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200 Jahre USK Gifhorn - Eine Sonderveröffentlichung des Gifhorner Stadtmagazins KURT und der Aller-Zeitung

200 Jahre USK Gifhorn Eine Sonderveröffentlichung des Gifhorner Stadtmagazins KURT und der Aller-Zeitung Mai 2023

200 Jahre USK Gifhorn
Eine Sonderveröffentlichung des Gifhorner Stadtmagazins KURT und der Aller-Zeitung
Mai 2023

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kostenfrei Mai 2023<br />

<strong>200</strong><br />

<strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong><br />

<strong>Eine</strong> <strong>Son<strong>der</strong>veröffentlichung</strong> <strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er <strong>Stadtmagazins</strong> <strong>KURT</strong> <strong>und</strong> <strong>der</strong> <strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong><br />

Großer Geburtstag<br />

Alles r<strong>und</strong> ums Uniformierte Schützenkorps <strong>Gifhorn</strong><br />

gwg-gifhorn.de<br />

Tel. 05371 9898 0


Seitenkopf<br />

Editorial<br />

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Bastian Till Nowak<br />

Herausgeber <strong>und</strong> Chefredakteur<br />

<strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

<strong>Stadtmagazins</strong> <strong>KURT</strong><br />

Alles Gute,<br />

<strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> – ein stattliches<br />

Alter, auf das das<br />

Uniformierte Schützenkorps<br />

<strong>Gifhorn</strong> <strong>und</strong><br />

alle Mitglie<strong>der</strong> wahrlich<br />

stolz sein dürfen.<br />

Zwar reicht die Geschichte<br />

<strong>des</strong> Schützenwesens<br />

in <strong>der</strong> Stadt<br />

<strong>Gifhorn</strong> bereits mehr<br />

als 500 <strong>Jahre</strong> zurück,<br />

doch dauerte es bis<br />

zum Jahr 1822, als einige<br />

Bürger beim Magistrat<br />

beantragten,<br />

einen Schützenverein<br />

gründen zu dürfen. Einige<br />

Monate später –<br />

auf den Tag genau am<br />

4. Mai 1823 – wurde<br />

dem stattgegeben <strong>und</strong><br />

39 Männer gründeten<br />

den „Freywilligen Bürgerschützenverein“.<br />

Nach mehreren Namenswechseln<br />

ist da-<br />

Melanie Stallmann<br />

Redaktionsleiterin<br />

Wochenblätter <strong>und</strong> Son<strong>der</strong>themen<br />

<strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong><br />

raus das heutige Uniformierte<br />

Schützenkorps<br />

von 1823 e.V. geworden<br />

– <strong>und</strong> das<br />

zählt inzwischen 739<br />

Mitglie<strong>der</strong>: 622 Männer<br />

<strong>und</strong> 117 Frauen.<br />

„Eintracht <strong>und</strong> Bürgersinn“<br />

– das Motto<br />

<strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Schützenwesens<br />

gilt auch<br />

für das gesamte <strong>USK</strong>.<br />

Die Mitglie<strong>der</strong> stellen<br />

das ganze Jahr über<br />

unter Beweis, was Gemeinschaft<br />

bedeutet.<br />

Und auch wir – die<br />

<strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong> <strong>und</strong> das<br />

Stadtmagazin <strong>KURT</strong><br />

– gehen mit dieser<br />

Son<strong>der</strong>ausgabe zum<br />

<strong>200</strong>. Geburtstag <strong>des</strong><br />

<strong>USK</strong> erstmals gemeinsame<br />

Wege. Wir wünschen<br />

viel Vergnügen<br />

mit <strong>der</strong> Lektüre.<br />

Herzlichen<br />

Glückwunsch<br />

zum Jubiläum!<br />

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Mit besten Grüßen zu <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n <strong>USK</strong>,<br />

Melanie Stallmann <strong>und</strong> Bastian Till Nowak<br />

2 <strong>KURT</strong><br />

<strong>KURT</strong> 3<br />

Steinweg 22 • 38518 <strong>Gifhorn</strong><br />

05371 58 93 046


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Das ist das <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong><br />

Geschäftsführen<strong>der</strong> Vorstand<br />

Schriftführer<br />

Sebastian Raulfs<br />

(Auditeur)<br />

1. Vorsitzen<strong>der</strong><br />

Karsten Ziebart (Major)<br />

Erweiterter<br />

Vorstand<br />

Karin Babic<br />

Tobias Schlüsche<br />

Melanie Lange<br />

(Administration Internetseite)<br />

Jürgen Kranz<br />

Christoph Remus<br />

(Mitglie<strong>der</strong>verwaltung)<br />

Dennis Gerdau<br />

300<br />

250<br />

<strong>200</strong><br />

150<br />

100<br />

50<br />

34<br />

19 weibl.<br />

15 männl.<br />

bis 18<br />

739<br />

Mitglie<strong>der</strong><br />

Stand: Mai 2023<br />

32<br />

9 weibl.<br />

23 männl.<br />

Schießoffizier<br />

Frank Göbel<br />

(Schießgruppenleitung)<br />

2. Vorsitzen<strong>der</strong><br />

Mario Bialetzky (Adjutant)<br />

115<br />

22<br />

93<br />

276<br />

Zahlmeister<br />

Peter Kostrewa<br />

(Leitung Biathlon)<br />

weiblich<br />

19 bis 26 27 bis 40 41 bis 60 über 60 <strong>Jahre</strong><br />

37<br />

239<br />

Ehrenoffiziere<br />

Ehrenmajor:<br />

Siegfried Richter<br />

Ehrenhauptmänner:<br />

Hans-Joachim Böttner<br />

Jürgen Erdmann<br />

Ernst-Ulrich Kutzner<br />

Klaus-Dieter Oppermann<br />

Helmut Schmidt<br />

Ehrenoberleutnant:<br />

Dieter Pickerodt<br />

Ehrenleutnante:<br />

Karl-Heinz Lamken<br />

Hans-Joachim Plagge<br />

Gerhard Strehlow<br />

Friedel Lange<br />

<strong>200</strong><br />

<strong>USK</strong><br />

männlich Ehrenrat<br />

282<br />

Vorsitzen<strong>der</strong>:<br />

Jörn Theel<br />

30<br />

Mitglie<strong>der</strong>:<br />

Heinz Blau<br />

Klaus Reinecke<br />

Dieter Six<br />

252<br />

Mark Zierold<br />

Ersatzmitglie<strong>der</strong>:<br />

Egidio Fiore<br />

Werner Fischer<br />

Frank-Ulrich Niemes<br />

<strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong><br />

Kompanieführer<br />

1. Zug<br />

Thomas<br />

Henke<br />

3. Zug<br />

Jörg<br />

Schulze<br />

1. Kompanie<br />

Oliver Koch<br />

Fahnenleutnant<br />

Stefan<br />

Raulfs<br />

2. Zug<br />

ruhend<br />

Trachtentanz<br />

Svitlana<br />

Meister<br />

Hutträgerschaft<br />

Marie-Louise<br />

Fischer<br />

4. Zug<br />

Andre<br />

Klebe<br />

Damenzug<br />

Silke<br />

Mohrmann<br />

2. Kompanie<br />

Frank Schlüsche<br />

Zugführungen <strong>und</strong> Abteilungsleitungen<br />

5. Zug<br />

Udo<br />

Jendrich<br />

Pressewart<br />

Bastian Till<br />

Nowak<br />

6. Zug<br />

Andreas<br />

Böhm<br />

Jugendzug<br />

Nina<br />

Siebert<br />

3. Kompanie<br />

Dr. Detlef Eichner<br />

7. Zug<br />

Hermann<br />

Heumann<br />

9. Zug<br />

Dirk<br />

Waldecker<br />

Weitere Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> Offiziersversammlung<br />

Schießzeiten<br />

Mittwochs: 18 bis 20 Uhr<br />

Donnerstags (Kin<strong>der</strong> <strong>und</strong> Jugend): 17 bis 19 Uhr<br />

Donnerstags: 19 bis 21 Uhr<br />

8. Zug<br />

Karsten<br />

Krause<br />

Spielmannszug<br />

Andre<br />

van <strong>der</strong> Wall<br />

Offiziere ohne Geschäftsbereich:<br />

Detlev Herbold<br />

Lutz Dannheim<br />

Silke Erhardt<br />

Manfred Leineweber<br />

Klaus-Dieter Siebert<br />

Kontakt<br />

Schützenheim<br />

Celler Straße 30, <strong>Gifhorn</strong><br />

info@usk-gifhorn.de<br />

usk-gifhorn.de<br />

4<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 5


Mit uns<br />

bewegen<br />

Sie was!<br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong> <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Zum<br />

Jubiläum<br />

stadt-gifhorn.de<br />

Gratulation<br />

an diesen tollen Verein,<br />

<strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong> seit <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n<br />

in Stimmung bringt!<br />

lege ich es<br />

drauf an<br />

Der Major Karsten Ziebart will im<br />

<strong>200</strong>. <strong>USK</strong>-Jahr <strong>Gifhorn</strong>s König werden<br />

Seit <strong>200</strong>1 ist er Mitglied im <strong>USK</strong>,<br />

rückte 2011 als Zugführer an die<br />

Spitze <strong>des</strong> 1. Zugs <strong>und</strong> übernahm<br />

Gemeinsam mit <strong>Gifhorn</strong>s Bürgermeister Matthias Nerlich (rechts) darf <strong>USK</strong>-Major Karsten Ziebart Jahr für Jahr<br />

die Polonaise zum Apfelsinenball in <strong>der</strong> Stadthalle anführen.<br />

Foto: Michael Franke<br />

Alles Gute zu <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n <strong>USK</strong><br />

<strong>und</strong> allzeit „Gut Schuss!“<br />

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2018 als Major sogar die Führung<br />

<strong>des</strong> gesamten Vereins, <strong>der</strong> mehr als<br />

700 Mitglie<strong>der</strong> zählt: Karsten Zie-<br />

bart ist mit Feuereifer dabei, wenn<br />

es um das <strong>Gifhorn</strong>er Schützenwesen<br />

geht. Im Interview mit Melanie<br />

Stallmann spricht er über seine<br />

Anfänge im Korps, wie er die Mit-<br />

Herr Ziebart, Sie sind Vereinsvorsitzen<strong>der</strong><br />

aus Leidenschaft<br />

<strong>und</strong> gr<strong>und</strong>sätzlich schon seit<br />

Kin<strong>des</strong>beinen im Schützenwesen<br />

aktiv – wie kam es dazu?<br />

Durch die Begeisterung meiner<br />

Eltern <strong>und</strong> <strong>der</strong> ganzen Familie<br />

bin ich förmlich mit dem<br />

Schützenwesen aufgewachsen<br />

<strong>und</strong> war 13 <strong>Jahre</strong> lang in Spielmannszügen<br />

im Landkreis<br />

<strong>Gifhorn</strong> aktiv. <strong>Aller</strong>dings kannte<br />

ich irgendwann je<strong>des</strong> Schützenfest,<br />

konnte keine Bratwurst<br />

mehr riechen <strong>und</strong> habe<br />

mich dann dem Sport gewidmet.<br />

Hätte auch nie gedacht,<br />

dass ich ins Schützenwesen zurückkehre<br />

– geschweige denn,<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> von einem <strong>der</strong>artig<br />

großen Verein werde.<br />

Und doch hat Sie die Leidenschaft<br />

irgendwann wie<strong>der</strong> gepackt...<br />

Als ich meine Tennis-Laufbahn<br />

aufgeben musste, habe ich<br />

nach einem Ausgleich gesucht.<br />

Und als ich dann beim Handwerkerkerball<br />

von zwei Fre<strong>und</strong>en<br />

in die Zange genommen<br />

wurde, bin ich <strong>200</strong>1 ins <strong>USK</strong><br />

eingetreten. Seitdem bin ich<br />

im 1. Zug <strong>und</strong> fühle mich dort<br />

verdammt wohl.<br />

Haben Sie zu diesem Zeitpunkt<br />

auch schon aktiv an <strong>der</strong> Vereinsarbeit<br />

mitgewirkt?<br />

Nein. Erst mal standen »<br />

glie<strong>der</strong> Hand in Hand mit dem Kom-<br />

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6<br />

mando in <strong>der</strong> Corona-Pandemie bei<br />

Laune gehalten hat <strong>und</strong> <strong>Gifhorn</strong>s<br />

größten Schützenverein erfolgreich<br />

<strong>KURT</strong><br />

in die Zukunft führen will.<br />

Wir wünschen<br />

alles Gute<br />

zum Jubiläum!<br />

Holger Klitzke & Christa Rether<br />

Im Heidland 16 · 38518 <strong>Gifhorn</strong> · 05371 93 87 690 · h.klitzke@ib-klitzke.de · <strong>KURT</strong> ib-klitzke.de 7


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Nach <strong>der</strong> Majorswahl 2017 wurden Karsten Ziebart neue Schulterstücke<br />

von Oliver Koch (links) <strong>und</strong> Hans-Joachim Böttner (rechts) angelegt. Im<br />

Hintergr<strong>und</strong>: Ziebarts verstorbener Vorgänger Ulrich Gasa Foto: Christina Ru<strong>der</strong>t<br />

» meine Kin<strong>der</strong> im Fokus. Außerdem<br />

habe ich mich <strong>200</strong>6<br />

beruflich selbständig gemacht,<br />

da war erst mal kein Platz für<br />

zeitaufwendige Hobbys.<br />

2011 kam es dann aber doch dazu?<br />

Ja, als unser Zugführer Jürgen<br />

Erdmann Kompanieführer<br />

wurde <strong>und</strong> wollte, dass<br />

ich sein Amt übernehme. Zu<br />

diesem Zeitpunkt merkte ich<br />

auch, dass mir die ehrenamtliche<br />

Arbeit fehlte. Also habe ich<br />

schließlich zugesagt.<br />

Was war <strong>und</strong> ist für Sie das<br />

Faszinierende daran?<br />

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Der Zusammenhalt <strong>und</strong> die<br />

Geselligkeit, die bei uns ungemein<br />

großgeschrieben werden.<br />

Wir hatten ganzjährig Programm<br />

<strong>und</strong> min<strong>des</strong>tens eine<br />

Veranstaltung monatlich, die<br />

organisiert werden musste – in<br />

Abstimmung mit dem privaten<br />

<strong>und</strong> auch geschäftlichen Terminkalen<strong>der</strong>.<br />

Doch Sie haben es erfolgreich<br />

gemeistert <strong>und</strong> sind noch immer<br />

voller Elan <strong>und</strong> vor allem an <strong>der</strong><br />

Spitze <strong>des</strong> gesamten Vereins<br />

dabei.<br />

Aber ja. Ich bin 2017 zunächst<br />

zweiter Vorsitzen<strong>der</strong>, also Adjutant<br />

geworden. Prämisse war<br />

damals, dass ich später den<br />

mittlerweile lei<strong>der</strong> verstorbenen<br />

Ulrich Gasa als Vorsitzenden<br />

ablöse. Das war 2018 <strong>der</strong><br />

Fall. 2022 wurde ich wie<strong>der</strong>gewählt.<br />

Der Major <strong>und</strong> sein <strong>USK</strong>-Kommando: Karsten Ziebart (von links), sein Stellvertreter <strong>und</strong> Adjutant Mario Bialetzky,<br />

Zahlmeister Peter Kostrewa, Auditeur Sebastian Raulfs <strong>und</strong> Schießoffizier Frank Göbel lenken gemeinsam<br />

die Geschicke <strong>des</strong> Uniformierten Schützenkorps <strong>Gifhorn</strong>.<br />

Foto: Michael Uhmeyer<br />

Wie sieht Ihr Alltag als<br />

Vereinsvorsitzen<strong>der</strong> aus?<br />

Sie müssen sich den Verein als<br />

riesengroße Pyramide vorstellen,<br />

an <strong>der</strong>en Spitze ich als Verantwortlicher<br />

für das gesamte<br />

Konstrukt stehe. Darunter sind<br />

das fünfköpfige Kommando,<br />

drei Hauptleute <strong>und</strong> drei Kompanien,<br />

denen die Züge zugeordnet<br />

sind.<br />

Meine persönliche Aufgabe<br />

ist es zum Beispiel, den<br />

Apfelsinenball mit weit mehr<br />

als 500 Teilnehmenden zu<br />

organisieren. Hinzu kommen<br />

<strong>der</strong> Ausmarsch, das Schützenfest<br />

selbst sowie <strong>der</strong> Lustige<br />

Sonntag nach dem Fest. Im<br />

Februar leite ich die Generalversammlung<br />

<strong>und</strong> in diesem<br />

Jahr kommt anlässlich <strong>des</strong><br />

<strong>200</strong>. Geburtstags unser Festkommers<br />

hinzu.<br />

Was sind für Sie die größten<br />

Herausfor<strong>der</strong>ungen bei <strong>der</strong><br />

Vereinsarbeit?<br />

<strong>Eine</strong> <strong>der</strong> größten Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

ist – so wie bei an<strong>der</strong>en<br />

Vereinen auch – die Nachwuchsarbeit,<br />

die wir weiter<br />

intensivieren wollen, um junge<br />

Menschen für das Schützenwesen<br />

zu begeistern. Denn auch<br />

wir haben mit Nachwuchsproblemen<br />

zu kämpfen. In diesem<br />

Zusammenhang müssen wir<br />

innovative Ideen entwickeln,<br />

Tradition <strong>und</strong> Mo<strong>der</strong>ne miteinan<strong>der</strong><br />

verbinden <strong>und</strong> auch<br />

mal neue Wege gehen, um erfolgreich<br />

zu bleiben.<br />

Das sind hehre Ziele.<br />

Ja, aber da wir so ein riesengroßer<br />

Verein sind <strong>und</strong> ich<br />

ein Team hinter mir habe, das<br />

eine Wahnsinnsarbeit leistet,<br />

sind wir <strong>der</strong>zeit noch sehr gut<br />

aufgestellt. Das fünfköpfige<br />

Kommando arbeitet Hand in<br />

Hand <strong>und</strong> hat ein tolles Netzwerk<br />

aufgebaut, das uns enorm<br />

leistungsfähig macht. Ansonsten<br />

wäre all das, was wir in<br />

diesem Jahr auch für den Geburtstag<br />

auf die Beine stellen,<br />

gar nicht möglich.<br />

Also blicken Sie zuversichtlich<br />

auf die Zukunft <strong>des</strong> <strong>USK</strong>?<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich ja. Wobei natürlich<br />

auch bei uns immer<br />

deutlicher wird, dass die Menschen,<br />

die sich ehrenamtlich<br />

engagieren, weniger werden.<br />

Daher mache ich mir schon<br />

heute Gedanken über meine<br />

Nachfolge. Denn laut Satzung<br />

kann ich das Amt als Vereinsvorsitzen<strong>der</strong><br />

nicht bis in<br />

alle Ewigkeit ausüben – mit<br />

65 <strong>Jahre</strong>n ist Schluss. Aber es<br />

muss eine saubere Übergabe<br />

geben, damit <strong>der</strong> Verein keinen<br />

Schaden nimmt, son<strong>der</strong>n alles<br />

im Fluss weiterlaufen kann.<br />

Das setzt wichtige Entscheidungen<br />

voraus.<br />

Apropos Entscheidung: Sie wurden<br />

kurz nach Ihrem Amtsantritt<br />

mit <strong>der</strong> Corona-Pandemie auf eine<br />

harte Probe gestellt.<br />

Oh ja. In dieser Zeit galt es, den<br />

Verein zusammenzuhalten. »<br />

8<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 9


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

» Aber es hat geklappt, es hat<br />

keinen einzigen Austritt gegeben<br />

– die Mitglie<strong>der</strong>zahl<br />

ist konstant geblieben.<br />

Außerdem ist es mir gelungen,<br />

den Verein in<br />

dieser Zeit schuldenfrei<br />

zu machen.<br />

Wie war das möglich?<br />

Wir durften ja keine<br />

Aktivitäten durchführen,<br />

aber die Einnahmen<br />

aus den Mitgliedsbeiträgen<br />

waren vorhanden.<br />

Also haben wir damit den<br />

laufenden Kredit abgelöst. Damit<br />

steht <strong>der</strong> Verein auf sehr<br />

soliden Gr<strong>und</strong>mauern. Das<br />

können <strong>und</strong> konnten an<strong>der</strong>e<br />

Vereine nach <strong>der</strong> Pandemiezeit<br />

nicht von sich sagen. Im<br />

Gegenteil: Manche Vereine<br />

haben die Pandemie gar nicht<br />

überlebt.<br />

Was haben Sie dafür getan, um die<br />

Mitglie<strong>der</strong> bei Laune zu halten?<br />

Wir haben im Kommando<br />

lange überlegt, in unseren digitalen<br />

R<strong>und</strong>en viele Ideen gesammelt.<br />

Letztlich haben wir<br />

beschlossen, zum Termin <strong>des</strong><br />

eigentlichen Schützenfestes<br />

Versorgungstaschen als Trostpflaster<br />

zu verschicken. Dafür<br />

haben wir große Taschen mit<br />

dem Vereinslogo bedrucken<br />

lassen, mit Knabbereien, Bier,<br />

Spirituosen <strong>und</strong> kleinen Fähnchen<br />

befüllt <strong>und</strong> gemeinsam<br />

mit einem Brief vom Kommando,<br />

mit Hilfe <strong>der</strong> Zugführer,<br />

an die Mitglie<strong>der</strong> verteilt.<br />

Haben Sie zu diesem Zeitpunkt<br />

auch schon an den <strong>200</strong>. Geburtstag<br />

gedacht?<br />

Den haben wir in dieser Zeit<br />

sogar geplant. Das wäre unter<br />

normalen Umständen in dieser<br />

Art wahrscheinlich gar nicht<br />

machbar gewesen, <strong>der</strong> Zeitrahmen<br />

hätte gar nicht gereicht,<br />

Der Apfelsinenball, zu dem das <strong>USK</strong><br />

um Major Karsten Ziebart Jahr<br />

für Jahr lädt, ist ein Highlight<br />

in <strong>Gifhorn</strong>s Veranstaltungskalen<strong>der</strong>.<br />

Foto: Michael Franke<br />

um diese Fülle an Aktionen<br />

zu planen, die<br />

wir jetzt ausführen.<br />

Wir haben viele, viele<br />

Ideen gesammelt, wie<strong>der</strong><br />

verworfen <strong>und</strong> neu<br />

aufgelegt, bevor dann<br />

das gesamte Programm<br />

festgezurrt werden konnte.<br />

Welches sind aus Ihrer Sicht die<br />

beson<strong>der</strong>en Highlights dabei?<br />

In jedem Fall <strong>der</strong> Wald, den<br />

wir am 1. April gepflanzt haben.<br />

Denn die Aktion hat einen<br />

Riesenanklang gef<strong>und</strong>en.<br />

Trotz <strong>des</strong> schlechten Wetters<br />

waren r<strong>und</strong> 90 Mitglie<strong>der</strong> dabei,<br />

die insgesamt 1000 Bäume<br />

gepflanzt haben. Mir ist richtig<br />

warm ums Herz geworden, als<br />

ich gesehen habe, mit welchem<br />

Engagement die Menschen die<br />

Idee Achim Keuchs umgesetzt<br />

haben.<br />

...bei eigens gebrautem Jubiläumsbier...<br />

Ja, das wie<strong>der</strong>um war meine<br />

Idee – ganz spontan in einem<br />

Teams-Meeting mit <strong>der</strong> Wirtschaftsvereinigung,<br />

in <strong>der</strong> ich<br />

Mitglied bin. Ich habe den<br />

Geschäftsführer <strong>der</strong> Wittinger<br />

Brauerei, Axel Schulz-Hausbrandt,<br />

gefragt, ob er sich<br />

vorstellen könnte, zu unserem<br />

<strong>200</strong>. Geburtstag ein eigenes<br />

Jubiläumsbier zu brauen <strong>und</strong><br />

er hat sofort ja gesagt. Kurz darauf<br />

gab es ein Treffen mit dem<br />

Braumeister <strong>und</strong> drei Monate<br />

später durften wir in <strong>der</strong> Offiziersversammlung<br />

zwischen<br />

drei Kostproben entscheiden.<br />

Was hat den endgültigen Ausschlag<br />

für das final gebraute Bier<br />

gegeben?<br />

In <strong>der</strong> Fachsprache heißt es<br />

„das Bier muss laufen“, wie ich<br />

gelernt habe. Und das ausgewählte<br />

Bier lief einfach. Das<br />

haben bei <strong>der</strong> Abstimmung alle<br />

Tester gesagt.<br />

Bei <strong>der</strong> jüngsten Pflanzaktion<br />

hat sich dann gezeigt, dass<br />

es die richtige Entscheidung<br />

war. Unser Bier kommt an.<br />

Und das hoffen wir natürlich<br />

auch von allen an<strong>der</strong>en Beson<strong>der</strong>heiten<br />

wie beispielsweise<br />

die Jubiläumsnadel sowie den<br />

historischen Banner, die wir<br />

zu unserem Geburtstag entwickelt<br />

haben.<br />

Im vergangenen Jahr wurde Bastian Till Nowak (2. von links) Schützenkönig<br />

– begleitet von den drei An<strong>der</strong>männern Thomas Reuter (links), Lutz<br />

Dannheim (2. von rechts) <strong>und</strong> Patrick Meyer-Buchtien. Im Jubiläumsjahr<br />

will <strong>USK</strong>-Major Karsten Ziebart selbst gerne <strong>Gifhorn</strong>s Majestät werden.<br />

Was ist für Sie im Vergleich zu<br />

an<strong>der</strong>en Schützenfesten das<br />

Beson<strong>der</strong>e am <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Schützenfest?<br />

Zum einen natürlich, dass<br />

das <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest<br />

nicht vom <strong>USK</strong> o<strong>der</strong> BSK ausgetragen<br />

wird, son<strong>der</strong>n von<br />

<strong>der</strong> Stadt <strong>Gifhorn</strong>, die auch<br />

die Schützenordnung erstellt.<br />

Das gibt es nirgendwo. Zum<br />

an<strong>der</strong>en haben wir in unserer<br />

43.000-Einwohner-Stadt zwei<br />

Schützenkorps mit etwa 1500<br />

Aktiven, von denen viele Jahr<br />

für Jahr um die Königswürde<br />

kämpfen. Das ist <strong>der</strong> Hammer.<br />

Haben Sie selbst auch schon einmal<br />

den Königstreffer gelandet?<br />

Nein. Aber ich lege es in diesem<br />

Jahr darauf an. Zumal es<br />

das in <strong>der</strong> Geschichte <strong>des</strong> <strong>USK</strong>,<br />

glaube ich, noch nie gegeben<br />

hat, dass ein Major auch König<br />

geworden ist. Das wäre eine<br />

Premiere <strong>und</strong> für mich persönlich<br />

ein großartiges Gefühl.<br />

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<strong>KURT</strong> 11


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Zum Jubiläum pflanzt<br />

das <strong>USK</strong> ein Wäldchen<br />

1000 Bäume stehen für <strong>200</strong>-jährige Historie <strong>und</strong> fast 800 Mitglie<strong>der</strong><br />

Vollen Einsatz für Umwelt <strong>und</strong> Klima haben Mitglie<strong>der</strong><br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> geleistet. Denn östlich <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Tangente pflanzten sie gemeinsam mit Angehörigen<br />

kurzerhand 1000 Setzlinge ein <strong>und</strong> lassen so<br />

ihr eigenes Jubiläums-Wäldchen entstehen.<br />

Foto: Lea Behrens<br />

Von Melanie Stallmann<br />

Ein r<strong>und</strong>er Geburtstag ist nicht<br />

nur Gr<strong>und</strong> ausgiebig zu feiern,<br />

son<strong>der</strong>n auch Anlass genug,<br />

um Gutes zu tun. Und so trafen<br />

sich r<strong>und</strong> 100 Freiwillige <strong>des</strong><br />

<strong>USK</strong>, um im städtischen Wald<br />

sage <strong>und</strong> schreibe 1000 Bäume<br />

anzupflanzen.<br />

Die Idee für die Pflanzaktion<br />

stammt von <strong>USK</strong>-Hauptmann<br />

Joachim Keuch. Entstanden<br />

sei sie während <strong>der</strong> Pandemie,<br />

erklärt Major Karsten Ziebart<br />

– <strong>und</strong> auch, warum es 1000<br />

Bäume geworden sind: „Das<br />

<strong>USK</strong> gibt es seit <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n,<br />

wir haben 800 Mitglie<strong>der</strong> – da<br />

haben wir bei<strong>des</strong> zusammengerechnet.“<br />

Klar sei gewesen,<br />

dass die Waldfläche irgendwo<br />

sein muss, wo die Allgemeinheit<br />

die Bäume auch sehen<br />

kann. Die Wahl fiel schließlich<br />

auf ein Stück <strong>des</strong> Wal<strong>des</strong>,<br />

das sich am hinteren Ende <strong>des</strong><br />

II. Koppelwegs befindet, direkt<br />

am Radweg in Richtung<br />

Tankumsee. „Hier kommen im<br />

Sommer beson<strong>der</strong>s viele Radfahrer<br />

vorbei“, sagt Keuch.<br />

Viele helfende Hände<br />

Die 3000 Quadratmeter große<br />

Fläche stellten <strong>Gifhorn</strong>s »<br />

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<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 13


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

1982 - 2022<br />

Nicht nur das <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> feiert r<strong>und</strong>en Geburtstag – auch <strong>der</strong><br />

Golfclub <strong>Gifhorn</strong> e.V. ist dieses Jahr mit einem Jubiläum dabei.<br />

Zwar kommen wir noch nicht ganz an die <strong>200</strong> heran, dennoch sind wir stolz auf unsere<br />

40 <strong>Jahre</strong>. Zu diesem Anlass schenken wir Ihnen für je<strong>des</strong> Jahr Golfclub <strong>Gifhorn</strong> e.V.<br />

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Insgesamt 1000 Setzlinge pflanzten Schützinnen <strong>und</strong> Schützen <strong>des</strong> <strong>USK</strong> <strong>und</strong> Angehörige am Rande <strong>des</strong> Radwegs<br />

zum Tankumsee. Auch Bürgermeister Matthias Nerlich (rechts) packte fleißig an.<br />

Foto: Bastian Till Nowak<br />

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Wenn nicht hier, wo sonst !<br />

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» Bürgermeister Matthias<br />

Nerlich, <strong>der</strong> sich auch selbst an<br />

<strong>der</strong> Aktion beteiligte, <strong>und</strong> die<br />

Stadtverwaltung dem <strong>USK</strong> in<br />

Absprache mit <strong>der</strong> zuständigen<br />

Forstwirtschaft zur Verfügung.<br />

Für den Kauf <strong>der</strong> 1000 Setzlinge<br />

von einer Baumschule spendeten<br />

neun Sponsoren, allen<br />

voran die Firma Egger, das nötige<br />

Geld. Gepflanzt wurde ein<br />

Mischwald aus Eichen, Buchen<br />

<strong>und</strong> Douglasien.<br />

„Schon bei <strong>der</strong> Vorbereitung<br />

<strong>der</strong> Gemeinschaftsaktion<br />

hat sich eine große Einsatzbereitschaft<br />

abgezeichnet“, lobt<br />

Karsten Ziebart. Dank <strong>der</strong> großen<br />

Zahl an Menschen, die mit<br />

anpackten, waren die Setzlinge<br />

innerhalb von nur an<strong>der</strong>thalb<br />

St<strong>und</strong>en gepflanzt. „Das<br />

ist schon irre – aber es gab ja<br />

viele helfende Hände“, zeigt er<br />

sich begeistert. Zudem habe<br />

das <strong>USK</strong> am Pflanztag richtig<br />

Glück mit dem Wetter gehabt:<br />

In den Tagen davor habe es<br />

viel geregnet, an dem Morgen<br />

aber setzte <strong>der</strong> Regen während<br />

<strong>der</strong> Pflanzaktion aus. „Bei Trockenheit<br />

hätten wir das nämlich<br />

nicht machen können“,<br />

erläutert Major Ziebart.<br />

Durch Zaun geschützt<br />

Jetzt ist das große Areal erst<br />

einmal eingezäunt, um die jungen<br />

Bäume vor Wild zu schützen.<br />

Das soll auch sechs bis sieben<br />

<strong>Jahre</strong> lang so bleiben, bis<br />

die Bäume größer, stämmiger<br />

<strong>und</strong> kräftiger sind – dann komme<br />

<strong>der</strong> Zaun weg, erläutert Joachim<br />

Keuch, <strong>der</strong> vor seiner<br />

Pensionierung selbst bei <strong>der</strong><br />

Stadtverwaltung gearbeitet hat<br />

<strong>und</strong> in dieser Zeit viel Erfahrung<br />

r<strong>und</strong> ums Thema Bäumepflanzen<br />

sammeln konnte.<br />

Fortsetzung folgt<br />

Doch mit <strong>der</strong> Pflanzaktion allein<br />

ist es im Jubiläumsjahr<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> längst nicht getan.<br />

Im kommenden Herbst wollen<br />

die Mitglie<strong>der</strong> noch ein Schild<br />

aus Eichenholz am Wegesrand<br />

aufstellen, zusammen mit einem<br />

Tisch <strong>und</strong> Bänken. Zudem<br />

soll es dann eine offizielle Einweihungsfeier<br />

geben, bei <strong>der</strong><br />

vielleicht auch wie<strong>der</strong> das extra<br />

für das <strong>USK</strong> von Wittinger<br />

gebraute Jubiläumsbier ausgeschenkt<br />

wird, verrät Karsten<br />

Ziebart. <strong>Eine</strong> Kostprobe davon<br />

bekamen die Helferinnen <strong>und</strong><br />

Helfer schon am Pflanztag,<br />

denn die Brauerei war direkt<br />

mit einem Getränkewagen vor<br />

Ort. Ziebart ist jedenfalls sehr<br />

zufrieden mit <strong>der</strong> Pflanzaktion:<br />

„Damit haben wir uns natürlich<br />

auch selbst ein Denkmal<br />

gesetzt“, meint er lachend.<br />

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14<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 15


1. Zug 1. Zug<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Sylt-Fans lernen<br />

ihre Insel ganz neu kennen<br />

Der 1. Zug <strong>USK</strong> pflegt eine langanhaltende Fre<strong>und</strong>schaft nach Westerland<br />

Sylt ist ein Sehnsuchtsort <strong>der</strong> Deutschen. Lange, weiße Strände.<br />

Hohe Dünen <strong>und</strong> hellblauer Himmel. Bei Fisch-Gosch in List ein<br />

Jever aus <strong>der</strong> Flasche trinken. Sonnenbrille auf, Füße im Sand, eine<br />

Portion Scampi mit Knoblauchsauce. Dabei ist die nordfriesische<br />

Insel nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, son<strong>der</strong>n auch eine Kulturaustauschstätte.<br />

Denn bereits seit <strong>200</strong>7 besteht eine beson<strong>der</strong>e<br />

Fre<strong>und</strong>schaft <strong>der</strong> Schützen <strong>des</strong> 1. Zuges <strong>USK</strong> mit Sylter Kameraden.<br />

Für das <strong>200</strong>. <strong>USK</strong>-Jubiläum hofft <strong>des</strong>wegen Oliver Koch, seit Kurzem<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>des</strong> Kreisschützenverbands <strong>Gifhorn</strong> <strong>und</strong> seit Längerem<br />

Kompanieführer <strong>der</strong> 1. Kompanie im <strong>USK</strong>, auf den Besuch <strong>der</strong> Sylter<br />

Abordnung beim diesjährigen <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest.<br />

Wie ein Cowboy zielt <strong>der</strong> Schützenbru<strong>der</strong> locker-cool mit einer Hand am<br />

Luftgewehr beim Besuch <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er beim Schützenfest auf Sylt.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Oliver Koch ist ein Sylt-Fan.<br />

Und ein Brückenbauer. Es ist<br />

vor allem sein Verdienst, dass<br />

nach 16 <strong>Jahre</strong>n <strong>der</strong> Kontakt<br />

nach Sylt nicht abgerissen ist.<br />

Und er ist es auch gewesen,<br />

<strong>der</strong> damals die ersten Annäherungsversuche<br />

in die Wege<br />

geleitet hat.<br />

Nach zwei Kurzreisen zum<br />

Münchner Oktoberfest Mitte<br />

<strong>der</strong> <strong>200</strong>0er wünschen sich die<br />

Schießsportleiter einen frischen<br />

Zielort. Sorgfältig studiert<br />

Schießoffizier Oliver Koch<br />

den Veranstaltungskalen<strong>der</strong><br />

Sylts – <strong>und</strong> siehe da: Tatsächlich<br />

findet in List ein Schützenfest<br />

statt. Wäre das nicht was?<br />

Seine Schützenbrü<strong>der</strong> stimmen<br />

begeistert zu. Schnell baut<br />

Oliver Koch Kontakt zu Reinhard<br />

Melzer auf, dem 1. Vorsitzenden<br />

<strong>der</strong> Lister Schützen.<br />

Das Ding steht. Schießsportleiter<br />

<strong>und</strong> Reisebüroinhaber<br />

Klaus Reinecke klärt Zugreise<br />

<strong>und</strong> Hotel-Übernachtung. Das<br />

erste Mal trifft eine <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Abordnung bestehend aus Corny<br />

<strong>und</strong> Gerd Kullmann, Wolf-<br />

Rüdiger Eggert, Horst Bahl,<br />

Klaus Reinecke <strong>und</strong> Oliver<br />

Koch auf Deutschlands nördlichstem<br />

Schützenfest ein.<br />

Ein Jahr später revanchiert<br />

sich eine Lister Abordnung <strong>und</strong><br />

tritt als Gast auf dem <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Bester Sonnenschein beim hohen Besuch aus dem Süden Nie<strong>der</strong>sachsens: Auch 2019 besuchte eine <strong>Gifhorn</strong>er<br />

<strong>USK</strong>-Abordnung den befre<strong>und</strong>eten Schützenverein Westerland auf <strong>der</strong> Insel Sylt.<br />

Schützenfest in Erscheinung.<br />

Dabei gelingt den <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Schützen eine kluge Finte:<br />

Während einer Marschpause<br />

stellt <strong>USK</strong>-Major Siegfried<br />

Richter die Fahne <strong>der</strong> Lister<br />

Schützen sicher, nachdem sie<br />

schlapp <strong>und</strong> unbeaufsichtigt<br />

am Ratsweinkeller stand. In einer<br />

intensiven Verhandlungsr<strong>und</strong>e<br />

zur Rückgabe kann das<br />

<strong>Gifhorn</strong>er <strong>USK</strong> einen Auftritt<br />

<strong>des</strong> eigenen Spielmannszuges<br />

auf dem Lister Schützenfest<br />

<strong>200</strong>9 vereinbaren. Der nächste<br />

Meilenstein ist erreicht.<br />

Doch die Lister Schützen<br />

sind nicht die einzigen, zu denen<br />

Bande geknüpft werden.<br />

Die <strong>USK</strong>-Schützen fre<strong>und</strong>en<br />

sich auch mit Kameraden aus<br />

den Schützenvereinen von<br />

Wenningstedt-Bra<strong>der</strong>up <strong>und</strong><br />

Westerland an.<br />

Einschneidend ist eine Tragödie<br />

aus dem Jahr 2011: Bei<br />

einer Verpuffung im Lister<br />

Schützenheim stirbt <strong>der</strong> Vorsitzende<br />

Reinhard Melzer, <strong>der</strong><br />

seinerseits kameradschaftlich<br />

das gute Verhältnis nach<br />

<strong>Gifhorn</strong> för<strong>der</strong>te. <strong>Eine</strong>r <strong>der</strong><br />

ersten Anrufe landet beim<br />

Sylt-Tourplaner Oliver Koch.<br />

Da es zudem eine Kündigung<br />

<strong>des</strong> Pachtvertrages gibt, stehen<br />

die Lister Schützen am<br />

Scheideweg – <strong>und</strong> entscheiden<br />

sich dafür, von allen Unternehmungen<br />

zurückzutreten.<br />

„Diese Kontakte sind abgerissen“,<br />

erinnert sich Oliver<br />

Koch. „An<strong>der</strong>e haben wir dafür<br />

geknüpft.“ Zusammen mit<br />

den Schützenschwestern <strong>und</strong><br />

Schützenbrü<strong>der</strong>n <strong>des</strong> Westerlän<strong>der</strong><br />

Schützenvereins organisiert<br />

das <strong>USK</strong> ein Vergleichsschießen<br />

für August <strong>des</strong>selben<br />

<strong>Jahre</strong>s auf dem Schießstand<br />

in Westerland. „Und so hat<br />

sich dieser Kontakt dann intensiviert.<br />

Viele Vereine haben<br />

weit gestreute Fre<strong>und</strong>schaften,<br />

doch hat man sich erst einmal<br />

ausgetauscht, wird man immer<br />

schnell in den Kreis vor »<br />

16<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 17


1. Zug 1. Zug<br />

Es sind immer wie<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Schützen, die den Weg aus <strong>Gifhorn</strong> nach Sylt antreten. Doch im Zentrum <strong>des</strong><br />

Besuchs steht freilich die Pflege <strong>der</strong> Vereinsfre<strong>und</strong>schaft.<br />

» Ort aufgenommen“, lobt Oliver<br />

Koch die Gemeinschaft <strong>des</strong><br />

Schützenwesens.<br />

Fortan wird <strong>der</strong> Besuch <strong>der</strong><br />

<strong>Gifhorn</strong>er Schützen auf dem<br />

Schützenfest in Westerland zu<br />

einem festen Termin im <strong>USK</strong>-<br />

Kalen<strong>der</strong>. Die Schützenbrü<strong>der</strong><br />

werden mit offenen Armen<br />

empfangen, kommen aber ihrerseits<br />

natürlich nicht mit<br />

leeren Händen: Gastgeschenke<br />

wie die Jubiläumsabfüllung<br />

<strong>der</strong> Spirituose <strong>Gifhorn</strong>er Kanonier<br />

sind Ehrensache.<br />

Immer wie<strong>der</strong> neue Schützen<br />

sind bei den Abordnungen<br />

dabei. 2014 gastiert mit<br />

Dieter Koch zum ersten Mal<br />

ein <strong>Gifhorn</strong>er Schützenkönig<br />

auf dem Schützenfest in Westerland,<br />

2018 folgt mit Ulrich<br />

Gasa erstmalig ein amtieren<strong>der</strong><br />

<strong>USK</strong>-Major. 2022, nach<br />

zwei <strong>Jahre</strong>n Pandemie, in <strong>der</strong><br />

sich nur ganz kleine Reisegruppen<br />

auf die nordfriesische Insel<br />

aufmachen, reist die <strong>USK</strong>-Delegation<br />

sogar mit Kameraden<br />

aus <strong>der</strong> Schützengesellschaft<br />

Winkel <strong>und</strong> dem Schützenverein<br />

Meine im Schlepptau. Klassische<br />

Wachstumstendenzen.<br />

Auch – <strong>und</strong> das betont Oliver<br />

Koch, <strong>der</strong> beim Sylt-Besuch<br />

2017 sogar einen Gutschein<br />

für einen Tandem-Fallschirmsprung<br />

einlöste – seien „vereinsintern<br />

im <strong>USK</strong> ganz neue<br />

Fre<strong>und</strong>schaften durch die Sylt-<br />

Reisen entstanden. Sowas ist<br />

natürlich auch schön.“<br />

Die <strong>Gifhorn</strong>er Schützen fahren<br />

jedoch nicht nur wegen <strong>der</strong><br />

Insel Sylt, ihren paradiesischen<br />

Stränden <strong>und</strong> <strong>der</strong> salzigen Seeluft<br />

in den Norden. Oliver Koch<br />

erklärt: „Das Schützenfest in<br />

<strong>Gifhorn</strong> ist straff organisiert,<br />

vor allem, wenn man in Funktion<br />

ist <strong>und</strong> Stationen abarbeiten<br />

muss. Auf Sylt sind wir die<br />

Gäste, da lässt man sich an<strong>der</strong>s<br />

treiben.“ Einmal probierte man<br />

sogar, mit Säbel zu marschieren,<br />

doch da fehlten einfach<br />

die Kommandos. Das im Übrigen<br />

fiel gar nicht so schwer ins<br />

Gewicht, denn, so Oliver Koch<br />

lachend: „Die Schützen hielten<br />

ihrem eigenen Hauptmann die<br />

Schil<strong>der</strong>, weil er immer links<br />

<strong>und</strong> rechts verwechselte.“<br />

Auch würden beim Sylter<br />

Schützenumzug immer wie<strong>der</strong><br />

Pausen eingelegt, die Wirte<br />

kommen dann mit Kaffee <strong>und</strong><br />

Nicht nur <strong>der</strong> Sylter Schützenumzug ist Gr<strong>und</strong> für die Reise <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er.<br />

Oliver Koch löste auch einen Gutschein für einen Fallschirmsprung ein.<br />

Kuchen <strong>und</strong> einem Bierchen,<br />

je<strong>der</strong> Verein sagt inbrünstig<br />

seinen Spruch auf, man kommt<br />

ins Gespräch – auf dem Westerlän<strong>der</strong><br />

Schützenfest zähle<br />

mehr die Geselligkeit als das<br />

Protokoll, meint Oliver Koch.<br />

Hoffnungsvoll blickt er, inzwischen<br />

ja auch Vorsitzen<strong>der</strong><br />

<strong>des</strong> Kreisschützenverbands <strong>Gifhorn</strong>,<br />

auf das <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest<br />

2023. Zum <strong>200</strong>-jährigen<br />

<strong>USK</strong>-Bestehen, was ja<br />

auch das <strong>200</strong>-jährige Bestehen<br />

<strong>des</strong> 1. Zuges bedeutet, würde er<br />

sich wenig lieber wünschen als<br />

den ersten Besuch einer Sylter<br />

Abordnung in <strong>Gifhorn</strong> seit<br />

<strong>200</strong>8 – „bestenfalls sogar die<br />

Salutschützen“, unterstreicht<br />

er. <strong>Eine</strong> Einladung zum Kommers<br />

sei jedenfalls ausgesprochen,<br />

auf eine positive Rückmeldung<br />

wird noch gewartet.<br />

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dem <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> zum<br />

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3. Zug <strong>USK</strong><br />

bis heute<br />

heilig<br />

Wie das Schnuckenbock-Wappen<br />

<strong>des</strong> Traditionszugs entstand<br />

Er ist nicht nur einer <strong>der</strong> Traditionszüge<br />

im <strong>USK</strong>, son<strong>der</strong>n wohl auch <strong>der</strong> Zug mit<br />

<strong>der</strong> unterhaltsamsten Geschichte zur<br />

Entstehung seines Wappentiers: Die<br />

Rede ist vom 3. Zug <strong>USK</strong> mit Zugführer<br />

Jörg Schulze an <strong>der</strong> Spitze. 38 Mitglie<strong>der</strong><br />

gehören heute zu dem Zug, <strong>der</strong> bei<br />

den Schützenfestumzügen durch seine<br />

beson<strong>der</strong>en Uniformen auffällt. Einige<br />

<strong>der</strong> ansonsten in grau gekleideten Herren<br />

tragen dann auffällige grüne, blaue<br />

<strong>und</strong> rote Uniform-Röcke sowie dazu<br />

opulente Tschakos auf ihren Köpfen –<br />

dies sind die historischen Uniformen<br />

aus längst vergangenen Zeiten, die <strong>der</strong><br />

3. Zug bei beson<strong>der</strong>en Anlässen bis<br />

20<br />

<strong>KURT</strong><br />

heute zur Schau stellt.<br />

Der 3. Zug <strong>USK</strong> feiert 1962 das <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest – nicht nur in<br />

grauer Uniform, son<strong>der</strong>n erstmals auch mit ihrem<br />

Heidschnuckenbock als Maskottchen.<br />

Von Saskia Bollmann<br />

Was aber hat es nun mit dem<br />

Wappentier, einem Heidschnuckenbock,<br />

auf sich? Zugführer<br />

Schulze blickt für <strong>des</strong>sen<br />

Geburtsst<strong>und</strong>e zurück ins<br />

Jahr 1962: „Anfang <strong>der</strong> 60er<br />

<strong>Jahre</strong> besaß <strong>der</strong> inzwischen<br />

verstorbene Wolfgang Braun,<br />

seinerzeit Zugmitglied <strong>und</strong> von<br />

1974 bis 1990 Zugführer, eine<br />

große Wiese. Um das Gras kurz<br />

zu halten, hielt er dort Heidschnucken.<br />

Der Bock seiner<br />

Herde hatte es ihm beson<strong>der</strong>s<br />

angetan“, weiß Schulze.<br />

Schnuckenbock im Herzen,<br />

Schützenblut in den A<strong>der</strong>n –<br />

daraus<br />

entstand<br />

bei Wolfgang<br />

Braun folgerichtig die<br />

Idee, dass das Tier den<br />

3. Zug fortan als Maskottchen<br />

bei den Umzügen<br />

begleiten könnte. Jörg<br />

Schulze verrät: „Damals<br />

waren nicht alle davon<br />

begeistert, aber wer<br />

Wolfgang kannte, weiß,<br />

dass wenn er sich etwas<br />

in den Kopf gesetzt hatte,<br />

es auch durchgezogen<br />

wurde“, schmunzelt<br />

<strong>der</strong> Zugführer.<br />

Der damalige Major Richard<br />

Poppe war zunächst »<br />

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Kaum zu glauben, aber wahr – <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong>!<br />

<strong>KURT</strong> 21


3. Zug<br />

3. Zug<br />

Den ersten <strong>Gifhorn</strong>er Schützenumzug erlebte <strong>der</strong> störrische Schnuckenbock<br />

von Wolfgang Braun im <strong>Jahre</strong> 1962. Heinrich Schöner führte ihn.<br />

» skeptisch, ließ den 3. Zug<br />

aber schließlich gewähren.<br />

Nachdem <strong>der</strong> Bock also<br />

durch Dauerbeschallung mit<br />

Marschmusik im heimischen<br />

Stall auf die Geräuschkulisse<br />

beim Umzug vorbereitet war<br />

<strong>und</strong> Sattlermeister Heinrich<br />

Schöner ein passgenaues Geschirr<br />

angefertigt hatte, wurde<br />

aus <strong>der</strong> Idee tatsächlich Realität.<br />

„1962 begleitete <strong>der</strong> Schnuckenbock<br />

erstmals den 3. Zug<br />

beim Schützenfestumzug“, berichtet<br />

Jörg Schulze. <strong>Aller</strong>dings<br />

hätte sich beim ersten Mal<br />

niemand zugetraut, den doch<br />

noch etwas störrischen Bock zu<br />

führen. „Schließlich übernahm<br />

Heinrich Schöner diese Aufgabe<br />

<strong>und</strong> unser Wappentier war<br />

geboren“, so Schulze.<br />

Wolfgang Braun ließ in den<br />

folgenden <strong>Jahre</strong>n – wann genau<br />

ist nicht bekannt – das<br />

Wappen mit dem Heidschnuckenbock<br />

erstellen,<br />

das bis zum heutigen Tag<br />

Bestand hat. „Auch die silberne<br />

Zugkönigskette <strong>des</strong><br />

3. Zuges ziert immer noch<br />

unser Bock <strong>und</strong> vor sechs<br />

<strong>Jahre</strong>n haben wir uns zudem<br />

eine Anstecknadel mit<br />

dem Wappen erstellt“, berichtet<br />

Schulze. Obwohl <strong>der</strong><br />

Bock längst nicht mehr unter<br />

den Schützinnen <strong>und</strong> Schützen<br />

weilt, ist die Erinnerung<br />

an ihn bis heute lebendig. „Er<br />

wurde nach seinem Ableben<br />

ausgestopft <strong>und</strong> <strong>der</strong> Kopf auf<br />

eine Tafel montiert, so dass<br />

wir durch die Präsenz immer<br />

wie<strong>der</strong> an diesen bedeutenden<br />

Teil unserer Geschichte erinnert<br />

werden“, sagt Zugführer<br />

Jörg Schulze.<br />

„Auch die silberne Zugkönigskette ziert<br />

immer noch unser Heidschnuckenbock“,<br />

berichtet Jörg Schulze,<br />

Zugführer im 3. Zug <strong>USK</strong>.<br />

Fester Platz <strong>des</strong> Maskottchens<br />

war bisher eine<br />

Wand im <strong>Gifhorn</strong>er Eiskeller,<br />

wo die Schützen regelmäßig<br />

zusammenkommen.<br />

„Lei<strong>der</strong> ist <strong>der</strong> Kopf spurlos<br />

verschw<strong>und</strong>en“, w<strong>und</strong>ert<br />

sich Schulze. „Gerade weil<br />

er in unserer Geschichte eine<br />

wichtige Rolle spielt, wünschen<br />

wir ihn uns zurück“,<br />

hofft <strong>der</strong> Zugführer auf ein<br />

baldiges Wie<strong>der</strong>sehen mit dem<br />

geschichtsträchtigen Schnuckenbock-Kopf.<br />

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Ob Schützenfest, Mühlentag o<strong>der</strong> auch Maibaumaufstellen,<br />

Erntedank- <strong>und</strong> Altstadtfest sowie Tag <strong>der</strong> Nie<strong>der</strong>sachsen: Wenn<br />

es in <strong>Gifhorn</strong> etwas zu feiern gibt, ist die Trachtentanzgruppe <strong>des</strong><br />

Uniformierten Schützenkorps eigentlich immer mit von <strong>der</strong> Partie.<br />

Voller Elan drehen die Tänzerinnen <strong>und</strong> Tänzer unterschiedlichen<br />

Alters dann schwungvoll ihre R<strong>und</strong>en, um das Publikum zu<br />

entzücken. Und schon seit Jahrzehnten immer mittendrin dabei:<br />

Svitlana Meister, die <strong>200</strong>8 die Leitung <strong>der</strong> 1983 von Wolfgang Braun<br />

gegründeten Trachtentanzgruppe übernahm.<br />

Von Melanie Stallmann<br />

Warum? „Aus Begeisterung für<br />

den Volkstanz <strong>und</strong> natürlich<br />

die Tracht“, verrät die gebürtige<br />

Ukrainerin lachend, die einst<br />

<strong>der</strong> Liebe wegen nach <strong>Gifhorn</strong><br />

zog. Außerdem habe ihr die<br />

Tanzgruppe geholfen, richtig<br />

in <strong>Gifhorn</strong> anzukommen. Denn<br />

bei all den Veranstaltungen,<br />

die die Tanzgruppe begleitet,<br />

habe sie jede Menge Menschen<br />

kennengelernt. So auch<br />

ihre Mitstreiterin Luba Janke,<br />

die schon 1998 zur Trachtentanzgruppe<br />

kam <strong>und</strong> in diesem<br />

Jahr die Nachfolge Meisters<br />

als Gruppenleiterin antrat.<br />

„Volkstanz war schon in<br />

meiner Heimat Kasachstan<br />

mein größtes Hobby“, sagt die<br />

54-Jährige, die weiterhin Seite<br />

an Seite mit Svitlana Meister<br />

Einfach<br />

„Hygge“<br />

Trendige<br />

Wohnraum-Accessoires<br />

aus Dänemark<br />

tanzt. „Denn Tanzen verbindet<br />

die Menschen, sorgt für gute<br />

Laune <strong>und</strong> für eine ganz beson<strong>der</strong>e<br />

Atmosphäre.“ Daher<br />

sei es für sie eigentlich eine<br />

Selbstverständlichkeit gewesen,<br />

ihre Kin<strong>der</strong> – ein Sohn<br />

<strong>und</strong> eine Tochter im Alter von<br />

mittlerweile 31 <strong>und</strong> 33 <strong>Jahre</strong>n<br />

– schon früh in <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Trachtentanzgruppe anzumelden<br />

<strong>und</strong> darüber selbst wie<strong>der</strong><br />

aktiv zu werden.<br />

Während sich die Kin<strong>der</strong><br />

irgendwann an<strong>der</strong>s orientierten<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>- <strong>und</strong><br />

Jugendbereich in <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-<br />

Trachtentanzgruppe insgesamt<br />

aufgelöst wurde, ist für<br />

Luba Janke Tanzen die größte<br />

Leidenschaft geblieben. Daher<br />

gibt es wohl kaum einen<br />

Donnerstagabend, an dem sie<br />

je bei den Übungsabenden im<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Eiskeller gefehlt<br />

hat. „Unser Zusammenhalt<br />

auch fernab <strong>des</strong> gemeinsamen<br />

Raumgestaltung <strong>und</strong> nordische Herzensstücke<br />

Wir gratulieren dem <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> zum<br />

<strong>200</strong>-jährigen Jubiläum!<br />

Schwannecke Textiles-Einrichtungshaus · Torstraße 5 · 38518 <strong>Gifhorn</strong><br />

T. 05371 12256 · mail@einrichtungshaus-schwannecke.de<br />

Die traditionellen Trachten <strong>der</strong> Tänzer sind unverwechselbar: Diese Kleidung hebt sie nicht nur vom restlichen<br />

Uniformierten Schützenkorps ab, son<strong>der</strong>n schenkt ihren Auftritten eine ganz beson<strong>der</strong>e Note.<br />

Tanzens ist einfach ein ganz<br />

beson<strong>der</strong>er“, sagt sie voller<br />

Stolz, <strong>und</strong> fügt an: „Wir lachen<br />

<strong>und</strong> weinen miteinan<strong>der</strong>, unterstützen<br />

uns gegenseitig in<br />

den unterschiedlichen Lebenssituationen<br />

<strong>und</strong> waren auch<br />

während <strong>der</strong> Corona-Pandemie<br />

immer füreinan<strong>der</strong> da.“<br />

Das habe Halt gegeben <strong>und</strong> die<br />

Mitglie<strong>der</strong> noch enger zusammengeschweißt.<br />

Umso mehr hofft die<br />

Gruppe, die übrigens<br />

auch die Tracht in<br />

Handarbeit genäht<br />

<strong>und</strong> bestickt hat,<br />

daher, künftig noch<br />

Nicht nur bei <strong>USK</strong>-Veranstaltungen<br />

tritt die<br />

Gruppe auf. Etwa beim<br />

Aufstellen <strong>des</strong> Maibaums<br />

sind sie auch dabei – hier<br />

im Jahr 2022. Foto: Michael Uhmeyer<br />

mehr Menschen für den Volkstanz<br />

in <strong>Gifhorn</strong> begeistern zu<br />

können. „Es macht einfach<br />

einen Riesenspaß“, sagt Luba<br />

Janke begeistert. Während<strong>des</strong>sen<br />

legt sie sich ihr mit<br />

fröhlichen Blumenmustern<br />

besticktes Dreieckstuch um<br />

die Schultern, <strong>des</strong>sen Rückseite<br />

ein Trauermuster trägt.<br />

Außerdem sei es Ziel, alte<br />

Traditionen zu pflegen <strong>und</strong> an<br />

nachfolgende Generationen<br />

weiterzugeben. Denn genau<br />

das habe auch den Grün<strong>der</strong><br />

Wolfgang Braun <strong>und</strong> <strong>des</strong>sen<br />

Ehefrau Anneliese zu Lebzeiten<br />

immer bewegt.<br />

Nicht ohne Gr<strong>und</strong> erhielt<br />

er für seine Verdienste um<br />

<strong>Gifhorn</strong> 1994 die Ehrenplakette<br />

<strong>der</strong> Stadt,<br />

bevor er <strong>200</strong>5 sogar<br />

mit <strong>der</strong> Lan<strong>des</strong>-Verdienstmedaille<br />

ausgezeichnet<br />

wurde.<br />

„Er war einfach ein<br />

toller Mensch“, sind<br />

sich die Mitglie<strong>der</strong><br />

einig.<br />

usk-gifhorn.de/tradition/<br />

trachtentanzgruppe<br />

24<br />

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<strong>KURT</strong> 25


4. Zug<br />

4. Zug<br />

Milch gehört beim<br />

4. Zug fest auf die<br />

Getränkekarte<br />

Das gelebte Miteinan<strong>der</strong> lässt enge<br />

Fre<strong>und</strong>schaften entstehen<br />

Ein starker Zusammenhalt – das<br />

zeichnet den 4. Zug aus. „Wir<br />

sind mit 31 Mitglie<strong>der</strong>n ein eher<br />

kleiner Zug <strong>und</strong> seit 1839 im <strong>USK</strong><br />

vertreten“, erläutert Zugführer<br />

Andre Klebe. „Unsere Schützenbrü<strong>der</strong><br />

bringen sich engagiert bei<br />

vielfältigen Veranstaltungen mit<br />

ein.“ Ob Abendwan<strong>der</strong>ung o<strong>der</strong><br />

Weihnachtsfeier in gemütlicher<br />

R<strong>und</strong>e: „Bei uns kommt <strong>der</strong> gesellige<br />

Teil nicht zu kurz“, verspricht<br />

er. Das Gefühl <strong>der</strong> Zusammen-<br />

gehörigkeit bewegt viele Mitglie<strong>der</strong>,<br />

dem Zug seit Jahrzehnten die<br />

Von Katja Buhlmann<br />

Seit 45 <strong>Jahre</strong>n ist Werner Fischer<br />

dabei <strong>und</strong> setzt sich ehrenamtlich<br />

in diversen Ämtern<br />

für den 4. Zug ein, wie in <strong>der</strong><br />

Fahnengruppe <strong>und</strong> Mitglie<strong>der</strong>verwaltung.<br />

„Ich habe damals<br />

noch meine Mitgliedschaft auf<br />

einem Bierdeckel besiegelt“,<br />

sagt er schmunzelnd. „Ich<br />

schätze das Zusammensein<br />

<strong>und</strong> die große Hilfsbereitschaft<br />

untereinan<strong>der</strong> im Zug.“<br />

Wohltuen<strong>des</strong> Getränk<br />

Werner Fischer ist es auch<br />

zu verdanken, dass seit 1980<br />

traditionell am Schützenfest-<br />

Freitag Milch auf dem Tisch<br />

<strong>der</strong> Schützenbrü<strong>der</strong> steht.<br />

„Ich habe mir immer ein Glas<br />

Milch bestellt, weil sie meinem<br />

Magen nach einer langen<br />

Festnacht einfach guttut“, sagt<br />

er schmunzelnd. „Dann stand<br />

Milch plötzlich beim Schützenfest<br />

ganz offiziell auf <strong>der</strong> Getränkekarte.“<br />

Mit seiner Begeisterung für<br />

den 4. Zug steckte er auch seinen<br />

Nachbarn Stephan Thiede<br />

an. „Ich bin nach <strong>Gifhorn</strong> gezogen<br />

<strong>und</strong> wollte meinen Freun<strong>des</strong>kreis<br />

erweitern. Über Familie<br />

Fischer bin ich 2018 zum<br />

Schütze <strong>des</strong> <strong>Jahre</strong>s im 4. Zug <strong>USK</strong>: Spieß Jürgen Debuschinski (links)<br />

bekommt von Zugführer Andre Klebe die Ehrentafel überreicht.<br />

Zug gekommen“, beschreibt er<br />

die Anfänge. „Ich habe dort so<br />

viele tolle Menschen kennengelernt.“<br />

Und auch Werner Fischer<br />

ist glücklich über diesen<br />

Neuzugang: „Wir verstehen<br />

uns einfach blendend.“<br />

Lange Partnerschaft<br />

Die Gemeinschaft funktioniert<br />

auch vereinsübergreifend: In<br />

diesem Jahr feierte <strong>der</strong> 4. Zug<br />

seine 51-jährige Partnerschaft<br />

mit dem 8. Zug <strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Bürgerschützenkorps mit einem<br />

Vergleichsschießen. Laut<br />

Andre Klebe eine <strong>der</strong> ältesten<br />

Zug-Partnerschaften im Landkreis<br />

<strong>Gifhorn</strong>. „Unsere Feier<br />

zum 50-jährigen Bestehen <strong>der</strong><br />

Partnerschaft im vergangenen<br />

Jahr mussten wir wegen <strong>der</strong><br />

Corona-Pandemie lei<strong>der</strong> absagen“,<br />

sagt <strong>der</strong> ehemalige BSK-<br />

Zugführer Wilfried Albrecht.<br />

„Uns verbindet ein gelebtes<br />

Miteinan<strong>der</strong>. Wir sind auf einer<br />

Wellenlänge, laden uns »<br />

Herzlichen Glückwunsch<br />

zu <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n <strong>USK</strong>!<br />

Treue zu halten – wie Uwe Sie-<br />

Der <strong>Gifhorn</strong>er Männerchor wünscht dem <strong>USK</strong><br />

bert, Peter Kruse <strong>und</strong> Uwe Fiest,<br />

<strong>Gifhorn</strong> zum <strong>200</strong> jährigen Vereinsjubiläum<br />

alles Gute <strong>und</strong> weiterhin „Eintracht <strong>und</strong><br />

Bürgesinn“. Für die bisherige gute<br />

die vor 50 <strong>Jahre</strong>n dazukamen.<br />

Zusammenarbeit sage ich herzlichen Dank,<br />

insbeson<strong>der</strong>e denke ich an die Teilnahme an<br />

26<br />

<strong>KURT</strong><br />

den sonntäglichen Schützenausmärschen.<br />

<strong>KURT</strong> 27<br />

Tel.: 05374 917299<br />

www.ziebart-abb<strong>und</strong>technik.de


4. Zug<br />

4. Zug<br />

<strong>Eine</strong> enge Partnerschaft pflegen<br />

<strong>der</strong> 4. Zug <strong>USK</strong> mit Zugführer<br />

Andre Klebe (links) <strong>und</strong> <strong>der</strong> 8. Zug<br />

BSK mit Wilfried Albrecht.<br />

» gegenseitig zu Veranstaltungen<br />

ein <strong>und</strong> nennen uns intern<br />

sogar 12. Zug. Enge Fre<strong>und</strong>schaften<br />

sind gewachsen.“<br />

Beson<strong>der</strong>e Auszeichnung<br />

<strong>Eine</strong> beson<strong>der</strong>e Ehrung erlebte<br />

vor Kurzem Spieß Jürgen Debuschinski:<br />

Er wurde für sein<br />

Engagement im 4. Zug – <strong>und</strong><br />

darüber hinaus auch in <strong>der</strong><br />

Böllergruppe – zum Schützen<br />

<strong>des</strong> <strong>Jahre</strong>s gekürt. Andre Klebe<br />

überreichte seinem Stellvertreter<br />

eine Ehrentafel. „Ohne Jürgen<br />

wäre <strong>der</strong> Zug nicht da, wo<br />

er jetzt ist“, betont er. „Mein<br />

Sohn war im Jugendzug aktiv,<br />

<strong>und</strong> ich wollte etwas mit ihm<br />

zusammen machen“, schil<strong>der</strong>t<br />

Jürgen Debuschinski seinen<br />

Beweggr<strong>und</strong>, sich für eine<br />

Mitgliedschaft zu entscheiden.<br />

Sich voller Leidenschaft für das<br />

Schützenwesen einzusetzen<br />

– das ist für ihn seitdem eine<br />

Herzensangelegenheit.<br />

Ein weiteres Highlight in<br />

<strong>der</strong> Zuggeschichte: Mit dem<br />

ehemaligen Zugführer Frank<br />

Schlüsche stellte <strong>der</strong> 4. Zug<br />

den Stadtkönig 2011. „Zu seiner<br />

Königswürde haben wir ein<br />

Ölgemälde für ihn anfertigen<br />

lassen, denn er hat sehr viel für<br />

unseren Zug getan“, hebt Jürgen<br />

Debuschinski den großen<br />

Einsatz hervor.<br />

Familiärer Bezug<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich legen die Mitglie<strong>der</strong><br />

großen Wert darauf, die<br />

Familie bei Veranstaltungen<br />

einzubeziehen. „Beim Er-<strong>und</strong>-<br />

Sie-Schießen zum Beispiel sind<br />

die Frauen unserer Mitglie<strong>der</strong><br />

dabei“, erläutert Zugführer<br />

Andre Klebe. „Und bei <strong>der</strong><br />

Weihnachtsfeier bekommen<br />

sie ein kleines Präsent als Dankeschön<br />

dafür, dass sie ihre<br />

Männer mit dem 4. Zug teilen.“<br />

Der Zug freut sich über Verstärkung<br />

jeden Alters. „Das<br />

Schießen kann man bei uns<br />

lernen“, betont Andre Klebe.<br />

„Es ist noch kein Meister vom<br />

Himmel gefallen.“ Interessierte<br />

können einfach donnerstags<br />

im Schießheim vorbeischauen.<br />

Regelmäßiges Schießen:<br />

Do. 19 Uhr<br />

webmaster@vierterzug-usk.de<br />

vierterzug-usk.de<br />

Ein Zug, <strong>des</strong>sen Schützen sich um ihre Frauen kümmern: Karin <strong>und</strong> Ehrenmitglied<br />

Werner Fischer beim Er-<strong>und</strong>-Sie-Schießen.<br />

Der Ev.-luth. Kin<strong>der</strong>tagesstättenverband <strong>Gifhorn</strong> ist Träger von<br />

10 Kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen <strong>und</strong> einem Familienzentrum im<br />

Kirchenkreis. Mit 180 Fachkräften begleiten wir mehr als 900<br />

Kin<strong>der</strong> <strong>und</strong> ihre Familien in Krippe, Kita <strong>und</strong> Hort.<br />

Unsere Standorte: Calberlah, Did<strong>der</strong>se, Hillerse, Isenbüttel,<br />

Neudorf-Platendorf, Stadtgebiet <strong>Gifhorn</strong> mit Kästorf.<br />

Hier begrüßen wie Sie gerne in unserenTeams.<br />

Metallbau<br />

seit 1897<br />

Gerhard Gieseke<br />

Inh. Thomas Nesemann e.K.<br />

Glückwunsch!<br />

Unsere Verb<strong>und</strong>enheit zu <strong>Gifhorn</strong><br />

vereint uns – auf weitere <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>!<br />

Wir wünschen alles Gute!<br />

Cabana-Saison startet Anfang Mai!<br />

Kontakt<br />

Christine Hartmann, Pädagogische Leitung<br />

Cappucabana – <strong>Gifhorn</strong>s Sandbar · Zur <strong>Aller</strong>welle 1a · 38518 <strong>Gifhorn</strong><br />

Telefon: 05371 – 9452-232<br />

0176 21 44 96 58 · www.cappu-cabana.de<br />

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Mobil: 0151 - 19 68 49 50<br />

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Zertifiziert nach EN 1090<br />

<strong>KURT</strong>29


5. Zug 5. Zug<br />

Vereinsmenschen durch <strong>und</strong> durch –<br />

Da halten Jung <strong>und</strong> Alt zusammen<br />

Der 5. Zug feierte jüngst 175-jähriges Bestehen – Die Familien sind stets dabei<br />

Ob Schießwettbewerbe, Stammtisch, Skat- <strong>und</strong> Knobelabend o<strong>der</strong><br />

auch Wan<strong>der</strong>ung an Himmelfahrt: „Wir legen beson<strong>der</strong>en Wert auf<br />

die Geselligkeit <strong>und</strong> ein vertrauensvolles Miteinan<strong>der</strong>“, hebt Udo<br />

Jendrich, Leutnant <strong>und</strong> Zugführer, das beson<strong>der</strong>e Gemeinschafts-<br />

gefühl im 5. Zug hervor. Unter dem Motto „Eintracht <strong>und</strong> Bürgersinn“<br />

feierte <strong>der</strong> Zug im vergangenen Jahr sein 175-jähriges Bestehen<br />

mit den Schützenbrü<strong>der</strong>n – <strong>und</strong> natürlich ihren Partnerinnen.<br />

Von Katja Buhlmann<br />

Mit viel Liebe zum Detail<br />

hat Schützenbru<strong>der</strong> Gerhard<br />

Strehlow zum Zug-Jubiläum<br />

eine Festschrift in Wort <strong>und</strong><br />

Bild fe<strong>der</strong>führend mit Leben<br />

gefüllt – Seite an Seite mit weiteren<br />

fleißigen Unterstützern.<br />

„Uns war es wichtig, eine Dokumentation<br />

<strong>der</strong> herausragenden<br />

Ereignisse zu erstellen“,<br />

erläutert er den Hintergr<strong>und</strong>.<br />

Fünfte Einheit<br />

Entstanden ist <strong>der</strong> 5. Zug<br />

Strehlows Erzählungen nach<br />

1847, als <strong>der</strong> Schützenverein<br />

durch kontinuierlichen Mitglie<strong>der</strong>zuwachs<br />

so groß geworden<br />

war, dass nach <strong>der</strong><br />

Gründung von vier Divisionen<br />

eine fünfte Einheit erfor<strong>der</strong>lich<br />

wurde. So ernannte Hauptmann<br />

C. A. Henninger, <strong>der</strong> das<br />

Kommando über den Verein<br />

übernommen hatte, schließlich<br />

am 25. Juli den Kaufmann<br />

Jeremias Menke zum Leutnant<br />

<strong>und</strong> übergab ihm die neu<br />

gegründete 5. Division. Der<br />

Gr<strong>und</strong>stein für eine bewegende<br />

<strong>und</strong> vor allem erfolgreiche<br />

Zuggeschichte war gelegt.<br />

Seit Jahrzehnten dabei<br />

Viele Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> Zugs sind<br />

bereits seit Jahrzehnten dabei,<br />

zum Beispiel Hans Pape<br />

(54 <strong>Jahre</strong> Mitgliedschaft), Helmut<br />

Schmidt (51 <strong>Jahre</strong>) <strong>und</strong><br />

Dieter Pickerodt (50 <strong>Jahre</strong>).<br />

Seit nunmehr 42 <strong>Jahre</strong>n hält<br />

auch Gerhard Strehlow dem<br />

5. Zug die Treue, übernahm<br />

im Laufe <strong>der</strong> <strong>Jahre</strong> ehrenamtliche<br />

Führungsaufgaben wie<br />

das Amt <strong>des</strong> Schießsportleiters<br />

<strong>und</strong> die Position <strong>des</strong> Zugführers.<br />

„Gemeinsame Unternehmungen<br />

bereichern unser<br />

Vereinsleben“, sagt <strong>der</strong> begeisterte<br />

Schütze, <strong>der</strong> seine Leidenschaft<br />

für den Schießsport<br />

auch an seine Enkelkin<strong>der</strong><br />

weitergegeben hat. „Sie sind<br />

mittlerweile ebenfalls Mitglied<br />

im <strong>USK</strong>“, erklärt Gerhard<br />

Strehlow voller Stolz.<br />

Enger Zusammenhalt<br />

Die familiäre Verbindung zum<br />

<strong>USK</strong> prägte auch Udo Jendrich.<br />

„Mehr als zwei <strong>Jahre</strong> lag<br />

mir mein Schwiegervater damit<br />

in den Ohren, dem Uniformierten<br />

Schützenkorps beizutreten“,<br />

sagt er schmunzelnd.<br />

„Dann hing an unserem Weih-<br />

Die Begeisterung fürs Schützenwesen steht den Schützen <strong>des</strong> 7. Zugs ins Gesicht geschrieben. Für sie könnte<br />

eine Veranstaltung kaum besser begangen werden als gemeinsam in Eintracht <strong>und</strong> Bürgersinn.<br />

nachtsbaum eine Schützenuniform<br />

für mich. Und <strong>200</strong>3 bin<br />

ich schließlich in den 5. Zug<br />

eingetreten.“ Fünf <strong>Jahre</strong> später<br />

wurde Jendrich zum Feldwebel<br />

ernannt <strong>und</strong> 2020 übernahm<br />

er schließlich das Amt<br />

<strong>des</strong> Leutnants <strong>und</strong> Zugführers<br />

vom verstorbenen Klaus Bigalke.<br />

Seinen Posten als Feldwebel<br />

übergab er zu diesem Zeitpunkt<br />

an Klaus‘ Sohn Steffen<br />

Bigalke. „Ich bin ein Vereinsmensch<br />

<strong>und</strong> schätze den engen<br />

Zusammenhalt zwischen Jung<br />

<strong>und</strong> Alt im 5. Zug“, schwärmt<br />

<strong>der</strong> Zugführer.<br />

Vereinsübergreifen<strong>der</strong> Einsatz<br />

Auch das vereinsübergreifende<br />

Engagement liegt dem Zugführer<br />

am Herzen, denn schon seit<br />

22 <strong>Jahre</strong>n pflegt <strong>der</strong> Zug eine<br />

enge Fre<strong>und</strong>schaft zur Westerbecker<br />

Jungen Gesellschaft.<br />

Dabei setzen die Vereinsmitglie<strong>der</strong><br />

auf Traditionen: Unter<br />

an<strong>der</strong>em schießen sie seit<br />

1982 den Friedrich-Wernecke-<br />

Pokal aus. „Zu vielen Veranstaltungen<br />

laden wir auch die<br />

ganze Familie ein, zum Beispiel<br />

zum Apfelsinenball, zum<br />

Er-<strong>und</strong>-Sie-Osterschießen <strong>und</strong><br />

am Schützenfest-Sonntag zur<br />

Kaffeetafel“, zählt Udo Jendrich<br />

auf, <strong>und</strong> weiter: „Auch<br />

zum Skat <strong>und</strong> Knobeln sind<br />

Gäste herzlich eingeladen.“<br />

Innovative Ideen<br />

Dabei gehen die Mitglie<strong>der</strong><br />

mit innovativen Ideen auch<br />

neue Wege. „Wir mussten in<br />

Zeiten <strong>der</strong> Corona-Pandemie<br />

alle Präsenz-Veranstaltungen<br />

absagen. Aber unser Zugleben<br />

haben wir über Telefon- <strong>und</strong><br />

Videokonferenzen aufrechterhalten“,<br />

blickt Jendrich zurück.<br />

Zudem gab es für die<br />

insgesamt 53 Mitglie<strong>der</strong> zum<br />

Schützenfest <strong>und</strong> zu Ostern<br />

kleine Versorgungs- <strong>und</strong> Überraschungstüten,<br />

die ihnen die<br />

veranstaltungsfreie Zeit versüßen<br />

sollten. „Die kamen bei<br />

unseren Mitglie<strong>der</strong>n so gut<br />

an, dass wir keine Zugaustritte<br />

hatten.“ Die Mitglie<strong>der</strong>zahl<br />

blieb also erfreulicherweise<br />

konstant.<br />

Verstärkung gesucht<br />

„Wir freuen uns natürlich immer<br />

über Verstärkung <strong>und</strong><br />

sprechen potenzielle Mitglie<strong>der</strong><br />

auch persönlich an”,<br />

schil<strong>der</strong>t <strong>der</strong> Zugführer. „Interessierte<br />

ab 18 <strong>Jahre</strong>n brauchen<br />

keine Vorkenntnisse im<br />

Schießsport zu haben, <strong>und</strong> die<br />

Waffenausrüstung stellen wir.“<br />

Schießen <strong>des</strong><br />

5. Zuges: Do. 19 Uhr<br />

5-zug-usk-gf.de<br />

30<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 31


6. Zug 6. Zug<br />

Als <strong>der</strong> Maibaum<br />

noch eine Birke war<br />

Der 6. Zug <strong>USK</strong> ruft in Erinnerung, <strong>Gifhorn</strong>s ersten Maibaum aufgestellt zu haben<br />

Vor dem großen, prachtvollen Maibaum auf dem <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Marktplatz stand sicherlich je<strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er <strong>und</strong> jede <strong>Gifhorn</strong>erin<br />

schon einmal. Auf Initiative <strong>des</strong> 2013 verstorbenen <strong>Gifhorn</strong>ers<br />

Wolfgang Braun, <strong>der</strong> auch Zugführer im 3. Zug <strong>USK</strong> war, gehört<br />

das Maibaum-Aufstellen seit Mitte <strong>der</strong> 80er fest zum Brauchtum<br />

unserer Stadt. Das aber bereits einige <strong>Jahre</strong> vorher, nämlich<br />

1979, <strong>der</strong> 6. Zug <strong>des</strong> <strong>USK</strong> unter <strong>der</strong> damaligen Zugführung von<br />

Robert Mayer einen – wenn auch deutlich kleineren – Maibaum<br />

aufgestellt hat, ist nicht vielen bekannt. „Bei uns im Zug aller-<br />

dings kennen fast alle diese Geschichte. In regelmäßigen<br />

Abständen kommt sie bei unseren Zugtreffen zur Sprache“,<br />

verrät Andreas Böhm, <strong>der</strong> seit 2018 Zuführer <strong>des</strong> 6. Zuges ist.<br />

Von Saskia Bollmann<br />

Die Geschichte entspinnt<br />

sich wie folgt: „Es muss im<br />

Jahr 1979 gewesen sein. Der<br />

6. Zug hatte beschlossen, im<br />

Hotel Bro<strong>der</strong>s einen Tanz<br />

in den Mai zu veranstalten.<br />

Um den Saal aufzuhübschen,<br />

besorgten die Schützen eine<br />

etwa zwei Meter hohe Birke.“<br />

Diese sei mit Papierblumen<br />

geschmückt <strong>und</strong> mit Hilfe<br />

eines Weihnachtsbaumstän<strong>der</strong>s<br />

mitten auf die Tanzfläche<br />

gestellt worden. „Den<br />

ganzen Abend herrschte eine<br />

Bombenstimmung, die bis in<br />

die frühen Morgenst<strong>und</strong>en<br />

anhielt“, gibt Böhm die Überlieferung<br />

weiter.<br />

Als sich auch die letzten<br />

Schützinnen <strong>und</strong> Schützen<br />

auf den Heimweg machen<br />

wollten, habe <strong>der</strong> Wirt gesagt:<br />

„Eure Birke, die nehmt Ihr<br />

aber wie<strong>der</strong> mit!“ Es dauerte<br />

nicht allzu lange, so berichtet<br />

es <strong>der</strong> heutige Zuführer, bis<br />

jemand aus <strong>der</strong> Gruppe die<br />

zündende Idee hatte, was mit<br />

<strong>der</strong> immer noch hübsch geschmückten<br />

Birke geschehen<br />

sollte: „Die pflanzen wir jetzt<br />

am Döpke-Brunnen ein!“<br />

Gesagt, getan. Fröhlich singend<br />

seien alle zum besagten<br />

Brunnen marschiert, einer<br />

<strong>der</strong> Schützenbrü<strong>der</strong> habe kurzerhand<br />

einen Spaten von zu<br />

Hause besorgt. „Schnell war<br />

in einer <strong>der</strong> Rabatten, die es<br />

damals am Döpke-Brunnen<br />

noch gab, ein Loch ausgehoben<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Baum dort eingepflanzt“,<br />

so Böhm. Damals<br />

seien viele <strong>der</strong> Zugmitglie<strong>der</strong><br />

sangesfreudig <strong>und</strong> textsicher<br />

gewesen, heißt<br />

es – <strong>und</strong> so wurde das<br />

Lied „Der Mai ist gekommen“<br />

lauthals geschmettert.<br />

„<strong>Aller</strong>dings<br />

sehr zum Unwillen<br />

eines Anwohners, <strong>der</strong><br />

davon wohl geweckt<br />

wurde <strong>und</strong> seinen Protest aus<br />

dem geöffneten Fenster nicht<br />

min<strong>der</strong> lautstark zum Ausdruck<br />

brachte“, schmunzelt<br />

Andreas Böhm.<br />

„Auch heute noch wird auf<br />

Zugveranstaltungen von dieser<br />

Aktion gesprochen“, sagt<br />

<strong>der</strong> Zugführer. „Die Trachtentanzgruppe<br />

um Wolfgang<br />

Braun hat zwar einige <strong>Jahre</strong><br />

später den echten <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Maibaum auf dem Marktplatz<br />

aufgestellt, aber die ersten, die<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Innenstadt<br />

einen Maibaum aufgestellt<br />

haben, das waren wir – <strong>der</strong> 6.<br />

Zug“, sagt er augenzwinkernd.<br />

6-zug-usk.de<br />

Die älteren <strong>Gifhorn</strong>erinnen <strong>und</strong> <strong>Gifhorn</strong>er werden sich erinnern –<br />

so sahen das Kaufhaus Döpke <strong>und</strong> <strong>der</strong> Brunnen einst aus.<br />

Eintracht <strong>und</strong> Bürgersinn: Stolz <strong>und</strong> kameradschaftlich sitzt <strong>der</strong><br />

6. Zug <strong>USK</strong> auch heute beim Zugfrühstück zusammen.<br />

Italienisches<br />

Flair<br />

in <strong>Gifhorn</strong>s<br />

Innenstadt<br />

Es ist Tradition in unserer Familie, ein gutes <strong>und</strong> leckeres<br />

Speiseeis herzustellen. Auch heute – genau wie damals –<br />

garantieren wir, dass unsere Produkte naturrein<br />

<strong>und</strong> frei von zusätzlichen Konservierungsstoffen sind.<br />

Qualität sieht man nicht, aber man schmeckt sie!<br />

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<strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> zum<br />

<strong>200</strong>-jährigen Bestehen<br />

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<strong>KURT</strong> 33


Damenzug<br />

Damenzug<br />

Die kleine weibliche Sensation <strong>des</strong><br />

Uniformierten Schützenkorps<br />

Seit 1993 marschiert <strong>der</strong> Damenzug mit – <strong>und</strong> freut sich weiterhin über Zulauf<br />

Frauen im Schießsportverein – was heute selbstverständlich ist,<br />

war früher im Schützenwesen aus historischen Gründen <strong>und</strong>enkbar.<br />

Denn <strong>der</strong> Ursprung <strong>des</strong> Schützenwesens liegt in <strong>der</strong> Verteidigung<br />

<strong>der</strong> Städte durch Bürgerwehren. Frauen zogen nicht in den Krieg,<br />

also waren sie auch kein Mitglied dieser Bürgerwehren. Erst nach<br />

vielen <strong>Jahre</strong>n knackten Frauen diese Männerdomäne.<br />

Von Katja Buhlmann<br />

Die erste Damenschießgruppe<br />

im <strong>USK</strong>, Vorläufer <strong>des</strong> heutigen<br />

Damenzugs, wurde im<br />

Jahr 1976 gegründet. 1993 war<br />

erstmals eine Formation <strong>der</strong><br />

Damen bei den Schützenumzügen<br />

dabei. „Damals durften sie<br />

noch keine Hosen, son<strong>der</strong>n nur<br />

Röcke tragen“, blickt Zugführerin<br />

Silke Mohrmann auf die<br />

strikte Klei<strong>der</strong>ordnung zurück.<br />

Als 1998 die damalige Leiterin<br />

<strong>des</strong> Damenzugs Brigitte<br />

Lange in den Stand <strong>des</strong> Leutnants<br />

erhoben <strong>und</strong> damit ihren<br />

männlichen Zugführerkollegen<br />

gleichgestellt wurde, war das<br />

eine kleine Sensation in <strong>der</strong><br />

Vereinsgeschichte. Für ihre<br />

langjährige Tätigkeit wurde<br />

Brigitte Lange <strong>200</strong>8 zum Oberleutnant<br />

beför<strong>der</strong>t. 2014 wurde<br />

sie <strong>der</strong> erste weibliche Ehrenoffizier<br />

im <strong>USK</strong>. Seit 2012 marschiert<br />

<strong>der</strong> Damenzug einheitlich<br />

in weißen Hosen bei den<br />

Schützenfest-Umzügen mit.<br />

Gemeinsame Erlebnisse<br />

schaffen – das ist für die<br />

34 Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> Damenzugs<br />

eine Herzensangelegenheit.<br />

„Wir melden regelmäßig<br />

Schützinnen zu Wettkämpfen<br />

an <strong>und</strong> veranstalten interne<br />

Wettbewerbe“, nennt Silke<br />

Mohrmann schießsportliche<br />

Aktivitäten. „Aber auch die<br />

Brauchtumspflege kommt bei<br />

uns nicht zu kurz. Wir treffen<br />

uns zu Ausflügen, Grillfesten<br />

<strong>und</strong> zur Weihnachtsfeier.“ An<br />

ein Erlebnis erinnern sich die<br />

Mitglie<strong>der</strong> beson<strong>der</strong>s gern:<br />

Zum 40-jährigen Bestehen<br />

Der <strong>USK</strong>-Damenzug um Silke Mohrmann (run<strong>des</strong> Foto) genießt nicht nur die Brauchtumspflege,<br />

son<strong>der</strong>n viele gemeinsame Erlebnisse – <strong>und</strong> freut sich über neue Gesichter.<br />

<strong>des</strong> Zugs stellten sie vor sieben<br />

<strong>Jahre</strong>n einen Ausflug in die<br />

Nähe von Bremen auf die Beine<br />

<strong>und</strong> absolvierten das Moorteufel-Diplom<br />

mit Kartoffelschälen<br />

<strong>und</strong> Dosenwerfen.<br />

Enge Fre<strong>und</strong>schaften sind unter<br />

den Mitglie<strong>der</strong>n gewachsen.<br />

„Wir schätzen es sehr, in<br />

gemütlicher R<strong>und</strong>e miteinan<strong>der</strong><br />

zu klönen“, hebt Silke<br />

Mohrmann das Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

hervor.<br />

Der Damenzug freut sich<br />

über Verstärkung. „Jede Frau<br />

ab 18 <strong>Jahre</strong>n kann gern mitmachen,<br />

wir stellen auch die<br />

Waffen zur Verfügung“, sagt<br />

Silke Mohrmann <strong>und</strong> lädt zum<br />

Vorbeikommen ein. Mehr Infos<br />

erhalten Interessierte per<br />

Mail o<strong>der</strong> auf <strong>der</strong> Website.<br />

Regelmäßiges<br />

Schießen <strong>des</strong><br />

Damenzugs – alle zwei Wochen:<br />

Mo. ab 19.30 Uhr<br />

Mi. 18 bis 20 Uhr<br />

Traditionelles Maischießen:<br />

Montag, 8. Mai, ab 19.30 Uhr<br />

mohrmannsilke69@gmail.com<br />

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Jugendzug<br />

Jugendzug<br />

Diese starke<br />

Gemeinschaft<br />

sichert dem<br />

<strong>USK</strong> die Zukunft<br />

Der Jugendzug weiß: Es spricht sich offenbar<br />

herum, wie viel Spaß wir miteinan<strong>der</strong> haben<br />

Egal ob erst 6 <strong>Jahre</strong> jung o<strong>der</strong> schon 21 – im Jugendzug <strong>des</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>Gifhorn</strong> spielt das Alter keine Rolle. Denn hier ist jede <strong>und</strong> je<strong>der</strong> ein<br />

gleichwertiger Teil einer starken Gemeinschaft. Unter <strong>der</strong> engagierten<br />

Führung von Nina Siebert – mit ihren 32 <strong>Jahre</strong>n die jüngste<br />

Zugführerin im <strong>USK</strong> – <strong>und</strong> ihrem Spieß Antonia Gessel (18) wachsen<br />

die Schützinnen <strong>und</strong> Schützen von morgen <strong>und</strong> übermorgen heran.<br />

Bereits in ihren jungen <strong>Jahre</strong>n stellen die Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> Jugendzugs<br />

so einen bedeutenden Teil <strong>der</strong> großen Schützengemeinschaft dar.<br />

Das Schützenfest 2022<br />

begang <strong>der</strong> Jugendzug<br />

mit mehr Mitglie<strong>der</strong>n<br />

als zuvor. Über die<br />

Pandemie verlierten sie<br />

keine Mitglie<strong>der</strong> – sie<br />

gewannen sogar neue.<br />

Von Melanie Stallmann<br />

„Wir sind schon so etwas wie<br />

eine kleine Familie hier“, freut<br />

sich Nina Siebert immer wie<strong>der</strong><br />

über das Zusammengehörigkeitsgefühl,<br />

das bei jedem<br />

Treffen spürbar ist. Je<strong>der</strong> hilft<br />

jedem, die erfahrenen Jungschützinnen<br />

<strong>und</strong> Jungschützen<br />

gehen offen auf jeden Neuling<br />

zu – heißt die Älteren sind je<strong>der</strong>zeit<br />

für Jüngere ansprechbar:<br />

„Ganz selbstverständlich<br />

läuft das bei uns so ab“, erklärt<br />

die Zugführerin stolz. Selbst<br />

die herausfor<strong>der</strong>nde Corona-<br />

Zeit habe <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-Jugendzug<br />

ohne Verluste überstanden,<br />

statt<strong>des</strong>sen seien während<br />

<strong>der</strong> Pandemie sogar neue<br />

Mitglie<strong>der</strong> hinzugekommen.<br />

Keine Selbstverständlichkeit,<br />

wie Nina Siebert <strong>und</strong> Antonia<br />

Gessel wissen. Es zeige wohl,<br />

dass sich Kin<strong>der</strong> <strong>und</strong> Jugendliche<br />

durchaus in ihrem Zug<br />

wohlfühlen. „Es spricht sich<br />

anscheinend herum, wie viel<br />

Spaß wir miteinan<strong>der</strong> haben“,<br />

schmunzelt Antonia Gessel.<br />

Neben den regelmäßigen<br />

Übungsabenden donnerstags<br />

sowie den vereinsinternen<br />

<strong>und</strong> vereinsübergreifenden<br />

Wettkämpfen in den jeweiligen<br />

Disziplinen gehören auch<br />

beson<strong>der</strong>e Unternehmungen<br />

wie Minigolf spielen am<br />

Bernsteinsee, gemeinsam Eis<br />

essen o<strong>der</strong> die <strong>USK</strong>-Jugendolympiade<br />

zum Vereinsleben<br />

im Jugendzug dazu. Unvergessen<br />

sind auch außergewöhnliche<br />

Aktionen, wie die Teilnahme<br />

an den virtuellen<br />

Online-Schützenfesten 2020<br />

<strong>und</strong> 2021 sowie die Cold Water<br />

Challenge im Jahr 2014,<br />

die damals in aller M<strong>und</strong>e war.<br />

„Herausgefor<strong>der</strong>t wurden wir<br />

damals von den Grußendorfer<br />

Jungschützen“, erinnert sich<br />

Nina Siebert. Es galt, sich »<br />

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36<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 37


Jugendzug<br />

Die Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> Jugendzugs sind begeistert von ihrem légeren Dress: Das Poloshirt mit Logo gefällt nämlich<br />

den Jüngeren sowie Älteren <strong>und</strong> ist eine angenehme Abwechslung zur gemeinsamen Uniform.<br />

» auf möglichst kreative Art<br />

ins kalte Wasser zu begeben<br />

<strong>und</strong> ein Video davon im Internet<br />

zu veröffentlichen. „Wir<br />

haben für diese Challenge<br />

mehrere Planschbecken mit<br />

kaltem Wasser gefüllt <strong>und</strong> mit<br />

Wasserpistolen <strong>und</strong> Eimern<br />

eine nie dagewesene Wasserschlacht<br />

auf dem Schützenplatz<br />

veranstaltet“, lacht sie.<br />

Festgehalten <strong>und</strong> zu finden ist<br />

das ganze Spektakel auch heute<br />

noch auf YouTube unter <strong>der</strong><br />

Suche „Cold Water Challenge –<br />

Jugendzug <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong>“.<br />

Beide Jugendzug-Chefinnen<br />

haben es übrigens ihren Eltern<br />

zu verdanken, dass sie sich<br />

schon in jungen <strong>Jahre</strong>n für<br />

den Schießsport begeisterten<br />

<strong>und</strong> dadurch selbst zum <strong>USK</strong>-<br />

Jugendzug gekommen sind.<br />

„Meine Mutter war selbst im<br />

<strong>USK</strong> aktiv“, erzählt die 18-jährige<br />

Antonia Gessel, die seit<br />

<strong>200</strong>6 Mitglied im Jugendzug<br />

ist – <strong>und</strong> mittlerweile stellvertretende<br />

Zugführerin. Außerdem<br />

ist sie Teil <strong>des</strong> amtierenden<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Königshauses<br />

als 1. Prinzessin.<br />

Nina Siebert ist bereits 1999<br />

in den Jugendzug eingetreten.<br />

„Da war ich neun <strong>Jahre</strong> alt”, erinnert<br />

sie sich an ihre Anfänge<br />

im Schützenwesen. Gemeinsam<br />

mit ihrem Bru<strong>der</strong> ist sie<br />

damals in die Fußstapfen ihres<br />

Vaters getreten, <strong>der</strong> seine Kin<strong>der</strong><br />

mit seiner Leidenschaft angesteckt<br />

hatte. Schon seit 2011<br />

leitet Nina Siebert den <strong>USK</strong>-<br />

Jugendzug als Zugführerin<br />

– <strong>und</strong> ein Ende ist zum Glück<br />

nicht in Sicht. „Es macht mir so<br />

viel Spaß mit dieser Truppe”,<br />

lacht Nina Siebert. Sie hat es<br />

sogar 2021 schon zum jüngsten<br />

Oberleutnant aller Zeiten im<br />

Uniformierten Schützenkorps<br />

gebracht.<br />

Nur kann die langjährige<br />

Zugführerin lei<strong>der</strong> inzwischen<br />

nicht mehr an jedem Schießtraining<br />

teilnehmen – aus privaten<br />

Gründen. Daher ist sie<br />

froh, neben ihrer Stellvertreterin<br />

Antonia Gessel weitere<br />

engagierte Helfer an ihrer Seite<br />

zu wissen, die sie tatkräftig<br />

– unter an<strong>der</strong>em an den Trainingsabenden<br />

– unterstützen.<br />

„Für die Zukunft wünschen<br />

wir uns, dass <strong>der</strong> Jugendzug<br />

weiterhin so erfolgreich ist <strong>und</strong><br />

ein fester Bestandteil im Vereinsleben<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> bleibt“, sagen<br />

Nina Siebert <strong>und</strong> Antonia<br />

Gessel – <strong>und</strong> fügen an: „Ohne<br />

Jugendarbeit kann ein Verein<br />

nicht bestehen.“<br />

Schießen <strong>des</strong> Jugendzugs:<br />

Do. 17.30 Uhr<br />

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38<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>39


7. Zug<br />

7. Zug<br />

Tradition, Geselligkeit <strong>und</strong> <strong>der</strong><br />

Brauch <strong>des</strong> Edelbrenners<br />

Der 7. Zug feiert seit 101 <strong>Jahre</strong>n mit einer kräftigen Portion Spaß am Schützenwesen<br />

„Wir sind schon ein bisschen beson<strong>der</strong>s“, charakterisiert Zugführer<br />

Hermann Heumann seinen 7. Zug. Deswegen hält <strong>der</strong> Zug sich bestimmt<br />

auch schon seit mittlerweile 101 <strong>Jahre</strong>n – kein W<strong>und</strong>er, dass<br />

dabei satte Anekdoten zusammenkommen. Das muss auch nicht<br />

konkretisiert werden, klar ist aber: „Wir machen manchmal Sachen,<br />

die einfach an<strong>der</strong>s sind“, erklärt Heumann mit einem Zwinkern.<br />

Von Mia Anna Elisabeth Timmer<br />

Herzlichen Glückwunsch<br />

zum <strong>200</strong>-jährigen<br />

Jubiläum.<br />

Catering<br />

<strong>und</strong><br />

Partyservice<br />

Doch die Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> 7. Zuges<br />

haben nicht nur den Sinn<br />

für Spaß gemein, son<strong>der</strong>n<br />

auch einen Sinn für Tradition<br />

<strong>und</strong> das Schützenwesen. Und<br />

all das verbinden sie in einem<br />

ganz eigenen Brauch, <strong>der</strong> im<br />

Uniformierten Schützenkorps<br />

<strong>Gifhorn</strong> nur beim 7. Zug seinen<br />

Platz findet. Denn wer beson<strong>der</strong>e<br />

Hingabe für das Schützenwesen<br />

zeigt, <strong>der</strong> wird zum<br />

sogenannten Edelbrenner ernannt.<br />

Und um diese Hingabe<br />

zu beweisen, gilt es jeden Tag<br />

<strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfestes<br />

voll <strong>und</strong> ganz zu erleben. Da<br />

reicht nicht allein die Anwesenheit:<br />

Auch muss je<strong>des</strong> angebotene<br />

Getränk sich einverleibt<br />

werden. Aber Durchhalten<br />

lohnt sich, denn unter allen<br />

Edelbrennern wird auch ein<br />

eigener König ausgeschossen.<br />

Zum 7. Zug gehören aber<br />

nicht nur Edelbrenner. „Es<br />

passt je<strong>der</strong> in den Zug, <strong>der</strong><br />

Spaß haben möchte“, stellt<br />

Heumann klar, denn „<strong>der</strong> Spaß<br />

<strong>des</strong> 7. Zuges macht unsere Geselligkeit<br />

aus.“ Und auch wenn<br />

manch einer diese Liebe zur<br />

Geselligkeit zu kritisieren vermag,<br />

hat <strong>der</strong> Zugführer auch<br />

darauf eine Antwort: „Ja, wir<br />

verbringen viel Zeit damit Spaß<br />

zu haben. Aber es gibt auch<br />

Zeiten, da marschieren wir.“<br />

Und marschieren können<br />

sie, das stellen die Schützen<br />

<strong>des</strong> 7. Zugs ja seit mehr als<br />

100 <strong>Jahre</strong>n unter Beweis. Das<br />

Jubiläum 2022 Feiern, wurde selbstredend<br />

gebührend gefeiert.<br />

Trauerfeiern<br />

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wo die Schützen<br />

mit bis zu 140 Sitzplätzen zu Hause<br />

sind!<br />

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Ein paar richtige Grinsebacken sind Schützenbrü<strong>der</strong> <strong>des</strong> 7. Zugs. 2019 hatten sie auch allen Gr<strong>und</strong> dazu, denn<br />

dank Andreas Erhardt durften sie sich Königszug nennen – wegen <strong>der</strong> Pandemie sogar drei <strong>Jahre</strong> lang.<br />

Kaum ein Schützenbru<strong>der</strong><br />

<strong>des</strong> 7. Zuges ließ sich dieses<br />

Ereignis entgehen, auch Bürgermeister<br />

Matthias Nerlich<br />

feierte mit, ebenso das <strong>USK</strong>-<br />

Kommando <strong>und</strong> die Führung<br />

<strong>der</strong> 3. Kompanie. Nicht zu<br />

vergessen <strong>der</strong> Schützenverein<br />

Gardelegen, mit dem <strong>der</strong> 7. Zug<br />

ein jährliches Vergleichsschießen<br />

veranstaltet. Auch einige<br />

Geschenke erhielten die<br />

Schützenbrü<strong>der</strong> – <strong>und</strong><br />

wer nachträglich noch<br />

schenken will, dem sei<br />

das liebste Getränk<br />

<strong>der</strong> Siebten empfohlen:<br />

Heidegeist. O<strong>der</strong><br />

Joachim Keuch ist<br />

exemplarisch für die Geselligkeit<br />

<strong>der</strong> Schützen<br />

<strong>des</strong> 7. Zugs mit seiner packenden<br />

Laune. Hier kommt<br />

keine Langeweile auf!<br />

Ratzeputz. Die beiden 54-Prozentigen<br />

mischen die Herren<br />

nämlich gern als 108er.<br />

Meistens genießen sie den<br />

Schnaps in ihrem Stammlokal<br />

La Fontana. Das war übrigens<br />

mal <strong>der</strong> Itschen Krug – das<br />

ursprüngliche Stammlokal <strong>des</strong><br />

7. Zugs. Die Wechsel von Besitzern<br />

<strong>und</strong> auch <strong>der</strong> von <strong>der</strong><br />

Deutschen zur Italienischen<br />

Küche än<strong>der</strong>te für die Schützenbrü<strong>der</strong><br />

aber nichts <strong>und</strong> so<br />

blieben sie dem Lokal treu.<br />

Übrigens hieß <strong>der</strong> Itschen<br />

Krug wie er eben hieß, weil<br />

hinter dem Gebäude ein Krötenteich<br />

war <strong>und</strong> die Gäste im<br />

Sommer <strong>der</strong>en Gequake lauschen<br />

durften. Die Plattdeutsche<br />

Bezeichnung<br />

„Itsche“ für „Frosch“<br />

führte zu dem Namen.<br />

Von den grünen<br />

Fröschen zurück zu<br />

den grau gewandeten<br />

Schützen: Die freuen<br />

sich über passenden<br />

Neuzugang – <strong>und</strong> wie<br />

Heumann sagt, zählt<br />

dabei nur <strong>der</strong> Spaß.<br />

usk-gifhorn.de/7-zug<br />

40<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>41


8. Zug 8. Zug<br />

Wo die Liga <strong>des</strong> Bösen den<br />

Rummelochsen bestimmt<br />

Im 8. Zug <strong>des</strong> <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> gibt‘s eine ehrenvolle Kette für fragwürdiges Verhalten<br />

Beim <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest geht es turbulent zu. Mitunter schießt<br />

<strong>der</strong> eine o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Schützenbru<strong>der</strong> auch mal über das Ziel hinaus<br />

– also sprichwörtlich. Und wenn das zur Regel wird, kann man sich<br />

vor Hohn <strong>und</strong> Spott nicht einfach wegducken. Für genau diese Fälle<br />

hat <strong>der</strong> 8. Zug <strong>USK</strong> eine beson<strong>der</strong>e Würdigung ins Leben gerufen:<br />

die Kette für den Rummelochsen. Die Preisübergabe erfolgt dabei<br />

durch die nicht min<strong>der</strong> kuriose „Liga <strong>des</strong> Bösen“.<br />

Ob stolz o<strong>der</strong> schamvoll – Stefan Lehmann kann wenig an seiner Regentschaft<br />

drehen, aktuell trägt er die Kette <strong>des</strong> Rummelochsen.<br />

Von Malte Schönfeld<br />

Es ist ein weißes Shirt, was<br />

Schütze Stefan Lehmann zum<br />

Verhängnis wird. Ein simples<br />

weißes T-Shirt mit schwarzem<br />

Aufdruck. Die Temperaturen<br />

am Wochenende <strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Schützenfestes 2022 steigen<br />

hoch auf 32 Grad, über dem Asphalt<br />

flirrt die Luft. Die Schützen-Körper<br />

arbeiten gegen die<br />

Hitze an <strong>und</strong> schwitzen.<br />

Auch Stefan Lehmann<br />

schwitzt. Zu spät fällt ihm das<br />

weiße Shirt unter dem Hemd<br />

auf. Ein folgenschwerer Fehler<br />

in <strong>der</strong> Gar<strong>der</strong>obe. Denn es ist<br />

so heiß, dass die Schrift durch<br />

das nasse, inzwischen durchsichtige<br />

Hemd drückt. Und<br />

plötzlich steht da das englische<br />

Wort „Sweat“ – zu Deutsch:<br />

Schweiß. Welch blö<strong>der</strong> Zufall!<br />

Dieser Witz geht voll <strong>und</strong><br />

ganz auf die Kosten von Stefan<br />

Lehmann, das ist klar, da hat<br />

er sich einen gegönnt. Schnell<br />

spricht sich das unter den Zugbrü<strong>der</strong>n<br />

<strong>des</strong> 8. Zugs rum. Ein<br />

klarer Fall für den Rummelochsen,<br />

<strong>der</strong> ihm schließlich am<br />

Schützenfest-Sonntag feierlich<br />

umgehängt wird.<br />

Der Rummelochse ist eine<br />

zuginterne Auszeichnung <strong>des</strong><br />

8. Zugs <strong>USK</strong>. Wer sich beim<br />

Schützenfest mit einem unterhaltsamen<br />

Ausfall o<strong>der</strong> einem<br />

unglücklichen Fehltritt ver-<br />

Die Schützen <strong>des</strong> 8. Zuges <strong>USK</strong> sind immer für einen Scherz, ein bisschen Foppen <strong>und</strong> das gemeinsame Darüberlachen<br />

gut. In dieser Tradition wurde auch <strong>der</strong> Rummelochse von den jungen Wilden aus <strong>der</strong> Taufe gehoben.<br />

dient macht, wer die Zugbrü<strong>der</strong><br />

– ob freiwillig o<strong>der</strong> unfreiwillig<br />

– zum Lachen bringt <strong>und</strong> dem<br />

Fest damit seinen Stempel aufdrückt,<br />

ist ein heißer Anwärter<br />

auf den Titel Rummelochse. Zu<br />

erkennen ist <strong>der</strong> Rummelochse<br />

an <strong>der</strong> dazugehörigen Ehrenkette,<br />

einem Gummirind,<br />

das nebst <strong>der</strong> Namensschil<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> bisherigen Träger an einer<br />

Messingkette baumelt.<br />

<strong>Eine</strong>r, <strong>der</strong> die Geschichte <strong>des</strong><br />

Rummelochsen besser kennt<br />

als je<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e, ist Björn Gasa.<br />

Als Jugendlicher tritt er zusammen<br />

mit seinen Fre<strong>und</strong>en<br />

Sebastian Raulfs, Stefan Raulfs<br />

<strong>und</strong> Christian Großer in den<br />

8. Zug, den Zug ihrer Väter,<br />

ein. Vor ihrem ersten Schützenfest<br />

1996 gibt es Exerzierübungen<br />

mit Wolfgang <strong>und</strong> Ernst<br />

Raulfs, Schützenfestlehrst<strong>und</strong>en<br />

mit Spießlegende Helmut<br />

Powels, Schießtraining mit den<br />

Schießsportleitern Karl-Heinz<br />

Schweckendieck <strong>und</strong> Helmut<br />

Schwärzel <strong>und</strong> Waffenreinungsabende<br />

mit Siegfried<br />

Richter. Auf diese Ausbildung<br />

folgt ein erstes denkwürdiges<br />

Fest in Uniform.<br />

In <strong>der</strong> Folge spricht sich<br />

rum, dass die jungen Wilden<br />

Stimmungsbolzen sind. Weitere<br />

enge Fre<strong>und</strong>e schließen sich<br />

dem 8. Zug an, <strong>der</strong> eine regelrechte<br />

Verjüngungskur erlebt.<br />

„Schräg gegenüber vom<br />

Breakdancer, da haben wir in<br />

einer Kneipe namens Kajüte<br />

immer Party gemacht. Die war<br />

maritim hergerichtet, doch zu<br />

trinken gab‘s da alles, nicht<br />

nur Grog“, erinnert sich Björn<br />

Gasa. Zuerst von den älteren<br />

Zugbrü<strong>der</strong>n belächelt, erweisen<br />

sich die jungen Wilden<br />

als Magnet. Die Kin<strong>der</strong>losen<br />

<strong>und</strong> diejenigen, bei denen die<br />

Kin<strong>der</strong> gerade aus dem Elternhaus<br />

getürmt sind, tun sich als<br />

Zugbrü<strong>der</strong> mit beson<strong>der</strong>em<br />

Durchhaltevermögen hervor.<br />

Einige <strong>Jahre</strong> ziehen so ins<br />

Land – Jubel, Trubel, Heiterkeit.<br />

In <strong>der</strong> Nachbesprechung<br />

zum Schützenfest <strong>200</strong>0 fallen<br />

Björn Gasa <strong>und</strong> seinem<br />

Fre<strong>und</strong> Christian Priebe auf,<br />

dass sich die Fauxpas <strong>der</strong> Zugbrü<strong>der</strong><br />

mehren. Und wie sich »<br />

42<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>43


8. Zug 8. Zug<br />

» beinahe<br />

ein Wettstreit<br />

<strong>der</strong><br />

Fehltritte<br />

durchsetzt.<br />

Den beiden, kreativ<br />

durch das Feierabend-Bier<br />

bereichert, ist sternenklar:<br />

<strong>Eine</strong> Auszeichnung<br />

muss her! Auch <strong>der</strong><br />

Name ist schnell<br />

gef<strong>und</strong>en: Wer<br />

sich <strong>und</strong> den Zug<br />

auf dem Schützenfest<br />

bloßstellt,<br />

macht sich zum Ochsen<br />

auf dem Rummel – zum<br />

Rummelochs!<br />

Fortan wird jährlich<br />

ein neuer Zugbru<strong>der</strong> ausgezeichnet.<br />

Als erstes trifft<br />

es <strong>200</strong>1 den heutigen Spieß<br />

Holger Richter. Bei <strong>der</strong> Begründung<br />

<strong>der</strong> Preisverleihung – entwe<strong>der</strong><br />

die „öffentliche Zurschaustellung<br />

menschlichen Elends“ o<strong>der</strong><br />

„die kreative nächtliche Schlafplatzsuche<br />

unter Nussbäumen“ – sind die Überlieferungen<br />

nicht ganz einig.<br />

Galt <strong>der</strong> Preis zunächst nur den jungen<br />

Wilden, schielten später auch die älteren<br />

Zugbrü<strong>der</strong> auf die prächtige Kette –<br />

<strong>200</strong>5 wird Hans Joachim Schwarz diese<br />

fragwürdige Ehre als erstem Externen<br />

zuteil, als er einen Probeschuss trotz Verbot<br />

am Schützenfest-Donnerstag abgibt<br />

<strong>und</strong> das Ergebnis auch noch austeilern<br />

lässt. „Wir mussten also feststellen,<br />

dass die Älteren ja gar nicht besser<br />

waren als wir Jungen“, erklärt Björn<br />

Gasa, <strong>der</strong> sich selbst <strong>200</strong>7 für einen<br />

Streich am späteren Schützenkönig<br />

<strong>und</strong> BSK-Mitglied Erich Bosse mit<br />

schlechtem Ausgang in den Ochs-Annalen<br />

verewigte.<br />

Was für ein, ääh, prachtvolles Exemplar von einer Kette: Dieses<br />

Schmuckstück bekommt beim 8. Zug <strong>USK</strong> <strong>der</strong> Rummelochse<br />

umgehängt – für herausragen<strong>des</strong> Betragen auf dem Rummel.<br />

Doch wer bestimmt eigentlich<br />

den Rummelochsen? Nach<br />

dem Schützenfest-Freitag trifft<br />

man sich bei Schützenbru<strong>der</strong><br />

Holger Richter im Garten. „Es<br />

wird beraten <strong>und</strong> sondiert“, erklärt<br />

Björn Gasa. Es gibt einige<br />

ständige Schützen plus Gast-<br />

Juroren, die sich in <strong>der</strong> „Liga<br />

<strong>des</strong> Bösen“ genannten Jury<br />

zusammenfinden. Irgendwann<br />

gewöhnt sich Björn Gasa an,<br />

wie das Nobelpreis-Komitee<br />

eine Begründung <strong>und</strong> damit<br />

Laudatio auf den Rummelochs<br />

zu halten, die ebenfalls für gehörig<br />

gute Laune sorgt. Wurde<br />

<strong>der</strong> Rummelochs zu Beginn<br />

noch am Lustigen Sonntag<br />

vergeben, hat sich <strong>der</strong> 8. Zug<br />

inzwischen auf den Schützenfest-Sonntag<br />

verständigt.<br />

<strong>Eine</strong> Regentschaft dauert eine<br />

Schützenfest-Saison.<br />

Wer in diesem Jahr auf Stefan<br />

Lehmann folgt, wird sich<br />

zeigen. „Man merkt aber, dass<br />

die Vergehen weniger <strong>und</strong> mo<strong>der</strong>ater<br />

werden“, betont Björn<br />

Gasa. Die einst jungen Wilden<br />

sind nun die jungen Milden. Es<br />

gehe darum, sagt <strong>der</strong> 44-jährige<br />

<strong>Gifhorn</strong>er, gemeinsam liebevoll<br />

zu schmunzeln. „Es wird<br />

erwartet, dass man eine R<strong>und</strong>e<br />

gibt. Da ist <strong>der</strong> Rummelochs<br />

Die urige Kneipe mit Herz<br />

Die allererste Rummelochsen-R<strong>und</strong>e am späten Schützenfest-Samstagabend<br />

1998 im Schiller Pub: Stefan Raulfs (von links), Christian Priebe,<br />

Sebastian Raulfs, Kathi Richter <strong>und</strong> Björn Gasa. Für das Foto sorgt<br />

vermutlich gerade Holger Richter. :<br />

das Pendant zu je<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />

Kette – nur dass sie nicht so<br />

hübsch ist.“<br />

Übrigens: Auch eine schwere<br />

Operation musste <strong>der</strong> Gummibulle<br />

an <strong>der</strong> Kette über sich<br />

ergehen lassen. Landwirt <strong>und</strong><br />

Zugmitglied Erich Helberg erkannte,<br />

dass es sich bei dem<br />

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Ochsen in Wahrheit um einen<br />

kräftigen Bullen handelte. Also<br />

wurde dieser während eines<br />

Treffens „unter fachmännischer<br />

Aufsicht von Erich Helberg<br />

mit einem heißen Draht<br />

gelegt“, verrät Björn Gasa.<br />

Mit Spott kennt sich <strong>der</strong><br />

8. Zug <strong>USK</strong> ohnehin ja aus.<br />

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9. Zug<br />

9. Zug<br />

Aus einer Bierlaune wird<br />

größte Schützenlaune<br />

Vor 29 <strong>Jahre</strong>n wurde <strong>der</strong> 9. Zug neugegründet – <strong>und</strong> ist nicht mehr wegzudenken<br />

Tradition, Eintracht <strong>und</strong> Bürgersinn standen bei <strong>der</strong> Gründung<br />

<strong>des</strong> 9. Zugs hinten an. Spontan – gerade einmal eine Woche vor<br />

Schützenfest – beschlossen ein paar junge Männer, den seit 1934<br />

geschlossenen Zug wie<strong>der</strong> auferstehen zu lassen. Dieser spontane<br />

Beschluss sollte aber weitreichende Folgen haben. Denn mittlerweile<br />

hat <strong>der</strong> Zug nicht nur eigene Traditionen, son<strong>der</strong>n ist auch <strong>der</strong><br />

größte Zug in ganz <strong>Gifhorn</strong> – welch eine Erfolgsgeschichte!<br />

Von Mia Anna Elisabeth Timmer<br />

„Wenn man so will, begann<br />

das am Biertisch“, blickt Stefan<br />

Armbrecht auf die Neugründung<br />

<strong>des</strong> 9. Zugs zurück. Wir<br />

reisen also an diesen Biertisch,<br />

zurück in das Jahr 1994 –<br />

Das erste Bild <strong>des</strong> damals noch kleinen 9. Zugs um Gründungszugführer<br />

Stefan Armbrecht (3. von links) entstand zum Schützenfest 1994.<br />

genauer: Freitag, <strong>der</strong> 10. Juni.<br />

In Mück‘s Weinkeller sitzen<br />

wir nun mit ein paar Gestalten,<br />

die sich mehr o<strong>der</strong> weniger zufällig<br />

trafen. Es folgt ein historischer<br />

Moment <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Schützengeschichte: Einige<br />

Schriftstücke werden aufgesetzt,<br />

hier unterschreibt einer,<br />

da wie<strong>der</strong> ein an<strong>der</strong>er... Und so<br />

verpflichten sich die Anwesenden,<br />

dem 9. Zug, den es zu diesem<br />

Zeitpunkt noch gar nicht<br />

wie<strong>der</strong> gab, anzuschließen.<br />

Der nächste Tag: Major Helmut<br />

Schmidt bekennt großes<br />

Interesse an <strong>der</strong> Idee, will sich<br />

aber noch mit seinem Kommando<br />

beraten. Bis dahin heißt<br />

es: Anwärter finden, Listen füllen,<br />

Eintritte generieren. „Wir<br />

hatten ruckzuck eine Liste von<br />

Interessenten, jedoch haben<br />

wir dabei auch etwas geschummelt“,<br />

gibt Gründungszugführer<br />

Armbrecht heute preis.<br />

Bereits zwei Tage später<br />

– am 13. Juni – legen Stefan<br />

Armbrecht <strong>und</strong> Mark Zierold<br />

dem Kommando die 26 Namen<br />

umfassende Liste vor <strong>und</strong><br />

erhalten so die Genehmigung<br />

ihres Vorhabens. Armbrecht<br />

macht heute klar: „Man hat<br />

uns das auf Bewährung mal<br />

so machen lassen.“ Damit die<br />

Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> 9. Zugs dann<br />

wirklich bereit fürs kommende<br />

Schützenfest sind, fehlte<br />

noch die Ausrüstung: Einiges<br />

wurde geliehen, <strong>der</strong> Major<br />

spendete 30 Paar weiße Handschuhe<br />

<strong>und</strong> sicherte ihnen ein<br />

Übungsexerzieren am folgenden<br />

Mittwoch zu.<br />

Am 16. Juni 1994 begangen<br />

die Dachse – so nennen<br />

sie sich nun in Anlehung an<br />

Passende Schärpen schmücken die Uniformen <strong>der</strong> Schützen zur Feier ihres 25-jährigen Bestehens.<br />

Ihr Accessoire, das nicht einmalig aber dafür einzigartig ist, ist das Gewehr mit dem verknoteten Lauf.<br />

Das tragen die Dachse <strong>des</strong> 9. Zugs je<strong>des</strong> Jahr zum Marschieren.<br />

ihr Wappentier – ihren ersten<br />

Marsch am Schützenfest. „Am<br />

Anfang stand die Tradition<br />

hintenan, das entstand eher<br />

aus einer Bierlaune“, resümiert<br />

<strong>der</strong> Gründungsführer. Aber es<br />

ist ja alles geglückt. Doch nach<br />

mehr als 25 <strong>Jahre</strong>n ist die Tradition<br />

nicht mehr zweitrangig.<br />

Eigene Bräuche hat <strong>der</strong> 9.<br />

Zug nämlich inzwischen auch.<br />

Etwa tragen sie nicht wie die<br />

an<strong>der</strong>en Schützen einfache<br />

Gewehre, son<strong>der</strong>n welche mit<br />

verknoteten Läufen – so sehen<br />

diese aus wie eine Neun.<br />

„Wir veranstalten auch jährlich<br />

das Vogelschießen <strong>und</strong> das<br />

Tontaubenschießen – bei<strong>des</strong><br />

machen wir mit dem 6. Zug“,<br />

nennt <strong>der</strong> heutige Zugführer<br />

Dirk Waldecker weitere Sitten.<br />

Aber nicht nur die machen<br />

den 9. Zug so beson<strong>der</strong>s:<br />

„Rang <strong>und</strong> Name spielen bei<br />

uns keine Rolle. Wir sind alles<br />

Dachse – das ist das A <strong>und</strong> O“,<br />

erklärt Waldecker. Als größter<br />

Zug <strong>der</strong> Uniformierten<br />

keine Überraschung,<br />

so vielseitig wie die<br />

zahlreichen Mitglie<strong>der</strong><br />

sein mögen. Das bestätigt<br />

auch ihr Zugführer,<br />

denn<br />

„die Gespräche<br />

sind immer<br />

genauso<br />

bunt wie <strong>der</strong><br />

Zug selbst“.<br />

46<br />

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Alles Gute, <strong>USK</strong> – herzlichen Glückwunsch<br />

zu unglaublichen <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n!


Spielmannszug<br />

Spielmannszug<br />

Die Liebe zur Musik verbindet –<br />

<strong>und</strong> schafft ewige Gemeinschaft<br />

Der Spielmannszug unterstützt das <strong>USK</strong> seit 1955 mit seinen Klängen<br />

Stimmung, gute Laune, Marschmusik: Was wären das Uniformierte<br />

Schützenkorps <strong>und</strong> das <strong>Gifhorn</strong>er Schützenwesen bloß ohne seine<br />

Musiker, die nicht nur zum <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfest den Takt angeben<br />

<strong>und</strong> die Menschen in Bewegung bringen?! Schon seit 68 <strong>Jahre</strong>n<br />

sind die Damen <strong>und</strong> Herren <strong>der</strong> musikalischen Garde mit den sogenannten<br />

Schwalbennestern – also den Schulteraufnähern in traditionellen<br />

Schützenfarben – an <strong>der</strong> Uniform gemeinsam unterwegs.<br />

„Wir sind eine bunt gemischte Truppe“, sagt Zugführer Andre van<br />

<strong>der</strong> Wall schmunzelnd mit Blick auf die 12 Aktiven, die voller Elan<br />

<strong>und</strong> unter dem Motto „Hier spielt die Musik“ mit Trommel, Pauken,<br />

Becken, Querflöte <strong>und</strong> Lyra gute Laune verbreiten.<br />

Von Katja Buhlmann<br />

Seit Jahrzehnten dabei<br />

Zugführer Andre van <strong>der</strong> Wall<br />

selbst engagiert sich bereits<br />

seit 1994 im Spielmannszug –<br />

die Leitung übernahm er vor<br />

fast sechs <strong>Jahre</strong>n. Schon als<br />

Kind war er begeistert, wenn<br />

<strong>der</strong> Umzug an seiner Kita vorbeimarschierte.<br />

„Und ich habe<br />

schon damals auf allem Möglichen<br />

rumgetrommelt – <strong>und</strong><br />

das ist bis heute so geblieben“,<br />

lacht er, während es ihm fast<br />

schon wie<strong>der</strong> in den Fingern<br />

zuckt. „Es macht einfach Spaß,<br />

zusammen zu musizieren.“<br />

Schnell erlernt<br />

Die <strong>Gifhorn</strong>er Spielleute spielen<br />

die klassische Marschmusik<br />

übrigens nicht nach Noten,<br />

son<strong>der</strong>n mit Hilfe von Grifftabellen.<br />

„Das ist recht schnell<br />

zu erlernen“, begründet Andre<br />

van <strong>der</strong> Wall diese Beson<strong>der</strong>heit<br />

<strong>des</strong> Spielens. Und je<strong>des</strong><br />

Lied sitzt auch damit perfekt,<br />

wie bei den Ausmärschen anlässlich<br />

<strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Schützenfeste<br />

immer wie<strong>der</strong> zu<br />

hören ist. Außerdem ist den<br />

Mitglie<strong>der</strong>n <strong>des</strong> <strong>USK</strong>-Spielmannszugs<br />

<strong>der</strong> Spaß am Spiel<br />

anzusehen. Doch auch die Geselligkeit<br />

wird fernab <strong>der</strong> offiziellen<br />

Anlässe <strong>und</strong> Übungsabende<br />

großgeschrieben: Und<br />

so stehen auf dem jährlichen<br />

Veranstaltungsplan zudem<br />

gemeinsame Boßeltouren,<br />

Sommerfeste <strong>und</strong> Weihnachtsfeiern,<br />

bei denen die Teilnehmerinnen<br />

<strong>und</strong> Teilnehmer jede<br />

Menge Spaß haben.<br />

Ohne den Spielmannszug wäre das Marschieren für die Schützenschwestern <strong>und</strong> Schützenbrü<strong>der</strong> nicht<br />

dasselbe. Denn ihre Musik dient nicht nur <strong>der</strong> Unterhaltung, son<strong>der</strong>n auch als Taktgeber <strong>der</strong> Schritte.<br />

Enge Verb<strong>und</strong>enheit<br />

Genau diese enge Verb<strong>und</strong>enheit<br />

hat auch Klaus-Dieter Oppermann<br />

1976 zum Mitmachen<br />

als För<strong>der</strong>mitglied animiert.<br />

„Mir selbst fehlt lei<strong>der</strong> die musikalische<br />

Befähigung, aber ich<br />

bew<strong>und</strong>ere, was die Mitglie<strong>der</strong><br />

auf die Beine stellen“, lobt er<br />

<strong>der</strong>en Einsatz. Deshalb sei er<br />

früher immer dabei gewesen,<br />

wenn ehrenamtliche Helfer<br />

den Zug mit geliehenen Bussen<br />

von Haus zu Haus für die<br />

Ständchen am Mittwoch vor<br />

dem Schützenfest herumgefahren<br />

haben. Ein Ereignis ist ihm<br />

hierbei beson<strong>der</strong>s im Gedächtnis<br />

hängengeblieben: „Der Zug<br />

ist 1984 Deutscher Meister als<br />

gemischt-mo<strong>der</strong>ner Zug geworden.<br />

Zahlreiche Schlachtenbummler<br />

aus dem 4. <strong>USK</strong>-<br />

Zug haben ihn dabei angefeuert<br />

<strong>und</strong> waren begeistert”, blickt<br />

er zurück: „Wir waren mächtig<br />

stolz auf diesen tollen Sieg.“<br />

Und auch in <strong>der</strong> Historie <strong>der</strong><br />

musikalischen Einheit mit den<br />

„Schwalbennestern auf Schulterhöhe“<br />

bleibt dieses Erlebnis<br />

garantiert unvergessen.<br />

Wer beim Spielmannszug<br />

einsteigen möchte, kann sich<br />

via Social Media melden. „Interessierte<br />

sollten Spaß am<br />

Musizieren haben, den Rest<br />

bringen wir ihnen gern bei“,<br />

klärt Andre van <strong>der</strong> Wall auf<br />

<strong>und</strong> fügt an: „Wir stellen ihnen<br />

auch die Instrumente.“<br />

Facebook: spzusk<br />

Instagram:<br />

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Seit 20 <strong>Jahre</strong>n sorgt die <strong>USK</strong>-Sparte<br />

<strong>der</strong> Sommerbiathleten für Erfolg<br />

Die Entstehung <strong>der</strong> Sommerbiathlon-<br />

Sparte <strong>des</strong> <strong>USK</strong> führt in die 80er<br />

<strong>Jahre</strong> zurück, als die ersten aktiven<br />

<strong>Gifhorn</strong>er <strong>USK</strong>-Schützen mit drei<br />

Mannschaften am ersten vom<br />

BSC Isenbüttel organisierten<br />

Crosslauf-Biathlon im Landkreis teilnahmen.<br />

Angefixt von <strong>der</strong> Sommervariante<br />

<strong>des</strong> bekannten olympischen<br />

Winterbiathlons nahm das Interesse<br />

aus den Reihen <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-Mitglie<strong>der</strong><br />

an <strong>der</strong> sportlichen Herausfor<strong>der</strong>ung<br />

rasant zu. Schießoffizier Klaus Meyer<br />

<strong>und</strong> Kassenwart Peter Kostrewa<br />

erkannten: „Das müssen wir verstärkt<br />

machen, das hat Zukunft.“ Und gründeten<br />

schließlich im Winter <strong>200</strong>3 die<br />

50<br />

<strong>KURT</strong><br />

Sparte Sommerbiathlon.<br />

DieSportlerinnen <strong>und</strong> Sportler <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-Sparte Sommerbiathlon gehören seit <strong>Jahre</strong>n zu den erfolgreichsten in<br />

Deutschland. Vor 20 <strong>Jahre</strong>n begann die Geschichte beim Crosslauf-Biathlon in Isenbüttel.<br />

Von Nicola Paschinski<br />

Seitdem trainieren die Biathleten<br />

– individuell nach ihrem<br />

Trainingsstand – als Vorbereitung<br />

auf regionale Wettkämpfe,<br />

die Lan<strong>des</strong>meisterschaften<br />

im Luftgewehr <strong>und</strong> Kleinkaliber<br />

o<strong>der</strong> gar die Deutschen<br />

Meisterschaften. Im Laufe <strong>der</strong><br />

20 <strong>Jahre</strong> hat sich im <strong>USK</strong> eine<br />

leistungsorientierte Sparte gebildet,<br />

in <strong>der</strong> auch ambitionierte<br />

Jugendliche auf Lan<strong>des</strong>- <strong>und</strong><br />

Bun<strong>des</strong>ebene um Titel kämpfen.<br />

Mit Kraft, Ausdauer, Konzentration<br />

<strong>und</strong> Selbstdisziplin<br />

haben die Leistungssportler<br />

nicht nur deutsche Meistertitel<br />

geholt, son<strong>der</strong>n sogar einen<br />

Vize-Europameister aus eigenen<br />

Reihen hervorgebracht.<br />

Zusammenhalt ist <strong>der</strong> Motivator<br />

<strong>der</strong> 36 Mitglie<strong>der</strong><br />

starken Truppe, die sich aus<br />

Kin<strong>der</strong>n, Jugendlichen <strong>und</strong><br />

Erwachsenen zusammensetzt.<br />

Denn auch außerhalb<br />

<strong>des</strong> Schieß- <strong>und</strong> Lauftrainings<br />

sind gemeinschaftliche Aktionen<br />

an <strong>der</strong> Tagesordnung. Ob<br />

Indoor-Minigolf, Klettergarten,<br />

Trampolinhalle, Bowling<br />

o<strong>der</strong> Escape-Room – Hauptsache<br />

gemeinsam. Sogar in <strong>der</strong><br />

Corona-Zeit haben die Sportler<br />

zusammengehalten <strong>und</strong><br />

nicht nur via Onlinestreaming<br />

trainiert, son<strong>der</strong>n sich auch<br />

gegenseitig zu virtuellen Wettkämpfen<br />

(Sockenwurf auf Klopapierrollen)<br />

herausgefor<strong>der</strong>t.<br />

Die Tatsache, dass es einige<br />

Sportler studien- o<strong>der</strong><br />

jobbedingt in an<strong>der</strong>e Städte<br />

Deutschlands verschlagen hat,<br />

kann das Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

nicht schmälern.<br />

Auch diejenigen, die nicht<br />

mehr in <strong>Gifhorn</strong> leben, halten<br />

dem Verein treu die Fahne<br />

<strong>und</strong> gehen bei Wettkämpfen<br />

weiterhin an den Start – gern<br />

auch mal mit selbstgemachten<br />

einheitlichen Armbän<strong>der</strong>n in<br />

den Stadtfarben Blau <strong>und</strong> Rot.<br />

„Auch nach all den <strong>Jahre</strong>n<br />

haben wir immer noch so viel<br />

Spaß wie am ersten Tag. Es gab<br />

Erfolge <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>lagen, aber<br />

<strong>der</strong> Sport <strong>und</strong> dieser Verein haben<br />

jedem in <strong>der</strong> Gruppe ganz<br />

viel Positives für das Leben<br />

<strong>und</strong> die Zukunft gegeben“, so<br />

Spartenleiter Peter Kostrewa.<br />

„Gewinnen <strong>und</strong> verlieren. »<br />

<strong>KURT</strong> 51


Sommerbiathlon<br />

Sommerbiathlon<br />

Sauber aufgereiht stehen die Gewehre, damit die Schützinnen <strong>und</strong> Schützen<br />

beim <strong>Gifhorn</strong>-Cup schnell ins Schwarze treffen können.<br />

» Aber auch teilen, voneinan<strong>der</strong><br />

lernen, helfen, unterstützen,<br />

miteinan<strong>der</strong> leben, lachen,<br />

weinen, nie aufgeben <strong>und</strong> auf<br />

an<strong>der</strong>e zählen können.“<br />

Höhepunkt im Veranstaltungskalen<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Sommerbiathleten<br />

ist <strong>der</strong> jährlich wie<strong>der</strong>kehrende<br />

<strong>Gifhorn</strong>-Cup, bei<br />

dem neben dem Gelände-/<br />

Staffellauf in unterschiedlichen<br />

Distanzen mit Luftgewehr<br />

im Liegend- <strong>und</strong> Stehendanschlag<br />

auf 10 Meter entfernte<br />

Klappanlagen geschossen<br />

wird. Die Veranstaltung lockt<br />

nicht nur viele Teilnehmer,<br />

son<strong>der</strong>n auch Zuschauer aus<br />

ganz Norddeutschland. 40 bis<br />

50 Helfer sind dafür je<strong>des</strong> Jahr<br />

im Einsatz. Und nun sind die<br />

Biathleten froh, dass die Groß-<br />

veranstaltung, die in den vergangenen<br />

<strong>Jahre</strong>n pandemiebedingt<br />

ausfallen musste, endlich<br />

wie<strong>der</strong> stattfinden kann.<br />

Die Vorbereitungen zum<br />

19. <strong>Gifhorn</strong>-Cup im Jubiläumsjahr<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong>, <strong>der</strong> am<br />

Sonntag, 27. August, auf dem<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Schützenplatz ausgetragen<br />

wird, laufen bereits<br />

auf Hochtouren. „Mit Michael<br />

Rösch werden wir auf jeden<br />

Fall einen ganz beson<strong>der</strong>en<br />

Gast empfangen“, verspricht<br />

Peter Kostrewa. Während <strong>des</strong><br />

Finales <strong>der</strong> Biathlontour vor<br />

einigen Wochen in Oberhof<br />

habe man den ehemaligen Biathleten<br />

<strong>und</strong> Olympia-Goldmedaillengewinner<br />

von <strong>200</strong>6<br />

getroffen, <strong>der</strong> spontan seinen<br />

Besuch zugesagt habe.<br />

Das Adrenalin pumpt schon: Der Startschuss für die Athletinnen <strong>und</strong><br />

Athleten zum Staffelduellfinale beim <strong>Gifhorn</strong>er-Cup 2014 ist gefallen.<br />

Neulinge sind in <strong>der</strong> Biathlonfamilie<br />

stets willkommen.<br />

Interessierte sind herzlich zum<br />

Schnuppern eingeladen. Trainiert<br />

wird jeden Mittwoch zwischen<br />

18 <strong>und</strong> 20 Uhr im o<strong>der</strong><br />

am <strong>Gifhorn</strong>er Schießheim am<br />

an <strong>der</strong> Celler Straße.<br />

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Wir gratulieren zum<br />

<strong>200</strong>-jährigen Jubiläum<br />

<strong>und</strong> wünschen allzeit<br />

gut Schuss.<br />

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Nils Borkenhagen (von links), Dustin Rösemann, Gerrit Klitzke, Anke Klitzke, Holger Klitzke, Felix Kaiser, Ellen Klosterberg <strong>und</strong> Bastian Till Nowak<br />

bilden gemeinsam den Ortsverbandsvorstand <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Grünen.<br />

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<strong>KURT</strong> 53


<strong>Gifhorn</strong>er Hut<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Hut<br />

Heimatpflege –<br />

wohl behütet<br />

Der <strong>Gifhorn</strong>er Hut ist eine ehrwürdige Auszeichnung<br />

„Mein Hut, <strong>der</strong> hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut – <strong>und</strong> hat er<br />

nicht drei Ecken, dann ist er nicht mein Hut.“ Jener Dreispitz, um den<br />

es in dem Volkslied geht, spielt in <strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Stadtgeschichte seit<br />

40 <strong>Jahre</strong>n eine zentrale Rolle. Insgesamt 33 Personen aus Stadt <strong>und</strong><br />

Landkreis <strong>Gifhorn</strong> nennen diese Kopfbedeckung heute ihr Eigen –<br />

sie alle wurden für verschiedene Verdienste mit dem <strong>Gifhorn</strong>er Hut<br />

geehrt. Längst ist die Hutträgerschaft als Abteilung im <strong>USK</strong> organisiert,<br />

Marie-Louise Fischer steht ihr als Sprecherin vor.<br />

Von Nicola Paschinski<br />

Es ist eine beson<strong>der</strong>e Ehre,<br />

solch ein Exemplar zu besitzen.<br />

Wer einen <strong>Gifhorn</strong>er Hut<br />

hat, hat sich in beson<strong>der</strong>em<br />

Maße für <strong>Gifhorn</strong> verdient gemacht,<br />

sich im sozialen o<strong>der</strong><br />

kulturellen Bereich ehrenamtlich<br />

engagiert o<strong>der</strong> Bedeuten<strong>des</strong><br />

geleistet für die Bereiche<br />

Heimatforschung, Traditionspflege,<br />

Brauchtum, historische<br />

Forschung, Liedgut, M<strong>und</strong>art<br />

o<strong>der</strong> Naturschutz.<br />

Der <strong>Gifhorn</strong>er Wolfgang<br />

Braun war es, <strong>der</strong> den Brauch<br />

<strong>der</strong> Hutvergabe während <strong>der</strong><br />

Gründung <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-Trachtentanzgruppe<br />

ins Leben rief: An<br />

dem Tag, an dem an <strong>der</strong> Königstafel<br />

<strong>des</strong> Schützenfestes<br />

1983 alle historischen Uniformen<br />

<strong>und</strong> die neu geschnei<strong>der</strong>te<br />

<strong>Gifhorn</strong>er Männertracht den<br />

vielen Gästen unter großem<br />

Jubel vorgestellt wurden, bekam<br />

Bürgermeister Herbert<br />

Trautmann an Ort <strong>und</strong> Stelle<br />

von den Trachtenfrauen die bis<br />

dahin zweite angefertigte Männertracht<br />

einschließlich <strong>des</strong><br />

<strong>Gifhorn</strong>er Hutes zum Erstaunen<br />

aller Anwesenden überreicht.<br />

Unter großem Jubel<br />

fand die sofortige Einkleidung<br />

statt. Gleichzeitig ernannten<br />

die Gründungsmitglie<strong>der</strong><br />

Trautmann zum Schirmherrn<br />

<strong>der</strong> neu entstehenden Trachtentanzgruppe<br />

im <strong>USK</strong>.<br />

Aus dieser spontanen Geste<br />

ist <strong>der</strong> Gedanke zur Verleihung<br />

<strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Hutes<br />

entstanden. Seit dieser Zeit<br />

ist die Hutverleihung eine <strong>der</strong><br />

würdigsten Veranstaltungen<br />

in <strong>der</strong> Stadt <strong>Gifhorn</strong>. Mit <strong>der</strong><br />

Übernahme im Jahr 2016 wurden<br />

die Hutträger ordentliche<br />

Mitglie<strong>der</strong> im <strong>USK</strong>. So wurde<br />

ein sichtbares Zeichen im Sinne<br />

von Wolfgang Braun gesetzt,<br />

für den Traditions- <strong>und</strong><br />

Brauchtumspflege stets eine<br />

große Rolle spielten.<br />

Während sich Wolfgang<br />

Braun für die Vergabe <strong>der</strong> Hüte<br />

anfangs aus dem F<strong>und</strong>us <strong>der</strong><br />

Trachtentanzgruppe bediente,<br />

lässt das <strong>USK</strong> den <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Dreispitz mit typischer Schnal-<br />

Seit 2016 werden die ausgezeichneten Trägerinnen <strong>und</strong> Träger <strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Hutes ordentliche Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong><br />

Uniformierten Schützenkorps, ganz im Sinne <strong>der</strong> Traditions- <strong>und</strong> Brauchtumspflege.<br />

le seit <strong>200</strong>4 vom Altenburger<br />

Traditionsunternehmen Hut<br />

& Kostüm maßschnei<strong>der</strong>n. Als<br />

Krönung wird er mit dem Namenszug<br />

<strong>des</strong> jeweiligen Hutträgers<br />

versehen. Nur ein Hut<br />

stammt nicht aus <strong>der</strong> Altenburger<br />

Manufaktur: Der Hut<br />

von Marie-Louise Fischer, die<br />

im Jahr <strong>200</strong>0 für ihr beeindrucken<strong>des</strong><br />

soziales Engagement<br />

geehrt wurde, musste von einer<br />

Braunschweiger Hutmacherin<br />

geschnei<strong>der</strong>t werden.<br />

Der Gr<strong>und</strong>: Die Altenburger<br />

Manufaktur hatte nicht den<br />

passenden Holzrohling für den<br />

MEHR GWG.<br />

MEHR HERZ.<br />

zierlichen Kopf <strong>der</strong> Redakteurin,<br />

die seit <strong>200</strong>3 Sprecherin<br />

<strong>der</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Hutträgerschaft<br />

ist.<br />

33 Hüte wurden bisher<br />

im <strong>Gifhorn</strong>er Eiskeller, <strong>der</strong><br />

Heimat <strong>der</strong> <strong>USK</strong>-Schützen,<br />

vergeben. Unter den Hutträgern<br />

finden sich so bekannte<br />

Namen wie Heinrich Warnecke,<br />

Cornelius Schacht, Horst<br />

Wrobel, Helmut Leifert, Dr.<br />

Klaus Lemke, Theo Bosse,<br />

Edith Campe, Siegfried Richter,<br />

Harald Laube, Manfred<br />

Birth, Peter Schade-Didschies<br />

<strong>und</strong> Werner Kieselbach. Für<br />

Wir wünschen<br />

dem <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong><br />

von 1823 e.V.<br />

alles Gute<br />

zum<br />

<strong>200</strong>-jährigen<br />

Bestehen.<br />

Ideengeber Wolfgang Braun<br />

gab es im Jahr <strong>200</strong>4 zum 70.<br />

Geburtstag im Ratsaal <strong>Gifhorn</strong><br />

einen Ehrenhut.<br />

Nach drei bitteren <strong>Jahre</strong>n<br />

Corona-Pause soll <strong>der</strong><br />

<strong>Gifhorn</strong>er Hut nun am Samstag,<br />

14. Oktober 2023, als Krönung<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong>-Jubiläumsjahres<br />

endlich wie<strong>der</strong> verliehen<br />

werden. Der neue Hutträger<br />

steht schon fest – bleibt aber<br />

bis Oktober ein wohl behütetes<br />

Geheimnis. Nur so viel sei<br />

verraten: Es wird jemand aus<br />

<strong>der</strong> Stadt o<strong>der</strong> dem Landkreis<br />

<strong>Gifhorn</strong> sein.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Da weiß er gar nicht, wie ihm geschieht: <strong>Gifhorn</strong>s Bürgermeister Herbert<br />

Herzlichen<br />

Trautmann bekommt 1983 den ersten <strong>Gifhorn</strong>er Hut überreicht.<br />

Glückwunsch zum<br />

<strong>200</strong>. Geburtstag,<br />

Tel. (05371) 9898-0 Tradition verbindet.<br />

liebes <strong>USK</strong>!<br />

gwg-gifhorn.de<br />

54<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 55


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> Tradition<br />

<strong>und</strong> Mo<strong>der</strong>ne<br />

Seit Gründung <strong>des</strong> <strong>USK</strong> im Jahr 1823 ist das Korps ein Abbild <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

„Es haben sich immer neue Dinge entwickelt, aber im Kern hat man<br />

sich an die Tradition gehalten“, reflektiert Klaus-Dieter Oppermann<br />

die vergangenen <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong>-Geschichte. Er selbst ist seit<br />

48 <strong>Jahre</strong>n Mitglied <strong>des</strong> Uniformierten Schützkorps – doch er weiß<br />

auch über das Miterlebte hinaus Bescheid. Denn <strong>der</strong> Ehrenhauptmann<br />

trug mit Unterstützung von vielen weiteren Autorinnen <strong>und</strong><br />

Autoren das <strong>USK</strong>-Jubiläumsbüchlein zusammen.<br />

Von Mia Anna Elisabeth Timmer<br />

So kann Klaus-Dieter Oppermann<br />

etwa Auskunft über<br />

die Anfänge <strong>des</strong> <strong>USK</strong> geben.<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich beginnt die Geschichte<br />

<strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er Schützenwesens<br />

um 1500, doch die<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> erst 1823. Gegründet<br />

wurden damals <strong>der</strong> 1. <strong>und</strong><br />

2. Zug – das ist zurückzuführen<br />

auf die militärischen Hin-<br />

Das Schützenwesen in <strong>der</strong> Stadt <strong>Gifhorn</strong> hat eine mehr als 500-jährige<br />

Geschichte. Schriftliche Überlieferungen lassen den Schluss zu, dass bereits<br />

um das Jahr 1500 in unserer Stadt Schützenfeste gefeiert wurden.<br />

Trotzdem dauerte es bis zum Jahr 1822, bis einige Bürger <strong>der</strong> Stadt<br />

an den Magistrat den Antrag stellten, einen Schützenverein gründen zu dürfen.<br />

Als dem stattgegeben wurde, gründeten 39 Bürger am 4. Mai 1823 den „Freywilligen<br />

Bürgerschützenverein“ – <strong>der</strong> erste Name unseres heutigen Uniformierten Schützenkorps<br />

von 1823 e.V.<br />

Vieles hat sich in den vergangenen <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n ereignet, <strong>der</strong> Verein ist inzwischen auf<br />

weit mehr als 700 Mitglie<strong>der</strong> angewachsen – ob sich das die Grün<strong>der</strong> träumen lassen<br />

haben? Das alles <strong>und</strong> noch viel mehr ist in dieser Jubiläumsschrift nachzulesen.<br />

<strong>200</strong> JAHRE <strong>USK</strong> GIFHORN<br />

tergründe. So wurden die militärischen<br />

Strukturen, die es so<br />

heute noch im Verein gibt, als<br />

Vorbild genutzt.<br />

Im Laufe <strong>der</strong> <strong>Jahre</strong> entstanden<br />

dann immer mehr Züge –<br />

Richtwert war dabei 15 bis 20<br />

Mann pro Zug. Nachdem <strong>der</strong><br />

Erste Weltkrieg vorüber war,<br />

stieg das Interesse am Schützenwesen<br />

in <strong>Gifhorn</strong> rapide<br />

an, wie Oppermann weiß: »<br />

1823-2023<br />

LITERATUR-TIPP<br />

<strong>KURT</strong> Verlag<br />

Das Buch zum <strong>USK</strong>-Jubiläum:<br />

Ein echtes <strong>Gifhorn</strong>er Original<br />

Von <strong>Gifhorn</strong> über <strong>Gifhorn</strong> für <strong>Gifhorn</strong> ist die Sammlung<br />

zum <strong>200</strong>. Jubiläum <strong>des</strong> Uniformierten Schützenkorps<br />

(<strong>USK</strong>). Zusammengestellt wurde sie von Ehrenhauptmann<br />

Klaus-Dieter Oppermann. Neben ihm listet das<br />

Autorenverzeichnis 23 weitere Beteiligte auf. Diese<br />

kreativen Köpfe haben in 41 Kapiteln alles zusammengetragen,<br />

was es über ihr <strong>USK</strong> zu wissen gibt. So lernt<br />

<strong>der</strong> Leser das Korps kennen: Tradition, Historie <strong>und</strong><br />

die Mitglie<strong>der</strong>, die Herz <strong>und</strong> Seele <strong>des</strong> Vereins sind.<br />

Beson<strong>der</strong>s fällt das durch die zusammengetragenen<br />

Anekdoten auf, über die nicht nur als Schütze zu<br />

schmunzeln ist. Das beweist: Das Buch ist für alle,<br />

nicht nur für Angehörige <strong>der</strong> Schützenschar. Denn<br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong> stehen nicht allein für <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> Schützenwesen.<br />

Sie stehen für <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> Ehrenamt, Geselligkeit <strong>und</strong> Gemeinschaft<br />

in unserer Heimatstadt. Somit gehört die Sammlung einfach ins<br />

eigene kleine Archiv. Nicht nur das Lesen lohnt sich – auch mal<br />

Durchblättern <strong>und</strong> die Bebil<strong>der</strong>ung bew<strong>und</strong>ern. Zu finden sind<br />

dabei die einen o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en bekannten Gesichter. Unser Tipp:<br />

Ein außergewöhnlicher Genuss wird das DIN-A5-Büchlein, wenn<br />

es begleitend mit dem <strong>USK</strong>-Jubiläumsbier zu Gemüte geführt wird.<br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> – 1823 bis 2023, 232 Seiten,<br />

<strong>KURT</strong>-Verlag, erhältlich ab 5. Mai beim <strong>USK</strong>,<br />

Bestellungen an info@usk-gifhorn.de<br />

56<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong> 57


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

» „Um 1920 sind so viele Leute<br />

dazu gekommen, dass <strong>der</strong><br />

7., 8. <strong>und</strong> 9. Zug gegründet<br />

wurden. Die 3. Kompanie war<br />

entstanden.“ Und so gab es<br />

im Jahr 1921 dann auch eine<br />

Zylin<strong>der</strong>brigade – <strong>der</strong>en Mitglie<strong>der</strong><br />

trugen im ersten Jahr<br />

zum Schützenfest dunkle Anzüge<br />

<strong>und</strong> Zylin<strong>der</strong>, denn „die<br />

Uniformen waren ja gar nicht<br />

so schnell zu holen wie heute“,<br />

erklärt <strong>der</strong> erfahrene Schütze.<br />

„Das war damals ja keine Massenproduktion.“<br />

Dieser Zuwachs verringerte<br />

sich aber wie<strong>der</strong> in den 30er<br />

<strong>Jahre</strong>n. Der 8. <strong>und</strong> 9. Zug<br />

wurden geschlossen <strong>und</strong> „die<br />

übriggebliebenen Mitglie<strong>der</strong><br />

dieser Züge wurden dann einfach<br />

in den 5. Zug verschoben.<br />

Das müsste wohl zu dem Zeitpunkt<br />

<strong>der</strong> kleinste Zug gewesen<br />

sein“, meint Oppermann.<br />

Doch Schützen-Fans von heute<br />

wissen, diese beiden Züge wurden<br />

– je<strong>der</strong> auf seine Weise –<br />

wie<strong>der</strong>belebt.<br />

Ab Anfang <strong>der</strong> 70er <strong>Jahre</strong><br />

durften auch Frauen eintreten.<br />

„<strong>Eine</strong> größere Zäsur“, so Klaus-<br />

Dieter Oppermann. Die meisten<br />

von ihnen waren Gattinnen<br />

von <strong>USK</strong>-Schützen. Sie hatten<br />

Gefallen am Schießsport <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> Geselligkeit gef<strong>und</strong>en –<br />

also wurden sie in den Verein<br />

aufgenommen. Sie zahlten nur<br />

den halben Beitrag <strong>und</strong> marschierten<br />

noch nicht mit.<br />

Das sollte sich aber Anfang<br />

<strong>der</strong> 80er än<strong>der</strong>n. Denn eine<br />

Gruppe junger Frauen wollte<br />

dabei sein, diesmal aber genauso<br />

wie die Männer. „Man war<br />

damals nicht frauenfeindlich“,<br />

erklärt Oppermann. „Es war<br />

eben bis dahin unüblich.“ Wie<br />

Die historischen Aufnahmen künden von <strong>der</strong> <strong>200</strong>-jährigen Geschichte<br />

<strong>des</strong> Uniformierten Schützenkorps.<br />

bereits dargelegt, sind die Ursprünge<br />

<strong>und</strong> Traditionen <strong>des</strong><br />

Schützenwesens militärischhistorisch<br />

geprägt – <strong>und</strong> da<br />

gab es eben auch keine Frauen.<br />

Dennoch marschierten die<br />

Frauen nun mit – selbstredend<br />

in Uniform. Übrigens: Die erste<br />

Frau, die im <strong>USK</strong> zum Leutnant<br />

beför<strong>der</strong>t wurde, war Brigitte<br />

Lange im Jahr 1998.<br />

„Der Verein ist <strong>und</strong> war ein<br />

Abbild <strong>der</strong> Gesellschaft“, bringt<br />

es Oppermann auf den Punkt.<br />

So empfangen die Uniformierten<br />

Neuzugänge herzlich.<br />

usk-gifhorn.de<br />

Ein ganz beson<strong>der</strong>es Zeugnis sind diese beiden Aufnahmen von 1924, als das <strong>USK</strong> sein 100-jähriges Bestehen<br />

feierte. Hier sehen wir den Presseausschuss, <strong>der</strong> die damalige Festschrift erstellte, vor Abschluss <strong>der</strong> Arbeit...<br />

...<strong>und</strong> hier danach – fröhlich <strong>und</strong> vergnügt mit zahlreichen kleinen ins Fotomotiv eingebauten Zugaben für den<br />

Betrachter. Übrigens wurde erst 1924 gefeiert, weil die Hyperinflation 1923 das Feiern unmöglich machte.<br />

58<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>59


NEUBAUPROJEKT<br />

IN GIFHORN<br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Von Munitionsdosen-Curling bis Tunnel-Klettern<br />

Erstmals können alle bei <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>- <strong>und</strong> Jugendolympiade <strong>des</strong> <strong>USK</strong> mitmachen<br />

Wir gratulieren dem <strong>USK</strong><br />

zum <strong>200</strong>-Jährigen <strong>und</strong> wünschen<br />

weiterhin „Gut Schuss“!<br />

05371 12013<br />

provisionsfrei<br />

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Von Nicola Paschinski<br />

In diesem Jahr werden nicht nur Mitglie<strong>der</strong> <strong>des</strong> <strong>USK</strong> zu Sport <strong>und</strong> Spaß<br />

geladen – alle dürfen an <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>- <strong>und</strong> Jugendolympiade teilnehmen.<br />

Am Anfang einer jeden Olympiade<br />

steht das Feuer. Und<br />

so wird auch die diesjährige<br />

Kin<strong>der</strong>- <strong>und</strong> Jugendolympiade<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> mit Fackeln,<br />

Flagge <strong>und</strong> Trommelwirbel<br />

feierlich eröffnet. Schließlich<br />

steht die <strong>Gifhorn</strong>er Olympiade,<br />

die Ende August auf dem<br />

Schützenplatz an <strong>der</strong> Celler<br />

Straße stattfindet, unter dem<br />

beson<strong>der</strong>en Stern <strong>des</strong> <strong>USK</strong>-<br />

Jubiläums. Das bedeutet: War<br />

die lustige Olympiade bisher<br />

ausschließlich dem <strong>USK</strong>-Nachwuchs<br />

vorbehalten, so dürfen<br />

im Jubiläumsjahr erstmalig<br />

alle interessierten Kin<strong>der</strong> <strong>und</strong><br />

Jugendlichen aus Stadt <strong>und</strong><br />

Landkreis <strong>Gifhorn</strong> mitmachen.<br />

Die Olympiade war vor vier<br />

<strong>Jahre</strong>n vom Jugendzug in Zusammenarbeit<br />

mit den Sommerbiathleten<br />

ins Leben gerufen<br />

worden, um Kin<strong>der</strong> <strong>und</strong><br />

Jugendliche aus allen Zügen<br />

<strong>des</strong> <strong>USK</strong> zusammenzubringen.<br />

„Bei <strong>der</strong> Veranstaltung<br />

steht <strong>der</strong> Spaß vor dem Wettkampfgedanken“,<br />

erklärt Peter<br />

Kostrewa, Zugführer <strong>der</strong> Sommerbiathleten.<br />

So dürfen sich die Teilnehmerinnen<br />

<strong>und</strong> Teilnehmer<br />

auch in diesem Jahr wie<strong>der</strong><br />

auf die eine o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e Überraschung<br />

freuen. „Die zehn<br />

olympischen Disziplinen stellen<br />

nicht immer das dar, was<br />

man erwartet“, schmunzelt<br />

Kostrewa. In den vergangenen<br />

<strong>Jahre</strong>n mussten sich die Kin<strong>der</strong><br />

<strong>und</strong> Jugendlichen neben<br />

dem Schießen auch im Curling<br />

mit Munitionsdosen beweisen<br />

– sowie im Vielseitigkeitsreiten<br />

(also eine Quizstrecke mit<br />

dem Bobbycar abfahren), Skeleton<br />

(Parcourfahren mit einem<br />

Umzugsbrett), Nordische<br />

Kombination (Puzzlespiel),<br />

Gewichtheben beziehungsweise<br />

Gegenstände ertasten <strong>und</strong><br />

Sportklettern, also dem waagerechten<br />

Klettern auf einer Leiter<br />

in einem dunklen Tunnel<br />

<strong>und</strong> Gegenstände finden mit<br />

<strong>der</strong> Taschenlampe.<br />

In welchen Disziplinen im<br />

Jubiläumsjahr angetreten<br />

wird, ist noch geheim. Das Organisations-Komitee<br />

um Steffen<br />

Bigalke, Christin Kostrewa<br />

<strong>und</strong> Nina Siebert steckt mitten<br />

in den Vorbereitungen. Was<br />

fest steht, haben sie aber bereits<br />

bekannt gegeben: Es wird<br />

wie<strong>der</strong> ein Heidenspaß.<br />

Anmeldungen für alle Interessierten<br />

zwischen 6 <strong>und</strong> 21<br />

<strong>Jahre</strong>n werden ab sofort per<br />

Mail entgegengenommen an<br />

kjo@usk-gifhorn.de.<br />

Kin<strong>der</strong>- <strong>und</strong> Jugendolympiade:<br />

Samstag, 26. August<br />

Schützenplatz<br />

Celler Straße 30, <strong>Gifhorn</strong><br />

60<br />

<strong>KURT</strong> <strong>KURT</strong>61


<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong><br />

Das <strong>USK</strong>-Jubiläumsbier läuft bestens<br />

Gibt‘s die Wittinger Spezialanfertigung auch in Flaschen? <strong>Eine</strong> Frage <strong>der</strong> Nachfrage<br />

Von Bastian Till Nowak<br />

Das Jubiläumsbier zu <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong>n<br />

<strong>USK</strong> aus dem Sudhaus <strong>der</strong><br />

Privatbrauerei Wittingen kann<br />

sich wahrlich sehen – pardon,<br />

schmecken – lassen. Denn es<br />

schmeckt gewaltig gut, wie<br />

die Schützinnen <strong>und</strong> Schützen<br />

schon beim Pflanzen ihres<br />

Jubiläumswal<strong>des</strong> am 1. April<br />

feststellen durften. Als nächstes<br />

wird das Bier beim großen<br />

Festkommers am 6. Mai <strong>und</strong> –<br />

selbstredend – zum <strong>Gifhorn</strong>er<br />

Schützenfest angeboten.<br />

„Mit ausgewogenen Hopfennoten,<br />

einem schlanken Körper,<br />

angenehm zu trinken“,<br />

charakterisiert Brauerei-<br />

Geschäftsführer Axel Schulz-<br />

Hausbrandt das Jubiläumsbier.<br />

Die Craft-Biere, die sonst<br />

in den offenen Bottichen vergoren<br />

werden, sind da deutlich<br />

kräftiger – „doch gerade bei<br />

den sommerlichen Temperaturen<br />

eines Schützenfestes soll so<br />

ein Bier ja gut laufen“, weiß <strong>der</strong><br />

Fachmann. Im Klartext: Wer<br />

sich schon zum Frühstück das<br />

erste Glas gönnt, soll später<br />

trotzdem noch geradeaus marschieren<br />

können. Mit einem<br />

leichteren Bier, das nicht zu<br />

sehr zu Kopfe steigt, geht das.<br />

Wittingens Brauerei-Geschäftsführer Axel Schulz-Hausbrandt (rechts)<br />

zeigt <strong>USK</strong>-Major Karsten Ziebart die offenen Bottiche im Sudhaus, in<br />

denen das Jubiläumsbier vergoren wird.<br />

Foto: Bastian Till Nowak<br />

Zuvor hatte sich eine Abordnung<br />

<strong>des</strong> Schützenvereins<br />

mit Wittingens Braumeister<br />

Thomas Kunst getroffen, um<br />

sich durchs gesamte Sortiment<br />

zu kosten <strong>und</strong> sich so <strong>der</strong> gewünschten<br />

Geschmacksnote<br />

zu nähern. Danach wurden von<br />

Thomas Kunst drei verschiedene<br />

Sude aufgesetzt – „<strong>und</strong><br />

die wurden dann nochmals<br />

von uns verkostet, so dass die<br />

Entscheidung über unser Jubiläumsbier<br />

eine wahre Gemeinschaftsentscheidung<br />

geworden<br />

ist“, berichtet <strong>USK</strong>-Major<br />

Karsten Ziebart.<br />

Und nun die Frage aller Fragen:<br />

Wird es das <strong>USK</strong>-Jubiläumsbier<br />

auch fürs private Vergnügen<br />

abgefüllt in Flaschen<br />

geben? „Endgültig entschieden<br />

ist das noch nicht“, erklärt Axel<br />

Schulz-Hausbrandt. Damit<br />

sich <strong>der</strong> Aufwand lohnt, müssten<br />

es wenigstens 80 Hektoliter<br />

sein – also 1010 Kisten mit<br />

jeweils 24 Longneck-Flaschen<br />

zu 0,33 Liter. Die Nachfrage sei<br />

jedoch da: „Schon jetzt fragen<br />

immer mehr Leute danach“,<br />

berichtet Karsten Ziebart. „Ein<br />

Etikett mit dem Jubiläumslogo<br />

wäre dann Ehrensache.“<br />

Impressum<br />

<strong>200</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong> – diese einmalige Son<strong>der</strong>ausgabe zum Jubiläum ist ein Gemeinschaftsprodukt <strong>des</strong> <strong>Gifhorn</strong>er <strong>Stadtmagazins</strong> <strong>KURT</strong> <strong>und</strong> <strong>der</strong> <strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong>. Wir danken dem <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong>,<br />

seinem Kommando, den vielen Aktiven <strong>und</strong> Engagierten sowie allen Zugführungen <strong>und</strong> Abteilungsleitungen herzlich für ihre Unterstützung. Herausgeber: Verlag Snuna, Bastian Till Nowak &<br />

Ben Weber GbR, Am Laubberg 12, 38518 <strong>Gifhorn</strong> (<strong>KURT</strong>) sowie Madsack Medien Ostnie<strong>der</strong>sachsen GmbH & Co. KG, Steinweg 73, 38518 <strong>Gifhorn</strong> (<strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong>). Redaktion: Bastian Till Nowak<br />

(Herausgeber <strong>und</strong> Chefredakteur <strong>KURT</strong>), Melanie Stallmann (Redaktionsleiterin Wochenblätter <strong>und</strong> Son<strong>der</strong>themen <strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong>), Saskia Bollmann, Katja Buhlmann, Nicola Paschinski, Malte<br />

Schönfeld, Mia Anna Elisabeth Timmer. Layout <strong>und</strong> Produktion: Michael Arnold, Erwin Klein, Aileen Kristen, Bastian Till Nowak, Selina Sanft. Fotos (sofern nicht an<strong>der</strong>s angegeben): Michael<br />

Uhmeyer (Titelseite), Lea Behrens, Michael Franke, Bastian Till Nowak, Christina Ru<strong>der</strong>t, Archive <strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong> <strong>und</strong> <strong>KURT</strong>, <strong>USK</strong> <strong>Gifhorn</strong>, Adobe Stock sowie private Sammlungen. Auflage:<br />

10.000 Exemplare. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Bastian Till Nowak (<strong>KURT</strong>), Florian Schernich (<strong>Aller</strong>-<strong>Zeitung</strong>). Druck: Snuna GbR, Am Laubberg 12, 38518 <strong>Gifhorn</strong>, snuna.com.<br />

Herzliche Glückwünsche<br />

allen Schützenbrü<strong>der</strong>n<br />

<strong>und</strong> Schützenschwestern<br />

Auf weitere <strong>200</strong> <strong>Jahre</strong><br />

<strong>und</strong> darüber hinaus<br />

Bastian Till Nowak<br />

Schützenkönig 2022/2023<br />

Herausgeber & Chefredakteur<br />

<strong>des</strong> <strong>Stadtmagazins</strong> <strong>KURT</strong><br />

WIR GRATULIEREN…<br />

UND WÜNSCHEN ALLZEIT GUT SCHUSS<br />

Foto: Günter Kraft<br />

62<br />

<strong>KURT</strong> 63


Kommt in unser Team!<br />

64<br />

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