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Be a Butcher (April 2023)

Magazin für den Fleischernachwuchs im Norden

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<strong>April</strong> <strong>2023</strong><br />

MAGAZIN FÜR DEN FLEISCHERNACHWUCHS<br />

Fleisch ist Kultur<br />

Früher, heute, morgen:<br />

Fleisch und Wurst sind<br />

Kulturgut.<br />

Offen für Neues<br />

Alternative Proteine aus<br />

dem Fleischerhandwerk.<br />

Social Media<br />

Fleischerhandwerk und<br />

neue Medien.


EDITORIAL<br />

INHALT<br />

Inhalt<br />

Liebe Leser*innen,<br />

Fleisch ist Kultur – so lautet der Name unser neuen Informations-Kampagne<br />

in Norddeutschland. Wir wollen damit zeigen, wie sehr der Genuss von<br />

handwerklich hergestellten Fleisch- und Wurstwaren seit Jahrhunderten<br />

Teil unserer gesamten Kultur ist. Und wir möchten Sie einladen, uns besser<br />

kennenzulernen.<br />

Als Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes vertrete ich eines der<br />

wichtigsten und aufregendsten Handwerke in der deutschen Ernährungswirtschaft.<br />

Neun von zehn Menschen in unserem Land essen regelmäßig Fleisch<br />

und Wurst. Über 1500 Wurstsorten und eine breite Palette an unterschiedlichsten<br />

Fleischprodukten und -gerichten bieten Verbraucher*innen eine breite<br />

Auswahl. Die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren erfolgt in Deutschland<br />

nach allerhöchsten Verarbeitungs- und Qualitätskriterien.<br />

Gerade weil die Gewinnung und Verarbeitung von Fleisch ein so verantwortungsvolles<br />

und wichtiges <strong>Be</strong>rufsfeld ist, brauchen wir junge Menschen,<br />

die sich dieser Verantwortung stellen. Auszubildende zum Fleischer und<br />

zur Fleischerin, zur Fachverkäuferin und zum Fachverkäufer sind für unser<br />

Handwerk elementar. Sie erlernen einen <strong>Be</strong>ruf, der Tradition und moderne<br />

Technik miteinander vereint. Sie erzeugen hochwertige Lebensmittel, beraten<br />

in Ernährungsfragen, organisieren Catering und Events sowie vieles mehr. Sie<br />

sind die Garanten dafür, dass herausragende Fleisch- und Wurstwaren auch<br />

in Zukunft ein bedeutender Teil unserer Esskultur bleiben. Eine Ausbildung in<br />

unserem Handwerk bietet eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche<br />

Karriere in der Ernährungswirtschaft.<br />

Deswegen mein Appel an Schulabsolvent*innen und <strong>Be</strong>rufsanfänger*innen:<br />

Seien Sie neugierig, machen Sie sich schlau. <strong>Be</strong>suchen Sie einen der vielen<br />

fleischerhandwerklichen <strong>Be</strong>triebe im Norden und erfahren Sie mit eigenen<br />

Sinnen, wie abwechslungsreich und kreativ unser Handwerk ist.<br />

Fleisch ist Kultur<br />

Früher, heute, morgen: Fleisch<br />

und Wurst sind Kulturgut<br />

Sonntagsbraten reloaded?<br />

Generation Sonntagsbraten will wissen,<br />

woher was kommt<br />

Offen für Neues<br />

Alternative Proteine im<br />

Fleischerhandwerk<br />

7<br />

Moderne Metzger*innen<br />

Mit Social Media Verbraucher*innen<br />

ansprechen<br />

8<br />

4<br />

6<br />

Von der Friseurin zur Fleischerin<br />

Neue <strong>Be</strong>rufsorientierung: Quereinsteiger*innen<br />

gesucht!<br />

9<br />

Ihr<br />

Herbert Dohrmann<br />

Präsident Deutscher Fleischerverband<br />

Handwerk sinnlich erfahren<br />

Auch im Fleischerhandwerk: Probieren geht<br />

über Studieren<br />

10<br />

2<br />

Impressum<br />

Fleischerverband Nord e. V. . Marktstraße 57 . 20357 Hamburg . Tel. 040 /35 07 04-00 . info@fleischer-nord.de . www.fleischer-nord.de<br />

Fotos: Deutscher Fleischer-Verband e.V; Fleischerverband Nord e.V.; iStock S. 3/4/5; Adobe Stock: 1/3/7; Maria Dittrich: S. 6 (Lohff)<br />

3


FLEISCH IST KULTUR<br />

NEUE KAMPAGNE<br />

Kampagne<br />

„<strong>Be</strong>im Fleisch kommt es auf die Qualität an“, sagt<br />

Fleischermeister Dirk Hübenbecker. „Wenn Du<br />

Fleisch und Wurst genießen willst, dann geh ins<br />

Fachgeschäft. Lass Dich von Meister*innen und<br />

Fachverkäufer*innen beraten. Frag nach, woher die<br />

Produkte kommen und wie sie hergestellt werden.<br />

Genieß mit gutem Gewissen.“<br />

räumen mit Vorurteilen und Vorverurteilungen.<br />

Wir wollen sachlich informieren über das<br />

Fleischerhandwerk und seine <strong>Be</strong>rufe, über die<br />

Zusammenarbeit mit Mäster*innen und Landwirt*innen,<br />

über Herstellungsmethoden, über<br />

Ernährungsstile, über Inhaltsstoffe, gesunden<br />

Genuss und vieles mehr.<br />

Wenn Sie sich als junger Mensch fragen,<br />

welchen <strong>Be</strong>ruf soll ich ergreifen, oder Sie sich<br />

als Mitarbeiter*in im Arbeitsamt, als Lehrkraft,<br />

als Vater oder Mutter fragen: „Kann ich<br />

meinem Schützling einen <strong>Be</strong>ruf im Ernährungshandwerk<br />

anraten?", dann klicken Sie<br />

auf www.fleisch-ist-kultur.de. Hier finden Sie<br />

Informationen und Links zu den <strong>Be</strong>rufen des<br />

Fleischerhandwerks sowie aktuelle <strong>Be</strong>richte<br />

und Hintergründe über einen verantwortlichen<br />

Genuss von Fleisch- und Wurstwaren.<br />

Fleisch und Wurst sind in ihrer Vielfalt<br />

Menschenwerk und damit Kulturgut.<br />

Und das seit tausenden von Jahren. In<br />

allen bekannten Kulturen kommt Fleisch eine<br />

wichtige gesellschaftliche <strong>Be</strong>deutung zu. Als<br />

Quelle hochwertigen Proteins genauso wie als<br />

soziales und religiöses Unterscheidungsmerkmal.<br />

Die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren<br />

ist seit Jahrhunderten anerkannte und<br />

geschätzte Handwerkskunst.<br />

Heute ist das Wissen um diese Handwerkskunst<br />

bei vielen Verbraucher*innen allerdings<br />

nur noch wenig oder gar nicht mehr vorhanden.<br />

Die Mehrheit unserer <strong>Be</strong>völkerung verbindet<br />

keine persönlichen Erfahrungen mehr<br />

mit Tierhaltung und Fleischproduktion. Wahrgenommen<br />

werden beim täglichen Einkauf im<br />

Supermarkt oder beim Discounter einerseits<br />

verzerrte Bauerhofromantiken auf Werbebildern,<br />

andererseits die öffentlichen Diskussionen<br />

um Tierhaltung und Klimabilanzen in den<br />

Medien.<br />

Aktuell fordern Teile der Bundesregierung<br />

sowie verschiedene NGO, den Fleischkonsum<br />

in Deutschland drastisch zu reduzieren.<br />

Demgegenüber steht das Verlangen von über<br />

85 Prozent unserer <strong>Be</strong>völkerung, regelmäßig<br />

Fleisch- und Wurstwaren zu verzehren. Eine<br />

allgemeine Verunsicherung über richtig und<br />

falsch in Fragen der Ernährung mit Fleisch<br />

ist spürbar. Dem wollen wir entgegenwirken.<br />

Unsere Kampagne „Fleisch ist Kultur“ will auf-<br />

Gemeinsam genießen!<br />

Einfach auf www.fleisch-ist-kultur.de<br />

gehen und Einkaufsgutscheine sowie<br />

hochwertige Messerstes gewinnen!<br />

4 5


GENERATION SONNTAGSBRATEN<br />

FLEISCHFREIE PRODUKTE<br />

Sonntagsbraten reloaded?<br />

Offen für Neues<br />

„Eine Ausbildung im Fleischerhandwerk<br />

ist wertvoll. Sie<br />

bedeutet Verantwortung für die<br />

Zukunft.” Christian Lohff<br />

Als Fleischer*in arbeitet man mit Fleisch,<br />

das ist klar. Von der Anatomie der Tiere<br />

bis hin zur Zerlegung und Feinzerlegung<br />

lernt man in der Ausbildung alles, was man<br />

als Fleischer*in wissen muss. Doch dreht<br />

sich dabei tatsächlich nicht mehr alles nur<br />

um Wurst und Steak. Im Fleischerhandwerk<br />

geht es auch darum, das Angebot so<br />

vielfältig wie möglich zu gestalten. Dazu<br />

gehören seit einiger Zeit auch fleischfreie<br />

Alternativprodukte.<br />

Tierwohl, klimabewußtes Handeln und<br />

hochwertige Fleischqualität gewinnen<br />

für viele Menschen immer mehr an<br />

<strong>Be</strong>deutung. In den letzten Jahren entwickelte<br />

sich in unserer Gesellschaft ein intensiveres<br />

<strong>Be</strong>wusstsein für den Fleischkonsum – in<br />

der Fachpresse wird bereits von einer neuen<br />

„Generation Sonntagsbraten“ gesprochen. Für<br />

diese Menschen gewinnt Fleisch wieder mehr<br />

an Wertschätzung. Viele wollen nur noch einbis<br />

zweimal in der Woche Fleisch essen und es<br />

dann mit gutem Gewissen genießen.<br />

Aufgrund dieser Entwicklung ist es umso<br />

wichtiger, dass junge motivierte Menschen<br />

sich mit den beruflichen Möglichkeiten des<br />

Fleischerhandwerks beschäftigen. „Genau<br />

diese engagierten und zukunftsorientierten<br />

Menschen braucht das Handwerk, um die<br />

Vision einer nachhaltigen Versorgergesellschaft<br />

zu verwirklichen“, so Christian Lohff,<br />

Lehrlingswart des Fleischer-Verbandes<br />

Schleswig-Holstein und Inhaber der Fleischerei<br />

Lohff,s in Travemünde. „Eine Ausbildung<br />

im Fleischerhandwerk ist wertvoll. <strong>Be</strong>rufe in<br />

diesem <strong>Be</strong>reich bedeuten viel Verantwortung<br />

für die Zukunft“.<br />

Fleischer*innen und Fleischereifachverkäufer*innen<br />

versorgen die Gesellschaft<br />

nachhaltig mit qualitativ hochwertigen<br />

Lebensmitteln. Sie garantieren die Erhaltung<br />

von Ressourcen und repräsentieren handwerkliche<br />

Arbeit. Zusatzqualifikationen wie<br />

Ernährungsberatung sind bei Fleischereifachverkäufer*innen<br />

keine Seltenheit. Zusätzlich<br />

zu hochwertigen Fleischprodukten erhält man<br />

im Fachgeschäft ebenso fundierte <strong>Be</strong>ratung<br />

vom Fachpersonal.<br />

Fleischfreie Produkte vom Fleischer statt<br />

vom Discounter<br />

Die Nachfrage nach vegetarischen bzw. veganen<br />

Produkten ist auch für das Fleischerhandwerk<br />

inzwischen ein wichtiges Thema. In zahlreichen<br />

Familien gibt es mittlerweile Menschen, die sich<br />

fleischfrei ernähren. Auch für diese Personen<br />

macht das Fleischerhandwerk Angebote.<br />

In immer mehr Fleischerfachgeschäften<br />

findet man inzwischen auch vegetarische bzw.<br />

vegane Produkte, die in puncto Aussehen und<br />

Geschmack überzeugen. Vegane Burgerpattis<br />

aus Erbsenproteinen und fleischfreie Hackbällchen<br />

bietet so mancher Fleischer neben dem<br />

Fleisch-Original in seiner Frischetheke an.<br />

Warum die vegetarischen Burgerpattis<br />

im Fachgeschäft kaufen und nicht beim<br />

Discounter?<br />

Das Fachpersonal im Fleischerfachgeschäft<br />

weiß sowohl über die Inhalte der Ersatzprodukte<br />

als auch der Fleischprodukte bestens<br />

<strong>Be</strong>scheid. Anders als im Discounter ist hier eine<br />

direkte Kundenberatung möglich. Offenheit<br />

und Transparenz bilden die Grundlage für ein<br />

modernes und zukunftsorientiertes Fleischerhandwerk.<br />

Mit der zunehmenden Erderwärmung wird<br />

immer deutlicher, welche Verantwortung<br />

auch der <strong>Be</strong>ruf Fleischer*in mit sich bringt.<br />

Nachhaltige Arbeits- und Herstellungsweisen<br />

und Unternehmensführung, kurze<br />

Transportwege, Digitalisierung, optimierte<br />

Produktion, Reduktion von Verpackungsmaterial<br />

– das sind die Lösungsansätze<br />

von Fleischereien, Energie und Kosten<br />

einzusparen und CO2 zu reduzieren. Neben<br />

diesen Zielsetzungen ist der Fleischer<br />

auch neuen Produkten gegenüber offen.<br />

6<br />

7


SOCIAL MEDIA<br />

INTERVIEW<br />

Moderne Metzger*innen<br />

Von der Friseurin zur Fleischerin<br />

Fleischer*in sein bedeutet heutzutage<br />

viel mehr als nur Wurst herzustellen<br />

und im Verkauf stehen.<br />

Der <strong>Be</strong>ruf bietet neben der Arbeit<br />

mit Fleisch weitere kreative Entfaltungsmöglichkeiten.<br />

So kommt<br />

auch das Fleischerhandwerk nicht<br />

um soziale Netzwerke herum.<br />

Zahlreiche <strong>Be</strong>ispiele beweisen,<br />

dass die Präsenz in Social Media<br />

entscheidend für den Erfolg von<br />

Unternehmen sein kann.<br />

Sophia Meinert hat den Weg ins<br />

Fleischer handwerk über einen Quereinstieg<br />

gefunden. Vor ein paar Jahren<br />

schnitt Sophia noch Haare, heute<br />

schneidet sie Steaks und Koteletts.<br />

Fünf Jahre lang hat Sophia als Friseurin<br />

in Kanada gearbeitet. Zurück in Deutschland<br />

war für sie klar, dass sie nicht in<br />

dem erlernten <strong>Be</strong>ruf bleiben würde.<br />

Heute arbeitet sie im Familienbetrieb<br />

ihres Vaters Otto Meinert und hat große<br />

Pläne für die Zukunft.<br />

Social Media-Präsenz<br />

Um in den sozialen Netzwerken erfolgreich zu<br />

sein, braucht es meistens nicht mehr als ein<br />

Handy und eine Handvoll guter Ideen. Regelmäßige<br />

Postings zu aktuellen Angeboten, neuen<br />

Produkten und Mittagstischangeboten fördern<br />

den Kontakt zu Kund*innen. Auch humorvolle<br />

<strong>Be</strong>iträge im Videoformat oder Bilder aus dem<br />

Alltag einer Fleischerei kommen beim Publikum<br />

in den sozialen Netzwerken gut an.<br />

„Du kannst kein Unternehmen mehr führen,<br />

ohne Social Media“, so Ludger Freese Fleischermeister<br />

aus Visbek. „Jeder hat heute ein Handy<br />

in der Tasche und das reicht schon, um dabei<br />

zu sein“. Freese ist selbst auf Instagram, Facebook<br />

und Twitter aktiv und nutzt diese Medien<br />

erfolgreich für sein Unternehmen. Immer mehr<br />

Fleischer*innen suchen über Social Media auch<br />

Arbeitskräfte. „Mit der Darstellung im Netz<br />

präsentieren sich Fleischereien als attraktive<br />

Arbeitgeber“, so Tibor Hintz, Gründer der „job<br />

bude digital“ und Social Media Experte.<br />

Mehr als nur Fleischer*in sein<br />

Neben der <strong>Be</strong>geisterung für Fleisch, Kochen und<br />

Co. kann man im Fleischerhandwerk auch Hobbys<br />

wie Fotografie nachgehen. Moderne Medien<br />

wie Instagram, Facebook und TikTok kreativ zu<br />

nutzen, gehört mittlerweile genauso zum Ausbildungsinhalt<br />

und Arbeitsalltag wie das Zerlegen<br />

eines Hinterviertels. Das Fleischerhandwerk<br />

ist inzwischen ein sehr modernes <strong>Be</strong>rufsfeld<br />

und bietet besondere Entfaltungsmöglichkeiten<br />

für alle, die gerne mit Lebensmitteln arbeiten<br />

und sich kreativ ausleben wollen.<br />

Sophia Meinert erzählt von<br />

ihren Erfahrungen mit dem<br />

Querein stieg und warum sich<br />

das Fleischerhandwerk auch<br />

noch als zweite oder dritte<br />

<strong>Be</strong>rufsorientierung lohnt.<br />

Warum hast du dein Handwerk<br />

gewechselt?<br />

Als ich nach Deutschland zurückgekommen<br />

bin, wurde mir schnell<br />

klar, dass ich hier nicht als Friseurin<br />

arbeiten möchte. Ich hatte Lust<br />

auf etwas Neues. Also habe ich<br />

nochmal von vorne angefangen,<br />

aber eben in einem neuen Handwerk<br />

– als Fleischerin.<br />

Fiel dir der <strong>Be</strong>rufswechsel von<br />

der Friseurin zur Fleischerin<br />

leicht?<br />

Das fiel mir relativ leicht. Ich<br />

hatte ab und zu schon in der<br />

Fleischerei meines Vaters mitgeholfen.<br />

Kannte mich da also schon<br />

etwas aus. Mit Lebensmitteln zu<br />

arbeiten, finde ich auch wirklich<br />

spannend. Ich hatte sofort Spaß an<br />

meinem neuen <strong>Be</strong>ruf.<br />

Vermisst du dein altes Handwerk?<br />

Friseurin hat mir Spaß gemacht<br />

und ja, manchmal fehlt es mir<br />

sogar. Aber im Fleischerhandwerk<br />

habe ich mich dann doch wohler<br />

gefühlt. Die Leute sind entspannter<br />

und allgemein ist es viel lockerer,<br />

was das Arbeitsumfeld und die<br />

Kolleginnen und Kollegen angeht.<br />

Wem würdest du einen Quereinstieg<br />

ins Fleischerhandwerk<br />

empfehlen?<br />

Allen, die Bock darauf haben. Egal<br />

ob Mann oder Frau, alt oder jung.<br />

Wenn man Lust auf was Neues<br />

hat, ist das ein super Handwerk.<br />

Und wenn man eine <strong>Be</strong>geisterung<br />

für Essen hat, macht es umso<br />

mehr Spaß. Das kann man dann<br />

auch mit seiner Kundschaft teilen.<br />

Was sind deine Pläne für die<br />

Zukunft?<br />

Hier und da kann man sich immer<br />

weiterbilden. Aber mein größter<br />

Schritt in naher Zukunft wird<br />

sein, den Laden zu übernehmen<br />

und unseren Familienbetrieb zu<br />

leiten.<br />

8<br />

9


AUSBILDUNG<br />

Handwerk sinnlich erfahren<br />

Was soll ich werden?<br />

Das ist die große Frage, die sich Schüler*­<br />

innen spätestens nach ihrem Schulabschluss<br />

stellen. Eine Antwort auf diese<br />

Frage ist häufig nicht einfach zu finden.<br />

Auch Lehrer*innen und Eltern beschäftigt<br />

die Zukunft ihrer jungen Schützlinge. Wie<br />

wichtig es dabei ist, einen <strong>Be</strong>ruf mit allen<br />

Sinnen kennenzulernen und zu erfahren,<br />

wird häufig unterschätzt.<br />

„<strong>Be</strong>i handwerklichen<br />

<strong>Be</strong>rufen sollte man<br />

den <strong>Be</strong>ruf früh ausprobieren.“<br />

Ausbildung im Fleischerhandwerk –<br />

Nur einen Klick entfernt!<br />

10<br />

„<strong>Be</strong>i handwerklichen <strong>Be</strong>rufen sollte man<br />

den <strong>Be</strong>ruf früh ausprobieren“, so Jasmin<br />

Möding, Lehrlingswartin der Fleischerinnung<br />

Hamburg. „Den <strong>Be</strong>ruf haptisch zu erfahren<br />

und mit Menschen des Handwerks direkt zu<br />

sprechen, macht dabei viel aus.“ <strong>Be</strong>rufsorientierungsveranstaltungen,<br />

Messen und Workshops<br />

helfen jungen Menschen, interessante<br />

<strong>Be</strong>rufe zu entdecken. Darüber hinaus bieten<br />

viele Handwerksfleischereien die Möglichkeit<br />

eines Praktikums an.<br />

Einen <strong>Be</strong>ruf auf diese Weise zu erfahren<br />

hilft, Vorurteile abzubauen und eine fundierte<br />

Entscheidung für das spätere <strong>Be</strong>rufsleben zu<br />

treffen. Während eines Praktikums lernen<br />

Jugendliche den Arbeitsalltag kennen und<br />

erleben das Handwerk mit allen Sinnen. So<br />

lässt sich für Jugendliche am besten erkennen,<br />

ob ein <strong>Be</strong>ruf zu ihnen passt.<br />

Unter www.be-a-butcher.de findest du in nur wenigen<br />

Schritten deinen Ausbildungsplatz im Fleischerhandwerk.<br />

Einfach Postleitzahl eingeben, <strong>Be</strong>trieb in der Nähe finden,<br />

Kontaktformular ausfüllen – wir freuen uns auf Dich!<br />

www.fleischer-nord.de<br />

www.be-a-butcher.de<br />

Auf Youtube zeigt Jenny dir,<br />

was man als Fleischer*in alles<br />

erleben und erreichen kann!<br />

Hier geht’s direkt zu Youtube<br />

Der Fleischerverband Nord ist der Dachverband der<br />

Landesverbände Schleswig-Holstein, Hamburg und<br />

Niedersachsen/Bremen. Die rund 500 Mitglieder<br />

sind selbstständige Meister im Fleischerhandwerk.


Ausbildung im Fleischerhandwerk<br />

nachhaltig. sicher. kreativ.<br />

Fleischerverband Nord e. V.<br />

Marktstraße 57<br />

20357 Hamburg<br />

Telefon: 040 /35 07 04-00<br />

info@fleischer-nord.de<br />

www.fleischer-nord.de<br />

www.be-a-butcher.de<br />

@Magazin<strong>Be</strong>a<strong>Butcher</strong>

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