich<br />

der Riesling sich auch weltweit einer<br />

größeren Bekanntheit erfreut, nimmt der<br />

Welschriesling mit knapp 3000 Hektar die<br />

zweitgrößte Rebfläche in <strong>Österreich</strong> ein<br />

und ist damit definitiv nicht zu unterschätzen!<br />

Gerade seine Vielseitigkeit mit Erzeugnissen<br />

aus fast allen Qualitätsstufen – vom<br />

Sektgrundwein bis hin zur Trockenbeerenauslese<br />

– macht ihn zu einem Allrounder,<br />

der aus einem gut sortierten Weinregal nicht<br />

wegzudenken ist. Abwechslungsreich präsentieren<br />

sich auch die Weine unserer heimischen<br />

Winzer, wie etwa der Welschriesling<br />

Ried Stradener Rosenberg Vulkanland<br />

Steiermark DAC 2018 vom Weingut Krispel<br />

mit exotisch-würzigen Aromen. Saftig und<br />

ausgeglichen zeigt sich dagegen der Polz<br />

Welschriesling Südsteiermark DAC 2021.<br />

Wer es einen Hauch frischer, lebendiger und<br />

würziger mag, ist mit dem Welschriesling<br />

2021 vom Weingut Allacher aus dem<br />

Burgenland bestens beraten.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

weinwelt.at<br />

Welschriesling<br />

WICHTIGE ANBAULÄNDER<br />

<strong>Österreich</strong>, Südosteuropa, Ungarn, Slowenien,<br />

Kroatien, Südtirol, Norditalien<br />

AROMENWELT<br />

Grüner Apfel, weißes Stein- und Kernobst,<br />

Stachelbeere, weiße Johannisbeere,<br />

Zitrusfrüchte, gelbe Tropenfrüchte,<br />

frische Kräuterwürze, Haselnuss, Kokos,<br />

weißer Pfeffer<br />

ANBAU IN ÖSTERREICH<br />

Rund 3000 Hektar sind in <strong>Österreich</strong>, vor allem<br />

im Burgenland, im nördlichen Niederösterreich<br />

sowie in der südlichen und südöstlichen<br />

Steiermark, mit der Rebsorte bestockt.<br />

STILISTIK<br />

Auch hier zeigt sich Facettenreichtum:<br />

Die Rebsorte liefert Weine mit viel Säure,<br />

was sich besonders für die Sektherstellung<br />

eignet. Die Spannweite reicht von einfachen<br />

und unkomplizierten Sommerweinen mit<br />

fruchtig-frischen Aromen hin zu durchaus<br />

komplexeren und lagerfähigen Weinen.<br />

Besonders die Prädikatsweine zeigen<br />

das große Potenzial des Welschrieslings<br />

mit exotischen Aromen und einer feinen<br />

Honignote, ohne dabei die charakteristische<br />

Säure zu verlieren.<br />

G’SPRITZT ODER PUR …<br />

… als idealer Sommerwein eignet sich der<br />

Welschriesling besonders zur klassischen<br />

Jause, zu vegetarischen Gerichten und<br />

Salaten oder zu Meeresfrüchten sowie<br />

leichten Fisch- oder Fleischgerichten.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 45


wein / WELSCHRIESLING<br />

WELSCHRIESLING:<br />

COMEBACK<br />

EINER LEGENDE<br />

Die feinwürzige, weiße Rebsorte genießt heute kein besonders gutes Image.<br />

Dabei kann sie, bei entsprechender Behandlung, auch im trockenen Bereich<br />

sehr charaktervolle Weine voller Frische und Terroirausdruck liefern. Doch<br />

unter dem Eindruck des Klimawandels wird ihr Wert zunehmend wieder<br />

erkannt und sie findet immer öfter das Interesse der Weinfreunde.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

Das Weingut Maitz in der Südsteiermark<br />

legt großen Wert auf Qualität, Tradition<br />

und Nachhaltigkeit. Hier feiert der<br />

Welschriesling als Lagenwein schon<br />

seit einiger Zeit seine Wiederauferstehung.<br />

Foto: Weingut Wolfgang Maitz<br />

48 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

49


wein / WELSCHRIESLING<br />

Der Csaterberg im<br />

Südburgenland mit seinen<br />

einzigartigen Böden mit<br />

Süßwasseropalen ist für<br />

den Welschriesling ein<br />

nahezu idealer Standort.<br />

Der Welschriesling ist ein<br />

gestandener Mitteleuropäer.<br />

Mit 6,4 Prozent der Gesamtrebfläche<br />

nimmt der Welschriesling<br />

allein in <strong>Österreich</strong><br />

einen durchaus bedeutenden Teil der<br />

Weinberge in Beschlag. Die wahren<br />

»Welschmeister« sind aber die Kroaten<br />

und Ungarn, wo sich unter den<br />

Sortennamen Graševina und Olaszrizling<br />

die weltweit größten Bestände<br />

dieser facettenreichen Sorte befinden.<br />

Den Welschriesling findet man<br />

generell im gesamten Raum der<br />

ehemaligen Donaumonarchie. So<br />

gibt wie erwähnt es Welschriesling-Anbauflächen<br />

in Ungarn<br />

(Olaszrizling), Tschechien und<br />

der Slowakei (Rizling Vlašský)<br />

ebenso wie in der Vojvodina,<br />

Serbien (Grašac), Frankreich<br />

(Meslier de Champagne),<br />

Italien (Riesling Italico) und<br />

Slowenien (Laški Rizling). Vor<br />

allem Kroatien ist aber Welschriesling-Land<br />

und verfügt mit<br />

über 4000 Hektar über den<br />

weltweit größten Bestand. Die<br />

Sorte heißt hier<br />

Graševina und sehr<br />

gute Vertreter kommen zum<br />

größten Teil aus Slawonien und der<br />

Baranja, und zwar aus den Weinbaugebieten<br />

Kutjevo, Đakovo, Daruvar, Slavonski<br />

Brod und Ilok, während ein kleinerer Teil<br />

aus Zagorje und Med ¯ imurje stammt.<br />

Zweitgrößter Welsch-Erzeuger ist<br />

aktuell Ungarn mit 3900 Hektar vor<br />

China (angeblich 3000 Hektar) und<br />

<strong>Österreich</strong>, gefolgt von Serbien mit<br />

909 Hektar, Slowenien, Italien und<br />

Tschechien. Im Jahr 2016 wurden<br />

weltweit etwas mehr als 24.000<br />

Hektar aller Weinanbauflächen<br />

dem Welschriesling zugerechnet,<br />

2010 sollen es noch über 61.000<br />

Hektar gewesen sein. In Spanien<br />

weist die in der Region Ribera<br />

del Guadiana angebaute Sorte<br />

Borba eine idente DNA auf, wie<br />

2003 erfolgte Untersuchungen<br />

nahelegen.<br />

Die spätreifende Sorte ist<br />

ungemein vielseitig – und doch<br />

genießt sie keinen besonders<br />

guten Ruf. Dabei veredeln die<br />

Winzer den »Welsch« zu lebendigem<br />

Sekt, säurebetonten Speisenbegleitern<br />

und – in kleinen Mengen – zu<br />

edelsüßen Weinen von Weltklasseformat.<br />

Es ist daher höchste Zeit für eine aktuelle<br />

Bestandsaufnahme, um diesen rassigen<br />

österreichischen Klassiker zu würdigen.<br />

UNKLARE HERKUNFT<br />

Über den Ursprung der säurereichen Sorte<br />

gibt es lediglich Vermutungen. Nach den<br />

jüngsten Genanalysen handelt es sich wahrscheinlich<br />

um eine natürliche Kreuzung<br />

einer rotbeerigen Sorte namens Coccalona<br />

Nera mit einem unbekannten Elternteil.<br />

Eine Verwandtschaft zum Riesling besteht<br />

aber mit Sicherheit nicht.<br />

Der in der deutschen Bezeichnung getroffene<br />

Vorsatz »Welsch« weist auf eine<br />

Herkunft außerhalb des deutschen Sprachgebietes<br />

hin, lange Zeit galt Italien daher<br />

als mögliches Ursprungsgebiet. Im Moment<br />

gilt als Lehrmeinung, der Welschriesling<br />

stamme aus dem altösterreichischen Kroatien<br />

beziehungsweise aus dem Einzugsgebiet<br />

der Donau irgendwo im Großraum<br />

zwischen Wien und Belgrad. Punkto Namensgebung<br />

wird daher dem kroatischen<br />

Fotos: ÖWM / WSNA, Peter Moser, beigestellt<br />

50 falstaff mai <strong>2023</strong>


Graševina der Vorzug zu geben sein. Kroatien<br />

– und hier die an der Nordgrenze zu<br />

Ungarn liegende Region Slawonien – ist ein<br />

wahres Mekka für trockene Weißweine aus<br />

Graševina, und der Ort Kutjevo hat sich<br />

zum qualitativen Brennpunkt entwickelt.<br />

Der mit Abstand bekannteste Produzent ist<br />

die Familie Krauthaker, deren Reben auf<br />

den südorientierten Hängen des Krndija-<br />

Berges wachsen, der das als »Golden Valley«<br />

bekannte Požega-Tal von Nordosten<br />

umschließt. Neben dem klassischen trockenen<br />

Graševina mit dem Dreieck-Etikett,<br />

dem vielleicht bestverkauften Weißwein des<br />

Landes, steht der Lagen-Welschriesling aus<br />

Mitropa, der beste Sortenvertreter Kroatiens.<br />

Aber auch als fruchtsüße Spät lese, als<br />

Trockenbeerenauslese und sogar als Amphorenwein<br />

»Kuvlakha« wird der Graševina<br />

angeboten. Etwa 30 Weingüter liegen<br />

an drei Weinstraßen in der Gespanschaft<br />

Požega-Slawonien, die sich zu einem echten<br />

kleinen Paradies<br />

für Wein-<br />

WELSCHRIESLING<br />

KANN MEHR ALS<br />

VIELE VERMUTEN: MIT<br />

GUTER REIFE ZEIGT ER<br />

SEINEN VIELSEITIGEN<br />

CHARAKTER.<br />

liebhaber entwickelt haben. Neben den<br />

Kutjevo-Weinbergen gibt es auch Anbau<br />

in den Pleternica- und Pakrac-Hügeln. Die<br />

Lagen, aus denen die Top-Graševina-<br />

Weine stammen – Mitrovac, Hrnjevac,<br />

Mac ˇ ovo brdo und Vetovo – können als<br />

slawonische Grand-Cru-Lagen bezeichnet<br />

werden. Ausschau halten sollte man nach<br />

Weinen wie dem Vallis Aurea Graševina<br />

Hrnjevac von Antun Adži aus Kutjevo<br />

oder dem Graševina De Gotho aus der<br />

Weinkellerei Kutjevo. Zu den Klassikern<br />

zählen auch Ivan Enjingi und die Familie<br />

Jakobovi .<br />

Seit 2005 hat Josip Gali seinen sehenswerten<br />

Weinbaubetrieb aufgebaut, heute<br />

verarbeitet die hochmoderne Kellerei<br />

Trauben von 30 Hektar um Kutjevo. Von<br />

2008 bis heute wurden 16 Hektar neue<br />

Weinberge angelegt und sechs Hektar alte<br />

Weinberge in Vetovo, Podgorje, Kaptol und<br />

Radovanci zugekauft.<br />

Verkostet sollte auch der Graševina von<br />

Antunovi aus Erdut werden, sowie jene<br />

von Kalazi , Pinkert oder der Terra Pannonium<br />

von Vinarija Josi aus der Baranja.<br />

Die Ilo ki Podrumi bieten neben dem<br />

prächtigen Schloss der Familie Odescalchi<br />

mehrere Graševina-Weine wie den »Premium«<br />

und den komplexen »Principovac«.<br />

In Ungarn findet sich die größte Dichte<br />

an Welschriesling – hier Olaszrizling<br />

genannt – im Westen des Landes, an den<br />

Westufern des Plattensees in den Gebieten<br />

Badacsony und Somló, wo die Weine<br />

dank der Basaltböden feine zitronig-<br />

<<br />

Das Weingut Laposa am<br />

ungarischen Plattensee erzeugt<br />

auf vulkanischen Böden<br />

finessenreiche Sortenvertreter.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

51


wein / WELSCHRIESLING<br />

Die Familie Tinnacher<br />

bewirtschaftet seit<br />

Generationen Weinberge in<br />

der Südsteiermark und ist ein<br />

Hotspot für stoffig-würzigen<br />

Welschriesling aus <strong>Österreich</strong>.<br />

Die großen Vulkankegel im<br />

Hinterland des Balaton in<br />

Westungarn sind der Urspung<br />

salziger Welschriesling-Weine .<br />

<<br />

salzige Nuancen bis hin zu Minzenoten<br />

aufweisen. Säurestruktur und Mineralität<br />

bestimmen das Geschehen. Namen wie<br />

Sabar, Szászi, und Laposa in Badacsony,<br />

oder das Weingut Tornai aus Somló mit<br />

dem Olaszrizling Ilona bieten hervorragende<br />

Sortenvertreter an. Oft sind es kleine<br />

Boutique-Weingüter, die besonders feinen<br />

Olasz rizling mit großem Terroirbezug herstellen,<br />

wie den Nagy-Somlói von Györgykovács<br />

Imre, aber auch Spitzenwinzer wie<br />

Villa Tolnay mit ihrem Olaszrizling aus dem<br />

Panoráma-Weingarten am Csobancz-Berg.<br />

Mihály Figula aus Balatonfüred-Csopak<br />

erzeugt eine von Olaszrizling dominierte<br />

Cuvée mit Furmint namens »Köves«, einen<br />

der besten und mit rund 90 Euro teuersten<br />

trockenen Weißweine des Landes. Wesentlich<br />

preiswerter ist seine kraftvolle Einzellage<br />

Sáfánkert oder der kalkig-mineralische<br />

Sóskut zu haben. Und in der Slowakei<br />

Katharina Lackner-Tinnacher<br />

hat ihrem Großvater eine<br />

Welschriesling-Hommage<br />

gewidmet.<br />

erzeugt das auf Natural Wines spezialisierte<br />

Weingut Bott Fryges in der Region Muszla<br />

einen feinen Olaszrizling.<br />

DIE NUMMER EINS IN SERBIEN<br />

In Serbien ist Grašac, wie er hier heißt,<br />

die meistkultivierte Rebsorte. Doch wie in<br />

vielen anderen Ländern war sie auch hier<br />

allzu lange die unkomplizierte Basis für den<br />

sommerlichen Spritzer. Erst in jüngerer Zeit<br />

hat man den Namen von Italijanski Riesling<br />

wieder auf Grašac zurück geändert, um<br />

damit zu signalisieren, dass die Sorte mehr<br />

kann. Wenn man ihr Zeit zu reifen gibt, entwickelt<br />

sich eine komplexe Aromatik und<br />

verfügt über ein sehr gutes Reifepotenzial.<br />

Es waren Weine aus dem Jahrgang 2012,<br />

die manchem Weinfreund die Augen geöffnet<br />

haben. Weine wie der Grašac Reserve<br />

der Vista Hill Winery von Molovin oder der<br />

Quet von Fruškogorski Vinogradi. Gerade<br />

die sanften Hügel entlang dem<br />

rechten Donauufer der Region<br />

Srem – Fruška Gora bieten der<br />

Sorte Topverhältnisse. Weingüter<br />

wie Vinum, Kiš, Trivanovi<br />

oder Vinarija Vin i – ebenfalls<br />

mit einem großartigen 2012 White<br />

Reserve – zeigen die Möglichkeiten<br />

auf. Der Bio-Winzer Oszkar Maurer<br />

aus Hajdukovo hat mit seinem Orange<br />

Wine Maurer Fodor Olaszrizling auch<br />

schon international aufzeigen können.<br />

In <strong>Österreich</strong> verteilt sich die Sorte recht<br />

gleichmäßig. Niederösterreich hält mit<br />

1112 Hektar fast 40 Prozent aller Weingärten<br />

mit Welschriesling inne, davon<br />

befinden sich rund 930 allein im Weinviertel.<br />

Im Burgenland sind es insgesamt<br />

980 Hektar, die Region Neusiedlersee liegt<br />

dort mit etwas mehr als 600 Hektar klar<br />

voran, Leithaberg mit Rust bewirtschaftet<br />

280 Hektar, am Eisenberg sind es immerhin<br />

75 Hektar, in Mittelburgenland und<br />

Rosalia spielt der Welsch kaum eine Rolle.<br />

Im burgenländischen Sortenspiegel liegt<br />

der Welschriesling gleichauf mit Grünem<br />

Veltliner hinter Blaufränkisch und Zweigelt<br />

auf Platz drei. 770 Hektar sind es in<br />

der Steiermark, wo der Welschriesling die<br />

Rolle des Buschenschankweines schlechthin<br />

spielt. Die Südsteiermark hat hier mit 425<br />

Hektar einen leichten Überhang gegenüber<br />

dem Vulkanland mit 318 Hektar.<br />

<<br />

Fotos: beigestellt, Simon Oberhofer<br />

52 falstaff mai <strong>2023</strong>


WEIN AUS DER<br />

STEIERMARK.<br />

GROSSE KUNST. OHNE ALLÜREN.<br />

Steiermark – eine geschützte<br />

Ursprungsbezeichnung der EU für<br />

österreichischen Qualitätswein.<br />

Steirischer Wein ist daheim auf den<br />

steilen Hängen kleiner Weingüter, die<br />

wissen, dass ihr langsamster Mitarbeiter<br />

der beste ist: <strong>Österreich</strong>s reine Natur.<br />

österreichwein.at


wein / WELSCHRIESLING<br />

Die sanften Hügel von<br />

Carnuntum bieten dem<br />

Welschriesling gute<br />

Bedingungen, die Philipp<br />

Grassl zu nutzen weiß.<br />

Wolfgang Maitz aus der<br />

Südsteiermark kultiviert<br />

in der Ried Sulz besten<br />

Welschriesling als Lagenwein.<br />

<<br />

Bio-Winzerin Katharina Tinnacher hat<br />

sich der Sorte angenommen und ihrem<br />

Großvater den Wein »Franz Tinnacher»<br />

gewidmet. Ihr Credo: »Die Sorte braucht<br />

für einen hervorragenden Wein mit gutem<br />

Reifepotenzial von fünf Jahren und mehr<br />

dieselbe Aufmerksamkeit des Winzers, die<br />

er auch anderen, ›großen‹ Weißweinen widmen<br />

würde. Wenn Lage, Rebmaterial, Traubenreife<br />

und der Weinausbau im Keller top<br />

sind, hat der Welschriesling das Potenzial,<br />

ein sehr eleganter, feiner Terroirwein zu<br />

sein, der seine Herkunft authentisch widerspiegelt.«<br />

Generell gilt es, den Trauben ausreichend<br />

Zeit zum Reifen zu geben. Denn<br />

erst am Höhepunkt der physiologischen<br />

Reife, wenn die Äpfelsäure in den Trauben<br />

in niedrige Bereiche kommt, kann der Wein<br />

auch mit einem Ausbau im Holzfass und<br />

einem biologischen Säureabbau sehr gut<br />

umgehen. Dass der Welschriesling zu niedrigen<br />

Zuckerwerten neigt und lange Reifezeit<br />

am Stock benötigt, kann vor allem in<br />

Hinblick auf den Klimawandel von Vorteil<br />

sein. Und so nimmt es wenig Wunder, dass<br />

steirische Spitzenwinzer wie Tement, Sattler,<br />

Maitz oder Jaunegg heute wieder stoffige<br />

Welschrieslinge als Lagenweine anbieten.<br />

WÜRZIGES ÖSTERREICH<br />

In Niederösterreich konnte der Welschriesling<br />

neben dem dominanten Grünen<br />

Veltliner nie richtig reüssieren, große<br />

Weißweine aus der Sorte sind hier rar.<br />

Aus Carnuntum wäre Philipp Grassl in<br />

Großhöflein zu nennen, der sich seit 2019<br />

erfolgreich an einem reifen Stil aus uralten<br />

Reben versucht. Auch Thomas Straka aus<br />

Rechnitz im Burgenland gehört zu jenen,<br />

die dem unverfälschten, ungeschönten<br />

Welschriesling die Treue halten – er hat<br />

mit anderen Winzern wie Uwe Schiefer in<br />

Welgersdorf, Rainer Stubits am Csaterberg<br />

mit seinen Süßwasser opalen und zuletzt<br />

auch Reinhold Krutzler in Deutsch-Schützen<br />

mit Ried Ratschen dem Welschriesling<br />

aus dem Südburgenland zu neuem Renommee<br />

verholfen. »Der Welsch war nie weg,<br />

er gehört zu Rechnitz wie der Geschriebenstein.<br />

Die Geologie, Schieferböden, das<br />

Kleinklima vom Günser Gebirge – doch<br />

immerhin knapp 900 Meter hoch und<br />

somit die höchste Erhebung des Burgenlandes<br />

– passen ganz einfach perfekt zum<br />

Welschriesling. Und das nicht erst seit zehn<br />

Jahren, sondern so lange es die Sorte hier<br />

gibt«, ist Straka überzeugt. Zahlreiche Vertreter<br />

der Nature- und Orange-Wine-Szene<br />

setzen sehr erfolgreich auf Welsch, von<br />

Sepp Muster über Hannes Harkamp bis zu<br />

den Pannobile-Ladies »Rennersistas« oder<br />

Judith »Bambule« Beck. Und sie zeigen, wie<br />

Heinz Velichs »Alte Reben« aus Apetlon,<br />

dass im Seewinkel Welschriesling auch<br />

trocken ausgebaut viel Sinn macht.<br />

Blickt man heute in die Weinkarten der<br />

besser sortierten Restaurants, so findet man<br />

immer öfter auch die Rubrik Welschriesling.<br />

Hier kann man – noch – zu meist moderaten<br />

Preise hoch spannende Speisenbegleiter<br />

entdecken. Und dort liegt die wahre<br />

Stärke eines reifen Welsch.<br />

<<br />

Fotos: Philipp Horak, Weingut Wolfgang Maitz, beigestellt<br />

54 falstaff mai <strong>2023</strong>


ROSÉ ODER<br />

NICHT ROSÉ<br />

…das ist nie die Frage…<br />

www.strehn.at / Weingut Strehn, Weinbergweg1, A-7301 Deutschkreutz / office@strehn.at


wein / BEST OF WELSCHRIESLING<br />

BEST OF<br />

WELSCHRIESLING<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 318. 148.<br />

95<br />

94<br />

93<br />

2018 WEISSER SCHIEFER »S«<br />

Schiefer & Domaines Kilger<br />

Welgersdorf, Burgenland<br />

Sehr helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Reduktiv-nussiger Touch, nach<br />

feuchten Steinen, ein Hauch von<br />

Schießpulver, mit weißer Tropenfrucht<br />

unterlegt, Limettenzesten im<br />

Bukett. Saftig, würzig und elegant,<br />

Granny Smith und Nussöl am Gaumen,<br />

bleibt lange haften, weißer<br />

Nougat im Nachhall, salziges Finish,<br />

lange anhaftend, sehr speziell, aber<br />

auch sehr gut.<br />

weinbau-schiefer.at, € 28,–<br />

BIO 2020 WELSCHRIESLING RIED<br />

PRANTNER »3330«<br />

Weinbau Straka<br />

Rechnitz, Burgenland<br />

Sehr helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Trockenkräutern und<br />

etwas Karamell, Nuancen von gelber<br />

Birne, Mango, etwas Kokos und<br />

Melisse, dunkle Mineralität unterlegt.<br />

Stoffig, engmaschig, elegant,<br />

feine weiße Kernobstnuancen, salziger<br />

Abgang, sehr gute Länge, ein<br />

finessenreicher Speisenbegleiter.<br />

weinbau-straka.at<br />

€ 36,–<br />

2020 WELSCHRIESLING<br />

ALTE REBEN<br />

Weingut Heinz Velich, Apetlon<br />

Burgenland<br />

Leuchtendes mittleres Goldgelb,<br />

Silberreflexe. Zartes Bukett, ein<br />

Hauch von reifer gelber Tropenfrucht,<br />

Nuancen von Mandarinenzesten,<br />

sehr scheues Bukett. Mittlerer<br />

Körper, feine gelbe Apfelfrucht,<br />

finessenreicher Säurebogen, mineralisch<br />

und anhaftend, reife Säure,<br />

zarte Zitruskomponente im Nachhall,<br />

eleganter Speisenbegleiter.<br />

velich.at, € 25,–<br />

94<br />

93<br />

93<br />

2018 WELSCHRIESLING<br />

SÜDSTEIERMARK DAC<br />

RIED KRANACHBERG<br />

Weingut Hannes Sabathi<br />

Gamlitz, Steiermark<br />

Frische Nuancen von Limetten und<br />

Haselnuss, Anklänge von frischen<br />

Verveineblättern, feine weiße Kernobstnuancen<br />

unterlegt. Kraftvoll,<br />

zart reduktive Aromen, feine Pfirsichnuancen,<br />

frisch, trockener Stil, salzig<br />

und mineralisch im Nachhall, verfügt<br />

über große Länge, ein stoffiger Speisenbegleiter<br />

mit Reifepotenzial.<br />

hannessabathi.at, € 20,–<br />

BIO 2020 WELSCHRIESLING<br />

SÜDSTEIERMARK DAC<br />

ALTE REBSTÖCKE<br />

Familienweingut Sattlerhof<br />

Gamlitz, Steiermark<br />

Frische Wiesenkräuter, zart nach<br />

Rosmarin, Nuancen von frischem<br />

Apfel, etwas Kletzen, tabakige<br />

Noten, feiner Nougat im Bukett.<br />

Straff, feine Kernobstnuancen, feine<br />

Säurestruktur, salzig, zitronige<br />

Noten, zarte Fruchtsüße, bleibt gut<br />

haften, attraktiver, individueller Charakterkopf<br />

mit nussig-mandeligem<br />

Nachhall. sattlerhof.at, € 21,–<br />

2020 WELSCHRIESLING<br />

RIED RATSCHEN<br />

Weingut Krutzler<br />

Deutsch-Schützen<br />

Burgenland<br />

Helles Goldgelb, Silberreflexe. Zart<br />

rauchig-röstige Nuancen nach Salzmandeln,<br />

weißer Apfel, Limettenzesten,<br />

kandierte Grapefruitzesten<br />

im Bukett. Straff, engmaschig, Heublumen,<br />

frischer Säurebogen, weißer<br />

Nougat, mineralisch-salzig<br />

im Abgang, weißer Pfirsich<br />

im Nachhall.<br />

krutzler.at, € 35,–<br />

94<br />

93<br />

93<br />

2020 WELSCHRIESLING RIED<br />

SERNAUBERG »IC«<br />

WETTERSCHÜTZ<br />

Weingut Masser<br />

Leutschach, Steiermark<br />

Zarte Nuancen von gelbem Kernobst,<br />

etwas Safran, weißer Apfel,<br />

frische Wiesenkräuter, mit etwas<br />

Walnuss unterlegt, Orangenzesten.<br />

Straff, Komplex, feine Apfelnote, frischer<br />

Säurebogen, mineralisch und<br />

gut anhaftend, eleganter Stil, zart<br />

salzig im Nachhall, sicheres Reifepotenzial.<br />

masser.cc, € 28,–<br />

BIO 2020 WELSCHRIESLING<br />

FRANZ LACKNER<br />

Weingut Lackner-Tinnacher<br />

Gamlitz, Steiermark<br />

Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart<br />

nach frischen Orangenzesten, ein<br />

Hauch von Mango, weißes Kernobst,<br />

mineralischer Touch, frische Wiesenkräuter<br />

und Limettenzesten.<br />

Straff, engmaschig, feine Apfelnote,<br />

frische Säurestruktur, feine salzige<br />

Nuancen im Abgang, zitronig im<br />

Nachhall, bereits sehr ausgewogen,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

tinnacher.at, € 22,–<br />

BIO 2020 WELSCHRIESLING<br />

SÜDSTEIERMARK DAC<br />

WEINSTOCK ALTE REBEN<br />

Weingut Tement<br />

Ehrenhausen, Steiermark<br />

Zarte Kräuterwürze, nussiger Touch,<br />

ein Hauch von Limetten, mineralisch-rauchiger<br />

Anklang. Straff,<br />

karg, engmaschige Textur, feine<br />

weiße Apfelfrucht, zarte zitronige<br />

Nuancen, dezente Fruchtsüße im<br />

Finish, balanciert und gut antrinkbar,<br />

zeigt gute Länge, hat Reifepotenzial.<br />

tement.at, € 44,–<br />

Fotos: Peter Moser<br />

56 falstaff mai <strong>2023</strong>


WEINGUT SCHNEEBERGER<br />

IM ZEICHEN<br />

DES SCHMETTERLINGS<br />

Seit 1870 baut die Familie Schneeberger im ältesten urkundlich erwähnten<br />

Weinbaugebiet der Südsteiermark Wein an. Durch viel Fleiß hat die Familie in<br />

den vergangenen Jahrzehnten neue Dimensionen im Weinbau erreicht.<br />

Bei der Familie Schneeberger<br />

ist die Zusammenarbeit durch<br />

Respekt und Vertrauen geprägt.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © C. Mavric<br />

Im südsteirischen Weinhügelland<br />

gedeihen Weinreben in teils steilen<br />

Hängen und Höhenlagen von bis zu<br />

650 Metern Seehöhe. Und das schon<br />

seit langer Zeit, denn das Weinbaugebiet<br />

Sausal zählt zu den ältesten <strong>Österreich</strong>s.<br />

In Heimschuh im Bezirk Leibnitz betreibt<br />

die Familie Schneeberger Weinbau – und<br />

das bereits in fünfter Generation. Die<br />

Weingärten der Schneebergers bieten sehr<br />

variable Bodenbeschaffenheiten: Vom<br />

dominierenden Schieferboden bis zu Sand<br />

und Muschelkalk reicht die Palette. Aber<br />

auch Höhenlagen und Wetterverhältnisse<br />

sind sehr unterschiedlich. Besonders die<br />

großen Temperaturunterschiede im Spätsommer<br />

und Herbst wirken sich sehr günstig<br />

auf die Aromenbildung aus. Sobald die<br />

Trauben fertig gereift sind, werden sie im<br />

modern ausgestatteten Presshaus schonend<br />

verarbeitet. Ausgebaut werden die edlen<br />

Tropfen in Edelstahl- und Holzfässern.<br />

SO SCHMECKT DAS SAUSAL<br />

In der Buschenschank können die Weine der<br />

Schneebergers, wie der Sauvignon Blanc<br />

Kitzeck-Sausal DAC 2021, verkostet werden.<br />

Dazu ein passendes fleischiges, vegetarisches<br />

oder süßes Gericht und das Genusserlebnis<br />

ist perfekt. Von April bis Oktober hat die<br />

Buschenschank wieder Dienstag bis Sonntag,<br />

immer ab 12.00 Uhr geöffnet!<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

weingut-schneeberger.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 57


tasting / BATONNAGE CHALLENGE <strong>2023</strong><br />

DÉJÀ-VU<br />

IN PURPUR<br />

Bei einer großen Blindverkostung im Jahr 2018 wurde die burgenländische Luxuscuvée<br />

Batonnage des Jahrgangs 2015 als erster österreichischer Rotwein mit 100-<strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

ausgezeichnet. <strong>2023</strong> standen nun die Batonnage-Jahrgänge 2015 bis 2020 in gedeckter Probe<br />

internationalen Größen gegenüber und konnten ihre Qualität erneut eindrucksvoll unter Beweis<br />

stellen. 100 Punkte für 2019 – und damit zum zweiten Mal die Höchstnote für Batonnage!<br />

TEXT & NOTIZEN PETER MOSER<br />

Die tiefdunkle, fast<br />

opake Farbe ist ein<br />

Markenzeichen des<br />

würzigen Kraftbündels<br />

aus dem Burgenland.<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/<br />

batonnage-tasting<br />

Fotos: Lukas Ilgner, beigestellt<br />

58 falstaff mai <strong>2023</strong>


100<br />

Punkte<br />

GARANT FÜR HÖCHSTPUNKTE.<br />

Mit dem tollen Jahrgang 2019<br />

wurde nun der Nachfolger für<br />

den 100-<strong>Falstaff</strong>-Punkte-Wein<br />

Batonnage 2015 gekürt.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

59


tasting / BATONNAGE CHALLENGE <strong>2023</strong><br />

Aquam nis et eum dolorume<br />

ma non reptaes quiatur<br />

»Club Batonnage«-Winzer:<br />

sapictore offic tempore<br />

Markus ssitatur, Altenburger, sequi Erich amus, quodi<br />

Scheiblhofer, Christian Tschida<br />

und Gerhard Kracher (v. l.).<br />

Heiß begehrt und wild umstritten<br />

– so könnte das Motto<br />

von Batonnage lauten. Mit<br />

den ersten 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

für einen österreichischen<br />

Rotwein hat der Batonnage 2015 von<br />

Anfang an für ordentlich Wirbel gesorgt.<br />

Heute ist der Kultwein das Austro-Highlight<br />

jeder Weinauktion und ein Must-have<br />

für viele Rotweinsammler. Bei einer Probe<br />

im Wiener »Steirereck« wurden im Jahr<br />

2018 die ersten 15 Jahrgänge des Weines<br />

mit dem aufgedruckten roten Skorpion mit<br />

großen internationalen Rotweinen verglichen.<br />

Dass ein Batonnage als Sieger vom<br />

Platz gehen würde, hatten seine Erzeuger,<br />

die »Wild Boys« vom Club Batonnage,<br />

damals vielleicht erhofft, aber kaum erwartet.<br />

Es war vielmehr eine Sensation, als mit<br />

dem Batonnage 2015 ein österreichischer<br />

Wein dieses Feld als Gesamtsieger und auch<br />

noch mit der Höchstbewertung verließ.<br />

Entsprechend groß war nun, fünf Jahre<br />

danach, die Verlockung, eine ähnliche Verkostung<br />

mit den seither neu entstandenen<br />

Batonnage-Jahrgängen zu veranstalten.<br />

Zumal auch die Jahre 2016 bis 2020 für<br />

den Rotwein in <strong>Österreich</strong> generell sehr<br />

vielversprechend verlaufen sind.<br />

BATONNAGE MAG MIT<br />

SEINEM MÄCHTIGEN<br />

STIL POLARISIEREN. ER<br />

IST IN JEDEM FALL EIN<br />

FASZINIERENDER UND<br />

KOMPLEXER ROTWEIN<br />

MIT REIFEPOTENZIAL.<br />

An kundigen Probanden für die Verkostung<br />

herrschte jedenfalls kein Mangel – der<br />

Name Batonnage wirkt auf Weinkenner<br />

inzwischen längst wie ein Zauberwort. Die<br />

insgesamt 19 Teilnehmer der diesjährigen<br />

Probejury unter dem Vorsitz von <strong>Falstaff</strong>-<br />

Herausgeber Wolfgang Rosam sind allesamt<br />

ausgewiesene Weinkenner und arbeiten<br />

mehrheitlich im Weinhandel oder als<br />

Sommeliers führender Häuser.<br />

Als ebenso komfortablen wie ansprechenden<br />

Austragungsort für die »Batonnage<br />

Challenge«-Neuauflage stellte Winzer Erich<br />

Scheiblhofer sein »Resort« in Andau zur<br />

Verfügung, nur wenige Hundert Meter von<br />

jenem Weinkeller entfernt, wo der<br />

Batonnage assembliert und gereift wird.<br />

Zur Erinnerung: Diese auf wenige<br />

Tausend Flaschen streng limitierte Rotweincuvée<br />

ist das Ergebnis der Zusammenarbeit<br />

von fünf Freunden. Die Winzer<br />

Markus Altenburger, Florian Gayer,<br />

Gerhard Kracher, Christian Tschida und<br />

Erich Scheiblhofer steuern alljährlich<br />

jeweils einen Teil ihrer besten Trauben vom<br />

Leithaberg und aus Andau zu diesem<br />

Gesamtkunstwerk bei, das schließlich im<br />

Scheiblhofer-Keller vinifiziert wird. 2000<br />

hat das Quintett den »Club Bâtonnage«<br />

gegründet, und bereits 2001 feierte der<br />

heute längst zum Kultwein avancierte<br />

Batonnage Premiere. Die Assemblage aus<br />

Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und<br />

Merlot wird zweimal in neuem Holz ausgebaut<br />

und zeigt sich komplex und vielschichtig.<br />

Mit neuerlichen 100 <strong>Falstaff</strong>-<br />

Punkten für den 2019er und »Challenge«-<br />

Gesamtsieg hat der Batonnage einmal mehr<br />

Weingeschichte geschrieben.<br />

<<br />

Fotos: Peter Moser, Lukas Ilgner, beigestellt<br />

60 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE VERKOSTUNG<br />

BATONNAGE VS. ROTWEINELITE<br />

Das großzügige »Resort« der Familie Scheiblhofer im<br />

burgenländischen Andau war Schauplatz für die Neuauflage<br />

eines ganz speziellen önologischen Gipfeltreffens.<br />

Insgesamt 19 kundige Verkoster war eingeladen, in<br />

gedeckter Probe die jüngsten fünf Batonnage-Jahrgänge<br />

in ebenso vielen Flights mit jeweils zwei prominenten<br />

Spitzenweinen zu vergleichen und zu bewerten. Dem<br />

Herausforderer wurden top bewertete internationale<br />

Größen des gleichen Jahrgangs gegenübergestellt.<br />

Darunter befanden sich Premiers Grands Crus Classés<br />

aus Bordeaux, Vertreter aus Italien, Spanien, den USA,<br />

Südamerika und Australien. Also ein sehr breites Spektrum<br />

an Rotweinen, die mehrheitlich von den typischen<br />

Bordeaux-Sorten geprägt sind und in neuen<br />

Barriques ausgebaut werden. Sinn der Übung<br />

war die Standortbestimmung, denn die<br />

Qualität all dieser Kreszenzen steht<br />

außer Frage. Batonnage konnte sich in<br />

dieser Probe erneut beweisen.<br />

Beeren, Nougat und zarte<br />

Olivenaromen zeichnen das<br />

Batonnage-Bukett aus.<br />

Konzentration im Glas<br />

und bei der Blindprobe:<br />

Die verkosteten Weine nahmen<br />

alle Sinne in Anspruch.<br />

98<br />

2020 BATONNAGE<br />

Club Batonnage, Andau,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Dunkles Rubingranat, opaker<br />

Kern, violette Reflexe, dezente<br />

Randaufhellung. Frische rote<br />

Fruchtnuancen, Preiselbeeren,<br />

Kirschen, zarter Himbeertouch,<br />

floral, Mandarinen, dezentes<br />

Edelholz. Gute Komplexität,<br />

wirkt erstaunlich leichtfüßig,<br />

etwas Nougat, eingebundene,<br />

tragende Tannine, frischer<br />

Säurebogen, rote Kirschen im<br />

Nachhall, wird von weiterer<br />

Flaschenreifung profitieren.<br />

weinco.at, € 159,90<br />

FLIGHT 2020<br />

Im Dreikampf der jüngsten Kreszenzen traf der Batonnage<br />

auf Bordeaux und Chile. Fazit: ein knappes Ergebnis auf<br />

Augenhöhe, Sieg für Batonnage im Kommabereich.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

98<br />

2020 CHÂTEAU LYNCH-BAGES<br />

Pauillac, Bordeaux, Frankreich<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Ein Hauch von Lakritze und<br />

schwarzen Kirschen, feine Edelholzwürze, attraktives Bukett. Saftig, balanciert, reife<br />

Brombeeren, aber auch rote Früchte, stramme Tannine, zart blättrig im Abgang, noch nicht<br />

völlig entwickelt, sicheres Zukunftspotenzial.<br />

Fachhandel, ca € 160,–<br />

98<br />

2020 ALMAVIVA<br />

BARON PHILIPPE DE ROTHSCHILD, CHILE<br />

Tiefdunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

opaker Kern, zarte Randaufhellung. Attraktive<br />

schwarzen Beeren, Cassis, Vanille und Zimt,<br />

etwas Nougat, etwas Trockenkräuter. Sehr<br />

kraftvoll, reife Kirschen, straffes Tanninkleid,<br />

mineralischer Touch, dezente Fruchtsüße.<br />

vinorama.at, € 249,90<br />

61


tasting / BATONNAGE CHALLENGE <strong>2023</strong><br />

FLIGHT 2019<br />

Bester Wein des Abends, 100 Punkte und damit das<br />

Double für Batonnage, Biserno ebenbürtig groß<br />

und zweiter Gesamtplatz.<br />

100<br />

2019 BATONNAGE<br />

Club Batonnage, Andau,<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker<br />

Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Feiner Nougat, reife<br />

Pflaumen und schwarze Herzkirschen,<br />

süßer Tabak, angenehme<br />

Edelholznuancen, auch rotbeerige<br />

Nuancen, vielschichtige Aromatik.<br />

Saftig, elegant und rund, angenehme<br />

Extraktsüße, dunkle Frucht,<br />

aber auch ein Hauch von Himbeermark,<br />

seidige, reife Tannine, zeigt<br />

sehr große Länge. Mineralisch und<br />

anhaftend, zart schokoladig im<br />

Rückgeschmack, in sich ruhend,<br />

sehr balanciert, wirkt bereits<br />

zugänglich, am Anfang einer<br />

großen Karriere.<br />

shop.doellerer.at, € 182,40<br />

96<br />

100<br />

2019 BISERNO, TOSCANA IGT,<br />

Lodovico Antinori, Biserno, Toskana, Italien<br />

Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe, zarter Wasserrand. Zart<br />

nach Kräutern, dunkle Beerenfrucht, Brombeeren, Heidelbeeren<br />

und Johannisbeeren satt, zart rauchige Komponenten. Öffnet sich<br />

mit stoffigem, sehr gut platziertem Tannin, feine würzige Noten,<br />

bleibt lange haften.<br />

vinorama.at, € 157,50<br />

2019 FINCA DOFÍ<br />

Alvaro Palacios, Priorat, Spanien<br />

Kräftiges Karmingranat, violette Reflexe, breitere<br />

Ockerrandaufhellung. Rotbeerig, frische Kirschen, zart<br />

nach Mandarinenzesten, einladende, feinfruchtige Nase.<br />

Mineralisch, frisch und elegant, angenehme Extraktsüße,<br />

feine Tannine, salzig und anhaftend, bereits zugänglich<br />

im Abgang.<br />

cielo-del-vino.de, € 79,–<br />

FLIGHT 2018<br />

Der mächtige Bordeaux vom rechten Ufer konnte gegen zwei<br />

exzellente Herausforderer bestehen und holt den dritten Gesamtrang.<br />

99<br />

2018 SON OF A LION<br />

DAOU Vineyards, Paso Robles , USA<br />

Tiefdunkles Rubingranat, dunkle Beerenfrucht, feine Edelholznuancen,<br />

Nougat, Karamell, reife schwarze Kirschen, einladende<br />

dunkle Beerenfrucht, Heidelbeeren. Stoffig, elegant, feine<br />

Tannine, straff und anhaltend, salzig, mineralischer Nachhall,<br />

große Länge, bereits antrinkbar. fineweinshop.com, € 179,–<br />

99<br />

2018 BATONNAGE<br />

Club Batonnage, Andau, <strong>Österreich</strong><br />

Tiefdunkles Rubingranat. Zedern, schwarze Oliven und Cassis, zart nach<br />

Lakritze, ätherische Nuancen, facettenreiches, einladendes Bukett.<br />

Saftig, komplex, reife schwarze Waldbeeren, kraftvolle, kernige Tannine,<br />

mineralisch und straff, feiner Säurekern, Kirschen im Abgang.<br />

interspar.at, € 149,–<br />

100<br />

2018 CHÂTEAU PAVIE<br />

Saint-Émilion,<br />

Bordeaux, Frankreich<br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Ockerrandaufhellung.<br />

Edelholz, Nougat,<br />

kräuterwürzig, schwarze<br />

Beerenfrucht. Stoffig, energisch,<br />

komplex, gut integrierte,<br />

tragende Tannine,<br />

mineralisch, extraktsüßer<br />

Kern, salzig und anhaftend,<br />

zeigt sehr große Länge und<br />

enormes Reifepotenzial.<br />

Suggestiver Rotwein, der<br />

noch einige Jahre in Ruhe<br />

reifen sollte.<br />

gute-weine.de, € 385,–<br />

Fotos: beigestellt<br />

62 falstaff mai <strong>2023</strong>


Gute Vorsorge sorgt<br />

für ein Lächeln.<br />

Women’s Selection<br />

#frausorgtvor<br />

#einesorgeweniger<br />

Ihre Sorgen möchten wir haben.


tasting / BATONNAGE CHALLENGE <strong>2023</strong><br />

97<br />

2017 BATONNAGE<br />

Club Batonnage, Andau, <strong>Österreich</strong><br />

Intensive schwarze Beerenfrucht, Lakritze und Eukalyptus klingen an, Cassis und<br />

Grapefruitzesten unterlegt, ein Hauch von Ingwer, schwarzer Pfeffer, ein attraktives,<br />

exotisches Bukett. Stoffig, elegant, extraktsüß, reife Herzkirschen, samtige, integrierte<br />

Tannine, mineralisch und sehr gut anhaftend, rotbeerige Nuancen im Abgang, verfügt<br />

über große Länge, sicheres Entwicklungspotenzial, braucht noch einige Jahre.<br />

weinhandelwien.at, € 168,–<br />

97<br />

2017 CHÂTEAU HAUT-BRION<br />

Pessac-Leognan, Bordeaux, Frankreich<br />

Dunkles Rubingranat. Zart tabakig, würzig unterlegte schwarze Waldbeerenfrucht, feine<br />

Edelholznuancen, Brombeeren und Cassis, ein Hauch von Nougat und Nelken. Komplex,<br />

elegant und süß, feste tragende Tannine, dezente Säurestruktur, mineralisch, bereits gut<br />

entwickelt. derweinweber.de, € 479,–<br />

FLIGHT 2017<br />

Dritter Gruppensieg für Batonnage<br />

in Runde vier – knapp, aber doch.<br />

97<br />

2017 MOUNT EDELSTONE SHIRAZ<br />

Henschke, Australien<br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Wasserrandaufhellung.<br />

Feiner Oliventouch, etwas<br />

Minze und Eukalyptus, zarte Kräuterwürze.<br />

Reife Kirschen, angenehme<br />

Extraktsüße, Heidelbeeren,<br />

reife Tannine, zarter Nougat, elegant,<br />

Orangentouch, bereits zugänglich,<br />

mineralisch im Nachhall.<br />

hawesko.de, € 199,–<br />

FLIGHT 2016<br />

Im letzten Durchgang konnte sich<br />

der finessenreiche Cabernet aus<br />

Washington durchsetzen.<br />

96<br />

2016 BATONNAGE<br />

Club Batonnage, Andau, <strong>Österreich</strong><br />

Tiefdunkles Rubingranat. Schwarze<br />

Herzkirschen, unterlegt mit einem<br />

Hauch von Tapenade und Oliven, Nuancen<br />

von Eukalyptusöl, mit etwas Luft<br />

feine Fruchtsüße, ein Hauch von Nougat,<br />

kandierte Orangenzesten, feine<br />

Edelholzwürze unterlegt. Saftig, elegant,<br />

reife Zwetschken, ein Hauch von<br />

Erdbeeren, präsente, voll integrierte<br />

Tannine, schokoladiger Touch,<br />

mineralisch-salzig im Abgang<br />

killis.at, € 169,99<br />

97<br />

2016 QUILCEDA CREEK CABERNET SAUVIGNON<br />

Columbia Valley, Washington, USA<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Wasserrandaufhellung.<br />

Feines Cassis, dunkle Beerenfrucht, zart nach<br />

Gewürznelken, frische Orangenzesten, mineralisch. Saftig,<br />

reife Kirschen, tragende, feste Tannine, feine Extraktsüße,<br />

mineralisch und gut anhaftend, salziger Nachhall.<br />

finewineshop.com € 219,–<br />

96<br />

2016 CHÂTEAU MOUTON-ROTHSCHILD<br />

Pauillac, Bordeaux, Frankreich<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Wasserrandaufhellung. Tabakig<br />

unterlegter Cassis, rotbeerige Nuancen,<br />

feine Edelholzwürze, straff, kernig, salzig<br />

und noch sehr jugendlich, frisch und<br />

anhaltend, rassige Nuancen, ungemein<br />

präzise und lange anhaftend.<br />

gute-weine.de, € 990,–<br />

Fotos: beigestellt<br />

64 falstaff mai <strong>2023</strong>


Die Zukunftsmilliarde<br />

für <strong>Österreich</strong>.<br />

Investieren Sie mit uns in das Wachstum Ihres Unternehmens.<br />

Erfolg fängt an, wo man vertraut.<br />

VOLKSBANK. Vertrauen verbindet.<br />

www.volksbank.at


ÖSTERREICHS WEINBAUGEBIETE<br />

KREMSTAL<br />

VIELFALT<br />

IM KREMSTAL<br />

Die Ried Aufeneck liegt etwas<br />

versteckt auf einer Hochebene<br />

bei Egelsee im Norden von<br />

Krems und Stein an der Donau.<br />

Fotos: RWK Kremstal / Robert Herbst / pov.at, RASIK / Shutterstock<br />

66 falstaff mai <strong>2023</strong>


wein / ÖSTERREICHS WEINBAUGEBIETE<br />

Das Weinbaugebiet Kremstal DAC verfügt über rund 2250 Hektar Rebfläche,<br />

die sich beidseits der Donau auf drei geologisch recht unterschiedliche Bereiche<br />

verteilen. Diese Trilogie der Terroirs ermöglicht den Winzern, aus einer<br />

Vielzahl weißer und roter Sorten eine breite Palette von Weinen zu erzeugen.<br />

Die Herkunftsbezeichnung »Kremstal DAC« ist hier allerdings nur den beiden<br />

wichtigsten Weißweinsorten, Grüner Veltliner und Riesling, vorbehalten.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

67


wein / ÖSTERREICHS WEINBAUGEBIETE<br />

Es ist die uralte Stadt Krems –<br />

immerhin im Jahr 995 erstmals<br />

urkundlich erwähnt und ab<br />

1305 mit dem Stadtrecht<br />

aus gestattet –, die gemeinsam<br />

mit ihrer Schwesterstadt Stein den wirtschaftlichen<br />

Motor der Region bildet.<br />

Dieses Gebiet war bereits in der Altsteinzeit<br />

Siedlungsgebiet, und die hier entdeckte<br />

»Venus vom Galgenberg« ist mit einem<br />

geschätzten Alter von bis zu 36.000 Jahren<br />

noch einige Jahrtausende älter als jene aus<br />

dem Wachauer Willendorf. Die Römer, die<br />

am rechten Donauufer gegenüber von Stein<br />

siedelten, brachten schließlich den<br />

Weinbau hierher. Mit dem Frühmittelalter<br />

zog eine systematische Weinkultur<br />

auch am linken Donauufer ein, und mit<br />

DAS URALTE WEIN-<br />

BAUGEBIET RUND<br />

UM KREMS STEHT<br />

FÜR MINERALISCHE<br />

RIESLINGE<br />

UND SAFTIGE,<br />

FRUCHTIGE GRÜNE<br />

VELTLINER VOLL<br />

FINESSE UND<br />

REIFEPOTENZIAL.<br />

der Christianisierung entstand ein<br />

ganzes Netzwerk von Klöstern in<br />

Bayern und <strong>Österreich</strong>, von denen<br />

viele mit Weingärten im Kremser<br />

Raum gestiftet wurden. Zur<br />

Bewirtschaftung ihrer Besitzungen<br />

errichteten diese zahlreiche bedeutende<br />

Verwaltungsgebäude in der<br />

Doppelstadt.<br />

Am Höhepunkt der Entwicklung waren<br />

in Krems-Stein 42 Klöster mit Lesehöfen<br />

aktiv. Die Grundherrschaft der umliegenden<br />

Dörfer wurde von den kirchlichen<br />

Obrigkeiten in Passau, Melk, Zwettl bzw.<br />

von Jesuiten ausgeübt, für die bäuerliche<br />

Familien die Arbeit in den stets wachsenden<br />

Weingartenflächen verrichteten. Längst<br />

wurde der Wein nicht mehr<br />

nur für den Messdienst die<br />

Donau aufwärts verfrachtet,<br />

der Handel mit Wein war für<br />

Kirchen und Klöster zu einem<br />

einträglichen Geschäft<br />

geworden. Bald wurde Krems<br />

zu einem der »niederösterreichischen<br />

Weinbau-Vororte«, und weitere auf<br />

dem Weinbau basierende Produkte wie<br />

Essig, Senf oder Farben (»Kremser Weiß«)<br />

wurden zu erfolgreichen Exportartikeln.<br />

Wer heute durch Krems und Stein spaziert,<br />

kann noch einen Hauch des Reichtums<br />

verspüren, den der Weinbau den Menschen<br />

hier über Jahrhunderte beschert hat. Und<br />

das Stadtmuseum Krems beleuchtet den<br />

Weinbau ebenfalls mit einer Vielzahl an<br />

sehenswerten Exponaten.<br />

TRILOGIE DES TERROIRS<br />

Die Weinbauregion ist optisch wie geologisch<br />

in drei unterschiedliche Bereiche<br />

gegliedert. Im Westen von Stein an der<br />

Donau, das direkt an das Weinbaugebiet<br />

Wachau grenzt, wachsen die Weingärten in<br />

steilen Terrassen bis auf 450 Meter Höhe<br />

Richtung Egelsee hinauf, wo sie von der<br />

Braunsdorfer Warte gekrönt werden. Hier<br />

bildet die steile Ried Pfaffenberg in<br />

unmittelbarer Nähe zum Donaumstrom das<br />

Eingangstor in die Welt der von Urgestein<br />

mineralisch geprägten Weine des Kremstales.<br />

Und hier findet der Riesling<br />

<<br />

Fotos: Nigl, beigestellt, RASIK / Shutterstock Karte: Stefanie Hilgarth / carolineseidler.com<br />

68 falstaff mai <strong>2023</strong>


Auch kleine Mengen von<br />

autochthonen Rebsorten<br />

wie der Rote Veltliner (oben)<br />

vom Mantlerhof reifen im<br />

Kremstal zur Höchstform<br />

heran.<br />

WINZER<br />

EMPFOHLENE PRODUZENTEN<br />

*****<br />

Die Bergkirche in Senftenberg thront<br />

über den steilen Weingartenterrassen<br />

der Ried Ehrenfels und dem<br />

Lesehof der Winzerfamilie Nigl.<br />

• Weingut Mantlerhof, Brunn im Felde<br />

mantlerhof.com<br />

• Wein.Gut Nigl, Senftenberg<br />

weingutnigl.at<br />

• Weingut Salomon/Undhof, Krems-Stein<br />

salomonwein.at<br />

****<br />

• Weingut Buchegger, Dross<br />

buchegger.at<br />

• Weingut Malat, Furth-Palt<br />

malat.at<br />

• Weingut Vorspannhof-Mayr, Dross<br />

vorspannhof.at<br />

• Weingut Familie Proidl, Senftenberg<br />

proidl.com<br />

• Weingut Josef Schmid, Stratzing<br />

j-schmid.at<br />

• Weingut Stadt Krems, Krems<br />

weingutstadtkrems.at<br />

• Weingut Türk, Stratzing<br />

weinguttuerk.at<br />

Die Sternebewertung der ausgewählten Weingüter<br />

ist dem <strong>Falstaff</strong>-Weinguide 2022/<strong>2023</strong><br />

entnommen, zahlreiche weitere empfehlenswerte<br />

Weine vom Wagram finden Sie auch<br />

auf falstaff.at.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

69


wein / ÖSTERREICHS WEINBAUGEBIETE<br />

Erst nach einer längeren<br />

Reifedauer treten die<br />

spezifischen Eigenschaften<br />

der Einzellagen richtig in den<br />

Vordergrund. In Vinotheken<br />

wie jener des Weinguts<br />

Proidl schlummern die<br />

vinophilen Schätze<br />

des Kremstals.<br />

<<br />

ebenso ideale Bedingungen vor wie in<br />

den Richtung Osten anschließenden Rieden<br />

namens Gaisberg, Grillenparz, Steiner<br />

Hund, Goldberg oder Schreck. Wo sich<br />

aber an den Flanken etwas Löss angelagert<br />

hat, dort fühlt sich der Grüne Veltliner zu<br />

Hause. Das von Norden kommende<br />

Alauntal grenzt den südwestlich ausgerichteten<br />

Steiner Kögl ab, der kleinere Teil<br />

dieser hervorragenden Ried liegt bereits im<br />

Kremser Stadtgebiet, die große Ried<br />

Wachtberg ist der Hausweingarten der<br />

Stadt Krems. Am östlichen Rand liegt der<br />

Kremsfluss, der die von Rebgärten gesäumten<br />

Weinorte Senftenberg, Imbach und<br />

Rehberg passiert, bis er Krems und die<br />

Donau erreicht. Mit Rieden wie Kremsleiten<br />

und Weinzierlberg setzt sich der<br />

Reigen der bekannten Lagen fort.<br />

DAS REICH DES VELTLINERS<br />

Im Norden und Osten dieser Rieden endet<br />

die Dominanz des Urgesteins, hier beginnt<br />

DAS KREMSTAL IST<br />

DIE WIEGE DER<br />

HOCH KULTUR, DIE DIE<br />

WEIN GÄRTEN NACH DEM<br />

ZWEITEN WELTKRIEG<br />

WIRTSCHAFTLICH<br />

ERFOLGREICH MACHTE.<br />

die saftige Welt der auf tiefem Löss<br />

gewachsenen Grünen Veltliner. Der Name<br />

Ried Obere Sandgrube ist Programm. Hier<br />

haben seit 1938 die Winzer Krems ihren<br />

Sitz, <strong>Österreich</strong>s größte Winzergenossenschaft,<br />

die in ihren Wurzeln auf die bereits<br />

im Jahr 1447 gegründete Hauerinnung von<br />

Krems und Stein zurückgeht. Die Winzer<br />

Krems empfangen eine große Zahl an<br />

weininteressierten Gästen, die hier ein<br />

besonderes, interaktives Weinerlebnis, aber<br />

auch den stimmungsvollen Vinothekkeller<br />

im Bründlgraben besichtigen können. Am<br />

Hochplateau Richtung Norden liegen die<br />

Winzerdörfer Gneixendorf, Stratzing und<br />

Dross. Im Osten des Kremser Stadtteils<br />

Weinzierl folgen die bedeutenden Weinherkünfte<br />

Rohrendorf – bekannt durch den<br />

Weinbaupionier Lenz Moser und heute Sitz<br />

der größten Privatkellerei <strong>Österreich</strong>s<br />

gleichen Namens – und das ans Kamptal<br />

angrenzende Gedersdorf.<br />

Ein nicht unwesentlicher Teil der<br />

Weingärten des Weinbaugebietes erstreckt<br />

sich am rechten Donauufer zwischen<br />

Mautern, das noch zur Wachau gehört, und<br />

Traismauer im Traisental. Weithin sichtbare<br />

Landmarke ist das Stift Göttweig, die<br />

wichtigsten Weinbauorte sind Furth, Palt,<br />

Krustetten, Höbenbach und Hollenburg. Die<br />

Geologie ist hier, anders als auf der linken<br />

Donauseite, von Konglomeratböden geprägt,<br />

die eine bunte Vielfalt an Sorten und sogar<br />

bemerkenswerte Rotweinqualitäten<br />

zulassen. Die besten Sekthersteller der<br />

<<br />

Fotos: beigestellt, RASIK / Shutterstock<br />

70 falstaff mai <strong>2023</strong>


29.<br />

Tour<br />

de<br />

Vin<br />

6.+7. Mai<br />

10-18 Uhr<br />

Offene Kellertüren bei den ÖTW.Winzern<br />

Kamptal, Kremstal, Traisental,<br />

Wagram, Wien und Carnuntum<br />

Magnum<br />

Party<br />

6. Mai<br />

ab 20:30 Uhr<br />

Kloster Und<br />

Krems<br />

5. Mai<br />

15-20 Uhr<br />

Wein im Theater – Baden<br />

mit den ÖTW.Winzern<br />

Thermenregion<br />

kosten<br />

plaudern<br />

kaufen<br />

Eintritt: € 30,-<br />

www.tourdevin.at<br />

Mit freundlicher Unterstützung:


wein / ÖSTERREICHS WEINBAUGEBIETE<br />

Das Stift Göttweig am rechten Donauufer (links<br />

im Bildhintergrund) ist seit Jahrhunderten mit<br />

dem Weinbau der Region eng verbunden. In Palt<br />

pflegt Michael Malat (l.) den Sekt Austria.<br />

<<br />

Appellation sind ebenfalls hier ansässig.<br />

Seit dem Jahr 2007 ist das 2250 Hektar<br />

große Gebiet eine DAC-Herkunft, reserviert<br />

ist die DAC-Bezeichnung für die beiden<br />

Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling, die,<br />

abhängig von den Bodentypologien, sehr<br />

unterschiedlich ausfallen können: straff und<br />

engmaschig vom Urgestein, voll Opulenz<br />

und Exotik vom Löss oder balanciert und<br />

feinwürzig vom Konglomerat.<br />

Die harmonischen Grundweine aus<br />

Grünem Veltliner, aber auch aus den Sorten<br />

Weißburgunder und Chardonnay haben<br />

auch im Kremstal eine lebendige Winzersekt-Szene<br />

entstehen lassen. Der Seniorchef<br />

des bekannten Weinguts Malat in Furth-<br />

Palt gilt als Qualitätspionier dieser schäumenden<br />

Weinkategorie. Mit der Einführung<br />

der Herkunft »Sekt Austria« hat der<br />

Winzersekt neuen Schwung aufgenommen,<br />

und auch im Kremstal ist das Sortiment an<br />

ansprechenden Sekten stark gestiegen. Der<br />

Winzerhof Familie Dockner erzeugt ebenso<br />

Reserven und Große Reserven nach dem<br />

klassischen französischen Verfahren der<br />

Flaschengärung wie Malat, Buchegger,<br />

Müller und Müller-Großmann. Andere<br />

Produzenten wie der Geyerhof oder<br />

Salomon Undhof haben sich den trendigen,<br />

meist naturtrüben Pet Nats verschrieben,<br />

die eine jüngere Zielgruppe ansprechen als<br />

der klassische Sekt.<br />

ROTE ALTERNATIVEN<br />

Auch Freunde des gepflegten Rotweingenusses<br />

werden im Kremstal fündig. Kein<br />

Wunder: Denn von hier trat der Blaue<br />

Zweigelt dank der Lenz-Moser-Hochkultur<br />

seinen Siegeszug durch die heimischen<br />

Weingärten an. Aber neben den klassischen<br />

österreichischen Sorten wie Blauburgunder<br />

und St. Laurent wurden hier schon früh<br />

auch Rotweine aus den Bordeaux-Sorten<br />

Cabernet und Merlot vinifiziert – Reben,<br />

die heute von zunehmendem Rebalter und<br />

dem Klimawandel profitieren. Dies verhilft<br />

dem Weinbaugebiet zu einem sehr kompletten<br />

Angebot, das durch zahlreiche<br />

erstklassige Heurigenbetriebe optimal<br />

ergänzt wird. Unter kremstalwein.at finden<br />

sich die wichtigsten Infos über aktuelle<br />

Angebote, Adressen und Öffnungszeiten.<br />

IM NÄCHSTEN FALSTAFF:<br />

DAS WEINBAUGEBIET<br />

THERMENREGION<br />

<<br />

Fotos: Malat, beigestellt, RASIK / Shutterstock<br />

72 falstaff mai <strong>2023</strong>


Hol dir mit Vinorama<br />

den Frühling in<br />

dein Glas.<br />

www.vinorama.at<br />

JETZT GLEICH<br />

STÖBERN UND<br />

ONLINE EINKAUFEN


wein / WEINBAUGEBIET KREMSTAL DAC<br />

BEST OF<br />

KREMSTAL<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 338. 148.<br />

97<br />

97<br />

95<br />

2021 GRÜNER VELTLINER<br />

KREMSTAL DAC RESERVE RIED<br />

KREMSER FRECHAU 1ÖTW<br />

Weingut Türk, Stratzing<br />

Feine Tabakwürze, etwas nach reifem<br />

Kernobst, Maracuja, ein Hauch<br />

von Marille, dunkle Mineralität,<br />

einladendes Bukett. Saftig, engmaschig,<br />

komplex, extraktsüß nach<br />

Quitte, feine gelbe Frucht, finessenreich<br />

strukturiert, lange anhaltend,<br />

vielschichtiger Speisenbegleiter,<br />

präzises Finish, großes Zukunftspotenzial.<br />

weinguttuerk.at, € 29,80<br />

2021 RIESLING KREMSTAL DAC<br />

RIED STEINER KÖGL 1ÖTW<br />

ALTE REBEN<br />

Weingut Salomon/Undhof, Stein<br />

Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Ananas, mineralischer<br />

Touch, Blütenhonig, gelbe<br />

Pflaume, Maracuja, engmaschiges<br />

Bukett. Facettenreich, saftig, balanciert<br />

und extraktsüß nach Marille,<br />

kraftvoll, bleibt gut haften, sicheres<br />

Reifepotenzial, vielschichtiger<br />

Speisenbegleiter, großartiger<br />

Sorten vertreter.<br />

salomonwein.at, € 44,–<br />

2020 GRÜNER VELTLINER<br />

KREMSTAL DAC GEDERSDORF<br />

RIED SPIEGEL 1ÖTW<br />

Weingut Mantlerhof, Brunn<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, etwas Honigmelone,<br />

zart nach Apfel, Mango und<br />

Mandarinenzesten, mineralischer<br />

Touch. Straff, weiße Apfelfrucht,<br />

engmaschig und lebendig strukturiert,<br />

salzig-zitronig, zeigt sehr gute<br />

Länge, seidiger Speisenbegleiter mit<br />

gutem Reifepotenzial, bereits jetzt<br />

sehr gut antrinkbar.<br />

mantlerhof.com, € 23,–<br />

97<br />

96<br />

95<br />

2021 RIESLING KREMSTAL DAC<br />

RIED SCHRECK 1ÖTW<br />

Weingut Stadt Krems,<br />

Krems<br />

Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Zarte Wiesenkräuter, etwas<br />

nach Marille, ein Hauch von Papaya,<br />

Blütenhonig ist unterlegt, einladendes<br />

facettenreiches Bukett. Saftig,<br />

gute Komplexität, mineralisch, feine<br />

Gewürznuancen, weißes Steinobst<br />

im Abgang, rassig, lebendiger Säurebogen,<br />

lange anhaltend, sicheres<br />

Reifepotenzial.<br />

weingutstadtkrems.at, € 29,90<br />

2021 GRÜNER VELTLINER<br />

KREMSTAL DAC RESERVE<br />

RIED EHRENFELS 1ÖTW<br />

Weingut Familie Proidl,<br />

Senftenberg<br />

Leuchtendes, mittleres Grüngelb,<br />

silberfarbene Reflexe. Dezenter Blütenhonig,<br />

etwas nach Ananas, zart<br />

nach Kräutern und Kletzen. Saftig,<br />

engmaschig, feine gelbe Fruchtnuancen,<br />

Maracuja im Abgang, bleibt<br />

gut haften, facettenreiches Säuregerüst,<br />

vielschichtig und elegant,<br />

ausgewogener Speisenbegleiter.<br />

proidl.com, € 30,–<br />

2021 GRÜNER VELTLINER<br />

KREMSTAL DAC RESERVE<br />

KREMS RIED FRECHAU 1ÖTW<br />

Weingut Josef Schmid,<br />

Stratzing<br />

Mittleres Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Zarte Tabakwürze, etwas<br />

gelber Apfel, ein Hauch von Wiesenkräutern<br />

unterlegt Blütenhonig.<br />

Saftig, gute Komplexität, feine<br />

Extraktsüße nach Mango, eingebundene<br />

Säurestruktur, facettenreich,<br />

finessenreicher Speisenbegleiter<br />

mit Potenzial.<br />

j-schmid.at, € 26,–<br />

97<br />

95<br />

95<br />

2021 RIESLING KREMSTAL DAC<br />

RIED HOCHÄCKER 1ÖTW PRIVAT<br />

Weingut Nigl,<br />

Senftenberg<br />

Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Einladender Duft, weißes<br />

Steinobst, Wiesenkräuter, zart nach<br />

Lindenblüten, kandierte Orangenzesten,<br />

mineralischer Touch. Gute<br />

Komplexität, kraftvoll, saftig, finessenreiche<br />

Säurestruktur, Marillentouch<br />

im Abgang, Maracuja im<br />

Nachhall, vielschichtiger würziger<br />

Rückgeschmack, sicheres Potenzial.<br />

weingutnigl.at, € 37,60<br />

2021 RIESLING KREMSTAL DAC<br />

RESERVE KREMS<br />

RIED MARTHAL 1ÖTW<br />

Weingut Vorspannhof-Mayr, Dross<br />

Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Einladendes Bukett nach<br />

reifem Steinobst, zart nach Limettenzesten,<br />

mineralisch, etwas nach<br />

Lindenblüten. Saftig, straff, engmaschig,<br />

gute Komplexität, Apfelfrucht<br />

im Abgang, salziger Nachhall, gelbe<br />

Pflaumen im Rückgeschmack,<br />

balancierter Speisenbegleiter mit<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

vorspannhof.at, € 19,–<br />

2019 RIESLING KREMSTAL DAC<br />

RIED STEINBÜHEL 1ÖTW<br />

Weingut & Hotel Malat, Furth-Palt<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Mandarinennote, ein Hauch<br />

von weißem Pfirsich, etwas Safran,<br />

zart nussig, attraktives Bukett.<br />

Saftig, gute Komplexität, angenehme<br />

Extraktsüße, zart nach Ananas,<br />

finessenreich strukturiert, mineralisch-salzig<br />

im Abgang, Limettentouch<br />

im Nachhall, leichtfüßig, sehr<br />

gute Länge, sicheres weiteres<br />

Reifepotenzial.<br />

malat.at, € 32,–<br />

Fotos: Peter Moser<br />

74 falstaff mai <strong>2023</strong>


BEST OF WACHAU<br />

Ob zu Fuß oder mit einem traditionellen<br />

Wachauer Holzboot – einer Zille – auf der Donau:<br />

trendbewusste Entdecker:innen dürfen sich bei<br />

»Genuss on Tour« auf ausgezeichnete Wachauer<br />

Köstlichkeiten und Weine freuen.<br />

GENUSS ON TOUR<br />

Die neuen kulinarischen Genusstouren mit köstlichen Überraschungen führen<br />

trendbewusste Entdecker:innen und experimentierfreudige Genussliebhaber<br />

durch die beeindruckende Weltkulturerbe-Landschaft der Wachau.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Die Abbilderei<br />

WACHAU TRIPLE:<br />

3 GÄNGE – 3 RESTAURANTS<br />

Das »Wachau-Triple« verbindet unter dem<br />

Motto »Essen. Genießen. Gehen« drei<br />

ausgezeichnete »Best of Wachau«-Restaurants,<br />

die zu Fuß nach und nach entdeckt<br />

werden. Bei dieser selbstgeführten Tour ist<br />

von der Wegstrecke über die Tischreservierung<br />

in Spitzenlokalen bis hin zur<br />

exklusiven Speisenauswahl bereits alles<br />

organisiert. Die Gäste werden in jedem<br />

Lokal mit einem kulinarischen Gang und<br />

einem dazu passenden Wachauer Wein verwöhnt.<br />

Welche Köstlichkeiten in den Top-<br />

Lokalen serviert werden, bleibt jedoch bis<br />

zur Ankunft am Tisch eine Überraschung.<br />

Zwischen den exklusiven gastronomischen<br />

Erlebnissen bietet sich die Möglichkeit,<br />

die Wachau zu Fuß zu erkunden und das<br />

bisher Erlebte gemeinsam Revue passieren<br />

zu lassen.<br />

DONAU-RIDE:<br />

GENUSS AN FLUSS UND LAND<br />

Ein kulinarisches Event der besonderen Art<br />

erwartet die Gäste unter dem klingenden<br />

Namen »Donau-Ride«. Die Entdeckungsreise<br />

startet wahlweise in Spitz oder Dürnstein<br />

und führt mit einer 90-minütigen<br />

Zillenfahrt auf der Donau durch die idyllische<br />

Landschaft. »Essen am Wasser« ist<br />

hier wörtlich gemeint, denn während<br />

Weinberge und malerische Orte sanft<br />

vorbeiziehen, können drei ausgewählte<br />

Wachauer Weine und feinste Kulinarik verkostet<br />

werden. Auf den Genuss am Fluss<br />

folgt mit fließendem Übergang das Genusserlebnis<br />

an Land: Nun kann die sprichwörtliche<br />

Wachauer Gastfreundschaft in<br />

einem »Best of Wachau«-Restaurant<br />

ge nossen werden.<br />

Inspiration und detaillierte Informationen<br />

finden Sie auf bestof-wachau.at. Und<br />

wer nach einer kreativen Geschenkidee<br />

sucht, kann die neuen Genuss-Erlebnisse<br />

auf wachau.at/genuss-on-tour auch online<br />

als Gutschein erwerben – der nächste<br />

Anlass kommt bestimmt.<br />

INFO & BUCHUNGEN: Donau Niederösterreich Tourismus GmbH:<br />

Schlossgasse 3, 3620 Spitz/Donau, T: +43 2713 30060-60,<br />

urlaub@donau.com, wachau.at/genuss-on-tour<br />

Wachauer Genuss-Guide: donau.com/prospekte oder kostenlos bestellen<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 75


wein / TRAISENTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE<br />

AB SEITE 324. 148.<br />

LEBENDIGES<br />

TRAISENTAL<br />

Feinwürzige Grüne Veltliner dominieren im kleinen Traisental DAC<br />

das Geschehen, aber auch mineralische Rieslinge tragen die<br />

Herkunftsbezeichnung dieses aufstrebenden Anbaugebietes.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

FOTO STEFAN GERGELY<br />

Während in manchen<br />

heimischen Anbaugebieten<br />

die Rebflächen<br />

kleiner werden,<br />

zählt das niederösterreichische<br />

Traisental diesbezüglich zu den<br />

Gewinnern. Aber auch was die Qualität<br />

seiner Kreszenzen betrifft, kann das aktuell<br />

über 848 Hektar Anbaufläche verfügende<br />

Traisental DAC mit seinen insgesamt 130<br />

flaschenabfüllenden Winzerfamilien einen<br />

unübersehbaren Aufschwung verzeichnen.<br />

Die finessenreichen Weißweine aus den<br />

Weinbauorten zwischen St. Pölten und<br />

Traismauer haben heute einen exzellenten<br />

Klang in den Ohren jener Weinfreunde,<br />

die Grüne Veltliner und Rieslinge mit<br />

Rückgrat und Finesse zu schätzen wissen.<br />

Aufgrund einer speziellen Geologie sind<br />

die Traisentaler mit dem Attribut »sehr<br />

lagerfähig« versehen – und dafür bekannt,<br />

dass sie manchmal etwas mehr Geduld als<br />

Weißweine vom tiefen Löss benötigen. Der<br />

Jahrgang 2022 zeigt allerdings, dass dank<br />

eines nahezu perfekten Weinjahres auch die<br />

Traisentaler Jungweine bereits ausgesprochen<br />

verlockend sein können.<br />

Das Ergebnis im Detail: Mit insgesamt<br />

101 eingereichten Weinen war der Andrang<br />

aus dem kleinen Traisental bei der Verkostung<br />

der jungen Weine heuer so groß wie<br />

selten zuvor. 77 Grüne Veltliner Traisental<br />

DAC und 24 Riesling Traisen DAC waren<br />

im Ringen um die Titel der DAC-Cupsieger<br />

an den Start gegangen. Auf Wunsch des<br />

regionalen Komitees unter Führung von<br />

Obmann Markus Huber wurden die beiden<br />

Sortengruppen heuer in zwei Kategorien<br />

unterteilt. Zum einen in die bereits verfügbaren<br />

Riedenweine und in die Vertreter der<br />

Gebiets- und Ortsweine. Dieser Kategorie<br />

wurden auch jene Weine zugerechnet, die<br />

aus den Großlagen des Traisentals stammen,<br />

also Weine mit den Bezeichnungen<br />

Parapluiberg vom linken Traisenufer und<br />

Venusberg von der rechten Talseite.<br />

In der Gruppe der Grüner-Veltliner-Riedenweine<br />

war diesmal Weinkultur Preiß aus<br />

Theyern eine Klasse für sich. Das Weingut<br />

holte sich den Sieg mit einem Wein aus<br />

der für die Sorte vielleicht besten Lage des<br />

Traisentals, der Ried Rosengarten, die in<br />

Wagram an der Traisen liegt und schon<br />

viele Male bei vergangenen Cupbewerben<br />

ihr Potenzial unter Beweis gestellt hat.<br />

Resultat: 94 Punkte für Familie Preiß.<br />

Aus der Ried Zwirch in Inzersdorf kam<br />

der zweitplatzierte Wein vom Winzerhaus<br />

Kattner in Reichersdorf. Auf dem dritten<br />

Rang platzierte sich, ebenfalls mit 93 Punkten,<br />

wieder Familie Preiß, diesmal mit dem<br />

Grünen Veltliner Traisental DAC aus der<br />

bekannten Neusiedler Ried Hochschopf.<br />

Der beste Riesling Traisental DAC mit<br />

Riedbezeichnung kam mit 93 Punkten<br />

einmal mehr vom aufstrebenden Weingut<br />

Brachmann aus Traismauer. Und wieder<br />

war es die Ried Rosengarten in Wagram,<br />

die zum Erfolg führte. Platz zwei geht an<br />

Rudolf Hofmann für den Riesling Ried<br />

Fuchsenrand in Oberndorf, der dritte<br />

Rang, punktgleich mit 92 Punkten, an das<br />

Winzerhaus Hans Schöller aus Wagram mit<br />

Riesling Ried Sonnleithen.<br />

In der Kategorie Grüner Veltliner<br />

Ortsweine und Gebietswein siegte Herwald<br />

Hauleitner aus Wagram mit seinem<br />

Gebietswein der Großlage Parapluiberg<br />

mit 93 Punkten, gefolgt von Rudolf Hofmann<br />

– der Biowinzer belegte mit Großlage<br />

Venusberg und dem Ortswein Oberndorf<br />

punktegleich mit je 92 Punkten die Ränge<br />

zwei und drei. In Sachen Ortsweine und<br />

Gebietswein bei den Rieslingen holte Markus<br />

Huber aus Reichersdorf den Sieg mit<br />

dem Getzersdorfer Ortswein Engelsberg<br />

vor Karl Brindlmayer aus Wagram mit der<br />

Großlage Parapluiberg und Tom Dockner<br />

aus Theyern mit dem Riesling Ortswein<br />

aus Inzersdorf – alle drei Weine wurden<br />

mit 92 Punkten bewertet. <<br />

Fotos Weinflaschen: Peter Moser<br />

76 falstaff mai <strong>2023</strong>


CUPSIEG<br />

VELTLINER<br />

WEINKULTUR PREISS<br />

ROSENGARTEN<br />

2022<br />

CUPSIEG<br />

RIESLING<br />

BRACHMANN<br />

ROSENGARTEN<br />

2022<br />

Kathrin Brachmann<br />

(r.) aus Traismauer<br />

und Viktoria Preiß aus<br />

Theyern freuen sich<br />

über den Cupsieg <strong>2023</strong>.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

77


wein/ WACHAU DAC FEDERSPIEL CUP <strong>2023</strong><br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE<br />

AB SEITE 330. 148.<br />

FINESSENREICHE<br />

FEDERSPIELE<br />

Die Wachau zeigt mit den elegant-fruchtigen Weinen<br />

der Kategorie Federspiel aus dem Jahrgang 2022<br />

all jene köstlichen mineralischen Facetten,<br />

die Riesling, Grüner Veltliner und Co hier zu bieten haben.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

FOTO STEFAN GERGELY<br />

Die Wachauer Weinkategorie<br />

Federspiel steht für Frische<br />

und Eleganz, Mineralität und<br />

Frucht, mit einem Wort: für<br />

Trinkfreude pur! An die 200<br />

Vertreter dieser Kategorie aus dem Jahrgang<br />

2022 standen auf dem <strong>Falstaff</strong>-Prüfstand,<br />

und das Resultat spiegelt die tolle<br />

Qualität wider, auf die sich Weinfreunde<br />

freuen dürfen!<br />

Beginnen wir mit der Rebsorte Grüner<br />

Veltliner, die nicht weniger als 100 Vertreter<br />

stellte. Zweimal gab es hier tolle 94<br />

Punkte, elf Veltliner Federspiel wurden mit<br />

stattlichen 93 Punkte ausgezeichnet. Der<br />

Federspiel-Cupsieg in dieser Kategorie geht<br />

an einen Wein vom rechten Donauufer, den<br />

Grünen Veltliner Wachau DAC Ried Kreuzberg<br />

Federspiel von Georg Frischengruber<br />

aus Rührsdorf, ein saftig-würziger Sortenvertreter<br />

mit Mineralität und Länge.<br />

Den zweiten Rang belegt der mineralischsalzige<br />

Grüne Veltliner Wachau DAC Ried<br />

Axpoint Federspiel von FJ Gritsch vom<br />

Mauritiushof in Spitz an der Donau.<br />

Auf den dritten Platz wurde aus gleich elf<br />

mit 93 Punkten gleich bewerteten Weinen<br />

mittels Rangziffernmethode der Grüne<br />

Veltliner Wachau DAC Ried Pichl Point Federspiel<br />

vom Weingut Schmelz aus Joching<br />

gesetzt. Zu den Mitbewerbern um diesen<br />

Treppchenplatz zählten auch die Domäne<br />

Wachau, Alzinger, Kartäuserhof, Högl,<br />

Prager, Knoll, Nothnagl und Roland Chan.<br />

Nicht weniger als 42 Vertreter der Sorte<br />

Riesling waren beim Federspiel-Cup <strong>2023</strong><br />

am Start. Wie beim Veltliner, konnten hier<br />

ebenfalls zwei Weine 94 Punkte erreichen.<br />

Der Sieg geht dabei an Josef und Georg<br />

Högl für den Riesling Wachau DAC Ried<br />

Bruck Federspiel, ein finessenreicher<br />

Sortenvertreter mit exotischem Fruchtspiel.<br />

Nur knapp geschlagen geben musste<br />

sich der leichtfüßige, von Steinobstnoten<br />

dominierte Riesling Wachau DAC Ried<br />

Loibenberg Federspiel von Vinea-Obmann<br />

Emmerich Knoll aus Unterloiben.<br />

Nachdem gleich vier Weine mit 93 Punkten<br />

bewertet wurden, gab es auch im Rennen<br />

um die Bronze-Medaille ein Stechen,<br />

das schließlich der Winzer Karl Stierschneider<br />

vom Kartäuserhof in Weißenkirchen<br />

mit seinem Riesling Wachau DAC Ried<br />

Steinriegl Alte Reben Federspiel für sich<br />

entscheiden konnte.<br />

In den weiteren vertretenen Rebsortengruppen<br />

reichte die Zahl der Starter nicht aus,<br />

um einen Cup-Sieger im eigentlichen Sinne<br />

zu küren. Dennoch bitten wir an dieser<br />

Stelle einige Repräsentanten der Wachauer<br />

Vielfalt vor den Vorhang:<br />

Lobende Erwähnungen verdienen der<br />

Chardonnay Wachau DAC Joching Federspiel<br />

vom Weingut Jamek aus Joching, der<br />

Neuburger Wachau DAC Spitzer Graben<br />

Federspiel aus der »Sommelier Edition«,<br />

der Muskateller Wachau DAC Wösendorf<br />

Federspiel von Johann Donabaum aus Spitz<br />

und der Sauvignon Blanc Wachau DAC<br />

Spitz Federspiel von Anton Nothnagl.<br />

Auch der Rosé-Boom geht nicht ganz an<br />

der Wachau vorbei. Gute Beispiele dafür<br />

sind der Zweigelt Rosé Wachau DAC<br />

Federspiel von Weinbau Wagner aus<br />

Wösendorf oder der Zweigelt Rosé Wachau<br />

DAC Terrassen Federspiel der Domäne<br />

Wachau mit Sitz in Dürnstein.<br />

Eine ideale Gelegenheit, die jungen Wachauer<br />

Weinqualitäten kennenzulernen, wäre<br />

der »Wachauer Weinfrühling«, der heuer<br />

am 6. und 7. Mai, jeweils von 10 bis 18<br />

Uhr stattfinden wird. Über 100 Mitgliedsbetriebe<br />

der Vinea Wachau und Gäste laden<br />

zum Verkosten und Diskutieren ein. Das<br />

Eintrittsband um € 30,– ist bei allen teilnehmenden<br />

Betrieben erhältlich. Es berechtigt<br />

zur Verkostung der angebotenen Weine und<br />

ermöglicht dank einer Kooperation mit dem<br />

Verkehrsverbund Ost-Region die kostenfreie<br />

Benützung der Wachau-Linienbusse,<br />

der Wachaubahn und der Donaufähren.<br />

Alle Infos zu teilnehmenden Betrieben findet<br />

man auf vinea-wachau.at. <<br />

Fotos Weinflaschen: Peter Moser<br />

78 falstaff mai <strong>2023</strong>


CUPSIEG<br />

RIESLING<br />

WEINGUT HÖGL<br />

RIED BRUCK<br />

2022<br />

CUPSIEG<br />

VELTLINER<br />

WEINGUT<br />

FRISCHENGRUBER<br />

RIED KREUZBERG<br />

2022<br />

Sieger im Wachauer<br />

Federspiel-Cup <strong>2023</strong>:<br />

Georg Frischengruber<br />

aus Rührsdorf sowie<br />

Georg und Josef Högl<br />

aus Spitz an der Donau.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

79


wein / KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE<br />

AB SEITE 338. 148.<br />

VIELSEITIGES<br />

KREMSTAL<br />

Eine Trilogie aus Urgestein, Löss und Konglomerat bildet die Böden<br />

im Kremstal. Aus diesem Grund finden die beiden DAC-Sorten Grüner<br />

Veltliner und Riesling hier ein breites Angebot an Terroir vor,<br />

das im Weinstil seinen Niederschlag findet.<br />

TEXT PETER MOSER FOTO STEFAN GERGELY<br />

Das <strong>Falstaff</strong>-Cup-Tasting für<br />

das Kremstal war für alle als<br />

DAC klassifizierten Weine des<br />

Jahrgangs 2022 zugelassen.<br />

Das bedeutet, dass Vertreter<br />

der Kategorien Gebietswein, Ortswein und<br />

bereits auch erste Riedenweine aus den<br />

Sorten Grüner Veltliner und Riesling ins<br />

Rennen gehen durften. Insgesamt waren es<br />

diesmal beachtliche 162 Weine, davon<br />

110 Veltliner und 52 Rieslinge. 69 der<br />

Weine tragen eine Riedbezeichnung. Neben<br />

so gut wie allen renommierten Weingütern<br />

des Weinbaugebiets waren auch wieder<br />

einige interessante neue Namen zu finden.<br />

Es lohnt sich also, das Gesamtergebnis zu<br />

studieren, das – wie alle <strong>Falstaff</strong>-Cups –<br />

online veröffentlicht wurde.<br />

Werfen wir zunächst einen Blick auf das<br />

weite Feld der Grünen Veltliner. Die drei<br />

bestplatzierten Weine stammen aus<br />

Weingärten bei Gedersdorf am linken und<br />

aus Hollenburg am rechten Donauufer. Den<br />

ersten Platz holte sich der Mantlerhof aus<br />

Brunn im Felde mit dem Grüner Veltliner<br />

Kremstal DAC Lössterrassen. Wie der<br />

Name bereits sagt, ist es der mächtige<br />

Lössboden, der hier bestimmend ist.<br />

Verschiedene Terrassenweingärten bilden<br />

die Basis für diesen Wein. Ihnen allen<br />

gemein ist purer Lössboden und eine<br />

ungefähre Ausrichtung nach Süden. Die<br />

inkludierten Weingärten befinden sich gut<br />

verteilt über das ganze Gemeindegebiet. So<br />

ist dieser Veltliner ein klassischer Vertreter<br />

der Kategorie Ortswein.<br />

Auf dem zweiten Rang konnte sich der<br />

Grüne Veltliner Kremstal DAC Ried<br />

Kremser Kogl vom Weingut Meinhard<br />

Forstreiter platzieren. Diese Riede ist nicht<br />

zu verwechseln mit der Ried Kögl, die sich<br />

Krems und Stein am linken Donauufer<br />

teilen. Der Kremser Kogl liegt in Hollenburg<br />

rechts der Donau und bezeichnet den<br />

Hügel, auf dem die Wetterkreuzkirche<br />

thront. Hier liegt eine dünne Lössschicht<br />

auf steinigem Konglomerat – ein typisches<br />

Terroir für diese Zone des Kremstals.<br />

Den dritten Platz holte sich der Grüne<br />

Veltliner Kremstal DAC Pfarrweingarten<br />

vom Weingut Buchegger, für das Silke Mayr<br />

vom Vorspannhof in Dross verantwortlich<br />

zeichnet. Die Trauben kommen aus von der<br />

Diözese gepachteten tollen Weingärten in<br />

Gedersdorf – dieser Ortswein ist den<br />

meisten Riedenweinen hier qualitativ<br />

durchaus ebenbürtig.<br />

Der höchstbewertete Riesling dieser Probe<br />

stammt vom Biowinzer David Harm aus<br />

Krustetten, es ist der Riesling Kremstal<br />

DAC Ried Kreuzberg. Diese Hollenburger<br />

Ried ist eine nur 2,3 Hektar große,<br />

terrassierte Nordostlage direkt unter der<br />

Wetterkreuzkirche und wird von den<br />

Rieden Kögl und Neuberg zur Gänze<br />

eingeschlossen. Die Reben stehen auf<br />

trockenem, steinigem, mehr oder weniger<br />

verwittertem Konglomeratboden, teilweise<br />

dezent mit Löss überlagert.<br />

Der zweitplatzierte Riesling vom Weingut<br />

Alois Zimmermann aus Theiß stammt aus<br />

der Ried Rosshimmel in Rohrendorf. Dies<br />

ist eine ebene Fläche oberhalb des Geblings,<br />

hier bestimmt Schotter aus der Urdonau<br />

das Terroir, der mineralische Boden ist für<br />

den Riesling sehr gut geeignet.<br />

Der dritte im Riesling-Bunde stammt aus<br />

Angern am rechten Donauufer, es ist der<br />

Riesling Kremstal DAC Ried Holzäcker<br />

vom Weinhof Maier. Die Ried Holzäcker ist<br />

eine Subried der Ried Wolfsberg gegen die<br />

Ried Leiten hin. Hier dominiert zwar Löss,<br />

aber lokal treten die darunter liegenden<br />

quarzreichen Sande und kalkreichen<br />

Konglomerate bis an die Oberfläche, die<br />

wiederum dem Riesling eine hervorragende<br />

Basis bieten. Bereits seit einigen Jahren zeigt<br />

Jungwinzer Mario Maier mit ansprechenden<br />

Weinen aus Angern bei den<br />

<strong>Falstaff</strong>-Proben auf.<br />

Neben den zahlreichen empfehlenswerten<br />

Weinen, die im Tastingteil dieser Ausgabe<br />

dargestellt sind, finden sich alle weiteren<br />

bewerteten Weine aus dem Kremstal<br />

natürlich online auf falstaff.at.<br />

<<br />

Fotos Weinflaschen: Peter Moser<br />

80 falstaff mai <strong>2023</strong>


CUPSIEG<br />

VELTLINER<br />

MANTLERHOF<br />

LÖSSTERRASSEN<br />

2022<br />

CUPSIEG<br />

RIESLING<br />

WEINGUT HARM<br />

RIED KREUZBERG<br />

2022<br />

Über den Cup-Sieg <strong>2023</strong> freuen sich<br />

Agnes und Josef Mantler aus Brunn im<br />

Felde und David Harm aus Krustetten.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

81


Die Wachau ist nicht nur<br />

UNESCO-Weltkulturerbe,<br />

von hier stammen auch einige<br />

der besten Weine <strong>Österreich</strong>s.<br />

WEINREISE BEI LIDL<br />

Immer wieder gibt es bei Lidl nicht nur das Standardsortiment an Weinen,<br />

sondern Aktionsangebote von Weingütern aus ganz <strong>Österreich</strong>,<br />

die besonders günstig und dennoch qualitativ hochwertig sind.<br />

Vom Weingut Panitsch aus der<br />

Steiermark darf man sich auf<br />

einen herrlichen Muskateller<br />

Frizzante freuen, mit dem man<br />

den Frühling begrüßen kann. Auch aus der<br />

Steiermark stammt ein Sauvignon Blanc<br />

vom Weingut Potzinger. Der Name des<br />

Weins »Southern Clouds« ist hier nicht<br />

Programm, vielmehr scheint hier schon<br />

beim ersten Schluck die Sonne. Ein weiterer,<br />

aber stilistisch ganz anderer Sauvignon<br />

Blanc stammt vom Winzerhof Seifried aus<br />

dem Weinviertel. Es lohnt sich, beide Weine<br />

zu probieren und die unterschiedlichen<br />

Herkünfte zu vergleichen.<br />

Gleich drei Grüne Veltliner von drei Weingütern<br />

bieten ebenfalls einen spannenden<br />

Vergleich. Zwei davon stammen aus sehr unterschiedlichen<br />

Lagen aus dem Kremstal. Der<br />

Ried Thalland vom Weingut Aigner aus der<br />

Weinstadt Krems gedeiht auf einer Mischung<br />

aus Löss und feinem Schwemmmaterial über<br />

Donaukies. Die Rebstöcke für den Wein vom<br />

Weingut Müller aus der Ried Himmelreich,<br />

eine der höchstgelegenen Lagen des Kremstals,<br />

stehen auf kalkhaltigen, schottrigen<br />

Lössböden und sind besonders feingliedrig.<br />

Der dritte Grüne Veltliner stammt von der<br />

Domäne Wachau in Dürnstein und ist wie<br />

der Chardonnay ein Federspiel. Das bedeutet,<br />

dass der Wein maximal 13 Volumsprozent<br />

haben darf und damit zu den trinkfreudigen<br />

Weinen zählt. Die vielen, kleinen Weinbauern,<br />

die ihre Ernte an die Domäne Wachau<br />

liefern, sind hier bestens aufgehoben, denn<br />

das Team versteht es, mit den unterschiedlichsten<br />

Trauben ein vielfältiges Sortiment zu<br />

realisieren, das die Wachau perfekt abbildet.<br />

Der Wagram hat sich in den letzten Jahren<br />

einen Namen mit dem Roten Veltliner<br />

gemacht, auch wenn der Grüne Veltliner<br />

hier ebenfalls nach wie vor die erste Geige<br />

spielt. Außer dem Namen Veltliner und dass<br />

beide Rebsorten Weißweine liefern haben<br />

diese beiden Sorten nichts miteinander zu<br />

tun. Vom Mariannenhof der Familie Kolkmann,<br />

die auch einige Grüne Veltliner im<br />

Sortiment haben, stammt der Rote Veltliner<br />

Perfektion und ein leichtfüßiger Rosé aus<br />

der Sorte Zweigelt.<br />

Roséweine liegen voll im Trend und deshalb<br />

hält Lidl auch noch einen zweiten Rosé,<br />

diesmal aus dem Mittelburgenland, bereit.<br />

Das Weingut Tesch aus Neckenmarkt, das<br />

eigentlich für seine wunderbaren Rotweine<br />

berühmt ist, bietet mit dieser Variante<br />

unkompliziertes Trinkvergnügen. Gleich in<br />

der Nachbarortschaft, in Horitschon, befindet<br />

sich das Weingut Iby-Lehrner, das für<br />

Lidl unter der Bezeichnung Wein-Träumerei<br />

eine Cuvée nach Bordelaiser Vorbild vinifiziert<br />

hat. Das dritte Weingut aus dem Burgenland<br />

ist eigentlich für ausgezeichnete Süßweine<br />

und feine Rotweine bekannt. Familie<br />

Münzenrieder aus Apetlon zeigt aber mit<br />

dem Muskateller Klassik, dass sie auch ein<br />

Händchen für trockene<br />

Lidl lohnt<br />

Weine<br />

sich<br />

haben und<br />

Muskateller schmeckt ohnehin immer.<br />

Lidl lohnt sich<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

lidl.at<br />

82<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


LIDL<br />

NV MUSKATELLER FRIZZANTE, Weingut<br />

Panitsch, 88 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

11,5 Vol.-%, DV. Sehr helles Gelbgrün, lebendige<br />

Perlage. Intensive Nuancen von Holunderblüten,<br />

zart nach Limetten, ein Hauch von Grapefruit und<br />

Pfirsich. Leichtfüßig, Noten von Maracuja und Zitrone,<br />

frisch und anregend, sommerlicher Trinkspaß.<br />

2022 STEIRISCHER SAUVIGNON BLANC<br />

»SOUTHERN CLOUDS«, Weingut Potzinger<br />

91 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Fruchtnuancen, etwas Pfirsich und<br />

reife Stachelbeeren, frische Kräuterwürze unterlegt,<br />

rauchiger Touch. Stoffig, elegant, weißer<br />

Apfel, feiner Säurebogen, mineralisch, gut anhaftend,<br />

zart nach Blütenhonig im Abgang, bereits gut<br />

zugänglich, animierender Stil.<br />

2022 SAUVIGNON BLANC, Winzerhof Seifried<br />

90 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart<br />

nach Kräutern und Stachelbeeren, ein Hauch von<br />

Grapefruitzesten, weiße Tropenfrucht. Mittlerer<br />

Körper, dezent nach Guaven, dezente Fruchtsüße,<br />

lebendiges Säuregerüst, etwas Maracuja im<br />

Nachhall, mineralisch-zitroniger Rückgeschmack.<br />

leichtfüßig, weißes Kernobst, frisch strukturiert,<br />

zart salzig im Nachhall.<br />

2022 GRÜNER VELTLINER WACHAU DAC<br />

FEDERSPIEL PRESTIGE, Domäne Wachau<br />

89 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Noch<br />

etwas scheu, feine Wiesenkräuter, zart nach Apfel,<br />

ein Hauch von Orangenzesten. Schlank, gelbe<br />

Fruchtnuancen, frischer Säurebogen, fruchtsüßes<br />

Finale, ein leichtfüßiger Sommerwein.<br />

2022 CHARDONNAY WACHAU DAC<br />

FEDERSPIEL PRESTIGE, Domäne Wachau<br />

90 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe. Nuancen<br />

von frischem gelbem Apfel, zart tabakig, Mandarinenzesten<br />

unterlegt. Straff, weißes Kernobst, engmaschiger,<br />

frischer Stil, lebendiger Säurebogen,<br />

mineralisch-salzig, animierender Speisenbegleiter.<br />

2022 ROTER VELTLINER PERFEKTION<br />

WAGRAM, Mariannenhof<br />

90 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Gelbe Ringlotte, floraler Touch, ein Hauch von<br />

Blütenhonig. Mittlerer Körper, feine fruchtige Süße,<br />

lebendig strukturiert, etwas Birne im Abgang, ein<br />

balancierter Speisenwein mit Reifepotenzial.<br />

2022 ZWEIGELT ROSÉ WAGRAM, Mariannenhof<br />

89 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Lachsrosa, Silberreflexe. Zart<br />

nach Erdbeerkonfit, Kirschen und etwas Birne.<br />

Leichtfüßig, reifes Kernobst, zarte Fruchtsüße,<br />

angenehme Säurestruktur, gelber Apfel im Nachhall,<br />

ein vielseitiger Sommerwein.<br />

2022 ROSÉ, Weingut Tesch<br />

88 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Altrosa, zarter Pinktouch,<br />

Silberreflexe. Ein Hauch von roten Waldbeeren,<br />

eingelegte Kirschen, etwas Blütenhonig und<br />

Mandarinenzesten. Dezente Fruchtsüße, rotbeeriger<br />

Touch, frisch strukturiert, zarte Kräuterwürze, bietet<br />

unkompliziertes Trinkvergnügen.<br />

2020 CABERNET-MERLOT CUVÉE<br />

Iby-Lehrner »Wein-Träumerei«<br />

89 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

13,5 Vol.-%, DV. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,<br />

dezente Ockerrandaufhellung. Ein Hauch von<br />

Nougat und Edelholz, schwarze Waldbeeren, etwas<br />

Cassis und Kirsche. Straff, rote Herzkirschen, feine<br />

Tannine, etwas Karamell im Abgang, balanciert,<br />

feinwürziger Abgang, vielseitig einsetzbar.<br />

2022 GELBER MUSKATELLER KLASSIK<br />

Weingut Münzenrieder<br />

89 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12,5 Vol.-%, DV, trocken. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Traubig unterlegte Noten von Holunderblüten,<br />

Limettenzesten, etwas Maracuja, duftiges Bukett.<br />

Schlank, aromatisch, etwas Marshmallows, feine<br />

Süße, mineralisch im Abgang, Blütenhonig im Finish.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Shutterstock; beigestellt<br />

2022 GRÜNER VELTLINER KREMSTAL DAC<br />

RIED THALLAND, Weingut Aigner<br />

90 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte weiße Kernobstnuancen, ein Hauch von<br />

Wiesenkräutern, etwas Blütenhonig und Mandarinenzesten<br />

unterlegt. Mittlere Komplexität, straff,<br />

weißer Apfel, frische Säurestruktur, zitronig im<br />

Nachhall, ein knackiger Speisenbegleiter.<br />

2022 GRÜNER VELTLINER KREMSTAL DAC<br />

RIED HIMMELREICH, Weingut Müller<br />

89 von 100 <strong>Falstaff</strong>-Punkten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe. Frische<br />

Wiesenkräuter, Noten von gelber Frucht wie<br />

Mango und Apfel, zart tabakig unterlegt. Schlank,<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 83


wein / WEINREISE VINHO VERDE<br />

Einen Ausflug wert: Der Wallfahrtsort<br />

Bom Jesus do Monte am östlichen<br />

Stadtrand von Braga mit seiner<br />

eindrucksvollen Basilika.<br />

Foto: LucVi / Shutterstock<br />

84 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE GRÜNE<br />

WEINREISE<br />

VINHO<br />

VERDE<br />

SEELE<br />

PORTUGALS<br />

Die Vinho-Verde-Region im Norden Portugals ist für Weinreisende ein<br />

echter Geheimtipp. Wer gerne abseits ausgetretener Pfade unterwegs<br />

ist, leichte Weine und traditionelle Küche liebt, der ist hier goldrichtig.<br />

TEXT DOMINIK VOMBACH<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

85


wein / WEINREISE VINHO VERDE<br />

Ausblick von der Basílica<br />

de Santa Luzia in Viana do<br />

Castelo auf den Rio Minho.<br />

Sattes Grün soweit das Auge reicht<br />

– der Name Vinho Verde kommt<br />

schließlich nicht von irgendwo<br />

her, er beschreibt die üppige<br />

Vegetation, der wir in der<br />

Weinbauregion im Nordosten Portugals<br />

überall begegnen. Vom Douro aus erstreckt<br />

sich diese über 130 Kilometer bis hin zum<br />

Fluss Minho und der spanischen Grenze<br />

im Norden. Topografisch gesehen, kommt<br />

die größte Weinbauregion Portugals<br />

einem riesigen, auf den Atlantik ausgerichteten<br />

Amphitheater gleich – beginnend<br />

an der tosenden Küste im Westen<br />

und sich in Richtung Osten, zum<br />

Landesinneren hin, erhebend. Der<br />

Einfluss des Ozeans ist im Vinho-Verde-<br />

Gebiet nicht von der Hand zu weisen.<br />

Deshalb sollte man auch einen Regenschirm<br />

im Gepäck dabeihaben, denn das<br />

Vinho Verde gehört zu den niederschlagsreichsten<br />

Regionen Portugals.<br />

Fotos: Visual Cortex / Shutterstock, beigestellt, Jose Caldeira Karte: Stefanie Hilgarth / carolineseidler.com<br />

86 falstaff mai <strong>2023</strong>


Die Weine, die hier entstehen, glänzen durch<br />

ihre charakteristische Leichtigkeit und<br />

Frische. Bekannt sind vor allem die weißen<br />

Vinho Verde, die rund 80 Prozent der<br />

gesamten Produktion des Weinanbaugebiets<br />

ausmachen. Hergestellt werden sie aus<br />

diversen autochthonen Sorten wie etwa<br />

Arinto, Loureiro und Avesso oder der<br />

ebenfalls im angrenzenden spanischen<br />

Galizien verbreiteten Alvarinho.<br />

Lange Zeit als rustikal und einfach<br />

geltend, erfährt Vinho Verde in den letzten<br />

Jahren eine kleine Renaissance. Immer mehr<br />

Produzenten streben nach Eleganz und<br />

Lagerfähigkeit in ihren Weinen, was für<br />

frischen Wind in der Region sorgt, wie wir<br />

bei unserer Reise selbst erfahren.<br />

Hervorragender<br />

Vinho Verde:<br />

Der Manoel<br />

Pedro Guedes<br />

von Aveleda.<br />

MÄRCHENHAFTES<br />

VINHO VERDE<br />

Gleich bei der ersten Station unseres Trips<br />

bekommen wir eine satte Portion<br />

der verwunschenen Schönheit<br />

des Vinho-Verde-<br />

Gebiets geboten. Sie<br />

führt uns zur Quinta<br />

da Aveleda in Penafiel,<br />

etwa eine halbe Autostunde von Porto<br />

entfernt. Alleine die märchenhaften Gärten<br />

des Anwesens mit jahrhundertealten Mammutbäumen<br />

und Zedern sowie unzähligen<br />

Kamelienarten sind einen Besuch wert. Beim<br />

Streifzug durch die wunderschöne Quinta<br />

würde man kaum vermuten, dass Aveleda<br />

der größte Vinho-Verde-Produzent überhaupt<br />

ist. Die zahlreichen Weine des Hauses,<br />

zu denen der weltbekannte Casal Garcia<br />

oder die erst vor wenigen Jahren geschaffene<br />

Vinho-Verde-Ikone Manoel Pedro Guedes<br />

gehören, lassen sich bei geführten Tastings<br />

entdecken. Wer Hunger verspürt, kann unter<br />

anderem einen reichlich gefüllten Picknickkorb<br />

buchen und es sich im Garten oder in<br />

den Weinbergen gemütlich machen. Neben<br />

diversen hausgemachten Spezialitäten findet<br />

sich darin auch Käse, der von Aveleda selbst<br />

produziert wird.<br />

Nur eine halbe Stunde weiter nördlich liegt<br />

Guimarães – eine der schönsten historischen<br />

Städte Portugals. Alfonso Henriques, der<br />

erste König des Landes, soll hier das Licht<br />

der Welt erblickt haben, weshalb die Stadt<br />

auch als Wiege der Nation gilt. Sehenswürdigkeiten<br />

gibt es zahlreiche zu entdecken<br />

<<br />

Das märchenhafte Anwesen der Quinta<br />

da Aveleda in Penafiel sollte niemand<br />

verpassen – alleine die romantischen<br />

Gärten sind einen Besuch wert.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

87


wein / WEINREISE VINHO VERDE<br />

Das hübsche Städtchen<br />

Ponte de Lima beheimatet<br />

gleich mehrere spannende<br />

Vinho-Verde-Produzenten.<br />

<<br />

Renato Cunha stellt im »Ferrugem«<br />

Produkte aus der Region ins Zentrum<br />

(Kreis). Rechts das luxuriöse Weinhotel<br />

»Monverde« in Amarante.<br />

und die zum UNESCO-Weltkulturerbe<br />

gehörende mittelalterliche Altstadt mit ihren<br />

eindrucksvollen Bauten und engen Steingassen<br />

lädt zum Erkunden ein. Etwas versteckt<br />

in selbiger befindet sich das Restaurant »A<br />

Cozinha«, eines der wenigen Sternelokale der<br />

Region Vinho Verde, wo wir uns zum Lunch<br />

mit António Loureiros moderner portugiesischer<br />

Küche auf Basis traditioneller Rezepte<br />

verwöhnen lassen. Anschließend geht es weiter<br />

ins etwa 30 Minuten entfernte Amarante,<br />

wo wir im »Monverde Wine Experience<br />

Hotel« einchecken. Das minimalistisch gehaltene<br />

Design-Schmuckstück gehört zur Quinta<br />

da Lixa und liegt inmitten der malerischen<br />

Rebberge des Weinguts. Nachdem wir die<br />

schmucke Anlage mit Spa und Pool erkundet<br />

haben, genießen wir unser Abendessen im<br />

hoteleigenen Restaurant, in dem Chefkoch<br />

Carlos Silva traditionelle portugiesische Speisen<br />

kredenzt, bei denen er die Aromenwelten<br />

der umgebenden Weinberge miteinbezieht.<br />

Der moderne Speisesaal ist mit exakt 366<br />

geschnitzten Blättern des Künstlers Paolo<br />

Neves geschmückt.<br />

AUF GEN NORDEN<br />

Bevor es weiter ins nördlich gelegene Ponte<br />

de Lima geht, packen wir die Chance<br />

beim Schopf und unternehmen noch eine<br />

geführte Weingutstour durch die Quinta<br />

da Lixa, um die Produktionsphilosophie<br />

des erfolgreichen Weinmachers der Quinta,<br />

Carlos Teixeira, kennenzulernen.<br />

Die anschließende, einstündige Autofahrt<br />

unterbrechen wir in Braga, wo wir<br />

den Wallfahrtsort Bom Jesus do Monte mit<br />

seinem monumentalen Treppenaufgang<br />

besuchen. Für den Lunch empfiehlt sich das<br />

Restaurant »Ferrugem« im nahegelegenen<br />

Portela. In rustikal-modernem Ambiente<br />

lässt sich hier die zeitgenössische, kreative<br />

Küche von Renato Cunha entdecken. In<br />

Ponte de Lima, dem Zentrum der Vinho-<br />

Verde-Subregion Lima, angekommen, beziehen<br />

wir eines der luxuriösen Zimmer im<br />

verspielten »Carmo’s Boutique Hotel«<br />

– Glamping-Liebhaber können hier auch in<br />

exklusiven Zelten übernachten.<br />

Anschließend begeben wir uns auf Entdeckungstour:<br />

Unweit unserer Bleibe befinden<br />

sich gleich zwei Spitzenbetriebe der<br />

Vinho-Verde-Region, die Quinta do Ameal<br />

und Aphros Wine. Die zum bekannten<br />

portugiesischen Weinproduzenten<br />

Esporao gehörende Quinta do<br />

Ameal ist für ihre lagerfähigen<br />

Weine aus der weißen<br />

Rebsorte Loureiro bekannt<br />

und verfügt zudem über<br />

mehrere komfortable<br />

Suiten, in denen übernachtet<br />

werden kann. Vasco<br />

Crofts Projekt Aphros<br />

Wine sei Liebhabern von<br />

natürlich produzierten Weinen<br />

ans Herz gelegt, denn der Betrieb<br />

gilt als Pionier für biodynamischen<br />

Weinbau und gehört zu den wenigen<br />

Avantgardisten im Weinkosmos Portugals.<br />

Der letzte Teil unserer Reise entführt uns<br />

in die wilde Subregion Monção und Melgaço,<br />

ganz im Norden des Vinho-Verde-Gebiets.<br />

Unweit vom Fluss Minho, der natürlichen<br />

Grenze zu Spanien, befindet sich hier<br />

das Weingut Soalheiro – eines der Aushängeschilder<br />

der gesamten Region. Der Fokus<br />

liegt hier ganz klar auf der Sorte Alvarinho,<br />

aus der 19 verschiedene Weine gekeltert<br />

werden – viele davon auf Weltklasseniveau.<br />

In der Garage, in der das Weingut vor rund<br />

40 Jahren startete, befindet sich heute ein<br />

kleines Museum und im Obergeschoß liegt<br />

ein moderner, heller Verkostungsraum, in<br />

dem auch einfache, schmackhafte Speisen<br />

aus regionalen Produkten genossen werden<br />

können. Wer möchte, kann im Gästehaus<br />

von Soalheiro übernachten und zuvor noch<br />

einen Abstecher zum Weingut von Spitzenwinzer<br />

Anselmo Mendes machen, das um<br />

die Ecke liegt – ein würdiger Abschluss für<br />

unsere Reise durch den grünen Norden<br />

Portugals, der landschaftlich ebenso wie<br />

kulinarisch zu beeindrucken versteht.<br />

<<br />

Fotos: Nick Brundle Photography / Shutterstock, Nelson Garrido, beigestellt<br />

88 falstaff mai <strong>2023</strong>


JETZT TICKETS BUCHEN<br />

Das Baden-Baden Wein- & Gourmet-Festival bietet eine nie<br />

dagewesene Vielfalt an Weinen, ein sensationelles Aufgebot an<br />

Spitzenköchen sowie exklusive Gourmet-Spezialitäten<br />

in einem der schönsten Städte Deutschlands.<br />

TAGES-TICKET<br />

€ 95,–<br />

Verkostung der Produkte aller anwesenden Winzer,<br />

Genusspartner & Sterneköche.<br />

Ausgewählte Workshops & Vorträge mit vorheriger<br />

Anmeldung – nach Verfügbarkeit*.<br />

FESTIVAL-TICKET<br />

€ 195,–<br />

GOLD-TICKET LIMITIERT<br />

€ 395,–<br />

PLUS:<br />

Exklusiver Zutritt zur bewirteten VIP-Lounge mit<br />

Free-flowing Champagner & der Möglichkeit zum<br />

Meet & Greet mit Winzern & Köchen.<br />

Freier Zutritt zur »Big Bottle Party« am Samstag,<br />

20. Mai, 22:00 Uhr, im Kurhaus-Restaurant Hector’s<br />

Weitere Vorzüge finden sie unter:<br />

www.wein-gourmet-festival.de<br />

Drei Tage lang Zutritt zum<br />

Wein- & Gourmet-Festival by <strong>Falstaff</strong><br />

*Ausgenommen hiervon sind kostenpflichtige Workshops & Masterclasses.<br />

GALA–DINNER MIT<br />

MASSIMO BOTTURA***<br />

Massimo Bottura, die italienische Koch-Ikone<br />

schlechthin und Wirt des weltbesten Restaurants<br />

»Osteria Francescana« in Modena, kommt für<br />

einen großen Abend zum Baden-Baden Wein- und<br />

Gourmet-Festival by falstaff und bietet höchste<br />

italienische Kulinarik in sechs Gängen. Begleitet<br />

wird das Menü von großen Weinen von Champagne<br />

de Venoge, Schloss Johannisberg, Hirtzberger<br />

„HONIVOGL“ & Vallocaia.<br />

€ 650,– pro Person<br />

Fotos: © Marco Poderi, Ian Ehm


wein / WEINREISE VINHO VERDE<br />

Anlaufstelle<br />

für Gourmets:<br />

Das Restaurant<br />

»Louro« in Torre.<br />

Die historische Altstadt<br />

von Guimarães gehört<br />

seit 2012 zum UNESCO-<br />

Weltkulturerbe.<br />

»Le Babachris« zeitgenössische Küche mit französischen<br />

Einflüssen. Hierbei vermählt er Produkte<br />

aus dem Mittelmeer gekonnt mit portugiesischen<br />

Zutaten. Der große Speisesaal im Bistro-Stil ist einladend<br />

und das Menü wechselt alle zwei Wochen.<br />

Rua Dom João 39, 4810-122 Guimaraes<br />

T: +351 964 420548, lebabachris.com<br />

SCHLAFEN<br />

CARMO’S BOUTIQUE HOTEL<br />

Schickes 5-Sterne-Boutique-Hotel im verwunschenen<br />

Landhausstil. Neben 15 luxuriösen Suiten<br />

gibt es auch Glamping-Zelte im Garten, in denen<br />

man übernachten kann. Im hauseigenen Restaurant<br />

steht die traditionelle Küche der Region im Fokus.<br />

Zudem werden Weinverkostungen angeboten.<br />

Rua Santiago da Gemieira nº10, 4990 – 645<br />

Gemieira Ponte de Lima<br />

T: +351 910 587558, carmosboutiquehotel.com<br />

HOTEL MINHO<br />

Modernes, minimalistisches Wellnesshotel, das<br />

sich dank seiner Lage als Ausgangspunkt für die<br />

Erkundung der Vinho-Verde-Subregion Monção und<br />

Melgaço anbietet. Wer hier residiert, entspannt im<br />

umfassenden Spa-Bereich und genießt die<br />

lokale Küche des Alto Minho im hauseigenen<br />

Restaurant sowie eine große Auswahl an Vinho<br />

Verde in der Weinbar.<br />

Estrada Nacional 13, Vila Meã,<br />

4920-140 Vila Nova de Cerveira<br />

T: +351 251 700245, hotelminho.com<br />

MONVERDE WINE EXPERIENCE HOTEL<br />

Das im Jahr 2015 eröffnete Boutique-Hotel<br />

befindet sich inmitten der malerischen Weinberge<br />

der Quinta da Lixa. Die geräumigen Zimmer sind<br />

modern eingerichtet, wobei natürliche Materialien<br />

im Fokus stehen. Einige verfügen über einen<br />

eigenen Weinkeller, Swimmingpool und Kamin.<br />

Quinta de Sanguinhedo, 4600-761 Telões<br />

T: +351 255 143100, monverde.pt<br />

ESSEN<br />

A COZINHA<br />

Das überraschende Sterne-Lokal von Spitzenkoch<br />

António Loureiro liegt etwas versteckt in der historischen<br />

Altstadt von Guimarães. Loureiro kreiert<br />

hier aus sorgfältig selektierten Zutaten moderne<br />

portugiesische Gerichte auf Basis traditioneller<br />

Rezepte, die nicht nur dem Gaumen, sondern auch<br />

dem Auge schmeicheln.<br />

Largo do Serralho 4, 4800-472 Guimarães<br />

T: +351 253 534022, restauranteacozinha.pt<br />

FERRUGEM<br />

Mit seinem Restaurant »Ferrugem« schlug Koch<br />

Renato Cunha im Jahr 2006 ein neues Kapitel der<br />

Küche des Minho auf. Basis seines Schaffens sind<br />

vorzugsweise autochthone Produkte der Region,<br />

denen er mit viel Kreativität und handwerklicher<br />

Perfektion eine neue Dimension verleiht.<br />

Rua das Pedrinhas, 32, 4770-379 Portela<br />

T: +351 252 911700, ferrugem.pt<br />

CAMELO<br />

Das familiengeführte Lokal ist meistens brechend<br />

voll, weshalb es sich lohnt, vorab zu reservieren.<br />

Die hochwertige, abwechslungsreiche Küche ist<br />

regionaltypisch und umfasst viele Seafood- und<br />

Fisch-Spezialitäten. Darunter saisonal auch das<br />

kuriose Neunauge.<br />

Rua de Santa Marta 119,<br />

4925-104 Santa Marta de Portuzelo<br />

T: +351 258 839090, camelorestaurantes.com<br />

LOURO<br />

Im »Louro« liegt der Fokus darauf, die typischen<br />

Aromen der Region Alto Minho einzufangen und in<br />

Form von traditionell inspirierten Gerichten auf die<br />

Teller zu bringen. Das Lokal verfügt über einen<br />

pittoresken Garten, der zum Verweilen einlädt. Die<br />

empfehlenswerte Weinbegleitung unterstreicht die<br />

servierten Speisen gekonnt.<br />

Rua do Esteiro 5, 4925-610 Torre<br />

T: +351 258 115180, lourorestaurante.pt<br />

LE BABACHRIS<br />

Küchenchef Christian Rullán zelebriert im<br />

PETISCAS<br />

Schmuckes, schön gelegenes Restaurant in Ponte<br />

de Lima, das eine beeindruckende Auswahl an traditionellen<br />

portugiesischen Speisen führt. Ein Muss<br />

für jeden Besucher ist der Bacalhau com Broa.<br />

Largo da Alegria, 4990-240 Ponte de Lima<br />

T: +351 258 931347<br />

restaurante-petiscas.business.site<br />

WEINGÜTER<br />

ADEGA COOPERATIVA REGIONAL DE MONÇÃO<br />

Die Kooperative aus dem Norden des Vinho-Verde-<br />

Gebiets produziert einige feine Alvarinhos, die<br />

rebsortenrein ausgebaut werden und auf den<br />

vorherrschenden Granitböden gedeihen. Darunter<br />

die Ikone namens Muralhas mit ihrem orangefarbenen<br />

Etikett.<br />

Avenida da Adega Cooperativa nº485<br />

4950-279 Monção<br />

T: +351 251 656120<br />

adegademoncao.pt<br />

ANSELMO MENDES WINES<br />

Anselmo Mendes zählte zu den Ersten, die das<br />

große Potenzial der Alvarinho-Traube im Vinho<br />

Verde nutzen, er erforscht die Rebsorte seit den<br />

80er-Jahren und erzeugt seit langer Zeit Top-Crus<br />

aus ihr, die Jahr für Jahr zu den besten Weinen des<br />

Landes gehören.<br />

Zona Industrial De Penso, Lt. 2 Ranhó, 4960-310<br />

T: +351 251 096157, anselmomendes.pt<br />

APHROS WINE<br />

Aphros Wine ist das Projekt von Vasco Croft, einem<br />

extravaganten Zeitgenossen, der in seinen Zwanzigern<br />

den biodynamischen Weinbau für sich entdeckte.<br />

Auf mehreren kleinen Quintas in der Region<br />

produziert er avantgardistische Tropfen, die dem<br />

Vinho Verde ein neues Gesicht verleihen.<br />

Rua da Casa Nova, 374, 4990-696 Refoios do Lima<br />

T: +351 914 120480<br />

aphros-wine.com<br />

<<br />

Fotos: LucVi / Shutterstock, beigestellt<br />

90 falstaff mai <strong>2023</strong>


Egal, wie groß Ihr<br />

Unternehmen ist – A1 ist<br />

Ihr starker Businesspartner.<br />

Wir bieten Ihnen immer maßgeschneiderte digitale<br />

Lösungen – weil sich die Herausforderungen des<br />

Businessalltags Seite an Seite besser meistern lassen.<br />

Mehr Infos unter<br />

A1.net/business/verantwortung<br />

A1. Verantwortung für Ihr Business.


wein / WEINREISE VINHO VERDE<br />

QUINTA DA AVELEDA<br />

Klasse und Masse gehen bei Aveleda Hand in Hand.<br />

Das familiengeführte Weinunternehmen produziert<br />

eine Vielzahl an Vinho Verdes – vom einfachen<br />

Alltagswein bis hin zu Spitzen-Crus. Ein Besuch<br />

des wunderschönen historischen Anwesens gehört<br />

zum Pflichtprogramm bei einem Besuch der<br />

Vinho-Verde-Region.<br />

Rua da Aveleda nº2, 4560 - 570 Penafiel<br />

T: +351 255 718200, aveleda.com<br />

QUINTA DA LIXA<br />

Die Quinta da Lixa wurde im Jahr 1986 gegründet<br />

und ist bis heute im Besitz der Familie Meireles.<br />

Seit Anfang der 2000er zeichnet der bekannte<br />

Weinmacher Carlos Teixeira für die Weine der<br />

Quinta verantwortlich und produziert typische,<br />

hochwertige Vinho Verdes mit großartigem<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Quinta da Lixa Monte, 4615 - 658 Lixa<br />

T: +351 255 490590<br />

quintadalixa.pt<br />

QUINTA DA PALMIRINHA<br />

Nur etwa drei Hektar groß ist das Weingut des<br />

pensionierten Professors Fernando Paiva. Der<br />

Vorreiter des biodynamischen Weinbaus versteht<br />

sich auf die natürliche Weinbereitung und zieht<br />

Kastanienblüten Schwefeldioxid als Oxidationsschutz<br />

vor. Seine Weine sind pur und mineralisch.<br />

Travessa de Bouça-Chã n° 86, 4615-307 Felgueiras<br />

T: +351 962 785717<br />

QUINTA DO AMEAL<br />

Seit den Anfängen im Jahr 1999 steht das Streben<br />

nach höchster Qualität bei der Quinta do Ameal im<br />

Zentrum. Aus der Loureiro-Traube werden komplexe,<br />

lagerfähige Weine gekeltert, die teils aus<br />

Einzellagen stammen. Wer möchte, kann hier auch<br />

in diversen, hübsch eingerichteten Suiten in traumhafter<br />

Umgebung übernachten.<br />

Refoios do Lima, 4990-707 Refoios do Lima<br />

T: +351 258 947172, esporao.com<br />

QUINTA DE SOALHEIRO<br />

Die Weine der Quinta de Soalheiro genießen<br />

weltweit hohes Ansehen. Der Ausnahmebetrieb<br />

befindet sich in der Subregion Monção und<br />

Melgaço und steht für Alvarinhos der Extraklasse,<br />

die in besten Lagen gedeihen. Neben geführten<br />

Tastings werden diverse Food & Wine Experiences<br />

angeboten – und übernachten kann man hier auch.<br />

Charneca Alvaredo, 4960-010 Melgaço<br />

T: +351 251 416769<br />

soalheiro.com<br />

Weintasting<br />

in traumhafter<br />

Kulisse auf der<br />

Quinta do Ameal.<br />

QUINTA DO REGUEIRO<br />

Der Betrieb von Paulo Rodrigues existiert seit 1999<br />

und befindet sich im nördlich gelegenen Melgaço.<br />

Seine komplexen Alvarinho-Weine sind von<br />

prägnanter Säure und intensiver Frucht geprägt<br />

und lohnen sich, entdeckt zu werden.<br />

Coto – Alvaredo, 4960-010 Melgaço<br />

T: +351 966 854542, quintadoregueiro.com<br />

PEQUENOS REBENTOS<br />

Der experimentierfreudige Weinmacher Márcio<br />

Lopes ist in mehreren Regionen Portugals aktiv.<br />

Darunter auch in Monção und Melgaço, wo er unter<br />

anderem elegante, zurückhaltend produzierte<br />

Loureiros und Alvarinhos auf die Flasche bringt.<br />

Estrada S. José nº1918, 4960 – 203 Aldeia<br />

T: +351 251 414060, mlw.pt <<br />

Die legendäre<br />

Quinta de<br />

Soalheiro<br />

befindet sich<br />

im äußersten<br />

Norden des<br />

Vinho-Verde-<br />

Gebiets.<br />

Fotos: beigestellt<br />

92 falstaff mai <strong>2023</strong>


WEIN- UND<br />

GENUSSREISEN MIT<br />

WEIN- UND<br />

GENUSSREISEN MIT<br />

Die Weinkreuzfahrt am Rhein<br />

mit dem modernen Flussschiff<br />

nickoSPIRIT beginnt und endet im<br />

hessischen Frankfurt am Main.<br />

WEIN- UND<br />

GENUSSREISEN<br />

Zusammen mit <strong>Falstaff</strong> hat nicko cruises genussreiche Flusskreuzfahrten konzipiert:<br />

Auf Mosel, Main, Rhein und Donau können Gäste neben herrlichen Landschaften und<br />

touristischen Attraktionen auch das Beste aus Weinen der jeweiligen Region entdecken.<br />

Eine Weinregion mit dem Schiff zu<br />

erkunden ist immer ein besonderes<br />

Reiseerlebnis. Umso mehr,<br />

wenn die Kreuzfahrt mit vielzähligen<br />

Kostproben aus heimischen Gewächsen<br />

gespickt ist. Denn wo man den Wein liebt,<br />

ist der Genuss nicht weit. Die Wein- und<br />

Genussreisen kombinieren die besondere<br />

Reiseform der Flusskreuzfahrt mit erlesenen<br />

Verkostungen in der jeweiligen Region.<br />

11 TAGE GENUSS FÜR<br />

WEINKENNER<br />

Zum Auftakt der Reise gibt eine <strong>Falstaff</strong>-<br />

Expertin bei einer Winzersektverkostung<br />

Einblicke in die Welt der edlen Perlen. Die<br />

Gäste lernen unter anderem, wie der Wein<br />

zum Sekt wird oder was halbtrocken, brut<br />

oder traditionelle Flaschengärung bedeutet:<br />

An diesem kurzweiligen Abend bleiben<br />

nach der Verkostung exklusiver Winzersekte<br />

keine Fragen rund um die Schaumweinherstellung<br />

offen. Über Nacht bringt das<br />

»schwimmende Hotel« mit 5-Sterne-Niveau<br />

seine Gäste nach Bingen. Die Stadt repräsentiert<br />

das UNESCO-Welterbe des Oberen<br />

Mittelrheintals und lädt mit seinen engen<br />

Gassen und schönen Fachwerkhäusern zum<br />

Flanieren ein. Bei einem Themenrundgang<br />

mit »Vater Rhein« wird den Reisenden die<br />

2000 Jahre alte Geschichte Bingens näher-<br />

94 falstaff mai <strong>2023</strong>


NICKO CRUISES<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Shutterstock; beigestellt<br />

gebracht, bevor es am Nachmittag zurück<br />

aufs Schiff geht und nickoSPIRIT die<br />

berühmte Loreley passiert.<br />

Ebenfalls einen tollen Blick auf das Moseltal<br />

inklusive Weinkostprobe erhaschen die<br />

Gäste beim Ausflug nach Winningen, das mit<br />

seinem charmanten Ortskern begeistert. Was<br />

ist das Besondere am Schiefergestein und welches<br />

Klima ist günstig für den Weinbau? Welche<br />

Rebarten gibt es und was hat es mit dem<br />

Steillagenweinbau auf sich? All dies und noch<br />

viel mehr erfahren die Gäste bei einem Gläschen<br />

feinfruchtigen Moselriesling – bei fantastischem<br />

Ausblick vom Aussichtspunkt<br />

»Pfarrheckskopf« auf eine der schönsten<br />

Flusslandschaften Europas. Im geschichtsträchtigen<br />

Treis-Karden führt der Stiftsherr<br />

im historischen Gewand durch das beschauliche<br />

Örtchen, bevor der Ausflug mit einer<br />

Wein- und Spirituosenverkostung in einem<br />

traditionsreichen Weingut mit angeschlossener<br />

Brandweinbrennerei endet.<br />

Die Römerstadt Trier ist berühmt<br />

für ihre imposante Porta Nigra und<br />

auch für die aufstrebende Weinmanufaktur<br />

»Van Volxem« im Trierer<br />

Umland. Gäste der Wein- und Genussreisen<br />

dürfen sich auf eine Kombination<br />

aus Stadtführung und anschließendem<br />

Besuch inklusive Weinprobe beim Star-Winzer<br />

freuen, bevor am nächsten Tag ein Ausflug<br />

in die schöne Hauptstadt Luxemburgs<br />

auf dem Programm steht. Besucher schätzen<br />

dort vor allem die Kultur und die harmonische<br />

Verbindung moderner Gebäude mit der<br />

traditionellen Architektur. 1994 wurden die<br />

Altstadt und die Festungsreste in die Liste der<br />

UNESCO als Welterbestätte aufgenommen.<br />

Der Abend klingt an Bord entspannt mit<br />

einem herrlichen Rosé-Crémant aus Luxemburg<br />

aus. Entlang der Mosel ist der nächste<br />

Halt das weinträchtige Bernkastel, gelegen in<br />

einem der ältesten Weinanbaugebiete<br />

Deutschlands, in dem Weißweine in schönster<br />

Kulisse entstehen. Bei einem Besuch im<br />

Weingut Geheimrat J. Wegeler genießt man<br />

eine erlesene Auswahl des traditionsreichen<br />

und prämierten Weinguts. Eine Weinprobe,<br />

die Riesling-Herzen höherschlagen lässt.<br />

Am nächsten Tag geht es flussabwärts nach<br />

Koblenz mit seinem berühmten Wahrzeichen,<br />

dem Deutschen Eck, an dem die Mosel in<br />

den Rhein mündet. Von der Festung Ehrenbreitstein<br />

bietet sich den Gästen ein wunderbarer<br />

Panoramablick auf die Stadt, die zu<br />

Die Mittelrheinstrecke ist ein<br />

absoluter Reisehöhepunkt<br />

und versetzt jedes Jahr<br />

zahlreiche Gäste ins Staunen.<br />

den ältesten Städten<br />

Deutschlands zählt. Sowohl<br />

der Besuch des Schloss Sayn mit seinem zauberhaften<br />

Garten der Schmetterlinge als auch<br />

der abendliche Fackelspaziergang durch<br />

Andernach sorgen für romantische Stimmung.<br />

Naturliebhaber kommen beim Besuch<br />

des Geysirs in Andernach auf ihre Kosten,<br />

der mit einer Auswurfshöhe zwischen 50 und<br />

60 Metern der höchste Kaltwassergeysir der<br />

Welt ist. Nach einer Panorama-Schifffahrt<br />

zum Naturschutzgebiet Namedyer Werth,<br />

erleben die Gäste den spektakulären Geysir<br />

in Aktion – ein unvergessliches Ereignis.<br />

Noch einmal passieren die Reisenden das<br />

idyllische Mittelrheintal mit Burgen, Schlössern<br />

und natürlich dem Loreleyfelsen, bevor<br />

es im Weingut Georg Breuer in Rüdesheim<br />

erlesene, von <strong>Falstaff</strong> ausgezeichnete Gaumenfreuden<br />

zu verkosten gibt. Theresa<br />

Breuer, die Winzerin des Jahres 2016, lädt<br />

zur Verkostung ihrer Weinschätze ein. Mit<br />

Beharrlichkeit und stilistischem Feingefühl<br />

hat Theresa Breuer in den letzten Jahren<br />

einen Riesling-Stil geschaffen, der Kultcharakter<br />

erlangt hat: mineralisch und aufs<br />

Wesentliche reduziert, dabei mit innerem<br />

Reichtum – und mit sicherem Reifevermögen.<br />

Das ehemalige Zisterzienserkloster in<br />

Eberbach ist nicht nur wohlbekannt als<br />

Drehort für den Film »Der Name der<br />

Rose«, sondern auch für seinen gut<br />

bestückten Weinkeller. Bei einem Ausflug<br />

zum Kloster ist daher selbstverständlich<br />

auch eine Weinverkostung für die Gäste<br />

eingeplant. Historische Prachtbauten und<br />

ausgedehnte Parkanlagen gibt es in Wiesbaden<br />

zu bewundern und zum Abschuss der<br />

Reise kommt ein <strong>Falstaff</strong>-Redakteur an<br />

Bord und präsentiert bei einem weinseligen<br />

Abend die besten Weine des Rheingaus,<br />

während sich nickoSPIRIT bereits auf den<br />

Weg zurück nach Frankfurt macht.<br />

INFO<br />

Die Wein- und Genussreisen in Kooperation mit<br />

<strong>Falstaff</strong> finden im Mai, Juli, August, September<br />

und Oktober <strong>2023</strong> statt. Weitere Informationen<br />

zu diesen kulinarischen Themenreisen erhalten<br />

Sie unter nicko-cruises.de/falstaff oder<br />

+49 711 248980-0 sowie in Ihrem Reisebüro.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 95


spirits / GOLDENE COCKTAILSTUNDE<br />

MIXEN AM<br />

MEKONG<br />

Die Streetfood-Szene haben die intensiven Aromen<br />

Südostasiens längst erobert. Doch auch für die lokale<br />

Barkultur sind Zutaten wie Thai-Basilikum, Tamarinde<br />

und Pandan absolut wesentlich.<br />

TEXT ROLAND GRAF<br />

Die vietnamesische Kult-Suppe Pho,<br />

übersetzt in die Sprache der Mixologen:<br />

Pham Tien Tiep aus Hanoi baut seinen<br />

Pho-Cocktail aus lokalen Zutaten und<br />

mittels eines hochkomplizierten Systems<br />

aus verschiedenen Siebeinsätzen.<br />

Foto: JAMES DUONG / AFP / picturedesk.com<br />

96<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

97


spirits / GOLDENE COCKTAILSTUNDE<br />

Auch auf der mittelmäßigsten<br />

Karte eines vietnamesischen<br />

Restaurants in deutschsprachigen<br />

Städten gehört Ph<br />

zu den Standards. Wenn aber<br />

ein preisgekrönter Mixologe wie Pham Tien<br />

Tiep seine Version einer Ph serviert, blickt<br />

das ganze Lokal gespannt hin. Über ein<br />

System an Siebeinsätzen, in denen er<br />

Kardamom, Zimt und Sternanis röstet, gießt<br />

er Gin und Cointreau. Chili und frischen<br />

Koriander fügt der Bartender am Schluss<br />

hinzu. Diese Cocktail gewordene Suppe<br />

stand 2012 am Beginn einer neuer Art des<br />

Ausgehens in Hanoi: Entertainment traf auf<br />

Top-Spirituosen und bekannte Zutaten – in<br />

Pham Tien Tieps Bar »Nê« konnte das die<br />

Fischsauce »N c m m«, aber auch<br />

vietnamesischer Robusta-Kaffee sein.<br />

»Am Anfang war es hart, damit gegen<br />

das lokale Bier ›Bia h i‹ und Reisschnaps<br />

anzutreten«, erinnert sich der Mann, der<br />

trotz seiner 35 Jahre bereits als Vaterfigur<br />

der modernen Mixologie in Vietnam gilt.<br />

Mittlerweile inspiriert ihn selbst ein Snack<br />

wie die Schnecken mit Dipsauce an der<br />

Thang-Long-Brücke zu Kreationen wie dem<br />

»Under the bridge« (Rezept unten).<br />

OB KORIANDER<br />

UND CHILI, LOKAL<br />

ANGEBAUTER KAFFEE<br />

ODER GAR FISCHSAUCE:<br />

VIETNAMS MIXOLOGEN<br />

KÖNNEN AUS DEN<br />

VOLLEN SCHÖPFEN.<br />

FISCHSAUCE-DRINKS<br />

STATT BIER<br />

Ohne Pham Tien Tiep wären die heutigen<br />

Top-Bars Vietnams wie das »Stir« undenkbar.<br />

Um zu diesem Hotspot zu gelangen,<br />

muss man – wie so oft im »Goldenen Dreieck«<br />

– die Nebenstraßen der Touristenmeile<br />

von »HCMC« (so nennen Expats Ho Chi<br />

Minh City) bemühen. Unweit des bekannten<br />

Ben-Thanh-Marktes rostet der Bau vor<br />

sich hin, in dessen ersten Stock Lâm Đ c<br />

Anh am Tresen steht. Doch innen zelebriert<br />

man eine Hommage nach der anderen an<br />

die Streetfood-Stände der Metropole. »Tàu<br />

H Đá« nennt sich für gewöhnlich eine<br />

cremig gerührte Tofu-Creme, die geeist serviert<br />

wird. Hier verwandelt sie sich in eine<br />

kräftige Mischung im Cocktailglas.<br />

Der allgegenwärtige Zuckerrohrsaft<br />

»N c mía« wiederum wird zum<br />

Rum-Highball, in dem Pandanblatt und<br />

<<br />

Schnecken in Dipsauce von Streetfood-<br />

Ständen unter der Thang-Long-Brücke waren<br />

die Inspiration für den »Under the bridge«.<br />

UNDER<br />

THE BRIDGE<br />

Pham Tien Tiep, »Nê Cocktail Bar«, Hanoi<br />

ZUTATEN<br />

5 cl Blanco Tequila<br />

1 cl Limettensaft<br />

1 cl Zuckersirup<br />

1 Barlöffel vietnam. Fischsauce<br />

0,5 cl Ingwersaft<br />

Eiweiß von einem Ei<br />

3 Kumquats<br />

1 Stängel Zitronengras<br />

Glas: Martini oder Tumbler<br />

Garnierung: Zitronenblatt<br />

ZUBEREITUNG<br />

Zitronengras klein schneiden, Kumquats<br />

halbieren und mit einem Stößel im Shaker<br />

zerdrücken (»muddlen«). Mit den anderen<br />

Zutaten ohne Eis shaken, dann mit Eiswürfeln<br />

auffüllen und erneut shaken – so wird das<br />

Eiweiß schön schaumig. Ins Glas abseihen<br />

und mit Zitronenblatt garnieren.<br />

Foto: beigestellt<br />

98 falstaff mai <strong>2023</strong>


CHARAKTERSTARK.<br />

TORFIG. RAUCHIG.<br />

ÜBERRASCHEND LECKER.<br />

JETZT<br />

ENTDECKEN<br />

Jetzt Friend of Laphroaig<br />

werden und von zahlreichen<br />

Vorteilen profitieren.<br />

LAPHROAIG.COM


spirits / GOLDENE COCKTAILSTUNDE<br />

TOM YUM<br />

MULE<br />

Theerapol Kindt, »Coast by East«, Hamburg<br />

ZUTATEN<br />

5 cl Tom-Yum-Wodka*<br />

2 cl Limettensaft<br />

15 cl Thomas Henry »Spicy Ginger«<br />

*Tom-Yum-Wodka: Einen Stängel Zitronengras<br />

(mit Messer anquetschen), in Scheiben<br />

geschnittenen Galgant, eine Chilischote und drei<br />

Kaffirlimettenblätter in eine Flasche Wodka<br />

geben. 24 Stunden im Alkohol ziehen lassen.<br />

Glas: Mule-Becher<br />

Garnierung: Kaffirlimettenblatt, Zitronengras,<br />

Galgant-Scheibe<br />

ZUBEREITUNG<br />

Wodka und Limettensaft mit zwei Eiswürfeln im<br />

Becher kalt rühren, mit Eis auffüllen und mit<br />

Ginger-Limonade aufgießen.<br />

Setzt bei seinem »Tom Yum<br />

Mule« auf die elektrisierende<br />

Kombination aus Ingwer und Limette:<br />

Theerapol Kindt aus Hamburg.<br />

<<br />

Kalamansi für den asiatischen Twist<br />

sorgen. Poetisch und druckreif umreißt<br />

»Stir«-Barchef Lâm Đ c Anh die aktuelle<br />

Entwicklung der vietnamesischen Szene:<br />

»Der Koch ist das Rückgrat, der Barkeeper<br />

das Herz eines Restaurants – aber in der<br />

Bar kann der Koch auch das Herz sein!«<br />

KRÄUTER-DRINKS DER KHMER<br />

Auch in Kambodscha verlässt die geneigte<br />

Barfliege mit Anspruch am besten die Pub<br />

Street (nomen est omen!) des Touristenorts<br />

Siem Reap und folgt den Hinweisen zum<br />

»Old Wooden House«. Allein die Khmer-<br />

Architektur und die legere Atmosphäre dieser<br />

Bar sind eine Augenweide. Wenn dann<br />

ein Signature Drink – natürlich mit einem<br />

hinreißenden Lächeln – serviert wird, lernt<br />

man auch hier lokale Geschmäcker kennen.<br />

Die grüne Garnitur, die statt der Olive ins<br />

Martiniglas kommt, ist roher Pfeffer aus<br />

der Provinz Kampot – eine von »Foodies«<br />

weltweit gesuchte Trademark. Mittels Mix-<br />

Kurs werden »Herbal Khmer cocktails«<br />

wie dieser gerne auch interessierten Touristen<br />

nahegebracht.<br />

Dean Williams hat sich für seine von<br />

den 1920er-Jahren inspirierte Bar »Miss<br />

Wong« ebenfalls für einen Standort abseits<br />

der Trampelpfade Siem Reaps entschieden.<br />

In der Nähe des Flusses zelebriert das<br />

Team des Neuseeländers eine internationale<br />

Cocktailkarte (u. a. mit dem beliebten<br />

»Passionsfrucht-Cosmopolitan«). Für einen<br />

kambodschanischen Martini – hier mit<br />

Kaffirlimettenblättern – sollte immer Zeit<br />

sein, besonders, wenn man einen Platz in<br />

der stimmungs vollen Location ergattert hat.<br />

KAMPOT-PFEFFER IM SHAKER<br />

Beflügelt wird das Interesse an den Aromen<br />

des Landes auch von Spirituosen-Start-ups,<br />

deren bekanntestes die Destillerie »Samai«<br />

in Phnom Penh darstellt. Mit der Brennmeisterin<br />

Moang Darachampich destilliert<br />

hier eine Frau Rum aus dem Zuckerrohr<br />

des Königreichs. International liebt man vor<br />

allem jene Abfüllung, die Kampot- Pfeffer<br />

als Aromageber neben der Melasse nutzt.<br />

Damit lassen sich würzige Twists auf Klassiker<br />

wie den »Old Fashioned« kreieren. Der<br />

nach dem Nationalmonument Angkor Wat<br />

benannte Drink »The Angkorian« wiederum<br />

kombiniert den Kambodscha-Rum mit<br />

einem anderen südostasiatischen Liebling<br />

– der Tamarinde. Und selbst als Barbitter<br />

wird Kampot-Pfeffer verarbeitet. Das in<br />

der Hauptstadt ansässige Unternehmen<br />

»Tomoka« empfiehlt ihn vor allem für eine<br />

»Bloody Mary« im Kambodscha-Style.<br />

Während die streng verwaltete Demokratische<br />

Volksrepublik Laos bislang eher<br />

wenig auf dem internationalen Cock-<br />

<<br />

Fotos: east Group<br />

100 falstaff mai <strong>2023</strong>


Ein Ort der<br />

Inspiration und Stärkung,<br />

der Frauen dazu einlädt<br />

selbstbewusst zu sagen:<br />

Jetzt mehr erfahren unter<br />

https://www.lillet.com/de-at/les-ateliers/<br />

Genieße LILLET verantwortungsvoll.


spirits / GOLDENE COCKTAILSTUNDE<br />

THAI<br />

MASSAGE<br />

Marco Pani, »Bar Pani«, Wien<br />

ZUTATEN<br />

5 cl Gin, angesetzt mit Zitronengras und Ingwer*<br />

1 cl Honig-Chili-Sirup<br />

1 cl Vanillesirup<br />

2 cl frisch gepresster Limettensaft<br />

*Thai-Gin: Einen Stängel Zitronengras (mit<br />

Messer anquetschen) und in Scheiben<br />

geschnittene, geschälte Ingwerwurzel in eine<br />

Flasche Gin geben und 24 Stunden bei<br />

Zimmertemperatur im Alkohol ziehen lassen.<br />

Glas: Tumbler<br />

Garnierung: Thai-Chili<br />

ZUBEREITUNG<br />

Shaker mit Eiswürfeln füllen und alle Zutaten<br />

kräftig kalt shaken. Ins vorgekühlte Glas<br />

abseihen und mit dem Chili garniert servieren.<br />

<<br />

tail-Parkett in Erscheinung getreten<br />

ist, kann am anderen Ende des Spektrums<br />

Bangkok mittlerweile mit den fernöstlichen<br />

Drink-Metropolen Hongkong, Singapur<br />

und Shanghai durchaus konkurrieren.<br />

Immerhin wohnen im Großraum der<br />

thailändischen Hauptstadt auch so viele<br />

Menschen wie in ganz Kambodscha. »Bei<br />

der Gastfreundschaft schlägt die Thais<br />

niemand«, sagt dazu ein Kenner. »Ich finde,<br />

dass die lokale Barszene nach der Pandemie<br />

mit einigen Neueröffnungen noch stärker<br />

geworden ist« – und Philip Bischoff muss<br />

es wissen. Er wechselte von einer der besten<br />

Bars der Welt – dem »Manhattan« in Singapur<br />

– an den Chao-Phraya-Fluss.<br />

Sein »BKK Social Club« im »Four Seasons«<br />

widmet sich zwar dem Thema Argentinien,<br />

doch eine weitere Bar mit famosem<br />

Flussblick wartet mit Thai-Geschmack auf.<br />

Mit seinem bereits im Jahr 2004<br />

kreierten »Thai Massage« ist<br />

er Austro-Vorreiter in Sachen<br />

Indochina-Cocktails: Marco Pani.<br />

Während die Küche Olivier da<br />

Costas im »Seen« auf brasilianische Aromen<br />

setzt, würzen in der Bar im 26. Stock<br />

Chili und Mango den »Satan«. Thai-Basilikum<br />

wird für den »Belphegor« zu Sirup<br />

verarbeitet, der erstaunlich gut zu Tequila<br />

passt. Und mit getrocknetem Tintenfisch<br />

sorgt Bartender Ronnaporn »Neung« Kanivichaporn<br />

im Sripraya-Viertel für Streetfood-Geschmack<br />

im Glas: Wodka, Reiswein<br />

und Ingwersaft werden mit dem Meerestier<br />

kombiniert, als Garnitur sorgt Sepia-Tinte<br />

für den Instagram-Moment in der »Mahaniyom<br />

Cocktail Bar«.<br />

AROMA-EXPORT:<br />

THAI-BASILIKUM<br />

Fernreisen und Asia-Märkte bringen die<br />

fernöstlichen Geschmacksgeber inzwischen<br />

vermehrt auch in Europas Bars. In<br />

Wien gilt diesbezüglich Marco<br />

Panis »Thai Massage« schon<br />

seit 2004 als Vorreiter. Damals<br />

noch in der »Bar Italia« kreiert,<br />

ist er heute einer der Bestseller in<br />

der neuen »Bar Pani« an der Rossauer<br />

Lände. Noch tiefer geht die Kooperation<br />

Mario Nestlehners (»Laschensky Bar« in<br />

Wals-Siezenheim). Nach einem Bar-Bitter<br />

aus Bambus produziert er heute Werkzeuge<br />

– vom Shaker bis zum Tiki-Becher – aus<br />

dem nachwachsenden Rohstoff in Vietnam.<br />

Der Deutsche Lennart Geist wiederum<br />

liebt die Arbeit mit einem Aromageber,<br />

der alle Länder am Mekong verbindet:<br />

»Pandan ist im Geschmack eine schöne<br />

Mischung aus Popcorn, nussigen Aromen<br />

und Vanille«, so der Bartender aus »The<br />

Door« in Karlsruhe. Im Highball, aber<br />

auch im Rum-Negroni namens »Jamaican<br />

Amazone« schmecke der exotische Touch<br />

der Blätter vertraut und wird von Gästen<br />

doch selten erkannt. »Bekannt ist Pandan<br />

in der Regel aber nicht, sondern bedarf der<br />

Erklärung«, so Geist. Das allerdings würde<br />

in Vietnam nie passieren!<br />

<<br />

Fotos: Bar Pani, Nina Binder<br />

102 falstaff mai <strong>2023</strong>


COCA COLA<br />

Felix Salzer,<br />

»Planter’s Club«<br />

Philipp M. Ernst,<br />

»Josef Highball Bar«<br />

Anton Peschka,<br />

»Kleinod Prunkstück«<br />

1. RON BARCELÓ<br />

BAR TOUR<br />

Nachtschwärmer:innen aufgepasst:<br />

Am 4. und 11. Mai <strong>2023</strong> startet in Kooperation mit dem <strong>Falstaff</strong> die<br />

erste Ron Barceló Bar Tour durch drei erlesene Wiener Szenebars.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Die international bekannte Rum-<br />

Marke »Ron Barceló« ist heimischen<br />

Rumfans längst ein Begriff.<br />

Hergestellt in San Pedro de<br />

Macoris auf dem Anwesen der Familie Barceló<br />

in der Dominikanischen Republik, darf die<br />

Premium-Spirituose in keiner Top-Bar fehlen.<br />

Auch in drei Wiener Szenebars begeistert die<br />

mehrfach ausgezeichnete Qualität von Ron<br />

Barceló Imperial in innovativen Signature-<br />

Cocktails das Barpublikum. In den kommenden<br />

Wochen serviert die »Josef Highball Bar«<br />

neben den Cocktails und Fizzy Drinks den<br />

Charly Brown, kreiert von Barbesitzer Philipp<br />

M. Ernst. Das Savoir-vivre, wie einst im<br />

britischen Offizierskasino erlebbar, macht der<br />

»Planter’s Club«, wo Barchef Felix Salzer den<br />

Old & Strong kredenzt. Im trendigen »Kleinod<br />

Prunkstück« steht der El Emperador von<br />

Anton Peschka auf der Karte.<br />

Am 4. und 11. Mai <strong>2023</strong> können sich<br />

interessierte Rumkenner stilvoll im Elektro-Oldtimer<br />

von Bar zu Bar chauffieren<br />

lassen und genießen in den drei Lokalen<br />

die exquisiten Ron Barceló Imperial Signature<br />

Drinks. Dazu gibt es bei einer exklusiven<br />

Masterclass mit Maike Hubrich spannende<br />

Facts zum Thema Rum, Antipasti-<br />

Snacks von »Livingstone« und ein Überraschungs-Goodie-Bag.<br />

INFO<br />

Tickets um 59 Euro pro Person solange der Vorrat<br />

reicht. Weitere Informationen finden sich auf<br />

falstaff.com<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 103


Chefredakteur<br />

MARTIN<br />

KUBESCH<br />

GOURMET<br />

TROTZ TROCKENHEIT<br />

<strong>2023</strong> WIRD GUTES<br />

SPARGEL-JAHR<br />

Eine trotz der anhaltenden Trockenheit<br />

gute Spargelsaison erwartet der<br />

Obmann der Marchfelder Spargelbauern,<br />

Werner Magoschitz. »Der mangelnde<br />

Regen ist natürlich auch bei uns ein<br />

großes Thema, aber die Spargelpflanzen<br />

benötigen das Wasser primär nach der Ernte,<br />

wenn die Pflanze neue Kraft sammelt.«<br />

Mehr Kopfzerbrechen bereiten dem Spargelbauern<br />

da schon die kühlen Temperaturen<br />

rund um Ostern: »Spargel braucht<br />

Wärme, um auszutreiben – an warmen<br />

Tagen wächst er bis zu zehn Zentimeter, an<br />

kalten geht gar nichts weiter.« Was aber bisher<br />

geerntet werden konnte, beglückt das<br />

Herz jedes Spargelfreundes: »Die Qualität<br />

der grünen und der weißen Spargel ist heuer<br />

wirklich außergewöhnlich gut!«<br />

marchfeldspargel.at<br />

IDYLLISCH & G’SCHMACKIG: TAFELN IM WEINVIERTEL<br />

Eine lange, weiß gedeckte Tafel unter<br />

freiem Himmel, ein Fünf-Gänge-Menü mit<br />

Weinbegleitung inmitten von Weinrieden, in<br />

idyllischen Kellergassen oder historischen<br />

Schlosshöfen – das Kulinarik-Festival<br />

»Tafeln im Weinviertel« verspricht auch<br />

heuer vom 7. Juni bis 19. August wieder<br />

bleibende Eindrücke für alle Sinne.<br />

Bei »Tafeln im Weinviertel« bitten Weinviertler<br />

Spitzenköche an die malerischsten<br />

Genussplätze der Region – neu sind heuer<br />

etwa die Tafeln bei der historischen Ruine<br />

in Markgrafneusiedl im Marchfeld, am idyllischen<br />

Kellerberg in Auggenthal oder am<br />

Sierndorfer Kellerberg und vor dem Schloss<br />

Marchegg. Dort wird ein Menü aus besten<br />

104 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

und vorwiegend regionalen Zutaten aufgetischt,<br />

ausgewählte Weinviertler Winzer<br />

sorgen für die passende Weinbegleitung.<br />

Insgesamt stehen heuer 26 Tafel-Termine<br />

auf dem Programm, erfahrungsgemäß sind<br />

die Tickets aber rasch ausverkauft. Wer<br />

dabei sein will sollte, also schnell sein!<br />

tafeln-im-weinviertel.at<br />

Tafeln unter freiem Himmel inmitten<br />

der schönsten Weinviertler<br />

Landschaften – das bietet das<br />

Festival »Tafeln im Weinviertel«.


NOTIZEN<br />

PFUI SPINNE – DIE SCHLECHTESTEN SPEISEN<br />

Fotos: Barbara Gorecka Photography / Shutterstock, Weinviertel Tourismus / Robert Herbst, Weinviertel Tourismus / Christine Wurnig, JEWnnn YEEpld / Shutterstock, Liebentritt, Hannelore Kirchner, Irena Fonda, beigestellt<br />

Die Food-Plattform Taste Atlas hat dazu<br />

aufgerufen, die am schlechtesten schmeckenden<br />

Gerichte der Welt zu küren. Einige<br />

Ergebnisse überraschen: Auf Platz 1 liegt<br />

unumstritten der isländische Hákarl, über<br />

Monate fermentierter Grönlandhai. Auf<br />

den Plätzen folgen Indigirka-Salat (sibirischer<br />

Salat aus tiefgefrorenem Fisch) und<br />

gebratene Spinnen aus Südostasien. Bei<br />

der am schlechtesten bewerteten Austro-<br />

Speise – Beuschel landete auf Platz 14 –<br />

liegen die Foodies allerdings daneben: Wer<br />

dieses klassische Gasthausgericht nicht<br />

mag, hat nur noch nie ein gutes Beuschel<br />

gegessen. Wir lieben es! tasteatlas.com<br />

WILDSHUT MYSTIQUE<br />

Das Stiegl-Gut Wildshut sorgt mit seinem<br />

neuen Bio Red Ale Sour für Aufsehen<br />

bei Bier-Connaisseuren. Im<br />

Eichenfass gereift, präsentiert sich das<br />

»Wildshut Bio Mystique« im Glas<br />

dunkelrot funkelnd mit komplexen<br />

Geschmacks- und Duftnoten nach<br />

Pflaume, Balsamico, Schokolade und<br />

Rotwein, mit guter Säure und feinem<br />

Prickeln. Man serviert es am besten im<br />

Stielglas z. B. als Digestif. Die Erstauflage<br />

»Blend 2022« ist auf gerade einmal<br />

2500 Halbliterflaschen limitiert.<br />

biergut.at<br />

COOLE KÜHLER AUS<br />

ST. MARGARETHEN<br />

Bereits die Römer nutzten den Kalksandstein<br />

aus St. Margarethen im<br />

Burgenland für ihre Bauten, später<br />

auch die Dombaumeister zu St.<br />

Stephan. Nun fertigt das Start-up<br />

Unicosa Flaschenkühler aus dem<br />

porösen Material. Vorteil: Sie halten<br />

Getränke extrem lange frisch – und<br />

sehen auch noch hinreißend aus.<br />

unicosa.at<br />

BRANZINO-BOTTARGA AUS PIRAN<br />

Irena Fonda, Fischzüchterin in Piran,<br />

erobert mit ihren Branzini seit Jahren<br />

Europa. Nun gesellt sich zu den Fischen<br />

eine weitere Spezialität: Bottarga di branzini.<br />

Und dieser mediterrane »Kaviar« ist<br />

ein Hochgenuss – gerieben über Pasta<br />

oder auf einem Baguette. In <strong>Österreich</strong><br />

exklusiv bei Edelgreißler Herwig Ertl.<br />

herwig-ertl.at, fonda.si<br />

DER ERSTE GIN AUS VIETNAM<br />

Zwölf lokale Botanicals aus dem schier<br />

unendlichen Reservoir der vietnamesischen<br />

Flora werden für den neuen »Saigon<br />

Baigur«-Gin mit klassischen Zutaten<br />

kombiniert. Das Ergebnis ist ein Gin mit<br />

frischer und unverwechselbarer Note,<br />

der sich vor allem mit Aromen wie Litschi,<br />

Kokos oder Yuzu hervorragend<br />

kombinieren lässt. spiritlovers.at<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

105


gourmet / INDOCHINA<br />

IM<br />

KULINARISCHEN<br />

HERZ ASIENS<br />

Indochina, jener Teil Asiens zwischen dem indischen Subkontinent<br />

und dem Giganten China, stellt einen ganz eigenen, kulinarischen<br />

Mikrokosmos dar, der sich auf höchst vielfältige Weise entwickelt<br />

hat. <strong>Falstaff</strong> nimmt Sie mit auf eine geschmackvolle Reise durch<br />

Thailand und Vietnam, durch Laos und Kambodscha, durch eine<br />

gastronomische Welt, die ihresgleichen sucht.<br />

TEXT MARTIN KUBESCH<br />

Offenes Feuer, ein glühender Wok, die<br />

Essenz der Küche Indochinas. Ob in<br />

den zigtausenden Garküchen zwischen<br />

Thailand und Vietnam oder in den<br />

sterneprämierten Top-Restaurants der<br />

Region: Ohne die gusseiserne Pfanne<br />

läuft hier in den Küchen nichts.<br />

Foto: DG FotoStock / Shutterstock<br />

106 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

107


Als »einzigartigen und<br />

lupenreinen Blick auf die<br />

moderne Thai-Cuisine«<br />

und »Beispiel für das<br />

Beste, was das Land<br />

gastronomisch zu bieten hat, inspiriert<br />

vom außergewöhnlichen landwirtschaftlichen<br />

Erbe und den jahrhundertealten<br />

Kochtechniken des Landes« bezeichnen<br />

die Juroren der <strong>2023</strong>er-Liste der »50<br />

besten Lokale Asiens« die Küche im »Le<br />

Du« in Bangkok. Und sezieren damit<br />

ganz präzise, worauf es in der Küche des<br />

Königreichs seit jeher ankommt: klare<br />

und strenge Regeln, frischeste Zutaten<br />

aus lokaler Produktion und im Finish<br />

eine fein abgeschmeckte Cuvée aus<br />

Tradition und Moderne – in diesem Fall<br />

ein leichter französischer Twist in der<br />

Zubereitung. Lohn für das »Le Du« (der<br />

Name klingt zwar sehr französisch, heißt<br />

aber auf thailändisch »Jahreszeit«) und<br />

seinen jungen Küchenchef Thitid<br />

Tassanakajohn: der Titel als »Bestes<br />

asiatisches Restaurant <strong>2023</strong>« – und<br />

jede Menge Publicity.<br />

»THAILANDS KÜCHE<br />

KONNTE SICH ÜBER<br />

JAHRHUNDERTE<br />

ENTWICKELN UND<br />

KANN IMMER AUF<br />

BESTE ZUTATEN<br />

ZURÜCKGREIFEN.<br />

WINI BRUGGER GASTRONOM<br />

»FRANKREICH DES OSTENS«<br />

Aber das »Le Du« ist nur die Spitze des<br />

Eisbergs. Insgesamt kamen neun Restaurants<br />

in Bangkok in die »50 Best«-Liste,<br />

alleine vier unter die ersten zehn. Und<br />

bewiesen damit einmal mehr die herausragende<br />

Position der thailändischen Haute<br />

Cuisine in Fernost. Für Gastronomen wie<br />

den Kärntner Wini Brugger, mit seinen<br />

Asia-Fusion-Restaurants »Yohm« und<br />

»Indochine 21« um die Jahrtausendwende<br />

Austro-Trendsetter in Sachen asiatischer<br />

Haute Cuisine in <strong>Österreich</strong>, ist das wenig<br />

überraschend: »Thailands Küche genießt in<br />

der Kulinarikwelt einen gewaltigen Ruf,<br />

denn sie konnte sich über viele Jahrhunderte<br />

autochthon entwickeln, wird in einer<br />

eigenen Hochschule gelehrt und kann auf<br />

die besten Zutaten zugreifen, die man<br />

finden kann.« Es sei eine Situation, wie sie<br />

sonst eigentlich nur in Frankreich existiert:<br />

»Thailands Chefs finden alle Voraussetzungen<br />

vor, in den Küchen des Landes<br />

Außergewöhnliches zu schaffen. Und sie<br />

nutzen diesen Vorteil perfekt.«<br />

Wobei es den meisten Küchenchefs<br />

zwischen Chiang Mai im Norden und<br />

Phuket im Süden gelingt, bei aller Höhe der<br />

Haute Cuisine niemals die Basis ihrer<br />

Aromenvielfalt aus den Augen zu verlieren<br />

– und die liegt im allgegenwärtigen<br />

Streetfood. Brugger: »Wenn man die<br />

gesamte Veredelung, die die Haute Cuisine<br />

auszeichnet, weglässt, dann kommen so gut<br />

wie alle Rezepturen der thailändischen<br />

Küche aus dem Alltag, aus der Volksküche,<br />

wie sie in den Familien und von den<br />

Straßenhändlern seit Ewigkeiten angewendet<br />

und überliefert wird.«<br />

Fotos: FootageLab / Shutterstock, Presidential Photographs / Records of the White House Photo Office Karte: Stefanie Hilgarth / carolineseidler.com<br />

108 falstaff mai <strong>2023</strong>


gourmet / INDOCHINA<br />

Mal eben auf ein schnelles Bier in Hanoi: Der<br />

frühere US-Präsident Barack Obama und der –<br />

inzwischen verstorbene – Anthony Bourdain<br />

setzten sich 2015 für die TV-Show des Kochs<br />

in einer der unzähligen vietnamesischen<br />

Garküchen zusammen und plauschten.<br />

Bestes Beispiel<br />

dafür ist Supinya<br />

»Jay Fai« Junsuta.<br />

Die Streetfood-<br />

Virtuosin startete in<br />

Bangkok mit einem Wok<br />

auf einer mobilen Garküche.<br />

Ihre Kreationen, allen<br />

voran ihr »Signature Dish«, ein<br />

Krabbenomlette, waren bald über die<br />

Grenzen der Metropole hinaus so beliebt,<br />

dass sogar der Guide Michelin auf sie<br />

aufmerksam wurde und ihr 2018 einen<br />

Stern verlieh, den sie bis heute hält.<br />

Inzwischen betreibt sie ein kleines Lokal<br />

mit sieben Tischen, die Preise wurden<br />

angehoben und die Gäste stehen Schlange<br />

um den ganzen Block, um bei ihr zu essen.<br />

Aber letztlich ist ihr Lokal »Raan Jay Fai«<br />

nach wie vor ein Streetfood-Spot, wenngleich<br />

auch ein vielfach prämierter.<br />

GOOD MORNING, VIETNAM!<br />

Komplett anders verhält es sich mit dem<br />

östlichsten Staat Indochinas. Die Republik<br />

Vietnam hat – auch kulinarisch – eine sehr<br />

wechselvolle Geschichte hinter sich.<br />

Zahlreiche Völker hinterließen in den<br />

Küchen des Landes ihre Spuren und<br />

entwickelten die aus dem bäuerlichen Alltag<br />

heraus entstandenen Gerichte sukzessive<br />

weiter. Wie Thailand hat auch Vietnam eine<br />

extrem entwickelte Streetfood-Kultur,<br />

geschmacklich allerdings mit ganz<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

109


gourmet / INDOCHINA<br />

<<br />

anderen Vorzeichen: Statt Schärfe<br />

regieren frische Kräuter, Limetten und<br />

Zitronengras, statt elaborierter Zubereitungsarten<br />

setzt man auf Kreativität. Currys<br />

– eines der wichtigsten Gerichte in ganz<br />

Indochina – sind in Vietnam milder und<br />

molliger als in Thailand, statt Reis werden<br />

(Reis-)Nudeln als Beilage gereicht. Und die<br />

wichtigsten Food-Klassiker – die Pho-<br />

Suppen, die gefüllten Baguettes Bánh Mi<br />

oder Bun Cha, haben allesamt französische<br />

Wurzeln. Dennoch – oder gerade deshalb –<br />

gewinnt die vietnamesische Küche immer<br />

mehr Fans. Einerseits rund um den Globus<br />

– die Zahl der Lokale weltweit, die das<br />

Wörtchen Pho im Namen<br />

tragen, ist längst ohne<br />

Zahl – und andererseits in<br />

Vietnam selbst. »Es bildet sich<br />

gerade eine Hochküche aus, und es<br />

finden sich immer mehr Gastronomen, die<br />

auf verlässlichem Niveau die Rezepte des<br />

Landes veredeln«, erzählt Vietnam-Fan<br />

Wini Brugger. Und spätestens, seit der<br />

frühere US-Präsident Barack Obama mit<br />

dem inzwischen verstorbenen Koch<br />

Anthony Bourdain medienwirksam in<br />

Hanoi Bier trank und Spezialitäten snackte,<br />

muss sich die Küche des Landes keinem<br />

mehr erklären.<br />

SONST?<br />

Kulinarisch ein<br />

Mauerblümchendasein<br />

fristen Laos und<br />

Kambodscha, die zwischen<br />

Thailand im Westen und Vietnam im<br />

Osten Indochinas liegen. Doch obwohl die<br />

Küchen der beiden Länder viele Anleihen<br />

bei ihren Nachbarn nehmen, haben sie<br />

auch lokale Besonderheiten zu bieten.<br />

Alles in allem stellt Indochina einen<br />

kulinarischen Kosmos dar, der für Feinschmecker<br />

und Abenteuerlustige gleichermaßen<br />

eine unendliche Bandbreite an<br />

Verlockungen bereithält.<br />

»THAILAND IST EINE<br />

ANDERE WELT«<br />

Der Kärntner Koch, Gastronom und Asien-Experte<br />

Wini Brugger über die unterschiedlichen Küchen Indochinas<br />

und den Einfluss Chinas auf die gesamte Region.<br />

FALSTAFF Sie waren der Erste, der südostasiatische<br />

Fusion-Küche nach <strong>Österreich</strong><br />

brachte – zuerst 1999 mit dem<br />

»Yohm«, 2002 dann mit dem viel prämierten<br />

»Indochine 21«. Davor waren Sie<br />

jahrelang in ganz Asien unterwegs und<br />

haben die lokalen Küchen studiert. Wie<br />

unterscheidet sich Ihrer Erfahrung nach<br />

die Kulinarik in Thailand und Vietnam?<br />

WINI BRUGGER Vietnam wurde von den<br />

unterschiedlichsten Mächten kolonialisiert<br />

– den Chinesen, den Franzosen, kurz<br />

waren die Japaner und die Amerikaner<br />

hier. Ungeachtet dessen hat die Küche<br />

überraschend starke Eigennoten entwickelt.<br />

Sie arbeitet vor allem mit einer riesigen<br />

Vielfalt an frischen Kräutern, wie es<br />

sie sonst eigentlich nur in Frankreich gibt.<br />

Und es wird alles milder und sämiger<br />

gekocht als in Thailand – dort ist Schärfe<br />

Trumpf, je mehr desto besser. Thailand hat<br />

im Vergleich mit Vietnam eine ungleich kompliziertere<br />

und sehr eigenständige Küche, die<br />

sich über viele Jahrhunderte sehr autochthon<br />

entwickeln konnte. Und hier hat sich auch<br />

eine echt Hochküche ausgebildet, die »Royal<br />

Thai Cuisine«, die an einer eigenen Kochschule<br />

gelehrt wird – auch das kennt man<br />

sonst eigentlich nur aus Frankreich.<br />

Was lässt sich über die Küchen in Laos und<br />

Kambodscha sagen?<br />

Beide Länder sind im Vergleich zu ihren<br />

Nachbarn sehr arm und leiden unter Ressourcenmangel,<br />

das wirkt sich auch auf die<br />

Küche aus. Diese zeigt viele thailändische,<br />

vietnamesische und natürlich chinesische<br />

Einflüsse – China ist hier die Zentralmacht,<br />

die alles überstrahlt, auch kulinarisch.<br />

Im direkten Vergleich Thailand-Vietnam,<br />

welcher Küche geben Sie den Vorzug?<br />

Das kann man nicht vergleichen. Vietnam<br />

hat eine Bauernküche, die heute auch auf<br />

Haute-Cuisine-Niveau getunt wird, aber<br />

die Wurzeln sind dennoch bäuerlich. Thailands<br />

Küche ist eine königliche Küche, die<br />

Gerichte haben ungleich mehr Zutaten,<br />

zehn oder noch mehr, und es gibt äußerst<br />

strenge Zubereitungsregeln. In Thailand<br />

gibt es zudem schon lange eine Haute Cuisine,<br />

mit entsprechenden Lokalen und<br />

allem Drumherum, einige der besten<br />

Restaurants der Erde sind hier. Das ist<br />

eine vollkommen andere Welt.<br />

<<br />

Fotos: lkunl / Shutterstock, beigestellt<br />

110 falstaff mai <strong>2023</strong>


Hej ;)<br />

DER NEUE VOLLELEKTRISCHE VOLVO EX90.<br />

Hej ;)<br />

Entdecken Sie den neuen Volvo EX90 im skandinavisch-minimalistischen Design<br />

mit 7 Sitzen und bis zu 600 km Reichweite. Dank innovativer Safe Space<br />

Technology mit Lidar erkennt er sogar Objekte in bis zu 250 m Entfernung – bei Tag<br />

und bei Nacht. Das macht den neuen Volvo EX90 zum sichersten Volvo aller Zeiten.<br />

DER NEUE VOLLELEKTRISCHE VOLVO EX90.<br />

Entdecken Sie den neuen Volvo EX90 im skandinavisch-minimalistischen Design<br />

mit 7 Sitzen und bis zu 600 km Reichweite. Dank innovativer Safe Space<br />

Technology mit Lidar erkennt er sogar Objekte in bis zu 250 m Entfernung – bei Tag<br />

und bei Nacht. Das macht den neuen Volvo EX90 zum sichersten Volvo aller Zeiten.<br />

MEHR INFOS BEI UNS IM AUTOHAUS.<br />

Volvo EX90. Stromverbrauch: 20,9 – 21,1 kWh/100 km, CO₂-Emission: 0g/km, Reichweite: 580 – 585 km. Jeweils kombiniert, nach WLTP-Prüfverfahren. Die<br />

voraussichtliche Reichweite ist vorläufig und beruht auf Schätzungen und Berechnungen von Volvo Cars für den Volvo EX90. Sie dient der Veranschaulichung, diese<br />

Ergebnisse sind nicht garantiert. Die Reichweite, der Energieverbrauch und die Ladezeit können unter realen Bedingungen, einschließlich Fahrverhalten, Klima und<br />

Batteriezustand, variieren. Abbildung MY24. Irrtümer, Fehler und Änderungen vorbehalten. Stand: Dezember 2022.<br />

MEHR INFOS BEI UNS IM AUTOHAUS.<br />

IZ-NÖ Süd Gewerbestraße 17–19<br />

2351 Wiener Neudorf<br />

02236 25380<br />

office@gruenzweigauto.at<br />

volvocars.at/gruenzweig


gourmet / THAILAND<br />

Ob am berühmten »Floating<br />

Market« in Bangkok oder<br />

auf einem der unzähligen<br />

anderen Märkte: Frisches<br />

Obst und Gemüse sind in<br />

Thailand allgegenwärtig<br />

und essenzieller Bestandteil<br />

der kulinarischen Kultur.<br />

Foto: E+ / Getty Images<br />

112 falstaff mai <strong>2023</strong>


THAILAND:<br />

CHILI, CURRY,<br />

KOKOSNUSS<br />

Streetfood-Hochburg und aufstrebendes Gourmetmekka:<br />

In Thailand und seiner pulsierenden Hauptstadt kommt<br />

zusammen, was zusammengehört. Und so vielfältig und<br />

bunt wie das Land selbst ist auch seine Küche.<br />

TEXT CAROLINE METZGER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

113


gourmet / THAILAND<br />

Pulsierendes Bangkok: Die Hauptstadt ist<br />

auch der kulinarische Schmelztiegel des<br />

Landes, hier finden sich alle Küchen wieder.<br />

W<br />

enn es dunkel wird<br />

in der thailändischen<br />

Hauptstadt, erwacht<br />

der Talad Rot Fai<br />

Srinakarin zum<br />

Leben. Dann treffen sich Einheimische, Touristen<br />

und Geschäftsreisende gleichermaßen<br />

zwischen den kleinen Ständen des wohl bekanntesten<br />

Nachtmarkts von Bangkok, um<br />

sich mit Lebensmitteln zu versorgen, Souvenirs<br />

zu kaufen, Kuriositäten zu bestaunen –<br />

und natürlich, um zu essen. Dicht an dicht<br />

drängen sich die mobilen Gar küchen aneinander,<br />

die es Besuchern erlauben, sich in nur<br />

einer Nacht auf eine kulinarische Rundreise<br />

durch das ganze Land zu begeben: von den<br />

Standards Pad Thai und Tom Kha Gai über<br />

die Reisgerichte, die einst über die Grenzen<br />

der Nachbarländer kamen und von dort<br />

aus das Land eroberten, bis zu den Fischund<br />

Seafood- Spezialitäten der südlichen<br />

Küstengebiete.<br />

Trotz seiner Lage im Südosten der Stadt,<br />

etwas abseits der ausgetretenen Pfade,<br />

gehört der Talad Rot Fai allein seiner Größe<br />

in Fläche und Angebot wegen zu den<br />

Touristen-Hotspots – doch die Konkurrenz<br />

schläft nicht: Influencer und Besucher<br />

am Puls der Zeit finden sich derzeit<br />

mit Vorliebe im erst kürzlich eröffneten<br />

Jodd Fairs Night<br />

Market ein, der zwar<br />

geringere Ausmaße<br />

hat, aber ebenfalls mit<br />

einer erstaunlichen Vielfalt<br />

an Ständen und Garküchen<br />

nebst kleinen Bars mit Livemusik<br />

aufwarten kann. Und in der ganz jungen<br />

Ong Ang Walking Street kann man beim<br />

Essen und Trinken auch noch Street-Art regionaler<br />

Künstler bewundern. Die Liste ließe<br />

sich beliebig fortsetzen, denn inzwischen<br />

hat man allein nachts die Wahl zwischen<br />

rund 40 Märkten – tagsüber potenziert sich<br />

deren Anzahl noch. Und sie sind nur eine<br />

hochkonzentrierte, aber längst nicht die<br />

einzige Streetfood-Option: Denn gekocht<br />

wird hier an so gut wie jeder Straßenecke.<br />

R<br />

OYAL THAI CUISINE<br />

AUF DER EINEN<br />

SEITE, STREETFOOD-<br />

MEKKA AUF DER<br />

ANDEREN: THAILAND<br />

IST EIN SCHLARAFFEN-<br />

LAND FÜR FOODIES.<br />

Seafood ist Standard,<br />

vor allem im Süden des<br />

Landes. Tintenfische,<br />

Garnelen und Co. werden<br />

immer ganz frisch<br />

zubereitet.<br />

Dabei haben nicht nur<br />

Bangkoks Garküchen Thailand<br />

den Ruf als Wiege des asiatischen<br />

Streetfood beschert. Allerorts glühen im<br />

Land die Woks: Im hohen Norden ist die<br />

zweitgrößte Stadt des Landes, Chiang Mai,<br />

Fixpunkt für all jene, die sich in den Provinzen<br />

Chiang Mai und Chiang Rai auf die<br />

Spur ursprünglicher Thai-Kultur begeben<br />

wollen. Dementsprechend geht es auch auf<br />

den Märkten authentischer zu. Der Nachtbasar<br />

von Chiang Mai ist zum einen eine<br />

wahre Hochburg des Kunsthandwerks, zum<br />

anderen sorgen auch hier Lebensmittelverkäufer<br />

und mobile Garküchen dafür, dass<br />

ein Besuch aus olfaktorischer und lukullischer<br />

Sicht zu einem wahren Erlebnis wird.<br />

Streetfood ist aber bekanntlich nur die halbe<br />

Miete der zeitgenössischen Kulinarik.<br />

GENUSSZENTRUM<br />

Nicht nur für die unkomplizierte Küche to<br />

go, sondern auch für deren Fine-Dining-<br />

Gegenstück, ist das südostasiatische Königreich<br />

ein Schlaraffenland. Das hat auch<br />

mit der langen Tradition der »Royal<br />

<<br />

Fotos: artapartment / Shutterstock, DG FotoStock / Shutterstock<br />

114 falstaff mai <strong>2023</strong>


Energieeffizienz<br />

der Extraklasse<br />

Sparen Sie nachhaltig Geld und Ressourcen:<br />

Unsere Kühl- und Gefrierkombinationen in<br />

Höchstklasse A arbeiten dank hochwertiger<br />

Isolationspaneele über Jahre hinweg extrem<br />

effizient. Durchdachte Frischetechnologien<br />

reduzieren die Lebensmittelverschwendung.<br />

Und das bei garantiert langlebiger Qualität.<br />

Alle Vorteile der Extraklasse entdecken:<br />

home.liebherr.com/weiterdenken<br />

Langlebig. Nachhaltig. Effizient.<br />

⸺<br />

CBNsda 5723<br />

Plus Serie


gourmet / THAILAND<br />

<<br />

Thai Cuisine« zu tun. Die wortwörtliche<br />

Königsklasse der Landesküche hat ihren<br />

Ursprung in den Gerichten und Rezepten,<br />

die in vergangenen Jahrhunderten den Angehörigen<br />

der Königsfamilie vorbestimmt<br />

waren. Bis heute dürfen diese nur unter<br />

Einhaltung strenger Regeln von ausgewählten<br />

und sorgsam ausgebildeten Köchen<br />

zubereitet werden, bilden aber auch die<br />

Grundlage für den anhaltenden Trend zum<br />

hochklassigen Restauranterlebnis.<br />

Das Kunststück, dessen Geschmäcke mit<br />

den Vorzügen des Streetfood zu kombinieren,<br />

gelingt in der kleinen Garküche von<br />

Jay Fai, die nicht erst seit ihrem Auftauchen<br />

in einer Netflix-Doku über Streetfood Kult<br />

ist: Krabbenomelette und andere Köstlichkeiten<br />

haben der Chefin jüngst einen<br />

Michelin-Stern beschert. Überhaupt hat<br />

die Spitzengastronomie im Land in den<br />

vergangenen Jahren ordentlich Fahrt aufgenommen,<br />

denn in den luxuriösen Resorts<br />

entlang der Küste wird auf ebensolchem<br />

Niveau gekocht. Das Epizentrum der gehobenen<br />

Thai-Küche bleibt aber, zumindest<br />

vorerst, zweifellos die Hauptstadt.<br />

Hier haben es sich inzwischen zahlreiche<br />

Gourmetrestaurants gemütlich gemacht,<br />

zwei davon sind gleich doppelt besternt:<br />

Das »Sorn« hat sich der südthailändischen<br />

Küche verschrieben und<br />

bezieht seine Produkte,<br />

die in schwindelerregende<br />

22 Gänge verwandelt werden,<br />

von einem Netzwerk<br />

ausgewählter Fischer und<br />

Bauern. Nicht weit entfernt<br />

wird im »R-Haan« nach der<br />

thailändischen Fünf-Elemente-Küche<br />

gekocht. Und eine andere<br />

Bangkoker Adresse wurde gerade überhaupt<br />

zum besten Restaurant in ganz Asien<br />

erkoren: »Le Du« ist ein landessprachliches<br />

Synonym für regional, und genau das ist<br />

auch die Prämisse der schicken Adresse im<br />

Herzen der Metropole.<br />

KULINARISCHER<br />

SCHMELZ TIEGEL<br />

Nach genussvollen Tagen in Bangkok<br />

begibt man sich am besten mit möglichst<br />

viel Zeit im Gepäck auf Erkundungstour,<br />

wahlweise geht es dabei in Richtung der<br />

nördlichen Natur- und Kulturschätze oder<br />

der Insel- und Strandparadiese im Süden.<br />

Hier wie dort werden fernab der Großstadt<br />

auch die Unterschiede, Nuancen und<br />

Ursprünge der Thai-Küche deutlicher.<br />

Im Norden des Landes machen sich besonders<br />

Einflüsse aus den Nachbarländern<br />

<<br />

DAS AUGE ISST<br />

IMMER MIT<br />

TREND FOOD CARVING<br />

Präsentation ist die halbe Miete – das wissen<br />

auch die Köche Thailands längst. So liegt<br />

ein Hauptaugenmerk in der thailändischen<br />

Küche traditionell auf der Optik der Gerichte.<br />

Die sind mit ihren vielen frischen Zutaten<br />

und deren kraftvollen Farben – von Chilirot<br />

bis Basilikumgrün – zwar meist ohnehin sehr<br />

hübsch anzusehen. Zusätzlich wird aber oft<br />

noch mit verspielter und meist auch besonders<br />

aufwendiger Dekoration gearbeitet. Was<br />

man früher Tournieren nannte, heißt heute<br />

Food Carving: das kunstvolle Schnitzen von<br />

grafischen Mustern oder Figuren, vornehmlich<br />

aus Obst und Gemüse. Gerade in der gehobeneren<br />

thailändischen Gastronomie sind dabei<br />

oftmals wahre Meister am Werk.<br />

Jedem Haushalt sein eigenes<br />

Curry: Die Zusammensetzung der<br />

Currypasten wird streng gehütet,<br />

anders als in Indien werden<br />

die Currys hier mit Kokosmilch<br />

zubereitet.<br />

Fotos: Single / Shutterstock, saiko3p / Shutterstock, Nisoh Salaeh / Shutterstock<br />

116 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

Traumhafte Küstenlandschaften: Vor allem<br />

im Süden des Landes warten unzählige<br />

Traumstrände auf Gäste. Die Küche hier ist<br />

deutlich schärfer als im Norden.


Willkommen in<br />

einer neuen Ära:<br />

George<br />

Business<br />

ist da.


gourmet / THAILAND<br />

Essen to go: Ob Frühstück, Lunch oder Abendessen, in<br />

den Großstädten wird beinahe jede Mahlzeit unterwegs<br />

eingenommen. Viele Wohnungen haben nicht einmal eine<br />

Küche oder aber nur eine sehr kleine Kochstelle.<br />

Streetfood-Mekka Bangkok:<br />

Jeder isst hier auf der<br />

Straße und die Streetfood-<br />

Stände sind ohne Zahl –<br />

bis hin zur Michelin-Sterngekrönten<br />

Jay Fai mit<br />

ihrem Kultladen<br />

»Raan Jay Fai«.<br />

<<br />

Myanmar und<br />

Laos bemerkbar –<br />

aus Letzterem stammt<br />

etwa der Klebreis, der<br />

aber längst nicht nur,<br />

wie hierzulande bekannt,<br />

in Kombination mit Mangos<br />

oder anderen exotischen Früchten als Dessert<br />

genossen, sondern auch als Beilage zu<br />

würzigen Gerichten gereicht wird. Deren<br />

Hauptdarsteller ist meist Hühnerfleisch,<br />

so wie im Fall des regionaltypischen Kai<br />

Yang, das ebenfalls aus Laos importiert<br />

wurde. Das Huhn wird dazu flach geklopft,<br />

mit einer Mischung aus Soja-, Fischsauce<br />

und diversen Gewürzen bestrichen und<br />

scharf gegrillt. Auch Khao Soi hat laotische<br />

Ursprünge: Das Gericht aus gekochten und<br />

frittierten Eiernudeln in einer kräftigen<br />

Brühe, optional mit zusätzlicher Fleischoder<br />

Gemüseeinlage, wird traditionell mit<br />

fermentiertem Gemüse gegessen. Je weiter<br />

man in den Süden und in Strandnähe vordringt,<br />

desto zahlreicher werden die Touristen<br />

und desto prominenter sind in den<br />

Küchen die Tiere des Meeres. Am weitesten<br />

verbreitet sind die Garnele und ihre engeren<br />

Verwandten – so dienen getrock nete<br />

Shrimps in vielen Gerichten als Salz- und<br />

Umami-Lieferant, frische Garnelen werden<br />

in beinahe jeder Darreichungsform –<br />

gedämpft, frittiert, gebraten – angeboten.<br />

»Importware« Chili: Die feurigen<br />

Schoten kamen von Südamerika<br />

via Europa hierher, sind aber<br />

längst kulinarisch »eingemeindet«.<br />

SCHARFE SACHE<br />

Vom Süden aus hat auch das klassische,<br />

hierzulande als Thai-Curry bekannte<br />

Kaeng seinen Siegeszug angetreten. Anders<br />

als in Indien wird es auf Kokosmilchbasis<br />

gekocht, für seine Geschmackstiefe<br />

sorgt eine würzige Paste aus im Mörser<br />

zerriebenen Aromaten. Thai-Basilikum, Koriander,<br />

der auch als Thai-Ingwer bekannte<br />

Galgant und Zitronengras gehören zu den<br />

Standards, die genaue Zusammensetzung<br />

jeder Currypaste ist mindestens so vielschichtig<br />

wie die Küche selbst. Und mitunter<br />

streng geheim, denn wer in Thailand etwas<br />

auf die eigene Kunst am Herd hält, stellt<br />

seine Paste selbst her. Grundsätzlich gilt jedoch<br />

die Faustregel: Je weiter südlich, desto<br />

schärfer werden die Currys. Denn neben<br />

der Fischsauce sind Chilis Teil der Grundausstattung<br />

jeder thailändischen Küche. Die<br />

kleinen Schoten kommen in besonderer Variation<br />

daher, von mäßig scharf bis zu richtig<br />

feurigen Exemplaren. Ungeübte sollten<br />

bei der Frage nach dem Schärfegrad deshalb<br />

Vorsicht walten lassen. Die Geschmacksnerven<br />

sollen schließlich empfänglich bleiben<br />

für alles, was noch kommt – ob auf der<br />

Pappschale oder dem Porzellanteller. <<br />

THAI-KLASSIK:<br />

PAD THAI UND<br />

TOM KHA GAI<br />

Gemeinhin wird die Küche Zentralthailands<br />

als typische Thai-Küche wahrgenommen,<br />

deren Flaggschiff das heute über den ganzen<br />

Globus bekannte Pad Thai ist. Das hat seinen<br />

Ursprung zwar in China, gilt heute aber als<br />

Nationalgericht – trotz seines tragischen Hintergrunds:<br />

Während des Zweiten Weltkriegs<br />

sollte der Reis lukrativ exportiert werden<br />

oder den Soldaten vorbehalten sein, weshalb<br />

man die Bevölkerung anhielt, mehr Nudeln zu<br />

essen. Inzwischen gibt es kein thailändisches<br />

Restaurant, das das Gericht nicht im Programm<br />

hätte. Die breiten Reisnudeln, die nach<br />

dem Kochen mit Eiern und allerlei Gewürzen<br />

von Tamarindenpaste bis Fischsauce angebraten<br />

werden, ergänzt man inzwischen gern<br />

mit Fleisch, Fisch oder Tofu.<br />

Auch Tom Kha Gai ist ein Standard der<br />

Thai-Küche, hier ist der Name Programm:<br />

Das Aroma kommt vom Galgant oder<br />

Thai-Ingwer, der in der Landessprache »tom«<br />

heißt und gekocht wird – auf Thailändisch<br />

»kha«. »Kai« oder »gai« schließlich bedeutet<br />

Huhn, und damit ist das Gericht hinlänglich<br />

beschrieben – die würzige Hühnersuppe<br />

mit eindeutigem Galgant-Aroma wird<br />

mit Kokosmilch aufgegossen und<br />

mit Reis serviert.<br />

Fotos: Ma. Amanda A.S.Gana / Shutterstock, Chanelio / Shutterstock, lakkana savaksuriyawong / Shutterstock<br />

118 falstaff mai <strong>2023</strong>


gourmet / VIETNAM<br />

VIETNAM:<br />

DAS LAND DES<br />

KÖCHELNS<br />

Vietnam als Reiseziel boomt seit geraumer Zeit gewaltig – und<br />

in diesem Sog auch die vietnamesische Küche. Und das riesige<br />

Land am Südchinesischen Meer hat kulinarisch viel zu bieten –<br />

nämlich eine der spannendsten Fusionsküchen Asiens.<br />

TEXT CAROLINE METZGER<br />

Marktplatz Straße: Wie in ganz<br />

Indochina findet auch in Vietnam<br />

das gastronomische Leben zu einem<br />

Großteil unter freiem Himmel statt.<br />

Foto: Davdeka / Shutterstock<br />

120 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

121


gourmet / VIETNAM<br />

Bánh xèo heißen die<br />

dünnen, pikant gefüllten<br />

Crêpes aus Reismehl.<br />

Sie sind nicht die einzige<br />

Reminiszenz an die<br />

ehemalige Kolonialmacht<br />

Frankreich.<br />

Vietnam ist eine riesige<br />

Erfolgsgeschichte. Kein<br />

anderes Land in Südostasien<br />

hat sich in den vergangenen<br />

Jahrzehnten so dermaßen<br />

gewandelt wie der 100-Millionen-Einwohner-Staat<br />

am Südzipfel Chinas. Nach<br />

dem Ende des Vietnamkriegs zerstört und<br />

wirtschaftlich am Boden, läuft Vietnams<br />

Wirtschaft heute, angetrieben primär vom<br />

Tourismus, auf Hochtouren. Und in diesem<br />

Windschatten erlebt auch die Kulinarik des<br />

Landes derzeit eine komplette Neuausrichtung.<br />

Immer mehr Gastronomen nehmen<br />

sich ein Beispiel an den diesbezüglichen<br />

Entwicklungen in China und Thailand,<br />

in Hongkong und Singapur und heben<br />

Vietnams kulinarisches Erbe, eine einzigartige<br />

Mischung aus chinesischen, französischen<br />

und thailändischen Einflüssen, auf jenes<br />

Topniveau, auf das es schon längst gehört.<br />

VIETNAM DE LUXE<br />

Restaurants auf Fine-Dining-Niveau gehören<br />

vor allem in den luxuriösen Resorts<br />

an der Küste inzwischen zum Standardangebot<br />

(siehe auch Seite 224), finden sich<br />

aber längst auch in den Metropolen Hanoi<br />

und Ho-Chi-Minh-Stadt. Das »The Deck<br />

Saigon« liegt etwas abseits vom Trubel<br />

am Ufer des Saigon-Flusses in »HCMC«<br />

(wie Eingeweihte das ehemalige Saigon<br />

nennen). Chefkoch Cao Minh Lam serviert<br />

hier Asiatisches mit modernen, auch<br />

europäischen Einflüssen. Im »Hôi An Sense<br />

Restaurant« im Herzen der Metropole<br />

wird bereits seit einem Vierteljahrhundert<br />

authentische vietnamesische Küche auf<br />

Topniveau serviert. Star der Szene ist aber<br />

der noch nicht einmal 30-jährige Hoang<br />

Tung. In seinem »T.U.N.G dining« in<br />

Hanoi im Norden des Landes kreiert der<br />

zuvor in Sternerestaurants in Skandinavien<br />

ausgebildete Vietnamese einen Streifzug<br />

durch die Landesküche im Rahmen eines<br />

spektakulären 18-Gänge-Menüs. Mit dem<br />

»Å by T.U.N.G« ist er seit Kurzem auch<br />

in Ho-Chi-Minh-Stadt präsent. Und zum<br />

Drüberstreuen betreibt er in Hanoi auch<br />

die »Kuusi«-Cocktailbar. In der historischen<br />

Altstadt der Kapitale liegt schließlich<br />

auch das »Duong’s Restaurant«, das seit<br />

Jahren mit französisch-vietnamesischer<br />

Fusionsküche von sich reden macht.<br />

AUSTRO-<br />

GARNELEN<br />

AUS VIETNAM<br />

NACHHALTIGES SEAFOOD<br />

Das 2005 gegründete Unternehmen<br />

Yuu’n Mee mit Sitz in Korneuburg produziert in<br />

Vietnam nachhaltige Black-Tiger-Biogarnelen<br />

in einer Mangrovenwald-Farm im Mekongdelta.<br />

Die Tiere werden in einem intakten<br />

Ökosystem aufgezogen und wachsen bei<br />

bewusst geringem Besatz artgerecht und<br />

ohne Stress auf, was die Qualität der Produkte<br />

massiv verbessert. Im März dieses Jahres<br />

wurde auch ein Mangroven-Aufforstungsprojekt<br />

im Mekongdelta gestartet.<br />

Fotos: Huy R / Shutterstock, Yuu’n Mee, filmlandscape / Shutterstock, DROBOT VIKTORIIA / Shutterstock<br />

122 falstaff mai <strong>2023</strong>


DEN MUTIGEN<br />

GEHÖRT DIE<br />

WELT<br />

Schwimmende Märkte gehören<br />

vor allem rund um das<br />

Mekongdelta zum Alltag.<br />

Die Waren werden aus dem<br />

Boot zum Verkauf angeboten.<br />

VIETNAM FÜR FORTGESCHRITTENE<br />

Auf den Märkten Vietnams gibt es nichts,<br />

was es nicht gibt – Abenteuerlustige können<br />

hier ihren Mut beweisen. Traditionell soll<br />

in der vietnamesischen Küche möglichst<br />

nichts weggeworfen werden, weshalb auch<br />

die eher ungeliebten Tierteile von Hoden bis<br />

Hirn im Topf oder auf dem Grill landen. Auch<br />

Insekten, Larven und Co. sind im Angebot.<br />

In ländlichen Gegenden geht es auch kulinarisch<br />

rauer zu. Wer mit gutem Gewissen<br />

nach Hause fahren will, sollte beim Probieren<br />

auf die Zubereitungsart achten, denn die ist<br />

vielfach leider mehr als problematisch und<br />

unnötig grausam.<br />

Eine eher harmlose Mutprobe wartet<br />

im südlichen Mekongdelta: In Honig<br />

eingelegte und gegrillte Ratte<br />

schmeckt dem Vernehmen nach<br />

wie Hühnchen.<br />

»Sommerrollen« sind eine vietnamesische Variante<br />

der chinesischen Frühlingsrollen. Sie werden kalt in<br />

einen Fischsaucendip getunkt und sind in der heißen<br />

Jahreszeit eine beliebte Erfrischung.<br />

ESSEN AUF RÄDERN<br />

Für die große Mehrheit der<br />

Vietnamesen sind solche Lokale<br />

aber naturgemäß unerschwinglich. Sie<br />

verpflegen sich primär auf der Straße. Die<br />

mobilen Garküchen – kleine Stände oder<br />

Wägen – sind integraler Bestandteil jedes<br />

Stadtbildes, besonders konzentriert auf den<br />

zahlreichen Märkten. Weil es davon inzwischen<br />

so viele gibt, bieten lokale Anbieter<br />

Touren zu den besten Plätzen an. In Hanoi<br />

wird ein Teil der Altstadt an Wochenendabenden<br />

zum quirligen Nachtmarkt, auf<br />

dem sich Einheimische und Touristen<br />

treffen. Hierher kommt man am besten<br />

mit Hunger, denn die Fülle und Vielfalt<br />

der Waren und Speisen ist gigantisch. Der<br />

Đ ng-Xuân-Markt liegt in einer riesigen<br />

vierstöckigen Markthalle aus dem späten<br />

19. Jahrhundert und ist damit Hanois ältester<br />

Markt – den Garküchen gehört hier eine<br />

eigene Etage. In HCMC im Süden ist der<br />

B n-Thành-Markt schon aufgrund seiner<br />

kolonialen Architektur einen Besuch wert.<br />

Ein weiteres Highlight für Marktliebhaber<br />

liegt außerhalb der Stadt und kann im Rahmen<br />

einer Tagestour bewundert werden:<br />

Am schwimmenden<br />

Markt von Cái<br />

Rang verkaufen Bewohner<br />

des Mekongdeltas<br />

ihre Produkte vom Boot aus.<br />

Fleischbällchen serviert. Dazu gibt es eine<br />

Auswahl an frischen Kräutern, Gewürzen<br />

und Chilis, anders als in Thailand kommen<br />

vietnamesische Gerichte aber üblicherweise<br />

mit zurückhaltenderer Schärfe zum Tisch.<br />

Weiter südlich, rund um die ehemalige<br />

Kaiserstadt Hu , sollte man Bánh xèo<br />

probiert haben. Ein Teig aus Reismehl wird<br />

dünn ausgebacken, ähnlich einer pikanten<br />

Crêpe belegt und dann zusammengeklappt.<br />

Die Nähe zum französischen Traditionsgericht<br />

ist kein Zufall – die kulinarischen<br />

Spuren der ehemaligen Kolonialmacht<br />

sind bis heute im ganzen Land erkennbar.<br />

Wer etwa ein Bánh mì bestellt, erhält einen<br />

vietnamesischen Streetfood-Standard: aufgeschnittenes<br />

und mit unterschiedlichsten<br />

Köstlichkeiten belegtes Baguette. Und dann<br />

gibt es noch die hierzulande als Sommerrollen<br />

bekannten G i cu n, was übersetzt<br />

eigentlich so viel wie Salatrolle bedeutet.<br />

Reis papierblätter werden mit Glasnudeln,<br />

Gemüse, Fleisch oder Garnelen belegt<br />

und kalt in einen dünnflüssigen Dip auf<br />

Fischsaucenbasis getunkt – eine Umami­<br />

Bombe, die in Vietnam zur absoluten<br />

Grundausstattung jeder Küche gehört.<br />

CHINA TRIFFT FRANKREICH<br />

Aber ganz gleich ob Haute Cuisine oder<br />

Streetfood, die Küche, die hier wie da serviert<br />

wird, ist ein Musterbeispiel für Fusion<br />

Cuisine. 1000 Jahre lang herrschten die<br />

Chinesen über das Land, nahezu 100 Jahre<br />

waren die Franzosen als Kolonialmacht<br />

hier und brachten ihre kulinarischen Einflüsse<br />

mit. Das Ergebnis dieser Allianz ist<br />

eine frische Küche mit vielen Kräutern und<br />

kräftigen Aromen. Bekanntestes Gericht<br />

und kulinarischer Exportschlager ist die<br />

allgegenwärtige Nudelsuppe Pho, deren<br />

Namen heute Tausende Restaurants rund<br />

um den Globus tragen – eine Kunst, die<br />

sonst nur der Pizza und dem Sushi gelungen<br />

ist (mehr über Pho ab S. 134). Ein weiterer<br />

Streetfood-Klassiker, typisch für die<br />

Garküchen der Hauptstadt Hanoi, ist Bún<br />

cha: Zu kalten Reisnudeln werden knusprig<br />

gegrillter Schweinebauch oder kleine <<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

123


gourmet / LAOS & KAMBODSCHA<br />

LAOS & K AMBODSCHA:<br />

REISE INS<br />

GESTERN<br />

Die beiden Staaten Laos und Kambodscha stehen ganz im<br />

Schatten ihrer großen und reichen Nachbarn Thailand und<br />

Vietnam. Auch kulinarisch findet sich hier vieles, das man<br />

bereits aus diesen Staaten kennt. Und dennoch haben sich die<br />

Länder ihre Eigenständigkeit und ihre Traditionen bewahrt.<br />

TEXT SASCHA RETTIG<br />

Ein kambodschanischer Fischer mit<br />

einer traditionellen Reuse im Mekong-<br />

Delta. Der mehr als 4000 Kilometer<br />

lange Fluss ist die Lebensader<br />

Indochinas und versorgt Millionen<br />

Menschen mit Nahrung und Wasser.<br />

Foto: Sirisak baokaew / Shutterstock<br />

124<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

125


gourmet / LAOS & KAMBODSCHA<br />

Morgendliches Ritual: die Almosen-Zeremonie<br />

der buddhistischen Mönche, die dabei um<br />

Zuwendungen bitten.<br />

Insekten stehen in Laos vor allem in<br />

ländlichen Gegenden nach wie vor<br />

auf dem Speiseplan. Auch Spinnen<br />

werden in der Regenzeit auf den<br />

Reisfeldern gefangen und im<br />

Ganzen gekocht und gegessen.<br />

Die laotische Küche wird oft<br />

mit der thailändischen in<br />

einen Topf geworfen – zu Unrecht«,<br />

sagt Koch Joy Ngeuamboupha,<br />

der in Luang Prabang<br />

das »Tamarind«-Restaurant und die<br />

»Tamarind Cooking School« betreibt. Beim<br />

Kochkurs erzählt er von den kulinarischen<br />

Besonderheiten seines Heimatlandes. »Laos<br />

wurde über Jahrhunderte hinweg von<br />

anderen Kulturen beeinflusst und kolonialisiert«,<br />

erklärt er. Das spiegle sich auch<br />

im Essen wider: »Aus Vietnam stammt<br />

beispielsweise die Nudelsuppe Pho, die gern<br />

zum Frühstück gegessen wird.« Das Stir-<br />

Frying hingegen komme aus China, dazu<br />

gebe es auch Einflüsse aus Frankreich, der<br />

ehemaligen Kolonialmacht. Bis heute findet<br />

man in Luang Prabang schließlich nicht<br />

nur französische Restaurants, sondern auch<br />

Cafés und Bäckereien wie das »Le Banneton<br />

Café«, in denen man hervorragende<br />

Croissants bestellen kann.<br />

Bei Joy kann man nicht nur lernen, die<br />

typischen Gerichte zu kochen – von in Bananenblättern<br />

gedämpftem Fisch über Spicy<br />

Lao Curry und den Green-Papaya-Salat<br />

bis zu gefülltem Zitronengras. Es gibt auch<br />

einen eher gewöhnungsbedürftigen<br />

Kochworkshop,<br />

bei dem Ameisen, Kröten und<br />

Grashüpfer auf der Zutatenliste stehen. »In<br />

Laos wird alles gegessen, selbst Spinnen, die<br />

zur Regensaison in den Reisfeldern gefangen<br />

und gekocht werden – Kaker laken allerdings<br />

nicht, denn die schmecken nicht«,<br />

sagt der Koch. Bis in die 1990er-Jahre sei<br />

das aufgrund der Armut und Lebensmittelknappheit<br />

ganz normal gewesen. Seitdem<br />

sich Laos aber anderen Ländern geöffnet<br />

hat, kommen überwiegend »normale«<br />

Fleischsorten auf den Tisch. Vor allem<br />

IN LAOS WIRD SO<br />

GUT WIE ALLES<br />

GEGESSEN, AUCH<br />

SPINNEN UND<br />

INSEKTEN. NUR KEINE<br />

KAKERLAKEN – DENN<br />

DIE SCHMECKEN NICHT.<br />

auf dem Land aber würden bis heute gern<br />

Insekten gegessen. Einen Eindruck davon<br />

bekommt man auf dem Morgenmarkt von<br />

Luang Prabang. An den Ständen bieten die<br />

Händler Gemüse und gängige Fleischsorten<br />

an, dazwischen tauchen aber immer wieder<br />

schaurige Zutaten – tot oder lebendig – auf:<br />

Ratten und andere Nager, Frösche, Käfer,<br />

Insekten und Eichhörnchen.<br />

Viele Reisende besuchen diesen Markt<br />

gleich nach einem berühmten Morgenritual:<br />

der Almosenzeremonie der buddhistischen<br />

Mönche. Zum Morgengrauen<br />

ziehen die kahlen Männer in orangen<br />

Kutten durch die Straßen und sammeln von<br />

Gläubigen und Touristen Almosen. Luang<br />

Prabang gilt bis heute als spirituelles Zentrum<br />

mit mehr als 30 Tempelanlagen und<br />

dem ehemaligen Königspalast – bis zur Abschaffung<br />

der Monarchie in den 1970ern<br />

war Luang Prabang die Königsstadt.<br />

Obwohl fast jeder Laos-Reisende ein<br />

paar Tage für die Stadt einplant, hat sich<br />

die vom Mekong und dem Nam Khan<br />

umströmte Altstadt eine gewisse Ruhe und<br />

Gemütlichkeit bewahrt. Im gedrosselten<br />

Tropentempo kann man sich dort ganz einfach<br />

durch die Gassen treiben lassen, vorbei<br />

126 falstaff mai <strong>2023</strong>


Fotos: Visun Khankasem / Shutterstock, Westend61 / Vitta Gallery / Mauritius Images, Sascha Rettig, Birch Photographer / Shutterstock, filmlandscape / Shutterstock, Chantal de Bruijne / Shutterstock<br />

an den Spuren der französischen Kolonialzeit.<br />

Dabei findet man eine hohe Konzentration<br />

an Restaurants. Das Angebot reicht<br />

von der hippen »Bouang Asian Eatery« mit<br />

ihrer feinen Fusionsküche bis zu richtigen<br />

Fine-Dining-Restaurants wie dem »Belle<br />

Époque« und dem »Chef’s Table«. Getrunken<br />

wird das leichte, süffige Bier Lao.<br />

Ebenfalls beliebt, aber eine härtere Spirituose,<br />

ist der berühmt-berüchtigte Lao-<br />

Lao-Whisky. Mit feinem Scotch hat dieser<br />

Reisschnaps dabei erwartungsgemäß nichts<br />

zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen<br />

harten Spirituosenstoff, der – gefühlt – mit<br />

Widerhaken durch die Speiseröhre herunterrutscht<br />

und die Kehle in Flammen setzt.<br />

Grundzutat des Schnapses ist Klebreis.<br />

DAS LAND, WO DER<br />

PFEFFER WÄCHST<br />

Südlich von Laos liegt Kambodscha, das<br />

früher ebenfalls französische Kolonie<br />

war und in den späten 1970er-<br />

Khao Soi ist eine würzige<br />

Kokos-Curry-Suppe mit Huhn<br />

und Weizennudeln, die in Laos<br />

und im Norden Thailands<br />

gerne gegessen wird.<br />

Jahren durch die Schreckensherrschaft der<br />

Roten Khmer zu trauriger Berühmtheit<br />

gelangte. Doch inzwischen gehört das Land<br />

zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften<br />

Asiens. Das merkt man auch<br />

am Speisenangebot: Die kambodschanische<br />

Küche wird von den Nachbarn Thailand<br />

und Vietnam wesentlich beeinflusst, statt<br />

scharf wird jedoch eher süßlich-mild bis<br />

leicht säuerlich gekocht. Auch hier sind<br />

Reis, Gemüse, Obst und Fisch bzw. Seafood<br />

die häufigsten Speisen (das Land liegt<br />

am Mekong-Delta), auch Schwein, Rind,<br />

Geflügel sowie allerlei exotische Tiere wie<br />

Frösche, Krokodile Schlangen oder Spinnen<br />

werden gegessen. Neben zahlreichen Kräutern<br />

und Wurzeln wird hier vor allem Pfeffer<br />

angebaut – der Kampot-Pfeffer wird als<br />

»Gold von Kambodscha« bezeichnet, gilt<br />

als einer der besten Pfeffer der Welt<br />

und ist das wichtigste<br />

Exportgut von<br />

Kambodscha.<br />

<<br />

KLEBREIS<br />

FÜR ALLE<br />

GRUNDNAHRUNGSMITTEL<br />

Der wichtigste Bestandteil laotischen Essens<br />

ist der sogenannte Sticky Rice oder Klebreis,<br />

der mit den Händen gegessen und zu den<br />

meisten Gerichten gereicht wird. Zu einer<br />

vollwertigen Mahlzeit gehören eine Suppe,<br />

Klebreis, Fleisch, Fisch oder Geflügel und ein<br />

vegetarisches Gericht – und dazu Jeow,<br />

eine scharfe Dipsauce.<br />

Auf den Märkten von Laos und Kambodscha wird<br />

mancherlei Exotisches angeboten (u.). Schnaps wird<br />

entweder aus Klebreis hergestellt (Lao-Lao-Whisky),<br />

oder es werden darin Schlangen oder andere Tiere<br />

eingelegt – das dabei entstehende Getränk soll<br />

vor allem die Männlichkeit stärken.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

127


gourmet / FISCHSAUCE<br />

KEINE STINKT<br />

KÖSTLICHER<br />

Foto: Moment RF / Getty Images<br />

128 falstaff mai <strong>2023</strong>


Fischer im Makong-Delta –<br />

hier hatte die Fischsauce vor<br />

mehr als 2000 Jahren<br />

ihren Ursprung.<br />

Nichts prägt den Geschmack der Küche Südostasiens<br />

so sehr wie Fischsauce. Dabei besteht dieses »Gewürz<br />

der Gewürze« aus nicht viel mehr als fermentiertem Fisch<br />

und Salz. Doch so gut wie jede Speise profitiert davon,<br />

wenn man sie mit Fischsauce aufpeppt.<br />

TEXT TOBIAS MÜLLER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

129


gourmet / FISCHSAUCE<br />

Fisch, Salz, Wärme und Zeit – mehr benötigt man<br />

im Grunde nicht, um Fischsauce zu produzieren.<br />

Für Premium-Saucen werden ganze Fische<br />

verwendet (etwa Sardellen), einfachere<br />

Produkte entstehen hauptsächlich aus<br />

Fischabschnitten.<br />

FISCHSAUCE MACHT<br />

DEN UNTERSCHIED<br />

ZWISCHEN FAD UND<br />

SUPERB, ZWISCHEN<br />

»EH OKAY« UND »WOW!«,<br />

SIE IST DER KULINARIK-<br />

GAMECHANGER.<br />

Der wichtigste Geschmack<br />

Südostasiens<br />

kommt aus dem<br />

sumpfig-heißen Delta des<br />

Mekongs. Der riesige Tropenstrom<br />

verzweigt sich hier in zahlreiche<br />

Arme und Kanäle mit Mangroven-bestandenen<br />

Ufern, grasigen Inseln und Schilfwäldern,<br />

oft so dicht von Wasserpflanzen<br />

bewachsen, dass man kaum das braune<br />

Wasser darunter sieht. Hier, in diesem<br />

immerschwülen Sumpf, dürften Menschen<br />

vor über 2000 Jahren das erste Mal auf die<br />

Idee gekommen sein, Fische einzusalzen<br />

und zu Fischsauce vergären zu lassen.<br />

Was wahrscheinlich als Unfall begann,<br />

stellte sich bald als das »Gewürz der Gewürze«<br />

heraus – es gibt nämlich wenig,<br />

was mehr kulinarische Freude bereitet.<br />

Fischsauce macht so ziemlich alles besser,<br />

was mit ihr in Berührung kommt, sei es Gemüse,<br />

Fleisch oder frischer Fisch. Sie<br />

ist der Unterschied zwischen fad und<br />

aufregend, zwischen »eh okay« und<br />

ganz vorzüglich. Und selbst wenn eine<br />

Speise bereits sehr gut ist, wird sie mit<br />

Fischsauce fast immer noch besser.<br />

DAS »GEWÜRZ DER GEWÜRZE«<br />

Entsprechend gibt es kaum ein ikonisches<br />

Gericht Südostasiens, das nicht mit ihr gewürzt<br />

wird, von Salaten über Suppen und<br />

Currys bis hin zu gegrilltem Fleisch und<br />

Fisch. Sie ist in den Küchen zwischen Burma<br />

und Malaysia so präsent wie in Europa<br />

das Salz, und der wesentliche Grund, dass<br />

es strenge Vegetarier hier außerhalb buddhistischer<br />

Klöster eher schwer haben.<br />

Fischsauce ist deutlich älter als die zweite<br />

wichtige, im Westen noch berühmtere<br />

Würzsauce Asiens, die Sojasauce. Kulinarikhistoriker<br />

gehen sogar davon aus, dass<br />

Fotos: Scott Dunwoodie / Shutterstock, xuanhuongho / Shutterstock, Quang nguyen vinh / Shutterstock, beigestellt<br />

130 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE BESTEN BEI UNS<br />

ERHÄLTLICHEN FISCHSAUCEN<br />

Fischsauce das Vorbild für die Sojasauce<br />

war. Auch das englische (und mittlerweile<br />

deutsche) Wort Ketchup leitet sich von<br />

ke-tsiap, einem südchinesischen Wort für<br />

Fischsauce, ab. Englische Seefahrer, die sich<br />

auf ihren Reisen in den köstlichen Geschmack<br />

verliebten, nahmen so zumindest<br />

den Namen mit nach Hause.<br />

Die genaue Herstellung ist je nach Region<br />

leicht verschieden, geht aber grob so: Fische<br />

(meist kleine wie Sardinen, manchmal auch<br />

größere wie Makrelen) oder Fischabschnitte<br />

werden mit viel Salz gemischt – zwischen<br />

zehn und 30 Prozent des Fischgewichts –<br />

und dann über mehrere Monate bei tropischen<br />

Temperaturen stehen gelassen, entweder<br />

in großen Stahltanks, Betonbottichen<br />

oder, in der edlen Variante, in Holzfäßern.<br />

Enzyme in den Fischen zersetzen mit der<br />

Zeit das Fleisch, das Salz sorgt dafür, dass<br />

schädliche Bakterien keine Chance haben,<br />

die Party zu stören. Das einzige Problem ist,<br />

dass der Prozess mitunter etwas geruchsintensiv<br />

ist: Fischsauce-Produktionsanlagen<br />

befinden sich daher meist in sicherem<br />

<<br />

Ob aus Vietnam, Italien oder OÖ: Hier stimmt die Qualität.<br />

Fischsauce war und ist auch in Südostasien meist kein handwerkliches, sondern ein industrielles<br />

Produkt, weil die Herstellung sehr geruchsintensiv ist und daher immer schon an große, professionelle<br />

Betriebe ausgelagert war. Das heißt aber nicht, dass jede Fischsauce gleich ist. Manche Hersteller<br />

setzen auf bessere Ausgangsprodukte (ganze Fische statt Fischabfall), geben ihrer Sauce mehr Zeit<br />

zum Vergären oder mischen weniger Zusatzstoffe hinein – kurz, machen bessere Fischsaucen als die<br />

Konkurrenz. Wenn Sie sie nur zum Kochen verwenden wollen, dann ist es nicht so wichtig, welche<br />

Fischsauce Sie kaufen. Wenn Sie aber auch Dipsaucen und Salatdressings daraus machen wollen,<br />

zahlt es sich schon aus, auf Qualität zu setzen.<br />

Generell gilt: Lesen Sie die Zutatenliste. Im Idealfall enthält Ihre Fischsauce nichts außer Fisch, Salz<br />

und eventuell etwas Zucker. Gute Fischsaucen kosten schon ein bisschen Geld. Weil aber selbst Fischsaucen-Junkies<br />

mit einem halben Liter mehrere Monate lang auskommen, lohnt sich die Investition in<br />

Qualität auf jeden Fall.<br />

● Red Boat Fish Sauce. Ist die im Westen wahrscheinlich bekannteste, hochwertige südostasiatische<br />

Fischsauce. Die Firma wurde von einem ehemaligen Apple-Mitarbeiter in seiner Heimat<br />

Vietnam gegründet, mit dem Ziel, Fischsauce mit westlichen Qualitätsstandards zu produzieren.<br />

Sie wird aus ganzen, hochwertigen Sardellen hergestellt und lange gereift. Sie ist im Internet und<br />

in Wien auch etwa bei »Yip Hint« und »Gewürze Sussitz« zu bekommen.<br />

● Megachef Premium Fish Sauce. Etwas günstiger und einfacher zu bekommen als Red Boat,<br />

ebenfalls nur aus ganzen Fischen hergestellt und stolze zwei Jahre gereift.<br />

● Colatura di Alici. Zwar aus Italien und nicht aus Südostasien, aber trotzdem die vielleicht<br />

beste aller Fischsaucen. Kostet allerdings noch einmal deutlich mehr als Red Boat und ist nur<br />

online oder im Fachhandel erhältlich (ca. 25 Euro für einen halben Liter).<br />

● Luvi Fermente Fischsauce. Von Lukas Nagl aus kleinen Salzkammergut-Fischen, ist<br />

die Fischsauce der Wahl für den Nachhaltigkeits- und Qualitätsfanatiker oder den Fischsauce-Connaisseur,<br />

der glaubt, schon alle Fischsaucen zu kennen. Wird mit Koji vergoren,<br />

ähnlich wie Sojasauce.<br />

● Squid Brand. Wem das alles zu teuer und zu viel Chichi ist: Squid Brand macht Millionen<br />

Köche und Esser rund um die Welt schon lange glücklich und steht in jedem Asialaden.<br />

In solchen Bottichen entsteht Fischsauce.<br />

Aufgrund der Geruchsentwicklung<br />

liegen die Herstellungsbetriebe abseits<br />

menschlicher Ansiedelungen.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

131


gourmet / FISCHSAUCE<br />

Unter südlicher Sonne:<br />

Die wichtigste<br />

Arbeit erledigt das<br />

feuchtheiße Klima<br />

in Südostasien.<br />

Erst die hohen<br />

Durchschnittstemperaturen<br />

bringen den<br />

Prozess in Gang,<br />

der Fischsauce<br />

entstehen lässt.<br />

<<br />

Abstand von menschlichen Siedlungen.<br />

Wenn die Fische dann ziemlich komplett<br />

aufgelöst sind, wird die dabei entstandene<br />

Flüssigkeit abgepresst, eventuell aufgekocht,<br />

nachgewürzt und schließlich abgefüllt<br />

– fertig ist die Fischsauce. Der feste<br />

Rest, der übrig bleibt – quasi die Fischsaucen-Maische<br />

– kann ebenfalls als Würzmittel<br />

verwendet werden. Und wie beim<br />

Olivenöl, gilt auch hier die erste Pressung<br />

als die qualitativ hochwertigste.<br />

Während die Sauce reift und die Fische zerfallen,<br />

entstehen jede Menge Glutamat und<br />

andere Geschmacksverstärker. Der Prozess<br />

ist ähnlich jenem, der beim Trockenreifen<br />

von Steaks abläuft, nur dass er hier auf die<br />

Spitze – und zu noch beeindruckenderen<br />

Ergebnissen – getrieben wird.<br />

Mittlerweile ist Fischsauce auch bei uns<br />

flächendeckend erhältlich. In den vergangenen<br />

Jahren haben sich sogar zahlreiche heimische<br />

Köche der Wurzeln der Fischsauce<br />

besonnen und stellen selbst lokale Saucen<br />

aus Süßwasserfischen her. Pionier war hier<br />

Lukas Nagl, der Chefkoch vom Bootshaus<br />

am Traunsee, der seine Sauce aus kleinen<br />

Beifangfischen vergor. Inzwischen sind ihm<br />

einige Kollegen gefolgt.<br />

GESCHMACKS-ALLROUNDER<br />

Das ist kein Wunder, denn die Einsatzmöglichkeiten<br />

von Fischsauce sind fast unbegrenzt.<br />

Sie ist perfekt zum Ablöschen der<br />

Pfanne nach dem Braten, zum Abschmecken<br />

von Eintöpfen, denen beim ersten Kochen<br />

das gewisse Etwas fehlt, zum Würzen<br />

Küchen-Standard in Asien:<br />

Kaum ein südostasiatisches<br />

Gericht kommt ohne<br />

Fischsauce aus.<br />

Fotos: Praphat Rattanayanon / Shutterstock, Det-anan / Shutterstock, Bee Minor / Shutterstock, joserpizarro / Shutterstock, Mauritius Images / Alamy Stock Photos / Reda and Co, from my point of view / Shutterstock<br />

132 falstaff mai <strong>2023</strong>


Auch in Europa kannte –<br />

und kennt – man die<br />

Fischsaucenproduktion.<br />

Einer der reichsten Bürger<br />

des antiken Pompejis war<br />

Fischsaucenproduzent.<br />

jeglichen gebratenen<br />

oder blanchierten<br />

Gemüses,<br />

dass einfach noch<br />

ein bisserl fad schmeckt,<br />

statt Salz in einem<br />

Salatdressing, zum Marinieren<br />

von Fleisch (bzw. statt Salz in jeglicher Marinade<br />

oder Pökelmischung) oder pur bzw.<br />

gewürzt als Dip für Fisch, Gemüse, Steaks<br />

oder anderes gebratenes Fleisch.<br />

Essen, das mit Fischsauce gewürzt wird,<br />

schmeckt nicht nach Fisch, sondern einfach<br />

nur besser. Bei Eintöpfen verschwindet sie<br />

mitunter ganz im Hintergrund. Wird sie am<br />

Anfang des Kochens zugegeben, werden Sie<br />

sie am Ende kaum mehr herausschmecken,<br />

geben Sie sie erst ganz am Schluss zu, ist ihr<br />

Eigenschmack deutlicher zu erkennen. Das<br />

Einzige, was Fischsauce-Neulinge beachten<br />

müssen, ist, dass sie sehr salzig ist: Es<br />

empfiehlt sich daher, erst einmal vorsichtig<br />

zu dosieren.<br />

GENUSS OHNE ENDE<br />

Ihr hoher Salzgehalt ist allerdings auch ein<br />

großer Vorteil, weil sie dadurch praktisch<br />

endlos haltbar ist. Das heißt allerdings<br />

nicht, dass sie mit der Zeit besser wird.<br />

Wie fast alles oxidiert auch Fischsauce<br />

langsam. Das macht sie nicht gesundheitsschädlich,<br />

aber doch weniger genüsslich zu<br />

essen – irgendwann schmeckt sie einfach<br />

etwas schal und fad. Lagern Sie Ihre einmal<br />

geöffnete Fischsaucenflasche daher am<br />

besten kühl und dunkel. Sie ist zwar nach<br />

sechs Monaten immer noch bedenkenlos<br />

verwendbar, aber vielleicht nicht mehr<br />

ganz so gut.<br />

Aber Achtung: Wer regelmäßig mit Fischsauce<br />

kocht, wird mitunter danach süchtig.<br />

Und findet dann irgendwann sogar den<br />

eigenwilligen Geruch umwerfend gut. <<br />

Bei den alten Römern hieß die<br />

Fischsauce Garum und war ein<br />

Exportschlager, der ins gesamte<br />

Römische Reich geliefert wurde.<br />

Auch heute wird in Italien noch<br />

Fischsauce produziert.<br />

DIE (FAST) AUSGESTORBENE<br />

FISCHSAUCEN-TRADITION IN EUROPA<br />

Auch die alten Römer kannten Fischsauce, nannten sie Garum<br />

und versorgten ihre Legionäre damit im ganzen Römischen Reich<br />

Im römischen »Apicius«, dem ältesten überlieferten Kochbuch der westlichen Welt, gibt es fast<br />

kein salziges Gericht, das nicht mit Fischsauce gewürzt wird, und dank Mosaiken wissen wir, dass<br />

einer der reichsten Männer Pompejis ein Fischsaucenproduzent war. »Scaurus’ beste Fischsauce<br />

auf Makrelenbasis« ist bis heute auf einem Mosaik zu lesen, das am Fußboden seines Hauses in<br />

der vom Vesuv 79 nach Christus zerstörten Stadt bei Ausgrabungen gefunden wurde.<br />

Garum oder Liquamen nannten die Römer ihr wichtigstes Würzmittel, das in Amphoren durchs<br />

ganze Reich bis nach Britannien geschafft wurde, um den Legionären dort ein wenig den<br />

Geschmack der Heimat zu bringen. Die Herstellung dürfte jener in Südostasien ziemlich ähnlich<br />

gewesen sein: Fisch wurde gesalzen, in der Mittelmeersonne gereift und die Flüssigkeit<br />

schließlich abgepresst und vielleicht noch ein wenig gewürzt.<br />

Aus bis heute nicht geklärten Gründen ging die Tradition fast vollständig mit dem römischen<br />

Reich unter, erst im Westen, dann auch im Osten Roms. Noch im zehnten Jahrhundert dürfte<br />

Garum ein wichtiges Würzmittel in Byzanz gewesen sein, danach verlieren sich seine Spuren im<br />

Dunkel der Geschichte. Spätestens im 16. Jahrhundert setzten sich dann in Europa statt vergorener<br />

Sauce ganze eingesalzene Fische durch, die Salzsardellen.<br />

Ganz verschwunden ist die Fischsauce aus Europa aber bis heute nicht. Einige Dörfer an der<br />

südfranzösischen und vor allem an der italienischen Küste halten bis in die Gegenwart an der<br />

Tradition fest, wenn auch in leicht abgewandelter Form. Am bekanntesten ist wohl die Fischsaucenproduktion<br />

von Cetara an der Amalfiküste. Die lokal gefangenen Sardellen werden für<br />

etwa sechs Monate in Holzfässern eingesalzen, dann wird die ausgetretene Flüssigkeit<br />

abgelassen, abgefüllt und als »Colatura di Alici« verkauft.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

133


gourmet / PHO<br />

DIE URSUPPE<br />

ASIENS<br />

Wer über die Küche Vietnams spricht, kommt an Pho<br />

nicht vorbei. Diese »Ursuppe« Südostasiens hat längst die<br />

ganze Welt erobert und ist auch in <strong>Österreich</strong> mittlerweile<br />

zum Trendessen avanciert – und das völlig zu Recht.<br />

TEXT ALEX STRANIG<br />

Heni Von den blam unzähligen qui beriorepra Straßenküchen nobitaq<br />

uibusandi Vietnams aus commodi startete sequis die Pho iliquia ihren conet<br />

es Siegeszug: molorum Heute fugiand zählt aectia sie zu sumquos den aut<br />

ea beliebtesten vellam ea Suppen cor as ipsam weltweit. untori<br />

Foto: Moment RF / Getty Images<br />

134 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

135


gourmet / PHO<br />

Zugegeben, alleine das stundenlange<br />

Kochen einer Suppe<br />

beeindruckt hierzulande kaum<br />

jemanden. Eine kräftige<br />

Rinderbrühe gehört seit<br />

Urzeiten zum Standard-Repertoire jeder<br />

ordentlichen Wirtshaus- und Restaurantküche.<br />

Ob als Basis für Saucen oder im<br />

Topf zum Löffeln, mit Einlage oder ohne,<br />

heiße Suppe ist seit jeher als Appetitanreger<br />

beliebt. Auf die Idee, sie als vollwertige<br />

Hauptspeise zu bestellen, würde<br />

allerdings kaum wer kommen. Und schon<br />

gar nicht käme einem in den Sinn, Brühe<br />

gar als Frühstück zu schlürfen.<br />

In Vietnam hingegen ist die Suppe nicht<br />

das Vorspiel, sondern der Hauptdarsteller.<br />

Die traditionelle Pho, deren Aussprache<br />

ungefähr so kompliziert ist wie ihre<br />

Zubereitung, ist eines der wichtigsten<br />

Gerichte der Vietnamesen. Und: Die<br />

besten Phos werden hier früh morgens auf<br />

den unzähligen Märkten serviert. Es lohnt<br />

sich also, zeitig aufzustehen und die heiße<br />

Suppe gleich zum Frühstück zu genießen,<br />

als Doping für den Tag. Denn bereits am<br />

Vormittag schließen die meisten Marktfahrer<br />

ihre Garküchen wieder.<br />

Angeboten werden in der Regel immer<br />

drei Klassiker: Pho-Bo mit Rind, Pho Ga<br />

mit Huhn und Pho Vit mit Ente, wobei die<br />

Rinderbrühe am populärsten ist. Serviert<br />

wird die Suppe mit Reisnudeln und<br />

allerlei Beilagen, die in extra Schälchen<br />

auf den Tisch gestellt werden oder direkt<br />

in die Schüssel gegeben werden können.<br />

Ein exaktes Rezept für die perfekte Pho<br />

gibt es nicht – hier gibt es auch regionale<br />

Unterschiede. Unerlässlich sind allerdings<br />

immer frische Kräuter und Getrocknetes<br />

wie Sternanis, Nelken und Zimtrinde. Und<br />

während man in Südvietnam gerne<br />

Thai-Basilikum verwendet, gibt man im<br />

Norden vor allem Koriander und Jungzwiebel<br />

zur Suppe. Gegessen wird Pho<br />

natürlich mit Stäbchen und, zur Freude<br />

aller Schlürfer, mit Löffel.<br />

EINE BRÜHE VON WELT<br />

Das Geheimnis einer guten Pho sind aber<br />

nicht nur die richtigen Ingredienzien, entscheidend<br />

ist die Kochzeit – wobei kochen<br />

in diesem Zusammenhang das völlig falsche<br />

Wort ist. »Die perfekte Pho erkennt man<br />

daran, dass sie klar und nicht trüb ist. Das<br />

gelingt nur, wenn die Suppe nicht aufkocht,<br />

sondern simmert«, erklärt Bao Ngoc Nguyen.<br />

Der erfahrene Koch, der in Saigon geboren<br />

wurde und als Kind nach <strong>Österreich</strong><br />

geflüchtet ist, beherrscht die Zubereitung<br />

der Pho in Perfektion. Er versteht es, aus<br />

Wasser, Knochen, Fleisch und Gewürzen<br />

eine konzentrierte Köstlichkeit zu er-<br />

<<br />

Fotos: Leron Ligred / Shutterstock, satoriphoto / Shutterstock, StockFood<br />

136 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE PHO GILT ALS INOFFIZIELLES<br />

NATIONALGERICHT VIETNAMS.<br />

IHRE RICHTIGE AUSSPRACHE IST<br />

EINE WISSENSCHAFT FÜR SICH.<br />

Die Seele jeder guten<br />

Pho ist ihre kräftige<br />

Brühe, gekocht aus<br />

Knochen, Fleisch<br />

und einer Mischung<br />

an Gewürzen.<br />

Komplettiert wird<br />

die Kultsuppe mit<br />

Reisnudeln und<br />

verschiedensten<br />

Einlagen, die man<br />

sich individuell<br />

zusammenstellt.<br />

DAS SÜDOST-<br />

ASIATISCHE<br />

SUPPENWUNDER<br />

Über den genauen Ursprung von Pho gibt es<br />

unterschiedliche Vermutungen. Viele Historiker<br />

behaupten, die Suppe sei zwischen dem<br />

19. und frühen 20. Jahrhundert in der nordvietnamesischen<br />

Provinz Nam Dinh entstanden.<br />

Was feststeht ist, dass sich die neue Suppe wie<br />

ein Lauffeuer im ganzen Land verbreitet hat.<br />

Als nach dem Vietnamkrieg 1975 viele Südvietnamesen<br />

geflohen sind, haben sie ihre Träume<br />

und ihre Heimat zurückgelassen – ihre Identität<br />

haben sie aber mitgenommen und unter<br />

anderem in Form ihrer Kulinarik in die ganze Welt<br />

getragen. 2017 hat das vietnamesische Amt<br />

für geistiges Eigentum den 12. Dezember zum<br />

internationalen Pho-Tag erklärt, den<br />

Google inzwischen auch mit einem eigenen<br />

Pho-Doodle geehrt hat.<br />

Erstmals schriftlich<br />

erwähnt wurde<br />

Pho während der<br />

französischen<br />

Kolonialzeit. So soll<br />

sich auch ihr Name<br />

vom französischen<br />

Eintopfgericht<br />

»Pot-au-feu« ableiten.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

137


gourmet / PHO<br />

In ihrem<br />

Ursprungsland<br />

Vietnam gilt<br />

die Pho als<br />

traditionelle<br />

Frühstückssuppe.<br />

Authentischer<br />

als auf den<br />

Straßenmärkten<br />

Hanois wird es<br />

kaum.<br />

<<br />

schaffen. Gelernt hat er das Pho-Kochen<br />

erst in Wien bei seiner Familie, die hier<br />

mit dem »Vietthao« und »Nguyens Pho<br />

House« einige der besten vietnamesischen<br />

Restaurants betreibt. Natürlich hat auch er<br />

sein ganz eigenes Rezept und ist überzeugt,<br />

dass es vor allem auf die Fleischqualität<br />

ankommt. Beiried und Ochsenschwanz verleihen<br />

Nguyens Pho, neben Knochen und<br />

Gewürzen, den unverwechselbaren<br />

Geschmack. Auf die Frage, ob man in<br />

MIT DER PHO-<br />

SUPPE VERHÄLT<br />

ES SICH WIE MIT DEM<br />

HEIMISCHEN GULASCH:<br />

AM NÄCHSTEN TAG<br />

AUFGEWÄRMT, GEWINNT<br />

SIE NOCH EINMAL AN<br />

GESCHMACK.<br />

<strong>Österreich</strong> überhaupt authentische Pho Bo<br />

essen kann, hat Nguyen eine klare Antwort:<br />

»In Vietnam werden meistens lediglich<br />

Knochen und Beinfleisch verkocht. Wir<br />

verwenden hier viel edlere Zutaten. Und<br />

frische Gewürze gibt es hier wie da.«<br />

IN DER GEDULD LIEGT DIE KRAFT<br />

Zurück zur Kochzeit: »Am besten schmeckt<br />

Pho, wenn sie fünf bis sieben Stunden<br />

am Herd steht«, sagt der Koch. Und, wenig<br />

überraschend, wird sie besser, wenn man sie<br />

nicht gleich isst, sondern am nächsten Tag<br />

noch einmal heiß macht. Da heißt es geduldig<br />

sein. Glücklicherweise gibt es aber auch<br />

hierzulande mittlerweile eine gute Auswahl<br />

an Pho-Läden, denn die Brühe ist längst<br />

zum Trend-Essen mutiert. Nicht nur weil sie<br />

großartig schmeckt, auch weil ihr gesundheitsfördernde<br />

Eigenschaften zugeschrieben<br />

werden. Pho soll die Knochen und das<br />

Immunsystem stärken, kalorienarm ist sie<br />

außerdem. Glaubt man aktuellen Ernährungstrends,<br />

ist sie das perfekte Essen. <<br />

DIE<br />

VERWANDTEN<br />

DER PHO<br />

KUAI TIAO – THAILAND<br />

Nudelsuppe mit verschiedenen Fleisch-<br />

Einlagen und Innereien<br />

HU TIEU NAM VANG – KAMBODSCHA<br />

Suppe mit Schweinefleisch und<br />

Tapioka-Nudeln<br />

SOTO AYAM – INDONESIEN<br />

Reisnudelsuppe mit Kurkuma und Huhn<br />

MOHINGA – MYANMAR<br />

Fischsuppe mit Bananenstamm und<br />

Kichererbsen-Cracker<br />

Fotos: De Agostini Editorial / Getty Images, Vladislav Noseek / Shutterstock<br />

138 falstaff mai <strong>2023</strong>


Kaisergranat<br />

Signature Dish von Executive Chef<br />

Alexandru Simon<br />

Kärntner Ring 8 | 1010 Wien | <strong>Österreich</strong> | +43 1 22122-12<br />

reservation@glasswing-restaurant.com | glasswing-restaurant.com


gourmet / REZEPTE<br />

140 falstaff mai <strong>2023</strong>


<strong>Falstaff</strong> Rezept-Newsletter -<br />

Rezeptideen kostenlos<br />

via E-Mail erhalten:<br />

go.falstaff.com/rezept-newsletter<br />

TASTE<br />

Frische Zutaten, zahlreiche<br />

außergewöhnliche Aromen<br />

und ein unerschöpfliches<br />

Spektrum an Gewürznuancen<br />

zeichnen die Küche<br />

Südostasiens aus. Drei<br />

Spitzenköche verraten,<br />

wie man sich die Exotik<br />

Indochinas nach Hause holt.<br />

FOTOS LENA STAAL<br />

KONZEPT & PRODUKTION ISABELLA HUBER<br />

FOODSTYLIST GITTE JAKOBSEN<br />

OF<br />

ASIA<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

141


gourmet / REZEPTE<br />

142 falstaff mai <strong>2023</strong>


TINTENFISCH<br />

mit Ingwer-Pfeffer-Sauce<br />

(FÜR 4 PERSONEN)<br />

Die Kopffüßer zeichnen sich kulinarisch durch ihren feinen, zurückhaltenden<br />

Geschmack aus, welcher besonders von der asiatischen und mediterranen Küche<br />

in Szene gesetzt wird. Tintenfisch ist zudem eine gute Proteinquelle,<br />

reich an Vitaminen, Eisen und Antioxidantien.<br />

ZUTATEN FÜR DEN TINTENFISCH<br />

4 x 100 g Tintenfisch<br />

ZUBEREITUNG DES TINTENFISCHS<br />

– Den Tintenfisch säubern und eine Minute lang in<br />

kochendes Wasser tauchen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE INGWER-PFEFFER-SAUCE<br />

140 ml Zuckerwasser<br />

30 ml Limettensaft<br />

30 ml vietnamesische Fischsauce<br />

25 g geschälter Ingwer<br />

12 g Chilischote<br />

½ Pili-Pili (Vogelaugen-Chili-Schote)<br />

ZUBEREITUNG DER INGWER-PFEFFER-SAUCE<br />

– Zuerst das Zuckerwasser, den Limettensaft und<br />

die Fischsauce vermischen.<br />

– Dann den Ingwer und die Chilischoten in Stücke<br />

schneiden.<br />

– Diese in einer Küchenmaschine zu einer Paste<br />

verarbeiten und mit der Fischsaucen-Vinaigrette<br />

vermengen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE FERTIGSTELLUNG<br />

½ Bund Rau Ram (vietnamesischer Koriander)<br />

FERTIGSTELLUNG<br />

– Den Tintenfisch in Stücke bzw. Ringe schneiden<br />

und mit der Ingwer-Pfeffer-Sauce überziehen.<br />

Die Rau-Ram-Blätter in feine Streifen schneiden<br />

und den Tintenfisch damit bestreuen.<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

2021 Alvarinho Primeiras Vinhas<br />

Quinta de Soalheiro, Vinho Verde, Portugal<br />

Komplexer Alvarinho aus spontaner Gärung mit<br />

teilweisem Ausbau im Holzfass. In der Nase betont<br />

zitrisch mit Nuancen von reifen Früchten<br />

sowie nussig-mandelartigem Einschlag, dezent<br />

Honig. Am Gaumen von einem schönen Spiel aus<br />

präziser Säure und Schmelz getragen. Endet<br />

lang mit fruchtigen Noten. Kann gut noch reifen,<br />

wenn man ihm denn widerstehen kann.<br />

hawesko.de, € 16,90<br />

Rezept von Huibrecht Berends, Restaurant<br />

»Bún«, Antwerpen, Belgien<br />

In dem Lokal im Herzen von Antwerpen wird<br />

anspruchsvolle vietnamesische Küche serviert.<br />

Verwendet werden ausschließlich hochwertige<br />

Zutaten, die von ausgewählten Bauern aus Belgien<br />

und den Niederlanden bezogen werden. Bei der<br />

Zubereitung legt das Team besonderen Wert<br />

auf die Herausarbeitung von typischen<br />

vietnamesischen Aromen.<br />

Portrait: beigestellt<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

143


gourmet / REZEPTE<br />

CHILI-HONIG-RINDFLEISCH<br />

mit Kirschtomaten in der Aubergine<br />

(FÜR 4 PERSONEN)<br />

Chilis gehören zur Gattung der Paprikagewächse und je nach<br />

Länderküche werden sehr unterschiedliche Züchtungen eingesetzt.<br />

Wenn man frische Schoten verwendet, sollte man möglichst<br />

die Samenansätze und die weißlichen Scheidewände entfernen<br />

– denn hier versteckt sich die meiste Schärfe.<br />

ZUTATEN FÜR DIE AUBERGINE<br />

4 Auberginen, halbiert<br />

4 EL Olivenöl<br />

1 EL Meersalz<br />

4 EL Zwiebel, gehackt<br />

2 EL Knoblauch, gehackt<br />

6 EL Austernpilze, gehackt<br />

1 EL Fischflocken<br />

1 EL Basilikum, gehackt<br />

2 EL grüner Zwiebel, gehackt<br />

ZUBEREITUNG DER AUBERGINE<br />

– Die halbierten Auberginen mit dem Olivenöl<br />

und dem Meersalz im Ofen bei 140 °C fünfzehn<br />

Minuten backen.<br />

– Die gegarten Auberginen aushöhlen und das<br />

Fleisch mit der Zwiebel, dem Knoblauch, den<br />

Austernpilzen durchsautieren und mit den<br />

Fischflocken, dem Basilikum und dem grünen<br />

Zwiebel abschmecken.<br />

– Dann die Masse zurück in die Auberginenschale<br />

füllen und warmstellen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE SAUCE<br />

8 EL Austernsauce<br />

8 EL süße Chilisauce<br />

4 EL frische rote Chilis, fein gehackt<br />

4 EL Sojasauce<br />

1 EL Sesamöl<br />

ZUBEREITUNG DER SAUCE<br />

– Alle Zutaten miteinander vermengen.<br />

ZUTATEN FÜR DAS FLEISCH<br />

4 x 150 g Rinderfiletwürfel (mariniert in Sherry,<br />

Maizena, Sojasauce, Distelöl, Tamarindenwasser)<br />

Rezept von Wini Brugger, früher u. a. Restaurant<br />

»Winisan« und »Indochine 21«, <strong>Österreich</strong><br />

Wini Brugger wurde 1961 in Tirol geboren. Seine<br />

Ausbildung absolvierte er im »Glocknerhof« in<br />

Heiligenblut, später lernte er bei Kochgroßmeister<br />

Werner Matt. Sein weiterer Werdegang führte ihn<br />

um die ganze Welt, wo er unter anderem seine<br />

Leidenschaft für die unterschiedlichsten Küchenkulturen<br />

Asiens entdeckte. Zurück in der Heimat,<br />

sorgte er mit seinen Restaurants für Begeisterung.<br />

Heute ist Wini Brugger als erfolgreicher<br />

Kochbuchautor, Berater sowie Veranstalter<br />

von Kochkursen tätig.<br />

4 EL Distelöl<br />

4 EL Zwiebel, gehackt<br />

16 Kirschtomaten, ohne Strunk<br />

1 TL Knoblauch, gehackt<br />

ZUBEREITUNG DES FLEISCHES<br />

– Das Fleisch mit der Marinade 24 Stunden<br />

marinieren.<br />

– Dann im Wok rare anbraten und<br />

für zehn Minuten rasten lassen.<br />

– Zwiebel, Knoblauch und Kirschtomaten<br />

im Wok ansautieren.<br />

– Danach das Rindfleisch beigeben und<br />

mit der Sauce vermengen.<br />

– Kurz aufkochen und abschmecken.<br />

ZUTATEN FÜR DAS ANRICHTEN<br />

Korianderblätter, Chilischoten, grüne Kresse,<br />

Sesamkörner<br />

ANRICHTEN<br />

– Das Fleisch in der Aubergine anrichten<br />

und mit Sauce beträufeln.<br />

– Mit Korianderblättern, Chilischoten, grüner<br />

Kresse und Sesamkörnern garnieren.<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

2020 Blaufränkisch Perwolff, Weingut<br />

Krutzler, Deutsch Schützen, <strong>Österreich</strong><br />

Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe, dezente<br />

Randaufhellung. Feine Nuancen von Brombeeren,<br />

schwarze Kirschen, etwas Lakritze, mit süßen Gewürzen<br />

und Holzaromen unterlegt, vielschichtiges<br />

Bukett. Ausgewogener Körper, rote Herzkirschen,<br />

feine Beerenfrucht, finessenreich strukturiert, elegant,<br />

runde Tannine, bleibt haften, ein lebendiger<br />

Speisenbegleiter mit Entwicklungspotenzial,<br />

schon gut antrinkbar. weinco.at, € 54,99<br />

144 falstaff mai <strong>2023</strong>


Portrait: beigestellt<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

145


gourmet / REZEPTE<br />

146 falstaff mai <strong>2023</strong>


PAD THAI<br />

(FÜR 1 PERSON)<br />

Die Tamarinde, auch Sauerdattel oder Indische Dattel genannt, hat ihren<br />

Ursprung vermutlich in Nordafrika. Heute wird das vielseitig einsetzbare<br />

süß-säuerliche Fruchtfleisch unter anderem genutzt, um dem thailändischen<br />

Nationalgericht Pad Thai seinen unverwechselbaren Geschmack zu verleihen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE SAUCE<br />

200 g Tamarindenpaste<br />

200 g Palmzucker<br />

75 g Fischsauce<br />

5 rote Chilis, klein gehackt<br />

ZUBEREITUNG DER SAUCE<br />

– Die Zutaten in einem Topf bei niedriger<br />

Hitze etwa 20 Minuten erwärmen, bis sich<br />

der Zucker aufgelöst hat, danach beiseitestellen.<br />

ZUTATEN FÜR DAS PAD THAI<br />

150 g Pad Thai Reisnudeln<br />

1 EL Pflanzenöl<br />

1 TL Knoblauch, gehackt<br />

5 kleine Shrimps<br />

1 EL Tofu, in Würfel geschnitten<br />

1 EL eingelegter Rettich, gehackt<br />

1 EL rote Zwiebeln, gehackt<br />

1 Ei<br />

20 g frische Sojasprossen<br />

3 g Schnittknoblauch, geschnitten<br />

ZUBEREITUNG DES PAD THAI<br />

– Zunächst die Nudeln in Wasser einlegen, bis sie<br />

weich sind, danach absieben.<br />

– Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen.<br />

– Bei mittlerer Hitze den Knoblauch zugeben und<br />

goldbraun anbraten.<br />

– Danach die Shrimps, den Tofu, den Rettich sowie<br />

die roten Zwiebel für eine kurze Zeit mitbraten.<br />

– Nun das Ei zugeben, alles gut durchmischen und<br />

solange anbraten, bis die Zutaten durch sind.<br />

Rezept von Napaporn Kongboon, Restaurant<br />

»All Reis«, Wien, <strong>Österreich</strong><br />

Von vielen als das beste thailändische Restaurant<br />

Wiens bezeichnet, verführt das »All Reis« in seinen<br />

zwei Dependancen im 1. und 15. Bezirk seine Gäste<br />

mit Köstlichkeiten wie Tom Yam, Som Tam Thai<br />

oder eben Pad Thai und vermittelt damit echtes<br />

Bangkok-Feeling. Neben den zwei Restaurants gibt<br />

es mit dem »Oliang Café« auch einen Ort, an dem<br />

man u. a. Vintage Thai Coffee genießen kann.<br />

– Anschließend die Reisnudeln zusammen mit der<br />

Sauce in die Pfanne geben und alles gut und<br />

kräftig durchrühren.<br />

– Zu guter Letzt die Sojasprossen und den Schnittknoblauch<br />

unterheben und bei niedriger Hitze<br />

mitbraten.<br />

ZUM SERVIEREN<br />

1 EL Erdnüsse, gemahlen oder zerkleinert<br />

1 Limettenscheibe<br />

2 g frische Sojasprossen<br />

2 Stängel Schnittknoblauch<br />

1 TL Chiliflocken<br />

Bananenblüte, in Spalte geschnitten (optional)<br />

SERVIEREN<br />

– Das Pad Thai auf einem Teller anrichten und<br />

mit den Erdnüssen, der Limettenscheibe, den<br />

Sojasprossen, dem Schnittknoblauch und den<br />

Chiliflocken garnieren. Je nach Wunsch eine in<br />

Spalten geschnittene Bananenblüte hinzufügen.<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

KINNARI Cuveé Weiss 2022<br />

Niederösterreich, <strong>Österreich</strong><br />

Die vollendete Cuvée mit 11,5% harmoniert<br />

perfekt mit frischen und leichten asiatischen<br />

Gerichten — wie die der Küche Thailands. Dieser<br />

aromatisch-fruchtige Wein zeigt dezente Restsüße<br />

und einen prickelnden Säurebogen. Er ist<br />

eine zarte Verschmelzung asiatischer Kulinarik<br />

mit österreichischer Weinkompetenz die ihresgleichen<br />

sucht. oocha.at, € 11,90<br />

Portrait: beigestellt<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

147


gourmet / ESSAY<br />

BITTE VON DER<br />

STRASSE ESSEN<br />

Von Mexico City bis Penang, von Denpasar bis Hanoi: Das beste Essen<br />

der Welt wird vielfach auf der Straße gekocht. Warum die Standln<br />

und Straßengrills der wahre Muskel all jener Küchen sind,<br />

die heute rund um den Erdball gefeiert und geliebt werden …<br />

Ganz egal, wann man in Bangkok<br />

ankommt: Wenn man aus<br />

dem Taxi steigt und die erste<br />

feuchtheiße Watschen verdaut<br />

hat, mit der einen das Wetter<br />

hier unweigerlich begrüßt, dann riecht man<br />

es gleich: Irgendwo ganz in der Nähe wird<br />

gekocht. Meistens duftet das ganz unwiderstehlich<br />

gut, manchmal herausfordernd,<br />

immer spannend.<br />

Wenn man den Stand, wo der Duft herkommt,<br />

nicht auf den ersten Blick erspäht,<br />

dann reicht es, um die nächste Ecke zu<br />

lugen. In Südostasien ist man dem Essen<br />

ganz unvergleichlich viel näher als bei uns<br />

in Europa. Weil es an jeder Ecke ein Standl,<br />

ein Wagerl, einen Kiosk gibt, an dem<br />

ge backen und gebraten, gegrillt oder frittiert<br />

wird – oder einfach nur exotische Früchte<br />

besonders sorgfältig geschält und dekorativ<br />

angerichtet werden. Weil diese dichte Konkurrenz<br />

der Qualität des Gebotenen ganz<br />

automatisch zuträglich ist. Weil so gut wie<br />

jeder Passant gerade dabei ist, sich irgendetwas<br />

zuzuführen, wo abzubeißen, woran zu<br />

zuzeln oder zumindest in einem durchsichtigen<br />

Plastiksackerl die eine oder andere Suppe,<br />

das gelegentliche Curry oder was auch<br />

immer mitzunehmen. Nach Hause, an den<br />

Arbeitsplatz, fürs Frühstück, für den kleinen<br />

Vormittagshunger, zum Lunch oder einfach<br />

nur, weil es gerade wieder so verdammt gut<br />

gerochen hat. Es ist wirklich so: Alle essen<br />

dauernd irgendwas und wenn nicht, dann<br />

tragen sie gerade Essen nach Hause. Dass<br />

man dennoch kaum übergewichtige Thais<br />

finden wird, sagt schon fast alles über die<br />

Qualität der Küche aus. Hier ist das Essen<br />

derart bekömmlich, dass man sich dauernd<br />

daran gütlich tun kann und dennoch nicht<br />

dick wird.<br />

KONKURRENZ? DER BESTE KOCH!<br />

Essen ohne Punkt und Komma geht aber<br />

nur, wenn es nicht nur urgut, sondern auch<br />

urgünstig ist. Gleichzeitig aber ist die Aufmerksamkeit,<br />

die dem Essen zuteilwird, die<br />

Sorgfalt, mit der Würzmittel und Saucen,<br />

frische Kräuter, geröstete Nüsse und andere<br />

Garnituroptionen bereitgehalten werden,<br />

makellos. Konkurrenz ist der beste Koch –<br />

in den »Food Alleys« von Bangkok lässt<br />

sich dies auf Plastikhockern mit einer Plastikschale<br />

frischem Essen in der Hand und<br />

einer Tasse lauwarmem Tee aus der Thermosflasche<br />

neben sich zu jeder Tages- und<br />

Nachtzeit überprüfen.<br />

»Streetfood schmeckt oft weit interessanter<br />

als Essen im Restaurant«, notierte der<br />

große Alan Davidson dazu bereits vor<br />

einem Vierteljahrhundert in seinem Standardwerk<br />

»The Oxford Companion to<br />

Food«. Man kann sogar noch weiter gehen<br />

und behaupten, dass eine gastronomische<br />

Kultur, die sich auf eine lebendige Streetfood-Tradition<br />

stützen und auf dieser aufbauen<br />

kann, ganz wesentliche Vorteile<br />

genießt. Und dass, davon ableitend, das<br />

Essen in einem Land mit lebendiger Streetfood-Tradition<br />

im Allgemeinen besser und<br />

kulinarisch hochwertiger ist als in einem<br />

Land, das darüber nicht verfügt.<br />

Natürlich ist das Klima ein ganz wesentlicher<br />

Faktor. Wenn es draußen kalt ist, kann<br />

der Koch auf die Dauer nicht im Freien<br />

werken. Gutes Streetfood bedingt also<br />

subtropisches bis tropisches Klima – ob in<br />

Mexiko, in Marokko, Peru, Südindien und<br />

Sri Lanka oder eben in ganz Südostasien.<br />

Mindestens so wichtig aber ist – und das ist<br />

nur auf den ersten Blick paradox – die technologische<br />

Rückständigkeit: Wenn es keine<br />

Kühlmöglichkeiten gibt, muss das Essen aus<br />

ganz frischen (oder aus kunstvoll fermentierten<br />

oder anderswie traditionell konservierten)<br />

Zutaten bestehen.<br />

Was aufs Erste wie ein Paradoxon klingt,<br />

lässt sich zumindest in Südostasien, wo der<br />

Qualität und Vielfalt des Essens eine überragende<br />

Bedeutung beigemessen wird, ganz<br />

zweifelsfrei bestätigen: In Vietnam und Laos,<br />

in den ländlichen Gebieten Thailands und in<br />

Kambodscha muss man einfach täglich zum<br />

Markt, wenn abends etwas Ordentliches auf<br />

dem Tisch stehen soll. Denn wenn es keinen<br />

Kühlschrank gibt, muss die Frische eben<br />

durch unmittelbare Ernte- und Fangfrische<br />

sichergestellt werden – nur beim Fleisch<br />

gehen sich im Zweifel ein paar wenige Tage<br />

der Reifung an der frischen Luft aus, wenn<br />

auch nur dank spezieller, über Generationen<br />

überlieferter Kniffe und Tricks.<br />

Hendl freilich wird in Ostasien traditionell<br />

schlachtfrisch verkocht, der charakteristische<br />

Eisengeschmack solch frisch<br />

geschlachteten Federviehs gilt als besonders<br />

begehrenswert. Auf den Straßen am Land<br />

sieht man an Markttagen deshalb früh-<br />

Fotos: Universal Images Group Editorial / Getty Images, Johannes Kernmayer<br />

148 falstaff mai <strong>2023</strong>


SEVERIN CORTI<br />

schreibt über<br />

Essen und<br />

Trinken und ist<br />

Co-Chefredakteur<br />

von <strong>Falstaff</strong> Rezepte.<br />

morgens oft Hendlbauern, die auf Mopeds<br />

lebende Hühner transportieren – kopfüber<br />

mit zusammengebundenen Haxen auf Stangen<br />

aufgefädelt, locker 50 Stück und mehr<br />

auf einmal. Dem westlichen Besucher mag<br />

das wie harsche Tierquälerei vorkommen –<br />

dass es den Tieren Zeit ihres Lebens,<br />

pickend und scharrend im Dorf und auf<br />

den umliegenden Feldern, ganz unvergleichlich<br />

viel besser gegangen ist als den allermeisten<br />

Biohendln bei uns (von Billighühnern<br />

aus Bodenhaltung gar nicht zu reden),<br />

blenden wir bei derlei gefühligem Entsetztsein<br />

nur zu gerne aus.<br />

Aber die kulinarische Überlegenheit technologischer<br />

Rückständigkeit wird auch auf<br />

einer anderen Ebene offenbar: beim Kochvorgang<br />

selbst. Ein Wok, der auf glühend<br />

heißen Kohlen bewegt wird, an dessen<br />

TECHNISCHE<br />

RÜCKSTÄNDIGKEIT<br />

IST BEI STREET-<br />

FOOD DIE BASIS FÜR<br />

KULINARISCHE<br />

ÜBERLEGENHEIT.<br />

Außenhaut die Flammen empört emporzüngeln,<br />

ist das vielleicht beste Kochinstrument<br />

von allen. Nur so kann »Wok Hai«,<br />

der »Atem des Woks«, sich dem in wenigen<br />

Minuten gegarten Essen ganz unvermittelt<br />

mitteilen und den einzigartigen Feuergeschmack<br />

auf die Speisen übertragen. Wer<br />

einer Meisterin des Woks wie Jay Fai in<br />

Bangkok je dabei zusehen konnte, wie sie<br />

mit einer Skibrille (!) gegen die Hitze ihre<br />

Herrlichkeiten auf einer ganzen Batterie<br />

solch feuergespeister Woks vollbringt, kann<br />

verstehen, warum wahre Feuerküche ausschließlich<br />

im Freien auf der Straße möglich<br />

ist: Keine Lüftung der Welt wäre in der<br />

Lage, mit solch martialischer Hitze fertigzuwerden.<br />

Es ist also nur gerecht, dass die<br />

Köchin und ihr Standl nun schon seit Jahren<br />

mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet<br />

sind. Man könnte bloß monieren, dass dieselbe<br />

Auszeichnung auch Millionen anderer<br />

Köche zwischen Hanoi und Penang,<br />

Yangon und Chiang Mai, Sihanoukville<br />

und Denpasar zustünde, die täglich kulinarische<br />

Wundertaten vollbringen – mit technisch<br />

rudimentären Hilfsmitteln.<br />

DIE LAST DES TOLLEN ESSENS<br />

Natürlich ist Streetfood in seinen Möglichkeiten<br />

limitiert. Aber als Grundpfeiler einer<br />

großartigen Landesküche, als Pegel, der in<br />

»echten« Küchen nur übertroffen, nicht<br />

unterschritten werden darf, ist es unerreicht.<br />

Dem kann man in Südostasien in<br />

zahllosen Restaurants nachschmecken, die<br />

die hohe Kunst der Verfeinerung mit den<br />

anderen Freuden des Auswärtsessens, notabene<br />

einer angenehmen Atmosphäre und<br />

erstklassigem Service, verbinden. Bei der<br />

ganz hohen, der sogenannten Gourmetküche<br />

hingegen, stoßen derart elaborierte<br />

und tief in der Landeskultur verwurzelte<br />

Küchen oft an ihre Grenzen. Das ist in Italien,<br />

wo man es schwer hat, in einem Sternerestaurant<br />

nur annähernd so glücklich zu<br />

werden wie in einer ordentlichen Trattoria,<br />

nicht anders als in Thailand oder Vietnam:<br />

Wo die Landesküche sich aus Tradition mit<br />

höchster Fingerfertigkeit und Sorgfalt den<br />

Lebensmitteln widmet, wissen Gourmetköche<br />

oft keinen anderen Ausweg, als sich<br />

in absurd anmutenden Komplikationen und<br />

Denaturierung des kulinarischen Erbes zu<br />

versteigen. Aber einen »Schaum von der<br />

Frühlingsrolle« braucht halt keiner. <<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

149


gourmet / WISSENSCHAFT<br />

INDOCHINAS GEWÜRZ-APOTHEKE<br />

GESUNDHEIT, DIE<br />

(MAN) SCHMECKT<br />

Kräftig, scharf, aromatisch<br />

und gleichzeitig eine echte<br />

Wohltat für unseren Körper:<br />

Südostasiens Gewürze<br />

sorgen nicht nur für eine<br />

Geschmacksexplosion<br />

im Mund, sondern sind<br />

auch der Gesundheit<br />

außerordentlich zuträglich.<br />

TEXT JULIA NITTMANN<br />

ILLUSTRATION GINA MÜLLER /<br />

CAROLINESEIDLER.COM<br />

Fotos: Shutterstock<br />

150 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

151


gourmet / WISSENSCHAFT<br />

K<br />

oriander, Kurkuma, Ingwer<br />

und Co. sind aus Thai-Currys<br />

oder den herrlichen vietnamesischen<br />

Suppentöpfen –<br />

genannt »Pho« – nicht wegzudenken,<br />

verleihen sie diesen Gerichten<br />

doch ihren besonderen Geschmack. Diese<br />

Zutaten bestechen allerdings nicht nur wegen<br />

des einzigartigen Aromas – auch unsere<br />

Gesundheit beeinflussen sie auf erstaunlich<br />

positive Weise.<br />

Wer kennt nicht das herrlich gelbe Pulver,<br />

das Currymischungen ihre besondere<br />

leuchtende Farbe verleiht? Das dafür verantwortliche<br />

Kurkuma wird aus dem sehr<br />

verzweigten Wurzelstock, einem sogenannten<br />

Rhizom, der tropischen Kurkumapflanze<br />

gewonnen. In südostasiatischen Ländern<br />

findet dabei häufig der frische Wurzelstock<br />

Verwendung, es gibt ihn aber auch zu<br />

Pulver vermahlen. Egal auf welche Art –<br />

Kurkuma verleiht Gerichten ein kräftigwürziges<br />

Aroma mit einer leicht bitteren<br />

Note. Der charakteristische gelbe Farbstoff<br />

Curcumin schützt die Pflanze vor Krankheitserregern<br />

und Fressfeinden. Und diese<br />

Wirkung tut auch unserer Gesundheit gut,<br />

denn gemeinsam mit den ätherischen Ölen<br />

der Pflanze wirkt das Curcumin entzündungshemmend<br />

und schmerzlindernd, antioxidativ<br />

(zellschützend) und sogar krebshemmend.<br />

Kurkuma erweist sich so als<br />

echter Allrounder in der Gewürzapotheke.<br />

Botanisch betrachtet gehört Kurkuma,<br />

wie Ingwer und Galgant, zur Familie der<br />

Ingwergewächse. Und alle Ingwergewächse<br />

haben ähnlich positive Auswirkungen auf<br />

unseren Körper. Zwar wird Kurkuma mit<br />

seiner 4000-jährigen Geschichte schon länger<br />

verwendet als Ingwer, aber auch Zweiterer<br />

blickt – mit ersten Aufzeichnungen<br />

aus dem Jahr 450 vor Christus – auf eine<br />

lange Tradition zurück. Beliebt ist er in der<br />

Fleisch- und Fischzubereitung, aber auch<br />

als Tee kann Ingwer trotz seiner Schärfe<br />

überzeugen. Verantwortlich für die Schärfe<br />

ist der Stoff Gingerol, der Ingwer auch<br />

eine antibakterielle und entzündungshemmende<br />

Wirkung verleiht. Daneben sorgen<br />

die Stoffe Cineol und Borneol für einen<br />

verdauungsfördernden, magenschützenden<br />

und kreislaufanregenden Effekt. Und als<br />

»Superkraft« kann Ingwer durch den<br />

Wirkstoff Shogaol bei Übelkeit sogar zur<br />

Abschwächung des Brechreizes beitragen.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

152 falstaff mai <strong>2023</strong>


VIELE ASIATISCHE GEWÜRZE WIRKEN ENTZÜNDUNGS­<br />

HEMMEND UND UNTERSTÜTZEN DAS IMMUNSYSTEM<br />

DURCH IHRE ANTIBAKTERIELLE UND ANTIVIRALE<br />

WIRKUNG. AUCH AUF UNSERE VERDAUUNG KÖNNEN SIE<br />

EINEN POSITIVEN EINFLUSS HABEN UND SO ZUM BEISPIEL<br />

DEN APPETIT ANREGEN ODER BEI BLÄHUNGEN HELFEN.<br />

Geschmacklich ähnlich wie Ingwer, aber ein<br />

wenig süßer und milder ist der Galgant. Er<br />

findet unter anderem in der thailändischen<br />

Küche Verwendung, um zum Beispiel Currypasten,<br />

Suppen, Reis- und Schmorgerichte<br />

zu verfeinern. Ähnlich wie seine Wurzelkollegen<br />

wird er gerne als verdauungsförderndes,<br />

fiebersenkendes und schleimlösendes<br />

Mittel eingesetzt. Als Tee ist er ideal bei<br />

Atemwegserkrankungen und Schnupfen.<br />

GRÜN UND GESUND<br />

Neben den Wurzeln haben auch die Kräuter<br />

Südostasiens einiges zu bieten. An vorderster<br />

Stelle steht hier Koriander. Als eines der<br />

ältesten Küchenkräuter der Welt und auch<br />

eines der wichtigsten Kräuter in asiatischen<br />

Gerichten findet er zum Beispiel in vietnamesischen<br />

Phos, als Kraut in Salaten oder<br />

als krönender Abschluss über thailändischen<br />

und vietnamesischen Gerichten seine<br />

Anwendung. Am Geschmack von Koriander<br />

scheiden sich in Europa jedoch die Geister –<br />

die einen beschreiben ihn als zitronig und<br />

lieben ihn, die anderen als »seifig« und hassen<br />

ihn. Diese zwei so konträren Sichtweisen<br />

lassen sich mittlerweile wissenschaftlich<br />

erklären – durch unsere Gene. Diejenigen,<br />

die den Geschmack von Koriander nicht<br />

mögen, haben eine bestimmte Ausprägung<br />

eines Geruchsrezeptors, der zu eben dieser<br />

»seifigen« Geschmacksempfindung führt.<br />

Was sehr schade ist, gilt er doch als entzündungshemmend,<br />

antibakteriell und antioxidativ<br />

und soll so bei diversesten Entzündungserkrankungen,<br />

beispielsweise im<br />

Mund-Rachen-Raum, im Harntrakt oder im<br />

Magen, aber auch bei Rheuma helfen. Mit<br />

seiner verdauungsfördernden Wirkung kann<br />

er zudem den Appetit anregen und bei Blähungen<br />

und Verstopfung hilfreich sein. Der<br />

in Koriander enthaltene Stoff Dodecenal<br />

soll außerdem besonders zur Bekämpfung<br />

von Salmonellen beitragen.<br />

SÜSSLICHE STERNE<br />

Ein etwas anderes, aber in der asiatischen<br />

Küche nicht weniger bedeutendes Aroma als<br />

Wurzeln und Kräuter liefert der Stern anis.<br />

Nicht zu verwechseln mit echtem Anis, verleiht<br />

er Brühen, Suppen und Currys einen<br />

lakritzartigen Geschmack. Stern anis harmoniert<br />

hervorragend mit Koriander, Zimt,<br />

Kardamom und Nelke. So wundert es nicht,<br />

dass er gemeinsam mit Fenchel, Nelken,<br />

Szechuanpfeffer und Zimt das aus chinesischen<br />

Gerichten bekannte Fünf-Gewürze-<br />

Pulver bildet. Stern anis wartet auf gesundheitlicher<br />

Ebene mit antibakterieller, antioxidativer<br />

und entzündungshemmender<br />

Wirkung auf. Die enthaltene Shikimisäure<br />

hat außerdem eine hervorragende antivirale<br />

Wirkung: Sie unterbricht die Infektionskette<br />

und ist somit eine Unterstützung bei Grippe<br />

und Erkältungen.<br />

SCHARFE<br />

SCHATTENGEWÄCHSE<br />

Auch die Chili darf als wichtiges Würzmittel<br />

der asiatischen Küche nicht unerwähnt<br />

bleiben. Sie wird vor allem als schärfegebende<br />

Zutat in Suppen oder Currygerichten<br />

verwendet und ist wichtiger Bestandteil von<br />

Currypulvern und -pasten. Wie Paprika<br />

oder Tomaten gehört Chili zu den Nachtschattengewächsen<br />

und erhält ihre Schärfe<br />

im Vergleich zur Paprika durch den weit<br />

höheren Anteil des Wirkstoffs Capsaicin.<br />

Dieser ist dabei nicht nur für das Brennen<br />

verantwortlich, sondern regt auch die Verdauung<br />

an und hat eine antibakterielle Wirkung.<br />

So kann Chili bei Verdauungsstörungen<br />

sowie Blähungen oder auch bei Kreislaufbeschwerden<br />

oder Migräne helfen.<br />

Weitere Food-Facts<br />

aus der Welt der Wissenschaft:<br />

go.falstaff.com/science<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff 153


gourmet / WISSENSCHAFT<br />

ASIENS GEWÜRZ-<br />

APOTHEK E<br />

Heilkraft der Natur – welche Inhaltsstoffe wofür gut sind<br />

KURKUMA<br />

Verwendung: Entweder frisch oder<br />

getrocknet als gelbes Pulver, verleiht<br />

Speisen ein würziges, leicht bitteres<br />

Aroma. Wird vor allem in Currys, aber<br />

auch darüber hinaus eingesetzt.<br />

Superkräfte: Das enthaltene Curcumin<br />

wirkt entzündungshemmend und<br />

schmerzlindernd, schützt die Zellen<br />

und kann das Krebsrisiko mindern.<br />

INGWER<br />

Verwendung: Wird mit allen Arten<br />

von Fleisch-, Fisch- oder<br />

Gemüsespeisen kombiniert, kann aber<br />

auch als Tee konsumiert werden.<br />

Superkräfte: Gingerol, der für die<br />

Schärfe verantwortliche Inhaltsstoff,<br />

wirkt antibakteriell und<br />

entzündungshemmend. Cineol und<br />

Borneol wirken verdauungsfördernd,<br />

magenschützend und<br />

kreislaufanregend. Der Wirkstoff<br />

Shogaol hilft zudem bei Übelkeit und<br />

mindert den Brechreiz.<br />

GALGANT<br />

Verwendung: Süßer und milder als<br />

Ingwer, wird er frisch oder in<br />

Pulverform vor allem für Currypasten<br />

sowie Suppen, Reis- und<br />

Schmorgerichte verwendet.<br />

Superkräfte: Biologisch nah verwandt<br />

mit Ingwer und Kurkuma, wirkt auch<br />

ebenso verdauungsfördernd,<br />

außerdem fiebersenkend und<br />

schleimlösend. Als Tee ideal bei<br />

Atemwegserkrankungen.<br />

KORIANDER<br />

Verwendung: Das wohl wichtigste<br />

Kraut in der asiatischen Küche. Wird<br />

entweder frisch oder getrocknet<br />

(»Koriandersamen«) verarbeitet.<br />

Superkräfte: Entzündungshemmend,<br />

antibakteriell und antioxidativ. Kann<br />

bei unterschiedlichsten Entzündungen<br />

(Rachenraum, Harntrakt, Magen oder<br />

auch Rheuma) helfen. Außerdem<br />

appetitanregend und gut bei<br />

Blähungen und Verstopfung. Kann<br />

außerdem wirksam gegen<br />

Salmonellen sein.<br />

STERNANIS<br />

Verwendung: Verleiht vor allem<br />

Suppen und Currys einen<br />

lakritzartigen Geschmack. Der auch<br />

optisch dekorative Sternanis wird<br />

samt Hülle verkocht oder gemahlen.<br />

Superkräfte: Die enthaltene Shikimi-<br />

Säure hat eine antivirale Wirkung und<br />

kann bei Infekten unterstützend<br />

wirken. Zudem ist Sternanis<br />

antibakteriell, antioxidativ und<br />

entzündungshemmend.<br />

CHILI<br />

Verwendung: In frischer Form fixer<br />

Bestandteil in nahezu jedem<br />

asiatischen Gericht. Wird auch in<br />

Saucen verarbeitet.<br />

Superkräfte: Das für die Schärfe<br />

verantwortliche Capsaicin wirkt nicht<br />

nur verdauungsanregend, sondern hat<br />

auch antibakterielle Wirkung und hilft<br />

bei Kreislaufschwäche oder Migräne.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

154 falstaff mai <strong>2023</strong>


WKW<br />

Margarete<br />

Gumprecht,<br />

Handelsobfrau<br />

der Wirtschaftskammer<br />

Wien<br />

(Bild unten).<br />

14. MAI IST<br />

MUTTERTAG<br />

Was Mütter das ganze Jahr über leisten, ist unbestritten.<br />

Den bevorstehenden Muttertag nutzen daher viele Menschen, um<br />

Danke zu sagen. Gute Tipps dafür bietet meinkaufstadt.wien.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Adobe Stock / Konstantin Yuganov; FlorianWieser<br />

Die Wienerinnen und Wiener<br />

geben durchschnittlich 50 Euro<br />

zum Muttertag aus, ergab eine<br />

Umfrage der Wirtschaftskammer<br />

Wien. Vor allem Blumen sind ein<br />

beliebtes Geschenk, dicht gefolgt von<br />

Pralinen und Süßigkeiten. »Der Wiener<br />

Handel hilft fachkundig und liebevoll, das<br />

richtige Präsent zu finden«, sagt Margarete<br />

Gumprecht, Handelsobfrau der Wirtschaftskammer<br />

Wien.<br />

Zweiter Dauerbrenner zum Muttertag<br />

ist der Sonntagsausflug in einen Gastronomiebetrieb,<br />

denn auch mit einem kulinarischen<br />

Genuss lässt sich sehr gut Danke<br />

sagen. Auch hier ist man in Wien bestens<br />

aufgestellt. Mehr als 6.000 Wiener Betriebe<br />

sorgen sich um das leibliche Wohl,<br />

angefangen vom traditionellen Wirtshaus<br />

über das gediegene Restaurant bis hin zu<br />

exotischen Feinschmeckerlokalen – für<br />

jeden Geschmack ist etwas dabei.<br />

REGIONALITÄT HOCH IM KURS<br />

Sehr vielen Menschen ist es wichtig, Muttertagsgeschenke<br />

regional zu besorgen, um den<br />

stationären Handel zu stärken. Denn Wien<br />

hat eine einzigartige Grätzelkultur, die in<br />

hohem Maße dazu beiträgt, dass die Lebensqualität<br />

in unserer Bundeshauptstadt international<br />

geschätzt und immer wieder ausgezeichnet<br />

wird. Um den Trend weiterhin zu<br />

stärken, startete die Wirtschaftskammer<br />

Wien letztes Jahr die Kommunikationsoffensive<br />

»meinkaufstadt Wien«. »Unter der neuen<br />

Marke ›meinkaufstadt Wien‹ wird regionales<br />

Einkaufen einmal mehr in den Mittelpunkt<br />

gestellt. Es ist wichtiger denn je, auf<br />

die vielfältigen Angebote der Nahversorger<br />

in den jeweiligen Grätzeln aufmerksam zu<br />

machen. Denn jeder einzelne Euro, der in<br />

den Wiener Geschäften, Gastrobetrieben<br />

und Dienstleistungsunternehmen ausgegeben<br />

wird, schafft regionale Wertschöpfung und<br />

somit auch Arbeitsplätze«, so Gumprecht.<br />

Die neue Marke unterstützt die Wiener Nahversorger<br />

dabei, sich bestmöglich zu positionieren.<br />

Sie vereint Einkaufsgrätzel, Einkaufsstraßen,<br />

Märkte und Einkaufscenter und<br />

zeigt, wo man gut shoppt, fachkundig beraten<br />

wird oder einfach nur genießt.<br />

Holen auch Sie sich unter meinkaufstadt.<br />

wien Inspiration für ein innovatives Muttertagsgeschenk<br />

oder einen Ausflug in einen<br />

Wiener Gastronomiebetrieb.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

meinkaufstadt.wien<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 155


gourmet / GRUSS AUS DER KÜCHE<br />

ANDERE<br />

LÄNDER …<br />

… andere Speisezettel. Was in Südostasien auf den Teller<br />

kommt, ist manchen Zeitgenossen hierzulande ein gehöriger<br />

Dorn im Auge. Sei es aus Umweltschutzgründen, sei es aus<br />

Ekel oder aus schlichter Überheblichkeit. Was dabei gerne<br />

übersehen wird: Auch unser Verständnis von artgerechter<br />

Tierhaltung und Biodiversität ist keineswegs wasserdicht.<br />

TEXT SONJA STUMMERER UND MARTIN HABLESREITER<br />

FOTOS HONEY & BUNNY | ULRIKE KÖB | DAISUKE AKITA<br />

Snack Attack im Käfersupermarkt:<br />

Bei Weitem nicht alles, was in<br />

Südostasien verkocht und verzehrt<br />

wird, findet vor dem strengen Auge<br />

mitteleuropäischer Konsumenten Gnade.<br />

156 falstaff mai <strong>2023</strong>


FALSTAFF<br />

SERIE<br />

GRUSS<br />

AUS DER<br />

KUCHE<br />

Teil 17<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

157


gourmet / GRUSS AUS DER KÜCHE<br />

Eklig oder einfach nur<br />

knusprig? Insekten<br />

gehören in vielen<br />

Ländern Ostasiens<br />

zu den wichtigsten<br />

Proteinlieferanten<br />

im Alltag.<br />

Am Wiener Naschmarkt<br />

drängeln sich unzählige<br />

Touristen. Und manche von<br />

ihnen starren die Produkte<br />

an, als wären diese aus einem<br />

Kuriositätenkabinett. Vielen graust sogar<br />

ganz offensichtlich beim Anblick von<br />

unverpacktem Gemüse, von Lammhälften<br />

oder reifem Rohmilchkäse. Verrückte Welt.<br />

Diese Szene funktioniert natürlich auch<br />

umgekehrt. Touristen aus dem Westen, die<br />

über die Märkte von Hanoi oder Phnom<br />

Penh schlendern, empfinden nicht selten<br />

einen Schauer beim Anblick unbekannter<br />

Früchte und Gewürze, geschlachteter oder<br />

(gerade noch) lebender Tiere aller Art. Sie<br />

empfinden jenes wohlige Ekelkribbeln beim<br />

Anblick getrockneter Schlangen und Käfer<br />

oder allerhand anderer, teils unbekannter<br />

Krabbeltiere. Und als ultimativen Kick für<br />

den kulinarischen Voyeur gibt es Delikatessen<br />

wie Schafsaugen, geröstete Insekten<br />

oder gleich Hunde- und Katzenfleisch.<br />

Ungewöhnliche Lebensmittel sind echte<br />

Hingucker! Kaum jemand zieht einen<br />

herzhaften Biss in den nächstbesten<br />

gegrillten Makakenschenkel oder Rattenhintern<br />

tatsächlich ernsthaft in Betracht.<br />

Fasziniert und leicht angewidert flanieren<br />

wir am exotischen Grausen vorbei,<br />

während wir uns klammheimlich unserer<br />

kulturellen Überlegenheit gewiss sind.<br />

Ekelhaftes zu verspeisen, käme uns nie in<br />

den Sinn! Schon allein die angebliche<br />

westliche Zivilisiertheit verbietet den<br />

ES IST EGAL, OB WIR<br />

UNS AUS POLITISCHEN<br />

GRÜNDEN VEGAN<br />

ERNÄHREN,<br />

RELIGIÖSE TABUS<br />

ACHTEN ODER NUR<br />

ARROGANT SIND.<br />

Verzehr dieser schaurig schönen toten<br />

Dschungelbewohner<br />

MORALISCHE ERHÖHUNG<br />

Mit der Auswahl und der Zubereitung von<br />

Nahrung erschaffen wir Menschen Kultur<br />

und Gemeinschaft – und grenzen uns<br />

dadurch auch voneinander ab. Auf etwas<br />

eigentlich Essbares bewusst zu verzichten,<br />

kann individuelles oder kulturelles Überlegenheitsgefühl<br />

auslösen. Etwa bewusst<br />

kein Fleisch oder nur jenes ausgewählter<br />

Tiere zu essen, provoziert mitunter eine Art<br />

moralischer Erhöhung. Wegen religiöser<br />

oder ethischer Gesetze das Töten und den<br />

Verzehr gewisser Arten zu verweigern,<br />

verschafft Zugehörigkeit und Erhabenheit.<br />

Und am Ende ist es egal, ob wir aus<br />

politischen Gründen vegan sind, religiöse<br />

Tabus achten oder einfach nur eine gute<br />

Portion imperiale Arroganz durch die Welt<br />

tragen. In jedem Fall verachten wir andere<br />

Menschen wegen ihres Speiseplans.<br />

158 falstaff mai <strong>2023</strong>


Ob die europäische Fleischproduktion den<br />

exotischen Ernährungsgewohnheiten<br />

überlegen ist, sei ohnehin dahingestellt. Die<br />

moralische Fragwürdigkeit von Massentierhaltung,<br />

Vollspaltenböden, Anbindehaltung,<br />

Tiertransporten und industrialisierten<br />

Schlachthöfen wird seit vielen Jahren<br />

diskutiert. Bemerkenswerte Veränderungen<br />

sind indes tendenziell nicht in Sicht. Falls<br />

ein Stall mit Zehntausenden Hühnern oder<br />

Tausenden Rindern Zivilisiertheit darstellt,<br />

müsste entweder die Tierwohlpraxis oder<br />

die Zivilisation an sich hinterfragt werden.<br />

Das Fangen, Schlachten und Essen von<br />

Tieren aus dem Dschungel zur Fleischgewinnung<br />

ist jedenfalls um nichts schrecklicher.<br />

Durchschnittlich einmal pro Jahr<br />

essen Menschen in Südostasien wild<br />

gejagtes Fleisch – im Vergleich zum<br />

mitteleuropäischen Speiseplan ist das um<br />

wie viel weniger tierisches Protein?<br />

PROBLEM BUSCHFLEISCH<br />

Leider ist der Hunger nach Buschfleisch<br />

trotzdem ein Problem. Den Waldtieren wird<br />

mit Schlingenfallen aus Draht oder Nylon<br />

nachgestellt, die für alle Dschungelsäuger<br />

tödlich sein können. Selbst Tiger verenden<br />

qualvoll, sobald sie in eine ausgelegte<br />

Schlaufe geraten. Laut World Wildlife Fund<br />

sind siebenhundert Arten in Südostasien<br />

wegen der Buschfleischnachfrage vom<br />

Aussterben bedroht. Die gerade von uns<br />

Europäern so geliebten Tiger gehören zu<br />

jenen, die bereits ausgestorben sind. Und<br />

der Verlust der großen Schmusekätzchen<br />

schmerzt nicht allein die Touristiker,<br />

sondern auch den Wald. Gehen Jäger und/<br />

oder Aasfresser verloren, vermehren sich<br />

andere Viecher zu stark und bringen das<br />

Ökosystem ganz schön durcheinander.<br />

Andererseits ist der Faunaverlust auch für<br />

die Flora problematisch, denn jede Menge<br />

Säuger fressen Früchte und Kerne, um<br />

etwas später die Samen andernorts wieder<br />

auszuscheiden. Damit halten sie Ökosystem<br />

und Vielfalt aufrecht. Mit den Zoonosen,<br />

durch den Verzehr von Buschfleisch<br />

entstandenen Infektionskrankheiten, wollen<br />

wir gar nicht erst beginnen – Covid sitzt<br />

uns noch im Nacken.<br />

Aber einmal ganz ehrlich: Weshalb<br />

bedauern wir diesen Biodiversitätsverlust<br />

überhaupt? Können wir unseren hart<br />

arbeitenden Freunden in Asien nicht<br />

einfach Hühner, Rinder, Schafe und<br />

Schweine und dazu passende Stallungen<br />

und Schlachthöfe schicken? Mehr braucht’s<br />

doch eh nicht – und die Wilderei würde<br />

gleich mit verschwinden. Auch könnte man<br />

anstelle des Dschungels noch mehr Palmölplantagen<br />

pflanzen, das schafft Arbeitsplätze<br />

und billige Schokolade. Kurz: Warum<br />

jammern wir dem Aussterben irgendwelcher<br />

Tier- und Pflanzenarten hinterher? Die<br />

meisten davon können oder wollen oder<br />

sollen wir ohnedies nicht essen …<br />

Wie wär’s damit: Monokulturen schaffen<br />

Monopole. Sie konzentrieren Macht, sie<br />

vernichten Freiheit, und sie sind extrem<br />

riskant. Jede Tier- oder Pflanzenart ist am<br />

Erhalt des Ökosystem maßgeblich beteiligt<br />

und kann möglicherweise einem Verwandten<br />

bei Krankheit oder Schädlingsbefall<br />

schützend unter die Arme greifen. Biodiversität<br />

vermindert Risiken und kann Hungerkrisen<br />

oder Pandemien eindämmen. Ein<br />

Beispiel: Ohne Biodiversität gäbe es längst<br />

keinen Wein mehr. Ende des 19. Jahrhunderts<br />

vernichtete die Reblaus beinahe den<br />

gesamten Weinbestand Europas. Nur die<br />

Einfuhr kalifornischer Weinstöcke, die sich<br />

auf natürliche Weise gegen den Schädling<br />

wehren konnten, und die Veredelung<br />

europäischer Reben mit amerikanischem<br />

Erbgut verhinderten die Ausrottung des<br />

Weins. Ohne Biodiversität wäre es also<br />

längst Essig mit unserem Wein.<br />

HONEY & BUNNY<br />

Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter studierten<br />

Architektur. Während eines Arbeitsaufenthalts in Tokio<br />

begannen sie, sich für Fooddesign zu interessieren,<br />

seither gestalten und kuratieren sie Ausstellungen<br />

und Filme, realisieren Eat-Art-Performances und<br />

schreiben bzw. illustrieren Bücher.<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

159


gourmet / ASIATISCHE LOKALE<br />

Authentische thailändische<br />

Küche und das auch noch<br />

vegan? Das und noch viel<br />

mehr gibt es im »Thailanna«<br />

im 22. Bezirk bis spät<br />

in die Nacht.<br />

AUSTRIA<br />

MEETS ASIA<br />

Man liebt sie, man isst sie gerne und man kann kaum genug<br />

von den Gerichten bekommen. Damit die kulinarische<br />

Reise nach Fernost gelingt, verraten wir Ihnen die besten<br />

vietnamesischen und thailändischen Adressen <strong>Österreich</strong>s.<br />

TEXT ELISABETH BRANDLMAIER<br />

Foto: Wynn Florante<br />

160 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

161


gourmet / ASIATISCHE LOKALE<br />

ESSEN<br />

WIE AM<br />

MEKONG<br />

»Pho Saigon Kitchen & Bar«, 1010 Wien<br />

Auf die Frage, wo man denn in Wien<br />

vietnamesische Küche herbekommt, kann<br />

die Antwort nur »Pho Saigon« lauten. Denn<br />

um ebendiese authentischen Spezialitäten<br />

zu verkosten, muss man nicht notwendigerweise<br />

in das südöstliche asiatische Land im<br />

Südchinesischen Meer reisen. Frische Kräuter,<br />

Gemüse, Früchte und Gewürze haben hier<br />

einen besonders hohen Stellenwert. Die<br />

Speisekarte ist riesig und umfasst neben Klassikern<br />

wie Papayasalat, Sommerrollen und die<br />

unterschiedlichsten Pho-Suppen auch unter<br />

dem Titel »Tastes just like home« zahlreiche<br />

Gerichte, durch die wir die kulinarische Seite<br />

Vietnams auf neue und eigene Art und Weise<br />

erkunden dürfen. Guten Appetit, Vienna!<br />

phosaigon.at<br />

THREE IN ONE: RESTAURANT,<br />

SUPERMARKT & KOCHSCHULE<br />

»Easy Asia«, 8020 Graz<br />

Es ist kein Geheimnis, dass sich die thailändische<br />

Küche vielseitig und bunt präsentiert und<br />

durchaus Einflüsse aus China, Indien, Vietnam und<br />

Europa eine Rolle spielen. Im »Easy Asia« in Graz<br />

versucht man genau diese unterschiedlichen Länder<br />

und deren Esskulturen auf kreative Weise mit<br />

den typisch thailändischen Gerichten zu kombinieren.<br />

Heraus kommt eine Fusions-Küche, die man<br />

so sicherlich nicht so schnell wo bekommt. Wer<br />

Lust hat, dieses Genusserlebnis auch zu Hause<br />

zu zelebrieren, kann an einem der Kochkurse vor<br />

Ort teilnehmen. Die Zutaten dafür gibt es im hauseigenen<br />

Supermarkt.<br />

easyasia.at<br />

EIN KLEINES<br />

STÜCK<br />

THAILAND<br />

IM HERZEN<br />

VON WIEN<br />

»Krazy Kitchen«, 1030 Wien<br />

Wer Streetfood mag, wird den Thai-Imbiss<br />

namens »Krazy Kitchen« lieben, denn hier<br />

wird von einem äußerst freundlichen und immer<br />

lächelnden Personal asiatische Küche der Extraklasse<br />

serviert. Aber immer alles mit speziellem<br />

Twist – immerhin muss dem Namen alle Ehre<br />

gemacht werden. Die nötige Portion Bangkok-<br />

Feeling gibt es auch gleich gratis dazu, wenn man<br />

an den kleinen, bunten Holztischen vor dem Lokal<br />

sitzt und dem vorbeiziehenden Verkehr auf der<br />

Landstraßer Hauptstraße zusieht. Im Inneren des<br />

Lokals befindet sich der kleine Kochplatz, der an<br />

die berühmten Garküchen Thailands erinnert, und<br />

genauso duftet es auch nach Gewürzen, Currys<br />

und Co. Neben Klassikern wie dem Pad Thai sollte<br />

man hier unbedingt die »Krazy Specials« probieren.<br />

krazykitchen.at<br />

Fotos: Ho & Co Design / Sofia Kabelka, beigestellt, Wynn Florante<br />

162 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE EHRLICHE<br />

UND LEICHTE<br />

TOP-KÜCHE<br />

VIETNAMS<br />

»Veatnam«, 9500 Villach<br />

OHNE FLEISS KEIN REIS!<br />

»All Reis«, 1150 & 1010 Wien<br />

Als »Thai-Imbiss der absoluten Topliga« bezeichnete <strong>Falstaff</strong>-Autor Severin Corti das »All Reis« kurz<br />

nach seiner Eröffnung im Sommer 2018 im 15. Bezirk in Wien. Mittlerweile gibt es auch eine Dependance<br />

in der Innenstadt für all jene, die richtig gutes (und auf Wunsch auch äußerst scharfes) thailändisches<br />

Essen lieben. Die Speisekarten unterscheiden sich in beiden Lokalen nur marginal, ein besonders<br />

großes Augenmerk liegt auch hier auf der »Streetfood-Küche«. Unsere Empfehlung: Für den Klassiker<br />

»Klebereis mit Thai-Mango« sollte man sich unbedingt noch Platz freihalten. allreis.com<br />

lein aber fein – so lässt sich das Lokal »vEATnam«<br />

in der Italiener Straße in Villach am<br />

K<br />

besten erklären. Denn es verfügt nur über wenige<br />

Tische, dafür aber über viele feine vietnamesische<br />

Gerichte. Und die sind heiß begehrt. Im Dezember<br />

2018 eröffnete Thuha Phung mit ihrem Bruder<br />

Nam den neuen Food-Spot, und schon nach<br />

kurzer Zeit waren sie auf Wochen ausgebucht. Auf<br />

der eher kleinen Speisekarte findet man neben<br />

Klassikern wie Frühlingsrollen, Sommerrollen und<br />

dem vietnamesischen Nationalgericht »Pho« auch<br />

einige spannende Hauptgerichte, die Freunde des<br />

guten Geschmacks so vielleicht noch nicht probieren<br />

konnten. Den Reisnudelsalat mit gegrilltem<br />

Schweinebauch »Bun Thit Nuong« etwa oder auch<br />

die gebratenen Udon-Nudeln mit Ente »Udon Xao«<br />

sollten Sie unbedingt probieren. veatnam.at<br />

VEGANE THAI-SPEZIALITÄTEN<br />

»Thailanna«, 1220 Wien & »Thailanna x Mae Aurel«, 1150 Wien<br />

Mitten im Lockdown ein Lokal zu eröffnen, das<br />

zeugt von Mut und Risikofreude. Wenn das<br />

auch noch außerhalb des Kulinarik-Trubels, genauer<br />

gesagt im 22. Bezirk in Wien passiert, werden<br />

alle Foodies hellhörig. Zu Recht! Denn mittlerweile<br />

pilgern zahlreiche Thai-Fans aus der Stadt hin zum<br />

Asia-Vergnügen – da ist die gute Lage direkt an<br />

der U2-Station Aspernstraße sicherlich ein kleiner<br />

Vorteil. In der offenen, mit Induktionswok ausgestatteten<br />

Küche des geschmackvoll eingerichteten<br />

Lokals steht übrigens die Küche des thailändischen<br />

Nordens (»Lan Na«) im Mittelpunkt. Und alle Köstlichkeiten<br />

gibt es auch im »Thailanna x Mae Aurel«<br />

gleich neben dem Westbahnhof, im lässigen Hotel<br />

»numa | Wood«. Die Auswahl ist riesig und einen<br />

Besuch wert! thailanna.at<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

163


gourmet / ASIATISCHE LOKALE<br />

WIEN<br />

VIETTHAO<br />

Das vietnamesische Restaurant direkt am Karlsplatz<br />

mit authentischer Hausmannskost aus<br />

Südasien. Es ist bekannt für seine Pho-Suppen<br />

und die ungezwungene Atmosphäre. Geöffnet ist<br />

übrigens nicht tagsüber, sondern erst ab 17 Uhr.<br />

Friedrichstraße 2, 1010 Wien<br />

T: +43 1 5852031<br />

SCHÖNSCHARF<br />

Kleines thailändisches Restaurant mit wechselndem<br />

Angebot an feinen Currys und (sehr) scharfen<br />

Fleischgerichten. Zudem gibt es die Möglichkeit,<br />

Thai-Kochkurse zu besuchen.<br />

Laurenzerberg 1, 1010 Wien<br />

T: +43 660 7092013<br />

schoenscharf.at<br />

»Mamamon Thai Eatery«:<br />

Das kleine Lokal bietet große<br />

Geschmackserlebnisse. Kein<br />

Wunder, dass die wenigen<br />

Tische heiß begehrt sind.<br />

THAI ISAAN KITCHEN<br />

Großartige Küche aus dem Nordosten Thailands.<br />

Das Ambiente erinnert an die Imbisslokale Bangkoks.<br />

Dank der offenen Küche kann man den<br />

Köchen beim Zubereiten der hervorragenden<br />

Gerichte zusehen. Ein Kulinarik-Erlebnis der ganz<br />

besonderen Art!<br />

Gumpendorfer Straße 91/6+7, 1060 Wien.<br />

T: +43 1 5952800, thai-isaan.at<br />

MAMAMON THAI EATERY<br />

Einer der besten Thais in Wien mit tollem<br />

Thai-Streetfood und sehr viel Hausgemachtem wie<br />

etwa nordthailändischen Würsten, Fish Cakes oder<br />

Papaya-Salat mit fangfrischen Shrimps.<br />

Albertgasse 15, 1080 Wien,<br />

T: +43 660 1124244<br />

PATARA<br />

Das überaus beliebte Lokal zeichnet sich durch<br />

eine authentische, zugleich aber moderne thailändische<br />

Haute Cuisine aus, die in der Mischung der<br />

Gewürze und Zutaten sowie in der Art der Zubereitung<br />

vollkommen neue Kombinationen anbietet.<br />

Petersplatz 1, 1010 Wien<br />

T: +43 1 99719380<br />

patara-wien.at<br />

NGUYEN’S PHO HOUSE<br />

Kleines, aber feines Restaurant mit köstlichen<br />

vietnamesischen Klassikern wie Pho, verschiedenen<br />

Fleischgerichten und Nudeln.Tipp: Von Montag<br />

bis Freitag gibt es tolle Mittagsmenüs. Außerdem<br />

kann man hier die Zutaten für Sommerrollen nach<br />

individuellem Geschmack »selber rollen«.<br />

Lerchenfelder Straße 46, 1080 Wien<br />

T: +43 660 2519999<br />

nguyensphohouse.at<br />

GOOD MORNING VIETNAM<br />

Frische, gesunde und authentische vietnamesische<br />

Spezialitäten. Klassische Phos, Reisnudeln oder die<br />

berühmten Sommerrollen – alles wird ganz traditionell<br />

zubereitet und dazu einladend angerichtet.<br />

Sechsschimmelgasse 16, 1090 Wien<br />

T: +43 1 3073161, goodmorningvietnam.at<br />

LE VIET<br />

Vietnamesische Küche<br />

der ganz besonderen Art<br />

in feinem Ambiente<br />

inmitten des ersten<br />

Bezirks. Bei der großen<br />

Speisenauswahl ist garantiert<br />

für jeden Geschmack<br />

etwas dabei.<br />

Stubenbastei 12, 1010 Wien<br />

T: +43 1 5120218, leviet.at<br />

STEIERMARK<br />

PAD THAI<br />

Lauschiges thailändisches Restaurant mit hausgemachtem<br />

asiatischem Essen in romantischer Lage.<br />

Die Spezialität des Hauses, Pad Thai (traditionelle<br />

gebratene Reisnudeln in hausgemachter Tamarindensauce<br />

mit Garnelen, Tofu, Ei, Gemüse und Erdnüssen)<br />

muss man unbedingt probieren!<br />

Harrachgasse 2, 8010 Graz<br />

T: +43 680 2481999, padthai-graz.eatbu.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

CHRISTIE’S KITCHEN<br />

Die chinesisch-indonesischen Wurzeln plus ihre<br />

Erfahrungen im Salzkammergut ermöglichen es<br />

Lokalbesitzerin und Köchin Christie, eine<br />

Vielfalt von regionalen Spezialitäten aus China,<br />

Indonesien, Thailand und Vietnam mit österreichischen<br />

Zutaten und Gewürzen zu kombinieren.<br />

Löckherstraße 30, 4880 St. Georgen i. A.<br />

T: +43 660 6800986, christies-kitchen.at<br />

SALZBURG<br />

LEKS THAI KÜCHE<br />

Hervorragende authentische Küche Thailands mit<br />

einer großen Auswahl an Hauptspeisen, die<br />

schmecken und garantiert satt machen.<br />

Schallmooser Hauptstraße<br />

77/B, 5020 Salzburg,<br />

T: +43 699 81194665<br />

UNCLE VAN<br />

Leichte vietnamesische<br />

Küche, die schnell und<br />

frisch und ohne künstliche<br />

Zusätze zubereitet wird. Die<br />

beliebten »Van Woks« können<br />

individuell zusammengestellt<br />

werden. Alle Currys bzw.<br />

Saucen-Toppings sind vegan.<br />

Steingasse 9, 5020 Salzburg<br />

T: +43 660 7830862, uncle-van.at<br />

XINCHAO – VIETNAMESE STREET FOOD<br />

Vietnamesisches Thekenlokal mit entspanntem<br />

Flair und Farbakzenten für traditionelle Gerichte,<br />

Sandwiches und Bubble Teas.<br />

Schwarzstraße 12, 5020 Salzburg<br />

T: +43 662 875135<br />

TIROL<br />

WOOSABI<br />

Asiatische Fusion-Küche in urbanem Ambiente.<br />

Bao Buns, köstliche Bowls mit frischen Zutaten,<br />

Nachspeisen mit asiatischem Touch und eine<br />

Auswahl an erfrischenden Longdrinks, lokalen<br />

und asiatischen Bieren sowie japanischer Whiskey<br />

oder Gin machen den Ort zu einem echten Food-<br />

Hot spot.<br />

Herzog-Otto-Straße 8, 6020 Innsbruck<br />

T: +43 660 9004807, woosabi.at<br />

THAI LI BA<br />

Eine große Auswahl an thailändischen und vietnamesischen<br />

Gerichten machen das Lokal zu einer<br />

Oase für Liebhaber des guten (Asia-)Geschmacks.<br />

Bei den vielen vegetarischen Speisen sowie Reisund<br />

Nudelgerichten ist garantiert für jeden<br />

Geschmack etwas dabei.<br />

Adolf Pichler-Platz 3, 6020 Innsbruck<br />

T: +43 512 567888, thai-li-ba.at<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

164 falstaff mai <strong>2023</strong>


KÖSTLICHES AUS FERNOST<br />

Authentische Thai Küche<br />

Fühle den Urlaub bei uns mit<br />

bleibenden Erinnerungen. Frische<br />

thailändische Zutaten mit Hom<br />

Mali Thai Reis werden mit viel Liebe<br />

zu einem Geschmackserlebnis kombiniert.<br />

Besonders beliebt ist der in<br />

Isaan angebaute Jasmin-Reis, den<br />

wir für unsere Speisen verwenden.<br />

MALI THAI KÜCHE<br />

Karl-Tornay-Gasse 37–39 / 1<br />

1230 Wien<br />

T: +43 660 3651910<br />

mali-wien.at<br />

Erstklassiger<br />

Haubengenuss<br />

»Patara«-Restaurants sind nach<br />

Patara Sila-On benannt, einer<br />

thailändischen Dame mit Sinn für<br />

Gastfreundschaft und Qualität. Die<br />

Zutaten sind aus kontrolliertem Anbau,<br />

Fair Trade Handel und von österreichischen<br />

Biobauern. Das Ergebnis<br />

ist ein erstklassiger Hochgenuss.<br />

PATARA – FINE THAI CUISINE<br />

Petersplatz 1, 1010 Wien<br />

T: +43 1 997 19 38-0<br />

patara-wien.at<br />

Linsberg Asia –<br />

Geheimnis Fernost –<br />

Sawadee kha!<br />

Mit dem neuen »Thai Dinner« bringt<br />

Küchenchef Michael Suttner die Positionierung<br />

der asiatischen Küchenlinie<br />

auf den Punkt. An ausgewählten<br />

Freitagen heißt es »Schlemmen wie<br />

in Thailand!« Der Chefkoch, der das<br />

»Land des Lächelns« mehrmals im<br />

Jahr bereist, nimmt die Gäste mit<br />

auf eine kulinarische Reise nach<br />

Thailand. Thai Küche – authentisch<br />

genießen – mit vielfältigen Gewürzen,<br />

Kräutern und Gemüsesorten aus<br />

Fernost. Beim Thai Dinner stellt man<br />

sich aus einer Speisenauswahl sein<br />

individuelles 4-Gang-Menü zusammen.<br />

Ab € 69,–.<br />

Ideal als Kombination mit einem<br />

Ganztages-Thermeneintritt: »Thai<br />

Dinner & Therme«, sowie im Rahmen<br />

eines Hotel-Aufenthaltes: »Geheimnis<br />

Fernost«.<br />

Limitierte Plätze sichern:<br />

14.4. / 26.5. / 16.6. / 22.9. / 6.10. / 10.11.<br />

HOTEL & SPA LINSBERG ASIA****S<br />

Restaurant »das Linsberg«<br />

T: +43 2627 48000<br />

linsbergasia.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © Linsberg Asia; Beigestellt<br />

Herzlich willkommen<br />

im Coconut & Curry<br />

Wir sind stolz darauf, Ihnen eine<br />

umfangreiche Auswahl an asiatischen<br />

Spezialitäten anbieten zu können, die<br />

von unserer leidenschaftlichen Küchenchefin<br />

und Besitzerin Miao Miao<br />

mit viel Liebe und Sorgfalt kreiert<br />

und von unserem Küchenteam für<br />

Sie zubereitet werden. Entdecken Sie<br />

unsere köstlichen Sushi-Variationen,<br />

hausgemachte Currys, aromatische<br />

Pho-Suppen, herzhafte Jiaozi-Teigtaschen<br />

und viele weitere kulinarische<br />

Highlights aus der thailändischen,<br />

vietnamesischen, chinesischen und<br />

japanischen Küche. Wir wählen<br />

unsere Zutaten sorgfältig aus, um<br />

Ihnen ein frisches und authentisches<br />

Geschmackserlebnis zu bieten.<br />

Wir haben auch eine umfangreiche<br />

Auswahl an passenden Getränken,<br />

die perfekt zu unseren Gerichten<br />

passen. Wenn Sie nicht viel Zeit haben<br />

oder die Portion vielleicht zu groß<br />

war, können Sie Ihr Essen auch gerne<br />

mitnehmen und später genießen.<br />

COCONUT & CURRY<br />

Praterstraße 53, 1020 Wien<br />

coconut-curry.at<br />

Japan meets Vienna<br />

Wir verwöhnen Sie mit frisch<br />

zubereiteten, japanischen Gerichten<br />

wie köstlichem Ramen, gegrillten<br />

Yakitori Spießen und vielem mehr.<br />

Außerdem gibt es bei uns eine große<br />

Auswahl an vegetarischen und veganen<br />

Speisen – so findet wirklich jeder<br />

etwas Passendes.<br />

Bei Interesse können Sie Ihre<br />

Privatveranstaltung bei uns im<br />

»Taeko« feiern. Fragen Sie einfach<br />

an! Samstag ist bei uns Ruhetag. An<br />

allen anderen Tagen bedienen wir Sie<br />

gerne. Wir freuen uns auf Ihren<br />

Besuch! Hunde sind bei uns willkommen<br />

und gerne gesehen.<br />

Genießen Sie Ihre Gerichte auch<br />

einfach zu Hause oder im Büro: Gerne<br />

beliefern wir Sie, oder rufen Sie einfach<br />

an und holen Sie sich Ihr Essen<br />

ganz bequem bei uns ab.<br />

Für alle Food-Blogger:<br />

Foto machen und direkt auf Instagram<br />

teilen – kein Thema, wir haben<br />

kostenloses WLAN!<br />

TAEKO<br />

Praterstraße 55<br />

1020 Wien<br />

T: +43 12126749<br />

taeko.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 165


KÜCHENZETTEL<br />

Gourmet-Autor<br />

SEVERIN CORTI<br />

WENN DIE PAPAYA<br />

ZUM KOHLRABI WIRD<br />

Unreif ist die Papaya in Südostasien noch beliebter als in reifem Zustand, sie wird von<br />

Thailand über Laos bis Vietnam als köstlich-würziger Salat genossen. Das lässt sich<br />

ganz einfach auch bei uns machen. Aus Klimagründen – und weil es mindestens<br />

genauso gut schmeckt – machen wir ihn aber mit Kohlrabi statt Papaya.<br />

K<br />

ohlrabi statt Papaya, das<br />

klingt aufs Erste nach der<br />

ganz harten Variante von<br />

Ersatz- und Notstandsküche:<br />

Hier die tropische Frucht mit<br />

der suggestiven Form, die ganz automatisch<br />

für Sonne, Lebensbejahung, Freude am<br />

Genuss steht. Und da der Kohlrabi, ein<br />

manchmal holziger, als Lagergemüse über<br />

Monate haltbarer, ergo für den Winter und<br />

seine Entbehrungen stehender Vertreter der<br />

Kohlrübe. Viel härter können Kontraste<br />

nicht sein.<br />

Und überhaupt: Wie kann man nur auf<br />

die Idee kommen, den herrlich erfrischenden,<br />

irrsinnig exotisch-würzigen und vor<br />

Frische geradezu berstenden Papayasalat<br />

auf einmal mit Kohlrabi zu machen? Genau<br />

das habe ich mir auch gedacht, als ich diese<br />

Variante zum ersten Mal in einem vietnamesischen<br />

Restaurant im 13. Arrondissement<br />

von Paris (»Petit Hanoi«) auf einer<br />

Karte gesehen habe. »Chou rave« heißt<br />

der Kohlrabi auf französisch, von daher<br />

leitet sich (aus der Zeit der kolonialen<br />

Besetzung Indochinas) sein vietnamesischer<br />

Name »su hào« ab. Und Kohlrabi ist in<br />

Vietnam ein richtig beliebtes Gemüse, dem<br />

man auf den fantastischen Märkten fast<br />

überall begegnet.<br />

Insofern ist es also nur konsequent und<br />

zeugt von angewandter Küchenpraxis, das<br />

in Europa wie Südostasien heimische<br />

Gemüse auf seine Tauglichkeit für Rezepte<br />

zu testen, für die man ansonsten Flug-Papaya<br />

benötigt – samt entsprechend horrendem<br />

Klimarucksack, der einem den Appetit<br />

darauf gleich einmal verleidet. Und das<br />

Erstaunlichste: Man schmeckt den Unterschied<br />

nur, wenn man es weiß – so ähnlich<br />

sind die ungleichen Früchte einander,<br />

sobald sie einmal der Behandlung im<br />

Mörser entkommen sind.<br />

Papayasalat lebt von der einzigartig<br />

knackig-saftigen Konsistenz der in feine<br />

Julienne geraspelten Frucht. Der Eigengeschmack<br />

ist in unreifem Zustand (und<br />

nur dann hat die Papaya die entscheidende<br />

Knackigkeit) noch kaum ausgeprägt. Für<br />

den Geschmack ist das Dressing aus<br />

ordentlich Knoblauch, Chili, Limette, etwas<br />

Zucker und vor allem Fischsauce zuständig,<br />

die frisch gerösteten Erdnüsse, die rohen<br />

Schlangenbohnen sowie die je nach Land<br />

variierten Zugaben wie getrocknete<br />

Shrimps (Thailand), in Salz fermentierter<br />

Fisch oder Krabben (Laos) oder Trockenfleisch<br />

vom Rind, aber auch ofengebratene,<br />

würzige Rindsleber (Vietnam). Der Kohlrabi<br />

fügt sich in dieses Konzert, als wäre er<br />

niemals für etwas anderes gemacht worden.<br />

Das nebenstehende Rezept ist eine an der<br />

Thai-Variante orientierte Interpretation.<br />

Getrocknete Garnelen sind gerade in einem<br />

Binnenland wie dem unseren zu unwiderstehlich<br />

in ihrem konzentrierten Krustentieraroma,<br />

als dass ich darauf verzichten wollte.<br />

Ein Tipp für jene, die keinen großen Mörser<br />

in ihrer Küche haben: Ein stabiler, gusseiserner<br />

Topf und ein ebensolcher hölzerner<br />

Kochlöffel (bzw. eine Küchenmaschine für<br />

die Würzpaste am Anfang) tun es auch!<br />

FAKE-PAPAYASALAT<br />

»SOM TAM« mit Kohlrabi<br />

(für 2 Personen)<br />

ZUTATEN<br />

1 Kohlrabi, etwa 250 g<br />

5 EL Fischsauce<br />

4 EL Limettensaft<br />

3 – 4 EL Tamarindenpaste<br />

2 EL Kokosnuss- oder Palmzucker<br />

1 geschälte Knoblauchzehe<br />

1 bis 3 frische Vogelaugen-Chilis,<br />

(nach Geschmack), ohne Stiele<br />

3–4 Stück Schlangenbohnen, geputzt und<br />

in 2-cm-Stücke geschnitten (optional)<br />

3 EL ungesalzene geröstete Erdnüsse<br />

6 Kirschtomaten, halbiert<br />

3 EL getrocknete Garnelen<br />

½ Kopf Spitzkraut, in Viertel geschnitten<br />

10 Blätter vietnamesischer Koriander (langblättrig),<br />

alternativ ein Bündel normaler Koriander<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Kohlrabi schälen und die holzigen Teile entfernen.<br />

Den Kohlrabi halbieren und mithilfe einer<br />

Mandoline oder mit einem schweren, scharfen<br />

Messer in 6 cm lange Streifenjulienne schneiden.<br />

– Fischsauce, Limettensaft, Tamarindenpaste und<br />

Kokoszucker in einer kleinen Schüssel vermengen.<br />

Gut umrühren, bis sich der Zucker vollständig<br />

aufgelöst hat.<br />

– Knoblauch in einem großen Mörser zu einer<br />

Paste zerstoßen. Chilis zugeben und leicht<br />

zerstoßen, je mehr, desto schärfer wird es.<br />

Schlangenbohnen zugeben und mit dem Stößel<br />

andrücken. Erdnüsse zugeben und grob zerstoßen.<br />

Tomaten ebenso leicht zerdrücken. Dressing<br />

und Kohlrabi zugeben und mit einem Holzlöffel<br />

oder Spatel leicht zerstoßen und vermischen.<br />

Getrocknete Garnelen zugeben und gut vermischen.<br />

Auf einen Teller geben. Mit Spitzkraut<br />

(hilft gegen die Schärfe) und Koriander servieren.<br />

Fotos: Stine Christiansen, Johannes Kernmayer<br />

166 falstaff mai <strong>2023</strong>


Gesammelte Rezepttipps<br />

von Severin Corti unter<br />

go.falstaff.com/corti<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

Riesling Kabinett BIO 2019,<br />

Bassermann-Jordan, Pfalz<br />

Die zarte Restsüße dieses elegant<br />

expressiven Kabinetts des Pfälzer<br />

Traditionsweinguts ist wie gemacht für die<br />

Aromentiefe dieses Gerichts – noch dazu<br />

aus dem Jahrhundertjahrgang 2019!<br />

feingeist.at, € 17,45<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

167


NEUE SERIE<br />

AVANTGARDE<br />

der Kulinarik<br />

HAUTE<br />

CUISINE MIT<br />

CREDIBILITY<br />

Mit seiner »Momofuku Noodle Bar« hat David Chang<br />

den Amerikanern die Asia-Küche neu geschenkt,<br />

seine Netflix-Shows sind längst Kult bei Foodies<br />

und seine Kochbücher Bestseller. Kein Wunder, dass<br />

er in den USA zu einem der 100 einflussreichsten<br />

Menschen des 21. Jahrhunderts gewählt wurde.<br />

TEXT ANGELIKA AHRENS<br />

Geht immer seinen eigenen Weg – und<br />

wenn es dahin eine Abkürzung gibt,<br />

umso besser: David Chang, 45, Sohn<br />

nordkoreanischer Einwanderer und<br />

neuer Superstar der US-Küchenszene.<br />

Foto: Gabriele Stabile / Netflix<br />

168 falstaff mai <strong>2023</strong>


gourmet / AVANTGARDE DER KULINARIK<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

169


gourmet / AVANTGARDE DER KULINARIK<br />

Die offene Küche der<br />

»Momofuku Noodle Bar«<br />

im New Yorker East Village,<br />

ganz im Osten Manhattans.<br />

Im Englischen gibt es den Begriff<br />

»Fixer« für einen Menschen, der alle<br />

Arten von Problemen löst, auch<br />

wenn diese Lösung vielleicht nicht<br />

den klassischen Regeln oder Konventionen<br />

entspricht. Hauptsache, Problem<br />

gelöst. Umgelegt auf das weite Feld der<br />

Kulinarik könnte man auch den US-Amerikaner<br />

David Chang als »Fixer« bezeichnen.<br />

Der 1977 als Sohn nordkoreanischer<br />

Einwanderer geborene Chang ist ein<br />

Mensch ohne Schnörkel – und genau so<br />

agiert er auch in der Küche. Keine unnötigen<br />

Umwege, keine Kür, kein Bullshit, nur<br />

das Ergebnis zählt. Ganz gleich, ob er ein<br />

einfaches Sandwich zubereitet oder ein<br />

Fine-Dining-Menü kreiert. David Chang ist<br />

immer zielgerichtet und effizient. Und das<br />

ist auch das Geheimnis seines Erfolgs. Lohn<br />

all der Mühe: ein Gastro-Imperium, eine<br />

Medienpräsenz, wie sie sonst nur TV-Stars<br />

haben, sowie seit vielen Jahren zwei<br />

Michelin-Sterne. Und die Gewissheit, ein<br />

großartiges Role Model für die Zukunft der<br />

Spitzengastronomie abzugeben.<br />

DAVID CHANG IST<br />

EIN MENSCH OHNE<br />

SCHNÖRKEL – UND SO<br />

AGIERT ER AUCH IN DER<br />

KÜCHE: KEINE KÜR,<br />

KEINE UMWEGE,<br />

KEIN BULLSHIT.<br />

MISTER »MOMOFUKU«<br />

Das erste Mal machte sich David Chang<br />

einen Namen, indem er die traditionelle<br />

japanische Nudelsuppe Ramen neu interpretierte.<br />

Und zwar so, wie er sie selbst<br />

immer schon gerne gegessen hat: eine reichhaltige<br />

Brühe aus gebratenen Schweineknochen,<br />

Hühnchen und Dashi (einem<br />

traditionellen japanischen Fischsud), die<br />

er mit Gerstennudeln, Schweinebauch und<br />

pochierten Eiern füllte. Die volle Ladung,<br />

Geschmack und Substanz pur, nichts für<br />

Kalorienzähler. Das Ganze servierte er in<br />

seiner 2004 eröffneten »Momofuku Noodle<br />

Bar« im Osten Manhattans. Für Puristen<br />

war das eine Herausforderung, ließ Chang,<br />

der bullige Amerikaner mit asiatischen<br />

Wurzeln, doch zahlreiche Details weg.<br />

»Jeder sagt, Ramen muss genau so sein und<br />

nicht anders, aber das stimmt nicht. Das<br />

Wichtigste ist, dass es schmeckt«, brachte es<br />

der Koch später auf den Punkt. Changs Weg<br />

funktionierte, die Kritiken waren beinahe<br />

hymnisch und ebneten einer raschen Expansion<br />

den Weg. Bald folgten »Ssäm Bar«<br />

(2006), die Fine-Dining-Location »Ko« (seit<br />

2009 zwei Michelin-Sterne), das Restaurant<br />

»Má Pêche«, »Nishi«, eine »Milk Bar«, ein<br />

Chicken-Fastfood-Konzept namens »Fuku«<br />

sowie Restaurants in Toronto, Washington,<br />

Sydney, Las Vegas und Los Angeles. Nicht<br />

alle dieser Lokale gibt es noch, so rasch<br />

Chang neue Locations eröffnet, so rasch<br />

schließt er sie auch wieder, wenn sie nicht<br />

den Erwartungen entsprechen.<br />

Dass sich David Changs Karriere einmal<br />

so entwickeln würde, war dabei lange nicht<br />

abzusehen. Anders als viele Topköche fand<br />

er den Weg in die Küche erst relativ spät.<br />

<<br />

Foto: Bloomberg / Getty Images<br />

170 falstaff mai <strong>2023</strong>


gourmet / AVANTGARDE DER KULINARIK<br />

><br />

Sein Vater, der selbst in der Gastronomie<br />

tätig war, riet ihm vom Kochen als Broterwerb<br />

ab. Chang studierte daher zunächst<br />

Religion und versuchte nebenbei, sich eine<br />

Karriere als Profigolfer aufzubauen. Aber er<br />

aß auch gerne – und er wollte kochen lernen,<br />

ganz egal, was sein Vater meinte. Also<br />

absolvierte er das French Culinary Institute<br />

in Manhattan, arbeitete danach im Restaurant<br />

»Mercer« von Jean-Georges Vongerichten<br />

und im preisgekrönten »Craft« von<br />

Tom Colicchio. Um sein Wissen über Ramen<br />

zu erweitern, ging er nach Tokio und<br />

jobbte in einem Soba-Shop, wieder zurück<br />

heuerte er im Ein-Stern-Restaurant »Café<br />

Boulud« an und merkte rasch, dass ihm<br />

die klassische Haute Cuisine wenig geben<br />

konnte. Mit 26 eröffnete er schließlich die<br />

»Momofuku Noodle Bar«, das Geld dafür<br />

gab ihm sein Vater. Die Idee dahinter: »mit<br />

Integrität zubereitete Speisen zu einem erschwinglichen<br />

Preis zu servieren«. Denn er<br />

hatte erkannt, dass New York City zu diesem<br />

Zeitpunkt mit Fine-Dining-Konzepten<br />

übersättigt war. Und gleichzeitig hatten ihm<br />

die großen Ramen-Shops in Tokio bewiesen,<br />

dass Essen nicht in einem luxuriösen Ambiente<br />

serviert werden muss, um gut zu sein.<br />

DER DURCHSTARTER<br />

»Momofuku« wurde ein durchschlagender<br />

Erfolg. Der blumige Name des Lokals<br />

kommt übrigens aus dem Japanischen<br />

und bedeutet »Lucky Peach«, also glücklicher<br />

Pfirsich. Diesen Namen wählten<br />

Chang und sein Co-Herausgeber Peter<br />

Meehan, ein Food-Journalist, der zuvor für<br />

die »New York Times« gearbeitet hatte,<br />

Jahre später auch für ein preisgekröntes<br />

gedrucktes <strong>Magazin</strong>, das zwei Jahre lang<br />

Foodies und <strong>Magazin</strong>liebhaber auf der<br />

ganzen Welt gleichermaßen in Verzückung<br />

versetzte. Momofuku war allerdings auch<br />

der Vornahme eines gewissen Herrn Ando.<br />

Momofuku Ando war ein japanischer<br />

Erfinder und Unternehmer, der in den Fünfzigerjahren<br />

die Instantnudeln entwickelte,<br />

mit seinem Lebensmittelkonzern Nissin vermarktete<br />

und damit schwerreich wurde –<br />

ein Schelm, wer bei dieser Namenswahl<br />

Böses denkt …<br />

Aber zurück zu David Chang. Der stiernackige<br />

Jungunternehmer tat alles, um<br />

sich und seine Geschäftsidee ins Rampenlicht<br />

zu stellen und die Expansion seiner<br />

Gruppe voranzutreiben. Er polterte vor den<br />

Gästen mit seinen Köchen – keine schwierige<br />

Übung bei einer offenen Küche –, er<br />

erklärte bei Topköchen streng verpönte<br />

Hilfsmittel wie Instantnudeln (sic!) oder<br />

den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat<br />

für praktikabel und daher<br />

DAVID CHANG, MEDIENSTAR<br />

Gleich zwei Serien hat der New Yorker<br />

Gastronom David Chang bereits für den<br />

Streaminggiganten Netflix produziert. In »Ugly<br />

Delicious« hat er in bisher zwei Staffeln oder<br />

insgesamt zwölf Folgen jeweils ein kulinarisches<br />

Thema genau unter die Lupe genommen. Ob<br />

Pizza oder Tacos, Garnelen oder gebratener<br />

Reis, zu Hause Kochen oder Kochen für Kinder,<br />

Chang reist um die halbe Welt, um sich einem<br />

Thema wirklich vielfältig und ausgewogen zu<br />

nähern. Sehr unterhaltsam!<br />

In seiner zweiten Netflix-Show, »Breakfast,<br />

Lunch & Dinner«, begibt sich David Chang<br />

immer mit einem Prominenten in eine fremde<br />

David Chang (ganz<br />

links) in seiner<br />

Netflix-Show<br />

»Ugly Delicious«<br />

und als Kochbuchautor:<br />

»Nichts ist<br />

unmöglich!«<br />

Stadt, um diese gastronomisch rundherum zu beleuchten.<br />

So war er etwa mit Schauspieler Seth<br />

Rogen in Vancouver oder mit der Schauspielerin<br />

Kate McKinnon (»Saturday Night Live«) in der<br />

kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh.<br />

Auch als Kochbuchautor hat sich Chang längst<br />

einen Namen gemacht. Sein jüngstes Kochbuch,<br />

»Zuhause kochen«, ist erst vor Kurzem im Verlag<br />

Antje Kunstmann erschienen, das »Momofuku-<br />

Kochbuch« mit 111 Rezepten aus Changs » Noodle<br />

Bar« erschien vor mittlerweile drei Jahren im<br />

Christian Verlag. David Changs Memoiren »Eat A<br />

Peach« sind bislang nur in Englisch bei Clarkson<br />

Potter erschienen.<br />

><br />

Fotos: Andrew Bezek, AJBAJB, Netflix, Antje Kunstmann Verlag<br />

172 falstaff mai <strong>2023</strong>


gourmet / AVANTGARDE DER KULINARIK<br />

Chicken-Nuggets mit Osietra-Kaviar – warum<br />

nicht? David Chang (oben) bringt zusammen,<br />

was harmoniert und gut schmeckt, nicht was die<br />

Lehrbücher meinen, vorschreiben zu müssen.<br />

DER INZWISCHEN<br />

45-JÄHRIGE KOCH<br />

HAT AMERIKAS SICHT<br />

AUF DAS GESAMTE<br />

THEMA KULINARIK<br />

VERÄNDERT.<br />

><br />

zulässig, er kochte Lachs in der Mikrowelle<br />

und schockte mit einem TikTok-Video<br />

davon seine Social-Media-Gefolgschaft.<br />

Und er nutzte jede Gelegenheit, um sich im<br />

Fernsehen oder auf Social Media zu präsentieren.<br />

Nicht zuletzt deshalb – also um das<br />

Geschäft mit Shows und Podcasts voranzutreiben<br />

– lebt Chang mit seiner Familie<br />

mittlerweile auch an der Westküste in der<br />

Nähe von Hollywood.<br />

CHANG, DER AVANTGARDIST<br />

Der mittlerweile 45-jährige Koch und Unternehmer<br />

hat in den knapp 20 Jahren, die<br />

er jetzt im Business ist, Amerikas Sicht auf<br />

das komplette Kulinarikthema verändert.<br />

Was wie und in welchem Rahmen heute<br />

in den USA gekocht und gegessen wird,<br />

orientiert sich zu einem Gutteil an David<br />

Chang und den Standards, die er eingeführt<br />

hat. Die »Washington Post« fasste<br />

dieses » Chang-Effekt« genannte Phänomen<br />

folgendermaßen zusammen: »Wenn die<br />

Amerikaner seit nunmehr gut zehn Jahren<br />

in jeder kleineren Stadt Ramen essen können,<br />

wenn aus den Lautsprechern angesagter<br />

Gourmettempel heute Rap oder Upbeat-<br />

Musik schallt, wenn Sie vor einer offenen<br />

Küche in minimalistischer Ästhetik speisen<br />

oder wenn es auch in Ihrer Nachbarschaft<br />

ein neues Restaurant gibt, das von einem<br />

jungen Koch eröffnet wurde, der darin<br />

einfach das zubereitet, worauf er Lust hat –<br />

das alles ist David Changs Verdienst.«<br />

Die eingangs beschriebene »Ich mache,<br />

was mir gefällt«-Attitüde hat David Chang<br />

auch in seinem jüngsten Kochbuch vorbildhaft<br />

umgesetzt: »Zuhause kochen« ist keine<br />

klassische Rezeptsammlung mit exakten<br />

Anleitungen, sondern ein extrem vielfältiges<br />

und kluges Kompendium voll praktischem<br />

Küchenwissen. Und es ist vor allem die Einladung,<br />

sich beim Kochen etwas zu trauen<br />

und seiner Intuition, seinen Ideen oder vielleicht<br />

auch nur seinen Lebensmittelvorräten<br />

zu folgen. Und David Chang animiert darin<br />

auch seine Leserinnen und Leser, die vorhandenen<br />

Küchengeräte richtig zu nutzen,<br />

anstatt ständig neue Hardware zu kaufen –<br />

allen voran die Mikrowelle. Der Topkoch<br />

nutzt diese primär aus Bequemlichkeitsgründen<br />

– und schafft es dabei dennoch,<br />

ansprechende Speisen zu fabrizieren.<br />

David Chang ist der Prototyp eines Topgastronomen<br />

im 21. Jahrhundert. Er kennt<br />

keine starren Regeln und Vorgehensweisen,<br />

sondern schlängelt sich behänd durch die<br />

Anforderungen, die sein Job und sein Umfeld<br />

ihm stellen. Er verkauft Hühnersandwiches<br />

um neun Dollar und zehngängige<br />

Fine-Dining-Menüs um 280 Dollar – und<br />

in beiden Fällen ist er authentisch und folgt<br />

seinen Qualitätsmaßstäben. Denn in Changs<br />

Welt ist alles möglich, einfach, anspruchsvoll<br />

oder irgendwas dazwischen.<br />

DAS »MOMOFUKU«-<br />

IMPERIUM<br />

KO BAR<br />

8 Extra Place, NY 10003, New York<br />

T: +1 212 2038095<br />

NOODLE BAR<br />

171 First Ave. zw. 10th und 11th Street,<br />

NY 10003, New York<br />

SSÄM BAR<br />

Pier 17, 89 South Street, NY 10038, New York<br />

BÄNG BAR<br />

10 Columbus Circle, NY 10019, New York<br />

MOMOFUKU LAS VEGAS<br />

South Cosmopolitan, Level 2<br />

NV 89109, Las Vegas<br />

MAJORDŌMO<br />

1725 Naud Street, CA 90012, Los Angeles<br />

T: +1 323 5454880<br />

momofuku.com<br />

><br />

Fotos: Chrsitian Verlag Gabriele Stabile, Andrew Bezek<br />

174 falstaff mai <strong>2023</strong>


DININGRUHM<br />

VOM GEHEIMTIPP<br />

ZUM TOP-LOK AL<br />

Das »DiningRuhm«. Die Umsetzung einer Vision zweier Brüder –<br />

japanisch-peruanische Küche mit österreichischen Qualitätsprodukten.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Angefangen hat alles mit einem<br />

Team von nur drei Personen.<br />

Das Konzept: japanisch-peruanisch<br />

– kurz Nikkei-Küche.<br />

Adaptiert vom Nobu, der weltbekannten<br />

Restaurantkette, wo die beiden Brüder eine<br />

Menge Erfahrung sammeln konnten. Nach<br />

mittlerweile sieben Jahren zählt das<br />

»DiningRuhm« zu einer der besten und<br />

beliebtesten Sushi-Locations in ganz Wien.<br />

Aktuell geben 17 Mitarbeiter ihr Bestes,<br />

die Zufriedenheit der Gäste sicherzustellen.<br />

Das internationale Team punktet vor allem<br />

durch langjährige Erfahrung in der Gastronomie.<br />

Für kompetente Beratung zur Weinoder<br />

Sake-Auswahl stehen ein Sommelier<br />

und zwei Sake-Sommeliers zur Seite.<br />

Seit der Eröffnung des Restaurants im Jahr<br />

2016 hat sich nicht nur das Team wesentlich<br />

vergrößert, auch das Lokal wurde einigen<br />

Veränderungen unterzogen. 2019 wurde die<br />

Sushi-Bar realisiert – das bis dahin auf die<br />

»Sushiwochen« beschränkte Angebot ist seit-<br />

her ein fixer Bestandteil der Speisekarte. Seit<br />

dem Umbau der Schank und des Gastraums<br />

2021 stehen nun auch diese der kreativen<br />

Küche optisch um nichts nach.<br />

Seit Anfang dieses Jahres gibt es eine weitere<br />

Neuerung – die Reservierungsgarantie.<br />

Damit soll Food-Waste durch »No-Shows«<br />

sowie leer stehende Tische, die wartende<br />

Gäste mit Freude belegen würden, vermieden<br />

werden.<br />

Die stolzen Restaurantbesitzer Marcel und<br />

Sascha beschränken sich aber nicht nur auf<br />

das eigene Lokal. Mehrmals im Jahr nehmen<br />

sie an Veranstaltungen teil oder planen<br />

Events mit anderen Gastronomen oder Win-<br />

zern wie dem Weingut Dockner im Kamptal<br />

oder dem Weingut Langmann in der Steiermark.<br />

Die Gault&Millau Genussmesse ist<br />

seit einigen Jahren ein Fixtermin für sie – so<br />

auch dieses Jahr. Ebenfalls bereits für heuer<br />

geplant ist das »Rotheau Menü mit Weinbegleitung«<br />

im »Gasthof Pils«.<br />

Wer Urlaubsflair zu Hause genießen möchte,<br />

der sollte dem »DiningRuhm« unbedingt<br />

im Sommer einen Besuch abstatten. Ab Mai<br />

startet wieder die Schanigarten-Saison und<br />

Sushi ist das perfekte Essen für die heiße Jahreszeit.<br />

Leichte Sashimigerichte, erfrischende<br />

Salatgerichte und edle Sushikreationen sind<br />

wahre Gaumenfreuden für die warmen Tage.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

diningruhm.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 175


gourmet / BRIE<br />

In bester Gesellschaft:<br />

Süße Begleiter wie<br />

Früchte und Honig<br />

passen ausgezeichnet zu<br />

Weißschimmelkäse.<br />

Foto: JulijaDmitrijeva / Shutterstock<br />

176 falstaff mai <strong>2023</strong>


Neue Serie<br />

KÄSE,<br />

DEN JEDER KENNEN<br />

SOLLTE<br />

CRÈME DE<br />

LA CRÈME<br />

Der Ur-Weißschimmelkäse ist vor Jahrhunderten in der Region Brie im Nordosten<br />

Frankreichs entstanden. Heute wird dieser Inbegriff aller Weichkäse auf der ganzen<br />

Welt hergestellt und für seinen cremig-milden Geschmack geschätzt.<br />

TEXT LARISSA GRAF<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

177


gourmet / BRIE<br />

Brie de Meaux wird<br />

wegen seines großen<br />

Durchmessers wie eine<br />

Torte aufgeschnitten<br />

und dann in keilförmigen<br />

Stücken verkauft.<br />

BEI EINEM<br />

WETTBEWERB<br />

WÄHREND DES WIENER<br />

KONGRESSES WURDE<br />

DER BRIE ZUM »KÖNIG<br />

ALLER KÄSESORTEN«<br />

GEKÜRT.<br />

Brie ist eine der beliebtesten Käsesorten<br />

der Welt. Rund um den<br />

Globus haben unzählige Käsereien<br />

eigene Brie-Versionen entwickelt,<br />

es gibt sie u. a. in den<br />

Vereinigten Staaten, in Australien, Deutschland,<br />

<strong>Österreich</strong> und sogar in Brasilien.<br />

Heutzutage steht die Bezeichnung »Brie«<br />

oft generisch für einen Weichkäse mit<br />

Weißschimmelrinde, die meisten Käse mit<br />

diesem Namen haben aber nur oberflächliche<br />

Ähnlichkeit mit dem Original. Dieses<br />

stammt ursprünglich aus der historischen<br />

Region Brie im heutigen Departement<br />

Île-de-France in der Nähe von Paris im<br />

Nordosten Frankreichs. Dort gibt es zwei<br />

durch Appellationen geschützte Formen des<br />

flachen runden Weichkäses: den berühmten,<br />

etwas größeren Brie de Meaux AOP und<br />

seinen weniger bekannten kleineren Bruder<br />

Brie de Melun AOP. Dazu kommen die<br />

nicht geschützten, aber meist handwerklich<br />

hergestellten lokalen Sorten Brie de Nangis,<br />

Brie de Montereau und Brie de Provins.<br />

Zudem sind seit der Erfindung des Brie<br />

zahlreiche ähnliche Weißschimmelkäsesorten<br />

entstanden. Besonders im feucht-kühlen<br />

Norden Frankreichs sind diese weit verbreitet,<br />

da das Klima der Schimmelentwicklung<br />

im Gegensatz zum warm-trockenen Mittelmeer-<br />

oder kühl-trockenen Alpenraum sehr<br />

zuträglich ist. Mindestens ebenso berühmt<br />

wie der Brie ist der Camembert, der aus<br />

der Normandie stammt. Der Legende nach<br />

beherbergte eine Bäuerin aus dem Dorf<br />

Camembert einen Geistlichen aus der Region<br />

Brie, der vor den Unruhen der französischen<br />

Revolution in die Normandie, weit<br />

weg von der chaotischen Hauptstadt Paris,<br />

geflüchtet war. Als Zeichen seiner Dankbarkeit<br />

brachte er der Frau bei, Weißschimmelkäse<br />

herzustellen. Diese entwickelte das<br />

Rezept weiter und lehrte es ihre Tochter.<br />

Mit der Zeit entstand daraus der heutige<br />

Camembert, der höher und kleiner im<br />

Durchmesser ist als sein Vorfahre Brie und<br />

deswegen schneller reift. Zu seinem immen­<br />

DER BRIE-<br />

STECKBRIEF<br />

Typ: Weichkäse aus roher Kuhmilch<br />

mit Weißschimmelrinde<br />

Produktionsgebiet: Île-de-France, Nordwestfrankreich<br />

um die Orte Meaux und Melun<br />

Geschmack: Buttrig, nussig, pilzig, je nach<br />

Typ mit leichten Heu- und Stallnoten<br />

Konsistenz: Weich, leicht cremig<br />

Gewicht eines Laibs: 1 bis 3 kg<br />

Reifezeit: 4 bis 6 Wochen<br />

sen Erfolg verhalf ihm nicht zuletzt Kaiser<br />

Napoleon III., der ein großer Liebhaber<br />

dieser Delikatesse war.<br />

EINE KÄSE MIT GESCHICHTE<br />

Die Geschichte des Brie reicht naturgemäß<br />

viel weiter zurück als die des Camemberts:<br />

Bereits in einem Text aus dem Jahr 883 beschreibt<br />

der Mönch Notker der Stammerer,<br />

wie Kaiser Karl der Große in einem Kloster<br />

in Frankreich einen Käse mit einer Weißschimmelrinde<br />

probierte. Der Erzählung<br />

Fotos: Iwanon / dpa Picture Alliance / picturedesk.com, Delpixel / Shutterstock, photopixel / Shutterstock, Mauritius Images / photononstop / Soleil Noir<br />

178 falstaff mai <strong>2023</strong>


BRIE-<br />

VARIANTEN<br />

Weichkäse mit vielen<br />

Gesichtern<br />

Traditioneller Brie wird<br />

aus roher Kuhmilch<br />

hergestellt. Zu seinem<br />

buttrig-milden<br />

Geschmack passt<br />

am besten frischer<br />

Weißwein.<br />

nach wurde er dabei von<br />

einem Bischof aufgefordert,<br />

diese mitzuessen, da sie<br />

essenziell für dessen Geschmack sei.<br />

Karl der Große befolgte den Ratschlag und<br />

war so begeistert, dass er sich fortan jährlich<br />

zwei Wagenladungen des Käses liefern<br />

ließ. Auch wenn sich nicht sicher belegen<br />

lässt, dass es sich dabei um eine frühe Version<br />

des heutigen Brie handelte, wird dies<br />

von einigen Historikern angenommen.<br />

Brie wurde aber auch später immer wieder<br />

in europäischen Königshäusern und<br />

an den Tafeln der Oberschicht serviert.<br />

Bei einem Wettbewerb, der während des<br />

Wiener Kongresses zur Auflockerung der<br />

Stimmung stattfand, wurde er sogar zum<br />

»König aller Käsesorten« gekürt.<br />

Erstmals entstanden<br />

ist Weißschimmelkäse<br />

wie viele andere<br />

große Erfindungen der<br />

Menschheit wohl zufällig.<br />

Auf nordfranzösischen<br />

Bauernhöfen wurde Milch, die<br />

oft aus mehreren Melkvorgängen<br />

gesammelt wurde, zu kleinen Käselaiben<br />

verarbeitet. Diese lagerte man anschließend<br />

in Kellern oder Höhlen. In dieser feuchten,<br />

temperierten Umgebung florierten Schimmelpilze<br />

und Hefen, die den Käse befielen.<br />

Die Bauern kosteten ihn und merkten, dass<br />

einige dieser Pilze die Entwicklung des<br />

Käses positiv beeinflusst hatten.<br />

Sie veränderten nicht nur den Geschmack:<br />

Der feine Pilzrasen auf der Oberfläche<br />

schützt den Käse auch vor dem Befall mit<br />

anderen, unerwünschten Pilzen, Hefen und<br />

Bakterien und ist für gewisse chemische<br />

Prozesse verantwortlich, die ihn wäh-<br />

<<br />

Brie wird auf der ganzen Welt hergestellt,<br />

es gibt ihn daher in unzähligen Ausführungen<br />

und Größen. Die einzigen mit einer Herkunftsbezeichnung<br />

(AOC) geschützten Bries sind<br />

Brie de Melun und Brie de Meaux aus<br />

der Region Île-de-France im Nordosten<br />

Frankreichs. Ersterer hat eine durchschnittliche<br />

Höhe von drei Zentimetern bei einem<br />

Durchmesser von 27 Zentimetern, er zeigt<br />

braune Adern auf der Oberfläche und ist im<br />

Geschmack kräftig mit feinen Heu- und Stallaromen.<br />

Zweiterer ist mit rund 35 Zentimetern<br />

Durchmesser bei drei Zentimetern Höhe<br />

etwas größer, sein Geschmack ist buttrig-mild<br />

und seine Rinde etwas heller.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

179


gourmet / BRIE<br />

Im Ofen gebacken<br />

wird Weißschimmelkäse<br />

wunderbar cremig und so<br />

zu einem herzhaften Dip.<br />

<<br />

rend der Reifung cremig werden lassen.<br />

Über lange Zeit hinweg war die Rinde<br />

dieser Käse allerdings nicht etwa weiß,<br />

sondern von braunen oder grünlich-grauen<br />

Streifen durchzogen. Auch heute noch sind<br />

viele handwerklich hergestellte Weißschimmelkäse<br />

eher bräunlich. Schnee- oder alabasterweißen<br />

Schimmelkäse gibt es erst, seit<br />

Anfang des 20. Jahrhunderts der Schimmelpilzstamm<br />

»Penicillium candidum« identifiziert<br />

und isoliert wurde. Dieser ist auch<br />

als »Penicillium camemberti« bekannt und<br />

als Pulver verfügbar, das für die Herstellung<br />

von Weißschimmelkäse eingesetzt wird.<br />

EDLER SCHIMMEL<br />

Die Grundlage von handwerklich hergestelltem<br />

Brie-Käse bildet rohe Kuhmilch,<br />

die vor der Verarbeitung manchmal teilentrahmt<br />

wird. Danach wird sie mit tierischem<br />

Lab versehen und auf 37 Grad<br />

Celsius erwärmt. Manchmal werden<br />

bereits zu diesem Zeitpunkt Pilzsporen<br />

zugesetzt, meist geschieht das jedoch<br />

in einem nächsten Schritt. Die Gallerte,<br />

wie die durch das Lab geronnene Masse<br />

bezeichnet wird, wird nicht geschnitten,<br />

sondern vorsichtig mit einer speziellen<br />

gelochten, »Pelle à Brie« genannten Kelle<br />

in dünnen Schichten in flache, runde Formen<br />

geschöpft, die heute<br />

meist aus Plastik sind.<br />

Traditioneller Brie hat<br />

einen Durchmesser von<br />

27 bis 35 Zentimetern<br />

bei einer Höhe von<br />

drei Zentimetern. Nach<br />

einer Abtropfzeit von<br />

rund 18 Stunden wird der<br />

Käselaib gesalzen und mit<br />

einer dünnen Schicht Schimmelsporen<br />

besprüht. Danach reifen<br />

die Laibe vier bis sechs Wochen, wobei sie<br />

regelmäßig umgedreht werden, um eine<br />

gleichmäßige Reifung zu fördern. Heute<br />

werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit<br />

in den Reiferäumen meist kontrolliert,<br />

damit der Schimmel gut gedeihen kann.<br />

In seltenen Fällen lassen Käser den Brie<br />

über mehrere Monate, manchmal sogar bis<br />

zu zwei Jahre lang ruhen. So entsteht der<br />

Brie Noir, eine Käsespezialität mit einem<br />

erdigen Geschmack und einer bräunlichen<br />

Farbe. Brie Noir wurde früher oft von den<br />

Bauern selbst konsumiert, um alte oder<br />

beschädigte Käse, die nicht mehr verkauft<br />

werden konnten, aufzubrauchen. Diese<br />

Spezialität mit gewöhnungsbedürftigem<br />

Aussehen und Geschmack ist jedoch nur<br />

noch selten anzutreffen.<br />

Heute wird Brie meist verkauft, wenn er<br />

noch fest, aber innen leicht cremig ist,<br />

und schmeckt traumhaft auf einem Stück<br />

knusprigem Baguette. Serviert wird er oft<br />

mit frischen oder eingemachten Früchten<br />

wie Birnen, Trauben und Feigen sowie<br />

Honig und Nüssen. Ein guter Brie sollte<br />

bei Raumtemperatur gegessen und nicht<br />

mit kräftigen Aromen kombiniert werden,<br />

da er wegen seines feinen Geschmacks<br />

schnell in den Hintergrund tritt. Brie wird<br />

wie sein Cousin Camembert auch häufig<br />

im Ofen gebacken. So wird er weich und<br />

cremig und kann auf einem Salatbett, zu<br />

geröstetem Gemüse oder sogar<br />

als Dip serviert werden.<br />

Dazu noch ein Glas<br />

Weißwein, und voilà:<br />

ein unkompliziertes,<br />

doch schmackhaftes<br />

Abendessen!<br />

DIE VIELEN<br />

VERWANDTEN<br />

DES BRIE<br />

Dem Brie ähneln zahlreiche Käsesorten.<br />

Die bekannteste davon ist der aus der<br />

Normandie stammende Camembert, der<br />

wegen seiner kleineren Form schneller reift<br />

und oft cremiger ist. Ebenfalls aus Frankreich<br />

stammen Brillat-Savarin, Coulommiers und<br />

Chaource. Zudem existieren Weißschimmelkäse<br />

aus Ziegen- und Schafsmilch wie der<br />

ebenfalls französische Crottin de Chavignol<br />

oder die italienische Robiola. Auch in <strong>Österreich</strong><br />

gibt es eigene Weißschimmelkäse wie<br />

die von Schärdinger Affineur angebotenen<br />

Käse Camembert und Kaisertaler oder die von<br />

den Käserebellen aus Heumilch hergestellten<br />

Käse Weißer Rebell und Camembert.<br />

<<br />

Fotos: stoica ionela / Shutterstock, Kikujiarm / Shutterstock<br />

180 falstaff mai <strong>2023</strong>


ANGELIKA ROSAM<br />

TRENDY,<br />

AKTUELL,<br />

CHIC<br />

EXOTISCH UND<br />

DEKORATIV<br />

Eine außergewöhnliche Vase, die<br />

aus der Reihe tanzt, mit einem<br />

bunten Stelzenläufer und Hibiskus.<br />

Dieses hübsche Decor-Juwel<br />

von Selma Guéniau, der Tochter<br />

von Charlotte Guéniau (künstlerische<br />

Leiterin und Gründerin<br />

von RICE), entworfen. Alles begann<br />

mit einer Zeichnung, die<br />

sich in ihrer Größe veränderte<br />

und schließlich zu diesem fröhlichen<br />

und dekorativen Keramik-<br />

Produkt avancierte. € 54,90,<br />

über labellevie.com<br />

INTENSIVES AROMA<br />

Von den Russen entdeckt, hat<br />

Kashmir Tchai, der würzige<br />

Schwarztee, eine lange Geschichte<br />

im vielseitigen Tee-Universum.<br />

Eine temperamentvolle Mischung<br />

aus Zimt, Kardamom,<br />

Ingwer, Anis und Nelken garantiert<br />

eine exotische Geschmacksexplosion,<br />

die sich zu probieren<br />

lohnt. € 15,90, kusmitea.com<br />

COFFEE LOVE<br />

Nespresso beginnt das Jahr stilvoll:<br />

Mit der Italo-Influencerin<br />

Chiara Ferragni hat man eine<br />

limitierte Kollektion entwickelt,<br />

die eine Hommage an das urbane<br />

Lebensgefühl und das zeitgenössische<br />

Tempo von Mailand,<br />

Chiaras Wahlheimat, darstellt.<br />

Über nestle-nespresso.com<br />

TEEGENUSS<br />

Die Aura Asiens aufnehmen: Die<br />

Teekanne aus weißem Porzellan<br />

von Richard Ginori besticht mit<br />

Guccis Herbarium-Motiv, einem<br />

originellen Toile-de-Jouy-Design<br />

aus Kirschzweigen, Blättern und<br />

Blüten. Das beruhigende Muster<br />

wurde von alten Stoffen des<br />

Fashion-Brands inspiriert.<br />

€ 590,–, gucci.com<br />

ORIENTAL SETTING<br />

Bei einem stilvollen Table-Setting<br />

dürfen auch die Helferlein nicht<br />

fehlen: Das runde Tablett aus der<br />

raffinierten Kollektion »Cheval<br />

d’Orient«, dessen Formen von<br />

Pferdegeschirren inspiriert wurden,<br />

erinnert an Seidenkarawanen<br />

und orientalische Gastfreundschaft.<br />

We love!<br />

€ 3150,–, hermes.com<br />

Fotos: Rafaela Pröll, beigestellt<br />

182 falstaff mai <strong>2023</strong>


eldorado<br />

LIFESTYLE<br />

GUT SALZEN<br />

Alle Salze dieser Welt findet man<br />

in dem 12er-Probierset von Van<br />

den Berg, das ein perfektes Geschenk<br />

für alle Gourmets darstellt.<br />

Von B wie Bambussalz bis<br />

Z wie Zitronensalz ist hier alles<br />

an Genuss mit von der Partie.<br />

€ 21,90, vandenberg.at<br />

CHINA-FLAIR<br />

WL Ceramics stellt nicht nur<br />

große Porzellanobjekte her, sondern<br />

ist auch für seine feinen Reproduktionen<br />

von historischem<br />

chinesischem Porzellan bekannt.<br />

Diese bilden die Grundlage für<br />

alle verwendeten Techniken und<br />

Materialien und sind eine Inspirationsquelle<br />

für neue Designs.<br />

€ 3840,– (2er-Set), meillart.com<br />

Kolumnistin ANGELIKA ROSAM<br />

ist Herausgeberin und Miteigentümerin<br />

des <strong>Falstaff</strong>-Verlags. Mit einem großen<br />

Faible für die schönen Dinge des Lebens<br />

präsentiert sie ihre Lieblings-Items aus<br />

der Gourmetwelt.<br />

CATCH ME!<br />

Ein echter Decor-Fang und mit<br />

viel Liebe für die Amalfitana<br />

kreiert: Die bunten Fischkrüge<br />

»Glou-Glou« in glänzender Glasur<br />

sind in vielen Varianten erhältlich<br />

und längst zum Eyecatcher<br />

auf der Tafel avanciert.<br />

€ 45,–, popolo.fr<br />

EDEL TRINKEN<br />

Hochwertig Tee trinken: Dieses<br />

Erlebnis ist Ihnen mit der Matchaschale<br />

Kyo no Aki gewiss. So<br />

stylish wie sie ist, so empfindlich<br />

ist sie aber auch im Gebrauch.<br />

Unser Tipp: Nach jedem Gebrauch<br />

zügig ausspülen und am<br />

besten nur mit lauwarmem Wasser<br />

reinigen. Anschließend mit<br />

grünen Teeblättern ausreiben.<br />

€ 80,90, sunday.at<br />

Einmal Exotik bitte!<br />

Lust auf eine Reise ins<br />

ferne Asien? Wir<br />

haben für Sie einige<br />

attraktive Accessoires<br />

recherchiert, die in die<br />

genussvolle Welt des<br />

Orients entführen.<br />

ATTRAKTIV PRÄSENTIERT<br />

Die filigrane Obstschale »Sumtree 3« aus hochwertigem Eisen ist aufgrund<br />

des guten Materials stark und langlebig und gleichzeitig solide<br />

zu reinigen. Drei gleichwertigen Etagen ermöglichen die Präsentation<br />

nicht nur von Obst, sondern auch von Pralinen und anderen Köstlichkeiten.<br />

€ 30,24, amazon.de<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

183


gourmet / MARIA CALLAS<br />

FALSTAFF SERIE<br />

Teil 22<br />

»SIE WAR VERRÜCKT<br />

NACH BLUTIGEM<br />

FLEISCH«<br />

Um schlank zu bleiben, hat sich die Sängerin Maria Callas einen Großteil ihres<br />

Lebens kasteit. Für ihren Mann und ihre Gäste stand die Operndiva<br />

dennoch oft stundenlang in der Küche.<br />

TEXT JUDITH HECHT<br />

Ihre Metamorphose war einzigartig.<br />

Wer heute an Maria Callas denkt,<br />

hat eine gertenschlanke, elegante<br />

Schönheit vor Augen. An eine<br />

rundliche, pausbäckige Frau erinnert<br />

sich niemand. Doch genau so sah die<br />

Sängerin bis zu ihrem 30. Lebensjahr aus.<br />

Sie selbst litt am meisten unter ihrem<br />

Aussehen. Darum entschloss sich die<br />

aufstrebende Sopranistin im Jahr 1954 zu<br />

einer radikalen Diät. 108 Kilo brachte sie<br />

damals auf die Waage. Traumstimme hin,<br />

Bühnenpräsenz her, so könne sie die<br />

schwindsüchtige Violetta in Verdis »La<br />

Traviata« niemals glaubwürdig verkörpern,<br />

hatte ihr der berühmte Regisseur Luchino<br />

Visconti ins Gesicht gesagt. Doch nichts<br />

wünschte sich die Callas mehr, als diese<br />

Rolle in der Inszenierung des Starregisseurs<br />

an der Mailänder Scala zu singen. Dafür<br />

war sie zu jedem Opfer bereit.<br />

Es dauerte nicht einmal ein Jahr, und die<br />

Griechin wog 40 Kilo weniger und hatte<br />

einen Taillenumfang von 59 Zentimetern.<br />

Ihrem Ziel, auszusehen wie Audrey Hepburn,<br />

kam sie damit immer näher. Ob Figur,<br />

Stil oder Anmut – in allem war die berühmte<br />

US-Schauspielerin ihr Vorbild. Wie<br />

schnell sich das »hässliche, fette Entlein«,<br />

wie Callas schon als Kind von ihrer Mutter<br />

genannt worden war, zu einem grazilen<br />

Schwan entwickelte, erstaunte die gesamte<br />

Opernwelt. Auf die Frage des Dirigenten<br />

Arturo Toscanini, wo sie denn all die vielen<br />

Pfunde gelassen habe, antwortete sie dem<br />

Maestro schlagfertig: »Ich habe sie an<br />

andere Sängerinnen weitergegeben.«<br />

MINUS 40 KILO IN EINEM JAHR<br />

Welche Disziplin sich Maria Callas abverlangte,<br />

schilderte ihr Ehemann Giovanni<br />

Battista Meneghini in seinem Buch<br />

<<br />

Foto: Everett Collection / picturedesk.com<br />

184 falstaff mai <strong>2023</strong>


Alle Teile der Serie unter<br />

go.falstaff.com/<br />

kunst-kulinarik<br />

Maria Callas am Höhepunkt<br />

ihres Ruhmes, 1958 auf dem<br />

New Yorker Flughafen. Die<br />

Sopranistin war damals die<br />

berühmteste und beliebteste<br />

Sängerin der Opernwelt.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

185


gourmet / MARIA CALLAS<br />

Schwierige<br />

Beziehung:<br />

1959 lernte Maria<br />

Callas den Reeder<br />

Aristoteles Onassis<br />

kennen und lieben.<br />

Geeistes Soufflé<br />

mit Waldbeeren<br />

(für 4 Personen)<br />

Eine besondere Schwäche hatte die Diva für<br />

Eis und Soufflé. In ihrem Nachlass fand sich<br />

eine Fülle von Rezepten. Auch wenn sie selbst<br />

immer nur wenige Löffel davon probierte, so<br />

war dieses Dessert für sie doch unverzichtbar.<br />

ZUTATEN<br />

300 ml Milch<br />

1 EL Rum<br />

125 Gramm Zucker<br />

2 Eiweiß<br />

250 ml Schlagobers<br />

3 EL Staubzucker<br />

200 g Waldbeeren<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Die Milch in einem Topf leicht erwärmen,<br />

den Rum zugeben und abkühlen lassen.<br />

– Aus dem Zucker und 4 Esslöffeln Wasser<br />

einen Sirup kochen, die Masse sollte dickflüssig,<br />

aber nicht braun werden.<br />

– Die Eiweiße sehr steif schlagen und<br />

langsam in den noch warmen Zuckersirup<br />

rühren. Die Masse abkühlen lassen<br />

und dann in den Kühlschrank stellen.<br />

– Das Schlagobers steif schlagen,<br />

dabei nach und nach den Staubzucker<br />

zufügen. Zum Schluss die<br />

Rummilch unterheben.<br />

– Das Schlagobers unter die gekühlte<br />

Creme ziehen und die Masse anschließend<br />

in Souffléförmchen füllen.<br />

5 bis 6 Stunden ins Gefrierfach stellen.<br />

– Mit den Beeren garniert servieren.<br />

<<br />

»Meine Frau, Maria Callas« eindrücklich:<br />

»Ihr Wunsch, abzunehmen, war<br />

außerordentlich groß. Ich selbst war ein<br />

Feinschmecker, aber nie ein Vielfraß. Zu<br />

Hause liebte ich wohlschmeckende, bodenständige<br />

Gerichte, Maria hingegen hielt<br />

sich immer pflichtgetreu an ihre Diät. Niemals<br />

hätte sie mit Mehl zubereitete Speisen<br />

gegessen. Sie nahm nur gegrilltes Fleisch<br />

zu sich und rohes Gemüse ohne Zugaben,<br />

weder Öl noch Salz. Wie eine Ziege. Und<br />

nie trank sie Alkohol, höchstens ab und zu<br />

ein Schlückchen Wein.«<br />

Doch so sehr sie sich selbst kasteite,<br />

für »Titta«, wie sie ihren Ehemann nannte,<br />

wollte sie eine perfekte Hausfrau sein.<br />

Nachdem sie aber als Köchin keinerlei Erfahrung<br />

hatte, hielt sie ständig nach neuen<br />

Rezepten Ausschau. Jede Woche kaufte sie<br />

Frauenzeitschriften und Boulevardblätter,<br />

schnitt die darin enthaltenen Kochrezepte<br />

aus und klebte sie fein säuberlich in Alben.<br />

Viele Stunden muss die Künstlerin damit<br />

verbracht haben, denn in ihrem Nachlass<br />

fanden sich jede Menge Alben, außerdem<br />

Kisten voll handgeschriebener Zettel mit<br />

Kochanleitungen. »Sie verbrachte ganze<br />

Tage mit kulinarischen Experimenten, vor<br />

allem mit der Zubereitung von Süßigkeiten«,<br />

schrieb Meneghini. »Dabei kombinierte<br />

sie die unmöglichsten Sachen, und oft<br />

genug ging etwas schief, weil sie die Mengen<br />

verwechselte oder die Angaben in den<br />

Rezepten vielleicht falsch waren.« Doch<br />

die Sängerin wurde im Laufe ihrer Ehe zu<br />

einer guten Köchin, dafür sorgte schon ihre<br />

Schwiegermutter Pia. Sie brachte ihr typische<br />

veronesische Gerichte wie Lesso con la<br />

pearà (gekochtes Fleisch mit Pearàsauce),<br />

Anatra fredda con polenta (kalte Ente mit<br />

Polenta) oder Baccalà alla veronese (Stockfisch<br />

Veroneser Art) bei. »Doch so lange sie<br />

auch in der Küche gestanden war, um diese<br />

oder andere Köstlichkeiten zuzubereiten,<br />

niemals kostete sie einen Bissen davon, so<br />

standhaft hielt sie sich an die Diät«, erinnerte<br />

sich Meneghini.<br />

»WIE EINE RAUBKATZE«<br />

In anderen Situationen hatte sich Maria<br />

demnach allerdings nicht so gut im Griff:<br />

»Sie war geradezu verrückt nach blutigem<br />

Fleisch, Filetti und Bistecche alla florentina.<br />

Die aß sie aus der Hand und riss mit<br />

DIE CALLAS KAUFTE<br />

FRAUENMAGAZINE<br />

UND KLEBTE DIE<br />

REZEPTE DARAUS IN<br />

ALBEN EIN. SIE SUCHTE<br />

IMMER NEUE GERICHTE<br />

FÜR IHREN EHEMANN.<br />

Fotos: ullstein bild / Ullstein Bild / picturedesk.com, Foodcollection / Getty Images, Jack Nisberg / Roger Viollet / picturedesk.com<br />

186 falstaff mai <strong>2023</strong>


den Zähnen das Fleisch förmlich von den<br />

Knochen wie eine Raubkatze. Nur für<br />

auf dem Holzkohlefeuer gegrillte Steaks<br />

ließ sie manchmal zu, dass sie der Appetit<br />

übermannte.« Vor allem dann, wenn<br />

sie am Abend eine große Gesangspartie<br />

zu bewältigen hatte, gestand sich die Diva<br />

Nahrhaftes zu. Immer, wenn sie an der<br />

Scala sang, besuchte sie mit ihrem Mann<br />

um sieben Uhr abends das »Biffi-Scala«, ein<br />

Lokal gleich neben der Oper, um dort ein<br />

800-Gramm-Steak zu verzehren: »Wer das<br />

mit ansah, der fragte sich verwundert, wie<br />

sie mit so viel Fleisch im Magen überhaupt<br />

noch singen konnte«, so Meneghini.<br />

Aber die Callas konnte, und zwar besser<br />

als jede andere Primadonna: Sie reüssierte<br />

in den folgenden Jahren nicht nur in<br />

Mailand, sondern auch in Wien, New York,<br />

London, Venedig, Paris und vielen anderen<br />

großen Opernhäusern der Welt, als Violetta,<br />

Norma, Lucia, Aida oder Medea. Die<br />

Diva wurde bejubelt, gefeiert und von den<br />

Medien auf Schritt und Tritt verfolgt. Bei<br />

einer Party der amerikanischen Klatschkolumnistin<br />

Elsa Maxwell lernte sie Aristoteles<br />

Onassis kennen. Der griechische Reeder<br />

und Milliardär interessierte sich zwar nicht<br />

für Opernmusik, jedoch für »La Divina«<br />

und den Ruhm, der sie umgab. Schon bei<br />

der ersten Gelegenheit lud er sie und ihren<br />

Mann zu einer Kreuzfahrt – im Sommer<br />

1959 fanden sich dafür nicht nur das Ehepaar<br />

Callas-Meneghini, sondern auch der<br />

bereits greise Winston Churchill und der<br />

Industrielle Giovanni Agnelli (Fiat) auf<br />

Onassis’ luxuriöser Yacht »Christina« ein.<br />

Besonders stolz war der charismatische<br />

Reeder auf seine Schiffsbibliothek, in der<br />

sich auch eine französische Originalausgabe<br />

von Giacomo Casanovas Biografie<br />

»Histoire de ma vie« befand. Onassis<br />

bewunderte den berühmtesten Verführer<br />

des 18. Jahrhunderts genauso wie dessen<br />

Leidenschaft für exquisite Küche. Austern<br />

im Teigmantel, Käsecreme mit Trüffeln und<br />

andere Gerichte, die Casanova in seinem<br />

Werk erwähnt, ließ Onassis während der<br />

Fahrt auf dem Mittelmeer vom Spitzenkoch<br />

Mario Zorzetto zubereiten. Und auch<br />

sonst tat der griechische Lebemann alles,<br />

um seine Gäste, allen voran »La Callas«,<br />

zu beeindrucken. Und das gelang ihm auch.<br />

Maria Callas verliebte sich in Onassis, und<br />

unmittelbar nach der denkwürdigen Kreuzfahrt<br />

gab sie ihre Trennung von Ehemann<br />

Giovanni Meneghini bekannt.<br />

Die Begegnung mit Onassis änderte das<br />

Leben der Künstlerin von Grund auf. Um<br />

ihm nah sein zu können, reduziert sie ihre<br />

Bühnenauftritte auf ein Minimum. Das<br />

Jetset-Leben an der Seite des exaltierten<br />

Einsame letzte Jahre:<br />

Nach ihrem Rückzug von der<br />

Bühne und der Trennung<br />

von Onassis lebte die<br />

Callas alleine in Paris.<br />

<<br />

DIE BEGEGNUNG MIT<br />

ONASSIS ÄNDERTE<br />

DAS LEBEN DER CALLAS<br />

VON GRUND AUF. VON<br />

NUN AN WAR SIE<br />

WENIGER DIVA UND<br />

MEHR JETSET-LADY.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

187


gourmet / MARIA CALLAS<br />

Ehemann und Förderer:<br />

Der um 27 Jahre ältere<br />

italienische Industrielle und<br />

Opernliebhaber Giovanni<br />

Battista Meneghini war<br />

zwischen 1949 und 1959<br />

mit »der Göttlichen«<br />

verheiratet.<br />

MARIA CALLAS<br />

»Die Göttliche«<br />

• Maria Anna Sophie Cecilia Kalogeropoulos<br />

wurde am 2. Dezember 1923 in New York<br />

geboren. 1929 änderte ihr Vater den Familiennamen<br />

in Callas. 1937 ließen sich die Eltern<br />

scheiden und Maria kehrte mit ihrer Mutter<br />

nach Griechenland zurück.<br />

• Bereits mit fünf Jahren zwang Marias Mutter<br />

ihre Tochter, jeden Tag zu singen. »Ich werde<br />

ihr nie verzeihen, dass sie mir die Kindheit<br />

genommen hat«, sagte Callas später.<br />

<<br />

Griechen genoss Callas in den ersten<br />

Jahren sehr. Das Glamour-Paar nahm an<br />

allen wichtigen Society-Events teil und war<br />

in den besten Restaurants Europas anzutreffen.<br />

Ob in »Harry’s Bar« in Venedig, im<br />

»Savini« in Mailand, im »Le Louis XV« in<br />

Monte Carlo oder im »Chez Maxim« in<br />

Paris, überall waren sie hofierte Stammgäste.<br />

Nur selten schlüpfte Maria noch in die Rolle<br />

der Gastgeberin. Wenn sie in Onassis’ Villa<br />

in Italien jedoch ab und an Freunde einlud,<br />

tischte sie gerne griechische Gerichte auf.<br />

Die notwendigen Zutaten ließ sie dafür extra<br />

mit dem Privatjet des Reeders aus Athen<br />

einfliegen, denn sie meinte, nur in ihrer Heimat<br />

seien die erforderlichen Produkte in der<br />

gewünschten Güte zu bekommen.<br />

EIN ENDE IN EINSAMKEIT<br />

So sehr die Callas »ihren« Aristoteles verehrte,<br />

so schwierig gestaltete sich die Beziehung,<br />

und ihre Stimme litt so sehr, dass sie sich<br />

1965 endgültig von der Opernbühne zurückziehen<br />

musste. Doch ihre Hoffnung,<br />

Onassis würde sie nun heiraten, erfüllte sich<br />

nicht. Im Gegenteil: Er verlor zunehmend<br />

das Interesse an ihr. Letztlich ließ er sie für<br />

eine jüngere Ikone fallen – 1968 heiratete<br />

er Jacqueline Kennedy, die Witwe des 1963<br />

ermordeten US-Präsidenten.<br />

Von dieser Schmähung erholte sich die<br />

Diva nie mehr. Alle Comeback-Versuche<br />

scheiterten und stürzten Callas nur in noch<br />

tiefere Depressionen. Den Kontakt zu dem<br />

Mann, der ihr Herz gebrochen hatte, hielt<br />

sie dennoch aufrecht. Sie und nicht Jacky<br />

war es, die 1975 an Onassis’ Sterbebett<br />

saß. Dass dieser kurz zuvor seine Ehe mit<br />

Kennedy »als größten Fehler seines Lebens«<br />

bezeichnete hatte, vermochte die Vereinsamte<br />

nicht zu trösten. Nach seinem Tod verließ<br />

sie ihre Pariser Wohnung kaum noch. Nur<br />

die Gesellschaft ihres Butlers ertrug sie bis<br />

zum Schluss. Am 16. September 1977 starb<br />

Maria Callas mit 53 Jahren an Herzversagen.<br />

Das Radio verkündete ihren Tod mit<br />

den Worten:»Die berühmteste Stimme der<br />

Welt schweigt nun für immer.«<br />

<<br />

• Zurück in Athen studierte Callas Gesang.<br />

Ihren ersten Auftritt im Athener Opernhaus<br />

hatte sie bereits mit 15 Jahren. 1945 zog sie<br />

zu ihrem Vater in die USA, um dort ihre Karriere<br />

voranzutreiben. Auf Empfehlung bekam sie<br />

1947 die Hauptrolle für »La Gioconda« in der<br />

Arena von Verona. Dort lernte sie den Unternehmer<br />

und Opernliebhaber Giovanni Battista<br />

Meneghini kennen und heiratete ihn 1949.<br />

• In den folgenden Jahren machten Callas<br />

Auftritte in »La Traviata«, »Madame Butterfly«<br />

oder »Lady Macbeth« zur meistbejubelten<br />

Sopranistin der Welt. 1951 erhielt sie ein<br />

Engagement an der Mailänder Scala. 1954<br />

trat sie mit ihrer Lieblingsrolle der »Norma«<br />

erstmals in den USA auf.<br />

• 1959 trennte sie sich für den griechischen<br />

Milliardär und Lebemann Aristoteles Onassis<br />

von ihrem Ehemann, der seine Erinnerungen<br />

in dem Buch »Meine Frau, Maria Callas«<br />

festhielt (Verlag FSG, heute nur mehr antiquarisch<br />

erhältlich). Auch Onassis ließ sich für<br />

sie scheiden. In den 1960er-Jahren hatte »La<br />

Callas« immer öfter mit stimmlichen und psychischen<br />

Problemen zu kämpfen und zog sich<br />

von der Bühne zurück. 1968 verließ Onassis<br />

sie und heiratete Jacqueline Kennedy.<br />

• Maria Callas starb, nur zwei Jahre nach<br />

Onassis, mit 53 Jahren an Herzversagen. Wie<br />

sie es sich gewünscht hatte, wurde ihr Leichnam<br />

verbrannt und die Asche vor Onassis’<br />

griechischer Insel Skorpios im Meer verstreut.<br />

Fotos: KEYSTONE Pictures USA / Eyevine / picturedesk.com, Amazon<br />

188 falstaff mai <strong>2023</strong>


STOFFE UND MASSVORHÄNGE<br />

WIEN<br />

HIMBERGER STRASSE 2, WIEN X. MFABER.AT #MFABERSTOFFE


DER GESCHMACK<br />

DER REGION<br />

ZADAR<br />

Auf der Suche nach dem Duft des Meeres, der Kraft der<br />

Berge und einem Archipel mit Hunderten kleinen Inseln?<br />

Dann ist die Region Zadar mit der gleichnamigen,<br />

300 Jahre alten Stadt genau der richtige Ort.<br />

Hervorragende<br />

geografische Lage im<br />

Zentrum der östlichen<br />

Adria und umgeben von<br />

atemberaubender Natur<br />

mit ihrer großen Vielfalt –<br />

die Region Zadar.<br />

190 falstaff mai <strong>2023</strong>


ZADAR<br />

Wenn es um Kulinarik geht,<br />

ist die Region Zadar nicht<br />

nur ein typischer Vertreter<br />

Dalmatiens, sondern auch<br />

des Mittelmeers: Fisch, Wein und Olivenöl<br />

bilden in der kroatischen Region die »heilige<br />

Dreifaltigkeit« der Ernährung. Der Zadar-<br />

Archipel und das nordöstlich gelegene Hinterland<br />

bieten zudem einen Reichtum an<br />

Vielfalt, sei es in Bezug auf die Orte, die Traditionen,<br />

die Zubereitung oder die Lebensmittel<br />

selbst. Die Gerichte und Produkte von<br />

Zadar sollte man nicht verpassen.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Fabio Šimićev; Maja Danica Pecanic; Maskovic Han<br />

FRISCHER FISCH UND<br />

DIE VIELEN KLEINEN INSELN<br />

Die Region Zadar erstreckt sich über ein<br />

Fünftel der kroatischen Küste und ist das<br />

am stärksten zerklüftete Gebiet an der<br />

Adria. Hunderte von Inseln und ihre Buchten<br />

schützen seit Jahrhunderten die Fischerboote.<br />

Und auch heute noch ist die Fischerei<br />

einer der zentralen Wirtschaftszweige<br />

der Region – mehr als drei Viertel des kroatischen<br />

Fischfangs entfällt auf diese Region.<br />

Ob Seebrasse, Wolfsbarsch oder Goldbrasse,<br />

ob blaue Fischarten wie Sardinen,<br />

Makrelen, Sardellen oder Thunfisch – auf<br />

den Fischereifesten entlang des einzigartigen<br />

Küstengebiets wird Fisch entweder<br />

gekocht oder am Grill zubereitet. Wer Meeresfrüchte<br />

liebt, ist mit den Novigrader<br />

Miesmuscheln nach »Buzara« Art bestens<br />

bedient. Und dann gäbe es noch das köstliche<br />

»Brudet«, ein Gericht aus verschiedenen<br />

Fischarten, das auf Hunderte Weisen<br />

zubereitet werden kann. Das bekannteste<br />

ist »Kaljski brudet«, das ausschließlich aus<br />

Meeraal und Kartoffeln besteht und am<br />

offenen Feuer zubereitet wird.<br />

DIE WEINBERGE<br />

DES HINTERLANDES<br />

Die Weingüter und Verkostungsräume in<br />

der Weinbauregion Norddalmatien sind<br />

definitiv einen Besuch wert! Zuletzt haben<br />

die dort ansässigen Betriebe eine Renaissance<br />

der kroatischen Weinszene erlebt. Es<br />

sind die kleinen Weinbaubetriebe, die mit<br />

modernen Produktionsverfahren eine hervorragende<br />

Weinqualität garantieren, und<br />

dadurch die Weine der Region so richtig<br />

aufwerten. Zudem ist das Weinbaugebiet<br />

eine wahre Öko-Oase Kroatiens – nicht<br />

weniger als 30 Prozent der Erzeuger in<br />

diesem Gebiet haben<br />

ein Öko-Label. Unter<br />

den roten Rebsorten, die<br />

rund 60 Prozent der<br />

Gesamtproduktion ausmachen,<br />

befinden sich überwiegend<br />

internationale Bordeaux- und Rhône-Sorten<br />

wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und<br />

Grenache. Gerade in den letzten Jahren legten<br />

aber immer mehr Winzer den Schwerpunkt<br />

auf die Produktion lokaler Sorten<br />

wie Svrdlovina, eine einst sehr geschätzte<br />

Sorte, die jetzt wieder die Herzen der Weinliebhaber<br />

erobert. Auch andere autochthone<br />

dalmatinische Sorten wie Plavina, Tribidrag<br />

und Plavac Mali sind vertreten. Der grundlegende<br />

Unterschied zu den Weinen Südund<br />

Mitteldalmatiens ist das besondere<br />

Mikroklima: Die kalten, aus dem angrenzenden<br />

Gebirgszug Velebit in Richtung der<br />

Weinberge strömenden Luftmassen begünstigen<br />

die Frische in den Weinen.<br />

KÖSTLICHKEITEN<br />

VON DER INSEL PAG<br />

Auf der Insel Pag, die ebenfalls Teil der<br />

Region Zadar ist, werden einige der<br />

bekanntesten kroatischen Delikatessen hergestellt.<br />

Der Pager Käse und das Pager<br />

Lammfleisch etwa, die beide ihre Besonderheit<br />

dem Bora-Wind verdanken, tragen die<br />

geschützte Ursprungsbezeichnung der Euro-<br />

An einem lauen Sommerabend<br />

gemeinsam mit Freunden die<br />

Köstlichkeiten der Region<br />

Zadar entdecken – mehr<br />

Genuss geht nicht!<br />

päischen Union. Die<br />

Besonderheit des Pager<br />

Hartkäses? Es ist der<br />

unverwechselbare Geschmack<br />

der Milch der einheimischen<br />

Schafe, die auf aromatischen und mit<br />

Meersalz bedeckten Salbei- und<br />

Thymianwiesen grasen. Aber auch das<br />

Fleisch des Pager Lamms hat einen besonderen<br />

Geschmack und gilt unter Feinschmeckern<br />

weltweit als erstklassige Spezialität.<br />

Das thermisch verarbeitete Fleisch ist<br />

äußerst saftig und weich, hat einen angenehmen<br />

Geschmack und einen milden Geruch –<br />

die ideale Basis für den perfekten Genuss.<br />

Zadar steht nicht nur für Sonne und Meer,<br />

sondern auch für ausgezeichnete Kulinarik.<br />

Und deshalb ist es an der Zeit, einige der für<br />

die Region Zadar typische Köstlichkeiten zu<br />

probieren! Am 24. April <strong>2023</strong> veranstaltet<br />

<strong>Falstaff</strong> ein Event im MuseumsQuartier in<br />

Wien, bei dem die Region Zadar mit all ihren<br />

Produkten und Gerichten gefeiert wird.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter zadar.hr<br />

Kontakt unter info@zadar.hr<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 191


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

MUTIG IN DIE<br />

NEUEN ZEITEN<br />

Gäste<br />

ÖSTERREICHS BESTE RESTAURANTS <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

RESTAURANT<br />

& GASTHAUS<br />

GUIDE<br />

<strong>2023</strong><br />

bewerten die besten<br />

2000 Lokale <strong>Österreich</strong>s.<br />

Alle Sieger<br />

und Infos unter<br />

go.falstaff.com/rg23.<br />

Mit gleich 174 Neuzugängen zeigt der neue »<strong>Falstaff</strong><br />

Restaurant- & Gasthausguide« eine vitale Szene. Die Sieger<br />

der Gästevotings finden Sie auf den kommenden Seiten.<br />

Gut für alle Genießer: Es gibt <strong>2023</strong> viele Aufsteiger!<br />

Fotos: Lukas Kirchgasser, Inge Prader, Kanizaj Marija, Steirereck<br />

192<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


Regionalküche schön und gut, aber das Prinzip<br />

dahinter kann auch limitieren. Mit Juan Amador<br />

ist im nach dem Maestro benannten Restaurant<br />

(Bild linke Seite) ein Kosmopolit am Herd, der<br />

die Dekon struktion heimischer Gerichte als<br />

exzellenter Küchenhandwerker<br />

etwa bei »Des Kaisers<br />

Schmarren« im kleinen<br />

Finger hat.<br />

100<br />

<strong>Falstaff</strong>-<br />

Punkte<br />

100<br />

<strong>Falstaff</strong>-<br />

Punkte<br />

Folgt man der Devise<br />

»Where Chefs<br />

eat«, dann ist das<br />

»Steirereck« eine<br />

Liga für sich. Ein<br />

ur wienerisches<br />

Genuss- Kaleidoskop<br />

mit Weltmaßstab.<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte mai <strong>2023</strong> falstaff 193


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

1. AMADOR<br />

1190 WIEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 100 | 100<br />

100<br />

1. STEIRERECK IM<br />

STADTPARK<br />

1030 WIEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 100 | 100<br />

100<br />

2. MRAZ & SOHN<br />

1200 WIEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 99 | 100<br />

3. SILVIO NICKOL<br />

1010 WIEN<br />

99<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

98<br />

4. KONSTANTIN FILIPPOU<br />

1010 WIEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 97 | 100<br />

97<br />

5. AEND<br />

1060 WIEN<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

Die Kreativi tät wurde von Vater Markus<br />

Mraz an die Söhne vererbt – ein perfektes<br />

Trio! Vom Aperitif bis zum Digestif<br />

ein Gesamtkonzept mit ausgefallenen<br />

Speisen, ausgewählten Zutaten und<br />

zuvorkommendem Service.<br />

BEST OF<br />

WIEN<br />

5. TIAN<br />

1010 WIEN<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

Genießer brauchen keine »Bad News« – sie freuen sich vielmehr, wenn die heimische Kulinarik<br />

einen Sprung nach vorne macht. Gleich 528 Betriebe haben sich in diesem Jahr steigern können,<br />

so das Fazit der <strong>Falstaff</strong>-Community, die im Guide <strong>2023</strong> über <strong>Österreich</strong>s Gastronomie abstimmte.<br />

Nach dem angekündigten Ende des<br />

»Noma« in Kopenhagen übten<br />

sich auch solche Medien bereits<br />

im Läuten der Totenglocken für die Spitzenküche,<br />

denen das Wohl der Gastronomie<br />

ansonsten keine Zeile wert ist. Daher<br />

sollte man es ganz klar aussprechen: 528<br />

Betriebe konnten im neuen »<strong>Falstaff</strong> Restaurant-<br />

& Gasthausguide« ihre Position<br />

im Vergleich zum Vorjahr verbessern. So<br />

etwas geht nur, wenn Leidenschaft, aber<br />

auch Investitionen in Qualität vorliegen.<br />

Dass dies in einer Zeit schwierigster<br />

Umfeldbedingungen passiert, die kein Wirt<br />

in der Hand hat, sei besonders herausgestrichen.<br />

Und genau das hat die <strong>Falstaff</strong>-<br />

Community <strong>2023</strong> auch getan.<br />

DIE RESILIENZ DER<br />

RESTAURANTS<br />

Den aufmerksamen Testern, die via App<br />

von ihren Erlebnissen und Entdeckungen<br />

berichten, verdankt sich der Rekordumfang<br />

der aktuellen Ausgabe: Mehr als 2000<br />

Betriebe wurden bewertet, davon 174 Neuzugänge.<br />

Mit diesem Hunger auf Neues<br />

deckt sich eine Beobachtung, die Andreas<br />

Senn, Salzburger Spitzenkoch (»Senn’s«)<br />

internationalen Formats, gemacht hat: »Es<br />

kommen vermehrt junge Gäste unter 40,<br />

die sich das bewusst aussuchen und wissen,<br />

dass das auch etwas kostet.«<br />

Fine Dining definiert sich anno <strong>2023</strong> verstärkt<br />

über die Herkunft der Zutaten sowie<br />

Ethik und Einsatz der Produkte. Unzählige<br />

Einträge im Guide weisen darauf hin, dass<br />

eigene Gärten oder Landwirtschaften zum<br />

Genuss im Lokal beitragen. Das zeigt auch<br />

die starke Gruppe der insgesamt 1039 mit<br />

einer <strong>Falstaff</strong>-Gabel ausgezeichneten Gaststätten.<br />

Wie sehr Spitzenköche an die<br />

Zukunft österreichischer Gastlichkeit<br />

glauben, zeigt das Beispiel von Johannes<br />

Nuding: In Pierre Gagnaires »Sketch« in<br />

London erkochte er drei Sterne und kehrte<br />

dann nach Hall in Tirol zurück. Sein<br />

»Schwarzer Adler« stellt die Neueröffnung<br />

des Jahres dar – Weltküche in der Hülle<br />

eines Gasthauses aus 1599!<br />

Zusammenfassend lässt sich erfreut feststellen:<br />

Die Dichte an Qualitätsbetrieben in<br />

<strong>Österreich</strong> ist größer denn je!<br />

Fotos: Lisa Edi, beigestellt<br />

194 falstaff mai <strong>2023</strong>


2. DER FLOH<br />

LANGENLEBARN<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

2. MÖRWALD GOURMET<br />

TONI M. FEUERSBRUNN<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

2. TRIAD<br />

KRUMBACH<br />

95<br />

95<br />

1. LANDHAUS BACHER<br />

MAUTERN AN DER DONAU<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 99 | 100<br />

99<br />

BEST OF<br />

NIEDER-<br />

ÖSTERREICH<br />

Thomas Dorfer schaffte eine<br />

sanfte Innovation der Tradition<br />

des »Landhauses Bacher«. Große<br />

klassische Küche wird zeitgemäß<br />

interpretiert wie diese Komposition<br />

aus Kokosnuss, Himbeeren und<br />

grünem Wacholder.<br />

Top Weinservice.<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

3. ESSLOKAL<br />

HADERSDORF AM KAMP<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 93 | 100<br />

93<br />

1. IKARUS<br />

HANGAR-7<br />

SALZBURG<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 99 | 100<br />

99<br />

1. RESTAURANT-<br />

HOTEL OBAUER<br />

WERFEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 99 | 100<br />

99<br />

2. DÖLLERERS<br />

RESTAURANT GOLLING<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

98<br />

3. SENNS RESTAURANT<br />

SALZBURG<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 97 | 100<br />

97<br />

4. THE GLASS GARDEN<br />

SALZBURG<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

5. MESNERHAUS<br />

MAUTERNDORF<br />

Zwei Michelin- Sterne, ein einzigartiges Gastrokonzept,<br />

ein exzellenter Executive Chef mit herausragendem<br />

Küchenteam: Das sind das »Ikarus« und Martin Klein.<br />

BEST OF<br />

SALZBURG<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

195


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

1. STÜVA<br />

ISCHGL<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

98<br />

Wo exklusive<br />

Gaumenfreude auf<br />

Augenschmaus trifft, ist<br />

Benjamin Parth am Werk.<br />

Die edlen, französisch<br />

inspirierten Speisen im<br />

»Stüva« überzeugen<br />

auf ganzer Linie.<br />

2. PAZNAUNERSTUBE<br />

ISCHGL<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

3. BERGGERICHT<br />

KITZBÜHEL<br />

98<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

3. HEIMATBÜHNE<br />

TROFANA ROYAL ISCHGL<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

BEST OF<br />

TIROL<br />

3. INTERALPEN-CHEF’S<br />

TABLE TELFS/BUCHEN<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

2. GUTH<br />

LAUTERACH<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

Der Superlativ des Kochgenusses:<br />

Julian Stieger kocht in der »Roten<br />

Wand« mit seinem Team groß auf.<br />

Die Gäste erleben den kreativen<br />

und präzisen Prozess live mit.<br />

BEST OF<br />

VORARLBERG<br />

2. KILIAN STUBA<br />

HIRSCHEGG<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

3. AURELIO’S<br />

LECH<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

3. BERGKRISTALL<br />

LECH<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

95<br />

95<br />

1. ROTE WAND<br />

CHEF’S TABLE<br />

LECH<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 97 | 100<br />

97<br />

Fotos: Target Groupa / Springer, Angela Lamprecht, Lukas Kirchgasser, beigestellt<br />

196 falstaff mai <strong>2023</strong>


2. OIS IM<br />

MÜHLTALHOF NEUFELDEN<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 97 | 100<br />

3. LUKAS<br />

SCHÄRDING<br />

97<br />

BEST OF<br />

OBER-<br />

ÖSTERREICH<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

4. TANGLBERG<br />

VORCHDORF<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

5. VERDI<br />

LINZ<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 94 | 100<br />

95<br />

94<br />

Die kulinarischen Kreationen von Lukas Nagl<br />

im »Bootshaus« küssen die Seele, bleiben<br />

trotz komplizierter Zubereitung immer<br />

verständlich und sichern sich im<br />

Geschmacksgedächtnis einen Logenplatz.<br />

1. BOOTSHAUS<br />

TRAUNKIRCHEN<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

98<br />

1. DIE WEINBANK –<br />

RESTAURANT<br />

EHRENHAUSEN<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

98<br />

2. IRKA AM PFARRHOF<br />

SANKT ANDRÄ IM SAUSAL<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

3. GESCHWISTER RAUCH<br />

BAD GLEICHENBERG<br />

Gerhard Fuchs ist ein Meister: Unbeirrt<br />

von Trends und Konventionen kocht er<br />

im »Weinbank«-Restaurant regionale<br />

Produkte in neue kulinarische Sphären.<br />

Kongenial in Sachen Weinbegleitung:<br />

Sommelier Christian Zach.<br />

BEST OF<br />

STEIERMARK<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

5. WEINBANK – WIRTSHAUS<br />

EHRENHAUSEN<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 94 | 100<br />

95<br />

4. STEIRERSCHLÖSSL<br />

ZELTWEG<br />

95<br />

94<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

197


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

BEST OF<br />

KÄRNTEN<br />

Hubert Wallner fühlt<br />

sich sichtlich wohl an<br />

der neuen Adresse am<br />

Südufer des Sees. Seine<br />

Kreationen suchen in<br />

Kärnten ihresgleichen.<br />

Seit diesem Jahr<br />

gehört auch ein<br />

Hotel zu Wallners<br />

Genussimperium.<br />

2. DIE FORELLE<br />

WEISSENSEE<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 98 | 100<br />

3. CARAMÉ<br />

VELDEN<br />

98<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

4. LA TERRASSE<br />

PÖRTSCHACH<br />

1. GOURMET RESTAURANT<br />

HUBERT WALLNER<br />

DELLACH<br />

Essen 50 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 99 | 100<br />

99<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

5. DAS LILIENBERG<br />

VÖLKERMARKT<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 93 | 100<br />

95<br />

93<br />

2. GUT PURBACH<br />

PURBACH<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 94 | 100<br />

94<br />

3. INFINITY | RESORT<br />

ANDAU<br />

Amuse und Apfeltarte<br />

kommen vom offenen<br />

Feuer, dazwischen lässt<br />

Alain Weissgerber im<br />

»Taubenkobel« Kräuter und<br />

Beeren ihr Aromenwerk<br />

an Aal oder Ente tun.<br />

Meisterlich in<br />

allen Details!<br />

1. TAUBENKOBEL<br />

SCHÜTZEN<br />

Essen 49 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 93 | 100<br />

4. GREISSLEREI<br />

SCHÜTZEN<br />

93<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 91 | 100<br />

91<br />

4. RATSCHENS<br />

DEUTSCH SCHÜTZEN<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 18 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 91 | 100<br />

91<br />

BEST OF<br />

BURGENLAND<br />

Fotos: Daniel Waschnig, Ingo Pertramer<br />

198 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


OFYR ® ÖSTERREICH<br />

Farm-Fill Umweltinnovations<br />

und Vertriebs GmbH<br />

A-8162 Passail | Kirchengasse 6<br />

Tel.:+43 (0) 3179 27727 – 0<br />

E-Mail: info@ofyr.at<br />

www.facebook.com/ofyraustria/<br />

Besuche unsere<br />

Webseite<br />

OFYR - GENUSSERLEBNISSE<br />

FÜR ALLE ZU JEDER JAHRESZEIT!<br />

OFYR hebt Outdoor Cooking auf ein neues Niveau. Grill und Kunstobjekt in Designunion<br />

serviert der feurig-formschöne Publikumsliebling Komfort und genussvolle Momente mit<br />

Erlebniseffekt – zuhause wie im Gourmet-Restaurant. Eine völlig neue Art des Kochens,<br />

der Gastfreundlichkeit und der Bewirtung unter freiem Himmel eröffnet OFYR mit<br />

einzigartiger Schlichtheit, Multifunktionalität und modernem Design. Stilvoll verwandelt<br />

der extravagante Star unter den Grillern, solo wie im Ensemble mit passenden Begleitern,<br />

den Outdoor-Bereich zur Showbühne. Für alle Liebhaber, die Outdoor Cooking mit<br />

ambitioniertem Design in ihrem privaten Umfeld zu schätzen wissen, ebenso wie für<br />

professionellen Einsatz in Hotellerie, Gastronomie und Catering gedacht und gemacht,<br />

sorgen Grillen und Kochen mit OFYR für Abwechslung und ein faszinierendes Genusserlebnis<br />

für alle Sinne. Mit „Abstand“ Gourmet-Genuss mit Plus!<br />

WWW.OFYR.AT


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

LEBENSWERK<br />

FAMILIE GRABMER,<br />

WALDSCHÄNKE<br />

GRIESKIRCHEN<br />

Essen 47 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 19 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 94 | 100<br />

94<br />

Die Kombination aus<br />

traditioneller Küche und<br />

dem unerschöpflichen<br />

Wissensschatz von<br />

Elisabeth Grabmer, gepaart<br />

mit der Kreativität von<br />

Sohn Clemens und der<br />

Weinkompetenz von Patron<br />

Heinz, ist unschlagbar.<br />

Die Gäste pilgern zu<br />

Sommelier Hermann Botolen<br />

und seinem Weinwissen, das<br />

sich natürlich auch in der<br />

fantastischen Getränkekarte<br />

niederschlägt. Die Küche<br />

ergänzt mit herrlich<br />

geschmeidigen<br />

Gerichten. Top!<br />

SCHWARZER ADLER<br />

HALL IN TIROL<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 20 | 20<br />

Weinkarte 17 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 95 | 100<br />

95<br />

ERÖFFNUNG<br />

DES JAHRES<br />

SOMMELIER<br />

DES JAHRES<br />

HERMANN BOTOLEN,<br />

FUHRMANN<br />

1080 WIEN<br />

Essen 48 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 20 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 96 | 100<br />

96<br />

Der neue Fine- Dining-Hotspot in der<br />

Haller Altstadt. Spitzenkoch Johannes<br />

Nuding und seine Frau Lilit zeigen<br />

mit dem wechselnden, auf regend<br />

unaufgeregten Menü, was ein echtes<br />

Gourmeterlebnis ausmacht.<br />

Fotos: Tom Son, Kurt-Michael Westermann, beigestellt<br />

200 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


la pura women’s health resort kamptal<br />

Hauptplatz 58, | A-3571 Gars am Kamp<br />

+43 (0) 2985 / 26 66 - 742<br />

willkommen@lapura.at | www.lapura.at


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

INTER –<br />

NATIONALER<br />

BOTSCHAFTER<br />

Mit seinen gläsernen<br />

Kunstwerken trägt<br />

Maximilian Riedel von<br />

Kufstein aus den Ruf<br />

<strong>Österreich</strong>s als Hort höchster<br />

Genusskompetenz in die<br />

weite Welt des guten<br />

Geschmacks. Und Riedel<br />

lässt keine Gelegenheit aus,<br />

auch <strong>Österreich</strong>s Gastronomie<br />

und – natürlich – seine<br />

großen Winzer entsprechend<br />

in den Fokus zu rücken.<br />

BESTER<br />

SERVICE<br />

DES JAHRES<br />

Dunkelroter Damast steht Pate,<br />

das mit der »Bar« ist allerdings<br />

ein Understatement für<br />

diesen Hort der Austroküche,<br />

die man allenfalls für<br />

Hausspezialitäten wie die<br />

Bouillabaisse erweitert.<br />

Magische Natur rundherum,<br />

drinnen stilvolles Design mit<br />

großen Fensterfronten. Max<br />

Leodolter kocht feine Suppen und<br />

Rindfleischgerichte, das Steak<br />

kommt von eigenen Angusrindern<br />

und Weidekälbern.<br />

NACH-<br />

HALTIGKEIT<br />

(PRÄSENTIERT VON<br />

ROTE BAR<br />

HOTEL SACHER<br />

1010 WIEN<br />

Essen 45 | 50<br />

Service 18 | 20<br />

Weinkarte 17 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 90 | 100<br />

90<br />

LURGBAUER<br />

ST. SEBASTIAN<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 17 | 20<br />

Weinkarte 17 | 20<br />

Ambiente 10 | 10<br />

GESAMT 90 | 100<br />

90<br />

Fotos: Riedel Glas, Hotel Sacher, Fred Lindmoser<br />

202 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


Birgit Vikas<br />

Andreas Kratohwil<br />

Kunsttrans Spedition GmbH<br />

NEUE LÖSUNGEN<br />

#schaffenwir<br />

Und die Energiewende antreiben.<br />

Durch nachhaltige Energieerzeugung für<br />

ein CO2-neutrales Kunstdepot.<br />

Wirtschaft sind wir alle.<br />

Alle, die was unternehmen.<br />

Gemeinsam.<br />

schaffenwir.wko.at<br />

Eine Initiative der


gourmet / RESTAURANT- UND GASTHAUSGUIDE<br />

ZUM FRÖHLICHEN<br />

ARBEITER<br />

APETLON<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 17 | 20<br />

Weinkarte 17 | 20<br />

Ambiente 8 | 10<br />

GESAMT 88 | 100<br />

88<br />

Der Kultbäcker kann<br />

auch Bistro: schlichtes<br />

Interieur und eine kleine<br />

Auswahl an modernen<br />

internationalen Gerichten<br />

aus erstklassigen<br />

Produkten regionaler<br />

Produzenten. Kreativ und<br />

doch bodenständig.<br />

GASTRONOM<br />

DES JAHRES<br />

BESTES LAND-<br />

GASTHAUS<br />

Ein Lächeln aufs<br />

Gesicht zaubert nicht<br />

nur der Name, auch die<br />

Retroschank lässt einen<br />

bei Hannes Tschida<br />

heimisch fühlen. Kommt<br />

dann noch Paprikahendl<br />

oder Hecht zum Tisch,<br />

lebt der Wirtshauszauber<br />

im Seewinkel.<br />

JOSEF WEGHAUPT,<br />

JOSEPH BROT<br />

1030 WIEN<br />

Essen 42 | 50<br />

Service 17 | 20<br />

Weinkarte 13 | 20<br />

Ambiente 9 | 10<br />

GESAMT 81 | 100<br />

81<br />

TOM ALMHÜTTE<br />

MARIA ALM<br />

APPIANO<br />

1010 WIEN<br />

Essen 42| 50<br />

Service 17 | 20<br />

Weinkarte 15 | 20<br />

Ambiente 8 | 10<br />

GESAMT 82 | 100<br />

82<br />

Essen 46 | 50<br />

Service 19 | 20<br />

Weinkarte 17 | 20<br />

Ambiente 8 | 10<br />

GESAMT 90 | 100<br />

90<br />

BESTES<br />

WIENER BEISL<br />

In Tom Eders »Almhütte«<br />

verbinden sich in der<br />

Küche heimische<br />

Schmankerln mit<br />

Küchenkunst. Der<br />

Almbrunch ist eine Reise<br />

wert, manche Gerichte –<br />

vegane Tortilla –<br />

sind ungewöhnlich.<br />

Einfach probieren.<br />

BIERKULTUR<br />

(PRÄSENTIERT VON<br />

GÖSSER)<br />

Ein ungewöhnlicher Name<br />

für ein Wiener Wirtshaus,<br />

optisch wie geschmacklich<br />

kann man sich aber der<br />

Nostalgie hingeben: Die<br />

Küchenklassiker von<br />

Grammelknödel bis<br />

Kalbszunge waren nur bei<br />

der Oma noch so gut.<br />

Fotos: beigestellt, edertom GmbH & CoKG<br />

204 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


www.facebook.com/siemens.oesterreich<br />

Siemens Fest ><br />

Spiel > Nächte<br />

Präsentiert von den Salzburger Festspielen, Siemens,<br />

dem ORF Salzburg und Unitel.<br />

22. Juli bis<br />

27. August <strong>2023</strong><br />

Täglich Vorführungen von<br />

Festspielproduktionen<br />

auf dem LED-Screen am<br />

Kapitelplatz Salzburg<br />

OPEN AIR. EINTRITT FREI.<br />

Das Detailprogramm finden Sie ab Juli unter<br />

siemens.at/festspielnaechte oder salzburg.ORF.at


DER NEUE SLOW<br />

FOOD KÄRNTEN<br />

GUIDE <strong>2023</strong><br />

An der geschmackvollen Schnittstelle der Alpen-Adria-Küche treffen<br />

einzigartige Schätze von Almen und Seen auf mediterrane Genussfreude<br />

und Leichtigkeit. Kärnten ist Slow-Food-Pionierland – eine Erfolgsgeschichte<br />

von engagierten Landwirt:innen und leidenschaftlichen Gastgeber:innen,<br />

die Kärnten zu einem Ort des guten und genussvollen Lebens machen.<br />

Sich Zeit nehmen<br />

beim Produzieren,<br />

Veredeln und Genießen –<br />

das ist die Philosophie der<br />

Slow-Food-Produzent:innen.<br />

206 falstaff mai <strong>2023</strong>


KÄRNTEN WERBUNG<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Edward Gröger / Kärnten Werbung 2017; Arnold Pöschl /Kärnten Werbung; Wolfgang Hummer<br />

Der Slow Food Kärnten Guide ist<br />

ein kulinarischer Reiseführer für<br />

all jene, die sich auf eine Entdeckungsreise<br />

durch Kärnten<br />

machen möchten – zu traditionellen Wirtshäusern<br />

und Haubenköch:innen sowie zu<br />

Hofläden und Slow-Food-Dörfern. Der<br />

Guide, der bereits in vierter Auflage erscheint,<br />

ist ein einzigartiger Leitfaden durch die Genüsse<br />

des Landes: 89 Restaurants und Gasthöfe,<br />

33 Almhütten und Buschenschänken, 84<br />

Hofläden sowie 64 bunte Märkte und nahezu<br />

100 Feste werden in den Mittelpunkt gerückt.<br />

Alle der insgesamt 89 vorausgewählten<br />

Restaurants und Gasthäuser haben sich dem<br />

Symbol der Schnecke verschrieben – für ein<br />

Maximum an Transparenz und Sicherheit.<br />

Es geht den Köch:innen nicht nur um<br />

Geschmack, sondern auch um Regionalität<br />

und Saisonalität. Es geht ihnen um Ehrlichkeit,<br />

Handwerkskunst, Tradition, Nachhaltigkeit<br />

und Lebensqualität. Und nach genau<br />

diesen Kriterien und nach mehrmaliger<br />

Überprüfung hat die 70-köpfige Jury ihre<br />

Wahl getroffen. Alle Gastgeber:innen setzen<br />

auf eine geprüfte Qualitäts- und Herkunftssicherung.<br />

Die Anzahl der Schnecken zeigt<br />

die Intensität, mit der die Slow-Food-Werte<br />

»Gut. Sauber. Fair.« gelebt werden.<br />

Doch der Slow Food Kärnten Guide holt<br />

nicht nur Restaurants und Gasthäuser vor<br />

»Gut.Sauber.Fair« – Slow<br />

Food ist die weltweit größte<br />

Bewegung für bewusste<br />

Esskultur und nachhaltige<br />

Lebensmittelproduktion.<br />

den Vorhang. Auch 33 Buschenschänken<br />

und Almhütten entsprechen den Kriterien<br />

der strengen Jury – zwei von ihnen erhalten<br />

sogar die Urkunde mit fünf Schnecken.<br />

KÄRNTNER SCHMANKERLN<br />

Ein großes Kapitel im »Handbuch für kulinarische<br />

Entdecker:innen« ist den Kärntner<br />

Festen gewidmet. Hier reicht der Bogen von<br />

großen Brauchtumsveranstaltungen wie dem<br />

»Villacher Kirchtag« über Genuss-Serien wie<br />

der »Küchen- oder Hüttenkult« in der Region<br />

Villach oder »Tage der Alpen-Adria-<br />

Küche« in Klagenfurt bis hin zu Geheimtipps<br />

an versteckten Orten wie etwa dem Slow-<br />

Food-Frühstück in Seeboden. Viele kulinarische<br />

Festivitäten bieten die besondere Gelegenheit,<br />

regionale und bäuerliche Produkte<br />

in großer Auswahl zu verkosten. Die Feste<br />

sind – ebenso wie Märkte und Hofläden –<br />

eine wunderbare Möglichkeit, typische<br />

Kärntner Schmankerln für sich selbst und als<br />

Mitbringsel für daheim zu erstehen.<br />

Der neue Guide verweist auch auf elf ausgewiesene<br />

Slow-Food-Dörfer und drei<br />

Slow-Food-Travel-Regionen, die allesamt<br />

Lust darauf machen, den guten Dingen auf<br />

den Grund zu gehen: von Butterrühren und<br />

Käseherstellen über Brotbacken und Original-Kärntner-Nudel-Krendeln<br />

bis hin zu<br />

Kräuterentdecken.<br />

INFO<br />

Den Guide kann man online unter<br />

kaernten.at/slowfoodguide auf das Handy laden<br />

oder telefonisch unter T: +43 463 3000 bestellen.<br />

Um € 7,– ist der Slow Food Kärnten Guide<br />

im Buchhandel erhältlich.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 207


AROMA<br />

VERSTÄRKER<br />

CREMA<br />

VERSTÄRKER<br />

RIEDEL KAFFEEGLAS – NEUHEIT <strong>2023</strong><br />

KAFFEE IM GLAS SERVIERT? Das mag auf den ersten Blick eigenartig anmuten, hat aber eine sehr lange<br />

Tradition im arabischen Raum, wo auch Tee in Gläsern serviert wird. Riedel greift dieses Thema auf und präsentiert<br />

<strong>2023</strong> sein erstes Kaffeeglas.<br />

Der glasklare Vorteil liegt eindeutig darin, das Farbspiel und speziell bei Espressi die Crema – schön zu sehen.<br />

Diese Gläser eine schöne Alternative zu Porzellan oder Keramiktassen.“ erklärt Maximilian J. Riedel.<br />

RIEDEL.COM


SIXPACK<br />

ALEXANDER BACHL<br />

ist einer der profiliertesten<br />

Gourmetjournalisten <strong>Österreich</strong>s.<br />

In seinem »Sixpack« stellt er Neues<br />

aus der Restaurantszene vor.<br />

alexander.bachl@falstaff.com<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

MARKTHOF<br />

Kellergasse 1<br />

3041 Siegersdorf<br />

RAHOFER<br />

Hauptstraße 56<br />

4484 Kronstorf<br />

MAMA KONSTANTINA<br />

KITCHEN TABLE<br />

Döblinger Hauptstraße 17<br />

1190 Wien<br />

PICHLMAIERS<br />

ZUM HERKNER<br />

Dornbacher Straße 123<br />

1170 Wien<br />

PUTZ UND STINGL<br />

Stelzhamerstraße 1a<br />

4400 Steyr<br />

DONNERSMARKT<br />

Parkring 14–16<br />

1010 Wien<br />

Wachtel, gefüllt mit Rosinen, Reis, Zimt und Weinblatt –<br />

aus dem Premierenmenü von »Mama Konstantina«.<br />

NEU EINGEDECKT<br />

Foto: Gerhard Wasserbauer<br />

JETZT<br />

GRATIS<br />

RESTAURANT-<br />

GUIDE APP<br />

Im Wienerwald tut sich Außergewöhnliches. Steyr bekam ein neues<br />

Wirtshaus, der »Rahofer« einen neuen Koch. Konstantin Filippou<br />

kocht nun griechisch. Die Pichlmaiers entwickelten einen prägnanten<br />

Stil. Und der Wiener Ring bekam ein neues Hotelrestaurant.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

209


gourmet / SIXPACK<br />

MARKTHOF<br />

Siegersdorf, Niederösterreich<br />

1»Best-kept Secrets« nennt man<br />

weltweit solche Plätze. Man muss die<br />

Bundesstraße verlassen, um in einer<br />

Gastwirtschaft in einem winzigen Nest<br />

namens Siegersdorf zwischen Tulln und<br />

Neulengbach zu landen. Und man sollte das<br />

auch. Denn in einem Bio-Bauernhof verbirgt<br />

sich das erstaunlichste Lokal Niederösterreichs.<br />

Angelika und Hannes Edhofer haben<br />

erkannt, dass es in Sachen Wertschöpfung<br />

ganz anders aussieht, wenn man die eigenen<br />

Produkte selbst verwertet. Das Resultat:<br />

ein Landrestaurant in einem ehemaligen<br />

Jagdstüberl, wo sich die zwei jungen Kochtalente<br />

Max Eichberger und Fabian<br />

Schasching, im Vorleben im »Steirereck«,<br />

»Floh« und »Landhaus Bacher« zu Diensten,<br />

in einer Weise austoben, dass einem der<br />

Mund offen bleibt. Einerseits werden die<br />

hofeigenen Angus-Rinder zu Herrlichkeiten<br />

wie Backfleisch mit Senfgurken, grandiosem<br />

Bœuf bourguignon oder mürbem Gulasch<br />

verarbeitet. Andererseits gibt’s auch keine<br />

Hemmungen, für das feine Abendmenü gute<br />

Ware von anderswo zu kaufen. Schon einmal<br />

super: roh marinierte Lachsforelle vom Thorhof<br />

auf Kopfsalatcreme mit jungen Erbsen,<br />

Yuzu und Saubohne. In einer eigenen Dimension<br />

spielt der Kabeljau auf Erdäpfelrisotto<br />

mit Blattspinat, Miesmuscheln, kandierten<br />

Zitronen, Ananas und Safran-Fischsud – ein<br />

grandioser Geschmacksakkord, allerfeinst<br />

abgestimmt. Prädikat: Sterneküche. Dann<br />

zartestes Weidehendl mit Räucheraal, Apfel<br />

und Parmesan. Dazu eine Weinkarte mit<br />

erstaunlicher Jahrgangstiefe bei <strong>Österreich</strong>ern<br />

(Muthentaler, Neumayer, Schiefer) und<br />

einer kleinen Auswahl feiner Ausländer. Alles<br />

aus Zalto-Gläsern. Siegersdorf hat nun ein<br />

Fähnchen auf der Gourmet-Landkarte.<br />

Einst ein Jagdstüberl, heute<br />

eines der besten Restaurants<br />

Niederösterreichs.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

48 von 50<br />

18 von 20<br />

18 von 20<br />

8 von 10<br />

92 von 100<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

48 von 50<br />

18 von 20<br />

18 von 20<br />

8 von 10<br />

92 von 100<br />

MARKTHOF<br />

Kellergasse 1<br />

3041 Siegersdorf<br />

T: +43 664 8155638<br />

markthof.at<br />

RAHOFER<br />

Kronstorf, Oberösterreich<br />

2<br />

Es ist gerade was los in Oberösterreich.<br />

Neueröffnungen, Entdeckungen,<br />

Kochrochaden. Eine solche<br />

bescherte gerade dem Traditionsgasthof<br />

»Rahofer« in Kronstorf einen neuen Küchenchef.<br />

Das mit der Juniorchefin Marie Ra hofer<br />

befreundete Küchenpärchen zog weiter, Alexander<br />

Imb wechselte vom »Taborturm« in<br />

Steyr hierher. Eine Adresse, die ihm wohlbekannt<br />

ist, ging er doch einst bei Seniorchef<br />

Rudolf Rahofer in die Lehre. Und man kann<br />

der Familie schon jetzt gratulieren: Der<br />

Mann ist ein Glücksgriff. Wer sich mit<br />

Klassik wohlfühlt, greift zu Kirchtagssuppe,<br />

Schnitzel und Mostschober. Die Empfehlung<br />

gilt aber dem Fünfgängemenü für liebenswürdige<br />

82 Euro. Erst kommt eine lauwarme<br />

Praline mit gebratenem Kalbstartar: deliziös.<br />

Dann Forellenfilet, auf einem Nadelholzzweigerl<br />

aufgespießt und auf den Punkt<br />

geflämmt, mit geräucherter Consommé,<br />

feinst gehobeltem Rettichsalat mit Salzzitronenmayo.<br />

Aufregend gut. Und genauso geht’s<br />

weiter: Kremstalgarnele – teils roh mariniert<br />

im dünnen Teigtascherl, teils scharf angebraten<br />

mit XO-Sauce, darunter Kraut in sämiger<br />

Bisque. Eine simplere Version fabrizierte Imb<br />

schon in Steyr, jetzt hat er das Gericht weiterentwickelt.<br />

Und während man anderswo<br />

gerade mit der Penetranz des Stinkkrauts<br />

Bärlauch belästigt wird, kann Imb daraus ein<br />

subtil aromatisiertes Gericht mit Carnarolireis<br />

und geräuchertem Kefir rühren. Dann<br />

Lamm, zartrosa und von bemerkenswerter<br />

Zartheit, mit Topinamabur und Spinat in<br />

herrlichem Safterl. Aufregende Patisserie aus<br />

dunkler Schokolade in diversen Konsistenzen<br />

und Umeboshi. Einfach klare geschmacksorientierte<br />

Küche ohne Allüren. Eh schon<br />

immer gut war die Weinkarte. Hingehen.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

47 von 50<br />

18 von 20<br />

18 von 20<br />

9 von 10<br />

92 von 100<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

Der »Rahofer« war<br />

schon immer eine sehr<br />

gute Adresse – nun ist<br />

er eine noch bessere.<br />

46 von 50<br />

18 von 20<br />

18 von 20<br />

9 von 10<br />

91 von 100<br />

RAHOFER<br />

Hauptstraße 56<br />

4484 Kronstorf<br />

T: +43 7225 8303<br />

rahofer.at<br />

Fotos: beigestellt, Gerhard Wasserbauer<br />

210 falstaff mai <strong>2023</strong>


MAMA KONSTANTINA<br />

KITCHEN TABLE<br />

Döbling, Wien<br />

Früher Reisebüro,<br />

jetzt griechische<br />

Kochwerkstatt von<br />

Konstantin Filippou.<br />

3Wenn ein Koch namens Konstantin<br />

Filippou die Marke »Mama Konstantina«<br />

eintragen lässt, liegt der Gedanke<br />

einer Fantasiekreation auf der Hand.<br />

Gefehlt. Diese Mama gibt es wirklich, sie ist<br />

eine im Wortsinn alte Bekannte von Filippous<br />

Familie – sein Vater hat griechische<br />

Wurzeln. Filippou betreibt bekanntlich ein<br />

hochdekoriertes Restaurant in Wien eins und<br />

daneben das Bistro »O boufés«. Dort kommen<br />

auch immer wieder griechische Gerichte<br />

abseits der landläufigen Klischeespeisen auf<br />

den Teller – etwa das formidable Garnelen-<br />

Saganaki, ein tomatiger Eintopf mit Feta.<br />

Sonst war Griechenland nicht so das Thema<br />

an den zwei Standorten. Daher musste ein<br />

dritter her – ein ehemaliges Reisebüro in<br />

Döbling mutierte zu einem feschen multifunktionalen<br />

Lokal. Erstens werden dort an<br />

die 30 Gerichte aus dem Rezeptschatz der<br />

alten Dame gekocht und in Gläser gefüllt.<br />

Zweitens werden an ausgewählten Tagen –<br />

meist Montag und Dienstag – am »Kitchen<br />

Table« bis zu 20 Personen aus der offenen<br />

Küche bewirtet. Zum Ticketpreis von<br />

151 Euro (exklusive Getränke) wird ein aufwendiges<br />

vielgängiges Menü im Stil einer<br />

Neuinterpretation der griechischen Küche<br />

aufgetischt. Da gibt’s dann etwa rohe Sardine<br />

mit Oliventapenade, Salzzitrone, Kapern und<br />

Dakos – eine Art griechische Bruschetta.<br />

Reduziert und fein. Oder Avgolemono, eine<br />

traditionelle Hühner-Zitronen-Suppe mit Dill<br />

und Lammbällchen. Und sehr viel Feines<br />

mehr. Übrigens: zu Redaktionsschluss waren<br />

alle Termine ausgebucht. Die Anwesenheit<br />

des Chefs kauft man nicht garantiert dazu.<br />

Der ist in seinen anderen beiden Küchen<br />

auch nicht immer da. Was an der Qualität<br />

des Essens nie etwas schmälert.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

46 von 50<br />

18 von 20<br />

17 von 20<br />

9 von 10<br />

90 von 100<br />

Für dieses Lokal liegt im<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide<br />

noch keine Bewertung vor.<br />

MAMA KONSTANTINA<br />

KITCHEN TABLE<br />

Döblinger Hauptstraße 17<br />

1190 Wien<br />

T: +43 1 4380095<br />

mamakonstantina.com<br />

PICHLMAIERS<br />

ZUM HERKNER<br />

Hernals, Wien<br />

4<br />

Das beste Kompliment, das man<br />

einem Gastwirt machen kann, ist der<br />

regelmäßige Besuch von Branchenkollegen.<br />

Wo exzellente Köche verkehren<br />

und ihrer Begeisterung in Social Media freien<br />

Lauf lassen, dort ist gut essen. Solch eine<br />

Adresse ist »Pichlmaiers zum Herkner« in<br />

Wien Neuwaldegg. Christiane und Martin<br />

Pichlmaier haben sich den alten »Herkner«<br />

formidabel hergerichtet, zählen sowieso zu<br />

den freundlichsten Wirten der Nation und<br />

nennen den Standort auf den Bierdeckeln<br />

augenzwinkernd eine »Exklusive Randlage«.<br />

Mit Roman Artner, seit vier Jahren der<br />

Küchenchef, wurde im Laufe der Zeit ein<br />

ganz eigenständiger Stil entwickelt. Neben<br />

Klassikern wie einem vielgerühmten Kalbsbeuschel,<br />

Krautfleckerln mit Schnittlauch<br />

oder Wiener Schnitzel finden sicher hier<br />

Gerichte, die man anderswo nicht bekommt.<br />

So sind die mediterranen Kalbskutteln vom<br />

»Meixner« in Favoriten sonst die Referenz in<br />

Wien. Hier bekommen sie mit Miesmuscheln<br />

und Liebstöckel noch eine maritime Note –<br />

sehr gut. Oder ein Zürcher Geschnetzeltes als<br />

Tagesempfehlung mit krachiger Berner Rösti.<br />

Weiter verbreitet ist eine Version, bei der<br />

Kalbsnieren zum Fleisch geschnitten werden.<br />

Artner gibt zusätzlich Kalbsbries dazu, auch<br />

eine sehr gelungene Spielart. So eine Käseauswahl<br />

ist in Wirtshäusern selten, bei den<br />

aufwendigen Desserts kommt einem das<br />

»exklusiv« von den Bierdeckeln in den Sinn.<br />

Und zur Weinkarte passt das sowieso – starke<br />

Italien-Auswahl, einige Premiers Grands<br />

Crus aus Bordeaux in der Magnum, Extremflaschen<br />

aus den USA. Und im Gegenzug<br />

ganz viel Günstiges aus <strong>Österreich</strong>. Letzte<br />

Meldung: Jeden Donnerstag gibt’s nun Jazz<br />

zum Dinner. Keine Ruhe also in Wien 17.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

46 von 50<br />

18 von 20<br />

17 von 20<br />

9 von 10<br />

90 von 100<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

46 von 50<br />

18 von 20<br />

17 von 20<br />

9 von 10<br />

90 von 100<br />

Ein Beisl in der »exklusiven<br />

Randlage« von Neuwaldegg.<br />

PICHLMAIERS<br />

ZUM HERKNER<br />

Dornbacher Straße 123<br />

1170 Wien<br />

T: +43 1 4801228<br />

zumherkner.at<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

211


gourmet / SIXPACK<br />

PUTZ UND STINGL<br />

Steyr, Oberösterreich<br />

5Dieses Wirtshaus im Villenviertel von<br />

Steyr ist quasi die Vorhut zum Fine-<br />

Dining-Restaurant von Lukas Kapeller,<br />

das Mitte Mai eröffnen soll. Der auch aus<br />

dem Fernsehen bekannte Koch fiel in seiner<br />

Heimatstadt schon mehrfach auf. Von 2010<br />

bis 2016 betrieb er das Restaurant »Das<br />

Lukas«, aus familiären Gründen sperrte er<br />

wieder zu und sattelte auf Catering und<br />

Mietkoch um. Später folgte ein Pop-up im<br />

Taborturm über der Stadt. Und nun eine Art<br />

gastronomische Großoffensive. Die frühere<br />

»Taverne Achilles« im Villenviertel, deren<br />

witzige Architektur mit weißen, gewellten,<br />

tönernen Wülsten und einem offenen Kamin<br />

erhalten blieb, mutierte zum »Putz und<br />

Stingl«. Das Preisniveau ist bewusst niedrig,<br />

die Hauptgerichte sind in den mittleren<br />

Zwanzigern abgeregelt. Mittags kann man<br />

auf einen Happen vorbeischauen oder voll<br />

essen, abends wird’s einen Deut aufwendiger.<br />

Ein großer Grammelknödel mit halbknuspriger<br />

Fülle thront auf einem Sockel aus Rettich-<br />

Rahmsalat, drum herum ein gar prächtiges<br />

Bratensaftl. Sehr gut. Die feine Lachsforelle<br />

dürfte gern krosser auf der Haut gebraten<br />

sein, dazu knackiges Szegedinerkraut und<br />

Salzerdäpfel. Optisch witzig und auch sonst<br />

ein Vergnügen: Ribiselschnitte »einmal<br />

anders«, also dekonstruiert mit Ribiseleis,<br />

Mandelkrokant und luftigem halbflüssigem<br />

Baiser. Auch die Weinkarte bleibt dem<br />

Wirtshauskonzept treu, nur ein paar Spitzen-<br />

Wachauer von Größen wie Hirtzberger oder<br />

Pichler kratzen knapp unter dem Hunderter.<br />

Mehr wird man alsbald im »Restaurant<br />

Kapeller« ausgeben können, ein Hotel<br />

kommt auch dazu. Early Adopter können<br />

schon jetzt Tickets zu 140 Euro für acht<br />

Gänge erwerben. Mehr dazu demnächst hier.<br />

Eine griechische Taverne<br />

mutierte zu einem<br />

prächtigen Wirtshaus.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

86 von 100<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

7 von 10<br />

84 von 100<br />

PUTZ UND STINGL<br />

Stelzhamerstraße 1a<br />

4400 Steyr<br />

T: +43 7252 37237<br />

putzundstingl.at<br />

DONNERSMARKT<br />

Innere Stadt, Wien<br />

6Es ist wieder was passiert an der<br />

Ringstraße. Erst wurde das Parlament<br />

gastronomisch aufgerüstet.<br />

Dann sperrte »The Amauris« bei der Oper<br />

auf. Und nun ein weiteres Luxushotel: Das<br />

»Radisson Blue Palais« mutierte nach<br />

Umbau zum »Almanac Palais Vienna«.<br />

Doch während das Erstgenannte gastronomisch<br />

auf Sternekurs segelt, geht man im<br />

Palais Henckel von Donnersmarck einen<br />

anderen und eigenwilligen Weg. Das direkt<br />

zugängliche Restaurant »Donnersmarkt«<br />

wurde optisch eher kühl mit Steinboden<br />

und einem zickzack strukturierten Gemeinschaftstisch<br />

in der Raummitte ausstaffiert,<br />

die Gäste der ersten Tage suchten lieber<br />

Schutz an den sehr adretten Terrazzo-<br />

Tischen unter dem riesigen Wandgemälde<br />

zweier spanischer Künstler. Wer sich auf<br />

der Website eingelesen hat, erfährt vom<br />

Konzept einer »trendigen alpinen Plantforward-Küche«,<br />

umgesetzt von Andreas<br />

Mahl, zuletzt schräg gegenüber im »Ritz<br />

Carlton« im Dienst. Sprich: Pflanzen dominieren<br />

die Karte. Im Kapitel »Gemüsefreude<br />

vom Feld« findet man etwa ein eher<br />

schlichtes Potpourri aus Grünspargel, jungen<br />

Erbsen, Zitrone, ultrasaurem Rhabarber<br />

und Tomatenkonfit. Die »Donnersmarkt<br />

Spinattorte« besteht weniger aus<br />

Spinat und viel mehr aus Kartoffeln – eine<br />

trockene Sache, die Pilzsauce und Dillöl<br />

auch nicht saftiger machen. Wer doch gerne<br />

Fleisch isst, hat nur Optionen zwischen<br />

sehr wenig und sehr viel. Das gegrillte »Flat<br />

Iron Huhn« hat die Größe einer Kinderportion<br />

(24 Euro). Beim sehr guten Babenberger<br />

Lamm (48 Euro) müssen 350 g bewältigt<br />

werden. Alles übrigens ohne Beilage.<br />

Die Trinkanimation für Weine, die z. B. ab<br />

Hof 15,90 Euro kosten und hier galaktische<br />

89 Euro, dürfte enden wollend sein.<br />

BEWERTUNG<br />

Alexander Bachl<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

16 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

84 von 100<br />

Für dieses Lokal liegt im<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurantguide<br />

noch keine Bewertung vor.<br />

Bistrotische aus Terrazzo<br />

und pflanzenorientierte<br />

Küche im »Donnersmarkt«.<br />

DONNERSMARKT<br />

Parkring 14–16<br />

1010 Wien<br />

T: +43 1 66 113 19 12<br />

almanachotels.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

212 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


GASTRONOMIE<br />

Die 19.000 Mitglieder des<br />

<strong>Falstaff</strong> Gourmetclubs<br />

besuchen und bewerten<br />

die besten Restaurants und<br />

Gasthäuser <strong>Österreich</strong>s.<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

ausgewählte Betriebe vor,<br />

die wir Ihnen wärmstens<br />

empfehlen wollen.<br />

Alle 2000 Restaurants und<br />

Gasthäuser finden Sie<br />

zusätzlich auf falstaff.com.<br />

Unsere Demokratie<br />

hat Hunger<br />

Das neue, gute alte Parlament<br />

begrüßt mit offenen Türen. Das<br />

»Kelsen« sorgt dafür, dass alle<br />

verweilen wollen. Von Anfang an<br />

wird nachhaltig gewirtschaftet. Und<br />

das beginnt bei Zutaten mit kurzen<br />

Transportwegen, die fast immer aus<br />

<strong>Österreich</strong> kommen. BIO, Demeter<br />

oder natural wird bevorzugt, denn<br />

damit sind Lebensmittel von Natur<br />

aus nachhaltig. Verarbeitet wird das,<br />

was Saison hat, und dabei gibt es<br />

möglichst keine Abfälle. Nach dem<br />

Nose-to-Tail-Prinzip werden nicht<br />

nur die Filetstückchen verwendet,<br />

sondern alle Teile von Rind und<br />

Schwein – genauso bei Obst und<br />

Gemüse. Zu Mittag gibt es wechselnde<br />

Menüs, abends geht es nahtlos<br />

ins Fine Dining über. Serviert wird<br />

österreichische, regionale und saisonale<br />

Küche, die sich immer wieder<br />

neu erfindet.<br />

KELSEN IM PARLAMENT<br />

90 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien<br />

T: +43 1 2261111, kelsen.at<br />

ADVERTORIAL Foto: Beigestellt<br />

Genussoase im 8. Bezirk<br />

Hermann Botolen betreibt ein<br />

Restaurantjuwel im achten Wiener<br />

Gemeindebezirk. Hermann Botolen<br />

ist begnadeter Sommelier und Gastgeber<br />

aus Leidenschaft. Mit dem<br />

»Restaurant Fuhrmann« hat er sich<br />

Anfang 2016 seinen Traum vom<br />

eigenen Restaurant erfüllt. Ihm zur<br />

Seite steht Walter Leidenfrost, der<br />

bereits bei vielen hochkarätigen<br />

Stationen gehalten und die Wirtshausküche<br />

auf ein neues Niveau<br />

gehoben hat. Im »Fuhrmann« lebt<br />

er als Küchenchef seine Liebe zum<br />

Produkt aus und kreiert Traditionelles,<br />

innovativ umgesetzt und<br />

mit der richtigen Portion Gastfreundschaft<br />

serviert. Zusammen bilden sie<br />

ein kongeniales Duo. Der Gastgarten<br />

gilt als einer der schönsten in Wien,<br />

wo man in gemütlicher Atmosphäre<br />

kulinarische Highlights und ausgewählte<br />

Weine genießen kann.<br />

RESTAURANT FUHRMANN<br />

96 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Fuhrmannsgasse 9, 1080 Wien<br />

T: +43 1 9442145<br />

restaurantfuhrmann.com<br />

Pures dalmatinisches<br />

Flair mitten in Wien<br />

Das »Kulinarium 7« öffnete 2015<br />

seine Pforten. Seitdem hat sich das<br />

Fischrestaurant durch köstliche Speisen<br />

und elegantes Ambiente zu einem<br />

gut besuchten Lokal sowie einer<br />

festen Größe der kroatischen Küche<br />

in Wien etabliert. Der wunderschöne<br />

Gewölbekeller bietet sich bestens<br />

für Feiern aller Art an. Das hervorragende<br />

Team zeichnet sich nicht nur<br />

durch erstklassigen Service aus, sondern<br />

besticht auch durch Charme und<br />

die individuelle Betreuung eines jeden<br />

Gastes. Mit einer großen Auswahl an<br />

Speisen und kroatischen Weinen lässt<br />

das Lokal keine Wünsche offen. Dreimal<br />

die Woche werden frischer Fisch<br />

und Meeresfrüchte aus Kroatien geliefert,<br />

aus denen herzhafte Gerichte wie<br />

Fischsuppe oder schwarze Spaghetti<br />

mit Calamari gezaubert werden.<br />

KULINARIUM 7<br />

86 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Sigmundsgasse 1<br />

1070 Wien<br />

T: +43 1 5220530<br />

kulinarium7.com<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 213


GASTRONOMIE<br />

Wirtshauskultur<br />

mit Tradition<br />

Nur wenige Wiener Wirtshäuser haben<br />

sich über die Jahrzehnte weiterentwickelt<br />

und die Tradition der Wirtshauskultur<br />

hochgehalten. In der Wilhelminenstraße<br />

steht seit 160 Jahren so<br />

ein Wirtshaus. Seit 14 Jahren pflegt<br />

Alexander Laskowsky hier typische<br />

Wirtshauskultur. Man verwöhnt die<br />

Gäste mit traditioneller Wiener Küche.<br />

Die Produkte stammen aus österreichischer<br />

Landwirtschaft – Fleisch<br />

vom Fleischhauer Gissinger, der Fisch<br />

von der Familie Aibler. Das Angebot<br />

an österreichischen Spitzenweinen<br />

kann sich übrigens sehen lassen. Die<br />

warme Jahreszeit genießen die Gäste<br />

im schattigen Gastgarten. Mehrmals<br />

im Jahr werden saisonale Spezialitäten<br />

aufgetischt – Fisch, Wild, Heringsschmaus<br />

oder die Schwammerlwochen<br />

sind Fixpunkte im Jahr.<br />

GELBMANNS GASTSTUBE<br />

83 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Wilhelminenstraße 62, 1160 Wien<br />

Di.–Sa. 10–23 Uhr<br />

T: +43 1 4861599<br />

gelbmanns.at<br />

Eine traditionsreiche<br />

Wiener Institution<br />

Mit 165 Jahren zählt der »Gmoakeller«<br />

zu den ältesten Wirtshäusern<br />

Wiens. Joe Zawinul spielte einst im<br />

Keller, Kronprinz Rudolf traf hier seine<br />

Mary Vetsera. Reisende aus aller<br />

Welt und Prominente aus Politik<br />

und Kultur genießen die einzigartige<br />

Atmosphäre und schätzen die<br />

typischen Wiener Gerichte, Innereien<br />

und saisonalen Spezialitäten.<br />

Hervorragende Weine und Biere<br />

begleiten die umfangreiche Speisekarte.<br />

Über den Onlineshop kann<br />

auch zur Abholung bestellt werden.<br />

Seit mehr als zehn Jahren um das<br />

Wohl der Gäste bemüht: Restaurantleiter<br />

Daniela Steiner und Thomas<br />

Staudner.<br />

GMOAKELLER<br />

84 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Am Heumarkt 25, 1030 Wien<br />

T: +43 1 7125310<br />

reservierung@gmoakeller.at<br />

gmoakeller.at<br />

Genuss mit Tradition<br />

2015 übernahmen die Brüder<br />

Laskowsky das ehrwürdige Gasthaus.<br />

Interieur und Ambiente wurden<br />

gepflegt und behutsam erneuert.<br />

2015 übernahmen die Brüder Laskowsky das ehrwürdige Gasthaus<br />

in der Schönbrunner Strasse. Interieur und Ambiente wurden<br />

gepflegt oder behutsam erneuert. Verschiedene Stuben<br />

und Räume blieben eine Besonderheit des Lokals – im Sommer<br />

lädt der ruhige, schattige Gastgarten zum Genießen ein.<br />

Geführt wird das Lokal von Restaurantleiter Armend Gjocaj.<br />

Küchenchef ist Stefan Hartl, der profunde Kenner der österreichischen<br />

Küche hat das Angebot so arrangiert, dass neue Gäste<br />

auf den Geschmack kommen und Stammgäste begeistert<br />

treu blieben (selbstverständlich mit AMA-Gastrosiegel). Geboten<br />

wird typische Wiener Küche mit Waldviertler Einschlag und<br />

saisonale Spezialitäten, wie z.B. Fische, Pilze oder Wild. Auswahl<br />

und Qualität der angebotenen Weine können sich übrigens<br />

sehen lassen.<br />

Die Räume bleiben eine Besonderheit<br />

des Lokals – im Sommer lädt der<br />

ruhige Gastgarten zum Genießen<br />

ein. Geführt wird das Lokal von<br />

Restaurantleiter Armend Gjocaj.<br />

Küchenchef ist Stefan Hartl, der das<br />

Angebot (selbstverständlich mit<br />

AMA-Gastrosiegel) so arrangiert hat,<br />

dass neue Gäste auf den Geschmack<br />

kommen und Stammgäste begeistert<br />

treu bleiben. Geboten wird saisonal<br />

typische Wiener Küche mit Waldviertler<br />

Einschlag – begleitet von<br />

einem besonderen Weinangebot.<br />

WALDVIERTLERHOF<br />

83 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Schönbrunner Straße 20, 1050 Wien<br />

T: +43 1 5863512<br />

reservierung@waldviertlerhof.at<br />

waldviertlerhof.at<br />

Japanische Spezialitäten<br />

vom Grill<br />

Bibimbap, Shabu Shabu und dazu<br />

Sake – bei Zaw Zaw Tun wird die asiatische<br />

Küche mit viel Liebe zelebriert.<br />

Gibt es Wagyu, dann wird auch das<br />

Japan-Edelrind meisterlich gegrillt.<br />

Klein und ultrafein!<br />

Das Lokal wird von exakt einer<br />

Person bedient – Zaw Zaw Tun<br />

stammt aus Burma, wuchs in Japan<br />

auf und werkte in Wien an Adressen<br />

wie »Unkai« und »Mochi«. Nun<br />

sperrt er unter seinem Spitznamen<br />

»Ganko« eines der exotischsten<br />

Lokale Wiens auf. »Yakiniku« heißt<br />

die hier zelebrierte Spielart des koreanischen<br />

Barbecues, auf den Tisch<br />

kommt eine Grillplatte mit Kartusche.<br />

Öffnungszeiten:<br />

11–15 Uhr<br />

17–22 Uhr<br />

Letzte Bestellung: 14 bzw. 21 Uhr.<br />

YAKINIKU GANKO<br />

85 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Seilerstätte 2, 1010 Wien<br />

T: +43 677 63096355<br />

ganko.wien@gmail.com<br />

214<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


Bestes aus dem Meer<br />

Am Viktor-Adler-Markt gelegen, werden<br />

die Gäste im »Sezai Fisch<br />

(t)raum« mit Fischspezialitäten und<br />

Meeresfrüchten verwöhnt. Köstlichkeiten<br />

wie gegrillte Goldbrassen und<br />

Oktopoden sowie Außerge wöhnliches<br />

wie Hummer Thermidor landen auf<br />

den Tellern. Auch Austern-Liebhaber<br />

kommen hier voll auf ihre Kosten.<br />

Die spezielle Atmosphäre im »Sezai«<br />

spiegelt gekonnt den Markt sowie<br />

modernes Design wider. Im Sommer<br />

lädt der schattige Gastgarten direkt<br />

vor dem Lokal zum gemüt lichen<br />

Verweilen ein. Auch für Fei ern jeder<br />

Art ist das »Sezai« der passende Ort.<br />

»Bei ›Sezai‹ kommt man als Gast<br />

und geht als Freund!«, lautet die<br />

Philosophie.<br />

SEZAI FISCH(T)RAUM<br />

83 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Viktor-Adler-Markt Stand 53–54<br />

1100 Wien<br />

T: +43 1 6067467<br />

fischtraum@sezai.at, sezai.at<br />

Wiener Küchentradition<br />

auf höchstem Niveau<br />

Ein Gasthaus, in dem man sich<br />

gleich zu Hause fühlt. Berühmt<br />

für die Pflege der traditionellen<br />

Wiener Küche. Interessant durch den<br />

Einfluss neuer, leichter Kochideen.<br />

Abwechslungsreich durch jahreszeitlich<br />

wechselnde Spezialitäten.<br />

Genussvoll begleitet von erlesenen<br />

Kreszenzen erster Weingüter – ausgesucht<br />

von Frau Maria Weibel und<br />

Ihrem Team. Gemütlich durch das<br />

anheimelnde Interieur. Begehrt ein<br />

Platz im Schanigarten in der warmen<br />

Jahreszeit. Seit Jahren ein Fixstern<br />

der Wiener Gastroszene und doch<br />

immer wieder neu. Und seit November<br />

2022 hat das Lokal mit Markus<br />

Loiskandl einen neuen Küchenchef.<br />

Küchenzeiten:<br />

11.30–21.30 Uhr.<br />

WEIBEL’S WIRTSHAUS<br />

86 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Kumpfgasse 2<br />

1010 Wien<br />

T: +43 1 5123986<br />

weibel.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © versal; Stephan Huger; Beigestellt<br />

Wirtshausküche auf<br />

höchstem Niveau<br />

Auf einer Anhöhe in einem schönen<br />

Tal des Wienerwalds liegt »Der Waldhof«.<br />

Vor 100 Jahren im beliebten<br />

»Wienerwald-Stil« erbaut und heute<br />

eines der letzten im Original erhaltenen<br />

(Wirts-)Häuser jener Epoche, inklusive<br />

liebevoll renovierten Mobiliars<br />

und einer von Hand lasierten Schank<br />

aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts.<br />

Brigitte Blanka kümmert<br />

sich um das Wohl der Gäste, während<br />

Conrad Blanka die Zügel in der Küche<br />

in der Hand hält. Serviert wird österreichische<br />

Wirtshausküche auf hohem<br />

Niveau. Das bedeutet: frisch zubereitete<br />

Speisen – und ein klares Bekenntnis<br />

zu Region, Saison und Qualität. Das<br />

reicht vom Schweinsbraten aus dem<br />

Holzofen bis hin zum preisgekrönten<br />

Gulasch – ausgezeichnet mit dem<br />

AMA-Gastrosiegel.<br />

DER WALDHOF<br />

84 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Hauptstraße 132<br />

3400 Maria Gugging<br />

T: +43 2243 87490<br />

der-waldhof.at<br />

»Tulbingerkogel«<br />

Ruhe und Genuss<br />

Das Vier-Sterne-»Berghotel<br />

Tulbingerkogel« liegt eingebettet in<br />

den Biosphärenpark Wienerwald mit<br />

Blick bis zu den Alpen. Seit mehr als<br />

69 Jahren ist Familie Bläuel um das<br />

Wohl der Gäste bemüht. Die Küche ist<br />

eine Komposition aus traditionell österreichischem,<br />

regionalem und saisonalem<br />

sowie internationalem Einfluss,<br />

die Weinkarte bietet über 1600 edle<br />

Tropfen. Neben dem Res taurant befindet<br />

sich hier der erste »Internationale<br />

Sommelier-Wein garten« mit Reben<br />

aus 30 verschiedenen Ländern, die<br />

anlässlich der Sommelier-WM 1998<br />

gepflanzt wurden. Das Restaurant<br />

bietet neben den Speiseräumen eine<br />

Gourmet-Terrasse und den schattigen<br />

Lindengarten mit atemberaubendem<br />

Fernblick.<br />

TULBINGERKOGEL<br />

90 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Tulbingerkogel 1<br />

3001 Mauerbach<br />

T: +43 2273 7391<br />

tulbingerkogel.at<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 215


GASTRONOMIE<br />

Gehobene Küche im<br />

revitalisierten Weinkeller<br />

Direkt am historischen Kellerplatz von<br />

Purbach am Neusiedler See befindet<br />

sich das stimmungsvolle »Restaurant<br />

Fossil« von Küchenchef Thomas Pugel.<br />

Im revitalisierten Muschelkalkgewölbe<br />

verwöhnt der Salzburger Haubenkoch<br />

seine Gäste mit genussvollen und kreativen<br />

Neuinterpretationen der pannonischen<br />

sowie österreichischen Küche.<br />

Besonderen Wert legt Thomas Daniel<br />

Pugel dabei auf ausgesuchte regionale<br />

Produkte. Fisch vom Neusiedler See<br />

und Wildkräuter vom Lei thagebirge<br />

sind nur einige Highlights des »Vom<br />

See zum Berg«-Konzepts, das das<br />

Restaurant zu einer der Top-Adressen<br />

am beschaulichen Neusiedler See<br />

macht. Rechtzeitige Reservierung wird<br />

empfohlen. Oleander-Gastgarten mit<br />

einzigartigem Ausblick auf die Kellergasse<br />

in der warmen Jahreszeit.<br />

RESTAURANT FOSSIL<br />

87 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Kellergasse 6K, 7083 Purbach<br />

T: +43 2683 21025<br />

restaurant-fossil.at<br />

Ankommen und genießen<br />

am türkisblauen<br />

Wolfgangsee<br />

Es gibt diese Orte, die einen unmittelbar<br />

ihre Magie spüren, ihre Geschichte<br />

inhalieren und ihre Seele fühlen<br />

lassen. Das Landhaus zu Appesbach<br />

ist so ein Ort. Wie eingerahmt von<br />

der wunderschönen Landschaft<br />

des Salzkammerguts liegt dieses<br />

zauberhafte Refugium direkt am<br />

türkisblauen Wolfgangsee. Die<br />

Zimmer sind jedes für sich einzigartig<br />

eingerichtet – in allen spürt den<br />

Charme der Geschichte.<br />

Im Restaurant oder, je nach Wetter,<br />

auf den einzigartigen Terrassen, kann<br />

man als Hotel-, aber auch als Tagesgast<br />

die atemberaubende Aussicht<br />

über den See und die köstlichen Kreationen<br />

des Küchenteams von Thomas<br />

Höfler genießen.<br />

LANDHAUS ZU APPESBACH<br />

90 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Au 18, 5360 St. Wolfgang<br />

T: +43 6138 22090<br />

willkomen@landhauszuappesbach.com<br />

landhauszuappesbach.at<br />

Ein »beflügelnder Ort«<br />

am Grundlsee<br />

Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein<br />

Aufenthalt in diesem familiär geführten<br />

Hotel direkt am Grundlsee, in<br />

dem Ausseer Tradition, puristisches<br />

Design und edle Naturmaterialien zu<br />

einer perfekten Harmonie finden. Die<br />

Stimmung im Frühling ist unvergleichlich,<br />

wenn das kräftige Grün<br />

der Wiesen, die Farbenpracht der<br />

Blüten und das Blau des Sees um<br />

die Wette strahlen. Ein besonderer<br />

kulinarischer Genuss erwartet Sie in<br />

der entspannenden Atmosphäre des<br />

mit hochwertigen Naturmaterialien<br />

ausgestatteten Restaurants oder auf<br />

der großzügigen Terrasse direkt am<br />

klaren Wasser mit der einzigartigen<br />

Aussicht über den See und den Köstlichkeiten<br />

aus der Küche.<br />

SEEHOTEL GRUNDLSEE<br />

89 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

8993 Grundlsee, Mosern 22<br />

T: +43 3622 86044<br />

willkommen@seehotel-grundlsee.at<br />

seehotel-grundlsee.at<br />

Unvergessliche<br />

Alm-Momente<br />

Die Gastfreundschaft, der Charme<br />

und das spezielle Ambiente der<br />

»Oberforsthofalm«, gepaart mit<br />

feinster Spitzengastronomie, sind<br />

weit über die Grenzen Salzburgs<br />

hinaus bekannt. Im alpinen Wohnzimmer,<br />

in der wunderschön<br />

gestalteten Panoramalounge, in<br />

den gemütlichen Stuben, im Almgarten<br />

oder im Troadkasten, einem<br />

umgebauten Getreidespeicher, wird<br />

mit viel Liebe zum Genuss verführt.<br />

Feierlichkeiten aller Art werden<br />

nicht nur zu einem kulinarischen,<br />

sondern auch zu einem persönlichen<br />

Festtagserlebnis. Das Team<br />

der »Oberforsthofalm« sorgt für die<br />

Erfüllung höchster Ansprüche und<br />

für unvergessliche Momente auf<br />

der Alm.<br />

OBERFORSTHOFALM<br />

90 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Familie Mayr, Alpendorf 12<br />

5600 St. Johann im Pongau<br />

T: +43 6412 6396<br />

oberforsthofalm.at<br />

216<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


ADVERTORIAL Foto: © Kirchgasser Photography; Kolarik Andreas; Sarah Matzer; tomdesign-Tom; Schifffahrt Grundlsee; Beigestellt<br />

Gutes Essen jagen im<br />

Wirtshaus »Cervus«<br />

Das traditionsreiche Hotel Jagdhof<br />

wurde Ende November wiedereröffnet<br />

– mit neuem kulinarischem<br />

Konzept und neuem Namen: Arabella<br />

Jagdhof Resort am Fuschlsee. Auf<br />

der Jagd nach köstlicher österreichischer<br />

Klassik wird man im<br />

Wirtshaus »Cervus«, lateinisch für<br />

Hirsch, reich belohnt: Kalbshirn,<br />

Hirschschulter oder Szegediner vom<br />

Fisch. Hochwertige regionale Zutaten<br />

wie der fangfrische Fisch aus<br />

der eigenen Fischerei werden hier<br />

Frischer Wind im Hubertushof<br />

Im Bistro »Deer’s« erleben Sie kulinarische Höhepunkte<br />

in angenehmer Atmosphäre, besten Service,<br />

stilvolle Einrichtung und hervorragende Qualität. Im<br />

Fine-Dining-Restaurant »Maximilian’s« erwartet Sie<br />

eine erstklassige Küche mit höchster Qualität, eine<br />

großartige Weinauswahl sowie stilvolle, gediegene<br />

Eleganz. Beide Restaurants überzeugen mit neuen<br />

Designelementen und spiegeln so die neu interpretierten<br />

Traditionsgerichte wider. Frischer Wind ebenso<br />

in der Küche des »Hubertushof«: Manuela Moser<br />

hat die Küchenleitung übernommen und mit Michael<br />

Preitler einen Wegbegleiter als Souschef mit ins<br />

Team geholt. Zuvor Tagen waren die beiden bereits<br />

gemeinsam in der gehobener Gastronomie Salzburgs<br />

zu modernen Varianten traditioneller<br />

Gerichte aus der Hand von Johannes<br />

Fuchs, der zuvor das Restaurant im<br />

Schloss Fuschl leitete.<br />

CERVUS | ARABELLA<br />

JAGDHOF<br />

87 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Schloss-Straße 1<br />

5322 Hof bei Salzburg<br />

T: +43 6229 23720<br />

arabella-jagdhof.com<br />

Klein, aber<br />

außergewöhnlich fein<br />

Im intimen Gourmetrestaurant<br />

»Fuxbau« reist man in eine rar gewordene<br />

Welt kulinarischer Klassik.<br />

Der hoch dekorierte Küchenchef<br />

Johannes Fuchs kreiert Raffiniertes<br />

im köstlich-kreativen Zusammenspiel<br />

von <strong>Österreich</strong> und Frankreich. Unter<br />

anderem gibt es großes »altes«<br />

Handwerk wie die Gänseleberterrine<br />

zu entdecken. Ein Signature Dish des<br />

Kochs: geschmortes Salatherz mit<br />

Artischocke und Trüffel in Mimolette-<br />

Sauce.<br />

tätig. Heimatverbunden und dennoch weltoffen,<br />

bringen die beiden mit ihrem Team den Geschmack<br />

der Region und Jahreszeit auf den Teller.<br />

Als familiengeführtes 4-Sterne-Hotel in dritter<br />

Generation, im idyllischen Süden Salzburgs gelegen,<br />

mit einem wunderschönen Blick auf den Untersberg<br />

und nur einen Katzensprung von der Mozartstadt<br />

entfernt, verzaubert der »Hubertushof« seine<br />

Gäste mit Wohlfühlatmosphäre und kulinarischen<br />

Hochgenüssen. Die Liebe zum Detail zieht sich wie<br />

ein roter Faden durchs Haus. Vom Anrichten der<br />

Speisen bis zur liebevollen Dekoration und den geschmackvollen<br />

Zimmern – hier spürt jeder die Liebe<br />

und Freude, die von Familie Leikermoser täglich<br />

gelebt wird. Ein Blick in die 84 Zimmer zeigt, dass es<br />

gelungen ist, dem Salzburger Landhausstil treu zu<br />

Die Platzierung der Gäste erfolgt von<br />

18.00 bis 19.00 Uhr. 4–6 Gang-Überraschungsmenü,<br />

Meet & Greet mit<br />

dem Küchenchef inklusive.<br />

FUXBAU | ARABELLA<br />

JAGDHOF<br />

91 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Schloss-Straße 1<br />

5322 Hof bei Salzburg<br />

T: +43 6229 23720<br />

arabella-jagdhof.com<br />

bleiben und ihn gekonnt mit zeitgenössischem Design<br />

zu verknüpfen. So erstrahlt auch der erweiterte<br />

Seminarbereich in neuem Glanz.<br />

Das Motto »Tradition trifft Lifestyle« steht täglich<br />

an erster Stelle und ist im ganzen Haus spürbar.<br />

TIPP: Ausgewählte Kulinarik genießen, stilvoll<br />

übernachten und eine Auszeit vom Alltag nehmen.<br />

HUBERTUSHOF ANIF<br />

85 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Alpenstraße 110, 5081 Anif bei Salzburg<br />

T: +43 6246 8970, hubertushof-anif.at<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 217


GASTRONOMIE<br />

Die Natur des Genießens<br />

Der »Kaiserhof Ellmau« ist eines von <strong>Österreich</strong>s<br />

führenden Gour met hotels. Konzipiert als Kontrapunkt<br />

zu herkömmlichem Gourmetvergnügen,<br />

durchbricht Günter Lampert mit seiner leichten,<br />

eleganten Nuance überlebte Sichtweisen und eröffnet<br />

Ausblicke in eine neue Welt der kulinarischen<br />

Verführung. Es ist eine Ein ladung, erst das Unerwartete<br />

als Momentum der Neugier zu begreifen,<br />

um dann staunend höchsten Genuss zu erleben. Im<br />

À-la-carte-Restaurant »Kulinarium« trifft Grande<br />

Cuisine der Spitzenklasse auf edles Ambiente. Der<br />

vielfach ausgezeichnete Hausherr und Küchenchef<br />

Günter Lampert zaubert mit Meisterhand lukullische<br />

Highlights der Extraklasse.<br />

Kulinarischer Paukenschlag<br />

Mit reichlich Erfahrung auf 3-Hauben-Niveau, viel<br />

Liebe zur Tradition und steter Neugier für internationale<br />

Kulinarik erklimmt der »Kaiserhof Ellmau« gemeinsam<br />

mit dem neuen Küchenchef David Wagger<br />

in der »Kaiserhof Gourmet Küche« neue kulinarische<br />

Höhen! Der erfolgreiche 38-jährige Kufsteiner<br />

übernimmt nun das kulinarische Zepter von Küchenmeister<br />

und Patron Günter Lampert. Die Karriere<br />

des neuen Küchenchefs spricht Bände: Nach seiner<br />

Ausbildung im heimischen Kufstein folgten durchweg<br />

Stationen in renommierten 5-Sterne-Häusern<br />

in Kitzbühel, Salzburg und Ischgl, im Zillertal, am<br />

Achensee sowie in Serfaus und zuletzt im Hotel<br />

Post in Lech. David Wagger wird unter den »100<br />

Best Chefs« <strong>Österreich</strong>s geführt!<br />

Die künftigen Menüs können sich sehen lassen:<br />

Feinste Kulinarik und Regionalität stehen im<br />

Mittelpunkt und sorgen garantiert für die eine oder<br />

andere Geschmacksexplosion bei den Gästen.<br />

KULINARIUM IM<br />

HOTEL KAISERHOF<br />

93 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Harmstätt 8, 6352 Ellmau<br />

T: +43 5358 2022<br />

kaiserhof-ellmau.at<br />

Saisonalität, heimische<br />

Produkte & Leichtigkeit<br />

»Wer erstklassig am Boden besteht,<br />

hat mehr Spaß bei kulinarischen Höhenflügen.«<br />

Im »Lilli« trifft moderne<br />

Wirtshausküche auf Fine Dining.<br />

Die Tür zur Spitzengastronomie soll<br />

allen offen stehen, daher wurde sie<br />

gleich komplett eingerissen und nur<br />

durch einen zarten Vorhang ersetzt.<br />

Das einstige Wirtshaus im wunderschönen<br />

Thermen- und Vulkanland<br />

wurde mit Feingefühl zur zeitgemäßen<br />

Adresse umgestaltet. »Come<br />

as you are« – in Jeans oder im<br />

kleinen Schwarzen. Spätestens beim<br />

ersten Gang ist die Welt außerhalb<br />

Ihres Gaumens nur Kulisse und das<br />

Team von Walter Triebl demonstriert<br />

Höchstform.<br />

In der wärmeren Jahreszeit lädt<br />

der herrliche Gastgarten zum Verweilen<br />

ein – Urlaubsstimmung inklusive!<br />

WIRTSHAUS LILLI<br />

FEHRING<br />

92 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Hauptplatz 9, 8350 Fehring<br />

T: +43 3155 21012<br />

lilli-fehring.at<br />

Mediterrane Küche,<br />

stilvolles Ambiente<br />

Jeder, der in Lustenau gern knusprige<br />

Pizza, mediterrane Speisen und guten<br />

Wein genießt, kennt die »Olive«. Mit<br />

ihrem stilvollen Ambiente und dem<br />

großen Gastgarten ist sie nicht nur optisch<br />

ein Magnet. Auch die mediterran<br />

inspirierte Speisekarte zieht Genießer<br />

aus allen Himmelsrichtungen an.<br />

Ob Fisch-, Fleisch-, Nudel- oder<br />

Veggie-Gericht: Fast alles wird aus<br />

Bio-Zutaten gezaubert. Die Pizza wird<br />

übrigens nach dem Familienrezept<br />

gebacken, mit einer Ausnahme: Es<br />

gibt eine Dinkelvollkorn-Variante. Bio-<br />

Qualität schreibt die Gastgeberfamilie<br />

Shillova ganz groß. Sie hat ihr mediterranes<br />

Genussplätzchen vor über 10<br />

Jahren eröffnet und sich einer saisonalen,<br />

regionalen Küche verpflichtet.<br />

So kann die »Olive« ihren Gästen eine<br />

hohe Qualität und abwechslungsreiche<br />

Menüs und Gerichte bieten.<br />

RESTAURANT PIZZERIA<br />

OLIVE, 82 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide <strong>2023</strong><br />

Rheinstraße 26–27, 6890 Lustenau<br />

T: +43 5577 85258<br />

restaurant-olive-lustenau.at<br />

218 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


ADVERTORIAL Foto: © Michael Huber / Huber Fotografie; Beigestellt<br />

Feine Küche, guter Service,<br />

tolles Weinangebot,<br />

komfortables Wohnen sowie<br />

attraktive saisonale Angebote und<br />

kulinarische Veranstaltungen:<br />

Die Restaurants, Hotels und Betriebe<br />

in dieser Rubrik werden bestimmt<br />

auch Sie überzeugen.<br />

Buchungsinfos zu dieser Rubrik erhalten Sie<br />

telefonisch unter +43 1 9042141-472 oder<br />

per E-Mail an sales@falstaff.at<br />

Die beste Lage<br />

am Wörthersee<br />

Im »Parkhotel Pörtschach« verschmelzen<br />

Tradition und Trends.<br />

195 stylische Zimmer und Suiten,<br />

allesamt mit Balkon und Seeblick, garantieren<br />

einen wunderschönen Aufenthalt.<br />

Ob Erholungsurlaub oder Aktivferien,<br />

ob Golf- oder Familienurlaub,<br />

hier genießen Gäste die einzigartige<br />

Insellage und den großzügigen Hotelpark.<br />

Heuer dürfen sich die Gäste auf<br />

einen besonderen Aufenthalt freuen,<br />

denn das Parkhotel Pörtschach feiert<br />

sein 60-Jahres-Jubiläum und zudem<br />

150 Jahre Hotellerie auf der Halbinsel.<br />

Ein Sommer voller Erlebnisse<br />

für die ganze Familie:<br />

- Kaiserfeste mit Livemusik<br />

- Promenadenzauber mit Stelzengeher<br />

- Puppentheater, Kinderbetreuung<br />

- Ponyreiten<br />

- Kuriositätenshow<br />

Jetzt Sommerurlaub buchen.<br />

PARKHOTEL PÖRTSCHACH<br />

Hans Pruscha Weg 5<br />

9210 Pörtschach am Wörthersee<br />

T: +43 4272 2621-0<br />

parkhotel-poertschach.at<br />

89<br />

Punkte


9 004524 129644<br />

fals_AT_2302_+fals_AT_DE_CH_Cover.indd D.indd 1 06.03.23 14:42<br />

9 004524 129644<br />

02<br />

02<br />

leserbriefe<br />

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN<br />

/ apr <strong>2023</strong><br />

WEINWELT<br />

EDLE TROPFEN<br />

AUS DEM SÜDEN<br />

GOURMETKÜCHE<br />

SPANISCHE<br />

DELIKATESSEN<br />

SÜDAMERIKA<br />

REISE DURCH<br />

KOLUMBIEN<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

¡Hola Andalucía!<br />

LEIDENSCHAFT, GENUSS & LEBENSFREUDE<br />

ÖSTERREICH-AUSGABE 02/<strong>2023</strong><br />

€ 11,50<br />

WWW.FALSTAFF.AT<br />

Lesermeinung ist uns wichtig, egal,<br />

ob Lob oder Tadel. Schreiben Sie uns einfach an<br />

redaktion@falstaff.at oder posten Sie auf<br />

falstaff.com bzw. unserer Facebook-Seite.<br />

DAS MEER ALS<br />

KULINARISCHES FÜLLHORN<br />

»Besonders fasziniert<br />

hat mich die<br />

Verwendung von<br />

ungewöhnlichen<br />

Zutaten wie Algen<br />

und Seetang.«<br />

EMILIA MAUERBACH<br />

EINE FREUDE FÜR VINOPHILE<br />

GENUSSMENSCHEN<br />

Sehr geehrte Redaktion des<br />

<strong>Falstaff</strong>-<strong>Magazin</strong>s,<br />

ich möchte mich auf diesem<br />

Wege zu Ihrer hervorragenden<br />

Weinberichterstattung äußern.<br />

Seit Jahren begleite ich Ihre<br />

Veröffentlichungen und bin stets<br />

begeistert von der Qualität und<br />

Tiefe Ihrer Berichte.<br />

Die detaillierten Beschreibungen<br />

der Weine und Weingüter<br />

sind äußerst informativ und<br />

bieten einen tiefen Einblick in<br />

die Welt des Weines. Besonders<br />

schätze ich auch die Empfehlungen<br />

zu passenden Speisen und<br />

die Verkostungsnotizen der<br />

Experten.<br />

Vielen Dank und herzliche<br />

Grüße,<br />

Manfred Baumeister<br />

Wien, E-Mail<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

mit großem Interesse habe ich<br />

den Artikel über das Restaurant<br />

des »Chef del Mar« Ángel León<br />

in <strong>Falstaff</strong> gelesen. Die Beschreibung<br />

der außergewöhnlichen<br />

Gerichte und die Begeisterung<br />

des Autors haben mir regelrecht<br />

das Wasser im Mund zusammenlaufen<br />

lassen.<br />

Besonders fasziniert hat mich<br />

die Verwendung von ungewöhnlichen<br />

Zutaten wie Algen und<br />

Seetang. Ich finde es beeindruckend,<br />

wie Ángel León es<br />

schafft, aus den Schätzen des<br />

Meeres so köstliche und kreative<br />

Gerichte zu zaubern. Ich würde<br />

gerne einmal selbst in den<br />

Genuss seiner Küche kommen.<br />

Mit freundlichen Grüßen,<br />

Emilia Mauerbach<br />

Linz, E-Mail<br />

NÄCHSTER HALT: DUBLIN!<br />

Liebes Redaktions-Team,<br />

am besten hat mir die Reisegeschichte<br />

Dublin in Ihrer letzten<br />

Ausgabe gefallen. Ich war schon<br />

beinahe überall in England und<br />

Schottland, da ich beide Länder<br />

außerordentlich spannend finde.<br />

Irland fehlt noch auf meiner<br />

Liste. Besonders Dublin reizt<br />

mich sehr, und dank Ihres Artikels<br />

habe ich jetzt viele tolle<br />

Anregungen und Tipps bekommen!<br />

Vielen Dank dafür und<br />

machen Sie weiter so!<br />

Marianne Emmerich<br />

Graz, E-Mail<br />

Die Redaktion behält sich vor, dem<br />

<strong>Falstaff</strong> zugesandte Leserbriefe<br />

aus Platzgründen für die Ver öf fent ­<br />

lichung zu kürzen.<br />

220 falstaff mai <strong>2023</strong>


READY FOR TAKE-OFF: IN EINE<br />

KLIMAFREUNDLICHE ZUKUNFT.<br />

Wir machen den nächsten Schritt.<br />

Die OMV ist nicht nur eine verlässliche Partnerin in der österreichischen Energieversorgung. Sie treibt auch den Wandel<br />

in eine nachhaltige Zukunft voran. Zum Beispiel mit dem innovativen Kerosinprodukt Sustainable Aviation Fuel (SAF),<br />

welches durch die Mitverarbeitung von regionalem Altspeiseöl zu einer Einsparung von mehr als 80 % CO 2<br />

beiträgt.<br />

Erfahren Sie mehr dazu auf: omv.com


Chefredakteurin<br />

ELISABETH<br />

BRANDLMAIER<br />

REISE<br />

NEUERÖFFNUNG<br />

MARKENDEBÜT<br />

IM PARADIES<br />

Das einzigartige »Waldorf Astoria<br />

Seychelles Platte Island«<br />

feiert noch heuer seine Eröffnung.<br />

Das Resort setzt hier im Indischen<br />

Ozean neue Maßstäbe in Sachen Luxus<br />

und liegt etwa 130 Kilometer südlich<br />

von Mahé in einem unberührten Atoll.<br />

50 Villen direkt am Meer versprechen<br />

Urlaubserlebnisse der besonderen Art.<br />

Alle Villen verfügen über einen eigenen<br />

Pool und ein persönlicher Concierge<br />

kümmert sich um die Bedürfnisse der<br />

Hausgäste.<br />

stories.hilton.com/waldorfastoria<br />

THAILAND<br />

100 PROZENT VEGAN<br />

Das zu den Small Luxury Hotels of the World<br />

gehörende Boutique-Hotel »Aleenta Resort<br />

& Spa Phuket Phang Nga« eröffnete Ende<br />

Februar das vegane Restaurant »SEASONS«<br />

und greift als eines der ersten Hotels in<br />

Phang Nga den veganen Küchentrend auf.<br />

Das Menü besteht zu 100 Prozent aus regionalen<br />

Zutaten ohne tierische Pro teine und<br />

bietet kreative Gerichte, die der südthailändischen<br />

Küche Tribut zollen und westliche<br />

Einflüsse integrieren. Das Restaurant verfügt<br />

im Übrigen lediglich über acht Tische für 16<br />

Personen und verspricht Fine Dining auf<br />

höchstem – pflanzlichem – Niveau.<br />

aleenta.com/phuket/dining/seasons/<br />

LONDON<br />

NEUER HOTSPOT IN GB<br />

Im Juli eröffnet das »The BoTree London«<br />

im Herzen von Londons West End. Ein<br />

besonderes Highlight des Fünf-Sterne-Designhotels<br />

werden die beiden Restaurants<br />

sein, die beide über große Dachterrassen<br />

verfügen und einen atemberaubenden Blick<br />

auf die Stadt versprechen. thebotree.com<br />

222 falstaff mai <strong>2023</strong>


NOTIZEN<br />

IBIZA<br />

DER SOMMER<br />

KANN KOMMEN<br />

Es ist endlich wieder so weit!<br />

Die preisgekrönte Lifestyle-<br />

Marke »Oku Hotels« öffnet<br />

wieder ihre Türen auf Ibiza –<br />

spannende, neue Erlebnisse<br />

inklusive. Wie etwa ein romantisches<br />

Dinner in einem der beiden<br />

Restaurants, das internationale<br />

Fusion-Gerichte mit stark<br />

asiatischem Touch serviert.<br />

okuhotels.com/oku-ibiza/<br />

DUBAI<br />

BACK TO HOTEL<br />

BUSINESS<br />

CAVIAR KASPIA ERÖFFNET<br />

DEPENDANCE IN NEW YORK<br />

Das Kultrestaurant »Caviar Kaspia« und<br />

die dazugehörige Kaviarboutique, entworfen<br />

von Star-Architekt Jacques Grange,<br />

verkörpern die DNA des berühmten Pariser<br />

Restaurants, das seit seiner Eröffnung<br />

im Jahr 1927 sehr beliebt ist. Nun kommt<br />

es nach Amerika, genauer gesagt ins<br />

Hotel »The Mark« in New York.<br />

themarkhotel.com<br />

Fotos: beigestellt, The Hoxton Hotel<br />

PORTUGAL<br />

LOUBOUTINS HOTEL<br />

Im beschaulichen portugiesischen Küstenort<br />

Melides eröffnet der Designer Christian Louboutin<br />

noch im April ein Boutiquehotel mit 13 Zimmern.<br />

Entworfen wurde das »Vermelho« von Architektin<br />

Madalena Caiado, die portugiesische Essenz mit<br />

nordafrikanischen und europäischen Einflüssen<br />

verbindet – einzigartige Mosaike, Fresken, gesammelte<br />

Kunst und antike Möbel inklusive!<br />

Nein, es ist keine Fata Morgana,<br />

sondern die gute Nachricht des<br />

Tages aus Dubai: Das legendäre<br />

Wüstenresort »Bab Al<br />

Shams« empfängt seit Kurzem<br />

wieder erste Gäste. Nach einer<br />

Rundum-Renovierung und als<br />

Teil der neuen »Rare Finds-<br />

Kollektion« von Kerzner International<br />

ist die Ikone wieder<br />

zurück und lässt Geschichten<br />

aus 1001 Nacht wahr werden.<br />

babalshams.com<br />

HOTEL-OPENING IN BERLIN<br />

»The Hoxton Charlottenburg« öffnet im<br />

Mai <strong>2023</strong> seine Pforten an den markanten<br />

Stuckfassaden Westberlins und lässt sich<br />

bei der Gestaltung seiner 234 Zimmer und<br />

öffentlichen Räume vom Stil des Bezirks<br />

inspirieren – vom rohen Brutalismus bis<br />

zu den eleganten Art-déco-Motiven der<br />

Goldenen Zwanziger.<br />

REISETREND: SET-JETTING<br />

Schon lange dienen die Kinoleinwände als<br />

Reiseinspiration. Durch immer mehr<br />

Angebote an Serien und Filmen in wunderschönen<br />

Kulissen ist es angesagt, die<br />

jeweiligen Regionen auch selbst zu erkunden.<br />

Set-Jetting beschreibt den Trend,<br />

eben diese Orte zu bereisen.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

223


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

VERSTECKTER<br />

LUXUS<br />

Lange Jahre waren Thailand und seine östlichen Nachbarn<br />

Laos, Kambodscha und Vietnam vor allem Reiseziel von<br />

Backpackern und Low-Budget-Touristen. Das hat sich<br />

inzwischen komplett geändert. Mitten im Dschungel und an<br />

einsamen Buchten warten heute Luxusresorts und idyllische<br />

Hideaways auf Gäste mit höchsten Ansprüchen.<br />

TEXT CAROLINE METZGER<br />

Unweit des alten Marktes von Siem Reap<br />

und der weltberühmten Tempelanlage<br />

von Angkor Wat ist das üppig begrünte<br />

»La Résidence d’Angkor« in Kambodscha<br />

idealer Startpunkt für Erkundungen.<br />

Foto: Belmond / Ralf Tooten<br />

224 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

225


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

Die Region Krabi diente<br />

schon in zahlreichen<br />

Filmen als Traumkulisse:<br />

Hier befinden sich einige<br />

der schönsten Strände<br />

Thailands.<br />

Das oft zitierte »Goldene<br />

Dreieck« im Herzen Ostasiens<br />

hat eigentlich einen unrühmlichen<br />

Ursprung: Das Gebiet,<br />

in dem der Ruak, der Grenzfluss<br />

zwischen Thailand und Myanmar, in<br />

den über 4000 Kilometer langen Mekong<br />

mündet, gehörte ab den 1970er-Jahren zu<br />

den weltweit größten Anbauflächen von<br />

Schlafmohn, aus dem Opioide hergestellt<br />

werden. Und seinen Namen verdankt es<br />

dem Gold, mit dem die Rauschmittel einst<br />

bezahlt wurden. Eingedämmt wurde das<br />

florierende Geschäft mit den Suchtmitteln<br />

nicht nur dank rigoroser Politik und<br />

empfindlicher Strafen, sondern vor allem,<br />

weil im ausgehenden 20. Jahrhundert ein<br />

neuer Wirtschaftszweig erschlossen wurde:<br />

der Tourismus. Heute meint das »Goldene<br />

Dreieck« vor allem die Länder Thailand<br />

und seine östlichen Nachbarn Laos und<br />

Kambodscha. Deren Form hat zwar optisch<br />

nichts mit einem Dreieck zu tun, das<br />

Adjektiv hat<br />

aber durchaus<br />

weiter seine<br />

Berechtigung, ist<br />

doch die Schönheit<br />

und kulturelle Vielfalt<br />

der Länder wahrlich mit<br />

einem wertvollen Schatz zu<br />

vergleichen. Und addiert man dann noch<br />

Vietnam, ergibt sich ein magisches Quartett<br />

der paradiesischen Destinationen.<br />

TOR NACH SÜDOSTASIEN<br />

Am besten für Besucher erschlossen ist das<br />

flächenmäßig größte Land der Region:<br />

Thailand gilt mit seinem vielfältigen Mix<br />

aus Natur und Kultur deshalb als perfekter<br />

Einstieg für Südostasien-Neulinge.<br />

Schon im Norden des Landes wartet, etwas<br />

abseits der ausgetretenen Touristenpfade,<br />

ein erstes überaus lohnendes Ziel für jene,<br />

die die Geschichte des Landes kennenlernen<br />

wollen. Das Gegenstück zur quirligen<br />

Beim Nächtigen und Speisen<br />

in luxuriös ausgestatteten<br />

Dschungelzelten kommt<br />

man der Natur besonders<br />

genussvoll nah.<br />

Hauptstadt<br />

Bangkok, wo<br />

es mitunter<br />

sehr laut und<br />

hektisch zugeht, ist<br />

die zweitgrößte Stadt<br />

Chiang Mai. Hier herrschen<br />

Ruhe und Ursprünglichkeit<br />

vor, ergänzt durch ein gewaltiges<br />

Kulturangebot: Zu bestaunen gibt es rund<br />

200 buddhistische Tempelanlagen, die<br />

Stadt gilt außerdem als Mekka für Freunde<br />

von Kunsthandwerk. Und am berühmten<br />

Nachtbazar kann man allabendlich die<br />

Erzeugnisse der Einheimischen bestaunen<br />

und sich mit frischem und wirklich authentischem<br />

Thai-Food stärken.<br />

Im Süden wird das touristische Angebot<br />

dagegen vor allem von der Natur bestimmt.<br />

Sowohl die Küstenlinie entlang des Golfs<br />

von Thailand wie auch die Westseite bieten<br />

Traumstrände sonder Zahl zwischen üppigen<br />

Dschungelabschnitten. Und mitunter<br />

Fotos: saiko3p / Shutterstock, Elise Hassey, beigestellt, Take Photo / Shutterstock<br />

226 falstaff mai <strong>2023</strong>


verstecken sich hier auch ganz besondere<br />

Hoteljuwele. Auf Kho Phangan ist der<br />

Name des Secret-Resorts »Somewhere only<br />

we know« Programm: Kein Schild und keine<br />

Straße führt zu den drei zum Meer hin<br />

offenen, von einem französischen Designer<br />

in traditioneller Thai-Architektur gestalteten<br />

Bungalows. Der Geheimtipp ist nur<br />

über einen kurzen Fußweg erreichbar, dessen<br />

genaue Beschreibung erst nach Buchung<br />

verraten wird. Dann aber wartet dort der<br />

Inbegriff von Privatsphäre, denn das Fünf-<br />

Sterne-Resort kümmert sich liebevoll um<br />

das Wohl seiner maximal sechs Gäste, größter<br />

Wert wird zudem auf Nachhaltigkeit<br />

und Umweltfreundlichkeit gelegt.<br />

Die 38 Villas des »Keemala Resort« auf<br />

Phuket widmen sich unterdessen den traditionellen<br />

Wohnmodellen Thailands – Gäste<br />

übernachten wahlweise in Lehmhütten,<br />

Baumhäusern, hölzernen »Vogelnestern«<br />

oder Dschungelzelten. Alle verfügen über einen<br />

Pool, geschmackvolle Einrichtung, sensationelle<br />

Ausblicke und alle Annehmlichkeiten,<br />

die sich das Urlauberherz erträumt.<br />

Auf der anderen Seite der Andamanensee<br />

befindet sich die Region Krabi, die Heimat<br />

von rund 130 größeren und kleineren<br />

Inseln ist. Trotz ihrer Bekanntheit aus Film<br />

und Fernsehen – die paradiesischen Strände<br />

dienten schon vielfach als Schauplatz und<br />

Kulisse – hat sich die Gegend einen Teil ihrer<br />

Ursprünglichkeit bewahrt, nicht zuletzt<br />

dank der Einrichtung von Nationalparks.<br />

KULTURELLE KONTRASTE<br />

Thailands östlicher Nachbar Laos kann<br />

zwar nicht mit Stränden überzeugen – es<br />

handelt sich um den einzigen Binnenstaat<br />

Südostasiens –, dafür ist aber<br />

auch hier Grün die alles bestimmende<br />

Farbe: Rund die Hälfte<br />

der Landesfläche ist von tropischem<br />

Wald bedeckt. Ergänzt<br />

wird die ausladende<br />

Natur von spannenden<br />

kulturellen Kontrasten, die<br />

besonders in der früheren<br />

Königsstadt Luang Prabang<br />

deutlich werden:<br />

<<br />

NATUR, KULTUR,<br />

KULINARIK: DIE<br />

VIELFALT DER LÄNDER<br />

SÜDOSTASIENS IST<br />

WAHRLICH MIT EINEM<br />

WERTVOLLEN SCHATZ<br />

ZU VERGLEICHEN.<br />

Hoch im Norden zwischen<br />

Bergen und Wäldern liegt<br />

Thailands zweitgrößte Stadt<br />

Chiang Mai. Hier gibt es u. a.<br />

200 Tempel zu entdecken.<br />

Geheimtipp für<br />

Ruhesuchende auf Kho<br />

Phangan: Das »Somewhere<br />

only we know« liegt<br />

versteckt und bietet Platz<br />

für nur sechs Gäste.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

227


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

Mit ihren imposanten Bauwerken aus Sandstein gehört<br />

die historische Tempelanlage von Angkor Wat zu den<br />

beliebtesten Tourismuszielen Kambodschas<br />

und ist ein absolutes Pflichtprogramm.<br />

<<br />

Einst war Frankreich die vorherrschende<br />

Kolonialmacht, und optische Spuren davon<br />

verteilen sich noch heute über das beschauliche<br />

Städtchen und werden von traditionell<br />

laotischen Bauwerken ergänzt. Zentral<br />

gelegene Naturschauspiele wie die Kuang-<br />

Si-Höhlen und -Wasserfälle sorgen für<br />

wohltuende Verschnaufpausen, Ausflüge in<br />

die umliegenden Berge mit ihren weit verstreuten<br />

Dörfern geben einen Einblick in die<br />

ursprüngliche Lebensweise der Laoten.<br />

Solche Touren starten auch vom<br />

»La Résidence Phou Vao« aus.<br />

Die Anlage im Kolonialstil<br />

bringt Besuchern im Spa<br />

einen weiteren Teil der<br />

einheimischen Kultur<br />

näher – die traditionelle<br />

laotische Kräuterheilkunde<br />

sorgt für<br />

vollendete Entspannung<br />

nach einem<br />

langen Tag der Erkundungen.<br />

Im nahe gelegenen<br />

»Amantaka Resort«<br />

gilt es, das kulinarische Erbe<br />

der Nation zu entdecken: Wie man<br />

die traditionellen Spezialitäten zubereitet,<br />

können Gäste im Rahmen eines Kochkurses<br />

mit dem Küchenchef lernen.<br />

Etwas weiter südlich fließt der Fluss<br />

Nam Xong durch das kleine Örtchen Vang<br />

Vieng, das mit seinen Tempelanlagen ebenfalls<br />

lohnendes Ziel für Kultur interessierte<br />

ist. Ob seiner Lage am Wasser ist es aber<br />

Seafood, Obst und Gemüse<br />

sind in der vietnamesischen<br />

Küche obligatorisch.<br />

vor allem beliebter Stützpunkt für Wander-<br />

und Raftingtouren. Beides sollte man<br />

sich hier nicht entgehen lassen, denn die<br />

von Monsunwäldern bedeckten Berge sind<br />

von allen Seiten ein fast unwirklich schöner<br />

Anblick. Vom »Riverside Boutique Hotel«<br />

bieten sich fantastische Aussichten, die von<br />

der simplen Eleganz des Hauses ergänzt<br />

werden. Das freundliche Personal ist dabei<br />

bemüht, den Gästen sowohl laotische<br />

Traditionen wie auch westlichen Komfort<br />

unaufdringlich näherzubringen.<br />

TRADITION TRIFFT<br />

MODERNE<br />

Wo Thailand zur<br />

Hochsaison von<br />

Urlaubern gestürmt<br />

wird und Laos aus touristischer Sicht<br />

gewissermaßen als Underdog gilt, liegt<br />

Kambodscha genau dazwischen. Doch auch<br />

im kleinsten der vier Länder des goldenen<br />

Quartetts gehen Kulturerfahrungen und<br />

Entspannungsurlaub Hand in Hand. Ein<br />

Besuch in der weltberühmten Tempelanlage<br />

von Angkor Wat ist beinahe Pflicht, die<br />

Bauten aus Sandstein sind aus historischer,<br />

architektonischer und kultureller Sicht einzigartig.<br />

Verarbeiten kann man die vielen<br />

Eindrücke im Anschluss genussvoll im »La<br />

Résidence d’Angkor« im Städtchen Siem<br />

Reap. Hier bilden sowohl Ausstattung wie<br />

auch Service und Kulinarik einen wunderbaren<br />

Teil der Khmer-Kultur ab. Den<br />

Städtetrip nach Siem Reap ergänzt man<br />

am besten durch einen Anschlussauf-<br />

Jede Villa des »Six Senses Con Dao«<br />

auf der gleichnamigen Insel im Süden<br />

Vietnams verfügt über einen eigenen Pool.<br />

<<br />

Fotos: Oleskaus / Shutterstock, Six Senses Hotels Resorts Spas, Elise Hassey<br />

228 falstaff mai <strong>2023</strong>


-15%<br />

AUTUMN<br />

SPECIAL<br />

Active. Coastal.<br />

Lifestyle.<br />

PREMIUM URLAUB IN KROATIEN<br />

Eine Halbinsel voll unbegrenzter Urlaubsmöglichkeiten<br />

an der kroatischen Adria.<br />

Ein wunderschöner Ort, inmitten der Natur,<br />

wo Sie Spaß, Erholung & Genuss erwarten.<br />

Ein Premium Resort auf 5*-Niveau,<br />

das Urlaubswünsche wahr werden lässt:<br />

Unvergessliche Momente in den neuen<br />

Falkensteiner Luxury Villas mit Meerblick,<br />

eigenem Pool sowie Komfort und Service<br />

auf höchstem Niveau.<br />

NEU AB<br />

SOMMER<br />

<strong>2023</strong><br />

MEHR INFOS UNTER<br />

falkensteiner.com/puntaskala


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

Der Kuang-Si-Wasserfall, ein<br />

phänomenales Naturschauspiel<br />

nahe der laotischen UNESCO-<br />

Welterbe-Stadt Luang Prabang.<br />

<<br />

enthalt am Golf von Thailand, der sich<br />

auch von der kambodschanischen Seite<br />

besonders malerisch präsentiert: Im »Koh<br />

Russey« gibt puristische Optik den Ton an,<br />

klare Linien und modernes Design finden<br />

sich inner- wie außerhalb der Pavillons<br />

und Villen. Gemeinsam ist allen der direkte<br />

Zugang zum über einen Kilometer langen<br />

Privatstrand. Wechselt man aufs Festland,<br />

ist »Glamping« das Gebot der Stunde. Die<br />

Wortschöpfung aus Glamour und Camping<br />

beschreibt am besten, was sich im »Shinta<br />

Mani Wild« abspielt. Entlang des Tmor-<br />

Rung-Flusses nahe der Küste wurden in<br />

jahrelanger detailverliebter Kleinarbeit 15<br />

Luxuszelte in den Dschungel gebaut, die<br />

allesamt in den am anderen Flussufer liegenden<br />

Nationalpark blicken und Gäste so<br />

in die kambodschanische Wildnis einladen.<br />

Das am stärksten aufstrebende Tourismusziel<br />

der Gegend schließlich liegt am<br />

südchinesischen Meer: Seit dem neuen Jahrtausend<br />

erlebt Vietnam einen regelrechten<br />

Tourismusboom. Beliebt ist das Land aber<br />

längst nicht mehr nur unter Kulturaffinen,<br />

die sich vor allem in der Hauptstadt Hanoi<br />

einfinden – dort sorgt die Kombination aus<br />

historischen Bauwerken mit langer Geschichte,<br />

kommunistisch-zweckmäßiger Architektur<br />

und hochmodernen Gebäuden für<br />

ein abwechslungsreiches Sightseeing-Programm.<br />

Auch Strände und Natur sind ein<br />

mehr als guter Grund für einen Besuch.<br />

Letztere zeigt sich im »Avana Retreat« in<br />

ihrer ganzen Pracht und bildet gleichzeitig<br />

einen wichtigen Teil der vietnamesischen<br />

Wirtschaft ab: Die 36 Villen in Hanglage<br />

liegen eingebettet zwischen Wäldern und<br />

Reisfeldern – Vietnam gilt bis heute als weltweit<br />

größter Produzent und Exporteur von<br />

Reis, die Arbeit auf den terrassenförmigen<br />

Anlagen ist zentraler Teil des Alltags vieler<br />

Einheimischer. Wenn der Nebel durch das<br />

Tal und über die Felder in Richtung der nahegelegenen<br />

Bergkämme zieht, ergeben sich<br />

zudem unvergleichlich mystische Anblicke.<br />

Dass aber auch Vietnam mit postkartentauglichen<br />

Strandparadiesen aufwarten<br />

kann, scheint bei sagenhaften 3400 Kilometern<br />

Küstenlinie naheliegend. Und tatsächlich<br />

befinden sich hier einige der schönsten<br />

unberührten Strände Südostasiens – und<br />

manche von ihnen muss man ausschließlich<br />

mit vierbeinigen Bewohnern teilen. Der<br />

Privatstrand des »Six Senses Con Dao«<br />

ist etwa berühmt für sein Vorkommen an<br />

Meeresschildkröten. Von April bis Oktober<br />

sieht man den frisch geschlüpften Tieren<br />

von den Strandvillen aus bei ihrem ersten<br />

Weg Richtung Wasser zu.<br />

Von der Tatsache, dass die Anreise von<br />

Mitteleuropa aus etwas mehr Zeit in Anspruch<br />

nimmt, sollten sich Reisende also<br />

keinesfalls abschrecken lassen. Denn in den<br />

Ländern des »Goldenen Dreiecks« warten<br />

Urlaubserinnerungen, die auch mit purem<br />

Gold kaum aufzuwiegen sind.<br />

<<br />

»Vogelnester« werden<br />

die in den Dschungel<br />

gebauten traditionellen<br />

Unterkünfte im<br />

»Keemala«-Resort<br />

auf Phuket genannt.<br />

Fotos: Adel Newman / Shutterstock, beigestellt<br />

230 falstaff mai <strong>2023</strong>


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

Stylische Architektur mit landestypischen<br />

Akzenten: Resorts wie das elegante »Amanoi«<br />

am südchinesischen Meer schaffen den Spagat<br />

zwischen Tradition und Moderne souverän.<br />

THAILAND<br />

FOUR SEASONS TENTED CAMP GOLDEN<br />

TRIANGLE<br />

Ein einzigartiges Naturerlebnis im ehemaligen<br />

»Goldenen Dreieck«: Von den luxuriösen Zelten<br />

mitten im Dschungel beobachtet sich nicht nur das<br />

üppige Grün des Urwaldes besonders schön,<br />

sondern auch eine unweit lebende Elefantenherde.<br />

499 MOO1 T. Vieng, Chiang Rai, Chiang Saen<br />

District, Chiang Rai 57150, T: +66 53 910200<br />

fourseasons.com/goldentriangle<br />

NA NIRAND ROMANTIC BOUTIQUE HOTEL<br />

Das traditionell gestaltete Resort im Herzen der<br />

zweitgrößten Stadt des Landes ist idealer<br />

Ausgangspunkt für Sightseeing: Die zahlreichen<br />

buddhistischen Tempel und Klosteranlagen<br />

erzählen die lange Geschichte der Thai-Kultur<br />

auf eindrucksvolle Art.<br />

1/1 Soi 9, Charoenprathet Road, Tambon Changklan,<br />

Amphoe Muang, Chiang Mai, 50100<br />

T: +66 53 280988, nanirand.com<br />

RAKXA HEALTH RETREAT<br />

Erholung und Gesundheit im Trubel der Millionenstadt:<br />

Mit Blick auf Bangkok stehen Wellness und<br />

Entspannung mit feiner Kulinarik, wahlweise auch<br />

Detox auf dem Programm. Die ideale Adresse für<br />

den Urlaubsstart oder -abschluss.<br />

28/8 Moo 9, Bangnamphung Sub-District,<br />

Phra Pradaeng District, Samutprakarn Province,<br />

10130<br />

T: +66 20 553100, rakxawellness.com<br />

Denkmal gesetzt: Lehmhütten, Baumhäuser,<br />

»Vogelnester« und Zelte sind jeweils mit eigenem<br />

Pool, der richtigen Dosis Opulenz und viel Gespür<br />

für Design gestaltet.<br />

10/88 Moo 6, Nakasud Road, Kamala, Kathu,<br />

Phuket, 83150<br />

T: +66 76 358777, keemala.com<br />

AMANPURI<br />

Das Flagschiff der Aman-Gruppe gilt seit drei Jahrzehnten<br />

als Inbegriff von Luxus und Ruhe. Eingebettet<br />

in eine Kokosnussplantage, ist das ikonische Hideaway<br />

bekannt für sein makelloses Service, das holistische<br />

Spa-Angebot und die schwarz gefliesten Pools.<br />

118 Tambon Choeng Thale, Amphoe Thalang, Chang<br />

Wat Phuket, 83110<br />

T: +66 76 324333, aman.com/resorts/amanpuri<br />

RAYAVADEE<br />

Ein perfekter Startpunkt für Erkundungstouren:<br />

Nebenan befindet sich ein Nationalpark mit unberührtem<br />

Dschungel, in der Umgebung rund 130 Inseln<br />

voller Postkartenmotive. Von den Villen mit Privatpool<br />

sind es nur wenige Schritte zum Traumstrand.<br />

214 Moo 2, Tumbon Ao-Nang, Amphur Muang,<br />

Krabi, 81000<br />

T: +66 75 817630, rayavadee.com/en<br />

RITZ-CARLTON PHULAY BAY<br />

An den Ufern der Andamanensee gelegen, schafft<br />

das Fünf-Sterne-Resort in Krabi eine Symbiose aus<br />

Natur und Kultur. Die luxuriösen Villen mit traditionell<br />

thailändischen Designelementen bieten Privatpool<br />

sowie Blick auf Meer und Garten. Kulinarisch<br />

wird ein raffiniertes Potpourri von Seafood mit<br />

Meerblick bis hin zu Thai-Fine-Dining geboten.<br />

111 Moo 3 Nongthalay, Muang Krabi, 81180<br />

T: +66 75 628111, ritzcarlton.com<br />

LAOS<br />

ROSEWOOD<br />

Alle Zimmer sowie die großzügigen Villen liegen an<br />

einem Fluss, der sich mitten durch die erst vor<br />

wenigen Jahren eröffnete Anlage schlängelt. Ein<br />

Highlight sind die fürstlichen Dschungelzelte auf<br />

einer Anhöhe, in denen man Flora und Fauna<br />

besonders nahekommt.<br />

Ban Nadueay Village, Luang Prabang<br />

T: +856 71 211155, rosewoodhotels.com<br />

LA RÉSIDENCE PHOU VAO<br />

Die Anlage im Kolonialstil liegt inmitten eines<br />

gewaltigen Nebelwaldes, die Natur spielt auch in<br />

der Küche und besonders im Spa eine tragende<br />

Rolle – die laotische Kräuterheilkunde verspricht<br />

ein ganzheitliches Verwöhnprogramm.<br />

3 PO Box 50, Phou Vao Road, Luang Prabang,<br />

84330, T: +856 71 212530<br />

belmond.com<br />

AMANTAKA<br />

Inmitten der UNESCO-Kulturerbe-Dörfer von Luang<br />

Prabang ticken die Uhren anders: Erholung und<br />

Ruhe stehen im Mittelpunkt, die kulturellen<br />

Angebote geben einen Einblick in die traditionelle<br />

Kultur der Mönche und Urvölker Laos’.<br />

<<br />

SOMEWHERE ONLY WE KNOW<br />

Ein ganz besonderer Geheimtipp: Wie genau man<br />

das Resort über einen fünfminütigen Fußweg<br />

erreicht, erfahren die maximal sechs Gäste<br />

erst nach Buchung. Fest steht: Traumstrände,<br />

individueller Service und stylisches Design gehören<br />

zur Ausstattung.<br />

Genaue Adresse nach Buchung<br />

somewhere-onlyweknow.com<br />

KEEMALA<br />

Den traditionellen Bevölkerungsgruppen Thailands<br />

wird durch die unterschiedlichen Behausungen ein<br />

Viel Gespür für Design bietet das<br />

»Rosewood«-Resort in Luang<br />

Prabang in Laos, Dschungelblick<br />

aus nächster Nähe inklusive.<br />

Fotos: beigestellt, Rosewood<br />

232 falstaff mai <strong>2023</strong>


ZEIT FÜR’S PARADIES.<br />

Wir können uns nicht entscheiden, weil beide Clubs einfach so<br />

wunderschön sind. Unser Motto: Kopf aus, Füße in den Sand, Glück<br />

willkommen. Unser Tipp: Die Sunset Farbspiele an unseren Traumstränden<br />

sind unglaublich.<br />

ROBINSON KHAO LAK<br />

Khao Lak . Thailand<br />

z. B. vom 04.06.<strong>2023</strong> für 7 Nächte,<br />

im DZ, mit Frühstück,<br />

inkl. Flug ab Wien, p. P.<br />

ab € 1.215 *<br />

ROBINSON MALDIVES<br />

Gaafu-Alif-Atoll . Malediven<br />

z. B. vom 24.05.<strong>2023</strong> für 7 Nächte, im Bungalow,<br />

all-inclusive made by ROBINSON,<br />

inkl. Flug ab Wien, p. P.<br />

ab € 2.441 *<br />

Für den bestmöglichen Reiseschutz sorgt TUI Protect, der euch vor möglichen Zusatzkosten schützt und bei jeder Buchung kostenfrei inkludiert ist. Außerdem könnt ihr euch den Flex Tarif dazubuchen, mit dem ihr bis<br />

einschließlich 15 bzw. 29 Tage vor der Anreise kostenfrei umbuchen oder stornieren könnt. Alle Informationen und Buchungsbedingungen auf www.tui.at/robinson. und in deinem Reisebüro.<br />

*Preis pro Person im Doppelzimmer bzw. Bungalow, inkl. Flug und Transfer, Mindestaufenthalt von 7 Nächten an ausgewählten Reiseterminen; limitiertes Kontingent.<br />

TUI Deutschland GmbH . Karl-Wiechert-Allee 23 . 30625 Hannover


eise / LUXUS IM DSCHUNGEL<br />

Blick auf Berge, Dschungel und<br />

Reisfelder: Im »Avana Retreat«<br />

südlich von Hanoi fällt das<br />

Zur-Ruhe-Kommen leicht.<br />

<<br />

55/3 Kingkitsarath Road, Ban Thongchaleun,<br />

Luang Prabang<br />

T: +856 71 860333, aman.com/resorts/amantaka<br />

RIVERSIDE BOUTIQUE RESORT<br />

Bodenständiges und komfortables Haus, das die<br />

perfekte Basis für Aktivitäten bildet: Wandern,<br />

Kajak und Rafting sind beinahe Pflicht-Programmpunkte.<br />

Im Anschluss sorgt das Spa mit traditionell<br />

laotischen Anwendungen für Entspannung.<br />

Ban Viengkeo, PO 360, Vang Vieng,<br />

Vientiane Province, Laos<br />

T: +856 23 5117268<br />

riversidevangvieng.com<br />

SHINTA MANI WILD<br />

Im Resort nahe der Küste wird in Luxuszelten<br />

genächtigt, die großzügig und besonders liebevoll<br />

gestaltet sind. Spa und Restaurant sind im Preis<br />

inkludiert, wie auch die »Adventure Butler«, die<br />

Gäste auf alle Arten von Abenteuern in den<br />

umliegenden Dschungel begleiten.<br />

Prey Praseth Village, Ou Bak Rothed Commune,<br />

Kampong Seila District, Preah Sihanouk Province<br />

T: +855 87 656152<br />

shintamani.com/wild<br />

VIETNAM<br />

KAMBODSCHA<br />

LA RÉSIDENCE D’ANGKOR<br />

Der alte Markt mit seinen Häusern im Kolonialstil,<br />

die Tempelanlage von Angkor Wat und die historische<br />

Khmer-Kultur: Die besonders spannende<br />

Vielfalt von Siem Reap erkundet sich von hier aus<br />

am besten.<br />

River Rd, Krong Siem Reap, 93101<br />

T: +855 63 963390, belmond.com<br />

PHUM BAITANG<br />

Die luftigen Villen sind traditionellen Khmer-<br />

Behausungen nachempfunden und liegen in einer<br />

Grünanlage in unmittelbarer Nähe zu Angkor Wat.<br />

Im Restaurant serviert man traditionell Kambodschanisches<br />

mit Zutaten aus eigenem Anbau.<br />

Phum Svaydangkum, Sangkat Svaydangkum<br />

Siem Reap, 17000<br />

T: +49 211 8680680, phum-baitang.com/de<br />

SONG SAA PRIVATE ISLAND<br />

Auf der traumhaften kleinen Insel warten Villas in<br />

Dschungel oder Wasser, Besonderheiten wie die<br />

glasverbauten Badewannen mit Weitblick, private<br />

Infinitypools oder eigener Zugang zum schneeweißen<br />

Sandstrand machen die Idylle perfekt.<br />

Song Saa, Koh Rong Archipelago<br />

T: +855 92 609488<br />

songsaa-privateisland.com<br />

KOH RUSSEY<br />

Hier ist modernes Design Trumpf: Zimmer,<br />

Restaurant und Spa sind stylisch und puristisch<br />

gestaltet, verströmen aber, auch dank der wunderschönen<br />

Aussichten auf den Golf von Thailand,<br />

dennoch Wärme und Behaglichkeit.<br />

Russey Island, Ong Village, Prey Nup District, Ream<br />

Commune, Preah Sihanouk, 18108<br />

T: +855 96 2141888<br />

kohrussey-villas-resort.com<br />

CAPELLA<br />

In bester Lage für Sightseeing und Souvenir-<br />

Shopping ist das Art-nouveau-Gebäude im Herzen<br />

der Altstadt eine Hommage an die Künstler der<br />

nahegelegenen Oper, bis ins kleinste Detail durchdesignt<br />

und luxuriös ausgestattet.<br />

11 Le Phung Hieu, Hoan Kiem, Hanoi<br />

T: +84 24 39878888<br />

capellahotels.com/en/capella-hanoi<br />

TAM COC GARDEN<br />

Inmitten der Reisfelder im Norden des Landes<br />

werden Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit<br />

groß geschrieben. Die Produkte für Küche und Spa<br />

stammen aus den eigenen Gärten, auf die Gäste<br />

von Pool und Jacuzzi aus blicken.<br />

Hai Nham Hamlet, Ninh Hai Commune,<br />

Hoa Lu District, Ninh Binh Province<br />

T: +84 37 8253555<br />

tamcocgarden.com<br />

AVANA RETREAT<br />

Die in einen bewaldeten Hang zwischen Reisfeldern<br />

gebauten Bungalows und Villen sind großzügig<br />

angelegt und bieten Platz für bis zu acht Gäste, das<br />

Spa wartet mit traditionellen Behandlungen auf<br />

Wellnesshungrige.<br />

Bao La, Mai Chau, Hoa Binh<br />

T: +84 2183 819868, avanaretreat.com<br />

Die luftigen Villen des »Phum<br />

Baitang«-Resorts in Kambodscha<br />

sind traditionellen Khmer-<br />

Behausungen nachempfunden.<br />

AMANOI<br />

Dschungel trifft Meer: Pavillons und Villen liegen<br />

an einem zum Strand hin abfallenden Hang<br />

zwischen allerlei Grünflächen und bilden mit<br />

stylish-moderner Architektur einen spannenden<br />

Kontrast zur unberührten Landschaft.<br />

Vinh Hy Village, Vinh Hai Commune, Ninh Thuan<br />

Province, Vietnam<br />

T: +84 259 3770777<br />

aman.com/resorts/amanoi<br />

SIX SENSES CON DAO<br />

Der zwei Kilometer lange Privatstrand ist nur eines<br />

von vielen guten Argumenten für einen Besuch –<br />

das Beobachten der seltenen Meeresschildkröten<br />

ein weiterer. Jede Villa verfügt über einen eigenen<br />

Pool und eine großzügige Terrasse mit Blick auf<br />

das Wasser.<br />

Dat Doc Beach, Con Dao Town, Con Dao District, Ba<br />

Ria – Vung Tau Province<br />

T: +84 28 38232229, sixsenses.com<br />

<<br />

Fotos: Patricia Parinejad / Zannier Hotels, beigestellt<br />

234 falstaff mai <strong>2023</strong>


eise / MANDARIN ORIENTAL BANGKOK<br />

HERBERGE<br />

ZUR GROSSEN<br />

GLÜCKSELIGKEIT<br />

Das »Mandarin Oriental« in Bangkok ist eines der besten<br />

Hotels der Welt – und eines der berühmtesten. Künstler,<br />

Adelige und Millionäre gehen hier seit jeher ein und aus,<br />

zwischenzeitlich kam auch anderes Publikum. Bis heute<br />

lebt das Haus von seiner schillernden Vergangenheit –<br />

und seinem einzigartigen Verständnis von Service.<br />

TEXT HERBERT HACKER<br />

Der »Author’s Wing« und der üppige<br />

Garten des »Mandarin Oriental«<br />

stammen noch aus den 1920er-Jahren<br />

und sind historische Zeugen für die<br />

große Vergangenheit des Hauses.<br />

Die Neubauten links und dahinter stehen<br />

für die außergewöhnliche Gegenwart<br />

dieser einzigartigen Hotelikone.<br />

Foto: Mandarin Oriental<br />

236<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


HOTEL-<br />

LEGENDEN<br />

TEIL 1<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

237


eise / MANDARIN ORIENTAL BANGKOK<br />

Das Hotel lag am Fluss. Mein<br />

Zimmer war dunkel, eines in<br />

einer langen Reihe mit einer<br />

Veranda auf jeder Seite, die<br />

Brise wehte durch, aber es<br />

war stickig. Der Speisesaal war groß und<br />

düster, und der Kühle halber waren die<br />

Fensterläden geschlossen. Ich wusste nicht,<br />

warum mir auf das geschmacklose östliche<br />

Essen übel wurde.«<br />

Diese Zeilen stammen von William<br />

Somerset Maugham, bis heute einer der<br />

meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts.<br />

Maugham stieg 1923 zum ersten<br />

Mal im »Oriental«, wie es damals noch<br />

hieß, ab, nachdem er sich bei seinen Reisen<br />

durch Burma und Vietnam mit Malaria<br />

infiziert hatte. Eines Morgens belauschte<br />

der gesundheitlich schwer angeschlagene<br />

Schriftsteller ein Gespräch zwischen der<br />

Hoteldirektorin und einem Arzt: »Ich kann<br />

ihn nicht hier sterben lassen, Sie müssen<br />

ihn ins Krankenhaus bringen …« Aber<br />

Maugham überlebte und feierte Jahrzehnte<br />

später seinen 85. Geburtstag hier, so launig,<br />

wie es wohl nur ein Engländer kann: »Ich<br />

wäre einmal fast aus diesem Hotel geräumt<br />

worden«, erzählte<br />

er den staunenden<br />

Gästen seiner Party,<br />

»weil die Managerin<br />

nicht wollte, dass ich ihr<br />

das Geschäft ruiniere, indem ich<br />

in einem ihrer Zimmer einfach sterbe.«<br />

Der englische Autor war nur einer von<br />

unzähligen Celebrities und gekrönten<br />

Häuptern, die im berühmtesten Hotel<br />

Asiens abstiegen. Dabei ist das » Mandarin<br />

Oriental Bangkok«, wie es inzwischen<br />

offiziell genannt wird, selbst längst ein Star<br />

unter den Luxushotels, eine Ikone und<br />

eine Diva, mit einer Geschichte, die seit<br />

der Gründung vor fast 150 Jahren nicht<br />

schillernder sein könnte.<br />

SEELEUTE UND<br />

MILITÄR, AUTOREN<br />

UND ROYALS, STEINZEIT­<br />

KOMMUNISTEN UND<br />

SUPERSTARS: ALLE<br />

WAREN HIER ZU GAST.<br />

Die prunkvolle Lobby des<br />

»Mandarin Oriental« mit Blick in<br />

den prächtigen Garten (o.). Der<br />

»Author’s Wing« (l.) ist seit den<br />

1920er-Jahren erhalten geblieben.<br />

EIN BEGINN ALS<br />

SEEMANNSUNTERKUNFT<br />

Die Geschichte des Hauses begann im<br />

Jahre 1876, als zwei dänische Seeleute am<br />

Fluss Chao Phraya eine Absteige für ihresgleichen<br />

eröffneten. Das Gebäude brannte<br />

jedoch bald ab und wurde 1884 von einem<br />

weiteren dänischen Kapitän neu aufgebaut.<br />

Dieser Gebäudeteil existiert nach wie vor<br />

und wird heute »Author’s Wing«, also<br />

Schriftstellerflügel genannt, da hier seinerzeit<br />

neben Somerset Maugham viele weitere<br />

bekannte Autoren wie etwa Joseph Conrad,<br />

Graham Greene (er schrieb hier seinen<br />

Vietnam-Roman »Der stille Amerikaner«)<br />

oder John Le Carré logierten.<br />

1910 kaufte die legendäre Hotelmanagerin<br />

Marie Maire das »Oriental«und<br />

machte es zum Fixpunkt für Asienreisende,<br />

Diplomaten und Geschäftsleute. Im<br />

Zweiten Weltkrieg war Thailand von<br />

japanischen Streitkräften besetzt und das<br />

»Oriental« wurde schwer beschädigt. 1947<br />

erwarben der ehemalige amerikanische<br />

Fotos: Mandarin Oriental, beigestellt, Everett Collection / picturedesk.com<br />

238 falstaff mai <strong>2023</strong>


Geheimdienstoffizier und nunmehrige<br />

Geschäftsmann Jim Thompson und die<br />

legendäre deutsche Fotografin Germaine<br />

Krull das Haus. Krull war es auch, die nicht<br />

nur das stark in Mitleidenschaft gezogene<br />

Hotel wieder aufbauen ließ, sondern auch<br />

die aufsehenerregende »Bamboo«-Hotelbar<br />

etablierte, die rasch zum angesagtesten<br />

Treffpunkt Bangkoks wurde und noch<br />

heute zu den 50 besten Bars der Welt zählt.<br />

In neue lichte Höhen schwang sich das<br />

»Oriental« unter der Leitung des genialen<br />

deutschen Managers Kurt Wachtveitl auf,<br />

der das Hotel zwischen 1967 und 2008<br />

leitete. Wachtveitl erlebte dabei alle Höhen<br />

und Tiefen eines Hoteldirektors und war<br />

doch ein Mann, den nichts aus der Ruhe<br />

zu bringen schien. Ausgestattet mit einem<br />

nahezu buddhistischen Gemütskorsett,<br />

blieb er selbst dann noch gelassen, wenn<br />

ihn die launische Filmdiva Liz Taylor »wie<br />

einen Hund behandelte«, etwa weil die<br />

beste Suite bereits belegt war, erinnerte sich<br />

Wachtveitl später. Oder wenn sich Popidol<br />

Michael Jackson – damals des Kindesmissbrauchs<br />

verdächtigt – im Hotel versteckte<br />

und nicht auftreten wollte, obwohl bereits<br />

Tausende Konzertkarten verkauft waren.<br />

Wachtveitl ließ sogar kambodschanischen<br />

Steinzeitkommunisten die feinsten Delikatessen<br />

des Hauses servieren, wenn diese<br />

einmal kurz Pause von der mörderischen<br />

Revolution im Nachbarland machen wollten.<br />

Kurz: Diesen Mann konnte so leicht<br />

nichts erschüttern.<br />

AUFSTIEG ZUR<br />

WELTSPITZE<br />

Als Wachtveitl im<br />

November 1967<br />

seinen Dienst als<br />

General Manager<br />

antrat, war das Haus nicht gerade im besten<br />

Zustand, die Ausstattung ließ ziemlich<br />

zu wünschen übrig. In den Suiten sorgte<br />

einzig ein Deckenventilator für Kühlung,<br />

der so stark rotierte, »dass er den Gästen<br />

fast das Toupet vom Kopf blies«, erinnerte<br />

sich Wachtveitl später. Doch dem<br />

Deutschen gelang es, das Haus langsam<br />

wieder in Schuss zu bringen. Vor allem die<br />

amerikanischen Generäle, bis hinauf zum<br />

US-Oberbefehlshaber in Vietnam, General<br />

William Westmoreland, schätzten während<br />

des Vietnamkriegs das Hotel mit der unvergleichlichen<br />

Lage am Fluss, dem duftenden<br />

tropischen Garten und den vielen Restaurants<br />

im Haus, in höchstem Maß.<br />

William Somerset Maugham, einer<br />

der bekanntesten Schriftsteller<br />

des 20. Jahrhunderts, hatte eine<br />

enge Beziehung zum »Mandarin<br />

Oriental« – schließlich wäre er<br />

hier einmal beinahe gestorben.<br />

<<br />

Das französische<br />

Gourmetrestaurant<br />

»Le Normandie by Alain Roux«<br />

beeindruckt mit seinem Charme<br />

und dem einzigartigen Ausblick.<br />

Die berühmte »Bamboo Bar« ist<br />

seit ihrer Eröffnung im Jahr 1953<br />

ein legendärer Treffpunkt für<br />

Einheimische und Reisende.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

239


eise / MANDARIN ORIENTAL BANGKOK<br />

<<br />

Im Jahr 1974 erwarb<br />

die wenige Jahre zuvor in<br />

Hongkong gegründete Mandarin-<br />

Hotelgruppe das »Oriental«, das von<br />

nun an als »Mandarin Oriental« firmierte.<br />

1991 kürte das US-<strong>Magazin</strong> »Institutional<br />

Investor« das »Oriental« zum »besten<br />

Hotel der Welt« und erneuerte dieses Urteil<br />

in den folgenden zehn Jahren. 2001<br />

wurden weitere rund 30 Millionen Dollar<br />

in die Sanierung des Hauses investiert, um<br />

es auf den neuesten Stand zu bringen.<br />

Heute verfügt das Hotel über 358 Zimmer<br />

und 35 Suiten sowie über neun Restaurants<br />

und ein eigenes Spa. Das »Le Normandie<br />

by Alain Roux« ist die Nummer eins unter<br />

den hauseigenen Restaurants, seit der<br />

Gründung im Jahre 1958 wird dort eine<br />

gehobene französische Küche in elegantem<br />

Ambiente zelebriert. Der Gourmettempel<br />

mit zwei Michelin-Sternen befindet sich auf<br />

der obersten Etage des Flügels »Chao<br />

Phraya« und bietet einen spektakulären<br />

Blick auf den Fluss. Seit 2021 arbeitet dort<br />

der französische Sternekoch Alain Roux als<br />

Küchenchef.<br />

Im »Kinu by Takagi« sorgt Chefkoch<br />

Takagi Kazuo für detailverliebte Gerichte<br />

im Kyoto-Stil, bekannt als »Kyo-ryori«,<br />

Stammgast mit Allüren:<br />

Filmstar Liz Taylor. Eine<br />

der 35 Suiten mit Blick auf<br />

den Fluss Chao Phraya (o.).<br />

und im Lokal »Riverside<br />

Terrace« kann man abends<br />

die spezielle Atmosphäre in unmittelbarer<br />

Nähe zum Fluss genießen. Das<br />

thailändische »Rim Naam« gegenüber<br />

dem »Mandarin Oriental« galt lange als<br />

ganz besondere Attraktion, denn man gelangte<br />

nur mit dem hauseigenen Boot zum<br />

Restaurant. Doch seit der Pandemie ist das<br />

»Rim Naam« geschlossen, wann und ob es<br />

wieder aufsperrt, ist derzeit noch unklar.<br />

DAS »MANDARIN<br />

ORIENTAL«<br />

Das Hotel hat 358 Zimmer und 35 Suiten,<br />

besitzt ein weitläufiges Spa, eine legendäre<br />

Bar sowie mehrere Restaurants:<br />

»Le Normandie by Alain Roux«<br />

Gehobene französische Küche, seit 2021 unter<br />

der Leitung von Alain Roux.<br />

»Kinu by Takagi«<br />

Chefkoch Takagi Kazuo zelebriert hier eine<br />

anspruchsvolle Kaiseki-Küche.<br />

»Lord Jim’s«<br />

Nobles Grillrestaurant mit legendärer Aussicht.<br />

»Baan Phraya«<br />

Beeindruckende thailändische Küche.<br />

»Ciao Terrazza«<br />

Italienische Küche unter freiem Himmel.<br />

»The Author’s Lounge«<br />

Hier wird der Afternoon Tea serviert.<br />

»The Verandah«<br />

Elegantes Ganztagesrestaurant.<br />

»The China House«<br />

Chinesische Aromen, serviert in einer<br />

Kulisse Shanghais.<br />

MIT LIEBE ZUM DETAIL<br />

Mit den Restaurants und der »Bamboo<br />

Bar«, der Lage am Fluss, einem Spa der<br />

Superlative und dem ikonischen Service<br />

zählt das »Mandarin Oriental« vollkommen<br />

zu Recht seit Jahrzehnten zu den<br />

herausragendsten Hotels der Welt. Aber es<br />

sind vor allem die Kleinigkeiten, die hier<br />

seit jeher einen höheren Stellenwert haben<br />

als in anderen Luxushotels. Das wusste keiner<br />

besser als der legendäre Direktor Kurt<br />

Adresse:<br />

Wachtveitl: »Wenn man den Gästen alle<br />

48 Oriental Avenue, Bangkok 10500, Thailand<br />

Wünsche von den Lippen abliest, sind sie<br />

T: +66 2 6599000<br />

mandarinoriental.com<br />

so zahm wie Lämmer.« Und die schweigen<br />

bekanntermaßen – und genießen. <<br />

<<br />

Fotos: Mandarin Oriental, dpa / picturedesk.com<br />

240 falstaff mai <strong>2023</strong>


Zeit für Luxus<br />

Superyacht<br />

Emerald Azzurra &<br />

Grand Hyatt Hotel<br />

Athen*****<br />

Ägäischer Zauber<br />

p.P. ab € 7.499,-<br />

Inkludierte Leistungen:<br />

Flüge ab/bis Wien • Vor- bzw. Nachprogramm<br />

in Athen: 2 Nächte im Grand Hyatt<br />

Hotel inkl. Frühstück, Stadtführung<br />

& Weinverkostung • 14 Nächte auf der<br />

Luxus Superyacht Emerald Azzurra inkl.<br />

Vollpension Plus, feinste Weine, Bier<br />

und Erfrischungsgetränke zum Mittag- &<br />

Abendessen, Trinkgelder und Landausflüge<br />

laut Programm • Transfers • u.v.m.<br />

Termine <strong>2023</strong>*:<br />

3.8. - 19.8. | 19.8. – 4.9.<br />

Route:<br />

Athen - Katakolon - Chania - Santorin -<br />

Mykonos - Amorgos - Rhodos - Patmos -<br />

Bodrum - Kusadasi - Boscaada -<br />

Canakkale – Istanbul<br />

Wir nehmen uns gerne Zeit:<br />

Ihr Ruefa Reisebüro | 0800 999 188 40<br />

ruefa.at/kreuzfahrten<br />

Reisevermittler: Ruefa GmbH | Reiseveranstalter: Eurotours Ges.m.b.H., Kirchberger Straße 8, 6370 Kitzbühel. Es kommen die AGB von Eurotours Ges.m.b.H. zur Anwendung, siehe ruefa.at/veranstalter.<br />

Limitiertes Kontingent, tagesaktuelle Preise, Stand bei Drucklegung (04/<strong>2023</strong>). | * Reise mit Athen als Vorprogramm: Termin 3.8.<strong>2023</strong> / Reise mit Athen als Nachprogramm: Termin 19.8.<strong>2023</strong><br />

(Reiseverlauf in umgekehrter Reihenfolge)


eise / LONG WEEKEND – BANGKOK<br />

STADT DER<br />

KONTR ASTE<br />

Foto: Travel mania / Shutterstock<br />

Auch das ist Bangkok: Eine<br />

Weltstadt mit dutzenden Wolkenkratzern<br />

entlang des Chao-Phraya-Flusses.<br />

242 falstaff mai <strong>2023</strong>


Bangkok ist nicht nur eine pulsierende Metropole.<br />

Die Hauptstadt Thailands ist auch voller aufregender<br />

Gegensätze, die von opulenten Tempelanlagen bis zu<br />

modernen Luxus-Malls reichen. Nicht zuletzt bietet Bangkok<br />

ausufernde gastronomische Möglichkeiten in einer enormen<br />

Bandbreite, wobei es allein über 30 Sterne-Restaurants gibt.<br />

TEXT SASCHA RETTIG<br />

Mehr Städtereise-Tipps<br />

für lange Wochenenden<br />

go.falstaff.com/longweekend<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

243


eise / LONG WEEKEND – BANGKOK<br />

FREITAG<br />

Der Grand Palace vulgo<br />

Große Palast begeistert<br />

als reich verzierter,<br />

historischer Komplex.<br />

Den Grand Palace<br />

ebenso wie den<br />

liegenden Buddha in<br />

Wat Pho muss man<br />

gesehen haben. Nach<br />

diesen eindrucksvollen<br />

Sehenswürdigkeiten<br />

stürzen wir uns ins<br />

quirlige Chinatown.<br />

Lässig liegend eine große Attraktion:<br />

Der goldene Buddha in Wat Pho.<br />

Unser Wochenende in der thailändischen<br />

Hauptstadt starten wir ganz<br />

klassisch: mit dem geschichtsträchtigen,<br />

prunkvollen Bangkok. Auf dem Weg<br />

dorthin hüpfen wir auf eines der Boote, die<br />

durch die Khlongs rauschen, also die alten<br />

Kanäle, von denen einige diese »Stadt der<br />

Engel« bis heute durchziehen. Unser erstes<br />

Ziel: der Grand Palace. Von der Anlegestelle<br />

ist es nur ein kurzer Weg dorthin. Als wir<br />

davor stehen, müssen wir allerdings feststellen:<br />

Wir haben vergessen, lange Hosen<br />

anzuziehen. Für ein paar Euro kaufen wir<br />

daher kurzerhand wild gemusterte Pluderhosen,<br />

mit denen wir in die Anlage um den<br />

Grand Palace dürfen, jenen eindrucksvollen,<br />

historischen Komplex voller reicher Verzierungen,<br />

Malereien und Skulpturen.<br />

Höhepunkte sind unter anderem der »Tempel<br />

des Smaragd-Buddha« und die Thronhalle<br />

Chakri Maha Prasat.<br />

Es ist heiß und schwül, und das Tempel-<br />

Hüpfen macht uns hungrig. Deshalb legen<br />

wir im stylischen Ambiente des retro-rustikalen<br />

»Err« eine Lunch-Pause ein, wo wir<br />

köstliche Thai-Küche genießen, die hier mit<br />

anderen asiatischen Einflüssen fusioniert<br />

wird. Danach wird das Sightseeing im<br />

nahen Wat Pho fortgesetzt. In dieser riesigen<br />

Anlage befindet sich einer der ältesten<br />

Tempel der Stadt. Die Hauptattraktion ist<br />

der Goldene Buddha, der in einer Halle<br />

langgestreckt auf der Seite liegt – und<br />

unglaubliche 46 Meter lang ist!<br />

Von dort aus sind wir schnell in der größten<br />

Chinatown Asiens (außerhalb Chinas natürlich).<br />

Die Yaowarat Road ist die Hauptlebensader,<br />

von der zahlreiche Gassen abzweigen.<br />

Es ist lebendig, vibrierend, voll. Wir<br />

stürzen uns aufgeregt in das Gewühl, ziehen<br />

an Marktständen, Restaurants und Geschäften<br />

für Schmuck, Gold und vieles andere<br />

vorbei. In den zahlreichen Garküchen entlang<br />

des Weges ist das Angebot ebenfalls<br />

überbordend. Überall dampft, kocht und<br />

brutzelt es über glühender Kohle.<br />

Auch wir wollen in einer Garküche<br />

essen – aber nicht in irgendeiner, sondern in<br />

einer, die sogar mit einem Michelin-Stern<br />

prämiert wurde: bei »Jay Fai«. Knapp 30<br />

Euro, was für eine Garküche ein ordentlicher<br />

Preis ist, zahlt man bei der thailändischen<br />

Street-Food-Berühmtheit umgerechnet<br />

für ihre Spezialität, das exzellente<br />

Krabben-Omelett Khai Jeaw Poo.<br />

Damit ist der Abend aber kulinarisch<br />

noch nicht vorbei. Chinatown hat uns Appetit<br />

auf chinesische Küche gemacht. Daher<br />

entscheiden wir uns für einen Abstecher zum<br />

»Silk Road Restaurant«. In elegantem<br />

Ambiente wird (nicht nur) authentische kantonesische<br />

Küche serviert – von der hervorragenden<br />

Peking-Ente bis zum gedämpften<br />

Steinhummer. Für den letzten Cocktail des<br />

Tages probieren wir schließlich noch die<br />

»Tep Bar«, etwas versteckt in einer Seitengasse<br />

von Chinatown. Einige ihrer Signature-Drinks<br />

wurden über die Jahre beim<br />

Michelin Gala Dinner serviert. ><br />

Fotos: Travel mania / Shutterstock, Dmitry Rukhlenko / Shutterstock, MR. SUTTICHAI CHALOKUL / Shutterstock, puwanai / Shutterstock, Yulia Grigoryeva / Shutterstock, beigestellt<br />

244 falstaff mai <strong>2023</strong>


Garküchen überall!<br />

Das Streetfood ist<br />

oft so einfach wie<br />

köstlich. Der Mae-<br />

Klong-Markt ist<br />

auch für Bangkok<br />

außergewöhnlich (l.)<br />

Bangkoks<br />

Chinatown<br />

erschlägt<br />

förmlich mit<br />

seiner Flut an<br />

Eindrücken.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff 245


eise / LONG WEEKEND – BANGKOK<br />

Cocktails mit grandiosem<br />

Weitblick in der »Sky<br />

Bar« auf dem Lebua<br />

State Tower.<br />

Schöner shoppen! Das »Siam<br />

Paragon« gehört zu den exklusivsten<br />

Einkaufsmöglichkeiten in Bangkok (l.).<br />

SAMSTAG<br />

Bangkok bietet nicht nur schier erschlagende<br />

Shopping-Möglichkeiten – wir entdecken auf der<br />

anderen Seite des Chao-Phraya-Flusses eine<br />

ganz andere, ruhigere Seite der Stadt.<br />

Eine kurze Stippvisite gehört wahrscheinlich<br />

zum Pflichtprogramm, also<br />

stoppen wir am zweiten Tag auf dem<br />

Weg in einem Viertel, das ebenso berühmt<br />

wie berüchtigt ist: das »Backpacker«-Viertel<br />

auf und um die Khaosan Road mit ihren<br />

günstigen Kneipen, Hostels und Shops. Viel<br />

los ist hier morgens aber noch nicht, daher<br />

geht es weiter zum Ufer des Chao Phraya.<br />

Nach einer kurzen Bootsfahrt auf dem breiten<br />

Fluss landen wir auf der anderen Seite<br />

und in einem ganz anderen Bangkok.<br />

In Thonburi nehmen wir eine Auszeit<br />

von der Großstadt und den Hochhausschluchten<br />

und schlendern in den Gassen<br />

durch eine recht gemütliche, alte Version<br />

der Metropole. Wir stoppen am Tempel<br />

Wat Arun und können etwas später unseren<br />

Augen kaum trauen: Da erhebt sich im<br />

portugiesischen Viertel auf einmal mit der<br />

Santa-Cruz-Kirche ein prachtvolles, katholisches<br />

Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert.<br />

Nach einer kurzen Besichtigung<br />

spazieren wir weiter bis zum »Restaurant<br />

»Blue by Alain Ducasse«, das nicht nur<br />

aufgrund seiner exzellenten Lage mit<br />

Flusspanorama überzeugt, sondern auch<br />

mit moderner französischer Küche, vom<br />

Hummer aus der Bretagne bis zum Reh-<br />

Filet-Mignon.<br />

Zurück am anderen Ufer erneut ein<br />

Kontrast: Zum Shopping, das in Bangkok<br />

mit erschlagendem Überfluss-Angebot<br />

möglich ist, landen wir im hochmodernen<br />

Stadtviertel Siam. Dort gibt es gigantische<br />

Einkaufszentren wie die »Central Mall«,<br />

»One World« oder »MBK«, in denen man<br />

viele, viele Stunden zubringen könnte. Am<br />

exklusivsten ist das »Siam Paragon«, auch<br />

der »Stolz Thailands« genannt, wo wir<br />

unter anderem die Dependancen der<br />

großen globalen Luxusmarken finden. Wir<br />

verschnaufen danach kurz bei einem Cappuccino<br />

beim nahe gelegenen »Gallery<br />

Drip Coffee«, einer Mischung aus Coffeeshop<br />

und Kunstgalerie.<br />

Schließlich wird es Abend und Zeit für<br />

das Dinner. Zurück im Zentrum entscheiden<br />

wir uns für die herausragende Thai-<br />

Küche des »Nahm Restaurant« im »Hotel<br />

Metropolitan«, das mit einem Michelin-<br />

Stern ausgezeichnet ist. Was Chef Pim dort<br />

kreiert, ist traditionell und modern<br />

zugleich und sorgt für einen geschmacksintensiven<br />

Kulinarik-Höhepunkt.<br />

Weil der Besuch dieser überbordenden,<br />

pulsierenden Metropole ohne Drinks in<br />

einer Rooftop-Bar nicht komplett ist,<br />

schießen wir zum Finale dieses Tages mit<br />

dem Fahrstuhl in den 63. Stock des Lebua-<br />

Wolkenkratzers mit der markanten, goldenen<br />

Kuppel. Als die Tür aufgeht, landen<br />

wir in der eleganten »Sky Bar«. In 250<br />

Metern luftiger Höhe liegen uns zu den<br />

Cocktails die funkelnden Lichter dieser<br />

aufregenden Stadt zu Füßen. ><br />

Fotos: Andrey Vasiliskov / Shutterstock, beigestellt, Jedsada Kiatpornmongkol / Shutterstock<br />

246 falstaff mai <strong>2023</strong>


Großbritannien, Irland,<br />

Skandinavien, Island<br />

Island, Eissee Jökulsárlón © Mag. Günter Grüner<br />

Wales<br />

22. - 30.7.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, *** u. ****Hotels/HP, Eintritte,<br />

Fahrt mit der Snowdon Mountain Railway, RL € 2.550,–<br />

Südengland: Cornwall und Devon<br />

23. - 30.7.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus (Kleingruppe), *** und<br />

****Hotels/meist HP, Eintritte, RL € 2.590,–<br />

Höhepunkte Schottlands mit<br />

Lewis, Harris und der Isle of Skye<br />

9. - 18.6., 11. - 20.8., 18. - 27.8.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, *** und<br />

****Hotels/meist HP, Eintritte, RL ab € 3.190,–<br />

Höhepunkte Irlands<br />

13. - 20.5., 3. - 10.6., 17. - 24.6., 1. - 8.7., 8. - 15.7., 15. - 22.7., 22. -<br />

29.7., 12. - 19.8., 19. - 26.8., 26.8. - 2.9.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus,<br />

****Hotels/meist HP, Bootsfahrt, Eintritte, RL ab € 2.090,–<br />

Irlands Norden mit Donegal<br />

10. - 17.6., 1. - 8.7., 15. - 22.7., 29.7. - 5.8., 12. - 19.8., 19. - 26.8.<strong>2023</strong><br />

Flug ab Wien, Bus, *** u. ****Hotels/meist HP, Eintritte, RL<br />

ab € 2.190,–<br />

Estland - Lettland - Litauen<br />

22. - 30.7., 17. - 25.8.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, ****Hotels/meist<br />

HP, Eintritte, RL € 1.690,–<br />

Dänemark Rundreise<br />

14. - 21.7.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, ****Hotels/meist HP,<br />

Eintritte, RL € 2.220,–<br />

Mit dem Havila-Postschiff<br />

zum Nordkap<br />

+ Geführte Landgänge mit österreichischer Reiseleitung inkl.<br />

1. - 9.7., 7. - 15.8., 27.10. - 3.11.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Ausflüge,<br />

****Hotel in Bergen/HP, umweltfreundliche SchiffsReise auf<br />

Havila/Außenkabine/VP, Landgänge, Eintritte, RL ab € 3.050,–<br />

Gotland mit Ostschweden - das<br />

mittelalterliche Zentrum der Ostsee<br />

23. - 30.7.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, Fähren, ****Hotels/4x HP,<br />

Eintritte, RL € 2.250,–<br />

Südnorwegen: Fjorde<br />

9. - 17.7., 31.7. - 8.8.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus, Fähren, *** und<br />

****Hotels/meist HP, Eintritte, RL € 2.250,–<br />

Rund um Island: Gletscher u. Vulkane<br />

11. - 19.7., 18. - 26.7., 4. - 12.8., 13. - 21.8., 27.8. - 4.9.<strong>2023</strong> Flug ab<br />

Wien, Bus/Kleinbus, *** u. ****Hotels/meist HP, Eintritt, RL<br />

€ 3.090,–<br />

Faszinierendes Island mit Snæfellsnes<br />

+ Kjölur-Hochlanddurchquerung u. Landmannalaugar<br />

23.7. - 2.8., 30.7. - 9.8., 13. - 23.8.<strong>2023</strong> Flug ab<br />

Wien, Geländebus/Kleinbus, *** u. ****Hotels/<br />

meist HP, Eintritt, RL € 4.390,–<br />

Typisch Island<br />

16. - 24.7.<strong>2023</strong> Flug ab Wien, Bus/Kleinbus,<br />

meist ****Hotels/meist HP, Watt-Tour,<br />

Zodiac-Fahrt, Eintritte, RL € 4.090,–<br />

Nordland <strong>2023</strong><br />

Naturwunder pur |<br />

Kneissl Touristik Zentrale Lambach, Linzer Straße 4-6, zentrale@kneissltouristik.at ☎ 07245 20700, www.kneissltouristik.at<br />

Wien 1, Opernring 3-5/Eingang Operng. ☎ 01 4080440 | St. Pölten, Rathauspl. 15/Ecke Marktg. ☎ 02742 34384 | Salzburg, Linzer G. 72a ☎ 0662 877070


eise / LONG WEEKEND – BANGKOK<br />

Auf dem<br />

schwimmenden<br />

Markt bieten<br />

Marktleute nicht<br />

nur ihre Waren<br />

auf dem Boot an,<br />

sie grillen und<br />

frittieren auch.<br />

SONNTAG<br />

Heute ist der Markt-Tag unseres Wochenendes –<br />

mit gleich drei Märkten. Außerdem stehen<br />

zwei exzellente Restaurants aus dem überquellenden<br />

Gastroangebot auf dem Programm.<br />

Morgens bleibt keine Zeit zum Frühstücken,<br />

aber das kann ohnehin später<br />

nachgeholt werden. Schon kurz<br />

vor sechs Uhr steht der Kleinbus vor dem<br />

Hotel. Geplant ist ein Ausflug raus aus Bangkok<br />

zu zwei äußerst ungewöhnlichen Märkten.<br />

Kurz vorm ersten Ziel steigen wir auf den<br />

Zug um, um das Spektakel direkt neben den<br />

Fenstern zu beobachten, das wir später auch<br />

von draußen erleben werden: Eng an eng stehen<br />

winkende Besucher und Marktleute, die<br />

ihre Sachen für ankommende Züge beiseite<br />

räumen müssen – die Schienen führen schließlich<br />

direkt durch den Mae-Klong-Markt!<br />

Bei der nächsten Markt-Station verlegt<br />

sich das Geschehen aufs Wasser: Auf dem<br />

Floating Market treiben Händlerinnen und<br />

Händler auf Booten durch die Kanäle. Sie<br />

verkaufen Obst, Gemüse, unterschiedlichste<br />

Streetfood-Spezialitäten. Einige der schmalen<br />

Holzbötchen sind sogar mit einem Grill<br />

One Occulparit View on Bangkok: fugia dolorep<br />

Panorama udanda mit consequi der cull<br />

Tempelanlage enienda epelendent Wat Arun. et et<br />

que num d<br />

Floating_Market<br />

ausgestattet, auf dem Meeresfrüchte oder<br />

Fleisch gegrillt werden. Man kann das Treiben<br />

vom Ufer beobachten, wo billige Kleidung<br />

und Souvenirs angeboten werden. Wir<br />

lassen uns irgendwann aber auf einem Boot<br />

mitten durch das Geschehen fahren.<br />

Trotz des großen Angebots begnügen wir<br />

uns jedoch mit ein paar Snacks wie den<br />

Bananen – frisch frittiert von einer der<br />

Marktfrauen auf ihrem Boot. Zurück in<br />

Bangkok, steht schließlich noch ein Restaurant-Highlight<br />

auf dem Programm: Das<br />

»Methavalai Sorndaeng« ist eine Michelin-<br />

Stern-prämierte Institution für feine, traditionelle<br />

Thai-Küche – seit weit über 60<br />

Jahren bereits. Die Auswahl fällt nicht<br />

leicht, ist doch die Karte mit weit mehr als<br />

100 Gerichten ungewöhnlich umfangreich.<br />

Schließlich aber werden Zitronengras-Salat<br />

und der Klassiker Pad Thai mit Shrimps in<br />

der Fine-Dining-Version bestellt.<br />

Nach der kulinarischen Pause setzt sich<br />

unser Markt-Tag in Bangkok fort. Diesmal<br />

stürzen wir uns auf dem Chatuchak Weekend<br />

Market ins Shopping-Getümmel.<br />

Selbst bei Kauf-Abstinenz ist dieser Markt<br />

aber eine Attraktion für sich – als einer der<br />

größten Märkte der Welt und der größte<br />

Thailands, der von bis zu 300.000 Besuchern<br />

am Tag überströmt wird. Kaum<br />

etwas, das es an den rund 10.000 Ständen<br />

in diesem Shopping-Labyrinth nicht gibt.<br />

Am Abend erleben wir Bangkok in Watthana<br />

schließlich noch mal von seiner modernen<br />

Seite. Es ist ein internationaler Bezirk,<br />

beliebt bei Expats, wo man zahlreiche hochklassige<br />

Designhotels genauso wie luxuriöse<br />

Einkaufsmöglichkeiten, schicke Restaurants,<br />

Bars und Nachtclubs findet. Das »Canvas«<br />

zählt dort – aber auch Bangkok-weit – sicherlich<br />

zu den außergewöhnlichsten Adressen.<br />

Im exquisiten Sterne-Restaurant werden die<br />

Teller zur Leinwand für Koch Riley Sanders:<br />

Mit erlesenen Produkten aus Thailand schafft<br />

er in seinen global inspirierten Tasting-Menüs<br />

essbare Kunst. Grandios! Unser Bangkok-<br />

Wochenende endet schließlich mit kreativen<br />

Cocktails in einem dunklen, eleganten Kaninchenloch<br />

– in einer Bar namens »Rabbit<br />

Hole«. Fehlt nur mehr die Herz-Königin!<br />

><br />

Fotos: nimon / Shutterstock, beigestellt, Geet Theerawat / Shutterstock<br />

248 falstaff mai <strong>2023</strong>


Foto: © Harald Eisenberger<br />

Genuss von A nach Business:<br />

Business Lunch<br />

bei 230 km/h.<br />

Mit jeder Fahrt an Bord der ÖBB Restaurants oder in der Business<br />

und First Class der ÖBB Railjets genießen Sie nicht nur hochwertige<br />

Kulinarik und entspannte Atmosphäre – Sie leisten auch einen<br />

wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.<br />

Alle Infos unter<br />

oebb.at/business


eise / LONG WEEKEND – BANGKOK<br />

TIPPS &<br />

ADRESSEN<br />

HOTELS<br />

THE SIAM HOTEL***** (1)<br />

Das moderne und äußerst geschmackvolle »The<br />

Siam« befindet sich direkt am Chao-Phraya-Fluss<br />

mit Restaurants, Spa und schickem Pool.<br />

The Siam 3, 2 Thanon Khao, Vachirapayabal,<br />

Dusit District, Bangkok 10300<br />

T: +66 2 2066999, thesiamhotel.com<br />

WALDORF ASTORIA BANGKOK***** (2)<br />

Zentrales Luxushotel im Business-Bezirk Bangkoks.<br />

Sechs Restaurants, ein Spa und ein Pool mit<br />

privaten Cabanas gehören hier zum Angebot.<br />

151 Ratchadamri Rd, Lumphini,<br />

Pathum Wan, Bangkok 10330<br />

T: +66 2 8468888, über hilton.com<br />

FOUR SEASONS HOTEL BANGKOK***** (3)<br />

Das »Four Seasons« bietet nicht nur luxuriöse<br />

Zimmer, sondern auch exquisite Restaurants, eine<br />

große Poollandschaft und ein stilvolles Spa.<br />

300/1 Charoen Krung Rd,<br />

Khwaeng Yan Nawa, Sathon, Bangkok 10120<br />

T: +66 2 0320888, fourseasons.com/bangkok<br />

THE SUKHOTHAI BANGKOK***** (4)<br />

Das »Sukhothai« verbindet traditionell thailändische<br />

Raffinesse und zeitgenössischen Stil. Eine<br />

urbane Oase inmitten des Großstadttrubels.<br />

13/3 S Sathon Rd, Khwaeng Thung Maha Mek,<br />

Sathon, Bangkok 10120<br />

T: +66 2 3448888, sukhothai.com/bangkok<br />

RESTAURANTS<br />

ERR URBAN RUSTIC THAI (1)<br />

Im retro-stylischen Design kommt gehobene wie<br />

auch bodenständige Thai-Küche auf den Tisch.<br />

56 10 Thong Lo Rd, Khlong Tan Nuea,<br />

Watthana, Bangkok 10110<br />

T: +66 2 6222292, errurbanrusticthai.co.th<br />

CANVAS (2)<br />

Bei den feinen Menüs im »Canvas« verschmelzen<br />

Kunst und Kulinarik auf fast nahtlose Weise.<br />

Ein Michelin-Stern.<br />

113, 9-10 Thong Lo Rd, Klongton Nua,<br />

Watthana, Bangkok 10110<br />

T: +66 99 6141158, canvasbangkok.com<br />

NAHM RESTAURANT IM METROPOLITAN BY<br />

COMO (3)<br />

Auch Köchin Pim Techamuanvivit setzt die Linie ihres<br />

Vorgängers fort: Im »Nahm« wird feine Thai-Küche<br />

serviert, womit es zu den besten der Stadt zählt.<br />

27 S Sathon Rd, Thung Maha Mek,<br />

Sathon, Bangkok 10120<br />

T: +66 2 6253388, comohotels.com<br />

METHAVALAI SORNDAENG (4)<br />

Für ein Sterne-Restaurant ist die Karte irritierend<br />

umfangreich. Doch das Lokal zählt nicht umsonst<br />

zu den Institutionen für traditionelle Thai-Küche.<br />

78/2 Ratchadamnoen Ave, Wat Bowon Niwet,<br />

Phra Nakhon, Bangkok 10200<br />

T: +66 2 2243088<br />

facebook.com/methavalaisorndaeng<br />

JAY FAI (5)<br />

Eine Garküche, aber eine besondere. Schließlich<br />

hat die Betreiberin Jay Fai einen Michelin-Stern<br />

verliehen bekommen. Tipp: das Krabben-Omelett.<br />

327 Maha Chai Rd, Samran Rat, Phra Nakhon,<br />

Bangkok 10200, T: +66 2 2239384<br />

instagram.com/jayfaibangkok<br />

BLUE BY ALAIN DUCASSE (6)<br />

Beim internationalen Gastroangebot landet man<br />

beim »Blue« bei der zeitgenössischen Küche Frankreichs.<br />

Der Blick auf den Chao-Phraya-Fluss ist das<br />

Sahnehäubchen.<br />

Unit L101, 1st Floor, Iconluxe Iconsiam<br />

Shopping Centre, Klongtonsai, Khlong San,<br />

Bangkok 10600<br />

T: +66 65 7312346, blue-alainducasse.com<br />

THE SILK ROAD (7)<br />

Beste kantonesische Küche u. a. mit köstlichen Dim<br />

Sum, aber auch hervorragende Variationen der<br />

Peking-Ente gibt es im eleganten »Silk Road«.<br />

61 Wireless Rd, Lumphini, Pathum Wan,<br />

Bangkok 10330<br />

T: +66 2 6508800, thesilkroadbangkok.com<br />

GAGGAN ANAND (8)<br />

Das Lokal von Starkoch Gaggan Anand rangiert auf<br />

Platz 5 der »Asia’s 50 Best Restaurants«. Hier werden<br />

die Grenzen der gehobenen Köche verschoben.<br />

68 Sukhumvit 31, Khlong Tan Nuea, Watthana,<br />

Bangkok 10110<br />

T: +66 98 8831022, gaggananand.com<br />

BARS<br />

SKY BAR (1)<br />

Schwindelerregend grandios ist der Panorama-<br />

Ausblick auf dem Dach des Lebua State Tower.<br />

Dazu werden in der »Sky Bar« die passenden<br />

Cocktails gemixt.<br />

63rd Floor, Lebua State Tower, 1055 Si Lom, Silom,<br />

Bang Rak, Bangkok 10500<br />

T: +66 2 6249555, lebua.com/restaurants/sky<br />

RABBIT HOLE (2)<br />

Wer in diesem »Rabbit Hole« verschwindet, landet<br />

im Wunderland der kreativen Cocktailkunst.<br />

125 Thong Lo Rd, Khlong Tan Nuea, Watthana,<br />

Bangkok 10110<br />

T: +66 98 5323500, rabbitholebkk.com<br />

TEP BAR (3)<br />

Hippe Bar, die u. a. einfallsreiche Drinks mit thailändischen<br />

Kräuterlikören auf der Karte hat. Köstliche<br />

Thai-Tapas komplementieren das Angebot.<br />

69, 71 Yi Sip Song Karakadakhom 4 Alley, Pom<br />

Prap, Pom Prap Sattru Phai, Bangkok 10100<br />

T: +66 98 4672944, tepmahanakhon.com<br />

MÄRKTE UND TOUREN<br />

FLOATING MARKET AND RAILWAY MARKET<br />

Der schwimmende Markt und der von Zügen durchkreuzte<br />

Mae-Klong-Markt liegen außerhalb Bangkoks,<br />

doch der Halbtagesausflug lohnt sich. »Big Country<br />

Day Tour« ist einer von zahlreichen Anbietern.<br />

T: +66 90 1033389, bigcountrydaytour.com<br />

CHATUCHAK WEEKEND MARKET (1)<br />

Der größte Markt Thailands ist mit seinem uferlosen<br />

Warenangebot ein Shopping-Labyrinth und ein Ereignis<br />

für sich – selbst wenn man nichts kaufen will.<br />

Kamphaeng Phet 2 Rd, Chatuchak, Bangkok 10900<br />

chatuchakmarket.org<br />

><br />

Karte: Stefanie Hilgarth / carolineseidler.com<br />

250 falstaff mai <strong>2023</strong>


ORIGINAL<br />

BIKE<br />

JEANS<br />

ANTI-RUTSCH-BAND<br />

IM ELASTISCHEN BUND<br />

REFLEKTOREN AN DEN<br />

HOSENAUFSCHLÄGEN<br />

STRETCHANTEIL FÜR HOHEN<br />

BEWEGUNGSKOMFORT<br />

OEKO TEX ®<br />

STANDARD 100 ZERTIFIZIERT


INSERAT<br />

FREUDENTRÄNEN<br />

MIT BERGBLICK<br />

Unsere Autorin fährt mit ihrem Mann, ihren Kindern<br />

und ihrer „Ehefrau“ nach Tirol, um einer Frage<br />

nachzugehen: Reichen die zahlreichen Aktivitäten<br />

in einem Tiroler Hotel aus, um die unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse einer modernen Familie zu befriedigen?<br />

text Anne-Céline Jaeger<br />

fotos Maria Irl<br />

Familienurlaube sind wie Abendessen.<br />

Ein Elternteil will dies, der andere das – und<br />

die Kinder wiederum etwas ganz anderes. Harmonisch<br />

ist das nicht. Zum Glück haben sich<br />

wunderbare Menschen in Tirol ein Konzept<br />

ausgedacht, bei dem – wie von Zauberhand –<br />

alle Familienmitglieder genau das bekommen,<br />

was sie sich wünschen. Zum Beispiel beim<br />

Frühstück eine Art Butterkugel verspeisen und<br />

mit Verdauungsproblemen aufs Zimmer zurückwanken,<br />

am Pool Aperitifs trinken oder vor<br />

dem Frühstück golfen. Ohne zu wissen, dass<br />

und meine drei Kinder (eine Neunjährige, die<br />

glücklich ist, solange es einen Pool gibt, eine<br />

Vierzehnjährige, die sich kaum an das Leben<br />

vor TikTok erinnern kann, und ein Fünfzehnjähriger,<br />

der nicht weiß, ob er lieber auf Ibiza<br />

raven würde, oder doch den ganzen Tag schlafen<br />

soll). Ziel dieses Experiments ist es, dass<br />

Sophie und ich eine Wanderung ohne Kinder<br />

machen, mein Partner etwas Zeit auf dem<br />

Golfplatz verbringt und die Kinder irgendwie<br />

beschäftigt sind. Wir möchten diese seltenen<br />

Momente erleben, während denen alle gleichgenau<br />

das uns erwartet, kommen wir an einem<br />

sonnigen Morgen auf dem Lärchenhof an, dem<br />

„Ferienparadies in den Kitzbüheler Alpen“. Keiner<br />

von uns hat bislang einen All-inclusive-Hotelurlaub<br />

gemacht. Wird das Versprechen, alle<br />

glücklich zu machen, wirklich erfüllt werden?<br />

DAS BESTE VON ALLEM.<br />

FÜR ALLE. JEDERZEIT<br />

Wir, das sind drei Erwachsene (mein Partner,<br />

meine beste Freundin Sophie und ich)


zeitig zufrieden sind. Die Kulisse: Ein majestätisch<br />

über dem Tal thronendes Hotel, hinter<br />

dem die Berglandschaft emporragt. Holzbalkone,<br />

auf denen Geranien blühen, und Hotelangestellte<br />

in Tracht vermitteln sofort Wärme<br />

und Gemütlichkeit. Zwei Damen machen sich<br />

in flauschigen Bademänteln auf den Weg zum<br />

Außenpool, ein sportliches Paar in Tenniskluft<br />

spaziert zu den Plätzen, ein Mann springt in<br />

ein Golfcart und fährt einen Hügel hinunter.<br />

IM BADEMANTEL<br />

ZUM AUSSENPOOL<br />

Sophie und ich beschließen, am nächsten<br />

Morgen eine vierstündige Wanderung zu<br />

unternehmen, durch die berühmte Grießbachklamm<br />

hinauf zur Huber Alm. Dann<br />

gleiten wir in den Pool und freuen uns, dass<br />

die einzigen, die wir vor unserer Wanderung<br />

mit Sonnencreme einschmieren müssen, wir<br />

selbst sein werden. Vielleicht gelingt es uns<br />

ja sogar, ein richtiges Gespräch zu führen –<br />

ohne ständige Unterbrechungen. Das wäre<br />

doch mal was.<br />

INMITTEN EINES WUNDERS<br />

Alm mit ihrem eindrucksvollen Blick auf den<br />

Wilden Kaiser. Wir haben beide Tränen in den<br />

Augen. Freudentränen. Möge dieses Wunder<br />

nie enden. Beim Abendessen erzählen wir<br />

uns gegenseitig von unserem Tag. Cathal erlebte<br />

die ganze Pracht eines österreichischen<br />

Golfplatzes. Die Kinder nahmen ihre erste<br />

Golfstunde – und liebten es. Die Neunjährige<br />

machte sogar einen kurzen Ausflug in den<br />

kleinen Streichelzoo des Hotels, bevor sie<br />

jeden einzelnen Pool ausprobierte.<br />

Und das war erst der erste Tag.<br />

Der Lärchenhof wurde 1968 von Martin<br />

Unterrainer als Gästehaus mit zwanzig Betten<br />

erbaut und hat sich zu einem Komplex mit<br />

Wellnesscenter, Beautyfarm, Kinderclub, diversen<br />

Schwimmbädern, Minigolf-Anlage, Tennisplätzen<br />

und Sauna entwickelt: eine Art alpines<br />

Alice-im-Wunderland-auf-LSD-trifft-die-Royal-Tenenbaums.<br />

Wir gewöhnen uns schnell an<br />

den verschnörkelten, aber heimeligen Stil des<br />

Hauses – und schlendern in unseren Bademänteln<br />

zum Pool.<br />

Dort besprechen wir bei einem Willkommensbier<br />

unsere Pläne. Jeder soll Zeit für sich haben,<br />

was auch immer das jeweils bedeuten mag.<br />

Am nächsten Morgen packe ich meinen Rucksack<br />

für die Wanderung. Alles fühlt sich ein<br />

bisschen zu einfach an. Ich muss niemanden<br />

wecken und trage nur meine eigenen Sachen<br />

herum. Wir machen uns auf den Weg in die<br />

Schlucht, unter uns fließt der Grießbach.<br />

Wir überqueren Hängebrücken und machen<br />

Höhenmeter um Höhenmeter. Wir haben<br />

ganze vier Stunden Zeit, um unsere Leben<br />

zu sezieren, nur mit Bäumen und Farnen als<br />

Zeugen. Wir sprechen über alles, was eine<br />

40-jährige Freundschaft so mit sich bringt,<br />

Familie, Liebe, Verlust, Hoffnungen, Sex,<br />

Bücher – und schon erreichen wir die Huber<br />

i<br />

Neugierig geworden?<br />

Weitere besondere Geschichten<br />

aus Tirol sind hier zu finden:<br />

Weitere Tirol Tipps im Netz:<br />

www.tirol.at/geniesser


eise / GENUSS-RADELN<br />

TOUR<br />

D’AUTRICHE<br />

Einmal quer durch <strong>Österreich</strong> per Drahtesel, elektrisch<br />

unterstützt oder auch nicht, und dabei möglichst viele<br />

Genuss-Regionen erleben – das ist die mit Abstand schönste<br />

Form, die kulinarische Vielfalt unseres Landes zu entdecken.<br />

Und dabei auch noch etwas für seine Gesundheit zu tun.<br />

TEXT KLAUS HÖFLER<br />

Zwischen stärkenden Genusspausen<br />

die unberührte Natur – etwa im Salzburger<br />

Großarltal – zu erleben, gehört<br />

mit zu den schönsten Belohnungen für<br />

eifrige Pedalritter.<br />

Foto: TVB Großarltal / MTB Travel<br />

254 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

255


eise / GENUSS-RADELN<br />

ÜBER ALLEN<br />

GIPFELN IST RUH’<br />

Die Skigebiete im Westen satteln im Sommer um und<br />

werden zu lohnenden Zielen für genussreiche Radtouren.<br />

Auch kulinarisch bleibt man dabei nicht auf der Strecke:<br />

Der im Winter perfektionierte Einkehrschwung wird im<br />

Sommer kurzerhand zum Einkehrstopp.<br />

ZELL/SEE<br />

Man kann eine Radtour auch in einer<br />

Gondelkabine beginnen – warum sich nicht<br />

erst gemütlich eine Übersicht über das sportliche<br />

Vorhaben verschaffen? Also rauf mit der<br />

Schmittenbahn auf die Schmittenhöhe und<br />

den berühmten »Schmittenblick« über Zell<br />

am See genießen. Am besten von der<br />

Elisabethkapelle aus, die an <strong>Österreich</strong>s legendäre<br />

Kaiserin erinnert. Sie hatte den Zeller<br />

Hausberg im August 1885 erklommen.<br />

Von dort oben lässt sich die Radtour des<br />

nächsten Tages gut ausmachen. Elf Kilo-<br />

Fotos: Lackner Helmut / TVB PillerseeTal, Zell am See Kaprun Tourismus<br />

256 falstaff mai <strong>2023</strong>


Endlose Bergpanoramen: Die<br />

Kitzbüheler Alpen und die Bergwelt<br />

rund um den Zeller See<br />

bieten schier unendlich viele<br />

Touren in allen Schwierigkeitskategorien<br />

an.<br />

DIE KOMBINATION<br />

AUS ALPINER<br />

BERGWELT UND TOP-<br />

INFRASTRUKTUR<br />

BIETET RADLERN EINE<br />

VIELZAHL AN ROUTEN.<br />

meter führt der Panorama-Rundkurs um<br />

Salzburgs viertgrößten See. Die Höhenmeter<br />

entlang der Seeuferstraße sind dabei zu vernachlässigen,<br />

die gastronomischen Einkehrmöglichkeiten<br />

weniger. Das beginnt schon<br />

kurz nach dem Start, wenn man Zell am See<br />

in nördlicher Richtung verlässt und nach<br />

knapp drei Kilometern »Schloss Prielau« erreicht.<br />

Den ehemaligen Wohnsitz von Hugo<br />

von Hoffmannsthal und heutigen Besitz der<br />

Familie Porsche hat Andreas Mayer in den<br />

vergangenen fast 20 Jahren zu einem Fixstern<br />

am heimischen Kulinarikhimmel gemacht.<br />

Der gebürtige Bayer schafft es, mit vertrau-<br />

ten Zutaten aus der Region ungewöhnliche<br />

Geschmacksmomente zu kreieren. Einzige<br />

Herausforderung als Gast: danach aufstehen<br />

und weiterradeln!<br />

Über Thumersbach geht es Richtung<br />

nächstem gastronomischen Etappenziel:<br />

Im Restaurant »Seensucht« im »Seehotel<br />

Bellevue« definiert Michael Schnell alpin-mediterrane<br />

Küche mit nuancierter Raffinesse.<br />

Immerhin die halbe Seenrunde hat man da<br />

bereits in den Beinen. Die tollen Aussichten<br />

auf die Hohen Tauern sowie auf den Gletscher<br />

des Kitzsteinhorns sorgen für einen<br />

landschaftlichen Leckerbissen, während man<br />

überlegen kann, ob sich noch ein Stopp im<br />

»Erlhof« ausgeht. Auszahlen würde es sich<br />

– schon allein wegen der Wildhendlbrüsterl<br />

oder dem Filet vom Pinzgauer Jungrind. Über<br />

das Naturschutzgebiet am Südufer biegt man<br />

dann ein in die Zielgerade zurück nach Zell<br />

am See.<br />

Wasser, aber fließend und fallend statt stehend,<br />

bietet dagegen die Route von Kaprun<br />

entlang der Kapruner Ache zum Klammsee<br />

und weiter zum Alpenhaus Kesselfall. Dort<br />

kann man sich mit einem Kaiserschmarrn<br />

für den kurzen Weg durch die sehenswerte<br />

Klamm zum Wasserfall stärken, bevor es<br />

wieder zurück geht. Wer es sportlicher mag<br />

(oder auf ein E-Bike zurückgreifen kann)<br />

und länger im Sattel als im Gastgarten sitzen<br />

will, kann sich auf die knapp 70 Kilometer<br />

lange Tour Richtung Krimml wagen. Sie<br />

führt entlang des Tauernradwegs und abseits<br />

des Autoverkehrs nach Kaprun, Niedernsill,<br />

Stuhlfelden und Mittersill. Dort ist man für<br />

einen Abstecher ins hochdekorierte Restaurant<br />

im Schloss in der Radfahrerkluft zwar<br />

eher »underdressed«, aber zumindest ist es<br />

von hier nicht mehr allzu weit bis Krimml.<br />

Für den Rückweg nach Zell am See kann<br />

man sich das Treten ersparen und stattdessen<br />

auf die Pinzgaubahn umsteigen.<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

257


eise / GENUSS-RADELN<br />

RADSTADT/<br />

WAGRAIN/<br />

FLACHAU<br />

Wie Zell am See gehört auch die Region<br />

Wagrain-Flachau-Radstadt zu jenen inneralpinen<br />

Skigebieten, die in den letzten Jahren<br />

ihr Sommerangebot als Wanderdestination<br />

sukzessive um ein gut ausgeschildertes<br />

Radwegenetz auf Asphalt, Schotter sowie<br />

Wald- und Wiesenwegen erweitert haben.<br />

500 Kilometer und 45 Touren sollen es<br />

allein in der Region rund um Flachau sein.<br />

Idyllisch gelegen, prägen satte Almwiesen,<br />

bewaldete Bergrücken, aber auch felsige<br />

Gipfel und wilde Gewässer das Landschaftsbild<br />

des Gebiets. Unterkünfte wie das<br />

»Schlosshotel Lacknerhof« bieten dafür für<br />

Hausgäste auch kostenlose Leihräder.<br />

Das Routenangebt ist abwechslungsreich.<br />

Nur von »flach« – wie der Name<br />

verspricht – ist dabei in den<br />

seltensten Fällen etwas<br />

zu merken. Zumindest mit nur verhaltenen<br />

Anstiegen gibt sich aber beispielsweise die<br />

»Sattelbauer-Runde« – benannt nach dem<br />

gleichnamigen Berggasthof – zufrieden. Sie<br />

führt von Flachau auf einem längeren Anstieg<br />

auf den breiten Geländerücken<br />

zwischen Flachau und Altenmarkt. Über<br />

Forstwege und asphaltierte Straßen geht es<br />

später wieder zurück.<br />

Aus Radstadts Zentrum mit seiner gut<br />

erhaltenen Stadtmauer und den drei Wehrtürmen<br />

geht es am Ennsradweg über Altenmarkt<br />

nach Flachau und weiter bis Flachauwinkl,<br />

wo am Zusammenschluss von<br />

Enns und Pleißling der offizielle Start des<br />

Ennsradweges liegt. Mit seinen 250 Kilometern<br />

ist er einer der längsten und schönsten<br />

Fluss-Radwanderwege <strong>Österreich</strong>s. Während<br />

dabei Höhenmeter eher Seltenheitswert<br />

haben, gehören sie bei der »Kulinarischen<br />

3-Berge Tour« quasi zum Produktversprechen.<br />

In Altenmarkt startend, geht es dabei<br />

über den Schlatterberg, Schwemmberg und<br />

Ameisenberg. Das klingt – dank E-<br />

Bike –, was die Bergauf-Passa-<br />

gen angeht, trotz definitiv alpinem Charakter<br />

so wie es ist: harmlos. Noch dazu wartet<br />

nach jedem Anstieg ein malerischer Berggasthof.<br />

Zunächst wird beim »Wia z’haus«<br />

Halt gemacht, wo man bei Dachstein-Blick<br />

neben Annaberger Wurzelkräuterspeck mit<br />

Bio-Gartenschnittlauchtopfen und Liebstöckel-Salbeibutter<br />

auch Alpenkräuter-Sushi<br />

und angenehm scharfe Bärlauch-Chimichurri<br />

genießen kann. Dazu gibt es neben einem<br />

Glas Aronia- oder Bergapfelsaft auch einen<br />

Bio-Colakraut-Shot.<br />

Nach dieser Stärkung geht es zunächst<br />

bergab hinunter ins Ennstal – aber eigentlich<br />

nur, um auf der gegenüberliegenden Talseite<br />

wieder hinaufzuradeln. Ziel: die »Jausenstation<br />

Habersatt«, die als gastronomischer<br />

Außenposten des von Familie Steffner bewirtschafteten<br />

Bio-Bergbauernhofs fungiert.<br />

Hier kann man den Kalorienverlust mit Forellen<br />

aus dem eigenen Teich, Lammbraten<br />

oder Kasnocken kompensieren. Wenn nicht<br />

am Rad die Null-Promille-Prämisse gelten<br />

würde, müsste man hier den Honigschnaps<br />

verkosten – so wird’s der selbstgemachte<br />

<<br />

Die »Speisenmeisterei« in Zell am See steht<br />

für regionalen und leichten Genuss, die<br />

Berge rund um Flachau für anspruchsvolle<br />

Strecken für Genuss-Radler.<br />

Fotos: Flachau Tourismus / Ulrich Grill, Klaus Bauer<br />

258 falstaff mai <strong>2023</strong>


150 JAHRE KASTNER & ÖHLER<br />

WIR FEIERN MIT<br />

-15%<br />

AUF FAST<br />

ALLES *<br />

19.4.–8.5.<strong>2023</strong><br />

AUCH AUF<br />

(E-)BIKES!<br />

WO DEIN SPORT DIE NR. 1 IST<br />

*Ausgenommen bereits reduzierte Artikel, Serviceleistungen, Set-Angebote, Preis & Wert-Angebote, Geschenkkarten,<br />

Wanderkarten/Bücher, Finanzierungen, Firmen- und Leasingräder. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen.


eise / GENUSS-RADELN<br />

Eine Vielzahl an Routen<br />

unterschiedlichster<br />

Schwierigkeitsgrade sowie<br />

eine perfekte Infrastruktur<br />

erwartet Radfahrer rund um<br />

Wagrain.<br />

<<br />

Holundersaft. Nach einer erneut rasanten<br />

Bergabfahrt durchquert man den Ortskern<br />

von Altenmarkt, um am anderen Dorfende<br />

zum Schlussanstieg anzusetzen. Wer<br />

noch genügend Saft auf der Akku-Anzeige<br />

hat, kann hier ruhig einmal den Turbo-Modus<br />

anwerfen. Im »Berggasthof Bliembauer«<br />

runden Preiselbeer-Palatschinken oder<br />

Schwarzbeernocken mit Kaffee oder einem<br />

Glas frischer Bergbauernmilch eine in allen<br />

Belangen genussreiche 3-Berge Tour ab. Die<br />

abschließende Abfahrt führt zurück zum<br />

Ausgangspunkt.<br />

Am nächsten Tag warten in der Region<br />

um Wagrain weitere radbewegte Genusserlebnisse.<br />

Die Kombination aus alpiner<br />

Bergwelt und perfekter Infrastruktur bietet<br />

Radfahrern eine Vielzahl an Routen mit<br />

unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsstufen.<br />

Ladestationen entlang der<br />

Strecken versorgen auch E-Bikes bei längeren<br />

Touren mit ausreichend »Nahrung«.<br />

Zwecks korrekter Bedienung des kraftsparenden<br />

Motors, richtiger Kurvenlage, stabilerer<br />

Downhilltechnik und einem allgemein<br />

größeren Sicherheitsgefühl besteht am Beginn<br />

von geführten Touren die Möglichkeit<br />

Das »Schlosshotel Lacknerhof« in Flachau<br />

bietet feinste Küche und stellt Hausgästen<br />

kostenlose Leihräder zur Verfügung.<br />

für kurze Fahrtechnikkurse. Dann kann es<br />

schon losgehen. Von Wagrain über Kleinarl<br />

entlang der Kleinarler Arche zum idyllischen<br />

Jägersee und dem am Talschluss gelegenen<br />

»Gasthof Jägersee« zum Beispiel.<br />

Oder man startet im Ortszentrum vom<br />

Wagrain in östliche Richtung, vorbei am<br />

»Grafenwirt« und dem Stille Nacht-Museum<br />

bis zum Ortsschild Weberlandl. Hier<br />

steigt es kurz bergauf zum Hühnerdorf<br />

Wagrain bis zur »Edelweißalm«. Ein Saibling<br />

aus heimischem Quellwasser oder<br />

Spezialitäten vom hauseigenen Angusrind<br />

warten auf rund 1200 Meter Seehöhe als<br />

Belohnung. Von der Alm aus sind es noch<br />

ein paar Minuten zu Fuß oder mit dem Bike<br />

zum Daarmoossee und zum Niederbergsee,<br />

von wo aus man einen schönen Blick auf die<br />

umliegenden Berge hat.<br />

Gut aufgeladen sollten die Akkus für die<br />

distanzmäßig etwas anspruchsvollere, aber<br />

technisch einfache Tour nach Mandling<br />

sein. Knapp 35 Kilometern geht es entlang<br />

des Ennstalradwegs Richtung Altenmarkt,<br />

Radstadt und weiter nach Mandling an der<br />

Landesgrenze zwischen der Steiermark und<br />

Salzburg. In dem kleinen Ort werden seit<br />

fast 140 Jahren hochwertige Lodenstoffe<br />

erzeugt. Ein Besuch der Wollwelt Steiner<br />

lohnt sich, da man viel über die Geschichte<br />

und Produktionstechnik erfahren kann. Am<br />

Rückweg kann man sich und dem Bike-Akku<br />

in Radstadt im »Gasthaus Brüggler« bei<br />

lokalen Schmankerln, die vom Hausherren<br />

nach alten Salzburger Rezepten zubereitet<br />

werden, eine Pause gönnen. Das gute Kochen<br />

scheint hier in den Genen des Familienbetriebs<br />

zu liegen: Der Sohn des Hauses,<br />

Jakob Quehenberger, gewann den <strong>Falstaff</strong><br />

Young Talents Cup 2020.<br />

<<br />

Fotos: Wagrain Kleinarl Tourismus, beigestellt<br />

260 falstaff mai <strong>2023</strong>


MARIA ALM · DIENTEN · MÜHLBACH<br />

DAS<br />

biken mit<br />

genuss<br />

Gefühl.<br />

DIE KULINARISCHEN KÖNIGSTOUREN<br />

Für alle Feinschmecker und allen Fans von ausgedehnten E-Biketouren bieten die kulinarischen<br />

Königstouren eine einmalige Reise entlang der schönsten Bikestrecken.<br />

Entdecken Sie dabei von Hütte zu Hütte die hochgenüssliche Vielfalt der Region.<br />

Durch die unterschiedlichen Themen und Ansprüche der zwei Touren -<br />

„Gipfelstürmer“ & „Gipfelglück“<br />

ist für jeden Geschmack und jede Kondition etwas Passendes dabei. Auch als Gutschein erhältlich!<br />

www.hochkoenig.at / #hochkönig<br />

TIPP<br />

HOCHKÖNIGCARD<br />

VORTEILE GENIESSEN<br />

- Ermäßigung auf die kulinarischen Königstouren<br />

- Kostenlos geführte Bike Touren & Fahrtechniktrainings<br />

für MTB & eMTB<br />

(die HochkönigCard erhalten Sie bei der Anreise<br />

in den HochkönigCard Partnerbetrieben.)<br />

www.hochkoenig.at / #hochkönig


eise / GENUSS-RADELN<br />

KITZBÜHEL/<br />

BRIXENTAL/<br />

ZILLERTAL<br />

Man muss es ja nicht gleich wie Jürgen<br />

Kleinhappl machen. Der ehemals jüngste<br />

Sternekoch <strong>Österreich</strong>s hat auch schon die<br />

gefühlt senkrechte Passstraße hinauf aufs<br />

Kitzbüheler Horn rennmäßig mit reiner<br />

Tretmuskelkraft bewältigt. Der gebürtige<br />

Steirer gilt als begeisterter Radfahrer. Abseits<br />

seiner Zweiradpassion betreibt er zusammen<br />

mit Martina Feyrsinger und Küchenchef<br />

Alexander Knelle das Á la Carte-Restaurant<br />

»Neuwirt« im »Hotel Schwarzer Adler« und<br />

ist kulinarischer Direktor sämtlicher fünf<br />

Hotels und vier Lokale der Harisch-Gruppe<br />

in Kitzbühel. Das Horn, mit 23 Prozent Steigung<br />

steilster Radberg <strong>Österreich</strong>s, vor der<br />

Haustüre dient da als sportliche Ablenkung.<br />

Es gibt rund um die Gamsstadt mit ihrem<br />

800 Kilometer langen Radstreckennetz aber<br />

ausreichend weniger radikale Alternativen,<br />

egal ob man mit dem Rennrad Kilometer<br />

Sagenhafte 800 Kilometer lang ist das Radwegenetz rund um Kitzbühel. Beinahe ebenso sagenhaft sind<br />

die Verköstigungsmöglichkeiten in und rund um die Gamsstadt – etwa im Hotel »Der Bär« in Ellmau.<br />

fressen, mit dem Mountainbike Höhenmeter<br />

sammeln oder lieber mit dem E-Bike eine<br />

gemütliche Runde drehen will. 80 Ausflugsziele<br />

sind es allein, die man auf ausgeschilderten<br />

Routen mit den »Stromern« anpeilen<br />

kann. Beispielsweise raus aus der Stadt,<br />

rüber zum Schwarzsee und über den »Gasthof<br />

Steuerberg« – der Tafelspitz vom Jungrind<br />

verleitet hier zum Sitzenbleiben – weiter<br />

Richtung Oberdorf. Dabei bieten sich wunderbare<br />

Weitblicke auf das imposante Massiv<br />

des Wilden Kaiser. Nach einer längeren<br />

Bergabpassage geht es über einen langen Anstieg<br />

eine Asphaltstraße hinauf nach Grutten.<br />

Oben angekommen, sieht man hinüber<br />

zum Hahnenkamm, bevor die Runde wieder<br />

zurück zum Schwarzsee führt, wo man sich<br />

im »Steghaus« mit einem Hirschburger oder<br />

Kokosnuss-Garnelen belohnen kann.<br />

Ein Vorteil zum Winter: Man ist beim<br />

Wechseln zwischen den benachbarten Regionen<br />

nicht auf Gondeln, Sessellifte oder<br />

Busse angewiesen – einfaches Weiterradeln<br />

reicht. So lassen sich Kitzbühel und das<br />

<<br />

Fotos: Mathäus Gartner, Günter Standl<br />

262 falstaff mai <strong>2023</strong>


VON ALPEN<br />

DAS BESTE<br />

GLETSCHER | BERG | SEE<br />

Mehr Sommer passt in keinen Urlaub<br />

In Zell am See-Kaprun hast du die Wahl: flach verlaufende<br />

Radwege im Tal, ruhige Nebenstraßen oder legendäre<br />

Klassiker am Berg wie die Großglockner Hochalpenstraße.<br />

Zahlreiche Hütten und Restaurants sowie der glasklare<br />

Zeller See laden anschließend zur Rast.<br />

www.zellamsee-kaprun.com/sommer


eise / GENUSS-RADELN<br />

Ob in Kitzbühel (kl. Bild) oder im Zillertal mit seinen insgesamt 1300 Kilometern an<br />

Radwegen: Für ambitionierte Genussradler ist Tirol in jedem Fall eine Reise wert.<br />

DAS FÜR STEILE<br />

PISTEN BEKANNTE<br />

ZILLERTAL BIETET<br />

GEMÜTLICHE TOUR-<br />

ALTERNATIVEN DURCH<br />

DIE IMPOSANTE<br />

BERGWELT.<br />

<<br />

Brixental verbinden. In Letzterem wartet<br />

mit der Salvenradrunde eine der beliebtesten<br />

Radtouren im Tiroler Unterland. Sie ist zwar<br />

nicht die Kürzeste, aber meist sehr flach<br />

und damit ein ideales Revier für Genussradfahrer.<br />

Los geht es beispielsweise in Itter<br />

am Dorfplatz, von wo es zunächst Richtung<br />

Hopfgarten mit seinem historischen<br />

Ortskern und der doppeltürmigen Barockkirche<br />

und weiter auf einer kaum befahrenen<br />

Straße entlang der Windauache durch<br />

das Windautal geht. Der Radwegabschnitt<br />

ähnelt dabei abschnittsweise<br />

einer Klamm. Von dort dann<br />

retour nach Westendorf und<br />

weiter nach Brixen. Würde es<br />

schon Abend sein, könnte man sich<br />

hier im Restaurant »Spitzbuam« des<br />

»Hotel Hubertus« von der unkonventionellen,<br />

französisch und fernöstlich inspirierten<br />

Küchenlinie von Florian Straif und Peter<br />

Wahrstätter überraschen lassen. So aber<br />

führt der Weg über Kirchberg nach Reith bei<br />

Kitzbühel und entlang der Aschauer Ache<br />

Richtung Going. Vor dem »Hotel Stanglwirt«<br />

biegt man Richtung Going, Ellmau,<br />

Scheffau und Söll ab und erreicht wieder<br />

Itter. Ein Genuss zu Füßen der Gipfel.<br />

Auch das für steile Pisten, schneebedeckte<br />

Gletscher und spitze Kehren bekannte<br />

Zillertal bietet diesbezüglich gemütliche<br />

Alternativen zu allen möglichen verwegenen<br />

Biketouren durch die imposante Bergwelt.<br />

So verläuft eine Radtour auf dem<br />

31 Kilometer langen Zillertalradweg fast<br />

wie im Flachland, so eben ist der breite, gut<br />

ausgebaute Weg von Strass nach Mayrhofen.<br />

Zwischen hochalpinen Trails (etwa<br />

von Gerlos durch das Wildgerlostal) und<br />

gemütlichen Talrunden gibt es im 1300<br />

Kilometer langen Radwegenetz aber auch<br />

ausreichend Mittelwege: beispielsweise die<br />

Route von Mayrhofen zur »Grüne Wand<br />

Hütte« im Stilluptal. Mehrere Flachstücke<br />

lassen Raum für ein Zwischendurchverschnaufen,<br />

zahlreiche Wasserfälle, Brunnen<br />

und Bäche sorgen entlang des Weges für<br />

imposante Natureindrücke und Erfrischungsmöglichkeiten.<br />

Für Höhenmeterhungrige<br />

wartet in Tux der Weg hinauf zur<br />

»Höllensteinhütte« und dem »Berggasthof<br />

Grieralm«. Und kulinarisch braucht<br />

es im Zillertal ohnehin konditionsstarke<br />

»Genussmuskeln«. Das Angebot ist derart<br />

dicht, dass man zum Abstrampeln der Kalorien<br />

bis zum Winter beschäftigt ist.<br />

<<br />

Fotos: <strong>Österreich</strong> Werbung / Michael Stabentheiner, Borisb17 / Shutterstock<br />

264 falstaff mai <strong>2023</strong>


Urlaubsglück im Herzen der Natur<br />

Genuss & Natur pur!<br />

Am Eingang zum Nationalpark Hohe<br />

Tauern, wo die Welt scheinbar zu Ende<br />

ist, fängt das Abenteuer erst richtig an:<br />

Herrliche Natur, unzählige bewirtschaftete<br />

Almhütten, tosende Wasserfälle,<br />

stille Bergseen, bunte Almwiesen und<br />

Gipfel soweit das Auge reicht.<br />

Das Großarltal mit dem<br />

Wanderdorf Großarl und dem<br />

Bergsteigerdorf® Hüttschlag verwöhnt<br />

aktive Sportler gleichermaßen wie<br />

genussvolle Naturliebhaber.<br />

Tourismusverband Großarltal<br />

Tel.: +43 (0) 6414/281<br />

www.grossarltal.info<br />

Bilder: Tourismusverband Großarltal | MTB Travel | Erwin Haiden


eise / GENUSS-RADELN<br />

Seit fast 20 Jahren eine<br />

Bank in Sachen First-<br />

Class-Genuss: »Mayer’s<br />

auf Schloss Prielau«<br />

in Zell am See.<br />

SALZBURG<br />

ERLHOF<br />

Tradition und Regionalität sind bei Familie<br />

Brüggler im alten Erbhof gelebte Kultur. Feine<br />

Fischgerichte und Salzburger Nockerl zum<br />

Niederknien.<br />

Erlhofweg 11, 5700 Zell am See<br />

T: +43 6542 56637<br />

erlhof.at<br />

MAYER’S AUF SCHLOSS PRIELAU<br />

Starke Aromen, starke Geschmackskombinationen:<br />

Spitzenkoch Andreas Mayer lebt hier seine<br />

Leidenschaft auf höchstem Niveau aus.<br />

Hofmannsthalstraße 10, 5700 Zell am See<br />

T: +43 6542 72911<br />

mayers-restaurant.at<br />

ALMMONTE 96<br />

Müde Radlermuskeln können sich in den<br />

eleganten Suiten erholen und die Kraft für den<br />

nächsten Tag bei saftigen Steaks im Restaurant<br />

zurückholen.<br />

Widmoosweg 3, 5602 Wagrain<br />

T: +43 6413 7286<br />

almmonte.com<br />

GAUMENLUST<br />

Die Zutaten sind regional, die Zubereitung hat<br />

Klasse im Mix aus Heimatlichem und Fernost. Die<br />

Weinkarte im Restaurant des »Hotels Montanara«<br />

zieren einige »Schätze«.<br />

Unterberggasse 167, 5542 Flachau<br />

T: +43 64572403<br />

montanara.com<br />

HOAGASCHT<br />

Produkte der Flachauer Landwirtschaft werden<br />

mit Weltgeschmack zu einzigartigen Kreationen.<br />

Asien trifft <strong>Österreich</strong>. Geschmacksintensive Steaks.<br />

Flachauer Straße 14, 5542 Flachau<br />

T: +43 6457 32490<br />

hoagascht-restaurant.at<br />

SEENSUCHT IM SEEHOTEL BELLEVUE<br />

Crossover-Küche zwischen Salzburger<br />

Schmankerl aus regionalen Zutaten und<br />

mediterranen Köstlichkeiten mit exklusivem<br />

Touch von Michael Schnell.<br />

Seeuferstraße 41, 5700 Zell am See<br />

T: +43 6542 21828, restaurant-am-see.at<br />

SPEISENMEISTEREI<br />

Der alte Lohninghof wird zur perfekten Bühne<br />

für die »Speisenmeister« Irene und Thomas<br />

Schwab, die mit einer asiatisch-mediterranen<br />

Küche und feiner Vinothek locken.<br />

Seeuferstraße 6, 5700 Zell am See<br />

T: +43 6542 47448<br />

speisenmeisterei.at<br />

GASTHAUS JÄGERSEE<br />

Direkt im Talschluss gelegen, werden hier heimische<br />

Fisch- und Wildspezialitäten mit wunderbarem Blick<br />

auf den Bergsee vor der Haustüre serviert.<br />

Jägersee 1, 5603 Kleinarl<br />

T: +43 6418 350, jaegersee.at<br />

GASTHOF BRÜGGLER<br />

In der Bürger- und Bauernstube des Familienbetriebs<br />

kommen alte Salzburger Rezepte und internationale<br />

Köstlichkeiten auf den Teller.<br />

Hoheneggstraße 10, 5550 Radstadt<br />

T: +43 6452 4232<br />

hotelbrueggler.at<br />

RESTAURANT VAMOOS<br />

Regionalität mit Ausrufezeichen: Fleisch und Milchprodukte<br />

kommen ausschließlich von Salzburger<br />

Bauern, Eier und Käse direkt aus der Region.<br />

Wagrainer Straße 24, 5602 Wagrain<br />

T: +43 6413 8644<br />

hofgut.com<br />

SCHLOSSHOTEL LACKNERHOF<br />

Hier wird Wert gelegt auf die Verwendung<br />

regionaler und saisonaler Zutaten, hauptsächlich<br />

aus dem Raum Pongau.<br />

Unterberggasse 172, 5542 Flachau<br />

T: +43 6457 23790<br />

lacknerhof.at<br />

WIA Z‘HAUS IM HOTEL WINTERBAUER<br />

Die Gaumenfreuden zaubert man hier am liebsten<br />

aus Zutaten aus der hauseigenen Biolandwirtschaft.<br />

Feuersangweg 28, 5542 Flachau<br />

T: +43 6457 4248<br />

winterbauer.at<br />

TIROL<br />

BERGGERICHT<br />

Inspiration für sein »Alpine Fine Dining«<br />

findet Marco Gatterer in heimischer und<br />

französischer Küche, serviert wird im ehemaligen<br />

Finanzamt der Stadt.<br />

Hinterstadt 15, 6370 Kitzbühel<br />

T: +43 670 6045450<br />

berggericht.at<br />

BRUGGER’S LANERSBACHER HOF<br />

Toni Fercher steht als Garant für geschmacksintensive<br />

Vitalküche, die Tiroler Tradition mit internationaler<br />

Inspiration zusammenführt.<br />

Lanersbach 388, 6293 Tux<br />

T: +43 5287 87256<br />

lanersbacherhof.at<br />

<<br />

Foto: beigestellt<br />

266 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


BERGWELT<br />

FERIENREGION TUX-FINKENBERG<br />

M<br />

E<br />

I<br />

N<br />

S<br />

O M M<br />

E<br />

R<br />

G<br />

L<br />

Ü<br />

C<br />

K<br />

SOMMER-HIGHLIGHTS IN TUX-FINKENBERG<br />

» MEHR WANDERN 350 km markierte Wanderwege, 55 Dreitausender in den Zillertaler und Tuxer Alpen<br />

» MEHR BIKEN 120 km (E-)Mountainbike-Routen und zahlreiche Bike & Hike Strecken<br />

» MEHR NATUR Geführte Wanderungen und Bergtouren im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen<br />

» MEHR ABENTEUER TUX-Welten, Almspielerei Eggalm, Pepis Kinderland, Luis‘ Gletscherflohpark,…<br />

» MEHR GENUSS Alpines Flair in bewirtschafteten Almhütten<br />

» MEHR WINTER Hintertuxer Gletscher – einziges Ganzjahresskigebiet <strong>Österreich</strong>s – 365 Tage im Jahr<br />

» TIPP Sommerbahnen: Eggalm Bahnen, Finkenberger Almbahnen, Hintertuxer Gletscher<br />

TOURISMUSVERBAND TUX-FINKENBERG<br />

6293 TUX · LANERSBACH 401 · AUSTRIA · TEL. +43 (0) 5287 85 06 · INFO@TUX.AT · WWW.TUX.AT<br />

© Photography by Thomas Pfister


eise / GENUSS-RADELN<br />

DER BÄR<br />

Küchenchef Markus Feyersinger benützt die<br />

ganze Welt als Inspirationsquelle und komponiert<br />

daraus junge, frische Kreationen. Ausgezeichnetes<br />

Weinangebot, kuratiert von Robert Lechner.<br />

Kirchbichl 9, 6352 Ellmau<br />

T: +43 5358 2395<br />

hotelbaer.com<br />

KAISERHOF KULINARIUM<br />

Haubengekrönte Küche von Günter Lampert,<br />

die auf fantasievolle, elegante Interpretationen<br />

regionaler Spezialitäten setzt: Grande Cuisine trifft<br />

Tiroler Gaumenfreuden.<br />

Harmstätt 8, 6352 Ellmau<br />

T: +43 5358 2022<br />

kaiserhof-ellmau.at<br />

KLE<br />

Küchenchef Klemens Huber setzt unter neuem<br />

Restaurantnamen auf noch mehr eigenständige<br />

Interpretationen von Althergebrachtem – gemäß<br />

dem Motto »Kurz.Leicht.Elegant« (KLE).<br />

Dornaustraße 612, 6290 Mayrhofen<br />

T: +43 5285 62569<br />

hbhotel.at<br />

NEUWIRT<br />

Von vegetarisch bis zum Steak – und dazwischen<br />

traditionelle Tiroler Küche: Jürgen Kleinhappl<br />

und Alexander Knelle sowie Sommeliére Martina<br />

Feyrsinger lassen Feinschmeckerherzen höher<br />

schlagen.<br />

Florianigasse 15, 6370 Kitzbühel<br />

T: +43 53566911<br />

neuwirtkitz.com<br />

STEAKHOUSE KAPS<br />

Im »A-Rosa Kitzbühel« lassen sich auf der<br />

Seeterrasse des Steakhouses bei saftigen Cuts Pläne<br />

für den Radausflug am nächsten Tag schmieden.<br />

Ried Kaps 7, 6370 Kitzbühel<br />

T: +43 5356 65660735<br />

kaps-kitzbuehel.at<br />

TWEETS ROOFTOP<br />

Charmant-buntes Restaurant mit jugendlicher<br />

Küchenlinie zwischen Heimatverbundenheit<br />

und internationaler Raffinesse.<br />

Ramsau 425, 6284 Ramsau im Zillertal<br />

T: +43 664 4170755<br />

tweets-rooftop.at<br />

WIRTSHAUS STEUERBERG<br />

Seit 1700 gibt es an dieser Stelle über dem<br />

Hochmoor ein Wirtshaus. Heute wird auf die Herkunft<br />

der verwendeten Produkte besonders Wert<br />

gelegt. Saftige Steaks, große Veltliner-Auswahl.<br />

Bichlachweg 78A, 6370 Kitzbühel<br />

T: +43 664 2006100<br />

steuerberg.eu<br />

JÄGERWIRT<br />

Vom Zander an Rieslingrisotto, saftigem<br />

Junge Optik, junge<br />

Küchenlinie: »Tweets<br />

Rooftop« im Zillertal.<br />

Rehrücken bis zum saftig rosa gebratenen<br />

Rinderfilet dominiert hier regionale Küche mit<br />

hohem Qualitätsanspruch.<br />

Wegscheid 8, 6351 Scheffau am Wilden Kaiser<br />

T: +43 535886700<br />

jaegerwirt-scheffau.at<br />

STEGHAUS<br />

Das moderne und designaffine Ambiente<br />

findet sein Äquivalent in der Küche.<br />

Kompromisslose Verwendung regional hergestellter<br />

Grund-produkte, Wildfleisch kommt aus eigener<br />

Jagd.<br />

Seebichlweg 37a, 6370 Kitzbühel<br />

T: +43 5326 64254750<br />

steghaus.at<br />

BERGGASTHOF GRIERALM<br />

In den urigen Stuben oder auf der gemütlichen<br />

Sonnenterrasse mit exzellenter Aussicht ins<br />

Naturparadies werden Genussradler auf knapp<br />

1800 Metern mit traditioneller Küche verwöhnt.<br />

Juns 529, 6293 Tux<br />

T: +43 664 2395010<br />

grieralm.com<br />

GRÜNE WAND HÜTTE<br />

Traditionelles Speiseangebot von Knödel-Variantionen<br />

bis Apfelstrudel und Kaiserschmarren. Ideale<br />

»Tankstelle« bei Radtouren mit schöner Aussicht.<br />

Stillup 966, 6290 Mayrhofen<br />

T: +43 664 1051404<br />

Regionalität und Nachhaltigkeit<br />

werden im »Steghaus« am<br />

Schwarzsee großgeschrieben.<br />

LOIPENSTUB’N<br />

Fleisch vom lokalen Metzger, Wild aus den Kitzbüheler<br />

Alpen: Der Geschmack des Ausgangsprodukts<br />

steht bei der Zubereitung im Vordergrund.<br />

Feuringweg 36, 6364 Brixen im Thale<br />

T: +43 53348381<br />

loipenstubn.at<br />

RESTAURANT SPITZBUAM<br />

Florian Straif und Peter Wahrstätter liefern<br />

phantasievolle Küche, die den klassischen<br />

französischen Stil durch fernöstliche Aromen<br />

ergänzt. Ausgefallene Weinauswahl.<br />

Ahornweg 4, 6364 Brixen im Thale<br />

T: +43 664 14228928<br />

spitzbuam.restautrant<br />

<<br />

Fotos: Tom Klocker, Alpenhotel Kitzbühel / Jukka Pehkonen<br />

268 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


RADSTADT TOURISMUS<br />

E-BIKEN & GENIESSEN<br />

Im Fahrradparadies Radstadt gibt es abwechslungsreiche Radtouren und<br />

zahlreiche regionale Köstlichkeiten in den Bergen zu entdecken.<br />

Wundervolle Radwege<br />

und beste Kulinarik gibt es<br />

in und rund um Radstadt<br />

im Salzburger Land zu<br />

erkunden.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Velontour<br />

Mit einem topmodernen E-Bike<br />

lassen sich Radstadt und die<br />

umliegende Bergwelt wunderbar<br />

erkunden. Neben einzigartigen<br />

Naturlandschaften bietet die »Alte<br />

Stadt im Gebirge« eine tolle kulinarische<br />

Vielfalt. Das in einem der ausgewählten Partnerbetriebe<br />

von Radstadt Tourismus untergebrachte<br />

Tourismusbüro stellt gleich nach<br />

der Ankunft ein E-Bike zur Verfügung. Am<br />

Morgen gibt es ein reichhaltiges Frühstück<br />

beim Gastgeber, für zwei Abende erhalten<br />

die Gäste Radstädter Gastrogutscheine, die<br />

in über 20 Gastronomiebetrieben in Radstadt<br />

eingelöst werden können. Und an<br />

einem der drei Abende ist ein Picknick unter<br />

freiem Himmel angesagt, mit einem prall mit<br />

regionalen Köstlichkeiten gefüllten Picknickkorb.<br />

Tipp: Die Pauschale »E-Biken &<br />

Genießen« eignet sich besonders für eine<br />

nachhaltige Anreise mit der Bahn. Radstadt<br />

ist im Stundentakt von Wien, Graz oder<br />

Salzburg aus zu erreichen. Da die E-Bikes im<br />

Angebot inkludiert sind, spart man sich das<br />

Mitbringen des eigenen Zweirads.<br />

KULINARISCHE HIGHLIGHTS<br />

Das gastronomische Angebot in Radstadt<br />

ist extrem vielfältig für eine Kleinstadt:<br />

vom lässigen, ungezwungenen Restaurant<br />

»Josef’s« am Golfplatz über gut bürgerliche<br />

Wirtshäuser im historischen Ortskern und<br />

authentisch sizilianischer Küche bei »Da<br />

Sebastiano« bis hin zum <strong>Falstaff</strong> Young<br />

Talents Cup-Gewinner 2021, Jakob Quehenberger,<br />

der im »Gasthof Brüggler« Veganes<br />

wie auch Bodenständiges zaubert. Preisgekrönte<br />

Edelbrände und himmlische Mehlspeisen<br />

gibt es im »Mandlberggut« am Fuße<br />

des Dachsteins, das über den Ennsradweg<br />

erreichbar und ein perfektes Ziel für eine<br />

kleine Nachmittagstour mit dem E-Bike ist.<br />

INFO<br />

3 Nächte ab € 253,–<br />

radstadt.com/pauschalen/e-biken-geniessen<br />

Radstadt Tourismus<br />

Schernbergstraße 8, 5550 Radstadt<br />

T: +43 6452 7472, info@radstadt.com<br />

radstadt.com<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 269


VON DER FREIHEIT<br />

IM SATTEL<br />

Mehr als 2400 Kilometer Radwege durchziehen Oberösterreich –<br />

entlang von Flüssen, rund um Seen oder über Wiesen und Felder,<br />

immer aber ausgezeichnet ausgeschildert. Wer lieber auf Bergen und<br />

Almen radelt, wählt aus 3000 Kilometern Mountainbike-Routen.<br />

Die imposanten Berge im Süden,<br />

die sanften Hügel im Norden,<br />

und dazwischen die freundlichen<br />

Ebenen der vielen Flusstäler und<br />

Seen – Oberösterreich ist ein<br />

Glücksfall für Radfahrer.<br />

270 falstaff mai <strong>2023</strong>


OBERÖSTERREICH TOURISMUS<br />

Weitwandern auf zwei<br />

Rädern heißt es beim Salzkammergut<br />

»BergeSeen<br />

eTrail«, dem Mountainbike-Pendant<br />

zum Weitwanderweg »Berge-<br />

Seen Trail«. Auf einer Länge von 640 Kilometern,<br />

mit 15.000 Höhenmetern und in<br />

zehn Tagesetappen erschließt die Tour die<br />

Schönheiten der legendären Sommerfrische-<br />

Region. Der Salzkammergut »BergeSeen<br />

eTrail« lässt sich auch häppchenweise<br />

ge nießen, denn die einzelnen Touren können<br />

in Zweierkombinationen einfach an einem<br />

Wochenende zurückgelegt werden. Geeignet<br />

ist die Strecke für Jung und Alt, für die ganze<br />

Familie, aber auch für E-Mountainbike-Einsteiger.<br />

salzkammergut.at/bergeseen-e-trail<br />

Top-Tipp: Ein besonderes Highlight für<br />

Genießer ist das neue Salzkammergut<br />

Genussfestival »Salz in der Suppe« von 28.<br />

April bis 28. Mai <strong>2023</strong>. Bei über 100 Betrieben<br />

und rund 20 Events kann die Vielfalt des<br />

Salzkammerguts mit allen Sinnen erlebt werden.<br />

Vom Salzbergwerk bis zum SeeSushi®.<br />

Hier folgt man der »Seensucht« nach Genuss,<br />

Natur und Regionalität. salzindersuppe.at<br />

Genussvoll entlang<br />

der Donau radeln und<br />

die Köstlichkeiten der<br />

Region verkosten.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Oberösterreich Tourismus GmbH / Moritz Ablinger<br />

VIELSEITIGES GENUSSRADELN<br />

Der Donauradweg ist der Klassiker unter<br />

den Radwegen und führt an den Ufern der<br />

Donau ab Passau rund 150 Kilometer<br />

durch das oberösterreichische Donautal.<br />

Den Reiz dieser Strecke machen die wechselnden<br />

Landschaften aus – ebenso wie die<br />

unterschiedlichen Orte, Städte und Kulturdenkmäler.<br />

Besonders beliebt sind die 15<br />

Genuss-Radrundrouten ausgehend vom<br />

Donauradweg ins Hinterland: Mit dem<br />

E-Bike vom Donauradweg abzweigen und<br />

über Höhenschleifen das sagenhafte<br />

Umland der Region und einmalige Panoramablicke<br />

kennenlernen. Das neue Radnetz<br />

erstreckt sich über insgesamt 700 km, die<br />

Touren sind offiziell beschildert und führen<br />

wieder zum Ausgangspunkt zurück. Herzliche<br />

Begegnungen mit Menschen inklusive:<br />

In Handwerksbetrieben mit langer Tradition,<br />

mit Küchenchefs oder Produzenten und<br />

Direktvermarktern. donauregion.at<br />

Die Bio-Entdeckertour in der Bioregion<br />

Mühlviertel ist ideal für Glücksmomente mit<br />

dem Rad. Dort, wo die Uhren langsamer<br />

ticken, da bleibt auch mehr Zeit zum Leben<br />

und Genießen. Die viertägige Radtour<br />

umfasst rund 200 km und bietet zahlreiche<br />

E4231208010<br />

Möglichkeiten für kulinarische Zwischenstopps.<br />

So etwa in der Biobäckerei Mauracher,<br />

in der Käserei Langzwettl, bei der<br />

Bergkräutergenossenschaft in Hirschbach, in<br />

der Braucommune Freistadt oder in der<br />

Biobrennerei Dambachler in Gutau. Nach<br />

einer gemütlichen Anreise mit der Mühlkreisbahn<br />

von Linz aus geht es ab Rohrbach<br />

mit dem Rad über Aigen-Schlägl nach<br />

Waxenberg und Freistadt retour nach Linz.<br />

Die Mountainbike-Tour »Trans Nationalpark«<br />

führt von Steyr in sechs Tagesetappen<br />

bis nach Johnsbach (Steiermark). Es geht<br />

durch das Hügelland der Voralpen, den<br />

Nationalpark Kalkalpen sowie den Nationalpark<br />

Gesäuse. Die abwechslungsreichen<br />

Landschaften sorgen für einmalige Eindrücke.<br />

Eine perfekte Strecke für E-Biker<br />

(Mountain- oder Trekkingbike) und konditionsstarke<br />

Mountainbiker.<br />

transnationalpark.at.<br />

Genusstipp in der Region: Für außergewöhnliche<br />

Schauplätze, die man auf den<br />

ersten Blick nicht mit ge hobener Kochkultur<br />

verbindet, steht »Tavolata«, das Kulinarikfestival<br />

in Steyr und der Nationalpark-<br />

Region: Spitzenkulinarik an fantastischen<br />

Orten der Steyrer Altstadt, in prunkvollen<br />

Schloss- und Stiftssälen oder im historischen<br />

Industriejuwel. tavolata.at<br />

INFO<br />

Mehr Infos und Urlaubsangebote gibt’s auf<br />

oberösterreich.at<br />

Tipps für Genießer findet man auf<br />

hungrigaufecht.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 271


eise / GENUSS-RADELN<br />

ZWISCHEN<br />

WEIN UND<br />

WASSER<br />

Der Donauradweg zählt zu den schönsten Radrouten<br />

Europas. In Niederösterreich lohnt es sich aber auch, öfter<br />

einmal seitlich abzuzweigen, und am Neusiedlersee sollte<br />

man überhaupt regelmäßig die Seite wechseln.<br />

TEXT KLAUS HÖFLER<br />

Niederösterreich, das Radlerparadies:<br />

Der Kamptalradweg führt über sanfte<br />

Hügel und durch idyllische<br />

Weingärten gen Norden.<br />

Foto: Niederösterreich Werbung / Robert Herbst<br />

272 falstaff mai <strong>2023</strong>


mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

273


eise / GENUSS-RADELN<br />

NIEDER-<br />

ÖSTERREICH<br />

410 Kilometer lang schlängelt sich der<br />

Donauradweg entlang <strong>Österreich</strong>s größtem<br />

Fluss durchs Land, 260 Kilometer davon<br />

durch Niederösterreich. Und als Ausgangspunkt<br />

für Genusstouren drängen sich<br />

Krems und seine Umgebung auf – mittendrin<br />

und somit in jeder Himmelsrichtung<br />

mit erradelnswerten Destinationen gesegnet.<br />

Fährt man etwa von Krems westwärts<br />

dem Fluss entgegen, landet man mitten in<br />

einem Weltkulturerbe – der Wachau. Entlang<br />

von Hügelterrassen und Weinrieden<br />

passiert man idyllische Ortschaften wie<br />

Dürnstein oder Spitz. Beide eignen sich für<br />

einen kurzen Stopp. In Dürnstein lohnt es<br />

etwa, vor der »Wachauerstube« abzubremsen,<br />

wo Gerald Diemt in originaler Wirtshauskulisse<br />

ein »Wachauerstuben«-Gulasch<br />

serviert. Und im »Prankl« in Spitz kann<br />

man seine Zuckerspeicher mit mächtigen<br />

Zwetschgenknödeln wieder auffüllen,<br />

ehe es weiter Richtung Melk und seinem<br />

Kloster geht. In der prächtigen Stiftsbibliothek<br />

warten 85.000 Bände und ein imposantes<br />

Deckengemälde darauf, bestaunt zu<br />

werden. Aus der stiftseigenen Jagd bezieht<br />

Johannes Ebner<br />

im Restaurant<br />

»Zur Post« sein<br />

Wildfleisch,<br />

das Lamm<br />

kommt aus dem<br />

Pielachtal, die Kartoffeln<br />

aus Ottenstein.<br />

Einfach daran vorbeizuradeln,<br />

wäre ein Fehler. Aber<br />

man könnte hier wenden und sich<br />

zurück auf den Weg nach Krems machen.<br />

Kurz vor der Stadtgrenze lohnt es sich, die<br />

Flussseite zu wechseln. In Mautern wartet<br />

mit dem Nikolaihof nämlich <strong>Österreich</strong>s<br />

ältestes Weingut. Fast 2000 Jahre zurück<br />

reichen die historischen Wurzeln. Heute<br />

werden auf 22 Hektar nach strengen biodynamischen<br />

Demeter-Richtlinien vor allem<br />

Riesling und Grüner Veltliner kultiviert.<br />

Zurück in Krems kann es anderntags<br />

»donauseitwärts« gehen. Die Kamp-Thaya-<br />

March-Route entführt Radfahrer über das<br />

romantische Wald- und Weinviertel bis<br />

in die bezaubernde Auenlandschaft der<br />

March. Genussradler kommen hier voll auf<br />

ihre Rechnung – wenn sie aufs Ganze gehen<br />

wollen, sogar 420 Kilometer lang bis an die<br />

niederösterreichisch-tschechische Grenze.<br />

Es geht aber auch kürzer. Bis Langenlois<br />

Der blaue Kirchturm<br />

von Dürnstein in<br />

der Wachau,<br />

darüber die<br />

weltbekannte<br />

Burgruine. Im<br />

»Esslokal« in<br />

Hadersdorf am<br />

Kamp erwarten<br />

fleißige Radler<br />

ausgesuchte<br />

Köstlichkeiten (l.).<br />

beispielsweise sind es gerade<br />

einmal zwölf Kilometer. Dafür<br />

wartet dort mit dem »Heurigenhof Bründlmayer«<br />

eine Ikone der heimischen Weinkultur.<br />

Die Spezialisten hier wissen das<br />

Zusammentreffen heißer Tage und kühler<br />

Nächte, die Vereinigung von Donau- und<br />

Kamptal und die geologische wie klimatische<br />

Vielfalt der steinigen Terrassen als<br />

prägende Parameter ihrer Weine zu nutzen.<br />

»Die Kunst des Weinmachens besteht darin,<br />

ein auf lebendigem Boden gewachsenes<br />

Naturprodukt so zu verstehen, dass die Verwandlungen,<br />

die Rebe, Traube, Most und<br />

Wein durchlaufen, eine Melodie entstehen<br />

lassen«, beschreibt Willi Bründlmayer diesen<br />

Prozess und seinen Selbstanspruch.<br />

Schönste Harmonien aus Zutaten und<br />

Zubereitung erzeugt auch Toni Mörwald<br />

in seinem zur Relais-&-Chateaux-Welt<br />

gehörenden Stammhaus im nahen Feuersbrunn.<br />

Nicht gerade ein klassischer<br />

<<br />

Fotos: Niederösterreich Werbung / Stefan Fuertbauer / stefanfuertbauer.com, Herbert Lehmann<br />

274 falstaff mai <strong>2023</strong>


ab € 110, – pro Person / Nacht<br />

ALDIANA CLUB<br />

AMPFLWANG<br />

Oberösterreich, Hausruckwald<br />

ALDIANA CLUB<br />

HOCHKÖNIG<br />

Salzburg, Mühlbach<br />

ALDIANA CLUB<br />

SALZKAMMERGUT<br />

Steiermark, Bad Mitterndorf<br />

Vollpension PLUS<br />

• inkl. Getränke zu Hauptmahlzeiten<br />

• hauseigener Bikeverleih<br />

• Kinder Indoorspielplatz 500 m²<br />

• hauseigene Reitanlage<br />

• Hundezimmer<br />

Halbpension PLUS<br />

• inkl. Getränke zum Abendessen<br />

• hauseigener Bikeverleih<br />

• Wander- & Bikeguiding<br />

• Welldiana Club Spa<br />

• Kulinarische Highlights<br />

Halbpension PLUS<br />

• inkl. Getränke zum Abendessen<br />

• hauseigener Bikeverleih<br />

• Eintritt in die GrimmingTherme<br />

• großzügiges Saunadorf<br />

• 66 brandneue Zimmer<br />

DURCHGEHEND<br />

GEÖFFNET<br />

SAISONSTART<br />

am 19. Mai<br />

SAISONSTART<br />

am 18. Mai<br />

www.aldiana-ampflwang.at<br />

www.aldiana-hochkoenig.at<br />

www.aldiana-salzkammergut.at<br />

Buchbar in deinem Reisebüro, unter reservation.austria@aldiana.com oder 0800 100 388<br />

Aldiana Management GmbH • Neuhofen 183 • 8983 Bad Mitterndorf


eise / GENUSS-RADELN<br />

IMMER ENTLANG DER<br />

FLÜSSE LÄSST SICH<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

AM SCHÖNSTEN<br />

ERRADELN – VON<br />

DER DONAU ÜBER DEN<br />

KAMP BIS ZUR MARCH.<br />

Genussimperium in Schützen am<br />

Gebirge am Westufer des Neusiedler<br />

Sees: Der »Taubenkobel« von<br />

Familie Eselböck.<br />

<<br />

Radlerstopp, aber<br />

eine exklusive Kulisse<br />

für ein Etappenziel am Weg<br />

Richtung Norden. Das gilt auch für Roland<br />

Hubers »Esslokal« in Hadersdorf, bevor<br />

es allmählich Richtung Weinviertel und<br />

Retz geht, wo man an akkurat gesetzten<br />

Weinzeilen und romantischen Kellergassen<br />

vorbeiradelt und in einem weit verzweigten<br />

unterirdischen Labyrinth enden kann.<br />

Denn im Retzer Erlebniskeller führt ein<br />

20 Kilometer langes Röhren- und Stollensystem<br />

in drei Geschoßen bis zu 20 Meter<br />

unter die Erde. Dieser in den ehemaligen<br />

Meeressand gegrabene »Irrgarten« kann<br />

nur mit professionell geschulten Kellerführern<br />

besichtigt werden. Die Radroute endet<br />

schließlich in der urwüchsigen Auenlandschaft<br />

in Marchegg.<br />

Von Krems lässt es sich aber auch die<br />

Donau entlang weiter bis an die slowakische<br />

Grenze radeln. Als Etappenort für<br />

Weininteressierte empfiehlt sich Klosterneuburg.<br />

Im Stift ist nicht nur die Schatzkammer<br />

sehenswert, sondern auch die<br />

vierstöckige Kelleranlage. Kurios:<br />

Neben dem Nikolaihof beansprucht<br />

auch das Stift den Titel als Ȋltestes<br />

Weingut <strong>Österreich</strong>s«. Entscheidender<br />

ist aber, wer den besseren Wein hat – und<br />

das bleibt Geschmackssache.<br />

BURGENLAND<br />

Die »Hölle« also. Klingt nur bedingt einladend.<br />

Ist es aber. Zumindest für Radfahrer,<br />

die zwischen Podersdorf und Illmitz unterwegs<br />

sind – und für Graugänse und Stelzenläufer,<br />

die im beweideten Uferbereich<br />

des Neusiedler Sees brüten. Rund 3000<br />

Hektar umfasst dieses Schutzgebiet, das<br />

von Salzlacken geprägt ist, die – wenn sie<br />

auftrocknen – eine bizarre Landschaft zurücklassen.<br />

Weit ist es von hier nicht mehr<br />

nach Illmitz, wo mit dem »Presshaus« eine<br />

Station wartet, die leicht zur Endstation<br />

mutieren kann. Nach Grammelknödeln<br />

oder Schweinebauch ist die Gefahr groß,<br />

sitzenzubleiben und sich den 600 Positionen<br />

auf der Weinkarte zu widmen.<br />

Speziell ist das Weinangebot im benachbarten<br />

»Weingasthof Rosenhof«. Dort<br />

überrascht man mit Weinbezeichnungen<br />

der auf 16 Hektar meist sandigen und humusreichen<br />

Böden gezogenen Stöcke, die<br />

auf Namen wie »Fat Reini«, »Die junge<br />

Müllerin« oder »Starfighter« hören. Als<br />

Signature-Produkt des Hauses Haider gelten<br />

aber die hochedlen, natursüßen Beeren- und<br />

Trockenbeerenauslesen sowie Eisweine.<br />

Im nahen Pamhagen wartet mit dem<br />

Restaurant »Die Möwe« ein den aktuellen<br />

Umbauarbeiten trotzendes kulinarisches<br />

Highlight der Region. Die malerische Lage<br />

direkt am hauseigenen See inmitten fantastischer<br />

Naturlandschaft bildet die entspannte<br />

Kulisse für die Kreationen, die von<br />

Küchenmanager Kevin Szalai und Küchenchef<br />

Bogdan Comanescu aus saisonalen und<br />

regionalen Zutaten gezaubert werden. Vor<br />

der Haustüre führen zahlreiche Radwanderwege<br />

vorbei, darunter ein wahrer Gigant<br />

der Szene, der an die Grenzlage der Region<br />

erinnert: Der »Iron Curtain Trail« verläuft<br />

auf einer Gesamtlänge von 10.400 Kilo-<br />

<<br />

Fotos: Ingo Pertramer, Niederösterreich Werbung / schwarz-koenig.at<br />

276 falstaff mai <strong>2023</strong>


—<br />

NICHOLAS OFCZAREK<br />

ALS<br />

SO EINEN WEIN<br />

SPIELT’S NUR DA.


eise / GENUSS-RADELN<br />

Naturwunder im<br />

äußersten Osten:<br />

Das Naturschutzgebiet<br />

»Hölle« im Seewinkel<br />

dient zahlreichen Tierund<br />

Pflanzenarten als<br />

Arche Noah. In Rust am<br />

Westufer des Neusiedler<br />

Sees fühlen sich die<br />

Störche seit je heimisch<br />

(kleines Bild).<br />

<<br />

metern dort, wo bis in die 1990er-Jahre<br />

der »Eiserne Vorhang« West- und Osteuropa<br />

voneinander trennte. Man kann diesem<br />

historischen Pfad im Burgenland von Pamhagen<br />

in nördlicher Richtung bis Andau folgen,<br />

dann die Geschichte hinter sich lassen<br />

und über Halbturn nach Weiden am See<br />

weiterradeln. Verdienter Endpunkt: Oliver<br />

Wiegands »Zur blauen Gans«, wo es auch<br />

Backhendl, Lachs- Lasagne und Schweinebauch<br />

gibt. Vieles extravagant interpretiert,<br />

alles höchste Qualität.<br />

Von Weiden lässt sich alternativ zum<br />

Seewinkel im Südosten auch die Westseite<br />

des Sees erradeln. Da hier der Schilfgürtel<br />

wesentlich breiter ist, bleibt vom See selbst<br />

relativ wenig zu sehen. Dafür ist man zwischen<br />

Jois und Mörbisch den Weingärten<br />

und Hofgassen in Breitenbrunn, Winden<br />

oder Purbach näher. Sie werden zum Großteil<br />

auch heute noch genutzt – von Thomas<br />

Daniel Pugel beispielsweise. Im »Fossil« in<br />

Purbach überrascht er in einem Muschelkalkgewölbe<br />

oder im mediterranen Gastgarten<br />

mit einer Mischung aus saisonalen Besonderheiten<br />

wie Bärlauch-Cappuccino mit<br />

Blutwurst und ganzjährigen Klassikern wie<br />

Grammelknödeln vom Mangalitza-Schwein.<br />

Max Stiegl hat sich und seine Gäste im<br />

nahen »Gut Purbach« auf eine andere Spezialitätenlinie<br />

eingeschworen: Aus seinem<br />

radikalen Nose-to-Tail-Konzept stechen die<br />

»Land’s End« am Neusiedler See: Der markante<br />

Leuchtturm von Podersdorf im Seewinkel.<br />

Kreationen mit Innereien<br />

heraus. Tauben im Kobel<br />

wiederum waren Namenspatron<br />

für das Kulinarikreich der Familie<br />

Eselböck in Schützen am Gebirge. Was<br />

Walter Eselböck 1984 ohne echte Kochausbildung<br />

begann, ist vom kleinen Gasthaus<br />

zum renommierten Genussimperium gewachsen,<br />

das sich heute unter der Führung<br />

von Tochter Barbara und ihren Mann Alain<br />

Weissgerber in der internationalen Spitze<br />

etabliert hat. Im angeschlossenen Landhaus<br />

können sich auch müde Radlerkörper auf<br />

höchstem Genussniveau ausrasten und verwöhnen.<br />

Oder man steigt stilgerecht und in<br />

Seenähe im »Drahteselböck« ab, einem auf<br />

die Bedürfnisse und Wünsche von Radfahrern<br />

abgestimmten Hotel direkt am Radweg<br />

Richtung pannonische Tiefebene.<br />

So weit braucht man aber gar nicht zu<br />

fahren. Nur wenige Genussradminuten<br />

entfernt warten andere Superlative: Oggau<br />

gilt als älteste Rotweingemeinde, Rust als<br />

kleinste Statutarstadt <strong>Österreich</strong>s und Mörbisch<br />

mit den Seefestspielen als Heimat des<br />

größten Operettenfestivals der Welt. Letzteres<br />

bezeichnet sich auch als »das Radlerdorf<br />

am Neusiedler See«. Insgesamt sind<br />

40 Radwanderwege rund um <strong>Österreich</strong>s<br />

einzigen Steppensee angelegt. Und die meisten<br />

führen zu himmlischen Genussangeboten,<br />

nur einige wenige in die »Hölle«.<br />

<<br />

Fotos: Stefan Leitner, Burgenland Tourismus GmbH / Günther Ippisch, Sebastian Canaves / Off The Path / off-the-path.com<br />

278 falstaff mai <strong>2023</strong>


UNIQA<br />

Martin Köhler, Teamleiter Retail<br />

UNIQA <strong>Österreich</strong> Sach End to End:<br />

»Bei meinen Fahrradtouren achte<br />

ich darauf, ausreichend Obst und<br />

Wasser dabeizuhaben.«<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Maria Sbytova; beigestellt Mehr Angaben zu der beworbenen Versicherung finden Sie auf uniqa.at im entsprechenden Produktinformationsblatt.<br />

TIPPS FÜR DEN<br />

R ADFRÜHLING<br />

Das Fahrrad aus dem Winterschlaf wecken und die erste Frühlingstour planen:<br />

Mit der optimalen Vorbereitung macht’s mehr Freude und ist sicherer!<br />

Die Vögel beginnen wieder zu<br />

zwitschern, die Temperaturen<br />

steigen, die Wiesen erstrahlen in<br />

saftigem Grün und erste Blumen<br />

und blühende Bäume bringen endlich wieder<br />

Farbe ins Landschaftsbild: Der Frühling<br />

ist da! Und mit der schönsten aller Jahreszeiten<br />

beginnt auch wieder die Lust aufs<br />

Radeln. Und das ist auch gut so, denn beim<br />

Radfahren bewegt man sich in der Natur<br />

und fördert dadurch die körperliche und<br />

mentale Gesundheit.<br />

Doch bevor wir uns aufs Rad schwingen,<br />

sollten einige Dinge beachtet werden, damit<br />

der Ausflug mit dem Zweirad nicht zum<br />

Risiko wird. Ob Fahrrad oder E-Bike: Für<br />

eine sichere Fahrt muss die Ausstattung<br />

passen! Also zunächst Lichter und Reflektoren<br />

sowie Reifen, Ketten und Bremsen<br />

überprüfen. Aber aufgepasst! Auf den Schutz<br />

unseres Körpers ist ebenso zu achten. Das<br />

Überprüfen des Helms ist das A und O, denn<br />

dieser schützt bei Unfällen den Kopf vor<br />

Verletzungen. Sind erkennbare Risse oder<br />

Sprünge sichtbar? Wenn ja, dann sollte man<br />

sich, ohne zu zögern, einen neuen anschaffen,<br />

damit der Kopf auch wirklich geschützt ist.<br />

Die richtige Bekleidung trägt ebenfalls zu<br />

unserer Sicherheit bei: gut sichtbar und witterungsangepasst<br />

bis hin zum Schuhwerk.<br />

Also jetzt vorbereiten und sorgenfrei loslegen!<br />

Ergänzend dazu empfiehlt sich ein<br />

entsprechender Versicherungsschutz!<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter uniqa.at<br />

1. Fahrraddiebstahl-Versicherung: Nach<br />

einer langen Fahrradtour kehren Sie zurück zu<br />

Ihrer Pension. Sie versperren Ihr Fahrrad im<br />

Fahrradraum und sichern es mit einem entsprechenden<br />

Schloss. Am nächsten Tag ist das<br />

Fahrrad weg – gestohlen! Hier ist die UNIQA<br />

Fahrrad Diebstahlversicherung eine gute<br />

Absicherung.<br />

2. Fahrrad-Rundumschutz: Der Akku Ihres<br />

E-Bikes hat z. B. einen Kurzschluss – auch<br />

solche Schäden sind im UNIQA Fahrrad-Rundumschutz<br />

gedeckt.<br />

3. Haftpflichtversicherung: Sie sind zwischen<br />

Linz und Krems unterwegs. Abgelenkt von der<br />

prächtigen Umgebung kollidieren Sie mit einem<br />

Fußgänger. Für diese Fälle schützt die UNIQA<br />

Haftpflicht-Versicherung.<br />

Für nähere Details stehen Ihnen<br />

UNIQA-Berater:innen zur Verfügung.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 279


eise / GENUSS-RADELN<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

LANDHAUS BACHER<br />

Thomas Dorfer interpretiert klassische Küche<br />

zeitgemäß und setzt damit die große Tradition des<br />

Hauses fort. Exzellente Weinauswahl.<br />

Südtiroler Platz 2, 3512 Mautern an der Donau<br />

T: +43 2732 82937<br />

landhaus-bacher.at<br />

MÖRWALD RELAIS & CHATEAUX GOURMET<br />

In seinem Stammhaus hat Toni Mörwald auch<br />

einen Fine-Dining-Bereich für seine besten Gerichte,<br />

dazu (Wagramer) Spitzenweine.<br />

Kleine Zeile 15, 3483 Feuersbrunn<br />

T: +43 676 84229881, moerwald.at<br />

ESSLOKAL<br />

Virtuos mischt Roland Huber Eigenkreationen<br />

mit klassischen Gerichten. Schöner Gastgarten,<br />

grandiose Fischgänge.<br />

Hauptplatz 16, 3493 Hadersdorf am Kamp<br />

T: +43 664 88747020<br />

esslokal.com<br />

KAISER VON ÖSTERREICH<br />

Silvia und Hermann Haidinger sorgen für<br />

einen Mix aus bodenständiger und zeitgemäßer<br />

Küche mit vielen mediterranen Akzenten.<br />

Körnermarkt 9, 3500 Krems<br />

T: +43 2732 86001<br />

kaiser-von-oesterreich.at<br />

Originelle Wirtshaus-<br />

Kulisse für eine<br />

ebensolche<br />

Wirtshausküche:<br />

Das »Esslokal« in<br />

Hadersdorf am Kamp.<br />

Wildfleisch-Krautroulade: Mit Blick auf die Stiftskulisse<br />

werden regionale Klassiker in ein modernes<br />

Gewand gehüllt.<br />

Linzer Straße 1, 3390 Melk<br />

T: +43 2752 52345, post-melk.at<br />

NIKOLAIHOF<br />

In der biozertifizierten Weinstube kann die<br />

exzellente Küche von Christine Saahs mit allen<br />

Sinnen erlebt werden. Idyllischer Gastgarten unter<br />

einer Kaiserlinde.<br />

Nikolaigasse 3, 3512 Mautern<br />

T: +43 2732 82901<br />

nikolaihof.at<br />

ALTHOF RETZ<br />

Exquisite Kulinarik, Weingenuss aus der<br />

hauseigenen Gebietsvinothek (250 Positionen)<br />

und idyllisches Ambiente in einem naturbelassenen<br />

Landhausstil.<br />

Althofgasse 14, 2070 Retz<br />

T: +43 2942 3711, althof.at<br />

MÄHRISCHE BOTSCHAFT<br />

Hier werden kulinarische Grenzüberschreitungen<br />

geboten. Zu Klassikern der tschechischen und<br />

österreichischen Küche gibt es Bier und Wein aus<br />

beiden Ländern.<br />

Wallstraße 13, 2070 Retz<br />

T: +43 2942 31100<br />

maehrische-botschaft.at<br />

WACHAUERSTUBE<br />

Gerald Diemt sorgt hier für eine gehobene<br />

Wirtshausküche mit Paprikahenderl, Braten und<br />

Wachauerstuben-Gulasch. Topweine aus der<br />

Wachau.<br />

Unterloiben 74, 3601 Dürnstein<br />

T: +43 2732 85950<br />

wachauerstube.at<br />

WELLEN.SPIEL<br />

Direkt an der Donau gelegen, lässt dank<br />

leichter, mediterran akzentuierter Küche bei<br />

Radlern die »Pause-machen«-Lust wachsen.<br />

Welterbeplatz 1, 3500 Krems<br />

T: +43 2732 75055<br />

wellenspiel.at<br />

Niederösterreichs feinste<br />

Adresse: »Landhaus<br />

Bacher« in Mautern – hier<br />

setzt Thomas Dorfer<br />

die große Tradition des<br />

Hauses nahtlos fort.<br />

<<br />

PRANKL<br />

Allein der Grammelgnocchi wegen einen<br />

Ausflug wert. Bodenständig, entspannt, mit der<br />

richtigen Dosis Moderne.<br />

Hinterhaus 16, 3620 Spitz<br />

T: +43 2713 2323<br />

gasthaus-prankl.at<br />

ZUR POST<br />

Wachauer Fischsuppe und Mostviertler<br />

Fotos: Michael Büchling, beigestellt<br />

280 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


BAD SCHALLERBACH<br />

RADFAHREN<br />

TRIFFT WELLNESS<br />

Im Herzen Oberösterreichs, inmitten sanfter Hügel, grüner Wiesen<br />

und sieben schmucker Orte, liegt die Vitalwelt Bad Schallerbach.<br />

Ein hübsches Fleckchen Erde – wie geschaffen zum genussvollen Radeln.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Velontour.info; Oberoesterreich Tourismus GmbH / Robert Maybach<br />

Über 300 Kilometer erstreckt sich<br />

das gut beschilderte Vitalwelt-<br />

Radwegenetz in dem für den<br />

Hausruck typischen Landschaftsbild.<br />

Egal, ob zur Baumblüte im<br />

Frühjahr oder an spätherbstlichen Sonnentagen:<br />

Auf den Radtouren radelt man vorbei<br />

an herrlichen Landschaften und beeindruckenden<br />

Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen.<br />

Sie punkten mit kurzen Steigungen,<br />

herrlichen Ausblicken und zahlreichen<br />

regionstypischen Mostheurigen und<br />

Gasthäusern. Natürlich kann man dabei<br />

einfach aufs Geratewohl losradeln und die<br />

Tourenplanung dem Zufall überlassen. Wer<br />

allerdings gerne »dem Most auf der Spur«<br />

ist, sich an »Schlössern und Kirchen« interessiert<br />

zeigt, oder eine Runde auf der Strecke<br />

des »24h Radmarathons« drehen<br />

möchte, kann Radtouren mit einer Länge<br />

Radfahrgenuss in der Natur,<br />

gelegentliches Einkehren und<br />

pure Entspannung – all das<br />

gibt es in der Vitalwelt Bad<br />

Schallerbach zu erleben.<br />

von der 21 Kilometer langen Rundfahrt bis<br />

zur 86-Kilometer-Tagestour entdecken.<br />

AUSFLIEGEN & EINKEHREN<br />

Bei einer kleinen Landpartie die Gegend<br />

erkunden und zum guten Schluss ein wenig<br />

einkehren – das gehört in der Vitalwelt quasi<br />

zum Kulturgut. Der ideale Tipp für eine<br />

kurze Verschnaufpause mit Ausblick ist der<br />

Vitalwelt-Picknickkorb: Inmitten von Streuobstwiesen<br />

die Energiespeicher wieder füllen<br />

und sich für den weiteren Weg auf zwei<br />

Rädern stärken. In die vorab bestellten Picknickkörbe<br />

kommen Schmankerl und feinste<br />

Spezialitäten direkt vom Produzenten. Erfrischend,<br />

herb und fruchtig zugleich, ist Most<br />

das ideale Getränk nach einer hügeligen<br />

Tour im Sattel. Kein Wunder, dass sich die<br />

Mostheurigen bei Einheimischen und Gästen<br />

gleichermaßen großer Beliebtheit erfreuen.<br />

Most lässt sich auf vielerlei Art verkosten:<br />

vor Ort bei den Mostbauern, in Mostschänken,<br />

in Jausenstationen oder in Gasthöfen.<br />

WELLNESS & ENTSPANNUNG<br />

Der Ort, an dem man so richtig entspannen<br />

und Kraft tanken kann, ist das EurothermenResort<br />

Bad Schallerbach: In tropische<br />

Gewässer eintauchen, in paradiesischem<br />

Ambiente entspannen und etwas fürs Wohlbefinden<br />

tun!<br />

Palmen, ein großes Meerwasseraquarium,<br />

Poolbars und zahlreiche weitere Attraktionen<br />

verbreiten tropisches Urlaubsfeeling in<br />

der Therme Tropicana. Saunafans fühlen<br />

sich im Sauna-Bergdorf Auszeit wohl. Auf<br />

drei Ebenen und auf über 4000 m² Fläche<br />

locken über 40 Sauna- und Relax-Erlebnisse.<br />

Zwei Übernachtungen, Eintritt in die<br />

Therme, Leihfahrrad, kostenlose Radkarte,<br />

Übernachtung und Frühstück gibt es bereits<br />

ab 139 Euro.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

vitalwelt.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 281


eise / GENUSS-RADELN<br />

BURGENLAND<br />

TAUBENKOBEL<br />

Amuse und Apfeltarte kommen vom offenen<br />

Feuer, dazwischen lässt Alain Weissgerber Kräuter<br />

und Beeren (vom weinberühmten Goldberg) ihr<br />

Aromenwerk an Aal oder Ente tun.<br />

Hauptstraße 31, 7081 Schützen<br />

T: +43 2684 2297<br />

taubenkobel.at<br />

Top-Adresse für<br />

Innereien, aber<br />

auch für klassische<br />

Hausmannskost:<br />

Max Stiegls<br />

»Gut Purbach«.<br />

GUT PURBACH<br />

Pannonische Zutaten und burgenländische<br />

Tradition treffen auf französisches Handwerk und<br />

Max Stiegls Talent, Bewährtem seinen eigenen<br />

Stempel aufzudrücken.<br />

Hauptstraße 64, 7083 Purbach<br />

T: +43 2683 56086, gutpurbach.at<br />

ZUR DANKBARKEIT<br />

Herausragende burgenländische Interpretationen<br />

internationaler Küche, dazu eine ausführliche<br />

Weinkarte mit Schätzen aus der Region und aus<br />

Übersee.<br />

Hauptstraße 39, 7141 Podersdorf<br />

T: +43 2177 2223<br />

dankbarkeit.at<br />

DAS FRITZ<br />

Auf der »SpeiSee«-Karte finden sich unter<br />

anderem Zander, Ochsenbackerln und Hirsch vom<br />

Leithaberg – oder man geht beim »Ruderbrot« vor<br />

Anker.<br />

Seebad 1, 7121 Weiden<br />

T: +43 2167 40222<br />

dasfritz.at<br />

DIE MÖWE<br />

Spektakulär angerichtete, fein zusammengestellte<br />

Geschmackskombinationen: Reisasche<br />

begleitet die »Seewinkler Vichyssoise«, Naan-Brot<br />

das Asia-Huhn.<br />

Storchengasse 1, 7152 Pamhagen<br />

T: +43 2175 21800, vilavitapannonia.at<br />

FOSSIL<br />

Thomas Daniel Pugel lockt mit einer<br />

breiten saisonalen (und schrägen) Genusspalette<br />

von Garnelen im Safran-Orangensud und Grapefruitfilets<br />

bis zum Zander mit fermentierten<br />

Roten Rüben.<br />

Kellergasse 6K, 7083 Purbach<br />

T: +43 2683 21025<br />

restaurant-fossil.at<br />

ZUR BLAUEN GANS<br />

Längst ein Klassiker am See, hat Oliver Wiegand<br />

bewährte Speisevorschläge wie das Bauernhendl<br />

parat. Spannend wird es, wenn er freie Hand<br />

hat und Schneekrabbe oder Pulpo interpretiert.<br />

Seepark, 7121 Weiden am See<br />

T: +43 2167 70000<br />

zurblauengans.at<br />

PRESSHAUS<br />

Pannonische Klassik von der Suppe bis zu den<br />

Desserts. Dazwischen nicht das feine Fischangebot<br />

und die gut sortierte Weinkarte übersehen.<br />

Apetloner Straße 13, 7142 Illmitz<br />

T: +43 2175 2730, presshaus.com<br />

DAS SCHMIDT<br />

Mit fünf Hektar eigener Rebfläche ist für die<br />

Basis der Weinkarte gesorgt. Bei den Speisen setzt<br />

man auf frische, regionale Zutaten, beispielsweise<br />

aus dem See.<br />

Raiffeisenstraße 8, 7072 Mörbisch am See<br />

T: +43 2685 8294<br />

das-schmidt.at<br />

Längst ein<br />

Klassiker am See:<br />

Das Restaurant<br />

»Zur blauen Gans«<br />

in Weiden.<br />

WEINGASTHOF ROSENHOF<br />

Eigene Weine mit interessanten Namensgebungen<br />

(»Starfighter«, »Fat Reini«) werden zu<br />

klassischer Neusiedlersee-Fischküche serviert.<br />

Florianigasse 1, 7142 Illmitz<br />

T: +43 2175 2232, rosenhof.cc<br />

STRANDHAUS<br />

Hier lässt sich bei pannonisch inspirierter Küche<br />

und feinen Cocktails auf der Terrasse ein kilometerreicher<br />

Radtag gechillt ausklingen.<br />

Seebad 1, 7072 Mörbisch<br />

T: +43 664 88187500<br />

strandhaus.or.at<br />

<<br />

Fotos: Ingo Pertramer, beigestellt<br />

282 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


RADFAHREN / BIKEN<br />

ADVERTORIAL Foto: © Kitzbühel Tourismus / Andreas Meyer; Gerald Demolsky; Beigestellt<br />

BIKEN – so vielseitig<br />

wie Kitzbühel<br />

Egal ob Sie mit Ihrem Rennrad Kilometer<br />

fressen, mit dem Mountainbike<br />

Höhenmeter sammeln oder lieber mit<br />

dem E-Bike eine Runde drehen wollen<br />

– all das ist in Kitzbühel möglich.<br />

Den Bike-Trail am Hahnenkamm von<br />

der Bergstation bis in die Stadt testen<br />

oder die traumhafte Landschaft auf<br />

zwei Rädern erleben – es ist wie<br />

Wandern, nur etwas schneller.<br />

Eine besondere Möglichkeit, die<br />

Region am Rad zu erkunden, bietet<br />

der Kitzbüheler Radmarathon, der<br />

heuer zum dritten Mal stattfindet.<br />

Der Kitzbüheler Radmarathon ist mit<br />

216 Kilometern und 4600 Höhenmetern<br />

eine Herausforderung für die<br />

Teilnehmenden. Mit dem Anstieg auf<br />

das Kitzbüheler Horn gibt es auch<br />

ein gebührendes »Grande Finale«,<br />

wobei heuer erstmalig ein zweites<br />

Ziel in der Kitzbüheler Innenstadt zur<br />

Auswahl steht.<br />

KITZBÜHEL TOURISMUS<br />

Hinterstadt 18<br />

6370 Kitzbühel<br />

T: +43 5356 66660<br />

kitzbuehel.com<br />

»OUTDOOR« Abenteuer –<br />

von 21. bis 23. April in<br />

der Messe Wieselburg<br />

Geheimtipp für alle, die Bewegung<br />

lieben: Bei der »OUTDOOR – Sport &<br />

Bike« dreht sich drei Tage lang alles<br />

um Outdoor-Sport. Der Erlebnisfaktor<br />

wird dabei besonders groß geschrieben:<br />

Teststrecken für verschiedene<br />

Bikes, Kanufahrten in der Erlauf und<br />

ein Boulderwürfel stellen nur einen<br />

Auszug der angebotenen Aktivitäten<br />

dar. Bei diversen Challenges können<br />

Besucher ihre sportlichen Fähigkeiten<br />

unter Beweis stellen.<br />

Neben einem spannenden Ausstellungsteil<br />

erwartet die Besucher auch<br />

ein vollgepacktes Rahmenprogramm<br />

mit namhaften Größen aus der<br />

Sportszene wie Barbara Zangerl,<br />

Christoph Strasser und Roland<br />

Königshofer. Alle Infos gibt’s unter<br />

outdoor-messe.at<br />

MESSE WIESELBURG<br />

Volksfestplatz 3<br />

3250 Wieselburg<br />

messewieselburg.at<br />

JETZT<br />

MITBIETEN!<br />

auktion.falstaff.com<br />

AUKTION<br />

Timing ist alles! <strong>Falstaff</strong> Auktion, die Premium-Online-Rückwärtsauktion.<br />

Täglich warten attraktive Produkte auf Sie!<br />

Jetzt registrieren & mitbieten: auktion.falstaff.com<br />

Attraktive Angebote für Smart Shopper –<br />

vom exklusiven Hotelangebot über<br />

tolle Weine & Spezialitäten bis zu schönen<br />

Lifestyleprodukten – bis zu 50 % reduziert.


Strom, wo auch immer man ist – mit<br />

der »Vehicle-to-Device«-Funktion<br />

des brandneuen Kia Niro EV.<br />

STROMAUFWÄRTS!<br />

Bei der Elektromobilität ist Kia ganz vorne dabei.<br />

Die E-Modelle der Marke beherrschen außerdem bidirektionales Laden,<br />

also ein Gerät – wie etwa ein E-Bike – vom Auto aus mit Strom zu speisen.<br />

Des Komfortradlers Feind ist der<br />

Berg. Dafür gibt es E-Bikes.<br />

Wenn aber viele Berge im Weg<br />

sind und der Akku sich leert,<br />

dann ist es gut, eine zuverlässige Strom quelle<br />

bei der Hand zu haben. Da schlägt die Stunde<br />

der batteriebetriebenen Elektroautos von<br />

Kia. Bereits 2014 startete Kia in <strong>Österreich</strong><br />

mit dem ersten Soul EV das Zeitalter der<br />

E-Mobilität. Heute, neun Jahre beziehungsweise<br />

zwei Modellgenerationen später,<br />

macht sich der Vorsprung bemerkbar.<br />

Mit kompakten Abmessungen, alltagstauglicher<br />

Reichweite und vergleichsweise<br />

demokratischer Preisgestaltung hat sich der<br />

elektrische Kia Niro seit 2018 auf dem heimischen<br />

Markt gut etabliert. Seit Sommer<br />

2022 ist nun die zweite Generation des<br />

kompakten Cross-overs unter dem Namen<br />

Kia Niro EV auf dem Markt.<br />

284<br />

Bewährte Tugenden wie etwa die kompakten<br />

Außenmaße (Länge 4,42 m) blieben<br />

unverändert. Design, Assistenzsysteme und<br />

die Steuerung des elektrischen Antriebsstrangs<br />

wurden hingegen erneut auf den<br />

aktuellsten technischen Stand gebracht.<br />

Mit einem Kofferraumvolumen von 475<br />

Litern ist der Niro EV durchaus reisetauglich,<br />

eine Anhängerkupplung kann bei<br />

Bedarf montiert werden – keine Selbstverfalstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


KIA<br />

betankt werden. Mit einem Ladekabel mit<br />

In-Kabel-Kontrollbox (ICCB) lässt sich an<br />

diesem Anschluss sogar ein anderes Elektrofahrzeug<br />

aufladen. Geschützt wird die<br />

Batterie des Niro EV dadurch, dass diese<br />

beim V2V-Laden (»Vehicle-to-Vehicle«)<br />

automatisch abgebrochen wird, sobald die<br />

Akkuladung unter 20 Prozent sinkt.<br />

Damit empfiehlt sich ein Kia-E-Auto<br />

nicht nur für den Komfortradler, sondern<br />

auch für den mobilen Handwerker, den<br />

Besitzer einer Jagdhütte oder auch den<br />

Camping-Fan. In Zukunft kann der elektrische<br />

Kia in der Garage auch als Zwischenspeicher<br />

Elektrizität ins Hausnetz speisen.<br />

Diese »Vehicle-to-Grid«-Funktion macht<br />

die Kombination aus Photovoltaik am<br />

Dach und Wärmepumpe im Keller erst so<br />

richtig effizient. Versuche in Zusammenarbeit<br />

mit den regionalen Netzbetreibern<br />

laufen dazu bereits in Norwegen.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

kia.com/at<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

ständlichkeit bei E-Autos. Damit ist auch<br />

der Transport der Fahrräder zum Ausgangspunkt<br />

der Tour kein Problem.<br />

NICHT NUR LADEN,<br />

SONDERN AUCH EINSPEISEN<br />

Den Stromern von Kia ist gemein, dass sie<br />

Strom nicht nur aus dem Netz tanken,<br />

sondern für angesteckte Verbraucher auch<br />

wieder abgeben können.<br />

Diese »Vehicle-to-Load«-Funktion (V2L)<br />

ermöglicht es, Strom mit einer Leistung von<br />

bis zu 3 kW aus der Fahrzeugbatterie zu<br />

beziehen. Dazu wird der Ladeanschluss des<br />

Fahrzeugs durch einen einfachen Adapter in<br />

eine 220-Volt-Wechselstrom-Steckdose<br />

verwandelt.<br />

Im Innenraum steht eine weitere Steckdose<br />

zur Verfügung. An dieser lassen sich<br />

dann Haushaltsgeräte wie ein Fernseher<br />

oder eine Kaffeemaschine anschließen. Es<br />

kann aber auch ein E-Bike mit Strom<br />

Das nachhaltige Konzept<br />

des neuen Niro zeigt sich auch<br />

an den recycelten und umweltfreundlichen<br />

Innenraum-Materialien<br />

wie den Sitzbezugsstoffen,<br />

deren Ausgangsmaterialien aus<br />

nachwachsenden Rohstoffen bestehen.<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 285


NEWS AUS DEM<br />

BURGENRADLAND –<br />

WEGE ZU WEIN<br />

UND GENUSS<br />

Über mehr als 3.300 Kilometer<br />

schlängeln sich pittoresk perfekt<br />

ausgebaute Radrouten durch Pannoniens<br />

Landschaften. So gut wie jeder<br />

Winkel des Landes, das sich der österreichweit<br />

meisten Sonnentage rühmen darf, lässt<br />

sich mit dem Rad erfahren: quer durch das<br />

UNESCO-Welterbe Neusiedler See, vorbei<br />

an Burgen und Schlössern und durch ausgedehnte<br />

Weinfluren. Im Burgenland gibt es<br />

alles, was das Bikerherz begehrt: von der<br />

gemütlichen Familientour bis zum herausfordernden<br />

Mountainbike-Trail auf der<br />

Rosalia oder am Geschriebenstein. Entlang<br />

der Routen laden radlerfreundliche Gasthäuser<br />

und Heurige zum Genuss. Zum<br />

Wein ist es nirgends weit, sind doch des<br />

Burgenlands Weinregionen eng ins dichte<br />

Radwegnetz eingebunden. burgenland.info<br />

PARADIESROUTE SÜDBURGENLAND –<br />

»BEST OF« DES RADLANDES BURGENLAND<br />

300 Sonnentage, reizvolle Landschaften und<br />

ein weitläufiges Radwegenetz: So präsentiert<br />

sich die Paradiesroute Südburgenland. Knapp<br />

260 Kilometer ist sie lang und genügt gemütlichen<br />

ebenso wie sportlich ambitionierten<br />

Ansprüchen. Sie führt durch drei Naturparks<br />

und entlang der Flusslandschaften, durch<br />

idyllische Kellerviertel und vorbei an Burgen.<br />

Die »Paradiesbetriebe«, Buschenschenken,<br />

Produzenten und Haubenlokale verwöhnen<br />

mit regionalen Köstlichkeiten. Uhudler aus<br />

dem Südburgenland ist ebenso außergewöhnlich<br />

wie der Blaufränkisch vom kleinsten<br />

Weinbaugebiet des Burgenlandes.<br />

Ob sportlich oder gemütlich – das Burgenland ist<br />

ein Paradies für alle, die gern radeln.<br />

288 falstaff mai <strong>2023</strong>


BURGENLAND<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Burgenland Tourismus / Stills and Emotions; Burgenland Tourismus / Birgit Machtinger; velontour; Burgenland Tourismus / Neubauer; Burgenland Tourismus / Oliver Gast; Shutterstock<br />

»BURGENLAND-TRAILS« – MOUNTAINBIKE-<br />

PARADIES AM GESCHRIEBENSTEIN<br />

Acht naturbelassene Trails über insgesamt<br />

40 km zwischen Lockenhaus und<br />

Rechnitz, davon vier »Downhill Trails«<br />

mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden<br />

und vier »Up- and Downhill Trails«<br />

mit Hohlwegen, kilometerlangen Waldwegen,<br />

Canyons, Jumps und Flowlines<br />

bieten Adrenalinkick pur – dank des milden<br />

Klimas das ganze Jahr über. Mit der<br />

Burgenland Card können die Trails gratis<br />

benützt werden.<br />

ROTWEIN RADWEG –<br />

DURCHS BLAUFRÄNKISCHLAND<br />

Hier darf man’s ruhig gemütlich angehen:<br />

Die rund 35 Kilometer durch malerische<br />

Landschaften, sanft hügeliges Gelände<br />

und Weingärten sind bald bewältigt. Gut<br />

geplant sein will deshalb das »Afterbike«-Besuchsprogramm<br />

angesichts der<br />

Zahl namhafter (Rot-)Weingüter, die auf<br />

der Strecke rund um die Orte Neckenmarkt,<br />

Raiding, Deutschkreutz und Horitschon<br />

liegen. Tipp: In der Gebietsvinothek<br />

in Deutschkreutz stehen mehr als<br />

200 Blaufränkische aus der Region zur<br />

Verkostung zum Pauschalpreis bereit.<br />

B32 ROSALIA-RAD-<br />

WANDERWEG – EINMAL<br />

DIE BURG EROBERN<br />

Von den Rittern konnte sie einst nie eingenommen<br />

werden, von zunehmend vielen Radfans hingegen<br />

wird sie immer öfter erobert: die mächtige<br />

Burg Forchtenstein, die als kulturelles Wahrzeichen<br />

hoch über der Region Rosalia thront. Bestens<br />

aufgehoben ist man in der Region Rosalia<br />

auch, was den Wein angeht. Hier finden Blaufränkisch<br />

und Zweigelt perfekte Voraussetzungen vor.<br />

B 12 – KIRSCHBLÜTENRADWEG –<br />

IM BLÜTENMEER AM LEITHABERG<br />

Westlich des Neusiedler Sees führt der<br />

Kirschblütenradweg durch Weingartenfluren,<br />

die mit Tausenden Kirschbäumen<br />

übersät sind. Im Frühjahr bieten sie ein zauberhaftes<br />

Blütenmeer mit dem Steppensee<br />

als Kulisse. Zu den Spezialitäten gehören<br />

neben den regionalen Produkten vor allem<br />

die ausdrucksstarken Leithaberg-DAC-<br />

Weine, die zu den besten des Landes zählen<br />

und in den Wirts- und Schankhäusern<br />

der Region sowie natürlich bei den Winzern<br />

selbst zu verkosten sind.<br />

DURCHS UNESCO-WELTERBE UND<br />

DEN NATIONALPARK ZUM WEIN<br />

Der ebene, 138 Kilometer lange Neusiedler-See-Radweg,<br />

der Radbegeisterte<br />

aus ganz Europa anzieht, ist besonders bei<br />

Familien beliebt. Der Nationalpark beeindruckt<br />

mit seiner faszinierenden Vegetation<br />

und einzigartigen Tierwelt. Der See und<br />

das Klima prägen auch eine Weinvielfalt,<br />

die ihresgleichen sucht. Gehaltvolle, fruchtige<br />

Weißweine und grandiose Rotweine,<br />

voran der Zweigelt, mächtige Cuvées sowie<br />

weltmeisterliche Süßweine machen<br />

die Weinregion Neusiedler See zu einem<br />

Elysium für die radelnden Weinliebhaber.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

289


eise / GENUSS-RADELN<br />

WO VELO<br />

AUF VINO<br />

TRIFFT<br />

Der Radweg am<br />

Millstätter See führt<br />

Groß und Klein vorbei an<br />

malerischen Panoramen<br />

hin zu kulinarischen<br />

Gaumenfreuden.<br />

Foto: Michael Stabentheiner / Kärnten Werbung<br />

290 falstaff mai <strong>2023</strong>


Radeln im Süden von <strong>Österreich</strong>, das heißt Radeln an den schönsten<br />

Seen und in den kulinarischsten Hügeln, die das Land aufzubieten<br />

vermag. Und was noch dazukommt: Hier beginnt der Sommer immer<br />

ein paar Wochen früher als im Rest des Landes.<br />

TEXT KLAUS HÖFLER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

291


eise / GENUSS-RADELN<br />

SCHLADMING /<br />

AUSSEERLAND<br />

»Von den Höhenmetern angenehm und<br />

von der Aussicht her atemberaubend.« –<br />

Die Ankündigung von Bike-Guide Thomas<br />

klingt mehr als vielversprechend. Also geht<br />

es von seiner »Homebase«, dem feinen<br />

»Boutiquehotel Brunner« im Stadtzentrum<br />

von Schladming, erst einmal am Ennstalradweg<br />

los Richtung Haus im Ennstal.<br />

Ein gemütliches Warm-up, bevor es für<br />

ein paar Fahrminuten noch gemütlicher<br />

wird. Mit der Gondel geht es nämlich auf<br />

den Hauser Kaibling. Der versprochene<br />

Aussichts-Reichtum beginnt schon kurz<br />

nach dem Ausstieg. Ein paar Meter hinauf<br />

zum mächtigen Sender – und das gesamte<br />

obersteirische Ennstal, von der Dachsteinsüdwand<br />

bis zum Grimming, scheint einem<br />

zu Füßen zu liegen. Über Forst- und Almwege<br />

führt der Weg hinunter ins Gumpental.<br />

Auch am Talboden verliert die Strecke<br />

nichts von ihrer Idylle, gewinnt aber etwas<br />

an Charakter. Es wartet nämlich ein kurzer<br />

Anstieg, bevor das Gefälle größer und die<br />

Wege enger werden. Von hier kann man<br />

über die Stanglam und die Wellnessoase des<br />

»Hotels Höflehner« oder über das Seewigtal<br />

Richtung Tal aufbrechen. In beiden Fällen<br />

fällt die Route stetig weiter bis Ruperting,<br />

wo der Ennstalradweg schon wieder<br />

auf einen wartet. Zurück in Schladming,<br />

verdient die »Tischlerei« einen Stopp.<br />

Am nächsten Tag könnte man in die<br />

andere Richtung aufbrechen. Die Reiteralm<br />

westlich von Schladming bietet zahlreiche<br />

familientaugliche Trails, wobei auch hier<br />

die Bergaufpassage die Gondel übernimmt.<br />

Das spart Kraft und Schweiß, bevor es<br />

beispielsweise über Eiskar- und Schnepfenwald-Trail<br />

hinunter ins Tal oder auf<br />

die »Reiteralm-Runde« geht. Insgesamt<br />

INSGESAMT LOCKT<br />

DIE GANZE REGION<br />

MIT 27 TOUREN FÜR<br />

MOUNTAIN- UND<br />

E-BIKES SOWIE EINEM<br />

WEITLÄUFIGEN REVIER<br />

FÜR RENNRADFAHRER.<br />

lockt die ganze Region mit 27 ausgeschilderten<br />

Touren für Mountain- und E-Bikes,<br />

dazu kommt ein weitläufiges Revier für<br />

Rennradfahrer, das mit dem Sölkpass,<br />

der Stoderzinken-Panoramastraße, der<br />

Türlwand-Hochwurzen-Tour sowie der<br />

Dachsteinstraße sehenswerte, aber nicht<br />

ganz anstrengungslose Bergstraßen beinhaltet.<br />

Genussorientierter geht es entlang des<br />

Bergpanoramen, so schön,<br />

dass es beinahe weh tut:<br />

Die Alpinwelt rund<br />

um Schladming sucht<br />

ihresgleichen.<br />

Fotos: Schladming Dachstein / Rose Bikes, DeepGreen / Shutterstock, Neumeister<br />

292 falstaff mai <strong>2023</strong>


Ennstalradwegs oder am Hochplateau<br />

der Ramsau zur Sache. Vom Ausseerland<br />

aus sieht man die Reste des radikal<br />

schmelzenden Gletschers am Dachstein<br />

funkeln, während man beispielsweise von<br />

Altausee nach Bad Aussee unterwegs ist.<br />

Im Ort heißt es dann nach links Richtung<br />

Grundlsee abbiegen. Im »Wassermann«<br />

verwöhnen Stefan Haas und sein Team<br />

mit hochdekorierter Kochkunst, die einen<br />

von einer der landschaftlich reizvollsten<br />

Gegenden <strong>Österreich</strong>s in extravagante Geschmacksuniversen<br />

entführt. Ebenfalls als<br />

kulinarisches Erlebnis, vor allem aber zur<br />

körperlichen Erholung empfehlenswert ist<br />

das Narzissenbad und sein angeschlossenes<br />

Hotel. Feine Köstlichkeiten der steirischen,<br />

österreichischen und internationalen Küche<br />

liefern ausreichend Gründe, sich auch<br />

durch das Weinangebot zu kosten. Als<br />

Alternative zu einer Plättenfahrt über den<br />

See kann man am nächsten Tag von der<br />

Therme auf dem R2 Richtung Westen<br />

radeln. Die Route führt vorbei an<br />

der alten Schutzhütte Koppental<br />

durch den alten Bahntunnel zur<br />

Hängebrücke über die Traun,<br />

bevor es wieder zurück geht.<br />

SÜD-<br />

STEIERMARK<br />

Wenn in einer Radregion einmal von<br />

Weinbergen, extremen Steilhängen und<br />

Kaltluftseen in tiefen Tallagen die Rede ist,<br />

sollte man – so man nicht für die Bergetappen<br />

der Tour de France trainiert – bei<br />

Entdeckungsfahrten dringend die Benutzung<br />

eines elektromotorunterstützten Modells in<br />

Betracht ziehen. In der Südsteiermark vor<br />

allem. Hier liegen (im Sausal) nicht nur die<br />

höchstgelegenen Weinrieden <strong>Österreich</strong>s,<br />

hier sind die Weingärten auch besonders<br />

steil. Und zwischen den Höhenrücken<br />

warten immer wieder Abfahrten in Kaltluftseen<br />

– zwar erfrischend, aber spätestens im<br />

Gegenanstieg auch erschöpfend. Dem Wein<br />

tut diese Topografie sehr gut. Die uralten<br />

Meeressedimente und kleinklimatischen<br />

Besonderheiten liefern die Grundlage für<br />

geschmackliche Unverwechselbarkeit. Aber<br />

als Radrevier?<br />

Zum echten Landschaftsgenuss wird die<br />

südsteirische Hügellandschaft erst dank<br />

E-Bike. Velo trifft Vino funktioniert dann<br />

aber umso abwechslungsreicher. Etwa im<br />

»Weinrefugium« in Gamlitz, wo mit Produkten<br />

aus der Region auf den Spuren der<br />

Vergangenheit gekocht wird. »Damals wie<br />

bei Oma« lautet das Motto – und es ist ein<br />

Stück weit gelogen. Denn serviert werden<br />

die Wirtshausklassiker als jugendlich-frische<br />

Interpretationen, zu denen Sommelier Christopher<br />

Pohn die passenden Weine serviert.<br />

Von Gamlitz aus kann man entweder in<br />

westlicher Richtung zum »Sattlerhof« aufbrechen,<br />

wo Hannes und Willi Sattler einst<br />

den Grundstein für ein familiengeführtes Genussimperium<br />

gelegt haben, das mittlerweile<br />

von der Nachfolgegeneration weitergeführt<br />

wird. Oder man radelt in östlicher Richtung<br />

Heni blam qui beriorepra<br />

nobitaq uibusandi commodi<br />

sequis iliquia conet es<br />

molorum fugiand aectia<br />

sumquos aut ea vellam ea<br />

cor as ipsam untori<br />

Gehört zur Südsteiermark wie der Wein und<br />

das gute Essen: der Klapotetz, die lokale<br />

Variante der Vogelscheuche. Gutes Essen<br />

wartet auch in der »Saziani Stub’n«<br />

in Straden im steirischen Vulkanland<br />

auf Genussradler (l.).<br />

nach Ehrenhausen, um der »Weinbank«<br />

von Gerhard Fuchs einen Besuch abzustatten<br />

– seit Jahren eine der besten Adressen in<br />

<strong>Österreich</strong>. Von dort geht es dann – dank<br />

E-Bike anstrengungslos – den Anstieg hinauf<br />

nach Berghausen und weiter an die<br />

steirisch-slowenische Grenze. Die Auswahl<br />

an Weingütern, die mit feinen Speisen und<br />

feinster Aussicht locken, ist entlang der südsteirischen<br />

Weinstraße besonders groß. Von<br />

Wolfgang Maitz (Ratsch) über den »Fischwirt<br />

im Urmeer« (Sulztal) bis zum Geburtshelfer<br />

steirischer Weinkultur, Manfred<br />

Tement (Graßnitzberg) reicht die Palette. Als<br />

Alternative und je nach Akkustand am E-Bike<br />

kann man aber auch weiter fahren, sogar<br />

bis ins Sausal zu Harald Irka. In seinem<br />

<<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

293


eise / GENUSS-RADELN<br />

<<br />

»Pfarrhof« in Sankt Andrä kocht der<br />

Maestro seit nunmehr bald vier Jahren<br />

atemberaubend gut auf mit einer Vielschichtigkeit,<br />

die ihresgleichen sucht.<br />

THERMEN-/<br />

VULKANLAND<br />

Was geschieht, wenn Afrika und Europa<br />

aufeinanderprallen? Vulkane entstehen.<br />

Wie Hochdruckventile »spucken« sie dann<br />

an den geologischen Knautschzonen die<br />

unter der Erdkruste aufgestaute Energie in<br />

Form von Feuer und Lava in die Luft. So<br />

passiert vor 18 bis 1,8 Millionen Jahren in<br />

der Südoststeiermark, als bis zu 40 Vulkane<br />

ihre Glutmassen an die Erdoberfläche<br />

schleuderten. Als markanteste Erinnerung<br />

an diese unruhige Zeit ragt heute der Gesteinskegel<br />

aus der Landschaft, auf dem<br />

die Riegersburg thront. Auch das Klöcher<br />

Massiv, der Stradner Kogel, der Vulkan bei<br />

Kapfenstein oder der Kindsbergkogel bei<br />

Tieschen sind Ergebnis dieses Vulkanismus.<br />

Das ist lange her, aber bis heute nicht egal<br />

– denn die Eruptionen von einst sind die<br />

fruchtbaren Weinböden von heute. Außerdem<br />

»sprudelt« immer noch aufgeheiztes<br />

Wasser aus den Tiefen. Diese Reservoirs<br />

Ein Genussimperium in inzwischen zweiter<br />

Generation: Der »Sattlerhof in Gamlitz.<br />

sind die Versorgungsquellen der heutigen<br />

Thermen. Die Kombination aus warmem<br />

Wasser und wohlschmeckendem Wein ergibt<br />

eine reizvolle Genusslandschaft, die<br />

auch als Fahrraddestination punktet. So<br />

führt der steirische Thermenradweg knapp<br />

150 Kilometer von Nord nach Süd, vom<br />

Hochwechsel bis zur slowenischen Grenze.<br />

Als Etappenort bietet sich beispielsweise<br />

Bad Waltersdorf an. Zum einen wegen der<br />

dortigen Therme, zum anderen wegen des<br />

nahen »Steirerhofs«, wo man das Dinner<br />

zum Lunch machen kann. Das erspart<br />

nächtliche Verdauungsarbeit und bringt<br />

Frische für die Radtour des nächsten<br />

Tages. Die dafür kreierte landschaftliche<br />

und kulinarische Speisekarte ist<br />

vielfältig: Hier treffen sich ausgespülte<br />

Flusstäler mit eng aneinandergereihten<br />

Hügelketten, hier mixt sich die südsteirische<br />

Weißweintradition mit der aus dem<br />

Osten einströmenden Rotweinkultur, hier<br />

breitet sich das kulinarische Universum<br />

weiter aus als anderswo in der Steiermark<br />

und beinhaltet auch Fixsterne aus Schokolade<br />

(Zotter), Spirituosen (Gölles) und<br />

Schinken (Vulcano). Diese paradiesische<br />

Vielfalt am Rad zu erkunden, ist ebenso<br />

reizvoll wie – je nach Routenwahl –<br />

anstrengend. An letzterem sind vor allem<br />

die kurzen, aber meist knackigen Anstiege<br />

Schuld. Nicht alle sind Ergebnis des<br />

einstigen Vulkanismus. So liegt Straden auf<br />

einem Schwemmkegel, der Produkt eines<br />

subtropischen Urmeeres ist. Die dortige<br />

»Saziani Stub’n« ist Produkt des Innovationsgeists<br />

von Albert Neumeister, dem<br />

Doyen dieser Brutstätte großer Köche.<br />

Harald Irka kochte hier ebenso wie Jürgen<br />

Kleinhappl, Gerhard Fuchs oder Walter<br />

Triebl. Heute schwingt Christoph Mandl<br />

das Zepter – und die Qualitätstradition<br />

wird nahtlos fortgeschrieben.<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

294 falstaff mai <strong>2023</strong>


Sehnsucht nach<br />

endlosem<br />

Naturerlebnis<br />

#thermenvulkanland<br />

www.thermen-vulkanland.at<br />

www.steiermark.com<br />

GLÜCKSMOMENTE FANGEN IN DER<br />

ERLEBNISREGION THERMEN- & VULKANLAND<br />

Sanfte Hügellandschaft, belebendes Thermalwasser und dazu die<br />

regionale Kulinarik sowie die herzlichen Gastgeber:innen. Geh‘<br />

auf Entdeckungsreise, ob mit dem Rad oder zu Fuß, und genieße<br />

all das Zauberhafte, das dir unsere Erlebnisregion bietet!<br />

Die Natur in diesem sanften Hügelland ruft förmlich danach entdeckt<br />

zu werden. Auf 6.000 Genusskilometern im Südosten der<br />

Steiermark gibt es die verschiedensten Radtouren für Familien,<br />

E-Biker, Mountainbiker oder Rennradler. Quer durch das sanfte Hügelland,<br />

vorbei an Weingärten oder durch die einzigartige Landschaft<br />

der Murauen um Bad Radkersburg verlocken die Radwege immer<br />

wieder dazu stehenzubleiben und die Natur zu genießen.<br />

Genusswanderer können sich über zahlreiche Themenwanderwege<br />

freuen. Tolle Panoramablicke inklusive! Erleben, schauen und<br />

staunen – eine Fülle von Ausflugszielen, Genussmanufakturen,<br />

historischen Burgen, Schlössern und Städten machen das Sehnsuchtsland<br />

einzigartig. Die regionalen Genussbotschafter Spargel,<br />

Bärlauch und Käferbohne können in den Buschenschänken,<br />

Gasthäusern und Haubenlokalen verkostet werden. Entlang der<br />

Vulkanland Route 66 kommt man dem Genuss auf die Spur. Und<br />

im belebenden Thermalwasser der sechs Thermen lässt man die<br />

Sorgen verdampfen. Im Thermen- & Vulkanland in der Steiermark<br />

ist es zu schön, um nicht da zu sein.


eise / GENUSS-RADELN<br />

Fixadresse am Millstätter<br />

See: Der »Seefischer« in<br />

der Ostbucht des Sees.<br />

Neuer Fixstern am<br />

Kärntner Kulinarik-<br />

Himmel: Das nach ihm<br />

benannte Fine-Dining-<br />

Restaurant von<br />

Hubert Wallner.<br />

1300 Kilometer Radwege und sogar 3000 legale<br />

Mountainbike-Kilometer stehen Radfahrern in <strong>Österreich</strong>s<br />

südlichstem Bundesland zur Verfügung.<br />

KÄRNTEN<br />

Die Gnade des Südens? Wenn im Westen<br />

der Republik noch Schnee in den engen,<br />

steilwandigen Tälern liegt und im Norden<br />

kalte kontinentale Ostwinde daherblasen,<br />

macht sich im Süden bereits der Frühling<br />

breit. 1300 Kilometer Radwege, dazu 3000<br />

legalisierte Mountainbike-Kilometer stehen<br />

für Ausfahrten aller Schwierigkeitsstufen<br />

zur Auswahl. Allein in den Karawanken<br />

rund um den Faaker See gibt es mehr als<br />

zehn Trails samt Stärkungsmöglichkeit<br />

wie etwa im »Karnerhof« in Egg. Und mit<br />

einem E-Bike lässt sich auch die Verbindung<br />

zwischen Ossiacher und Wörthersee<br />

über die Ossiacher Tauern locker schaffen.<br />

Hier wird eine landschaftliche Besonderheit<br />

des Kärntner Radwegenetzes sichtbar:<br />

Es scheint nahezu keine Tour zu geben,<br />

bei der man nicht auf irgendeinen See<br />

blicken kann. Der Einfachheit halber hat<br />

man gleich eine offizielle »Kärntner Seen-<br />

Schleife« für wasseraffine Pedalritter in die<br />

Landschaft gelegt. Über 400 Kilometer ist<br />

sie lang, tangiert 20 Seen und lässt dabei<br />

keinen landschaftlichen und gastronomischen<br />

Hotspot aus. Mit dabei ist beispielweise<br />

der Millstätter See. Hier kann man<br />

im Rahmen einer Seenrunde zwei Fixadressen<br />

ansteuern: Den »Seefischer« in der<br />

Ostbucht, wo internationale Gourmetküche<br />

mit Spezialitäten aus der Region<br />

und Kräutern aus dem eigenen Garten<br />

verfeinert werden. Dazu gibt es eigens für<br />

den Familienbetrieb ausgebaute burgenländische<br />

Cuvées aus der neuen »Weinbibliothek«<br />

des Hauses. Zum anderen das »See-<br />

glück Hotel Forelle«, wo man ebenfalls<br />

großen Wert auf regionale Zutaten und<br />

Produkte legt. Dieser Prämisse hat man<br />

einen eigenen Namen gegeben: R99 –<br />

Chiffre für den Umstand, dass die verarbeiteten<br />

Lebensmittel aus einem Umkreis<br />

von maximal 99 Kilometern kommen.<br />

Zu einem kulinarischen Etappenrennen<br />

gestaltet sich auch eine Runde um den<br />

Wörthersee. Gastronomische Perlen reihen<br />

sich von Velden (»Caramé«) über Pörtschach<br />

(»La Terrasse«) bis nach Krumpendorf,<br />

Maria Wörth und das Südufer<br />

entlang aneinander. So hat Hubert Wallner<br />

in Dellach mit dem nach ihm benannten<br />

Gourmettempel eine neue Fixadresse geschaffen.<br />

Landschaftlich wird etwas weiter<br />

südlich ein Kontrapunkt zur Weite des<br />

Wörthersees serviert: die Tscheppaschlucht.<br />

Vom Wörthersee geht es vorbei am Keutschacher<br />

und Rauschele See nach Viktring,<br />

bevor man Richtung Ferlach abbiegt. Der<br />

Loiblbach hat hier über Jahrmillionen eine<br />

tiefe, klammartige Schlucht in die Felsen<br />

gegraben. Die Urgewalt des Wassers ist bei<br />

diesem spektakulären Naturschauspiel auf<br />

jedem Meter spürbar. 20 Kilometer sind es<br />

zurück nach Klagenfurt. Dort kann man<br />

kulinarisch noch weiter in den Süden reisen:<br />

Im »Dolce Vita« von Stephan Vadnjal<br />

wartet kreative mediterrane Küche. Noch<br />

so ein genusstechnischer Gnadenakt.<br />

<<br />

Fotos: Edward Gröger / Kärnten Werbung, Gert Perauer, Lukas Kirchgasser<br />

296 falstaff mai <strong>2023</strong>


Panorama<br />

Wellness<br />

Das Narzissen Vital Resortein<br />

Paradies für<br />

Erholungssuchende und<br />

SportliebhaberInnen.<br />

Aktivität<br />

Erholung<br />

Die Bereiche des<br />

Solebad, der Saunawelt,<br />

des Medical<br />

Fitness, des Medical<br />

Wellness und der Kur<br />

und Therapie werden<br />

ergänzt durch drei Gastronomien,<br />

die keinen<br />

Wunsch offen lassen.<br />

Genuss<br />

Das Solebad entzückt durch vier Innenbecken inklusive Multifunktionsbecken für<br />

SportlerInnen, Infrarotkabine, Inhalationsdampfbad, Salzkristall und ein beheiztes<br />

Soleaußenbecken. Die Saunawelt führt durch seine fünf Saunen, Infrarotkabinen,<br />

Soleaußenbecken und Kaltwasserbecken zu Regeneration von innen nach außen. Die<br />

Medical Fitness Abteilung bietet zudem ein In- und Outdoor Aktivprogramm an.<br />

Hotelgästen steht der hauseigene Radverleih und damit die Möglichkeit die<br />

Bikelandschaft Ausseerland zu erkunden zur Verfügung.


eise / GENUSS-RADELN<br />

STEIERMARK<br />

DIE WEINBANK<br />

Unbeirrt von allen Trends und Konventionen<br />

kocht Gerhard Fuchs regionale Produkte in neue<br />

kulinarische Sphären.<br />

Hauptstraße 44, 8461 Ehrenhausen<br />

T: +43 3453 22291<br />

dieweinbank.at<br />

HARALD IRKA AM PFARRHOF<br />

Harald Irka steht für französisches Handwerk,<br />

Klarheit und Vielschichtigkeit. Ständig findet er<br />

überraschende Aromenkombinationen. Autofahrer<br />

freuen sich über die nicht alkoholische Begleitung.<br />

Sankt Andrä im Sausal 1, 8444 St. Andrä im Sausal<br />

T: +43 660 3944628<br />

ampfarrhof.com<br />

HABERL & FINK’S DELIKATESSEN<br />

Hans Peter Finks Wirtshausküche hat Esprit.<br />

Mittags wird klassisch, abends kreativ gekocht.<br />

Dazu gibt’s Wein in großzügiger Auswahl.<br />

Walkersdorf 23, 8262 Ilz<br />

T: +43 3385 260, finks-haberl.at<br />

SAZIANI STUB’N<br />

Christoph Mandl setzt die Liste an<br />

großen Küchenchefs fort, die hier Fine-Dining<br />

und gehobene Wirtshausküche perfektioniert<br />

haben.<br />

Saziani-Weg 42, 8345 Straden<br />

T: +43 3473 8651, neumeister.cc<br />

Atemberaubende Lage am<br />

Grundlsee und eine ebensolche<br />

Küche: der »Wassermann«<br />

im »Mondi Resort«.<br />

DIE TISCHLEREI<br />

Kreative Kompositionen vom See bis zum<br />

Meer sowie von der Wiese und aus dem Wald.<br />

Empfehlung: das Degustationsmenü.<br />

Roseggerstraße 676, 8970 Schladming<br />

T: +43 3687 22192<br />

dietischlerei.co.at<br />

KRISPELS GENUSSTHEATER<br />

Daniel Weißer bringt internationale Erfahrung<br />

aus Italien und China, Stefan Krispel liefert<br />

regionale Weinkunst. Zusammen bieten sie<br />

Gaumenfreuden zwischen Genusstheater und<br />

KostBar.<br />

Neusetz 29, 8345 Straden<br />

T: +43 3473 7862, krispel.at<br />

SATTLERHOF<br />

Anna Sattler leitet den Service zu Hause, ihr<br />

Vater Hannes ist mit regionalem Fine Dining<br />

globalen Zuschnitts ein Pionier der Südsteiermark.<br />

Sernau 2, 8462 Gamlitz<br />

T: +43 3453 4454, sattlerhof.at<br />

WASSERMANN<br />

Die Lage mit ihrem Grundlsee-Blick ist<br />

atemberaubend, genauso wie die Menüs von Stefan<br />

Haas. Schöne Weinkarte.<br />

Archkogl 31, 8993 Grundlsee<br />

T: +43 3622 8477263<br />

grundlsee.mondihotels.com<br />

LIEPERTS<br />

Im gemütlichen Gastraum kommen die Gänge<br />

ungezwungen kreativ-regional mit feinem Handwerk<br />

daher. Der Fokus der Zutaten liegt auf Nachhaltigkeit.<br />

Der Weinkeller ist eine Schatzkiste.<br />

Arnfelserstraße 2, 8463 Leutschach<br />

T: +43 664 1418116, lieperts.at<br />

ERZHERZOG JOHANN<br />

Neben dem À-la-carte-Restaurant im Hotel –<br />

Saibling probieren! - ist das Wirtshaus »s’Johann«<br />

ein beliebter lokaler Treffpunkt.<br />

Kurhausplatz 62, 8990 Bad Aussee<br />

T: +43 3622 525070<br />

erzherzogjohann.at<br />

H 1117<br />

Fine Dining in luftiger Höhe vom »Hotel<br />

Höflehner« mit Blick über das halbe Ennstal.<br />

Kreative Kombination aus regionalen Produkten<br />

und ausgefallenen Zutaten.<br />

Gumpenberg 2, 8967 Haus/Ennstal<br />

T: +43 3686 2548<br />

hoeflehner.com<br />

Steirische Küche mit<br />

mediterranen Einsprengseln:<br />

»Der Steirerhof« in<br />

Bad Waltersdorf.<br />

KREUZWIRT IM GUT PÖSSNITZBERG<br />

Küchenchef Daniel Rauter veredelt Produkte<br />

aus der Region. Laufend aktualisierte Weinkarte<br />

rund um die edlen Tropfen von »Hauswinzer«<br />

Hannes Sabathi.<br />

Pössnitz 168, 8463 Leutschach<br />

T: +43 3454 205<br />

poessnitzberg.at<br />

SAFENHOF<br />

Klassiker wie Eierschwammerlgulasch oder<br />

Wiener Schnitzel vom Kalb finden sich genauso auf<br />

der Karte wie ein Branzino auf mediterranem<br />

Gemüsebett.<br />

Hauptstraße 78, 8271 Bad Waltersdorf<br />

T: +43 3333 2239<br />

safenhof.at<br />

STEIRERHOF<br />

Steirische Küche mit mediterranen Ausflügen<br />

wird im Wellnesshotel raffiniert und herzhaft zubereitet.<br />

Sehr gute Weinauswahl.<br />

<<br />

Fotos: Mondi Hotels & Resorts, Hotel & Spa Der Steirerhof Bad Waltersdorf<br />

298 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


Wie wäre es mit einer gemütlichen Tour mit dem Bike bzw. der Vespa durch die Südsteiermark mit anschließender<br />

Entspannung und grenzenlosem Genuss? Im LOISIUM Spa Club powered by Saint Charles erwartet Sie<br />

eine Vielfalt an unterschiedlichsten Treatments, Saunen & Co. Sonne tanken mit einem Achterl Wein in der<br />

Hand, Relaxen auf den gemütlichen Liegen im Freien und im beheizten Outdoorpool – und das alles inmitten<br />

der Weinreben. Die Entspannungsmöglichkeiten sind mindestens genauso vielseitig, wie die Rebsorten der<br />

Region.<br />

Das LOISIUM Wine & Spa Hotel Südsteiermark in Ehrenhausen ist der perfekte Ort, um die Region mit allen<br />

Sinnen zu erleben – für Winelover und alle, die Genuss und Auszeit vom Feinsten suchen.<br />

WEIN.FRÜHLING IM LOISIUM<br />

Bis Ende Mai sparen Sie -20% ab 2 Nächten &<br />

-30% ab 3 Nächten auf die tagesaktuelle Rate.<br />

Alle Infos & Buchung auf loisium.com<br />

ab 3 Nächten<br />

LOISIUM Langenlois hotel.langenlois@loisium.com, +43 2734 77 100 | LOISIUM Südsteiermark hotel.steiermark@loisium.com, +43 3453 288 00<br />

LOISIUM Champagne hotel.champagne@loisium.com, +33 3100 182 00


eise / GENUSS-RADELN<br />

Lebt seine Kreativität nun in seinem eigenen<br />

Lokal aus: Das »Gourmetrestaurant Hubert<br />

Wallner« des gleichnamigen Küchen-Magiers.<br />

KARNERHOF GÖTZLSTUBE<br />

Leichte österreichische Gerichte, süße<br />

Kasnudeln zum Dessert in einem kürzlich runderneuerten<br />

Haus am Faaker See.<br />

Karnerhofweg 10, 9580 Egg am Faaker See<br />

T: +43 4254 2188, karnerhof.com<br />

PEPPINO<br />

Mediterranes Flair am See: Zu feinem<br />

Hummer und Sushi, frischen Austern und Kaviar<br />

kann man aus 600 Spitzenweinen aus der ganzen<br />

Welt wählen. Im Gin Club warten 1300 verschiedene<br />

Spirituosen.<br />

Seemuehlgasse 57<br />

9872 Millstatt<br />

T: +43 4766 2036, pizzeria-peppino.at<br />

<<br />

Wagerberg 125, 8271 Bad Waltersdorf<br />

T: +43 8000 311412<br />

dersteirerhof.at<br />

WEINLANDHOF<br />

Sanfte Weinhügel sind das Markenzeichen der<br />

Gegend, die Küche ist regional: Tafelspitzsulzerl<br />

mit Kernöl, Rieslingschaumsuppe oder Schweinsfischerl<br />

mit Kraut und Grammelknödel.<br />

Untere Hauptstraße 15, 8462 Gamlitz<br />

T: +43 3453 2584<br />

weinlandhof.at<br />

SPEZEREI<br />

Sabine Hermann präsentiert einen kulinarischen<br />

Querschnitt aus dem Vulkanland – vom<br />

Wollschwein über Käse bis zu Wein und Chutneys.<br />

Langgasse 46, 8490 Bad Radkersburg<br />

T: +43 664 2831691<br />

diespezerei.com<br />

Kurze Lieferketten für einen langen Genuss.<br />

Töschling 1, 9212 Pörtschach<br />

T: +43 42722377, seefels.at<br />

SEESPITZ IM SCHLOSSHOTEL VELDEN<br />

Leichte Bistroküche auf der Seeterrasse oder<br />

Auswahl an Slow-Food-Variationen der Genussregion<br />

Alpe-Adria – auf japanische Weise puristisch<br />

zubereitet.<br />

Schlosspark 1, 9220 Velden<br />

T: +43 4274 520000<br />

schlossvelden.falkensteiner.com<br />

FISHERY STEFFAN<br />

Treffpunkt für Fisch-Liebhaber, die sich von<br />

Küchenchef Ricardo Hojnik mit Fisch-Consommé<br />

und gegrilltem Oktopus verwöhnen lassen.<br />

Seidendorf 1, 9122 St. Kanzian am Klopeinersee<br />

T: +43 4239 93082, fishery-steffan.at<br />

PORTOFINO<br />

Über die geradelte Seerunde erzählen lässt<br />

sich am besten auf der Seeterrasse im Seerestaurant<br />

bei mediterranen Gerichten.<br />

Wrannpark 1-3, 9220 Velden<br />

T: +43 4274 2770<br />

seehotel-europa.at<br />

SEEFISCHER<br />

Fisch mit viel Fingerspitzengefühl zubereitet<br />

und auf der Hafenveranda an der Südspitze des<br />

Millstätter Sees serviert. Neue Weinbibliothek<br />

und Hausweine.<br />

Fischerweg 1, 9873 Döbriach<br />

T: +43 4246 77120, seefischer.at<br />

GASTHAUS HÖHENWIRT<br />

Am Weg zum Pyramidenkogel lohnt ein<br />

Abstecher in diesen optisch mit Fundstücken aus<br />

alten Wörthersee-Villen geschmückten Familienbetrieb.<br />

Marillenknödel als Kraftspender für müde<br />

Wadeln.<br />

Höhe 4, 9074 Keutschach<br />

T: +43 4273 2328<br />

hoehenwirt.at<br />

<<br />

KÄRNTEN<br />

CARAMÉ<br />

Küchenchef Thomas Guggenberger<br />

garantiert Gaumengenuss zwischen Alpenkaviar,<br />

Wagyu und Mango, Taschenkrebs und<br />

Jakobsmuscheln auf Paella.<br />

Am Corso 10, 9020 Velden<br />

T: +43 4274 3000, restaurant-carame.at<br />

GOURMETRESTAURANT HUBERT<br />

WALLNER<br />

Der Hausherr lebt seine Kreativität mit meisterlichen<br />

Gerichten neuerdings im eigenen Lokal<br />

am Südufer des Wörthersees aus.<br />

Seeplatz 6, 9082 Maria Wörth<br />

T: +43 427338589, hubertwallner.at<br />

LA TERRASSE IM SCHLOSS SEEFELS<br />

Im umfassend umgebauten Hotel blieb in<br />

der Küche alles beim (hochklassigen) Alten: 80<br />

Prozent der Produkte stammen aus der Region:<br />

Leichte Bistroküche, Slowfood<br />

und japanischer Purismus:<br />

das »Seespitz im<br />

Schlosshotel Velden«.<br />

<<br />

Fotos: Lukas Kirchgasser, Falkensteiner Hotels & Residences / Daniel Roos<br />

300 falstaff mai <strong>2023</strong><br />

95–100 Punkte 90 – 94 Punkte 85 – 89 Punkte 80 – 84 Punkte – Mehr Infos auf falstaff.com


STEIERMARK TOURISMUS<br />

Vom Gletscher bis<br />

zum Wein: In der<br />

Steiermark gibt es<br />

facettenreiche<br />

Naturlandschaften<br />

zu entdecken.<br />

AB AUF DEN SATTEL<br />

Die Natur genießen und dabei die Sonne und den Fahrtwind im Gesicht spüren:<br />

Im Frühling gibt es wohl keine schönere Art, die Steiermark zu erkunden, als auf<br />

dem Fahrrad. Wir verraten die schönsten Routen zum »Einfach-Losradeln«.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © TV Bad Radkersburg / Bergmann; Steiermark Tourismus / Brönner<br />

Wer sich in der Steiermark<br />

auf Entdeckungsreise<br />

begibt, kommt aus dem<br />

Staunen nicht mehr<br />

he raus. Eine vielfältige Landschaft, die von<br />

imposanten Berggipfeln im Norden bis hin<br />

zu blühenden Obst- und Weinlandschaften<br />

im Süden und Osten reicht. Dazwischen<br />

schlängeln sich zahlreiche Radwege, die<br />

erkundet werden wollen.<br />

IMMER DEM WASSER NACH<br />

Besonders häufig wird man beim Radeln in<br />

der Steiermark von sprudelnden Quellen<br />

und Flüssen begleitet. Eine ideale Abkühlung<br />

an warmen Tagen. Beliebt ist dabei der<br />

»Murradweg«: Über 365 Kilometer folgt er<br />

dem steirischen Hauptfluss von seinem<br />

Ursprung im Lungau durch die Städte<br />

Leoben und Graz bis in die Thermenregion<br />

im Süden des Landes. Ein Tipp für alle, die<br />

gerne im alpinen Gelände unterwegs sind:<br />

der »Ennsradweg«. Seine Attraktionen<br />

reichen vom imposanten Grimming über<br />

Schloss Trautenfels bis hin zu Stift Admont<br />

mit seiner weltgrößten Klosterbibliothek.<br />

PURER GENUSS<br />

Radfahren ist ja an sich schon ein Genuss.<br />

Übertroffen wird dieser allerdings noch,<br />

wenn auch der Gaumen auf seine Rechnung<br />

kommt. Genau das ist das Ziel der rund 30<br />

Genussradwege, die durch den Süden und<br />

Osten der Steiermark führen. Auf zwei<br />

Rädern folgt man hier der Spur des Kernöls,<br />

der Käferbohne oder des steirischen Weins.<br />

Die »Weinland Steiermark Radtour« verbindet<br />

diese Erlebnisse miteinander. Entlang<br />

der 400 Kilometer langen Strecke durchquert<br />

man dabei nicht nur drei Weinbaugebiete,<br />

sondern kann auch immer wieder in<br />

einer der zahlreichen Buschenschänken oder<br />

Genussmanufakturen einkehren.<br />

INFO<br />

Weitere Infos und viele Tipps gibt es auch unter<br />

steiermark.com/rad<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 301


MAL EINFACH LOS­<br />

RADELN & GENIESSEN<br />

Egal ob es eine gemütliche Fahrradtour, eine anspruchsvolle Mountainbikeroute oder<br />

ein herausfordernder Trail ist – am Ende werden in der Region Schladming-Dachstein in der<br />

Steiermark alle Zweiradfans mit landschaftlichen und kulinarischen Highlights belohnt.<br />

Mal einfach in die Pedale treten<br />

und die Region Schladming-<br />

Dachstein auf zwei Rädern<br />

erkunden. 27 Fahrrad- und<br />

Mountainbiketouren führen entlang von<br />

Bächen, durch Wälder und in einsame Täler.<br />

Jede Tour verspricht unvergessliche<br />

Momente und beeindruckt mit Ausblicken<br />

auf das schöne Ennstal. Egal, ob Genussradler,<br />

Mountainbiker oder Downhiller,<br />

egal, welcher Alters- und Erfahrungsstufen –<br />

hier kommen alle voll auf ihre Kosten. Die<br />

meisten Touren führen an gemütlichen Almhütten<br />

vorbei und laden zum Zwischenstopp<br />

und Verweilen ein. Dort wird mit<br />

herzlicher Gastfreundschaft serviert und es<br />

können steirische Köstlichkeiten, so manche<br />

Spezialitäten und kulinarische Wahrzeichen<br />

der Region – wie der Ennstaler Steirerkas<br />

g.U. – genossen werden. Umgeben von<br />

traumhafter Natur und frischer Landluft, da<br />

schmeckt’s dann besonders gut. Mit etwas<br />

Glück sieht man auf der Alm, wie regionale<br />

Produkte hergestellt werden, beispielsweise<br />

302<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


TOURISMUSVERBAND SCHLADMING-DACHSTEIN<br />

Gerichte mit dem typischen Ennstaler<br />

Steirerkas sind in der Region Schladming-<br />

Dachstein authentisch und beliebt.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Georg Knaus; Martin Huber; Wildbild<br />

der für die Region typische Steirerkas.<br />

Dieser reift für rund 3 Wochen heran und<br />

bekommt dadurch sein einzigartiges graubraun<br />

marmoriertes Aussehen und die<br />

klumpig-bröselige Konsistenz. Sein würziges<br />

Aroma ist die ideale Zutat für Steirerkasnock’n,<br />

auf dem Steirerkasbrot oder in<br />

Steirerkrapfen –, aber auch andere kulinarische<br />

Kreationen wie etwa Suppen oder Aufstriche<br />

werden damit verfeinert. Das Probieren<br />

lohnt sich und gibt neue Energie für die<br />

restlichen Kilometer auf dem Fahrrad.<br />

SCHLADMING-DACHSTEIN ALM-<br />

KULINARIK GENUSSTOUREN<br />

Radfahren und die regionale Kulinarik genießen?<br />

Das lässt sich entlang der Schladming-<br />

Dachstein Genusstouren ganz einfach verbinden.<br />

Viele Biketouren führen an einer der 14<br />

Hütten vorbei, die neben regionalen Köstlichkeiten<br />

wie Kaspressknödelsuppe, Krapfen<br />

oder Steirerkasnockerl auch Almkulinarikgerichte<br />

servieren. Das Projekt »Almkulinarik<br />

Das »Kaibling-Alm Weckerl«<br />

ist das kulinarische Highlight<br />

auf der Krummholzrunde.<br />

by Richard Rauch« verspricht im Sommer<br />

wie im Winter besondere Rezepte, die von<br />

den Hüttenwirten und -wirtinnen gemeinsam<br />

mit dem Starkoch Richard Rauch – bekannt<br />

aus der TV Show »Die Küchenschlacht« –<br />

kreiert werden. Das Besondere: Jedes Gericht<br />

enthält eine ausgewählte Zutat, die sich entweder<br />

rund um die Alm finden lässt oder<br />

selbst produziert wird. Was gibt es Besseres<br />

als eine Stärkung für Leib und Seele nach<br />

einer anstrengenden Radtour?<br />

TOUREN-TIPP:<br />

KRUMMHOLZRUNDE<br />

Mit der Gondel geht es hoch hinauf bis zur<br />

Bergstation des Hauser Kaiblings. Dann startet<br />

die landschaftlich schöne Tour und führt<br />

über einen Anstieg hinauf zum Sendemast<br />

des Hauser Kaiblings, wo man mit einem<br />

atemberaubendem Ausblick über das Ennstal<br />

und auf das Dachsteinmassiv belohnt wird.<br />

Entlang des Almwegs geht es gemütlich zur<br />

Kaiblingalm, die mit ihrer sonnigen Terrasse<br />

zur Rast einlädt. Hier verspricht das Almkulinarikgericht<br />

»Kaibling-Alm Weckerl« eine<br />

herzhafte Stärkung auf Haubenniveau.<br />

Gestärkt führt die Tour entweder über den<br />

Speicherteich zurück zur Gondelbergstation<br />

oder wird über das Gumpental abgefahren.<br />

Wer mehr Adrenalinkick spüren will und<br />

dabei aber trotzdem nicht auf den Genuss<br />

verzichten möchte, der begibt sich auf die<br />

Trails der Bikeparks auf der Planai oder auf<br />

der Reiteralm. Dort laden Trails für alle<br />

Könnensstufen zu einem unvergesslichen<br />

sportlichen Erlebnis ein. Die Wieslechalm<br />

bzw. die Schnepfnalm sorgen nach dem<br />

Mountainbiken für steirische Kulinarik und<br />

Gaumenfreuden.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

schladming-dachstein.at/bike<br />

schladming-dachstein.at/kulinarik<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 303


TRAUMHAFTE<br />

KULISSE<br />

Ob sportlich aktiv oder einfach nur genießen –<br />

in der Region Schladming-Dachstein ist mit<br />

Sicherheit das Richtige für jeden Geschmack dabei.<br />

ALLES ZUM GREIFEN NAH<br />

Die vielen Sonnenseiten des Urlaubs im<br />

4-Sterne-Superior-Hotel »Schwaigerhof« erleben!<br />

In Schladming-Rohrmoos verbringt<br />

man den Urlaub 1050 Meter über dem<br />

Meeresspiegel und erlebt die wärmenden<br />

Sonnenstrahlen hautnah. Es gibt aber<br />

noch so viel mehr zu entdecken. Denn der<br />

»Schwaigerhof« ist der richtige Urlaubsplatz<br />

für alle. Ob Familien mit Hang zum Abenteuer,<br />

Paare auf der Suche nach Romantik<br />

oder alleinreisende Sport-Cracks – jedes Ziel<br />

ist hier zum Greifen nahe!<br />

Neu ab Mai <strong>2023</strong>: Inmitten der<br />

Schladming-Dachstein-Region tut sich<br />

ständig etwas – immer wieder erfinden sich<br />

auch Teile des »Schwaigerhofs« neu. So<br />

werden etwa die »Tauern«-Zimmer in neuem<br />

Glanz erstrahlen. Gemeinsam mit der<br />

Bike School Pekoll bietet das Hotel zudem<br />

erstmals eine Fami lien-Bike-Pauschale mit<br />

Zwei- oder Drei-Tages-Camp für Kinder<br />

und Jugendliche an.<br />

Was Gäste am »Schwaigerhof« lieben:<br />

den 25-Meter-Outdoor-Pool, die familiäre<br />

Atmosphäre, Architektur und Design, ein<br />

freundliches Service, wunderschönes Panorama,<br />

Naturteich- und Gartenanlage sowie<br />

eine hervorragende Küche.<br />

HOTELEIGENE ALM<br />

In Schladming-Dachstein ist jeder Weg ein<br />

Genuss, aber einer ganz besonders: jener<br />

zur malerischen Ursprungalm. Denn dort<br />

wird einmal in der Woche exklusiv für<br />

»Schwaigerhof«-Hotelgäste aufgekocht.<br />

Chefin Annemarie und Tochter Martina<br />

Stocker servieren dort frische Buttermilch,<br />

flaumige Krapfen und andere regionale<br />

Schmankerln zur Stärkung – diese Tour<br />

schmeckt garantiert!<br />

INFO<br />

Hotel Schwaigerhof ****S<br />

Schwaigerweg 19, 8971 Schladming<br />

T: +43 3687 61422, schwaigerhof.at<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Hotel Schwaigerhof / Anja Koppitsch Photography; Shuitterstock<br />

304<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


CHALETS COBURG SCHLADMING<br />

FROM COBURG WITH LOVE!<br />

Zeit & Raum sind knappe Güter. Bei Coburg wird der Traum gelebt, beides zu haben.<br />

Freedom in Raum & Zeit, Freedom im Selberkochen oder Essengehen, Freedom im<br />

Relaxen oder Aktivsein – Freedom im Privatsein oder Gesprächeführen!<br />

Zum Abkühlen an heißen<br />

Tagen, zum Plantschen für<br />

die Kinder, oder einfach nur<br />

zum Seele-baumeln-Lassen –<br />

die Coburg Style Wasseroase.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Appartement geht immer und<br />

überall? Die Chalets Coburg<br />

sind sogar noch eine Idee vo raus.<br />

Man weiß hier bestens über<br />

die Likes und Don’ts der Gäste Bescheid –<br />

aus Erfahrung. Und all das wurde im »My<br />

Coburg Style« verwirklicht. Es wurde ein<br />

Ort geschaffen, der den »Style of Living«<br />

sowie den ganz persönlichen »Way of Life«<br />

widerspiegelt.<br />

Wer die Berge in allen Facetten liebt,<br />

aber gleichzeitig nicht auf das pulsierende<br />

Leben einer Stadt verzichten möchte, ist in<br />

den Chalets Coburg bestens aufgehoben.<br />

Wer Freiheit und Privatsphäre eines eigenen<br />

Appartements schätzt, sich aber genauso<br />

über ein Hotelservice freut, wird die<br />

Chalets Coburg lieben. Und es kommt noch<br />

besser: Die Chalets befinden sich in zentraler<br />

Lage in Schladming nahe der Planai<br />

und der Bike- und Wanderrouten.<br />

21 Appartements – 21 Bedtime Stories,<br />

Queen & King, Ones, Twos, On Tops und<br />

Loft – alle mit Balkon oder XXL-Terrassen<br />

mit 360 Grad patentiertem und garantiertem<br />

Panoramablick sowie teilweise privater<br />

Sauna. Die XXL-Terrassen der Tops und<br />

des Loft mit Blick auf den Dachstein sind<br />

einzigartig und für Gäste der Chalets<br />

Coburg unvergesslich! Das ist aber noch<br />

nicht alles: Die Schladming-Dachstein<br />

Sommercard, eine Panoramasauna, die exklusive<br />

Wasseroase und ein eigener E-Bike-<br />

Verleih samt videoüberwachtem Fahrradraum<br />

und Waschplatz für die Bikes machen<br />

den Urlaub in Schladming perfekt.<br />

FRÜHSTÜCK & MORE<br />

Mit Mittelmäßigkeit und Standard kann<br />

man bei Coburg nichts anfangen. Es wird<br />

gekocht, experimentell gekocht und Neues<br />

ausprobiert. Es werden Produkte verwendet,<br />

die aus der Region kommen – quer<br />

durch die Jahreszeiten. Kleinigkeiten, die<br />

das Leben so lebenswert machen, Chichi,<br />

Geschirr und Selbstgemachtes sind hier allgegenwärtig.<br />

Diese Leidenschaft zieht sich<br />

quer durch alle kulinarischen Highlights,<br />

die in der Coburg angeboten werden. Überraschung<br />

und Experimente inklusive!<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

chaletscoburg.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 305


DIE SÜDSTEIERMARK<br />

Man nehme eine Portion Kulinarik, reichlich Sonnenschein und Blumenduft, würze sie mit<br />

traumhaften Panoramen und füge ein unvergleichliches Wander- und Radangebot hinzu –<br />

Willkommen in der Südsteiermark.<br />

Die Südsteiermark mit ihren beiden<br />

Bezirken Deutschlandsberg<br />

und Leibnitz ist eine Region voller<br />

kulinarischer Erlebnisse und<br />

Eindrücke. Eine Region, in der Natur und<br />

Kultur miteinander verschmelzen.<br />

Atemberaubende Landschaftsansichten<br />

gepaart mit einer Vielzahl von Wanderwegen<br />

und Radtouren ermöglichen es,<br />

Genuss, Entspannung und Abenteuer in<br />

pure Lebensfreude zu verwandeln. Durch<br />

die Kombination von Herzlichkeit und<br />

Gastfreundschaft wird das Erlebnis perfekt<br />

abgerundet.<br />

FAKTEN ZUR SÜDSTEIERMARK<br />

Weinberg rauf und runter, auf oft schmalen<br />

und kurvenreichen Straßen, begleitet von<br />

einer atemberaubenden Aussicht auf eine<br />

wildromantische Weinlandschaft. Die Rede<br />

ist von folgenden drei Augenweiden: Die Südsteirische<br />

Weinstraße, die Schilcher Weinstraße<br />

und die Sausaler Weinstraße. Neben den<br />

drei Weinstraßen – bei denen klar der Wein<br />

im Mittelpunkt steht – gibt es in der Südsteiermark<br />

auch noch die Steirische Ölspur.<br />

Dieser Spur folgt man sehr gerne, immerhin<br />

dreht sich hier alles um das grüne Gold der<br />

Steiermark – das steirische Kürbiskernöl.<br />

So unterschiedlich die vier Straßen auch sein<br />

mögen, so viele Gemeinsamkeiten verbinden<br />

sie: eine hohe Dichte und Vielfalt an kulinarischen<br />

Angeboten, traumhafte Aussichten<br />

und ein klares Genussversprechen. In der<br />

Südsteiermark warten 3383 Hektar Weinbaufläche,<br />

rund 385 Weingüter, 31 Haubenlokale,<br />

ca. 250 Buschenschänken/Heurige<br />

und etwa 150 Klapotetze darauf, erkundet<br />

zu werden.<br />

VERGNÜGEN AUF ZWEI RÄDERN<br />

Die sanft geschwungenen Weinberge, die<br />

sich im Frühling in zarte Grüntöne kleiden,<br />

306<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


SÜDSTEIERMARK<br />

Klimatisch begünstigt und<br />

geprägt von einer idyllischen<br />

Landschaft, lädt die Region<br />

im Süden der Steiermark<br />

das ganze Jahr über zum<br />

Radfahren und Wandern<br />

sowie zum Genießen von<br />

regionalen Köstlichkeiten ein.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © TV Südsteiermark / Wolfgang Jauk, Tom Lamm; Steiermark Tourismus / Tom Lamm<br />

sind am besten per<br />

Fahrrad zu erkunden.<br />

Mit Fahrtwind im Gesicht<br />

und umgeben von einer beeindruckenden<br />

Landschaft kann man hier das südsteirische<br />

Lebensgefühl schon zu Beginn der<br />

Saison erleben. Die Region verfügt über ein<br />

flächendeckendes und perfekt ausgebautes<br />

Radwegenetz, das für jeden Geschmack<br />

etwas zu bieten hat, von klassischen Zweirädern<br />

über Mountainbikes bis hin zu<br />

E-Bikes. Es gibt viele beliebte Radwege und<br />

Touren in der Südsteiermark, die vorbei<br />

an zahlreichen Sehenswürdigkeiten und<br />

Ausflugszielen und sogar nach Slowenien<br />

führen. suedsteiermark.com/rad<br />

WANDERN VON<br />

DER ALM ZUM WEIN<br />

Auch für Wanderbegeisterte bietet die<br />

Südsteiermark eine Menge an zahlreichen<br />

gut ausgebauten Wegen, entlang derer man<br />

die Schönheit der vielfältigen Landschaft<br />

erkunden kann. Die Wanderschuhe angezogen<br />

und nicht weit wartet schon eine der<br />

zahlreichen Wanderrouten<br />

mit einer unvergesslichen<br />

Wanderung. Das<br />

Motto hier lautet: »Von der Alm<br />

zum Wein«, stets begleitet von einer guten<br />

Jause mit echten Spezialitäten. Die Südsteiermark<br />

bietet eine Vielzahl an übersichtlich<br />

markierten und gepflegten Wanderrouten für<br />

die ganze Familie. Entlang einer der drei<br />

Weinstraßen – durch Weinberge, Wiesen und<br />

schattige Wälder – geht es querfeldein durch<br />

eine Landschaft, die imposanter nicht sein<br />

könnte. Wer gerne Höhenluft atmet, sollte<br />

unbedingt die Koralm besuchen. Im Sommer<br />

freuen sich Wanderbegeisterte vor allem auf<br />

die gemütlichen und urigen Almhütten, die<br />

zu herzhaften und regionalen Spezialitäten<br />

einladen. suedsteiermark.com/wandern<br />

ERLEBNISSHOP: ERLEBNISSE &<br />

VERKOSTUNGEN GLEICH DIREKT<br />

ONLINE BUCHEN & ENTDECKEN<br />

Erlebnisse können ganz einfach gleich direkt<br />

online über suedsteiermark.com/erlebnisshop<br />

gebucht werden. Das Online-Buchungssys­<br />

tem mit mehr als 150 buchbaren Erlebnissen<br />

bietet einen großartigen Überblick über die<br />

vielen verschiedenen Angebote in der Region<br />

Südsteiermark. Von Weinverkostungen über<br />

Alpakawanderungen bis hin zu einem breiten<br />

Angebot für Actionliebhaber und Bewegungshungrige<br />

ist für jeden etwas dabei.<br />

WEINMOBIL SÜDSTEIERMARK<br />

Das WEINmobil Südsteiermark bringt Gäste und<br />

Einheimische von und zu den rund 2000 Betrieben<br />

und Ausflugszielen sowie zu den Ausgangspunkten<br />

der Wander- und Radwege in der Region.<br />

Sicher und bequem: Täglich von 10.00 bis<br />

23.30 Uhr. Reservierung unter:<br />

T: +43 3454 94127 oder weinmobil.at<br />

INFO<br />

Tourismusverband Südsteiermark<br />

Hauptplatz 40, 8530 Deutschlandsberg<br />

T: +43 5 7730, office@suedsteiermark.com<br />

suedsteiermark.com<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 307


tasting / PROSECCO SUPERIORE DOCG TROPHY<br />

PRICKELNDE<br />

HEITERKEIT<br />

Prosecco steht für italienische Lebensart und Leichtigkeit, es braucht dafür<br />

keinen besonderen Anlass, Prosecco passt einfach immer – das ist auch sein<br />

Erfolgsgeheimnis. Und der Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG<br />

ist die höchste Qualitätsstufe dieses beliebten Schaumweins.<br />

TEXT OTHMAR KIEM NOTIZEN OTHMAR KIEM, SIMON STAFFLER<br />

Foto: StevanZZ / Shutterstock<br />

308<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


Dank Prosecco hat sich Venetien<br />

in den vergangenen zwei<br />

Jahrzehnten zur führenden<br />

Schaumweinregion Italiens<br />

entwickelt – und Italien selbst<br />

ist dadurch zum größten Schaumweinland<br />

der Welt aufgestiegen. Der unkomplizierte<br />

Prosecco ist längst zum Synonym für<br />

italienischen Schaumwein schlechthin geworden.<br />

Insgesamt deutlich über 700 Millionen<br />

Flaschen Prosecco wurden im Jahr 2021<br />

abgefüllt, eine gewaltige Zahl. Nur rund<br />

20 Prozent davon werden im Land selbst<br />

konsumiert, der große Rest geht in alle Welt.<br />

Nun sind zwar nicht alle Prosecchi großartige<br />

Spitzenweine. Aufgrund unserer langjährigen<br />

Verkostungserfahrung können wir aber<br />

feststellen, dass Präzision und Frische in den<br />

Weinen stetig zugenommen haben. In den<br />

Kellern um Treviso wird sehr gut gearbeitet.<br />

Grundsätzlich gilt es, zwischen Prosecco<br />

DOC und Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG zu unterscheiden.<br />

Der Löwenanteil der Produktionsmenge entfällt<br />

auf Prosecco DOC, vom hochwertigeren<br />

Prosecco Superiore DOCG werden »nur«<br />

knapp 100 Millionen Flaschen pro Jahr<br />

erzeugt, weitere etwa 23 Millionen macht<br />

Asolo DOCG aus. Die Hügel um Conegliano<br />

und Valdobbiadene nordwestlich von Treviso<br />

sind das ursprüngliche Produktionsgebiet für<br />

Prosecco. Die Weingärten befinden sich ausschließlich<br />

in Hanglagen, einige stehen an<br />

Steilheit jenen an der Mosel um nichts nach.<br />

Nur Prosecco, der aus diesen Lagen kommt,<br />

darf sich Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG nennen. Auch Prosecco,<br />

der von den Hängen um die Stadt Asolo<br />

stammt, darf das DOCG-Gütesiegel tragen.<br />

Die Menge an Asolo Prosecco Superiore<br />

DOCG hat zuletzt kräftig zugenommen.<br />

Ungleich größere Mengen werden aber vom<br />

Prosecco DOC erzeugt. Diese Bezeichnung<br />

besteht seit 2009, erstreckt sich über zwei<br />

Regionen – Veneto und Friaul-Julisch<br />

Venetien – und umfasst neun Provinzen von<br />

Treviso im Westen bis Triest im Osten. Die<br />

Anbauflächen liegen hier überwiegend in der<br />

Ebene. Basis für Prosecco ist die Glera-Traube,<br />

die einen Anteil von mindesten 85 Prozent<br />

haben muss. Den Rest bilden weitere lokale<br />

Sorten. Die Glera-Traube zeichnet sich durch<br />

zarte Aromatik aus. Damit diese erhalten<br />

bleibt, wird Prosecco im Tankgärverfahren<br />

erzeugt. Nach einer Lagerung von drei bis<br />

vier Monaten ist der Schaumwein bereit. ><br />

Steile Lagen prägen die<br />

Landschaft um Valdobbiadene.<br />

Hier entsteht der feine<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

309


tasting / PROSECCO SUPERIORE DOCG TROPHY<br />

LEGENDE<br />

Conegliano<br />

Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore<br />

DOCG<br />

94<br />

Weißwein, trocken<br />

•<br />

Rotwein, trocken<br />

• Süßwein<br />

95 – 100 Klassiker<br />

93 – 94 ausgezeichnet<br />

91 – 92 exzellent<br />

88 – 90 sehr gut<br />

85 – 87 empfehlenswert<br />

DIAM<br />

DV<br />

PK<br />

KK<br />

NK<br />

VL<br />

Verschluss aus<br />

gepresstem<br />

Korkgranulat<br />

Drehverschluss<br />

Presskorken<br />

Kunststoffkork<br />

Naturkork<br />

Vinolok<br />

zertifiziert nachhaltig<br />

(<strong>Österreich</strong>)<br />

1. Platz<br />

•<br />

Cuvée 5 Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022<br />

Extra Brut<br />

Col Vetoraz, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Silbergrün<br />

und zahlreiche, anhaltende Perlage.<br />

Duftet intensiv und klar in der Nase nach<br />

frischer Zitrone, knackigem Pfirsich und<br />

nassem Stein. Am Gaumen lebendig, ausgewogen<br />

und klar, wirkt sehr pur, salzig,<br />

stoffig und lang. colvetoraz.it, € 17,50<br />

2. Platz<br />

•<br />

Nazzareno Pola Etichetta del Fondatore<br />

Dirupo Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022<br />

Extra Dry, Andreola, Farra di Soligo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, funkelndes<br />

Strohgelb mit zarten Reflexen. In der<br />

Nase ausdrucksstark, nach frischen<br />

Zitrusfrüchten, Wachs, nassem Stein,<br />

dazu Orangenblüten und Jasmin, komplex,<br />

duftig, einladend. Am Gaumen ausgewogen,<br />

klar, pur, mit kühler Frucht und<br />

sehr gut ausgeführter Dosage, auf frischen<br />

Obstkorb, komplex und dennoch<br />

leichtfüßig, toller Valdobbiadene!<br />

andreola.eu, € 39,–<br />

PLATZ<br />

CUVÉE 5 EXTRA BRUT<br />

COL VETORAZ<br />

Intensiv und klar, nach frischer<br />

Zitrone, knackigem Pfirsich und<br />

feuchtem Stein, lebendig und klar.<br />

PLATZ<br />

NAZARENO POLA 2022<br />

ANDREOLA<br />

Zitrusfrüchte, Wachs, Orangenund<br />

Jasminblüten, einladend.<br />

3. Platz<br />

•<br />

Valdobbiadene Superiore di<br />

Cartizze DOCG 2022 Dry<br />

Fratelli Bortolin, Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, funkelndes<br />

Strohgelb mit Silbergrau und anhaltender<br />

Perlage. In der Nase klar und ausdrucksstark,<br />

nach frischem weißen<br />

Pfirsich, Marille, ein Hauch Marzipan und<br />

Buttergebäck. Am Gaumen mit schöner<br />

Frische, klarem Fruchtkern und spannendem<br />

Verlauf, Säure und Perlen stützen<br />

die Süße, ausgewogen, herrlich!<br />

bortolin.com, € 20,–<br />

93<br />

•<br />

Ry Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG Extra Brut<br />

Dal Din, Vidor<br />

11,5 Vol.-%, NK. Brillantes Strohgelb mit<br />

silbernen Reflexen und anhaltender Perlage.<br />

Duftige Nase, nach saftigem Steinobst,<br />

nassem Stein und floralen Anklängen,<br />

wirkt sehr präzise. Präzise auch am<br />

Gaumen, knochentrocken, mit viel Stoff<br />

und gut eingebundener Perlage, saftig<br />

und lang. daldin.it, € 14,90<br />

•<br />

Vigneto della Riva di San Floriano<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2022<br />

Nino Franco, Valdobbiadene<br />

12 Vol.-%, NK. Leuchtendes Strohgelb mit<br />

grünlichen Reflexen und anhaltender<br />

Perlage. In der Nase präzise, nach Südfrüchten,<br />

Haselnüssen, Zitronenzesten<br />

und einem Hauch Blutorangen, im Nachhall<br />

nach Obers. Am Gaumen frisch und<br />

ausgewogen, klar, mit wohlig eingebundener<br />

Perlage, präzise, stimmig und mit<br />

feiner Länge. ninofranco.it, € 15,–<br />

•<br />

Costa d’Oro Conegliano<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG 2022 Brut, Scandolera, Vidor<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Strohgelb,<br />

feine und ruhige Perlage. Die Nase zeigt<br />

PLATZ<br />

CARTIZZE DRY<br />

FRATELLI BORTOLIN<br />

Klarer Fruchtkern, spannender<br />

Verlauf, feine Perlage.<br />

frische Noten von Gras, Jasmin und<br />

Holunderblüten, darauf folgen süße<br />

Noten von weißen Früchten, Pfirsich,<br />

Apfel und Melone. Der Schluck ist fest,<br />

ausfüllend und cremig, die Kohlensäure<br />

umhüllt den Gaumen und eine mineralische<br />

Note sorgt für angenehmen<br />

Trinkfluss, schließt trocken.<br />

scandolera.it, € 19,–<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022<br />

Millesimato Brut, San Giuseppe<br />

San Pietro di Feletto<br />

11,5 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

zahlreicher, anhaltender Perlage. In der<br />

Nase nach frischem Obstsalat, dazu feine<br />

weiße Blüte und ein Hauch Würze. Am<br />

Gaumen strahlend und klar, zeigt saftigen<br />

Fruchtkern, eingehüllt in feine Perlage,<br />

luftig, bereitet viel Trinkfreude.<br />

aziendaagricolasangiuseppe.it<br />

€ 12,50<br />

•<br />

Prestige Collection Rive di Santo<br />

Stefano Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022<br />

Mionetto<br />

Blassgelb, silberfarben, mit feiner und<br />

kompakter Perlage. Feine und zarte<br />

Nase mit Noten von reifem Apfel und<br />

reifer Birne, mit einem Hauch von<br />

Zitrusfrüchten. Am Gaumen frisch, fein<br />

herausgearbeitete Frucht, mit lebhafter<br />

Perlage, im Finale trocken und klar.<br />

freixenet-onlineshop.de, € 15,–<br />

•<br />

Cuvée Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG Brut<br />

Vigne Matte, Cison di Valmarino<br />

11 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

anhaltender, finessenreicher Perlage.<br />

Wirkt in der Nase sehr pur und geradlinig,<br />

auf Noten von grünem Apfel, weinig, Meersalz.<br />

Am Gaumen lebendig, klar und mit<br />

saftiger Perlage, zeigt hohen Trinkfluss,<br />

ohne dabei Komplexität zu vermissen,<br />

geradlinig, pur.<br />

vignematte.it, € 13,–<br />

Fotos: beigestellt<br />

310 falstaff mai <strong>2023</strong>


tasting / PROSECCO SUPERIORE DOCG TROPHY<br />

•<br />

Rustico Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG Brut<br />

Nino Franco, Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, NK. Funkelndes Grünsilber mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase nach<br />

frischem Apfel und frischer Birne, mit<br />

zarten Holunderblüten, im Nachhall<br />

dann nach Pfirsich und Akazienblüten.<br />

Am Gaumen mit feiner Zitrusfrucht,<br />

wohlig eingebundener Perlage, saftig,<br />

schwingt locker dahin, sehr fein.<br />

ninofranco.it, € 13,90<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG Extra Dry<br />

Borgoluce, Susegana<br />

11,5 Vol.-%, NK. Klares und leuchtendes<br />

Grau/Silber. Feine, lebendige und anhaltende<br />

Perlage. Reichhaltige, fruchtige<br />

Nase mit Noten von weißem Pfirsich,<br />

reifem Apfel, Birne und einem Hauch von<br />

Honig. Am Gaumen frisch, süß und leicht,<br />

angenehm umschmeichelt von der<br />

Kohlensäure, anhaltend.<br />

borgoluce.it, € 15,–<br />

•<br />

MillesiMatte Conegliano<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG 2021 Extra Dry<br />

Vigne Matte, Cison di Valmarino<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silber. In der<br />

Nase intensive und angenehme Noten<br />

von Apfel, Lavendel und Wildblumen.<br />

Cremige Entwicklung, tolle Geschmacksbalance,<br />

feine und anhaltende Kohlensäure,<br />

sehr gut gezeichnet im langen,<br />

frischen Abgang. vignematte.it, € 15,–<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2022 Millesimato<br />

Extra Brut, Nani Rizzi, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau<br />

mit persistenter Perlage. Ausdrucksstarke<br />

und klare Nase, nach frischen Zitrusfrüchten,<br />

weißem Pfirsich und Akazienblüten,<br />

dazu sanft nach Birne. Am Gaumen<br />

klar und präsent, ausgewogen, mit<br />

saftiger Perlage und klarer Frucht, macht<br />

viel Freude. nanirizzi.it, € 16,–<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2022 Millesimato Dry<br />

Col Vetoraz, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Strohgelb mit<br />

zart grünlichen Reflexen und anhaltender<br />

Perlage. In der Nase knackige Birne<br />

und saftiger Apfel, präzise, erinnert im<br />

Nachhall an Pfirsichmousse und Wiesenblumen.<br />

Am Gaumen lebendig, klar und<br />

frisch, mit feinster Fruchtsüße und<br />

saftigem Verlauf, durchaus von luftiger<br />

Perlage getragen, ein Genuss.<br />

colvetoraz.it, € 17,50<br />

•<br />

Molera Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022 Extra<br />

Dry, Bisol 1542, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau<br />

mit wenig Perlage. In der Nase Wiesenkräuter,<br />

frische Birne und weißer Pfirsich,<br />

erinnert an Schwarztee. Am Gaumen<br />

keck und gut ausgewogen, mit frischem<br />

Fruchtkern und luftiger Perlage, dazu<br />

feine salzige Töne. bisol.it, € 17,99<br />

•<br />

Vigneto Giardino Rive di Colbertaldo<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2021 Asciutto<br />

Adami, Colbertaldo di Vidor<br />

11 Vol.-%, NK. Strahlendes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase zart<br />

nach Obstsalat und Wiesenblumen, wirkt<br />

frisch und klar. Zeigt sich auf der Zunge<br />

mit feiner, dezenter Frucht, eingebettet<br />

in luftige Perlage, elegante im Verlauf,<br />

die Süße hält sich zurück, blitzsauberes<br />

Finale. adamispumanti.it, € 18,–<br />

•<br />

Col Credas Rive di Farra di Soligo<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2021 Extra Brut<br />

Adami, Colbertaldo di Vidor<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Gelb mit<br />

silbernen Reflexen. In der Nase nach<br />

grünem Apfel, Meersalz, etwas Zitrus,<br />

wirkt steinig. Präziser Trunk, saftig, mit<br />

aufbrausender Perlage, langes Finish.<br />

adamispumanti.it, € 18,–<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022 Brut<br />

Bortolin Angelo<br />

Geht immer und zu jedem<br />

Anlass: ein spritziges Glas<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG<br />

oder Prosecco DOC.<br />

Guia di Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Helles Strohgelb, sehr<br />

leuchtend. Feine, kompakte und anhaltende<br />

Perlage. Süße Nase mit Noten von<br />

grünem Apfel, Litschi und angenehmen<br />

Zitrusfrüchten. Im Trunk lebhaft dank<br />

einer sehr angenehmen Spritzigkeit.<br />

Frische Zitrusnoten im Nachgeschmack,<br />

die am Gaumen lange bleiben.<br />

bortolinangelo.com, € 18,–<br />

•<br />

Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2022<br />

Extra Dry, Bortolin Angelo<br />

Guia di Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, strahlendes<br />

Strohgelb mit Silber. In der Nase klar<br />

und fein gezeichnet, nach Meersalz und<br />

frischen Zitrusfrüchten unterlegt von<br />

herzhaftem Steinobst. Ausgewogen am<br />

Gaumen und mit schönem Fruchtkern,<br />

schmelzig, strahlend und mit<br />

luftiger Perlage.<br />

bortolinangelo.com, € 18,–<br />

•<br />

Giustino B. Conegliano<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG 2021 Extra Dry<br />

Ruggeri, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Brillantes Silbergrün<br />

mit anhaltender Perlage. Duftet in der<br />

Nase sehr klar und präzise nach frischer<br />

Birne und frischer Banane, feiner Blütenduft.<br />

Am Gaumen strahlend, klar und mit<br />

toller Fruchtsüße, spannt einen weiten<br />

Bogen auf, in sich sehr ausgewogen.<br />

ruggeri.it, € 18,30<br />

•<br />

Rive di Solighetto Conegliano<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG 2021 Brut, Spagnol Col del Sas<br />

Colbertaldo di Vidor<br />

11,5 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

persistenter, feingliedriger Perlage. In der<br />

Nase zunächst nach Hefe und gerösteten<br />

Haselnüssen, dann nach nassem Stein,<br />

Zitrusfrüchten und kaltem Rauch, im<br />

Nachhall dann wiederum Grapefruit. Am<br />

Gaumen saftig, spannungsgeladen, klar<br />

und ausgewogen, spannt sich schön auf,<br />

vibriert und bleibt lange am Gaumen.<br />

spagnolcoldelsas.com, € 19,–<br />

•<br />

La Rivetta 120<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG Extra Brut<br />

Villa Sandi, Crocetta del Montello<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtend strahlendes<br />

Silber mit Strohgelb. Zeigt sich ausdrucksstark<br />

in der Nase, nach Birnenmousse,<br />

Orangenschalen und weißen<br />

Blüten. Am Gaumen mit klarer und<br />

grobkörniger Perlage, zeigt sich präzise,<br />

mit feiner Salzigkeit, tolle ausgewogene<br />

Struktur.<br />

villasandi.it, € 19,–<br />

Fotos: Gorloff-KV / Shutterstock, Alessandro Guerriero / Shutterstock, beigestellt<br />

312 falstaff mai <strong>2023</strong>


•<br />

Valdobbiadene Superiore di Cartizze<br />

DOCG 2022 Dry<br />

Marsuret, Guia di Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Strohgelb mit<br />

zart grünlichen Reflexen. In der Nase frisch<br />

und duftig, nach weißen Blüten, frischem<br />

Kernobst und Wiesenkräutern. Am Gaumen<br />

ausgewogen und frisch, zeigt sich mit<br />

tollem Fruchtschmelz und herzhafter<br />

Süße, stimmig und rund, tolles Trinkvergnügen.<br />

marsuret.it, € 19,50<br />

•<br />

26° I° Rive di Col San Martino<br />

Valdobbiadene DOCG 2021 Extra Brut<br />

Andreola, Farra di Soligo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Strohgelb mit<br />

Silber und anhaltender Perlage. In der<br />

Nase nach kaltem Rauch, Brotkruste und<br />

Zitrusfrüchten, im Nachhall zart blumige<br />

Töne. Am Gaumen mit wilder Perlage,<br />

saftig, trockener Ansatz und Verlauf, sehr<br />

präzise. andreola.eu, € 19,90<br />

•<br />

Col del Forno Rive di Refrontolo<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2021 Brut<br />

Andreola, Farra di Soligo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Silbergrau mit funkelnden<br />

Reflexen. In der Nase blumig, nach Weißdorn<br />

und Jasmin, dazu feine Zitrustöne<br />

sowie Holunderblüten im Ausklang. Am<br />

Gaumen sehr saftig, präzise und klar, mit<br />

gut eingebundener Perlage, steht nach<br />

einem Jahr in der Flasche noch sehr<br />

gut da. andreola.eu, € 19,90<br />

•<br />

Mas de Fer Rive di Soligo<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2021 Extra Dry<br />

Andreola, Farra di Soligo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau<br />

mit anhaltender Perlage. Einladende<br />

Nase, nach frischen weißen Blüten, Zitronenzesten,<br />

dazu steinig-rauchige Anklänge,<br />

im Nachhall dann frisches Steinobst.<br />

Am Gaumen punktgenau, sauber, ausgewogen,<br />

dazu klare stimmige Frucht,<br />

schöne Länge, nach einem Jahr noch<br />

nicht müde. andreola.eu, € 19,90<br />

•<br />

Particella 232 Rive di Farrò<br />

Conegliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2021 Extra Brut<br />

Sorelle Bronca, Vidor<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Anhaltende Perlage,<br />

finessenreich, in silberner Farbe. Duftend<br />

nach frischen Zitrusfrüchten und Meersalz,<br />

etwas nasser Stein. Am Gaumen<br />

präzise, saftig, klar, mit toller Zitrusnote,<br />

viel Saft, tolle Länge, ausgewogen.<br />

sorellebronca.com, € 20,–<br />

•<br />

Particella 181 Rive di Rua<br />

Valdobbiadene Prosecco Superiore<br />

DOCG 2021 Brut, Sorelle Bronca, Vidor<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Silbergrau.<br />

In der Nase mit finessenreichem Bukett,<br />

nach frischem Obstsalat, weißen Blüten<br />

und einem Hauch Birnenmousse. Am<br />

Gaumen ausgewogen, saftig und mit<br />

präziser finessenreicher Perlage, trinkt<br />

sich sehr gut. sorellebronca.com, € 20,–<br />

•<br />

Nodi Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG 2021 Extra<br />

Brut, Nino Franco, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Strohgelb<br />

mit anhaltender Perlage. Ausdrucksstarke<br />

Nase, nach kandierten Zitronenstücken,<br />

kaltem Rauch, ein wenig Apfel<br />

sowie schöne blumige Nuancen. Am<br />

Gaumen klar und saftig, trocken, mit<br />

wuchtiger Perlage, animierend zartbitter<br />

im Nachhall. ninofranco.it, € 22,–<br />

•<br />

Valdobbiadene Superiore di<br />

Cartizze DOCG 2022 Dry, Tanorè<br />

Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Brillantes Grünsilber mit<br />

persistenter Perlage. In der Nase nach<br />

Meersalz, nassem Stein, etwas Limetten,<br />

ebenso am Gaumen, präzise und saftig,<br />

klar und trocken, zeigt schöne Länge und<br />

Haptik. tanore.it, € 26,–<br />

•<br />

Valdobbiadene Superiore di<br />

Cartizze DOCG 2022, Andreola<br />

Farra di Soligo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Strohgelb<br />

mit zart grünlichen Reflexen. In der Nase<br />

zunächst leichte Reduktion, dann nach<br />

Orangenblüten und Zitronensaft, duftig,<br />

auch nach Jasmin und Meersalz. Am<br />

Gaumen kompakt, nach frischem Honig<br />

und Wachs, dazu Birne, saftig, wohlig<br />

dosiert, mit schöner Länge, wirkt edel.<br />

andreola.eu, € 34,–<br />

•<br />

Cuvée di Boj Conegliano Valdobbiadene<br />

Prosecco Superiore DOCG Brut<br />

Valdo Spumanti, Valdobbiadene<br />

Der Saft knackiger Glera-Trauben bildet<br />

die Grundlage für Prosecco.<br />

11,5 Vol.-%, NK. Strohgelb mit leicht<br />

silbernen Reflexen. Feine und beständige<br />

Perlage. Zarte, blumige Nase nach<br />

Jasmin. Noten von Zitrone, Grapefruit<br />

und grünem Apfel. Im Trunk ist er cremig,<br />

lebendig und frisch. Der Gaumen wird<br />

von einer deutlichen Frucht geprägt,<br />

schließt lang und trocken, die Säure<br />

sorgt für angenehmen Trinkfluss.<br />

valdo.com, € 35,–<br />

•<br />

Valdobbiadene Superiore di<br />

Cartizze DOCG 2022 Dry<br />

Bisol 1542, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Strohgelb<br />

mit anhaltender, feiner Perlage. Duftende<br />

Nase, nach Buttergebäck, Vanille,<br />

hat was von der frischen Ananas, dazu<br />

Pfirsich und ein Hauch Stachelbeeren.<br />

Am Gaumen golden, fruchtsatt, mit gut<br />

eingebundener Perlage, herzhaft im<br />

Verlauf, zeigt auch ordentlich Süße, im<br />

Ausklang auf kandiertem Kernobst.<br />

bisol.it, € 45,99<br />

93<br />

Asolo Prosecco<br />

DOCG<br />

1. Platz<br />

•<br />

Celéber Asolo Prosecco Superiore<br />

DOCG 2022 Extra Brut<br />

Dal Bello Antonio, Fonte<br />

11,5 Vol.-%, NK. Helles, leuchtendes<br />

Silbergrau, subtile Perlage. Zartes Bukett<br />

mit Noten von Birne, Litschi, Banane<br />

und Ananas, einladend und frisch. Am<br />

Gaumen cremig und gut ausgeprägt.<br />

Schließt trocken und frisch, angenehmer<br />

Trinkfluss. Sehr gut herausgearbeitete<br />

Frucht, im Finale guter Druck.<br />

dalbellovini.it, € 18,–<br />

2. Platz<br />

•<br />

Nero Asolo Prosecco Superiore<br />

DOCG Extra Brut<br />

Villa Sandi, Crocetta del Montello<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, strahlendes<br />

Strohgelb mit kupfernem Schimmer,<br />

feine, anhaltende Perlage. In der Nase<br />

nach Pfirsich, Holunder, Zitrone und<br />

Wiesenkräutern. Zeigt am Gaumen gut<br />

eingebundene Perlage, ausgewogene<br />

Frucht, saftig und strahlend, mit<br />

schwingendem Verlauf.<br />

villasandi.it<br />

€ 19,90<br />

3. Platz<br />

•<br />

Asolo Prosecco Superiore DOCG<br />

2022 Millesimato Extra Dry<br />

Bogana Vini, Pederobba<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau<br />

mit zart grünlichen Reflexen, anhaltend<br />

sprudelnde Perlen. In der Nase nach<br />

frischem Kernobst, dazu ein Hauch<br />

Banane und Wiesenkräuter. Am Gaumen<br />

ausgewogen und mit kecker Perlage,<br />

dazu schöner Fruchtschmelz, stimmt<br />

von vorne bis hinten.<br />

boganavini.it<br />

€ 11,50<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

313


tasting / PROSECCO DOC TROPHY<br />

PERLEND &<br />

FRUCHTIG<br />

PLATZ<br />

ORGANIC PROSECCO TREVISO<br />

LE CONTESSE<br />

Nach Sternfrucht, Limetten und<br />

kandierten Zitrusstücken.<br />

Dank Prosecco DOC<br />

ist Italien zum größten<br />

Schaumweinproduzenten<br />

der Welt<br />

aufgestiegen. Über 600 Millionen<br />

Flaschen des beliebten<br />

Sprudlers werden jährlich<br />

erzeugt. Die Anbaugebiete für<br />

Prosecco DOC reichen von<br />

Treviso in Venetien bis nach<br />

Triest im Friaul.<br />

92<br />

Prosecco DOC<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Organic Prosecco Treviso DOC<br />

2021 Brut, Le Contesse, Vazzola<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, strahlendes<br />

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der<br />

Nase klar und einladend, nach Sternfrucht,<br />

Limetten und frisch kandierten Zitrusstücken.<br />

Zeigt klaren Fruchtkern, saftig und<br />

ausgewogen, im Finale auf Holundersirup,<br />

trinkig. lecontesse.it, € 6,85<br />

2. Platz<br />

•<br />

Prosecco DOC 2022 Brut<br />

Il Colle 1978, San Pietro di Feletto<br />

11 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase nach<br />

nassem Stein, frisch, ein Hauch grüner<br />

Apfel, ebenso am Gaumen, mit zartem<br />

Fruchtschmelz, schön trocken, frisch,<br />

trinkt sich sehr gut.<br />

proseccoilcolle.it, € 7,80<br />

3. Platz<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC 2022<br />

Millesimato Extra Dry<br />

Antonio Facchin & Figli<br />

San Polo di Piave<br />

11,5 Vol.-%, NK. Blassgelb, ins Silberne<br />

tendierend. Leuchtend mit feiner und<br />

anhaltender Perlage. Süße Nase mit Noten<br />

von Apfel, Birne und Litschi. Im Trunk frisch<br />

und süß-fruchtig, ausgewogen und cremig,<br />

hinterlässt einen sauberen Gaumen.<br />

Schöner Trinkfluss.<br />

antoniofacchin.com, € 7,–<br />

91<br />

•<br />

Mesai Prosecco Treviso DOC Extra<br />

Dry, Dal Din, Vidor<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, helles Strohgelb,<br />

feine Perlage. Frische Nase von<br />

Blumen, Jasmin, Zitrusfrüchten und Apfel.<br />

Am Gaumen vollmundig und cremig, mit<br />

angenehmer Säure und süßer Textur.<br />

Schließt sehr frisch und anhaltend.<br />

daldin.it, € 9,90<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC Frizzante<br />

Antonio Facchin & Figli<br />

Fotos: Claudio Giovanni Colombo / Shutterstock, beigestellt<br />

314 falstaff mai <strong>2023</strong>


egleiten den Schluck. Schließt trocken.<br />

pitars.it, € 9,–<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC 2022 Extra<br />

Dry, Colli del Soligo, Pieve di Soligo<br />

11 Vol.-%, NK. Strahlendes Silbergrün mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase duftigblumig,<br />

nach Wiesenkräutern und weißen<br />

Blüten, ebenso am Gaumen, mit knackigfrischem<br />

Verlauf, trinkt sich sehr gut.<br />

collisoligo.com, € 9,50<br />

Eine weitläufige, offene<br />

Landschaft und sanfte Hügel<br />

prägen das Anbaugebiet für<br />

Prosecco DOC.<br />

San Polo di Piave<br />

11 Vol.-%, NK. Brillantes, strahlendes Silbergrün.<br />

In der Nase sehr frisch, nach knackiger<br />

Birne und grünem Apfel, im Nachhall<br />

knackiger weißer Pfirsich. Saftig am Gaumen<br />

mit ausgewogenem Verlauf, leichtfüßig<br />

und schnörkellos, trinkt sich hervorragend.<br />

antoniofacchin.com, € 6,50<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC 2021 Extra<br />

Dry, Le Contesse, Vazzola<br />

11 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase frisch und<br />

blumig, zeigt feine Nuancen von Holunderblüten<br />

und Zitrusfrüchten, dazu ein Hauch<br />

Himbeere. Gleiche Nuancen am Gaumen,<br />

sehr frisch und zugänglich, ausgewogen,<br />

gefällt. lecontesse.it, € 6,80<br />

•<br />

Prosecco DOC Extra Dry<br />

Pitars, San Martino al Tagliamento<br />

11,5 Vol.-%, PK. Leuchtendes Strohgelb mit<br />

zart grünlichen Reflexen. Intensive Nase<br />

nach kandierten Birnenstücken und weißen<br />

Rosen, auf der Zunge mit viel süßem<br />

Schmelz und gut eingebundener Perlage,<br />

schmeichelnd, zugänglich.<br />

pitars.it, € 9,–<br />

•<br />

Prosecco DOC Brut<br />

Pitars, San Martino al Tagliamento<br />

11,5 Vol.-%, PK. Helles Silbergelb, brillante<br />

Perlage, fein und anhaltend. Zart süße<br />

Nase mit Noten von Apfel, Birne und<br />

Banane. Am Gaumen lebhaft und straff.<br />

Angenehme Mineral- und Zitrusnoten<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC 2022 Brut<br />

Castello di Roncade, Roncade<br />

11,5 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase ausdrucksstark,<br />

nach knackiger Birne und<br />

saftigem Pfirsich, dazu weiße Blüten. Am<br />

Gaumen zielgerade und saftig, zeigt sich<br />

ausgewogen, im Finale trocken.<br />

castellodironcade.com, € 9,70<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC Extra Dry<br />

Ponte Viticoltori, Ponte di Piave<br />

11 Vol.-%, NK. Strahlendes Silbergrün mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase fein<br />

duftig, nach Holunderblüten, kandierter<br />

Zitrusfrucht und einem Hauch weißer<br />

Pfirsich. Am Gaumen saftig, präzise und<br />

ausgewogen, Perlage und Frucht spielen<br />

fein miteinander, schöne Läge.<br />

ponte1948.it, € 9,90<br />

•<br />

Prosecco DOC Brut<br />

Zonin 1821, Gambellara<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. Präzise Nase, nach<br />

kandierter Zitrone und Akazienblüten, dazu<br />

frischer Nachklang. Am Gaumen feiner<br />

Schmelz und feiner Fruchtkern, frisch, dazu<br />

wohlig eingebundene Perlage, korrekt<br />

und ausgewogen.<br />

zonin1821.it, € 9,90<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC 2022<br />

Millesimato Brut<br />

Borga Since 1940, Chiarano<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Helles Silbergrau, klar<br />

und glänzend. Feine und anhaltende<br />

Perlage. In der Nase zarte Noten von<br />

weißen Holunderblüten und Jasmin,<br />

gefolgt von Noten von Apfel, Birne und<br />

Litschi. Am Gaumen lebhaft, saftig und<br />

straff. Schließt frisch und anhaltend.<br />

cantineborga.it, € 11,–<br />

•<br />

Prosecco DOC 2022 Millesimato<br />

Extra Dry, Le Celline, Codroipo<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. Frische und einladende<br />

Nase nach grüner Birne, weißem Pfirsich<br />

und Sternfrucht, dazu Holunderblüten.<br />

Am Gaumen knackig, saftig, frisch, nach<br />

frisch geschnittenem Gras und Stachelbeeren,<br />

ausgewogen und harmonisch,<br />

trocken. lecelline.it, € 12,–<br />

•<br />

Congeliano Valdobbiadene Prosecco<br />

Superiore DOCG 2022 Millesimato Extra<br />

PLATZ<br />

PROSECCO DOC 2022 BRUT<br />

IL COLLE<br />

Zarter Fruchtschmelz, schön<br />

trocken, trinkt sich sehr gut.<br />

Dry, Terre di Rai, Oderzo<br />

11 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes, strahlendes<br />

Strohgelb mit feiner Perlage. In der Nase<br />

zart nach Vanilleschoten, reifem Pfirsich<br />

und Banane. Am Gaumen mit tropischen<br />

Nuancen, Minze, auch blumig, im Ausklang<br />

mit kühlem Fruchtkern, macht Spaß.<br />

terredirai.it, € 12,–<br />

•<br />

Il Fresco Prosecco Treviso DOC Brut<br />

Villa Sandi, Crocetta del Montello<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, strahlendes<br />

Silbergrau. In der Nase frisch und präzise,<br />

nach nassem Stein, frischer Ananas und<br />

knackiger grüner Birne, Akazienblüte. Kecke<br />

Perlage stützt den fruchtigen Verlauf,<br />

ausgewogen und klar, trinkt sich sehr gut.<br />

villasandi.it, € 12,90<br />

•<br />

Sylvoz Prosecco Treviso DOC Brut<br />

Le Colture, Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Silbergrau<br />

mit anhaltender Perlage. Expressiv in der<br />

Nase, nach knackiger grüner Birne, Drachenfrucht<br />

und weißem Steinobst, feine<br />

Akazienblüte. Am Gaumen saftig, knackig<br />

und frisch, zeigt schönen Fruchtkern und<br />

gut eingebundene Perlage, ausgewogen.<br />

lecolture.com, € 13,–<br />

•<br />

Prosecco Treviso DOC Brut<br />

Salatin, Cordignano<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, strahlendes<br />

Silbergrau. In der Nase zunächst minimal<br />

reduktiv, öffnet sich auf Limetten, Birnenjoghurt<br />

und Wiesenkräutern. Am Gaumen<br />

nach saftigem Pfirsich, erinnert an rote<br />

Beeren, kompakt und fruchtbetont,<br />

trinkt sich gut.<br />

salatinvini.com, € 13,–<br />

•<br />

Prosecco DOC 2021 Millesimato<br />

Brut Nature<br />

PLATZ<br />

PROSECCO TREVISO 2022<br />

ANTONIO FACCHIN<br />

Süße Nase mit Noten nach<br />

Apfel, Birne und Litschi.<br />

Pitars, San Martino al Tagliamento<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Funkelndes Strohgelb mit<br />

zarter Perlage. In der Nase saftiger Apfel<br />

und knackige Birne, dazu etwas Wiesenkräuter.<br />

Am Gaumen zart nach Ananas,<br />

zeigt schönen Fruchtkern und gut eingebundene<br />

Perlage, saftig und trocken,<br />

trinkt sich gut.<br />

pitars.it, € 14,–<br />

•<br />

Etichetta Nera Prosecco DOC Extra<br />

Dry, Valdo Spumanti<br />

Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes Silbergrau mit<br />

dezenter Perlage. Duftende Nase, nach<br />

frischem Steinobst, knackigem grünem<br />

Apfel, weiße Blüten. Am Gaumen herzhaft<br />

und klar, mit gut eingebundener Perlage,<br />

dazu saftiger Unterton, sauberer Abgang.<br />

valdo.com, € 25,–<br />

•<br />

Tenuta La Maredana Prosecco<br />

Treviso DOC Brut<br />

Valdo Spumanti, Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, NK. Brillantes Silbergrau mit<br />

anhaltender Perlage. In der Nase nach<br />

Birnenjoghurt, nassem Stein, nach etwas<br />

Zeit Wiesenkräuter. Am Gaumen saftig, mit<br />

schöner goldener Frucht, zeigt herzhafte<br />

Perlage, beachtliche Struktur und Länge.<br />

valdo.com, € 25,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/<br />

prosecco-trophy<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

315


tasting / PROSECCO ROSÉ DOC TROPHY<br />

Anfangs glaubte<br />

niemand daran,<br />

und doch hat sich<br />

Prosecco Rosé zum<br />

neuen Renner entwickelt. Zum<br />

Grundwein aus der Glera-Traube<br />

kommen beim Rosé noch<br />

zehn bis 15 Prozent Pinot Noir<br />

hinzu, die dem zart nach Waldbeeren<br />

duftenden Rosé seine<br />

anmutige Farbe verleihen.<br />

92<br />

Prosecco Rosé<br />

1. Platz<br />

•<br />

Patriarca Prosecco Treviso Rosé<br />

DOC 2022 Extra Dry<br />

Castello di Roncade, Roncade<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, funkelndes<br />

Rosarot. Ausdrucksstarke Nase, nach Preiselbeeren,<br />

Gojibeeren und Orangenschalen,<br />

dazu feine weiße Blüten. Am Gaumen<br />

herzhaft und mit schönem Spiel, ausgewogen,<br />

feiner Schmelz begleitet den Ausklang.<br />

castellodironcade.com, € 9,90<br />

91<br />

2. Platz<br />

•<br />

Prosecco Rosé DOC 2022<br />

Millesimato Brut, La Gioiosa, Crocetta<br />

del Montello<br />

11 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Rosa mit<br />

violetten Reflexen. Mittlere und anhaltende<br />

Perlage. Reichhaltige, blumige und<br />

fruchtige Nase nach Himbeere, Erdbeere<br />

und süßen Vanillenoten. Im Trunk ist er<br />

reich, saftig und fleischig. Die markante<br />

Frucht prägt den Gaumen stark. Der<br />

Abgang ist lang anhaltend und trocken.<br />

villasandi.it, € 13,95<br />

3. Platz<br />

•<br />

Tenuta La Maredana Prosecco Rosé<br />

Treviso DOC 2021 Millesimato Brut<br />

Valdo Spumanti, Valdobbiadene<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, aufhellendes<br />

Zartrosa. In der Nase nach Hefegebäck,<br />

roten Früchten, hat auch was von der Wassermelone.<br />

Am Gaumen mit schöner Spannung<br />

und herzhaftem Fruchtkern, präzise<br />

und klar, schöne Länge. valdo.com, € 25,–<br />

•<br />

Prosecco Rosé DOC 2021 Extra Dry<br />

Il Colle 1978, San Pietro di Feletto<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes, intensives Rosarot<br />

mit anhaltender Perlage. In der Nase<br />

nach Wassermelone, Himbeeren und Orangenschalen,<br />

dazu feine blumige Nuancen.<br />

Am Gaumen fruchtsüß und fruchtbetont,<br />

druckvoll, schmelzig, ein ordentlicher<br />

Schluck Wein.<br />

proseccoilcolle.it, € 8,50<br />

•<br />

Prosecco Rosé DOC 2021<br />

Millesimato Brut<br />

Torresella, Fossalta di Portogruaro<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Blassrosa. In<br />

der Nase schöne Frucht, Himbeere und geröstete<br />

Haselnuss. Am Gaumen mit schönem<br />

Fruchtschmelz, gut eingebundener<br />

Perlage, herzhaft, dazu schöner Druck.<br />

torresella.com, € 10,–<br />

•<br />

Martellozzo Prosecco Rosé DOC<br />

2021 Brut<br />

Gruppo Martellozzo, San Quirino<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes Babyrosa. In der<br />

Nase etwas zurückhaltend, nach Muschelschalen<br />

und Meersalz. Am Gaumen mit<br />

feinem süßem Fruchtschmelz, klar und<br />

mit schöner Saftigkeit, sehr zugänglich,<br />

schönes Spiel. piera1899.com, € 11,99<br />

•<br />

Tor Sè Prosecco Rosé Treviso DOC<br />

2021 Millesimato Brut<br />

La Tordera, Guia di Valdobbiadene<br />

12 Vol.-%, NK. Helle Zwiebelschalenfarbe. In<br />

der Nase duftend, klar, nach frischen Zitrusfrüchten,<br />

frischen Himbeeren und weißem<br />

Rosenblatt. Am Gaumen frisch, sehr knackig<br />

und klar, zarte Fruchtsüße begleitet<br />

den Verlauf, toll eingebundene Perlage, in<br />

sich sehr stimmig und ausgewogen.<br />

latordera.it, € 12,–<br />

90<br />

•<br />

Prosecco Treviso Rosé DOC 2022<br />

Millesimato Extra Brut<br />

Antonio Facchin & Figli<br />

San Polo di Piave<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Pink. Nach kaltem<br />

Rauch, Meersalz und Muschelschalen,<br />

im Nachhall vegetale Aromen. Ausgewogen<br />

in Frucht und Perlage, zeigt schönen<br />

Schmelz, im Nachhall knochentrocken.<br />

antoniofacchin.com, € 8,–<br />

•<br />

Argeo Rosé Prosecco Rosé DOC 2021<br />

Brut, Ruggeri, Valdobbiadene<br />

11,5 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Rosarot mit<br />

anhaltender Perlage. Zarten Anklänge von<br />

rosaroten Blüten sowie etwas Zitrus. Mit<br />

filigranem Fruchtschmelz, breitet sich gut<br />

aus, bricht im hinteren Bereich etwas ein.<br />

ruggeri.it, € 9,95<br />

•<br />

BIO Family Collection Prosecco<br />

Rosé DOC 2022 Extra Dry<br />

Corvezzo, Cessalto<br />

11,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Lachsrosa<br />

mit anhaltender Perlage. Nach Orangenschalen<br />

und rosarotem Pfirsich. Klar, mit<br />

feinem nussigem Unterton, saftig, zugänglich,<br />

unkompliziert. corvezzo.it, € 10,–<br />

PLATZ<br />

PATRIARCA TREVISO ROSÉ<br />

CASTELLO DI RONCADE<br />

Ausdrucksvolle Nase, nach Preiselbeeren,<br />

Gojibeeren und Orangen.<br />

PLATZ<br />

PROSECCO ROSÉ 2022<br />

LA GIOIOSA<br />

Nach Himbeere und Erdbeere,<br />

dazu süße Vanillenoten.<br />

•<br />

BIO Divici Organic Prosecco Rosé<br />

DOC 2022 Millesimato<br />

Botter, Fossalta di Piave<br />

11 Vol.-%, NK. Leuchtendes Blassrosa,<br />

schnell sprudelnde, fein anhaltende Perlage.<br />

Fruchtige, zarte und lebendige Nase:<br />

Grapefruit, Orange und Erdbeere. Am Gaumen<br />

mineralisch, von einer starken Spritzigkeit<br />

geprägt. Angenehmer fruchtiger<br />

Nachgeschmack. botter.it, € 10,99<br />

PLATZ<br />

LA MAREDANA ROSÉ<br />

VALDO SPUMANTI<br />

Nach Hefegebäck, roten Früchten<br />

und Wassermelone.<br />

•<br />

Brilla! Prosecco Rosè DOC 2022<br />

Millesimato Botter<br />

Fossalta di Piave<br />

11 Vol.-%, NK. Blassrosa, leuchtend. Feine,<br />

nicht sehr anhaltende Perlage. Sehr delikates<br />

und süßes Bukett von Erdbeeren,<br />

Kirschen und roten Johannisbeeren. Süßer<br />

Gaumen, der deutlich die Kirsche und die<br />

Blutorange hervorhebt.<br />

botter.it, € 11,99<br />

Fotos: beigestellt<br />

316 falstaff mai <strong>2023</strong>


DIE EDELSTEN TROPFEN<br />

DER INSEL ISLAY<br />

BEAM LAPHROAIG<br />

Elegant, pur und unvergleichlich torfig-rauchig.<br />

Das ist Laphroaig von der berühmten Insel Islay an der Westküste Schottlands.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Islay wird oft auch als die »Königin der<br />

Hebriden« bezeichnet. Trotz ihrer<br />

geringen Größe beherbergt sie etliche<br />

namhafte Whisky-Destillerien und ist weltweit<br />

bekannt für ihre rauchigen und torfigen<br />

Single Malt Whiskys. Laphroaig ist einer der<br />

außergewöhnlichsten Whiskys und das<br />

Resultat einer über 200-jährigen Tradition<br />

einzigartiger Whiskyherstellung.<br />

TORF VON ISLAY<br />

Das Geheimnis von Laphroaig ist die Essenz<br />

von Islay selbst: der Torf. Zuerst wird die<br />

Gerste mit weichem, nicht mineralisiertem<br />

Wasser des Kilbride-Reservoirs getränkt. Für<br />

die Kalträucherung in den Brennöfen wird<br />

mit Heidekraut, Flechten und Moos durchsetzter<br />

und handgestochener Torf verwendet.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

beamsuntory.com<br />

SALZ DES ATLANTIKS<br />

Bis zum heutigen Tag stellt Laphroaig am<br />

zerklüfteten Ufer der Bucht von Islay, wo<br />

Land und Meer sich begegnen, in Holzfässern<br />

einen Whisky mit einer unverkennbar<br />

salzigen Note her, die dem stürmischen<br />

Klima des Atlantiks zu verdanken ist.<br />

TRADITIONELLE ÖFEN<br />

Mit Hilfe von Kilns – den Öfen, in denen die<br />

Arbeiter schon in den 1840ern ihr Essen<br />

kochten – setzte Ian Hunter, der 1927 Alleininhaber<br />

der Laphroaig-Brennerei wurde,<br />

traditionelle Verfahren des Torfens und<br />

Kalträucherns von Gerste ein. Dadurch<br />

erhielt und erhält der Whisky von Laphroaig<br />

auch heute noch dieses unvergleichliche,<br />

rauchige Aroma, das weltweit geschätzt wird.<br />

MAI <strong>2023</strong><br />

IMPRESSUM<br />

INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT<br />

FÜR ESSEN, TRINKEN UND REISEN<br />

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind<br />

urheberrechtlich geschützt. Übersetzung, Nachdruck,<br />

Vervielfältigung und Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen<br />

nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser Ausgabe sind<br />

ausschließlich mit Angabe der Quelle gestattet.<br />

MEDIENINHABER<br />

<strong>Falstaff</strong> Verlags-GmbH<br />

REDAKTIONSORT DES MEDIENINHABERS<br />

Schottenring 2-6, 1010 Wien<br />

T: +43 1 9042141, F: +43 1 9042141-450<br />

redaktion@falstaff.at, falstaff.com<br />

Gegenstand des Unternehmens sind die Herausgabe,<br />

der Verlag und der Vertrieb von Zeitschriften<br />

und Druckwerken aller Art unter der<br />

Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong>«.<br />

Mitglied der <strong>Österreich</strong>ischen<br />

Auflagenkontrolle<br />

Mitglied des Verbands<br />

<strong>Österreich</strong>ischer Zeitungen<br />

202223021<br />

HERAUSGEBER<br />

Wolfgang M. Rosam, Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION<br />

Elisabeth Brandlmaier, Martin Kubesch,<br />

Peter Moser (Wein), Wolfgang M. Rosam<br />

CHEF VOM DIENST Mag. Udo Fon,<br />

Anja Kleinschuster BA, Mag. Aline Mareiler<br />

CREATIVE DIRECTOR Judit Mihályi,<br />

Harald Wittmann-Duniecki<br />

GRAFIK Isabella Gröller, Milena Hammerschmied,<br />

Alice Rhomberg, Sarah Horvath (Praktikantin)<br />

PHOTO DIRECTOR Isabella Huber<br />

FOTOASSISTENZ Pia Elisabeth Thelen,<br />

Fiona Fischbacher (Praktikantin)<br />

PRODUKTION/LITHO Konstantin Riemerschmid<br />

ONLINE-CHEFREDAKTION Elisabeth Brandlmaier<br />

REDAKTION WESTÖSTERREICH Ilse Fischer<br />

REDAKTION ITALIEN Dr. Othmar Kiem, Simon Staffler<br />

MITARBEITER DIESER AUSGABE<br />

AUTOREN<br />

Alexander Bachl, Severin Corti, Larissa Graf,<br />

Mag. Roland Graf, Martin Hablesreiter, Herbert Hacker,<br />

Mag. Judith Hecht, Klaus Höfler, Caroline Metzger,<br />

Tobias Müller, Mag. Julia Nittmann, Sascha Rettig,<br />

Dr. Ulrich Sautter, Alex Stranig, Dr. Sonja Stummerer,<br />

Dominik Vombach<br />

FOTOGRAFEN Stefan Gergely, Lena Staal<br />

ILLUSTRATORINNEN Stefanie Hilgarth, Gina Müller<br />

(beide: carolineseidler.com)<br />

LEKTOREN M. Sc., Andreas Hierzenberger, Angelika<br />

Hierzenberger-Gokesch, Rocco Prumer, Sabine Till,<br />

Birgit Weißkircher<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Mag. Elisabeth Kamper, Wolfgang M. Rosam,<br />

Ronald Tomandl, M. Sc.<br />

CHIEF DIGITAL OFFICER<br />

Mag. Michael Spreitzhofer<br />

MEDIA SALES & KOOPERATIONEN<br />

Lisa Tschernig, M. A. (Leitung Sales)<br />

Christiane Ceccarelli (Anzeigenkoordination)<br />

Magdalena Eser (Marketing Sales & Koordination)<br />

Aleksandra Kosanin (Marketing Sales & Koordination)<br />

Annika Brandstetter (Pharma, Kosmetik, Finanzen)<br />

Mag. Michaela Cholewa (Interieur, Auto)<br />

Andreas Hall (Kultur, Lifestyle)<br />

Anna Höllerl, MSc (Autos, Lebensmittel, Lifestyle)<br />

Nikolaus Peinitz (Sport, Salzburg/Tirol)<br />

Ricarda Posch-Steinacher (Life style, Auto, Tourismus)<br />

Claudia Schindlmaißer/Weintextur (Wein, Wein handel)<br />

anzeigen@falstaff.at<br />

DIRECT SALES<br />

Timotheus Lamberg (Leitung)<br />

Wilhelm Amann (stv. Leitung)<br />

ANZEIGENKONTAKT INTERNATIONAL<br />

BENELUX: Mediacontact International<br />

T: +32 2 3434371, j.mineur@mediacontact.net<br />

DEUTSCHLAND: Claudia Roman Navarro<br />

T: +49 211 9666299-3, claudia.roman-navarro@falstaff.com<br />

Philipp Froben<br />

T: +49 211 9666299-0, philipp.froben@falstaff.com<br />

ITALIEN: Wineline GmbH<br />

T: +39 473 292370, M: +39 329 0977299, info@wineline.it<br />

SCHWEIZ: Sophie-Marie von Haugwitz<br />

T: +41 78 862 8599, sophie.vonhaugwitz@falstaff.com<br />

SPANIEN: AIM, About International Media<br />

T: +34 91 3203770, olga.martinez@aboutim.es<br />

VERTRIEB, LESER- UND ABOSERVICE<br />

Siegfried Smole (Leitung Vertrieb und Abo)<br />

Michael Bergmeister (Leitung Innendienst)<br />

Thomas Wagner (Vertriebsmanager)<br />

ARTDIRECTION MARKETING & SALES<br />

Thomas Kepplinger, M. A.<br />

GRAFIK PROMOTIONS & ADVERTORIALS<br />

Katharina Winkler<br />

ADVERTORIAL-MANAGER<br />

Ing. Mag. Dr. Stefan Schreier<br />

HERSTELLER<br />

Druckerei Berger, Wiener Straße 80, 3580 Horn<br />

VERTRIEB<br />

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH<br />

Urstein Süd 13, 5412 Puch<br />

pgvaustria.at<br />

Nicht gekündigte Abonnements gelten automatisch<br />

als verlängert.<br />

Einzelverkaufspreis: € 11,50<br />

Jahresabonnement (10 Hefte): € 79,–<br />

DRUCKAUFLAGE<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>Österreich</strong>: 45.949 Exemplare (ÖAK 2021)<br />

<strong>Falstaff</strong> Deutschland: 70.000 Exemplare (IVW II/2022)<br />

<strong>Falstaff</strong> Schweiz: 26.000 Exemplare<br />

GESELLSCHAFTER DER FALSTAFF VERLAGS-GMBH<br />

67 % Wolfgang Rosam Privatstiftung<br />

23 % JOFE Immobilienverwaltung GmbH<br />

10 % Angelika Rosam<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

317


tasting / WELSCHRIESLING ÖSTERREICH<br />

WELSCH<br />

MIT FORMAT<br />

Foto: Lunghammer / Shutterstock<br />

318<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


Die Südsteiermark ist ein<br />

traditionelles Anbaugebiet für<br />

Welschriesling. Neben spritzigen<br />

Buschenschankweinen<br />

entstehen hier zunehmend<br />

auch ernstzunehmdende<br />

Sortenvertreter mit Finesse.<br />

Trockener Welschriesling gilt im Süden und Osten <strong>Österreich</strong>s als klassischer, unkomplizierter<br />

Alltagswein mit ansprechender Säure. Aber die Sorte kann weit mehr: Im Welsch steckt viel<br />

Charakter – und mit etwas gutem Willen kann man diesen auch zum Vorschein bringen.<br />

NOTIZEN PETER MOSER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

319


tasting / WELSCHRIESLING ÖSTERREICH<br />

95<br />

•<br />

2018 Weisser Schiefer »S«<br />

Weingut schiefer.pur<br />

Welgersdorf<br />

13,5 Vol.-%. Sehr helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Reduktiv-nussiger Touch, nach<br />

feuchten Steinen, ein Hauch von Schießpulver,<br />

mit weißer Tropenfrucht unterlegt,<br />

Limettenzesten im Bukett. Saftig, würzig<br />

und elegant, Granny Smith und Nussöl am<br />

Gaumen, bleibt lange haften, weißer Nougat<br />

im Nachhall, salziges Finisg, lange anhaftend,<br />

sehr speziell, aber auch sehr gut.<br />

weinbau-schiefer.at, € 28,–<br />

94<br />

•<br />

2018 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Ried Kranachberg<br />

Weingut Hannes Sabathi, Gamlitz<br />

14,5 Vol.-%, Vino. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische Nuancen von Limetten und<br />

Haselnuss, Anklänge von frischen Verveineblättern,<br />

feine weiße Kernobstnuancen<br />

unterlegt. Kraftvoll, zart reduktive Aromen,<br />

feine Pfirsichnuancen, frisch, trockener<br />

Stil, salzig und mineralisch im Nachhall,<br />

verfügt über große Länge, ein stoffiger<br />

Speisenbegleiter mit weiterem Reifepotenzial.<br />

hannessabathi.at, € 20,–<br />

•<br />

2020 Welschriesling Ried<br />

Sernauberg »IC« Wetterschütz<br />

Weingut Masser, Leutschach<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Nuancen von gelbem Kernobst,<br />

etwas Safran, weißer Apfel, frische Wiesenkräuter,<br />

mit etwas Walnuss unterlegt,<br />

Orangenzesten. Straff, Komplex, feine<br />

Apfelnote, frischer Säurebogen, mineralisch<br />

und gut anhaftend, eleganter Stil,<br />

zart salzig im Nachhall, sicheres Reifepotenzial.<br />

masser.cc, € 28,–<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling<br />

Ried Prantner »3330«,<br />

Weinbau Straka, Rechnitz<br />

13 Vol.-%, NK. Sehr helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Trockenkräutern und<br />

etwas Karamell, Nuancen von gelber Birne,<br />

Mango, etwas Kokos und Melisse, dunkle<br />

Mineralität unterlegt. Stoffig, engmaschig,<br />

elegant, feine weiße Kernobstnuancen,<br />

salziger Abgang, sehr gute Länge, ein<br />

finessenreicher Speisenbegleiter.<br />

weinbau-straka.at, € 36,–<br />

93<br />

•<br />

2020<br />

Welschriesling Südsteiermark DAC<br />

Ried Kranachberg<br />

Weingut Hannes Sabathi, Gamlitz<br />

13,5 Vol.-%, Vino. Sehr helles Gelbgrün,<br />

Silberreflexe. Frische Wiesenkräuter, ein<br />

Hauch von Verveine und Zitronenmelisse,<br />

etwas Grapefruitzesten, sehr feines, vielschichtiges<br />

Bukett. Saftig, elegant, zart<br />

minzig, reife Apfelfrucht, mineralisch, gut<br />

integrierte Säurestruktur, individuelle,<br />

floral geprägte Sortendarstellung.<br />

hannessabathi.at, € 20,–<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Franz Lackner<br />

Weingut Lackner-Tinnacher, Gamlitz<br />

12,5 Vol.-%, Vino. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach frischen Orangenzesten,<br />

ein Hauch von Mango, weißes Kernobst, mineralischer<br />

Touch, frische Wiesenkräuter<br />

und Limettenzesten. Straff, engmaschig,<br />

feine Apfelnote, frische Säurestruktur,<br />

feine salzige Nuancen im Abgang, zitronig<br />

im Nachhall, bereits sehr ausgewogen,<br />

vielseitig einsetzbar. tinnacher.at, € 22,–<br />

•<br />

2020 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Weinstock Alte Reben<br />

Weingut Tement, Ehrenhausen<br />

12,5 Vol.-%, Vino. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuterwürze, nussiger Touch,<br />

ein Hauch von Limetten, mineralisch-rauchiger<br />

Anklang. Straff, karg, engmaschige<br />

Textur, feine weiße Apfelfrucht, zarte<br />

zitronige Nuancen, dezente Fruchtsüße im<br />

Finish, balanciert und gut antrinkbar, zeigt<br />

gute Länge, hat Reifepotenzial.<br />

tement.at, € 44,–<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Alte Rebstöcke<br />

Familienweingut Sattlerhof, Gamlitz<br />

12,5 Vol.-%, Vino. Sehr helles Gelbgrün,<br />

Silberreflexe. Frische Wiesenkräuter, zart<br />

nach Rosmarin, Nuancen von frischem Apfel,<br />

etwas Kletzen, tabakige Noten, feiner<br />

Nougat im Bukett. Straff, feine Kernobstnuancen,<br />

feine Säurestruktur, salzig, zitronige<br />

Noten, zarte Fruchtsüße, bleibt gut haften,<br />

attraktiver, individueller Charakterkopf mit<br />

nussig-mandeligem Nachhall (Respekt).<br />

sattlerhof.at<br />

•<br />

2019 Weisser Schiefer »S«<br />

Weingut schiefer.pur<br />

Welgersdorf<br />

13,5 Vol.-%. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Haselnuss und Grapefruitzesten,<br />

Kokos, Flint und Feuerstein, feuchter Kies,<br />

weiße Blüten, vielschichtiges, animierendes<br />

Bukett, weißer Nougat. Saftig, weißer<br />

Pfirsich, zart haselnussig im Abgang, bleibt<br />

haften, ein eleganter, leichtfüßiger Speisenbegleiter,<br />

etwas Rancio im Rückgeschmack.<br />

weinbau-schiefer.at<br />

•<br />

2019 Weisser Schiefer<br />

Welschriesling, Weingut schiefer.pur,<br />

Welgersdorf<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nussig unterlegte grüne Apfelfrucht,<br />

zart nach Jod und Manzanilla, facettenreiches,<br />

einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, feine Apfelfrucht, mineralisch-salzig,<br />

ein zarter Rancio-Touch, bleibt sehr gut<br />

haften, ein vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weinbau-schiefer.at<br />

•<br />

2017 Welschriesling Selection Ried<br />

Csaterberg, Weinbau Stubits, Eisenberg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Grapefruitzesten, weißer<br />

Apfel, ein Hauch von Marzipan und weißem<br />

Nougat, einladendes Bukett. Saftig, komplex<br />

und straff, finessenreicher Säurebogen,<br />

Limetten im Abgang, hat eine erste<br />

Trinkreife erreicht, bleibt haften, ein<br />

Sortenbeispiel mit Klasse.<br />

weinbau-stubits.at<br />

•<br />

2019 Welschriesling<br />

Ried Stradener Rosenberg<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

12 Vol.-%, NK. Sehr helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Blütenhonig, floraler Touch,<br />

Babyananas, einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, gute Komplexität, salzig-mineralisch,<br />

reifer weißer Apfel, dezente Säurestruktur,<br />

zitroniger Touch, ein zarter Hauch<br />

von Fruchtsüße im Nachhall, salzig und gut<br />

anhaftend , ein finessenreicher Speisenbegleiter.<br />

krispel.at<br />

•<br />

2020 Welschriesling Ried<br />

Ratschen, Weingut Krutzler<br />

Deutsch Schützen<br />

13 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig-röstige Nuancen nach<br />

Salzmandeln, weißer Apfel, Limettenzesten,<br />

kandierte Grapefruitzesten. Straff,<br />

engmaschig, Heublumen, frischer Säurebogen,<br />

weißer Nougat, mineralisch-salzig<br />

im Abgang, weißer Pfirsich im Nachhall.<br />

krutzler.at<br />

•<br />

2019 Welschriesling Ried<br />

Sernauberg »IC« Wetterschütz<br />

Weingut Masser, Leutschach<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, ein Hauch von<br />

Kokos, zart nach Zitruszesten, frische<br />

Granny-Smith-Apfelfrucht, ein Hauch von<br />

weißem Nougat. Saftig, straff, dunkle Mineralik,<br />

gute Säurestruktur, balanciert, lange<br />

anhaltend, Kernobst im Abgang, nussigsalzig,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter mit<br />

weiterem Potenzial. masser.cc<br />

•<br />

2019 Welschriesling Alte Reben<br />

Weiss, Weingut Philipp Grassl<br />

Göttlesbrunn<br />

13 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Goldreflexe.<br />

Zart mit Grapefruitzesten unterlegte<br />

gelbe Tropenfruchtnuancen, zart nach<br />

Wiesenkräutern, etwas Mango und Papaya,<br />

kandierte Zesten. Saftig, elegant, fruchtige<br />

Süße, cremige Textur, feine Fruchtsüße,<br />

mineralisch unterlegt, bleibt gut haften,<br />

ein stoffiger Speisenbegleiter, weiteres<br />

Potenzial. weingut-grassl.com<br />

•<br />

BIO 2018 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Ried Ottenberg Veithansl<br />

1STK, Weingut Tement, Ehrenhausen<br />

12,5 Vol.-%, Vino. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Verveine, reife Birnenfrucht,<br />

zarte Kräuterwürze, tabakig-minzige<br />

Nuancen. Leichtfüßig, weißer Apfel,<br />

fester Kern, feiner Säurebogen, zitroniger<br />

Touch, rassig, feine Fruchtsüße im Nachhall,<br />

delikater, engmaschiger Stil, verfügt<br />

über Entwicklungspotenzial.<br />

tement.at<br />

•<br />

2020 Welschriesling Alte Reben<br />

Weingut Velich, Apetlon<br />

12,5 Vol.-%, NK. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zartes Bukett, ein Hauch von reifer<br />

gelber Tropenfrucht, Nuancen von Mandarinenzesten,<br />

Orangenblüten. Mittlerer<br />

Körper, feine gelbe Apfelfrucht, Ringlotte,<br />

finessenreicher Säurebogen, mineralisch<br />

und gut anhaftend, reife Säure, zitronig-<br />

Fotos: Peter Moser, ÖWM / WSNA, Alexander Chaikin / Shutterstock<br />

320 falstaff mai <strong>2023</strong>


salzig im Nachhall, delikat-eleganter<br />

Speisenbegleiter. velich.at<br />

92<br />

•<br />

2022 Welschriesling<br />

Kabinett Messwein<br />

Weingut Michlits-Stadlmann<br />

St. Andrä am Zicksee<br />

12 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische Wiesenkräuter, Nuancen von<br />

gelbem Kernobst, etwas Mango, mineralischer<br />

Touch. schlank, weißer Apfel, feiner<br />

Säurebogen, salzig-zitronig im Abgang, ein<br />

präziser animierender Speisenbegleiter im<br />

klassischen Bereich.<br />

weingut-stadlmann.com, € 7,–<br />

•<br />

2021 Welschriesling AB Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Aunberg<br />

Weinhof Platzer, Tieschen<br />

11,5 Vol.-%, DV. Sehr helles Gelbgold, Silberreflexe.<br />

Frische weiße Apfelnote, ein Hauch<br />

von Limette, zarte florale Nuancen. Leichtfüßig,<br />

salzig-mineralische Textur, lebendige,<br />

aber integrierte Säurestruktur, zitronigfrisch<br />

im Abgang, gut anhaftend, ein vielseitiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

weinhof-platzer.at, € 8,20<br />

•<br />

BIO 2019 Welschriesling<br />

Grünschiefer, Weinbau Straka, Rechnitz<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Nuancen von gelber Tropenfrucht,<br />

unterlegt mit einem Hauch von<br />

Mandeln und Nougat, zart nach kandierten<br />

Bergamottezesten. Saftig, angenehme<br />

Fruchtsüße, gelbe Birne, feiner Säurebogen,<br />

mineralisch, etwas Blütenhonig im<br />

Nachhall, bereits gut entwickelt.<br />

weinbau-straka.at, € 10,50<br />

•<br />

2020 Welschriesling Rechnitz<br />

Weinbau Straka, Rechnitz<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Goldglelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, etwas Blütenhonig,<br />

Nuancen von Mango, ein Hauch<br />

von weißem Nougat. Mittlerer Körper, zart<br />

nussig, feine Kernobstnoten, ein Hauch von<br />

Mandeln, salzig-mineralisch im Abgang,<br />

leichtfüßiger, delikater Weißweinstil.<br />

weinbau-straka.at, € 19,–<br />

•<br />

2021 Welschriesling<br />

Alte Reben Weiss,<br />

Weingut Philipp Grassl, Göttlesbrunn<br />

13,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Apfelfrucht, ein Hauch von<br />

Birne und Wiesenkräutern, zart mit Limetten<br />

und Blütenhonig unterlegt. Saftig,<br />

elegant, gelbes Kernobst, angenehme<br />

Säurestruktur, zitronig-mineralisch,<br />

dezente Fruchtsüße im Abgang, vielseitig .<br />

weingut-grassl.com, € 20,80<br />

•<br />

2020 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Ried Ottenberg Veithansl 1STK<br />

Weingut Tement, Ehrenhausen<br />

Welschriesling verbindet<br />

reife Frucht mit frischer<br />

Struktur auf eine sehr<br />

trinkanimierende Weise.<br />

12 Vol.-%, Vino. Helles Gelbgrün,<br />

zarttrüb, Silberreflexe. Zart<br />

nach Kräutern, gelber Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Orangenzesten, etwas Mango.<br />

Stoffig, weißer Apfel, zart nussig, frischer<br />

Säurebogen, zitronig-salzig im Nachhall,<br />

individueller, rassig-salziger Speisenbegleiter.<br />

tement.at, € 24,–<br />

•<br />

2021 Welschriesling Bambule<br />

Weingut Judith Beck, Gols<br />

12 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe,<br />

feine Kohlensäure. Frische Wiesenkräuter,<br />

zart nussig, ein Hauch von grünem<br />

Apfel, etwas Birne, rauchige Würze. Saftig,<br />

feine Kernobstnuancen, integrierte, harmonische<br />

Säurestruktur, feine Fruchtsüße im<br />

Abgang, zugänglich, ein facettenreicher<br />

Sommerwein. (Respekt)<br />

weingut-beck.at, € 25,–<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling vom Opok<br />

Weingut Sepp und Maria Muster<br />

Leutschach<br />

10,5 Vol.-%, NK. Zart getrübtes helles Goldgelb,<br />

Silberreflexe. Zarte Hefenuancen,<br />

feine nussige Note, reife Birnenfrucht,<br />

zarte gelbe Tropenfrucht, wiesenkräutrige<br />

Opok-Nuancen. Schlank, leichtfüßig, finessenreich<br />

strukturiert, Limetten, salziger<br />

Abgang, tänzelnder, knackiger Stil. Viel<br />

Substanz mit ganzen 10.5%-Vol. Alkohol.<br />

info@weingutmuster.com, € 25,20<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling Ried<br />

Vogelsang, Hammer Wein Rust, Rust<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Ringlotte, feiner Birnentouch unter-<br />

legt, etwas Wiesenkräuter.<br />

Saftig, ein Hauch<br />

von Karamell und Grapefruit,<br />

seidige Textur, zarte Tropenfrucht, weißer<br />

Nougat, balanciert und anhaftend, ein eleganter<br />

Speisenbegleiter. hammerwein.at<br />

•<br />

2020 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Ried Trebien<br />

Landesweingut Silberberg, Leibnitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart kräuterwürzig-rauchig unterlegte<br />

Apfelfrucht, nussiger Touch, dezent<br />

nach Birne und Blütenhonig. Eelgant,<br />

weißes Kernobst, eingebettete Säure,<br />

seidige Textur, ein Hauch von Fruchtsüße<br />

im Abgang, mineralisch im Nachhall, gut<br />

entwickelt. silberberg.at<br />

•<br />

2021 Welschriesling Schiefer-<br />

Terrassen, Landesweingut Silberberg<br />

Leibnitz<br />

13 Vol.-%, NK. Helles, zart trübes Gelbgrün,<br />

Silberreflexe. Zarte weiße Birnenfrucht,<br />

ein Hauch von Melone, Nuancen von kandierten<br />

Zesten. Straff, engmaschig, feine<br />

Schiefermineralität, frisch und salzig,<br />

bleibt gut haften, noch sehr jugendlich, ein<br />

facettenreicher Begleiter bei Tisch,<br />

Limette im Nachhall.<br />

silberberg.at<br />

•<br />

2020 Welschriesling Weißer Opal<br />

Weinbau Stubits, Eisenberg<br />

12,5 Vol.-%. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nussig-kräuterwürzig unterlegte gelbe<br />

Birnenfrucht, etwas Mango und Blütenhonig,<br />

Nuancen von Röstaromen. Saftig,<br />

feine Tropenfrucht, finessenreiche Säurestruktur,<br />

weißer Apfel, salzig im Nachhall,<br />

ein facettenreicher Speisenwein.<br />

weinbau-stubits.at<br />

•<br />

2019 Welschriesling Selection<br />

Csaterberg, Weinbau Stubits, Eisenberg<br />

11,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, gelber Apfel,<br />

etwas Mango, rauchige Mineralität. Straff,<br />

salzig und elegant, finessenreicher Säurebogen,<br />

zitronige Frische im Abgang, anregender,<br />

leichtfüßiger Speisenbegleiter.<br />

weinbau-stubits.at<br />

•<br />

2018 Welschriesling Weißer Opal<br />

Weinbau Stubits, Eisenberg<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig-kräuterwürzig unterlegte<br />

weiße Apfelfrucht, Blutorangentouch,<br />

etwas Safran, attraktives Bukett. Saftig,<br />

komplex und elegant, angenehme Fruchtsüße,<br />

mineralisch-salzig, etwas Blütenhonig<br />

im Nachhall, ein stoffiger Begleiter<br />

bei Tisch. weinbau-stubits.at<br />

•<br />

2020 Welschriesling Basalt Alte<br />

Reben, Weingut Engel, Tieschen<br />

12 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nussig-tabakige Kräuterwürze,<br />

reife gelbe Fruchtaspekte unterlegt,<br />

kandierte Orangen, ein Hauch von Kletzen.<br />

Mittelgewichtig, weiße Birnenfrucht, feine<br />

Struktur, mineralisch-zitroniger Touch,<br />

bleibt gut haften, individueller Speisenbegleiter<br />

von mittlerer Länge und guter<br />

Frische. weingut-engel.at<br />

•<br />

2018 Welschriesling Ried Stradener<br />

Rosenberg, Weingut Krispel<br />

Hof bei Straden<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberre-<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

321


tasting / WELSCHRIESLING ÖSTERREICH<br />

flexe. Frische Wiesenkräuter, ein Hauch von<br />

Limetten und frischer Birne, zart nach<br />

Mango, mineralischer Touch. Mittlerer<br />

Körper, weißer Apfel, integrierter Säurebogen,<br />

leichtfüßig, zarte Süße im Abgang,<br />

zitroniger Touch im Nachhall, ein leichtfüßiger<br />

Essensbegleiter.<br />

krispel.at<br />

•<br />

2021 Welschriesling Ried Ratschen<br />

Weingut Krutzler, Deutsch Schützen<br />

13 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, ein Hauch von<br />

Mandeln, Nuancen von gelber Tropenfrucht,<br />

dunkle Mineralität. Saftig, elegant,<br />

feine Süße, etwas Pfirsich, frisch und anhaftend,<br />

Nougat im Abgang, ein ausdrucksvoller<br />

Speisenbegleiter.<br />

krutzler.at<br />

•<br />

BIO 2019 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Ried Stermetzberg<br />

Weingut Kögl<br />

Ratsch an der Weinstraße<br />

12 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, zart nach<br />

Kräutern und Blütenhonig, etwas Mango<br />

und reife Birne unterlegt, facettenreiches<br />

Bukett. Saftig, elegant, leichtfüßig, feine<br />

Fruchtsüße, mineralisch-salzig im Abgang,<br />

jugendlich und vielseitig einsetzbar.<br />

weingut-koegl.com<br />

•<br />

2020 Welschriesling Alte Reben<br />

Weiss, Weingut Philipp Grassl<br />

Göttlesbrunn<br />

14 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine weiße Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Macis und Mandarinenzesten, Blütenaromen,<br />

zart nach weißen Beeren. Saftig,<br />

cremig, elegant, zarte Fruchtsüße nach<br />

Ananas, frisch strukturiert, etwas Honig,<br />

weißer Nougat, salziger Nachhall.<br />

weingut-grassl.com<br />

•<br />

BIO 2018 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Weinstock Alte Reben<br />

Weingut Tement, Ehrenhausen<br />

13 Vol.-%, Vino. Helles Gelbgold, Silberreflexe.<br />

Attraktive gelbe Mangofrucht,<br />

Melisse, zarte florale Nuancen, ein Hauch<br />

von Blütenhonig. Seidig, feine Textur,<br />

reifer weißer Apfel, pikantes Säurespiel,<br />

betont mineralisch im Abgang, samtig<br />

und kühl, Limetten im Rückgeschmack,<br />

feinwürziger Rückgeschmack.<br />

tement.at<br />

•<br />

2019 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Ried Sulz,<br />

Weingut Wolfgang Maitz<br />

Ehrenhausen an der Weinstraße<br />

11 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Mango und Papaya, ein<br />

Hauch von Blütenhonig, Orangenzesten<br />

klingen an. Saftig, mittlere Komplexität,<br />

dezente Fruchtsüße, zart salzig im Hintergrund,<br />

Limetten im Abgang, ein seidiger<br />

Speisenbegleiter, sehr jugendlich.<br />

maitz.co.at<br />

91<br />

•<br />

BIO 2019 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC Alte Rebstöcke<br />

Familienweingut Sattlerhof, Gamlitz<br />

12 Vol.-%, Vino. Sehr helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Trockenkräuter, ein<br />

Hauch von gelbem Kernobst, reife Birnen,<br />

Ringlotten, tabakige Nuancen. Mittlerer<br />

Körper, weißer Apfel, frischer Säurebogen,<br />

mineralisch-salzig im Abgang, ein Hauch<br />

von Schalen im Nachhall, bereits<br />

entwickelt. sattlerhof.at<br />

•<br />

2016 Welschriesling Ried Vogelsang<br />

»225«, Hammer Wein Rust, Rust<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgold, Silberreflexe.<br />

Nuancen von kandierten Grapefruitzesten,<br />

kräuterwürzige Nuancen, etwas<br />

Nougat und Vanille unterlegt. Saftig,<br />

elegant, weißes Kernobst, finessenreicher<br />

Säurebogen, nussige Birnenfrucht, mineralisch-salzig<br />

im Abgang, sehr individueller<br />

Stil, im Finale tendenziell leicht austrocknend.<br />

hammerwein.at<br />

•<br />

2018 Welschriesling Südsteiermark<br />

DAC Ried Trebien<br />

Landesweingut Silberberg, Leibnitz<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Grapefruit, weiße Tropenfruchtanklänge,<br />

Litschi, dezente Kräuterwürze,<br />

schiefriger Touch. Stoffig, weiße<br />

Birnenfrucht, mineralisch, straffer Kern,<br />

salziger Nachhall, ein ausgewogener<br />

Speisenbegleiter, Limette im Nachhall.<br />

silberberg.at<br />

•<br />

2020 Csaterberg<br />

Welschriesling Selection<br />

Weinbau Stubits, Eisenberg<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Limette und Minze, weiße<br />

Tropenfruchtanklänge, mineralischer<br />

Touch. Saftig, weißer Apfel, leichtfüßig<br />

und frisch strukturiert, salzige Mineralität,<br />

balanciert und animierend.<br />

weinbau-stubits.at<br />

•<br />

BIO 2020 Welschriesling<br />

Orange No. 2<br />

Weingut Harkamp, Leibnitz<br />

11 Vol.-%, NK. Zart getrübtes mittleres<br />

Goldgelb. Rauchig-würzig unterlegte<br />

frische weiße Apfelfrucht, zart nach<br />

Mandarinenzesten, mit Wiesenkräutern<br />

und Quitte unterlegt. Leichtfüßig, feines<br />

Kernobst, straffer Säurebogen, salzig,<br />

feiner Limettentouch, angenehm trocken,<br />

bietet unkompliziertes Trinkvergnügen für<br />

heiße Sommertage.<br />

harkamp.at<br />

•<br />

2021 Welschriesling Messwein<br />

Weingut Michlits-Stadlmann<br />

St. Andrä am Zicksee<br />

12 Vol.-%, DV. Sehr helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart tabakig-kräuterwürzig unterlegte<br />

Apfelfrucht, ein Hauch von Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, gelbes Steinobst,<br />

ein Hauch von Süße, Limetten im Abgang,<br />

elegant und vielseitig einsetzbar.<br />

weingut-stadlmann.com<br />

•<br />

2022 Welschriesling<br />

Südsteiermark DAC<br />

Weingut Wolfgang Maitz<br />

Ehrenhausen an der Weinstraße<br />

11 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Wiesenkräuter, weißer Apfel, ein<br />

Hauch von Birne, mineralischer Touch.<br />

Straff, frisch, feines Kernobst, ein Hauch<br />

von Fruchtsüße, zitronig-salzig im Abgang,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

maitz.co.at<br />

•<br />

BIO 2021 Welschriesling Neuland<br />

Weingut Herbert Zillinger, Ebenthal<br />

11,5 Vol.-%, DV. Helles, zart trübes Grüngelb,<br />

Silberreflexe. Frische Wiesenkräuter, weiße<br />

Tropenfrucht, ein Hauch von Melone,<br />

rauchige Würze. Saftig, grüner Apfel,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch-zitronig<br />

im Nachhall, ein leichtfüßiger balancierter<br />

Speisenbegleiter. PS: Das Weingut teilt uns<br />

mit, dass dies der letzte gefüllte Jahrgang<br />

von Welschriesling war und man zukünftig<br />

darauf verzichtet, was schade ist.<br />

radikal.bio, € 11,–<br />

•<br />

BIO 2021 Welschriesling<br />

Rennersistas, Gols<br />

11,5 Vol.-%, NK. Helles, trübes Grüngelb,<br />

Silberreflexe. Reife gelbe Tropenfrucht,<br />

Grapefruitzesten, hefige Nuancen, ein<br />

Hauch von Orangenblüten, mineralischer<br />

Touch. Saftig, weiße Blüten, grüner Apfel,<br />

leichtfüßig und rassig strukturiert,<br />

Limetten, salzig im Abgang, trinkfreudiger<br />

Stil. (Demeter)<br />

rennerundsistas.at, € 26,50<br />

90<br />

•<br />

1983 Welschriesling Kabinett<br />

Landesweingut Silberberg, Leibnitz<br />

Helles, sehr junges Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Reife gelbe Birnenfrucht, etwas Papaya<br />

und Blütenhonig, feine Kräuterwürze,<br />

Orangenzesten unterlegt. Straff, Nuancen<br />

von weißem Apfel, lebendiger Säurebogen,<br />

zitronig-salzig im Nachhall, leichtfüßig,<br />

würdevoll gealtert, bereitet nach wie vor<br />

einiges Trinkvergnügen. Ein gutes Beispiel<br />

für das Reifepotenzial der Sorte auch im<br />

trockenen Bereich.<br />

silberberg.at<br />

•<br />

2022 Welschriesling Vulkanland<br />

Steiermark DAC<br />

Weingut Engel, Tieschen<br />

12 Vol.-%, DV. Sehr helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von Birne und Grapefruitzesten,<br />

mineralisch, etwas verhaltendes<br />

Bukett. Saftig, weißer Apfel, frisch und<br />

mit Biss ausgestattet, zarte fruchtige Süße<br />

verleiht einige Länge, harmonisch und anhaftend,<br />

feiner jugendlicher Einstieg in die<br />

klassische Welschrieslingwelt.<br />

weingut-engel.at<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/<br />

welschr-tasting<br />

Fotos: Peter Moser<br />

322 falstaff mai <strong>2023</strong>


Schauen Sie vorbei auf:<br />

kinderhotels.com


tasting / TRAISENTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Wie ein grüner Fleckerlteppich<br />

verteilen sich die kleinen<br />

Weingartenparzellen auf den<br />

Hängen des Traisentales.<br />

Foto: ÖWM / WSNA<br />

324<br />

falstaff mai <strong>2023</strong>


WÜRZIGES<br />

TRAISENTAL<br />

Kein anderes DAC-Gebiet weist einen derart hohen Anteil an Grünem Veltliner auf wie das<br />

Traisental. Aber auch der Riesling ist hier als Herkunftswein zugelassen. Die 2022er-Weine<br />

sind sehr harmonisch und straff, geben sich bereits zugänglich und verfügen über Reifepotenzial.<br />

TEXT & NOTIZEN PETER MOSER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

325


tasting / TRAISENTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

94<br />

Grüner Veltliner<br />

Riedenwein<br />

1. Platz<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Weinkultur Preiß, Theyern<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Limetten, florale Nuancen,<br />

weiße Tropenfrucht, dezente Kräuterwürze<br />

unterlegt. Komplex, saftig, feine Kernobstnuancen,<br />

frischer Säurebogen, elegant<br />

und lange anhaftend, mineralisch im<br />

Abgang, salziger Nachhall, gutes Reifepotenzial.<br />

weinkulturpreiss.at, € 16,–<br />

93<br />

2. Platz<br />

•<br />

BIO Ried Zwirch Konglomerat 2022<br />

Winzerhaus Kattner, Reichersdorf<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart tabakig-nussig unterlegte feine<br />

Birnenfrucht, ein Hauch von weißer Apfelfrucht.<br />

Mittlere Komplexität, engmaschig,<br />

frisches Kernobst, feine Säurestruktur,<br />

zitronig-salzig im Abgang, Reifepotenzial.<br />

kattnerwein.at, € 9,50<br />

3. Platz<br />

•<br />

Ried Hochschopf 2022<br />

Weinkultur Preiß, Theyern<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische Birne, etwas Mango, dezente<br />

Wiesenkräuterwürze, Nuancen von Orangenzesten<br />

unterlegt. Kräftig, saftig, weißes<br />

Kernobst, integrierte Säurestruktur, dezente<br />

Fruchtsüße im Abgang, wird von Reife<br />

profitieren. weinkulturpreiss.at, € 11,50<br />

92<br />

•<br />

Ried Steinbruch MAX 2022<br />

Weinhof & Heuriger Familie Kaiser,<br />

Wetzmannsthal<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Golden-Delicious-Apfel,<br />

etwas Blütenhonig, kandierte Orangenzesten<br />

unterlegt. Saftig, elegant, gute<br />

Komplexität, feines, frisches Säurespiel,<br />

angenehme Fruchtsüße im Abgang, zeigt<br />

Länge, ein vielseitiger Speisenwein.<br />

weinhof-kaiser.at, € 6,80<br />

•<br />

Inzersdorf Ried Zwirch 2022<br />

Winzerhof Haslinger Jürgen, Inzersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Rauchig-kräuterwürzig unterlegte<br />

weiße Kernobstnuancen, Orangenzesten,<br />

etwas Blütenhonig. Straff, mineralisch, frische<br />

Frucht, rassiger Säurebogen, salziger<br />

Touch im Abgang, gutes Reifepotenzial.<br />

winzerhof-haslinger.at, € 7,–<br />

•<br />

Getzersdorf Ried Engelreich 2022<br />

Winzerhof Haslinger Jürgen, Inzersdorf<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Nuancen von Wiesenkräutern,<br />

tabakig, frische Kernobstanklänge, kandierte<br />

Orangenzesten unterlegt. Frisch, saftig<br />

und elegant, weiße Apfelfrucht, feiner Säurebogen,<br />

mineralisch-zitronig im Abgang,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

winzerhof-haslinger.at, € 7,50<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Weingut Brachmann,<br />

Traismauer-Wagram<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nussig-würzig unterlegter reife<br />

Birnenfrucht, etwas Mango, Orangenzesten<br />

unterlegt. Mittlerer Körper, feine weiße<br />

Apfelfrucht, frisch strukturiert, mineralisch,<br />

gut anhaftend, ein vielseitiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingutbrachmann.at, € 8,–<br />

•<br />

Ried Nußgarten 2022<br />

Bioweingut Viktor Fischer, Wagram<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische Orangenzesten, ein Hauch<br />

von Mango und Papaya, feiner Blütenhonig.<br />

Saftig, dezente Kräuterwürze, weißer<br />

Apfel, angenehme Säurestruktur, salziger<br />

Nachhall, dunkle Mineralität, wird von<br />

Reife profitieren. fischer-abhof.at, € 8,20<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner, Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Verhalten, zartes Kernobst, etwas<br />

Honigmelone, kandierte Orangenzesten<br />

unterlegt. Mittlerer Körper, zarte Fruchtsüße,<br />

Nuancen von Marille, dezenter Honig<br />

im Abgang, bereits entwickelt und zugänglich.<br />

hauleitner.at, € 8,50<br />

•<br />

Nussdorf Ried Kirchbergen 2022<br />

Weingut Herzinger, Nußdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frischer gelber Apfel, etwas<br />

Marille, zart nach Kräutern und Blütenhonig.<br />

Saftig, straff, weißes Kernobst, frischer<br />

Säurebogen, mineralisch-salzig im Abgang,<br />

ein kerniger Speisenbegleiter.<br />

herzinger.at, € 8,70<br />

•<br />

Ried Pfarrweingarten 2022<br />

Stiftsweingut Herzogenburg Schelling<br />

GesmbH, St. Pölten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Orangenzesten, gelbe Apfelfrucht,<br />

ein Hauch von Kräuterwürze, Limetten,<br />

dunkle Mineralität. Mittlerer Körper,<br />

feine Pfirsichfrucht, feine Säurestruktur,<br />

zitroniger Touch, dezente Süße im Abgang.<br />

stiftsweingut-herzogenburg.com, € 9,–<br />

•<br />

Ried Himmelreich 2022<br />

Weingut Dam, Hilpersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig, frische Kräuter, etwas<br />

Melisse, feine gelbe Tropenfruchtaromen,<br />

einladendes Bukett. Saftig, reifer gelber<br />

Apfel, feiner Säurebogen, mineralisch,<br />

zarte Süße im Abgang, zugänglich und gut<br />

antrinkbar. weingut-dam.at, € 9,–<br />

•<br />

Ried Theyerner Berg 2022<br />

Weingut Tom Dockner, Theyern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische Wiesenkräuter, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, frische Orangenzesten, ein<br />

Hauch von Blütenhonig. Saftig, weiße<br />

Kernobstnuancen nach Birne, zitronig,<br />

mine ralisch-salzig im Abgang, bleibt haften,<br />

ein facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

docknertom.at, € 10,20<br />

•<br />

Ried Sonnleithen 2022<br />

Winzerhaus Hans Schöller, Wagram<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Verhalten, ein Hauch von Mandarinenzesten,<br />

gelbe Apfelfrucht, feine tabakige<br />

Nuancen. Saftig, zart nach Ananas,<br />

feine Fruchtsüße, elegant und anhaftend,<br />

ein vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weinschoeller.at, € 11,–<br />

•<br />

BIO Reichersdorf Ried Kirchweg<br />

2022, Weingut Markus Huber,<br />

Reichersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach gelber Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Apfel und Mango, frische<br />

Orangenzesten, einladendes Bukett. saftig,<br />

elegant, feine Fruchtsüße, integrierte<br />

Säurestruktur, mineralisch und gut<br />

anhaftend, zeigt Reifepotenzial.<br />

weingut-huber.at<br />

€ 12,50<br />

91<br />

•<br />

Ried Rafasetzen 2022<br />

Winzerhof Weissinger, Inzersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach grünem Apfel, ein Hauch von<br />

Blumen und Limetten, frisches Bukett.<br />

Straff, engmaschig, weißes Kernobst,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch und gut<br />

anhaftend, ein lebendiger Speisenbegleiter.<br />

winzerhof-weissinger.at, € 6,50<br />

•<br />

Walpersdorf Ried Gerichtsberg<br />

2022, Weinhof & Heuriger Familie<br />

Kaiser, Wetzmannsthal<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit einem Hauch von Zitrus unterlegte<br />

Kernobstnote, Anklänge von frischer Birne.<br />

Straff, lebendig, weißer Apfel, frische<br />

Säurestruktur, appetitlicher Stil, mineralisch-salzig<br />

im Nachhall.<br />

weinhof-kaiser.at, € 6,80<br />

•<br />

Ried Zwirch 2022<br />

Winzerhof Weissinger, Inzersdorf<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Wiesenkräuter, ein Hauch von<br />

Apfel, zart nussig-tabakige Aromen, einladendes<br />

Bukett. Mittlere Komplexität, gelbe<br />

Frucht, feine Süße, angenehmer Säurebogen,<br />

ein stoffiger Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

winzerhof-weissinger.at, € 7,10<br />

•<br />

Ried Kagran 2022<br />

Bioweingut Viktor Fischer, Wagram<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Honigmelone und Marille,<br />

ein Hauch von Wiesenkräutern unterlegt,<br />

Nuancen von Blütenhonig. Mittlerer Körper,<br />

weißer Apfel, frischer Säurebogen, salzigzitronig<br />

im Abgang, ein lebendiger Speisenbegleiter.<br />

fischer-abhof.at, € 7,20<br />

•<br />

Ried Eichberg 2022<br />

Weingut Dam, Hilpersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zurückhalten, Orangenzesten,<br />

feine gelbe Tropenfrucht, zart nach Mango<br />

und Papaya, mineralische Aspekte. Saftig,<br />

elegant, angenehme Fruchtsüße, ein<br />

Hauch von Karamell im Abgang, facettenreich<br />

bei Tisch. weingut-dam.at, € 7,50<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Weinhof Diry, Zagging/St. Pölten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Kandierte Orangenzesten, gelbe<br />

Apfelfrucht, etwas Mango, ein Hauch von<br />

Wiesenkräutern unterlegt. Saftig, weiße<br />

Frucht, frischer Säurebogen, feine Fruchtsüße<br />

im Nachhall, ein balancierter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-diry.at, € 7,50<br />

•<br />

Ried Sonnleithen 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner, Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, tabakige Nuancen,<br />

weiße Fruchtnuancen, ein Hauch von<br />

Fotos: Peter Moser, PosiNote / Shutterstock<br />

326 falstaff mai <strong>2023</strong>


Mandarinenzesten. Mittlerer Körper, zart<br />

salzig unterlegte Apfelfrucht, zitroniger<br />

Touch, bereits gut antrinkbar, vielseitig<br />

einsetzbar. hauleitner.at, € 8,–<br />

•<br />

Reichersdorf Ried Buchhammer<br />

2022, Weingut Siedler, Reichersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von Kräutern und<br />

Orangenzesten, tabakige Nuancen, gelbe<br />

Apfelfrucht unterlegt. Mittlerer Körper,<br />

zart nach gelber Tropenfrucht, mineralisch,<br />

feiner Säurebogen, fruchtige Süße im<br />

Abgang, ein eleganter Speisenbegleiter.<br />

weingut-siedler.at, € 8,–<br />

•<br />

Nussdorf Ried Hochschopf 2022<br />

Weingut Herzinger, Nußdorf<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Babybanane, ein Hauch<br />

von Mango, ein Hauch von Ananas, kandierte<br />

Orangenzesten unterlegt. Mittlere<br />

Komplexität, gelbe Tropenfrucht, elegant,<br />

mineralisch, angenehmer Säurebogen,<br />

zarte Fruchtsüße im Finale.<br />

herzinger.at, € 8,70<br />

•<br />

Nussdorf Ried Nussgarten 2022<br />

Weingut Herzinger, Nußdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Karamell und Ananas,<br />

ein Hauch von Blütenhonig, gelbe Ringlotten<br />

unterlegt. Saftig, seidig, zarte süße Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Nougat, elegant<br />

und entwickelt, ein reifer Speisenbegleiter.<br />

herzinger.at, € 8,70<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Winzerhaus Hans Schöller, Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgold, Silberreflexe.<br />

Mit einem Hauch Limetten unterlegte<br />

frische Apfelfrucht, Nuancen von Melone<br />

und Mango, zarter Blütenhonig. Straff,<br />

feinwürzig, weißer Apfel, zitronig-salzig im<br />

Abgang, mineralischer Nachhall.<br />

weinschoeller.at, € 8,90<br />

•<br />

Ried Rampl 2022<br />

Weingut Steyrer, Kuffern<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart kräuterwürzig unterlegte<br />

Kernobstnoten, kandierte Orangenzesten,<br />

etwas Blütenhonig. Kraftvoll, feine Fruchtsüße,<br />

gelber Apfel, zarter Säurebogen,<br />

zitroniger Touch im Abgang, bereits gut<br />

antrinkbar.<br />

weingut-steyrer.at, € 9,–<br />

•<br />

Ried Sonnleithen Alte Reben 2022<br />

Weingut Karl Brindlmayer, Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Orangenzesten, gelbe Frucht<br />

nach Mango und Papaya, Wiesenkräuter,<br />

tabakige Nuancen. Stoffig, weißes Kernobst,<br />

zarte Fruchtsüße, integrierter Säurebogen,<br />

elegant und anhaftend, Honigtouch<br />

im Abgang, Limetten im Rückgeschmack.<br />

brindlmayer.at<br />

€ 9,80<br />

Grüner Veltliner –<br />

Gebiets-/Ortswein<br />

93<br />

1. Platz<br />

•<br />

Parapluiberg 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner, Wagram<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach gelbe Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Kräuterwürze, feine Nuancen<br />

von Mango und Orangen. Komplex, saftig,<br />

weiße Birnenfrucht, feiner Säurebogen,<br />

salzige Mineralität, zeigt Länge, gutes<br />

Zukunftspotenzial. hauleitner.at, € 10,–<br />

92<br />

2. Platz<br />

•<br />

BIO Venusberg 2022<br />

Weingut Rudolf Hofmann, Traismauer<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Reife gelbe Tropenfruchtnoten, etwas<br />

Blütenhonig, kandierte Orangenzesten.<br />

Schlank, weißes Kernobst, feiner Säurebogen,<br />

leichtfüßig und frisch strukturiert, zitronig-mineralisch<br />

im Abgang, tolles Sommerwein.<br />

weingut-hofmann.at, € 7,20<br />

3. Platz<br />

•<br />

BIO Oberndorf 2022<br />

Weingut Rudolf Hofmann, Traismauer<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Nuancen von reifer gelber Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Mango, frische<br />

Orangenzesten. Frische Apfelfrucht, lebendiger<br />

Säurebogen, mineralisch-zitronig im<br />

Abgang, ein leichtfüßiger, animierender<br />

Stil, macht Lust auf ein zweites Glas.<br />

weingut-hofmann.at, € 8,30<br />

Die kalkreichen Böden des<br />

Traisentals stehen für<br />

lagerfähige Weißweine.<br />

•<br />

Venusberg 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner, Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Mit Mandarinenzesten unterlegte gelbe<br />

Apfelfrucht, ein Hauch von Wiesenkräutern,<br />

tabakige Nuancen, etwas Blütenhonig<br />

unterlegt. Komplex, saftig, weiße Apfelfrucht,<br />

feiner Säurebogen, mineralisch,<br />

zeigt gute Länge, verfügt über Reifepotenzial.<br />

hauleitner.at, € 9,–<br />

•<br />

BIO Organic 2022<br />

Weingut Rudolf Hofmann, Traismauer<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuterwürze, Nuancen von Orangenzesten,<br />

etwas Kernobst, Mango, tabakiger<br />

Hauch. Komplex, saftig, weiße Frucht,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch, ein<br />

Hauch von Limetten im Nachhall, lebendig,<br />

ein rassig-würziger Speisenvertreter.<br />

weingut-hofmann.at, € 9,20<br />

•<br />

Nussdorfer Obere Steigen 2022<br />

Weingut Markus Huber, Reichersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von Orangen, gelbe<br />

Apfelfrucht, Limettenzesten, mineralischer<br />

Touch. Mittlerer Körper, feine weiße<br />

Birnenfrucht, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

ein Hauch von Limetten, zitronig im<br />

Nachhall, ein pikanter Speisenbegleiter.<br />

weingut-huber.at, € 12,50<br />

•<br />

BIO Rosenstock 2022<br />

Weingut Markus Huber, Reichersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Nuancen von Golden Delicious,<br />

zart nach Mandarinen, floraler Touch,<br />

Birnenfrucht, floraler Touch. Komplex,<br />

engmaschig, weiße Kernobstnuancen,<br />

finessenreich, mineralischer Nachhall,<br />

Limetten im Rückgeschmack.<br />

weingut-huber.at, € 12,50<br />

•<br />

Nußdorf 2022<br />

Weingut Tom Dockner, Theyern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frischer Golden-Delicious-Apfel,<br />

etwas Honigmelone, feine Nuancen von<br />

Orangenzesten. Saftig, weiße Kernobstnuancen,<br />

finessenreiche Säurestruktur,<br />

salzig und anhaftend, ein lebendiger<br />

Speisenbegleiter, sehr animierender Stil.<br />

docknertom.at, € 13,90<br />

91<br />

•<br />

Venusberg 2022<br />

Nolz Wein, Hilpersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit einem Hauch von Limetten unterlegter<br />

Golden-Delicious-Apfel, Orangen,<br />

etwas Blütenhonig. Mittlerer Körper, frische<br />

Steinobstnuancen, lebendig strukturiert,<br />

zarte Fruchtsüße, gut entwickelt, ein<br />

versatiler Speisenwein. nolzwein.at, € 7,–<br />

•<br />

Inzersdorf Weinengl 2022<br />

Weinhof Englhart-Schoderböck,<br />

Inzersdorf<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frischer gelber Apfel, ein Hauch<br />

von Birne und Mango, Nuancen von Wiesenkräutern,<br />

zarter Blütenhonig. Saftig, elegant,<br />

Nuancen von Marille, dezente Fruchtsüße,<br />

ausgewogen, ein balancierter, stoffiger<br />

Speisenbegleiter. weinengl.at, € 6,20<br />

•<br />

Wagram Terrassen 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner, Wagram<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Apfel und Honigmelone,<br />

zart floral, Nuancen von Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, feinwürzig, ein Hauch von<br />

frischer Birne, etwas Blütenhonig im<br />

Abgang, vielseitig einsetzbar.<br />

hauleitner.at, € 7,–<br />

•<br />

BIO Urgestein 2022<br />

Winzerhof Erber, Oberwölbling<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Duftig-blumig, weißer Kernobsttouch,<br />

Limettenzesten, einladendes<br />

Bukett. Straff, engmaschig, grüner Apfel,<br />

finessenreich strukturiert, zitronig im Abgang,<br />

rassige Stilistik, toller Sommerwein.<br />

erber-wein.at, € 8,10<br />

•<br />

Kammerling 2022<br />

Weinkultur Preiß, Theyern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Reife gelbe Tropenfrucht, zart nach<br />

Honigmelone, dezente Kräuterwürze.<br />

Schlank, weißer Apfel, salzig-zitronig im<br />

Abgang, verfügt über Frische, vielseitig<br />

einsetzbar, pikantes Finish.<br />

weinkulturpreiss.at, € 9,–<br />

•<br />

Kalkterrassen 2022<br />

Weingut Tom Dockner, Theyern<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit Limettenzesten unterlegte Golden-<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

327


tasting / TRAISENTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Delicious-Apfelfrucht, floraler Touch, Orangentouch.<br />

Saftig, elegant, zarter grüner<br />

Apfel, lebendige Säurestruktur, dezente<br />

Süße im Abgang, mineralischer Speisenbegleiter.<br />

docknertom.at, € 9,90<br />

•<br />

BIO Nussdorf 2022<br />

Weingut Markus Huber, Reichersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuterwürze, Limettenzesten,<br />

gelbe Apfel, Honigmelone, mineralischer<br />

Touch. Mittlerer Körper, feine<br />

Kernobstnuancen, feine Säurestruktur,<br />

dezente Süße im Abgang, salziger Touch,<br />

zitronig im Nachhall.<br />

weingut-huber.at, € 12,50<br />

93<br />

Riesling<br />

Riedenwein<br />

92<br />

2. Platz<br />

•<br />

BIO Ried Fuchsenrand 2022<br />

Weingut Rudolf Hofmann, Traismauer<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig, frische weiße Tropenfrucht,<br />

tabakige Nuancen, Limettenzesten<br />

unterlegt. Straff, engmaschig, weißer<br />

Pfirsich, zitronig-mineralisch im Abgang,<br />

ein animierender Sommerwein mit<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

weingut-hofmann.at, € 10,30<br />

3. Platz<br />

•<br />

Ried Sonnleithen 2022<br />

Winzerhaus Hans Schöller<br />

Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Blumig-duftig unterlegte Pfirsichnote,<br />

zart nach Limetten, mineralischer Anklang.<br />

Saftig, feine Tropenfrucht, ein Hauch von<br />

Fruchtsüße, gute Balance, frisch im Abgang,<br />

harmonisch, vielseitig einsetzbar.<br />

weinschoeller.at, € 11,–<br />

mineralisch und gut anhaftend, verfügt<br />

über Reifepotenzial.<br />

weingut-steyrer.at, € 8,–<br />

•<br />

Ried Himmelreich 2022<br />

Weingut Dam, Hilpersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart kräuterwürzig unterlegte Steinobstnuancen,<br />

Orangenzesten und Blütenhonig<br />

im Hintergrund. Mittlerer Körper,<br />

weiße Frucht, frischer Strukturbogen,<br />

fruchtige Süße im Abgang, elegant und gut<br />

anhaftend, vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weingut-dam.at, € 9,–<br />

•<br />

Ried Sonnleithen Spontan 2022<br />

Weingut Herwald Hauleitner<br />

Wagram<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart blumig, weißer Pfirsich, ein<br />

Hauch von Tropenfrucht, etwas Blütenhonig,<br />

facettenreiches Bukett. Mittlerer<br />

Körper, frisches Kernobst, dunkle Mineralität,<br />

feinwürzig im Abgang, zitroniger<br />

Nachhall. hauleitner.at, € 10,–<br />

1. Platz<br />

•<br />

Ried Rosengarten 2022<br />

Weingut Brachmann,<br />

Traismauer-Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas zurückhalten, weiße Tropenfrucht,<br />

Limettenzesten, mineralischer Anklang.<br />

Mittlerer Körper, feine Fruchtsüße,<br />

balanciert, elegant, integrierte Säurestruktur,<br />

harmonisch und gut anhaftend, ein<br />

facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

weingutbrachmann.at, € 9,50<br />

•<br />

BIO Ried Kogelberg 2022<br />

Weingut Rudolf Hofmann, Traismauer<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Zitronenmelisse,<br />

weißes Steinobst, mineralischer Anklang,<br />

floraler Touch. Saftig, weiße Frucht, frischer<br />

Säurebogen, mineralisch im Abgang,<br />

integrierte Süße im Nachhall, gutes<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

weingut-hofmann.at, € 12,–<br />

•<br />

Ried Pletzengraben 2022<br />

Weinkultur Preiß, Theyern<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarter Blütenhonig, Nuancen von<br />

Weingartenpfirsich, frische Orangenzesten.<br />

Elegant, feine Fruchtsüße, zart nach Ananas,<br />

integrierter Säurebogen, mineralisch,<br />

saliner Nachhall, bereits gut entwickelt<br />

und antrinkbar.<br />

weinkulturpreiss.at, € 16,–<br />

91<br />

•<br />

Reichersdorf Spiegeln 2022<br />

Weingut Wolfgang Müllner, Nußdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von Limetten, weißer<br />

Pfirsich unterlegt, mineralischer Touch.<br />

Saftig, feine Mango, dezente Fruchtsüße,<br />

lebendiger Säurebogen, leichtfüßig und<br />

animierend, salziger Nachhall.<br />

weingutmuellner.at, € 6,80<br />

•<br />

Ried Stoaried 2022<br />

Weingut Steyrer, Kuffern<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach frischem Weingartenpfirsich,<br />

etwas Mango, Nuancen von Blütenhonig.<br />

Saftig, elegant, gute Komplexität,<br />

feine Fruchtsüße, lebendige Struktur,<br />

92<br />

Riesling Gebietsund<br />

Ortswein<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Getzersdorf Engelsberg 2022<br />

Weingut Markus Huber, Reichersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Facettenreiches Bukett nach Pfirsich<br />

und Blütenhonig, Limetten, mineralischer<br />

Touch. Saftig, elegant, gute Balance, delikate<br />

Textur, zarte Fruchtsüße im Abgang,<br />

ein ausgewogener, zugänglicher Speisenwein.<br />

weingut-huber.at, € 12,50<br />

2. Platz<br />

•<br />

Parapluiberg 2022<br />

Weingut Karl Brindlmayer, Wagram<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Orangen- und Limettenzesten,<br />

weiße Tropenfrucht, frischer Pfirsich.<br />

Saftig, elegant, feine Fruchtsüße, finessenreicher<br />

Säurebogen, lebendig und<br />

frisch, mineralisch im Abgang, ein Hauch<br />

von Blütenhonig im Nachhall.<br />

brindlmayer.at, € 8,30<br />

3. Platz<br />

•<br />

Inzersdorf 2022<br />

Weingut Tom Dockner, Theyern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart blumig, weiße Steinobstnoten,<br />

ein Hauch von Mango, Nuancen von Blütenhonig.<br />

Komplex, saftig, feine Fruchtsüße,<br />

lebendiger Säurebogen, gute Balance,<br />

zitronig-mineralisch im Nachhall, vielseitig<br />

einsetzbar.<br />

docknertom.at, € 15,90<br />

91<br />

•<br />

Riesling 2022<br />

Nolz Wein, Hilpersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach kandierte Mandarinenzesten,<br />

gelbe Tropenfrucht, etwa Mango und<br />

Pfirsich, einladendes Bukett. Saftig, weiße<br />

Frucht, finessenreicher Säurebogen, zitronig-salzig<br />

im Abgang, vielseitig einsetzbar,<br />

nolzwein.at, € 7,–<br />

•<br />

Kammerling 2022<br />

Weinkultur Preiß, Theyern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte dezente<br />

Pfirsichnuancen, ein Hauch von Limetten,<br />

frischer Apfel. Mittlere Komplexität, weiße<br />

Frucht, mineralisch-salzig strukturiert, feine<br />

Süße im Abgang, bereits gut entwickelt.<br />

weinkulturpreiss.at, € 9,50<br />

•<br />

BIO Nussdorf 2022<br />

Weingut Markus Huber, Reichersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte Steinobstnuancen,<br />

Zitronen und grüner Apfel, mineralischer<br />

Touch. Straff, elegant, dezente<br />

Fruchtsüße, gut integrierte Säurestruktur,<br />

seidig und anhaftend, gut antrinkbar.<br />

weingut-huber.at, € 12,50<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/<br />

traisental23<br />

Fotos: Peter Moser<br />

328 falstaff mai <strong>2023</strong>


TOP-WINZER TRAISENTAL<br />

KRÄFTIGE<br />

WEISSE<br />

Sanfte Hügel, kleine Weingärten und<br />

bodenständige Buschenschanken – so<br />

präsentiert sich das schöne Traisental.<br />

BIOnier im Traisental:<br />

Viktor Fischer<br />

Biowinzer Viktor Fischer (30) aus<br />

Wagram ob der Traisen ist bereits seit<br />

10 Jahren für ausgezeichnete Bioweine<br />

verantwortlich. Handarbeit und<br />

der persönliche Kontakt zu seinen<br />

Kunden liegen ihm am Herzen und er<br />

setzt darauf, der Natur auch wieder<br />

etwas zurückzugeben. So entstehen<br />

seine Weine in Weingärten, wo Tierund<br />

Pflanzenvielfalt zwischen den<br />

Zeilen gedeihen darf, und er bringt<br />

eigenen Kompost aus, um den Boden<br />

zu stärken. Nützlinge werden gefördert,<br />

um Schädlinge zu bekämpfen.<br />

Auch im Keller geht es um schonende<br />

Verarbeitung und ein Gespür<br />

für den Charakter jedes Weines.<br />

Mittlerweile finden sich neben vielfältigem<br />

Grünen Veltliner auch Riesling,<br />

Gelber Muskateller, Roter Muskateller,<br />

Muscaris, Gemischter Satz sowie<br />

Zweigelt und St.Laurent in Viktor<br />

Fischers Sortiment.<br />

BIOWEINGUT VIKTOR FISCHER<br />

Wachaustraße 30<br />

3133 Wagram / Traismauer<br />

T: +43 699 111 300 79<br />

fischer-abhof.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © Christoph Wichtl; Tobias Singer; Shutterstock; Beigestellt<br />

Pure Leidenschaft,<br />

die kein Ende kennt<br />

Am Familienweingut Thomas<br />

Heinrich werden Weine von höchster<br />

Qualität erzeugt – hier packt die<br />

ganze Familie mit an.<br />

Unsere Weingärten liegen im Weinbaugebiet<br />

Traisental und umfassen<br />

eine Rebfläche von 4,5 Hektar. Die<br />

Reben stehen auf trockenen, sehr<br />

kalkhaltigen, schottrigen Böden.<br />

Besondere Klimafaktoren bringen<br />

warme Tage und kühle Nächte<br />

und sorgen so für eine sehr feine<br />

Aromatik und würzige Finesse der<br />

Weine. Das Hauptaugenmerk liegt<br />

beim Grünen Veltliner. Der Grüne<br />

Veltliner Ried Eichberg ist etwas ganz<br />

Besonderes. In keinem Wein verspürt<br />

man so viel Verbundenheit und Tiefgründigkeit<br />

wie in diesem. Hier geht<br />

unser Herz auf. Vollste Identifikation,<br />

ganz nach dem Motto »Do bin i her,<br />

do ghea i hin«.<br />

WEINBAU THOMAS HEINRICH<br />

Veltlinerweg 4<br />

3133 Hilpersdorf<br />

T: +43664 5957 987<br />

office@weinbau-heinrich.at<br />

weinbau-heinrich.at<br />

Weinhof Kaiser –<br />

klein, aber fein!<br />

Unter dieser Maxime ist Familie<br />

Kaiser bestrebt, den Charakter des<br />

Traisentals in ihren Weinen wiederzugeben.<br />

Bei ihrem Heurigen, wo<br />

hausgemachte Schmankerl warten,<br />

kann man Weine auch gerne außerhalb<br />

der Ausstecktermine verkosten.<br />

WEINHOF KAISER<br />

Sabrina und Florian Kaiser<br />

Am Ring 4, 3131 Wetzmannsthal<br />

T: +43 664 73498804<br />

weinhof-kaiser.at<br />

Familie Nolz<br />

Josef und Eva<br />

Wir sind ein klassischer Weinbaubetrieb<br />

mit Heurigen und auch<br />

Ackerflächen, die wir selbst bewirtschaften.<br />

Ein großes Anliegen ist,<br />

unseren Heurigen in der ursprünglichen<br />

Form zu bewahren und die<br />

Gäste mit Qualität, Originalität und<br />

Abwechslung zu überzeugen.<br />

NOLZ WEIN GNBR<br />

Eichberger Kellergasse<br />

3133 Traismauer<br />

nolzwein.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 329


tasting / WACHAU DAC FEDERSPIEL CUP <strong>2023</strong><br />

Die Donaukurve bei Dürnstein bietet<br />

ein tolles Panorama. Rossatz rechts<br />

im Vordergrund, Dürnstein und<br />

Oberloiben am linken Ufer, ganz<br />

hinten thront Stift Göttweig.<br />

Foto: ÖWM / WSNA<br />

330 falstaff mai <strong>2023</strong>


BRILLANTE<br />

WACHAU<br />

Die Weine der Kategorie Federspiel haben im aktuellen Jahrgang 2022 alles zu bieten,<br />

was sich ein Weinfreund wünschen darf: Frucht, Frische und Mineralität, das Ganze<br />

unterlegt mit klarem Sorten- und Terroirausdruck bei moderaten Alkoholwerten. Mit einem<br />

Wort: So gut waren diese Wachauer Klassiker lange nicht mehr.<br />

TEXT & NOTIZEN PETER MOSER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

331


tasting / WACHAU DAC FEDERSPIEL CUP <strong>2023</strong><br />

94<br />

Grüner Veltliner<br />

Federspiel<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Ried Kreuzberg 2022<br />

Weingut Georg Frischengruber, Rossatz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frischer Golden-Delicious-Apfel,<br />

ein Hauch von Kräutern und Tabak, Orangenzesten-unterlegt.<br />

Saftig, gute Komplexität,<br />

feine Kernobstnuancen, finessenreicher<br />

Säurebogen, mineralisch anhaftend,<br />

mit einiger Länge ausgestattet, verfügt<br />

über sicheres Reifepotenzial.<br />

frischengruber.at, € 11,50<br />

2. Platz<br />

•<br />

Ried Axpoint 2022<br />

FJ Gritsch – Mauritiushof, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Mango und<br />

Ananas, kandierte Orangenzesten, etwas<br />

nach Melisse, Blütenhonig klingt an. Saftig,<br />

gute Komplexität, balancierte Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, fruchtsüß nach Papaya,<br />

guter Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

gritsch.at, € 17,50<br />

3. Platz<br />

•<br />

Joching Ried Pichl Point 2022<br />

Weingut Schmelz, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Dezente Wiesenkräuter, zart<br />

nach Orangenschalen, weißes Kernobst,<br />

ein Hauch von Kardamom, Apfelnuancen<br />

klingen an. Saftig, elegant, extraktsüß<br />

nach Mango, balancierter Säurebogen,<br />

Tropenfrucht im Nachhall, guter<br />

Speisenbegleiter.<br />

schmelzweine.at, € 11,60<br />

93<br />

•<br />

Spitz Ried Axpoint 2022<br />

Weingut Anton Nothnagl, Spitz<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Feine Tabakwürze, etwas<br />

nach Orangenzesten, zart nach Blütenhonig,<br />

etwas nach Mango, feine Birnenfrucht.<br />

Saftig, straff, feine Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

engmaschig, weiße Tropenfrucht<br />

im Abgang, bleibt gut haften,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

nothnagl.at, € 9,50<br />

•<br />

Weißenkirchen Ried Klaus 2022<br />

Weingut Schmelz, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, dezente Maracujanuancen,<br />

ein Hauch von Golden Delicious,<br />

facettenreiches Bukett. Saftig, elegant,<br />

balancierte Säurestruktur, mineralisch,<br />

extraktsüß nach Mango und Ananas, würziger<br />

Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

schmelzweine.at, € 11,80<br />

•<br />

Kirchpoint 2022<br />

FJ Gritsch – Mauritiushof, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb,<br />

Silberreflexe. Zart nach Honigmelone und<br />

Quitte, etwas reife Apfelfrucht, kandierte<br />

Orangenzesten, ein Hauch von Gewürzen,<br />

attraktives Bukett. Mittlere Komplexität,<br />

saftig, straff, etwas tabakig, extraktsüß<br />

nach Marille, eingebundener Säurebogen,<br />

guter Speisenbegleiter. gritsch.at, € 13,–<br />

•<br />

Ried Loibenberg 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Attraktive gelbe Fruchtnuancen nach<br />

Apfel, ein Hauch von Honigmelone, zart<br />

nach Mandarinenzesten. Saftig, elegant,<br />

feine Fruchtsüße, frischer Säurebogen,<br />

mineralisch und gut anhaftend, ein vielschichtiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Mühlpoint 2022<br />

Weingut Alzinger, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Einladender Duft nach Marillen und<br />

Ananas, dunkle Mineralität, feine Wiesenkräuter,<br />

frisches Bukett. Komplex, saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

leichtfüßig, weiße Fruchtnuancen, kraftvolles<br />

Finish, balanciert und knackig.<br />

alzinger.at, € 14,50<br />

•<br />

Ried Achleiten 2022<br />

Karl Stierschneider – Kartäuserhof,<br />

Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Feine Maracujanoten, etwas<br />

nach kandierten Orangenzesten, Melisse,<br />

reife Apfelfrucht, einladendes Bukett.<br />

Saftig, straff, feine Säurestruktur, Ananastouch<br />

im Abgang, salzig im Nachhall, guter<br />

Speisenbegleiter.<br />

stierschneider.at, € 15,40<br />

•<br />

Ried Schön 2022<br />

Weingut Josef & Georg Högl, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Mango und Ananas, etwas Blütenhonig,<br />

einladendes Bukett. Saftig, engmaschig,<br />

feine Fruchtsüße, mineralisch und<br />

sehr gut anhaftend, bietet leichtfüßiges<br />

Trinkvergnügen.<br />

weingut-hoegl.at, € 16,50<br />

•<br />

Ried Hinter der Burg 2022<br />

Weingut Prager, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Wiesenkräutern und<br />

frischem gelbem Apfel, ein Hauch von<br />

Blütenhonig, kandierte Orangenzesten.<br />

Straff, stoffig, weißes Kernobst , frischer<br />

Säurebogen, bleibt haften, ein feinwürziger<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingutprager.at, € 22,–<br />

•<br />

Ried Trum 2022<br />

Weingut Knoll, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Apfelfrucht, dezenter Blütenhonig,<br />

zart nach Papaya, kandierte Mandarinenzesten,<br />

einladendes Bukett. Saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, mineralischsalzig,<br />

engmaschig, weiße Apfelfrucht im<br />

Abgang, guter Speisenbegleiter.<br />

knoll.at, € 23,–<br />

•<br />

Ried Bach 2022<br />

Domäne Roland Chan, Wösendorf<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Grüngelb, silberfar-<br />

bene Reflexe. Einladendes Bukett nach<br />

Quitte, zart nach kandierten Orangenzesten,<br />

ein Hauch von Papaya, floraler Touch,<br />

Wiesenkräuter klingen an. Saftig, elegant,<br />

extraktsüß nach reifem Steinobst, bleibt<br />

gut haften, eingebundene Säurestruktur,<br />

mineralisch, sicherer Speisenbegleiter.<br />

domaene-rolandchan.at<br />

€ 27,–<br />

92<br />

•<br />

Ried Kirnberg 2022<br />

Weingut & Heuriger Günther Kendl,<br />

Rossatz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von gelber Fruchtexotik,<br />

Nuancen von Ananas, etwas Mango, frische<br />

Orangenzesten unterlegt. Saftig, elegant,<br />

reife Apfelfrucht, finessenreich strukturiert,<br />

balanciert und gut anhaftend.<br />

gkwachau.at, € 9,–<br />

•<br />

Spitz Ried Burgberg 2022<br />

Weingut Anton Nothnagl, Spitz<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Blütenhonig, ein Hauch<br />

von reifem Apfel, kandierte Orangenzesten,<br />

tabakiger Touch. Saftig, straff, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch, extraktsüß nach Birnen,<br />

bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.<br />

nothnagl.at, € 9,50<br />

•<br />

Spitz Ried Steinporz 2022<br />

Weingut Anton Nothnagl, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Maracuja und<br />

Blütenhonig, zart nach Quitte, kandierte<br />

Mandarinenzesten klingen an, einladendes<br />

Bukett. Saftig, straff, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, engmaschig, fruchtsüß<br />

nach Papaya, bleibt gut haften.<br />

nothnagl.at, € 9,50<br />

•<br />

Ried Achleiten 2022<br />

Weingut Weixelbaum, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Nuancen von frischer Birne und<br />

Honigmelone, ein Hauch von kandierten<br />

Orangenzesten, einladende Würze. Saftig,<br />

elegant, weißer Apfel, feiner Säurebogen,<br />

mineralisch im Abgang, gute Länge, bereits<br />

antrinkbar.<br />

weixelbaum.at, € 9,80<br />

•<br />

Ried Steinporz 2022<br />

Weingut Stefan Gebetsberger, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb. Feiner Blütenhonig,<br />

etwas nach Wiesenkräutern, zart<br />

nach Papaya und Birnenfrucht, floraler<br />

Touch. Mittlerer Körper, fruchtsüß, eingebundene<br />

Säurestruktur, mineralisch,<br />

Mango im Abgang, bleibt gut haften, guter<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingut-gebetsberger.at, € 10,–<br />

•<br />

Mautern Ried Süssenberg 2022<br />

Weingut Hutter Silberbichlerhof,<br />

Fotos: Peter Moser, PosiNote / Shutterstock<br />

332 falstaff mai <strong>2023</strong>


Mautern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Grapefruitzesten, feine<br />

Kräuterwürze, frische Birne, etwas Mango,<br />

einladendes Bukett. Saftig, Golden-Delicious-Apfel,<br />

frisch strukturiert, angenehme<br />

Fruchtsüße, bleibt haften, zeigt Reifepotenzial.<br />

hutter-wachau.at, € 10,30<br />

•<br />

Ried Burgberg 2022<br />

Weingut Hofstätter, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Dezente Kräuterwürze, feine Ananasnuancen,<br />

kandierte Orangenzesten. Saftig,<br />

elegant, feine gelbe Frucht, frischer Säurebogen,<br />

mineralisch und gut anhaftend,<br />

verfügt über Reifepotenzial.<br />

weingut-hofstaetter.at, € 10,50<br />

•<br />

Joching Ried Steinwand 2022<br />

Weingut Schmelz, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb. Feiner<br />

Blütenhonig, zart nach Quitte, etwas nach<br />

kandierten Orangenzesten, Papaya klingt<br />

an. Saftig, mittlere Komplexität, straff, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch, Melisse und<br />

Ananas im Abgang, feinwürziger Nachhall.<br />

schmelzweine.at, € 10,80<br />

•<br />

Spitz Spitzer Graben 2022<br />

Weingut Schneeweis, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig, zart nach kandierten<br />

Orangenzesten, etwas nach Mango,<br />

floraler Touch, einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, extraktsüß nach Pfirsich, eingebundene<br />

Säurestruktur, mineralisch,<br />

kraftvolles Finish, bereits gut antrinkbar.<br />

weingut-schneeweis.at, € 10,90<br />

•<br />

Ried Bruck 2022<br />

Weingut Thomas Gritsch, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte frische Apfelfrucht,<br />

Nuancen von Mango und Orangenzesten.<br />

Saftig, weißes Kernobst, fruchtig,<br />

angenehmer Säurebogen, ein eleganter<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingut-gritsch.at, € 11,–<br />

•<br />

Ried Frauenweingärten 2022<br />

Weingut Georg Frischengruber, Rossatz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Ananas und Mango, feine<br />

Kräuterwürze, ein Hauch von Anis,<br />

einladendes Bukett. Saftig, weißes Kernobst,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch und<br />

gut anhaftend, zeigt Reifepotenzial.<br />

frischengruber.at, € 11,50<br />

•<br />

Ried Steinporz 2022, Weingut<br />

Hofstätter, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach frischer Birne, Mango und<br />

Golden-Delicious-Apfel. Straff, engmaschig,<br />

mineralischer Kern, weiße Frucht, lebendig<br />

strukturiert, salzig im Abgang, zitroniger<br />

Touch im Nachhall, animierender Stil.<br />

weingut-hofstaetter.at, € 12,–<br />

•<br />

Loibner Ried<br />

Klostersatz 2022<br />

Weingut Paul Stierschneider –<br />

Urbanushof, Oberloiben<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Kräutern, zart<br />

nach Apfelfrucht, weißes Steinobst,<br />

Blütenhonig-unterlegt. Saftig, elegant,<br />

feine Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

weißes Kernobst im Abgang, gutes Finish.<br />

urbanushof.cc, € 12,–<br />

•<br />

Ried Klaus, 2022<br />

Weingut Jäger, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte weiße Kernobstnuancen,<br />

ein Hauch von Marille klingt<br />

an. Straff, engmaschig, feinfruchtige Textur,<br />

angenehmer Säurebogen, mineralischsalzig<br />

im Abgang, ein frischer Speisenbegleiter.<br />

weingut-jaeger.at, € 12,70<br />

•<br />

Ried Kollmitz 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Nuancen von kandierten Orangenzesten,<br />

Golden-Delicious-Apfel, etwas<br />

Blütenhonig. Saftig, elegant, gute Komplexität,<br />

zarte Fruchtsüße, mineralisch und<br />

anhaftend, hat Entwicklungspotenzial.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Liebenberg 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Feine Tabakwürze, etwas<br />

nach Kräutern, kandierte Orangenzesten,<br />

reife Apfelfrucht, Kumquats klingen an.<br />

Saftig, komplex, mineralisch, feinwürzig,<br />

ein Hauch von Birnen, salziger Nachhall,<br />

facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Kaiserberg 2022,<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Feine Kräuterwürze, zart<br />

nach Tropenfrucht, etwas Ananas, ein<br />

Hauch von Kardamom, dunkle Mineralität.<br />

Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

extraktsüß nach Pfirsich, engmaschig,<br />

bleibt gut haften, trinkanimierendes Finish.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

Perfektes Traubenmaterial<br />

war auch 2022 die Basis für<br />

finessenreiche Weißweine.<br />

•<br />

Ried<br />

Kreuzberg 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Marille und Ananas, kandierte<br />

Orangenzesten, ein Hauch von Kräuterwürze<br />

unterlegt. Saftig, elegant, angenehme<br />

Apfelfrucht, frischer Säurebogen,<br />

ausgewogen und bereits sehr gut antrinkbar.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Klaus 2022<br />

Karl Stierschneider – Kartäuserhof,<br />

Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Kräutern, zart<br />

nach Orangenzesten, Honigmelone und<br />

Melisse, Apfelfrucht klingt an. Saftig, mittlere<br />

Komplexität, eingebundene Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, Maracuja im<br />

Abgang, bleibt gut haften, straffer Speisenbegleiter.<br />

stierschneider.at, € 14,90<br />

•<br />

Ried Achleiten 2022<br />

Weingut Holzapfel, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Wiesenkräuter, Nuancen von<br />

Tabak und Anis, gelber Apfel, zart nach<br />

Mango, feinwürziges Bukett. Mittlerer Körper,<br />

weißes Kernobst, frische Säurestruktur,<br />

Limetten im Abgang, gut antrinkbar.<br />

holzapfel.at, € 16,–<br />

•<br />

Ried Superin 2022<br />

Weingut Tegernseerhof, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Mandarinenzesten,<br />

etwas Golden Delicious, feinwürzig,<br />

zart nach Guave, dezente Tropenfrucht,<br />

dunkle Mineralität. Saftig, straff, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch, extraktsüß<br />

nach Mango, guter Speisenbegleiter.<br />

tegernseerhof.at, € 18,–<br />

•<br />

Treu 2022, Weinhofmeisterei<br />

Mathias Hirtzberger, Wösendorf<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Wiesenkräuter, ein Hauch von<br />

Melisse, weißer Apfel, facettenreiches Bukett.<br />

Straff, elegant, ein Hauch von Honigmelone,<br />

feiner Säurebogen, ausgewogen<br />

und zugänglich, vielseitig einsetzbar.<br />

weinhofmeisterei.at, € 19,–<br />

94<br />

Riesling<br />

Federspiel<br />

1. Platz<br />

•<br />

Ried Bruck 2022<br />

Weingut Josef & Georg Högl, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, zart nach<br />

Ananas und Mango, ein Hauch von Blütenhonig,<br />

einladendes Bukett. Komplex, saftig,<br />

feine Fruchtsüße, finessenreicher Säurebogen,<br />

mineralisch-salzig im Abgang, Limetten<br />

im Nachhall, verfügt über Länge und<br />

Reifepotenzial. weingut-hoegl.at, € 11,90<br />

2. Platz<br />

•<br />

Ried Loibenberg 2022<br />

Weingut Knoll, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Feine Zitrusnuancen,<br />

ein Hauch von Pfirsichnuancen, dezente<br />

Wiesenkräuter, Quitte, attraktives Bukett.<br />

Saftig, straff, facettenreich, leichtfüßig,<br />

salzig, weißes Kernobst, balancierte Säurestruktur,<br />

mineralischer Nachhall, guter<br />

Speisenbegleiter. knoll.at, € 25,–<br />

3. Platz<br />

•<br />

Ried Steinriegl Alte Reben 2022<br />

Karl Stierschneider – Kartäuserhof,<br />

Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Reife Ananas, etwas Mango, zart<br />

nach Blütenhonig, intensives, einladendes<br />

Bukett. Komplex, saftig, reifer Pfirsich,<br />

feine Fruchtsüße, elegant, von frischer<br />

Säure getragen, ein facettenreicher<br />

Speisenbegleiter.<br />

stierschneider.at, € 14,30<br />

93<br />

•<br />

Stein am Rain 2022<br />

Weingut Schmelz, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Fruchtnuancen, ein<br />

Hauch von Mango und Pfirsich, zart nach<br />

Orangenzesten. Mittlere Komplexität,<br />

feiner Steinobsttouch, finessenreicher<br />

Säurebogen, mineralisch-zitronig, gut<br />

anhaftend, bereits zugänglich.<br />

schmelzweine.at, € 12,80<br />

•<br />

Ried 1000-Eimerberg 2022<br />

FJ Gritsch – Mauritiushof, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte, feine gelbe<br />

Steinobstnuancen, etwas Blütenhonig,<br />

Orangenzesten. Saftig, elegant, süße<br />

Tropenfrucht, feine Mineralität, integrierte<br />

Frische, salziger Touch im Abgang, bleibt<br />

gut haften.<br />

gritsch.at, € 17,50<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

333


tasting / WACHAU DAC FEDERSPIEL CUP <strong>2023</strong><br />

92<br />

•<br />

Federspiel 2022<br />

Weingut Eder Wachau, Mautern<br />

12 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Ananas und Blütenhonig,<br />

kandierte Orangenzesten, floraler Touch.<br />

Saftig, elegant, mittlerer Körper, feine weiße<br />

Fruchtnuancen, zarter Blütenhonig im<br />

Nachhall, zitronig-mineralisch im Rückgeschmack.<br />

eder-wachau.at, € 9,20<br />

•<br />

Ried 1000-Eimerberg 2022<br />

Weingut Stefan Gebetsberger, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische gelbe Tropenfrucht, Nuancen<br />

von Maracuja und Mango, zarter Blütenhonig.<br />

Saftig, elegant, weißes Steinobst,<br />

feine Fruchtsüße, balanciertes Säurespiel,<br />

anhaftend, bereits gut entwickelt.<br />

weingut-gebetsberger.at, € 11,–<br />

•<br />

Elsarn Ried Trenning 2022<br />

Weingut Schneeweis, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine weiße Pfirsichnote, ein Hauch<br />

von Birne und Blütenhonig, zart mit Orangenzesten<br />

unterlegt, einladendes Bukett.<br />

Saftig, elegant, feine Fruchtsüße, integrierte<br />

Säurestruktur, ein ausgewogener,<br />

bereits zugänglicher Speisenbegleiter.<br />

weingut-schneeweis.at, € 11,90<br />

•<br />

Hofi 2022<br />

Weingut Hofstätter, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Orangen, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, mineralischer Touch, noch<br />

etwas zurückhaltend. Mittlerer Körper,<br />

weißer Pfirsich, feiner Säurebogen, mineralisch-salzig<br />

im Nachhall, dezente Fruchtsüße<br />

im Finish, vielseitig einsetzbar.<br />

weingut-hofstaetter.at, € 12,–<br />

•<br />

Ried Loibenberg 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte weiße Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Mango und Ananas, Noten von Blütenhonig.<br />

Saftig, elegant, frischer Pfirsich, lebendiger<br />

Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

zitroniger Touch im Abgang, gutes Reifepotenzial.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried 1000-Eimer-Berg 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuterwürze, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, rauchige Nuancen, mineralischer<br />

Touch. Saftig, gute Komplexität,<br />

weißer Pfirsich, feine Fruchtsüße, salziger<br />

Touch, bleibt haften, bereits gut antrinkbar.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Steinriegl 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgold, Silberreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig, ein Hauch von<br />

Ananas, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

Noten von Ringlotten. Straff, engmaschig,<br />

Weingartenpfirsich, rassige Säurestruktur,<br />

Limettten im Abgang, ein pikanter, leichtfüßiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Trenning 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Floral, Limettenzesten, zarter<br />

Blütenhonig, weißer Pfirsich, mineralisch<br />

unterlegt. Engmaschig, frischer Apfel, feine<br />

Fruchtsüße, saliner Touch im Abgang,<br />

kühle, lebendige Stilistik, delikater Speisenbegleiter.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Ried Achleiten 2022<br />

Weingut Jäger, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Orangenzesten, kräuterwürzig<br />

unterlegte gelbe Steinobstnuancen,<br />

Blütenhonig im Hintergrund. Komplex,<br />

saftig, feine Fruchtsüße, integrierte Säurestruktur,<br />

mineralisch und anhaftend, gutes<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

weingut-jaeger.at, € 15,80<br />

•<br />

Joching Zehenthof 2022<br />

Weingut Holzapfel, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, etwas Anis und<br />

Orangenzesten, gelber Pfirsich unterlegt.<br />

Saftig, elegant, feine Tropenfrucht, angenehmer<br />

Säurebogen, etwas Blütenhonig<br />

im Abgang, bereits zugänglich, ein vielseitiger<br />

Speisenbegleiter. holzapfel.at, € 16,–<br />

•<br />

Ried Setzberg 2022<br />

Weingut Lagler, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Einladende gelbe Tropenfruchtanklänge,<br />

zarter Blütenhonig, etwas Mango,<br />

facettenreiches Bukett. Mittlerer Körper,<br />

angenehme Fruchtsüße, mineralisch und<br />

frisch, balanciert, bleibt gut haften, bereits<br />

gut antrinkbar. laglers.at, € 17,–<br />

•<br />

Dürnstein 2022<br />

Weingut Tegernseerhof, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische weiße Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Kräuterwürze, Mandarinenzesten,<br />

etwas Blütenhonig-unterlegt. Mittlerer<br />

Körper, feine gelbe Pfirsichfrucht, dezente<br />

Fruchtsüße, angenehmer Säurebogen,<br />

eleganter, zugänglicher Stil.<br />

tegernseerhof.at, € 18,–<br />

•<br />

Zier 2022, Weinhofmeisterei Mathias<br />

Hirtzberger, Wösendorf<br />

12,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische gelbe Fruchtexotik, ein Hauch<br />

von Maracuja, weißer Pfirsich unterlegt.<br />

Saftig, frisch strukturiert, mineralisch, ein<br />

Hauch von Limette, salzig im Abgang, gut<br />

anhaftend, lebendiger Speisenbegleiter.<br />

weinhofmeisterei.at, € 19,–<br />

•<br />

Ried Pichl 2022<br />

Weingut Jamek, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Weiße Tropenfruchtnuancen, ein<br />

Hauch von Limettenzesten, Anklänge von<br />

frischem Apfel, einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, angenehme Fruchtsüße, mineralisch,<br />

salziger Touch im Abgang, bereits gut<br />

antrinkbar. weingut-jamek.at, € 19,50<br />

•<br />

Ried Steinriegl 2022<br />

Weingut Prager, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische weiße Pfirsichfrucht, ein<br />

Hauch von Mango und Limette, mineralischer<br />

Touch, einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, feine Fruchtsüße, rassig-pikanter<br />

Säurebogen, salziger Nachhall, bereits<br />

antrinkbar, sicheres Reifepotenzial.<br />

weingutprager.at, € 22,–<br />

•<br />

Weissenkirchen 2022<br />

Domäne Roland Chan, Wösendorf<br />

12,5 Vol.-%, NK. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Floral, zart nach Limettenzesten<br />

und Weingartenpfirsich, mineralisch und<br />

facettenreich. Straff, saftig, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, lebendig strukturiert,<br />

Pfirsich auch im Abgang, bereits gut<br />

entwickelt, vielseitig einsetzbar.<br />

domaene-rolandchan.at, € 27,–<br />

•<br />

Ried Burgstall 2022<br />

Weingut Simon Gattinger, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, etwas<br />

Mango, zartwürzig unterlegte Orangenzesten.<br />

Stoffig, straff, weißes Steinobst, lebendiger<br />

Säurebogen, mineralisch-zitronig,<br />

bleibt gut haften, ein animierender Speisenbegleiter.<br />

weingutgattinger.at, € 14,50<br />

91<br />

•<br />

Ried Donauleiten 2022<br />

Winzerhof Haiderer, Unterbergern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Fruchtnuancen, ein<br />

Hauch von Pfirsich, frische Orangenzesten,<br />

noch etwas verhalten. Mittlerer Körper,<br />

feine Fruchtsüße, weißes Steinobst, balanciert<br />

und zugänglich, vielseitig einsetzbar.<br />

derheurige.at, € 8,50<br />

•<br />

Ried Pülnhof 2022<br />

Winzerhof Haiderer, Unterbergern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Einladende gelbe Tropenfruchtanklänge,<br />

zarter Blütenhonig, kandierte Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, feine Fruchtsüße,<br />

integrierte Tannine, gelber Pfirsich, mineralisch<br />

und frisch, bereits gut antrinkbar.<br />

derheurige.at, € 8,50<br />

•<br />

Arnsdorf Ried Stiegelstal 2022<br />

Weingut Maria Hick, Oberarnsdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Tropenfrucht, etwas<br />

Kernobst, ein Hauch von Orangenzesten.<br />

Mittlerer Körper, feine Fruchtsüße, elegant,<br />

balanciertes Säurespiel, bereits entwickelt<br />

und zugänglich. hick.at, € 8,70<br />

•<br />

Ried Ritzling 2022<br />

Weinbau Kropf, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte weiße Steinobstnuancen, ein<br />

Hauch von Aniswürze, dunkle Mineralität.<br />

Fotos: Peter Moser<br />

334 falstaff mai <strong>2023</strong>


tasting / WACHAU DAC FEDERSPIEL CUP <strong>2023</strong><br />

Mittlere Komplexität, frischer Pfirsich,<br />

feine, integrierte Säure, zitronig-salzig im<br />

Nachhall, gutes Entwicklungspotenzial.<br />

weinbau-kropf.at, € 9,50<br />

•<br />

BIO Spitzer Graben 2022<br />

Weingut Franz Mayer, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Etwas verhalten, zarte Steinobstnuancen,<br />

floral, ein Hauch von Mandarinenzesten.<br />

Schlank, weiße Tropenfrucht,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch-zitroniger<br />

Touch, salziger Nachhall, animierender<br />

Speisenbegleiter. mayerwein.at, € 9,50<br />

•<br />

Spitz Ried Steinporz 2022<br />

Weingut Anton Nothnagl, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart kräuterwürzig unterlegte weiße<br />

Tropenfrucht, frischer Apfel, etwas Steinobst,<br />

mineralischer Hauch. Straff, engmaschig,<br />

lebendiger Säurebogen, zitroniger<br />

Touch, salziger Nachhall, ein pikanter<br />

Sommerwein. nothnagl.at, € 10,50<br />

•<br />

Ried Steinriegl 2022<br />

Weingut Schneeweiß, Weißenkirchen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig-kräuterwürzig unterlegte<br />

weiße Steinobstnuancen, Orangenzesten.<br />

Mittlerer Körper, feine Fruchtsüße,<br />

lebendiger Säurebogen, etwas Ananas und<br />

Papaya im Abgang, Blütenhonig im Nachhall.<br />

wachauerwein.at, € 10,50<br />

•<br />

Spitzer Graben 2022<br />

Weingut Christoph Donabaum, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart floral, gelbe Tropenfrucht, ein<br />

Hauch vom Blütenhonig, Nuancen von<br />

Mandarinenzesten. Schlank, weißes Kernobst,<br />

frischer Säurebogen, mineralisch,<br />

saliner Abgang, ein pikanter Speisenwein.<br />

weindonabaum.at, € 11,–<br />

•<br />

Terrassen 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarter Blütenhonig, Mandarinenzesten,<br />

gelber Steinobsttouch, floraler Touch.<br />

Saftig, weißes Steinobst, frisch strukturiert,<br />

mineralisch-zitronig, elegant und gut<br />

entwickelt, vielseitgig einsetzbar.<br />

domaene-wachau.at, € 11,40<br />

•<br />

Federspiel 2022<br />

Weingut Hutter Silberbichlerhof,<br />

Mautern<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte weiße Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Blütenhonig, etwas<br />

Limetten. Saftig, feine Fruchtsüße, gelber<br />

Pfirsich, integrierte Säurestruktur, mineralisch,<br />

Orangentouch im Nachhall.<br />

hutter-wachau.at, € 11,90<br />

•<br />

Federspiel 2022<br />

Weingut Georg Frischengruber, Rossatz<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Etwas zurückhaltend, feine gelbe Steinobstnoten,<br />

etwas Blütenhonig, frische Ananas.<br />

Leichtfüßig, weiße Frucht, frischer<br />

Säurebogen, Limetten im Abgang,<br />

ein unkomplizierter Speisenbegleiter<br />

für die Sommertage.<br />

frischengruber.at, € 12,–<br />

•<br />

Terrassen Ried Loibenberg 2022<br />

Weingut Paul Stierschneider –<br />

Urbanushof, Oberloiben<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zurückhaltend, feine gelbe Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Limettenzesten.<br />

Schlank, weißer Apfel, mineralisch-salzig,<br />

zitroniger Touch im Abgang, ein leichtfüßiger<br />

Sommerwein, pikant, gut anhaftend<br />

und animierend.<br />

urbanushof.cc, € 13,50<br />

•<br />

Ried Bruck 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Blumig, weiße Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Limetten, feine Kräuterwürze,<br />

facettenrreiches Bukett. Mittlere Komplexität,<br />

zart nach Pfirsich und Ananas, dezenter<br />

Säurebogen, mineralischer Nachhall.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Spitz 2022<br />

Weingut Johann Donabaum, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte Nuancen von<br />

Weingartenpfirsich, ein Hauch von Mandarinenzesten.<br />

Straff, engmaschig, weiße<br />

Frucht, sehr rassige Struktur, zitronig-salziger<br />

Nachhall.<br />

weingut-donabaum.at, € 15,–<br />

Sortenvielfalt<br />

92<br />

•<br />

Chardonnay Joching 2022<br />

Weingut Jamek, Joching<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte dunkle Mineralität, weißes<br />

Kernobst, ein Hauch von Pfirsich, Orangenzesten-unterlegt.<br />

Straff, engmaschig, feine<br />

Nuancen von Honigmelone, finessenreicher<br />

Säurebogen, salziger Abgang,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weingut-jamek.at, € 17,–<br />

91<br />

•<br />

Chardonnay Terrassen 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart mit Wiesenkräutern unterlegte<br />

gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von kandierten<br />

Orangenzesten. Saftig, elegant, ein<br />

Hauch von Birne, fruchtsüßer Abgang,<br />

mineralisch-salzig im Nachhall, gut entwickelt.<br />

domaene-wachau.at, € 9,70<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Spitz 2022<br />

Weingut Anton Nothnagl, Spitz<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, Guaven<br />

und Mango klingen an, ein Hauch von<br />

Holunderblüten und Grapefruit. Mittlerer<br />

Körper, saftig, feine Fruchtsüße nach Ananas,<br />

mineralisch und frisch, gut antrinkbar.<br />

nothnagl.at, € 10,50<br />

Blick über die<br />

Weinbergterrassen<br />

bei Weißenkirchen.<br />

•<br />

Neuburger Spitzer Graben 2022<br />

Domäne Wachau, Dürnstein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Ananas und Papaya, etwas<br />

Blütenhonig, Orangenzesten-unterlegt.<br />

Mittlerer Körper, feine weiße Apfelfrucht,<br />

frisch strukturiert, zitronig-salzig im Abgang,<br />

ein facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

domaene-wachau.at, € 14,–<br />

•<br />

Muskateller Wösendorf Muskateller<br />

2022, Weingut Johann Donabaum, Spitz<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Traubiges Bukett, feine Nuancen von<br />

Marshmallows und Muskatnuss, gelbe<br />

Tropenfrucht unterlegt, würziges Bukett.<br />

Saftig, elegant, frisch strukturiert, etwas<br />

Holundersirup, angenehmer Zitrustouch,<br />

aromatischer Sommerwein.<br />

weingut-donabaum.at, € 15,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/<br />

wachau-federspiel23<br />

Fotos: ÖWM / Egon Mark, Africa Studio / Shutterstock<br />

336 falstaff mai <strong>2023</strong>


TOP-WINZER WACHAU<br />

Top & typisch.<br />

Das Weingut Schmelz.<br />

In der Wachau.<br />

Typisch Wachau ist, wenn viele<br />

Hände zusammenarbeiten. So wie am<br />

Familienweingut Schmelz in Joching.<br />

Hier wird man mit einem herzlichen<br />

»Hallo« begrüßt, wenn man vor Ort<br />

verkosten möchte: Grüner Veltliner,<br />

Rieslinge und Sauvignon Blanc aus<br />

den Top-Lagen zwischen Wösendorf<br />

und Unterloiben. Oder Muskateller –<br />

den gibt‘s auch als Frizzante.<br />

Seit 150 Jahren wird unser<br />

Weingut als Familienbetrieb geführt.<br />

Wachauer Weinfrühling:<br />

Am 6. & 7. Mai <strong>2023</strong>, 10 bis 18 Uhr.<br />

Den gesamten Weinjahrgang 2022<br />

kann man bei uns auch schon am<br />

5. Mai von 10 bis 17 Uhr verkosten.<br />

Ab Hof Verkauf:<br />

Mo bis Sa, 10 bis 12 & 13 bis 17 Uhr.<br />

Auf Wunsch gibt es auch gekühlte<br />

Flaschen inkl. Coolbag.<br />

WEINGUT SCHMELZ<br />

Weinbergstraße 14<br />

3610 Joching<br />

T: +43 2715 2435<br />

schmelzweine.at<br />

Weine mit Ausdruck<br />

Christoph Donabaum hat das Weingut<br />

seiner Eltern Josef und Herta<br />

übernommen. Nach einigen Jahren<br />

im Nebenerwerb entschied er sich,<br />

seine ganze Energie in das Weingut<br />

zu investieren – seitdem geht er<br />

seiner Leidenschaft zu 100% nach.<br />

Ein Großteil der Weingärten befindet<br />

sich im Spitzer Graben. Ebendieser<br />

ist als steil terrassierter, kühlerer und<br />

späterer Teil des Weinbaugebietes<br />

Wachau bekannt – hier kann die Weinlese<br />

schon mal bis in den November<br />

hinein dauern.<br />

Christophs Motivation ist es, durch<br />

akribische Selektion höchste Qualität<br />

und exzellenten Geschmack ins Glas<br />

zu bringen. Um immer nur mit den<br />

besten Trauben arbeiten zu können,<br />

wird der Weingarten mehrmals<br />

durchgelesen. Weine mit Ausdruck<br />

keltert der aufstrebende Winzer<br />

aus den Trauben alter Rebstöcke.<br />

Bestes Beispiel ist der Grüne Veltliner<br />

Smaragd® »Alte Kultur«.<br />

WEINGUT CHRISTOPH DONABAUM<br />

Laaben 16, 3620 Spitz<br />

T: +43 660 1909911<br />

weindonabaum.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © regionalfoto.eu / Josef Moser; Nimo Zimmerhackl; Michael Parak; Beigestellt<br />

Spitzenweine von<br />

beiden Seiten der Donau<br />

Das Wachauer Weingut der Familie<br />

Hutter wird in 7. Generation als<br />

Familienbetrieb geführt und geht in<br />

seinen Anfängen auf das Jahr 1748<br />

(Michael Hutter, Weinhauer in Stratzing)<br />

zurück. Der 14 Hektar große<br />

Betrieb wird derzeit von Fritz III. und<br />

seiner Frau Elfriede – unterstützt von<br />

den Eltern und den Söhnen Fritz und<br />

Richard – geführt. Eine Besonderheit<br />

unseres Weingutes: Rieden am linken<br />

und rechten Donauufer erlauben es<br />

uns, terroirgeprägte Weine mit unterschiedlichen<br />

Stilistiken zu keltern.<br />

Besonderen Wert legen wir auf<br />

die nachhaltige Bewirtschaftung<br />

unserer Weingärten, die wir aus dem<br />

forstwirtschaftlichen Teil unseres<br />

Betriebes kennen und handeln deshalb<br />

nach dem Grundsatz: Wir haben<br />

unseren Betrieb nicht von unseren<br />

Eltern geerbt, sondern von unseren<br />

Kindern geliehen!<br />

WEINGUT HUTTER<br />

St. Pöltnerstraße 385<br />

3512 Mautern/Wachau<br />

T: +43 2732 83004<br />

hutter-wachau.at<br />

Aufstrebendes Weingut<br />

Das Weingut Gruber aus Weißenkirchen<br />

hat sich 2019 neu erfunden.<br />

Schritt für Schritt werden viele innovative<br />

Ideen in die Tat umgesetzt.<br />

Die Ergebnisse des jungen Spirits<br />

können jederzeit Ab-Hof verkostet<br />

oder bequem mittels Online-Shop<br />

für zuhause bestellt werden.<br />

WEINGUT GRUBER<br />

Grubstrasse 241<br />

3610 Weißenkirchen<br />

wachau-wein.at<br />

T: +43 676 9781409<br />

Gelebte Handarbeit<br />

Das direkt am Welterbesteig liegende<br />

Weingut mit einem traditionellen und<br />

gemütlichen Heurigen ist der ideale<br />

Ort für Genießer, die Erholung abseits<br />

der touristischen Trampelpfade<br />

suchen. Auf großteils Steinterrassen<br />

gedeihen die Sorten Grüner Veltiner,<br />

Riesling, Neuburger und Chardonnay.<br />

WEINGUT POMASSL<br />

In der Schild 175<br />

3610 Weißenkirchen i. d. Wachau<br />

T: +43 664 5636161<br />

office@pomassl.at, pomassl.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 337


tasting / KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Das Weinbaugebiet Kremstal<br />

DAC bietet den Reben auf über<br />

2250 Hektar Anbaufläche,<br />

geografisch bedingt, drei sehr<br />

unterschiedliche Terroirs.<br />

Foto: RWK Kremstal / Robert Herbst / pov.at<br />

338<br />

falstaff<br />

mai <strong>2023</strong>


SAFTIGES<br />

KREMSTAL<br />

Die Grünen Veltliner und Rieslinge der Herkunft Kremstal DAC gefallen im Jahrgang 2022<br />

durch feine Fruchtnoten und elegante Säurebalance. Je nach Terroir treten die sortentypischen<br />

Aromen akzentuiert in den Vordergrund: Exotik vom Löss trifft auf Mineralität vom Urgestein.<br />

TEXT & NOTIZEN PETER MOSER<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff 339


tasting / KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Riesling Kremstal<br />

DAC<br />

93<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Hollenburg Ried Kreuzberg<br />

2022, Weingut David Harm, Krustetten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Nuancen von Weingartenpfirsich,<br />

Blütenhonig und Mango, Limettenzesten<br />

unterlegt, sehr einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, feine Fruchtsüße, finessenreiche<br />

Säurestruktur, bleibt gut haften, salzig--<br />

zitronig im Nachhall, sicheres Reifepotenzial.<br />

weinschwaermer.at, € 17,50<br />

92<br />

2. Platz<br />

•<br />

Rohrendorf Ried Rosshimmel<br />

2022, Weingut Alois Zimmermann,<br />

Theiß<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte weiße Tropenfruchtnuancen,<br />

dezente Wiesenkräuter,<br />

mineralischer Touch. Saftig, elegant, feine<br />

Fruchtsüße, lebendiger Strukturbogen,<br />

bleibt gut hängen, vielseitig einsetzbar.<br />

weingut-zimmermann.at, € 8,90<br />

3. Platz<br />

•<br />

Ried Holzäcker 2022<br />

Weinhof Maier, Krems an der Donau<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Ein Hauch von Zitruszesten,<br />

weißer Pfirsich, Nuancen von Blütenhonig,<br />

mineralischer Touch. Saftig, elegant,<br />

finessenreicher Säurebogen, feine Fruchtsüße,<br />

sehr balanciert, bleibt haften, zeigt<br />

Potenzial. weinhof-maier.at, € 7,50<br />

•<br />

Ried Himmelreich 2022<br />

Winzerhof Heinz Fink, Höbenbach<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Mandarinenzesten, feiner<br />

Blütenhonig, einladende Pfirsichfrucht.<br />

Straff und mineralisch, weiße Frucht,<br />

Limetten im Abgang, pikanter, leichtfüßiger<br />

Stil, mach Lust auf ein zweites Glas.<br />

winzerhof-fink.at, € 8,–<br />

•<br />

vom Urgestein 2022<br />

Weingut Josef Schmid, Stratzing<br />

13 Vol.-%, DV. Sehr helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mineralisch, ein Hauch von Limette<br />

und weißem Pfirsich, floraler Touch. Stoffig,<br />

straff strukturiert, dezente Fruchtsüße<br />

nach Mango, mineralisch und anhaftend,<br />

bereits entwickelt, vielseitig einsetzbar.<br />

j-schmid.at, € 11,50<br />

•<br />

BIO Kalk & Löss 2022<br />

Weingut David Harm, Krustetten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart würzig unterlegte weiße Steinobstnuancen,<br />

frische Tropenfrucht, etwas<br />

Limette. Saftig, elegant, weißer Apfel,<br />

frischer Säurebogen, salzig-mineralisch,<br />

Fruchtsüße im Nachhall, hat Potenzial.<br />

weinschwaermer.at, € 12,–<br />

•<br />

Oberfucha Ried Sprinzenberg 2022<br />

Weinhof Christian Parzer, Oberfucha<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Blütenhonig und kandierten<br />

Mandarinenzesten, gelber Pfirsich,<br />

einladendes Bukett. Straff, mineralisch,<br />

weißes Steinobst, ein Hauch von Limetten,<br />

gut anhaftend, zeigt Reifepotenzial.<br />

weinhof-parzer.at, € 12,–<br />

•<br />

Senftenberg Steilheit 2022<br />

Weingut Familie Proidl, Senftenberg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart rauchig unterlegte gelbe<br />

Tropenfruchtaromen, feine Kräuterwürze,<br />

mineralischer Touch. Mittlerer Körper, zart<br />

nach Ananas und Mango, feine Fruchtsüße,<br />

integrierte Säure, harmonisch und<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

proidl.com, € 13,–<br />

•<br />

BIO Ried Zehetnerin 2022<br />

Weingut Mantlerhof<br />

Brunn im Felde/ Gedersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Etwas zurückhaltend, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, Pfirsich, kandierte Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, feine Fruchtsüße,<br />

integrierter Säurebogen, mineralisch und<br />

gut anhaftend, salziger Nachhall.<br />

mantlerhof.com, € 13,90<br />

•<br />

Handwerk 2022<br />

Lesehof Stagård, Krems-Stein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frischer weißer Weingartenpfirsich,<br />

angenehme Fruchtexotik, Limettenzesten,<br />

zart rauchige Mineralität. Schlank, weißes<br />

Kernobst, frischer Säurebogen, balanciert,<br />

zitronig-salzig im Abgang, gut entwickelt<br />

und vielseitig einsetzbar.<br />

stagard.at, € 14,50<br />

•<br />

Stein a. d. Donau 2022<br />

Weingut Salomon Undhof, Stein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte weiße Pfirsichfrucht,<br />

ein Hauch von Limettenzesten,<br />

mineralischer Touch. Saftig, elegant, feine,<br />

integrierte Fruchtsüße, angenehmer<br />

Säurebogen, Blütenhonig im Nachhall.<br />

salomonwein.at, € 17,40<br />

•<br />

Piri 2022<br />

Wein-Gut Nigl, Senftenberg<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Mandarinenzesten, weiße<br />

Pfirsichfrucht, florale Nuancen, mineralischer<br />

Touch. Mittlerer Körper, feine gelbe<br />

Tropenfrucht, feiner Säurebogen, elegant,<br />

gut anhaftend vielseitig einsetzbar.<br />

weingutnigl.at, € 18,60<br />

91<br />

•<br />

Göttweiger Berg 2022<br />

Winzerhof Heinz Fink, Höbenbach<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine weiße Tropenfrucht, zart nach<br />

Weingartenpfirsich, etwas Blütenhonig.<br />

Mittlere Komplexität, feine Fruchtsüße,<br />

rassiger Säurebogen, mineralisch-zitronig<br />

im Abgang, anregender Stil.<br />

winzerhof-fink.at, € 7,–<br />

•<br />

Furth bei Göttweig 2022<br />

Weingut Josef Edlinger, Furth/Palt<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, Nuancen<br />

von Mango und Pfirsich, ein Hauch von Blütenhonig.<br />

Saftig, elegant, weiße Frucht, frischer<br />

Säurebogen, mineralisch-zitronig im<br />

Abgang, ein animierender Speisenwein.<br />

edlingerwein.at, € 7,50<br />

•<br />

Krems Ried Steinhagen 2022<br />

Weingut Rudolf Fritz, Krems-Thallern<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Blütenhonig und gelber<br />

Tropenfrucht, etwas Marille, Mandarinenzesten<br />

unterlegt. Mittlere Komplexität,<br />

süße weiße Fruchtnuancen, frischer<br />

Säurebogen, mineralisch-zitroniger<br />

Nachhall. rudolf-fritz.at, € 7,50<br />

•<br />

Ried Kremser Kremsleithen<br />

Kellermeister Privat 2022<br />

Winzer Krems – Sandgrube 13, Krems<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feinwürzig unterlegte gelbe<br />

Tropenfrucht, ein Hauch von Mango und<br />

Maracuja, Orangenzesten unterlegt, etwas<br />

Blütenhonig. Saftig, frisch strukturiert,<br />

weißes Steinobst, mineralisch-salzig im<br />

Abgang, bereits gut antrinkbar.<br />

winzerkrems.at, € 8,30<br />

•<br />

Furth 2022<br />

Winzerhof Familie Dürauer<br />

Furth/Göttweig<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit Limetten unterlegte frische<br />

Pfirsichfrucht, weiße Tropenfrucht,<br />

mineralischer Touch. Saftig, elegant,<br />

straffe Säurestruktur, dezente Fruchtsüße,<br />

balanciert und anhaftend, ein<br />

facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

winzerhof-duerauer.at, € 8,50<br />

•<br />

Riesling Kremstal DAC 2022<br />

Winzerhof Schober, Fels am Wagram<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Nuancen von gelber Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Ananas und Pfirsich, zarter<br />

Blütenhonig. Straff, engmaschig, weißer<br />

Weingartenpfirsich, zarte Fruchtsüße,<br />

frischer Säurebogen, lebendiger Speisenbegleiter.<br />

schoberwein.at, € 8,90<br />

•<br />

Furth bei Göttweig 2022<br />

Weingut Petra Unger, Furth-Palt<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Orangenzesten und<br />

Blütenhonig, feine gelbe Tropenfrucht<br />

unterlegt, einladendes Bukett. Saftig,<br />

weißer Apfel, frischer Säurebogen, mineralisch-zitronig<br />

im Abgang, animierender Stil.<br />

ungerwein.at, € 9,–<br />

•<br />

Steinterrassen 2022<br />

Weingut Stadt Krems, Krems<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart floral unterlegte feine Pfirsichfrucht,<br />

kandierte Orangenzesten im Hintergrund.<br />

Saftig, straff, weißes Steinobst,<br />

etwas Blütenhonig im Abgang, balanciert<br />

und frisch, vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weingutstadtkrems.at, € 9,90<br />

•<br />

Krems Schotter 2022<br />

Weingut Meinhard Forstreiter<br />

Fotos: Peter Moser<br />

340 falstaff mai <strong>2023</strong>


Krems-Hollenburg<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas zurückhaltend, feine Steinobstnuancen,<br />

ein Hauch von Mango, ein Hauch<br />

von Wiesenkräutern. Saftig, elegant,<br />

weißer Apfel, rassiger Säurebogen,<br />

mineralisch-zitroniger Nachhall.<br />

forstreiter.at, € 10,–<br />

•<br />

Krems Ried Kapuzinerberg 2022<br />

Weingut Alois Zimmermann, Theiß<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Mit einem Hauch von Minze unterlegte<br />

frische Steinobstanklänge, Limettentouch.<br />

Saftig, feine Fruchtsüße, etwas<br />

Melisse, integrierte Säurestruktur, bleibt<br />

haften, bereits gut entwickelt.<br />

weingut-zimmermann.at<br />

€ 10,90<br />

•<br />

Krems Ried Brunnberg 2022<br />

Weingut Rudolf Fritz, Krems-Thallern<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Orangenzesten, feiner Blütenhonig,<br />

gelbe Tropenfrucht, einladendes<br />

Bukett. Saftig, elegant, zarte Süße, reife<br />

Pfirsichfrucht, mineralisch-zitronig im<br />

Abgang, bereits antrinkbar.<br />

rudolf-fritz.at, € 11,–<br />

•<br />

Furth Ried Steinleithen 2022<br />

Winzerhof Familie Dockner, Höbenbach<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Floral, weißes Steinobst, Limettenzesten,<br />

mineralischer Touch. Mittlere<br />

Komplexität, feine Fruchtsüße, integrierter<br />

Säurebogen, mineralisch im Nachhall,<br />

bereits gut entwickelt.<br />

dockner.at, € 11,–<br />

•<br />

Furth 2022<br />

Weingut Stift Göttweig, Furth<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Pfirsichfrucht, ein<br />

Hauch von Blütenhonig, Limettenzesten<br />

unterlegt. Leichtfüßig, weiße Frucht, feine<br />

Süße, frischer Säurebogen, harmonisch<br />

und gut antrinkbar.<br />

weingutstiftgoettweig.at<br />

€ 11,50<br />

•<br />

Furth Ried Silberbichl 2022<br />

Weingut Müller, Krustetten<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische gelbe Pfirsichnuancen, ein<br />

Hauch von Mango, Mandarinenzesten,<br />

mineralischer Touch. Saftig, weißes Steinobst,<br />

frischer Säurebogen, salzige Nuancen<br />

im Abgang, lebendiger Speisenbegleiter.<br />

weingutmueller.at, € 12,–<br />

•<br />

Furth 2022<br />

Weingut & Hotel Malat, Palt<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Orangenzesten, feine gelbe Steinobstnuancen,<br />

etwas Marille und Blütenhonig<br />

unterlegt. Saftig, zarte Tropenfrucht,<br />

feine Fruchtsüße, angenehmer<br />

Säurebogen, ausgewogen, salzig-<br />

mineralischer Nachhall.<br />

malat.at, € 12,50<br />

•<br />

Rohrendorf Kaiserstiege 2022<br />

Weingut Hermann Moser, Rohrendorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Mandarinenzesten und Pfirsich,<br />

mineralisch unterlegt. Mittlere Komplexität,<br />

weiße Fruchtnuancen, feine Süße im<br />

Abgang, lebendig strukturiert, bereits<br />

gut antrinkbar.<br />

moser-hermann.at, € 12,70<br />

•<br />

Rohrendorf 2022<br />

Artur Toifl, Rohrendorf bei Krems<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas verhalten, feine gelbe Steinobstnuancen,<br />

Mandarinenzesten, florale<br />

Noten. Mittlere Komplexität, weißer<br />

Pfirsich, frisch strukturiert, mineralischsalzig<br />

im Abgang, bleibt haften, ein feiner<br />

Begleiter bei Tisch.<br />

arturtoifl.at, € 12,90<br />

•<br />

Kremser Weinberge 2022<br />

Weingut Türk, Stratzing<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische weiße Tropenfrucht, ein<br />

Hauch von Maracuja, Mango, florale<br />

Nuancen, einladendes Bukett. Mittlerer<br />

Körper, ein Hauch von Kernobst, frisch<br />

strukturiert, Fruchtsüße im Abgang,<br />

lebendige Stilistik.<br />

weinguttuerk.at, € 13,70<br />

•<br />

Kaiserstiege 2022<br />

Weingut Josef & Philipp Bründlmayer,<br />

Grunddorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zart nach Marille und Blütenhonig,<br />

kandierte Limettenzesten, florale<br />

Nuancen. Mittlerer Körper, grüner Apfel,<br />

rassiger Säurebogen, salziger Nachhall,<br />

ein animierender Speisenbegleiter.<br />

philipp-bruendlmayer.at<br />

€ 14,–<br />

•<br />

Von den Terrassen 2022<br />

Weingut Salomon Undhof, Stein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Floral unterlegte feine weiße Steinobstnuancen,<br />

ein Hauch von Pfirsich,<br />

Limettenzesten unterlegt. Mittlerer<br />

Körper, frischer Apfel, finessenreicher<br />

Säurebogen, zitronig-salziger Nachhall,<br />

bereits gut antrinkbar.<br />

salomonwein.at<br />

€ 15,30<br />

•<br />

Riesling Kremstal DAC 2022<br />

Weingut Wess, Krems<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Floral unterlegte gelbe Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Pfirsich und<br />

Maracuja, saftig, dezente Fruchtsüße,<br />

reife Ananas, integrierte Säurestuktur,<br />

balanciert und gut antrinkbar.<br />

weingut-wess.at, € 16,–<br />

93<br />

Grüner Veltliner<br />

Kremstal DAC<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Lössterrassen 2022<br />

Weingut Mantlerhof, Brunn im Felde<br />

Gedersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Apfelfrucht, etwas nach Ananas<br />

und Bergamotte, ein Hauch von Wiesenkräutern,<br />

einladendes Bukett. Saftig, straff,<br />

lebendige Säurestruktur, extraktsüß nach<br />

Honigmelone, bleibt lang haften,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

mantlerhof.com, € 13,70<br />

2. Platz<br />

•<br />

Ried Kremser Kogl 2022<br />

Weingut Meinhard Forstreiter<br />

Krems-Hollenburg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas Blütenhonig unterlegt gelbe<br />

Tropenfrucht, zart nach Karamell, ein<br />

Hauch von Clementinen, einladendes<br />

Bukett. Gute Komplexität, frische Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, balanciert und<br />

elegant, weißes Steinobst im Abgang,<br />

bleibt gut haften, straffer Nachhall.<br />

forstreiter.at, € 9,50<br />

3. Platz<br />

•<br />

Gedersdorf Ried Pfarrweingarten<br />

2022, Weingut Buchegger, Droß<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tropenfrucht unterlegt mit<br />

Orangenzesten, zart nach Quitte, ein Hauch<br />

von Blütenhonig, Ananas klingt an. Saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, mineralischsalzig,<br />

guter Druck im Abgang, Apfeltouch<br />

im Nachhall, Zitrus im Rückgeschmack.<br />

buchegger.at, € 16,50<br />

92<br />

•<br />

Ried Höhlgraben 2022<br />

Weingut Josef Edlinger, Furth/Palt<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Golden-Delicious, ein Hauch von<br />

Orangenzesten, zart nach Quitte, Honigtouch,<br />

attraktives Bukett. Saftig, straff,<br />

lebendige Säurestruktur, extraktsüß nach<br />

Birnen, dunkle Mineralität, bleibt gut<br />

haften, guter Speisenbegleiter.<br />

edlingerwein.at, € 7,–<br />

•<br />

Ried Sandgrube 2022<br />

Weingut Alois Zimmermann, Theiß<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Mango-Papayanoten, etwas<br />

nach kandierten Mandarinenzesten, etwas<br />

nach Blütenhonig, Golden-Delicious. Saftig,<br />

straff, fruchtsüß nach Pfirsich, floral,<br />

eingebundene Säurestruktur, mineralisch,<br />

bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.<br />

weingut-zimmermann.at<br />

€ 8,40<br />

•<br />

Furth 2022<br />

Weingut Petra Unger, Furth-Palt<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Wiesenkräutern unterlegt<br />

mit Blütenhonig, ein Hauch von<br />

Orangenschalen, Marillen klingen an.<br />

Saftig, extraktsüß, balancierter Säurebogen,<br />

leichtfüßig, etwas nach reifem<br />

Apfel, guter Speisenbegleiter.<br />

ungerwein.at, € 8,50<br />

•<br />

Oberfucha Ried Sprinzenberg 2022<br />

Weinhof Christian Parzer<br />

Oberfucha-Furth<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter unterlegen<br />

Blütenhonig, ein Hauch von Mandarinenzesten,<br />

Tropenfrucht klingt an. Saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

engmaschig, Apfelfrucht im Abgang,<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

341


tasting / KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

Genuss pur: Mit Freunden<br />

gemeinsam ein Glas<br />

Kremstal DAC genießen.<br />

salziger Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-parzer.at, € 8,50<br />

•<br />

Ried Neuberg 2022<br />

Weingut Müller, Krustetten<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett nach Honigmelone<br />

und reifem Apfel, zart nach Gewürzen,<br />

dunkle Mineralität, Orangenschalen<br />

klingen an. Saftig, straff, kraftvoll, Golden<br />

Delicious Apfelfrucht, würziger Nachhall,<br />

eingebundene Säurestruktur, vielseitig<br />

einsetzbar. weingutmueller.at, € 9,50<br />

•<br />

Krems 2022<br />

Weingut Stadt Krems, Krems<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Maracuja, ein Hauch von<br />

Quitte, feine Mandarinenzesten, etwas<br />

nach Gewürzen, facettenreiches Bukett.<br />

Saftig, elegant, eingebundene Säurestruktur,<br />

mineralisch, Zitrusnuancen, frische<br />

Birnenfrucht klingt an, guter Speisenbegleiter.<br />

weingutstadtkrems.at, € 9,90<br />

•<br />

Krems Ried Thalland 2022<br />

Weingut Zöhrer, Krems<br />

12 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Apfelfrucht, weißes Kernobst<br />

unterlegt mit Grapefruit, zart nach Tropenfrucht,<br />

lebendiges Bukett. Saftig, elegant,<br />

eingebundene Säurestruktur, mineralisch,<br />

weiße Fruchtnoten, tabakig, bereits gut<br />

antrinkbar, vielseitig einsetzbar.<br />

zoehrer.at, € 9,90<br />

•<br />

Krems Ried Frauengrund 2022<br />

Winzerhof Familie Dockner, Höbenbach<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Dunkle Würze, zart nach Birnen und<br />

Apfel, etwas nach weißer Tropenfrucht,<br />

attraktives Bukett. Saftig, integrierte<br />

Extraktsüße, balancierte Säurestruktur,<br />

mineralisch, Golden Delicious, Honig im<br />

Nachhall, hohes Trinkanimo.<br />

dockner.at, € 10,–<br />

•<br />

Rohrendorf Karmeliter 2022<br />

Weingut Hermann Moser, Rohrendorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig, zart nach kandierten<br />

Mandarinenzesten, Golden-Delicious<br />

Apfel und Mango. Saftig, extraktsüß,<br />

facettenreiche Säurestruktur, Marillentouch<br />

im Abgang, salzig, engmaschig,<br />

bleibt gut haften, guter Speisenbegleiter.<br />

moser-hermann.at<br />

€ 10,50<br />

•<br />

Ried Loiser Weg 2022<br />

Weingut Vorspannhof – Mayr, Dross<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, ein Hauch von<br />

Apfel, zart nach Maracuja, frisches Bukett.<br />

Saftig, straff, extraktsüß nach weißem<br />

Kernobst, feine Tabakwürze, bleibt gut<br />

haften, guter Speisenbegleiter.<br />

vorspannhof.at, € 11,–<br />

•<br />

Furth 2022<br />

Weingut & Hotel Malat, Palt<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tabak-Kräuterwürze, etwas nach<br />

Maracuja und Guave, zart nach Blütenhonig,<br />

einladendes Bukett nach Ananas.<br />

Saftig, engmaschig, frische Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig,<br />

etwas nach Apfelfrucht,<br />

feinwürziger<br />

Nachhall, guter<br />

Speisenbegleiter. malat.at, € 11,50<br />

•<br />

BIO Kalk & Löss 2022<br />

Weingut David Harm, Krustetten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten, ein Hauch von<br />

frischem gelbem Apfel, zart nach Maracuja,<br />

balanciert, Quitte klingt an. Saftig, gute<br />

Komplexität, feine Würze,<br />

mineralisch, Apfelfrucht im Abgang,<br />

salziger Nachhall, bereits gut antrinkbar.<br />

weinschwaermer.at, € 12,–<br />

•<br />

Piri 2022<br />

Weingut Nigl, Senftenberg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feiner Maracuja-Ananastouch, ein<br />

Hauch von Quitte, Blütenhonig unterlegt<br />

mit Zitrusnuancen, einladendes Bukett.<br />

Saftig, elegant, frische Säurestruktur,<br />

mineralisch, Tropenfrucht im Abgang,<br />

salziger Rückgeschmack, bleibt gut haften.<br />

weingutnigl.at, € 12,70<br />

•<br />

BIO Handwerk 2022<br />

Lesehof Stagård, Krems-Stein<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Zarte gelbe Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Marille, Mango und Blütenhonig, zarte<br />

tabakige Würze unterlegt. Saftig, elegant<br />

und fruchtbetont, mineralisch-straffe<br />

Textur, zarte Fruchtsüße, salziger<br />

Nachhall, feinwürziger Speisenbegleiter.<br />

stagard.at, € 13,50<br />

•<br />

Ried<br />

Hausberg 2022<br />

Weingut Familie<br />

Proidl, Senftenberg<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün,<br />

Silberreflexe. Reife Tropenfrucht,<br />

etwas nach kandierten Clementinen, etwas<br />

nach Marille, dunkle Mineralität, einladendes<br />

Bukett. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, etwas nach<br />

gelbem Apfel, bleibt gut haften, vielseitig<br />

einsetzbar. proidl.com, € 16,–<br />

•<br />

Wieden 2022<br />

Weingut Salomon Undhof, Stein<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Apfelfrucht, zart nach<br />

Kardamom, ein Hauch von Quitte, dunkle<br />

Mineralität, Blütenhonig klingt an. Gute<br />

Komplexität, saftig, kraftvoll, feinwürzig,<br />

etwas nach Birnen, weißes Steinobst im<br />

Abgang, salziger Nachhall, bleibt gut<br />

haften, animierender Speisenbegleiter.<br />

salomonwein.at, € 16,10<br />

91<br />

•<br />

Grüner Veltliner Kremstal DAC 2022<br />

Weingut Heninger, Krustetten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten, zart nach Zitrusnuancen,<br />

etwas nach gelbem Apfel, ein<br />

Hauch von Mango. Saftig, straff, feine<br />

Säuresturktur, mineralisch, fruchtsüß nach<br />

Ananas und Birnen, einladendes Finish,<br />

guter Speisenbegleiter.<br />

heninger.at, € 6,90<br />

Fotos: RWK Kremstal / Robert Herbst / pov.at<br />

342 falstaff mai <strong>2023</strong>


NEU<br />

Verpackung<br />

recyclingfähig<br />

Da<br />

schmeckt<br />

mehr dahinter.<br />

Bewusste Ernährung<br />

bei vollem Geschmack.


tasting / KREMSTAL DAC CUP <strong>2023</strong><br />

•<br />

Ried Gernlüssen 2022<br />

Weingut Alois Zimmermann, Theiß<br />

12 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, silberfarbene<br />

Reflexe. Etwas nach Blütenhonig und<br />

etwas kandierte Orangenzesten, zart nach<br />

Melone, Marille klingt an. Saftig, straff,<br />

feine Säurestruktur, feinwürzig, Birnentouch<br />

im Abgang, leichtfüßig, tabakiger<br />

Nachhall, bereits gut antrinkbar.<br />

weingut-zimmermann.at, € 7,60<br />

•<br />

Gedersdorf Ried Gernlissen 2022<br />

Weingut & Heuriger Ludwig Buchecker<br />

Gedersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Frische Wiesenkräuter, etwas<br />

nach Papaya, zart nach Melisse, ein Hauch<br />

von Quitte, einladendes Bukett. Saftig,<br />

mittlere Komplexität, integrierte Säurestruktur,<br />

etwas nach Zitrus, Tabakwürze im<br />

Abgang, Tropenfrucht im Nachhall.<br />

weingut-buchecker.at, € 8,–<br />

•<br />

Ried Gebling 2022<br />

Winzerhof Walzer, Krems<br />

13 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett nach Mango und<br />

Ananas, zart nach Blütenhonig, etwas<br />

kandierte Zitrusnuancen. Saftig, elegant,<br />

kraftvoll, feinwürzig, gelbes Kernobst im<br />

Abgang, mineralisch, bleibt gut haften,<br />

unkomplizierter Speisenbegleiter.<br />

weinbau-johannwalzer.at, € 8,–<br />

•<br />

Gedersdorf Ried Gernlissen 2022<br />

Weingut Eder, Gedersdorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Kardamom und Papaya,<br />

zart würzig, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

Kernobst klingt an. Saftig, straff, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch-salzig, etwas<br />

nach Kräutern, bleibt gut haften.<br />

weinguteder.at, € 8,30<br />

•<br />

Ried Kremser Kogl 2022<br />

Weingut Müller, Krustetten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett nach Mango<br />

und Blütenhonig, etwas nach kandierten<br />

Orangenzesten, Wiesenkräuter klingen an.<br />

Saftig, elegant, kraftvoll, Apfelfrucht im<br />

Abgang, würziger Nachhall, bereits gut antrinkbar,<br />

eingebundener Speisenbegleiter.<br />

weingutmueller.at, € 8,50<br />

•<br />

Ried Frauengrund 2022<br />

Weingut Müller, Krustetten<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Kräutern und Zitrus, ein<br />

Hauch von Papaya, Blütenhonig klingt an,<br />

würziges Bukett. Saftig, engmaschig, eingebundene<br />

Säurestruktur, mineralisch,<br />

Apfelfrucht klingt an, bleibt gut haften,<br />

eingebundener Speisenbegleiter.<br />

weingutmueller.at, € 8,50<br />

•<br />

Krems 2022<br />

Weingut Zöhrer, Krems<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig unterlegt gelbe<br />

Tropenfrucht, zart nach kandierten Orangenzesten,<br />

Mango klingt an, Limettentouch<br />

klingt an. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, bleibt gut haften.<br />

zoehrer.at, € 8,50<br />

•<br />

Kalk & Stein 2022<br />

Weingut Meinhard Forstreiter<br />

Krems-Hollenburg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten, ein Hauch von<br />

Wiesenkräutern und Maracuja, etwas<br />

Drachenfrucht, Limettenzesten. Saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

feinwürzig, frisches Finish nach weißem<br />

Apfel, guter Speisenbegleiter.<br />

forstreiter.at, € 9,–<br />

•<br />

Krems Ried Wolfsgraben 2022<br />

Weingut Vorspannhof – Mayr, Dross<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, etwas nach<br />

Blütenhonig, zart nach kandierten Mandarinenzesten,<br />

gelber Apfel klingt an. Saftig,<br />

elegant, feine Säurestruktur, mineralischsalzig,<br />

zart nach Melone und frischem<br />

Apfel, bereits gut antrinkbar.<br />

vorspannhof.at, € 9,–<br />

•<br />

Ried Tiefenthal 2022<br />

Weingut Erwin Winkler, Schlickendorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Gewürznuancen, ein Hauch von<br />

gelbem Kernobst, zart nach Mandarinenzesten,<br />

fruchtiges Bukett. Saftig, elegant,<br />

straff, zarter Gerbstoff, eingebundene Säurestruktur,<br />

würzig, bereits gut antrinkbar.<br />

weinmitbiss.at, € 9,20<br />

•<br />

Crazy Creatures 2022<br />

Weingut & Hotel Malat, Palt<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, silberfarbene<br />

Reflexe. Zarte Apfelfrucht, ein Hauch<br />

von Orangenzesten, Honigmelone klingt<br />

an, einladendes Bukett. Saftig, straff, eingebundener<br />

Säurebogen, feinwürzig, gelbes<br />

Kernobst im Abgang, bleibt gut haften.<br />

malat.at, € 9,50<br />

•<br />

BIO Weinschwärmer 2022<br />

Weingut David Harm, Krustetten<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett nach Tropenfrucht,<br />

zarte Kräuternoten, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

feine Gewürznuancen. Saftig,<br />

fruchtsüß, etwas nach Papaya, einladende<br />

Struktur, straff, bleibt gut haften, vielseitig<br />

einsetzbar. weinschwaermer.at, € 9,50<br />

•<br />

Grüner Veltliner Kremstal DAC<br />

2022, Weingut Stadt Krems, Krems<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Kräutern und gelber<br />

Apfelfrucht, zart nach Guave, ein Hauch<br />

von Orangenschalen, einladendes Bukett.<br />

Saftig, weißes Kernobst, eingebundene<br />

Säurestruktur, mineralisch-salzig, bleibt<br />

gut haften, Zitrus klingt an.<br />

weingutstadtkrems.at, € 9,50<br />

•<br />

Oberfucha Ried Gaisberg 2022<br />

Weinhof Christian Parzer<br />

Oberfucha-Furth<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Apfelfrucht, etwas nach<br />

Orangenzesten, zart nach Blütenhonig,<br />

einladendes Bukett, Birnenfrucht klingt an.<br />

Saftig, feine Säurestruktur, kraftvoll,<br />

würziger Abgang, Williamsbirne im<br />

Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-parzer.at, € 9,50<br />

•<br />

Krems 2022<br />

Weingut Thiery-Weber, Rohrendorf<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Kräutern und dunkler<br />

Mineralität, Apfelfrucht und weißes Steinobst,<br />

ein Hauch von Zitrus, einladendes<br />

Bukett. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch, kraftvoll, gelbe Fruchtnuancen,<br />

guter Speisenbegleiter.<br />

thiery-weber.at, € 10,20<br />

•<br />

Krems Kremser Löss 2022<br />

Weingut Josef Schmid, Stratzing<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Frische weiße Kernobstnuancen, frische<br />

Birne, ein Hauch von Orangenzesten und<br />

Blütenhonig. Mittlere Komplexität, feine<br />

Fruchtsüße, frischer Säurebogen, mineralisch<br />

im Abgang, ein vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

j-schmid.at, € 10,30<br />

•<br />

Senftenberg Rameln 2022<br />

Weingut Familie Proidl, Senftenberg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Gelbgrün,<br />

Silberreflexe. Feine Tabakwürze, etwas<br />

nach Blütenhonig, ein Hauch von Guave<br />

und Birnentouch, Mandarinenzesten klingen<br />

an. Saftig, kraftvoll, etwas tabakig, ein<br />

Hauch von Tropenfrucht im Abgang, mineralisch-salzig<br />

im Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

proidl.com, € 11,–<br />

•<br />

BIO Krems Kremser Weinberge<br />

2022, Weingut Türk, Stratzing<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten, etwas nach<br />

Maracuja, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

dunkle Mineralität, Wiesenkräuter klingen<br />

an. Saftig, elegant, frisch, extraktsüß nach<br />

Tropenfrucht, Zitrusnuancen im Nachhall,<br />

bleibt gut haften.<br />

weinguttuerk.at, € 11,20<br />

•<br />

Rohrendorf Kaiserstiege 2022<br />

Weingut Hermann Moser, Rohrendorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten, etwas nach Limettenzesten,<br />

ein Hauch von Ananas, etwas<br />

nach Quitte, einladendes Bukett. Saftig,<br />

straff, feine Säurestruktur, dunkle Mineralität,<br />

feine Würze, gelbe Apfelfrucht, bleibt<br />

lang haften, kraftvolles Finish.<br />

moser-hermann.at, € 12,70<br />

•<br />

Krems vom Urgestein 2022<br />

Weingut Türk, Stratzing<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Blütenhonig und Mango,<br />

zart nach Papaya, Clementinenzesten,<br />

einladendes Bukett. Mittlere Komplexität,<br />

saftig, straff, feine Säurestruktur, leichtfüßig<br />

wirkend, Apfel im Abgang, bereits gut<br />

antrinkbar. weinguttuerk.at, € 12,70<br />

•<br />

Rohrendorf 2022<br />

Artur Toifl, Rohrendorf bei Krems<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Tabakwürze, gelbe Apfelfrucht,<br />

Bütenhonig, einladendes, frisches Bukett.<br />

Saftig, elegant, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

etwas nach Marille, salzig, bleibt<br />

gut haften, vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

arturtoifl.at, € 12,90<br />

•<br />

Kaiserstiege 2022<br />

Weingut Josef & Philipp Bründlmayer-<br />

Grunddorf<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas nach Quitte und Orangenzesten,<br />

einladendes Bukett, Wiesenkräuter,<br />

dezenter Blütenhonig. Saftig, straff, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch, Honigmelone<br />

im Abgang, salziger Nachhall, leichtfüßiges<br />

Finish, bereits gut antrinkbar.<br />

philipp-bruendlmayer.at, € 14,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

go.falstaff.com/kremstal23<br />

Fotos: Peter Moser<br />

344 falstaff mai <strong>2023</strong>


BEST OF KREMSTAL<br />

Wir wollen die volle<br />

Frucht der Traube in<br />

die Flasche bringen<br />

Dabei greifen wir auf den großen<br />

Erfahrungsschatz meiner Familie<br />

zurück. Mit den Augen von Visionären<br />

haben wir das Weingut zu seiner heutigen<br />

Größe aufgebaut. Unser oberster<br />

Grundsatz bei allen Arbeitsschritten<br />

ist ein nachhaltiger Weinbau und der<br />

schonende Umgang mit der Natur.<br />

Weingarten – volle Konzentration<br />

auf die eigenen Stärken<br />

Grüner Veltliner und Riesling sind die<br />

beiden Rebsorten-Stars im Kremstal<br />

– und auch bei uns im Weingut.<br />

Südlich ausgerichtete Weingärten mit<br />

langer Sonnenscheindauer lassen die<br />

Trauben bestens ausreifen, während<br />

kühle Winde aus dem Waldviertel<br />

ihre frische Säurestruktur erhalten.<br />

Unsere Rieden tragen berühmte Namen<br />

wie Kremser Gebling, Kremser<br />

Sandgrube oder Roßhimmel. Sie alle<br />

unterscheiden sich durch spezielle<br />

Bodenformationen, die von Löss über<br />

steinige Lehm-Ton-Böden bis hin zu<br />

Urgestein reichen, die national sowie<br />

international mit Prämierungen in<br />

Gold, Silber & Bronze erstrahlen.<br />

Keller – veredeln der Weingartenschätze<br />

Jeder Jahrgang ist anders und<br />

schmeckt auch anders. Das macht<br />

ein Naturprodukt wie den Wein so<br />

spannend. Jede Rebsorte erhält durch<br />

Boden und Kleinklima des Weingartens<br />

eine eigenständige Charakteristik.<br />

Bei der Vinifikation sehe ich meine<br />

wichtigste Aufgabe darin, all diese<br />

Besonderheiten im Wein einzufangen.<br />

Daher werden die Trauben jeder Riede<br />

separat verarbeitet und ausgebaut.<br />

Und um ihren »Geschmack« unverfälscht<br />

wiederzugeben, reifen die<br />

Weine in Edelstahltanks. Außerdem<br />

lasse ich sie lange auf der Feinhefe<br />

reifen. Dadurch wirken sie am Gaumen<br />

cremiger und kompakter. Und irgendwie<br />

kann man spüren, dass die Weine<br />

dadurch einfach entspannter sind.<br />

WEINGUT ALOIS ZIMMERMANN<br />

Obere Hauptstraße 20, 3494 Theiß<br />

T: +43 2735 8209<br />

weingut-zimmermann.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © www.pov.at; Shutterstock; Beigestellt<br />

Weingut und<br />

Gästehaus Berger<br />

Umgeben von mächtigen Lössterrassen<br />

findet man das Weingut Berger<br />

im östlichen Teil des Kremstals.<br />

Tradition und Innovation werden im<br />

familiengeführten Weingut groß<br />

geschrieben und in Weingarten und<br />

Keller in die Tat umgesetzt. Grüner<br />

Veltliner, Riesling, Muskateller und<br />

Weißer Burgunder liegen Erich und<br />

Maximilian Berger besonders am<br />

Herzen. Die Weingärten werden nach<br />

den neuesten ökologischen Richtlinien<br />

bearbeitet. Besonders erwähnenswert<br />

im Weingut ist das Gästehaus.<br />

Ausgezeichnet mit 4 Blumen,<br />

erwartet die Gäste höchster Komfort.<br />

Seit 2017 ist der Betrieb nach Fair’n<br />

Green (fair-and-green.com) auch als<br />

»Nachhaltig« zertifiziert.<br />

Durch Weinberge und Lössterrassen<br />

wandern und dabei mit der Natur<br />

im Einklang zu leben, das ist wahre<br />

Harmonie.<br />

WEINGUT BERGER<br />

Weinbergstraße 2<br />

3494 Gedersdorf<br />

T: +43 2735 8234<br />

office@weingut-berger.com<br />

weingut-berger.com<br />

36 Generationen –<br />

9 Lagen – 1 Leidenschaft<br />

Das Weingut Zöhrer aus Krems<br />

blickt auf 36 Generationen und 9<br />

Lagen voller Leidenschaft zurück.<br />

Die Weine sind Terroir-geprägt,<br />

limitiert und international geschätzt.<br />

Das Familiencredo: Die Kunst<br />

großer Weine ist, die Schöpfung<br />

einfach zu halten.<br />

WEINGUT ZÖHRER<br />

Sandgrube 1, 3500 Krems<br />

T: +43 2732 83191<br />

weingut@zoehrer.at, zoehrer.at<br />

Fruchtigste Höchstform<br />

mit nur 7,5 % Alkohol<br />

Für den Muscatello® Frizzante werden<br />

nur die besten und gesündesten<br />

Trauben verwendet. Eine frühe Ernte<br />

sowie aufwendige Filtrationen sorgen<br />

für den geringen Alkoholgehalt<br />

und den speziellen Geschmack. Seit<br />

seiner ersten Abfüllung 2009 ist der<br />

Muscatello® vielfach ausgezeichnet.<br />

WEINGUT KOLM<br />

Obere Hauptstraße 7/1<br />

3494 Theiss<br />

muscatello.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 345


NACHBERICHT<br />

FALSTAFF RESTAURANT- UND WIRTSHAUSGUIDE<br />

VERLEIHUNG DER FALSTAFF AWARDS<br />

POWERED BY GÖSSER<br />

Der Bierkultur-Award, präsentiert von Gösser, geht in diesem Jahr an die »Tom<br />

Almhütte« im Salzburger Land. Übergeben wurde der Preis von <strong>Falstaff</strong>-<br />

Herausgeber Wolfgang Rosam (l.) und Markus Kapl (Gösser, Mitte).<br />

Am 27. März standen im<br />

Wiener Rathaus alle<br />

Zeichen auf Genuss:<br />

In festlichem Rahmen wurde<br />

die druckfrische Ausgabe des<br />

<strong>Falstaff</strong> Restaurant- und Gasthausguides<br />

präsentiert. Mit über<br />

2000 Restaurants sind darin<br />

mehr Betriebe gelistet als jemals<br />

zuvor – ein klares Indiz für den<br />

Lebenswillen und die Kreativität<br />

der hiesigen Gastronomie, die<br />

aus Krisen gestärkt hervorgeht.<br />

Im ersten Jahr nach der Pandemie<br />

sind gleich 174 Betriebe neu<br />

eingestiegen, 528 konnten ihre<br />

Position im Vergleich zum Vorjahr<br />

noch einmal verbessern.<br />

Gemeinsam mit Tourismusministerin<br />

Susanne Kraus-<br />

Winkler, Wiens Tourismusstadtrat<br />

Peter Hanke und Markus<br />

Kapl (Gösser) zeichnete <strong>Falstaff</strong>-<br />

Herausgeber Wolfgang Rosam<br />

die Elite der gastronomischen<br />

Champions League aus. An der<br />

gastronomischen Spitze rangieren<br />

in diesem Jahr gleich zwei<br />

Ausnahmebetriebe: Neben dem<br />

»Steirereck« von Heinz und<br />

Birgit Reitbauer wurde erstmals<br />

auch das »Restaurant Amador«<br />

mit der maximalen Wertung von<br />

100 Punkten und vier Gabeln<br />

ausgezeichnet. Aber nicht nur<br />

Juan Amador hatte allen Grund<br />

zum Feiern. Johannes Nudings<br />

»Schwarzer Adler« wurde etwa<br />

zur »Eröffnung des Jahres«<br />

gekürt, »Sommelier des Jahres«<br />

ist Hermann Botolen (»Fuhrmann«),<br />

mit dem »Lebenswerk«<br />

wurde die Familie Grabmer<br />

(»Waldschänke«) bedacht.<br />

Weitere Infos zu den <strong>Falstaff</strong> &<br />

Gösser Awards unter falstaff.com<br />

Wenn Tradition auf Kreativität und Weinkompetenz trifft: Der<br />

Preis fürs »Lebenswerk« für Familie Grabmer (»Waldschänke«).<br />

Bestnote für die »Rote Bar« im Hotel Sacher: Diskretion, Aufmerksamkeit und fixes Möglichmachen<br />

anderswo unmöglicher Wünsche sind hier gelebte Routine. Fazit: »Bester Service des Jahres«.<br />

Fotos: Andreas Tischler, Kirill Lialin<br />

346 falstaff mai <strong>2023</strong>


Bernd Schlacher (Motto Group, r.)<br />

gemeinsam mit Moderatorin Eva Pölzl.<br />

Von Vorarlberg bis nach<br />

Wien: Die Bundesland-<br />

Sieger prägen die<br />

Gastronomieszene<br />

<strong>Österreich</strong>s maßgeblich<br />

mit – nicht ohne Grund<br />

ist diese weit über die<br />

Landesgrenzen hinaus<br />

bekannt und berühmt.<br />

Juan Amador, Peter<br />

Hanke, Susanne<br />

Kraus-Winkler, Birgit<br />

und Heinz Reitbauer<br />

gaben sich<br />

gemeinsam mit<br />

Wolfgang Rosam<br />

(v. l.) ein<br />

kulinarisches<br />

Stelldichein.<br />

<strong>Falstaff</strong> LIVING-<br />

Herausgeberin Angelika<br />

Rosam (oben) mit dem<br />

druckfrischen Restaurantund<br />

Gasthausguide.<br />

Rudi und Karl Obauer (»Restaurant-Hotel Obauer«) führen<br />

mit 99 Punkten die Liste der Top-Adressen Salzburgs an.<br />

Wolfgang Rosam (l.) übergab gemeinsam mit Moritz Euchner (Aleno, r.) den Sonderpreis für<br />

Nachhaltigkeit an das Restaurant »Lurgbauer«, das eine eigene Rinderzucht betreibt.<br />

mai <strong>2023</strong><br />

falstaff<br />

347


NACHBERICHT<br />

ZELL AM SEE-KAPRUN<br />

PISTENSPASS & GAUMENFREUDE<br />

Schnee, so weit das Auge<br />

reicht, optimale Pistenverhältnisse<br />

und kulinarische<br />

Höhenflüge – mit den Genuss-<br />

Skitagen in Zell am See-Kaprun<br />

hat <strong>Falstaff</strong> das Beste aus beiden<br />

Welten miteinander verbunden.<br />

An zwei Wochenenden im März<br />

wurden Feinschmecker mit<br />

hochkarätigen Dinner-Events,<br />

neu kreierten Hüttenschmankerln,<br />

Show-Cooking, Weinverkostungen<br />

und vielem mehr verwöhnt<br />

– das Ganze im pittoresken<br />

Ambiente der Region Zell<br />

am See-Kaprun, der Schmittenhöhe<br />

und des Kitzsteinhorns.<br />

Zu den Highlights gehörten unter<br />

anderem das Live-Cooking-<br />

Event mit Sternekoch Frank Rosin<br />

im Ferry Porsche Congress<br />

Center Zell am See sowie die<br />

»Genussmomente auf der Burg<br />

Kaprun« mit Powerfrau Parvin<br />

Razavi. Große Klasse!<br />

Die iranischösterreichische<br />

Topköchin Parvin<br />

Razavi (l.)<br />

verwandelte die<br />

Burg Kaprun in<br />

eine Genuss-<br />

Location der<br />

Extraklasse.<br />

Vom Sternerestaurant live auf<br />

die Showbühne: TV-Koch<br />

Frank Rosin kochte groß auf.<br />

Von 9. bis 12. und von 16. bis 19. März lud <strong>Falstaff</strong> gemeinsam mit der<br />

Tourismusregion Zell am See-Kaprun zu einem kulinarischen Genussreigen.<br />

Fotos: Nikolaus Faistauer Photography<br />

348 falstaff mai <strong>2023</strong>


A-NOBIS SEKTKELLEREI<br />

www.Malerisch-Untalentiert<br />

Kellerführung<br />

Verkostung<br />

Ab Hof Verkauf<br />

Wissenswerte Kellerführungen in<br />

Kombination mit verschiedenen<br />

Verkostungspaketen!<br />

Ob Sekt, oder Champagner – kein<br />

Wunsch bleibt hier offen.<br />

Kommen Sie mit Ihren Liebsten<br />

in die Sektkellerei nach<br />

Zurndorf und verkosten Sie<br />

die hochprämierten Produkte.<br />

95<br />

Punkte<br />

<strong>Falstaff</strong><br />

GRANDE CUVÉE EXTRA BRUT SEKT 2013<br />

Birgit & Norbert Szigeti<br />

Am Eichenwald 3, A-2424 Zurndorf, www.a-nobis.at


NACHBERICHT<br />

BMW<br />

BMW-GROUP-NIEDERLASSUNG WIEN BEGEISTERT<br />

MIT »THE BEAUTIES AND THE BEAST« EVENT<br />

BMW – <strong>Falstaff</strong> – Mochi<br />

Catering … was will man<br />

mehr? Atemberaubende<br />

Kulisse, atemberaubende Automobile.<br />

Mehr Exklusivität geht<br />

wahrscheinlich nicht.<br />

Das Heiligenstädter BMW-<br />

Outlet, das größte in <strong>Österreich</strong><br />

und das einzige im Eigentum der<br />

BMW Group, schaffte es, die<br />

absoluten Juwelen aus München<br />

nach Wien zu bekommen. Im<br />

wahrscheinlich atemberaubendsten<br />

Line-up des Jahres ist es dem<br />

Team der BMW-Group-Nieder-<br />

lassung Wien gelungen, einen fulminanten<br />

Spannungsbogen zwischen<br />

den exklusivsten BMW-<br />

Artcars, Motorsport-Ikonen und<br />

den Highlights der Gegenwart zu<br />

erzeugen. Die perfekte Mischung<br />

aus BMW-Vergangenheit aus der<br />

Feder von Jeff Koons und Jenny<br />

Holzer und BMW-Gegenwart<br />

und -Zukunft in Form der neuen<br />

7er-Reihe und des ersten BMW-<br />

M-Hybrid-Modells, dem BMW<br />

XM, begeisterte über 300 Gäste<br />

an einem rundum gelungenen<br />

Abend.<br />

Im BMW-Outlet in Wien<br />

Heiligenstadt konnten sich<br />

die Gäste von den<br />

aufsehenerregenden<br />

Automobilen überzeugen.<br />

NACHBERICHT<br />

CULINAIRE L’EVROPE<br />

SCHMELZTIEGEL AUS KUNST UND KULINARIK<br />

Wenn ein mehrgängiges Menü auf Literatur und Musik trifft: Gastrosoph<br />

Lojze Wieser und Burgtheater-Direktor Martin Kušej laden im Rahmen der<br />

»Culinaire l’Evrope«-Reihe zu Genussabenden für alle Sinne.<br />

Seit geraumer Zeit steht<br />

mit »Culinaire l’Evrope«<br />

eine ganz besondere<br />

Eventreihe auf dem Speise-<br />

Spielplan des »Kasino« am<br />

Wiener Schwarzenbergplatz.<br />

Jede Ausgabe widmet sich dabei<br />

einer anderen europäischen<br />

Region und ihren Spezialitäten.<br />

Gemeinsam mit dem Verleger<br />

und Gastrosoph Lojze Wieser<br />

und Burgtheater-Direktor Martin<br />

Kušej begeben sich die Gäste<br />

auf eine kulinarisch-kulturelle<br />

Entdeckungsreise der besonderen<br />

Art, die nicht nur Fernweh,<br />

sondern auch Neugier auf unbekannte,<br />

vergessene und wiederzuentdeckende<br />

Geschmackserlebnisse<br />

weckt.<br />

Im März stand der Abend<br />

ganz unter dem Motto von<br />

»Das Geheimnis der Maremma«.<br />

Die Route führte ins ehemals<br />

unbewohnbare Sumpfland<br />

im Süden der Toskana. Kredenzt<br />

wurde ein speziell zusammengestelltes<br />

Sechs-Gang-Menü inklusive<br />

Weinbegleitung. Begleitet<br />

wurde der Abend von literarischen<br />

Texten, gelesen von Regina<br />

Fritsch und Nils Strunk, und<br />

Musik von Gabriel Cazes. Die<br />

nächste Gelegenheit bekommen<br />

Interessierte bereits am 5. Mai:<br />

Dann führt die Reise nach<br />

Flandern mit seiner strandigen<br />

Nordsee und den unvergesslichen<br />

Hafenstädten Brügge,<br />

Antwerpen und Ostende.<br />

Fotos: Julian Schmidt, Christina M. Stowasser, Nikola Hergovich<br />

350 falstaff mai <strong>2023</strong>


Will neue Märkte erschließen.<br />

Will ihr Unternehmen langfristig aufbauen.<br />

Will nachhaltig investieren.<br />

Erfolgreich sein – aber nicht um jeden Preis. Das ist eine Haltung, die wir gut verstehen.<br />

Sprechen Sie mit uns über langfristige Investments für Ihr Vermögen.<br />

ersteprivatebanking.at


ANKÜNDIGUNG<br />

RON BARCELÓ BAR TOUR<br />

COCA-COLA BAR-TOUR<br />

Nachtschwärmer aufgepasst:<br />

Am 4. und 11. Mai<br />

startet in Kooperation<br />

mit <strong>Falstaff</strong> die erste Ron Barceló<br />

Bar Tour durch drei erlesene<br />

Wiener Szenebars. Die international<br />

bekannte Rum-Marke Ron<br />

Barceló ist heimischen Rumfans<br />

längst ein Begriff. Auch in den<br />

Top-Bars Wiens begeistert die<br />

mehrfach ausgezeichnete Qualität<br />

von Ron Barceló Imperial in<br />

innovativen Signature-Cocktails<br />

das Barpublikum. In den kommenden<br />

Wochen serviert die<br />

»Josef Highball Bar« neben anderen<br />

Cocktails und Fizzy Drinks<br />

den Charly Brown, kreiert von<br />

Barbesitzer Philipp M. Ernst. Das<br />

Savoir-vivre, wie einst im britischen<br />

Offizierskasino erlebbar,<br />

macht der »Planter’s Club«: Barchef<br />

Felix Salzer kredenzt den<br />

Old & Strong. Im trendigen<br />

»Kleinod Prunkstück« steht der<br />

El Emperador von Anton<br />

Peschka auf der Karte. Am 4.<br />

und 11. Mai können sich interessierte<br />

Rumkenner stilvoll im<br />

Elektro-Oldtimer von Bar zu<br />

Bar chauffieren lassen und genießen<br />

in den drei Lokalen die<br />

exquisiten Ron Barceló Imperial<br />

Signature Drinks. Dazu gibt<br />

es bei einer exklusiven Masterclass<br />

mit Maike Hubrich spannende<br />

Facts zum Thema Rum.<br />

Tickets um 59 Euro pro Person<br />

solange der Vorrat reicht. Weitere<br />

Infos unter falstaff.com/events<br />

Feine Signature Drinks<br />

für Rum-Liebhaber.<br />

Hergestellt in San Pedro de<br />

Macoris auf dem Anwesen der<br />

Familie Barceló, darf Ron<br />

Barceló auch hierzulande in<br />

keiner Top-Bar fehlen.<br />

ANKÜNDIGUNG<br />

ZADAR<br />

DALMATINISCHER LEBENSSTIL INMITTEN WIENS<br />

Edle kroatische Tropfen, die Kunst des<br />

Prosciutto-Schneidens, traditionelle<br />

musikalische Klänge und vieles<br />

mehr wird beim Genussevent der<br />

Region Zadar in Wien geboten.<br />

An der kroatischen<br />

Adriaküste gelegen, gilt<br />

Zadar als Inbegriff von<br />

Sonne, Strand und Meer. Dabei<br />

hat die Region mit ihren vielfältigen<br />

Aromen noch weit mehr zu<br />

bieten. Am 24. April können sich<br />

Fernweh-Geplagte im Wiener<br />

Museumsquartier von der kulinarischen<br />

Opulenz der beliebten<br />

Reisedestination überzeugen.<br />

Neben frisch in der Showküche<br />

zubereiteten Highlights erwartet<br />

die Besucher eine feine Auswahl<br />

an edlen Weinen. Eine ganze<br />

Reihe an renommierten Spitzenköchen<br />

aus der Region Zadar<br />

wird vor Ort sein und in die<br />

lokale, maritime Genusswelt<br />

entführen. Weitere Eindrücke<br />

der Region erhalten Gäste bei<br />

Side-Events wie einem Olivenöl-<br />

Tasting. Die Insel Pag wird unter<br />

anderem ihre Schafskäse-Spezialität,<br />

den Pager Käse, zur<br />

Verkostung reichen.<br />

INFO<br />

TERMIN:<br />

24. April <strong>2023</strong><br />

LOCATION:<br />

Ovalhalle, Museumsquartier<br />

Wien, Museumsplatz 1,<br />

1070 Wien<br />

UHRZEIT:<br />

15–17 Uhr<br />

Business-to-Business<br />

ab 17 Uhr<br />

Business-to-Consumer<br />

Fotos: Martin Steiger, Fabio-Šimićev pouotok, Nikola Matic<br />

352 falstaff mai <strong>2023</strong>


WIENER STÄDTISCHE<br />

»PARTYSTIMMUNG<br />

IN DER GANZEN STADT«<br />

Der Vienna City Marathon feiert im Jahr <strong>2023</strong> sein 40. Jubiläum. Im Interview sprechen<br />

Dominik Konrad und Kathrin Widu, die Geschäftsführer des Vienna City Marathons,<br />

über die Veranstaltung und die Partnerschaft mit der Wiener Städtischen Versicherung.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Michael Gruber<br />

FALSTAFF 40 Jahre Vienna City Marathon<br />

(VCM): Was macht den Vienna City Marathon<br />

so besonders?<br />

DOMINIK KONRAD Die Veranstaltung ist<br />

ein Fest für die ganze Stadt. Das Jubiläum<br />

motiviert zum Laufen, Gehen und Walken.<br />

Alle können dabei und in Bewegung sein –<br />

als Läuferin oder Läufer, Fan, Begleiterin<br />

oder Begleiter. So entsteht diese gemeinsame<br />

Partystimmung in der ganzen Stadt, die<br />

den Vienna City Marathon auszeichnet.<br />

Auch 40 Jahre Partnerschaft mit der Wiener<br />

Städtischen: Was bedeutet Ihnen diese Partnerschaft?<br />

KATHRIN WIDU Die Wiener Städtische ist<br />

Partner der ersten Stunde, also seit 1984,<br />

und sie begleitet uns bis heute. Das ist außergewöhnlich.<br />

Die Kooperation hat sich<br />

großartig entwickelt, vom reinen Sponsoring<br />

weg hin zur kreativen und gemeinsamen<br />

Umsetzung von Ideen.<br />

Welche gemeinsamen Projekte werden im<br />

Jubiläumsjahr gemeinsam umgesetzt?<br />

DOMINIK KONRAD Beim Technischen Museum<br />

können Läuferinnen und Läufer auf Initiative<br />

der Wiener Städtischen Teil eines Weltrekordversuchs<br />

werden. Es soll das längste<br />

von Läuferinnen und Läufern gemalte Bild<br />

entstehen. Auf zwei insgesamt 40 Meter langen<br />

Transparenten kann man sich während<br />

des Laufes mit einem Pinselstrich verewigen.<br />

Nach dem VCM gestaltet der Wiener Künstler<br />

Stefan Reiter daraus mehrere Bilder, die<br />

versteigert werden. Der Erlös geht als Spende<br />

an die Initiative »Mental Health Days«.<br />

Ein weiteres Highlight wird die Wiener<br />

Städtische Motivation Mile in der Prater<br />

Hauptallee. Personalisierte Videobotschaften<br />

feuern hier auf einem großen Screen die Teilnehmenden<br />

an. Fans, Verwandte und Bekannte<br />

können vorab Motivationsbotschaften<br />

einschicken, die genau dann abgespielt<br />

werden, sobald die Läuferin oder der Läufer<br />

einen bestimmten Punkt passiert.<br />

Zudem engagiert sich die Wiener Städtische<br />

erstmals als Titelsponsor des Halbmarathons.<br />

Wie wird sich der Vienna City Marathon<br />

künftig wandeln?<br />

KATHRIN WIDU Wir wollen noch mehr als<br />

bisher eine Veranstaltung für alle sein, die sich<br />

gerne bewegen, und damit zur physischen<br />

und mentalen Gesundheit der Menschen beitragen.<br />

Ein begeisterndes und stimmungsvolles<br />

Event ist ein großartiger Anreiz, um regelmäßig<br />

Sport zu treiben. Wir werden unsere<br />

Aktivitäten fortsetzen, die Nachhaltigkeit des<br />

VCM zu stärken. Das betrifft den sparsamen<br />

Einsatz von Ressourcen und eine klimaschonende<br />

Durchführung ebenso wie die positiven<br />

Wirkungen für die Gemeinschaft.<br />

Wie gewohnt werden<br />

sich auch im Frühjahr<br />

<strong>2023</strong> wieder Tausende<br />

motivierte Menschen über<br />

die Reichsbrücke bewegen.<br />

Für Neo-Läufer: Wie wird Laufen zum<br />

Genuss?<br />

DOMINIK KONRAD Schritt für Schritt.<br />

Die Natur beim Laufen spüren. Die Veränderungen<br />

am eigenen Körper wahrnehmen.<br />

Und sich mit der Teilnahme an einem<br />

Bewerb des Vienna City Marathons ein<br />

motivierendes Ziel setzen.<br />

(Der VCM findet nach Redaktionsschluss<br />

statt.)<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

wienerstaedtische.at<br />

mai <strong>2023</strong> falstaff 353


epilog / NACHGEFRAGT<br />

SAGEN SIE EINMAL,<br />

HANSPETER VOCHEZER …<br />

HANSPETER<br />

VOCHEZER<br />

Mit seiner Zürcher Agentur »Swiss<br />

Butlers« vermittelt Hanspeter Vochezer<br />

seit vielen Jahren hochkarätiges Hauspersonal<br />

an exklusive Haushalte auf<br />

der ganzen Welt. Vochezer ist zudem als<br />

Butler tätig und schult auch das Personal<br />

von Superjachten, Hotels sowie privaten<br />

Luxusvillen – unter anderem<br />

mit maßgeschneiderten<br />

Benimm-Coachings.<br />

WIE STEHT ES UM<br />

UNSERE MANIEREN?<br />

INTERVIEW DOMINIK VOMBACH<br />

FALSTAFF Herr Vochezer, haben sich unsere Manieren und Tischsitten in den letzten Jahren verändert?<br />

HANSPETER VOCHEZER Unsere Manieren und Tischsitten sind ständig im Wandel. Manche Veränderungen sind gut,<br />

manche weniger. In den letzten Jahren kamen beispielsweise neue Formen von Geschirr auf, und die Art und Weise, wie<br />

Gerichte präsentiert und verspeist werden, hat sich verändert. Ich denke da zum Beispiel an die Sharing-Konzepte, die immer<br />

häufiger in Restaurants anzutreffen sind. Was sich sehr stark verändert hat, ist die Kommunikation am Tisch. Die elektronischen<br />

Geräte, die am Tisch eigentlich nichts zu suchen haben, stören und unterbrechen häufig den Kommunikationsfluss.<br />

Wie steht es konkret um die Manieren bei Tisch?<br />

Die Tischmanieren sind teils schon nicht mehr dieselben wie früher. Es gibt Personen, die nicht richtig mit dem Besteck<br />

umgehen zu wissen oder sogar ihr Messer ablecken – ein absoluter Karrierekiller. Was außerdem häufig vergessen wird, ist,<br />

dass die Serviette auf den Schoß gehört, sobald man sich an den Tisch setzt, und diese idealerweise benutzt wird, bevor<br />

man trinkt. Auch die Tatsache, dass man sich eine ganze Scheibe Brot mit Butter bestreicht, ist ein No-Go: Man bricht<br />

das Brot in mundgerechte Stücke und macht dann etwas Butter drauf.<br />

Da könnte ein Regelwerk wie der Knigge hilfreich sein. Ist dieser heute noch zeitgemäß?<br />

Das klassische Knigge-Regelwerk erlebt ein großes Revival, wobei sich auch hier die Spielregeln mit der<br />

Zeit ständig verändern. Wer sich heute gut zu benehmen weiß, öffnet sich und seinem Umfeld wie auch<br />

seinem eigenen Karriereweg jedoch viele Türen – das wird oft unterschätzt.<br />

Welche Benimmregeln vermissen Sie in der heutigen Zeit?<br />

Auf die Gastronomie bezogen ist es nicht nur ein großes Ärgernis, dass Menschen<br />

Tische in Restaurants reservieren und dann nicht erscheinen,<br />

sondern auch ein großer wirtschaftlicher Schaden für die<br />

Restaurateure, da die Tische häufig nicht mehr<br />

besetzt werden können.<br />

Fotos: Rawpixel.com / Shutterstock, Natasha Breen / Shutterstock, Hanspeter Vochezer<br />

354 falstaff mai <strong>2023</strong>


Der Ö1 Musiksalon <strong>2023</strong><br />

Die Konzertreihe in Kooperation mit der<br />

Oesterreichischen Nationalbank<br />

DYNAMOWIEN<br />

Ossiach | Stift Ossiach | Simply Quartet | DO, 27. April <strong>2023</strong><br />

Linz | Brucknerhaus | Benjamin Herzl & Ingmar Lazar | DI, 16. Mai <strong>2023</strong><br />

Innsbruck | Haus der Musik | Auner Quartett mit Nikola Djoric | DO, 25. Mai <strong>2023</strong><br />

Wien | Konzerthaus | RSO Ensemble und Julia Turnovsky, Harriet Krijgh & Sélim Mazari | DO, 15. Juni <strong>2023</strong><br />

Moderation: Ulla Pilz, Ö1<br />

Kartenpreis: € 20,–<br />

€ 10,– für Ö1 Club-Mitglieder<br />

€ 5,– für Ö1 intro-Mitglieder<br />

Information und Kartenvorverkauf:<br />

oe1.ORF.at/musiksalon

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!