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Carrossier_2023_02

carrosserie suisse Fachzeitschrift carrosserie suisse journal officiel

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Offizielle Zeitschrift / Journal officiel<br />

April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Flexible Arbeitszeit in der Werkstatt<br />

Teilzeit, Gleitzeit oder 4-Tage-Woche?<br />

Horaires de travail flexibles à l'atelier<br />

Temps partiel, horaire flexible ou<br />

semaine de 4 jours ?<br />

Technik von heute und morgen<br />

Toyota Mirai mit Brennstoffzelle<br />

Technologie d'aujourd'hui et de demain<br />

Toyota Mirai avec pile à combustible<br />

Unter der Lupe<br />

Gehrig Carrosserie AG<br />

Sous la loupe<br />

Gehrig Carrosserie SA


AKTION<br />

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oder 1 Clean Clay Pad GRATIS dazu.<br />

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Inhalt / Sommaire<br />

Wie stark werden Microcars wie der Microlino, Carsharing und<br />

Auto-Abos die individuelle Mobilität verändern? Antworten ab Seite 10.<br />

Dans quelle mesure les microcars comme la Microlino, l'autopartage<br />

et les abonnements voitures vont-ils changer la mobilité individuelle ?<br />

Réponses dès la page 10.<br />

Verband<br />

6 Update zu carrosserie-CH<br />

8 Bringt das Agenturmodell dem <strong>Carrossier</strong> Ärger?<br />

Fokus<br />

10 Neue Mobilitätskonzepte, neue Chancen?<br />

Sektionen<br />

15 Generalversammlung der Nordwestschweiz<br />

16 Wir stellen uns vor: Waadt und Bern<br />

18 Zürich und Neuenburg<br />

19 Zentralschweiz<br />

20 Ostschweiz und Bern-Mittelland<br />

21 Waadt<br />

22 Aargau<br />

Unternehmensführung<br />

26 Flexible Arbeitszeitmodelle – ein Muss?<br />

30 Carrosserie Tüscher AG: Vom Pilotprojekt zur Gleitzeit<br />

Lackiererei<br />

34 Neuer Füller für Sikkens und Lesonal<br />

Technik<br />

37 Fossilfreier Stahl für Elektrolastwagen<br />

38 Effizient Schweissen spart Geld<br />

40 Toyota Mirai mit Wasserstoffantrieb<br />

Bildung<br />

45 Lernortkooperation in Urtenen-Schönbühl<br />

48 Wie die Carrosserie Wüest AG neue Lernende findet<br />

50 Der Champions-Club erhält Zuwachs<br />

52 25 Fachausweise in neuen Händen<br />

56 Bildungsstandort Zürich vernetzt branchenübergreifend<br />

Unter der Lupe<br />

62 Gehrig Carrosserie AG<br />

Andere<br />

22 Aktive Branche<br />

32 Rechtshilfe: Datenschutz<br />

54 Kursangebote<br />

59 Einkaufsführer<br />

66 Hingucker<br />

Association<br />

6 Transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />

8 Le modèle d’agence pénalise-t-il les carrossiers?<br />

En ligne de mire<br />

10 Nouveaux concepts de mobilité, nouvelles chances?<br />

Sections<br />

15 Assemblée générale Suisse du nord-ouest<br />

16 Présentation des sections: Vaud et Berne<br />

18 Zurich et Neuchâtel<br />

19 Suisse centrale<br />

20 Suisse orientale et Berne-Mittelland<br />

21 Vaud<br />

22 Argovie<br />

Gouvernance<br />

26 Horaires de travail flexibles – un must?<br />

30 Carrosserie Tüscher SA: projet pilote, puis horaire flexible<br />

Peinture<br />

34 Nouveaux mastics pour Sikkens et Lesonal<br />

Technique<br />

37 Acier défossilisé pour camions électriques<br />

38 Souder de manière efficiente économise de l’argent<br />

40 Toyota Mirai avec moteur à hydrogène<br />

Formation<br />

45 Coopération lieux d’apprentissage à Urtenen-Schönbühl<br />

48 Comment la Carrosserie Wüest SA trouve des apprentis<br />

50 Le Champions-Club s’agrandit<br />

52 Remise de 25 diplômes<br />

56 Zurich, réseau de formation multisecteurs<br />

Sous la loupe<br />

62 Gehrig Carrosserie SA<br />

Autres<br />

22 Branche active<br />

32 Assistance juridique: protection des données<br />

54 L’offre de cours<br />

59 Guide d’achat<br />

66 Tape-à-l’œil<br />

Termine und Veranstaltungen<br />

Echéances et manifestations<br />

carrosserie suisse DV <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, Davos<br />

AD <strong>2<strong>02</strong>3</strong> carrosserie suisse Davos<br />

01.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Trucker & Country-Festival, Interlaken<br />

Trucker & Country-Festival, Interlaken<br />

23.–25.6.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

carrosserie-CH / transport-CH / aftermarket-CH, Bern<br />

carrosserie-CH / transport-CH / aftermarket-CH, Berne<br />

08.–11.11.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>3


Die Carrosserie Bringold AG zählt in der Region Bern zu den führenden Carrosseriebetrieben.<br />

Ein eingespieltes Team, Freude am Handwerk, moderne Infrastruktur und Arbeitstechniken bilden<br />

den Grundstein für unseren Erfolg.<br />

Zur Verstärkung der Lackiererei suchen wir<br />

per sofort oder nach Vereinbarung eine/n:<br />

Leiter/-in Lackiererei<br />

(Arbeitspensum 80 –100 %)<br />

Was wir machen<br />

Wir sind Handwerker mit Stolz! Unser Ziel ist es,<br />

der Kundschaft eine Instandsetzung auf höchstem<br />

Niveau anzubieten. Entsprechend hoch sind<br />

unsere Investitionen in die Einrichtung und die<br />

Weiter bildung.<br />

Was wir erwarten<br />

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung<br />

als Carrosserielackierer/in EFZ mit entsprechender<br />

Weiterbildung und/oder mehrjähriger Erfahrung<br />

in einer vergleichbaren Position. Sie sollten sich<br />

als Führungskraft zudem durch ein hohes Mass<br />

an Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit<br />

und Organisationsstärke auszeichnen. Zudem<br />

engagieren Sie sich als zuverlässiger Teamplayer<br />

und identifizieren sich mit dem hohen Qualitätsbewusstsein<br />

der Firma.<br />

Was Sie erwartet<br />

Sie arbeiten aktiv im Tagesgeschäft mit und führen<br />

3 bis 5 Mitarbeitende (inkl. Lernende). Sie beteiligen<br />

sich an der Tagesplanung und der Organisation<br />

der Abteilung. Des Weiteren kümmern Sie sich um<br />

Bestellungen von Material und Gerätschaften.<br />

Zur Verstärkung der Spenglerei suchen wir<br />

per sofort oder nach Vereinbarung eine/n:<br />

Carrosseriespengler/-in<br />

(Arbeitspensum 80 –100 %)<br />

Was wir machen<br />

Wir sind Handwerker mit Stolz! Unser Ziel ist es,<br />

der Kundschaft eine Instandsetzung auf höchstem<br />

Niveau anzubieten. Entsprechend hoch sind<br />

unsere Investitionen in die Einrichtung und die<br />

Weiterbildung.<br />

Was wir erwarten<br />

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung<br />

als Carrosseriespengler/in EFZ, interessieren sich<br />

für neue Instandsetzungsmöglichkeiten und haben<br />

Interesse, sich fortlaufend weiterzubilden. Zudem<br />

zeichnen Sie sich durch eine exakte, saubere und<br />

selbstständige Arbeitsweise aus.<br />

Was Sie erwartet<br />

Sie arbeiten in einem jungen und dynamischen<br />

Team und führen mittels modernster Infrastruktur<br />

sämtliche Reparatur­, Richt­ und Montagearbeiten<br />

an Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen<br />

aus. Sie werden aktiv gefördert Ihre Kompetenzen<br />

und Fähigkeiten stetig weiterzuentwickeln.<br />

Was wir bieten<br />

Als Team arbeiten wir «Hand in Hand» und leben eine offene und unkomplizierte Umgangsweise.<br />

Es erwarten Sie interessante und spannende Aufgaben in einem dynamischen Umfeld, wobei wir<br />

uns auf optimale Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitszeiten, hohe Jobsicherheit und der Leistung<br />

entsprechende Entlohnung fokussieren.<br />

Bewerben<br />

Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte via E­Mail an: info@carrosserie­bringold.ch<br />

Carrosserie Bringold AG Papiermühlestrasse 116 3063 Ittigen-Bern<br />

Tel: 031 921 35 35 info@carrosserie-bringold.ch www.carrosserie-bringold.ch


Editorial / Editorial<br />

Mit attraktiven<br />

Arbeitsbedingungen<br />

profitieren<br />

Bénéficiez de<br />

conditions de travail<br />

attractives<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser<br />

Veränderung ist die grösste Konstante im Leben.<br />

Eine Tatsache, welche sich auch in unserer<br />

Branche bewahrheitet. Wir leben in einer<br />

Gesellschaft, die sich stets verändert – auch<br />

deren Verhaltensweisen in Bezug auf Mobilität.<br />

Während vor einigen Jahren ein Auto sein<br />

Eigen nennen zu können noch eines der grossen<br />

Ziele war, sind heute alternative Modelle<br />

auf der Überholspur. Autofahren zur Miete<br />

oder Carsharing sind nur zwei der jüngeren<br />

Angebote. Auch die Nutzung von Kleinstfahrzeugen<br />

wie des Microlino geniesst steigendes<br />

Interesse, besonders im Stadtverkehr. Wo<br />

stehen wir bei diesen Themen? Welche Herausforderungen<br />

bringen sie für unsere Branche<br />

mit sich? Fragen, auf welche wir in dieser Ausgabe mit<br />

Fachkundigen und Brancheninsidern Antworten suchen.<br />

Die Verwendung des Begriffs Fachkräftemangel, respektive<br />

mittlerweile Arbeitskräftemangel, hat schon inflationäres Niveau.<br />

Betriebe suchen teils händeringend nach neuen, qualifizierten<br />

Fachkräften. Unsere Branche leidet, wie andere auch,<br />

unter zu wenig Personal in den Werkstätten. Profilieren können<br />

Sie sich als Betrieb, indem Sie zum Beispiel attraktive Arbeitsbedingungen<br />

anbieten. Arbeitet eine Mitarbeiterin oder ein<br />

Mitarbeiter gerne im Betrieb, ist dies eine gute Basis für ein<br />

gedeihliches Arbeitsverhältnis. In dieser Ausgabe greifen wir<br />

verschiedene Arbeitszeitmodelle auf. Wie fühlen sich Arbeitnehmende<br />

mit einer Viertagewoche? Welche Vor- und Nachteile<br />

bringt Teilzeitarbeit und welche Erfahrungen haben unsere<br />

Sektionen damit? Denn nicht zuletzt ziehen zeitgemässe<br />

Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsformen auch Berufsnachwuchs<br />

an – eines unserer grossen Ziele.<br />

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.<br />

Daniel Röschli<br />

Direktor carrosserie suisse<br />

Chères lectrices, chers lecteurs<br />

Le changement est la plus grande constante<br />

de la vie. Un fait qui est également vrai dans<br />

notre branche. Nous vivons dans une société<br />

en constante évolution, y compris dans ses<br />

comportements en matière de mobilité. Alors<br />

qu'il y a quelques années, posséder sa propre<br />

voiture était l'un des principaux objectifs, aujourd'hui,<br />

les modèles alternatifs sont sur la<br />

voie de dépassement. La location de voiture ou<br />

le covoiturage ne sont que deux des offres les<br />

plus récentes. L'utilisation de petits véhicules<br />

comme le Microlino connaît également un intérêt<br />

croissant, notamment en circulation urbaine.<br />

Où en sommes-nous sur ces questions?<br />

Quels défis apportent-ils à notre branche? Des<br />

questions auxquelles nous cherchons des réponses dans ce<br />

numéro avec des experts et des initiés de la branche.<br />

L'utilisation du terme de pénurie de main-d'œuvre qualifiée, ou<br />

entre-temps de pénurie de main-d'œuvre, a déjà atteint un niveau<br />

inflationniste. Les entreprises recherchent parfois désespérément<br />

de nouveaux spécialistes qualifiés. Comme d'autres,<br />

notre branche souffre du manque de personnel dans les ateliers.<br />

On peut se distinguer en tant qu'entreprise en offrant des<br />

conditions de travail attractives, par exemple. Si un employé<br />

aime travailler dans l'entreprise, c'est une bonne base pour une<br />

relation de travail fructueuse. Dans ce numéro, nous abordons<br />

différents modèles de temps de travail. Comment les employés<br />

se sentent-ils avec une semaine de 4 jours? Quels sont les<br />

avantages et inconvénients du travail à temps partiel et quelles<br />

expériences ont nos sections? Enfin, les conditions contemporaines<br />

et les formes modernes de travail attirent aussi les<br />

jeunes professionnels – l'un de nos principaux objectifs.<br />

Je vous souhaite une lecture stimulante.<br />

Daniel Röschli<br />

Directeur carrosserie suisse<br />

Impressum<br />

April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

51. Jahrgang / 51 e année<br />

Offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse<br />

Organe officiel de carrosserie suisse<br />

Erscheint 6-mal jährlich<br />

Paraît 6 fois par an<br />

Druckauflage 2500 Ex.<br />

Tirage 2500 ex.<br />

Abonnemente /Abonnements:<br />

Jahresabonnement /<br />

Abonnement annuel CHF 72.–<br />

Lehrlinge, Studenten /<br />

Apprentis, étudiants CHF 36.–<br />

Ausland / Etranger CHF 99.–<br />

Einzelnummer / Le numéro CHF 12.–<br />

Bestellungen / Commandes:<br />

T 058 344 95 46<br />

F 058 344 97 83<br />

abo.carrossier@galledia.ch<br />

Herausgeber / Editeur responsable:<br />

carrosserie suisse<br />

Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />

T 062 745 90 80, F 062 745 90 81<br />

info@carrosseriesuisse.ch<br />

www.carrosseriesuisse.ch<br />

Redaktion / Rédaction:<br />

Galledia Fachmedien AG<br />

Buckhauserstrasse 24, 8048 Zürich<br />

Henrik Petro, Chefredaktor/<br />

Rédacteur en chef<br />

T 058 344 98 <strong>02</strong><br />

henrik.petro@galledia.ch<br />

Jean Mesnil, Übersetzungen, Redaktion /<br />

Traductions, rédaction<br />

jean.mesnil@galledia.ch<br />

Anzeigenverwaltung und Verlag /<br />

Régie des annonces et édition:<br />

Galledia Fachmedien AG<br />

Buckhauserstrasse 24, 8048 Zürich<br />

Guido Käppeli, Verlagsmanager /Editeur<br />

T 058 344 98 49<br />

guido.kaeppeli@galledia.ch<br />

Jutta Hausmann, Leitung Medienberatung /<br />

Responsable du conseil média<br />

T + 41 58 344 98 06<br />

jutta.hausmann@galledia.ch<br />

Heike Poensgen, Backoffice<br />

T 058 344 98 61<br />

heike.poensgen@galledia.ch<br />

Herstellung / Production:<br />

Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />

www.galledia.ch<br />

Redaktionsschluss / Bouclage:<br />

Ausgabe 2 vom 13. April <strong>2<strong>02</strong>3</strong>:<br />

24. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Edition 2 du 13 avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>:<br />

24 march <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>5


Verband / Association<br />

transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />

Grösster Treff der<br />

Mobilitätsbranche<br />

Die Leitmessen aftermarket-CH, carrosserie-CH<br />

und transport-CH, die unter einem Dach am<br />

Messestandort Bern stattfinden, verzeichnen<br />

nach der ersten Anmeldephase mehr Anmeldungen<br />

als in den Vorjahren.<br />

transport-CH / aftermarket-CH / carrosserie-CH<br />

Plus grand rendezvous<br />

de la branche<br />

de la mobilité<br />

Les principaux salons aftermarket-CH, carrosserie-CH<br />

et transport-CH, sous un même toit, ont eu<br />

plus d'inscriptions que les années précédentes.<br />

An der Ausgabe 2<strong>02</strong>1 präsentierte carrosserie suisse den Beruf Fahrzeugschlosser mit einem eigenen Auftritt zwischen den etablierten Fahrzeugbauern.<br />

Hier mischte sich der Nachwuchs mit altgedienten Profis.<br />

Lors de l'édition 2<strong>02</strong>1, carrosserie suisse a présenté la profession de serrurier sur véhicules sous sa propre apparence entre les constructeurs<br />

automobiles établis. Ici, les jeunes se sont mélangés aux professionnels vétérans.<br />

Vom 8. bis 11. November <strong>2<strong>02</strong>3</strong> trifft sich die Automobil- und<br />

Nutzfahrzeugbranche in Bern zu den drei Leitmessen, die sich<br />

als Veranstaltung unter einem Dach zum Branchentreffpunkt<br />

entwickelt haben. Die von den Branchenverbänden (AGVS,<br />

ASTAG, auto-schweiz, carrosserie suisse, Les Routiers Suisses,<br />

Swiss Automotive Aftermarket, VFFS) als Patronatspartner<br />

getragenen Fachmessen finden alle zwei Jahre statt – letztmals<br />

im «Coronajahr» 2<strong>02</strong>1.<br />

Bis zum Ablauf der offiziellen Anmeldefrist vom 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

haben sich rund 15 Prozent mehr Ausstellende angemeldet.<br />

Und: Sie beanspruchen im Vergleich zu den letzten Austragungen<br />

auch mehr Fläche, im Schnitt nämlich um 20 Prozent.<br />

Nachmeldungen seien – wie in den Vorjahren – unter gewissen<br />

Umständen nach wie vor möglich. «Selbstverständlich<br />

Du 8 au 11 novembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, la branche automobile et des véhicules<br />

utilitaires se réunira à Berne pour les 3 principaux salons,<br />

devenus un lieu de rencontre pour la branche sous un même<br />

toit. Les salons, sous le patronat des associations professionnelles<br />

(UPSA, ASTAG, auto-suisse, carrosserie suisse, Les<br />

Routiers Suisses, Swiss Automotive Aftermarket, ASEAI), ont<br />

lieu tous les deux ans – pour la dernière fois durant l'année de<br />

covid 2<strong>02</strong>1.<br />

A la fin de la période d'inscription officielle, le 31 janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong>,<br />

environ 15% d'exposants supplémentaires s'étaient inscrits. Et:<br />

par rapport aux derniers événements, ils occupent également<br />

plus d'espace, en moyenne 20%. Comme les années précédentes,<br />

les inscriptions tardives restent possibles sous certaines<br />

conditions. «Bien sûr, on essaiera d’offrir une place à<br />

6 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Verband / Association<br />

sind wir bemüht, auch später Dazustossenden einen Platz<br />

anbieten zu können», so Messeleiter Jean-Daniel Goetschi.<br />

Massive Zelthallen für ausreichend Fläche<br />

Entsprechend ist man bei den Veranstaltern der Expotrans SA,<br />

die allesamt selbst aus der Branche stammen und die Messe<br />

seit über 20 Jahren unter dem Motto «Von Branchen-Profis<br />

für Branchen-Profis» organisieren, froh, mit dem Messestandort<br />

eine Lösung gefunden zu haben, um den während des<br />

Neubaus der Festhalle wegfallenden Platz kompensieren zu<br />

können. «Für <strong>2<strong>02</strong>3</strong> werden fünf zusätzliche, massive Zelthallen<br />

im Aussenbereich zur Verfügung stehen», skizziert<br />

OK-Präsident Dominique Kolly. Dennoch dürfte das über den<br />

Erwartungen liegende Interesse sowie die grösseren Stände<br />

Herausforderungen bei der Planung mit sich bringen. «Das<br />

sind aber insgesamt angenehme Herausforderungen», so Kolly.<br />

«An unserem Ziel, allen Ausstellenden einen Platz bieten<br />

zu können, halten wir aber natürlich unvermindert fest.» Das<br />

sei man der Branche als Branchentreffpunkt schuldig.<br />

Attraktives Rahmenprogramm<br />

Auch der für die Carrosseriebranche vorgesehene Ausstellungsteil<br />

entwickelt sich erfreulich. Neu ist eine zentrale Plattform<br />

geplant, die von den Ausstellenden wie auch von Organisatoren<br />

bespielt werden kann und als dauerhafter<br />

Branchentreffpunkt funktionieren soll. Dazu Daniel Röschli,<br />

Direktor carrosserie suisse: «Die Messe ist für unsere Lieferanten<br />

– allen voran für die VFCB-Mitglieder – eine einzigartige<br />

Gelegenheit, denn in der Schweiz gibt es nichts Vergleichbares<br />

für das Carrosserie- und Zuliefergewerbe. Es ist schön,<br />

dass die ganze Mobilitätsbranche hier eine Plattform findet.<br />

Mit dem Forum stellen wir den Ausstellern eine hervorragende<br />

Plattform zur Verfügung, die sie nutzen können, um ihre<br />

Produkte und Dienstleistungen dem Publikum eingehender<br />

vorzustellen. Dazwischen platzieren wir eigene Programmpunkte,<br />

für die wir jetzt Ideen entwickeln. Wir haben eine rollende<br />

Planung, mit der wir uns flexibel und rasch an aktuelle<br />

Entwicklungen anpassen können.»<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Expotrans<br />

Daniel Röschli, Direktor carrosserie suisse an der Ausgabe 2<strong>02</strong>1.<br />

Daniel Röschli, Directeur de carrosserie suisse à l'édition 2<strong>02</strong>1.<br />

So wird die <strong>2<strong>02</strong>3</strong>er-Ausgabe beworben.<br />

C'est ainsi que l'édition <strong>2<strong>02</strong>3</strong> est annoncée.<br />

ceux qui arriveront plus tard», précise Jean-Daniel Goetschi,<br />

directeur de l'exposition.<br />

Vastes halles de tentes pour un espace suffisant<br />

Ainsi, les organisateurs d'Expotrans SA, qui sont tous euxmêmes<br />

issus du secteur et organisent le salon depuis plus de<br />

20 ans sous la devise «Par des professionnels de la branche<br />

pour des professionnels de la branche», sont heureux d'avoir<br />

trouvé une solution avec l'emplacement de salon, afin de pouvoir<br />

compenser l'espace perdu lors de la construction de la<br />

nouvelle halle des fêtes (la fameuse «Festhalle, bâtiment historique).<br />

«Cinq vastes halles-tentes extérieures supplémentaires<br />

seront disponibles pour <strong>2<strong>02</strong>3</strong>», précise le Président du<br />

CO, Dominique Kolly. Néanmoins, le niveau d'intérêt qui a dépassé<br />

les attentes et les stands de plus grande taille sont<br />

susceptibles de poser des problèmes de planification. «Mais<br />

dans l'ensemble, ce sont des défis agréables», déclare D. Kolly.<br />

«Bien sûr, nous restons fidèles à notre objectif de pouvoir<br />

offrir une place à tous les exposants.» On le doit à la branche<br />

en tant que lieu de rencontre de la branche.<br />

Programme annexe attractif<br />

La partie du salon destinée à la branche de la carrosserie se<br />

développe également bien. Une nouvelle plateforme centrale<br />

est prévue, qui pourra être utilisée à la fois par les exposants<br />

et les organisateurs et qui devrait fonctionner comme un lieu<br />

de rencontre permanent pour la branche. Daniel Röschli,<br />

Directeur de carrosserie suisse : «Le salon est une opportunité<br />

unique pour nos fournisseurs – surtout pour les membres<br />

VFCB – car il n'y a rien de comparable en Suisse pour la<br />

branche de la carrosserie et des sous-traitants. C'est une<br />

bonne chose que toute la branche de la mobilité trouve ainsi<br />

sa plateforme. Avec le forum, nous offrons aux exposants<br />

un excellent point d’échange qu'ils peuvent utiliser pour présenter<br />

plus en détail leurs produits et services au public.<br />

Entre les deux, nous plaçons nos propres éléments de programme,<br />

pour lesquels nous développons actuellement des<br />

idées. Nous avons un plan évoluant en continu qui nous permet<br />

de nous adapter avec souplesse et rapidité aux évolutions<br />

actuelles.»<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; images: Expotrans<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>7


Verband / Association<br />

Markenvertretung als Agent<br />

Keine Panik, aber im<br />

Auge behalten<br />

Das Agenturmodell beschäftigt nicht nur die<br />

Schweizer Garagisten. Doch worum geht es da<br />

und welche Auswirkung hat es auf das<br />

Carrosserie geschäft?<br />

Agenturmodelle sind für die Zukunft der Schweizer Garagenbetriebe<br />

ein derzeit dominierendes Thema. Wirtschaftlich ist<br />

es für die Händler noch bedeutender als die Elektromobilität.<br />

Am Tag der Schweizer Garagisten vom 17. Januar in Bern gab<br />

es Antworten auf zentrale Fragen. AGVS-Jurist Tobias Treyer<br />

blickte in seinem Referat dafür kurz zurück und verwies auf die<br />

KFZ-Bekanntmachung, die ein wichtiger Meilenstein und ein<br />

Erfolg für die Schweizer Händler war und ist. Nun schwebt aber<br />

über allem die angekündigte Einführung des Agenturmodells.<br />

85 Prozent der Hersteller wünschen sich eine Veränderung<br />

des Vertriebssystems – auch weil sie die Rabattschlacht<br />

beenden wollen.<br />

Zwei Modellarten<br />

Es wird zwischen einem echten oder einem unechten Agenten<br />

unterschieden. «Trägt der Agent kein oder wenig finanzielles<br />

Risiko, handelt sich um einen echten Agenten», erklärte Treyer.<br />

Liegt das unternehmerische Risiko hingegen beim Agenten,<br />

handelt es sich um einen sogenannten unechten Agenten. Und<br />

ein unechter Agent untersteht auch der kartellrechtlichen<br />

Kontrolle.<br />

Für die Händler bieten sich laut Treyer die Vorteile, dass der<br />

Agent zwar weiterhin das Gesicht der Marke bleibt und eine<br />

gesicherte Rentabilität hat, weil er nicht mehr für Investitionen<br />

oder die Kosten der Fahrzeuge im Showroom aufzukommen<br />

hat. Die Nachteile liegen ebenfalls auf der Hand: «Die unternehmerische<br />

Freiheit geht verloren, und es gibt Einschränkungen<br />

bei den Lagerfahrzeugen.» Zudem stellen sich weitere<br />

Herausforderungen: Die Hersteller wollen sich auch das<br />

Occasionsgeschäft aneignen. In der Vermarktung der Leasingfahrzeuge<br />

wie auch im Geschäft mit den jungen gebrauchten<br />

bis 18 Monate sehen die Hersteller zusätzliche Geschäfte.<br />

Auswirkungen auf Geschäftsbeziehungen<br />

Beim aufmerksamen Leser läuten nun die Alarmglocken. Wenn<br />

ein Händler seine unternehmerische Freiheit verliert, kann er<br />

dann vielleicht auch nicht mehr selbst entscheiden, wer sein<br />

bevorzugter Reparaturpartner ist? Könnte ihm der Hersteller<br />

vorschreiben, bei welchem Carrosseriebetrieb, Netzwerk oder<br />

zu welchen Konditionen er Unfallfahrzeuge reparieren und<br />

Leasingrückläufer aufbereiten lassen darf? Im Prinzip ja,<br />

allerdings nur bei einem «echten» Agenten. Der «unechte»<br />

Agent entscheidet weiterhin (fast) alles selbst.<br />

«Als echter Agent ist der Garagist künftig der verlängerte Arm<br />

des Herstellers resp. Importeurs», bestätigt Markus Aegerter,<br />

Bereichsleiter Branchenvertretung AGVS auf Anfrage. «Er<br />

wird für seinen kostentreibenden Aufwand entschädigt, dafür<br />

könnte man ihm vorschreiben, mit wem er zusammenarbeiten<br />

soll. Das gilt für Leasing, Versicherungen, praktisch alles, was<br />

Représentation de la marque en tant qu'agent<br />

Pas de panique, mais<br />

garder un œil ouvert<br />

Le modèle de l'agence ne concerne pas uniquement<br />

les garagistes suisses. Mais de quoi s'agit-il<br />

et quel impact cela a-t-il sur l'activité de<br />

carrosserie ?<br />

Les modèles d'agence sont actuellement un sujet dominant<br />

pour l'avenir des garages suisses. Economiquement, c'est encore<br />

plus important pour les concessionnaires que l'électromobilité.<br />

Les réponses aux questions centrales ont été données<br />

lors de la «Journée des garagistes suisses» à Berne le 17 janvier.<br />

L'avocat de l'UPSA, Tobias Treyer, dans une brève rétrospective,<br />

a fait référence à l'avis de véhicule, qui était et est une<br />

étape importante et un succès pour les concessionnaires<br />

suisses. Mais maintenant, l'introduction annoncée du modèle<br />

d'agence plane sur tout. 85 % des fabricants aimeraient voir un<br />

changement dans le système de vente – également parce qu'ils<br />

veulent mettre fin à la bataille des remises.<br />

Deux sortes de modèles<br />

Une distinction est faite entre un vrai et un faux agent. «Si<br />

l'agent porte peu ou pas de risque financier, c'est un véritable<br />

agent», a déclaré T. Treyer. En revanche, si le risque entrepreneurial<br />

incombe à l'agent, il s'agit de ce que l›on appelle un<br />

faux agent. Et un faux agent est également soumis à un<br />

contrôle antitrust.<br />

Selon T. Treyer, les avantages pour les concessionnaires sont<br />

que l'agent reste le visage de la marque et a assuré la rentabilité<br />

car il n'a plus à payer les investissements ou les coûts<br />

des véhicules dans le showroom. Les inconvénients sont également<br />

évidents : «La liberté d'entreprendre est perdue et il y<br />

a des restrictions sur les véhicules de stockage.» Il y a aussi<br />

d'autres défis : les constructeurs veulent aussi acquérir l'activité<br />

d'occasion. Les constructeurs voient un complément<br />

d'activité dans la commercialisation de véhicules de leasing<br />

ainsi que dans le commerce de véhicules d'occasion jeunes<br />

jusqu'à 18 mois.<br />

Impact sur les relations commerciales<br />

Les sonnettes d'alarme tintent maintenant pour le lecteur attentif.<br />

Si un concessionnaire perd sa liberté d'entreprendre, ne<br />

peut-il plus décider lui-même quel est son partenaire de réparation<br />

préféré? Le constructeur pourrait-il lui indiquer dans quel<br />

atelier de carrosserie, réseau ou dans quelles conditions il peut<br />

faire réparer les véhicules accidentés et traiter les retours de<br />

leasing? En principe oui, mais uniquement avec un «vrai» agent.<br />

Le «faux» agent continue de décider (presque) tout lui-même.<br />

«En tant que véritable agent, le garagiste sera à l'avenir le<br />

prolongement du bras du constructeur respectivement de<br />

l’importateur», confirme Markus Aegerter, responsable de la<br />

représentation de la branche, l’UPSA, sur demande. «Il est<br />

récompensé pour ses efforts coûteux, mais vous pourriez lui<br />

dire avec qui il devrait travailler. Cela vaut pour le leasing, les<br />

assurances, pratiquement tout ce que le garagiste décide luimême<br />

aujourd'hui.» Cependant, il n'est pas possible de définir<br />

8 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Verband / Association<br />

AGVS-Jurist Tobias Treyer ist trotz der vielen offenen Fragen überzeugt, dass der Handel auch in Zukunft lukrativ sein wird. «Die Betriebe müssen<br />

sicher offen für Neues sein – auch für neue Marken», rät er. «Den Kontakt mit der Werkstatt und mit den Occasionen können Sie als Ihre Stärke<br />

ausspielen.»<br />

Le juriste de l'UPSA Tobias Treyer est convaincu, malgré les nombreuses questions ouvertes, que le commerce continuera d'être lucratif à l'avenir.<br />

«Les entreprises doivent certainement être ouvertes à la nouveauté – y compris aux nouvelles marques», conseille-t-il. «Vous pouvez utiliser le<br />

contact avec l'atelier et les occasions comme votre force.»<br />

der Garagist heute selbst entscheidet.» Man könne das Stand<br />

heute allerdings nicht pauschal für alle Agenten definieren:<br />

«Es kann sein, dass die einen selbst entscheiden können, anderen<br />

wird es vorgegeben. Da noch kein einziger Agenturvertrag<br />

abgeschlossen wurde, wissen wir nicht, was auf uns<br />

zukommen wird. Zurzeit verhält sich der AGVS neutral und<br />

wartet erst mal ab.»<br />

Doch wie lange noch kann man seine Hände in den Schoss<br />

legen? Nochmals Aegerter: «Je länger sich die Importeure und<br />

Hersteller damit auseinandersetzen, desto mehr wird ihnen<br />

bewusst, dass es nicht so einfach ist. Die ersten Marken, die<br />

das Agenturmodell ankündigten, haben die Einführung nach<br />

hinten geschoben, manche gar mehrmals. Teils wurden auch<br />

prophylaktisch Verträge gekündigt und die Händler wissen<br />

noch gar nicht, ob sie neu einen Agentenvertrag erhalten. Es<br />

herrscht eine grosse Unruhe und Verunsicherung. Die bisher<br />

einzige Marke mit Agenturverträgen in der Schweiz ist Smart,<br />

aber mit grösster Geheimhalteklausel. Garagen mit eigener<br />

Carrosserie könnten direkter betroffen sein.»<br />

Fazit: Bis das Agenturmodell in der Schweiz tatsächlich umgesetzt<br />

wird, wird es noch dauern. Wer Markenvertretungen als<br />

Kunden hat, soll sich von seinen Partnern regelmässig auf den<br />

neusten Stand bringen lassen – auch darüber, ob sie zu echten<br />

oder unechten Agenten werden. <br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bild: AGVS<br />

aujourd'hui le statut de tous les agents: «Il se peut que certains<br />

puissent décider par eux-mêmes, tandis que d'autres<br />

reçoivent des directives. Comme aucun contrat d'agence n'a<br />

encore été signé, nous ne savons pas ce qui nous attend. L'UP-<br />

SA se comporte actuellement de manière neutre et attend<br />

pour le moment.<br />

Mais combien de temps peut-on encore croiser les bras sans<br />

rien faire? M. Aegerter de renchérir: Plus les importateurs et<br />

les fabricants y font face, plus ils se rendent compte que ce<br />

n'est pas si facile. Les premières marques à annoncer le modèle<br />

d'agence ont repoussé l'introduction, certaines même plusieurs<br />

fois. Dans certains cas, les contrats ont également été résiliés<br />

à titre prophylactique et les concessionnaires ne savent pas<br />

encore s'ils recevront un nouveau contrat d'agent. Il y a beaucoup<br />

d'agitation et d'incertitude. Jusqu'à présent, la seule<br />

marque avec des contrats d'agence en Suisse est Smart, mais<br />

avec la plus grande clause de non-divulgation. Les garages<br />

ayant leur propre carrosserie pourraient être plus directement<br />

concernés.»<br />

Conclusion: il faudra un certain temps avant que le modèle<br />

d'agence ne soit réellement mis en œuvre en Suisse. Quiconque<br />

a des représentants de marque en tant que clients devrait demander<br />

à ses partenaires de les mettre à jour régulièrement<br />

– y compris s'ils deviennent de vrais ou de faux agents. ●<br />

Texte: Henrik Petro; images: UPSA<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>9


Fokus / En mire<br />

Neue Formen der Mobilität<br />

Neue Konzepte<br />

bleiben eine Nische<br />

Die Elektrifizierung setzt sich durch. Was andere<br />

Formen der individuellen Mobilität angeht, so<br />

finden neue Ideen zwar Fans, kommen aber<br />

gegen den Besitz des eigenen Fahrzeugs (noch)<br />

nicht an.<br />

Nouvelles formes de mobilité<br />

Nouveaux concepts:<br />

toujours une niche<br />

L'électrification gagne du terrain. En ce qui<br />

concerne les autres formes de mobilité individuelle,<br />

les nouvelles idées trouvent des adeptes,<br />

mais ne concurrencent pas (encore) la possession<br />

de son propre véhicule.<br />

Auto-Abo und Carsharing sind Konzepte, die dem Individualverkehr neue Kunden erschliessen, dem etablierten Autogewerbe aber auch bestehende<br />

Kunden abspenstig machen können. Seine Stärken kann Mobility mit bereits fast einer Viertelmillion Kunden, die sich 3000 Autos teilen,<br />

besonders in der Stadt ausspielen.<br />

Les abonnements automobiles et l'autopartage sont des concepts qui ouvrent de nouveaux clients au transport individuel, mais peuvent également<br />

éloigner les clients existants du commerce automobile établi. Avec près d'un quart de million de clients qui se partagent 3000 voitures, Mobility<br />

peut exploiter ses atouts, notamment en ville.<br />

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres kamen<br />

laut auto-schweiz 33 635 neue Personenwagen auf unsere<br />

Strassen. 17 850 davon – mehr als die Hälfte – verfügen über<br />

einen alternativen Antrieb. «Die Marktanteile der Elektroautos<br />

und Hybride konnten weiter zulegen», konstatiert autoschweiz-Mediensprecher<br />

Christoph Wolnik. «Dass die Elektrifizierung<br />

in der Schweiz schneller verläuft als erwartet, und<br />

das bei fast komplett fehlender Förderung, liegt an der Schweizer<br />

Kaufkraft.»<br />

Der eigentliche Spass ist aber vorbei<br />

Am 15. Oktober 2<strong>02</strong>2 waren in der Schweiz 5 578 785 Motorwagen<br />

registriert (Quelle: strasseschweiz.ch). Das sind rund 950 000<br />

mehr als noch vor zwölf Jahren, nämlich 4 630 500 Motorwagen,<br />

Selon auto-suisse, 33 635 voitures particulières neuves ont<br />

pris la route au cours des 2 premiers mois de l'année en cours.<br />

17 850 d'entre elles – plus de la moitié – ont un entraînement<br />

alternatif. «Les parts de marché des voitures électriques et<br />

hybrides ont continué d'augmenter», déclare Christoph Wolnik,<br />

porte-parole d'auto-suisse. «Le fait que l'électrification en<br />

Suisse progresse plus rapidement que prévu, et avec presque<br />

aucun financement, est dû au pouvoir d'achat.»<br />

Mais le véritable plaisir est terminé<br />

Au 15 octobre 2<strong>02</strong>2, 5 578 785 véhicules à moteur étaient immatriculés<br />

en Suisse (source : routesuisse.ch), environ 950 000<br />

de plus qu'il y a 12 ans, soit 4 630 500 véhicules au 30 septembre<br />

2010. Ch. Wolnik confirme que les voitures suisses<br />

10 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Fokus / En mire<br />

Stand 30. September 2010. Wolnik bestätigt, dass die Schweizer<br />

Autos älter werden: «Das Durchschnittsalter liegt bei über zehn<br />

Jahren.» Immer mehr Autos bedeuten aber auch immer mehr<br />

Verkehr. Von 2005 bis 2<strong>02</strong>1 verdreifachten sich die Staustunden<br />

auf den Nationalstrassen von 10 975 auf 32 481 Stunden. Und in<br />

den Städten ist es mit dem Abbau von Parkplätzen und der grossflächigen<br />

Einführung von Tempo 30 nicht besser.<br />

Martin Kyburz produziert im zürcherischen Freienstein die<br />

dreirädrigen, elektrisch angetriebenen DXP-Roller, mit denen<br />

die Schweizer Post seit neun Jahren emissionsfrei und leise<br />

Briefe verteilt. «Die grosse individuelle Freiheit, wie wir sie<br />

kannten, wird immer mehr beschnitten. Daher verliert das normale<br />

Auto den Charakter als Prestigeobjekt, es wird zum normalen<br />

Gebrauchsgegenstand. Die heutigen Jugendlichen setzen<br />

sich nicht mehr mit dem Autofahren auseinander. Es wird<br />

aber immer wirklich Angefressene geben, die Fahren als Hobby<br />

und Sportart betreiben und zelebrieren werden mit speziell<br />

dafür vorgesehenen Autos.» Genau für diese Zielgruppe entwickelte<br />

Kyburz den eRod, einen puristischen, strassenzugelassenen<br />

Sportwagen mit Elektroantrieb. Der 45-kW-Motor<br />

beschleunigt den 600-kg-Roadster mit 140 Nm bis auf Tempo<br />

120, die Reichweite liegt bei über 200 km.<br />

Noch bleibt das klassische eigene Automobil das Mass der<br />

Dinge, und das noch viele Jahre. Parallel dazu entstanden und<br />

entstehen aber neue Mobilitätskonzepte.<br />

Carsharing und Auto im Abo<br />

Carsharing-Marktführer in der Schweiz ist die 1997 gegründete<br />

Genossenschaft Mobility mit heute mehr als 240 000 Kundinnen<br />

und Kunden, 3000 Fahrzeugen (davon zehn Prozent<br />

Elektroautos) und einem Jahresumsatz von 80 Mio. Franken.<br />

Bei Mobility reserviert man sein gewünschtes Fahrzeug über<br />

eine App und bezahlt pro Zeit und Kilometer.<br />

Der bekannteste Schweizer Auto-Abo-Anbieter ist Carvolution.<br />

Der Kunde bestellt einen Neuwagen und mietet ihn über eine<br />

vorgängig festgelegte Zeitspanne, die wiederum die Höhe des<br />

Abotarifs mitbestimmt. Das Auto-Abo entspricht sozusagen<br />

einem Voll-Leasing ohne hohe erste Leasingrate, bei dem ausser<br />

dem Tanken alles inbegriffen ist, also Versicherung (Vollkasko<br />

und Haftpflicht), Zulassung im Wohnkanton, Steuern,<br />

Erstvignette, Bereifung, Reifenwechsel und -lagerung, Service<br />

und Wartung. Ein weiterer Vorteil ist die gegenüber dem klassischen<br />

Leasing höhere Flexibilität, zum Beispiel beim Wechsel<br />

auf ein anderes Modell.<br />

Am <strong>Carrossier</strong> vorbei<br />

In beiden Fällen entscheidet nicht der Fahrer, wo das Fahrzeug<br />

repariert wird, sondern der Besitzer – also Mobility respektive<br />

Carvolution. Ist ein Carrosseriebetrieb nicht Teil eines Partnernetzwerks<br />

dieser Flottenbetreiber, geht dieses Geschäft an ihm<br />

vorbei. Im Falle von Mobility ist es verschmerzbar, weil deren<br />

Kunden nur gelegentlich ein Auto benötigen und sich bewusst<br />

keines anschaffen möchten, also auch sonst nicht zu seinen<br />

Kunden gehören würden. Und die Flotte von 3000 Fahrzeugen<br />

macht nicht einmal ein Promille des Schweizer Wagenparks aus.<br />

Beim Auto-Abo verhält es sich etwas anders: Diese Kunden<br />

möchten ein Fahrzeug haben, das ihnen rund um die Uhr exklusiv<br />

zur Verfügung steht. Aus diesem Grund passt ihnen dieses<br />

Modell besser, als ein Auto zu kaufen oder zu leasen. Das<br />

sind Kunden, die man sonst vielleicht hätte haben können –<br />

oder sogar gehabt hat. Doch wie gross ist dieser Markt überhaupt?<br />

«Was wir nicht ausweisen können, sind Auto-Abos»,<br />

vieillissent: «L'âge moyen est supérieur à 10 ans. Cependant,<br />

de plus en plus de voitures signifie aussi de plus en plus de<br />

trafic. Entre 2005 et 2<strong>02</strong>1, les heures d'embouteillages sur les<br />

routes nationales ont triplé passant de 10 975 à 32 481 h. Et<br />

dans les villes ce n'est pas mieux avec la réduction des places<br />

de stationnement et l'introduction à grande échelle du 30 km/h.<br />

Martin Kyburz produit les scooters électriques DXP à 3 roues<br />

à Freienstein ZH, que la Poste Suisse utilise depuis 9 ans pour<br />

distribuer les lettres silencieusement et sans émission. «La<br />

grande liberté individuelle telle que nous la connaissons est<br />

de plus en plus restreinte. Dès lors, la voiture normale perd<br />

son caractère d'objet de prestige et devient une marchandise<br />

normale. Les jeunes ne s'occupent plus de conduire une voiture.<br />

Mais il y aura toujours des gens vraiment obsédés par la<br />

conduite comme loisir et sport et qui le célébreront avec des<br />

voitures spécialement conçues à cet effet.» C'est précisément<br />

pour ce groupe cible que M. Kyburz a développé l'eRod, une<br />

voiture de sport puriste et homologuée route à propulsion électrique.<br />

Le moteur de 45 kW accélère le roadster de 600 kg avec<br />

140 Nm jusqu'à 120 km/h, l'autonomie est de plus de 200 km.<br />

L'automobile particulière classique reste la mesure de toutes<br />

choses et le restera de nombreuses années encore. Cependant,<br />

de nouveaux concepts de mobilité ont émergé et émergent.<br />

Covoiturage et abonnement voiture<br />

Le leader du marché de l'autopartage en Suisse est la coopérative<br />

Mobility, fondée en 1997, avec plus de 240 000 clients,<br />

3000 véhicules (dont 10 % de voitures électriques) et un chiffre<br />

d'affaires annuel de 80 millions de francs. Avec Mobility, on<br />

réserve le véhicule de son choix via une application et paie au<br />

temps et au kilomètre.<br />

Le fournisseur suisse d'abonnements automobiles le plus<br />

connu est Carvolution. Le client commande une nouvelle voiture<br />

et la loue pour une durée prédéterminée, qui détermine le<br />

montant du tarif. L'abonnement automobile correspond en<br />

quelque sorte à un leasing complet sans taux de 1 er leasing<br />

élevé, tout inclus hormis le carburant, c-à-d les assurances<br />

(tous risques et responsabilité civile), l'immatriculation dans le<br />

canton de domicile, les taxes, la vignette initiale, pneus, changement<br />

et stockage des pneus, service et entretien. Un autre<br />

avantage est la plus grande flexibilité par rapport à la location<br />

classique, par exemple lors du changement de modèle.<br />

Au nez et à la barbe du carrossier<br />

Dans les 2 cas, ce n'est pas le conducteur qui décide où le<br />

véhicule est réparé, mais le propriétaire – Mobility ou Carvolution.<br />

Si un carrossier ne fait pas partie du réseau de partenaires<br />

de ces exploitants de flottes, il fait chou blanc. Dans le<br />

cas de Mobility, c'est supportable, car leurs clients n'ont qu'occasionnellement<br />

besoin d'une voiture et ne veulent délibérément<br />

pas en acheter une, de sorte qu'ils ne seraient pas parmi<br />

leurs clients autrement. Et la flotte de 3000 véhicules ne représente<br />

même pas un pour mille du parc automobile suisse.<br />

L'abonnement voiture est un peu différent: ces clients veulent<br />

un véhicule exclusivement disponible 24h/24. Pour des raisons,<br />

ce modèle leur convient mieux que l'achat ou la location<br />

d'une voiture. Ce sont des clients qu’on aurait pu avoir autrement<br />

– ​ou même eu. Mais quelle est la taille réelle de ce marché?<br />

«Ce que nous ne pouvons pas identifier, ce sont les abonnements<br />

auto», déclare Christoph Wolnik d'auto-suisse et<br />

poursuit d'un œil critique: «Louer au lieu de posséder est certainement<br />

attrayant, mais ne résout pas un problème fonda-<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>11


Fokus / En mire<br />

Coup d’œil sous la coque<br />

A 500 kg, le Microlino est un biplace<br />

électrique de classe L7E. Son moteur<br />

électrique développe 12,5 kW,<br />

accélère jusqu'à 90 km/h avec un<br />

maximum de 89 Nm et a une autonomie<br />

allant jusqu'à 230 km avec la<br />

plus grande batterie de 14 kWh. Le<br />

groupe cible est constitué de personnes<br />

qui souhaitent se déplacer et<br />

faire leurs courses dans leur propre<br />

voiture électrique, mais pas dans un<br />

SUV de 2,5 t. Même les propriétaires<br />

de petites entreprises comme les<br />

architectes sont impressionnés par<br />

le Microlino et utilisent le design accrocheur<br />

comme espace publicitaire<br />

pour eux-mêmes.<br />

La carrosserie autoportante est<br />

constituée de pièces embouties en<br />

acier et en alu – une première dans<br />

cette catégorie, car cette structure<br />

n'a jusqu'à présent été utilisée que<br />

dans la «vraie construction automobile».<br />

«Notre partenaire d'assurance<br />

Allianz préfère diriger les véhicules<br />

accidentés vers les agents ou vers<br />

les carrossiers Amag, aussi responwinkt<br />

Christoph Wolnik von auto-schweiz ab und fährt kritisch<br />

fort: «Mieten statt Besitzen ist sicher attraktiv. Doch das löst<br />

ein grundsätzliches Problem nicht. In den Städten haben mehr<br />

als die Hälfte aller Haushalte kein Auto. Sie möchten zwar mobil<br />

sein, es fehlt aber an Abstellplätzen und Ladeinfrastruktur.»<br />

Daran ändere auch ein Auto-Abo nichts.<br />

Die Carsharing-Genossenschaft Mobility hingegen hat für ihre<br />

Autos fest gemietete Parkplätze, was einen grossen Vorteil<br />

darstellt – auch bezüglich Elektromobilität. Denn 93 Prozent<br />

der bisherigen Käufer eines Elektroautos haben laut Wolnik die<br />

Möglichkeit, zu Hause zu laden. Wer also keinen festen Parkoder<br />

Tiefgaragenplatz mit Stromanschluss hat, ist beim Umstieg<br />

auf E-Mobilität benachteiligt, auch mit Auto-Abo, nicht aber beim<br />

Carsharing mit festen Parkplätzen mit Ladeinfrastruktur.<br />

Micromobilität kann viel, aber nicht alles<br />

2016 sorgte der am Genfer Autosalon ausgestellte Microlino<br />

des Schweizer Scooter-Herstellers Micro für Aufsehen. Aus<br />

dem Versuchsballon ist nach hindernisreichen Jahren ein Serienprodukt<br />

geworden, das in der Nähe von Turin gefertigt wird.<br />

Der Microlino soll vor allem online angeboten werden. Für<br />

Probefahrten und Auslieferungen hat die Micro Mobility Systems<br />

AG mit zurzeit drei Amag-Standorten einen Agenturvertrag<br />

abgeschlossen, wie Merlin Ouboter, Geschäftsleitungsmitglied<br />

und zuständig für Marketing und Vertriebsaufbau,<br />

erklärt: «Die Agenten stellen unsere Fahrzeuge im Showroom<br />

aus, wickeln Testfahrten ab und erhalten pro ausgeliefertes<br />

Fahrzeug eine Pauschalentschädigung.» Für eine kleine Marke<br />

sei dies die beste Lösung, auch um einen Fixpreis durchsetzen<br />

zu können. «Dieses Jahr werden wir rund 4500 Fahrzeuge<br />

produzieren, knapp 1000 davon für die Schweiz», so Ouboter<br />

weiter. «Nächstes Jahr hoffen wir, in weiteren Märkten starten<br />

und die Produktion auf 10 000 steigern zu können.»<br />

mental. En ville, plus de la moitié des ménages n'ont pas de<br />

voiture. Ils veulent être mobiles, mais on manque de places de<br />

parking et d'infrastructures de recharge.» Un abonnement<br />

voiture n'y changera rien.<br />

La coopérative d'autopartage Mobility, quant à elle, a loué des<br />

places de stationnement pour ses voitures, ce qui constitue<br />

un avantage majeur – également en matière d'électromobilité.<br />

Selon Ch. Wolnik, 93 % des acheteurs précédents d'une voiture<br />

électrique ont la possibilité de recharger à domicile. Quiconque<br />

ne dispose pas d'un parking fixe ou d'une place de<br />

parking souterrain avec raccordement électrique est désavantagé<br />

lors du passage à l'e-mobilité, même avec un abonnement<br />

voiture, mais pas avec l'autopartage avec des places<br />

de parking fixes avec une infrastructure de recharge.<br />

La micromobilité peut faire beaucoup, mais pas tout<br />

En 2016, le Mircolino du constructeur suisse de scooters Micro,<br />

qui était exposé au Salon de l'automobile de Genève, avait<br />

fait sensation. Après quelques années difficiles, le ballon test<br />

est devenu un produit de série fabriqué près de Turin. Le Microlino<br />

sera principalement proposé en ligne. Pour les essais<br />

routiers et les livraisons, Micro Mobility Systems AG a actuellement<br />

conclu un contrat d'agence avec trois sites Amag,<br />

comme l'explique Merlin Ouboter, membre de la direction et<br />

responsable du marketing et du développement des ventes:<br />

«Les agents présentent nos véhicules dans le showroom, organisent<br />

les essais routiers et obtiennent une indemnité forfaitaire<br />

pour chaque véhicule délivré.» Pour une petite marque,<br />

c'est la meilleure solution, aussi pour pouvoir faire respecter<br />

un prix fixe. «Cette année, nous produirons environ 5 000 véhicules<br />

et les mettrons en circulation en Suisse», a poursuivi<br />

M. Ouboter. «L'année prochaine, nous espérons commencer<br />

sur plus de marchés et augmenter la production à 10 000.»<br />

Der Microlino ist mehr als nur ein Kleinwagen. Der Gedanke dahinter ist, für tägliche Fahrten im<br />

urbanen Verkehr Ressourcen, Gewicht und Fläche zu sparen. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern<br />

auch praktischer. Er ersetzt aber nicht das Langstreckenauto.<br />

Le Microlino est plus qu'une simple petite voiture. L'idée sous-jacente est d'économiser des ressources,<br />

du poids et de l'espace pour les trajets quotidiens en circulation urbaine. C'est non seulement<br />

plus durable, mais aussi plus pratique. Mais il ne remplace pas la voiture longue distance.<br />

12 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Fokus / En mire<br />

Blick unter die Aussenhaut<br />

Der weniger als 500 kg wiegende<br />

Microlino ist ein elektrisch angetriebener<br />

Zweisitzer der Klasse L7E. Sein<br />

E-Motor leistet 12,5 kW, beschleunigt<br />

mit max. 89 Nm bis auf 90 km/h und<br />

fährt mit der grösseren 14-kWh-Batterie<br />

bis 230 km weit. Zielgruppe sind<br />

Menschen, die im eigenen E-Auto pendeln<br />

und einkaufen möchten, aber keine<br />

Lust haben, dies mit einem 2,5-Tonnen-SUV<br />

zu tun. Auch Kleinunternehmer<br />

wie Architekten seien vom Microlino<br />

angetan und nutzen das auffällige<br />

Design als Werbefläche für sich selbst.<br />

Die selbsttragende Carrosserie besteht<br />

aus gepressten Stahl- und Aluminiumteilen<br />

– laut Hersteller eine Premiere in<br />

dieser Kategorie, da diese Struktur bisher<br />

nur im «echten Automobilbau» verwendet<br />

werde. «Unser Versicherungspartner<br />

Allianz steuert Unfallfahrzeuge<br />

bevorzugt zu den Agenten, bzw. in die<br />

Amag-Carrosserien, die auch für Garantiefälle<br />

zuständig sind», erklärt Ouboter.<br />

«Die Türe ist aus Stahl, bei einem vorderen<br />

Parkschaden reicht es aber meistens, den Kunststoffstossfänger<br />

zu reparieren oder ersetzen. Die Seitenteile sind aus Aluminium,<br />

was die Reparatur etwas komplexer macht. Am Heck<br />

findet sich wieder Plastik.»<br />

Von Träumen der anderen zur eigenen Kreativität<br />

«Premiumhersteller verkaufen weiterhin Träume und Prestige,<br />

und das ist immer noch wichtig», erklärt Ouboter. «Ich sehe aber<br />

an meiner Generation, dass es an Bedeutung verliert. Es wird<br />

noch einige Jahre dauern, aber wir sind überzeugt, dass Menschen<br />

künftig das Fahrzeug besitzen werden, das sie jeden Tag<br />

brauchen, und dass dieses nicht mehr so gross ist. Für Ferienreisen<br />

oder weit entfernte Familienbesuche mieten oder teilen<br />

sie dann ein grösseres Auto. Denn wer rechnet, weiss, dass,<br />

wenn man die Langstrecke nicht ausnutzt, sich der Besitz eines<br />

grossen Fahrzeugs gar nicht lohnt.» Das bedeutet für den Unternehmer<br />

als Mobilitätsdienstleister, dass er genau für diese<br />

Kunden, mit denen er bestenfalls bereits eine Geschäftsbeziehung<br />

führt, zum Beispiel die Ersatzwagenflotte auch zum Mieten<br />

anbieten könnte.<br />

Auch Martin Kyburz sieht für Carrosseriebetriebe Chancen im<br />

sich ändernden Mobilitätsverhalten: «Als kleines Unternehmen<br />

kann man viel flexibler sein und seine Kreativität viel besser einsetzen.<br />

Die Chancen in Veränderungen erkennen zu können benötigt<br />

aber Zeit. Man muss sich zurücklehnen und in sich gehen<br />

können und sich fragen: Was interessiert mich wirklich? Wenn<br />

man das als Unternehmer herausfindet, wird automatisch dort<br />

so viel Konzentration und Energie frei, sodass sich etwas Neues<br />

ergibt. Wichtig dabei ist, dass die Dienstleistung, die ich erschaffe,<br />

dem anderen mehr Geld wert sein muss, als sie mich kostet.»<br />

Der eRod von Kyburz Switzerland ist ein absolutes Sport- und Spassmobil zum Ausgleich für das<br />

inzwischen langweilig gewordene Fahren in Staus und 30er-Zonen.<br />

L'eRod de Kyburz Suisse est un véhicule sportif et amusant absolu pour compenser la conduite dans<br />

les embouteillages et les zones de 30 zones, qui est devenue ennuyeuse entre-temps.<br />

sables des cas de garantie», explique M. Ouboter. «La porte est<br />

en acier, mais en cas de dommage de stationnement avant, il<br />

suffit généralement de réparer ou de remplacer le pare-chocs<br />

en plastique. Les panneaux latéraux en alu rendent la réparation<br />

un peu plus complexe. A l'arrière, il y a encore du plastique.<br />

Des rêves des autres à votre propre créativité<br />

«Les fabricants haut de gamme continuent de vendre du rêve<br />

et du prestige, et ça reste important», dit Ouboter. «Mais je vois<br />

d'après ma génération queça perd de l'importance. Ça prendra<br />

encore quelques années, mais nous sommes convaincus que<br />

demain les gens auront le véhicule dont ils ont besoin au quotidien,<br />

et plus aussi grand. Et loueront ou partageront une voiture<br />

plus grande pour les vacances ou les visites familiales<br />

lointaines. Parce que si on faut le calcul, on sait que sans recours<br />

à la longue distance, posséder un gros véhicule n'en vaut<br />

pas la peine.» Pour l'entrepreneur fournisseur de services de<br />

mobilité, ça signifie qu'il pourrait, par ex., proposer aussi la<br />

flotte de véhicules de remplacement à la location juste pour<br />

ces clients ayant déjà une relation commerciale.<br />

M. Kyburz voit aussi des opportunités pour les carrosseries<br />

dans l'évolution des comportements: «Petite entreprise, on peut<br />

être bien plus flexible et utiliser sa créativité beaucoup mieux.<br />

Mais il faut du temps pour reconnaître les opportunités de changement.<br />

Il faut être capable de s’asseoir et d'entrer en soi-même<br />

et de se demander: Qu'est-ce qui m'intéresse vraiment? Lorsqu’on<br />

découvre cela en tant qu'entrepreneur, tant de concentration<br />

et d'énergie sont automatiquement libérées que quelque<br />

chose de nouveau émerge. L'important est que le service que<br />

je crée vaille plus pour l'autre qu'il ne me coûte.»<br />

kyburz-switzerland.ch<br />

microlino-car.com<br />

mobility.ch<br />

carvolution.com<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Mobility, Kyburz, Micro<br />

kyburz-switzerland.ch<br />

microlino-car.com<br />

mobility.ch<br />

carvolution.com<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; images: Mobility, Kyburz, Micro<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>13


Publireportage / Publireportage<br />

GCS Schweiz AG<br />

Es ist alles vorhanden – Sie müssen es<br />

einfach nur noch nutzen!<br />

Wie sagte Albert Einstein? «Die Fragen können die gleichen sein, aber die Antworten verändern sich!» Wir<br />

sind der Meinung, die Fragen sind die gleichen und die Antwort ist immer «Ja»!<br />

Vier wichtige Fragen, die sich jeder <strong>Carrossier</strong> stellen muss, und viermal ist die Antwort «Ja».<br />

– Hat jede Carrosserie für ihre Kunden ein Onlineportal? – Ja<br />

– Hat jede Carrosserie ein Online-Terminbuchungssystem? – Ja<br />

– Gibt es ein digitales Standard-Datenformat, um Daten<br />

zwischen unterschiedlichen Systemen end-to-end<br />

auszutauschen? – Ja<br />

– Kann jede Software auf diese Lösung zugreifen? – Ja<br />

Wichtige Erkenntnis für jeden <strong>Carrossier</strong><br />

Es ist an der Zeit, zu verstehen, dass nicht nur die Schadensteurer<br />

und Auftraggeber Onlineportale haben oder nur EC2- oder<br />

E-Service-Daten vom Reparateur zum Auftraggeber digital ausgetauscht<br />

werden können. Nein, jeder <strong>Carrossier</strong> hat eine eigene<br />

Plattform/ein eigenes Daten-Gateway und kann seinen Kunden<br />

digitalen Datenaustausch auf höchstem Niveau anbieten.<br />

Schluss mit E-Mails von Versicherern mit der Aufforderung<br />

«Bitte machen Sie mit dem Kunden einen Besichtigungstermin<br />

aus». Die Antwort des <strong>Carrossier</strong>s an den Schadensteurer<br />

lautet: «Wenn Sie unser Terminbuchungssystem nutzen, können<br />

Sie gleich den Termin buchen.»<br />

Das sind die Fakten und so sieht die Lösung aus<br />

carrepnet.ch ist seit drei Jahren online und die Services wurden<br />

laufend ausgebaut mit dem Ergebnis, dass jeder <strong>Carrossier</strong>,<br />

unabhängig davon, welche Software er einsetzt, auf das Terminbuchungsportal<br />

repbooking.carrepnet.ch zugreifen, seine<br />

CI hinterlegen und seinen Kunden ermöglichen kann, freie Termine<br />

direkt bei ihm zu buchen. Ein Beispiel, wie das auch Netzwerke<br />

sinnvoll für ihre Mitglieder nutzen, zeigt car4rep.ch, das<br />

diese Technologie für seine Partnerbetriebe einsetzt.<br />

Versenden Sie ganze Reparaturdossiers mit einem Mausklick<br />

und Ihr Kunde bekommt eine E-Mail mit der Nachricht «Sehen<br />

Sie sich Ihren Kostenvoranschlag in unserem Online-Kundencenter<br />

cardata an und erteilen Sie uns die Reparaturfreigabe …»<br />

oder «In Ihrem Online-Kundencenter cardata finden Sie die<br />

Rechnung und alle Angaben zur Reparatur Ihres Fahrzeugs …».<br />

cardata, das Onlineportal von carrepnet.ch, steht jeder Carrosserie<br />

zur Verfügung. Ihr Softwarehersteller kann jederzeit den<br />

offenen Datenstandard DRA 2.0 kostenlos beziehen und umsetzen<br />

und Sie sind digital vernetzt. GCS Schweiz AG ist der<br />

erste DMS/BMS-Hersteller, der carrepnet.ch-Technologien zu<br />

100 Prozent integriert hat und auf den Standard DRA 2.0 setzt.<br />

Stellen Sie sich vor, wie viel Zeit Sie sparen, wenn Sie mit einem<br />

Mausklick die Daten an cardata by carrepnet.ch übermitteln<br />

und gleich mehrere Beteiligte davon profitieren.<br />

Ein Beispiel aus der Praxis: Sie übermitteln die Rechnung an<br />

cardata, die jetzt via JAROWA an den Flottenkunden Post Company<br />

Cars AG weitergeleitet wird. In seinem Account kann der<br />

Kunde das gesamte Dossier einsehen. Und wenn Sie clearcarrep-Partner<br />

sind, werden die Statistikdaten auch gleich an<br />

clearcarrep übermittelt. Sie haben also mit einem Mausklick<br />

drei Parteien glücklich gemacht!<br />

Seien Sie digital, nutzen Sie diese Services und steigern Sie<br />

Ihre Effizienz.<br />

Ihr Reto Dellenbach, CEO GCS Schweiz AG<br />

●<br />

Kommunika zum Markt DRA 2.0<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.carrepnet.ch<br />

digital.gcsag.ch<br />

Carrosserie<br />

Audatex<br />

DMS<br />

(GCS)<br />

CML<br />

Cardata Manager<br />

Light<br />

Flotten-<br />

Manager<br />

z.B. Jarowa, AXA-<br />

MobServ., HGC etc.<br />

Flottenbesitzer<br />

z.B. Alphabet, Arval<br />

Importeure<br />

z.B. Volvo, Ford,<br />

Renault, BMW, etc.<br />

Abo-Firmen<br />

z.B. Carify,<br />

Carvolution, etc.<br />

i-Dat<br />

Service / Rep.<br />

DMS (GCS)<br />

• Imaweb eger<br />

• AIDA (AMAG)<br />

• Webcare (ACS)<br />

• Carross<br />

• AutoInforma<br />

• A3<br />

• etc.<br />

Eurotax<br />

Weitere<br />

BMS-<br />

Anbieter<br />

B2C – Fzg-<br />

Halter<br />

Cardata<br />

CRN Gateway<br />

Reparatur-<br />

Netzwerke<br />

Teilelieferanten<br />

Versicherungen<br />

• Basler<br />

• Zürich<br />

• AXA<br />

• Allianz<br />

• Helvetia<br />

• Generali<br />

• Vaudoise<br />

• Post Finance<br />

• Dextra<br />

• Elvia<br />

• Smile<br />

Realisiert, produk im Einsatz<br />

• Repanet / car4rep /<br />

caravan4rep<br />

• Carrosserie suisse<br />

• Clearcarrep<br />

• cardossier<br />

• OEM, IAM<br />

Die Branche vernetzt sich – der <strong>Carrossier</strong> spricht digital.<br />

14 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse nordwestschweiz<br />

Heiteres Treffen auf<br />

Baselbieter Weingut<br />

Am 22. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong> ging es auf das biodynamische<br />

Weingut Klus 177 in Aesch zur 103. GV. Die Stimmberechtigten<br />

genossen bei Genehmigung aller zur<br />

Abstimmung stehenden Traktanden das Zusammensein<br />

unter Kollegen.<br />

Harmonisch im Gesamteindruck und mit viel Genuss im Abgang:<br />

Diese Charaktereigenschaften eines Weins könnte auch die<br />

diesjährige Generalversammlung von carrosserie suisse nordwestschweiz<br />

beschreiben. Die Führung unter Präsident Erwin<br />

Leu empfing die Mitglieder, Stimmberechtigten und Sponsoren<br />

der Veranstaltung in der Klus 177 in Aesch BL zur Besprechung<br />

der anstehenden Traktanden. Die Zusammenkunft wurde durch<br />

eine in zwei Gruppen gestaffelte Besichtigung des Weingutes<br />

mit anschliessendem Apéro eingeläutet. Eine schöne Gelegenheit,<br />

das Netzwerk zu pflegen, betonte Erwin Leu: «An der<br />

eigentlichen GV sitzt man meist mit einer kleinen Auswahl von<br />

Anwesenden am Tisch. Solche Programmerweiterungen ermöglichen<br />

es, sich mit weiteren Kollegen auszutauschen.»<br />

GV zentral für aktives Mitwirken<br />

Die ordentliche GV unter Anwesenheit von carrosserie-suisse-Zentralpräsident<br />

Felix Wyss und Direktor Daniel Röschli<br />

eröffnete der Sektionspräsident mit Dank an die Sponsoren. Die<br />

anwesenden 14 Stimmberechtigten gaben sämtlichen Angelegenheiten<br />

grünes Licht, inklusive Jahresrechnung 2<strong>02</strong>2.<br />

Es sei eine wichtige Möglichkeit, durch die Teilnahme aktiv am Sektionsgeschehen<br />

mitzuwirken, gab Antonio Donadei, Geschäftsführer<br />

der Auto Margarethen AG und Vorstandsmitglied der Sektion<br />

seit 2<strong>02</strong>2, im Gespräch zu verstehen: «Hier erfahre ich die aktuellen<br />

Angelegenheiten, die unsere Branche und die Sektion beschäftigen,<br />

die Teilnahme an der GV ist ein echter Mehrwert. Dazu bin<br />

ich der Meinung, dass man seine Meinung äussern muss, falls<br />

etwas auf dem Herzen liegt.» Während die letzten Traktanden<br />

behandelt wurden, traf<br />

das Küchenteam des<br />

Weinguts die letzten<br />

Vorbereitungen bei den<br />

Speisen und Getränke<br />

für das anschliessende<br />

Abendessen. Die knapp<br />

60 Anwesenden verblieben<br />

zum Ausklang<br />

des Abends bei feiner<br />

Kulinarik in anregenden<br />

Gesprächen. ●<br />

Text, Bild:<br />

Samuel Knecht<br />

carrosserie suisse du nord-ouest<br />

Joyeuse réunion<br />

viticole bâloise<br />

Le 22 mars <strong>2<strong>02</strong>3</strong> s’est déroulée la réunion à la<br />

cave biodynamique Klus 177 à Aesch pour la 103 e<br />

AG. Les personnes habilitées à voter ont apprécié<br />

d'être avec leurs collègues, approuvant tous les<br />

points de l'ordre du jour.<br />

Harmonieux dans l'impression d'ensemble et avec beaucoup<br />

de plaisir en bouche: ces caractéristiques d'un vin pourraient<br />

également être utilisées pour décrire l'assemblée générale de<br />

cette année de la section carrosserie suisse du nord-ouest de<br />

la Suisse. Sous la férule du Président Erwin Leu, la direction a<br />

reçu les membres, les électeurs et les sponsors de l'événement<br />

au Klus 177 à Aesch BL pour discuter des prochains points de<br />

l'ordre du jour. La rencontre a été précédée d'une visite de la<br />

cave en deux groupes, suivie d'un apéritif. Une belle opportunité<br />

pour cultiver le réseau, souligne Erwin Leu: «Lors de l'AG<br />

proprement dite, on s'assoit généralement à table avec une<br />

petite sélection de personnes. De telles extensions de programme<br />

permettent d'échanger des idées avec d'autres.»<br />

L’AG est centrale pour une participation active<br />

Le Président de la section a ouvert l'AG ordinaire en présence<br />

du Président central de carrosserie suisse Felix Wyss et du<br />

Directeur Daniel Röschli en remerciant les sponsors. Les 14<br />

électeurs présents ont donné leur feu vert à toutes les points,<br />

y compris les comptes annuels 2<strong>02</strong>2.<br />

Antonio Donadei, Directeur d'Auto Margarethen SA et membre<br />

du Conseil d'administration de la section depuis 2<strong>02</strong>2, a expliqué<br />

qu'il s'agit d'une opportunité importante de participer activement<br />

à ce qui se passe dans la section: «Ici, je me renseigne<br />

sur les problèmes actuels concernant notre branche et la section,<br />

la participation à l'AG est une vraie valeur ajoutée. Je pense<br />

qu’on doit dire ce qu’on pense si quelque chose préoccupe.»<br />

Pendant que les derniers points de l'ordre du jour étaient<br />

discutés, l'équipe de<br />

cuisine du cellier a fait<br />

les derniers préparatifs<br />

pour la nourriture<br />

et les boissons pour le<br />

repas du soir qui a suivi.<br />

En fin de soirée, les<br />

près de 60 participants<br />

se sont plongés dans<br />

des conversations stimulantes<br />

autour de la<br />

fine cuisine. ●<br />

Texte et images:<br />

Samuel Knecht<br />

Auf Besichtigungsrundgang<br />

mit Erwin Leu<br />

(ganz links).<br />

Lors d'une visite guidée<br />

avec Erwin Leu (à<br />

l'extrême gauche)<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>15


Sektionen / Sections<br />

Vorstellung carrosserie suisse waadt<br />

Austausch zwischen<br />

Profis und Insidern<br />

Ab sofort stellen wir in jeder Ausgabe zwei<br />

Sektionen genauer vor. Auf dieser Seite: Waadt.<br />

Region/Kantone: Kanton Waadt<br />

Mitglieder: 72<br />

Gründungsjahr: 1937<br />

Präsidentin: Hélène Bra<br />

Sekretariat/Administration: Véronique Lo Russo<br />

E-Mail Sekretariat: vaud@carrosseriesuisse.ch<br />

Geschäftsstelle: Secrétariat au Centre de Formation des<br />

<strong>Carrossier</strong>s vaudois (CFCV), 1510 Moudon<br />

ÜK-Center: CFCV, Moudon<br />

Lernende: 218<br />

Berufsschule: EPSIC, Lausanne<br />

Meisterschaftsregion: Suisse romande (Region 1)<br />

Regelmässige Aktivitäten – verbandsseitig<br />

– Frühjahr-Generalversammlung, an der die Bilanz vorgelegt<br />

und wichtige Entscheidungen getroffen werden<br />

– Herbst-Generalversammlung, zu der das gesamte<br />

profes sionelle Netzwerk in grossem Umfang eingeladen<br />

wird<br />

– Jährliche Netzwerkveranstaltung zum Austausch zwischen<br />

Mitgliedern, Sponsoren und Versicherungen<br />

– Tag der offenen Tür für Weiterbildungskurse<br />

Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein<br />

Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.<br />

Se réunir est un début, rester ensemble est un progrès,<br />

travailler ensemble est la réussite.<br />

– Henry Ford<br />

Regelmässige Aktivitäten – ausbildungsseitig<br />

– Die ÜK, die Lernende während des Schuljahres absolvieren,<br />

werden in zwei Modulen geplant, damit die Lehrkräfte<br />

die Praxis besser im Blick behalten.<br />

– Klassenabende zum Schuljahresbeginn für Lernende<br />

im 1. Lehrjahr, ihre gesetzlichen Vertreter, Ausbildner,<br />

Lehrer, Lehrlingsbeauftragte, Lehrlingsbetreuer und<br />

die EPSIC.<br />

– QV-Abschlussfeier mit den Absolventen, Ausbildern,<br />

gesetzlichen Vertretern, Lehrern, Beauftragten,<br />

Ausbildungspartnern inkl. Kanton, Sponsoren, Experten,<br />

Sektionsausschuss und potenziellen künftigen<br />

Arbeitgebern.<br />

– Aktive Teilnahme am Salon des Métiers in Lausanne.<br />

– In den Sommerferien werden mit Ferienpässen<br />

die Jüngsten auf die Carrosserieberufe aufmerksam<br />

gemacht.<br />

– Seifenkistenprojekt mit FVE und GIM (gim.ch)<br />

als Partner.<br />

– Seit 2<strong>02</strong>1 Stop-and-Go-Zeitung mit Berichten über<br />

alle Aktivitäten des CFCV.<br />

●<br />

Présentation carrosserie suisse vaud<br />

Echange entre professionnels<br />

et initiés<br />

Nous présentons dès à présent deux sections plus<br />

en détail dans chaque numéro. Sur cette page: Vaud.<br />

Région/cantons: Région romande / Canton de Vaud<br />

Membres: 72<br />

Année de fondation: 1937<br />

Président: Hélène Bra<br />

Secrétariat/administration: Véronique Lo Russo<br />

Courriel du secrétariat: vaud@carrosseriesuisse.ch<br />

Siège administratif: Secrétariat au Centre de Formation des<br />

<strong>Carrossier</strong>s Vaudois (CFCV), 1510 Moudon<br />

Centre de CIE: CFCV, Moudon.<br />

Apprentis dans les métiers: 218<br />

Ecole professionnelle: EPSIC, Lausanne<br />

Région de championnat: Suisse Romande (Région 1)<br />

Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun.<br />

Si tu peux le rêver, tu peux le faire.<br />

– Walt Disney<br />

Activités régulières – côté association professionnelle<br />

– L’Assemblée Générale du printemps où nos comptes sont<br />

présentés et les décisions importantes prises<br />

– L’Assemblée Générale d'automne où nous invitons de<br />

manière très élargie tout notre réseau professionnel<br />

– Evénement annuel de réseautage pour échanger entre<br />

membres, sponsors ou compagnies d'assurance<br />

– Portes ouvertes pour Cours de formation continue<br />

Activités régulières – côté formation<br />

– Nous planifions les jours CIE que l'apprenti doit faire durant<br />

son année scolaire en 2 modules. Ainsi, les enseignants<br />

peuvent apporter un meilleur suivi de la pratique.<br />

– A chaque rentrée scolaire, nous organisons au CFCV, à<br />

Moudon les Soirées de classe de nos apprentis de 1 ère année<br />

de formation, leur représentant légal, formateurs, enseignants,<br />

commissaires d'apprentissage, conseillers aux<br />

apprentis et l’EPSIC.<br />

– En juillet, au terme des examens CFC, nous organisons une<br />

grande fête avec formateurs, apprentis lauréats, représentant<br />

légal, enseignants, commissaires, partenaires de la<br />

formation dont le Canton, sponsors, experts, comité de la<br />

section. Durant cet événement, les jeunes professionnels<br />

diplôme en mains peuvent profiter de placer leur CV<br />

auprès des patrons employeurs présents.<br />

– Nous participons acivement au Salon des Métiers à<br />

Lausanne.<br />

– Durant les vacances d'été, nous organisons des passeportsvacances,<br />

afin de sensibiliser les plus jeunes à nos métiers.<br />

– Toujours durant les vacances, le projet des caisses à savon<br />

avec le partenariat de la FVE et le GIM (gim.ch).<br />

– Depuis 2<strong>02</strong>1, nous publions un journal Stop and Go, qui<br />

retrace toute l'activité du CFCV tout au long de l’année. ●<br />

16 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

Vorstellung carrosserie suisse bern-mittelland<br />

In der Mobilcity<br />

spielt die Musik<br />

Ab sofort stellen wir in jeder Ausgabe zwei Sektionen<br />

genauer vor. Auf dieser Seite: Bern-Mittelland.<br />

Region/Kantone: Bern, Solothurn, deutschsprachiges Wallis<br />

Mitglieder: 111<br />

Gründungsjahr: 1937<br />

Präsident: Adrian Bringold<br />

Sekretariat/Administration: Jonas Anderegg<br />

E-Mail Sekretariat: box@carrosserie-academy.ch<br />

Geschäftsstelle: Genossenschaft carrosserie suisse<br />

Academy in Bern<br />

ÜK-Center: Bern (Mobilcity)<br />

Lernende der Berufe: Carrosserielackierer/-in EFZ,<br />

Carrosseriespengler/-in EFZ, Carrosseriereparateur/-in EFZ,<br />

Fahrzeugschlosser/-in EFZ, Lackierassistent/-in EBA<br />

Berufsschule: Bern (GIB), Luzern (BBZB)<br />

Meisterschaftsregion: Region 2<br />

Regelmässige Aktivitäten: Jährlich mehrere Networking-<br />

Treffen bei Mitgliedern, Lieferanten etc. Eine sehr begehrte<br />

Plattform für die Mitglieder.<br />

Spezialitäten: Standort Mobilcity, im Zentrum der<br />

Mobilitäts verbände, endloses Potenzial an Möglichkeiten<br />

und fürs Zusammenarbeiten <br />

●<br />

Présentation carrosserie suisse berne mittelland<br />

La musique se joue<br />

dans la Mobilcity<br />

Nous présentons dès à présent 2 sections plus en<br />

détail dans chaque numéro. Ici: Berne-Mittelland<br />

Région/cantons: Berne, Soleure, Valais germanophone<br />

Membres: 111<br />

Date de fondation: 1937<br />

Président: Adrian Bringold (voir photo)<br />

Secrétariat/administration: Jonas Anderegg<br />

Courriel du secrétariat: box@carrosserie-academy.ch<br />

Siège administratif: Coopérative carrosserie suisse<br />

Academy à Berne<br />

Centre de CIE: Berne (Mobilcity)<br />

Apprentis: carrossier/ère-peintreCFC, carrossier/ère-tôlier/<br />

ère CFC, carrossier/ère réparateur/trice CFC, serrurier/ère<br />

sur véhicules CFC, assistant/e vernisseur/euse AFP<br />

Ecole professionnelle: Berne (GIB), Lucerne (BBZB)<br />

Région de championnat: Région 2<br />

Activités régulières: plusieurs rencontres annuelles de<br />

réseautage avec les membres, les fournisseurs, etc. Une<br />

plateforme très appréciée des membres<br />

Spécialités: location Mobilcity, au centre des<br />

associations de mobilité, potentiel infini de possibilités<br />

et de collaborations<br />

●<br />

Luftansicht Mobilcity, Kompetenzzentrum für Auto und Transport, Bern.<br />

Vue aérienne de Mobilcity, centre de compétences pour l'automobile et les transports, Berne<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>17


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse zürich<br />

Geschäftsübergabe in Dübendorf nach 33 Jahren<br />

Markus Angliker (l.) übergibt im Sommer die<br />

Carrosserie Rosenberger AG an seinen Sohn<br />

Daniel.<br />

Die Carrosserie Rosenberger AG wurde<br />

1956 von den Gebrüdern Hans und Georg<br />

Rosenberger gegründet. 20 Jahre<br />

später begann Markus Angliker seine<br />

vierjährige Lehre als Carrosseriespengler.<br />

Der junge Mann zeigte Talent und<br />

Beharrlichkeit, insbesondere beim Wiederherstellen<br />

von defekten und nicht<br />

mehr zu beschaffenden Teilen für Autos<br />

älterer Jahrgänge. Früh erhielt Angliker<br />

die Chance, sich am Betrieb als Aktionär<br />

zu beteiligen. Bereits im Alter von 26<br />

Jahren bestand er die Meisterprüfung<br />

und 1990 durfte er die Carrosserie Rosenberger<br />

AG als Alleininhaber übernehmen,<br />

die er seither gemeinsam mit<br />

seiner Gattin Ursi führt. Markus Angliker<br />

engagiert sich zudem im schweizerischen<br />

wie im kantonalen Carrosserieverband.<br />

Dies möchte sein Sohn später<br />

ebenfalls in Betracht ziehen.<br />

Daniel Angliker absolvierte die Ausbildung<br />

als Carrosseriespengler in der<br />

Mercedes-Benz Zürich Nord und stieg<br />

nach der Rekrutenschule ebenfalls ins<br />

Familiengeschäft ein, zunächst in der<br />

Werkstatt und seit letztem Jahr auch<br />

vermehrt im Büro, um sich um Kostenvoranschläge,<br />

Rechnungen und Schadenmanagement<br />

zu kümmern. Dabei<br />

hilft ihm die 2017 abgeschlossene Weiterbildung<br />

zum Werkstattkoordinator.<br />

Die Carrosserie Rosenberger AG ist seit<br />

über 65 Jahren am gleichen, gut erreichbaren<br />

Standort in Dübendorf. Gemeinsam<br />

mit dem Autospritzwerk Auricchio<br />

beschäftigt sie zehn Mitarbeitende. Dieses<br />

Jahr wird sie nach 33 Jahren im Besitz<br />

von Markus Angliker seinem Sohn<br />

Daniel übergeben.<br />

Ursi Angliker wird weiterhin im Betrieb<br />

tätig sein. Seit Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong> ist die Partnerin<br />

von Daniel Angliker, Karina Pineda,<br />

ebenfalls im Familiengeschäft als<br />

Administratorin tätig.<br />

La Carrosserie Rosenberger AG a été<br />

fondée en 1956 par les frères Hans et Georg<br />

Rosenberger. En 1976, Markus Angliker<br />

a commencé son apprentissage de quatre<br />

ans en tant que carrossier-tôlier. En 1990,<br />

il a été autorisé à reprendre la Carrosserie<br />

Rosenberger AG en tant que propriétaire<br />

unique, qu’il dirige depuis avec sa femme<br />

Ursi. Cette année, il transmettra l’entreprise<br />

à son fils Daniel.<br />

carrosserie suisse neuchâtel JU BE fr.<br />

Afterwork des carrossiers à Hauterive<br />

L'afterwork d'hiver des carrossiers neuchâtelois<br />

a eu lieu à l'Auberge d'Hauterive<br />

NE, le lendemain de la Saint-<br />

Valentin, le 15 février passé. Graziano<br />

Vicario, Président de carrosserie suisse<br />

neuchâtel JU BE fr., a rappelé qu'un<br />

afterwork devait être marqué par la<br />

convivialité. Les participants l'ont pris<br />

au mot. Des représentants et des<br />

chefs- experts de compagnie d’assurances<br />

ont également participé à cette<br />

rencontre, qui s’est déroulée dans les<br />

dessous «voûtés» de l’Auberge d'Hauterive.<br />

Lors de cette soirée, Armin Haymoz,<br />

Vice-Président de l'association nationale<br />

carrosserie suisse, a donné des<br />

nouvelles de l'association et a livré des<br />

informations du terrain (prix de l'énergie,<br />

augmentation du prix des pièces, lancement<br />

du label green car repair).<br />

Federico Ventrici, l'ancien Monsieur Formation<br />

de carrosserie suisse, a témoigné<br />

sur sa nouvelle vie de restaurateur de<br />

l'Auberge d'Hauterive. Les étapes marquantes<br />

de sa carrière: CFC et brevet<br />

fédéral de tôlier en carrosserie à la carrosserie<br />

Stamm à Cortaillod; propre carrosserie<br />

à Yverdon;<br />

chargé de<br />

cours; Monsieur<br />

Formation à la FCR et chez carrosserie<br />

suisse. Fil conducteur de ses étapes: répondre<br />

aux exigences de ses mandants<br />

et de ses clients. Federico a profité de la<br />

tribune pour remercier les carrossiers de<br />

la section et Armin Haymoz, qui de près<br />

ou de loin, ont influencé son parcours de<br />

vie. Un moment fort de la soirée a été le<br />

témoignage de Christophe Stamm qui fut<br />

le formateur et l’employeur de Federico<br />

(d’abord apprenti, puis ensuite tôlier à la<br />

carrosserie Stamm). Selon le patron carrossier<br />

de Cortaillod, l’envie d’avancer a<br />

toujours imprégné Federico.<br />

Charles Constantin, secrétaire<br />

​www.unami.ch/trouve/carrossier<br />

www.auberge-hauterive.ch<br />

Des carrossiers et des assureurs sous la même voûte<br />

Sektionspräsident Graziano Vicario lud am 15. Februar zum geselligen<br />

Winter-Afterwork der Neuenburger <strong>Carrossier</strong>s in die<br />

Auberge d'Hauterive NE. Der Restaurantbetrieb wird vom ehemaligen<br />

Bildungsverantwortlichen Romandie, Federico Ventrici,<br />

geführt. An diesem Abend berichtete Armin Haymoz, Vizepräsident<br />

von carrossier suisse, über Neuigkeiten aus dem Verband und<br />

lieferte Informationen aus der Praxis (Energiepreise, steigende<br />

Teilepreise, Einführung des Labels green car repair).<br />

18 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse zentralschweiz<br />

Standortbestimmung für Lernende<br />

Schon seit vielen Jahren führt carrosserie<br />

suisse zentralschweiz einen Projektwettbewerb<br />

für angehende Carrosserielackierer/-innen<br />

EFZ im dritten von vier<br />

Lehrjahren durch. Dieser dient den jungen<br />

Berufsleuten wie auch ihren Berufsbildnern<br />

als Standortbestimmung und<br />

Probelauf im Hinblick auf das Qualifikationsverfahren.<br />

Römerswilerin siegt in Männerdomäne<br />

Wenn es in der Berufswelt noch Männerdomänen<br />

gibt, ist der «Fahrzeugschlosser»<br />

zweifellos eine davon. Die Arbeit mit<br />

Metall – vorwiegend an mächtigen Nutzfahrzeugen<br />

– gehört in der Regel nicht zu<br />

den Lieblingsbeschäftigungen weiblicher<br />

Teenager. Mit Michelle Hartmann aus Römerswil<br />

wagte sich vor zwei Jahren aber<br />

wieder mal eine junge Frau in diesen Lehrberuf.<br />

Nach drei Jahren Kanti und einer<br />

abgeschlossenen Lehre als Konstrukteurin<br />

EFZ (inklusive Berufsmaturität) bei<br />

Ruag erhielt sie vorletzten Sommer bei<br />

der Lanz + Marti AG in Sursee die Möglichkeit,<br />

die Grundbildung zur Fahrzeugschlosserin<br />

EFZ in verkürzter Form, also<br />

in drei statt vier Jahren, zu absolvieren.<br />

Wenig überraschend überzeugte sie von<br />

Anfang an mit starken Leistungen. Eine<br />

solche zeigte sie kürzlich auch beim Projektwettbewerb<br />

von carrosserie suisse<br />

zentralschweiz. Mit der Gesamtnote 5,23<br />

schaffte die 21-Jährige die Bestleistung<br />

unter allen Teilnehmenden. Damit ist sie<br />

die erste junge Frau überhaupt, die es in<br />

diesem Wettbewerb aufs Podest geschafft<br />

hat. Sehr zur Freude von Marcel<br />

Kaufmann, Geschäftsführer des Verbandes:<br />

«Michelle hat gezeigt, dass der Beruf<br />

auch für Mädchen bestens geeignet ist.<br />

Bleibt zu hoffen, dass wir demnächst ein<br />

paar Mädchen mehr in einer Fahrzeugschlosserlehre<br />

begrüssen können.»<br />

Doppelsieg für Lehrbetrieb<br />

Auch der zweite Rang ging an die Lanz +<br />

Marti AG. Simon Ambühl erzielte die Gesamtnote<br />

5,22 und klassierte sich damit<br />

nur hauchdünn hinter seiner «Nebenstiftin».<br />

Berufsbildner Marcel Amstutz war<br />

verständlicherweise stolz auf seine beiden<br />

Schützlinge. «Es ist eine schöne Bestätigung<br />

für unsere tägliche Arbeit und<br />

motiviert uns, im gleichen Stil weiterzuarbeiten.»<br />

Auch Geschäftsleiter Adrian<br />

Marti reiste am vergangenen Mittwochabend<br />

zur Rangverkündigung nach<br />

Ebikon, um den beiden erfolgreichen<br />

Lernenden die Ehre zu erweisen. Übrigens:<br />

Der Projektwettbewerb, den carrosserie<br />

suisse zentralschweiz jährlich<br />

für seine Lernenden des vorletzten Lehrjahrs<br />

durchführt, dient den angehenden<br />

Fahrzeugschlosser/-innen, Carrosseriespengler/-innen,<br />

Carrosserielackierer/-innen<br />

wie auch den Berufsbildnern<br />

als Standortbestimmung für das Qualifikationsverfahren.<br />

Gute Aussichten also<br />

für Michelle und Simon.<br />

Beste Lackiererin<br />

kommt aus Kerns<br />

Die beste Arbeit<br />

unter den 29 Teilnehmenden<br />

lieferte<br />

diesmal Nicole<br />

Ettlin aus Kerns<br />

mit der Gesamtnote<br />

5,4 ab. Sie absolviert<br />

ihre Lehre aktuell<br />

bei der André<br />

Kiser GmbH in Kägiswil. Rang 2 ging an<br />

Kim Achermann aus Beckenried (Lehrbetrieb:<br />

Carrosserie Nidwalden GmbH,<br />

Stans), Rang 3 an Fabienne Brühlmann<br />

aus Malters (Fuchs GmbH, Schachen).<br />

Damit standen erstmals drei junge Frauen<br />

auf dem Podest.<br />

Zweiter «Abfallpreis»<br />

Zusätzlich ausgezeichnet wurden zum<br />

zweiten Mal jene Lernenden, die bei der<br />

praktischen Arbeit am wenigsten Material<br />

verbrauchten. Hier triumphierte Gil<br />

Bruhin aus Unterägeri, der seine Lehre<br />

bei Amag Buchrain absolviert. Er produzierte<br />

gerade mal 980 Gramm «Abfall».<br />

Auf den weiteren Plätzen folgten Jana<br />

Schlatter (Schattdorf) mit 1009 Gramm<br />

und Granit Adili (Malters) mit 1286<br />

Gramm. Der durchschnittliche Verbrauch<br />

lag bei 1848 Gramm. Die Besten wurden<br />

im Ausbildungszentrum in Ebikon geehrt.<br />

Nach der Rangverkündigung gab's einen<br />

kleinen Apéro und die Wettbewerbsteilnehmenden<br />

konnten – zusammen mit<br />

Berufsbildnern und Angehörigen – ihre<br />

praktischen Arbeiten begutachten.<br />

Einsiedler ist bester Spengler<br />

Für die Bestleistung bei den Carrosseriespenglern<br />

EFZ war diesmal Lars Auf der<br />

Maur besorgt. Der 18-jährige Einsiedler<br />

absolviert seine Lehre bei der Carrosserie<br />

Sturzenegger AG in Freienbach. Bei der<br />

Rangverkündigung vom Mittwochabend<br />

im Ausbildungszentrum in Ebikon war<br />

auch Firmeninhaber und Berufsbildner<br />

Andi Sturzenegger mit dabei. Auf Rang 2<br />

landete Jan Hayoz aus Zug (Lehrbetrieb:<br />

Amag Zug) mit Note 4,7, den dritten Rang<br />

erkämpfte sich David Wilhelm aus Dagmersellen<br />

(Lehrbetrieb: Carrosserie Stalder<br />

AG, Geuensee) mit der gleichen Note.<br />

Erfreulich ist zudem, dass die Teilnehmerzahl<br />

(von 10 auf 14) wie auch der Notendurchschnitt<br />

(von 4,34 auf 4,48) gegenüber<br />

dem Vorjahr gestiegen sind.<br />

Als erste junge Frau schaffte es die angehende Fahrzeugschlosserin<br />

Michelle Hartmann aus Römerswil aufs Podest des Projektwettbewerbs.<br />

Und das am Weltfrauentag.<br />

L'association des carrossiers de Suisse centrale organise traditionnellement<br />

un concours de projets pour ses apprentis. Au cours<br />

de la troisième semaine du calendrier, les meilleurs carrossiers-peintres,<br />

carrossiers-tôliers et serruriers sur véhicules CFC<br />

ont été récompensés. Et c'est le jour de la Journée internationale<br />

de la femme que la future serrurière sur véhicules, Michelle Hartmann<br />

de Römerswil, a été la première jeune femme à monter sur<br />

le podium du concours de projets!<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>19


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse ostschweiz<br />

Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster<br />

Interessierte Jugendliche zu Besuch bei der<br />

Carrosserie Merz GmbH in Rapperswil-Jona.<br />

Zum 14. Mal wurde die BerufsINFO<br />

See-Gaster vom 6. bis 10. Februar durchgeführt.<br />

Die berufskundliche Informationswoche<br />

wird organisiert von der<br />

Berufs- und Laufbahnberatung und<br />

richtet sich an alle Schülerinnen und<br />

Schüler sowie die Lehrpersonen der<br />

2. Oberstufe. Von Anfang an mit dabei:<br />

carrosserie suisse ostschweiz, vertreten<br />

durch Peter Schubiger, der den Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmern die Welt der<br />

Carrosserieberufe näherbringen will.<br />

Acht interessierte Jugendliche und eine<br />

Person aus dem BIZ trafen sich für einmal<br />

nicht in einem Schulungszimmer,<br />

sondern wurden am 8. Februar bei der<br />

Carrosserie Merz GmbH in Rapperswil-Jona<br />

willkommen geheissen.<br />

Nach einer kurzen Begrüssung informierten<br />

Peter Schubiger und Bruno Moser<br />

über die Carrosserieberufe. Danach startete<br />

der Betriebsrundgang und die Jugendlichen<br />

erlebten die Carrosseriewelt –<br />

die Abläufe im Betrieb, die verschiedenen<br />

Arbeiten und Einrichtungen – hautnah.<br />

Und das war‘s? Weit gefehlt! Vom Betriebsrundgang<br />

wieder im Aufenthaltsraum<br />

angekommen, verteilte Peter<br />

Schubiger Material zum Bau eines Formel-1-Modellautos.<br />

Unter Anleitung und<br />

mit viel Eigeninitiative erstellten die<br />

Jugendlichen aus dem vorgestanzten<br />

Blechbogen und etlichen Einzelteilen ihr<br />

Fahrzeug. Anschliessend ging es in die<br />

Lackierkabine und die interessierten<br />

Jugendlichen konnten auch noch erste<br />

Erfahrungen im Lackieren sammeln.<br />

Peter Schubiger: «Es war ein sehr gelungener<br />

Anlass! Insbesondere das<br />

grosse Interesse der Teilnehmenden<br />

war erfreulich. Solche Veranstaltungen<br />

sind wichtig und man ist auf die Mitwirkung<br />

von Betrieben angewiesen, damit<br />

die Berufe möglichst 1:1 vermittelt werden<br />

können. Herzlichen Dank an die<br />

Carrosserie Merz GmbH, insbesondere<br />

an Oliver und Beatrix Gerber sowie Philipp<br />

Steinegger für das Gastrecht.»<br />

Pour la 14 e fois, la semaine d'information<br />

professionnelle «BerufsINFO See-Gaster»<br />

a eu lieu du 6 au 10 février. Cette semaine<br />

d'information professionnelle est organisée<br />

par le service d'orientation professionnelle<br />

et de carrière et s'adresse à tous les<br />

élèves ainsi qu'aux enseignants du 2 e cycle<br />

du secondaire. Egalement présente sur les<br />

lieux: carrosserie suisse section Suisse<br />

orientale.<br />

carrosserie suisse bern-mittelland<br />

Ein «Zum Wohl» unter Freunden<br />

«Es wäre schön, mit euch auf das neue<br />

Jahr anzustossen», stand auf der Einladung<br />

zum ersten Networking-Treffen der<br />

Sektion Bern-Mittelland zu lesen. Rund<br />

40 Mitglieder folgten diesem Aufruf und<br />

fanden am 16. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong> den Weg nach<br />

Büchslen zur Firma Remund AG, wo sie in<br />

geselligem Beisammensein Informationen<br />

austauschen, ihr Netzwerk pflegen<br />

und den Puls untereinander fühlen konnten.<br />

Franz Remund übernahm 1981 die<br />

Carrosserie Enzler und deren vier Mitarbeiter.<br />

Kerngeschäft damals: Carrosseriearbeiten<br />

an Personenwagen. In den<br />

folgenden Jahren entwickelte sich die<br />

Remund AG laufend weiter. Es kamen<br />

neue Geschäftsfelder hinzu, Gebäude<br />

wurden gebaut und die Mitarbeiteranzahl<br />

stieg stetig. Seit 2011 sind Philipp und Roger<br />

Remund die Drahtzieher des Unternehmens<br />

und bedienen ihre Kunden in<br />

den Bereichen Carrosserie (PW, LKW,<br />

Reisebusse) und Werbetechnik. Philipp<br />

Remund und Sandro Riser führten die<br />

Gäste später durch den Gastgeberbetrieb.<br />

Adrian Bringold begrüsste die Anwesenden<br />

mit den besten Wünschen für das<br />

neue Jahr und bedankte sich bei den<br />

Sponsoren des Apéros. Die Firma Vantec<br />

Import AG erhielt das Zertifikat als neues<br />

Sektionsmitglied und wurde willkommen<br />

geheissen. Der Betrieb wechselte seinen<br />

Sitz vom Einzugsgebiet der Sektion Nordwestschweiz<br />

nach Bern. Ebenso folgten<br />

Begrüssungen von Firmeninhaber Philipp<br />

Remund und Roger Blum, Direktor der<br />

Blutech AG und Gast des Abends. Nach<br />

umfangreichen Informationen wartete das<br />

ausgiebige Apéro- Buffet auf die Mitglieder.<br />

Zum Programm gehörte eine Führung mit Daniel Mosimann (links) und weiteren Mitarbeitenden<br />

der Blutech AG durch Gerätschaften aus den Bereichen Vermessen, Richten, Einstellen<br />

und Kalibrieren.<br />

Une quarantaine de membres ont répondu<br />

à l'appel de la section Berne-Mittelland<br />

et se sont rendus le 16 janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong> à<br />

Büchslen, dans l'entreprise Remund AG,<br />

pour une première rencontre de réseautage<br />

de la nouvelle année. Dans une ambiance<br />

bon enfant, chacun des membres<br />

présents a été invité à échanger, à entretenir<br />

son réseau et à aller «tâter le terrain»<br />

auprès des membres moins connus, histoire<br />

d'étendre son propre réseau.<br />

20 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse aargau<br />

Neue Ämterverteilung im Vorstand<br />

Der Vorstand von carrosserie suisse<br />

aargau hat sich neu konstituiert. Das<br />

bisher vakante Amt des Vizepräsidenten<br />

wird neu durch David Maier (bisher Beisitzer)<br />

besetzt. Das Amt des Fachkommissionspräsidenten<br />

(zuständig für das<br />

ÜK-Zentrum in Zofingen) wird neu durch<br />

Peter Huser (bisher Beisitzer) ausgefüllt,<br />

der bisherige Fachkommissionspräsident<br />

Christian Bürgin bleibt im Vorstand<br />

und ist neu Beisitzer. carrosserie<br />

suisse aargau freut sich, dass nun sämtliche<br />

Positionen im Vorstand wieder<br />

besetzt sind und dankt den Funktionären<br />

für ihr Engagement.<br />

Projektwettbewerb Carrosserielackierer/innen<br />

EFZ<br />

carrosserie suisse aargau organisiert<br />

für die Lernenden traditionell einen Projektwettbewerb.<br />

Am 13. Februar <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

wurden in Zofingen die besten Lackiererinnen<br />

und Lackierer ausgezeichnet.<br />

Aufs Podest schafften es:<br />

1. Rang: Natascha Nett von Hallauer AG,<br />

Wohlenschwil<br />

2. Rang: Jessica Niggli von Cartec<br />

Carrosserie-Technik AG, Buchs<br />

3. Rang: Nico Maissen von Hallauer AG,<br />

Wohlenschwil<br />

Wir gratulieren den besten Lackiererinnen<br />

und Lackierern und wünschen<br />

nur das Beste für die weitere Ausbildungsdauer.<br />

Die Teilnehmenden des Projektwettbewerbs<br />

und ihre Werke<br />

David Maier<br />

Peter Huser<br />

Le Comité de carrosserie suisse argovie s'est reconstitué en une<br />

nouvelle formation. Le nouveau Vice-Président est David Maier<br />

(jusqu'à présent simple membre du comité). Le poste de Président<br />

de la commission technique (responsable du Centre de formation<br />

professionnelle de Zofingue) est désormais occupé par Peter Huser<br />

(jusqu'ici membre simple), tandis que Christian Bürgin, jusqu'ici<br />

Président de la Commission technique, reste au comité en tant que<br />

membre simple. La section carrosserie suisse argovie se réjouit<br />

que tous les postes du comité soient à nouveau occupés et remercie<br />

les personnes concernées pour leur engagement.<br />

carrosserie suisse vaud<br />

Les Vaudois, y’en a point comme nous …<br />

Le 1 er événement du trimestre – se former<br />

Grâce à notre ingéniosité, nous avons<br />

organisé nos premières journées de formation<br />

continue <strong>2<strong>02</strong>3</strong> pour nos membres<br />

vaudois. Rappelons qu’elles doivent être<br />

au nombre de trois par employé de l’entreprise<br />

et par année, selon la CCT.<br />

Ceux qui ont daigné lever la tête du guidon,<br />

toujours très compliqué à imaginer,<br />

ont été accueillis, à Moudon, pour un<br />

cours de débosselage. L’entreprise de<br />

débosselage partenaire qui a donné les<br />

cours a été surprise par la qualité de nos<br />

équipements, les nombreux supports<br />

mis à disposition pour exercer sur pièces<br />

automobiles et sur véhicules les dégâts<br />

dus à la grêle en dommages naturels et<br />

également des bosses de dommage de<br />

parking. Les compétences manuelles<br />

des participants ont été mises à l’épreuve<br />

et gratifiées d’un diplôme.<br />

Au cours de cet atelier, les participants ont<br />

pu acquérir ou exercer un ensemble de<br />

techniques. Tout ayant été mis en œuvre<br />

pour interagir dans des mises en situation<br />

concrètes. Pour terminer harmonieusement,<br />

les participants sont repartis avec<br />

le sourire, le cours leur ayant été offert.<br />

Notre section vaudoise a pris ces cours en<br />

charge pour récompenser ceux qui ont su<br />

attraper l’occasion de se former comme<br />

cela est souhaité, recommandé et exigé.<br />

Gardons le moral, même si les miracles<br />

n’existent pas, le bon sens devrait prendre<br />

le dessus. Tous nos membres tôt ou tard<br />

devront faire de même… participer en utilisant<br />

des leviers de motivation. Il est indispensable<br />

d’être à l’écoute de ce qu’il se<br />

passe dans notre corporation et de partager<br />

les attentes et préoccupations.<br />

Le 2 e événement du trimestre:<br />

la formation, c’est notre passion<br />

A nouveau rassembler est une volonté<br />

pour nous. Boire un verre ensemble<br />

après le travail est une manière classique<br />

de créer des moments d’échanges informels.<br />

Lorsqu’on y rajoute du pain, du<br />

fromage et qu’il faut tourner, c’est parti<br />

pour une bonne soirée.<br />

Nous avons eu la bonne idée de remettre<br />

une piqûre de rappel pour «Former-Formons-se<br />

Former». La chaleur des caquelons<br />

et un petit blanc bien d’chez nous ont<br />

tôt fait de délier les langues pour arriver à<br />

la conclusion qu’on ne tient qu’à un fil. Pour<br />

préserver la garantie de l’indépendance<br />

de nos ateliers, il faut former. Nous manquons<br />

cruellement de professionnels.<br />

Nous sommes en tant qu’entrepreneurs<br />

et de surcroît fédérés au cœur de l’innovation<br />

La formation est entre nos mains,<br />

nous pouvons en faire notre planche de<br />

salut. La pratique d’un métier a une toute<br />

autre portée en mode passif ou actif. Chacune<br />

de nos entreprises doit avoir ses<br />

apprentis du métier. C’est le moment de le<br />

prouver. Un métier qui ne forme pas est<br />

un métier qui disparaît.<br />

Le domaine de la carrosserie a fait des<br />

bonds de géant depuis les dernières années,<br />

autant du côté des produits que de<br />

l’équipement. Il y a beaucoup d’espoir<br />

pour l’avenir, car la nouvelle génération<br />

continue d’apporter de nouvelles idées<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>21


Sektionen / Sections<br />

et de nouvelles méthodes de travail.<br />

Toutefois, créons des places pour ces<br />

jeunes qui deviendront des professionnels,<br />

attirons-les avec du miel et du caramel,<br />

soyons performants pour qu’ils<br />

nous choisissent et faisons tout ce qui<br />

peut se faire pour les embaucher et en<br />

faire des pros. Nos possibilités de trouver<br />

du personnel sont casi à zéro. Patrons,<br />

entreprises, écoles, association, bougeons-nous<br />

ensemble sur la musique qui<br />

nous convient.<br />

Bien à vous<br />

Hélène Bra, Présidente<br />

Die Sektion lud die Waadtländer Berufsbildner, Bildungspartner, Experten und Lehrpersonen<br />

zum geselligen Fondueplausch im ersten Trimester. Diese waren sich einig: Wir<br />

haben einen akuten Mangel an Fachkräften. Um die Unabhängigkeit unserer Carrosseriebetriebe<br />

zu gewährleisten, müssen wir alle ausbilden. Denn ein Beruf, der nicht ausbildet,<br />

ist ein Beruf, der aussterben wird.<br />

Die Sektion fördert mit einem neu geschaffenen Dellendrückerkurs auch die Weiterbildung<br />

und die Forderungen des neuen GAV. Der Kurs wurde im ersten Trimester gleich dreimal<br />

in Moudon durchgeführt.<br />

Aktive Branche / Branche active<br />

Repanet Suisse<br />

Koorperation mit Insur-Tech-<br />

Unternehmen Toni Digital<br />

Die seit März 2019 agierende Toni Digital ist sowohl ein Technologie-<br />

als auch ein Versicherungsspezialist. Mit ihrem «Insurance-as-a-Service»-Angebot<br />

ermöglicht das junge Start-up-Unternehmen<br />

jeder Marke oder jedem Vertriebspartner, schnell ein<br />

eigenes White-Label-Versicherungsprogramm zu starten. Ihre<br />

flexible IT-Plattform, die eine digitale End-to-End-Verarbeitung<br />

von Geschäftsprozessen und dank vollautomatisierten Prozessen<br />

im Hintergrund zudem eine optimale Customer Experience<br />

für Kunden und Partner in der Versicherungsindustrie bereithält,<br />

ist für Toni Digital ein Schlüsselfaktor, um wettbewerbsfähige<br />

Tarife anbieten zu können. Dank diesem Konzept arbeitete Toni<br />

Digital bereits mit Risikoträgern wie Great Lakes Insurance, Helvetia,<br />

Vaudoise, assista oder ERV zusammen. Bereits seit ihrem<br />

Gründungsjahr kooperiert Toni Digital auch mit Repanet Suisse.<br />

Ausschlaggebend für die Kooperation sei die konsequente Verfolgung<br />

des Leitsatzes «Reparieren statt<br />

Ersetzen» innerhalb des Carrosserie-<br />

Netzwerks. Im Zuge der Zusammenarbeit<br />

steuert Toni Digital künftig nun aktiv Fahrzeuge<br />

bevorzugt in Mitgliedsbetriebe von<br />

Repanet Suisse, die den «Premium-Partner-Status»<br />

von Toni Digital haben. ●<br />

Die Kooperationspartner (v. l.): Enzo Santarsiero<br />

(CEO André Koch AG), Severin Lüthert (COO<br />

Toni Digital), Vittorio Gallo (Head of Claims Toni<br />

Digital) und Dominic Schenker (Business<br />

Development Manager André Koch AG).<br />

Repanet Suisse<br />

Coopération avec la société<br />

Insurtech Toni Digital<br />

Toni Digital, qui opère depuis mars 2019, est à la fois un spécialiste<br />

de la technologie et de l'assurance. Avec son offre «Insurance-as-a-Service»,<br />

la jeune start-up permet à toute marque<br />

ou partenaire commercial de lancer rapidement son propre<br />

programme d'assurance white-label. Leur plateforme informatique<br />

flexible, qui fournit un traitement numérique de bout en<br />

bout des processus commerciaux et, grâce à des processus<br />

entièrement automatisés en arrière-plan, offre également une<br />

expérience client optimale pour les clients et partenaires du<br />

secteur de l'assurance, est un facteur clé pour Toni Digital pour<br />

être en mesure d'offrir des tarifs compétitifs. Grâce à ce concept,<br />

Toni Digital a déjà travaillé avec des porteurs de risques tels<br />

que Great Lakes Insurance, Helvetia, Vaudoise, assista et ERV.<br />

Toni Digital coopère avec Repanet Suisse depuis l'année de sa<br />

création. Le facteur décisif de la coopération est la poursuite<br />

constante de la devise «Réparer au lieu de remplace» au sein<br />

du réseau de carrosserie. Dans le cadre<br />

de la coopération, Toni Digital contrôlera<br />

désormais activement les véhicules, de<br />

préférence dans les entreprises membres<br />

de Repanet Suisse, qui ont le statut «Premium<br />

Partner» de Toni Digital. ●<br />

Les partenaires de coopération (de g. à dr.):<br />

Enzo Santarsiero (CEO André Koch AG),<br />

Severin Lüthert (COO Toni Digital), Vittorio<br />

Gallo (Head of Claims Toni Digital) et Dominic<br />

Schenker (Business Development Manager<br />

André Koch AG).<br />

Haftstarke Partnerschaft<br />

seit 1957<br />

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www.gyso.ch<br />

22 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Aktive Branche / Branche active<br />

Würzburger Karosserie- und Schadenstage<br />

Highlight: Livecrash<br />

Der vorgeführte Auffahrunfall war ein Highlight an den Würzburger<br />

Karosserie- und Schadenstagen (WKST).<br />

La collision par l'arrière présentée a été un moment fort lors des<br />

Journées de la carrosserie et des dommages de Wurzbourg (WKST).<br />

Was geschieht direkt nach einem Unfall und wer ist wie bis<br />

zum anschliessenden Reparaturprozess involviert? Diese Fragen<br />

wurden an den diesjährigen Würzburger Karosserie- und<br />

Schadenstagen (WKST) umfassend nach einem live durchgeführten<br />

Auffahrunfall beantwortet. Im von der Prüforganisation<br />

Dekra durchgeführten Crash fuhr ein Golf 3 mit 21,4 km/h<br />

auf einen stehenden Golf 7 versetzt hinten auf. Der Fahrzeugführer<br />

informierte seine Versicherung und wurde von ihr über<br />

Hilfe des Abschleppdiensts, Reparatur und Mietwagen informiert.<br />

Auch die Zuweisung an eine Partnerwerkstatt (gesteuerter<br />

Schaden) wird bei einem Vertrag mit Werkstattbindung<br />

angesprochen. Den Schaden am Golf 7 berechneten sowohl<br />

eine KI-gestützte Software von Audatex als auch ein De kra-<br />

Sachverständiger. Die Differenz war eklatant: Die KI veranschlagte<br />

«nur» 2000 Euro Reparaturkosten, weil sie z. B.<br />

beschädigte Teile nicht erkannte. Das Gutachten des Sachverständigen<br />

hingegen wies 4747 Euro aus. Das Unfallfahrzeug<br />

wurde danach mit den Carrosseriemesssystemen von Spanesi<br />

und Car-O-Liner vermessen. Die WKST hatten neben<br />

zahlreichen Fachreferenten auch eine Rechtsanwaltskanzlei<br />

und einen Richter des Bundesgerichtshofs eingeladen, um alle<br />

möglichen rechtlichen Fragen rund um die Unfallinstandsetzung,<br />

Schadensteuerung und die Versicherungsdienstleistungen<br />

zu klären. Mit 70 Ausstellern wurde ein breites Werkzeugund<br />

Materialspektrum der K& L-Branche abgedeckt, was über<br />

1000 gemeldete Teilnehmer nutzten. ●<br />

Jürgen Klasing<br />

Journées de la carrosserie et des dommages de Wurzbourg<br />

Highlight: crash en direct<br />

Que se passe-t-il juste après un accident et qui est impliqué<br />

jusqu'au processus de réparation? Ces questions ont reçu une<br />

réponse complète lors des Journées de la carrosserie et des<br />

dommages de Wurzbourg (WKST) après une collision arrière<br />

réelle. Dans le crash réalisé par l'organe de test Dekra, une<br />

Golf 3 roulait à 21,4 km/h décalée à l'arrière d'une Golf 7 à<br />

l'arrêt. Le conducteur a informé sa compagnie d'assurance, qui<br />

l’a informé de l'aide pour le remorquage, les réparations et la<br />

voiture de location. L'affectation à un atelier partenaire (dommages<br />

maîtrisés) est également abordée dans le cas d'un<br />

contrat à atelier fixé. Les dommages causés à la Golf 7 ont été<br />

calculés à la fois par le logiciel d'Audatex pris en charge par<br />

l'IA et par un expert Dekra. La différence fut frappante: l'IA<br />

estimait que la réparation ne coûtait «que» 2 000 € car, par<br />

exemple, elle ne reconnaissait pas les pièces endommagées.<br />

Le rapport d'expertise affichait en revanche 4747 €. Le véhicule<br />

accidenté a ensuite été mesuré avec les systèmes de mesure<br />

de carrosserie de Spanesi et Car-O-liner. Outre nombreuses<br />

présentations spécialisées, WKST a aussi invité un cabinet<br />

d'avocats et un juge de la Cour fédérale de justice pour clarifier<br />

toutes les questions juridiques possibles concernant les réparations<br />

d'accidents, le contrôle des dommages et les services<br />

d'assurance. Avec 70 exposants, une large gamme d'outils et<br />

de matériaux de la branche K+L a été couverte, dont ont profité<br />

plus de 1000 participants inscrits.<br />

●<br />

Jürgen Klasing<br />

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KAROSSERIE<br />

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STRUKTUREN & DICHTNÄHTE<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>23


Der Verein zur Förderung der Carrosserieberufe bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen<br />

im Carrosseriegewerbe. Der VFCB unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs­ und Weiterbildung der<br />

Carrosserieberufe.<br />

L'association pour la promotion des métiers de la carrosserie a pour objectif de promouvoir et de protéger les<br />

intérêts professionnels de la carrosserie. Avec ses fonds, la VFCB soutient des formations professionnelles et<br />

continues en carrosserie<br />

Goldpartner / Partenaires or<br />

Fahrzeugexpertisen und Wertschätzungen<br />

Zusammen sind wir stark<br />

André Koch AG


Silberpartner / Partenaires argent<br />

Bronzepartner / Partenaires bronze<br />

GCS Schweiz AG<br />

Zusätzliche Marken / Marques supplémentaires<br />

carrosserie suisse und der VFCB danken ihren Mitgliedern und Gönnern für die wertvolle<br />

Unterstützung zum Wohle der zukünftigen <strong>Carrossier</strong>s!<br />

carrosserie suisse et la VFCB tiennent à remercier leurs membres et sponsors pour leur précieux soutien au<br />

profit des futurs carrossiers!


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

Teilzeitarbeit<br />

Kann die Branche<br />

mit der Zeit gehen?<br />

Teilzeitarbeit liegt im Trend, sei in der Carrosseriewerkstatt<br />

aber schwierig umzusetzen. Stimmt<br />

das? Und wie wichtig ist sie für die Berufs- oder<br />

Stellenwahl? Wir haben uns umgehört.<br />

Travail à temps partiel<br />

La branche peut-elle<br />

suivre la tendance?<br />

Le travail à temps partiel est in, mais difficile à<br />

mettre en place dans l'atelier de carrosserie.<br />

Exact? Et quelle est son importance dans le choix<br />

de carrière ou d'emploi ? Nous avons enquêté.<br />

Ein Interview in der<br />

«SonntagsZeitung» Ende<br />

Februar sorgte landesweit<br />

für Diskus sionen:<br />

Stefan Wolter, Professor<br />

für Bildungsökonomie an<br />

der Universität Bern, beklagte<br />

sich darüber, dass<br />

immer mehr gut Ausgebildete<br />

nur in kleinen<br />

Pensen arbeiten möchten<br />

und dadurch weniger<br />

Steuern zahlen. Für Wolter<br />

ist klar: «Hält der Teilzeittrend<br />

bei den Gutgebildeten<br />

an, ist die Bildung<br />

aus gesellschaftlicher<br />

Sicht keine lohnens werte<br />

Investition mehr.» Er fordert<br />

eine Rück zahlungspflicht<br />

der Studienkosten<br />

für jene, die über das gesamte<br />

Erwerbsleben weniger<br />

als 70 Prozent gearbeitet<br />

haben.<br />

Handwerksberufe haben<br />

indes mit einem<br />

ganz anderen Problem<br />

zu kämpfen: dem Fachkräftemangel,<br />

hervorgerufen<br />

einerseits durch die abnehmende Zahl an Lernenden<br />

und andererseits durch die Abwanderung in andere Branchen<br />

oder aus der Werkstatt heraus.<br />

Une interview dans le<br />

journal du dimanche fin<br />

février a déclenché des<br />

débats nationaux: Stefan<br />

Wolter, professeur<br />

d'économie de l'éducation<br />

à l'Université de<br />

Berne, s'est plaint que de<br />

plus en plus de personnes<br />

bien formées ne<br />

veulent travailler qu'à<br />

temps partiel et paient<br />

donc moins d'impôts.<br />

Pour Wolter, c'est clair:<br />

«Si la tendance au temps<br />

partiel parmi les personnes<br />

bienformées se<br />

poursuit, la formation ne<br />

sera plus un investissement<br />

valable d'un point<br />

de vue social. Il demande<br />

l'obligation de rembourser<br />

les frais d'études<br />

pour ceux qui ont travaillé<br />

moins de 70% sur l'ensemble<br />

de leur vie active.<br />

Les métiers de l'artisanat<br />

sont cependant confrontés<br />

à un tout autre problème:<br />

la pénurie de<br />

main-d'œuvre qualifiée, provoquée d'une part par la diminution<br />

du nombre d'apprentis et d'autre part par la migration vers<br />

d'autres secteurs ou depuis l'atelier.<br />

Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, wird man über kurz oder lang auch<br />

über neue Arbeitsmodelle reden müssen. Gerade bei den Carrosseriespenglern/-innen<br />

wird das eine grosse Herausforderung. (Bild: Spenglerin Lina Kugler an<br />

der Regiomeisterschaft)<br />

Afin de contrer la pénurie de main-d'œuvre qualifiée, tôt ou tard, nous devrons<br />

également parler de nouveaux modèles de travail. Cela va être un grand défi, en<br />

particulier pour les carrossiers. (Photo: la carrossière-tôlière Lina Kugler au<br />

championnat régional)<br />

Teilzeit in der Werkstatt – eine Utopie?<br />

Teilzeitpensen in einer Carrosseriewerkstatt scheinen auf den<br />

ersten Blick kaum oder nur sehr beschränkt möglich, denn in<br />

der Instandsetzung sind die Prozesse vorgegeben – so zumindest<br />

die bisherige Vorstellung. Betrachtet man beide Trends<br />

miteinander, so stellt sich die Frage: Kann es sein, dass die<br />

Möglichkeit, seinen Job nach der Ausbildung auch in Teilzeit<br />

ausüben zu können, für junge Menschen heute mit ein Krite rium<br />

ist, sich für oder gegen einen Beruf zu entscheiden? Oder nach<br />

der Lehre ein Grund, die Branche zu wechseln?<br />

In der Sektion noch wenig verbreitet<br />

2<strong>02</strong>1 berichteten wir über das flexible Arbeitszeitmodell der<br />

Carrosserie Bringold AG. Geschäftsführer Adrian Bringold,<br />

Le temps partiel à l'atelier, une utopie?<br />

A première vue, le travail à temps partiel dans un atelier de<br />

carrosserie semble difficilement possible ou seulement possible<br />

dans une mesure très limitée, car les processus de réparation<br />

sont prédéterminés – du moins c'est l'idée jusqu'à présent.<br />

Si l'on regarde les deux tendances ensemble, la question<br />

se pose : est-il possible que la possibilité de pouvoir travailler<br />

à temps partiel après une formation soit l'un des critères des<br />

jeunes d'aujourd'hui pour ou contre une carrière ? Ou une raison<br />

de changer d'industrie après l'apprentissage ?<br />

Encore peu courant dans la section<br />

En 2<strong>02</strong>1, nous avons rendu compte du modèle de temps de<br />

travail flexible à la Carrosserie Bringold SA. Le directeur<br />

26 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

zugleich Sektionspräsident Bern-Mittelland sagt: «​Das Thema<br />

Teilzeit oder flexible Arbeitszeit hat in unserer Sektion<br />

noch Potenzial. In unserem Betrieb bieten wir ein flexibles<br />

Arbeitsmodell und verfügen auch über Teilzeitangestellte<br />

mit weniger als 100-Prozent-Pensum. Es finden sich bestimmt<br />

auch andere, die ein ähnliches Modell anwenden.<br />

Natürlich gibt es Mitarbeiter, die lieber nach herkömmlichem<br />

Muster arbeiten. Für den Betrieb ist es auch ziemlich anspruchsvoll,<br />

ein solches System zu managen, denn nach der<br />

Einführung muss man es immer im Auge behalten. Und es<br />

muss von allen gelebt werden. Ich bin aber der Meinung, dass<br />

es heute zu einem attraktiven Arbeitgeber dazugehört, ein<br />

flexibles Arbeitsmodell anzubieten, denn Teilzeit und Flexibilität<br />

im Arbeitspensum sind immer mehr gefragt. Durch ein<br />

solches Angebot können eventuell Mitarbeiter dem Betrieb<br />

oder der Branche erhalten bleiben, die sonst abwandern<br />

würden.»<br />

Wille war da, aber Mitarbeiter waren dagegen<br />

​Handlungsbedarf hat auch Thomas Jauch, Präsident carrosserie<br />

suisse zentralschweiz sowie Kommission Berufsentwicklung<br />

& Qualität, festgestellt: «Es ist sicher ein Thema<br />

heute. Die Frage ist immer, wie man das umsetzen kann. Wir<br />

zum Beispiel wollten gleitende Arbeitszeit einführen, die Mitarbeiter<br />

waren dagegen. Begründung: Sie wollen als Team<br />

zusammenarbeiten.<br />

Heute erziehen Eltern ihre Kinder vermehrt gemeinsam. Wir<br />

haben zwei junge Familienväter, die in gewissem Masse Teilzeit<br />

arbeiten, allerdings nicht offiziell. Es verändert sich vielmehr<br />

in Richtung flexibles Arbeitszeitmodell. Vielfach ist man diesbezüglich<br />

flexibler geworden. In der Werkstatt ist Teilzeit bei<br />

Lackierern eher vorstell- und umsetzbar, beim Spengler ist<br />

die Sache etwas anspruchsvoller. Möchte das Team stets zu-<br />

Adrian Bringold, également Président de la section Berne-Mittelland,<br />

déclare: «Le thème du travail à temps partiel ou<br />

flexible a encore du potentiel dans notre section. Dans notre<br />

entreprise, nous proposons un modèle de travail flexible et<br />

avons aussi des employés à temps partiel avec une charge de<br />

travail inférieure à 100%. Il y en a forcément d'autres qui utilisent<br />

un modèle similaire. Bien sûr, il y a des employés qui<br />

préfèrent travailler selon le modèle conventionnel. C'est aussi<br />

assez exigeant pour l'entreprise de gérer un tel système,<br />

car une fois en place, il faut toujours garder un œil dessus. Et<br />

ça doit être vécu par tout le monde. Mais je suis d'avis qu'il fait<br />

partie de l'attractivité d'un employeur aujourd'hui que d'offrir<br />

un modèle de travail flexible, car le travail à temps partiel et<br />

la flexibilité dans la charge de travail sont de plus en plus<br />

demandés. Une telle offre peut permettre aux employés de<br />

rester dans l'entreprise ou dans la branche qui, autrement,<br />

partiraient.»<br />

La volonté était là, mais les employés étaient contre<br />

Thomas Jauch, Président de carrosserie suisse Suisse centrale<br />

et de la Commission Développement de carrière & Qualité, ont<br />

également identifié un besoin d'action: «C'est certainement un<br />

problème aujourd'hui. La question est toujours de savoir comment<br />

le mettre en œuvre. Par exemple, nous voulions introduire<br />

des horaires de travail flexibles, mais les employés<br />

étaient contre. Raison: on souhaite travailler en équipe.<br />

Aujourd'hui, les parents élèvent de plus en plus leurs enfants<br />

ensemble. Nous avons deux jeunes pères qui travaillent à<br />

temps partiel, mais pas officiellement. Plutôt selon un modèle<br />

de temps de travail flexible. Dans de nombreux cas, les gens<br />

sont devenus plus flexibles à cet égard. Dans l'atelier, le travail<br />

à temps partiel pour les peintres est plus envisageable<br />

et faisable, alors que c'est un peu plus exigeant pour les<br />

Adrian Bringold, Präsident carrosserie<br />

suisse bern-mittelland: «Als attraktiver<br />

Arbeitgeber muss man solche Modelle<br />

anbieten können. Ich habe lieber einen<br />

motivierten Teilzeitmitarbeiter als einen<br />

unmotivierten Mitarbeiter in Vollzeit.»<br />

Adrian Bringold, Président de carrosserie<br />

suisse bern-mittelland: «En tant qu'employeur<br />

attractif, vous devez pouvoir<br />

proposer des modèles comme celui-ci. Je<br />

préfère avoir un employé à temps partiel<br />

motivé plutôt qu'un employé à temps plein<br />

non motivé.»<br />

Thomas Jauch, Präsident carrosserie suisse<br />

zentralschweiz: «Teilzeit ist sicher ein Thema<br />

heute. Die Frage ist immer, wie man das<br />

umsetzen kann.»<br />

Thomas Jauch, Président de carrosserie<br />

suisse Suisse centrale: «Le travail à temps<br />

partiel est certainement un problème<br />

aujourd'hui. La question est toujours de<br />

savoir comment mettre cela en œuvre.<br />

Damiano Crivelli, Präsident carrosserie<br />

suisse ticino: «Ich glaube nicht, dass bei der<br />

Wahl eines Ausbildungsplatzes das<br />

Kriterium der Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung<br />

entscheidend ist. Man müsste die<br />

aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der<br />

jungen Menschen konkret analysieren.»<br />

Damiano Crivelli, pPrésident de carrosserie<br />

suisse ticino: «Je ne pense pas que le critère<br />

de l'emploi à temps partiel ou à temps plein<br />

soit déterminant dans le choix d'un<br />

apprentissage. Il faudrait analyser précisément<br />

les besoins actuels et futurs des<br />

jeunes.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>27


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

sammenarbeiten, so wie bei uns, kann ein Teilzeit- oder flexibles<br />

Arbeitsmodell nicht oder nicht gut umgesetzt werden.<br />

Den Vorteil sehe ich aber insbesondere für Frauen, die wir<br />

ausbilden und die nach der Familienpause wieder einsteigen<br />

wollen und dann ein flexibles Arbeitsumfeld suchen. Eine solche<br />

Möglichkeit würde sich sicher posititv auswirken.»<br />

Gewünscht wird eine sorgfältige Analyse<br />

Ob es diesbezüglich im Tessin anders aussieht, erklärt uns<br />

Sektionspräsident Damiano Crivelli: «Ich glaube nicht, dass<br />

bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes das Kriterium der<br />

Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung entscheidend ist. Man<br />

müsste aber die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der<br />

jungen Menschen konkret analysieren. Meiner Meinung nach<br />

ist es wahrscheinlicher, dass der junge Mensch nur vier Tage<br />

pro Woche arbeiten möchte. Wir werden also unsere Berufsordnung<br />

an diese Möglichkeit anpassen müssen, insbesondere<br />

an die Möglichkeit, die tägliche Arbeitszeit von 8 auf 10<br />

Stunden zu erhöhen und die 41-Stunden-Woche beizubehalten,<br />

aber auf vier Tage zu verteilen. Angesichts der Bedürfnisse<br />

und des Lebensstils junger Menschen reicht ein Gehalt<br />

von 80 Prozent oder insbesondere 60 Prozent möglicherweise<br />

nicht aus.<br />

Auch für Unternehmen mit schwankendem Reparaturaufkommen<br />

und wenig Stabilität wäre es schwierig, einen Mitarbeiter<br />

in Teilzeit zu beschäftigen. Das Teilzeitsystem müsste mindestens<br />

volle Arbeitstage vorsehen, da beispielsweise eine<br />

halbtägliche Beschäftigung zu Verzögerungen bei den Reparaturen<br />

führen würde. Ein Teilzeitsystem könnte eingeführt<br />

werden, wenn es eine standardisierte und eindeutige Arbeitsmethode<br />

innerhalb der Werkstatt gibt. Dies wäre in gut strukturierten<br />

Unternehmen möglich, in denen eine Arbeit von<br />

einem Mitarbeiter begonnen und von einem anderen beendet<br />

werden kann, ohne dass Probleme durch wechselnde Mitarbeiter<br />

entstehen.»<br />

Crivelli empfiehlt Carrosserieunternehmen, sich folgende<br />

Punkte anzuschauen und, wo nötig, externe Hilfe (oder vom<br />

Verband) zu suchen:<br />

– Analyse und Strukturierung interner Prozesse<br />

– «Normalisierung» der Prozesse, damit die Mitarbeiter dynamischer<br />

an bereits begonnenen Arbeiten arbeiten können<br />

und ein Wechsel ohne Effizienzverlust möglich ist.<br />

– Förderung der Ausbildung, damit die Arbeitsmethoden der<br />

einzelnen Mitarbeiter so ähnlich wie möglich sind.<br />

– Zudem sollte der GAV mehr Flexibilität für Teilzeitarbeitsplätze<br />

zulassen.<br />

Nicht nur bei Frauen Thema<br />

Und was sagen die Jugendlichen dazu? Petra Grieder, Mitglied<br />

des Champions-Club, spürt den Puls der nachfolgenden Generation:<br />

«Das ist genau das Thema, gerade Frauen in Lackierberufen<br />

wollen irgendwann Kinder und es gibt fast keine Möglichkeit,<br />

Teilzeit als Lackiererin zu arbeiten. Als Schwangere<br />

darf man sowieso nicht mehr in der Kabine arbeiten, also orientiert<br />

man sich um, auch weil man weiss, dass es später sehr<br />

schwierig wird. Es gibt Betriebe, die das sehr gut mit Gleitzeit<br />

lösen, die müssen aber sehr gut strukturiert sein. Ein 70-Prozent-Pensum<br />

wäre eigentlich kein Problem.<br />

Gelegentlich werden schwangere Lackiererinnen anders eingesetzt,<br />

zum Beispiel im Kundendienst. Nachdem sie sich das<br />

dafür nötige Know-how angeeignet haben, bleiben sie dann<br />

aber oft in dieser Position. Auch der Betrieb hat Interesse,<br />

tôliers. Si l'équipe veut toujours travailler ensemble, comme<br />

chez nous, un modèle de travail à temps partiel ou flexible ne<br />

peut pas être mis en œuvre ou ne peut pas être bien mis en<br />

œuvre. Mais j'y vois l'avantage notamment pour les femmes<br />

que nous formons et qui souhaitent reprendre le travail après<br />

des ruptures familiales et qui recherchent alors un environnement<br />

de travail flexible. Une telle opportunité aurait certainement<br />

un effet positif.<br />

Une analyse approfondie s'impose<br />

Damiano Crivelli, Président de la section, nous explique si les<br />

choses sont différentes au Tessin: «Je ne pense pas que le<br />

critère de l'emploi à temps partiel ou à temps plein soit déterminant<br />

dans le choix d'un poste d'apprenti. Cependant, il faudrait<br />

analyser concrètement les besoins actuels et futurs des<br />

jeunes. A mon avis, il est plus probable que le jeune ne veuille<br />

travailler que quatre jours par semaine. Nous devrons donc<br />

adapter notre code professionnel à cette éventualité, notamment<br />

à la possibilité d'augmenter la durée journalière de travail<br />

de huit à dix heures et de maintenir la semaine de 41 heures,<br />

mais en l'étalant sur quatre jours. Compte tenu des besoins et<br />

du mode de vie des jeunes, un salaire de 80 % ou surtout de<br />

60 % peut s'avérer insuffisant.<br />

Il serait également difficile pour les entreprises ayant des volumes<br />

de réparation fluctuants et peu de stabilité d'embaucher<br />

un employé à temps partiel. Le système à temps partiel devrait<br />

prévoir au moins des journées de travail complètes, car le travail<br />

à temps partiel, par exemple, entraînerait des retards dans<br />

les réparations. Un système à temps partiel pourrait être introduit<br />

s'il existe une méthode de travail standardisée et claire<br />

au sein de l'atelier. Cela serait possible dans des entreprises<br />

bien structurées, où un travail peut être commencé par un employé<br />

et terminé par un autre sans problèmes liés au changement<br />

de personne.»<br />

D. Crivelli recommande aux carrossiers d'examiner les points<br />

suivants et de rechercher une aide extérieure (ou auprès de<br />

l'association) si nécessaire:<br />

– Analyse et structuration des processus internes.<br />

– «Normalisation» des processus pour que les employés<br />

puissent travailler plus dynamiquement sur un travail déjà<br />

commencé et qu'un changement soit possible sans perte<br />

d'efficacité.<br />

– Promotion de la formation afin que les méthodes de travail<br />

des différents employés soient aussi similaires que possible.<br />

– De plus, la CTT devrait permettre plus de flexibilité pour les<br />

emplois à temps partiel.<br />

Pas seulement un sujet pour les femmes<br />

Qu'en disent les jeunes? Petra Grieder, du Champions Club,<br />

prend leur pouls: «C'est là le problème, les femmes qui travaillent<br />

dans la peinture en particulier veulent des enfants<br />

à un moment donné et il n'y a presque aucune possibilité de<br />

travailler à temps partiel comme peintre. Enceinte, on n'est<br />

plus autorisée à travailler en cabine, alors on se réoriente,<br />

parce qu'on sait que ce sera très difficile plus tard. Des entreprises<br />

résolvent très bien ce problème avec des horaires<br />

flexibles, mais doivent être très bien structurées. Une<br />

charge de travail de 70% ne serait en fait pas un problème.<br />

Parfois, les peintres enceintes sont utilisées autrement, par<br />

ex. dans le service à la clientèle. Cependant, une fois acquis<br />

le savoir-faire nécessaire, elles y restent souvent. L'entreprise<br />

est aussi intéressée à garder ces travailleuses quali-<br />

28 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

diese Fachkräfte weiter zu behalten. Oder man macht Weiterbildungen,<br />

beispielsweise zum Werkstattkoordinator, dann<br />

hat man mehr Handlungsspielraum und es wird einfacher.<br />

Für die Carrosseriebranche<br />

wünsche ich<br />

mir, dass man, wie<br />

in anderen Branchen<br />

auch, Lösungen entwickelt.<br />

Wir können<br />

nicht stehen bleiben,<br />

sondern müssen neue<br />

Wege finden. Mit einer<br />

Perspektive und alltagstauglichen<br />

Lösungen<br />

kann man<br />

Fachkräfte eher halten,<br />

nicht nur Frauen,<br />

sondern auch Männer,<br />

denn es ist definitiv<br />

nicht nur bei uns Frauen<br />

ein Thema.»<br />

Lesen Sie zum Thema<br />

4-Tage-Woche und<br />

Gleitzeit auch den Artikel<br />

auf der folgenden<br />

Seite (30). ●<br />

Text: Henrik Petro,<br />

Bilder: Archiv<br />

fiées. Soit on suit une formation complémentaire, par ex.<br />

pour devenir coordinatrice d'atelier, donnant plus de marge<br />

de manœuvre et ça devient plus facile. Mon souhait pour<br />

la branche est qu'on<br />

développe des solutions<br />

comme dans d'autres<br />

secteurs industriels.<br />

Petra Grieder, Projektverantwortliche Grundbildung carrosserie suisse: «Wir können<br />

nicht stehen bleiben, sondern müssen neue Wege finden. Teilzeit ist definitiv nicht nur<br />

für Frauen ein Thema.»<br />

Petra Grieder, cheffe de projet pour la formation de base carrosserie suisse: «Nous ne<br />

pouvons pas rester immobiles, nous devons trouver de nouvelles voies. Le temps<br />

partiel n'est certainement pas seulement un problème pour les femmes.»<br />

Nous ne pouvons pas<br />

rester impassibles, mais<br />

nous devons absolument<br />

trouver de nouvelles<br />

voies. Avec des<br />

perspectives et des solutions<br />

adaptées à un<br />

usage quotidien, il est<br />

plus facile de retenir des<br />

travailleurs qualifiés,<br />

non seulement des<br />

femmes mais aussi des<br />

hommes, car ce n'est<br />

certainement pas qu'un<br />

problème de femmes.<br />

Voir l'article de la p. 30<br />

sur le thème de la semaine<br />

de 4 jours et de<br />

l'horaire flexible. ●<br />

Texte: Henrik Petro<br />

Images: archives<br />

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carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>29


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

Carrosserie Tüscher AG<br />

Nach dem Pilotprojekt<br />

die Gleitzeit<br />

Das auf Linienbusse und leichte Nutzfahrzeuge<br />

spezialisierte Unternehmen testete während vier<br />

Monaten die Viertagewoche. Warum sie auf dem<br />

Papier funktionierte, aber nicht in der Praxis, und<br />

wie die Mitarbeitenden heute trotzdem zusätzliche<br />

Freitage erhalten, erzählt uns Mikkel Christensen,<br />

Leiter Carrosserie.<br />

Carrosserie Tüscher SA<br />

Projet pilote, puis<br />

horaires flexibles<br />

L’entreprise, spécialisée dans les bus et les utilitaires<br />

légers, a testé la semaine de 4 jours pendant<br />

4 mois. Mikkel Christensen, responsable de<br />

la carrosserie, nous explique pourquoi cela a<br />

fonctionné sur papier mais pas dans la pratique et<br />

comment les employés bénéficient encore de<br />

jours de congé supplémentaires aujourd’hui.<br />

«Wir haben Mitte April 2<strong>02</strong>2 alle Mitarbeiter ins Boot geholt<br />

und informiert, dass wir am 1. Mai ein Pilotprojekt für die Viertagewoche<br />

starten würden», erzählt Mikkel Christensen, seit<br />

November 2<strong>02</strong>0 Leiter Carrosserie und Mitglied der Geschäftsleitung<br />

der Carrosserie Tüscher AG in Dällikon ZH. «In unserem<br />

Konzept teilten wir die 41-Stunden-Woche auf vier Tage auf.<br />

Dabei liessen wir frei, weiterhin an fünf Tagen arbeiten zu können.<br />

Die Reaktionen waren unterschiedlich. Ein Teil sagte: ‹Nein,<br />

funktioniert nicht.› Ein kleiner Teil meinte: ‹Ich mag nicht so viel<br />

arbeiten an einem Tag, ich bleibe bei fünf Tagen›, und ein Teil<br />

fand: ‹Cool, verlängertes Wochenende!› Ziel war, die Attraktivität<br />

als Arbeitgeber zu steigern. Es gab viele erfolgreiche<br />

Beispiele, sogar aus der Schweiz. Wir erhofften, einen Wettbewerbsvorteil<br />

auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Und wir<br />

wollten auch zeigen, dass wir modern und gewillt sind, etwas<br />

Neues auszuprobieren.»<br />

Aus eins mach zwei<br />

Um die Arbeit von fünf auf vier Tage zu verlagern, mussten die<br />

Arbeitszeiten angepasst werden, konkret von zuvor 07.00–<br />

17.00 Uhr auf neu 06.30–18.00 Uhr. «Wir hatten zuvor auch<br />

diskutiert, ob wir die Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden senken<br />

sollten, doch dafür ist eine viel grössere Umstellung nötig, also<br />

versuchten wir es zunächst mit weiterhin 41 Stunden.»<br />

Der Trick dabei ist einfach: Das ganze Team wird in zwei Gruppen<br />

aufgeteilt, sodass Gruppe eins von Montag bis Donnerstag<br />

und Gruppe zwei von Dienstag bis Freitag arbeitet. «So konnten<br />

wir am Markt gewährleisten, an fünf Tagen für die Kunden da<br />

zu sein», erklärt Christensen. «Dafür muss man sicherstellen,<br />

dass in jeder Funktion an jedem Tag jemand da ist. Wir beschäftigen<br />

zwei Bodenleger, vier Lackierer und noch mehr Spengler.<br />

Auf dem Papier zumindest hatte es funktioniert.»<br />

Spielverderber Ferien und Krankheit<br />

Am 1. Mai liess die Carrosserie Tüscher den Versuchsballon<br />

steigen. «Nach drei, vier Wochen standen wir vor der Situation,<br />

dass an einem Freitag nur drei Leute in der Werkstatt waren.<br />

Dabei mussten Autos herausgegeben und fertig gemacht werden.»<br />

Was war schiefgelaufen? «Es fehlten die Mitarbeiter, die<br />

in den Ferien oder krankheitsbedingt abwesend waren. Und am<br />

folgenden Montag dieselbe Geschichte», erklärt Christensen.<br />

«Dazu kam, dass manche Mitarbeiter ihre Freitage auf einen<br />

anderen Tag schieben wollten. Irgendwann verliert man den<br />

Überblick in der Planung und steht wieder vor demselben Pro-<br />

«A la mi-avril 2<strong>02</strong>2, nous avons embarqué tous les employés<br />

dans un projet pilote pour la semaine de quatre jours le 1 er<br />

mai», explique Mikkel Christensen, responsable de la carrosserie<br />

depuis novembre 2<strong>02</strong>0 et membre de la direction de la<br />

Carrosserie Tüscher SA à Dallikon ZH. «Dans notre concept,<br />

nous avons divisé la semaine de 41 heures en quatre jours.<br />

Nous leur avons accordé le libre choix de continuer à travailler<br />

cinq jours. Les réactions ont varié. Certains ont dit : «Non,<br />

ça ne marche pas.» Une petite partie a émis l’opinion : «Je<br />

n’aime pas travailler autant en une journée, je m’en tiens à<br />

cinq jours» et d’autres ont dit «cool, un week-end prolongé!»<br />

Le but était d’augmenter l’attractivité en tant qu’employeur. Il<br />

existait de nombreux exemples de réussite, même en Suisse.<br />

Nous espérions créer un avantage sur le plan de la concurrence<br />

sur le marché du travail. Et nous voulions aussi montrer<br />

que nous sommes modernes et prêts à essayer quelque<br />

chose de nouveau.»<br />

Die Carrosserie Tüscher AG repariert Linienbusse. Das lässt sich nicht<br />

immer vorausplanen, weshalb alle Funktionen an allen Tagen besetzt<br />

sein müssen.<br />

La Carrosserie Tüscher SA répare les bus de ligne. Cela ne peut pas<br />

toujours être planifié à l’avance, c’est pourquoi toutes les fonctions<br />

doivent être occupées tous les jours.<br />

30 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Unternehmensführung / Gouvernance<br />

blem, nämlich mit plötzlich zu wenig Personal vor Ort.» Nach<br />

einigen Wochen zeigte sich ein dritter Aspekt, mit dem man<br />

allerdings gerechnet habe: «Nach zehn Stunden an der Arbeit<br />

ist man ausgepowert, Müdigkeit setzt ein und man mag nicht<br />

mehr – vor allem mit dem Wissen im Hinterkopf, am folgenden<br />

Tag wieder einen langen Arbeitstag vor sich zu haben. Dies ging<br />

zulasten der Effektivität.» Mitarbeiter mit einem längeren Arbeitsweg<br />

beklagten, dass sie kein soziales Leben mehr hätten.<br />

Sie waren an ihrem zusätzlichen freien Tag derart erledigt, dass<br />

sie zuerst die Kräfte sammeln mussten, um dann erst das<br />

Wochenende geniessen zu können.<br />

Wieder zurück, aber nicht ganz auf Start<br />

«Unser Fazit nach vier Monaten war, dass wir wieder zur Fünftagewoche<br />

zurückkehrten – allerdings neu mit Gleitzeit.» Dies<br />

war möglich, weil das Mutterhaus, die Carrosserie Hess AG, dies<br />

bereits in der ganzen Unternehmensgruppe einführt hat. «Unsere<br />

Mitarbeiter können von 06.30–17.45 Uhr ihren Tag gestalten.<br />

Sie müssen nur dafür sorgen, dass sie auf ihre Stunden<br />

kommen. Das hat den Vorteil, dass man während zwei Wochen<br />

Überzeit anhäufen kann, um damit einen zusätzlichen Tag freizunehmen.»<br />

Auch wenn einer ins Minus rutscht, kann er es nun<br />

einfacher aufholen. Innerhalb der Gleitzeit muss für Überzeit<br />

keine Genehmigung beim Vorgesetzten eingeholt werden, für<br />

den freien Tag allerdings schon – damit für jede Funktion immer<br />

jemand da ist. «Unsere Leute sind jetzt entspannter und ausgeglichener.<br />

Mir ist einfach wichtig, dass die Arbeit erledigt ist. Es<br />

hat auch ein grosses Stück mit Vertrauen zu tun und ich vertraue<br />

meinen Mitarbeitern zu 100 Prozent. Ich bin übrigens nach<br />

wie vor überzeugt, dass mit dem richtigen Konzept und mit<br />

strikten Regeln eine Viertagewoche mit 36 Stunden funktionieren<br />

würde», so Christensen abschliessend. «Dabei spielt aber<br />

auch die Grösse der Firma eine Rolle, denn jede Funktion muss<br />

mindestens dreifach besetzt sein. Mit unseren rund 30 Mitarbeitenden<br />

sind wir dafür zu klein.»<br />

●<br />

Text und Bilder: Henrik Petro<br />

Mikkel Christensen, Leiter Carrosserie: «Ich überprüfe monatlich die<br />

Stunden meiner Mitarbeiter und wenn jemand Minus- oder Überstunden<br />

angehäuft hat, rede ich mit ihm.»<br />

Mikkel Christensen, responsable de la carrosserie : «Je vérifie les<br />

heures de mes employés tous les mois et si quelqu’un a accumulé des<br />

heures en moins ou des heures supplémentaires, on en discute.»<br />

Faire deux en un<br />

Afin de faire passer le travail de 5 à 4 jours, les horaires de<br />

travail ont dû être aménagés, notamment de 7h00 à 17h00 à<br />

6h30 à 18h00. «Nous avions précédemment discuté de l’opportunité<br />

de réduire le temps de travail hebdomadaire à 36 h,<br />

mais ça nécessite un changement beaucoup plus important,<br />

nous avons donc d’abord essayé de le maintenir à 41 h.»<br />

Le truc est simple: l’équipe est divisée en 2 groupes; le groupe<br />

un travaille du lundi au jeudi et le groupe deux du mardi au<br />

vendredi. «Ainsi, nous avons pu garantir que nous serions là<br />

pour les clients pendant 5 jours », explique Christensen. «On<br />

doit s’assurer que quelqu’un est présent dans chaque fonction<br />

chaque jour. Nous employons 2 poseurs de sol, 4 carrossiers-peintres<br />

et encore plus de carrossiers-tôliers. Au moins<br />

sur le papier, ça a marché.»<br />

Trouble-fêtes vacances et maladie<br />

Le 1 er mai, la Carrosserie Tüscher a démarré le test. «Au bout<br />

de 3 ou 4 semaines, on a eu la situation où un vendredi, il n’y<br />

avait que 3 personnes dans l’atelier. Les voitures devaient être<br />

remises et préparées.» Qu’est ce qui a foiré? Il manquait les<br />

employés absents pour cause de vacances ou de maladie. Et<br />

le lundi suivant, la même histoire», explique Christensen. «De<br />

plus, certains salariés souhaitaient reporter leur vendredi à un<br />

autre jour. A un moment donné, on perd le fil de la planification<br />

et on se retrouve à nouveau confronté au même problème, à<br />

savoir un manque soudain de personnel en présence.» Au bout<br />

de quelques semaines, un troisième aspect est apparu, qui<br />

pourtant était attendu: «Après dix heures de travail, on se sent<br />

épuisé, on n’en pleut plus de fatigue – tout en sachant fort bien<br />

qu’un autre long jour de labeur suivra le lendemain. Cela s’est<br />

fait au détriment de l’efficacité. » Les employés ayant des trajets<br />

plus longs se sont plaints de ne plus avoir de vie sociale.<br />

Ils étaient tellement épuisés pendant leur jour de congé supplémentaire<br />

qu’ils devaient d’abord retrouver de forces avant<br />

de pouvoir profiter du week-end..<br />

Marche arrière, mais pas tout à fait à la case départ<br />

«Notre conclusion après 4 mois fut que nous étions revenus<br />

à la semaine de 5 jours – mais maintenant avec des horaires<br />

flexibles.» Cela a été possible, car la société mère – Carrosserie<br />

Hess SA – l’avait déjà introduit dans tout le groupe d’entreprises.<br />

«Nos collaborateurs peuvent organiser leur journée<br />

de 6h30 à 17h45. On doit juste s’assurer d’arriver à son<br />

nombre d’heures. L’avantage est qu’on peut accumuler des<br />

heures supp sur une période de 2 semaines afin de prendre<br />

un jour de congé supplémentaire. Même si l’un passe dans le<br />

rouge, il est désormais plus facile de se rattraper. Pendant<br />

les horaires flexibles, aucune approbation n’est requise du<br />

superviseur pour les heures supplémentaires, mais pour le<br />

jour de congé, c’est le cas – de sorte que quelqu’un est toujours<br />

là pour chaque fonction. «Nos employés sont maintenant<br />

plus détendus et équilibrés. Ce qui compte pour moi, c’est<br />

que le travail soit fait. Cela a aussi beaucoup à voir avec la<br />

confiance et je fais confiance à 100 % à mes employés. Incidemment,<br />

je suis toujours convaincu qu’avec le bon concept<br />

et des règles strictes, une semaine de quatre jours avec 36<br />

heures fonctionnerait», conclut Christensen. «Mais la taille<br />

de l’entreprise joue aussi, car chaque poste doit être pourvu<br />

au moins trois fois. Avec une trentaine d’employés, nous<br />

sommes trop petits pour ça.»<br />

●<br />

Texte et images: Henrik Petro<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>31


Rechtshilfe / Assistance juridique<br />

Neue Bestimmungen ab 1. September <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Bemerkungen zum<br />

Datenschutzgesetz<br />

Mit Daten und personifizierten Werbungen wird<br />

viel Geld verdient – an ihnen besteht ein erhebliches<br />

wirtschaftliches Interesse. Und mit diesem<br />

wirtschaftlichen Interesse steigt auch die Gefahr<br />

von Missbrauch.<br />

Personendaten sind in der heutigen Zeit ein wertvolles Gut.<br />

Daten werden registriert, eingeordnet – und verkauft. Die<br />

Schweizer Bundesverfassung legt fest, dass der Schutz vor<br />

Missbrauch von persönlichen Daten ein Teilgehalt des Grundrechts<br />

auf den Schutz der Privatsphäre darstellt. Aufgrund<br />

dessen wurde das Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG)<br />

verabschiedet und per 1. Juli 1993 in Kraft gesetzt. Das DSG<br />

regelt die Anforderungen, wenn Personendaten bearbeitet und<br />

registriert werden. So müssen die Betroffenen insbesondere<br />

über die Registration informiert werden, ebenso, welchem weiteren<br />

Personenkreis diese Daten zugänglich gemacht werden.<br />

Gleichzeitig haben die betroffenen Personen ein Einsichtsrecht<br />

über die registrierten Daten. Verletzungen des Datenschutzgesetzes<br />

können mit Busse geahndet werden.<br />

Vom technologischen Wandel überholt<br />

Das Gesetz aus dem Jahre 1993 wurde mit dem Internet eingeholt<br />

und überholt. An die Datensammelwut der Tech-Giganten<br />

wie Google oder Facebook konnte der Gesetzgeber vor 1993<br />

noch nicht denken. Dasselbe gilt auch in der EU, weshalb 2018<br />

eine neue Datenschutzrichtlinie erlassen wurde. Diese als Da-<br />

Nouvelle réglementation à partie du 1 er septembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Loi sur la protection<br />

des données<br />

On gagne beaucoup d'argent avec les données et<br />

la publicité personnalisée – elles présentent un<br />

intérêt économique considérable. Le risque d'abus<br />

inhérent s’en trouve augmenté.<br />

Les données personnelles sont un bien précieux de nos jours.<br />

Elles sont enregistrées, classifiées – et vendues. La Constitution<br />

fédérale suisse stipule que la protection contre l'utilisation<br />

abusive des données personnelles fait partie du droit fondamental<br />

à la protection de la vie privée. En conséquence, la loi<br />

fédérale sur la protection des données (LPD) a été adoptée et<br />

est entrée en vigueur le 1 er juillet 1993 et réglemente les exigences<br />

lors du traitement et de l'enregistrement des données<br />

personnelles. En particulier, les personnes concernées doivent<br />

être informées de l'enregistrement, ainsi que du groupe de personnes<br />

auquel ces données sont rendues accessibles. Dans le<br />

même temps, les personnes concernées ont le droit de les<br />

consulter les données enregistrées. Les infractions à la loi sur<br />

la protection des données peuvent être punies d'une amende.<br />

Un cadre désuet dû à l’évolution des technologies<br />

La loi de 1993 a été rattrapée et dépassée avec internet. Avant<br />

1993, le législateur ne pouvait pas imaginer la frénésie de collecte<br />

de données des géants de la tech comme Google ou<br />

Facebook. Il en va de même dans l'UE, c'est pourquoi une nouvelle<br />

directive sur la protection des données a été publiée en<br />

2018. Cette directive, connue sous le nom de Règlement géné-<br />

Das Bundesgesetz über den Datenschutz stammt von 1993. Inzwischen ist das Sammeln und Verwenden von Daten viel einfacher geworden,<br />

weshalb Anpassungen nötig wurden.<br />

La loi fédérale sur la protection des données date de 1993. Depuis, la collecte et l'utilisation des données sont devenues beaucoup plus faciles, c'est<br />

pourquoi des ajustements ont été nécessaires.<br />

32 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Rechtshilfe / Assistance juridique<br />

In den sozialen Medien spielt das Datenschutzgesetz eine geringere<br />

Rolle, sofern die Follower einsehbar sind und man selbst jederzeit<br />

entfolgen kann.<br />

Dans le cas des médias sociaux, la loi sur la protection des données<br />

joue un rôle moindre si les abonnés sont visibles et que vous pouvez<br />

vous désabonner à tout moment.<br />

tenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bezeichnete Richtlinie<br />

wurde mit etwas Verzögerung auch in der Schweiz übernommen.<br />

Auf den 1. September <strong>2<strong>02</strong>3</strong> werden damit neue Bestimmungen<br />

im DSG in Kraft treten. Eine Firma, die Personendaten<br />

bearbeitet, muss einen Verantwortlichen im Betrieb bezeichnen.<br />

Die Daten müssen sodann im Betrieb angemessen geschützt<br />

werden, damit Dritte nicht darauf zugreifen können. Werden<br />

Daten automatisiert bearbeitet, um z. B. eine automatisierte<br />

Offerte zu erstellen, muss dies offengelegt werden. Weiter bestehen<br />

zahlreiche neue administrative Pflichten, z.B. das Führen<br />

eines Bearbeitungsverzeichnisses oder die Meldepflicht bei<br />

Verstössen gegen das Datenschutzgesetz. Weiterhin können<br />

Verstösse gegen das DSG mit Bussen bestraft werden, neu gar<br />

mit einer Maximalhöhe von bis zu 250 000 Franken.<br />

Gesetz ohne Handlungsanweisungen<br />

Das Datenschutzgesetz betrifft grundsätzlich schnell alle Nutzer<br />

des Internets, welche damit geschützt werden sollen.<br />

Handlungsanweisungen an die Nutzer bestehen jedoch keine.<br />

Grössere Firmen können aber davon betroffen sein, wenn Daten<br />

von Kunden und Arbeitnehmern systematisch gesammelt<br />

werden. Ein Handlungsbedarf kann demnach auch bei Mitgliedern<br />

von carrosserie suisse entstehen, wenngleich bei der<br />

grossen Mehrheit der Mitglieder Offerten noch persönlich «von<br />

Hand» erstellt werden und keine automatisierte und individualisierte<br />

Werbung geschaltet wird. Unproblematisch sind<br />

auch Werbe-Mails, sofern die Kunden sich freiwillig zum Abonnement<br />

dieser Mails melden. Durch die Änderungen am Datenschutzgesetz<br />

muss der Anbieter aber Auskunft geben, dass<br />

er eine Liste mit Mail-Adressen für den Versand der Werbung<br />

hat, und er muss selbstverständlich einen Kunden auf dessen<br />

Wunsch auch wieder löschen. Keinen Einfluss scheint das Datenschutzgesetz<br />

auf die sozialen Medien zu haben, sofern dort<br />

die Follower einsehbar sind und eine Löschung des Kontakts<br />

immer möglich ist.<br />

Wir empfehlen bei Bedarf, sich an eine Fachperson (Datenschutzbeauftragte,<br />

Rechtsanwälte) zu wenden und den konkreten<br />

Handlungsbedarf zu prüfen. Für carrosserie-suisse-Mitglieder<br />

sind zudem Checklisten und weitere Unterlagen zum<br />

Thema Datenschutz auf der Webseite verfügbar unter «Service/Unternehmensführung/IT-Datenschutz».<br />

●<br />

Text: Dr. Mischa Berner, Rechtsanwalt<br />

Bilder: Pixabay, Dreamstime<br />

ral sur la protection des données (RGPD), a également été<br />

adoptée en Suisse avec un léger retard. De nouvelles dispositions<br />

de la LPD entreront en vigueur le 1 er septembre <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Une<br />

entreprise qui traite des données personnelles doit désigner<br />

une personne responsable en son sein. Les données doivent<br />

alors être protégées de manière adéquate pendant le fonctionnement<br />

afin que des tiers ne puissent y accéder. Le traitement<br />

automatique des données, par exemple pour créer une offre<br />

automatisée, doit être déclaré en conséquence. Il existe également<br />

de nombreuses nouvelles obligations administratives,<br />

par exemple la tenue d'un répertoire de traitement ou l'obligation<br />

de signaler les infractions à la loi sur la protection des<br />

données. Les violations de la LPD peuvent aussi être punies<br />

d'amendes, désormais d'un montant maximum de 250 000 frs.<br />

Loi sans instructions<br />

En principe, la loi sur la protection des données affecte rapidement<br />

tous les utilisateurs d'Internet qui doivent être protégés<br />

par elle. Cependant, il n’existe aucune instruction aux utilisateurs<br />

leur permettant d’intervenir, bien que les grandes entreprises<br />

qui collectent systématiquement les données des clients<br />

et des employées soient affectées. Une intervention peut s’avérer<br />

également nécessaire parmi les membres de carrosserie<br />

suisse, bien que la grande majorité des membres crée encore<br />

personnellement des offres «à la main» et qu'aucune publicité<br />

automatisée et individualisée ne soit placée. Les courriels publicitaires<br />

ne posent également aucun problème tant que les<br />

clients s'abonnent volontairement à ceux-ci. En raison des modifications<br />

apportées à la loi sur la protection des données, le<br />

fournisseur doit indiquer qu'il dispose d'une liste d'adresses<br />

courriel pour l'envoi de la publicité et bien sûr, il doit également<br />

radier un client si ce dernier le souhaite. La loi sur la protection<br />

des données ne semble pas avoir d'influence sur les médias<br />

sociaux, à condition que les abonnés puissent y être consultés<br />

et que le contact puisse toujours être supprimé.<br />

Si nécessaire, nous vous recommandons de contacter un spécialiste<br />

(délégué à la protection des données, avocat) et de<br />

vérifier le besoin spécifique d'agir. Pour les membres de carrosserie<br />

suisse, des listes de contrôle et d'autres documents<br />

sur le thème de la protection des données sont aussi disponibles<br />

sur le site Web sous « Service/Corporate Management/<br />

IT Data Protection ».<br />

●<br />

Texte: Dr. Mischa Berner, avocat<br />

Images: Pixabay, Dreamstime<br />

Elektronisch gespeicherte Daten müssen vor unbefugtem Zugriff<br />

ausreichend geschützt werden.<br />

Les données stockées électroniquement doivent être protégées de<br />

manière adéquate contre tout accès non autorisé.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>33


Lackiererei / Atelier de peinture<br />

Armin Dürr (links), Technical Manager Region DACH, und Matthias Schramm von Acoat Selected Austria präsentierten im Vortrag und in der<br />

Spritzkabine den neuen Füller von AkzoNobel.<br />

Armin Dürr (à gauche), Directeur technique de la région AACH et Matthias Schramm d'Acoat Selected Autriche ont présenté le nouveau surfacer<br />

d'AkzoNobel lors de la présentation et dans la cabine de pulvérisation.<br />

AkzoNobel<br />

Das ganze Angebot<br />

und ein neuer Füller<br />

In Österreich zeigte der Lackhersteller AkzoNobel,<br />

wie er seine Partner unterstützt. Vorgestellt<br />

wurden das Partnerprogramm <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, mögliche<br />

Energiemassnahmen im Lackierbetrieb sowie der<br />

neue Füller Autosurfacer Optima (Sikkens) bzw.<br />

2K Ultimate Filler (Lesonal).<br />

Anfang März hatte der Lackhersteller AkzoNobel Vertreter der<br />

Presse aus der Region DACH (Deutschland, Österreich und<br />

Schweiz) in sein österreichisches Schulungszentrum in Elixhausen<br />

nahe Salzburg eingeladen. «Das Partnerprogramm von<br />

Sikkens gibt es bereits seit über 40 Jahren und es wird stetig den<br />

Bedürfnissen der Lackierbetriebe angepasst», erläuterte Matthias<br />

Schramm von Acoat Selected Austria. Die rund 400 Partnerbetriebe<br />

in der Region DACH profitieren dabei von zahlreichen<br />

Angeboten und Seminaren des Lackherstellers. Sein Vier-Säulen-Konzept<br />

gliedert sich in die Bereiche Werkstatt, Personal,<br />

Vertrieb und Marketing. Die Seminare und Beratungen werden<br />

AkzoNobel<br />

Toute la gamme et<br />

un nouveau surfacer<br />

En Autriche, le fabricant de peinture AkzoNobel a<br />

montré comment il soutient ses partenaires. Le<br />

programme partenaire <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, les mesures énergétiques<br />

possibles dans l'atelier de peinture et les<br />

nouveaux enduits Autosurfacer Optima (Sikkens)<br />

et 2K Ultimate Filler (Lesonal) ont été présentés.<br />

Début mars, le fabricant de peinture AkzoNobel a invité des<br />

représentants de la presse de la région AACH (Allemagne,<br />

Autriche et Suisse) dans son centre de formation à Elixhausen<br />

près de Salzbourg. «Le programme de partenariat Sikkens<br />

existe depuis plus de 40 ans et est constamment adapté aux<br />

besoins des carrosseries», a expliqué Matthias Schramm<br />

d'Acoat Selected Austria. Les quelque 400 entreprises partenaires<br />

de la région AACH bénéficient de nombreuses offres et<br />

séminaires du fabricant de peinture. Son concept en quatre<br />

piliers est divisé en les domaines de l'atelier, des ressources<br />

humaines, des ventes et du marketing. Les séminaires et<br />

34 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Lackiererei / Atelier de peinture<br />

von eigenen AkzoNobel-Mitarbeitern durchgeführt und können<br />

in Schulungszentren oder in bestimmten Betrieben auch direkt<br />

abgehalten werden, wobei natürlich eine länderübergreifende<br />

Teilnahme problemlos möglich ist. Ansprechpartner in der<br />

Schweiz ist Christian Siedler.<br />

Energieeffizienz<br />

Im Anschluss präsentierte Armin Dürr, Technical Manager Region<br />

DACH, verschiedene Instrumente, mit denen die Energie für<br />

die Vorbereitungsarbeiten, den eigentlichen Lackierprozess und<br />

den innerbetrieblichen Ablauf optimal genutzt werden kann: Mit<br />

der Kampagne RETHINK sollen alle Bereiche des Unternehmens<br />

und deren Abläufe neu überdacht werden. Dabei steht der Nachhaltigkeitsgedanke<br />

im Vordergrund, der durch Prozesse und<br />

innovative Produkte umgesetzt werden kann. Mit einem CO2-Repair<br />

Calculator lässt sich zudem der CO2-Ausstoss im Fachbetrieb<br />

errechnen, und es können Verbesserungen aufgezeigt werden.<br />

«Sehr grosses Einsparungspotenzial, nämlich bis zu 30 Prozent,<br />

liegt in der Senkung der Lackierkabinen- und Trocknungstemperatur»,<br />

führte Dürr weiter aus. Dazu seien nicht<br />

unbedingt neue Produkte erforderlich, jedoch müsse der zeitliche<br />

Ablauf in der Werkstatt angepasst werden. Die Trocknung<br />

bei Lufttrocknung mit 20 °C ist dabei möglich und liefert eine<br />

deutliche Energieeinsparung. Weitere Vorteile bringt das Process<br />

Centered Environment (PCE), hierbei werden die Bewegungen<br />

der Fahrzeuge in und durch die Werkstatt optimal<br />

berechnet und gesteuert.<br />

Im Lackierungsprozess hilft der Einsatz des Paint PerformAir<br />

(PPA), der die H2O-Sättigung der Druckluft für den Spritzvorgang<br />

steuert und die Druckluft zudem bis zu 46 °C an der Spritzpistole<br />

vorwärmt. Die Vorteile für den Lackierer sind weniger<br />

Overspray, ein besserer Verlauf und Effekt sowie weicheres<br />

und gleichmässigeres Lackieren. Für den Fachbetrieb ergeben<br />

sich eine Reduzierung der Finish-Arbeiten, des Materials, der<br />

Energiekosten und kürzere Ablüft- und Trocknungszeiten. Die<br />

Amortisationszeit des PPA liege laut Dürr zwischen eineinhalb<br />

und zwei Jahren, sofern die Spritzkabine fünfmal täglich ausgelastet<br />

wird.<br />

séances de conseils, dispensés par les propres employés<br />

d'AkzoNobel, peuvent également être organisés directement<br />

dans des centres de formation ou dans certaines entreprises,<br />

la participation interfrontalière ne causant aucun problème. La<br />

personne de contact en Suisse est Christian Siedler.<br />

Efficience énergétique<br />

Armin Dürr, Directeur technique de la région AACH, a ensuite<br />

présenté divers instruments permettant d'utiliser de manière<br />

optimale l'énergie pour les travaux préparatoires, le processus<br />

de peinture proprement dit et les processus internes: la campagne<br />

RETHINK vise à repenser tous les domaines de l'entreprise<br />

et leurs processus. L'accent est mis sur l'idée de durabilité,<br />

qui peut être mise en œuvre à travers des processus et des<br />

produits innovants. Avec un calculateur de réparation CO2, les<br />

émissions de CO2 de l'entreprise spécialisée peuvent également<br />

être calculées et des améliorations peuvent être affichées.<br />

«Il existe un très grand potentiel d'économies, à savoir jusqu'à<br />

30 %, en réduisant la température dans la cabine de peinture<br />

et de séchage», a poursuivi A. Dürr. Cela ne nécessite pas forcément<br />

de nouveaux produits, mais le timing en atelier doit être<br />

adapté. Le séchage à l'air à 20°C est possible et permet de<br />

réaliser d'importantes économies d'énergie. L’environnement<br />

axé sur le processus (Process Centered Environment PCE)<br />

apporte d'autres avantages, dans lequel les mouvements des<br />

véhicules dans et à travers l'atelier sont calculés et contrôlés<br />

de manière optimale.<br />

L'utilisation du Paint PerformAir (PPA) facilite le processus de<br />

peinture, qui contrôle la saturation en H2O de l'air comprimé pour<br />

le processus de pulvérisation et préchauffe également l'air comprimé<br />

jusqu'à 46 °C au niveau du pistolet. Les avantages pour le<br />

peintre sont moins de surpulvérisation, un meilleur écoulement<br />

et un meilleur effet, ainsi qu'une peinture plus douce et plus<br />

homogène. L'atelier profite d’une réduction du travail de finition,<br />

du matériel et des coûts énergétiques ainsi que de temps d'évaporation<br />

et de séchage plus courts. Selon Mr Dürr, l’amortissement<br />

du PPA est comprise entre un an et demi et deux ans si la<br />

cabine de pulvérisation est utilisée cinq fois par jour.<br />

In den Farbtönen Weiss, Grau und Dunkelgrau wird der Füller ab April<br />

in der Region DACH ausgeliefert.<br />

Le srufacer sera disponible dans la région AACH à partir d'avril dans<br />

les couleurs blanc, gris et gris foncé.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>35


Lackiererei / Atelier de peinture<br />

Mit einem speziellen Härter für Nass-in-Nass (Non Sanding) oder<br />

einem Härter für Schleifen (Sanding), sowie einer Verdünnung wird<br />

der Füller angemischt.<br />

Le surfacer est mélangé avec un durcisseur spécial pour mouillé-mouillé<br />

(sans sablage) ou un durcisseur pour ponçage (sablage) et<br />

un diluant.<br />

Neuer Füller für zwei Marken<br />

Der neue Füller heisst Autosurfacer Optima bei Sikkens und 2K<br />

Ultimate Filler bei Lesonal und wird ab April <strong>2<strong>02</strong>3</strong> in der Region<br />

DACH eingeführt. «Der kann alles», lobte Armin Dürr, womit er<br />

auf das breite Anwendungsspektrum und seine schnelle Trocknung<br />

anspielte. Der Füller wird in den Farbtönen weiss, grau und<br />

dunkelgrau ausgeliefert und zusammen mit einem Härter für<br />

nass-in-nass-Appikation oder einem Härter für Zwischenschliff,<br />

sowie einer Verdünnung angemischt.<br />

Der neue Füller kann auf alle möglichen metallischen Untergründe,<br />

Kunststoffe (mit Additiv) oder OEM-KTL-Schichten aufgetragen<br />

werden. Er bietet einen aussergewöhnlichen Korrosionsschutz<br />

durch eigene, aktive Pigmente. Beim Spritzen sind<br />

bis zum 300 µ Schichtdicke in drei Spritzgängen möglich, wobei<br />

nur kurze Ablüftzeiten einzuhalten sind. Die abschliessende<br />

Trocknung kann in 30 Minuten bei 20° C bei 2,5 Spritzgängen<br />

erfolgen, oder in nur fünf Minuten mit einem IR-Trockner.<br />

Praktisch gezeigt<br />

Um schliesslich die Teilnehmer von der Theorie zu überzeugen,<br />

wurde in der Lackierkabine des Schulungszentrums der neue<br />

Füller an drei Blechteilen in unterschiedlichen Spritzgängen aufgetragen.<br />

Manuel Winkler, technischer Trainer Austria, zeigte<br />

(auch im Vergleich mit der Anwendung des PPA), wie schnell ein<br />

Blechteil gefüllert und getrocknet werden kann. Dabei wurden<br />

die Applikationszeit und der Materialverbrauch genau gemessen,<br />

sodass die Aussagen über die Einsparungen von Material, Zeit<br />

und Energie mit dem PPA letztendlich bestätigt wurden.<br />

Das neue Füllermaterial ist nur ein weiterer Baustein für die<br />

Lackierfachbetriebe, um ihre Reparaturarbeit effizient und<br />

schnell durchzuführen. Das Angebot des Lackherstellers umfasst<br />

nicht nur verbesserte Materialien, sondern auch die Optimierung<br />

des Lackierprozesses und in der Trocknung, sowie<br />

beim Personal und im Betriebsablauf. Als Betriebsinhaber muss<br />

man nur zugreifen, um sein Potential auszuschöpfen. ●<br />

Text: Jürgen Klasing, Bilder: AkzoNobel, Klasing<br />

Nouveau surfacer pour deux marques<br />

Le nouveau surfacer s'appelle Autosurfacer Optima chez Sikkens<br />

et 2K Ultimate Filler chez Lesonal et sera lancé dans la<br />

région AACH à partir d'avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. «Il peut tout faire», a salué<br />

Armin Dürr, faisant allusion au large éventail d'applications et<br />

à son séchage rapide. Le surfacer est fourni dans les couleurs<br />

blanc, gris et gris foncé et mélangé avec un durcisseur pour<br />

une application mouillé-mouillé ou un durcisseur pour un ponçage<br />

intermédiaire et un diluant.<br />

Le nouveau surfacer peut être appliqué sur toutes sortes de<br />

substrats métalliques, plastiques (avec additif) ou couches<br />

OEM KTL. Il offre une protection exceptionnelle contre la corrosion<br />

grâce à ses propres pigments actifs. Lors de la pulvérisation,<br />

une épaisseur de couche allant jusqu'à 300 µm est<br />

possible en trois passages de pulvérisation, avec des temps<br />

d'évaporation à respecter courts. Le séchage final peut être<br />

effectué en 30 minutes à 20°C avec 2,5 couches, ou en seulement<br />

cinq minutes avec un sécheur IR.<br />

Démonstration pratique<br />

Enfin, pour convaincre les participants de la théorie, le nouveau<br />

surfacer a été appliqué sur trois pièces de tôlerie en différentes<br />

passage de pulvérisation dans la cabine de peinture du centre<br />

de formation. Manuel Winkler, formateur technique Autriche,<br />

a montré (en comparaison avec l'utilisation du PPA) à quelle<br />

vitesse une pièce en tôle peut être remplie et séchée. Le temps<br />

d'application et la consommation de matériau ont été mesurés<br />

avec précision, confirmant les déclarations sur les économies<br />

de matériau, de temps et d'énergie avec le PPA.<br />

Le nouveau surfacer n'est qu'un élément supplémentaire permettant<br />

aux ateliers de peinture d'effectuer leurs travaux de<br />

réparation de manière efficace et rapide. L'offre du fabricant de<br />

peinture comprend non seulement des matériaux améliorés,<br />

mais aussi l'optimisation du processus de peinture et de séchage,<br />

ainsi qu'en termes de personnel et de processus opérationnels.<br />

En tant que propriétaire d'entreprise, on n'a plus<br />

qu'à prendre des mesures pour exploiter son potentiel. ●<br />

Texte: Jürgen Klasing; images: AkzoNobel, Klasing<br />

In der Kabine wurden drei Blechteile von Manuel Winkler, technischer<br />

Trainer, mit 2,5 oder 3 Spritzgängen beschichtet, um die unterschiedlichen<br />

Trocknungsmöglichkeiten zu demonstrieren.<br />

Dans la cabine, trois tôles ont été peintes par Manuel Winkler,<br />

formateur technique, avec 2,5 ou 3 passages pour démontrer les<br />

différentes options de séchage.<br />

36 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Technik / Technique<br />

Fahrzeugbau<br />

Fossilfreier Stahl für<br />

Elektrolastwagen<br />

Als weltweit erster Lkw-Hersteller hat Volvo<br />

damit begonnen, fossilfreien Stahl für seine<br />

Lastwagen zu verwenden. Wichtige Stahlbauteile<br />

wurden ohne fossile Brennstoffe gefertigt.<br />

Im September 2<strong>02</strong>2 nahm Volvo Trucks als weltweit erster<br />

Lkw-Hersteller die Serienproduktion von schweren Elektrolastwagen<br />

mit einem Gesamtzuggewicht von 44 Tonnen auf. In<br />

der ersten Charge waren auch Fahrzeuge darunter, bei denen<br />

fossilfreier Stahl verbaut wurde. Sie waren weltweit die ersten<br />

Lkw dieser Art.<br />

Völlig neue Technologie zur Stahlproduktion<br />

Der fossilfreie Stahl wird vom schwedischen Stahlhersteller<br />

SSAB produziert und mithilfe einer völlig neuen Technologie<br />

mit fossilfreiem Strom und Wasserstoff hergestellt. Das Ergebnis<br />

ist eine deutlich geringere Klimabelastung. Zu den Kunden,<br />

die fossilfreien Stahl in einigen ihrer Elektro-Lkw einsetzen,<br />

gehören Amazon und DFDS sowie – über das Transportunternehmen<br />

Simon Loos – Unilever. Inzwischen werde der<br />

fossil freie Stahl in jedem neuen Elektro- Lkw von Volvo verbaut,<br />

heisst es ergänzend von Volvo Trucks Schweiz.<br />

Zudem stammen rund 30 Prozent der Materialien in einem<br />

neuen Volvo-Lkw heute aus recycelten Materialien. Ausserdem<br />

können bis zu 90 Prozent des Lkw am Ende seiner Lebensdauer<br />

recycelt werden. Fossilfreier Stahl wird eine wichtige<br />

Ergänzung zu dem traditionellen und dem recycelten Stahl<br />

sein, der in den Lastwagen von Volvo verwendet wird.<br />

Volvo Trucks hat sich dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet<br />

und will bis spätestens 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette<br />

netto null Treibhausgasemissionen erreichen. ●<br />

Text: Henrik Petro Bild: Volvo Trucks<br />

Serrurerie sur véhicules et construction de véhicules<br />

Acier sans énergies<br />

fossiles pour poidslourds<br />

électriques<br />

Volvo est le premier constructeur de camions<br />

au monde à utiliser de l’acier produit sans énergie<br />

fossile dans ses camions. Des pièces importantes<br />

en acier ont été fabriquées sans combustibles<br />

fossiles.<br />

En septembre 2<strong>02</strong>2, Volvo Trucks a été le premier fabricant<br />

mondial de camions à engager la production de camions électriques<br />

lourds avec un poids de train global de 44 tonnes. Cette<br />

première série comptait aussi des camions fabriqués avec de<br />

l’acier produit sans énergie fossile, une première mondiale.<br />

Technologie complètement nouvelle de production d’acier<br />

L’acier produit sans énergie fossile, du sidérurgiste suédois<br />

SSAB, est fabriqué à l’aide d’une nouvelle technologie à l’électricité<br />

et l’hydrogène. L'impact climatique est nettement plus<br />

faible. Amazon, DFDS et Unilever (société Simon Loos) utilisent<br />

cet acier dans certains camions électriques. Selon Volvo Trucks<br />

Suisse, tous leurs nouveaux camions électriques contiennent<br />

de l’acier produit sans énergie fossile.<br />

De plus, les nouveaux camions Volvo contiennent aujourd’hui<br />

environ 30 % de matériaux recyclés et peuvent, en outre, être<br />

recyclés jusqu’à 90 %., faisant de l'acier produit sans énergie<br />

fossile un complément important à l'acier traditionnel et recyclé.<br />

Volvo Trucks, dans le respect de l’Accord de Paris sur le climat,<br />

vise à atteindre des émissions nettes de gaz à effet de<br />

serre nulles sur l’ensemble de la chaîne de valeur d’ici 2040<br />

au plus tard.<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro Images: Volvo Trucks<br />

Der erste mit Wasserstoff<br />

hergestellte Stahl<br />

wird für den Chassisrahmen<br />

verwendet, das<br />

Rückgrat des Fahrzeugs,<br />

auf dem alle anderen<br />

Hauptkomponenten<br />

montiert sind. Nimmt die<br />

Verfügbarkeit von<br />

fossilfreiem Stahl zu,<br />

wird er auch in anderen<br />

Teilen des Lkw verbaut.<br />

Le premier acier<br />

fabriqué à l’hydrogène<br />

est utilisé pour le cadre<br />

du châssis, l’épine<br />

dorsale du véhicule sur<br />

laquelle tous les autres<br />

composants principaux<br />

sont montés. La<br />

proportion d’acier<br />

produit sans énergie<br />

fossile augmentera dans<br />

d’autres parties du<br />

camion en fonction de<br />

sa disponibilité.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>37


Technik / Technique<br />

Bundesamt für Energie (BFE)<br />

Effizient schweissen<br />

spart Geld<br />

Schweissgeräte sind in vielen Betrieben im Einsatz<br />

und verbrauchen grosse Strommengen. Verhaltensregeln<br />

und moderne Technologien helfen, den<br />

Verbrauch an Strom, Gas und Zusatzwerkstoff zu<br />

senken, den Ausschuss und die Nachbearbeitung<br />

zu minimieren – und damit Kosten zu sparen.<br />

Ohne Schweissgeräte geht nichts in Garagen, Metallwerkstätten<br />

und Industriebetrieben. Schätzungen besagen, dass die<br />

25 000 Handschweissgeräte und Industrieanlagen, die aktuell<br />

in der Schweiz im Einsatz sind, 80 Gigawattstunden Strom pro<br />

Jahr verbrauchen. «Diese Menge Elektrizität könnte deutlich<br />

tiefer sein», ist Patrick Gauss, Geschäftsleiter von Fronius<br />

Schweiz, überzeugt. Denn einerseits habe die Technik in den<br />

letzten Jahren starke Fortschritte gemacht und sei effizienter<br />

geworden. Anderseits entscheiden die Wartung der Schweissgeräte<br />

und ihre korrekte Anwendung darüber, ob unnötig viel<br />

Strom, Gas und Schweissdraht verbraucht werden.<br />

Modern, effizient, flexibel<br />

Anlass dafür, die Effizienz der Schweissgeräte und -anlagen zu<br />

überprüfen, ist eine 2019 verabschiedete und von der Schweiz<br />

übernommene EU-Verordnung. Für Schweissgeräte existiert<br />

zwar keine Energieetikette wie für andere technische Geräte.<br />

Die neue Verordnung verlangt aber, dass Modelle ab <strong>2<strong>02</strong>3</strong> Mindestanforderungen<br />

einhalten, was die Effizienz der Stromquelle<br />

angeht. Zudem wird die maximale Leistungsaufnahme im<br />

Leerlaufzustand bei eingeschaltetem Gerät und stromlosem<br />

Office fédéral de l'énergie OFEN<br />

Soudage efficace =<br />

économie d'argent<br />

Les postes à souder consomment des grandes<br />

quantités d'électricité. Les règles de conduite et<br />

les technologies modernes contribuent à réduire<br />

la consommation d'électricité, de gaz et de matériau<br />

d'apport, à minimiser les rebuts et le post-traitement<br />

– et donc à réduire les coûts.<br />

Rien ne fonctionne dans les garages, les ateliers de métallurgie<br />

et les entreprises industrielles sans équipement de soudage.<br />

On estime que les 25 000 soudeuses portatives et industrielles<br />

actuellement utilisées en Suisse consomment 80<br />

gigawattheures d'électricité par an. «Cette quantité d'électricité<br />

pourrait être nettement inférieure», déclare Patrick Gauss,<br />

Directeur de Fronius Suisse. D'une part, la technologie a fait de<br />

grands progrès ces dernières années et est devenue plus efficace.<br />

D'autre part, l'entretien de l'équipement et son utilisation<br />

correcte déterminent si une quantité inutile importante d'électricité,<br />

de gaz et de fil de soudage est consommée.<br />

Moderne, efficient, flexible<br />

La raison du contrôle de l'efficacité des équipements et systèmes<br />

de soudage est un règlement de l'UE de 2019 adopté<br />

par la Suisse. Il n'y a pas d'étiquette énergétique pour les<br />

équipements de soudage comme pour les autres appareils<br />

techniques. Cependant, la nouvelle réglementation exige que<br />

les modèles à partir de <strong>2<strong>02</strong>3</strong> répondent à des exigences minimales<br />

en efficacité de la source d'alimentation. De plus, la<br />

consommation électrique maximale en mode veille avec l'ap-<br />

Eine neue EU-Verordnung, die<br />

auch die Schweiz übernommen<br />

hat, bringt ab <strong>2<strong>02</strong>3</strong> Mindestanforderungen<br />

an Schweissgeräte,<br />

was den Energieverbrauch<br />

angeht.<br />

Un nouveau règlement de l'UE,<br />

que la Suisse a également<br />

adopté, apportera des exigences<br />

minimales pour les<br />

machines à souder en termes<br />

de consommation d'énergie à<br />

partir de <strong>2<strong>02</strong>3</strong>.<br />

38 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Technik / Technique<br />

Das sollten Sie vermeiden:<br />

Fünf Fehler im täglichen Umgang<br />

– Falsch eingestellte Parameter können zu einem erhöhten Spritzerauswurf<br />

führen, was zusätzliche Ressourcen und Arbeitsaufwand<br />

(Nacharbeit) bedeutet.<br />

– Zu viel oder zu wenig Gas führt zu Fehlern an der Schweissnaht<br />

wie Poren – hier muss ausgeschliffen und nachgeschweisst<br />

werden.<br />

– Wird die in der Bedienungsanleitung empfohlene Wartungskadenz<br />

vernachlässigt, kann es zu Defekten kommen.<br />

– Ist die Gerätelüftung überfordert, weil andere Wärmequellen in<br />

der Nähe stehen oder die Lüftung abgedeckt oder verschmutzt<br />

ist, kann dies die Energiequelle beschädigen.<br />

– Wählt man bei der Brenneranstellung einen falschen Winkel,<br />

beeinträchtigt das die Nahtqualität.<br />

Schweisskreislauf auf 50 Watt beschränkt. Die Invertertechnologie<br />

etwa hilft, die Vorgabe einzuhalten, und bringt gegenüber<br />

herkömmlichen, stufengeschalteten Anlagen einen Effizienzvorsprung<br />

von 30 Prozent. Gleichzeitig sind die Geräte mit<br />

Invertertechnologie deutlich kleiner und kompakter. Deshalb<br />

benötigen sie lediglich ein Fünftel an Material im Vergleich zur<br />

konventionellen 50-Hz-Trafotechnologie. Eine sinnvolle Wahl<br />

kann ein Neugerät sein, das flexibel konzipiert ist. Ein modernes<br />

Schweissgerät, das ursprünglich fürs Stahlschweissen angeschafft<br />

wird, kann damit später bei einem Wechsel in der Produktion<br />

auch fürs Schweissen von Aluminium, Chromstahl oder<br />

Edelstahl eingesetzt werden. Eine Anpassung mit der nötigen<br />

Soft- und Hardware ist problemlos möglich. Gauss: «Die steigenden<br />

Strompreise dürften dazu führen, dass allein schon<br />

aus wirtschaftlichen Gründen effiziente Schweissgeräte klar<br />

im Vorteil sind.»<br />

Feste Einstellungen sparen Energie<br />

Mit der Anschaffung eines sparsamen Modells ist es aber nicht<br />

getan. Vielmehr sollte auch die Anwendung von Schweissgeräten<br />

optimiert werden. Basis dafür sind eine solide Schulung<br />

des Personals und eine sicherheitstechnische Überprüfung alle<br />

zwei Jahre. Dabei wird das Gerät ausgeblasen, die Durchflüsse<br />

des Kühlmittels werden überprüft und Netzversorgung und<br />

Schutzleiterwiderstand gemessen. Gerade komplexe Hightechgeräte<br />

liefern nur dann gute Resultate und erreichen auch tatsächlich<br />

ihre Lebensdauer, wenn sie sorgfältig gewartet und<br />

korrekt bedient werden. Besonders praktisch ist, wenn im Menü<br />

gewisse Parameter fix eingestellt werden können. Ein Beispiel<br />

ist die Vorgabe beim Elektrodenschweissen, welche die Zeit<br />

definiert, nach der die Maschine bei Nichtgebrauch automatisch<br />

in den Stand-by-Modus übergeht. Eine andere Einstellung<br />

überwacht den Vorgang, wenn der Brenner unachtsam weggelegt<br />

wird. Ist der Brennertaster betätigt, werden weiterhin<br />

Draht und Schutzgas geliefert. Bei unbeabsichtigtem Kontakt<br />

mit Metall würde sogar ein Lichtbogen gezündet – es besteht<br />

akute Brandgefahr. Die Einstellung beugt dieser Situation vor,<br />

indem eine Distanz definiert wird, ab der kein Lichtbogen mehr<br />

erzeugt wird und der Drahtvorschub und die Gaslieferung automatisch<br />

stoppen. Das reduziert die Gefahr und den unnötigen<br />

Verbrauch von Gas und Zusatzwerkstoff.<br />

www.bfe.admin.ch/schweissgeraete<br />

Dieser Text steht auf carrosseriesuisse.ch auch auf<br />

Italienisch zur Verfügung.<br />

●<br />

Text: Pieter Poldervaart, Bild: Shutterstock<br />

pareil allumé et le circuit de soudage hors tension est limitée<br />

à 50 W. La technologie Inverter, par ex., aide à se conformer<br />

aux spécifications et apporte un avantage d'efficacité de 30<br />

% par rapport aux systèmes conventionnels à commutation<br />

par étapes. En outre, les appareils dotés de la technologie<br />

Inverter sont nettement plus petits et plus compacts. C'est<br />

pourquoi ils ne nécessitent qu'un cinquième du matériel par<br />

rapport à la technologie de transformateur 50 Hz conventionnelle.<br />

Un choix judicieux peut être un nouvel appareil<br />

conçu pour être flexible. Une machine à souder moderne,<br />

achetée à l'origine pour le soudage de l'acier, peut également<br />

être utilisée ultérieurement pour le soudage de l'aluminium,<br />

de l'acier chromé ou de l'acier inoxydable en cas de changement<br />

de production. Une adaptation avec le logiciel et le matériel<br />

nécessaires est possible sans aucun problème. P. Gauss:<br />

«La hausse des prix de l'électricité signifie probablement que<br />

les machines à souder efficaces ont un net avantage déjà pour<br />

des raisons économiques.»<br />

Les réglages fixes permettent d'économiser de l'énergie<br />

Or, acheter un modèle économique ne suffit pas, car l'utilisation<br />

du matériel de soudage doit aussi être optimisée. Elle repose<br />

sur une solide formation du personnel et un contrôle de sécurité<br />

tous les deux ans. L'appareil est soufflé, les débits de liquide<br />

de refroidissement contrôlés et l'alimentation secteur et la<br />

résistance du conducteur de protection mesurées. Les appareils<br />

high-tech complexes, en particulier, ne donnent de bons<br />

résultats et n'atteignent leur durée de vie que s'ils sont soigneusement<br />

entretenus et utilisés correctement. C'est surtout<br />

pratique si certains paramètres peuvent être réglés de manière<br />

permanente dans le menu. Telle la spécification pour le soudage<br />

à l'électrode, qui définit le temps après lequel la machine<br />

passe automatiquement en mode veille lorsqu'elle n'est pas<br />

utilisée. Un autre réglage surveille le processus lorsque le<br />

brûleur est rangé avec négligence. Si la gâchette de la torche<br />

est enfoncée, le fil et le gaz de protection continuent d'être<br />

alimentés. En cas de contact accidentel avec du métal, un arc<br />

serait amorcé – gare au risque aigu d'incendie. Le réglage prévient<br />

cette situation en définissant une distance au-delà de<br />

laquelle l'arc s'arrête et l'alimentation du fil et l'alimentation en<br />

gaz s'arrêtent automatiquement. Cela réduit le risque et la<br />

consommation inutile de gaz et de matériau de remplissage.<br />

www.bfe.admin.ch/materieldesoudage<br />

Ce texte est également disponible en italien sur<br />

carrosseriesuisse.ch<br />

●<br />

Texte: Pieter Poldervaart; image: Shutterstock<br />

Ce qu’il faut éviter:<br />

Cinq erreurs habituelles<br />

– Paramètres mal réglés : dans ce cas, le soudage peut engendrer<br />

plus de projections que normalement, ce qui consomme plus<br />

de ressources et nécessite du travail supplémentaire.<br />

– Une mauvaise gestion du débit de gaz (trop ou trop peu) entraîne<br />

des défauts du cordon de soudure (par ex. porosité), ce qui nécessite<br />

un meulage et une reprise du soudage.<br />

– Si l’appareil n’est pas entretenu selon le rythme indiqué dans<br />

la notice d’utilisation, il peut tomber en panne.<br />

– Si le système de refroidissement de l’appareil est trop sollicité<br />

– environnement trop chaud, grille masquée ou encrassée –,<br />

la source énergétique peut être endommagée.<br />

– Si l’orientation de la torche n’est pas correcte, le cordon de<br />

soudure n’aura pas la qualité requise.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>39


Technik / Technique<br />

Toyota Mirai<br />

Brennstoffzelle –<br />

Zukunft Wasserstoff<br />

Auf den Würzburger Karosserie- und Schadentagen<br />

gab es vor einem Jahr ein besonderes<br />

Modell zu sehen: den Toyota Mirai 1, ein Automobil<br />

mit Brennstoffzellentechnologie. Auch wenn<br />

diese Antriebsart noch wenig verbreitet ist, so gibt<br />

es doch wenig Zweifel an ihrer Zukunftsfähigkeit.<br />

Toyota Miraj<br />

Pile à combustible –<br />

futur hydrogène<br />

Il y a un an, un modèle spécial était exposé aux<br />

Journées de la carrosserie et des dommages de<br />

Wurzbourg: la Toyota Mirai 1, automobile dotée de<br />

la technologie de la pile à combustible. Même si ce<br />

type de propulseur n’est pas encore très courant,<br />

il n’y a guère de doute sur sa viabilité future.<br />

Mit einem aufwendigen Schnittmodell zeigt der Hersteller,<br />

wie der Brennstoffzellenantrieb im Pw integriert wurde.<br />

Ce modèle en coupe complexe du constructeur montre<br />

l’intégration de la pile à combustible dans la voiture.<br />

Wie funktioniert eigentlich ein Brennstoffzellenantrieb im Pw?<br />

Die Antwort lieferte ein Schnittmodell der Carrosserie des<br />

Toyota Mirai 1, zur Verfügung gestellt von Toyota Deutschland.<br />

Der japanische Hersteller nimmt bei dieser Antriebstechnologie<br />

eine Vorreiterrolle ein. Mit dem Mirai 1 wurde die weltweit<br />

erste Grossserienlimousine mit Brennstoffzellenantrieb gebaut,<br />

die ab 2018 auch in der Schweiz für private und gewerbliche<br />

Kunden erhältlich war. Ihre Verbrauchswerte sprechen<br />

für eine besonders nachhaltige Mobilität:<br />

– Treibstoffverbrauch: Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km<br />

Stromverbrauch: kombiniert 0 kWh/100 km<br />

CO2-Emissionen: kombiniert 0 g/km<br />

Der Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle in elektrische<br />

Energie umgewandelt, die wiederum einen 113 kW (154 PS)<br />

starken Elektromotor antreibt. So kommt der Mirai 1 auf eine<br />

Comment fonctionne vraiment la pile à combustible dans une<br />

voiture? La réponse vient d’un modèle en coupe de la carrosserie<br />

de la Toyota Mirai 1, fourni par Toyota Allemagne. Le<br />

constructeur japonais joue un rôle de pionnier dans cette technologie<br />

d’entraînement. Avec la Mirai 1, la première berline à<br />

pile à combustible produite en série au monde a été construite,<br />

également disponible en Suisse pour les clients privés et commerciaux<br />

à partir de 2018. Leurs valeurs de consommation<br />

parlent pour une mobilité particulièrement durable:<br />

– Consommation de carburant: H 2 mixte 0,76 kg/100 km<br />

– Consommation électrique: mixte 0 kWh/100 km<br />

– Emissions CO2: mixte 0 g/km<br />

L’hydrogène est converti en énergie électrique dans la pile à<br />

combustible, qui à son tour entraîne un moteur électrique de<br />

113 kW (154 ch). La Mirai 1 peut atteindre une vitesse maximale<br />

40 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Technik / Technique<br />

maximale Geschwindigkeit von bis zu 175 km/h. Mit kurzen<br />

Tankzeiten und einer Reichweite von über 500 Kilometern erreichten<br />

die Japaner eine hohe Alltagstauglichkeit des weltweit<br />

über 10 000-mal verkauften Viersitzers.<br />

Am Schnittmodell sind die Kernkomponenten der Brennstoffzellentechnologie<br />

leicht zu erkennen: der Brennstoffzellen-Stack,<br />

das Luft- und Wasserstoffmanagement, die<br />

Druckspeichertanks mit Druckreduzierung, die orangen Sicherheitsventile,<br />

die Sensorik, eine Batterie und der elektrische<br />

Antrieb. Gleich ins Auge stechen die zwei gelben, fünf Kilogramm<br />

fassenden Hochdrucktanks für den Wasserstoff, die<br />

hinter und vor der Hinterachse angeordnet sind. Der aufgeschnittene<br />

Tank gewährt einen Blick auf seinen Aufbau. Die<br />

Sensoren am Tank überwachen kontinuierlich den Zustand und<br />

die Funktion der mit 700 bar befüllten Wasserstofftanks, die<br />

eine bauartbedingte Zulassung von 15 Jahren haben.<br />

Crashsicher angebracht<br />

Über der Hinterachse ist eine 1,6 kWh grosse Nickel-Metallhydrid-Batterie<br />

platziert, die die Brennstoffzelle beim Anfahren<br />

und Beschleunigen unterstützt, um eine hohe Effizienz<br />

zu gewährleisten. In der Fahrzeugmitte, unterflurig und damit<br />

crashsicher angebracht, befindet sich das zentrale Element:<br />

der aus 370 Membranplatten bestehende Brennstoffzellen-<br />

Stack. Ausserdem ist hier das Aggregat für die Wasserstoffrezirkulation<br />

untergebracht. Es soll sicherstellen, dass die<br />

Membrane in der Brennstoffzelle immer feucht ist.<br />

Im Vorderwagen sind der Spannungswandler und der elektrische<br />

Synchronmotor, der die Vorderachse antreibt, eingebaut.<br />

Der Spannungswandler wandelt den von der Brennstoffzelle<br />

produzierten Gleichstrom in Wechselstrom für die Antriebsmaschine<br />

um. In umgekehrter Weise erfolgt dies auch bei der<br />

Rekuperation, nämlich von Wechselstrom zu Gleichstrom.<br />

Ausserdem sind im Vorderwagen noch die Klimaanlage und<br />

die Heizung für die Fahrgastzelle sowie die Kühlung für die<br />

elektronischen Komponenten untergebracht.<br />

Der Heckbereich der Carrosserie wurde verstärkt, um den Wasserstofftank<br />

im Falle eines Heckcrashs zu schützen.<br />

L’arrière de la carrosserie a été renforcé pour protéger le réservoir<br />

d’hydrogène en cas de choc arrière.<br />

de 175 km/h. Avec des temps de ravitaillement courts et une<br />

autonomie de plus de 500 kilomètres, les Japonais ont atteint<br />

un haut niveau de convivialité au quotidien pour la quatreplaces,<br />

qui s’est vendue à plus de 10 000 unités dans le monde..<br />

Les composants de base de la technologie du carburant sont<br />

faciles à voir sur le modèle en coupe : la pile à combustible, la<br />

gestion de l’air et de l’hydrogène, les réservoirs de stockage<br />

sous pression avec réduction de pression, les soupapes de<br />

sécurité orange, les capteurs, une batterie et l’entraînement<br />

électrique.<br />

Les deux réservoirs haute pression jaunes de 5 kilogrammes<br />

pour l’hydrogène, situés derrière et devant l’essieu arrière, attirent<br />

immédiatement le regard. Le réservoir coupé laisse entrevoir<br />

sa construction. Les capteurs sur le réservoir surveillent<br />

en permanence l’état et le fonctionnement des réservoirs d’hydrogène,<br />

qui sont remplis à 700 bar et bénéficient d’une durée<br />

d’approbation limitée à 15 ans, en raison de la conception.<br />

Die Kernkomponenten für die Brennstofftechnologie sind u.a. mittig<br />

der Brennstoffzellen-Stack und davor das Luft- und Wasserstoffmanagement,<br />

der Druckspeichertank hinten und die orangen Sicherheitsschalter<br />

auf der Mittelkonsole.<br />

Les composants de base de la technologie de carburant comprennent<br />

la pile à combustible au milieu et la gestion de l’air et de l’hydrogène à<br />

l’avant, le réservoir de stockage de pression à l’arrière et l’interrupteur<br />

de sécurité orange sur la console centrale.<br />

Apposition sûre en cas de crash<br />

Une batterie nickel-hydrure métallique de 1,6 kWh est placée<br />

au-dessus de l’essieu arrière. Celle-ci assiste la pile à combustible<br />

lors du démarrage et de l’accélération afin d’assurer un<br />

rendement élevé. L’élément central est situé au milieu du véhicule,<br />

sous le plancher – et donc à l’abri des chocs : la pile à<br />

combustible composée de 370 plaques à membranes. L’unité<br />

de recirculation de l’hydrogène y est également logée, destinée<br />

à garantir que la membrane de la pile à combustible demeure<br />

toujours humide.<br />

Le convertisseur de tension et le moteur électrique synchrone<br />

qui entraîne l’essieu avant sont installés à l’avant. Le convertisseur<br />

de tension convertit le courant continu produit par la<br />

pile à combustible en courant alternatif pour la machine d’entraînement.<br />

Cela se produit également dans le sens inverse<br />

lors de la récupération, à savoir du courant alternatif au courant<br />

continu. De plus, la climatisation et le chauffage de l’habitacle<br />

ainsi que le refroidissement des composants électroniques<br />

sont également situés à l’avant.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>41


Technik / Technique<br />

Hoher Anteil an Klebstoff<br />

Hans-Peter Wandt gab einen Einblick in die Entstehung der<br />

Brennstoffzellentechnik im Pw und deren Weiterentwicklung.<br />

Er ist seit vielen Jahren für Toyota tätig und zudem<br />

Spezialist für alternative Antriebe. Am Schnittmodel erklärte<br />

er, dass der Toyota Mirai 1 ein adaptiertes Mittelklassemodell<br />

ist, dessen Carrosserieplattform von der Verbrennervariante<br />

auf die Brennstofftechnologie angepasst wurde. Die<br />

Carrosserie ist eine reine Stahlblechkonstruktion, die der<br />

Fahrzeugbauer mittels Punktschweissen und eines sehr hohen<br />

Anteils an Klebstoff fügt. Dieser wird fast an allen Blechteilflanschen<br />

aufgetragen und erhöht die Steifigkeit der Carrosserie<br />

zusätzlich.<br />

Welche Veränderungen waren für die Brennstoffzellentechnologie<br />

notwendig? Im Vorderwagen wurde sehr wenig verändert,<br />

weil dieser bereits für die Verbrennervariante sehr<br />

stabil ausgelegt war. Im Bereich Bodenmitte mit dem Tunnel<br />

haben die Konstrukteure nur einige Carrosseriebleche angepasst,<br />

um möglichst wenig an der Serienproduktion des Modells<br />

mit Verbrennervariante zu verändern. Bereits Standard<br />

sind hier Blechverstärkungen. Als Schubelemente leiten sie<br />

die von vorne eindringende Crashenergie in den Fahrzeugboden<br />

ein und gezielt weiter in Richtung Schweller ab. So soll<br />

die Brennstoffzelle geschützt werden. Das Crashmanagement<br />

vorne wurde von der Verbrennervariante vollständig<br />

übernommen. Es baut auf drei Lastpfade auf: die Kotflügelbank<br />

oben, den Längsträger in der Mitte und einen geschraubten<br />

Hilfsrahmen unten.<br />

Den Hinterwagen mussten die Japaner für die Sicherheit der<br />

Wasserstofftanks verändern. Für die Integration der Tanks in<br />

die Carrosseriestruktur sind spezielle Aufnahmen notwendig,<br />

um die schwimmend gelagerten Tanks sicher zu befestigen.<br />

Zudem wurden die Aufprallbereiche im Heck verstärkt, zum<br />

Beispiel der Übergang vom hinteren Längsträger zum Schweller<br />

sowie mit zusätzlichen Verstärkungsblechen im Inneren<br />

des Längsträgers. Im Fertigfahrzeug sind ausserdem ge-<br />

Die Betankung der Wasserstofftanks dauert nur wenige Minuten. Hier<br />

das Modell Toyota Mirai 2.<br />

Le remplissage des réservoirs d’hydrogène ne prend que quelques<br />

minutes. Ici le modèle Toyota Mirai 2.<br />

Im Vorderwagen sind der elektrische Antrieb und der Spannungswandler<br />

sowie die Klimatisierung untergebracht.<br />

L’entraînement électrique et le convertisseur de tension ainsi que la<br />

climatisation sont logés à l’avant.<br />

Forte proportion de colles<br />

Hans-Peter Wandt a donné un aperçu de l’origine de la technologie<br />

des piles à combustible dans les voitures et de leur<br />

évolution. Il travaille pour Toyota depuis de nombreuses années<br />

et est également un spécialiste des propulsions alternatives.<br />

En utilisant le modèle en coupe, il a expliqué que la Toyota<br />

Mirai 1 est un modèle modifié de milieu de gamme dont la<br />

plateforme de carrosserie a été adaptée de la variante à combustion<br />

à celle bénéficiant de la technologie à pile à combustible.<br />

La carrosserie est une construction en tôle d’acier pure,<br />

que le constructeur automobile assemble à l’aide de soudures<br />

par points et d’une très forte proportion de colle. Celle-ci est<br />

appliquée à presque toutes les brides de pièces en tôle, ce qui<br />

accroît encore la rigidité de la carrosserie.<br />

Quels changements ont-ils été nécessaires pour la technologie<br />

de la pile à combustible ? Très peu de changements ont été<br />

apportés à l’avant, car celui-ci était déjà conçu pour être très<br />

stable pour la variante dotée du moteur à combustion. Dans la<br />

zone de plancher centrale avec le tunnel, les concepteurs n’ont<br />

ajusté que quelques tôles afin de minimiser au maximum les<br />

modifications lors de la production en série du modèle en comparaison<br />

avec la variante à moteur à combustion. Les renforts<br />

en tôle sont déjà standard ici. En tant qu’éléments de poussée,<br />

ils dirigent l’énergie de collision pénétrant de l’avant dans le<br />

plancher du véhicule et plus loin dans la direction des longerons,<br />

ce qui devrait assurer la protection de la pile à combustible.<br />

La gestion des collisions à l’avant a été complètement<br />

reprise de la variante à combustion. Elle est basée sur trois<br />

vecteurs de charge : le banc d’aile, le longeron au milieu et un<br />

faux-châssis boulonné en bas.<br />

Les Japonais ont dû changer la partie arrière de la voiture pour<br />

assurer la sécurité des réservoirs d’hydrogène. Des supports<br />

spéciaux se sont révélés nécessaires pour intégrer les réservoirs<br />

dans la structure de la carrosserie afin de fixer solidement<br />

les réservoirs flottants. De plus, les zones d’impact à<br />

l’arrière ont été renforcées, par exemple la transition entre le<br />

longeron arrière et le longeron latéral, par des plaques de<br />

renfort supplémentaires à l’intérieur du longeron. Les longerons<br />

supplémentaires boulonnés, entre le passage de roue<br />

42 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Technik / Technique<br />

schraubte Zusatzstreben zwischen dem hinterem Radhaus<br />

und der Tankaufnahme sichtbar.<br />

Hilfsrahmen für Brennstoffzelle<br />

Im Bereich Boden Mitte des Mirai 1 wird von unten ein grosser<br />

Hilfsrahmen an die Carrosseriestruktur geschraubt. An ihm<br />

befestigt sind der Brennstoffzellen-Stack, das Luft- und Wasserstoffmanagement<br />

sowie ein Wasserstofftank. Zusätzlich<br />

leitet er eindringende seitliche Crashenergie auf die gegenüberliegende<br />

Fahrzeugseite weiter.<br />

Diese Konstruktion erlaubt es, den Hilfsrahmen zunächst neben<br />

dem Montageband der Serienfertigung komplett zu montieren.<br />

Später wird er mit einer verschraubten Montagelösung<br />

mit dem Fahrzeug «verheiratet». Nur so konnte die Taktzeit am<br />

Produktionsband eingehalten werden.<br />

Der Wasserstofftank ist vielschichtig aufgebaut. Von innen<br />

nach aussen hat er eine Dichtigkeitsschicht, einen Kohlefasermantel<br />

und einen Glasfasermantel für den Korrosionsschutz<br />

und gegen Beschädigung.<br />

Am Tank selbst ist auch ein Sicherheitsventil zu erkennen, das<br />

für die Eigensicherheit des Systems zuständig ist. Bei ausgeschaltetem<br />

Fahrzeug ist das Ventil geschlossen und das Wasserstoffsystem<br />

ohne Druck. Gleiches passiert bei einem Crash<br />

und/oder einem Auslösen eines Airbags oder der Gurtstraffer.<br />

Das Sicherheitsventil kann auch mechanisch verriegelt werden,<br />

wenn zum Beispiel mechanische Arbeiten am Fahrzeug<br />

notwendig sind.<br />

Zusätzlich gibt es eine Schmelzsicherung am Sicherheitsventil,<br />

die bei 110 Grad Celsius das Ventil schliesst. Solch hohe<br />

Temperaturen entstehen entweder durch einen Brand am<br />

Fahrzeug, in der Umgebung oder durch einen Garagenbrand.<br />

In jedem Fall darf der Tank nicht bersten. Muss der restliche<br />

Wasserstoff in den Leitungen (ca. 500 ml) kontrolliert abgelassen<br />

werden, bedeutet dies keine Explosionsgefahr. Denn<br />

Wasserstoff ist zwölfmal leichter als Luft und verflüchtigt sich<br />

schnell nach oben.<br />

arrière et le support de réservoir, sont visibles même le véhicule<br />

construit.<br />

Faux-châssis pour la pile à combustible<br />

Dans la zone de plancher intermédiaire de la Mirai 1, un grand<br />

faux-châssis est vissé à la structure de la carrosserie par le<br />

bas. La pile à combustible, la gestion de l’air et de l’hydrogène<br />

et un réservoir d’hydrogène y sont rattachés. De plus, il redirige<br />

l’énergie de collision latérale pénétrante vers le côté opposé<br />

du véhicule.<br />

Cette construction permet au faux-châssis d’être complètement<br />

assemblé à côté de la chaîne de montage pour la production en<br />

série. Plus tard, il est couplé au véhicule avec un procédé d’assemblage<br />

boulonné. C’était le seul moyen de respecter rythme<br />

du cycle production sur la chaîne de montage.<br />

Le réservoir d’hydrogène a une structure multicouche. De l’intérieur<br />

vers l’extérieur, il est doté d’une couche d’étanchéité,<br />

d’une gaine en fibre de carbone et d’une gaine en fibre de verre<br />

pour la protection contre la corrosion et les dommages.<br />

Une soupape de sécurité, responsable de la sécurité intrinsèque<br />

du système, est également visible sur le réservoir luimême.<br />

Véhicule éteint, la vanne est fermée et le système d’hydrogène<br />

n’est pas sous pression. La même chose se produit<br />

lors d’un accident et/ou lorsqu’un airbag ou un prétentionneur<br />

de ceinture se déclenche. La soupape de sécurité peut également<br />

être verrouillée mécaniquement si, par exemple, des<br />

travaux mécaniques sont nécessaires sur le véhicule.<br />

Il y a aussi un fusible sur la soupape de sécurité qui ferme la<br />

soupape à 110 degrés Celsius. Ces températures élevées sont<br />

causées soit par un incendie du véhicule lui-même ou situé<br />

dans le voisinage ou lors d’incendie de garage, la condition<br />

étant que le réservoir n’explose en aucun cas. Et si l’hydrogène<br />

restant dans les conduites (env. 500 ml) est évacué de manière<br />

contrôlée, aucun risque d’explosion n’existe à aucun moment:<br />

l’hydrogène est douze fois plus léger que l’air et s’évapore rapidement<br />

vers le haut.<br />

Am Schnittmodell verdeutlicht der Hersteller, wo die drei Wasserstofftanks crashsicher angeordnet sind.<br />

Le fabricant utilise le modèle en coupe pour montrer où les trois réservoirs d’hydrogène sont disposés de manière sécurisée.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>43


Technik / Technique<br />

Eine weitere Sicherheitseinrichtung sind die Sensoren, die<br />

bei einem Wasserstoffaustritt reagieren. Da Wasserstoff<br />

geruch-, geschmack- und farblos ist, sind mehrere Sensoren<br />

im Fahrzeug verbaut. Um Beschädigungen zu vermeiden, ist<br />

der Mirai 1 zudem komplett mit einer Unterbodenverkleidung<br />

ausgerüstet.<br />

Mit seit 2018 insgesamt 124 in der Schweiz ausgelieferten Fahrzeugen<br />

(Mirai 1 und seit 2<strong>02</strong>1 Mirai 2) ist der Pw mit Brennstoffzellentechnologie<br />

hierzulande (noch) ein Nischenprodukt.<br />

Mechanische Arbeiten an der technischen Ausstattung werden<br />

wohl noch einige Zeit im Mirai-Reparaturcenter durchgeführt<br />

werden. Und wie schnell sich dann Carrosserie- und Lackieraufträge<br />

für Fachbetriebe ergeben, wird von der Stückzahl der<br />

Wasserstofffahrzeuge abhängen.<br />

Die Weiterentwicklung dieser Antriebsart sollte man aber im<br />

Auge behalten, denn andere Automobilhersteller haben sicher<br />

auch Modelle mit dieser Technologie in der Schublade. ●<br />

Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />

Une autre caractéristique de sécurité sont les capteurs qui réagissent<br />

lorsque l’hydrogène s’échappe. L’hydrogène étant<br />

inodore, insipide et incolore, plusieurs capteurs sont installés<br />

dans le véhicule. Afin d’éviter tout dommage, la Mirai 1 est également<br />

entièrement équipée d’un panneau de bas de caisse.<br />

Avec un total de 124 véhicules livrés en Suisse depuis 2018<br />

(Mirai 1 et Mirai 2 depuis 2<strong>02</strong>1), la voiture particulière à pile à<br />

combustible est (encore) un produit de niche dans notre pays.<br />

Les travaux mécaniques sur les équipements techniques seront<br />

probablement encore effectués dans le centre de réparation<br />

Mirai pendant un certain temps. Et la rapidité d’exécution<br />

des travaux de carrosserie et de peinture pour les entreprises<br />

spécialisées dépendra du nombre de véhicules à hydrogène.<br />

Cependant, il faut garder un œil sur le développement ultérieur<br />

de ce type d’entraînement, car d’autres constructeurs automobiles<br />

ont certainement aussi des modèles avec cette technologie<br />

dans leurs tiroirs.<br />

●<br />

Texte et images: Jürgen Klasing<br />

Die zweite Mirai-Generation wird in Grossserie produziert.<br />

La deuxième génération Mirai est produite en série.<br />

Mirai 2 in Produktion<br />

Zweite Generation mit anderem Fahrzeugbau<br />

Die zweite Generation des Toyota Mirai wird seit 2<strong>02</strong>0 produziert<br />

und seit 2<strong>02</strong>1 in der Schweiz angeboten. Das komplett neu konstruierte<br />

Fahrzeug wurde auf der Toyota-Plattform TGNA (Toyota<br />

New Global Architecture) aufgebaut. Diese E-Segment-Plattform<br />

hat einen grösseren Radstand und wird auch für den Lexus<br />

LS und LC verwendet. Der Toyota Mirai 2 ist damit mit einer Heckantriebsplattform<br />

verbunden, wodurch sich auch neue, veränderte<br />

Platzverhältnisse im Fahrzeug ergaben.<br />

Der Stahl-Carrosseriebau hat erstmals auch Alu-Druckgussbauteile<br />

integriert und seine Crashsicherheit ist höher. Alle Komponenten<br />

der Brennstoffzellentechnologie sind im Vorderwagen<br />

untergebracht, sodass der Boden Mitte eben ausgeführt werden<br />

konnte. Mit jetzt drei Tanks, einem im Tunnel und je einem vor und<br />

hinter der Hinterachse, kann 1 kg Wasserstoff mehr getankt werden.<br />

Dadurch erhöht sich die Reichweite des Fahrzeuges um fast<br />

100 Kilometer.<br />

Mirai 2 en production<br />

2 e génération avec construction différente<br />

La deuxième génération de la Toyota Mirai est en production depuis<br />

2<strong>02</strong>0 et est disponible en Suisse depuis 2<strong>02</strong>1. Le véhicule<br />

entièrement repensé a été construit sur la plateforme Toyota<br />

TGNA (Toyota New Global Architecture). Cette plateforme du segment<br />

E a un empattement plus long et est également utilisée pour<br />

les Lexus LS et LC. La Toyota Mirai 2 est ainsi connectée à une<br />

plateforme à propulsion arrière, ce qui a également modifié l’espace<br />

intérieur du véhicule.<br />

La construction de la carrosserie en acier a également intégré<br />

pour la première fois des composants en alu moulé sous pression<br />

et sa sécurité en cas de collision est plus élevée. Tous les composants<br />

de la technologie de la pile à combustible sont logés à<br />

l’avant, de sorte que le plancher central soit à niveau. Avec trois<br />

réservoirs maintenant, un dans le tunnel et un devant et derrière<br />

l’essieu arrière, 1 kg d’hydrogène supplémentaire peut être emporté.<br />

Cela augmente l’autonomie du véhicule de près de 100 km.<br />

44 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

Lernortkooperation<br />

Ein Austausch für<br />

mehr Verständnis<br />

Eine gute Abstimmung aller an der Ausbildung<br />

Beteiligten dient der individuellen Förderung von<br />

Lernenden. Dazu trafen sich am 1. März rund<br />

140 Betriebsinhaber, Berufsbildner sowie Personen,<br />

die direkt mit der Ausbildung von Lernenden<br />

im Betrieb zu tun haben, zur Lernortkooperation.<br />

Coopération sur les lieux d'apprentissage<br />

Echange pour plus<br />

de compréhension<br />

Une bonne coordination des acteurs de formation<br />

aide le suivi individuel des apprentis. 140 chefs<br />

d'entreprise, formateurs et personnes directement<br />

impliquées dans la formation des apprentis en<br />

entreprise se sont réunis le 1 er mars pour discuter<br />

de la coopération entre lieux d'apprentissage.<br />

Eine grosse Anzahl an Referenten und Podiumsteilnehmern sorgte für viele Inputs und ein breites Meinungsspektrum.<br />

Un grand nombre de conférenciers et de participants au podium ont fourni de nombreuses contributions et un large éventail d'opinions.<br />

Eingeladen hatten die Berufsbildungsämter der Kantone Bern<br />

und Solothurn in Zusammenarbeit mit carrosserie suisse<br />

bern-mittelland. Nach der Begrüssung durch Sektionspräsident<br />

Adrian Bringold eröffnete Aldo Meister, Berufsschullehrer GIBB<br />

Bern, im Zentrumssaal der Gemeindeverwaltung von Urtenen-<br />

Schön bühl den Reigen der Referenten: «In der heutigen Zeit des<br />

Lehrlingsmangels hat man ab und zu auch eine schwächere<br />

auszubildende Person im Betrieb», so Meister. «Es ist dabei umso<br />

wichtiger, dass die Zusammenarbeit Schule-Betrieb gut funktioniert,<br />

um bei auftretenden Problemen den jungen Leuten zu<br />

helfen und zusammen Lösungen zu suchen.»<br />

Die Schulen stünden in der Pflicht, bei Abwesenheiten, Verspätungen<br />

oder fehlender Lernbereitschaft des Auszubildenden<br />

mit den Lehrbetrieben in Kontakt zu treten. Meister zeigte<br />

in der Folge auf, wie die Klärung einer solchen Situation vom<br />

Zeitpunkt des Kontakts mit dem Betrieb bis zur Einleitung der<br />

Massnahmen ablaufen könnte.<br />

Im Rahmen seiner Präsentation des neuen Tools zur Abwesenheitserfassung,<br />

das automatisch alle involvierten Parteien<br />

informiert, betonte Meister, wie wichtig es sei, dass die Betriebe<br />

die unentschuldigten Absenzen abklärten bzw. darauf<br />

reagierten. In seinem Schlussvotum rief er zudem dazu auf, den<br />

Beruf Carrosseriereparateur/in zu fördern und die Ausbildung<br />

aktiver anzubieten, um mehr Lernende dafür zu gewinnen.<br />

Les invitations provenaient des offices de la formation professionnelle<br />

des cantons de Berne et de Soleure, en collaboration<br />

avec la carrosserie suisse bern-mittelland. Après<br />

l'accueil par le Président de section Adrian Bringold, Aldo<br />

Meister, enseignant de l'école professionnelle GIBB Bern, a<br />

ouvert la table ronde des orateurs dans la salle centrale de<br />

l'administration communale d'Urtenen-Schönbühl: «En cette<br />

période de pénurie d'apprentis, il faut parfois un stagiaire<br />

plus faible dans l'entreprise. Il est d'autant plus important<br />

que la coopération école-entreprise fonctionne bien afin d'aider<br />

les jeunes en difficulté et de chercher ensemble des solutions.»<br />

Les écoles sont tenues de contacter les sociétés de formation<br />

en cas d'absences, de retards ou d'un manque de volonté d'apprendre<br />

de la part du stagiaire. A. Meister a ensuite montré<br />

comment une telle situation pouvait être clarifiée du contact<br />

avec l'entreprise jusqu'au lancement des mesures.<br />

Dans le cadre de sa présentation du nouvel outil d'enregistrement<br />

des absences, qui informe automatiquement toutes les<br />

parties concernées, A. Meister a souligné l'importance pour<br />

les entreprises de clarifier et de réagir aux absences injustifiées.<br />

Dans son vote final, il a également appelé à promouvoir<br />

le métier de carrossier réparateur et à proposer plus activement<br />

la formation afin d'attirer davantage d'apprentis.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>45


Bildung / Formation<br />

Auch Aldo Meister (GIBB Bern, li.) und Thomas Bütikofer, Mittelschulund<br />

Berufsbildungsämter Bern und Solothurn, nutzten die Zeit nach<br />

dem Anlass für ein Fachgespräch.<br />

Aldo Meister (GIBB Berne, à g.) et Thomas Bütikofer, offices de l'école<br />

secondaire et de la formation professionnelle Berne / Soleure, ont<br />

également profité du temps après l'événement pour une discussion.<br />

Gesetzliche Grundlage der Ausbildung<br />

Fabian Ryser, Berufsschullehrer Fahrzeugschlosser BBZB Luzern,<br />

ging auf die wichtigsten Inhalte der Bildungsverordnung ein<br />

und informierte über Dokumente wie Bildungsplan und Ausbildungsprogramme<br />

der drei Lernorte, inklusive Aufgaben, Ziele<br />

und Kompetenzen, und wie man zu den entsprechenden Dokumenten<br />

gelangt. «Der Bildungsbericht dient dazu, Leistungen und<br />

Bildungsstand mit der lernenden Person semesterweise zu<br />

beurteilen, daraus Massnahmen abzuleiten und Ziele zu vereinbaren»,<br />

erklärte Ryser weiter und gab anhand eines Musterbeispiels<br />

einige Tipps. Und erinnerte daran, dass ein Bildungsbericht<br />

bei Problemen in der Ausbildung ein wichtiges Hilfsmittel ist. So<br />

wie auch die Lerndokumentationen, mit denen Lernende die im<br />

Betrieb erworbenen Kenntnisse vertiefen können. Ryser erläuterte<br />

den Aufbau einer solchen Lerndokumentation und gab<br />

Hinweise zur deren Erstellung.<br />

Thomas Bütikofer rundete das Thema mit seiner Rückmeldung<br />

aus Sicht der Mittelschul- und Berufsbildungsämter Bern und<br />

Solothurn ab. Er machte darauf aufmerksam, dass in der Branche<br />

bezüglich Bildungsberichten die Schriftlichkeit fehle. Dabei<br />

sei ein Bildungsbericht nicht nur eine Bestätigung an den Lernenden,<br />

sondern auch ein wichtiges Dokument bei Unstimmigkeiten<br />

und Schwierigkeiten in der Ausbildung. «Alle Aussprachen<br />

mit den in die Ausbildung involvierten Personen sollten schriftlich<br />

festgehalten, von allen unterzeichnet und dem Berufsbildungsamt<br />

zugestellt werden», erinnerte Bütikofer. Weiter<br />

ermunterte er die Anwesenden, die vorhandenen Hilfsmittel (u.a.<br />

von carrosserie suisse) für die Ausbildung zu verwenden.<br />

Das Thema von Peter Steck, Mitglied der Verbandsprüfungskommission,<br />

war das Qualifikationsverfahren, das für die jungen<br />

Berufsleute den Start ins Berufsleben markiert. Steck<br />

erläuterte Umfang und Aufwand eines QV, um dieses nach den<br />

Vorgaben abhalten zu können. Dabei betonte er die Wichtigkeit<br />

der Berufsbildner, hob ihre entscheidende Rolle hervor und<br />

ergänzte: «Ebenso wichtig ist es, die Berufsleute in der Branche<br />

zu halten, für das nötige Netzwerk zu sorgen und sie für allfällige<br />

Weiterbildungen zu motivieren.»<br />

Podiumsdiskussion für besseres, gegenseitiges Verständnis<br />

Thomas Rentsch, Verantwortlicher Bildungspolitik carrosserie<br />

suisse, begrüsste speziell die am Podium teilnehmen-<br />

Der anschliessende Apéro bot den Teilnehmern die Möglichkeit, sich<br />

über diese und andere Themen auszutauschen.<br />

L'apéritif qui a suivi a permis aux participants d'échanger sur ces sujets<br />

et bien d'autres.<br />

Base juridique de la formation<br />

Fabian Ryser, enseignant serrurier sur véhicules de l'école professionnelle<br />

BBZB Lucerne, a abiordé le contenu le plus important<br />

de l'ordonnance sur l'éducation et a informé des documents<br />

tels que le plan et les programmes de formation des 3<br />

lieux d'apprentissage, y compris les tâches, les objectifs et les<br />

compétences, et comment obtenir les documents pertinents.<br />

«Le rapport d'éducation est utilisé pour évaluer la performance<br />

et le niveau de formation avec l'apprenti chaque semestre, pour<br />

en déduire des mesures et convenir d'objectifs», a expliqué F.<br />

Ryser et a donné quelques conseils à l'aide d'un échantillon.<br />

Et rappelé qu'un rapport sur l'éducation est un outil important<br />

pour les problèmes de formation.<br />

Tout comme la documentation d'apprentissage, avec laquelle<br />

les apprentis peuvent approfondir les connaissances acquises<br />

dans l'entreprise. F. Ryser a expliqué la structure d'une telle<br />

documentation d'apprentissage et a donné des conseils sur la<br />

façon de la créer.<br />

Thomas Bütikofer a complété le sujet avec son feedback du<br />

point de vue des offices du collège et de la formation professionnelle<br />

de Berne et de Soleure. Il a souligné qu'il y a un<br />

manque de forme écrite dans la branche concernant les rapports<br />

éducatifs. Un rapport de formation est non seulement<br />

une confirmation pour l'apprenti, mais un document important<br />

en cas d'écarts et de difficultés dans la formation: «Toutes les<br />

discussions avec les personnes impliquées dans la formation<br />

doivent être consignées par écrit, signées par tous et envoyées<br />

au bureau de la formation professionnelle». Il a aussi encouragé<br />

les personnes présentes à utiliser les outils disponibles<br />

(par exemple de carrosserie suisse) pour la formation.<br />

Le sujet de Peter Steck, membre de la Commission d'examen<br />

de l'association, était la procédure de qualification, qui marque<br />

le début de la vie professionnelle des jeunes. P. Steck a expliqué<br />

la portée et l'effort d'une PQ afin de pouvoir la tenir selon<br />

spécifications, soulignant l'importance des formateurs professionnels,<br />

leur rôle crucial, ajoutant: «Il est aussi important de<br />

garder les professionnels dans la branche, de fournir le réseau<br />

nécessaire et de les motiver pour toute formation continue.<br />

Table ronde pour une meilleure compréhension mutuelle<br />

Thomas Rentsch, responsable de la politique de formation chez<br />

carrosserie suisse, a réservé un accueil particulier aux stagiaires<br />

participant au podium. L'objectif de ce cycle d'entretiens<br />

46 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

den Lernenden. Bei dieser Gesprächsrunde ging es darum,<br />

den Unternehmern und Berufsbildnern die «Funktionsweise»<br />

der Generation Z näherzubringen: Was ist ihnen wichtig, was<br />

motiviert sie, was schätzen sie an ihren Betrieben und was<br />

geht gar nicht?<br />

Und die motiviert auftretenden Lernenden gaben Antworten.<br />

So erfuhr man, dass sie dann gerne aufstehen und mit Freude<br />

in den Lehrbetrieb gehen, wenn sie wissen, dass sie viele verschiedene<br />

Sachen lernen können. Von allen wurde die Wertschätzung<br />

aller Mitarbeitenden erwähnt und als wichtig empfunden.<br />

Mehrfach erwähnt wurden auch kompetente<br />

Ansprechpersonen, ein funktionierendes Team und verantwortungsvolle<br />

Aufgaben. Die Lernenden wünschen sich eine gute<br />

Begleitung – und erfahren diese auch in ihren Betrieben.<br />

Auf die Frage, was einen guten Lehrbetrieb ausmache, meinten<br />

die Jugendlichen, dass sie im Team aufgenommen und nicht abgestuft<br />

werden wollen – also dass man mit ihnen auf Augenhöhe<br />

und mit Respekt kommuniziert. Auch Eigenverantwortung<br />

wurde von den Anwesenden grossgeschrieben, sie wollen mit<br />

einbezogen und nicht «links liegengelassen werden». Dabei sei<br />

es wichtig, bei Bedarf Support zu erhalten. Sie möchten zudem<br />

mit allen anfallenden Arbeiten im Betrieb in Kontakt kommen.<br />

Ebenso sei eine aktive Beteiligung wichtig – selber Einwände zu<br />

bringen, angehört zu werden. Es würde auch geschätzt, wenn<br />

Mitarbeiter Interesse zeigen und manchmal nachfragen, wie eine<br />

bestimmte Arbeit heute in den ÜKs vermittelt werde. Flache<br />

Hierarchien kämen gut an, ohne dass dabei der Respekt gegenüber<br />

Vorgesetzten und Mitarbeitern verloren gehe. Und: Der<br />

Lehrmeister sollte ein Vorbild sein.<br />

Laut einer Studie ist die psychische Gesundheit<br />

zunehmend ein Problem – was<br />

auch die Lernenden auf dem Podium bestätigten.<br />

Sie alle haben Personen in ihrem<br />

Umfeld mit solchen Problemen. «Wir<br />

gehören zur Generation Z», so ihr Fazit.<br />

«Wir sind aber Berufs leute, die motiviert<br />

sind und gern arbeiten, und das nicht nur<br />

in Teilzeit.» Sie räumten aber ein, gleichaltrige<br />

Kollegen und Kolleginnen zu haben,<br />

die nicht so belastbar und nicht motiviert<br />

seien. Auf die Frage, wer von den<br />

Anwesenden der Branche treu bleiben<br />

werde, hoben alle die Hand.<br />

Am Schluss erinnerte Reto Hehli, Leiter<br />

Berufsbildung carrosserie suisse<br />

daran, dass wer als Arbeitgeber seine<br />

Mitarbeiter fördert und Weiterbildungen<br />

unterstützt, als attraktiv gelte und<br />

auch er davon profitiere. ●<br />

Text und Bilder: Bruno Moser<br />

Jonas Anderegg führte kurz in die Funktionsweise<br />

der Software Oda Org ein. Dabei erklärte er den<br />

Anmeldevorgang, die Bedienung und die<br />

wichtigsten Menüpunkte.<br />

Jonas Anderegg a brièvement présenté le<br />

fonctionnement du logiciel Oda Org. Il a expliqué<br />

le processus d'inscription, le fonctionnement et<br />

les éléments de menu les plus importants.<br />

était de faire comprendre aux entrepreneurs et aux formateurs<br />

professionnels comment «fonctionne» la génération Z : ce qui<br />

est important pour eux, ce qui les motive, ce qu'ils apprécient<br />

dans leur entreprise et ce qui ne fonctionne pas du tout ?<br />

Et les apprentis, qui semblaient motivés, ont répondu. De cette<br />

façon, le public a appris que les apprentis sont heureux de se<br />

lever et d'aller à l'entreprise formatrice avec joie quand ils<br />

savent qu'ils peuvent apprendre beaucoup de choses différentes.<br />

Tous ont mentionné l'appréciation de tous les employés<br />

des entreprises et ont estimé que c'était important. Des interlocuteurs<br />

compétents, une équipe qui fonctionne et des tâches<br />

responsables ont été mentionnés à plusieurs reprises. Les<br />

apprentis veulent un bon soutien – et ils en font également<br />

l'expérience dans leurs entreprises de formation.<br />

Lorsqu'on leur a demandé ce qui fait une bonne entreprise formatrice,<br />

les jeunes ont répondu: être acceptés dans l'équipe et<br />

non déclassés, c'est-à-dire qu’on communique sur un pied<br />

d'égalité et avec respect. La responsabilité personnelle était<br />

aussi très importante, on veut être impliqué et non «laissé de<br />

côté». Il est important d'obtenir de l'aide lorsqu’on en a besoin.<br />

On aimerait aussi entrer en contact avec tout le travail qui doit<br />

être fait dans l'entreprise. La participation active est également<br />

importante – il faut soulever ses propres objections pour être<br />

entendu. Il serait également apprécié que les employés manifestent<br />

de l'intérêt et demandent parfois comment un emploi<br />

particulier a été placé dans les CIE aujourd'hui. Les hiérarchies<br />

horizontales sont bien perçues sans perdre le respect des supérieurs<br />

et des employés. Et: l'enseignant doit être un modèle.<br />

Selon une étude, la santé mentale fait<br />

de plus en plus problème – les apprentis<br />

l’ont également confirmé. Ils<br />

connaissent tous des personnes de leur<br />

environnement ayant de tels problèmes.<br />

«Nous appartenons à la génération Z,<br />

mais nous sommes des professionnels<br />

motivés qui aiment travailler, et pas seulement<br />

à temps partiel.» Cependant, ils<br />

ont admis qu'ils avaient des collègues<br />

du même âge qui n'étaient pas aussi résilients<br />

et pas motivés. Lorsqu'on leur a<br />

demandé laquelle des personnes présentes<br />

resterait fidèle à la branche, tout<br />

le monde a levé la main.<br />

A la fin, Reto Hehli, responsable formation<br />

professionnelle carrosserie suisse,<br />

a rappelé que les employeurs promouvant<br />

les employés et soutenant la formation<br />

continue sont considérés comme<br />

attractifs et en bénéficient aussi. ●<br />

Texte et images: Bruno Moser<br />

Lernortkooperation<br />

LOK kurz erklärt<br />

Die Lernortkooperation (LOK) ist die Zusammenkunft der drei<br />

Bildungspartner Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliches<br />

Kurszentrum. Der jeweilige Kanton ist ebenfalls Teil<br />

davon und fördert sie im Rahmen seiner Aufsichtsaufgaben.<br />

Kooperation der drei Lernorte und Koordination der Inhalte,<br />

Arbeitsmethoden, Zeitplanung und Gepflogenheiten des Berufs<br />

sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der beruflichen<br />

Grundbildung.<br />

Coopération sur les lieux d'apprentissage<br />

La CLA brièvement explique<br />

La CLA est la rencontre des 3 partenaires pédagogiques, l'entreprise<br />

de formation, l'école professionnelle et le centre de cours<br />

interentreprises. Le canton respectif en fait également partie et<br />

la promeut dans le cadre de ses missions de surveillance. La<br />

coopération entre les trois lieux d'apprentissage et la coordination<br />

des contenus, des méthodes de travail, de l'aménagement<br />

du temps et des usages de la profession sont des préalables<br />

importants pour la réussite de la formation de base.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>47


Bildung / Formation<br />

Carrosserie Wüest AG<br />

Mit gutem Kontakt<br />

zu Lehrern punkten<br />

«Die besten Erfahrungen beim Lehrlingsmarketing<br />

machen wir, wenn wir uns an die Schulen wenden»,<br />

sagt Guido Kaufmann, Inhaber und Geschäftsführer<br />

der Carrosserie Wüest in Hochdorf.<br />

Guido Kaufmann führt den Betrieb seit 13 Jahren und bildet sowohl<br />

Spengler als auch Lackierer aus. Um Schulabgängern die Berufe<br />

näherzubringen, macht er sich direkt bei den Schulen stark.<br />

Guido Kaufmann, depuis 13 ans directeur de l’entreprise, forme des<br />

carrossiers-tôliers et des carrossiers-peintres et s’engage intensément<br />

auprès des écoles afin de sensibiliser les élèves en fin de<br />

scolarité.<br />

Der 1974 im luzernischen Hochdorf gegründete und 2010 von<br />

Guido Kaufmann übernommene Carrosseriebetrieb repariert<br />

Personenwagen sowie kleinere Nutzfahrzeuge und zählt<br />

13 Mitarbeitende, davon fünf in der Spenglerei und fünf in<br />

der Lackiererei – inklusive je eines Lernenden. «Wir bieten<br />

EFZ-Lehrstellen in beiden Bereichen an», so Guido Kaufmann<br />

und ergänzt: «Bei Interesse würden wir auch Lackierassistenten<br />

EBA und Reparateure EFZ ausbilden.»<br />

Beim Lehrlingsmarketing setzt der Geschäftsführer und Inhaber<br />

vor allem auf einen Kanal: «Die besten Erfahrungen<br />

haben wir gemacht, indem wir uns an Schulen wendeten.<br />

Dadurch pflegen wir inzwischen zu einem Lehrer einen besonders<br />

guten Kontakt.»<br />

Die Luzerner Gemeinden Hochdorf, Ballwil und Hitzkirch führen<br />

gemeinsam die sogenannten Begegnungstage durch,<br />

während derer Schulabgänger hinter die Kulissen von Lehrbetrieben<br />

schauen, die Berufe kennenlernen und sich auch<br />

Carrosserie Wüest SA<br />

Marquer des points<br />

avec un bon contact<br />

avec les enseignants<br />

«Nous avons la meilleure expérience en marketing<br />

des apprentis lorsque nous contactons les<br />

écoles», déclare Guido Kaufmann, propriétaire et<br />

directeur de la Carrosserie Wüest à Hochdorf.<br />

Fondée en 1974 à Hochdorf, Lucerne, et reprise par Guido Kaufmann<br />

en 2010, la carrosserie répare les voitures de tourisme<br />

et les petits véhicules utilitaires et compte 13 employés, dont<br />

cinq en tôlerie et cinq en peinture – et un apprenti par atelier.<br />

«Nous proposons des apprentissages CFC dans les deux métiers»,<br />

explique Guido Kaufmann et ajoute : «Et pour les candidats<br />

potentiels: nous formons également les assistants vernisseurs<br />

AFP et les réparateurs CFC.»<br />

Pour son marketing des apprentissages, Guido Kaufmann s’appuie<br />

principalement sur un canal : « Nos meilleures expériences<br />

sont celles du contact avec les écoles. Nous avons<br />

actuellement un contact particulier avec un enseignant. »<br />

Les communes lucernoises de Hochdorf, Ballwil et Hitzkirch<br />

organisent conjointement les «Journées de rencontre», au<br />

cours desquelles les jeunes en fin de scolarité peuvent découvrir<br />

les coulisses des entreprises d’apprentissage, les<br />

métiers et également se présenter. «Ensuite, deux à trois<br />

groupes de cinq à dix jeunes nous rendent visite pendant<br />

environ deux heures et demie par jour», explique Guido Kaufmann,<br />

louant le bon travail que fait l’école : «Elle écrit aux<br />

entreprises qui ont des places d’apprentissage disponibles,<br />

on peut alors s’inscrire et les jeunes passent ensuite chez<br />

nous. Ici, ce sont nos apprentis qui accompagnent les élèves<br />

dans l’entreprise et expliquent pourquoi ils ont choisi le métier.<br />

C’est une très bonne chose, nous avons ainsi pu pourvoir<br />

les postes d’apprentis presque chaque année.» Cet été, deux<br />

apprentis démarreront leur formation à la Carrosserie<br />

Wüest SA.<br />

Réseau de placement des apprentis<br />

«Dans la région de Lucerne, nous avons organisé un réseau<br />

de carrossiers pour le placement des candidats. Si j’ai déjà<br />

attribué toutes mes places d’apprentissage mais de bonnes<br />

candidatures en sus, j’oriente les jeunes vers des collègues<br />

afin qu’ils aient malgré tout la possibilité d’apprendre notre<br />

métier. Mais nous écrivons aussi directement aux responsables<br />

des écoles que nous proposons des places d’apprentissage,<br />

souligne Guido Kaufmann. En principe, le directeur<br />

restransmet le courriel à la personne responsable.<br />

Toutefois, tout ne peut pas être influencé dans cette constellation.<br />

Un conseiller d’orientation a été affilié pendant de longues<br />

années, mais qui ne pensait pas beaucoup aux métiers<br />

de la mobilité et a donc conseillé les sortants sur d’autres<br />

priorités. «Bien sûr, il est crucial de savoir dans quel environnement<br />

évolue la personne qui conseille, car selon, nos métiers<br />

sont alors moins considérés», explique le directeur.<br />

48 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

selbst vorstellen können. «Dann besuchen uns an einem Tag<br />

zwei bis drei Gruppen von fünf bis zehn Jugendlichen für rund<br />

zweieinhalb Stunden», erzählt Guido Kaufmann und lobt dabei<br />

die Schule: «Sie macht das sehr gut. Sie schreibt Betriebe an,<br />

die Lehrstellen zu vergeben haben, man kann sich anmelden<br />

und die Jugendlichen kommen dann vorbei. Bei uns führen<br />

unsere Lernenden die Neuankömmlinge durch den Betrieb<br />

und vermitteln aus ihrer Perspektive, warum sie den Beruf<br />

gewählt haben. Das ist eine sehr gute Sache, so konnten wir<br />

fast jedes Jahr die Lehrstellen besetzen.» Auch diesen Sommer<br />

werden in der Carrosserie Wüest AG wieder zwei Lernende<br />

ihre Ausbildung antreten.<br />

Netzwerk für Platzierung von Lernenden<br />

«Im Raum Luzern haben wir unter den Carrosseriebetrieben<br />

ein Netzwerk zur Vermittlung von Bewerbern. Habe ich nämlich<br />

gute Bewerbungen, aber keine (weitere) offene Lehrstelle,<br />

so vermittle ich die Jugendlichen an Kollegen weiter, damit<br />

sie trotzdem die Chance erhalten, unseren Beruf zu erlernen.<br />

Wir schreiben aber auch direkt die zuständigen Personen der<br />

Schulen an, dass wir Lehrstellen anbieten», betont Guido Kaufmann.<br />

«Grundsätzlich kann man den Rektor anschreiben. Er<br />

leitet das E-Mail dann an die zuständige Person weiter.»<br />

Nicht alles kann man in dieser Konstellation aber beeinflussen.<br />

So war über Jahre hinweg ein Berufsberater angegliedert, der<br />

nicht viel von Mobilitätsberufen hielt und entsprechend die<br />

Abgänger nach anderen Prioritäten beriet. «Es ist natürlich<br />

schon entscheidend, in welchem Umfeld sich die beratende<br />

Person bewegt, je nachdem werden unsere Berufe weniger<br />

berücksichtigt», so der Geschäftsführer.<br />

Akademisierung ist nicht das Problem<br />

Dass auf Abgänger mehr Druck ausgeübt werde, die Mittelschule<br />

einer Lehre vorzuziehen, glaubt Guido Kaufmann nicht: «Es<br />

war schon früher so, dass, wenn jemand einigermassen gut war<br />

im Rechnen und im Deutsch, ihm empfohlen wurde, in geistige<br />

Berufe einzusteigen. Von der Vorstellung, Niveau-A- Schüler zu<br />

bekommen, müssen wir uns verabschieden. Unsere Ansprechpartner<br />

sind B- und C-Kandidaten.» Das Grundproblem vermutet<br />

er anderswo: «Heute kommen nur ein Drittel so viele Abgänger<br />

aus der Schule wie in den 1970er- und 1980er-Jahren.<br />

Früher zählte eine Klasse 30 Schüler, heute noch 15.»<br />

Kaufmanns Empfehlungen: «Unbedingt mit der Schule direkt in<br />

Kontakt treten, auch bereit sein, direkt in die Schule zu gehen<br />

und den Beruf zu präsentieren.» Vom Carrosserieverband wünsche<br />

er sich diesbezüglich mehr Engagement, denn die Konkurrenz<br />

schlafe nicht: «Der Maurerverband und die Holzindustrie<br />

besuchen Schulen und bieten die Berufe an. Wir<br />

können nicht mehr warten und hoffen, die Lernenden kommen<br />

dann schon. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, aktiv<br />

Kontakt mit entsprechenden Lehrpersonen zu suchen. Uns<br />

kommt entgegen, dass die Schule ein Interesse daran hat, alle<br />

Abgänger unterzubringen. Zum Teil benötigen Jugendliche Unterstützung,<br />

es gibt unterschiedliche Charaktere und wir müssen<br />

bereit sein, auch mal ein Problemkind zu übernehmen.»<br />

Eine optimistischere Einstellung kann sich dabei lohnen: «Wir<br />

hatten schon zweimal den Fall, dass nach zwei Jahren Attestlehre<br />

der Knopf aufging und die vierjährige Lehre angehängt<br />

wurde. Daraus entwickelten sich treue und gute Mitarbeiter.»<br />

Hilfsmittel zum Lehrstellenmarketing finden sich auf carrosseriesuisse.ch<br />

unter Bildung/Bildungsmarketing. ●<br />

Text: Henrik Petro; Bilder: Carrosserie Wüest AG<br />

L’académisation n’est pas le problème<br />

Guido Kaufmann ne pense pas qu’il y ait plus de pression sur<br />

les jeunes en fin de scolarité pour qu’ils fasse la maturité plutôt<br />

qu’un apprentissage : « Autrefois, si quelqu’un était raisonnablement<br />

bon en calcul et en allemand, on lui recommandait<br />

d’entrer dans une profession intellectuelle. Nous devons dire<br />

adieu à l’idée d’avoir ces élèves de niveau A. Nos interlocuteurs<br />

sont les candidats B et C.» Il soupçonne que le problème de<br />

fond soit ailleurs: «En comparaison des années 1970-1980, ce<br />

ne sont aujourd’hui plus qu’un tiers des élèves qui sortent encore<br />

de l’école. Avant, il y avait 30 élèves dans une classe,<br />

maintenant il y en a 15.»<br />

Les recommandations de G. Kaufmann : «Il est essentiel de<br />

contacter directement l’école et d’être prêt à s’y rendre directement<br />

pour présenter le métier.» Il souhaiterait plus d’engagement<br />

de l’association des carrossiers à cet égard, car la<br />

concurrence ne dort pas : « L’association des maçons et la<br />

filière bois visitent les écoles et proposent les métiers. Nous<br />

ne pouvons plus attendre en espérant que les apprentis viendront<br />

ensuite. Nous avons eu de très bonnes expériences en<br />

recherchant activement des contacts avec des enseignants<br />

appropriés. L’école travaille dans notre sens en cherchant à<br />

ce que chacun de ses élèves trouvent une place de formation.<br />

Certains jeunes ont besoin de soutien, il y a des caractères<br />

différents et nous devons être prêts à prendre en charge un<br />

enfant à problèmes.» Une attitude plus optimiste peut être<br />

payante: « Deux fois, nous avons déjà eu la situation où, après<br />

deux ans d’apprentissage en AFP, le déclic a eu lieu et l’apprenti<br />

a encore fait son CFC de quatre ans ajouté. Les bons<br />

carrossiers loyaux et fidèles que nous avons ici, ce sont ces<br />

gens-là.<br />

Vous trouverez des outils de marketing de l’apprentissage sur<br />

carrosseriesuisse.ch sous éducation<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; Images: Carrosserie Wüest AG<br />

In der Carrosserie Wüest AG gibt es viel zu tun – auch für die Lernenden.<br />

Il y a beaucoup à faire à la Carrosserie Wüest SA – Bienvenue aux<br />

apprentis!<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>49


Bildung / Formation<br />

Welcome-Event für den Nachwuchs<br />

Der Champions-Club<br />

erhält Zuwachs<br />

Der Champions-Club darf sich über rund 60 neue<br />

Mitglieder freuen, die sich nun im Rahmen des<br />

Vereins als Botschafter für die Carrosserie- und<br />

Fahrzeugbauberufe einsetzen. 17 der Neumitglieder<br />

nahmen am Welcome-Event vom 4. März teil.<br />

Die Familie des Champions-Club fand sich zur Aufnahme der<br />

angereisten neuen Mitglieder auf der Geschäftsstelle des Branchenverbandes<br />

in Zofingen ein. Neben Willkommensansprachen<br />

von Pascal Lehmann, dem Präsidenten des Clubs, sowie<br />

Thomas Rentsch, dem Verantwortlichen für Bildungspolitik bei<br />

carrosserie suisse, standen Spiele zur Stärkung der Gemeinschaft<br />

auf dem Programm. Die neue Funktion als Botschafter<br />

nahmen die Neumitglieder gerne entgegen, etwa Carrosserielackiererin<br />

Tabea Schlösser: «Ich freue mich, an die Jugendlichen<br />

heranzutreten und mich mit ihnen über meinen Beruf<br />

auszutauschen. Das ist immer spannend, auch weil sie noch<br />

einen anderen Blickwinkel auf die Berufswelt haben. Besonders<br />

möchte ich ihnen zeigen, inwiefern man sich mit einer Teilnahme<br />

an einer Meisterschaft auch beruflich weiterentwickelt.» Der<br />

Einsatz erfolgt freiwillig und ehrenamtlich.<br />

Die Leidenschaft weitertragen<br />

Um die Wichtigkeit der neuen Mitglieder und somit die Stärkung<br />

des Champions-Clubs weiss auch Flavio Nevoso. Der Carros-<br />

Evénement de bienvenue pour la relève<br />

Le Champions-Club<br />

s'agrandit<br />

Le Champions-Club peut compter sur une soixantaine<br />

de nouveaux membres qui sont désormais<br />

les ambassadeurs des métiers de la carrosserie et<br />

de la serrurerie sur véhicules au sein de l'association.<br />

17 des nouveaux membres ont assisté à<br />

l'événement de bienvenue le 4 mars.<br />

La famille du Champions-Club s'est réunie au bureau de l'association<br />

de branche à Zofingue pour accueillir les nouveaux<br />

membres arrivés. Outre les discours de bienvenue de Pascal<br />

Lehmann, Président du club, et de Thomas Rentsch, responsable<br />

de la politique de formation chez carrosserie suisse, des<br />

jeux pour renforcer la communauté étaient au programme. Les<br />

nouveaux membres acceptent volontiers la nouvelle fonction<br />

d'ambassadeurs, comme la carrossière-peintre Tabea Schlösser<br />

: « J'ai hâte d'approcher les jeunes et d'échanger avec eux<br />

sur mon métier. C'est toujours excitant, aussi parce qu'ils ont<br />

un regard différent sur le monde professionnel. J'aimerais particulièrement<br />

leur montrer à quel point ils pouvez évoluer professionnellement<br />

en participant à un championnat.» Le travail<br />

est bénévole et honorifique.<br />

Refiler la passion<br />

Flavio Nevoso connaît également l'importance des nouveaux<br />

membres et donc du renforcement du Champions-Club. Le<br />

Mit Spiel und Spass wurde die<br />

Gemeinschaft gestärkt. Mit<br />

dabei waren auch Meisterschaftscoach<br />

Patrick Balmer<br />

(ganz links) und Dominik<br />

Bartlome, Vizeweltmeister der<br />

Carrosseriespengler (2. v. l.).<br />

La communauté a été<br />

renforcée avec des jeux et du<br />

plaisir. Etaient également<br />

présents l'entraîneur du<br />

championnat Patrick Balmer (à<br />

l'extrême gauche) et Dominik<br />

Bartlome, vice-champion du<br />

monde carrossier-tôlier (2 e à<br />

partir de la gauche).<br />

50 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

carrossier-peintre s'est battu pour le titre aux championnats<br />

de Suisse en 2014 et se passionne pour l'aide aux jeunes depuis<br />

la création du club en 2018 : « Jusqu'à présent, j'ai pu apporter<br />

mon soutien en tant qu'expert aux championnats régionaux et<br />

aux SwissSkills 2<strong>02</strong>2 et en tant que personnel de stand lors<br />

de salons professionnels. Il est particulièrement important lors<br />

des salons professionnels de présenter la branche afin qu'elle<br />

ne se perde pas à côté de toutes les autres offres. Je trouve<br />

aussi l'association idéale pour rester en contact avec des collègues<br />

de la branche.»<br />

Le Champions-Club a été fondé en 2018 en tant qu'association<br />

avec l'idée que les participants au championnat doivent transmettre<br />

leur enthousiasme pour le métier aux potentiels professionnels<br />

de demain et ainsi les convaincre des métiers. Les<br />

participants aux championnats du niveau des championnats<br />

régionaux sont éligibles à ladhésion depuis 2012. Dans sa sixième<br />

année d'existence, le Champions-Club compte 124<br />

membres.<br />

Clubpräsident Pascal Lehmann engagiert sich seit seinem WM-Titel<br />

2013 für den Berufsnachwuchs.<br />

Le Président du club, Pascal Lehmann, s'engage auprès de la relève<br />

professionnelle depuis son titre de champion du monde en 2013.<br />

serielackierer kämpfte an den Schweizer Meisterschaften 2014<br />

um den Titel und trägt seit der Gründung des Clubs 2018 die<br />

Leidenschaft an Jugendliche weiter: «Ich konnte bisher als<br />

Experte an Regionalmeisterschaften und den SwissSkills 2<strong>02</strong>2<br />

sowie als Standpersonal an Berufsmessen unterstützen. Gerade<br />

an Berufsmessen ist es wichtig, die Branche zu präsentieren,<br />

damit sie neben allen anderen Angeboten nicht untergeht.<br />

Ausserdem finde ich die Vereinigung ideal, um mit<br />

Branchenkolleginnen und -kollegen in Kontakt zu bleiben.»<br />

Gegründet wurde der Champions-Club 2018 als Verein mit<br />

der Idee, dass Teilnehmende von Meisterschaften ihren Enthusiasmus<br />

für den Beruf an potenzielle Profis von morgen weitertragen<br />

und sie so von den Berufen überzeugen. Mitgliederberechtigt<br />

sind Teilnehmende von Meisterschaften ab Stufe<br />

Regionalmeisterschaften seit 2012. Im nun sechsten Clubjahr<br />

zählt der Champions-Club 124 Mitglieder.<br />

Die Stimme der Jugend<br />

«Zu den Vereinspflichten gehört natürlich die Durchführung<br />

einer GV, die letztmalig noch schriftlich durchgeführt wurde.<br />

Deshalb war dieser Welcome-Event die erste gemeinsame<br />

Veranstaltung seit Langem», erklärt Petra Grieder, Projektverantwortliche<br />

Grundbildung carrosserie suisse und Bindeglied<br />

zwischen Geschäftsstelle und Champions-Club. «Wir helfen vor<br />

und während Meisterschaften sowie an Berufsmessen auf<br />

regionaler Basis mit. Es kann sein, dass man an einem Stand die<br />

Besucher begrüsst und informiert oder Schulklassen herumführt.<br />

Wichtig und neu ist, dass wir den Jungen eine Stimme<br />

geben im Verband, namentlich in verschiedenen Kommissionen.<br />

Und als Netzwerk haben wir einzigartige Möglichkeiten<br />

zur individuellen Unterstützung, sei es bei der Stellensuche<br />

oder mit technischen Problemlösungen. Aktuell erarbeiten wir<br />

auf Wunsch des Verbands ein Konzept für einen mehrwöchigen<br />

Sprachaufenthalt in einer anderen Sprachregion.» ●<br />

Text: Samuel Knecht, Henrik Petro<br />

Bilder: Samuel Knecht<br />

La voix de la jeunesse<br />

«Bien sûr, l'une des obligations du club est de tenir une assemblée<br />

générale, qui a été réalisée en dernier lieu par écrit. C'est<br />

pourquoi cet événement de bienvenue était le premier événement<br />

commun depuis longtemps», explique Petra Grieder,<br />

cheffe de projet pour la formation initiale carrosserie suisse et<br />

lien entre le Secrétariat et le Champions-Club. «Nous aidons<br />

avant et pendant les championnats et lors des salons professionnels<br />

sur une base régionale. Un stand peut être utilisé pour<br />

accueillir et informer les visiteurs ou pour faire visiter les<br />

classes. Il est important et nouveau que nous donnions la parole<br />

aux jeunes dans l'association, notamment dans différents<br />

comités. Et en tant que réseau, nous avons des opportunités<br />

uniques d'assistance individuelle, qu'il s'agisse de rechercher<br />

un emploi ou de résoudre des problèmes techniques. A la demande<br />

de l'association, nous développons actuellement un<br />

concept de séjour linguistique de plusieurs semaines dans<br />

l'autre région linguistique.»<br />

●<br />

Texte: Samuel Knecht, Henrik Petro<br />

Images: Samuel Knecht<br />

Thomas Rentsch, Verantwortlicher Bildungspolitik bei carrosserie<br />

suisse, tauschte sich persönlich mit den neuen Mitgliedern aus.<br />

Thomas Rentsch, responsable de la politique de formation chez<br />

carrosserie suisse, en échang personnel avec les nouveaux membres.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>51


Bildung / Formation<br />

Carrosseriewerkstattleiter/-innen<br />

25 Fachausweise in<br />

neuen Händen<br />

Der Abschluss ist die höchste technische Weiterbildung<br />

im Carrosseriegewerbe. Die Absolventinnen<br />

und Absolventen genossen mit zahlreich<br />

erschienenen Gästen am 9. März die Feierlichkeiten<br />

bei einem ausgiebigen Abendessen.<br />

Responsables d'atelier de carrosserie<br />

25 diplômes en de<br />

nouvelles mains<br />

Le diplôme est le plus haut niveau de formation<br />

technique dans le métier de la carrosserie. Les<br />

diplômés ont apprécié les festivités avec de<br />

nombreux invités le 9 mars lors d'un dîner copieux.<br />

Elf der fünfzehn Absolventen der Fachrichtung Carrosserielackiererei.<br />

Onze des neuf brevetés carrossières-peintres et carrossiers-peintres.<br />

Insgesamt 25 Absolventinnen und Absolventen dürfen sich seit<br />

dem 9. März <strong>2<strong>02</strong>3</strong> offiziell mit dem gesetzlich geschützten<br />

Titel «Carrosseriewerkstattleiter/-in mit eidg. Fachausweis»<br />

schmücken. Sie schlossen die Prüfungen im Oktober und November<br />

mit Erfolg ab. 15 Weitergebildete arbeiten im Bereich<br />

der Lackiererei, neun in der Carrosseriespenglerei und eine<br />

Fachkraft ist als Fahrzeugschlosser tätig. carrosserie suisse<br />

organisierte die Fachausweisübergabe für die Absolventinnen<br />

und Absolventen aus der Deutschschweiz und der Romandie<br />

gemeinsam. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der ausgezeichneten<br />

Fachkräfte leicht, was auch Reto Hehli, Leiter der<br />

Berufsbildung von carrosserie suisse, erfreut feststellte: «Dies<br />

zeigt, dass die Weiterbildung zur Leitung einer Carrosseriewerkstatt<br />

Anklang in unserer Branche findet. Daran gilt es<br />

festzuhalten und junge Carrosseriefachkräfte weiter dafür zu<br />

motivieren. Die vielen möglichen Weiterbildungen in unseren<br />

Berufen sind eine einzigartige Möglichkeit, die Karriere voranzutreiben.<br />

Ich gratuliere allen erfolgreichen Absolventinnen<br />

und Absolventen herzlich zum erfolgreichen Abschluss.»<br />

Weiterbildung bereichert das berufliche Netzwerk<br />

An der Feier im Hotel Egerkingen zugegen waren neben 19 Absolventinnen<br />

und Absolventen sowie deren Angehörigen auch<br />

Depuis le 9 mars <strong>2<strong>02</strong>3</strong>, un total de 25 diplômées et diplômés<br />

ont pu postuler officiellement au titre légalement protégé de<br />

«Chef d'atelier de carrosserie avec brevet fédéral» après avoir<br />

passé avec succès les examens en octobre et novembre. Parmi<br />

les brevetés, quinze travaillent dans un atelier de peinture,<br />

neuf en tôlerie et un comme serrurier sur véhicules. carrosserie<br />

suisse a organisé conjointement la remise des brevets fédéraux<br />

de Suisse alémanique et de Suisse romande. Par rapport<br />

à l'année précédente, le nombre de spécialistes qualifiés<br />

a légèrement augmenté, ce dont Reto Hehli, Responsable de<br />

la formation professionnelle chez carrosserie suisse, se réjouit<br />

également : «Cela montre que la formation continue pour la<br />

gestion d'un atelier de carrosserie est populaire dans notre<br />

branche. Il est important de continuer dans cette lancée et de<br />

continuer à motiver les jeunes carrossiers. Les nombreuses<br />

formations continues possibles dans nos métiers sont une opportunité<br />

unique de faire évoluer sa carrière. Je félicite toutes<br />

les diplômée et les diplômés pour leur réussite.»<br />

La formation continue enrichit le réseau professionnel<br />

Outre 19 diplômées et diplômés ainsi que leurs familles, Felix<br />

Wyss, Président central de carrosserie suisse, Martin Rusterholz,<br />

Chef de la Commission d'examen, Thomas Rentsch, Res-<br />

52 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

Felix Wyss, Zentralpräsident<br />

von carrosserie suisse,<br />

Martin Rusterholz, Leiter<br />

der Prüfungskommission,<br />

Thomas Rentsch, Verantwortlicher<br />

Bildungspolitik,<br />

und Daniel Röschli, Direktor<br />

von carrosserie suisse.<br />

Nach einer kurzen Rede<br />

von Felix Wyss, in welcher<br />

der Zentralpräsident den<br />

Fachkräften gratulierte,<br />

betonte Martin Rusterholz<br />

in seiner Ansprache die<br />

Wichtigkeit des Netzwerkens,<br />

das sich durch solche<br />

Weiterbildungen eröffnet:<br />

«Beziehungsnetze sind<br />

heute Gold wert. Die Fachkräfte<br />

können immer wieder<br />

darauf zurückgreifen<br />

und davon profitieren. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der<br />

Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Weiterbildungsjahren<br />

und freue mich, mit ihnen diesen Abschluss zu<br />

feiern.»<br />

An die Übergabe der Fachausweise durch Martin Rusterholz<br />

und Reto Hehli knüpfte das Abendessen an, bei dem die über 50<br />

Anwesenden in weiteren Gesprächen gemütlich verweilten. ●<br />

Text und Bilder: Samuel Knecht<br />

Carrosseriewerkstattleiter/-innen <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Responsables d'ateliers de carrosserie <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Absolventinnen und Absolventen<br />

Diplômées et diplômés<br />

Carrosserielackiererei <strong>Carrossier</strong>s/ère-peintres<br />

Alvarez Nino de Guzman Josse, Zürich<br />

Alvaro Vincenzo, Moosseedorf<br />

Aregger Josef, Horw<br />

Bachofner Jan, Hinterfultigen<br />

Bamert Nathalie Vanessa, Madiswil<br />

Frei Thomas, Uerikon<br />

Hansjakob Enrique, St. Gallen<br />

Küng Luca, Schlieren<br />

Lörtscher Leonie, Frutigen<br />

Melliger Leandra, St. Erhard<br />

Passucci Fabio, Herzogenbuchsee<br />

Peer Riet Jon, Safnern<br />

Ruetsch Sarah, Gerlafingen<br />

Schaller Reto, Ins<br />

Schmid Pascal, Bettlach<br />

Sieben der neun Absolventen der Fachrichtung Carrosseriespenglerei.<br />

Sept des neuf diplômés carrossiers-tôliers.<br />

ponsable de la politique de formation professionnelle et Daniel<br />

Röschli, Directeur de carrosserie suisse, étaient tous présents<br />

à la célébration à l‘Hôtel Egerkingen. Après une brève allocution<br />

de Felix Wyss, dans laquelle le Président central a félicité<br />

les spécialistes, Martin Rusterholz a souligné l'importance de<br />

la mise en réseau qui s'ouvre grâce à cette formation continue:<br />

« Aujourd'hui, de tels réseaux de relations valent leur pesant<br />

d'or. Les spécialistes peuvent toujours y faire appel et en tirer<br />

profit. Je suis très fier des réalisations des brevetés au cours<br />

des dernières années et je me réjouis de participer à cette remise<br />

des diplômes avec eux.»<br />

Un souper a suivi la remise des brevets par Martin Rusterholz<br />

et Reto Hehli, au cours duquel les plus de 50 participantes et<br />

participants se sont entretenus de manière détendue. ●<br />

Texte et images: Samuel Knecht<br />

Carrosseriespenglerei <strong>Carrossier</strong>s-tôliers<br />

Baer Andreas, Wikon<br />

Favre Gaëtan, Lausanne<br />

Gonçalves Ferreira Nuno Alexandre, Sion<br />

Graf Dominik, Wattwil<br />

Gremaud Jérôme, Cheseaux<br />

Gyr Kevin, Euthal<br />

Hosang Fernando, Haldenstein<br />

Kapusuz Erol, Thalwil<br />

Rüegg Rico, Mollis<br />

Fahrzeugschlosser Serrurier sur véhicules<br />

Fahlandt Thomas Wilhelm, Gondiswil<br />

Der einzige Fahrzeugschlosser Thomas Wilhelm Fahland (rechts), hier<br />

mit Martin Rusterholz, Leiter der Prüfungskommission<br />

L‘unique serrurier sur véhicules Thomas Wilhelm Fahland (à dr.), aux<br />

côtés de Martin Rusterholz, Responsable de la Commission des<br />

examens.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>53


Kursübersicht / Liste des cours<br />

Auswahl <strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Kursangebote<br />

Technik<br />

Hochvolt-Sicherheit<br />

Die Politik hat die Weichen gestellt! Die Elektromobilität nimmt<br />

rasant zu und bestimmt mit, welche Arbeiten in den nächsten<br />

Jahren in einer Garage durchgeführt werden. Erweitern Sie Ihre<br />

Fachkompetenz im Bereich Hochvolt und erarbeiten Sie sich<br />

einen anerkannten Kompetenzausweis!<br />

Kurs Kursdaten Kursort<br />

Hochvolt-<br />

15.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Horw<br />

Instruktion EV<br />

Hochvolt-Sicherheit 29.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Holderbank<br />

TPK 500<br />

Hochvolt-Techniker<br />

TPK 816<br />

30.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Hunzenschwil<br />

Beleuchtungstechnik<br />

Nach Einführung in die Grundlagen der Beleuchtung, hat der<br />

Teilnehmende einen Überblick über die modernen Beleuchtungssysteme<br />

sowie deren Besonderheiten und die Fähigkeit,<br />

notwendige Einstellungen an den Scheinwerfern oder der<br />

automatischen Leuchtweitenregelung zu verstehen und auszuführen.<br />

Kurs Kursdaten Kursort<br />

Beleuchtungstechnik 06.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Holderbank<br />

– TPK131<br />

Lackieren<br />

Die richtige Bearbeitung von Carrosserieteilen erfordert klar<br />

definierte Produkte und Prozesse, abgestimmt auf das verwendete<br />

Lackmaterial. Das Ziel ist es, das Leben der Anwender einfacher<br />

zu gestalten und schneller ein Top Finish zu erreichen.<br />

Kurs Kursdaten Kursort<br />

Prozessoptimierung 24.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Frauenfeld<br />

beim Schleifen<br />

Betriebswirtschaft<br />

Performance PLUS<br />

Der Weg zur Rentabilitätssteigerung für Carrosserie- und Fahrzeugbaubetriebe<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Marketing Aufbaukurs 25.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Online-Marketing 2 26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Virales Marketing<br />

Kommunikation & 10.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Verhalten<br />

Professioneller 17.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Kundendienst<br />

Verkauf 1 04.07.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Personalführung/ 22.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Leadership<br />

Verkauf 2 29.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Oensingen<br />

Arbeitssicherheit – BAZ-Branchenlösung<br />

Dank der BAZ mit ihrer kurzen, intensiven Schulung und den<br />

ERFA-Tagungen sind Sie stets auf dem neusten Stand und auch<br />

für allfällige Kontrollen bestens gewappnet. Zusätzlich erhalten<br />

Sie geeignete Hilfsmittel und aktuelle Unterlagen.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Grundkurs 08.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />

27.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Schlieren<br />

ERFA-Tagung 21.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Bern<br />

04.07.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />

asa-control 15.08.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Online<br />

Berufsbildung<br />

Branchenspezifische Berufsbildnerkurse<br />

Sie wollen Lernende ausbilden und sind interessiert an einer<br />

professionellen Ausbildung für den Berufsnachwuchs? Endlich<br />

haben Sie die Gelegenheit, dies in einem Kurs zu lernen, in welchem<br />

Sie unter <strong>Carrossier</strong>s und Fahrzeugschlossern sind und<br />

auch die branchenspezifischen Dokumente zur Anwendung<br />

bekommen.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

BBK-carrosserie 14.09 – 20.09.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Bern<br />

suisse 2<strong>02</strong>2-01<br />

BBK-carrosserie<br />

suisse 2<strong>02</strong>2-<strong>02</strong><br />

17.10 – 25.10.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Zofingen<br />

TOP-Ausbildungsbetrieb<br />

Das Kursangebot diesen Frühling<br />

TOP-Ausbildungsbetriebe haben Top-Lernende. Aus Top-Lernenden<br />

werden Top-Fachkräfte.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Stufe 1 –<br />

Einstiegskurs<br />

24.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

27.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Thun<br />

Lenzburg<br />

Zofingen<br />

Stufe 2 –<br />

Entdeckendes Lernen<br />

13.04. + 15.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Zofingen<br />

24.04. + 05.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Chur<br />

Stufe 2 – Mithilfe des<br />

Ausbildungsberichts<br />

nachhaltig ausbilden<br />

26.04.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

03.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

23.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong><br />

Anmeldung und weitere Kurse<br />

Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere<br />

Website www.carrosseriesuisse.ch entgegen.<br />

Alle Kurse finden Sie stets aktualisiert unter<br />

www.carrosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />

Zürich<br />

Chur<br />

Bern<br />

54 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Kursübersicht / Liste des cours<br />

Offre de cours<br />

Technique<br />

Sécurité haute-tension<br />

Travaillez-vous sur des entraînements électrifiés dans votre<br />

entreprise, par exemple des moteurs hybrides, des voitures<br />

électriques, des motos ou des bateaux? Vous souhaitez que<br />

vous-même ou vos employés soient instruits conformément<br />

aux exigence légales et le prouvez par un certificat de compétence<br />

reconnu par la branche, valable au niveau national?<br />

Cours Dates des cours Lieu de cours<br />

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La voie de l'augmentation de la rentabilité pour les carrossiers<br />

et les constructeurs de véhicules. L'objectif du développement<br />

de ce nouveau programme de formation était d’offrir un grand<br />

avantage et d'augmenter ainsi votre compétitivité et le succès<br />

de votre entreprise.<br />

Cours Dates des cours Lieu de cours<br />

Cours de Marketing<br />

de base<br />

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Communication et<br />

Comportement<br />

19.05.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Moudon ou<br />

région<br />

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Dopo il corso di base, la PERCO è tenuta a frequentare ogni<br />

due anni un corso di formazione continua della durata di una<br />

mezza giornata (giornata ERFA). Il programma aggiornato dei<br />

corsi viene inviato alle PERCO una volta all’anno. Le spese per<br />

i corsi di formazione sono già incluse nella tassa annuale.<br />

Corso Date dei corsi Luogo del corso<br />

giornate ERFA 22.06.<strong>2<strong>02</strong>3</strong> Biasca<br />

La soluzione settoriale SAD «asa-control» si basa su soluzioni<br />

facili, pratiche, conformi alle norme in vigore e redditizie. Essa<br />

renderà il vostro lavoro più facile, dalla fase di pianificazione a<br />

quella di messa in pratica. «asa-control» supporta la vostra<br />

azienda – sia essa piccola, media o grande – nella messa in<br />

pratica dei requisiti richiesti a livello di sicurezza del lavoro,<br />

tutela della salute, igiene o manutenzione.<br />

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Corso Date dei corsi Luogo del corso<br />

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l'hygiène ou à rétablir la situation.<br />

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Inscription et autres cours<br />

Nous accueillons volontiers les inscriptions<br />

via notre site en ligne carrosseriesuisse.ch.<br />

Vous trouvez la liste actualisée des cours sous<br />

carrosseriesuisse.ch > Offres de cours<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>55


Bildung / Formation<br />

Bildungsstandort Zürich<br />

Ein branchenübergreifendes Netzwerk<br />

Im August beginnen an der Technischen Berufsschule Zürich (TBZ) und der Schule für Gestaltung<br />

Zürich (SFGZ) die nächsten Zertifikatslehrgänge Werkstattkoordinator/-in sowie Carrosseriefachmann/-frau<br />

in den Fachrichtungen Spenglerei und Lackiererei. Die dazugehörigen Praxiskurse finden<br />

in Winterthur statt.<br />

«Wir können den Fachkräftemangel nicht lösen, das muss die<br />

Branche machen, aber wir können unterstützen.»<br />

Mathias Hasler<br />

Gemeinsam bieten die TBZ und die SFGZ das grösste Weiterbildungsangebot<br />

für das Automobilgewerbe in der Deutschschweiz<br />

an. Die Anziehungskraft für Kursteilnehmende reicht<br />

weit über die Region hinaus: im Westen bis nach Bern und Basel,<br />

im Osten bis nach Graubünden und im Süden bis zum Gotthard.<br />

«Die Grenzen schwinden», sagt dazu SFGZ-Abteilungsleiter<br />

Mathias Hasler. Und TBZ-Abteilungsleiter Paolo<br />

Nicastro ergänzt: «Heute kann man anteilsmässig am Fernunterricht<br />

teilnehmen und muss nicht mehr immer präsent sein.<br />

Das erhöht die Attraktivität und die Flexibilität.»<br />

Der grösste Teil der Weiterbildungen für Carrosseriefachkräfte<br />

findet an diesen zwei Schulen statt. Was ortsgebunden<br />

bleibt, ist die Teilnahme an den Praxisteilen. Diese finden an<br />

der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur<br />

(STFW) statt. «Wir kommunizieren miteinander und schaffen<br />

so Synergien», führt Nicastro aus. «Anstatt uns zu kannibalisieren,<br />

arbeiten wir zusammen. Die STFW ist als Verbundpartner<br />

immer mit im Boot», betont Roger May, Lehrgangsleiter<br />

Carrosserie- und Industrielackiergewerbe SFGZ.<br />

Von Farben und Formen<br />

Dass es auf so engem Raum – sie sind nur wenige Meter voneinander<br />

entfernt gelegen – zwei Schulen gibt, an denen die<br />

Sie bilden Carrosseriefachkräfte weiter (von links): Paolo Nicastro, Abteilungsleiter Technische Berufsschule (TBZ); Rolf Baumgartner, Themenverantwortlicher<br />

Farbe SFGZ; Mario Grossenbacher, Lehrgangsleiter Automobiltechnik TBZ; Roger May, Lehrgangsleiter Carrosserie- und Industrielackiergewerbe<br />

SFGZ, und Mathias Hasler, Abteilungsleiter Schule für Gestaltung Zürich (SFGZ).<br />

56 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Bildung / Formation<br />

Lehrgänge stattfinden, ist historisch gewachsen. Wie der<br />

Name verrät, wird an der TBZ viel Technik gelehrt. Deshalb ist<br />

dort die Fachrichtung Spenglerei angegliedert. An der SFGZ<br />

sind vor allem die kreativen und dekorativen Berufe zu Hause –<br />

somit also auch die Fachrichtung Lackiererei.<br />

«Beide Schulen zusammen ergeben eine wertvolle Kooperation,<br />

die das ganze Autogewerbe abbildet», erklärt Mario<br />

Grossenbacher, Lehrgangsleiter Automobiltechnik TBZ.<br />

Was diese Konstellation für Studenten besonders interessant<br />

macht, ist die Synergie zwischen den Berufsrichtungen.<br />

So sitzen beim Werkstattkoordinator nicht nur Spengler und<br />

Lackierer im Klassenzimmer, sondern auch Fahrzeugschlosser,<br />

Landmaschinenmechaniker, Bootsmechaniker und<br />

Industrielackierer. Die Lektionen zur Kalkulation besuchen<br />

Carrosseriespengler und Carrosserielackierer nach Möglichkeit<br />

gemeinsam. «So können sie sich austauschen und<br />

von den Kenntnissen und Kompetenzen der anderen Studierenden<br />

profitieren», erklärt Rolf Baumgartner, Themenverantwortlicher<br />

Farbe SFGZ. «Sobald es um Beratung und<br />

Kalkulation geht, müssen Spengler und Lackierer nämlich<br />

auch Kenntnisse des jeweils anderen Berufs haben. Auch<br />

etwa im Gespräch mit Versicherungen. So können sie miteinander<br />

auf einer gemeinsamen Basis diskutieren.» «Die<br />

Industrielackierer andererseits lernen eine eigene Kalkulation»,<br />

bestätigt Roger May. Die Chance, von einem derart<br />

branchenübergreifenden Netzwerk zu profitieren, und zwar<br />

auch nach erfolgreichem Abschluss, bietet kaum eine andere<br />

Schule. Oder wie Hasler sagt: «Kooperationen sind das<br />

Zukunftsmodell.»<br />

An der TBZ werden künftige Carrosseriefachmänner und -frauen u.a.<br />

an Hochvoltfahrzeugen ausgebildet.<br />

Bis 50 Prozent der Ausbildungskosten subventioniert<br />

Bereits bei der Grundbildung kooperieren die TBZ und die<br />

SFGZ. Der Berufsschulunterricht wird zwar von den Berufsschulen<br />

geplant und verantwortet, während die ÜK in der<br />

Verantwortung der OdA stehen, alle Partner sind jedoch im<br />

regelmässigen Austausch, um Bildungsangebote aus «einem<br />

Guss» anzubieten. Der Lead für das Weiterbildungsangebot<br />

hingegen, inklusive Akquisition der Teilnehmer, liegt bei den<br />

Schulen selbst. Finanziert wird das Angebot ausschliesslich<br />

über die Studiengebühren.<br />

Theoretische Grundlagen im Klassenzimmer: Roger May erweitert das<br />

Verständnis für Koloristik.<br />

Weiss ist nicht gleich weiss: Das Beherrschen der digitalen Farbtonfindung<br />

in der Praxis ist heute ein Muss.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>57


Bildung / Formation<br />

«Im Gewerbe will jeder gut ausgebildete Leute – daher sollte<br />

die Branche auch die Studierenden unterstützen. Hierzu<br />

braucht es vermehrt Austauschgefässe für alle Beteiligten.»<br />

Paolo Nicastro<br />

Wichtig: Wer eines der Weiterbildungsangebote wahrnimmt,<br />

profitiert von der sogenannten Subjektfinanzierung des Bundes.<br />

Wer an einer der Berufsprüfungen teilnimmt, erhält – unabhängig<br />

vom Ergebnis – bis zu 50 Prozent der Ausbildungskosten<br />

zurückerstattet. Wer zudem seinen Wohnsitz im Kanton<br />

Zürich hat, profitiert von weiteren Vergünstigungen.<br />

May betont: «Wir unterrichten sehr praxisorientiert, unsere<br />

Dozenten sind Leute aus dem Gewerbe, die meisten sind in der<br />

Branche gross geworden und sind genau denselben Weg gegangen,<br />

wie ihn ihre Studierenden jetzt gehen.» Hasler ergänzt:<br />

«Unsere Qualität sind erfolgreiche Abschlüsse. Wir wollen eine<br />

qualitativ hochstehende Ausbildung anbieten und nicht eine<br />

nur für das Papier.»<br />

Die Abteilungs- und Lehrgangsleiter engagieren sich persönlich<br />

stark in der Karriereberatung, besuchen ehemalige Schüler<br />

in den Betrieben und sprechen mit ihnen über ihre Ziele und<br />

wie sie diese erreichen können. «Es geht effektiv darum, den<br />

Leuten auch Möglichkeiten aufzuzeigen und sie ihnen zu<br />

geben», verdeutlicht Paolo Nicastro.<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: TBZ, SFGZ, Petro<br />

Lieu de formation Zurich<br />

Un réseau interprofessionnel<br />

En août, 3 formations pour carrossiers débutent à l'école professionnelle<br />

technique (TBZ) et de design (SFGZ) de Zurich . Les cours<br />

pratiques correspondants ont lieu au Collège technique suisse de<br />

Winterthur (STFW). Ensemble, la TBZ et la SFGZ offrent la plus<br />

large offre de formation continue pour la branche automobile en<br />

Suisse alémanique. L'attrait pour les participants aux cours s'étend<br />

bien au-delà de la région. Beaucoup de technologie est enseignée<br />

à la TBZ, c'est pourquoi le département de tôlerie y est affilié. Surtout,<br />

les métiers créatifs sont chez eux à la SFGZ et donc aussi la<br />

spécialisation de l'atelier de peinture. «Les deux écoles aboutissent<br />

ensemble à une coopération qui reflète l'ensemble de la branche<br />

automobile», explique Mario Grossenbacher, responsable du cours<br />

de technologie automobile à la TBZ. «Nous proposons donc tout,<br />

de la formation de base à la formation avancée dans les métiers<br />

de l'automobile.»<br />

Ce qui rend cette constellation particulièrement intéressante pour<br />

les étudiants, c'est la synergie entre les domaines professionnels.<br />

Avec le coordinateur de l'atelier, non seulement des carrossiers-tôliers<br />

et peintres prennent place dans la classe, mais aussi<br />

des serruriers sur véhicules, des mécaniciens de machines agricoles,<br />

de bateaux et des peintres industriels. Les carrossiers-tôliers et carrossiers-peintres<br />

assistent toujours ensemble aux cours de calcul.<br />

«Dès qu'il s'agit de conseils et de calculs, les tôliers et les peintres<br />

doivent aussi connaître l'autre métier. Egalement dans les discussions<br />

avec les compagnies d'assurance, par exemple», explique Rolf<br />

Baumgartner, responsable de la couleur à la SFGZ. Pratiquement<br />

aucune autre école n'offre la possibilité de bénéficier d'un tel réseau<br />

interprofessionnel, même après l'obtention d'un diplôme. Ou comme<br />

le dit M. Hasler: «Les coopérations sont un modèle pour l'avenir.»<br />

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58 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


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carrossier Dezember / décembre 2<strong>02</strong>261


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Gehrig Carrosserie AG<br />

Mit Begeisterung<br />

für zwei Firmen<br />

unterwegs<br />

Im November 2<strong>02</strong>2 feierten die Gehrig Carrosserie<br />

AG und die benachbarte Tartaruga AG mit<br />

zwei VIP-Abenden sowie einem Wochenende der<br />

offenen Tür die Neueröffnung. Zusammen bilden<br />

die zwei Firmen ein gemeinsames überregionales<br />

Caravaning-Kompetenzzentrum.<br />

Gehrig Carrosserie SA<br />

Avec enthousiasme<br />

pour deux<br />

entreprises<br />

En novembre 2<strong>02</strong>2, Gehrig Carrosserie SA et sa<br />

voisine Tartaruga SA ont célébré leurs journée<br />

portes ouverte pour leurs réouvertures, avec deux<br />

soirées VIP et un week-end. Ensemble, les deux<br />

entreprises forment un centre de compétence<br />

national commun pour le caravaning.<br />

Die erweiterte Gehrig Carrosserie mit neuer Fassade, wie sie sich heute für Ankommende präsentiert.<br />

L'atelier de carrosserie Gehrig agrandi avec une nouvelle façade, tel qu'il est présenté aux arrivées aujourd'hui<br />

«Wir können so nicht mehr weiterarbeiten. Entweder lehnen<br />

wir Aufträge ab und entlassen einen Teil der Belegschaft oder<br />

wir schaffen sofort Platz.» Dieses im ersten Moment schockierende<br />

Fazit zog Inhaber und Geschäftsführer Roger Gehrig<br />

2019 bei einem Feierabendkaffee im Gespräch mit seinem Betriebsleiter<br />

Daniel Peterhans. Das 2004 bezogene Gebäude<br />

der Carrosserie platzte nämlich aus allen Nähten. Daraufhin<br />

wurde in wenigen Tagen das ganze Untergeschoss ausgeräumt<br />

und mit 15 neuen Arbeitsplätzen ausgestattet.<br />

Die Hauruckaktion setzte bei Gehrig innerlich etwas in Gang: «Als<br />

Unternehmer hatte es mir keine Ruhe gelassen», erklärt er.<br />

Privatkunden, Garagen, Flotten – alle verlangten immer mehr<br />

Just-in-time-Instandsetzungen. «Am liebsten soll das Auto repariert<br />

werden, bevor der Unfall überhaupt passiert. Es wäre also<br />

gut, wenn wir noch irgendetwas hätten, um die Kapazitäten zwischen<br />

den Spitzen zu füllen. Tuning hakte ich rasch ab, ich spürte<br />

keine Leidenschaft dafür. Dasselbe mit Oldtimern. Zu oft gab<br />

es in der Vergangenheit Projekte, die stundenmässig ausuferten.»<br />

Die Idee kam über Nacht<br />

Dann, eines Morgens, hatte Gehrig entschieden: Caravan! «Arbeiten<br />

an Caravans führen wir bereits seit 20 Jahren für die<br />

benachbarte Tartaruga AG aus. Jedes Auto bringen sie uns für<br />

«On ne peut plus travailler comme ça. Soit nous refusons des<br />

commandes et licencions du personnel, soit nous créons de<br />

l’espace», avait clamé le propriétaire et directeur Roger Gehrig<br />

en 2019 lors d’un café après le travail avec son manager Daniel<br />

Peterhans. La carrosserie dans laquelle nous avons déménagé<br />

en 2004 était pleine à craquer. Le sous-sol avait été vite vidé<br />

pour créer 15 nouveaux postes de travail.<br />

L’action éclair fut un déclencheur pour Gehrig : «En tant qu’entrepreneur,<br />

ça m’a préoccupé», dit-il. Clients privés, garages,<br />

flottes – tout le monde demande de plus en plus de réparations<br />

immédiates. «Il faudrait que la voiture soit réparée avant même<br />

l’accident. Ce serait donc bien si nous avions de quoi remplir<br />

les capacités entre les pics. J’ai vite éliminé le tuning, ne ressentant<br />

aucune passion pour ça. Itou pour les oldtimers. Trop<br />

souvent par le passé, des projets ont débordé.<br />

L’idée est arrivée pendant la nuit<br />

Puis un matin, Gehrig décide : caravane ! « Depuis 20 ans, nous<br />

travaillons sur des caravanes pour la société voisine Tartaruga<br />

SA. Ils nous apportent chaque voiture pour C+P – alors<br />

pourquoi ne pas professionnaliser – comme offre suprarégionale<br />

? » Mais il a d’abord fallu créer l’infrastructure nécessaire.<br />

En novembre 2<strong>02</strong>2, le moment était venu : «L’étape est<br />

62 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

K+L – warum also nicht professionalisieren – und zwar als überregionales<br />

Angebot?» Dafür aber musste zunächst die nötige<br />

Infrastruktur geschaffen werden. Im November 2<strong>02</strong>2 war es<br />

schliesslich so weit: «Nun haben wir diesen nächsten Meilenstein<br />

erreicht», verkündete Roger Gehrig anlässlich der Feier<br />

zum Abschluss des Um- und Ausbaus. Entstanden war ein topmodernes<br />

Kompetenzzentrum für die Reparatur und Pflege von<br />

Reisemobilen aller Art. «Auf 2100 m² überbauter Fläche stehen<br />

uns rund 4500 m² Nutzfläche zu Verfügung. Wir sind an einer<br />

Toplage, eingebettet zwischen Kantons- und Nationalstrasse,<br />

mit fast eigenem Autobahnanschluss. Dank 32 neu überdeckten<br />

Parkplätzen müssen Unfallfahrzeuge nicht mehr ums Haus<br />

abgestellt werden.» Die Tiefgarage dient auch als Pufferzone<br />

für Autos in der Reparatur und für jene, bei denen man auf Ersatzteile<br />

wartet. Ein Warenlift bringt angelieferte Teile während<br />

24 Stunden sicher ins untergeschossige Lager.<br />

Ausreichend Platz und Raum<br />

Im Erdgeschoss befindet sich die Caravan-Reparaturhalle mit<br />

sechs Metern Raumhöhe und entsprechenden Liften. «So können<br />

wir jedes Fahrzeug heben.» Eine Arbeitsbox ist speziell für GFKund<br />

Unterbodenreparaturen vorgesehen. In der Waschbox können<br />

dank Hebebühne und begehbarer fester Bühne Unterböden<br />

und Dächer gereinigt werden. Auch eine neue Portalwaschanlage<br />

für Pw und leichte Nutzfahrzeuge wurde installiert.<br />

«Eine Spezialität ist der Expressarbeitsplatz, wo wir Tagestouristen<br />

spontane Reparaturen anbieten können, ohne dass der<br />

Prozess andernorts beeinträchtigt wird», erklärt Gehrig und ergänzt:<br />

«Für diese Kunden stehen Büroräumlichkeiten zur Verfügung,<br />

wo sie zwei, drei Tage lang problemlos mit ihrem Laptop<br />

bei uns arbeiten können. Übernachten können sie im Hotel im<br />

Nachbardorf.» Die Nachfrage dafür werde sich in Grenzen halten,<br />

dessen ist sich Gehrig bewusst. Aber: «So geben wir dem Kunden<br />

die Möglichkeit, auf die vielleicht mehrere Stunden dauernde Hinund<br />

Rückfahrt mit einem Ersatzwagen verzichten zu können.»<br />

Eine weitere Annehmlichkeit ist der befahrbare Beratungsraum.<br />

«Man muss nicht draussen bei Wind, Regen und Kälte<br />

am Auto stehen.» Ein weiterer Raum beherbergt einen Lenkgeometrie-Kalibrierplatz.<br />

Auch Büros, Aufenthaltsbereiche für<br />

das Team und Schulungsräume gibt es im Gebäude.<br />

Die Premium-Ausstrahlung des neuen Empfangsbereichs, zugleich<br />

Arbeitsplatz für die Berater, steht sinnbildlich auch für die Qualität der<br />

Dienstleistungen.<br />

L’aspect premium du nouvel espace d’accueil et en même temps lieu<br />

de travail pour les conseillers symbolise également la qualité des<br />

prestations.<br />

Roger Gehrig (links) mit Tartaruga-Geschäftsführer Tobias Arn an der<br />

Neueröffnung.<br />

Roger Gehrig (à gauche) avec Tobias Arn, directeur de Tartaruga, lors<br />

de la réouverture.<br />

Die Chance erkannt – und gepackt<br />

«Ich hatte ein halbes Dutzend grössere Projekte mit Erweiterungsbau<br />

skizziert», so Gehrig weiter. Wieder bei einem Feierabendkaffee<br />

erfuhr er, dass der Inhaber der Tartaruga AG seine Firma zum<br />

Kauf ausgeschrieben hatte. «Ich sah das als grosse Chance, innerhalb<br />

von 200 Metern eine derart hohe Kompetenz zu bündeln.»<br />

Die beiden Unternehmer wurden sich sehr schnell einig und im<br />

Dezember 2<strong>02</strong>0 war die Firma überschrieben. «Mein Mitarbeiter<br />

Tobias Arn war nach seiner Lehre zu mir gekommen, bildete sich<br />

weiter und war während der letzten Jahre mein Stellvertreter. Er<br />

bewarb sich um die freie Stelle als Geschäftsführer der Tartaruga<br />

und führt sie nun seit dem 1. Januar <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Das hat Riesenvorteile,<br />

ich kenne seine Macken, er meine. Und ich finde Leute gut, die sich<br />

von unten hocharbeiten und das Metier kennen.»<br />

Wie profitiert die Carrosserie von der neuen Firma? Gehrig erklärt:<br />

«Zentral und spannend am Caravaning ist, dass wir den Kunden<br />

immer zwei bis vier Reparaturvarianten aufzeigen können. Vom<br />

Provisorium – also eine Notreparatur, die ein paar Monate, z. B.<br />

während einer Reise, überbrückt – über die Vernunftreparatur bei<br />

Reisemobilen im hohen Alter mit wenig materiellem, aber oft emotionalem<br />

Wert, für die wir nicht Tausende von Franken ausgeben<br />

Am Wochenende der offenen Tür kam das Volk in Scharen, um sich<br />

u. a. über die Reparatur von Reisemobilen zu informieren.<br />

Le week-end de la journée portes ouvertes, les gens sont venus en<br />

masse pour s’informer entre autres sur la réparation des mobilhomes.<br />

franchie», a annoncé Roger Gehrig lors de la célébration de<br />

l’achèvement de la conversion et de l’agrandissement. Le résultat<br />

a été un centre de compétences à la pointe de la technologie<br />

pour la réparation et l’entretien de tous les types de<br />

camping-cars. Nous sommes dans un emplacement privilégié,<br />

niché entre les routes cantonales et nationales, avec presque<br />

notre propre accès autoroutier. Grâce à 32 places couvertes,<br />

les véhicules accidentés ne sont plus garés autour de la mai-<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>63


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

son.» Le parking souterrain sert également de zone tampon<br />

pour les véhicules en réparation et en attente. Un montecharge<br />

amène les pièces livrées en toute sécurité dans la zone<br />

de stockage du sous-sol dans les 24 heures.<br />

Die Räume im Obergeschoss können auch von Lieferanten für<br />

Präsentationen und Schulungen gemietet werden.<br />

Les salles à l’étage supérieur peuvent également être louées par des<br />

fournisseurs pour des présentations et des formations.<br />

Die Firma ist spezialisiert auf Verkauf, Ausbau und Eigenbau von<br />

Reisemobilen und Geschäftsmobilen. Der Fokus liegt auf 4×4-Reisemobilen<br />

und Expeditionsfahrzeugen.<br />

La maison est spécialisée dans la vente, l’agrandissement et la<br />

construction de camping-cars et de véhicules professionnels. L’accent<br />

est mis sur les camping-cars 4x4 et les véhicules d’expédition.<br />

In den vergangenen Jahren wurde die Infrastruktur der Gehrig<br />

Carrosserie AG auf die Reparatur von Reise- und Geschäftsmobilen<br />

sowie grosse Nutzfahrzeuge angepasst.<br />

Ces dernières années, l’infrastructure de Gehrig Carrosserie SA a été<br />

adaptée à la réparation de véhicules de voyage et d’affaires ainsi que<br />

de gros véhicules utilitaires.<br />

wollen – weiter zur guten, ‹normalen› Reparatur bis schliesslich<br />

zur On-Top-Reparatur, wenn man noch etwas Individuelles will.<br />

Ich glaube auch oft, dass wir Reparaturen ausführen, für die sich<br />

andere zu schade sind. Man kann und muss auch etwas Fantasie<br />

anwenden. Es gibt viele gute Ideen. Man muss das aber spielen in<br />

der Beratung und die Mitarbeitenden auch entsprechend schulen.<br />

Es ist der Kopf der Firma, der das bestimmt.» Zum Schluss verrät<br />

Gehrig noch ein Geheimnis: «Die Caravan-Familie hat Zeit, du musst<br />

dafür sorgen, dass sie in dieser Zeit positiv über dich spricht.»<br />

Assez de place et d’espace<br />

Le hall de réparation de caravanes haut de 6 m et les ascenseurs<br />

correspondants est situé au rez-de-chaussée. «Ainsi,<br />

nous pouvons soulever n’importe quel véhicule.» Un box est<br />

spécialement conçu pour les réparations de GRP et de soubassement.<br />

Grâce aux plateformes élévatrice et fixe, les dessous<br />

et les toits peuvent être nettoyés dans la cabine de lavage. Un<br />

nouveau portique de lavage pour voitures et véhicules utilitaires<br />

légers a également été installé.<br />

«Une spécialité: la place de travail express, où nous pouvons<br />

proposer aux touristes du jour des réparations spontanées<br />

sans affecter le processus ailleurs. Pour ces clients, un espace<br />

de bureau disponible leur permet de travailler avec leur ordinateur<br />

portable pendant deux ou trois jours. Et ils pouvent<br />

rester à l’hôtel dans le village voisin.» La demande sera limitée,<br />

Gehrig en est conscient. Mais : «De cette façon, le client a la<br />

possibilité de se passer de l’aller-retour avec une voiture de<br />

remplacement, qui peut prendre plusieurs heures.»<br />

Une autre commodité est la salle de conseil accessible aux<br />

fauteuils roulants. «On ne doit pas rester dehors près de la<br />

voiture, dans le vent, la pluie et le froid.» Une autre salle abrite<br />

un poste de contrôle et réglage de la géométrie de la direction.<br />

Il y a aussi des bureaux, des espaces lounge pour l’équipe et<br />

des salles de formation dans le bâtiment.<br />

Opportunité reconnue – et saisie<br />

«J’avais esquissé une demi-douzaine de projets plus importants<br />

avec extensions», poursuit Gehrig. De nouveau à l’occasion<br />

d’un café , il a appris que le propriétaire de Tartaruga AG<br />

avait mis son entreprise en vente. «J’y ai vu une excellente<br />

opportunité de regrouper sur 200 m un tel niveau d’expertise.»<br />

Les deux entrepreneurs sont rapidement parvenus à un accord<br />

et l’entreprise a été acquise en décembre 2<strong>02</strong>0. «Mon collègue<br />

Tobias Arn est venu chez moi après son apprentissage, a poursuivi<br />

sa formation et a été mon adjoint ces dernières années. Il<br />

a postulé comme directeur de Tartaruga et la gère depuis le 1 er<br />

janvier <strong>2<strong>02</strong>3</strong>. Ça a d’énormes avantages, je connais ses manies,<br />

lui les miennes. Et j’aime les gens qui ont gravi les échelons<br />

eux-mêmes et qui connaissent le métier.»<br />

Comment la carrosserie profite-t-elle de la nouvelle société?<br />

Roger Gehrig explique: « L’aspect central et passionnant du<br />

caravaning est que nous présentons au client 2 à 4 options de<br />

réparation. Du provisoire – c’est-à-dire une réparation d’urgence<br />

qui tient quelques mois, par exemple la durée du voyage<br />

– en passant par la réparation raisonnable de camping-cars<br />

âgés avec peu de matériel, souvent de valeur émotionnelle,<br />

pour laquelle on ne veut pas dépenser des milliers de francs<br />

– à de bonnes réparations «normales», jusqu’à la top-réparation<br />

si l’on désire quelque chose d’individuel. Je crois aussi<br />

souvent que nous effectuons des réparations que d’autres<br />

dédaignent de faire. On peut et doit aussi faire preuve d’imagination.<br />

Il y a beaucoup de bonnes idées. Mais il faut le jouer<br />

dans la concertation et former les salariés en conséquence.<br />

C’est le chef d’entreprise qui détermine cela.» Enfin, Roger<br />

Gehrig révèle un autre secret : «La famille qui fait de la caravane<br />

a du temps, il faut s’assurer qu’elle parle positivement de<br />

toi pendant ce temps.»<br />

64 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Roger Gehrig zur Lehrlingsausbildung: «Bei uns kann man am ersten<br />

Tag sofort arbeiten, das ist extrem interessant für die Jungen.»<br />

Roger Gehrig à propos de l’apprentissage : « On peut travailler chez<br />

nous dès le premier jour, ce qui est extrêmement intéressant pour les<br />

jeunes.»<br />

Arbeitgebermarke<br />

Der letzte Teil des Gesprächs dreht sich um Mitarbeiterbindung.<br />

«Es ist immer eine Gratwanderung: Es gibt Leute, die vielleicht<br />

mal weggehen, weil sie es zu streng finden, andere kommen,<br />

weil sie an der vorherigen Stelle nicht gefordert waren. Wir<br />

haben viel in die Bekleidung investiert, damit alle Mitarbeitenden<br />

gepflegt auftreten. Mein oberstes Ziel als Arbeitgeber ist, die<br />

Strahlkraft gegen aussen zu nutzen, um unser Handwerk besser<br />

zu verkaufen. Wir sind schliesslich Profis. Wir machen Betriebsausflüge,<br />

Feierabend-Events und treffen uns immer am<br />

letzten Freitag im Monat auf ein Feierabendbier (Cult Route66).<br />

Auch der Entspannungsraum im Obergeschoss gehört dazu,<br />

nachdem ich gesehen habe, dass zuvor Mitarbeiter mittags auf<br />

einer Werkbank geschlafen haben. Ich will meinen Mitarbeitenden<br />

das Beste bieten. Wir machen jeden Monat eine stündige<br />

Teamsitzung mit der Forderung, bei der Gestaltung des Arbeitsprozesses<br />

mitzuhelfen. Die Mitarbeitenden sind die Praktiker,<br />

deshalb sollen sie mitbestimmen. Die Frage ist: Was braucht<br />

ihr, damit ihr effizienter arbeiten könnt? Die Gewinnung von Mitarbeitenden<br />

aus dem Umfeld der Belegschaft wird immer wichtiger.<br />

Von den vier Arbeitsverträgen, die wir gerade vorbereiten,<br />

sind drei über bestehende Mitarbeiter gekommen.» ●<br />

Text: Henrik Petro Bilder: Carrosserie Gehrig<br />

La marque de l’employeur<br />

Qu’en est-il de la fidélisation des employés› «On marche toujours<br />

sur des oeufs: il y a ceux qui partent parce qu’ils trouvent<br />

ça trop strict, d’autres viennent parce qu’ils n’avaient pas de<br />

défi au poste précédent. Nous avons beaucoup investi dans<br />

les vêtements pour que tous les employés présentent bien.<br />

Mon objectif premier en tant qu’employeur est d’utiliser le<br />

rayonnement pour mieux vendre notre métier. Après tout, nous<br />

sommes des professionnels. On fait des sorties d’entreprise,<br />

des afterwork et on se retrouve toujours le dernier vendredi<br />

du mois pour une bière du «fyrobe» (la fin de la journée de<br />

travail!) au Cult Route66. La salle de relaxation sous les<br />

combles en fait aussi partie après avoir vu que des employés<br />

dormaient sur un établi à midi. Je veux offrir le meilleur à mes<br />

employés. Nous organisons une réunion d’équipe d’une heure<br />

chaque mois avec une demande d’aide à la conception du processus<br />

de travail. Les employés sont les praticiens, ils devraient<br />

donc avoir leur mot à dire. La question est: De quoi<br />

avez-vous besoin pour pouvoir travailler plus efficacement?<br />

Le recrutement d’employés sur le marché du travail est de<br />

plus en plus important. Sur les 4 contrats de travail prêts à<br />

conclure, 3 ont été gagnés par nos salariés.»<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro Images: Carrosserie Gehrig<br />

Für die Mitarbeiter stehen Ruhe- und Entspannungsmöglichkeiten zur<br />

Verfügung.<br />

Des options de repos et de détente sont disponibles pour les<br />

employés.<br />

Im Porträt<br />

Gehrig Carrosserie AG<br />

Im Juli 1999 eröffnete Roger Gehrig in Kleinandelfingen im Zürcher<br />

Weinland mit fünf Mitarbeitern seine Carrosserie. 2004 zog<br />

der Betrieb in den selbst geplanten Neubau auf der gegenüberliegenden<br />

Strassenseite, der 2019 erstmals um 15 Arbeitsplätze<br />

erweitert wurde. Es folgte eine längere Umbau- und Modernisierungsphase<br />

mit durchgehendem Betrieb. Kurz vor der Neueröffnung<br />

im November 2<strong>02</strong>2 übernahm Gehrig die benachbarte Tartaruga<br />

AG. Neben Personenwagen und Nutzfahrzeugen ist die<br />

Gehrig Carrosserie spezialisiert auf die Reparatur und Werterhaltung<br />

von Reise- und Wohnmobilen. Sie verfügt über die für Caravans<br />

und andere Grossfahrzeuge notwendige Infrastruktur und<br />

Geräte sowie über das entsprechende Know-how. Spezialaufträge<br />

wie Vergolden (z. B. Wetterhähne auf Kirchtürmen), Reparaturen<br />

und Lackierungen für die Industrie oder Einzelaufträge (wie<br />

die Restaurierung eines historischen Bobs als Lehrlingsprojekt)<br />

gehören ebenso zu den Dienstleistungen. Zu den Kunden zählen<br />

neben Privatpersonen und Unternehmen auch Versicherungen<br />

und Flottenanbieter. Gehrig beschäftigt rund 30 Mitarbeitende.<br />

www.gehrig-carrosserie.ch | www.tartaruga.ch<br />

Portrait<br />

Gehrig Carrosserie SA<br />

En juillet 1999, Roger Gehrig ouvre son atelier de carrosserie à<br />

Kleinandelfingen dans la campagne zurichoise avec 5 employés.<br />

En 2004, l’entreprise déménage dans le nouveau bâtiment prévu<br />

de l’autre côté de la rue, agrandi de 15 emplois pour la première<br />

fois en 2019. Une phase de conversion et de modernisation plus<br />

longue suit en fonctionnement continu. Peu de temps avant la<br />

réouverture en novembre 2<strong>02</strong>2, Gehrig reprend Tartaruga SA.<br />

Outre les voitures de tourisme et véhicules utilitaires, Gehrig Carrosserie<br />

est spécialisée dans la réparation et l’entretien de camping-cars<br />

et de mobilhomes. Avec les infrastructures et des équipements<br />

nécessaires aux caravanes et autres gros véhicules,<br />

ainsi que le savoir-faire correspondant. Les commandes spéciales<br />

comme la dorure (par ex. girouettes de clochers), les réparations<br />

et la peinture pour l’industrie ou les commandes individuelles<br />

(restauration d’un bob historique en tant que projet d’apprentissage)<br />

font également partie des services. Outre les particuliers et<br />

les entreprises, la clientèle comprend aussi des compagnies d’assurance<br />

et des fournisseurs de flottes. Gehrig emploie environ 30<br />

personnes. www.gehrig-carrosserie.ch | www.tartaruga.ch<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>65


Hingucker / Hors du commun<br />

Hallauer AG Carrosserie und Spritzwerk<br />

Sportgeschichte im<br />

Büro, die begeistert<br />

Die Besucher der Hallauer AG im aargauischen<br />

Wohlenschwil werden unweigerlich von diesem<br />

Zweierbob angezogen. Er weist nicht nur auf die<br />

Fähigkeiten der Lernenden hin, die ihn restaurierten,<br />

sondern fuhr an den Olympischen Winterspielen<br />

20<strong>02</strong> und 2006 jeweils auf den 3. Rang.<br />

Noch erfolgreicher war das Fahrerteam Daniel Schmied und<br />

Martin Annen mit Anschieber Beat Hefti an den Gesamtweltcups<br />

2001 und 20<strong>02</strong>, die sie beide gewannen. Gebaut wurde<br />

der Bob von Hans Hiltebrand, in den 1970er- und 1980er-Jahren<br />

selbst aktiver und erfolgreicher Fahrer. «Als ich vor einem<br />

Jahr die Chance hatte, den Bob kaufen zu können, hatte ich<br />

natürlich Freude», erzählt Michael Hallauer. «Schweizer Geschichte<br />

soll man erhalten. Und da man unseren Beruf nicht<br />

nur mit Autos ausüben kann, sondern auch mit anderen Objekten,<br />

war es natürlich schön, so ein Projekt umzusetzen.»<br />

Viele würden sich an einem Bob erfreuen und fieberten am<br />

Fernsehen mit. «Aber nur wenige haben je einen Bob in echt<br />

gesehen, geschweige denn angefasst. Bei uns dürfen sie sogar<br />

einsteigen und Platz nehmen», so Hallauer. Zu den damaligen<br />

Sponsoren gehörten Sika und SIA. «Beide sind Lieferanten im<br />

Auto- und Carrosseriegewerbe, da passt das gut.»<br />

Die Restaurierung des originalgetreuen Designs inklusive<br />

GFK-Reparatur und komplettem Lackaufbau erfolgte als dreimonatiges<br />

Lehrlingsprojekt mit Unterstützung.<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />

Hallauer SA carrosserie et atelier de peinture<br />

L’histoire du sport au<br />

bureau qui inspire<br />

Les visiteurs de Hallauer SA à Wohlenschwil dans<br />

le canton d’Argovie sont inévitablement attirés par<br />

ce bob à deux. Non seulement il souligne les<br />

compétences des étudiants qui l’ont restauré, mais<br />

il a terminé 3 e aux Jeux olympiques d’hiver de<br />

20<strong>02</strong> et 2006.<br />

L’équipe de pilotes Daniel Schmied et Martin Annen avec le<br />

freineur Beat Hefti a connu encore plus de succès lors des<br />

Coupes du monde en 2001 et 20<strong>02</strong>, qu’ils ont toutes deux remportées.<br />

Le Bob a été construit par Hans Hiltebrand, lui-même<br />

pilote actif et couronné de succès dans les années 1970 et 1980.<br />

«Lorsque j’ai eu la chance d’acheter le bob il y a un an, j’étais<br />

bien sûr ravi», déclare Michael Hallauer. «L’histoire suisse doit<br />

être préservée. Et comme on peut exercer notre métier non<br />

seulement avec des voitures, mais aussi avec d’autres objets,<br />

c’était bien sûr sympa de mettre en place un tel projet.»<br />

Beaucoup apprécieraient un bob et applaudiraient à la télévision.<br />

«Mais peu ont déjà vu un bob dans la vraie vie, et encore<br />

moins touché. Avec nous, ils peuvent même y entrer et s’asseoir»,<br />

explique Hallauer. Les sponsors de l’époque comprenaient<br />

Sika et SIA. «Les deux sont des fournisseurs de la<br />

branche automobile et de la carrosserie, donc ça va bien.»<br />

La restauration de la conception fidèle à l’original, y compris<br />

réparations GRP et peinture complète, ont été réalisées dans<br />

le cadre d’un projet d’apprentissage de 3 mois avec soutien.●<br />

Texte: Henrik Petro; images: Bruno Moser<br />

Anschauen,<br />

einsteigen – kein<br />

Problem: Dieser<br />

Zweierbob schrieb<br />

vor 20 Jahren<br />

Sportgeschichte.<br />

Heute verschönert<br />

er das Büro der<br />

Hallauer AG in<br />

Wohlenschwil.<br />

Jetez un coup d’œil,<br />

montez à bord – pas<br />

de problème : ce<br />

bob à deux a écrit<br />

l’histoire du sport il<br />

y a 20 ans.<br />

Aujourd’hui, il<br />

embellit le bureau<br />

de Hallauer SA à<br />

Wohlenschwil.<br />

66 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>3</strong>


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