Antike porträts

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Antike porträts

— XXXV — der Randleiste unten (Bernoulli a. a. O. S. 105. 106, Abb. 8. - Michaelis, Anclent niarbles in Great Britain S. 514 Xr. 40.) hier Abb. lo nach Gips in Leipzig. Dazu kommen noch stützende Argumente (Bernoulli a. a. O., die Beweisführung nach Studniczka). Das Vorbild war vermutlich eine Statue im Dionysos- theater in Athen, bekannt i) durch Pausanias, 2) den im Theater gefundenen Basisblock von pentelischem Marmor, mit der Inschrift MsvavSpoc Kr/f'-aöSoTO? Ti(j.apy_oc £j:ÖT,oav Die Künstler sind die Söhne des Praxiteles, die be- sonders im letzten Viertel des vierten Jahrhunderts tätig waren. (Pausanias I 21, i = Overbeck, Schriftquellen 1409. — Corpus Inscriptionum Atticarum II, 3 1370 = Löw}^, Inschriften griechischer Bildhauer Nr. loS. — Ueber die Söhne des Praxiteles Collignon, Histoire de la sculpture grecque II S. 448 ff.) — Die Massverhältnisse des Basisblocks lassen auf ein Sitzbildnis schliessen; er ist 0.59 m breit und i.io m tief bei i.io m Höhe; Einzelheiten bei Löwy a. a. O. 21. Bildnis einer alten Frau, erste (?) Hälfte des vierten Jahrhunderts. — Kopf, wohl von einer Statue. Griechischer Marmor. Höhe ohne Hals 0.22 m, dreiviertel Lebensgrösse. Aus dem Römischen Kunst- Abb. 10. Menandros, Clipeus in M.-irburj' Hall, s. Tafel 20. handel, angeblich aus Tarquinii, jetzt Britisches Museum Nr. 2001. (A. H. Smith, Catalogue of greek sculptures III S. 188 Taf. 19. — * Römische Mitteilungen XXVII 191 2 S. 85 ff. Taf. 2. 3 Six. — Amdt-Bruckmann, Porträts, Text zu Taf. 161 bis 166.) Gebrochen Nase, Hals; Bohrlöcher für Ohr- ringe. — Kopie, keine Repliken. — Dicke Schnur im Haar. Reiches welliges Haar; von der Mitte der Stirn seitwärts über die Ohren gestrichen, hinten unter die Schnur gesteckt ; im Nacken aufgenommen und ebenfalls untergesteckt. — Datierung des Vorbildes durch Haartracht und Stil in das vierte Jahr- hundert. Benennung (unsicher) : Plinius erwähnt das Bildnis einer alten Athenapriesterin Lysimache, von dem attischen Erzgiesser Demetrios von Alopeke, dessen Tätigkeit vom Ende des fünften bis zur Mitte des vierten Jahrhunderts belegt ist, und der durch den Realismus seiner Porträts berühmt war. (Plinius 34, 76 ^= Overbeck Schriftquellen Nr. 8g8 : Demetrius Lysimachen fecit, quae sacerdos Miner%-ae fuit LXIIII annis . . . .) Vermutlich stand dies Bildnis im Erechtheion ; seine Basis scheint wieder- gefunden zu sein, mit einem allerdings sehr verstümmelten Weih epigram m, dessen Buchstabenformen auf die erste Hälfte des vierten Jahrhunderts weisen ; eine Fussspur auf der Oberfläche ist o. 1 95 m lang, was auf eine Körperhöhe von etwa 1.30 ra führt; dazu würde die Höhe des Londoner Kopfes mit 0.22 m ungefähr passen, wenn auch nicht schlagend. (Vgl. für die Basis * Michaelis, Arx Athenarum S. 73, 24 Taf. 38, 9, Appendix epigraphica No. 69. — Athenische Mitteilungen VII 1882 S. 47. Benndorf. — Corpus Inscriptionum Atticarum II, 3 1376. — Löwy, Inschriften griechischer Bildhauer Nr. 64. — * Jahrbuch XVII 1902 S. 84 f. Michaelis — Für Demetrios von Alopeke s. Pauly-Wissowa, Realenzyklo- pädie IV, 2 Sp. 2850. Robert. — Ueber Lysimache Töpfer, Attische Genealogie S. 128.) 22 und Abb. 11. Seleukos Nik.\tor, König 306 bis 281 v. Chr. — Bronze, Kopf mit Brust- stück, wohl zum Aufsetzen auf einen steinernen Hermenschaft. Höhe 0.56 m, Gesicht 0.23 m. Aus der herculanensischen Villa der Pisones (Comparetti und de Petra, La Villa Ercolancnse Taf. 10. i

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