Antike porträts

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Antike porträts

— XXXIX —

jetzt Berlin, Pergamonmuseum (Altertümer von Pergamon VII Taf. 31 f. S. 144 f Winter) Nasenspitze

fehlt. Haltung durch die Halsnmskeln gesichert. Diadem (s. o. Taf. 22). Höhe: Scheitel bis Kinn 035 m

Gesicht etwa 0.24 m. Bramirot im Haar, Farbspur in einem Auge. Frisur nachtraglich umgearbeitet; am'

Rande, besonders an den Schläfen wurde das ursprünglich glattere strähnige, an der Stirn gelichtete Haar

abgemeisselt und eine gesträubte, büschelige Stirn- und Nackentour angestückt, auch das Diadem dabei

schmaler gemacht vgl. Abb. ;

14, a b. - Ben ennung (nach Winter, unten ein anderer Vorschlag) : einen helle-

Abb. 13. Ilermarchos, a b Statuette in New York, c d Büstchen in Neapel, s. Tafel 26.

nistischen König lässt der Stil und das Diadem erkennen; ein in Pergamon herrschender Fürst ist nach

dem Fundort zu vermuten. Auch die Umarbeitung des Haares erklärt sich am besten, wenn die Statue

zu Lebzeiten errichtet und nach dem Tode ins Heroische verändert wurde, was für einen auswärtigen

Herrscher kaum anzunehmen ist. — Die weitere Identifikation wird dadurch erschwert, dass die Atta-

liden seit Eumenes I auf ihre Münzen nicht das Bildnis des jeweiligen Herrschers setzen, sondern das

des Begründers ihres Reiches, des Philetairos, mit Ausnahme einer vereinzelten Prägung Eumenes II.

Vgl. Taf. 61, 25 (Philetairos) und 26 (Eumenes). [Literatur: Imhoof-Blumer, Porträtköpfc auf Münzen

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