Antike porträts

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Antike porträts

— XXVI —

danach Capart a. a. O. Taf. 35. — Nach diesen Porträts bestimmt die sogenannten Hyksossphingen aus Tanis, jetzt

in Kairo, vgl. v. Bissing-Bruckmann, Denkmäler Taf. 25. 2b. — Capart a. a. O. I Taf. 3g. — Goleniäev a. a. O.)

5 und Abb. 4. Königin Teje, um 1375 v. Chr. — Kopf von einer Statuette, zum Einsetzen.

Holz; Einzelheiten s. u. — Höhe 10.7 cm, mit dem Stachel oben. — Aus Medinet Rurab bei Illahun,

Fayum; gefunden in einem Palast der XVIU Dynastie, der vermutlich der Königin Teje selbst gehörte. —

Kunsthandel ; jetzt Berlin, Kgl. Museen, ägyptische Abteilung (*Borchardt, Der Porträtkopf der Königin

Teje, 18. wissenschaftliche Veröffentlichung der Deutschen Orientgesellschaft. — Springer-Michaelis

Abb. 4. Kiinigin Teje.

9. Aufl., S. 41 Abb. 97). — Benennung indirekt:

der Kopf ist Porträt und nach dem göttlich-königlichen

Kopfputze eine Königin s. u. ; er wurde mit Gegenständen

gefunden, die Inschriften mit dem Namen

der Königin Teje tragen ; er gleicht endlich ihren

inschriftlich gesicherten Bildnissen. — Teje war die

Gemahlin Amenophis III und Mutter Amenophis IV

1375 bis 1358 v.Chr.; nach dem Alter — etwa

50 Jahre — stellt der Kopf sie als Witwe und Königinmutter

dar und ist also um 1375 entstanden. —

Einzelheiten: i) Tracht: unten ist der Hals so

zugeschnitten, dass er in den runden Brustkragen der

ägyptischen Tracht passt. In den Ohren Ohrringe.

Ueber dem Haar a. ein Kopftuch mit Stirnband,

an dem die Restö zweier Uräen, vgl. Tafel i f. 7 ; im

Nacken bildet das Kopftuch einen Beutel ; b. über

dem Kopftuch eine grosse Lockenperücke, darum ein

Diadem, von dem nur der schwache Abdruck da ist

c. auf dem Scheitel der Perücke die runde Spur

und der haltende Mitteldorn eines hohen Aufsatzes

er bestand aus einer runden Platte, umgeben von

aufgerichteten Uräen, darüber einer Sonnenscheibe

zwischen zwei Kuhhömern — dem Abzeichen der

Isis — oder zwei Araonsfedern oder einem noch

reicheren Strauss göttlich - königlicher Abzeichen.

2) Technik: der Kopf ist aus dunkelbraunem

Eibenholz, die Brauen aus schwarz gefärbtem Eibenholz, die Wimpern aus Ebenholz, die Augäpfel aus

harter weisser Masse, die Iris aus schwarzer; Spuren roter Farbe an Lippen und Nüstern; vielleicht

war die ganze Haut rötlich getönt. Das Kopftuch unter der Perücke besteht aus dünnem Blech, einer

hellen Goldlegierung; das Stirnband und die Uräen aus Gold, die Ohrringe aus Gold und Lapis lazuli;

die Perücke auf dem Schädel aus blauen Glasperlen ; ihre fehlenden, herabhängenden Teile waren

vermutlich aus blauer Fayence oder Lapis lazuli.

6. Kiinig Amenophis IV (1375 bis 1358 v. Chr.j und Königin Nofretiti sich unterhaltend. —

Kleines Relief, Entwurf eines Bildhauers. Weicher Kalkstein. Höhe 0.23 m. Berlin, Kgl. Museen,

Aegyptische Abteilung (v. Bissing-Bruckmann, Denkmäler Taf. 63. — Springer Michaelis 9. Aufl. S. 41,

Abb. 99). — Benennung und Datierung durch inschriftlich bezeichnete Darstellungen in den Gräbern von

Teil Amarna (z. B. v. Bissing-Bruckmann, Denkmäler Taf. 82. — Steindorff, die Blütezeit des Pharaonen-

reiches S. 157 Abb. 132). — Farben: Grund braungelb, Haut beim König rot, bei der Königin gelblicher,

unter Gewand rosa ; Augen weiss, Perücken blau, Gewänder weiss, Bänder rotbraun. — Tracht;

König : Kiinigsschurz mit reich verziertem Mittelkeil und flatternden Bändern ; kurze Löckchenperücke mit

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