Rundbrief 1 Herbst 2010 - Gymnasium Thomaeum Kempen

thomaeum.de

Rundbrief 1 Herbst 2010 - Gymnasium Thomaeum Kempen

„Stochern“ auf dem River Cam, nicht im Nebel!

Herbst 2010

Rundbrief Nr. 1 im Schuljahr 2010/11: 8. Oktober 2010


Liebe Schülerinnen und Schüler,

sehr geehrte Eltern, Freunde, Förderer und Ehemalige,

liebe Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

„Unterwegs“,

2

so könnte man – im doppelten Wortsinn – die ersten Monate des neuen Schuljahres am Thomaeum

kennzeichnen. Damit sind jedoch nicht andere bildungspolitische Ziele und Wege der neuen

Landesregierung gemeint, denn im Augenblick gilt das bestehende Schulgesetz wie bisher. Die

Möglichkeit, am „Schulversuch G9“ (neunjähriges Gymnasium) teilzunehmen, hat die Schulkonferenz

verworfen.

„Unterwegs“ sind wir mit neuen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern.

Unterwegs sind wir mit neuem Schwung, um das zu verwirklichen, was wir in den letzten Jahren auf

den Weg gebracht und zu unserem „Programm“ gemacht haben. Unterwegs sind wir zum ersten Mal

mit vier Oberstufen-Jahrgangsstufen, da die gymnasiale Einführungsphase aus den Jahrgangsstufen 10

und 11 besteht. In den Kernfächern werden die Schülerinnen und Schüler beider Jahrgangsstufen in

diesem Schuljahr noch getrennt unterrichtet, in allen anderen Fächern kann es gemischte Kurse geben.

Unterwegs waren wir auch im wörtlichen Sinn: mit den 6. Klassen in Bad Münstereifel (Schwerpunkt:

soziales Miteinander), mit den 8. Klassen auf Borkum (Schwerpunkt: Natur erleben), mit den 9.

Klassen in Belgien und England (französische und englische Sprachlernwoche) und mit den

Leistungskursen der Jahrgangsstufe 13 an verschiedenen Orten in Europa.

Zum neuen Schuljahr heißen wir besonders herzlich alle willkommen, die neu am Thomaeum sind:

• die 95 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a, 5b und 5c mit ihren Eltern,

• die 30 Schülerinnen und Schüler, die von der Realschule zu uns in die gymnasiale Oberstufe ge

kommen sind, und selbstverständlich auch alle anderen „Neuzugänge“,

• die neuen Kolleginnen und Kollegen: Frau Godizart (Biologie und Chemie), Herrn Jansen

(Deutsch und Philosophie), Frau Korn (Spanisch), Herrn Dr. Lenz (Englisch und Geschichte), Frau

Leuer (katholische Religion und Sport), Herrn Dr. Schlesier (Kunst und Geschichte), Frau

Semmler (Niederländisch) und Herrn Teige (Niederländisch und Pädagogik).

Die Schulpflegschaft hat ihren Vorsitzenden, Herrn Kunter, und seine beidern Stellvertreter, Frau

Füngerlings und Herrn Klein, einstimmig wiedergewählt. An der Spitze des Schülerrats musste es eine

Veränderung geben, da der bisherige Schülersprecher Dominik Holzahlt-Grimme im Frühsommer sein

Abitur gemacht hat. Der Schülerrat wählte Michelle Schmitter zur neuen Schülersprecherin und Nele

Becker-Siemes und Tamara Grüters zu ihren Stellvertreterinnen. Auf gute Zusammenarbeit!

Aus gesundheitlichen Gründen sind Herr Bürschgens und Herr Minke mit Ende des vergangenen

Schuljahres vorzeitig aus dem aktiven Schuldienst ausgeschieden. Wir danken beiden Kollegen für

Jahrzehnte engagierter Arbeit am Thomaeum und wünschen ihnen alles Gute. Leider hat uns auch

Frau Venne nach sechs Wochen schon wieder verlassen. Sie war als neue Englisch- und

Spanischlehrerin mit Beginn des Schuljahres zu uns gekommen, hat für sich aber sehr schnell erkannt,

dass der Lehrerberuf für sie nicht „passt“, und deshalb folgerichtig den Dienst quittiert. Dafür, dass

sich dadurch die Unterrichtsverteilung wieder ändern musste, bitten wir um Verständnis. Zu großem

Dank sind wir den Kolleginnen und Kollegen verpflichtet, die den Ausfall durch Mehrarbeit

aufgefangen haben.

Unser erster Rundbrief im neuen Schuljahr gibt einen Überblick über „Namen, Fakten und Daten“

und berichtet über Bemerkenswertes aus der Zeit vor und nach den Sommerferien. Die detaillierten

Ergebnisse der zentralen Lernstandserhebungen 8 und der zentralen Prüfungen 10 im zweiten

Halbjahr des vergangenen Schuljahres veröffentlichen wir in der Online-Version dieses Rundbriefes.

Euch und Ihnen allen wünschen wir ein gutes Schuljahr.

Gudrun Vetter-Rehkämper und Edmund Kaum


Inhalt Seite

Thomaeum „europäisch“ 4

• Wenn Briefe bleiben:

Anna und Willi Hausen 4

• Jugendaustausch mit Ulanów 5

• Thomas-Stele an Jean-Claude Juncker 9

• Sprachlernwoche in Rochefort/Belgien

und Cambridge/England 9

• Drei Monate Thomaeum: Eva Hilger 17

� Das Schuljahr 2010/11 18

• 95 neue „Fünfer“ in drei Klassen 18

• 29 „Seiteneinsteiger/innen“ 21

• Neu im Kollegium 22

• Klassen und Schülerzahlen 25

• Lehrersprechstunden 26

• Förderunterricht 27

• Arbeitsgemeinschaften 28

� Rückblick und Ergebnisse 30

• Nachprüfungen 2009/10 30

• Nicht versetzte Schüler/innen 31

• Übergang nach der Erprobungsstufe 31

• Komm mit! 32

• Schule plus Universität 33

• English vor Business 33

• Landeswettbewerb „bio-logisch“ 34

• Tennis-Kreismeisterinnen 34

• SommerLeseClub der Stadtbibliothek 35

• Lernstandserhebungen 8 36

• Zentrale Prüfungen 10 41

• Zentralabitur 2010 44

Impressum

Redaktion: Edmund Kaum

Fotos: Udo Schieferstein u.a.

Druck: Karin Huintjes, Dagmar Stotz

In Farbe gibt es den Rundbrief auf unserer

Homepage: www.thomaeum.de

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Ferien im Schuljahr 2010/2011

Herbst: MO, 11.10.10 – SA, 23.10.10

Weihnachten: FR, 24.12.10 – SA, 08.01.11

Beweglich: MO, 07.03.11 – DI, 08.03.11

Ostern: MO, 18.04.11 – SA, 30.04.11

Beweglich: FR, 03.06.11

Sommer: MO, 25.07.11 – DI, 06.09.11

Die detaillierten Ergebnisse der zentralen Lernstandserhebungen

und Prüfungen im zweiten Halbjahr

des vergangenen Schuljahres veröffentlichen

wir in der Online-Version dieses Rundbriefes (ab

Seite 36).

An vielen Stellen des Rundbriefs finden Sie Bilder

von der Sprachlernwoche in England


„Eine Ehe im Krieg (1939-1944)“:

Lesung aus Briefen von

Anna und Willi Hausen

Frau Dr. Adelheid Hausen,

bis zum 31. Januar 2007 Spanisch-,

Französisch- und Philosophielehrerin am

Thomaeum, lässt uns teilhaben an der

tragischen Liebesgeschichte ihrer Eltern im

Zweiten Weltkrieg, bezeugt in vielen Briefen:

Donnerstag, 18. November 2010, 19 Uhr

Propsteikirche Kempen

Eine christliche Liebesgeschichte – Glauben

und Hoffnung – vor dem Hintergrund der

bedrückenden Zeit des II. Weltkriegs,

zusammengestellt und kommentiert von

der Tochter, Dr. Adelheid Hausen,

vorgetragen von

Karin Titz und Markus Eckstein,

Einführung

Dr. Ulrich Helbach

Musik

Theo Dahmen

Anna und Willi Hausen

(links der Brief, der Anna am 7. September

1944 die Todesnachricht brachte)

Wenn Briefe bleiben

Es ist ein Glücksfall, wenn von einem Kölner

Ehepaar über 2.000 Briefe aus den Jahren 1939

bis 1944 erhalten sind.

Die katholisch geprägten Anna und Willi Hausen

haben sich in der langen Zeit ihrer Trennung

mehrmals wöchentlich geschrieben –

4

über ihre Liebe, ihren Glauben, ihre Ängste

und Sorgen, ihre Fragen an die Zukunft. Als

ihre Liebe begann und der Krieg ausbrach,

waren sie 23 und 25 Jahre alt. 1944 ist Willi

Hausen gefallen.

In den nicht einmal drei Ehejahren war es

ihnen nur für wenige Wochen vergönnt, unmittelbar

zusammen zu sein. Ihre Beziehung

lebt in ihren Briefen, die sowohl von Willi als

auch von Anna Hausen fast alle erhalten sind.

Die erst nach dem Tod ihres Vaters geborene

Tochter Adelheid Hausen hat Auszüge dieser

Briefe zusammengestellt. So können die Zuhörer

im Rahmen einer Lesung mit verteilten

Rollen mit den Liebenden mitfühlen und erleben,

wie diese jungen Menschen Krieg und

NS-Zeit empfanden.

Briefe an einen geliebten Menschen gehören

zum Persönlichsten, was man zu Papier bringen

kann. Sie sind schriftliche Zeugen dessen,

was Worte nur unvollständig zu sagen vermögen

und so spiegeln sie in unmittelbarer Form

ein wichtiges Stück des Lebens.

Für uns heutige Menschen sind Briefe besonders

eindringlich, die aus dem Krieg stammen.

Gerade in schlimmen Zeiten, in der Trennung

durch den militärischen Einsatz in der Ferne, in

den Entbehrungen vielfacher Art, in den Gefahren

und Ängsten während der Bombardierungen

und in der Grausamkeit des Krieges an

den Fronten wurden Menschen, auch die gläubigen,

auf eine harte Probe gestellt, haben sie

existenzielle Erfahrungen gemacht.

2008 hat Frau Dr. Adelheid Hausen diese

Briefe dem Historischen Archiv des Erzbistums

Köln übergeben. Rund 70 Jahre nach dem

Beginn des von Hitler entfachten Weltkrieges

kann die Öffentlichkeit in Form einer Lesung

mitfühlen und erleben, wie junge Menschen

Krieg und NS-Zeit empfanden.

Dr. Ulrich Helbach, Archivdirektor, Historische

Archiv des Erzbistums Köln

Auf der Gedenkfeier der Stadt Kempen anlässlich

des Volkstrauertages wird Anja

Brimmers (Jgst. 12) am 14. November ebenfalls

aus den Briefen lesen.


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„Nie wieder Krieg“ – unter diesem Thema stand der polnisch-deutsche Jugendaustausch im Juni 2010

(Gedenkstätte Sachsenhausen)

11 Jahre

Jugendaustausch mit der

Gemeinde Ulanów in Polen

Über 11 Jahre konnten sich etwa 250

Kempener und 250 Polnische Jugendliche

durch den Jugendaustausch jeweils ein eigenes

Bild von Polen und Deutschland machen.

Viele Vorurteile wurden korrigiert und aus

Fremden wurden Vertraute, woraus viele

freundschaftliche Beziehungen entstanden. Ein

sichtbares Zeichen der Verständigung und

Zuneigung waren viele Tränen, die immer

beim Abschied flossen.

Ein fester Bestandteil beim Jugendaustausch

ist das Begegnungsfest, zu dem auch alle interessierten

Kempener Bürger eingeladen sind.

Hier kann man die Herzlichkeit und Freude der

Jugendlichen in verschiedenen Unterhaltungsbeiträgen

miterleben.

Die Empathie und die Gastfreundschaft der

polnischen und deutschen Gastfamilien haben

an dieser Erfolgsgeschichte, der Völkerverständigung

im Kleinen, sicherlich großen Anteil.

So wandelte sich das anfänglich schwache

Interesse der deutschen Jugendlichen am Jugendaustausch,

in Neugierde und wachsende

Teilnehmerzahlen, obwohl an die Austauschinteressierten

zum Teil hohe Anforderungen

gestellt wurden.

Sie mussten an Vorbereitungstreffen teilnehmen,

etliche körperliche und geistige Strapazen

auf sich nehmen, ob unterwegs mit dem Zug,

im Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Besichtigungen

und Museumsbesuche gehörten dazu.

Natürlich gab es auch Raum für Erholung,

Spiel und Spaß.

Der Jugendaustausch wird von Most e.V.

Kempen als Träger der Maßnahme in Zusammenarbeit

mit dem Thomaeum und der Zespół

Szkół im Polnischen Ulanów als Kooperationspartner

organisiert. In Absprache und

Zusammenarbeit mit allen weiterführenden

Schulen in Kempen werden die Jugendlichen

vom Unterricht befreit und können von daher

auch während der Schulzeit an dem Jugendaustausch

teilnehmen.

Organisation: Thomaeum: Schulleiter Edmund

Kaum und Lehrerin Jessica Kreutz,

Zespół Szkół Ulanów: Konrektor Jan Kosior,

most e.V.: Vorsitzender Bjarne Norlander

(Dipl. Sozialpädagoge)

Förderung: Deutsch-Polnisches Jugendwerk,

Stadt Kempen, Thomaeum und most e.V.

Bjarne Norlander


Bjarne Norlander und Jan Kosior

Schülerinnen und Schüler

aus Ulanów

vom 1. bis 10. Juli 2010

in Berlin und Kempen

Berlin

Berlin, Berlin, wir fahren dorthin,

diese Austauschfahrt war für uns alle bestimmt

ein Gewinn!

In Berlin gab’s auch ganz viel zu sehen,

durch verschiedene Museen und den Reichstag

konnten wir gehen.

Die Hitze in DER Hauptstadt war ziemlich

groß,

trotzdem war in den Einkaufsstraßen richtig

’was los.

Am letzten Tag in Berlin kam der letzte Halt;

Wir dachten, wir sind zu Hause bald.

Kempen war das Ziel unserer Reise,

aber im Bus war es dabei nicht immer leise.

Besonders beim Fußballspiel wurde richtig

klar:

Laute Fußballfans sind in Bus und Raststätte

auf jeden Fall da!

Aber die „kurze Fahrt“ war doch länger als

gedacht,

deshalb wurde abends nicht mehr viel gemacht.

Miriam Köhler, 9a

6

Donnerstag, der 1.Juli 2010

Am Donnerstag, dem 1. Juli, begann der Gegenbesuch

der polnischen Jugendlichen. Wir

alle waren ziemlich aufgeregt und fieberten

dem Moment entgegen, wenn wir die Polen

nach einem Jahr wiedersehen würden. Keiner

wusste, wer sich wie verändert hatte.

Nach einer langen Zugfahrt von Kempen nach

Düsseldorf und von dort nach Berlin, wussten

wir, dass sich niemand verändert hatte. Auf

dem Hauptbahnhof in Berlin wurden wir sehr

herzlich empfangen und zu unserem Hostel

gebracht.

Die meisten hatten das Bedürfnis sich zu duschen

oder bei „LIDL“ für die kommenden

Tage Knabberzeug einzukaufen. Danach waren

wir auch schon unterwegs in die „Berliner

Unterwelten“.

Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten,

waren wir bereit für die Führung. Die deutsche

Gruppe machte den Anfang und stieg hinab in

die Unterwelt, den Luftschutzraum von Berlin.

Dies war jedoch nicht der einzige Luftschutzraum

in Berlin.

Frau Kreutz bei der Planung

Unsere Führung begann auf den Aborten der

Mädchen und ging dann in einem Raum mit

fluoreszierender Farbe. Unser Guide zeigte uns

den Effekt der Farbe mit drei freiwilligen Helfern

und einem Blitzlicht. Es blieb ein Schatten

an der Wand zurück. In den letzten beiden

Räumen wurde uns etwas über die U-Bahn und


die Berliner Brauereien erzählt. Die U-Bahn

ist eigentlich in Berlin eine „Unterpflasterungsbahn“,

da sie nur knapp unter dem Straßennetz

fährt. Im Raum der Brauereien gab es

alte Brauereien in ganz „Alt-Berlin“ zu sehen.

Im Hostel aßen wir um 20 Uhr zu Abend, danach

genossen wir bis 22 Uhr unsere Freizeit.

Julian & Steven, 9a

Samstag, der 3. Juli 2010

An diesem Tag standen wir gegen 7 Uhr auf,

um uns für das Frühstück um 8.30 Uhr fertigzumachen.

Wir mussten uns ein großes Lunchpaket

für den gesamten Tag in Berlin zubereiten,

da die Rückfahrt nach Kempen anstand.

Bevor wir aber nach Kempen fuhren, sind wir

zum Konzentrationslager in Sachsenhausen

gefahren. Im KZ hatten wir zweieinhalb Stunden

Zeit. Zur Erkundung hatten wir als Hilfe

ein telefonartiges Gerät zur Verfügung, das uns

Informationen zu den jeweiligen Stationen im

KZ erklärte. Zusätzlich konnten wir uns noch

Interviews mit betroffenen Personen anhören

oder Informationstafeln lesen und hautnah die

Enge in den Zellen und Baracken selbst erleben.

Um 13.30 Uhr traten wir die Rückfahrt nach

Kempen an. Während der Fahrt fiel zu unserem

Bedauern die Klimaanlage aus, sodass im

Bus gefühlte 50°C herrschten. Dies war nicht

mehr feierlich! Nach kurzer Zeit machten wir

auf einer Raststätte halt, um unseren menschlichen

Bedürfnissen nachzugehen. Da an diesem

Tag das Fußballspiel Deutschland-Argentinien

stattfand, haben wir dort gemeinsam die

ersten 10 Minuten geguckt. Ganz zu Beginn

schoss Thomas Müller schon das erste Tor und

wir freuten uns natürlich alle sehr. Danach

verfolgten wir das Spiel über Radio im Bus,

und die letzten 20 Minuten verfolgten wir auf

der nächsten Raststätte. Nach dem 4:0 war zu

unserer Freude die Klimaanlage im Bus auch

wieder in Takt, allerdings war es immer noch

unerträglich warm.

Das Thomaeum erreichten wir gegen 22 Uhr.

Unsere Eltern holten uns ab und zuhause er-

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wartete uns nur noch ein Abendessen. Dann

fielen wir erschöpft ins Bett.

Maike, 10n1, & Meli, 8

Im Reichstag

Montag, der 5.Juli 2010

Heute trafen wir uns um 10 Uhr mit der gesamten

Gruppe am Buttermarkt in der

Kempener Innenstadt. Der Besuch des Bürgermeisters

stand bevor. Doch bevor wir mit

40 Schülern und mehreren Begleitpersonen das

Rathaus übernahmen, hatten wir noch eine

Stunde Zeit, um in kleineren oder größeren

Gruppen durch die Stadt zu schlendern und

den polnischen Schülern etwas von Kempen zu

zeigen.

Um kurz vor 11 Uhr trafen wir uns wieder am

Buttermarkt und gingen gemeinsam ins Rathaus.

Wir nahmen in einem größeren Saal


Platz, wo uns der Erste Stellvertretende Bürgermeister,

Otto Birkmann, empfing, da Bürgermeister

Volker Rübo verhindert war. Es

folgte ein entspanntes Gespräch, in dem Herr

Norlander etwas über die Geschichte des Vereins

most sagte, und Herr Birkmann betonte,

wie stolz man auf den Verein und den damit

verbundenen Austausch zwischen Kempen und

Ulanów sein kann.

Schulleiterin Teresa Pracownik

mit vier ihrer Schülerinnen

Anschließend hatten wir Freizeit und konnten

mit unseren polnischen Austauschschülern

Mittagessen oder Shoppen gehen.

8

Um 15 Uhr trafen wir uns dann alle am

Schwimmbad und verbrachten dort den Nachmittag.

Wir sind geschwommen, haben zusammen

Fußball oder Volleyball gespielt,

Süßigkeiten und Pommes gegessen und in den

kurzen Momenten des Sonnenscheins diese

genossen.

Den Abend konnte dann jeder so verbringen,

wie er (bzw. seine Familie) es wollte. Einige

polnische Schüler sind mit einer Gruppe deutsche

Schüler noch in die Stadt gegangen und

haben dort gegessen, gesungen, Fotos gemacht

und Spaß gehabt.

Elena Altmann, 10n1, und Saskia Heynen, 9a

Abschied

Deutsch-polnische Verständigung vor dem Brandenburger Tor


Jean-Claude Juncker

erhält Thomas-a-Kempis-Stele

Die Geschichtskurse unserer Oberstufe waren

mit Frau Zanders und Herrn Dreiser dabei, als

der luxemburgische Premierminister Jean-

Claude Juncker am Mittwoch, dem 1. September

2010, in der Kempener Paterskirche mit

der Thomas-a-Kempis-Stele ausgezeichnet

wurde.

MdB Uwe Schummer, der Stifter dieses Preises,

der eine Persönlichkeit ehrt, die sich um

Europa verdient gemacht hat, begründet die

Preisverleihung an Jean-Claude Juncker, der

nach Bundespräsident Norbert Lammert der

zweite Preisträger ist:

Thomas a Kempis hat mit seinem Buch Die

Nachfolge Christi einen Weltbestseller geschaffen.

Ursprünglich für Ordensleute verfasst, hat das

Buch stets auch Laien angesprochen. Menschen,

die mächtige Bewegungen auslösten

oder bedeutend in das Weltgeschehen eingegriffen

haben, wie der Generalsekretär der

Vereinten Nationen Dag Hammerskjöld oder

der französische Ministerpräsident Robert

Schuman, haben ihren Geist an Thomas a

Kempis gestärkt. Offensichtlich spürten sie,

wie in der hektischen Betriebsamkeit stille

Einkehr und Besinnung wichtig sind, um ihrem

Wirken Orientierung zu geben.

Jean-Claude Juncker steht in besonderer Weise

für die europäische Idee. Als Premierpräsident

9

von Luxemburg ist es ihm immer wieder gelungen,

mit diplomatischem Geschick und

großer persönlicher Überzeugungskraft, die

Europäische Union zu einen und anzutreiben.

Nicht die Größe seines Landes sondern die

Kraft der Überzeugung prägt seine Arbeit, die

Jean Claude Juncker im Sinne des Thomas a

Kempis still und unermüdlich leistet. Was ihn

antreibt ist die christlich-soziale Idee, sein Ziel

ist das Friedenswerk Europa. Der Mensch im

Dienst einer großen verbindenden Idee und

Werthaltung. Deshalb wollen wir ihn mit der

Thomas-a-Kempis-Stele 2010 auszeichnen.

Für alle zum ersten Mal:

Sprachlernwoche

in der Jahrgangsstufe 9

In dem Bemühen, allen unseren Schülerinnen

und Schülern eine direkte Begegnung mit der

Sprache und Kultur der erlernten Fremdsprache

zu ermöglichen und gleichzeitig die durch

unsere vielfältigen Austauschmaßnahmen

notwendigerweise entstehenden Beeinträchtigungen

des regulären Unterrichts so gering wie

möglich zu halten, haben wir auf Initiative der

Französisch-Fachschaft an unserer Schule

erstmals eine Sprachlernwoche durchgeführt.

Für die kurzfristig zu realisierende Sprachlernwoche

vom 27.09. bis 01.10.2010 gab es

für unsere Schülerinnen und Schüler folgende

Möglichkeiten:

1. Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch

als 2. Fremdsprache lernen, fahren nach

Rochefort/Belgien und nehmen dort an einer

Sprachlernwoche teil.

2. Die Schülerinnen und Schüler, die Französisch

als 3. Fremdsprache im Wahlpflichtbereich

lernen, können dieses Angebot ebenfalls

wählen.

3. Für diese und die übrigen Schülerinnen und

Schüler, die als 2. Fremdsprache Latein gewählt

haben, gibt es die folgende Alternative:

� Sie wählen das Projekt „Lateinische

Sprache und Kultur“, das eine dreitätige


Fahrt nach Trier oder Umgebung

einschließt und Xanten oder Köln als

Station enthalten könnte.

� Oder die Schüler wählen eine England-

Woche, die nach Cambridge und London

führt und einen eintägigen Schulbesuch

einschließt.

Es kamen die Fahrten nach Rochefort und

Cambridge zustande. Von den 135 Schülerinnen

und Schülern der Jahrgangsstufe 9 fuhren

71 nach England und 51 nach Belgien. 17

Schülerinnen und Schüler konnten leider nicht

teilnehmen, entweder weil sie sich nicht angemeldet

hatten oder wegen einer Klassenwiederholung

nicht anmelden konnten und keine

Plätze mehr frei waren. Für sie gab es eine

Projektwoche am Thomaeum mit Schwerpunkten

in den Fächern Deutsch, Englisch,

Französisch/Latein und Mathematik.

Zur Sprachschule

Euro-Langues

nach Rochefort in Belgien

Aus dem Informationsschreiben der Französisch-Fachschaft:

Die Fahrt führt zur Sprachschule Euro-Langues

nach Rochefort in Belgien. Ziel ist es, die

im Unterricht erworbenen Kenntnisse in einem

französischsprachigen Umfeld zu vertiefen, zu

erweitern und zu festigen. Bereits in den letzten

zwei Jahren profitierten Schülergruppen

10

unserer Schule von dem Aufenthalt in dieser

Sprachschule und gaben sehr positive Rückmeldungen.

Euro-Langues ist eine privat geführte Sprachschule.

Der Schulleiter, Herr Philippe Grégoire,

ist ausgebildeter Lehrer und führt die

Schule mit einem Team von 12 Assistenten. In

der Sprachlernwoche sollen die Schülerinnen

und Schüler über Rollenspiele, Wettbewerbe,

Rechercheaufträge und das Drehen von Filmsequenzen

vor allem in ihrer Sprachkompetenz

gefördert werden. So sollen sich Sprechblockaden

lösen und so soll das Selbstvertrauen

gestärkt werden, sich mündlich in der

Fremdsprache auszudrücken.

Das Team von Euro-Langues organisiert den

Tagesablauf von 8.30 morgens bis 21.30 Uhr

abends, sodass die Kinder sich über die gesamte

Zeit im französischsprachigen Umfeld

zurechtfinden müssen.

Die Fahrt wird von zwei Französisch-Kolleginnen

des Gymnasiums Thomaeum als Aufsichtspersonen

begleitet. Frau Mey und Frau

Nienhaus stehen den Schülerinnen und Schülern

in der gesamten Zeit bei Problemen und

Fragen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Die Unterbringung erfolgt in Gruppen von

zwei bis vier Schülern bzw. Schülerinnen in

Familien am Ort, die bereits über Jahre hinweg

zuverlässig mit der Schule zusammenarbeiten.

Die Mahlzeiten werden in der Familie eingenommen.

Sollten Sie und Ihre Kinder sich ein

detaillierteres Bild von der Schule verschaffen

wollen, dann können Sie unter www.eurolangues.be

nachschauen.

Die erste Sprachlernwoche

in Cambridge

71 Schülerinnen und Schüler hatten sich für

England entschieden. Die Fahrt nach Cambridge,

die von Frau Lehmann, Frau Michalak,

Frau Vetter-Rehkämper und Herrn Kaum begleitet

wurde, umfasste die folgenden Programmpunkte:


Montag • Anreise über Calais

• Familienzuteilung

Dienstag • Führung durch die Colleges

Mittwoch • London:

• Punting auf dem River Cam

• Cambridge City Treasure

Hunt

- The Tower, Big Ben

- The London Eye

- The London Dungeon

Donnerstag • Schulbesuch:

- Buckingham Palace oder

Oxford Street (Shopping)

Cottenham Village College /

Sawston Village College

• Einkaufen in Cambridge

Freitag • Heimreise über Dover

Die Resümees, die alle Schülerinnen und

Schüler auf der Heimfahrt schreiben mussten,

belegen, dass die Woche in England ein insgesamt

überaus positives Echo fand. Einige zufällig

ausgewählte Stimmen geben diesen Eindruck

wieder.

Tobias Nopper: Ich fand, die Fahrt nach England

war eine gute Idee. Ich habe die englische

Sprache inzwischen viel besser verstanden und

auch gemerkt, dass es mir leichter fällt, Englisch

zu sprechen. Auch die Aussprache klappt

besser. Da wir nicht nur Führungen gemacht

haben, sondern auch lustige Dinge wie den

London Dungeon, hat es auch viel Spaß gemacht.

Auch hatten wir genug Zeit, um Souvenirs

zu kaufen. Die Zeit in der Schule war

auch gut. Alle Engländer waren sehr nett und

haben auch versucht, Deutsch zu sprechen.

Bleibt zum Schluss nur noch zu sagen, dass die

Sprachlernwoche nicht nur lustig war, sondern

dass wir auch viel gelernt haben. Aber trotzdem

freue ich mich auf zu Hause.

Stephanie Both: Die Sprachlernwoche im englischen

Cambridge mit Trip nach London und

11

kurzem Schultag in Cottenham war interessant.

Gut war auch, in einer englischen Familie zu

übernachten und etwas vom normalen Familienleben

mitzubekommen. Ich habe die englische

Kultur besser kennengelernt und war

von der Offenheit der Engländer positiv überrascht.

Am besten hat mir der Schultag in

Cottenham gefallen, da ich mir die Schule viel

strenger vorgestellt hatte. Es war jedoch ziemlich

locker. Die Fahrt nach London war auch

gut, wobei ich sagen möchte, dass man den

London Dungeon hätte weglassen können. Der

erste Tag in Cambridge war ganz okay, aber

bei der Führung durch die Stadt konnte man

sich nicht viel merken, da es zu viele Informationen

auf einmal waren und ich ein paar

Dinge nicht verstanden habe.

Vor dem Rathaus in Cambridge

Linda Degemann: Ich fand die Sprachreise

nach England eigentlich richtig gut. Am ersten

Tag, als wir bei der Familie ankamen, war die

Familie total nett. Am nächsten Tag waren wir

dann im Zentrum von Cambridge. Die Führung

war zwar langweilig, da ich so gut wie

nichts verstanden habe, aber dass Bootfahren


hat Spaß gemacht. Dass wir dann noch zu dritt

in der Stadt Shoppen gehen konnten, war richtig

gut. Unser Essen in der Familie war sehr

lecker. Einmal gab es Pizza, einmal Nudeln –

total gut. Auch London hat mir gut gefallen.

Der London Dungeon war total lustig. Leider

hatten wir auf der Oxford Street nur kurz Zeit,

aber das war auch okay so. Vom Tag in der

Schule war ich etwas enttäuscht. Das lag

wahrscheinlich auch daran, dass meine Unterrichtsfächer,

die ich besucht habe, nicht so

interessant waren. Insgesamt hat mir die

Sprachlernwoche schon etwas gebracht, da ich

auch einmal Englisch sprechen konnte und

England mir total gut gefällt.

Am Sawston Village College

Anna Bruckmann: I really enjoyed the week in

Cambridge and the day in London. It was very

interesting to see how the British live and what

their culture is like. My host family was very

nice and the food was better than I had

expected.

The guided tour on the first day was a bit boring

because there were so many buildings and

too much information. But I think it was cool

that we were allowed to see Sydney Sussex

College from the inside. I was surprised that

we had to keep off the grass but I respected the

strange rule that only fellows of the College

may walk across the lawn and so I didn’t touch

it.

It was good that we had time to explore Cambridge

on our own. I think it is a really nice

city with all its history and ancient buildings. It

was okay that we were not allowed to go out in

12

the evening so that I spent some time with my

host family and my classmate Celina.

The day in London was fantastic. I am so fascinated

by this big, loud and fast city. The views

from the London Eye were amazing. I could

see the whole city, I think. The London

Dungeon was cool, too, but I thought it would

have been scarier. The picture we took at the

beginning was very funny. I was glad that we

even went to Oxford Street. It was good that we

took the Tube to get across the city fast. I like

London because the city has got old buildings

like Big Ben and modern buildings like the

Gherkin.

On our last day we attended Sawston Village

College. It was fun. I am going to try and keep

in contact with my exchange partner Charlotte

Baker. It was cool to see the differences between

German and English schools. The English

students were really nice and friendly and

I was proud that I was able to understand them

talking. I had not expected that. Charlotte told

me that my English was very good, which

made me happy. I am really looking forward to

her coming to Kempen in December.

The journey by coach was hard and long, but

funny, too. I talked to my classmates a lot, but I

also slept for a while. The hour on the ferry

was a bit nerve-wracking because the ship

swayed a bit from side to side, and sometimes

more than a bit.

All things considered, I have to say that this

week was very informative, interesting, funny

and cool. I would love going on such a trip

again. I hadn’t expected the week to be so

cool, but it was. It was well-organised and a

real success.


Janine Rütten: It all started early in the morning

at 7 o’clock on Monday, 27th September.

The meeting place was our school, the Thomaeum

in Kempen. Tired but also very excited,

we got onto the coach. As we knew that we

would not reach the ferry from Dover to Calais

before the early afternoon, we made ourselves

comfortable on the coach. Some of us listened

to music, others just went to sleep for a while,

or we talked to each other. I decided to do all

three things.

When we arrived in Calais, we did not have to

wait long, but could get onto the ferry immediately.

It wasn’t very windy and so I passed

the time on deck and took the first photos,

together with my friends. To get from Dover to

Cambridge took us another two or three hours.

All in all, we had been travelling for about 12

hours, before our host families could pick us

up at the meeting place in Cambridge.

We did not get to know anything about “our”

families in advance; we only knew that Linda,

Sarah and I were in the same family. So we

were very excited when we saw them and spoke

13

Vor den berühmten Kreidefelsen von Dover

to them for the very first time. We had been

lucky. Our family consisted of the two parents,

their eleven-year-old son, their cute nine-yearold

daughter and their crazy dog. After our

host mum had shown us our room and the

bathroom, we talked a little bit and then went

to bed, tired.

The next morning we had breakfast together

with the little girl. Then the coach collected us

and we went on our sightseeing tour through

Cambridge. We saw and heard a lot about the

famous colleges and other interesting places

and then we went punting on the River Cam.

Afterwards we were allowed to explore Cambridge

on our own and go shopping in small

groups. That was really cool. In the evening we

had dinner at home, which was different to our

meals but it tasted good.

On Wednesday we went to London. The coach

trip there took two hours. The first sight we

wanted to see was the London Eye. Although

the weather wasn’t good, we had a beautiful

view from the top of the Eye. It was

unforgettable. Then we took the Underground


to get to the Dungeon. That’s a spooky house.

Sometimes I was really scared, but it was

funny, too. We also learned something about

the history of London.

After that we had three choices. I chose “Oxford

Street”. When we got there, we had just

one hour left, but it was okay because it was

raining. At the end of our London experience

we went back to the Tower where our coach

was waiting for us. After everybody had

arrived, we went back “home”. But the journey

back to Cambridge took much longer this

time because the traffic out of London was

really heavy. However, the day in London was

great and I will never forget it.

Thursday was also a day full of lasting impressions.

After a typical English breakfast –

cornflakes and toast – we went to Cottenham

Village College. Each German student was

allowed to take part in two lessons. I was

happy to attend a drama lesson and a German

lesson. At our school in Germany I am a member

of the drama club, but sadly drama is not

taught as a subject. So, of course, I found the

drama lesson really interesting and cool. After

a short break my German lesson started, which

was very good and easy for us, as we were the

experts somehow.

14

After the two lessons “speed-dating” was on

the agenda. It was really funny, and the English

students were very friendly. Later, we had

lunch together, which was delicious.

At two o’clock in the afternoon our coach

collected us from the college and took us into

Cambridge city centre again, where we had

some free time. On our last evening we were

given a special dinner and then played games

with the little girl. She was very sweet.

Friday came sooner than expected. The beginning

was stressful because our alarm-clock

didn’t ring so that we woke up really late. After

a fast breakfast we packed our suitcases

quickly, and then our mum took us to the

meeting point where she had collected us on

Monday night. We said good-bye to each

other, and then our 12-hour journey home

started. Most of the time we were asleep. On

the ferry, it was rather windy this time so that

some of us got a little bit seasick. During the

last hour on the coach we just sang songs and

we had a lot of fun. We laughed so much. The

last song before we arrived at the school we

dedicated to Erich, our driver.

We had spent an exciting week in England and

I had a lot to tell my parents and friends.

Frau Lehman zwischen den beiden Deutschlehrerinnen und Organisatorinnen des Sawston Village

College, Ms Bell and Ms Bridstrup


Die insgesamt positive Einschätzung bestätigt

auch das Ergebnis der Schülerbefragung in der

Woche nach der Fahrt. Auf einer Skala von 1

(„trifft voll und ganz zu“) über 2 („trifft eher

zu“) und 3 („trifft eher nicht zu“) bis 4 („trifft

ganz und gar nicht zu“) war die Meinung der

Schülerinnen und Schüler zu einer Reihe von

Aspekten dieser Sprachlernwoche gefragt. Bezüglich

der mit der Woche verknüpften Ziele

gab es das folgende Ergebnis:

Die Sprachlernwoche hat

das Ziel erreicht,

• etwas vom British way

of life zu vermitteln

• die englische Sprache

anzuwenden

• die Dinge einmal „aus

einer anderen Perspektive“

zu betrachten

• in der Gruppe und mit

Fremden zurechtzukommen

Die Sprachlernwoche war

für mich persönlich eine

wertvolle Erfahrung.

Die Sprachlernwoche

sollte fester Bestandteil

unseres Schulprogramms

werden.

23

22

19

21

1 2 3 4

Diese Übersicht beweist die große Akzeptanz

der Fahrt. Allerdings muss auch kritisch angemerkt

werden, dass es vielleicht nicht immer

die „richtigen“ Motive waren, die zu einer so

positiven Einschätzung führen. So ist es uns

Lehrern nicht bei allen gelungen zu vermitteln,

dass die Sprachlernwoche etwas mit bewusstem

„Lernen und Erfahren“ zu tun haben sollte

und daher in Vorbereitung, Durchführung und

Nachbereitung mit einer positiven Arbeitshaltung

verknüpft sein müsste. Dass „zusammen

Spaß haben“ bei zum Teil im Vordergrund

stand, war zu beobachten und zeigte sich in der

zum Teil geringen Bereitschaft, sich intensiv

mit den gestellten Aufgaben zu befassen. So

gaben 10 von 71 Schülerinnen und Schülern

den Fragebogen nicht zurück, und das Reise-

30

42

32

30

30

28

19

13

4

6

12

12

11

5

1

2

0

0

0

0

15

tagebuch (Travel Journal) – obwohl Pflicht –

wurde von etwa 30 Prozent nicht geführt und

abgegeben. Die Qualität der eingereichten

Hefte war sehr unterschiedlich.

Beleg für die Erwartungshaltung und Arbeitseinstellung

vieler sind die Antworten auf die

folgenden Aussagen des Fragebogens:

Die ausgeteilten

Unterlagen habe ich

sorgfältig bearbeitet.

Das Travel Journal war

eine gute Hilfe, mehr über

„Land, Leute und

Sprache“ zu erfahren.

Ich habe mich ernsthaft

bemüht, die gestellten

Aufgaben selbst zu lösen

Ich habe mich bemüht, in

der Schule Kontakte zu

knüpfen und Englisch zu

sprechen.

Das Wichtigste an der

Fahrt war für mich das

Zusammensein mit

meinen Freundinnen oder

Freunden.

Gelernt habe ich in dieser

Woche nicht viel.

1 2 3 4

Vor dem Hintergrund dieser ambivalenten

Bewertung und der von uns Lehrern gemachten

zwiespältigen Erfahrung ist es erforderlich,

vor einer Neuauflage gemeinsam mit Schülern

und Eltern über den Sinn und Zweck einer

solchen Unternehmung zu sprechen.

9

1

7

19

15

4

30

9

29

20

24

17

18

29

21

16

24

32

3

20

5

3

1

7


In London „auf dem Weg

nach oben“ und am Themse-

ufer (mit dem Westminster

Palace auf der anderen Seite)

und in Cambridge an der

neuen Corpus Clock (mit

dem die Zeit fressenden

"Chronophage" obenauf)

16


Eva Hilger:

drei Monate am Thomaeum,

der Schule ihrer Mutter

Eva Hilger, die mit ihrer Familie in England

lebt, ging in der Zeit zwischen den Oster- und

Sommerferien 2010 auf unsere Schule. Wie

Eva die drei Monate empfunden hat und was

ihre Eltern „mitbekommen“ haben, haben sie

aufgeschrieben.

Als ich den Klassenraum betrat, starrten mich

30 Gesichter an. Ich war so nervös, ich konnte

kaum meine Beine spüren. Herr von Behren,

mein Klassenlehrer, hat mich zu meinem Platz

geleitet und mir die Klasse vorgestellt. Ich

habe probiert, mir die Namen zu merken, aber

es waren so viele.

In England sind wir nur insgesamt 10 in einer

Klasse. Das fanden meine Mitschüler total

interessant, und in der Pause haben die mir alle

Fragen gestellt über meine Schule und was

anders ist in England. Ich hatte viel darüber zu

sagen. Das Thomaeum ist viel größer als meine

Schule in England; die Stunden sind am

Thomaeum 10 Minuten länger als in England

(das hört sich nicht viel an, aber wenn man 45

Minuten nicht gewöhnt ist, dann kann eine

Stunde lange dauern!); und die Klassen sind

viel kleiner. 30 Schüler waren mir manchmal

zu viel. Ich fand auch, dass es komisch war,

dass die Klassen in einem Jahrgang nichts

richtig miteinander zu tun hatten denn in meiner

Stufe sind nur 40 Schüler – fast so viele

wie in einer Klasse am Thomaeum.

Aber das Beste am Gymnasium waren die

kurzen Tage. In England habe ich Ganztagsschule

von morgens acht bis abends um sieben.

Also stellt euch meine Überraschung vor, als

ich erfuhr, dass die Schule hier um 13 Uhr 20

zu Ende war!

Es dauerte nur eine Woche, bis ich mein Leben

in Deutschland gewohnt war. Ich musste auch

nicht so viele Hausaufgaben machen und Noten

bekam ich auch nicht. Mathe war mein

Lieblingsfach, weil es überall gleich ist. Ich

musste auch nicht viele Sätze schreiben und

17

also nicht auf meine Rechtschreibfehler achten.

Physik und Chemie konnte ich auch verstehen,

nur Deutsch fand ich besonders schwierig.

Englisch war immer lustig. Herr von Behren

hat mich manchmal nach meiner Meinung

gefragt, und wir haben ein paar englische

Filme geguckt, wo ich mich totlachen musste,

weil die Stimmen so seltsam und unnatürlich

waren.

Eine der besten Erfahrungen war die Mini-

WM. Unsere Klasse repräsentierte die USA,

und wir mussten einen Stand zusammenkriegen

und eine Mannschaft wählen. Wir spielten

gegen die drei Parallelklassen, und ich glaube,

gegen eine Klasse aus der 6. Stufe. Unsere

Klasse hat dieses Turnier gewonnen und die

Stimmung war echt toll.

Ich habe viel in Deutschland gelernt und sehr

gute Freunde gefunden. Ich bin Herrn Kaum

sehr dankbar, dass er meinen Aufenthalt am

Thomaeum möglich gemacht hat.

Eva Hilger

Lieber Herr Kaum,

Ganz herzlichen Dank für die freundliche und

unbürokratische Aufnahme unserer Tochter

Eva im Thomaeum.

Es ist kaum zu glauben, dass Sie nun schon seit

drei Monaten in Kempen zur Schule geht.

Wenn man Eva gut zuhört, dann scheint sie

sich in der Schule gut eingelebt und zurechtgefunden

zu haben. Ihre Klasse 7d ist ganz klar

„die beste und netteste“ von allen. Auch mit

ihren Lehrern war sie zufrieden, wenn sie auch

alle ihre eignen, den Schülern wohlbekannten

Marotten haben. Das ist auf englischen Schulen

nicht anders.


Eva hat sich besonders über die Freiheiten

gefreut, die die deutschen Schüler offensichtlich

genießen. Den eigenen Schulweg, den

freien Nachmittag und Freunde, mit denen man

sich nach der Schule in der Eisdiele verabreden

kann!

Evas Deutschkenntnisse haben sich erheblich

verbessert, und es sollte ihr leicht fallen, im

nächsten Jahr im GCSE-Examen in Deutsch

(Mittlere Reife) hervorragend abzuschneiden.

Sie hat gerne an den Orchesterproben und

Konzerten teilgenommen, auch wenn sie ihre

Vorliebe für Musik den Mitschülern lieber

verheimlicht.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei ihrem

Klassenlehrer, Herrn von Behren, für seine

Hilfe und bei Evas Mitschülern für ihre

freundliche Aufnahme besonders bedanken.

Es wird sicher einiger Zeit bedürfen, bis die

vielen Eindrücke wirklich verarbeitet sein

werden und Eva mit besonderer Freude auf

ihre Zeit in Kempen und am Thomaeum zurückblicken

wird.

Mit freundlichen Grüssen

Ruth Deroy und Andreas Hilger

Drei neue 5. Klassen

im Schuljahr 2010/11

In die neuen 5. Klassen am Thomaeum wurden

95 Kinder aufgenommen. Wie es der Aufnahmerahmen

der Stadt Kempen vorsieht,

bildeten wir drei Eingangsklassen.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der

Christ-König-Kirche begrüßten wir unsere

neuen Schülerinnen und Schüler und deren

Eltern am ersten Schultag, dem 30. August

2010, in der Aula.

Nach einer kurzen Feier nahmen die neuen

Klassenleiter/innen „ihre Kinder“ in Empfang:

5a Herr von Behren 32 Kinder

5b Frau Senholdt 33 Kinder

5c Herr Thönes 30 Kinder

Wir wünschen allen einen guten Start und

werden uns nach Kräften bemühen, dass es

unseren jüngsten Schülerinnen und Schülern

18

bei uns auf dem Thomaeum gut geht. Dafür

wollen wir gemeinsam sorgen.

Die Jahrgangsstufe 5 im Überblick:

Aufgenommene

Schüler/innen

95 100 %

Kempener 73 77 %

Auswärtige 22 23 %

Mädchen 53 56 %

Jungen 42 44 %

mit Gymnasialempfehlung 81 85 %

mit eingeschränkter

Gymnasialempfehlung

ohne Gymnasialempfehlung

(mit Probeunterricht)

12 13 %

1 1 %

aus dem Ausland 1 1 %

Schülerinnen und Schüler von Kempener

Grundschulen:

Gesamtzahl 70 100 %

Astrid-Lindgren-Schule 8 11 %

Friedrich-Fröbel-Schule 5 7 %

Regenbogenschule 19 27 %

KG Wiesenstraße 25 36 %

GGS St. Hubert 12 17 %

GGS Tönisberg 1 1 %


19

Schülerinnen und Schüler von auswärtigen

Grundschulen:

Gesamtzahl 25 100 %

Grefrath

- Johannes-Horrix-

Schule 8

- GGS Oedt 1

Kerken

- St. Petrus Aldekerk

Wachtendonk

- Michael-Schule

(Wachtendonk)

Krefeld

- KGS An der Burg

Tönisvorst

- GGS Amselweg

9

36 %

8 32 %

3 12 %

1 4 %

1 4 %

Sonstige 3 12 %

Herzlich willkommen,

liebe Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen!

Die Klasse 5a: 16 Mädchen und 16 Jungen (Klassenleiter: Herr von Behren)

Sophie Albrecht, Sophia Beenen, Julius Bildstein, Carlotta Brand, Laetitia Brand, Dennis Essers, Finnja

Giesberts, Ann-Christin Hackstein, Leon Hanßen, Charlotte Heddergott, Laura-Sophie Hoheisel, Helmut Iorin,

Timo Jentges, Moritz Kirschbaum, Niklas Kraatz, Philipp Küpper, Evelin Laitenberger, Philipp Leenen, Sophie

Leuten, Marcella Lozupone, Hendrik Messer, Isabel Onkelbach, Christin Powels, Tobias Raem, Lena Schegerer,

Julian Schopka, Linus Schrage, Sarah Stalpers, Moritz Vogeler, Kieu-Anh Vu, Maximilian Wesselbaum, Jonas

Wolters


Die Klasse 5b: 21 Mädchen und 12 Jungen (Klassenleiterin: Frau Senholdt)

20

Matthias Artz, Christopher Bens, Maximilian Berger, Julia Both, Anna Breuer, Rhianna Claaßen, Sogand

Dastforoush Kermann, Pauline Dregger, Hannah Echelmeyer, Natalja Gaus, Frederik Grefen, Hannah Groenert,

Kim Groher, Lilli-Marie Hausmann, Edward Johanns, Florian Kersten, Fabian Kievelitz, Cosima Kramer,

Serafina Kuhl, Melina Kuypers, Lennart Lutz, Nele Martens, Ardita Muhaxeri, Annika Philipps, Nick Platen,

Leonhardt Röttinger, Désirée Schmitz, Jonas Seidel, Rebecca Stratmann, Sarina Theyßen, Janik Trumm, Linn

Vogelsang, Anna Weegen


21

Die Klasse 5c: 16 Mädchen und 14 Jungen (Klassenleiter: Herr Thönes)

Vanessa Appiah, Oliver Driesch, Jasmin Druyen, Benedict Ernst, Katharina Ferrai, Elisa Heithoff, Lennart

Jenssen, Pascal Jurzick, Fabienne Kadagies, Henri Kentjens, Kilian Kitner, Jule Krüger, David Kühne, Tabea

Lankes, Soraya Lindner, Christine Maes, Nele Mühlenhaus, Alexander Pasch, Sasmee Ponnuthurai Pushparaja,

Niklas Rühl, Nick Schläfke, Soobiga Sivayoganathan, Sara Streup, Yannik Top, Abinas Vaseduvan, Benedikt

Vogel, Jasmin Wiench, Simon Wimmers, Samira Zaghdoudi

29 „Seiteneinsteiger/innen“

in die gymnasiale Oberstufe

In die Einführungsphase der gymnasialen

Oberstufe (Jahrgangsstufe 11) haben wir 29

Schülerinnen und Schüler von der Realschule

aufgenommen.

Die Statistik:

Aufgenommene

Schüler/innen

29

mit Wohnsitz in Kempen 17 59 %

mit auswärtigem Wohnsitz

- in Kerken 4

- in Grefrath 3

- in Wachtendonk 1

- in Viersen 1

- in Krefeld 3

12 41 %

von der Erich Kästner

Realschule in Kempen

von der Johannes-Kepler-

Realschule in Süchteln

von der Realschule

Horkesgath in Krefeld

22 76 %

3 10 %

3 10 %

Von der Realschule Nettetal 1 3 %

Mädchen 19 66 %

Jungen 10 34 %

Darüber hinaus haben wir drei Schülerinnen

und einen Schüler von benachbarten Gymnasien

(Straelen, Horkesgath, Duisburg, Mülhausen)

aus individuellen Gründen in die Jahrgangsstufe

11 aufgenommen, zwei davon mit

Wohnsitz in Kempen.

Von Hauptschule oder Gesamtschule ist in

diesem Jahr niemand in unsere Oberstufe

gekommen.


Calais-Dover

Von der Realschule heißen wir ganz herzlich

willkommen am Thomaeum:

Assad, Snar

Babucke, Friederike

Berger, Eva

Borchmann, Tanja

Decker, Stefanie

Dietl, Tobias

Franz, Christoph

Fuchs, Lisa

Funger, Oliver

Gutjahr, Julia

Horst, Florian

Jarling, Milena

Kali, Eray

Krings, Michael

Lunau, Chantal

Meuskens, Rilana

Mick, Keno

Müller, Vanessa

Neumann, Paula-Joana

Ozkan, Burcu

Pinkert, Kim

Rozhanskyi, Michail

Rucks, Nick

Schinhofen, Hannah

Schmitz, Christina

Scicolone, Patricia

22

Strathe, Dominique

Tata, Melanie

Wichmann, Lisa

Ebenso herzlich begrüßen wir bei uns vom

Gymnasium:

Angenheister, Nico

Arkoi, Josephine-Yassah

Dregger, Eva

Herbst, Caroline

Neu im Kollegium:

Anke Vogeler (E/F)

Mein Name ist Anke Vogeler und ich

unterrichte seit Februar 2010 am Thomaeum

die Fächer Englisch und Französisch. Einige

kennen mich bereits länger, weil ich schon gut

ein Jahrzehnt mit meinem Mann und unseren

zwei Söhnen in Kempen lebe und hier arbeite.

Doch auf diesem Wege möchte ich mich gerne

allen vorstellen.

Nach meiner Schulzeit in Leverkusen und

einer Berufsausbildung zur Fremdsprachensekretärin

habe ich Anfang der 90er Jahre in

Bonn den Weg zum Lehramt eingeschlagen,

obwohl es zu der Zeit eine Lehrerschwemme

gab. Ich selbst bin aber immer gern zur Schule


gegangen und habe schon früh den Wunsch

nach einer pädagogischen Tätigkeit entwickelt.

Als Schülerin und Auszubildende habe ich

bereits Kurse in der Erwachsenenbildung in

Französisch, Spanisch und Englisch erteilt.

Mehrere Aufenthalte während Schulzeit,

Studium und Berufsausbildung in Frankreich,

Spanien und Großbritannien vertieften mein

durch die Schule gewecktes Interesse am

romanischen und anglistischen Sprachraum.

Nach dem Lehramtsstudium in Bonn und dem

Referendariat an einem Gymnasium in

Niederkassel zog mich der Lehrerbedarf der

Kempener Erich Kästner Realschule im Jahr

1999 an den mir bis dahin unbekannten

Niederrhein. An der Realschule habe ich mit

Freude Fremdsprachen vermittelt, Klassen

geleitet, Streitschlichter ausgebildet und Schüler

und Eltern beratend unterstützt.

Die dort gesammelten Erfahrungen möchte ich

nun am Thomaeum einbringen und ausbauen.

Ein sehr offenes und hilfsbereites Kollegium

sowie zahlreiche nette Schülerinnen und

Schüler habe ich bereits kennenlernen können.

Ich freue mich auf viele neue Aspekte der

pädagogischen und fachlichen Arbeit und

möchte meinen Beitrag dazu zu leisten, dass

die jungen Menschen an dieser Schule gut

gefördert und gefordert werden und gerne das

Thomaeum besuchen.

Anke Vogeler

Neu im Kollegium:

Bärbel Godizart (BI/CH)

Mein vollständiger Name ist zwar Barbara

Godizart-Heddergott, im (Schul-)Alltag bin ich

aber für meine Schülerinnen und Schüler,

Kolleginnen und Kollegen sowie meine

Freunde nur Frau Godizart beziehungsweise

Bärbel.

Vor 42 Jahren wurde ich in Viersen geboren,

bin dort zur Schule gegangen und habe auch

mein Abitur abgelegt. Kempen kannte ich

schon damals durch das tolle Freibad mit dem

5-Meter-Turm, hätte aber nie daran gedacht,

einmal hier zu leben.

23

Direkt im Anschluss an meine Schulzeit habe

ich mein Biologie-Studium an der Heinrich-

Heine Universität in Düsseldorf angetreten und

dort im Studentenwohnheim gelebt. Trotz

eines spannenden Diplomgrundstudiums habe

ich aus verschiedenen Gründen zum Lehramtsstudium

gewechselt und als zweites Fach

Chemie gewählt. Nach der Zwischenprüfung

habe ich dann auch noch meinen Studienort

verlagert und an der Freien Universität Berlin

weiterstudiert. Hier konnte ich während meines

Hauptstudiums in vielfältiger Weise als Lehrende

in Seminaren und Praktika positive und

hilfreiche Erfahrungen sammeln, die mich in

meinem Berufswunsch als Lehrerin bestärkt

haben. Da auch das Leben in Berlin neben der

Uni viele attraktive Seiten bot, habe ich nach

meinem Examen kurzerhand noch mein Referendariat

an der Walther-Rathenau-Oberschule

in Berlin-Grunewald absolviert. Danach wurden

in ganz Berlin leider keine Lehrkräfte

eingestellt und so sind mein Mann und ich

zurück nach Nordrhein-Westfalen (Krefeld)

gezogen. Hier habe ich ziemlich schnell eine

Lehrerstelle an der Kempener Erich Kästner

Realschule gefunden und nach einigen Jahren

als Pendlerin auch meinen Wohnsitz in diese

wunderschöne Stadt verlegt. Seitdem genießen

mein Mann, unsere beiden Kinder und ich die

vielen Vorzüge Kempens. Wir erledigen fast

alles mit dem Fahrrad und verbringen unsere


Freizeit sehr gerne in der schönen Natur rund

um Kempen.

Die Jahre an der Erich Kästner Realschule

haben mich nicht nur menschlich, sondern

auch beruflich vorangebracht, aber der

Wunsch, an einem Gymnasium zu unterrichten,

war bei mir immer vorhanden. Deshalb bin

ich sehr froh, dass ich die Chance zum Wechsel

an das Thomaeum ergriffen habe und seit

dem neuen Schuljahr hier Biologie und Chemie

unterrichten kann.

Hiermit möchte ich mich bei allen, die den

Alltag an dieser Schule ausmachen und aktiv

gestalten und die mich bei meinem Einstieg

freundlich, hilfsbereit und offen aufgenommen

haben, ganz herzlich bedanken. Ich freue mich

auf eine interessante und abwechslungsreiche

Zeit mit Ihnen und Euch.

Bärbel Godizart

Neu im Kollegium:

Thomas Jansen (D/PL)

Mein Name ist Thomas Jansen und ich unterrichte

seit August 2010 die Fächer Deutsch

und Philosophie am Thomaeum.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Nettetal,

wo ich zunächst die Städtische Realschule

besuchte. Da ich nach meinem dortigen Abschluss

nicht wirklich wusste, was ich nun

machen sollte und da ich eigentlich ganz gerne

zur Schule ging, entschloss ich mich, meine

24

Schulzeit um drei Jahre zu verlängern und das

Abitur zu machen. Auf dem Gymnasium gefielen

mir dann die Fächer Deutsch und Philosophie

am besten und mir wurde langsam aber

sicher klar, dass ich im weiteren Verlauf meines

Lebens irgendwas mit Büchern machen

musste.

Nach längerem Nachdenken entschied ich

mich dann gegen eine Lehre zum Buchhändler

und für ein Lehramtsstudium, da ich mir vom

Lehrerberuf mehr Abwechslung (und Ferien)

versprach. Und so verbrachte ich ab dem

Wintersemester 2002/03 sechs Jahre in Münster.

Die etwas längere Studienzeit ist übrigens

nicht mangelndem Einsatz geschuldet, sondern

der Tatsache, dass die Studienzeit noch viel

schöner als die Schulzeit ist. Mein Referendariat

(= weniger schöne Zeit) verbachte ich an

einem Gymnasium in Mülheim an der Ruhr,

wo mir durch viele schöne Erfahrungen deutlich

wurde, dass der Beruf das Richtige für

mich ist.

Für das Thomaeum habe ich mich dann letztlich

entschieden, weil ich bei der Vorabbesichtigung

einfach ein gutes Gefühl bei den

zukünftigen Kollegen hatte und man sich viel

Zeit für mich genommen hat. Darum an dieser

Stelle ein herzliches Dankeschön für die

freundliche Aufnahme.

Thomas Jansen

Vor dem London Dungeon


Klassen und Schülerzahlen

2010/11

Klasse Schüler

Mä/Ju

5a 32

16/16

5b 33

21/12

5c 30

16/14

6a 30

7/23

6b 32

17/15

6c 32

18/14

6d 32

20/12

7a 34

14/20

7b 30

16/14

7c 34

22/12

8a 31

15/16

8b 32

13/19

8c 30

13/17

8d 31

15/16

9a 28

9/19

9b 29

20/9

9c 29

15/14

9d 28

19/9

9e 27

13/14

10 109

43/66

Klassenleiter/in

Herr von Behren

Frau Pleines-Hanisch

Frau Senholdt

Herr Kurschildgen

Herr Thönes

Frau Michalak

Frau Burgemeister

Herr Omsels

Herr Lange

Herr Spallek

Frau Richter

Frau Vogeler

Frau Gerfers

Frau Hellmann

Frau Beer

Herr Dr. Vossen

Herr Schieferstein

Herr Lange

Frau Wildner

Frau Godizart

Frau Lüneburg

Herr Lange

Frau Köhler

Frau Peters

Frau Wulfmeier

Herr Dr. Brinkmann

Frau zur Nieden

Herr Jansen

Herr Cistecky

Frau Vetter-Rehkämper

Frau Ritz

Herr Berg-Hildebrand

Frau Rogge

Frau Zanders

Herr Krüger

Herr Dr. Vossen

Frau Aydin

Herr Dreiser

Frau Holz und

Frau de Jong

25

11 125

63/62

12 102

49/53

13 103

62/41

5/6 221

115/106

7-9 363

184/179

10-13 439

217/222

Frau Hox und

Herr Omsels

Frau Berten und

Frau Kreutz

Frau Fröhling und

Herr Hoffmann

Leitung der Erprobungsstufe:

Frau Beer und Herr Lange

Leitung der Mittelstufe:

Frau Köhler

Leitung der Oberstufe:

Herr Menzer

Durchschnittliche Klassenfrequenz

(Klassen 5-9)

Durchschnittliche Kursfrequenz

(Kurse 10-13)

30,7

23,7

Durchschnittliche Kursfrequenz 10/11 25,2

Durchschnittliche Kursfrequenz 12 23,8

Durchschnittliche Kursfrequenz 13 20,0

Jahrgangsstufe

Mädchen Jungen Gesamt

5 53 42 95

6 62 64 126

7 52 46 98

8 56 68 124

9 76 65 141

10 43 66 109

11 63 62 125

12 49 53 102

13 62 41 103

Gesamt 516

= 50,4 %

507

= 49,6 %

1023

S I 299 285 584

S II 217 222 439


Lehrersprechstunden

im 1. Schulhalbjahr 2010/11

Name Sprechstunde

Dr. Arnold, Georg MO 4.

Aydin, Serpil DO 3.

Beer, Gertrud MO 6.

von Behren, Ulrich MI 3.

Berg-Hildebrand, Andreas MI 2.

Berten, Kornelia MI 5.

Bonzelet, Marianne Sabbatjahr

Dr. Brinkmann, Dirk MO 5.

Burgemeister, Saskia FR 4.

Cistecky, Dieter MO 5.

Dreiser, Herbert DO 2.

Fastabend, Susanne MO 5.

Fröhling, Anna DI 4.

Gerfers, Anja FR 3.

Godizart, Bärbel FR 4.

Gondert, Andrea Elternzeit

Heinen, Reinhardt DI 3.

Hellmann, Rosalie FR 3.

Hoffmann, Martin MI 3.

Holz, Stefanie DI 5.

Hox, Silke FR 3.

Jansen, Thomas DO 3.

de Jong, Sonja DO 5.

Junglas, Kathrin DO 4.

Käberich, Jürgen DI 2.

Kaum, Edmund nach Vereinbarung

Kehrein, Sandra Elternzeit

Köhler, Marion MI 5.

Korn, Maria Sol DI 4.

Kreutz, Jessica MI 3.

Krüger, Dirk FR 3.

Kurschildgen, Hans-Klaus FR 4.

26

Lange, Johannes FR 4.

Lehnen-Brixius, Margrit erkrankt

Lehmann, Julia DO 3.

Dr. Lenz, Michael MO 3.

Leuer, Stefanie MO 4.

Lüneburg, Stefanie-Rebekka MI 5.

Menzer, Klaus-Dieter MI 5.

Mey, Heike MI 7.

Michalak, Sabine DO 4.

Minke, Norbert erkrankt

Mlynczak, Stefanie DO 7.

Nienhaus, Brigitte MI 5.

zur Nieden, Anne MO 7.

Nowotzin, Michael DI 5.

Omsels, Hermann-Josef FR 3.

Pleines-Hanisch, Helga DO 2.

Richter, Annerose MO 5.

Ritz, Annika MI 4.

Rogge, Nadine DO 4.

Sanio, Karin DO 2.

Schieferstein, Udo MO 5.

Dr. Schlesier, Peter MO 4.

Semmler, Francisca MO 7.

Senholdt, Stefanie FR 3.

Dr. Sitzler-Grefen, Adelheid MO 6.

Spallek, Marco MI 5.

Stürtz, Frauke DO 4.

Teige, René DI 7.

Thönes, Wilhelm FR 4.

Timmann, Otto MO 4.

Timpe, Gina Elternzeit

Dr. Unterberg, Claus MO 4.

Vetter-Rehkämper, Gudrun nach Vereinbarung

Vogeler, Anke FR 2.

Dr. Vossen, Johannes FR 2.

Wacker, Petra Elternzeit

Wildner, Sophia MO 3.

Wulfmeier, Miriam MO 3.

Zanders, Elisabeth FR 4.

Bossmann, Anna Sarah nach Vereinbarung

Erdmann, Florian nach Vereinbarung

Nagel, Philipp nach Vereinbarung

Peters, Katrin nach Vereinbarung

Potocka, Olga nach Vereinbarung


Förderkurse, Profilkurse und

Vertiefungskurse 2010/11

5 5a D-Fk

5b D-Fk

5c D-Fk

5a-c NW-Pk

5a-c KU-Pk

5a-c Bläserkreis

5a-c Streicher-Ensemble

6 6a/b D-Fk

6c/d D-Fk

6a-d E-Fk

6a NW-Pk

6b Bläserklasse

6b Bläserklasse

6a-d Streicher-Ensemble

7 7a-c D-Fk

7a-c D-Pk

7a-c E-Fk

7a-c M-Fk

7a-c Streicher-Ensemble

7+ Begabtenförderung

8 8b/d M-Fk

8a/c M-Fk

10 10 D-VK

10 E-VK

10 M-VK

10 M-VK

1 h

1 h

1 h

2 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

1 h

2 h

2 h

2 h

2 h

27


DELF

(Französisch)

28

Arbeitsgemeinschaften am Thomaeum im Schuljahr 2010/2011

AG Leitung Teilnehmer Ort Zeit

LCCI (Wirtschaftsenglisch)

Chinesische

Sprache und Kultur

Schreibwerkstatt

(Deutsch)

Frau Mlynczak ab Klasse 8 nach

Ankündigung

Frau Wulfmeier Klasse 9 nach

Ankündigung

Frau Höke-Purrmann Klassen 7/8 A 110 DO

Frau Michalak Klassen 5-7 nach

Ankündigung

Schülerzeitung Herr Lange Klassen 5-8 nach

Ankündigung

Schulchor

Schulorchester

Frau Hellmann ab Klasse 5 Aula MO

Frau Wildner ab Klasse 5 Aula MI

Bläserklasse Frau Zanders Jgst. 6 Aula DO

Geige/Cello/

Bratsche/Bass

Geige/Cello/

Bratsche/Bass

Herr Barbian Klassen 6/7

neue Gruppe

nach Absprache

DI

14.10 – 14.55

16.00 – 17.30

DI

MU II (N 206) MO

Herr Barbian Klassen 7/8 MU II (N 206) DO

Gitarre Frau Schmitz Klassen 6-8 Altbau DO

Theater (Gruppe I)

Theater (Gruppe II) Frau Nienhaus

(mit Matthias Herwix)

Frau Nienhaus ab Klasse 8 Aula DO

Zirkus Thomelli Frau Holz ab Klasse 5

ab Klasse 8 Aula DO

PZ MI

14.10 – 14.55

nach Absprache

14.10 – 15.40

15.45 – 17.15

13.20 – 14.05

14.15 – 15.15

14.15 – 15.15

13.30 – 15.00

15.30 – 17.00

16.00 – 17.30

14.15 – 15.45


Science-Club:

Physik

Science-Club:

Biologie, Chemie

29

Herr Dr. Brinkmann ab Klasse 5 Physik-Übungsraum

(N 004)

Herr Nowotzin und Herr Dr.

Unterberg

ab Klasse 5 Chemie-Übungsraum

(N 008)

DI

ab 14.10

DO

ab 14.10

Biologie-Olympiade Frau Stürtz Oberstufe BI (rechts) nach Absprache

„bio-logisch“ Frau Stürtz ab Klasse 5 BI (rechts) nach Absprache

Solar-Technik Herr Käberich ab Klasse 8 Physikräume:

DASYS – Mitarbeit

in der Schülerfirma

Volleyball

Herr Käberich und

Praktikanten

Frau Holz ab Klasse 7

(Mädchen)

N 002 – N 004

DO

ab 19.00

ab Klasse 7 A 204/205 nachmittags

Alte Halle

Thomaeum

Judo Frau Hox Klasse 6 PZ DO

Schach

Integration und

Migration

Rechtskunde

Kochen mit Lust

und Laune

Tastenschreiben

am Computer (in

vier Doppelstunden)

Herr Nowotzin ab Klasse 5 BI/CH-Räume DI

DI

15.00 – 16.00

14.10 – 15.40

ab 14.10

Frau Aydin alle nach Absprache nach Absprache

Herr Lochner Klasse 10 A 110 DO

Frau Klewes ab Klasse 7 N 013 (CaTho) DO

Frau Löscher Klassen 6-8 Informatikraum

N 106

14.15 – 15.45

15.30 – 18.30

ab 26.10.2010:

DI 15.30 – 17.00


In das Schuljahr 2010/11:

Nachprüfungen 2009/10

28 Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit,

in der letzten Sommerferienwoche

eine Nachprüfung abzulegen, um die Versetzung

nachträglich zu erreichen. 24 nahmen die

Chance wahr und ließen sich in Deutsch,

Englisch, Latein, Musik, Mathematik, Biologie

und Chemie prüfen. 16 bestanden die Prüfung,

acht leider nicht. Die Erfolgsquote lag also bei

zwei Dritteln.

In schriftlichen Fächern besteht die Nachprüfung

aus einer Klassenarbeit beziehungsweise

Klausur, die den Anforderungen des letzten

Halbjahres entspricht, und aus einer mündlichen

Prüfung. Bei den sonstigen Fächern entfällt

der schriftliche Teil.

Hier die Ergebnisse der diesjährigen Prüfungen

nach Fächern und Klassen:

Fach Anzahl der

Prüfungen

bestanden nicht

bestanden

D 2 2 0

E 3 2 1

L 4 1 3

MU 1 0 1

PA 1 1 0

M 8 6 2

BI 2 2 0

CH 3 2 1

∑ 24 16 8

30

Klasse Fach Anzahl der

Prüfungen

Ergebnis

7 CH 1 b.

7 MU 1 n.b.

8 D 2 2 x b.

8 E 2 1 x b.

8 L 1 n.b.

8 M 2 1 x b.

8 CH 1 n.b.

9 E 1 b.

9 L 2 1 x b.

9 M 4 4 x b.

9 BI 1 b.

9 CH 1 b.

10 L 1 n.b.

11 PA 1 b.

11 M 2 1 x b.

11 BI 1 b.

[b. = bestanden / n.b. = nicht bestanden]


Am Ende des Schuljahres 2009/10

nicht versetzte

Schülerinnen und Schüler

Die Übersicht listet die Anzahl der Schülerinnen

und Schüler auf, die am Ende des Schuljahres

2009/2010 nicht versetzt und auch

nachträglich nicht durch die Nachprüfung versetzt

wurden. Als „nicht versetzt“ werden auch

die Schülerinnen und Schüler aufgeführt, die

auf Antrag wiederholen oder auf die Realschule

beziehungsweise Hauptschule wechselten.

Klasse Anzahl der

Schüler/innen

am Ende des

Schuljahres

2009/2010

Anzahl der

nicht

versetzten

Schüler/innen

Anteil in

Prozent

5a 30 0 0

5b 30 0 0

5c 32 0 0

5d 32 0 0

6a 32 0 0

6b 33 6 18,2

6c 33 0 0

7a 31 1 3,2

7b 31 0 0

7c 30 1 3,3

7d 31 3 9,7

8a 28 2 7,1

8b 28 0 0

8c 27 1 3,7

8d 28 2 7,1

8e 27 3 11,1

9a 27 5 18,5

9b 33 0 0

9c 30 2 6,7

9d 30 2 6,7

10a 29 1 3,4

10n1 24 2 8,3

10n2 23 0 0

10n3 26 0 0

31

11 103 6 5,8

12 107 7 6,5

13 86 6 7

∑ 1001 50 5

Übergang von der

Erprobungsstufe

in die 7. Klasse

Am 1.8.2008 wurden 95 Kinder neu in die drei

5. Klassen des Gymnasiums Thomaeum

aufgenommen. Davon gingen 84 Mädchen und

Jungen ohne Wiederholung in die 7. Klassen

des Schuljahres 2010/2011 über. Die Tabelle

gibt auch Aufschluss über den Erfolg von

Kindern, die mit unterschiedlichen Empfehlungen

von der Grundschule auf das Gymnasium

kamen.

Gesamtschülerzahl

mit GY-

Empfehlung

mit eingeschränkterEmpfehlung

ohne GY-

Empfehlung

Klasse 5 95 84 9 2

WDH in

5 oder 6

3 2 0 1

Abgänge 8 4 3 1

Klasse 7 84 78 6 0

Übergangsquote

88,4 % 92,9 % 66,7 % 0

Von den acht Schülerinnen und Schülern, die

das Thomaeum während oder am Ende der

Erprobungsstufe verließen, besuchen sechs

Kinder jetzt die Realschule, ein Kind ist –

durch Umzug bedingt – auf ein anderes

Gymnasium gegangen und eines auf eine

Privatschule.


„Komm mit! – Fördern statt

Sitzenbleiben“

Im Rahmen der „Individuellen Förderung“

beteiligt sich das Thomaeum seit dem vergangenen

Schuljahr unter der Leitung von Frau

Köhler (in Zusammenarbeit mit Frau Berten)

am Projekt „Komm mit! – Fördern statt

Sitzenbleiben“. Ziel ist es, die Zahl der Sitzenbleiber,

insbesondere in den Klassen 7 bis 10,

schrittweise zu reduzieren, ohne die Leistungsanforderungen

zu mindern.

Für das Schuljahr 2008/09 liegt nun die datenbasierte

Rückmeldung vor, die uns als eine

Grundlage für die Überprüfung unserer Förderstrategien

dient.

Bei zwei Dritteln aller teilnehmenden Gymnasien

(244) lag die Wiederholerquote zwischen

1,0 und 4,0. Für die Klassen 7 bis 10 betrug die

Quote im Schuljahr 2008/09 für die Klassen 7

bis 10 am Thomaeum 2,7. Statistisch bedeutet

dieses Ergebnis, dass keine erhebliche Abweichung

vom Durchschnitt vorliegt.

Unabhängig davon bleibt es unser Ziel, die

Wiederholerquote weiter zu senken, ohne

allerdings den gymnasialen Anspruch aufzugeben.

Obwohl der Durchschnittswert als Bezugsgröße

nicht unproblematisch ist, kann er im

Vergleich bei der Bewertung und Schlussfolgerung

hilfreich sein. Die fächerspezifische

Auswertung ergab, dass - nicht überraschend –

Mathematik, Latein und Englisch die Fächer

waren, die mit einem hohen Anteil der Noten 5

32

und 6 für die Wiederholung ausschlaggebend

waren. Im Vergleich bemerkenswert ist der

hohe Anteil unzureichender Noten in den naturwissenschaftlichen

Fächern am Thomaeum.

Im Überblick:

Fach/Lernbereich Durchschnitt

Thomaeum

Deutsch 6,0 1,9

Englisch 10,4 16,3

Französisch

Latein

Fremdsprachen ohne E

32,9

4,8

20,2

25,0

Mathematik 24,3 27,9

Physik

Chemie

Wahlpflichtfach NW

Naturwissenschaften

Musik

Kunst und Musik

15,1

2,2

10,6

9,6

4,8

25,0

2,9

2,9

Religion 0,8 1,0

Die Fachkonferenzen werden sich mit den

Ergebnissen auseinandersetzen und über die

Wirksamkeit der verschiedenen Fördermaßnahmen

beraten. Dabei sind die folgenden

Bereiche zu unterscheiden:

1. Lehren und Lernen im regulären

Unterricht,

2. Unterrichtsadditive Fördermaßnahmen,

3. Fokussierung auf überfachliche

Kompetenzen,

4. Diagnose und Beratung,

5. Einbezug Dritter bei

Unterstützungsmaßnahmen.


Schule plus Universität:

Apolonia Gottwald

(Abitur 2010)

Während meiner Schulzeit habe ich in den

letzten Jahren schon studiert, und zwar im

Rahmen des Begabtenförderungsprogramms

des Thomaeums.

Damals habe ich mich zunächst einfach als

Akademiestudierende an der FernUniversität in

Hagen eingeschrieben. Als Akademiestudent

kann man zwar keinen Abschluss machen, die

Kurse und Klausuren sind jedoch die gleichen

wie in einem richtigen Studium. Wenn man ein

solches daran anschließt, werden die Klausuren,

die man schon im Akademiestudium bestanden

hat, angerechnet.

Wenn man, je nach Studiengang, bestimmte

Klausuren bestanden hat oder zum Beispiel in

einem Fachgespräch überzeugt, kann man sich

sogar als Jungstudierende(r) einschreiben,

wenn Schule und FernUniversität zustimmen.

Bei mir hat das alles funktioniert und so hat

mir mein Studium immer Spaß gemacht.

In Krefeld, im dortigen Studienzentrum der

FernUniversität, gibt es sogar eine individuelle

Betreuung, extra für Schüler, die schon studieren

wollen. Es braucht also keiner Angst davor

zu haben, nicht mit dem ganzen Prozedere

zurechtzukommen.

Ich bin sehr froh und dankbar, dass es diese

Möglichkeit gibt. Zur Nachahmung empfohlen!

Apolonia Gottwald

Let’s Talk Business:

Zertifikatsprüfungen

English for Business (EFB)

English for Business (EFB) ist die am meisten

abgelegte LCCI-IQ-Zertifikatsprüfung in Englisch.

Sie ist für all diejenigen geeignet, die im

Beruf Englisch brauchen oder brauchen werden.

EFB wird auf fünf Stufen angeboten und

ist eine praxisorientierte Prüfung, die aus einer

schriftlichen Pflichtprüfung und einem optio-

33

nalen mündlichen bzw. Hörverständnis-Test

besteht. Sie ist an den Gemeinsamen Europäischen

Referenzrahmen (GER) angeglichen

und testet die Englischkenntnisse unter Verwendung

von realistischen Aufgaben, z.B.

Geschäftsbrief, Aktennotiz, Email, Bericht,

usw.

Im vergangenen Schuljahr besuchten G8- und

G9-Schüler/innen der Differenzierungskurse

„Business English und Economics“ gemeinsam

unsere AG, die auf das Zertifikat English for

Business Level I der Industrie- und Handelskammer

in London (LCCI) vorbereitet.

Die Mühe des zusätzlichen Unterrichts am

Nachmittag hat sich gelohnt, denn kurz nach

den Sommerferien konnten alle 27 Aspiranten

stolz ihr Zeugnis in Empfang nehmen. Besonders

hervorzuheben sind dabei die Leistungen

von Rebekka Atakan, Andreas Dohmen, Carolin

Ferfers, Johannes Klahre, Tom Köneke,

Hannah Königs, Julia Müller-Kemler, Sophia

Peifer, Niclas Stahl, Nico Teetz und Frederik

Wieck, die alle sowohl die mündliche als auch

die schriftliche Prüfung mit Bestnoten bestanden.

Inzwischen hat unsere AG schon Tradition

und wird auch in diesem Schuljahr fortgesetzt

– mit hoffentlich ebenso überzeugenden

Ergebnissen.

Miriam Wulfmeier

Schülerinnen des Sawston Village College


Landeswettbewerb

Am Landeswettbewerb „bio-logisch“ nahmen

im Frühjahr 2010 mit sehr gutem Erfolg teil:

34

In der Kapelle des Sydney Sussex College, Cambridge

Marie Baumgart

(Platz 276/3482), jetzt Klasse 6b

Alexander Vornholz

(Platz 91/1211), jetzt Jgst. 10

Liesa-Marie Schielke

(Platz 222/1211), jetzt Jgst. 10

Anja Kube

(Platz 222/1211), jetzt Jgst. 10

Herzlichen Glückwunsch!

Tennis-Kreismeisterinnen

Es war das erste Mal, dass das Thomaeum eine

weibliche Tennis-Schulmannschaft gemeldet

hatte. Dass die Mannschaft nach jeweils 4:0-

Siegen über die Gymnasien aus Willich-

Schiefbahn und Viersen auf Anhieb überlegen

Kreismeister wurde, ist umso erfreulicher.

Wir gratulieren

Patricia Böntgen,

Theresa Kipfelsberger,

Anne Müller-Kemler,

Franziska Neyen,

Lisa Vornhusen.


Lesesommer

der Stadtbibliothek

In den Sommerferien hat die Stadtbibliothek

Kempen zum zweiten Mal den SommerLese-

Club als Leseförderprogramm für Jugendliche

angeboten.

Wer mindestens drei Bücher aus der Sommer-

LeseClub-Auswahl gelesen hat, dem wird die

erfolgreiche Teilnahme auch als außerschulische

Leistung auf dem nächsten

Halbjahrszeugnis bescheinigt.

Insgesamt absolvierten 86 Schülerinnen und

Schüler den Sommerleseclub der weiterführenden

Schulen mit Erfolg (58 Mädchen und

28 Jungen). Es freut uns, dass 38 davon vom

Thomaeum kommen. Wir gratulieren den

Schülerinnen und Schülern und danken den

Bibliothekarinen um Frau Wiltsch für die viele

Arbeit, die mit der Organisation und vor allem

der Bewertung der Logbücher verbunden ist.

Unsere erfolgreichen Teilnehmerinnen und

Teilnehmer:

35

Felix Berger

Laura Biebel

Lena Biermann

Leonie Bihl

Felix Braunstein

Lucie Brochhagen

Mara Brochhagen

Nina Brochhagen

Pauline Dregger

Julia Eichhorn

Sophia Faber

Sebastian Franz

Finnja Giesberts

Hannah Groenert

Iris Gutjahr

Lilli Hausmann

Charlotte Heddergott

Kirke Husberg

Teresa Jakimowic

Niklas Koch

Clara Lemke

Marcella Lozupone

Jule Mommert

Julia Müller

Katrin Müller

Jan Niethen

Lauritz Novotny

Katja Nowotnick

Anna-Sophie Pins

Sebastian Poths

Belen Rossenbach

Julia Scherlitz

Kirsten Schmitz

Carolin Schuchardt

Sebastian Schulz

Jutta Wolters

Leonie Zielke

Nele Zielke


36

Ergebnisse der Lernstandserhebungen 8 im Februar/März 2010:

Gymnasium „Standorttyp 2“

Worum geht es bei den Lernstandserhebungen?

Die Lernstandserhebungen überprüfen die langfristig erworbenen Kompetenzen der Schülerinnen und

Schüler und haben primär das Ziel einer Standortbestimmung schulischer Leistungen in den Fächern

DEUTSCH, ENGLISCH und MATHEMATIK. In erster Linie stellen sie den Lehrern wichtige

Informationen über Stärken und Schwächen am Ende der Jahrgangsstufe 8 zur Verfügung, die sie zur

Weiterarbeit im Unterricht nutzen. In den Anforderungen sind die Lernstandserhebungen gekoppelt an

die Kernlehrpläne und die dort festgelegten „Bildungsstandards“, die am Ende der Jahrgangsstufe 8

zu erreichen sind. Kompetenz ist nach diesem Verständnis die Fähigkeit, die eine Person in die Lage

versetzt, ein Problem erfolgreich zu lösen. Die Lernstandserhebungen sind so angelegt, dass das Fähigkeitspotenzial

des Schülers aus den Antworten auf die Aufgaben erschlossen werden kann.

Auswertungsperspektiven

Der Vorteil der Lernstandserhebungen liegt in der Ermöglichung eines „erweiterten Blicks“ auf das

Leistungsprofil der eigenen Schülerschaft durch lehrplan-orientierte und lerngruppen-orientierte Vergleichsmöglichkeiten,

die im Schulalltag nicht zur Verfügung stehen. Sowohl auf „Kompetenzebene“

als auch auf „Aufgabenebene“ sind der „landesweite Vergleich“ und der „schulinterne Vergleich“

möglich. Da die Lernstandserhebungen an der jeweils eigenen Schule korrigiert werden, ist die

Aussagekraft eines direkten Vergleichs zwischen einzelnen Schulen fragwürdig.

Elternrückmeldung

Welche Ergebnisse der einzelne Schüler erzielt hat, ist den Eltern bereits rückgemeldet worden. Zu

beachten ist hierbei, dass punktuelle Leistungstests das Können von einzelnen Schülern nicht mit absoluter

Sicherheit messen können. „Messfehler“ können aus besonderen individuellen Umständen am

Testtag resultieren. Dennoch liefern die Ergebnisse eine wichtige Orientierung über den erreichten

Lernstand und möglichen Förderbedarf.

Von der Bestandsaufnahme zur Erklärung und zur Weiterarbeit

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen liefern den „Rohstoff“ für Fragen nach den Gründen für

auffällige Leistungsprofile. Damit lassen sich dann möglicherweise die Bereiche identifizieren, in

denen Schwerpunkte gesetzt und Förderinitiativen ergriffen werden sollten. An die Auswertung durch

die Fachlehrkraft schließt sich eine gemeinsame Interpretation der Fachkonferenz an. Fragen wie die

folgenden sind zu beachten:

• Gab es fehlende oder sich verweigernde Schüler? Wenn ja, waren diese besonders leistungsstark

oder besonders leistungsschwach?

• Gab es außergewöhnliche Umstände, die das Testergebnis unter Umständen beeinflusst haben?

• Inwieweit könnten auffällige Ergebnisse liegen

- an den Schülern (soziale Herkunft, mangelnde Vorkenntnisse, geringe Anstrengung,

Zweisprachigkeit)?

- am Unterricht (Teststrategien, Aufgabenformate, Unterrichtsgestaltung)?

- an den Unterrichtsmaterialien?

Festlegung von Standorttypen zum „fairen“ Vergleich

Es ist bekannt, dass Unterschiede in den Schülerleistungen zu erheblichen Teilen durch außerschulische

Merkmale – soziale Herkunft, Bildungsnähe der Elternhäuser, Migrationsstatus – bedingt sind.

Um Schulen eine „faire“ Standortbestimmung zu ermöglichen und aussagekräftige Vergleichsmöglichkeiten

zur Verfügung zu stellen, werden für das Gymnasium zwei Standorttypen unterschieden.

Von den 613 Gymnasien in NRW sind 141 (23%) dem Typ 1 und 472 (77%) dem Typ 2 zugeordnet

worden. Für das „Gymnasium Standorttyp 2“, zu dem auch das Thomaeum gehört, sind mehrheitlich

folgende Merkmale charakteristisch:


37

• Unter 15 % der Schülerinnen und Schüler haben – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit

– einen Migrationshintergrund.

• Unter 5 % der Schülerinnen und Schüler kommen aus Familien, die den gesetzlich geregelten

Eigenanteil im Rahmen der Lernmittelfreiheit nicht aufbringen können und auf Hilfe des

Sozialamtes angewiesen sind.

• Über 40 % der Schülerinnen und Schüler kommen aus Akademikerfamilien.

• Für die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler gilt, dass die elterliche Wohnung in einem

kleinstädtisch oder ländlich geprägten Wohngebiet liegt.

• Für die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler gilt, dass sie aus einem Wohnumfeld mit einem

eher mittleren bis hohen Wohnwert stammt.

Darstellung der Ergebnisse 2010 auf der Kompetenzebene:

Die Graphiken zeigen die Kompetenzverteilung der Jahrgangsstufe 8 und der jeweiligen Klasse an.

Zum landesweiten Vergleich sind die Verteilungen im „Gymnasium Standorttyp 2“ angegeben.

Deutsch: Leseverstehen und Hörverstehen

In der diesjährigen Lernstandserhebung waren im Fach Deutsch Aufgaben zu den Kompetenzbereichen

Leseverstehen und Hörverstehen zu bearbeiten. Die Anforderungen bezogen sich dabei auf die

in den Kernlehrplänen vorgegebenen Kompetenzerwartungen für das Ende der Jahrgangsstufe 8.

Sieht man von der Aussage „hat kein hinreichendes Niveau erreicht“ ab, werden für die Auswertung

vier Kompetenzniveaus unterschieden (Niveau 1, 2, 3, 4):

Kompetenzniveau D-LV/HV 1: Leseverstehen/Hörverstehen in Ansätzen

Kompetenzniveau D-LV/HV 2: Einfaches Leseverstehen/Hörverstehen

Kompetenzniveau D-LV/HV 3: Grundlegendes Leseverstehen/Hörverstehen

Kompetenzniveau D-LV/HV 4: Differenziertes LeseverstehenHörverstehen


38

Im Leseverstehen erreichen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thomaeum signifikant

bessere Ergebnisse als der vergleichbare gymnasiale Standorttyp 2; im Hörverstehen gibt es keine

signifikante Abweichung. Zwischen den Klassen 8a bis 8e gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Die Klassen 8a, 8b und 8e erzielen in beiden Kategorien zusammen die besten Resultate.


Englisch: Leseverstehen

39

Die Lernstandserhebung 2010 überprüfte den Bereich Leseverstehen auf einer breiten Basis unterschiedlicher

Texte und Testformate. Inhaltlich decken die Aufgaben ein breites Spektrum

jugendrelevanter Themen ab. Sie beziehen sich auf die im Kernlehrplan ausgewiesenen

Lebensbereiche persönliche Lebensgestaltung, Ausbildung/Schule, Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben, Berufsorientierung. Als Textgrundlagen wurden überwiegend authentische Texte

unterschiedlichster Quellen verwendet. Sie stammen aus Amerika, England, Irland, Australien und

anderen englischsprachigen Ländern. Als Testformate dienten geschlossene und halboffene Aufgaben

wie multiple choice, matching, short answers.

Für die Auswertung werden fünf Kompetenzniveaus unterschieden (Niveau 1, 2, 3, 4, 4+):

Kompetenzniveau E-L 1: Auffinden bzw. Wiedererkennen von Informationen auf der Textoberfläche

Kompetenzniveau E-L 2: Einfaches Verstehen

Kompetenzniveau E-L 3: Einfaches Verstehen und Schlussfolgern

Kompetenzniveau E-L 4: Differenziertes Verstehen und Schlussfolgern

Kompetenzniveau E-L 5: Globales, differenziertes Verstehen, komplexes Verarbeiten

Auch im Fach Englisch lagen die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler wieder signifikant

über den Leistungen der Vergleichsgruppe „Gymnasium Standorttyp 2“. Dabei überragte die Klasse

8a.


40

Mathematik: Aufgaben zu allen prozessbezogenen Kompetenzen und aus allen Inhaltsbereichen

In den Lernstandserhebungen 2010 im Fach Mathematik wurden Aufgaben zu allen sogenannten

prozessbezogenen mathematischen Kompetenzen sowie den vier Inhaltsbereichen – Arithmetik/Algebra,

Funktionen, Geometrie und Stochastik – gestellt.

Das höchste erreichbare Niveau wurde noch einmal in ein Kompetenzniveau 5+ ausdifferenziert.

Schülerinnen und Schüler dieses Niveaus haben ein weit überdurchschnittliches mathematisches

Verständnis. Schülerinnen und Schüler, die die Aufgaben des Niveaus 2 nicht sicher lösen können,

weisen bezogen auf die Anforderungen der Kernlehrpläne erhebliche Defizite auf.

Kompetenzniveau M 1: Standardsituationen auf basalem Niveau erfassen und bearbeiten

Kompetenzniveau M 2: Einfache Standardsituationen erfassen und bearbeiten

Kompetenzniveau M 3: Mit überschaubaren Situationen umgehen

Kompetenzniveau M 4: Etwas komplexere Situationen bewältigen

Kompetenzniveau M 5: Komplexe Fragestellungen bearbeiten

Kompetenzniveau M 5+: In komplexen Situationen mathematisch argumentieren

Insgesamt unterscheiden sich die Ergebnisse des Gymnasiums Thomaeum nicht signifikant von der

Vergleichsgruppe „Gymnasium Standorttyp 2“; einzelne Klassen weichen aber deutlich nach oben ab

(besonder die Klassen 8b und 8e).


41

Ergebnisse der zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 im Mai 2010

Schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben und zentral vorgegebenen Kriterien für die

Bewertung sorgen für

• größere Transparenz der Anforderungen,

• bessere Vergleichbarkeit von Leistungen,

• größere Gerechtigkeit bei der Abschlussvergabe.

Die zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 gehen Hand in Hand mit den Kernlehrplänen, in denen

festgelegt wird, über welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufen

6, 8 und 10 verfügen sollen. Die Kernlehrpläne setzen Standards für die Ergebnisse von Lernprozessen

und lassen den einzelnen Schulen freie Hand, wenn es darum geht, den Unterricht zu gestalten.

Wenn die Gleichwertigkeit von Lernergebnissen und Abschlüssen bei größer werdenden Gestaltungsspielräumen

der einzelnen Schulen gewährleistet werden soll, sind zentrale Prüfungen die

notwendige Konsequenz. Die Aufgaben dieser Prüfungen beziehen sich direkt auf die Kompetenzerwartungen

der Kernlehrpläne.

Im Mai 2010 wurden in Nordrhein-Westfalen zum vierten Mal zentrale Prüfungen am Ende der Klasse

10 (ZP 10) durchgeführt, und zwar in den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache

(Englisch oder Latein). Die Prüfungsaufgaben enthielten sowohl schulformübergreifende als auch

schulformspezifische Teile. Am Gymnasium Thomaeum haben 102 Schülerinnen und Schüler aus vier

Klassen teilgenommen:

Anzahl 29

10a 10n1 10n2 10n3

2 L / 27 E

24 23 26

Die Verteilung der Vornoten, Prüfungsnoten und Abschlussnoten

Die Vornoten, Prüfungsnoten und Abschlussnoten aller Schülerinnen und Schüler werden in

ihrer Verteilung auf die sechs Notenstufen in einem Diagramm dargestellt. Zusätzlich zur

prozentualen Verteilung ist über jeder Säule angegeben, wie viele Schülerinnen und Schüler

die jeweilige Note erhalten haben. Darüber hinaus werden in der Legende jeweils der Durchschnitt

(arithmetisches Mittel m) und ein Maß für die Streuung (mittlere absolute Abweichung

s) innerhalb der Schule angegeben.


Die Prüfungsergebnisse im Vergleich zu anderen Gymnasien – ein kurzes Fazit

43

Die Diagramme zeigen die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die sechs Notenstufen – einmal

im Vergleich zur Vornote und dann im Vergleich zur Verteilung an allen nordrhein-westfälischen

Gymnasien. Die Auswertung erlaubt keinen differenzierten Blick auf die jeweilige Klasse.

• Insgesamt gab es wieder erheblich mehr Abweichungen von der Vornote „nach oben“ als „nach

unten“. Bei insgesamt 303 Prüfungsarbeiten kam es nur 30mal vor, dass sich eine Schülerin oder

ein Schüler um eine Note verschlechterte. Demgegenüber stehen 150 Verbesserungen (19mal gab

es sogar eine Verbesserung um zwei Noten), in 123 Fällen stimmten Vornote und Prüfungsnote

überein. Abweichungen um drei Notenstufen und damit verpflichtende mündliche Prüfungen gab

es nicht.

• Die Prüfungsnoten unserer Schülerinnen und Schüler spiegeln insgesamt die nordrhein-westfälischen

Mittelwerte wider. Im Fach Mathematik erzielten unsere Schülerinnen und Schüler vor allem

in der Spitze etwas bessere Ergebnisse; im Fach Deutsch ist es umgekehrt. Über Latein lassen sich

keine verlässlichen Aussagen machen, da nur zwei Schüler unserer Schule Latein als zentrales

Prüfungsfach wählten.


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Ergebnisse des Zentralabiturs 2010

Im Frühjahr 2010 fand in Nordrhein-Westfalen zum vierten Mal das Zentralabitur an Gymnasien und

Gesamtschulen statt. Dabei wurden in allen Fächern, die von den Schülerinnen und Schülern als erstes

bis drittes Abiturfach gewählt wurden, zentrale Aufgaben gestellt und den Lehrkräften Bewertungskriterien

zur Beurteilung der Schülerarbeiten vorgegeben.

Über die Ergebnisse in den einzelnen Abiturfächern am Gymnasium Thomaeum haben wir im Rundbrief

4 des Schuljahres 2009/10 ausführlich berichtet. Daher beschränken wir uns hier auf einen kurzen

Vergleich mit den Ergebnissen in Nordrhein-Westfalen.

Mit einer Abiturdurchschnittsnote von 2,64 erzielte unsere Abiturientia 2010 nicht das Spitzenergebnis

des Jubiläumsjahres. Der Landesdurchschnitt lag bei 2,56.


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Mittelwerte der Abiturnoten in NRW und am Thomaeum:

2006 2007 2008 2009 2010

Thomaeum 2,62 2,6 2,51 2,27 2,64

Gymnasium 2,62 2,6 2,59 2,53

Gesamtschule 2,82 2,86 2,87 2,84

Insgesamt 2,66 2,64 2,63 2,58 2,56

Die Verteilung der Abiturdurchschnittsnoten im Vergleich:

Die Verteilung der Abiturdurchschnittsnoten zeigt im Vergleich zwischen dem Land und dem

Thomaeum, dass die Säulen für das Thomaeum (gelb) bei den Bestnoten zwischen 1,0 und 1,3 leicht

höher sind als die vergleichbaren NRW-Ergebnisse (grün), dann aber bis zur Durchschnittsnote 2,2

niedriger sind.

Die Prüfungsnoten in den Leistungskursen im landesweiten Vergleich:

Da die Lernstandserhebungen in der 8. Klasse und die zentralen Prüfungen am Ende der 10. Klasse in

Deutsch, Englisch und Mathematik durchgeführt werden, dokumentieren wir die Abiturprüfungsergebnisse

in den Leistungskursen dieser Fächer im Detail. Zudem berücksichtigen wir die Leistungskurse

in Geschichte, Erziehungswissenschaft, Biologie, Physik und Chemie, da sie von vielen

unserer Schülerinnen und Schüler belegt wurden.

Zu bedenken ist, dass die Darstellung ausschließlich unsere Schülerinnen und Schüler repräsentiert,

und zwar unabhängig davon, ob sie in dem Fach in den letzten beiden Jahren am Thomaeum oder am

LvD Unterricht hatten. Die Ergebnisse lassen sich also nicht einfach schulspezifisch deuten.

Die folgenden Diagramme enthalten die Verteilung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule auf

die sechs Notenpunkt-Bereiche. Die Verteilung wird im Vergleich zu allen nordrhein-westfälischen

Schülerinnen und Schülern ausgewiesen.

86 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thomaeum nahmen am zentralen Abiturverfahren

2010 teil, 80 haben das Abitur bestanden.


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Cambridge 2010

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