GASTRO das Fachmagazin 4/23
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BIO<br />
Spezial<br />
Mineralwasser & Nearwater (Seite 60)<br />
D A S F A C H M A G A Z I N Ausgabe 4/20<strong>23</strong><br />
Ausgabe 4, April 20<strong>23</strong>, 40. Jahrgang, Österreichische Post AG, GZ 02Z033305 M, H1 Medien & <strong>GASTRO</strong> Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien,<br />
Coverfotos: satura_/Adobe Stock (großes Bild), nosorogua/Adobe Stock (Waschmaschine); monticellllo/Adobe Stock (Wasserglas)<br />
Der Winter ist vorbei:<br />
KULINARIK IM<br />
FRÜHLING<br />
Die hauseigene Wäscherei<br />
(Seite 100)<br />
halek.at<br />
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4/20<strong>23</strong><br />
Bio in aller Munde<br />
BIO ist <strong>das</strong> Maß aller Dinge<br />
im Lebensmittelbereich!<br />
Sagt die Werbung,<br />
sagen viele Gastronomen<br />
und mittlerweile auch viele<br />
Konsumenten! Aber ist <strong>das</strong><br />
wirklich so? Wir haben BIO<br />
auf den Zahn gefühlt und<br />
vorab kann schon gesagt<br />
werden: Im gesamten gesehen ist BIO<br />
tatsächlich ein Gewinn – nicht nur für<br />
uns und die Umwelt, sondern vor allem<br />
auch für unsere (Enkel-)Kinder. Denn<br />
professioneller Bio-Anbau sorgt für gesunde<br />
Böden.<br />
Diese gesunden Böden finden sich<br />
auch auf den Almen und <strong>das</strong> ist mit<br />
ein Grund, warum die Hüttenkulinarik<br />
so nachgefragt ist. Frisch, regional und<br />
unverfälscht. Wir haben uns angesehen,<br />
was sonst noch auf den Hütten so kredenzt<br />
wird und so viel sei verraten: Die<br />
Knödel sind da ganz stark vertreten!<br />
Und weil <strong>das</strong> Erklimmen der Hütten bekanntlich<br />
durstig macht, haben wir uns<br />
auch bei den klassischen Durstlöschern<br />
Mineralwasser und Radler umgesehen.<br />
Spargel und Wein, Spargel mit spezieller<br />
Sauce aus Südtirol – im Frühling ist<br />
der Spargel aus der Küche nicht wegzudenken<br />
und dominiert die Speisekarten.<br />
Genauso wenig wegzudenken sind<br />
bargeldlose Zahlungsformen und Bestellvorgänge.<br />
Was sich da Neues tut<br />
und in welche Richtung die Entwicklung<br />
geht, haben wir auch gecheckt.<br />
Der heurige Sommer ist der erste seit<br />
drei Jahren, bei dem mit Sicherheit von<br />
EDITORIAL 3<br />
bio<br />
einer normalen Saison ausgegangen<br />
werden kann und<br />
welche Konzepte die Touristiker<br />
neu erstellt haben, lesen<br />
Sie auch in dieser Ausgabe.<br />
Ebenso, was ein erfolgreiches<br />
Hotel wirklich<br />
ausmacht.<br />
Zum Schluss begrüßen<br />
wir zwei neue Kolumnisten ganz herzlich:<br />
Walter Veit als Präsident der ÖHV,<br />
die als Interessensvertretung für rund<br />
1.600 Betriebe <strong>das</strong> Sprachrohr für die<br />
Hotellerie ist, und mit Moritz Niederstrasser<br />
einen ausgewiesenen Barfachmann.<br />
Wir freuen uns auf die Fachexpertise<br />
der beiden Experten.<br />
Zum Schluss eine Vorschau in eigener<br />
Sache: Das <strong>GASTRO</strong> <strong>Fachmagazin</strong><br />
feiert 40. Geburtstag, den wir in der<br />
nächsten Ausgabe gebührend zelebrieren.<br />
Freuen Sie sich schon jetzt auf <strong>das</strong><br />
nächste Magazin, in dem es viel Spannendes<br />
zu lesen geben wird, und feiern<br />
Sie mit uns!<br />
Ihr Kurt HEINZ<br />
Walter Veit, Präsident<br />
der ÖHV und …<br />
Foto: ÖHV<br />
… Barfachmann Moritz<br />
Niederstrasser schreiben<br />
für <strong>GASTRO</strong>.<br />
Foto: Niederstrasser<br />
-47%<br />
- 35%<br />
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DIE NEUE<br />
<strong>GASTRO</strong><br />
NEWS<br />
0810 100 180
4 ADVERTORIAL<br />
INHALT<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Aktuell & angesagt Seite 6<br />
Radler haben wieder Saison<br />
Aktuell & angesagt<br />
Steuertipps Seite 111<br />
Personalia Seite 112<br />
Buchtipps Seite 113<br />
Impressum & Vorschau Seite 114<br />
Fleisch, am besten bio<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Nach Jahren der Stagnation hat<br />
2022 der Radler-Konsum in Österreich<br />
wieder deutlich zugelegt.<br />
Seite 50<br />
Food 18 bis 47<br />
Wildkräuter und Spargel im<br />
Frühling<br />
Saisonal locken der altbekannte<br />
Bärlauch und Spargel auf der<br />
Speisekarte, doch auch der hier<br />
seltener gesehene Löwenzahn hat<br />
es in sich.<br />
Seite 20<br />
Gegensätze ziehen sich an<br />
Im jüngst präsentierten „Future<br />
Menus Trend Report 20<strong>23</strong>“ von<br />
Unilever wurden acht Gastrotrends<br />
der Zukunft beleuchtet.<br />
Einer der spannendsten lautete<br />
dabei „Flavor Contrast“.<br />
Seite 26<br />
Wenn der Berg ruft<br />
Fernab von Massentourismus und<br />
Verkehr einfach mal durchatmen<br />
und die Natur genießen, entlang<br />
der blühenden Almwiesen<br />
den Alltag vergessen und in den<br />
authentischen, urgemütlichen<br />
Hütten regionale Schmankerl verkosten<br />
– <strong>das</strong> und noch viel mehr<br />
gibt es hoch oben auf dem Berg<br />
zu erleben.<br />
Seite 28<br />
Foto: valya82 / Adobe Stock<br />
Foto: Conny Pokorny / Adobe Stock<br />
Food<br />
Im Moment befindet sich Fleisch<br />
thematisch in einem starken<br />
Spannungsfeld. Unterschiedliche<br />
Standpunkte zur Tierhaltung und<br />
vor allem, ob und wieviel Fleisch<br />
der Mensch essen darf, werden<br />
heftig diskutiert.<br />
Seite 34<br />
Auf den Tisch kommen nur<br />
steirische Produkte!<br />
Auf den Teller kommt, was da ist,<br />
und da ist, was die Bauern aus<br />
Graz Umgebung liefern.<br />
Denn als Mitgliedsbetrieb der<br />
Genusshauptstadt Graz hat sich<br />
der Mohrenwirt genau dazu verpflichtet.<br />
Seite 38<br />
Österreichische Knödelfreuden<br />
Der Knödel steht für typisch<br />
alpenländische Küche und Österreich<br />
kann dabei auf eine 4.000-<br />
jährige Tradition zurückblicken.<br />
Seite 40<br />
Kulinarik aus 1001 Nacht<br />
Die Vielfalt der orientalischen<br />
Küche ist enorm und wird zu Unrecht<br />
häufig auf Döner, Dürüm &<br />
Co. reduziert.<br />
Seite 44<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Cold drinks 48 bis 63<br />
Hot drinks 64 bis 73<br />
Spargel und Wein – was darf‘s<br />
sein?<br />
Im Frühling sprießt der Spargel<br />
– auch auf den Speisekarten der<br />
heimischen Gastronomie. Als<br />
passende Weine dazu bieten sich<br />
eher junge, frische, weiße Rebsorten<br />
an. Doch es ist auch Platz für<br />
Experimente.<br />
Seite 55<br />
Less but better!<br />
Am Spirituosensektor werden derzeit<br />
vor allem Premiumprodukte<br />
nachgefragt – außerdem feiert<br />
Tequila endlich <strong>das</strong> große Comeback.<br />
Seite 56<br />
Mineralwasser und Nearwater<br />
in Österreich<br />
Auch bei flüssigen Nahrungsmitteln<br />
darf es gerne „Bio“ sein.<br />
Seite 60<br />
Bio beim Kaffee<br />
Kurt Traxl ist Chef-Diplom-Kaffeesommelier,<br />
Barista und Röstmeister.<br />
Außerdem ist er Eigentümer<br />
der Kaffee- und Kakaorösterei<br />
Kurt Traxl.<br />
Seite 66<br />
Biologisch & Traditionell<br />
Seit 1862 steht Wiens ältestes<br />
Teefachgeschäft für Genuss – und<br />
heute darf es auch gerne Bio sein.<br />
Seite 72<br />
Foto: OeWM
4/20<strong>23</strong><br />
ADVERTORIAL INHALT 5<br />
Sparefroh mit<br />
Kombidämpfer & Co.<br />
Aus der modernen Gastronomieküche<br />
sind Geräte wie Heißluftoder<br />
Kombidämpfer schon länger<br />
nicht mehr weg zu denken. Doch<br />
mit ihnen wird nicht nur Zeit gespart.<br />
Seite 76<br />
Non food<br />
Flower Power<br />
Endlich ist es Frühling und die<br />
Tage werden länger und wärmer.<br />
Terrassen und Gärten sind bereits<br />
aufpoliert und langsam füllen sich<br />
die Plätze im Außenbereich mehr<br />
und mehr. Florale Designs und<br />
helle Farben bringen dabei den<br />
Frühling auf den Tisch.<br />
Seite 86<br />
T & H<br />
Der Wäschekreislauf in der<br />
hauseigenen Wäscherei<br />
Sammeln, Sortieren, Transportieren<br />
und vieles mehr - Hotelwäsche<br />
geht während des Reinigungsprozesses<br />
durch viele<br />
Hände, bevor sie wieder hygienisch<br />
gereinigt herausgegeben<br />
werden kann. Wer diesen Wäschekreislauf<br />
möglichst risikofrei<br />
gestalten möchte, sollte ein paar<br />
Tipps beherzigen.<br />
Seite 100<br />
Non food 74 bis 89<br />
Foto: Siebel‘s<br />
„Döner können andere besser“<br />
Wer die Vielfalt authentischer türkischer<br />
Küche in Bio-Qualität genießen<br />
möchte, der ist im „Sibel’s“<br />
von Sibel Hatapuglu-Kollinsky gut<br />
aufgehoben.<br />
Seite 80<br />
Selbst ist der Gast<br />
Kaum ein Gastronomiebetrieb, der<br />
nicht vom generellen Personalmangel<br />
betroffen ist. Da bietet<br />
sich an, den Gast in Bestell- und<br />
Bezahlvorgänge stärker einzubinden.<br />
Seite 82<br />
Tourismus & Hotellerie 90 bis 103<br />
Foto: Salzburgerland<br />
Urlaub auf Österreichisch<br />
Der wird künftig vermehrt ein<br />
Ganzjahrestourismus werden, bei<br />
dem die Menschen vermehrt im<br />
Fokus stehen und Einheimische<br />
zu Botschaftern werden.<br />
Seite 92<br />
Leasure, aber trotzdem<br />
luxuriös!<br />
In der Hotellerie verschmelzen<br />
Arbeit und Freizeit immer mehr<br />
und erfordern daher neue Konzepte.<br />
Seite 96<br />
Karriere 104 bis 112<br />
Foto: Rido / Adobe Stock<br />
Die Praxis zählt!<br />
Die Auswahl der Tourismusschulen<br />
ist eine vielfältige, inklusive<br />
der unterschiedlichen Ausrichtungen.<br />
Bei den Tourismusschulen<br />
Semmering setzt man unter anderem<br />
ganz stark auf den Praxisbezug.<br />
Seite 106<br />
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Regionale Trends<br />
haben wir<br />
voll im Griff.<br />
Heimische Produkte, kurze Lieferwege und ein geringer Kohlendioxid-Fußabdruck<br />
werden uns und unseren Kunden immer wichtiger. WEDL ist stets bemüht<br />
die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten zu erweitern.<br />
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4/20<strong>23</strong><br />
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die Möglichkeit,<br />
Bio-Lebensmittel in ganz<br />
Österreich direkt bei Bio-<br />
Höfen mit einem Klick zu<br />
finden. Nun hat der Bio-Verband<br />
dieses Online-Tool mit<br />
umfassenderen Suchmöglichkeiten<br />
ausgestattet, über<br />
den reinen Lebensmittelbereich<br />
hinaus. Ab sofort steht<br />
<strong>das</strong> gesamte vielfältige Angebot<br />
von BIO AUSTRIA Höfen und Partnerbetrieben<br />
aus der Wirtschaft zur Verfügung<br />
- geordnet in die Themenwelten<br />
Einkaufen, Genießen, Übernachten und<br />
Erleben. Von Almhütten mit Bio-Genuss<br />
über Bio-Selbsterntefelder bis hin zu Urlaub<br />
am Biobauernhof und sogar Yoga-<br />
Kursen in Bio-Hotels ist so ziemlich alles<br />
vorhanden, was <strong>das</strong> Bio-Herz begehrt.<br />
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geschnitten<br />
Die<br />
App<br />
Dieser Ausgabe<br />
von <strong>GASTRO</strong><br />
liegt eine Beilage<br />
der Firma<br />
Edna bei.<br />
Für eine bessere Zukunft<br />
Enkeltaugliches Österreich“ ist die<br />
größte unabhängige Biobewegung<br />
Österreichs, sie macht die österreichische<br />
Landwirtschaft, Wirtschaft, Landschaft<br />
und die österreichischen Wälder<br />
zukunftstauglich. In <strong>das</strong> Jahr 20<strong>23</strong><br />
startet der Verein nun viel breiter, mit<br />
neuem, größerem Vorstand. Mit Mut<br />
zur Veränderung haben sich die größten<br />
Bio-Pioniere und nachhaltigen Unternehmer,<br />
führende Wissenschaftler,<br />
aktive Vereine, Organisationen<br />
und zahlreiche Bio-Bauern zur Bewegung<br />
„Enkeltaugliches Österreich“ zusammengeschlossen.<br />
Neuer Obmann<br />
des Vereines „Enkeltaugliches Österreich“<br />
ist der Bio-Unternehmer Andreas<br />
Achleitner (Biohof Achleitner, Oberösterreich).<br />
Stellvertreter ist Johannes<br />
Gutmann (SONNENTOR, Niederösterreich).<br />
www.etoe.at<br />
Foto: Verein Enkeltaugliches Österreich
EISTEE<br />
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8 AKTUELL & ANGESAGT<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Chancen durch<br />
Qualitätstourismus<br />
Als Tourismusland kann sich<br />
Österreich nur erfolgreich<br />
positionieren, wenn auf den<br />
steigenden Mitarbeiterbedarf<br />
entsprechend reagiert wird. Österreichweit<br />
liegt die Teilzeitquote<br />
bei den Angestellten in Beherbergung<br />
und Gastronomie bei<br />
21,5 Prozent. Um mehr Mitarbeitern<br />
im Tourismus eine Vollzeitbeschäftigung<br />
zu ermöglichen,<br />
hat <strong>das</strong> Staatssekretariat zuletzt<br />
etwa den laufenden Fördercall<br />
für Konzepte zur besseren Vereinbarkeit<br />
von Familie und Beruf<br />
ausgeweitet. „Viele Betriebe haben<br />
auf die neuen Anforderungen<br />
im Tourismus bereits erfolgreich<br />
reagiert: Es gibt mehr Ausbildungs-,<br />
flexiblere Arbeitszeitmodelle<br />
und durch die Erhöhung<br />
des Mindestlohns ab Mai ist der<br />
Tourismus als Einstiegsbranche<br />
für viele junge Menschen wieder<br />
attraktiver geworden“, so Tourismus-Staatssekretärin<br />
Susanne<br />
Kraus-Winkler.<br />
www.bmaw.gv.at<br />
„BioArt Campus“<br />
Ein gemeinsames Dach für<br />
Bio, Innovation & Nachhaltigkeit<br />
für <strong>das</strong> Salzburgerland.<br />
Seit Jahrzehnten ist Seeham<br />
geprägt vom Bio-Engagement<br />
seiner Bewohner. Man kennt<br />
die Bio Heu Region, 80 Prozent<br />
aller Landwirte verschreiben<br />
sich der biologischen Landwirtschaft,<br />
Nachhaltigkeit<br />
wird in allen Belangen der Gesellschaft<br />
gelebt. Letztes Jahr<br />
erhielt <strong>das</strong> Biodorf ein Haus, <strong>das</strong> all <strong>das</strong><br />
widerspiegelt: den BioArt Campus.<br />
Auf einer Fläche von rund 3.000 qm<br />
entstand der BioArt Campus, der sich<br />
voll und ganz den Themen Bio, Nachhaltigkeit<br />
und vor allem einer lebenswerten<br />
Zukunft für Generationen widmet. Neben<br />
28 Unternehmen wird Bio auch erlebbar<br />
gemacht. Hier wird geschult und<br />
informiert, gekocht und verkostet und als<br />
Plattform für Experten auch an neuen<br />
Produkten geforscht. Im Bio Laden Seeham<br />
kauft man Bio-Lebensmittel aus der<br />
Region und genießt diese ab Mitte Mai<br />
auch im Bio Café & Restaurant.<br />
www.bioartcampus.at<br />
Foto: Salzburgerland<br />
Tourismus-Staatssekretärin<br />
Susanne Kraus-Winkler.<br />
Foto: nadinestudenyphotography<br />
Nachhaltig und Bio<br />
Im Innviertler Geinberg steht eines der<br />
modernsten und umweltfreundlichsten<br />
Gewächshäuser Europas. Der BIOhof<br />
Geinberg produziert seit 2022 auf einer<br />
Fläche von 11,8 Hektar Bio-Tomaten,<br />
Bio-Spitzpaprika und Bio-Snackgurken.<br />
Die Beheizung des Betriebes in Moosham<br />
33 erfolgt vollkommen CO2-frei aus der<br />
bestehenden Geothermiequelle der Firma<br />
VAMED und dem Rücklauf der Therme<br />
Geinberg sowie dem Rücklauf des<br />
örtlichen Fernwärmenetzes. Neben dem<br />
Gewächshaus entstanden am Hof in der<br />
Gemeinde Geinberg auch eine moderne<br />
Verpackungshalle und ein Sozialgebäude<br />
sowie ein ganz besonderer Hofladen. Mit<br />
dem BIOhof Geinberg wurden etwa 120<br />
Arbeitsplätze geschaffen. Das hier geerntete<br />
Bio-Gemüse wird ausschließlich<br />
am österreichischen Markt verkauft, die<br />
Wertschöpfung bleibt also in der Region.<br />
www.biohof-geinberg.at<br />
Foto: Biohof Geinberg
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELL 9<br />
Bio-Angebot bei<br />
Metro steigt<br />
Foto: Metro<br />
Bio-Produkte gehören im Lebensmittelhandel<br />
bereits seit Jahren zu den<br />
großen Rennern und langsam setzt<br />
sich dieser Trend auch im C&C-Bereich<br />
durch. Bei Metro etwa fördert man seit<br />
Jahren den Ausbau der Bio-Sortimente,<br />
aktuell beinhaltet <strong>das</strong> Bio-Sortiment<br />
schon <strong>23</strong>00 Artikel aus allen möglichen<br />
Produktsegmenten. Bio-Lebensmittel<br />
erkennt man am Metro Bio-Logo, <strong>das</strong><br />
direkt beim jeweiligen Produkt an der<br />
Regalschiene angebracht ist. Bio-Produkte<br />
sind überdies direkt auf der Verpackung<br />
mit einem oder mehreren Gütesiegeln<br />
gekennzeichnet. Metro-CEO<br />
Xavier Plotitza: „Wir sind immer bestrebt, unseren Kunden<br />
Vielfalt anzubieten. Daher freuen wir uns, gemeinsam mit unseren<br />
Bio-Partnern unser Bio-Sortiment kontinuierlich auszubauen.“<br />
www.metro.at<br />
WWW.EXITO.AG<br />
HOTEL PLATZL<br />
Starkes Bio-Plus bei<br />
Transgourmet<br />
Foto: Transgourmet<br />
Transgourmet ist als einer<br />
der Big Player natürlich<br />
auch im Bio-Bereich stark<br />
engagiert und führt hier<br />
derzeit eine Auswahl von<br />
über 2000 Bio-Produkten.<br />
Mit Erfolg: 2022 konnte<br />
der Bio-Umsatz um ganze<br />
48 Prozent gesteigert werden,<br />
in manchen Produktgruppen<br />
sind die Wachstumszahlen<br />
dabei noch markanter, etwa bei Tiefkühl-Artikeln<br />
(+75%), MOPRO (+66%) oder Wurst- und Selchwaren (61%).<br />
Transgourmet-Geschäftsführer Thomas Panholzer geht jedenfalls<br />
davon aus, „<strong>das</strong>s dieser positive Trend weiter anhalten<br />
wird. Der breite gesellschaftliche Konsens zum Thema<br />
Nachhaltigkeit ist vorhanden und bietet für Gastronomen die<br />
Chance, jetzt die Weichen für eine ökologischere Zukunft zu<br />
stellen und wirtschaftlich zu profitieren.“ Denn die Mehrkosten<br />
im Einkauf ließen sich im Verkauf mehrfach erwirtschaften,<br />
seien die Konsumenten doch bereit, für garantierte biologische<br />
Qualität mehr zu bezahlen.<br />
www.transgourmet.at<br />
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Ist Bio die<br />
Zukunft?<br />
Foto: Andrii Zastrozhnov / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
bio<br />
BIO 11<br />
Ist Bio wirklich gesünder, ist Bio besser für die Umwelt, schmeckt Bio besser?<br />
<br />
Von Petra Pachler, Clemens Kriegelstein, Magdalena Mayr<br />
Bei Bio scheiden sich die Geister:<br />
Die einen schwören darauf, die<br />
anderen halten es in erster Linie<br />
für ein gutes Geschäft. Denn<br />
<strong>das</strong>s Bioprodukte einen deutlich höheren<br />
Preis haben, als konventionell angebaute,<br />
ist evident. Doch wie sieht es nun<br />
wirklich aus?<br />
Tatsache ist, <strong>das</strong>s biologisch erzeugte<br />
Lebensmittel für die Umwelt die bessere<br />
Lösung sind. Denn bei ihrer Herstellung<br />
werden weniger nicht abbaubare Giftstoffe<br />
freigesetzt, der Energieverbrauch<br />
ist meist niedriger und der Bioanbau hält<br />
den Boden langfristig gesünder.<br />
Nicht bewiesen ist ein besserer Geschmack<br />
bei Biowaren, doch da dies<br />
eine ziemlich subjektive Sache ist,<br />
kann sie in die Bewertung nur bedingt<br />
einfließen. Ebenso darf Bio nicht<br />
mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt werden,<br />
denn viele Bioprodukte haben eine lange<br />
Anreise hinter sich und sind damit alles<br />
andere als CO2-freundlich.<br />
Fakt ist aber auch, <strong>das</strong>s mehrere Studien<br />
nachweisen konnten, <strong>das</strong>s Biolebensmittel<br />
weniger Schadstoffe aufweisen,<br />
ebenso ist belegt, <strong>das</strong>s ökologisch<br />
angebautes Gemüse, Obst und Getreide<br />
deutlich mehr Vitamin C, Magnesium<br />
und Phosphor enthalten, als herkömmliches.<br />
Genauso ist der Boden langfristig gesünder,<br />
weil Biobauern auf Öko-Verfahren<br />
setzen und damit ohne chemisch-synthetische<br />
Pestizide<br />
auskommen.<br />
Was ist nun also die Conclusio aus all<br />
den Fakten? Bio ist tatsächlich für unsere<br />
Böden und die Umwelt gesünder, und<br />
damit auch für den Menschen. Die ideale<br />
Kombination ist aber jene von Bio<br />
und Regionalität. Aber <strong>das</strong> wussten wir<br />
eigentlich ohnedies schon lange!<br />
Die Welt der Bio-Siegel<br />
Kein Siegel, keine Garantie! Wie überall<br />
ist auch bei Bio <strong>das</strong> Siegel <strong>das</strong> Maß aller<br />
Dinge und da es sich bei Lebensmitteln<br />
um einen geschützten Begriff<br />
handelt, ist darauf auch Verlass.<br />
In Österreich sind <strong>das</strong><br />
Bio Austria Logo, <strong>das</strong> AMA-<br />
Biozeichen, <strong>das</strong> EU-Bio-Logo<br />
sowie <strong>das</strong> Demeter Siegel die Garanten<br />
für hundertprozentige Bioqualität.<br />
Das Bio AUSTRIA-Logo kennzeichnet<br />
biologisch erzeugte Produkte<br />
der Mitglieder des Bio AUSTRIA-Verband<br />
und findet sich oft beim Direktvertrieb.<br />
(www.bio-austria.at)<br />
Das AMA-Biosiegel steht für biologische<br />
Zutaten von Bio-Bauernhöfen, die<br />
an Qualitätsprogrammen teilnehmen.<br />
Das rot-weiß-rote AMA-Biosiegel<br />
mit Ursprungsangabe „Austria“<br />
steht für ökologisch erzeugte<br />
landwirtschaftliche Produkte und<br />
Lebensmittel ausschließlich aus<br />
Österreich. Beim schwarz-weißen<br />
AMA-Biosiegel ohne Ursprungsangabe<br />
wird die Herkunft der<br />
biologischen landwirtschaftlichen Rohstoffe<br />
nicht eingeschränkt. (www.amainfo.at)<br />
Demeter ist <strong>das</strong> weltweit gültige<br />
Qualitätslabel in der biologisch-dynamischen<br />
Landwirtschaft und verfügt über<br />
die strengsten Richtlinien. (www.demeter.at)<br />
Bio auch im Großhandel<br />
Bio ist nun endgültig auch im Großhandel<br />
angekommen: War es früher so, <strong>das</strong>s<br />
Gastronomen, die nicht explizit als Bio<br />
positioniert waren, aus Gründen<br />
der Auswahl und des Preises tendenziell<br />
eher zu herkömmlicher<br />
Ware griffen, hat ein Umdenken<br />
eingesetzt und Bio-Produkte gehören<br />
auch in diesem Bereich zu<br />
den Gewinnern.<br />
Das Bioangebot bei den großen Playern<br />
steigt ständig, derzeit ist ein deutliche<br />
Bio-Trend im MOPRO Bereich, den<br />
Tiefkühl-Artikeln und Wurstwaren auszumachen.<br />
Ausschlaggebend für die<br />
Wachstumsrate von Bioprodukten im<br />
Großhandel ist immer die Frage, ob die<br />
Konsumenten bereit sind, für garantierte<br />
biologische Qualität<br />
mehr zu bezahlen. Und <strong>das</strong> sind<br />
sie!<br />
Kommentar<br />
Bio: Markenchance oder Markenfalle<br />
In den 1970er und 80er Jahren war Bio eine Idee für eine Randzielgruppe, seit damals hat sich Bio zu einem starken<br />
Trend entwickelt. Aus Markensicht kann Bio wie folgt betrachtet werden:<br />
Unternehmen wie Mauracher bei Brot oder die BIO HOTELS nutzten „Bio“ frühzeitig zur grundlegenden Positionierung<br />
und Differenzierung. Andere Marken wie etwa Zotter nutzen Bio zur Unterstützung der eigenen Positionierung.<br />
Auch Gastronomie und Hotellerie können von Bio profitieren, weil Bio den wahrgenommenen und tatsächlichen<br />
Wert des eigenen Angebots steigern kann. Wenn man heute auf einer Speisekarte „300g Rib Eye<br />
Steak vom österreichischen Bio Rind“ liest, dann kann <strong>das</strong> – richtig gemacht –die Wertschätzung<br />
und Wertschöpfung deutlich erhöhen: Das Wort „Bio“ selbst wirkt qualitätssteigernd und erlaubt<br />
so einen höheren Preis. Wir haben gelernt, <strong>das</strong>s Bio mehr kosten darf.<br />
Heißt: Man kann gezielt Bio bei Speisen oder Produkte nutzen, um die Wertschätzung durch die<br />
Kunden und die eigene Wertschöpfung zu erhöhen. Wichtig dabei: Es muss natürlich zur grundlegenden<br />
Positionierung passen und damit für die Kunden stimmig sein.<br />
Markenstratege Michael Brandtner ist Österreichs führender Markenpositionierungsexperte und<br />
Lead Partner of Ries Global. <br />
Foto: Ries Global
12 BIO<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Bio im Vormarsch<br />
Biologische Lebensmittel werden<br />
immer wichtiger. Man muss aber<br />
einmal wissen, was ist Bio eigentlich<br />
- nur ein Trend, ein neuer Weg,<br />
um die Preise zu erhöhen, oder<br />
steckt da viel mehr dahinter? Also:<br />
Biologische Produkte müssen von<br />
der Verarbeitung her durch klare<br />
Richtlinien geregelt werden. Das<br />
heißt vom Anbau bis zum Verkauf<br />
darf hier nichts verändert werden.<br />
Das beinhaltet auch den Boden<br />
und sauberes Grundwasser. Ich<br />
werde bei den Seminaren immer<br />
wieder darauf angesprochen, ob es<br />
sinnvoll ist, biologische Produkte<br />
anstelle konventioneller Produkte<br />
zu kaufen. Hier gibt es natürlich<br />
eine klare Antwort zu Bio. Auch der<br />
Preis wird stabiler. Natürlich gibt es<br />
Bereiche, wo biologische Produkte<br />
nicht immer günstiger sind, z.B.,<br />
wenn man bei kleineren Unternehmen<br />
einkauft. Trotzdem sollte man<br />
auch die kleinen Bauern unterstützen.<br />
Hier kann man sich auch verlassen,<br />
<strong>das</strong>s die Lebensmittel in<br />
bester Qualität angeboten werden.<br />
Bei biologischen Lebensmitteln<br />
kann man auch sicher sein, <strong>das</strong>s<br />
diese ohne Pestizide und anderer<br />
negativen Rückstände sind. Biologische<br />
Lebensmittel werden sehr<br />
genau kontrolliert, und dies ist auch<br />
der Erfolg für eine große Vielfalt, die<br />
angeboten wird. Biologische Lebensmittel<br />
erkennt man an den<br />
Siegeln.<br />
Biologische Lebensmittel sind<br />
wertvoller für jeden Einzelnen und<br />
für die Umwelt. Besonders Gemüse,<br />
Obst und Getreide haben mehr natürliche<br />
Inhaltsstoffe, sind gentechnikfrei,<br />
schützen Umwelt und Klima<br />
und sind daher gesünder.<br />
Siegfried Kröpfl, Haubenkoch und<br />
Vorreiter der veganen Küche<br />
https://siegfriedkroepfl.com<br />
Foto: Lisa-Maria Trauer Photographie<br />
Purer Ei-Genuss in Bio<br />
Mit dem Eifix Bio<br />
Omelett entspricht<br />
EIPRO dem<br />
aktuellen Verbrauchertrend<br />
zu nachhaltigem<br />
Genuss und<br />
trifft damit bei den<br />
Chefs in der Außer-<br />
Haus-Verpflegung<br />
auf viel Zustimmung.<br />
Das Convenienceprodukt<br />
ermöglicht ihnen<br />
die Zubereitung einer<br />
zeitgemäßen, individuellen<br />
und gesunden Bio-Mahlzeit für<br />
Groß und Klein – einfach, schnell und absolut<br />
sicher. Das tiefgekühlte, traditionell<br />
geklappte Omelett wiegt 90 Gramm und<br />
wird einfach im Kombidämpfer erwärmt.<br />
Und zum Beispiel solo in der Tellermitte,<br />
zu Salat oder individuell gefüllt serviert.<br />
Durch die handwerkliche Optik und<br />
Kräuter in Bio-Qualität<br />
Wer bei seiner Gewürzwahl auf Bio-<br />
Produkte achtet, der ist bei den BIO<br />
Ursalzen von WIBERG richtig. BIO Ursalz<br />
Alpin ist eine rustikale Würzmischung<br />
und bringt den Charme der Berge<br />
auf den Teller. BIO Ursalz Mediterran<br />
ist inspiriert vom sonnigen Süden und<br />
zaubert italienisches Flair in die Küche.<br />
BIO Ursalz Kräuter wiederum vereint<br />
naturbelassenes Salz mit geballter Bio-<br />
Kräuterpower. Bei allen drei Mischungen<br />
ist auf die Bio-Qualität Verlass. Bei<br />
leichte Bräunung sieht es aus wie selbstgemacht.<br />
Es wird unter Verwendung von<br />
frischen Bio-Eiern hergestellt und enthält<br />
keine deklarationspflichtigen Zusatzstoffe.<br />
Die Verkaufseinheit umfasst<br />
60 Omeletts pro Karton, die einzeln entnehmbar<br />
sind.<br />
www.eipro.de<br />
Salz und Pfeffer taucht man beim Blick<br />
in <strong>das</strong> WOW-Sortiment von WIBERG<br />
in eine neue Farbwelt ein. Zartrosa Ursalz<br />
und biologisch angebaute Kräuter,<br />
so sieht die Gewürze-Grundausstattung<br />
aus – noch dazu, wenn diese in Bio-Qualität<br />
zur Verfügung steht. WIBERG liefert<br />
gleich ein ganzes Set für eine Extraprise<br />
Bio in der Küche: Die BIO Ursalze verfeinern<br />
jedes Gericht und machen Lust auf<br />
Frühlingsgenüsse.<br />
www.wiberg.eu<br />
Foto: Springer<br />
Foto: Frutarom Savory Solutions
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Vielfältige Designs zum<br />
Sofort-Besitzen<br />
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Stuhl ‚Viki‘<br />
Stuhl ‚Tiziano‘<br />
Buchengestell Nuss gebeizt,<br />
Originalstoff Orange, Grün,<br />
Violett oder Rot<br />
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Schwarz oder Nuss gebeizt<br />
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auch gepolstert möglich<br />
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Metallgestell Schwarz,<br />
Bezug Anthrazit/Braun oder<br />
Anthrazit/Olivgrün<br />
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14 AKTUELL & ANGESAGT<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Das Hotel BASSENA setzt auf zeitgemäße Eleganz<br />
Unweit der Naherholungsgebiete Donauinsel<br />
und Alte Donau eröffnete<br />
<strong>das</strong> Hotel BASSENA Wien Donaustadt<br />
kürzlich seine Pforten.<br />
Mit insgesamt 198 Zimmern, Bibliothek,<br />
Restaurant, Bar, Fitnesscenter und<br />
einem Wintergarten wird einem als Hotelgast<br />
alles geboten, was <strong>das</strong> Herz begehrt.<br />
Das BASSENA versteht sich nicht<br />
nur als moderner Hotspot in Wien, sondern<br />
ist vor allem auch ein Ort der Begegnung.<br />
Der Name ist Programm, denn tatsächlich<br />
befindet sich eine Bassena<br />
(eine allgemein zugängliche Wasserstelle)<br />
in der Lobby des Hotels, die eine gesellige<br />
Begegnungszone für Hotelgäste<br />
schafft. Bei einem sogenannten „Bassena-Tratsch“<br />
fällt bestimmt auch <strong>das</strong> ein<br />
oder andere Wort über die stylische Einrichtung<br />
des Hotels.<br />
Denn ausgewählte Bereiche des Hotels<br />
wurden mit stilvollen Stühlen und<br />
Barhockern der renommierten Firma<br />
„1000 Tische und Stühle“ ausgestattet.<br />
Im Wintergarten bieten die Sitzmöbel<br />
der Serie „Tiziano“ mit Wiener Geflecht<br />
höchsten Sitzkomfort und setzen modische<br />
Akzente im Raum. Die hochwertigen<br />
Möbel garantieren zudem eine lange<br />
Lebensdauer und machen diese Designserie<br />
zu einer lohnenden Investition.<br />
Mit dieser Wahl des Einrichtungsprofis<br />
Alexander Krausz (1000 Tische & Stühle)<br />
hat <strong>das</strong> BASSENA Wien Donaustadt<br />
ein Statement gesetzt und bewiesen,<br />
<strong>das</strong>s es sich nicht nur um ein stilbewusstes<br />
Hotel handelt, sondern seinen<br />
Gästen neben Komfort auch Regionalität<br />
und Nachhaltigkeit bietet.<br />
www.1000tische.at<br />
www.bassenahotels.com<br />
Fotos:BASSENA Hotels<br />
Obsthaus expandiert<br />
10.000 Tonnen Obst und Gemüse<br />
liefert der Großhändler Obsthaus<br />
jährlich aus – Tendenz steigend.<br />
Um die Bedürfnisse der<br />
Kunden in Zukunft bestmöglich<br />
bedienen zu können, baut Erich<br />
Haller, Gründer und Geschäftsführer<br />
des Familienunternehmens<br />
nur wenige Meter entfernt von<br />
dem aktuellen Standort am Großgrünmarkt<br />
in Wien eine neue moderne<br />
Halle. „Mit unserem neuen<br />
Foto: Sandra Schartel<br />
Frischelogistikzentrum implementieren<br />
wir auf insgesamt 3.000 m 2 Nutzfläche ein modernes<br />
Lagerwirtschaftskonzept, um die verschiedenen Sorten<br />
Obst- und Gemüse bestmöglich aufzubewahren und vorzubereiten“,<br />
betont Erich Haller. Das Obsthaus ist am Großmarkt<br />
Wien der größte Bio-Obst und Gemüse Händler und beliefert<br />
damit die System- und Großgastronomie, die Hotellerie,<br />
Werksküchen, Altersheime und Spitäler/Krankenhäuser, die<br />
Lebensmittelindustrie sowie Büros und Privathaushalte.<br />
www.obsthaus.at<br />
Umweltfreundliche<br />
Verpackung<br />
Das Ziel der Halek GmbH ist es,<br />
aktiv an einem Umdenken sowie<br />
an einer Neuausrichtung bei<br />
der Auswahl der verwendeten<br />
Materialien mitzuarbeiten und<br />
den Trend bewusst in Richtung<br />
Nachhaltigkeit zu beeinflussen.<br />
Für Gastronomiebetriebe wird es immer wichtiger, adäquate<br />
Alternativen zu fossilen Materialien zur Verfügung zu stellen.<br />
Um diese Suche und die Auswahl der passenden Verpackungen<br />
und Rohstoffe für den Halek-Kunden zu vereinfachen hat<br />
<strong>das</strong> zukunftsorientierte Unternehmen eine hausinterne Zertifizierung<br />
ins Leben gerufen - <strong>das</strong> ECO STAR by Halek Label –<br />
welches Produkte kennzeichnet, die durch Umweltfreundlichkeit<br />
und Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Alle Produkte<br />
aus Karton, Bio-Karton, Zuckerrohr oder Palmblatt werden so<br />
übersichtlich gekennzeichnet. Das garantiert auch, <strong>das</strong>s diese<br />
Artikel als Altpapier, Kompost oder über die Restmüllsammlung<br />
entsorgt werden können.<br />
www.halek.at<br />
Foto: Halek
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELL & ANGESAGT 15<br />
Jubiläum: 50 Jahre Wiberg<br />
WIBERG bringt seit 50 Jahren<br />
Geschmack und Genuss in die<br />
Gastronomie. Mit innovativen Produkten,<br />
professionellem Service<br />
und höchster Qualität ist WIBERG<br />
der ideale Partner für Profiköche.<br />
Heute umfasst <strong>das</strong> Gastronomiesortiment<br />
eine breite Produktpalette<br />
aus verschiedensten Kräutern,<br />
Gewürzen und Mischungen<br />
im Trockenbereich sowie Essigen,<br />
Foto: Frutarom<br />
Ölen und kreativen Produktlinien<br />
aus der Flüssigrange. Was Gäste heute schmecken und genießen<br />
können, ist über die Jahre mit hohem Qualitätsanspruch<br />
und Innovationsgeist gewachsen. Das Team forcierte<br />
die Zusammenarbeit mit dem Großhandel und bietet mit<br />
seiner starken Außendienstmannschaft, den Kochseminaren<br />
und den Rezeptbroschüren professionellen Service auf<br />
höchstem Niveau. Für perfekt abgestimmte Gewürzmischungen<br />
arbeiten Experten aus der Produktentwicklung eng mit<br />
den WIBERG Profiköchen zusammen.<br />
www.wiberg.eu<br />
BIO-Aufstriche mit<br />
100 Prozent Frucht<br />
Eine fruchtige Explosion<br />
im Mund sind die neuen<br />
Fruchtaufstriche der<br />
Tiroler Früchteküche aus<br />
100 Prozent Frucht. Marillen,<br />
Erdbeeren, Heidelbeer-<br />
Cassis und Himbeeren (jeweils<br />
60 Prozent Anteil),<br />
gesüßt mit Süße aus Äpfeln,<br />
geliert mit Pektin aus<br />
Äpfeln und verfeinert mit<br />
Foto: Ramona Waldner<br />
dem Saft aus Zitronen. Und alles aus kontrolliert biologischem<br />
Anbau.„Bio ist ein anhaltender Trend, und der auch in den Hotels<br />
immer mehr Niederschlag findet „Gerade bei Bio-Produkten<br />
ist auch die Rohstoffauswahl besonders wichtig“, so Mag.<br />
Michaela Hysek-Unterweger, Geschäftsführerin der Unterweger<br />
Früchteküche. Nur die erlesensten Früchte schaffen es<br />
durch den strengen Auswahlprozess. Die anschließende Produktion<br />
läuft unter ständiger Aufsicht der Qualitäts- und Geschmackskontrolle.<br />
www.fruechtekueche.at
16 INTERVIEW<br />
4/20<strong>23</strong><br />
„Die Preisstabilität von<br />
Bio wird unterschätzt!“<br />
Info<br />
„Gastronomen<br />
sollten keine Angst<br />
vor dem Wareneinsatz<br />
haben!“<br />
Horst Moser, Geschäftsführer<br />
von BIOGAST<br />
Fotos: Biogast<br />
Horst Moser, Geschäftsführer von BIOGAST, Österreichs größtem Bio-Großhändler, gibt für<br />
<strong>GASTRO</strong> einen Einblick in die Entwicklung von BIO in der Gastronomie. <br />
Von Petra Pachler<br />
Herr Moser, welche Warengruppen<br />
werden am häufigsten in Bioqualität<br />
nachgefragt?<br />
Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie<br />
der Trockenbereich. Wobei die Milchprodukte<br />
dabei klar an ersten Stelle<br />
stehen. Die großen Molkereien als verlässlicher<br />
Partner sorgen dafür, <strong>das</strong>s<br />
Info<br />
Anmerkung der Redaktion:<br />
Die von der AMA erhobenen<br />
Zahlen zum gesamten<br />
Biomarkt – Handel, Gastronomie,<br />
Direktvertrieb und<br />
Fachhandel – zeigen, <strong>das</strong>s<br />
2019 in Österreich Bio-Lebensmittel<br />
im Gesamtwert<br />
von etwas mehr als zwei<br />
Milliarden Euro abgesetzt<br />
wurden, <strong>das</strong> entspricht<br />
einem Plus von 6,7 Prozent<br />
gegenüber 2018.<br />
die Gastronomen auf der sicheren Seite<br />
sind. Zudem ist diese Warengruppe<br />
im Gastrobetrieb leicht umsetzbar<br />
und geht am schnellsten – was bei jedem<br />
Umstieg wesentlich ist. Der Vorteil<br />
für den Gastronom liegt klar auf der<br />
Hand: Hat er seine Milchprodukte auf<br />
Bio umgestellt, so kann er damit viele<br />
unterschiedliche Gerichte auf der Karte<br />
auszeichnen. Auch die Preisstabilität<br />
ist gegeben!<br />
Welche Entwicklung hat der Biosektor<br />
in den letzten Jahren gemacht?<br />
Interessanterweise stagniert seit der<br />
Pandemie und bedingt durch die Inflation<br />
die Bionachfrage im Handel, während<br />
sie in der Gastronomie steigt. Zwar<br />
in überschaubarem Rahmen, aber dafür<br />
stetig. Wobei die Verfügbarkeit auch im<br />
Falle explosionsartiger Nachfrage gedeckt<br />
wäre, denn die Menge ist da. Wir<br />
können auf 470 Lieferanten für die direkte<br />
Zusammenarbeit zurückgreifen,<br />
die wiederum ein dichtes Netzwerk an<br />
Biolandwirten haben. Bio Austria Qualität<br />
zeigt sich in rund 400 Produkten,<br />
vorrangig im MOPRO Bereich. Zudem<br />
sagt der Akionsplan für biologische Erzeugung,<br />
<strong>das</strong>s bis 2030 der Anteil der<br />
Bioanbauflächen 25 Prozent betragen<br />
muss!<br />
Zwei Drittel des Umsatzes machen<br />
wir mit heimischer Bioware, der Rest<br />
kommt – mit Ausnahme von Produkten<br />
wie Bananen, Kaffee oder Ananas – aus<br />
der EU. Hier sind vor allem gute Partnerschaften<br />
wichtig.<br />
Der Preis für Bioprodukte liegt meist<br />
deutlich höher als für konventionelle<br />
Ware. Ist <strong>das</strong> ein Hemmschuh für die<br />
Gastronomen?<br />
Die Preise sind oft nicht mehr weit vom<br />
konventionellen Bereich entfernt. Das<br />
liegt zum Teil auch am Energiefaktor.<br />
Denn Biolandwirtschaft braucht weniger<br />
Energie und genau <strong>das</strong> schlägt sich<br />
in Zeiten von hohen Energiepreisen positiv<br />
zu Buche. Es ist dadruch eine Form<br />
von Kostenwahrheit entstanden!<br />
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schaffen und sichern wir Arbeitsplätze in Österreich.<br />
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Seite 18 bis Seite 47<br />
Food<br />
Frühlingskräuter<br />
Bärlauch und Spargel sind<br />
aktuell die Renner in vielen<br />
Lokalen, doch auch der Löwenzahn<br />
wird hierzulande<br />
immer beliebter. Saisonale<br />
Kräuter und Gemüse haben<br />
jedenfalls bei einer stetig<br />
steigenden Nachfrage nach<br />
vegetarischen Gerichten<br />
gute (Speise-)Karten.<br />
Seite 20<br />
Fleisch<br />
Im Moment befindet sich<br />
Fleisch thematisch in<br />
einem starken Spannungsfeld.<br />
Unterschiedliche<br />
Standpunkte zur Tierhaltung<br />
und vor allem, ob und<br />
wie viel Fleisch der Mensch<br />
essen darf, werden heftig<br />
diskutiert. Zeit, ein wenig<br />
Objektivität in die Diskussion<br />
zu bringen.<br />
Seite 34<br />
Ethno<br />
Die Vielfalt der orientalischen<br />
Küche ist enorm und<br />
wird zu Unrecht häufig auf<br />
Döner, Dürüm & Co. reduziert.<br />
Ursachen dafür sind<br />
u.a. die vielfältige Geschichte<br />
und Geographie. Eben<br />
Kulinarik wie aus 1001 Nacht,<br />
die auch abseits einschlägiger<br />
Ethnolokale immer<br />
beliebter wird.<br />
Seite 44
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELLES 19<br />
Traumhaftes Beet<br />
Günstig & gesund<br />
Wild und Wein<br />
Foto: Löwenzahn<br />
Der Traum vieler: Gemüse und Obst, <strong>das</strong><br />
aus Töpfen, Beeten, Kisten oder die<br />
Wände hinaufwächst. Klingt zu schön,<br />
um wahr zu sein? Mit dem neuen Buch<br />
der österreichischen Garten- und Bio-Expertin<br />
Doris Kampas „Das phänomenale<br />
Erntebeet“ ist <strong>das</strong> möglich.<br />
www.loewenzahn.at<br />
168 Seiten, gebunden<br />
24,90 Euro<br />
ISBN 978-3-7066-2968-3<br />
Foto: Tyroila<br />
Bei nachhaltiger und gesunder Ernährung<br />
sparen muss trotz Teuerungen<br />
nicht sein. Lisa Hauser zeigt mit 70<br />
schnellen Rezepten, wie man gerade<br />
beim Selberkochen auf Ausgewogenheit,<br />
Qualität und Geldbörse gleichermaßen<br />
achten kann und gibt zudem viele Tipps<br />
zum Haltbarmachen, saisonalen Kochen<br />
oder zur Wegwerf-Vermeidung.<br />
www.tyroliaverlag.at<br />
192 Seiten, 151 farb. Abb., 21 x 26 cm, gebunden<br />
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 20<strong>23</strong><br />
€ 26,-, ISBN 978-3-7022-4109-4<br />
Foto: Penguin Random House<br />
Die 29-jährige Jägerin und Winzerin<br />
Shanna Reis vereint in ihrem Leben<br />
ihre Liebe zu Wein, ihr Bedürfnis nach<br />
Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit<br />
sowie den Schutz von Tier und Natur.<br />
Wie sich ihre Ansätze in ein ganzheitliches<br />
Lebenskonzept fügen, beschreibt<br />
sie in ihrem Buch „WILD IM HERZEN“.<br />
www.penguinrandomhouse.de<br />
Ausgabeformat: Paperback, Klappenbrosch.<br />
Seiten & Größe: 240 Seiten | 13,5x20,6 cm<br />
ISBN: 978-3-328-10976-1<br />
Preis: EUR 16,50 [AT]<br />
Ratzeputz: Knäckebrot<br />
Text & Foto: Andrea Jungwirth<br />
Brot backen liegt im Trend und so landet es gerne als Spezialität am Frühstücksbuffet oder zur Vorspeise im guten<br />
Restaurant auf dem Teller der Gäste. Doch viele Köche scheuen den Aufwand. Selbstgemachtes Knäckebrot dagegen<br />
ist schnell bereit, schmeckt hervorragend und ist lange haltbar. Immer wieder bleiben Samen oder Kerne<br />
in der Küche übrig, die verwertet werden müssen, auch beim Frühstücksbuffet sind Sesam, Sonnenblumenkerne<br />
oder geschroteter Leinsamen in Schüsseln angerichtet, um <strong>das</strong> Müsli aufzupeppen. Reste davon oder auch andere<br />
Körner wie gepoppter Amaranth, Kürbiskerne oder Hanfsamen passen gut ins Knäckebrot. Erlaubt ist, was vorhanden<br />
ist, die unterschiedlichen Körndln können beliebig ausgetauscht werden.<br />
Das Knäckebrot eignet sich perfekt als Vorspeise, mit etwas Salat und Gemüse belegt, einer guten Sauce mariniert<br />
und mit etwas kaltem Bratenfleisch vom Schwein oder Rind garniert. Fertig ist der Appetizer!<br />
Mit Putz und Stingl<br />
KNÄCKEBROT<br />
Zutaten für 2 Backbleche:<br />
125 g Roggenvollkornmehl<br />
50 g Weizenmehl<br />
100 g Haferflocken<br />
50 g Sonnenblumenkerne<br />
20 g Sesam<br />
20 g Leinsamen<br />
4 Esslöffel Rapsöl<br />
1 Teelöffel Salz<br />
~ 400 – 450 ml Wasser<br />
Salz<br />
› Mohn, Kümmel oder Sesam zum<br />
Bestreuen<br />
Zubereitung:<br />
1. Alle Zutaten gut miteinander vermischen und zu<br />
einem glatten Teig kneten. Der Teig kann ruhig etwas<br />
weicher sein, so<strong>das</strong>s er mit einer Teigspachtel<br />
gut verstreichbar ist. Ist der Teig zu weich, einfach<br />
noch etwas gemahlene Kerne oder Mehl einarbeiten,<br />
ist er zu fest, etwas Wasser.<br />
2. Den Teig halbieren und mit einer Teigspachtel<br />
jeweils dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes<br />
Backblech streichen.<br />
3. Das Knäckebrot nun bei 180 Grad Celsius etwa<br />
10 bis 15 Minuten knusprig backen. Danach aus dem Backrohr nehmen, <strong>das</strong><br />
Backpapier abziehen und <strong>das</strong> Brot in Stücke schneiden oder brechen.<br />
4. Nun <strong>das</strong> Knäckebrot wieder auf den Backblechen verteilen und 20 – 30<br />
Minuten fertig backen.<br />
Tipp: Ausgekühlt und luftdicht verpackt hält <strong>das</strong> Knäckebrot mehrere Wochen.
20 FRÜHLINGSKULINARIK<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Foto: valya82 / Adobe Stock<br />
Wildkräuter und Spargel<br />
im Frühling<br />
Saisonal locken der altbekannte Bärlauch und Spargel auf der Speisekarte, doch auch der hier<br />
seltener gesehene Löwenzahn hat es in sich.<br />
Von Magdalena Mayr<br />
In der Zeit von Mitte März bis Mitte<br />
Mai können Bärlauchblätter geerntet<br />
werden. Doch wie kann der frische<br />
Bärlauch verarbeitet werden?<br />
Von Suppe über Aufstrich bis Öl<br />
Ein Klassiker ist die Bärlauchsuppe,<br />
welche pur oder zusammen mit anderen<br />
wilden Kräutern, Gemüse oder Kartoffeln<br />
genossen wird. Zudem besticht<br />
der Bärlauch fein aufgeschnitten im Salat<br />
oder als Zutat für eine Kräuterbutter.<br />
Und auch Brotaufstriche, wie Bärlauch-<br />
Hummus, die auch vegan sein können,<br />
bereichern die Speisekarte. Mit Bärlauch-Knödel<br />
und -Gnocchi ist auch für<br />
deftigere Gerichte gesorgt. Und wer <strong>das</strong><br />
Lebensmittel <strong>das</strong> ganze Jahr über genießen<br />
will, sollte eines wissen: durch die<br />
Trocknung verliert der Bärlauch einen<br />
Großteil seines Geschmacks, weswegen<br />
es sich eher anbietet, ihn in Öl einzulegen.<br />
So entstehen Pesto, Öl oder Ölpasten<br />
aus der grünen Pflanze.<br />
Spargel, am besten Bio<br />
Grundsätzlich gelten geschlossene Köpfchen<br />
und feuchte Schnittstellen beim<br />
Spargel als Frischeindikator. Kommt<br />
<strong>das</strong> Gemüse aus biologischem Anbau,<br />
so ist es noch geschmackvoller und zarter.<br />
Denn bei Biobauern gilt die Devise,<br />
die Pflanzenanzahl pro Hektar so niedrig<br />
wie möglich zu halten – dadurch<br />
wird der Spargel mit vielen Mineralstoffen<br />
versorgt. Bio-Spargel wächst natürlich<br />
und ohne chemisch-synthetische<br />
Pflanzenschutzmittel. Außerdem wird<br />
auf schnelllösliche, mineralische Dünger<br />
verzichtet. Durch die Kompostdüngung<br />
und die Einsaat von Leguminosen wird<br />
der Boden fruchtbar gehalten – <strong>das</strong> Er-
4/20<strong>23</strong><br />
FRÜHLINGSKULINARIK 21<br />
Fotos: Pixabay<br />
gebnis: ein zarter, geschmackvoller Bio-<br />
Spargel, der schon nach der Saison Lust<br />
auf <strong>das</strong> nächste Jahr macht.<br />
Löwenzahn ist kein Unkraut!<br />
Löwenzahn wird oft als giftiges Unkraut<br />
verschrien – und <strong>das</strong> völlig zu Unrecht,<br />
denn er enthält wertvolle Nährstoffe.<br />
Wer die kleine Pflanze essen möchte,<br />
kann dies unbesorgt tun: Sämtliche<br />
Pflanzenteile sind essbar und können<br />
auf verschiedene Arten zubereitet werden<br />
oder auch als Deko fungieren. Löwenzahn<br />
ist nicht nur essbar, sondern<br />
auch vitamin- und mineralstoffreich.<br />
Zudem ist er aufgrund seiner Bitterstoffe<br />
in der Naturheilkunde eine gern<br />
gesehene Pflanze. Er wirkt unter anderem<br />
blutreinigend, entgiftend und verdauungsfördernd.<br />
Deshalb wird <strong>das</strong><br />
Gewächs gerne unterstützend bei Appetitlosigkeit,<br />
Blähungen, Entschlackungskuren,<br />
Leberbeschwerden sowie<br />
Verdauungsproblemen eingesetzt.<br />
Grundsätzlich gilt: Je jünger ein Löwenzahn<br />
ist, desto geschmackvoller ist er.<br />
Also sollten seine Pflanzenteile geerntet<br />
werden, sobald sie sich neu gebildet<br />
haben. Die Blätter wachsen bereits im<br />
Frühjahr und die Blütezeit beginnt ab<br />
April. Bis in den Oktober hinein können<br />
die Pflanzenteile geerntet werden.<br />
Und wie soll die Pflanze verarbeitet werden?<br />
Blätter und Stiele eignen sich für<br />
Salate, Pesto, Säfte, Suppen, Eintöpfe,<br />
Soßen und als Gemüsebeilage. Die<br />
Blüten schmücken Desserts, Salate,<br />
Marmeladen, Sirupe, Tees und Obstsalate.<br />
Die Wurzeln sind als Gemüsebeilage<br />
und Kaffeeersatz gerne gesehen. Ob<br />
der Löwenzahn aus dem eigenen Garten<br />
bzw. Anbau geerntet wird, oder eingekauft<br />
wird, ist jedem selbst überlassen<br />
– aber bitte keinesfalls von Straßenrändern<br />
pflücken.<br />
Spargel mit Bozner Sauce<br />
Zutaten:<br />
› 2 Eier<br />
› 2 TL Senf<br />
› Salz<br />
› weißer Pfeffer aus der<br />
Mühle<br />
› 2 EL heißes Wasser<br />
150 ml Öl<br />
3 TL Weißweinessig<br />
2 EL Schnittlauch<br />
2 EL Parmesan, gerieben<br />
› 50 g zerlassene Butter<br />
› 4 Scheiben gekochter<br />
Schinken<br />
› 1 EL Schnittlauch, fein<br />
geschnitten<br />
In Südtirol gibt es den bekannten Terlaner Spargel, welcher unter dem<br />
Gütesiegel Margarete, benannt nach der letzten Gräfin Tirols, auch <strong>das</strong><br />
Qualitätszeichen Südtirol besitzt. Die Spargelzeit dauert in Terlan zirka zwei<br />
Monate und unzertrennbar mit den Terlaner Spargeln ist die berühmte<br />
„Bozner Sauce“.<br />
1. Eier 7 Minuten kochen, in kaltem Wasser abschrecken, schälen und Eigelb<br />
vom Eiweiß trennen.<br />
2. In einer Schüssel Eigelb mit Senf, Salz, Pfeffer<br />
und heißem Wasser gut verrühren. Dann<br />
Öl langsam, aber kräftig einrühren.<br />
3. Mit Weißweinessig würzen, Schnittlauch<br />
sowie fein gehacktes Eiweiß untermengen.<br />
4. Den Spargel mit geriebenem Parmesan<br />
bestreuen, mit zerlassener Butter beträufeln<br />
und mit Bozner Sauce, gekochtem Schinken,<br />
Schnittlauch und Kräuteröl garnieren und<br />
servieren.<br />
Foto: IDM Südtirol
22 ADVERTORIAL<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Fotos: Unilever Food Solutions & Eskimo<br />
Mit Zusatz-Umsatz durch die<br />
Spargelsaison<br />
Der Frühling ist da und mit ihm kehrt die Spargelsaison ein. In dieser Zeit darf eine Sache<br />
nicht fehlen, die Lukull Sauce Hollandaise.<br />
Sie lässt sich mit nur wenigen Handgriffen<br />
in vielseitige Saucenvarianten<br />
umwandeln und ergänzt damit<br />
Spargelgerichte aller Art. Sie bietet<br />
nicht nur höchste Geschmacksqualität<br />
und Stabilität, dank der einfachen<br />
Anwendung kann die Sauce ganz problemlos<br />
in bestehende Küchenabläufe<br />
integriert und selbst von ungelerntem<br />
Personal schnell eingesetzt werden.<br />
Durch eine spannende Mischung aus<br />
klassischen und innovativen Spargelgerichten<br />
lässt sich so in vielen Gastronomien<br />
trotz Personalmangel Zusatzumsatz<br />
generieren.<br />
„Die Spargelsaison ist eine spannende<br />
und essenzielle Zeit für Gastronomen,<br />
jedoch fehlt es noch an allen Ecken<br />
und Enden an geschultem Personal. In<br />
dieser Situation ist es wichtig, mit verlässlichen<br />
Grundprodukten zu arbeiten,<br />
die auch von angelernten Kräften zubereitet<br />
werden können“, sagt Andras Horvath,<br />
Culinary Fachberater bei Unilever<br />
Food Solutions & Eskimo. Wie leicht <strong>das</strong><br />
geht, zeigen kreative Rezepte, zusätzlich<br />
gibt die Culinary Fachberatung vielseitige<br />
Hilfestellungen an die Hand. Dazu<br />
gehören Tipps für die richtige Weinempfehlung<br />
zu Spargelgerichten, aber<br />
auch für <strong>das</strong> besonders ansprechende<br />
Anrichten. Da pflanzenbasierte Gerichte<br />
immer stärker gefragt sind, gibt es einen<br />
eigenen Website-Bereich mit spannenden<br />
vegetarischen Rezepten, die auf<br />
Lukull Sauce Hollandaise und den vielfältigen<br />
Produkten von The Vegetarian<br />
Butcher TM basieren.<br />
Die diesjährigen Menüempfehlungen<br />
von Unilever Food Solutions & Eskimo<br />
enthalten im Vorspeisenbereich<br />
warme Mozzarella im Katenschinken-<br />
Mantel auf Salat von grünem Spargel<br />
und Zucchini in Senf-Dressing oder<br />
Buttermilch-Spargelsuppe mit Erbsen-Zitronen-Sorbet<br />
für einen erfrischenden<br />
Start. Für den Hauptgang<br />
eignet sich knuspriger Schweinebraten<br />
an Kümmel-Senf-Hollandaise,<br />
Speck-Spargelstangen und Drillingen<br />
oder eine klassische Roulade gefüllt<br />
mit grünem Spargel und einer Meerrettichcreme<br />
mit weißem Spargel an<br />
Portwein-Hollandaise. Als vegetarische<br />
Option ist ein Pflanzerl auf gegrilltem<br />
Spargel mit gebackener Süßkartoffel<br />
und geschäumter Braten-Hollandaise<br />
ein passendes Gericht. Für einen fruchtigen<br />
Abschluss sorgen ein Rhabarber-<br />
Tiramisu mit frischen Erdbeeren und<br />
Erdbeer-Schokoladen-Eis von Carte<br />
D’Or Professional oder Dreierlei von<br />
der Erdbeere aus gebrannter Erdbeersahne,<br />
Erdbeere im Waldmeistersalat<br />
und cremigem Erdbeersorbet.<br />
www.ufs.com/spargel
4/20<strong>23</strong><br />
FRÜHLINGSKULINARIK <strong>23</strong><br />
Spitzen-Olivenöl<br />
Olivenöl ist ein fixer Bestandteil in professionellen<br />
Küchen, vermehrt wird<br />
hier zu Erzeugnissen mit hoher Güte<br />
zurückgegriffen. Qualitätskriterium bei<br />
Olivenöl ist die Bezeichnung „Nativ Extra“<br />
oder „Extra Vergine“. Griechisches<br />
Olivenöl blickt auf eine jahrtausendalte<br />
Geschichte zurück und zählt zu den<br />
besten der Welt. Das „Grüne Gold“ vom<br />
Peloponnes gilt als eines der Besten aus<br />
„Hellas“. Genau von dort stammt „ILI-<br />
OS-grünes Gold - extra natives Olivenöl“,<br />
<strong>das</strong> sich qualitativ an die Spitze reiht.<br />
Das naturbelassene, kalt extrahierte Olivenöl<br />
stammt vom österreichisch-grie-<br />
Foto: Ilios<br />
chischen Familienbetrieb „ILIOS-grünes Gold“ mit Sitz in<br />
Oberösterreich. „Unser Spitzen-ÖL wird aus den familieneigenen,<br />
uralten Olivenhainen beim Dorf Samiko am Peloponnes<br />
von Hand geerntet und äußerst schonend gewonnen“, so<br />
Ute Kindlinger und ihr Mann Niko Stavropoulos Kindlinger,<br />
die hinter „ILIOS“ stehen.<br />
www.ilios-gruenesgold.at<br />
Blechkuchen, bitte!<br />
Froneri verstärkt sein Erfolgskonzept<br />
„Oma’s<br />
Landkuchen“ um die Sorten<br />
Donauwelle und Bienenstich.<br />
Es handelt sich<br />
um zwei echte Klassiker im<br />
extra großen Blechkuchen-<br />
Format, saftig und wie von<br />
Hand gebacken. Außerdem<br />
bekommen vier weitere Kuchen<br />
der Range ein Rezeptur-„Update“.<br />
Mit 42 x 34<br />
Foto: Froneri<br />
cm je Blech fallen die sechs Sorten ordentlich aus. Dank vorgeschnittener<br />
Stücke sind die Kuchen gut kalkulierbar und<br />
leicht zu servieren. Einfach einzeln entnehmen und auftauen<br />
lassen oder – bei hohem Gästeaufkommen – den ganzen<br />
Kuchen im passenden Kuchenblech von Oma’s Landkuchen<br />
auftischen und in einem Rutsch abverkaufen. Eine unkomplizierte<br />
und authentische Präsentation, die auch Omas Neuen<br />
gut steht: die cremig-fruchtige Donauwelle und ein Bienenstich<br />
mit Mandelkruste.<br />
www.froneri.at<br />
OMA IST<br />
DIE GRÖßtE.<br />
neu:<br />
donauwelle<br />
» Großer Blechkuchen<br />
in rustikaler Optik<br />
» Vorgeschnitten,<br />
ein richtig ordentliches Stück,<br />
wie bei Oma<br />
» In sechs beliebten Sorten<br />
Used under licence by Froneri International Ltd Société des Produits Nestlé S.A., Vevey, Switzerland, Trade Mark Owner<br />
www.froneri-austria.at
24 FRÜHLINGHSKULINARIK<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Klar gestellt: Spinat<br />
aufwärmen<br />
Es gehört zu den bekannten Küchenweisheiten:<br />
Fertig zubereiteten<br />
Spinat, der vom Essen übrig bleibt,<br />
sollte man nicht mehr erwärmen,<br />
da er sonst gesundheitsschädlich<br />
ist. Diese Weisheit stammt aus den<br />
Zeiten unserer Großmütter, als es<br />
noch keine Kühlschränke gab.<br />
Spinat ist ein sehr nitratreiches<br />
Gemüse. Nitrat ist ein Stoff in der<br />
Natur, den Pflanzen – und somit<br />
auch Gemüsepflanzen – zum Wachsen<br />
benötigen. Nitrat selbst ist nicht<br />
gesundheitsschädlich, aber trotzdem<br />
sind hohe Werte im Gemüse<br />
nicht erwünscht. Denn Nitrat kann<br />
von Bakterien in Nitrit umgewandelt<br />
werden, aus dem krebserregende<br />
Nitrosamine entstehen. Die<br />
Bakterien können einerseits bei der<br />
Verdauung die Umwandlung bewirken<br />
oder beim Warmhalten von<br />
Speisen. Reichlich Vitamin C, wie<br />
etwa ein Glas Orangensaft zum Essen,<br />
verhindert die unerwünschte<br />
Umwandlung im Magen.<br />
Heute weiß man es besser. Spinat<br />
darf auch noch am nächsten<br />
Tag gegessen werden, sofern man<br />
ihn richtig aufbewahrt hat. Nach<br />
dem Zubereiten die Reste schnell<br />
abkühlen lassen und danach im<br />
Kühlschrank lagern. So kann kaum<br />
Nitrit gebildet werden. Spätestens<br />
am nächsten Tag <strong>das</strong> Gemüse erwärmen<br />
und danach genießen.<br />
Mehrmals sollte Spinat nicht aufgewärmt<br />
werden.<br />
Aber mit jedem Gemüserest<br />
sollte sorgsam umgegangen werden,<br />
denn auch Mangold, Rukola<br />
oder die Blätter der Roten Rübe sind<br />
sehr nitratreich. Die Empfehlung,<br />
Spinat nicht aufzuwärmen, stammt<br />
aus Zeiten, in denen <strong>das</strong> Gemüse<br />
ungekühlt gelagert wurde.<br />
Mag. Andrea Jungwirth<br />
Ernährungswissenschafterin<br />
Foto: Andrea Jungwirth<br />
Frühlingsfrische<br />
Passend zu knackigen Frühlingssalaten,<br />
frischem Gemüse und würzigen<br />
Kräutern hat Nannerl sein Salatdressing-Sortiment<br />
überarbeitet und erweitert.<br />
Klassische Mischungen<br />
zum Anrühren mit<br />
Wasser oder Milch wurden<br />
ergänzt durch servierfertige<br />
Salatdressings in praktischen<br />
2-Liter-Flaschen!<br />
In Pulverform gibt es neben<br />
einer würzigen Gartenkräutermarinade<br />
<strong>das</strong> beliebte<br />
Italian Dressing, ein mildes<br />
Joghurt-Kräuter-Dressing,<br />
<strong>das</strong> pikante Tomate-Basilikum-Dressing<br />
und <strong>das</strong> herzhafte Zwiebel-Speck-Dressing.<br />
Neu im Sortiment<br />
sind die servierfertigen Dressings. Die<br />
Sorten Balsamico-Dressing, Cocktail-<br />
Foto: Iglo<br />
Dressing, French-Dressing und ein klassisches<br />
Joghurt-Dressing sind sofort servierfertig<br />
und bringen den Genuss sofort<br />
auf den Salat.<br />
www.nannerl.at<br />
Frühlingsklassiker Spinat<br />
Der Frühling ist für viele die beliebteste<br />
Jahreszeit. Es wird wärmer, die<br />
ersten Sonnenstrahlen lassen die Blumen<br />
blühen und Feiertage, wie etwa<br />
Ostern, sorgen für Unterbrechungen<br />
im stressigen Alltag. Kulinarisch ist<br />
der April mit Ostern von traditionellen<br />
Speisen geprägt, in der Karwoche wird<br />
oft zu einer Spinat-Variante gegriffen.<br />
Alle Iglo Spinat-Variationen kommen<br />
erntefrisch tiefgekühlt aus dem<br />
Marchfeld und sind mit dem AMA Gütesiegel<br />
ausgezeichnet, so bleiben Vitamine<br />
aber auch Farbenpracht und Geschmack<br />
bestmöglich erhalten. Kurze<br />
Transportwege durch die Wertschöpfung<br />
im Marchfeld sorgen für eine gute<br />
CO2-Bilanz. Neben der hervorragenden<br />
Qualität ist der iglo Spinat auch durch<br />
seine praktische Pellets-Form beliebt.<br />
Küchenchefs schätzen die genaue Portionier-<br />
und Kalkulierbarkeit sowie einfache<br />
Handhabung.<br />
www.iglo.at<br />
Fotos: Nannerl
4/20<strong>23</strong><br />
FRÜHLING 25<br />
Rezept: Fisch mit Spargel<br />
Die Kreativität in Österreichs Küchen sorgt immer häufiger<br />
auch für interessante Kombinationen von Spargel mit<br />
Fisch. Die Bandbreite der Rezepturen ist natürlich enorm,<br />
der Wein dazu sollte aber aus der qualitativen Oberliga<br />
stammen und sich vor allem durch Finesse auszeichnen:<br />
feiner Weißburgunder, Sauvignon oder Riesling, Gemischter<br />
Satz und Grüner Veltliner – aber immer von höchster<br />
Delikatesse.<br />
Foto: ÖWM/Ulli Kohl<br />
Zutaten für 4 Personen<br />
4 Filets Alpenlachs á 160 g<br />
Maldonsalz<br />
Limettenöl<br />
2 Limetten<br />
› ca. 16 Stangen weißer<br />
Spargel<br />
Salz<br />
Zucker<br />
1 Zitrone<br />
1 Semmel<br />
Für die Sauce:<br />
100 g Schalotten<br />
2 El Noilly Prat<br />
4 El Weißwein<br />
› 10 El Fischfond<br />
(Feinkostladen)<br />
› 2 El Obers<br />
› 100 g Butter<br />
› Salz, Pfeffer, Muskat<br />
Zubereitung<br />
Für die Weißwein-Fischsauce die feingehackten Schalotten<br />
mit Noilly Prat, Weißwein und dem Fischfond fast vollständig<br />
verkochen lassen. Obers zugeben, kurz aufkochen lassen<br />
und die Butter ein-mixen, mit Salz, Pfeffer und Muskat<br />
abschmecken. Den Spargel vom Kopf abwärts schälen. Die<br />
Schalen mit Wasser, Salz, Zucker, Zitronensaft und der Semmel<br />
aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Die<br />
geschälten Stangen in diesem Fond aufkochen und solange<br />
ziehen lassen, bis sie noch einen leichten Biss haben. Die<br />
Stangen in 1 cm Stücke schneiden, diese aufgestellt auf den<br />
Teller anrichten. Die Fischfilets entgräten, salzen und in einem<br />
Bambusdämpfer ca. acht Minuten bei 80° C garen. Die<br />
Haut abziehen und den Fisch mit etwas Limettenöl beträufeln.<br />
Die Spargel mit der Sauce nappieren und die Filets auf<br />
dem Spargel anrichten.<br />
Zwei zum<br />
Verlieben.<br />
Da haben sich zwei gefunden: Eifix<br />
Schlemmer Rührei und weißer Spargel<br />
sind einfach <strong>das</strong> perfekte Pärchen für<br />
leckere Geschmacksmomente, die<br />
garantiert gelingen. Jetzt probieren:<br />
www.eipro.de/friends<br />
Dazu passt:<br />
Sauvignon Blanc aus großer Lage, 2-3 Jahre<br />
Weißburgunder mit großer Eleganz, klassisch trocken<br />
Grüner Veltliner Reserve, elegant<br />
Gemischter Satz Reserve, mit Finesse<br />
› Riesling Reserve (Smaragd)<br />
www.oesterreichwein.at
26 FUTURE MENUS<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Gegensätze ziehen sich an<br />
Im jüngst präsentierten „Future Menus Trend Report 20<strong>23</strong>“ von Unilever wurden acht<br />
Gastrotrends der Zukunft beleuchtet. Einer der spannendsten lautete dabei „Flavor Contrast“.<br />
<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Haben Sie schon mal Anchovis in<br />
Kombination mit einem Pecorino-<br />
Keks probiert? Klingt ungewöhnlich,<br />
ergibt im Mund aber eine Umami-Explosion<br />
und ist zumindest eine<br />
spannende Erfahrung, die Journalisten<br />
zuteil wurde, die vor wenigen Wochen<br />
bei der offiziellen Präsentation des<br />
Unilever-„Future Menus Trend Report<br />
20<strong>23</strong>“ in der Firmenzentrale in Wageningen<br />
(NL) anwesend waren. Konkret<br />
ging es um einen Workshop zum Thema<br />
„Flavor Contrast“, also „geschmackliche<br />
Gegensätze“, bei dem auf einer<br />
großen Platte zahllose Produkte mit<br />
unterschiedlichsten Geschmäckern<br />
aufgetragen waren, die man in den wildesten<br />
Kombinationen gemeinsam probieren<br />
sollte: von mild bis scharf, salzig,<br />
süß, bitter, sauer oder umami – und zwei<br />
der Produkte und Texturen waren eben<br />
auch Pecorino-Kekse und Anchovis.<br />
Vor allem geht es bei diesem Trend<br />
aber darum, kulinarische Erlebnisse für<br />
alle Sinne zu kreieren: Heiß und kalt<br />
oder scharf und süß. Diese Gerichte<br />
bieten einen Mix aus Farben und Texturen<br />
– knusprig und herzhaft, weich<br />
und cremig. „Dieser Trend bietet völlig<br />
neue Sinneseindrücke und prägt sich so<br />
ins Gedächtnis ein“, ist man bei Unilever<br />
Food Solutions (UFS) überzeugt.<br />
Ein konkretes Beispiel für geschmackliche<br />
Gegensätze bietet z.B. Edwin<br />
van Gent, Chefkoch für UFS in den<br />
Niederlanden mit seinem Rezept „Gerösteter<br />
Knollensellerie mit Schokoladen-Mole<br />
und Ingwer“.<br />
Foto: UFS<br />
Gerösteter Knollensellerie mit Schokoladen-Mole und Ingwer<br />
Zutaten:<br />
ZELLER:<br />
› 1 Sellerieknolle<br />
› 100 g Knorr Professional Klare<br />
Suppe rein pflanzlich<br />
› 5 l Wasser<br />
› 150 g Butter<br />
INGWER-GEL:<br />
100 g Ingwer in Sirup<br />
› 50 ml Sushi-Essig<br />
250 ml Apfelsaft<br />
› 4 g Gellan<br />
MOLE<br />
10 g Sonnenblumenöl<br />
› 5 g Knorr Professional<br />
Gewürzpaste Ingwer<br />
1 g Chiliflocken<br />
2 g Mole-Mischung<br />
› 100 ml PX Sherry<br />
250 ml Wasser<br />
› 11 g Knorr Braune Grundsauce<br />
› 10 g Maizena Fix-Saucenbinder<br />
dunkel<br />
› 50 g dunkle Schokolade 80 %<br />
› 100 g Ingwer-Gel<br />
MOLE-GEWÜRZMISCHUNG<br />
› 55 g Zwolle Stew Spice Mix<br />
(Jonnie Boer)<br />
› 5 g Chipotle (getrocknete,<br />
geräucherte Chilis)<br />
› 35 g Kakaopulver<br />
GARNITUR<br />
› 225 g Sauerklee<br />
› 100 g Schwarzwurzelchips<br />
ZELLER: Den Zeller gründlich waschen. Eine Gemüsebouillon herstellen und den Zeller eine Stunde lang kochen. Den<br />
Zeller in der Bouillon abkühlen lassen. Die Butter in einer Bratpfanne zum Schmelzen bringen. Den Zeller 1,5 Stunden<br />
lang bei 170° C im Ofen backen. Dabei den Zeller regelmäßig mit Butter übergießen. Aus dem Ofen nehmen und in<br />
Spalten schneiden.<br />
INGWER-GEL: Den Ingwer blanchieren und abspülen. Danach mit dem Apfelsaft und Sushi-Essig zusammen pürieren.<br />
Das Gellan einrühren und alles zum Kochen bringen. Kurz aufkochen lassen und dann in eine Schüssel abgießen. Abkühlen<br />
lassen und alles im Mixer zu einem weichen Gel verrühren.<br />
MOLE: Das Öl erhitzen, Ingwer, Chiliflocken und Gewürze hinzufügen. Mit dem PX Sherry ablöschen und <strong>das</strong> Wasser<br />
hinzufügen. Das Saucenpulver hinzufügen, zum Kochen bringen und mit Maizena Fix-Saucenbinder binden. Zum<br />
Köcheln bringen und die Schokolade einrühren.<br />
VORBEREITUNG: Den Zeller auf den Tellern verteilen und kleine Tropfen Ingwer-Gel aufspritzen. Mit den Schwarzwurzelchips<br />
und dem Sauerklee garnieren und die Sauce angießen.
4/20<strong>23</strong><br />
FRÜHLINGSKULINARIK 27<br />
Knackfrisch<br />
in den<br />
Frühling<br />
Foto: Antonio Diaz<br />
Speisekarte im<br />
Outdoor-Bereich<br />
Salomon gibt Gastronomen nützliche<br />
Tipps für die Speisekarte im<br />
Outdoor-Bereich. Die regionale Küche<br />
wird immer wichtiger, Salomon empfiehlt<br />
hier, aus regionalen Zutaten, die<br />
ohnehin für Speisen verwendet werden,<br />
ein neues Gericht für die Außengastronomie<br />
anzubieten. So wird aus Sauerkraut<br />
ein Burger mit karamellisiertem<br />
Sauerkraut oder aus Knödeln ein Knödel-Burger.<br />
Die Zeitspanne zwischen<br />
Zubereitung und Speisenausgabe ist für<br />
die Außengastronomie essenziell. Burger<br />
sind weiterhin hochwertig, auch<br />
wenn sie kurz warten müssen, bis sie<br />
serviert werden. Die Burgerpatties von<br />
Salomon gelingen auf allen Geräten und<br />
garantieren, <strong>das</strong>s die Qualität stimmt.<br />
Größenunterschiede nach dem Grillen<br />
sind ausgeschlossen. On top eignen sich<br />
Mozzarella Fries, Mozzarella Sticks oder<br />
Onion Rings und Cauli Wings von Salomon<br />
als vegane Alternativen.<br />
www.salomon-foodworld.com<br />
Hirselaibchen mit Broccoli [Art.-Nr. 544]<br />
Aus mineralstoffreiche Hirse, schonend getrocknetem<br />
Broccoli, Gewürzen, Gemüse und feinen Kräutern.<br />
Endlich wieder Spargelzeit<br />
Foto: Sander_Gruppe<br />
Mit dem Frühling beginnt auch eine der<br />
beliebtesten kulinarischen Zeiten<br />
des Jahres: die Spargelzeit. Das nehmen<br />
die Kreativköche von Sander Gourmet<br />
zum Anlass, um <strong>das</strong> Stangengemüse zu<br />
verarbeiten und Gastronomen kreative<br />
Impulse für eine frühlingsfrische Speisekarte<br />
zu liefern. Mit den Vorschlägen für<br />
fein abgestimmte À la Carte- und Buffetangebote<br />
erhalten Köche eine praktische<br />
Unterstützung im Küchenalltag<br />
– von Köchen für Köche. So gelingt es,<br />
mit wenig Personal wichtigen Umsatz<br />
zu generieren. Ob auserlesene Rohware,<br />
erntefrisch und geschält für die eigene<br />
Weiterverarbeitung, mit Butter sousvide-gegarte<br />
Spargel oder vorgefertigte<br />
Menükomponenten – <strong>das</strong> Saisonangebot<br />
bietet für jeden Geschmack Spargelvariationen.<br />
Das saisonale Angebot<br />
„Frühlingserwachen“ gibt es ab April bis<br />
24. Juni 20<strong>23</strong>.<br />
www.sander-gruppe.com<br />
ENTDECKEN SIE UNSERE<br />
REIN PFLANZLICHEN LAIBCHEN:<br />
Falafel<br />
7-Korn-Laibchen<br />
Dinkellaibchen<br />
Hirselaibchen<br />
Sojalaibchen<br />
Genuss made in Austria<br />
Nannerl GmbH & Co KG<br />
5102 Anthering bei Salzburg<br />
Tel. + 43 / (0) 662 / 66 10 46 - 0<br />
www.nannerl.at
Wenn der<br />
Berg ruft<br />
Foto: Conny Pokorny / Adobe Stock<br />
Fernab von Massentourismus und Verkehr einfach mal durchatmen und die Natur genießen,<br />
entlang der blühenden Almwiesen den Alltag vergessen und in den authentischen, urgemütlichen<br />
Hütten regionale Schmankerl verkosten – <strong>das</strong> und noch viel mehr gibt es hoch oben<br />
auf dem Berg zu erleben.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Jetzt im Frühling, nach den Wintermonaten,<br />
werden im Tal nicht<br />
nur die Wanderschuhe und -stöcke<br />
auf ihre Berg-Tauglichkeit überprüft<br />
und gegebenenfalls neues Equipment<br />
gekauft, sondern es werden auch<br />
die Hütten für die Sommersaison fit gemacht,<br />
damit Wanderer bei einer Pause<br />
Kraft tanken und zu einer bodenständigen<br />
Mahlzeit ganz nebenbei die<br />
atemberaubende Bergkulisse bestaunen<br />
können. Wanderwege, welche in<br />
den letzten Monaten mit Schnee bedeckt<br />
waren, sind nun wieder begehbar<br />
und so manche Hütte, die im Winter geschlossen<br />
hatte, ist mittlerweile wieder<br />
(oder schon bald wieder) ein willkommenes<br />
Plätzchen, um eine Pause einzulegen<br />
oder sogar zu übernachten. Das<br />
Einkehren in Almhütten gehört für viele<br />
Wanderer zum Berg-Erlebnis dazu<br />
und nicht wenige sind regelrecht enttäuscht,<br />
wenn die eine oder andere Hütte<br />
geschlossen hat. Je nach Region und<br />
Lage öffnen die meisten Hütten ab Mai<br />
bzw. Juni, wer sicher gehen möchte, sollte<br />
sich jedoch vorher bei der jeweiligen
4/20<strong>23</strong><br />
HÜTTENEINDECKUNG 29<br />
Unterkunft informieren. Das gilt nicht<br />
nur aber besonders, wenn eine Übernachtung<br />
geplant ist.<br />
Hüttenwirt = Multitalent<br />
Wer einmal <strong>das</strong> echte Bergleben erkundet<br />
und erlebt hat, der weiss es zu schätzen.<br />
Auf den Bergen scheinen die Uhren<br />
noch anders zu ticken, irgendwie<br />
langsamer. Viele Hüttenwirte möchten<br />
ganz bewusst einen Gang zurückschrauben<br />
und die Natur nicht verfälschen. Zurück<br />
zu den Wurzeln und <strong>das</strong> Leben im<br />
Einklang mit der Natur sind nicht nur<br />
Worte, sondern es wird danach gelebt.<br />
Die Gastgeber, die nicht selten auf eine<br />
langjährige touristische/gastronomische<br />
Karriere zurückblicken können,<br />
stecken ihr ganzes Herzblut in die Bewirtung<br />
der Hütten hinein und sind mit<br />
voller Leidenschaft dabei. Und die Menschen<br />
schätzen <strong>das</strong>, besonders seitdem<br />
der regionale Aspekt und somit auch die<br />
Sensibilität gegenüber regionalen Produkten<br />
verstärkt in den Fokus gerückt<br />
ist. Nachhaltige Bauweise, die Verwendung<br />
lokaler Produkte und auch der respektvolle<br />
Umgang mit der Natur machen<br />
den Hüttentourismus aus. Ohne<br />
die motivierten Hüttenwirte würde diese<br />
Art von Tourismus also kaum funktionieren.<br />
Dass deren Arbeit mit großen<br />
Anstrengungen und so manchen Hindernissen<br />
verbunden ist, davon bekommen<br />
die Wanderer oft gar nichts mit.<br />
Was vielleicht so einfach aussieht, ist<br />
allerdings mit viel Schweiss verbunden.<br />
Hüttenwirt zu sein, bedeutet ein Multitalent<br />
zu sein.<br />
Gastgeber, Koch, Servicepersonal,<br />
Rezeptionist, Putzkraft, Gärtner, Landwirt,<br />
Handwerker, Wanderführer und<br />
manchmal auch Ersthelfer bei Verletzungen<br />
– <strong>das</strong> Arbeiten auf der Hütte<br />
kann vielseitig sein, Langeweile kommt<br />
mit Sicherheit keine auf. Und dann wäre<br />
noch <strong>das</strong> Organisationstalent, <strong>das</strong> nicht<br />
fehlen sollte. Während sich Wanderer<br />
mit Proviant für die (kurze) Dauer ihres<br />
Ausflugs eindecken, haben die Gastronomen<br />
mit der Hütteneindeckung<br />
schon deutlich mehr zu tun. Im Laufe<br />
einer Saison werden etliche Tonnen<br />
Lebensmittel und sonstige Materialien<br />
wie Putzmittel, Toilettenpapier etc. gebraucht.<br />
Und diese Dinge müssen erstmal<br />
an ihr Ziel, also zur Hütte, gebracht<br />
Die Frigga gehört zu den Hüttenklassikern<br />
in Kärnten.<br />
Foto: Katrin Schedler<br />
werden. Je nach Lage des Betriebs ist es<br />
nämlich während der Saison vielleicht<br />
garnicht oder nur mühsam möglich<br />
Nachschub zu besorgen. Die Planung,<br />
was auf der Speisekarte stehen soll und<br />
welche sonstigen Waren benötigt werden,<br />
muss also im Vorfeld gemacht werden.<br />
Hüttenkulinarik<br />
Wer authentische Geschmackserlebnisse<br />
schätzt, der wird mit der Hüttenkulinarik<br />
seine Freude haben. Genauso unterschiedlich<br />
wie die zu entdeckenden<br />
Regionen und Berggipfel, sind auch die<br />
angebotenen Speisen. Doch eines kann<br />
gesagt werden: Die Schmankerl in luftiger<br />
Höhe spielen in ihrer eigenen Liga.<br />
Echt, unverfälscht und unglaublich gut<br />
– so lassen sich die Gaumenfreuden zusammenfassen.<br />
Gehören zu den bewirtschafteten<br />
Hütten auch Tiere wie Kühe,<br />
Ziegen und/oder Schafe, so können sich<br />
die Gäste auf Köstlichkeiten freuen, die<br />
direkt vor Ort produziert werden. Nicht<br />
selten ist <strong>das</strong> etwa die frische Rohmilch-<br />
Butter fürs Frühstück oder der Alpkäse<br />
für die Brettljause. Schon früh am Morgen<br />
kümmern sich die Wirte um <strong>das</strong><br />
Vieh und in manch einer Alpsennerei<br />
geben die Senner einen Einblick in<br />
ihr Handwerk. Arbeit gibt es zur Genüge,<br />
weshalb helfende Hände meist gerne<br />
gesehen sind. Da heißt es: Ärmel<br />
hochkrempeln und mithelfen – beim<br />
Gespräch mit den Hüttenwirten erhält<br />
Vegane Brettljausen sind auch auf<br />
Berghütten in.<br />
Foto: Smacznadietetyk<br />
man dafür wertvolle Tipps für die Wanderung.<br />
Zu den Klassikern der Hütten-<br />
Speisen gehören zweifelsohne Kaiserschmarren,<br />
Käsespätzle, Germknödel,<br />
Kaspressknödel, Apfelstrudel, Gulaschsuppe<br />
und die bereits erwähnte Brettljause.<br />
Allesamt meist deftige Gerichte,<br />
die sättigen und der Seele gut tun.<br />
Das Angebot an Speisen und Getränken<br />
hängt natürlich stark von den Besorgungs-,<br />
Lager- und Zubereitungsmöglichkeiten<br />
der Wirte ab. Der regionale<br />
Touch darf bei den Köstlichkeiten<br />
nicht fehlen. So locken Hütten in der<br />
Steiermark mit traditionell zubereiteten<br />
„Ennstaler Roggenkrapfen mit<br />
Steirerkas“, die in heißem Schmalz herausgebacken<br />
und mit dem bröseligen<br />
Steirerkas gefüllt werden, während in<br />
Vorarlberg ein „köriga“ Riebel – ein altes<br />
bäuerliches Gericht aus Maisgrieß,<br />
<strong>das</strong> einem Sterz ähnelt – mit selbstgemachtem<br />
Apfelmus für die richtige Stärkung<br />
sorgt. In Kärnten gibt’s eine Frigga<br />
(Eierspeis) mit Gailtaler Speck und Gailtaler<br />
Almkäse und in Salzburg lassen die<br />
Salzburger Nockerl süße Herzen höher<br />
schlagen. Einige Hütten passen ihr Angebot<br />
auch an die Essensgewohnheiten<br />
der Gäste an und bieten vermehrt z.B.<br />
vegetarische und/oder vegane Speisen<br />
an. Von Alm-Tapas über Wildkräuterbowls,<br />
veganen Eintöpfen bis hin zu Tofuknödel<br />
– Hüttenkulinarik kann auch<br />
ganz untypisch sein.
30 HÜTTENEINDECKUNG<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Genuss am Berg<br />
Berge und Hütten prägen Österreich<br />
und ziehen Urlauber<br />
aus In- und Ausland an. Da dürfen<br />
kulinarische Schmankerl wie<br />
herzhafte Knödel nicht fehlen.<br />
iglo bringt österreichischen Genuss<br />
auf die Teller – von traditionell<br />
bis modern. iglo Grammeloder<br />
Selchfleischknödel mit 100<br />
Prozent Fleisch bzw. Speck aus<br />
Österreich sorgen für eine zünftige<br />
Jausen. Für Gemüseliebhaber<br />
empfiehlt sich der panierte Karfiol<br />
oder ganz neu die iglo Broccoli<br />
& Karfiol Bällchen. Oder wie wäre<br />
es mit den iglo veganen Bratwürsteln<br />
oder iglo veganen Burgerlaibchen?<br />
Mit Sauerkraut oder Kartoffelpüree<br />
kombiniert oder klassisch<br />
als „veganer Hot Dog“ oder „veganer<br />
Burger“. Puren Genuss aus Österreich<br />
versprechen auch die iglo<br />
Backhendlstreifen. Nun heißt es<br />
Eindecken, und der Bergsommer<br />
kann kommen.<br />
www.iglo.at<br />
Fotos: Iglo<br />
Ei für die Hüttengastronomie<br />
Döner ohne Fleisch<br />
THE GREEN MOUNTAIN macht den<br />
Döner ab sofort zum veganen Qualitätsgericht<br />
– und zu einer kulinarischen<br />
Spielwiese. Das Produkt hat <strong>das</strong> Potential,<br />
eine plant-based Legende zu werden.<br />
Fleischlos, aber „echt“ im typischen<br />
Kebab/Döner Geschmack, leicht scharf<br />
und würzig, aromatisch nach Kreuzkümmel,<br />
Knoblauch und Kräutern. Und <strong>das</strong><br />
Das Ei ist ein vielseitiges<br />
Lebensmittel<br />
und bereichert als gekochtes<br />
Ei, Rührei oder<br />
Omelett jede Speisekarte.<br />
Zum Frühstück<br />
oder als kleine Zwischenmahlzeit<br />
dürfen<br />
für viele Gäste<br />
herzhafte Eierspeisen<br />
nicht fehlen. Für jene,<br />
die lieber flexibel, vegetarisch<br />
oder vegan<br />
speisen, bietet EIPRO<br />
mit nøgg auch pflanzliche<br />
Ei-Alternativen<br />
an. So erhält der Gastronom zusätzlich<br />
weitere und leckere Möglichkeiten, seine<br />
anspruchsvollen Gäste mit Ei-Gerichten<br />
zu begeistern. Auf den Hütten kommt<br />
es neben Genuss und Produktsicherheit<br />
auch auf einfache Handhabung, schnelle<br />
Zubereitung und Gelingsicherheit an.<br />
Deshalb setzen Hüttengastronomen bei<br />
Eierspeisen gern auf die Eiprodukte und<br />
pflanzlichen Ei-Alternativen von EIPRO.<br />
www.eipro.de<br />
www.noegg.de<br />
Foto: The green mountain<br />
alles garantiert ohne Aroma- und Konservierungsstoffe,<br />
andere Zusatzstoffe<br />
oder Laktose. Der neue Döner ist einfach<br />
portionierbar und reich an Vitamin<br />
B12 und High Protein. Nun fehlt lediglich<br />
gutes Brot, knackiger Salat und Soße, um<br />
den veganen Klassiker auch gerne auf der<br />
Hütte zu genießen.<br />
www.thegreenmountain.at<br />
Foto: Springer
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Brezn Sandwich,<br />
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Gewicht: 115 g, 30 St. / Kt.<br />
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Informationen zur Verfügung. Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Keine Haftung für Druckfehler.<br />
Bei den Produkt bildern handelt es sich teilweise um Servierbeispiele.<br />
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32 HÜTTENEINDECKUNG<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Premium-<br />
Genuss<br />
Burger sind absolute Publikumslieblinge.<br />
Vandemoortele bietet<br />
ein Sortiment an Basisprodukten<br />
an, mit denen man vielseitige<br />
Burger kreieren kann. Im Januar<br />
20<strong>23</strong> wurden zwei neue Burgerbrötchen<br />
eingeführt, die den klassischen<br />
Burgergeschmack bieten.<br />
Das rustikale Hamburgerbrötchen<br />
sowie <strong>das</strong> Hamburgerbrötchen mit<br />
Sesam und Schwarzkümmel . Beide<br />
Brötchen sind fertig gebacken<br />
und mit dem Butterfly-Cut vorgeschnitten.<br />
Die neuen Burgerbrötchen<br />
sind außen knusprig und<br />
innen fluffig weich, wie der Verbraucher<br />
es von einem typischen<br />
Burger-Brötchen erwartet. Vandemoortele<br />
hat zu den jeweiligen<br />
Basisprodukten abgestimmte<br />
Burgerrezepte entwickelt. Für <strong>das</strong><br />
neue Hamburgerbrötchen empfiehlt<br />
<strong>das</strong> Unternehmen <strong>das</strong> Rezept<br />
„Griechischer Burger“, mit<br />
Lamm-Fleischlaibchen, Feta-Käse,<br />
roten Zwiebelringen, Zucchini,<br />
Salat, Thymian und Aioli Sauce.<br />
www.vandemoortele.com<br />
Frühlingskulinarik<br />
neu erleben<br />
Das österreichische Unternehmen VeggieMeat<br />
ist auch in der Gastronomie<br />
in voller Munde und bietet ein umfangreiches,<br />
pflanzliches Gastro-Sortiment. Bei<br />
der neuesten Produktinnovation handelt<br />
es sich um eine pflanzliche Meeresfrüchtealternative<br />
auf Basis von Reis.<br />
Bei der diesjährigen Private-Label Messe<br />
„Marca“ in Bologna wurden die „vegini<br />
knusprige Tiger Garnelen“ mit dem IPLS<br />
Award ausgezeichnet. Herzhaft und pikant<br />
kommen die neuen vegini Speckstreifen<br />
auf Basis von Erbsen daher, sie<br />
dürfen auf keinem Teller fehlen. Mit dieser<br />
herzhaften, pflanzlichen Produktinnovation<br />
können vielerlei Gerichte in<br />
der Hausmannskost aber auch moderne<br />
Rezepte neu interpretiert werden. Wie<br />
zum Beispiel vegane Speckknödel mit frischem<br />
Schnittlauch für den Frühling. Mit<br />
vegini ist vegane Kulinarik grenzenlos.<br />
www.vegini.at<br />
Foto: Mediaagentur Hollaus<br />
Foto: Vandemoortele<br />
Kein Weg ist zu weit<br />
Jedes Jahr gilt es, Hütten, aber auch exklusive<br />
Bergrestaurants und -hotels<br />
mit umfangreichen Lieferungen auf die<br />
Saison vorzubereiten. Wedl erweist sich<br />
dabei seit langer Zeit vor allem in Vorarlberg,<br />
Tirol, Salzburg und Kärnten als<br />
zuverlässiger Partner. Eingedeckt wird<br />
vorwiegend mit länger haltbaren Lebensmitteln,<br />
Convenience-Produkten,<br />
Getränken sowie Waren aus dem Non-<br />
Food-Bereich. Alles kommt aus einer<br />
Hand und ist für Kunden von Wedl zu<br />
besonderen Eindecker-Angeboten erhältlich.<br />
Der oft isolierte Standort der<br />
Betriebe in schwer zugänglichen Berglagen<br />
ist dabei oft die Herausforderung,<br />
aber für Wedl ist kein Weg zu weit: Der<br />
Gastro-Zulieferer garantiert durch seine<br />
langjährige Erfahrung eine rechtzeitige<br />
Lieferung per LKW, Seilbahn oder sogar<br />
Hubschrauber vor den ersten Sommertagen.<br />
Darüber hinaus liefert Wedl natürlich<br />
auch regelmäßig frische Produkte.<br />
www.wedl.com<br />
Foto: Wedl
4/20<strong>23</strong><br />
ADVERTORIAL 33<br />
Fotos: Edna<br />
Herzhafter Laugengenuss<br />
Ob beim feierlichen Sektempfang,<br />
am extravaganten Abendbuffet<br />
oder anlässlich besonderer Festivitäten<br />
– Fingerfood hat sich als stets<br />
gern gesehener Klassiker etabliert.<br />
Genauso wie Laugen-Produkte! Das kastanienbraun<br />
glänzende Gebäck schmeckt<br />
jedoch nicht nur einmal pro Jahr auf der<br />
Theresienwiese – die feine Spezialität<br />
mit Tradition absolvierte ihren Siegeszug<br />
aus dem deutschsprachigen Raum<br />
einmal um die ganze Welt schließlich<br />
schon vor langer Zeit und ist heute somit<br />
nahezu überall ganzjährig verfügbar.<br />
Und die Kombination?<br />
Fingerfood und Laugenprodukt in<br />
einem? Diese findet sich im vierfach sortierten<br />
Laugenkonfekt aus dem Hause<br />
EDNA! In den köstlichen Sorten<br />
Natur, Saaten und Sesam oder auch<br />
Mohn gilt <strong>das</strong> beliebte Laugengebäck<br />
mit jeweils 35 g als wahrhaftiger Garant<br />
für rasante Umsatzsteigerung. Mit aromatischem<br />
Geschmack punktend, überzeugt<br />
der vielseitige Konfekt sowohl als<br />
kleine aber feine Beigabe zu ausgefallenen<br />
Salat-Kreationen sowie zu bunten<br />
Cremesuppen, sorgt aber auch in<br />
seiner Rolle als Fingerfood stets für<br />
Begeisterung! Veredelt mit Toppings<br />
aus feinsten Frischkäsezubereitungen<br />
sowie frischen Gartenkräutern<br />
oder belegt mit klassischen Käseröllchen,<br />
zartem Blattsalat und scharfen<br />
Radieschen-Scheiben punkten die traditionellen<br />
Laugen-Klassiker als innovative<br />
Trendfood-Tapas nach bayerischer Art.<br />
Ob im Catering, der Hotellerie und<br />
Gastronomie oder bei Straßenfesten<br />
sowie in Biergärten – die kleinen<br />
Gebäckstücke trumpfen allerorts mit<br />
ihrem einzigartigen Aroma, wissen aber<br />
auch dank ihres einfachen Handlings zu<br />
überzeugen. Kleiner Hunger, schön und<br />
gut, aber Sie möchten Ihren Kunden und<br />
Gästen auch für den großen Appetit<br />
bedienen? Dann testen Sie doch unsere<br />
bereits fertiggebackene Laugenstange!<br />
Diese ist schon nach kurzem Auftauen<br />
servierbereit und bietet die ideale<br />
Grundlage für facettenreiche Sandwichsowie<br />
Hot-Dog-Kreationen.<br />
Darf es noch mehr<br />
Abwechslung sein?<br />
Dann werfen Sie einen Blick in unsere<br />
Kategorie „BB Bretzel Brioche“ –<br />
Inmitten der breitgefächerten Auswahl<br />
an exotischen Kombinationen der französischen<br />
und bayerischen Backkunst<br />
landen sicherlich auch Sie Ihren Glücksgriff!<br />
Durch die Zusammensetzung von<br />
goldbrauner Laugenkruste in rustikaler<br />
Optik und süßem Innenleben aus feinstem<br />
Brioche-Teig ist Ihnen der Wettbewerbsvorteil<br />
durch Differenzierung quasi<br />
bereits beim Kauf sicher.<br />
Ob vielfältige Burger, ausgefallene<br />
Hot Dogs, erstklassige Sandwiches<br />
oder auch als Beigabe zu Ihren besten<br />
Suppen und Salaten – mit den Produkten<br />
von EDNA sind Sie jeder Herausforderung<br />
gewachsen!<br />
www.edna.de
Fleisch, am besten Bio<br />
Im Moment befindet sich Fleisch thematisch in einem starken Spannungsfeld.<br />
Unterschiedliche Standpunkte zur Tierhaltung und vor allem, ob und wieviel Fleisch der<br />
Mensch essen darf, werden heftig diskutiert. <br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Auf der einen Seite stehen die Vegetarier<br />
oder auch Veganer, die<br />
Fleischgenuss komplett ablehnen,<br />
auf der anderen Landwirte<br />
und Konsumenten, die nicht auf ihre<br />
tägliche Fleischportion verzichten wollen.<br />
Doch so extrem beide Standpunkte<br />
sind, in der Mitte steht die Mehrheit,<br />
die weiterhin gerne Fleisch, wenn auch<br />
moderat, genießen möchte.<br />
Wie zu Omas Zeiten<br />
Früher war nicht alles besser. Man denke<br />
nur an die Anbindehaltung in den Rinderställen,<br />
in denen die Tiere zwar wertgeschätzt<br />
wurden, aber trotzdem ihr<br />
Leben lang nie auf der Weide standen.<br />
Aber mit Lebensmitteln wurde sorgsamer<br />
umgegangen. Man verschwendete<br />
nicht so viel, da möglichst alle Teilstücke<br />
vom Tier genutzt wurden.<br />
Die Nose-to-tail-Bewegung ist keine<br />
Erfindung der Neuzeit, denn Rezepte<br />
für paniertes Kuheuter, ein klassi-
4/20<strong>23</strong><br />
sches Beuschl oder Suppenhühner gibt<br />
es schon lange.<br />
Generell wurde weniger Fleisch gegessen<br />
und es kam nicht mehrmals in<br />
der Woche auf den Tisch. Den klassischen<br />
Sonntagsbraten konnte man sich<br />
gar nicht jeden Tag leisten, denn trotz<br />
aller Preiserhöhungen für Lebensmittel<br />
im Moment, Fleisch ist heute im Vergleich<br />
sehr billig. Heute liegt der Fleischkonsum<br />
in Österreich bei etwa 60 Kilogramm<br />
pro Jahr und Person, <strong>das</strong> meiste<br />
davon stammt aus konventioneller Tierhaltung.<br />
Vor allem in der Gastronomie<br />
wird Biofleisch nur selten serviert.<br />
bio<br />
FLEISCH 35<br />
Wird <strong>das</strong> Tier artgerecht gefüttert, hat genügend Bewegung und Auslauf und wird<br />
langsam gemästet, so kann man mit einer guten Fleischqualität rechnen.<br />
Schmeckt bio besser?<br />
Jeder weiß, wie gut hochwertiges Fleisch<br />
schmecken kann, zart, saftig und aromatisch.<br />
Auch wenn mich jemand fragt, ob<br />
bio besser schmeckt, würde ich sofort<br />
mit ja antworten. Doch ganz so eindeutig<br />
lässt sich die Frage leider nicht beantworten.<br />
Wird <strong>das</strong> Tier artgerecht gefüttert,<br />
hat genügend Bewegung und<br />
Auslauf und wird langsam gemästet, so<br />
kann man mit einer guten Fleischqualität<br />
rechnen, Egal, ob bio oder nicht. Den<br />
entscheidenden Einfluss auf den Geschmack<br />
hat aber weniger die Haltungsform<br />
als die stressfreie Schlachtung, die<br />
lange Fleischreifung und die Tierrasse.<br />
Den größten Einfluss hat die Rasse des<br />
Tieres und hier sind es vor allem alte<br />
Haustierrassen. Sie sind nicht auf schnelles<br />
Wachstum gezüchtet, sondern auf<br />
Robustheit und Geschmack. Sie enthalten<br />
meist mehr Fett und <strong>das</strong> schmeckt<br />
man eben. Passt der Fettgehalt, dann<br />
stimmt auch <strong>das</strong> Aroma, denn bei niedrigerem<br />
Fettgehalt schmeckt <strong>das</strong> Fleisch<br />
neutraler und auch trockener. Dieses Fett<br />
ist bei Freilandtieren auch gesund, denn<br />
es enthält mehr ungesättigte Fettsäuren,<br />
die unser Herz-Kreislaufsystem schützen,<br />
als aus reiner Stallhaltung. Spezielle<br />
oder alte Rassen wie Mangalitza, Schwäbisch<br />
Hällische Landschweine oder auch<br />
Galloways sind für die gute Fleischqualität<br />
bekannt. Sie werden bevorzugt in Biobetrieben<br />
gezüchtet und gehalten und<br />
daher schmeckt Biofleisch meist besser,<br />
weil auch die Rasse stimmt.<br />
Qualität statt Quantität<br />
Wer Fleisch von alten Rassen öfter<br />
kauft, weiß, was er am Teller hat. Dieses<br />
Fleisch schmeckt und riecht aromatischer.<br />
Jedoch sind durch <strong>das</strong> langsamere<br />
Wachstum die typischen Edelteile<br />
des Tieres meist kleiner, andere Muskeln,<br />
die <strong>das</strong> Tier im Freiland mehr nutzen<br />
muss als im Stall, sind dafür stärker<br />
ausgeprägt. Liebhaber der Topgastronomie<br />
oder eingefleischte Mitglieder<br />
der Grillszene nutzen auch weniger bekannte<br />
Teilstücke und zaubern daraus<br />
erstklassige Gerichte.<br />
Doch der Konsument von heute, der<br />
im Supermarkt grüne oder rote Äpfel<br />
kauft, aber die Sorte nicht kennt und<br />
sich auch nicht dafür interessiert, weiß<br />
um die Kocheigenschaften bestimmter<br />
Teilstücke nicht mehr Bescheid. Beim<br />
Fleischkauf steht vielmehr die Kocheigenschaft<br />
im Vordergrund, weniger<br />
<strong>das</strong> Teilstück. Fleisch zum Braten oder<br />
Kochen, für Gulasch oder für Schnitzel,<br />
dieses Wissen reicht. Auch wenn die<br />
Bezeichnung der Teilstücke in jedem<br />
Bundesland anders ist, so ist es schade,<br />
wenn <strong>das</strong> Wissen um die Vorzüge<br />
von Gab, Nierenstück oder Fledermaus<br />
verloren geht. Gerade von langsam gewachsenen<br />
Tieren oder gar von alten<br />
Rassen oder seltenen Kreuzungen sind<br />
sie ein echter Genuss.<br />
Zeit bringt Geschmack<br />
Erst durch die optimale Fleischreifung<br />
entwickelt sich <strong>das</strong> volle Aroma. Doch<br />
leider ist die Zeit dafür heute meist viel<br />
zu kurz. Rindfleisch sollte mindestens<br />
neun Tage reifen, je nach Fleischstück,<br />
Geschlecht und Alter des Tieres können<br />
aber auch mehrere Wochen üblich<br />
sein, ansonsten ist es zäh. Während<br />
des sogenannten Abhängens, also<br />
der Fleischreifung, laufen biochemische<br />
Prozesse ab, die <strong>das</strong> Fleisch mürbe und<br />
geschmackvoll machen. Doch mit dem<br />
Reifen geht auch Wasser verloren, somit<br />
kann dadurch <strong>das</strong> Fleisch, zum Beispiel<br />
bei dry-aged Rindfleisch, bis zu 40 Prozent<br />
an Gewicht verlieren. Doch bezahlt<br />
wird Fleisch nach Gewicht, <strong>das</strong> ist auch<br />
der Grund, warum es weniger lange abgehangen<br />
wird als früher. Ist Bio-Rindfleisch<br />
zu wenig gereift, so kann auch<br />
dieses zäh und geschmacklos sein.<br />
Alles hat seinen Preis<br />
Wenn es ums Tierwohl geht, dann<br />
schneidet bio meist besser ab. Aber<br />
auch in konventionellen Betrieben mit<br />
viel Auslauf und Weidehaltung wird<br />
darauf besonders geachtet. Man kann<br />
also nicht immer behaupten, <strong>das</strong>s es<br />
den Tieren mit bio automatisch besser<br />
geht. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen<br />
sind natürlich strenger, aber<br />
es geht nicht immer nur um die Gesetze.<br />
Landwirte aus Leidenschaft machen<br />
weit mehr als nötig und <strong>das</strong> ist<br />
auch gut so und dann macht es keinen<br />
Unterschied, ob bio oder konventionell.<br />
Meist ist der Preis ein guter Indikator für<br />
Tierwohl. Billig erzeugtes Fleisch ist billig<br />
zu haben, hochwertiges Fleisch, bei<br />
dem die Tiere ein gutes Leben hatten,<br />
hat seinen Preis, unabhängig von der<br />
Haltungsform.<br />
Am besten genießt man Fleisch aus<br />
der Region, wenn möglich aus artgerechter<br />
Freilandhaltung, bio und natürlich<br />
gut gereift. Das hat seinen Preis. Dafür<br />
kommt aber Fleisch seltener auf den<br />
Tisch. So profitieren alle, Fleischgenießer,<br />
Landwirte und die Umwelt.
36 FLEISCH<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Voll im Trend – und<br />
darüber hinaus<br />
Man kann Regionalität durchaus als<br />
Trend in der Gastronomie bezeichnen<br />
– vor allem in der gehobeneren.<br />
Es macht sich schließlich gut, wenn<br />
die Zutaten vom Hof aus dem Nachbarort<br />
oder zumindest aus Österreich<br />
bezogen werden. Und noch besser,<br />
wenn <strong>das</strong> auch in der Speisekarte angegeben<br />
wird.<br />
Regionalität ist aber weit mehr als<br />
nur ein Trend. Denn in Österreich werden<br />
Lebensmittel unter Einhaltung<br />
besonders hoher Standards produziert.<br />
Und wer regional konsumiert,<br />
der kommt auch in den Genuss dieser<br />
Standards – etwa, wenn es um Tierwohl<br />
geht. Putenfleisch ist ein gutes<br />
Beispiel dafür. Puten haben hierzulande<br />
so viel Platz wie in kaum einem anderen<br />
Land der Welt, und während <strong>das</strong><br />
in Österreich sogar gesetzlich geregelt<br />
ist, gibt es in vielen anderen Ländern<br />
dafür noch nicht einmal eine rechtliche<br />
Grundlage. Wer also regionales,<br />
sprich österreichisches, Putenfleisch<br />
kauft, kann sicher sein, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Tier<br />
unter verhältnismäßig guten Bedingungen<br />
gelebt hat.<br />
Nichtsdestotrotz kommen in der<br />
Gastronomie lediglich fünf Prozent<br />
des angebotenen Putenfleisches aus<br />
Österreich. Bei anderen Fleischsorten<br />
mag der Anteil zwar höher sein, von<br />
einem durchgängig regionalen Angebot<br />
ist die heimische Gastronomie<br />
aber noch weit entfernt. Dabei gibt es,<br />
abgesehen vom Tierwohl, noch viele<br />
weitere Gründe, sich für regionales<br />
Fleisch zu entscheiden. Die Erhaltung<br />
unseres Lebensraumes zum Beispiel<br />
– und damit unseres touristischen<br />
Potenzials. Und nicht zuletzt liegt man<br />
damit auch noch voll im Trend. Worauf<br />
also warten?<br />
Maria Fanninger ist Mitbegründerin<br />
von Land schafft Leben. Der unabhängige<br />
und unpolitische Verein klärt<br />
über die Produktion österreichischer<br />
Lebensmittel auf und schafft Bewusstsein<br />
bei Konsumenten.<br />
Foto: Land schafft Leben<br />
Betriebserweiterung:<br />
Fleisch-Zerlegung<br />
Als Experte für Frischfleisch<br />
aus aller Welt hat Wedl sich<br />
auch auf heimische Ware spezialisiert.<br />
Um selbst den spezifischsten<br />
Wünschen der Kunden<br />
gerecht zu werden, wurde<br />
die maßgeschneiderte Linie<br />
„FEIN.KOST-select“ kreiert, die<br />
ausschließlich bestes österreichisches<br />
Rindfleisch beinhaltet.<br />
Dabei sind Haltung, Selektion<br />
und Reifung wesentliche<br />
Faktoren für die Qualitätssicherung.<br />
Als österreichisches Familienunternehmen<br />
ist es Wedl ein Anliegen,<br />
die heimische Landwirtschaft zu fördern<br />
und regionales Rindfleisch anzubieten.<br />
Die breite Auswahl an hochwertigem<br />
Fleisch spiegelt diese Philosophie wider.<br />
Um der verstärkten Produktnachfrage<br />
gerecht zu werden, hat der oberösterreichische<br />
Familienbetrieb Hütthaler<br />
Anfang des Jahres den Bau der<br />
neuen Zerlegung am Standort Redlham<br />
fertiggestellt. Wie bereits der gläserne<br />
Schlachthof ist auch diese in<br />
vielerlei Hinsicht der Zeit voraus. Die<br />
neue Zerlegung 4.0 lässt keine Wünsche<br />
offen und ist nicht nur technisch<br />
ein Meisterwerk. Hütthaler besitzt nun<br />
<strong>das</strong> leistungsfähigste geschlossene Produktions-System<br />
Österreichs. Bei voller<br />
Transparenz werden in der neuen Anlage,<br />
lückenlos bis zum Einzeltier des jeweiligen<br />
Landwirtes nachvollziehbar,<br />
edle Fleischteile gewonnen. Durch die<br />
eigens für Hütthaler programmierte Anlage<br />
sowie modernster RFID-Technologie,<br />
gezieltem Robotik-Einsatz und vollständig<br />
vernetzte Arbeitsplätze, werden<br />
neue Maßstäbe hinsichtlich Digitalisierung<br />
gesetzt.<br />
www.huetthaler.at<br />
Höchste Rindfleisch-Qualität<br />
Ob zartes Filet, schmackhafter Rostbraten<br />
oder feines Huftsteak – man kann<br />
sich sicher sein, <strong>das</strong>s auf Qualitätsmerkmale<br />
wie Tierhaltung und Nachhaltigkeit<br />
geachtet wird.<br />
www.wedl.com<br />
Foto: Wedl Foto: Hütthaler
4/20<strong>23</strong><br />
FLEISCH 37<br />
Mürbes Fleisch in<br />
Master-Qualität<br />
Der Schnitzelmaster ersetzt <strong>das</strong> traditionelle<br />
Fleischklopfen mit dem Verfahren der<br />
Fleischmürbung, <strong>das</strong> sich „Mastern“ nennt.<br />
Dabei wird die Fleischfaser weder gepresst<br />
noch gequetscht, sondern gedehnt.<br />
Mit den Schnitzelmaster-Geräten<br />
lassen sich alle knochenlosen Fleischsorten<br />
gleich gut bearbeiten. Gegenüber dem Fleischklopfer<br />
spart man sich die Hälfte der Arbeit, außerdem<br />
wird die Garzeit verkürzt. Das Arbeiten mit dem Schnitzelmaster<br />
ist leise und hygienischer. Die Fleischdicke ist individuell<br />
einstellbar, durch eine gleiche Fleischdicke sind die<br />
Stücke zeitgleich gar. Bisher wird <strong>das</strong> Verfahren mit dem<br />
„Profi“ und „Maxi“-Handgerät der Schnitzelmaster GmbH<br />
von vielen zufriedenen Kunden genutzt. Für große Betriebe<br />
mit einer knochenlosen Fleischverarbeitung von hohen<br />
Mengen empfiehlt sich die Automatikversionen „SMK-<br />
2W-34“ mit bis zu 200kg Stundenkapazität sowie „Turbo“<br />
mit bis zu 400kg Stundenkapazität.<br />
www.schnitzelmaster.de<br />
Foto: www.l-hf.de<br />
Die Entlastung in<br />
schwierigen Zeiten<br />
Gastronomie und Hotellerie sehen sich<br />
schwierigen Zeiten gegenüber. Allem<br />
voran durch gestiegene Energiekosten, den<br />
anhaltenden MitarbeiterInnen-Mangel sowie<br />
einer erhöhten Planungsunsicherheit.<br />
Feine und in höchster Qualität ausgesuchte<br />
Stücke vom Fleisch werden im Sous Vide-Verfahren<br />
vorgegart, verpackt und können<br />
frisch oder tiefgekühlt an Betriebe<br />
geliefert werden. Die eigens entwickelte<br />
Sous Vide-Produktlinie von KARNERTA<br />
Foto: Karnerta<br />
erleichtert <strong>das</strong> Meistern der fortwährenden Herausforderungen<br />
in der Branche und zeichnet sich vor allem durch erhebliche<br />
Ressourcenersparnisse, gleichbleibende Qualität sowie<br />
eine hohe Individualisierbarkeit aus. KARNERTA steht für<br />
Regionalität. Das österreichische Unternehmen mit Kärntner<br />
Wurzeln entscheidet sich jeden Tag bewusst für fair und<br />
hochwertig produzierte Waren mit hoher Transparenz, die<br />
eine lückenlose Nachverfolgung der Rohstoffe ermöglicht.<br />
www.karnerta.at<br />
Eurogast setzt erfolgreichen<br />
Expansionskurs fort …<br />
… und verstärkt damit österreichweite Präsenz und Nähe zum Kunden!<br />
Foto: Eurogast<br />
Nach der Eingliederung der Zeller Gruppe<br />
im April 2022, der Übernahme des<br />
AGM-Standorts in Bludenz durch <strong>das</strong><br />
Familienunternehmen Eurogast Grissemann<br />
sowie dem aktuellen Anschluss<br />
von Gastro Haring ist Eurogast nun mit<br />
dem größten Standortnetz in der Branche<br />
vertreten. Mit diesem zusätzlichen<br />
Standort im Süden<br />
Österreichs<br />
erhöht Eurogast<br />
die Präsenz im<br />
ganzen Land.<br />
Eurogast Österreich<br />
ist seit April 20<strong>23</strong> ein Zusammenschluss<br />
von 11 privaten Gastronomiegroßhändlern<br />
mit nun 19<br />
Standorten in ganz Österreich. Das Unternehmen<br />
bietet seinen Kunden über<br />
36.000 Produkte und beschäftigt mehr<br />
als 1.650 Mitarbeiter. Eurogast spannt<br />
den Bogen zwischen Regionalität und<br />
internationaler Expertise. Durch die<br />
Mitgliedschaft im europaweiten ECD-<br />
Netzwerk ist es Eurogast gelungen, internationale<br />
Unternehmen als Kunden<br />
zu gewinnen und hinsichtlich Digitalisierung<br />
und Logistik eine Vorreiterrolle<br />
einzunehmen. Zugleich kann <strong>das</strong> Unternehmen<br />
dank der starken regionalen<br />
Verankerung der Mitglieder dem Kundenwunsch<br />
nach regionalen Produkten<br />
und Nachhaltigkeit perfekt entsprechen.<br />
www.eurogast.at .<br />
ADVERTORIAL
38 PORTRAIT<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Auf den Tisch kommen nur<br />
steirische Produkte!<br />
WIRTSHAUS-<br />
KULTUR<br />
Auf den Teller kommt, was da ist, und da ist, was die Bauern aus Graz Umgebung liefern.<br />
Denn als Mitgliedsbetrieb der Genusshauptstadt Graz hat sich der Mohrenwirt genau dazu<br />
verpflichtet.<br />
Von Petra Pachler<br />
Foto: Der Mohrenwirt<br />
Denn Genusshauptstadt-Mitglied<br />
zu sein, bedeutet gelebte Kooperation<br />
von Produzenten und<br />
Gastronomie, die nicht nur gute<br />
Qualität gewährleistet, sondern auch<br />
kleinere Betriebe stärkt. Das bedeutet<br />
im Umkehrschluss, <strong>das</strong>s die Karte<br />
ständig adaptiert und nach der Verfügbarkeit<br />
der Produkte ausgerichtet wird.<br />
Regional sowieso, saisonal auch und Bio<br />
in den allermeisten Fällen. Inhaber und<br />
Koch, Lukas Lepsic, hat unter anderem<br />
acht Jahre bei Haubenkoch Lukas Nagl<br />
gekocht und dort viel vom Anspruch an<br />
erstklassige Produkte und der vollständigen<br />
Verarbeitung des Fleisches mitgenommen.<br />
Diese Zeit als Sous Chef im legendären<br />
Restaurant Bootshaus hat<br />
Lepsic geprägt, der Wunsch nach einem<br />
eigenen Restaurant war aber immer da.<br />
Mohrenwirt – <strong>das</strong> klassische<br />
Wirtshaus<br />
Fündig wurde er im Mohrenwirt, der<br />
mit der dritten Übernahme in nur 22<br />
Jahren eine bewegte Geschichte hinter<br />
sich hat. Ein klassisches Wirtshaus ist<br />
er, wo österreichische Küche auf französischer<br />
Basis gekocht wird, gewürzt mit<br />
Eigenkreationen von Lukas Lepsic. Bestes<br />
Beispiel ist die über Buchenholz geräucherte<br />
Bio-Leber mit einer Kalbsjus,<br />
eingelegtem Apfel, Röstzwiebel und frischem<br />
Majoran. Oder ein exzellent gewürztes<br />
Gulasch von der Hirschkeule<br />
mit Briocheknödeln und wer fleischlos<br />
Rezept<br />
essen möchte, ist beim Risotto mit geschmortem<br />
Chicorée, Haselnuss, Orange<br />
und Belper Knolle gut aufgehoben.<br />
„Ehrliches Essen“ nennen Romana<br />
Pieber & Lukas Lepsic, die beiden<br />
Inhaber, ihre Küchenlinie. Lukas Lepsic<br />
kocht gerne mit Butter, auch <strong>das</strong><br />
ein Merkmal der Haute Cuisine. Dass<br />
ausschließlich steirische Produkte verwendet<br />
werden, ist über eine lückenlose<br />
Bio-Kalbsleber<br />
Bei der Bio-Kalbsleber die Haut abziehen und in ca. 160 Gramm<br />
schwere Stücke schneiden. Danach wird sie mit einem Räucherapparat<br />
(Buchenholz) geräuchert.<br />
Vor dem Braten die Leber salzen und mehlieren, auf beiden<br />
Seiten kurz anbraten, dann bei 160 Grad zirka vier Minuten im Rohr<br />
garen. Das Fleisch zirka 10 Minuten an einem warmen Ort rasten<br />
lassen und kurz vor dem Servieren in Butter, Knoblauch und Rosmarin<br />
nachbraten.<br />
Serviert wird die Leber mit einer Kalbsjus, eingelegtem Apfel,<br />
Röstzwiebel und frischem Majoran.
4/20<strong>23</strong><br />
PORTRAIT 39<br />
noch näher<br />
geht’s kaum.<br />
Digitalles im Griff<br />
Ihr Webshop von Eurogast.<br />
Fotos: Der Mohrenwirt<br />
Nachverfolgung gewährleistet, die über die Kontrolle der an<br />
die AMA übermittelten Lieferscheine erfolgt.<br />
Retro-Charme & höchste<br />
Küchenkunst<br />
Die Speisekarte informiert ganz klar über die Herkunft der<br />
Produkte: Geflügel und Eier kommen in Bioqualität von Lugitsch<br />
aus Feldbach, auch die Fleischerei Feiertag aus Weiz<br />
liefert ausschließlich alles in Bio. Der Gemüsehof Fink und<br />
seit letztem Jahr auch „unser Bauerngarten“ aus Graz sorgen<br />
für <strong>das</strong> Bio-Gemüse.<br />
Der Fisch, hauptsächlich Saiblinge, die dann in Miso-<br />
Cremesauce serviert werden, kommen von der Fischerei<br />
Ausseerland im steirischen Salzkammergut. Auf der Weinkarte<br />
sind ausschließlich Bio-Produkte zu finden, der Bio-<br />
Kaffee kommt von Paul & Bohne aus Eggenberg. Romana<br />
Pieber & Lukas Lepsic kredenzen im Mohrenwirt exzellente<br />
Wirtshausküche und stehen auf Bio und für Nachhaltigkeit.<br />
Es ist die Kombination aus dem Retro-Charme und der<br />
hochambitionierten Küche, die <strong>das</strong> Besondere ausmacht.<br />
Die Einheimischen schwärmen vom Kaiserschmarrn, der<br />
im renovierten Traditionswirtshaus ganz klassisch mit<br />
Zwetschkenröster auf den Tisch kommt und, so sagt man,<br />
vermutlich einer der besten im ganzen Land ist. Der Name<br />
ist legendär und mit Romana Pieber & Lukas Lepsic dürfte<br />
<strong>das</strong> Kultlokal in guten Händen gelandet sein.<br />
https://mohrenwirt-graz.at/<br />
eurogast.at<br />
Verlässlich,<br />
schnell,<br />
flexibel!
40 KNÖDEL<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Österreichische<br />
Knödelfreuden<br />
Der Knödel steht für typisch alpenländische Küche und Österreich kann dabei auf eine<br />
4.000-jährige Tradition zurückblicken. <br />
Text & Fotos: Andrea Jungwirth<br />
Bereits in der Jungsteinzeit genossen<br />
die Bewohner der Pfahlbauten<br />
Knödel oder zumindest so etwas<br />
wie den „Urknödel“. Seit dem<br />
hat sich der Knödel weiter entwickelt.<br />
Vor allem aus Mehl, Brot, Grieß oder<br />
Topfen wurden die Teige bereitet. Süß<br />
gefüllte Knödel sind erst um die Mitte<br />
des 19. Jahrhunderts bekannt. Erdäpfelteig<br />
wurde mit Obst wie Marillen oder<br />
Zwetschken gefüllt.<br />
Noch heute kann man den Knödelfreuden<br />
in Oberösterreich und in Südtirol<br />
fröhnen. In diesen zwei Regionen<br />
hat der Knödel als Alltagsessen überlebt.<br />
Denn in Zeiten von low carb und<br />
Kalorienreduktion hat es die runde Versuchung<br />
schwer.<br />
Hochburg des Knödels<br />
Ein Hoch auf Saure Schwemmknödel,<br />
z‘sammglegte Knödel und Holzhackerknödel!<br />
„Ein Mittagessen ohne ,Knoan‘<br />
ist nichts“, ist ebenso ein Sprichwort<br />
wie, „Wenn man keinen Knödel isst, hat<br />
man den ganzen Tag nicht gegessen“.<br />
Oberösterreich ist und bleibt ein Knödelland<br />
und etliche Gastronomiebetriebe<br />
besinnen sich wieder darauf. Neben<br />
Wochen, in denen es süße und pikante<br />
Varianten gibt, wird der Knödel in den<br />
eignen vier Wänden noch gerne gekocht,<br />
denn etliche traditionelle Rezep-
4/20<strong>23</strong><br />
KNÖDEL 41<br />
EIN STEIRISCHES<br />
FAMILIENUNTERNEHMEN<br />
Pikante<br />
Knödel<br />
te gibt es im Gasthaus einfach nicht. So<br />
kennt Oberösterreich zahlreiche Variationen<br />
des Kartoffel- oder Grießknödels<br />
und im Mühlviertel spezielle Mischknödel,<br />
die aus Mehl, Grieß, Semmelwürfel<br />
und manchmal auch Kartoffeln bestehen.<br />
Grieß kommt gerne in Knödelmassen<br />
hinein, aber es muss, anders als in<br />
vielen Desserts, sehr grober Grieß sein,<br />
den man vielerorts nicht mehr kaufen<br />
kann. Auch wenn auf der Verpackung<br />
grober Grieß steht, so ist dieser immer<br />
noch viel zu fein für bestimmte Zubereitungen.<br />
Auch die Mehlknödel findet man nur<br />
mehr im Mühlviertel, und die sind meist<br />
nur für die Einheimischen ein Genuss.<br />
Fest, wie ein sitzengebliebener Knödel,<br />
gehören sie zum Schweinsbraten einfach<br />
dazu, denn er saugt perfekt den<br />
Saft auf. Das muss man aber genetisch<br />
vererbt bekommen und von Geburt an<br />
gewohnt sein!<br />
Knödeltipps<br />
Vielen gelingen Knödel nicht auf Anhieb.<br />
Entweder ist der Teig zu fest oder<br />
zu weich oder er zerfällt im Kochwasser.<br />
Doch Knödelformen ist nun einmal<br />
Handarbeit und man muss schon beim<br />
Formen erkennen, ob der Teig passt.<br />
Mit nassen oder bemehlten Händen<br />
lassen sich am besten Knödel formen.<br />
Ist der Teig eher nass, wie beim Semmelknödelteig,<br />
Hände feucht machen,<br />
ist der Teig eher trocken, wie beim Erdäpfelteig,<br />
Hände bemehlen. Die geformten<br />
Knödel wollen reichlich Wasser<br />
zum Schwimmen.<br />
Das Kochwasser sollte aber nicht<br />
kochen, denn die Knödel wollen ohne<br />
Deckel nur gar ziehen. Je nach Größe<br />
schwimmt er nach zehn Minuten<br />
oben im Kochwasser und zeigt so, <strong>das</strong>s<br />
er gar ist. Wer auf Nummer sicher gehen<br />
möchte, formt und kocht einen<br />
Probeknödel, falls er zerfällt, noch etwas<br />
Mehl, Brösel oder Grieß einarbeiten.<br />
Und sind einmal zu viele Knödel<br />
gemacht worden, so lassen sie sich gut<br />
einfrieren. Dazu die Knödel auf ein bemehltes<br />
Tablett geben und schockfrieren.<br />
Dabei darauf achten, <strong>das</strong>s sie sich<br />
nicht berühren und zusammenfrieren.<br />
Knödeln tiefgefroren ins Kochwasser<br />
geben und langsam gar ziehen lassen.<br />
Grammelknödel<br />
Putenschinkenknödel<br />
Selchfleischknödel<br />
mit Semmelteig<br />
Wurstknödel<br />
verkauf@meisterfrost.at<br />
www.meisterfrost.at
42 KNÖDEL<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Foto: Eurogast Österreich<br />
Ein zeitloser<br />
Klassiker<br />
Auf einer typischen österreichischen<br />
Speisekarte darf eines<br />
nie fehlen: Knödel – ob als Vorspeise<br />
in der Suppe, als pikante<br />
Hauptspeise, als Beilage oder als<br />
Dessert. „Um unsere Gastronomen<br />
bestmöglich zu unterstützen,<br />
bieten wir bei Eurogast ein<br />
breites Sortiment an verschiedenen<br />
fertigen Knödeln. Neben Klassikern<br />
wie Speck- oder Kaspressknödeln<br />
merken wir einen starken<br />
Zuwachs an vegetarischen Alternativen<br />
wie Spinat- oder Erdäpfelknödeln“,<br />
erzählt Peter Krug,<br />
Geschäftsführer von Eurogast<br />
Österreich. Bei der Zubereitung<br />
der Knödel wird großer Wert auf<br />
Nachhaltigkeit gelegt und bei der<br />
Herstellung der Teige kommen<br />
nur regionale Zutaten zum Einsatz.<br />
„Um dem Trend nach veganem<br />
Essen auch in diesem Bereich<br />
nachzukommen, überlegen wir, in<br />
Zukunft auch vegane Knödelalternativen<br />
anzubieten“, schließt Krug<br />
ab.<br />
www.eurogast.at<br />
Foto: M&F Vertriebs GmbH<br />
Von pikant bis süß<br />
Von süß bis herzhaft, gefüllt bis ungefüllt,<br />
als Vorspeise, Hauptspeise oder<br />
Dessert – Knödel in verschiedensten Variationen<br />
sind aus der traditionellen österreichischen<br />
Küche nicht wegzudenken.<br />
Südtiroler Käseknödel erhalten mit<br />
dem herzhaft-würzigen Tirol Milch Tiroler<br />
Reibkäse ein besonders pikantes Aroma.<br />
Wie alle Tirol Milch Produkte wird<br />
der Tiroler Reibkäse aus 100 Prozent Tiroler<br />
Bergbauernmilch hergestellt. Topfenknödel,<br />
etwa mit Obst- oder Nougatfüllung,<br />
gelingen ganz einfach mit den<br />
Topfenprodukten von Schärdinger. Ob<br />
mit Mager-, Creme- oder Bröseltopfen –<br />
Schärdinger Topfen ist ideal für die individuelle<br />
Küche geeignet.<br />
www.berglandmilch.at<br />
Frühlingshafte Erdbeerknödel<br />
Die flaumigen Topfenknödel mit Erdbeerfülle<br />
finden besonders im Frühling<br />
großen Anklang auf der Speisekarte.<br />
Als leichtes, frisch-fruchtiges Dessert<br />
oder als süßer Snack zum Nachmittagskaffee<br />
präsentieren sich die Knödel von<br />
Meisterfrost verführerisch erdbeerig.<br />
Die Kombination von Topfen und aromatischen<br />
Erdbeeren fügt sich im Gaumen<br />
zu einem wahrlich harmonischen<br />
Genuss. Auch die Fruchtfülle wird bei<br />
Foto: Berglandmilch<br />
Meisterfrost im eigenen Haus zubereitet<br />
und fein abgeschmeckt. Die Erdbeerknödel<br />
von Meisterfrost sind roh oder<br />
als Vollconvenience-Produkte gekocht<br />
und gebröselt erhältlich. Für den Frühlings-Frühsommer-<br />
Genuss eignen sich<br />
auch der Topfen-Erdbeerstrudel, ein zartknuspriger<br />
Blätterteig mit Erdbeer-Topfen-Fülle<br />
und die fruchtigen Erdbeerpalatschinken.<br />
www.meisterfrost.at<br />
Foto: Meisterfrost
4/20<strong>23</strong><br />
KNÖDEL 43<br />
Knödelland Österreich<br />
Kerbel Knödel<br />
Unilever präsentiert <strong>das</strong> Rezept „Wurzel<br />
und Rübe mit Kerbel Knödel“.<br />
Zutaten für 10 Personen<br />
Eintopf:<br />
Kerbelknollen 600 g<br />
› Zeller, Karotten, Zwiebeln, Lorbeerblatt<br />
600 g<br />
Gelbe Rüben 600 g<br />
Weiße Rüben 600 g<br />
Steckrübe 600 g<br />
Violette Karotten 250 g<br />
› KNORR Bio Gemüse Bouillon 100 g<br />
Karottensaft 1 l<br />
› Wasser 6 l<br />
› Zwiebel, geröstet 240 g<br />
Kerbel Knödel:<br />
› The Vegetarian Butcher - Raw NoBeef<br />
Burger - Veganer Burgerpatty auf<br />
Pflanzenprotein-Basis 2,26 kg 800 g<br />
› Kerbel 10 g<br />
› KNORR Bio Gemüse Bouillon<br />
Zubereitung<br />
Eintopf: Aus den Gemüseschalen, mit<br />
dem Karottensaft, Wasser, geröstetsten<br />
Zwiebeln und der Gemüsebouillon einen<br />
Wurzel-Karottenfond kochen. Die Wurzeln<br />
und Karotten schneiden und im passierten<br />
Wurzel-Karottenfond garen. Die<br />
Die Österreicher lieben<br />
Knödel in allen<br />
Variationen. Ob<br />
süß oder herzhaft, ob<br />
groß oder klein, ob als<br />
Hauptgericht oder für<br />
Zwischendurch, Knödel<br />
werden immer gerne<br />
gegessen. iglo hat<br />
für jeden Geschmack<br />
<strong>das</strong> passende Produkt<br />
und erfüllt dabei den<br />
Wunsch nach typisch<br />
traditionellen Rezepturen.<br />
Der Klassiker sind<br />
Foto: Iglo<br />
die iglo Marillenknödel.<br />
Auch die flaumigen iglo Topfenknödel<br />
aus frisch gemachtem Topfenteig<br />
mit süßen Bröseln<br />
lassen die Knödel-Herzen<br />
höherschlagen.<br />
Was in keinem Restaurant<br />
fehlen darf, sind<br />
die iglo Germknödel –<br />
der beliebte Klassiker<br />
aus flaumigem Germteig<br />
mit fruchtiger Powidlfüllung.<br />
Wer es lieber<br />
herzhaft mag, ist bei<br />
den iglo Grammel- oder<br />
Selchfleischknödel genau<br />
richtig. Diese werden<br />
schonend tiefgefroren<br />
und schmecken<br />
wie selbst gemacht.<br />
www.iglo.at<br />
Foto: Unilever<br />
Violetten Kartoffeln in der Schale im Gemüsebouillon<br />
garen, auskühlen lassen<br />
und schälen.<br />
Kerbel Knödel: Die aufgetauten No-<br />
Raw Beef Burger halbieren und den geschnittenen<br />
Kerbel dazugeben. Die Hälfte<br />
mit dem Kerbel mischen und zu Knödel<br />
formen. Kerbel-Knödel in der Gemüse<br />
Bouillon unter dem Siedepunkt garziehen.<br />
www.unileverfoodsolutions.at<br />
Foto: Bürger<br />
Die Knödelzeit<br />
kommt<br />
Die BÜRGER Profiküche überzeugt<br />
mit einer großen Knödelvielfalt<br />
im Sortiment. Neben<br />
den klassischen Semmel-, Kartoffel-<br />
und Spinatknödel, finden sich<br />
Laugensemmelknödel, praktische<br />
Serviettenknödel-Scheiben und<br />
kleine Knödel mit einer Grammatur<br />
von 35 g im Sortiment. Abgerundet<br />
wird die Produktvielfalt<br />
mit den neuen Bio-Semmelknödeln<br />
und den Bio-Spinatknödel.<br />
Diese beliebten Klassiker sind nun<br />
in höchster Bio-Qualität bei BÜR-<br />
GER Profiküche zu finden. Der Bio-<br />
Semmelknödel etwa ist ein tolles<br />
Hauptgericht mit Pilzragout oder<br />
in Scheiben geschnitten und mit<br />
Ei angebraten, auf knackigen Erbsen<br />
und Karotten oder serviert mit<br />
einem Salat: Die neuen Bio-Semmelknödel<br />
aus der BÜRGER Profiküche<br />
sind ein Genuss. Sie sind<br />
tiefgekühlt, einzeln portionierbar<br />
und dadurch gut kalkulierbar.<br />
Die Zubereitung erfolgt einfach im<br />
Kombidämpfer oder Kochtopf.<br />
www.buerger.de<br />
www.buerger-profikueche.de
ETHNO<br />
FOOD<br />
Kulinarik aus 1001 Nacht<br />
Die Vielfalt der orientalischen Küche ist enorm und wird zu Unrecht häufig auf Döner, Dürüm<br />
& Co. reduziert.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Foto: Drazen / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
ETHNO 45<br />
Die orientalische Küche hat ein<br />
Problem – und <strong>das</strong> ist die Definition.<br />
Viele Leute denken bei dem<br />
Begriff an Döner Kebab und Falaffel,<br />
an viele Vorspeisen, fleischlastige<br />
Schmor- oder Grillgerichte und<br />
süße Desserts. Klassiker eben, die man<br />
in jedem besseren türkischen Lokal bekommt.<br />
Doch <strong>das</strong> wäre ungefähr so, wie<br />
wenn man „westliche Küche“ mit Schnitzel,<br />
Schweinsbraten und Apfelkuchen<br />
definiert, bloß weil beides im gesamten<br />
deutschsprachigen Raum weit verbreitet<br />
ist. Tatsächlich umfasst der Orient<br />
geographisch gesehen so unterschiedliche<br />
Regionen wie der Levante (Türkei,<br />
Libanon, Israel, Syrien oder Jordanien),<br />
der Maghreb (nordafrikanische Staaten<br />
wie Marokko, Algerien oder Tunesien),<br />
dazu kommen noch Ägypten, die Arabische<br />
Halbinsel, der Irak oder der Iran.<br />
Ein Territorium, <strong>das</strong> von der Fläche her<br />
also problemlos mit Europa zu vergleichen<br />
ist und ebenso viele Kulturen aufweist.<br />
Wenig überraschend finden sich<br />
auch viele Zubereitungsarten unter anderem<br />
Namen und nur unwesentlich abgewandelt<br />
in allen Regionalküchen des<br />
Orients, etwa diverse Gemüse-Joghurtgerichte<br />
oder Joghurtgetränke.<br />
Die Nahrungsgrundlage im Orient<br />
bilden traditionell Weizen (als Brotgetreide<br />
und vor allem in Form von Weizengrieß,<br />
Couscous oder Bulgur), Hirse,<br />
Datteln („Brot der Wüste“), diverse Gemüsesorten<br />
und Hülsenfrüchte. Ziegen,<br />
Schafe, Hühner, seltener Rinder, bisweilen<br />
sogar Kamele decken den Bedarf an<br />
tierischen Nahrungsmitteln. Schwein ist<br />
aus religiösen Gründen fast überall tabu.<br />
In der orientalischen Küche werden die<br />
geschlachteten Tiere oft zur Gänze verarbeitet,<br />
also von nose to tail. Man findet<br />
oft Speisen von den Innereien, von<br />
den Füßen und dem Kopf, die gekocht<br />
oder gebraten werden. „Das Fleisch wird<br />
dabei vor der Zubereitung häufig gesäuert<br />
mit Zitronen- und Granatapfelsaft,<br />
Tamarinden, Joghurt, Essig, Sumak und<br />
gewürzt mit Safran, Knoblauch, Zwiebeln<br />
und Baharat“, weiß man etwa beim<br />
Nestle Foodservice.<br />
Die Würze macht‘s aus<br />
Generell haben Gewürze im Orient einen<br />
ganz anderen Stellenwert als bei uns, wo<br />
<strong>das</strong> Grundprodukt eher im Fokus steht.<br />
Gewürzt wird mit Zimt, Kardamom,<br />
Kurkuma, Sternanis, Kreuzkümmel, gemahlenen<br />
Korianderfrüchten, frischem<br />
Koriander, Knoblauch, schwarzer Zitrone,<br />
Nelken, Pfeffer, Muskat, Safran, Sesam,<br />
oder Gewürzmischungen wie Ras<br />
el-Hanout.<br />
Da Fleisch außerhalb westlicher Industrieländer<br />
aber immer noch verhältnismäßig<br />
teuer ist, sind aber auch<br />
pflanzliche Speisen hoch im Kurs, sei<br />
es als vielfältige Vorspeisen, sei es als<br />
Beilagen. Das beginnt beim omnipräsenten<br />
Fladenbrot, meist aus Weizen,<br />
<strong>das</strong> oft als Ersatz für Gabel oder Löffel<br />
dient. Aus Weizen wird aber auch Couscous<br />
und Bulgur hergestellt. Kichererbsen<br />
dienen wiederum als Grundlage für<br />
Falaffel. Und Gemüse wird ohnehin in<br />
unterschiedlichsten Formen zubereitet,<br />
oft geschmort oder gegrillt, serviert<br />
oft mit Fleisch, Reis oder eben Couscous<br />
bzw. Bulgur.<br />
Die Süßspeisen sind für den europäische<br />
Gaumen sehr süß. „Gesüßt wird<br />
mit Honig, Backwaren getränkt mit Zuckersirup,<br />
oder einem aus Datteln hergestellten<br />
Sirup Namens Dips, aromatisiert<br />
in Rosenwasser und serviert mit<br />
Datteln, Feigen, Nüssen, Mandeln, Pistazien“,<br />
so die Nestle-Erkenntnisse.<br />
Efes unter den größten<br />
Braukonzernen der Welt<br />
Zur Küche in den Ländern der aufgehenden<br />
Sonne gehören aber auch die<br />
passenden Getränke. Vor allem Tee<br />
(Minz- oder Schwarztee, den man gerne<br />
aus Gläsern trinkt) sind hier sehr beliebt,<br />
ebenso Fruchtsäfte oder Limonaden. Alkohol<br />
hat glaubensbedingt in der orientalischen<br />
Küche keinen großen Stellenwert,<br />
auch wenn sich diesbezüglich<br />
Foto: goturkiye.com<br />
natürlich auch Änderungen abzeichnen.<br />
Gerade eine junge, urbane Generation<br />
in der Türkei etwa, steht Bier, Wein<br />
oder auch Whisky durchaus offen gegenüber<br />
und Israel verfügt zum Beispiel<br />
sogar über eine spannende Winzerszene.<br />
Apropos Bier: Immerhin ist die Türkei<br />
Sitz der Efes-Gruppe, die zu den zehn<br />
größten Braukonzernen der Welt gehört.<br />
Deren Jahresausstoß von rund 38<br />
Mio. Hektolitern ist mehr als <strong>das</strong> Vierfache<br />
dessen, was alle österreichischen<br />
Brauereien zusammen erzeugen ...<br />
Deutschland als Geburtsstätte<br />
des heutigen Döners<br />
Und wie ist <strong>das</strong> jetzt mit dem Döner?<br />
Die Zubereitung von Grillfleisch auf einem<br />
Spieß hat vor allem in der Türkei<br />
eine lange Tradition. In Scheiben geschnittenes<br />
Fleisch (meist vom Schaf)<br />
wird mariniert, konisch auf einen Spieß<br />
geschlichtet und rundum gegrillt. Die jeweils<br />
äußerste, knusprige Schicht wird<br />
mit einem scharfen Messer abgeschnitten<br />
und zusammen mit Fladenbrot,<br />
Zwiebeln, Paradeisern, Salat und Saucen<br />
serviert.<br />
Die heute weit verbreitete Form des<br />
Döners („Döner Kebab“ bedeutet auf<br />
türkisch etwa „sich drehendes Grillfleisch“),<br />
alle Zutaten nämlich nicht auf<br />
einem Teller, sondern in einer Brottasche<br />
als Street- bzw. Fastfood zu servieren,<br />
entstand dabei überraschenderweise<br />
nicht in der Türkei selbst, sondern<br />
im Deutschland der frühen 1970er-Jahre.<br />
Und in der Form hat dieses Gericht<br />
auch seinen Siegeszug in Deutschland<br />
und Österreich angetreten, kulturellund<br />
geschmacksbedingt allerdings eher<br />
mit Geflügel- (seltener mit Kalb-) als mit<br />
Hammelfleisch.<br />
Pixabay
46 ETHNOFOOD<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Orientalisches<br />
Gebäck<br />
Die orientalische Küche ist eine<br />
faszinierende Welt voller exotischer<br />
Aromen und Gewürze. Eines<br />
der herausragendsten Merkmale<br />
dieser Küche ist ihr Gebäck,<br />
<strong>das</strong> eine unvergleichliche Vielfalt<br />
an Texturen und Geschmacksrichtungen<br />
mit sich bringt. Baklava ist<br />
ein süßes Gebäck, <strong>das</strong> aus dünnen<br />
Schichten von Filoteig und Nüssen<br />
besteht. Es wird mit einer sirupartigen<br />
Mischung aus Honig und Zucker<br />
beträufelt und ist ein wahrer<br />
Genuss für den Gaumen. Baklava<br />
ist in vielen verschiedenen Varianten<br />
erhältlich und jede Region<br />
hat ihre eigene Art und Weise, es<br />
zuzubereiten. Auch Backwarenspezialist<br />
EDNA verfügt über <strong>das</strong><br />
orientalische Gebäckstück in den<br />
verschiedensten Ausführungen –<br />
ob mit edler Pistazie oder in hochwertigen<br />
Mischboxen als kleine<br />
Aufmerksamkeit für Kunden und<br />
Gäste.<br />
www.edna.de<br />
Foto: Edna<br />
Mezze in glutenfrei<br />
Unilever präsentiert <strong>das</strong> Rezept „Mezze<br />
Maze“. „Mezzes werden oft mit Saj (Fladenbrot)<br />
serviert. In diesem Rezept ersetzen<br />
wir <strong>das</strong> Saj durch eine glutenfreie<br />
Alternative, während <strong>das</strong> Avocado-<br />
Hummus und <strong>das</strong> Mutabbal in die Vertiefungen<br />
der Waffel gespritzt werden“,<br />
sagt Joanne Limoanco Gendrano, Chefköchin<br />
für den Nahen Osten, Pakistan<br />
und Sri Lanka.<br />
Zutaten für 10 Portionen<br />
Kichererbsenwaffel<br />
100g Kichererbsen<br />
25g Pfeilwurzel- oder Maisstärke<br />
› 25g Kartoffelstärke<br />
5g Shiitake-Pilzpulver<br />
› 3g Backpulver<br />
› 1g Knorr Professional Klare Gemüse<br />
Kraftbouillon mit Suppengrün<br />
› 5ml Apfelessig<br />
› 90ml Aquafaba/Kichererbsen-Kochwasser<br />
› 360ml Wasser<br />
› Sprühöl, nach Bedarf<br />
Avocado-Hummus<br />
› 120g Kichererbsen<br />
250g Hass Avocado<br />
45ml Tahini<br />
30ml Zitronensaft<br />
2g Kreuzkümmel, gemahlen<br />
Salz und Pfeffer, nach Bedarf<br />
2 bis 3 Eiswürfel<br />
450g Mutabbal<br />
› 100g gebratene Kichererbsensprossen<br />
Zubereitung<br />
Kichererbsenwaffel: Alle trockenen<br />
Zutaten in einer Schüssel mischen, die<br />
feuchten in einer anderen.<br />
Darauf achten, <strong>das</strong>s die flüssigen Zutaten<br />
Zimmertemperatur haben oder<br />
leicht warm sind.<br />
Die feuchten Zutaten in die trockenen<br />
Zutaten einrühren. Eine Stunde<br />
lang zugedeckt stehen lassen.<br />
Das Waffeleisen auf 175° C vorheizen.<br />
Wenn <strong>das</strong> Waffeleisen bereit ist,<br />
genug Teig hineingeben, um die Heizoberfläche<br />
zu bedecken. Die Waffel<br />
knusprig backen.<br />
Avocado-Hummus: Die Kichererbsen<br />
fünf bis acht Minuten lang in 750<br />
ml Wasser kochen.<br />
Das Wasser sofort abgießen (oder<br />
<strong>das</strong> Kochwasser für den Waffelteig und<br />
andere Verwendungszwecke aufheben)<br />
und die Kichererbsen unter fließendem<br />
Wasser abschrecken.<br />
Dadurch lässt sich die Haut leichter<br />
ablösen. Die Haut abseihen, zum Dehydrieren<br />
beiseite stellen. Die Haut rasch<br />
entfernen, <strong>das</strong> überschüssige Wasser<br />
abgießen und die Kichererbsen umgehend<br />
in die Küchenmaschine geben.<br />
Die übrigen Zutaten hinzugeben,<br />
zu einer glatten Creme verarbeiten<br />
und nach Geschmack würzen. In einen<br />
Spritzbeutel geben und bis zur Verwendung<br />
kühl stellen.<br />
www.unileverfoodsolutions.at<br />
Foto: Unilever
4/20<strong>23</strong><br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
ADVERTORIAL 47<br />
Nordafrika bis Naher Osten –<br />
ein aktueller Küchentrend<br />
Schon immer waren Nordafrika, die Levante und der europäische Mittelmeerraum eng verbunden<br />
– historisch und auch kulinarisch. Viele Einflüsse der regionalen Küchen finden sich<br />
deshalb auch in mediterranen Gerichten von Spanien über Italien bis Griechenland.<br />
Befeuert wird der Trend auch dadurch,<br />
<strong>das</strong>s typische Gerichte aus<br />
der Maghreb-Region und dem Nahen<br />
Osten gerne mit frischem Gemüse<br />
wie Bohnen, Gurken, Tomaten oder<br />
Karotten arbeiten und diese auch mit<br />
sogenannten Superfoods wie Nüssen<br />
oder Rosinen kombinieren. Somit passt<br />
diese Küche zum Trend des reduzierten<br />
und bewussten Fleischkonsums.<br />
Fleischgerichte arbeiten in der Regel<br />
mit Huhn und Lamm, in Kombination<br />
mit den speziellen Gewürzen und Gewürzmischungen<br />
werden diese überaus<br />
bekömmlich und verfügen oftmals<br />
über einen ernährungsphysiologischen<br />
Mehrwert, der beispielsweise durch den<br />
Einsatz von Kreuzkümmel erzielt werden<br />
kann.<br />
Kulinarische Reise<br />
Doch mit welchen Geschmäckern kann<br />
ein Gastronom den Gast auf eine kulinarische<br />
Reise in diese Regionen mitnehmen?<br />
Manfred Klein vom WIBERG<br />
Team Inspiration erklärt: „Mit drei herrlichen<br />
Mix-Spezialitäten aus dem WI-<br />
BERG Sortiment lässt sich die kulinarische<br />
Reise in den Nahen Osten<br />
authentisch und kinderleicht antreten:<br />
Die Gewürzzubereitung Marrakesch<br />
Style begeistert durch ihren hohen Anteil<br />
an gerösteten Gewürzen, die der<br />
tradierten Zubereitungsform der Region<br />
Rechnung tragen. Mit den feinen<br />
Röstaromen und der frischen Minznote<br />
lassen sich Ragouts, Dip-Saucen oder<br />
auch Couscous authentisch zubereiten“,<br />
und weiter: „In der arabischen Gewürzzubereitung<br />
Harissa vereinen sich Chili,<br />
Paprika, Kreuzkümmel, Koriander,<br />
Knoblauch und Minze zur Schärfe Nordafrikas<br />
und des Nahen Ostens. Als Gewürzpaste<br />
verrührt, verheißt es impulsive<br />
Geschmackserlebnisse und erfreut<br />
Gaumen und Auge gleichermaßen. Harissa<br />
ist ideal für Reis- und Getreidegerichte,<br />
Pasta, Fleisch, Fisch und Krustentiere<br />
sowie vegetarische Gerichte. Mit<br />
der Gewürzzubereitung Ras El Hanout<br />
taucht der Gast tief in den Orient ein.<br />
Der intensive Geschmack von Muskat,<br />
Piment, Kardamom sowie Rosenblüten<br />
bildet die perfekte Basis für alle Schmorgerichte,<br />
vegetarische Kreationen sowie<br />
Dips und Marinaden.“<br />
Kombinationen: Gewusst wie<br />
Aufgrund der hohen Temperaturen<br />
spielen auch Salate und kalte Beilagen<br />
eine wichtige Rolle in der verschiedenen<br />
Regionalküchen. Egal, ob der klassische<br />
Tabulé mit Bulgur, Couscous-Salat mit<br />
Rosinen oder farbenfrohe Kombinationen<br />
mit Tomaten, Gurken, Bohnen und<br />
Linsen: Die hochwertigen WIBERG Essige<br />
und Öle sorgen für den authentischen<br />
Geschmack. Das Zitrus-Öl mit<br />
nativem Oliven-Öl extra steht mit seiner<br />
frischen Zitrusnote sinnbildlich<br />
für leichte Sommersalate. Das kaltgepresste<br />
Sesam-Öl wiederum vereint intensiven<br />
Sesamgeschmack mit feinen<br />
Röstnoten. Beide harmonieren außerordentlich<br />
gut mit dem BIO Granatapfel-Essig.<br />
Dieser wird aus dem Saft reifer<br />
Granatäpfel vergoren, eine Frucht,<br />
Foto: Florian Stuerzenbaum<br />
die wie keine andere für den Maghreb<br />
und den vorderen Orient steht. Und wie<br />
lassen sich typische Gewürze mit heimischen<br />
Gerichten kombinieren? „Der<br />
Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und<br />
die Kombinationsmöglichkeiten schier<br />
unendlich. Wer die klassische Tomatensuppe<br />
geschmacklich adaptieren will,<br />
verfeinert sie mit Harissa und einem<br />
Schuss Kokosmilch. Faschiertes mit<br />
einer kräftigen Prise Marrakesch Style<br />
verwandelt sich in himmlische Kefte-Spießchen,<br />
eine beliebte Spezialität<br />
von Marokko bis in die Türkei. Klassische<br />
Grillspezialitäten bekommen eine<br />
besondere Note, wenn sie beispielsweise<br />
mit Tomaten-Granatapfelsalsa gedippt<br />
werden oder eine erfrischende Joghurt-<br />
Sauce mit Ras el Hanout und Zitrus-Öl<br />
für Überraschung am Gaumen sorgt“,<br />
verrät Klein.<br />
www.wiberg.eu<br />
Fotos: Frutarom
Seite 48 bis Seite 63<br />
Cold Drinks<br />
Radler<br />
Nach Jahren der Stagnation<br />
hat 2022 der Radler-Konsum<br />
in Österreich wieder deutlich<br />
zugelegt, vor allem bei weiblichen<br />
Gästen. Dabei kommen<br />
immer öfter auch neue<br />
Varianten ins Spiel, etwa der<br />
Saure Radler mit Sodawasser<br />
statt Limonade. <br />
Seite 50<br />
Wein<br />
Im Frühling sprießt der Spargel<br />
– auch auf den Speisekarten<br />
der heimischen Gastronomie.<br />
Als passende Weine<br />
dazu bieten sich eher junge,<br />
frische, weiße Rebsorten an.<br />
Doch je nach Zubereitungsart<br />
des Spargels ist auch<br />
Platz für Experimente.<br />
Seite 54<br />
Trendspirituosen<br />
„Less but better“ lautet derzeit<br />
der Trend am Spirituosenmarkt.<br />
Die Leute trinken<br />
also im Zweifel etwas weniger,<br />
dafür aber hochwertige<br />
Markenprodukte. Und der<br />
Tequila dürfte endlich <strong>das</strong><br />
schon seit vielen Jahren<br />
prognostizierte Comeback<br />
feiern.<br />
Seite 56
4/20<strong>23</strong><br />
Der Keltenwein<br />
AKTUELLES 49<br />
bio<br />
Bio-Weinbau liegt im Trend. Allein in Niederösterreich beträgt der Bioanteil mit 5.874 ha<br />
bereits 21,3 Prozent der gesamten Weinbaufläche. <br />
Von Petra Pachler<br />
Winzer Andreas Weber in Roseldorf<br />
ist so ein BIO Winzer, dessen<br />
Vater bereits im Jahr 2000<br />
auf BIO umstellte. Nachhaltige Bewirtschaftung<br />
ist dabei eine Frage der Haltung,<br />
wie Andreas Weber sagt, und zwar<br />
sowohl im Sinne des Produktes als auch<br />
hinsichtlich des Bodens. Pflanzenschutz<br />
basiert bei ihm auf natürlicher Basis wie<br />
Schwefel- und Kupferverbindungen in<br />
kleinstmöglicher Menge.<br />
BIO ist Pflicht<br />
Wie im gesamten Weinviertel ist auch<br />
am Weingut Weber der ursprüngliche<br />
Rotweinanbau großteils dem grünen<br />
Veltliner gewichen. Heute sind von den<br />
10 ha nur mehr rund zehn Prozent Rotwein,<br />
vorrangig Blauer Portugieser. Bei<br />
Neuanpflanzung wird aber der Zweigelt<br />
dem Blauen Portugieser vorgezogen –<br />
Fotos: Weingut Weber<br />
zu sensibel ist die „Diva“ unter den Rebsorten.<br />
Webers Weine gehen vorrangig<br />
in die Gastronomie, unter anderem<br />
auch an Floh‘s Restaurant in Langenlebarn.<br />
Der sich als Top Wirt 2022/<strong>23</strong> ein<br />
Stück „ausgezeichnete Wirtshauskultur<br />
in NÖ“ nennen darf und auf BIO setzt.<br />
Roseldorf gilt als bedeutendste<br />
Keltenstadt Europas, naheliegend,<br />
<strong>das</strong>s sich sechs Betriebe, darunter<br />
auch Winzer Weber, den Grünen<br />
Veltliner mit dem Lagenwein<br />
Sandberg als Marke Keltenwein<br />
eintragen ließen. 5.000 Liter pro<br />
Jahr werden gekeltert und bei Ausgrabungen<br />
gefundene Traubenkerne<br />
belegen, <strong>das</strong>s die sechs Winzer nicht<br />
die ersten in der Gegend sind, sondern<br />
die Weintradition schon 500 v.Chr. begann.<br />
www.weinviertel.at<br />
Nachhaltiges Weingut<br />
Familie Frank bewirtschaftet seit vielen<br />
Generationen ihre Weingärten in<br />
Herrnbaumgarten im nördlichen Weinviertel<br />
und konzentriert sich dabei vornehmlich<br />
auf den Grünen Veltliner in<br />
all seinen Spielarten. Gemischter Satz,<br />
die Burgundersorten sowie Riesling und<br />
Zweigelt runden <strong>das</strong> Angebot ab. Jede<br />
Sorte wächst dort, wo sie die ausdrucksstärksten<br />
Qualitäten hervorbringt. Bei<br />
den Franks versteht sich der verantwortungsvolle<br />
Umgang mit der Natur von<br />
selbst. Die Böden müssen ja auch künftigen<br />
Generationen die Möglichkeit geben,<br />
hochwertige Trauben zu ernten. Durch<br />
Begrünung wird der Boden belebt, die<br />
Nährstoffversorgung der Reben wird gesichert.<br />
Gedüngt wird mit Trester und Pferdemist.<br />
Bereits seit dem Jahrgang 2021 ist<br />
<strong>das</strong> Weingut nachhaltig zertifiziert und<br />
alle Weine des Weingutes sind vegan.<br />
www.weingutfrank.at<br />
Foto: www.pov.at
Radler haben<br />
wieder Saison<br />
Foto: Bayerischer Brauerbund e. V
4/20<strong>23</strong><br />
BIER 51<br />
Nach Jahren der Stagnation hat 2022 der Radler-Konsum in Österreich wieder deutlich<br />
zugelegt.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
No alcohol, low alcohol – bei den<br />
Getränken geht der Trend schon<br />
länger in Richtung Genuss, ohne<br />
bei der Heimfahrt seinen Führerschein<br />
oder am nächsten Tag einen<br />
Brummschädel zu riskieren. Dieser<br />
Trend kommt auch dem Radler entgegen,<br />
dessen Absatz im vergangenen Jahr<br />
um knapp zehn Prozent gesteigert werden<br />
konnte und der jetzt in Österreich<br />
bei rund 3,6 Prozent liegt. (2011 lag dieser<br />
Anteil allerdings schon mal bei fast<br />
dem doppelten Wert.)<br />
Wann und wie <strong>das</strong> klassische Biermischgetränk<br />
erfunden wurde, darüber<br />
gibt es unterschiedliche Versionen.<br />
Gerne erzählt wird die Geschichte<br />
von einem findigen Wirt namens<br />
Franz-Xaver Kugler, der zu Beginn des<br />
20. Jahrhunderts ein vor allem bei Radfahrern<br />
beliebtes Ausflugslokal namens<br />
„Kugler-Alm“ etwa 15 Kilometer außerhalb<br />
Münchens betrieb. An einem schönen<br />
Wochenende im Sommer 1922 soll<br />
<strong>das</strong> Lokal dann von so vielen Radfahrern<br />
gestürmt worden sein, <strong>das</strong>s Kugler<br />
die Biervorräte ausgingen. Kurzerhand<br />
streckte der findige Wirt <strong>das</strong> restliche<br />
Bier mit Zitronenlimonade und verkaufte<br />
<strong>das</strong> neue Getränk als „Radlermaß“<br />
mit dem Hinweis, dieses Getränk<br />
eigens für die Radfahrer erfunden zu haben,<br />
damit sie nicht schwankend nach<br />
Hause fahren müssten.<br />
Aber auch wenn Franz-Xaver Kugler<br />
den Radler vielleicht in Bayern bekannt<br />
und beliebt gemacht hat, auf die Idee,<br />
Bier mit Limonade zu mischen kam<br />
man schon anderenorts. So wurde<br />
angeblich bereits im 19. Jahrhundert<br />
ein solches Getränk unter dem Namen<br />
„Shandy“ an britische Truppen<br />
ausgegeben.<br />
Saurer statt süßer Radler<br />
Bei uns hat sich in den letzten Jahren<br />
vor allem die Variante von Märzenbier<br />
mit Zitronenlimonade als klassischer<br />
Radler durchgesetzt, aber abseits<br />
von Varianten mit anderen Limonaden<br />
(Grapefruit, Himbeer, Orange, Holunder,<br />
etc.) gibt es auch lokal erfolgreiche<br />
Versionen mit unterschiedlichen<br />
Biersorten. In Bayern etwa trinkt man<br />
gerne eine „Russn-Maß“, bestehend aus<br />
Weizenbier und Zitronenlimonade und<br />
in Norddeutschland mischt man die Limonade<br />
auch mal mit einem herben Pils<br />
und verkauft dieses dann als „Alsterwasser“.<br />
Neuester Trend in Österreich<br />
hingegen ist der früher hauptsächlich in<br />
Vorarlberg beliebte „saure Radler“: Bier<br />
mit Sodawasser, also eigentlich ein gespritztes<br />
Bier...<br />
Dass der klassische Radler derzeit<br />
wieder öfter bestellt wird, merken auch<br />
die Brauereien: „Der Trend zu einem bewussteren<br />
Alkoholkonsum und damit<br />
zu leichteren bzw. alkoholfreien Getränken<br />
steigt seit Jahren kontinuierlich an.<br />
So beobachten wir bei unseren Stiegl-<br />
Radlern gerade im Vorjahr wieder<br />
eine steigende Nachfrage. Die<br />
Kombination aus leicht-herbem<br />
Geschmack und fruchtiger<br />
Süße spricht auch viele<br />
an, die nicht unbedingt<br />
zu den klassischen Biertrinkern<br />
gehören“, meint<br />
etwa Stiegl-Chefbraumeister<br />
Christian Pöpperl.<br />
Neben dem Klassiker Zitrone<br />
habe sich auch der saisonale<br />
Foto: Stiegl<br />
Himbeer-Radler sehr gut etabliert. „Und<br />
mit der Geschmacksrichtung Grapefruit<br />
sind wir am österreichischen Markt fast<br />
einzigartig“, betont Pöpperl.<br />
Bei Frauen beliebter als bei<br />
Männern<br />
Auch der jährlich von der Brau Union<br />
herausgegebene Bierkulturbericht attestiert<br />
dem Radler eine hohe Akzeptanz<br />
bei heimischen Konsumenten:<br />
› 50 % der Österreicher trinken demnach<br />
sehr gern oder eher gern Biermischgetränke.<br />
Zuletzt legte die<br />
Akzeptanz zu – 2021 gaben 47 % zu<br />
Protokoll, gerne Radler zu trinken.<br />
› Österreicherinnen geben zu 55 % an,<br />
gerne zu den Radlern zu greifen, bei<br />
den Männern sind es 45 %.<br />
› Auch Jüngere zwischen 18 und 29 Jahren<br />
trinken Radler überdurchschnittlich<br />
gerne (61%).<br />
Beliebteste Sorte unter den insgesamt<br />
acht verschiedenen Radler-Varianten<br />
der Brau Union ist der Gösser Natur-<br />
Radler, den es auch in einer 0,0%-Version<br />
und als ebenfalls alkoholfreier<br />
Himbeer-Rhabarber-Radler gibt. Und<br />
speziell für <strong>das</strong> Ländle hat man unter<br />
der Marke Fohrenburger auch einen<br />
sauren Radler im Programm.<br />
Foto: Brau Union
52 BIER<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Conrad Seidls<br />
Bierwelt<br />
Shandy und Radler<br />
Man muss kein Radfahrer<br />
sein, um Radler zu mögen.<br />
Tatsächlich wurde schon<br />
seit Jahrhunderten – lange<br />
vor Erfindung des Fahrrads<br />
– mit Zusätzen am<br />
Biergeschmack gedreht. Im<br />
Bierkrugmuseum von Bad<br />
Schussenried kann man beispielsweise<br />
einen Krug bewundern,<br />
in dessen Deckel<br />
ein Geheimfach für eine Muskatnuss<br />
eingebaut ist: Biertrinker<br />
verfeinerten damit<br />
den Geschmack. Auch frisch<br />
gemahlener Pfeffer kann<br />
Starkbiere aufpeppen – in<br />
dem Begriff steckt der Wortstamm<br />
Pfeffer; „spice it up“,<br />
wie es im Englischen heißt.<br />
Und in England ist auch die<br />
Sitte aufgekommen, Bier mit<br />
Limetten- oder Zitronensaft<br />
einen geschmacklichen Kick<br />
(und womöglich ein paar Vitamine)<br />
zu verpassen. War<br />
aber ein bisschen sehr sauer.<br />
Also auch etwas Wasser und<br />
Zucker dazu: Fertig war der<br />
„Shandygaff“, ein Lieblingsgetränk<br />
des Dichters Charles<br />
Dickens (1812-1870). Als „Bière<br />
Panachée“ (diesem Wortstamm<br />
entspringt unser Begriff<br />
„panschen“) kam der<br />
Shandy nach Frankreich, erst<br />
als „Radler“ wurde er schließlich<br />
auch bei uns populär.<br />
Conrad Seidl<br />
Ihr „Bierpapst“<br />
Conrad.Seidl@gmx.at<br />
Foto: Medianet-Hartl<br />
Pure Erfrischung<br />
Der Trend zu leichteren bzw. alkoholfreien<br />
Getränken steigt seit Jahren<br />
kontinuierlich an und so erfreuen<br />
sich auch Biermischgetränke wie<br />
Radler großer Beliebtheit. Nach einem<br />
Design-Relaunch präsentieren<br />
sich die Stiegl-Radler ab sofort im<br />
neuen, frischen Gewand. Zudem<br />
gehört jetzt auch die alkoholfreie<br />
Sorte Stiegl 0,0 Prozent Zitrone<br />
zur Stiegl-Radler-Familie. Die beiden<br />
Stiegl-Radler-Klassiker in den<br />
Die Trumer Privatbrauerei setzt beim<br />
Brauen des Märzen Zwickls „Obertrumer<br />
Original“ auf die Bio-Gerste von<br />
Schnapsbrenner und Bio-Landwirt Hans<br />
Reisetbauer. Die Partnerschaft eint ein<br />
optimistischer Blick in die Zukunft sowie<br />
der Anspruch, den Konsumenten<br />
Qualität ohne Kompromisse bieten zu<br />
können. Bier als hochwertiges Lebensmittel<br />
wertzuschätzen und bewussten<br />
Konsum zu fördern – dieser Aufgabe hat<br />
sich Seppi Sigl, Eigentümer der Trumer<br />
erfrischenden Sorten Zitrone Naturtrüb<br />
und Grapefruit Naturtrüb werden<br />
ausschließlich mit Stiegl-Goldbräu<br />
und hochwertigen, natürlichen<br />
Limonaden hergestellt. Das jüngste<br />
Familienmitglied, der Stiegl Radler<br />
0,0% Zitrone, wird aus alkoholfreiem<br />
Bier und natürlichem Fruchtsaft<br />
hergestellt und bietet mit seiner<br />
Trübung und Zitronensaft ein<br />
leichtes Geschmackserlebnis.<br />
www.stiegl.at<br />
Foto: Stiegl<br />
Hochwertige Bio-Braugerste<br />
Privatbrauerei, verschrieben. Das „Obertrumer<br />
Original“ der Trumer Privatbrauerei<br />
zeichnet sich durch seine Milde und<br />
die vielschichtigen Geschmacksnuancen<br />
aus. Die Trübung dieses Zwickl-Bieres ist<br />
bewusst dezent gehalten, um seinen erfrischend<br />
Charakter zu unterstreichen.<br />
Die längere Reifephase nach der Philosophie<br />
des Slow Brewing sorgt dafür,<br />
<strong>das</strong>s sich <strong>das</strong> Bier schonend und natürlich<br />
klärt.<br />
www.trumer.at<br />
Foto: Trumer
4/20<strong>23</strong><br />
BIER 53<br />
Foto: Boehm<br />
Fruchtiger Genussmoment<br />
Wer es zitronig, fruchtig und<br />
frisch mag, dem wird der NaturRadler<br />
vom Erdinger Brauhaus<br />
munden. 50 Prozent süffiges Hellbier<br />
trifft auf 50 Prozent fruchtige<br />
Wild-Zitrone. Der Radler<br />
liegt Sonnengelb mit einer leichten<br />
Naturtrübung im Glas, angenehme<br />
Aromen schmeicheln der<br />
Nase und der erste Schluck ist<br />
durch die Zitronenkomponente<br />
ein Frischeerlebnis. Für <strong>das</strong> Getränk<br />
von Erdinger werden ausschließlich<br />
sorgfältig selektiere,<br />
natürliche Zutaten verwendet.<br />
Durch <strong>das</strong> Können und die Leidenschaft<br />
der Brauerei entstehen<br />
einzigartige, gastronomische Genussmomente.<br />
https://at.erdinger.de/<br />
Erfrischender Radler<br />
Die Radler von Mohrenbräu Zitrone<br />
Naturtrüb, Radler sauer<br />
und Radler Grapefruit bieten ein<br />
einzigartiges Geschmackserlebnis<br />
für jeden Durst. Alle Radler<br />
werden mit Vorarlbergs liebstem<br />
Bier, dem Mohrenbräu „Spezial“<br />
gemischt. Der Radler Zitrone<br />
Naturtrüb besticht durch seine<br />
fruchtige Zitronennote, während<br />
der Radler sauer im Mund einen<br />
feinherben Geschmack mit dezenten<br />
Malznoten entfaltet. Der<br />
Radler Grapefruit ist die Wahl<br />
für alle, die es gerne etwas herber<br />
mögen und sich von einem<br />
frischen Grapefruitgeschmack<br />
überraschen lassen wollen. Mit<br />
einem Alkoholgehalt von 2,2 Vol.<br />
Prozent sind die Radler die ideale<br />
Erfrischung nicht nur für heiße<br />
Tage oder nach einem anstrengenden<br />
Workout. Ganz nebenbei<br />
spart man mit der nachhaltigen<br />
0,33 Leichtglasflasche nicht<br />
nur Platz im Kühlschrank, sondern<br />
auch CO2.<br />
www.mohrenbrauerei.at<br />
Foto: Mohren Brauerei<br />
Foto: Brauerei Baumgartner<br />
Leichtes Bier<br />
Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt,<br />
um <strong>das</strong> neue Baumgartner<br />
„Hell“ vorzustellen. Die Schärdinger<br />
Brauerei bringt mit dem<br />
neuen „Hell“ eine weitere Bierspezialität<br />
ins breite Sortiment.<br />
Ein erfrischend süffiger Biergenuss<br />
in hellem Sonnengelb macht<br />
Lust auf mehr. Baumgartner „Hell“<br />
überzeugt mit einem Alkoholgehalt<br />
von nur 4,5% bei vollem Geschmack.<br />
Erhältlich in der 0,33l<br />
Mehrweg-Flasche, ist <strong>das</strong> neueste<br />
Bier der Brauerei Baumgartner, der<br />
perfekte Begleiter bei Feierlichkeiten<br />
aller Art. „Die Nachfrage nach<br />
einem leichteren Bier war groß –<br />
daher freuen wir uns, <strong>das</strong>s wir nun<br />
unser neues ,Hell‘ endlich vorstellen<br />
dürfen. Gerade in den wärmeren<br />
Monaten ist <strong>das</strong> ,Hell‘ perfekt<br />
– ein schlankes Bier mit wenig Alkohol<br />
und vollem Charakter“, so<br />
Gerhard Altendorfer, Geschäftsführer<br />
der Brauerei Baumgartner.<br />
www.brauerei-baumgartner.at
54 WEIN<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Es wird der Wein sein ...<br />
Fehlende Arbeitskräfte. Eine Schlagzeile,<br />
die uns täglich in den Medien<br />
begegnet. Personalknappheit<br />
herrscht in allen Branchen, vor allem<br />
auch in der Gastronomie. Wenn man<br />
überhaupt Personal findet, dann ist<br />
es oft nicht der gut ausgebildete<br />
Kellner, sondern der Student oder<br />
die Studentin, die sich was dazu<br />
verdienen möchte. Das ist vor allem<br />
beim Weinverkauf im Restaurant<br />
oft eine große Herausforderung. Vor<br />
allem, wenn es um den Ausschank<br />
von offenen Weinen geht. In letzter<br />
Zeit fällt es mir vermehrt auf, <strong>das</strong>s<br />
ich auf die Frage: „Welchen Weißwein<br />
gibt es offen?“ die Antwort<br />
bekomme: „Einen Grünen Veltliner<br />
oder einen Riesling.“ Die Frage nach<br />
Weingut, Lage und Jahr kann dann<br />
ohnehin nicht mehr beantwortet<br />
werden. Wenn man um Details bittet,<br />
verschwindet die Bedienung<br />
und kommt lange nicht mehr zurück.<br />
Das ist in vieler Hinsicht bedauerlich.<br />
Man bemerkt sofort, <strong>das</strong>s sich<br />
<strong>das</strong> Personal für Wein nicht interessiert<br />
und sich folglich damit auch<br />
nicht auskennt. Ein guter Kellner<br />
bringt dem Wein Interesse entgegen<br />
und kann oft eine Geschichte<br />
dazu erzählen. Zumindest ein oder<br />
zwei Sätze zum Wein, sein Geschmacksprofil<br />
und seine Herkunft<br />
wären wünschenswert. Und wenn<br />
man schon weiß, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Personal<br />
damit ein Problem hat, dann könnte<br />
man für den glasweisen Ausschank<br />
die Information mit einer kleinen<br />
Karte bei Tisch oder in der Weinkarte<br />
zur Verfügung stellen. Damit wäre<br />
dann allen geholfen.<br />
Ursula Messner bietet Weinseminar<br />
und Verkostungen für Privatpersonen<br />
und Firmen an sowie<br />
Schulungen zum Thema Wein und<br />
Weinkarte für Gastronomie und<br />
Hotellerie und hält Vorträge rund<br />
um den Wein und dessen Kulturgeschichte.<br />
www.weinbegleitung.com<br />
Foto: Christian Postl<br />
Ziemlich beste Bio-Freunde<br />
Guter Wein entsteht immer aus dem gelungenen<br />
Zusammenspiel der Gegensätze. „Ziemlich beste<br />
Freunde“ vereint nicht nur die beiden Seiten des<br />
Neusiedlersees – die schottrig-lehmigen Südhanglagen<br />
der Parndorfer Platte mit den ostwärts geneigten<br />
Weingärten am Muschelkalk-dominierten Leithagebirge<br />
– sondern auch die heimischen Sorten Zweigelt<br />
und Blaufränkisch mit der internationalen Sorte Merlot.<br />
Gegensätze lassen hier einen Wein entstehen, der<br />
mit dunklen Fruchtaromen, kraftvoller Textur und<br />
Finesse brilliert. Dafür sorgen die sanfte biodynamische<br />
Bewirtschaftung, die Handlese und Selektion,<br />
die Spontanvergärung und die 17-monatige Reife im<br />
großen Fass. Mit Jahrgang 2019 ist es Gernot Heinrich<br />
gelungen, einen vielschichtigen Rotwein zu schaffen,<br />
der genug Frische hat, um kräftig und beerig zugleich<br />
zu wirken.<br />
www.weinco.at<br />
Himmlische Kombination<br />
Der Wein mit der Eidechse auf der Etikette<br />
ist weltweit bekannt für seine<br />
roten Klassiker. Ein Geheimtipp sind<br />
jedoch noch die fruchtigen, trockenen<br />
Weißweine des Betriebes. In der Region<br />
östlich des Neusiedlersees wachsen<br />
wunderbar fruchtige und würzige<br />
Weißweine aus heimischen Rebsorten<br />
wie Grüner Veltliner, Welschriesling sowie<br />
Muskat Ottonel und auch der Sauvignon<br />
Blanc fühlt sich im Burgenland<br />
heimisch. Das einzigartige pannonische<br />
Klima in Verbindung mit den schottrigen<br />
Böden bieten ideale Bedingungen<br />
für die Herstellung hochwertiger Weine<br />
mit frischen und fruchtigen Noten.<br />
Die Weißweine von Zantho eignen sich<br />
besonders gut als Begleiter zu Spargel<br />
wobei Welschriesling und Muskat perfekt<br />
zu gedämpftem Spargel harmonieren.<br />
Sauvignon Blanc wie auch die Veltliner<br />
passen wunderbar zu mariniertem<br />
oder kross gebratenem Spargel.<br />
www.zantho.com<br />
Foto: Sonja Priller Foto: Wein & Co
4/20<strong>23</strong><br />
WEIN 55<br />
Fotos: ÖWM<br />
Spargel und Wein – was darf‘s sein?<br />
Im Frühling sprießt der Spargel – auch auf den Speisekarten der heimischen Gastronomie. Als<br />
passende Weine dazu bieten sich eher junge, frische, weiße Rebsorten an. Doch es ist auch<br />
Platz für Experimente.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Erlaubt ist, was gefällt – <strong>das</strong> gilt<br />
prinzipiell auch und gerade bei<br />
der Kombination von Speisen und<br />
Getränken. Trotzdem gibt es ein paar<br />
Spielregeln, die einem zumindest die<br />
Entscheidungsfindung erleichtern können.<br />
Gekochter Spargel mit Sauce Hollandaise<br />
und dazu ein schwerer Rioja?<br />
Vermutlich nicht die beste Idee. Andererseits<br />
harmoniert Spargel auf dem kulinarischen<br />
Parkett zum Beispiel hervorragend<br />
mit einer Vielzahl heimischer<br />
Weine, vom Sauvignon Blanc über Burgunder<br />
bis hin zu gereiften Reserveweinen.<br />
Die Zubereitungsart entscheidet<br />
„Prinzipiell empfehlen sich trockene<br />
Weißweine mit gut integrierter Säure<br />
und nicht zu dominanter Frucht“, weiß<br />
man etwa bei der Österreichischen<br />
Weinmarketing (ÖWM). Bevor es an<br />
die detailliertere Wahl des Weines geht,<br />
stellen sich wichtige Grundsatzfragen:<br />
Grüner oder weißer Spargel? In welcher<br />
Zubereitungsart soll er präsentiert<br />
werden? Während die weißen Exemplare<br />
sich gerne mit etwas zurückhaltenden<br />
Weinen umgeben, vertragen ihre<br />
herzhafteren grünen Pendants durchaus<br />
aromatische Unterstützung, etwa<br />
in Gestalt eines knackigen Sauvignon<br />
Blancs oder eines fruchtigeren Muskatellers.<br />
Wird Spargel in stärke- oder fetthaltige<br />
Zutaten eingebunden, benötigt<br />
der begleitende Wein darüber hinaus<br />
ausreichend Körper und Substanz.<br />
Als Klassiker unter den Spargelgerichten<br />
gilt die Cremesuppe. Diese passt<br />
ganz klassisch zu einem mittelgewichtigen,<br />
nicht zu pikanten Sauvignon Blanc.<br />
Auch ein feinwürziger Grüner Veltliner<br />
ergänzt <strong>das</strong> Aromenspektrum einer<br />
Spargelcremesuppe, ebenso wie ein<br />
vollmundiger Roter Veltliner oder dessen<br />
elegante Verwandte Rotgipfler und<br />
Zierfandler. Speziell bei etwas reichhaltigeren<br />
Zubereitungsvarianten kann<br />
eine Spur mehr Säure im Wein <strong>das</strong> sensorische<br />
Gesamtbild schlanker erscheinen<br />
lassen, daher eignet sich hier auch<br />
österreichischer Sekt, vorzugsweise vinifiziert<br />
aus Sauvignon Blanc oder Burgundersorten,<br />
mit elegant eingebundener<br />
Kohlensäure außerordentlich gut.<br />
Ein Spargelrisotto mit seiner buttrigsämigen<br />
Anmutung hingegen verträgt,<br />
wie auch Spargel mit Schinken, bereits<br />
kräftigere, gerne gereifte Partner. Reserve-Vertreter<br />
der Burgunderfamilie machen<br />
hier eine ebenso gute Figur wie ein<br />
körperreicher Riesling oder ein Wiener<br />
Gemischter Satz.<br />
Reiz des Ungewöhnlichen<br />
Weißweine mit zartem Holztouch fügen<br />
sich ebenso harmonisch in den Reigen<br />
der idealen Spargelpartner. Vor allem<br />
Rezepte mit Sauce Hollandaise gewinnen<br />
durch feine karamellig-nussige Noten<br />
gekonnten Holzeinsatzes zusätzlich<br />
an aromatischer Tiefe und Spannung.<br />
„Besonders experimentierfreudige<br />
Köche schenken ihren Gästen zum<br />
Kalbsfilet mit Spargel einen saftigen Pinot<br />
Noir mit wenig Tannin oder auch<br />
Sankt Laurent ein“, lautet hier ein Tipp<br />
der ÖWM.
56 SPIRITUOSEN<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Less but better!<br />
Am Spirituosensektor werden derzeit vor allem Premiumprodukte nachgefragt – außerdem<br />
feiert Tequila endlich <strong>das</strong> große Comeback.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Qualität ist in der Gastronomie gefragt,<br />
auch bei den Spirituosen. Die<br />
„Hauptsache es ist billig und fährt<br />
ein“-Fraktion wird es zwar weiterhin<br />
geben, aber der Trend geht eindeutig<br />
hin zu Premiumware – auch wenn man<br />
dafür einen Drink weniger nimmt. „In der<br />
Gastronomie, ist schon seit einigen Jahren<br />
der Trend zu ‚less but better‘ erkennbar.<br />
Konsumenten wollen genießen – und<br />
<strong>das</strong> mit Top Produkten. Vor allem braune<br />
Spirituosen werden immer gefragter.<br />
Premium-Whisky, -Rum, und -Tequila erwarten<br />
weiterhin ein starkes Wachstum“,<br />
weiß etwa Alexander Ludwig, Pressesprecher<br />
von Spirituosenimporteur Top<br />
Spirit. „Die Österreicher greifen vermehrt<br />
zu Premium-Produkten und sind auch<br />
dazu bereit, mehr dafür auszugeben“, lautet<br />
sein Resümee.<br />
Zudem glaubt man bei Top Spirit an<br />
Convenience auch am Spirituosensektor<br />
und damit an den Bottled Cocktail Trend.<br />
Ludwig: „Mit Speakeasy sind wir letztes<br />
Jahr in diese neue Kategorie gestoßen –<br />
kreiert in Zusammenarbeit mit Geri Tsai,<br />
einem der meistausgezeichneten Mixologen<br />
des Landes. Die Speakeasy Premium<br />
Bottled Cocktails sind Drink-Genuss aus<br />
der Flasche auf Barniveau – einfach in der<br />
Zubereitung, individuell in der Präsentation<br />
und bestechend authentisch im Geschmack.<br />
Die Auswahl der Sorten – von<br />
Pina Colada über Cosmopolitan bis zu<br />
Espresso Martini – wurde auf Basis einer<br />
Marktforschungsstudie zu den bevorzugten<br />
Cocktails von Herrn und Frau Österreicher<br />
entwickelt, und finden auch bei<br />
internationalem Publikum großen Anklang.“<br />
Alkoholfrei im Kommen<br />
„Less but better“ in einer anderen Richtung<br />
sieht auch Katharina Klingenschmid,<br />
Marketingchefin von Getränkeimporteur<br />
Morandell in Tirol: „Ganz klar<br />
im Trend liegen die alkoholfreien Spirituosen.<br />
Auch der Gin hat nicht an Popularität<br />
verloren. Je nachhaltiger und sozialer<br />
in der Herstellung, desto besser.<br />
Mein Gemeimtipp ist etwa der Portofino<br />
Dry Gin. Das tolle Design der Flasche ist<br />
vom malerischen italienischen Dorf inspiriert,<br />
drei Flaschen nebeneinander ge-<br />
Foto: Yevhen / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
SPIRITUOSEN 57<br />
Foto: Diplomatico<br />
stellt ergeben die ‚Skyline‘ von Portofino.<br />
Dieser Gin eignet sich auch toll als<br />
Speisenbegleiter im Frühjahr zu<br />
leichten, sommerlichen Gerichten.<br />
Es muss nicht immer ein<br />
Glas Wein sein! Gemixt mit einem<br />
mediterranen Tonic Waters<br />
(z.B. Seventeen Tonic<br />
Water) und einer Scheibe<br />
Zitrone und/oder einem<br />
Rosmarin-Zweig – perfekt<br />
erfrischend!“<br />
Aber auch Rum sieht<br />
Klingenschmid weiterhin<br />
obenauf, z. B. den Diplomático<br />
Reserva Exclusiva,<br />
bei dem die Themen Nachhaltigkeit<br />
und Zero Waste stark im Fokus<br />
stehen und der sich laut ihrer Aussage<br />
auch als Basis für sommerliche Drinks<br />
eignet.<br />
Gin und Rum an der Spitze<br />
Und was sagen die Leute aus der Praxis?<br />
„Wenn man sich die Trendspirituosen der<br />
Ivan Maric, Bar General Manager vom<br />
Hilton Vienna Park.<br />
Foto: Hilton Vienna Park<br />
letzten Jahre anschaut, stehen Gin und<br />
Rum an der absoluten Spitze, aber Tequila<br />
hat richtig nachgezogen und ist derzeit<br />
im Kommen. Padre Azul Anejo, Don<br />
Julio 1942, Patron Tequila wären so da<br />
meine Lieblinge”, meint dazu Ivan Maric,<br />
Bar General Manager vom Hilton Vienna<br />
Park. Zudem sieht er eine verstärkte<br />
Nachfrage nach gemixten Cocktails, hier<br />
vor allem nach erfrischenden und fruchtigen<br />
Drinks wie Gin Basil Smash, Mules<br />
oder Mai Tai. Und alkoholfreie Drinks<br />
sind im Kommen. Maric: „Wir haben mit<br />
den Produkten von Lyre‘s<br />
im Jänner erstmals eine<br />
Dry January Promotion gemacht<br />
und diese ist bei unseren<br />
Gästen sehr gut<br />
angekommen.“<br />
Maric‘ persönlicher<br />
Lieblingsdrink<br />
ist derzeit ein „Sazerac<br />
half & half “, ein<br />
klassischer Cocktail<br />
der mit dem Old Fashioned<br />
verwandt ist:<br />
1 Würfelzucker<br />
1 Schuss Wasser<br />
4cl Rye Whiskey<br />
› 4cl Cognac<br />
Gerührt, <strong>das</strong> Glas mit Absinth ausgewaschen<br />
und mit einer Zitronenzeste dekoriert.<br />
Foto: Portofino<br />
ROKU GIN<br />
DAS BESTE AUS JEDER JAHRESZEIT<br />
Meisterhaft destilliert in Japan
58 SPIRITUOSEN<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Ein Bar Worte ...<br />
… über Trendspirituosen.<br />
„Sag mal, was ist denn <strong>das</strong><br />
nächste große Ding, Gin ist ja<br />
irgendwie durch oder ?“<br />
Eine Frage, welche ich in der<br />
Bar schon lange und bis heute<br />
oft höre, um sie gerade deshalb,<br />
bezogen auf diesen temporären<br />
Aspekt, entschieden verneinen<br />
zu wollen. Grundlegend<br />
bin ich mir unsicher, ob die<br />
Bekanntheit eines Produktes<br />
immer einem Trend gleichen<br />
muss. Nun gut, partiell sicherlich<br />
in vielen Teilen dann doch,<br />
sonst gäbe es nur einen Hype,<br />
und ein liquider Hype hinterlässt<br />
keineswegs wilde Affenspuren<br />
oder mediterrane Stilettoabdrücke.<br />
Nunmehr ist die<br />
botanische Hyperbel zu einer<br />
gesellschaftlichen Strömung<br />
geworden. Mit Herz und Seele<br />
hat sie sich aus dem Londoner<br />
Bloomsbury Viertel auf Tante<br />
Moni`s Vorstadtsofa geschlürft.<br />
Die altenglische Nachtschattendestillation<br />
endet gegenwärtig<br />
in bioveganer Nachhaltigkeit.<br />
Trends trinken sich<br />
dann doch zeitweilig langsam<br />
durch die Stilgläser unserer immer<br />
schneller werdenden und<br />
dadurch oft wenig sinnhaften<br />
gesellschaftlichen Prozesse.<br />
Egal, ob wir somit für <strong>das</strong> kommende<br />
Jahr über leichten Wermut,<br />
infusioniertes Wasser, die<br />
Agave, oder Ökokonzepte philosophieren,<br />
gut Ding braucht<br />
immer noch seine eigene Weile.<br />
Aus alt wird neu, aus neu<br />
wird fortwährend und Bestand<br />
braucht Verstand.<br />
Moritz Niederstrasser,<br />
Consultant Barkultur<br />
www.moritz-niederstrasser.de<br />
Foto: Niederstrasser<br />
Gutes aus dem Fass<br />
Das feine Weinsortiment von ZANT-<br />
HO wurde kürzlich um drei spannende<br />
Spirituosen erweitert. Gemeinsam<br />
mit einer der renommiertesten Brennereien<br />
des Burgenlandes entstehen feinster<br />
Classic Dry Gin sowie Berry Dry Gin<br />
die aus Wacholder und hochwertigsten<br />
Gewürzen und Beeren destilliert werden.<br />
Neu und bis dato einzigartig in Österreich<br />
ist ein Rum, der aus achtjährigen<br />
importierten Rumfässern aus Venezuela<br />
und der Dominikanischen Republik<br />
produziert wurde. Der Name des Rums<br />
– Barrel 21 – bezieht sich auf seine Veredelung<br />
und Ausbau in Süßweinfässern<br />
des Jahrgangs 2021. Der Süßwein wurde<br />
dazu aus den heimischen Eichenfässern<br />
nur grob abgezogen und dann auf<br />
der Feinhefe des Süßweins gelagert. Das<br />
Manifest Sprizz<br />
Der Sommer kommt und die Getränkekarten<br />
füllen sich mit neuen, erfrischenden<br />
Drinks. Heuer mit dabei, die jüngste<br />
Kreation von Jägermeister, der „Manifest<br />
Sprizz“: Er wird mit dem Superpremium-<br />
Kräuterlikör Jägermeister Manifest, Prosecco,<br />
Limettensaft sowie Black Orange<br />
gemixt und holt den Sommer ins Glas.<br />
„Der Manifest Sprizz überzeugt durch<br />
seine fruchtig-süße sowie gleichzeitig<br />
erfrischende Note und ist die ideale Abrundung<br />
an einem lauen Sommerabend“,<br />
so Nina Reissner, Brand Managerin Jägermeister<br />
Österreich.<br />
Ergebnis ist ein nobler Rum, der mit wärmenden<br />
und gelbfruchtigen, exotischen<br />
Aromen am Gaumen tänzelt.<br />
www.zantho.com<br />
Zutaten<br />
4cl Jägermeister Manifest<br />
3cl Prosecco<br />
1cl Limettensaft<br />
8cl Black Orange<br />
Zubereitung<br />
4cl Jägermeister Manifest in ein Highball<br />
Glas füllen und mit 3cl Prosecco begießen.<br />
Anschließend mit 1cl Limettensaft<br />
und 8cl Black Orange auffüllen. Dekoriert<br />
wird mit einer Orangenscheibe und frischen<br />
Minzspitze.<br />
www.jagermeister.com<br />
Foto: Jägermeister Foto: Sonja Priller
4/20<strong>23</strong><br />
SPIRITUOSEN 59<br />
Genussvoll in den Frühling starten<br />
Roku Gin feiert die japanische Kirschblüte.<br />
ADVERTORIAL<br />
Roku gehört zum Haus Suntory, einem<br />
japanischen Spirituosenhersteller,<br />
der 1899 gegründet wurde.<br />
Roku Gin, ein eigens in Japan destillierter<br />
Craft Gin, wird aus sechs hochwertigen<br />
Botanicals hergestellt, die<br />
einzigartig japanisch sind. Eine dieser<br />
besonderen Botanicals ist die Sakura-Blüte.<br />
Jedes Jahr im Frühling verleihen<br />
die vielen Kirschbäume Japan<br />
eine ganz besondere Note und markieren<br />
den Frühlingsbeginn. Diese japanischen<br />
Kirschblüten, Sakura-Blüten, die<br />
dann in Japan von Hand geerntet werden,<br />
verleihen Roku seine subtile und<br />
blumige Note.<br />
Der vielschichtige Roku Gin zeichnet<br />
sich durch die Harmonie zwischen<br />
den speziellen Noten der japanischen<br />
Botanicals und klassischen Gin-Aromen<br />
aus. Weich und samtig am Gaumen<br />
sorgt Sansho-Pfeffer im Abgang<br />
Roku SPRING BRAMBLE<br />
Zutaten:<br />
• 25 ml Roku Gin<br />
• 25 ml Jasmintee<br />
• 6 Kirschen<br />
• 1 Zitronenscheibe<br />
• 2 Teelöffel Streuzucker<br />
• Dekoration: Kirsche<br />
Zubereitung: Kirschen halbieren und entkernen.<br />
Anschließend in einem Glas mit Zitronenscheibe,<br />
Zucker und Tee vermischen, bis<br />
sich der Zucker aufgelöst hat und die Aromen<br />
sich gut verbunden haben. Das Glas mit Eis<br />
füllen, Roku dazugeben und umrühren. Mit<br />
der Kirsche garnieren.<br />
für eine leichte Schärfe. Neben der dominierenden<br />
Yuzu-Note (Anm.: Yuzu ist<br />
eine asiatische Zitruspflanze) können<br />
sich Genießer auf die Aromen von Sakura-Kirschblüten<br />
und Grünem Tee mit<br />
einer blumig-süßen Note freuen.<br />
Die verwendeten japanischen Botanicals<br />
werden nach dem Prinzip des<br />
„SHUN“ in der richtigen Saison zu ihrer<br />
optimalen Reife geerntet, wenn sie ihren<br />
perfekten Geschmack erreicht haben,<br />
und anschließend in verschiedenen<br />
Pot Stills einzeln destilliert. So kann <strong>das</strong><br />
Aroma jedes Botanicals bestmöglich extrahiert<br />
werden.<br />
https://rokugin.suntory.com/de/de<br />
Foto: Beam Suntory<br />
Die alkoholfreie Rebellion ohne Kompromisse<br />
ÖsterreicherInnen greifen immer öfter<br />
zu geschmackvollen Alternativen zu<br />
Hochprozentigem - und <strong>das</strong> nicht nur<br />
während „Dry January“ oder Fastenzeiten.<br />
Seit Anfang des Jahres erobert <strong>das</strong><br />
Schweizer Start-up REBELS 0.0% die<br />
heimischen Bars und beweist, <strong>das</strong>s die<br />
alkoholfreien Alternativen sich nicht<br />
hinter ihren promillehaltigen Derivaten<br />
verstecken müssen.<br />
„Wir vereinen <strong>das</strong> Beste aus zwei<br />
Welten in unseren Drinks: Perfekter Geschmack<br />
und hohe Qualität mit Genuss<br />
ohne Prozente und dem Kater danach.<br />
Dies ist unser Kampf für gute Cheers-<br />
Momente ohne Alkohol - oder mit wenig,<br />
wie es einem gefällt. ,Freeing the<br />
Spirit of Spirits‘ ist unsere Motto - im<br />
Sommer mit einem alkoholfreien Spritz<br />
oder Amaretto Sour umso mehr“, so<br />
Gründer Christof Tremp. Hergestellt aus<br />
natürlichen Botanicals und dank eines<br />
Foto: REBELS 0.0%<br />
V.li.: Andreas Ruhland, GF Kattus Borco,<br />
Frank P. Spängler, One World Heroes,<br />
Janick Planzer, Rebels 0,0%.<br />
Foto: Kattus Borco<br />
aufwändigen doppelten Destillations-<br />
Verfahrens entfalten die 0.0% Spirituosen<br />
Alternativen von REBELS 0.0% ihren<br />
vollen Geschmack in Cocktails und<br />
Longdrinks auch ohne Alkohol. KAT-<br />
TUS-BORCO vertreibt exklusiv in Österreich<br />
die Rum-, Gin-, Amaretto- und<br />
Spritz-Alternativen von REBELS 0.0%.<br />
Das Schweizer Start-up REBELS<br />
0.0% wird seit Sommer 2022 exklusiv<br />
von Frank P. Spängler und seiner Agentur<br />
OneWORLD HEROES - Agency for<br />
a livable World - (www.oneworld-heroes.at)<br />
professionell und ganzheitlich<br />
begleitet, unterstützt und betreut.<br />
www.kattus-borco.at
Nearwater in Bio<br />
Foto: focusandblur / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
Auch bei flüssigen Nahrungsmitteln darf es gerne „Bio“ sein. <br />
MINERALWASSER 61<br />
bio<br />
Von Magdalena Mayr<br />
Wie viel Mineralwasser wird eigentlich<br />
in Österreich getrunken?<br />
Und wie sieht es mit Bio-<br />
Nearwater aus Österreich aus?<br />
Wasser – mit Geschmack und Bio<br />
Österreichisches Nearwater kann auch<br />
Bio: In die neuen Limonaden von Vöslauer<br />
etwa kommen nur herkunftsbezogene<br />
Früchte aus Bio-Qualität. Dafür<br />
wurde <strong>das</strong> Unternehmen mit dem<br />
AMA-Biosiegel-Zertifikat ausgezeichnet.<br />
Es garantiert – zusätzlich zu den<br />
Anforderungen des EU-Bio-Logos – 100<br />
Prozent biologische Zutaten landwirtschaftlichen<br />
Ursprungs und erfüllt alle<br />
gesetzlichen Bio-Standards. Mit dem<br />
AMA-Biosiegel unterliegt die Produktion<br />
einem stufenübergreifenden Qualitätssicherungs-<br />
und Kontrollsystem.<br />
Und auch Römerquelle setzt sich aktiv<br />
für die Umwelt und den schonenden<br />
Einsatz von Ressourcen ein. Seit 2019<br />
besteht <strong>das</strong> gesamte Römerquelle PET-<br />
Sortiment aus Flaschen aus 100 Prozent<br />
recyceltem PET – ein Meilenstein<br />
innerhalb der österreichischen Getränkeindustrie.<br />
Römerquelle Mineralwasser<br />
wird mit Öko-Strom produziert.<br />
Seit rund 25 Jahren trägt Römerquelle<br />
<strong>das</strong> Österreichische Umweltzeichen,<br />
<strong>das</strong> ein Garant für umweltfreundliche<br />
Mehrwegverpackungen ist. Das Produktions-<br />
und Logistikzentrum in<br />
Edelstal ist für sein Umweltmanagement<br />
EMAS-zertifiziert<br />
und hält den<br />
Alliance for Water<br />
Stewardship (AWS) Standard in Gold.<br />
Der Start von Römerquelle Biolimo markierte<br />
einen Meilenstein bei Coca-Cola<br />
HBC Österreich, denn erstmals wurde<br />
innerhalb der gesamten Coca-Cola<br />
HBC Gruppe eine Produktionslinie biozertifiziert.<br />
Mineralwasser in und aus<br />
Österreich<br />
Natürliches Mineralwasser erfreut sich<br />
in Österreich großer Beliebtheit – allein<br />
2022 wurden hier rund 724 Mio. Liter<br />
abgefüllt. Die Österreicher greifen<br />
immer häufiger zu Mineralwasser, wie<br />
die Zahlen der letzten zehn Jahre zeigen.<br />
Der leichte Rückgang des Inlandsabsatzes<br />
in den Jahren 2020 und 2021<br />
lässt sich durch die Coronapandemie erklären.<br />
Ob mit Kohlensäure, mit wenig<br />
Kohlensäure oder ohne: Natürliches Mineralwasser<br />
wird in verschiedenen Formen<br />
konsumiert. Am stärksten zugelegt<br />
hat 2022 wie in den vergangenen Jahren<br />
die Nachfrage nach stillem Mineralwasser.<br />
2022 wurden 84 Liter Mineralwasser<br />
pro Person konsumiert, davon entfallen<br />
rund 120 Mio. Liter auf Glasgebinde,<br />
ein Drittel davon werden in der Gastronomie<br />
konsumiert. Die klassische Gastronomie<br />
ist also traditionell mit Glasgebinde<br />
unterwegs.<br />
www.forum-mineralwasser.at<br />
Die Österreicher greifen immer häufiger<br />
zu Mineralwasser.<br />
Fotos: Pixabay
62 MINERALWASSER & NEARWATER<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Regionale<br />
Alternative<br />
Neben der neuen Biersorte<br />
Baumgartner „Hell“ ergänzt<br />
<strong>das</strong> Schärdinger Traditionsunternehmen<br />
Brauerei Baumgartner<br />
auch noch <strong>das</strong> Limonaden Sortiment<br />
der „Baumgartner Hex“ um<br />
weitere zwei Produkte. Ab sofort<br />
gibt es neben den bekannten Geschmacksrichtungen,<br />
wie etwa<br />
„Himbeer“ oder „Maracuja“ auch<br />
noch „Cola“ und „Soda Wasser“.<br />
„Die neue Hex Cola ist geschmacklich<br />
und preislich ein top Produkt,<br />
welches eine echte und vor allem<br />
regionale Alternative zum großen<br />
Original ist“, freut sich Lilly Humer,<br />
Marketingleiterin der Brauerei<br />
Baumgartner.<br />
www.brauerei-baumgartner.at<br />
Besondere Wasserflasche<br />
Seit 2007 arbeitet evian mit Modedesignern<br />
zusammen, um begehrenswerte<br />
und ikonische Glasflaschen in limitierter<br />
Auflage zu kreieren. Jedes Jahr wird die<br />
Flasche durch <strong>das</strong> Auge eines neuen Designers<br />
neu erfunden, von traditionellen<br />
französischen Luxushäusern bis hin zu<br />
neuen Playern und Disruptoren der Modebranche.<br />
2022 setzt evian die Tradition<br />
fort und arbeitet mit einer der kultigsten<br />
Modemarken der Gegenwart zusammen.<br />
Durch die Zusammenführung zweier globaler<br />
französischer Marktführer wird dieses<br />
Jahr die Partnerschaft der legendären<br />
Wassermarke mit dem Luxusmodehaus<br />
Balmain für eine innovative, kreative Zusammenarbeit<br />
stattfinden. Basierend auf<br />
den charakteristischen barocken Designs<br />
von Balmain wird evians Flasche 2022 in<br />
limitierter Auflage ab März 20<strong>23</strong> in Österreich<br />
auf den Markt kommen.<br />
www.evia.com<br />
Foto: evian<br />
Foto: Brauerei Baumgartner<br />
Römerquelle Emotion jetzt<br />
auch mediterran<br />
Aktuell wird <strong>das</strong> Römerquelle<br />
Emotion-Sortiment um<br />
zwei weitere Innovationen ergänzt:<br />
Inspiriert von den mediterranen<br />
Destinationen Italien<br />
und Spanien sollen Römerquelle<br />
Emotion Zitrone-Blutorange<br />
sowie Römerquelle<br />
Emotion Pfirsich-Wassermelone<br />
Urlaubsgefühle am Gaumen<br />
wecken. Mit Römerquelle Zitrone-Limette<br />
gibt es ab sofort<br />
außerdem auch eine Kombination<br />
ohne Zucker und ohne<br />
Süßungsmittel. „Mit unserer<br />
aktuellen Römerquelle Emotion<br />
Serie haben wir uns in der<br />
Komposition von den beiden<br />
beliebten Destinationen anregen lassen,<br />
wollen mit den typischen Aromen bei unseren<br />
Konsumenten Urlaubsgefühle wecken<br />
und sie gedanklich zu den schönsten<br />
Plätzen entführen“, erläutert Anna<br />
Staudinger, Senior Brand Managerin<br />
bei Römerquelle, <strong>das</strong> neue Römerquelle<br />
Emotion-Konzept.<br />
www.coca-cola-oesterreich.at/marken/<br />
roemerquelle<br />
Foto: Römerquelle
4/20<strong>23</strong><br />
ADVERTORIAL 63<br />
Foto: Grapos<br />
Sprudelnde Gewinne<br />
Pur oder prickelnd oder als großer<br />
Bestandteil eines gespritzten Getränks<br />
ist Wasser ein Produkt, <strong>das</strong><br />
häufig konsumiert wird. Wasser könnte<br />
ein Quell der Freude für jeden professionellen<br />
Gastgeber sein, wenn es aus der<br />
eigenen Schankanlage käme.<br />
Eiskalt, still oder prickelnd und mit<br />
Mineralstoffen angereichert. In der eigenen<br />
Karaffe oder Flasche serviert und<br />
selbstverständlich in der Getränkekarte<br />
ausgepreist als mineralisiertes Wasser,<br />
Hausquell oder mit einem eigenen Namen<br />
versehen.<br />
Grapos bietet hier unterschiedliche<br />
Aufbereitungen von Natursole in der 10<br />
kg Bag-in-Box für die Schankanlage. Mit<br />
einem Mischverhältnis von ca. 50 zu 1<br />
ist <strong>das</strong> mineralisierte Wasser sehr ausgiebig<br />
und für den Betrieb entsprechend<br />
lukrativ.<br />
Ein Hauch von Geschmack<br />
Mit einem Schuss eines Post-Mix Sirups<br />
ist auf Knopfdruck ein wertvolles Near-<br />
Water-Getränk gezapft. Ohne Aufwand<br />
und in immer gleichbleibender hoher<br />
Qualität. Nutzt man dafür einen der unterschiedlichen<br />
Brooklyn BIO-Sirupe, ist<br />
<strong>das</strong> Getränk nicht nur nachhaltig erfrischend,<br />
sondern dazu noch in zertifizierter<br />
BIO-Qualität. Besonders beliebt im<br />
Wellness- und Fitnessbereich ist Gravita<br />
von Grapos, eine Natursoleaufbereitung<br />
angereicht mit einem Mineralstoff- und<br />
Vitamin-Cocktail in der 10 kg Bag-in-<br />
Box. Auch <strong>das</strong> Gravita Vitaminwasser<br />
kann mit jedem Post-Mix-Sirup zu einem<br />
stillen oder prickenden Erfrischungsgetränk<br />
gemischt werden – mit dem Mehrwert<br />
eines Vitaminboosters. Geben Sie<br />
noch ein paar Beeren, eine Scheibe Obst<br />
oder Kräuter in die Karaffe und Ihre Gäste<br />
werden begeistert sein.<br />
Kleinerer ökologischer<br />
Fußabdruck<br />
Grapos setzt ganz auf nachhaltige Systeme:<br />
So sind zum Beispiel die Bag-in-Boxen<br />
zu 100 % recyclebar und auch die Produktionsmethoden<br />
und modernste Abfüllanlagen<br />
führen dazu, <strong>das</strong>s im Vergleich<br />
zu konventionellen Portionsflaschen die<br />
CO2-Belastung sowie der ökologische<br />
Fußabdruck um 90 % kleiner ist. Das wurde<br />
von einer Studie der TU Graz bestätigt.<br />
www.grapos.com
Seite 64 bis Seite 73<br />
Hot Drinks<br />
Kaffee<br />
Kurt Traxl ist Chef-Diplom-Kaffeesommelier,<br />
Barista und Röstmeister. Außerdem ist er Eigentümer<br />
der nach ihm benannten Kaffee- und<br />
Kakaorösterei. Für ihn sind Nachhaltigkeit und Bio<br />
essentielle Voraussetzungen für guten Kaffee.<br />
Seite 66<br />
Tee<br />
Seit 1862 steht mit „JägerTEE“ Wiens ältestes<br />
Teefachgeschäft für Genuss – und heute darf<br />
es auch gerne Bio sein. Hier werden frische<br />
Ernten von ausgewählten Teeplantagen weltweit<br />
importiert und <strong>das</strong> Sortiment regelmäßig<br />
geändert.<br />
Seite 72
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELLES 65<br />
Thomas Panholzer, GF Transgourmet Österreich,<br />
Philipp Aigner, Verkaufsleitung<br />
JAVA Kaffee und Bereichsleiter Gerald<br />
Santer.<br />
Foto: Transgourmet Österreich<br />
30 Jahre JAVA Kaffee<br />
Der exklusiv bei Transgourmet erhältliche<br />
JAVA-Kaffee feiert heuer seinen<br />
30. Geburtstag: Das Jubiläum wird mit<br />
vielen Highlights, Verkostungen und<br />
Aktionen begangen.<br />
Der Trend bei Kaffee geht eindeutig<br />
in Richtung qualitativ hochwertiger<br />
Rohware sowie Röstverfahren. Vor<br />
allem in der Gastronomie sind höchste<br />
Qualität und Produktwissen gefragt. Gerade<br />
durch den Boom von hochwertigen<br />
Kaffeemaschinen im Privatbereich wird<br />
dieser Trend befeuert, denn Konsumenten<br />
wollen auch außer Haus Kaffee trinken,<br />
der mindestens so gut wie zuhause<br />
schmeckt. Beim „hauseigenen“ Kaffee<br />
aus der Röstung in Bruck/Mur sticht der<br />
JAVA Natura Kaffee in der praktischen<br />
1kg Packung hervor: Der pure Arabica-<br />
Kaffee stammt aus fairem und biologischem<br />
Anbau.<br />
„Gekommen, um zu bleiben“ sind die<br />
Trends Bio, Fairtrade und Nachhaltigkeit.<br />
JAVA Kaffee ist hier „sehr gut aufgestellt“,<br />
wie Philipp Aigner, Verkaufsleiter<br />
bei JAVA Kaffee weiß. „Unsere Kunden<br />
sowohl im Gastronomie als auch<br />
Business-Bereich fragen entsprechende<br />
Qualitäten nach, die wir selbstverständlich<br />
anbieten.“<br />
Transgourmet gibt sein Wissen rund<br />
um eines der Lieblingsgetränke der Österreicher<br />
natürlich auch weiter und<br />
bietet Schulungen an. „Der wichtigste<br />
Faktor bei der Kaffeezubereitung ist<br />
der Mensch“, so Aigner. Für Zusatzumsätze<br />
sorgen zudem nach wie vor Kaffee-Cocktails<br />
– und zwar mit und ohne<br />
Alkohol. Die neuesten Kreationen wurden<br />
bei der Transgourmet PUR am 17.<br />
und 18. April in Salzburg dem Fachpublikum<br />
präsentiert. „Wir setzen hier<br />
verstärkt auf den Einsatz von Rezeptvideos“,<br />
erklärt Aigner. Zur Jahreszeit<br />
passende Rezeptideen und Kreationen<br />
liefert JAVA: Die eigenen Baristas beraten<br />
Gastronomen gerne vor Ort! Oft lassen<br />
sich mit wenigen Handgriffen tolle<br />
Kreationen herstellen – wertvolle Rezeptideen<br />
liefert die Homepage:<br />
www.java-kaffee.at
Foto: ZoomTeam / Adobe Stock<br />
Bekömmlich<br />
und Bio
4/20<strong>23</strong><br />
KAFFEE 67<br />
Kurt Traxl ist Chef-Diplom-Kaffeesommelier, Barista und Röstmeister. Außerdem ist er<br />
Eigentümer der Kaffee- und Kakaorösterei Kurt Traxl. <br />
Von Magdalena Mayr<br />
Das kleine Mühlviertler Unternehmen<br />
hat sich ganz den Themen<br />
nachhaltiger Kaffee und Bio<br />
verschrieben. Röstmeister Kurt<br />
sucht gemeinsam mit seinem Team<br />
stets neue Spezialitätenkaffees, Kaffeebohnen<br />
aus den unterschiedlichsten<br />
Ländern werden importiert. Regelmäßig<br />
werden auch sogenannte „Micro Lots“,<br />
nichts anderes als sehr hoch bewertete<br />
Kaffees, die von kleinen Farmen stammen<br />
und nur in kleinen Mengen verfügbar<br />
sind, geröstet.<br />
bio<br />
„Helle Röstung“<br />
Bei Kurt Traxl wird ein großer Wert auf<br />
Nachhaltigkeit und fair gehandelte Bohnen<br />
gelegt – und auch <strong>das</strong> Röstverfahren<br />
ist besonders. „Wir rösten den Kaffee<br />
extrem langsam und schonend, die<br />
meisten normalen Röster rösten 20 Minuten,<br />
wir rösten zwischen 30 und 40<br />
Minuten, dadurch findet ein extremer<br />
Säureabbau statt. Die Geschmacksäuren<br />
werden durch <strong>das</strong> schonende Rösten<br />
abgebaut, und <strong>das</strong> ist für den Körper<br />
sehr bekömmlich. Magenschmerzen<br />
ausgeschlossen“, erzählt Kurt vom Verfahren<br />
und sagt weiter: „Wir rösten<br />
grundsätzlich hell. Je dunkler, desto weniger<br />
gesundheitsfördernd ist der Kaffee.<br />
Die Skandinavischen Länder rösten<br />
eher hell, je mehr man Richtung Italien<br />
kommt, desto dunkler wird es.“<br />
Kurt Traxl hat sich dem schonenden Röstverfahren verschrieben.<br />
Fotos: Kurt Traxl<br />
Bio oder Direct?<br />
Nicht nur dem Magen gegenüber agiert<br />
man hier schonend, sondern auch was<br />
<strong>das</strong> Thema Müll betrifft: „Wir haben<br />
als kleiner Handröster angefangen<br />
und machen jetzt sechs Tonnen Kaffee<br />
im Monat. Für uns ist Nachhaltigkeit<br />
wichtig: Wenn wir die Gastronomie<br />
beliefern, bringen wir wiederbefüllbare<br />
Eimer, diese tauschen wir dann aus<br />
und produzieren somit keinen Müll.<br />
Auch wiederbefüllbare Dosen für private<br />
Kunden sind uns wichtig. Also beim<br />
Umweltfaktor Haushaltsmüll sind wir<br />
wirklich dahinter.“ Und wie sieht es mit<br />
der Bio-Zertifizierung der Kaffees aus?<br />
„Der Großteil unseres Sortiments ist<br />
Bio. Viele kleine Bauern können sich<br />
aber keine Bio-Zertifizierung leisten –<br />
hier muss man zu einem Verein gehen,<br />
was für viele nicht erschwinglich ist“,<br />
sagt Kurt Traxl.<br />
www.biokaffeerösterei.at
68 KAFFEE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Röstfrische in der J. Hornig Kaffeebar<br />
Kaffee-Handwerk ganz nah gibt es ab<br />
sofort in der Siebensterngasse im<br />
7. Wiener Bezirk. Dreimal in der Woche<br />
wird in der J. Hornig Kaffeebar der<br />
Röstofen angeworfen und dann röstet<br />
Geschäftsführerin Barbara Bauer frisch<br />
aus der Single-Origin-Spezialitätenlinie<br />
von J. Hornig. „Von Anfang an war für<br />
uns klar, <strong>das</strong>s wir hier in der Kaffeebar<br />
auch direkt selbst rösten möchten, um<br />
<strong>das</strong> Handwerk ganz nah zu zeigen“, so<br />
Barbara Bauer.<br />
Abgestimmt auf jede Bohne<br />
Beim Rösten steht <strong>das</strong> individuelle<br />
Röstprofil im Mittelpunkt und jede Sorte<br />
bekommt genau die Zeit und Temperatur,<br />
die sie braucht. Ein Röstvorgang<br />
bei 200°C dauert ungefähr 10 bis<br />
12 Minuten, die Temperatur wird<br />
immer wieder angepasst, um aus<br />
jeder Bohne <strong>das</strong> Beste herauszuholen.<br />
Nach dem Rösten kommen<br />
sie in Rösteimer, in denen sich die<br />
Aromen erst richtig entfalten, bevor<br />
der Kaffee für den Verkauf einen<br />
Tag später abgepackt wird. Die<br />
Bohnen für den Eigenbedarf werden<br />
gleich direkt aus den speziellen<br />
Lagergefäßen heraus weiterverwendet,<br />
wodurch die Kaffeebar<br />
Verpackungsmaterial einspart und<br />
so noch nachhaltiger agiert. Röstfrische,<br />
Vernissagen, wie aktuell<br />
Paloma Schreibers „KaffeemaHlerei“<br />
und Barista-Kurse machen den<br />
7. Bezirk zum Kaffee-Viertel.<br />
www.jhornig.com<br />
Thomas Schusteritsch, Paloma Schreiber und<br />
Barbara Bauer.<br />
Foto: J. Hornig<br />
Innovationen im<br />
Kaffee-Bereich<br />
Foto: Kurt Heinz<br />
Auf der diesjährigen<br />
Internorga wurden<br />
nicht nur die bewährten<br />
und natürlich ständig<br />
weiterentwickelten<br />
Kaffeemaschinen<br />
von Schaerer präsentiert.<br />
So wurde auch<br />
<strong>das</strong> neue Reinigungssystem<br />
Schaerer Pro-<br />
Care vorgestellt. Das<br />
Beistellmodul bevorratet<br />
saures und alkalisches<br />
Reinigungsmittel<br />
in zwei Beuteln und<br />
stellt es für hundert<br />
Reinigungszyklen des<br />
Kaffee- und Milchsystems zur Verfügung. Die Systemreinigung<br />
kann somit bis zu drei Monate lang vollautomatisch<br />
durchgeführt werden, was natürlich für eine starke Entlastung<br />
des Servicepersonal sorgt. Hansjürg Marti – GF der<br />
Schaerer Deutschland GmbH – zeigte als weitere Innovation<br />
auch eine komplett in einem Unterschrank verbaute Kaffee-Station,<br />
welche mit einem „Zapfhahn“ ausgestattet ist<br />
– welcher natürlich individuell gestaltet werden kann – und<br />
natürlich auch voll vernetzt werden kann.<br />
www.schaerer.com<br />
Markenrelaunch<br />
& Redesign<br />
Dallmayr präsentiert zweierlei Neuigkeiten: Die Trinkschokoladenmarke<br />
Azuco hat sich neu erfunden und präsentiert<br />
sich ab sofort in neuem Look. Das moderne, farbenfrohen<br />
Verpackungsdesign macht Lust auf vollmundigen und unbeschwerten<br />
Schokoladengenuss – ob klassisch oder mit Biound/oder<br />
Fairtrade-Siegel. Sieben Sorten von samtig-sanft<br />
bis kräftig intensiv bringen Abwechslung in die Getränkekarte<br />
und passen in jedes Gastronomie-Konzept. Zudem ist<br />
Azul seit über 70 Jahren ein wichtiger Partner für die Gastronomie<br />
und immer in Bewegung. Dieses Jahr steht bei der Bremer<br />
Rösterei ganz im Zeichen des neuen Redesigns und der<br />
Recyclingfähigkeit der Verpackungen. Neben den Azul Classics<br />
erstrahlt auch die nachhaltige Verde-Linie im neuen Design<br />
und nachhaltig verpackt.<br />
www.dallmayr.de<br />
Foto: Dallmayr
4/20<strong>23</strong><br />
KAFFEE 69<br />
Digitales Kaffeegeschäft<br />
Bei der Anschaffung professioneller<br />
Kaffeemaschinen<br />
spielt die Möglichkeit<br />
der Vernetzung eine<br />
immer wichtigere Rolle.<br />
Mit Schaerer Prisma eröffnet<br />
Schaerer seinen Kunden<br />
nahezu unbegrenzte<br />
Möglichkeiten für die digitale<br />
Evolution ihres Kaffeegeschäfts:<br />
Schaerer Prisma<br />
ist eine flexibel anpassbare<br />
Foto: Schaerer<br />
API (Anwendungsprogrammierschnittstelle),<br />
die eine einfache Anbindung der Schaerer<br />
Kaffeemaschinen an kundenindividuelle Apps, Softwarelösungen<br />
und Systeme (z.B. CRM oder ERP) ermöglicht. Beispiele<br />
hierfür sind die Anbindung an Apps für den Bestell- und<br />
Bezahlprozess sowie die Umsetzung von Treueprogrammen<br />
bis hin zum Betrieb der Kaffeemaschinen in den immer beliebter<br />
werdenden Mini-Markets oder unbemannten Convenience-Stores.<br />
www.schaerer.com<br />
Klimaneutraler Keks<br />
2017 startete Gregor Stapper<br />
mit seiner Idee, dem<br />
„Keks Kreator“. Es entstand<br />
eine Onlineplattform, die es<br />
dem User ermöglicht, Kekse<br />
individuell zu gestalten – eine<br />
Marktneuheit. So einfach die<br />
Idee ist, so gut und erfolgreich<br />
konnte sich der „Keks Kreator“<br />
Gründer am Markt behaupten.<br />
Sein Unternehmen ist seitdem<br />
stetig gewachsen und im<br />
Foto: Bioockies<br />
Jahr 2022 folgte der nächste<br />
Schritt: Der Bau einer neuen, modernen Backstube in seiner<br />
Heimatstadt Brilon. „Mir war es vom ersten Tag an wichtig,<br />
ein Handwerksunternehmen zu starten, <strong>das</strong>s sich immer wieder<br />
und weiter hinterfragt. Wir versuchen an allen Ecken und<br />
Enden <strong>das</strong> Optimum herauszuholen. Sei es bei der Qualität<br />
der Rohstoffe, die wir verarbeiten, als auch bei der notwendigen<br />
Verpackung ressourcensparend und im besten Falle klimaneutral<br />
zu arbeiten“, so Stapper.<br />
www.Keks-Kreator.de
70 KAFFEE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Smartphone<br />
checkt<br />
Kaffeemaschine<br />
Kaffeezubereitung auf Knopfdruck<br />
entlastet <strong>das</strong> Service-<br />
Team. Kleine Pflichten wie Bohnen,<br />
Milch oder Haferdrink<br />
nachfüllen, Satzschublade leeren<br />
oder Reinigungsprogramm starten<br />
sind schnell erledigt und stören<br />
<strong>das</strong> Kaffeegeschäft nicht, vorausgesetzt<br />
<strong>das</strong> Timing für eine<br />
rechtzeitige Aktion an der Maschine<br />
stimmt. Dabei hilft die neue<br />
App Melitta ONSite für die mobile<br />
Überwachung der Kaffeemaschinen.<br />
Anwender der App können<br />
den aktuellen Status ihrer Kaffeemaschinen<br />
jederzeit auf ihrem<br />
Smartphone kontrollieren und damit<br />
z.B. auch auf größeren Flächen<br />
oder mehreren Etagen ihre Kaffeemaschinen<br />
im Blick behalten.<br />
Push-Anzeigen geben rechtzeitig<br />
Signal, wenn Bohnen- oder Milchvorräte<br />
zur Neige gehen. Stillstand<br />
und Wartezeiten an den Maschinen<br />
lassen sich somit effizient vermeiden.<br />
www.melitta-professional.de<br />
Foto: Melitta<br />
Formvollendet und<br />
ressourcenschonend<br />
Mit der Momento Coffee &<br />
Milk präsentiert Nespresso<br />
die jüngste Innovation der<br />
beliebten Professional-Serie:<br />
Sie überzeugt durch ihr zeitloses<br />
Design und sorgt mit<br />
State-of-the-Art Technologie<br />
für hochwertige Kaffeeerlebnisse.<br />
Eine Touchless-Funktion<br />
ermöglicht eine völlig<br />
kontaktlose Bedienung und<br />
die Zubereitungsart und -größe<br />
kann am eigenen Smartphone<br />
ausgewählt werden. Fünf Kaffee-<br />
Rezepte, zwölf Milch-Rezepte und die<br />
Möglichkeit, sich die optimale Tassenlänge<br />
für die Kaffee-Sorte empfehlen zu<br />
lassen, ermöglichen ein individuelles Genusserlebnis.<br />
Gleichzeitig wurde die Maschine<br />
unter den Gesichtspunkten der<br />
Nachhaltigkeit entwickelt: Sie enthält<br />
langlebige Komponenten, leicht reparierbare<br />
oder austauschbare Elemente, wird<br />
in einer recycelbaren Verpackung geliefert<br />
und verfügt über energie- und wassersparende<br />
Einstellungen.<br />
www.nespresso.com<br />
Bio-Kaffeegenuss aus Italien<br />
Seit 1892 steht der Name Hausbrandt<br />
für höchste Qualität. Das italienische<br />
Traditionsunternehmen hat sich der<br />
Kaffeekultur verschrieben und bietet ein<br />
breites Sortiment an Kaffeeprodukten<br />
für Genießer und Gastronomen. Die Kaffees<br />
begeistern, dafür sorgt die schonende<br />
Röstung der hochwertigen Bohnen<br />
aus den besten Anbaugebieten der Welt.<br />
Hausbrandt BIO besteht zu 100 Prozent<br />
aus biologisch angebauten Arabica-Bohnen<br />
und natürlichen Rohstoffen. Im Einklang<br />
mit der Natur entstand diese einzigartige<br />
Kaffeemischung, die mit ihrem<br />
milden Aroma und dem kräftigen Nachgeschmack<br />
auch den bewussten Kaffeeliebhaber<br />
überzeugt. Die angenehme<br />
Säure am Gaumen wird durch Nuancen<br />
von frischen Früchten und einer Mandelnote<br />
ausgeglichen. Hausbrandt BIO<br />
steht für authentischen Kaffeegenuss,<br />
Umweltschutz, Biodiversität und den<br />
respektvollen Umgang mit natürlichen<br />
Ressourcen.<br />
shop.hausbrandt1892.at<br />
Foto: Hausbrandt Foto: Nespresso
4/20<strong>23</strong><br />
KAFFEE 71<br />
Kaffeegeschmack,<br />
auch in vegan<br />
Egal, ob veganer Trend oder Lebensmittelunverträglichkeit<br />
– mit der<br />
Black&White4 CTMplus von Thermoplan<br />
kommen alle auf ihren Kaffeegeschmack.<br />
Dank der neuen Option Pitcher<br />
Foam kommt Barista-Feeling auf. Mit der<br />
integrierten Milchlanze lassen sich andere<br />
Milchsorten ganz simpel aus der Originalverpackung<br />
verarbeiten, ob Hafer-,<br />
Reis- oder Sojamilch. Die Qualität der<br />
Produkte bleibt stets auf höchstem Level.<br />
Auch der auf Knopfdruck erzeugte Milchschaum<br />
lässt sich sehen. Ein großes Plus:<br />
Die Getränke kann man auch mit Kaltmilch<br />
sowie kaltem Milchschaum geniessen.<br />
Auf die wärmeren Monate hin können<br />
Baristi dies zu ihrem Nutzen machen<br />
und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.<br />
Pro Stunde kann die BW4 CTMplus bis<br />
zu 240 Espressi, 200 Kaffees, 140 Cappuccinos<br />
oder 120 Tassen Tee mühelose<br />
generieren. Nach dem Genuss folgt<br />
die Reinigung, welche für <strong>das</strong> Kaffeeund<br />
Milchschaum-System jeweils separat<br />
läuft und nur 17 Minuten dauert.<br />
www.thermoplan.ch<br />
Foto: Dominik Plüss<br />
Premium-Kaffeevollautomat<br />
Mit 30 Kaffee-Variationen<br />
und mehr, zwei Arten der<br />
Milchschaumzubereitung,<br />
dazu Kakao und auch Tee –<br />
Der Kaffeevollautomat KV2<br />
Premium von Bartscher bietet<br />
eine Getränkeauswahl<br />
der Premium-Klasse. Über<br />
<strong>das</strong> 10,1 Zoll Display können<br />
auch individuelle Videos abgespielt<br />
werden sowohl während<br />
der Kaffeezubereitung<br />
als auch in Pausenzeiten ganz<br />
einfach per USB bespielbar.<br />
Die beiden Bohnenbehälter<br />
mit leistungsstarken<br />
Scheibenmahlwerken und<br />
<strong>das</strong> duale Pumpensystem<br />
ermöglichen einen erhöhten<br />
Durchlauf bei einer Boilertemperatur<br />
von bis zu 98 °C. Das ergibt<br />
eine Leistung von bis zu 90 Tassen<br />
à 120ml/Stunde. Der KV2 Premium verfügt<br />
zudem über zwei Bohnen- und einen<br />
Toppingbehälter. 30 voreingestellte<br />
Foto: Bartscher<br />
Programme, individuell überschreibbar<br />
plus weitere Programme programmierbar<br />
ermöglichen eine besonders große<br />
Kaffee-Vielfalt.<br />
www.bartscher.com
72 TEE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Ankas Teewelt<br />
Vor ein paar Wochen hatte ich<br />
<strong>das</strong> Vergnügen, ein Teeseminar<br />
ausschließlich für die bereits<br />
voll im Berufsleben stehenden<br />
Weinsommeliers zu halten.<br />
Der Initiator dafür war Gründer<br />
des Burgenländischen<br />
Sommelier Verbandes- und<br />
Vizepräsident des Österreichischen<br />
Sommelier Verbandes,<br />
Herr Bradley Knowles.<br />
Aufgrund meiner jahrelangen<br />
Erfahrung in der Teebranche,<br />
habe ich persönlich die Aufgabe<br />
nicht auf die leichte Schulter<br />
genommen. Zu Recht, denn<br />
die wissbegierigen Weinsommeliers<br />
hielten mich ordentlich<br />
auf Trab!<br />
Es entbrannte eine sehr interessante<br />
Diskussion über<br />
die Parallelen zwischen einer<br />
Teepflanze und einem Weinstock.<br />
Beginnend mit der Kultivierung,<br />
dem Wachstum, die<br />
tiefen Wurzeln, die bis zu fünf<br />
Meter tief reichen, womit sich<br />
die beiden Pflanzen die Nahrung<br />
aus dem Boden holen,<br />
den klimatischen Bedingungen<br />
bis hin zum fertigen Produkt<br />
inklusive Wortschatz gibt<br />
es sehr viele Ähnlichkeiten!<br />
Einen österreichischen Wein<br />
gibt es, Tee aber noch nicht!<br />
Tee-(The)-orie hin oder her,<br />
Weinsommeliers, Teetrinker,<br />
die ohne eine Tasse Tee <strong>das</strong><br />
Haus nicht verlassen oder Gelegenheits-Teetrinker<br />
– alle<br />
fühlten sich angesprochen<br />
und fanden den für sie richtigen<br />
Tee. Allesamt haben eines<br />
mit auf dem Weg bekommen…,<br />
die volle Leidenschaft für den<br />
Tee, die jetzt noch mehr intensiviert<br />
wurde!<br />
Teehaus Ronnefeldt<br />
Anka Kleebinder<br />
Teefachberaterin<br />
Österreich<br />
akleebinder@ronnefeldt.de<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Foto: Ronnefeldt<br />
Traditionell & Biologisch<br />
Seit 1862 steht Wiens ältestes Teefachgeschäft für Genuss –<br />
und heute darf es auch gerne Bio sein.<br />
Von Magdalena Mayr<br />
Das Wiener Teefachgeschäft Jäger-<br />
TEE ist direkt neben der Wiener<br />
Staatsoper gelegen. Beste Teequalitäten<br />
aus der ganzen Welt werden in<br />
vierter Generation in Handarbeit verkostet<br />
und auch selbst gemischt. Das<br />
Sortiment im nostalgischen und familiengeführten<br />
Geschäft sowie im Online-Shop<br />
umfasst über 300 Sorten –<br />
hier trifft bei einer Tasse Tee Tradition<br />
auf Gegenwart.<br />
Heißes Bio-Sortiment<br />
Die Teeauswahl umfasst rund 300 Sorten,<br />
der Schwerpunkt liegt auf naturbelassenen,<br />
klassischen Teequalitäten.<br />
Auch Teezubehör „made in Vienna“ bietet<br />
JägerTEE exklusiv mit der originalen<br />
tropffreien Tonteekanne und den handgefertigten<br />
Raku-Teeschalen an. In Familienbesitz<br />
befindet sich auch <strong>das</strong> Geheimrezept<br />
für die traditionelle, im Hause<br />
selbst produzierte, JägerTEE Orangen-<br />
Punschessenz. Und welche Bio-Sorten<br />
gibt es zu erwerben? „Wir bieten quer<br />
durch <strong>das</strong> Tee Sortiment Bio-Qualitäten<br />
an. Grüner Tee, Schwarzer Tee, Weißer<br />
Tee, Oolong Tee, Früchte-, Kräuter- und<br />
Rooibos Tee. In naturbelassenen Varianten<br />
(also nur der Tee, ohne Früchte oder<br />
ähnliches beigefügt) und ,aromatisierte‘<br />
Varianten, wie zum Beispiel: Earl Grey<br />
mit Bergamotte oder Rooibos Orange“,<br />
erzählt Marie Živković, Store Managerin<br />
und Teesommelière.<br />
Tee Import<br />
JägerTEE importiert frische Ernten von<br />
ausgewählten Teeplantagen weltweit.<br />
Viele Länder liefern feinste Teeblätter,<br />
die in den charakteristisch-nostalgischen<br />
Teedosen hinter dem Wiener<br />
Verkaufspult landen. Alle paar Wochen<br />
wird die Teeliste geändert, weil stets frische<br />
Ernten eintreffen. Aus welchen Anbaugebieten<br />
kommen die Sorten denn<br />
genau? „Die Anbaugebiete sind bunt<br />
gemischt. Im Schwarztee-Bereich beispielsweise<br />
Indien (Assam, Darjeeling),<br />
Nepal oder China. Im Grüntee-Bereich<br />
ist Japan ein Spitzenreiter, aber wir haben<br />
auch Bio-Varianten aus China, Nepal,<br />
Sri Lanka und Südkorea“, weiß<br />
Živković und sagt weiter: „Besonders<br />
beliebt sind feine und zart fruchtige<br />
Grüntees aus Japan (z.B. Japan Sencha<br />
Spezial BIO) oder ein Klassiker ist unser<br />
Earl Grey BIO mit Bergamottöl.“ In nostalgischem<br />
Ambiente können also eine<br />
Vielzahl an Tees in Bio-Qualität genossen<br />
werden – Inhaber Christoph Masin<br />
sieht es so: „JägerTEE verkauft eigentlich<br />
Zeit.“<br />
www.jaegertee.at<br />
Fotos: JägerTEE
4/20<strong>23</strong><br />
TEE 73<br />
Foto: Ronnefeldt Foto: Demmers Teehaus<br />
Eine gute Tasse Tee!<br />
Teeprodukte von höchster Qualität und<br />
gutem Geschmack, gibt es im Demmers<br />
Teehaus. In dem riesigen Teesortiment<br />
finden man eine große Auswahl an<br />
losen BIO Tees. Wenn es unkompliziert<br />
und schnell gehen soll, ohne auf die Teequalität<br />
verzichten zu müssen, sind die<br />
T-BAGS® genau richtig. In den praktischen<br />
Beuteln für den 0,4l Teegenuss ist<br />
feinster loser Tee, großteils in BIO Qualität<br />
und aromageschützt verpackt. Ob<br />
kräftige Schwarztee Klassiker, erlesene<br />
Grüntees oder wohltuende Kräuter-,<br />
Früchte- und Rooibostees – jeder findet<br />
<strong>das</strong> Richtige für seine Gäste.<br />
www.tee.at<br />
Wir stehen für exzellenten<br />
Tee – seit 18<strong>23</strong><br />
Entspannung und Anregung, Mystik<br />
und Aromenvielfalt, exotische Länder<br />
und spannende Geschichten. Die Welt<br />
des Tees ist facettenreich, genussvoll und<br />
kosmopolitisch. Ronnefeldt bringt dieses<br />
wertvolle Naturprodukt aus allen Teilen<br />
der Erde zu Ihnen nach Hause, denn unser<br />
Herz gehört dem Tee, und <strong>das</strong> schon<br />
seit 18<strong>23</strong>. Aus der Liebe zum Genuss hat<br />
sich eine lange und einzigartige Erfahrung<br />
entwickelt. Auch heute noch werden<br />
unsere Tees im traditionellen Verfahren<br />
hergestellt, von Hand gepflückt<br />
(„two leaves and one bud“) und danach<br />
aufwändig und schonend weiterverarbeitet.<br />
Auf diese Weise entstehen hochwertige<br />
Blatt-Tees, feine Aromen und eine<br />
Fülle von Geschmackserlebnissen. Diese<br />
faszinierende Teegeschichte setzen wir<br />
für Sie fort – mit Inspiration, nachhaltigem<br />
Handeln und innovativen Ideen.<br />
www.ronnefeldt.com<br />
Kaltgetränk auf<br />
Bio-Basis<br />
Ab Mai bringt TEEKANNE die<br />
neue Produktlinie „cold & fresh“<br />
in vier verschiedenen Sorten in<br />
die Regale. Die Früchtetees zum<br />
Kaltaufgießen basieren auf biologischen<br />
Zutaten. Geschmacklich<br />
sind die TEEKANNE-Newcomer<br />
angelehnt an hausgemachte<br />
Limonade, kommen jedoch ganz<br />
ohne Zucker und ohne Kalorien<br />
aus. Die Sorten sind inspiriert vom<br />
Trend-Getränk „Homemade Lemonade“.<br />
Auch für Gesundheitsbewusste<br />
sind die neuen Eistees<br />
zum Selber-machen ideal, denn<br />
sie kommen ganz ohne Zucker<br />
aus und bieten Trinkgenuss ohne<br />
Kalorien. „Einmal mehr ist es uns<br />
gelungen, den Teemarkt zu innovieren.<br />
‚cold & fresh‘ ist aufgrund<br />
der Bio-Qualität eine echte Besonderheit<br />
in diesem Segment“, freut<br />
sich TEEKANNE Österreich Geschäftsführer<br />
Thomas Göbel: „Wir<br />
sehen hier großes Potenzial, denn<br />
der Umsatz bei kalten Tees hat<br />
sich in den vergangenen beiden<br />
Jahren verdoppelt.“<br />
www.teekanne.at<br />
Fotos: Teekanne
Seite 74 bis Seite 89<br />
Non-Food<br />
Küchentechnik<br />
Aus der modernen Gastronomieküche sind<br />
Geräte wie Heißluft- oder Kombidämpfer schon<br />
länger nicht mehr weg zu denken. Doch mit ihnen<br />
wird nicht nur Zeit gespart. Bei den aktuellen<br />
Energiepreisen spielt auch der Kostenfaktor eine<br />
Rolle.<br />
Seite 76<br />
Gemeinschaftsverpflegung<br />
Wer die Vielfalt authentischer türkischer Küche<br />
in Bio-Qualität genießen möchte, der ist im<br />
„Sibel’s“ von Sibel Hatapuglu-Kollinsky in Wien<br />
gut aufgehoben. Die gebürtige Türkin zeigt hier,<br />
was ihre Heimat außer Döner sonst zu bieten<br />
hat.<br />
Seite 80<br />
Kassensysteme<br />
Kaum ein Gastronomiebetrieb, der nicht vom<br />
generellen Personalmangel betroffen ist. Da<br />
bietet sich an, den Gast in Bestell- und Bezahlvorgänge<br />
stärker einzubinden, etwa über <strong>das</strong><br />
eigene Handy als Schnittstelle. Das spart Zeit<br />
und Personal.<br />
Seite 82<br />
Tischkultur<br />
Endlich ist es Frühling und die Tage werden<br />
länger und wärmer. Terrassen und Gärten<br />
sind bereits aufpoliert und langsam füllen<br />
sich die Plätze im Außenbereich mehr und<br />
mehr. Florale Designs und helle Farben bringen<br />
dabei den Frühling auf den Tisch.<br />
Seite 86
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELLES 75<br />
Einfache Bedienung<br />
spart Zeit<br />
Foto: Bartscher<br />
Universalgerät für<br />
professionelle Küche<br />
Foto: Heinzelmann<br />
Kombidämpfer sind die universellen<br />
Geräte zum Backen,<br />
Braten, Dämpfen und<br />
Garen in der Küche. Im umfangreichen<br />
Bartscher Sortiment<br />
finden Sie unter anderem<br />
die Serie Silversteam D<br />
und DRS. Farbige Darstellung,<br />
einfache Piktogramme, klare<br />
Menüstruktur. Die Touchscreen-Steuerung<br />
mit Dreh-<br />
Drück-Regler überzeugt durch<br />
einfache Bedienung und damit<br />
den gelingsicheren und reproduzierbaren<br />
Prozess. Mit der Funktion Rack-Control kann zudem<br />
jeder Einschub individuell programmiert werden. Damit<br />
kann verschiedenes Gargut gleichzeitig zubereitet werden.<br />
Dies spart Zeit und Energiekosten. Mit der Touchscreen-Steuerung<br />
lassen sich bis zu acht Garphasen und 99 Programme<br />
individuell einstellen, archivieren und über die Rezeptmappe<br />
aufrufen.<br />
www.bartscher.com<br />
Der neue Heinzelmann Chef-<br />
X ist der perfektee Partner<br />
für die professionelle Küche.<br />
Der Chef-X vereint innovative<br />
Technologie und robuste<br />
Konstruktion, um <strong>das</strong> ultimative<br />
Kocherlebnis zu bieten. Dieses<br />
Universalgerät kann nicht<br />
nur mixen, mahlen und pürieren,<br />
sondern auch aufschlagen, entsaften<br />
und emulgieren. Während<br />
dem Verarbeiten der Lebensmittel<br />
kann der Chef-X den Inhalt<br />
auch auf bis zu 130 °C erhitzen<br />
und somit die Zutaten andünsten<br />
oder kochen. Mit seinem<br />
leistungsstarken Motor und der präzisen Temperatursteuerung<br />
können mühelos auch die anspruchsvollsten Gerichte<br />
auf den Teller gebracht werden. Dank seines benutzerfreundlichen<br />
Bedienfelds hat man jederzeit die volle Kontrolle über<br />
seine Kochvorgänge.<br />
www.rechberger.at<br />
| ST12-07G |<br />
© Bregenzer Festspiele/Anja Köhler/andereart.de<br />
Erzeugen Sie maximale<br />
Besuchererlebnisse:<br />
mit PC-based Control<br />
für die Entertainment-Industrie<br />
PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik<br />
für die Entertainment-Industrie:<br />
durchgängiges und hoch skalierbares Automatisierungssystem<br />
Steuerung aller Entertainment-Anwendungen:<br />
Bühnen-, Theater- und Konzerttechnik, Filmstudios, Freizeitparks,<br />
4D-/5DKinos, Spezialeffekte, Gebäudeautomation<br />
umfassende AV-Multimedia-Schnittstellen<br />
Integration von DMX, Art-Net, sACN, PosiStageNet,<br />
SMPTE Timecode und Audio<br />
ermöglicht die Umsetzung professioneller Show-Ideen<br />
mit bewährter Steuerungstechnologie<br />
Scannen und PCbased<br />
Control für<br />
die Entertainment-<br />
Industrie live<br />
erleben
76 KÜCHENTECHNIK<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Sparefroh mit<br />
Kombidämpfer & Co.<br />
Foto: Eloma<br />
Aus der modernen Gastronomieküche sind Geräte wie Heißluft- oder Kombidämpfer schon<br />
länger nicht mehr weg zu denken. Doch mit ihnen wird nicht nur Zeit gespart. Von Magdalena Mayr<br />
Kombidämpfer und Co. sparen<br />
erheblich Zeit bei der Zubereitung<br />
von Speisen, soviel ist klar.<br />
Die Geräte arbeiten nämlich mit<br />
hohen Wirkungsgraden und ersetzen<br />
die Nutzung von zwei bis drei anderen<br />
Großküchengeräten. Es kann hier<br />
bis zu 10 Prozent Energie im Vergleich<br />
zum Betrieb mehrerer Geräte eingespart<br />
werden.<br />
Mit Gas betreiben<br />
Wenn Betriebe an <strong>das</strong> Gasnetz angeschlossen<br />
sind, sollten auch die Küchengeräte<br />
mit Gas betrieben werden –<br />
denn Kochen mit Gas ist günstiger. Die<br />
Kosten pro kW/h sind deutlich geringer<br />
als für elektrische Energie. Doch nicht<br />
nur <strong>das</strong>: Denn Kochen mit Gas ist auch<br />
schonender der Umwelt gegenüber.<br />
Denn der Strom wird zum Großteil aus
4/20<strong>23</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 77<br />
Gas und Kohle erzeugt, wobei der Wirkungsgrad<br />
im Großkraftwerk etwa 30<br />
Prozent beträgt. Verwendet man <strong>das</strong><br />
Gas hingegen direkt, lassen sich hier<br />
bis zu 75 Prozent erreichen. Auch Fritteuse<br />
und Kochkessel gibt es mit Gasbetrieb.<br />
Diese Geräte sind zwar unweigerlich<br />
teurer in der Anschaffung, aber der<br />
Mehrpreis macht sich je nach Nutzung<br />
bereits nach ein bis drei Jahren bezahlt.<br />
Geräte sollten erst dann eingeschalten<br />
werden, wenn sie benötigt werden.<br />
Foto: by-studio/Adobe Stock<br />
Mehr Spar-Tipps<br />
Und es können noch weitere Punkte im<br />
Betrieb geprüft werden, um <strong>das</strong> volle<br />
Spar-Potenzial auszunutzen. Ein grundsätzlich<br />
wichtiges Thema ist es, <strong>das</strong><br />
Team und die Mitarbeitenden immer<br />
wieder zu sensibilisieren. Durch angebotene<br />
Schulungen kann Wissen und Bewusstsein<br />
bei allen geschaffen werden,<br />
auch Aushilfskräfte sollten mit einbezogen<br />
und nicht ausgeschlossen werden.<br />
Ansonsten gilt folgendes: Geräte werden<br />
erst dann eingeschalten, wenn sie<br />
benötigt werden. Hier lässt sich ein Einsparpotenzial<br />
von 10 Prozent und mehr<br />
feststellen. Außerdem sollten die Geräte<br />
möglichst ausgelastet und korrekt<br />
genützt und Nachproduktionen sollten<br />
auf kleinere Geräte verlagert werden. Es<br />
gilt insbesondere, Prozesse zu optimieren,<br />
sprich mehr vorproduzieren, wo <strong>das</strong><br />
möglich ist. Möglichst viele Komponenten<br />
werden in sparfreundlichen Betrieben<br />
in energieeffizienten Geräten produziert,<br />
eben in Kombidämpfern oder<br />
modernen Multifunktionsgeräten bzw.<br />
Braisieren. Das Speisenangebot kann<br />
gegebenenfalls angepasst werden, diverse<br />
Schulungen bei Verbänden oder<br />
Herstellern bieten hier Ansätze.<br />
Von Temperatur bis Wartung<br />
Temperaturen für Kühl- und Tiefkühllagerung<br />
sollten für ein sparsames Arbeiten<br />
ebenso überprüft werden. Hier<br />
heißt es: Nicht kälter als notwendig<br />
einstellen. Pro 1° C zu tief eingestellter<br />
Temperatur verbraucht man nämlich<br />
vier bis sechs Prozent mehr Strom.<br />
Zudem müssen Gastronomen ihre Geräte<br />
regelmäßig warten lassen. Denn<br />
Komponenten wie verschmutze Filter,<br />
falsch eingestellte Temperaturen<br />
oder Verkalkung kosten bares Geld.<br />
Regelmäßige Wartung empfiehlt sich<br />
vor allem bei Lüftung, Spülmaschinen,<br />
Gasherden, Kaffeeautomaten und<br />
Kombidämpfern. Teure Lastspitzen<br />
lassen sich kappen, und <strong>das</strong> am besten<br />
über eine Energieoptimierungsanlage.<br />
Alte Kühltechnik wird gegen energieeffiziente<br />
Neugeräte ausgetauscht, hier<br />
sollte die aktuelle Technik ausgewählt<br />
werden, die mit künftig zulässigen Kältemitteln<br />
arbeitet. Den Warmwasseranschluss<br />
für die Spülmaschine prüfen<br />
und die Isolierung von Wassertanks bei<br />
Bandspülmaschinen nachrüsten lassen<br />
kann ebenso einiges an Geld einsparen.<br />
Zudem gilt: Die Zulufttemperatur<br />
der Lüftung auf maximal 18-19° C<br />
einstellen. Es zeigt sich: Mit den richtigen<br />
Tricks und Geräten lassen sich Ressourcen<br />
einsparen – sowohl in zeitlicher<br />
als auch in barer Form.<br />
SMART UND SEXY.<br />
DER NEUE GENIUS<br />
GEHT.<br />
MT<br />
Wenn Gutes noch besser wird.
78 KÜCHENTECHNIK<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Von Bedarfsanalyse<br />
bis<br />
Wartung<br />
PALUX präsentierte auf der IN-<br />
TERNORGA 20<strong>23</strong> sein ganzheitliches<br />
Leistungskonzept für<br />
Küchen jeder Größe und Ausstattung<br />
– energieeffiziente Komplettlösungen<br />
treffen den Nerv der Zeit.<br />
Außerdem lenkte der Großküchenhersteller<br />
den Blick auf die<br />
nahe Zukunft des Kochens. Die<br />
Roboterküche des Food-Tech-<br />
Start-Ups GoodBytz, mit dem<br />
PALUX eine Systempartnerschaft<br />
verbindet, lockte zahlreiche Messebesucher<br />
an den Stand. Mit „PA-<br />
LUX ENERGY EFFIENCY“ sind<br />
künftig energiesparsame Geräte<br />
des Großküchenherstellers gekennzeichnet.<br />
„Die INTERNORGA<br />
20<strong>23</strong> war ein großer Erfolg für uns:<br />
Unsere aktuellen Themen stießen<br />
sowohl bei unseren Kunden als<br />
auch bei Partnern auf großes Interesse.<br />
Ein wahrer Besuchermagnet<br />
auf unserem Stand war die Robotic-gesteuerte<br />
Prozessküche unseres<br />
Systempartners GoodBytz,<br />
deren thermische Komponenten<br />
und Edelstahlfertigung aus unserem<br />
Hause stammen“, so Torsten<br />
Hehner, Vorstandsmitglied der PA-<br />
LUX AG.<br />
www.palux.de<br />
Fotos: Palux<br />
Speisen gut warmhalten<br />
Die Firma HAGOLA zieht nach den<br />
diesjährigen Frühjahrsmessen EuroShop<br />
und INTERNORGA ein positives<br />
Fazit. Nach der pandemiebedingten<br />
Messepause – bzw. den damit einhergegangenen<br />
Einschränkungen bei den vergangenen<br />
Veranstaltungen – waren die<br />
Besucher der beiden großen Fachmessen<br />
in Düsseldorf und Hamburg jetzt gespannt<br />
auf Neues und persönliche Kontakte.<br />
Das HAGOLA-Messeteam blickt<br />
zurück auf viele spannende Gespräche,<br />
Kombidämpfer:<br />
Einfach reinigen<br />
neue Kontakte und Ideen und einen gelungenen<br />
Messe-Restart. HAGOLA habe<br />
hier in Düsseldorf und Hamburg ein umfangreiches<br />
Portfolio an Produktlösungen<br />
aus den Bereichen „Kühlen, Warmhalten<br />
und Präsentieren von Speisen und<br />
Getränken“ präsentieren können, erläutert<br />
Stefan Rakers (Geschäftsführer HA-<br />
GOLA) und freut sich über die positive<br />
Resonanz auf die vorgestellten Highlights.<br />
www.hagola.de<br />
Foto: Stalgast<br />
Ein Kombidämpfer ist aus der heutigen<br />
Gastronomie nicht wegzudenken und<br />
sollte optimal auf die Belange der Gastronomen<br />
zugeschnitten sein. Eine große<br />
Auswahl bieten die Kombidämpfer der<br />
Serien STN Compact mit Multi-Tray-Einschub<br />
und SmartCook der Firma Stalgast.<br />
Alle Geräte sind auf technisch neuestem<br />
Stand und bieten wertvolle Funktionen<br />
wie z.B. KlimaContral, DeltaT, AllOnTime,<br />
Rezept- und HACCP-Datenregister. Zur<br />
Reinigung der Kombidämpfer kann <strong>das</strong><br />
persönliche Lieblingsprodukt verwendet<br />
werden, denn <strong>das</strong> Waschprogramm mit<br />
drei wählbaren Zyklen ist mit jedem Produkt<br />
kompatibel. Ebenso der Klarspüler,<br />
der getrennt vom Reiniger zum Einsatz<br />
kommt, um sparsamer zu wirtschaften.<br />
Alle Geräte haben eine einfache Menüführung<br />
und Updates sind problemlos<br />
über den USB-Port einspielbar.<br />
www.stalgast.de<br />
Foto: Hagola
4/20<strong>23</strong><br />
KÜCHENTECHNIK 79<br />
Gartechnik-Segment<br />
erweitert<br />
Das neue Multifunktionskochgerät<br />
aus dem Hause HOBART<br />
sorgt in der Profiküche für hocheffiziente<br />
und blitzschnelle Zubereitung<br />
diverser Speisen. Die Precipan<br />
macht viele herkömmliche<br />
Küchengeräte überflüssig. Kochen,<br />
Braten, Frittieren oder Druckgaren<br />
– <strong>das</strong> praktische Multitalent erledigt<br />
all diese und weitere Aufgaben<br />
in nur einem Gerät. Mit extra dickem<br />
Hochleistungs-Boden kocht,<br />
frittiert und brät die Precipan auch<br />
größte Mengen an Speisen absolut<br />
präzise, entlastet <strong>das</strong> Küchenpersonal<br />
und ist kinderleicht in der Bedienung.<br />
Mit einem Knopfdruck startet der Kochprozess<br />
innerhalb von drei Sekunden. Die<br />
Eloma, ein Hersteller von Kombidämpfern<br />
und Ladenbacköfen aus Maisach,<br />
hat jüngst die neueste Generation<br />
seiner Kombidämpfer-Serie GeniusMT<br />
vorgestellt.<br />
Precipan punktet durch extrem schnelles<br />
Aufheizen und eine sehr gleichmäßige<br />
Hitzeverteilung.<br />
www.hobart.de<br />
Genial kochen mit Genius MT<br />
Foto: Hobart<br />
KAUFEN<br />
WAR<br />
GESTERN.<br />
ALL INCLUSIVE<br />
IST HEUTE.<br />
Die neuen MEIKO ALL<br />
INCLUSIVE „Sorglos-Pakete“:<br />
Gerät, Service und Spülchemie<br />
ab sofort zum monatlichen<br />
Fixpreis – ohne Anzahlung!<br />
Durch dieses Full-Service-<br />
System wird der laufende<br />
Betrieb mit MEIKO<br />
Spülmaschinen noch<br />
einfacher und komfortabler.<br />
Highlights<br />
› Vario-Einhängegestell: Das Vario-<br />
Einhängegestell gehört zur Serienausstattung<br />
und ermöglicht die<br />
Verwendung von GN- oder BN-Zubehör.<br />
Kombiniert mit dem entsprechenden<br />
Zubehör ist eine Erhöhung der<br />
Kapazität um bis zu 50% möglich, bei<br />
gleicher Größe des Garraums.<br />
› Autoclean Pro: Die vom Joker<br />
bekannte Pro-Variante des patentierten<br />
Reinigungssystems Eloma<br />
autoclean ® ist jetzt auch für den<br />
GeniusMT verfügbar.<br />
› Eco-Steam und Power-Steam: Bis zu<br />
33% weniger Wasserverbrauch mit<br />
Eco-Steam oder bei Bedarf maximal<br />
111 Liter Wasser pro Stunde für intensiveren<br />
Dampf mit Power-Steam.<br />
Perfekt für Produkte mit hohem<br />
Feuchtigkeitsbedarf.<br />
Foto: Eloma<br />
Die Bedienung basiert auf der bewährten<br />
Software mit MT-Technologie.<br />
Diese ist bereits beim Joker und der Vorgänger-Generation<br />
des GeniusMT seit<br />
Jahren erfolgreich im Einsatz und hat<br />
sich gut bewährt, weil auch ungelernte<br />
Kräfte oder häufig wechselndes Personal<br />
ohne langwierige Schulung damit effizient<br />
und sicher arbeiten können.<br />
www.eloma.com/unsere-neuen/<br />
MEIKO Clean Solutions<br />
Austria GmbH / www.meiko.at
Sibel Hatapuglu-Kollinsky:<br />
„Die türkische Küche ist so<br />
geschmackvoll und reichhaltig.“<br />
Foto: Siebel‘s<br />
„Döner<br />
können<br />
andere<br />
besser“
4/20<strong>23</strong><br />
bio<br />
GEMEINSCHAFTSVERPFELGUNG 81<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Wer die Vielfalt authentischer türkischer Küche in Bio-Qualität genießen möchte, der ist im<br />
„Sibel’s“ von Sibel Hatapuglu-Kollinsky gut aufgehoben. <br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Sibel Hatapuglu-Kollinsky hat eine<br />
bewegte Geschichte hinter sich.<br />
In der Türkei geboren kam sie<br />
zum Studieren nach Innsbruck,<br />
lernte dort ihren Partner kennen, zog<br />
mit dem aber wieder in die Türkei, in<br />
die Gegend von Antalya. Dort betätigte<br />
sich ihr Mann als Bergführer, während<br />
sie erfolgreich ein kleines Lokal mit regionalen<br />
Spezialitäten führte, <strong>das</strong> auch<br />
Kochkurse angeboten hat. 2017 folgte<br />
aber der Entschluss, nach Österreich<br />
zurückzukehren, allerdings nicht<br />
nach Innsbruck, sondern nach Wien,<br />
wo Hatapuglu mit dem „Sibel’s“ in der<br />
Burggasse ein kleines Lokal samt angeschlossenem<br />
Catering eröffnete – mit<br />
einem auf türkische Küche spezialisierten<br />
Angebot. Die türkische Küche sei<br />
so geschmackvoll und reichhaltig, mit<br />
so vielen kulturellen Einflüssen, <strong>das</strong>s<br />
man diesbezüglich gar nicht in die Ferne<br />
schweifen müsse. Und <strong>das</strong> noch dazu<br />
fast ausschließlich zertifiziert in Bio-<br />
Qualität.<br />
„Wer Schnitzel oder Roastbeef möchte<br />
ist bei mir ganz falsch“, lacht die Gastronomin.<br />
„Ich kann eher gefüllte Weinblätter<br />
oder Karfiolschnitzel oder Zucchinipuffer<br />
anbieten.“ Man merkt schon,<br />
<strong>das</strong> Angebot ist nicht nur biologisch,<br />
sondern auch stark vegetarisch oder sogar<br />
vegan. Die Nachfrage nach solchen<br />
Angeboten wächst kontinuierlich und<br />
„solche Gäste sind mir auch sehr willkommen,<br />
weil viele bekannte türkische<br />
Speisen von vorneherein vegan sind. Insofern<br />
ist <strong>das</strong> gar keine Umstellung für<br />
mich“, so Hatapuglu-Kollinsky. Eines ihrer<br />
Standardrezepte und ein Klassiker<br />
der türkischen Küche habe etwa den ungewöhnlichen<br />
Namen „den Imam hats<br />
umgehauen“ und bestehe aus vegan belegten<br />
bzw. gefüllten und überbackenen<br />
Auberginen. „Sie können sich gar nicht<br />
vorstellen, wie gut <strong>das</strong> schmeckt“, lacht<br />
Hatapuglu. Wobei natürlich fleischliche<br />
Genüsse – meist Rind oder Lamm<br />
– schon auch auf Hatapuglus Karte stehen,<br />
aber eben nicht im Vordergrund<br />
und wenn, dann von kleinen Biobauernhöfen<br />
aus dem Waldviertel.<br />
Kebab-Spieße sind authentisch<br />
Und wie sieht’s mit dem Klassiker Döner<br />
aus? Die Gastronomin winkt lachend<br />
ab: „Darauf verzichte ich. Es gibt<br />
genug andere Leute, die <strong>das</strong> gut machen<br />
können. Döner ist ja vor allem in<br />
der Türkei gar nicht so ein Thema wie<br />
in Deutschland oder Österreich. Diverse<br />
Kebab-Varianten – <strong>das</strong> sind Schaschlikartige<br />
Spieße – isst man schon, die biete<br />
ich auch an, aber kein Döner. Meine<br />
Kinder essen sowas natürlich auch gerne,<br />
<strong>das</strong> ist ja auch ein gutes, günstiges<br />
Fastfood, aber für mich ist <strong>das</strong> Nichts.<br />
Die Leute sollen bei mir sehen, wie man<br />
sich in der Türkei authentisch und gesund<br />
ernährt.“<br />
Die Klientel ihres Caterings sind<br />
großteils Privatpersonen zu besonderen<br />
Ereignissen, oft aber auch Firmen,<br />
die Verpflegung für eine Veranstaltung<br />
– oder auch einfach nur mal ein Mittagessen<br />
für die Belegschaft – suchen.<br />
Denn <strong>das</strong> „Sibel’s“ ist eher kleinstrukturiert.<br />
Nur fünf fixe Mitarbeiter arbeiten<br />
sowohl im Lokal als auch fürs Catering<br />
mit.<br />
Catering oft ohne Personal<br />
Gekocht wird dabei in der Regel in der<br />
Küche der Firmenzentrale und <strong>das</strong> Essen<br />
wird dann per Taxi zum Kunden<br />
geliefert, der sich um Präsentation oder<br />
Servieren der Speisen selbst kümmert.<br />
Warmhalteboxen, benötigtes Geschirr<br />
oder anderes Equipment wie Bain Marie<br />
werden danach wieder zurückgeschickt.<br />
„Das spart natürlich Kosten, wobei ich<br />
bei größeren Veranstaltungen oder auf<br />
Wunsch natürlich schon persönlich zu<br />
dem Event komme und bei Bedarf auch<br />
Mitarbeiter dafür zur Verfügung stellen<br />
kann“, erklärt Hatapuglu. Es bleibt aber<br />
alles im Rahmen, etwa 50 bis maximal<br />
80 Leute sind <strong>das</strong> Limit im Sibel’s. Großveranstaltungen<br />
mit einer dreistelligen<br />
Gästeanzahl würden den Rahmen des<br />
Möglichen sprengen.<br />
Den Großteil ihrer Produkte bezieht<br />
Sibel Hatapuglu aufgrund ihrer Bio-<br />
Ausrichtung von Biogast oder der Firma<br />
Bersta, manches aber auch direkt<br />
vom Erzeuger und ganz spezielle türkische<br />
Produkte, die bei uns nicht verbreitet<br />
sind, etwa besondere Teigblätter, bekommt<br />
sie von einem Händler aus der<br />
Türkei. „Aber soweit es geht, versuche<br />
ich neben der Bio-Ausrichtung schon<br />
auch regional zu bleiben. Gerade aus<br />
dem Waldviertel beziehe ich eben viel<br />
Fleisch und Gemüse.“<br />
https://sibels.wien/<br />
Fotos: Siebel‘s
82 KASSENSYSTEME<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Selbst ist der Gast<br />
Foto: gastronovi<br />
Kaum ein Gastronomiebetrieb, der nicht vom generellen Personalmangel betroffen ist. Da<br />
bietet sich an, den Gast in Bestell- und Bezahlvorgänge stärker einzubinden. Von Clemens Kriegelstein<br />
In weiten Teilen der Gastronomie<br />
dreht sich aktuell alles um Probleme<br />
wie Mitarbeitermangel, Preisexplosionen<br />
oder Lieferschwierigkeiten.<br />
Mithilfe digitaler Tools lassen sich solche<br />
Probleme allerdings ein wenig abfedern<br />
– zumindest wenn man den richtigen<br />
Kundenstamm hat. Denn gerade<br />
ein jüngeres Publikum hat Spaß am<br />
Umgang mit Handy, Tablet & Co., solche<br />
Geräte daher auch für einen Bestelloder<br />
Bezahlvorgang zu verwenden, ist<br />
<strong>das</strong> Selbstverständlichste der Welt. (Anders<br />
sieht die Situation klarerweise im<br />
Buffet des Seniorenheims oder im Fine-Dining-Bereich<br />
aus.) Aber wer es<br />
schafft, seine Gäste in den Bestell- oder<br />
Bezahlprozess mit einzubinden, der<br />
kann gleich mehrere Fliegen mit einer<br />
Klappe schlagen.<br />
Der Digitalisierungsexperte gastronovi<br />
stellte aktuelle Lösungsansätze<br />
zu den diesen Herausforderungen der<br />
Branche etwa jüngst auf der Hamburger<br />
Fachmesse Internorga vor. Mit seinem<br />
neuen Bestellsystem werden die<br />
Gäste quasi selbst zu Mitarbeitern: „Der<br />
Bestellprozess wird über einen QR-Code<br />
abgebildet und spart so jede Menge<br />
Zeit und auch Personalressourcen ein.
4/20<strong>23</strong><br />
KASSEN 83<br />
Dabei ist für den Gast selbst die direkte Kommunikation<br />
mit der Küche und Bezahlung der Rechnung über den QR-<br />
Code möglich“, ist man bei gastronovi überzeugt. Ein komplettes<br />
Umstellen auf Self-Service sei so kein Problem. Aber<br />
auch die temporäre Nutzung des Bestellsystems sei möglich,<br />
beispielsweise wenn die Gastronomie gut besucht ist.<br />
Zusätzlich könne man so auch ungelernte Servicemitarbeiter<br />
unterstützen: „Mithilfe der intuitiv zu bedienenden Kassenoberfläche<br />
können diese dank geführter Bestellprozesse<br />
und hinterlegter Rezept-Informationen ohne Probleme<br />
direkt am Tisch beraten sowie mithilfe des Allergenfilters<br />
komplexere Fragen zu den Gerichten beantworten. Zeitaufwendige<br />
Rückfragen in der Küche entfallen somit vollkommen“,<br />
erklärt gastronovi.<br />
Bestellen und Bezahlen online<br />
Wie ein durchdachtes Self-Ordering-Konzept letztlich aussehen<br />
kann, legt resmio, ein Softwareentwickler und Spezialist<br />
für Restaurant-Reservierungssysteme, dar:<br />
1. Der Gast ruft mit dem eigenen Smartphone über einen<br />
QR-Code am Tisch eine digitale Speisekarte auf. Der QR-<br />
Code funktioniert dabei geräteunabhängig, d.h. auf Mobiltelefonen<br />
der allermeisten Hersteller.<br />
2. Je nach Voreinstellung kann der QR-Code entweder mit<br />
einem speziellen Tisch verknüpft sein oder aber universell<br />
gelten. In letzterem Fall muss der Gast beim Bestellvorgang<br />
selbst eine Tischnummer angeben.<br />
3. Der Gast stöbert durch die Online-Speisekarte, legt Speisen<br />
und Getränke in den Warenkorb und bezahlt seine<br />
Bestellung direkt über ein Zahlungssystem seiner Wahl,<br />
etwa PayPal.<br />
4. Neue Tischbestellungen landen dabei samt Tischnummer<br />
und Angabe der georderten Gerichte direkt in der<br />
übersichtlichen Bestellübersicht deines Tischbestellsystems<br />
und kommen zusätzlich als Beleg über den Bondrucker<br />
raus.<br />
5. Küche & Service müssen neu eingegangene Bestellungen<br />
nur noch bearbeiten und zu den Gästen bringen.<br />
6. Wenn man in seinem Gastgarten oder anderem Außenbereich<br />
auf Selbstbedienung setzt, kann man seine Gäste<br />
direkt über SMS automatisiert benachrichtigen, <strong>das</strong>s<br />
ihre Bestellung ab sofort abholbereit ist.
84 KASSENSYSTEME<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Lösung aus einem Guss<br />
In keiner Branche<br />
wird aktuell<br />
so viel<br />
Personal gesucht<br />
wie in<br />
der Gastronomie.<br />
Technologieanbieter,<br />
wie Kassensystemhersteller,<br />
versuchen<br />
hier mit<br />
Neuerungen<br />
und innovativen<br />
Lösungen<br />
dem Gastronomen<br />
technische Lösungen wie Self-Order Terminals, Lieferdienst-Anbindungen<br />
oder All-in-One Handhelds zu bieten,<br />
mit denen boniert und gleichzeitig per Karte abgerechnet<br />
werden kann. Doch <strong>das</strong> ist leider oft nur der halbe Weg: Die<br />
neuen Lösungen sind meist Insellösungen von verschiedenen<br />
Anbietern, was <strong>das</strong> technische Zusammenspiel verkompliziert<br />
und die Zeit die man sich vor Ort erspart hat, kommt<br />
im Nachgang bei Anpassungen und im Backoffice wieder<br />
hinzu. Apro bietet hier eine Lösung aus einem Guss: Das Gesamtsystem<br />
aus Kasse, Küchenmanagement, Bestellterminals,<br />
Abrechnung uvm. kommt aus einer Hand mit eigener<br />
Inhouse-Softwareentwicklung.<br />
www.apro.at<br />
Foto: Apro<br />
Servicewunder-App<br />
Gäste wünschen sich ein freundliches, schnelles und zuverlässiges<br />
Service. Voraussetzung dafür sind ideale Bedingungen<br />
bezüglich der Bestell- und Abrechnungsabläufe. Die<br />
Redl Gastrosystems GmbH kümmert sich um die Installation,<br />
<strong>das</strong> Service und die Wartung von Orderman Produkten<br />
– dadurch gehen alle Arbeiten einfacher, schneller und mit<br />
mehr Freude von der Hand. Im Gasthaus 4Seasons in Stockerau<br />
wird Regionalität und Saisonalität großgeschrieben. Das<br />
Team hat sich zum Ziel gesetzt, die österreichische Küche,<br />
kombiniert mit internationalen Einflüssen und einem verlässlichen<br />
Service, im modernen Stil zu führen. Um Fehler, Verzögerungen<br />
oder verärgerte Gäste bei Abläufen im Gastronomiebetrieb<br />
zu vermeiden, wurde der bedienerfreundliche NCR<br />
Oderman9 mit der neuen App GP tom angeschafft.<br />
www.redl.net<br />
Foto: Redl<br />
Erfolg ist keine Glückssache<br />
Die POS World ist ein modernes und<br />
leistungsstarkes Unternehmen mit<br />
klarem Fokus auf die Nutzerfreundlichkeit<br />
und Mehrwertschaffung. Das sehr<br />
stabile X3000 System aus dem Hause<br />
Melzer bietet unglaubliche Vorteile<br />
in einem modularen System. Jedes System<br />
wird auf die Anforderungen und<br />
Wünsche des Benutzers maßgeschneidert<br />
und bietet die Möglichkeit zur Erweiterung,<br />
wenn sich die Wünsche oder<br />
die Anforderungen ändern. Damit bleibt<br />
dieses Kassensystem immer perfekt und<br />
kostengünstig für den jeweiligen Bedarf.<br />
Mobile Boniergeräte wie „Orderman“ wickeln<br />
mit unserem System auch gleich<br />
die bargeldlose Kartenzahlung direkt<br />
beim Kunden ohne Wartezeit ab. Die umfangreichen<br />
Auswertungen ermöglichen<br />
ihnen einen Wissensvorsprung und bieten<br />
ihnen die Möglichkeit zur exakten<br />
Planung. Die Servicehotline ist sehr<br />
kompetent und täglich erreichbar! Dieses<br />
System sorgt durch einfaches und effizienteres<br />
Arbeiten für eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit!<br />
www.posworld.at<br />
Foto: POS World<br />
Foto: Orderman GmbH
4/20<strong>23</strong><br />
KASSENSYSTEME 85<br />
Keine Personalsorgen in der Sonne<br />
Die Tische werden wieder vor die Lokale<br />
geräumt. Es ist Frühlingszeit<br />
und die Sonne lockt die Menschen in<br />
Scharen in Biergärten und auf die Terrassen.<br />
Mit den steigenden Gästezahlen<br />
in der Außengastronomie rückt<br />
auch die Herausforderung des Personalmangels<br />
erneut in den Fokus. Wie<br />
sollen die Menschenmassen bedient<br />
werden, wenn zu wenig Mitarbeiter<br />
zur Verfügung stehen? Abhilfe schafft<br />
die All-In-One-Software von gastronovi.<br />
Mithilfe dieser federn Gastronomen<br />
Personalengpässe ab und entlasten<br />
die vorhandenen Mitarbeiter. Der<br />
Clou: Die Gäste bestellen per QR-Code<br />
ihre Speisen und Getränke selbst und<br />
können diese auch gleich digital bezahlen.<br />
„Das Bestellsystem von gastronovi<br />
erleichtert uns die Arbeit enorm.<br />
Wir sind in den operativen Abläufen im<br />
Servicebereich viel schneller geworden<br />
und schaffen höhere Umsätze mit weniger<br />
Personal”, sagt Malte Wienbreyer,<br />
Geschäftsführer der Kölsch-Kneipe<br />
Eigelstein in Düsseldorf.<br />
Ein weiterer Vorteil der Software, der<br />
jede Menge Zeit einspart, ist <strong>das</strong> Single-<br />
Source-Prinzip. Dank diesem kann die<br />
sonst so aufwendige Datenpflege auf<br />
eine einzige Eingabe minimiert werden.<br />
gastronovi Office ist eine Komplettlösung<br />
für die Gastronomie und Hotellerie<br />
mit 15 Modulen.<br />
Infos unter www.gastronovi.com<br />
Foto: gastronovi
86 TISCHKULTUR<br />
4/20<strong>23</strong><br />
„Flower Power“<br />
Foto: Silvicultrix<br />
Endlich ist es Frühling und die Tage werden länger und wärmer. Terrassen und Gärten sind<br />
bereits aufpoliert und langsam füllen sich die Plätze im Außenbereich mehr und mehr. Florale<br />
Designs und helle Farben bringen dabei den Frühling auf den Tisch.<br />
Von Katrin Schedler<br />
Die Frühlingssonne weckt nicht<br />
nur Frühlingsgefühle, sondern<br />
auch die Lust auf den Gastgarten.<br />
Natürlich lassen sich die<br />
Drinks mit Freunden oder der frischgebrühte<br />
Kaffee am Nachmittag auch<br />
drinnen genießen, doch nach den Wintermonaten<br />
ist die Freude auf ein paar<br />
Sonnenstrahlen einfach zu groß. Bei<br />
Sonnenlicht steigt die Serotoninbildung<br />
im Körper. Die Folge: Mit mehr Glückshormonen<br />
im Blut haben wir bessere<br />
Laune. Beste Voraussetzungen also<br />
für eine gute Zeit im Gastgarten. Fühlen<br />
sich die Gäste wohl, wirkt sich <strong>das</strong><br />
auch auf die Konsumation von Speisen<br />
und Getränken aus. Die Gastgarten-Zeit<br />
ist, Sonne sei Dank, normalerweise auch<br />
eine umsatzsstarke Zeit – <strong>das</strong> Wetter<br />
muss da natürlich auch mitspielen. Es<br />
freuen sich somit nicht nur die Gäste auf<br />
die Saison im Freien, sondern auch die<br />
Gastronomie-Betriebe. Damit diese Zeit<br />
ein voller Erfolg für beide Seiten wird,<br />
können Gastgeber mit ein paar kleinen<br />
Feinheiten zum Beispiel bei der Tischgestaltung<br />
für noch mehr Wohlbefinden<br />
sorgen. Schon mit wenigen Handgriffen<br />
kann ein locker-leichtes Ambiente geschaffen<br />
werden, <strong>das</strong> glücklich macht.<br />
Frische Farben und Styles sowie clevere<br />
und nachhaltige Konzepte punkten hier.<br />
Florale Designs und helle Farben<br />
Die Pflanzenwelt zeigt sich im Frühling<br />
von ihrer schönsten Seite. Wieso also<br />
nicht bei der Tischgestaltung von der<br />
bunten Vielfalt der Natur inspirieren lassen?<br />
Florale Designs sowie frische und<br />
auch sanft pastellige Farbtöne sind im<br />
Frühjahr wiederkehrende Trends. Tischdecken,<br />
Tischsets, Tischläufer und Servietten<br />
gibt es in den unterschiedlichsten<br />
Größen und mit den verschiedensten<br />
Motiven. Sie möchten es so richtig bunt<br />
und kitschig? Dann können Sie drauf los<br />
kombinieren wie Sie möchten, hier gibt<br />
es keine Grenzen. Bevorzugen Sie lieber<br />
eine elegante Tischgestaltung mit einem<br />
Hauch von Frühling? Hier ist eine<br />
Kombination aus dezentem „Flower Power“<br />
und sanften Pastelltönen <strong>das</strong> Richtige.<br />
Beim Geschirr halten es die meisten<br />
Betriebe eher schlicht und greifen zum<br />
Klassiker in Weiß. Das macht durchaus<br />
Sinn, denn weißes Tafelservice ist ein<br />
echter Allrounder und kann <strong>das</strong> ganze<br />
Jahr über, vom Frühstück bis zum Mitternachtssnack,<br />
eingesetzt werden.<br />
Doch auch hier bringen kleine Details<br />
Frühlingsstimmung auf den Tisch. Beispielsweise<br />
verspielte Servierplatten mit<br />
Blumenmuster und/oder Pastellfarben<br />
oder ein Wasserkrug mit floralen Motiven.<br />
Exzentrische Formen und moderne<br />
Muster liegen in diesem Frühjahr besonders<br />
im Trend und sind ein echter Hingucker.<br />
Es muss also nicht gleich <strong>das</strong> komplette<br />
Geschirr der Jahreszeit angepasst<br />
werden, einzelne Stücke peppen genauso<br />
auf – egal, ob minimalistisch oder pompös<br />
und bunt.<br />
Dekorative Blumen<br />
Wer zu den glücklichen Gastronomen<br />
gehört und einen Garten sein Eigen<br />
nennen darf, der kann die Dekoration<br />
für die Tische auch gleich selbst anbauen.<br />
Frisch geschnittene Blumen, wie<br />
etwa die frühlingstypischen Tulpen oder<br />
Hyazinthen mit Blüten in hellen, bunten<br />
Farben sorgen für ein ansprechendes<br />
Frühlingsflair. Dabei muss es nicht<br />
gleich ein riesiges Arrangement sein.
4/20<strong>23</strong><br />
TISCHKULTUR 87<br />
Einzelne kleine Gestecke oder einzelne<br />
Blumen sind ebenfalls gerne gesehen.<br />
Blumen und Grünpflanzen machen<br />
sich nicht nur in geschnittener Form in<br />
Vasen gut, sondern auch als „lebende“<br />
Dekoration. Also mit Wurzeln, so ist die<br />
Lebensdauer der Pflanzen deutlich länger.<br />
In der Küche landen nicht selten<br />
Gläser und Aludosen im Abfall. Anstatt<br />
im Container zu landen, können diese<br />
recycelt werden und als Topf für die<br />
Pflanzen dienen. Kräutertöpfe auf dem<br />
Tisch sind nicht nur schön anzusehen,<br />
sondern auch ganz praktisch für den<br />
Gast, der damit seine Speisen verfeinern<br />
kann. Wer Pflanzen auf die Tische stellt,<br />
der sollte bitte auch immer auf Frische<br />
achten. Welke Blumen und vertrocknete<br />
Kräuter machen sich nicht wirklich gut,<br />
da vergeht den Gästen schnell die gute<br />
Laune und der Appetit.<br />
Passende Beleuchtung<br />
Frühling macht zwar gute Laune dank<br />
mehr Licht, doch auch im Frühjahr wird<br />
es irgendwann dunkel. Damit Ihre Gäste<br />
dennoch den Abend in den Gastgärten<br />
genießen können und nicht im Dunkeln<br />
sitzen, sind verschiedene Lichtquellen<br />
ein Muss. Licht ist nicht nur aus praktischen<br />
Gründen wichtig, sondern sorgt<br />
zudem für Gemütlichkeit. Tischmöbel<br />
mit LED-Einheiten etwa sind nicht nur<br />
ein hübsches Accessoire, sondern können<br />
funktional als Ablagefläche dienen.<br />
Hängeleuchten gibt es in verschiedensten<br />
Ausführungen, von rustikal bis modern<br />
und auffallend bis dezent. Mobile<br />
Girlandenleuchten können dort angebracht<br />
werden, wo sie benötigt werden<br />
und große schwenkbare Tischleuchten<br />
können mehrere Tische gleichzeitig beleuchten.<br />
Auf dem Tisch sorgen kleine<br />
Leuchtelemente für die passende Stimmung<br />
und auch hier gilt: Lassen Sie Ihrer<br />
Kreativität ruhig mal freien Lauf, es<br />
muss nicht immer <strong>das</strong> standardmäßige<br />
Teelicht sein. Wer bei der Tischgestaltung<br />
nachhaltig und umweltbewusst sein<br />
möchte, der kann beispielsweise zu einer<br />
Solarlampe greifen, die die Energie während<br />
des Tages speichert und diese dann<br />
nachts in Form von Licht wieder abgibt.<br />
Bei den Strompreisen derzeit eine willkommene<br />
Möglichkeit kostengünstig (im<br />
Prinzip fallen nur die Anschaffungskosten<br />
an) und nachhaltig für Licht zu sorgen.<br />
Helmut Hutterer Premium Tischkultur<br />
Wenn es um Tischkultur geht, ist <strong>das</strong> Familienunternehmen Helmut Hutterer Premium<br />
Tischkultur österreichweit die erste Adresse und seit 1981 verlässlicher Ansprechpartner und<br />
Experte für individuelle Kundenwünsche.<br />
ADVERTORIAL<br />
Egal, ob es sich um die Ausstattung<br />
von Leading Hotels of the World<br />
handelt oder eine perfekte Tischinszenierung<br />
für Veranstaltungen gewünscht<br />
ist – für jeden Kundenwunsch<br />
gibt es die passende Lösung. „In unserem<br />
Sortiment und in der Zusammenstellung<br />
sind wir der Zeit oft einen Schritt voraus,<br />
denn durch unsere jahrelange Erfahrung<br />
und Expertise kennen wir die Branche<br />
wie kein anderer und konnten ein gutes<br />
Gespür entwickeln, was die Kunden<br />
wollen und wie die Gäste immer auf ’s<br />
Neue überrascht werden können“, so Inhaber<br />
Helmut Hutterer. Österreichweit<br />
vertrauen viele Betriebe aus Gastronomie-<br />
und Hotellerie, Catering sowie große<br />
Unternehmen und private Kunden<br />
auf die professionelle Beratung und auf<br />
die hochwertigen Produkte, die spezifisch<br />
für anspruchsvolle Benutzung entwickelt<br />
werden und durch Qualität, Design<br />
und Nachhaltigkeit überzeugen. Der<br />
Fokus des Unternehmens Helmut Hutterer<br />
Premium Tischkultur liegt in der<br />
persönlichen und individuellen Fachberatung<br />
und an einer vertrauensvollen Beziehung<br />
mit den Kunden. Vielfach werden<br />
auf individuellen Kundenwunsch<br />
<strong>das</strong> Sortiment, die Formen, Farben und<br />
Dekore von Porzellan, Gläser und Besteck<br />
einzigartig abgestimmt und entwickelt<br />
und garantieren damit eine perfekt<br />
designte Inszenierung der Tischkultur.<br />
Das Team von Helmut Hutterer freut<br />
sich auf Ihren Besuch im 300 m2 großen<br />
Showroom der Firma Helmut Hutterer<br />
Premium Tischkultur in Eugendorf bei<br />
Salzburg.<br />
Kontakt:<br />
Helmut Hutterer Premium Tischkultur<br />
Wiener Straße 1<br />
5301 Eugendorf<br />
E-Mail office@helmuthutterer.at<br />
Tel +43 622 587 170<br />
Web www.helmuthutterer.at<br />
Foto: Hutterer
88 TISCHKULTUR<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Kunsthandwerk<br />
Tischkultur<br />
Neulich im Restaurant: Fine Dining<br />
mit einem Hauch Exotik,<br />
präsentiert in der Bowl-Schale<br />
in karibischer Optik, wie soeben<br />
frisch getöpfert. Tags darauf ein<br />
Kundenbesuch: Feines Teegebäck<br />
auf Tellern mit üppigen<br />
Dekoren im viktorianischen Stil,<br />
wie aus dem britischen Empire.<br />
Und dann noch die Einladung im<br />
hippen kleinen Cafè um die Ecke:<br />
Die veganen Häppchen gereicht<br />
auf Platten mit haptischer Perlenstruktur.<br />
Die Trends in diesem Jahr<br />
sind vielfältig. Von opulenten Dekoren<br />
mit massiven Mustern und<br />
Farben, angelehnt an vergangene<br />
Zeiten, bis hin zu schlichtem<br />
Porzellan in Naturfarben oder<br />
rein weiß, kombiniert mit reliefiertem<br />
Besteck in Safari- oder<br />
Kroko-Leder-Look: Bei der Frage<br />
nach der passenden Tischkultur<br />
findet man die Antwort immer in<br />
der Art des Hauses und im persönlichen<br />
Gespräch. Tischkultur<br />
ist ein Kunsthandwerk. Sie muss<br />
zum kulinarischen Angebot, zur<br />
Einrichtung, zur Philosophie des<br />
Betriebs und schlussendlich zum<br />
individuellen Wunsch des Kunden<br />
passen. Tischkultur hat die<br />
Aufgabe, die Gäste zu überraschen<br />
und für deren Wohlbefinden<br />
zu sorgen. Das schafft man<br />
nur durch einzigartige Ideen,<br />
kreative Kombinationen, hochwertige<br />
Produkte und durch ein<br />
Gespür für die Bedürfnisse des<br />
Menschen hinter dem Kunden.<br />
Denn wir wissen ja: Das Auge isst<br />
mit und der beste Koch für <strong>das</strong><br />
Auge ist halt einfach die perfekt<br />
abgestimmte Tischkultur!<br />
Euer Helmut Hutterer<br />
Geschäftsführer Firma Helmut<br />
Hutterer<br />
www.helmuthutterer.at<br />
Foto: Helmut Hutterer<br />
Kaltgetränkebecher aus<br />
Maisstärke<br />
Die neuen Kaltgetränkebecher<br />
aus Maisstärke<br />
von PAPSTAR übermitteln<br />
eine klare Botschaft:<br />
Nachwachsende Rohstoffe,<br />
recyclebar, nachhaltig.<br />
Für den Konsumenten ist<br />
somit klar, <strong>das</strong>s sich diese<br />
nachhaltige Variante zum<br />
konventionellen, erdölbasierten<br />
Kunststoff abhebt.<br />
Der Becher ist in der Größe<br />
von 0,3l erhältlich und<br />
der gesetzmäßig vorgegebene<br />
Eichstrich macht<br />
den entgeltlichen Ausschank von Alkohol<br />
möglich. PAPSTAR legt besonderen<br />
Wert darauf, geschlossene Wertstoffkreisläufe<br />
zu schaffen und somit die Abfallproblematik<br />
in den Griff zu bekommen.<br />
Die neuen Kaltgetränkebecher sind<br />
daher, neben dem „herkömmlichen“ Recycling,<br />
auch kompostierbar nach EN<br />
13432 „Keimling“ und können in industriellen<br />
Kompostieranlagen verarbeitet<br />
werden.<br />
www.papstar.com<br />
Kombiniere, kombiniere<br />
Vielfalt ist nicht nur der heutige Anspruch<br />
an die Küchen der Welt, sondern<br />
auch an <strong>das</strong> eigene Genuss- und<br />
Lebenskonzept. Rosenthal hat sich ganz<br />
diesem Motto gewidmet und bringt es<br />
mit „Mesh“ detail- und variationsreich<br />
auf unseren Tisch. Mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten<br />
verführt die Kollektion<br />
zu einer kulinarischen Reise um<br />
die Welt, und wird von den puristischen<br />
Designs der Sambonet-Bestecke stilvoll<br />
untermalt. Facettenreich und authentisch<br />
präsentieren sich etwa „Mesh Aqua“<br />
und „Mesh Cream“. Für die unkomplizierte<br />
Serie mit dem zarten Gitterrelief und<br />
den trendigen Farbglasuren in Aqua und<br />
Cream hat Rosenthal ein harmonisches<br />
Duett auf den Tisch gebracht. Die geometrisch<br />
strenge, aber durch ihre Kreuzungen<br />
zugleich legere Linienstruktur<br />
harmoniert perfekt mit den glasierten<br />
Kollektionsteilen von Mesh und bildet<br />
einen spannenden Kontrast aus weißen<br />
und farbigen Flächen.<br />
www.rosenthal.de<br />
Foto: Papstar<br />
Foto: Rosenthal
4/20<strong>23</strong><br />
TISCHKULTUR 89<br />
Foto: Wäschekrone<br />
Akzente auf der Tafel<br />
Bitte zu Tisch!<br />
Hier wird eine Porzellankollektion<br />
und ein Lifestyle-Sortiment<br />
für die komplette Gastronomie<br />
und Hotellerie präsentiert:<br />
Bei der Entwicklung von WMF<br />
SYNERGY und WMF STLYE<br />
LIGHTS wurden die Ansprüche<br />
aktueller Restaurantkonzepte,<br />
verschiedene Anwendungsbereiche<br />
sowie heterogene Umgebungen<br />
in ihrer Gesamtheit<br />
betrachtet und in einem simulierten<br />
gastronomischen Alltag eingehend<br />
untersucht. Ein absolutes Highlight<br />
der WMF STYLE LIGHTS Reihe<br />
bietet die Porzellankollektion mit der<br />
Farbe LAGOON. Viele kombinierbare<br />
Elemente hüllen mit ihrer hochwertigen<br />
Materialität und dem einzigartigen<br />
Ob allein arrangiert oder in Kombination<br />
mit großformatigen Tischdecken<br />
– 20<strong>23</strong> liegen Tischläufer und<br />
Mitteldecken im Trend. Wäschekrone<br />
stellt zwei neue Dessins in den Formaten<br />
40 x 40 cm, 50 x 50 cm und 50 x<br />
130 cm vor: Das Dessin „Maritim-Look“<br />
aus 100 Prozent Baumwolle zaubert<br />
mit der Grundfarbe Weiß und den blauroten<br />
Zierstreifen Urlaubsflair in den<br />
Gastraum. Die modern interpretierte<br />
Tischwäsche aus Halbleinen hingegen<br />
unterstreicht exklusive Restaurantkonzepte<br />
ideal. Sie ist in der edlen Farbe<br />
Taupe mit dezenten weißen Streifen<br />
oder als weiße Farbvariante mit Streifen<br />
in Taupe erhältlich.<br />
www.waeschekrone.de<br />
Design den Festtagstisch in Glanz und<br />
Glamour. Von der Suppentasse über<br />
den kleinsten Teller bis zum größten<br />
Coup wird für mehrere Gänge reich eingedeckt.<br />
Dabei ist <strong>das</strong> Porzellan griffig<br />
und leicht zu transportieren.<br />
www.wmf.com<br />
Foto: WMF<br />
Fotos: Seltmann<br />
Algen auf dem<br />
Teller<br />
Seltmann Weiden wartete auf<br />
der diesjährigen INTERNOR-<br />
GA mit einem Highlight aus Porzellan<br />
auf. Thematisch zeitgemäß<br />
und optisch sowie haptisch ein Genuss<br />
– so gestaltet sich die neue<br />
Hotel-Porzellanserie „NORI“ von<br />
Seltmann Weiden. Seltmann Weiden<br />
hat die Struktur der Alge – unter<br />
dem Mikroskop betrachtet –<br />
grafisch adaptiert, vergrößert und<br />
als Relief seiner neuen Hotel-Porzellanserie<br />
in Form gebracht. Das<br />
Ergebnis dieser gesamten Porzellanserie<br />
ist geprägt von einer modernen<br />
Formensprache, die sich<br />
auf großzügige Weiten einlässt<br />
und als Highlight ein Wechselspiel<br />
zwischen glatten und relieffierten<br />
Flächen präsentiert. Zeitgeistig<br />
designt passt sie sich jedem<br />
anspruchsvollen Ambiente an und<br />
lässt sich mit anderen Porzellanserien<br />
kombinieren.<br />
www.seltmann.com
Hotel<br />
Seite 90 bis Seite 103<br />
Tourismus &<br />
Hotellerie<br />
Tourismus<br />
Was bringt der Sommer in Österreich? Noch<br />
mehr Fokussierung in den einzelnen Regionen,<br />
klar definierte Handlungsfelder und Konzepte,<br />
die den Ganzjahrestourismus fördern. Ein Umdenken<br />
ist angesagt und mancherorts bleibt<br />
dabei kein Stein auf dem anderen.<br />
Seite 92<br />
Hotellerie<br />
Wann ein Hotelkonzept innovativ ist und warum,<br />
haben wir anhand von zwei Beispielen skizziert.<br />
Und dabei haben wir festgestellt, <strong>das</strong>s bei<br />
neuen Strukturierungen die Kunst eine immer<br />
größere Rolle spielt.<br />
Seite 96
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELLES 91<br />
Foto: Niederösterreich-CARDschwarz-koenig.at<br />
Neue Niederösterreich-<br />
CARD<br />
Österreichs beliebteste Ausflugskarte, die Niederösterreich-CARD,<br />
startete am 1. April 20<strong>23</strong> in ihre 18. Saison.<br />
Mit neuem Werbe- und Markenauftritt und einer Digitalisierungsoffensive<br />
wird die Niederösterreich-CARD moderner,<br />
frischer und noch kundenorientierter. Rund 350 Ausflugsziele<br />
machen sie vielfältig wie nie. Am Freitag, dem 10.<br />
März 20<strong>23</strong>, wurden um 10 Uhr im Haus der Digitalisierung<br />
in der Innovation Lounge (Konrad-Lorenz Straße 10, 3430<br />
Tulln) die Pläne und Besonderheiten für die Ausflugssaison<br />
20<strong>23</strong>/24 präsentiert. Um die 350 Ausflüge sind mit der Niederösterreich-CARD<br />
kostenfrei möglich. Unter anderem gibt<br />
es ein Bonuspunkte-Programm der Wirtshauskultur, und<br />
auch in Wien gibt es einige Vorteile zu holen.<br />
www.niederoesterreich-card.at<br />
Salzkammergut<br />
verbindet<br />
Drei Länder, eine Kampagne: Die neue Kampagne der Landestourismusorganisationen<br />
Oberösterreich, SalzburgerLand<br />
und Steiermark für <strong>das</strong> Salzkammergut soll <strong>das</strong> sich<br />
durch die Kulturhauptstadt Bad Ischl 2024 bietende Potenzial<br />
voll ausschöpfen. In den zwei Jahren der engen Zusammenarbeit<br />
soll durch gezielte Produktentwicklung in den Schwerpunkten<br />
Kunst & Kultur, Sommerfrische & Aktivitäten sowie<br />
Genuss & Kulinarik eine Steigerung der Nachfrage aus den<br />
Hauptquellmärkten erreicht werden.<br />
Der Zuschlag für eine Kulturhauptstadt für eine gesamte<br />
alpine Region, bestehend aus <strong>23</strong> Orten, ist erstmalig der Fall.<br />
Das Ziel der drei Partner ist, die Region als grenzübergreifenden<br />
Lebens- und Kulturraum anhand der drei Säulen zu präsentieren.<br />
Die Sujets spielen mit Wortpaaren, welche die Verbindung<br />
der einzelnen Schwerpunkte zeigen.<br />
www.salzkammergut-verbindet.at<br />
Foto: Salzburgerland<br />
Eine kulinarische Reise<br />
Slow Food auf der sonnigen Südseite der Alpen<br />
Kärnten ist eine geschmackvolle Schnittstelle, in der die Alpen-Adria-Küche<br />
auf einzigartige Schätze von Almen und Tälern, aus Flüssen und<br />
Seen auf mediterrane Genussfreude und Leichtigkeit trifft.<br />
Der neue Slow Food Kärnten Guide 20<strong>23</strong> ist ein kulinarischer Reiseführer für alle,<br />
die sich auf Entdeckungsreise durch Österreichs Süden machen möchten.<br />
Den Guide können Sie online bestellen<br />
oder auf Ihr Handy laden:<br />
www.kaernten.at/slowfoodguide<br />
kaernten.at/kulinarik
92 SOMMERTOURISMUS<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Das Salzburgerland profitiert von der<br />
intakten Natur samt hohem Bioanteil der<br />
Landwirtschaftsflächen.<br />
Urlaub auf Österreichisch<br />
Foto: Salzburgerland<br />
Der wird künftig vermehrt ein Ganzjahrestourismus werden, bei dem die Menschen vermehrt<br />
im Fokus stehen und Einheimische zu Botschaftern werden.<br />
Von Petra Pachler<br />
Die neue Kommunikationsstrategie<br />
der Österreich Werbung, die<br />
erstmals die Ganzjahreskommunikation<br />
unter einem einheitlichen<br />
Dach bündelt, soll die Marke „Urlaub<br />
in Österreich“ in all ihren Facetten<br />
weiter stärken - Winter- und Sommerurlaub,<br />
Städte- und Feriendestinationen.<br />
Die neue Strategie geht weg von<br />
unabhängigen Einzelkampagnen hin zu<br />
einem gemeinsamen Kampagnendach<br />
in eine völlig neue Ausrichtung und im<br />
Fokus der Kommunikationsaktivitäten<br />
stehen authentische Verbindungen<br />
zwischen den Reisenden und dem Land<br />
bzw. den Gastgebern. „Es war uns wichtig,<br />
<strong>das</strong>s <strong>das</strong> österreichische Lebensgefühl<br />
immer mit einer humorvollen Komponente<br />
spürbar ist, ohne klischeehaft<br />
zu wirken“, so Martina Bednarik, CMO<br />
der Österreich Werbung. Als Trend wird<br />
ein sinnzentriertes Reisen ausgemacht,<br />
<strong>das</strong> den Urlaub mit Mehrwert und nachhaltigen<br />
Beziehungserfahrungen ergänzen<br />
soll.<br />
All over<br />
Ganz allgemein wird man künftig den<br />
„Ganzjahrestourismus“ forcieren, wie<br />
von den einzelnen Tourismusverbänden<br />
zu hören ist. Denn die klassischen<br />
Jahreszeiten verschwimmen immer<br />
mehr und Urlaubsaktivitäten, die weniger<br />
wetterabhängig sind, werden in den<br />
Vordergrund treten. Das Gute ist, <strong>das</strong>s<br />
fast alle Destinationen <strong>das</strong> Potenzial für<br />
ein ganzjähriges Angebot haben.<br />
Fokus, Positionierung, USP<br />
Wie gewohnt fahren die einzelnen Bundesländer<br />
ihre speziellen Schwerpunktthemen,<br />
die aber auch jetzt bereits hin<br />
zum Ganzjahrestourismus tendieren.<br />
OÖ setzt diesmal fast ausschließlich auf<br />
Kultur, was auch der Kulturhauptstadt<br />
2024 Bad Ischl und dem Jubiläum 200<br />
Jahre Bruckner geschuldet ist.<br />
„Schätzungen der UNESCO zufolge<br />
sind 40 Prozent des weltweiten Tourismus<br />
dem Kulturtourismus zuzurechnen.<br />
Und <strong>das</strong> bei enormen Wachstumspotenzialen“,<br />
so OÖ Wirtschafts- und<br />
Tourismus-Landesrat KommR Markus<br />
Achleitner.<br />
Das grüne Herz wird zur<br />
Dachmarke<br />
Völlig neu aufgestellt hat sich Steiermark<br />
Tourismus mit seinem Standortmarketing.<br />
Seit über 50 Jahren steht <strong>das</strong><br />
Grüne Herz für <strong>das</strong> Urlaubsland Steiermark,<br />
nun ist die Weiterentwicklung<br />
von der Tourismusmarke zur Dach-
4/20<strong>23</strong><br />
SOMMERTOURISMUS 93<br />
marke für alle Bereiche des Standortes<br />
Steiermark abgeschlossen. Nicht nur<br />
der Tourismus, sondern alle am Wirtschaftsstandort<br />
zahlen in die Marke<br />
Grünes Herz ein und sollen davon profitieren.<br />
Mit fünf Markenwerten soll<br />
die Vielfalt in der neuen Dachmarke<br />
ausdrückt werden. Ziel der Dachmarkenstrategie<br />
ist die Verknüpfung unterschiedlicher<br />
Welten, Branchen und<br />
Interessen.<br />
www.steiermark.com<br />
Tourismuschef Didi Tunkel und Weintourismus-Botschafter<br />
Nicholas Ofczarek<br />
blättern im Strategiefolder „Burgenland<br />
trifft Zukunft“.<br />
Foto: Burgenland Tourismus_Andreas Lepsi<br />
Auf in die Zukunft<br />
Der Masterplan 2030 des Burgenlandes,<br />
für den erstmals ein systemischer<br />
Ansatz gewählt und gemeinsam mit<br />
einer Agentur umgesetzt wurde, lautet<br />
„Burgenland trifft Zukunft“. Insgesamt<br />
arbeiteten über 250 Personen<br />
aus unterschiedlichen Bereichen daran<br />
und auch Stakeholder der burgenländischen<br />
Bevölkerung wurden eingebunden.<br />
Vier Haupt-Handlungsfelder („Arbeitsmarkt<br />
im Tourismus“, „Innovative<br />
Produkt- und Lebensraumentwicklung“<br />
Michael Feiertag ist der neue Geschäftsführer<br />
der Steiermark Tourismus<br />
&Standortmarketing.<br />
Foto: STG<br />
sowie „Beherbergung, Gastronomie und<br />
Next Generation“, „Digitalisierung und<br />
Vernetzung“) wurden auf Grundlage<br />
des in allen Bereichen wichtigen Querschnittsthemas<br />
„Nachhaltigkeit und Re-<br />
„20 Kilometer Menü“<br />
Ökotourismus liegt im Trend und Vorbildwirkung hat hier der Nationalpark Hohe Tauern<br />
mit international anerkannter Schutzgebietsstrategie.<br />
Von Petra Pachler<br />
Ökotourismus heißt auch, Lenkungseffekte<br />
einzusetzen. Im<br />
NP Hohe Tauern mit einer Größe<br />
von 1.800 km2 sind 40 Ranger mit<br />
den Gästen unterwegs, die nach dreijähriger<br />
Ausbildung die Region wie<br />
ihre Westentasche kennen und die<br />
Landschaft wissenschaftlich oder<br />
auch kindgerecht vermitteln. Mit den<br />
Krimmler Wasserfällen wird der Gesundheitsfaktor<br />
bedient und mit der<br />
denkmalgeschützten Großglockner<br />
Hochalpenstraße gibt es einen starken<br />
touristischen Anziehungspunkt für internationale<br />
Gäste.<br />
„In den letzten Jahren wurden neue<br />
touristische Produkte entwickelt, die<br />
aber immer als sanfter Tourismus angeboten<br />
werden und <strong>das</strong> bedeutet<br />
nicht nur autofrei, sondern schließt<br />
auch die umweltfreundliche Anreise<br />
und Unterbringung sowie die Verwendung<br />
regionaler Produkte ein“, so<br />
Mag. Roland Rauch, Nachhaltigkeitsbeauftragter<br />
im NP.<br />
Mag.(FH) Roland Rauch, Nachhaltigkeitsbeauftragter<br />
Ferienregion Nationalpark<br />
Hohe Tauern.<br />
Foto: FNPHT_Christine Pichler.<br />
Zutaten vor der Haustür<br />
Die Nutzung regionaler Produkte zeigt<br />
sich im „20 Kilometer Menü“, wie es<br />
Tobias Bacher in seiner Rauchkuchl in<br />
einem 500 Jahre alten Bauernhaus anbietet.<br />
Wie alle Köche der Region hat<br />
er Zutaten wie Quellwasser, Kräuter,<br />
Beeren, Fische und Wild sprichwörtlich<br />
vor der Haustüre und so braucht<br />
die alpine Naturküche von Tobias Bacher<br />
auch keine Speisekarte. „Das gibt<br />
uns die Möglichkeit“, so Bacher, „die<br />
Menüfolge auf <strong>das</strong> auszurichten, was<br />
der jeweilige Tag hergibt.“<br />
Der NP hat sich in den letzten Jahrzehnten<br />
zur boomenden Ferienregion<br />
mit 2.000.000 Gästen im Jahr 2022<br />
entwickelt, (Quelle: Salzburger Nationalparkfonds<br />
Hohe Tauern), die aber<br />
auf ein ausgewogenes Gäste-Einheimischen-Verhältnis<br />
und auf ein Miteinander<br />
schaut. Der NP sieht sich<br />
als Schnittstelle der einzelnen Tourismusverbände<br />
in der Region, welche die<br />
Umsätze im NP erwirtschaften.<br />
www.nationalpark.at
94 SOMMERTOURISMUS<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Das 200 Jahr Bruckner-Jubiläum dominiert in diesem Jahr den OÖ Tourismus.<br />
Foto: Linz Tourismus_Robert Josipovic<br />
gionalität“ definiert und werden in 20<br />
Starter-Projekten umgesetzt.<br />
www.burgenland.info<br />
Auf Schiene<br />
Das Salzburgerland startet mit einer<br />
großen Bahn-Kampagne in den Sommer<br />
20<strong>23</strong> und ebenso mit einer neuen<br />
Tourismus-Strategie. Unter dem<br />
Motto: „Den Menschen und der Natur<br />
verpflichtet“ wurden auch hier vier<br />
zentrale Impulsfelder definiert: Touristische<br />
Arbeitswelt, Qualität, Regionalität<br />
& Authentizität, Innovation & Digitalisierung<br />
sowie Nachhaltigkeit &<br />
Mobilität. „Nachhaltigkeit und Regionalität<br />
ist Salzburger Kernkompetenz<br />
und wurde nicht aus einem Trend geboren“,<br />
so Leo Bauernberger, GF der<br />
SLTG. In keiner Region weltweit ist der<br />
Anteil an Bio-Landwirtschaft so hoch<br />
wie im SalzburgerLand und mit dem<br />
BioArt Campus in Seeham gibt es sogar<br />
ein Bio-Kompetenzzentrum. „Zudem<br />
haben wir ein gesundes Verhältnis<br />
von landwirtschaftlichen Betrieben und<br />
Tourismusbetrieben (je rund 10.000 im<br />
Bundesland), was Qualität und auch Regionalität<br />
in der Gastronomie maßgeblich<br />
beeinflusst.“<br />
www.salzburgerland.com/de/<br />
Berge, Seen, Kultur und Kulinarik: Der<br />
Themenfächer beherrscht den Österreichischen<br />
Tourismus mit großem Erfolg .<br />
Foto: steiermark_tourismus_michael_weberberger<br />
Urlaub geht durch den Magen<br />
Auch wenn die einzelnen Bundesländer<br />
kontinuierlich an ihrer Profilschärfung<br />
arbeiten, so bleibt <strong>das</strong> alles überspannende<br />
Thema die Kulinarik. Entsprechende<br />
Veranstaltungen sprießen wie die sprichwörtlichen<br />
Schwammerl aus dem Boden<br />
und der Erfolg gibt ihnen Recht. Denn<br />
häufig zeigt sich: Was als Versuchsballon<br />
gestartet ist, hat sich zum Fixtermin etabliert<br />
und untermauert damit viele Studien:<br />
Nicht nur die Liebe geht durch den<br />
Magen, sondern auch der Urlaub.<br />
Digitale Offensive<br />
Um die Digitalisierung im Tourismus voranzutreiben,<br />
stellt <strong>das</strong> BÖTM ein neues<br />
Wissensformat für Touristiker vor: Beim<br />
neuen BÖTM-barcamp #digitalisierung<br />
vom 26. bis 27. 4. in Bad Gastein arbeiten<br />
Mitarbeiter von Destinationen an<br />
Lösungen für digitale Herausforderungen.<br />
„Im Tourismus haben wir so viele<br />
Experten und Wissen in den eigenen<br />
Reihen, <strong>das</strong>s wir dieses Potential nützen<br />
wollen“, erklärt Mathias Schattleitner,<br />
der Präsident des BÖTM.<br />
www.boetm.at<br />
Der neue Slow Food Kärnten<br />
Guide 20<strong>23</strong><br />
Kärnten ist eine geschmackvolle Schnittstelle, in der die Alpen-Adria-Küche auf<br />
einzigartige Schätze von Almen und Tälern, aus Flüssen und Seen auf mediterrane<br />
Genussfreude und Leichtigkeit trifft. Kärnten ist auch Slow Food Pionierland eine<br />
Erfolgsgeschichte von Menschen, die die Natur schützen und lieben, von engagierten<br />
Landwirten ebenso wie von vorbildlichen Lebensmittelproduzenten, leidenschaftlichen<br />
Gastgebern und aufmerksamen Köchen.<br />
Der Slow Food Kärnten Guide 20<strong>23</strong> ist ein kulinarischer Reiseführer für alle, die<br />
sich auf Entdeckungsreise durch Österreichs Süden machen möchten. Mehr als 120<br />
Restaurants, Almhütten und Buschenschenken sowie Märkte, Feste, Slow Food Dörfer<br />
und Slow Food Travel Regionen.<br />
Den Guide können Sie auf Ihr Handy laden, oder online bestellen:<br />
www.kaernten.at/slowfoodguide
4/20<strong>23</strong><br />
SÜD<br />
TIROL<br />
SOMMERTOURISMUS 95<br />
Foto: Hannes_Niederkofler<br />
Kultur kennenlernen<br />
Nos Ladins - Wir Ladiner ist eine Initiative,<br />
die den Besuchern von Alta Badia<br />
die Möglichkeit gibt, einige Stunden<br />
mit den Einheimischen zu verbringen.<br />
Das Kennenlernen der Kultur, der Traditionen<br />
und der Bräuche sorgt für bleibende<br />
Erinnerungen und den Wunsch, wieder<br />
zu kommen. Jahrtausende alte Kultur<br />
und Traditionen prägen die Ladiner und<br />
damit den Tourismus. Im Herzen der Dolomiten<br />
UNESCO Welterbe gelegen, werden<br />
diese Traditionen noch im Alltag gelebt.<br />
Gäste lernen dann Menschen, Orte<br />
und Verhaltensweisen kennen, die Geschichte<br />
und Kultur vermitteln, was dem<br />
aktuellen Trend im Tourismus entspricht:<br />
Einheimische werden zu Botschaftern!<br />
www.altabadia.org<br />
Gourmethotel Südtirol<br />
Alpine und mediterrane Einflüsse, frische<br />
Produkte und Kräuter aus der<br />
Region und die Liebe des Küchenchefs<br />
Matthias Wenin machen <strong>das</strong> Hotel Maiena<br />
zum Mitglied der Genießerhotels und<br />
-restaurants. Matthias Wenin gehört<br />
auch zur Gastgeberfamilie und ist auch<br />
bekannt für seine alpin-mediterrane Küche,<br />
deren Basis Südtiroler Produkte sind,<br />
aber oft mit einem Hauch von Orient.<br />
Wie zum Beispiel <strong>das</strong> Kalbsfilet auf Selleriepüree<br />
und sautiertem Gemüse und einer<br />
Feigen-Mascarpone-Sinfonie. Ebenso<br />
gekonnt die Weinbegleitung aus Lagrein,<br />
Vernatsch oder Gewürztraminer. Wobei<br />
vor allem letzterer besonders mit den orientalischen<br />
Speisen harmoniert.<br />
www.lamaiena.it<br />
Foto: Hotel Maiena Foto: Alex Moling<br />
Foto: Hotel_Jaufentalerhof<br />
Honig aus dem<br />
Garten<br />
Im Wanderhotel Jaufentalerhof<br />
sind viele Bienen zu Hause. Hausherr<br />
Florian Pichler kümmert sich<br />
als leidenschaftlicher Imker um<br />
seine Honigbienen – und seine<br />
Gäste profitieren davon. Die dürfen<br />
den hoteleigenen Honig nämlich<br />
täglich beim Frühstück genießen.<br />
So sind sie mit der regionalen<br />
Natur verbunden. Feine Wildspezialitäten,<br />
traditionelle Knödelgerichte<br />
und mediterrane Pastavariationen<br />
sind weitere kulinarische<br />
Schmankerln, die im Hotel in Ratschings<br />
aufwarten. Es werden natürliche<br />
und biologische Produkte<br />
verwendet, vorwiegend aus der<br />
Region oder sogar dem eigenen<br />
Garten. Heimische Materialien wie<br />
Fichtenholz, Marmor von der Sennerberger<br />
Alm und Heu von den<br />
umliegenden Bauernhöfen bringen<br />
<strong>das</strong> Jaufental ins Haus.<br />
www.jaufentalerhof.com
96 HOTELKONZEPTE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Im Hotel Aiola verschmelzen Boutique,<br />
Restaurant und Living.<br />
Fotos: Hotel Aiola<br />
Leasure, aber<br />
trotzdem luxuriös!<br />
In der Hotellerie verschmelzen Arbeit und Freizeit immer mehr und erfordern daher neue<br />
Konzepte. <br />
Von Petra Pachler<br />
Im Hotelbereich gibt es eindeutig ein<br />
Vor- und ein Nach-Corona-Szenario,<br />
und was schon vor Corona ein wesentliches<br />
Tool war, nämlich die Positionierung,<br />
ist seitdem ein Überlebensprinzip.<br />
Einfach ein Gebäude auf die grüne Wiese<br />
zu stellen oder „Zimmer zu vermieten“<br />
geht nicht mehr. Die Betreiber sind gefordert,<br />
sich klare Konzepte zu überlegen,<br />
die im besten Fall von der Einrichtung bis<br />
zur Speisekarte alles umfassen. Der Aufenthalt<br />
muss zum Erlebnis werden.<br />
Was auch deutlich hervorsticht, ist<br />
die immer stärkere Verschmelzung von<br />
Arbeit und Freizeit, was zum Angebot<br />
von Workation-Aufenthalten führt. Ein<br />
lückenlos funktionierendes W-Lan als<br />
Basis wird verknüpft mit gut ausgestatteten<br />
Arbeitsplätzen in separaten Räumen<br />
der öffentlichen Hotelbereiche.<br />
Während der Wellness-Pause im Bademantel<br />
die E-Mails abzurufen, wird als<br />
entspannend empfunden.<br />
All in one<br />
Was auch auffällt, ist der Trend zum Urlaub<br />
mit individueller Nutzung der „eigenen“<br />
vier Wände vor allem in der Ferienhotellerie,<br />
der sich im boomenden<br />
Segment der Apartmentanlagen und<br />
Chalets niederschlägt. Viel Platz, dem<br />
persönlichen Tagesrhythmus mit eigener<br />
Küche individuell folgen können und die<br />
Rückzugsmöglichkeit für den arbeitenden<br />
Part, während sich die Kids am anderen<br />
Endes des Chalets mit Spielzeug<br />
ausbreiten können, ist <strong>das</strong> Konzept. Ein<br />
eigener Wellnessbereich mit Sauna oder<br />
Jacuzzi auf der Terrasse kommt da auch<br />
ganz gut.<br />
Ideen der Stadthotellerie<br />
Vor allem der Städtetourismus war mit<br />
einem Minus von rund 70 Prozent von<br />
der Pandemie besonders betroffen. Betreiber<br />
von Stadthotels mussten sich<br />
baldigst etwas überlegen und so wurden<br />
Erlebnis-Konzepte, vom Yogakurs im nahegelegenen<br />
Park bis hin zum Cocktail-<br />
Kurs an der Bar, erstellt.<br />
Vergrößern und/oder mehr Luxus<br />
einbauen und ein Zusatzasset zu bieten,<br />
kennzeichnen ebenfalls die Entwicklungen.<br />
So geschehen im Aiola Living Boutique<br />
Hotel in der Grazer Innenstadt.<br />
Das aus sieben Häusern bestehende<br />
Hotel im Besitz der GRAWE entstand
4/20<strong>23</strong><br />
HOTELKONZEPTE 97<br />
Tochter der heutigen Besitzerin absolvierte<br />
ab 2005 ihre Lehre zur Hotel- und<br />
Gastgewerbeassistentin im Wolf-Dietrich,<br />
2020 wurde der Betrieb von ihrer<br />
Familie übernommen. Ein Spa-Bereich<br />
mit Hallenbad, eher eine Novität<br />
im Stadtbereich, wurde bereits in den<br />
Achtzigerjahren errichtet und später<br />
dann vergrößert und modernisiert. Im<br />
Zuge des Umbaus wurde eine alte Steinstiege<br />
im Stiegenhaus freigelegt, die ein<br />
Stück Geschichte ist.<br />
Ein durchgängiges Konzept mit integrierter Kunst kennzeichnen derzeit viele<br />
Hotelkonzepte.<br />
Fotos: Altstadthotel Wolf Dietrich<br />
in mehreren Etappen, die sich in deutlichen<br />
Niveauunterschieden zeigen. Aus<br />
dieser Not wurde aber eine Tugend gemacht,<br />
in dem ein Wohnerlebnis mit<br />
Couches und Sitzgelegenheiten in den<br />
einzelnen Bereichen geschaffen wurde.<br />
Das Aiola Living umfasst eine Gesamtfläche<br />
von über 4000m2, wovon 1600m2<br />
auf <strong>das</strong> Hotel entfallen, und zeichnet<br />
sich unter anderem durch die fließende<br />
Verbindung von Hotel, Mode, Interieur<br />
und Gastronomie aus. Die einzelnen<br />
Flächen sind nicht konkret voneinander<br />
abgetrennt und ermöglichen den<br />
Gästen so ein Gesamterlebnis.<br />
Ein Hotelbau mit dieser Ausgangsposition<br />
war tatsächlich herausfordernd,<br />
wie von Hotelmanagerin Doris Raminger<br />
bestätigt wird. „Wir sind immer wieder<br />
auf unerwartete Hindernisse gestoßen<br />
und mussten unsere Pläne an den<br />
Gegebenheiten der Häuser orientieren.<br />
Nicht nur baulich, sondern auch architektonisch<br />
und in Designfragen waren<br />
wir auf den Rat von Experten angewiesen,<br />
um unsere Ziele zu erreichen. Ohne<br />
so ein gutes Team hinter dem Projekt,<br />
wäre der Hotelbau nicht zu meistern gewesen.“<br />
Eine weitere Herausforderung<br />
war die Tatsache, <strong>das</strong>s ein Teil der Fassade<br />
unter Denkmalschutz steht.<br />
Für die Umsetzung wurden vorrangig<br />
lokale Produzenten beauftragt, Planung<br />
und Durchführung der Innenarchitektur<br />
wurden aber von Judith & Gerald<br />
Schwarz, mit dem Promenade und dem<br />
Restaurant Landhauskeller, Fixpunkte<br />
in der Grazer Gastronomieszene, selbst<br />
übernommen.<br />
Das Boutiquehotel zeichnet sich<br />
durch seine Vielfalt an verschiedenen<br />
Angeboten, wie dem angeschlossenen<br />
Shop mit Kunst und Mode aus, die den<br />
Aufenthalt zum Erlebnis machen soll.<br />
Die 46 Zimmer und drei Apartments<br />
sind bewusst mit außergewöhnlichen<br />
Dekorationsartikeln gestaltet, die dann<br />
praktischerweise gleich im angrenzenden<br />
Aiola Living Store erworben werden<br />
können. Die Türen des angrenzenden<br />
Restaurant Bar Amouro oder auch<br />
des hausinternen Fitnessstudios mit<br />
Personal Coaching stehen Gästen, wie<br />
Einheimischen offen, was für eine sehr<br />
lockere Atmosphäre sorgt.<br />
https://aiolaliving.com/<br />
Kunst als Statement<br />
Die Kunst erobert immer öfter den Hotelbereich<br />
und ähnlich wie im Grazer<br />
Aiola ist <strong>das</strong> auch im Hotel Wolf Dietrich<br />
in Salzburg zu sehen. 1896 errichtet,<br />
hat 1971 die Familie Schmelzle ein<br />
Hotel gegründet, <strong>das</strong> im Jahr der Eröffnung<br />
eines der wenigen war, <strong>das</strong> Zimmer<br />
mit eigenem Bad und WC hatte. Die<br />
Namensgeber ist ein<br />
Fürsterzbischof<br />
Kunst ist auch der rote Faden, der sich<br />
durch <strong>das</strong> Hotel Wolf Dietrich zieht.<br />
Nun ist Wolf Dietrich in Salzburg ja kein<br />
Unbekannter: Die Bauten, die der Fürsterzbischof<br />
in der Stadt errichten ließ,<br />
prägen nach wie vor <strong>das</strong> Stadtbild. Sein<br />
Mausoleum befindet sich inmitten des<br />
Sebastianfriedhofs, der von den hofseitigen<br />
Zimmern des Hotels einsichtig ist<br />
und so ist der Hotelname ein Tribut an<br />
den Fürsterzbischof.<br />
Design ist weiblich<br />
Das Farbkonzept, die Auswahl der Möbel<br />
und Einrichtungsgegenstände sowie<br />
die Dekoration sind Chefinnen-Sache<br />
von Mutter und Tochter, die eng mit<br />
Salzburger HandwerkerInnen zusammenarbeiten.<br />
Das Lilien-Porzellan im<br />
Frühstücksraum ist nostalgischer Ankerpunkt<br />
der Besitzerin – Vintage lässt<br />
grüßen. Auffallend ist auch, <strong>das</strong>s Geschirr<br />
und Dekogegenstände 1:1 aufeinander<br />
abgestimmt sind.<br />
Alle Kunstdrucke auf den Gängen<br />
stammen von internationalen Künstlern,<br />
die in jener Zeit tätig waren, in dem <strong>das</strong><br />
Haus erbaut wurde und entstanden aus<br />
dem Gedanken: „Jahrhundertewende-<br />
Künstler im Jahrhundertwende-Haus“.<br />
Die schwarz-weiß Fotos in den Zimmern<br />
zeigen die bekannten und weniger bekannten<br />
Ecken der Salzburger Altstadt.<br />
www.salzburg-hotel.at.<br />
Die Entwicklung in der Hotellerie<br />
zeigt deutlich einen Trend zum Mehrwert<br />
– wohnen & shoppen, wohnen & arbeiten<br />
– und eine wachsende Affinität zur Kunst<br />
und der Umgebung. Wer dafür ein Händchen<br />
hat, darf auch den Preis ruhig in die<br />
Höhe schrauben.
98 HOTELKONZEPTE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Kolumne<br />
Die Trickle-Down-Regeln<br />
der EU nutzen<br />
Kennen Sie den Trickle-Down-<br />
Effekt? Diese (wie es sich für<br />
ökonomische Theorien gehört)<br />
umstrittene These besagt,<br />
<strong>das</strong>s Gewinne großer Unternehmen<br />
„nach unten“ durchsickern,<br />
so<strong>das</strong>s über kurz oder<br />
lang die gesamte Gesellschaft<br />
profitiert. Genau so wirken die<br />
(ähnlich umstrittenen) von der<br />
EU verordneten Nachhaltigkeitsberichte<br />
für große Unternehmen<br />
– in Summe EU-weit<br />
an die 50.000, darunter auch<br />
Vertriebspartner der Hotellerie.<br />
Sie geben Einblick darüber,<br />
wie nachhaltig Unternehmen<br />
über die gesamte Wertschöpfungskette<br />
agieren. Indirekt<br />
geraten so KMU unter Zugzwang:<br />
Die Auswirkungen<br />
der Regeln sickern durch.<br />
Unternehmen, die nachhaltig<br />
agieren, werden auf Suchseiten<br />
hervorgehoben. Die<br />
börsenotierte OTA agiert im<br />
Sinn der Richtlinie, weil ihre<br />
Geschäftspartner nachhaltiger<br />
wirtschaften.<br />
In einem EU-Projekt wurden<br />
70 KMU aus 6 Nationen<br />
zu zertifizierten Nachhaltigkeits-Pionieren:<br />
Sie profitieren<br />
von Einsparungseffekten und<br />
davon, <strong>das</strong>s sie in die Auslage<br />
gestellt werden, wo zahlungsbereite<br />
Gäste sie leichter finden:<br />
Sieht nach einer gelungenen<br />
Strategie aus! Die große<br />
Abschlusskonferenz findet am<br />
3. und 4. Mai in Wien statt – nähere<br />
Infos unter www.oehv.at<br />
Walter Veit<br />
ÖHV-Präsident<br />
Foto: ÖHV<br />
WienTourismus-Projekt<br />
prämiert<br />
Unkompliziertes<br />
Ladeerlebnis<br />
Wirelane begrüßt die Living Hotels<br />
der Derag Unternehmensgruppe<br />
als neuen Business-Partner. Ab sofort<br />
werden alle Apartment Hotels der familiengeführten<br />
Hotelkette in Deutschland<br />
und Österreich mit Ladeinfrastruktur<br />
für Elektrofahrzeuge von Wirelane<br />
ausgestattet. Living Hotels setzt auf die<br />
langjährige Expertise von Wirelane in der<br />
Planung, Errichtung sowie dem umfassenden<br />
Betrieb von Ladeinfrastrukturlösungen<br />
in der Hotellerie und Immobilienwirtschaft,<br />
„weil wir hier alles aus einer<br />
Hand bekommen“, sagt Tim Düysen,<br />
CMO der Hotelgruppe. Wirelane stattet<br />
die Living Hotels mit der Light & Charge<br />
Serie aus, kundenfreundliches Tap Payment<br />
inklusive. Kontaktloses Bezahlen<br />
steht für ein sowohl unkompliziertes Ladeerlebnis<br />
für Gäste als auch eine operativ<br />
schlanke Integration in den Hotelalltag.<br />
www.living-hotels.com<br />
In ihrem „Business Creative Report“ haben<br />
AdForum und Kantar Media die<br />
international am meisten prämierten<br />
Kampagnen analysiert und veröffentlicht:<br />
Die WienTourismus-Aktion „Vienna<br />
strips on OnlyFans“ holt in der Kategorie<br />
„Transport & Tourism“ den ersten<br />
Platz. In Summe gewannen der Wien-<br />
Tourismus und sein Agenturpartner 47<br />
internationale Werbepreise für die Aktion,<br />
die stark auf PR-Buzz und Earned<br />
Media setzte. Tourismusdirektor Norbert<br />
Kettner: „Dass wir uns auf dem internationalen<br />
Parkett gegen starke Konkurrenz<br />
behaupten konnten und nun für unsere<br />
reichweitenstarke Aktion ‚Vienna strips<br />
on OnlyFans‘ neben Award-Schwergewichten<br />
wie den Cannes Lions auch eine<br />
Auszeichnung für die insgesamt meistprämierten<br />
Kampagnen holen konnten,<br />
ist eine Bestätigung unserer Arbeit und<br />
zugleich eine große Freude.“<br />
b2b.wien.info<br />
Tim Düysen, CMO der Hotelgruppe Living<br />
Hotels.<br />
Foto: Living Hotels<br />
Foto: ViennaTouristBoard/Albertina Wien
4/20<strong>23</strong><br />
HOTELKONZEPTE 99<br />
Foto: Derenko<br />
Neu ausgestattet<br />
Zwischen hohen Bergen und dem Hallstättersee<br />
findet man im Homebound<br />
- Bad Goisern <strong>das</strong> Reiseziel für Wanderer,<br />
Mountainbiker, Familien und Faulenzer.<br />
Neu gebaut und umfangreich<br />
ausgestattet von Derenko lässt es keine<br />
Wünsche offen. Der Neubau umfasst<br />
neben den 43 stilvollen und wohnlichen<br />
Apartments, einen „Livingroom“, der neben<br />
dem großen Flat Screen auch Brettspiele,<br />
eine Tausch-Bibliothek und Kinderspielzeug<br />
bereithält. Angrenzend<br />
Romantik im Kleinwalsertal<br />
lädt ein Fitnessraum für Workouts auf<br />
hölzernen Trainingsgeräten ein. Ein<br />
aus vier Kernfarben bestehendes Farbschema<br />
sorgt für einen freundlichen<br />
Kontrast zu den klaren und modernen<br />
Bauformen. Im Leitsystem sorgen diese<br />
Farben, kombiniert mit illustrativen<br />
Darstellungen des lokalen Sportangebotes<br />
in den jeweiligen Stockwerken für<br />
eine ansprechende und kreative Orientierungsgestaltung.<br />
www.derenko.at<br />
Nur 12 Doppelzimmer und<br />
10 Holz-Suiten gibt es<br />
im Bio-Hotel Oswalda Hus<br />
in Riezlern. Ein Wohlfühl-<br />
Ambiente verbindet Architektur,<br />
Design und die<br />
Natur, im FreiluftSPA ist<br />
man den Bergen ganz nah.<br />
Die Geschmackserlebnisse<br />
aus der ehrlichen Küche<br />
erfreuen mit 100 Prozent<br />
Bio. Gastgeberfamilie<br />
Müller hat etwas Einmaliges<br />
geschaffen, <strong>das</strong> der Zeit<br />
eine neue Qualität und der Lebendigkeit<br />
Raum gibt. Kreative Drei-Gänge-Menüs<br />
aus bio-zertifizierten Produkten, Bio-<br />
Fleisch und Wild von Bauern und Jägern<br />
aus dem Kleinwalsertal, ausgefallene vegetarische<br />
und vegane Gerichte, frische<br />
Gartenkräuter und Gewürze prägen die<br />
Geschmackserlebnisse, die im Oswalda<br />
Hus auf die Teller kommen.<br />
www.oswalda-hus.com<br />
Foto: tobias_burger_bio-hotel_oswalda_hus<br />
Fotos: MAWA<br />
Gehobene<br />
Ausstattung<br />
Gern dürfen Hotelzimmer mit<br />
einem hochwertigen Interieur<br />
aufwarten – sprich, <strong>das</strong> gewisse<br />
Etwas haben. „Dazu gehören neben<br />
qualitativ hochwertigen Möbeln<br />
aber auch passende Dekoration,<br />
gelungene Ausleuchtung<br />
oder stilvolle Accessoires“, so Michaela<br />
Schenk, Geschäftsführerin<br />
und Inhaberin der MAWA GmbH,<br />
und ergänzt: „Zu einem gehobenen<br />
Einrichtungsstandard gehören<br />
damit auch Designkleiderbügel<br />
mit maximaler Funktionalität.“<br />
Mit der Elegance-Kollektion bietet<br />
MAWA solche Kleiderbügel für<br />
die gehobene Zimmerausstattung.<br />
Die Bügelserie besteht aus der eleganten<br />
Kombination von weißen<br />
und schwarzen Holz- und Metallbügeln<br />
– jedoch mit dem gewissen<br />
Etwas: goldfarbenen Haken.<br />
Das Material besteht aus europäischem<br />
Holz aus ökologischer und<br />
nachhaltiger Forstwirtschaft mit<br />
FSC-Zertifikat.<br />
www.mawa.de
Der Wäschekreislauf in der<br />
hauseigenen Wäscherei<br />
Foto: nosorogua / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
HYGIENE 101<br />
Sammeln, Sortieren, Transportieren und vieles mehr - Hotelwäsche geht während des<br />
Reinigungsprozesses durch viele Hände, bevor sie wieder hygienisch gereinigt herausgegeben<br />
werden kann. Wer diesen Wäschekreislauf möglichst risikofrei gestalten möchte, sollte<br />
ein paar Tipps beherzigen.<br />
Von Clemens Kriegelstein<br />
Der Weg vom Gast oder Bewohner<br />
in die Wäscherei und wieder<br />
zurück wird auch als „Wäschekreislauf<br />
“ bezeichnet. Insbesondere,<br />
wenn im eigenen Haus gewaschen<br />
wird, gilt es eine Vielzahl von Schritten<br />
zu beachten. Infektionsketten dabei zu<br />
vermeiden, sollte jederzeit die höchste<br />
Priorität haben. Auch die Experten von<br />
„Klasse Wäsche“, einer Plattform von<br />
unterschiedlichen Unternehmen aus<br />
den Branchen Wäsche, Waschchemie,<br />
Wäschereimaschinen, Hotelgewerbe<br />
und Hauswirtschaft, sehen sich in ihrer<br />
tagtäglichen Arbeit mit diesem Thema<br />
konfrontiert und helfen Betrieben dabei,<br />
diesen wichtigen Ablauf zu optimieren.<br />
Dabei greifen sie nicht nur auf die Expertise<br />
der verschiedenen Mitglieder zurück,<br />
sondern auch auf ihre Erfahrungen, die<br />
sie in über 10 Jahren bei der Zusammenarbeit<br />
mit Betrieben aus der Hotellerie,<br />
Gastronomie und Pflege im DACH-Raum<br />
sammeln konnten.<br />
Um den Umgang mit verschmutzter<br />
und damit auch potenziell gefährlicher<br />
Wäsche möglichst risikofrei zu halten,<br />
gilt es im konkreten Ablauf einige Punkte<br />
zu berücksichtigen. Hierfür haben die<br />
Klasse Wäsche Experten eine kompakte<br />
Checkliste für Betreiber erstellt, deren<br />
Teams sich täglich mit stark verunreinigter<br />
Wäsche (besonders in der Pflege) konfrontiert<br />
sehen:<br />
Auf den Zimmern<br />
› Personal muss immer im Umgang mit<br />
unreiner Wäsche geschult sein<br />
› Wäsche nach Textiltyp und Verschmutzungsgrad<br />
vorsortieren (kein<br />
Bodenkontakt)<br />
› Wäschesäcke nicht zu voll beladen<br />
(müssen gut mit Knebelverschluss verschließbar<br />
sein)<br />
› Wäschesäcke nicht werfen oder stauchen<br />
(Kontaminationsgefahr)<br />
› Wäsche sofort in die Wäscherei transportieren,<br />
dabei Wege von reiner und<br />
unreiner Wäsche nicht kreuzen (Keime<br />
vermehren sich in feuchter Wäsche)<br />
Markus Wendlinger.<br />
Foto: www.guenterkresser.com<br />
In der Wäscherei<br />
› Klar abgetrennte Bereiche für reine<br />
und unreine Wäsche einrichten<br />
› Eindeutige Farben für Arbeitsmaterial<br />
wie Wäschewannen verwenden (z.B.<br />
rot für unrein, weiß für rein)<br />
› Personalhygiene beachten, Schutzausrüstung<br />
tragen (regelmäßige<br />
Handaufbereitung inkl. Desinfektion,<br />
Handschuhe und ggf. Maske tragen)<br />
› Wäsche sofort in Durchlademaschinen<br />
waschen (einzige Schnittstelle zwischen<br />
reinem und unreinem Bereich)<br />
› Chemo-thermisch desinfizierend<br />
waschen (Dosieranlage verwenden<br />
und auf Herstellerangaben achten)<br />
› Nach dem Wasch-Trocknungs-Prozess<br />
Textilien sofort in entsprechende<br />
Fächer einsortieren (schmutz- und<br />
staubgeschützt lagern)<br />
› Transportwagen mit Husse abdecken<br />
Walter Ecker.<br />
Foto: www.haraldtauderer.com<br />
„Geschultes Personal und Händehygiene<br />
sind Garanten für die Sicherheit der<br />
Mitarbeitenden. Hierzu bedarf es ein auf<br />
die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung<br />
zugeschnittenes Hygienekonzept mit vordefinierten<br />
Standards. Persönliche Hygiene<br />
hat dabei oberste Priorität. Handwaschplätze<br />
innerhalb der Wäscherei<br />
sind unerlässlich, auch die Nutzung einer<br />
Schleuse empfiehlt sich, um <strong>das</strong> Personal<br />
noch effektiver zu schützen. Damit <strong>das</strong><br />
Team für Risiken und Eigenhygiene sensibilisiert<br />
ist und immer auf dem Laufenden<br />
bleibt, sollten regelmäßig Schulungen<br />
durchgeführt werden, deren Inhalte<br />
in Teambesprechungen im Bewusstsein<br />
aller Teammitglieder verankert werden.<br />
So lässt sich der berüchtigten Betriebsblindheit<br />
vorbeugen“, betonen die Klasse<br />
Wäsche-Sprecher Markus Wendlinger<br />
und Walter Ecker abschließend.<br />
Foto: iStock
102 HOUSEKEEPING & REINIGUNG<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Hammerl übernimmt<br />
Vienna<br />
Textilservice<br />
Das traditionsreiche Textilreinigungsunternehmen<br />
Hammerl<br />
Austria Mietwäsche GesmbH<br />
übernimmt <strong>das</strong> Wäschereiunternehmen<br />
Vienna Textilservice<br />
GmbH, <strong>das</strong> einen Antrag auf Eröffnung<br />
eines Sanierungsverfahrens<br />
ohne Eigenverwaltung beim<br />
Handelsgericht Wien eingebracht<br />
hat. Mit dieser Betriebsübernahme<br />
werden 120 Mitarbeitende aus<br />
17 Nationen in die Hammerl Austria<br />
Mietwäsche GesmbH integriert.<br />
KR Robert Hammerl, Geschäftsleitung<br />
Hammerl Austria<br />
Mietwäsche GesmbH sagt: „Wir<br />
haben eine Betriebsversammlung<br />
mit den 120 Mitarbeitenden der<br />
Vienna Textilservice GmbH einberufen,<br />
um ihnen mitzuteilen,<br />
<strong>das</strong>s wir <strong>das</strong> Wäschereiunternehmen<br />
inklusive der Maschinen sowie<br />
Wäsche übernehmen und den<br />
Standort in Wien-Simmering weiterführen.<br />
Nach dieser Information<br />
breitete sich Erleichterung und<br />
Freude unter den Mitarbeitern aus.<br />
Wir haben den richtigen Weg mit<br />
der Übernahme eingeschlagen.“<br />
www.hammerl-textilcare.com<br />
Foto: Hammerl Austria Mietwäsche GesmbH<br />
Sauberkeit entscheidet über<br />
<strong>das</strong> Geschäft<br />
Digitale Schulungen<br />
auf Abruf!<br />
Sauberkeit ist der größte Wohlfühlfaktor<br />
in Hotels und somit entscheidend<br />
für die Zufriedenheit der Gäste. Das<br />
Image des Hauses hängt nachweislich<br />
eng mit dessen Sauberkeit zusammen,<br />
was wiederum eine direkte Auswirkung<br />
auf die Weiterempfehlung hat und damit<br />
die Übernachtungszahlen beeinflusst.<br />
Room Care ist eine umfassende Komplettlösung<br />
für alle Reinigungsaufgaben<br />
im Housekeeping, damit Sie die Reinigungsaufgaben<br />
in Ihrem Hotel schnell<br />
und effektiv erledigen können. Die effizienten<br />
Formulierungen sorgen dafür,<br />
<strong>das</strong>s mit wenigen Handgriffen die Hygiene<br />
sichergestellt wird und sich Nacharbeiten<br />
auf ein Minimum reduzieren. Alle<br />
Produkte sind mit einem frischen, konsistenten<br />
Duft versehen, welcher <strong>das</strong><br />
Sauberkeitsempfinden noch einmal unterstreicht.<br />
www.diversey.de<br />
Ecolab bietet seinen Kunden<br />
jetzt ein professionelles<br />
ELearning-Tool, um<br />
die Fähigkeiten, <strong>das</strong> Wissen<br />
und die Effizienz ihres<br />
Teams konsequent zu optimieren<br />
und ein schnelleres<br />
Onboarding von neuen<br />
Mitarbeitenden zu ermöglichen.<br />
Basierend auf jahrzehntelanger<br />
Erfahrung<br />
hat Ecolab branchenführendes<br />
Wissen in den Bereichen Gesundheit,<br />
Lebensmittelsicherheit und<br />
Hygiene in einfachen, praxisbezogenen<br />
Schulungen zusammengefasst. Den<br />
Mitarbeitenden stehen die für ihre Rolle<br />
und Aufgabe ausgewählten Schulungen<br />
rund um die Uhr auf allen Geräten<br />
zur Verfügung. Ein übersichtliches Reporting<br />
gibt Verantwortlichen jederzeit<br />
Einblick in den Lernfortschritt ihres<br />
Teams, um gezieltes Lernen zu fördern.<br />
Das Ecolab Kunden ELearning ‚On Demand<br />
Digital Training‘ wurde bereits<br />
mit der Goldmedaille des COOKING<br />
AWARD 20<strong>23</strong> ausgezeichnet.<br />
www.ecolab.com<br />
Foto: Diversey<br />
Foto: Ecolab
4/20<strong>23</strong><br />
HOUSEKEEPING & REINIGUNG 103<br />
Hamamtücher für Spa, Pool<br />
und Strand<br />
Foto: Wäschekrone<br />
Hamamtücher sind seit Jahrhunderten<br />
im traditionellen türkischen Dampfbad<br />
im Einsatz – in den letzten Jahren<br />
sind sie zu angesagten Spa-, Pool- sowie<br />
Strand-Accessoires avanciert. Wäschekrone<br />
bietet ab dieser Saison drei hochwertige<br />
Hamamtuch-Dessins aus 100<br />
Prozent Baumwolle an. Die Kollektion<br />
besticht mit einer eleganten Optik in der<br />
zurückhaltenden Farbkombination Grau-<br />
Weiß. „Das Hamamtuch ist ein wahres<br />
Multitalent und sollte in keinem Hotel<br />
fehlen. In der Sauna verhüllt es optimal<br />
und dient gleichzeitig als Schwitzunterlage.<br />
Zudem passt es auf jedes Sonnenbett,<br />
bietet am Strand eine großzügige<br />
Liegefläche und schützt als leichte Zudecke<br />
vor Sonneneinstrahlung oder einer<br />
kleinen Brise. Wir sind überzeugt davon,<br />
<strong>das</strong>s die Tücher <strong>das</strong> Frottierangebot<br />
im Hotel ideal ergänzen“, so Ramona Ulbricht,<br />
Leitung Einkauf und Vertrieb bei<br />
Wäschekrone.<br />
www.wäschekrone.de<br />
DIE ERDE STEHT<br />
KURZ VOR IHREN<br />
BELASTUNGS-<br />
GRENZEN<br />
Energiesparend spülen<br />
Foto: Winterhalter<br />
Je nach Art und Größe<br />
eines gastronomischen<br />
Betriebes hat<br />
die Küche einen Anteil<br />
von bis zu 25 Prozent<br />
am gesamten Energieverbrauch.<br />
Winterhalter<br />
zeigt, welche<br />
technischen Features<br />
Betriebskosten reduzieren<br />
und wann sich<br />
die Anschaffung einer<br />
neuen Spülmaschine<br />
lohnt: Energiesparen<br />
durch die richtige<br />
Konstruktion der<br />
Spülmaschine. Die Düsengeometrie<br />
des Winterhalter Spülfeldes<br />
sorgt für eine Wassereinsparung von<br />
bis zu 25 Prozent und reduziert auch den<br />
Strom- und Chemieverbrauch. Umluftund<br />
Abwasserwärmerückgewinnungen<br />
wärmen <strong>das</strong> kalte Zulaufwasser vor, was<br />
den Energieverbrauch pro Spülgang reduziert.<br />
Eco-Programme verlängern die<br />
Spüldauer um 50 Prozent, dadurch können<br />
Nachspülwassermenge und Reinigerdosierung<br />
verringert werden. Das<br />
senkt die Betriebskosten um bis zu 15<br />
Prozent.<br />
www.winterhalter.at<br />
Was können wir tun?<br />
WIR KÖNNEN UNS MIT<br />
CO 2 -KOMPENSATION<br />
VON DER KLIMAKRISE<br />
NICHT FREIKAUFEN.<br />
Gehen Sie mit uns in eine kreislauffähige<br />
Zukunft für ehrlichen Klimaschutz.<br />
Was jetzt der richtige Weg ist,<br />
erfahren Sie unter:
JETZT NEU!<br />
Karriere<br />
„Stellen-, Ausbildungs-, Immobilien-<br />
& Pacht-Markt HOREKA“<br />
Seite 104 bis Seite 112<br />
Karriere<br />
Karriere<br />
Theorie ist gut, Praxis ist besser! Die Tourismusschulen<br />
Semmering setzen mit ihrem Angebot<br />
„ÖHV-Trainee“, <strong>das</strong> in Zusammenarbeit mit der<br />
ÖHV entstanden ist, auf eine duale Ausbildung,<br />
bei welcher die praktische Ausbildung im Vordergrund<br />
steht.<br />
ab Seite 106<br />
Betriebsübergabe<br />
Die Neugestaltung der Tourismusförderung<br />
eröffnet neue Möglichkeiten und erleichtert z.B.<br />
auch Betriebsübergaben. Welche Rechtsform<br />
hier im Familienverband die beste ist, erläutern<br />
unsere Steuerfachleute.<br />
Seite 111
4/20<strong>23</strong><br />
AKTUELLES 105<br />
ÖHV: Aus- und Weiterbildung<br />
Bei den ÖHV Akademien handelt es<br />
sich um berufsbegleitende Intensivlehrgänge<br />
für Mitarbeiter der Hotellerie,<br />
die bereits in führenden Positionen tätig<br />
sind bzw. <strong>das</strong> anstreben. Hier gibt es<br />
die Unternehmerakademie, die Abteilungsleiterakademie<br />
und die Lehrlingsausbilderakademie.<br />
Mit den eintägigen<br />
Praktikerseminaren bekommen Hoteliers<br />
Unterstützung bei aktuellen Herausforderungen.<br />
Flexibles Lernen bieten<br />
digitale Trainings. Wer keine Zeit<br />
für ein Praktikerseminar hat, ist mit den<br />
ÖHV-Webinaren gut aufgehoben. Das<br />
ÖHV-TRAINEE Tourismuskolleg kombiniert<br />
die theoretische Ausbildung und<br />
die praktische Umsetzung in einem Spitzenbetrieb<br />
der österreichischen Hotellerie.<br />
Der neue Hochschullehrgang „Hotel<br />
Management“ an der Modul University<br />
Vienna hingegen ist eine Kooperation mit<br />
Das <strong>GASTRO</strong>-Karriereportal<br />
der ÖHV. Er richtet sich an Personen mit<br />
mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung<br />
in der Hotel- und Tourismusbranche,<br />
die auch angerechnet werden kann.<br />
www.oehv.at<br />
Jetzt ist es online, unser Karriereportal:<br />
www.gastro-karriere.at anklicken und<br />
Mitarbeiter suchen und finden. Das Portal<br />
verbindet Suchende auf beiden Seiten<br />
im Bereich Gastronomie & Hotellerie und<br />
bringt die Besten zusammen. Registrieren,<br />
anmelden und die Stellenausschreibung<br />
hochladen. Und schon läuft die Suche<br />
auf Hochtouren. Und umgekehrt<br />
finden Arbeitssuchende bei uns die besten<br />
Arbeitgeber. Alle Informationen unter<br />
www.gastro-karriere.at<br />
Foto: Florian Lechner<br />
JETZT NEU!<br />
Karriere<br />
„Stellen-, Ausbildungs-, Immobilien-<br />
& Pacht-Markt HOREKA“<br />
Hotelier sucht Mitarbeiter, Mitarbeiter sucht Gastronom, Restaurant sucht Pächter!<br />
Und findet diesen im besten Fall über unser neues Karriereressort. Denn „Karriere“ führt Suchende zusammen: Mitarbeiter finden<br />
offene Stellen in der Gastronomie & Hotellerie und Unternehmer finden engagierte Mitarbeiter!<br />
Schreiben Sie uns, wenn Sie sich in einer der Gruppe wiederfinden.<br />
Wir vernetzen Suchende im Gastronomie- und Hotelleriebereich auf beiden Seiten. Übermitteln Sie uns Ihre Wünsche<br />
unter karriere@gastroportal.at und finden Sie in diesem Ressort auch alles<br />
Wissenswerte zu den Themen Ausbildung, Mitarbeiter und Immobilien im Bereich der Gastronomie.
Die Praxis<br />
zählt!<br />
Foto: Rido / Adobe Stock
4/20<strong>23</strong><br />
TOURISMUSSCHULEN 107<br />
Die Ausbildungsmodule an den österreichischen Schulen bieten eine breite Auswahl und der<br />
Praxisbezug ist dabei ein wesentliches Tool. Die Tourismusschulen Semmering bieten dafür<br />
ein besonderes Modell.<br />
Von Petra Pachler<br />
ÖHV-Trainee nennt sich die duale<br />
Ausbildung, die in Zusammenarbeit<br />
mit der ÖHV entwickelt<br />
wurde und eine moderne Ausbildung<br />
auf Matura-Niveau bietet. Theorie<br />
und Praxis halten sich hier die Waage<br />
und den Praxisteil absolvieren die Studenten<br />
in Top-Betrieben der ÖHV.<br />
Praxis versus Theorie<br />
„Das Besondere beim ÖHV-Trainee ist<br />
die kombinierte Ausbildung der Studenten,<br />
die nicht nur in der Schule praktisch<br />
lernen, sondern in den Betrieben<br />
praktisch anwenden und weiterentwickeln,<br />
was man in der Schule lernt/gelernt<br />
hat“, so Mag. Jürgen Kürner, Direktor<br />
der Tourismusschulen Semmering.<br />
Ein wesentlicher Bereich ist auch die<br />
Job Rotation, bei der die Studenten alle<br />
wesentlichen Abteilungen eines Hotels<br />
durchmachen: Also Küche, Service, Bar,<br />
Front Office, Back Office, Housekeeping<br />
und Reservierung/Sales. Die Relation<br />
zwischen Praktika und den theoretischen<br />
Ausbildungsblöcken ist 50:50,<br />
was einzigartig für eine schulische Ausbildung<br />
ist, so Kürner.<br />
Zugelassen für diese Ausbildung sind<br />
Absolventen, die eine Matura absolviert<br />
haben. Der Aufnahme geht ein Aufnahmegespräch<br />
mit der Schule und dem Betrieb<br />
voraus und <strong>das</strong> Engagement der<br />
jungen Menschen bei dieser Ausbildung<br />
ist überdurchschnittlich, weil sich<br />
nur jene bewerben, die diese Ausbildung<br />
wirklich anstreben.<br />
Schon seit 2010 wird diese Ausbildungsform<br />
schon angeboten, die zwei<br />
Jahre dauert und die Möglichkeit gibt,<br />
eine berufsbegleitende, dreisemestrige<br />
Ausbildung zum Bachelor anzuschließen.<br />
Klingende Namen<br />
Die Ausbildungsbetriebe, die für die<br />
Praktika zur Verfügung stehen, können<br />
sich sehen lassen: Seit der ersten Stunde<br />
mit dabei sind etwa <strong>das</strong> Hotel Sacher<br />
in Wien oder <strong>das</strong> Schlosshotel in<br />
Velden. Alles Betriebe auf allerhöchstem<br />
Niveau, die den Studenten auch gleich<br />
Praxiserfahrung mit dem Touch des Besonderen<br />
vermitteln.<br />
Rund 250 Absolventen sind bereits<br />
in unterschiedlichen Häusern im Lande<br />
tätig und auch hier liest sich die Liste<br />
wie <strong>das</strong> Who ist Who der Hotellerie:<br />
Man findet die ÖHV-Trainee Absolventen<br />
etwa im Boutiquehotel Stadthalle,<br />
im Hotel Park Hyatt Wien oder in der<br />
St. Martins Therme. Einige sind auch als<br />
Selbstständige tätig.<br />
Begeisterung gegen den<br />
Fachkräftemangel<br />
Eine gute Präsentation der Branche und<br />
deren Vorteile herauszustreichen, ist <strong>das</strong><br />
Rezept gegen den eklatanten Fachkräftemangel.<br />
„Wir zeigen, was die Branche<br />
wirklich ist: spannend, herausfordernd,<br />
zukunftsträchtig, international, voll von<br />
Chancen“, so Direktor Kürner.<br />
„Und wo hapert es bei den jungen<br />
Leuten am meisten, Herr Kürner“? „Jugendliche<br />
von heute brauchen besonders<br />
viel Zuspruch und Zuwendung,<br />
aber auch klare Leitlinien und Struktur“,<br />
erklärt Kürner sein Konzept.<br />
Der Praxistest bringt Klarheit!<br />
Der am meisten nachgefragte Schultyp<br />
bei den Tourismusschulen Semmering<br />
ist nach wie vor die fünfjährige höhere<br />
Lehranstalt für Tourismus, aber auch<br />
die dreijährige Hotelfachschule und <strong>das</strong><br />
Kolleg haben für <strong>das</strong> nächste Jahr – nach<br />
den beiden schwierigen Coronajahren –<br />
laut Kürner wieder gute Anmeldezahlen.<br />
Direktor Kürner mit Schülern bei einem<br />
Projekt mit der regionalen Obst-Most-<br />
Gemeinschaft, die einen Digestif-Wagen<br />
nur mit regionalen Bränden bestückt<br />
haben. Denn der Fokus auf Regionalität<br />
ist ein wesentlicher Faktor in der Ausbildung.<br />
Fotos: Tourismusschulen Semmering<br />
Neben vielen anderen Zusatzausbildungen<br />
ist auch jene zum Weinsommelier<br />
gut nachgefragt: Die Schüler<br />
machen diese Zusatzqualifikation<br />
ohne Vorkenntnisse und diese wird in<br />
zwei Wochenstunden in einem Schuljahr<br />
abgedeckt.<br />
Die Jugend für den Bereich des Services<br />
und den Umgang mit Gästen zu begeistern,<br />
ist Aufgabe und Herausforderung<br />
für Schulen zugleich. Mit dem ÖHV-<br />
Trainee bekommen Interessierte sofort<br />
beim Einstieg einen Einblick über ihr<br />
künftiges Arbeitsleben und damit auch<br />
die Klarheit, ob sie ihren Vorstellungen<br />
entspricht.<br />
www.hltsemmering.ac.at
108 KARRIERE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Nachhaltigkeit<br />
in der Küche<br />
Im MODUL Vienna gibt es ab dem<br />
Schuljahr 20<strong>23</strong>/24 neue Zusatzqualifikationen,<br />
neben dem regulären<br />
Praxisunterricht locken gastronomische<br />
Wahlpflichtfächer.<br />
Hier können die Schüler Zusatzqualifikationen<br />
erwerben und sich<br />
zu zertifizierten Jungsommeliers,<br />
Jungbarkeeper und Käsekennern<br />
ausbilden lassen. Ab dem Schuljahr<br />
20<strong>23</strong>/24 werden drei weitere<br />
Zusatzqualifikationen mit Zertifizierung<br />
als Wahlfächer zur Verfügung<br />
stehen, nämlich Jungpatissier,<br />
Vegan-vegetarische Fachkraft<br />
und der Baristakurs „SCA-Foundation“.<br />
Neben der berühmten<br />
Wiener Kaffeehauskultur haben<br />
sich auch neue Trends rund um<br />
<strong>das</strong> Thema Kaffee etabliert. Die<br />
SCA (Speciality Coffee Association)<br />
ist die internationale Instanz<br />
für Spezialitätenkaffee und bietet<br />
ein standardisiertes, international<br />
anerkanntes Ausbildungsund<br />
Zertifizierungsprogramm, <strong>das</strong><br />
nun auch am MODUL angeboten<br />
wird.<br />
www.modul.at<br />
Kooperation: ÖHV und<br />
1000things<br />
Eine neue Partnerschaft mit der Inspirationsplattform<br />
1000things bringt<br />
ÖHV-Mitglieder näher zu ihren potenziellen<br />
Gästen und fördert Direktbuchungen.<br />
„Ohne Sichtbarkeit keine<br />
Buchung: Die Phase der Inspiration<br />
ist einer der wichtigsten Schritte in der<br />
Customer Journey. Die Partnerschaft<br />
mit 1000things war für uns ein logischer<br />
Schritt“, so Dr. Markus Gratzer,<br />
Generalsekretär der Österreichischen<br />
Hoteliervereinigung. Knapp 1.000.000<br />
Leser haben in den vergangenen sechs<br />
Monaten auf 1000things.at nach Reiseinspirationen<br />
innerhalb Österreichs<br />
gesucht. Mehr als drei von vier Personen<br />
haben in Österreich Urlaub gemacht.<br />
„Mit einer Click-Through-Rate<br />
von bis zu 20 Prozent landen Leser von<br />
Markus Gratzer,<br />
Generalsekretär der ÖHV.<br />
Foto: Florian Lechner<br />
1000things direkt auf der Buchungsseite<br />
des Hotels“, sagt Lukas Schauberger,<br />
Geschäftsführer und Co-Founder von<br />
1000things.<br />
www.oehv.at<br />
Foto: Bruno Postigo / Adobe Stock<br />
Duales Tourismusstudium<br />
Die FHWien der WKW bietet erstmals<br />
ein duales Studium an: Der bewährte<br />
Bachelor-Studiengang Tourismus-Management<br />
wird ab dem Wintersemester<br />
20<strong>23</strong>/24 auch in dieser besonders praxisnahen<br />
Form durchgeführt. Ab dem<br />
zweiten Studienjahr wechseln dabei<br />
Theoriephasen an der Hochschule und<br />
Praxisphasen in einem Tourismusbetrieb<br />
einander ab.<br />
„Die Studierenden haben nach drei<br />
Jahren nicht nur einen akademischen<br />
Abschluss in der Hand, sondern auch<br />
zwei Jahre relevante Berufserfahrung<br />
vorzuweisen“, erklärt Florian Aubke,<br />
Leiter des Studienbereichs Tourism &<br />
Hospitality Management der FHWien<br />
der WKW. Es ist <strong>das</strong> bisher einzige duale<br />
Tourismusstudium an einer österreichischen<br />
FH. Die duale Variante des<br />
Bachelor-Studiengangs startet im September<br />
20<strong>23</strong> vorbehaltlich der Akkreditierung<br />
durch die AQ Austria. Bis 27.<br />
März kann man sich um einen Studienplatz<br />
bewerben.<br />
www.fh-wien.ac.at<br />
Foto: Andreas Hofer
4/20<strong>23</strong><br />
KARRIERE 109<br />
KulturEvents Austria<br />
KulturEvents Austria, die neue touristische<br />
Angebotsgruppe, wurde gegründet<br />
und Dr. Philipp Stein, Geschäftsführer<br />
des Festivals Grafenegg, einstimmig<br />
zum Obmann gewählt. Die neue österreichweite<br />
Angebots- und Marketingplattform<br />
KulturEvents Austria setzt es<br />
sich zum Ziel, <strong>das</strong> touristische Potenzial<br />
von saisonalen und regionalen Kulturveranstaltungen<br />
besser zu nützen und<br />
neue Besucher zu gewinnen. Dafür sollen<br />
die Veranstaltungen inklusive Hotelübernachtung<br />
angeboten und gezielt<br />
beworben und vermarktet werden. Getreu<br />
dem Motto „Bühnenerlebnis all inclusive“<br />
beinhalten diese Kultur-Reisen<br />
ergänzend auch attraktive Zusatzleistungen<br />
wie Kulinarik oder weitere kulturelle<br />
oder sportliche Erlebnisse. Dieses<br />
Konzept der Strafinger Tourismuswerkstatt<br />
wurde vom Tourismusministerium<br />
und der ÖHT als Leuchtturmprojekt<br />
prämiert.<br />
www.strafinger.at<br />
Foto: Strafinger Tourismuswerkstatt<br />
Fünf Punkte<br />
gegen den Fachkräftemangel<br />
Wien hat den bundesweit<br />
höchsten Anstieg bei Lehrlingszahlen<br />
– der Fachkräftemangel<br />
bleibt aber herausfordernd<br />
und Gegenmaßnahmen<br />
sind dringend notwendig. „Jede<br />
einzelne Nachwuchskraft, die<br />
unsere Betriebe heute ausbilden,<br />
ist ein Gewinn für die Wirtschaft,<br />
weil die Ausbildung von Lehrlingen<br />
eine ganz zentrale Maßnahme<br />
gegen den Fachkräftemangel<br />
darstellt“, sagt Walter Ruck, Präsident<br />
der Wirtschaftskammer<br />
Wien. Mehr Lehrlinge sei jedoch<br />
nur ein Schritt von vielen, die notwendig<br />
sind, um <strong>das</strong> Fachkräfteangebot<br />
deutlich zu erhöhen. Fünf<br />
Punkte, die für Ruck dabei Priorität<br />
haben: Mehr Vollzeit statt<br />
Teilzeit, länger arbeiten attraktivieren,<br />
gezielter Zuzug durch Erleichterungen<br />
bei der Rot-Weiß-<br />
Rot-Karte, Bildungspflicht statt<br />
Schulpflicht und ein Lehrlingsstipendium<br />
für Erwachsene.<br />
wko.at/wien<br />
Foto: Transgourmet<br />
Impactstarke Kampagne<br />
Das Unternehmen Transgourmet sucht<br />
IT-Mitarbeiter – und geht dafür einen<br />
außergewöhnlichen Weg. „Angesichts<br />
des tausendfachen IT-Fachkräftemangels<br />
müssen wir innovativ sein, um uns<br />
als attraktiver Arbeitgeber ins Rennen<br />
zu bringen“, so der Zugang von Österreichs<br />
führendem Gastronomie-Großhändler.<br />
Das Unternehmen legt die Job-<br />
Kampagne mit sehr viel Augenzwinkern<br />
an: „Fachkräfteansprache wird immer<br />
herausfordernder – vor allem im IT-Bereich.<br />
Wir haben uns daher für eine Umsetzung<br />
entschieden, die durchaus als paradoxe<br />
Intervention gedacht ist“, so die<br />
beiden Transgourmet Geschäftsführer<br />
Thomas Panholzer und Manfred Hayböck,<br />
die auch selbst als Laiendarsteller<br />
in dem neuen Werbespot, der <strong>das</strong> Herz<br />
der Job-Kampagne darstellt, mitwirken.<br />
Gesucht wird für die Zentrale in Traun.<br />
www.transgourmet.at<br />
Foto: Florian Wieser<br />
WK Wien-Präsident Walter Ruck:<br />
„Die Ausbildung von Lehrlingen<br />
ist eine ganz zentrale Maßnahme<br />
gegen den Fachkräftemangel.“
110 KARRIERE<br />
4/20<strong>23</strong><br />
Thomas Reisenzahn, akadem.<br />
geprüfter Tourismuskaufmann.<br />
Erfolg mit<br />
Ferienhotels<br />
Am 11. Mai 20<strong>23</strong> treffen sich<br />
Entscheider aus der alpinen<br />
Hotelimmobilien-Wirtschaft und<br />
der Hotellerie zu einem Gipfelgespräch<br />
in Kitzbühel. Hier geht es<br />
nicht nur darum, was die Ferienhotellerie<br />
für die Zukunft benötigt,<br />
sondern auch um Herausforderungen<br />
bei touristischen<br />
Projektumsetzungen. In Pitches<br />
werden einzigartige Berghotel-<br />
Konzeptionen präsentiert, die<br />
sich zwischen Innovation, Mut<br />
und ratinierter Eleganz bewegen<br />
und den Teilnehmern neue<br />
Wege zum Erfolg in der Hotellerie<br />
aufzeigen. Außerdem wird die<br />
Messbarkeit der Nachhaltigkeit<br />
in der Hotellerie eine Rolle spielen.<br />
Auf <strong>das</strong> und vieles mehr kann<br />
man sich beim Prodinger Summit<br />
freuen. Moderiert wird der Summit<br />
wie schon im letzten Jahr von<br />
Tarek Leitner.<br />
www.tourismusberatung.prodinger.at<br />
Moderiert wird der Summit wie<br />
schon im letzten Jahr von Tarek<br />
Leitner.<br />
Foto: florianlechner.com<br />
Foto: Prodinger Beratungsgruppe<br />
Gewerbliche<br />
Tourismusförderung neu<br />
Es gibt 2.500 Euro für manche Unternehmen,<br />
die einen Lehrling aufnehmen.<br />
Eric Samuiloff, Obmann der<br />
Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer<br />
Wien, sagt dazu: „Wir<br />
wollen nicht mehr nur auf Weiterbildung,<br />
sondern auch verstärkt auf Ausbildung<br />
setzen. Darum gibt es für Betriebe dieser<br />
Fachgruppe, die im Jahr 20<strong>23</strong>/24 Lehrlinge<br />
als „Finanzdienstleistungskaufmann /<br />
-kauffrau“ oder „Bürokaufmann / -frau“<br />
ausbilden, einen einmaligen Startbonus<br />
von 2.500 Euro pro Unternehmen und<br />
pro Lehrling. Maximal kann in einem Betrieb<br />
die Ausbildung von drei Lehrlingen<br />
gefördert werden.“ Mit dieser Initiative<br />
Mit der gewerblichen Tourismusförderung<br />
werden Investitionen von kleinen<br />
und mittleren Unternehmen aus der<br />
Tourismus- und Freizeitwirtschaft unterstützt.<br />
Mit dem Regierungsprogramm<br />
2020-2024 und dem „Plan T – Masterplan<br />
für Tourismus“ wurde ein Neuausrichtungsprozess<br />
eingeleitet, der jetzt finalisiert<br />
wurde.<br />
Die gewerbliche Tourismusförderung<br />
umfasst auch künftig die bewährten Unterstützungen<br />
in Form von Haftungen,<br />
Zinsenzuschüssen für geförderte Kredite<br />
und Zuschüsse. Das Zuschussinstrument<br />
wird fortan als „Nachhaltigkeitsbonus“<br />
bezeichnet und für Investitionen in<br />
den Bereichen Ökologie, Mitarbeiter und<br />
Regionen sowie Ökonomie in Kombination<br />
mit einem geförderten Investitionskredit<br />
vergeben. Dabei sind Förderungen<br />
von bis zu 7 Prozent (statt bisher 5%) des<br />
nachhaltigkeitsrelevanten Anteils der Investition<br />
möglich. Der Zugang zu Jungunternehmerförderungen,<br />
z.B. im Rahmen<br />
von Betriebsübergaben, wird ebenso erleichtert.<br />
Hier, sowie bei anderen Förderinstrumenten,<br />
kann es länderspezifische<br />
Anschluss- und Verstärkerförderungen<br />
geben.<br />
Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank<br />
GmbH (OeHT), die dieses<br />
Programm schon bisher betreut hat, wurde<br />
auch für die Zukunft mit der Abwicklung<br />
der neuen Tourismusförderung beauftragt.<br />
www.oeht.at<br />
Finanzdienstleister vergeben<br />
Lehrlingsbonus<br />
setzen die Finanzdienstleister auf mehr<br />
Nachwuchs in der Branche.<br />
www.ihrefinanzdienstleister.wien<br />
Foto: vitaliymateha / Adobe Stock Foto: BKA Andi Wenzel
4/20<strong>23</strong><br />
STEUERTIPPS 111<br />
Foto: ASDF / Adobe Stock<br />
Rechtsformwahl im Zuge einer<br />
Betriebsübergabe im Familienverband<br />
Die Rechtsform entscheidet über<br />
den Auftritt im Geschäfts- und im<br />
Rechtsverkehr, über sozialversicherungsrechtliche<br />
Rahmenbedingungen,<br />
Haftungsfragen, Finanzierungmöglichkeiten,<br />
die Versteuerung der<br />
Gewinne, Privatentnahmen sowie die<br />
Bedingungen für eine Beteiligung oder<br />
Betriebsübergabe. So stellt sich im Zusammenhang<br />
mit einer geplanten Betriebsübergabe<br />
im Familienverband<br />
oftmals die Frage eines Rechtsformwechsels.<br />
Etwa dann, wenn ein Hotelbetrieb<br />
mit (hohen) Gewinnen im Rahmen<br />
eines Einzelunternehmens geführt<br />
wird und in ein paar Jahren die Übergabe<br />
an Kinder geplant ist. Häufige Fragen<br />
aus der Praxis sind dabei: Soll der Hotelbetrieb<br />
in eine GmbH eingebracht werden?<br />
Soll die Betriebsliegenschaft auf<br />
die GmbH mitübertragen werden oder<br />
in <strong>das</strong> Privatvermögen übernommen<br />
werden? Befindet sich eine Wohnung<br />
der Übergebenden bzw. der Übernehmenden<br />
in der Liegenschaft, die unter<br />
Umständen auf die GmbH übertragen<br />
werden soll? Oftmals möchten auch die<br />
Kinder im Gegensatz zu den Eltern keine<br />
persönliche Haftung übernehmen.<br />
Eine Variante ist, <strong>das</strong> Liegenschaftsvermögen<br />
im Zuge einer Übergabe gemeinsam<br />
mit dem Betrieb auf eine neu<br />
gegründete GmbH zu übertragen. Der<br />
steuerliche Hauptvorteil liegt dabei –<br />
trotz Grunderwerbsteuerbelastung – in<br />
der einkommensteuerneutralen Übertragung<br />
der Hotelimmobilie ohne Aufdeckung<br />
von stillen Reserven und somit<br />
ohne Anfall von Immobilienertragsteuer.<br />
Darüber hinaus beträgt der<br />
Abschreibungssatz des Hotelgebäudes<br />
im Betriebsvermögen der GmbH<br />
wie beim Einzelunternehmen weiterhin<br />
2,5%, bei Entnahme ins Privatvermögen<br />
und nachfolgender Vermietung<br />
an die GmbH hingegen nur noch 1,5%.<br />
Nachteilig ist hingegen die höhere Steuerbelastung<br />
bei einem etwaigen späteren<br />
Verkauf der Hotelimmobilie durch<br />
die GmbH, was allerdings durch eine<br />
vor dem Verkauf erneut durchgeführte<br />
Umwandlung der GmbH in ein Einzelunternehmen<br />
gegebenenfalls beseitigt<br />
werden kann. Befindet sich die Privatwohnung<br />
des Hoteliers im Hotelgebäude,<br />
könnte der privat genutzte Gebäudeanteil<br />
auf die GmbH mitübertragen<br />
werden, was zur Folge hat, <strong>das</strong>s der<br />
Hotelier eine fremdübliche Miete an die<br />
GmbH zahlen muss, welche aus bereits<br />
versteuerten Einkommen zu leisten ist,<br />
was in der Praxis unattraktiv erscheint.<br />
Mag. iur. Michaela Perstling, BSc<br />
Steuerberaterin, Unternehmensberaterin<br />
LBG Steiermark.<br />
Foto: LBG Österreich GmbH<br />
Alternativ wäre daher im Einzelfall<br />
auch die Parifizierung der Privatwohnung<br />
bzw. die Einräumung eines Wohnrechtes<br />
für den Hotelier – mit all seinen<br />
steuerlichen Konsequenzen – zu prüfen.<br />
Mit einem Rechtsformwechsel gehen<br />
zahlreiche weitere komplexe Fragestellungen<br />
im Bereich Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht,<br />
Haftungsrecht etc.<br />
einher, die es frühzeitig im Vorfeld einer<br />
Übergabe auszuloten gilt. Optimal ist<br />
eine Rechtsform dann, wenn sie wirtschaftlich<br />
für Sie vorteilhaft ist und zu Ihrem<br />
Business und zu Ihren Zielen passt.<br />
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LBG Österreich GmbH<br />
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Mehr Information:<br />
www.lbg.at
112<br />
KARRIERE & PERSONALIA 4/20<strong>23</strong><br />
Foto: Fotolounge Blende8 Foto: Christoph Kerschbaum<br />
Marion Reder ist neue<br />
Zwettler-Finanzchefin<br />
Marion Reder leitet seit 1. April 20<strong>23</strong> den Bereich Finanzen<br />
und Administration bei der Zwettler-Brauerei.<br />
Sie folgt in dieser Position<br />
Prokurist Kurt Reiter<br />
nach, der nach 47 Jahren<br />
im Unternehmen seinen<br />
Ruhestand angetreten<br />
hat. Marion Reder (48)<br />
bringt mehr als 25 Jahre<br />
Berufserfahrung in unterschiedlichen<br />
Positionen<br />
mit, davon 15 Jahre in<br />
leitenden Funktionen.<br />
Erste Frau an der Spitze des<br />
OÖ-Kochverbandes<br />
Viktoria Stranzinger (im Bild mit VKÖ-Präsident Mike<br />
Pansi) wurde als erste Frau einstimmig zur Obfrau im<br />
Verein „Die Köche Oberösterreichs“ gewählt. Seit mehr<br />
als 120 Jahren Vereinsgeschichte<br />
besetzt sie<br />
somit als erste Frau<br />
eine Führungsposition<br />
im Österreichischen<br />
Kooperationsverein<br />
„Verband der<br />
Köche“.<br />
Ute Panzer übernimmt Leitung<br />
Market & Growth bei ventopay<br />
Mit 11. April hat Ute Panzer<br />
die Position als Managerin<br />
Market & Growth<br />
bei ventopay mit Sitz in<br />
Hagenberg übernommen.<br />
Der Digitalisierungsspezialist<br />
für die Gemeinschaftsverpflegung<br />
trägt mit dem<br />
neuen Geschäftsbereich<br />
dem anhaltenden Wachstumstrend<br />
Rechnung.<br />
Neues Führungsteam für<br />
„Chefs Table Wien“<br />
Vor kurzem wurde der neue Vorstand vom Chefs Table<br />
Wien im Hotel Hilton Plaza gewählt. Manuel Gratzl –<br />
Executive Chef vom Restaurant zur Alten Kaisermühle<br />
wird den Verein als Präsident für die nächste Periode von<br />
4 Jahren leiten. Ralf<br />
Geese – Executive<br />
Chef vom Hotel Intercontinental<br />
wird<br />
neuer Vizepräsident<br />
und Kassier<br />
Johann Schwarz<br />
– Executive Chef<br />
vom Hotel Melia<br />
Schriftführer.<br />
Foto: ventopay<br />
Foto: Chefs Table Wien<br />
Foto: Park Hyatt Vienna<br />
Führungswechsel im<br />
Park Hyatt Vienna<br />
Nach knapp 10 Jahren mit<br />
Monique Dekker (l.) als General<br />
Managerin gibt es erstmals<br />
einen Führungswechsel<br />
an der Spitze des Park Hyatt<br />
Vienna. Am 1. April 20<strong>23</strong><br />
übergab die gebürtige Niederländerin<br />
die Generaldirektion<br />
an ihre langjährige Wegbegleiterin<br />
Barbara Göttling (r.),<br />
bislang Hotel Managerin des<br />
Hauses.<br />
Daniela Rehm wird General<br />
Manager bei Vorwerk Österreich<br />
Mit Anfang April hat Daniela<br />
Rehm (46) die Funktion<br />
der Geschäftsführerin bei Vorwerk<br />
Österreich übernommen.<br />
Der studierte Vertriebsprofi mit<br />
langjähriger Branchenerfahrung<br />
ist bereits seit über sechs<br />
Jahren bei dem Familienunternehmen<br />
tätig und ergänzt ab<br />
sofort Finance Director Philipp<br />
Grundler in der Führungsebene<br />
bei Vorwerk Österreich.<br />
Foto: Vorwerk
4/20<strong>23</strong><br />
BUCHTIPPS 113<br />
Foto: Braumueller<br />
Foto: DK Verlag<br />
Foto: DK Verlag<br />
Da hat man den Salat<br />
Mit 80 Grundrezepten bildet<br />
dieses Buch die Basis für über<br />
300 Salat-Variationen. Die beiden<br />
Küchenpassionierten Ulli Lassenberger<br />
und Johannes C. Hoflehner<br />
führen jeden Salat mit einer<br />
kleinen persönlichen Geschichte<br />
oder mit Wissenswertem ein und<br />
geben nach dem Grundrezept Anregungen,<br />
um den Salat weiterzuentwickeln.<br />
www.braumueller.at<br />
Seiten: 256<br />
Preis: € 34,00<br />
ISBN-13: 978-3-99100-371-7<br />
Vegane Fastengerichte<br />
Beim orthodoxen Fastenessen<br />
(„Nistisima“) wird traditionell<br />
auf Fleisch und Milchprodukte<br />
verzichtet, wodurch über Generationen<br />
hinweg köstliche vegane<br />
Gerichte entstanden sind. In<br />
diesem veganen Kochbuch gibt<br />
Georgina Hayden einzigartige<br />
Einblicke in die Nistisima-Küche<br />
und zeigt, <strong>das</strong>s Verzicht und<br />
Genuss sich nicht ausschließen<br />
müssen.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
Mit farbigen Fotos<br />
304 Seiten, 10 x 10 mm, fester Einband<br />
ISBN 978-3-8310-4685-0<br />
Kinderbuch von Jamie Oliver<br />
Die Hauptfigur in „Billy und der geheimnisvolle<br />
Riese“ hat gewisse<br />
Ähnlichkeiten mit Jamie. „Als ich<br />
mit Legasthenie aufwuchs, fiel mir<br />
<strong>das</strong> Lesen und Schreiben nicht leicht<br />
- aber <strong>das</strong> hat mich nicht behindert,<br />
sondern mir nur geholfen, alles zu<br />
erreichen, was ich mir vorgenommen<br />
habe“, so Jamie Oliver zu seinem<br />
Buch.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ET <strong>23</strong>.04.20<strong>23</strong><br />
Übersetzung: Eva Hierteis<br />
352 Seiten, 180 x 255 mm, fester Einband<br />
ISBN 978-3-8310-4787-1<br />
Foto: DK Verlag<br />
Foto: Amalthea Foto: penguinrandomhouse<br />
Kulinarische Weltreise<br />
Der Reise- und Food-You-<br />
Tuber Andong entführt<br />
in seinem ersten Buch auf<br />
eine kulinarische Weltreise.<br />
Ob chinesische Dumplings,<br />
türkischer Döner Kebab, philippinisches<br />
Chicken Adobo<br />
oder mexikanische Churros<br />
– Andong teilt Rezepte,<br />
spannende Geschichten und<br />
Fun Facts.<br />
www.dorlingkindersley.de<br />
ISBN 978-3-8310-4677-5<br />
Februar 20<strong>23</strong><br />
256 Seiten, 211 x 263 mm, fester Einband<br />
Mit farbigen Fotos<br />
Gebäck aus Norwegen<br />
Die preisgekrönte Food-<br />
Bloggerin Nevada Berg lebt<br />
auf einem Bauernhof in Norwegen<br />
und präsentiert in ihrem<br />
Backbuch „Rezepte für<br />
landestypische Klassiker und<br />
modern interpretierte Köstlichkeiten“.<br />
Die 90 Rezepte orientieren<br />
sich an den Jahreszeiten.<br />
www.penguinrandomhouse.de<br />
256 Seiten, 120 Farbabbildungen<br />
Pappband, 19,0 x 26,0 cm<br />
€ 32,90 [A]<br />
ISBN 978-3-7913-8860-1<br />
Abnehmen ohne Verzicht<br />
Ursula Vybiral weiß, wie man<br />
sich wieder leicht und wohl<br />
im eigenen Körper fühlt. Der<br />
Schlüssel ist eine bewusste Ernährung,<br />
bei der es nicht um<br />
Verzicht geht, sondern um achtsamen<br />
Genuss. In „easy eating –<br />
Das Workbook“ bietet die Autorin<br />
nun einen 21-Tage-Plan, der<br />
dabei hilft, step by step <strong>das</strong> eigene<br />
Wunschgewicht zu erreichen.<br />
www.amalthea.at<br />
33 Euro<br />
Erscheinungsdatum: 17.03.20<strong>23</strong><br />
ISBN-13: 978-3-99050-248-8
114 VORSCHAU ADVERTORIAL<br />
& IMPRESSUM<br />
4/20<strong>23</strong><br />
40<br />
JAHRE<br />
Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe:<br />
8. 5. 20<strong>23</strong> 22. 5. 20<strong>23</strong><br />
Food Getränke Nonfood<br />
• Grillen & Gewürze<br />
• Sommer Dessert<br />
• Kartoffel- &<br />
Gemüsevielfalt<br />
• Ethno:<br />
Nord Amerika:<br />
Burger & BBQ<br />
• Fassbiere &<br />
Schankpflege<br />
• Alkoholfreie Drinks<br />
• Wodka<br />
• Kaffee & Tee<br />
• Spritzwein<br />
• Hygiene:<br />
Geräte & Chemie<br />
• Küchentechnik: Grillen<br />
• Gemeinschaftsverpflegung<br />
• Tischkultur<br />
• Einrichtung<br />
Tourismus/<br />
Hotellerie<br />
• Tourismus<br />
Spezial<br />
• Kinderhotels<br />
• Kulturhauptstadt<br />
Bad Ischl 2024<br />
• Aus- &<br />
Weiterbildung<br />
•<br />
Jubiläumsausgabe „40 Jahre <strong>GASTRO</strong>“<br />
Button-Legende<br />
In jeder Ausgabe des <strong>GASTRO</strong>-Magazins finden sich Buttons bei manchen Geschichten. Sie sollen auf folgende Inhalte hinweisen:<br />
Impressum<br />
GREEN<br />
FUTURE<br />
Stories, die unter<br />
anderem<br />
Nachhaltigkeit zum<br />
Inhalt haben.<br />
Anzeigenschluss<br />
Erscheinungstermin<br />
WIRTSHAUS-<br />
KULTUR<br />
Portraits, welche die<br />
Wirtshauskultur in<br />
Österreich<br />
repräsentieren.<br />
ETHNO<br />
FOOD<br />
Die Küchen<br />
der Welt.<br />
SÜD<br />
TIROL<br />
› Herausgeber: Kurt Heinz & Michael Heinz › Geschäftsführung: Kurt Heinz, Tel. +43 (0)664/751 026 29, k.heinz@gastroverlag.at;<br />
Michael HEINZ, Tel. +43 (0)664/521 69 36, m.heinz@gastroverlag.at, › Medieninhaber: H1 Medien & Gastro Verlag GmbH, UID-Nr.:<br />
ATU 41834306 › Anzeigenleitung: Peter Bubenicek, Tel. +43 (0)1/4798430-15, bubenicek@gastroverlag.at › Anschrift: 1180 Wien,<br />
Gersthofer Straße 87/1, Tel. +43 (0)1/479 84 30, Fax +43 (0)1/479 84 30-16, gastro@gastroverlag.at, www.gastroverlag.at, www.gastro.at<br />
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BA, Stefan Köstenbauer › Kolumnisten: Anka Kleebinder, Conrad Seidl, Walter Veit, Moritz Niederstrasser, Thomas Reisenzahn,<br />
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rozsnyai@gastroverlag.at › Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 26 vom 1. 1. 2022 › Druck: Ferdinand Berger &<br />
Söhne Ges.m.b.H. › Erscheinungsweise: monatlich › Bezugspreis: jährlich EURO 55,– (inkl. 10 Prozent MwSt.<br />
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202021021<br />
Unabhängiges Magazin für die öster reichische Gastronomie und Hotellerie. › Verlagspostamt: 1180 Wien,<br />
Postgebühr bar bezahlt. Teilweiser oder gesamter Nachdruck bedarf der Zustimmung des Verlags. Für unverlangt<br />
eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete<br />
Kommentare geben die persönliche Meinung des Autors wieder und müssen nicht<br />
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