Carrossier_2023_02
carrosserie suisse Fachzeitschrift carrosserie suisse journal officiel
carrosserie suisse Fachzeitschrift
carrosserie suisse journal officiel
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Offizielle Zeitschrift / Journal officiel<br />
April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Flexible Arbeitszeit in der Werkstatt<br />
Teilzeit, Gleitzeit oder 4-Tage-Woche?<br />
Horaires de travail flexibles à l'atelier<br />
Temps partiel, horaire flexible ou<br />
semaine de 4 jours ?<br />
Technik von heute und morgen<br />
Toyota Mirai mit Brennstoffzelle<br />
Technologie d'aujourd'hui et de demain<br />
Toyota Mirai avec pile à combustible<br />
Unter der Lupe<br />
Gehrig Carrosserie AG<br />
Sous la loupe<br />
Gehrig Carrosserie SA
AKTION<br />
RX SPEED CLEAN<br />
Beim Kauf von 2x 5kg Speed Clean erhalten<br />
Sie 1x Clean Clay oder 1x Clean Caly Cloth<br />
oder 1 Clean Clay Pad GRATIS dazu.<br />
RIWAX-Chemie AG | Tannholzstrasse 3 | CH-3052 Zollikofen | www.riwax.com
Inhalt / Sommaire<br />
Wie stark werden Microcars wie der Microlino, Carsharing und<br />
Auto-Abos die individuelle Mobilität verändern? Antworten ab Seite 10.<br />
Dans quelle mesure les microcars comme la Microlino, l'autopartage<br />
et les abonnements voitures vont-ils changer la mobilité individuelle ?<br />
Réponses dès la page 10.<br />
Verband<br />
6 Update zu carrosserie-CH<br />
8 Bringt das Agenturmodell dem <strong>Carrossier</strong> Ärger?<br />
Fokus<br />
10 Neue Mobilitätskonzepte, neue Chancen?<br />
Sektionen<br />
15 Generalversammlung der Nordwestschweiz<br />
16 Wir stellen uns vor: Waadt und Bern<br />
18 Zürich und Neuenburg<br />
19 Zentralschweiz<br />
20 Ostschweiz und Bern-Mittelland<br />
21 Waadt<br />
22 Aargau<br />
Unternehmensführung<br />
26 Flexible Arbeitszeitmodelle – ein Muss?<br />
30 Carrosserie Tüscher AG: Vom Pilotprojekt zur Gleitzeit<br />
Lackiererei<br />
34 Neuer Füller für Sikkens und Lesonal<br />
Technik<br />
37 Fossilfreier Stahl für Elektrolastwagen<br />
38 Effizient Schweissen spart Geld<br />
40 Toyota Mirai mit Wasserstoffantrieb<br />
Bildung<br />
45 Lernortkooperation in Urtenen-Schönbühl<br />
48 Wie die Carrosserie Wüest AG neue Lernende findet<br />
50 Der Champions-Club erhält Zuwachs<br />
52 25 Fachausweise in neuen Händen<br />
56 Bildungsstandort Zürich vernetzt branchenübergreifend<br />
Unter der Lupe<br />
62 Gehrig Carrosserie AG<br />
Andere<br />
22 Aktive Branche<br />
32 Rechtshilfe: Datenschutz<br />
54 Kursangebote<br />
59 Einkaufsführer<br />
66 Hingucker<br />
Association<br />
6 Transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />
8 Le modèle d’agence pénalise-t-il les carrossiers?<br />
En ligne de mire<br />
10 Nouveaux concepts de mobilité, nouvelles chances?<br />
Sections<br />
15 Assemblée générale Suisse du nord-ouest<br />
16 Présentation des sections: Vaud et Berne<br />
18 Zurich et Neuchâtel<br />
19 Suisse centrale<br />
20 Suisse orientale et Berne-Mittelland<br />
21 Vaud<br />
22 Argovie<br />
Gouvernance<br />
26 Horaires de travail flexibles – un must?<br />
30 Carrosserie Tüscher SA: projet pilote, puis horaire flexible<br />
Peinture<br />
34 Nouveaux mastics pour Sikkens et Lesonal<br />
Technique<br />
37 Acier défossilisé pour camions électriques<br />
38 Souder de manière efficiente économise de l’argent<br />
40 Toyota Mirai avec moteur à hydrogène<br />
Formation<br />
45 Coopération lieux d’apprentissage à Urtenen-Schönbühl<br />
48 Comment la Carrosserie Wüest SA trouve des apprentis<br />
50 Le Champions-Club s’agrandit<br />
52 Remise de 25 diplômes<br />
56 Zurich, réseau de formation multisecteurs<br />
Sous la loupe<br />
62 Gehrig Carrosserie SA<br />
Autres<br />
22 Branche active<br />
32 Assistance juridique: protection des données<br />
54 L’offre de cours<br />
59 Guide d’achat<br />
66 Tape-à-l’œil<br />
Termine und Veranstaltungen<br />
Echéances et manifestations<br />
carrosserie suisse DV <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, Davos<br />
AD <strong>2<strong>02</strong>3</strong> carrosserie suisse Davos<br />
01.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Trucker & Country-Festival, Interlaken<br />
Trucker & Country-Festival, Interlaken<br />
23.–25.6.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
carrosserie-CH / transport-CH / aftermarket-CH, Bern<br />
carrosserie-CH / transport-CH / aftermarket-CH, Berne<br />
08.–11.11.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>3
Die Carrosserie Bringold AG zählt in der Region Bern zu den führenden Carrosseriebetrieben.<br />
Ein eingespieltes Team, Freude am Handwerk, moderne Infrastruktur und Arbeitstechniken bilden<br />
den Grundstein für unseren Erfolg.<br />
Zur Verstärkung der Lackiererei suchen wir<br />
per sofort oder nach Vereinbarung eine/n:<br />
Leiter/-in Lackiererei<br />
(Arbeitspensum 80 –100 %)<br />
Was wir machen<br />
Wir sind Handwerker mit Stolz! Unser Ziel ist es,<br />
der Kundschaft eine Instandsetzung auf höchstem<br />
Niveau anzubieten. Entsprechend hoch sind<br />
unsere Investitionen in die Einrichtung und die<br />
Weiter bildung.<br />
Was wir erwarten<br />
Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung<br />
als Carrosserielackierer/in EFZ mit entsprechender<br />
Weiterbildung und/oder mehrjähriger Erfahrung<br />
in einer vergleichbaren Position. Sie sollten sich<br />
als Führungskraft zudem durch ein hohes Mass<br />
an Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit<br />
und Organisationsstärke auszeichnen. Zudem<br />
engagieren Sie sich als zuverlässiger Teamplayer<br />
und identifizieren sich mit dem hohen Qualitätsbewusstsein<br />
der Firma.<br />
Was Sie erwartet<br />
Sie arbeiten aktiv im Tagesgeschäft mit und führen<br />
3 bis 5 Mitarbeitende (inkl. Lernende). Sie beteiligen<br />
sich an der Tagesplanung und der Organisation<br />
der Abteilung. Des Weiteren kümmern Sie sich um<br />
Bestellungen von Material und Gerätschaften.<br />
Zur Verstärkung der Spenglerei suchen wir<br />
per sofort oder nach Vereinbarung eine/n:<br />
Carrosseriespengler/-in<br />
(Arbeitspensum 80 –100 %)<br />
Was wir machen<br />
Wir sind Handwerker mit Stolz! Unser Ziel ist es,<br />
der Kundschaft eine Instandsetzung auf höchstem<br />
Niveau anzubieten. Entsprechend hoch sind<br />
unsere Investitionen in die Einrichtung und die<br />
Weiterbildung.<br />
Was wir erwarten<br />
Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung<br />
als Carrosseriespengler/in EFZ, interessieren sich<br />
für neue Instandsetzungsmöglichkeiten und haben<br />
Interesse, sich fortlaufend weiterzubilden. Zudem<br />
zeichnen Sie sich durch eine exakte, saubere und<br />
selbstständige Arbeitsweise aus.<br />
Was Sie erwartet<br />
Sie arbeiten in einem jungen und dynamischen<br />
Team und führen mittels modernster Infrastruktur<br />
sämtliche Reparatur, Richt und Montagearbeiten<br />
an Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen<br />
aus. Sie werden aktiv gefördert Ihre Kompetenzen<br />
und Fähigkeiten stetig weiterzuentwickeln.<br />
Was wir bieten<br />
Als Team arbeiten wir «Hand in Hand» und leben eine offene und unkomplizierte Umgangsweise.<br />
Es erwarten Sie interessante und spannende Aufgaben in einem dynamischen Umfeld, wobei wir<br />
uns auf optimale Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitszeiten, hohe Jobsicherheit und der Leistung<br />
entsprechende Entlohnung fokussieren.<br />
Bewerben<br />
Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte via EMail an: info@carrosseriebringold.ch<br />
Carrosserie Bringold AG Papiermühlestrasse 116 3063 Ittigen-Bern<br />
Tel: 031 921 35 35 info@carrosserie-bringold.ch www.carrosserie-bringold.ch
Editorial / Editorial<br />
Mit attraktiven<br />
Arbeitsbedingungen<br />
profitieren<br />
Bénéficiez de<br />
conditions de travail<br />
attractives<br />
Liebe Leserinnen, liebe Leser<br />
Veränderung ist die grösste Konstante im Leben.<br />
Eine Tatsache, welche sich auch in unserer<br />
Branche bewahrheitet. Wir leben in einer<br />
Gesellschaft, die sich stets verändert – auch<br />
deren Verhaltensweisen in Bezug auf Mobilität.<br />
Während vor einigen Jahren ein Auto sein<br />
Eigen nennen zu können noch eines der grossen<br />
Ziele war, sind heute alternative Modelle<br />
auf der Überholspur. Autofahren zur Miete<br />
oder Carsharing sind nur zwei der jüngeren<br />
Angebote. Auch die Nutzung von Kleinstfahrzeugen<br />
wie des Microlino geniesst steigendes<br />
Interesse, besonders im Stadtverkehr. Wo<br />
stehen wir bei diesen Themen? Welche Herausforderungen<br />
bringen sie für unsere Branche<br />
mit sich? Fragen, auf welche wir in dieser Ausgabe mit<br />
Fachkundigen und Brancheninsidern Antworten suchen.<br />
Die Verwendung des Begriffs Fachkräftemangel, respektive<br />
mittlerweile Arbeitskräftemangel, hat schon inflationäres Niveau.<br />
Betriebe suchen teils händeringend nach neuen, qualifizierten<br />
Fachkräften. Unsere Branche leidet, wie andere auch,<br />
unter zu wenig Personal in den Werkstätten. Profilieren können<br />
Sie sich als Betrieb, indem Sie zum Beispiel attraktive Arbeitsbedingungen<br />
anbieten. Arbeitet eine Mitarbeiterin oder ein<br />
Mitarbeiter gerne im Betrieb, ist dies eine gute Basis für ein<br />
gedeihliches Arbeitsverhältnis. In dieser Ausgabe greifen wir<br />
verschiedene Arbeitszeitmodelle auf. Wie fühlen sich Arbeitnehmende<br />
mit einer Viertagewoche? Welche Vor- und Nachteile<br />
bringt Teilzeitarbeit und welche Erfahrungen haben unsere<br />
Sektionen damit? Denn nicht zuletzt ziehen zeitgemässe<br />
Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsformen auch Berufsnachwuchs<br />
an – eines unserer grossen Ziele.<br />
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.<br />
Daniel Röschli<br />
Direktor carrosserie suisse<br />
Chères lectrices, chers lecteurs<br />
Le changement est la plus grande constante<br />
de la vie. Un fait qui est également vrai dans<br />
notre branche. Nous vivons dans une société<br />
en constante évolution, y compris dans ses<br />
comportements en matière de mobilité. Alors<br />
qu'il y a quelques années, posséder sa propre<br />
voiture était l'un des principaux objectifs, aujourd'hui,<br />
les modèles alternatifs sont sur la<br />
voie de dépassement. La location de voiture ou<br />
le covoiturage ne sont que deux des offres les<br />
plus récentes. L'utilisation de petits véhicules<br />
comme le Microlino connaît également un intérêt<br />
croissant, notamment en circulation urbaine.<br />
Où en sommes-nous sur ces questions?<br />
Quels défis apportent-ils à notre branche? Des<br />
questions auxquelles nous cherchons des réponses dans ce<br />
numéro avec des experts et des initiés de la branche.<br />
L'utilisation du terme de pénurie de main-d'œuvre qualifiée, ou<br />
entre-temps de pénurie de main-d'œuvre, a déjà atteint un niveau<br />
inflationniste. Les entreprises recherchent parfois désespérément<br />
de nouveaux spécialistes qualifiés. Comme d'autres,<br />
notre branche souffre du manque de personnel dans les ateliers.<br />
On peut se distinguer en tant qu'entreprise en offrant des<br />
conditions de travail attractives, par exemple. Si un employé<br />
aime travailler dans l'entreprise, c'est une bonne base pour une<br />
relation de travail fructueuse. Dans ce numéro, nous abordons<br />
différents modèles de temps de travail. Comment les employés<br />
se sentent-ils avec une semaine de 4 jours? Quels sont les<br />
avantages et inconvénients du travail à temps partiel et quelles<br />
expériences ont nos sections? Enfin, les conditions contemporaines<br />
et les formes modernes de travail attirent aussi les<br />
jeunes professionnels – l'un de nos principaux objectifs.<br />
Je vous souhaite une lecture stimulante.<br />
Daniel Röschli<br />
Directeur carrosserie suisse<br />
Impressum<br />
April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
51. Jahrgang / 51 e année<br />
Offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse<br />
Organe officiel de carrosserie suisse<br />
Erscheint 6-mal jährlich<br />
Paraît 6 fois par an<br />
Druckauflage 2500 Ex.<br />
Tirage 2500 ex.<br />
Abonnemente /Abonnements:<br />
Jahresabonnement /<br />
Abonnement annuel CHF 72.–<br />
Lehrlinge, Studenten /<br />
Apprentis, étudiants CHF 36.–<br />
Ausland / Etranger CHF 99.–<br />
Einzelnummer / Le numéro CHF 12.–<br />
Bestellungen / Commandes:<br />
T 058 344 95 46<br />
F 058 344 97 83<br />
abo.carrossier@galledia.ch<br />
Herausgeber / Editeur responsable:<br />
carrosserie suisse<br />
Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />
T 062 745 90 80, F 062 745 90 81<br />
info@carrosseriesuisse.ch<br />
www.carrosseriesuisse.ch<br />
Redaktion / Rédaction:<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Buckhauserstrasse 24, 8048 Zürich<br />
Henrik Petro, Chefredaktor/<br />
Rédacteur en chef<br />
T 058 344 98 <strong>02</strong><br />
henrik.petro@galledia.ch<br />
Jean Mesnil, Übersetzungen, Redaktion /<br />
Traductions, rédaction<br />
jean.mesnil@galledia.ch<br />
Anzeigenverwaltung und Verlag /<br />
Régie des annonces et édition:<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Buckhauserstrasse 24, 8048 Zürich<br />
Guido Käppeli, Verlagsmanager /Editeur<br />
T 058 344 98 49<br />
guido.kaeppeli@galledia.ch<br />
Jutta Hausmann, Leitung Medienberatung /<br />
Responsable du conseil média<br />
T + 41 58 344 98 06<br />
jutta.hausmann@galledia.ch<br />
Heike Poensgen, Backoffice<br />
T 058 344 98 61<br />
heike.poensgen@galledia.ch<br />
Herstellung / Production:<br />
Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />
www.galledia.ch<br />
Redaktionsschluss / Bouclage:<br />
Ausgabe 2 vom 13. April <strong>2<strong>02</strong>3</strong>:<br />
24. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Edition 2 du 13 avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>:<br />
24 march <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>5
Verband / Association<br />
transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />
Grösster Treff der<br />
Mobilitätsbranche<br />
Die Leitmessen aftermarket-CH, carrosserie-CH<br />
und transport-CH, die unter einem Dach am<br />
Messestandort Bern stattfinden, verzeichnen<br />
nach der ersten Anmeldephase mehr Anmeldungen<br />
als in den Vorjahren.<br />
transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />
Plus grand rendezvous<br />
de la branche<br />
de la mobilité<br />
Les principaux salons aftermarket-CH, carrosserie-CH<br />
et transport-CH, sous un même toit, ont eu<br />
plus d'inscriptions que les années précédentes.<br />
An der Ausgabe 2<strong>02</strong>1 präsentierte carrosserie suisse den Beruf Fahrzeugschlosser mit einem eigenen Auftritt zwischen den etablierten Fahrzeugbauern.<br />
Hier mischte sich der Nachwuchs mit altgedienten Profis.<br />
Lors de l'édition 2<strong>02</strong>1, carrosserie suisse a présenté la profession de serrurier sur véhicules sous sa propre apparence entre les constructeurs<br />
automobiles établis. Ici, les jeunes se sont mélangés aux professionnels vétérans.<br />
Vom 8. bis 11. November <strong>2<strong>02</strong>3</strong> trifft sich die Automobil- und<br />
Nutzfahrzeugbranche in Bern zu den drei Leitmessen, die sich<br />
als Veranstaltung unter einem Dach zum Branchentreffpunkt<br />
entwickelt haben. Die von den Branchenverbänden (AGVS,<br />
ASTAG, auto-schweiz, carrosserie suisse, Les Routiers Suisses,<br />
Swiss Automotive Aftermarket, VFFS) als Patronatspartner<br />
getragenen Fachmessen finden alle zwei Jahre statt – letztmals<br />
im «Coronajahr» 2<strong>02</strong>1.<br />
Bis zum Ablauf der offiziellen Anmeldefrist vom 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
haben sich rund 15 Prozent mehr Ausstellende angemeldet.<br />
Und: Sie beanspruchen im Vergleich zu den letzten Austragungen<br />
auch mehr Fläche, im Schnitt nämlich um 20 Prozent.<br />
Nachmeldungen seien – wie in den Vorjahren – unter gewissen<br />
Umständen nach wie vor möglich. «Selbstverständlich<br />
Du 8 au 11 novembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, la branche automobile et des véhicules<br />
utilitaires se réunira à Berne pour les 3 principaux salons,<br />
devenus un lieu de rencontre pour la branche sous un même<br />
toit. Les salons, sous le patronat des associations professionnelles<br />
(UPSA, ASTAG, auto-suisse, carrosserie suisse, Les<br />
Routiers Suisses, Swiss Automotive Aftermarket, ASEAI), ont<br />
lieu tous les deux ans – pour la dernière fois durant l'année de<br />
covid 2<strong>02</strong>1.<br />
A la fin de la période d'inscription officielle, le 31 janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong>,<br />
environ 15% d'exposants supplémentaires s'étaient inscrits. Et:<br />
par rapport aux derniers événements, ils occupent également<br />
plus d'espace, en moyenne 20%. Comme les années précédentes,<br />
les inscriptions tardives restent possibles sous certaines<br />
conditions. «Bien sûr, on essaiera d’offrir une place à<br />
6 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Verband / Association<br />
sind wir bemüht, auch später Dazustossenden einen Platz<br />
anbieten zu können», so Messeleiter Jean-Daniel Goetschi.<br />
Massive Zelthallen für ausreichend Fläche<br />
Entsprechend ist man bei den Veranstaltern der Expotrans SA,<br />
die allesamt selbst aus der Branche stammen und die Messe<br />
seit über 20 Jahren unter dem Motto «Von Branchen-Profis<br />
für Branchen-Profis» organisieren, froh, mit dem Messestandort<br />
eine Lösung gefunden zu haben, um den während des<br />
Neubaus der Festhalle wegfallenden Platz kompensieren zu<br />
können. «Für <strong>2<strong>02</strong>3</strong> werden fünf zusätzliche, massive Zelthallen<br />
im Aussenbereich zur Verfügung stehen», skizziert<br />
OK-Präsident Dominique Kolly. Dennoch dürfte das über den<br />
Erwartungen liegende Interesse sowie die grösseren Stände<br />
Herausforderungen bei der Planung mit sich bringen. «Das<br />
sind aber insgesamt angenehme Herausforderungen», so Kolly.<br />
«An unserem Ziel, allen Ausstellenden einen Platz bieten<br />
zu können, halten wir aber natürlich unvermindert fest.» Das<br />
sei man der Branche als Branchentreffpunkt schuldig.<br />
Attraktives Rahmenprogramm<br />
Auch der für die Carrosseriebranche vorgesehene Ausstellungsteil<br />
entwickelt sich erfreulich. Neu ist eine zentrale Plattform<br />
geplant, die von den Ausstellenden wie auch von Organisatoren<br />
bespielt werden kann und als dauerhafter<br />
Branchentreffpunkt funktionieren soll. Dazu Daniel Röschli,<br />
Direktor carrosserie suisse: «Die Messe ist für unsere Lieferanten<br />
– allen voran für die VFCB-Mitglieder – eine einzigartige<br />
Gelegenheit, denn in der Schweiz gibt es nichts Vergleichbares<br />
für das Carrosserie- und Zuliefergewerbe. Es ist schön,<br />
dass die ganze Mobilitätsbranche hier eine Plattform findet.<br />
Mit dem Forum stellen wir den Ausstellern eine hervorragende<br />
Plattform zur Verfügung, die sie nutzen können, um ihre<br />
Produkte und Dienstleistungen dem Publikum eingehender<br />
vorzustellen. Dazwischen platzieren wir eigene Programmpunkte,<br />
für die wir jetzt Ideen entwickeln. Wir haben eine rollende<br />
Planung, mit der wir uns flexibel und rasch an aktuelle<br />
Entwicklungen anpassen können.»<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Expotrans<br />
Daniel Röschli, Direktor carrosserie suisse an der Ausgabe 2<strong>02</strong>1.<br />
Daniel Röschli, Directeur de carrosserie suisse à l'édition 2<strong>02</strong>1.<br />
So wird die <strong>2<strong>02</strong>3</strong>er-Ausgabe beworben.<br />
C'est ainsi que l'édition <strong>2<strong>02</strong>3</strong> est annoncée.<br />
ceux qui arriveront plus tard», précise Jean-Daniel Goetschi,<br />
directeur de l'exposition.<br />
Vastes halles de tentes pour un espace suffisant<br />
Ainsi, les organisateurs d'Expotrans SA, qui sont tous euxmêmes<br />
issus du secteur et organisent le salon depuis plus de<br />
20 ans sous la devise «Par des professionnels de la branche<br />
pour des professionnels de la branche», sont heureux d'avoir<br />
trouvé une solution avec l'emplacement de salon, afin de pouvoir<br />
compenser l'espace perdu lors de la construction de la<br />
nouvelle halle des fêtes (la fameuse «Festhalle, bâtiment historique).<br />
«Cinq vastes halles-tentes extérieures supplémentaires<br />
seront disponibles pour <strong>2<strong>02</strong>3</strong>», précise le Président du<br />
CO, Dominique Kolly. Néanmoins, le niveau d'intérêt qui a dépassé<br />
les attentes et les stands de plus grande taille sont<br />
susceptibles de poser des problèmes de planification. «Mais<br />
dans l'ensemble, ce sont des défis agréables», déclare D. Kolly.<br />
«Bien sûr, nous restons fidèles à notre objectif de pouvoir<br />
offrir une place à tous les exposants.» On le doit à la branche<br />
en tant que lieu de rencontre de la branche.<br />
Programme annexe attractif<br />
La partie du salon destinée à la branche de la carrosserie se<br />
développe également bien. Une nouvelle plateforme centrale<br />
est prévue, qui pourra être utilisée à la fois par les exposants<br />
et les organisateurs et qui devrait fonctionner comme un lieu<br />
de rencontre permanent pour la branche. Daniel Röschli,<br />
Directeur de carrosserie suisse : «Le salon est une opportunité<br />
unique pour nos fournisseurs – surtout pour les membres<br />
VFCB – car il n'y a rien de comparable en Suisse pour la<br />
branche de la carrosserie et des sous-traitants. C'est une<br />
bonne chose que toute la branche de la mobilité trouve ainsi<br />
sa plateforme. Avec le forum, nous offrons aux exposants<br />
un excellent point d’échange qu'ils peuvent utiliser pour présenter<br />
plus en détail leurs produits et services au public.<br />
Entre les deux, nous plaçons nos propres éléments de programme,<br />
pour lesquels nous développons actuellement des<br />
idées. Nous avons un plan évoluant en continu qui nous permet<br />
de nous adapter avec souplesse et rapidité aux évolutions<br />
actuelles.»<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; images: Expotrans<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>7
Verband / Association<br />
Markenvertretung als Agent<br />
Keine Panik, aber im<br />
Auge behalten<br />
Das Agenturmodell beschäftigt nicht nur die<br />
Schweizer Garagisten. Doch worum geht es da<br />
und welche Auswirkung hat es auf das<br />
Carrosserie geschäft?<br />
Agenturmodelle sind für die Zukunft der Schweizer Garagenbetriebe<br />
ein derzeit dominierendes Thema. Wirtschaftlich ist<br />
es für die Händler noch bedeutender als die Elektromobilität.<br />
Am Tag der Schweizer Garagisten vom 17. Januar in Bern gab<br />
es Antworten auf zentrale Fragen. AGVS-Jurist Tobias Treyer<br />
blickte in seinem Referat dafür kurz zurück und verwies auf die<br />
KFZ-Bekanntmachung, die ein wichtiger Meilenstein und ein<br />
Erfolg für die Schweizer Händler war und ist. Nun schwebt aber<br />
über allem die angekündigte Einführung des Agenturmodells.<br />
85 Prozent der Hersteller wünschen sich eine Veränderung<br />
des Vertriebssystems – auch weil sie die Rabattschlacht<br />
beenden wollen.<br />
Zwei Modellarten<br />
Es wird zwischen einem echten oder einem unechten Agenten<br />
unterschieden. «Trägt der Agent kein oder wenig finanzielles<br />
Risiko, handelt sich um einen echten Agenten», erklärte Treyer.<br />
Liegt das unternehmerische Risiko hingegen beim Agenten,<br />
handelt es sich um einen sogenannten unechten Agenten. Und<br />
ein unechter Agent untersteht auch der kartellrechtlichen<br />
Kontrolle.<br />
Für die Händler bieten sich laut Treyer die Vorteile, dass der<br />
Agent zwar weiterhin das Gesicht der Marke bleibt und eine<br />
gesicherte Rentabilität hat, weil er nicht mehr für Investitionen<br />
oder die Kosten der Fahrzeuge im Showroom aufzukommen<br />
hat. Die Nachteile liegen ebenfalls auf der Hand: «Die unternehmerische<br />
Freiheit geht verloren, und es gibt Einschränkungen<br />
bei den Lagerfahrzeugen.» Zudem stellen sich weitere<br />
Herausforderungen: Die Hersteller wollen sich auch das<br />
Occasionsgeschäft aneignen. In der Vermarktung der Leasingfahrzeuge<br />
wie auch im Geschäft mit den jungen gebrauchten<br />
bis 18 Monate sehen die Hersteller zusätzliche Geschäfte.<br />
Auswirkungen auf Geschäftsbeziehungen<br />
Beim aufmerksamen Leser läuten nun die Alarmglocken. Wenn<br />
ein Händler seine unternehmerische Freiheit verliert, kann er<br />
dann vielleicht auch nicht mehr selbst entscheiden, wer sein<br />
bevorzugter Reparaturpartner ist? Könnte ihm der Hersteller<br />
vorschreiben, bei welchem Carrosseriebetrieb, Netzwerk oder<br />
zu welchen Konditionen er Unfallfahrzeuge reparieren und<br />
Leasingrückläufer aufbereiten lassen darf? Im Prinzip ja,<br />
allerdings nur bei einem «echten» Agenten. Der «unechte»<br />
Agent entscheidet weiterhin (fast) alles selbst.<br />
«Als echter Agent ist der Garagist künftig der verlängerte Arm<br />
des Herstellers resp. Importeurs», bestätigt Markus Aegerter,<br />
Bereichsleiter Branchenvertretung AGVS auf Anfrage. «Er<br />
wird für seinen kostentreibenden Aufwand entschädigt, dafür<br />
könnte man ihm vorschreiben, mit wem er zusammenarbeiten<br />
soll. Das gilt für Leasing, Versicherungen, praktisch alles, was<br />
Représentation de la marque en tant qu'agent<br />
Pas de panique, mais<br />
garder un œil ouvert<br />
Le modèle de l'agence ne concerne pas uniquement<br />
les garagistes suisses. Mais de quoi s'agit-il<br />
et quel impact cela a-t-il sur l'activité de<br />
carrosserie ?<br />
Les modèles d'agence sont actuellement un sujet dominant<br />
pour l'avenir des garages suisses. Economiquement, c'est encore<br />
plus important pour les concessionnaires que l'électromobilité.<br />
Les réponses aux questions centrales ont été données<br />
lors de la «Journée des garagistes suisses» à Berne le 17 janvier.<br />
L'avocat de l'UPSA, Tobias Treyer, dans une brève rétrospective,<br />
a fait référence à l'avis de véhicule, qui était et est une<br />
étape importante et un succès pour les concessionnaires<br />
suisses. Mais maintenant, l'introduction annoncée du modèle<br />
d'agence plane sur tout. 85 % des fabricants aimeraient voir un<br />
changement dans le système de vente – également parce qu'ils<br />
veulent mettre fin à la bataille des remises.<br />
Deux sortes de modèles<br />
Une distinction est faite entre un vrai et un faux agent. «Si<br />
l'agent porte peu ou pas de risque financier, c'est un véritable<br />
agent», a déclaré T. Treyer. En revanche, si le risque entrepreneurial<br />
incombe à l'agent, il s'agit de ce que l›on appelle un<br />
faux agent. Et un faux agent est également soumis à un<br />
contrôle antitrust.<br />
Selon T. Treyer, les avantages pour les concessionnaires sont<br />
que l'agent reste le visage de la marque et a assuré la rentabilité<br />
car il n'a plus à payer les investissements ou les coûts<br />
des véhicules dans le showroom. Les inconvénients sont également<br />
évidents : «La liberté d'entreprendre est perdue et il y<br />
a des restrictions sur les véhicules de stockage.» Il y a aussi<br />
d'autres défis : les constructeurs veulent aussi acquérir l'activité<br />
d'occasion. Les constructeurs voient un complément<br />
d'activité dans la commercialisation de véhicules de leasing<br />
ainsi que dans le commerce de véhicules d'occasion jeunes<br />
jusqu'à 18 mois.<br />
Impact sur les relations commerciales<br />
Les sonnettes d'alarme tintent maintenant pour le lecteur attentif.<br />
Si un concessionnaire perd sa liberté d'entreprendre, ne<br />
peut-il plus décider lui-même quel est son partenaire de réparation<br />
préféré? Le constructeur pourrait-il lui indiquer dans quel<br />
atelier de carrosserie, réseau ou dans quelles conditions il peut<br />
faire réparer les véhicules accidentés et traiter les retours de<br />
leasing? En principe oui, mais uniquement avec un «vrai» agent.<br />
Le «faux» agent continue de décider (presque) tout lui-même.<br />
«En tant que véritable agent, le garagiste sera à l'avenir le<br />
prolongement du bras du constructeur respectivement de<br />
l’importateur», confirme Markus Aegerter, responsable de la<br />
représentation de la branche, l’UPSA, sur demande. «Il est<br />
récompensé pour ses efforts coûteux, mais vous pourriez lui<br />
dire avec qui il devrait travailler. Cela vaut pour le leasing, les<br />
assurances, pratiquement tout ce que le garagiste décide luimême<br />
aujourd'hui.» Cependant, il n'est pas possible de définir<br />
8 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Verband / Association<br />
AGVS-Jurist Tobias Treyer ist trotz der vielen offenen Fragen überzeugt, dass der Handel auch in Zukunft lukrativ sein wird. «Die Betriebe müssen<br />
sicher offen für Neues sein – auch für neue Marken», rät er. «Den Kontakt mit der Werkstatt und mit den Occasionen können Sie als Ihre Stärke<br />
ausspielen.»<br />
Le juriste de l'UPSA Tobias Treyer est convaincu, malgré les nombreuses questions ouvertes, que le commerce continuera d'être lucratif à l'avenir.<br />
«Les entreprises doivent certainement être ouvertes à la nouveauté – y compris aux nouvelles marques», conseille-t-il. «Vous pouvez utiliser le<br />
contact avec l'atelier et les occasions comme votre force.»<br />
der Garagist heute selbst entscheidet.» Man könne das Stand<br />
heute allerdings nicht pauschal für alle Agenten definieren:<br />
«Es kann sein, dass die einen selbst entscheiden können, anderen<br />
wird es vorgegeben. Da noch kein einziger Agenturvertrag<br />
abgeschlossen wurde, wissen wir nicht, was auf uns<br />
zukommen wird. Zurzeit verhält sich der AGVS neutral und<br />
wartet erst mal ab.»<br />
Doch wie lange noch kann man seine Hände in den Schoss<br />
legen? Nochmals Aegerter: «Je länger sich die Importeure und<br />
Hersteller damit auseinandersetzen, desto mehr wird ihnen<br />
bewusst, dass es nicht so einfach ist. Die ersten Marken, die<br />
das Agenturmodell ankündigten, haben die Einführung nach<br />
hinten geschoben, manche gar mehrmals. Teils wurden auch<br />
prophylaktisch Verträge gekündigt und die Händler wissen<br />
noch gar nicht, ob sie neu einen Agentenvertrag erhalten. Es<br />
herrscht eine grosse Unruhe und Verunsicherung. Die bisher<br />
einzige Marke mit Agenturverträgen in der Schweiz ist Smart,<br />
aber mit grösster Geheimhalteklausel. Garagen mit eigener<br />
Carrosserie könnten direkter betroffen sein.»<br />
Fazit: Bis das Agenturmodell in der Schweiz tatsächlich umgesetzt<br />
wird, wird es noch dauern. Wer Markenvertretungen als<br />
Kunden hat, soll sich von seinen Partnern regelmässig auf den<br />
neusten Stand bringen lassen – auch darüber, ob sie zu echten<br />
oder unechten Agenten werden. <br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bild: AGVS<br />
aujourd'hui le statut de tous les agents: «Il se peut que certains<br />
puissent décider par eux-mêmes, tandis que d'autres<br />
reçoivent des directives. Comme aucun contrat d'agence n'a<br />
encore été signé, nous ne savons pas ce qui nous attend. L'UP-<br />
SA se comporte actuellement de manière neutre et attend<br />
pour le moment.<br />
Mais combien de temps peut-on encore croiser les bras sans<br />
rien faire? M. Aegerter de renchérir: Plus les importateurs et<br />
les fabricants y font face, plus ils se rendent compte que ce<br />
n'est pas si facile. Les premières marques à annoncer le modèle<br />
d'agence ont repoussé l'introduction, certaines même plusieurs<br />
fois. Dans certains cas, les contrats ont également été résiliés<br />
à titre prophylactique et les concessionnaires ne savent pas<br />
encore s'ils recevront un nouveau contrat d'agent. Il y a beaucoup<br />
d'agitation et d'incertitude. Jusqu'à présent, la seule<br />
marque avec des contrats d'agence en Suisse est Smart, mais<br />
avec la plus grande clause de non-divulgation. Les garages<br />
ayant leur propre carrosserie pourraient être plus directement<br />
concernés.»<br />
Conclusion: il faudra un certain temps avant que le modèle<br />
d'agence ne soit réellement mis en œuvre en Suisse. Quiconque<br />
a des représentants de marque en tant que clients devrait demander<br />
à ses partenaires de les mettre à jour régulièrement<br />
– y compris s'ils deviennent de vrais ou de faux agents. ●<br />
Texte: Henrik Petro; images: UPSA<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>9
Fokus / En mire<br />
Neue Formen der Mobilität<br />
Neue Konzepte<br />
bleiben eine Nische<br />
Die Elektrifizierung setzt sich durch. Was andere<br />
Formen der individuellen Mobilität angeht, so<br />
finden neue Ideen zwar Fans, kommen aber<br />
gegen den Besitz des eigenen Fahrzeugs (noch)<br />
nicht an.<br />
Nouvelles formes de mobilité<br />
Nouveaux concepts:<br />
toujours une niche<br />
L'électrification gagne du terrain. En ce qui<br />
concerne les autres formes de mobilité individuelle,<br />
les nouvelles idées trouvent des adeptes,<br />
mais ne concurrencent pas (encore) la possession<br />
de son propre véhicule.<br />
Auto-Abo und Carsharing sind Konzepte, die dem Individualverkehr neue Kunden erschliessen, dem etablierten Autogewerbe aber auch bestehende<br />
Kunden abspenstig machen können. Seine Stärken kann Mobility mit bereits fast einer Viertelmillion Kunden, die sich 3000 Autos teilen,<br />
besonders in der Stadt ausspielen.<br />
Les abonnements automobiles et l'autopartage sont des concepts qui ouvrent de nouveaux clients au transport individuel, mais peuvent également<br />
éloigner les clients existants du commerce automobile établi. Avec près d'un quart de million de clients qui se partagent 3000 voitures, Mobility<br />
peut exploiter ses atouts, notamment en ville.<br />
In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres kamen<br />
laut auto-schweiz 33 635 neue Personenwagen auf unsere<br />
Strassen. 17 850 davon – mehr als die Hälfte – verfügen über<br />
einen alternativen Antrieb. «Die Marktanteile der Elektroautos<br />
und Hybride konnten weiter zulegen», konstatiert autoschweiz-Mediensprecher<br />
Christoph Wolnik. «Dass die Elektrifizierung<br />
in der Schweiz schneller verläuft als erwartet, und<br />
das bei fast komplett fehlender Förderung, liegt an der Schweizer<br />
Kaufkraft.»<br />
Der eigentliche Spass ist aber vorbei<br />
Am 15. Oktober 2<strong>02</strong>2 waren in der Schweiz 5 578 785 Motorwagen<br />
registriert (Quelle: strasseschweiz.ch). Das sind rund 950 000<br />
mehr als noch vor zwölf Jahren, nämlich 4 630 500 Motorwagen,<br />
Selon auto-suisse, 33 635 voitures particulières neuves ont<br />
pris la route au cours des 2 premiers mois de l'année en cours.<br />
17 850 d'entre elles – plus de la moitié – ont un entraînement<br />
alternatif. «Les parts de marché des voitures électriques et<br />
hybrides ont continué d'augmenter», déclare Christoph Wolnik,<br />
porte-parole d'auto-suisse. «Le fait que l'électrification en<br />
Suisse progresse plus rapidement que prévu, et avec presque<br />
aucun financement, est dû au pouvoir d'achat.»<br />
Mais le véritable plaisir est terminé<br />
Au 15 octobre 2<strong>02</strong>2, 5 578 785 véhicules à moteur étaient immatriculés<br />
en Suisse (source : routesuisse.ch), environ 950 000<br />
de plus qu'il y a 12 ans, soit 4 630 500 véhicules au 30 septembre<br />
2010. Ch. Wolnik confirme que les voitures suisses<br />
10 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Fokus / En mire<br />
Stand 30. September 2010. Wolnik bestätigt, dass die Schweizer<br />
Autos älter werden: «Das Durchschnittsalter liegt bei über zehn<br />
Jahren.» Immer mehr Autos bedeuten aber auch immer mehr<br />
Verkehr. Von 2005 bis 2<strong>02</strong>1 verdreifachten sich die Staustunden<br />
auf den Nationalstrassen von 10 975 auf 32 481 Stunden. Und in<br />
den Städten ist es mit dem Abbau von Parkplätzen und der grossflächigen<br />
Einführung von Tempo 30 nicht besser.<br />
Martin Kyburz produziert im zürcherischen Freienstein die<br />
dreirädrigen, elektrisch angetriebenen DXP-Roller, mit denen<br />
die Schweizer Post seit neun Jahren emissionsfrei und leise<br />
Briefe verteilt. «Die grosse individuelle Freiheit, wie wir sie<br />
kannten, wird immer mehr beschnitten. Daher verliert das normale<br />
Auto den Charakter als Prestigeobjekt, es wird zum normalen<br />
Gebrauchsgegenstand. Die heutigen Jugendlichen setzen<br />
sich nicht mehr mit dem Autofahren auseinander. Es wird<br />
aber immer wirklich Angefressene geben, die Fahren als Hobby<br />
und Sportart betreiben und zelebrieren werden mit speziell<br />
dafür vorgesehenen Autos.» Genau für diese Zielgruppe entwickelte<br />
Kyburz den eRod, einen puristischen, strassenzugelassenen<br />
Sportwagen mit Elektroantrieb. Der 45-kW-Motor<br />
beschleunigt den 600-kg-Roadster mit 140 Nm bis auf Tempo<br />
120, die Reichweite liegt bei über 200 km.<br />
Noch bleibt das klassische eigene Automobil das Mass der<br />
Dinge, und das noch viele Jahre. Parallel dazu entstanden und<br />
entstehen aber neue Mobilitätskonzepte.<br />
Carsharing und Auto im Abo<br />
Carsharing-Marktführer in der Schweiz ist die 1997 gegründete<br />
Genossenschaft Mobility mit heute mehr als 240 000 Kundinnen<br />
und Kunden, 3000 Fahrzeugen (davon zehn Prozent<br />
Elektroautos) und einem Jahresumsatz von 80 Mio. Franken.<br />
Bei Mobility reserviert man sein gewünschtes Fahrzeug über<br />
eine App und bezahlt pro Zeit und Kilometer.<br />
Der bekannteste Schweizer Auto-Abo-Anbieter ist Carvolution.<br />
Der Kunde bestellt einen Neuwagen und mietet ihn über eine<br />
vorgängig festgelegte Zeitspanne, die wiederum die Höhe des<br />
Abotarifs mitbestimmt. Das Auto-Abo entspricht sozusagen<br />
einem Voll-Leasing ohne hohe erste Leasingrate, bei dem ausser<br />
dem Tanken alles inbegriffen ist, also Versicherung (Vollkasko<br />
und Haftpflicht), Zulassung im Wohnkanton, Steuern,<br />
Erstvignette, Bereifung, Reifenwechsel und -lagerung, Service<br />
und Wartung. Ein weiterer Vorteil ist die gegenüber dem klassischen<br />
Leasing höhere Flexibilität, zum Beispiel beim Wechsel<br />
auf ein anderes Modell.<br />
Am <strong>Carrossier</strong> vorbei<br />
In beiden Fällen entscheidet nicht der Fahrer, wo das Fahrzeug<br />
repariert wird, sondern der Besitzer – also Mobility respektive<br />
Carvolution. Ist ein Carrosseriebetrieb nicht Teil eines Partnernetzwerks<br />
dieser Flottenbetreiber, geht dieses Geschäft an ihm<br />
vorbei. Im Falle von Mobility ist es verschmerzbar, weil deren<br />
Kunden nur gelegentlich ein Auto benötigen und sich bewusst<br />
keines anschaffen möchten, also auch sonst nicht zu seinen<br />
Kunden gehören würden. Und die Flotte von 3000 Fahrzeugen<br />
macht nicht einmal ein Promille des Schweizer Wagenparks aus.<br />
Beim Auto-Abo verhält es sich etwas anders: Diese Kunden<br />
möchten ein Fahrzeug haben, das ihnen rund um die Uhr exklusiv<br />
zur Verfügung steht. Aus diesem Grund passt ihnen dieses<br />
Modell besser, als ein Auto zu kaufen oder zu leasen. Das<br />
sind Kunden, die man sonst vielleicht hätte haben können –<br />
oder sogar gehabt hat. Doch wie gross ist dieser Markt überhaupt?<br />
«Was wir nicht ausweisen können, sind Auto-Abos»,<br />
vieillissent: «L'âge moyen est supérieur à 10 ans. Cependant,<br />
de plus en plus de voitures signifie aussi de plus en plus de<br />
trafic. Entre 2005 et 2<strong>02</strong>1, les heures d'embouteillages sur les<br />
routes nationales ont triplé passant de 10 975 à 32 481 h. Et<br />
dans les villes ce n'est pas mieux avec la réduction des places<br />
de stationnement et l'introduction à grande échelle du 30 km/h.<br />
Martin Kyburz produit les scooters électriques DXP à 3 roues<br />
à Freienstein ZH, que la Poste Suisse utilise depuis 9 ans pour<br />
distribuer les lettres silencieusement et sans émission. «La<br />
grande liberté individuelle telle que nous la connaissons est<br />
de plus en plus restreinte. Dès lors, la voiture normale perd<br />
son caractère d'objet de prestige et devient une marchandise<br />
normale. Les jeunes ne s'occupent plus de conduire une voiture.<br />
Mais il y aura toujours des gens vraiment obsédés par la<br />
conduite comme loisir et sport et qui le célébreront avec des<br />
voitures spécialement conçues à cet effet.» C'est précisément<br />
pour ce groupe cible que M. Kyburz a développé l'eRod, une<br />
voiture de sport puriste et homologuée route à propulsion électrique.<br />
Le moteur de 45 kW accélère le roadster de 600 kg avec<br />
140 Nm jusqu'à 120 km/h, l'autonomie est de plus de 200 km.<br />
L'automobile particulière classique reste la mesure de toutes<br />
choses et le restera de nombreuses années encore. Cependant,<br />
de nouveaux concepts de mobilité ont émergé et émergent.<br />
Covoiturage et abonnement voiture<br />
Le leader du marché de l'autopartage en Suisse est la coopérative<br />
Mobility, fondée en 1997, avec plus de 240 000 clients,<br />
3000 véhicules (dont 10 % de voitures électriques) et un chiffre<br />
d'affaires annuel de 80 millions de francs. Avec Mobility, on<br />
réserve le véhicule de son choix via une application et paie au<br />
temps et au kilomètre.<br />
Le fournisseur suisse d'abonnements automobiles le plus<br />
connu est Carvolution. Le client commande une nouvelle voiture<br />
et la loue pour une durée prédéterminée, qui détermine le<br />
montant du tarif. L'abonnement automobile correspond en<br />
quelque sorte à un leasing complet sans taux de 1 er leasing<br />
élevé, tout inclus hormis le carburant, c-à-d les assurances<br />
(tous risques et responsabilité civile), l'immatriculation dans le<br />
canton de domicile, les taxes, la vignette initiale, pneus, changement<br />
et stockage des pneus, service et entretien. Un autre<br />
avantage est la plus grande flexibilité par rapport à la location<br />
classique, par exemple lors du changement de modèle.<br />
Au nez et à la barbe du carrossier<br />
Dans les 2 cas, ce n'est pas le conducteur qui décide où le<br />
véhicule est réparé, mais le propriétaire – Mobility ou Carvolution.<br />
Si un carrossier ne fait pas partie du réseau de partenaires<br />
de ces exploitants de flottes, il fait chou blanc. Dans le<br />
cas de Mobility, c'est supportable, car leurs clients n'ont qu'occasionnellement<br />
besoin d'une voiture et ne veulent délibérément<br />
pas en acheter une, de sorte qu'ils ne seraient pas parmi<br />
leurs clients autrement. Et la flotte de 3000 véhicules ne représente<br />
même pas un pour mille du parc automobile suisse.<br />
L'abonnement voiture est un peu différent: ces clients veulent<br />
un véhicule exclusivement disponible 24h/24. Pour des raisons,<br />
ce modèle leur convient mieux que l'achat ou la location<br />
d'une voiture. Ce sont des clients qu’on aurait pu avoir autrement<br />
– ou même eu. Mais quelle est la taille réelle de ce marché?<br />
«Ce que nous ne pouvons pas identifier, ce sont les abonnements<br />
auto», déclare Christoph Wolnik d'auto-suisse et<br />
poursuit d'un œil critique: «Louer au lieu de posséder est certainement<br />
attrayant, mais ne résout pas un problème fonda-<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>11
Fokus / En mire<br />
Coup d’œil sous la coque<br />
A 500 kg, le Microlino est un biplace<br />
électrique de classe L7E. Son moteur<br />
électrique développe 12,5 kW,<br />
accélère jusqu'à 90 km/h avec un<br />
maximum de 89 Nm et a une autonomie<br />
allant jusqu'à 230 km avec la<br />
plus grande batterie de 14 kWh. Le<br />
groupe cible est constitué de personnes<br />
qui souhaitent se déplacer et<br />
faire leurs courses dans leur propre<br />
voiture électrique, mais pas dans un<br />
SUV de 2,5 t. Même les propriétaires<br />
de petites entreprises comme les<br />
architectes sont impressionnés par<br />
le Microlino et utilisent le design accrocheur<br />
comme espace publicitaire<br />
pour eux-mêmes.<br />
La carrosserie autoportante est<br />
constituée de pièces embouties en<br />
acier et en alu – une première dans<br />
cette catégorie, car cette structure<br />
n'a jusqu'à présent été utilisée que<br />
dans la «vraie construction automobile».<br />
«Notre partenaire d'assurance<br />
Allianz préfère diriger les véhicules<br />
accidentés vers les agents ou vers<br />
les carrossiers Amag, aussi responwinkt<br />
Christoph Wolnik von auto-schweiz ab und fährt kritisch<br />
fort: «Mieten statt Besitzen ist sicher attraktiv. Doch das löst<br />
ein grundsätzliches Problem nicht. In den Städten haben mehr<br />
als die Hälfte aller Haushalte kein Auto. Sie möchten zwar mobil<br />
sein, es fehlt aber an Abstellplätzen und Ladeinfrastruktur.»<br />
Daran ändere auch ein Auto-Abo nichts.<br />
Die Carsharing-Genossenschaft Mobility hingegen hat für ihre<br />
Autos fest gemietete Parkplätze, was einen grossen Vorteil<br />
darstellt – auch bezüglich Elektromobilität. Denn 93 Prozent<br />
der bisherigen Käufer eines Elektroautos haben laut Wolnik die<br />
Möglichkeit, zu Hause zu laden. Wer also keinen festen Parkoder<br />
Tiefgaragenplatz mit Stromanschluss hat, ist beim Umstieg<br />
auf E-Mobilität benachteiligt, auch mit Auto-Abo, nicht aber beim<br />
Carsharing mit festen Parkplätzen mit Ladeinfrastruktur.<br />
Micromobilität kann viel, aber nicht alles<br />
2016 sorgte der am Genfer Autosalon ausgestellte Microlino<br />
des Schweizer Scooter-Herstellers Micro für Aufsehen. Aus<br />
dem Versuchsballon ist nach hindernisreichen Jahren ein Serienprodukt<br />
geworden, das in der Nähe von Turin gefertigt wird.<br />
Der Microlino soll vor allem online angeboten werden. Für<br />
Probefahrten und Auslieferungen hat die Micro Mobility Systems<br />
AG mit zurzeit drei Amag-Standorten einen Agenturvertrag<br />
abgeschlossen, wie Merlin Ouboter, Geschäftsleitungsmitglied<br />
und zuständig für Marketing und Vertriebsaufbau,<br />
erklärt: «Die Agenten stellen unsere Fahrzeuge im Showroom<br />
aus, wickeln Testfahrten ab und erhalten pro ausgeliefertes<br />
Fahrzeug eine Pauschalentschädigung.» Für eine kleine Marke<br />
sei dies die beste Lösung, auch um einen Fixpreis durchsetzen<br />
zu können. «Dieses Jahr werden wir rund 4500 Fahrzeuge<br />
produzieren, knapp 1000 davon für die Schweiz», so Ouboter<br />
weiter. «Nächstes Jahr hoffen wir, in weiteren Märkten starten<br />
und die Produktion auf 10 000 steigern zu können.»<br />
mental. En ville, plus de la moitié des ménages n'ont pas de<br />
voiture. Ils veulent être mobiles, mais on manque de places de<br />
parking et d'infrastructures de recharge.» Un abonnement<br />
voiture n'y changera rien.<br />
La coopérative d'autopartage Mobility, quant à elle, a loué des<br />
places de stationnement pour ses voitures, ce qui constitue<br />
un avantage majeur – également en matière d'électromobilité.<br />
Selon Ch. Wolnik, 93 % des acheteurs précédents d'une voiture<br />
électrique ont la possibilité de recharger à domicile. Quiconque<br />
ne dispose pas d'un parking fixe ou d'une place de<br />
parking souterrain avec raccordement électrique est désavantagé<br />
lors du passage à l'e-mobilité, même avec un abonnement<br />
voiture, mais pas avec l'autopartage avec des places<br />
de parking fixes avec une infrastructure de recharge.<br />
La micromobilité peut faire beaucoup, mais pas tout<br />
En 2016, le Mircolino du constructeur suisse de scooters Micro,<br />
qui était exposé au Salon de l'automobile de Genève, avait<br />
fait sensation. Après quelques années difficiles, le ballon test<br />
est devenu un produit de série fabriqué près de Turin. Le Microlino<br />
sera principalement proposé en ligne. Pour les essais<br />
routiers et les livraisons, Micro Mobility Systems AG a actuellement<br />
conclu un contrat d'agence avec trois sites Amag,<br />
comme l'explique Merlin Ouboter, membre de la direction et<br />
responsable du marketing et du développement des ventes:<br />
«Les agents présentent nos véhicules dans le showroom, organisent<br />
les essais routiers et obtiennent une indemnité forfaitaire<br />
pour chaque véhicule délivré.» Pour une petite marque,<br />
c'est la meilleure solution, aussi pour pouvoir faire respecter<br />
un prix fixe. «Cette année, nous produirons environ 5 000 véhicules<br />
et les mettrons en circulation en Suisse», a poursuivi<br />
M. Ouboter. «L'année prochaine, nous espérons commencer<br />
sur plus de marchés et augmenter la production à 10 000.»<br />
Der Microlino ist mehr als nur ein Kleinwagen. Der Gedanke dahinter ist, für tägliche Fahrten im<br />
urbanen Verkehr Ressourcen, Gewicht und Fläche zu sparen. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern<br />
auch praktischer. Er ersetzt aber nicht das Langstreckenauto.<br />
Le Microlino est plus qu'une simple petite voiture. L'idée sous-jacente est d'économiser des ressources,<br />
du poids et de l'espace pour les trajets quotidiens en circulation urbaine. C'est non seulement<br />
plus durable, mais aussi plus pratique. Mais il ne remplace pas la voiture longue distance.<br />
12 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Fokus / En mire<br />
Blick unter die Aussenhaut<br />
Der weniger als 500 kg wiegende<br />
Microlino ist ein elektrisch angetriebener<br />
Zweisitzer der Klasse L7E. Sein<br />
E-Motor leistet 12,5 kW, beschleunigt<br />
mit max. 89 Nm bis auf 90 km/h und<br />
fährt mit der grösseren 14-kWh-Batterie<br />
bis 230 km weit. Zielgruppe sind<br />
Menschen, die im eigenen E-Auto pendeln<br />
und einkaufen möchten, aber keine<br />
Lust haben, dies mit einem 2,5-Tonnen-SUV<br />
zu tun. Auch Kleinunternehmer<br />
wie Architekten seien vom Microlino<br />
angetan und nutzen das auffällige<br />
Design als Werbefläche für sich selbst.<br />
Die selbsttragende Carrosserie besteht<br />
aus gepressten Stahl- und Aluminiumteilen<br />
– laut Hersteller eine Premiere in<br />
dieser Kategorie, da diese Struktur bisher<br />
nur im «echten Automobilbau» verwendet<br />
werde. «Unser Versicherungspartner<br />
Allianz steuert Unfallfahrzeuge<br />
bevorzugt zu den Agenten, bzw. in die<br />
Amag-Carrosserien, die auch für Garantiefälle<br />
zuständig sind», erklärt Ouboter.<br />
«Die Türe ist aus Stahl, bei einem vorderen<br />
Parkschaden reicht es aber meistens, den Kunststoffstossfänger<br />
zu reparieren oder ersetzen. Die Seitenteile sind aus Aluminium,<br />
was die Reparatur etwas komplexer macht. Am Heck<br />
findet sich wieder Plastik.»<br />
Von Träumen der anderen zur eigenen Kreativität<br />
«Premiumhersteller verkaufen weiterhin Träume und Prestige,<br />
und das ist immer noch wichtig», erklärt Ouboter. «Ich sehe aber<br />
an meiner Generation, dass es an Bedeutung verliert. Es wird<br />
noch einige Jahre dauern, aber wir sind überzeugt, dass Menschen<br />
künftig das Fahrzeug besitzen werden, das sie jeden Tag<br />
brauchen, und dass dieses nicht mehr so gross ist. Für Ferienreisen<br />
oder weit entfernte Familienbesuche mieten oder teilen<br />
sie dann ein grösseres Auto. Denn wer rechnet, weiss, dass,<br />
wenn man die Langstrecke nicht ausnutzt, sich der Besitz eines<br />
grossen Fahrzeugs gar nicht lohnt.» Das bedeutet für den Unternehmer<br />
als Mobilitätsdienstleister, dass er genau für diese<br />
Kunden, mit denen er bestenfalls bereits eine Geschäftsbeziehung<br />
führt, zum Beispiel die Ersatzwagenflotte auch zum Mieten<br />
anbieten könnte.<br />
Auch Martin Kyburz sieht für Carrosseriebetriebe Chancen im<br />
sich ändernden Mobilitätsverhalten: «Als kleines Unternehmen<br />
kann man viel flexibler sein und seine Kreativität viel besser einsetzen.<br />
Die Chancen in Veränderungen erkennen zu können benötigt<br />
aber Zeit. Man muss sich zurücklehnen und in sich gehen<br />
können und sich fragen: Was interessiert mich wirklich? Wenn<br />
man das als Unternehmer herausfindet, wird automatisch dort<br />
so viel Konzentration und Energie frei, sodass sich etwas Neues<br />
ergibt. Wichtig dabei ist, dass die Dienstleistung, die ich erschaffe,<br />
dem anderen mehr Geld wert sein muss, als sie mich kostet.»<br />
Der eRod von Kyburz Switzerland ist ein absolutes Sport- und Spassmobil zum Ausgleich für das<br />
inzwischen langweilig gewordene Fahren in Staus und 30er-Zonen.<br />
L'eRod de Kyburz Suisse est un véhicule sportif et amusant absolu pour compenser la conduite dans<br />
les embouteillages et les zones de 30 zones, qui est devenue ennuyeuse entre-temps.<br />
sables des cas de garantie», explique M. Ouboter. «La porte est<br />
en acier, mais en cas de dommage de stationnement avant, il<br />
suffit généralement de réparer ou de remplacer le pare-chocs<br />
en plastique. Les panneaux latéraux en alu rendent la réparation<br />
un peu plus complexe. A l'arrière, il y a encore du plastique.<br />
Des rêves des autres à votre propre créativité<br />
«Les fabricants haut de gamme continuent de vendre du rêve<br />
et du prestige, et ça reste important», dit Ouboter. «Mais je vois<br />
d'après ma génération queça perd de l'importance. Ça prendra<br />
encore quelques années, mais nous sommes convaincus que<br />
demain les gens auront le véhicule dont ils ont besoin au quotidien,<br />
et plus aussi grand. Et loueront ou partageront une voiture<br />
plus grande pour les vacances ou les visites familiales<br />
lointaines. Parce que si on faut le calcul, on sait que sans recours<br />
à la longue distance, posséder un gros véhicule n'en vaut<br />
pas la peine.» Pour l'entrepreneur fournisseur de services de<br />
mobilité, ça signifie qu'il pourrait, par ex., proposer aussi la<br />
flotte de véhicules de remplacement à la location juste pour<br />
ces clients ayant déjà une relation commerciale.<br />
M. Kyburz voit aussi des opportunités pour les carrosseries<br />
dans l'évolution des comportements: «Petite entreprise, on peut<br />
être bien plus flexible et utiliser sa créativité beaucoup mieux.<br />
Mais il faut du temps pour reconnaître les opportunités de changement.<br />
Il faut être capable de s’asseoir et d'entrer en soi-même<br />
et de se demander: Qu'est-ce qui m'intéresse vraiment? Lorsqu’on<br />
découvre cela en tant qu'entrepreneur, tant de concentration<br />
et d'énergie sont automatiquement libérées que quelque<br />
chose de nouveau émerge. L'important est que le service que<br />
je crée vaille plus pour l'autre qu'il ne me coûte.»<br />
kyburz-switzerland.ch<br />
microlino-car.com<br />
mobility.ch<br />
carvolution.com<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Mobility, Kyburz, Micro<br />
kyburz-switzerland.ch<br />
microlino-car.com<br />
mobility.ch<br />
carvolution.com<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; images: Mobility, Kyburz, Micro<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>13
Publireportage / Publireportage<br />
GCS Schweiz AG<br />
Es ist alles vorhanden – Sie müssen es<br />
einfach nur noch nutzen!<br />
Wie sagte Albert Einstein? «Die Fragen können die gleichen sein, aber die Antworten verändern sich!» Wir<br />
sind der Meinung, die Fragen sind die gleichen und die Antwort ist immer «Ja»!<br />
Vier wichtige Fragen, die sich jeder <strong>Carrossier</strong> stellen muss, und viermal ist die Antwort «Ja».<br />
– Hat jede Carrosserie für ihre Kunden ein Onlineportal? – Ja<br />
– Hat jede Carrosserie ein Online-Terminbuchungssystem? – Ja<br />
– Gibt es ein digitales Standard-Datenformat, um Daten<br />
zwischen unterschiedlichen Systemen end-to-end<br />
auszutauschen? – Ja<br />
– Kann jede Software auf diese Lösung zugreifen? – Ja<br />
Wichtige Erkenntnis für jeden <strong>Carrossier</strong><br />
Es ist an der Zeit, zu verstehen, dass nicht nur die Schadensteurer<br />
und Auftraggeber Onlineportale haben oder nur EC2- oder<br />
E-Service-Daten vom Reparateur zum Auftraggeber digital ausgetauscht<br />
werden können. Nein, jeder <strong>Carrossier</strong> hat eine eigene<br />
Plattform/ein eigenes Daten-Gateway und kann seinen Kunden<br />
digitalen Datenaustausch auf höchstem Niveau anbieten.<br />
Schluss mit E-Mails von Versicherern mit der Aufforderung<br />
«Bitte machen Sie mit dem Kunden einen Besichtigungstermin<br />
aus». Die Antwort des <strong>Carrossier</strong>s an den Schadensteurer<br />
lautet: «Wenn Sie unser Terminbuchungssystem nutzen, können<br />
Sie gleich den Termin buchen.»<br />
Das sind die Fakten und so sieht die Lösung aus<br />
carrepnet.ch ist seit drei Jahren online und die Services wurden<br />
laufend ausgebaut mit dem Ergebnis, dass jeder <strong>Carrossier</strong>,<br />
unabhängig davon, welche Software er einsetzt, auf das Terminbuchungsportal<br />
repbooking.carrepnet.ch zugreifen, seine<br />
CI hinterlegen und seinen Kunden ermöglichen kann, freie Termine<br />
direkt bei ihm zu buchen. Ein Beispiel, wie das auch Netzwerke<br />
sinnvoll für ihre Mitglieder nutzen, zeigt car4rep.ch, das<br />
diese Technologie für seine Partnerbetriebe einsetzt.<br />
Versenden Sie ganze Reparaturdossiers mit einem Mausklick<br />
und Ihr Kunde bekommt eine E-Mail mit der Nachricht «Sehen<br />
Sie sich Ihren Kostenvoranschlag in unserem Online-Kundencenter<br />
cardata an und erteilen Sie uns die Reparaturfreigabe …»<br />
oder «In Ihrem Online-Kundencenter cardata finden Sie die<br />
Rechnung und alle Angaben zur Reparatur Ihres Fahrzeugs …».<br />
cardata, das Onlineportal von carrepnet.ch, steht jeder Carrosserie<br />
zur Verfügung. Ihr Softwarehersteller kann jederzeit den<br />
offenen Datenstandard DRA 2.0 kostenlos beziehen und umsetzen<br />
und Sie sind digital vernetzt. GCS Schweiz AG ist der<br />
erste DMS/BMS-Hersteller, der carrepnet.ch-Technologien zu<br />
100 Prozent integriert hat und auf den Standard DRA 2.0 setzt.<br />
Stellen Sie sich vor, wie viel Zeit Sie sparen, wenn Sie mit einem<br />
Mausklick die Daten an cardata by carrepnet.ch übermitteln<br />
und gleich mehrere Beteiligte davon profitieren.<br />
Ein Beispiel aus der Praxis: Sie übermitteln die Rechnung an<br />
cardata, die jetzt via JAROWA an den Flottenkunden Post Company<br />
Cars AG weitergeleitet wird. In seinem Account kann der<br />
Kunde das gesamte Dossier einsehen. Und wenn Sie clearcarrep-Partner<br />
sind, werden die Statistikdaten auch gleich an<br />
clearcarrep übermittelt. Sie haben also mit einem Mausklick<br />
drei Parteien glücklich gemacht!<br />
Seien Sie digital, nutzen Sie diese Services und steigern Sie<br />
Ihre Effizienz.<br />
Ihr Reto Dellenbach, CEO GCS Schweiz AG<br />
●<br />
Kommunika zum Markt DRA 2.0<br />
Weitere Infos unter:<br />
www.carrepnet.ch<br />
digital.gcsag.ch<br />
Carrosserie<br />
Audatex<br />
DMS<br />
(GCS)<br />
CML<br />
Cardata Manager<br />
Light<br />
Flotten-<br />
Manager<br />
z.B. Jarowa, AXA-<br />
MobServ., HGC etc.<br />
Flottenbesitzer<br />
z.B. Alphabet, Arval<br />
Importeure<br />
z.B. Volvo, Ford,<br />
Renault, BMW, etc.<br />
Abo-Firmen<br />
z.B. Carify,<br />
Carvolution, etc.<br />
i-Dat<br />
Service / Rep.<br />
DMS (GCS)<br />
• Imaweb eger<br />
• AIDA (AMAG)<br />
• Webcare (ACS)<br />
• Carross<br />
• AutoInforma<br />
• A3<br />
• etc.<br />
Eurotax<br />
Weitere<br />
BMS-<br />
Anbieter<br />
B2C – Fzg-<br />
Halter<br />
Cardata<br />
CRN Gateway<br />
Reparatur-<br />
Netzwerke<br />
Teilelieferanten<br />
Versicherungen<br />
• Basler<br />
• Zürich<br />
• AXA<br />
• Allianz<br />
• Helvetia<br />
• Generali<br />
• Vaudoise<br />
• Post Finance<br />
• Dextra<br />
• Elvia<br />
• Smile<br />
Realisiert, produk im Einsatz<br />
• Repanet / car4rep /<br />
caravan4rep<br />
• Carrosserie suisse<br />
• Clearcarrep<br />
• cardossier<br />
• OEM, IAM<br />
Die Branche vernetzt sich – der <strong>Carrossier</strong> spricht digital.<br />
14 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse nordwestschweiz<br />
Heiteres Treffen auf<br />
Baselbieter Weingut<br />
Am 22. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong> ging es auf das biodynamische<br />
Weingut Klus 177 in Aesch zur 103. GV. Die Stimmberechtigten<br />
genossen bei Genehmigung aller zur<br />
Abstimmung stehenden Traktanden das Zusammensein<br />
unter Kollegen.<br />
Harmonisch im Gesamteindruck und mit viel Genuss im Abgang:<br />
Diese Charaktereigenschaften eines Weins könnte auch die<br />
diesjährige Generalversammlung von carrosserie suisse nordwestschweiz<br />
beschreiben. Die Führung unter Präsident Erwin<br />
Leu empfing die Mitglieder, Stimmberechtigten und Sponsoren<br />
der Veranstaltung in der Klus 177 in Aesch BL zur Besprechung<br />
der anstehenden Traktanden. Die Zusammenkunft wurde durch<br />
eine in zwei Gruppen gestaffelte Besichtigung des Weingutes<br />
mit anschliessendem Apéro eingeläutet. Eine schöne Gelegenheit,<br />
das Netzwerk zu pflegen, betonte Erwin Leu: «An der<br />
eigentlichen GV sitzt man meist mit einer kleinen Auswahl von<br />
Anwesenden am Tisch. Solche Programmerweiterungen ermöglichen<br />
es, sich mit weiteren Kollegen auszutauschen.»<br />
GV zentral für aktives Mitwirken<br />
Die ordentliche GV unter Anwesenheit von carrosserie-suisse-Zentralpräsident<br />
Felix Wyss und Direktor Daniel Röschli<br />
eröffnete der Sektionspräsident mit Dank an die Sponsoren. Die<br />
anwesenden 14 Stimmberechtigten gaben sämtlichen Angelegenheiten<br />
grünes Licht, inklusive Jahresrechnung 2<strong>02</strong>2.<br />
Es sei eine wichtige Möglichkeit, durch die Teilnahme aktiv am Sektionsgeschehen<br />
mitzuwirken, gab Antonio Donadei, Geschäftsführer<br />
der Auto Margarethen AG und Vorstandsmitglied der Sektion<br />
seit 2<strong>02</strong>2, im Gespräch zu verstehen: «Hier erfahre ich die aktuellen<br />
Angelegenheiten, die unsere Branche und die Sektion beschäftigen,<br />
die Teilnahme an der GV ist ein echter Mehrwert. Dazu bin<br />
ich der Meinung, dass man seine Meinung äussern muss, falls<br />
etwas auf dem Herzen liegt.» Während die letzten Traktanden<br />
behandelt wurden, traf<br />
das Küchenteam des<br />
Weinguts die letzten<br />
Vorbereitungen bei den<br />
Speisen und Getränke<br />
für das anschliessende<br />
Abendessen. Die knapp<br />
60 Anwesenden verblieben<br />
zum Ausklang<br />
des Abends bei feiner<br />
Kulinarik in anregenden<br />
Gesprächen. ●<br />
Text, Bild:<br />
Samuel Knecht<br />
carrosserie suisse du nord-ouest<br />
Joyeuse réunion<br />
viticole bâloise<br />
Le 22 mars <strong>2<strong>02</strong>3</strong> s’est déroulée la réunion à la<br />
cave biodynamique Klus 177 à Aesch pour la 103 e<br />
AG. Les personnes habilitées à voter ont apprécié<br />
d'être avec leurs collègues, approuvant tous les<br />
points de l'ordre du jour.<br />
Harmonieux dans l'impression d'ensemble et avec beaucoup<br />
de plaisir en bouche: ces caractéristiques d'un vin pourraient<br />
également être utilisées pour décrire l'assemblée générale de<br />
cette année de la section carrosserie suisse du nord-ouest de<br />
la Suisse. Sous la férule du Président Erwin Leu, la direction a<br />
reçu les membres, les électeurs et les sponsors de l'événement<br />
au Klus 177 à Aesch BL pour discuter des prochains points de<br />
l'ordre du jour. La rencontre a été précédée d'une visite de la<br />
cave en deux groupes, suivie d'un apéritif. Une belle opportunité<br />
pour cultiver le réseau, souligne Erwin Leu: «Lors de l'AG<br />
proprement dite, on s'assoit généralement à table avec une<br />
petite sélection de personnes. De telles extensions de programme<br />
permettent d'échanger des idées avec d'autres.»<br />
L’AG est centrale pour une participation active<br />
Le Président de la section a ouvert l'AG ordinaire en présence<br />
du Président central de carrosserie suisse Felix Wyss et du<br />
Directeur Daniel Röschli en remerciant les sponsors. Les 14<br />
électeurs présents ont donné leur feu vert à toutes les points,<br />
y compris les comptes annuels 2<strong>02</strong>2.<br />
Antonio Donadei, Directeur d'Auto Margarethen SA et membre<br />
du Conseil d'administration de la section depuis 2<strong>02</strong>2, a expliqué<br />
qu'il s'agit d'une opportunité importante de participer activement<br />
à ce qui se passe dans la section: «Ici, je me renseigne<br />
sur les problèmes actuels concernant notre branche et la section,<br />
la participation à l'AG est une vraie valeur ajoutée. Je pense<br />
qu’on doit dire ce qu’on pense si quelque chose préoccupe.»<br />
Pendant que les derniers points de l'ordre du jour étaient<br />
discutés, l'équipe de<br />
cuisine du cellier a fait<br />
les derniers préparatifs<br />
pour la nourriture<br />
et les boissons pour le<br />
repas du soir qui a suivi.<br />
En fin de soirée, les<br />
près de 60 participants<br />
se sont plongés dans<br />
des conversations stimulantes<br />
autour de la<br />
fine cuisine. ●<br />
Texte et images:<br />
Samuel Knecht<br />
Auf Besichtigungsrundgang<br />
mit Erwin Leu<br />
(ganz links).<br />
Lors d'une visite guidée<br />
avec Erwin Leu (à<br />
l'extrême gauche)<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>15
Sektionen / Sections<br />
Vorstellung carrosserie suisse waadt<br />
Austausch zwischen<br />
Profis und Insidern<br />
Ab sofort stellen wir in jeder Ausgabe zwei<br />
Sektionen genauer vor. Auf dieser Seite: Waadt.<br />
Region/Kantone: Kanton Waadt<br />
Mitglieder: 72<br />
Gründungsjahr: 1937<br />
Präsidentin: Hélène Bra<br />
Sekretariat/Administration: Véronique Lo Russo<br />
E-Mail Sekretariat: vaud@carrosseriesuisse.ch<br />
Geschäftsstelle: Secrétariat au Centre de Formation des<br />
<strong>Carrossier</strong>s vaudois (CFCV), 1510 Moudon<br />
ÜK-Center: CFCV, Moudon<br />
Lernende: 218<br />
Berufsschule: EPSIC, Lausanne<br />
Meisterschaftsregion: Suisse romande (Region 1)<br />
Regelmässige Aktivitäten – verbandsseitig<br />
– Frühjahr-Generalversammlung, an der die Bilanz vorgelegt<br />
und wichtige Entscheidungen getroffen werden<br />
– Herbst-Generalversammlung, zu der das gesamte<br />
profes sionelle Netzwerk in grossem Umfang eingeladen<br />
wird<br />
– Jährliche Netzwerkveranstaltung zum Austausch zwischen<br />
Mitgliedern, Sponsoren und Versicherungen<br />
– Tag der offenen Tür für Weiterbildungskurse<br />
Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein<br />
Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.<br />
Se réunir est un début, rester ensemble est un progrès,<br />
travailler ensemble est la réussite.<br />
– Henry Ford<br />
Regelmässige Aktivitäten – ausbildungsseitig<br />
– Die ÜK, die Lernende während des Schuljahres absolvieren,<br />
werden in zwei Modulen geplant, damit die Lehrkräfte<br />
die Praxis besser im Blick behalten.<br />
– Klassenabende zum Schuljahresbeginn für Lernende<br />
im 1. Lehrjahr, ihre gesetzlichen Vertreter, Ausbildner,<br />
Lehrer, Lehrlingsbeauftragte, Lehrlingsbetreuer und<br />
die EPSIC.<br />
– QV-Abschlussfeier mit den Absolventen, Ausbildern,<br />
gesetzlichen Vertretern, Lehrern, Beauftragten,<br />
Ausbildungspartnern inkl. Kanton, Sponsoren, Experten,<br />
Sektionsausschuss und potenziellen künftigen<br />
Arbeitgebern.<br />
– Aktive Teilnahme am Salon des Métiers in Lausanne.<br />
– In den Sommerferien werden mit Ferienpässen<br />
die Jüngsten auf die Carrosserieberufe aufmerksam<br />
gemacht.<br />
– Seifenkistenprojekt mit FVE und GIM (gim.ch)<br />
als Partner.<br />
– Seit 2<strong>02</strong>1 Stop-and-Go-Zeitung mit Berichten über<br />
alle Aktivitäten des CFCV.<br />
●<br />
Présentation carrosserie suisse vaud<br />
Echange entre professionnels<br />
et initiés<br />
Nous présentons dès à présent deux sections plus<br />
en détail dans chaque numéro. Sur cette page: Vaud.<br />
Région/cantons: Région romande / Canton de Vaud<br />
Membres: 72<br />
Année de fondation: 1937<br />
Président: Hélène Bra<br />
Secrétariat/administration: Véronique Lo Russo<br />
Courriel du secrétariat: vaud@carrosseriesuisse.ch<br />
Siège administratif: Secrétariat au Centre de Formation des<br />
<strong>Carrossier</strong>s Vaudois (CFCV), 1510 Moudon<br />
Centre de CIE: CFCV, Moudon.<br />
Apprentis dans les métiers: 218<br />
Ecole professionnelle: EPSIC, Lausanne<br />
Région de championnat: Suisse Romande (Région 1)<br />
Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun.<br />
Si tu peux le rêver, tu peux le faire.<br />
– Walt Disney<br />
Activités régulières – côté association professionnelle<br />
– L’Assemblée Générale du printemps où nos comptes sont<br />
présentés et les décisions importantes prises<br />
– L’Assemblée Générale d'automne où nous invitons de<br />
manière très élargie tout notre réseau professionnel<br />
– Evénement annuel de réseautage pour échanger entre<br />
membres, sponsors ou compagnies d'assurance<br />
– Portes ouvertes pour Cours de formation continue<br />
Activités régulières – côté formation<br />
– Nous planifions les jours CIE que l'apprenti doit faire durant<br />
son année scolaire en 2 modules. Ainsi, les enseignants<br />
peuvent apporter un meilleur suivi de la pratique.<br />
– A chaque rentrée scolaire, nous organisons au CFCV, à<br />
Moudon les Soirées de classe de nos apprentis de 1 ère année<br />
de formation, leur représentant légal, formateurs, enseignants,<br />
commissaires d'apprentissage, conseillers aux<br />
apprentis et l’EPSIC.<br />
– En juillet, au terme des examens CFC, nous organisons une<br />
grande fête avec formateurs, apprentis lauréats, représentant<br />
légal, enseignants, commissaires, partenaires de la<br />
formation dont le Canton, sponsors, experts, comité de la<br />
section. Durant cet événement, les jeunes professionnels<br />
diplôme en mains peuvent profiter de placer leur CV<br />
auprès des patrons employeurs présents.<br />
– Nous participons acivement au Salon des Métiers à<br />
Lausanne.<br />
– Durant les vacances d'été, nous organisons des passeportsvacances,<br />
afin de sensibiliser les plus jeunes à nos métiers.<br />
– Toujours durant les vacances, le projet des caisses à savon<br />
avec le partenariat de la FVE et le GIM (gim.ch).<br />
– Depuis 2<strong>02</strong>1, nous publions un journal Stop and Go, qui<br />
retrace toute l'activité du CFCV tout au long de l’année. ●<br />
16 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
Vorstellung carrosserie suisse bern-mittelland<br />
In der Mobilcity<br />
spielt die Musik<br />
Ab sofort stellen wir in jeder Ausgabe zwei Sektionen<br />
genauer vor. Auf dieser Seite: Bern-Mittelland.<br />
Region/Kantone: Bern, Solothurn, deutschsprachiges Wallis<br />
Mitglieder: 111<br />
Gründungsjahr: 1937<br />
Präsident: Adrian Bringold<br />
Sekretariat/Administration: Jonas Anderegg<br />
E-Mail Sekretariat: box@carrosserie-academy.ch<br />
Geschäftsstelle: Genossenschaft carrosserie suisse<br />
Academy in Bern<br />
ÜK-Center: Bern (Mobilcity)<br />
Lernende der Berufe: Carrosserielackierer/-in EFZ,<br />
Carrosseriespengler/-in EFZ, Carrosseriereparateur/-in EFZ,<br />
Fahrzeugschlosser/-in EFZ, Lackierassistent/-in EBA<br />
Berufsschule: Bern (GIB), Luzern (BBZB)<br />
Meisterschaftsregion: Region 2<br />
Regelmässige Aktivitäten: Jährlich mehrere Networking-<br />
Treffen bei Mitgliedern, Lieferanten etc. Eine sehr begehrte<br />
Plattform für die Mitglieder.<br />
Spezialitäten: Standort Mobilcity, im Zentrum der<br />
Mobilitäts verbände, endloses Potenzial an Möglichkeiten<br />
und fürs Zusammenarbeiten <br />
●<br />
Présentation carrosserie suisse berne mittelland<br />
La musique se joue<br />
dans la Mobilcity<br />
Nous présentons dès à présent 2 sections plus en<br />
détail dans chaque numéro. Ici: Berne-Mittelland<br />
Région/cantons: Berne, Soleure, Valais germanophone<br />
Membres: 111<br />
Date de fondation: 1937<br />
Président: Adrian Bringold (voir photo)<br />
Secrétariat/administration: Jonas Anderegg<br />
Courriel du secrétariat: box@carrosserie-academy.ch<br />
Siège administratif: Coopérative carrosserie suisse<br />
Academy à Berne<br />
Centre de CIE: Berne (Mobilcity)<br />
Apprentis: carrossier/ère-peintreCFC, carrossier/ère-tôlier/<br />
ère CFC, carrossier/ère réparateur/trice CFC, serrurier/ère<br />
sur véhicules CFC, assistant/e vernisseur/euse AFP<br />
Ecole professionnelle: Berne (GIB), Lucerne (BBZB)<br />
Région de championnat: Région 2<br />
Activités régulières: plusieurs rencontres annuelles de<br />
réseautage avec les membres, les fournisseurs, etc. Une<br />
plateforme très appréciée des membres<br />
Spécialités: location Mobilcity, au centre des<br />
associations de mobilité, potentiel infini de possibilités<br />
et de collaborations<br />
●<br />
Luftansicht Mobilcity, Kompetenzzentrum für Auto und Transport, Bern.<br />
Vue aérienne de Mobilcity, centre de compétences pour l'automobile et les transports, Berne<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>17
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse zürich<br />
Geschäftsübergabe in Dübendorf nach 33 Jahren<br />
Markus Angliker (l.) übergibt im Sommer die<br />
Carrosserie Rosenberger AG an seinen Sohn<br />
Daniel.<br />
Die Carrosserie Rosenberger AG wurde<br />
1956 von den Gebrüdern Hans und Georg<br />
Rosenberger gegründet. 20 Jahre<br />
später begann Markus Angliker seine<br />
vierjährige Lehre als Carrosseriespengler.<br />
Der junge Mann zeigte Talent und<br />
Beharrlichkeit, insbesondere beim Wiederherstellen<br />
von defekten und nicht<br />
mehr zu beschaffenden Teilen für Autos<br />
älterer Jahrgänge. Früh erhielt Angliker<br />
die Chance, sich am Betrieb als Aktionär<br />
zu beteiligen. Bereits im Alter von 26<br />
Jahren bestand er die Meisterprüfung<br />
und 1990 durfte er die Carrosserie Rosenberger<br />
AG als Alleininhaber übernehmen,<br />
die er seither gemeinsam mit<br />
seiner Gattin Ursi führt. Markus Angliker<br />
engagiert sich zudem im schweizerischen<br />
wie im kantonalen Carrosserieverband.<br />
Dies möchte sein Sohn später<br />
ebenfalls in Betracht ziehen.<br />
Daniel Angliker absolvierte die Ausbildung<br />
als Carrosseriespengler in der<br />
Mercedes-Benz Zürich Nord und stieg<br />
nach der Rekrutenschule ebenfalls ins<br />
Familiengeschäft ein, zunächst in der<br />
Werkstatt und seit letztem Jahr auch<br />
vermehrt im Büro, um sich um Kostenvoranschläge,<br />
Rechnungen und Schadenmanagement<br />
zu kümmern. Dabei<br />
hilft ihm die 2017 abgeschlossene Weiterbildung<br />
zum Werkstattkoordinator.<br />
Die Carrosserie Rosenberger AG ist seit<br />
über 65 Jahren am gleichen, gut erreichbaren<br />
Standort in Dübendorf. Gemeinsam<br />
mit dem Autospritzwerk Auricchio<br />
beschäftigt sie zehn Mitarbeitende. Dieses<br />
Jahr wird sie nach 33 Jahren im Besitz<br />
von Markus Angliker seinem Sohn<br />
Daniel übergeben.<br />
Ursi Angliker wird weiterhin im Betrieb<br />
tätig sein. Seit Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong> ist die Partnerin<br />
von Daniel Angliker, Karina Pineda,<br />
ebenfalls im Familiengeschäft als<br />
Administratorin tätig.<br />
La Carrosserie Rosenberger AG a été<br />
fondée en 1956 par les frères Hans et Georg<br />
Rosenberger. En 1976, Markus Angliker<br />
a commencé son apprentissage de quatre<br />
ans en tant que carrossier-tôlier. En 1990,<br />
il a été autorisé à reprendre la Carrosserie<br />
Rosenberger AG en tant que propriétaire<br />
unique, qu’il dirige depuis avec sa femme<br />
Ursi. Cette année, il transmettra l’entreprise<br />
à son fils Daniel.<br />
carrosserie suisse neuchâtel JU BE fr.<br />
Afterwork des carrossiers à Hauterive<br />
L'afterwork d'hiver des carrossiers neuchâtelois<br />
a eu lieu à l'Auberge d'Hauterive<br />
NE, le lendemain de la Saint-<br />
Valentin, le 15 février passé. Graziano<br />
Vicario, Président de carrosserie suisse<br />
neuchâtel JU BE fr., a rappelé qu'un<br />
afterwork devait être marqué par la<br />
convivialité. Les participants l'ont pris<br />
au mot. Des représentants et des<br />
chefs- experts de compagnie d’assurances<br />
ont également participé à cette<br />
rencontre, qui s’est déroulée dans les<br />
dessous «voûtés» de l’Auberge d'Hauterive.<br />
Lors de cette soirée, Armin Haymoz,<br />
Vice-Président de l'association nationale<br />
carrosserie suisse, a donné des<br />
nouvelles de l'association et a livré des<br />
informations du terrain (prix de l'énergie,<br />
augmentation du prix des pièces, lancement<br />
du label green car repair).<br />
Federico Ventrici, l'ancien Monsieur Formation<br />
de carrosserie suisse, a témoigné<br />
sur sa nouvelle vie de restaurateur de<br />
l'Auberge d'Hauterive. Les étapes marquantes<br />
de sa carrière: CFC et brevet<br />
fédéral de tôlier en carrosserie à la carrosserie<br />
Stamm à Cortaillod; propre carrosserie<br />
à Yverdon;<br />
chargé de<br />
cours; Monsieur<br />
Formation à la FCR et chez carrosserie<br />
suisse. Fil conducteur de ses étapes: répondre<br />
aux exigences de ses mandants<br />
et de ses clients. Federico a profité de la<br />
tribune pour remercier les carrossiers de<br />
la section et Armin Haymoz, qui de près<br />
ou de loin, ont influencé son parcours de<br />
vie. Un moment fort de la soirée a été le<br />
témoignage de Christophe Stamm qui fut<br />
le formateur et l’employeur de Federico<br />
(d’abord apprenti, puis ensuite tôlier à la<br />
carrosserie Stamm). Selon le patron carrossier<br />
de Cortaillod, l’envie d’avancer a<br />
toujours imprégné Federico.<br />
Charles Constantin, secrétaire<br />
www.unami.ch/trouve/carrossier<br />
www.auberge-hauterive.ch<br />
Des carrossiers et des assureurs sous la même voûte<br />
Sektionspräsident Graziano Vicario lud am 15. Februar zum geselligen<br />
Winter-Afterwork der Neuenburger <strong>Carrossier</strong>s in die<br />
Auberge d'Hauterive NE. Der Restaurantbetrieb wird vom ehemaligen<br />
Bildungsverantwortlichen Romandie, Federico Ventrici,<br />
geführt. An diesem Abend berichtete Armin Haymoz, Vizepräsident<br />
von carrossier suisse, über Neuigkeiten aus dem Verband und<br />
lieferte Informationen aus der Praxis (Energiepreise, steigende<br />
Teilepreise, Einführung des Labels green car repair).<br />
18 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse zentralschweiz<br />
Standortbestimmung für Lernende<br />
Schon seit vielen Jahren führt carrosserie<br />
suisse zentralschweiz einen Projektwettbewerb<br />
für angehende Carrosserielackierer/-innen<br />
EFZ im dritten von vier<br />
Lehrjahren durch. Dieser dient den jungen<br />
Berufsleuten wie auch ihren Berufsbildnern<br />
als Standortbestimmung und<br />
Probelauf im Hinblick auf das Qualifikationsverfahren.<br />
Römerswilerin siegt in Männerdomäne<br />
Wenn es in der Berufswelt noch Männerdomänen<br />
gibt, ist der «Fahrzeugschlosser»<br />
zweifellos eine davon. Die Arbeit mit<br />
Metall – vorwiegend an mächtigen Nutzfahrzeugen<br />
– gehört in der Regel nicht zu<br />
den Lieblingsbeschäftigungen weiblicher<br />
Teenager. Mit Michelle Hartmann aus Römerswil<br />
wagte sich vor zwei Jahren aber<br />
wieder mal eine junge Frau in diesen Lehrberuf.<br />
Nach drei Jahren Kanti und einer<br />
abgeschlossenen Lehre als Konstrukteurin<br />
EFZ (inklusive Berufsmaturität) bei<br />
Ruag erhielt sie vorletzten Sommer bei<br />
der Lanz + Marti AG in Sursee die Möglichkeit,<br />
die Grundbildung zur Fahrzeugschlosserin<br />
EFZ in verkürzter Form, also<br />
in drei statt vier Jahren, zu absolvieren.<br />
Wenig überraschend überzeugte sie von<br />
Anfang an mit starken Leistungen. Eine<br />
solche zeigte sie kürzlich auch beim Projektwettbewerb<br />
von carrosserie suisse<br />
zentralschweiz. Mit der Gesamtnote 5,23<br />
schaffte die 21-Jährige die Bestleistung<br />
unter allen Teilnehmenden. Damit ist sie<br />
die erste junge Frau überhaupt, die es in<br />
diesem Wettbewerb aufs Podest geschafft<br />
hat. Sehr zur Freude von Marcel<br />
Kaufmann, Geschäftsführer des Verbandes:<br />
«Michelle hat gezeigt, dass der Beruf<br />
auch für Mädchen bestens geeignet ist.<br />
Bleibt zu hoffen, dass wir demnächst ein<br />
paar Mädchen mehr in einer Fahrzeugschlosserlehre<br />
begrüssen können.»<br />
Doppelsieg für Lehrbetrieb<br />
Auch der zweite Rang ging an die Lanz +<br />
Marti AG. Simon Ambühl erzielte die Gesamtnote<br />
5,22 und klassierte sich damit<br />
nur hauchdünn hinter seiner «Nebenstiftin».<br />
Berufsbildner Marcel Amstutz war<br />
verständlicherweise stolz auf seine beiden<br />
Schützlinge. «Es ist eine schöne Bestätigung<br />
für unsere tägliche Arbeit und<br />
motiviert uns, im gleichen Stil weiterzuarbeiten.»<br />
Auch Geschäftsleiter Adrian<br />
Marti reiste am vergangenen Mittwochabend<br />
zur Rangverkündigung nach<br />
Ebikon, um den beiden erfolgreichen<br />
Lernenden die Ehre zu erweisen. Übrigens:<br />
Der Projektwettbewerb, den carrosserie<br />
suisse zentralschweiz jährlich<br />
für seine Lernenden des vorletzten Lehrjahrs<br />
durchführt, dient den angehenden<br />
Fahrzeugschlosser/-innen, Carrosseriespengler/-innen,<br />
Carrosserielackierer/-innen<br />
wie auch den Berufsbildnern<br />
als Standortbestimmung für das Qualifikationsverfahren.<br />
Gute Aussichten also<br />
für Michelle und Simon.<br />
Beste Lackiererin<br />
kommt aus Kerns<br />
Die beste Arbeit<br />
unter den 29 Teilnehmenden<br />
lieferte<br />
diesmal Nicole<br />
Ettlin aus Kerns<br />
mit der Gesamtnote<br />
5,4 ab. Sie absolviert<br />
ihre Lehre aktuell<br />
bei der André<br />
Kiser GmbH in Kägiswil. Rang 2 ging an<br />
Kim Achermann aus Beckenried (Lehrbetrieb:<br />
Carrosserie Nidwalden GmbH,<br />
Stans), Rang 3 an Fabienne Brühlmann<br />
aus Malters (Fuchs GmbH, Schachen).<br />
Damit standen erstmals drei junge Frauen<br />
auf dem Podest.<br />
Zweiter «Abfallpreis»<br />
Zusätzlich ausgezeichnet wurden zum<br />
zweiten Mal jene Lernenden, die bei der<br />
praktischen Arbeit am wenigsten Material<br />
verbrauchten. Hier triumphierte Gil<br />
Bruhin aus Unterägeri, der seine Lehre<br />
bei Amag Buchrain absolviert. Er produzierte<br />
gerade mal 980 Gramm «Abfall».<br />
Auf den weiteren Plätzen folgten Jana<br />
Schlatter (Schattdorf) mit 1009 Gramm<br />
und Granit Adili (Malters) mit 1286<br />
Gramm. Der durchschnittliche Verbrauch<br />
lag bei 1848 Gramm. Die Besten wurden<br />
im Ausbildungszentrum in Ebikon geehrt.<br />
Nach der Rangverkündigung gab's einen<br />
kleinen Apéro und die Wettbewerbsteilnehmenden<br />
konnten – zusammen mit<br />
Berufsbildnern und Angehörigen – ihre<br />
praktischen Arbeiten begutachten.<br />
Einsiedler ist bester Spengler<br />
Für die Bestleistung bei den Carrosseriespenglern<br />
EFZ war diesmal Lars Auf der<br />
Maur besorgt. Der 18-jährige Einsiedler<br />
absolviert seine Lehre bei der Carrosserie<br />
Sturzenegger AG in Freienbach. Bei der<br />
Rangverkündigung vom Mittwochabend<br />
im Ausbildungszentrum in Ebikon war<br />
auch Firmeninhaber und Berufsbildner<br />
Andi Sturzenegger mit dabei. Auf Rang 2<br />
landete Jan Hayoz aus Zug (Lehrbetrieb:<br />
Amag Zug) mit Note 4,7, den dritten Rang<br />
erkämpfte sich David Wilhelm aus Dagmersellen<br />
(Lehrbetrieb: Carrosserie Stalder<br />
AG, Geuensee) mit der gleichen Note.<br />
Erfreulich ist zudem, dass die Teilnehmerzahl<br />
(von 10 auf 14) wie auch der Notendurchschnitt<br />
(von 4,34 auf 4,48) gegenüber<br />
dem Vorjahr gestiegen sind.<br />
Als erste junge Frau schaffte es die angehende Fahrzeugschlosserin<br />
Michelle Hartmann aus Römerswil aufs Podest des Projektwettbewerbs.<br />
Und das am Weltfrauentag.<br />
L'association des carrossiers de Suisse centrale organise traditionnellement<br />
un concours de projets pour ses apprentis. Au cours<br />
de la troisième semaine du calendrier, les meilleurs carrossiers-peintres,<br />
carrossiers-tôliers et serruriers sur véhicules CFC<br />
ont été récompensés. Et c'est le jour de la Journée internationale<br />
de la femme que la future serrurière sur véhicules, Michelle Hartmann<br />
de Römerswil, a été la première jeune femme à monter sur<br />
le podium du concours de projets!<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>19
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse ostschweiz<br />
Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster<br />
Interessierte Jugendliche zu Besuch bei der<br />
Carrosserie Merz GmbH in Rapperswil-Jona.<br />
Zum 14. Mal wurde die BerufsINFO<br />
See-Gaster vom 6. bis 10. Februar durchgeführt.<br />
Die berufskundliche Informationswoche<br />
wird organisiert von der<br />
Berufs- und Laufbahnberatung und<br />
richtet sich an alle Schülerinnen und<br />
Schüler sowie die Lehrpersonen der<br />
2. Oberstufe. Von Anfang an mit dabei:<br />
carrosserie suisse ostschweiz, vertreten<br />
durch Peter Schubiger, der den Teilnehmerinnen<br />
und Teilnehmern die Welt der<br />
Carrosserieberufe näherbringen will.<br />
Acht interessierte Jugendliche und eine<br />
Person aus dem BIZ trafen sich für einmal<br />
nicht in einem Schulungszimmer,<br />
sondern wurden am 8. Februar bei der<br />
Carrosserie Merz GmbH in Rapperswil-Jona<br />
willkommen geheissen.<br />
Nach einer kurzen Begrüssung informierten<br />
Peter Schubiger und Bruno Moser<br />
über die Carrosserieberufe. Danach startete<br />
der Betriebsrundgang und die Jugendlichen<br />
erlebten die Carrosseriewelt –<br />
die Abläufe im Betrieb, die verschiedenen<br />
Arbeiten und Einrichtungen – hautnah.<br />
Und das war‘s? Weit gefehlt! Vom Betriebsrundgang<br />
wieder im Aufenthaltsraum<br />
angekommen, verteilte Peter<br />
Schubiger Material zum Bau eines Formel-1-Modellautos.<br />
Unter Anleitung und<br />
mit viel Eigeninitiative erstellten die<br />
Jugendlichen aus dem vorgestanzten<br />
Blechbogen und etlichen Einzelteilen ihr<br />
Fahrzeug. Anschliessend ging es in die<br />
Lackierkabine und die interessierten<br />
Jugendlichen konnten auch noch erste<br />
Erfahrungen im Lackieren sammeln.<br />
Peter Schubiger: «Es war ein sehr gelungener<br />
Anlass! Insbesondere das<br />
grosse Interesse der Teilnehmenden<br />
war erfreulich. Solche Veranstaltungen<br />
sind wichtig und man ist auf die Mitwirkung<br />
von Betrieben angewiesen, damit<br />
die Berufe möglichst 1:1 vermittelt werden<br />
können. Herzlichen Dank an die<br />
Carrosserie Merz GmbH, insbesondere<br />
an Oliver und Beatrix Gerber sowie Philipp<br />
Steinegger für das Gastrecht.»<br />
Pour la 14 e fois, la semaine d'information<br />
professionnelle «BerufsINFO See-Gaster»<br />
a eu lieu du 6 au 10 février. Cette semaine<br />
d'information professionnelle est organisée<br />
par le service d'orientation professionnelle<br />
et de carrière et s'adresse à tous les<br />
élèves ainsi qu'aux enseignants du 2 e cycle<br />
du secondaire. Egalement présente sur les<br />
lieux: carrosserie suisse section Suisse<br />
orientale.<br />
carrosserie suisse bern-mittelland<br />
Ein «Zum Wohl» unter Freunden<br />
«Es wäre schön, mit euch auf das neue<br />
Jahr anzustossen», stand auf der Einladung<br />
zum ersten Networking-Treffen der<br />
Sektion Bern-Mittelland zu lesen. Rund<br />
40 Mitglieder folgten diesem Aufruf und<br />
fanden am 16. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong> den Weg nach<br />
Büchslen zur Firma Remund AG, wo sie in<br />
geselligem Beisammensein Informationen<br />
austauschen, ihr Netzwerk pflegen<br />
und den Puls untereinander fühlen konnten.<br />
Franz Remund übernahm 1981 die<br />
Carrosserie Enzler und deren vier Mitarbeiter.<br />
Kerngeschäft damals: Carrosseriearbeiten<br />
an Personenwagen. In den<br />
folgenden Jahren entwickelte sich die<br />
Remund AG laufend weiter. Es kamen<br />
neue Geschäftsfelder hinzu, Gebäude<br />
wurden gebaut und die Mitarbeiteranzahl<br />
stieg stetig. Seit 2011 sind Philipp und Roger<br />
Remund die Drahtzieher des Unternehmens<br />
und bedienen ihre Kunden in<br />
den Bereichen Carrosserie (PW, LKW,<br />
Reisebusse) und Werbetechnik. Philipp<br />
Remund und Sandro Riser führten die<br />
Gäste später durch den Gastgeberbetrieb.<br />
Adrian Bringold begrüsste die Anwesenden<br />
mit den besten Wünschen für das<br />
neue Jahr und bedankte sich bei den<br />
Sponsoren des Apéros. Die Firma Vantec<br />
Import AG erhielt das Zertifikat als neues<br />
Sektionsmitglied und wurde willkommen<br />
geheissen. Der Betrieb wechselte seinen<br />
Sitz vom Einzugsgebiet der Sektion Nordwestschweiz<br />
nach Bern. Ebenso folgten<br />
Begrüssungen von Firmeninhaber Philipp<br />
Remund und Roger Blum, Direktor der<br />
Blutech AG und Gast des Abends. Nach<br />
umfangreichen Informationen wartete das<br />
ausgiebige Apéro- Buffet auf die Mitglieder.<br />
Zum Programm gehörte eine Führung mit Daniel Mosimann (links) und weiteren Mitarbeitenden<br />
der Blutech AG durch Gerätschaften aus den Bereichen Vermessen, Richten, Einstellen<br />
und Kalibrieren.<br />
Une quarantaine de membres ont répondu<br />
à l'appel de la section Berne-Mittelland<br />
et se sont rendus le 16 janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong> à<br />
Büchslen, dans l'entreprise Remund AG,<br />
pour une première rencontre de réseautage<br />
de la nouvelle année. Dans une ambiance<br />
bon enfant, chacun des membres<br />
présents a été invité à échanger, à entretenir<br />
son réseau et à aller «tâter le terrain»<br />
auprès des membres moins connus, histoire<br />
d'étendre son propre réseau.<br />
20 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse aargau<br />
Neue Ämterverteilung im Vorstand<br />
Der Vorstand von carrosserie suisse<br />
aargau hat sich neu konstituiert. Das<br />
bisher vakante Amt des Vizepräsidenten<br />
wird neu durch David Maier (bisher Beisitzer)<br />
besetzt. Das Amt des Fachkommissionspräsidenten<br />
(zuständig für das<br />
ÜK-Zentrum in Zofingen) wird neu durch<br />
Peter Huser (bisher Beisitzer) ausgefüllt,<br />
der bisherige Fachkommissionspräsident<br />
Christian Bürgin bleibt im Vorstand<br />
und ist neu Beisitzer. carrosserie<br />
suisse aargau freut sich, dass nun sämtliche<br />
Positionen im Vorstand wieder<br />
besetzt sind und dankt den Funktionären<br />
für ihr Engagement.<br />
Projektwettbewerb Carrosserielackierer/innen<br />
EFZ<br />
carrosserie suisse aargau organisiert<br />
für die Lernenden traditionell einen Projektwettbewerb.<br />
Am 13. Februar <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
wurden in Zofingen die besten Lackiererinnen<br />
und Lackierer ausgezeichnet.<br />
Aufs Podest schafften es:<br />
1. Rang: Natascha Nett von Hallauer AG,<br />
Wohlenschwil<br />
2. Rang: Jessica Niggli von Cartec<br />
Carrosserie-Technik AG, Buchs<br />
3. Rang: Nico Maissen von Hallauer AG,<br />
Wohlenschwil<br />
Wir gratulieren den besten Lackiererinnen<br />
und Lackierern und wünschen<br />
nur das Beste für die weitere Ausbildungsdauer.<br />
Die Teilnehmenden des Projektwettbewerbs<br />
und ihre Werke<br />
David Maier<br />
Peter Huser<br />
Le Comité de carrosserie suisse argovie s'est reconstitué en une<br />
nouvelle formation. Le nouveau Vice-Président est David Maier<br />
(jusqu'à présent simple membre du comité). Le poste de Président<br />
de la commission technique (responsable du Centre de formation<br />
professionnelle de Zofingue) est désormais occupé par Peter Huser<br />
(jusqu'ici membre simple), tandis que Christian Bürgin, jusqu'ici<br />
Président de la Commission technique, reste au comité en tant que<br />
membre simple. La section carrosserie suisse argovie se réjouit<br />
que tous les postes du comité soient à nouveau occupés et remercie<br />
les personnes concernées pour leur engagement.<br />
carrosserie suisse vaud<br />
Les Vaudois, y’en a point comme nous …<br />
Le 1 er événement du trimestre – se former<br />
Grâce à notre ingéniosité, nous avons<br />
organisé nos premières journées de formation<br />
continue <strong>2<strong>02</strong>3</strong> pour nos membres<br />
vaudois. Rappelons qu’elles doivent être<br />
au nombre de trois par employé de l’entreprise<br />
et par année, selon la CCT.<br />
Ceux qui ont daigné lever la tête du guidon,<br />
toujours très compliqué à imaginer,<br />
ont été accueillis, à Moudon, pour un<br />
cours de débosselage. L’entreprise de<br />
débosselage partenaire qui a donné les<br />
cours a été surprise par la qualité de nos<br />
équipements, les nombreux supports<br />
mis à disposition pour exercer sur pièces<br />
automobiles et sur véhicules les dégâts<br />
dus à la grêle en dommages naturels et<br />
également des bosses de dommage de<br />
parking. Les compétences manuelles<br />
des participants ont été mises à l’épreuve<br />
et gratifiées d’un diplôme.<br />
Au cours de cet atelier, les participants ont<br />
pu acquérir ou exercer un ensemble de<br />
techniques. Tout ayant été mis en œuvre<br />
pour interagir dans des mises en situation<br />
concrètes. Pour terminer harmonieusement,<br />
les participants sont repartis avec<br />
le sourire, le cours leur ayant été offert.<br />
Notre section vaudoise a pris ces cours en<br />
charge pour récompenser ceux qui ont su<br />
attraper l’occasion de se former comme<br />
cela est souhaité, recommandé et exigé.<br />
Gardons le moral, même si les miracles<br />
n’existent pas, le bon sens devrait prendre<br />
le dessus. Tous nos membres tôt ou tard<br />
devront faire de même… participer en utilisant<br />
des leviers de motivation. Il est indispensable<br />
d’être à l’écoute de ce qu’il se<br />
passe dans notre corporation et de partager<br />
les attentes et préoccupations.<br />
Le 2 e événement du trimestre:<br />
la formation, c’est notre passion<br />
A nouveau rassembler est une volonté<br />
pour nous. Boire un verre ensemble<br />
après le travail est une manière classique<br />
de créer des moments d’échanges informels.<br />
Lorsqu’on y rajoute du pain, du<br />
fromage et qu’il faut tourner, c’est parti<br />
pour une bonne soirée.<br />
Nous avons eu la bonne idée de remettre<br />
une piqûre de rappel pour «Former-Formons-se<br />
Former». La chaleur des caquelons<br />
et un petit blanc bien d’chez nous ont<br />
tôt fait de délier les langues pour arriver à<br />
la conclusion qu’on ne tient qu’à un fil. Pour<br />
préserver la garantie de l’indépendance<br />
de nos ateliers, il faut former. Nous manquons<br />
cruellement de professionnels.<br />
Nous sommes en tant qu’entrepreneurs<br />
et de surcroît fédérés au cœur de l’innovation<br />
La formation est entre nos mains,<br />
nous pouvons en faire notre planche de<br />
salut. La pratique d’un métier a une toute<br />
autre portée en mode passif ou actif. Chacune<br />
de nos entreprises doit avoir ses<br />
apprentis du métier. C’est le moment de le<br />
prouver. Un métier qui ne forme pas est<br />
un métier qui disparaît.<br />
Le domaine de la carrosserie a fait des<br />
bonds de géant depuis les dernières années,<br />
autant du côté des produits que de<br />
l’équipement. Il y a beaucoup d’espoir<br />
pour l’avenir, car la nouvelle génération<br />
continue d’apporter de nouvelles idées<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>21
Sektionen / Sections<br />
et de nouvelles méthodes de travail.<br />
Toutefois, créons des places pour ces<br />
jeunes qui deviendront des professionnels,<br />
attirons-les avec du miel et du caramel,<br />
soyons performants pour qu’ils<br />
nous choisissent et faisons tout ce qui<br />
peut se faire pour les embaucher et en<br />
faire des pros. Nos possibilités de trouver<br />
du personnel sont casi à zéro. Patrons,<br />
entreprises, écoles, association, bougeons-nous<br />
ensemble sur la musique qui<br />
nous convient.<br />
Bien à vous<br />
Hélène Bra, Présidente<br />
Die Sektion lud die Waadtländer Berufsbildner, Bildungspartner, Experten und Lehrpersonen<br />
zum geselligen Fondueplausch im ersten Trimester. Diese waren sich einig: Wir<br />
haben einen akuten Mangel an Fachkräften. Um die Unabhängigkeit unserer Carrosseriebetriebe<br />
zu gewährleisten, müssen wir alle ausbilden. Denn ein Beruf, der nicht ausbildet,<br />
ist ein Beruf, der aussterben wird.<br />
Die Sektion fördert mit einem neu geschaffenen Dellendrückerkurs auch die Weiterbildung<br />
und die Forderungen des neuen GAV. Der Kurs wurde im ersten Trimester gleich dreimal<br />
in Moudon durchgeführt.<br />
Aktive Branche / Branche active<br />
Repanet Suisse<br />
Koorperation mit Insur-Tech-<br />
Unternehmen Toni Digital<br />
Die seit März 2019 agierende Toni Digital ist sowohl ein Technologie-<br />
als auch ein Versicherungsspezialist. Mit ihrem «Insurance-as-a-Service»-Angebot<br />
ermöglicht das junge Start-up-Unternehmen<br />
jeder Marke oder jedem Vertriebspartner, schnell ein<br />
eigenes White-Label-Versicherungsprogramm zu starten. Ihre<br />
flexible IT-Plattform, die eine digitale End-to-End-Verarbeitung<br />
von Geschäftsprozessen und dank vollautomatisierten Prozessen<br />
im Hintergrund zudem eine optimale Customer Experience<br />
für Kunden und Partner in der Versicherungsindustrie bereithält,<br />
ist für Toni Digital ein Schlüsselfaktor, um wettbewerbsfähige<br />
Tarife anbieten zu können. Dank diesem Konzept arbeitete Toni<br />
Digital bereits mit Risikoträgern wie Great Lakes Insurance, Helvetia,<br />
Vaudoise, assista oder ERV zusammen. Bereits seit ihrem<br />
Gründungsjahr kooperiert Toni Digital auch mit Repanet Suisse.<br />
Ausschlaggebend für die Kooperation sei die konsequente Verfolgung<br />
des Leitsatzes «Reparieren statt<br />
Ersetzen» innerhalb des Carrosserie-<br />
Netzwerks. Im Zuge der Zusammenarbeit<br />
steuert Toni Digital künftig nun aktiv Fahrzeuge<br />
bevorzugt in Mitgliedsbetriebe von<br />
Repanet Suisse, die den «Premium-Partner-Status»<br />
von Toni Digital haben. ●<br />
Die Kooperationspartner (v. l.): Enzo Santarsiero<br />
(CEO André Koch AG), Severin Lüthert (COO<br />
Toni Digital), Vittorio Gallo (Head of Claims Toni<br />
Digital) und Dominic Schenker (Business<br />
Development Manager André Koch AG).<br />
Repanet Suisse<br />
Coopération avec la société<br />
Insurtech Toni Digital<br />
Toni Digital, qui opère depuis mars 2019, est à la fois un spécialiste<br />
de la technologie et de l'assurance. Avec son offre «Insurance-as-a-Service»,<br />
la jeune start-up permet à toute marque<br />
ou partenaire commercial de lancer rapidement son propre<br />
programme d'assurance white-label. Leur plateforme informatique<br />
flexible, qui fournit un traitement numérique de bout en<br />
bout des processus commerciaux et, grâce à des processus<br />
entièrement automatisés en arrière-plan, offre également une<br />
expérience client optimale pour les clients et partenaires du<br />
secteur de l'assurance, est un facteur clé pour Toni Digital pour<br />
être en mesure d'offrir des tarifs compétitifs. Grâce à ce concept,<br />
Toni Digital a déjà travaillé avec des porteurs de risques tels<br />
que Great Lakes Insurance, Helvetia, Vaudoise, assista et ERV.<br />
Toni Digital coopère avec Repanet Suisse depuis l'année de sa<br />
création. Le facteur décisif de la coopération est la poursuite<br />
constante de la devise «Réparer au lieu de remplace» au sein<br />
du réseau de carrosserie. Dans le cadre<br />
de la coopération, Toni Digital contrôlera<br />
désormais activement les véhicules, de<br />
préférence dans les entreprises membres<br />
de Repanet Suisse, qui ont le statut «Premium<br />
Partner» de Toni Digital. ●<br />
Les partenaires de coopération (de g. à dr.):<br />
Enzo Santarsiero (CEO André Koch AG),<br />
Severin Lüthert (COO Toni Digital), Vittorio<br />
Gallo (Head of Claims Toni Digital) et Dominic<br />
Schenker (Business Development Manager<br />
André Koch AG).<br />
Haftstarke Partnerschaft<br />
seit 1957<br />
Kleben Dichten Schleifen Lackieren Finish<br />
www.gyso.ch<br />
22 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Aktive Branche / Branche active<br />
Würzburger Karosserie- und Schadenstage<br />
Highlight: Livecrash<br />
Der vorgeführte Auffahrunfall war ein Highlight an den Würzburger<br />
Karosserie- und Schadenstagen (WKST).<br />
La collision par l'arrière présentée a été un moment fort lors des<br />
Journées de la carrosserie et des dommages de Wurzbourg (WKST).<br />
Was geschieht direkt nach einem Unfall und wer ist wie bis<br />
zum anschliessenden Reparaturprozess involviert? Diese Fragen<br />
wurden an den diesjährigen Würzburger Karosserie- und<br />
Schadenstagen (WKST) umfassend nach einem live durchgeführten<br />
Auffahrunfall beantwortet. Im von der Prüforganisation<br />
Dekra durchgeführten Crash fuhr ein Golf 3 mit 21,4 km/h<br />
auf einen stehenden Golf 7 versetzt hinten auf. Der Fahrzeugführer<br />
informierte seine Versicherung und wurde von ihr über<br />
Hilfe des Abschleppdiensts, Reparatur und Mietwagen informiert.<br />
Auch die Zuweisung an eine Partnerwerkstatt (gesteuerter<br />
Schaden) wird bei einem Vertrag mit Werkstattbindung<br />
angesprochen. Den Schaden am Golf 7 berechneten sowohl<br />
eine KI-gestützte Software von Audatex als auch ein De kra-<br />
Sachverständiger. Die Differenz war eklatant: Die KI veranschlagte<br />
«nur» 2000 Euro Reparaturkosten, weil sie z. B.<br />
beschädigte Teile nicht erkannte. Das Gutachten des Sachverständigen<br />
hingegen wies 4747 Euro aus. Das Unfallfahrzeug<br />
wurde danach mit den Carrosseriemesssystemen von Spanesi<br />
und Car-O-Liner vermessen. Die WKST hatten neben<br />
zahlreichen Fachreferenten auch eine Rechtsanwaltskanzlei<br />
und einen Richter des Bundesgerichtshofs eingeladen, um alle<br />
möglichen rechtlichen Fragen rund um die Unfallinstandsetzung,<br />
Schadensteuerung und die Versicherungsdienstleistungen<br />
zu klären. Mit 70 Ausstellern wurde ein breites Werkzeugund<br />
Materialspektrum der K& L-Branche abgedeckt, was über<br />
1000 gemeldete Teilnehmer nutzten. ●<br />
Jürgen Klasing<br />
Journées de la carrosserie et des dommages de Wurzbourg<br />
Highlight: crash en direct<br />
Que se passe-t-il juste après un accident et qui est impliqué<br />
jusqu'au processus de réparation? Ces questions ont reçu une<br />
réponse complète lors des Journées de la carrosserie et des<br />
dommages de Wurzbourg (WKST) après une collision arrière<br />
réelle. Dans le crash réalisé par l'organe de test Dekra, une<br />
Golf 3 roulait à 21,4 km/h décalée à l'arrière d'une Golf 7 à<br />
l'arrêt. Le conducteur a informé sa compagnie d'assurance, qui<br />
l’a informé de l'aide pour le remorquage, les réparations et la<br />
voiture de location. L'affectation à un atelier partenaire (dommages<br />
maîtrisés) est également abordée dans le cas d'un<br />
contrat à atelier fixé. Les dommages causés à la Golf 7 ont été<br />
calculés à la fois par le logiciel d'Audatex pris en charge par<br />
l'IA et par un expert Dekra. La différence fut frappante: l'IA<br />
estimait que la réparation ne coûtait «que» 2 000 € car, par<br />
exemple, elle ne reconnaissait pas les pièces endommagées.<br />
Le rapport d'expertise affichait en revanche 4747 €. Le véhicule<br />
accidenté a ensuite été mesuré avec les systèmes de mesure<br />
de carrosserie de Spanesi et Car-O-liner. Outre nombreuses<br />
présentations spécialisées, WKST a aussi invité un cabinet<br />
d'avocats et un juge de la Cour fédérale de justice pour clarifier<br />
toutes les questions juridiques possibles concernant les réparations<br />
d'accidents, le contrôle des dommages et les services<br />
d'assurance. Avec 70 exposants, une large gamme d'outils et<br />
de matériaux de la branche K+L a été couverte, dont ont profité<br />
plus de 1000 participants inscrits.<br />
●<br />
Jürgen Klasing<br />
Sikaflex®-529 Evolution<br />
NAHTLOSE<br />
PERFEKTION<br />
FÜR DIE<br />
KAROSSERIE<br />
Dichtstoff mit hervorragenden Verarbeitungseigenschaften<br />
– BEYOND THE EXPECTED<br />
www.sika.ch<br />
Sikaflex®-529 Evolution<br />
STRUKTUREN & DICHTNÄHTE<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>23
Der Verein zur Förderung der Carrosserieberufe bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen<br />
im Carrosseriegewerbe. Der VFCB unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs und Weiterbildung der<br />
Carrosserieberufe.<br />
L'association pour la promotion des métiers de la carrosserie a pour objectif de promouvoir et de protéger les<br />
intérêts professionnels de la carrosserie. Avec ses fonds, la VFCB soutient des formations professionnelles et<br />
continues en carrosserie<br />
Goldpartner / Partenaires or<br />
Fahrzeugexpertisen und Wertschätzungen<br />
Zusammen sind wir stark<br />
André Koch AG
Silberpartner / Partenaires argent<br />
Bronzepartner / Partenaires bronze<br />
GCS Schweiz AG<br />
Zusätzliche Marken / Marques supplémentaires<br />
carrosserie suisse und der VFCB danken ihren Mitgliedern und Gönnern für die wertvolle<br />
Unterstützung zum Wohle der zukünftigen <strong>Carrossier</strong>s!<br />
carrosserie suisse et la VFCB tiennent à remercier leurs membres et sponsors pour leur précieux soutien au<br />
profit des futurs carrossiers!
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
Teilzeitarbeit<br />
Kann die Branche<br />
mit der Zeit gehen?<br />
Teilzeitarbeit liegt im Trend, sei in der Carrosseriewerkstatt<br />
aber schwierig umzusetzen. Stimmt<br />
das? Und wie wichtig ist sie für die Berufs- oder<br />
Stellenwahl? Wir haben uns umgehört.<br />
Travail à temps partiel<br />
La branche peut-elle<br />
suivre la tendance?<br />
Le travail à temps partiel est in, mais difficile à<br />
mettre en place dans l'atelier de carrosserie.<br />
Exact? Et quelle est son importance dans le choix<br />
de carrière ou d'emploi ? Nous avons enquêté.<br />
Ein Interview in der<br />
«SonntagsZeitung» Ende<br />
Februar sorgte landesweit<br />
für Diskus sionen:<br />
Stefan Wolter, Professor<br />
für Bildungsökonomie an<br />
der Universität Bern, beklagte<br />
sich darüber, dass<br />
immer mehr gut Ausgebildete<br />
nur in kleinen<br />
Pensen arbeiten möchten<br />
und dadurch weniger<br />
Steuern zahlen. Für Wolter<br />
ist klar: «Hält der Teilzeittrend<br />
bei den Gutgebildeten<br />
an, ist die Bildung<br />
aus gesellschaftlicher<br />
Sicht keine lohnens werte<br />
Investition mehr.» Er fordert<br />
eine Rück zahlungspflicht<br />
der Studienkosten<br />
für jene, die über das gesamte<br />
Erwerbsleben weniger<br />
als 70 Prozent gearbeitet<br />
haben.<br />
Handwerksberufe haben<br />
indes mit einem<br />
ganz anderen Problem<br />
zu kämpfen: dem Fachkräftemangel,<br />
hervorgerufen<br />
einerseits durch die abnehmende Zahl an Lernenden<br />
und andererseits durch die Abwanderung in andere Branchen<br />
oder aus der Werkstatt heraus.<br />
Une interview dans le<br />
journal du dimanche fin<br />
février a déclenché des<br />
débats nationaux: Stefan<br />
Wolter, professeur<br />
d'économie de l'éducation<br />
à l'Université de<br />
Berne, s'est plaint que de<br />
plus en plus de personnes<br />
bien formées ne<br />
veulent travailler qu'à<br />
temps partiel et paient<br />
donc moins d'impôts.<br />
Pour Wolter, c'est clair:<br />
«Si la tendance au temps<br />
partiel parmi les personnes<br />
bienformées se<br />
poursuit, la formation ne<br />
sera plus un investissement<br />
valable d'un point<br />
de vue social. Il demande<br />
l'obligation de rembourser<br />
les frais d'études<br />
pour ceux qui ont travaillé<br />
moins de 70% sur l'ensemble<br />
de leur vie active.<br />
Les métiers de l'artisanat<br />
sont cependant confrontés<br />
à un tout autre problème:<br />
la pénurie de<br />
main-d'œuvre qualifiée, provoquée d'une part par la diminution<br />
du nombre d'apprentis et d'autre part par la migration vers<br />
d'autres secteurs ou depuis l'atelier.<br />
Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, wird man über kurz oder lang auch<br />
über neue Arbeitsmodelle reden müssen. Gerade bei den Carrosseriespenglern/-innen<br />
wird das eine grosse Herausforderung. (Bild: Spenglerin Lina Kugler an<br />
der Regiomeisterschaft)<br />
Afin de contrer la pénurie de main-d'œuvre qualifiée, tôt ou tard, nous devrons<br />
également parler de nouveaux modèles de travail. Cela va être un grand défi, en<br />
particulier pour les carrossiers. (Photo: la carrossière-tôlière Lina Kugler au<br />
championnat régional)<br />
Teilzeit in der Werkstatt – eine Utopie?<br />
Teilzeitpensen in einer Carrosseriewerkstatt scheinen auf den<br />
ersten Blick kaum oder nur sehr beschränkt möglich, denn in<br />
der Instandsetzung sind die Prozesse vorgegeben – so zumindest<br />
die bisherige Vorstellung. Betrachtet man beide Trends<br />
miteinander, so stellt sich die Frage: Kann es sein, dass die<br />
Möglichkeit, seinen Job nach der Ausbildung auch in Teilzeit<br />
ausüben zu können, für junge Menschen heute mit ein Krite rium<br />
ist, sich für oder gegen einen Beruf zu entscheiden? Oder nach<br />
der Lehre ein Grund, die Branche zu wechseln?<br />
In der Sektion noch wenig verbreitet<br />
2<strong>02</strong>1 berichteten wir über das flexible Arbeitszeitmodell der<br />
Carrosserie Bringold AG. Geschäftsführer Adrian Bringold,<br />
Le temps partiel à l'atelier, une utopie?<br />
A première vue, le travail à temps partiel dans un atelier de<br />
carrosserie semble difficilement possible ou seulement possible<br />
dans une mesure très limitée, car les processus de réparation<br />
sont prédéterminés – du moins c'est l'idée jusqu'à présent.<br />
Si l'on regarde les deux tendances ensemble, la question<br />
se pose : est-il possible que la possibilité de pouvoir travailler<br />
à temps partiel après une formation soit l'un des critères des<br />
jeunes d'aujourd'hui pour ou contre une carrière ? Ou une raison<br />
de changer d'industrie après l'apprentissage ?<br />
Encore peu courant dans la section<br />
En 2<strong>02</strong>1, nous avons rendu compte du modèle de temps de<br />
travail flexible à la Carrosserie Bringold SA. Le directeur<br />
26 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
zugleich Sektionspräsident Bern-Mittelland sagt: «Das Thema<br />
Teilzeit oder flexible Arbeitszeit hat in unserer Sektion<br />
noch Potenzial. In unserem Betrieb bieten wir ein flexibles<br />
Arbeitsmodell und verfügen auch über Teilzeitangestellte<br />
mit weniger als 100-Prozent-Pensum. Es finden sich bestimmt<br />
auch andere, die ein ähnliches Modell anwenden.<br />
Natürlich gibt es Mitarbeiter, die lieber nach herkömmlichem<br />
Muster arbeiten. Für den Betrieb ist es auch ziemlich anspruchsvoll,<br />
ein solches System zu managen, denn nach der<br />
Einführung muss man es immer im Auge behalten. Und es<br />
muss von allen gelebt werden. Ich bin aber der Meinung, dass<br />
es heute zu einem attraktiven Arbeitgeber dazugehört, ein<br />
flexibles Arbeitsmodell anzubieten, denn Teilzeit und Flexibilität<br />
im Arbeitspensum sind immer mehr gefragt. Durch ein<br />
solches Angebot können eventuell Mitarbeiter dem Betrieb<br />
oder der Branche erhalten bleiben, die sonst abwandern<br />
würden.»<br />
Wille war da, aber Mitarbeiter waren dagegen<br />
Handlungsbedarf hat auch Thomas Jauch, Präsident carrosserie<br />
suisse zentralschweiz sowie Kommission Berufsentwicklung<br />
& Qualität, festgestellt: «Es ist sicher ein Thema<br />
heute. Die Frage ist immer, wie man das umsetzen kann. Wir<br />
zum Beispiel wollten gleitende Arbeitszeit einführen, die Mitarbeiter<br />
waren dagegen. Begründung: Sie wollen als Team<br />
zusammenarbeiten.<br />
Heute erziehen Eltern ihre Kinder vermehrt gemeinsam. Wir<br />
haben zwei junge Familienväter, die in gewissem Masse Teilzeit<br />
arbeiten, allerdings nicht offiziell. Es verändert sich vielmehr<br />
in Richtung flexibles Arbeitszeitmodell. Vielfach ist man diesbezüglich<br />
flexibler geworden. In der Werkstatt ist Teilzeit bei<br />
Lackierern eher vorstell- und umsetzbar, beim Spengler ist<br />
die Sache etwas anspruchsvoller. Möchte das Team stets zu-<br />
Adrian Bringold, également Président de la section Berne-Mittelland,<br />
déclare: «Le thème du travail à temps partiel ou<br />
flexible a encore du potentiel dans notre section. Dans notre<br />
entreprise, nous proposons un modèle de travail flexible et<br />
avons aussi des employés à temps partiel avec une charge de<br />
travail inférieure à 100%. Il y en a forcément d'autres qui utilisent<br />
un modèle similaire. Bien sûr, il y a des employés qui<br />
préfèrent travailler selon le modèle conventionnel. C'est aussi<br />
assez exigeant pour l'entreprise de gérer un tel système,<br />
car une fois en place, il faut toujours garder un œil dessus. Et<br />
ça doit être vécu par tout le monde. Mais je suis d'avis qu'il fait<br />
partie de l'attractivité d'un employeur aujourd'hui que d'offrir<br />
un modèle de travail flexible, car le travail à temps partiel et<br />
la flexibilité dans la charge de travail sont de plus en plus<br />
demandés. Une telle offre peut permettre aux employés de<br />
rester dans l'entreprise ou dans la branche qui, autrement,<br />
partiraient.»<br />
La volonté était là, mais les employés étaient contre<br />
Thomas Jauch, Président de carrosserie suisse Suisse centrale<br />
et de la Commission Développement de carrière & Qualité, ont<br />
également identifié un besoin d'action: «C'est certainement un<br />
problème aujourd'hui. La question est toujours de savoir comment<br />
le mettre en œuvre. Par exemple, nous voulions introduire<br />
des horaires de travail flexibles, mais les employés<br />
étaient contre. Raison: on souhaite travailler en équipe.<br />
Aujourd'hui, les parents élèvent de plus en plus leurs enfants<br />
ensemble. Nous avons deux jeunes pères qui travaillent à<br />
temps partiel, mais pas officiellement. Plutôt selon un modèle<br />
de temps de travail flexible. Dans de nombreux cas, les gens<br />
sont devenus plus flexibles à cet égard. Dans l'atelier, le travail<br />
à temps partiel pour les peintres est plus envisageable<br />
et faisable, alors que c'est un peu plus exigeant pour les<br />
Adrian Bringold, Präsident carrosserie<br />
suisse bern-mittelland: «Als attraktiver<br />
Arbeitgeber muss man solche Modelle<br />
anbieten können. Ich habe lieber einen<br />
motivierten Teilzeitmitarbeiter als einen<br />
unmotivierten Mitarbeiter in Vollzeit.»<br />
Adrian Bringold, Président de carrosserie<br />
suisse bern-mittelland: «En tant qu'employeur<br />
attractif, vous devez pouvoir<br />
proposer des modèles comme celui-ci. Je<br />
préfère avoir un employé à temps partiel<br />
motivé plutôt qu'un employé à temps plein<br />
non motivé.»<br />
Thomas Jauch, Präsident carrosserie suisse<br />
zentralschweiz: «Teilzeit ist sicher ein Thema<br />
heute. Die Frage ist immer, wie man das<br />
umsetzen kann.»<br />
Thomas Jauch, Président de carrosserie<br />
suisse Suisse centrale: «Le travail à temps<br />
partiel est certainement un problème<br />
aujourd'hui. La question est toujours de<br />
savoir comment mettre cela en œuvre.<br />
Damiano Crivelli, Präsident carrosserie<br />
suisse ticino: «Ich glaube nicht, dass bei der<br />
Wahl eines Ausbildungsplatzes das<br />
Kriterium der Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung<br />
entscheidend ist. Man müsste die<br />
aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der<br />
jungen Menschen konkret analysieren.»<br />
Damiano Crivelli, pPrésident de carrosserie<br />
suisse ticino: «Je ne pense pas que le critère<br />
de l'emploi à temps partiel ou à temps plein<br />
soit déterminant dans le choix d'un<br />
apprentissage. Il faudrait analyser précisément<br />
les besoins actuels et futurs des<br />
jeunes.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>27
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
sammenarbeiten, so wie bei uns, kann ein Teilzeit- oder flexibles<br />
Arbeitsmodell nicht oder nicht gut umgesetzt werden.<br />
Den Vorteil sehe ich aber insbesondere für Frauen, die wir<br />
ausbilden und die nach der Familienpause wieder einsteigen<br />
wollen und dann ein flexibles Arbeitsumfeld suchen. Eine solche<br />
Möglichkeit würde sich sicher posititv auswirken.»<br />
Gewünscht wird eine sorgfältige Analyse<br />
Ob es diesbezüglich im Tessin anders aussieht, erklärt uns<br />
Sektionspräsident Damiano Crivelli: «Ich glaube nicht, dass<br />
bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes das Kriterium der<br />
Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung entscheidend ist. Man<br />
müsste aber die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der<br />
jungen Menschen konkret analysieren. Meiner Meinung nach<br />
ist es wahrscheinlicher, dass der junge Mensch nur vier Tage<br />
pro Woche arbeiten möchte. Wir werden also unsere Berufsordnung<br />
an diese Möglichkeit anpassen müssen, insbesondere<br />
an die Möglichkeit, die tägliche Arbeitszeit von 8 auf 10<br />
Stunden zu erhöhen und die 41-Stunden-Woche beizubehalten,<br />
aber auf vier Tage zu verteilen. Angesichts der Bedürfnisse<br />
und des Lebensstils junger Menschen reicht ein Gehalt<br />
von 80 Prozent oder insbesondere 60 Prozent möglicherweise<br />
nicht aus.<br />
Auch für Unternehmen mit schwankendem Reparaturaufkommen<br />
und wenig Stabilität wäre es schwierig, einen Mitarbeiter<br />
in Teilzeit zu beschäftigen. Das Teilzeitsystem müsste mindestens<br />
volle Arbeitstage vorsehen, da beispielsweise eine<br />
halbtägliche Beschäftigung zu Verzögerungen bei den Reparaturen<br />
führen würde. Ein Teilzeitsystem könnte eingeführt<br />
werden, wenn es eine standardisierte und eindeutige Arbeitsmethode<br />
innerhalb der Werkstatt gibt. Dies wäre in gut strukturierten<br />
Unternehmen möglich, in denen eine Arbeit von<br />
einem Mitarbeiter begonnen und von einem anderen beendet<br />
werden kann, ohne dass Probleme durch wechselnde Mitarbeiter<br />
entstehen.»<br />
Crivelli empfiehlt Carrosserieunternehmen, sich folgende<br />
Punkte anzuschauen und, wo nötig, externe Hilfe (oder vom<br />
Verband) zu suchen:<br />
– Analyse und Strukturierung interner Prozesse<br />
– «Normalisierung» der Prozesse, damit die Mitarbeiter dynamischer<br />
an bereits begonnenen Arbeiten arbeiten können<br />
und ein Wechsel ohne Effizienzverlust möglich ist.<br />
– Förderung der Ausbildung, damit die Arbeitsmethoden der<br />
einzelnen Mitarbeiter so ähnlich wie möglich sind.<br />
– Zudem sollte der GAV mehr Flexibilität für Teilzeitarbeitsplätze<br />
zulassen.<br />
Nicht nur bei Frauen Thema<br />
Und was sagen die Jugendlichen dazu? Petra Grieder, Mitglied<br />
des Champions-Club, spürt den Puls der nachfolgenden Generation:<br />
«Das ist genau das Thema, gerade Frauen in Lackierberufen<br />
wollen irgendwann Kinder und es gibt fast keine Möglichkeit,<br />
Teilzeit als Lackiererin zu arbeiten. Als Schwangere<br />
darf man sowieso nicht mehr in der Kabine arbeiten, also orientiert<br />
man sich um, auch weil man weiss, dass es später sehr<br />
schwierig wird. Es gibt Betriebe, die das sehr gut mit Gleitzeit<br />
lösen, die müssen aber sehr gut strukturiert sein. Ein 70-Prozent-Pensum<br />
wäre eigentlich kein Problem.<br />
Gelegentlich werden schwangere Lackiererinnen anders eingesetzt,<br />
zum Beispiel im Kundendienst. Nachdem sie sich das<br />
dafür nötige Know-how angeeignet haben, bleiben sie dann<br />
aber oft in dieser Position. Auch der Betrieb hat Interesse,<br />
tôliers. Si l'équipe veut toujours travailler ensemble, comme<br />
chez nous, un modèle de travail à temps partiel ou flexible ne<br />
peut pas être mis en œuvre ou ne peut pas être bien mis en<br />
œuvre. Mais j'y vois l'avantage notamment pour les femmes<br />
que nous formons et qui souhaitent reprendre le travail après<br />
des ruptures familiales et qui recherchent alors un environnement<br />
de travail flexible. Une telle opportunité aurait certainement<br />
un effet positif.<br />
Une analyse approfondie s'impose<br />
Damiano Crivelli, Président de la section, nous explique si les<br />
choses sont différentes au Tessin: «Je ne pense pas que le<br />
critère de l'emploi à temps partiel ou à temps plein soit déterminant<br />
dans le choix d'un poste d'apprenti. Cependant, il faudrait<br />
analyser concrètement les besoins actuels et futurs des<br />
jeunes. A mon avis, il est plus probable que le jeune ne veuille<br />
travailler que quatre jours par semaine. Nous devrons donc<br />
adapter notre code professionnel à cette éventualité, notamment<br />
à la possibilité d'augmenter la durée journalière de travail<br />
de huit à dix heures et de maintenir la semaine de 41 heures,<br />
mais en l'étalant sur quatre jours. Compte tenu des besoins et<br />
du mode de vie des jeunes, un salaire de 80 % ou surtout de<br />
60 % peut s'avérer insuffisant.<br />
Il serait également difficile pour les entreprises ayant des volumes<br />
de réparation fluctuants et peu de stabilité d'embaucher<br />
un employé à temps partiel. Le système à temps partiel devrait<br />
prévoir au moins des journées de travail complètes, car le travail<br />
à temps partiel, par exemple, entraînerait des retards dans<br />
les réparations. Un système à temps partiel pourrait être introduit<br />
s'il existe une méthode de travail standardisée et claire<br />
au sein de l'atelier. Cela serait possible dans des entreprises<br />
bien structurées, où un travail peut être commencé par un employé<br />
et terminé par un autre sans problèmes liés au changement<br />
de personne.»<br />
D. Crivelli recommande aux carrossiers d'examiner les points<br />
suivants et de rechercher une aide extérieure (ou auprès de<br />
l'association) si nécessaire:<br />
– Analyse et structuration des processus internes.<br />
– «Normalisation» des processus pour que les employés<br />
puissent travailler plus dynamiquement sur un travail déjà<br />
commencé et qu'un changement soit possible sans perte<br />
d'efficacité.<br />
– Promotion de la formation afin que les méthodes de travail<br />
des différents employés soient aussi similaires que possible.<br />
– De plus, la CTT devrait permettre plus de flexibilité pour les<br />
emplois à temps partiel.<br />
Pas seulement un sujet pour les femmes<br />
Qu'en disent les jeunes? Petra Grieder, du Champions Club,<br />
prend leur pouls: «C'est là le problème, les femmes qui travaillent<br />
dans la peinture en particulier veulent des enfants<br />
à un moment donné et il n'y a presque aucune possibilité de<br />
travailler à temps partiel comme peintre. Enceinte, on n'est<br />
plus autorisée à travailler en cabine, alors on se réoriente,<br />
parce qu'on sait que ce sera très difficile plus tard. Des entreprises<br />
résolvent très bien ce problème avec des horaires<br />
flexibles, mais doivent être très bien structurées. Une<br />
charge de travail de 70% ne serait en fait pas un problème.<br />
Parfois, les peintres enceintes sont utilisées autrement, par<br />
ex. dans le service à la clientèle. Cependant, une fois acquis<br />
le savoir-faire nécessaire, elles y restent souvent. L'entreprise<br />
est aussi intéressée à garder ces travailleuses quali-<br />
28 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
diese Fachkräfte weiter zu behalten. Oder man macht Weiterbildungen,<br />
beispielsweise zum Werkstattkoordinator, dann<br />
hat man mehr Handlungsspielraum und es wird einfacher.<br />
Für die Carrosseriebranche<br />
wünsche ich<br />
mir, dass man, wie<br />
in anderen Branchen<br />
auch, Lösungen entwickelt.<br />
Wir können<br />
nicht stehen bleiben,<br />
sondern müssen neue<br />
Wege finden. Mit einer<br />
Perspektive und alltagstauglichen<br />
Lösungen<br />
kann man<br />
Fachkräfte eher halten,<br />
nicht nur Frauen,<br />
sondern auch Männer,<br />
denn es ist definitiv<br />
nicht nur bei uns Frauen<br />
ein Thema.»<br />
Lesen Sie zum Thema<br />
4-Tage-Woche und<br />
Gleitzeit auch den Artikel<br />
auf der folgenden<br />
Seite (30). ●<br />
Text: Henrik Petro,<br />
Bilder: Archiv<br />
fiées. Soit on suit une formation complémentaire, par ex.<br />
pour devenir coordinatrice d'atelier, donnant plus de marge<br />
de manœuvre et ça devient plus facile. Mon souhait pour<br />
la branche est qu'on<br />
développe des solutions<br />
comme dans d'autres<br />
secteurs industriels.<br />
Petra Grieder, Projektverantwortliche Grundbildung carrosserie suisse: «Wir können<br />
nicht stehen bleiben, sondern müssen neue Wege finden. Teilzeit ist definitiv nicht nur<br />
für Frauen ein Thema.»<br />
Petra Grieder, cheffe de projet pour la formation de base carrosserie suisse: «Nous ne<br />
pouvons pas rester immobiles, nous devons trouver de nouvelles voies. Le temps<br />
partiel n'est certainement pas seulement un problème pour les femmes.»<br />
Nous ne pouvons pas<br />
rester impassibles, mais<br />
nous devons absolument<br />
trouver de nouvelles<br />
voies. Avec des<br />
perspectives et des solutions<br />
adaptées à un<br />
usage quotidien, il est<br />
plus facile de retenir des<br />
travailleurs qualifiés,<br />
non seulement des<br />
femmes mais aussi des<br />
hommes, car ce n'est<br />
certainement pas qu'un<br />
problème de femmes.<br />
Voir l'article de la p. 30<br />
sur le thème de la semaine<br />
de 4 jours et de<br />
l'horaire flexible. ●<br />
Texte: Henrik Petro<br />
Images: archives<br />
SATAjet ® X 5500<br />
<br />
Jetzt als X-Modell mit<br />
dem SATA X-Düsensystem<br />
Strahlform I- und O-Düse HVLP/RP<br />
1.2 I 1.3 I 1.4 I 1.2 O 1.3 O 1.4 O<br />
Das revolutionäre SATA X-Düsensystem ist jetzt auch für das Spitzenmodell<br />
«PHASER» in den Düsengrössen 1,2 - 1,4 für HVLP und 1,2 - 1,3 für RP jeweils<br />
als I- und O-Variante verfügbar.<br />
Die elegante SATAjet X 5500 PHASER verbindet ein aussergewöhnliches<br />
Design und gewährleistet dennoch eine praxisgerechte Funktion für den Arbeitsalltag<br />
in der Lackierwerkstatt.<br />
Vertrieb durch / Distribution par :<br />
Akzo Nobel Car Refinishes AG<br />
8344 Bäretswil<br />
AMAG Import AG<br />
6330 Cham<br />
André Koch AG<br />
89<strong>02</strong> Urdorf<br />
Axalta Coating Systems<br />
Switerzland GmbH<br />
4133 Pratteln (Petit-Lancy)<br />
Marken/marques :<br />
Cromax und Spies Hecker<br />
Belfa AG<br />
8152 Glattbrugg<br />
Glas Trösch AG / Carbesa<br />
47<strong>02</strong> Oensingen<br />
ESA-Einkaufsorganisation<br />
3401 Burgdorf<br />
FOR CAR produits<br />
de <strong>Carrossier</strong> S.A.<br />
1<strong>02</strong>6 Echandens<br />
Glasurit Autoreparaturlacke<br />
8808 Pfäffikon SZ<br />
R-M Autoreparaturlacke<br />
8808 Pfäffikon SZ<br />
Je nach eingesetztem Material, Arbeitsgewohnheit oder klimatischen<br />
Bedingungen kann der Anwender in der bewährten HVLP- und RP-Technologie<br />
zwischen einer kontrollierten oder schnellen Applikation wählen.<br />
8957 Spreitenbach | www.jasa-ag.ch<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>29
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
Carrosserie Tüscher AG<br />
Nach dem Pilotprojekt<br />
die Gleitzeit<br />
Das auf Linienbusse und leichte Nutzfahrzeuge<br />
spezialisierte Unternehmen testete während vier<br />
Monaten die Viertagewoche. Warum sie auf dem<br />
Papier funktionierte, aber nicht in der Praxis, und<br />
wie die Mitarbeitenden heute trotzdem zusätzliche<br />
Freitage erhalten, erzählt uns Mikkel Christensen,<br />
Leiter Carrosserie.<br />
Carrosserie Tüscher SA<br />
Projet pilote, puis<br />
horaires flexibles<br />
L’entreprise, spécialisée dans les bus et les utilitaires<br />
légers, a testé la semaine de 4 jours pendant<br />
4 mois. Mikkel Christensen, responsable de<br />
la carrosserie, nous explique pourquoi cela a<br />
fonctionné sur papier mais pas dans la pratique et<br />
comment les employés bénéficient encore de<br />
jours de congé supplémentaires aujourd’hui.<br />
«Wir haben Mitte April 2<strong>02</strong>2 alle Mitarbeiter ins Boot geholt<br />
und informiert, dass wir am 1. Mai ein Pilotprojekt für die Viertagewoche<br />
starten würden», erzählt Mikkel Christensen, seit<br />
November 2<strong>02</strong>0 Leiter Carrosserie und Mitglied der Geschäftsleitung<br />
der Carrosserie Tüscher AG in Dällikon ZH. «In unserem<br />
Konzept teilten wir die 41-Stunden-Woche auf vier Tage auf.<br />
Dabei liessen wir frei, weiterhin an fünf Tagen arbeiten zu können.<br />
Die Reaktionen waren unterschiedlich. Ein Teil sagte: ‹Nein,<br />
funktioniert nicht.› Ein kleiner Teil meinte: ‹Ich mag nicht so viel<br />
arbeiten an einem Tag, ich bleibe bei fünf Tagen›, und ein Teil<br />
fand: ‹Cool, verlängertes Wochenende!› Ziel war, die Attraktivität<br />
als Arbeitgeber zu steigern. Es gab viele erfolgreiche<br />
Beispiele, sogar aus der Schweiz. Wir erhofften, einen Wettbewerbsvorteil<br />
auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Und wir<br />
wollten auch zeigen, dass wir modern und gewillt sind, etwas<br />
Neues auszuprobieren.»<br />
Aus eins mach zwei<br />
Um die Arbeit von fünf auf vier Tage zu verlagern, mussten die<br />
Arbeitszeiten angepasst werden, konkret von zuvor 07.00–<br />
17.00 Uhr auf neu 06.30–18.00 Uhr. «Wir hatten zuvor auch<br />
diskutiert, ob wir die Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden senken<br />
sollten, doch dafür ist eine viel grössere Umstellung nötig, also<br />
versuchten wir es zunächst mit weiterhin 41 Stunden.»<br />
Der Trick dabei ist einfach: Das ganze Team wird in zwei Gruppen<br />
aufgeteilt, sodass Gruppe eins von Montag bis Donnerstag<br />
und Gruppe zwei von Dienstag bis Freitag arbeitet. «So konnten<br />
wir am Markt gewährleisten, an fünf Tagen für die Kunden da<br />
zu sein», erklärt Christensen. «Dafür muss man sicherstellen,<br />
dass in jeder Funktion an jedem Tag jemand da ist. Wir beschäftigen<br />
zwei Bodenleger, vier Lackierer und noch mehr Spengler.<br />
Auf dem Papier zumindest hatte es funktioniert.»<br />
Spielverderber Ferien und Krankheit<br />
Am 1. Mai liess die Carrosserie Tüscher den Versuchsballon<br />
steigen. «Nach drei, vier Wochen standen wir vor der Situation,<br />
dass an einem Freitag nur drei Leute in der Werkstatt waren.<br />
Dabei mussten Autos herausgegeben und fertig gemacht werden.»<br />
Was war schiefgelaufen? «Es fehlten die Mitarbeiter, die<br />
in den Ferien oder krankheitsbedingt abwesend waren. Und am<br />
folgenden Montag dieselbe Geschichte», erklärt Christensen.<br />
«Dazu kam, dass manche Mitarbeiter ihre Freitage auf einen<br />
anderen Tag schieben wollten. Irgendwann verliert man den<br />
Überblick in der Planung und steht wieder vor demselben Pro-<br />
«A la mi-avril 2<strong>02</strong>2, nous avons embarqué tous les employés<br />
dans un projet pilote pour la semaine de quatre jours le 1 er<br />
mai», explique Mikkel Christensen, responsable de la carrosserie<br />
depuis novembre 2<strong>02</strong>0 et membre de la direction de la<br />
Carrosserie Tüscher SA à Dallikon ZH. «Dans notre concept,<br />
nous avons divisé la semaine de 41 heures en quatre jours.<br />
Nous leur avons accordé le libre choix de continuer à travailler<br />
cinq jours. Les réactions ont varié. Certains ont dit : «Non,<br />
ça ne marche pas.» Une petite partie a émis l’opinion : «Je<br />
n’aime pas travailler autant en une journée, je m’en tiens à<br />
cinq jours» et d’autres ont dit «cool, un week-end prolongé!»<br />
Le but était d’augmenter l’attractivité en tant qu’employeur. Il<br />
existait de nombreux exemples de réussite, même en Suisse.<br />
Nous espérions créer un avantage sur le plan de la concurrence<br />
sur le marché du travail. Et nous voulions aussi montrer<br />
que nous sommes modernes et prêts à essayer quelque<br />
chose de nouveau.»<br />
Die Carrosserie Tüscher AG repariert Linienbusse. Das lässt sich nicht<br />
immer vorausplanen, weshalb alle Funktionen an allen Tagen besetzt<br />
sein müssen.<br />
La Carrosserie Tüscher SA répare les bus de ligne. Cela ne peut pas<br />
toujours être planifié à l’avance, c’est pourquoi toutes les fonctions<br />
doivent être occupées tous les jours.<br />
30 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Unternehmensführung / Gouvernance<br />
blem, nämlich mit plötzlich zu wenig Personal vor Ort.» Nach<br />
einigen Wochen zeigte sich ein dritter Aspekt, mit dem man<br />
allerdings gerechnet habe: «Nach zehn Stunden an der Arbeit<br />
ist man ausgepowert, Müdigkeit setzt ein und man mag nicht<br />
mehr – vor allem mit dem Wissen im Hinterkopf, am folgenden<br />
Tag wieder einen langen Arbeitstag vor sich zu haben. Dies ging<br />
zulasten der Effektivität.» Mitarbeiter mit einem längeren Arbeitsweg<br />
beklagten, dass sie kein soziales Leben mehr hätten.<br />
Sie waren an ihrem zusätzlichen freien Tag derart erledigt, dass<br />
sie zuerst die Kräfte sammeln mussten, um dann erst das<br />
Wochenende geniessen zu können.<br />
Wieder zurück, aber nicht ganz auf Start<br />
«Unser Fazit nach vier Monaten war, dass wir wieder zur Fünftagewoche<br />
zurückkehrten – allerdings neu mit Gleitzeit.» Dies<br />
war möglich, weil das Mutterhaus, die Carrosserie Hess AG, dies<br />
bereits in der ganzen Unternehmensgruppe einführt hat. «Unsere<br />
Mitarbeiter können von 06.30–17.45 Uhr ihren Tag gestalten.<br />
Sie müssen nur dafür sorgen, dass sie auf ihre Stunden<br />
kommen. Das hat den Vorteil, dass man während zwei Wochen<br />
Überzeit anhäufen kann, um damit einen zusätzlichen Tag freizunehmen.»<br />
Auch wenn einer ins Minus rutscht, kann er es nun<br />
einfacher aufholen. Innerhalb der Gleitzeit muss für Überzeit<br />
keine Genehmigung beim Vorgesetzten eingeholt werden, für<br />
den freien Tag allerdings schon – damit für jede Funktion immer<br />
jemand da ist. «Unsere Leute sind jetzt entspannter und ausgeglichener.<br />
Mir ist einfach wichtig, dass die Arbeit erledigt ist. Es<br />
hat auch ein grosses Stück mit Vertrauen zu tun und ich vertraue<br />
meinen Mitarbeitern zu 100 Prozent. Ich bin übrigens nach<br />
wie vor überzeugt, dass mit dem richtigen Konzept und mit<br />
strikten Regeln eine Viertagewoche mit 36 Stunden funktionieren<br />
würde», so Christensen abschliessend. «Dabei spielt aber<br />
auch die Grösse der Firma eine Rolle, denn jede Funktion muss<br />
mindestens dreifach besetzt sein. Mit unseren rund 30 Mitarbeitenden<br />
sind wir dafür zu klein.»<br />
●<br />
Text und Bilder: Henrik Petro<br />
Mikkel Christensen, Leiter Carrosserie: «Ich überprüfe monatlich die<br />
Stunden meiner Mitarbeiter und wenn jemand Minus- oder Überstunden<br />
angehäuft hat, rede ich mit ihm.»<br />
Mikkel Christensen, responsable de la carrosserie : «Je vérifie les<br />
heures de mes employés tous les mois et si quelqu’un a accumulé des<br />
heures en moins ou des heures supplémentaires, on en discute.»<br />
Faire deux en un<br />
Afin de faire passer le travail de 5 à 4 jours, les horaires de<br />
travail ont dû être aménagés, notamment de 7h00 à 17h00 à<br />
6h30 à 18h00. «Nous avions précédemment discuté de l’opportunité<br />
de réduire le temps de travail hebdomadaire à 36 h,<br />
mais ça nécessite un changement beaucoup plus important,<br />
nous avons donc d’abord essayé de le maintenir à 41 h.»<br />
Le truc est simple: l’équipe est divisée en 2 groupes; le groupe<br />
un travaille du lundi au jeudi et le groupe deux du mardi au<br />
vendredi. «Ainsi, nous avons pu garantir que nous serions là<br />
pour les clients pendant 5 jours », explique Christensen. «On<br />
doit s’assurer que quelqu’un est présent dans chaque fonction<br />
chaque jour. Nous employons 2 poseurs de sol, 4 carrossiers-peintres<br />
et encore plus de carrossiers-tôliers. Au moins<br />
sur le papier, ça a marché.»<br />
Trouble-fêtes vacances et maladie<br />
Le 1 er mai, la Carrosserie Tüscher a démarré le test. «Au bout<br />
de 3 ou 4 semaines, on a eu la situation où un vendredi, il n’y<br />
avait que 3 personnes dans l’atelier. Les voitures devaient être<br />
remises et préparées.» Qu’est ce qui a foiré? Il manquait les<br />
employés absents pour cause de vacances ou de maladie. Et<br />
le lundi suivant, la même histoire», explique Christensen. «De<br />
plus, certains salariés souhaitaient reporter leur vendredi à un<br />
autre jour. A un moment donné, on perd le fil de la planification<br />
et on se retrouve à nouveau confronté au même problème, à<br />
savoir un manque soudain de personnel en présence.» Au bout<br />
de quelques semaines, un troisième aspect est apparu, qui<br />
pourtant était attendu: «Après dix heures de travail, on se sent<br />
épuisé, on n’en pleut plus de fatigue – tout en sachant fort bien<br />
qu’un autre long jour de labeur suivra le lendemain. Cela s’est<br />
fait au détriment de l’efficacité. » Les employés ayant des trajets<br />
plus longs se sont plaints de ne plus avoir de vie sociale.<br />
Ils étaient tellement épuisés pendant leur jour de congé supplémentaire<br />
qu’ils devaient d’abord retrouver de forces avant<br />
de pouvoir profiter du week-end..<br />
Marche arrière, mais pas tout à fait à la case départ<br />
«Notre conclusion après 4 mois fut que nous étions revenus<br />
à la semaine de 5 jours – mais maintenant avec des horaires<br />
flexibles.» Cela a été possible, car la société mère – Carrosserie<br />
Hess SA – l’avait déjà introduit dans tout le groupe d’entreprises.<br />
«Nos collaborateurs peuvent organiser leur journée<br />
de 6h30 à 17h45. On doit juste s’assurer d’arriver à son<br />
nombre d’heures. L’avantage est qu’on peut accumuler des<br />
heures supp sur une période de 2 semaines afin de prendre<br />
un jour de congé supplémentaire. Même si l’un passe dans le<br />
rouge, il est désormais plus facile de se rattraper. Pendant<br />
les horaires flexibles, aucune approbation n’est requise du<br />
superviseur pour les heures supplémentaires, mais pour le<br />
jour de congé, c’est le cas – de sorte que quelqu’un est toujours<br />
là pour chaque fonction. «Nos employés sont maintenant<br />
plus détendus et équilibrés. Ce qui compte pour moi, c’est<br />
que le travail soit fait. Cela a aussi beaucoup à voir avec la<br />
confiance et je fais confiance à 100 % à mes employés. Incidemment,<br />
je suis toujours convaincu qu’avec le bon concept<br />
et des règles strictes, une semaine de quatre jours avec 36<br />
heures fonctionnerait», conclut Christensen. «Mais la taille<br />
de l’entreprise joue aussi, car chaque poste doit être pourvu<br />
au moins trois fois. Avec une trentaine d’employés, nous<br />
sommes trop petits pour ça.»<br />
●<br />
Texte et images: Henrik Petro<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>31
Rechtshilfe / Assistance juridique<br />
Neue Bestimmungen ab 1. September <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Bemerkungen zum<br />
Datenschutzgesetz<br />
Mit Daten und personifizierten Werbungen wird<br />
viel Geld verdient – an ihnen besteht ein erhebliches<br />
wirtschaftliches Interesse. Und mit diesem<br />
wirtschaftlichen Interesse steigt auch die Gefahr<br />
von Missbrauch.<br />
Personendaten sind in der heutigen Zeit ein wertvolles Gut.<br />
Daten werden registriert, eingeordnet – und verkauft. Die<br />
Schweizer Bundesverfassung legt fest, dass der Schutz vor<br />
Missbrauch von persönlichen Daten ein Teilgehalt des Grundrechts<br />
auf den Schutz der Privatsphäre darstellt. Aufgrund<br />
dessen wurde das Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG)<br />
verabschiedet und per 1. Juli 1993 in Kraft gesetzt. Das DSG<br />
regelt die Anforderungen, wenn Personendaten bearbeitet und<br />
registriert werden. So müssen die Betroffenen insbesondere<br />
über die Registration informiert werden, ebenso, welchem weiteren<br />
Personenkreis diese Daten zugänglich gemacht werden.<br />
Gleichzeitig haben die betroffenen Personen ein Einsichtsrecht<br />
über die registrierten Daten. Verletzungen des Datenschutzgesetzes<br />
können mit Busse geahndet werden.<br />
Vom technologischen Wandel überholt<br />
Das Gesetz aus dem Jahre 1993 wurde mit dem Internet eingeholt<br />
und überholt. An die Datensammelwut der Tech-Giganten<br />
wie Google oder Facebook konnte der Gesetzgeber vor 1993<br />
noch nicht denken. Dasselbe gilt auch in der EU, weshalb 2018<br />
eine neue Datenschutzrichtlinie erlassen wurde. Diese als Da-<br />
Nouvelle réglementation à partie du 1 er septembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Loi sur la protection<br />
des données<br />
On gagne beaucoup d'argent avec les données et<br />
la publicité personnalisée – elles présentent un<br />
intérêt économique considérable. Le risque d'abus<br />
inhérent s’en trouve augmenté.<br />
Les données personnelles sont un bien précieux de nos jours.<br />
Elles sont enregistrées, classifiées – et vendues. La Constitution<br />
fédérale suisse stipule que la protection contre l'utilisation<br />
abusive des données personnelles fait partie du droit fondamental<br />
à la protection de la vie privée. En conséquence, la loi<br />
fédérale sur la protection des données (LPD) a été adoptée et<br />
est entrée en vigueur le 1 er juillet 1993 et réglemente les exigences<br />
lors du traitement et de l'enregistrement des données<br />
personnelles. En particulier, les personnes concernées doivent<br />
être informées de l'enregistrement, ainsi que du groupe de personnes<br />
auquel ces données sont rendues accessibles. Dans le<br />
même temps, les personnes concernées ont le droit de les<br />
consulter les données enregistrées. Les infractions à la loi sur<br />
la protection des données peuvent être punies d'une amende.<br />
Un cadre désuet dû à l’évolution des technologies<br />
La loi de 1993 a été rattrapée et dépassée avec internet. Avant<br />
1993, le législateur ne pouvait pas imaginer la frénésie de collecte<br />
de données des géants de la tech comme Google ou<br />
Facebook. Il en va de même dans l'UE, c'est pourquoi une nouvelle<br />
directive sur la protection des données a été publiée en<br />
2018. Cette directive, connue sous le nom de Règlement géné-<br />
Das Bundesgesetz über den Datenschutz stammt von 1993. Inzwischen ist das Sammeln und Verwenden von Daten viel einfacher geworden,<br />
weshalb Anpassungen nötig wurden.<br />
La loi fédérale sur la protection des données date de 1993. Depuis, la collecte et l'utilisation des données sont devenues beaucoup plus faciles, c'est<br />
pourquoi des ajustements ont été nécessaires.<br />
32 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Rechtshilfe / Assistance juridique<br />
In den sozialen Medien spielt das Datenschutzgesetz eine geringere<br />
Rolle, sofern die Follower einsehbar sind und man selbst jederzeit<br />
entfolgen kann.<br />
Dans le cas des médias sociaux, la loi sur la protection des données<br />
joue un rôle moindre si les abonnés sont visibles et que vous pouvez<br />
vous désabonner à tout moment.<br />
tenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bezeichnete Richtlinie<br />
wurde mit etwas Verzögerung auch in der Schweiz übernommen.<br />
Auf den 1. September <strong>2<strong>02</strong>3</strong> werden damit neue Bestimmungen<br />
im DSG in Kraft treten. Eine Firma, die Personendaten<br />
bearbeitet, muss einen Verantwortlichen im Betrieb bezeichnen.<br />
Die Daten müssen sodann im Betrieb angemessen geschützt<br />
werden, damit Dritte nicht darauf zugreifen können. Werden<br />
Daten automatisiert bearbeitet, um z. B. eine automatisierte<br />
Offerte zu erstellen, muss dies offengelegt werden. Weiter bestehen<br />
zahlreiche neue administrative Pflichten, z.B. das Führen<br />
eines Bearbeitungsverzeichnisses oder die Meldepflicht bei<br />
Verstössen gegen das Datenschutzgesetz. Weiterhin können<br />
Verstösse gegen das DSG mit Bussen bestraft werden, neu gar<br />
mit einer Maximalhöhe von bis zu 250 000 Franken.<br />
Gesetz ohne Handlungsanweisungen<br />
Das Datenschutzgesetz betrifft grundsätzlich schnell alle Nutzer<br />
des Internets, welche damit geschützt werden sollen.<br />
Handlungsanweisungen an die Nutzer bestehen jedoch keine.<br />
Grössere Firmen können aber davon betroffen sein, wenn Daten<br />
von Kunden und Arbeitnehmern systematisch gesammelt<br />
werden. Ein Handlungsbedarf kann demnach auch bei Mitgliedern<br />
von carrosserie suisse entstehen, wenngleich bei der<br />
grossen Mehrheit der Mitglieder Offerten noch persönlich «von<br />
Hand» erstellt werden und keine automatisierte und individualisierte<br />
Werbung geschaltet wird. Unproblematisch sind<br />
auch Werbe-Mails, sofern die Kunden sich freiwillig zum Abonnement<br />
dieser Mails melden. Durch die Änderungen am Datenschutzgesetz<br />
muss der Anbieter aber Auskunft geben, dass<br />
er eine Liste mit Mail-Adressen für den Versand der Werbung<br />
hat, und er muss selbstverständlich einen Kunden auf dessen<br />
Wunsch auch wieder löschen. Keinen Einfluss scheint das Datenschutzgesetz<br />
auf die sozialen Medien zu haben, sofern dort<br />
die Follower einsehbar sind und eine Löschung des Kontakts<br />
immer möglich ist.<br />
Wir empfehlen bei Bedarf, sich an eine Fachperson (Datenschutzbeauftragte,<br />
Rechtsanwälte) zu wenden und den konkreten<br />
Handlungsbedarf zu prüfen. Für carrosserie-suisse-Mitglieder<br />
sind zudem Checklisten und weitere Unterlagen zum<br />
Thema Datenschutz auf der Webseite verfügbar unter «Service/Unternehmensführung/IT-Datenschutz».<br />
●<br />
Text: Dr. Mischa Berner, Rechtsanwalt<br />
Bilder: Pixabay, Dreamstime<br />
ral sur la protection des données (RGPD), a également été<br />
adoptée en Suisse avec un léger retard. De nouvelles dispositions<br />
de la LPD entreront en vigueur le 1 er septembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Une<br />
entreprise qui traite des données personnelles doit désigner<br />
une personne responsable en son sein. Les données doivent<br />
alors être protégées de manière adéquate pendant le fonctionnement<br />
afin que des tiers ne puissent y accéder. Le traitement<br />
automatique des données, par exemple pour créer une offre<br />
automatisée, doit être déclaré en conséquence. Il existe également<br />
de nombreuses nouvelles obligations administratives,<br />
par exemple la tenue d'un répertoire de traitement ou l'obligation<br />
de signaler les infractions à la loi sur la protection des<br />
données. Les violations de la LPD peuvent aussi être punies<br />
d'amendes, désormais d'un montant maximum de 250 000 frs.<br />
Loi sans instructions<br />
En principe, la loi sur la protection des données affecte rapidement<br />
tous les utilisateurs d'Internet qui doivent être protégés<br />
par elle. Cependant, il n’existe aucune instruction aux utilisateurs<br />
leur permettant d’intervenir, bien que les grandes entreprises<br />
qui collectent systématiquement les données des clients<br />
et des employées soient affectées. Une intervention peut s’avérer<br />
également nécessaire parmi les membres de carrosserie<br />
suisse, bien que la grande majorité des membres crée encore<br />
personnellement des offres «à la main» et qu'aucune publicité<br />
automatisée et individualisée ne soit placée. Les courriels publicitaires<br />
ne posent également aucun problème tant que les<br />
clients s'abonnent volontairement à ceux-ci. En raison des modifications<br />
apportées à la loi sur la protection des données, le<br />
fournisseur doit indiquer qu'il dispose d'une liste d'adresses<br />
courriel pour l'envoi de la publicité et bien sûr, il doit également<br />
radier un client si ce dernier le souhaite. La loi sur la protection<br />
des données ne semble pas avoir d'influence sur les médias<br />
sociaux, à condition que les abonnés puissent y être consultés<br />
et que le contact puisse toujours être supprimé.<br />
Si nécessaire, nous vous recommandons de contacter un spécialiste<br />
(délégué à la protection des données, avocat) et de<br />
vérifier le besoin spécifique d'agir. Pour les membres de carrosserie<br />
suisse, des listes de contrôle et d'autres documents<br />
sur le thème de la protection des données sont aussi disponibles<br />
sur le site Web sous « Service/Corporate Management/<br />
IT Data Protection ».<br />
●<br />
Texte: Dr. Mischa Berner, avocat<br />
Images: Pixabay, Dreamstime<br />
Elektronisch gespeicherte Daten müssen vor unbefugtem Zugriff<br />
ausreichend geschützt werden.<br />
Les données stockées électroniquement doivent être protégées de<br />
manière adéquate contre tout accès non autorisé.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>33
Lackiererei / Atelier de peinture<br />
Armin Dürr (links), Technical Manager Region DACH, und Matthias Schramm von Acoat Selected Austria präsentierten im Vortrag und in der<br />
Spritzkabine den neuen Füller von AkzoNobel.<br />
Armin Dürr (à gauche), Directeur technique de la région AACH et Matthias Schramm d'Acoat Selected Autriche ont présenté le nouveau surfacer<br />
d'AkzoNobel lors de la présentation et dans la cabine de pulvérisation.<br />
AkzoNobel<br />
Das ganze Angebot<br />
und ein neuer Füller<br />
In Österreich zeigte der Lackhersteller AkzoNobel,<br />
wie er seine Partner unterstützt. Vorgestellt<br />
wurden das Partnerprogramm <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, mögliche<br />
Energiemassnahmen im Lackierbetrieb sowie der<br />
neue Füller Autosurfacer Optima (Sikkens) bzw.<br />
2K Ultimate Filler (Lesonal).<br />
Anfang März hatte der Lackhersteller AkzoNobel Vertreter der<br />
Presse aus der Region DACH (Deutschland, Österreich und<br />
Schweiz) in sein österreichisches Schulungszentrum in Elixhausen<br />
nahe Salzburg eingeladen. «Das Partnerprogramm von<br />
Sikkens gibt es bereits seit über 40 Jahren und es wird stetig den<br />
Bedürfnissen der Lackierbetriebe angepasst», erläuterte Matthias<br />
Schramm von Acoat Selected Austria. Die rund 400 Partnerbetriebe<br />
in der Region DACH profitieren dabei von zahlreichen<br />
Angeboten und Seminaren des Lackherstellers. Sein Vier-Säulen-Konzept<br />
gliedert sich in die Bereiche Werkstatt, Personal,<br />
Vertrieb und Marketing. Die Seminare und Beratungen werden<br />
AkzoNobel<br />
Toute la gamme et<br />
un nouveau surfacer<br />
En Autriche, le fabricant de peinture AkzoNobel a<br />
montré comment il soutient ses partenaires. Le<br />
programme partenaire <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, les mesures énergétiques<br />
possibles dans l'atelier de peinture et les<br />
nouveaux enduits Autosurfacer Optima (Sikkens)<br />
et 2K Ultimate Filler (Lesonal) ont été présentés.<br />
Début mars, le fabricant de peinture AkzoNobel a invité des<br />
représentants de la presse de la région AACH (Allemagne,<br />
Autriche et Suisse) dans son centre de formation à Elixhausen<br />
près de Salzbourg. «Le programme de partenariat Sikkens<br />
existe depuis plus de 40 ans et est constamment adapté aux<br />
besoins des carrosseries», a expliqué Matthias Schramm<br />
d'Acoat Selected Austria. Les quelque 400 entreprises partenaires<br />
de la région AACH bénéficient de nombreuses offres et<br />
séminaires du fabricant de peinture. Son concept en quatre<br />
piliers est divisé en les domaines de l'atelier, des ressources<br />
humaines, des ventes et du marketing. Les séminaires et<br />
34 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Lackiererei / Atelier de peinture<br />
von eigenen AkzoNobel-Mitarbeitern durchgeführt und können<br />
in Schulungszentren oder in bestimmten Betrieben auch direkt<br />
abgehalten werden, wobei natürlich eine länderübergreifende<br />
Teilnahme problemlos möglich ist. Ansprechpartner in der<br />
Schweiz ist Christian Siedler.<br />
Energieeffizienz<br />
Im Anschluss präsentierte Armin Dürr, Technical Manager Region<br />
DACH, verschiedene Instrumente, mit denen die Energie für<br />
die Vorbereitungsarbeiten, den eigentlichen Lackierprozess und<br />
den innerbetrieblichen Ablauf optimal genutzt werden kann: Mit<br />
der Kampagne RETHINK sollen alle Bereiche des Unternehmens<br />
und deren Abläufe neu überdacht werden. Dabei steht der Nachhaltigkeitsgedanke<br />
im Vordergrund, der durch Prozesse und<br />
innovative Produkte umgesetzt werden kann. Mit einem CO2-Repair<br />
Calculator lässt sich zudem der CO2-Ausstoss im Fachbetrieb<br />
errechnen, und es können Verbesserungen aufgezeigt werden.<br />
«Sehr grosses Einsparungspotenzial, nämlich bis zu 30 Prozent,<br />
liegt in der Senkung der Lackierkabinen- und Trocknungstemperatur»,<br />
führte Dürr weiter aus. Dazu seien nicht<br />
unbedingt neue Produkte erforderlich, jedoch müsse der zeitliche<br />
Ablauf in der Werkstatt angepasst werden. Die Trocknung<br />
bei Lufttrocknung mit 20 °C ist dabei möglich und liefert eine<br />
deutliche Energieeinsparung. Weitere Vorteile bringt das Process<br />
Centered Environment (PCE), hierbei werden die Bewegungen<br />
der Fahrzeuge in und durch die Werkstatt optimal<br />
berechnet und gesteuert.<br />
Im Lackierungsprozess hilft der Einsatz des Paint PerformAir<br />
(PPA), der die H2O-Sättigung der Druckluft für den Spritzvorgang<br />
steuert und die Druckluft zudem bis zu 46 °C an der Spritzpistole<br />
vorwärmt. Die Vorteile für den Lackierer sind weniger<br />
Overspray, ein besserer Verlauf und Effekt sowie weicheres<br />
und gleichmässigeres Lackieren. Für den Fachbetrieb ergeben<br />
sich eine Reduzierung der Finish-Arbeiten, des Materials, der<br />
Energiekosten und kürzere Ablüft- und Trocknungszeiten. Die<br />
Amortisationszeit des PPA liege laut Dürr zwischen eineinhalb<br />
und zwei Jahren, sofern die Spritzkabine fünfmal täglich ausgelastet<br />
wird.<br />
séances de conseils, dispensés par les propres employés<br />
d'AkzoNobel, peuvent également être organisés directement<br />
dans des centres de formation ou dans certaines entreprises,<br />
la participation interfrontalière ne causant aucun problème. La<br />
personne de contact en Suisse est Christian Siedler.<br />
Efficience énergétique<br />
Armin Dürr, Directeur technique de la région AACH, a ensuite<br />
présenté divers instruments permettant d'utiliser de manière<br />
optimale l'énergie pour les travaux préparatoires, le processus<br />
de peinture proprement dit et les processus internes: la campagne<br />
RETHINK vise à repenser tous les domaines de l'entreprise<br />
et leurs processus. L'accent est mis sur l'idée de durabilité,<br />
qui peut être mise en œuvre à travers des processus et des<br />
produits innovants. Avec un calculateur de réparation CO2, les<br />
émissions de CO2 de l'entreprise spécialisée peuvent également<br />
être calculées et des améliorations peuvent être affichées.<br />
«Il existe un très grand potentiel d'économies, à savoir jusqu'à<br />
30 %, en réduisant la température dans la cabine de peinture<br />
et de séchage», a poursuivi A. Dürr. Cela ne nécessite pas forcément<br />
de nouveaux produits, mais le timing en atelier doit être<br />
adapté. Le séchage à l'air à 20°C est possible et permet de<br />
réaliser d'importantes économies d'énergie. L’environnement<br />
axé sur le processus (Process Centered Environment PCE)<br />
apporte d'autres avantages, dans lequel les mouvements des<br />
véhicules dans et à travers l'atelier sont calculés et contrôlés<br />
de manière optimale.<br />
L'utilisation du Paint PerformAir (PPA) facilite le processus de<br />
peinture, qui contrôle la saturation en H2O de l'air comprimé pour<br />
le processus de pulvérisation et préchauffe également l'air comprimé<br />
jusqu'à 46 °C au niveau du pistolet. Les avantages pour le<br />
peintre sont moins de surpulvérisation, un meilleur écoulement<br />
et un meilleur effet, ainsi qu'une peinture plus douce et plus<br />
homogène. L'atelier profite d’une réduction du travail de finition,<br />
du matériel et des coûts énergétiques ainsi que de temps d'évaporation<br />
et de séchage plus courts. Selon Mr Dürr, l’amortissement<br />
du PPA est comprise entre un an et demi et deux ans si la<br />
cabine de pulvérisation est utilisée cinq fois par jour.<br />
In den Farbtönen Weiss, Grau und Dunkelgrau wird der Füller ab April<br />
in der Region DACH ausgeliefert.<br />
Le srufacer sera disponible dans la région AACH à partir d'avril dans<br />
les couleurs blanc, gris et gris foncé.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>35
Lackiererei / Atelier de peinture<br />
Mit einem speziellen Härter für Nass-in-Nass (Non Sanding) oder<br />
einem Härter für Schleifen (Sanding), sowie einer Verdünnung wird<br />
der Füller angemischt.<br />
Le surfacer est mélangé avec un durcisseur spécial pour mouillé-mouillé<br />
(sans sablage) ou un durcisseur pour ponçage (sablage) et<br />
un diluant.<br />
Neuer Füller für zwei Marken<br />
Der neue Füller heisst Autosurfacer Optima bei Sikkens und 2K<br />
Ultimate Filler bei Lesonal und wird ab April <strong>2<strong>02</strong>3</strong> in der Region<br />
DACH eingeführt. «Der kann alles», lobte Armin Dürr, womit er<br />
auf das breite Anwendungsspektrum und seine schnelle Trocknung<br />
anspielte. Der Füller wird in den Farbtönen weiss, grau und<br />
dunkelgrau ausgeliefert und zusammen mit einem Härter für<br />
nass-in-nass-Appikation oder einem Härter für Zwischenschliff,<br />
sowie einer Verdünnung angemischt.<br />
Der neue Füller kann auf alle möglichen metallischen Untergründe,<br />
Kunststoffe (mit Additiv) oder OEM-KTL-Schichten aufgetragen<br />
werden. Er bietet einen aussergewöhnlichen Korrosionsschutz<br />
durch eigene, aktive Pigmente. Beim Spritzen sind<br />
bis zum 300 µ Schichtdicke in drei Spritzgängen möglich, wobei<br />
nur kurze Ablüftzeiten einzuhalten sind. Die abschliessende<br />
Trocknung kann in 30 Minuten bei 20° C bei 2,5 Spritzgängen<br />
erfolgen, oder in nur fünf Minuten mit einem IR-Trockner.<br />
Praktisch gezeigt<br />
Um schliesslich die Teilnehmer von der Theorie zu überzeugen,<br />
wurde in der Lackierkabine des Schulungszentrums der neue<br />
Füller an drei Blechteilen in unterschiedlichen Spritzgängen aufgetragen.<br />
Manuel Winkler, technischer Trainer Austria, zeigte<br />
(auch im Vergleich mit der Anwendung des PPA), wie schnell ein<br />
Blechteil gefüllert und getrocknet werden kann. Dabei wurden<br />
die Applikationszeit und der Materialverbrauch genau gemessen,<br />
sodass die Aussagen über die Einsparungen von Material, Zeit<br />
und Energie mit dem PPA letztendlich bestätigt wurden.<br />
Das neue Füllermaterial ist nur ein weiterer Baustein für die<br />
Lackierfachbetriebe, um ihre Reparaturarbeit effizient und<br />
schnell durchzuführen. Das Angebot des Lackherstellers umfasst<br />
nicht nur verbesserte Materialien, sondern auch die Optimierung<br />
des Lackierprozesses und in der Trocknung, sowie<br />
beim Personal und im Betriebsablauf. Als Betriebsinhaber muss<br />
man nur zugreifen, um sein Potential auszuschöpfen. ●<br />
Text: Jürgen Klasing, Bilder: AkzoNobel, Klasing<br />
Nouveau surfacer pour deux marques<br />
Le nouveau surfacer s'appelle Autosurfacer Optima chez Sikkens<br />
et 2K Ultimate Filler chez Lesonal et sera lancé dans la<br />
région AACH à partir d'avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. «Il peut tout faire», a salué<br />
Armin Dürr, faisant allusion au large éventail d'applications et<br />
à son séchage rapide. Le surfacer est fourni dans les couleurs<br />
blanc, gris et gris foncé et mélangé avec un durcisseur pour<br />
une application mouillé-mouillé ou un durcisseur pour un ponçage<br />
intermédiaire et un diluant.<br />
Le nouveau surfacer peut être appliqué sur toutes sortes de<br />
substrats métalliques, plastiques (avec additif) ou couches<br />
OEM KTL. Il offre une protection exceptionnelle contre la corrosion<br />
grâce à ses propres pigments actifs. Lors de la pulvérisation,<br />
une épaisseur de couche allant jusqu'à 300 µm est<br />
possible en trois passages de pulvérisation, avec des temps<br />
d'évaporation à respecter courts. Le séchage final peut être<br />
effectué en 30 minutes à 20°C avec 2,5 couches, ou en seulement<br />
cinq minutes avec un sécheur IR.<br />
Démonstration pratique<br />
Enfin, pour convaincre les participants de la théorie, le nouveau<br />
surfacer a été appliqué sur trois pièces de tôlerie en différentes<br />
passage de pulvérisation dans la cabine de peinture du centre<br />
de formation. Manuel Winkler, formateur technique Autriche,<br />
a montré (en comparaison avec l'utilisation du PPA) à quelle<br />
vitesse une pièce en tôle peut être remplie et séchée. Le temps<br />
d'application et la consommation de matériau ont été mesurés<br />
avec précision, confirmant les déclarations sur les économies<br />
de matériau, de temps et d'énergie avec le PPA.<br />
Le nouveau surfacer n'est qu'un élément supplémentaire permettant<br />
aux ateliers de peinture d'effectuer leurs travaux de<br />
réparation de manière efficace et rapide. L'offre du fabricant de<br />
peinture comprend non seulement des matériaux améliorés,<br />
mais aussi l'optimisation du processus de peinture et de séchage,<br />
ainsi qu'en termes de personnel et de processus opérationnels.<br />
En tant que propriétaire d'entreprise, on n'a plus<br />
qu'à prendre des mesures pour exploiter son potentiel. ●<br />
Texte: Jürgen Klasing; images: AkzoNobel, Klasing<br />
In der Kabine wurden drei Blechteile von Manuel Winkler, technischer<br />
Trainer, mit 2,5 oder 3 Spritzgängen beschichtet, um die unterschiedlichen<br />
Trocknungsmöglichkeiten zu demonstrieren.<br />
Dans la cabine, trois tôles ont été peintes par Manuel Winkler,<br />
formateur technique, avec 2,5 ou 3 passages pour démontrer les<br />
différentes options de séchage.<br />
36 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Technik / Technique<br />
Fahrzeugbau<br />
Fossilfreier Stahl für<br />
Elektrolastwagen<br />
Als weltweit erster Lkw-Hersteller hat Volvo<br />
damit begonnen, fossilfreien Stahl für seine<br />
Lastwagen zu verwenden. Wichtige Stahlbauteile<br />
wurden ohne fossile Brennstoffe gefertigt.<br />
Im September 2<strong>02</strong>2 nahm Volvo Trucks als weltweit erster<br />
Lkw-Hersteller die Serienproduktion von schweren Elektrolastwagen<br />
mit einem Gesamtzuggewicht von 44 Tonnen auf. In<br />
der ersten Charge waren auch Fahrzeuge darunter, bei denen<br />
fossilfreier Stahl verbaut wurde. Sie waren weltweit die ersten<br />
Lkw dieser Art.<br />
Völlig neue Technologie zur Stahlproduktion<br />
Der fossilfreie Stahl wird vom schwedischen Stahlhersteller<br />
SSAB produziert und mithilfe einer völlig neuen Technologie<br />
mit fossilfreiem Strom und Wasserstoff hergestellt. Das Ergebnis<br />
ist eine deutlich geringere Klimabelastung. Zu den Kunden,<br />
die fossilfreien Stahl in einigen ihrer Elektro-Lkw einsetzen,<br />
gehören Amazon und DFDS sowie – über das Transportunternehmen<br />
Simon Loos – Unilever. Inzwischen werde der<br />
fossil freie Stahl in jedem neuen Elektro- Lkw von Volvo verbaut,<br />
heisst es ergänzend von Volvo Trucks Schweiz.<br />
Zudem stammen rund 30 Prozent der Materialien in einem<br />
neuen Volvo-Lkw heute aus recycelten Materialien. Ausserdem<br />
können bis zu 90 Prozent des Lkw am Ende seiner Lebensdauer<br />
recycelt werden. Fossilfreier Stahl wird eine wichtige<br />
Ergänzung zu dem traditionellen und dem recycelten Stahl<br />
sein, der in den Lastwagen von Volvo verwendet wird.<br />
Volvo Trucks hat sich dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet<br />
und will bis spätestens 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette<br />
netto null Treibhausgasemissionen erreichen. ●<br />
Text: Henrik Petro Bild: Volvo Trucks<br />
Serrurerie sur véhicules et construction de véhicules<br />
Acier sans énergies<br />
fossiles pour poidslourds<br />
électriques<br />
Volvo est le premier constructeur de camions<br />
au monde à utiliser de l’acier produit sans énergie<br />
fossile dans ses camions. Des pièces importantes<br />
en acier ont été fabriquées sans combustibles<br />
fossiles.<br />
En septembre 2<strong>02</strong>2, Volvo Trucks a été le premier fabricant<br />
mondial de camions à engager la production de camions électriques<br />
lourds avec un poids de train global de 44 tonnes. Cette<br />
première série comptait aussi des camions fabriqués avec de<br />
l’acier produit sans énergie fossile, une première mondiale.<br />
Technologie complètement nouvelle de production d’acier<br />
L’acier produit sans énergie fossile, du sidérurgiste suédois<br />
SSAB, est fabriqué à l’aide d’une nouvelle technologie à l’électricité<br />
et l’hydrogène. L'impact climatique est nettement plus<br />
faible. Amazon, DFDS et Unilever (société Simon Loos) utilisent<br />
cet acier dans certains camions électriques. Selon Volvo Trucks<br />
Suisse, tous leurs nouveaux camions électriques contiennent<br />
de l’acier produit sans énergie fossile.<br />
De plus, les nouveaux camions Volvo contiennent aujourd’hui<br />
environ 30 % de matériaux recyclés et peuvent, en outre, être<br />
recyclés jusqu’à 90 %., faisant de l'acier produit sans énergie<br />
fossile un complément important à l'acier traditionnel et recyclé.<br />
Volvo Trucks, dans le respect de l’Accord de Paris sur le climat,<br />
vise à atteindre des émissions nettes de gaz à effet de<br />
serre nulles sur l’ensemble de la chaîne de valeur d’ici 2040<br />
au plus tard.<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro Images: Volvo Trucks<br />
Der erste mit Wasserstoff<br />
hergestellte Stahl<br />
wird für den Chassisrahmen<br />
verwendet, das<br />
Rückgrat des Fahrzeugs,<br />
auf dem alle anderen<br />
Hauptkomponenten<br />
montiert sind. Nimmt die<br />
Verfügbarkeit von<br />
fossilfreiem Stahl zu,<br />
wird er auch in anderen<br />
Teilen des Lkw verbaut.<br />
Le premier acier<br />
fabriqué à l’hydrogène<br />
est utilisé pour le cadre<br />
du châssis, l’épine<br />
dorsale du véhicule sur<br />
laquelle tous les autres<br />
composants principaux<br />
sont montés. La<br />
proportion d’acier<br />
produit sans énergie<br />
fossile augmentera dans<br />
d’autres parties du<br />
camion en fonction de<br />
sa disponibilité.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>37
Technik / Technique<br />
Bundesamt für Energie (BFE)<br />
Effizient schweissen<br />
spart Geld<br />
Schweissgeräte sind in vielen Betrieben im Einsatz<br />
und verbrauchen grosse Strommengen. Verhaltensregeln<br />
und moderne Technologien helfen, den<br />
Verbrauch an Strom, Gas und Zusatzwerkstoff zu<br />
senken, den Ausschuss und die Nachbearbeitung<br />
zu minimieren – und damit Kosten zu sparen.<br />
Ohne Schweissgeräte geht nichts in Garagen, Metallwerkstätten<br />
und Industriebetrieben. Schätzungen besagen, dass die<br />
25 000 Handschweissgeräte und Industrieanlagen, die aktuell<br />
in der Schweiz im Einsatz sind, 80 Gigawattstunden Strom pro<br />
Jahr verbrauchen. «Diese Menge Elektrizität könnte deutlich<br />
tiefer sein», ist Patrick Gauss, Geschäftsleiter von Fronius<br />
Schweiz, überzeugt. Denn einerseits habe die Technik in den<br />
letzten Jahren starke Fortschritte gemacht und sei effizienter<br />
geworden. Anderseits entscheiden die Wartung der Schweissgeräte<br />
und ihre korrekte Anwendung darüber, ob unnötig viel<br />
Strom, Gas und Schweissdraht verbraucht werden.<br />
Modern, effizient, flexibel<br />
Anlass dafür, die Effizienz der Schweissgeräte und -anlagen zu<br />
überprüfen, ist eine 2019 verabschiedete und von der Schweiz<br />
übernommene EU-Verordnung. Für Schweissgeräte existiert<br />
zwar keine Energieetikette wie für andere technische Geräte.<br />
Die neue Verordnung verlangt aber, dass Modelle ab <strong>2<strong>02</strong>3</strong> Mindestanforderungen<br />
einhalten, was die Effizienz der Stromquelle<br />
angeht. Zudem wird die maximale Leistungsaufnahme im<br />
Leerlaufzustand bei eingeschaltetem Gerät und stromlosem<br />
Office fédéral de l'énergie OFEN<br />
Soudage efficace =<br />
économie d'argent<br />
Les postes à souder consomment des grandes<br />
quantités d'électricité. Les règles de conduite et<br />
les technologies modernes contribuent à réduire<br />
la consommation d'électricité, de gaz et de matériau<br />
d'apport, à minimiser les rebuts et le post-traitement<br />
– et donc à réduire les coûts.<br />
Rien ne fonctionne dans les garages, les ateliers de métallurgie<br />
et les entreprises industrielles sans équipement de soudage.<br />
On estime que les 25 000 soudeuses portatives et industrielles<br />
actuellement utilisées en Suisse consomment 80<br />
gigawattheures d'électricité par an. «Cette quantité d'électricité<br />
pourrait être nettement inférieure», déclare Patrick Gauss,<br />
Directeur de Fronius Suisse. D'une part, la technologie a fait de<br />
grands progrès ces dernières années et est devenue plus efficace.<br />
D'autre part, l'entretien de l'équipement et son utilisation<br />
correcte déterminent si une quantité inutile importante d'électricité,<br />
de gaz et de fil de soudage est consommée.<br />
Moderne, efficient, flexible<br />
La raison du contrôle de l'efficacité des équipements et systèmes<br />
de soudage est un règlement de l'UE de 2019 adopté<br />
par la Suisse. Il n'y a pas d'étiquette énergétique pour les<br />
équipements de soudage comme pour les autres appareils<br />
techniques. Cependant, la nouvelle réglementation exige que<br />
les modèles à partir de <strong>2<strong>02</strong>3</strong> répondent à des exigences minimales<br />
en efficacité de la source d'alimentation. De plus, la<br />
consommation électrique maximale en mode veille avec l'ap-<br />
Eine neue EU-Verordnung, die<br />
auch die Schweiz übernommen<br />
hat, bringt ab <strong>2<strong>02</strong>3</strong> Mindestanforderungen<br />
an Schweissgeräte,<br />
was den Energieverbrauch<br />
angeht.<br />
Un nouveau règlement de l'UE,<br />
que la Suisse a également<br />
adopté, apportera des exigences<br />
minimales pour les<br />
machines à souder en termes<br />
de consommation d'énergie à<br />
partir de <strong>2<strong>02</strong>3</strong>.<br />
38 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Technik / Technique<br />
Das sollten Sie vermeiden:<br />
Fünf Fehler im täglichen Umgang<br />
– Falsch eingestellte Parameter können zu einem erhöhten Spritzerauswurf<br />
führen, was zusätzliche Ressourcen und Arbeitsaufwand<br />
(Nacharbeit) bedeutet.<br />
– Zu viel oder zu wenig Gas führt zu Fehlern an der Schweissnaht<br />
wie Poren – hier muss ausgeschliffen und nachgeschweisst<br />
werden.<br />
– Wird die in der Bedienungsanleitung empfohlene Wartungskadenz<br />
vernachlässigt, kann es zu Defekten kommen.<br />
– Ist die Gerätelüftung überfordert, weil andere Wärmequellen in<br />
der Nähe stehen oder die Lüftung abgedeckt oder verschmutzt<br />
ist, kann dies die Energiequelle beschädigen.<br />
– Wählt man bei der Brenneranstellung einen falschen Winkel,<br />
beeinträchtigt das die Nahtqualität.<br />
Schweisskreislauf auf 50 Watt beschränkt. Die Invertertechnologie<br />
etwa hilft, die Vorgabe einzuhalten, und bringt gegenüber<br />
herkömmlichen, stufengeschalteten Anlagen einen Effizienzvorsprung<br />
von 30 Prozent. Gleichzeitig sind die Geräte mit<br />
Invertertechnologie deutlich kleiner und kompakter. Deshalb<br />
benötigen sie lediglich ein Fünftel an Material im Vergleich zur<br />
konventionellen 50-Hz-Trafotechnologie. Eine sinnvolle Wahl<br />
kann ein Neugerät sein, das flexibel konzipiert ist. Ein modernes<br />
Schweissgerät, das ursprünglich fürs Stahlschweissen angeschafft<br />
wird, kann damit später bei einem Wechsel in der Produktion<br />
auch fürs Schweissen von Aluminium, Chromstahl oder<br />
Edelstahl eingesetzt werden. Eine Anpassung mit der nötigen<br />
Soft- und Hardware ist problemlos möglich. Gauss: «Die steigenden<br />
Strompreise dürften dazu führen, dass allein schon<br />
aus wirtschaftlichen Gründen effiziente Schweissgeräte klar<br />
im Vorteil sind.»<br />
Feste Einstellungen sparen Energie<br />
Mit der Anschaffung eines sparsamen Modells ist es aber nicht<br />
getan. Vielmehr sollte auch die Anwendung von Schweissgeräten<br />
optimiert werden. Basis dafür sind eine solide Schulung<br />
des Personals und eine sicherheitstechnische Überprüfung alle<br />
zwei Jahre. Dabei wird das Gerät ausgeblasen, die Durchflüsse<br />
des Kühlmittels werden überprüft und Netzversorgung und<br />
Schutzleiterwiderstand gemessen. Gerade komplexe Hightechgeräte<br />
liefern nur dann gute Resultate und erreichen auch tatsächlich<br />
ihre Lebensdauer, wenn sie sorgfältig gewartet und<br />
korrekt bedient werden. Besonders praktisch ist, wenn im Menü<br />
gewisse Parameter fix eingestellt werden können. Ein Beispiel<br />
ist die Vorgabe beim Elektrodenschweissen, welche die Zeit<br />
definiert, nach der die Maschine bei Nichtgebrauch automatisch<br />
in den Stand-by-Modus übergeht. Eine andere Einstellung<br />
überwacht den Vorgang, wenn der Brenner unachtsam weggelegt<br />
wird. Ist der Brennertaster betätigt, werden weiterhin<br />
Draht und Schutzgas geliefert. Bei unbeabsichtigtem Kontakt<br />
mit Metall würde sogar ein Lichtbogen gezündet – es besteht<br />
akute Brandgefahr. Die Einstellung beugt dieser Situation vor,<br />
indem eine Distanz definiert wird, ab der kein Lichtbogen mehr<br />
erzeugt wird und der Drahtvorschub und die Gaslieferung automatisch<br />
stoppen. Das reduziert die Gefahr und den unnötigen<br />
Verbrauch von Gas und Zusatzwerkstoff.<br />
www.bfe.admin.ch/schweissgeraete<br />
Dieser Text steht auf carrosseriesuisse.ch auch auf<br />
Italienisch zur Verfügung.<br />
●<br />
Text: Pieter Poldervaart, Bild: Shutterstock<br />
pareil allumé et le circuit de soudage hors tension est limitée<br />
à 50 W. La technologie Inverter, par ex., aide à se conformer<br />
aux spécifications et apporte un avantage d'efficacité de 30<br />
% par rapport aux systèmes conventionnels à commutation<br />
par étapes. En outre, les appareils dotés de la technologie<br />
Inverter sont nettement plus petits et plus compacts. C'est<br />
pourquoi ils ne nécessitent qu'un cinquième du matériel par<br />
rapport à la technologie de transformateur 50 Hz conventionnelle.<br />
Un choix judicieux peut être un nouvel appareil<br />
conçu pour être flexible. Une machine à souder moderne,<br />
achetée à l'origine pour le soudage de l'acier, peut également<br />
être utilisée ultérieurement pour le soudage de l'aluminium,<br />
de l'acier chromé ou de l'acier inoxydable en cas de changement<br />
de production. Une adaptation avec le logiciel et le matériel<br />
nécessaires est possible sans aucun problème. P. Gauss:<br />
«La hausse des prix de l'électricité signifie probablement que<br />
les machines à souder efficaces ont un net avantage déjà pour<br />
des raisons économiques.»<br />
Les réglages fixes permettent d'économiser de l'énergie<br />
Or, acheter un modèle économique ne suffit pas, car l'utilisation<br />
du matériel de soudage doit aussi être optimisée. Elle repose<br />
sur une solide formation du personnel et un contrôle de sécurité<br />
tous les deux ans. L'appareil est soufflé, les débits de liquide<br />
de refroidissement contrôlés et l'alimentation secteur et la<br />
résistance du conducteur de protection mesurées. Les appareils<br />
high-tech complexes, en particulier, ne donnent de bons<br />
résultats et n'atteignent leur durée de vie que s'ils sont soigneusement<br />
entretenus et utilisés correctement. C'est surtout<br />
pratique si certains paramètres peuvent être réglés de manière<br />
permanente dans le menu. Telle la spécification pour le soudage<br />
à l'électrode, qui définit le temps après lequel la machine<br />
passe automatiquement en mode veille lorsqu'elle n'est pas<br />
utilisée. Un autre réglage surveille le processus lorsque le<br />
brûleur est rangé avec négligence. Si la gâchette de la torche<br />
est enfoncée, le fil et le gaz de protection continuent d'être<br />
alimentés. En cas de contact accidentel avec du métal, un arc<br />
serait amorcé – gare au risque aigu d'incendie. Le réglage prévient<br />
cette situation en définissant une distance au-delà de<br />
laquelle l'arc s'arrête et l'alimentation du fil et l'alimentation en<br />
gaz s'arrêtent automatiquement. Cela réduit le risque et la<br />
consommation inutile de gaz et de matériau de remplissage.<br />
www.bfe.admin.ch/materieldesoudage<br />
Ce texte est également disponible en italien sur<br />
carrosseriesuisse.ch<br />
●<br />
Texte: Pieter Poldervaart; image: Shutterstock<br />
Ce qu’il faut éviter:<br />
Cinq erreurs habituelles<br />
– Paramètres mal réglés : dans ce cas, le soudage peut engendrer<br />
plus de projections que normalement, ce qui consomme plus<br />
de ressources et nécessite du travail supplémentaire.<br />
– Une mauvaise gestion du débit de gaz (trop ou trop peu) entraîne<br />
des défauts du cordon de soudure (par ex. porosité), ce qui nécessite<br />
un meulage et une reprise du soudage.<br />
– Si l’appareil n’est pas entretenu selon le rythme indiqué dans<br />
la notice d’utilisation, il peut tomber en panne.<br />
– Si le système de refroidissement de l’appareil est trop sollicité<br />
– environnement trop chaud, grille masquée ou encrassée –,<br />
la source énergétique peut être endommagée.<br />
– Si l’orientation de la torche n’est pas correcte, le cordon de<br />
soudure n’aura pas la qualité requise.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>39
Technik / Technique<br />
Toyota Mirai<br />
Brennstoffzelle –<br />
Zukunft Wasserstoff<br />
Auf den Würzburger Karosserie- und Schadentagen<br />
gab es vor einem Jahr ein besonderes<br />
Modell zu sehen: den Toyota Mirai 1, ein Automobil<br />
mit Brennstoffzellentechnologie. Auch wenn<br />
diese Antriebsart noch wenig verbreitet ist, so gibt<br />
es doch wenig Zweifel an ihrer Zukunftsfähigkeit.<br />
Toyota Miraj<br />
Pile à combustible –<br />
futur hydrogène<br />
Il y a un an, un modèle spécial était exposé aux<br />
Journées de la carrosserie et des dommages de<br />
Wurzbourg: la Toyota Mirai 1, automobile dotée de<br />
la technologie de la pile à combustible. Même si ce<br />
type de propulseur n’est pas encore très courant,<br />
il n’y a guère de doute sur sa viabilité future.<br />
Mit einem aufwendigen Schnittmodell zeigt der Hersteller,<br />
wie der Brennstoffzellenantrieb im Pw integriert wurde.<br />
Ce modèle en coupe complexe du constructeur montre<br />
l’intégration de la pile à combustible dans la voiture.<br />
Wie funktioniert eigentlich ein Brennstoffzellenantrieb im Pw?<br />
Die Antwort lieferte ein Schnittmodell der Carrosserie des<br />
Toyota Mirai 1, zur Verfügung gestellt von Toyota Deutschland.<br />
Der japanische Hersteller nimmt bei dieser Antriebstechnologie<br />
eine Vorreiterrolle ein. Mit dem Mirai 1 wurde die weltweit<br />
erste Grossserienlimousine mit Brennstoffzellenantrieb gebaut,<br />
die ab 2018 auch in der Schweiz für private und gewerbliche<br />
Kunden erhältlich war. Ihre Verbrauchswerte sprechen<br />
für eine besonders nachhaltige Mobilität:<br />
– Treibstoffverbrauch: Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km<br />
Stromverbrauch: kombiniert 0 kWh/100 km<br />
CO2-Emissionen: kombiniert 0 g/km<br />
Der Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle in elektrische<br />
Energie umgewandelt, die wiederum einen 113 kW (154 PS)<br />
starken Elektromotor antreibt. So kommt der Mirai 1 auf eine<br />
Comment fonctionne vraiment la pile à combustible dans une<br />
voiture? La réponse vient d’un modèle en coupe de la carrosserie<br />
de la Toyota Mirai 1, fourni par Toyota Allemagne. Le<br />
constructeur japonais joue un rôle de pionnier dans cette technologie<br />
d’entraînement. Avec la Mirai 1, la première berline à<br />
pile à combustible produite en série au monde a été construite,<br />
également disponible en Suisse pour les clients privés et commerciaux<br />
à partir de 2018. Leurs valeurs de consommation<br />
parlent pour une mobilité particulièrement durable:<br />
– Consommation de carburant: H 2 mixte 0,76 kg/100 km<br />
– Consommation électrique: mixte 0 kWh/100 km<br />
– Emissions CO2: mixte 0 g/km<br />
L’hydrogène est converti en énergie électrique dans la pile à<br />
combustible, qui à son tour entraîne un moteur électrique de<br />
113 kW (154 ch). La Mirai 1 peut atteindre une vitesse maximale<br />
40 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Technik / Technique<br />
maximale Geschwindigkeit von bis zu 175 km/h. Mit kurzen<br />
Tankzeiten und einer Reichweite von über 500 Kilometern erreichten<br />
die Japaner eine hohe Alltagstauglichkeit des weltweit<br />
über 10 000-mal verkauften Viersitzers.<br />
Am Schnittmodell sind die Kernkomponenten der Brennstoffzellentechnologie<br />
leicht zu erkennen: der Brennstoffzellen-Stack,<br />
das Luft- und Wasserstoffmanagement, die<br />
Druckspeichertanks mit Druckreduzierung, die orangen Sicherheitsventile,<br />
die Sensorik, eine Batterie und der elektrische<br />
Antrieb. Gleich ins Auge stechen die zwei gelben, fünf Kilogramm<br />
fassenden Hochdrucktanks für den Wasserstoff, die<br />
hinter und vor der Hinterachse angeordnet sind. Der aufgeschnittene<br />
Tank gewährt einen Blick auf seinen Aufbau. Die<br />
Sensoren am Tank überwachen kontinuierlich den Zustand und<br />
die Funktion der mit 700 bar befüllten Wasserstofftanks, die<br />
eine bauartbedingte Zulassung von 15 Jahren haben.<br />
Crashsicher angebracht<br />
Über der Hinterachse ist eine 1,6 kWh grosse Nickel-Metallhydrid-Batterie<br />
platziert, die die Brennstoffzelle beim Anfahren<br />
und Beschleunigen unterstützt, um eine hohe Effizienz<br />
zu gewährleisten. In der Fahrzeugmitte, unterflurig und damit<br />
crashsicher angebracht, befindet sich das zentrale Element:<br />
der aus 370 Membranplatten bestehende Brennstoffzellen-<br />
Stack. Ausserdem ist hier das Aggregat für die Wasserstoffrezirkulation<br />
untergebracht. Es soll sicherstellen, dass die<br />
Membrane in der Brennstoffzelle immer feucht ist.<br />
Im Vorderwagen sind der Spannungswandler und der elektrische<br />
Synchronmotor, der die Vorderachse antreibt, eingebaut.<br />
Der Spannungswandler wandelt den von der Brennstoffzelle<br />
produzierten Gleichstrom in Wechselstrom für die Antriebsmaschine<br />
um. In umgekehrter Weise erfolgt dies auch bei der<br />
Rekuperation, nämlich von Wechselstrom zu Gleichstrom.<br />
Ausserdem sind im Vorderwagen noch die Klimaanlage und<br />
die Heizung für die Fahrgastzelle sowie die Kühlung für die<br />
elektronischen Komponenten untergebracht.<br />
Der Heckbereich der Carrosserie wurde verstärkt, um den Wasserstofftank<br />
im Falle eines Heckcrashs zu schützen.<br />
L’arrière de la carrosserie a été renforcé pour protéger le réservoir<br />
d’hydrogène en cas de choc arrière.<br />
de 175 km/h. Avec des temps de ravitaillement courts et une<br />
autonomie de plus de 500 kilomètres, les Japonais ont atteint<br />
un haut niveau de convivialité au quotidien pour la quatreplaces,<br />
qui s’est vendue à plus de 10 000 unités dans le monde..<br />
Les composants de base de la technologie du carburant sont<br />
faciles à voir sur le modèle en coupe : la pile à combustible, la<br />
gestion de l’air et de l’hydrogène, les réservoirs de stockage<br />
sous pression avec réduction de pression, les soupapes de<br />
sécurité orange, les capteurs, une batterie et l’entraînement<br />
électrique.<br />
Les deux réservoirs haute pression jaunes de 5 kilogrammes<br />
pour l’hydrogène, situés derrière et devant l’essieu arrière, attirent<br />
immédiatement le regard. Le réservoir coupé laisse entrevoir<br />
sa construction. Les capteurs sur le réservoir surveillent<br />
en permanence l’état et le fonctionnement des réservoirs d’hydrogène,<br />
qui sont remplis à 700 bar et bénéficient d’une durée<br />
d’approbation limitée à 15 ans, en raison de la conception.<br />
Die Kernkomponenten für die Brennstofftechnologie sind u.a. mittig<br />
der Brennstoffzellen-Stack und davor das Luft- und Wasserstoffmanagement,<br />
der Druckspeichertank hinten und die orangen Sicherheitsschalter<br />
auf der Mittelkonsole.<br />
Les composants de base de la technologie de carburant comprennent<br />
la pile à combustible au milieu et la gestion de l’air et de l’hydrogène à<br />
l’avant, le réservoir de stockage de pression à l’arrière et l’interrupteur<br />
de sécurité orange sur la console centrale.<br />
Apposition sûre en cas de crash<br />
Une batterie nickel-hydrure métallique de 1,6 kWh est placée<br />
au-dessus de l’essieu arrière. Celle-ci assiste la pile à combustible<br />
lors du démarrage et de l’accélération afin d’assurer un<br />
rendement élevé. L’élément central est situé au milieu du véhicule,<br />
sous le plancher – et donc à l’abri des chocs : la pile à<br />
combustible composée de 370 plaques à membranes. L’unité<br />
de recirculation de l’hydrogène y est également logée, destinée<br />
à garantir que la membrane de la pile à combustible demeure<br />
toujours humide.<br />
Le convertisseur de tension et le moteur électrique synchrone<br />
qui entraîne l’essieu avant sont installés à l’avant. Le convertisseur<br />
de tension convertit le courant continu produit par la<br />
pile à combustible en courant alternatif pour la machine d’entraînement.<br />
Cela se produit également dans le sens inverse<br />
lors de la récupération, à savoir du courant alternatif au courant<br />
continu. De plus, la climatisation et le chauffage de l’habitacle<br />
ainsi que le refroidissement des composants électroniques<br />
sont également situés à l’avant.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>41
Technik / Technique<br />
Hoher Anteil an Klebstoff<br />
Hans-Peter Wandt gab einen Einblick in die Entstehung der<br />
Brennstoffzellentechnik im Pw und deren Weiterentwicklung.<br />
Er ist seit vielen Jahren für Toyota tätig und zudem<br />
Spezialist für alternative Antriebe. Am Schnittmodel erklärte<br />
er, dass der Toyota Mirai 1 ein adaptiertes Mittelklassemodell<br />
ist, dessen Carrosserieplattform von der Verbrennervariante<br />
auf die Brennstofftechnologie angepasst wurde. Die<br />
Carrosserie ist eine reine Stahlblechkonstruktion, die der<br />
Fahrzeugbauer mittels Punktschweissen und eines sehr hohen<br />
Anteils an Klebstoff fügt. Dieser wird fast an allen Blechteilflanschen<br />
aufgetragen und erhöht die Steifigkeit der Carrosserie<br />
zusätzlich.<br />
Welche Veränderungen waren für die Brennstoffzellentechnologie<br />
notwendig? Im Vorderwagen wurde sehr wenig verändert,<br />
weil dieser bereits für die Verbrennervariante sehr<br />
stabil ausgelegt war. Im Bereich Bodenmitte mit dem Tunnel<br />
haben die Konstrukteure nur einige Carrosseriebleche angepasst,<br />
um möglichst wenig an der Serienproduktion des Modells<br />
mit Verbrennervariante zu verändern. Bereits Standard<br />
sind hier Blechverstärkungen. Als Schubelemente leiten sie<br />
die von vorne eindringende Crashenergie in den Fahrzeugboden<br />
ein und gezielt weiter in Richtung Schweller ab. So soll<br />
die Brennstoffzelle geschützt werden. Das Crashmanagement<br />
vorne wurde von der Verbrennervariante vollständig<br />
übernommen. Es baut auf drei Lastpfade auf: die Kotflügelbank<br />
oben, den Längsträger in der Mitte und einen geschraubten<br />
Hilfsrahmen unten.<br />
Den Hinterwagen mussten die Japaner für die Sicherheit der<br />
Wasserstofftanks verändern. Für die Integration der Tanks in<br />
die Carrosseriestruktur sind spezielle Aufnahmen notwendig,<br />
um die schwimmend gelagerten Tanks sicher zu befestigen.<br />
Zudem wurden die Aufprallbereiche im Heck verstärkt, zum<br />
Beispiel der Übergang vom hinteren Längsträger zum Schweller<br />
sowie mit zusätzlichen Verstärkungsblechen im Inneren<br />
des Längsträgers. Im Fertigfahrzeug sind ausserdem ge-<br />
Die Betankung der Wasserstofftanks dauert nur wenige Minuten. Hier<br />
das Modell Toyota Mirai 2.<br />
Le remplissage des réservoirs d’hydrogène ne prend que quelques<br />
minutes. Ici le modèle Toyota Mirai 2.<br />
Im Vorderwagen sind der elektrische Antrieb und der Spannungswandler<br />
sowie die Klimatisierung untergebracht.<br />
L’entraînement électrique et le convertisseur de tension ainsi que la<br />
climatisation sont logés à l’avant.<br />
Forte proportion de colles<br />
Hans-Peter Wandt a donné un aperçu de l’origine de la technologie<br />
des piles à combustible dans les voitures et de leur<br />
évolution. Il travaille pour Toyota depuis de nombreuses années<br />
et est également un spécialiste des propulsions alternatives.<br />
En utilisant le modèle en coupe, il a expliqué que la Toyota<br />
Mirai 1 est un modèle modifié de milieu de gamme dont la<br />
plateforme de carrosserie a été adaptée de la variante à combustion<br />
à celle bénéficiant de la technologie à pile à combustible.<br />
La carrosserie est une construction en tôle d’acier pure,<br />
que le constructeur automobile assemble à l’aide de soudures<br />
par points et d’une très forte proportion de colle. Celle-ci est<br />
appliquée à presque toutes les brides de pièces en tôle, ce qui<br />
accroît encore la rigidité de la carrosserie.<br />
Quels changements ont-ils été nécessaires pour la technologie<br />
de la pile à combustible ? Très peu de changements ont été<br />
apportés à l’avant, car celui-ci était déjà conçu pour être très<br />
stable pour la variante dotée du moteur à combustion. Dans la<br />
zone de plancher centrale avec le tunnel, les concepteurs n’ont<br />
ajusté que quelques tôles afin de minimiser au maximum les<br />
modifications lors de la production en série du modèle en comparaison<br />
avec la variante à moteur à combustion. Les renforts<br />
en tôle sont déjà standard ici. En tant qu’éléments de poussée,<br />
ils dirigent l’énergie de collision pénétrant de l’avant dans le<br />
plancher du véhicule et plus loin dans la direction des longerons,<br />
ce qui devrait assurer la protection de la pile à combustible.<br />
La gestion des collisions à l’avant a été complètement<br />
reprise de la variante à combustion. Elle est basée sur trois<br />
vecteurs de charge : le banc d’aile, le longeron au milieu et un<br />
faux-châssis boulonné en bas.<br />
Les Japonais ont dû changer la partie arrière de la voiture pour<br />
assurer la sécurité des réservoirs d’hydrogène. Des supports<br />
spéciaux se sont révélés nécessaires pour intégrer les réservoirs<br />
dans la structure de la carrosserie afin de fixer solidement<br />
les réservoirs flottants. De plus, les zones d’impact à<br />
l’arrière ont été renforcées, par exemple la transition entre le<br />
longeron arrière et le longeron latéral, par des plaques de<br />
renfort supplémentaires à l’intérieur du longeron. Les longerons<br />
supplémentaires boulonnés, entre le passage de roue<br />
42 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Technik / Technique<br />
schraubte Zusatzstreben zwischen dem hinterem Radhaus<br />
und der Tankaufnahme sichtbar.<br />
Hilfsrahmen für Brennstoffzelle<br />
Im Bereich Boden Mitte des Mirai 1 wird von unten ein grosser<br />
Hilfsrahmen an die Carrosseriestruktur geschraubt. An ihm<br />
befestigt sind der Brennstoffzellen-Stack, das Luft- und Wasserstoffmanagement<br />
sowie ein Wasserstofftank. Zusätzlich<br />
leitet er eindringende seitliche Crashenergie auf die gegenüberliegende<br />
Fahrzeugseite weiter.<br />
Diese Konstruktion erlaubt es, den Hilfsrahmen zunächst neben<br />
dem Montageband der Serienfertigung komplett zu montieren.<br />
Später wird er mit einer verschraubten Montagelösung<br />
mit dem Fahrzeug «verheiratet». Nur so konnte die Taktzeit am<br />
Produktionsband eingehalten werden.<br />
Der Wasserstofftank ist vielschichtig aufgebaut. Von innen<br />
nach aussen hat er eine Dichtigkeitsschicht, einen Kohlefasermantel<br />
und einen Glasfasermantel für den Korrosionsschutz<br />
und gegen Beschädigung.<br />
Am Tank selbst ist auch ein Sicherheitsventil zu erkennen, das<br />
für die Eigensicherheit des Systems zuständig ist. Bei ausgeschaltetem<br />
Fahrzeug ist das Ventil geschlossen und das Wasserstoffsystem<br />
ohne Druck. Gleiches passiert bei einem Crash<br />
und/oder einem Auslösen eines Airbags oder der Gurtstraffer.<br />
Das Sicherheitsventil kann auch mechanisch verriegelt werden,<br />
wenn zum Beispiel mechanische Arbeiten am Fahrzeug<br />
notwendig sind.<br />
Zusätzlich gibt es eine Schmelzsicherung am Sicherheitsventil,<br />
die bei 110 Grad Celsius das Ventil schliesst. Solch hohe<br />
Temperaturen entstehen entweder durch einen Brand am<br />
Fahrzeug, in der Umgebung oder durch einen Garagenbrand.<br />
In jedem Fall darf der Tank nicht bersten. Muss der restliche<br />
Wasserstoff in den Leitungen (ca. 500 ml) kontrolliert abgelassen<br />
werden, bedeutet dies keine Explosionsgefahr. Denn<br />
Wasserstoff ist zwölfmal leichter als Luft und verflüchtigt sich<br />
schnell nach oben.<br />
arrière et le support de réservoir, sont visibles même le véhicule<br />
construit.<br />
Faux-châssis pour la pile à combustible<br />
Dans la zone de plancher intermédiaire de la Mirai 1, un grand<br />
faux-châssis est vissé à la structure de la carrosserie par le<br />
bas. La pile à combustible, la gestion de l’air et de l’hydrogène<br />
et un réservoir d’hydrogène y sont rattachés. De plus, il redirige<br />
l’énergie de collision latérale pénétrante vers le côté opposé<br />
du véhicule.<br />
Cette construction permet au faux-châssis d’être complètement<br />
assemblé à côté de la chaîne de montage pour la production en<br />
série. Plus tard, il est couplé au véhicule avec un procédé d’assemblage<br />
boulonné. C’était le seul moyen de respecter rythme<br />
du cycle production sur la chaîne de montage.<br />
Le réservoir d’hydrogène a une structure multicouche. De l’intérieur<br />
vers l’extérieur, il est doté d’une couche d’étanchéité,<br />
d’une gaine en fibre de carbone et d’une gaine en fibre de verre<br />
pour la protection contre la corrosion et les dommages.<br />
Une soupape de sécurité, responsable de la sécurité intrinsèque<br />
du système, est également visible sur le réservoir luimême.<br />
Véhicule éteint, la vanne est fermée et le système d’hydrogène<br />
n’est pas sous pression. La même chose se produit<br />
lors d’un accident et/ou lorsqu’un airbag ou un prétentionneur<br />
de ceinture se déclenche. La soupape de sécurité peut également<br />
être verrouillée mécaniquement si, par exemple, des<br />
travaux mécaniques sont nécessaires sur le véhicule.<br />
Il y a aussi un fusible sur la soupape de sécurité qui ferme la<br />
soupape à 110 degrés Celsius. Ces températures élevées sont<br />
causées soit par un incendie du véhicule lui-même ou situé<br />
dans le voisinage ou lors d’incendie de garage, la condition<br />
étant que le réservoir n’explose en aucun cas. Et si l’hydrogène<br />
restant dans les conduites (env. 500 ml) est évacué de manière<br />
contrôlée, aucun risque d’explosion n’existe à aucun moment:<br />
l’hydrogène est douze fois plus léger que l’air et s’évapore rapidement<br />
vers le haut.<br />
Am Schnittmodell verdeutlicht der Hersteller, wo die drei Wasserstofftanks crashsicher angeordnet sind.<br />
Le fabricant utilise le modèle en coupe pour montrer où les trois réservoirs d’hydrogène sont disposés de manière sécurisée.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>43
Technik / Technique<br />
Eine weitere Sicherheitseinrichtung sind die Sensoren, die<br />
bei einem Wasserstoffaustritt reagieren. Da Wasserstoff<br />
geruch-, geschmack- und farblos ist, sind mehrere Sensoren<br />
im Fahrzeug verbaut. Um Beschädigungen zu vermeiden, ist<br />
der Mirai 1 zudem komplett mit einer Unterbodenverkleidung<br />
ausgerüstet.<br />
Mit seit 2018 insgesamt 124 in der Schweiz ausgelieferten Fahrzeugen<br />
(Mirai 1 und seit 2<strong>02</strong>1 Mirai 2) ist der Pw mit Brennstoffzellentechnologie<br />
hierzulande (noch) ein Nischenprodukt.<br />
Mechanische Arbeiten an der technischen Ausstattung werden<br />
wohl noch einige Zeit im Mirai-Reparaturcenter durchgeführt<br />
werden. Und wie schnell sich dann Carrosserie- und Lackieraufträge<br />
für Fachbetriebe ergeben, wird von der Stückzahl der<br />
Wasserstofffahrzeuge abhängen.<br />
Die Weiterentwicklung dieser Antriebsart sollte man aber im<br />
Auge behalten, denn andere Automobilhersteller haben sicher<br />
auch Modelle mit dieser Technologie in der Schublade. ●<br />
Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />
Une autre caractéristique de sécurité sont les capteurs qui réagissent<br />
lorsque l’hydrogène s’échappe. L’hydrogène étant<br />
inodore, insipide et incolore, plusieurs capteurs sont installés<br />
dans le véhicule. Afin d’éviter tout dommage, la Mirai 1 est également<br />
entièrement équipée d’un panneau de bas de caisse.<br />
Avec un total de 124 véhicules livrés en Suisse depuis 2018<br />
(Mirai 1 et Mirai 2 depuis 2<strong>02</strong>1), la voiture particulière à pile à<br />
combustible est (encore) un produit de niche dans notre pays.<br />
Les travaux mécaniques sur les équipements techniques seront<br />
probablement encore effectués dans le centre de réparation<br />
Mirai pendant un certain temps. Et la rapidité d’exécution<br />
des travaux de carrosserie et de peinture pour les entreprises<br />
spécialisées dépendra du nombre de véhicules à hydrogène.<br />
Cependant, il faut garder un œil sur le développement ultérieur<br />
de ce type d’entraînement, car d’autres constructeurs automobiles<br />
ont certainement aussi des modèles avec cette technologie<br />
dans leurs tiroirs.<br />
●<br />
Texte et images: Jürgen Klasing<br />
Die zweite Mirai-Generation wird in Grossserie produziert.<br />
La deuxième génération Mirai est produite en série.<br />
Mirai 2 in Produktion<br />
Zweite Generation mit anderem Fahrzeugbau<br />
Die zweite Generation des Toyota Mirai wird seit 2<strong>02</strong>0 produziert<br />
und seit 2<strong>02</strong>1 in der Schweiz angeboten. Das komplett neu konstruierte<br />
Fahrzeug wurde auf der Toyota-Plattform TGNA (Toyota<br />
New Global Architecture) aufgebaut. Diese E-Segment-Plattform<br />
hat einen grösseren Radstand und wird auch für den Lexus<br />
LS und LC verwendet. Der Toyota Mirai 2 ist damit mit einer Heckantriebsplattform<br />
verbunden, wodurch sich auch neue, veränderte<br />
Platzverhältnisse im Fahrzeug ergaben.<br />
Der Stahl-Carrosseriebau hat erstmals auch Alu-Druckgussbauteile<br />
integriert und seine Crashsicherheit ist höher. Alle Komponenten<br />
der Brennstoffzellentechnologie sind im Vorderwagen<br />
untergebracht, sodass der Boden Mitte eben ausgeführt werden<br />
konnte. Mit jetzt drei Tanks, einem im Tunnel und je einem vor und<br />
hinter der Hinterachse, kann 1 kg Wasserstoff mehr getankt werden.<br />
Dadurch erhöht sich die Reichweite des Fahrzeuges um fast<br />
100 Kilometer.<br />
Mirai 2 en production<br />
2 e génération avec construction différente<br />
La deuxième génération de la Toyota Mirai est en production depuis<br />
2<strong>02</strong>0 et est disponible en Suisse depuis 2<strong>02</strong>1. Le véhicule<br />
entièrement repensé a été construit sur la plateforme Toyota<br />
TGNA (Toyota New Global Architecture). Cette plateforme du segment<br />
E a un empattement plus long et est également utilisée pour<br />
les Lexus LS et LC. La Toyota Mirai 2 est ainsi connectée à une<br />
plateforme à propulsion arrière, ce qui a également modifié l’espace<br />
intérieur du véhicule.<br />
La construction de la carrosserie en acier a également intégré<br />
pour la première fois des composants en alu moulé sous pression<br />
et sa sécurité en cas de collision est plus élevée. Tous les composants<br />
de la technologie de la pile à combustible sont logés à<br />
l’avant, de sorte que le plancher central soit à niveau. Avec trois<br />
réservoirs maintenant, un dans le tunnel et un devant et derrière<br />
l’essieu arrière, 1 kg d’hydrogène supplémentaire peut être emporté.<br />
Cela augmente l’autonomie du véhicule de près de 100 km.<br />
44 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
Lernortkooperation<br />
Ein Austausch für<br />
mehr Verständnis<br />
Eine gute Abstimmung aller an der Ausbildung<br />
Beteiligten dient der individuellen Förderung von<br />
Lernenden. Dazu trafen sich am 1. März rund<br />
140 Betriebsinhaber, Berufsbildner sowie Personen,<br />
die direkt mit der Ausbildung von Lernenden<br />
im Betrieb zu tun haben, zur Lernortkooperation.<br />
Coopération sur les lieux d'apprentissage<br />
Echange pour plus<br />
de compréhension<br />
Une bonne coordination des acteurs de formation<br />
aide le suivi individuel des apprentis. 140 chefs<br />
d'entreprise, formateurs et personnes directement<br />
impliquées dans la formation des apprentis en<br />
entreprise se sont réunis le 1 er mars pour discuter<br />
de la coopération entre lieux d'apprentissage.<br />
Eine grosse Anzahl an Referenten und Podiumsteilnehmern sorgte für viele Inputs und ein breites Meinungsspektrum.<br />
Un grand nombre de conférenciers et de participants au podium ont fourni de nombreuses contributions et un large éventail d'opinions.<br />
Eingeladen hatten die Berufsbildungsämter der Kantone Bern<br />
und Solothurn in Zusammenarbeit mit carrosserie suisse<br />
bern-mittelland. Nach der Begrüssung durch Sektionspräsident<br />
Adrian Bringold eröffnete Aldo Meister, Berufsschullehrer GIBB<br />
Bern, im Zentrumssaal der Gemeindeverwaltung von Urtenen-<br />
Schön bühl den Reigen der Referenten: «In der heutigen Zeit des<br />
Lehrlingsmangels hat man ab und zu auch eine schwächere<br />
auszubildende Person im Betrieb», so Meister. «Es ist dabei umso<br />
wichtiger, dass die Zusammenarbeit Schule-Betrieb gut funktioniert,<br />
um bei auftretenden Problemen den jungen Leuten zu<br />
helfen und zusammen Lösungen zu suchen.»<br />
Die Schulen stünden in der Pflicht, bei Abwesenheiten, Verspätungen<br />
oder fehlender Lernbereitschaft des Auszubildenden<br />
mit den Lehrbetrieben in Kontakt zu treten. Meister zeigte<br />
in der Folge auf, wie die Klärung einer solchen Situation vom<br />
Zeitpunkt des Kontakts mit dem Betrieb bis zur Einleitung der<br />
Massnahmen ablaufen könnte.<br />
Im Rahmen seiner Präsentation des neuen Tools zur Abwesenheitserfassung,<br />
das automatisch alle involvierten Parteien<br />
informiert, betonte Meister, wie wichtig es sei, dass die Betriebe<br />
die unentschuldigten Absenzen abklärten bzw. darauf<br />
reagierten. In seinem Schlussvotum rief er zudem dazu auf, den<br />
Beruf Carrosseriereparateur/in zu fördern und die Ausbildung<br />
aktiver anzubieten, um mehr Lernende dafür zu gewinnen.<br />
Les invitations provenaient des offices de la formation professionnelle<br />
des cantons de Berne et de Soleure, en collaboration<br />
avec la carrosserie suisse bern-mittelland. Après<br />
l'accueil par le Président de section Adrian Bringold, Aldo<br />
Meister, enseignant de l'école professionnelle GIBB Bern, a<br />
ouvert la table ronde des orateurs dans la salle centrale de<br />
l'administration communale d'Urtenen-Schönbühl: «En cette<br />
période de pénurie d'apprentis, il faut parfois un stagiaire<br />
plus faible dans l'entreprise. Il est d'autant plus important<br />
que la coopération école-entreprise fonctionne bien afin d'aider<br />
les jeunes en difficulté et de chercher ensemble des solutions.»<br />
Les écoles sont tenues de contacter les sociétés de formation<br />
en cas d'absences, de retards ou d'un manque de volonté d'apprendre<br />
de la part du stagiaire. A. Meister a ensuite montré<br />
comment une telle situation pouvait être clarifiée du contact<br />
avec l'entreprise jusqu'au lancement des mesures.<br />
Dans le cadre de sa présentation du nouvel outil d'enregistrement<br />
des absences, qui informe automatiquement toutes les<br />
parties concernées, A. Meister a souligné l'importance pour<br />
les entreprises de clarifier et de réagir aux absences injustifiées.<br />
Dans son vote final, il a également appelé à promouvoir<br />
le métier de carrossier réparateur et à proposer plus activement<br />
la formation afin d'attirer davantage d'apprentis.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>45
Bildung / Formation<br />
Auch Aldo Meister (GIBB Bern, li.) und Thomas Bütikofer, Mittelschulund<br />
Berufsbildungsämter Bern und Solothurn, nutzten die Zeit nach<br />
dem Anlass für ein Fachgespräch.<br />
Aldo Meister (GIBB Berne, à g.) et Thomas Bütikofer, offices de l'école<br />
secondaire et de la formation professionnelle Berne / Soleure, ont<br />
également profité du temps après l'événement pour une discussion.<br />
Gesetzliche Grundlage der Ausbildung<br />
Fabian Ryser, Berufsschullehrer Fahrzeugschlosser BBZB Luzern,<br />
ging auf die wichtigsten Inhalte der Bildungsverordnung ein<br />
und informierte über Dokumente wie Bildungsplan und Ausbildungsprogramme<br />
der drei Lernorte, inklusive Aufgaben, Ziele<br />
und Kompetenzen, und wie man zu den entsprechenden Dokumenten<br />
gelangt. «Der Bildungsbericht dient dazu, Leistungen und<br />
Bildungsstand mit der lernenden Person semesterweise zu<br />
beurteilen, daraus Massnahmen abzuleiten und Ziele zu vereinbaren»,<br />
erklärte Ryser weiter und gab anhand eines Musterbeispiels<br />
einige Tipps. Und erinnerte daran, dass ein Bildungsbericht<br />
bei Problemen in der Ausbildung ein wichtiges Hilfsmittel ist. So<br />
wie auch die Lerndokumentationen, mit denen Lernende die im<br />
Betrieb erworbenen Kenntnisse vertiefen können. Ryser erläuterte<br />
den Aufbau einer solchen Lerndokumentation und gab<br />
Hinweise zur deren Erstellung.<br />
Thomas Bütikofer rundete das Thema mit seiner Rückmeldung<br />
aus Sicht der Mittelschul- und Berufsbildungsämter Bern und<br />
Solothurn ab. Er machte darauf aufmerksam, dass in der Branche<br />
bezüglich Bildungsberichten die Schriftlichkeit fehle. Dabei<br />
sei ein Bildungsbericht nicht nur eine Bestätigung an den Lernenden,<br />
sondern auch ein wichtiges Dokument bei Unstimmigkeiten<br />
und Schwierigkeiten in der Ausbildung. «Alle Aussprachen<br />
mit den in die Ausbildung involvierten Personen sollten schriftlich<br />
festgehalten, von allen unterzeichnet und dem Berufsbildungsamt<br />
zugestellt werden», erinnerte Bütikofer. Weiter<br />
ermunterte er die Anwesenden, die vorhandenen Hilfsmittel (u.a.<br />
von carrosserie suisse) für die Ausbildung zu verwenden.<br />
Das Thema von Peter Steck, Mitglied der Verbandsprüfungskommission,<br />
war das Qualifikationsverfahren, das für die jungen<br />
Berufsleute den Start ins Berufsleben markiert. Steck<br />
erläuterte Umfang und Aufwand eines QV, um dieses nach den<br />
Vorgaben abhalten zu können. Dabei betonte er die Wichtigkeit<br />
der Berufsbildner, hob ihre entscheidende Rolle hervor und<br />
ergänzte: «Ebenso wichtig ist es, die Berufsleute in der Branche<br />
zu halten, für das nötige Netzwerk zu sorgen und sie für allfällige<br />
Weiterbildungen zu motivieren.»<br />
Podiumsdiskussion für besseres, gegenseitiges Verständnis<br />
Thomas Rentsch, Verantwortlicher Bildungspolitik carrosserie<br />
suisse, begrüsste speziell die am Podium teilnehmen-<br />
Der anschliessende Apéro bot den Teilnehmern die Möglichkeit, sich<br />
über diese und andere Themen auszutauschen.<br />
L'apéritif qui a suivi a permis aux participants d'échanger sur ces sujets<br />
et bien d'autres.<br />
Base juridique de la formation<br />
Fabian Ryser, enseignant serrurier sur véhicules de l'école professionnelle<br />
BBZB Lucerne, a abiordé le contenu le plus important<br />
de l'ordonnance sur l'éducation et a informé des documents<br />
tels que le plan et les programmes de formation des 3<br />
lieux d'apprentissage, y compris les tâches, les objectifs et les<br />
compétences, et comment obtenir les documents pertinents.<br />
«Le rapport d'éducation est utilisé pour évaluer la performance<br />
et le niveau de formation avec l'apprenti chaque semestre, pour<br />
en déduire des mesures et convenir d'objectifs», a expliqué F.<br />
Ryser et a donné quelques conseils à l'aide d'un échantillon.<br />
Et rappelé qu'un rapport sur l'éducation est un outil important<br />
pour les problèmes de formation.<br />
Tout comme la documentation d'apprentissage, avec laquelle<br />
les apprentis peuvent approfondir les connaissances acquises<br />
dans l'entreprise. F. Ryser a expliqué la structure d'une telle<br />
documentation d'apprentissage et a donné des conseils sur la<br />
façon de la créer.<br />
Thomas Bütikofer a complété le sujet avec son feedback du<br />
point de vue des offices du collège et de la formation professionnelle<br />
de Berne et de Soleure. Il a souligné qu'il y a un<br />
manque de forme écrite dans la branche concernant les rapports<br />
éducatifs. Un rapport de formation est non seulement<br />
une confirmation pour l'apprenti, mais un document important<br />
en cas d'écarts et de difficultés dans la formation: «Toutes les<br />
discussions avec les personnes impliquées dans la formation<br />
doivent être consignées par écrit, signées par tous et envoyées<br />
au bureau de la formation professionnelle». Il a aussi encouragé<br />
les personnes présentes à utiliser les outils disponibles<br />
(par exemple de carrosserie suisse) pour la formation.<br />
Le sujet de Peter Steck, membre de la Commission d'examen<br />
de l'association, était la procédure de qualification, qui marque<br />
le début de la vie professionnelle des jeunes. P. Steck a expliqué<br />
la portée et l'effort d'une PQ afin de pouvoir la tenir selon<br />
spécifications, soulignant l'importance des formateurs professionnels,<br />
leur rôle crucial, ajoutant: «Il est aussi important de<br />
garder les professionnels dans la branche, de fournir le réseau<br />
nécessaire et de les motiver pour toute formation continue.<br />
Table ronde pour une meilleure compréhension mutuelle<br />
Thomas Rentsch, responsable de la politique de formation chez<br />
carrosserie suisse, a réservé un accueil particulier aux stagiaires<br />
participant au podium. L'objectif de ce cycle d'entretiens<br />
46 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
den Lernenden. Bei dieser Gesprächsrunde ging es darum,<br />
den Unternehmern und Berufsbildnern die «Funktionsweise»<br />
der Generation Z näherzubringen: Was ist ihnen wichtig, was<br />
motiviert sie, was schätzen sie an ihren Betrieben und was<br />
geht gar nicht?<br />
Und die motiviert auftretenden Lernenden gaben Antworten.<br />
So erfuhr man, dass sie dann gerne aufstehen und mit Freude<br />
in den Lehrbetrieb gehen, wenn sie wissen, dass sie viele verschiedene<br />
Sachen lernen können. Von allen wurde die Wertschätzung<br />
aller Mitarbeitenden erwähnt und als wichtig empfunden.<br />
Mehrfach erwähnt wurden auch kompetente<br />
Ansprechpersonen, ein funktionierendes Team und verantwortungsvolle<br />
Aufgaben. Die Lernenden wünschen sich eine gute<br />
Begleitung – und erfahren diese auch in ihren Betrieben.<br />
Auf die Frage, was einen guten Lehrbetrieb ausmache, meinten<br />
die Jugendlichen, dass sie im Team aufgenommen und nicht abgestuft<br />
werden wollen – also dass man mit ihnen auf Augenhöhe<br />
und mit Respekt kommuniziert. Auch Eigenverantwortung<br />
wurde von den Anwesenden grossgeschrieben, sie wollen mit<br />
einbezogen und nicht «links liegengelassen werden». Dabei sei<br />
es wichtig, bei Bedarf Support zu erhalten. Sie möchten zudem<br />
mit allen anfallenden Arbeiten im Betrieb in Kontakt kommen.<br />
Ebenso sei eine aktive Beteiligung wichtig – selber Einwände zu<br />
bringen, angehört zu werden. Es würde auch geschätzt, wenn<br />
Mitarbeiter Interesse zeigen und manchmal nachfragen, wie eine<br />
bestimmte Arbeit heute in den ÜKs vermittelt werde. Flache<br />
Hierarchien kämen gut an, ohne dass dabei der Respekt gegenüber<br />
Vorgesetzten und Mitarbeitern verloren gehe. Und: Der<br />
Lehrmeister sollte ein Vorbild sein.<br />
Laut einer Studie ist die psychische Gesundheit<br />
zunehmend ein Problem – was<br />
auch die Lernenden auf dem Podium bestätigten.<br />
Sie alle haben Personen in ihrem<br />
Umfeld mit solchen Problemen. «Wir<br />
gehören zur Generation Z», so ihr Fazit.<br />
«Wir sind aber Berufs leute, die motiviert<br />
sind und gern arbeiten, und das nicht nur<br />
in Teilzeit.» Sie räumten aber ein, gleichaltrige<br />
Kollegen und Kolleginnen zu haben,<br />
die nicht so belastbar und nicht motiviert<br />
seien. Auf die Frage, wer von den<br />
Anwesenden der Branche treu bleiben<br />
werde, hoben alle die Hand.<br />
Am Schluss erinnerte Reto Hehli, Leiter<br />
Berufsbildung carrosserie suisse<br />
daran, dass wer als Arbeitgeber seine<br />
Mitarbeiter fördert und Weiterbildungen<br />
unterstützt, als attraktiv gelte und<br />
auch er davon profitiere. ●<br />
Text und Bilder: Bruno Moser<br />
Jonas Anderegg führte kurz in die Funktionsweise<br />
der Software Oda Org ein. Dabei erklärte er den<br />
Anmeldevorgang, die Bedienung und die<br />
wichtigsten Menüpunkte.<br />
Jonas Anderegg a brièvement présenté le<br />
fonctionnement du logiciel Oda Org. Il a expliqué<br />
le processus d'inscription, le fonctionnement et<br />
les éléments de menu les plus importants.<br />
était de faire comprendre aux entrepreneurs et aux formateurs<br />
professionnels comment «fonctionne» la génération Z : ce qui<br />
est important pour eux, ce qui les motive, ce qu'ils apprécient<br />
dans leur entreprise et ce qui ne fonctionne pas du tout ?<br />
Et les apprentis, qui semblaient motivés, ont répondu. De cette<br />
façon, le public a appris que les apprentis sont heureux de se<br />
lever et d'aller à l'entreprise formatrice avec joie quand ils<br />
savent qu'ils peuvent apprendre beaucoup de choses différentes.<br />
Tous ont mentionné l'appréciation de tous les employés<br />
des entreprises et ont estimé que c'était important. Des interlocuteurs<br />
compétents, une équipe qui fonctionne et des tâches<br />
responsables ont été mentionnés à plusieurs reprises. Les<br />
apprentis veulent un bon soutien – et ils en font également<br />
l'expérience dans leurs entreprises de formation.<br />
Lorsqu'on leur a demandé ce qui fait une bonne entreprise formatrice,<br />
les jeunes ont répondu: être acceptés dans l'équipe et<br />
non déclassés, c'est-à-dire qu’on communique sur un pied<br />
d'égalité et avec respect. La responsabilité personnelle était<br />
aussi très importante, on veut être impliqué et non «laissé de<br />
côté». Il est important d'obtenir de l'aide lorsqu’on en a besoin.<br />
On aimerait aussi entrer en contact avec tout le travail qui doit<br />
être fait dans l'entreprise. La participation active est également<br />
importante – il faut soulever ses propres objections pour être<br />
entendu. Il serait également apprécié que les employés manifestent<br />
de l'intérêt et demandent parfois comment un emploi<br />
particulier a été placé dans les CIE aujourd'hui. Les hiérarchies<br />
horizontales sont bien perçues sans perdre le respect des supérieurs<br />
et des employés. Et: l'enseignant doit être un modèle.<br />
Selon une étude, la santé mentale fait<br />
de plus en plus problème – les apprentis<br />
l’ont également confirmé. Ils<br />
connaissent tous des personnes de leur<br />
environnement ayant de tels problèmes.<br />
«Nous appartenons à la génération Z,<br />
mais nous sommes des professionnels<br />
motivés qui aiment travailler, et pas seulement<br />
à temps partiel.» Cependant, ils<br />
ont admis qu'ils avaient des collègues<br />
du même âge qui n'étaient pas aussi résilients<br />
et pas motivés. Lorsqu'on leur a<br />
demandé laquelle des personnes présentes<br />
resterait fidèle à la branche, tout<br />
le monde a levé la main.<br />
A la fin, Reto Hehli, responsable formation<br />
professionnelle carrosserie suisse,<br />
a rappelé que les employeurs promouvant<br />
les employés et soutenant la formation<br />
continue sont considérés comme<br />
attractifs et en bénéficient aussi. ●<br />
Texte et images: Bruno Moser<br />
Lernortkooperation<br />
LOK kurz erklärt<br />
Die Lernortkooperation (LOK) ist die Zusammenkunft der drei<br />
Bildungspartner Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliches<br />
Kurszentrum. Der jeweilige Kanton ist ebenfalls Teil<br />
davon und fördert sie im Rahmen seiner Aufsichtsaufgaben.<br />
Kooperation der drei Lernorte und Koordination der Inhalte,<br />
Arbeitsmethoden, Zeitplanung und Gepflogenheiten des Berufs<br />
sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der beruflichen<br />
Grundbildung.<br />
Coopération sur les lieux d'apprentissage<br />
La CLA brièvement explique<br />
La CLA est la rencontre des 3 partenaires pédagogiques, l'entreprise<br />
de formation, l'école professionnelle et le centre de cours<br />
interentreprises. Le canton respectif en fait également partie et<br />
la promeut dans le cadre de ses missions de surveillance. La<br />
coopération entre les trois lieux d'apprentissage et la coordination<br />
des contenus, des méthodes de travail, de l'aménagement<br />
du temps et des usages de la profession sont des préalables<br />
importants pour la réussite de la formation de base.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>47
Bildung / Formation<br />
Carrosserie Wüest AG<br />
Mit gutem Kontakt<br />
zu Lehrern punkten<br />
«Die besten Erfahrungen beim Lehrlingsmarketing<br />
machen wir, wenn wir uns an die Schulen wenden»,<br />
sagt Guido Kaufmann, Inhaber und Geschäftsführer<br />
der Carrosserie Wüest in Hochdorf.<br />
Guido Kaufmann führt den Betrieb seit 13 Jahren und bildet sowohl<br />
Spengler als auch Lackierer aus. Um Schulabgängern die Berufe<br />
näherzubringen, macht er sich direkt bei den Schulen stark.<br />
Guido Kaufmann, depuis 13 ans directeur de l’entreprise, forme des<br />
carrossiers-tôliers et des carrossiers-peintres et s’engage intensément<br />
auprès des écoles afin de sensibiliser les élèves en fin de<br />
scolarité.<br />
Der 1974 im luzernischen Hochdorf gegründete und 2010 von<br />
Guido Kaufmann übernommene Carrosseriebetrieb repariert<br />
Personenwagen sowie kleinere Nutzfahrzeuge und zählt<br />
13 Mitarbeitende, davon fünf in der Spenglerei und fünf in<br />
der Lackiererei – inklusive je eines Lernenden. «Wir bieten<br />
EFZ-Lehrstellen in beiden Bereichen an», so Guido Kaufmann<br />
und ergänzt: «Bei Interesse würden wir auch Lackierassistenten<br />
EBA und Reparateure EFZ ausbilden.»<br />
Beim Lehrlingsmarketing setzt der Geschäftsführer und Inhaber<br />
vor allem auf einen Kanal: «Die besten Erfahrungen<br />
haben wir gemacht, indem wir uns an Schulen wendeten.<br />
Dadurch pflegen wir inzwischen zu einem Lehrer einen besonders<br />
guten Kontakt.»<br />
Die Luzerner Gemeinden Hochdorf, Ballwil und Hitzkirch führen<br />
gemeinsam die sogenannten Begegnungstage durch,<br />
während derer Schulabgänger hinter die Kulissen von Lehrbetrieben<br />
schauen, die Berufe kennenlernen und sich auch<br />
Carrosserie Wüest SA<br />
Marquer des points<br />
avec un bon contact<br />
avec les enseignants<br />
«Nous avons la meilleure expérience en marketing<br />
des apprentis lorsque nous contactons les<br />
écoles», déclare Guido Kaufmann, propriétaire et<br />
directeur de la Carrosserie Wüest à Hochdorf.<br />
Fondée en 1974 à Hochdorf, Lucerne, et reprise par Guido Kaufmann<br />
en 2010, la carrosserie répare les voitures de tourisme<br />
et les petits véhicules utilitaires et compte 13 employés, dont<br />
cinq en tôlerie et cinq en peinture – et un apprenti par atelier.<br />
«Nous proposons des apprentissages CFC dans les deux métiers»,<br />
explique Guido Kaufmann et ajoute : «Et pour les candidats<br />
potentiels: nous formons également les assistants vernisseurs<br />
AFP et les réparateurs CFC.»<br />
Pour son marketing des apprentissages, Guido Kaufmann s’appuie<br />
principalement sur un canal : « Nos meilleures expériences<br />
sont celles du contact avec les écoles. Nous avons<br />
actuellement un contact particulier avec un enseignant. »<br />
Les communes lucernoises de Hochdorf, Ballwil et Hitzkirch<br />
organisent conjointement les «Journées de rencontre», au<br />
cours desquelles les jeunes en fin de scolarité peuvent découvrir<br />
les coulisses des entreprises d’apprentissage, les<br />
métiers et également se présenter. «Ensuite, deux à trois<br />
groupes de cinq à dix jeunes nous rendent visite pendant<br />
environ deux heures et demie par jour», explique Guido Kaufmann,<br />
louant le bon travail que fait l’école : «Elle écrit aux<br />
entreprises qui ont des places d’apprentissage disponibles,<br />
on peut alors s’inscrire et les jeunes passent ensuite chez<br />
nous. Ici, ce sont nos apprentis qui accompagnent les élèves<br />
dans l’entreprise et expliquent pourquoi ils ont choisi le métier.<br />
C’est une très bonne chose, nous avons ainsi pu pourvoir<br />
les postes d’apprentis presque chaque année.» Cet été, deux<br />
apprentis démarreront leur formation à la Carrosserie<br />
Wüest SA.<br />
Réseau de placement des apprentis<br />
«Dans la région de Lucerne, nous avons organisé un réseau<br />
de carrossiers pour le placement des candidats. Si j’ai déjà<br />
attribué toutes mes places d’apprentissage mais de bonnes<br />
candidatures en sus, j’oriente les jeunes vers des collègues<br />
afin qu’ils aient malgré tout la possibilité d’apprendre notre<br />
métier. Mais nous écrivons aussi directement aux responsables<br />
des écoles que nous proposons des places d’apprentissage,<br />
souligne Guido Kaufmann. En principe, le directeur<br />
restransmet le courriel à la personne responsable.<br />
Toutefois, tout ne peut pas être influencé dans cette constellation.<br />
Un conseiller d’orientation a été affilié pendant de longues<br />
années, mais qui ne pensait pas beaucoup aux métiers<br />
de la mobilité et a donc conseillé les sortants sur d’autres<br />
priorités. «Bien sûr, il est crucial de savoir dans quel environnement<br />
évolue la personne qui conseille, car selon, nos métiers<br />
sont alors moins considérés», explique le directeur.<br />
48 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
selbst vorstellen können. «Dann besuchen uns an einem Tag<br />
zwei bis drei Gruppen von fünf bis zehn Jugendlichen für rund<br />
zweieinhalb Stunden», erzählt Guido Kaufmann und lobt dabei<br />
die Schule: «Sie macht das sehr gut. Sie schreibt Betriebe an,<br />
die Lehrstellen zu vergeben haben, man kann sich anmelden<br />
und die Jugendlichen kommen dann vorbei. Bei uns führen<br />
unsere Lernenden die Neuankömmlinge durch den Betrieb<br />
und vermitteln aus ihrer Perspektive, warum sie den Beruf<br />
gewählt haben. Das ist eine sehr gute Sache, so konnten wir<br />
fast jedes Jahr die Lehrstellen besetzen.» Auch diesen Sommer<br />
werden in der Carrosserie Wüest AG wieder zwei Lernende<br />
ihre Ausbildung antreten.<br />
Netzwerk für Platzierung von Lernenden<br />
«Im Raum Luzern haben wir unter den Carrosseriebetrieben<br />
ein Netzwerk zur Vermittlung von Bewerbern. Habe ich nämlich<br />
gute Bewerbungen, aber keine (weitere) offene Lehrstelle,<br />
so vermittle ich die Jugendlichen an Kollegen weiter, damit<br />
sie trotzdem die Chance erhalten, unseren Beruf zu erlernen.<br />
Wir schreiben aber auch direkt die zuständigen Personen der<br />
Schulen an, dass wir Lehrstellen anbieten», betont Guido Kaufmann.<br />
«Grundsätzlich kann man den Rektor anschreiben. Er<br />
leitet das E-Mail dann an die zuständige Person weiter.»<br />
Nicht alles kann man in dieser Konstellation aber beeinflussen.<br />
So war über Jahre hinweg ein Berufsberater angegliedert, der<br />
nicht viel von Mobilitätsberufen hielt und entsprechend die<br />
Abgänger nach anderen Prioritäten beriet. «Es ist natürlich<br />
schon entscheidend, in welchem Umfeld sich die beratende<br />
Person bewegt, je nachdem werden unsere Berufe weniger<br />
berücksichtigt», so der Geschäftsführer.<br />
Akademisierung ist nicht das Problem<br />
Dass auf Abgänger mehr Druck ausgeübt werde, die Mittelschule<br />
einer Lehre vorzuziehen, glaubt Guido Kaufmann nicht: «Es<br />
war schon früher so, dass, wenn jemand einigermassen gut war<br />
im Rechnen und im Deutsch, ihm empfohlen wurde, in geistige<br />
Berufe einzusteigen. Von der Vorstellung, Niveau-A- Schüler zu<br />
bekommen, müssen wir uns verabschieden. Unsere Ansprechpartner<br />
sind B- und C-Kandidaten.» Das Grundproblem vermutet<br />
er anderswo: «Heute kommen nur ein Drittel so viele Abgänger<br />
aus der Schule wie in den 1970er- und 1980er-Jahren.<br />
Früher zählte eine Klasse 30 Schüler, heute noch 15.»<br />
Kaufmanns Empfehlungen: «Unbedingt mit der Schule direkt in<br />
Kontakt treten, auch bereit sein, direkt in die Schule zu gehen<br />
und den Beruf zu präsentieren.» Vom Carrosserieverband wünsche<br />
er sich diesbezüglich mehr Engagement, denn die Konkurrenz<br />
schlafe nicht: «Der Maurerverband und die Holzindustrie<br />
besuchen Schulen und bieten die Berufe an. Wir<br />
können nicht mehr warten und hoffen, die Lernenden kommen<br />
dann schon. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, aktiv<br />
Kontakt mit entsprechenden Lehrpersonen zu suchen. Uns<br />
kommt entgegen, dass die Schule ein Interesse daran hat, alle<br />
Abgänger unterzubringen. Zum Teil benötigen Jugendliche Unterstützung,<br />
es gibt unterschiedliche Charaktere und wir müssen<br />
bereit sein, auch mal ein Problemkind zu übernehmen.»<br />
Eine optimistischere Einstellung kann sich dabei lohnen: «Wir<br />
hatten schon zweimal den Fall, dass nach zwei Jahren Attestlehre<br />
der Knopf aufging und die vierjährige Lehre angehängt<br />
wurde. Daraus entwickelten sich treue und gute Mitarbeiter.»<br />
Hilfsmittel zum Lehrstellenmarketing finden sich auf carrosseriesuisse.ch<br />
unter Bildung/Bildungsmarketing. ●<br />
Text: Henrik Petro; Bilder: Carrosserie Wüest AG<br />
L’académisation n’est pas le problème<br />
Guido Kaufmann ne pense pas qu’il y ait plus de pression sur<br />
les jeunes en fin de scolarité pour qu’ils fasse la maturité plutôt<br />
qu’un apprentissage : « Autrefois, si quelqu’un était raisonnablement<br />
bon en calcul et en allemand, on lui recommandait<br />
d’entrer dans une profession intellectuelle. Nous devons dire<br />
adieu à l’idée d’avoir ces élèves de niveau A. Nos interlocuteurs<br />
sont les candidats B et C.» Il soupçonne que le problème de<br />
fond soit ailleurs: «En comparaison des années 1970-1980, ce<br />
ne sont aujourd’hui plus qu’un tiers des élèves qui sortent encore<br />
de l’école. Avant, il y avait 30 élèves dans une classe,<br />
maintenant il y en a 15.»<br />
Les recommandations de G. Kaufmann : «Il est essentiel de<br />
contacter directement l’école et d’être prêt à s’y rendre directement<br />
pour présenter le métier.» Il souhaiterait plus d’engagement<br />
de l’association des carrossiers à cet égard, car la<br />
concurrence ne dort pas : « L’association des maçons et la<br />
filière bois visitent les écoles et proposent les métiers. Nous<br />
ne pouvons plus attendre en espérant que les apprentis viendront<br />
ensuite. Nous avons eu de très bonnes expériences en<br />
recherchant activement des contacts avec des enseignants<br />
appropriés. L’école travaille dans notre sens en cherchant à<br />
ce que chacun de ses élèves trouvent une place de formation.<br />
Certains jeunes ont besoin de soutien, il y a des caractères<br />
différents et nous devons être prêts à prendre en charge un<br />
enfant à problèmes.» Une attitude plus optimiste peut être<br />
payante: « Deux fois, nous avons déjà eu la situation où, après<br />
deux ans d’apprentissage en AFP, le déclic a eu lieu et l’apprenti<br />
a encore fait son CFC de quatre ans ajouté. Les bons<br />
carrossiers loyaux et fidèles que nous avons ici, ce sont ces<br />
gens-là.<br />
Vous trouverez des outils de marketing de l’apprentissage sur<br />
carrosseriesuisse.ch sous éducation<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; Images: Carrosserie Wüest AG<br />
In der Carrosserie Wüest AG gibt es viel zu tun – auch für die Lernenden.<br />
Il y a beaucoup à faire à la Carrosserie Wüest SA – Bienvenue aux<br />
apprentis!<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>49
Bildung / Formation<br />
Welcome-Event für den Nachwuchs<br />
Der Champions-Club<br />
erhält Zuwachs<br />
Der Champions-Club darf sich über rund 60 neue<br />
Mitglieder freuen, die sich nun im Rahmen des<br />
Vereins als Botschafter für die Carrosserie- und<br />
Fahrzeugbauberufe einsetzen. 17 der Neumitglieder<br />
nahmen am Welcome-Event vom 4. März teil.<br />
Die Familie des Champions-Club fand sich zur Aufnahme der<br />
angereisten neuen Mitglieder auf der Geschäftsstelle des Branchenverbandes<br />
in Zofingen ein. Neben Willkommensansprachen<br />
von Pascal Lehmann, dem Präsidenten des Clubs, sowie<br />
Thomas Rentsch, dem Verantwortlichen für Bildungspolitik bei<br />
carrosserie suisse, standen Spiele zur Stärkung der Gemeinschaft<br />
auf dem Programm. Die neue Funktion als Botschafter<br />
nahmen die Neumitglieder gerne entgegen, etwa Carrosserielackiererin<br />
Tabea Schlösser: «Ich freue mich, an die Jugendlichen<br />
heranzutreten und mich mit ihnen über meinen Beruf<br />
auszutauschen. Das ist immer spannend, auch weil sie noch<br />
einen anderen Blickwinkel auf die Berufswelt haben. Besonders<br />
möchte ich ihnen zeigen, inwiefern man sich mit einer Teilnahme<br />
an einer Meisterschaft auch beruflich weiterentwickelt.» Der<br />
Einsatz erfolgt freiwillig und ehrenamtlich.<br />
Die Leidenschaft weitertragen<br />
Um die Wichtigkeit der neuen Mitglieder und somit die Stärkung<br />
des Champions-Clubs weiss auch Flavio Nevoso. Der Carros-<br />
Evénement de bienvenue pour la relève<br />
Le Champions-Club<br />
s'agrandit<br />
Le Champions-Club peut compter sur une soixantaine<br />
de nouveaux membres qui sont désormais<br />
les ambassadeurs des métiers de la carrosserie et<br />
de la serrurerie sur véhicules au sein de l'association.<br />
17 des nouveaux membres ont assisté à<br />
l'événement de bienvenue le 4 mars.<br />
La famille du Champions-Club s'est réunie au bureau de l'association<br />
de branche à Zofingue pour accueillir les nouveaux<br />
membres arrivés. Outre les discours de bienvenue de Pascal<br />
Lehmann, Président du club, et de Thomas Rentsch, responsable<br />
de la politique de formation chez carrosserie suisse, des<br />
jeux pour renforcer la communauté étaient au programme. Les<br />
nouveaux membres acceptent volontiers la nouvelle fonction<br />
d'ambassadeurs, comme la carrossière-peintre Tabea Schlösser<br />
: « J'ai hâte d'approcher les jeunes et d'échanger avec eux<br />
sur mon métier. C'est toujours excitant, aussi parce qu'ils ont<br />
un regard différent sur le monde professionnel. J'aimerais particulièrement<br />
leur montrer à quel point ils pouvez évoluer professionnellement<br />
en participant à un championnat.» Le travail<br />
est bénévole et honorifique.<br />
Refiler la passion<br />
Flavio Nevoso connaît également l'importance des nouveaux<br />
membres et donc du renforcement du Champions-Club. Le<br />
Mit Spiel und Spass wurde die<br />
Gemeinschaft gestärkt. Mit<br />
dabei waren auch Meisterschaftscoach<br />
Patrick Balmer<br />
(ganz links) und Dominik<br />
Bartlome, Vizeweltmeister der<br />
Carrosseriespengler (2. v. l.).<br />
La communauté a été<br />
renforcée avec des jeux et du<br />
plaisir. Etaient également<br />
présents l'entraîneur du<br />
championnat Patrick Balmer (à<br />
l'extrême gauche) et Dominik<br />
Bartlome, vice-champion du<br />
monde carrossier-tôlier (2 e à<br />
partir de la gauche).<br />
50 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
carrossier-peintre s'est battu pour le titre aux championnats<br />
de Suisse en 2014 et se passionne pour l'aide aux jeunes depuis<br />
la création du club en 2018 : « Jusqu'à présent, j'ai pu apporter<br />
mon soutien en tant qu'expert aux championnats régionaux et<br />
aux SwissSkills 2<strong>02</strong>2 et en tant que personnel de stand lors<br />
de salons professionnels. Il est particulièrement important lors<br />
des salons professionnels de présenter la branche afin qu'elle<br />
ne se perde pas à côté de toutes les autres offres. Je trouve<br />
aussi l'association idéale pour rester en contact avec des collègues<br />
de la branche.»<br />
Le Champions-Club a été fondé en 2018 en tant qu'association<br />
avec l'idée que les participants au championnat doivent transmettre<br />
leur enthousiasme pour le métier aux potentiels professionnels<br />
de demain et ainsi les convaincre des métiers. Les<br />
participants aux championnats du niveau des championnats<br />
régionaux sont éligibles à ladhésion depuis 2012. Dans sa sixième<br />
année d'existence, le Champions-Club compte 124<br />
membres.<br />
Clubpräsident Pascal Lehmann engagiert sich seit seinem WM-Titel<br />
2013 für den Berufsnachwuchs.<br />
Le Président du club, Pascal Lehmann, s'engage auprès de la relève<br />
professionnelle depuis son titre de champion du monde en 2013.<br />
serielackierer kämpfte an den Schweizer Meisterschaften 2014<br />
um den Titel und trägt seit der Gründung des Clubs 2018 die<br />
Leidenschaft an Jugendliche weiter: «Ich konnte bisher als<br />
Experte an Regionalmeisterschaften und den SwissSkills 2<strong>02</strong>2<br />
sowie als Standpersonal an Berufsmessen unterstützen. Gerade<br />
an Berufsmessen ist es wichtig, die Branche zu präsentieren,<br />
damit sie neben allen anderen Angeboten nicht untergeht.<br />
Ausserdem finde ich die Vereinigung ideal, um mit<br />
Branchenkolleginnen und -kollegen in Kontakt zu bleiben.»<br />
Gegründet wurde der Champions-Club 2018 als Verein mit<br />
der Idee, dass Teilnehmende von Meisterschaften ihren Enthusiasmus<br />
für den Beruf an potenzielle Profis von morgen weitertragen<br />
und sie so von den Berufen überzeugen. Mitgliederberechtigt<br />
sind Teilnehmende von Meisterschaften ab Stufe<br />
Regionalmeisterschaften seit 2012. Im nun sechsten Clubjahr<br />
zählt der Champions-Club 124 Mitglieder.<br />
Die Stimme der Jugend<br />
«Zu den Vereinspflichten gehört natürlich die Durchführung<br />
einer GV, die letztmalig noch schriftlich durchgeführt wurde.<br />
Deshalb war dieser Welcome-Event die erste gemeinsame<br />
Veranstaltung seit Langem», erklärt Petra Grieder, Projektverantwortliche<br />
Grundbildung carrosserie suisse und Bindeglied<br />
zwischen Geschäftsstelle und Champions-Club. «Wir helfen vor<br />
und während Meisterschaften sowie an Berufsmessen auf<br />
regionaler Basis mit. Es kann sein, dass man an einem Stand die<br />
Besucher begrüsst und informiert oder Schulklassen herumführt.<br />
Wichtig und neu ist, dass wir den Jungen eine Stimme<br />
geben im Verband, namentlich in verschiedenen Kommissionen.<br />
Und als Netzwerk haben wir einzigartige Möglichkeiten<br />
zur individuellen Unterstützung, sei es bei der Stellensuche<br />
oder mit technischen Problemlösungen. Aktuell erarbeiten wir<br />
auf Wunsch des Verbands ein Konzept für einen mehrwöchigen<br />
Sprachaufenthalt in einer anderen Sprachregion.» ●<br />
Text: Samuel Knecht, Henrik Petro<br />
Bilder: Samuel Knecht<br />
La voix de la jeunesse<br />
«Bien sûr, l'une des obligations du club est de tenir une assemblée<br />
générale, qui a été réalisée en dernier lieu par écrit. C'est<br />
pourquoi cet événement de bienvenue était le premier événement<br />
commun depuis longtemps», explique Petra Grieder,<br />
cheffe de projet pour la formation initiale carrosserie suisse et<br />
lien entre le Secrétariat et le Champions-Club. «Nous aidons<br />
avant et pendant les championnats et lors des salons professionnels<br />
sur une base régionale. Un stand peut être utilisé pour<br />
accueillir et informer les visiteurs ou pour faire visiter les<br />
classes. Il est important et nouveau que nous donnions la parole<br />
aux jeunes dans l'association, notamment dans différents<br />
comités. Et en tant que réseau, nous avons des opportunités<br />
uniques d'assistance individuelle, qu'il s'agisse de rechercher<br />
un emploi ou de résoudre des problèmes techniques. A la demande<br />
de l'association, nous développons actuellement un<br />
concept de séjour linguistique de plusieurs semaines dans<br />
l'autre région linguistique.»<br />
●<br />
Texte: Samuel Knecht, Henrik Petro<br />
Images: Samuel Knecht<br />
Thomas Rentsch, Verantwortlicher Bildungspolitik bei carrosserie<br />
suisse, tauschte sich persönlich mit den neuen Mitgliedern aus.<br />
Thomas Rentsch, responsable de la politique de formation chez<br />
carrosserie suisse, en échang personnel avec les nouveaux membres.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>51
Bildung / Formation<br />
Carrosseriewerkstattleiter/-innen<br />
25 Fachausweise in<br />
neuen Händen<br />
Der Abschluss ist die höchste technische Weiterbildung<br />
im Carrosseriegewerbe. Die Absolventinnen<br />
und Absolventen genossen mit zahlreich<br />
erschienenen Gästen am 9. März die Feierlichkeiten<br />
bei einem ausgiebigen Abendessen.<br />
Responsables d'atelier de carrosserie<br />
25 diplômes en de<br />
nouvelles mains<br />
Le diplôme est le plus haut niveau de formation<br />
technique dans le métier de la carrosserie. Les<br />
diplômés ont apprécié les festivités avec de<br />
nombreux invités le 9 mars lors d'un dîner copieux.<br />
Elf der fünfzehn Absolventen der Fachrichtung Carrosserielackiererei.<br />
Onze des neuf brevetés carrossières-peintres et carrossiers-peintres.<br />
Insgesamt 25 Absolventinnen und Absolventen dürfen sich seit<br />
dem 9. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong> offiziell mit dem gesetzlich geschützten<br />
Titel «Carrosseriewerkstattleiter/-in mit eidg. Fachausweis»<br />
schmücken. Sie schlossen die Prüfungen im Oktober und November<br />
mit Erfolg ab. 15 Weitergebildete arbeiten im Bereich<br />
der Lackiererei, neun in der Carrosseriespenglerei und eine<br />
Fachkraft ist als Fahrzeugschlosser tätig. carrosserie suisse<br />
organisierte die Fachausweisübergabe für die Absolventinnen<br />
und Absolventen aus der Deutschschweiz und der Romandie<br />
gemeinsam. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der ausgezeichneten<br />
Fachkräfte leicht, was auch Reto Hehli, Leiter der<br />
Berufsbildung von carrosserie suisse, erfreut feststellte: «Dies<br />
zeigt, dass die Weiterbildung zur Leitung einer Carrosseriewerkstatt<br />
Anklang in unserer Branche findet. Daran gilt es<br />
festzuhalten und junge Carrosseriefachkräfte weiter dafür zu<br />
motivieren. Die vielen möglichen Weiterbildungen in unseren<br />
Berufen sind eine einzigartige Möglichkeit, die Karriere voranzutreiben.<br />
Ich gratuliere allen erfolgreichen Absolventinnen<br />
und Absolventen herzlich zum erfolgreichen Abschluss.»<br />
Weiterbildung bereichert das berufliche Netzwerk<br />
An der Feier im Hotel Egerkingen zugegen waren neben 19 Absolventinnen<br />
und Absolventen sowie deren Angehörigen auch<br />
Depuis le 9 mars <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, un total de 25 diplômées et diplômés<br />
ont pu postuler officiellement au titre légalement protégé de<br />
«Chef d'atelier de carrosserie avec brevet fédéral» après avoir<br />
passé avec succès les examens en octobre et novembre. Parmi<br />
les brevetés, quinze travaillent dans un atelier de peinture,<br />
neuf en tôlerie et un comme serrurier sur véhicules. carrosserie<br />
suisse a organisé conjointement la remise des brevets fédéraux<br />
de Suisse alémanique et de Suisse romande. Par rapport<br />
à l'année précédente, le nombre de spécialistes qualifiés<br />
a légèrement augmenté, ce dont Reto Hehli, Responsable de<br />
la formation professionnelle chez carrosserie suisse, se réjouit<br />
également : «Cela montre que la formation continue pour la<br />
gestion d'un atelier de carrosserie est populaire dans notre<br />
branche. Il est important de continuer dans cette lancée et de<br />
continuer à motiver les jeunes carrossiers. Les nombreuses<br />
formations continues possibles dans nos métiers sont une opportunité<br />
unique de faire évoluer sa carrière. Je félicite toutes<br />
les diplômée et les diplômés pour leur réussite.»<br />
La formation continue enrichit le réseau professionnel<br />
Outre 19 diplômées et diplômés ainsi que leurs familles, Felix<br />
Wyss, Président central de carrosserie suisse, Martin Rusterholz,<br />
Chef de la Commission d'examen, Thomas Rentsch, Res-<br />
52 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
Felix Wyss, Zentralpräsident<br />
von carrosserie suisse,<br />
Martin Rusterholz, Leiter<br />
der Prüfungskommission,<br />
Thomas Rentsch, Verantwortlicher<br />
Bildungspolitik,<br />
und Daniel Röschli, Direktor<br />
von carrosserie suisse.<br />
Nach einer kurzen Rede<br />
von Felix Wyss, in welcher<br />
der Zentralpräsident den<br />
Fachkräften gratulierte,<br />
betonte Martin Rusterholz<br />
in seiner Ansprache die<br />
Wichtigkeit des Netzwerkens,<br />
das sich durch solche<br />
Weiterbildungen eröffnet:<br />
«Beziehungsnetze sind<br />
heute Gold wert. Die Fachkräfte<br />
können immer wieder<br />
darauf zurückgreifen<br />
und davon profitieren. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der<br />
Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Weiterbildungsjahren<br />
und freue mich, mit ihnen diesen Abschluss zu<br />
feiern.»<br />
An die Übergabe der Fachausweise durch Martin Rusterholz<br />
und Reto Hehli knüpfte das Abendessen an, bei dem die über 50<br />
Anwesenden in weiteren Gesprächen gemütlich verweilten. ●<br />
Text und Bilder: Samuel Knecht<br />
Carrosseriewerkstattleiter/-innen <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Responsables d'ateliers de carrosserie <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Absolventinnen und Absolventen<br />
Diplômées et diplômés<br />
Carrosserielackiererei <strong>Carrossier</strong>s/ère-peintres<br />
Alvarez Nino de Guzman Josse, Zürich<br />
Alvaro Vincenzo, Moosseedorf<br />
Aregger Josef, Horw<br />
Bachofner Jan, Hinterfultigen<br />
Bamert Nathalie Vanessa, Madiswil<br />
Frei Thomas, Uerikon<br />
Hansjakob Enrique, St. Gallen<br />
Küng Luca, Schlieren<br />
Lörtscher Leonie, Frutigen<br />
Melliger Leandra, St. Erhard<br />
Passucci Fabio, Herzogenbuchsee<br />
Peer Riet Jon, Safnern<br />
Ruetsch Sarah, Gerlafingen<br />
Schaller Reto, Ins<br />
Schmid Pascal, Bettlach<br />
Sieben der neun Absolventen der Fachrichtung Carrosseriespenglerei.<br />
Sept des neuf diplômés carrossiers-tôliers.<br />
ponsable de la politique de formation professionnelle et Daniel<br />
Röschli, Directeur de carrosserie suisse, étaient tous présents<br />
à la célébration à l‘Hôtel Egerkingen. Après une brève allocution<br />
de Felix Wyss, dans laquelle le Président central a félicité<br />
les spécialistes, Martin Rusterholz a souligné l'importance de<br />
la mise en réseau qui s'ouvre grâce à cette formation continue:<br />
« Aujourd'hui, de tels réseaux de relations valent leur pesant<br />
d'or. Les spécialistes peuvent toujours y faire appel et en tirer<br />
profit. Je suis très fier des réalisations des brevetés au cours<br />
des dernières années et je me réjouis de participer à cette remise<br />
des diplômes avec eux.»<br />
Un souper a suivi la remise des brevets par Martin Rusterholz<br />
et Reto Hehli, au cours duquel les plus de 50 participantes et<br />
participants se sont entretenus de manière détendue. ●<br />
Texte et images: Samuel Knecht<br />
Carrosseriespenglerei <strong>Carrossier</strong>s-tôliers<br />
Baer Andreas, Wikon<br />
Favre Gaëtan, Lausanne<br />
Gonçalves Ferreira Nuno Alexandre, Sion<br />
Graf Dominik, Wattwil<br />
Gremaud Jérôme, Cheseaux<br />
Gyr Kevin, Euthal<br />
Hosang Fernando, Haldenstein<br />
Kapusuz Erol, Thalwil<br />
Rüegg Rico, Mollis<br />
Fahrzeugschlosser Serrurier sur véhicules<br />
Fahlandt Thomas Wilhelm, Gondiswil<br />
Der einzige Fahrzeugschlosser Thomas Wilhelm Fahland (rechts), hier<br />
mit Martin Rusterholz, Leiter der Prüfungskommission<br />
L‘unique serrurier sur véhicules Thomas Wilhelm Fahland (à dr.), aux<br />
côtés de Martin Rusterholz, Responsable de la Commission des<br />
examens.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>53
Kursübersicht / Liste des cours<br />
Auswahl <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Kursangebote<br />
Technik<br />
Hochvolt-Sicherheit<br />
Die Politik hat die Weichen gestellt! Die Elektromobilität nimmt<br />
rasant zu und bestimmt mit, welche Arbeiten in den nächsten<br />
Jahren in einer Garage durchgeführt werden. Erweitern Sie Ihre<br />
Fachkompetenz im Bereich Hochvolt und erarbeiten Sie sich<br />
einen anerkannten Kompetenzausweis!<br />
Kurs Kursdaten Kursort<br />
Hochvolt-<br />
15.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Horw<br />
Instruktion EV<br />
Hochvolt-Sicherheit 29.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Holderbank<br />
TPK 500<br />
Hochvolt-Techniker<br />
TPK 816<br />
30.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Hunzenschwil<br />
Beleuchtungstechnik<br />
Nach Einführung in die Grundlagen der Beleuchtung, hat der<br />
Teilnehmende einen Überblick über die modernen Beleuchtungssysteme<br />
sowie deren Besonderheiten und die Fähigkeit,<br />
notwendige Einstellungen an den Scheinwerfern oder der<br />
automatischen Leuchtweitenregelung zu verstehen und auszuführen.<br />
Kurs Kursdaten Kursort<br />
Beleuchtungstechnik 06.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Holderbank<br />
– TPK131<br />
Lackieren<br />
Die richtige Bearbeitung von Carrosserieteilen erfordert klar<br />
definierte Produkte und Prozesse, abgestimmt auf das verwendete<br />
Lackmaterial. Das Ziel ist es, das Leben der Anwender einfacher<br />
zu gestalten und schneller ein Top Finish zu erreichen.<br />
Kurs Kursdaten Kursort<br />
Prozessoptimierung 24.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Frauenfeld<br />
beim Schleifen<br />
Betriebswirtschaft<br />
Performance PLUS<br />
Der Weg zur Rentabilitätssteigerung für Carrosserie- und Fahrzeugbaubetriebe<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Marketing Aufbaukurs 25.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Online-Marketing 2 26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Virales Marketing<br />
Kommunikation & 10.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Verhalten<br />
Professioneller 17.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Kundendienst<br />
Verkauf 1 04.07.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Personalführung/ 22.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Leadership<br />
Verkauf 2 29.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />
Arbeitssicherheit – BAZ-Branchenlösung<br />
Dank der BAZ mit ihrer kurzen, intensiven Schulung und den<br />
ERFA-Tagungen sind Sie stets auf dem neusten Stand und auch<br />
für allfällige Kontrollen bestens gewappnet. Zusätzlich erhalten<br />
Sie geeignete Hilfsmittel und aktuelle Unterlagen.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Grundkurs 08.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />
27.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Schlieren<br />
ERFA-Tagung 21.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Bern<br />
04.07.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />
asa-control 15.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />
Berufsbildung<br />
Branchenspezifische Berufsbildnerkurse<br />
Sie wollen Lernende ausbilden und sind interessiert an einer<br />
professionellen Ausbildung für den Berufsnachwuchs? Endlich<br />
haben Sie die Gelegenheit, dies in einem Kurs zu lernen, in welchem<br />
Sie unter <strong>Carrossier</strong>s und Fahrzeugschlossern sind und<br />
auch die branchenspezifischen Dokumente zur Anwendung<br />
bekommen.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
BBK-carrosserie 14.09 – 20.09.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Bern<br />
suisse 2<strong>02</strong>2-01<br />
BBK-carrosserie<br />
suisse 2<strong>02</strong>2-<strong>02</strong><br />
17.10 – 25.10.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Zofingen<br />
TOP-Ausbildungsbetrieb<br />
Das Kursangebot diesen Frühling<br />
TOP-Ausbildungsbetriebe haben Top-Lernende. Aus Top-Lernenden<br />
werden Top-Fachkräfte.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Stufe 1 –<br />
Einstiegskurs<br />
24.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
27.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Thun<br />
Lenzburg<br />
Zofingen<br />
Stufe 2 –<br />
Entdeckendes Lernen<br />
13.04. + 15.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Zofingen<br />
24.04. + 05.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Chur<br />
Stufe 2 – Mithilfe des<br />
Ausbildungsberichts<br />
nachhaltig ausbilden<br />
26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
03.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
23.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />
Anmeldung und weitere Kurse<br />
Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere<br />
Website www.carrosseriesuisse.ch entgegen.<br />
Alle Kurse finden Sie stets aktualisiert unter<br />
www.carrosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />
Zürich<br />
Chur<br />
Bern<br />
54 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Kursübersicht / Liste des cours<br />
Offre de cours<br />
Technique<br />
Sécurité haute-tension<br />
Travaillez-vous sur des entraînements électrifiés dans votre<br />
entreprise, par exemple des moteurs hybrides, des voitures<br />
électriques, des motos ou des bateaux? Vous souhaitez que<br />
vous-même ou vos employés soient instruits conformément<br />
aux exigence légales et le prouvez par un certificat de compétence<br />
reconnu par la branche, valable au niveau national?<br />
Cours Dates des cours Lieu de cours<br />
Sécurité haute- 13.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Etagnières<br />
tension TPK500<br />
Gestion d'entreprise<br />
Performance Plus<br />
La voie de l'augmentation de la rentabilité pour les carrossiers<br />
et les constructeurs de véhicules. L'objectif du développement<br />
de ce nouveau programme de formation était d’offrir un grand<br />
avantage et d'augmenter ainsi votre compétitivité et le succès<br />
de votre entreprise.<br />
Cours Dates des cours Lieu de cours<br />
Cours de Marketing<br />
de base<br />
12.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Moudon ou<br />
région<br />
Communication et<br />
Comportement<br />
19.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Moudon ou<br />
région<br />
SAD<br />
Dopo il corso di base, la PERCO è tenuta a frequentare ogni<br />
due anni un corso di formazione continua della durata di una<br />
mezza giornata (giornata ERFA). Il programma aggiornato dei<br />
corsi viene inviato alle PERCO una volta all’anno. Le spese per<br />
i corsi di formazione sono già incluse nella tassa annuale.<br />
Corso Date dei corsi Luogo del corso<br />
giornate ERFA 22.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Biasca<br />
La soluzione settoriale SAD «asa-control» si basa su soluzioni<br />
facili, pratiche, conformi alle norme in vigore e redditizie. Essa<br />
renderà il vostro lavoro più facile, dalla fase di pianificazione a<br />
quella di messa in pratica. «asa-control» supporta la vostra<br />
azienda – sia essa piccola, media o grande – nella messa in<br />
pratica dei requisiti richiesti a livello di sicurezza del lavoro,<br />
tutela della salute, igiene o manutenzione.<br />
Corso Date dei corsi Luogo del corso<br />
asa-control 06.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> online<br />
Corso tecnico<br />
Corso Date dei corsi Luogo del corso<br />
Sicurezza ad alto 25.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Barbengo<br />
voltaggio TPK500<br />
SAD<br />
Des solutions simples, pratiques, conformes à la loi et génératrices<br />
de bénéfices sont au cœur de la solution par branche<br />
«asa-control» de la SAD. Vous vous déchargez ainsi, de la planification<br />
à la mise en œuvre. «asa-control» aide votre entreprise,<br />
qu'elle soit petite, moyenne ou grande, à mettre en œuvre<br />
la sécurité au travail et la protection de la santé, à garantir<br />
l'hygiène ou à rétablir la situation.<br />
Cours Dates des cours Lieu de cours<br />
asa-control 13.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> online<br />
Inscription et autres cours<br />
Nous accueillons volontiers les inscriptions<br />
via notre site en ligne carrosseriesuisse.ch.<br />
Vous trouvez la liste actualisée des cours sous<br />
carrosseriesuisse.ch > Offres de cours<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>55
Bildung / Formation<br />
Bildungsstandort Zürich<br />
Ein branchenübergreifendes Netzwerk<br />
Im August beginnen an der Technischen Berufsschule Zürich (TBZ) und der Schule für Gestaltung<br />
Zürich (SFGZ) die nächsten Zertifikatslehrgänge Werkstattkoordinator/-in sowie Carrosseriefachmann/-frau<br />
in den Fachrichtungen Spenglerei und Lackiererei. Die dazugehörigen Praxiskurse finden<br />
in Winterthur statt.<br />
«Wir können den Fachkräftemangel nicht lösen, das muss die<br />
Branche machen, aber wir können unterstützen.»<br />
Mathias Hasler<br />
Gemeinsam bieten die TBZ und die SFGZ das grösste Weiterbildungsangebot<br />
für das Automobilgewerbe in der Deutschschweiz<br />
an. Die Anziehungskraft für Kursteilnehmende reicht<br />
weit über die Region hinaus: im Westen bis nach Bern und Basel,<br />
im Osten bis nach Graubünden und im Süden bis zum Gotthard.<br />
«Die Grenzen schwinden», sagt dazu SFGZ-Abteilungsleiter<br />
Mathias Hasler. Und TBZ-Abteilungsleiter Paolo<br />
Nicastro ergänzt: «Heute kann man anteilsmässig am Fernunterricht<br />
teilnehmen und muss nicht mehr immer präsent sein.<br />
Das erhöht die Attraktivität und die Flexibilität.»<br />
Der grösste Teil der Weiterbildungen für Carrosseriefachkräfte<br />
findet an diesen zwei Schulen statt. Was ortsgebunden<br />
bleibt, ist die Teilnahme an den Praxisteilen. Diese finden an<br />
der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur<br />
(STFW) statt. «Wir kommunizieren miteinander und schaffen<br />
so Synergien», führt Nicastro aus. «Anstatt uns zu kannibalisieren,<br />
arbeiten wir zusammen. Die STFW ist als Verbundpartner<br />
immer mit im Boot», betont Roger May, Lehrgangsleiter<br />
Carrosserie- und Industrielackiergewerbe SFGZ.<br />
Von Farben und Formen<br />
Dass es auf so engem Raum – sie sind nur wenige Meter voneinander<br />
entfernt gelegen – zwei Schulen gibt, an denen die<br />
Sie bilden Carrosseriefachkräfte weiter (von links): Paolo Nicastro, Abteilungsleiter Technische Berufsschule (TBZ); Rolf Baumgartner, Themenverantwortlicher<br />
Farbe SFGZ; Mario Grossenbacher, Lehrgangsleiter Automobiltechnik TBZ; Roger May, Lehrgangsleiter Carrosserie- und Industrielackiergewerbe<br />
SFGZ, und Mathias Hasler, Abteilungsleiter Schule für Gestaltung Zürich (SFGZ).<br />
56 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Bildung / Formation<br />
Lehrgänge stattfinden, ist historisch gewachsen. Wie der<br />
Name verrät, wird an der TBZ viel Technik gelehrt. Deshalb ist<br />
dort die Fachrichtung Spenglerei angegliedert. An der SFGZ<br />
sind vor allem die kreativen und dekorativen Berufe zu Hause –<br />
somit also auch die Fachrichtung Lackiererei.<br />
«Beide Schulen zusammen ergeben eine wertvolle Kooperation,<br />
die das ganze Autogewerbe abbildet», erklärt Mario<br />
Grossenbacher, Lehrgangsleiter Automobiltechnik TBZ.<br />
Was diese Konstellation für Studenten besonders interessant<br />
macht, ist die Synergie zwischen den Berufsrichtungen.<br />
So sitzen beim Werkstattkoordinator nicht nur Spengler und<br />
Lackierer im Klassenzimmer, sondern auch Fahrzeugschlosser,<br />
Landmaschinenmechaniker, Bootsmechaniker und<br />
Industrielackierer. Die Lektionen zur Kalkulation besuchen<br />
Carrosseriespengler und Carrosserielackierer nach Möglichkeit<br />
gemeinsam. «So können sie sich austauschen und<br />
von den Kenntnissen und Kompetenzen der anderen Studierenden<br />
profitieren», erklärt Rolf Baumgartner, Themenverantwortlicher<br />
Farbe SFGZ. «Sobald es um Beratung und<br />
Kalkulation geht, müssen Spengler und Lackierer nämlich<br />
auch Kenntnisse des jeweils anderen Berufs haben. Auch<br />
etwa im Gespräch mit Versicherungen. So können sie miteinander<br />
auf einer gemeinsamen Basis diskutieren.» «Die<br />
Industrielackierer andererseits lernen eine eigene Kalkulation»,<br />
bestätigt Roger May. Die Chance, von einem derart<br />
branchenübergreifenden Netzwerk zu profitieren, und zwar<br />
auch nach erfolgreichem Abschluss, bietet kaum eine andere<br />
Schule. Oder wie Hasler sagt: «Kooperationen sind das<br />
Zukunftsmodell.»<br />
An der TBZ werden künftige Carrosseriefachmänner und -frauen u.a.<br />
an Hochvoltfahrzeugen ausgebildet.<br />
Bis 50 Prozent der Ausbildungskosten subventioniert<br />
Bereits bei der Grundbildung kooperieren die TBZ und die<br />
SFGZ. Der Berufsschulunterricht wird zwar von den Berufsschulen<br />
geplant und verantwortet, während die ÜK in der<br />
Verantwortung der OdA stehen, alle Partner sind jedoch im<br />
regelmässigen Austausch, um Bildungsangebote aus «einem<br />
Guss» anzubieten. Der Lead für das Weiterbildungsangebot<br />
hingegen, inklusive Akquisition der Teilnehmer, liegt bei den<br />
Schulen selbst. Finanziert wird das Angebot ausschliesslich<br />
über die Studiengebühren.<br />
Theoretische Grundlagen im Klassenzimmer: Roger May erweitert das<br />
Verständnis für Koloristik.<br />
Weiss ist nicht gleich weiss: Das Beherrschen der digitalen Farbtonfindung<br />
in der Praxis ist heute ein Muss.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>57
Bildung / Formation<br />
«Im Gewerbe will jeder gut ausgebildete Leute – daher sollte<br />
die Branche auch die Studierenden unterstützen. Hierzu<br />
braucht es vermehrt Austauschgefässe für alle Beteiligten.»<br />
Paolo Nicastro<br />
Wichtig: Wer eines der Weiterbildungsangebote wahrnimmt,<br />
profitiert von der sogenannten Subjektfinanzierung des Bundes.<br />
Wer an einer der Berufsprüfungen teilnimmt, erhält – unabhängig<br />
vom Ergebnis – bis zu 50 Prozent der Ausbildungskosten<br />
zurückerstattet. Wer zudem seinen Wohnsitz im Kanton<br />
Zürich hat, profitiert von weiteren Vergünstigungen.<br />
May betont: «Wir unterrichten sehr praxisorientiert, unsere<br />
Dozenten sind Leute aus dem Gewerbe, die meisten sind in der<br />
Branche gross geworden und sind genau denselben Weg gegangen,<br />
wie ihn ihre Studierenden jetzt gehen.» Hasler ergänzt:<br />
«Unsere Qualität sind erfolgreiche Abschlüsse. Wir wollen eine<br />
qualitativ hochstehende Ausbildung anbieten und nicht eine<br />
nur für das Papier.»<br />
Die Abteilungs- und Lehrgangsleiter engagieren sich persönlich<br />
stark in der Karriereberatung, besuchen ehemalige Schüler<br />
in den Betrieben und sprechen mit ihnen über ihre Ziele und<br />
wie sie diese erreichen können. «Es geht effektiv darum, den<br />
Leuten auch Möglichkeiten aufzuzeigen und sie ihnen zu<br />
geben», verdeutlicht Paolo Nicastro.<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: TBZ, SFGZ, Petro<br />
Lieu de formation Zurich<br />
Un réseau interprofessionnel<br />
En août, 3 formations pour carrossiers débutent à l'école professionnelle<br />
technique (TBZ) et de design (SFGZ) de Zurich . Les cours<br />
pratiques correspondants ont lieu au Collège technique suisse de<br />
Winterthur (STFW). Ensemble, la TBZ et la SFGZ offrent la plus<br />
large offre de formation continue pour la branche automobile en<br />
Suisse alémanique. L'attrait pour les participants aux cours s'étend<br />
bien au-delà de la région. Beaucoup de technologie est enseignée<br />
à la TBZ, c'est pourquoi le département de tôlerie y est affilié. Surtout,<br />
les métiers créatifs sont chez eux à la SFGZ et donc aussi la<br />
spécialisation de l'atelier de peinture. «Les deux écoles aboutissent<br />
ensemble à une coopération qui reflète l'ensemble de la branche<br />
automobile», explique Mario Grossenbacher, responsable du cours<br />
de technologie automobile à la TBZ. «Nous proposons donc tout,<br />
de la formation de base à la formation avancée dans les métiers<br />
de l'automobile.»<br />
Ce qui rend cette constellation particulièrement intéressante pour<br />
les étudiants, c'est la synergie entre les domaines professionnels.<br />
Avec le coordinateur de l'atelier, non seulement des carrossiers-tôliers<br />
et peintres prennent place dans la classe, mais aussi<br />
des serruriers sur véhicules, des mécaniciens de machines agricoles,<br />
de bateaux et des peintres industriels. Les carrossiers-tôliers et carrossiers-peintres<br />
assistent toujours ensemble aux cours de calcul.<br />
«Dès qu'il s'agit de conseils et de calculs, les tôliers et les peintres<br />
doivent aussi connaître l'autre métier. Egalement dans les discussions<br />
avec les compagnies d'assurance, par exemple», explique Rolf<br />
Baumgartner, responsable de la couleur à la SFGZ. Pratiquement<br />
aucune autre école n'offre la possibilité de bénéficier d'un tel réseau<br />
interprofessionnel, même après l'obtention d'un diplôme. Ou comme<br />
le dit M. Hasler: «Les coopérations sont un modèle pour l'avenir.»<br />
esa.ch<br />
Ich will<br />
alles.<br />
Zusammen sind wir stark<br />
58 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Einkaufsführer / Guide d’achat<br />
Autolacke und Carrosseriebedarf / Vernis auto et articles de carrosserie<br />
PPG Switzerland GmbH • Volketswil • 044 945 46 45<br />
PPG Switzerland GmbH • Volketswil • 044 945 46 45<br />
PPG Switzerland GmbH • Volketswil • 044 945 46 45<br />
Carrosserie-Arbeitsplätze /<br />
Postes Carrosserie-Arbeitsplätze<br />
de travail carrosserie<br />
Autolacke und<br />
Carrosseriebedarf<br />
Ihr Partner für<br />
profes sionelle<br />
Lackiersysteme<br />
und Zubehör<br />
André Koch AG<br />
Zusammen<br />
mehr erreichen!<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
verkauf@andrekoch.ch · www.andrekoch.ch<br />
Color-Hotline 0800 355 355 · Tel.: +41 44 735 57 11<br />
Verkauf in BL, BS, AG, ZH-Stadt<br />
0041 76 339 40 89<br />
t.kamber@bluewin.ch<br />
www.kamber-autolacke.ch<br />
Lackieranlagen / Installations de peinture<br />
2<strong>02</strong>0_RZ_AK_Anzeige_55x55.indd 1 10.01.2<strong>02</strong>0 10:13:09<br />
WWW.NEWWAELTI.CH<br />
WWW.NEWWAELTI.CH<br />
NEW WÄLTI AG<br />
NEW WÄLTI AG<br />
FARBSPRITZANLAGEN<br />
FARBSPRITZANLAGEN<br />
carrossier Dezember / décembre 2<strong>02</strong>259
Lackieranlagen / Installations de peinture<br />
Ihr Experte für qualitativ hochwertige, effiziente<br />
und innovative Lackier- und Trocknungsanlagen<br />
gewährleistet<br />
Qualität und Vielfalt<br />
auf ganzer Linie<br />
Unsere Vertretung bei Ihnen vor Ort:<br />
WB SERVICE-TECHNIK GmbH<br />
Weissenbachstrasse 3 - 5623 Boswil - Schweiz<br />
Tel.: 056-666 17 18<br />
Mail: wb.service-technik@bluewin.ch<br />
www.durst-lackieranlagen.de<br />
© Pixelio – Bettina Stolze<br />
60 carrossier Dezember / décembre 2<strong>02</strong>2
LEISTUNGSSTÄRKE IM DETAIL<br />
• 132 Hochleistungs- LED<br />
• Einzeloptik für jede LED<br />
• Weiterentwickelte, temperaturabhangig<br />
Belüftung<br />
• Robustes Design und verlässliches<br />
EINSCHALTEN UND...<br />
• ...mehr Strahlungsintensität über<br />
eine größere Fläche<br />
• Härtet Ø 30 cm in 20 Sekunden<br />
• Härtet Ø 70 cm einer Minute<br />
• Härtet Ø 100 cm + in 2 Minuten<br />
• Multifunktionaler Timer Display<br />
• Drücken, starten und die Einstellungen<br />
werden gespeichert<br />
• Ergonomischer Handgriff<br />
KE IM DETAIL<br />
s- LED<br />
e LED<br />
, temperaturabhangig<br />
ND...<br />
sintensität über<br />
he<br />
20 Sekunden<br />
iner Minute<br />
+ in 2 Minuten<br />
EN ANWENDER<br />
Timer Display<br />
andgriff<br />
ptionaler)<br />
N DER IRT UV STRAHLER<br />
OTCURE²<br />
und verlässliches<br />
bnis<br />
nd die Einstellungen<br />
ert<br />
esa.ch<br />
Lackierkabinen /<br />
Cabines de peinture<br />
Ich mag<br />
Beulen.<br />
J’aime les<br />
bosses.<br />
Carrosserie-Zubehör /<br />
Accessoires carrosserie<br />
PRODUKTE VON<br />
CARSYSTEM DECKEN<br />
JEDEN ANSPRUCH AB.<br />
FAR SIMPLER<br />
FAR BETTER<br />
www.jasa-ag.ch<br />
Spritz- und Einbrennkabinen /<br />
Cabines de peinture<br />
QUESTIONE DI STILE<br />
PPG Switzerland GmbH • Volketswil • 044 945 46 45<br />
Ihre<br />
massgeschneiderte<br />
Lösung für:<br />
• Lackierkabinen<br />
• Multiarbeitsplätze<br />
• Vorbereitungsplätze<br />
• Mischräume<br />
www.spritzkabinen.ch<br />
→ Lackierkabinen<br />
→ Multifunktionsplätze<br />
→ Farbmischraum<br />
www.omia.de<br />
www.jasa-ag.ch<br />
Pistolenwaschgeräte /<br />
Engins de lavage de pistolets<br />
ACE LINE<br />
Spritzpistolen /<br />
Pistolets à peinture<br />
Software und Informatik /<br />
logiciel et informatique<br />
www.gcsag.ch<br />
Telefon 058 521 30 30<br />
Branchenlösung für die Branche<br />
Web: digital.gcsag.ch<br />
DIE NÄCHSTE GENERATION DER IRT UV STRAHLER<br />
Software ohne IRT Risiko UV SPOTCURE²<br />
Dreimal stärker bei Spot- und Flächenreparaturen*<br />
Web: zero-risk.gcsag.ch<br />
Lösungen vom Spezialisten<br />
www.jasa-ag.ch<br />
Trocknungssysteme /<br />
Systèmes de séchage<br />
DIE NÄCHSTE GENERATION DER IRT UV STRAHLER<br />
IRT UV SPOTCURE²<br />
Dreimal stärker bei Spot- und Flächenreparaturen*<br />
www.jasa-ag.ch<br />
Kleben und Dichten /<br />
Kleben Coller und et étancher Dichten<br />
ei Spot- und Flächenreparaturen*<br />
Power auf Dauer!<br />
LEISTUNGSSTÄRKE IM DETAIL<br />
• 132 Hochleistungs- LED<br />
• Einzeloptik für jede LED<br />
• Weiterentwickelte, temperaturabhangig<br />
Belüftung<br />
• Robustes Design und verlässliches<br />
Aushärtungsergebnis<br />
C7-Fahrzeug<br />
EINSCHALTEN UND...<br />
• ...mehr Strahlungsintensität über<br />
Die Schweizer eine größere Carrosserie-<br />
Fläche<br />
• Härtet Ø 30 cm in 20 Sekunden<br />
und Garagenlösung, die<br />
• Härtet Ø 70 cm einer Minute<br />
keine • Härtet Wünsche Ø 100 cm offen + in lässt! 2 Minuten<br />
Aushärtungsergebnis<br />
PROFIS VERLASSEN<br />
SICH AUF PROFIS<br />
UmFASSENdES SORtImENt FüR dAS dICHtEN,<br />
KLEbEN, SCHützEN UNd VERStäRKEN IN dER<br />
KAROSSERIEREPARAtUR<br />
VORTEILE FÜR DEN ANWENDER<br />
• Multifunktionaler Timer Display<br />
• Drücken, starten und die Einstellungen<br />
werden gespeichert<br />
• Ergonomischer Handgriff<br />
• Leichtes Stativ (Optionaler)<br />
www.andeer.net | +41 81 330 83 63<br />
www.jasa-ag.ch<br />
VORTEILE FÜR DEN ANWENDER<br />
• Leichtes Stativ (Optionaler)<br />
www.sika.ch<br />
carrossier Dezember / décembre 2<strong>02</strong>261
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Gehrig Carrosserie AG<br />
Mit Begeisterung<br />
für zwei Firmen<br />
unterwegs<br />
Im November 2<strong>02</strong>2 feierten die Gehrig Carrosserie<br />
AG und die benachbarte Tartaruga AG mit<br />
zwei VIP-Abenden sowie einem Wochenende der<br />
offenen Tür die Neueröffnung. Zusammen bilden<br />
die zwei Firmen ein gemeinsames überregionales<br />
Caravaning-Kompetenzzentrum.<br />
Gehrig Carrosserie SA<br />
Avec enthousiasme<br />
pour deux<br />
entreprises<br />
En novembre 2<strong>02</strong>2, Gehrig Carrosserie SA et sa<br />
voisine Tartaruga SA ont célébré leurs journée<br />
portes ouverte pour leurs réouvertures, avec deux<br />
soirées VIP et un week-end. Ensemble, les deux<br />
entreprises forment un centre de compétence<br />
national commun pour le caravaning.<br />
Die erweiterte Gehrig Carrosserie mit neuer Fassade, wie sie sich heute für Ankommende präsentiert.<br />
L'atelier de carrosserie Gehrig agrandi avec une nouvelle façade, tel qu'il est présenté aux arrivées aujourd'hui<br />
«Wir können so nicht mehr weiterarbeiten. Entweder lehnen<br />
wir Aufträge ab und entlassen einen Teil der Belegschaft oder<br />
wir schaffen sofort Platz.» Dieses im ersten Moment schockierende<br />
Fazit zog Inhaber und Geschäftsführer Roger Gehrig<br />
2019 bei einem Feierabendkaffee im Gespräch mit seinem Betriebsleiter<br />
Daniel Peterhans. Das 2004 bezogene Gebäude<br />
der Carrosserie platzte nämlich aus allen Nähten. Daraufhin<br />
wurde in wenigen Tagen das ganze Untergeschoss ausgeräumt<br />
und mit 15 neuen Arbeitsplätzen ausgestattet.<br />
Die Hauruckaktion setzte bei Gehrig innerlich etwas in Gang: «Als<br />
Unternehmer hatte es mir keine Ruhe gelassen», erklärt er.<br />
Privatkunden, Garagen, Flotten – alle verlangten immer mehr<br />
Just-in-time-Instandsetzungen. «Am liebsten soll das Auto repariert<br />
werden, bevor der Unfall überhaupt passiert. Es wäre also<br />
gut, wenn wir noch irgendetwas hätten, um die Kapazitäten zwischen<br />
den Spitzen zu füllen. Tuning hakte ich rasch ab, ich spürte<br />
keine Leidenschaft dafür. Dasselbe mit Oldtimern. Zu oft gab<br />
es in der Vergangenheit Projekte, die stundenmässig ausuferten.»<br />
Die Idee kam über Nacht<br />
Dann, eines Morgens, hatte Gehrig entschieden: Caravan! «Arbeiten<br />
an Caravans führen wir bereits seit 20 Jahren für die<br />
benachbarte Tartaruga AG aus. Jedes Auto bringen sie uns für<br />
«On ne peut plus travailler comme ça. Soit nous refusons des<br />
commandes et licencions du personnel, soit nous créons de<br />
l’espace», avait clamé le propriétaire et directeur Roger Gehrig<br />
en 2019 lors d’un café après le travail avec son manager Daniel<br />
Peterhans. La carrosserie dans laquelle nous avons déménagé<br />
en 2004 était pleine à craquer. Le sous-sol avait été vite vidé<br />
pour créer 15 nouveaux postes de travail.<br />
L’action éclair fut un déclencheur pour Gehrig : «En tant qu’entrepreneur,<br />
ça m’a préoccupé», dit-il. Clients privés, garages,<br />
flottes – tout le monde demande de plus en plus de réparations<br />
immédiates. «Il faudrait que la voiture soit réparée avant même<br />
l’accident. Ce serait donc bien si nous avions de quoi remplir<br />
les capacités entre les pics. J’ai vite éliminé le tuning, ne ressentant<br />
aucune passion pour ça. Itou pour les oldtimers. Trop<br />
souvent par le passé, des projets ont débordé.<br />
L’idée est arrivée pendant la nuit<br />
Puis un matin, Gehrig décide : caravane ! « Depuis 20 ans, nous<br />
travaillons sur des caravanes pour la société voisine Tartaruga<br />
SA. Ils nous apportent chaque voiture pour C+P – alors<br />
pourquoi ne pas professionnaliser – comme offre suprarégionale<br />
? » Mais il a d’abord fallu créer l’infrastructure nécessaire.<br />
En novembre 2<strong>02</strong>2, le moment était venu : «L’étape est<br />
62 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
K+L – warum also nicht professionalisieren – und zwar als überregionales<br />
Angebot?» Dafür aber musste zunächst die nötige<br />
Infrastruktur geschaffen werden. Im November 2<strong>02</strong>2 war es<br />
schliesslich so weit: «Nun haben wir diesen nächsten Meilenstein<br />
erreicht», verkündete Roger Gehrig anlässlich der Feier<br />
zum Abschluss des Um- und Ausbaus. Entstanden war ein topmodernes<br />
Kompetenzzentrum für die Reparatur und Pflege von<br />
Reisemobilen aller Art. «Auf 2100 m² überbauter Fläche stehen<br />
uns rund 4500 m² Nutzfläche zu Verfügung. Wir sind an einer<br />
Toplage, eingebettet zwischen Kantons- und Nationalstrasse,<br />
mit fast eigenem Autobahnanschluss. Dank 32 neu überdeckten<br />
Parkplätzen müssen Unfallfahrzeuge nicht mehr ums Haus<br />
abgestellt werden.» Die Tiefgarage dient auch als Pufferzone<br />
für Autos in der Reparatur und für jene, bei denen man auf Ersatzteile<br />
wartet. Ein Warenlift bringt angelieferte Teile während<br />
24 Stunden sicher ins untergeschossige Lager.<br />
Ausreichend Platz und Raum<br />
Im Erdgeschoss befindet sich die Caravan-Reparaturhalle mit<br />
sechs Metern Raumhöhe und entsprechenden Liften. «So können<br />
wir jedes Fahrzeug heben.» Eine Arbeitsbox ist speziell für GFKund<br />
Unterbodenreparaturen vorgesehen. In der Waschbox können<br />
dank Hebebühne und begehbarer fester Bühne Unterböden<br />
und Dächer gereinigt werden. Auch eine neue Portalwaschanlage<br />
für Pw und leichte Nutzfahrzeuge wurde installiert.<br />
«Eine Spezialität ist der Expressarbeitsplatz, wo wir Tagestouristen<br />
spontane Reparaturen anbieten können, ohne dass der<br />
Prozess andernorts beeinträchtigt wird», erklärt Gehrig und ergänzt:<br />
«Für diese Kunden stehen Büroräumlichkeiten zur Verfügung,<br />
wo sie zwei, drei Tage lang problemlos mit ihrem Laptop<br />
bei uns arbeiten können. Übernachten können sie im Hotel im<br />
Nachbardorf.» Die Nachfrage dafür werde sich in Grenzen halten,<br />
dessen ist sich Gehrig bewusst. Aber: «So geben wir dem Kunden<br />
die Möglichkeit, auf die vielleicht mehrere Stunden dauernde Hinund<br />
Rückfahrt mit einem Ersatzwagen verzichten zu können.»<br />
Eine weitere Annehmlichkeit ist der befahrbare Beratungsraum.<br />
«Man muss nicht draussen bei Wind, Regen und Kälte<br />
am Auto stehen.» Ein weiterer Raum beherbergt einen Lenkgeometrie-Kalibrierplatz.<br />
Auch Büros, Aufenthaltsbereiche für<br />
das Team und Schulungsräume gibt es im Gebäude.<br />
Die Premium-Ausstrahlung des neuen Empfangsbereichs, zugleich<br />
Arbeitsplatz für die Berater, steht sinnbildlich auch für die Qualität der<br />
Dienstleistungen.<br />
L’aspect premium du nouvel espace d’accueil et en même temps lieu<br />
de travail pour les conseillers symbolise également la qualité des<br />
prestations.<br />
Roger Gehrig (links) mit Tartaruga-Geschäftsführer Tobias Arn an der<br />
Neueröffnung.<br />
Roger Gehrig (à gauche) avec Tobias Arn, directeur de Tartaruga, lors<br />
de la réouverture.<br />
Die Chance erkannt – und gepackt<br />
«Ich hatte ein halbes Dutzend grössere Projekte mit Erweiterungsbau<br />
skizziert», so Gehrig weiter. Wieder bei einem Feierabendkaffee<br />
erfuhr er, dass der Inhaber der Tartaruga AG seine Firma zum<br />
Kauf ausgeschrieben hatte. «Ich sah das als grosse Chance, innerhalb<br />
von 200 Metern eine derart hohe Kompetenz zu bündeln.»<br />
Die beiden Unternehmer wurden sich sehr schnell einig und im<br />
Dezember 2<strong>02</strong>0 war die Firma überschrieben. «Mein Mitarbeiter<br />
Tobias Arn war nach seiner Lehre zu mir gekommen, bildete sich<br />
weiter und war während der letzten Jahre mein Stellvertreter. Er<br />
bewarb sich um die freie Stelle als Geschäftsführer der Tartaruga<br />
und führt sie nun seit dem 1. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Das hat Riesenvorteile,<br />
ich kenne seine Macken, er meine. Und ich finde Leute gut, die sich<br />
von unten hocharbeiten und das Metier kennen.»<br />
Wie profitiert die Carrosserie von der neuen Firma? Gehrig erklärt:<br />
«Zentral und spannend am Caravaning ist, dass wir den Kunden<br />
immer zwei bis vier Reparaturvarianten aufzeigen können. Vom<br />
Provisorium – also eine Notreparatur, die ein paar Monate, z. B.<br />
während einer Reise, überbrückt – über die Vernunftreparatur bei<br />
Reisemobilen im hohen Alter mit wenig materiellem, aber oft emotionalem<br />
Wert, für die wir nicht Tausende von Franken ausgeben<br />
Am Wochenende der offenen Tür kam das Volk in Scharen, um sich<br />
u. a. über die Reparatur von Reisemobilen zu informieren.<br />
Le week-end de la journée portes ouvertes, les gens sont venus en<br />
masse pour s’informer entre autres sur la réparation des mobilhomes.<br />
franchie», a annoncé Roger Gehrig lors de la célébration de<br />
l’achèvement de la conversion et de l’agrandissement. Le résultat<br />
a été un centre de compétences à la pointe de la technologie<br />
pour la réparation et l’entretien de tous les types de<br />
camping-cars. Nous sommes dans un emplacement privilégié,<br />
niché entre les routes cantonales et nationales, avec presque<br />
notre propre accès autoroutier. Grâce à 32 places couvertes,<br />
les véhicules accidentés ne sont plus garés autour de la mai-<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>63
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
son.» Le parking souterrain sert également de zone tampon<br />
pour les véhicules en réparation et en attente. Un montecharge<br />
amène les pièces livrées en toute sécurité dans la zone<br />
de stockage du sous-sol dans les 24 heures.<br />
Die Räume im Obergeschoss können auch von Lieferanten für<br />
Präsentationen und Schulungen gemietet werden.<br />
Les salles à l’étage supérieur peuvent également être louées par des<br />
fournisseurs pour des présentations et des formations.<br />
Die Firma ist spezialisiert auf Verkauf, Ausbau und Eigenbau von<br />
Reisemobilen und Geschäftsmobilen. Der Fokus liegt auf 4×4-Reisemobilen<br />
und Expeditionsfahrzeugen.<br />
La maison est spécialisée dans la vente, l’agrandissement et la<br />
construction de camping-cars et de véhicules professionnels. L’accent<br />
est mis sur les camping-cars 4x4 et les véhicules d’expédition.<br />
In den vergangenen Jahren wurde die Infrastruktur der Gehrig<br />
Carrosserie AG auf die Reparatur von Reise- und Geschäftsmobilen<br />
sowie grosse Nutzfahrzeuge angepasst.<br />
Ces dernières années, l’infrastructure de Gehrig Carrosserie SA a été<br />
adaptée à la réparation de véhicules de voyage et d’affaires ainsi que<br />
de gros véhicules utilitaires.<br />
wollen – weiter zur guten, ‹normalen› Reparatur bis schliesslich<br />
zur On-Top-Reparatur, wenn man noch etwas Individuelles will.<br />
Ich glaube auch oft, dass wir Reparaturen ausführen, für die sich<br />
andere zu schade sind. Man kann und muss auch etwas Fantasie<br />
anwenden. Es gibt viele gute Ideen. Man muss das aber spielen in<br />
der Beratung und die Mitarbeitenden auch entsprechend schulen.<br />
Es ist der Kopf der Firma, der das bestimmt.» Zum Schluss verrät<br />
Gehrig noch ein Geheimnis: «Die Caravan-Familie hat Zeit, du musst<br />
dafür sorgen, dass sie in dieser Zeit positiv über dich spricht.»<br />
Assez de place et d’espace<br />
Le hall de réparation de caravanes haut de 6 m et les ascenseurs<br />
correspondants est situé au rez-de-chaussée. «Ainsi,<br />
nous pouvons soulever n’importe quel véhicule.» Un box est<br />
spécialement conçu pour les réparations de GRP et de soubassement.<br />
Grâce aux plateformes élévatrice et fixe, les dessous<br />
et les toits peuvent être nettoyés dans la cabine de lavage. Un<br />
nouveau portique de lavage pour voitures et véhicules utilitaires<br />
légers a également été installé.<br />
«Une spécialité: la place de travail express, où nous pouvons<br />
proposer aux touristes du jour des réparations spontanées<br />
sans affecter le processus ailleurs. Pour ces clients, un espace<br />
de bureau disponible leur permet de travailler avec leur ordinateur<br />
portable pendant deux ou trois jours. Et ils pouvent<br />
rester à l’hôtel dans le village voisin.» La demande sera limitée,<br />
Gehrig en est conscient. Mais : «De cette façon, le client a la<br />
possibilité de se passer de l’aller-retour avec une voiture de<br />
remplacement, qui peut prendre plusieurs heures.»<br />
Une autre commodité est la salle de conseil accessible aux<br />
fauteuils roulants. «On ne doit pas rester dehors près de la<br />
voiture, dans le vent, la pluie et le froid.» Une autre salle abrite<br />
un poste de contrôle et réglage de la géométrie de la direction.<br />
Il y a aussi des bureaux, des espaces lounge pour l’équipe et<br />
des salles de formation dans le bâtiment.<br />
Opportunité reconnue – et saisie<br />
«J’avais esquissé une demi-douzaine de projets plus importants<br />
avec extensions», poursuit Gehrig. De nouveau à l’occasion<br />
d’un café , il a appris que le propriétaire de Tartaruga AG<br />
avait mis son entreprise en vente. «J’y ai vu une excellente<br />
opportunité de regrouper sur 200 m un tel niveau d’expertise.»<br />
Les deux entrepreneurs sont rapidement parvenus à un accord<br />
et l’entreprise a été acquise en décembre 2<strong>02</strong>0. «Mon collègue<br />
Tobias Arn est venu chez moi après son apprentissage, a poursuivi<br />
sa formation et a été mon adjoint ces dernières années. Il<br />
a postulé comme directeur de Tartaruga et la gère depuis le 1 er<br />
janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Ça a d’énormes avantages, je connais ses manies,<br />
lui les miennes. Et j’aime les gens qui ont gravi les échelons<br />
eux-mêmes et qui connaissent le métier.»<br />
Comment la carrosserie profite-t-elle de la nouvelle société?<br />
Roger Gehrig explique: « L’aspect central et passionnant du<br />
caravaning est que nous présentons au client 2 à 4 options de<br />
réparation. Du provisoire – c’est-à-dire une réparation d’urgence<br />
qui tient quelques mois, par exemple la durée du voyage<br />
– en passant par la réparation raisonnable de camping-cars<br />
âgés avec peu de matériel, souvent de valeur émotionnelle,<br />
pour laquelle on ne veut pas dépenser des milliers de francs<br />
– à de bonnes réparations «normales», jusqu’à la top-réparation<br />
si l’on désire quelque chose d’individuel. Je crois aussi<br />
souvent que nous effectuons des réparations que d’autres<br />
dédaignent de faire. On peut et doit aussi faire preuve d’imagination.<br />
Il y a beaucoup de bonnes idées. Mais il faut le jouer<br />
dans la concertation et former les salariés en conséquence.<br />
C’est le chef d’entreprise qui détermine cela.» Enfin, Roger<br />
Gehrig révèle un autre secret : «La famille qui fait de la caravane<br />
a du temps, il faut s’assurer qu’elle parle positivement de<br />
toi pendant ce temps.»<br />
64 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Roger Gehrig zur Lehrlingsausbildung: «Bei uns kann man am ersten<br />
Tag sofort arbeiten, das ist extrem interessant für die Jungen.»<br />
Roger Gehrig à propos de l’apprentissage : « On peut travailler chez<br />
nous dès le premier jour, ce qui est extrêmement intéressant pour les<br />
jeunes.»<br />
Arbeitgebermarke<br />
Der letzte Teil des Gesprächs dreht sich um Mitarbeiterbindung.<br />
«Es ist immer eine Gratwanderung: Es gibt Leute, die vielleicht<br />
mal weggehen, weil sie es zu streng finden, andere kommen,<br />
weil sie an der vorherigen Stelle nicht gefordert waren. Wir<br />
haben viel in die Bekleidung investiert, damit alle Mitarbeitenden<br />
gepflegt auftreten. Mein oberstes Ziel als Arbeitgeber ist, die<br />
Strahlkraft gegen aussen zu nutzen, um unser Handwerk besser<br />
zu verkaufen. Wir sind schliesslich Profis. Wir machen Betriebsausflüge,<br />
Feierabend-Events und treffen uns immer am<br />
letzten Freitag im Monat auf ein Feierabendbier (Cult Route66).<br />
Auch der Entspannungsraum im Obergeschoss gehört dazu,<br />
nachdem ich gesehen habe, dass zuvor Mitarbeiter mittags auf<br />
einer Werkbank geschlafen haben. Ich will meinen Mitarbeitenden<br />
das Beste bieten. Wir machen jeden Monat eine stündige<br />
Teamsitzung mit der Forderung, bei der Gestaltung des Arbeitsprozesses<br />
mitzuhelfen. Die Mitarbeitenden sind die Praktiker,<br />
deshalb sollen sie mitbestimmen. Die Frage ist: Was braucht<br />
ihr, damit ihr effizienter arbeiten könnt? Die Gewinnung von Mitarbeitenden<br />
aus dem Umfeld der Belegschaft wird immer wichtiger.<br />
Von den vier Arbeitsverträgen, die wir gerade vorbereiten,<br />
sind drei über bestehende Mitarbeiter gekommen.» ●<br />
Text: Henrik Petro Bilder: Carrosserie Gehrig<br />
La marque de l’employeur<br />
Qu’en est-il de la fidélisation des employés› «On marche toujours<br />
sur des oeufs: il y a ceux qui partent parce qu’ils trouvent<br />
ça trop strict, d’autres viennent parce qu’ils n’avaient pas de<br />
défi au poste précédent. Nous avons beaucoup investi dans<br />
les vêtements pour que tous les employés présentent bien.<br />
Mon objectif premier en tant qu’employeur est d’utiliser le<br />
rayonnement pour mieux vendre notre métier. Après tout, nous<br />
sommes des professionnels. On fait des sorties d’entreprise,<br />
des afterwork et on se retrouve toujours le dernier vendredi<br />
du mois pour une bière du «fyrobe» (la fin de la journée de<br />
travail!) au Cult Route66. La salle de relaxation sous les<br />
combles en fait aussi partie après avoir vu que des employés<br />
dormaient sur un établi à midi. Je veux offrir le meilleur à mes<br />
employés. Nous organisons une réunion d’équipe d’une heure<br />
chaque mois avec une demande d’aide à la conception du processus<br />
de travail. Les employés sont les praticiens, ils devraient<br />
donc avoir leur mot à dire. La question est: De quoi<br />
avez-vous besoin pour pouvoir travailler plus efficacement?<br />
Le recrutement d’employés sur le marché du travail est de<br />
plus en plus important. Sur les 4 contrats de travail prêts à<br />
conclure, 3 ont été gagnés par nos salariés.»<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro Images: Carrosserie Gehrig<br />
Für die Mitarbeiter stehen Ruhe- und Entspannungsmöglichkeiten zur<br />
Verfügung.<br />
Des options de repos et de détente sont disponibles pour les<br />
employés.<br />
Im Porträt<br />
Gehrig Carrosserie AG<br />
Im Juli 1999 eröffnete Roger Gehrig in Kleinandelfingen im Zürcher<br />
Weinland mit fünf Mitarbeitern seine Carrosserie. 2004 zog<br />
der Betrieb in den selbst geplanten Neubau auf der gegenüberliegenden<br />
Strassenseite, der 2019 erstmals um 15 Arbeitsplätze<br />
erweitert wurde. Es folgte eine längere Umbau- und Modernisierungsphase<br />
mit durchgehendem Betrieb. Kurz vor der Neueröffnung<br />
im November 2<strong>02</strong>2 übernahm Gehrig die benachbarte Tartaruga<br />
AG. Neben Personenwagen und Nutzfahrzeugen ist die<br />
Gehrig Carrosserie spezialisiert auf die Reparatur und Werterhaltung<br />
von Reise- und Wohnmobilen. Sie verfügt über die für Caravans<br />
und andere Grossfahrzeuge notwendige Infrastruktur und<br />
Geräte sowie über das entsprechende Know-how. Spezialaufträge<br />
wie Vergolden (z. B. Wetterhähne auf Kirchtürmen), Reparaturen<br />
und Lackierungen für die Industrie oder Einzelaufträge (wie<br />
die Restaurierung eines historischen Bobs als Lehrlingsprojekt)<br />
gehören ebenso zu den Dienstleistungen. Zu den Kunden zählen<br />
neben Privatpersonen und Unternehmen auch Versicherungen<br />
und Flottenanbieter. Gehrig beschäftigt rund 30 Mitarbeitende.<br />
www.gehrig-carrosserie.ch | www.tartaruga.ch<br />
Portrait<br />
Gehrig Carrosserie SA<br />
En juillet 1999, Roger Gehrig ouvre son atelier de carrosserie à<br />
Kleinandelfingen dans la campagne zurichoise avec 5 employés.<br />
En 2004, l’entreprise déménage dans le nouveau bâtiment prévu<br />
de l’autre côté de la rue, agrandi de 15 emplois pour la première<br />
fois en 2019. Une phase de conversion et de modernisation plus<br />
longue suit en fonctionnement continu. Peu de temps avant la<br />
réouverture en novembre 2<strong>02</strong>2, Gehrig reprend Tartaruga SA.<br />
Outre les voitures de tourisme et véhicules utilitaires, Gehrig Carrosserie<br />
est spécialisée dans la réparation et l’entretien de camping-cars<br />
et de mobilhomes. Avec les infrastructures et des équipements<br />
nécessaires aux caravanes et autres gros véhicules,<br />
ainsi que le savoir-faire correspondant. Les commandes spéciales<br />
comme la dorure (par ex. girouettes de clochers), les réparations<br />
et la peinture pour l’industrie ou les commandes individuelles<br />
(restauration d’un bob historique en tant que projet d’apprentissage)<br />
font également partie des services. Outre les particuliers et<br />
les entreprises, la clientèle comprend aussi des compagnies d’assurance<br />
et des fournisseurs de flottes. Gehrig emploie environ 30<br />
personnes. www.gehrig-carrosserie.ch | www.tartaruga.ch<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>65
Hingucker / Hors du commun<br />
Hallauer AG Carrosserie und Spritzwerk<br />
Sportgeschichte im<br />
Büro, die begeistert<br />
Die Besucher der Hallauer AG im aargauischen<br />
Wohlenschwil werden unweigerlich von diesem<br />
Zweierbob angezogen. Er weist nicht nur auf die<br />
Fähigkeiten der Lernenden hin, die ihn restaurierten,<br />
sondern fuhr an den Olympischen Winterspielen<br />
20<strong>02</strong> und 2006 jeweils auf den 3. Rang.<br />
Noch erfolgreicher war das Fahrerteam Daniel Schmied und<br />
Martin Annen mit Anschieber Beat Hefti an den Gesamtweltcups<br />
2001 und 20<strong>02</strong>, die sie beide gewannen. Gebaut wurde<br />
der Bob von Hans Hiltebrand, in den 1970er- und 1980er-Jahren<br />
selbst aktiver und erfolgreicher Fahrer. «Als ich vor einem<br />
Jahr die Chance hatte, den Bob kaufen zu können, hatte ich<br />
natürlich Freude», erzählt Michael Hallauer. «Schweizer Geschichte<br />
soll man erhalten. Und da man unseren Beruf nicht<br />
nur mit Autos ausüben kann, sondern auch mit anderen Objekten,<br />
war es natürlich schön, so ein Projekt umzusetzen.»<br />
Viele würden sich an einem Bob erfreuen und fieberten am<br />
Fernsehen mit. «Aber nur wenige haben je einen Bob in echt<br />
gesehen, geschweige denn angefasst. Bei uns dürfen sie sogar<br />
einsteigen und Platz nehmen», so Hallauer. Zu den damaligen<br />
Sponsoren gehörten Sika und SIA. «Beide sind Lieferanten im<br />
Auto- und Carrosseriegewerbe, da passt das gut.»<br />
Die Restaurierung des originalgetreuen Designs inklusive<br />
GFK-Reparatur und komplettem Lackaufbau erfolgte als dreimonatiges<br />
Lehrlingsprojekt mit Unterstützung.<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />
Hallauer SA carrosserie et atelier de peinture<br />
L’histoire du sport au<br />
bureau qui inspire<br />
Les visiteurs de Hallauer SA à Wohlenschwil dans<br />
le canton d’Argovie sont inévitablement attirés par<br />
ce bob à deux. Non seulement il souligne les<br />
compétences des étudiants qui l’ont restauré, mais<br />
il a terminé 3 e aux Jeux olympiques d’hiver de<br />
20<strong>02</strong> et 2006.<br />
L’équipe de pilotes Daniel Schmied et Martin Annen avec le<br />
freineur Beat Hefti a connu encore plus de succès lors des<br />
Coupes du monde en 2001 et 20<strong>02</strong>, qu’ils ont toutes deux remportées.<br />
Le Bob a été construit par Hans Hiltebrand, lui-même<br />
pilote actif et couronné de succès dans les années 1970 et 1980.<br />
«Lorsque j’ai eu la chance d’acheter le bob il y a un an, j’étais<br />
bien sûr ravi», déclare Michael Hallauer. «L’histoire suisse doit<br />
être préservée. Et comme on peut exercer notre métier non<br />
seulement avec des voitures, mais aussi avec d’autres objets,<br />
c’était bien sûr sympa de mettre en place un tel projet.»<br />
Beaucoup apprécieraient un bob et applaudiraient à la télévision.<br />
«Mais peu ont déjà vu un bob dans la vraie vie, et encore<br />
moins touché. Avec nous, ils peuvent même y entrer et s’asseoir»,<br />
explique Hallauer. Les sponsors de l’époque comprenaient<br />
Sika et SIA. «Les deux sont des fournisseurs de la<br />
branche automobile et de la carrosserie, donc ça va bien.»<br />
La restauration de la conception fidèle à l’original, y compris<br />
réparations GRP et peinture complète, ont été réalisées dans<br />
le cadre d’un projet d’apprentissage de 3 mois avec soutien.●<br />
Texte: Henrik Petro; images: Bruno Moser<br />
Anschauen,<br />
einsteigen – kein<br />
Problem: Dieser<br />
Zweierbob schrieb<br />
vor 20 Jahren<br />
Sportgeschichte.<br />
Heute verschönert<br />
er das Büro der<br />
Hallauer AG in<br />
Wohlenschwil.<br />
Jetez un coup d’œil,<br />
montez à bord – pas<br />
de problème : ce<br />
bob à deux a écrit<br />
l’histoire du sport il<br />
y a 20 ans.<br />
Aujourd’hui, il<br />
embellit le bureau<br />
de Hallauer SA à<br />
Wohlenschwil.<br />
66 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>
50% WIR<br />
SPEZIALPREIS | PRIX SPÉCIAL<br />
Bestellen Sie 1 Ölfass nach Ihrer Wahl<br />
und erhalten Sie<br />
1 Pacific-Oil Latzhose GRATIS<br />
Commandez 1 fût de pétrole de votre choix<br />
et recevez<br />
1 salopette Pacific-Oil GRATUITEMENT<br />
Solero AG | Tannholzstrasse 3 | Postach 690 | CH-3052 Zollikofen | T: 031 910 45 51 | F: 031 910 45 52 | solero@soleroag.ch | www.soleorag.ch
www.andrekoch.ch<br />
www.standox.ch<br />
André Koch AG<br />
89<strong>02</strong> Urdorf-Zürich<br />
044 735 57 11<br />
GLAUBEN SIE NUR,<br />
WAS SIE SEHEN.<br />
DAS XTREME-SYSTEM: WIRTSCHAFTLICHE TROCKNUNG BEI 20 °C.<br />
LE SYSTÈME XTREME: SÉCHAGE ÉCONOMIQUE À 20 °C.<br />
Mit dem Xtreme-System können Sie den gesamten Lackaufbau bei<br />
bei 20 °C trocknen. Dadurch sparen Sie bis zu 70 % Energiekosten.<br />
Wirtschaftlicher geht’s nicht!<br />
Mehr Informationen unter andrekoch.ch<br />
Le système Xtreme vous permet de sécher l‘ensemble de la structure<br />
de la peinture à 20 °C. Vous économisez ainsi jusqu‘à 70 % de frais<br />
d‘énergie. Il n‘y a pas plus économique !<br />
Plus informations sur andrekoch.ch